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Sick RFU 630

Sopas Einstellungen
zum VASS Baustein
„Grundlagen und Parameter“

inklusive
Anbauvorgaben der Antennen

Volkswagen AG

Volkswagen AG Wolfsburg
PMP-A/F Planung Anlagenelektrik
H. Wassermann Tel.: +49(0)5361/9-21713
Holger.Wassermann@volkswagen.de

- Änderungen vorbehalten -
Wichtig: Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der
VOLKWSAGEN AG gestattet. Für diese Unterlagen behalten wir uns das Urheber- und Eigentumsrecht vor. Bei
Nichtgebrauch ist diese Unterlage zu vernichten.
Sick RFU 630 Sopas Einstellungen
Ansprechpartner:

Zuständigkeit/Abteilung Name Telefon E-Mail


Planung Anlagenelektrik PMP-A/F H. Wassermann +49-5361-9-21713 Holger.Wassermann@volkswagen.de

Änderungsvermerke :

Datum Bemerkung Verantwortlich


17.10.2011 V1.0 Erstellung Entwurf H. Wassermann
20.11.2011 V1.1 Anpassung Firmware V1.10 H. Wassermann
25.01.2012 V1.2 Ergänzung Projektsicherung, Firmwareupdate H. Wassermann
29.02.2012 V1.3 Formatierung H. Wassermann
24.04.2012 V1.31 Lesung per Lesetor H. Wassermann
21.06.2012 V1.40 Optimierung/ Berichtigung der Parameter H. Wassermann
11.10.2012 V1.41 Ergänzungen zu H. Wassermann
- Projektsicherung erstellen /laden
- Aufbau und Anbringung der Antennen
31.10.2012 V1.50 - Korrektur Parameter Ausgabesteuerung und Ausgabeformat H. Wassermann
- Erweiterung Aufbau und Anbringung
- diverse Zusatzerklärungen
20.12.2012 V1.51 Ergänzungen für Firmware V1.22 H. Wassermann
30.05.2013 V1.52 Ergänzungen für Firmware V1.32 H. Wassermann
18.09.2014 V1.53 Ergänzungen Firmware Versionen H. Wassermann
21.11.2014 V1.54 Korrektur keine Freigabe Firmware V1.42 H. Wassermann
16.04.2015 V1.54 Ergänzung Netzwerkparameter H. Wassermann
01.06.2015 V1.55 Bausteinversionen FB520 ≥ V3.9.05 für Firmware ab V1.50 H. Wassermann
01.10.2015 V1.56 Grundlagen; Änderung der Einstellung „Diagnose Logdatei“ H. Wassermann
01.02.2016 V1.57 Ergänzung Einsatz von „Advanced power Control“ H. Wassermann
23.09.2016 V1.58 Firmware V1.63 freigegeben H. Wassermann
15.11.2016 V1.60 Anpassung der Beschreibung auf SOPAS Version 3.xy H. Wassermann
03.03.2017 Hinweis Sopas 2.38.3 nötig für Firmware > V1.6x

03.03.2017
1 H. Wassermann, PMP-A/F
X:\kst\61_PMPA_F\30 Fachthemen\050 Fahrzeugident_Wa\010 RFID für MQB\Reader_Herstellerbezogen\SICK\Dokumentation_Sopas_Einstellungen\RFU630_Sopas-Einstellungen_V1.60.doc
Sick RFU 630 Sopas Einstellungen

I N H A L T S V E R Z E I C H N I S
Firmware-Versionen...............................................................................................................3 
Grundlagen ............................................................................................................................5 
Permanent speichern .........................................................................................................5 
Parameter „cloning“ über SD-Karte....................................................................................6 
Projektsicherung erstellen /laden...........................................................................................6 
Parameter - Antennenkonfiguration .......................................................................................9 
Sendeleistung .....................................................................................................................9 
Ergänzungen für Firmware ab Version 1.22 ....................................................................10 
Parameter – Transponder Data Processing ........................................................................11 
Parameter – Transponder Processing .................................................................................11 
Parameter - Tag-Select........................................................................................................12 
Parameter - Lesekonfiguration - Objekttriggersteuerung ....................................................13 
Parameter - Datenverarbeitung - Ausgabesteuerung .........................................................14 
Parameter - Datenverarbeitung - Auswertebedingungen ....................................................14 
Ergänzungen für Firmware ab Version 1.3 ......................................................................18 
Parameter - Netzwerk / Schnittstellen / IOs .........................................................................19 
Parameter - Netzwerk / Schnittstellen / IOs - Ethernet ........................................................19 
Parameter - Netzwerk / Schnittstellen / IOs – Ethernet - Feldbus .......................................20 
Parameter - Netzwerk / Schnittstellen / IOs – Ethernet - Seriell..........................................20 
Parameter -Digitale Ausgänge /Summer .............................................................................21 
Parameter – Diagnose Logdatei Ausgabe (ab Firmware V1.22) ........................................21 
Für Firmware ab Version 1.22..........................................................................................21 
Ergänzungen für Firmware Version 1.32 .........................................................................22 
Sicherung der Projektdateien ..............................................................................................23 
Aufbau und Anbringung der Antennen ................................................................................23 
Firmware Version / Update ..................................................................................................26 
Ablauf der Lesung über Lesetor ..........................................................................................31 

03.03.2017
2 H. Wassermann, PMP-A/F
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Sick RFU 630 Sopas Einstellungen
Firmware-Versionen
Die Firma Sick liefert die Reader immer mit ihrer aktuellen Firmware-Version aus!

