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Kurs

"EEM 5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen"

Bildquelle: ABB Group

SH5002-1S Version 1.0

Autor: M.Germeroth

Lucas-Nülle GmbH · Siemensstraße 2 · D-50170 Kerpen (Sindorf)


Tel.: +49 2273 567-0

www.lucas-nuelle.de

Copyright © 2006 LUCAS-NÜLLE GmbH.

All rights reserved.

LUCAS-NÜLLE Lehr- und Messgeräte GmbH


Siemensstraße 2 D-50170 Kerpen
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen

Lernziele 1
Material 300 Classic Line 2
Sicherheit 3
Asynchronmotor (Schleifringläufer) 5
Beschalten und Anlassen 7
Drehrichtungsänderung 17
Belastungskennlinie 23
Synchronmotor (Schleifringläufer) 29
Beschalten und Anlassen 31
Drehrichtungsänderung 39
Phasenschieberbetrieb 45
V-Kennlinien 51
Synchrongenerator (Schleifringläufer) 57
Beschalten und Anlassen 59
Belastungskennlinien 65
Netzsynchronisation (Classic-Line) 71
Copyright 89
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Lernziele

Willkommen beim Kurs Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen! Das


Team von LUCAS-NÜLLE wünscht Ihnen viel Spaß und Erfolg beim
Durcharbeiten der Kursthemen und der Durchführung der Experimente.
Die folgenden Seiten geben Ihnen einen Überblick über die Kursinhalte
und die benötigten Materialien.

In diesem Kurs werden praxisorientierte Kenntnisse rund um das Thema Drehstrom


Mehrfunktionsmaschinen vermittelt.
Experimentelle Untersuchungen des Asynchron- und Synchronmotors sowie des
Synchrongenerators stehen dabei im Mittelpunkt und vermitteln dabei die
Funktionsweise, das Verhalten und die Wirkungsweise.

Lerninhalte
z Motorbetrieb, Generatorbetrieb
z Nenndaten, Typenschild
z Asynchronbetrieb, Synchronbetrieb
z Phasenschieberbetrieb (Synchronmotor)
z V-Kennlinien
z Messung der Strang- und Leitergrößen
z Drehrichtungsumkehr
z Belastungskennlinien für den Asynchron- und Synchronmotor sowie den
Synchrongenerator
z Netzsynchronisation
z Leistungsmessung am synchronisiertem Generator

Voraussetzungen
z Grundlagen im Bereich elektrischer Maschinen
z Grundlagen Elektrotechnik
z Umgang mit Messgeräten

1
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Material 300 Classic Line

Digitales Steuergerät für Servoantrieb/


SO3636-6R 1 Stk.
Servobremse 300W
SE2662-2A Kupplungsmanschette 300W 1 Stk.
SE2662-2B Kupplungsabdeckung 300W 1 Stk.
SE2662-2C Wellenendabdeckung 1 Stk.
SE2663-3W Drehstrom-Mehrfunktionsmaschine 0,3kW 1 Stk.
SO3212-6W Universallast für 300W Maschinen 1 Stk.
SO3212-6T Synchronisierplatte 1 Stk.
SO3213-1J Synchronoskop 1 Stk.
SO3213-3W Doppelspannungsmesser 1 Stk.
SO3213-1L Doppel-Frequenzmesser 1 Stk.
SO3213-1K Nullspannungsmesser 1 Stk.
SO3212-1J Motorschutzschalter 3polig 0,4 - 0,63A 1 Stk.
SO3212-1W Ausschalter, 4polig 1 Stk.
Stell / Trenntransformator Erregergerät 0-
SO3212-5K 1 Stk.
230V
SO3212-5U Stromversorgung für elektrische Maschinen 1 Stk.
Analog/Digital Multimeter, Leistungs- und
SO5127-1Z 2 Stk.
Leistungsfaktormesser
SO6001-4A Software ActiveASMA 1 Stk.
SO6001-2N Software SimuLoad 1 Stk.
SE2663-6A Servomotor / Servobremse 1 Stk.
LM8925 RS232/485 Schnittstellenmodul 1 Stk.
Sicherheitsmessleitungssatz 4mm (47
SO5148-1F 1 Stk.
Stück)
Sicherheitsverbindungsstecker 19/4mm (15
SO5126-9X 15 Stk.
Stück)
Sicherheitssteckverbinder 19/4mm mit
SO5126-9Z 5 Stk.
Anzapfung (5 Stück)

2
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Sicherheit

Grundlegende Sicherheitshinweise

Bei allen Versuchen mit Netzspannungen treten hohe lebensgefährliche


Spannungen auf, verwenden Sie daher nur Sicherheitsmessleitungen und achten
Sie darauf, dass keine Kurzschlüsse entstehen!

Sämtliche Geräte, bei denen eine Erdung vorgesehen bzw. möglich ist, müssen
auch unbedingt geerdet sein! Inbesondere gilt dies für den verwendeten
Frequenzumrichter!

Prüfen Sie stets gewissenhaft die Verdrahtung der Anwendungsmodule und


schalten Sie erst dann die Netzversorgung ein! Verwenden Sie, wenn möglich, ein
robustes Kontrollinstrument im Strompfad.

Als Schutz vor drehenden Motorteilen verwenden Sie immer Wellen- und
Kupplungsabdeckungen

Im übrigen wird auf die lokal geltenden Vorschriften und Normen im Umgang mit
elektrischen Geräten hingewiesen!

3
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Sicherheit

Allgemeine Hinweise zur Handhabung der Geräte


z Den festen Sitz der Rändelschrauben am Motorfuß und der
Kupplungsmanschette (Power-Grip) an der Motorwelle kontrollieren!
z Wellen- und Kupplungsabdeckungen verwenden!
z Ein zu langer Betrieb von Maschinen in hohen Belastungszuständen führt zu
erheblicher Erwärmung der Maschinen!
z Der Extremfall - Stillstand der Maschine - darf nur kurzzeitig auftreten!
z Alle Maschinen besitzen Thermoschalter, die beim Überschreiten der
zulässigen Betriebstemperatur ansprechen. Diese Schaltkontakte sind am
Klemmbrett herausgeführt und müssen immer mit den entsprechenden
Anschlussbuchsen am Netz- oder Steuergerät verbunden werden!
z Alle Messwerte wurden mit gebräuchlichen Meßgeräten (vorwiegend Klasse
1,5) an der üblichen Netzspannung (230/400V +5% -10% 50Hz) mit
Serienmaschinen aufgenommen. Die aufgenommenen Meßwerte werden
daher erfahrungsgemäß in einem Toleranzbereich von +/-15%, bezogen auf
den angegebenen Meßwert liegen. Beachten Sie dazu auch die VDE0530!

4
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Asynchronmotor (Schleifringläufer)

Auf den nächsten Seiten werden Sie folgende Übungen an dem


"Asynchronmotor (Schleifringläufer)" durchführen:

z Beschalten und Anlassen


z Drehrichtungsänderung
z Belastungskennlinie

5
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Asynchronmotor (Schleifringläufer)

6
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Asynchronmotor (Schleifringläufer)

Lerninhalte: Beschalten und Anlassen


z Die Anschlüsse des Motors erkennen
z Die Nenndaten des Motors anhand des Typenschildes erfassen
z Inbetriebnahme der Drehstrom Mehrfunktionsmaschine als
Asynchronmotor
z Die Motorspannung und den Motorstrom messen
z Die Läuferstillstandsspannung messen
z Den Motor mit der Bremse in Betrieb nehmen
z Den Motor belasten

Tragen Sie die Nenndaten der Drehstrommehrfunktionsmaschine ein


Nennleistung 270_W
UN Sternschaltung 400_V Richtig!
IN Sternschaltung 0,87A

cos φsynchronbetrieb 0,7_

cos φasynchronbetrieb 1___ Richtig!

