Sie sind auf Seite 1von 3

lOMoARcPSD|805849

VO 1 - Zusammenfassung Einführung in die Philosophie

Einführung in die Philosophie (Universität Graz)

StuDocu wird von keiner Universität gesponsert oder unterstützt.


Heruntergeladen durch Jasmina Kova?evi? Bahtir Sadrija (bahtir.sadrija@hotmail.de)
lOMoARcPSD|805849

Freitag, 08.10.2017

Einführung in die Philosophie

Hitparade: Die zehn „wichtigsten“ Philosophen

ANTIKE
Metaphysik im Zentrum + Logik

(Philosophie herrschte größtenteils in Griechenland und Athen)

Sokrates hat nie selbst geschrieben: parallele zu Christus

Sokrates wird zum Teil als „heidnischer Christus“


angesehen

Platon Platon als Spitzname: „Der Breitschultrige“


Lehrer - Schüler -
schreibt über Sokrates, indirektes Wissen Beziehung

Akademie (gewidmet Akademos), Vorstufe der Universität

Aristoteles Anfänge der Naturwissenschaften,

Lyzeum, frz. Lycée, Vorstufe der Universität

Fall des weströmischen Reiches 476

MITTELALTER
schwierige Umstände: wenig Philosophie

Metaphysik + Theologie im Zentrum + Logik

Aurelius Augustinus christl. Philosoph + Theologe

Thomas von Aquin HOCHMITTELALTER


wollte aristotelisches Weltbild mit dem christlichen vereinen

Entdeckung Amerikas 1492

NEUZEIT
Zeitalter der Erkenntnistheorie: Was ist Wissen? + Logik

René Descartes

John Locke

David Hume

Immanuel Kant

Bertrand Russell

Ludwig Wittgenstein

Fazit: keine Frauen, sehr westl. betont

Maler Raffael: „Die Schule von Athen“, Fresko im Vatikan

Der Titel des Bildes verweist auf die


herausragende philosophische Denkschule des
antiken Griechenlands verkörpert von ihren
Vorläufern, Hauptvertretern und Nachfolgern.

Das Fresko verherrlicht im Sinne der


Renaissance das antike Denken als Ursprung
der europäischen Kultur, ihrer Philosophie und
Wissenschaften.

Im Zentrum: Platon (deutet nach oben) und


Aristoteles (deutet nach unten), auch mit im Bild:
Euklid, Verweis auf Geometrie, Gebäude:
dreidimensionales Zeichnen möglich

Seite 1 von 2

Heruntergeladen durch Jasmina Kova?evi? Bahtir Sadrija (bahtir.sadrija@hotmail.de)


lOMoARcPSD|805849

Platon (428 - 348 v. Chr.): Euthyphron


(ist wie ein Stück geschrieben, frühes Werk Platons, d.h. früher Dialog: spiegelt eventuell Sokrates Einstellungen wieder)

- Euthyphron behauptet zu wissen, was Frömmigkeit ist, aber es stellt sich heraus, dass er es nicht weiß

- Erster Vorschlag, 5d: Das Fromme (Frömmigkeit) = gegen einen Übeltäter gerichtlich vorzugehen.

• verworfen: es gibt viele andere fromme Handlungen

• d.h. die Bedingungen ist keine notwendige Bedingung für Frömmigkeit

- neuer Vorschlag: 7a

Eine fromme Handlung = eine Handlung, die den Göttern lieb ist.
Eine unfromme Handlung = eine Handlung, die den Göttern nicht lieb ist?

fromm
unfromm
beides?

Einige Götter lieben die Handlung nicht.


Einige Götter lieben die Handlung, und
Einige Götter lieben die Handlung. einige Götter lieben die Handlung nicht.
oder?

Kein Gott liebt die Handlung.

Zweite Lesart von „unfromm“: Wie sollen wir die Handlungen nennen, die von einigen Göttern nicht geliebt werden?

- alternative Version von Vorschlag, 7a:

Eine fromme Handlung = eine Handlung, die allen Göttern lieb ist.

Eine unfromme Handlung = eine Handlung, die allen Göttern verhasst ist.

• schwierig herauszufinden, ob eine Handlung fromm oder unfromm ist

• viele Handlungen sind weder noch

Die Euthyphron - Frage

Wird das Fromme von den Göttern geliebt, weil es fromm ist, oder ist es fromm, weil es von den
Göttern geliebt wird?

Euthyphron, 10a, Berühmte Frageform: lässt sich auch bei anderen Themen anwenden.

Sokrates und Euthyphron sind sich einig, dass fromme Handlungen von den Göttern geliebt werden, weil
die Handlungen fromm sind.

- Wie ist das mit dem biblischen Gott?

Sind richtige Handlungen richtig, weil sie Gott billigt,


oder billigt Gott diese Handlungen, weil sie richtig sind?
Divine command ethics?

Sokrates versucht im Weiteren zu zeigen, dass das Fromme nicht das ist, was von den Göttern geliebt wird:

Euth. 10a - 10e, subtil, Fehlerhaft? Siehe Ende 10e: scheint falsch zu sein

Wie kommt man von einer Antwort auf eine Euthyphron - Frage zu einer These über Nichtidentität?

neuer Versuch, 12d bis Ende:

- alle frommen Handlungen sind gerecht, aber nicht vv.

- Frommheit ist „ein Teil“ der Gerechtigkeit, d.h. eine Unterart.

- Die Frommheit ist der Teil der Gerechtigkeit, der sich auf die Sorge für die Götter bezieht

• Definition durch Genus und spezifische Differenz.

• sollte konvertiert werden in die Form: Eine fromme Handlung = eine Handlung, die…

• Der neue Ansatz führt schließlich auf den Vorigen zurück.

- im Dialog wird keine endgültige Lösung angeboten

Beachten Sie 14c, wo Sokrates sagt: „es muss ja doch der Fragende dem Befragten folgen, wohin der ihn führt“

Seite 2 von 2

Heruntergeladen durch Jasmina Kova?evi? Bahtir Sadrija (bahtir.sadrija@hotmail.de)