Jedes Projekt bei Volkswagen sollte einen vereinbarten Firmware-Versionsstand


aufweisen, dieser ist beim zuständigen Projektverantwortlichen zu erfragen.
Ggf. ist ein Firmware-Up/Downgrad auf den vereinbarten Firmware-Versionsstand
durchzuführen.

Je näher der vereinbarten Firmware-Versionsstand an den aktuellen Firmware-


Versionstand der Firma Sick liegt, desto umfangreicher ist der Parameter- bzw. Funktions-
umfang des Readers. Jedoch werden nicht alle neue von Sick implementierten Funktionen
für die Fahrzeugidentifikation in Verbindung mit dem VASS-Baustein verwendet!

Das Dokument beschreibt nur die Parameter, die für Fahrzeugidentifikation in Verbindung
mit dem VASS-Baustein genutzt werden, für alle bei Volkswagen verwendeten Firmware-
Versionsstände. (Z.B. der Parameter „Diagnose Logdatei Ausgabe“ ist für unterschiedliche
Versionsstände mehrfach beschrieben.)
Eine Aktualisierung erfolgt ausschließlich bei neu genutzten Funktionen /Parametern
jedoch nicht bei Firmware-Versionsänderungen ohne genutzte Funktions- /Parameter-
Änderungen. Z.B. ist von der Firmware Version 1.32 bis 1.50 keine Parameter-Änderung
erfolgt.

Die vorgefertigte Parameterdatei (z.B. „RFU_630_Pilot_30.05.2013_V1.32.sdv“), die als


Grundkonfiguration ins Gerät geladen werden soll, beinhalten alle Parameter. Angepasst
werden muss im Prinzip lediglich die IP Adresse im Parameter „Ethernet“ und die Werte
der Parameter „Sendeleistung“ entsprechend der jeweiligen Umgebung der Station. Bei
besonders kritischen Umgebungen sind ggf. noch zusätzliche Filter einzurichten, oder z.B
für das Label-Center ist der Parameter „Tag-Select „ zu deaktivieren.

Auch für die vorgefertigten Parameterdateien gilt, es werden nur neue Vorlagen für die
Parameterdateien erzeugt, wenn eine Parameter-Inkompatibilität auftritt. D.h. obwohl z.B.
die Firmware des Readers auf die Version 1.30 erhöht wurde konnte z.B. trotzdem die
Parameterdatei der Version1.22 („RFU_630_Pilot_XXX_V1.22“) verwendet werden, da sie
in den Parametern für die Fahrzeugidentifikation in Verbindung mit dem VASS-Baustein
benötigt werden zu 100% kompatibel ist, und auch sonst keine Parameter-
inkompatibilitäten die zu Fehlermeldungen führen, vorhanden waren!
Erzeugt, eine neuere Firmware-Version, obwohl keine Änderungen in den verwendeten
Parameter erfolgte, eine Fehlermeldung beim Laden der Parameterdatei, z.B. durch eine
Parametererweiterung in Bezug auf bei VW nicht verwendeten Parameter (z.B.
Ländervarianten) wird hierfür, obwohl das Laden der älteren Parameterdatei trotz dieser
Fehlermeldung mit allen verwendeten Parametern erfolgt eine neue Parameterdatei
erzeugt.

Da das laden einer Parameterdatei in die Firmware-Version 1.42 eine Fehlermeldung


erzeugt und diese trotz erneuten abspeichern nicht eliminierbar ist sollte diese Firmware
bei VW nicht zum Einsatz kommen.

Hinweis Bausteinversion:
Achtung: ab der Firmwareversion V1.50 ist zum Schreiben in den USER-Bereich zwingend eine
VASS Bausteinversion des FB520 ≥ V3.9.05 nötig !!!

03.03.2017
3 H. Wassermann, PMP-A/F
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Sick RFU 630 Sopas Einstellungen
Bei Volkswagen in Verbindung mit dem VASS Baustein verwendete Firmware Versionen:

Firmware- Min. Sopas- Parameterdatei Funktions-/ Parameter- Erweiterung Projekteinsatz2 (ohne Gewähr)
Version Version 1
V1.11 2.35.0 RFU_630_Pilot_01.11.2012_V1.11.sdv Grundversion Wolfsburg Golf7 (update V1.32)
(02-2012) Zwickau Golf7 (update V1.41)
V1.22 2.36.0 RFU_630_Pilot_12.02.2013_V1.22-1.30.sdv Advanced Power Control SVW Ningbo
(07-2012) Logfile auf SD-Karte (nur Ausgabeformat) FAW Foshan
V1.30 2.36.0 RFU_630_Pilot_12.02.2013_V1.22-1.30.sdv keine SVW Ningbo
(10-2012) (Integration Profinet) FAW Foshan
V1.32 2.36.0 RFU_630_Pilot_30.05.2013_V1.32.sdv Erweiterung Logfile auf SD-Karte: Wolfsburg Golf7
(04-2013) Mitschrieb gesamter Datenverkehr möglich Emden Passat B8
Bratislava Q7
V1.40 2.36.0 -- ??? in keinem Projekt verwendet!?
(26-09-2013)
V1.41 2.36.0 RFU_630_Pilot_08.01.2014_V1.41.sdv ASCII Editor in Sopas für UII Zwickau Golf7, Passat B8
(12-2013) Assistent „Car Body-ID“ Mexico Golf7
Wolfsburg Touran/Tiguan
V1.42 2.36.0 RFU_630_Pilot_25.08.2014_V1.42.sdv Keine Keine Freigabe für VW
(04-2014) Profinet Bugfix Ringredundanz benötigt für
Wolfsburg Lackiererei (kein VASS)
V1.50 2.36.0 RFU_630_Pilot_17.09.2014_V1.50.spr Leseperformance bei Störeinflüssen verbessert --
(09-2014) VASS Bausteinversion ≥ V3.9.05 nötig!!! UMI in Sopas manuell setzbar
Master Slave mit Scanner CLV benötigt für PC-
Erfassungspunktsoftware Bratislava
V1.51 2.36.0 RFU_630_Pilot_26.01.2015_V1.51.spr Profinetdiagnose Erweiterung für VWN Pamplona
(01-2015) VASS Bausteinversion ≥ V3.9.05 nötig!!!
V1.60 Achtung RFU_630_Pilot_25.09.2015_V1.60.sdv ? --
(06-2015) mind.
V1.63 2.38.3 RFU_630_Pilot_17.05.2015_V1.63.sdv
(04-2016)
VASS Bausteinversion ≥ V3.9.05 nötig!!!

