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ABSCHNITT IV

DURCHFÜHRUNG UND ERGEBNISSE DER ANALYSE

In diesem Abschnitt werden die Ergebnisse und die Durchführung der


Analyse erläutert. Hier werden die Formulierung des Problems und Ziele der
Untersuchung mit allen verbundenen Daten ausführlich dargestellt. Im
Unterabschnitt Ergebnisse werden die gefundenen Verben, nämlich perfektive
Verben, aus der Datenquelle Lehrbuch Netzwerk A2 gelistet. Die perfektiven
Verben im Lehrbuch Netzwerk A2 von Dengler et al. (2017) werden basierend auf
semantischer Systeme identifiziert. Dadurch werden die perfektiven Verben aus
den Daten genommen und ihre semantischen Funktionen, nämlich Bildungsprozess
und Klassifizierung, identifiziert.

A. Ergebnisse
1. Perfektive Verben in der Datenquelle

In diesem Unterabschnitt werden die Ergebnisse, nämlich perfektive


Verben, im Lehrbuch Netzwerk A2 von Dengler et al. (2017) erläutert. In diesem
Lehrbuch werden 310 perfektive Verben mit 136 verschiedenen Wörtern gefunden.
Die obenerwähnten Verben sehen in einer Tabelle so aus:

Tabelle 4.1

Die perfektiven Verben in der Datenquelle nach dem Wortbildungsmittel

Nr. Wortbildungsmittel Frequenz


1. ab- 15x
2. an- 43x
3. auf- 19x
Präfix
4. aus- 21x
5. be- 35x
6. durch- 1x

30
31

7. ein- 16x
8. ent- 5x
9. er- 19x
10. los- 4x
11. um- 8x
12. ver- 40x
13. vor- 22x
14. weg- 2x
15. zu- 9x
16. Kompositum 8x
17. Umlaut des Stammvokals 3x
18. e/i- Wechsel 4x
19 einfache Verben ohne 36x
Wortbildungsmittel
Total 310x

Basierend auf der Tabelle kann man sehen, dass die perfektiven Verben
durch Wortbildungsmittel, nämlich Präfixe, Zusammensetzung, Umlaut des
Stammvokals, oder e/i-Wechsel ausgedrückt werden. Aus der Datenquelle werden
die perfektiven Verben mit 4 Arten der Wortbildungsmittel gefunden. Die
perfektiven Verben werden dann am meisten durch die Präfigierung gebildet. Die
Bildung der perfektiven Verben wird am meisten mit dem Präfix an- gebildet,
nämlich 43-mal. Hier werden den Bildungsprozess und Klassifizierung der
perfektiven Verben aus der Datenquelle wissenschaftlich dargestellt.

2. Der Bildungsprozess der perfektiven Verben

Die perfektiven Verben werden hier durch 4 Methoden gebildet, nämlich


durch Präfigierungen (mit 15 Präfixen: ab-, an-, auf-, aus-, be-, durch-, ein-, ent-
er, los-, um-, ver-, vor-, weg-, und zu-), Kompositum, Umlaut des Stammvokals,
und e/i- Wechsel.
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a. Bildungsprozess der perfektiven Verben mit dem Präfix ab-

Die perfektiven Verben mit dem Präfix ab- bezeichnen: eine starke
Bedeutungsgruppe enthält den Hinweis auf das Ende des Prozesses, vgl. abblühen,
abbrennen, ablaufen (synonymische Beziehungen z.B. zu ver-: verblühen,
verbrennen, verlaufen).
Aus der Datenquelle hat die Verfasserin 15 perfektive Verben mit dem
Präfix ab- gefunden.
Tabelle 4.2
Perfektive Verben mit dem Präfix ab-

Nu. Daten Frequenz


1. abfahren 3x
2. abgeben 1x
3. abhängen 2x
4. abholen 2x
5. abmalen 1x
6. (sich) abmelden 1x
7. abnehmen 1x
8. abschließen 1x
9. abschreiben 1x
10. abstellen 1x
11. (sich) abwechseln 1x
Total 15x

Die Verfasserin hat in der Datenquelle die Beispiele gefunden, nämlich:


(171) Endlich haben alle Vorbereitungen abgeschlossen.

Partizip II abgeschlossen wird von dem Verb abschließen gebildet. Das


Verb abschließen wird von dem Präfix ab- und dem Stammverb schließen gebildet.
Dieses Präfix ab- bedeutet im Verb abschließen eine Vorsilbe, die eine Endphase
ausdrückt. Hier kann man den Bildungsprozess illustrieren:
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ab- + schließen  abschließen

Das Verb schließen ist aus der obengenannten Beschreibung neutral. Dieses
Verb hat Bedeutung ,eine Öffnung oder den Verschluss einer solchen zumachen’.
Das bezeichnet keine Phase oder keinen Vorgang. Das Präfix ab- steht vor dem
Verb schließen als Derivates, das eine Endphase ausdrückt. Mit dem Präfix ab-
bedeutet das Verb schließen nach dem Bildungsprozess im Satz (171) ‚zu Ende
bringen oder alle Vorbereitungen beenden‘. Das bedeutet, dass das Verb einen
Endprozess bezeichnet. Nach der Präfigierung ist dieses Verb perfektiv.

b. Bildungsprozess der perfektiven Verben mit dem Präfix an-

Besonders in die Richtung auf den Sprechenden selbst bezeichnen die


perfektiven Verben mit dem Präfix an-, z.B. ankommen, anmarschieren. Sehr
entwickelt ist die Gruppe mit dem Hinweis auf den Beginn des Prozesses, wie
anlaufen, anbrennen. Mit diesen Verben hängen auch die Verben zusammen, die
zum Ausdruck bringen, dass sich der Prozess nur teilweise vollzieht, z.B. anbraten,
ankochen, anknabbern.
Aus der Datenquelle hat die Verfasserin 43 perfektive Verben mit dem
Präfix an- gefunden.
Tabelle 4.3
Perfektive Verben mit dem Präfix an-

Nu. Daten Frequenz


1. anbieten 1x
2. anfangen 4x
3. anklicken 1x
4. ankommen 6x
5. ankreuzen 1x
6. anlassen 1x
7. (sich) anmelden 3x
8. annehmen 2x
9. anrufen 7x
34

10. anschauen 1x
11. ansehen 13x
12. ansprechen 2x
13 (sich) anziehen 1x
Total 43x

Die Verfasserin hat in der Datenquelle die Beispiele gefunden, nämlich:


(17) Sehen Sie noch einmal die Bildgeschichte in 7a an.
Das Verb ansehen ist die Zusammensetzung von Präfix an- und das Verb
sehen. Dieses Präfix an- bedeutet im Verb ansehen eine Vorsilbe, die eine
Anfangsphase ausdrückt. Man kann den Bildungsprozess wie folgt illustrieren:

an + sehen  ansehen

Das Stammverb sehen ist aus der obenerwähnten Beschreibung neutral.


Dieses Verb drückt nur einen Zustand. Das Verb bedeutet ‚aktiv und passiv über
das Sinnesorgan ‘Auge’ wahrnehmen‘. Nach dem Bildungsprozess bedeutet das
Verb ansehen (mit dem Präfix an-) mit den Augen aufnehmen, betrachten. Das
Verb bezeichnet dann einen Vorgang oder einen Prozess. Das drückt im Satz (17)
eine Phase aus. Nach dem Bildungsprozess ist das Verb ansehen perfektiv.

(208) Die Zuhörer sprechen direkt an.