Synchrondrehzahl 1500min-1

Frequenz 50__Hz
Uerr. DC 20__V Richtig!
Ierr. DC 4___A

7
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Asynchronmotor (Schleifringläufer)

Aufbauanleitung: "Beschalten und Anlassen"

z Bauen Sie die Schaltungen nach folgenden Schalt- und Aufbauplänen


auf
z Schalten Sie auch die Bremse ein, der Motor wird dabei nicht belastet

Nähere Informationen zu der Bremse finden Sie in der dazugehörigen (online-)


Dokumentation
Achten Sie auf den korrekten Anschluss des Strom-/ Spannungsmessers

Schaltplan "Beschalten und Anlassen"

8
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Asynchronmotor (Schleifringläufer)

Aufbauplan "Beschalten und Anlassen"

Inbetriebnahme des Asynchronmotors und Aufnahme einer


Belastungskennlinie (Ra=0 Ω)

Erforderliche Einstellungen:

z Bremse: Mode "Torque Control"


z Anlasser: 0 Ohm

9
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Asynchronmotor (Schleifringläufer)

Versuchsdurchführung:

z Nehmen Sie den Motor in Betrieb und beobachten ihn


z Bremsen Sie den Motor mit den in der Tabelle angegebenen Drehmomenten
ab
z Messen Sie dabei den Motorstrom und die Drehzahl
z Tragen Sie die gemessenen Werte in die Tabelle ein

M/Nm 0,3 0,6 0,9 1,2 1,5 1,8 2,1


n/(1/min) 1400 1380 1350 1320 1300 1250 1200
I/A 0,53 0,57 0,62 0,67 0,72 0,85 1

1,5 2,1
I/A

M/Nm

1,8
1,2
1,5

0,9
1,2

0,6 0,9

0,6
0,3
0,3

0,0 0,0
0 100 200 300 400 500 600 700 800 900 1000 1100 1200 1300 1400 1500
n/(1/min)

Welche Aussage zu der aufgenommenen Belastungskennlinie ist korrekt?

j
k
l
m
n Motorstrom, Spannung und Drehmoment verringern
sich mit abnehmender Drehzahl
Richtig!
i Steigt die Belastung, steigt proportional dazu auch der
j
k
l
m
n
Motorstrom

10
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Asynchronmotor (Schleifringläufer)

Erneute Inbetriebnahme des Asynchronmotors und Aufnahme einer weiteren


Belastungskennlinie (M=konst.)

Erforderliche Einstellungen:

z Bremse: Mode "Torque Control"


z Konstantes Drehmoment (siehe Tabelle)

Versuchsdurchführung:

z Nehmen Sie den Motor in Betrieb und stellen Sie an der Bremse ein konst.
Drehmoment ein, dass Sie der folgenden Tabelle entnehmen können
z Stellen Sie den Anlasser anhand der vorgegebenen Werten in der Tabelle ein
z Messen Sie dabei den Motorstrom und die Drehzahl
z Tragen Sie die gemessenen Werte in die Tabelle ein

M=2Nm (konst.) Ra/Ohm 0 2 5 10 20


n/(1/min) 1200 1150 1000 800 250
I/A 0,94 0,94 0,97 1 1

1,5 20
I/A

Ra/Ohm

1,2
15

0,9
10
0,6

5
0,3

0,0 0
0 100 200 300 400 500 600 700 800 900 1000 1100 1200
n/(1/min)

11
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Asynchronmotor (Schleifringläufer)

Welche Aussagen zu der Belastungskennlinie sind korrekt?

b
c
d
e
f
g Bedingt durch das konstante Belastungsdrehmoment M
bleibt der Motorstrom nahezu unverändert
c Die Drehzahl verändert sich nur gering bei steigenden
d
e
f
g
Anlasserwerten Richtig!
b Die Drehzahl sinkt bei steigenden Anlasserwerten
c
d
e
f
g
c Bei höheren Anlasserwerten sinkt die Drehzahl nur
d
e
f
g
minimal, der Motorstrom bleibt konstant

12
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Asynchronmotor (Schleifringläufer)

Aufnahme mehrerer Belastungskennlinien mit der Software "ActiveDrive /


SimuLoad"

Erforderliche Einstellungen:

z Bremse:
{ Industrial Line: "PC Mode"

{ Classic Line: "Application Mode" ( Hinweis: beim Starten der Software


"SimuLoad" werden Sie auch aufgefordert den "Application Mode" zu
wählen)

Versuchsdurchführung:

z Starten Sie die Software "ActiveDrive / SimuLoad"


z Wählen Sie die Betriebsart "Drehzahlregelung"
z Der Motor soll in 20 Schritten bis zum Stillstand abgebremst werden (
Hinweis: Geben Sie in "ActiveDrive / SimuLoad" unter "Einstellungen" ->
"Vorgaben" -> "Rampe" die entsprechende Anzahl der Schritte ein!)
z Es soll für insgesamt 4 Anlasserwerte (siehe Tabelle) jeweils die
Belastungskennlinie des Asynchronmotors aufgenommen werden
z Beginnen Sie mit dem kleinstem Anlasserwert (0 Ohm)
z Alle Belastungskennlinien werden in einem Diagramm aufgenommen
z Beschriften und skalieren Sie das Diagramm entsprechend des abgebildeten
Platzhalters
z Folgende Parameter sollen aufgenommen werden:
{ Drehmoment M
(n)
z Exportieren Sie das erstellte Diagramm nach erfolgter Messung und ersetzen
Sie damit den untenstehenden Platzhalter
z Speichern Sie Einstellungen der Software "ActiveDrive / SimuLoad" für
spätere Versuche unter dem Dateinamen "eem5_Belastungskennlinie"

13
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Asynchronmotor (Schleifringläufer)

Platzhalter für Belastungskennlinie

Welche Aussagen zu den vier aufgenommenen Belastungskennlinien sind


korrekt?

c
d
e
f
g Mit abnehmenden Widerstand wird das Kippmoment in
Richtung des Anzugsmomentes verschoben
b Da der Läuferwiderstand durch den Anlasserwiderstand
c
d
e
f
g
erhöht wird, nimmt der Strom sowohl auf der
Primärseite (Ständerwicklung) als auch auf der
Sekundärseite (Läuferwicklung) des Motors ab
c Das Kippmoment wird mit zunehmenden
d
e
f
g Richtig!
Anlasserwiderstand in Richtung des Anzugsmomentes
verschoben. Die Phasenverschiebung zwischen Strom
und Spannung wird dabei immer grösser
b Mit zunehmenden Anlasserwiderstand wird das
c
d
e
f
g
Kippmoment in Richtung des Anzugsmomentes
verschoben. Die Phasenverschiebung zwischen
Spannung und Strom wird dabei immer kleiner

14
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Asynchronmotor (Schleifringläufer)

Messung der Läuferstillstandsspannung

Versuchsdurchführung:

z Verändern Sie die Beschaltung dem folgenden Schaltplan entsprechend


z Schalten Sie anschließend die Stromversorgung für die Ständerwicklung ein
z Messen Sie die Läuferspannung ULäufer

Schaltplan "Beschalten und Anlassen (Läuferstillstandsspannung)"

15
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Asynchronmotor (Schleifringläufer)

Wie hoch ist die gemessene Läuferstillstandsspannung ULäufer?


ULäufer 101_V Richtig!