1
Es sollte entweder die Sopas Version 2.38.3 oder die aktuellste Sopas Version 3.x.y verwendet werden
(Download über Sick Homepage www.mysick.com frei verfügbar).
2
Die aktuelle gültige Version ist beim zuständigen Projektverantwortlichen zu erfragen!

03.03.2017
4 H. Wassermann, PMP-A/F
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Sick RFU 630 Sopas Einstellungen
Grundlagen
Permanent speichern
Permanent speichern ist nötigt damit die Eingestellten Parameter auch dem
Spannungsfreischalten des Gerätes erhalten bleiben.
Die Eingestellten Parameter werden im Gerät selber und wenn vorhanden auch auf der
SD-Karte gespeichert.

Beschreibung für SOPAS 2.xy


Permanent speichern kann über das Menü „Kommunikation“ oder das IC-Symbol in der
„MenüBar“ für einen oder mehrere Reader, auf die Sopas gerade zugreift, über das dann
erscheinende Auswahlfeld durchgeführt werden.

Für den aktuell verbundenen Reader kann die Speicherung ohne weitere Abfrage mit den
„Diskettensymbol“ in der „MenüBar“ erfolgen.

Beschreibung für SOPAS 3.xy


Im Hauptfenster kann Permanent speichern kann über das Menü über die Auswahl
„Parameter“ -> Permanet Speichen oder das IC-Symbol in der „MenüBar“ für einen oder
mehrere Reader, auf die Sopas gerade zugreift, über das dann erscheinende Auswahlfeld
durchgeführt werden.

Im Menü des geöffneten Gerätefensters kann die Speicherung ohne weitere Abfrage mit
den „IC-Symbol“ in der „MenüBar“ oder über die Auswahl „Parameter“ -> Permanet
Speichen erfolgen.

03.03.2017
5 H. Wassermann, PMP-A/F
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Sick RFU 630 Sopas Einstellungen
Parameter „cloning“ über SD-Karte
Die Parameter müssen über Permanent speichern, siehe oben, auf die SD Karte
gespeichert werden.
Hierzu ist es nötig, dass eine „leere“ SD-Karte gesteckt wurde bevor das Gerät mit
Spannung versorgt wird. (Ob Daten auf der SD-Karte vorhanden sind sollte mit einem
externen Gerät, z.B. PC mit SD-Karten-Slot überprüft werden)

Wird eine SD-Karte mit abgespeichertem Projekt in den Reader gesteckt und das Gerät
dann mit Spannung versorgt werden alle Parameter in den Reader übernommen.

Bei einem Gerätetausch muss also ein korrekt beschrieben SD-Karte im dem Gerät das
Ausgetauscht werden soll vorhanden sein. Diese ist dem Gerät das Ausgetauscht werden
soll zu entnehmen, und wird in das Tauschgerät eingebaut. Anschließend wird das
Tauschgerät mit Spannung versorgt und beinhaltert die gleichen Parameter des
Ausgetauschten Gerätes.

Als Notorganisation sollte das jeweilige Projekt als .sdv Datei gesichert werden.
(siehe hierzu auch: „Projektsicherung erstellen /laden“ und „Sicherung der Projektdateien“)

Projektsicherung erstellen /laden


Es gibt zwei Möglichkeiten ein Projekt zu Sichern und wieder zu Laden:

1. Über [Projekt Speichern] es wird eine „.spr“ Datei angelegt.


(Der Nachteil an der direkten Projektsicherung ist, dass dieses Projekt auch nur
genau mit derselben Antenne arbeitet! D.h. ein Hardwaretausch ist mit einer
Projektsicherung nicht ohne weiteres möglich.)

2. Über [Gerät exportieren/importieren] es wird eine „.sdv“ Datei angelegt.


(Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass ein „exportiertes Gerät“ in eine
beliebige Antenne importiert werden kann!)
SOPAS 2.xy SOPAS 3.xy
Im Menü des geöffneten
Gerätefensters ist diese
Funktion verfügbar:

03.03.2017
6 H. Wassermann, PMP-A/F
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Sick RFU 630 Sopas Einstellungen
Die Parameter einer „.sdv“ Datei können auch in eine Antenne geladen werden mit
der man bereits eine Verbindung mit Sopas aufgebaut hat. Dies funktioniert ist über
[Bearbeiten- Gerätedaten ins Gerät laden] im folgenden Dialog die Datei auswählen
und die dann folgende Benutzerabfrage am besten mit
Benutzerdefiniert
Benutzerlevel : Service
Passwort: servicelevel
Auswählen, damit wird sichergestellt, dass definitiv alle Parameter übertragen
werden.

