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Insulin

Insulin ist ein Peptidhormon, das in den B- Zellen des Pankreas gebildet wird. Im Pankreas kommen
Zellaggregate vor, die sogenannten Langerhansschen Inseln. A- und B- Zellen stellen den Hauptzelltyp
dar und sezernieren die beiden Hauptregulatoren des Stoffwechsels, Insulin und Glucagon. Der
Glucosespiegel wird normalerweise zwischen 80 und 120 mg/dl konstant gehalten, um eine
ausreichende Versorgung der glucoseabhängigen Organe wie Gehirn und Erythrozyten zu
gewärleisten. Andererseits darf der Glucosespiegel nicht zu hoch sein, da sonst pathologische Effekte
auftreten (Diabetes Mellitus).

Insulin senkt die Blutglucosekonzentration und fördert die Bildung von Energiespeichern (Glykogen,
Triacylglycerine) und das Zellwachstum. Es ist ein wichtiges anaboles Hormon.

Struktur und Biosynthese

Das Hormon wird dann mit dem abgespaltenen C-peptid in Form von Dimeren Komplexen mit Zn2+
und Ca2+ gespeichert

Sekretionin den extrazellulärraum

Man unterscheidet: basale Sekretion in Abwesenheit eines externen Stimulus

Und induzierte Sekretion als Antwort auf einen externen Stimulus

Primärer Stimulus für die induzierte Sekretion von Insulin: hoher glucosespiegel im Blut

 Die Sekretion wird aber durch Enterohormone (zB GLP-1, GIP) gesteigert
! eine orale Gabe derselben Glucosemenge führt daher zu einer stärkeren Insulinausschüttung als
eine parenterale (unter Umgehung des Darms, direkt ins Blut) Verabreichung !

Sekretionsfördernd sind außerdem:

-Aminosäuren (vor allem Arginin), Fettsäuren ,parasympathikus

Erklärung: Aktivierung der PKA oder Aktivierung G- Protein gekoppelter Rezeptoren, nnachfolgende
Erhöhung der intrazellulären CA2+ Konzentration und folglich stimulierung der Exozytose von Insulin
Vesikeln

Hemmend:

-Sympathikus und Somatostatin

Erklärung: Aktivierung von inhibitorischen G- Proteinen mit Senkung des cAMP Spiegels

Mechanismus der glucoseinduzierten Insulinsekretion:

-Glucose gelangt mittels des GLUT2-Transportproteins in die BZElle bzw Hepatozyt und wird dort
durch die Glucokinase phosphoriliert

-beide Proteine haben eine geringe Affinität (hohe Km- Werte) sodass sie bei einem erhöhten
Angebot an Glucose unmittelbar mit einer Steigerung der Transportaktivität reagieren

- Glucose wird so der Plasmaglucosekonzentration entsprechend umgesetzt

-Anschließend wird die Glucose über Glykolyse, Citratzyklus und Zellatmung unter ATP- Gewinnung
vollständig abgebaut, sodass die ATP- Bildung dem Glucosespiegel proportional ist

(je mehr Glucose außerhalb der Zelle, desto mehr wird reingeholt, destomehr wird umgesetzt, desto
mehr ATP entsteht…)

Eine Schlüsselstellung besitzt ein ATP- abhängiger K+- Kanal

-der Kanal wird durch ATP gehemmt

-> Depolarisation der Zellmembran , wodurch Ca2+- Kanäle geöffnet werden

-> Exozytose der gespeicherten Granula

-! Bei niedrigem ATP Spiegel ist der K+ Kanal offen, die Zelle hyperpolarisiert, Exozytose gehemmt!
Abbau

Insulin hat im Blut nur eine Halbwertszeit von wenigen Minuten. Der Abbau erfolgt vor allem durch
Endozytose des Insuli- Rezeptor- Komplexes und seine Zerlegung in den Lysosomen

Molekulare Mechanismen der Insulin Wirkung

Zelluläre Wirkung von Insulin:

Insulin beeinflusst den Stoffwechsel fast aller Gewebe

Aufgrund ihrer Größe sind die wichtigsten Insulin- abhängigen Organe Leber, Muskel und
Fettgewebe. Bei der Wirkung von Insulin lassen sich schnelle, durch Aktivierung bereits vorhandener
Proteine verursachte und langsame, durch Enzyminduktion oder repression verursachte Effekte
unterscheiden.

Insulin steigert die Glucoseaufnahme in Skelettmuskel- und Fettzellen um ein Vielfaches, indem es
den Einbau von GLUT4 in die Plasmamembran stimuliert. Auf diese Weise senkt es den
Blutzuckerspiegel innerhalb von Minuten. Insulin bewirkt die Fusion der Vesikel mit der
Plasmamembran.

Insulin fördert in Leber und Skelettmuskulatur die Glykolyse und die Glykogensynthese, und hemmt
die Glykogenolyse sowie in der Leber die Gluconeogenese, indem es die Aktivität der
Schlüsselenzyme verändert.
In Übereinstimmung der rolle des Insulins als anaboles Hormon wird die Expression von Enzymen für
die Anlage von Energiespeichern verstärkt, die Expression von Enzymen für den Abbau von
Energiespeichern jedoch gehemmt.

Insulinmangel erzeugt das Krankheitsbild des Diabetes Mellitus

-Typ-I-Diabetes: stark verminderte oder ganz fehlende Insulinsekretion, da die B- Zellen aufgrund
einer Autoimmunerkrankung zerstört sind. Daher ist eine Insulinsubstitution lebensnotwendig

-Typ-II- Diabetes: Insulinwirkung auf die Zielzellen ist vermindert (Resistenz und/ oder
Funktionsstörung der B-Zellen), erblich bedingt, häufig jedoch eher erworben

-> erhöhter Spiegel an freien Fettsäuren