Wodurch entsteht die Läuferstillstandsspannung?

j
k
l
m
n In die Messleitungen wird eine Spannung induziert, die
aufgrund des hohen Eingangswiderstandes des
Messgerätes erfasst und angzeigt wird
Richtig!
i Die Ständerwicklung induziert eine Spannung in die
j
k
l
m
n
Wicklung des Läufer, der Motor wirkt dadurch wie ein
Transformator

16
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Asynchronmotor (Schleifringläufer)

Lerninhalte: "Drehrichtungsänderung"
z Die Unterschiede für Rechts- und Linkslauf erkennen
z Den Motor für beide Drehrichtungen in Betrieb nehmen

Definition Drehrichtung
Schaut man von der Arbeitsmaschine (in unserem Fall von der Bremse) auf das
antreibende Wellenende des Motors, so ist bei einer Drehung im Uhrzeigersinn der
Drehsinn positiv. Hat ein Motor zwei nutzbare Wellenenden, so ist immer das dem
Lüfter, Kollektor, oder den Schleifringen gegenüberliegende Wellenende das
Wellenende, welches die Drehrichtung definiert.

Hinweis: Bei der "Classic-Line" (0,3KW & 1,0KW) ist jedoch die Drehrichtung der
Bremse entscheidend, d.h. falls der Motor rechtsherum, also in positiver Richtung
dreht, so zeigt das Steuergerät der Bremse eine negative Drehrichtung an. Es wird
also immer der Drehsinn der Bremse angezeigt.

17
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Asynchronmotor (Schleifringläufer)

Aufbauanleitung: "Drehrichtungsänderung"

z Bauen Sie die Schaltungen nach folgenden Schalt- und Aufbauplänen


auf
z Schalten Sie auch die Bremse ein, der Motor wird dabei nicht belastet

Nähere Informationen zu der Bremse finden Sie in der dazugehörigen (online-)


Dokumentation

Schaltplan "Drehrichtungänderung"

18
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Asynchronmotor (Schleifringläufer)

Aufbauplan "Drehrichtungsänderung"

Drehrichtungsänderung

Versuchsdurchführung:

z Schalten Sie den Motor ein und beobachten Sie ihn

Welche Drehrichtung hat der Motor?

i
j
k
l
m
n Der Motor hat Rechtsdrehsinn
Richtig!
j Der Motor hat Linksdrehsinn
k
l
m
n

19
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Asynchronmotor (Schleifringläufer)

z Schalten Sie den Motor aus und verändern Sie die Beschaltung dem folgenden
Schaltplan entsprechend
z Nehmen Sie den Motor wieder in Betrieb und beobachten ihn erneut

Schaltplan "Drehrichtungänderung"

20
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Asynchronmotor (Schleifringläufer)

Welche Drehrichtung hat der Motor?

j
k
l
m
n Der Motor hat Rechtsdrehsinn
Richtig!
i Der Motor hat Linksdrehsinn
j
k
l
m
n

Welche Methoden zur Drehrichtungsumkehr sind richtig?

j
k
l
m
n Vertauschen der Anschlüsse der Läuferwicklung
i Vertauschen zweier beliebiger Anschlüsse der
j
k
l
m
n
Ständerwicklung Richtig!
j Nur durch vertauschen von L2 & L1 der
k
l
m
n
Ständerwicklung

21
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Asynchronmotor (Schleifringläufer)

22
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Asynchronmotor (Schleifringläufer)

Lerninhalte: "Belastungskennlinie"
z Simulation verschiedener Lasten (Lastmaschinen) mit der Software
"ActiveDrive / SimuLoad"
z Parametrierung der Software mit den Lastspezifischen
Vorgabewerten (Lastkonstante- und Lastmoment)
z Aufnahme mehrerer Arbeitspunkte für unterschiedliche
Anlasserwerte
z Erkennen wie der Motor auf die unterschiedlichen Belastungen
reagiert

23
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Asynchronmotor (Schleifringläufer)

Aufbauanleitung: "Belastungskennlinie"

z Bauen Sie die Schaltungen nach folgendem Schalt- und Aufbauplan auf
z Schalten Sie auch die Bremse ein, der Motor wird dabei nicht belastet

Nähere Informationen zu der Bremse und der verwendeten Software finden Sie in
der dazugehörigen (online-) Dokumentation
Achten Sie auf den korrekten Anschluss des Strom-/ Spannungsmessers

Schaltplan "Belastungskennlinie"

24
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Asynchronmotor (Schleifringläufer)

Aufbauplan"Belastungskennlinie"

25
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Asynchronmotor (Schleifringläufer)

Aufnahme der Belastungskennlinie mit der simulierten Last


"Pumpe/ Ventilator" mittels der Software "ActiveDrive / SimuLoad"

Erforderliche Einstellungen:

z Bremse:
{ Industrial Line: "PC Mode"

{ Classic Line: "Application Mode" ( Hinweis: beim Starten der Software


"SimuLoad" werden Sie auch aufgefordert den "Application Mode" zu
wählen)
z Folgende Einstellungen sind anschließend in der Software "ActiveDrive" und
"SimuLoad" vorzunehmen:
{ Lastmaschine: "Pumpe/ Ventilator"

{ Lastkonstante: siehe Versuchdurchführung

z Folgende Einstellungen sind in der Software "ActiveDrive" vorzunehmen:


{ Markieren Sie unter "Ansicht" => "Messwertanzeigen" sämtliche

mechanischen und elektrischen Größen mit Ausnahme des Schlupfes


z Folgende Einstellungen sind in der Software "SimuLoad" (Classic-Line)
vorzunehmen:
{ Wählen Sie unter "Einstellung" ( ) => "Messbereiche" die Option
"Elektrische Größen bestimmen" aus

Versuchsdurchführung:

z Starten Sie die Software "ActiveDrive / SimuLoad" und öffnen Sie zunächst die
Datei "eem5_Belastungskennlinie" (siehe "Beschalten und Anlassen")
z Führen Sie anschließend die erforderlichen Einstellungen durch
z Folgender Parameter soll bei dieser Messung aufgenommen werden:
{ Drehmoment M
(n)
z Nehmen Sie den Motor in Betrieb und stellen den Anlasser auf 0 Ohm ein
z Starten Sie die Messung, erhöhen Sie langsam die Lastkonstante "I" bis die im
Parameterdialog angezeigte Leistung P2 ungefähr der Nennleistung des
Motors entspricht und speichern Sie diesen ersten "Arbeitspunkt"
z Verändern Sie nun den Anlasserwert entsprechend den vorgegebenen
Werten, warten einen Moment und speichern dann die weiteren Arbeitspunkte
z Exportieren Sie das erstellte Diagramm nach erfolgter Messung und ersetzen
Sie damit den untenstehenden Platzhalter
z Speichern Sie die Einstellungen unter den Dateinamen "eem5_Pumpe-
Ventilator"

Weitere Informationen zu der Lastmaschine "Pumpe/ Ventilator" und zur


Definition der Lastkonstanten "I" finden Sie in der (online-) Dokumentation der
Software "ActiveDrive / SimuLoad"

26
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Asynchronmotor (Schleifringläufer)

Platzhalter für Lastkennlinie "Pumpe-Ventilator"

Wie würden Sie den Kurvenverlauf des Lastmomentes der Lastmaschine


Pumpe/Ventilator beschreiben?

j
k
l
m
n Linear
i Quadratisch
j
k
l
m
n Richtig!
j Kubisch
k
l
m
n

Welchen Betrag hat die Lastkonstante "I" bei Nennleistung des Motors?
I= 25__ Richtig!

