Sie sind auf Seite 1von 114

Heike Käser

Natur-
kosmetische
Rezepturen

Überarbeitete und erweiterte


Neuauflage 2012

olionatura
free edition


Heike Käser

Naturkosmetische Rezepturen

olionatura
free edition

Heike Käser:
olionatura Naturkosmetische Rezepturen.
free edition Erschienen in der Reihe »Olionatura® Free Edition«
© www.olionatura.de | www.olionatura.com | www.ruehrkueche.de
Aktualisierte und ergänzte Neuauflage, März 2012, aktualisert 06/2014

Die Olionatura® Free Edition umfasst kostenfreie Publikationen. Das eBook


ist per Mail über mein Natur­kosmetik-Blog www.olionatura.com beziehbar.

Das gesamte eBook einschließlich Texten, Bildern, Grafiken, Layout und


Rezepturen unterliegt dem Urheberrecht. Alle Rechte, auch die des aus­
zugsweisen Abdrucks oder der Reproduktion sind vorbehalten. Jede Ver-
wertung ohne meine Zustimmung ist unzulässig und wird strafrechtlich
verfolgt. Dies gilt insbesondere für Verviel­fältigung, Übersetzung, Mikro-
verfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen
Systemen.
In der aromatherapeutischen oder naturkosmetischen Praxis dürfen die
Formulierungen frisch auf Kundenwunsch angefertigt werden. Eine kom-
merzielle Nutzung der Rezepturen, z. B. durch Produktion und Vertrieb
kosmetischer Mittel, ist nicht gestattet.

Alle innerhalb des eBooks genannten und ggf. durch Dritte geschützten
Marken- und Warenzeichen unterliegen uneingeschränkt den Bestim­
mungen des jeweils gültigen Kennzeichenrechts und den Besitzrechten
der jeweiligen eingetragenen Eigentümer. Die Nennung von Produkten
und Marken anderer Hersteller oder Anbieter dient ausschließlich zur
Information und stellt keine Empfehlung dar; Ihre Nennung erfolgt in An­
erkennung sämtlicher Rechte ihrer jeweiligen Eigentümer.
Die in diesem eBook veröffentlichten Informationen und Rezepte sind mit
größter Sorgfalt zusammengestellt worden. Ihre Nutzung erfolgt auf eigene
Verantwortung. Eine juristische Haftung für Schäden, die sich aus der Nutzung
dieser Informationen und Rezepturen ergeben, ist daher ausgeschlossen.

Bildrechte
© Heike Käser: S. 6, 7, 8, 9, 12, 13, 14, 16, 19, 20, 21, 22, 24, 26, 28, 30, 32,
38, 39, 44, 46, 48, 50, 51, 52, 54, 56, 57, 58, 60, 62, 65, 67, 68, 69, 70, 72, 73,
76 80, 82, 83, 84, 85, 86, 90, 93, 96, 100, 101, 112, 113
© Fotolia: Cover (Subbotina Anna), 5 (Alex Vasilev), 37 (joana wnuk)
© Freya 110, 111
Inhalt
9 Vorwort
10 Hinweise zu den Rezepturen

12 Gesichtsreinigung
14 Tonerde-Reinigungscreme
16 Mango-Reinigungscreme
18 Mildes Waschgel »Minze-Salbei«

20 Gesichtspflege
22 Cranberry Balm
24 Granatapfelgesichtsöl
28 Rosen-Hydrofluid
30 Mandelcreme
32 Hydro-Balance-Fluid
36 Aloe-Creme

38 Zusatzpflege
40 Cupuaçu Face Melts
42 Herbal Powder Mask
44 Lavendelblütenpeeling
46 Phyto Lip Balm
48 Usnea-Pickelpaste
50 Körperreinigung
52 Badepralinés »Cappuccino Kiss«
54 Duschgel »Blue Mint«

56 Körperpflege
58 Körpermilch »Odaliske«
60 Mandel-Rosen-Butter
62 Silky Body Melts
65 Body-Peeling »Mediterana«
67 Körperpuder »Silk Rose«
70 Aroma-Körperspray
71 Aroma-Roll-on

72 Haarpflege
74 Lecithin-Shampoo
76 Herbal Gel Shampoo
78 Honigmilch-Shampoo
80 Blütenwachs-Haarbalsam

82 Dekorative Pflege
84 Creme-Lippenstift
86 Fluid-Foundation
89 Camellia Sensitive Foundation
92 Mineralfoundation (MF)
95 Seiden-Gesichtspuder

99 Anhang
100 Bezugsquellen
102 Bezugsquellen für spezielle kosmetische Rohstoffe
104 Rohstoffregister

109 Notizen
Vorwort

9
Dieses eBook …
Vorwort
… ist aus dem Wunsch meiner Leserinnen und Leser er­wachse­n,
die auf olionatura.de veröffentlichten Rezepte in ausdruckbarer
Form in den Händen zu halten, um sie beim Rühren neben sich
legen und sie mit eigenen Notizen ergänzen zu können. Diesem
Wunsch habe ich 2009 das erste Mal entsprochen, und mein
eBook hat seitdem tausende Menschen erreicht.
Die Verfügbarkeit neuer, moderner naturkosmetischer Roh­
stoffe und die positiven Erfahrungen mit meinem Konzept des
hochtourigen Rührens legen heute, nach 3 Jahren, eine Überar­
beitung und Ergänzung des Rezeptbooklets nahe. Die älteren
Rezepturen wurden zum Teil behutsam überarbeitet; einige
neue, in den letzten Monaten auf Olionatura veröffentlichte
Formulie­rungen habe ich in der Neuauflage ergänzt.
32 naturkosmetische Formulierungen erwarten Sie: Reinigungs­
produkte, Cremes, Fluids, ein Gesichtsöl, Face Melts, ein Serum,
Gesichtspeeling und -packung, eine Pickelpast­e, Body Melts,
Badepralinen, Körperlotion und -creme, jeweils ein Pude­r für
Gesicht und Körper sowie ein Body Scrub verwöhne­n Ihre
Haut. Dekorative Kos­ me­tikprodukte wie Foundation, MF,
Gesichtspuder und Lippenstift bieten einen wunderbaren Ab­
schluss nach einer natürlichen Hautpflege.
Damit Sie die Rezepturen erfolgreich nacharbeiten könne­n,
sind auf den nächsten 2 Seiten wichtige Tipps zu­ sammen­
gestellt. In den teilweise umfassenden Informationen zu den
einzelnen Formulierungen erfahren Sie interessante Details
zur Wirkungs­weise einzelner Ingredienzien und zum kosme­
tischen Konzept, das hinter jeder Rezeptur steht. Vertiefende
Frage­n beantworten Ihnen die Wissensplattform olionatura.de,
das Blog olionatura.com, das Forum ruehrkueche.de und mein­e
Bücher, die ich Ihnen auf den Seiten 114 – 115 vorstell­e. Ich
wünsche Ihnen viel Freude an der Neuauflag­e meines eBooks
Naturkosmetische Rezepturen,
herzliche Grüße

Heike Käser
Leverkusen, März 2012


Vorwort

10 Hinweise zu den Rezepturen


Der Herstellungsprozess
Die Notation der Rohstoffe orientiert sich am Herstellungs­
Die Dauer des hoch­ prozess in seinen einzelnen Phasen, sodass Sie teilweise be­
tourigen Rührens ist stimmte Ingredienzien mehrfach angegeben finden. Lesen Sie
vom verwendeten
sich vor Beginn die gesamte Beschreibung durch und verbild­
Rührgerät abhängig:
Rühren Sie 4 Minuten
lichen Sie sich gedanklich einzelne Schritte: Dies wird Ihnen
mit dem Handrührgerät, Sicherheit bei der Durchführung geben.
2 – 4  Minuten mit
Rührwerk/Unguator, Rührzubehör
1 Minute mit Stabmixer
Mein bevorzugtes Rührgerät ist ein Laborrührwerk. Ein Stab­
oder Dremel.
mixer ist ein würdiger Ersatz: Hochtouriges Emulgieren er­
möglicht besonders fein dispergierte Emulsionen, die sich im
Auftragsverhalten und in der Stabilität deutlich von geschüt­
telten oder mit Minimixer oder gar Milchschäumer herge­
stellten Emulsionen unterscheiden. Minimalstandard ist ein
kräftiges Handrührgerät mit mindestens 800 – 1200 rpm (engl.
revolutions per minute, also Umdrehungen pro Minute). Zum
Kaltrühren eignet sich die kleine Stufe eines Handrührgeräts
oder, wenn Sie die Geduld aufbringen, ein Spatel. Für das Ab­
wiegen ist eine Feinwaage optimal. Da wir klein­e, frische Char­
gen rühren, die in 4 – 6 Wochen aufgebraucht sind, werden
manche Ingredienzien in kleinsten Mengen eingesetzt.
Alternativ zu Bechergläsern eignen sich Marmeladengläser im
Wasserbad; zum Abmessen eignen sich im Haushalt vorhan­
dene Löffel und Spatel aus Kunststoff oder Metall.

Konservierung
Ich konserviere in der Regel mit einem naturkosmetisch konfor­
men Handelsprodukt wie Rokonsal™ BSB-N oder Naticide®,
alternativ mit 12 – 15 % reinem Weingeist bzw. wässrig-alkoholi­
schen Pflanzenauszügen (auf die Wasserphase bezogen).
Wichtig ist, den pH-Wert des fertigen Produkts zu kontrollieren
und ggf. auf einen hautphysiologischen Wert von pH 5 – 5,4 ein­
zustellen. Davon profitiert Ihre Haut, und Sie schaffen nebenbe­i
Voraussetzungen dafür, dass unsere naturkosmetischen Kon­
servierungsmittel auf Basis pflanzlicher Säuren ihre konservie­
rende Funktion erfüllen können.

Hinweise zu den Rezepturen


Vorwort

Ikons
Zwei Ikons ergänzen manche Rezepturen, Sie sehen Sie in der
11
O/W W/O
rechten Spalte: das linke kennzeichnet echte O/W-Emulsionen
(Oil in Water), das rechte W/O-Emulsionen (Water in Oil).

Abkürzungen
In den Rezepturen finden Sie zwei Abkürzungen, die Sie even­
tuell noch nicht kennen:
 gtt. (lateinisch guttae) heißt übersetzt »Tropfen«. Mit
dieser aus der pharmazeutischen Praxis stammenden
Einheit wird die Dosierung von ätherischen Ölen und
anderen flüssigen Ingredienzien notiert.
 q. s. ist die Abkürzung für den lateinischen Ausdruck
quantum satis und bedeutet »soviel wie notwendig«. Ich
verwend­e diese Abkürzung immer dann, wenn ein Spiel­
raum für die Dosierung einer Ingredienz bleibt. In diesem
eBook ist es in der Regel die Milchsäure, da ihre Dosie­
rung von den konkret eingesetzten Wirkstoffen abhängt,
die den pH-Wert einer Emulsion deutlich beeinflussen
können. Da Sie möglicherweise einzelne Rohstoff­e aus­
tauschen, halt­e ich es für sinnvoller, wenn Sie selbst den
pH-Wert mit pH-Messpapier oder -stäbchen messen und
ggf. korrigieren. In der Regel reichen 1 – 2 Tropfen, um
den pH-Wert auf den gewünschten Bereich zwischen pH
5 – 5,4 einzustellen.

Bezugsquellen
Mein Konzept setzt u. a. auf modern­ e naturkosmetische
Rohstoff­e, die nicht zum klassischen Hobbythek®-Sortiment
gehören. Durch die Kooperation mit aufgeschlossenen Händ­
lern war es mir in den letzten Jahren möglich, einige wunder­
volle Produkt­e für uns im deutschsprachigen Raum verfüg­
bar zu machen, u. a. Ceramide III, zwei hydrierte Lecithine
(Emulmetik® 320 und Phospholipon® 80 H), So­dium PCA,
Zinc PCA, Nicotinamid, Lysolecithin, γ-Oryzanol, Plantapon®
SF und den PEG-freien Lösungsvermittler Dermo­feel® G 10
LW. Diese Rohstoffe sind nicht in allen Shops verfügbar; daher
habe ich Ihnen im Anhang auf S. 104 eine Tabelle zusammen­
gestellt, wo Sie die jeweiligen Bezugsquellen aufgelistet finden.

Hinweise zu den Rezepturen


Gesichtsreinigung
Gesichtsreinigung

14

O/W Tonerde-Reinigungscreme
Die zartgrüne Tonerde-Reinigungscreme nutzt die sanft absor­
bieren­de Wirkung der mikrofein pulverisierten Mineralerde,
um die Haut schonend zu reinigen. Ich habe mich für einen
nicht filmbildenden Emulgator entschieden, der selbst sehr
leichte Konsistenzen erzeugt. Beide zusammen ergeben eine
zarte Creme, die sich hervorragend aus einem Pumpspender
entnehmen lässt, äußerst mild reinigt und auch Make-up sanft
löst. Glycerin binde­t Feuchtigkeit und mildert nachweislich die
entfettende und irri­tative Wirkung von Tensiden. Durch ihre
Milde kann sie sowohl bei fetti­ger, unreiner Haut als auch bei
trockener, reifer Haut verwendet werden. Die Emulsion weist
18 % Fettphase und 4 % Emulgator auf; waschaktive Substanzen
sind mit 0,5 % dosiert. (Menge: 100 g)

INCI
Aqua, Sesamum Indicum (Sesame) Seed Oil, Glycerol, C14-22 Alcohol and
C12-20 Alkyl Glucoside, Green Illite Clay, Butyrospermum Parkii (Shea)
Butter, Sucrose Cocoate, Benzyl Alcohol, Benzoic Acid, Sorbic Acid, Citrus
paradisi, Aniba rosae odora, Xanthan, Lactic Acid

Phase A
 12,0 g Sesamöl
   4,0 g Montanov™ L
   2,0 g Sheabutter

Tonerde-Reinigungscreme
Gesichtsreinigung

Phase B
15
 67,5 g Wasser
   3,0 g grüne Tonerde
   0,5 g Sanfteen1

Phase C
  9,8 g Glycerin
   0,2 g Xanthan

Phase D
 1,0 g Rokonsal™ BSB-N
 Milchsäure q. s.
 5 gtt. ätherische Öle, z. B. Grapefruit, Lavendel, Rosenholz

Herstellung
1. Phase A: Alle Ingredienzien bei 75 °C aufschmelzen, Becher­
glas von der Herdplatte ziehen.
2. Phase B: Wasser auf 75 °C erhitzen, Mineralerde und Sanf­
teen hinzufügen und glatt aufrühren.
3. Phase B unter Rühren zu Phase A geben und 1 – 4  Minute­n
bei mittlerer Geschwindigkeit homogenisieren.
4. Phase C: Xanthan im Glycerin dispergieren, direkt nach
dem Emulgieren zu Phase A/B geben und sanft kalt rühren.
5. Phase D: Emulsion konservieren, pH-Wert kontrolliere­n
und ggf. auf pH 5 – 5,4 einstellen, gut einarbeiten. Auf
Wunsch beduften.

Hinweise zu dieser Rezeptur


Wichtig: Emulsionen mit hohem Feststoffanteil sollten nicht
hochtourig gerührt werden: Durch den hohen Feststoff-­Anteil
der Tonerde neigt die Emulsion bei zu hochtouriger Verar­
beitung zur Phasentrennung mit wässriger und fettender
Restphas­e. Richtig gerührt ist die Milch homogen und stabil.

1  0,5 g bei normaler bis trockener, bis 1,5 g bei fettender Haut


Tonerde-Reinigungscreme
Gesichtsreinigung

16

O/W Mango-Reinigungscreme
Diese sahnige, weiße Creme eignet sich als ausgesprochen mil­
des und reizfreies Reinigungspräparat für sensible, trockene
und reife Haut. Das Reinigungskonzept nutzt feuchtigkeitbe­
wahrendes und irritationsmilderndes Glycerin; der geringe Zu­
satz an Kaolin unterstützt die sanfte Reinigungswirkung. Die
Milch ist jedoch auch ohne Kaolin wunderbar. (Menge: 100 g)

INCI
Aqua, Oryza sativa (Rice Germ) Oil, Glycerol, Mangifera indica (Mango
Seed) Butter, C14-22 Alcohol and C12-20 Alkyl Glucoside, Bolus alba,
Sucrose Cocoate, Benzyl Alcohol, Benzoic Acid, Sorbic Acid, Xanthan,
Vanilla planifolia, Jasminum grandiflorum, Michelia champaca, Litsea cubeba

Phase A
 10,0 g Reiskeimöl
   3,0 g Mangobutter
   3,0 g Montanov™ L

Phase B
 70,0 g Wasser
   0,5 g Sanfteen
   2,5 g Kaolin (Bolus alba, weiße Tonerde)

Phase C
  9,8 g Glycerin
   0,2 g Xanthan

Mango-Reinigungscreme
Gesichtsreinigung

17

Phase D 
 Milchsäure q. s.
 6 gtt. ätherische Öle: 3 gtt. Vanille, 1 gtt. Jasmin,
2 gtt. Litsea
 1,0  g Rokonsal™ BSB-N

Herstellung
1. Phase A: Alle Ingredienzien bei 75 °C aufschmelzen, Becher­
glas von der Herdplatte ziehen.
2. Phase B: Wasser auf 75 °C erhitzen, Sanfteen und Kaolin un­
ter Rühren disper­gieren, glatt aufrühren.
3. Phase B unter Rühren zu Phase A geben und 1 – 4  Minute­n
bei mittlerer Geschwindigkeit homogenisieren, sanft bis
Handwärme rühren.
4. Phase C: Xanthan in Glycerin dispergieren, zu Phase A/B
geben, Emulsion kalt rühren.
5. Phase D: Emulsion konservieren, pH-Wert kontrolliere­n
und ggf. auf pH 5 – 5,5 einstellen, gut einarbeiten.
6. Auf Wunsch beduften.

Hinweise zu dieser Rezeptur


Tragen Sie die Reinigungscreme pur auf die trockene (!) Ge­
sichtshaut auf, massieren Sie sie in kleinen, kreisenden Bewe­
gungen kurz ein, emulgieren sie mit ein wenig Wasser auf
und nehmen nun bei Bedarf das Augen-Make-Up mit einem
Wattepad ab. Anschließend wird die Creme mit ein wenig
Wasse­r noch einmal emulgiert und mit reichlich Wasser abge­
spült. Keine Scheu vor dem Tensid: es ist sehr mild und sorgt
mit seinem »Gegenspieler«, dem Glycerin, für eine sanfte Reini­
gung ohne Austrocknungseffekt.


Mango-Reinigungscreme
Gesichtsreinigung

18

Mildes Waschgel »Minze-Salbei«


Dieses milde, niedriviskose Waschgel duftet frisch nach Kräu­
tern und reinigt fettende und unreine Haut sanft, ohne sie
auszutrocknen. Glycerin mildert die Wirkungen der Tenside,
Pflanzen­ extrakte aus Minze, Salbei und Thymian mindern
entzündliche Prozesse. Der Anteil an waschaktiven Substan­
zen (WAS) liegt bei 7 %. Die Konservierung des Gels basiert
auf dem Pflanzenextrakt und Kaliumsorbat. Tipp: mit etwas
Chloro­phyll-Pulver (Aroma-Zone) können Sie dem Waschgel
eine frische grüne Farbe verleihen.

INCI
Aqua, Mentha Piperata Hydrosol, Glycerol, Sodium Cocoamphoacetate,
Lauryl Glucosid, Sodium Cocoyl Glutamate, Sodium Lauryl Glucos­ e
Carboxylat, Salvia Officinalis Extract, Coco Glucoside (and) Glyceryl
Oleate, Potassium Sorbate, Thymus vulgaris ct. geraniol, Lactic Acid

Phase A
 10,0 g Glycerin
 43,5 g Wasser
 10,0 g Pfefferminzhydrolat

Phase B
 24,0 g Plantapon® SF
  4,0 g Lamesoft® PO 65

Phase C
  7,5 g Salbeiextrakt, 70 Vol-%
  3 gtt. Thymian ct. geraniol
  1,0 g Kaliumsorbat-Lösung 1:5
   Milchsäure (80 %), q. s.

Herstellung
1. Phase A: Alle Ingredienzien in einem Becherglas mischen.

Mildes Waschgel »Minze-Salbei«


Gesichtsreinigung

19

2. Phase B: Beide Ingredienzien sanft verrühren. Phase A unte­r


sanftem Rühren schluckweise zu Phase B geben und in meh­
reren Minuten zu einem homogenen Tensidgel verarbeiten.
3. Phase C: Ätherisches Thymianöl im alkoholischen Extrakt
lösen, zu Phase A/B geben. Kaliumsorbat-Lösung ergänzen
und gut einarbeiten. pH-Wert messen und mit Milchsäure
auf pH 5 – 5,4 einstellen.