Das Verb ansprechen wird von dem Präfix an- und dem Stammverb
sprechen gebildet. Dieses Präfix an- bedeutet im Verb ansprechen eine Vorsilbe,
die eine Anfangsphase ausdrückt. Hier kann man den Bildungsprozess illustrieren:

an- + sprechen  ansprechen

Das Verb sprechen ist aus der obenerwähnten Beschreibung neutral. Dieses
Verb hat Bedeutung ‚mündliche Äußerungen in Form von Sprach-Lauten, Wörtern
und/oder Sätzen von sich geben‘. Das bezeichnet keine Phase oder keinen Vorgang.
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Das Präfix an- steht vor dem Verb ,,sprechen” als Derivates, das eine Anfangsphase
ausdrückt. Mit dem Präfix an- bedeutet das Verb sprechen nach dem
Bildungsprozess im Satz (208) ‚anfangen mit jemandem zu sprechen oder mit
jemandem ein Gespräch beginnen‘. Das bedeutet, dass das Verb einen
Anfangsprozess bezeichnet. Nach der Präfigierung ist dieses Verb perfektiv.

c. Bildungsprozess der perfektiven Verben mit dem Präfix auf-

Mit dem Präfix auf- bezeichnen die perfektiven Verben die lokale
Bedeutung der Richtung ,nach oben’, aber auch ,nach unten’, z.B.: aufstehen, sich
aufrichten, auftreten u.a. Die Verben, wie auflachen, aufklingen, aufblitzen,
aufflammen bezeichnen die Einmaligkeit, das unvermittelte Einsetzen eines
Vorgangs.

Aus der Datenquelle hat die Verfasserin 19 perfektive Verben mit dem
Präfix auf- gefunden.
Tabelle 4.4
Perfektive Verben mit dem Präfix auf-

Nu. Daten Frequenz


1. aufhängen 6x
2. aufhören 1x
3. aufmachen 2x
4. aufpassen 3x
5. aufregen 1x
6. aufschlagen 1x
7. aufstehen 4x
8. aufstellen 1x
Total 19x
36

In der Datenquelle hat die Verfasserin die Beispiele gefunden, nämlich:


(43) Sie können die Steckbriefe im Kursraum aufhängen.
Das Verb aufhängen ist Zusammensetzung von Präfix auf- und das Verb
hängen. Dieses Präfix auf- bedeutet in Zusammensetzungen ‚eine Bewegung von
unten nach oben beschreiben‘. Man kann den Bildungsprozess folgendermaßen
illustrieren:

auf- + hängen  aufhängen

Das Stammverb hängen ist aus der obererwähnten Beschreibung neutral.


Dieses Verb drückt nur einen Zustand. Das Verb hat Bedeutung ‚etwas an einem
festen Punkt (durch das Eigengewicht) nach unten baumeln befestigen‘. Nach dem
Bildungsprozess bedeutet das Verb aufhängen (mit dem Präfix auf-) an eine
bestimmte, dafür vorgesehene Stelle hängen. Das Verb bezeichnet dann einen
Vorgang oder einen Prozess. Das drückt im Satz (2) eine Anfangsphase aus. Nach
dem Bildungsprozess ist das Verb aufhängen perfektiv.

(44) ...aber ich musste jeden Tag schon um sechs Uhr aufstehen.
Das Verb aufstehen wird von Kompositum aus der Präposition auf- und dem
Verb stehen gebildet. Die Präposition auf- bedeutet im Sinne ,nach oben’. Hier kann
man das illustrieren:

auf- + stehen  aufstehen

Aus der obengenannten Beschreibung ist das Verb stehen neutral. Dieses
Verb bedeutet sich auf den Beinen ohne Ortsveränderung aufhalten. Das bezeichnet
keine Phase oder keinen Vorgang. Mit dem Präfix auf- bedeutet das Verb aufstehen
nach dem Bildungsprozess ,sich vom Nachtlager oder Sitz erheben’. Das Verb
drückt einen Vorgang aus. Das bedeutet, dass das Verb einen Prozess bezeichnet.
Nach dem Bildungsprozess ist das Verb perfektiv.
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d. Bildungsprozess der perfektiven Verben mit dem Präfix aus-

Die perfektiven Verben werden mit dem Präfix aus- eine Bewegung ,,von
innen nach außen” bezeichnet, z.B.: auslaufen, ausdrücken; oder ein Wortteil der
eine Aktion des Erlöschens oder Deaktivierens oder ein Ende markiert, wie
ausschalten.

Aus der Datenquelle hat die Verfasserin 21 perfektive Verben mit dem
Präfix aus- gefunden.
Tabelle 4.5
Perfektive Verben mit dem Präfix aus-

Nu. Daten Frequenz


1. ausdrücken 4x
2. ausgeben 1x
3. ausgehen 1x
4. ausprobieren 1x
5. ausräumen 1x
6. ausrichten 2x
7. (sich) ausruhen 3x
8. ausschalten 1x
9. ausschlafen 1x
10. aussehen 2x
11. aussetzen 1x
12. aussprechen 1x
13. austauschen 1x
14. auswählen 1x
Total 21x
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In der Datenquelle hat die Verfasserin die Beispiele gefunden, nämlich:

(103) Freude/Bedauern ausdrücken.

Das Verb ausdrücken wird von Präfix aus- und Verb drücken gebildet.
Dieses Präfix aus- bedeutet im Verb ausdrücken ,ein Wortteil, der eine Bewegung
von innen nach außen markiert’. Man kann den Bildungsprozess illustrieren:

aus- + drücken ausdrücken

Das Verb drücken ist aus der obengenannten Beschreibung neutral. Dieses
Verb hat Bedeutung ,gerichtet eine Kraft ausüben oder den Druck erzeugen’. Das
bezeichnet keine Phase oder keinen Vorgang. Das Präfix aus- steht vor dem Verb
,,drücken” als Derivates, das eine Endphase bezeichnet. Mit dem Präfix aus-
bedeutet das Verb ausdrücken nach dem Bildungsprozess im Satz (103) ,den
Seelenzustand körperlich nach außen signalisieren’. Das bedeutet, dass das Verb
einen Endprozess oder Endphase bezeichnet. Nach der Präfigierung ist dieses Verb
perfektiv.

(130) Schalten Sie also am besten das Radio aus und machen Sie Türen und
Fenster zu.
Das Verb ausschalten ist Zusammensetzung von Präfix aus- und das Verb
schalten. Im Verb ausschalten bedeutet Präfix aus- ,ein Wortteil, der eine Aktion
des Erlöschens oder Deaktivierens oder ein Ende markiert’. Hier kann man den
Bildungsprozess illustrieren:

aus- + schalten  ausschalten

Aus der obererwähnten Beschreibung ist das Stammverb schalten neutral.


Dieses Verb drückt nur einen Zustand. Das Verb hat Bedeutung ,eine Schaltung
betätigen’. Nach dem Bildungsprozess bedeutet das Verb ausschalten (mit dem
Präfix aus-) ,die Funktion eines Gerätes beenden, indem man die Stromzufuhr
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unterbricht’. Das Verb bezeichnet dann einen Vorgang oder einen Prozess. Das
drückt im Satz (130) eine Endphase aus. Das Verb bezeichnet auch nach der
Präfigierung ein Bewirken bzw. Veranlassen, ein versetzen in einen neuen Zustand.
Nach dem Bildungsprozess ist das Verb ausschalten perfektiv.

e. Bildungsprozess der perfektiven Verben mit dem Präfix be-

Mit dem Präfix be- beschreiben die perfektiven Verben in


Zusammensetzungen eine Bearbeitung oder Zustandsveränderung und bilden in der
Regel die Transitivierung mit einer mehr oder weniger starken Perfektivierung.

Aus der Datenquelle hat die Verfasserin 35 perfektive Verben mit dem
Präfix be- gefunden.
Tabelle 4.6
Perfektive Verben mit dem Präfix be-

Nu. Daten Frequenz


1. beantworten 5x
2. befreunden 1x
3. begründen 3x
4. bekommen 5x
5. beleidigen 1x
6. benutzen 1x
7. berichten 3x
8. beschreiben 8x
9. (sich) beschweren 2x
10. bestellen 2x
11. besuchen 1x
12. (sich) bewerben 1x
13. bezahlen 2x
Total 35x
40

In der Datenquelle hat die Verfasserin die Beispiele gefunden, nämlich:

(26) Beantworten Sie abwechselnd die Fragen in 12b.