SOPAS 2.xy

SOPAS 3.xy
Im Menü des geöffneten Gerätefensters ist diese Funktion wie folgt verfügbar:

Achtung: Wenn in eine Antenne mit einer Firmware Version größer V1.2x eine
Parameterdatei geladen wird, die mit einer die mit einer Firmware Version kleiner gleich
V1.11 erzeugt wurde, gehen die Parameter unter „Antennenkonfiguration“ verloren!
Diese Parameter insbesondere Sendeleistung Lesen und Schreiben müssen manuell neu
gesetzt werden!

03.03.2017
7 H. Wassermann, PMP-A/F
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Sick RFU 630 Sopas Einstellungen
Projektbaum RFU 630

Die Parameter dieser


Einstelloptionen werden auf den
folgenden Seiten genauer
beschrieben.

03.03.2017
8 H. Wassermann, PMP-A/F
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Sick RFU 630 Sopas Einstellungen
Parameter - Antennenkonfiguration
Sendeleistung
Jeder angeschlossenen Antenne muss eine Sendeleistung zugeordnet werden.
Die Sendeleistung wird in dBm angegeben. Es können jeweils unterschiedliche
Sendeleistungen für Lese- und Schreibbefehle vorgegeben werden. Die zugehörigen
Leistungen in Watt können abgelesen werden.
Anmerkung: Eine Erhöhung um 3 dBm entspricht einer Verdopplung der Sendeleistung!

Für einen Abstand Antenne zum RFID-Tag von ca. 80 cm bis einem Meter ist mit einem
dBm Wert von 14 bis 20 eine realistische Voreinstellung getroffen. Bei Verwendung eines
Tag mit NXP G2XM Speicherchip ist die Leistung für Schreibbefehle mit ca. 6dBm höherer
Leistung für Lesebefehle zu setzen, da dieser Chip einen erhöhten Energiebedarf für
Schreibbefehle benötigt.

Für jede Station muss die Einstellung der Sendeleistung der Antenne individuell erfolgen,
da die örtlichen Gegebenheiten einen enormen Einfluss auf die Gesamtsituation haben.
Allgemein gilt, je geringer die benötigte Sendeleistung ist, desto geringer ist die
Beeinflussung anderer Stationen. D.h. beim Einrichten einer neuen Station sollte mit einer
möglichst geringen Sendeleistung begonnen werden.

Die Werte der „Dwell-time“ sind auf 100ms und 8192rounds einzustellen, damit innerhalb
eines Lesetores wiederholte Kommunikationsversuche auf unterschiedlichen Kanälen bei
Störungen gewährleistet sind.

03.03.2017
9 H. Wassermann, PMP-A/F
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Sick RFU 630 Sopas Einstellungen
Ergänzungen für Firmware ab Version 1.22
Ab der Firmware Version 1.22 ist für die Sendeleistung „Advanced Power Control“
verfügbar. Hierüber besteht die Möglichkeit die Feldstärke auf einem möglichst keinen
Level zu halten um benachbarte Antennen möglichst wenig zu beeinflussen!

Diese Funktion kann über das neue Feld ganz oben im Dialog aktiviert werden.

Jetzt kann über die Parameter Minimale APC Sendeleistung der Startwert für die
Verwendete Sendeleistung angegeben werden.
Über den Parameter APC Leistungssprungweite wird der Wert Festgelegt um den die
Sendeleistung im Fall einer nicht erfolgreichen Lesung innerhalb des Leseintervalls
(definiert über Dwell-time bzw. rounds) erhöht wird, bis die über Sendeleistung
angegebene max. Leistung erreicht wurde. Die Lesung wird bei erkennen eines Labels mit
der bis dahin verwendeten Leseleistung und bei nicht Erkennung eines Labels mit der
max. Sendeleistung bis zum Erreichen des Lesetorendes fortgesetzt. Das Lesetor sollte
nicht kürzer definiert sein um das Inkrementieren von Anfangsleistung bis zur Endleistung
vollständig durchzuführen.

Im obigen Beispiel würde die Leseleistung in 1dB schritten von 10dbm bis 14dBm in einem
Zeitintervall von 100ms erhöht.

Generell ist der Einsatz von „Advanced Power Control“ bei bewegten Bauteilen nicht zu
empfehlen, da durch die Bewegung der Abstand zwischen TAG und Reader variiert und
eine gleichzeitige Variation der Leistung keine stabilen Leseverhältnisse ergibt.

03.03.2017
10 H. Wassermann, PMP-A/F
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Sick RFU 630 Sopas Einstellungen
Parameter – Transponder Data Processing
Über diesen Parameter kann das Gerät kann so konfiguriert werden, dass nur die Tag‘s
die einen höhere Sendeleistung als der eingetragene Wert zurück geben, für die weitere
Auswertung betrachtet werden. D.h. Tag’s mit geringer, zurückgegebener Sendeleistung
werden aussortiert.

