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Vater und Sohn – wer kennt sie nicht, diese liebenswerten, Erich Ohser · e.o.

plauen
von hintergründigem Humor getragenen Bild­­geschichten,
mit denen der geniale Zeichner Erich Ohser alias e.o.plauen
seit Jahrzehnten ein Millionenpublikum begeistert?
Vater und Sohn
Sparsam im Strich und pointiert in der Aus­sage erzählen
Zwei, die sich lieb haben
die Geschichten von kleinen Pannen und witzigen Begeben­ Die 33 schönsten Geschichten
heiten, die der gutmütige, dickbäuchige Vater und sein
pfiffiger, strubbelköpfiger Sohn in ihrem Alltag erleben.

Die wunderbarsten Geschichten, seit es Väter und Söhne gibt!

978-3-87800-045-7

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Erich Ohser · e.o.plauen

Vater und Sohn


Zwei, die sich lieb haben
Die 33 schönsten Geschichten

Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek


Die deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der
Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten
sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.

ISBN 978-3-87800-045-7

Vater und Sohn ist eine geschützte Marke der Südverlag GmbH.
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Einband, Kolorierung, Layout und Satz: Christiane Leesker, Münster
Druck und Bindung: fgb, Freiburg i. Br.

Südverlag GmbH
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Tel. 07531-9053-0, Fax: 07531-9053-98
www.suedverlag.de

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Der schlechte
Hausaufsatz

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Das interessante
Weih­nachtsbuch

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Vorne lang, hinten kurz

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Die vergessenen Rosinen

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Vater und Sohn
steller, darunter auch Werken
von Erich Kästner, illustriert von
Erich Ohser.
in ihrer Zeit Ohser hatte Familie, einen
zweijährigen Sohn und seine
Frau Marigard, die mit ansehen
Die drolligen Geschichten von Vater und Sohn sind derart zeitlos, dass ihre musste, wie er innerlich zer-
Entstehung vielen Lesern weitgehend unbekannt ist. Beim Autor schwan- brach. In Panik verbrannte er
ken viele: Erich Ohser oder e.o.plauen? Hinter dem Pseudonym e.o.plauen alle Originale seiner politischen
verbirgt sich erich ohser aus plauen mit seiner tragischen Geschichte, Arbeiten. Verzweifelt schickte
die sich in Berlin abspielte, zwischen 1928, als Erich Ohser aus Leipzig in er harmlose Zeichnungen an die
die Hauptstadt wechselte, und 1944, als sich e.o.plauen in der Nacht zum Neue Leipziger Zeitung, für die er
6. April in seiner Zelle erhängte, bevor ihn – am nächsten Morgen – der früher einmal gezeichnet hatte.
Volksgerichtshof zum Tode verurteilen konnte. Vergeblich! Die Familie lebte
vom Ersparten und von Illust-
Goebbels persönlich verlangte die Todesstrafe – aus Rache für die poli- Erich Ohser mit seinem Sohn Christian, o.J. rationsaufträgen, die Marigard
tische Schmäh, die Erich Ohser den Nazis lange vor ihrer „Machtergrei- Ohser erhielt. Am 27. Januar
fung“ zugefügt hatte. Von Ende 1929 bis zum 27. Februar 1933, der Nacht, 1934 kam das offizielle Berufsverbot per Einschreiben: „Die Kommission
als der Reichstag brannte, veröffentlichte Erich Ohser politische Karikatu- des Landesverbandes Berlin der deutschen Presse hat aufgrund Ihrer
ren im Vorwärts. Weit über 160 Zeichnungen erschienen in diesen Jahren, früheren exponierten publizistischen Tätigkeit im marxistischen Sinne
nicht selten auf der Vorderseite des sozialdemokratischen Parteiorgans. Ihr Gesuch um Aufnahme in den Fachausschuss der Pressezeichner im
Vielleicht war es eine böse Vorahnung, dass sich Ohser schon damals Reichsverband der deutschen Presse und die Eintragung in die Berufsliste
manchmal mit dem Kürzel e.o.p. tarnte. abschlägig beschieden.“

Jedenfalls war es unmöglich, dass Erich Ohser mit seinem sozial­ Ohne Verbandszugehörigkeit keine Arbeit! Da kam die Aufforderung eines
demokratisch gefärbten Namen die Bilder signierte, die von Ende 1934 bekannten Redakteurs der Berliner Illustrirten, Kurt Kusenberg, sich an
bis Ende 1937 in der Berliner Illustrirten Zeitung unter dem Titel Vater und einem Wettbewerb zu beteiligen, Ohser gerade recht. Kusenberg war von
Sohn erschienen – mit Genehmigung des Propagandaministeriums, dem Johannes Weyl, dem damaligen Leiter des Zeitschriftenzentralbüros im
Goebbels vorstand. Selbstverständlich hatte Erich Ohser von den Nazis Verlag Ullstein, beauftragt worden, eine Serie von Zeichnungen mit einer
Berufsverbot erhalten. Am 10. Mai 1933 brannten auf dem Berliner Opern- sogenannten stehenden Figur für die Berliner Illustrirte zu entwickeln. Ste-
platz die Scheiterhaufen, genährt von den Büchern missliebiger Schrift- hende Figuren gelten als die deutschen Vorläufer des modernen Comics,

