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Moritz Weber

Basiswissen Mathematik
auf Arabisch und Deutsch
Ein zweisprachiger Vorkurs
für Studienanfänger in mathematisch-
naturwissenschaftlichen Fächern
‫‪Basiswissen Mathematik‬‬
‫‪auf Arabisch und Deutsch‬‬
‫أساسيات في الرياضيات باللغتين العربية واأللمانية‬
Moritz Weber

Basiswissen Mathematik
auf Arabisch und Deutsch
‫أساسيات في الرياضيات باللغتين العربية واأللمانية‬
Ein zweisprachiger Vorkurs
für Studienanfänger in mathematisch-
naturwissenschaftlichen Fächern
Moritz Weber
Fachrichtung Mathematik
Universität des Saarlandes
Saarbrücken, Deutschland

ISBN 978-3-662-58070-7 ISBN 978-3-662-58071-4  (eBook)


https://doi.org/10.1007/978-3-662-58071-4

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‫ ون أﺗﻰ ﻣ اﻷﺟ ﺎس اﻟﻘﺎﺻ ﺔ ﻋّﺎ واﻷﻣ‬،‫واﻗ ﺎء اﻟ ﻣ أﯾ أﺗﻰ‬ ‫ﺎن اﻟ‬ ‫ﻲ ﻣ اﺳ‬ ‫“ﯾ ﻐﻲ ﻟ ﺎ أن ﻻ ﻧ‬
”.‫اﻟ ﺎﯾ ﺔ ﻟ ﺎ‬
(٨٧٣-٨٠٠) ‫أﺑ ﯾ ﺳﻒ ﻌﻘ ب ﺑ إﺳ ﺎق اﻟ‬

“Wir sollten uns nicht schämen die Wahrheit anzuerkennen gleich von welcher Quelle
sie zu uns kam, selbst wenn sie uns von früheren Generationen oder fremden
Menschen übermittelt wurde.”
Abu Ya’qub ibn Ishaq al-Kindi (800-873)
Vorwort

Für das Hochschulstudium von Fächern im MINT-Bereich (etwa Biologie, Chemie, Phy-
sik, Informatik oder Ingenieurswissenschaften sowie Mathematik) ist die Mathematik ein
grundlegendes Werkzeug. Es ist daher unerlässlich sich seines Basiswissens in der Ma-
thematik zu vergewissern, wenn man ein derartiges Hochschulstudium beginnt, und das
vorliegende Buch soll dabei eine Stütze sein. Es weist folgende drei wesentliche Merkma-
le auf:
(1)Wir haben eine knappe und kompakte Stoffauswahl getroffen, die keinerlei Anspruch
auf Vollständigkeit erhebt.
(2)Unsere Vorgehensweise beruht eher auf Anschaulichkeit und auf Beispielen anstatt auf
einem hohen technischen Detailgrad oder gar mathematischen Beweisen.
(3)Das Buch ist zwei-sprachig verfasst, auf deutsch und auf arabisch.
Das Buch ist aus dem Skript eines Auffrischungskurses Mathematik für Geflüchtete“

entstanden, der seit 2016 zweimal pro Jahr an der Universität des Saarlandes durchgeführt
wird. Der Kurs ist für eine Laufzeit von sechs Wochen konzipiert, mit zwei Vorlesungen à
90 Minuten pro Woche sowie einer Übung von ebenfalls 90 Minuten. Dieser sehr begrenzte
Zeitraum erklärt obiges Merkmal (1).
Ziel des Kurses ist es bestehendes mathematisches Wissen bei den Teilnehmern aufzu-
frischen und auf einen mathematischen Eingangstest der Universität des Saarlandes vor-
zubereiten. Wir versuchen also erklärtermaßen nicht neues Wissen zu vermitteln, sondern
lediglich möglicherweise in Vergessenheit geratenes Wissen zu reaktivieren. Aus Teilneh-
mersicht besteht ein großes Interesse daran, mit konkreten Werkzeugen und Techniken zur
Lösung von Aufgaben des Tests ausgestattet zu werden, was Merkmal (2) begründet.
Hintergrund jenes Eingangstests ist ein seit Oktober 2015 an der Universität des Saar-
landes bestehendes Programm, das anerkannten Geflüchteten, die ihre Zeugnisse nicht
vorlegen (und damit ihre Hochschulzugangsberechtigung nicht nachweisen) können, ein
Studium im nicht zulassungsbeschränkten MINT-Bereich ermöglicht. Voraussetzung dafür
ist, dass die Bewerber einen Eignungstest bestehen und erfolgreich einen einjährigen
Deutschkurs absolvieren. Jener Eignungstest besteht neben einem halb-stündigen Stu-
dierfähigkeitstest in einem zweieinhalb-stündigen Mathematiktest; letzterer orientiert sich
inhaltlich am Stoff des deutschen Abiturs in der Mathematik auf Grundkursniveau. Auf

vi
‫ﻣ ﺧﻞ‬

‫ٍ‬
‫أﺳﺎس ﻟﻔ وع اﻟـ ‪ MINT‬اﻟ ﺎﻣﻌ ﺔ )ﻋﻠ اﻷﺣ ﺎء‪ ،‬اﻟ ﺎء‪ ،‬اﻟﻔ ﺎء‪ ،‬اﻟ ﻌﻠ ﻣﺎﺗ ﺔ‪ ،‬اﻟ ﺎﺿ ﺎت‬ ‫ﺗﻌ ّ اﻟ ﺎﺿ ﺎت ﺣ‬
‫أﺳﺎﺳ ﺎت اﻟ ﺎﺿ ﺎت ﻟ ﯾ ّد اﻟ ء ﺑ راﺳﺔ أﺣ ﻫ ﻩ اﻟﻔ وع‪ ،‬وﻫ ا ﻣﺎ ﻔ ض‬ ‫واﻟﻌﻠ م اﻟﻬ ﺳ ﺔ(‪ .‬ﻟ ﻟ ﻻ ﺑ ّ ﻣ ﺗ‬
‫أن ﺎﻋ َ ﻫ ا اﻟ ﺎب ﻓﻲ اﻟ ﺻ ل إﻟ ﻪ‪.‬‬
‫اﻟ ﺎت اﻟ ﻼث اﻷﺳﺎﺳ ﺔ ﻟﻬ ا اﻟ ﺎب‪:‬‬
‫ﻻ ﯾ ّ ﻋﻲ ﻫ ا اﻟ ﺎب اﻟ ﺎل‪.‬‬ ‫ﻣ ﺟ وﻣ‬ ‫)‪ (۱‬ﻟﻘ ﺗ ّ اﺧ ﺎر ﻣ‬
‫ﻋﻠﻰ درﺟﺔ ﻋﺎﻟ ﺔ ﻣ اﻟ ﻔﺎﺻ ﻞ اﻟ ﻘ ﺔ أو ﺣ ﻰ اﻟ اﻫ‬ ‫)‪ (۲‬ﻌ أﺳﻠ ﺎ ﻋﻠﻰ اﻟ ﺿ ح واﻷﻣ ﻠﺔ ﺑ ﻻً ﻣ اﻟ‬
‫اﻟ ﺎﺿ ﺔ‪.‬‬
‫)‪ (۳‬اﻟ ﺎب ﺛ ﺎﺋﻲ اﻟﻠﻐﺔ‪ ،‬ﺎﻟﻌ ﺔ واﻷﻟ ﺎﻧ ﺔ‪.‬‬
‫ّ‬
‫ﻟﻼﺟ ”‪ ،‬واﻟ ﻲ ﺗﻘﺎم ﻣ ﺗ ﻓﻲ اﻟ ﺔ ﻣ ﻋﺎم ‪2016‬‬ ‫ﻧ ﺄة اﻟ ﺎب ﺗﺄﺗﻲ ﻣ ﻧ ”دورة اﻟ ﺎﺿ ﺎت ﻟ ﯾ اﻟ ﻌﻠ ﻣﺎت ّ‬
‫ﻛﻞ أﺳ ع ﺗﻘﺎم ﻣ ﺎﺿ ﺗ ﻧ ّ وﻣ ﺎﺿ ٌة‬ ‫ّ‬ ‫ﻓﻲ‬ ‫ﻊ‪،‬‬ ‫ﻫ ﻩ اﻟ ورة ﻟ ّرس ﻟ ّ ة ﺳ ّﺔ أﺳﺎﺑ‬ ‫ﻓﻲ ﺟﺎﻣﻌﺔ اﻟ ﺎرﻻﻧ ‪ .‬ﺗ ّ ﺗ‬
‫ﻛﻞ ﻣ ﻬﺎ ﺗ ﻌ ن دﻗ ﻘﺔ‪.‬‬‫ﻋ ﻠ ﺔ‪ ،‬ﻣ ّ ة ّ‬
‫ﻫ ﻩ اﻟﻔ ة اﻟ ﻣ ﺔ اﻟ ودة ﻟﻠﻐﺎ ﺔ ﺗ ّ ر اﻟ ﺔ اﻷوﻟﻰ ﻟﻬ ا اﻟ ﺎب )‪.(۱‬‬
‫ﻫ ﻻﻣ ﺎن‬ ‫‪ ،‬ﺎﻹﺿﺎﻓﺔ إﻟﻰ ﺗ‬ ‫اﻟ ﻌ ﻓﺔ اﻟ ﺎﺿ ﺔ اﻟﻘﺎﺋ ﺔ ﻋ اﻟ‬ ‫اﻟﻬ ف ﻣ ﻫ ﻩ اﻟ ورة إذاً ﻫ ﺗ‬
‫وﻧ ﺎ ﻧ ﻌﻰ ﻻﺳ ﺎر ﻌ‬ ‫ّ‬ ‫ة‪،‬‬ ‫ﯾ‬ ‫اﻟ‬ ‫ﻌﺎرف‬ ‫اﻟ‬ ‫ﺗﻌﻠ‬ ‫إﻟﻰ‬ ‫ﻌﻰ‬ ‫ﻧ‬ ‫ﻻ‬ ‫ﻧ‬ ‫ﻟ‬ ‫ﻟ‬ ‫‪.‬‬ ‫ﻻﻧ‬‫اﻟﻘ ل اﻟ ﺎﺿﻲ ﻓﻲ ﺟﺎﻣﻌﺔ اﻟ ﺎر‬
‫اﻟ ﻌﺎرف اﻟ ﻲ ر ﺎ ﻗ ﺗ ن ﻣ ّﺔ‪.‬‬
‫ﺄن ﯾ ّودوا ﺎﻷدوات واﻟ ﻘ ﺎت اﻟ ﻠ ﺳﺔ اﻟ ﻲ ﺳ ﻫﻠﻬ ﻻﺟ ﺎز اﻣ ﺎن‬ ‫ﺎم ﻛ‬‫ﯾ ﺟ اﻫ ٌ‬ ‫ﻣ وﺟﻬﺔ ﻧ اﻟ‬
‫اﻟﻘ ل‪ ،‬وﻫ ا ﻣﺎ ﯾ ّ ر اﻟ ﺔ اﻟ ﺎﻧ ﺔ ﻟﻠ ﺎب )‪.(۲‬‬
‫اﻟﻼﺟ‬
‫ّ ّ‬ ‫اﻷول ﻟﻌﺎم ‪ 2015‬ﻓﻲ ﺟﺎﻣﻌﺔ اﻟ ﺎرﻻﻧ ‪ ،‬واﻟ‬ ‫ّ‬ ‫ﻧﺎﻣﺞ ﻗﺎﺋ ٌ ﻣ ﺗ‬
‫ﺧﻠﻔ ﺔ اﻣ ﺎن اﻟﻘ ل ﻫ ا ﻫﻲ ﺑ ٌ‬
‫اﻟ ﻌ ف ﺑﻬ اﻟ ﯾ ﯾ ﻌ ّ ر ﻋﻠ ﻬ ﺗﻘ ﺷﻬﺎداﺗﻬ ﺎ ﻓ ﻬﺎ )ﺷﻬﺎدة ﺗﺄﻫ ﻞ اﻟ ﺧ ل اﻟ ﺎﻣﻌﻲ(‪ ،‬ﻣ ﻣ ﺎ ﻌﺔ اﻟ راﺳﺔ ﻓﻲ‬
‫ﻋﻠ ﻬ أوﻻً اﺟ ﺎز اﺧ ﺎر اﻟ ﻔﺎءة وﺗ ﺎم دورة ﻟﻐﺔ‬ ‫ﺎت ﻏ ﻣ و ﺔ اﻟﻘ ل ﻣ أﻓ ع اﻟـ ‪ ،MINT‬ﺣ‬ ‫اﻟ‬
‫أﻟ ﺎﻧ ﺔ ﻣ ﺗﻬﺎ ﺳ ﺔ ﺑ ﺎح‪ .‬ﻛﻞ اﺧ ﺎر ﻛﻔﺎءة ﯾ ﺄّﻟﻒ ﻣ اﺧ ﺎر ﻟﻠ ﻬﺎرات اﻟ راﺳ ﺔ ﻣ ّ ﺗﻪ ﻧ ﻒ ﺳﺎﻋﺔ واﺧ ﺎر رﺎﺿ ﺎت‬
‫ﻓﻲ أﺳﺎﺳﻪ ﻋﻠﻰ ﻣﺎدة اﻟ ﺎﺿ ﺎت ﻓﻲ اﻟ ﺎﻧ ﺔ اﻟﻌﺎﻣﺔ اﻷﻟ ﺎﻧ ﺔ‪.‬‬ ‫اﻷﺧ‬ ‫ﻣ ّ ﺗﻪ ﺳﺎﻋ وﻧ ﻒ‪ ،‬ﻣ‬

‫‪vii‬‬
viii Vorwort

genau jenen Test ist der oben genannte Kurs und somit auch das dem Buch zugrundelie-
gende Skript zugeschnitten. Da ein Großteil der Kursteilnehmer aus arabischsprachigen
Ländern stammt, haben wir ein zweisprachiges Skript erstellt, woraus schließlich obiges
Merkmal (3) resultiert.
Der Autor wurde für die Konzeption und die Organisation des Kurses mit dem Lan-
despreis Hochschullehre 2016 durch die damalige saarländische Ministerpräsidentin An-
negret Kramp-Karrenbauer ausgezeichnet; mit dem Preisgeld wurde die Erstellung der
Inhalte des vorliegenden Buches finanziert. Für eine ausführliche Darstellung des Auf-
frischungskurses siehe das Kapitel Auffrischungskurs Mathematik für Geflüchtete – ein

best practice example“ in D. Kergel, B. Heidkamp (Hrsg.), Praxishandbuch habitus- und
diversitätssensible Hochschullehre, erscheint bei VS Springer 2018/2019.
Folgende Themen werden in diesem Buch behandelt:
• Funktionen und deren Graphen (Graphen von Polynomen, rationalen Funktionen, tri-
gonometrischen Funktionen, der Exponentialfunktion und des Logarithmus sowie der
Wurzelfunktion; Rechenregeln der Exponentialfunktion und des Logarithmus)
• Grenzwerte (Grenzwerte von Funktionen an Definitionslücken oder im Unendlichen)
• Differential- und Integralrechnung (Differentiation und Integration oben genannter Ty-
pen von Funktionen; Produkt-, Quotienten- und Kettenregel; Tangenten von Funktio-
nen; Extremwerte, Nullstellen; Flächen unter Funktionen oder zwischen Funktionen)
• Faktorisierung von Polynomen (Faktorisieren in Linearterme; Nullstellen finden; Lösen
von polynomiellen Gleichungen)
• Lineare Gleichungssysteme
• Elementare Geometrie und Vektorkalkül (Flächen und Volumina elementarer Objekte
wie Quader, Kugeln, Pyramiden etc; Addition und Subtraktion von Vektoren in drei
Dimensionen; skalare Multiplikation, Kreuzprodukt; Orthogonalität)
Abschließend lässt sich festhalten, dass dieses Buch sowohl für Leser mit einem deut-
schen Schulabschluss wie auch für jene mit einem ausländischen einen kompakten Ein-
stieg in das für ein MINT-Studium notwendige mathematische Grundwissen bietet. Al-
lerdings geht dieses Buch, wie bereits oben erwähnt, nicht in die im Verlauf eines MINT-
Studiums erforderliche Tiefe und deckt auch nicht alle möglicherweise relevanten Themen
ab (z.B. wird die Stochastik in diesem Buch ausgelassen); siehe auch das Kapitel Wei-

terführende Literatur“. Wir sind dennoch überzeugt davon, dass ein mit dem in diesem
Buch reaktivierten Wissen ausgestatteter Leser prinzipiell bereit ist, mit einem Hochschul-
studium im MINT-Bereich zu beginnen.

Saarbrücken, Moritz Weber


August 2018
‫ﻣ ﺧﻞ‬ ‫‪ix‬‬

‫اﻷﺳﺎﺳﻲ ﻟﻠ ﺎب‪.‬‬ ‫اﻟ ورة اﻟ رة أﻋﻼﻩ ﻛ ﺎ ﺗ ّ ﻣﻼﺋ ﺔ اﻟ‬ ‫ﻟﻬ ا اﻻﺧ ﺎر ﺎﻟ ات ﺗ ﺗ‬


‫ﻔ ّ أﺧ اً ﺳ ﺔ‬ ‫اﻟﻌ ﺔ‪ ،‬ﻗ ﺎ ﺈﻧ ﺎء ﻧ ّ ﺛ ﺎﺋﻲ اﻟّﻠﻐﺔ‪ ،‬واﻟ‬ ‫ٍ‬
‫ﻣ ﺑﻠ ان ﺗ‬ ‫رون‬ ‫رواد اﻟ ورة ﯾ‬
‫ﻷن ﻗ ﺎً ﻛ اً ﻣ ّ‬
‫ﻪ وﺗ ﻪ ﻟﻬ ﻩ اﻟ ورة ﺎﺋ ة اﻟ ﻻ ﺔ ﻟﻸﺳﺎﺗ ة اﻟ ﺎﻣﻌ ﻓﻲ ﻋﺎم‬ ‫اﻟ ﺎﺗ ﻷﺟﻞ ﺗ‬ ‫اﻟ ﺎب اﻟ ﺎﻟ ﺔ )‪ .(۳‬ﻟﻘ ﺗ ّ ﺗ‬
‫‪ ،2016‬وذﻟ ﻣ ﻗ ﻞ رﺋ ﺔ وزراء وﻻ ﺔ اﻟ ﺎرﻻﻧ آﻧ اك ‪ ،Annegret Kramp-Karrenbauer‬و ﻘ ﺔ ﻫ ﻩ اﻟ ﺎﺋ ة‬
‫ﻫ ا اﻟ ﺎب‪.‬‬ ‫ﺗ ّ إﻋ اد ﻣ‬
‫ﻟﻼﺟ اﻧ اﻟﻔ ﻞ‬ ‫ﻟﻼ ﻼع ﻞ أﻛ ﻋﻠﻰ دورة اﻟ ﺎﺿ ﺎت ﻟ ﯾ اﻟ ﻌﻠ ﻣﺎت ّ‬
‫”‪”Auffrischungskurs Mathematik für Geflüchtete - ein best practice example‬‬
‫ﻣ ﻛ ﺎب‬
‫”‪”Praxishandbuch habitus- und diversitätssensible Hochschullehre‬‬
‫ﻟﻠ ّﻟﻔ )‪D. Kergel, B. Heidkamp (Hrsg.‬‬
‫‪.2018/2019 VS Sringer‬‬ ‫إﺻ ار دار اﻟ‬
‫ﺳ ﺗ ﺎول اﻟ اﺿ ﻊ اﻟ ﺎﻟ ﺔ ﻓﻲ اﻟ ﺎب‪:‬‬
‫ﺔ‪ ،‬اﻟ وال اﻟ ﻠ ﺔ‪ ،‬اﻟ اﻟﺔ اﻷﺳ ﺔ‪،‬‬ ‫اﻟ ﺎﻧ ﺔ ﻟ ﻞ ﻣ ﻛ ات اﻟ ود‪ ،‬اﻟ وال اﻟ‬ ‫ﻬﺎ اﻟ ﺎﻧ ﺔ )اﻟ‬ ‫اﻟ ا ﻊ وﺧ‬ ‫•‬
‫اﻟ اﻟﺔ اﻟ رﺔ واﻟﻠ ﻏﺎر ‪ ،‬ﻗ اﻋ ﺣ ﺎب اﻟ اﻟﺔ اﻷﺳ ﺔ واﻟﻠ ﻏﺎر (‪.‬‬
‫اﻟ ﻬﺎ ﺎت )ﻧﻬﺎ ﺎت اﻟ وال ﻋ ﻧﻘﺎ ﻋ م اﻟ ﻌ واﻟﻼﻧﻬﺎ ﺔ(‪.‬‬ ‫•‬
‫اﻟ ﻔﺎﺿﻞ واﻟ ﺎﻣﻞ )ﺗﻔﺎﺿﻞ وﺗ ﺎﻣﻞ اﻟ وال اﻟ رة ﻓﻲ اﻷﻋﻠﻰ‪ ،‬ﻗ اﻋ اﻟ ب واﻟﻘ ﺔ واﻟ ﻠ ﻠﺔ ﻓﻲ ﺣ ﺎب‬ ‫•‬
‫اﻟ وال أو ﺑ داﻟ (‪.‬‬ ‫اﻟ ﻘﺎت‪ ،‬ﻣ ﺎس اﻟ وال‪ ،‬اﻟﻘ اﻟ ّﺔ‪ ،‬اﻟ ور‪ ،‬اﻟ ﺎﺣﺎت ﺗ‬
‫ﺗ ﻠ ﻞ ﻛ ات اﻟ ود )ﺗ ﻠ ﻞ ﻛ ات اﻟ ود إﻟﻰ ﻋ اﻣﻞ ﺧ ّ ﺔ‪ ،‬إ ﺎد اﻟ ور‪ ،‬ﺣﻞ اﻟ ﻌﺎدﻻت ﻛ ة اﻟ ود(‪.‬‬ ‫•‬
‫أﻧ ﺔ اﻟ ﻌﺎدﻻت اﻟ ّ ﺔ‪.‬‬ ‫•‬
‫ﻼت‪ ،‬اﻟ ة‪ ،‬اﻟﻬ م إﻟﺦ‪ ،‬ﺟ ﻊ و ح‬ ‫اﻷﺷﻌﺔ )ﻣ ﺎﺣﺎت وأﺣ ﺎم اﻷﺟ ﺎم اﻟ ﺋ ﺔ ﻛ از اﻟ‬ ‫ّ‬ ‫اﻟﻬ ﺳﺔ وﺣ ﺎب‬ ‫•‬
‫اﻷﺷﻌﺔ ﻓﻲ اﻟﻔ ﺎء ﺛﻼﺛﻲ اﻷ ﻌﺎد‪ ،‬اﻟ ب اﻟﻘ ﺎﺳﻲ‪ ،‬اﻟ ب اﻟ ﻘﺎ ﻌﻲ واﻟ ﻌﺎﻣ (‪.‬‬
‫اء ﻛﺎﻧ ﺷﻬﺎدﺗﻪ اﻟ ﺎﻧ ﺔ أﻟ ﺎﻧ ﺔ أو أﺟ ﺔ اﻟ ﻌﺎرف اﻷﺳﺎﺳّﺔ‬ ‫ﺄن ﻫ ا اﻟ ﺎب ﻘ ّ م ﻟﻠﻘﺎر ﺳ ً‬ ‫اﻟﻘ ل ّ‬ ‫ﺧ ﺎﻣﺎً‬
‫أن ﻫ ا اﻟ ﺎب و ﺎ ذ ﻧﺎ ﻓﻲ اﻷﻋﻠﻰ‪ ،‬ﻻ ﯾ ﻌ ّ ﺎﻟ ﻞ‬ ‫ّ‬ ‫ﻏ‬ ‫‪،MINT‬‬ ‫ـ‬ ‫ﻟ‬ ‫ا‬ ‫ع‬ ‫أﻓ‬ ‫أﺣ‬ ‫اﺳﺔ‬
‫ر‬ ‫ﻟ‬ ‫ﺔ‬ ‫ﻠ‬ ‫اﻟ‬
‫و‬ ‫ﺎت‬ ‫ﺎﺿ‬ ‫ﻓﻲ اﻟ‬
‫اﺳ ﻬﺎ )ﻟ ﯾ ﻣ ﻼً اﻟ ّ ق ﻟﻌﻠ اﻹﺣ ﺎء‬ ‫در َ‬ ‫اﻟ ﻠ ب ﻛ ﺎ ﻓﻲ اﻟ راﺳﺔ اﻟ ﺎﻣﻌ ﺔ ﻛ ﺎ ّأﻧﻪ ﻻ ﻐ ّ ﻲ ﺟ ﻊ اﻟ اﺿ ﻊ اﻟ‬
‫ﺗﺎﻣﺔ‬ ‫ﻋﻠﻰ ﻗ ٍ‬
‫ﺎﻋﺔ‬ ‫ﻓ‬ ‫ذﻟ‬ ‫ﻣﻊ‬ ‫ﺎب‪.‬‬ ‫اﻟ‬ ‫آﺧ‬ ‫ﻓﻲ‬ ‫واﻻﺣ ﺎﻻت ﻓﻲ ﻫ ا اﻟ ﺎب(‪ .‬اﻧ اﻟﻔ ﻞ ”ﻣ اﺟﻊ إﺿﺎﻓ ﺔ ﻣﻘ ﺣﺔ”‬
‫ّ‬
‫ّﺎت ﻫ ا اﻟ ﺎب ﺳ ن ﻣ ﻌ ّ اً ﻟﻠ ء ﻓﻲ دراﺳﺔ أﺣ ﻓ وع اﻟـ ‪.MINT‬‬ ‫ﻬﺎ ﺑ‬ ‫ﺄن اﻟﻘﺎر اﻟ ﻘ ﻟﻠ ﻌﺎرف اﻟ ﻲ أﻋ ﺗ‬
‫ّ‬

‫‪Moritz Weber‬‬ ‫ﺳﺎر و ‪،‬‬


‫آب ‪2018‬‬
Danksagungen

An der Entstehung dieses Buches sind eine Reihe von Leuten beteiligt, denen ich herzlich
danken möchte. In erster Linie sind das Andreas Widenka (auch Koordination des Buch-
projektes) und Rami Ahmad für die gewissenhafte Ausarbeitung der deutschen Fassung
sowie Ahmad Fakher Alddin und Ayham Omar für die sorgfältige arabische Übersetzung.
Die arabischen Manuskripte wurden von Mortada Ahmad auf Übereinstimmung mit dem
deutschen Skript sowie von Dr. Marwa Banna auf mathematische Korrektheit kritisch gele-
sen, wofür ihnen mein großer Dank gilt. Des Weiteren danke ich Dr. Béatrice Hallouet, Fe-
lix Leid und Simon Schmidt, die den Auffrischungskurs zusammen mit Andreas Widenka
und Rami Ahmad in den letzten Jahren erfolgreich durchgeführt und durch viele Verbesse-
rungen am laufenden Kursskript zu dem finalen Stand in diesem Buch beigetragen haben.
Ich danke Studiendekan Prof. Dr. Anselm Lambert für die Hilfe bei weiterführenden Lite-
raturhinweisen.
Schließlich möchte ich mich bei der damaligen saarländischen Ministerpräsidentin
Annegret Kramp-Karrenbauer für den mit einem großzügigen Preisgeld ausgestatteten
Landespreis Hochschullehre 2016 bedanken, der die Finanzierung dieses Manusskripts
ermöglicht hat und den Anstoß dazu gegeben hat, dieses Buchprojekt überhaupt erst in
Angriff zu nehmen. Beim Springer-Verlag bedanke ich mich für die Aufgeschlossenheit
ein aufgrund seiner Zweisprachigkeit so außergewöhnliches Format zu veröffentlichen.

x
‫ﻛﻠ ﺔ ﺷ‬

‫اﻷول ‪Andreas Widenka‬‬ ‫ٍ‬


‫ﻟﻌ د ﻣ اﻷﺷ ﺎص اﻟ ﯾ ﺳﺎﻫ ا ﻓﻲ ﻧ ﺄة ﻫ ا اﻟ ﺎب‪ .‬ﻓﻲ اﻟ ﻘﺎم ّ‬ ‫أود أن أﺗﻘ ّ م ﺎﻟ‬
‫ّ‬
‫)ﻣ ّ ﻣ وع اﻟ ﺎب( وراﻣﻲ أﺣ ﻟﻌ ﻠﻬ اﻟ ؤوب ﻋﻠﻰ اﻟ ﺔ اﻷﻟ ﺎﻧ ﺔ‪ ،‬و ﻟ أﺣ ﻓ اﻟ ﯾ وأﯾﻬ ﻋ ﻟﻠ ﺟ ﺔ‬
‫ﺄﻛ ﻣ ﺗ ﺎﺑ اﻟ ّ اﻟﻌ ﻲ واﻷﻟ ﺎﻧﻲ‪ ،‬واﻟ رة‬ ‫اﻟ ّ ﻣ ﺗ ﻰ أﺣ ﻟﻠ ّ‬ ‫اﻟ‬ ‫اﻟﻌ ﺔ اﻟ ﻗ ﻘﺔ‪ .‬ﻛ ﺎ أﺧ ّ ﺎﻟ‬
‫ﻟ ّﻞ ﻣ ‪Felix ، Dr. Béatrice Hallouet‬‬ ‫ﻋﻼوة ﻋﻠﻰ ذﻟ أﺗﻘ ّ م ﺎﻟ‬
‫ً‬ ‫ﺎﺿﻲ‪.‬‬ ‫اﻟ‬ ‫ﻣ وة اﻟ ّﺎ اﻟ ﻲ ﻗﺎﻣ ﺎﻟ ﻘ ﺢ‬
‫ﻣﻊ ‪ Andreas Widenka‬وراﻣﻲ أﺣ‬ ‫ﻌﺎون‬ ‫‪ Leid‬و ‪ ،Simon Schmidt‬اﻟ ﯾ ﺳﺎﻫ ا ﻓﻲ اﻟ ات اﻷﺧ ة ﺎﻟ‬
‫ﺎت ﻋﻠﻰ ﻧ ّ اﻟ ﺎب ﺣ ﻰ وﺻﻞ إﻟﻰ اﻟ ﺿﻊ اﻟ ﺎﻟﻲ‪ .‬ﻛ ﺎ أﺷ‬ ‫ﺈﺗ ﺎم ﻫ ﻩ اﻟ ورة ﺑ ﺎح‪ ،‬ﻛ ﺎ ﻗﺎﻣ ا ﺎﻟﻌ ﯾ ﻣ اﻟ‬
‫ﻣ اﻟ اﺟﻊ‪.‬‬ ‫ﻋ اﻟ ﻠ ﺔ اﻟ وﻓ ر ‪ Dr. Anselm Lambert‬ﻟﻠ ﺎﻋ ة ﻓﻲ ﺗﻘ اﻟ‬
‫ﻧﻬﺎ ًﺔ أر أن أﺗ ّ رﺋ ﺔ وزراء وﻻ ﺔ اﻟ ﺎرﻻﻧ آﻧ اك ‪ Annegret Kramp-Karrenbauer‬ﻟ ﻲ ﺟﺎﺋ ة اﻷﺳﺎﺗ ة‬
‫ﻫﻩ‬ ‫اﻟ ﺎﻣﻌ ﻓﻲ وﻻ ﺔ اﻟ ﺎرﻻﻧ ﻟﻌﺎم ‪ ،2016‬واﻟ ﻲ ﺗ ّ ﻣ ﺎﻓﺄة ﻣﺎﻟ ﺔ ﺳ ّﺔ أﺗﺎﺣ اﻟ ﻞ اﻟﻼزم ﻟ ﺎ ﺔ ﻣ‬
‫‪ Springer‬ﻻﻧﻔ ﺎﺣﻬﺎ وﻧ ﻫﺎ‬ ‫أ ﺎً ﻟ ار اﻟ‬ ‫اﻷول‪ .‬اﻟ‬
‫اﻟ ورة وﺷ ّ ﻠ اﻟ اﻓﻊ ﻟ ء ﻣ وع اﻟ ﺎب ﻫ ا ﻓﻲ اﻟ ﻘﺎم ّ‬
‫ﻣ دوج اﻟّﻠﻐﺔ اﻟﻐ ﻣﺄﻟ ف‪.‬‬ ‫ﻫ ا اﻟ ﺎب ذو اﻟ‬

‫‪xi‬‬
Inhaltsverzeichnis

1 Polynome und ihre Nullstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2


1.1 Polynome und Nullstellen im Allgemeinen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
1.2 Polynome vom Grad 0 und Grad 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
1.3 Polynome vom Grad 2 und die p-q-Formel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
1.4 Polynome vom Grad 4 in spezieller Form . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
1.5 Polynome vom Grad 3 und die Polynomdivision . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
1.6 Faktorisierung von Polynomen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
1.7 Aufgaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

2 Lineare Gleichungssysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
2.1 Lineare Gleichungssysteme und Matrizen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
2.2 Elementare Zeilen- und Spaltenumformungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
2.3 Der Gauß-Algorithmus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
2.4 Lösbarkeit von Gleichungssystemen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
2.5 Aufgaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32

3 Vektorrechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
3.1 Vektoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
3.2 Addition und skalare Multiplikation von Vektoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
3.3 Länge von Vektoren und Skalarprodukt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
3.4 Orthogonalität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
3.5 Geraden und Ebenen im Vektorraum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
3.6 Das Kreuzprodukt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
3.7 Aufgaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50

4 Geometrie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
4.1 Vierecke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
4.2 Dreiecke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
4.3 Kreise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
4.4 Zusammengesetzte zweidimensionale Figuren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
4.5 Quader und Zylinder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
4.6 Pyramiden und Kegel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64

xii
‫ﺎت‬ ‫اﻟ‬

‫‪3‬‬ ‫اﻟ ود وﺟ ورﻫﺎ‬ ‫‪ 1‬ﻛ ات‬


‫‪3‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫ﻛ ات اﻟ ود وﺟ ورﻫﺎ ﻋ ﻣﺎً ‪. . . . . .‬‬ ‫‪1.1‬‬
‫‪7‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫ﻛ ات اﻟ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪ 0‬واﻟ رﺟﺔ ‪. . . 1‬‬ ‫‪1.2‬‬
‫‪7‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫ﻛ ات اﻟ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪ 2‬وﻗﺎﻧ ن ‪. . p-q‬‬ ‫‪1.3‬‬
‫‪11‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫ﺣﺎﻟﺔ ﺧﺎﺻﺔ ﻟ ات اﻟ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪. 4‬‬ ‫‪1.4‬‬
‫‪13‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫ود‬ ‫ﻛ ات اﻟ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪ 3‬وﻗ ﺔ ﻛ ات اﻟ‬ ‫‪1.5‬‬
‫‪17‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪. .‬‬ ‫ﺗ ﻠ ﻞ ﻛ ات اﻟ ود ‪. . . . . . . . . .‬‬ ‫‪1.6‬‬
‫‪19‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪. .‬‬ ‫‪. . . . . . . . . . . . . .‬‬ ‫اﻟ ﺎر‬ ‫‪1.7‬‬

‫‪21‬‬ ‫اﻟ ﻌﺎدﻻت اﻟ ﺔ‬ ‫‪ 2‬أﻧ ﺔ‬


‫‪21‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫ﻔ ﻓﺎت‬ ‫أﻧ ﺔ اﻟ ﻌﺎدﻻت اﻟ ّﺔ واﻟ‬ ‫‪2.1‬‬
‫‪23‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪. . .‬‬ ‫ﺗ ﻼت اﻷﺳ اﻷﺳﺎﺳّﺔ ‪.‬‬ ‫‪2.2‬‬
‫‪25‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪. . .‬‬ ‫ﺧ ارزﻣ ﺔ ﻏﺎوس ‪. . . . .‬‬ ‫‪2.3‬‬
‫‪29‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫ّﺔ ‪.‬‬ ‫ﻗﺎﺑﻠ ﺔ ﺣﻞ أﻧ ﺔ اﻟ ﻌﺎدﻻت اﻟ‬ ‫‪2.4‬‬
‫‪33‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪. . .‬‬ ‫‪. . . . . . . .‬‬ ‫اﻟ ﺎر‬ ‫‪2.5‬‬

‫‪35‬‬ ‫اﻷﺷﻌﺔ )اﻟ ﻬﺎت(‬‫ّ‬ ‫‪ 3‬ﺣ ﺎب‬


‫‪35‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫اﻷﺷﻌﺔ ‪. . . . . . . . . . . . . . . .‬‬ ‫ّ‬ ‫‪3.1‬‬
‫‪37‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫ﻟﻸﺷﻌﺔ ‪. . . . . . .‬‬
‫ّ‬ ‫ﺎﺳﻲ‬ ‫اﻟﻘ‬ ‫ب‬ ‫اﻟ‬
‫و‬ ‫ﻊ‬ ‫اﻟ‬ ‫‪3.2‬‬
‫‪39‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫اﻷﺷﻌﺔ واﻟ ب اﻟﻘ ﺎﺳﻲ ‪. . . . . . .‬‬ ‫ّ‬ ‫ل‬ ‫‪3.3‬‬
‫‪43‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪ 3.4‬اﻟ ﻌﺎﻣ ‪. . . . . . . . . . . . . . . .‬‬
‫‪45‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫ﺎت ﻓﻲ اﻟﻔ ﺎء اﻟ ﻌﺎﻋﻲ ‪. .‬‬ ‫‪ 3.5‬اﻟ ﻘ ﺎت واﻟ‬
‫‪49‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪ 3.6‬اﻟ ب اﻟ ﻘﺎ ﻌﻲ ‪(eng. Cross Product) -‬‬
‫‪51‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪. . . . . . . . . . . . . . .‬‬ ‫‪ 3.7‬اﻟ ﺎر‬

‫‪53‬‬ ‫‪ 4‬اﻟﻬ ﺳﺔ‬


‫‪53‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪ 4.1‬رﺎﻋ ﺎت اﻷﺿﻼع ‪. . . . .‬‬
‫‪55‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪ 4.2‬اﻟ ﻠ ﺎت ‪. . . . . . . .‬‬
‫‪59‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪ 4.3‬اﻟ اﺋ ة ‪. . . . . . . . .‬‬
‫‪59‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪ 4.4‬اﻷﺷ ﺎل ﺛ ﺎﺋ ﺔ اﻷ ﻌﺎد اﻟ ّ ﺔ‬
‫‪61‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫ﻼت واﻷﺳ اﻧﺔ‬ ‫‪ 4.5‬ﻣ از اﻟ‬
‫‪65‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪ 4.6‬اﻷﻫ اﻣﺎت واﻟ و ﺎت ‪. . .‬‬

‫‪xiii‬‬
xiv Inhaltsverzeichnis

4.7 Kugeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64
4.8 Aufgaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66

5 Funktionen und deren Graphen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68


5.1 Polynome und rationale Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68
5.2 Verschiebung und Spiegelung von Graphen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74
5.2.1 Die Umkehrfunktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78
5.3 Trigonometrische Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80
5.4 Exponentialfunktion und Logarithmus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86
5.5 Aufgaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90

6 Grenzwerte (Limiten) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92
6.1 Beispiele von Grenzwerten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92
6.2 Regeln zur Berechnung von Grenzwerten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96
6.3 Definitionslücken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102
6.4 Aufgaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106

7 Differentialrechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108
7.1 Ableitungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108
7.2 Rechenregeln für Ableitungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112
7.3 Bestimmung von Tangenten an einen Graph . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 116
7.4 Minima und Maxima von Funktionen bestimmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 118
7.5 Aufgaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 122

8 Integralrechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 126
8.1 Stammfunktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 126
8.2 Flächenberechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 130
8.3 Aufgaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 136

Lösungen zu den Aufgaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140

Weiterführende Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 162

Sachverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 164
‫ﺎت‬ ‫اﻟ‬ ‫‪xv‬‬

‫‪ 4.7‬اﻟ ُ ات ‪65 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .‬‬


‫‪67 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .‬‬ ‫‪ 4.8‬اﻟ ﺎر‬

‫‪69‬‬ ‫وﺧ ﻬﺎ اﻟ ﺎﻧ ﺔ‬ ‫‪ 5‬اﻟ ا ﻊ‬


‫‪69‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫ﺔ ‪. .‬‬ ‫ﻛ ات اﻟ ود واﻟ ا ﻊ اﻟ‬ ‫‪5.1‬‬
‫‪75‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫اﻟ ﺎﻧ ﺔ ‪.‬‬ ‫اﻧ ﺎب واﻧﻌ ﺎس اﻟ‬ ‫‪5.2‬‬
‫‪79‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪. . . .‬‬ ‫‪ 5.2.1‬اﻟ اﻟﺔ اﻟﻌ ّﺔ‬
‫‪81‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪. . . .‬‬ ‫اﻟ ا ﻊ اﻟ ﻠ ﺔ ‪. . . .‬‬ ‫‪5.3‬‬
‫‪87‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪. . . .‬‬ ‫اﻷﺳﻲ‬
‫اﻟ ﺎ ﻊ اﻟﻠ ﻏﺎر ﻲ و ّ‬ ‫‪5.4‬‬
‫‪91‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪. . . .‬‬ ‫ﺗ ﺎر ‪. . . . . . .‬‬ ‫‪5.5‬‬

‫‪93‬‬ ‫‪ 6‬اﻟ ﻬﺎ ﺎت‬


‫‪93‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪ 6.1‬أﻣ ﻠﺔ ﻋﻠﻰ اﻟ ﻬﺎ ﺎت ‪.‬‬
‫‪97‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪ 6.2‬ﻗ اﻋ ﻟ ﺎب اﻟ ﻬﺎ ﺎت‬
‫‪103‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪. .‬‬ ‫‪ 6.3‬ﻧﻘﺎ ﻋ م اﻟ ﻌ‬
‫‪107‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪ 6.4‬ﺗ ﺎر ‪. . . . . .‬‬

‫‪109‬‬ ‫‪ 7‬ﺣ ﺎب اﻟ ﻔﺎﺿﻞ‬


‫‪109‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪. . .‬‬ ‫‪. . . . .‬‬ ‫‪ 7.1‬اﻻﺷ ﻘﺎق ‪. .‬‬
‫‪113‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪. . .‬‬ ‫‪. . . . .‬‬ ‫‪ 7.2‬ﻗ اﻋ اﻻﺷ ﻘﺎق‬
‫‪117‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪. . .‬‬ ‫ﺑ ﺎﻧﻲ ‪. .‬‬ ‫‪ 7.3‬ﺗ ﯾ ﻣ ﺎس ﺧ‬
‫‪119‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫ﻟﻠ ا ﻊ‬ ‫ﻐ واﻟ‬ ‫‪ 7.4‬ﺗ ﯾ اﻟﻘ اﻟ‬
‫‪123‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪. . .‬‬ ‫‪. . . . .‬‬ ‫‪ 7.5‬ﺗ ﺎر ‪. . .‬‬