Hinweise zur Rezeptur


Sie können Hydrolat, Pflanzenextrakt und ätherisches Öl nach
Wunsch austauschen und kombinieren. Die Konsistenz des
Waschgels ergibt sich aus der Kombination anionischer Tenside
in der Tensidmischung Plantapon® SF (Sodium Cocoyl Gluta­
mate und Sodium Lauryl Glucose Carboxylat) in Verbindung
mit Lamesoft® PO 65 und dem sauren pH-Wert. Sie können
die Konsistenz daher erst nach Korrektur des pH-Werts mit
Milchsäure beurteilen. Der saure pH-Wert ist daneben für die
konservierende Leistung des Kaliumsorbats erforderlich.
Tipp: Probieren Sie statt Pfefferminzhydrolat oder Salbei­extrakt
Hydrolat oder Extrakt aus Mädesüß – das duftet himmlich!


Mildes Waschgel »Minze-Salbei«
Gesichtspflege
Gesichtspflege

22
Cranberry Balm
Native kostbare Öle, Phospholipide und Phytosterole sind
hier zu einem Kosmetikum kombiniert, das trockene,
barrieregestörte und reife Haut mit essentiellen Lipidbausteinen
versorgt und intensiv regeneriert. Die α-Linolensäure der Prei­
selbeere und die seltene Punicinsäure aus dem Granatapfel
aktivieren den Zellstoffwechsel und fördern zellerneuernde
Prozesse, die bei reifer Haut deutlich verlangsamt ablaufen.
Tocopherole aus Amaranth- und Arganöl, vor allem jedoch
der hohe α-Tocotrienolgehalt des Preiselbeersamenöls sind
starke Antioxidantien und schützen hauteigene Lipide vor
umweltbedingten oxidativen Prozessen.

INCI
Butyrospermum Parkii (Shea) Butter, Vaccinium Macrocarpon Seed
Oil, Amaranthus Caudatus Seed Oil, Argania Spinosa Kernel Oil, Punica
Granatum Seed Oil, Persea Gratissima Oil Unsaponifiables, Urea, Aqua,
Lecithin, Alcohol, Hippophae Rhamnoides Fruit Oil

Phase A
 3,0 g Sheabutter (nativ)1
 0,5 g Unverseifbares der Avocado (Avocadin®)

Phase B
 2,0 g Preiselbeersamenöl2
 2,0 g Amaranthöl
 1,0 g Arganöl
 1,0 g Granatapfelsamenöl
 1 gtt. Sanddornfruchtfleischöl

Phase C
 0,2 g Urea
 0,5 g Lipodermin

1  Achten Sie hier noch kritischer als sonst auf einwandfreie, frische
Sheabutter eines seriösen Händlers, der Ihnen aussagekräftige Analyse-
Zertifikate zur Verfügung stellt. Im Zweifelsfalle sollten Sie auf raffinierte
Ware zurückgreifen, die mikrobiell in der Regel unbedenklich ist.
2 Cranbeerysamenöl

Cranberry Balm
Gesichtspflege

23

Herstellung
1. Phase A: Avocadin® und Sheabutter bei ca. 95 °C klar auf­
schmelzen , sanft auf Handwärme rühren.
aufschmelzen

2. Phase B bei Zimmertemperatur mischen, tropfenweise


zu Phase A geben und mit dem Pistill ein­arbeiten, bis die
Lipidmischung homogen und abgekühlt ist.
3. Phase C: Harnstoff (Urea) feinst mörsern, mit Lipodermin
mischen, zu Phase A/B ergänzen und mit dem Pistill unter
Reiben sorgfältig einarbeiten.

Hinweise zu dieser Rezeptur


Ungewöhnlich ist Urea in einer lipiden Grundlage;
dermatologische Forschungen belegen, dass Harnstoff lang­
samer, aber tiefer in die Hornschicht penetriert, wenn er aus
einer lipiden Grundlage angeboten wird, im Stratum corneum
wie ein Depot wirkt und intensiv Feuchtigkeit bindet. Wer
auf Emulgatoren reagiert, findet in diesem Oleogel eventu­
ell eine reizfreie, hochwirksame Alternative. Die Resonanz in
verschiedenen Mails, die ich seit Rezepturveröffentlichung
erhalten habe, bestätigt die Eignung des Balms gerade bei
neurodermitischen und atopischen Hautzuständen; viele ha­
ben ihre Hautsituation erheblich verbessern können.
Obwohl dieses Präparat ausschließlich aus Lipiden besteht,
zieht es auf Grund des enthaltenen Phosphatidylcholins
(Lecithin) und Urea sehr gut ein und hinterlässt ein gepflegtes,
zartes und nicht fettendes Hautgefühl. Die Menge dieses Prä­
parats orientiert sich an seiner Sparsamkeit; Sie benötigen nur
geringe Mengen, um die Haut mit allem zu versorgen.


Cranberry Balm
Gesichtspflege

24

Granatapfelgesichtsöl
Die Besonderheit dieses Gesichtsöls liegt in der Kombination
hochwirksamer Fettsäuren und Fettbegleitstoffe: die seltene Pu­
nicinsäure und Phytohormone des Granatapfelsamenöls sowie
zellregenerierende und proliferationsfördernde a-Linolensäure
aus Wildrosen-­und Weizenkeimöl, antioxidative Tocopherole,
Carotinoide aus Weizenkeim- und Sanddornfruchtfleischöl so­
wie membranstabili­sierende Phospho­lipide und Phytosterole
ergeben ein hochwirksames, konzentriertes Kosmetikum
mit sehr gutem Penetrationsvermögen, das das enthaltene
ätherische Öl in seiner Wirkung unterstützt. Ich verwende die­
ses Öl alternativ zum Cranberry Balm kurmäßig abends über
meiner Feuchtigkeitspflege bzw. mische einen Tropfen in der
Handfläche mit meinem Pflegefluid. (Menge: 10 g)

INCI
Punica Granatum (Pomegranate) Seed Oil, Rosa mosqueta (Rose)
Hip Oil, Triticum Vulgare (Wheat Germ) Oil, Hippophae Rhamnoides
(Seabuckthorn Fruit) Oil, Rosa damascena

Ingredienzien
 4,0 g Granatapfelsamenöl
 3,0 g Wildrosenöl
 3,0 g Weizenkeimöl
 1 gtt. Sanddornfruchtfleischöl
 1 gtt. ätherisches Öl Rose (alternativ: Karottensamen,
Cistrose, Rosengeranie, Weihrauch)

Granatapfelgesichtsöl
Gesichtspflege

25

Herstellung
Alle Öle einschließlich des ätherischen Öls in ein sauber desin­
fiziertes Fläschchen (Pumpspender, Pipettenflasche o. a.) geben
und gut mischen.

Hinweise zu dieser Rezeptur


Dieses kostbare Gesichtsöl ist eine ergänzende, reichhaltig­ e
Pflege, das sich hervorragend als Abendpflege über einem
hydratisie­renden Feuchtigkeitsgel oder als intensive Behand­
lung der Augenpartie eignet. Geben Sie 1 – 2 Tropfen in die Hand,
verreiben Sie das Öl kurz und drücken Sie die Handfläche­n zart
auf das gesamte Gesicht und die Halspartie, klopfen Sie es an­
schließend sanft ein. Auf Grund der mehrfach ungesättigten
Fettsäuren der Wirkstofföle sollte dieses Präparat bevorzugt als
Nachtpflege aufgetragen werden.
Verwenden Sie es sparsam; das viskose Granatapfelsamenöl und
das gehalt­volle Weizenkeimöl ergeben ein sehr reichhaltige­s
Kosmetikum, das gut, aber haptisch eher langsam in die Haut
einzieht. Statt Wildrosenöl ist Preiselbeersamenöl hervorragend
geeignet; es erhöht den Gesamt-Tocopherolgehalt deutlich.
Möglicherweise ist Ihnen das Öl zu reichhaltig: verringern Sie
den Anteil an Weizenkeimöl, erhöhen Sie den des Wildrosen-
(alternativ den des Preiselbeersamen-)öls und klopfen Sie das
Öl auf feuchter Haut sanft ein.
Der hohe Tocopherolgehalt macht eine weitere Stabilisie­
rung des Kosmetikums überflüssig, wenn Sie es innerhalb von
6 – 8 Wochen aufbrauchen.


Granatapfelgesichtsöl
Gesichtspflege

26

Jiaogulan-Hydroserum
Dieses Kosmetikum ist ein ultraleichtes Hydrodispersionsgel,
unte­r der Nachtpflege aufzutragen oder in Kombinatio­n mit
einer pure­n Ölanwendung (dazu das Serum mit eine­m Oleogel
oder eine­ m Balsa­m aus Pflanzenbutter nach Wahl in der
Handfläche mische­n und auftragen). Die kostbaren Samenöle
mit ihrem hohe­n Anteil an Linolsäure, a-Linolensäure und
Phosphatidylcholin stabilisieren die Barriereschicht der
Haut. Hyaluronsäure, Glycerin, Urea und Panthe­nol bewah­
ren die hauteigene Feuchtigkeit. Das herb­e, krautig duftend­e
Jiaogulanhydrolat und der alkoholische Jiaogulanauszug wirken
ausgleichend und mindern entzündliche Prozesse und Haut­
irritationen. Dieses Serum beinhaltet lediglich 10 % Fettphase
und ist ohne klassische Emulgatoren konzipiert. (Menge: ca.
50 g)

INCI
Gynostemma Pentaphyllum Hydrosol, Gynostemma Pentaphyllum Extract,
Lecithin, Glycerol, Urea, Panthenol, Argania Spinosa Kernel Oil, Simmondsia
Chinensis (Jojoba) Seed Oil, Punica Granatum Seed Oil, Amaranthus
Caudatus Seed Oil, Aqua, Lecithin, Alcohol, Xanthan Gum, Sodium
Hyaluronate, Hippophae Rhamnoides Fruit Oil, Daucus carota

Granatapfelgesichtsöl
Gesichtspflege

Phase A
27
  1,5 g Glycerin
  0,4 g Xanthan
   0,1 g Hyaluronsäure
 23,0 g Jiaogulanhydrolat

Phase B
 16,5 g Jiaogulantinktur (70 Vol.-%)
  1,5 g Lipodermin
  1,5 g Urea
  0,5 g Panthenol
  1 gtt. Sanddornfruchtfleischöl
  3 gtt. äth. Öle: Karottensamen, Cistrose, Weihrauch

Phase C
  2,0 g Arganöl
  1,0 g Jojobaöl
  1,0 g Amaranthöl
  1,0 g Granatapfelsamenöl

Herstellung
1. Phase A: Glycerin in ein Becherglas füllen, Xanthan und
Hyaluronsäure darin dispergieren, Jiaogulanhydrolat unter
Rühren hinzufügen und ein leichtes Hydrogel herstellen.
2. Phase B: Alle Ingredienzien zusammengeben und 1 Minute
kräftig dispergieren. Zu Phase A geben und mehrere Minu­
ten sanft zu einem homogenen Gel rühren.
3. Phase C: Alle Öle zusammengeben, tropfenweise unter Rüh­
ren zu Phase A/B hinzufügen und 10 Minuten moderat zu
einem Hydrodispersionsgel dispergieren.

Hinweise zu dieser Rezeptur


Jiaogulanhydrolat und -tinktur sind im Handel so gut wie nicht
erhältlich; ich stelle beides selbst her. Die Jiaogulanpflanze (on­
line z. B. bei Rühlemanns erhältlich) lässt sich auch zuhause
gut kultivieren und für die Herstellung von Tinkturen und
Hydrolaten nutzen. Selbstverständlich können Sie das Serum
auch auf Basi­s anderer Pflanzenauszüge und Hydrolate planen,
z. B. mit Auszüge­n aus Cistrose, Melisse, Mädesüß, Süßholz-
und Eibischwurzeln.


Granatapfelgesichtsöl
Gesichtspflege

28

O/W Rosen-Hydrofluid
Leichtes Gesichtsfluid mit 20 % Fettphase, als befeuchtende
Tagespflege für trockene Haut oder als Rundum-Pflege für
normale Haut. Aprikosenkernöl und Jojobaöl sind mild schüt­
zende und feuchtigkeitserhaltende Basisöle, Wildrosenöl wirkt
regenerierend und leicht restrukturierend. Hyaluronsäure, Gly­
cerin, Panthenol und Phytosterole bewahren die hauteigene
Feuchtigkeit. Naturreines ätherisches Rosenöl verleiht dem
Fluid einen zarten, weichen Duft.

INCI
Aqua, Prunus Armeniaca (Apricot) Kernel Oil, Glycerol, Simmondsia
Chinensis (Jojoba) Seed Oil, Rosa Mosqueta (Rose) Hip Oil, Butyrospermum
Parkii (Shea) Butter, Sucrose Stearate, Hydrogenated Lecithin, Panthenol,
Persea Gratissima (Avocado) Oil, Phytosterols, Olea Europaea (Oli-
ve) Fruit Oil, Benzyl Alcohol, Glycerin, Benzoic acid, Sorbic acid, Sodium
Hyaluronate, Xanthan Gum, Rosa Damascena

Phase A
 5,0 g Aprikosenkernöl
 1,0 g Jojobaöl
 1,0 g Sheabutter
 0,5 g Avocadin®
 0,5 g Phospholipon® 80 H
 1,0 g Sucrosestearat

Phase B
 37,5 g Wasser

Rosen-Hydrofluid
Gesichtspflege

29

Phase C
 1,0 g Wildrosenöl
 1,3 g Glycerin (99%ig)
 0,1 g Hyaluronsäure
 0,1 g Xanthan

 Phase D
  0,5 g Panthenol
 0,5 g Rokonsal™ BSB-N
   Milchsäure q. s.
   Ätherische Öle: 1 gtt. Rosa damascena

Herstellung
1. Phase A: Alle Lipide bei ca. 75 °C aufschmelzen.
2. Phase B: Wasser auf 75 °C erhitzen, unter Rühren zu Phase A
geben und 1 – 4 Minuten hochtourig emulgieren.
3. Phase C: Hyaluronsäure und Xanthan in Glycerin und Öl
dispergieren, zu Phase A/B geben und sanft kalt rühren.
4. Phase D: Phase D: Panthenol ergänzen, Emulsion konser­
vieren, eventuell pH-Wert korrigieren und auf Wunsch be­
duften.

Hinweise zu dieser Rezeptur


Wildrosenöl können Sie auf Wunsch mit andere­n Wirkstoffölen
aus den Ölgruppen1 W-1 und W-2 ersetzen; eine Alternativ­e zu
Aprikosenkernöl sind Mandelöl, Pfirsichkern- oder Pflaumen­
kernöl. Letzeres verbindet sich im Fluid mit dem Rosenwasser
zu einer duftenden Marzipannote.

1 www.olionatura.de/_basics/oelgruppen.php


Rosen-Hydrofluid
Gesichtspflege

30

O/W Mandelcreme
Diese Mandelcreme habe ich speziell als Basis-Rezeptur für
Rühr­einsteiger entwickelt. Sie basiert auf wenigen, pflegenden
Ingre­dienzien, eignet sich als Feuchtigkeitscreme für normal­e
bis leicht trockene Haut, Handcreme oder leichte Körpercreme
und gelingt (mit etwas Konzentration) garantiert. Die Öle erge­
ben eine geruchlich dezente Grundlage1 für ätherische Öle und
lassen kreativen Spielraum für erste eigene Duft-Kreationen.
Sie weist 30 % Fettphase und 5 % Emulgator auf. (Menge: 50 g)

INCI
Aqua, Prunus Amygdalus Dulcis (Sweet Almond) Oil, Butyrospermum
Parkii (Shea) Butter, Coco Nucifera (Coconut) Oil, Cetearyl Wheat
Straw Glycosides (and) Cetearyl Alcohol, Glycerol, Simmondsia Chinensis
(Jojoba) Seed Oil, Vaccinium Macrocarpon (Cranberry) Seed Oil Benzyl
Alcohol, Benzoic Acid, Sorbic Acid, Xanthan Gum, Lactic Acid

Phase A
 4,5 g Mandelöl
 1,0 g Jojobaöl
 3,0 g Kokosöl
 3,0 g Sheabutter
 2,5 g Xyliance

Phase B
 33,0 g Wasser

Phase C
 1,4 g Glycerin
 0,1 g Xanthan
 1,0 g Preiselbeersamenöl

1  Wunderbar duftet ein Vanille-Mazerat, hergestellt aus 2 Wochen in nativen


Mandel-, Jojoba- oder Kokosöl ausgezogenen Vanillestangen.

Mandelcreme
Gesichtspflege

31

Phase D
 0,5 g Rokonsal™ BSB-N
 Milchsäure (80 %), q. s.
 (optional) 3 gtt. ätherische Öle (Rose, Palma Rosa, Rosen­
geranie, Lavendel, Vanille, Benzoe, Tonka, Ylang-Ylang)

Herstellung
1. Phase A: Alle Ingredienzien in einem Becherglas bei 75 °C
auf dem Herd aufschmelzen.
2. Phase B: Wasser auf 75 °C erhitzen, unter Rühren zu Phase A
geben und 1–4 Minuten hochtourig homogenisieren. Sanft
bis auf Handwärme rühren.
3. Phase C: Xanthan in Glycerin und Öl dispergieren, zu Phase
A/B geben und die Emulsion kalt rühren.
4. Phase D: Emulsion konservieren, pH-Wert kontrolliere­n
und ggf. auf pH 5 – 5,5 einstellen, gut einarbeiten. Auf
Wunsch beduften.

Hinweise zu dieser Rezeptur


Diese Emulsion entspricht der Basisrezeptur XYL-30-B. Sie
können die Öle nach Wunsch austauschen; Orientierung
geben Ihnen die Ölgruppen auf Olionatura1. Auch ande­
re Emulgatoren eignen sich: tauschen Sie Xyliance 1 : 1 mit
Glycerinstearat SE oder Montanov™ 68. Tipp: Kombinie­
ren Sie 2,0 g Xyliance (oder einen der anderen genannten
Emulgatoren) mit 0,5 g Phospholipon® 80 H für eine beson­
ders feuchtigkeitsbewahrende und haptisch angenehme Emul­
sion. Alternativ können Sie mit reinem Alkohol (15 Vol.-% auf
die Wasserphase gerechnet) konservieren: In dieser Rezeptur
benötigen Sie 4,5 g reinen Alkohol (und nur 28,5 g Wasser). Der
Alkohol wird optimal in die handwarme bis kalte Emulsion
eingerührt.

1 www.olionatura.de/_basics/oelgruppen.php

Mandelcreme
Gesichtspflege

32

O/W Hydro-Balance-Fluid
Das sanfte Creme-Fluid Hydro Balance versorgt trockene und
reife Haut mit einer ausgewogenen Kombination an Fett und
Feuchtigkeit: es basiert auf milden, hautanalogen Lipiden
wie Kameliensamen-, Argan- und Baobaböl, phytosterolrei­
cher Sheabutter und Wachs aus den Blüten der Silberakazie,
die sensible Haut vor Feuchtigkeitsverlust schützen. Intensive
Hautbefeuchtung gewährt ein sinnvoll zusammengestellter
Komplex aus hydratisierenden Substanzen. Antioxidativ wir­
kende Phytosterol- und Ferulasäureester mildern den Ein­
fluss von UV-Licht und schützen die enthaltenen nativen Öle
mit 2-fach ungesättigten Fettsäuren. In dieser Rezeptur ist
Tocopherol relativ hoch dosiert; es wirkt ausgesprochen rege­
nerierend auf reife, trockene Haut.
Eine Besonderheit ist das auf Bio-Milchproteinen, hydrier­
tem Lecithin und einem milden Zuckerester basierende
Emulgatorkonzept, das sanft einhüllt, ohne haptisch zu fetten.
Jeweils ein Tropfen ätherisches Öl von Rose, Lotus und Jasmin
runden die Komposition ab. Die angebene Menge von 40 g
passt in einen 30 ml-Pumpspender.