Es muss für jeden Aufbau situationsbedingt festgelegt werden, ob ein Vergleichswert


sicher zu bestimmen ist und dementsprechend ein sinnvoller Grenzwert vergeben werden.
Dabei ist die „normale“ Varianz der Transponder (Abweichungen von bis zu Delta 5-6
dBm sind realistisch) zu beachten! Um diesen RSSI Filter sinnvoll einzusetzen ist ein
sicher Reproduzierbarer Abstand von größer 10 dBm von den gewollten zu den nicht
gewollten Tags nötig!
Der ATS Filter kann im Zusammenspiel mit den SPS Funktionsbaustein nicht verwendet
werden, da dieser keine Löschfunktion der Liste (des Buffers) besitzt.

Parameter – Transponder Processing


Über diesen Parameter kann das Gerät kann so konfiguriert werden, dass während eines
„Lesetores“ zusätzlich zum Auslesen des UII Speicherbereich auch noch weitere Lese
und/oder Schreibbefehle ausgeführt werden können.

Hier wird für jeden TAG der das Antennenfeld während eines offenen „Lesetores“ passiert
zusätzlich zur UII der gesamte USER („Start position“ = 0 und „Length“ = 32) ausgelesen.
Dies ergibt zum einen eine erhöhte Sicherheit des Leseergebnisses in Bezug auf
Transponder mit Überreichweiten, da hier diverse adressierte Transponderzugriffe auf der
Luftschnittstelle erfolgen müssen. Außerdem stehen die USER Daten dieses Leseergebnis
dann in der „Datenausgabe“ zur Verfügung.
Der Wert der „retries“ ist mit 50 (dezimal V1.10) bzw. 0x32 (hex ab V1.22) einzustellen um
die Lesung intern mehrfach (jeweils dreimal auf dem gleichen Kanal und zwei
Kanalwechsel) durchzuführen.

03.03.2017
11 H. Wassermann, PMP-A/F
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Sick RFU 630 Sopas Einstellungen
Parameter - Tag-Select
Das Gerät kann so konfiguriert werden, dass nur Transponder über das Air-Interface
gelesen werden welchen den Filtereinstellungen entsprechen:

Hier sollte der für die Fahrzeugkennzeichnung verwendete Transponder so weit wie
möglich eingegrenzt werden, damit andere Transpondertypen keinen Einfluss auf die
Schreib- Lesezugriffe nehmen. Die Maske zeigt eine Filterung auf „7DA1“ dies entspricht
dem PC Wort.
Für die neue Transpondergeneration muss zusätzlich über ODER Verknüpfung noch
„79A1“ eingetragen werden, weil dies je nach USER Dateninhalt automatisch den PC
Wortinhalt ändert.

Für neue Werke die ab Juni 2015 neu mit RFID ausgerüstet werden ist aufgrund der nicht
verwendeten 6-bit Datenkomprimierung und der Erfüllung der Normen VDA 5500 und
ISO/IEC 15961anstatt des AFI „A1“ der AFI „01“ zu benutzen!
Damit erfolgt die Filterung anstatt auf „7DA1“ und „79A1“ mit „7D01“ und „7901“

Ohne Filter werden alle im Feld befindlichen Transponder gelesen.


Achtung: Für das Labelcenter muss Tagselect deaktivert werden!

03.03.2017
12 H. Wassermann, PMP-A/F
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Sick RFU 630 Sopas Einstellungen
Parameter - Lesekonfiguration - Objekttriggersteuerung
Das Gerät kann auf verschiedene Arten gestartet bzw. gestoppt werden:

Das Starten bzw. Stoppen wird über „SOPAS Kommando“ durch den SPS Baustein bzw.
die Applikation ausgeführt.

Die Inventory Verzögerung muss auf 1ms gesetzt werden, damit möglichst schnell die
Anwesenheit von Tags im Feld erkannt werden kann.

03.03.2017
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Sick RFU 630 Sopas Einstellungen
Parameter - Datenverarbeitung - Ausgabesteuerung
Die Werteausgabe kann durch verschiedene Ereignisse veranlasst werden.

Hier muss die Ausgabe am Ende des Lesetaktes mit 50 ms Verzögerung erfolgen.

Achtung: Die Zeitverzögerung von 50ms ist für die richtige Reihenfolge (zuerst Antwort
GateOFF und dann Nutzdaten) und die Sicherstellung der Trennung der TCP/IP
Datentelegramme innerhalb der SPS unbedingt nötig!

Parameter - Datenverarbeitung - Auswertebedingungen


Die Auswertebedingungen können sowohl auf die gelesene Codeanzahl und den
Codeinhalt eingegrenzt werden.

Hier muss auf jeden Fall die Codeanzahl auf genau einen gelesenen Tag eingegrenzt
werden.

03.03.2017
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Sick RFU 630 Sopas Einstellungen
Als Festlegung für den Codeinhalt ist „CC1uVCC1“ definiert. D.h. der Zähler „CC1uVCC1“
wird inkrementiert sobald ein Tag erkannt gelesen wurde und dessen Dateninhalt (USER)
komplett (gültig) ausgelesen wurde.

03.03.2017
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Sick RFU 630 Sopas Einstellungen
Parameter - Datenverarbeitung - Ausgabeformat
Die Werteausgabe kann in ihrem Format konfiguriert werden.