‫‪127‬‬ ‫‪ 8‬ﺣ ﺎب اﻟ ﺎﻣﻞ‬


‫‪ 8.1‬اﻟ ﺎ ﻊ اﻷﺻﻠﻲ ‪127 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .‬‬
‫‪ 8.2‬ﺣ ﺎب اﻟ ﺎﺣﺎت ‪131 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .‬‬
‫‪ 8.3‬ﺗ ﺎر ‪137 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .‬‬

‫‪141‬‬ ‫ﺣﻠ ل اﻟ ﺎر‬

‫‪163‬‬ ‫ﻣ اﺟﻊ إﺿﺎﻓ ﺔ ﻣﻘ ﺣﺔ‬

‫‪165‬‬ ‫اﻟﻔﻬ س‬
Notationen und Sprechweisen

Die meisten Notationen werden innerhalb des Buches definiert. Hier sind noch einige Stan-
dardnotationen, die wir benutzen werden:
N Die natürlichen Zahlen: {1, 2, 3, . . . }
N0 Die natürlichen Zahlen inklusive der 0: {0, 1, 2, 3, . . . }
Z Die ganzen Zahlen: {. . . , −3, −2, −1, 0, 1, 2, 3, . . . }
5 −2
Q Die rationalen Zahlen: 14 , 2 ,...
R Die reellen Zahlen: 2.24353, π, e, . . .
R \ {0} Die reellen Zahlen ohne die 0
R≥0 Die positiven reellen Zahlen und die 0
R>0 Die positiven reellen Zahlen (ohne 0)
[a, b] Das (abgeschlossene) Intervall von a nach b inklusive a und b
(a, b) Das (offene) Intervall von a nach b ohne a und b
[a, b) Das (halboffene) Intervall von a nach b inklusive a ohne b
f :A→B Die Funktion f bildet von A nach B ab.
x Der Vektor x
|x| Der Absolutbetrag der Zahl x: |4| = 4, | − 4| = 4
kxk Die Länge des Vektors x

xvi
‫دﻻﻻت اﻟ ﻣ ز اﻟ ﺎﺿ ﺔ و ق ﻟﻔ ﻬﺎ‬

‫ﻣﻬﺎ‪:‬‬ ‫اﻟ ﻣ ز اﻟﻘ ﺎﺳ ﺔ اﻟ ﻲ ﺳ‬ ‫ل اﻟ ﺎب‪ .‬ﻓ ﺎ ﯾﻠﻲ ﻗﺎﺋ ﺔ ﺑ ﻌ‬ ‫ﻓ‬ ‫اﻟ ﻣ ز ﺿ‬ ‫ﻣﻌ‬ ‫ﺳ ّ ﺗﻌ‬

‫اﻷﻋ اد اﻟ ﻌ ﺔ‪{1, 2, 3, . . . } :‬‬ ‫‪N‬‬


‫ﺔ ‪{0, 1, 2, 3, . . . } :0‬‬ ‫اﻷﻋ اد اﻟ ﻌ ﺔ ﻣ‬ ‫‪N0‬‬
‫ﺔ‪{. . . , −3, −2, −1, 0, 1, 2, 3, . . . } :‬‬ ‫اﻷﻋ اد اﻟ‬ ‫‪Z‬‬
‫‪5 −2‬‬
‫‪,‬‬
‫‪14 2‬‬ ‫‪,‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪.‬‬ ‫ﺔ‪:‬‬ ‫اﻷﻋ اد اﻟ‬ ‫‪Q‬‬
‫اﻷﻋ اد اﻟ ﻘ ﻘ ﺔ‪2.24353, π , e, . . . :‬‬ ‫‪R‬‬
‫اﻷﻋ اد اﻟ ﻘ ﻘ ﺔ ﻣﺎ ﻋ ا ‪0‬‬ ‫}‪R \ {0‬‬
‫ﻛﻞ اﻷﻋ اد اﻟ ﻘ ﻘ ﺔ اﻟ ﺟ ﺔ ﻣﻊ ‪0‬‬ ‫‪R≥0‬‬
‫اﻷﻋ اد اﻟ ﻘ ﻘ ﺔ اﻟ ﺟ ﺔ )ﻣﺎ ﻋ ا ‪(0‬‬ ‫‪R>0‬‬
‫ﺎً ﻛﻼً ﻣ ‪ a‬و ‪b‬‬ ‫ﻣ ﺎل )ﻣﻐﻠ ( ﻣ ‪ a‬إﻟﻰ ‪ b‬ﻣ‬ ‫]‪[a, b‬‬
‫ﻣ ﺎل )ﻣﻔ ح( ﻣ ‪ a‬إﻟﻰ ‪ b‬ﻻ ﯾ ّ ﻛﻼً ﻣ ‪ a‬و ‪b‬‬ ‫)‪(a, b‬‬
‫ﺎً ‪ a‬وﻻ ﯾ ّ ‪b‬‬ ‫ﻣ ﺎل )ﻧ ﻒ ﻣﻔ ح ( ﻣ ‪ a‬إﻟﻰ ‪ b‬ﻣ‬ ‫)‪[a, b‬‬
‫ﺗﺎ ﻊ ‪ f‬ﻣ ﻠﻘﻪ ‪ A‬وﻣ ﻘ ﻩ ‪B‬‬ ‫‪f :A→B‬‬
‫اﻟ ﻌﺎع ‪x‬‬ ‫‪x‬‬
‫اﻟﻘ ﺔ اﻟ ﻠﻘﺔ ﻟﻠ ﻗ ‪|4| = 4 , | − 4| = 4 :x‬‬ ‫|‪|x‬‬
‫ﻧ ) ل( اﻟ ﻌﺎع ‪x‬‬ ‫∥‪∥x‬‬

‫‪xvii‬‬
xviii Notationen und Sprechweisen

Hier eine Liste, wie die häufigsten mathematischen Schreibweisen auf Deutsch heißen:
x=y x gleich y
x+y x plus y
x−y x minus y
x·y x mal y
x
y x geteilt durch y
1
2 ein Halb
1
3 ein Drittel
1
4 ein Viertel
xy x hoch y
lim
√ Limes (oder: Grenzwert)
x Wurzel (von) x
f (x) f von x
π Pi
x∈R x (Element) aus R
R \ {0} R ohne Null
‫دﻻﻻت اﻟ ﻣ ز اﻟ ﺎﺿ ﺔ و ق ﻟﻔ ﻬﺎ‬ ‫‪xix‬‬

‫ﻘﺔ ﻟﻔ ﻬﺎ‪:‬‬ ‫اﻣﺎً و‬ ‫اﺳ‬ ‫ﻋﻠﻰ اﻟ ﻣ ز اﻟ ﺎﺿ ﺔ اﻷﻛ‬ ‫اﻟﻘﺎﺋ ﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ ﺗ‬


‫ﺎو ‪y‬‬ ‫‪x‬‬ ‫‪x=y‬‬
‫زاﺋ ‪y‬‬ ‫‪x‬‬ ‫‪x+y‬‬
‫ﻧﺎﻗ ‪y‬‬ ‫‪x‬‬ ‫‪x−y‬‬
‫ﺿب‪y‬‬ ‫‪x‬‬ ‫‪x·y‬‬
‫ﻣﻘ ﻣﺔ ﻋﻠﻰ ‪y‬‬ ‫‪x‬‬ ‫‪x‬‬
‫‪y‬‬
‫ﻒ‬ ‫ﻧ‬ ‫‪1‬‬
‫‪2‬‬
‫ﺛﻠ‬ ‫‪1‬‬
‫‪3‬‬
‫رﻊ‬ ‫‪1‬‬
‫‪4‬‬
‫‪ x‬ﻟﻸس ‪y‬‬ ‫‪xy‬‬
‫ﻧﻬﺎ ﺔ‬ ‫‪lim‬‬
‫√‬
‫ﺟر‪x‬‬ ‫‪x‬‬
‫اﻟ ﺎ ﻊ )‪f (x‬‬ ‫)‪f (x‬‬
‫”ﺎ ”‬ ‫‪π‬‬
‫‪ x‬ﯾ ﻲ ﻟـ ‪R‬‬ ‫‪x∈R‬‬
‫‪ R‬ﻣﺎ ﻋ ا اﻟ ﻔ‬ ‫}‪R \ {0‬‬
‫ﺟ‬ ‫‪sin‬‬
‫ﺟ اﻟ ﺎم )ﺗ (‬ ‫‪cos‬‬
‫ﻞ‬ ‫‪tan‬‬
1 Polynome und ihre Nullstellen

Zusammenfassung In diesem Kapitel wollen wir eine bestimmte Klasse von Funktionen,
die Polynome, genauer untersuchen. Diese sind von besonderer Bedeutung, da sie relativ
einfach zu handhaben und gut geeignet für die Approximation anderer Funktionen sind.
Polynome sind fast vollständig durch ihre Nullstellen charakterisiert. Wir werden daher
zunächst Polynome definieren und dann für bestimmte Polynome Techniken kennenler-
nen, ihre Nullstellen zu berechnen. Dies wird uns am Ende zu der Faktorisierung von
Polynomen führen.

1.1 Polynome und Nullstellen im Allgemeinen

Zunächst definieren wir Polynome und einige ihrer Eigenschaften.

Definition 1.1 Eine Funktion f : R → R heißt Polynom, wenn f von der Form

f (x) = an xn + an−1 xn−1 + · · · + a1 x + a0 , n ∈ N, a0 , . . . , an ∈ R, an 6= 0

ist. Die Zahl n heißt der Grad von f , an ist der Leitkoeffizient von f und a0 ist der konstante
Term. Ist an = 1, so heißt das Polynom normiert.
Eine Zahl a ∈ R mit f (a) = 0 heißt (reelle) Nullstelle von f .

Beispiel 1.2 Einige Beispiele für Polynome sind:


1. Sei a ∈ R, a 6= 0. Dann ist die konstante Funktion

f (x) = a für alle x

ein Polynom vom Grad 0 ohne Nullstellen.


2. Sei n ∈ N eine natürliche Zahl. Dann ist die Funktion

f (x) = xn

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018 2


M. Weber, Basiswissen Mathematik auf Arabisch und Deutsch –
‫أساسيات في الرياضيات باللغتين العربية واأللمانية‬, https://doi.org/10.1007/978-3-662-58071-4_1
‫ﻛ ات اﻟ ود وﺟ ورﻫﺎ‬ ‫‪1‬‬

‫ﻓﻲ ﻫ ا اﻟﻔ ﻞ‪ ،‬ﺳ ف ﻧ رس ﻓ ﺔ ﻣﻌّ ﺔ ﻣ اﻟ وال )اﻟ ا ﻊ(‪ ،‬أﻻ وﻫﻲ ﻛ ات اﻟ ود‪ .‬ﻫ ﻩ اﻟﻔ ﺔ ذات أﻫ ّﺔ‬ ‫ﻣﻠ‬
‫ﻋ ض ﻛ ات اﻟ ود‬ ‫ﺗ ا ﻊ أﺧ ‪.‬‬ ‫ﺧﺎﺻﺔ‪ ،‬ﺣ ﺗ ﺎز ﻬ ﻟﺔ اﻟ ﻌﺎﻣﻞ ﻣﻌﻬﺎ‪ ،‬و ّﺄﻧﻬﺎ ﻣ ﺎﺳ ﺔ ﻟﻠﻘ ﺎم ﻌ ﻠ ﺔ ﺗﻘ‬
‫ﻛ ات اﻟ ود‪ ،‬وﻣ ﺛ ﺳ ﻌ ّ ف ﻋﻠﻰ ﻌ اﻟ ﻘ ﺎت‬ ‫ﺟ ورﻫﺎ‪ ،‬ﻟ ﻟ ﺳ ﻘ م أوﻻً ﺑ ﻌ‬ ‫ﻞ ﺷ ﻪ ﻛﺎﻣﻞ ﻋ‬
‫ﻟ ﺎب ﺟ ور ﻌ ﻬﺎ‪ .‬ﻫ ا ﺳ ﻘ دﻧﺎ ﻓﻲ اﻟ ﻬﺎ ﺔ إﻟﻰ ﺗ ﻠ ﻞ ﻛ ات اﻟ ود إﻟﻰ ﻋ اﻣﻞ أوﻟّﺔ‪.‬‬

‫‪ 1.1‬ﻛ ات اﻟ ود وﺟ ورﻫﺎ ﻋ ﻣﺎً‬

‫ﺧ ﺎﺋ ﻬﺎ‪.‬‬ ‫أوﻻً‪ ،‬ﺳ ﻌ ّ ف ﻛ ات اﻟ ود و ﻌ‬


‫‪ 1.1‬ﻧﻘ ل ﻋ داﻟﺔ ‪ f : R → R‬داﻟﺔ ”ﻛ ة اﻟ ود”‪ ،‬ﻋ ﻣﺎ ﺗ ن ‪ f‬ﻣ اﻟ ﻞ‪:‬‬ ‫ﺗﻌ‬

‫‪f (x) = an xn + an−1 xn−1 + · · · + a1 x + a0 ,‬‬ ‫‪n ∈ N,‬‬ ‫‪a0 , . . . , an ∈ R,‬‬ ‫‪an ̸= 0‬‬

‫اﻟ ﻗ ‪ n‬ﯾ ﻋﻰ ”درﺟﺔ” اﻟ اﻟﺔ ‪ an ، f‬ﺗ ﻋﻰ ”اﻟ ﻌﺎﻣﻞ اﻟ ﺋ ﻲ” ﻟﻠ اﻟﺔ ‪ f‬و ‪ a0‬ﯾ ﻋﻰ ”اﻟ ّ اﻟ ﺎﺑ ”‪ .‬إذا ﻛﺎﻧ ‪،an = 1‬‬
‫أن ‪ f‬ﻛ ة ﺣ ود ”ﻣ ﻧ ” )‪.(eng. Monic Polynomial‬‬ ‫ﻧﻘ ل ّ‬
‫إذا ﻛﺎﻧ ‪ f (a) = 0‬ﻋ ﻣﺎ ‪ ،a ∈ R‬ﻧ ﻠ ﻋﻠﻰ ‪” a‬ﺟ ر” )ﺣﻘ ﻘﻲ( ﻟﻠ اﻟﺔ ‪. f‬‬

‫اﻷﻣ ﻠﺔ ﻋﻠﻰ ﻛ ات اﻟ ود‪:‬‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ 1.2‬ﻌ‬


‫‪ a ̸= 0 ،a ∈ R‬ﻋ ﻫﺎ ﺗ ن اﻟ اﻟﺔ اﻟ ﺎﺑ ﺔ‬ ‫‪ .1‬ﻟ‬

‫‪x‬‬ ‫‪ f (x) = a‬ﻷﺟﻞ أ ﻗ ﺔ‬


‫ﻛ ة ﺣ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ﺻﻔ ‪ ،‬وﻟ ﻟﻬﺎ أ ﺟ ر‪.‬‬
‫‪ .2‬ﻟ ‪ n ∈ N‬ﻋ د ﻌﻲ‪ ،‬ﻋ ﻫﺎ ﺗ ن اﻟ اﻟﺔ‬

‫‪f (x) = xn‬‬

‫‪3‬‬
4 1 Polynome und ihre Nullstellen

ein Polynom vom Grad n mit der einzigen Nullstelle 0. f heißt auch das Monom vom
Grad n.
3. Die Funktion
f (x) = x2 − 1
ist ein Polynom vom Grad 2 mit den beiden Nullstellen ±1.
4. Die Funktion
f (x) = x2 + 1
ist ein Polynom vom Grad 2 ohne reelle Nullstellen, das heißt, es gibt kein a ∈ R mit
f (a) = 0.
Bemerkung 1.3 Die Nullstellen eines Polynoms sind die Werte, an denen der Graph des
Polynoms die x-Achse schneidet.

f (x)
f (x) = x2 − 1

x
−1 1

Abb. 1.1: Der Graph des Polynoms x2 − 1 schneidet die x-Achse an den Punkten ±1 (vgl.
Beispiel 1.23).

Bemerkung 1.4 Neben den reellen Zahlen, die wir mit R bezeichnen, gibt es auch noch
den Zahlbereich der komplexen Zahlen , der meist mit C bezeichnet wird. Lassen wir kom-
plexe Zahlen zu, so hat ein nichtkonstantes Polynom immer eine Nullstelle. Wir werden
die komplexen Zahlen hier nicht behandeln; wenn von ’Nullstellen’ gesprochen wird, sind
also stets reelle Nullstellen gemeint.
Bemerkung 1.5 Wir können jedes gegebene Polynom f normieren, indem wir es durch
den Leitkoeffizienten an teilen. Dabei ändern wir nicht die Nullstellen, da

f (a)
f (a) = 0 ⇔ =0
an
gilt. Wir können also stets vor dem Ausrechnen der Nullstellen eines Polynoms das Poly-
nom normieren, um so die Rechnung zu vereinfachen.
‫‪ 1‬ﻛ ات اﻟ ود وﺟ ورﻫﺎ‬ ‫‪5‬‬

‫ﻣ اﻟ رﺟﺔ‬ ‫ﺎً داﻟﺔ أﺣﺎد ﺔ اﻟ‬ ‫ﻛ ة ﺣ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪ ،n‬وﻟﻬﺎ اﻟ ر اﻟ ﺣ ‪ .0‬ﻛ ﺎ ﺗ ﻋﻰ ‪ f‬ﻓﻲ ﻫ ﻩ اﻟ ﺎﻟﺔ أ‬
‫‪.n‬‬
‫‪ .3‬اﻟ اﻟﺔ‬
‫‪f (x) = x2 − 1‬‬
‫ﻫﻲ داﻟﺔ ﻛ ة اﻟ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ اﻟ ﺎﻧ ﺔ ﻟﻬﺎ اﻟ ر ‪.±1‬‬
‫‪ .4‬اﻟ اﻟﺔ‬
‫‪f (x) = x2 + 1‬‬
‫ﻟﻬﺎ ﺟ ور ﺣﻘ ﻘ ﺔ‪ ،‬أ ّأﻧﻪ ﻻ ﺗ ﺟ ‪ a ∈ R‬ﺗ ّﻘ اﻟ ﻌﺎدﻟﺔ ‪. f (a) = 0‬‬ ‫ﻫﻲ داﻟﺔ ﻛ ة اﻟ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ اﻟ ﺎﻧ ﺔ ﻟ‬

‫ر ‪.x‬‬ ‫ة اﻟ ود ﻣﻊ اﻟ‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪ 1.3‬ﺟ ور ﻛ ات اﻟ ود‪ ،‬ﻫﻲ اﻟ ﻘﺎ اﻟ ﻲ ﯾ ﻘﺎ ﻊ ﻓ ﻬﺎ اﻟ ﺳ اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟ‬

‫)‪f (x‬‬
‫‪f (x) = x2 − 1‬‬

‫‪x‬‬
‫‪−1‬‬ ‫‪1‬‬

‫اﻟ ﺎل ‪.(31.2‬‬ ‫‪) ±1‬اﻧ‬ ‫ر ‪ x‬ﻓﻲ اﻟ ﻘ‬ ‫ة اﻟ ود ‪ x2 − 1‬ﯾ ﻘﺎ ﻊ ﻣﻊ اﻟ‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :1.1‬اﻟ ﺳ اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟ‬

‫ﻟﻬﺎ ﺑ اﺳ ﺔ ‪ ،R‬ﻫ ﺎﻟ أ ﺎً ﻣ ﻋﺔ اﻷﻋ اد اﻟﻌﻘ ّﺔ‪ ،‬واﻟ ﻲ‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪ 1.4‬إﻟﻰ ﺟﺎﻧ اﻷﻋ اد اﻟ ﻘ ﻘ ﺔ‪ ،‬اﻟ ﻲ ﻧ‬
‫ﺎر إﻟ ﻬﺎ ﻏﺎﻟ ﺎً ﺑ اﺳ ﺔ ‪ .C‬إذا اﻋ ﻧﺎ اﻷﻋ اد اﻟﻌﻘ ّﺔ ﻓﻲ ﺣ ﺎ ﺎﺗ ﺎ‪ ،‬ﻓ ﻠ ﺟ ﻊ ﻛ ات اﻟ ود )ﻣﺎ ﻋ ا اﻟ ﺎﺑ ﺔ(‬
‫ﺟ اًر‪ .‬ﻟ ﻧ ّ ق إﻟﻰ اﻷﻋ اد اﻟﻌﻘ ّﺔ ﻓﻲ ﻫ ا اﻟﻔ ﻞ‪ ،‬ﻟ ﻟ ﻋ اﻟ ﯾ ﻋ اﻟ ور‪ ،‬ﻓﺎﻟ ﻘ د ﻫ ﺎ ﻫﻲ اﻟ ور‬
‫اﻟ ﻘ ﻘ ﺔ‪.‬‬

‫ﻟ‬ ‫ﻬﺎ ﻋﻠﻰ اﻟ ﻌﺎﻣﻞ اﻟ ﺋ ﻲ ‪ ،an‬ﺣ‬ ‫ﻣ ﺧﻼل ﻗ‬ ‫داﻟﺔ ﻛ ة اﻟ ود ‪ f‬ﻣ ﻧ‬ ‫ﺎ ﺟﻌﻞ أ‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪1.5‬‬
‫ﺗ ﻐّ اﻟ ور ﻋ ﻗ ﺎﻣ ﺎ ﺑ ﻟ ‪:‬‬
‫)‪f (a‬‬
‫⇔ ‪f (a) = 0‬‬ ‫‪=0‬‬
‫‪an‬‬
‫ﺎب‪.‬‬ ‫ﻟ ﻬ ﻞ ﻋ ﻠ ﺔ اﻟ‬ ‫ﺎ ﺎﻟ ﺎﻟﻲ دوﻣﺎً ﻗ ﻞ ﺣ ﺎب ﺟ ور ﻛ ة ﺣ ود ﻣﺎ‪ ،‬ﺟﻌﻠﻬﺎ ﻣ ﻧ‬
6 1 Polynome und ihre Nullstellen

Die Nullstellen eines normierten Polynoms charakterisieren dieses oftmals komplett,


siehe auch Abschnitt 1.6 über Faktorisierung von Polynomen am Ende des Kapitels. Da-
her ist die Berechnung der Nullstellen für Polynome von besonderer Bedeutung. Für all-
gemeinen Grad ist es allerdings nicht möglich, eine allgemeine Formel für die Nullstellen
hinzuschreiben: je größer der Grad, desto schwerer ist es im Allgemeinen alle Nullstellen
zu bestimmen. Bevor wir uns die Polynome von kleinerem Grad anschauen, betrachten
wir eine Möglichkeit, für spezielle Polynomen eine Nullstelle direkt zu bestimmen und
gleichzeitig den Grad eines Polynoms zu verringern.
Bemerkung 1.6 Ist f (x) = an xn +an−1 xn−1 +· · ·+a1 x ein Polynom ohne konstanten Term
a0 , so ist 0 stets eine Nullstelle des Polynoms. Wir können dann f (x) = xg(x) schreiben
mit g(x) = an xn−1 + · · · + a1 . Das Polynom g hat kleineren Grad als f und die Nullstellen
von g sind die restlichen Nullstellen von f .
Beispiel 1.7 f (x) = x3 + x2 − 6x ist vom Grad 3 und lässt sich schreiben als f (x) = x(x2 +
x − 6). Also ist 0 eine Nullstelle von f und die anderen Nullstellen sind die von g(x) =
x2 + x − 6, die 2 und -3 sind, siehe auch Beispiel 1.9. Insgesamt hat das Polynom f also
die Nullstellen 0, 2 und -3.
Wir wollen uns nun für Polynome kleineren Grades konkrete Lösungsverfahren anschau-
en. Dabei werden wir uns gemäß Bemerkung 1.5 meistens auf normierte Polynome ein-
schränken.

1.2 Polynome vom Grad 0 und Grad 1

Polynome vom Grad 0 haben lediglich einen konstanten Term a0 und wurden bereits in
Beispiel 1 betrachtet.
Achtung! Die konstante Funktion f (x) = 0 für alle x“ ist ebenfalls ein Polynom, aber mit

unendlich vielen Nullstellen.
Ist
f (x) = x + a
ein Polynom vom Grad 1, so sehen wir direkt, dass f (x) = 0 genau dann gilt, wenn x = −a
ist. Also hat f die eindeutige Nullstelle −a (Ein Polynom vom Grad 1 heißt wegen seines
Graphen auch linear).

1.3 Polynome vom Grad 2 und die p-q-Formel

Sei nun
f (x) = x2 + px + q, p, q ∈ R
ein Polynom zweiten Grades, auch quadratisches Polynom genannt. Was sind die Nullstel-
len von f ? Hier können wir sie noch explizit und schnell ausrechnen:
‫‪ 1‬ﻛ ات اﻟ ود وﺟ ورﻫﺎ‬ ‫‪7‬‬

‫ﺟ ورﻫﺎ )اﻧ اﻟ ﻘ ﻊ ‪1.6‬‬ ‫ٍﻞ ﻛﺎﻣﻞ ﻋ‬ ‫ﻓﻲ ﻛ ٍ ﻣ اﻷﺣ ﺎن ﻋ ض ﻛ ات اﻟ ود‬ ‫ﻛ ﺎ ذ ﻧﺎ‪،‬‬


‫ﺗ ﻠ ﻞ ﻛ ات اﻟ ود إﻟﻰ ﻋ اﻣﻞ ﻓﻲ أﺳﻔﻞ اﻟﻔ ﻞ(‪ .‬ﻟ ﻟ ﺳ أن ﻟ ﺎب ﺟ ور ﻛ ات اﻟ ود أﻫ ّﺔ ﺧﺎﺻﺔ‪.‬‬ ‫ﻋ‬
‫ﺢ‬ ‫إ ﺎد ﺻ ﻐﺔ ﻋﺎﻣﺔ ﻟ ﺎب ﺟ ور أ ﻛ ة ﺣ ود ﻣ أ درﺟﺔ‪ ،‬ﺣ ّأﻧﻪ ﻛﻠ ﺎ ﻛ ت اﻟ رﺟﺔ‪،‬‬ ‫ﻏ اﻟ‬ ‫ﻣ‬
‫ﺄﻣﻞ إﻣ ﺎﻧّﺔ إ ﺎد ﺟ ور‬
‫ّ‬ ‫ﺳ‬ ‫رﺟﺔ‪،‬‬ ‫اﻟ‬ ‫ة‬ ‫ﺻﻐ‬ ‫ود‬ ‫اﻟ‬ ‫ات‬ ‫ﻛ‬ ‫ض‬ ‫ﻌ‬ ‫ﻧ‬ ‫أن‬ ‫ﻞ‬ ‫ﻗ‬ ‫ور‪.‬‬ ‫اﻟ‬ ‫ﻊ‬ ‫ﺟ‬ ‫ﺎد‬ ‫إ‬ ‫ﺎ‬
‫ً‬ ‫ﻏﺎﻟ‬ ‫اﻷﺻﻌ‬ ‫ﻣ‬
‫درﺟﺔ ﻛ ة اﻟ ود‪.‬‬ ‫ٍﻞ ﻣ ﺎﺷ ‪ ،‬و ﻔ اﻟ ﻗ ﻛ ﻔّﺔ ﺗ ﻔ‬ ‫ﻛ ات اﻟ ود اﻟ ﺎﺻﺔ‬ ‫ﻌ‬
‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪ 1.6‬إذا ﻛﺎﻧ ‪ f (x) = an xn + an−1 xn−1 + · · · + a1 x‬ﻛ ة ﺣ ود‪ ،‬ﻟ ﻟﻬﺎ ﺣ ﺛﺎﺑ ‪ ،a0‬ﻋ ﻫﺎ‬
‫ﺎ ﺣ ﻬﺎ ﻛ ﺎ ﺔ )‪ f (x) = xg(x‬ﺣ ‪ .g(x) = an xn−1 + · · · + a1‬ﻛ ة‬ ‫ن ‪ 0‬داﺋ ﺎً ﺟ اًر ﻟﻬ ﻩ اﻟ اﻟﺔ‪.‬‬
‫اﻟ ود ‪ g‬ﻟﻬﺎ درﺟﺔ أﺻﻐ ﻣ درﺟﺔ ‪ ، f‬وﺟ ور اﻟ اﻟﺔ ‪ g‬ﻫﻲ ﻘّﺔ ﺟ ور اﻟ اﻟﺔ ‪. f‬‬

‫ﻛ ﺎﺑ ﻬﺎ ﻋﻠﻰ اﻟ ﻞ‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ f (x) = x3 + x2 − 6x 1.7‬ﻫﻲ ﻛ ة ﺣ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪ ،3‬و‬


‫أن ‪ 0‬ﺟ ر ﻟﻠ اﻟﺔ ‪ ، f‬و ﻘ ّﺔ اﻟ ور ﻫﻲ ﻧﻔ ﻬﺎ ﻟﻠ اﻟﺔ ‪ 2 ،g(x) = x + x − 6‬و ‪.3−‬‬
‫‪2‬‬
‫)‪ . f (x) = x(x + x − 6‬أ ّ‬
‫‪2‬‬

‫ﺎﻟ ﻞ ن ﻟﻠ اﻟﺔ ‪ f‬اﻟ ور اﻟ ﻼﺛﺔ ‪.3− ،2 ،0‬‬


‫اﻷﺣ ﺎن‬ ‫دراﺳ ﺎ ﻓﻲ ﻣﻌ‬ ‫ﺣﻞ ﻣ ّ دة ﻟ ات اﻟ ود ﺻﻐ ة اﻟ رﺟﺔ‪ .‬ﺧﻼل ذﻟ ﺳ‬‫ﻧ اﻵن اﺳ ﻌ اض ق ّ‬
‫ﻋﻠﻰ ﻛ ات اﻟ ود اﻟ ﻧ وﻓﻘﺎً ﻟﻠ ﻼﺣ ﺔ ‪.1.5‬‬

‫‪ 1.2‬ﻛ ات اﻟ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪ 0‬واﻟ رﺟﺔ ‪1‬‬

‫ﻛ ات اﻟ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪ 0‬ﺗ ﺄّﻟﻒ ﻣ ﺣ ّ ﺛﺎﺑ ٍ وﺣ ‪ ،a0‬ﻛ ﺎ ﺷﺎﻫ ﻧﺎ ﻓﻲ اﻟ ﺎل ‪.1‬‬

‫ﻟﻬﺎ ﻋ د ﻻ ﻧﻬﺎﺋﻲ ﻣ اﻟ ور‪.‬‬ ‫ﺎً ﻛ ة ﺣ ود وﻟ‬ ‫ﺗ ﻪ! اﻟ اﻟﺔ اﻟ ﺎﺑ ﺔ ”‪ f (x) = 0‬ﻷﺟﻞ أ ﻗ ﺔ ‪ ،”x‬ﻫﻲ أ‬


‫ﻟ‬
‫‪f (x) = x + a‬‬
‫ﺎ ﻣ ﺎﺷ ة اﻟ ﻼﺣ ﺔ أن ‪ f (x) = 0‬ﺗ ﻘ ﻋ ﻣﺎ ‪ ،x = −a‬ﻫ ا ﻌ ﻲ أن ‪ f‬ﻟﻬﺎ ﺟ ر‬ ‫ﻛ ة ﺣ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪.1‬‬
‫واﺿﺢ وﻫ ‪) −a‬ﻧ ﻠ ﻋﻠﻰ ﻛ ات اﻟ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪ 1‬ﻛ ات ﺣ ود ”ﺧ ّﺔ”‪ ،‬وﺗﺄﺗﻲ ﻫ ﻩ اﻟ ﺔ ﻣ رﺳ ﻬﺎ‬
‫اﻟ ﺎﻧﻲ(‪.‬‬

‫‪ 1.3‬ﻛ ات اﻟ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪ 2‬وﻗﺎﻧ ن ‪p-q‬‬

‫اﻟ اﻟﺔ‬ ‫ﻟ‬


‫‪f (x) = x2 + px + q,‬‬ ‫‪p, q ∈ R‬‬
‫ﻛ ة ﺣ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪ ،2‬ﺗ ﻋﻰ أ ﺎً ﻛ ات اﻟ ود ”اﻟ ﻌّﺔ”‪.‬‬
‫ﺎ ﺣ ﺎب ﻫ ﻩ اﻟ ور ﻞ واﺿﺢ‪:‬‬ ‫ﻣﺎ ﻫﻲ ﺟ ورﻫﺎ؟ ﻫ ا‬
8 1 Polynome und ihre Nullstellen

x2 + px + q = 0 |−q
p2
⇔ x2 + px = −q |+
4
p2 p2
⇔ x2 + px + = −q | (a2 + 2ab + b2 ) = (a + b)2
4 4
 p 2 p2
⇔ x+ = −q
2 4
2
Wir können nun auf beiden Seiten die Wurzel ziehen. Dafür nehmen wir an, dass p4 − q ≥
0 ist (aus negativen Zahlen können wir schließlich keine Wurzel ziehen). Dann erhalten
wir:
 p 2 p2 p
x+ = −q | ( )
2 4r
p p2 p
⇔ x+ =± −q |−
2 4 2
r
p p2
⇔ x =− ± −q
2 4
Wir erhalten also die p-q-Formel:
Satz 1.8 Für
f (x) = x2 + px + q
sind die Nullstellen x1 , x2 gegeben durch
r
p p2
x1,2 = − ± − q, (p-q-Formel)
2 4
p2
sofern 4 − q ≥ 0 gilt.

Was sagt uns also die Zahl p2 /4 − q über die Anzahl der Nullstellen?
• p2 /4 − q < 0 ⇒ Es gibt keine reelle Nullstelle.
• p2 /4 − q = 0 ⇒ x = −p/2 ± 0 ⇒ x = −p/2.
Wir haben also insgesamt eine reelle
p Nullstelle.
• p2 /4 − q > 0 ⇒ x1,2 = −p/2 ± p2 /4 − q.
Wir haben also zwei verschiedene reelle Nullstellen.
Ein Polynom vom Grad 2 kann also entweder keine, genau eine oder zwei Nullstellen in
den reellen Zahlen haben.
‫‪ 1‬ﻛ ات اﻟ ود وﺟ ورﻫﺎ‬ ‫‪9‬‬

‫‪x2 + px + q = 0‬‬ ‫‪|−q‬‬


‫‪p2‬‬
‫‪⇔ x2 + px‬‬ ‫‪= −q‬‬ ‫‪|+‬‬
‫‪4‬‬
‫‪p2‬‬ ‫‪p2‬‬
‫‪⇔ x2 + px +‬‬ ‫=‬ ‫‪−q‬‬ ‫‪| (a2 + 2ab + b2 ) = (a + b)2‬‬
‫‪4‬‬ ‫‪4‬‬
‫(‬ ‫‪p )2‬‬ ‫‪p2‬‬
‫⇔‬ ‫‪x+‬‬ ‫=‬ ‫‪−q‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪4‬‬

‫ﻌﻲ‬ ‫ﺎ إ ﺎد اﻟ ر اﻟ‬ ‫)ﻻ‬ ‫‪p2‬‬


‫‪4‬‬ ‫أن ‪− q ≥ 0‬‬
‫اﻟ ر اﻟ ﻌﻲ ﻋﻠﻰ ﻛﻼ اﻟ ﻓ ‪ ،‬ﻷﺟﻠﻪ ﻧﻔ ض ّ‬ ‫ﺎ اﻵن ﺗ‬
‫ﻞ ﻋﻠﻰ‪:‬‬ ‫ﻟﻸرﻗﺎم اﻟ ﺎﻟ ﺔ(‪ ،‬ﻓ‬
‫(‬
‫‪p )2 p2‬‬ ‫√‬
‫=‬ ‫‪−q‬‬
‫‪x+‬‬ ‫) ( |‬
‫‪2‬‬ ‫√‪4‬‬
‫‪p‬‬ ‫‪p2‬‬ ‫‪p‬‬
‫‪⇔ x+‬‬ ‫‪=±‬‬ ‫‪−q‬‬ ‫‪|−‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪4‬‬ ‫‪2‬‬
‫√‬
‫‪p‬‬ ‫‪p2‬‬
‫‪⇔ x‬‬ ‫‪=− ±‬‬ ‫‪−q‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪4‬‬
‫ﻞ ﻋﻠﻰ ﻗﺎﻧ ن ‪: p-q‬‬ ‫أ أﻧ ﺎ ﻧ‬
‫ﺔ ‪ 1.8‬ﻷﺟﻞ ﻛ ة اﻟ ود‪:‬‬ ‫ﻧ‬
‫‪2‬‬
‫‪f (x) = x + px + q‬‬
‫اﻟ ﻌﺎدﻟﺔ‪:‬‬ ‫ﻞ ﻋﻠﻰ اﻟ ور ‪ x2 ،x1‬ﻋ‬ ‫ﻧ‬
‫√‬
‫‪p‬‬ ‫‪p2‬‬
‫‪x1,2 = − ±‬‬ ‫‪− q.‬‬ ‫)ﻗﺎﻧ ن‪(p-q-‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪4‬‬

‫ﻛ ن ‪. p4 − q ≥ 0‬‬
‫‪2‬‬

‫ﻠﻬﺎ اﻟ ﻗ ‪ p2 /4 − q‬ﻋ ﻋ د اﻟ ور؟‬ ‫ﻣﺎ اﻟ ﻌﻠ ﻣﺎت اﻟ ﻲ‬


‫• ‪.p2 /4 − q < 0‬‬
‫ﻻ ﯾ ﺟ ﺟ ور‪.‬‬
‫• ‪.p2 /4 − q = 0 ⇒ x = −p/2 ± 0 ⇒ x = −p/2‬‬
‫ﯾ ﺟ ﺟ ر وﺣ√‪.‬‬
‫• ‪p2 /4 − q > 0 ⇒ x1,2 = −p/2 ± p2 /4 − q.‬‬
‫ﯾ ﺟ ﺟ ران ﻣ ﻠﻔﺎن‪.‬‬
‫ن ﻟﻬﺎ ﺟ ر وﺣ ‪ ،‬أو ﺟ ر ﻣ اﻷﻋ اد‬ ‫ن ﻟﻬﺎ أ ﺟ ر‪ ،‬أو‬ ‫ّأﻻ‬ ‫ﻫ ا ﻌ ﻲ أن ﻛ ة ﺣ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪2‬‬
‫اﻟ ﻘ ﻘ ﺔ‪.‬‬
10 1 Polynome und ihre Nullstellen

Beispiel 1.9 1. f (x) = x2 + x − 6, also p = 1, q = −6. Die p-q-Formel liefert:


r r
1 1 1 25
x1,2 = − ± +6 = − ±
2 4 2 4
Da 25/4 > 0 ist, erhalten wir die zwei Nullstellen

1 5 1 5
x1 = − + = 2, x2 = − − = −3.
2 2 2 2
Eine Probe zeigt uns, dass dies tatsächlich die Nullstellen sind:

f (2) = 22 + 2 − 6 = 4 + 2 − 6 = 0, f (−3) = (−3)2 − 3 − 6 = 9 − 3 − 6 = 0

2. f (x) = x2 + 2x + 2, also p = 2, q = 2. Also:

p2
− q = 1 − 2 = −1 < 0.
4
Damit hat f keine Nullstelle in den reellen Zahlen.

Bemerkung 1.10 Für ein (nicht notwendig normiertes) Polynom vom Grad 2 lässt sich
neben der p-q-Formel auch die Mitternachtsformel verwenden:
Ist f (x) = ax2 + bx + c und setzen wir ∆ = b2 − 4ac, so erhalten wir, im Fall ∆ ≥ 0, die
beiden Nullstellen von f als √
−b ± ∆
x1,2 = .
2a
Die beiden Formeln sind (für a = 1) vollkommen äquivalent und beide können benutzt
werden.

Dies beendet unsere Untersuchung der Polynome vom Grad 2. Für Polynome vom Grad 3
und 4 gibt es ebenfalls Formeln ähnlich der p-q-Formel. Diese sind jedoch weitaus kom-
plizierter und sie auswendig zu lernen ist nicht wirklich praktikabel. Stattdessen werden
wir für diesen Fall einige Tricks kennenlernen, die uns in manchen Fällen die Nullstellen
solcher Polynome liefern.