INCI
Aqua, Camelia Oleifera Seed Oil, Tocopherol, Argania Spinosa Kernel
Oil, Squalan, Centella asiatica Extract, Glycerol, Butyrospermum Parkii
(Shea) Butter, Adansonia Digitata Seed Oil, Sodium Lactate, Sodium PCA,
Hydrogenated Lecithin, Sucrose Stearate, Acacia Dealbata Flower Cera,
Persea Gratissima Oil Unsaponifiables, Sodium Citrate, Hydrolized Milk
Protein, Xanthan Gum, Cyamopsis Tetragonoloba (Guar) Gum, Magnesium
Stearate, Hyaluronic Acid, Oryzanol, Rosa damascena, Nymphaea caerulea,
Cananga odorata

Hydro-Balance-Fluid
Gesichtspflege

33

Phase A
 23,0 g Wasser
  0,4 g TEGO® Emulprot®
  0,4 g Sucrosestearat

Phase B
  2,3 g Kameliensamenöl
  1,8 g Arganöl
  1,5 g Squalan
  1,0 g Baobaböl
  1,0 g Phytosterolbasis1
  1,0 g Sheabutter
  0,2 g Mimosenwachs
  0,4 g Phospholipon® 80 H

Phase C
 1,3 g Pflanzenextrakt (70 Vol.-%)
 1 Messerspitze Hyaluronsäure (niedrigmolekular)
 1,2 g Glycerin
 0,8 g Natriumlaktat
 0,8 g Sodium PCA
 2,0 g Tocopherol
 (1 gtt. ätherisches Rosen-, Magnolien- oder Lotusöl)

Phase D
 0,3 g Rokonsal™ BSB-N
 Milchsäure (80 %), q. s.

1  Meine Phytosterolbasis ist eine selbst hergestellte Basis aus 0,5 g


Gamma-Oryzanol, 5,5 g Avocadin® (Unverseifbares der Avocado) und
13,5 g Neutralöl (alternativ ein anderes stabiles Lipid, z. B. Dermofeel®
sensolv, Jojobaöl oder Squalan). Schmelzen Sie alle Lipide bei ca. 100 °C
auf und lassen Sie sie unter gelegentlichem Umrühren fest werden. Die
Mischung in ein Töpfchen füllen und kühl aufbewahren (dann lässt es sich
auf Grund der festen Konsistenz besonders gut mit einem Spatel dosieren).

Hydro-Balance-Fluid
Gesichtspflege

34

Herstellung
1. Phase A: Wasser sprudelnd aufkochen, auf 75  °C abkühle­n
lassen, Emulprot® und Sucrosestearat unter Rühren 60 Se­
kunden dispergieren.
2. Phase B bei ca. 80 °C glatt aufschmelzen, schluckweise zu
Phase A hinzufügen, 1 – 4 Minuten hochtourig emulgieren,
sanft bis auf Handwärme rühren.
3. Phase C: Hyaluronsäure in dem alkoholischen Extrakt dis­
pergieren, die anderen Ingredienzien hinzufügen, zu Phase
A/B geben und sanft kalt rühren.
4. Phase D: mit Rokonsal™ BSB-N konservieren, pH-Wert
prüfen, mit Milchsäure auf pH 5 – 5,5 einstellen.

Hydro-Balance-Fluid
Gesichtspflege

35

Hinweise zur Rezeptur


Sie können auf Wunsch Kameliensamenöl durch Reiskeimöl
oder ein anderes mildes Öl der Gruppe B-1 ersetzen; gleiches
gilt für Baobaböl. Da letzteres oxidativ sehr stabil ist, bieten sich
vergleichbar stabile Öle wie Marulaöl oder Jojobaöl an.
Mimosenwachs ist durch andere Wachse ersetzbar; beding­t
durch deren unterschiedlichen Schmelzpunkt wird die Hapti­k
eventuell variieren. Beachten Sie bitte, dass Squalan durch
seine hohe Spreitfähigkeit der Emulsion eine besonders
leicht­e Textur gibt. Ein Austausch wird die Emulsion in ihrem
Auftragsverhalten und Hautgefühl verändern.
Das naturkosmetisch orientierte Emulgatorsystem setzt in
diese­r Formulierung auf Milchproteine, hydriertes Lecithin
und einen milden Zuckerester. Phospholipon® 80 H ist ein be­
sonders oxidationsstabiles und hautschützendes Phospholipid,
das den Feuchtigkeitsverlust der Haut spürbar mindert und
irritationsmildernd wirkt. Eine ausgezeichnete Alternative ist
Emulmetik® 320.
Sollten Sie weder Emulmetik® 320 noch Phospholipon® 80 H
zur Verfügung haben, ist Reinlecithin (wenn auch nicht als
gleichwertiger Ersatz) möglich; Sie können es in der Fettphase
aufschmelzen. Emulprot® lässt sich zur Zeit nicht gleichwerti­g
austauschen; alternativ können Sie jedoch das hydrierte Leci­
thin und Sucroestearat in ihren Anteilen erhöhen. Dann emp­
fiehlt sich eine geringe Menge an Gelbildner (0,1 g) zur Stabi­
lisierung. Ein Hinweis zu der relativ hohen Konzentration an
Tocopherol: therapeutisch wird Vitamin E tatsächlich bis zu
25 % eingesetzt. Ich habe Tocopherol seit 3 Monaten in dieser
Re­zeptur in Verwendung und empfinde es als ausgesprochen
regenerierend. Probieren Sie es einfach aus.
Sollten Ihnen Sodium PCA oder Natriumlaktat fehlen, können
Sie auch andere feuchtigkeitsbindende Wirkstoffe kombinieren
oder den Anteil an Glycerin erhöhen; es kann bis 2 g in seinem
Anteil erhöht werden. Hyaluronsäure kann notfalls auch ganz
fortfallen; es ist das Gesamtkonzept aller hydratisierenden Sub­
stanzen, das hier wirkt.


Hydro-Balance-Fluid
Gesichtspflege

36 W/O Aloe-Creme
Die Aloe-Creme ist eine reichhaltige und nachhaltig befeuch­
tende Creme auf Wollwachsbasis, die trockene und irritierte
Haut sanft ins Gleichgewicht bringt. Wertvolle pflanzliche Öle
und Sheabutter, Sterole aus Wollwachsalkoholen und Lano­
lin, duftendes Mimosenwachs sowie Pflanzenextrakte schüt­
zen und beruhigen. Konserviert wird diese Creme durch den
wässrig-alkoholischen Extrakt und Kaliumsorbat; das Aloe-Gel
sorgt für den notwendigen, leicht sauren pH-Wert.

INCI
Aqua, Prunus Amygdalus Dulcis (Sweet Almond) Oil, Persea Gratissima
(Avocado) Oil, Adeps Lanae, Melissa Officinalis Hydrosol, Butyrospermum
Parkii (Shea) Butter, Glycyrrhiza Glabra Extract, Lanolin Alcohol, Squalane,
Potassium Sorbate, Glycerol, Aloe barbadensis, Pelargonium graveolens

Phase A
  9,5 g Mandelöl
  5,0 g Avocadoöl
  3,0 g Sheabutter
  2,0 g Squalan
  2,0 g Mimosenwachs
  4,0 g Lanolin
  2,5 g Wollwachsalkohol

Phase B
 14,0 g Wasser

Phase C
  3,0 g Süßholzwurzelextrakt (70 Vol.-%)
  0,5 g Aloe-Vera-Basis 200:11
  0,5 g Kaliumsorbat-Lösung 1:5
  4,0 g Melissenhydrolat
  2 gtt. ätherisches Öl Rosengeranie

1  Stellen Sie ein Gel aus zwei (Gewichts-)Anteilen pflanzlichem Glycerin


und einem (Gewichts-)Anteil Aloe-Vera-Pulver 200:1 her. Das fertige Gel
wird 0,5 – 1%ig dosiert, optimal in die handwarme Emulsion eingerührt
und hält sich im Kühlschrank, gut verschlossen, ca. 6 Monate.

Aloe-Creme
Gesichtspflege

37

Herstellung
1. Phase A: Alle Ingredienzien werden bei 70 °C im Becherglas
klar aufge­schmolzen.
2. Phase B. Das auf 70 °C erhitze Wasser wird tropfenweise zu
Phase A gegeben und sanft eingearbeitet.
3. Phase C: Alle Ingredienzien werden gemischt und nach und
nach in die fertige Emulsion eingearbeitet. Sanft kalt rühren.

Hinweise zur Rezeptur


Wichtig bei der Herstellung dieser W/O-Emulsion ist, dass jede
Portion Wasser (Phase B) und Wirkstoffmischung (Phase C) in
die Emulsion eingebunden ist, bevor die nächste dazugegeben
wird. Die Emulsion wird sanft (!) gerührt; bitte setzen Sie keine
hohen Scherkräfte ein. Hinweise zur Herstellung einer W/O-
Emulsion finden Sie auch in den Rührkursen auf Olionatura1.
Die Aloe-Vera-Basis ergibt ein konzentriertes Aloe-Gel, das
spürbar Feuchtigkeit bindet, daher sind weitere hydratisierende
Substanzen nicht zwingend notwendig.

1 www.olionatura.de/_basics/ruehrkurs_wo.php


Aloe-Creme
Zusatzpflege
Zusatzpflege

40 Cupuaçu Face Melts


Die Cupuaçu Face Melts sind »Gesichtscreme am Stück«:
wie die Silky Body Melts in handliche Formen gegossene
Pflanzenbuttern, mit speziell auf die Bedürfnisse der sensib­
leren Gesichtshaut abgestimmten pflanzlichen Lipiden und
ätherischen Ölen. Sie enthalten keine Kakao­butter und nur eine
geringe Menge an Mimosenwachs, um den Face Melts eine ge­
wisse Festigkeit zu geben. Sie versorgen insbesondere trockene,
schuppige und reife Haut mit wertvollen Phospholipiden,
Allantoin und Vitaminen. Cupuaçu- und Mangobutter wir­
ken ausgesprochen feuchtigkeitsspendend, Sheabutter beru­
higend und regenerierend. Das Öl der Babassupalme hemmt
nachweislich entzündliche Prozesse durch seinen hohen Gehalt
an Myristin- und Laurinsäure, ebenso wie das bereits aus der
ayurvedischen Lehre bekannte Curcuma, das antioxidativ und
wundheilend wirkt und den Melts in geringer (!) Dosierung ei­
nen warmen Gelbton gibt (und dann übrigens nicht abfärbt).
Die Öle von Wildrosen- und Granat­apfelsamen ergänzen das
Fettsäurespektrum mit wertvollen α- und γ-Linolensäuren.
(Gesamtmasse: ca. 120 g)

INCI
Theobroma grandiflorum (Cupuaçu) Butter, Butyrospermum Parkii (Shea)
Butter, Mangifera Indica Seed Oil, Orbignya Oleifera (Babassu) Seed
Oil, Acacia Dealbata (Flower) Cera, Punica Granatum Seed Oil, Rosa
Mosqueta (Rose) Hip Oil, Tocopherol, Hippophae Rhamnoides Fruit Oil,
Curcuma longa

Phase A
 65,0 g Cupuaçubutter
 30,0 g Sheabutter (subsp. paradoxa)
 10,0 g Mangobutter
   5,0 g Babassuöl
   5,0 g Mimosenwachs1

Phase B
   2,0 g Granatapfelsamenöl
   2,0 g Wildrosenöl

1  Alternativ können Sie Sonnenblumen- oder Reiswachs verwenden.

Cupuaçu Face Melts


Zusatzpflege

41

Phase C
 0,2 g Tocopherol
 5 gtt. ätherische Öle (z. B. Curcuma longa, Vetiver, Rose,
Patchouli)

Herstellung
1. Phase A: Alle Lipide im Bechergals auf dem Herd sanft klar
aufschmelzen.
2. Phase B: Öle zu Phase A geben und die Masse sanft rühren,
bis sie gerade in der Konsistenz fester wird.
3. Phase C hinzufügen, gut umrühren.
4. Masse schnell in Formen gießen, 20 Minuten bei Raum­
temperatur fest werden lassen, anschließend eine Stunde ins
Tiefkühlfach legen. Nun lassen sich die Face Melts sehr gut
aus der Form lösen.
5. Eine Woche bei Zimmertemperatur oder leicht gekühlt
nachhärten lassen.

Hinweise zu dieser Rezeptur


Nehmen Sie ein- bis zweimal wöchentlich einen Face Melt und
streichen Sie sanft, ohne Druck, sparsam über die Gesichtshaut.
Klopfen (oder massieren) Sie dann den zarten Film behutsam
ein. Alternative: streichen Sie ein wenig Melt in die warme
Handfläche, lassen Sie die Lipide schmelzen und drücken Sie
die Handfläche sanft auf die Gesichtshaut. Besonders intensiv
ist die Pflege, wenn Sie vorher ein Feuchtigkeitsserum auftrage­n.


Cupuaçu Face Melts
Zusatzpflege

42 Herbal Powder Mask


Das Pflanzenpulver besteht aus einer Maskenbasis aus grüner
Tonerde, Pfeilwurzelpulver, Eibischwurzeln und Sorbit, der dem
Hautzustand entsprechende Kräutermischungen hinzugefügt
werden. Sorbit wirkt feuchtigkeitsbindend und mildert das oft
als unangenehm empfundene Hautgefühl durch die antrock­
nende Tonerde; die pulverisierte Pfeilwurzel ist eine milde und
ausgesprochen feine Pflanzenstärke mit weichmachendem,
glättenden Charakter. Pflanzenschleim aus Eibischwurzeln be­
ruhigt sensible Haut und hüllt sie sanft ein. Konzipieren Sie den
wirksamen Pflanzen-Zusatz nach den Bedürfnissen Ihrer Haut.
(Menge: ca. 40 g)

INCI
Green Illite Clay, Maranta Arundinacea, Sorbite, Althaea officinalis,
Glycyrrhiza glabra, Melissa officinalis, Lavandula angustifolia

Masken-Basis:
 15,0 g grüne Tonerde (oder eine andere farbige Tonerde)
   5,0 g Pfeilwurzelpulver
   2,5 g Eibischwurzeln
   5,0 g Sorbit

Wirkstoff-Zusatz:
 10,0 g Pflanzenpulver, z. B. Süßholz, Melisse, Lavendel

Herstellung
1. Phase A: Eibischwurzeln fein pulverisieren, mehrfach fein
siebe­n. Mit Tonerde und Sorbit homogen mischen.
2. Phase B: Auf den Hautzustand abgestimmte Pflanzenteile
und getrocknete Droge feinst pulverisieren, mehrfach sie­
ben.
3. Phase A und Phase B mischen, trocken aufbewahren.

Hinweise zu dieser Rezeptur


Die oben beschriebene Kräutermischung eignet sich besonders
für gereizte, entzündliche und irritierte Hautzustände. Je nach
Hauttyp sind auch diese Pflanzenmischungen empfehlenwert:
 Für fettende, zu Unreinheiten neigende Haut: Schafgarb­e,
Lavendel, Bartflechte

Herbal Powder Mask


Zusatzpflege

43

 Für trockene Haut: Süßholz, Malvenblüten, Augentrost


 Für reife Haut: Centella, Jiaogulan, Traubensilberkerze
Das Maskenpulver muss trocken und gut verschlossen aufbe­
wahrt werden. Es ist, wenn Sie die Kräuter mehrfach gesiebt
haben, absolut fein und homogen, ohne staubig zu sein. Wun­
dern Sie sich nicht: Eibischwurzeln ergeben auch nach dem Pul­
verisieren in einer Mühle sehr viele holzige Fasern, die nicht
verwendet werden können, sodass die Ausbeute nach dem Aus­
sieben gering ist.

Anwendung
Mischen Sie ca. 2 TL mit einem Infus (Tee) oder Hydrolat zu
einem viskosen Brei und tragen Sie die Maske auf die gereinigte
Haut auf. Lassen Sie Augen- und Mundpartie großzügig frei.
Eibischwurzeln sind Schleimdrogen, die im Wasser quellen und
es in der Paste festhalten.
Nach 10 Minuten wird die Maske mit Wasser befeuchtet und
mit kleinen, kreisenden Bewegungen und viel Wasser als Pee­
ling abgenommen. Tragen Sie anschließend Ihre gewohnte
Pflege auf. Besonders gut wirkt die Maske, wenn Sie vorher ein
5-minütiges Gesichtsdampfbad durchführen (ich verwende
gerne 3 Tropfen ätherisches Lavendelöl).
Bei sehr trockener Haut empfiehlt es sich, das Pflanzenpulver
mit 1 TL Mandelöl (oder einem anderen Öl nach Wahl) anzu­
mischen, da die Tonerde antrocknet und Hautfette absorbiert.
In das Öl können Sie 1 Tropfen ätherisches Öl ergänzen, das die
Wirkrichtung der getroffenen Pflanzenauswahl aufgreift.


Herbal Powder Mask
Zusatzpflege

44

Lavendelblütenpeeling
Das Lavendelblütenpeeling ergänzt wöchentlich die Basis­pflege
der Haut: Tonerde reinigt die Haut sanft und absorbiert Fette,
die pulverisierten Lavendelblüten unterstützen die reinigende
Wirkung der Paste und wirken entzündungshemmend und
beruhigend. Ätherisches Lavendel- und Muskatellersalbeiöl
haben eine sanfte anti­ bakterielle Wirkung; ätherisches
Grapefruitöl wirkt ebenfalls anti­bakteriell, harmoniert jedoch
vor allem geruchlich sehr gut mit Lavendel und gibt dem Pee­
ling eine frische, spritzige Note. (Menge: ca. 50 g)

INCI
Bolus alba, Rosa Damascena Hydrosol, Glycerol, Lavandula angustifolia
Extract, Lavandula angustifolia flos, Lavandula angustifolia, Citrus paradisi,
Lactic acid

Phase A
 20,0 g Kaolin (weiße Tonerde)
 10,0 g Glycerin
 2 gehäufte TL feinst gemahlene, gesiebte Lavendelblüten

Phase B
 15,0 g Rosenhydrolat
   5,0 g Lavendeltinktur (70 Vol.-%)

Lavendelblütenpeeling
Zusatzpflege

45

Phase C
 1 gtt. ätherisches Lavendelöl
 1 gtt. ätherisches Grapefruit- oder Muskatellersalbeiöl
 2 gtt. Milchsäure

Herstellung
1. Phase A mit einem Spatel verrühren.
2. Phase B: Alle Ingredienzien zuammengeben, homogen
verrühren, schluckweise zu Phase A geben, zu einem homo­
genen Gel verarbeiten. Nehmen Sie nur soviel Hydrolat, wie
Sie für eine angenehme Konsistenz benötigen. Das Gel sollte
nicht zu flüssig werden.
3. Phase C hinzufügen, gut einarbeiten.

Hinweise zu dieser Rezeptur


Tragen Sie die Peelingpaste auf die Haut auf, massieren sie
1 Minute mit wenig Wasser sanft und ohne Druck, nehmen Sie
das Peeling mit reichlich Wasser ab und tragen Sie anschließend
ein dem Haut­zustand entsprechendes Pflegepräparat auf.
Das Lavendelblüten-Peeling kann auch als reinigende Maske
aufgetragen und nach 10 Minuten als Peeling abgenommen
werden. Bitte sieben Sie die Blüten sorgfältig, damit sie sehr
sanft reinigen.


Lavendelblütenpeeling
Zusatzpflege

46

Phyto Lip Balm


Mein Ziel war, ein festes, dennoch geschmeidiges Lippen­
kosmetikum in Stiftform zu konzipieren, das nicht wachsig
wirkt, auch rissige Lippenhaut abheilen lässt und lange hält. Das
Ergebnis ist der Phyto Lip Balm, benannt nach seinem gezielt
hohen Anteil an Phytosterolen: zarter Mandelgeruch des nati­
ven Aprikosenkernöls und das Vanille-Mazerat ergeben einen
angenehm duftenden, zartgelben Pflegestift auf Basis nativer
Öle, Wachse und Sheabutter, die ein breites Fettsäurespektrum
und verschiedene Schmelzpunkte abdecken und ein angeneh­
mes Auftragsverhalten schenken. Neben heilendem Panthen­ol
wirken Tocotrienole aus Preiselbeersamenöl, Unverseifbarem
der Avocado und Gamma-Oryzanol (Ferulasäure- und
Phytosterolester aus Reiskeimöl) antioxidativ und mindern den
Einfluss von UV-Licht auf die durch fehlende Pigmentierung
sehr sensible Lippen­haut. Die angegebene Menge reicht, je nach
verwendeter Gießform, für 1 – 2 Pflegestifte.