Das Verb beantworten wird von Präfix be- und Verb antworten gebildet.
Dieses Präfix be- bezeichnet in Zusammensetzungen eine Bearbeitung oder
Zustandsveränderung. Man kann den Bildungsprozess illustrieren:

be- + antworten  beantworten

Anhand der obengenannten Beschreibung ist das Verb antworten neutral.


Dieses Verb hat Bedeutung ,etwas auf eine Frage oder Aufgabe erwidern’. Das
bezeichnet keine Phase oder keinen Vorgang. Das Präfix be- steht vor dem Verb
,,antworten” als Derivates, das einen Prozess ausdrückt. Mit dem Präfix be-
bedeutet das Verb beantworten nach dem Bildungsprozess im Satz (26) ,eine
Antwort auf eine Frage geben’. Das bedeutet, dass das Verb einen Prozess
bezeichnet, nämlich eine Antwort geben. Nach der Präfigierung ist dieses Verb
perfektiv.

f. Bildungsprozess der perfektiven Verben mit dem Präfix durch-.

Aus der vorherigen Theorie hat ein großer Teil der Bildungen mit dem
Präfix durch- eine lokale Bedeutung, es drückt vor allem eine zielgerichtete
Bewegung aus, z.B. durchreisen, durchwandern, durchstrahlen, u.a. Mit dieser
lokalen Bedeutung ist eine perfektive Aktionsart verbunden, die auch bei
nichtlokalen Verben hervortritt: durcharbeiten, durchlesen, durchprüfen.

Aus der Datenquelle hat die Verfasserin nur ein perfektives Verb mit dem
Präfix durch- gefunden, nämlich: durchatmen.
(195) Atme tief durch, das hilft schon.

Das Verb durchatmen ist Zusammensetzung von Präfix durch- und das
Verb atmen. Im Verb durchatmen bedeutet Präfix durch- ,in etwas hinein und auf
der anderen Seite wieder heraus’. Hier kann man den Bildungsprozess illustrieren:
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durch- + atmen  durchatmen

Aus der obengenannten Beschreibung ist das Verb atmen neutral. Dieses
Verb bedeutet ,Luft in die Lunge und wieder hinauspumpen’. Das bezeichnet keine
Anfangsphase oder Endphase. Mit dem Präfix durch- bedeutet das Verb
durchatmen ,tief atmen, so dass der Körper ausreichend mit Sauerstoff versorgt
wird’. Das Verb drückt einen Vorgang aus. Das bedeutet, dass das Verb einen
Prozess bezeichnet. Nach dem Bildungsprozess ist das Verb perfektiv.

g. Bildungsprozess der perfektiven Verben mit dem Präfix ein-

Die perfektiven Verben bezeichnen mit dem Präfix ein- ein


Wortbildungselement mit der Veränderung eines Zustandes oder zu beginnen.
Aus der Datenquelle hat die Verfasserin 16 perfektive Verben mit dem
Präfix ein- gefunden.
Tabelle 4.7
Perfektive Verben mit dem Präfix ein-

Nu. Daten Frequenz


1. einbauen 1x
2. einfallen 1x
3. eingeben 1x
4. einhalten 1x
5. einkaufen 3x
6. einladen 1x
7. einlenken 1x
8. einplanen 2x
9. einreiben 1x
10. einschalten 1x
11. einschlafen 1x
12. einzeichnen 1x
42

13 einziehen 1x
Total 16x

In der Datenquelle hat die Verfasserin die Beispiele gefunden, nämlich:

(154) Muss man das Gerät immer einschalten?

Das Verb einschalten wird vom Präfix ein- und Verb schalten gebildet.
Dieses Verb ein- bedeutet im Verb einschalten ,ein Wortbildungselement mit der
Bedeutung der Veränderung eines Zustandes’. Man kann den Bildungsprozess
illustrieren:

ein- + schalten einschalten

Das Stammverb schalten ist aus der obigen Beschreibung neutral. Dieses
Verb drückt nur einen Zustand. Das Verb hat Bedeutung ,eine Schaltung betätigen’.
Nach dem Bildungsprozess bedeutet das Verb einschalten (mit dem Präfix ein-)
,ein Gerät in Betrieb nehmen’. Das Verb bezeichnet dann einen Vorgang oder einen
Prozess. Das drückt im Satz (154) eine Anfangsphase aus. Das Verb bezeichnet
auch nach der Präfigierung ein Bewirken bzw. Veranlassen, ein versetzen in einen
neuen Zustand oder der Veränderung eines Zustandes. Nach dem Bildungsprozess
ist das Verb einschalten perfektiv.

h. Bildungsprozess der perfektiven Verben mit dem Präfix ent-.

Die perfektiven Verben werden mit dem Präfix ent- ein Resultativ oder ein
Ergebnis bezeichnet.

Aus der Datenquelle hat die Verfasserin 5 perfektive Verben mit dem Präfix
ent- gefunden, nämlich:
43

Tabelle 4.8
Perfektive Verben mit dem Präfix ent-

Nu. Daten Frequenz


1. entnehmen 1x
2. (sich) entscheiden 2x
3. (sich) entschuldigen 1x
4. (sich) entspannen 1x
Total 5x

In der Datenquelle hat die Verfasserin die Beispiele gefunden, nämlich:

(72) Man muss sich nämlich nicht mit 10 Jahren für einen Schultyp entscheiden.

Das Verb entscheiden ist Zusammensetzung von Präfix ent- und das Verb
scheiden. Im Verb entscheiden bedeutet Präfix ent- ,wegführen von etwas oder
befreien von etwas’. Hier kann man den Bildungsprozess illustrieren:

ent- + scheiden  entscheiden

Das Verb scheiden ist aus der obengenannten Beschreibung neutral. Dieses
Verb hat Bedeutung ,räumlich voneinander trennen’. Das bezeichnet keine Phase
oder keinen Vorgang. Das Präfix ent- steht vor dem Verb scheiden als Derivates,
das eine Endphase bezeichnet. Mit dem Präfix ent- bedeutet das Verb (sich)
entscheiden nach dem Bildungsprozess im Satz (72) etwas entscheidet sich: es gibt
ein Ergebnis (eine Entscheidung) bei etwas oder eine Auswahl treffen, sich
bestimmen. Das bedeutet, dass das Verb einen Endprozess oder Endphase
bezeichnet. Nach der Präfigierung ist dieses Verb perfektiv.

i. Bildungsprozess der perfektiven Verben mit dem Präfix er-.

Es wirkt perfektivierend und in vielen Fällen wird die Resultativität betont:


erbitten, erkämpfen, ersparen, erringen. In Verbindung mit Verben, die Geräusche
44

ausdrücken, haben die Konstruktionen die Bedeutung ,Beginn’: erklingen,


erschallen, erdröhnen.