27
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Asynchronmotor (Schleifringläufer)

28
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

Auf den nächsten Seiten werden Sie folgende Übungen an dem


"Synchronmotor (Schleifringläufer)" durchführen:

z Beschalten und Anlassen


z Drehrichtungsänderung
z Phasenschieberbetrieb
z V-Kennlinien (Stabilitätsgrenzen)

29
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

30
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

Lerninhalte: Beschalten und Anlassen


z Die Anschlüsse des Motors erkennen
z Inbetriebnahme der Drehstrom Mehrfunktionsmaschine als
Synchronmotor
z Die Motorspannung und den Motorstrom messen
z Den Erregerstrom messen
z Den Motor mit unterschiedlichen Erregerströmen in Betrieb
nehmen
z Den Motor mit der Bremse in Betrieb nehmen
z Den Motor belasten
z Bestimmung des "Kippmomentes"

31
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

Aufbauanleitung: "Beschalten und Anlassen"

z Bauen Sie die Schaltungen nach folgenden Schalt- und Aufbauplänen


auf
z Schalten Sie auch die Bremse ein, der Motor wird dabei nicht belastet

Nähere Informationen zu der Bremse finden Sie in der dazugehörigen (online-)


Dokumentation
Achten Sie auf den korrekten Anschluss des Strom-/ Spannungsmessers

Schaltplan "Beschalten und Anlassen"

32
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

Aufbauplan "Beschalten und Anlassen"

Inbetriebnahme des Synchronmotors und Aufnahme von


Belastungskennlinien bei unterschiedlicher Erregung

Erforderliche Einstellungen:

z Bremse: Mode "Torque Control"


z Erregergerät: siehe Tabellen

33
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

Versuchsdurchführung:

z Nehmen Sie den Motor in Betrieb und beobachten ihn


z Bremsen Sie den Motor mit den in den Tabellen angegebenen Drehmomenten
ab
z Der jeweils einzustellende Erregerstrom ist der jeweiligen Tabelle zu
entnehmen
z Messen Sie dabei den Motorstrom "I" und die Drehzahl "n"
z Tragen Sie die gemessenen Werte in die Tabellen ein
z Sobald der Motor "ausser Tritt" gerät, ist dieser unverzüglich abzuschalten, die
ab diesem Zeitpunkt erfassten Messwerte für den Motorstrom sind zu
ignorieren

Schalten Sie zuerst die Ständerwicklung ein, warten einen Moment bis der Motor
angelaufen ist und erst dann wird die Läuferwicklung bzw. das Erregergerät
dazugeschaltet

Ierr.=0,75 A M/Nm 0,1 0,3 0,5 0,7 1


n/(1/min) 1500 1500 1500 1500 0
I/A 0,41 0,45 0,55 0,7 1

1,2 1500
I/A

n/(1/min)

1400
1300
1,0
1200
1100
0,8 1000
900
800
0,6
700
600
0,4 500
400
300
0,2
200
100
0,0 0
0,0 0,1 0,2 0,3 0,4 0,5 0,6 0,7 0,8 0,9 1,0
M/Nm

34
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

Ierr.=1,5 A M/Nm 0,1 0,5 1 1,5 2


n/(1/min) 1500 1500 1500 1500 0
I/A 0,28 0,34 0,52 0,59 1,8

2,0 1500
I/A

n/(1/min)

1400
1,8
1300
1,6 1200
1100
1,4
1000
1,2 900
800
1,0
700
0,8 600
500
0,6
400
0,4 300
200
0,2
100
0,0 0
0,0 0,5 1,0 1,5 2,0
M/Nm

Ierr.=3,0 A M/Nm 0,1 0,5 1 1,5 2 2,5


n/(1/min) 1500 1500 1500 1500 1500 0
I/A 0,12 0,22 0,37 0,48 0,73 1,9
2,0 1500
I/A

n/(1/min)

1400
1,8
1300
1,6 1200
1100
1,4
1000
1,2 900
800
1,0
700
0,8 600
500
0,6
400
0,4 300
200
0,2
100
0,0 0
0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5
M/Nm

35
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

Ierr.=4,0 A M/Nm 0,1 0,5 1 1,5 2 2,5 3


n/(1/min) 1500 1500 1500 1500 1500 1500 0
I/A 0,25 0,28 0,38 0,49 0,69 0,97 2

2,0 1500
I/A

n/(1/min)

1400
1,8
1300
1,6 1200
1100
1,4
1000
1,2 900
800
1,0
700
0,8 600
500
0,6
400
0,4 300
200
0,2
100
0,0 0
0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5
M/Nm

Tragen Sie passend zu den Erregerströmen die ermittelten Kippmomente ein,


bei denen der Motor "außer Tritt" gerät!
Mkipp (Ierr.=0,75A)= 0,7_Nm

Mkipp (Ierr.=1,50A)= 1,5_Nm


Richtig!
Mkipp (Ierr.=3,00A)= 2___Nm

Mkipp (Ierr.=4,00A)= 2,5_Nm

36
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

Welche Aussagen sind korrekt?

b
c
d
e
f
g Die Erhöhung des Erregerstromes bewirkt eine
Verschiebung des Kippmomentes zu höheren
Drehmomenten
c Bei zu starker Belastung verringert sich nur die
d
e
f
g
Drehzahl, der Motor arbeitet auch dann noch mit
Nennleistung Richtig!
c Die Erhöhung des Erregerstromes bewirkt eine
d
e
f
g
Verschiebung des Kippmomentes zu niedrigeren
Drehmomenten
b Bei zu starker Belastung fällt der Synchronmotor außer
c
d
e
f
g
Tritt

37
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

38
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

Lerninhalte: "Drehrichtungsänderung"
z Die Unterschiede für Rechts- und Linkslauf erkennen
z Den Motor für beide Drehrichtungen in Betrieb nehmen

Definition Drehrichtung
Schaut man von der Arbeitsmaschine (in unserem Fall von der Bremse) auf das
antreibende Wellenende des Motors, so ist bei einer Drehung im Uhrzeigersinn der
Drehsinn positiv. Hat ein Motor zwei nutzbare Wellenenden, so ist immer das dem
Lüfter, Kollektor, oder den Schleifringen gegenüberliegende Wellenende das
Wellenende, welches die Drehrichtung definiert.

Hinweis: Bei der "Classic-Line" (0,3KW & 1,0KW) ist jedoch die Drehrichtung der
Bremse entscheidend, d.h. falls der Motor rechtsherum, also in positiver Richtung
dreht, so zeigt das Steuergerät der Bremse eine negative Drehrichtung an. Es wird
also immer der Drehsinn der Bremse angezeigt.

39
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

Aufbauanleitung: "Drehrichtungsänderung"

z Bauen Sie die Schaltungen nach folgenden Schalt- und Aufbauplänen


auf
z Schalten Sie auch die Bremse ein, der Motor wird dabei nicht belastet

Nähere Informationen zu der Bremse finden Sie in der dazugehörigen (online-)


Dokumentation

Schaltplan "Drehrichtungänderung"

40
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

Aufbauplan "Drehrichtungänderung"

Drehrichtungsänderung

Versuchsdurchführung:

z Schalten Sie den Motor ein und beobachten Sie ihn

Welche Drehrichtung hat der Motor?

i
j
k
l
m
n Der Motor hat Rechtsdrehsinn
Richtig!
j Der Motor hat Linksdrehsinn
k
l
m
n

41
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

z Schalten Sie den Motor aus und verändern Sie die Beschaltung dem folgenden
Schaltplan entsprechend
z Nehmen Sie den Motor wieder in Betrieb und beobachten ihn erneut

Schaltplan "Drehrichtungänderung"

42
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

Welche Drehrichtung hat der Motor?

j
k
l
m
n Der Motor hat Rechtsdrehsinn
Richtig!
i Der Motor hat Linksdrehsinn
j
k
l
m
n

Welche Methoden zur Drehrichtungsumkehr sind richtig?

j
k
l
m
n Umpolen der Erregerspannung
i Vertauschen zweier beliebiger Anschlüsse der
j
k
l
m
n Richtig!
Ständerwicklung