Ausgabeformat 1 (Ausgabe an SPS Baustein):


Das Ausgabeformat 1 muss exakt das folgende Ausgabeformat besitzen damit der
zugehörige SPS Baustein diese Daten verarbeiten kann:

Die hier parametrierte Ausgabe enthält:


 wenn genau ein Tag „gültig“ gelesen wurde: den RSSI Wert und den Codeinhalt des
UII- und USER- Speicherbereich
 wenn mehr als ein Tag gelesen wurde: „CCError“ und die Anzahl der gelesen Tags
 wenn genau ein Tag „nicht gültig“ gelesen wurde: Read Error
 wenn kein Tag gelesen wurde: „NoRead“

Die Formate der jeweiligen Ausgabefelder sind folgendermaßen definiert:

Achtung: Füllzeichen @ jeweils von Präfix auf Postfix unbebingt nötig für Labelcenter!

03.03.2017
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Sick RFU 630 Sopas Einstellungen
Ausgabeformat 2 (Ausgabe zur Fehleranalyse):
Das Ausgabeformat 2 entspricht weitgehend dem des Ausgabeformat 1 allerdings werden
die Daten zur besseren Lesbarkeit in ASCII anstatt in hex Format ausgegeben.
Zusätzlich werden bei fehlerhafter Lesung mit mehreren Tag’s (CCErrror) deren RSSI
Werte und deren UII Daten zur Analyse mit ausgegeben. Bei Umstieg auf neuere
Firmwareversionen sind weitere Ausgaben z.B. „Sendeleistung“ (Power), „Anzahl der
Tagerkennungen innerhalb des Lesetores“, etc. zu ergänzen.

03.03.2017
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Sick RFU 630 Sopas Einstellungen
Ergänzungen für Firmware ab Version 1.3
Dem Ausgabeformat 2 sollte noch folgende der Parameter zugefügt werden:
 Gerätename (DEVN)
 Lesetordauer in ms (TT), gibt die Zeit des Lesefensters (GateTime) an
 Codesicherheit (CS), dieser Parameter gibt an wie oft der UII Speicher des
entsprechenden Labels innerhalb des Lesetores gelesen wurde.
 Tx-Power Antenne1 (DXPWR1), hier wird die über „Advanced Power Control“
gesteuerte Sendeleistung ausgegeben.

03.03.2017
18 H. Wassermann, PMP-A/F
X:\kst\61_PMPA_F\30 Fachthemen\050 Fahrzeugident_Wa\010 RFID für MQB\Reader_Herstellerbezogen\SICK\Dokumentation_Sopas_Einstellungen\RFU630_Sopas-Einstellungen_V1.60.doc
Sick RFU 630 Sopas Einstellungen
Parameter - Netzwerk / Schnittstellen / IOs
Der Gerätename wird hier angegeben. Es ist obwohl die Anbindung über TCP/IP erfolgt
der PROFINET-konforme Name einzutragen.

Parameter - Netzwerk / Schnittstellen / IOs - Ethernet


Die Netzwerkadresse und die Ausgabe - Ports können konfiguriert werden. Ebenso sollte
wenn vorhanden ein Standardgateway eingerichtet werden, damit zentral auf die
Antennen zugegriffen werden kann. Außerdem sollte die Gerätezeit entweder manuell
oder besser per Zeitserver auf aktuellen Stand gebracht werden.

Die IP-Adresse kann nur mit den entsprechenden Rechten geändert werden, dazu muss
man sich „Am Gerät anmelden“ und dann in der erscheinenden Maske als „Service“ mit
dem Passwort „servicelevel“ anmelden.

03.03.2017
19 H. Wassermann, PMP-A/F
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Sick RFU 630 Sopas Einstellungen

Der Ethernet „Host-Port“ ist der Port der für die Kommunikation zur SPS bzw. Applikation
zuständig ist. Hier muss das entsprechende Ausgabeformat eingestellt werden. Für den
SPS Baustein ist Ausgabeformat #1 zu verwenden!
Der Ethernet „Aux-Port“ ist ein Diagnose Port, auf dem z.B. eine Ausgabe zu statistischen
Diagnosen auf dem zweiten Ausgabeformat (TX_OUTPUT_FORMAT_DEF_2) erfolgen
kann. Diese Diagnose kann mit Hilfe eines Terminalprogramms (z.B. dem Datalogger von
Sick) aufgezeichnet werden. Ab Firmware V1.22 kann diese auch auf der SD Karte
mitgeloggt werden.

Parameter - Netzwerk / Schnittstellen / IOs – Ethernet - Feldbus


Da die Anbindung über TCP/IP erfolgt ist hier „kein Feldbus ausgewählt“ einzutragen!

Parameter - Netzwerk / Schnittstellen / IOs – Ethernet - Seriell


Hier können nur mit zusätzlicher Anschlussbox (z.B. CDM) serielle Daten ausgebeben
werden. Dies wird in diesem Zusammenhang eigentlich nicht benötigt, jedoch kann die
Serielle Hilfs-Schnittstelle wie unten beschrieben zum erweiterten „logging“ verwendet
werden.

Der Parameter „Serielle Hilfs-Schnittstelle“ wird auf das Ausgabeformat 2 eingestellt, damit
unter „Diagnose Logdatei Ausgabe“ die Datenquelle „Seriell Aux“ zum „logging“ des
zweiten Aufgabeformates verwendet werden kann.

03.03.2017
20 H. Wassermann, PMP-A/F
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Parameter -Digitale Ausgänge /Summer
Hier können für die große Anzeige LED in der Mitte der Antenne und für den Summer
bestimmte „Muster“ hinterlegt werden.