Aus der Datenquelle hat die Verfasserin 19 perfektive Verben mit dem
Präfix er- gefunden.
Tabelle 4.9
Perfektive Verben mit dem Präfix er-

Nu. Daten Frequenz


1. erfahren 1x
2. erfragen 1x
3. (sich) erfüllen 1x
4. ergänzen 1x
5. erkennen 1x
6. erklären 3x
7. erleben 2x
8. erledigen 1x
9. erreichen 1x
10. erwarten 1x
11. erzählen 6x
Total 19x

In der Datenquelle hat die Verfasserin die Beispiele gefunden, nämlich:


(24) Sie ,,schmecken” Ihr Essen und erkennen es.
Das Verb erkennen wird von dem Präfix er- und dem Stammverb kennen
gebildet. Dieses Präfix er- bedeutet im Verb erkennen ,eine Vorsilbe, die eine
zielgerichtete Handlung ausdrückt’. Hier kann man den Bildungsprozess
illustrieren:

er- + kennen  erkennen

Das Verb kennen ist aus der obenerwähnten Beschreibung neutral. Dieses
Verb hat Bedeutung ,über, von etwas, über jemanden, von jemandem, über oder
45

von sich etwas wissen’. Das bezeichnet keine Phase oder keinen Vorgang. Mit dem
Präfix er- bedeutet das Verb erkennen nach dem Bildungsprozess im Satz (4) ,etwas
oder jemanden so deutlich wahrnehmen, dass man richtig weiß, was oder wer es
ist’. Dieses Verb erkennen wird die Resultativität betont. Nach der Präfigierung ist
dieses Verb perfektiv.

(124) Er ist Fernfahrer geworden und hat sich einen Traum erfüllt.
Das Verb erfüllen wird von dem Präfix er- und dem Stammverb füllen
gebildet. Dieses Präfix er- bedeutet im Verb erfüllen ,eine Vorsilbe, die eine
zielgerichtete Handlung ausdrückt’. Hier kann man den Bildungsprozess
illustrieren:

er- + füllen  erfüllen

Aus der obengenannten Beschreibung ist das Verb füllen neutral. Dieses
Verb hat Bedeutung ,einen Behälter voll machen oder eine Aushöhlung stopfen’.
Das bezeichnet keine Phase oder keinen Vorgang. Mit dem Präfix er- bedeutet das
Verb erfüllen nach dem Bildungsprozess im Satz (124) ,etwas Wirklichkeit werden
lassen, Wünschen oder Ansprüchen gerecht werden’. Dieses Verb ,,erfüllen” ist
resultativ oder das Ergebnis einer Phase. Das bedeutet, dass das Verb einen Prozess
bezeichnet. Weiterhin hat die Bedeutung des Verbs im Satz (124) geändert. Nach
der Präfigierung ist dieses Verb perfektiv.

j. Bildungsprozess der perfektiven Verben mit dem Präfix los-.

Die perfektiven Verben kennzeichnen mit dem Präfix los- zu beginnen,


z.B.: losfahren, losgehen, loslaufen.

Aus der Datenquelle hat die Verfasserin 4 perfektive Verben mit dem Präfix
los- gefunden.
46

Tabelle 4.10
Perfektive Verben mit dem Präfix los-

Nu. Daten Frequenz


1. losfahren 2x
2. losgehen 2x
Total 4x

In der Datenquelle hat die Verfasserin die Beispiele gefunden, nämlich:

(115) Die Freunde fahren am Freitag los und kommen am Sonntag wieder.

Das Verb losfahren wird von dem Präfix los- und fahren gebildet. Dieses
Präfix los- bedeutet im Verb losfahren ,zu beginnen’. Man kann den
Bildungsprozess illustrieren:

los- + fahren  losfahren

Das Verb fahren ist aus der obenerwähnten Beschreibung neutral. Dieses
Verb hat Bedeutung ,sich mit einem Fahrzeug zu Lande fortbewegen’. Das
bezeichnet keine Phase oder keinen Vorgang. Das Präfix los- steht vor dem Verb
fahren als Derivates, das eine Anfangsphase ausdrückt. Mit dem Präfix los-
bedeutet das Verb losfahren nach dem Bildungsprozess im Satz (115) ,Anfang des
Fahrens’. Das bedeutet, dass das Verb einen Anfangsprozess bezeichnet. Nach der
Präfigierung ist dieses Verb perfektiv.

k. Bildungsprozess der perfektiven Verben mit dem Präfix um-.

Das Präfix um- hat in festen Verbindungen eine lokale Bedeutung und in
den entsprechenden unfesten Verbindungen drückt um- eine Veränderung der Lage
des Objekts aus (die Richtung oder den Ort wechseln).

Aus der Datenquelle hat die Verfasserin 8 perfektive Verben mit dem Präfix
um- gefunden.
47

Tabelle 4.11
Perfektive Verben mit dem Präfix um-

Nu. Daten Frequenz


1. umsteigen 3x
2. (sich) umziehen 5x
Total 8x

In der Datenquelle hat die Verfasserin die Beispiele gefunden, nämlich:

(120) Sie müssen heute in Mainz umsteigen.

Das Verb umsteigen wird von dem Präfix um- und dem Stammverb steigen
gebildet. Dieses Präfix um- bedeutet in der Zusammensetzung mit Verben mit der
Bedeutung: ,die Richtung oder den Ort wechseln’. Hier kann man den
Bildungsprozess illustrieren:

um- + steigen  umsteigen

Aus der obengenannten Abbildung bedeutet das Stammverb steigen im Satz


(120) ,ein Fahrzeug betreten oder verlassen’. Dieses Verb bezeichnet einen
Zustand. Mit dem Präfix um bedeutet das Verb umsteigen nach dem
Bildungsprozess ,ein Verkehrsmittel verlassen und in ein anderes einsteigen’. Das
Verb bezeichnet nach der Präfigierung ein Bewirken bzw. Veranlassen, ein
versetzen in einen neuen Zustand oder der Veränderung eines Zustandes. Nach der
Präfigierung ist dieses Verb perfektiv.

l. Bildungsprozess der perfektiven Verben mit dem Präfix ver-.

Die Bildungen mit dem Präfix ver- sind semantisch breit gefächert,
„allmähliche Beendigung einer Handlung oder Geschehens“ z.B.: verblühen,
verhallen, verbrennen, verlöschen. Eine starke Bedeutungsgruppe enthält den
48

Hinweis auf das Ende des Prozesses, z.B.: abblühen, abbrennen, ablaufen
(synonymische Beziehungen z.B. zu ver-: verblühen, verbrennen, verlaufen)

Aus der Datenquelle hat die Verfasserin 40 perfektive Verben mit dem
Präfix ver- gefunden.
Tabelle 4.12
Perfektive Verben mit dem Präfix ver-

Nu. Daten Frequenz


1. (sich) verabreden 1x
2. (sich) verabschieden 1x
3. verändern 1x
4. verbinden 1x
5. verbringen 2x
6. verdienen 1x
7. vergehen 1x
8. vergleichen 11x
9. verirren 2x
10. vermuten 1x
11. verplanen 1x
12. verschlafen 1x
13. verschwinden 1x
14. versprechen 1x
15. verstecken 2x
16. verstehen 9x
17. verwenden 3x
Total 40x

In der Datenquelle hat die Verfasserin die Beispiele gefunden, nämlich:

(286) Es hängt von der Situation ab, wie schnell die Zeit vergeht.

Das Verb vergehen wird von dem Präfix ver- und dem Stammverb gehen
gebildet. Dieses Präfix ver- bedeutet im Verb vergehen ,eine Vorsilbe, die die
49

Bewegung eines Objekts markiert’. Hier kann man den Bildungsprozess


illustrieren:

ver- + gehen  vergehen

Aus der obengenannten Abbildung ist das Verb gehen neutral. Dieses Verb
hat Bedeutung ,sich schreitend, schrittweise fortbewegen’. Das bezeichnet keine
Phase oder keinen Vorgang. Mit dem Präfix ver- bedeutet das Verb vergehen nach
dem Bildungsprozess im Satz (286) ,zu Ende kommen’. Dieses Verb ,,vergehen”
ist resultativ oder das Ergebnis einer Phase. Das bedeutet, dass das Verb eine
Endphase bezeichnet. Nach der Präfigierung ist dieses Verb perfektiv.

m. Bildungsprozess der perfektiven Verben mit dem Präfix vor-.