43
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

44
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

Lerninhalte: "Phasenschieberbetrieb"
z Inbetriebnahme der Drehstrom Mehrfunktionmaschine als
Synchronmotor im Phasenschieberbetrieb
z Erzeugung von Unter- und Übererregung durch das Erregergerät
z Erkennen das der Synchronmotor Blindleistung aufnehmen kann
z Messtechnische Erfassung des Leistungsfaktors in Abhängigkeit
des Erregerstromes

45
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

Aufbauanleitung: "Phasenschieberbetrieb"

z Bauen Sie die Schaltungen nach folgendem Schalt- und Aufbauplan auf
z Schalten Sie auch die Bremse ein, der Motor wird dabei nicht belastet

Nähere Informationen zu der Bremse und der verwendeten Software finden Sie in
der dazugehörigen (online-) Dokumentation

Schaltplan "Phasenschieberbetrieb"

46
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

Aufbauplan "Phasenschieberbetrieb"

Inbetriebnahme des Synchronmotors und Betrieb als Phasenschieber

Erforderliche Einstellungen:

z Bremse: Mode "Torque Control"


z Konstantes Drehmoment (siehe Tabellen)

47
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

Versuchsdurchführung:

z Nehmen Sie den Motor in Betrieb und stellen Sie an der Bremse für jeden
Versuch ein konst. Drehmoment ein, dass Sie jeweils den folgenden Tabellen
entnehmen können
z Variieren Sie die Erregung anhand der vorgegebenen Werten in den Tabellen
z Messen Sie dabei den Leistungsfaktor cos φ
z Tragen Sie die gemessenen Werte in die Tabellen ein

Achten Sie auf den korrekten Anschluss des Strom-/ Spannungsmessers!

M = 0,1Nm Ierr./A 1 2 3 4
cos φ -0,33 -0,47 -0,78 0,4

1,0 Induktive Blindleistung


cos φ

0,9
0,8
0,7
0,6
0,5
0,4
0,3
0,2
0,1
0,0
-0,1
-0,2
-0,3
-0,4
-0,5
-0,6
-0,7
-0,8
-0,9 Kapazitive Blindleistung
-1,0
1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 4,0
Ierr./A

48
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

M = 0,5Nm Ierr./A 1 2 3 4
cos φ -0,55 -0,76 -0,94 0,87

1,0 Induktive Blindleistung


cos φ

0,9
0,8
0,7
0,6
0,5
0,4
0,3
0,2
0,1
0,0
-0,1
-0,2
-0,3
-0,4
-0,5
-0,6
-0,7
-0,8
-0,9 Kapazitive Blindleistung
-1,0
1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 4,0
Ierr./A

M = 1,0Nm Ierr./A 1,5 2 3 4


cos φ -0,74 -0,86 -0,98 0,96

1,0 Induktive Blindleistung


cos φ

0,9
0,8
0,7
0,6
0,5
0,4
0,3
0,2
0,1
0,0
-0,1
-0,2
-0,3
-0,4
-0,5 Kapazitive Blindleistung
-0,6
-0,7
-0,8
-0,9
-1,0
1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 4,0
Ierr./A

49
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

Bei welcher Art der Erregung wird induktive bzw. kapazitive Blindleistung
erzeugt?

c
d
e
f
g Bei Untererregung wird kapazitive Blindleistung erzeugt
b Bei Übererregung wird kapazitive Blindleistung erzeugt
c
d
e
f
g
Richtig!
c Bei Übererregung wird induktive Blindleistung erzeugt
d
e
f
g
b Bei Untererregung wird induktive Blindleistung erzeugt
c
d
e
f
g

Würde man den Synchronmotor als Blindleistungskompensator im Stromnetz


einsetzen wollen, welche der unten aufgeführten Zuordnungen von
Netzbelastung und Art der Erregung wären dann korrekt?

b
c
d
e
f
g In stark induktiv belasteten Netzen betreibt man den
Synchronmotor mit Übererregung als Phasenschieber
c Bei einer starken kapazitiven Belastung des Netzes
d
e
f
g
wird der Synchronmotor mit Übererregung als
Phasenschieber betrieben
Richtig!
c In stark induktiv belasteten Netzen betreibt man den
d
e
f
g
Synchronmotor mit Untererregung als Phasenschieber
b Bei einer starken kapazitiven Belastung des Netzes
c
d
e
f
g
wird der Synchronmotor mit Untererregung als
Phasenschieber betrieben

50
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

Lerninhalte: "V-Kennlinien"
z Inbetriebnahme der Drehstrom Mehrfunktionmaschine als
Synchronmotor
z Aufnahme der Kennlinien I=f(Ierr.) (V-Kennlinien)
z Erkennen das sich der Erregerstrom proportional zur Belastung
ändert
z Bestimmung der Stabilitätsgrenzen des Synchronmotors
z Messung des Motor- und Erregerstromes

Aufbauanleitung: "V-Kennlinien"

z Bauen Sie die Schaltungen nach folgendem Schalt- und Aufbauplan auf
z Schalten Sie auch die Bremse ein, der Motor wird dabei nicht belastet

Nähere Informationen zu der Bremse und der verwendeten Software finden Sie in
der dazugehörigen (online-) Dokumentation

51
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

Schaltplan "V-Kennlinien"

52
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

Aufbauplan "V-Kennlinien"

Inbetriebnahme des Synchronmotors und Aufnahme der V-Kennlinien

Erforderliche Einstellungen:

z Bremse: Mode "Torque Control"


z Erregergerät: siehe Tabelle

53
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

Versuchsdurchführung:

z Bremsen Sie den Motor mit den in der Tabelle angegebenen Drehmomenten
ab
z Beginnen Sie mit dem kleinsten Drehmoment und jeweils dem höchsten
Erregerstrom
z Der einzustellende Erregerstrom ist ebenfalls der Tabelle zu entnehmen
z Messen Sie dabei den Motorstrom und tragen die Messergebnisse in die
Tabelle ein
z Sobald der Motor "ausser Tritt" gerät, ist dieser unverzüglich abzuschalten, die
ab diesem Zeitpunkt erfassten Messwerte für den Motorstrom sind zu
ignorieren

Ierr./A 1 1,5 2 2,5 3 3,5 4


M=0,6Nm Imot./A 0,46 0,36 0,3 0,26 0,25 0,25 0,27
M=1,2Nm Imot./A 0,48 0,43 0,41 0,42 0,44
M=1,8Nm Imot./A 0,71 0,63 0,62 0,62

0,8 0,8 0,8


Imotor/A (M=1,8Nm)

Imotor/A (M=1,2Nm)

Imotor/A (M=0,6Nm)

0,7 0,7 0,7

0,6 0,6 0,6

0,5 0,5 0,5

0,4 0,4 0,4

0,3 0,3 0,3

0,2 0,2 0,2

0,1 0,1 0,1

0,0 0,0 0,0


1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 4,0 4,5 5,0 5,5 6,0 6,5 7,0 7,5 8,0 8,5 9,0 9,5 10,0
Ierr./A

Bei welcher Erregung gibt der Motor kapazitive Blindleistung ab?

j
k
l
m
n Bei Untererregung
Richtig!
i Bei Übererregung
j
k
l
m
n

54
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

Wie verhält sich der Synchronmotor bei Verringerung des Erregerstromes bis
unter die Stabilitätsgrenze?

c
d
e
f
g Die Drehzahl verändert sich nicht merklich
b Der Motor gerät ausser Tritt
c
d
e
f
g
c Das Drehmoment steigt immer stärker, je unruhiger der
d
e
f
g Richtig!
Motor läuft
b Mit Unterschreiten der Stabilitätsgrenze fällt die
c
d
e
f
g
Drehzahl stark ab