Parameter – Diagnose Logdatei Ausgabe (ab Firmware V1.22)


Hier können die definierten Ausgabeformate in eine Logdatei geschrieben werden:

Für Firmware ab Version 1.22

Das Ausgabeformat 2 (Ausgabe zur Fehleranalyse) welches auf der Seriellen


Hilfsschnittstelle (Seriell Aux) definiert ist, wird auf der SD-Karte mit einer Größe vom max.
5 MB (entspricht ca. 30000 Einträgen) pro Tag wird mitgeloggt. Die Log-Datei wird in einer
Verzeichnishierarchie mit den Unterverzeichnissen „sd-card“, der Seriennummer des
Gerätes, und dem Datumsnahmen abgelegt. Dem jeweiligen Eintrag in der Logdatei wird
der Zeitstempel des Eintrags (RFU Gerätezeit) vorangestellt. Um eine übersichtliche
Logdatei zu erzeugen ist es erforderlich eine aktuelle Gerätezeit zu haben (siehe
Parameter - Netzwerk / Schnittstellen / IOs – Ethernet). Die Dateien können über
„Logdateien kopieren“ zu einem „Speichermedium im Netzwerk“ z.B. Servicelaptop kopiert
werden. Alte Logdateien werden mit „Logdateien löschen“ von ihrem Speicherort, hier SD-
Karte, entfernt.

03.03.2017
21 H. Wassermann, PMP-A/F
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Ergänzungen für Firmware Version 1.32
Mit der Firmware Version 1.32 stehen erweiterte Logmöglichkeiten zur Verfügung.

Hier sollte jeweils der „Gesamte Datenverkehr des “Ethernet Host“ Ports (dies ist die
Auftragsschnittstelle des SPS Baustein bzw. der Applikation) und der „Seriellen
Hilfsschnittstelle“ entspricht Seriell Aux (hier ist das Ausgabeformat 2 entspricht der
Ausgabe zur Fehleranalyse und muss im Parameter „Netzwerk / Schnittstellen / IOs –
Ethernet – Seriell“ entsprechend eingestellt sein), zur Analyse angewählt werden.

Die Daten werden jeweils auf der SD-Karte mit einer Größe vom max. 5 MB (entspricht ca.
30000 Einträgen) pro Tag wird mitgeloggt. Die Log-Dateien werden in einer
Verzeichnishierarchie mit den Unterverzeichnissen „sd-card“, der Seriennummer des
Gerätes, und dem Datumsnahmen abgelegt. Dem jeweiligen Eintrag in der Logdatei wird
der Zeitstempel des Eintrags (RFU Gerätezeit) vorangestellt. Um eine übersichtliche
Logdatei zu erzeugen ist es erforderlich eine aktuelle Gerätezeit zu haben (siehe
Parameter - Netzwerk / Schnittstellen / IOs – Ethernet). Die Dateien können über
„Logdateien kopieren“ zu einem „Speichermedium im Netzwerk“ z.B. Servicelaptop kopiert
werden. Alte Logdateien werden mit „Logdateien löschen“ von ihrem Speicherort, hier SD-
Karte, entfernt.

03.03.2017
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Sicherung der Projektdateien
Die Projektdateien („.sdv“ Datei) sollten zentral gesichert werden und den jeweiligen
Antennen eindeutig zugeordnet werden können. Hierzu ist der „Profinetname“ der Antenne
als Dateiname der Sicherungsdatei zu verwenden.

Aufbau und Anbringung der Antennen


Die Antenne muss sowohl in x, y und z Richtung zur Karosse mit mind. Delta 50 cm
verstellbar angebracht werden können. Außerdem muss die Montage der Antenne mit
Haltern die in 2 Richtungen frei verstellbar sind erfolgen. Die Antenne muss im Bereich
von ca. 20 cm bis 1 m, wobei im Prinzip gilt je näher desto besser, zur Karosse (des RFID-
Tags) installiert werden. Dabei sollte die Anbringung unterhalb der Karosse in einem
Winkel von 10° - 75° erfolgen. Das Strahlungsfeld des Transponders muss beachtet
werden (siehe Donat-Effekt)
Anmerkung: Sollte die Antenne in einem Flachen Winkel befestigt sein, ist für ausreichend
Schutz bzw. zyklische Reinigung in Bezug auf metallhaltige Verschmutzung (z.B.
Schweißrückstände) zu achten!

theoretisches UHF Feld mit


„Löchern“ und „Überreichweiten“

z (50cm)
y (50cm)

Vermeidung von „Fehlerkennungen


x (50cm) anderer Aufbauten“ und Reflexionen
durch geeignete Antennenausrichtung

03.03.2017
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Donat-Effekt und Antennenausrichtung :

Schematischer Vorschlag für eine Positionierung des Readers zur Karosse bzw. des
Tags an der Karosse:

Förderrichtung

Start-Trigger Ende-Trigger
(Lesetor auf) (Lesetor zu)

In Endposition
Lesen 0,2 m – 1m,
Schreiben 0,2 m – 0,8 m

z (50cm)
y (50cm)

x (50cm)

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Förderrichtung

Ende-Trigger Start-Trigger
(Lesetor zu) (Lesetor auf)

