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27/11/2019 Unser aller mysteriöses Schicksal | Leonardo Boff

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alguns outros que considero notáveis.Os temas são
ética,ecologia,política e espiritualidade.

Unser aller mysteriöses Schicksal

24/02/2019
Jede und jeder Einzelne von uns ist so alt wie das Universum, nämlich 13,7 Milliarden Jahre. Wir alle befanden
uns in diesem winzigen Punkt, noch kleiner als ein Stecknadelkopf, doch voller Energie und Materie. Der
Urknall schuf die enormen roten Sterne, die all die physikalisch-chemischen Elemente enthalten, die das
Universum beinhaltet, und alle Wesen sind daraus entstanden. Wir sind die Söhne und Töchter der Sterne und
des kosmischen Staubs. Wir sind auch der Teil der lebendigen Erde, der kam, um zu fühlen, denken, lieben und
zu verehren. Durch uns ist der Erde und dem Universum bewusst, dass wir ein großes Ganzes bilden. Und wir
können aus dieser Zugehörigkeit Bewusstsein entwickeln.

Was ist unser Platz in diesem Ganzen? Oder noch direkter: im Prozess der Evolution? Auf der Erde? In der
Geschichte der Menschheit? Das können wir jetzt noch nicht wissen. Vielleicht ereignet sich die große
Offenbarung in dem Moment, wenn wir den Schritt von dieser Seite des Lebens auf die andere Seite tun. Dort,
so hoffe ich, wird alles klar sein, und wir werden überrascht sein, denn alles ist miteinander verknüpft und bildet
die riesige Kette von Lebewesen und dem Gewebe des Lebens. Wir werden fallen – so glaube ich – in die Arme
von Gott-Vater-und-Mutter der unendlichen Gnade für alle, die wegen ihrer Boshaftigkeit darauf angewiesen
sind, und wir werden fallen in eine ewige liebevolle Umarmung für diejenigen, deren Leben von der Güte und
Liebe geleitet wurden. Nach Durchlaufen dieser Klinik von Gottes Gnade werden auch die anderen kommen.

Als ich erst wenige Monate alt war, war ich dem Tode ganz nahe. Meine Mutter erinnerte sich, und auch meine
Tanten erzählten immer wieder, dass ich “el macaquiño” hatte, der volkstümliche Ausdruck für eine schwere
Anämie. Was immer man mir gab, ich erbrach es wieder. Jeder sagte im Dialekt des Veneto: “poareto, va morir”
(Das arme kleine Kind wird sterben).

Verzweifelt, und es meinem Vater verheimlichend, der an solche Dinge nicht glaubte, lief meine Mutter zur
Gebetsfrau, der alten Campañola. Sie betete und trug meiner Mutter auf: “Bereite deinem Kind ein Bad mit
diesen Kräutern, und wenn du ein Brot im Ofen gebacken hast, warte, bis es lauwarm ist, und setze dein Kind
hinein.” Dies tat Regina, meine Mutter. Sie höhlte das frisch gebackene Brot aus und legte mich hinein. Dort
ließ sie mich eine Weile liegen.

Eine Veränderung ereignete sich. Als ich herausgehoben wurde, so sagten sie, begann ich zu weinen, suchte die
Brust meiner Mutter und trank von ihrer Milch. Danach kaute meine Mutter feste Lebensmittel, die sie mir dann
zu essen gab. Ich begann zu essen und wurde stärker. Ich überlebte. Und hier bin ich jetzt, ein offiziell 80 Jahre
alter Mann.

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27/11/2019 Unser aller mysteriöses Schicksal | Leonardo Boff

Ich erlebte einige lebensbedrohliche Situationen, denen ich immer haarscharf entkommen bin: ein DC-10
Flugzeug in Flammen auf dem Weg nach New York; ein Autounfall, bei dem ich auf der Autobahn mit einem
toten Pferd zusammenstieß, wobei ich mich schwer verletzte; ein riesiger Nagel, der während meiner
Studienzeit in München direkt vor mir zu Boden fiel und der mich hätte töten können, wäre er auf meinen Kopf
gefallen. Ich fiel in eine tiefe, von Schnee bedeckte Schlucht in den Alpen, und ein paar bayrische Bauern, die
meine dunkle Kleidung sahen und beobachteten, dass ich immer tiefer fiel, zogen mich mit einem Seil heraus.
Und es gab noch andere Situationen dieser Art.