INCI
Prunus Armeniaca (Apricot) Kernel Oil, Simmondsia Chinensis (Jojoba)
Seed Oil, Vaccinium Macrocarpon (Cranberry) Seed Oil, Butyrospermum
Parkii (Shea) Butter, Euphorbia Cerifera Cera, Copernicia Cerifera Cera,
Persea Gratissima (Avocado) Oil and Persea Gratissima Avocado Oil
Unsaponifiables, Cera flava, Panthenol, Oryzanol

Phyto Lip Balm


Zusatzpflege

47

Phase A
 1,8 g Aprikosenkernöl1
 1,2 g Auszug von Vanilleschoten in Jojobaöl
 0,8 g Preiselbeersamenöl
 0,8 g Sheabutter (subsp. paradoxa)
 0,5 g Avocadin®
 0,5 g Bienenwachs
 0,6 g Candelillawachs
 0,6 g Carnaubawachs
 1 gute Löffelspitze Gamma-Oryzanol (ca. 0,1 g)

Phase B
 1 gtt. Panthenol

Herstellung
1. Phase A: Alle Ingredienzien in einem Becherglas im Wasser­
bad aufschmelzen; Becherglas vom Herd ziehen.
2. Phase B zu Phase A ergänzen, glatt rühren.
3. Masse in eine Lippenstift-Form füllen, im Tiefkühlfach eine
halbe Stunde aushärten lassen.
4. Stift aus der Form nehmen und in eine Drehhülse stecken.

Hinweise zu dieser Rezeptur


Statt Avocadin® können Sie alternativ Lanolin verwenden. Mit
Beeren­- statt Bienenwachs ist eine vegane Variante möglich; al­
lerdings wird der Stift durch den niedrigeren Schmelzpunkt des
Beerenwachses weicher – nehmen Sie statt 0,5 g Bienenwachs
0,3 g Beerenwachs und erhöhen Sie zum Ausgleich den Can­
delillawachs auf 0,8 g. Optional können Sie einen Tropfen
Sanddornfruchtfleischöl ergänzen, er schenkt dem Balm einen
schönen warmen Goldton, wie das Foto zeigt.

1  Bei sehr angegriffenen aufgesprungenen Lippen: Calendula-Mazerat


Phyto Lip Balm
Zusatzpflege

48

Usnea-Pickelpaste
Die Usnea-Pickelpaste ist eine einfache und wirksame Rezeptur
zur lokalen Behandlung von entzündeten Hautunreinheiten.
Zinkoxid wirkt entzündungshemmend und reizlindernd,
Tonerde absorbiert Fett und Feuchtigkeit. Lipodermin unter­
stützt hervorragend die Behandlung unreiner Hautpartien,
da Phosphatidylcholin im Stratum corneum zu Linolsäur­ e
gespalten wird und den Talgabfluss erleichtert. Die in der
Bartflechten-­Tinktur enthaltene Usninsäure hat sich in Studien
als sehr effektiv in der Behandlung unreiner Haut erwie­sen, da
sie gegen spezielle akneauslösende Keime wirkt1.
Manukaöl ist ein ausgesprochen wirksam­es ätherisches Öl mit
antibakterieller und anti­mykotischer Wirkung (achten Sie auf
ein frisches Öl aus seriöser Quelle). Calophyllumöl unterstützt
Heilungsprozesse vor allem bei ei­ trigen Hautzuständen, es
mindert die austrocknende Wirkung. Bitte tupfen Sie die Paste
dennoch nur loka­l auf Hautunreinheiten und nicht flächig auf,
da sie austrocknend wirkt. (Menge: ca. 10 g)

INCI
Zinc Oxide, Bolus Alba, Usnea Barbata Extract, Calophyllum inophyllum
(Tamanu Oil), Aqua, Lecithin, Alcohol, Leptospermum scoparium

Phase A
 1 TL Zinkoxid
 1 TL Bolus alba (Kaolin, weiße Tonerde)

1  Weckesser, Steffi: Testung der antibakteriellen und antimykotischen Akti­


vität ausgewählter Pflanzenextrakte gegenüber dermatologisch relevanten
Keimen. Dissertation, Freiburg i. Br., 2004

Usnea-Pickelpaste
Zusatzpflege

49

Phase B
 Lipodermin (in der Menge soviel, bis Sie eine homogene
Paste erhalten
 Bartflechten-Tinktur, 70 Vol.-%
 1 gtt. Bartflechten-Extrakt1 CO2

Phase C
 1 – 2 gtt. ätherisches Manukaöl
 1 – 2 gtt. fettes Calophyllumöl


Herstellung
1. Phase A mit einem Spatel gut verrühren.
2. Phase A mit Phase B zu einer geschmeidigen Paste anrühren.
3. Phase C hinzufügen, homogen aufrühren.

Hinweise zu dieser Rezeptur


Falls Sie keinen CO2-Bartflechtenextrakt verfügbar haben, kön­
nen Sie einen alkoholisch-wässrigen Auszug einfach selbst her­
stellen. Sie erhalten getrocknete Bartflechte (Usnea Barbata) im
Fachhandel, beispielsweise bei Kräuterparadies Lindig2.
Ich habe zunächst Kieselsäure statt Bolus Alba verwendet, emp­
fand die Paste jedoch als stark austrocknend (was durchaus er­
wünscht sein kann). Bolus Alba wirkt etwas sanfter, haftet aller­
dings auch stark auf der Haut. Es ist durchaus möglich, sie mit
Eisenoxyden hautfarben anzumischen.
Halten Sie das Döschen gut verschlossen, da die Paste ansonsten
eintrocknet. Sollte dies geschehen sein, bitte mit etwas Tinktur
oder Lipodermin geschmeidig rühren.

1 www.aroma-zone.com
2 http://www.phytofit.de/Einzelkraeuter/Bartflechte.html


Usnea-Pickelpaste
Körperreinigung

Körperreinigung

52

Badepralinés »Cappuccino Kiss«


Badepralinés schmelzen im warmen Wasser und verwandeln es
in eine seidige Emulsion. Wenn Sie nach entspannendem Bad
aus der Wanne steigen, bleibt ein hauchzarter, duftender Film
auf der Haut, der sie mit wertvollen Fettsäuren der verwende­
ten Öle und Pflanzenbuttern pflegt; ein Eincremen ist nicht
notwendig. Eine bis zwei Badepralinen reichen für ein Vollbad.
Vor dem Abtrocknen sollten Sie sich eventuell kurz abbrausen,
damit mögliche Kakaospuren im Badewasser bleiben. Dieses
Rezept ist beliebig variierbar und enthält (bis auf Duftöle, falls
Sie sie verwenden) nur natürliche Zutaten.
Die Mengenangabe reicht für ca. 9–10 der oben abgebildeten
Schiffchen (jeweils ca. 11–12 g).

INCI
Theobroma Cacao (Cocoa) Seed Butter, Butyrospermum Parkii (Shea)
Butter, Prunus Amygdalus Dulcis (Sweet Almond) Oil, Polyglyceryl-3
Palmitate, Theobroma Cacao, Parfum

Ingredienzien
Bei den gezeigten Badepralinen ist ein Drittel der Grundmass­e
mit dunkler Kakaobutter gerührt worden (alternativ Kakao­
pulver natur, nicht entölt). Natürlich lassen sich aus der Menge
beliebige Pralinés herstellen. Die Angaben der »Basis­rezeptur:
Gesamtmasse« gelten für beliebige Varianten, die Angaben
»Helle Masse« und »Dunkle Masse« beziehen sich auf die abge­
bildeten Pralinés Cappuccino Kiss:

Badepralinés »Cappuccino Kiss«


Körperreinigung

53

Basisrezeptur: Gesamtmasse
 72,0 g Kakaobutter, raffiniert oder natur (60 %)
 24,0 g Sheabutter, raffiniert (20 %)
 12,0 g Dermofeel® PP (10 %)
 12,0 g Mandelöl (10 %)
 ca. 24 gtt. ätherische Öle (ca. 2 gtt. pro 10 g Masse)

Cappuccino Kiss: Helle Masse


 48,0 g Kakaobutter, hell
 16,0 g Sheabutter
   8,0 g Mandelöl
   8,0 g Dermofeel® PP

Cappuccino Kiss: Dunkle Masse


 24,0 g Kakaobutter, dunkel
   8,0 g Sheabutter
   4,0 g Mandelöl
   4,0 g Dermofeel® PP
  (alternativ: 2 TL Kakaopulver natur)

Herstellung
1. Kakaobutter, Sheabutter, Öl und Dermofeel® PP beider
Massen im Ofen (bei knapp 60 °C) oder im Wasserbad sanft
klar aufschmelzen.
2. Die Masse in zwei Bechergläser aufteilen. Die dunkle Mass­e
mit Kakaopulver schokoladig färben und sanft, aber gut
verühren, um Bläschenbildung zu vermeiden. Mit Duftöl
oder ätherischen Ölen beduften.
3. Die helle Masse zu zwei Dritteln in die Silikonform fül­
len und einige Minuten leicht härten lassen, dann mit der
dunklen Masse auffüllen. Nach ca. 15 Minuten die Kaffee­
bohne in die Masse drücken.
4. Gut aushärten lassen, am besten über Nacht in einem kalten
Raum oder im Kühlschrank, dann erst herausnehmen.


Badepralinés »Cappuccino Kiss«
Körperreinigung

54

Duschgel »Blue Mint«


Dieses milde, klare Duschgel reinigt sanft und erfrischt mit min­
zig-fruchtigen Duft und anregendem Menthol. Rückfettende
pflanzliche Fettsäuren wirken in Kombination mit Glycerin
aus der Tensidmischung, Panthenol und Steinsalz einer Aus­
trocknung der Haut entgegen. Das Gel weist einen leicht sauren
pH-Wert um 5 – 5,5 auf und schont den Säureschutzmantel der
Haut. (100 g Produkt, Anteil waschaktiver Substanzen: 12 %)

INCI
Aqua, Decyl Glucoside, Coco Glucoside, Glycerol, Prunus Amygdalus
Dulcis (Sweet Almond) Oil, Lecithin, Xanthan Gum, Maris Sal, Menthol,
Benzyl Alcohol, Benzoic acid, Sorbic acid, Alkohol, Lactic Acid, Parfum

Phase A
 40,0 g Plantapon® SF
   3,0 g Lamesoft® PO 65  0,5 g Stein- oder Meersalz

Phase B
 54,5 g Wasser oder Hydrolat
 0,5 g Panthenol
 1,0 g Steinsalz

Phase C
   0,5 g Menthol, in etwas Alkohol gelöst

Duschgel »Blue Mint«


Körperreinigung

55
Phase D
 Milchsäure (q. s.)
 0,5 g Rokonsal™ BSB-N
 ca. 10 – 20 gtt. ätherische Öle (zu Menthol passen aus­
gezeichnet frische Zitrusdüfte, abgerundet mit holzigen
Noten (Vetiver, Sandelholz, Rosenholz) oder Blüten (z. B.
Lavendel).
 2 – 3 Spritzer blaue Lebensmittelfarbe

Herstellung
1. Phase A: Alle Komponenten sanft homogen rühren.
2. Phase B: Panthenol und Salz im Wasser/Hydrolat auflösen.
Phase B unter Rühren nach und nach zu Phase A geben und
sanft zu einem homogenen Gel rühren.
3. Phase C hinzufügen und sanft einarbeiten.
4. Phase D: Mit Rokonsal™ BSB-N konservieren, den pH-
Wert mit Milchsäure auf pH 5 regulieren und das Duschgel
nach Wunsch beduften und färben. Konsistenz erhählt das
Duschgel erst nach Korrektur des pH-Werts in den sauren
Bereich.

Hinweise zu dieser Rezeptur


Die Tensidmenge und die damit verbundene Konzentration an
waschaktiven Substanzen (WAS) ist bewusst gering gewählt;
Duschgele weisen in der Regel um die 15 % WAS-Anteile auf.
Dies macht die Rezeptur sehr mild und hautfreundlich, erzeugt
jedoch nur einen leichten Schaum. Sie können Tenside auch in
höherer Konzentration einsetzen. Der Tensid-Rechner auf Oli­
onatura1 hilft Ihnen, Ihre persönliche Variante zu finden.
Menthol hat einen deutlich kühlenden Effekt; Sie werden beim
Duschen die erfrischenden ätherischen Öle einatmen. Bitte ver­
wenden Sie das Duschgel nicht für die Gesichtsreinigung, da
die ätherischen Öle die Augen reizen könnten. Auch »delikate«
Körperstellen sollten Sie nicht in die Körperreinigung einbe­
ziehen.

1 www.olionatura.de/_rezepte/tensidrechner.php


Duschgel »Blue Mint«
Körperpflege
Körperpflege

58

O/W Körpermilch »Odaliske«


Der Name dieser Körpermilch ist durch ein Bild des Malers
Jean Auguste Dominique Ingres inspiriert, Die große Odaliske,
das eine euopäpisch anmutende Frau in einem orientalischen
Ambiente zeigt. Die Duftmischung aus warmer Vanille, samti­
ger Tonkabohne und exotischen Blütendüften wie Ylang-Ylang,
Jasmin und süßfruchtiger Mandarine ist diesem Szenario ange­
passt. Die Körpermilch ist leicht und ausgesprochen geschmei­
dig aufzutragen. Die Emulsion enthält 25 % Fettphase und 5 %
Emulgator. (Menge: 100 g)

INCI
Rosa Damascena (Rose) Hydrosol, Prunus Amygdalus Dulcis (Sweet
Almond) Oil, Cocos Nucifera (Coconut) Oil, Glyceryl Stearate, Mangifera
Indica Seed Oil, Glycerol, Simmondsia Chinensis (Jojoba) Seed Oil,
Oenothera Biennis (Evening Primrose) Oil, Rosa mosqueta (Rose) Hip Oil,
Hydrogenated Lecithin, Panthenol, Parfum, Benzyl Alcohol, Benzoic acid,
Sorbic acid, Xanthan Gum, Lactic Acid

Phase A
   7,0 g Mandelöl
 6,0 g Kokosöl
 2.0 g Jojobaöl
 3,0 g Mangobutter
 4,0 g Glycerinstearat SE
 1,0 g Phospholipon® 80 H

Phase B
 70,0 g Rosenhydrolat
   3,0 g Glycerin

Phase C
  1,0 g Wildrosenöl
  1,0 g Nachtkerzenöl
  0,8 g Panthenol
  0,2 g Xanthan

Körpermilch »Odaliske«
Körperpflege

59

Phase D
 1,0 g Rokonsal™ BSB-N
 Milchsäure (80 %), q. s.
 12 gtt. ätherische Öle: 3 gtt. Vanille, 1 gtt. Tonkabohne,
1 gtt. Sandelholz, 2 gtt. Ylang-Ylang, 3 gtt. Jasmin, 2 gtt.
Mandarine rot

Herstellung
1. Phase A: Alle Ingredienzien bei 75 °C klar aufschmelzen.
2. Phase B: Wasser auf 75 °C erhitzen, Glycerin darin auflösen,
bei laufendem Rührer zu Phase A geben, 1–4 Minuten hoch­
tourig dispergieren, anschließend sanft handwarm rühren.
3. Phase C: Xanthan in den Ölen und Panthenol dispergieren,
zu Phase A/B geben, sanft kalt rühren.
4. Phase D: Emulsion mit Rokonsal™ BSB-N konservieren,
pH-Wert kontrollieren und ggf. mit Milchsäure auf pH
5–5,4 einstellen. Nach Wunsch beduften.

Hinweise zu dieser Rezeptur


Alternativ zu diesem Emulgator können Sie Montanov™ 68
(diesen Emulgator bitte 5%ig dosieren) oder 3 % Emulsan bzw.
TEGO® Care PSC-3 verwenden. Tipp: Besonders duftend wird
diese Körpermilch, wenn sie Öle verwenden, in denen 2 Wo­
chen lang Vanilleschoten mazeriert wurden.


Körpermilch »Odaliske«
Körperpflege

60

O/W Mandel-Rosen-Butter
Diese zartgelbe, reichhaltige Körpercreme ist ein Traum: sie
lässt sich wunderbar auftragen und verwöhnt trockene Haut
mit einem zarten Duft nach Mandeln und Rosen (wenn Sie
native Buttern verwenden, werden diese den Duft olfaktorisch
stärker dominieren). Die ausgewählten Öle und Buttern bie­
ten ein breites Spektrum an schützenden und regenerierenden
Fettsäuren sowie Vitamin E, Vitamin A und Phyto­sterole. Urea
und Glycerin bewahren Feuchtigkeit in der Haut, Panthenol
wirkt beruhigend und reizlindernd. Obwohl diese Creme sehr
reichhaltig ist, zieht sie schnell ein und hinterlässt ein seidiges,
glattes Hautgefühl. Sie basiert auf 38 % Fettphase und beinhal­
tet 5 % Emulgator. (Menge: ca. 100 g)

INCI
Aqua, Prunus Amygdalus Dulcis (Sweet Almond) Oil, Rosa Damascena
Hydrosol, Squalane, Cetearyl Alcohol (and) Cetearyl Glucoside, Orbignya
Oleifera (Babassu) Seed Oil, Glycerol, Butyrospermum Parkii (Shea) But-
ter, Theobroma Cacao (Cocoa) Seed Butter, Rosa mosqueta (Rose) Hip
Oil, Simmondsia Chinensis (Jojoba) Seed Oil, Panthenol, Benzyl Alcohol,
Benzoic acid, Sorbic acid, Lactic Acid, Dipteryx odorata, Rosa Damascena,
Citrus Paradisi

Phase A
 13,0 g Mandelöl
   5,0 g Squalan
   4,0 g Babassuöl
   2,0 g Jojobaöl
   3,0 g Sheabutter
   3,0 g Kakaobutter
   5,0 g Montanov™ 68

Mandel-Rosen-Butter
Körperpflege

61

Phase B
 45,0 g Wasser
 10,0 g Rosenhydrolat

Phase C
 3,7 g Glycerin
 0,3 g Xanthan

Phase D
  3,0 g Wildrosenöl
  2,0 g Panthenol

Phase E
 1,0 g Rokonsal™ BSB-N
 Milchsäure (80 %), q. s.
 ätherische Öle: 3 gtt. Grapefruit, 4 gtt. Tonka, 3 gtt. Rose

Herstellung
1. Phase A: Alle Ingredienzien bei 75 °C auf­schmelzen, Becher­
glas vom Herd nehmen.
2. Phase B: Wasser auf 75 °C erhitzen und unter Rühren
schluckweise zu Phase B geben; 1 – 4 Minuten hochtourig
emulgieren. Hydrolat ergänzen, kurz hochtourig einarbei­
ten, Emulsion sanft handwarm rühren.
3. Phase C: Xanthan im Glycerin verrühren, zu Phase A/B ge­
ben und Emulsion kalt rühren.
4. Phase D: Wildrosenöl und Panthenol zu Phase A/B/C hin­
zufügen und gut einarbeiten.
5. Phase E: Emulsion mit Rokonsal™ BSB-N konservieren,
den pH-Wert kontrollieren und ggf. auf pH 5 – 5,4 einstellen,
auf Wunsch beduften und sanft kalt rühren.


Mandel-Rosen-Butter
Körperpflege

62

Silky Body Melts


Body Melts entsprechen einer festen Körpercreme oder -­butte­r
»am Stück« – kleine, in handliche Formen gegossene oder ge­
schnittene Stücke aus wertvollen Ölen und pflanzlichen But­
tern. Manche bezeichnen sie auch als Massage Bars, da man sie
gut für eine Massage verwenden kann. Beim Auftrag auf die
Haut schmelzen sie durch die Körperwärme und hinterlassen
einen zarten, rückfettenden Film. Sehr angenehm ist es, die
noch feuchte Haut in der Dusche nach der Körperreinigung
mit einem Body Melt einzureiben und die daraus entstehende
Emulsion einzucremen. Anschließend können Sie noch einmal
kurz mit Wasser über die Haut brausen. Vor allem im Winter
profitieren spröde Hautpartien von dieser Extraportion Pflege.
Die angebene Menge von 230 g reicht in der Regel für eine Form,
z. B. die Milky Way-Form »Buttons« (»Knöpfe«), und ergibt bei
der angegebenen Form 5 Body Melts à 46 g1. Ein Melt verwöhnt
Sie bei täglicher Anwendung für etwa zwei Wochen.