Mit dem Präfix vor- drücken die perfektiven Verben den vorbildlichen
Charakter der Handlung aus. z.B.: vorspielen, vorschreiben, vorsingen, teilweise
auch mit der Bedeutungskomponente von Übungstätigkeiten. In vielen Fällen
verbindet sich in einem Verb die Bedeutung einer vorbildlichen Handlung und die
konkret-lokale Bedeutung: vorfahren, vorfliegen.

Aus der Datenquelle hat die Verfasserin 22 perfektive Verben mit dem
Präfix vor- gefunden.
Tabelle 4.13
Perfektive Verben mit dem Präfix vor-

Nu. Daten Frequenz


1. vorbereiten 2x
2. (sich) vorbereiten 1x
3. vorlesen 2x
4. vorschlagen 2x
5. vorspielen 4x
6. vorstellen 9x
7. (sich) vorstellen 1x
50

8. vortragen 1x
Total 22x
.

In der Datenquelle hat die Verfasserin die Beispiele gefunden, nämlich:

(255) Als Melly noch in Fribourg war, hat sie alles vorbereitet.

Partizip II vorbereitet wird von dem Verb vorbereiten gebildet. Das Verb
vorbereiten ist Zusammensetzung von Präfix vor- und das Verb bereiten. Dieses
Präfix vor- bedeutet im Verb vorbereiten ,eine bereits vorher erledigte Sache oder
eine Sache, die früher gestartet wurde’. Hier kann man den Bildungsprozess
illustrieren:
vor- + bereiten  vorbereiten

Das Verb bereiten ist aus der obenerwähnten Abbildung neutral. Dieses
Verb hat Bedeutung ,etwas zur späteren Verwendung anrichten, herrichten’. Das
bezeichnet keine Phase oder keinen Vorgang. Das Präfix vor- steht vor dem Verb
bereiten als Derivates, das eine Anfangsphase ausdrückt. Mit dem Präfix vor-
bedeutet das Verb vorbereiten nach dem Bildungsprozess im Satz (255) ,etwas,
jemanden oder sich selbst einer Voraussicht oder Zukunfterwartung anpassen; so
ändern, dass es sich bei den erwarteten Ereignissen positiv auswirkt’. Das bedeutet,
dass das Verb einen Anfangsprozess bezeichnet. Nach der Präfigierung ist dieses
Verb perfektiv.

n. Bildungsprozess der perfektiven Verben mit dem Präfix weg-.

Mit dem Präfix weg- bezeichnen die Verben mit der Bedeutung: von einem
Punkt weg in eine andere Richtung.

Aus der Datenquelle hat die Verfasserin zwei perfektive Verben mit dem
Präfix weg- gefunden.
51

Tabelle 4.14
Perfektive Verben mit dem Präfix weg-

Nu. Daten Frequenz


1. weggehen 1x
2. wegfahren 1x
Total 2x

In der Datenquelle hat die Verfasserin die Beispiele gefunden, nämlich:

(105) ..., wenn meine Freundin wegfährt.

Das Verb wegfahren wird von dem Präfix weg- und dem Stammverb fahren
gebildet. Dieses Präfix weg- bedeutet in der Zusammensetzung mit Verben mit der
Bedeutung: ,von einem Punkt weg in eine andere Richtung’. Hier kann man den
Bildungsprozess illustrieren:

weg- + fahren  wegfahren

Aus der obengenannten Abbildung ist das Verb fahren neutral. Dieses Verb
hat Bedeutung ,sich mit einem Fahrzeug zu Lande fortbewegen’. Das bezeichnet
keine Anfangsphase oder Endphase. Mit dem Präfix weg- bedeutet das Verb
wegfahren nach dem Bildungsprozess im Satz (105) ,an einen anderen Ort fahren,
oft mit der Bedeutung eine Reise zu unternehmen’. Dieses Verb wegfahren zeigt
Anfang des Fahrens oder den Anfang einer Phase. Das bedeutet, dass das Verb
einen Anfangsprozess bezeichnet. Nach der Präfigierung ist dieses Verb perfektiv.

o. Bildungsprozess der perfektiven Verben mit dem Präfix zu-.

Die perfektiven Verben drücken mit dem Präfix zu- in Zusammensetzungen


einer Veränderung eines Zustandes aus.

Aus der Datenquelle hat die Verfasserin 9 perfektive Verben mit dem Präfix
zu- gefunden.
52

Tabelle 4.15
Perfektive Verben mit dem Präfix zu-

Nu. Daten Frequenz


1. zuhören 3x
2. zukleben 1x
3. zumachen 4x
4. zunehmen 1x
Total 9x

In der Datenquelle hat die Verfasserin die Beispiele gefunden, nämlich:

(29) Person A macht die Augen zu.

Das Verb zumachen ist Zusammensetzung von Präfix zu- und das Verb
machen. Im Verb zumachen bedeutet Präfix zu- in Zusammensetzungen ,einer
Veränderung’. Man kann den Bildungsprozess illustrieren:

zu- + machen  zumachen

Das Stammverb machen ist aus der obererwähnten Beschreibung neutral.


Dieses Verb drückt nur einen Zustand. Das Verb hat Bedeutung ,in einen
bestimmten Zustand versetzen’. Nach dem Bildungsprozess bedeutet das Verb
zumachen (mit dem Präfix zu-) ,schließen’. Das Verb bezeichnet dann einen
Vorgang oder einen Endprozess. Das drückt im Satz (29) auch nach der
Präfigierung ein Bewirken bzw. Veranlassen, ein versetzen in einen neuen Zustand
oder der Veränderung eines Zustandes aus. Nach dem Bildungsprozess ist das Verb
ansehen perfektiv.

p. Bildungsprozess der perfektiven Verben aus dem Kompositum.

Aus der Datenquelle hat die Verfasserin 8 perfektive Verben durch


Kompositum gefunden.
53

Tabelle 4.16
Perfektive Verben durch Kompositum

Nu. Daten Frequenz


1. kaputtgehen 1x
2. kennenlernen 5x
3. stattfinden 2x
Total 8x

In der Datenquelle hat die Verfasserin die Beispiele gefunden, nämlich:

(63) Jetzt möchte ich Graz kennenlernen und freue mich über Tipps!

Das Verb kennenlernen wird von dem Verb kennen und dem Verb lernen
zusammengesetzt. Dieses Verb kennen bedeutet in der Zusammensetzung ,über,
von etwas; über jemanden, von jemandem, über von sich etwas wissen’. Weiterhin
bedeutet das Verb lernen in der Zusammensetzung ,erarbeiten/ erwerben/ gewinnen
von Kenntnissen und/oder geistigen oder körperlichen Fähigkeiten, Fertigkeiten
und Erfahrungen’. Hier kann man den Bildungsprozess illustrieren:

kennen- + lernen  kennenlernen

Aus der obengenannten Abbildung sind die Verben kennen und lernen
neutral. Die beiden Verben bezeichnen keinen Vorgang oder keine Veränderung.
Nach dem Bildungsprozess (Zusammensetzung) wird neues Verb gebildet, nämlich
kennenlernen. Dieses Verb bedeutet ,sich mit jemandem bekannt machen’. Das
drückt im Satz (63) auch nach der Zusammensetzung ein Bewirken bzw.
Veranlassen, ein versetzen in einen neuen Zustand oder der Veränderung eines
Zustandes aus, von unbekannt zu bekannt sein. Darüber hinaus ist dieses Verb
perfektiv.

q. Bildungsprozess der perfektiven Verben mit dem Umlaut des Stammvokals.

