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RASSISMUS UND NATIONALSOZIALISMUS

-Auswirkungen in der Mediendarstellung-

1 Begriffsbestimmung
Rassismus deutet „Rasse“ in der einfachsten, biologistischen Bedeutung als grundsätzlichen
bestimmenden Faktor menschlicher Fähigkeiten und Eigenschaften. Die Folgen von Rassismus
reichen von Vorurteilen und Diskriminierung über Rassentrennung, Sklaverei und Pogrome bis zu
sogenannten „Ethnischen Säuberungen" und Völkermord.

2 Die gesetzlichen Grundlagen

Strafgesetzbuch

• Art. 261bis (1) StGB "Rassendiskriminierung"

Wer öffentlich gegen eine Person oder eine Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Religion zu
Hass oder Diskriminierung aufruft, wer öffentlich Ideologien verbreitet, die auf die systematische
Herabsetzung oder Verleumdung der Angehörigen einer Rasse, Ethnie oder Religion gerichtet sind, wer mit
dem gleichen Ziel Propagandaaktionen organisiert, fördert oder daran teilnimmt, wer öffentlich durch Wort,
Schrift, Bild, Gebärden, Tätlichkeiten oder in anderer Weise eine Person oder eine Gruppe von Personen
wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Religion in einer gegen die Menschenwürde verstoßenden Weise herabsetzt
oder diskriminiert oder aus einem dieser Gründe Völkermord oder andere Verbrechen gegen die
Menschlichkeit leugnet, gröblich verharmlost oder zu rechtfertigen sucht, wer eine von ihm angebotene
Leistung, die für die Allgemeinheit bestimmt ist, einer Person oder einer Gruppe von Personen wegen ihrer
Rasse, Ethnie oder Religion verweigert, wird mit Gefängnis oder mit Busse bestraft.

3 Rassismus im Nationalsozialismus

Rassismus war ein Teil der Ideologie des Nationalsozialismus. Nach der sogenannte
„Rassenkunde“ ging die NS-Forschung davon aus, dass es höherwertige und minderwertige
Menschenrassen gebe. Danach ließe sich die gesamte Menschheit in drei Rassengruppen einteilen:
• kulturstiftende Rassen (die nordisch-arische Rasse), die sogenannte Herrenrasse
• kulturtragende Rassen (beispielsweise asiatische und afrikanische Rassen)
• kulturzersetzende Rassen (semitische Rasse).

4 Bildcollage Rassismus – Antisemitismus in Medien

5 Presseartikel zu Rassismus/Antisemitismus

Starke Häufung" rechtsextremer Schmierereien

Lünen, 07.04.2010, Carmen Thomaschewski

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Lünen. Eine starke Häufung von rechtsextremen Schmierereien verzeichnet die Polizei in
Lünen. Die Ermittlungen laufen, und auch der Staatsschutz ist eingeschaltet.

Unbekannte zogen in der Nacht zu Mittwoch durch die Lüner Innenstadt und hinterließen an
mehreren Stellen rechtsextreme Farbschmierereien, unter anderem an dem Mahnmal an der Lippe.
Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und Verwendung von Kennzeichen
verfassungswidriger Organisationen. Es drohen den Tätern Haftstrafen. Mittlerweile sind der
Polizei 26 Fälle aktenkundig, „eine Häufigkeit, die ungewöhnlich ist”, sagt ein Polizeisprecher.

Erik Posselt vom Beratungsnetzwerk Rechtsextremismus der Bezirksregierung glaubt, dass das
vermehrte Auftreten von Hakenkreuzen und anderen Symbolen und Zeichen mit der nahenden
Landtagswahl zu tun hat. „Die Gruppierungen wollen auf sich aufmerksam machen und durch die
Schmierereien in Erscheinung treten.” Auf diese Art glauben sie, dass sie Duftmarken setzten und
zeigen, dass Rechtsextremismus zum Alltag gehöre, weil ihre Zeichen vielerorts zu sehen seien.

Wichtig sei es, sofort die Schmierereien zu beseitigen, erklärt Posselt. Sein Tipp:
„Backofenreiniger ist sehr wirksam gegen frische Lackspuren.” Doch zuvor sollte die Polizei
alarmiert werden oder das Ordnungsamt, und ein Beweisfoto gemacht werden, damit alle Fälle zur
Anzeige kommen. „Das ist kein dummer Jungenstreich, sondern erfüllt einen Straftatbestand”,
erklärt ein Polizeisprecher und bittet auch um die Mithilfe der Bevölkerung. Wer Verdächtiges
beobachtet, sollte sofort 110 wählen oder sich an die Wache unter (0231) 132-3121 wenden.
Eingreifen sollte der Zeuge jedoch nicht. Den Tätern drohen Geldstrafen oder eine Haftstrafe bis zu
drei Jahren. Der Staatsschutz in Dortmund ermittelt und auch die Polizei in Lünen werde ihren
Einsatz in der Stadt verstärken. Bereits in den vergangenen Tagen gab es Schmierereien im Lüner
Süden. In den letzten Tagen wurde das Mahnmal zur Erinnerung an die in der Lippe ermordeten

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Juden beschmiert, ebenso Häuserwände und Fahrradständer. Die Stadt handelte schnell und
beseitigte viele Schmierereien.

(Quelle: DerWesten.de: http://www.derwesten.de/staedte/luenen/Starke-Haeufung-rechtsextremer-


Schmierereien-id2827758.html)

Bibliografie:
1. http://www.asf ev.de/ueber_uns/positionen/antisemitismus_wahrnehmen_ansprechen
2. http://www.fotosearch.de/bilder-fotos/antisemitismus.html
3. http://www.goodreads.com/book/show/8076449-bilder-der-judenfeindschaft-antisemi
tismus-vorurteile-und-mythen
4. http://www.citiesagainstracism.org/