INCI
Theobroma Cacao (Cocoa) Seed Butter, Butyrospermum Parkii (Shea)
Butter, Mangifera Indica Seed Oil, Cera alba, Macadamia Ternifolia Seed Oil,
Cocos Nucifera (Coconut) Oil

1  Die Abbildung zeigt einen Body Melt aus dieser Form, erhältlich u. a. bei
der Manske GmbH (www.gisellamanske.com)

Silky Body Melts


Körperpflege

Phase A 63
 10,0 g Bienenwachs

Phase B
 100,0 g Kakaobutter
   85,0 g Sheabutter (subsp. paradoxa)
   25,0 g Mangobutter
 5,0 g Macadamia-, Mandel- oder Jojobaöl
 5,0 g Kokosöl

Phase C
 auf Wunsch zum Einfärben: Sanddornfruchtfleischöl
 0,5 g Tocopherol
 ätherische Öle1 (ca. 2 gtt. auf 10 g Grundmasse)

Herstellung
1. Phase A: Bienenwachs in einem Becherglas auf dem Herd
klar aufschmelzen.
2. Phase B: Buttern und Öle im Becherglas auf dem Herd bei
ca. 50 °C schmelzen.
3. Phase B zu A geben, umrühren, kontrolliert zusammen auf
dem Herd aufschmelzen lassen, bis die gesamte Masse ho­
mogen ist (das klappt immer, kann aber einige Zeit dauern).
Kontinuierlich rühren, bis die Masse kaum merklich in der
Konsistenz anzieht.
4. Phase C hinzufügen, gut umrühren.
5. Masse schnell in Formen gießen, 20 – 30 Minuten bei Raum­
temperatur fest werden lassen, anschließend eine halbe
Stunde ins Tiefkühlfach lege­n. Nun lassen sich die Body
Melts sehr gut aus der Form lösen. Eine Woche bei Zimmer­
temperatur oder leicht gekühlt nachhärten lassen.

Hinweise zu dieser Rezeptur


Ich habe verschiedene Mischungsverhältnisse getestet; die
Rezeptur dieser Body Melts ist durch den geringen Anteil
Bienenwachs, der den Zusatz pflegender Öle erlaubt, und die
Kakaobutter angenehm kompakt. Sie lassen sich ausgezeichnet
im Badezimmer aufbewahren und zerfließen nicht sofort. Da­

1  Vanille, Ylang-Ylang, Jasmin, Rosengeranie, Palma Rosa, Lavendel, Sandel­


holz, Rosenholz, Tonkabohne, Benzoe

Silky Body Melts


Körperpflege

64 raus resultiert, dass Sie sie einen Augen­blick auf der Haut hal­
ten müssen, bis sie schmelzen. Im Gegensatz zu Rezepturen mit
hohe­m Bienenwachsanteil hinterlassen sie ein sehr softes, wei­
ches Gefühl auf der Haut, das in keiner Weise wachsig oder un­
angenehm filmbildend ist. Die Komposition aus Lipiden unter­
schiedlicher Schmelzpunkte ergibt ein besonders angenehmes
Auftrags- und Pflegeverhalten, das denen reiner Butter-Rezep­
turen kosmetisch und haptisch überlegen ist. Wichtig: Lassen
Sie die Bodys Melts einige Tage härten, bevor Sie sie verwenden;
die Kakaobutter braucht diese Zeit, um vollständig auszuhärten
und ihre ursprünglichen, stabilen kristalline Strukturen auszu­
bilden.
Die Entscheidung, ob sie raffinierte oder unraffinierte Buttern
verwenden, ist hier eine Frage des Geruchs und der Farbe: un­
raffinierte Butter weist einen deutlichen Eigengeruch auf und
ist nie reinweiß. Im Hinblick auf pflegende Eigenschaften sind
die unraffinierten Varianten zweifellos wertvoller.
Es ist auch möglich, die Body Melts mit Lebensmittelfarbe ein­
zu­färben, auch wenn es umständlich ist. Dazu verrühren Sie ein
bis zwei Spritzer der Farbe gut mit Lysolecithin und geben diese
emulgierte Mischung in eine der beiden Phasen. Gut färben Ka­
rotin- oder (teurer) Sanddornfruchtfleischöl. Die Melts sehen
jedoch auch natur­weiß sehr schön aus, vor allem, wenn man
sie zart mit einem Perlglanzpigment sanft silbern oder golden
schimmern lässt (dazu ein wenig Pigment mit einem breiten
Pinsel auf die Melts stäuben, siehe Fotografie). Als Geschenk
wirken sie so besonders edel.
Duft und Farbe lassen sich variieren und zu wunderschönen
Special Melts zusammenstellen; Ihrer Phantasie sind keine
Grenzen gesetzt.
Sehr schön ist die Verwendung von duftenden Mazeraten wie
Vanille-Mazerat (zwei Stangen Vanille kbA kleinschneiden und
zwei Wochen in einem stabilen Öl ausziehen; ich verwende
gern­e Jojobaöl oder Kokosöl).


Silky Body Melts
Körperpflege

65

Body-Peeling »Mediterana«
Diese Rezeptur ergibt ein orangefarbenes, fruchtig-minzig
duftendes Salzpeeling, das durch den Mentholzusatz erfrischt
und die Durchblutung anregt. Die Öle sind bewusst gewählt:
Jojobaöl ist ein mildes, Feuchtigkeit bewahrendes Öl mit gerin­
gem Eigengeruch und stabilisiert die Rezeptur durch sein­e lange
Haltbarkeit, Macadamianussöl wirkt glättend und rück­fettend.
Sein dezent nussiger Duft harmoniert zudem gut mit dem äthe­
rischen Orangenöl. Es ist ein sehr einfaches, kein ungewöhn­
liches, aber schönes (und durch die Ingredienzien kostbares)
Rezept, das schnell gelingt und in einem dekorativen Glastiegel
ausgezeichnet als Geschenk geeignet ist. (Menge: ca. 200 g)

INCI
Maris Sal, Simmondsia Chinensis (Jojoba) Seed Oil, Macadamia Ternifolia
Seed Oil, Hippophae Rhamnoides (Seabuckthorn Fruit) Oil, Alcohol, Men-
thol, Citrus sinensis, Citrus reticulata, Menta viridis

Phase A
 30,0 g Jojobaöl
 15,0 g Macadamianussöl
 20 gtt. Sanddornfruchtfleischöl
 16 gtt. ätherisches Orangenöl
   6 gtt. ätherisches Mandarinenöl
   8 gtt. ätherisches Minzöl

Body-Peeling »Mediterana«
Körperpflege

66 Phase B
 0,5 g Menthol
 1,0 g Alkohol (mindestens 70 Vol.- %)

Phase C
 150,0 g Steinsalzkristalle (fein)

Herstellung
1. Phase A gut mit einem Spatel verrühren.
2. Phase B: Mentholkristalle in den Alkohol geben und lösen
(rühren oder schütteln).
3. Phase A in C geben, homogen mit einem Spatel verrühren.
4. Phase B zu A/C hinzufügen, gut einarbeiten.

Hinweise zu dieser Rezeptur


Auf die Körperhaut auftragen, ca. 2 – 3 Minuten sanft einmas­
sieren und in der Dusche oder Badewanne abspülen. Ein Ein­
cremen ist nicht mehr notwendig.
Diese Body Peeling Creme ist durch einen Besuch im Medi­
terana1 in Bergisch Gladbach inspiriert. Dort gibt es u. a.
ein türkisches Hammam und die Möglichkeit, verschieden­e
Wellness-Behandlungen zu buchen, darunter auch Peeling­s mit
Rhassoul, Salz und Kräutern. Ich habe diese Peelingcreme mei­
ner Freundin Nicky gewidmet, der ich wunder­schöne, entspan­
nende Tage im Mediterana verdanke, damit wir auch zuhause
ein Wellness-Feeling genießen können.
Um die Durchblutung zu fördern, können Sie statt ätherischem
Orangenöl eine Mischung aus Zedernholz, Zypresse, Weiß­
tanne und Wacholder verwenden, die dem Peeling einen sehr
würzig-herben Duft verleiht.
Das Peeling ist unkonserviert, hält jedoch durch den Salzzusatz
und die fehlende Wasserphase gut verschlossen durchaus 3 Mo­
nate. Achten Sie bei der Verwendung darauf, dass kein Wasser in
das Produkt gelangt, um es vor Verkeimung zu schützen.

1 www.mediterana.de


Body-Peeling »Mediterana«
Körperpflege

67

Körperpuder »Silk Rose«


Der wunderbar zart nach Rosen duftende Körperpuder ab­
sorbiert Schweiß und Hautfett und schenkt ein anhaltendes
Frischegefühl. Der enthaltene Harnstoff bindet zuverlässig
Feuchtigkeit und mindert Juckreiz, feinst pulverisierte Seid­e
optimiert das weiche und geschmeidige Auftragsverhalten.
(Menge: ca. 20 g)

INCI
Bolus Alba, Maranta Arundinacea, Serica, Magnesium Stearate, Zinc Oxide,
Urea, Simmondsia Chinensis (Jojoba) Seed Oil, Rosa Damascena

Phase A
  1,0 g Harnstoff (Urea)

Phase B
 10,0 g Bolus alba (Kaolin, weiße Tonerde)
   3,0 g Pfeilwurzelstärke
   2,0 g Seidenpuder superfein
   2,0 g Magnesiumstearat
   1,0 g Zinkoxid

Phase C
 10 gtt. Jojobaöl (ca. 1 gtt. pro 1 g Puder)
   4 gtt. ätherisches Rosenöl (ca. 1 gtt. pro 5 g Puder)

Körperpuder »Silk Rose«


Körperpflege

68

Herstellung
1. Phase A: Harnstoff mit dem Pistill in einem Mörser staub­
fein zerreiben.
2. Phase B zusammen geben, gut mischen.
3. Phase A zu Phase B geben, gut miteinander mischen.
4. Phase C: Jojobaöl und ätherisches Rosenöl zu Phase A/B er­­
gänzen, mit Puder bestäuben, mit dem Pistill sorgfältig in
die Puder­grundlage einarbeiten (mit sanft drehenden Bewe­
gungen reiben).
5. Den gesamten Puder mit dem Pistill oder einer Löffelunter­
seite durch ein feines Sieb direkt in eine Glasdose streichen,
das ergibt einen feinen, fluffigen und zart nach Rosen duf­
tenden Puder.

Hinweise zu dieser Rezeptur


Halten Sie die Glasdose immer gut verschlossen, damit der
Rosen­duft sich nicht verflüchtigt. Den Anteil an Kaolin kön­
nen Sie verringern und z. B. den von Seidenpuder erhöhen.
Sehr gerne wird Veilchen­wurzelpulver (Iriswurzelpulver)
in Körperpudern verwendet; es dient u. a. als Fixateur für
ätherische Öle. Es kann anteilig Kaolin oder Pfeilwurzelstärke
(1 Teil) ersetzen. Der Einsatz von Harnstoff ist durch einen
Fachartikel von Dr. Lautenschläger inspiriert, der die kosmeti­
schen Funktionen von Urea in Pudern beschreibt1.
Die einzelnen Bestandteile des Puders erfüllen jeweils be­
stimmte Funktionen. Fast alle lassen sich auch mit vergleich­
baren Ingredienzien austauschen. Im Folgenden habe ich die
Inhaltsstoffe kurz skizziert und Alternativen, da wo ich sie sehe,
ergänzt:

1  Dr. Hans Lautenschläger: Universelle talkumfreie Pudergrundlage mit


Harnstoff. In: Kosmetische Medizin 2006 (2), 68 – 70

Körperpuder »Silk Rose«


Körperpflege

69

 Bolus Alba (Kaolin, weiße Tonerde): mit starker Absorb­


tions­fähigkeit; bindet den Schweiß, ist reizfrei und
schenkt ein weiches Hautgefühl. Alternative: Rügener
Heilkreide.
 Pfeilwurzelstärke: milde, pflanzliche Stärke, nimmt Fett
und Feuchtigkeit auf, trocknet nicht aus, gibt eine et­
was geschmei­ digere, feuchtere Konsistenz, da Stärke­n
selbst geringfügig Wasser enthalten. Alternative: ande­
re Pflanzenstärken, z. B. Tapioka- oder Reispuder, Iris­
wurzel­pulver (1 Teil von 3 Teilen).
 Magnesiumstearat: leicht fettig anfühlendes Pulver, ver­
bessert die Haftfähigkeit eines Puders, gilt als reizfrei.
Alter­native: keine.
 Harnstoff (Urea): staubfein zermahlen, wirkt antibak­
teriell (wichtig wegen der enthaltenen pflanzlichen
Stärken, die mikro­biell anfällig sind), juckreizstillend,
feuchtigkeitsbindend, deso­ dorierend, wirkt der Aus­
trocknung entgegen. Alternative: keine.
 Seidenpuder superfein: feuchtigkeitsbindend, pflegend.
Alternative: keine.
 Zinkoxid: feines, weißes Pulver, wirkt antibakteriell,
entzündungs­hemmend, desodorierend. Hat selbst eine
schlechte Haftung. Alternative: keine.
 Jojobaöl: duftneutrales, oxidationsstabiles Lipid, pfle­
gend, ver­hindert Austrocknung. Alternative: Meadow­
foamöl, Marulaöl.
 Ätherisches Rosenöl: kann auf Wunsch durch preiswertere
rosenartig duftende Öle ersetzt werden. Eine angenehm
duftende Mischung erhalten Sie z. B. mit den ätherischen
Ölen Palma Rosa und Rosengeranie.


Körperpuder »Silk Rose«
Körperpflege

70

Aroma-Körperspray
Nicht nur im Sommer ist dieses Körperspray eine wundervoll
leichte und duftende Pflegealternative zu Lotionen. Es ist er­
staunlich, wie weich und seidig sich Ihre Haut anfühlt, wenn
sie diesen Hauch von Öl und Duft aufsprühen. Hydratisierende
Substanzen halten die Feuchtigkeit in der Haut. Konserviert ist
das Körperspray mit dem Akohol; weitere Konservierungsstoffe
sind nicht notwendig. (Menge: ca. 100 ml für eine Sprühflasche)

INCI
Hydrosol, Alcohol, Polyglyceryl-10 Laurate, Glycerol, Sodium PCA, Betaine,
Essential Oil

Phase A
 1,0 g natives Pflanzenöl nach Wunsch
 0,8 g ätherische Ölmischung
 5,0 g Dermofeel® G 10 LW

Phase B
 68,0 g Hydrolat nach Wunsch
 18,0 g Weingeist (95 Vol.-%)
  2,0 g Sodium PCA
  3,0 g Glycerin
  2,0 g Betaine (TEGO® Natural Betaine)

Herstellung
1. Phase A: Vermischen Sie fettes und ätherisches Öl mit dem
Solubilisator, bis sie eine milchige Flüssigkeit ergeben.
2. Phase B: Geben Sie alle Komponenten zusammen und mi­
schen Sie sie, bis das Betaine aufgelöst ist. Geben Sie dann
unter Rühren Phase B zu Phase A und dispergieren Sie sie
zu einer annähernd klaren Lösung.


Aroma-Körperspray
Körperpflege

Aroma-Roll-on
Dieses duftende fluide Gel auf Basis von Hydrolaten und äthe­
71
rischen Ölen ist optimal in einer Roll-on-Flasche aufgehoben.
Ein naturkosmetik-konformer, pflanzlicher und PEG-freier
Solubilisator ermöglicht die Feinstdispergierung ätherischer
Öle. Tragen Sie den Roll-on auf Wunsch auf Handgelenke oder
Schläfen auf. (Menge: ca. 50 ml, für 5 Roll-on)

INCI
Hydrosol, Alcohol, Polyglyceryl-10 Laurate, Essential Oil, Xanthan Gum

Phase A
 10,0 g Alkohol (95 Vol.-%)
 0,2 g Xanthan transparent

Phase B
 37,5 g Hydrolat

Phase C
 0,4 g ätherische Ölmischung
 2,0 g Dermofeel® G 10 LW

Herstellung
1. Phase A: Dispergieren Sie den Gelbildner in Alkohol,
2. Phase B: Geben Sie unter Rühren das Hydrolat zu Phase A
und erzeugen Sie ein ultraleichtes Gel.
3. Phase C: Vermischen Sie die ätherischen Öle mit dem Solu­
bilisator, bis beide eine milchige Flüssigkeit ergeben. Geben
Sie dann unter Rühren Phase A/B zu Phase C und dispergie­
ren Sie sie zu einem leichten Gel.

Hinweis zu dieser Rezeptur


Aus hautpsysiologischen Gründen habe ich Dermofeel® G 10
LW in beiden Rezepturen nur mit 4 – 5 % auf gesamt dosiert.
Völlig klare Lösungen würd­en deutlich höhere Mengen an
Solubilisator erfordern. Meiner Ansicht nach ist es sinnvoller,
hautfreundliche Einsatzkonzentrationen im Blick zu haben
und dafür eine gewisse leichte »Milchigkeit« in Kauf zu neh­
men. Alkohol fördert die Solubilisierung und damit die Trans­
parenz der Endprodukte.


Aroma-Roll-on
Haarpflege
Haarpflege

74 Lecithin-Shampoo
Diese einfach konzipierte Basis-Formulierung nutzt die pfle­
genden Eigenschaften des Lecithins, das bei saurem pH-Wert
kationisch wirkt und sich an das Haarkeratin bindet: Die positiv
geladenen Ionen des Lecithins mindern die bei trockenen Haa­
ren im Überschuss vorhandenen negativen Elektronen, wirken
glättend und verringern die elektrostatische Aufladung, die zu
»fliegenden Haaren« führt. Das Shampoo besteht im Wesent­
lichen aus Wasser, Tensid, Öl und Lysolecithin, die Konsistenz
wird mit Xanthan reguliert, der pH-Wert mit Milchsäure ein­
gestellt. Brokkolisamenöl mindert die entfettende Wirkung des
Tensids und gibt dem Haar Geschmeidigkeit und Glanz. Gly­
cerin und Meersalz mindern die austrocknende und irritative
Wirkung von Tensiden bei sensibler und trockener Kopfhaut.
(100 ml Shampoo, 12 % waschaktive Substanzen)

INCI
Aqua, Cocos Glucoside, Glycerol, Brassica Oleracea Seed Oil, Lecithin,
Maris Sal, Xanthan, Benzyl Alcohol, Benzoic acid, Sorbic acid, Lactic acid

Phase A
   1,0 – 3,0 g Brokkolisamenöl
   1,0 – 3,0 g Lysolecithin
 22,0 g Kokosglucosid

Phase B
 65,0 g Wasser
   0,8 g Xanthan
   5,0 g Glycerin (alternativ Sorbitpulver)
   1,0 g Stein- oder Meersalz1

Phase C
 5 gtt. Rokonsal™ BSB-N
 Milchsäure (80 %), q. s.
 5 gtt. ätherische Öle (z. B. Grapefruit, Litsea, Blutorang­e)

1  Den Tipp, Steinsalz ins Shampoo zu geben, gab mir Katharina aus der
Rührküche. Vorsicht, mehr als 1 % Salz kann dem Haar einen harten Griff
geben (Sie werden dies aus dem Urlaub kennen, wenn man aus dem Meer
kommt und die Haare trocknen lässt).

Lecithin-Shampoo
Haarpflege

75

Herstellung
1. Phase A: Alle Ingredienzien homogen mischen.
2. Phase B: Wasser aufkochen, Steinsalz darin auf­lösen, abküh­
len lassen. Xanthan in Glycerin dispergieren, unter kräfti­
gem Rühren Wasser hinzufügen und alles zu einem homo­
genen Gel rühren.
3. Phase B zu Phase A geben, in 10 Minuten sanft zu einem ho­
mogenen Tensidgel rühren.
4. Phase C: Mit Rokonsal™ BSB-N konservieren, mit Milch­
säure den pH-Wert auf pH 5 einstellen, Shampoo auf
Wunsch beduften.

Hinweise zu dieser Rezeptur


Tasten Sie sich an die Dosierung von Öl und Lecithin heran, die
für den eigenen Haarzustand optimal sind. Als Orientierung
gilt: bei fettigem Haar wenig Öl und ca. 1 % Lysolecithin, bei
trockenen, spröden Haaren können Sie beide Komponenten
(Öl und Lecithin) zusammen bis zu 3 % dosieren. Insgesamt
habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein gutes, mildes Sham­
poo nicht mehr an Inhaltsstoffen braucht. Wertvolle Wirkstoffe
erscheinen mir in einem Leave-in (ein Produkt, das auf dem
Haar verbleibt) sinnvoller aufgehoben.
Bei sehr trockenen Längen und Spitzen empfiehlt sich, nach der
Wäsche 1 – 3 Tropfen Brokkolisamenöl pur in die feuchten Spit­
zen oder Längen zu geben und sanft hineinzukneten.
Dieses Shampoo hat möglicherweise einen Nachteil in Ihre­n
Augen: je nach Zusatz von Öl und Lecithin schäumt es kaum.
Ich verspreche Ihnen: Dennoch reicht in der Regel eine An­
wendung; das Haar wird sauber und weich. Sollten Sie nach
mehreren Haarwäschen das Gefühl haben, dass Ihre Haa­
re zu intensiv gepflegt werden, genügt eine Wäsche mit
einem normalen Shampoo, um alle Rückstände zu entfernen.
Denkbar ist auch hier die Kombination zweier Rezepturen im
Wechsel, eine mit, die andere ohne Ölzusatz oder mit geringe­
rer Lecithin­dosierung – und mit anderen Tensiden.