55
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchronmotor (Schleifringläufer)

56
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Auf den nächsten Seiten werden Sie folgende Übungen an dem


"Synchrongenerator (Schleifringläufer)" durchführen:

z Beschalten und Anlassen


z Belastungskennlinie
z Netzsynchronisation

57
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

58
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Lerninhalte: "Beschalten und Anlassen"


z Inbetriebnahme der Drehstrommehrfunktionsmaschine
als Synchrongenerator
z Messen der Generatorspannung bei konst. Drehzahl und
variablen Erregerstrom
z Messen der Generatorspannung bei konst. Erregung und
variabler Drehzahl

Aufbauanleitung: "Beschalten und Anlassen"

z Bauen Sie die Schaltungen nach folgenden Schalt- und Aufbauplänen


auf
z Schalten Sie auch die Bremse ein, die Maschine wird dabei nicht
belastet

Informationen zu der Bremse finden Sie in der dazugehörigen (online-)


Dokumentation

Achten Sie auf den korrekten Anschluss des Strom-/ Spannungsmessers

Schaltplan "Beschalten und Anlassen"

59
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Aufbauplan "Beschalten und Anlassen"

Inbetriebnahme des Synchrongenerators und Messung der


Generatorspannung bei unterschiedlicher Erregung und konstanter Drehzahl

Erforderliche Einstellungen:

z Bremse: Mode "Speed Control"


z Drehzahl: Synchrondrehzahl (siehe Nenndaten der Drehstrom
Mehrfunktionsmaschine)
z Drehrichtung der Bremse: positive Drehrichtung
z Erregergerät: siehe Tabelle

60
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Versuchsdurchführung:

z Betreiben Sie die Bremse als Antriebsmotor für den Synchrongenerator


z Nehmen Sie die Bremse in Betrieb und stellen Sie für die Drehzahl die
Synchrondrehzahl der Drehstrommehrfunktionsmaschine ein
z Der jeweils einzustellende Erregerstrom ist der Tabelle zu entnehmen
z Messen Sie dabei die Generatorspannung "U2"
z Tragen Sie die gemessenen Werte in die Tabelle ein

Ierr./A 0,5 1 1,5 2 2,5 3 3,5 4


U2/V 140 254 289,5 355 379 398 412 423

500
U2/ V

450
400
350
300
250
200
150
100
50
0
0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 4,0
Ierr./ A

Bei welchem Erregerstrom erreicht der Synchrongenerator sein Nennspannung?


Ierr.= 3___A Richtig!

61
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Inbetriebnahme des Synchrongenerators und Messung der


Generatorspannung bei variierender Drehzahl und konstanter Erregung

Erforderliche Einstellungen:

z Bremse: Mode "Speed Control"


z Drehzahl: siehe Tabelle
z Drehrichtung der Bremse: positive Drehrichtung
z Erregergerät: siehe Tabelle

Versuchsdurchführung:

z Betreiben Sie die Bremse als Antriebsmotor für den Synchrongenerator


z Nehmen Sie die Bremse in Betrieb und entnehmen der Tabelle die Werte für
die Drehzahl
z Der Erregerstrom ist ebenfalls der Tabelle zu entnehmen
z Messen Sie dabei die Generatorspannung "U2"
z Beobachten Sie auch ob das von dem Antriebsmotor aufgebrachte
Drehmoment

Ierr.=3A n/(1/min) 500 750 1000 1250 1500


U2/V 153 213 276 336 399

500
U2/ V

450
400
350
300
250
200
150
100
50
0
0 100 200 300 400 500 600 700 800 900 1000 1100 1200 1300 1400 1500
n/(1/min)

62
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Wie verhält sich das von dem Antriebsmotor aufgebrachte Drehmoment und
warum verhält es sich so?

c
d
e
f
g Bei kleinerem Erregerstrom kann eine höhere
Spannung in den Läuferkreis induziert werden, wodurch
das Drehmoment des Antriebsmotors (Bremse) steigt
b Steigt der Erregerstrom, so wird das Rotormagnetfeld
c
d
e
f
g
stärker, hierdurch erhöht sich auch das erforderliche
Drehmoment
Richtig!
c Verringert sich der Erregerstrom nimmt auch der
d
e
f
g
Generator weniger elektrische Energie auf, das
erforderliche Drehmoment steigt
b Verringert man den Erregerstrom nimmt auch der
c
d
e
f
g
Generator weniger mechanische Energie auf, das
erforderliche Drehmoment sinkt

63
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

64
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Lerninhalte: "Belastungskennlinie"
z Inbetriebnahme der Drehstrommehrfunktionsmaschine
als Synchrongenerator
z Messen der Generatorspannung bei konst. Erregung und
Drehzahl bei variabler Belastung

65
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Aufbauanleitung: "Belastungskennlinie"

z Bauen Sie die Schaltungen nach folgenden Schalt- und Aufbauplänen


auf
z Schalten Sie auch die Bremse ein, die Maschine wird dabei nicht
belastet

Nähere Informationen zu der Bremse finden Sie in der dazugehörigen (online-)


Dokumentation
Achten Sie auf den korrekten Anschluss des Strom-/ Spannungsmessers

Schaltplan "Belastungskennlinie"

66
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Aufbauplan "Belastungskennlinie"

Aufnahme einer Belastungskennlinie bei konstanter Erregung und Drehzahl

Erforderliche Einstellungen:

z Bremse: Mode "Speed Control"


z Drehzahl: Synchrondrehzahl (siehe Nenndaten der Drehstrom
Mehrfunktionsmaschine)
z Drehrichtung der Bremse: positive Drehrichtung
z Erregergerät: siehe Tabelle
z Belastungswiderstand: siehe Tabelle

67
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Versuchsdurchführung:

z Betreiben Sie die Bremse als Antriebsmotor für den Synchrongenerator


z Nehmen Sie die Bremse in Betrieb und stellen Sie für die Drehzahl die
Synchrondrehzahl der Drehstrommehrfunktionsmaschine ein
z Beginnen Sie mit dem kleinsten Wert für den Belastungswiderstand
z Der jeweils einzustellende Wert für den Belastungswiderstand ist der Tabelle
zu entnehmen
z Messen Sie dabei die folgenden Größen:
{ Generatorspannung "U"

{ Generatorstrom "I"

{ Generatorscheinleistung "S"

z Tragen Sie die gemessenen Werte in die Tabelle ein

Ierr.=4A
Ra/Ohm I/A U/V S/VA
2000 0,22 220 49
1500 0,28 215 60
1300 0,31 213 66
1200 0,33 210 70
1100 0,35 208 73

250 100
U/V

S/VA

225 90
200 80
175 70
150 60
125 50
100 40
75 30
50 20
25 10
0 0
0,00 0,05 0,10 0,15 0,20 0,25 0,30 0,35 0,40 0,45 0,50
I/A

68
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Welche Aussagen zu der Belastungskennlinie treffen zu?

c
d
e
f
g Bei Belastung des Generators steigt die
Generatorspannung geringfügig an
c Die Scheinleistung ist lastunabhängig konstant
d
e
f
g
b Bei Belastung des Generators fällt die
c
d
e
f
g Richtig!
Generatorspannung geringfügig ab
b Die erzeugte Scheinleistung steigt linear mit steigender
c
d
e
f
g
Belastung des Generators an

69
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

70
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Lerninhalte: "Netzsynchronisation"
z Inbetriebnahme der Drehstrommehrfunktionsmaschine
als Synchrongenerator
z Netzsynchronisation mit Hilfe der Dunkel-,Hell- und
Umlaufschaltung
z Netzsynchronisation mittels Doppelfrequenz- und
Doppelspannungsmesser und Synchronoskop bzw.
Nullspannungsmesser
z Ermittlung des Synchronisierzeitpunktes
z Erzeugung von kapazitiver und induktiver Blindleistung
z Messen der Generatorleistung bei variabler Antriebsleistung

71
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Aufbauanleitung: "Netzsynchronisation (Classic-Line)"

z Bauen Sie die Schaltungen nach folgenden Schalt- und Aufbauplänen


auf
z Schalten Sie auch die Bremse ein, die Maschine wird dabei nicht
belastet

Nähere Informationen zu der Bremse finden Sie in der dazugehörigen (online-)


Dokumentation

Schaltplan "Netzsynchronisation (Dunkelschaltung)"

72
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Aufbauplan "Netzsynchronisation (Dunkelschaltung)"

Netzsynchronisation auf das lokale Stromnetz mit


unterschiedlichen Verfahren
Bei allen Synchronisierverfahren ist grösste Aufmerksamkeit und Vorsicht
erforderlich!
Der Generator darf auf keinem Fall asynchron auf das Netz geschaltet werden!