Aus der Datenquelle hat die Verfasserin 3 perfektive Verben mit dem
Umlaut des Stammvokals gefunden.
54

Tabelle 4.17
Perfektive Verben mit dem Umlaut des Stammvokals

Nu. Daten Frequenz


1. äußern 1x
2. füttern 1x
3. öffnen 1x
Total 3x

In der Datenquelle hat die Verfasserin die Beispiele gefunden, nämlich:

(4) Vermutungen äußern

Das Verb äußern wird von dem Adverb außen gebildet. Dieses Adverb
außen bedeutet ,von innen gesehen jenseits einer Begrenzung’. Weiterhin wird das
Adverb mit dem Umlaut hinzugefügt. Danach kann man den Bildungsprozess
illustrieren:
außen + ̈  äußern

Nach dem Bildungsprozess (Zusammensetzung) wird neues Verb gebildet,


nämlich äußern. Dieses Verb bedeutet ,etwas zu einer Sache sagen oder mitteilen’.
Das Verb bezeichnet dann einen Vorgang oder einen Prozess. Das drückt im Satz
(4) eine Anfangsphase aus, nämlich der Anfang, etwas zu sagen. Dieses Verb ist
nach dem Bildungsprozess perfektiv.

r. Bildungsprozess der perfektiven Verben mit e/i- Wechsel.

Aus der Datenquelle hat die Verfasserin 4 perfektive Verben durch Wechsel
e/i gefunden.
Tabelle 4.18
Perfektive Verben durch Wechsel e/i

Nu. Daten Frequenz


1. (sich) setzen 2x
2. legen 2x
55

Total 4x

In der Datenquelle hat die Verfasserin die Beispiele gefunden, nämlich:

(13) Ich setze mich gleich aufs Sofa

Das Verb sich (setzen) wird von gemeingermanischer Kausativbildung zu


sitzen gebildet. Das Verb sitzen bedeutet ,sich mit dem Gesäß auf etwas
niedergelassen haben und bezeichnet einen Zustand’. Aber nach der
Kausativbildung bedeutet das Verb (sich) setzen ,sich selbst in eine sitzende
Position bringen’. Darüber hinaus kann man sehen, dass die perfektive Aktionsart
wird durch e / i-Wechsel ausgedrückt.

s. Perfektive Verben ohne Bildungsprozess

Aus der Datenquelle hat die Verfasserin 36 perfektive Verben ohne


Bildungsprozess gefunden. Die sind einfache Verben, die von ihrer Bedeutung her
perfektiv sind, das heißt, die Verben haben keinen Bildungsprozess
Tabelle 4.19
Perfektive Verben ohne Bildungsprozess

Nu. Daten Frequenz


1. beginnen 6x
2. finden 7x
3. kommen 13x
4. treffen 7x
5. (sich) treffen 3x
Total 36x

In der Datenquelle hat die Verfasserin die Beispiele gefunden, nämlich:

(45) Freunde konnte ich am Nachmittag nicht oft treffen, ich musste meistens
lernen.
56

Das Verb treffen bedeutet im Satz ,jemandem begegnen’. Dieses Verb


bezeichnet im Satz eine Endphase. Ohne Bildungsprozess drückt dieses Verb eine
Endesituation aus. Aus diesem Grund ist das Verb treffen perfektiv.

3. Die Klassifizierung der perfektiven Verben

a. die ingressiven oder inchoativen Verben

Die ingressiven oder inchoativen Verben ist die erste Klassifizierung. Diese
Verben bezeichnen den Anfang eines Geschehens oder den Beginn einer Handlung.
zum Beispiel: aufblühen, einschlafen, entflammen, erblicken, loslaufen.

Aus der Datenquelle hat die Verfasserin 115 perfektive Verben, die zu den
ingressiven Verben gehören, gefunden.
Tabelle 4.20
Ingressive Verben

Nu. Wortbildungsmittel Daten Frequenz


1. Präfix ab- abfahren 3x
2. anbieten 1x
3. anfangen 4x
4. anklicken 1x
5. ankreuzen 1x
6. anlassen 1x
7. (sich) anmelden 3x
Präfix an-
8. annehmen 2x
9. anrufen 7x
10. anschauen 1x
11. ansehen 13x
12. ansprechen 2x
13. (sich) anziehen 1x
14. aufhängen 6x
15. aufmachen 2x
Präfix auf-
16. aufpassen 3x
17. aufregen 1x
57

18. aufschlagen 1x
19. aufstehen 4x
20. aufstellen 1x
Ohne
21. beginnen 6x
Wortbildungsmittel
22. Präfix be- (sich) bewerben 1x
23. einbauen 1x
24. einbauen 1x
25. einfallen 1x
26. eingeben 1x
27. einhalten 1x
28. einkaufen 3x
29. einladen 1x
Präfix ein-
30. einlenken 1x
31. einplanen 2x
32. einreiben 1x
33. einschalten 1x
34. einschlafen 1x
35. einzeichnen 1x
36. einziehen 1x
37. losfahren 2x
Präfix los-
38. losgehen 2x
39. Wechsel e/i (sich) setzen 2x
40. vorbereiten 2x
41. (sich) vorbereiten 1x
42. vorlesen 2x
43. vorschlagen 2x
Präfix vor-
44. vorspielen 4x
45. vorstellen 8x
46. (sich) vorstellen 2x
47. vortragen 1x
48. wegfahren 1x
Präfix weg-
49. weggehen 1x
58

50 zuhören 1x
Präfix zu-
51. zukleben 1x
Total 115x

In der Datenquelle hat die Verfasserin die Beispiele gefunden, nämlich:


(155) Die Freunde fahren am Freitag los.
Im Beispiel bedeutet das trennbare Verb losfahren ‚sich von einem Ort
wegbegeben‘. Die Bedeutung des Verbs zeigt den Prozess mit dem Präfix los-.
Dieses Präfix los- steht vor dem Verb als ,Anfang der Bewegung’. Wegen dieses
Grundes gehört das Verb losfahren zu den ingressiven Verben, die den Beginn einer
Handlung bezeichnen.

(199) Ich bin richtige Logopädin und kann mit dem Arbeiten anfangen.

Im Satz kann man sehen, das Verb anfangen bedeutet ,beginnen’. Präfix an-
steht in diesem Verb für einen bestimmten Zeitpunkt, am Anfang. Dieses Verb
gehört zu ingressiven Verben, weil das Verb den Anfang eines Geschehens
bezeichnet. Im Satz betont das Verb die Phase, die sich auf das Subjekt bezieht.

(208) Die Zuhörer sprechen direkt an.

Im obenerwähnten Beispiel (208) bedeutet das trennbare Verb ansprechen;


,anfangen mit jemandem zu sprechen oder mit jemandem ein Gespräch beginnen’.
Das Präfix an- steht vor dem Verb sprechen als Derivates, das eine Anfangsphase
ausdrückt. Darüber hinaus ist dieses Verb ingressive oder inchoative Verben.

(266) Der Nachrichtensprecher ist eingeschlafen.

Das Verb einschlafen bedeutet im obengenannten Satz ,zu schlafen


beginnen; vom Zustand des Wachseins in den Zustand des Schlafens wechseln’.
Präfix ein- steht im Verb einschlafen als Wortbildungselement mit der Bedeutung
eines Zustandes. Nach dem Bildungsprozess bezeichnet dieses Verb Anfang des
Schlafens, sodass das Verb einschlafen zu der ersten Klassifizierung oder
ingressiven Verben gehört.
59

b. die egressiven oder resultativen Verben


Die zweite Klassifizierung ist die egressiven Verben. Diese Verben
bezeichnen die Endphase und den Abschluss eines Geschehens oder das Ende einer
Handlung. Die Bezeichnungen sind resultativ und effektiv (zu Ende bringen). Die
Beispiele, die zu den egressiven Verben gehören, sind: erjagen, platzen, verblühen,
verklingen, zerschneiden.