Lecithin-Shampoo
Haarpflege

76

Herbal Gel Shampoo


Das Herbal Gel Shampoo ist ein klares und aromatisch nach
den enthaltenen Kräuterzusätzen duftendes Shampoo für
schnell fettendes Haar, das gezielt nur mit einem geringen An­
teil an pflegenden Lipiden konzipiert ist. Eine Mischung aus
pflanzlichen Tensiden, Rosmarinhydrolat, hydratisierenden
Substanzen, Pflanzenextrakten und ätherischen Ölen aus
Bartflechte, Thymian und Rosmarin wirken sanft antibakte­
riell, durchblutungsfördernd, erhalten die Haarfeuchtigkeit
und ermöglichen eine milde Reinigung. Nach der Wäsche
kann bei Bedarf gezielt eine geringe Menge Öl (mein Tipp:
Brokkolisamenöl) in die Längen oder Spitzen geknetet werden,
um sie vor dem Austrocknen zu schützen.
Die Konzen­tration an waschaktiven Substanzen (WAS) beträgt
12,5 % (Menge: ca. 100 g)

INCI
Aqua, Rosmarinus officinalis Hydrosol, Sodium Cocoamphoacetate (and)
Glycerol (and) Lauryl Glucosid (and) Sodium Cocoyl Glutamate (and)
Sodium Lauryl Glucose Carboxylate, Rosmarinus officinalis (and) Usnea
barbata (and) Thymus vulgaris Extract, Lactic Acid, Coco Glucoside (and)
Glyceryl Oleate, Brassica Oleracea (Broccoli) Seed Oil, Betaine, Maris
Sal, Xanthan Gum, Benzyl Alcohol, Benzoic acid, Sorbic acid, Rosmarinus
officinalis, Thymus vulgaris, Citrus paradisi

Phase A
 40,0 g Plantapon® SF
 2,0 g Lamesoft® PO 65 (Haarsoft HT)
 0,5 g Brokkolisamenöl

Herbal Gel Shampoo


Haarpflege

Phase B 77
 44,0 g Wasser
 10,0 g Rosmarinhydrolat
 0,5 g Xanthan (optimal: Xanthan transparent)

Phase C
 0,5 g TEGO® Natural Betaine
 2,0 g Pflanzenextrakt1 (70 Vol.-%)

Phase D
 0,5 g Rokonsal™ BSB-N
 Milchsäure (80%ig), q. s.
 5 gtt. ätherische Öle: Rosmarin ct. cineol, Thymian
ct. geraniol, Grapefruit

Herstellung
1. Phase A: Alle Ingredienzien in einem Becherglas homogen
mischen.
2. Phase B: Wasser aufkochen, Xanthan unter Rühren ein­
streuen und 30 Sekunden dispergieren, bis ein homoge­
nes Gel entstanden ist. Rosmarinhydrolat ergänzen und
homogen einarbeiten. Phase B unter sehr sanftem Rühren
schluckweise zu Phase A geben und zu einem homogenen
Tensidgel bis auf Handwärme rühren.
3. Phase C: Natural Betaine im Pflanzenextrakt auflösen, in
Phase A/B einrühren, ca. 2 Minuten dispergieren.
4. Phase D: Rokonsal™ BSB-N ergänzen und gut einarbeiten,
pH-Wert kontrollieren und mit Milchsäure tropfenweise
den pH-Wert auf ca. pH 5 einstellen. Da das Tensid basisch
ist, benötigen Sie einige Tropfen – nicht irritieren lassen.
Auf Wunsch ätherische Öle ergänzen.

Hinweise zu dieser Rezeptur


Lassen Sie das Shampoo vor dem Abfüllen einige Stunden ab­
gedeckt stehen, bis sich der vorhandene Schaum aufgelöst hat.
Es lohnt sich, als Kopfhautpflege z. B. für Haarwässer wässrig-­
alkoholische Extrakte oder Glycerite aus gezielt komponierten
Pflanzen anzusetzen; auf die Haare selbst haben sie keinen Ein­
fluss.

1  Bartflechte, Thymian und Rosmari­n


Herbal Gel Shampoo
Haarpflege

78
Honigmilch-Shampoo
Das Honigmilch-Shampoo ist eine besonders milde, cremig­e
Formulierung für feines, schnell nachfettendes Haar mit
trockenen Spitzen. Eine Mischung aus pflanzlichen Tensiden,
rückfettendem Macadamianussöl, das Haarkeratin schützen­
den Milchproteinen und feuchtigkeitsbindendem Honig rei­
nigen sanft, ohne das Haar zu beschweren. Wenn Ihnen dieses
Shampoo zu pflegend erscheint, empfiehlt sich eine abwech­
selnde Verwendung mit dem leichten Herbal Gel Shampoo. Die
angebenene Menge ergibt ca. 100 g Shampoo (WAS: 12,5 %)

INCI
Aqua, Sodium Cocoamphoacetate (and) Glycerol (and) Lauryl Glucosid
(and) Sodium Cocoyl Glutamate (and) Sodium Lauryl Glucose
Carboxylate, Vanilla planifolia Hydrosol, Coco Glucoside (and) Glyceryl
Oleate, Lactic Acid, Macadamia Ternifolia Seed Oil, Betaine, Mel, Sodium
Citrate, Hydrolysed Milk Protein, Xanthan Gum, Cyamopsis Tetragonoloba
(Guar) Gum, Magnesium Stearate, Benzyl Alcohol, Benzoic acid, Sorbic acid,
Mel, Vanilla planifolia, Dipteryx odorata, Citrus paradisi

Phase A
 42,0 g Plantapon® SF
  2,0 g Lamesoft® PO 65 (Haarsoft HT)
  1,0 g Macadamianussöl

Phase B
 42,0 g Wasser
 10,0 g Vanillehydrolat
  1,0 g Emulprot®
  0,5 g Honig
 1,0 g TEGO® Natural Betaine

Phase C
 0,5 g Rokonsal™ BSB-N
 Milchsäure (80%ig), q. s.
 auf Wunsch: 4 gtt. ätherische Öle (z. B. Honig Absolue,
Vanille, Benzoe, Grapefruit)

Honigmilch-Shampoo
Haarpflege

79
Herstellung
1. Phase A: Alle Ingredienzien in einem Becherglas homogen
mischen.
2. Phase B: Honigmilch herstellen (Wasser aufkochen, leicht
abkühlen lassen, Emulprot® unter Rühren 60 Sekunden di­
spergieren, Hydrolat ergänzen, auf Handwärme abkühlen
lassen. Honig und Betaine hinzufügen und dispergieren,
bis beides aufgelöst ist). Phase B unter sehr sanftem Rühren
schluckweise zu Phase A geben, sanft zu einem homogenen
Tensidgel rühren.
3. Phase C: Rokonsal™ BSB-N ergänzen, gut einarbeiten und
mit Milchsäure tropfenweise den pH-Wert auf ca. pH 5 ein­
stellen. Da das Tensid basisch ist, benötigen Sie einige Trop­
fen – nicht irritieren lassen. Auf Wunsch beduften.

Hinweise zu dieser Rezeptur


Lassen Sie das Shampoo vor dem Abfüllen einige Stunden ab­
gedeckt stehen, bis sich der vorhandene Schaum aufgelöst hat.
Auf Wunsch kann das Shampoo mit ätherischen Ölen beduftet
werden; sehr schön passt ein warmer Fond aus Vanille, Tonka,
Benzoe sowie Honig-Absolue mit einer frischen Kopfnote aus
Grapefruit, Limette oder Blutorange. Wunderbar duftend wird
das Shampoo mit Vanillehydrolat; auch Orangenblütenhydrola­t
ergibt ein passendes Duftthema. Ist kein Hydrolat verfügbar,
nehmen Sie weiches Wasser. Macadamianussöl kann durch ein
anderes Öl nach Wunsch ersetzt werden.
Nicht austauschen sollten sie das Tensid, auch Lamesoft®
PO 65 und Emulprot® prägen das Konzept dieser Formulie­
rung. Betaine (Glycinbetain) ist nicht identisch mit dem Tensid
Kokosbetain (INCI: Cocoamidopropyl Betaine), sondern ein
pflanzliches Aminosäurederivat, das feuchtigkeitsbindend und
konditionierend wirkt. Seine Stoffklasse ist namensgebend für
eine ganze Gruppe an Substanzen, die sowohl eine positive als
auch negative Ladung tragen; leider führt dies immer wieder zu
Verwechslungen. Wenn Sie es nicht haben, lassen Sie es notfalls
aus der Rezeptur heraus, aber es wäre schade; es ist ein hervor­
ragendes Ingredienz für Haarpflege-Produkte.


Honigmilch-Shampoo
Haarpflege

80

O/W Blütenwachs-Haarbalsam
Der frisch duftende Blütenwachs-Haarbalsam wird sparsam
nach der Haarwäsche in die Längen und auf spröde Deckhaa­
re aufgetragen und nach kurzer Einwirkzeit gut ausgespült.
Pflanzliche Fettsäureamine, Phytosterole aus Avocadoöl und
hydriertes Lecithin binden sich an das Haarkeratin und wirken
intensiv restrukturierend; Panthenol und Natriumlaktat binden
Feuchtigkeit im Haar. Die besonders schützende Wirkung der
duftenden Blütenwachse erhöht Glanz, Griff und Kämmbarkeit
des Haars. Menge: 100 g, 12 % Fettphase, 4 % Emulgator.

INCI
Aqua, Citrus Aurantium (Flower) Water, Brassica Oleracea (Broccoli)
Seed Oil, Cetearyl Alcohol, Betaine, Sodium Lactate, Stearamidopropyl
Dimethylamine, C14-22 Alcohol (and) C12-20 Alkyl Glucoside, Panthenol,
Lactic acid, Hydrogenated Lecithin, Persea Gratissima (Avocado) Oil and
Persea Gratissima Avocado Oil Unsaponifiables, Benzyl Alcohol, Benzoic
acid, Sorbic acid, Rosa damascena Cera, Michelia champaca, Jasminum
grandiflorum, Acacia dealbata

Phase A
  3,0 g Cetylstearylalkohol (Lanette® O)
  2,0 g TEGO® Amid S 18
  1,5 g Montanov® L
  4,5 g Brokkolisamenöl
  0,2 g Rosenwachs
  0,5 g Unverseifbares der Avocado (Avocadin®)
  0,5 g Emulmetik® 320

Blütenwachs-Haarbalsam
Haarpflege

81

Phase B
 78,0 g Wasser
  0,8 g Milchsäure (80 %)

Phase C
  5,0 g Orangenblütenhydrolat
  2,0 g Natriumlaktat
  1,0 g Panthenol

Phase D
  1,0 g Rokonsal™ BSB-N,
 Milchsäure q. s.
  10 gtt. ätherische Öle (z. B. Neroli, Jasmin, Mimose)

Herstellung
1. Phase A: Alle Lipide bei ca. 75 °C homogen aufschmelzen.
2. Phase B: Wasser aufkochen, auf ca. 75 °C abkühlen lassen
und die Milchsäure ergänzen.
3. Phase B unter Rühren in kleinen Schlucken zu Phase A ge­
ben und 1 – 4 Minuten hochtourig emulgieren, moderat bis
auf Handwärme rühren.
4. Phase C: Natriumlaktat und Panthenol in dem zimmerwar­
men Wasser lösen und in die handwarme Emulsion geben,
kalt rühren.
5. Phase D: Mit Rokonsal™ BSB-N konservieren und den pH-
Wert mit Milchsäure einstellen. Auf Wunsch beduften.

Hinweise zu dieser Rezeptur


Cetylstearylalkohol (Lanette O) lässt sich durch Cetylalkohol
ersetzen. Statt Rosenwachs bieten sich Jasminwachs, Reiswachs
und Mimosenwachs an. Bitte achten Sie auf korrektes Abwie­
gen; gerade diese Blütenwachse geben diesem Balsam seine
wundervolle Wirkung. Zuviel davon macht die Haare schwer
und wirken filmbildend. Nehmen Sie lieber weniger als mehr.
Statt Unverseifbares der Avocado (Avocadin®) können Sie La­
nolin verwenden.


Blütenwachs-Haarbalsam
Dekorative Pflege
Dekorative Pflege

84

Creme-Lippenstift
Diese Lippenstift-Formulierung ergibt einen cremigen und
sanft pflegenden Lippenstift mit mittlerer Härte und Haftung,
der nach wenigen Minuten einen leichten Glanz entwickelt.
Lanolin, Sheabutter und pflanzliche Öle schützen zarte Lippe­n
und halten sie auch bei Kälte geschmeidig; die ausgewoge­
ne Mischung an Lipiden und Wachsen mit unterschiedlichen
Schmelzpunkten erzielen ein ausgesprochen weiches und ge­
schmeidiges Auftragsverhalten. Gamma-Oryzanol schützt die
sensible Lippenhaut vor UV-Strahlung und wirkt antioxidativ.
Der dargestellte Lippenstift (auf S. 85 befindet sich eine Groß­
aufnahme) ist mit dem reinem Pigment »Ocre Rose d‘Italie«
und der Silikonform von Aroma-Zone1 hergestellt. Die Men­
genangaben ergeben ca. einen Lippenstift (je nach verwendeter
Form bleibt eventuell ein kleiner Rest, der in ein Glasdöschen
gegossen oder aufbewahrt und später wieder eingeschmolzen
und weiter verwendet werden kann).

INCI
Ricinus Communis (Castor) Seed Oil, Simmondsia Chinensis (Jojoba) Seed
Oil, Cera Flava, Lanolin, Butyrospermum Parkii (Shea) Butter, Candelilla
Cera, Carnauba Cera, Gamma-Oryzanol, [+/- Mica, CI 75470, CI 77820, CI
77491, CI 77492, CI 77499, CI 77891].

1 www.aroma-zone.com

Creme-Lippenstift
Dekorative Pflege

85

Phase A
 2,4 g Rizinusöl
 1,0 g Pigmente

Phase B
 1,2 g Jojobaöl
 0,6 g Bienenwachs
 0,5 g Candelillawachs
 0,3 g Carnaubawachs
 0,3 g Lanolin
 0,3 g Sheabutter (raffiniert)
 eine Messerspitze Gamma-Oryzanol

Phase C
 optional: 1 gtt. Tocopherol (-acetat)

Herstellung
1. Phase A: Pigmentmischung mit dem Rizinusöl in einem
kleinen Becherglas oder einer Schale sorgfältig zu einer vis­
kosen Pigment­paste dispergieren, bis die Farbe homogen
wirkt, auf ca. 80 °C erhitzen.
2. Phase B in einem Becherglas bei ca. 80 °C schmelzen, vom
Herd ziehen. Phase A zu Phase B geben, mit einem Glasstab
o. a. gut dispergieren.
3. Phase C zur Masse hinzufügen, gut verrühren.
4. Fettmasse schnell in die Lippenstiftform1 füllen und sofort
in ein Tiefkühlfach stellen. Dort ca. 30 Minuten durchhär­
ten lassen.
5. Den Lippenstift aus der Form nehmen und Stift in die Hülse
drücken.

1  Links sehen Sie die Silikonform von Aroma-Zone in Frankreich, mit der
die Lippen­stifte auf den Seiten 82 und 83 gegossen wurden.


Creme-Lippenstift
Dekorative Pflege

86

O/W Fluid-Foundation
In dieser Formulierung realisieren zwei Ingredienzien ein
völlig neues Konzept eines Naturkosmetik-Make-Up: das sei­
dige, nicht fettende Brokkolisamenöl und Montanov™ L, ein
leichter, nicht aufliegender, ecozertifizierter Emulgator für Lo­
tionen, Fluids und leichte Cremes, zaubern mit Squalan eine
seidig-leichte Textur, die bisher nur Silikone erzielen konnten.
Die Fluid-Foundation schenkt eine leichte frische Tönung und
egalisiert kleine Unebenheiten. Unverseifbares der Avocado
und Sheabutter weisen feuchtigkeitsbindende und restruktu­
rierende Eigenschaften auf; Glycerin, Natriumlaktat, Milch-
und Hyaluronsäure verhindern ein Austrocknen der Pigmente
und bewirken eine lange Haltbarkeit und ein sanft mattieren­
des Finish über Stunden. (Menge: ca. 50 g, 22 % Fettphase)

INCI
Aqua, Prunus Armeniaca (Apricot) Kernel Oil, Glycerol, Brassica Oleracea
Italica Seed Oil, Squalane, Butyrospermum Parkii (Shea) Butter, Sodium
PCA, C14-22 Alcohol (and) C12-20 Alkyl Glucoside, Persea Gratissima
Oil Unsaponifiables, Myristyl Myristate, Mica, [+/- C.I. 77891, 77491, 77492,
77499], Sodium Hyaluronate, Lactic Acid, Aniba rosaeodora

Fluid-Foundation
Dekorative Pflege

87
Phase A
 2,0 g Brokkolisamenöl
 1,5 g Squalan
 4,3 g Aprikosenkernöl
 0,5 g Unverseifbares der Avocado
 0,2 g TEGO® MM
 1,0 g Sheabutter
 1,0 g Montanov™ L
 2,5 g Basis-Pigmentmischung
 2,5 – 5 g Filler

Phase B
 30,5 g Wasser
   2,4 g Glycerin
   0,1 g Hyaluronsäure

Phase C
 1,0 g Sodium PCA

Phase D
 0,5 g Rokonsal™ BSB-N
 Milchsäure (80 %), q. s.
 1 gtt. ätherisches Hobaumöl

Herstellung
1. Phase A: Alle Komponenten bei 75 °C glatt aufschmelzen,
die Pigmentmischung hinzufügen und zu einer homogenen
Schmelze dispergieren.
2. Phase B: Hyaluronsäure im Glycerin dispergieren, unter
Rühren das auf 75 °C erhitzteWasser hinzufügen und ho­
mogen rühren. Phase B unter Rühren zu Phase A geben und
1 – 4 Minuten hochtourig dispergieren.
3. Phase C: Sodium PCA zu Phase A/B ergänzen, sanft kalt
rühren, bis die Emulsion farblich und in der Konsistenz ab­
solut homogen wirkt.
4. Phase D: Mit Rokonsal™ BSB-N konservieren, den pH-
Wert prüfen und ggf. mit Milchsäure einstellen. Auf Wunsch
beduften.

Fluid-Foundation
Dekorative Pflege

88 Hinweise zu dieser Rezeptur


Nicht austauschen sollten Sie Brokkolisamenöl; es weist auf­
grund seines Anteils an der langkettigen, einfach ungesättigten
Erucasäure eine spezifische Textur auf, die der Foundation ihren
leichten, seidigen Charakter gibt. Squalan ist eine gut spreitende
und nicht fettende Lipidgrundlage; MCT-Triglyceride haben
ein analoges Spreitverhalten.
Auch der verwendete Emulgator ist aus meiner Sicht nicht
leicht austauschbar. Er besitzt durch seine spezifische Struktur
aus flüssig-kristallinen Multilayern um die dispergierte inner­e
Phase die Eigen­schaft, auch bei hohen Wasserphasen stabile
und gleichbleibend niedrigviskose Emulsionen zu erzeugen,
die hervorragend für die Inkorporation von Pigmenten geeig­
net ist.
Unabdingbar (!) ist ein hochtouriges Rühren, dadurch erhalten
Sie eine sehr fein dis­pergierte Emulsion mit hoher Stabilität, die
eine niedrige Emulgatorkonzentration erlaubt.
Sheabutter kann durch andere Pflanzen­ buttern, Myristyl­
myristat (TEGO® MM) durch Cetearylalkohol, Cetylalkohol,
Cetylpalmitat oder Glycerol­mono­­stearat ersetzt werden. Glyce­
rin dient der Hydratisierung und hält den Pigmentfilm elastisch
und die Feuchtigkeit in der Haut; Sorbit wirkt ähnlich. Wenn
das Rezept nicht vegan sein muss, ist Wollwachs (Lanolin) statt
Unverseifbarem der Avocado (Avocadin®) eine hervorragende
Alternative. In der geringen Einsatzkonzentration glänzt und
klebt es nicht.
Zur Feuchtigkeitsbindung setze ich einen leichten Filmbildner
ein; ich habe mich für die feine, elastische Hyaluronsäure ent­
schieden. Alternativ können sie auch 0,1 % Xanthan verwen­
den.
»Filler« sind Pigmente, die zusätzlich zu den Farbpigmenten
Deckkraft und Mattierung regulieren. Getestet habe ich super­
feinen Seidenpuder, Mica und RonaFlair® Low Luster Pigment.
Mein Eindruck ist:
 Seidenpuder superfein deckt leicht, hält die Feuchtigkeit
und mattiert sehr sanft,
 Mica deckt leicht und hat, je nach Partikelgröße des Pro­
dukts, einen sanften bis kaum sichtbaren Glow,
 RonaFlair® Low Luster Pigment deckt mittel und gibt
der Haut einen lebendigen, weichen Schimmer, ohne zu
glänzen.

