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Betriebliche Informationssysteme – WS 18/19

Programm
 Aus maschinenlesbaren und kommentierten Befehlen bestehende Lösung einer Aufgabe
 Maschinencode: Satz an Befehlen, den Maschine ausführen kann; für Menschen schwer lesbar (niedrige
Programmiersprache)
 Programmiersprache: für Menschen besser verständlich, nicht direkt maschinenlesbar, Befehlssatz zur
Erstellung eines Programms (höhere Programmiersprache)
 Modul & Funktion: komplexe Aufgaben -> komplexe Programme; Strukturierung durch Unterteilung in
Module; weitere Unterteilung der Module in Funktionen, die eine atomare Teilaufgabe erfüllen

Software
 Wirtschaftliches Gut der Bedürfnisbefriedigung bestehend aus Befehlen (kann man kaufen!)
 Blick auf Ausführbarkeit UND Nutzung durch Nutzer
 Besteht aus Code höherer und niedriger Programmiersprache -> menschen- und maschinenlesbar
 Programm = auf Maschine ausführbarer und für Programmierer dokumentierter Teil der SW
 Dokumentation: Ziel der Bedürfnisbefriedigung, für Benutzer der Software erstellt -> Anwender im MP
 Eigenschaften: immaterielles Gut, verschleißt nicht, kann altern, leicht reproduzierbar, leicht änderbar,
komplexer Entwicklungsprozess mit hohen Fixkosten
 Beispiele für Software: Fedora Linux 9, Microsoft Windows Vista, Adobe Photoshop (AWS)
 Arten:

Anwendungssystem (AWS)
 AWS im engeren Sinne: Menge v. AW-Software und den erforderlichen Daten für ein Anwendungsgebiet
 AWS im weiteren Sinne: Menge v. AW-Software, Daten, Systemsoftware und Hardware für ein AW-Gebiet
 Anwendungsgebiete: Verwaltung v. Lieferantendaten, Erstellen von GuV und Jahresabschluss,
Rechnungen und Mahnungen, Verkaufsstatistiken, Ermittlung v. optimalen Bestellmengen und -terminen
 Arten:

Informationssystem (IS)
 Erweitern AWS um die Nutzer der Systeme (soziotechnische Systeme)
 Mensch-Aufgabe-Technik-Systeme (MAT-Systeme)

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 In WI werden Prozesse rund um Gegenstandsbereich untersucht:
 Gestaltung, Management und Anwendung von IS
 Anforderungen:
 Aufgabenbewältigung (technische Unterstützung für Menschen)
 Funktionalität (Technik, um die Aufgaben zu
erfüllen/unterstützen)
 Benutzerfreundlichkeit

Daten
 Keine allgemeine Definition
 Abbildung der Realität/Vorstellungswelt des Menschen, spezielle
sprachliche Ausdrucksmittel für die Mitteilung von Informationen
aufgrund bekannter/unterstellter Abmachungen, technische
Repräsentation der Informationen in Maschinen
 Zeichendarstellung und Codes:
 Code = eindeutige Zuordnung von Zeichen eines bestimmten
Zeichenvorrats in Zeichen eines anderen Zeichenvorrats
 Zeichen: Buchstaben, Ziffern, Sonderzeichen, Steuerzeichen…
 Codierung in z.B. Binär: Zuordnung des Alphabets zu Binärzeichen
 Wichtige Codes: ASCII, Latin1, Latin2, Unicode, UCS

Informationen und Nachrichten


 Information: Vom Menschen den Daten mittels Vereinbarung über ihre Darstellung
gegebene Bedeutung, zweckorientiertes (Vorbereitung des Handelns) Wissen
 Eigenschaften: immaterielles Gut, kein freies Gut, besitzt Wert, als Ware handelbar,
erweitert/vermehrt sich durch Nutzung, Verdichtung möglich, leicht transportierbar
 Wichtig: Vollständige und verlustfreie Übertragung!
 Informationstheorie: komprimierte Darstellung von Infos und Fehlererkennung/-
korrektur bei unsicheren Übertragungskanälen
 Nachricht: endliche Zeilenfolge, die eine Information vermittelt, oft feste
Regeln

Integrierte Informationssysteme
 Integrationsbegriff: „(Wieder-)Herstellung eines Ganzen“, im Sinne des Vorgangs oder des Ergebnisses
o Wirtschaftsinformatik: Verknüpfung (Interagieren) von Menschen, Aufgaben und Techniken
o Informationsbearbeitung: Verbindung unterschiedlicher Anwendungssysteme
1. Verbinden: Zwei AWS werden gekoppelt-> Datenaustausch aber beide bleiben bestehen!
2. Vereinigen: Zwei AWS werden zu einem System
vereinigt
 Integrationskonzepte:
o Funktionsintegration: Zusammenführung von Funktionen
(Vereinigung von Aufgaben, Zusammenführung von
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