Aus der Datenquelle hat die Verfasserin 171 perfektive Verben, die zu den
egressiven Verben gehören, gefunden.
Tabelle 4.21
Egressive Verben

Nu. Wortbildungsmittel Daten Frequenz


1. abhängen 2x
2. abgeben 1x
3. abholen 1x
4. abmalen 1x
5. Präfix ab- (sich) abmelden 1x
6. abschließen 1x
7. abschreiben 1x
8. abstellen 1x
9. (sich) abwechseln 1x
10. Präfix an- ankommen 6x
11. Präfix auf- aufhören 1x
12. ausdrücken 4x
13. ausgeben 1x
14. ausgehen 1x
15. ausprobieren 1x
16. ausräumen 1x
Präfix aus-
17. ausrichten 2x
18. (sich) ausruhen 3x
19. ausschlalten 1x
20. ausschlafen 1x
21. ausssehen 2x
60

22. aussetzen 1x
23. aussprechen 1x
24. austauschen 1x
25. auswählen 1x
Umlaut des
26. äußern 1x
Stammvokals
27. beantworten 5x
28. befreunden 1x
29. begründen 3x
30. bekommen 5x
31. beleidigen 1x
32. benutzen 1x
Präfix be-
33. berichten 3x
34. beschreiben 8x
35. (sich) beschweren 2x
36. bestellen 2x
37. besuchen 1x
38. bezahlen 2x
39. Präfix durch- durchatmen 1x
40. entnehmen 1x
41. (sich) entscheiden 2x
Präfix ent-
42. (sich) entschuldigen 1x
43. (sich) entspannen 1x
44. erfahren 1x
45. erfüllen 1x
46. erfragen 1x
47. ergänzen 1x
48. erkennen 1x
Präfix er-
49. erklären 3x
50. erleben 1x
51. erledigen 1x
52. erreichen 1x
53. erwarten 1x
61

54. erzählen 1x
Ohne
55. finden 7x
Wortbildungsmittel
Umlaut des
56. füttern 1x
Stammvokals
Ohne
57. kommen 13x
Wortbildungsmittel
58. Kompositum stattfinden 1x
59. Ohne treffen 7x
60. Wortbildungsmittel (sich) treffen 3x
61. (sich) verabreden 1x
62. (sich) verabschieden 1x
63. verändern 1x
64. verbinden 1x
65. verbringen 2x
66. verdienen 1x
67. vergehen 1x
68. vergleichen 10x
69. Präfix ver- (sich) verirren 1x
70. vermuten 1x
71. verplanen 1x
72. verschlafen 1x
73. verschwinden 1x
74. versprechen 1x
75. verstecken 2x
76. verstehen 1x
77. verwenden 3x
Total 171x

In der Datenquelle hat die Verfasserin die Beispiele gefunden, nämlich:


(124) Er ist Fernfahrer geworden und hat sich einen Traum erfüllt.

Das Verb erfüllen erscheint im obengenannten Satz ,etwas Wirklichkeit


werden lassen, Wünschen oder Ansprüchen gerecht werden’. Präfix er- ist im Verb
62

eine Vorsilbe, die eine zielgerichtete Handlung zeigt. Deshalb ist dieses Verb
erfüllen resultativ oder das Ergebnis einer Phase. Aus diesem Grund kann man das
Verb erfüllen zu den egressiven Verben klassifizieren.

(125) ...auf dem Höhepunkt meiner Karriere aufhören möchte.

Im Satz bedeutet das Verb aufhören eine Handlung oder Handlungsweise,


die nicht weiter macht. Im Verb erscheint Präfix auf- in Zusammensetzungen ein
Ereignis. Weiterhin bezeichnet das Verb aufhören ,zu Ende sein oder das Ende einer
Phase’, sodass das Verb aufhören zu egressiven Verben gehört.

(171) Endlich haben alle Vorbereitungen abgeschlossen.

Partizip II abgeschlossen wird von dem Verb abschließen gebildet. Das


Verb abschließen bedeutet im Beispiel (8); ,zu Ende bringen oder beenden’.
Weiterhin erscheint auch das Präfix ab- in diesem Verb zu Ende sein. Deshalb
beschreibt dann abschließen den Abschluss eines Geschehens. Wegen dieses
Grundes gehört das Verb abschließen zu egressiven Verben.

(309) Was erfährt man über dieses Thema?

Im Beispiel bedeutet das Verb erfahren ,zur Kenntnis bekommen, oder


etwas mitgeteilt bekommen’. Außerdem beschreibt das Verb, wie man oder Subjekt
die Kenntnis erhält. Das heißt, dieses Verb drückt die Tätigkeit des Subjekts aus.
Das Präfix er- steht in diesem Verb als Vorsilbe, die einen Zugewinn ausdrückt.
Dieses Verb erfahren ist resultativ oder zu Ende bringen. Aus diesem Grund gehört
dieses Verb zu egressiven Verben.

c. die mutativen Verben


Außer der zweiten Klassifizierung haben die dritte Klassifizierung der
perfektiven Verben geäußert. Dieses wird die mutativen Verben genannt. Diese
Verben bezeichnen einen Übergang von einem Zustand in einen anderen. Die
Beispiele sind: reifen, rosten, sich erkälten.

Aus der Datenquelle hat die Verfasserin nur einmal perfektives Verb, die zu
den mutativen Verben gehören, gefunden.
63

In der Datenquelle hat die Verfasserin das Beispiel im Satz gefunden, nämlich:
(223) ....und im Sommer bei Temperaturen bis 35 Grad nicht kaputtgehen.

In diesem Satz bedeutet das Verb kaputtgehen entzweigehen oder zerstört


werden. Dieses Verb bezeichnet einen Prozess oder einen Übergang von einem
Zustand in einen anderen Situationen. Das Adjektiv kaputt betont in diesem Verb
einen schadhaften oder funktionslosen Zustand, sodass der Zustand verändert ist
(mutativ). Ausgehend von diesem Grund gehört dann das Verb kaputtgehen zu den
mutativen Verben.

d. die kausativen oder faktitiven Verben

Die kausativen oder faktitiven Verben ist die vierte Klassifizierung. Diese
Verben bezeichnen ein Bewirken bzw. Veranlassen, ein versetzen in einen neuen
Zustand. zum Beispiel: beugen, öffnen, senken, sprengen, schwenken,
verschwenden, und schwärzen.

Aus der Datenquelle hat die Verfasserin perfektive Verben 29 Verben, die
zu den kausativen Verben gehören, gefunden.

Tabelle 4.22
Kausative Verben

Nu. Wortbildungsmittel Daten Frequenz


1. Präfix ab- abnehmen 1x
2. aufmachen 2x
Präfix auf-
3. aufschlagen 1x
4. Präfix aus- ausschalten 1x
Umlaut des
5. äußern 1x
Stammvokals
6. Präfix ein- einschalten 1x
7. Kompositum kennenlernen 5x
8. Wechsel e/i legen 2x
Umlaut des
9. öffnen 1x
Stammvokals
10. Wechsel e/i (sich) setzen 2x
64

11. umsteigen 5x
Präfix um-
12. (sich) umziehen 3x
13. zumachen 4x
Präfix zu-
14. zunehmen 1x
15. Total 29x

Die Verfasserin hat in der Datenquelle das Beispiel gefunden, nämlich:


(93) Ich lerne immer wieder interessante Menschen kennen.

Das Verb kennenlernen bedeutet im Beispiel (93); ,sich mit jemandem


bekannt machen oder sich Wissen über etwas aneignen’. Wegen der Handlung des
Subjekts drückt dieses Verb ,ein Versetzen in einen neuen Zustand aus; von fremd
(unbekannt) sein zu bekannt sein’. Dieses Verb zeigt, wie die Menschen kennen
lernen, sodass das Verb kennenlernen zu kausativen Verben gehört.

(130) Schalten Sie also am besten das Radio aus.