Fluid-Foundation
Dekorative Pflege

89

Camellia Sensitive Foundation O/W


Diese haptisch seidige Foundation mit 28 % Fettphase
und nur 1,5 % Emulgator auf gesamt basiert auf einem
hautphysiologischen Emulgatorkonzept aus hydriertem Leci­
thin und Milchproteinen, das eine ausgesprochen leichte Tex­
tur erzeugt und völlig ohne Fettalkohole auskommt. Auf Grund
ihrer Komposition eignet sie sich auch als getönte Tagespflege
besonders für sensible und leicht trockene Haut und bildet
eine wunderbare Basis für Mineral Foundation (MF), sodass
die eher leichte Deckkraft auf Wunsch gezielt verstärkt wer­
den kann. Restrukturierende Phytosterole, zart einhüllendes
Mimosenwachs und das haptisch außergewöhnlich samtige
Brokkolisamenöl bilden eine ausgezeichnete Lipidmatrix für
die Pigmentmischung. Hydratisierende Zusätze wie pflanz­
liches Glycerin, Panthenol und Natriumlaktat bewahren die
hauteigene Feuchtigkeit. Die wässrig-alkoholischen Pflanzen­
extrakte fungieren hier als Konservierung. (Menge: ca. 40 g)

INCI
Aqua, Camelia Oleifera Seed Oil, Brassica Oleracea (Broccoli) Seed Oil,
Simmondsia Chinensis (Jojoba) Seed Oil, Squalane, Althaea officinalis
(and) Gynostemma pentaphyllum (and) Centella asiatica Extract, Glycerol,
Titanium Dioxide, Butyrospermum Parkii (Shea) Butter, Boron Nitride,
Sodium Lactate, Panthenol, Lecithin, Acacia dealbata, Natrium Citrate, Hyd-
rolized Milk Protein, Xanthan Gum, Cyamopsis Tetragonoloba (Guar) Gum,
Magnesium Stearate, Mica (CI 77019), Barium Sulfate (CI 77120), [+/- C.I.
77891, 77491, 77492, 77499], Lactic acid, Aniba rosaeodora

Camellia Sensitive Foundation


Dekorative Pflege

90 Phase A
 4,0 g Kameliensamenöl 

  2,0 g Squalan
  2,0 g Brokkolisamenöl
  2,0 g Jojobaöl
  1,0 g Sheabutter
  0,2 g Mimosenwachs
  0,4 g hydriertes Lecithin (Phospholipon® 80)
  2,0 g Pigmentmischung1
  1,0 g Boronitrid (Filler)2

Phase B
 20,0 g Wasser
  0,4 g Emulprot®

Phase C
  5,0 g Pflanzenextrakte (70 Vol.-%)
  1,8 g Glycerin
  0,6 g Natriumlaktat
  0,6 g Panthenol
   Milchsäure (80 %), q. s.
 (optional: 1 gtt. ätherisches Rosenholzöl)

Herstellung
1. Phase A: Alle Komponenten bei 75 °C glatt aufschmelzen,
die Pigmentmischung hinzufügen und zu einer homogenen
Schmelze dispergieren.
2. Phase B: Emulprot® bei laufendem Rührer in das frisch auf­
gekochte und abgemessene Wasser einrühren, ca. 30 Sekun­
den dispergieren.
3. Phase B schluckweise zu Phase A geben, 1 – 4 Minuten hoch­
tourig emulgieren, sanft bis auf Handwärme rühren.
4. Phase C: Alle Ingredienzien zu den Phasen A/B geben und
sanft kalt rühren. Auf Wunsch mit einem Tropfen Rosen­
holzöl beduften.

1  Die Pigmentmischung stelle ich auf Vorrat her; sie basiert ausschließlich
auf Titandioxid und Eisenoxiden; Sie können auch Pigmentmischungen
verwenden, die fertig in Onlineshops angeboten werden.
2  Als »Filler« eignen sich verschiedene Pigmente, die vor allem die Deckkraft
und den Glanz bzw. die Mattigkeit variieren: ultrafeiner Seidenpuder,
Mica, Boronitrid, RonaFlair® Low Luster Pigment sind nur einige.

Camellia Sensitive Foundation


Dekorative Pflege

Hinweise zu dieser Rezeptur


In dieser Formulierung prägen einige Ingredienzien die be­
91
sondere Haptik: Brok­ kolisamenöl weist auf Grund seines
Anteils an der langkettigen, einfach ungesättigten Erucasäure
eine spezifisch­e Textur auf, die der Foundation ihren leichten,
seidigen Charakter gibt; Squalan ist eine gut spreitende und
nicht fettende Lipidgrundlage, die wesentlich die Leichtigkeit
der Textur bestimmt. Emulprot® verwirklicht zusammen mit
dem oxidationsstabilen hydrier­ten Lecithin ein ausgesprochen
hautphysiologisches Emulgator­konzept. Statt Phospholipon®
80 H ist Emulmetik® 320 einsetzbar. Kameliensamenöl ist ein
sehr mildes Öl, das sie mit einem anderen Öl der Ölgruppe B-1
tauschen können (auch wenn dann der Name des Produkts,
»Camellia Sensitive Foundation« nicht mehr passt).
Hydratisierer sind wichtig, weil sie die haptisch »trockene«
Wirkung der Pigmente haptisch und kosmetisch auffangen
und mit den Gelbildern von Emulprot® einen elastischen Film
ausbilden, der die hauteigene Feuchtigkeit bewahrt. Die ausge­
wählten Pflanzenextrakte stelle ich aus frischen und getrockne­
ten Pflanzen (je nach Verfügbarkeit) selbst her und mische sie
in einer Pipettenflasche, da ich sie gerne kombiniere; selbstver­
ständlich können Sie Ihre Favoriten verwenden.


Camellia Sensitive Foundation
Dekorative Pflege

92

Mineralfoundation (MF)
Mineralfoundation ist eine hervorragende, reizfreie Alterna­
tive zu einem emulsionsbasierten Make Up. Reine natürliche
Pigmente ergänzen Ihre persönliche Hautpflege ohne weitere
Emulgatoren und können ganz nach persönlichen Vorlieben in
der Deckkraft variierend aufgetragen werden.
Meine persönliche MF ist aus verschiedenen Experimente­n
entstanden und beinhaltet neben der Basispigmentmischung
aus Titandioxid (TiO2) und den reinen, färbende­n Eisenoxiden
einen Zusatz eines das Licht streuenden Spezial­pigments (ich
bevorzuge RonaFlair™ LDP), superfeinen Seidenpuder, Urea
sowie Jojobaöl. Meine Erfahrung ist, dass RonaFlair™ LDP der
Haut einen sehr natürlich wirkenden Schimmer verleiht und
das Licht sanft streut, während der Seidenpuder mattierend
wirkt und Feuchtigkeit bindet. Der bisweilen leicht speckig
wirkende Glanz der Pigmente wird auf diese Weise korrigiert
und ergibt ein ausgesprochen natürlich wirkendes Ergebnis.
Urea (Harnstoff) bindet Feuchtigkeit und schützt die MF vor
mikrobieller Kontamination. (Menge: ca. 2 g)

INCI
Titanium Dioxide (CI 77891), Iron Oxide (CI 77491, CI 77492, CI 77499),
Barium Sulfate (CI 77120), Serica, Simmondsia Chinensis (Jojoba) Seed
Oil, Urea

Mineralfoundation (MF)
Dekorative Pflege

Phase A 93
 90 % Basis-Pigmentmischung, hier: 1,85 g, mit TiO2 auf­
gehellt
 7,0 % Seidenpuder, superfein, hier: 0,15 g
 0,5 % Harnstoff, feinst gemörsert, hier: 1 Spatelspitze

Phase B
 (optional: 1 gtt. Jojobaöl pro 2 g MF)

Phase C
 2,5 % RonaFlair™ LDP, hier: 0,05 g

Herstellung
1. Phase A: die Basis-Pigmentmischung mit TiO2 nach Bedarf
leicht aufhellen,
2. Seidenpuder und feinst gemörsertem Harnstoff in einer
Schale mit einem Pistill oder der Rückseite eines Löffels an­
reiben, bis die Masse homogen wirkt.
3. Phase B: Jojobaöl hinzufügen und mit dem Pistill sorgfältig
einarbeiten (bei richtiger Dosierung ist es nicht sicht- oder
fühlbar, mindert jedoch das Stäuben der MF und ihre aus­
trocknende Wirkung).
4. Phase C: RonaFlair™ LDP zu Phase A hinzufügen und die
Mischung mehrfach sieben, bis das Pigment homogen ver­
teilt ist und homogen, trocken und fluffig wirkt.

Hinweise zu dieser Rezeptur


Die Basis-Pigmentmischung sollte dem Grundton Ihrer Haut
entsprechen und besteht ausschließlich aus Titandioxid und
Eisenoxiden. Sie dient z. B. als Grundlage für MF, Sonnen­
schutz-Puder, Concealer und Gesichtspuder – jeweils mit der
passenden Menge an aufhellendem TiO2 und Fillern gemischt.
Konkret bedeutet dies beispielsweise:
 Meinen Seiden-Gesichtspuder mische ich mit einem An­
teil von 3 g Pigment-Basismischung auf 20 g Puder,
 meine Fluid-Foundation mische ich mit 5 % Pigment­
mischung und vari­iere die Deckkraft mit 5 – 10 % Fillern
(Low Luster Pigment, Seidenpuder u. a.),
 meine MF mische ich mit 90 % Basis-Pigmentmischung
sowie Seidenpuder, RonaFlair™ LDP, Harnstoff und
Jojobaöl.

Mineralfoundation (MF)
Dekorative Pflege

94 Das oxidationsstabile Jojobaöl ist als Zusatz in einer MF un­


gewöhnlich, bewirkt jedoch nach meiner Wahrnehmung ein
sehr angenehmes Hautgefühl und ergänzt gerade bei trockenen
Hautzuständen den pflegenden Charakter der MF. Entscheiden
Sie selbst, ob Sie es verwenden möchten.
2 g ist die Menge, die in die kleinen Mini-Poudrier von Aroma­
zone1 (siehe Abbildung S. 91) passen, daher stehen unten dies­e
winzigen Mengenangaben. Ich habe eine Feinwaage, mit der ich
die Menge abwiegen kann. Es spricht jedoch nichts dagegen, ent­
sprechend größere Mengen anzumischen. Die Prozentangaben
sind Gewichts­prozent, kein Volumenmaß.
Das A und O einer perfekten Mineral Foundation ist der richti­
ge Farbton. Leider kann ich Ihnen die Arbeit, diesen herauszu­
finden, nicht abnehmen. Eventuell helfen Ihnen jedoch mein­e
Hinweise, sich diesem zu nähern. Bei der Suche nach dem kor­
rekten Farbton für die Basis-Pigmentmischung gilt es vor al­
len, den eigenen Haut­unterton zu bestimmen: neutral, gelblich
oder rosé.

Meine eigene Mischung ist ein warmer, leicht ins Gelbliche tendie­
rende Ton:
 17,0 g Titandioxid
   1,5 g Eisenoxid Ocker
   1,0 g Eisenoxid Dunkelbraun

Eine neutrale Mischung (hier Volumenanteile!) ist die folgen­de, in


der Rührküche vorgestellte:2
 11,0 Teile Titandioxid
   2,5 Teile Eisenoxid Ocker
   1,0 Teil Eisenoxid Dunkelbraun

❧ 1

ww
www.aroma-zone.com

Mineralfoundation (MF)
Dekorative Pflege

95

Seiden-Gesichtspuder
Der Seiden-Gesichtspuder ist ein transparenter, zart nach
Vanill­e und Rosen duftender Puder zum mattierenden Finish
des Tages-­Make-Up oder als zartduftende Hülle über der Pflege.
Er ist vor allem für normale und trockene Haut konzipiert­:
kostbares Seidenpulver bildet eine pflegende und feuchtigkeits­
bindende Grundlage mit leicht mattierender Wirkung; Kao­lin
verbessert die Haftfähigkeit und absorbiert Hautfett, Mag­
nesiumstearat gibt dem Puder Griff und Gleitvermögen.
Pfeilwurzelstärke ist ein sehr feines Poly­saccharid mit gute­r
Wasser­aufnahme- und Haft­fähigkeit; zudem ist die problem­
los in Bio­qualität in jedem Bioladen zu bekommen. Feinst­
pulverisierter Harnstoff bindet Feuchtigkeit und verhindert,
unterstützt von Jojobaöl, ein Austrocknen der Haut. Der ge­
ring­e Anteil RonaFlair™  LDP streut das Licht und verleiht der
Haut eine weiche Ausstrahlung, ohne auszutrocknen. (Menge:
ca. 20 g)

INCI
Serica, Bolus Alba, Maranta Arundinacea L., Magnesium Stearate,
Ronasphere LDP, Urea, [+/- Mica, CI 75470, CI 77820, CI 77491, CI 77492,
CI 77499, CI 77891], Simmondsia Chinensis (Jojoba) Seed Oil, Rosa
damascena

Seiden-Gesichtspuder
Dekorative Pflege

96 Phase A
6,5 g Seidenpuder, superfein

 5,0 g Bolus Alba (Kaolin)
 2,6 g Pfeilwurzelstärke
 2,0 g Magnesiumstearat
 1,0 g RonaFlair® LDP

Phase B
 0,2 g Harnstoff

Phase C
 ca. 3,0 g Pigmentmischung1

Phase D
 ca. 5–10 gtt. Jojobaöl (Vanille-Mazerat)2
 1 – 2 gtt. ätherisches Rosenöl

Herstellung
1. Phase A mischen, mehrmals mit einem Pistill oder der
Rückseite eines Löffels durch ein feines Sieb streichen (sehr
gut funktioniert dies mit zwei Porzellan- oder Glasschalen,
in die man die Puderbestandteile hineinsiebt), bis sie gut
durchmischt und pudrig fein wirkt.
2. Phase B in einem Mörser feinst zerreiben, zu Phase A geben
und vermengen.
3. Phase C zu Phase A/B hinzugeben, mit einem Spatel oder
Löffel sanft vermengen und erneut mehrmals durch das
Sieb streichen.
4. Phase D mit einem Teelöffel von Phase A/B/C grob vermen­
gen und mit einem Pistill anreiben; nach und nach die rest­
liche Phase A/B/C unterarbeiten. Der Puder wirkt farblich
nun etwas dunkler und intensiver.

Ein Vorschlag folgt bei »Hinweise zu dieser Rezeptur«


1

Wunderbar warm duftet der Puder mit 6–10 gtt. eines Vanille-Mazerats in
2

Jojobaöl (1 – 2 Bio-Vanilleschoten kleinschneiden, in 100 ml Jojobaöl 2 Wo­


chen mazerieren, das Öl abfiltern und verwenden). Je trockener ihr Haut­
zustand, desto mehr Jojobaöl empfiehlt sich als pflegende Komponente.
Bei eher fettenden Hautpartien sollten 5 gtt. Jojobaöl ausreichen.

Seiden-Gesichtspuder
Dekorative Pflege

Zum Abschluss sieben Sie den Puder in das endgültige Gefäß.


Sehr schön eignen sich flache, breite Glasdosen, die man vor
97
dem Befüllen mit einem Stück Zellstoff auswischt, das mit ei­
nem Hauch ätherischem Rosenöl Kontakt hatte. Es reicht, den
Deckel auszuwischen – vor allem als Geschenk ein wundervol­
les Detail.

Hinweise zu dieser Rezeptur


Pflanzliche Stärken sind reizfreie und angenehme Puder­
grundlagen. Ihr organischer Ursprung begrenzt jedoch
die Haltbarkeit; sie sollten daher keinen hohen Anteil am
Gesamtprodukt besitzen.
Harnstoff ist wegen seiner juckreizstillenden, feuchtigkeits­
bindenden und entzündungshemmenden kosmetischen Wir­
kung ein sinnvoller Puderzusatz, zu dem mich ein Artikel von
Dr. Lautenschläger inspiriert hat1. Auch das duftende, ätherische
Rosenöl ist nicht nur luxuriöser Zusatz, sondern weist eine an­
tibakterielle Wirkung auf.
Bei leicht fettender oder Mischhaut können Sie das Jojobaöl
minimieren; ganz herausnehmen würde ich es nicht, da der
Pude­r ansonsten naturgemäß staubt.
Pigmentmischungen als Mineralfoundation auf die eigene
Hautfarbe abzustimmen ist nicht einfach; für die leichte Tö­
nung des Gesichtspuders sollte eine Mischung aus Titandioxid,
Ocker und Dunkelbraun ausreichend sein. Versuchen Sie meine
folgende, hell­e Basis-Pigmentmischung, die Sie separat von der
Puder­basis anreiben und dann vorsichtig beimischen. Die im
Rezept angegebenen 3 g ergeben eine sehr helle, transparente
Tönung, die Sie erst nach Zugabe des Jojoba- und des ätheri­
schen Rosenöls beurteilen sollten, die die Tönung (wie schon
geschrieben) leicht intensivieren.
 17,0 g Titandioxid
   1,5 g Eisenoxid Ocker
   1,0 g Eisenoxid Dunkelbraun
Die einzelnen Bestandteile des Puders erfüllen jeweils be­
stimmte Funktionen. Fast alle lassen sich auch mit vergleich­
baren Ingredienzien austauschen. Im Folgenden habe ich die
Inhaltsstoffe kurz skizziert und Alternativen ergänzt:

1
Dr. Hans Lautenschläger: Universelle talkumfreie Pudergrundlage mit Harn­
stoff. In: Kosmetische Medizin 2006 (2), 68 – 70

Seiden-Gesichtspuder
Dekorative Pflege

98  Seidenpuder superfein: feuchtigkeitsbindende, reizfreie


Pudergrundlage, erhöht das Gleitvermögen und erzeugt
ein weiches Hautgefühl. Alternative: keine vergleichbare.
In vielen käuflichen (auch Naturkosmetik-) Pudern wird
Talkum eingesetzt. Naturkosmetisch alternativ lässt sich
der Bolus Alba-Anteil sowie der Pfeilwurzelstärken-Anteil
entsprechend erhöhen und als Basis nutzen; so ist eine
vegane Variante möglich.
 Bolus Alba (Kaolin, weiße Tonerde): mit starker Ab­
sorbtions­fähigkeit; bindet Hautfett und -schweiß, ver­
bessert die Haft­fähigkeit, ist reizfrei und schenkt ein wei­
ches Hautgefühl. Alternative: Eventuell Talkum, besser:
Rügener Heilkreide.
 Pfeilwurzelstärke: milde, pflanzliche Stärke, nimmt Fett
und Feuchtigkeit auf, trocknet nicht aus, gibt eine et­
was geschmeidigere, feuchtere Konsistenz, da Stärken
selbst geringfügig Wasser enthalten. Alternative: Andere
Pflanzenstärken, z. B. Tapioka- oder Reispuder.
 Magnesiumstearat: leicht fettig anfühlendes Pulver, ver­
bessert die Haftfähigkeit eines Puders, gilt als reizfrei.
Alternative: keine.
 Harnstoff (Urea): staubfein zermahlen, wirkt antibak­
teriell (wichtig wegen der enthaltenen pflanzlichen
Stärken, die mikro­biell anfällig sind), juckreizstillend,
feuchtigkeitsbindend, desodorierend, wirkt der Aus­
trocknung entgegen. Alternative: keine.
 RonaFlair® LDP: streut das Licht und verfeinert optisch
das Hautbild. Wer es nicht verträgt, kann es fortlassen
und etwas mehr Seidenpulver nehmen.
 Jojobaöl: duftneutrales, oxidationsstabiles Lipid, pfle­
gend, verhindert Austrocknung, verhindert das Stauben
des Puders. Alter­na­tive: Meadowfoamöl.
 Ätherisches Rosenöl: kann auf Wunsch durch preiswertere
rosenartig duftende Öle ersetzt werden. Eine angenehm
duftende Mischung erhalten Sie z. B. mit den ätherischen
Ölen Rosengeranie, Rosenholz und Palma Rosa. Bei sehr
empfindlicher Haut oder Neigung zu Allergien sollten Sie
auf ätherische Öle verzichten.