Erforderliche Einstellungen (alle Verfahren):

z Bremse: Mode "Torque Control"


z Keypad: Codestelle "0037" anwählen
z Drehzahl: Vorgabe der Synchrondrehzahl über das Keypad (Codestelle
"0037")
z Drehrichtung der Bremse: positive Drehrichtung
z Erregergerät: Nennerregung der Drehstrommehrfunktionsmaschine einstellen

73
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Netzsynchronisation mittels der Dunkelschaltung

Versuchsdurchführung (Dunkelschaltung):

z Betreiben Sie die Bremse als (Servo-) Antriebsmotor für den


Synchrongenerator
z Nehmen Sie die Bremse in Betrieb und stellen Sie am Keypad (Codestelle
"0037") für die Drehzahl die Synchrondrehzahl der
Drehstrommehrfunktionsmaschine ein
z Geben Sie durch drücken des entsprechenden Tasters (Torque "Set Value")
am Steuergerät ein negatives Drehmoment vor, damit der Servomotor anläuft
z Schalten Sie das Erregergerät ein
z Sollten die Lampen im Wechsel aufleuchten, so muss eine Phase am
Generator getauscht werden
z Variieren Sie die Drehzahl mit Hilfe des Keypads so, dass sämtliche
Glühlampen dunkel sind
z Betätigen Sie im richtigen Moment - wenn alle Glühlampen dunkel sind -
den Motorschutzschalter Q1 und schalten damit den Generator auf das Netz
z Die Synchronisierung ist damit abgeschlossen
z Beobachten Sie den Generator
z Trennen Sie anschließend den Generator wieder vom Netz und stoppen den
Servomotor
z Schalten Sie auch das Erregergerät ab

74
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Netzsynchronisation mittels der Hellschaltung

Versuchsdurchführung (Hellschaltung):

z Verändern Sie die Beschaltung dem folgenden Schaltplan entsprechend

Schaltplan "Netzsynchronisation (Hellschaltung)"

75
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Versuchsdurchführung (forts. Hellschaltung):

z Nehmen Sie die Bremse wieder in Betrieb (siehe "Dunkelschaltung")


z Sollten die Lampen im Wechsel aufleuchten, so muss eine Phase am
Generator getauscht werden
z Variieren Sie die Drehzahl mit Hilfe des Keypads so, dass sämtliche
Glühlampen aufleuchten
z Betätigen Sie im richtigen Moment - wenn alle Glühlampen am hellsten
leuchten - den Motorschutzschalter Q1 und schalten damit den Generator auf
das Netz
z Die Synchronisierung ist damit abgeschlossen
z Beobachten Sie den Generator
z Trennen Sie anschließend den Generator wieder vom Netz und stoppen den
Servomotor
z Schalten Sie auch das Erregergerät ab

76
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Netzsynchronisation mittels der Umlaufschaltung

Versuchsdurchführung (Umlaufschaltung):

z Verändern Sie die Beschaltung dem folgenden Schaltplan entsprechend

Schaltplan "Netzsynchronisation (Umlaufschaltung)"

77
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Versuchsdurchführung (forts. Umlaufschaltung):

z Nehmen Sie die Bremse wieder in Betrieb (siehe "Dunkelschaltung")


z Variieren Sie die Drehzahl mit Hilfe des Keypads so, dass die linke Glühlampe
im Schaltplan dunkel ist und die beiden anderen Glühlampen aufleuchten
z Betätigen Sie im richtigen Moment - wenn die linke Glühlampe dunkel ist
und beide anderen Glühlampen am hellsten leuchten -
den Motorschutzschalter Q1 und schalten damit den Generator auf das Netz
z Die Synchronisierung ist damit abgeschlossen
z Beobachten Sie den Generator
z Trennen Sie anschließend den Generator wieder vom Netz und stoppen den
Servomotor
z Schalten Sie auch das Erregergerät ab

Welche Aussagen zu der Hell,- Dunkel- und Umlaufschaltung sind korrekt?

c
d
e
f
g Dunkelschaltung: Alle Lampen liegen in einem Strang
b
c
d
e
f
g Hellschaltung: Je eine Lampe liegt immer zwischen
zwei Strängen
c
d
e
f
g Umlaufschaltung: Kombinierte Anordnung der Lampen,
eine Lampe in einem Strang und zwei Lampen
zwischen den beiden anderen Strängen, daher leuchtet
eine Lampe und die anderen bleiben dunkel
Richtig!
b
c
d
e
f
g Dunkelschaltung: In je einem Strang liegt eine Lampe
c
d
e
f
g Hellschaltung: Die Lampen sind jeweils in einem Strang
verschaltet
b
c
d
e
f
g Umlaufschaltung: Kombinierte Anordnung der Lampen,
eine Lampe im Strang und zwei Lampen zwischen den
Strängen, daher leuchten zwei Lampen und die andere
bleibt dunkel

Was ist bei der Hellschaltung zu beachten?

j
k
l
m
n Bei der Hellschaltung spielt das Drehfeld des
Synchrongenerators keine Rolle für den Synchronismus
Richtig!
i Bei der Hellschaltung braucht beim hellsten Aufleuchten
j
k
l
m
n
der Glühlampen kein Synchronismus vorzuliegen

78
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Wann sollten zwei Außenleiter des Synchrongenerators vertauscht werden?

j
k
l
m
n Diese Maßnahme ist dann erforderlich wenn das
Stromnetz, an dem der Generator betrieben werden
soll, ein korrektes Rechtssdrehfeld hat
j Bei der Hellschaltung sollte dies nur erfolgen wenn die
k
l
m
n
Richtig!
Glühlampen nicht zyklisch aufleuchten
i Sobald die Glühlampen (Hell- oder Dunkelschaltung)
j
k
l
m
n
zyklisch aufleuchten ist das Tauschen der Aussenleiter
unbedingt notwendig

Was geschieht, wenn der Generator asynchron auf das Netz geschaltet wird?

j
k
l
m
n Aufgrund der Tatsache das sowieso ein
Motorschutzschalter im Stromkreis integriert ist, kann
garnichts passieren
Richtig!
i Sollte der Generator asynchron auf das Netz gefahren
j
k
l
m
n
werden, so treten sehr hohe kurzschlussartige Ströme
auf, die sowohl Mensch als auch Material gefährden

79
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Netzsynchronisation
mittels Doppelfrequenzmesser, Doppelspannungsmesser und Synchronoskop

Versuchsdurchführung:

z Verändern Sie die Beschaltung dem folgenden Schalt- und Aufbauplan


entsprechend

Schaltplan "Netzsynchronisation"
(Doppelfrequenzmesser, Doppelspannungsmesser und Synchronoskop)