1.4 Polynome vom Grad 4 in spezieller Form

Wir beginnen mit dem Grad 4 in einem Spezialfall, der sich leicht auf den Fall von Poly-
nomen vom Grad 2 zurückführen lässt.
Sei ein Polynom vom Grad 4 gegeben mit der speziellen Form

f (x) = x4 + a2 x2 + a0 ,

f enthält also keine Terme mit x3 oder x. Dann können wir eine Substitution anwenden:
Wir setzen y = x2 und erhalten das Polynom g(y) = y2 + a2 y + a0 . Dieses ist vom Grad 2
‫‪ 1‬ﻛ ات اﻟ ود وﺟ ورﻫﺎ‬ ‫‪11‬‬

‫ﻣ ﺎل ‪ ، f (x) = x2 + x − 6 .1 1.9‬أ ّأﻧﻪ ‪ p = 1‬و ‪ .q = −6‬ﻗﺎﻧ ن ‪ p-q‬ﻌ ﻲ‪:‬‬


‫√‬ ‫√‬
‫‪1‬‬ ‫‪1‬‬ ‫‪1‬‬ ‫‪25‬‬
‫‪x1,2 = − ±‬‬ ‫‪+6 = − ±‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪4‬‬ ‫‪2‬‬ ‫‪4‬‬
‫ﻞ ﻋﻠﻰ اﻟ ر ‪:‬‬ ‫ﻟ ن ‪ ،25/4 > 0‬ﻧ‬

‫‪1 5‬‬ ‫‪1 5‬‬


‫‪x1 = − + = 2,‬‬ ‫‪x2 = − − = −3.‬‬
‫‪2 2‬‬ ‫‪2 2‬‬
‫أن ﻫﺎﺗﺎن اﻟ ﻘ ﺎن ﻫ ﺎ ﺎﻟﻔﻌﻞ ﺟ ر ﻟﻠ اﻟﺔ‪:‬‬
‫ﺄﻛ ﻣ ّ‬
‫ﺎ اﻟ ّ‬ ‫ﺎﻟ ﻌ‬

‫‪f (2) = 22 + 2 − 6 = 4 + 2 − 6 = 0,‬‬ ‫‪f (−3) = (−3)2 − 3 − 6 = 9 − 3 − 6 = 0‬‬

‫‪ ، f (x) = x2 + 2x + 2 .2‬أ ّأﻧﻪ ‪ p = 2‬و ‪ .q = 2‬ﺎﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬

‫‪p2‬‬
‫‪− q = 1 − 2 = −1 < 0.‬‬
‫‪4‬‬
‫ﻟﻠ اﻟﺔ ‪ f‬أ ﺟ ور ﺣﻘ ﻘ ﺔ‪.‬‬ ‫ﻟﻟ ﻟ‬
‫ور أن ﺗ ن‬ ‫ﻣ اﻟ‬ ‫ﺎً ﻣﻊ ﻛ ات اﻟ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪) 2‬ﻟ‬ ‫ﺎأ‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪ 1.10‬إﻟﻰ ﺟﺎﻧ ﻗﺎﻧ ن ‪p-q‬‬
‫ﻣ ﻧ (‪ ،‬اﺳ ام ”اﻟ ﻐﺔ اﻟ ﻌّﺔ”‪:‬‬
‫‪:‬‬ ‫ﻞ ﻋﻠﻰ ﻛﻼ اﻟ ر ﻋ‬ ‫‪ ،∆ = b2 − 4ac‬ﻓ‬ ‫ﻟ ‪ ، f (x) = ax2 + bx + c‬ﻧﻘ م ﺑ ﻌ‬
‫√‬
‫∆ ‪−b ±‬‬
‫= ‪x1,2‬‬ ‫‪.‬‬
‫‪2a‬‬
‫ام أ ّ واﺣ ة ﻣ ﻬ ﺎ‪.‬‬ ‫ﻋ ﻫﺎ اﺳ‬ ‫ﺗ ﺎﻣﺎً ﻷﺟﻞ )‪ ،(a = 1‬و‬ ‫ﻌّﺔ و ‪ (p-q‬ﻣ ﺎﻓ‬ ‫)اﻟ‬ ‫ﻐ‬ ‫ﻛﻠ ﺎ اﻟ‬
‫أﻣﺎ ﻣ أﺟﻞ ﻛ ات اﻟ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪ 3‬و ‪ 4‬ﻓﻬ ﺎﻟ‬
‫اﻟ رﺟﺔ ‪ّ ،2‬‬ ‫ﻗ اﻧ ﻬ ﺎ ﻣ دراﺳﺔ ﻛ ات اﻟ ود ﻣ‬ ‫ﻫ اﻧ ن‬
‫ﻫ ﻩ اﻟ ﻎ أﻛ ﺗﻌﻘ اً‪ ،‬وﻟ ﻣ اﻟﻌ ﻠﻲ ﺣﻔ ﻬﺎ‪ .‬ﺑ ﻻً ﻣ ذﻟ‬
‫ّ‬ ‫وﺻ ﻎ ﻣ ﺎﺑﻬﺔ ﻟﻘﺎﻧ ن ‪ .p-q‬ﻏ ّ‬
‫أن‬ ‫أ ﺎً ﻗ اﻧ‬
‫اﻟ ﺎﻻت ﻣ إ ﺎد ﺟ ور ﻛ ات اﻟ ود ﻫ ﻩ‪.‬‬ ‫ﺎ ﻓﻲ أﻏﻠ‬ ‫ﻌ اﻷﺳﺎﻟ اﻟ ﻲ ﺳ‬ ‫ﺳ ﻘ م ﺑ ﻌّﻠ‬

‫ات اﻟ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪4‬‬ ‫‪ 1.4‬ﺣﺎﻟﺔ ﺧﺎﺻﺔ ﻟ‬

‫ﻟ ﯾ ﺎ ﻛ ة ﺣ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ‬ ‫اﻟ رﺟﺔ إﻟﻰ اﻟ رﺟﺔ ‪ .2‬ﻟ‬ ‫ﻬ ﻟﺔ ﺗ ﻔ‬ ‫ﺎ‬ ‫ﺳ أ ﻣﻊ ﺣﺎﻟﺔ ﺧﺎﺻﺔ ﻟﻠ رﺟﺔ ‪ ،4‬ﻓ ﻬﺎ‬
‫‪ 4‬ﻣﻌ ﺎة ﺎﻟ ﻞ اﻟ ﺎص اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬
‫‪f (x) = x4 + a2 x2 + a0 ,‬‬
‫ﺎ ﺎﻟ ﺎﻟﻲ اﻟﻘ ﺎم ﻌ ﻠ ﺔ اﻹﺳ ﻌﺎﺿﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪:‬‬ ‫ﻋﻠﻰ أ ﻣ اﻟ ّ ﯾ ‪ x3‬أو ‪،x‬‬ ‫‪ f‬ﻻﺗ‬
‫ﻞ ﻋﻠﻰ ‪ .g(y) = y + a2 y + a0‬ﻫ ﻩ اﻟ اﻟﺔ ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪2‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪ y=x‬ﻓ‬ ‫‪2‬‬ ‫ﻧﻘ م ﺑ ﻌ‬
12 1 Polynome und ihre Nullstellen

und mit den Techniken aus Abschnitt 1.3 können wir (falls vorhanden) Nullstellen y1,2 des
√ √
Polynoms bestimmen. Setzen wir nun (wenn möglich) x1,2 = ± y1 und x3,4 = ± y2 , so
erhalten wir vier Nullstellen von f (x).
Ähnliches lässt sich natürlich auch für Polynome ähnlicher Form vom Grad 6 oder 8 etc.
durchführen.

Beispiel 1.11 1. Betrachten wir das Polynom f (x) = x4 −5x2 +6, so hat es die gewünschte
spezielle Form und wir können es durch die Substitution x2 = y in das Polynom g(y) =
y2 − 5y + 6 überführen. Die p-q-Formel√liefert√die beiden Nullstellen 2 und 3 von g.
Damit hat dann f die vier Nullstellen ± 2, ± 3.
2. Für das Polynom f (x) = x4 − 8x2 + 16 betrachten wir nach der Substitution y = x2
das Polynom g(y) = y2 − 8y + 16, von dem wir (wiederum durch Anwendung der p-q-
Formel) die Nullstellen ±4 berechnen. Da wir√aus -4 keine Wurzel ziehen können, hat
also auch f nur die zwei reellen Nullstellen ± 4 = ±2.

1.5 Polynome vom Grad 3 und die Polynomdivision

Sei nun f (x) = x3 + a2 x2 + a1 x + a0 ein Polynom vom Grad 3. Hier lässt sich unsere Vor-
gehensweise am besten an einem Beispiel vorführen. Wir betrachten dafür das Polynom

f (x) = x3 + 4x2 − 51x − 54.

Gerade bei Polynomen, deren Koeffizienten ganze Zahlen sind (also 0,1,2,3, etc. an-
statt 12 , 2.14 . . . ), lohnt es sich zunächst, verschiedene kleine Zahlen einzusetzen und zu
schauen, ob 0 rauskommt. Wir raten also eine Nullstelle. Versuchen wir bei dem gegebe-
nen Polynom die Zahlen 0, ±1, ±2, so sehen wir, dass x1 = −1 eine Nullstelle von f ist,
denn f (−1) = −1 + 4 + 51 − 54 = 0. Wie sehen aber weitere Nullstellen von f aus? Hat f
überhaupt weitere Nullstellen? Um das herauszufinden, ist die Polynomdivision ein gutes
Hilfsmittel. Diese ermöglicht uns, die Nullstelle −1 rauszuteilen und ein Polynom vom
Grad 2 zu erhalten, dessen Nullstellen wir wie in Abschnitt 1.3 bestimmen können. Wir
suchen ein Polynom g(x), sodass f (x) = (x + 1)g(x) gilt. Hier taucht der Faktor (x + 1)
auf, da −1 eine bekannte Nullstelle von f ist und ebenso eine Nullstelle von (x + 1). Dafür
gehen wir Schritt für Schritt durch die Polynomdivision:
• Zunächst schreiben wir das Polynom und seine Nullstelle, durch die wir teilen wollen,
nebeneinander:

x3 + 4x2 − 51x − 54 ÷ x + 1 =
 

• Nun dividieren wir den größten Exponenten links durch den Exponenten des zweiten
Polynoms, also x3 ÷ x = x2 :

x3 + 4x2 − 51x − 54 ÷ x + 1 = x2
 
‫‪ 1‬ﻛ ات اﻟ ود وﺟ ورﻫﺎ‬ ‫‪13‬‬
‫√‬
‫‪ x1,2 = ± y1‬و‬ ‫و ﺎ ﺣ ﺎب ﺟ رﻬﺎ ‪) y1,2‬إن وﺟ ا( وﻓﻘﺎً ﻟﻠ ﻘ ﻊ ‪ .1.3‬ﻧﻘ م اﻵن )إذا أﻣ ( ﺑ ﻌ‬
‫√‬
‫ﻞ ﻋﻠﻰ اﻟ ور اﻷرﻊ ﻟﻠ اﻟﺔ )‪. f (x‬‬ ‫‪ ،x3,4 = ± y2‬ﻓ‬
‫ل ﻋﻠﻰ ﺟ ور ﻛ ات اﻟ ود ﻣ اﻟ رﺟﺎت )اﻟ وﺟّﺔ( ‪...،8،6‬‬ ‫ﺎ اﻟ‬ ‫ﻞ ﻣ ﺎﻪ‬
‫ﺄﻣﻞ ﻛ ة اﻟ ود ‪ ، f (x) = x4 − 5x2 + 6‬ﻧﻼﺣ أن ﻟﻬﺎ اﻟ ﻞ اﻟ ﺎص اﻟ ﺟ ‪ ،‬و ﺎﻟ ﺎﻟﻲ‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ .1 1.11‬ﻟ ّ‬
‫‪ .g(y) = y2 − 5y‬ﻗﺎﻧ ن ‪ p-q‬ﻌ ﺎ اﻟ ر ‪ 2‬و ‪ 3‬ﻟﻠ اﻟﺔ‬ ‫√‬‫‪+‬‬ ‫‪6‬‬ ‫ﻞ‬‫√‬ ‫اﻟ‬ ‫ﻋﻠﻰ‬ ‫ﻬﺎ‬ ‫ﺎﺑ‬ ‫ﻛ‬ ‫‪x‬‬ ‫‪2=y‬‬ ‫ﺎﺑﻌ‬
‫‪ .g‬ﺑﻬ ا ن ﻟﻠ اﻟﺔ ‪ f‬اﻟ ور اﻷرﻊ ‪.± 3 ،± 2‬‬
‫‪ y = x2‬ﻋﻠﻰ اﻟ اﻟﺔ ‪،g(y) = y2 − 8y + 16‬‬ ‫‪ .2‬ﻣ أﺟﻞ ﻛ ة اﻟ ود ‪ f (x) = x4 − 8x2 + 16‬ﻧ ﻞ ﺑ ﻌ‬
‫ل ﻋﻠﻰ‬ ‫ﻋ م إﻣ ﺎﻧ ﺔ اﻟ‬ ‫ﻌ ﺣ ﺎب ﺟ ور اﻟ اﻟﺔ ‪ ) g‬ﺎﺳ ام ﻗﺎﻧ ن ‪ (p-q‬ﻧ ﻞ ﻋﻠﻰ اﻟ √ر ‪.±4‬‬
‫اﻟ ر اﻟ ﻌﻲ ﻟﻠﻌ د ‪ ،4−‬ن ﻟﻠ اﻟﺔ ‪ f‬ﻓﻘ اﻟ ر ‪.± 4 = ±2‬‬

‫ﺔ ﻛ ات اﻟ ود‬ ‫‪ 1.5‬ﻛ ات اﻟ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪ 3‬وﻗ‬

‫ﻘﺔ إ ﺎد‬ ‫ح‬ ‫‪ f (x) = x3 + a2 x2 + a1 x + a0‬ﻛ ة ﺣ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪ .3‬ﻫ ﺎ ﻣ اﻷﻓ ﻞ أن ﻧﻘ م‬ ‫ﻟ‬


‫اﻟ ور ﺎﻻﺳ ﻌﺎﻧﺔ ﺎل‪ .‬ﻟ ﻟ ﯾ ﺎ ﻛ ة اﻟ ود اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪:‬‬

‫‪f (x) = x3 + 4x2 − 51x − 54.‬‬


‫‪1‬‬
‫‪2 , 2.14‬‬ ‫ر ﺑ ﺎ أوﻻً‪ ،‬ﺧ ﺻﺎً ﻣﻊ ﻛ ات اﻟ ود اﻟ ﻲ ﻣﻌﺎﻣﻼﺗﻬﺎ )أﻣ ﺎل ‪ (x‬أﻋ اد ﺻ ﺔ )‪…0, 1, 2‬ﺑ ﻻً ﻣ‬
‫ﺟ ر ﻟﻠ اﻟﺔ‪.‬‬ ‫‪ 0‬أم ﻻ‪ .‬أ أﻧ ﺎ ﺳ ﻘ م ﺑ‬ ‫أرﻗﺎم ﺻﻐ ة ﻣ ﻠﻔﺔ‪ ،‬وﻣﻼﺣ ﺔ إذا ﻣﺎ ﻛﺎن ﻧﺎﺗﺞ اﻟ ﻌ‬ ‫…(‪ ،‬ﺗﻌ‬
‫ﻷن‬
‫ّ‬ ‫‪،‬‬ ‫‪f‬‬ ‫اﻟﺔ‬ ‫ﻟﻠ‬ ‫ر‬ ‫ﺟ‬ ‫‪−1‬‬ ‫ﻗ‬ ‫اﻟ‬ ‫أن‬ ‫ﻓ‬ ‫أﻋﻼﻩ‪،‬‬ ‫ﺎة‬ ‫ﻌ‬ ‫اﻟ‬ ‫اﻟﺔ‬ ‫اﻟ‬ ‫ﻣﻊ‬ ‫‪،0‬‬ ‫‪±‬‬ ‫‪1‬‬ ‫‪±‬‬ ‫‪2‬‬ ‫ﻗﺎم‬
‫ر‬ ‫اﻷ‬ ‫ﺑ‬ ‫ﻧﻘ م‬

‫‪f (−1) = −1 + 4 + 51 − 54 = 0‬‬


‫ﻛﻞ ﻫ ا ﻣ اﻟ ﻔ اﻟﻘ ﺎم ﻌ ﻠّﺔ‬‫وﻟ ﻣﺎ ﻫﻲ اﻟ ور اﻷﺧ ﻟﻠ اﻟﺔ ‪ f‬؟ ﻫﻞ ﻫ ﺎﻟ ﺟ ور أﺧ أﺳﺎﺳﺎً؟ ﻟ ﻌ ﻓﺔ ّ‬
‫ل ﺎﻟ ﺎﻟﻲ ﻋﻠﻰ ﻛ ة ﺣ ود ﻣ‬ ‫”ﻗ ﺔ ﻛ ات اﻟ ود”‪ .‬ﻫ ﻩ اﻟ ﻘﺔ ﺗ ﺎ ﻣ اﻟﻘ ﺔ ﻋﻠﻰ اﻟ ر ‪ ،−1‬واﻟ‬
‫ﺗ ن‬ ‫ﻋ ﻛ ة ﺣ ود )‪،g(x‬‬ ‫ﺎ ﺣ ﺎب ﺟ ورﻫﺎ ﻬ ﻟﺔ ﻛ ﺎ ﻓﻲ ‪ .1.3‬ﺳ ﻘ م ﺎﻟ‬ ‫اﻟ رﺟﺔ ‪ ،2‬اﻟ ﻲ‬
‫ﻷن ‪ −1‬ﺟ ر ﻣﻌ وف ﻟﻠ اﻟﺔ ‪ f‬وﻟﻠﻌﺎﻣﻞ )‪ (x + 1‬ﻛ ﻟ ‪ .‬ﻧ أ‬‫ّ‬ ‫‪(x‬‬ ‫‪+‬‬ ‫)‪1‬‬ ‫اﻟﻌﺎﻣﻞ‬ ‫ﺎ‬ ‫ﻛ‬ ‫ﺎ‬ ‫ﻫ‬ ‫‪،‬‬ ‫‪f‬‬ ‫)‪(x‬‬ ‫=‬ ‫)‪(x + 1)g(x‬‬
‫اﻵن ﻌ ﻠ ﺔ ﻗ ﺔ ﻛ ات اﻟ ود ﺧ ًة ﺧ ة‪:‬‬
‫ك ﻣﻌﻬﺎ ﺎﻟ ر اﻟ وﺟ ﻧﺎﻩ‪ ،‬واﻟ ﻧ اﻟﻘ ﺔ ﻋﻠ ﻪ‪ ،‬ﺟ ﺎً إﻟﻰ ﺟ ‪:‬‬ ‫ﻛ ة اﻟ ود واﻟﻌﺎﻣﻞ اﻟ‬ ‫• أوﻻً ﻧ‬
‫(‬ ‫( )‬ ‫)‬
‫= ‪x3 + 4x2 − 51x − 54 ÷ x + 1‬‬

‫ﻋﻠﻰ اﻷس اﻟ ﺟ د ﻓﻲ ﻛ ة اﻟ ود اﻟ ﻰ‪ ،‬أ ‪:x3 ÷ x = x2‬‬ ‫ﻣ اﻟ ﻬﺔ اﻟ‬ ‫• اﻵن ﻧﻘ م ﻘ ﺔ اﻷس اﻷﻛ‬


‫(‬ ‫)‬ ‫(‬ ‫)‬
‫‪x3 + 4x2 − 51x − 54 ÷ x + 1 = x2‬‬
14 1 Polynome und ihre Nullstellen

• Als nächstes multiplizieren wir diesen neuen Term x2 auf der rechten Seite mit (x + 1)
und ziehen das Ergebnis x3 + x2 vom Polynom ab:

x3 + 4x2 − 51x − 54 ÷ x + 1 = x2
 

− x3 − x2
3x2 − 51x

• Dieses Vorgehen wiederholen wir nun für das kürzere Polynom 3x2 − 51x − 54: Erst
den größten Exponenten 3x2 durch x dividieren

x3 + 4x2 − 51x − 54 ÷ x + 1 = x2 + 3x
 
,
− x3 − x2
3x2 − 51x

dann das Ergebnis 3x mit (x + 1) multiplizieren und wieder abziehen.

x3 + 4x2 − 51x − 54 ÷ x + 1 = x2 + 3x
 

− x3 − x2
3x2 − 51x
− 3x2 − 3x
− 54x − 54

• Nun das ganze ein letztes Mal und wir erreichen auf der linken Seite die 0.

x3 + 4x2 − 51x − 54 ÷ x + 1 = x2 + 3x − 54
 

− x3 − x2
3x2 − 51x
− 3x2 − 3x
− 54x − 54
54x + 54
0

Nun steht unser gewünschtes Polynom g(x) auf der rechten Seite, das heißt g(x) =
x2 + 3x − 54 und wir erhalten f (x) = (x + 1)(x2 + 3x − 54). Probe:

(x + 1)(x2 + 3x − 54) = x3 + 3x2 − 54x + x2 + 3x − 54 = x3 + 4x2 − 51x − 54 = f (x).

Die fehlenden Nullstellen von f sind nun genau die Nullstellen von g, hier können wir
also einfach die p-q-Formel anwenden und erhalten die restlichen Nullstellen x2 = 6 und
x3 = −9. Insgesamt hat f (x) = x3 + 4x2 − 51x − 54 also die Nullstellen x1 = −1, x2 = 6
und x3 = −9.
Wenn wir also bereits Nullstellen eines Polynoms kennen, können wir mit der Polynomdi-
vison ein zweites Polynom erhalten, das die restlichen Nullstellen hat und kleineren Grad
hat. Führen wir dies weiter, führt uns dies zu einer besonders einfachen Darstellung von
Polynomen.
‫‪ 1‬ﻛ ات اﻟ ود وﺟ ورﻫﺎ‬ ‫‪15‬‬

‫ب ﻧﺎﺗﺞ اﻟﻘ ﺔ اﻟ ﺎﺑ ‪ x2‬ﻣﻊ )‪ (x + 1‬وﻧ ح اﻟ ﺎﺗﺞ ‪ x3 + x2‬ﻣ ﻛ ة اﻟ ود‪:‬‬ ‫• ﻌ ﻫﺎ ﻧﻘ م‬


‫(‬ ‫( )‬ ‫)‬
‫‪x3 + 4x2 − 51x − 54 ÷ x + 1 = x2‬‬
‫‪− x3 − x2‬‬
‫‪3x2 − 51x‬‬

‫ة اﻟ ﺎ ﻘﺔ ‪:3x2 − 51x − 54‬‬ ‫• ﻧﻘ م ﺑ ار اﻟﻌ ﻠ ﺔ وﻟ ﻫ ﻩ اﻟ ّة ﻣﻊ ﻛ ة اﻟ ود اﻟ ﺎﺗ ﺔ ﻣ اﻟ‬


‫أوﻻً ﻧﻘ اﻷس اﻷﻛ ‪ 3x2‬ﻋﻠﻰ ‪x‬‬
‫(‬ ‫( )‬ ‫)‬
‫‪x3 + 4x2 − 51x − 54 ÷ x + 1 = x2 + 3x‬‬ ‫‪,‬‬
‫‪− x3 − x2‬‬
‫‪3x2 − 51x‬‬

‫ﺔ ‪ 3x‬ﻣﻊ )‪ ،(x + 1‬وﻧ ح ﻣ ّ ًة ﺛﺎﻧ ﺔ‪:‬‬ ‫ب اﻟ‬ ‫ﻌ ﻫﺎ ﻧ‬


‫(‬ ‫( )‬ ‫)‬
‫‪x3 + 4x2 − 51x − 54 ÷ x + 1 = x2 + 3x‬‬
‫‪− x3 − x2‬‬
‫‪3x2 − 51x‬‬
‫‪− 3x2 − 3x‬‬
‫‪− 54x − 54‬‬

‫ﻋﻠﻰ ‪:0‬‬ ‫ﻞ ﻓﻲ اﻟ ﻬﺔ اﻟ‬ ‫• اﻵن ﻧﻘ م ﺑ ار اﻟﻌ ﻠ ﺔ ﻣ اﻟ ا ﺔ ﻣ ّ ًة أﺧ ة‪ ،‬ﻓ‬


‫(‬ ‫( )‬ ‫)‬
‫‪x3 + 4x2 − 51x − 54 ÷ x + 1 = x2 + 3x − 54‬‬
‫‪− x3 − x2‬‬
‫‪3x2 − 51x‬‬
‫‪− 3x2 − 3x‬‬
‫‪− 54x − 54‬‬
‫‪54x + 54‬‬
‫‪0‬‬

‫ﻧﻬﺎ ًﺔ ﻧ ﻞ ﻋﻠﻰ ﻛ ة اﻟ ود اﻟ ﻠ ﺔ )‪ g(x‬ﻋﻠﻰ اﻟ ﻬﺔ اﻟ ﻰ‪.‬‬


‫ﺄﻛ ‪:‬‬
‫أ ‪ g(x) = x + 3x − 54‬و )‪ . f (x) = (x + 1)(x + 3x − 54‬ﻟﻠ ّ‬
‫‪2‬‬ ‫‪2‬‬

‫‪(x + 1)(x2 + 3x − 54) = x3 + 3x2 − 54x + x2 + 3x − 54 = x3 + 4x2 − 51x − 54 = f (x).‬‬

‫ﻞ ﻋﻠﻰ ‪x2 = 6‬‬ ‫ﻗﺎﻧ ن ‪ p-q‬ﻓ‬ ‫ل ﻋﻠ ﻬﺎ ﻧﻘ م ﺑ‬ ‫اﻟ ور اﻟ ﻘّﺔ ﻟﻠ اﻟﺔ ‪ f‬ﻫﻲ ﻧﻔ ﻬﺎ ﺟ ور اﻟ اﻟﺔ ‪ ،g‬وﻟﻠ‬
‫و ‪ .x3 = −9‬أ ّأﻧﻪ إﺟ ﺎﻻً ﺗ ﻠ اﻟ اﻟﺔ ‪ f (x) = x3 +4x2 −51x−54‬اﻟ ور ‪ x2 = 6, x1 = −1‬و ‪.x3 = −9‬‬

‫ل ﻋ ﻗ ﺔ ﻛ ات اﻟ ود ﻋﻠﻰ ﻛ ة ﺣ ود‬ ‫ﻊ اﻟ‬ ‫ﻫ ا ﻌ ﻲ ّأﻧﻪ ﻋ ﻣﻌ ﻓﺔ أﺣ اﻟ ور ﻟ ة ﺣ ود ﻣﺎ‪ ،‬ﻧ‬


‫ﻟ ات اﻟ ود‪.‬‬ ‫أﺧ ‪ ،‬ﻣ درﺟﺔ أﻗﻞ‪ ،‬وﻟﻬﺎ اﻟ ور اﻟ ﻘ ﺔ‪ .‬إذا واﺻﻠ ﺎ ﺗ ار اﻟﻌ ﻠّﺔ ﻧ ﻞ إﻟﻰ ﺗ ﻞ ﻣ ّ و‬
16 1 Polynome und ihre Nullstellen

Bemerkung 1.12 Die Polynomdivision kann auch für Polynome höheren Grades durch-
geführt werden, sofern wir bereits eine Nullstelle kennen. Zum Beispiel können wir bei
h(x) = x4 + 3x3 − 55x2 − 3x + 54 die Nullstelle x1 = 1 raten und erhalten h(x) = (x −
1)(x3 + 4x2 − 51x − 54) = (x − 1) f (x) nach der Polynomdivision. Mit f (x) verfahren wir
dann wie oben beschrieben und erhalten schließlich die Nullstellen x1 = 1, x2 = −1, x3 = 6
und x4 = −9 für h.

1.6 Faktorisierung von Polynomen

Wenn wir zu einem gegebenen Polynom alle Nullstellen kennen, so können wir oftmals
eine sehr einfache Form der Polynome angeben.
Satz 1.13 Es sei f (x) ein Polynom vom Grad n und a1 , . . . , ak alle reellen Nullstellen von
f . Dann lässt sich f schreiben als

f (x) = (x − a1 )(x − a2 ) · · · (x − ak )g(x),

hier ist g ein Polynom vom Grad n−k und hat keine reellen Nullstellen. Ist insbesondere
n = k, das heißt, hat f genau n reelle Nullstellen, so lässt sich f schreiben als

f (x) = (x − a1 )(x − a2 ) · · · (x − an ).

Dies nennt man auch die Faktorisierung von f oder die Zerlegung von f in Linearfaktoren.

In diesen Zerlegungen kann es durchaus vorkommen, dass einige der ai gleich sind, das
heißt, dass also einige Nullstellen mehrfach vorkommen. In diesem Fall spricht man von
Nullstellen mit Vielfachheit d, hierbei ist d die Häufigkeit der Nullstelle in der Faktorisie-
rung von f .
Beispiel 1.14 Mit f (x) = x3 +4x2 −51x−54 erhalten wir die Faktorisierung (siehe voriger
Abschnitt):
x3 + 4x2 − 51x − 54 = (x + 1)(x + 9)(x − 6)
Beispiel 1.15 Das Polynom g(x) = x3 − 3x2 + 3x − 1 hat die Faktorisierung

g(x) = (x − 1)(x − 1)(x − 1),

das Polynom g hat also lediglich die Nullstelle 1, allerdings mit Vielfachheit 3.
Bemerkung 1.16 Ein Polynom vom Grad n hat immer maximal n verschiedene reelle
Nullstellen. Suchen wir die Nullstellen dagegen in den komplexen Zahlen C, so hat ein
Polynom n-ten Grades immer genau n Nullstellen (die nicht alle verschieden sein müssen,
das heißt, manche Nullstellen können mit Vielfachheit auftreten). Jedes Polynom vom
Grad n zerfällt also vollständig in n Linearfaktoren

f (x) = (x − a1 )(x − a2 ) · · · (x − an ).
‫‪ 1‬ﻛ ات اﻟ ود وﺟ ورﻫﺎ‬ ‫‪17‬‬

‫ﻘﺔ‬ ‫اﻟ ﻌ ﻓﺔ اﻟ‬ ‫ﻋ ﻠ ﺔ ﻗ ﺔ ﻛ ات اﻟ ود ﻋﻠﻰ ﻛ ات ﺣ ود ذوات درﺟﺎت أﻋﻠﻰ‪،‬‬ ‫ﺗ‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪1.12‬‬
‫ﻟ ٍر ﻣﺎ‪.‬‬

‫ﻞ ﻋﻠﻰ‬ ‫اﻟ ر ‪ x1 = 1‬ﻟﻠ اﻟﺔ ‪ ،h(x) = x4 + 3x3 − 55x2 − 3x + 54‬ﻓ‬ ‫ﻊ ﻣ ﻼً ﺗ‬ ‫ﻧ‬


‫ﻌ ﻫﺎ ﻣ ّة أﺧ‬ ‫)‪ h(x) = (x − 1)(x3 + 4x2 − 51x − 54) = (x − 1) f (x‬ﻌ اﻟﻘ ﺎم ﻌ ﻠّﺔ اﻟﻘ ﺔ‪ .‬ﻧ‬
‫ﻞ ﻧﻬﺎ ًﺔ ﻋﻠﻰ اﻟ ور ‪x3 = 6, x2 = −1, x1 = 1‬‬ ‫ﻋ ﻠ ﺔ ﻗ ﺔ ﻛ ات اﻟ ود )ﻛ ﺎ ﻓﻲ اﻷﻋﻠﻰ( ﻋﻠﻰ )‪ ، f (x‬ﻓ‬
‫و ‪ x4 = −9‬ﻟﻠ اﻟﺔ ‪.h‬‬

‫‪ 1.6‬ﺗ ﻠ ﻞ ﻛ ات اﻟ ود‬

‫ٍﻞ‬ ‫ﻣ اﻷﺣ ﺎن ﻛ ﺎ ﺔ ﻛ ة اﻟ ود ﻫ ﻩ‬ ‫ﺎ ﻓﻲ ﻛ‬ ‫ﻛﻞ ﻣ ﻬﺎ‪،‬‬


‫ة ﺣ ود ﻣﺎ ﻣﻊ ﺗﻌ دّﺔ ّ‬ ‫ﻛﻞ اﻟ ور ﻟ‬
‫إذا ﻋ ﻓ ﺎ ّ‬
‫ﻣّ ‪.‬‬
‫ﺎ ﻛ ﺎ ﺔ ‪ f‬ﻋﻠﻰ اﻟ ﻞ‬ ‫ﻛﻞ ﺟ ورﻫﺎ‪ ،‬ﻋ ﻫﺎ‬
‫)‪ f (x‬ﻛ ة ﺣ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪ n‬و ‪ّ a1 , . . . ak‬‬ ‫ﻧ ﺔ ‪ 1.13‬ﻟ‬
‫اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬
‫‪f (x) = (x − a1 )(x − a2 ) · · · (x − ak )g(x),‬‬
‫ن ﻋ ﻫﺎ ﻟﻠ اﻟﺔ ‪ f‬ﺗ ﺎﻣﺎً ‪ n‬ﺟ ر‬ ‫‪،n = k‬‬ ‫ﻟﻬﺎ أ ﺟ ور‪ .‬إذا ﻛﺎﻧ‬ ‫ﻫ ﺎ ﺗ ن ‪ g‬ﻛ ة ﺣ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪ n − k‬وﻟ‬
‫ﻛ ﺎﺑ ﻬﺎ ﻋﻠﻰ اﻟ ﻞ‪:‬‬ ‫و‬
‫‪f (x) = (x − a1 )(x − a2 ) · · · (x − an ).‬‬
‫ﻧ ﻋ ﻫ ا ”ﺗ ﻠ ﻞ” ‪ f‬إﻟﻰ ﻋ اﻣﻞ ﺧ ّﺔ‪ ،‬أو ”ﺗ ﺋﺔ” ‪ f‬إﻟﻰ ﻋ اﻣﻞ ﺧ ّﺔ‪.‬‬
‫ﻞ أن ﯾ ر ﻬ ر ﺟ ر ﻣﺎ ‪ n‬ﻣ ّات )أ أن ن ﻟﻌ ّ ة ‪ ai‬ﻧﻔ اﻟﻘ ﺔ(‪ ،‬ﻧﻘ ل‬ ‫ﻋ اﻟﻘ ﺎم ﻌ ﻠ ﺔ اﻟ ﺋﺔ ﻗ‬
‫ﻓﻲ ﻫ ﻩ اﻟ ﺎﻟﺔ أن ﻟﻬ ا اﻟ ر ”اﻟ ﻌ د ﺔ” ‪ .n‬إذاً ﻧﻌ ﻲ ﺎﻟ ﻌ د ﺔ ﻋ د ﻣ ّات ﻬ ر ﻫ ا اﻟ ر ﻋ ﺗ ﺋﺔ ‪. f‬‬

‫اﻟ ﻘ ﻊ اﻟ ﺎﺑ (‪:‬‬ ‫ﻞ ﻋﻠﻰ )اﻧ‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ 1.14‬ﺑ ﻠ ﻞ ‪ f (x) = x3 + 4x2 − 51x − 54‬ﻧ‬

‫)‪x3 + 4x2 − 51x − 54 = (x + 1)(x + 9)(x − 6‬‬

‫ﻣ ﺎل ‪ 1.15‬ﻛ ة اﻟ ود ‪ g(x) = x3 − 3x2 + 3x − 1‬ﻟﻬﺎ اﻟﻌ اﻣﻞ‪:‬‬

‫‪g(x) = (x − 1)(x − 1)(x − 1),‬‬

‫ﻟﻪ اﻟ ﻌ د ﺔ ‪.3‬‬ ‫أ أن ﻟﻠ اﻟﺔ ‪ g‬اﻟ ر اﻟ ﺣ ‪ 1‬وﻟ‬


‫اﻻﻋ ﺎر اﻷﻋ اد‬ ‫ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪ n ،n‬ﺟ ر ﻛ ّ أﻗ ﻰ‪ .‬ﻣ ﻧﺎﺣ ٍﺔ أﺧ إذا أﺧ ﻧﺎ ﻌ‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪ 1.16‬ﺗ ﻠ ﻛ ة ﺣ ٍ‬
‫أن‬ ‫ﻌ ﻬﺎ‬ ‫ﺎﻟ ورة ﻣ ﻠﻔﺔ‪ ،‬أ‬ ‫ﻛﻞ ﻛ ة ﺣ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪ ،n‬ﺗ ﺎﻣﺎً ‪ n‬ﺟ ر )اﻟ ﻲ ﻟ‬
‫اﻟﻌﻘ ﺔ ‪ ،C‬ﻓ ﻠ ّ‬
‫ﺗ ﺋ ﻬﺎ إذاً إﻟﻰ ‪ n‬ﻋﺎﻣﻞ ﺧ ّ ﻲ‬ ‫ﻠ ﺗﻌ دّﺔ أﻛ ﻣ ‪ .(1‬أ ﻛ ة ﺣ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪n‬‬

‫‪f (x) = (x − a1 )(x − a2 ) · · · (x − an ).‬‬


18 1 Polynome und ihre Nullstellen

Hierbei sind aber die Nullstellen a1 , . . . , an möglicherweise in C und nicht in R. Dieser


Fakt wird durch den Fundamentalsatz der Algebra beschrieben. Siehe auch Bemerkung
1.4

Bemerkung 1.17 Die Faktorisierung von Polynomen führt uns zu der Möglichkeit, in
manchen Fällen die Nullstellen eines quadratischen Polynoms zu bestimmen ohne die p-q-
Formel oder die Mitternachtsformel verwenden zu müssen. Ist nämlich f (x) ein normiertes
Polynom zweiten Grades so existieren b, c ∈ R, sodass wir f (x) schreiben können als

f (x) = x2 + bx + c.

Andererseits, wenn f (x) zwei reelle Nullstellen a1,2 hat, können wir die Faktorisierung
von f (x) ausmultiplizieren und erhalten

f (x) = (x − a1 )(x − a2 ) = (x2 − (a1 + a2 )x + a1 a2 ).

Durch Vergleich der beiden Darstellungen sehen wir b = −(a1 + a2 ) und c = a1 a2 . Diese
Tatsache wird auch der Satz von Vieta genannt. Insbesondere wenn man vermutet, dass die
Nullstellen ganze Zahlen sind, kann man also die Teiler von c untersuchen und überprüfen,
ob zwei Teiler in der Summe −b ergeben. Dann müssen diese beiden Zahlen die Nullstel-
len von f (x) sein. Dies lässt sich auch auf beliebigen Grad verallgemeinern, dort wird die
Berechnung der Nullstellen allerdings sehr viel schwieriger.

1.7 Aufgaben

Aufgabe 1.1 Finden Sie die Nullstellen der folgenden Funktionen und geben Sie (falls
möglich) ihre Faktorisierung an:

1. x2 + 9x + 14 5. x3 + x2 + x
2. 2x2 + 3x − 2 6. 4x3 + 8x2 − x − 2
3. x2 − 10x + 25 7. x4 − 5x2 + 4
4. x2 − 2x + 2 8. 2x5 − 34x3 + 32x

Aufgabe
√ 1.2 Geben Sie zwei verschiedene Polynome
√ vom Grad 3 an, die die Nullstellen
1 und 2 haben. Hierbei soll die Nullstelle 2 von der Vielfachheit 2 sein.
‫‪ 1‬ﻛ ات اﻟ ود وﺟ ورﻫﺎ‬ ‫‪19‬‬

‫ﺣﻘ ﻘّﺔ‪ .‬ﯾ ّ وﺻﻒ ﻫ ﻩ اﻟ ﻘ ﻘﺔ ﻣ ﺧﻼل‬ ‫ﻞ أن ﺗ ن ﻋ ﻫﺎ اﻟ ور ‪ a1 , . . . , an‬ﻋﻘ ّﺔ وﻟ‬ ‫وﻟ ﻣ اﻟ‬


‫)اﻧ اﻟ ﻼﺣ ﺔ ‪.(1.4‬‬ ‫اﻟ ﻫ ﺔ اﻷﺳﺎﺳّﺔ ﻓﻲ اﻟ‬
‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪ 1.17‬ﺗ ﺋﺔ ﻛ ات اﻟ ود ﺗ ّ ﺎ ﻓﻲ ﻌ اﻟ ﺎﻻت ﻣ إ ﺎد اﻟ ور ﻟ ة ﺣ ود ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪ 2‬ﻣ دون‬
‫)‪ f (x‬ﻛ ة ﺣ ود ﻣ ﻧ ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪ ،2‬ﻋ ﻫﺎ ﯾ ﺟ ‪،b, c ∈ R‬‬ ‫اﺳ ام ﻗﺎﻧ ن ‪ p-q‬أو اﻟ ﻐﺔ اﻟ ﻌّﺔ‪ .‬ﻟ‬
‫ﻊ ﻛ ﺎ ﺔ )‪ f (x‬ﻋﻠﻰ اﻟ ﻞ‪:‬‬ ‫أﻧ ﺎ ﻧ‬

‫‪f (x) = x2 + bx + c.‬‬


‫ﻞ ﻋﻠﻰ‪:‬‬ ‫ﻧ‬ ‫ﻊ ﺗ زﻊ ﻋ اﻣﻞ )‪f (x‬‬ ‫‪ ،a1,2‬ﻧ‬ ‫ﻣ اﻟ ﺎﺣ ﺔ اﻷﺧ ‪ ،‬ﻋ ﻣﺎ ﺗ ﻠ )‪ f (x‬ﺟ ر ﺣﻘ ﻘ‬

‫‪f (x) = (x − a1 )(x − a2 ) = (x2 − (a1 + a2 )x + a1 a2 ).‬‬


‫أن ) ‪ b = −(a1 + a2‬و ‪.c = a1 a2‬‬ ‫ّ‬ ‫ﻘﺎرﻧﺔ ﻛﻼ اﻟﻌ ﺎرﺗ ‪ ،‬ﻧ‬
‫ﺔ‪،‬‬ ‫أن اﻟ ور أﻋ اد ﺻ‬
‫ّ‬ ‫ﻓﺔ‬ ‫ﻣﻌ‬ ‫ﺣﺎﻟﺔ‬ ‫ﻓﻲ‬ ‫‪.(eng.‬‬ ‫‪Vieta’s‬‬ ‫)‪formulas‬‬ ‫ﺎ‬ ‫ﻓ‬ ‫ﺔ‬ ‫ﻧ ﻠ ﻋﻠﻰ ﻫ ﻩ اﻟ ﺎﺻّﺔ أ ً ّ‬
‫ﻧ‬ ‫ﺎ‬
‫ن‬ ‫أن‬ ‫ﻓﻲ ﻗ اﺳ اﻟﻌ د ‪ c‬واﻟ ّﻘ ﻣ وﺟ د ﻗﺎﺳ ﺣ ﻠﺔ ﺟ ﻌﻬ ﺎ ﺗ ﺎو ‪ ،−b‬ﻋ ﻫﺎ‬ ‫ﺎ ﺣ ﻬﺎ اﻟ‬
‫ﺢ‬ ‫ﺗﻌ ﻫ ﻩ اﻟ ﻘﺔ ﻋﻠﻰ ﺟ ﻊ ﻛ ات اﻟ ود ﻣ أ ّ درﺟﺔ‪ ،‬وﻟ ﻋ ﻫﺎ‬ ‫ﻫ ان اﻟﻌ دان ﺟ ار اﻟ اﻟﺔ )‪. f (x‬‬
‫ﻌﺎً ﺣ ﺎب اﻟ ور أﻛ ﺻﻌ ﺔ‪.‬‬

‫‪ 1.7‬اﻟ ﺎر‬

‫‪ 1.1‬أوﺟ ﺟ ور اﻟ وال اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪ ،‬واﻛ ﻬﺎ )إذا أﻣ ( ﻋﻠﻰ ﺷ ﻞ ﺟ اء ﻋ اﻣﻞ ﺧ ّﺔ‪:‬‬ ‫ﺗ‬

‫‪x3 + x2 + x .5‬‬ ‫‪x2 + 9x + 14‬‬ ‫‪.1‬‬


‫‪4x3 + 8x2 − x − 2‬‬ ‫‪.6‬‬ ‫‪2x2 + 3x − 2‬‬ ‫‪.2‬‬
‫‪x4 − 5x2 + 4 .7‬‬ ‫‪x − 10x + 25‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪.3‬‬
‫‪2x5 − 34x3 + 32x .8‬‬ ‫‪x2 − 2x + 2‬‬ ‫‪.4‬‬
‫√‬
‫أن ﻠ‬ ‫ﻛﻞ ﻣ ﻬ ﺎ اﻟ ور ‪ 1‬و ‪ . 2‬ﻫ ﺎ‬
‫ﺗﻠ ّ‬ ‫ﻣ اﻟ رﺟﺔ ‪،3‬‬ ‫‪ 1.2‬أوﺟ ﻛ ﺗﻲ ﺣ ود ﻣ ﻠﻔ‬ ‫ﺗ‬
‫√‬
‫اﻟ ر ‪ 2‬اﻟ ﻌ دّﺔ ‪.2‬‬
2 Lineare Gleichungssysteme

Zusammenfassung Lineare Gleichungssysteme haben eine hohe Bedeutung in der Ma-


thematik und ihren Anwendungen. Viele Modelle basieren auf linearen Gleichungen und
auch nicht-lineare Abhängigkeiten können oftmals linearisiert werden, um so Rechen-
aufwand zu verringern. In diesem Kapitel wollen wir uns daher mit den linearen Glei-
chungssystemen beschäftigen. Diese beinhalten im Gegensatz zu den von uns betrachte-
ten Polynomen mehrere Variablen und Gleichungen. Zunächst wollen wir eine kompakte
Schreibweise für lineare Gleichungssysteme einführen, die Matrix. Dann werden wir den
Gauß-Algorithmus einführen, der immer die eindeutige Lösung eines linearen Gleichungs-
systems liefert, wenn eine existiert. Schließlich führen wir die Determinante eines linearen
Gleichungssystems ein, die eine Aussage über die eindeutige Lösbarkeit eines Gleichungs-
systems trifft.