In Endposition
Lesen 0,2 m – 1m,
Schreiben 0,2 m – 0,8 m

z (50cm)
y (50cm)

x (50cm)
Optimale Einrichtung des Lesetores (Triggerverhalten):
Um ein optimales Lesetor zu erhalten sollte der Start-Trigger exakt gesetzt werden, wenn sich das
Tag im das Lesefeld des Readers bewegt. Besteht nicht die Möglichkeit den Start-Trigger physisch
zu versetzen, kann hier ausnahmsweise mit einem zeitlichen Offset gearbeitet werden
Ebenso sollte der Stopp-Trigger des Lesetores so gewählt werden ,das die Lesezeit für eine
Erfolgreiche Lesung ausreicht, jedoch das Lesetor nicht unnötig lange geöffnet bleibt, da hierdurch
Reflexionen entstehen können die andere Stationen stören, oder ungewollte Tags mit
Überreichweiten erkannt werden. Auch hier gilt, wenn keine physisch Anpassung des Stopp-
Triggers erfolgen kann, darf mit zeitlichem Offset gearbeitet werden.
Bei der Einrichtung ist Lesestelle ist zwingend darauf zu achten, das in Endposition ein erneutes
Lesen des Tags über ein „zeitlich gesteuertes Lesetor“ möglich ist!
Anmerkung: Der Baustein generiert ein Lesetor vom mind. 1 Sekunde auch wenn die
Außenbeschaltung ein kürzeres Lesetor vorgibt.

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Beispiel aus dem Werk Wolfsburg für eine Außenbeschaltung des SPS- Bausteins FB520:

Firmware Version / Update


Es ist Sicherzustllen das für das jeweilige Fahrzeugprojekt die richtige Firmwareversion
auf der Antenne installiert ist (z.B. für VW370 Wolfsburg V1.11).
Unter [Betriebsdaten] wird die Version angegeben:

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Beschreibung für SOPAS 2.xy

Ein eventuell nötiges Software Update/Downgrade ist folgendermassen durchzuführen:


"Updates" sind nur möglich sofern der Benutzer sich am Gerät als Service anmeldet (User:
Service; Userlevel: servicelevel) anmeldet:

Nach der Anmeldung wird in der Menueleiste "Firmware Download" angezeigt:

Nach Auswahl von "Firmware Download erscheint das folgende Fenster:

Über das obere Feld muss dann das Frimwarepackage ausgewählt werden, über
das untere Feld das zugehörige Key-File.
Danach erscheinen die eigenschaften der Firmwareversion in den Feldern:

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Nun kann das Download gestartet werden. Er erfolgt dann noch einmal die
Passwortabfrage bevor ein Dialogfenster über den Fortschritt informiert:

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Beschreibung für SOPAS 3.xy

Ein eventuell nötiges Software Update/Downgrade ist folgendermassen durchzuführen:


"Updates" sind nur möglich sofern der Benutzer sich am Gerät als Service anmeldet :

Gerät Markieren -> Gerät Anmelden (Benutzer „Service“, Passwort: „servicelevel“):

Nach der Anmeldung wird in der Menueleiste "Firmware Download" aktiv angezeigt:

Nach Auswahl von "Firmware übertragen“ erscheint das folgende Fenster:

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Zuerst muss über das Feld „Auswahl“ hinter „Package“ das entsprechende
Frimwarepackage ausgewählt werden, dannach dann noch das über die dann
erscheinende Auswahlmaske „Key“ noch das zugehörige Key-File.
Nun kann das Download über „Update Starten“ ausgeführt gestartet werden. Er erfolgt
dann noch einmal die Passwortabfrage bevor ein Dialogfenster über den Fortschritt
informiert:

Bitte beachten:
Bei einem Firmwareupdate von Version 1.00 auf Version 1.1X benötigt die Antenne
nachdem das Update erfolgreich übertragen wurde bis zu 10 Minuten bis alle Aktionen
durchgeführt sind (die interne LED wird im Verlauf unterschiedlich blinken um
entsprechende in Ausführung befindliche Aktionen anzuzeigen). Während dieser Zeit das
Gerät bitte nicht ausschalten.
Nach dem Update geht das Gerät in den Ready Mode und ist betriebsbereit.

Für ein Firmwareupdate auf die Version 1.32 oder größer muss auf der Antenne
mindestens die Firmware Version 1.22 vorhanden sein.
Ist eine Version kleiner V1.22 vorhanden muss die Version 1.22 als Zwischenschritt
installiert werden!

03.03.2017
30 H. Wassermann, PMP-A/F
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Ablauf der Lesung über Lesetor
Die Lesung einer Karosse wird über ein Lesetor realisiert. Das Lesetor wird über eine
bestimmte Position in der Förderstrecke „A“ (z.B. einen Initiator) geöffnet und über eine
zweite feste Position in der Förderstrecke „B“ geschlossen. Sollte keine Möglichkeit für
einen Position zum starten, bzw. beenden des Lesetores erreicht werden können, so kann
zum starten und/oder beenden auch ein Zeitfenster (Timeout) verwendet werden. Ebenso
ist bei nicht ausreichend großen Lesetor ein zusätzlicher Timeout zur Position
Förderstrecke „B“ aufzuaddieren.

Inerhalb des Lesetores darf nur genau ein RFID-Tag erkannt werden.
Wurde kein oder mehr als ein Tag während dieses Lesetores erkannt, wird eine
entsprechende Fehlermeldung vom Reader an den Partner zurück gesendet.

Wurde genau ein TAG während des Lesetores erkannt, werden für diesen TAG der
ermittelte RSSI-Wert (Maß für rückgekoppelte Signalstärke), die Daten des UII Bereichs
und zusätzlich die Daten des gesamten USER-Bereichs ausgelesen und vom Reader an
den Partner gesendet.

Struktur UII (MB 01) für neue („grüne Wiese“) Fabriken:

Struktur USER (MB 11) für neue („grüne Wiese“) Fabriken:

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