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Geschichte Klasse 11 Frau Bänsch

Weltbild und Philosophie der griechischen Antike


Mythologie
• Quellenlage durch dichterische und historische Werke, sowie
Mythensammlungen, architektonische und bildliche
Darstellungen
• kein allgemeingültiger Kanon, verschiedene Systeme: Hesiod (am
bekanntesten), Orphiker (weniger verbreitet)
• Kosmogonie (Enstehung der Welt) und Theogonie (Entstehung
der Götter) eng verbunden, da Götter teilweise personifizierte
Teile der Welt(-ordnung)
• Funktionen der Mythen: Kosmogonie, Eschatologie (Ende der
Welt), Theogonie, Anthropogonie (Entstehung der Menschen),
Kosmologie (Erklärung der Weltordnung und natürlicher
Phänomene), Ätiologie (Entstehung und Rechtfertigung
gesellschaftlicher Systeme)
• Theogonie des Hesiod:
➢ Chaos (Materie ohne Form und Ordnung) steht am Anfang,
aus ihm entstehen Gaia, Tartaros, Eros, Erebos und Nyx Zeus-Büste
➢ Gaia bringt aus sich Pontos, Ourea und Uranos hervor, Gaia Gefunden in Oricoli, Italien

und Uranos zeugen Götter und Titanen


➢ Titan Kronos entmannt Uranos und übernimmt Herrschaft, zeugt mehrere Götter des Olymp
➢ Zeus stürzt Titanen, Herrschaft der Götter des Olymp
• Orte von besonderer Bedeutung: Delphi, Dodona, Olymp, Delos
• mythische Orte: Hades, Tartaros, Lethe, Styx

Philosophie
• vier Perioden: Vorsokratiker, Sophisten und Sokrates, Klassische Griechische Philosophie,
Hellenistisch-Römische Philosophie
• um 600 v. Chr. Kolonien in Unteritalien, Ägäis und Kleinasien wirtschaftlich und kulturell weiter
entwickelt, erste Aufschwünge wissenschaftlichen und logischen Denkens in Griechenland
• als erster Philosoph angesehen: Thales von Milet (ca. 624-545 v. Chr.) entwickelt Frage nach dem
„Urstoff“ und sieht ihn im Wasser, hylozoistische (Belebung der Dinge) bis hylopsychistische
(Beseelung der Dinge) Ansätze
• Sophisten (Mitte des 5. Jh. v. Chr.):
➢ relativistische Weltauffassung, daher anthropologischer Fokus

Max Kempf Klasse 11A 04.09.2018


Geschichte Klasse 11 Frau Bänsch

➢ Bewegung von Wanderlehrern mit ähnlichen Zielen wie die Aufklärung im Europa des 18. und
19. Jh.; wollten Wissenschaft und Philosophie aus elitären Kreisen an die breite Masse tragen
➢ Rhetorik wichtig, um Andere zu überzeugen, unabhängig von Wahrheit der eigenen Position
➢ politische Einflussname durch Vorträge über Tugend und Erziehung
• Sokrates (470/469-399) v. Chr.):
➢ Erkenntnis der Nichtswissens im Vordergrund, daher Suche nach absoluter Wahrheit durch
„Sokratische Methode“: Dialog, Frage und Widerlegung; vergleichbar mit Begrifssanalyse
➢ „tugendhaftes“ Leben zum Wohle der Seele höchstes Ziel
• Platon (427-347):
➢ Schüler des Sokrates, 35 Dialoge
überliefert, manche fragwürdiger
Herkunft
➢ ebenfalls von Existenz absoluter und
einzigartiger Wahrheit überzeugt,
suchte sie in „Ideen“
➢ Ideen: kosmologische
Prinzipien/Entwürfe wie „Baum“,
„Berg“, „Licht“, „Gut“, „Böse“;
veranschaulicht durch Höhlengleichnis:
Wir sehen nur die unvollendeten
„Schatten“ der Ideen
➢ Suche nach Staatsideal in der Politeia:
höchstes Glück für alle Ziel (stark
Raffaels „Die Schule von Athen“
utilitaristische Ethik), Analyse der In der Mitte am oberen Ende der Treppe Aristoteles und
historisch gewachsenen Platon, um sie herum zahlreiche weitere Philosophen
Gesellschaftsformen und Entwicklung
eines idealen Ziels: Unterteilung der Gesellschaft in die Stände des „Volkes“, der „Hüter“ und
der „Regierenden“
➢ 387 v. Chr. Gründung der platonischen Akademie in Athen
• Aristoteles (384-322 v. Chr.).
➢ bekanntester Schüler Platos, Lehrer Alexanders des Großen, Gründer der Peripatetischen
Schule in Athen
➢ „Organon“: Systematisierung der Logik
➢ „Metaphysik“: Gegenentwurf zur Ideenlehre

Quellen:
• Karl Vorländer, „Geschichte der Philosophie. Band 1. Altertum“, Rowolth Taschenbuch Verlag GmBH, Reinbeck bei
Hamburg, Oktober 1990 [Original 1949 unter dem Titel „Karl Vorländer, Geschichte der Philosophie“, Felix Meiner
Verlag, Hamburg]
• „Meyers Grosses Taschenlexikon in 26 Bänden“, 9. neu bearbeitete und erweiterte Ausgabe, Bibliographisches Institut
& F. A. Brockhaus AG, Mannheim, 2003
• [URL:] https://de.wikipedia.org/wiki/Griechische_Mythologie, 02.09.2018
• [Zeus-Büste:] https://en.wikipedia.org/wiki/Greek_mythology#/media/File:Zeus_Otricoli_Pio-Clementino_Inv257.jpg
• [„Schule von Athen“:] https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Raffael_058.jpg

Max Kempf Klasse 11A 04.09.2018