80
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Aufbauplan "Netzsynchronisation"
(Doppelfrequenzmesser, Doppelspannungsmesser und Synchronoskop)

81
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Versuchsdurchführung (forts.):

z Betreiben Sie die Bremse als (Servo-) Antriebsmotor für den


Synchrongenerator
z Nehmen Sie die Bremse in Betrieb und stellen Sie am Keypad (Codestelle
"0037") für die Drehzahl die Synchrondrehzahl des Synchrongenerators ein
z Geben Sie durch drücken des entsprechenden Tasters am Steuergerät
ein negatives Drehmoment vor, damit der Servomotor anläuft
z Schalten Sie das Erregergerät ein
z Variieren Sie die Drehzahl mit Hilfe des Keypads solange bis:
{ der Doppelfrequenz- und der Doppelspannungsmesser für beide

Stromkreis dieselben Messwerte anzeigen und


{ das Synchronoskop stillsteht

z Sobald diese Bedingungen erfüllt sind betätigen Sie den Motorschutzschalter


Q1 und schalten damit den Generator auf das Netz
z Die Synchronisierung ist damit abgeschlossen
z Beobachten Sie den Generator
z Trennen Sie anschließend den Generator wieder vom Netz und stoppen den
Servomotor
z Schalten Sie auch das Erregergerät ab

82
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Netzsynchronisation mittels Doppelfrequenzmesser,


Doppelspannungsmesser und Nullspannungsmesser

Versuchsdurchführung:

z Verändern Sie die Beschaltung dem folgenden Schalt- und Aufbauplan


entsprechend

Schaltplan "Netzsynchronisation"
(Doppelfrequenzmesser, Doppelspannungsmesser und Nullspannungsmesser)

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EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Aufbauplan "Netzsynchronisation"
(Doppelfrequenzmesser, Doppelspannungsmesser und Nullspannungsmesser)

Versuchsdurchführung (forts.):

z Nehmen Sie die Bremse wieder in Betrieb (siehe "Netzsynchronisation mittels


Doppelfrequenzmesser, Doppelspannungsmesser und Synchronoskop")
z Variieren Sie die Drehzahl mit Hilfe des Keypads solange bis:
{ der Doppelfrequenz- und der Doppelspannungsmesser für beide

Stromkreis dieselben Messwerte anzeigen und


{ der Nullspannungsmesser 0V anzeigt

z Sobald diese Bedingungen erfüllt sind betätigen Sie den Motorschutzschalter


Q1 und schalten damit den Generator auf das Netz
z Die Synchronisierung ist damit abgeschlossen

84
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Erzeugung kapazitiver und induktiver Blindleistung (am synchronisiertem


Generator)

z Tragen Sie für die Drehzahl am Keypad (Codestelle "0037") eine um ca. 1%
höhere Drehzahl als die Synchrondrehzahl ein
z Erhöhen Sie das Antriebsmoment auf den in der Tabelle vorgegebenen Wert
z Variieren Sie stufenweise den Erregerstrom entsprechend den Werten in der
untenstehenden Tabelle
z Messen Sie dabei die vom Generator abgegebene elektrische Leistung P, die
Blindleistung Q und den Leistungsfaktor cos φ
z Tragen Sie die gemessenen Werte in die Tabelle ein

M=0,4Nm
Ierr./A P/W Q/W cos φ
0,5 9 93 -0,1
1 13 74 -0,17
1,5 15 56 -0,26
2 17 43 -0,37
2,5 19 28 -0,55
3 19 18 -0,75
3,5 19 15 -0,78
4 19 23 0,63

1,0 500 50
P/W
Q/var
cos φ

0,9
0,8 450 45
0,7
0,6 400 40
0,5
0,4 350 35
0,3
0,2 300 30
0,1
0,0 250 25
-0,1
-0,2 200 20
-0,3
-0,4 150 15
-0,5
-0,6 100 10
-0,7
-0,8 50 5
-0,9
-1,0 0 0
0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 4,0
Ierr./A

85
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Welche Aussagen zur Erregung des Synchrongenerators bezogen auf die


Messwerte treffen zu?

b
c
d
e
f
g Bei Untererregung gibt der Generator kapazitive
Blindleistung in das Netz ab
c Bei Untererregung gibt der Generator induktive
d
e
f
g
Blindleistung in das Netz ab
Richtig!
c Bei Übererregung nimmt der Generator kapazitive
d
e
f
g
Blindleistung aus dem Netz auf
b Bei Übererregung gibt der Generator induktive
c
d
e
f
g
Blindleistung in das Netz ab

86
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Messen der Generatorleistung bei variabler Antriebsleistung (am


synchronisiertem Generator)

z Tragen Sie für die Drehzahl am Keypad (Codestelle "0037") eine um ca. 1%
höhere Drehzahl als die Synchrondrehzahl ein
z Stellen Sie am Erregergerät eine konstante Erregung ein (siehe
untenstehende Tabelle)
z Variieren Sie stufenweise das Antriebsmoment entsprechend den Werten in
der Tabelle
z Messen Sie dabei die vom Generator abgegebene elektrische Leistung
PStrang (Pstr.) und PErregung (Perr.)
z Berechnen Sie anhand der Drehzahl und des Drehmomentes die
aufgenommene mechanische Leistung Pmech.
z Berechnen Sie aus den ermittelten Größen den Wirkungsgrad η
des Synchrongenerators
z Berücksichtigen Sie dabei auch die vom Generator aufgenommene Leistung
PErregung für die Erregung des Läufers
z Trennen Sie anschließend nach erfolgter Messung den Generator vom Netz
und stoppen den Servomotor
z Schalten Sie auch das Erregergerät ab

Ierr.=4A 3*Pstr.= Perr.+Pmech= P2/P1*100=


M/Nm Pstr./W P2/W Perr./W Pmech./W P1/W η/%
0,5 25 75 103 79 182 41
1 54 162 103 157 260 62
1,5 70 210 103 236 339 62
2 104 312 103 314 417 75
2,5 129 387 103 393 496 78

100 500 500


P1/W

P2/W
η/%

90 450 450
80 400 400
70 350 350
60 300 300
50 250 250
40 200 200
30 150 150
20 100 100
10 50 50
0 0 0
0,00 0,25 0,50 0,75 1,00 1,25 1,50 1,75 2,00 2,25 2,50
M/Nm

87
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
Synchrongenerator (Schleifringläufer)

Wie verhält sich die Drehzahl des Generators beim erhöhen der
Antriebsleistung?

j
k
l
m
n Die Drehzahl verringert sich geringfügig
i Der Generator ist durch Frequenz und Spannung an
j
k
l
m
n
Richtig!
das Stromnetz gebunden
j Die Drehzahl erhöht sich geringfügig
k
l
m
n

Welche Aussagen zu dem Synchrongenerator sind korrekt?

b
c
d
e
f
g Möchte man in einem induktiv oder kapazitiv belasteten
Netz eine Kompensation durch den Generator erzielen,
so kann man dies nur durch eine gezielte Unter- oder
Übererregung erreichen
c
d
e
f
g Die Wirkleistung des Generators wird nur durch seine
Erregung beeinflusst
Richtig!
c
d
e
f
g Die Blindleistung eines Generators kann nur durch
Veränderung der Synchrondrehzahl geändert werden
c
d
e
f
g Eine Veränderung der Blindleistung hat in der Praxis
keinerlei Bedeutung
b
c
d
e
f
g Eine Wirkleistungserhöhung ist nur durch eine
Erhöhung der mechanischen Antriebsleistung möglich

88
EEM5 Drehstrom Mehrfunktionsmaschinen
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