2.1 Lineare Gleichungssysteme und Matrizen

Definition 2.1 Ein System der Form

a11 x1 + a12 x2 + · · · + a1n xn = b1


a21 x1 + a22 x2 + · · · + a2n xn = b2
..
.
am1 x1 + am2 x2 + · · · + amn xn = bm

mit ai j , bi ∈ R gegeben und x j ∈ R gesucht, heißt Lineares Gleichungssystem mit n Unbe-


kannten oder kurz LGS. Zahlen, die in xi eingesetzt alle Gleichungen gleichzeitig lösen,
heißen eine Lösung des Gleichungssystems.

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018 20


M. Weber, Basiswissen Mathematik auf Arabisch und Deutsch –
‫أساسيات في الرياضيات باللغتين العربية واأللمانية‬, https://doi.org/10.1007/978-3-662-58071-4_2
‫ﺔ‬ ‫أﻧ ﺔ اﻟ ﻌﺎدﻻت اﻟ‬ ‫‪2‬‬

‫ﻣ اﻟ ﺎذج ﻋﻠ ﻬﺎ‪،‬‬ ‫أﻧ ﺔ اﻟ ﻌﺎدﻻت اﻟ ﺔ ذات أﻫ ّﺔ ﻛ ة ﻓﻲ اﻟ ﺎﺿ ﺎت وﺗ ﻘﺎﺗﻬﺎ‪ ،‬ﺣ ﺗﻌ اﻟ‬ ‫ﻣﻠ‬


‫ﻫﻩ‬ ‫ﻓﻲ ﻛ ﻣ اﻷﺣ ﺎن ﺟﻌﻞ ﻌ اﻟ ﻌّﺎت اﻟﻐ ﺧ ّﺔ‪ ،‬ﺧ ّﺔ‪ ،‬ﻟ ﻬ ﻞ ﻋ ﻠ ﺔ اﻟ ﺎب‪ .‬ﺗ‬ ‫ﺣ ﻰ ّأﻧﻪ‬
‫ﻣ ﻛ ات اﻟ ود اﻟ ﻲ درﺳ ﺎﻫﺎ ﻋﻠﻰ ﻋ ّ ة ﻣﻌﺎدﻻت وﻣ ﻻت‪ .‬أوﻻً ﺳ ﻌ ض ﻘﺔ ﻋ ٍ‬
‫ض‬ ‫اﻷﻧ ﺔ ﻋﻠﻰ اﻟ ﻘ‬
‫ّ‬
‫ُﻣ َﻣ ﺔ ﻟﻬ ﻩ اﻷﻧ ﺔ‪ ،‬أﻻ وﻫﻲ اﻟ ﻔ ﻓﺔ‪ .‬ﻌ ﻫﺎ ﺳ ﻌ ّ ف ﻋﻠﻰ ”ﺧ ارزﻣّﺔ ﻏﺎوس”‪ ،‬واﻟ ﻲ ﺗ ّ ﻧﺎ ﺎﻟ ﻞ اﻟ اﺿﺢ ﻟ ﺎم‬
‫ﻞ ﻣﻌﻠ ﻣﺎت ﻋ ﻗﺎﺑﻠّﺔ ﺣﻞ ﻫ ا اﻟ ﺎم‪.‬‬ ‫ٍ‬
‫ﻣﻌﺎدﻻت ﺧ ّ ﻲ‪ ،‬واﻟ‬ ‫ﻣﺎ )إن وﺟ ﻟﻪ ﺣﻞ(‪ .‬أﺧ اً ﺳ ﻌ ّ ف ”اﻟ ّ د” ﻟ ﺎم‬

‫ﻔ ﻓﺎت‬ ‫ّ ﺔ واﻟ‬ ‫‪ 2.1‬أﻧ ﺔ اﻟ ﻌﺎدﻻت اﻟ‬

‫‪ 2.1‬اﻟ ﺎم ﻣ اﻟ ﻞ‬ ‫ﺗﻌ‬

‫‪a11 x1 + a12 x2 + · · · + a1n xn = b1‬‬


‫‪a21 x1 + a22 x2 + · · · + a2n xn = b2‬‬
‫‪..‬‬
‫‪.‬‬
‫‪am1 x1 + am2 x2 + · · · + amn xn = bm‬‬

‫ﻋﺔ اﻷرﻗﺎم اﻟ ﻲ ﺗ ّﻘ‬ ‫ﺣ ‪ ai j , bi ∈ R‬واﻟ ﻬ ل ‪ ،x j ∈ R‬ﯾ ﻋﻰ ”ﻧ ﺎم ﻣﻌﺎدﻻت ﺧ ّﺔ” ذو ‪ n‬ﻣ ﻬ ل‪ ،‬وﻣ‬


‫اﻟ ﻌﺎدﻻت )ﺗ ّﻠﻬﺎ(‪ ،‬ﻋ ﺗﻌ ﻬﺎ ﺑ ﻻً ﻣ ‪ xi‬ﻫﻲ ﺣﻞ ﻟﻬ ا اﻟ ﺎم‪.‬‬

‫‪21‬‬
22 2 Lineare Gleichungssysteme

Beispiel 2.2 Das Gleichungssystem

0x1 − 2x2 − 1x3 = 5


−1x1 + 1x2 + 1x3 = 0
5x1 + 1x2 + 4x3 = 3

hat die eindeutige Lösung x1 = −1, x2 = −4, x3 = 3.

Es soll nun um die Lösung von solchen Gleichungssystemen gehen. Dafür konzentrieren
wir uns auf den Fall m = n = 3, das heißt, wir schauen uns Gleichungssysteme an, die aus
drei Gleichungen bestehen und drei Unbekannte x1 , x2 und x3 beinhalten. Dafür werden
wir uns den sogenannten Gauß-Algorithmus ansehen, der uns für ein lösbares System stets
auf direktem Wege die Lösung liefert. Wir vereinfachen zunächst die Schreibweise des
Gleichungssystems. Statt immer alle Variablen und Symbole hinzuschreiben, konzentrie-
ren wir uns auf die Werte innerhalb des Systems und schreiben diese in eine Matrix. Eine
Matrix ist zunächst lediglich eine übersichtliche Art und Weise, Zeilen und Spalten von
Zahlen darzustellen. Das Gleichungssystem aus dem obigen Beispiel transformieren wir
in die Matrix  
0 −2 −1 | 5
−1 1 1 | 0 .
5 1 4 |3
Wir schreiben dabei die Werte der bi etwas abgesetzt rechts in die Matrix. Dies liefert uns
eine kompaktere Schreibweise des lineare Gleichungssystems, mit der wir Umformungen
schnell und einfach darstellen können.

2.2 Elementare Zeilen- und Spaltenumformungen

Wir wollen nun ein LGS in Matrixform umformen, um schließlich dessen Lösung zu er-
halten. Wir betrachten das Beispiel aus Abschnitt 2.1. Wir haben drei mögliche Arten von
Umformungen zur Verfügung, die die Lösung des Systems nicht verändern:
• Wir können zwei Zeilen der Matrix vertauschen. Dies entspricht einfach nur dem Ver-
tauschen von zwei Gleichungen im System und wird vor allem für die Übersichtlichkeit
getan. Wir schreiben das mit zwei Pfeilen an der Seite. Im Beispiel vertauschen wir die
zweite und dritte Zeile:
   
0 −2 −1 | 5 0 −2 −1 | 5
−1 1 1 | 0 ← − ⇒  5 1 4 | 3
5 1 4 |3 ← − −1 1 1 | 0

• Wir können eine Zeile mit einer reellen Zahl 6= 0 multiplizieren oder durch sie dividie-
ren. Dies entspricht einer Multiplikation einer Gleichung mit der Zahl. Dafür schreiben
wir die Zahl mit der wir multiplizieren rechts neben die Zeile. Als Beispiel multiplizie-
ren wir die erste Zeile mit 5:
‫ﺔ‬ ‫‪ 2‬أﻧ ﺔ اﻟ ﻌﺎدﻻت اﻟ‬ ‫‪23‬‬

‫ﻣ ﺎل ‪ 2.2‬ﻧ ﺎم اﻟ ﻌﺎدﻻت‬

‫‪0x1 − 2x2 − 1x3 = 5‬‬


‫‪−1x1 + 1x2 + 1x3 = 0‬‬
‫‪5x1 + 1x2 + 4x3 = 3‬‬

‫ﻟﻪ اﻟ ﻞ اﻟ اﺿﺢ ‪.x1 = −1, x2 = −4, x3 = 3‬‬


‫ﻋﻠﻰ‬ ‫ﻋﻠﻰ اﻟ ﺎﻟﺔ ‪ m = n = 3‬أ‬ ‫ﻘﺔ ﺣﻞ ﻫ ا اﻟ ع ﻣ اﻷﻧ ﺔ‪ .‬ﺳ ﻘ م ﺎﻟ‬ ‫دﻋ ﻧﺎ اﻵن ﻧ ﻌ ّ ف ﻋﻠﻰ‬
‫اﻷﻧ ﺔ اﻟ ﻲ ﺗ ن ﻣ ﺛﻼﺛﺔ ﻣﻌﺎدﻻت وﺛﻼﺛﺔ ﻣ ﺎﻫ ﻞ ‪ x2 , x1‬و ‪.x3‬‬
‫ﻊ داﺋ ﺎً أن ﺗﻘ ّ م ﻟ ﺎ ﺣﻞ أ ﻧ ﺎم ﻣﻌﺎدﻻت‬ ‫ﻷﺟﻠﻪ ﺳ ﻌّﻠ ﺧ ارزﻣ ﺔ ﻏﺎوس )‪ (engl. Gaussian algorithm‬اﻟ ﻲ ﺗ‬
‫ﻘﺔ ﻛ ﺎ ﺔ أﻧ ﺔ اﻟ ﻌﺎدﻻت اﻟ ّﺔ‪ ،‬ﺑ ﻻً ﻣ ﻛ ﺎ ﺔ ﺟ ﻊ‬ ‫رة ﻣ ﺎﺷ ة‪ .‬ﺳ ﻘ م أوﻻً ﺑ‬ ‫ﺧ ﻲ )ﻗﺎﺑﻞ ﻟﻠ ﻞ(‬
‫ﻋﻠﻰ اﻟﻘ اﻟ ﺟ دة ﻓﻲ ﻫ ﻩ اﻷﻧ ﺔ وﻧﻘ م ﺎﺑ ﻬﺎ ﻓﻲ ”ﻣ ﻔ ﻓﺔ”‪ .‬اﻟ ﻔ ﻓﺔ ﻓﻲ‬ ‫اﻟ ﺎﻫ ﻞ واﻟ ﻣ ز ﻛﻞ ﻣ ة‪ ،‬ﺳ‬
‫ﻘﺔ ﺗ ﻞ ﻧ ﺎم اﻟ ﻌﺎدﻻت‬ ‫ﺎد اﻷﻣ ﻫﻲ ﻣ د ﻘﺔ ﻋ ض واﺿ ﺔ ﻷﺳ وأﻋ ة ﻣ اﻷرﻗﺎم‪ .‬ﻓ ﺎ ﯾﻠﻲ ﺳ‬
‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫ﻓﻲ اﻟ ﺎل اﻷﻋﻠﻰ إﻟﻰ ﻣ ﻔ ﻓﺔ‪:‬‬
‫‪0 −2 −1 | 5‬‬
‫‪−1 1 1 | 0 .‬‬
‫‪5 1 4 |3‬‬
‫ﻋﻠﻰ ﻫ ٍﺔ ُﻣ َﻣ ﺔ ﻟ ﺎم‬ ‫ﻧﻘ م ﺎ ﺔ اﻟﻘ اﻟ ﻲ ﺗ ّﻠﻬﺎ ‪ bi‬أ ﻌ ﻗﻠ ﻼً ﻋﻠﻰ اﻟ ﺎﺣ ﺔ اﻟ ﻰ ﻟﻠ ﻔ ﻓﺔ‪ .‬ﻧ ﻞ ﺑ ﻟ‬
‫ٍ‬
‫ﻋﺔ وﺳﻬ ﻟﺔ‪.‬‬ ‫اﻟ ﻼت ﻋﻠﻰ اﻟ ﻌﺎدﻻت‬ ‫اﻟ ﻌﺎدﻻت اﻟ ّ ﻲ‪ ،‬ﻬﻞ ﻣ ﺧﻼﻟﻬﺎ ﺗ‬

‫اﻷﺳﺎﺳّ ﺔ‬ ‫ﻼت اﻷﺳ‬ ‫‪ 2.2‬ﺗ‬

‫ﺄﻣﻞ اﻟ ﺎل ﻓﻲ اﻟ ﻘ ﻊ ‪ .2.1‬ﯾ ﺟ‬
‫ﻧ اﻵن ﺗ ﻞ اﻟ ﻔ ﻓﺔ اﻟ ّﻠﺔ ﻟ ﺎم اﻟ ﻌﺎدﻻت‪ ،‬ﺣ ﻰ اﻟ ﺻ ل إﻟﻰ ﺣّﻠﻪ‪ .‬ﻟ ّ‬
‫ﺣﻞ اﻟ ﺎم‪:‬‬
‫اﻟﻘ ﺎم ﺑﻬﺎ‪ ،‬واﻟ ﻲ ﻻ ﺗﻐّ ﻧﺎﺗﺞ ّ‬ ‫ﺛﻼﺛﺔ أﻧ ٍاع ﻣ اﻟ ﻼت اﻟ‬

‫ﻣ أﺳ اﻟ ﻔ ﻓﺔ‪ ،‬ﺣ أﻧ ﺎ ﻋ ﻫﺎ ﻧ ن ﻧ ّ ل ﺑ ﻣﻌﺎدﻟ ﻓﻲ اﻟ ﺎم‪ .‬ﻧ‬ ‫ﺎ اﻟ ﯾﻞ ﺑ أ ﺳ‬ ‫•‬


‫ﻫ ا اﻟ ﻞ ﻞ رﺋ ﻲ ﻟ ﻌﻞ اﻟ ﻔ ﻓﺔ أوﺿﺢ‪ .‬ﻧ ﻣ ﻟﻌ ﻠ ﺔ اﻟ ﻞ ﻬ ذو رأﺳ ﻋﻠﻰ اﻟ ﺎﻧ ‪ .‬ﻫ ﺎ ﻧﻘ م‬
‫اﻟ ﺎﻧﻲ واﻟ ﺎﻟ ‪:‬‬ ‫ﺎﻟ ﯾﻞ ﺑ اﻟ‬
‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬
‫‪0 −2 −1 | 5‬‬ ‫‪0 −2 −1 | 5‬‬
‫← ‪−1 1 1 | 0‬‬ ‫‪− ⇒  5 1 4 | 3‬‬
‫← ‪5 1 4 |3‬‬ ‫‪−‬‬ ‫‪−1 1 1 | 0‬‬
‫ب أو ﻧﻘ‬ ‫ب أ ﺳ ﺑ ﻗ ﺣﻘ ﻘﻲ ‪ ̸= 0‬أو ﻗ ﻪ ﻋﻠﻰ ﻫ ا اﻟ ﻗ ‪ ،‬ﺣ أﻧ ﺎ ﻋ ﻫﺎ ﻧ ن ﻧ‬ ‫ﺎ اﻟﻘ ﺎم‬ ‫•‬
‫اﻟ ﻌﺎدﻟﺔ‬ ‫ﻣﻌﺎدﻟﺔ ﻣ ﻣﻌﺎدﻻت اﻟ ﺎم ﻣﻊ ﻫ ا اﻟ ﻗ ‪ .‬ﻧ ّﻞ ﻫ ﻩ اﻟﻌ ﻠ ﺔ ﺎ ﺔ اﻟ ﻗ اﻟ ﻧ اﻟ ب ﻪ إﻟﻰ‬
‫اﻷول ﺎﻟ ﻗ ‪:5‬‬ ‫ب اﻟ‬ ‫اﻟ ﻲ ﺳ ب ﺑﻬﺎ‪ .‬ﻫ ﺎ ﻧﻘ م‬
24 2 Lineare Gleichungssysteme
   
0 −2 −1 | 5 | · 5 0 −10 −5 | 25
−1 1 1 | 0 ⇒ −1 1 1 | 0 
5 1 4 |3 5 1 4 | 3

• Wir können das Vielfache einer Zeile zu einer anderen Zeile oder Spalte dazu addieren
oder davon abziehen. Das schreiben wir als einen Pfeil von einer Zeile auf die andere,
wobei wir die Zahl mit der wir zunächst multiplizieren, neben die Zeile schreiben. Im
Beispiel addieren wir das Dreifache der ersten Zeile auf die dritte:
   
0 −2 −1 | 5 ·3 0 −2 −1 | 5
−1 1 1 | 0 ⇒ −1 1 1 | 0 
5 1 4 |3 ← −+ 5 −5 1 | 18

Diese drei Transformationen nennt man auch die elementaren Zeilen- und Spaltenumfor-
mungen. Sie können beliebig hintereinander angewendet werden, ohne die Lösung des
Gleichungssystems zu verändern. Eine rasche Probe überzeugt uns, dass das LGS

0x1 − 2x2 − 1x3 = 5


−1x1 + 1x2 + 1x3 = 0
5x1 − 5x2 + 1x3 = 18

tatsächlich ebenfalls die Lösung x1 = −1, x2 = −4, x3 = 3 hat.

2.3 Der Gauß-Algorithmus

Der Gauß-Algorithmus besteht im Grunde aus sechs Schritten, die wir an einem Beispiel
hier vorführen wollen. Grundlage sind die elementaren Zeilen- und Spaltenumformungen
aus Abschnitt 2.2. Eine allgemeine Behandlung des Algorithmus, auch für beliebig große
Gleichungssysteme, werden wir hier nicht behandeln, aber im Allgemeinen läuft der Al-
gorithmus stets sehr ähnlich ab.
• Schritt 1: Wir bringen durch Zeilenvertauschungen in die linke obere Ecke eine Zahl
6= 0. Hier tauschen wir also die erste und die zweite Zeile, um die -1 in die obere linke
Ecke zu bringen.
   
0 −2 −1 | 5 ← − −1 1 1 | 0
−1 1 1 | 0 ← − ⇒  0 −2 −1 | 5
5 1 4 |3 5 1 4 |3

• Schritt 2: Wir multiplizieren die erste Zeile mit dem Kehrwert der Zahl in der Ecke,
um dort eine 1 zu erzeugen. In unserem Beispiel heißt dies also die Multiplikation der
ersten Zeile mit -1.
‫ﺔ‬ ‫‪ 2‬أﻧ ﺔ اﻟ ﻌﺎدﻻت اﻟ‬ ‫‪25‬‬

‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬


‫| ‪0 −2 −1‬‬ ‫‪5 | ·5‬‬ ‫‪0 −10 −5 | 25‬‬
‫| ‪−1 1 1‬‬ ‫‪0‬‬ ‫‪⇒ −1 1 1 | 0 ‬‬
‫| ‪5 1 4‬‬ ‫‪3‬‬ ‫‪5 1 4 | 3‬‬
‫‪ .‬ﻧ ّﻞ ﻫ ﻩ اﻟﻌ ﻠ ﺔ ﺎ ﺔ اﻟ ﻗ‬ ‫ﺎ إﺿﺎﻓﺔ ﻣ ﺎﻋﻔﺎت أ ﺳ إﻟﻰ أ ﺳ آﺧ أو ﺣﻬﺎ ﻣ ﻫ ا اﻟ‬ ‫•‬
‫اﻟ ﺎﻋﻒ إﻟﻰ اﻵﺧ ‪ .‬ﻫ ﺎ ﻧﻘ م ﺈﺿﺎﻓﺔ ﻧﺎﺗﺞ‬ ‫اﻟ ﻗ ﺎ أوﻻً ﺎﻟ ب ﻪ ﻛ ﺎ ﻓﻲ اﻷﻋﻠﻰ وﺳﻬ ﯾ ﻠ ﻣ اﻟ‬
‫اﻟ ﺎﻟ ‪:‬‬ ‫اﻷول ﺎﻟ ﻗ ‪ 3‬إﻟﻰ اﻟ‬ ‫ﺿ ب اﻟ‬
‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬
‫‪0 −2 −1 | 5‬‬ ‫‪·3‬‬ ‫‪0 −2 −1 | 5‬‬
‫‪−1 1 1 | 0‬‬ ‫‪⇒ −1 1 1 | 0 ‬‬
‫← ‪5 1 4 |3‬‬ ‫‪−‬‬ ‫‪+‬‬ ‫‪5 −5 1 | 18‬‬

‫ﻞ اﺧ ﺎر وﺗ ﺎﻋﺎً‬ ‫ﺎ ﺗ ﻘﻬﺎ‬ ‫ﻧ ﻠ ﻋﻠﻰ ﻫ ﻩ اﻷﻧ اع اﻟ ﻼﺛﺔ ﻣ اﻟ ﻼت اﺳ ”ﺗ ﻼت اﻷﺳ اﻷﺳﺎﺳ ﺔ”‪.‬‬


‫أن ﺣﻞ اﻟ ﺎم اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬
‫ﺎ ﻣﻼﺣ ﺔ ّ‬ ‫دون أن ﻧﻐّ ﻣ ﻧﺎﺗﺞ ﺣﻞ ﻧ ﺎم اﻟ ﻌﺎدﻻت اﻟ ّ ﻲ‪ .‬ﺑ ﺎ ﺔ‬

‫‪0x1 − 2x2 − 1x3 = 5‬‬


‫‪−1x1 + 1x2 + 1x3 = 0‬‬
‫‪5x1 − 5x2 + 1x3 = 18‬‬

‫ﺎً ‪.x1 = −1, x2 = −4, x3 = 3‬‬ ‫ﻫ أ‬

‫‪ 2.3‬ﺧ ارزﻣ ﺔ ﻏﺎوس‬

‫ﻌ ﺿﻬﺎ ﻓﻲ ﻣ ﺎل‪ .‬أﺳﺎس ﻫ ﻩ اﻟ ارزﻣ ﺔ ﻫﻲ ﺗ ﻼت اﻷﺳ‬ ‫ﺗ ﺄﻟﻒ ﺧ ارزﻣ ﺔ ﻏﺎوس ﻣ ﺳ ّﺔ ﺧ ات‪ ،‬واﻟ ﻲ ﺳ‬
‫اﻟﻌﺎم ﻟﻬ ﻩ اﻟ ارزﻣ ﺔ ﺎﻟ ﺔ ﻷﻧ ﺔ اﻟ ﻌﺎدﻻت اﻟ ة‪ ،‬وﻟ‬ ‫اﻷﺳﺎﺳّﺔ ﻣ اﻟ ﻘ ﻊ ‪ .2.2‬ﻟ ﻧ ّ ق إﻟﻰ اﻟ‬
‫ﻞ ﻋﺎم ﺗ ّ ﻫ ﻩ اﻟ ارزﻣ ﺔ ﻞ ﻣ ﺎ ﻪ داﺋ ﺎً‪.‬‬
‫ﻔ ﻓﺔ‪ .‬ﻫ ﺎ ﻧ ّ ل‬ ‫ل ﻋﻠﻰ رﻗ ‪ ̸= 0‬ﻓﻲ أﻋﻠﻰ ﺎر اﻟ‬ ‫• اﻟ ة اﻷوﻟﻰ‪ :‬ﻧﻘ م ﺎﺳ ام ﻋ ﻠ ﺔ ﺗ ﯾﻞ اﻷﺳ ﻟﻠ‬
‫ﻞ ﺑ ﻟ ﻋﻠﻰ ‪ -1‬ﻓﻲ أﻋﻠﻰ اﻟ ﺎر‪:‬‬ ‫اﻷول واﻟ ﺎﻧﻲ ﻟ‬
‫ّ‬ ‫إذاً اﻟ‬
‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬
‫← ‪0 −2 −1 | 5‬‬ ‫‪−‬‬ ‫‪−1 1 1 | 0‬‬
‫← ‪−1 1 1 | 0‬‬ ‫‪− ⇒  0 −2 −1 | 5‬‬
‫‪5 1 4 |3‬‬ ‫‪5 1 4 |3‬‬
‫‪ ،‬ﻫ ﻩ اﻟﻌ ﻠ ﺔ ﺗﻬ ف إﻟﻰ ﺟﻌﻞ‬ ‫اﻷول ﻘﻠ ب اﻟﻌ د اﻟ ﻓﻲ اﻟ او ﺔ اﻟ‬ ‫ب اﻟ‬ ‫• اﻟ ة اﻟ ﺎﻧ ﺔ‪ :‬ﻧﻘ م‬
‫اﻷول ﺎﻟ ﻗ ‪.-1‬‬ ‫ب اﻟ‬ ‫ﻫ ا اﻟﻌ د ‪ .1‬ﻓﻲ ﻣ ﺎﻟ ﺎ ﻧﻘ م إذًا‬
26 2 Lineare Gleichungssysteme
   
−1 1 1 | 0 | · −1 1 −1 −1 | 0
 0 −2 −1 | 5 ⇒ 0 −2 −1 | 5
5 1 4 |3 5 1 4 | 3

• Schritt 3: Wir erzeugen 0 an jedem anderen Eintrag der Spalte durch Addieren des
passenden Vielfachen der ersten Zeile auf die anderen Zeilen. In dem Beispiel heißt das
das Abziehen des fünffachen der ersten Zeile von der dritten, da in der zweiten Zeile
bereits eine 0 vorne steht.
   
1 −1 −1 | 0 ·(−5) 1 −1 −1 | 0
0 −2 −1 | 5 ⇒ 0 −2 −1 | 5
5 1 4 |3 ← −+ 0 6 9 |3

• Schritt 4: Wir wiederholen alle Schritte für die nächste Spalte und lassen dabei die erste
Zeile und Spalte außer Acht. In unserem Beispiel müssen wir also die zweite Zeile erst
mit − 12 multiplizieren um eine 1 zu erzeugen und dann das sechsfache der zweiten
Zeile von der dritten abziehen.
     
1 −1 −1 | 0 1 −1 −1 | 0 1 −1 −1 | 0
0 −2 −1 | 5 | · − 1 ⇒ 0 1 1 | − 5  ·(−6) ⇒ 0 1 1 5
2 2 2 2 | −2
0 6 9 |3 0 6 9 | 3 ←−+ 0 0 6 | 18

• Schritt 5: Zum Abschluss multiplizieren wir noch die letzte Zeile mit 16 , um auch dort
eine 1 zu erzeugen.
   
1 −1 −1 | 0 1 −1 −1 | 0
0 1 1 | − 5  ⇒ 0 1 12 | − 52 
2 2
1
0 0 6 | 18 |·6 0 0 1 | 3

• Schritt 6 : Die letzte Zeile entspricht nun der Gleichung x3 = 3. Um die anderen Varia-
blen zu bestimmen, müssen wir sie nun rückwärts jeweils in die Gleichungen einset-
zen. Dies können wir entweder in der Gleichungsschreibweise machen oder wir bleiben
noch in der Matrixschreibweise – hier entspricht dem Rückwärtseinsetzen das Multi-
plizieren der unteren Zeilen auf die oberen. Wir führen dies am Beispiel vor:
   
1 −1 −1 | 0 ←−−−−− + ← −+ 1 0 0 | −1
0 1 1 | − 5  ← −+ ·1 ⇒ 0 1 0 | −4
2 2
0 0 1 | 3 1
·− 2 ·1 001| 3

Nun haben wir das Gleichungssystem komplett gelöst; die Zeilen der Matrix entspricht
nämlich genau den Gleichungen

x1 = −1, x2 = −4, x3 = 3

und dies ist die eindeutige Lösung des Gleichungssystems.


Alternativ übertragen wir die Matrix wieder in das Gleichungssystem
‫ﺔ‬ ‫‪ 2‬أﻧ ﺔ اﻟ ﻌﺎدﻻت اﻟ‬ ‫‪27‬‬

‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬


‫‪−1 1 1 | 0 | · −1‬‬ ‫| ‪1 −1 −1‬‬ ‫‪0‬‬
‫‪ 0 −2 −1 | 5‬‬ ‫| ‪⇒ 0 −2 −1‬‬ ‫‪5‬‬
‫‪5 1 4 |3‬‬ ‫| ‪5 1 4‬‬ ‫‪3‬‬
‫اﻷول ﻣ و ﺎً ﺎﻟﻘ‬ ‫إﺿﺎﻓﺔ اﻟ‬ ‫• اﻟ ة اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪ :‬ﻧ ﻞ ﻋﻠﻰ ‪ 0‬ﻓﻲ ﺎﻗﻲ ﻗ اﻟﻌﺎﻣ د اﻟ ﺎر ﻋ‬
‫اﻟ ﺎﻟ ﻓﻘ ‪ ،‬ﺣ‬ ‫اﻷول ﻣ اﻟ‬ ‫اﻟ ﺎﺳ ﺔ إﻟﻰ ﺎﻗﻲ اﻷﺳ ‪ .‬ﺎﻛﻲ ﻫ ا ﻓﻲ ﻣ ﺎﻟ ﺎ ح ‪ 5‬أﺿﻌﺎف اﻟ‬
‫اﻟ ﺎﻧﻲ‪.‬‬ ‫ﯾ ﺟ ﻟ ﯾ ﺎ ﻣ ﻘﺎً ‪ 0‬ﻓﻲ اﻟ‬
‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬
‫‪1 −1 −1 | 0‬‬ ‫)‪·(−5‬‬ ‫‪1 −1 −1 | 0‬‬
‫‪0 −2 −1 | 5‬‬ ‫‪⇒ 0 −2 −1 | 5‬‬
‫← ‪5 1 4 |3‬‬ ‫‪−+‬‬ ‫‪0 6 9 |3‬‬

‫واﻟﻌﺎﻣ د‬ ‫ات اﻟ ﺎ ﻘﺔ ﻣ أﺟﻞ اﻟﻌﺎﻣ د اﻟ ﺎﻟﻲ ﻣ ﺎﻫﻠ ﺧﻼل ذﻟ اﻟ‬ ‫• اﻟ ة اﻟ ا ﻌﺔ‪ :‬ﻧﻘ م ﺑ ار اﻟ‬
‫ل ﻋﻠﻰ ‪ ،1‬وﻧﻘ م ﻌ ﻫﺎ ح ‪ 6‬أﺿﻌﺎف‬ ‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﺎﻟ ﻗ ‪ − 12‬ﻟﻠ‬ ‫ب اﻟ‬ ‫اﻷوﻟ ‪ .‬إذن ﺳ ﻘ م ﻓﻲ ﻣ ﺎﻟ ﺎ‬
‫اﻟ ﺎﻟ ‪.‬‬ ‫ﻣ اﻟ‬ ‫ﻫ ا اﻟ‬
‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬
‫‪1 −1 −1 | 0‬‬ ‫‪1 −1 −1 | 0‬‬ ‫‪1 −1 −1 | 0‬‬
‫‪0 −2 −1 | 5 | · − 1 ⇒ 0 1 1 | − 5 ‬‬ ‫)‪·(−6‬‬ ‫‪⇒ 0 1 12 | − 52 ‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪2‬‬ ‫‪2‬‬
‫‪0 6 9 |3‬‬ ‫‪0 6 9 | 3‬‬ ‫←‬
‫‪−+‬‬ ‫‪0 0 6 | 18‬‬

‫ل ﻣ داً ﻋﻠﻰ ‪.1‬‬ ‫اﻷﺧ ﺎﻟ ﻗ ‪ 16‬ﻟﻠ‬ ‫ب اﻟ‬ ‫ة اﻟ ﺎﻣ ﺔ‪ :‬ﻧﻬﺎ ًﺔ ﻧﻘ م‬ ‫• اﻟ‬


‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬
‫‪1 −1 −1 | 0‬‬ ‫‪1 −1 −1 | 0‬‬
‫‪0 1 1 | − 5 ‬‬ ‫‪⇒ 0 1 12 | − 52 ‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪2‬‬
‫‪0 0 6 | 18‬‬ ‫‪|·6‬‬‫‪1‬‬
‫‪0 0 1 | 3‬‬

‫ﻋﻠ ﺎ اﻵن ﺗﻌ ﻬﺎ‬ ‫ّﻞ اﻟ ﻌﺎدﻟﺔ ‪ .x3 = 3‬ﻟ ﯾ اﻟ ﻻت اﻟ ﺎﻗ ﺔ‬ ‫اﻷﺧ‬ ‫• اﻟ ة اﻟ ﺎدﺳﺔ‪ :‬اﻟ‬
‫ﻛ ﺎﺑ ﻬﺎ ﻋﻠﻰ ﺷ ﻞ ﻧ ﺎم ﻣﻌﺎدﻻت ﺧ ّﺔ أو ﺈ ﻘﺎﺋﻬﺎ‬ ‫ﺎ ﺗ ﻘ ذﻟ إﻣﺎ ﻋ‬ ‫ﻣ داً ﻓﻲ ﻣﻌﺎدﻻت اﻟ ﺎم‪.‬‬
‫ﻓﻲ اﻟ ﻔ ﻓﺔ وﺿﺎﻓﺔ اﻷﺳ اﻟ ﻔﻠﻰ ﻣ و ﺔ ﺎﻟﻘ اﻟ ﺎﺳ ﺔ إﻟﻰ اﻷﺳ اﻷﻋﻠﻰ‪ ،‬ﻛ ﺎ ﻓﻲ اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬
‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬
‫‪1 −1 −1 | 0‬‬ ‫← ‪←−−−−− +‬‬‫‪−+‬‬ ‫‪1 0 0 | −1‬‬
‫← ‪0 1 1 | − 5 ‬‬ ‫‪−+‬‬ ‫‪·1 ⇒ 0 1 0 | −4‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪2‬‬
‫‪0 0 1 | 3‬‬ ‫‪·−‬‬ ‫‪1‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪·1‬‬ ‫‪001| 3‬‬

‫ﻔ ﻓﺔ ﺗ اﻓ ﻣﻌﺎدﻻت ﻫ ا اﻟ ﺎم ﺗ ﺎﻣﺎً‪.‬‬ ‫اﻟ‬ ‫ٍﻞ ﻛﺎﻣﻞ‪ ،‬أﺳ‬ ‫ﻫ ا ﻧ ن ﻗ ﺣﻠﻠ ﺎ ﻧ ﺎم اﻟ ﻌﺎدﻻت‬

‫‪x1 = −1, x2 = −4, x3 = 3‬‬

‫و ﻫ ا ﻫ اﻟ ﻞ اﻟ اﺿﺢ ﻟ ﺎم اﻟ ﻌﺎدﻻت‪.‬‬
‫ﻘﺔ أﺧ ﻫﻲ إﻋﺎدة ﻛ ﺎ ﺔ اﻟ ﻔ ﻓﺔ ﻋﻠﻰ ﺷ ﻞ ﻧ ﺎم ﻣﻌﺎدﻻت ﻛﺎﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬
28 2 Lineare Gleichungssysteme

1x1 − 1x2 − 1x3 = 0


1 5
0x1 + 1x2 + x3 = −
2 2
0x1 + 0x2 + 1x3 = 3

und setzen nun die letzte Zeile x3 = 3 in die zweite Zeile ein. Dies liefert
3 5
x2 + = − ⇒ x2 = −4
2 2
und Einsetzen von x3 = 3 und x2 = −4 in die erste Gleichung liefert schließlich

x1 − 3 + 4 = 0 ⇒ x1 = −1

und damit die gleiche Lösung wie mit der anderen Methode.
Bemerkung 2.3 Oftmals gibt es schnellere Wege, ein lineares Gleichungssystem zu lösen,
als den Gauß-Algorithmus Schritt für Schritt zu befolgen. Allerdings führt der Algorith-
mus immer zu der richtigen Lösung, wenn eine existiert.

2.4 Lösbarkeit von Gleichungssystemen

Nicht jedes lineare Gleichungssystem ist lösbar . So hat zum Beispiel das System, das zu
der Matrix  
100|3
1 0 0 | 4
000|7
gehört, offensichtlich keine Lösung: Die ersten beiden Zeilen geben zwei verschiedene
Werte für die Variable x1 an (x1 = 3, x1 = 4) und die letze Zeile entspricht der Gleichung
0 = 7, die offensichtlich auch durch keine Wahl der xi erfüllt werden kann. Andererseits
gibt es auch lösbare Gleichungssysteme, deren Lösung aber nicht eindeutig ist. Die Matrix
 
101|4
0 1 1 | 7
000|0

ist lösbar und die ersten beiden Zeilen entsprechen den Gleichungen x1 + x3 = 4 und x2 +
x3 = 7, aber die dritte Variable x3 kann beliebig gewählt werden, sodass es unendlich viele
Lösungen für das Gleichungssystem gibt. So ist zum Beispiel x1 = 4, x2 = 7 und x3 = 0
eine Lösung, genauso wie x1 = 3, x2 = 6 und x3 = 1. Es gibt allerdings eine Möglichkeit, zu
einem gegebenen Gleichungssystem direkt zu entscheiden, ob es eine eindeutige Lösung
hat oder nicht.
Satz 2.4 Ein lineares Gleichungssystem mit der Matrix
‫ﺔ‬ ‫‪ 2‬أﻧ ﺔ اﻟ ﻌﺎدﻻت اﻟ‬ ‫‪29‬‬

‫‪1x1 − 1x2 − 1x3 = 0‬‬


‫‪1‬‬ ‫‪5‬‬
‫‪0x1 + 1x2 + x3 = −‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪2‬‬
‫‪0x1 + 0x2 + 1x3 = 3‬‬

‫ﻞ ﻋﻠﻰ‪:‬‬ ‫ﺛ ﻧﻌّ ض ‪ x3 = 3‬ﻣ اﻟ ﻌﺎدﻟﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ ﻓﻲ اﻟ ﻌﺎدﻟﺔ اﻟ ﺎﻧ ﺔ‪ ،‬ﻓ‬

‫‪3‬‬ ‫‪5‬‬
‫‪x2 +‬‬ ‫‪= − ⇒ x2 = −4‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪2‬‬
‫ﻞ ﻓﻲ اﻟ ﻬﺎ ﺔ ﻋﻠﻰ‪:‬‬ ‫وﻧﻌّ ض ‪ x3 = 3‬و ‪ x2 = −4‬ﻓﻲ اﻟ ﻌﺎدﻟﺔ اﻷوﻟﻰ‪ ،‬ﻓ‬

‫‪x1 − 3 + 4 = 0 ⇒ x1 = −1‬‬

‫ﻘﺔ اﻻوﻟﻰ‪.‬‬ ‫ام اﻟ‬ ‫ﺣ ﻠ ﺎ ﻋﻠ ﻪ ﺎﺳ‬ ‫اﻟ ﻞ اﻟ‬ ‫وﻫ ﺎﻟ ﻊ ﻧﻔ‬

‫أن‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪ 2.3‬ﻗ ﯾ ﺟ ﻓﻲ ﻛ ﻣ اﻷﺣ ﺎن ق أﺳ ع ﻣ ﺧ ارزﻣ ﺔ ﻏﺎوس ﻟ ﻞ ﻧ ﺎم ﻣﻌﺎدﻻت ﺧ ّﺔ ﻣﺎ‪ ،‬ﻏ‬


‫ﺢ )إن وﺟ (‪.‬‬ ‫وﺻ ﻟ ﺎ داﺋ ﺎً إﻟﻰ اﻟ ّﻞ اﻟ‬ ‫ﻫ ﻩ اﻟ ارزﻣ ﺔ ﺗ‬

‫ّﺔ‬ ‫‪ 2.4‬ﻗﺎﺑﻠ ﺔ ﺣﻞ أﻧ ﺔ اﻟ ﻌﺎدﻻت اﻟ‬

‫ﻔ ﻓﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪:‬‬ ‫ﻧ أﻧﻪ ﻻ ﯾ ﺟ أ ﺣﻞ ﻟ ﺎم اﻟ ﻌﺎدﻻت اﻟ ّﻞ ﺎﻟ‬ ‫ﻛﻞ ﻧ ﺎم ﻣﻌﺎدﻻت ﺧ ّﺔ ﻗﺎﺑﻞ ﻟﻠ ﻞ‪ ،‬ﺣ‬ ‫ﻟ‬


‫‪‬‬ ‫‪‬‬
‫‪100|3‬‬
‫‪1 0 0 | 4‬‬
‫‪000|7‬‬

‫ّﻞ اﻟ ﻌﺎدﻟﺔ‬ ‫اﻷﺧ‬ ‫ﻣ ﻠﻔ )‪ ،(x1 = 3, x1 = 4‬واﻟ‬ ‫ل ‪ x1‬ﻗ‬ ‫اﻷول واﻟ ﺎﻧﻲ ﻌ ﺎن ﻟﻠ‬ ‫اﻟ‬
‫ﺣﻞ ﻟﻬﺎ ﻣﻬ ﺎ ﻛﺎﻧ ‪ .xi‬ﻣ اﻟ ﺎﺣ ﺔ اﻷﺧ ﯾ ﺟ أ ﺎً أﻧ ﺔ ﻣﻌﺎدﻻت ﺧ ﺔ ﻗﺎﺑﻠﺔ ﻟﻠ ﻞ وﻟ ﺣّﻠﻬﺎ‬
‫‪ ،0 = 7‬اﻟ ﻲ ﻻ ّ‬
‫ﻟ واﺿﺢ‪.‬‬
‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫ﺔ‪:‬‬ ‫ﺎﻟ‬ ‫اﻟ ﻔ ﻓﺔ اﻟ‬
‫‪101|4‬‬
‫‪0 1 1 | 7‬‬
‫‪000|0‬‬
‫ل اﻟ ﺎﻟ ‪x3‬‬ ‫ﻗﺎﺑﻠﺔ ﻟﻠ ﻞ وﺳ ﻬﺎ اﻷول واﻟ ﺎﻧﻲ ّﻼن اﻟ ﻌﺎدﻟ ‪ x1 + x3 = 4‬و ‪ ،x2 + x3 = 7‬وﻟ اﻟ‬
‫ن ﻫ ﺎﻟ ﻋ د ﻻ ﻧﻬﺎﺋﻲ ﻣ اﻟ ﻠ ل ﻟ ﺎم اﻟ ﻌﺎدﻻت ﻫ ا‪ .‬ﻣ ﻼً ﻷﺟﻞ ‪ x3 = 0‬ﺗ ن‬ ‫اﺧ ﺎرﻩ ﻞ ﻋ اﺋﻲ‪،‬‬
‫ﺣﻼن ﺻ ﺎن ﻟﻠ ﺎم‪ .‬إﻻ ّأﻧﻪ ﯾ ﺟ‬ ‫‪ x1 = 4‬و ‪ ،x2 = 7‬وﻷﺟﻞ ‪ x3 = 1‬ﺗ ن ‪ x1 = 3‬و ‪ ،x2 = 6‬و ﻼﻫ ﺎ ّ‬
‫ًّ وﺣ اً واﺿ ﺎً أم ﻻ‪.‬‬
‫إﻣ ﺎﻧ ﺔ ﻟ ﻌ ﻓﺔ إذا ﻣﺎ ﻛﺎن ﻟ ﺎم ﻣﻌﺎدﻻت ﺧ ّﺔ ﻣﺎ ﺣﻼ‬
‫ﻔ ﻓﺔ‬ ‫ّﺔ اﻟ ّﻞ ﺎﻟ‬ ‫ن ﻟ ﺎم اﻟ ﻌﺎدﻻت اﻟ‬ ‫ﺔ ‪2.4‬‬ ‫ﻧ‬
30 2 Lineare Gleichungssysteme
 
a11 a12 a13 | b1
a21 a22 a23 | b2 
a31 a32 a33 | b3

ist genau dann eindeutig lösbar, wenn die Determinante

D = a11 a22 a33 + a12 a23 a31 + a13 a21 a32 − a13 a22 a31 − a11 a23 a32 − a12 a21 a33

einen Wert ungleich 0 annimmt.