Norberto Bobbio verlieh mir die Ehrendoktorwürde für Politik der Universität Turin. Er erkannte, dass die
Befreiungstheologie einen großen Beitrag leistete, indem sie die historische Kraft der Armen bekräftigte. Die
klassische Hilfestellung durch bloße Solidarität, durch die die Armen stets abhängig bleiben, ist unzureichend.
Die Armen können die Akteure ihrer eigenen Befreiung sein, wenn sie sich dessen bewusst werden
(concientizados) und sich organisieren. Wir überwanden das “für die Armen”. Uns geht es um das Gehen “mit
den Armen”, indem sie die Protagonisten sind. Und diejenigen, die dazu in der Lage sind und dieses Charisma
besitzen, leben als Arme. Das taten viele so, wie z. B. Dom Pedro Casaldaliga.

Ich erinnere mich, dass ich meine Dankesrede für die verliehene Doktorwürde, die ich dem großzügigen
Norberto Bobbio verdanke, mit den folgenden Worten begann: “Ich stamme aus einem behauenen Stein, aus
dem Boden der Geschichte, als wir nur gerade so das Nötigste zum Überleben hatten. Meine italienischen
Vorfahren und meine Familie schufen eine Lichtung in einer unbewohnten Region, die mit Pinienwäldern
bedeckt war, in Concordia, am Rande von Santa Catarina. Sie mussten kämpfen, um zu überleben. Viele starben
in Ermangelung ärztlicher Versorgung. Später stieg ich auf der Leiter der Evolution auf: meine elf Brüder
studierten, gingen zur Universität, und ich war in der Lage, mein Studium in Deutschland abzuschließen. Und
nun stehe ich hier in dieser berühmten Universität”.

Auf Bobbios Wunsch führte ich einen Vortrag im Sinn der Befreiungstheologie durch, in deren Zentrum die
Option für die Armen steht, die sich gegen Armut wendet und die für soziale Gerechtigkeit eintritt. Ich habe in
der ganzen Welt Vorträge gehalten, habe viele Bücher geschrieben, wischte Tränen weg und hielt die Hoffnung
der Mitkämpfer aufrecht, die durch den Lauf der Ereignisse in unserem Land frustriert wurden.

Was wird mein Schicksal sein? Ich weiß es nicht. Ich wählte als mein Motto das meines Vaters, der danach
lebte: “Wer nicht lebt, um zu dienen, führt kein Leben, das wert ist, gelebt zu werden.” Gott hat das letzte Wort.

Leonardo Boff Öko-Theologe und Philosoph von der Erdcharta-Kommission

Überstzt von Bettina Gold-Hartnack

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2 Comentários leave one →
1. pum2016 PERMALINK
25/02/2019 7:43
Surpreende-me que os grandes pensadores, enquanto vivos, comportem-se como meros acadêmicos (sic),
produzindo, e reproduzindo, apenas aquilo que é aceito pelo Sistema, ou pelo Seu sistema pessoal. . .
Surpreende-me que os grandes pensadores do nosso tempo, enquanto vivos, ignorem outros pensadores
(igualmente grandes, mas que não ostentam doutos títulos), como se eles devessem ser ignorados
(desprezados) por não terem permissão para tocar (ou talvez por oferecerem um risco real de desorientar,
desordenar), um espaço exclusivo, tão bem arquitetado. . .
Surpreende-me que os grandes pensadores do nosso tempo, em sua existência, se fechem em seus próprios
pensamentos, e de seus pares, e não se deem ao trabalho de analisar, criticar, acolher, ou refutar, o
pensamento de outros pensadores alternativos, livres dos preceitos da chancela “acadêmica”, como se o
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próprio termo, Academia, não tivesse sido apropriado (roubado), e desvirtuado, depois de Platão. . .
Se estamos todos realmente conectados, não consigo entender porque as grandes mentes do nosso tempo
agem de forma clubística, excludente (ou talvez preconceituosa), nos deixando, em nossa existência, órfãos,
desprovidos de sinapses que poderiam nos ser tão importantes. . .

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2. Júlio Cesar Bittencourt PERMALINK
25/02/2019 14:09
Caro Leonardo Boff,
Em minha cidade (Criciúma/SC) um grupo de neo conservadores está realizando uma série de palestras.
Estamos ocupando esses espaços também.
Um dos temas que está prestes a ser realizado por este grupo é sobre “Teologia da Libertação”, com uma
pessoa que não tem qualquer formação teológica ou em ciências humanas.
Gostaríamos de realizar uma palestra sobre o mesmo tema, com alguém gabaritado como o senhor.
Caso seja possível, favor entrar em contato no email juliocriciuma@gmail.com

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