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die im 19. Jahrhundert mit Max Kunst. 1920 schrieb er sich an der Akademie für grafische Künste und Buch-
und Moritz, Eisele und Beisele in gewerbe in Leipzig ein, die er nach fünf Jahren als Meisterschüler verließ.
den Fliegenden Blättern oder Mül-
ler und Schulze im Kladderadatsch In Leipzig schloss Erich Ohser Freundschaft mit zwei anderen Erichs, die
ihre publizistische Geburtsstunde fortan als Trio Freud und Leid teilten: mit Erich Kästner, dessen Gedichte
hatten. In der Berliner Illustrir- und Bücher Ohser illustrierte, und mit Erich Knauf, dem späteren Ge-
ten erfreute sich bereits früher schäftsführer der Büchergilde Gutenberg, der ihm auch die Kontakte zum
die von Arpad Schmidhammer Vorwärts vermittelte – und der kurz nach ihm sterben musste. Politik und
gezeichnete Figur des Professor Satire verband die drei Freunde, die ihrer Leidenschaft frühzeitig frönten –
Biedermann großer Popularität. sehr zum Ärger einiger Leipziger Spießer.

Erich Ohser gewann den Wett­ Zur Fastnacht 1927 hatte Erich Kästner das Abendlied des Kammervirtuo-
bewerb, an dem sich 32 Zeichner sen mit folgendem Auftakt gedichtet:
beteiligt hatten. Nun galt es,
dem Sieger trotz Berufsverbot „Du meine neunte letzte Sinfonie!
eine Arbeitserlaubnis zu ver- Wenn du das Hemd an hast mit rosa Streifen ...
Erich Ohser, 1943 schaffen. Offensichtlich gelang Komm wie ein Cello zwischen meine Knie.
es dem politischen Berater der Und lass mich zart in deine Seiten greifen!“
Zeitschriftenabteilung, Alfred Gerigk, mit einigen Entwürfen von Vater und
Sohn einem Mittelsmann beim Propagandaministerium ein Lächeln ab­ Erich Ohser zeichnete dazu eine passende Szene, und Erich Knauf ver­
zuringen, bevor er ihm die Identität des Zeichners enthüllte. Man einigte öffentlichte die Komposition in der Plauener Volkszeitung. Von hier kam sie
sich schließlich darauf, dass Erich Ohser die Erlaubnis erhalten sollte, als Nachdruck in die Leipziger Studentenzeitung Der Bumerang und liefer-
„unpolitische Zeichnungen“ unter einem Pseudonym zu veröffentlichen. te damit den konservativen Leipziger Neuesten Nachrichten einen willkom-
menen Vorwand für einen Angriff auf ihre Konkurrenz, die Neue Leipziger
Erich Ohser verband daraufhin die Anfangsbuchstaben seines Namens Zeitung, für die Kästner schrieb und Ohser zeichnete: Von „Tempelschän-
mit dem Namen seines Heimatortes im sächsischen Vogtland, in dessen dung“ war die Rede und von untragbaren Mitarbeitern, denen selbst der
Nähe er am 18. März 1903 geboren worden war. Sein Vater war Zöllner in „Respekt vor Beethoven fehle“. Dabei hatten sich Kästner und Ohser nur
Untergettengrün, später in Plauen gewesen. Erich selbst hatte dort nach die Freiheit genommen, auf ihre Weise des 100. Todestages von Beethoven
der Schulzeit 1917 eine dreijährige Schlosserlehre begonnen, die ohne zu gedenken, was nicht mit dem offiziellen Programm harmonieren wollte.
praktische Fortsetzung geblieben war. Ein Lehrer, dem das zeichnerische
Talent des Schülers aufgefallen war, bemühte sich um eine Ausbildungs- Alle drei Erichs beschlossen alsbald, Leipzig zu verlassen und sich in
beihilfe als Kunstschlosser. Doch Erich wählte den direkten Weg zur Berlin zu etablieren. Ohser illustrierte Bücher – neben Kästners Herz auf

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Quellennachweis
Erstveröffentlichung
der 33 Bildgeschichten

Der schlechte Hausaufsatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 50/1934


Das interessante Weihnachtsbuch . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 51/1934
Die Autopanne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 52/1934
Der laufende Koffer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 01/1935
Friedensstifter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 02/1935
Besuch bei den Robben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 03/1935
Der Meisterschuss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 04/1935
Knipsen mit Verschönerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 05/1935
Gymnastik am Morgen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 07/1935
Einschlafen mit Hindernissen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 09/1935
Vorne lange, hinten kurz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 11/1935
Die vergessenen Rosinen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 12/1935
Ausritt ins Freie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 14/1935
Der kleine Auskneifer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 13/1935
Der Brief der Fische . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 20/1935
Glückliche Lösung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 21/1935
Praktische Erfindung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 22/1935
Ein Jahr später . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 23/1935
Die Geburtstagsüberraschung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 26/1935
Spiel am Strande (Der Gute) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 27/1935
Auch Tadel hat seine Grenzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 29/1935
Dank der Dickhäuter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 30/1935
Der Sonnenuntergang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 31/1935
Der Schlafwandler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 33/1935
Noch einmal, es war so schön . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 36/1935
Der verlorene Fußball . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 37/1935
Ungelogen, sooo ein Fisch! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 49/1935
April, April! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 14/1936
Täuschende Nachahmung eines Kindes . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 16/1936
Das fesselnde Buch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 43/1936
Die Morgenzeitung, die uns noch fehlte . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 02/1937
Der Löwe ist los! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 08/1937
Entdeckung einer Schlitterbahn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berliner Illustrirte 07/1937

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