Die Berechnung der Determinante für Matrizen mit drei Spalten und Zeilen lässt sich
gut mit der Sarrus-Regel merken: Man schreibt die ersten beiden Spalten nochmal neben
die Matrix (ohne die Spalte der bi ) und zieht dann diagonale Linien über die Spalten.
Die Elemente auf einer Diagonale werden multipliziert und die Diagonalen von links oben
nach rechts unten werden addiert, die von links unten nach rechts oben werden subtrahiert.

+ + +
a11 a12 a13 a11 a12

a21 a22 a23 a21 a22

a31 a32 a33 a31 a32


− − −

Mit diesem Kriterium kann man vor der Anwendung des Gauß-Algorithmus zunächst
überprüfen, ob überhaupt eine eindeutige Lösung des Gleichungssystems zu erwarten ist.
Zu beachten ist hierbei, dass die Determinante nicht von den bi abhängt; auch bei Wech-
seln der bi bleibt das Gleichungssystem eindeutig lösbar. Ist die Determinante einer Ma-
trix allerdings gleich 0, so ist die Lösbarkeit eines Gleichungssystems abhängig von den
gewählten bi . Eine eindeutige Lösung ist dann aber auf jeden Fall nicht zu erwarten. Also
zusammengefasst:
1. D 6= 0 ⇒ Es existiert eine eindeutige Lösung.
2. D = 0 ⇒ Es existiert keine Lösung oder unendlich viele Lösungen (in Abhängigkeit
von den bi ).

Beispiel 2.5 1. Die Matrix  


−1 1 1 | 0
 1 −3 −2 | 5
5 1 4 |3
hat Determinante 12 und damit hat das dazugehörige Gleichungssystem eine eindeutige
Lösung, die wir oben berechnet haben.
2. Die Matrix  
1 2 3 | b1
4 5 6 | b2 
7 8 9 | b3
‫ﺔ‬ ‫‪ 2‬أﻧ ﺔ اﻟ ﻌﺎدﻻت اﻟ‬ ‫‪31‬‬

‫‪‬‬ ‫‪‬‬
‫‪a11 a12 a13 | b1‬‬
‫‪a21 a22 a23 | b2 ‬‬
‫‪a31 a32 a33 | b3‬‬
‫ﻠ ”اﻟ ّ د” )‪(engl. Determinant‬‬ ‫ﺣﻼً وﺣ اً واﺿ ﺎً ﻋ ﻣﺎ‬

‫‪D = a11 a22 a33 + a12 a23 a31 + a13 a21 a32 − a13 a22 a31 − a11 a23 a32 − a12 a21 a33‬‬

‫‪.0‬‬ ‫ﻗ ﺔﻏ‬
‫”ﻗﺎﻋ ة ﺳﺎروس”‬ ‫ﺗ‬ ‫ﺣ ﺎب ﻣ ّ د اﻟ ﻔ ﻓﺎت اﻟ ّ ﻧﺔ ﻣ ﺛﻼﺛﺔ أﺳ وﺛﻼﺛﺔ أﻋ ة ﻋ‬
‫)‪ :(engl. Rule of Sarrus‬ﻧﻘ م ﺎ ﺔ أول ﻋﺎﻣ دﯾ ﻣ ًة ﺛﺎﻧ ﺔ إﻟﻰ ﺟﺎﻧ اﻟ ﻔ ﻓﺔ )ﺑ ون ﻋﺎﻣ د اﻟـ ‪ ،(bi‬ﺛ ﻧﻘ م‬
‫ﻗ ّﺔ ﻋﻠﻰ اﻷﻋ ة‪ ،‬ﻌ ﻫﺎ ﻧ ب اﻟﻌ ﺎﺻ اﻟ ّ دة ﺎﻟﻘ اﻟ اﺣ ﻣﻊ ﻌ ﻬﺎ اﻟ ﻌ وﻧ ﻊ اﻷﻗ ﺎر‬ ‫ﺑﺳ ﺧ‬
‫اﻟ ﺎدﺋﺔ ﻣ أﻋﻠﻰ اﻟ ﺎر إﻟﻰ أﺳﻔﻞ اﻟ وﻧ ح اﻷﻗ ﺎر اﻟ ﺎدﺋﺔ ﻣ أﺳﻔﻞ اﻟ ﺎر‪.‬‬

‫‪+‬‬ ‫‪+‬‬ ‫‪+‬‬


‫‪a11‬‬ ‫‪a12‬‬ ‫‪a13‬‬ ‫‪a11‬‬ ‫‪a12‬‬

‫‪a21‬‬ ‫‪a22‬‬ ‫‪a23‬‬ ‫‪a21‬‬ ‫‪a22‬‬

‫‪a31‬‬ ‫‪a32‬‬ ‫‪a33‬‬ ‫‪a31‬‬ ‫‪a32‬‬


‫‪−‬‬ ‫‪−‬‬ ‫‪−‬‬

‫ﺧ ارزﻣ ﺔ ﻏﺎوس اﻟ ّﻘ إذا ﻣﺎ ﻛﺎن ﻟ ﺎم اﻟ ﻌﺎدﻻت ﺣﻼً واﺿ ﺎً أم ﻻ‪ .‬ﻣ اﻟ ﯾ ﻫ ﺎ‬ ‫ﺎﻗﻞﺗ‬ ‫ﺑﻬ ﻩ اﻟ ﻘﺔ‬
‫ﺎﻟ ﻼﺣ ﺔ أن اﻟ ّ د ﻻ ﯾ ﻌّﻠ ﺎﻟـ ‪ ،bi‬وﺣ ﻰ ﻋ ﺗﻐّ اﻟـ ‪ bi‬ﯾ ﻘﻰ ﻟ ﺎم اﻟ ﻌﺎدﻻت ﺣﻼً واﺿ ﺎً‪ .‬أﻣﺎ إذا ﻛﺎن ﻣ ّ د‬
‫اﻟ ﻔ ﻓﺔ ﺎو ‪ ،0‬ﯾ ﻌّﻠ ﺣ ﻬﺎ اﻟ ﻞ ﺎﻟـ ‪ bi‬اﻟ ﺎرة و ن ﺣ ﻬﺎ ﻓﻲ ﺟ ﻊ اﻷﺣ ال ﻏ واﺿﺢ‪ .‬ﻣ ﻞ اﻟﻘ ل‪:‬‬
‫‪ ⇐ D ̸= 0 .1‬ﯾ ﺟ ﺣﻞ واﺿﺢ‪.‬‬
‫ﻋﻠﻰ ‪.(bi‬‬ ‫‪ ⇐ D = 0 .2‬ﻻ ﯾ ﺟ أ ﺣﻞ أو ﯾ ﺟ ﻋ د ﻻ ﻧﻬﺎﺋﻲ ﻣ اﻟ ﻠ ل )ﺗﻌ‬

‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫ﻔ ﻓﺔ‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ .1 2.5‬ﻟﻠ‬


‫‪−1 1 1 | 0‬‬
‫‪ 1 −3 −2 | 5‬‬
‫‪5 1 4 |3‬‬
‫ﺎ ﻪ ﻓﻲ اﻷﻋﻠﻰ‪.‬‬ ‫ﻗ ﺎ‬ ‫ن ﻟ ﺎم اﻟ ﻌﺎدﻻت ﺣﻼً واﺿ ﺎً واﻟ‬ ‫اﻟ ّ د ‪ ،12‬وﻷﺟﻠﻪ‬
‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪ .2‬ﻟﻠ ﻔ ﻓﺔ‬
‫‪1 2 3 | b1‬‬
‫‪4 5 6 | b2 ‬‬
‫‪7 8 9 | b3‬‬
32 2 Lineare Gleichungssysteme

hat Determinante 0 und das Gleichungssystem ist damit nicht eindeutig lösbar. Ob
überhaupt eine Lösung existiert oder das System auch unlösbar ist, hängt von der kon-
kreten Wahl der bi ab. Setzen wir beispielsweise b1 = 0, b2 = 1 und b3 = 2, so erhalten
wir unendlich viele Lösungen (z.B. x1 = 23 , x2 = − 13 , x3 = 0 oder x1 = 53 , x2 = − 73 , x3 =
1). Für b1 = b2 = b3 = 1 hat das Gleichungssystem allerdings keine Lösung.

2.5 Aufgaben

Aufgabe 2.1 Finden Sie die eindeutige Lösung für folgende lineare Gleichungssysteme.
1.

−x1 + x2 + x3 = 0
x1 + −3x2 + −2x3 = 5
5x1 + x2 + 4x3 = 3

2.

2x − y + 4z = 5
5x + 2y − 10z = 7
12x − 9y − 8z = 11

3.  
2 3 5 | 8
1 1 −2 | 7
3 −1 1 | 2

Aufgabe 2.2 Berechnen Sie die Determinante der folgenden Matrizen, entscheiden Sie, ob
das zugehörige Gleichungssystem eindeutig lösbar ist und finden Sie gegebenenfalls bi für
die das Gleichungssystem unendliche viele Lösungen hat.
1.  
9 5 4 | b1
6 3 −5 | b2 
3 −10 6 | b3
2.  
2 −1 3 | b1
1 3 −2 | b2 
3 −2 5 | b3
3.  
1 −2 3 | b1
−1 2 −3 | b2 
2 −4 6 | b3
‫ﺔ‬ ‫‪ 2‬أﻧ ﺔ اﻟ ﻌﺎدﻻت اﻟ‬ ‫‪33‬‬

‫ﺣﻞ ﻟ ﺎم اﻟ ﻌﺎدﻻت أو أﻧﻪ‬ ‫اﻟ د ‪ 0‬وﻷﺟﻠﻪ ن ﻧ ﺎم اﻟ ﻌﺎدﻻت ﻏ واﺿﺢ اﻟ ﻞ‪ّ .‬‬


‫أﻣﺎ ﻣ ﺄﻟﺔ إذا ﻣﺎ ﻛﺎن ﯾ ﺟ ّ‬
‫أن ‪ b2 = 1 ،b1 = 0‬و ‪ ،b3 = 2‬ﻋ ﻫﺎ ﻧ ﻞ‬ ‫ﻏ ﻗﺎﺑﻞ ﻟﻠ ﻞ ﻓ ﺗ ﺗ ﯾ اّ ﺎﻟـ ‪ bi‬اﻟ ﺎرة‪ .‬ﻟ ﻔ ض ﻣ ﻼً ّ‬
‫أﻣﺎ‬
‫ّ‬ ‫(‪.‬‬ ‫‪x‬‬‫‪1‬‬ ‫=‬ ‫‪5‬‬
‫‪,‬‬
‫‪3 2‬‬ ‫‪x‬‬ ‫=‬ ‫‪−‬‬ ‫‪7‬‬
‫‪,‬‬
‫‪3 3‬‬ ‫‪x‬‬ ‫=‬ ‫‪1‬‬ ‫أو‬ ‫‪x‬‬‫‪1‬‬ ‫=‬ ‫ﻋﻠﻰ ﻋ د ﻏ ﻧﻬﺎﺋﻲ ﻣ اﻟ ﻠ ل )ﻣ ﻼً ‪3 , x2 = − 3 , x3 = 0‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪1‬‬

‫ﻋﻠﻰ ﻓ ض ‪ ،b1 = b2 = b3 = 1‬ﻓﻼ ﯾ ﺟ ﺣ ﻬﺎ ﻟﻠ ﺎم أ ﺣﻞ‪.‬‬

‫‪ 2.5‬اﻟ ﺎر‬

‫ﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪:‬‬ ‫‪ 2.1‬أوﺟ اﻟ ﻞ اﻟ اﺿﺢ ﻷﻧ ﺔ اﻟ ﻌﺎدﻻت اﻟ‬ ‫ﺗ‬


‫‪.1‬‬

‫‪−x1 + x2 + x3 = 0‬‬
‫‪x1 + −3x2 + −2x3 = 5‬‬
‫‪5x1 + x2 + 4x3 = 3‬‬

‫‪.2‬‬

‫‪2x − y + 4z = 5‬‬
‫‪5x + 2y − 10z = 7‬‬
‫‪12x − 9y − 8z = 11‬‬

‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪.3‬‬


‫| ‪2 3 5‬‬ ‫‪8‬‬
‫| ‪1 1 −2‬‬ ‫‪7‬‬
‫| ‪3 −1 1‬‬ ‫‪2‬‬

‫ﻔ ﻓﺎت ذات‬ ‫ﻣ ّ دات اﻟ ﻔ ﻓﺎت اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪ ،‬ﺣ ّ د إذا ﻣﺎ ﻛﺎﻧ أﻧ ﺔ اﻟ ﻌﺎدﻻت اﻟ ﺎ ﻌﺔ ﻟﻬ ﻩ اﻟ‬ ‫‪ 2.2‬اﺣ‬ ‫ﺗ‬
‫ن ﻟ ﺎم اﻟ ﻌﺎدﻻت ﻋ د ﻻ ﻧﻬﺎﺋﻲ ﻣ اﻟ ﻠ ل‪.‬‬ ‫ﺣﻞ واﺿﺢ أم ﻻ‪ ،‬وأوﺟ ‪ bi‬ﻣ ﺎﺳ ﺔ‬
‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪.1‬‬
‫‪9 5 4 | b1‬‬
‫‪6 3 −5 | b2 ‬‬
‫‪3 −10 6 | b3‬‬
‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪.2‬‬
‫‪2 −1 3 | b1‬‬
‫‪1 3 −2 | b2 ‬‬
‫‪3 −2 5 | b3‬‬
‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪.3‬‬
‫‪1 −2 3 | b1‬‬
‫‪−1 2 −3 | b2 ‬‬
‫‪2 −4 6 | b3‬‬
3 Vektorrechnung

Zusammenfassung Vektoren sind Objekte der analytischen Geometrie, die sich mit geo-
metrischen Fragestellungen beschäftigt. In der Physik werden Vektoren verwendet um bei-
spielsweise in der klassischen Mechanik Kräfte darzustellen. In diesem Kapitel wollen
wir zunächst Vektoren und die grundlegenden Rechenoperationen definieren. Dann wer-
den wir Länge und Winkel für Vektoren und Orthogonalität betrachten und schließlich das
Kreuzprodukt zur Konstruktion eines orthogonalen Vektors zu zwei gegebenen Vektoren
definieren.

3.1 Vektoren

Die reellen Zahlen R können wir uns als eine unendlich lange Zahlengerade vorstellen;
die Zahlen sind wie an einer Schnur aufgereiht. Es ist also möglich einen Punkt auf einer
Geraden durch eine Zahl zu kennzeichnen und sich durch Addition oder Subtraktion von
reellen Zahlen auf der Geraden fortzubewegen.

√ √
- 32 2 2+1 π

-4 -3 -2 -1 0 1 2 3 4

Abb. 3.1: Die reelle Zahlengerade R

So können wir in einer Dimension Punkte und Richtungen durch reelle Zahlen beschrei-
ben. Wie aber beschreiben wir Punkte und Richtungen in einer Ebene oder im gesamten
dreidimensionalen Raum? Dafür benötigen wir mehr Koordinaten.

Definition 3.1 Ein n-dimensionaler Vektor ist ein Tupel, das heißt, eine geordnete Menge
von n reellen Zahlen. Wir schreiben dies oft als

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018 34


M. Weber, Basiswissen Mathematik auf Arabisch und Deutsch –
‫أساسيات في الرياضيات باللغتين العربية واأللمانية‬, https://doi.org/10.1007/978-3-662-58071-4_3
‫ﻬﺎت(‬ ‫اﻷﺷﻌﺔ )اﻟ‬
‫ّ‬ ‫ﺣ ﺎب‬ ‫‪3‬‬

‫اﻷﺷﻌﺔ‬
‫ّ‬ ‫م‬ ‫اﻷﺷﻌﺔ ﻫﻲ ﻣ ﺗ ا ﻊ اﻟﻬ ﺳﺔ اﻟ ﻠ ﻠ ﺔ‪ ،‬اﻟ ﻲ ﺗﻬ ﺎﻟ اﺿ ﻊ اﻟﻬ ﺳ ﺔ‪ .‬ﻓﻲ اﻟﻔ ﺎء ﻣ ﻼً ﺗ‬ ‫ﻣﻠ‬
‫اﻷﺷﻌﺔ واﻟﻌ ﻠ ﺎت اﻟ ﺎﺑ ﺔ اﻷﺳﺎﺳ ﺔ‪ .‬ﻌ ﻫﺎ‬
‫ّ‬ ‫ﺗﻌ‬ ‫ﻻ‬
‫ً‬ ‫أو‬ ‫ﻧ‬ ‫ﻞ‬ ‫اﻟﻔ‬ ‫ا‬ ‫ﻫ‬ ‫ﻓﻲ‬ ‫‪.‬‬ ‫اﻟﻘ‬ ‫ﺻﻒ‬ ‫ﻟ‬ ‫ﺔ‬ ‫ﻼﺳ‬ ‫اﻟ‬ ‫ﺎ‬ ‫ﺎﻧ‬ ‫اﻟ‬ ‫ﻓﻲ‬
‫ل ﻋﻠﻰ ﺷﻌﺎع ﻌﺎﻣ ﺷﻌﺎﻋ‬ ‫اﻷﺷﻌﺔ واﻟ ﻌﺎﻣ ‪ ،‬وﻧﻬﺎ ًﺔ ﺳ ﻌ ّ ف اﻟ ب اﻟ ﻘﺎ ﻌﻲ ﻟﻠ‬
‫ّ‬ ‫ﻧ اﺳ ﻌ اض ل وزاو ﺔ‬
‫ﻣ ّ دﯾ ‪.‬‬

‫اﻷﺷﻌﺔ‬
‫ّ‬ ‫‪3.1‬‬

‫ﻞ ﻣ ﻠ ﻞ‪ .‬أ‬ ‫ﺎ ﺗ ّ ﻞ ”اﻷﻋ اد اﻟ ﻘ ﻘ ﺔ” ‪ R‬ﻛ ﻘ أﻋ اد ﻻ ﻧﻬﺎﺋﻲ اﻟ ل‪ ،‬ﺣ ﺗ ن اﻷﻋ اد ﻣ ﺗ ﺔ‬


‫ﻊ اﻟ ﻗ أو ﺣﻪ ﻣﻊ اﻷﻋ اد‬ ‫اﻟ ﻣ ﻷ ﻧﻘ ﺔ ﻋﻠﻰ اﻟ ﻘ ﺑ ﻗ وﻣ ﺛ ّ ﺗ ﻬﺎ ﻋﻠﻰ اﻟ ﻘ‬ ‫أﻧﻪ ﻣ اﻟ‬
‫اﻟ ﻘ ﻘ ﺔ‪.‬‬

‫√ √‬
‫‪- 32‬‬ ‫‪2‬‬ ‫‪2+1 π‬‬

‫‪4-‬‬ ‫‪3-‬‬ ‫‪2-‬‬ ‫‪1-‬‬ ‫‪0‬‬ ‫‪1‬‬ ‫‪2‬‬ ‫‪3‬‬ ‫‪4‬‬

‫ﺷ ﻞ ‪ :3.1‬ﻣ ﻘ اﻷﻋ اد اﻟ ﻘ ﻘ ﺔ ‪R‬‬

‫ﺎ رﺳ اﻟ ﻘﺎ وﺧ‬ ‫اﺗ ﺎﻩ ﻓﻲ ُﻌ ٍ ﻣﺎ‪ .‬ﻟ ﻛ ﻒ‬ ‫اﻷﻋ اد اﻟ ﻘ ﻘ ﺔ وﺻﻒ ﻧﻘﺎ وﺧ‬ ‫ﺎﻋ‬ ‫ﻫ ا‬


‫أو ﻓﻲ اﻟﻔ اغ ﺛﻼﺛﻲ اﻷ ﻌﺎد؟ ﻣ أﺟﻞ ذﻟ ﻧ ﺎج إﻟﻰ إﺣ اﺛ ﺎت أﻛ ‪.‬‬ ‫اﻻﺗ ﺎﻩ ﻓﻲ ﻣ‬

‫ﺎﺑ ﻪ ﻏﺎﻟ ﺎً ﻋﻠﻰ اﻟ ﻞ‬ ‫ﻋﺔ ﻣ ﺗ ﺔ( ﻣ ‪ n‬رﻗ ﺣﻘ ﻘﻲ‪ ،‬ﻧﻘ م‬ ‫‪ 3.1‬ﺷﻌﺎع ذو اﻟ ﻌ ‪ n‬ﻫ ﻋ ﺎرة ﻋ ﺻﻒ )ﻣ‬ ‫ﺗﻌ‬
‫اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬

‫‪35‬‬
36 3 Vektorrechnung
 
x1
x2 
x ∈ Rn , x =  . , x1 , x2 , . . . , xn ∈ R.
 
 .. 
xn

Insbesondere erhalten wir für die Fälle n = 2 und n = 3, auf die wir uns im Folgenden
konzentrieren werden:
 
  x1
x1
x= ∈ R2 bzw. x = x2  ∈ R3
x2
x3

Bemerkung 3.2 Wir können uns Vektoren als Pfeile vorstellen, die eine Richtung und ei-
ne (endliche) Länge haben. Statten wir zum Beispiel die Ebene mit einem  kartesischen
2 a
Koordinatensystem aus und ist x ∈ R ein zweidimensionaler Vektor, x = , dann zeigt
b
der Pfeil von x auf den Punkt (a, b) in der Ebene, wenn wir den Anfang des Pfeiles in die 0
legen. x heißt auch der Ortsvektor des Punktes (a, b). Verschieben des Pfeiles in der Ebe-
ne ändert aber den Vektor nicht. Zwei Pfeile beschreiben den gleichen Vektor genau dann,

x (a, b)  
b a
x=
x b

Abb. 3.2: Der Vektor x ist Ortsvektor des Punktes (a, b)

wenn ihre Länge und ihre Richtung gleich sind. Dann sind sie nämlich Ortsvektor des glei-
chen Punktes in einem Koordinatensystem. Analog funktioniert dies im dreidimensionalen
Raum mit einem Vektor x ∈ R3 .

3.2 Addition und skalare Multiplikation von Vektoren

Auf der Zahlengerade können wir uns durch Addition mit reellen Zahlen fortbewegen. Wir
werden nun eine Addition und eine Skalarmultiplikation von Vektoren definieren, die uns
das Zusammensetzen und Strecken/Stauchen von Vektoren ermöglicht.
‫ﻬﺎت(‬ ‫اﻷﺷﻌﺔ )اﻟ‬
‫ّ‬ ‫‪ 3‬ﺣ ﺎب‬ ‫‪37‬‬

‫‪ ‬‬
‫‪x1‬‬
‫‪x2 ‬‬
‫‪ ‬‬
‫‪x ∈ Rn ,‬‬ ‫‪x =  . ,‬‬ ‫‪x1 , x2 , . . . , xn ∈ R‬‬
‫‪ .. ‬‬
‫‪xn‬‬
‫ﻋﻠ ﻬﺎ ﺗﺎﻟ ﺎً ﻋﻠﻰ‪:‬‬
‫ﻞ ﻣ أﺟﻞ ‪ n = 2‬و ‪ ، n = 3‬وﻫﻲ اﻟ ﺎﻻت اﻟ ﻲ ﺳ ﻘ م ﺎﻟ‬ ‫ﻧ‬
‫‪ ‬‬
‫) (‬ ‫‪x1‬‬
‫‪x1‬‬
‫=‪x‬‬ ‫‪∈ R2 , x = x2  ∈ R3‬‬
‫‪x2‬‬
‫‪x3‬‬

‫ﺑ ﺎم‬ ‫) اﺗ( ﺎﻩ و ل )ﻧﻬﺎﺋﻲ( ﻣﻌّ ‪ .‬ﻟ ّود ﻣ ﻼً اﻟ‬ ‫اﻷﺷﻌﺔ ﻋﻠﻰ أﻧﻬﺎ أﺳﻬ ذات‬‫ّ‬ ‫ﺎ ﺗ ّر‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪3.2‬‬
‫‪a‬‬
‫ﺳﻬ اﻟ ﻌﺎع ‪ x‬ﻋﻠﻰ اﻟ ﻘ ﺔ )‪(a, b‬‬ ‫= ‪ ،x‬ﻋ ﻫﺎ‬ ‫إﺣ اﺛّﺎت د ﺎرﺗﻲ وﻟ ‪ x ∈ R2‬ﺷﻌﺎﻋﺎً ﺛ ﺎﺋﻲ اﻷ ﻌﺎد‪،‬‬
‫‪b‬‬
‫‪.0‬‬ ‫ﻋ ﻣﺎ ﻧ ﻊ ﺑ اﯾ ﻪ ﻓﻲ اﻟ‬
‫ﻻ ﻐّ اﻟ ﻌﺎع‬ ‫‪ x‬ﯾ ﻋﻰ أ ﺎً ﺷﻌﺎع ﺗ ﺟ ﻪ )‪ (eng. Position Vector‬ﻟﻠ ﻘ ﺔ )‪ .(a, b‬إزاﺣﺔ اﻟ ﻬ ﻓﻲ اﻟ‬
‫ّﻠﻪ‪:‬‬ ‫اﻟ‬

‫‪x‬‬ ‫)‪(a, b‬‬ ‫) (‬


‫‪b‬‬ ‫‪a‬‬
‫=‪x‬‬
‫‪x‬‬ ‫‪b‬‬

‫‪a‬‬

‫ﺷ ﻞ ‪ :3.2‬اﻟ ﻌﺎع ‪ x‬ﻫ ﺷﻌﺎع ﺗ ﺟ ﻪ ﻟﻠ ﻘ ﺔ )‪.(a, b‬‬

‫ّﻼن ﻧﻔ اﻟ ﻌﺎع إذا ﻛﺎن ﻟﻬ ﺎ ﻧﻔ اﻟ ل واﻻﺗ ﺎﻩ‪ ،‬ﺣ ﻰ أﻧﻬ ﺎ ﺣ ﻬﺎ ﻌ ان ﺷﻌﺎع اﻟ ﺟ ﻪ‬ ‫أن ﺳﻬ‬
‫ّ‬ ‫ﻧﻌ‬
‫ﻫ ﻩ اﻷﻓ ﺎر ﻋﻠﻰ ﺷﻌﺎع ‪ x ∈ R3‬ﻓﻲ اﻟﻔ ﺎء ﺛﻼﺛﻲ اﻷ ﻌﺎد‪.‬‬ ‫ﻟ ﻔ اﻟ ﻘ ﺔ ﻓﻲ ﻧ ﺎم اﻹﺣ اﺛ ﺎت‪ .‬ﻞ ﻣ ﺎ ﻪ ﺗ‬

‫ﻟﻸﺷﻌﺔ‬
‫ّ‬ ‫ب اﻟﻘ ﺎﺳﻲ‬ ‫‪ 3.2‬اﻟ ﻊ واﻟ‬

‫ﺎ اﻟ ﻘﻞ ﻋﻠﻰ ﻣ ﻘ اﻷﻋ اد ﺎﺳ ام ﻋ ﻠ ﺔ اﻟ ﻊ ﻣﻊ اﻷﻋ اد اﻟ ﻘ ﻘ ﺔ‪.‬‬ ‫ﻛ ﺎ ذ ﻧﺎ‬


‫ﺎ ﻣ ﺟﻊ‬ ‫ﻟﻸﺷﻌﺔ‪ ،‬ﻣﺎ ﺳ‬
‫ّ‬ ‫‪(eng.‬‬ ‫‪Scalar‬‬ ‫)‪Product‬‬ ‫ﺎﺳﻲ‬ ‫اﻟﻘ‬ ‫ب‬ ‫اﻟ‬
‫و‬ ‫ﻊ‬ ‫اﻟ‬ ‫ﻲ‬ ‫ّ‬ ‫ﻠ‬ ‫ﻋ‬ ‫ﻌ‬ ‫ﺑ‬ ‫م‬ ‫اﻵن ﺳ ﻘ‬
‫اﻷﺷﻌﺔ‪.‬‬
‫ّ‬ ‫‪/‬ﺗﻘﻠ‬ ‫وﺗ ﯾ‬
38 3 Vektorrechnung

Definition 3.3 Seien x, y zwei Vektoren des Rn , λ ∈ R eine reelle Zahl. Dann definieren
wir die Vektoren x + y, bzw. λ x durch komponentenweise Addition bzw. skalare Multipli-
kation, das heißt
       
x1 y1 x1 + y1 λ x1
x2  y2  x2 + y2  λ x2 
x + y =  .  +  .  :=  .  und λ x :=  .  .
       
 ..   ..   ..   .. 
xn yn xn + yn λ xn

Wir nennen den Rn auch einen n-dimensionalen Vektorraum oder einfach nur Raum.

λx
x+y v v
−v
w−v
x
y w

Abb. 3.3: Die Vektoraddition und Skalarmultiplikation in der Ebene

Bemerkung 3.4 Wir sehen an Abbildung 3.3, dass die Addition der Vektoren also dar-
auf hinausläuft, den einen Vektor an die Spitze des anderen zu setzen. Genauso können
wir auch Vektoren voneinander abziehen oder durch eine reelle Zahl 6= 0 dividieren. Sub-
traktion von zwei Vektoren liefert hier den Pfeil, der von der Spitze des einen Pfeiles auf
den anderen zeigt, wenn beide Pfeile in einem gemeinsamen Punkt starten. Multiplikation
eines Vektors mit −1 ist das Umdrehen des Pfeiles, das heißt, die Richtung wird genau
umgekehrt, während die Länge erhalten bleibt.
Achtung! Wir definieren zunächst keine Multiplikation auf den Vektoren, x · y ist also kein
Vektor! Erst später werden wir sehen, wie und in welcher Situation ein ’Vektorprodukt’
berechnet werden kann.

3.3 Länge von Vektoren und Skalarprodukt

Wir wollen nun die Länge eines Vektors definieren. Hier ist die Idee, sich an dem Satz
des Pythagoras zu orientieren und davon ausgehend im Allgemeinen die Länge eines Vek-
tors des Rn zu definieren. Der Satz des Pythagoras (siehe auch Satz 4.1) besagt: Die Sei-
tenlängen eines rechtwinkligen Dreiecks erfüllen die Gleichung

a2 + b2 = c2 ,

hierbei bezeichnen a, b, c die Seitenlängen des Dreiecks, c die Hypotenuse, das heißt, die
Seite, die dem rechten Winkel des Dreiecks gegenüberliegt.
‫ﻬﺎت(‬ ‫اﻷﺷﻌﺔ )اﻟ‬
‫ّ‬ ‫‪ 3‬ﺣ ﺎب‬ ‫‪39‬‬

‫‪،x + y‬‬ ‫ﻓﻲ ‪ λ ∈ R ،R‬ﻋ د ﺣﻘ ﻘﻲ‪ .‬ﻧ ﻠ ﺣ ﻬﺎ ﻋﻠﻰ اﻟﻌ ﻠّ‬


‫‪n‬‬ ‫‪ 3.3‬ﻟ ﻟ ﯾ ﺎ اﻟ ﻌﺎﻋ ‪ xy‬اﻟ ﻌ ّ ﻓ‬ ‫ﺗﻌ‬
‫ﻟﻸﺷﻌﺔ‪:‬‬
‫ّ‬ ‫ﺎﺳﻲ‬ ‫اﻟﻘ‬ ‫ب‬ ‫اﻟ‬
‫و‬ ‫ﻊ‬ ‫اﻟ‬ ‫‪λ‬‬ ‫‪x‬‬
‫‪    ‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬
‫‪x1‬‬ ‫‪y1‬‬ ‫‪x1 + y1‬‬ ‫‪λ x1‬‬
‫‪x2  y2  x2 + y2 ‬‬ ‫‪λ x2 ‬‬
‫‪    ‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬
‫‪x + y =  .  +  .  :=  . ‬‬ ‫و‬ ‫‪λ x :=  .  .‬‬
‫‪ ..   ..   .. ‬‬ ‫‪ .. ‬‬
‫‪xn‬‬ ‫‪yn‬‬ ‫‪xn + yn‬‬ ‫‪λ xn‬‬

‫ﺎً ”ﻓ ﺎء ﺷﻌﺎﻋﻲ” ذو اﻟ ﻌ ‪ n‬أو ﻓﻘ ”ﻓ ﺎء”‪.‬‬ ‫ﻧ ﻠ ﻋﻠﻰ ‪ Rn‬أ‬

‫‪λx‬‬
‫‪x+y‬‬ ‫‪v‬‬ ‫‪v‬‬
‫‪w−v‬‬ ‫‪−v‬‬
‫‪x‬‬
‫‪y‬‬ ‫‪w‬‬

‫ﻟﻸﺷﻌﺔ ﻓﻲ اﻟ‬
‫ّ‬ ‫ب اﻟﻘ ﺎﺳﻲ‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :3.3‬اﻟ ﻊ واﻟ‬

‫اﻷﺷﻌﺔ وﺿﻊ أﺣ اﻟ ﻌﺎﻋ ﻋﻠﻰ ﻣﻘ ﻣﺔ )ﻧﻬﺎ ﺔ( اﻟ ﻌﺎع‬


‫ّ‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪ 3.4‬ﻛ ﺎ ﻧ ﻓﻲ اﻟ ﻞ ‪ ،3.3‬ﺗ ّﻞ ﻋ ﻠ ﺔ ﺟ ﻊ‬
‫اﻷﺷﻌﺔ ﻣ ﻌ ﻬﺎ اﻟ ﻌ وﻗ ﻬﺎ ﻋﻠﻰ ﻋ د ﺣﻘ ﻘﻲ ‪ّ .̸= 0‬ﻞ ﻧﺎﺗﺞ ﻋ ﻠ ﺔ اﻟ ح‬ ‫ّ‬ ‫ﺎ أ ﺎً ح‬ ‫اﻵﺧ ‪ .‬ﺎﻟ ﻞ‬
‫ﺑ ﺷﻌﺎﻋ ﻟﻬ ﺎ ﻧﻔ ﻧﻘ ﺔ اﻟ ا ﺔ ﺳﻬ ﺎً ﯾ ﻠ ﻣ ﻣﻘ ﻣﺔ أﺣ ﻫ ﺎ و ﻬﻲ ﻓﻲ ﻣﻘ ﻣﺔ اﻵﺧ ‪ .‬ﺿ ب ﺷﻌﺎع ﺎﻟﻌ د‬
‫اﺗ ﺎﻫﻪ‪.‬‬ ‫أن اﻟ ﻌﺎع ﺎﻓ ﻋﻠﻰ ﻟﻪ وﻟ ﻌ‬ ‫‪ −1‬ﻌ ﻪ‪ ،‬أ ّ‬
‫ﻻﺣ ﻛ ﻒ‬ ‫أوﻻً ﻓﻲ وﻗ‬ ‫ﺷﻌﺎﻋﺎً! ﺳ‬ ‫أن ﻧﺎﺗﺞ ‪ x · y‬ﻟ‬ ‫اﻷﺷﻌﺔ‪ ،‬ﺣ‬
‫ّ‬ ‫ﻋ ﻠﺔﺿ ب‬ ‫ﺗ ﻪ! ﻟ ﻧﻘ م ﺣﺎﻟ ﺎً ﺑ ﻌ‬
‫اﻷﺷﻌﺔ”‪.‬‬
‫ّ‬ ‫اء‬ ‫”ﺟ‬ ‫ﺎب‬ ‫ﺣ‬ ‫وﻓﻲ أ ﺣﺎﻟﺔ‬

‫ب اﻟﻘ ﺎﺳﻲ‬ ‫اﻷﺷﻌﺔ واﻟ‬


‫ّ‬ ‫ل‬ ‫‪3.3‬‬

‫ﺔ‬ ‫ﻫ ﻩ اﻟ‬ ‫ل ﺷﻌﺎع ﻓﻲ ‪ .Rn‬ﺗ‬ ‫ل اﻟ ﻌﺎع‪ .‬ﺳ ﻘ م اﻧ ﻼﻗﺎً ﻣ ﻧ ﺔ ﻓ ﺎﻏ رث ﺑ ﻌ‬ ‫ﻧ اﻵن ﺗﻌ‬


‫أن أ ال أﺿﻼع اﻟ ﻠ ﻗﺎﺋ اﻟ او ﺔ ﺗ ّﻘ اﻟﻌﻼﻗﺔ‪:‬‬
‫ّ‬ ‫ﻋﻠﻰ‬ ‫‪(4.1‬‬ ‫ﺔ‬ ‫)اﻧ اﻟ‬

‫‪a2 + b2 = c2 ,‬‬

‫‪ a, b, c‬ﺗ ّﻞ أ ال أﺿﻼع اﻟ ﻠ ‪ c ،‬اﻟ ﺗ ‪ ،‬أ اﻟ ﻠﻊ اﻟ ﻘﺎﺑﻞ ﻟﻠ او ﺔ اﻟﻘﺎﺋ ﺔ‪.‬‬


40 3 Vektorrechnung

Schreiben wir nun einen Vektor w ∈ R2 als


     
x x 0
w= = + = x + y,
y 0 y
p
so können wir die Länge des Vektors w definieren als x2 + y2 , siehe Abbildung 3.4.

w = x+y

Abb. 3.4: Der Satz des Pythagoras liefert uns die Länge des Vektors w.

Dies führt uns zu folgender Definition der Länge eines allgemeinen Vektors des Rn :

Definition 3.5 Sei x ∈ Rn ein Vektor mit Einträgen x1 , x2 , . . . , xn . Dann ist die Länge k x k
von x definiert als q
k x k= x12 + x22 + · · · + xn2 .
Ist k x k= 1, dann heißt x normiert, für einen allgemeinen Vektor y heißt der Vektor
y
y0 = kyk die Normierung von y.

Um den Winkel zwischen zwei Vektoren bestimmen oder überhaupt erst definieren zu
können, benötigen wir das Skalarprodukt zweier Vektoren.

Definition 3.6 Es seien x, y zwei Vektoren des Rn mit Einträgen x1 , x2 , . . . , xn bzw. y1 , y2 , . . . , yn .


Dann ist das Skalarprodukt von x und y definiert durch

x · y := x1 y1 + x2 y2 + · · · + xn yn ∈ R.

Insbesondere gilt also x · x =k x k2 .

Das Skalarprodukt gibt uns also die Möglichkeit, zwei Vektoren zu multiplizieren“;

wir erhalten aber keinen neuen Vektor, sondern eine reelle Zahl! Mit Hilfe dieses Skalar-
produkts können wir nun Winkel zwischen zwei Vektoren bestimmen.

x2

α
x1

Abb. 3.5: Die Vektoren x1 und x2 schließen den Winkel α ein.


‫ﻬﺎت(‬ ‫اﻷﺷﻌﺔ )اﻟ‬
‫ّ‬ ‫‪ 3‬ﺣ ﺎب‬ ‫‪41‬‬

‫اﻵن ﺷﻌﺎﻋﺎً ‪ w ∈ R2‬ﻋﻠﻰ اﻟ ﻞ اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬ ‫ﻧ‬


‫) ( ) ( ) (‬
‫‪x‬‬ ‫‪x‬‬ ‫‪0‬‬
‫=‪w‬‬ ‫=‬ ‫‪+‬‬ ‫‪= x + y,‬‬
‫‪y‬‬ ‫‪0‬‬ ‫‪y‬‬
‫√‬
‫اﻟ ﻞ ‪.3.4‬‬ ‫‪ ،‬اﻧ‬ ‫ل اﻟ ﻌﺎع ‪ w‬ﻋﻠﻰ ّأﻧﻪ ‪x2 + y2‬‬ ‫ﺎ ﺗﻌ‬ ‫ﻫ ا‬

‫‪w = x+y‬‬
‫‪y‬‬

‫‪x‬‬

‫ل اﻟ ﻌﺎع ‪w‬‬ ‫ﺎ‬ ‫ﺔ ﻓ ﺎﻏ رث ﺗﻌ‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :3.4‬ﻧ‬

‫ﻋﺎم ﻟ ل ﺷﻌﺎع ﻓﻲ ‪:Rn‬‬ ‫ﻫ ا ﯾ ﺻﻠ ﺎ إﻟﻰ ﺗﻌ‬


‫ل ﻫ ا اﻟ ﻌﺎع ∥ ‪ ∥ x‬ﻛﺎﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬ ‫‪ x ∈ Rn‬ﺷﻌﺎع ﻣ ﻟﻒ ﻣ ‪ .x1 , x2 , . . . , xn‬ﻋ ﻫﺎ ﻧﻌ ّ ف‬ ‫‪ 3.5‬ﻟ‬ ‫ﺗﻌ‬
‫√‬
‫=∥ ‪∥ x‬‬ ‫‪x12 + x22 + · · · + xn2 .‬‬

‫ﻞ ﻋﻠﻰ ﺷﻌﺎع اﻟ ﺣ ة‬ ‫ن ‪ .∥ x ∥= 1‬ﻋ ﻣﺎً ﻧ‬ ‫ﻧ ﻠ ﻋﻠﻰ ‪” x‬ﺷﻌﺎع اﻟ ﺣ ة” )‪ (eng. Unit Vector‬ﻋ ﻣﺎ‬
‫∥‪.y′ = ∥y‬‬
‫‪y‬‬
‫ﻟ ﻌﺎع ‪ y‬ﻛﺎﻟ ﺎﻟﻲ‬
‫ب اﻟﻘ ﺎﺳﻲ”‬ ‫ﻫ ﻩ اﻟ او ﺔ ﻓﻲ اﻟ ا ﺔ‪ ،‬ﻧ ﺎج إﻟﻰ ﺣﺎﺻﻞ ”اﻟ‬ ‫ﻊ ﺗﻌ‬ ‫ﻟ ﯾ اﻟ او ﺔ ﺑ ﺷﻌﺎﻋ أو ﻟ‬
‫ﻟﻠ ﻌﺎﻋ )ﯾ ﻋﻰ أ ﺎً اﻟ اء اﻟ ّﻠ ﻲ(‪.‬‬
‫ﻟ ﯾ ﺎ ‪ xy‬ﺷﻌﺎﻋ ﻓﻲ ‪ Rn‬ﻣ ّﻟﻔ ﻣ اﻟﻌ ﺎﺻ ‪ x1 , x2 , . . . , xn ،y1 , y2 , . . . , yn‬ﻋﻠﻰ اﻟ اﻟﻲ‪.‬‬ ‫‪ 3.6‬ﻟ‬ ‫ﺗﻌ‬
‫ﻋ ﻫﺎ ﻧﻌ ّ ف ﺣﺎﺻﻞ اﻟ ب اﻟﻘ ﺎﺳﻲ ﻟﻠ ﻌﺎﻋ ‪ x‬و ‪ y‬ﻛﺎﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬

‫‪x · y := x1 y1 + x2 y2 + · · · + xn yn ∈ R.‬‬

‫ّأﻧﻪ أ ﺎً ‪.x · x =∥ x ∥2‬‬ ‫ﺣ‬


‫ن ﺷﻌﺎﻋﺎً ﺟ ﯾ اً إﻧ ﺎ ﻋ داً ﺣﻘ ﻘ ﺎً!‪.‬‬ ‫ﺗ ﺎ ﻋ ﻠ ﺔ اﻟ ب اﻟﻘ ﺎﺳﻲ إذاً ﻣ ”ﺿ ب” ﺷﻌﺎﻋ ‪ ،‬وﻟ اﻟ ﺎﺗﺞ ﺣ ﻬﺎ ﻻ‬
‫ﺣﺎﺻﻞ اﻟ ب اﻟﻘ ﺎﺳﻲ ﺗ ﯾ اﻟ او ﺔ ﺑ ﺷﻌﺎﻋ ‪.‬‬ ‫ﺎ اﻵن ﻋ‬

‫‪x2‬‬

‫‪α‬‬
‫‪x1‬‬

‫ان اﻟ او ﺔ ‪ α‬ﺑ ﻬ ﺎ‪.‬‬ ‫‪ x1‬و ‪x2‬‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :3.5‬اﻟ ﻌﺎﻋ‬


42 3 Vektorrechnung

Bemerkung 3.7 Es seien x1 , x2 zwei Vektoren des Rn und α der Winkel der von (den
Pfeilen von) x1 und x2 gebildet wird (siehe Abbildung 3.5). Dann gilt
x1 · x2
cos(α) = .
k x1 k · k x2 k

Insbesondere gilt also für x1 · x2 = 0, dass cos(α) = 0, also α = 90◦ ist. Die Vektoren
stehen also senkrecht aufeinander.

