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Anleitung für eine getestete Methanol-Extraktion zur Herstellung eines

Psilocybin-Extrakts

Es wird benötigt:

- logischerweise Trockenmaterial
- Methanol, 1 Liter ist weit mehr als ausreichend
ACHTUNG: Methanol ist sehr giftig, auch in kleinen Mengen und kann zu Blindheit, Tod etc. führen!!!
- Material für eine Wasserstrahlpumpen-Extraktion (wenn man normal filtriert, dauert es sehr lange,
bis das vollgesogene Material ausgetropft ist; mit der Wasserstrahlpumpe geht es viel flotter)
- Babyflaschenwärmer (Herd und Wasserbad geht auch, aber so lässt sich die benötigte Wärme
besser regulieren)
Der Vorgang an sich:

- die gewünschte Menge Trockenmaterial wird zu Pulver zermahlen (z.B. per Kaffeemühle)
- das Pulver wird mit Methanol übergossen, bis es bedeckt ist und in den Babyflaschenwärmer
gestellt
- der Wärmer wird so justiert, dass das Methanol vor sich hin blubbert (die Siedetemperatur von
Methanol ist geringer, als die von Wasser)
- 1 Stunde köcheln lassen, zwischendurch umrühren und ggf. Methanol nachgeben, dass das Pulver
nicht an die Oberfläche kommt
Gut lüften!

- Flüssigkeit extrahieren (per Wasserstrahlpumpe) und zur Seite stellen


- das Pilzpulver erneut mit Methanol übergießen und zurück in den Babyflaschenwärmer stellen

Diesen ganzen Vorgang führe ich insgesamt 3x durch, dann kann das Pulver verworfen werden.

Nachdem die Extraktion 3x durchgeführt wurde, filtriere ich die gesammelte Flüssigkeit erneut, um
größere Schwebstoffe zu entfernen. Dies erhöht die Reinheit des Endprodukts erheblich und
reduziert den noch vorhanden Pilzgeschmack insgesamt ungemein.

- die gesamte gesammelte Flüssigkeit in ein möglichst großflächiges Behältnis füllen und das
Methanol verdunsten lassen

Lässt man es auf diese Weise verdunsten, entsteht eine Substanz die an sehr klebrigen, zähflüssigen
Honig erinnert und dementsprechend schwer zu verarbeiten ist.
In den ersten Versuchen habe ich das Extrakt noch mit Vodka gemischt, wo es sich weitestgehend
löste und auch per Saft gut zu konsumieren war (Cranberry- oder andere stark schmeckende Säfte).
Allerdings traten während der Geistreise unangenehme Nebenerscheinungen auf, welche auf den
Alkohol zurückgeführt wurden. Aus diesem Grund und weil es meiner Freundin und mir wie Frevel mit
der Zeit erschien, die heiligen Pilze mit Alkohol zu mischen, sind wir auf Schokolade umgestiegen 
Um es später besser weiterverwenden zu können, gebe ich pures Kakaopulver hinzu. (Ohne
Zuckerzusatz! "Kaba", "Nesquick" etc. fallen also weg! Pures Kakaopulver bekommt man als
Backzutat im Supermarkt.)

(Auf den Fotos wurde mit 10g Kakaopulver gearbeitet)

Damit die Verdunstung schneller geht, benutze ich einen Ventilator, welcher über die Schale hinweg
bläst und so das Ganze beschleunigt.

Während der Verdunstung bilden sich erst Schlieren, später flockige Klumpen.
Das zusammengekratzte Pulver muss gut vermischt werden, um eine gleichmäßige Verteilung der
Wirkstoffe sicherzustellen. Daher ist bei mir ein Mörser im Einsatz, wobei jede Schüssel mit Löffel es
theoretisch auch tut.
Beispiel für die Weiterverarbeitung anhand von Schokolade:

Aus den 6g Trockenmaterial kamen am Ende 2,1g Extraktionsstoff bei heraus.


(Es ist kein reines Psilocybin in diesem Fall, da noch Rest-Pilzstoffe mit beigemengt sind! Daher auch
die eigentlich honigartige Konsistenz.)
Endgewicht (mit Kakao) sind also 12,1g.

Als Verhältnis „Kakaoextrakt : Kakaobutter“ nehme ich“ 50:50“ in Gewichtsanteilen für die fertige
Schokolade.
Wieviel Kakao man zur Extraktion verwendet hängt von der Größe der gewählten Form ab. Eine
ganze Tafel Schokolade benötigt also definitiv mehr, als 10g Kakao, mit denen hier im Beispiel
gearbeitet wurde!

Los geht`s:

- Kakaobutter im Wasserbad schmelzen


- Kakaopulver der geschmolzenen Kakaobutter hinzugeben
- Alles gleichmäßig mischen, sodass keinerlei Klümpchen mehr zu sehen sind
(Gut lüften...es riecht sehr stark nach "Pilz"!)
- in Formen gießen
- Bei Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Einige Versuche im Kühlschrank ergaben zähe, fast schon ledrige Schokolade. Normal abkühlen
lassen (bei Zimmertemperatur) dauert zwar länger, aber dafür schmelzen die fertigen "Pralinen"
auch nicht sofort bei Berührung und haben eine weitaus knackigere Konsistenz.

Viel Erfolg! Mindsw33per