Seiden-Gesichtspuder
Anhang
Anhang

100 Bezugsquellen
Rohstoffe und Zubehör Fette Öle, Buttern, Wachse
aleXmo cosmetics (D) Babassu for You (D)
www.alexmo-cosmetics.de www.babassu.de
aliacura (D) Bruno Zimmer (D)
www.aliacura.de www.brunozimmer.de
Allerlei Praktisches (CH) Contedis (D)
www.allerlei-praktisches.ch www.contedis.de 
A Natura (D) ITÉ Beurre de Karité (D)
www.anatura.de www.karitebutter.de
Aroma-Zentrum (D) Maienfelser Naturkosmetik (D)
www.aroma-zentrum.de www.maienfelser-naturkosmetik.com
Aroma-Zone (FR) Manske GmbH (D)
www.aroma-zone.com www.gisellamanske.com
Art of Beauty (A) Naturrohstoffe Ronald Reike (D)
www.art-of-beauty.at www.naturrohstoffe.de
Behawe (D) Ölmühle Fandler (A)
www.behawe.com www.fandler.at
CMD Naturkosmetik (D) Ölmühle Hartlieb (A)
www.cmd-natur.de www.hartlieb.at
Derma Sou (A) Ölmühle Sévery (CH)
www.derma-sou.at www.huilerie-de-severy.ch
Kosmetik-Manufaktur (A) Ölmühle Solling (D)
www.kosmetik-manufaktur.at www.oelmuehle-solling.de
Kosmetische Rohstoffe (D) Ölmühle Walz (D)
www.kosmetische-rohstoffe.de www.oelmuehle-walz.de
Manske GmbH (D) Oshadhi (D)
www.gisellamanske.com www.oshadhi.eu
Naturschönheit (A) Rose Office (D)
www.naturschoenheit.at www.rose-office.com
Omikron (D) Sheabutter Naturcreme (D)
www.omikron-online.de www.sheabutter-naturcreme.de
Pura Natura (D) Shea & Care (D)
www.pura-natura.com www.shea-and-care.com
Spinnrad (D) SheaWale Sheabutter (D)
www.spinnrad.de www.sheabutter-ghana.de

Bezugsquellen
Anhang

101
Pflanzen und Kräuter Online-Apotheke
Kräuterey (D) Mein Pharmaversand (D)
www.kraeuterey.de www.meinpharmaversand.de
Kräuterhaus Lindig (D)
www.phytofit.de Kosmetische Pigmente
Kräuterreich (D) Coastal Scents® (USA)
www.kraeuter-reich.de www.coastalscents.com

Rose Office (D) Kosmetische Rohstoffe (D)


www.rose-office.com www.kosmetische-rohstoffe.de

Rühlemann‘s (D) Manske GmbH (D)


www.ruehlemanns.de www.gisellamanske.com

Senger Naturrohstoffe (D) TBK Trading (USA)


www.naturix24.de www.tkbtrading.com
The Conservatorie (USA)
Ätherische Öle, Hydrolate www.theconservatorie.com
Feeling (A)
www.feeling.at Laborbedarf
Florame (A) Biologie-Bedarf Thorns (D)
www.florame.at www.biologie-bedarf.de
Maienfelser Naturkosmetik (D) Laborbedarf Krumpholz (D)
www.maienfelser-naturkosmetik.com www.laborhandel-krumpholz.de
Mountain Rose Herbs (USA)
www.mountainroseherbs.com Feinwaagen
Naturrohstoffe Ronald Reike (D) Tomopol GmbH (D)
www.naturrohstoffe.de www.tomopol.de

Oshadhi (D) Kern & Sohn GmbH (D)


www.oshadhi.eu www.kern-sohn.com

Rosenreise (D)
www.rosenreise.de Verpackungen
Rosa Heinz Verpackungen GmbH (D)
Rose Office (D) www.rosa-heinz.de
www.rose-office.com
Rottaler Aromaöle (D) Etiketten
www.rottaloele.de
Flexikom® Etiketten (D)
Wadi GmbH (D) shop.flexicom.de
www.etherischeoele.de

Bezugsquellen
Anhang

102 Bezugsquellen für spezielle kosmetische Rohstoffe


Rohstoff erhältlich bei
Aloe-Vera-Pulver 200:1 Manske GmbH, Derma Sou, aleXmo cosmetics

Bartflechtenextrakt CO2 Aroma-Zone


(»Extrait CO2 Barbe de Jupiter«)

Beerenwachs CMD Natur

TEGO® Natural Betaine aleXmo cosmetics

Cetearylalkohol aliacura
(Lanette® O)

Ceramide III aleXmo cosmetics

Dermofeel® G 10 LW aleXmo cosmetics, aliacura

Emulmetik® 320 Behawe

Emulprot® (siehe TEGO® Emulprot®)

Gamma-Oryzanol aleXmo cosmetics, aliacura, Manske GmbH

Lamesoft® PO 65 als »Haarsoft HT« im Handel

Lipodermin aleXmo cosmetics, Allerlei Praktisches, Derma


(Natipide® II) Sou

Montanov™ 68 Allerlei Praktisches, CMD Natur (»O/W


Emulgator Pellets 50 g für cremige Emulsio­
nen«), Manske GmbH

Montanov™ L CMD Natur (»O/W Emulgator Pellets 50 g


für flüssige Emulsionen«), Manske GmbH,
Naturschönheit

Myristylmyristat (siehe TEGO® MM)

Natriumlaktat aliacura, aleXmo cosmetics, in Apotheken,


Allerlei Praktisches

Nicotinamid aleXmo cosmetics, aliacura, Derma Sou

Bezugsquellen für spezielle kosmetische Rohstoffe


Anhang

103
Rohstoff erhältlich bei
Pfeilwurzelstärke Aroma-Zone (»Arrow root en poudr­e«),
Manske GmbH, Bioladen

Phospholipon® 80 H aleXmo cosmetics, Kosmetik-Manufaktur

Plantapon® SF aliacura, A Natura, Allerlei Praktisches, aleXmo


cosmetics, Aroma-Zone (»Base moussante
Douceur«), Manske GmbH

Kosmetische Rohstoffe
RonaFlair™ LDP (»Lowe Luster Pigment«)

Rosenwachs aleXmo cosmetics, Allerlei Praktisches, Derma


Sou, Rose Office

Sodium PCA aleXmo cosmetics, aliacura, Allerlei Praktisches

Seidenpulver, superfein Manske GmbH

Sucrosestearat aleXmo cosmetics, Allerlei Praktisches, Aroma-


Zone (»Ester de Sucre«), Kosmetikmanufaktur

TEGO® Amid S 18 aliacura, Allerlei Praktisches, Aroma-Zone


und Aromantic (»Conditioner Emulsifier«),
aleXmo cosmetics

TEGO® Emulprot® aleXmo cosmetics, Derma Sou

TEGO® MM aleXmo cosmetics, aliacura, Derma Sou

TEGO® Care PSC-3 aleXmo cosmetics, alicura,


Kosmetikmanufaktur

Xanthan transparent aleXmo cosmetics, Allerlei Praktisches, Aroma-


Zone (»Gomme Xanthane Grade transpa­
rent«), Behawe, Derma Sou, Manske GmbH

Xyliance Allerlei Praktisches, Aroma-Zone (»Cire


émulsifiante no 2«), Behawe, Kosmetikmanu­
faktur

Zinc PCA aleXmo cosmetics, Allerlei Praktisches

Bezugsquellen für spezielle kosmetische Rohstoffe


Anhang

104 Rohstoffregister
A B
Alkohol 31, 54, 66, 71 Babassuöl 40, 60
Aloe-Gel 37 Baobaböl 33, 35
Aloe-Vera-Basis 200:1 36 Bartflechte 42, 49, 76, 77
Aloe-Vera-Pulver 200:1 36 Bartflechten-Extrakt 49
Amaranthöl 22, 27 Beerenwachs 47
Aprikosenkernöl 28, 29, 47, 87 Betaine 70, 76, 77, 78, 79, 81
Arganöl 22, 27, 33 Bienenwachs 47, 63, 85
ätherische Öle Bolus alba 16, 44, 48, 67
Benzoe 31, 63, 78, 79 Boronitrid 90
Cistrose 24, 27 Brokkolisamenöl 74, 75, 76, 80, 87, 88,
Grapefruit 15, 45, 61, 74, 77, 78, 79 90, 91
Honig Absolue 78
Jasmin 17, 59, 63, 81
Karottensamen 24, 27
C
Lavendel 15, 31, 42, 44, 63 Candelillawachs 47, 85
Litsea 17, 74 Carnaubawachs 47, 85
Magnolie 33 Centella 43, 89
Mandarine 59 Centellaextrakt 33
Mimose 81 Ceramide 11
Muskatellersalbei 15 Cetylalkohol 88
Neroli 81 Cetylpalmitat 88
Palma Rosa 31, 63, 69, 98
Cetylstearylalkohol 80
Rose 24, 29, 31, 40, 41, 60, 61, 67, 68, 69,
Cistrose 27
84, 96, 97, 98, 100, 101
Rosengeranie 24, 31, 63, 69, 98 Cupuaçu 40
Rosenholz 15, 63, 87, 98 Cupuaçubutter 40
Rosmarin ct. cineol 77 Curcuma 40, 41
Sandelholz 59, 63
Thymian ct. geraniol 18, 77 D
Tonka 31, 61, 79 Dermofeel® G 10 LW 11, 70, 71
Vanille 17, 30, 31, 46, 59, 63, 64, 78, 79,
95, 96
Vetiver 15, 41
E
Eibischwurzel 27
Weihrauch 24, 27
Ylang-Ylang 31, 59, 63 Eibischwurzeln 27, 42, 43
Eisenoxid Dunkelbraun 94, 97
Augentrost 43 Eisenoxid Ocker 94, 97
Avocadin® 22, 23, 47, 80, 88 Eisenoxyde 49
Avocadoöl 36 Emulmetik® 320 11, 35, 80, 91
Emulprot® . Siehe TEGO® Emulprot®
Emulsan 59

Rohstoffregister
Anhang

105
G L
Gamma-Oryzanol . Siehe Oryzanol Lamesoft® PO 65 18, 19, 76, 78
Glycerin 14, 15, 16, 17, 18, 26, 27, 30, 31, Lanette® O 80
33, 35, 36, 44, 54, 58, 60, 61, 70, 74, 75, Lanolin 36, 47, 84, 85, 88
87, 88, 90 Lavendelblüten 44, 45
Glycerinstearat SE 31 Lavendeltinktur 44
Glycerolmonostearat 88 Lecithin 22, 26, 29, 35, 54, 74, 75, 89,
Granatapfelsamenöl 22, 24, 25, 27, 40 90, 91
Lecithine 11
H Lecithine, kosmetische
Haarsoft HT 76, 78 Lipodermin 102
Harnstoff 23, 67, 68, 69, 92, 93, 95, 96, Lipodermin 22, 23, 27, 48, 49
97, 98 Low Luster Pigment 88, 90, 93
Hyaluronsäure 26, 27, 29, 33, 34, 35, Lysolecithin 11, 53, 64, 74, 75
87, 88
M
I Macadamianussöl 62, 63, 65, 78, 79
Iriswurzelpulver 68, 69 Mädesüß 19, 27
Magnesiumstearat 67, 69, 95, 96, 98
J Mandelöl 29, 30, 36, 43, 53, 60, 63
Jiaogulanauszug 26 Mangobutter 16, 40, 63
Jiaogulanhydrolat 26, 27 Marulaöl 35, 69
Jiaogulantinktur 27 MCT-Triglyceride 88
Jojobaöl 27, 30, 35, 47, 60, 63, 64, 65, Meadowfoamöl 98
67, 68, 69, 85, 90, 92, 93, 94, 95, 96, Melisse 27, 42
97, 98 Melissenhydrolat 36
Menthol 54, 55, 65, 66
K Mica 84, 86, 88, 89, 90, 95
Kakaobutter 40, 52, 53, 60, 63, 64 Milchsäure 11, 15, 18, 19, 31, 34, 45, 75,
Kaliumsorbat-Lösung 1:5 18, 36 77, 78, 79, 81, 87
Kameliensamenöl 33, 35, 90, 91 Mimosenwachs 33, 35, 36, 40, 41, 90
Kaolin 16, 17, 44, 48, 67, 68, 69, 95, Montanov™ 68 31
96, 98 Montanov™ L 14
Kieselsäure 49 Myristylmyristat 87, 88
Kokosbetain 79
Kokosglucosid 74 N
Kokosöl 16, 30, 63, 64 Nachtkerzenöl 58
Natriumlaktat 33, 35, 81, 90
Nicotinamid 11

Rohstoffregister
Anhang

106 O
Orangenblütenhydrolat 79, 81
S
Salbeiextrakt 18
Oryzanol 11, 46, 47, 84, 85 Sanddornfruchtfleischöl 22, 24, 27, 47,
63, 64, 65
P Sanfteen 15, 16, 17
Panthenol 26, 27, 29, 46, 47, 58, 60, 61, Schafgarbe 42
81, 89, 90 Seidenpuder 67, 68, 69, 88, 90, 92, 93,
Perlglanzpigment 64 96, 98
Pfefferminzhydrolat 18 Sesamöl 14
Pfeilwurzelpulver 42 Sheabutter 14, 22, 23, 30, 33, 36, 40, 46,
Pfirsichkernöl 29 47, 53, 60, 63, 84, 85, 87, 90, 100
Pflanzenauszüge 10 Sodium Cocoyl Glutamate 18, 19, 76,
Pflanzenpulver 42, 43 78
Pflaumenkernöl 29 Sodium Lauryl Glucose Carboxylat
Phosphatidylcholin 26, 48 18, 19
Phospholipon® 80 H 11, 33, 35, 91 Sodium PCA 11, 33, 35, 70, 86, 87
Phytosterolbasis RK 33 Sorbit 42, 88
Phytosterole, kosmetische Squalan 33, 35, 36, 60, 87, 88, 90, 91
Gamma-Oryzanol 102 Steinsalz 74
Plantapon® SF 18, 19, 76, 78 Sucrosestearat 33, 34
Preiselbeersamenöl 22, 25, 46, 47 Süßholzwurzel 27
Süßholzwurzelextrakt 36
R
Reinlecithin 35 T
Reiskeimöl 16, 35, 46 Tapiokastärke 98
Reispuder 69, 98 TEGO® Amid S 18 80
Reiswachs 40 TEGO® Care PSC-3 59
Rizinusöl 85 TEGO® Emulprot® 33, 34, 35, 78, 79,
Rokonsal™ BSB-N 10, 15, 31, 33, 34, 59, 90, 91
61, 74, 75, 77, 78, 79, 81, 87 TEGO® Natural Betaine 70, 78
RonaFlair® LDP 96 Titandioxid 90, 92, 93, 94, 97
Rosenhydrolat 44, 58, 61 Tocopherol 33, 35, 40, 41, 63, 85
Rosenwachs 80 Tonerde, grün 15, 42
Rosmarinhydrolat 76, 77 Tonerde, weiß 16, 44, 48, 67, 69, 98
Rügener Heilkreide 69, 98 Traubensilberkerze 43

U
Unverseifbares der Avocado 22, 80, 87
Urea 22, 23, 26, 27, 29, 60, 67, 68, 69,
92, 98

Rohstoffregister
Anhang

V
Vanille-Mazerat 30, 46, 64, 96
107
Veilchenwurzelpulver 68

W
Weizenkeimöl 24, 25
Wildrosenöl 24, 25, 40, 58, 61
Wollwachsalkohol 36

X
Xanthan 15, 17, 26, 27, 30, 31, 54, 58, 59,
61, 71, 74, 75, 76, 77, 78, 88, 89
Xanthan transparent 71, 77
Xyliance 30, 31

Z
Zinc PCA 11
Zinkoxid 48, 67, 69
Zuckerester 35

Rohstoffregister
Notizen
Notizen

110
Notizen

111
Heike Käser
Naturkosmetische Rohstoffe
Wirkung,Verarbeitung, kosmetischer Einsatz

3. Auflage, Juni 2012, Freya-Verlag Linz


Hardcover, fadengeheftet, 408 Seiten, durchgehend farbig
ISBN 978-3-99025-012-9
34,90 Euro

Im privaten wie im beruflichen Kontext suchen immer mehr


Mensche­n Möglichkeiten, wirksame Haut- und Haarpflege­
produkte auf Basis natürlicher Ingredienzien für sich und für
ander­e zu entwickeln. In diesem Buch werden naturkosmetische
Rohstoff­e in den Blick ge­nommen. Es bietet privat Interes­
sierten, PTA, Aroma­ therapeutInnen und KosmetikerInnen
eine fundierte Basis für eine natur­ kosmetisch orientierte
Herstellungspraxis. Umfassende Infor­mationen über sinnvolle
naturkosmetische Stoffe, ihre Charakteristika und Wirkungs­
weise sind mit prägnanten Übersichtstafeln kombiniert, die
wesentliche Kerndaten zu ihrer Verarbeitung, Kombination
und kosmetischen Eignung skizzieren. Bewährte und moder­
ne Rohstoff­e werden in verschiedenen, funktionalen Grup­
Leseprobe pen eingeteilt und in ausführlichen Einzelportraits im Detail
beschrieben. Übersichts­ tabellen im Anhang erleichtern das
schnelle Auffinden und Nutzen relevanter Informationen, eine
Bezugsquellen-Liste hilft beim Einkauf der Rohstoffe. Der In­
dex ermöglicht die gezielte Suche nach Ingredienzien mit deut­
scher und lateinischer INCI-Bezeichung bzw. Handelsnamen,
ein Glossar erläutert verwendete Fachbegriffe.
Heike Käser
Naturkosmetik selber machen
Das Handbuch

3. Auflage, Juni 2014, Freya-Verlag Linz


Hardcover, fadengeheftet, 504 Seiten, durchgehend farbig
ISBN 978-3-99025-049-5
34,90 Euro

Selbst hergestellte Naturkosmetik bewegt sich heute in eine­m


frucht­baren Spannungsfeld zwischen traditionellem Wisse­ n
und moderne­n Wirk­stoffen und Herstellungsverfahre­n. Die
Ansprüche an selbst hergestellte Kosmetik sind heute andere als
noch vor einigen Jahren – statt schwerer, salbenartiger Cremes
mit hohen Emulgatoranteilen sind geschmeidige, leichte und an
der Physiologie der Haut orientiert­e Formulierungen gefragt.
Gleich ob Sie priva­t Ihre individuelle Natur­kosmetik herstellen
oder sie im Rahmen Ihrer aromatherapeutische­n oder natur­
kosmetischen Berufspraxis für Ihre Kunden anfertigen möchte­n:
Dieses Handbuch biete­t Ihnen verständlic­h aufbereitet­e, mit
unterstützenden Grafiken visualisierte Grundlagen und wert­
volle Praxis­tipps einer erfahrene­n »Selbst­rührerin«. Entdecken
Sie zeitgemäße Methoden zur eigenen Her­stellung hochwer­tiger Leseprobe
Frischpflanzen­extrakte und Tinkturen. Planen Sie sinnvolle Öl­
mischunge­n und nutzen Sie moderne Herstellungs­verfahren
für Pflegeprodukte, die Ihrer Haut wirklich gut tun. Im großen
Rezeptteil laden duftende Körperöle, sahnige Cremes, Peelings,
Gesichtswässer, Bade- und Haarpflegeprodukte, dekorative
Kosmetik u. v. m. zum Nachrühre­n und Experimentieren ein.
Heike Käser
Naturkosmetische Rezepturen
Überarbeitete und erweiterte Neuauflage, Juni 2012
eBook, 114 Seiten, durchgehend farbig
© Heike Käser, Olionatura®
Kostenfreier Bezug: www.olionatura.com

Dieses eBook umfasst aktuelle, auf Olionatura veröffent­


lichte Formulierungen. Neben einfachen, mit wenigen
Ingredienzien geplanten Produkten erwarten Sie ausge-
feilte Rezepturen, die modern­e , naturkosmetik-konforme
Rohstoffe nutzen. Mein Konzept folgt dem Anspruch,
dermatologisch sinnvolle und in ihrer kosmetischen Wir-
kung seriö­s dokumentierte Rohstoffe einzusetzen.
Neben den Rezepturen, einem Rohstoffindex und der
Auf­listung von Bezugsquellen finden Sie genügend Raum
für Ihre persönlichen Notizen.
Anders als für eBooks üblich ist dieses Buch ausdruckbar:
wählen Sie als Ausgabeformat DIN A4 und die Option,
den Druck auf das gewählte Seitenformat hin anzupassen,
da das eBook im Format DIN A5 angelegt ist.

olionatura
free edition