3.4 Orthogonalität

Definition 3.8 Zwei Vektoren x1 , x2 ∈ Rn heißen orthogonal, wenn x1 · x2 = 0 gilt. Wir


schreiben dann auch
x1 ⊥ x2 .
   
1 −2
Beispiel 3.9 Die Vektoren und sind orthogonal zueinander da
2 1
   
1 −2
· = 1 · (−2) + 1 · 2 = 0
2 1

gilt. Die Vektoren schließen also einen Winkel von 90◦ Grad ein, einen rechten Winkel.

(1,2)

(-2,1)

Abb. 3.6: Die Ortsvektoren der Punkte (1, 2) und (−2, 1) sind orthogonal zueinander

Beispiel 3.10
 Wir
 wollen einen normierten Vektor 6=0 finden, der orthogonal auf dem
2 v1
Vektor x = 1 steht. Wir schreiben dafür v = v2  und rechnen nach:
1 v3
   
2 v1
0 = 1 · v2  = 2v1 + v2 + v3 .
1 v3

Wählen wir nun v3 = 0, so erhalten wir mit der Gleichung von oben, dass 2v1 = −v2
gelten muss. Wählen wir also v1 = 1, so erhalten wir v2 = −2 und damit ist zum Beispiel
‫ﻬﺎت(‬ ‫اﻷﺷﻌﺔ )اﻟ‬
‫ّ‬ ‫‪ 3‬ﺣ ﺎب‬ ‫‪43‬‬

‫ن‪:‬‬ ‫اﻟ ﻞ ‪ ،(3.5‬ﻋ ﻫﺎ‬ ‫رة ﺑ ﻬ ﺎ )اﻧ‬ ‫ﻓﻲ ‪ Rn‬و ‪ α‬اﻟ او ﺔ اﻟ‬ ‫ﻟ ﯾ ﺎ ‪ x1 , x2‬ﺷﻌﺎﻋ‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪ 3.7‬ﻟ‬
‫‪x1 · x2‬‬
‫= ) ‪cos(α‬‬ ‫‪.‬‬
‫∥ ‪∥ x1 ∥∥ x2‬‬
‫ﻧﺎن ﺣ ﻬﺎ ﻣ ﻌﺎﻣ ﯾ ‪.‬‬ ‫ن ﻋ ﻫﺎ ‪ ،cos(α ) = 0‬أ ّ‬
‫أن ◦‪ .α = 90‬اﻟ ﻌﺎﻋ‬ ‫ﻓﻲ ﺣﺎﻟﺔ ﻛ ن ‪،x1 · x2 = 0‬‬

‫‪ 3.4‬اﻟ ﻌﺎﻣ‬

‫‪ x1 , x2 ∈ Rn‬أﻧﻬ ﺎ ﻣ ﻌﺎﻣ ﯾ )‪ ،(eng. Orthogonal‬ﻋ ﻣﺎ ﯾ ّﻘ ‪.x1 · x2 = 0‬‬ ‫‪ 3.8‬ﻧﻘ ل ﻋ ﺷﻌﺎﻋ‬ ‫ﺗﻌ‬


‫أ ﺎً ﺣ ﻬﺎ‪:‬‬ ‫ﻧ‬
‫‪x1 ⊥ x2 .‬‬
‫(‬ ‫)‬ ‫) (‬
‫‪−2‬‬ ‫‪1‬‬
‫ﻷﻧﻪ‬
‫ﻣ ﻌﺎﻣ ﯾ ّ‬ ‫و‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ 3.9‬اﻟ ﻌﺎﻋ‬
‫‪1‬‬ ‫‪2‬‬
‫) ( ) (‬
‫‪1‬‬ ‫‪−2‬‬
‫·‬ ‫‪= 1 · (−2) + 1 · 2 = 0‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪1‬‬

‫ان زاو ﺔ ◦‪ 90‬ﺑ ﻬ ﺎ )زاو ﺔ ﻗﺎﺋ ﺔ(‪.‬‬ ‫أن اﻟ ﻌﺎﻋ‬


‫أ ّ‬

‫)‪(1,2‬‬

‫)‪(−2,1‬‬

‫)‪ (1, 2‬و )‪ (−2, 1‬ﻣ ﻌﺎﻣ ﯾ ‪.‬‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :3.6‬ﺷﻌﺎﻋﻲ ﺗ ﺟ ﻪ اﻟ ﻘ‬

‫‪ ‬‬ ‫‪ ‬‬


‫‪v1‬‬ ‫‪2‬‬
‫ﻷﺟﻞ ذﻟ ‪v = v2 ‬‬ ‫ﻌﺎﻣ اﻟ ﻌﺎع ‪ .x = 1‬ﻧ‬ ‫ﻫ ﺎ إ ﺎد ﺷﻌﺎع وﺣ ة ‪ ̸= 0‬واﻟ‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ 3.10‬ﻧ‬
‫‪v3‬‬ ‫‪1‬‬
‫ﺎب اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬ ‫وﻧﻘ م‬
‫‪   ‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪v1‬‬
‫‪0 = 1 · v2  = 2v1 + v2 + v3 .‬‬
‫‪1‬‬ ‫‪v3‬‬
‫ﻞ ﻋﻠﻰ‬ ‫ﺎً ‪ ،v1 = 1‬ﻓ‬ ‫اﻟ ﻌﺎدﻟﺔ اﻟ ﺎﺗ ﺔ ‪ .2v1 = −v2‬ﻧﻌّ ض أ‬ ‫ن ﻋ ﻫﺎ ﺣ‬ ‫‪v3 = 0‬‬ ‫ﺑﻌ‬
‫‪.v2 = −2‬‬
44 3 Vektorrechnung
 
1
v = −2 orthogonal zu x. Nun müssen wir noch v normieren. (Das ändert nicht die
0
Orthogonalität zu x). Dafür berechnen wir die Länge von v:
q √
kvk = 12 + (−2)2 + 02 = 5

Nun müssen wir nur noch v durch die Länge teilen und erhalten, dass
 1 

5
 −25 
√ 

ein normierter Vektor ist, der orthogonal auf x steht.

3.5 Geraden und Ebenen im Vektorraum

Mit Hilfe von Mengen von Vektoren können wir Geraden oder Ebenen im zwei- oder
dreidimensionalen Raum beschreiben.
Definition 3.11 Seien x, y, z drei Vektoren im Rn . Dann definiert die Menge

{x + λ y | λ ∈ R}

die Gerade durch x in Richtung y. Ähnlich definiert die Menge

{x + λ y + µz | λ , µ ∈ R}

die Ebene durch x, die von y und z aufgespannt wird.


   
1 −2
Beispiel 3.12 Seien x = und y = im R2 gegeben. Dann hat die Gerade durch
2 −1
x in Richtung y die folgende Gestalt:

2
x
x+λy

Abb. 3.7: Die Gerade durch den Punkt (1, 2) in Richtung y


‫ﻬﺎت(‬ ‫اﻷﺷﻌﺔ )اﻟ‬
‫ّ‬ ‫‪ 3‬ﺣ ﺎب‬ ‫‪45‬‬
‫‪‬‬ ‫‪‬‬
‫‪1‬‬
‫ﻋﻠ ﺎ ﺟﻌﻞ ‪ v‬ﺷﻌﺎع وﺣ ة )ﻫ ا ﻻ ﯾ ﺛّ ﻋﻠﻰ ﺗﻌﺎﻣ ﻩ‬ ‫ﻋ ﻫﺎ ﻌﺎﻣ اﻟ ﻌﺎع ‪ v = −2‬اﻟ ﻌﺎع ‪ .x‬اﻵن‬
‫‪0‬‬
‫ﺎب ل اﻟ ﻌﺎع ‪:v‬‬ ‫ﻣﻊ اﻟ ﻌﺎع ‪ .(x‬ﻷﺟﻞ ذﻟ ﻧﻘ م‬
‫√‬ ‫√‬
‫= ∥‪∥v‬‬ ‫= ‪12 + (−2)2 + 02‬‬ ‫‪5‬‬

‫ﻞ ﻋﻠﻰ‪:‬‬ ‫ﻟﻪ‪ ،‬ﻓ‬ ‫ﻋﻠ ﺎ ﻌ ﻫﺎ ﻗ ﺔ ‪ v‬ﻋﻠﻰ‬ ‫واﻵن‬


‫‪‬‬ ‫‪1‬‬
‫‪‬‬
‫√‬
‫√‪‬‬ ‫‪5‬‬
‫‪‬‬
‫‪ −25 ‬‬
‫‪0‬‬

‫ﻧﻪ ﺷﻌﺎع وﺣ ة ﻌﺎﻣ اﻟ ﻌﺎع ‪.x‬‬ ‫ّﻘ اﻟ ﻠ ب‬ ‫واﻟ‬

‫ﺎت ﻓﻲ اﻟﻔ ﺎء اﻟ ﻌﺎﻋﻲ‬ ‫ﻘ ﺎت واﻟ‬ ‫‪ 3.5‬اﻟ‬

‫ﺎت ﻓﻲ اﻟﻔ ﺎء ﺛ ﺎﺋﻲ أو ﺛﻼﺛﻲ اﻷ ﻌﺎد‪.‬‬ ‫اﻷﺷﻌﺔ وﺻﻒ ﻣ ﻘ ﺎت أو ﻣ‬


‫ّ‬ ‫ﻋﺔ ﻣ‬ ‫ﺎﻋ ة ﻣ‬ ‫ﺎ‬
‫ﻋﺔ‬ ‫أﺷﻌﺔ ﻓﻲ ‪ .Rn‬ﻋ ﻫﺎ ﺗﻌ ّ ف اﻟ‬
‫‪ x, y, z‬ﺛﻼﺛﺔ ّ‬ ‫‪ 3.11‬ﻟ‬ ‫ﺗﻌ‬

‫}‪{x + λ y | λ ∈ R‬‬

‫ﻋﺔ‬ ‫ﻞ ﻣ ﺎ ﻪ ﺗﻌ ّ ف اﻟ‬ ‫ﻘ اﻟﻌﺎﺑ ﻣ ‪ x‬ﻓﻲ اﻻﺗ ﺎﻩ ‪.y‬‬ ‫اﻟ‬

‫}‪{x + λ y + µ z | λ , µ ∈ R‬‬

‫ﻋ ‪ ،x‬اﻟ ّ د ﻣ ﻗ ﻞ ‪ y‬و ‪.z‬‬ ‫اﻟ‬


‫) (‬ ‫) (‬
‫‪−2‬‬ ‫‪1‬‬
‫ﻘ اﻟﻌﺎﺑ ﻟﻠ ﻌﺎع ‪ x‬ﻓﻲ اﻻﺗ ﺎﻩ ‪ y‬اﻟ ﻞ‬ ‫ن ﻟﻠ‬ ‫= ‪ y‬ﻓﻲ ‪ .R2‬ﻋ ﻫﺎ‬ ‫=‪ x‬و‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ 3.12‬ﻟ‬
‫‪−1‬‬ ‫‪2‬‬
‫اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬

‫‪2‬‬ ‫‪x‬‬
‫‪x+λy‬‬

‫‪1‬‬

‫‪y‬‬

‫ﻘ اﻟ ﺎر ﺎﻟ ﻘ ﺔ )‪ (1, 2‬ﻓﻲ اﻻﺗ ﺎﻩ ‪.y‬‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :3.7‬اﻟ‬


46 3 Vektorrechnung

Das Skalarprodukt enthält Informationen über die geometrische Lage der Vektoren zu-
einander, wie zum Beispiel den Winkel. Des Weiteren können wir mit der Hilfe des Ska-
larprodukts die Entfernung eines Punktes von einer Geraden bestimmen.
   
0 1
Beispiel 3.13 Wir betrachten die Gerade durch x0 = in Richtung v = , das heißt
1 1
die Menge aller Vektoren, die sich als x0 + λ v schreiben lassen können  für ein λ ∈ R. Wir
2
möchten herausfinden, wie weit der Punkt (2, 1) mit Ortsvektor z = von der Geraden
1
entfernt ist. Wir interessieren uns also für die Länge des Vektors z − x(λ ), wobei die Zahl
λ ∈ R für x(λ ) = x0 + λ v so gewählt ist, dass

z − x(λ ) ⊥ v

gilt. Man beachte, dass x(λ ) auf der Geraden liegt. Sind die Vektoren z − x(λ ) und v
nämlich orthogonal, so ist die Länge von z − x(λ ) gerade die Länge des kürzesten Weges
von (2, 1) zu der Geraden. (Siehe Abbildung 3.8.) Wir berechnen also λ durch das Skalar-
produkt:
         
2 λ 1 2−λ 1
0 = (z−x(λ ))·v = − · = · = 2−λ −λ = 2−2λ .
1 1+λ 1 1−1−λ 1
 
1
Dies führt uns direkt zu λ = 1 und damit ist x(1) = der gesuchte Vektor der Geraden.
2
Schließlich berechnen wir die Länge von z − x(1) durch

     
2 1 1

1 − 2 = −1 = 2.


Der Punkt (2, 1) ist also 2 von der Geraden entfernt.

z − x(λ )
x0 + λ y
(2, 1)
x0 x(λ )

Abb. 3.8: Die Entfernung des Punktes (2, 1) von der Geraden ist durch den Vektor
z − x(λ ) bestimmt, der im rechten Winkel auf der Geraden steht.
‫ﻬﺎت(‬ ‫اﻷﺷﻌﺔ )اﻟ‬
‫ّ‬ ‫‪ 3‬ﺣ ﺎب‬ ‫‪47‬‬

‫‪ ،‬ﻛﺎﻟ او ﺔ ﺑ‬ ‫ﻋﻠﻰ ﻣﻌﻠ ﻣﺎت ﻋ اﻟ ﻗﻊ اﻟﻬ ﺳﻲ ﻟﻸﺷﻌﺔ ﺎﻟ ﺔ ﻟ ﻌ ﻬﺎ اﻟ ﻌ‬ ‫ﺣﺎﺻﻞ اﻟ ب اﻟﻘ ﺎﺳﻲ‬


‫ﺎ أ ﺎً ﺎﻋ ة ﺣﺎﺻﻞ اﻟ ب اﻟﻘ ﺎﺳﻲ ﺗ ﯾ ﻌ ﻧﻘ ﺔ ﻋ ﻣ ﻘ ﻣﺎ‪.‬‬ ‫اﻟ ﻌﺎﻋ ‪.‬‬
‫) (‬ ‫) (‬
‫‪1‬‬ ‫‪0‬‬
‫ﻛ ﺎﺑ ﻬﺎ‬ ‫اﻷﺷﻌﺔ اﻟ ﻲ‬
‫ّ‬ ‫= ‪ ،v‬أ ﻣ ﻋﺔ‬ ‫= ‪ x0‬ﻓﻲ اﻻﺗ ﺎﻩ‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ 3.13‬ﻟ ﻌﺎﯾ اﻟ ﻘ اﻟ ﺎر ﻋ‬
‫) (‬ ‫‪1‬‬ ‫‪1‬‬
‫‪2‬‬
‫=‪ z‬ﻋ‬ ‫ﻋﻠﻰ اﻟ ﻞ ‪ x0 + λ v‬ﻣ أﺟﻞ ‪ .λ ∈ R‬ﻧ اﻛ ﺎف ﻛ ﺗ ﻌ اﻟ ﻘ ﺔ )‪ (2, 1‬ذات ﺷﻌﺎع اﻟ ﺟ ﻪ‬
‫‪1‬‬
‫ﻫ ا اﻟ ﻘ ‪ .‬أ أﻧ ﺎ ﻧ ﺎج ل اﻟ ﻌﺎع ) ‪ ،z − x(λ‬ﻫ ﺎ ﻧ ﺎر اﻟ ﻗ ‪ λ ∈ R‬ﻣ أﺟﻞ ‪x(λ ) = x0 + λ v‬‬
‫ﯾ ّﻘ ‪:‬‬
‫‪z − x(λ ) ⊥ v‬‬
‫أن ) ‪ x(λ‬ﺗ ﺿﻊ ﻋﻠﻰ اﻟ ﻘ ‪ .‬إذا ﺗﻌﺎﻣ اﻟ ﻌﺎﻋ ) ‪ z − x(λ‬و ‪ v‬ن ل ) ‪ z − x(λ‬ﺗ ﺎﻣﺎً ل‬ ‫ﻧﻼﺣ ّ‬
‫ﺣﺎﺻﻞ اﻟ ب اﻟﻘ ﺎﺳﻲ‪:‬‬ ‫إذاً ‪ λ‬ﻋ‬ ‫ﻣ اﻟ ﻘ ﺔ )‪ (2, 1‬إﻟﻰ اﻟ ﻘ )اﻧ اﻟ ﻞ ‪ .(3.8‬ﺳ‬ ‫أﻗ‬
‫( ) ((‬ ‫( ) ( ))‬ ‫) ( )‬
‫‪2‬‬ ‫‪λ‬‬ ‫‪1‬‬ ‫‪2−λ‬‬ ‫‪1‬‬
‫= ‪0 = (z−x(λ ))·v‬‬ ‫‪−‬‬ ‫·‬ ‫=‬ ‫·‬ ‫‪= 2− λ − λ = 2−2λ .‬‬
‫‪1‬‬ ‫‪1+λ‬‬ ‫‪1‬‬ ‫‪1−1−λ‬‬ ‫‪1‬‬
‫) (‬
‫‪1‬‬
‫ﺎب ل اﻟ ﻌﺎع‬ ‫= )‪ x(1‬ﺷﻌﺎع اﻟ ﻘ اﻟ ﻠ ب‪ .‬أﺧ اً ﻧﻘ م‬ ‫ﻫ ﻩ اﻟﻌ ﻠ ﺔ ﺗﻌ ﺎ ‪ λ = 1‬وﻷﺟﻠﻪ ن‬
‫‪2‬‬
‫ ) ( ) ( ) ( ‬ ‫‪:‬‬ ‫)‪ z − x(1‬ﻋ‬
‫‪ 2‬‬ ‫‪1‬‬ ‫√ ‪ 1‬‬
‫ ‬ ‫ ‬ ‫ ‬
‫‪ 1 − 2 = −1 = 2.‬‬
‫√‬
‫ﺗ ن ﻋ ﻫﺎ اﻟ ﺎﻓﺔ ﺑ اﻟ ﻘ ﺔ )‪ (2, 1‬واﻟ ﻘ ﺗﻌﺎدل ‪. 2‬‬

‫) ‪z − x(λ‬‬
‫‪x0 + λ y‬‬
‫)‪(2, 1‬‬
‫‪x0‬‬ ‫) ‪x(λ‬‬
‫‪z‬‬

‫ﻞ ﻋﺎﻣ د ‪.‬‬ ‫ﻘ‬ ‫ﻘﻊ ﻋﻠﻰ اﻟ‬ ‫ﻘ ﻣ ّ د ﺎﻟ ﻌﺎع ) ‪ ،z − x(λ‬واﻟ‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ُ :3.8‬ﻌ اﻟ ﻘ ﺔ )‪ (2, 1‬ﻋ اﻟ‬
48 3 Vektorrechnung

3.6 Das Kreuzprodukt

Zum Abschluss wollen wir noch eine besondere Verknüpfung von dreidimensionalen Vek-
toren kennenlernen, das Kreuzprodukt.
Definition 3.14 Es seien x, y zwei Vektoren des R3 mit Einträgen x1 , x2 , x3 , bzw. y1 , y2 , y3 .
Das Kreuzprodukt x × y ist dann definiert als
 
x2 y3 − x3 y2
x × y = x3 y1 − x1 y3  .
x1 y2 − x2 y1

Geometrisch definiert das Kreuzprodukt x × y einen Vektor, der orthogonal auf der von
x und y aufgespannten Ebene steht, das heißt (x × y) · x = 0 und (x × y) · y = 0. Die Länge
des Kreuzprodukts entspricht genau dem Flächeninhalt des Parallelogramms, das von x
und y aufgespannt wird. Insbesondere können wir also mit dem Kreuzprodukt zu einem
gegebenen Vektor einen orthogonalen Vektor konstruieren.

k x×y k
y

Abb. 3.9: Das von x und y aufgespannte Parallelogramm hat den Flächeninhalt k x × y k.

 
3
Beispiel 3.15 Es sei x = 2 ein Vektor des R3 . Dann ist zum Beispiel
1
   
1 0
x × 0 =  1 
0 −2

ein Vektor, der orthogonal auf x steht.

Bemerkung 3.16 Das Kreuzprodukt ist nur für Vektoren des R3 definiert. Für andere Di-
mensionen gibt es zwar Verallgemeinerungen des Kreuzprodukts, diese sollen hier aber
nicht behandelt werden.
‫ﻬﺎت(‬ ‫اﻷﺷﻌﺔ )اﻟ‬
‫ّ‬ ‫‪ 3‬ﺣ ﺎب‬ ‫‪49‬‬

‫ب اﻟ ﻘﺎ ﻌﻲ ‪(eng. Cross Product) -‬‬ ‫‪ 3.6‬اﻟ‬

‫ب اﻟ ﻘﺎ ﻌﻲ‪.‬‬ ‫اﻷﺷﻌﺔ ﺛﻼﺛ ﺔ اﻷ ﻌﺎد‪ ،‬أﻻ وﻫﻲ اﻟ‬


‫ّ‬ ‫اﻟ ﻌ ّ ف ﻋﻠﻰ ﻋ ﻠ ﺔ ﺧﺎﺻﺔ ﺑ‬ ‫ﻧﻬﺎ ًﺔ ﻧ‬
‫ﺎن اﻟﻌ ﺎﺻ ‪ x1 , x2 , x3 ،y1 , y2 , y3‬ﻋﻠﻰ اﻟ اﻟﻲ‪ .‬ﻧﻌ ّ ف ﻋ ﻠ ﺔ‬ ‫‪ 3.14‬ﻟ ﻟ ﯾ ﺎ ‪ xy‬ﺷﻌﺎﻋ ﻓﻲ ‪R3‬‬ ‫ﺗﻌ‬
‫اﻟ ب اﻟ ﻘﺎ ﻌﻲ ﺑ ﻬ ﺎ ‪ x × y‬ﻋﻠﻰ اﻟ ﻞ اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬
‫‪‬‬ ‫‪‬‬
‫‪x2 y3 − x3 y2‬‬
‫‪x × y = x3 y1 − x1 y3  .‬‬
‫‪x1 y2 − x2 y1‬‬

‫ﺑ اﻟ ﻌﺎﻋ ‪ x‬و ‪ ،y‬أ أﻧﻪ‬ ‫اﻟ‬ ‫ﻫ ﺳ ﺎً ﻌ ّ ف اﻟ ب اﻟ ﻘﺎ ﻌﻲ ‪ x × y‬ﺷﻌﺎﻋﺎً ﻋﺎﻣ د ﺎً ﻋﻠﻰ اﻟ‬


‫‪ (x × y) · x = 0‬و ‪ .(x × y) · y = 0‬ل اﻟ ﻌﺎع اﻟ ﺎﺗﺞ ﻋ اﻟ ب اﻟ ﻘﺎ ﻌﻲ ﺎو ﺗ ﺎﻣﺎً ﻣ ﺎﺣﺔ ﻣ از‬
‫ﺷﻌﺎع‬ ‫ﺣﺎﺻﻞ اﻟ ب اﻟ ﻘﺎ ﻌﻲ ﻟ ﻌﺎع ﻣﺎ ﺗ‬ ‫ﺎﻋ‬ ‫ﻞ ﺧﺎص‬ ‫اﻷﺿﻼع اﻟ د ﻣ ﻗ ﻞ ‪ x‬و ‪.y‬‬
‫آﺧ ﻌﺎﻣ ﻩ‪.‬‬

‫∥ ‪∥ x×y‬‬
‫‪y‬‬

‫‪x‬‬

‫‪ x‬و ‪ y‬ﻠ اﻟ ﺎﺣﺔ ∥ ‪∥ x × y‬‬ ‫ﺑ‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :3.9‬ﻣ از اﻷﺿﻼع اﻟ‬

‫‪ ‬‬
‫‪3‬‬
‫ب اﻟ ﻘﺎ ﻌﻲ‬ ‫ن ﻧﺎﺗﺞ اﻟ‬ ‫‪ x = 2‬ﺷﻌﺎع ﻓﻲ ‪ .R3‬ﻋ ﻫﺎ‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ 3.15‬ﻟ‬
‫‪1‬‬
‫‪   ‬‬
‫‪1‬‬ ‫‪0‬‬
‫‪x × 0 =  1 ‬‬
‫‪0‬‬ ‫‪−2‬‬

‫ﺷﻌﺎﻋﺎً ﻋﺎﻣ د ﺎً ﻋﻠﻰ ‪.x‬‬


‫ب اﻟ ﻘﺎ ﻌﻲ‬ ‫ﺎت ﻟﻠ‬ ‫اﻷﺷﻌﺔ ﻓﻲ ‪ .R3‬ﺎﻟ ﻏ ﻣ وﺟ د ﺗﻌ‬
‫ّ‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪ 3.16‬اﻟ ب اﻟ ﻘﺎ ﻌﻲ ﻣﻌ ّ ف ﻓﻘ ﻣ أﺟﻞ‬
‫ﻣ أﺟﻞ اﻷ ﻌﺎد اﻷﺧ ‪ ،‬وﻟ ﺎ ﻟ ﻧ ّ ق ﻟﻬﺎ ﻫ ﺎ‪.‬‬
50 3 Vektorrechnung

3.7 Aufgaben

Aufgabe 3.1 Es seien    


2 1
x = 3 , y = −1
4 1
zwei Vektoren des R3 . Führen Sie folgende Rechnungen durch
1. 2x + 3y + 12 x
2. 3x · y, 3(x · y)
3. cos(α), wobei α der Winkel zwischen x und y ist.
4. x × y, y × x
5. (x − y) · (x × y)

Aufgabe 3.2 Finden Sie einen Vektor des R2 bzw. R3 , der orthogonal auf
 
2
1.
7 
0
2. 1
2   
−3 −1
3.  2  und  3 
5 0
steht.

Aufgabe 3.3 Es seien    


3 0.5
x= , y=
1 2
zwei Vektoren des R2 . Berechnen Sie die Länge des rot markierten Vektors.

Abb. 3.10: Berechnen Sie die Länge des rotmarkierten Vektors


‫ﻬﺎت(‬ ‫اﻷﺷﻌﺔ )اﻟ‬
‫ّ‬ ‫‪ 3‬ﺣ ﺎب‬ ‫‪51‬‬

‫‪ 3.7‬اﻟ ﺎر‬

‫‪ ‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫اﻟ ﻌﺎﻋﺎن‬ ‫‪ 3.1‬ﻟ‬ ‫ﺗ‬


‫‪2‬‬ ‫‪1‬‬
‫‪x = 3 ,‬‬ ‫‪y = −1‬‬
‫‪4‬‬ ‫‪1‬‬
‫ﺎ ﺎت اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪:‬‬ ‫اﻟ‬ ‫ﻓﻲ ‪ .R3‬أﺟ‬ ‫ﺷﻌﺎﻋ‬
‫‪2x + 3y + 12 x‬‬ ‫‪.1‬‬
‫‪3(x · y) ،3x · y‬‬ ‫‪.2‬‬
‫‪ x‬و ‪.y‬‬ ‫) ‪ ،cos(α‬ﺣ ‪ α‬اﻟ او ﺔ ﺑ‬ ‫‪.3‬‬
‫‪y × x ،x × y‬‬ ‫‪.4‬‬
‫)‪(x − y) · (x × y‬‬ ‫‪.5‬‬
‫اﻷﺷﻌﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ ﺷﻌﺎﻋﺎً ﻓﻲ ‪ R2‬أو ‪ R3‬ﻌﺎﻣ ﻫﺎ‪:‬‬
‫ّ‬ ‫‪ 3.2‬ﺟ ﻟ ﻞ ﻣ‬ ‫ﺗ‬
‫) (‬
‫‪2‬‬
‫‪.1‬‬
‫‪7‬‬
‫‪ ‬‬
‫‪0‬‬
‫‪1 .2‬‬
‫‪   2‬‬
‫‪−1‬‬ ‫‪−3‬‬
‫‪  2  .3‬و ‪ 3 ‬‬
‫‪0‬‬ ‫‪5‬‬

‫) (‬ ‫) (‬ ‫اﻟ ﻌﺎﻋﺎن‬ ‫‪ 3.3‬ﻟ‬ ‫ﺗ‬


‫‪3‬‬ ‫‪0.5‬‬
‫=‪x‬‬ ‫‪,‬‬ ‫=‪y‬‬
‫‪1‬‬ ‫‪2‬‬
‫ل اﻟ ﻌﺎع اﻷﺣ ‪:‬‬ ‫ﻓﻲ ‪ .R2‬اﺣ‬ ‫ﺷﻌﺎﻋ‬

‫‪x‬‬
‫‪y‬‬

‫‪y‬‬

‫‪x‬‬

‫ل اﻟ ﻌﺎع اﻷﺣ ‪.‬‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :3.10‬اﺣ‬


4 Geometrie

Zusammenfassung In diesem Kapitel wollen wir uns mit Flächeninhalten und Volumi-
na von zwei- oder dreidimensionalen Objekten beschäftigen. Es wird ein Überblick über
wichtige Figuren und Körper gegeben, aus denen dann allgemeinere Objekte zusammen-
gesetzt werden können, um so deren Flächeninhalte oder Volumina zu berechnen. Wir
beginnen hier mit den Flächeninhalten zweidimensionaler Objekte, mit einem besonderen
Augenmerk auf den Dreiecken, und gehen dann zu den dreidimensionalen Körpern und
ihren Volumina über.

4.1 Vierecke

Sei M ein Rechteck gegeben mit den Seitenlängen a und b, dann ist der Flächeninhalt (oft
wegen dem englischen Area“ A genannt) von M gegeben durch A = ab.

Abb. 4.1: Der Flächeninhalt eines Rechtecks: A = ab.

Ist hier a = b, sind also alle Seiten gleich lang, so nennen wir das Rechteck Quadrat.
Ähnlich lässt sich der Flächeninhalt eines Parallelogramms berechnen: Ist M ein Parallelo-
gramm mit Grundseite a und Höhe h, so berechnet sich der Flächeninhalt durch Abschnei-
den einer Ecke und Zusammenkleben zu einem Rechteck zu A = ah.

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018 52


M. Weber, Basiswissen Mathematik auf Arabisch und Deutsch –
‫أساسيات في الرياضيات باللغتين العربية واأللمانية‬, https://doi.org/10.1007/978-3-662-58071-4_4
‫اﻟﻬ ﺳﺔ‬ ‫‪4‬‬

‫ﻓﻲ ﻫ ا اﻟﻔ ﻞ ﻧ اﻻ ّ ﻼع ﻋﻠﻰ ﻣ ﺎﺣﺎت وأﺣ ﺎم اﻷﺟ ﺎم ﺛ ﺎﺋ ﺔ أو ﺛﻼﺛ ﺔ اﻷ ﻌﺎد‪ .‬ﺳ ﻠﻘﻲ ﻧ ة ﻋﺎﻣﺔ ﻋﻠﻰ‬ ‫ﻣﻠ‬
‫أﺟ ﺎم أﺧ ﻣ ﻬﺎ ﻟ ﻬ ﻞ ﻋ ﻠ ﺔ ﺣ ﺎب ﻣ ﺎﺣﺎﺗﻬﺎ أو أﺣ ﺎﻣﻬﺎ‪.‬‬ ‫ﺗ‬ ‫ﻌ اﻷﺷ ﺎل واﻷﺟ ﺎم اﻟ ﻬ ﺔ‪ ،‬واﻟ ﻲ‬
‫ﻞ ﺧﺎص ﻋﻠﻰ اﻟ ﻠ ﺎت‪ ،‬وﺳ ﻫ ﻌ ﻫﺎ إﻟﻰ اﻷﺟ ﺎم ﺛﻼﺛ ﺔ‬ ‫ﺎﺣﺎت اﻷﺟ ﺎم ﺛ ﺎﺋ ﺔ اﻷ ﻌﺎد‪ ،‬ﻣﻊ اﻟ‬ ‫ﺳ أ‬
‫اﻷ ﻌﺎد وأﺣ ﺎﻣﻬﺎ‪.‬‬

‫‪ 4.1‬ر ﺎﻋ ﺎت اﻷﺿﻼع‬

‫ﻞ ﺎﻟﻌﻼﻗﺔ ‪A = ab‬‬ ‫ﻞ أ ال أﺿﻼﻋﻪ ‪ a‬و ‪ ،b‬ﻋ ﻫﺎ ﺗﻌ ﻰ ﻣ ﺎﺣﺔ ﻫ ا اﻟ‬ ‫‪M‬ﻣ‬ ‫ﻟ‬


‫)‪ A‬ﻣ اﻟ ﻠ ﺔ اﻹﻧ ﻠ ﺔ ‪.(Area‬‬

‫‪b‬‬

‫‪a‬‬

‫ﻞ ‪.A = ab‬‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :4.1‬ﻣ ﺎﺣﺔ اﻟ‬

‫ﻞ ﻣ ﺎو ﺔ‪ ،‬ﻧ ﻠ ﻋﻠ ﻪ ﻋ ﻫﺎ اﺳ اﻟ ّﻊ‪.‬‬ ‫ﺟ ﻊ أ ال أﺿﻼع اﻟ‬ ‫‪ ،a = b‬أ إذا ﻛﺎﻧ‬ ‫إذا ﻛﺎﻧ‬

‫ﺣ ﺎب ﻣ ﺎﺣﺔ ﻣ از اﻷﺿﻼع‪ :‬ﻋﻠﻰ اﻋ ﺎر ‪ M‬ﻣ از أﺿﻼع ل ﻗﺎﻋ ﺗﻪ ‪ a‬وﻟﻪ اﻻرﺗﻔﺎع ‪،h‬‬ ‫ﻞﻣ ﺎﻪ‬
‫ﻞ‪ .‬ﻓ ن اﻟ ﺎﺣﺔ ‪.A = ah‬‬ ‫اﻟ ﺎﺣﺔ ﻘ ّ اﻟ او ﺔ وﻋﺎدة ﺗ ﻌﻬﺎ ﻟ ﻞ ﻣ‬ ‫ﺗ‬

‫‪53‬‬
54 4 Geometrie

Abb. 4.2: Der Flächeninhalt eines Parallelogramms: A = ah.

Das Beispiel des Parallelogramms weist auf ein allgemeineres Prinzip hin, das Prinzip
von Cavalieri. Es besagt, dass bei einer gegebenen Höhe h und Grundfläche a jede Figur
den Flächeninhalt A = ah hat, wenn jeder vertikale Querschnitt der Figur ebenfalls die
Länge a hat.

a
h

Abb. 4.3: Prinzip von Cavalieri liefert A = ah.

Hier sollte erwähnt werden, dass es in diesen Fällen natürlich immer darauf ankommt,
die Höhe der Figur und nicht die Länge der Seiten zu kennen. Kennt man lediglich die
Seiten, so ist es meist aufwändiger den Flächeninhalt einer solchen Figur zu bestimmen.
Dies beendet bereits unsere Betrachtung der Vierecke, jetzt wollen wir uns den Dreiecken
widmen.

4.2 Dreiecke

Ist eine Seite a und die Höhe h des Dreiecks bezüglich dieser Seite bekannt, so lässt sich
der Flächeninhalt des Dreiecks durch Erweiterung zu einem Parallelogramm berechnen.
Wir erhalten dann als Flächeninhalt A = ah
2 .

a a

ah
Abb. 4.4: Der Flächeninhalt eines Dreiecks: A = 2 .
‫‪ 4‬اﻟﻬ ﺳﺔ‬ ‫‪55‬‬

‫‪h‬‬

‫‪a‬‬

‫ﺷ ﻞ ‪ :4.2‬ﻣ ﺎﺣﺔ ﻣ از اﻷﺿﻼع ‪.A = ah‬‬

‫ﺿﺢ ﻟ ﺎ ﻣ ﺎل ﻣ از اﻷﺿﻼع ﻣ أً ﻋﺎﻣﺎً‪ ،‬وﻫ ”ﻣ أ ﻛﺎﻓﺎﻟ ” )‪ .(eng. Cavalieri’s Principle‬ﻫ ا اﻟ أ‬ ‫ﯾ ّ‬


‫ﻛ ن ل ﻗﺎﻋ ة أ ﻣﻘ ﻊ‬ ‫ﯾ ّ ﻋﻠﻰ أن ﻣ ﺎﺣﺔ أ ﺷ ﻞ ﻟﻪ اﻻرﺗﻔﺎع ‪ h‬واﻟﻘﺎﻋ ة ‪ a‬ﺗﻌ ﻰ ﺎﻟﻌﻼﻗﺔ ‪،A = ah‬‬
‫ﻋ ﺿﻲ ﻟﻬ ا اﻟ ﻞ أ ﺎً ‪.a‬‬

‫‪a‬‬
‫‪h‬‬
‫‪a‬‬

‫‪a‬‬

‫ﻌ ﻲ ‪.A = ah‬‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :4.3‬ﻣ أ ﻛﺎﻓﺎﻟ‬

‫ل أﺿﻼﻋﻪ اﻟ ﺎﻧ ﺔ‪.‬‬ ‫ﻌﺎً ﻣﻌ ﻓﺔ ارﺗﻔﺎع اﻟ ﻞ وﻟ‬ ‫ﻣ اﻟ ﯾ ﻫ ﺎ ﺎﻟ ‪ ،‬أﻧﻪ ﻓﻲ ﻫ ﻩ اﻟ ﺎﻻت ﻣ اﻟ ور‬


‫ﻠ ﺣ ﺎب ﻣ ﺎﺣ ﻪ ﻣ ﻬ داً أﻛ ‪ .‬ﻫ ﺎ ﺗ ﻬﻲ دراﺳ ﺎ ﻟﻸﺷ ﺎل رﺎﻋ ﺔ‬ ‫ﺣ إذا ﻋ ف ﻓﻘ أ ال أﺿﻼع اﻟ ﻞ ﻓ‬
‫اﻷﺿﻼع‪ ،‬ﺳ ّ ﻪ اﻵن ﻟ راﺳﺔ اﻟ ﻠ ﺎت‪.‬‬

‫‪ 4.2‬اﻟ ﻠ ﺎت‬

‫ﺗ ﻠﻪ‬ ‫ﻋ‬ ‫ﻋ ﻫﺎ ﺣ ﺎب ﻣ ﺎﺣﺔ ﻫ ا اﻟ ﻠ‬ ‫ﻪ‪،‬‬ ‫ل ﺿﻠﻌﻪ ‪ a‬واﻻرﺗﻔﺎع ‪ h‬اﻟ ﻌﻠ‬ ‫إذا ﻋ ف ﻟ ﻠ‬


‫= ‪.A‬‬ ‫‪ah‬‬
‫‪2‬‬ ‫إﻟﻰ ﻣ از أﺿﻼع‪ .‬ﺗﻌ ﻰ اﻟ ﺎﺣﺔ ﻋ ﻫﺎ ﺎﻟﻌﻼﻗﺔ‬

‫‪h‬‬
‫‪a‬‬ ‫‪a‬‬

‫= ‪.A‬‬ ‫‪ah‬‬
‫‪2‬‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :4.4‬ﻣ ﺎﺣﺔ اﻟ ﻠ‬
56 4 Geometrie

Sind statt der Höhe des Dreiecks weitere Seiten bekannt, so kann der Flächeninhalt bei
Kenntnis einiger Winkel des Dreiecks berechnet werden. Auf diese Möglichkeiten wollen
wir hier allerdings nicht eingehen. Einen Spezialfall von Dreiecken wollen wir hier noch
untersuchen, die rechtwinkligen Dreiecke. Diese haben einen rechten Winkel, also einen
Winkel, der genau 90◦ beträgt. Eine der Seiten (b) steht also orthogonal auf einer der
anderen (a), sodass b auch eine Höhe des Dreiecks ist.

c
b

ab
Abb. 4.5: Im Spezialfall b = h : A = 2 .