Im obenerwähnten Satz bedeutet das Verb ausschalten; ,die Funktion eines


Gerätes beenden, indem man die Stromzufuhr unterbricht’. Das heißt, man hat in
diesem Prozess eine große Rolle, das Radio abzuschalten. Das Subjekt bewirkt die
Verursachung in einen neuen Zustand. Das Präfix aus- markiert ,eine Aktion des
Erlöschens, Deaktivierens oder ein Ende’. Ausgehend von diesem Grund ist dieses
Verb dann kausative oder faktitive Verben.

(131) Machen Sie Türen und Fenster zu.

Im obengenannten Beispiel bedeutet das Verb zumachen; schließen. Wegen


der Tätigkeit des Subjekts ist die Situation verändert. Dann bezeichnet dieses Verb
ein Bewirken oder Veranlassen in einen neuen Zustand; ,von offen sein zu
geschlossen sein’. Das Präfix zu- zeigt in Zusammensetzungen ,eines Verschließens
oder Bedeckens an’. Aus diesem Grund klassifiziert die Verfasserin dieses Verb zu
den kausativen Verben.
65

(138) Teamarbeit und Projektarbeit nehmen zu.

Das Verb zunehmen bedeutet im Satz; größer werden. Dieses Verb drückt
wegen der Handlung des Subjekts ein Bewirken in einen neuen Zustand aus; von
kleinen zu großen werden. In Zusammensetzungen zeigt das Präfix zu- ,eines
Hinzufügens an’. Darüber hinaus gehört dieses Verb zu der Kategorie kausativen
Verben.

B. Diskussion der Untersuchungsergebnisse

Anhand den obengenannten Beschreibungen werden 310 perfektiven


Verben aus dem Lehrbuch Netzwerk A2 hervorkommen. Durch die Analyse kann
man sehen, dass die perfektiven Verben durch Wortbildungsmittel, nämlich
Präfixe, Zusammensetzung, Umlaut des Stammvokals, oder e/i-Wechsel
ausgedrückt werden. Die perfektiven Verben werden dann am häufigsten durch die
Präfigierung gebildet. Die Präfixbildung der perfektiven Verben, die in diesem
Lehrbuch erfunden werden, sind ab-, an-, auf-, aus-, be-, durch-, ein-, ent- er, los-,
um-, ver-, vor-, weg-, und zu-. Diese Präfixe bilden in dieser Analyse 259 perfektive
Verben. Durch Zusammensetzung (Kompositum) werden 8 perfektive Verben
gebildet. Dann tauchen die perfektiven Verben, die durch e/i-Wechsel gebildet
werden, 4-mal auf. Am wenigsten werden die perfektiven Verben durch Umlaut des
Stammvokales gebildet. Die sind nur 3-mal. In der Datenquelle findet die
Verfasserin keine perfektiven Verben, die durch Suffixe gebildet werden.

Nach der Theorie der perfektiven Verben von Helbig und Buscha (2013: 63)
gibt es jedoch einfache Verben, die von ihrer Bedeutung her perfektiv sind, das
heißt, die Verben haben keinen Bildungsprozess, wie: finden, kommen, treffen,
sterben. Aus der Datenquelle hat die Verfasserin gefunden, dass 36 Verben einfache
perfektive Verben sind, ohne Bildungsprozess durch Wortbildungsmittel. Die
Verben sind beginnen (6x), finden (7x), kommen (12x) und treffen (10x). Diese
Verben haben ebenfalls Klassifizierung. Wie zum Beispiel, das Verb beginnen
bedeutet etwas starten oder etwas anfangen. Dieses Verb drückt eine Anfangsphase
aus. Darüber hinaus ist dieses Verb ingressive oder inchoative Verben.
66

Tabelle 4.23

Klassifizierung der perfektiven Verben in der Datenquelle

Nr. Klassifizierung Frequenz


1. ingressive Verben 116x
2. egressive Verben 171x
3. kausative Verben 30x
4. mutative Verben 1x

Aus der obengenannten Tabelle kann man sehen, die meisten perfektiven
Verben, die sich im Lehrbuch Netzwerk A2 befinden, gehören zu den egressiven
Verben (171x). Die ingressiven Verben stehen auf dem zweiten Platz mit 116-mal.
An die dritte Stelle kommen danach die kausativen Verben mit 30-mal. Das
mutative Verb kommt auf dem letzten Platz nur einmal oder sehr selten in der
Datenquelle vor, nämlich kaputtgehen. Die mutative Aktionsart und entsprechend
mutative Verben, wenn der Übergang von einem Zustand in einen anderen, ein
Wandel, ausgedrückt wird. Die Verben sind noch selten in der Datenquelle für Stufe
A2. Aus den Daten gibt es auch einige Verben, die mehr als eine Klassifikation
haben. Diese Verben kommen dann in der Datenquelle mit 8-mal vor, nämlich:
äußern (1x), sich setzen (2), aufmachen (2), einschalten (1x), ausschalten (1x),
aufschlagen (1x).

Ausgehend von der Analyse versteht man, dass der Bildungsprozess die
Klassifizierung der perfektiven Verben bewirkt. Das Hinzufügen eines Präfixes
kann auch in der Bildung der perfektiven Verben die Klassifizierung bestimmen.
Man kann in der Tabelle das sehen:

Tabelle 4.24

Klassifizierung der perfektiven Verben nach der Präfigierung in der


Datenquelle

Nr. Präfixbildung Klassifikation


1. ab- egressiv/ ingressiv
67

2. an- egressiv/ ingressiv


3. auf- ingressiv/ kausativ
4. aus- egressiv/ kausativ
5. be- egressiv
6. durch- egressiv
7. ein- ingressiv/ kausativ
8. ent- egressiv
9. er- egressiv/ ingressiv
10. los- ingressiv
11. um- kausativ
12. ver- egressiv
13. vor- ingressiv
14. weg- ingressiv
15. zu- ingressiv/ kausativ

Basierend auf der Tabelle kann man schlussfolgern, dass ein Verb, das durch
Präfigierung gebildet wird, ermöglicht, zu einem oder zwei Klassifikationen gehört.
Zum Beispiel das Verb ausschalten kann zu den egressiv oder kausativ gehören.
Dieses Verb hat Bedeutung ‚die Funktion eines Gerätes beenden, indem man die
Stromzufuhr unterbricht‘. Das Verb bezeichnet dann zuerst einen Vorgang oder
einen Prozess. Das drückt eine Endphase aus, deshalb ist das egressiv. Jenseits der
Endphase bezeichnet ebenfalls dieses Verb ‚ein Bewirken bzw. Veranlassen, ein
versetzen in einen neuen Zustand‘, darüber hinaus ist dann das Verb kausativ. Im
bestimmten Fall, wie zum Beispiel das Verb aufhören, bezeichnet aber eine
Endphase, obwohl das Verb mit dem Präfix auf- gebildet wird. Da normalerweise
das Präfix auf- eine Anfangsphase ausdrückt. Aber die Bedeutung kennzeichnet
‚stoppen oder enden einer Sache‘. Aus diesem Grund kann man festhalten, dass die
68

Bedeutung der Verben eine große Rolle bei der Klassifizierung der perfektiven
Verben hat.
In Bezug auf der Analyse hat wegen Bildungsprozess durch
Wortbildungsmittel die Bedeutung der Verben geändert. Es gibt einige Verben, die
eine Verschiebung der Bedeutung unterziehen. Das Hinzufügen der Präfixe
ermöglicht, dass perfektive Verben eine Bedeutung haben, die noch mit dem
Stammverb verbunden sind. Das Stammverb bestimmt danach die Klassifizierung
der perfektiven Verben. Zum Beispiel das Verb ,,einschlafen” gehört zu ingressiven
Verben, wenn das Stammverb, das dargestellt wird, ,,schlafen” ist. Das Verb zeigt
weiterhin einen Anfangsprozess. Aber wenn das Stammverb, das dargestellt wird,
,,wachen” ist. Dann bezeichnet ,,einschlafen” eine Endphase oder gehört zu den
egressiven Verben.