In solchen Dreiecken haben wir eine einfache Möglichkeit, aus der Länge zweier Seiten
die Länge der dritten zu bestimmen. Hier gilt nämlich der berühmte Satz des Pythagoras:
Satz 4.1 (Pythagoras) In einem rechtwinkligen Dreieck gilt folgende Gleichung der Sei-
tenlängen a, b, c:
a2 + b2 = c2
Hierbei ist c die Seite, die dem rechten Winkel gegenüberliegt.
So können wir also durch Auflösen der Gleichung nach einer Seitenlänge jede Seite aus
den beiden anderen berechnen. Insbesondere können wir so den Flächeninhalt eines recht-
winkligen Dreiecks berechnen, auch wenn die Höhe des Dreiecks nicht bekannt ist (wenn
beispielsweise nur a und c gegeben sind, b jedoch nicht).
Beispiel 4.2 Wir berechnen den Flächeninhalt des rechtwinklingen Dreiecks in Abbildung
4.6

4 b

Abb. 4.6: Ein rechtwinkliges Dreieck.

Zunächst berechnen wir mit Hilfe des Satzes des Pythagoras die fehlende Seite b:
‫‪ 4‬اﻟﻬ ﺳﺔ‬ ‫‪57‬‬

‫ﺣ ﻬﺎ ﺣ ﺎب ﻣ ﺎﺣ ﻪ ﻋ ﻣﻌ ﻓﺔ ﻌ زوا ﺎﻩ‪.‬‬ ‫إذا ﻋ ف ﻟﻠ ﻠ ﺑ ﻻً ﻣ ارﺗﻔﺎﻋﻪ أ ال أﺿﻼع أﺧ ‪،‬‬


‫ﻟ ﺎ ﻟ ﻧ ّ ق ﻟﻬ ﻩ اﻟ ﺎﻟﺔ ﻫ ﺎ‪ .‬ﺣﺎﻟﺔ ﺧﺎﺻﺔ ﺳ ق إﻟ ﻬﺎ ﻋﻠﻰ أّﺔ ﺣﺎل ﻫﻲ اﻟ ﻠ ﺎت ﻗﺎﺋ ﺔ اﻟ او ﺔ‪ .‬ﻫ ﻩ اﻟ ﻠ ﺎت ﻟﻬﺎ‬
‫زاو ﺔ ﻗﺎﺋ ﺔ‪ ،‬أ زاو ﺔ ﺗﻌﺎدل ﺗ ﺎﻣﺎً ‪ .90°‬أﺣ أﺿﻠﻊ اﻟ ﻠ ﻗﺎﺋ اﻟ او ﺔ )‪ (b‬ﻌﺎﻣ أﺣ اﻷﺿﻼع اﻷﺧ )‪ ،(a‬ﺣ‬
‫أن اﻟ ﻠﻊ ‪ b‬ﻫ أ ﺎ ارﺗﻔﺎع ﻟﻬ ا اﻟ ﻠ ‪.‬‬

‫‪c‬‬
‫‪b‬‬

‫‪a‬‬

‫= ‪.A‬‬ ‫‪ab‬‬
‫‪2‬‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :4.5‬ﻓﻲ ﺣﺎﻟﺔ ‪ b = h‬ﺗﻌﺎدل اﻟ ﺎﺣﺔ‬

‫ل اﻟ ﻠﻊ اﻟ ﺎﻟ ‪ .‬ﻧ ﺎج ﻋ ﻫﺎ ﻓﻘ‬ ‫ﺣ ﺎب‬ ‫ل ﺿﻠﻌ‬ ‫ﻬ ﻟﺔ ﻋ ﻣﻌ ﻓﺔ‬ ‫ﺎ‬ ‫ﻓﻲ ﻫ ا اﻟ ع ﻣ اﻟ ﻠ ﺎت‬


‫ﻧ ﺔ ﻓ ﺎﻏ رث اﻟ ﻬ ة‪:‬‬ ‫ﻟ‬
‫ﻗﺎﺋ اﻟ او ﺔ ﺗ ﻘ ﻣﻌﺎدﻟﺔ أ ال اﻷﺿﻼع ‪ a, b, c‬اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪:‬‬ ‫ﺔ ‪) 4.1‬ﻓ ﺎﻏ رث( ﻓﻲ ﻣ ﻠ‬ ‫ﻧ‬

‫‪a2 + b2 = c2‬‬

‫)اﻟ ﻠﻊ اﻟ ﻘﺎﺑﻠﺔ ﻟﻠ او ﺔ اﻟﻘﺎﺋ ﺔ(‪.‬‬ ‫ﻫ ﺎ ﺗ ن ‪ c‬وﺗ اﻟ ﻠ‬


‫رة ﺧﺎﺻﺔ‬ ‫ﺎ‬ ‫ل ﺿﻠﻌ ﻣﻌّ ﺣ ﺎب ل اﻟ ﻠﻊ اﻟ ﺎﻟ ‪.‬‬ ‫ﺎ ﻋ ﺣﻞ ﻫ ﻩ اﻟ ﻌﺎدﻟﺔ ﺑ ﻌ‬ ‫ﻫ ا‬
‫ﺣ ﺎب ﻣ ﺎﺣﺔ ﻣ ﻠ ﻗﺎﺋ ﺣ ﻰ ﻋ ﺟ ِ‬
‫ﻬﻠ ﺎ ﻻرﺗﻔﺎﻋﻪ )أ ﻋ ﻣﻌ ﻓﺔ ‪ a‬و ‪ c‬ﻓﻘ (‪.‬‬ ‫َ‬
‫ﺎب ﻣ ﺎﺣﺔ اﻟ ﻠ اﻟﻘﺎﺋ اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ 4.2‬ﻟ ﻘ م‬

‫‪4‬‬ ‫‪b‬‬

‫‪5‬‬

‫ﻗﺎﺋ اﻟ او ﺔ‪.‬‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :4.6‬ﻣ ﻠ‬

‫ل اﻟ ﻠﻊ ‪:b‬‬ ‫ﺔ ﻓ ﺎﻏ رث‬ ‫ﺎﻋ ة ﻧ‬ ‫ﺑ ا ًﺔ ﻧ‬


58 4 Geometrie

b2 + 42 = 52 ⇔ b2 + 16 = 25
⇔ b2 = 9
⇔b=3 denn b ≥ 0

Dann berechnet sich der Flächeninhalt zu


ab 12
A= = = 6.
2 2

4.3 Kreise

Als letzte grundlegende zweidimensionale Figur wollen wir noch den Kreis betrachten.
Ein Kreis mit Radius r (bzw. Durchmesser 2r) besitzt den Flächeninhalt A = πr2 ; hier
bezeichnet π ≈ 3, 141529 . . . die Kreiszahl Pi.

Abb. 4.7: Der Flächeninhalt eines Kreises: A = πr2

4.4 Zusammengesetzte zweidimensionale Figuren

Die meisten Figuren lassen sich nun aus den besprochenen Formen zusammensetzen und
so nacheinander berechnen.
Beispiel 4.3 Wir berechnen den Flächeninhalt der folgenden Figur:

1 1

3
a

Abb. 4.8: Eine zusammengesetzte Figur

Wir zerlegen die Form an der gestrichelten Linie in ein Rechteck und ein rechtwinkliges
‫‪ 4‬اﻟﻬ ﺳﺔ‬ ‫‪59‬‬

‫‪b2 + 42 = 52 ⇔ b2 + 16 = 25‬‬
‫‪⇔ b2 = 9‬‬
‫‪⇔b=3‬‬ ‫ﻷن ‪(b ≥ 0‬‬
‫) ّ‬
‫ﻞ ﻋﻠﻰ اﻟ ﺎﺣﺔ ﻛﺎﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬ ‫ﻌ ﻫﺎ ﻧ‬
‫‪ab 12‬‬
‫=‪A‬‬ ‫=‬ ‫‪= 6.‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪2‬‬

‫‪ 4.3‬اﻟ اﺋ ة‬

‫‪r‬‬ ‫آﺧ ﺷ ﻞ ﺛ ﺎﺋﻲ اﻷ ﻌﺎد ﻧ د إﻟﻘﺎء اﻟ ء ﻋﻠ ﻪ ﻫ اﻟ اﺋ ة‪ .‬ﺗ ﻞ اﻟ ﻌﺎدﻟﺔ ‪ A = π r2‬ﻣ ﺎﺣﺔ داﺋ ة ﻟﻬﺎ ﻧ ﻒ اﻟﻘ‬
‫أن اﻟ ﻣ ‪ π ≈ 3, 141529 . . .‬و ﻋﻰ ” ﺎ ”‪.‬‬ ‫ّ‬ ‫)أو اﻟﻘ ‪ (2r‬ﺣ‬

‫‪r‬‬

‫ﺷ ﻞ ‪ :4.7‬ﻣ ﺎﺣﺔ اﻟ اﺋ ة ‪.A = π r2‬‬

‫‪ 4.4‬اﻷﺷ ﺎل ﺛ ﺎﺋ ﺔ اﻷ ﻌﺎد اﻟ ّ ﺔ‬

‫ﻬﺎ ﺑ اﺳ ﺔ اﻷﺷ ﺎل اﻟ ﻲ ا ّ ﻠﻌ ﺎ ﻋﻠ ﻬﺎ ﻓﻲ اﻷﻋﻠﻰ و ﺎﻟ ﺎﻟﻲ ﺣ ﺎب ﻣ ﺎﺣﺎﺗﻬﺎ اﻋ ﺎداً‬ ‫ﺗ‬ ‫ﻏﺎﻟ ﺔ اﻷﺷ ﺎل اﻷﺧ‬
‫ﻋﻠﻰ اﻟ ﻌﺎدﻻت اﻟ ﻲ ﻧﺎﻗ ﺎﻫﺎ‪.‬‬
‫ﻣ ﺎل ‪ 4.3‬ﻟ ﺎول ﺣ ﺎب ﻣ ﺎﺣﺔ ﻫ ا اﻟ ﻞ‪:‬‬

‫‪1‬‬ ‫‪1‬‬

‫‪3‬‬
‫‪a‬‬

‫‪5‬‬

‫ﺷ ﻞ ‪ :4.8‬ﺷ ﻞ ﻣ ّ ‪.‬‬
60 4 Geometrie

Dreieck . Dann ziehen wir die Fläche des Halbkreises ab und erhalten die Fläche der
gesamten Figur. Wir beginnen mit dem Dreieck: Ähnlich
√ wie oben
√ berechnen wir mit dem
Satz des Pythagoras die Länge der unteren Seite 32 − a2 = 9 − a2 und erhalten damit
als Flächeninhalt: √
a 9 − a2
A( ) = .
2

Die untere Seite des Rechtecks hat damit Länge 5 − 9 − a2 und damit ist
p
A( ) = 5a − a 9 − a2 .

Schließlich erhalten wir für den Halbkreis einen Durchmesser
√ von 5 − 9 − a2 − 2 =
√ 2
3 − 9 − a2 und somit hat der Halbkreis den Radius 3− 29−a . Damit berechnet sich der
Flächeninhalt zu  √ 2
3− 9−a2
π 2
A( ) = .
2
Insgesamt erhalten wir also für den Flächeninhalt A der gesamten Figur:
 √ 2
√ 3− 9−a2
π 2
a 9 − a2
A = A( ) + A( ) − A( ) = 5a − − .
2 2
Für a = 2 zum Beispiel erhalten wir also

√ (14 − 6 5)π
A = 10 − 5 − ≈ 7, 53
8
als Flächeninhalt.

4.5 Quader und Zylinder

Wir wollen uns nun mit dreidimensionalen Figuren und ihrem Volumen beschäftigen. Das
Volumen dieser Figuren bezeichnen wir häufig mit V .
Für einen Quader mit den Kantenlängen a, b, c gilt: V = abc. Dies können wir auch erhalten
durch Multiplizieren der Grundfläche des Quaders A = ac mit der Höhe b.

b
A c
a

Abb. 4.9: Das Volumen eines Quaders: V = abc.


‫‪ 4‬اﻟﻬ ﺳﺔ‬ ‫‪61‬‬

‫وﻣ ﻠ ﻗﺎﺋ اﻟ او ﺔ ‪.‬‬ ‫ﻞ‬ ‫إﻟﻰ ﻣ‬ ‫ﻧ ّء اﻟ ﻞ ﻋ اﻟ ﻘ اﻟ‬


‫ﻞ ﻋﻠﻰ اﻟ ﺎﺣﺔ اﻟ ﻠّﺔ ﻟﻠ ﻞ‪.‬‬ ‫ﻓ‬ ‫ﺎب اﻟ ﺎﺣ وﺟ ﻌﻬ ﺎ ﻣﻊ ح ﻣ ﺎﺣﺔ ﻧ ﻒ اﻟ اﺋ ة‬ ‫ﺛ ﻧﻘ م‬
‫ﺎب ل ﺿﻠﻊ اﻟ ﻠ اﻟ ﻔﻠﻲ‬ ‫ﻟ أ ﺎﻟ ﻠ ‪ :‬ﻛ ﺎ ﻓﻲ اﻷﻋﻠﻰ ﻧﻘ م ﺎﻋ ة ﻧ ﺔ ﻓ ﺎﻏ رث‬
‫√‬ ‫√‬
‫ﻞ ﻋﻠﻰ ﻣ ﺎﺣﺔ اﻟ ﻠ ﻛﺎﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬ ‫‪ 32 − a2 = 9 − a2‬ﻓ‬
‫√‬
‫‪a 9 − a2‬‬
‫= ) (‪A‬‬ ‫‪.‬‬
‫‪2‬‬
‫√‬
‫ﻞ‪:‬‬ ‫ﻞ إذاً ﻫﻲ ‪ ،5 − 9 − a2‬ﻟ ﻟ ﺗ ن ﻣ ﺎﺣﺔ اﻟ‬ ‫ل اﻟ ﻠﻊ اﻟ ﻔﻠﻲ ﻟﻠ‬
‫√‬
‫‪A( ) = 5a − a 9 − a2 .‬‬
‫√‬ ‫√‬
‫ن ﻧ ﻒ اﻟﻘ‬ ‫ﻟ ﻒ اﻟ اﺋ ة و ﺎﻟ ﺎﻟﻲ‬ ‫ﻧﻬﺎ ًﺔ ﻧ ﻞ ﻋﻠﻰ ‪ 5 − 9 − a2 − 2 = 3 − 9 − a2‬ﻛﻘ‬
‫√‬
‫ﻋ ﻫﺎ ﻣ ﺎﺣﺔ ﻧ ﻒ اﻟ اﺋ ة ﻛﺎﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬ ‫‪ . 3− 29−a‬ﺗ‬
‫‪2‬‬

‫(‬ ‫√‬ ‫‪)2‬‬


‫‪3−‬‬ ‫‪9−a2‬‬
‫‪π‬‬ ‫‪2‬‬
‫(‪A‬‬ ‫=)‬ ‫‪.‬‬
‫‪2‬‬
‫ﻞ ﺗ ن اﻟ ﺎﺣﺔ اﻟ ﻠ ﺔ ‪ A‬ﻟﻠ ﻞ‪:‬‬ ‫ﺎﻟ‬
‫(‬ ‫√‬ ‫‪)2‬‬
‫√‬ ‫‪π‬‬ ‫‪3−‬‬ ‫‪9−a2‬‬
‫‪a‬‬ ‫‪9 − a2‬‬ ‫‪2‬‬
‫(‪A = A( ) + A( ) − A‬‬ ‫‪) = 5a −‬‬ ‫‪−‬‬ ‫‪.‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪2‬‬

‫ﻞ ﻣ ﻼً ﻣ أﺟﻞ ‪ a = 2‬ﻋﻠﻰ اﻟ ﺎﺣﺔ‪:‬‬ ‫ﻧ‬


‫√‬
‫√‬ ‫‪(14 − 6 5)π‬‬
‫‪A = 10 − 5 −‬‬ ‫‪≈ 7, 53‬‬
‫‪8‬‬

‫ﻼت واﻷﺳ اﻧﺔ‬ ‫‪ 4.5‬ﻣ از اﻟ‬

‫ﻼت‬ ‫ﻫ ﻩ اﻷﺷ ﺎل ﺑـ ‪ .V‬ﻣ أﺟﻞ ﻣ از ﻣ‬ ‫ﺳ ّ ﻠﻊ اﻵن ﻋﻠﻰ اﻷﺷ ﺎل ﺛﻼﺛ ﺔ اﻷ ﻌﺎد وأﺣ ﺎﻣﻬﺎ‪ .‬ﯾ ﻣ ﻏﺎﻟ ﺎً ﻟ‬
‫ل ﻋﻠ ﻬﺎ أ ﺎً ﻣ ﺧﻼل ﺿ ب ﻣ ﺎﺣﺔ اﻟﻘﺎﻋ ة‬ ‫ﺎ اﻟ‬ ‫أ ال ﺣ اﻓﻪ ‪ a, b, c‬ن ‪ ،V = abc‬ﻫ ﻩ اﻟ ﻌﺎدﻟﺔ‬
‫‪ A = ac‬ﺎﻻرﺗﻔﺎع ‪.b‬‬

‫‪b‬‬
‫‪A‬‬ ‫‪c‬‬
‫‪a‬‬

‫ﻼت ‪.V = abc‬‬ ‫ﻣ از اﻟ‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :4.9‬ﺣ‬


62 4 Geometrie

Hier sieht man, dass jeder Querschnitt des Quaders wieder die Grundfläche A hat. Wir
erhalten also eine dreidimensionale Form des Prinzips von Cavalieri: Haben wir eine Figur
gegeben mit einer Grundfläche A und einer Höhe h und hat jeder Querschnitt der Figur
ebenfalls Fläche A, so ist das Volumen des Körpers V = Ah:

A
h

Abb. 4.10: Das Prinzip von Cavalieri liefert: V = Ah.

Können wir also für eine Figur die Höhe und die Fläche der Grundfläche bestimmen (mit
den Methoden des vorigen Abschnitts), so lässt sich mit dem Prinzip von Cavalieri das
Volmen bestimmen. Zum Beispiel errechnet sich so das Volumen eines Zylinders mit Höhe
h und Radius r zu V = πr2 h.

Abb. 4.11: Das Volumen eines Zylinders: V = πr2 h

4.6 Pyramiden und Kegel

Ein weiterer Körper den wir uns anschauen wollen, ist die Pyramide. Diese muss im All-
gemeinen keine quadratische Grundfläche haben; solange alle Kanten in einer bestimmten
Höhe zusammenlaufen zu einer Spitze, können wir das Volumen einer solchen Pyramide
‫‪ 4‬اﻟﻬ ﺳﺔ‬ ‫‪63‬‬

‫ﻼت ﻫ ا ﻣ ﺎﺣﺔ اﻟﻘﺎﻋ ة ‪ A‬ﻧﻔ ﻬﺎ‪ .‬أ أﻧ ﺎ ﻧ ﻞ ﻋﻠﻰ ﺻ ﻐﺔ‬ ‫ﻫ ﺎ ﻧﻼﺣ أن ﻟ ﻞ ﻣﻘ ﻊ ﻋ ﺿﻲ ﻟ از اﻟ‬
‫ﺛﻼﺛ ﺔ اﻷ ﻌﺎد ﻣ ﻣ أ ﻛﺎﻓﺎﻟ ‪ :‬إذا ﻛﺎن ﻟ ﻞ ﻣ ﺎﺣﺔ ﻗﺎﻋ ة ‪ A‬وارﺗﻔﺎع ‪ h‬و ﺎن ﻟ ﻞ ﻣﻘ ﻊ ﻋ ﺿﻲ اﻟ ﺎﺣﺔ ‪ A‬ﻧﻔ ﻬﺎ‪،‬‬
‫ﻓ ن ﺣ ﻫ ا اﻟ ﻞ ‪:V = Ah‬‬

‫‪A‬‬

‫‪A‬‬
‫‪h‬‬

‫‪A‬‬

‫ﻌ ﻲ‪.V = Ah :‬‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :4.10‬ﻣ أ ﻛﺎﻓﺎﻟ‬

‫ﺎ ﻋ ﻫﺎ ﺣ ﺎب ﺣ‬ ‫إذا اﺳ ﻌ ﺎ إذاً ﺣ ﺎب ارﺗﻔﺎع وﻣ ﺎﺣﺔ ﻗﺎﻋ ة ﺟ أو ﺷ ﻞ ﻣﺎ ) ﺎﺳ ام اﻟ ق اﻟ ﺎ ﻘﺔ(‪،‬‬


‫ﺎ ﺣ ﺎب ﺣ أﺳ اﻧﺔ ارﺗﻔﺎﻋﻬﺎ ‪ h‬وﻧ ﻒ ﻗ‬ ‫ﻫ ا اﻟ ﻞ ﺎﻻﻋ ﺎد ﻋﻠﻰ ﻣ أ ﻛﺎﻓﺎﻟ ‪ .‬ﻋﻠﻰ ﺳ ﻞ اﻟ ﺎل‬
‫ﻗﺎﻋ ﺗﻬﺎ ‪ r‬ﺎﻟ ﻌﺎدﻟﺔ ‪.V = π r2 h‬‬

‫‪h‬‬

‫‪r‬‬

‫اﻷﺳ اﻧﺔ ‪.V = π r2 h‬‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :4.11‬ﺣ‬

‫و ﺎت‬ ‫‪ 4.6‬اﻷﻫ اﻣﺎت واﻟ‬

‫أن ﺣ اف‬ ‫ﻻ ﻠ ﺎﻟ ورة ﻗﺎﻋ ة رﺎﻋ ﺔ اﻷﺿﻼع‪ .‬ﺎﻟ ﺎ ّ‬ ‫ﺟ آﺧ ﻧ اﻻ ّ ﻼع ﻋﻠ ﻪ ﻫ اﻟﻬ م‪ ،‬ﻫ ا اﻟ‬
‫اﻟ ﻌﺎدﻟﺔ‬ ‫ﻊ ﻋ ﻫﺎ ﺣ ﺎب ﺣ ﻪ ﻣ ﺎﺷ ة ﻋ‬ ‫اﻟﻬ م ﺗ ﺎﻓ ﻋﻠﻰ ل ﻣ ك ﻣﻌّ إﻟﻰ أن ﺗ ﻊ ﺎﻟ روة‪ ،‬ﻧ‬
‫أن ‪ h‬ارﺗﻔﺎع اﻟﻬ م و ‪ A‬ﻣ ﺎﺣﺔ ﻗﺎﻋ ﺗﻪ‪.‬‬
‫ّ‬ ‫‪ ،V = 13 Ah‬ﺣ‬
64 4 Geometrie

direkt angeben als V = 13 Ah, hierbei ist h die Höhe der Pyramide und A der Flächeninhalt
der Grundfläche.

Abb. 4.12: Das Volumen einer Pyramide: V = 13 Ah

Diese Formel gilt also für alle Pyramiden, egal, wie genau die Grundfläche aussieht. Zum
Beispiel beträgt also das Volumen eines Kegels (eine spezielle Pyramide mit einem Kreis
als Grundfläche) mit unterem Radius r und Höhe h: V = 13 πr2 h.

Abb. 4.13: Das Volumen eines Kegels: V = 13 πr2 h

4.7 Kugeln

Als letztes geben wir noch die Volumenformel für die Kugel an. Für eine Kugel mit Radius
r gilt: Das Volumen V der Kugel beträgt V = 43 πr3 .
‫‪ 4‬اﻟﻬ ﺳﺔ‬ ‫‪65‬‬

‫‪h‬‬

‫‪A‬‬

‫اﻟﻬ م ‪.V = 13 Ah‬‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :4.12‬ﺣ‬

‫و )ﻫ م ﻗﺎﻋ ﺗﻪ داﺋ ﺔ(‬ ‫اﻟ‬ ‫ﻋ ﺷ ﻞ ﻗﺎﻋ ﺗﻪ‪ .‬ﯾ ﻠﻎ ﻣ ﻼً ﺣ‬ ‫ﺗ ﻠﺢ ﻫ ﻩ اﻟ ﻌﺎدﻟﺔ إذاً ﻷ ّ ﻫ م‪ ،‬ﻐ ّ اﻟ‬
‫أن ‪ r‬ﻧ ﻒ ﻗ اﻟﻘﺎﻋ ة و ‪ h‬اﻻرﺗﻔﺎع‪.‬‬‫ّ‬ ‫‪ ،V = 13 π r2 h‬ﺣ‬

‫‪h‬‬

‫‪r‬‬

‫و ‪.V = 13 π r2 h‬‬ ‫اﻟ‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :4.13‬ﺣ‬

‫‪ 4.7‬اﻟ ُ ات‬

‫ن ﺣ ﻬﺎ ﻌﺎدل ‪.V = 43 π r3‬‬ ‫اﻟ ة‪ .‬ﻣ أﺟﻞ ﻛ ة ﻧ ﻒ ﻗ ﻫﺎ ‪r‬‬ ‫أﺧ اً ﺳ ﻌ ﻲ ﻣﻌﺎدﻟﺔ ﺣ ﺎب ﺣ‬


66 4 Geometrie

Abb. 4.14: Das Volumen einer Kugel: V = 43 πr3

Mit diesen grundlegenden Körpern und Flächen lassen sich viele Flächeninhalte und
Volumina von auch komplexeren Körpern bestimmen, indem man diese in behandelte Fi-
guren oder Teile davon unterteilt.

4.8 Aufgaben

Aufgabe 4.1 Berechnen Sie den Flächeninhalt der rot eingefärbten Flächen.

1. 3.

2
4
2
2.

2 √
8

Aufgabe 4.2 Berechnen Sie das Volumen der folgenden Körper:

1. 2.

3 3
1

18

3
‫‪ 4‬اﻟﻬ ﺳﺔ‬ ‫‪67‬‬

‫‪r‬‬

‫اﻟ ة ‪.V = 43 π r3‬‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :4.14‬ﺣ‬

‫ﺎ ﺣ ﺎب اﻟﻌ ﯾ ﻣ ﻣ ﺎﺣﺎت وأﺣ ﺎم‬ ‫ﻣ ﺧﻼل اﻷﺟ ﺎم واﻟ ﺎﺣﺎت اﻷﺳﺎﺳ ﺔ اﻟ ﻲ ﺳّﻠ ﺎ اﻟ ء ﻋﻠ ﻬﺎ‪،‬‬
‫ﺎ ﺔ‪.‬‬ ‫اﻷﺟ ﺎم اﻷﻛ ﺗﻌﻘ اً ﻌ أن ﻧﻘ م ﺑ ا ﺔ ﺑ ﺋ ﻬﺎ إﻟﻰ أﺷ ﺎل أﻛ‬

‫‪ 4.8‬اﻟ ﺎر‬

‫ح اﻟ ﻠّ ﻧﺔ ﺎﻷﺣ ‪:‬‬ ‫ﻣ ﺎﺣﺔ اﻟ‬ ‫‪ 4.1‬اﺣ‬ ‫ﺗ‬

‫‪.3‬‬ ‫‪.1‬‬

‫‪2‬‬

‫‪2‬‬
‫‪4‬‬
‫‪2‬‬
‫‪.2‬‬

‫‪2‬‬ ‫√‬
‫‪8‬‬

‫‪2‬‬

‫أﺣ ﺎم اﻷﺟ ﺎم اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪:‬‬ ‫‪ 4.2‬اﺣ‬ ‫ﺗ‬

‫‪.2‬‬ ‫‪.1‬‬

‫‪3‬‬ ‫‪3‬‬
‫‪1‬‬
‫√‬
‫‪18‬‬

‫‪3‬‬
5 Funktionen und deren Graphen

Zusammenfassung Die Grundlage der Analysis bilden Funktionen und ihre zugehörigen
Graphen. In diesem Kapitel möchten wir den Begriff einer Funktion auffrischen und uns
einige Beispiele für Funktionen und deren Graphen anschauen.
Wir beginnen also mit der grundlegenden Frage: Was ist eine Funktion?

Definition 5.1 Sei D ⊂ R. Wir nennen f : D → R eine Funktion, falls für jedes x ∈ D genau
ein f (x) ∈ R existiert. Die Menge D nennen wir Definitionsbereich.

5.1 Polynome und rationale Funktionen

Wir präsentieren in diesem Abschnitt zunächst einige Klassen von Funktionen.

1. Konstante Funktionen sind Funktionen von der Form

f : R → R, f (x) = c

für ein festes c ∈ R.

Abb. 5.1: Der Graph einer konstanten Funktion.

2. Eine affin lineare Funktion ist eine Funktion von der Form

f : R → R, f (x) = ax + b

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018 68


M. Weber, Basiswissen Mathematik auf Arabisch und Deutsch –
‫أساسيات في الرياضيات باللغتين العربية واأللمانية‬, https://doi.org/10.1007/978-3-662-58071-4_5
‫ﻬﺎ اﻟ ﺎﻧ ﺔ‬ ‫اﻟ ا ﻊ وﺧ‬ ‫‪5‬‬

‫ﻠﺢ ”ﺗﺎ ﻊ”‬ ‫ح ﻓﻲ ﻫ ا اﻟﻔ ﻞ ﻣﻌ ﻰ اﻟ‬ ‫ﻬﺎ اﻟ ﺎﻧ ﺔ أﺳﺎس اﻟ ﻠ ﻞ اﻟ ﺎﺿﻲ‪ ،‬ﻟ ﻟ ﺳ‬ ‫‪ :‬ﺗﻌ اﻟ ا ﻊ وﺧ‬ ‫ﻣﻠ‬
‫ﻬﺎ اﻟ ﺎﻧ ﺔ‪.‬‬ ‫ﻌ ض ﻌ اﻷﻣ ﻠﺔ ﻋ اﻟ ا ﻊ وﺧ‬ ‫وﺳ‬
‫ﺳ أ ﺎﻟ ال‪ :‬ﻣﺎ ﻫ اﻟ ﺎ ﻊ؟‬

‫‪” x ∈ D‬ﺣﻞ واﺣ ﻓﻘ ” ‪. f (x) ∈ R‬‬ ‫‪ 5.1‬ﻟ ‪ .D ⊂ R‬ﻧ ﻲ ‪” f : D → R‬ﺗﺎ ﻊ”‪ ،‬إذا وﺟ ﻟ ﻞ ﻋ‬ ‫ﺗﻌ‬
‫ﻋﺔ ‪” D‬ﻣ ﻋﺔ اﻟ ﻌ ” ‪.‬‬ ‫ﻧ ﻲ اﻟ‬

‫ﺔ‬ ‫‪ 5.1‬ﻛ ات اﻟ ود واﻟ ا ﻊ اﻟ‬

‫أﻧ اع اﻟ ا ﻊ‪.‬‬ ‫ﻌ ض ﻓﻲ ﻫ ا اﻟ ء ﻌ‬ ‫ﺳ‬


‫‪ .1‬اﻟ ا ﻊ اﻟ ﺎﺑ ﺔ‪ :‬ﻫﻲ ﺗ ا ﻊ ﻣ اﻟ ﻞ‬
‫‪f : R → R, f (x) = c‬‬
‫‪.c ∈ R‬‬ ‫ﻣ أﺟﻞ ﻣﻘ ار ﺛﺎﺑ‬

‫‪y‬‬
‫‪c‬‬

‫‪x‬‬

‫ﺷ ﻞ ‪ :5.1‬ﺧ ﺑ ﺎﻧﻲ ﻟ ﺎ ﻊ ﺛﺎﺑ ‪.‬‬

‫‪ .2‬اﻟ ﺎ ﻊ اﻟ ﺂﻟﻔﻲ‪ :‬ﻫ ﺗﺎ ﻊ ﻣ اﻟ ﻞ‬

‫‪f : R → R, f (x) = ax + b‬‬

‫‪69‬‬
70 5 Funktionen und deren Graphen

für a, b ∈ R mit Steigung a.

Abb. 5.2: Der Graph einer affin linearen Funktion.

3. Ein Polynom ist eine Funktion von der Form f : R → R,


f (x) = an xn + an−1 xn−1 + ... + a1 x + a0 für a0 , ..., an ∈ R, n ∈ N.

a0

Abb. 5.3: Der Graph eines Polynoms.

p(x)
4. Eine rationale Funktion ist eine Funktion von der Form f : D → R, f (x) = , wobei
q(x)
p und q Polynome sind und q(x) 6= 0 für alle x ∈ D.

Abb. 5.4: Der Graph einer rationalen Funktion.


‫ﻬﺎ اﻟ ﺎﻧ ﺔ‬ ‫‪ 5‬اﻟ ا ﻊ وﺧ‬ ‫‪71‬‬

‫‪ a, b ∈ R‬و ‪ a‬ﻫ ”اﻟ ﻞ”‪.‬‬ ‫ﺣ‬

‫‪y‬‬

‫‪b‬‬

‫‪x‬‬

‫ﺷ ﻞ ‪ :5.2‬ﺧ ﺑ ﺎﻧﻲ ﻟ ﺎ ﻊ ﺗﺂﻟﻔﻲ‪.‬‬

‫‪ .3‬ﻛ اﻟ ود‪ :‬ﻫ ﺗﺎ ﻊ ﻣ اﻟ ﻞ‬


‫‪.n ∈ N a0 , ..., an ∈ R‬‬ ‫‪ f (x) = an xn + an−1 xn−1 + ... + a1 x + a0 , f : R → R‬ﺣ‬

‫‪y‬‬

‫‪a0‬‬

‫‪x‬‬

‫ﺣ ود‪.‬‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :5.3‬ﺧ ﺑ ﺎﻧﻲ ﻟ‬

‫)‪p(x‬‬
‫ﺣ ود و ‪q(x) ̸= 0‬‬ ‫أن ‪ p‬و ‪ q‬ﻛ‬
‫ّ‬ ‫= )‪ ، f : D → R, f (x‬ﺣ‬ ‫‪ :‬ﻫ ﺗﺎ ﻊ ﻣ اﻟ ﻞ‬ ‫‪ .4‬اﻟ ﺎ ﻊ اﻟ‬
‫)‪q(x‬‬
‫ل ‪.x ∈ D‬‬ ‫ﻣ أﺟﻞ أ ﻗ ﺔ ﻟﻠ‬

‫‪y‬‬

‫‪x‬‬

‫‪.‬‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :5.4‬ﺧ ﺑ ﺎﻧﻲ ﻟ ﺎ ﻊ ﻛ‬


72 5 Funktionen und deren Graphen

Wir kennen nun einige Prototypen von Funktionen. Im folgenden Beispiel schauen wir
uns die Graphen einiger konkreter Funktionen an.

Beispiel 5.2 (Wichtige Graphen)

y y

f1 (x) = x f2 (x) = xn
1 1 für n = 2, 4, 6, ...

x x
1 1

y y

f3 (x) = xn
1 für n = 3, 5, 7, ... 1
f4 (x) = = x−1
x
1
x x
1 1

y
y

1
f5 (x) = = x−2 1 √
x2 f6 (x) = x = x1/2

x
1 1
x
1

Abb. 5.5: Beispiele für Graphen von Funktionen.


‫ﻬﺎ اﻟ ﺎﻧ ﺔ‬ ‫‪ 5‬اﻟ ا ﻊ وﺧ‬ ‫‪73‬‬

‫اﻟ ا ﻊ‪.‬‬ ‫اﻟ ﺎﻧ ﺔ ﻟ ﻌ‬ ‫ﻌ ض اﻟ‬ ‫ﻧ ﺎذج اﻟ ا ﻊ وﻓﻲ اﻟ ﺎل اﻟ ﺎﻟﻲ ﺳ‬ ‫ﻋﻠﻰ ﻌ‬ ‫ﺗﻌ ّ ﻓ ﺎ ﻓ ﺎ ﺳ‬


‫ﺑ ﺎﻧ ﺔ ﻣﻬ ﺔ(‬ ‫ﻣ ﺎل ‪) 5.2‬ﺧ‬

‫‪y‬‬ ‫‪y‬‬

‫‪f2 (x) = xn‬‬ ‫‪f1 (x) = x‬‬


‫‪1‬‬ ‫‪n = 2, 4, 6, ...‬‬ ‫ﺣ‬ ‫‪1‬‬

‫‪x‬‬ ‫‪x‬‬
‫‪1‬‬ ‫‪1‬‬

‫‪y‬‬ ‫‪y‬‬

‫‪f3 (x) = xn‬‬


‫‪1‬‬ ‫‪1‬‬ ‫‪n = 3, 5, 7, ...‬‬ ‫ﺣ‬
‫= )‪f4 (x‬‬ ‫‪= x−1‬‬
‫‪1‬‬ ‫‪x‬‬
‫‪x‬‬ ‫‪x‬‬
‫‪1‬‬ ‫‪1‬‬

‫‪y‬‬ ‫‪y‬‬

‫‪1‬‬
‫‪1‬‬ ‫√‬ ‫= )‪f5 (x‬‬ ‫‪= x−2‬‬
‫‪f6 (x) = x = x1/2‬‬ ‫‪x2‬‬

‫‪x‬‬ ‫‪1‬‬
‫‪1‬‬
‫‪x‬‬
‫‪1‬‬

‫اﻟ ا ﻊ‪.‬‬ ‫ﺑ ﺎﻧ ﺔ ﻟ ﻌ‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :5.5‬أﻣ ﻠﺔ ﻋﻠﻰ ﺧ‬


74 5 Funktionen und deren Graphen

5.2 Verschiebung und Spiegelung von Graphen

Wir beschäftigen uns nun mit der Frage, wie man ausgehend von einer gegebenen Funktion
eine Funktion konstruieren kann, deren Graph die Spiegelung/Verschiebung des Graphen
der ursprünglichen Funktion ist.
Beispiel 5.3 Die folgende Abbildung zeigt, dass die Multiplikation einer Funktion mit
(−1) einer Spiegelung des Graphen entlang der x-Achse entspricht.

y y

x2

1 1

x x
1 1

−x2

Abb. 5.6: Spiegelung eines Graphen entlang der x-Achse.

Beispiel 5.4 Die folgende Abbildung zeigt, dass die Funktion f (−x) zu einer gegebenen
Funktion f (x) einer Spiegelung entlang der y-Achse entspricht.

y y

(x − 1)3

x x
1 −1

−1
(−x − 1)3

Abb. 5.7: Spiegelung eines Graphen entlang der y-Achse.


‫ﻬﺎ اﻟ ﺎﻧ ﺔ‬ ‫‪ 5‬اﻟ ا ﻊ وﺧ‬ ‫‪75‬‬

‫اﻟ ﺎﻧ ﺔ‬ ‫ﺎب واﻧﻌ ﺎس اﻟ‬ ‫‪ 5.2‬اﻧ‬

‫أن ﺧ ﻬﺎ اﻟ ﺎﻧﻲ ﻫ اﻧﻌ ﺎس أو‬


‫ّ‬ ‫ﺎ اﻧ ﻼﻗﺎً ﻣ داﻟﺔ ﻣﻌ ﺎة إ ﺎد داﻟﺔ أﺧ‬ ‫اﻵن ﻓﻲ ﻣ ﺄﻟﺔ ﻛ ﻒ‬ ‫ﺳ‬
‫اﻧ ﺎب اﻟ اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ اﻟﺔ اﻷﺻﻠ ﺔ‪.‬‬

‫ر ‪.x‬‬ ‫ﺔ ﻟﻠ‬ ‫أن ﺿ ب داﻟﺔ ﺑـ )‪ (−1‬ﺎﻓﺊ اﻧﻌ ﺎﺳﺎً ﻟ ّ ﻬﺎ اﻟ ﺎﻧﻲ ﺎﻟ‬


‫ﻣ ﺎل ‪ 5.3‬اﻟ ﻞ اﻟ ﺎﻟﻲ ﯾ ّ ّ‬

‫‪y‬‬ ‫‪y‬‬

‫‪x2‬‬

‫‪1‬‬ ‫‪1‬‬

‫‪x‬‬ ‫‪x‬‬
‫‪1‬‬ ‫‪1‬‬

‫‪−x2‬‬

‫ر ‪.x‬‬ ‫ﺔ ﻟﻠ‬ ‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﺎﻟ‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :5.6‬اﻧﻌ ﺎس اﻟ‬

‫ر ‪.y‬‬ ‫ﺔ ﻟﻠ‬ ‫أن اﻟ اﻟﺔ )‪ f (−x‬ﺗ ﺎﻓﺊ اﻧﻌ ﺎﺳﺎً ﻟﻠ اﻟﺔ اﻟ ﻌ ﺎة )‪ f (x‬ﺎﻟ‬
‫ﻣ ﺎل ‪ 5.4‬اﻟ ﻞ اﻟ ﺎﻟﻲ ﯾ ّ ّ‬

‫‪y‬‬ ‫‪y‬‬
‫‪(x − 1)3‬‬

‫‪1‬‬

‫‪x‬‬ ‫‪x‬‬
‫‪−1‬‬ ‫‪1‬‬

‫‪−1‬‬
‫‪(−x − 1)3‬‬

‫ر ‪.y‬‬ ‫ﺔ ﻟﻠ‬ ‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﺎﻟ‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :5.7‬اﻧﻌ ﺎس اﻟ‬


76 5 Funktionen und deren Graphen

Bemerkung 5.5 (Spiegelungen) Es sei f : D → R eine beliebige Funktion. Dann ist der
Graph der Funktion g(x) := − f (x) die Spiegelung des Graphen von f an der x-Achse und
h(x) := f (−x) die Spiegelung des Graphen von f an der y-Achse.

Beispiel 5.6 Die folgende Abbildung zeigt, dass die Addition einer Konstanten c ∈ R zu
einer Funktion einer Verschiebung um c in y-Richtung entspricht.

y y

x2 + 1
x2

1 1

x x
1 1

Abb. 5.8: Verschiebung eines Graphen in y-Richtung.

Beispiel 5.7 Die folgende Abbildung zeigt, dass die Funktion f (x − c) einer Verschiebung
um c in x-Richtung entspricht.

y y

(x − 1)2 + 1
x2 + 1

1 1

x x
1 1

Abb. 5.9: Verschiebung eines Graphen in x-Richtung.


‫ﻬﺎ اﻟ ﺎﻧ ﺔ‬ ‫‪ 5‬اﻟ ا ﻊ وﺧ‬ ‫‪77‬‬

‫ن‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪) 5.5‬اﻻﻧﻌ ﺎس( ﻟ ‪ f : D → R‬داﻟﺔ ﻣﺎ وﻟ )‪ ،g(x) := − f (x‬و )‪ h(x) := f (−x‬ﻋ ﺋ ٍ‬


‫اﻟ اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ اﻟﺔ ‪ g‬اﻧﻌ ﺎﺳﺎً ﻟﻠ اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ اﻟﺔ ‪ f‬ﺎﻟ ﺔ ﻟﻠ ر ‪ x‬و ن اﻟ اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ اﻟﺔ ‪ h‬اﻧﻌ ﺎﺳﺎً ﻟﻠ‬
‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ اﻟﺔ ‪ f‬ﺎﻟ ﺔ ﻟﻠ ر ‪.y‬‬

‫ر‪.y‬‬ ‫ﺎ ﺎً ﻘ ار ‪ c‬ﻋﻠﻰ اﻟ‬ ‫‪ c ∈ R‬ﻟ اﻟﺔ ﻣﺎ ﺎﻓﺊ اﻧ‬ ‫أن إﺿﺎﻓﺔ ﻣﻘ ار ﺛﺎﺑ‬
‫ﻣ ﺎل ‪ 5.6‬اﻟ ﻞ اﻟ ﺎﻟﻲ ﯾ ّ ّ‬

‫‪y‬‬ ‫‪y‬‬

‫‪x2 + 1‬‬
‫‪x2‬‬

‫‪1‬‬ ‫‪1‬‬

‫‪x‬‬ ‫‪x‬‬
‫‪1‬‬ ‫‪1‬‬

‫ر ‪.y‬‬ ‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻋﻠﻰ اﻟ‬ ‫ﺎب اﻟ‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :5.8‬اﻧ‬

‫ر ‪.x‬‬ ‫ﺎ ﺎً ﻘ ار ‪ c‬ﻋﻠﻰ اﻟ‬ ‫ﺎﻓﺊ اﻧ‬ ‫أن اﻟ ﺎ ﻊ )‪f (x − c‬‬


‫ﻣ ﺎل ‪ 5.7‬اﻟ ﻞ اﻟ ﺎﻟﻲ ﯾ ّ ّ‬

‫‪y‬‬ ‫‪y‬‬

‫‪(x − 1)2 + 1‬‬


‫‪x2 + 1‬‬

‫‪1‬‬ ‫‪1‬‬

‫‪x‬‬ ‫‪x‬‬
‫‪1‬‬ ‫‪1‬‬

‫ر ‪.x‬‬ ‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻋﻠﻰ اﻟ‬ ‫ﺎب اﻟ‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :5.9‬اﻧ‬


78 5 Funktionen und deren Graphen

Achtung! Die obige Abbildung zeigt, dass die Funktion f (x − 1) einer Verschiebung
von f um 1 nach rechts und nicht nach links entspricht, was der ersten Intuition vielleicht
widersprechen mag.

Bemerkung 5.8 (Verschiebungen) Es sei f : D → R eine beliebige Funktion und c ∈ R.


Dann ist der Graph der Funktion g(x) := f (x) + c die Verschiebung des Graphen von f
um c in y-Richtung, wobei dies im Fall c > 0 einer Verschiebung nach oben und im Fall
c < 0 einer Verschiebung nach unten entspricht. Der Graph der Funktion h(x) := f (x − c)
ist die Verschiebung des Graphen von f um c in x-Richtung, wobei dies im Fall c > 0 einer
Verschiebung nach rechts und im Fall c < 0 einer Verschiebung nach links entspricht.

5.2.1 Die Umkehrfunktion

Definition 5.9 (Umkehrfunktion) Es sei f : D → f (D) eine Funktion. Wir bezeichnen


eine Funktion g : f (D) → D als Umkehrfunktion von f , falls g ◦ f : D → D bzw. f ◦ g :
f (D) → f (D) der Identität entspricht, also

g( f (x)) = x

für alle x ∈ D und


f (g(z)) = z
für alle z ∈ f (D) gilt. Wir schreiben dann für die Umkehrfunktion meist f −1 statt g.

Beispiel 5.10
1. Die Umkehrfunktion zu √f : R≥0 → R≥0 , f (x) = x2 ist gegeben durch
f −1 : R≥0 → R≥0 , f −1 (x) = x, denn

f −1 ( f (x)) = x2 = x

für alle x ≥ 0.
1
2. Die Umkehrfunktion zu f : R \ {0} → R \ {0}, f (x) = ist gegeben durch
x
1
f −1 : R \ {0} → R \ {0}, f −1 (x) = , denn
x
1
f −1 ( f (x)) = =x
1/x

für alle x 6= 0.
‫ﻬﺎ اﻟ ﺎﻧ ﺔ‬ ‫‪ 5‬اﻟ ا ﻊ وﺧ‬ ‫‪79‬‬

‫ﺎﺗ ﺎﻩ اﻟ ﺎر‬ ‫” وﻟ‬ ‫ﻘ ار ‪ 1‬ﺎﺗ ﺎﻩ ”اﻟ‬ ‫ﺎ ﺎً ﻟﻠ اﻟﺔ ‪f‬‬ ‫ﺎﻓﺊ اﻧ‬ ‫أن اﻟ ﺎ ﻊ )‪f (x − 1‬‬
‫ﺗ ﻪ‪ :‬اﻟ ﻞ أﻋﻼﻩ ﯾ ّ ّ‬
‫ذﻟ ‪.‬‬ ‫واﻟ ﻗ ﯾ و ﻟﻠ ﻫﻠﺔ اﻷوﻟﻰ ﻋ‬
‫‪ .c ∈ R‬ﻋ ﺋ ٍ ن اﻟ اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ اﻟﺔ =‪g(x) :‬‬ ‫‪ f : D → R‬داﻟﺔ ﻣﺎ وﻟ‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪) 5.8‬اﻻﻧ ﺎب( ﻟ‬
‫‪ f (x) + c‬اﻧ ﺎ ﺎً ﻟﻠ اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ اﻟﺔ ‪ f‬ﻘ ار ‪ c‬ﻋﻠﻰ اﻟ ر ‪ ،y‬و ن ﻫ ا اﻻﻧ ﺎب ﻟﻸﻋﻠﻰ ﻋ ﻣﺎ ن ‪c > 0‬‬
‫وﻟﻸﺳﻔﻞ ﻋ ﻣﺎ ن ‪ .c < 0‬ﻛ ﺎ ّﻞ اﻟ اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ اﻟﺔ )‪ h(x) := f (x − c‬اﻧ ﺎ ﺎً ﻟﻠ اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ اﻟﺔ ‪ f‬ﻘ ار‬
‫ﻋ ﻣﺎ ن ‪ c > 0‬وﻟﻠ ﺎر ﻋ ﻣﺎ ن ‪.c < 0‬‬ ‫‪ c‬ﻋﻠﻰ اﻟ ر ‪ ،x‬و ن ﻫ ا اﻻﻧ ﺎب ﻟﻠ‬

‫‪ 5.2.1‬اﻟ اﻟﺔ اﻟﻌ ّ ﺔ‬

‫ﺔ ﻟﻠ اﻟﺔ ‪ f‬إذا‬ ‫‪) 5.9‬اﻟ اﻟﺔ اﻟﻌ ّ ﺔ‪ (:‬ﻟ )‪ f : D → f (D‬داﻟﺔ ﻣﺎ‪ ،‬ﻧ ﻲ ‪ g : f (D) → D‬داﻟﺔ ﻋ‬ ‫ﺗﻌ‬
‫ﻛﻼ اﻟ اﻟ ‪ f ◦ g : f (D) → f (D) ، g ◦ f : D → D‬ﻣ ﺎﯾ ﺗ ‪ ،‬أ ﻋ ﻣﺎ ﺗ ن‬ ‫ﻛﺎﻧ‬

‫‪g( f (x)) = x‬‬


‫ﻣ أﺟﻞ أ ﻗ ﺔ ﻟـ ‪ ،x ∈ D‬وﺗ ن‬
‫‪f (g(z)) = z‬‬
‫ﻣ أﺟﻞ أ ﻗ ﺔ ﻟـ )‪.z ∈ f (D‬‬
‫ﺳ ﻣ ﻟﻠ اﻟﺔ اﻟﻌ ّﺔ ﻏﺎﻟ ﺎً ﺎﻟ ﻣ ‪ f −1‬ﻋ ﺿﺎً ﻋ ‪.g‬‬

‫ﻣ ﺎل ‪5.10‬‬
‫√ اﻟﺔ ‪f : R≥0 → R≥0 , f (x) = x2‬‬
‫‪ .1‬اﻟ اﻟﺔ اﻟﻌ ّﺔ ﻟﻠ‬
‫ﺗ ﱠﻞ ﺎﻟ اﻟﺔ ‪ّ ، f : R≥0 → R≥0 , f (x) = x‬‬
‫ﻷن‬ ‫‪−1‬‬ ‫‪−1‬‬

‫√‬
‫‪f −1 ( f (x)) = x2 = x‬‬

‫ﻣ أﺟﻞ ﻛﻞ ﻗ ‪.x ≥ 0‬‬


‫‪1‬‬
‫= )‪f : R \ {0} → R \ {0}, f (x‬‬‫‪ .2‬اﻟ اﻟﺔ اﻟﻌ ّﺔ ﻟﻠ اﻟﺔ‬
‫‪x‬‬
‫ﺗ ﱠﻞ ﺎﻟ اﻟﺔ ‪ّ ، f : R \ {0} → R \ {0}, f (x) = x‬‬
‫‪1‬‬
‫ﻷن‬ ‫‪−1‬‬ ‫‪−1‬‬

‫‪1‬‬
‫= ))‪f −1 ( f (x‬‬ ‫‪=x‬‬
‫‪1/x‬‬

‫ﻣ أﺟﻞ ﻛﻞ ﻗ ‪.x ̸= 0‬‬


80 5 Funktionen und deren Graphen

5.3 Trigonometrische Funktionen

In diesem Abschnitt schauen wir uns trigonometrische Funktionen und deren Eigenschaf-
ten an. Wir beginnen mit den Graphen der Funktionen sin : R → [−1, 1] (Sinus) und
cos : R → [−1, 1] (Kosinus).

1 cos x

sin x
x
− π2 π π 3π 2π
2 2

−1

Abb. 5.10: Die Graphen von Sinus und Kosinus.

Bemerkung 5.11 Sinus und Kosinus haben die Eigenschaften

sin(−x) = − sin(x), cos(−x) = cos(x),


sin(x + 2π) = sin(x), cos(x + 2π) = cos(x),
sin(x + π) = − sin(x), cos(x + π) = − cos(x),
 π  π
sin x + = cos(x), cos x + = − sin(x)
2 2
für alle x ∈ R. Desweiteren gilt

sin2 (x) + cos2 (x) = 1

für alle x ∈ R.

Als weitere trigonometrische Funktion definiert man tan : D → R (Tangens) durch die
Formel
sin(x)
tan(x) = ,
cos(x)

wobei D = R \ (k + 12 )π : k ∈ Z . Die Punkte, die im Definitionsbereich ausgeschlossen




sind, sind genau die Nullstellen vom Kosinus.


‫ﻬﺎ اﻟ ﺎﻧ ﺔ‬ ‫‪ 5‬اﻟ ا ﻊ وﺧ‬ ‫‪81‬‬

‫‪ 5.3‬اﻟ ا ﻊ اﻟ ﻠ ﺔ‬

‫اﻟ ﺎﻧ ﺔ ﻟﻠ ا ﻊ ]‪ sin : R → [−1, 1‬و ‪cos :‬‬ ‫اﻟ ا ﻊ اﻟ ﻠ ﺔ وﺧ اﺻﻬﺎ‪ .‬ﺳ أ ﻣﻊ اﻟ‬ ‫ﻓﻲ ﻫ ا اﻟﻘ ﺳ‬
‫]‪. R → [−1, 1‬‬

‫‪y‬‬

‫‪1‬‬ ‫‪cos x‬‬

‫‪sin x‬‬
‫‪x‬‬
‫‪− π2‬‬ ‫‪π‬‬ ‫‪π‬‬ ‫‪3π‬‬ ‫‪2π‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪2‬‬

‫‪−1‬‬

‫‪ sin‬و ‪cos‬‬ ‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ اﻟ‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :5.10‬اﻟ‬

‫‪ sin‬و ‪ cos‬اﻟ اص اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪:‬‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪ 5.11‬ﻟ ﻞ ﻣ اﻟ اﻟ‬

‫)‪sin(−x) = − sin(x‬‬ ‫)‪cos(−x) = cos(x‬‬


‫)‪sin(x + 2π ) = sin(x‬‬ ‫)‪cos(x + 2π ) = cos(x‬‬
‫)‪sin(x + π ) = − sin(x‬‬ ‫)‪cos(x + π ) = − cos(x‬‬
‫(‬ ‫)‪π‬‬ ‫(‬ ‫)‪π‬‬
‫‪sin x +‬‬ ‫)‪= cos(x‬‬ ‫‪cos x +‬‬ ‫)‪= − sin(x‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪2‬‬
‫وﻋﻼوة ﻋﻠﻰ ذﻟ ‪:‬‬
‫ً‬ ‫ﻣ أﺟﻞ أ ﻗ ﺔ ﻟـ ‪.x ∈ R‬‬

‫‪sin2 (x) + cos2 (x) = 1‬‬

‫ﻣ أﺟﻞ ﻛﻞ ﻗ ﺔ ﻟـ ‪.x ∈ R‬‬

‫ﻧﻌ ّ ف ‪ tan : D → R‬ﺎﻟﻌﻼﻗﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪:‬‬ ‫و اﻟﺔ ﻣ ﻠ ﺔ أﺧ‬

‫)‪sin(x‬‬
‫= )‪tan(x‬‬
‫)‪cos(x‬‬
‫{‬ ‫}‬
‫ﻫﻲ اﻟ ﻘﺎ ذاﺗﻬﺎ اﻟ ﻲ ﯾ ﻌ م ﻋ ﻫﺎ‬ ‫ﻋﺔ اﻟ ﻌ‬ ‫ﺎة ﻣ ﻣ‬ ‫إن اﻟ ﻘﺎ اﻟ‬
‫‪ّ .D = R \ (k + 2 )π : k ∈ Z‬‬
‫‪1‬‬
‫ﺣ‬
‫اﻟـ ‪.cos‬‬
82 5 Funktionen und deren Graphen

tan(x)

x
− 3π −π − π2 π π 3π
2 2 2

Abb. 5.11: Der Graph vom Tangens.

Bemerkung 5.12
1. Die Umkehrfunktion von sin : [− π2 , π2 ] → [−1, 1] ist gegeben durch
arcsin : [−1, 1] → [− π2 , π2 ], d.h.

arcsin(sin x) = x

für alle x ∈ [− π2 , π2 ] und


sin(arcsin z) = z
für alle z ∈ [−1, 1].
2. Die Umkehrfunktion von cos : [0, π] → [−1, 1] ist gegeben durch
arccos : [−1, 1] → [0, π], d.h.
arccos(cos x) = x
für alle x ∈ [0, π] und
cos(arccos z) = z
für alle z ∈ [−1, 1].
3. Die Umkehrfunktion von tan : (− π2 , π2 ) → R ist gegeben durch
arctan : R → (− π2 , π2 ), d.h.
arctan(tan x) = x
für alle x ∈ (− π2 , π2 ) und
tan(arctan z) = z
für alle z ∈ R.
‫ﻬﺎ اﻟ ﺎﻧ ﺔ‬ ‫‪ 5‬اﻟ ا ﻊ وﺧ‬ ‫‪83‬‬

‫‪y‬‬

‫)‪tan(x‬‬

‫‪x‬‬
‫‪− 32π‬‬ ‫‪−π‬‬ ‫‪− π2‬‬ ‫‪π‬‬ ‫‪π‬‬ ‫‪3π‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪2‬‬

‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ اﻟﺔ ‪.tan‬‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :5.11‬اﻟ‬

‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪5.12‬‬

‫أن‪:‬‬
‫‪ .1‬اﻟ اﻟﺔ اﻟﻌ ّﺔ ﻟـ ]‪ sin : [− 2 , 2 ] → [−1, 1‬ﺗﻌ ﻰ ﺎﻟ ﻞ ] ‪ ،arcsin : [−1, 1] → [− 2 , 2‬وﻫ ا ﻌ ﻲ ّ‬
‫‪π π‬‬ ‫‪π π‬‬

‫‪arcsin(sin x) = x‬‬

‫ﻣ أﺟﻞ ] ‪ ،x ∈ [− π2 , π2‬و‬
‫‪sin(arcsin z) = z‬‬
‫ﻣ أﺟﻞ ]‪.z ∈ [−1, 1‬‬
‫أن‪:‬‬
‫ّ‬ ‫ﻲ‬ ‫ﻌ‬ ‫ا‬ ‫وﻫ‬ ‫‪،arccos‬‬ ‫‪:‬‬ ‫‪[−1,‬‬ ‫]‪1‬‬ ‫→‬ ‫‪[0,‬‬ ‫‪π‬‬ ‫]‬ ‫ﻞ‬ ‫ﺎﻟ‬ ‫ﻰ‬ ‫ﺗﻌ‬ ‫‪cos‬‬ ‫‪:‬‬ ‫‪[0,‬‬ ‫‪π‬‬ ‫]‬ ‫→‬ ‫‪[−1,‬‬ ‫‪ .2‬اﻟ اﻟﺔ اﻟﻌ ّﺔ ﻟـ ]‪1‬‬

‫‪arccos(cos x) = x‬‬

‫أن‪:‬‬
‫ﻣ أﺟﻞ ] ‪ ،x ∈ [0, π‬و ّ‬
‫‪cos(arccos z) = z‬‬
‫ﻣ أﺟﻞ ]‪.z ∈ [−1, −1‬‬
‫أن‪:‬‬
‫ّ‬ ‫ﻲ‬ ‫ﻌ‬ ‫ا‬ ‫ﻫ‬ ‫‪،arctan‬‬ ‫‪:‬‬ ‫‪R‬‬ ‫→‬ ‫‪(−‬‬ ‫‪π π‬‬
‫‪,‬‬
‫‪2 2‬‬ ‫)‬ ‫ﻞ‬ ‫ﺎﻟ‬ ‫ﻰ‬ ‫ﺗﻌ‬ ‫‪tan‬‬ ‫‪:‬‬ ‫‪(−‬‬ ‫‪ .3‬اﻟ اﻟﺔ اﻟﻌ ّﺔ ﻟـ ‪2 2 ) → R‬‬
‫‪π π‬‬
‫‪,‬‬

‫‪arctan(tan x) = x‬‬

‫أن‪:‬‬
‫ﻣ أﺟﻞ ) ‪ ،x ∈ (− 2 , 2‬و ّ‬
‫‪π π‬‬

‫‪tan(arctan z) = z‬‬
‫ﻣ أﺟﻞ ‪.z ∈ R‬‬
84 5 Funktionen und deren Graphen

Definition 5.13 Für eine Funktion der Form c · sin x bzw. c · cos x mit c > 0 nennen wir c
die Amplitude.

Beispiel 5.14 Die folgende Abbildung zeigt den Graph der Funktion f : R → [−2, 2],
f (x) = 2 sin x. Die Amplitude ist 2. Der Graph ist nur eine Streckung von Sinus in y-
Richtung.

f (x)
2

x
− π2 π π 3π 2π
2 2

−2

Abb. 5.12: Der Graph der Funktion f (x) = 2 sin x.

Definition 5.15 Für eine Funktion der Form sin(ωx) bzw cos(ωx) mit ω > 0 nennen wir
ω die Frequenz.

Beispiel 5.16 In der folgenden Abbildung ist der Graph der Funktion f : R → [−1, 1],
1 
f (x) = cos x zu sehen. Die Frequenz 1/2 bewirkt eine Streckung des Graphes von
2
Kosinus in x-Richtung.

f (x)

x
−2π −π π 2π 3π 4π

−1

1 
Abb. 5.13: Der Graph der Funktion f (x) = cos x .
2
‫ﻬﺎ اﻟ ﺎﻧ ﺔ‬ ‫‪ 5‬اﻟ ا ﻊ وﺧ‬ ‫‪85‬‬

‫‪ c > 0‬ﻧ ﻲ ‪” c‬اﻟ ﻌﺔ” ‪.‬‬ ‫‪ 5.13‬ﻣ أﺟﻞ داﻟﺔ ﻣ اﻟ ﻞ ‪ c · sin x‬أو ‪ c · cos x‬ﺣ‬ ‫ﺗﻌ‬
‫ﻣ ﺎل ‪ 5.14‬اﻟ ﻞ اﻟ ﺎﻟﻲ ﯾ ّ اﻟ اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ اﻟﺔ ]‪. f (x) = 2 sin x ، f : R → [−2, 2‬‬
‫اﻟ ﻌﺔ ﺗ ﺎو ‪ 2‬وﺗ ّ ﺗ ﯾ اﻟ اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ اﻟﺔ ‪ sin‬ﻋﻠﻰ اﻟ ر ‪.y‬‬

‫)‪f (x‬‬
‫‪2‬‬

‫‪x‬‬
‫‪− π2‬‬ ‫‪π‬‬ ‫‪π‬‬ ‫‪3π‬‬ ‫‪2π‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪2‬‬

‫‪−2‬‬

‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ ‪. f (x) = 2 sin x‬‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :5.12‬اﻟ‬

‫‪ ω > 0‬ﻧ ﻲ ‪” ω‬اﻟ دد” ‪.‬‬ ‫‪ 5.15‬ﻣ أﺟﻞ داﻟﺔ ﻣ اﻟ ﻞ )‪ sin(ω x‬أو )‪ cos(ω x‬ﺣ‬ ‫ﺗﻌ‬

‫) ‪(1‬‬
‫‪. f (x) = cos‬‬ ‫ﺎ أن ﻧ اﻟ اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ اﻟﺔ ]‪x ، f : R → [−1, 1‬‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ 5.16‬ﻓﻲ اﻟ ﻞ اﻟ ﺎﻟﻲ‬
‫‪2‬‬
‫اﻟ دد ﺎو ‪ 1/2‬و ّ ﺗ ﯾ اﻟ اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ اﻟﺔ ‪ cos‬ﻋﻠﻰ اﻟ ر ‪.x‬‬

‫)‪f (x‬‬
‫‪1‬‬

‫‪x‬‬
‫‪−2π‬‬ ‫‪−π‬‬ ‫‪π‬‬ ‫‪2π‬‬ ‫‪3π‬‬ ‫‪4π‬‬

‫‪−1‬‬

‫) ‪(1‬‬
‫‪. f (x) = cos‬‬ ‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ اﻟﺔ ‪x‬‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :5.13‬اﻟ‬
‫‪2‬‬
86 5 Funktionen und deren Graphen

5.4 Exponentialfunktion und Logarithmus

In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns mit der Exponentialfunktion und ihrer Umkehr-
abbildung, dem natürlichen Logarithmus. Wir beginnen dabei mit einer Wiederholung der
Potenzgesetze.

Bemerkung 5.17 (Potenzgesetze) Für a, b > 0 und m, n ∈ N gilt


 a n an
an · am = an+m , = ,
b bn
(an )m = an·m , (a · b)n = an · bn ,
√ √
m
a = a1/m , a = an/m ,
m n

1 an
a−n = n , = an · a−m = an−m .
a am
Desweiteren gilt
a0 = 1
für alle a ∈ R.

Die folgende Abbildung zeigt den Graphen der Exponentialfunktion f : R → R>0 defi-
niert durch

f (x) = exp(x) = ex .

e ≈ 2.718
ex

x
1

Abb. 5.14: Der Graph der Exponentialfunktion.

Die Umkehrfunktion ist gegeben durch f −1 : R>0 → R mit

f −1 (x) = ln(x)

und wir bezeichnen diese als den natürlichen Logarithmus. Da der natürliche Logarithmus
die Umkehrfunktion der Exponentialfunktion ist, gilt offenbar
‫ﻬﺎ اﻟ ﺎﻧ ﺔ‬ ‫‪ 5‬اﻟ ا ﻊ وﺧ‬ ‫‪87‬‬

‫اﻷﺳﻲ‬
‫‪ 5.4‬اﻟ ﺎ ﻊ اﻟﻠ ﻏﺎر ﻲ و ّ‬
‫اﻟﻘ ‪.‬‬ ‫اﺟﻌﺔ ﻗ اﻧ‬ ‫ﻌﻲ(‪ .‬ﺳ أ‬ ‫اﻷﺳ ﺔ وداﻟ ﻬﺎ اﻟﻌ ّﺔ )اﻟﻠ ﻏﺎر اﻟ‬
‫ﺳ ﻌﺎﻣﻞ ﻣﻊ اﻟ اﻟﺔ ّ‬ ‫ﻓﻲ ﻫ ا اﻟﻘ‬

‫ن‪:‬‬ ‫اﻟﻘ ( ﻣ أﺟﻞ ‪ a, b > 0‬و ‪m, n ∈ N‬‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪) 5.17‬ﻗ اﻧ‬
‫‪( a )n‬‬ ‫‪an‬‬
‫‪an · am = an+m‬‬ ‫=‬
‫‪b‬‬ ‫‪bn‬‬
‫‪(an )m = an·m‬‬ ‫‪(a · b) = an · bn‬‬
‫‪n‬‬
‫√‬ ‫√‬
‫‪m‬‬
‫‪a = a1/m‬‬ ‫‪m n‬‬
‫‪a = an/m‬‬
‫‪1‬‬ ‫‪a‬‬‫‪n‬‬
‫‪a−n = n‬‬ ‫‪= an · a−m = an−m‬‬
‫‪a‬‬ ‫‪am‬‬
‫أن‪:‬‬
‫ﻛﺎ ّ‬
‫‪a0 = 1‬‬
‫ﻣ أﺟﻞ ‪.a ∈ R‬‬
‫اﻷﺳﻲ” ‪ f : R → R>0‬اﻟ ﻌ ﻰ ﺎﻟﻌﻼﻗﺔ‪:‬‬
‫اﻟ ﺎﻧﻲ ”ﻟﻠ ﺎ ﻊ ّ‬ ‫اﻟ ﻞ اﻟ ﺎﻟﻲ ﯾ ﺿﺢ ﻟ ﺎ اﻟ‬

‫‪f (x) = exp(x) = ex‬‬

‫‪y‬‬

‫‪e ≈ 2.718‬‬
‫‪ex‬‬

‫‪1‬‬

‫‪x‬‬
‫‪1‬‬

‫اﻷﺳﻲ‪.‬‬
‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ ّ‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :5.14‬اﻟ‬

‫اﻷﺳﻲ ﻣﻌ ﺎة ﺎﻟﻌﻼﻗﺔ ‪ f −1 : R>0 → R‬ﺣ‬


‫اﻟ اﻟﺔ اﻟﻌ ّﺔ ﻟﻠ ﺎ ﻊ ّ‬
‫)‪f −1 (x) = ln(x‬‬

‫ن‪:‬‬ ‫اﻷﺳ ﺔ‪،‬‬


‫ﻌﻲ ﻫ اﻟ اﻟﺔ اﻟﻌ ّﺔ ﻟﻠ اﻟﺔ ّ‬ ‫أن اﻟﻠ ﻏﺎر اﻟ‬
‫ﻌﻲ” ‪ ،‬و ﺎ ّ‬ ‫ﻬﺎ ”داﻟﺔ اﻟﻠ ﻏﺎر اﻟ‬ ‫وﻧ‬
88 5 Funktionen und deren Graphen

ln(ex ) = x

für alle x ∈ R und

eln(z) = z

für alle z ∈ R>0 .

y
ln(x)

x
1 e

Abb. 5.15: Der Graph des natürlichen Logarithmus.

Bemerkung 5.18 (Logarithmusgesetze) Für a, b > 0 gilt


n
an = eln(a) = eln(a)·n ,
ln(an ) = n · ln(a),
ln(a · b) = ln(a) + ln(b)
 
a
ln = ln(a) − ln(b).
b

Weiterhin gilt

ln(1) = 0, ln(e) = 1.

Viele Terme lassen sich mithilfe der Potenz- und Logarithmusgesetze vereinfachen, wie
das nächste Beispiel zeigt.
‫ﻬﺎ اﻟ ﺎﻧ ﺔ‬ ‫‪ 5‬اﻟ ا ﻊ وﺧ‬ ‫‪89‬‬

‫‪ln(ex ) = x‬‬

‫ﻣ أﺟﻞ ‪ ،x ∈ R‬و ن‪:‬‬

‫‪eln(z) = z‬‬

‫ﻣ أﺟﻞ ‪.z ∈ R>0‬‬

‫‪y‬‬
‫)‪ln(x‬‬

‫‪1‬‬

‫‪x‬‬
‫‪1‬‬ ‫‪e‬‬

‫ﻌﻲ‪.‬‬ ‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ ﻏﺎر اﻟ‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :5.15‬اﻟ‬

‫ن‪:‬‬ ‫اﻟﻠ ﻏﺎر ( ﻣ أﺟﻞ ‪a, b > 0‬‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪) 5.18‬ﻗ اﻧ‬

‫(‬ ‫‪)n‬‬
‫‪an = eln(a) = eln(a)·n ,‬‬
‫‪ln(an ) = n · ln(a),‬‬
‫)‪ln(a · b) = ln(a) + ln(b‬‬
‫) (‬
‫‪a‬‬
‫‪ln‬‬ ‫‪= ln(a) − ln(b).‬‬
‫‪b‬‬

‫ن‪:‬‬ ‫ﻛﻟ‬

‫‪ln(1) = 0,‬‬ ‫‪ln(e) = 1.‬‬

‫واﻟﻠ ﻏﺎر ‪.‬‬ ‫اﻟﻘ‬ ‫ﺎﻋ ة ﻗ اﻧ‬ ‫ﻣ اﻟ ود‬ ‫اﻟ‬ ‫ﺎﺗ‬ ‫ﻓﻲ اﻟ ﺎل اﻟ ﺎﻟﻲ‬ ‫ﻛﺎﺳ‬
90 5 Funktionen und deren Graphen

Beispiel 5.19
a) ln(e7 ) = 7,
4
b) e4·ln(3) = eln(3)·4 = eln(3) = 34 = 81,
√ 
 r 
1 3
= ln e−3 = ln e−3/2 = −

c) ln 3
e 2
e ln(5) 5
d) eln(5)−5 = 5 = 5 .
e e

5.5 Aufgaben

Aufgabe 5.1 Skizzieren Sie den Graphen der Funktion

f (x) = −(−x)3 .

Was fällt auf?

Aufgabe 5.2 Skizzieren Sie den Graphen der Funktion


1
f (x) = − + 3.
(x − 3)2

Wie groß kann der Definitionsbereich gewählt werden?

Aufgabe 5.3 Skizzieren Sie den Graphen der Funktion

f (x) = x2 − 4x + 2.

[Hinweis: Schreiben Sie den Term zunächst um.]

Aufgabe 5.4 Skizzieren Sie den Graphen der Funktion


q
f (x) = − (−x + 1)2 + 1.

Aufgabe 5.5 Skizzieren Sie den Graphen der Funktion


π
f (x) = 3 sin(x − ) + 1.
2
Aufgabe 5.6 Berechnen Sie

e1−ln(3) − ln(e2 ) − ln(e17 ).


‫ﻬﺎ اﻟ ﺎﻧ ﺔ‬ ‫‪ 5‬اﻟ ا ﻊ وﺧ‬ ‫‪91‬‬

‫ﻣ ﺎل ‪5.19‬‬
‫‪ln(e7 ) = 7‬‬ ‫‪.1‬‬
‫(‬ ‫‪)4‬‬
‫)‪e4·ln(3‬‬
‫=‬ ‫=‬ ‫‪eln(3)·4‬‬ ‫)‪eln(3‬‬
‫‪= 34 = 81‬‬ ‫‪.2‬‬
‫) √(‬
‫‪1‬‬ ‫) √(‬ ‫(‬ ‫)‬ ‫‪3‬‬
‫‪ln‬‬ ‫‪3‬‬
‫‪= ln e−3 = ln e−3/2 = −‬‬ ‫‪.3‬‬
‫‪e‬‬ ‫‪2‬‬
‫‪e‬‬‫)‪ln(5‬‬ ‫‪5‬‬
‫‪eln(5)−5 = 5 = 5‬‬ ‫‪.4‬‬
‫‪e‬‬ ‫‪e‬‬

‫‪ 5.5‬ﺗ ﺎر‬

‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ‪ ،‬ﻣﺎذا ﺗﻼﺣ ؟‬ ‫‪ 5.1‬ارﺳ اﻟ‬ ‫ﺗ‬

‫‪f (x) = −(−x)3 .‬‬

‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ‪.‬‬ ‫‪ 5.2‬ارﺳ اﻟ‬ ‫ﺗ‬

‫‪1‬‬
‫‪f (x) = −‬‬ ‫‪+ 3.‬‬
‫‪(x − 3)2‬‬

‫ﺔ ﻟﻠ ﺎ ﻊ؟‬ ‫ﻣ‬ ‫ﻋﺔ ﺗﻌ‬ ‫ﻣ‬ ‫ﻣﺎ ﻫﻲ أﻛ‬


‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ‪.‬‬ ‫‪ 5.3‬ارﺳ اﻟ‬ ‫ﺗ‬

‫‪f (x) = x2 − 4x + 2.‬‬

‫]ﻣﻼﺣ ﺔ‪ :‬أﻋ ﺻ ﺎﻏﺔ اﻟ ﻌﺎدﻟﺔ أوﻻً‪[.‬‬


‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ‪.‬‬ ‫‪ 5.4‬ارﺳ اﻟ‬ ‫ﺗ‬
‫√‬
‫‪f (x) = −‬‬ ‫‪(−x + 1)2 + 1.‬‬

‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ‪.‬‬ ‫‪ 5.5‬ارﺳ اﻟ‬ ‫ﺗ‬


‫‪π‬‬
‫‪f (x) = 3 sin(x −‬‬ ‫‪) + 1.‬‬
‫‪2‬‬
‫‪ 5.6‬أوﺟ ﻧﺎﺗﺞ اﻟﻌ ﺎرة اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪:‬‬ ‫ﺗ‬

‫‪e1−ln(3) − ln(e2 ) − ln(e17 ).‬‬


6 Grenzwerte (Limiten)

Zusammenfassung Wir möchten in diesem Kapitel den Begriff des Grenzwerts bzw. Li-
mes einführen. Diese Theorie beantwortet uns die Frage nach dem Verhalten von Funk-
tionen “im Unendlichen” bzw. das Verhalten von Funktionen in der Nähe von markanten
Stellen im oder außerhalb des Definitionsbereichs. Beispiele für solche markanten Stellen
sind Polstellen oder sogenannte Lücken im Graph.

6.1 Beispiele von Grenzwerten

Um den Begriff eines Grenzwertes zu veranschaulichen, beginnen wir mit einem Beispiel.

Beispiel 6.1 Wir betrachten die Funktion f : R → R, f (x) = −x3 . Wie verhält sich die
Funktion f , wenn wir mit x beliebig groß werden, also mit x gegen Unendlich (als Symbol:
∞) laufen?

x
1

−x3

Abb. 6.1: Der Graph der Funktion f (x) = −x3 .

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018 92


M. Weber, Basiswissen Mathematik auf Arabisch und Deutsch –
‫أساسيات في الرياضيات باللغتين العربية واأللمانية‬, https://doi.org/10.1007/978-3-662-58071-4_6
‫اﻟ ﻬﺎ ﺎت‬ ‫‪6‬‬

‫ﺎ ﻣ اﻹﺟﺎ ﺔ ﻋ اﻷﺳ ﻠﺔ اﻟ ﻌّﻠﻘﺔ ﻠ ك‬ ‫ﻠﺢ ”اﻟ ﻬﺎ ﺔ”‪ ،‬اﻟ ﺳ‬ ‫ﺳ ﻌ ّ ف ﻓﻲ ﻫ ا اﻟﻔ ﻞ ﻋﻠﻰ اﻟ‬ ‫ﻣﻠ‬
‫اﻟ ا ﻊ ﻋ ”اﻟﻼﻧﻬﺎ ﺔ” أو ﻋ اﻻﻗ اب ﻣ ﻧﻘﺎ ﻣ ة داﺧﻞ أو ﺧﺎرج ﻣ ﻋﺔ اﻟ ﻌ ‪ .‬ﻛ ﺎل ﻋﻠﻰ ذﻟ ”اﻷﻗ ﺎب”‬
‫أو ”اﻻﻧﻘ ﺎﻋﺎت ﻓﻲ اﻟ اﻟ ﺎﻧﻲ”‪.‬‬

‫‪ 6.1‬أﻣ ﻠﺔ ﻋﻠﻰ اﻟ ﻬﺎ ﺎت‬

‫ﻠﺢ اﻟ ﻬﺎ ﺔ ﺳ أ ﺎﻟ ﺎل اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬ ‫ﻟ ﺿﺢﻣ‬

‫اﻟ اﻟﺔ ‪ f‬ﻋ ﻣﺎ ﺗ ﻌﻰ ‪ x‬إﻟﻰ اﻟﻼﻧﻬﺎ ﺔ )ﻧ ﻣ‬ ‫اﻟ اﻟﺔ ‪ . f (x) = −x3 ، f : R → R‬ﻛ ﻒ ﺗ ﻐ‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ 6.1‬ﻟ ﻌ‬
‫ﻟﻬﺎ‪(∞ :‬؟‬

‫‪y‬‬

‫‪1‬‬

‫‪x‬‬
‫‪1‬‬

‫‪−x3‬‬

‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ ‪. f (x) = −x3‬‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :6.1‬اﻟ‬

‫‪93‬‬
94 6 Grenzwerte (Limiten)

Anhand des Graphen in Abbildung 6.1 können wir ablesen, dass die Funktionswerte
f (x) für größer werdende Werte von x negativ und betragsmäßig beliebig groß werden.
Wir sagen in diesem Fall die Funktion f strebt für x → ∞ gegen den Grenzwert −∞ und
schreiben
lim −x3 = −∞.
x→∞

Analog kann man anhand des Graphen ablesen, dass

lim −x3 = ∞.
x→−∞

Es gibt jedoch auch Funktionen, bei denen es nicht nur interessant ist zu wissen, was
“im Unendlichen” passiert, sondern wie sich die Funktionen um bestimmte Werte von x
verhalten. Besonders dann ist dies interessant, wenn man diese bestimmten Werte für x
selbst nicht in die Funktion einsetzen kann, weil die Funktion dort nicht definiert ist.
1
Beispiel 6.2 Wir betrachten die Funktion g : R \ {0} → R, g(x) = 2 . Wir können diese
x
Funktion nicht an der Stelle x = 0 auswerten, da sie dort nicht definiert ist. Wie verhält
sich jedoch g, wenn wir sehr kleine Werte für x, also Werte nahe bei Null einsetzen?

1
g(x) =
x2

x
1

1
Abb. 6.2: Der Graph der Funktion g(x) = .
x2

Anhand des Graphen (siehe Abbildung 6.2) können wir ablesen, dass die Funktions-
werte immer größer werden, je näher wir uns mit x der Null nähern. Wir sagen in diesem
Fall die Funktion g strebt für x → 0 gegen ∞ und schreiben
1
lim = ∞.
x→0 x2

Analog folgt beispielsweise, dass


‫‪ 6‬اﻟ ﻬﺎ ﺎت‬ ‫‪95‬‬

‫ل ‪.x‬‬ ‫ﺎزد ﺎد ﻗ ﺔ اﻟ‬ ‫أن ﻗ ﺔ اﻟ اﻟﺔ )‪ f (x‬ﺗ ﺎﻗ‬


‫ّ‬ ‫أن ﻧ‬ ‫اﻟ ﺎﻧﻲ اﻟ ﺎﺑ )اﻟ ﻞ ‪،(6.1‬‬ ‫ﻟﻠ‬ ‫ﺎﻟ‬
‫أن‪:‬‬
‫ﻌﻰ إﻟﻰ ”اﻟ ﻬﺎ ﺔ” ∞‪ −‬ﻋ ﻣﺎ ∞ → ‪ x‬أ ّ‬ ‫أن اﻟ ﺎ ﻊ ‪f‬‬
‫ﻓﻲ ﻫ ﻩ اﻟ ﺎﻟﺔ ﻧﻘ ل ّ‬

‫‪lim −x3 = −∞.‬‬


‫∞→‪x‬‬

‫أن‪:‬‬
‫اﻟ ﺎﻧﻲ ّ‬ ‫ﺞ ﻣ اﻟ‬ ‫و ﺎﻟ ﻞ ﻧ‬
‫‪lim −x3 = ∞.‬‬
‫∞‪x→−‬‬

‫اﻟ ا ﻊ اﻟ ﻲ ﻟ ﻧ ﻔﻲ ﺑ راﺳﺔ ﺳﻠ ﻬﺎ ﻋ اﻟﻼﻧﻬﺎ ﺔ وﻧ ﺎ ﺳ رس ﺳﻠ ﻬﺎ ﺎﻟﻘ ب ﻣ ﻗ ﻣ دة ﻣ ‪،x‬‬ ‫ﯾﺟ ﻌ‬

‫ﻣﻌ ّ ف ﻋ ﻫﺎ‪.‬‬ ‫ﻷﻧﻪ ﻏ‬


‫ﻬﺎ ﺎﻟ ﺎ ﻊ ّ‬ ‫ﺗﻌ‬ ‫ص ﺳ ﻬ ﺑ ﻠ اﻟﻘ ﻣ ‪ x‬اﻟ ﻲ ﻻ‬ ‫ﻋﻠﻰ وﺟﻪ اﻟ‬
‫‪1‬‬
‫= )‪.g(x‬‬ ‫اﻟ ﺎ ﻊ اﻟ ﺎﻟﻲ‪،g : R \ {0} → R :‬‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ 6.2‬ﻟ ﻌ‬
‫‪x2‬‬
‫ﻛﻒﺳ ن‬ ‫ﻣﻌ ّ ف‪ .‬وﻟ‬ ‫ﻷن اﻟ ﺎ ﻊ ﻋ ﻫ ﻩ اﻟ ﻘ ﺔ ﻏ‬
‫ّ‬ ‫ﺎ إ ﺎد ﻗ ﺔ اﻟ ﺎ ﻊ ﻋ اﻟ ﻘ ﺔ ‪ ،x = 0‬وذﻟ‬ ‫ﻫﺎﻻ‬
‫ﺳﻠ ك اﻟ ﺎ ﻊ ‪ g‬ﻋ ﻣﺎ ﺗ ن ﻗ ﺔ ‪ x‬ﺻﻐ ة ﺟ اً أ ﻋ ﻣﺎ ﺗﻘ ب ﻣ اﻟ ﻔ ؟‬

‫‪y‬‬

‫‪1‬‬
‫= )‪g(x‬‬
‫‪x2‬‬

‫‪1‬‬
‫‪x‬‬
‫‪1‬‬

‫‪1‬‬
‫= )‪.g(x‬‬ ‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :6.2‬اﻟ‬
‫‪x2‬‬

‫ﻗ ﺔ ‪ x‬ﻣ اﻟ ﻔ ‪ ،‬وﻧﻘ ل‬ ‫ﻛﻠ ﺎ اﻗ‬ ‫ﺢ أﻛ‬ ‫أن ﻗ اﻟ ﺎ ﻊ ﺗ‬


‫ﻟﻠ اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ )اﻟ ﻞ ‪ ،(6.2‬ﻧﻼﺣ ّ‬ ‫ﺎﻟ‬
‫ﺄن اﻟ ﺎ ﻊ ‪ g‬ﻌﻰ إﻟﻰ ∞ ﻣ أﺟﻞ ‪ x → 0‬وﻧ ‪:‬‬ ‫ّ‬ ‫ﺎﻟﺔ‬ ‫اﻟ‬ ‫ﻩ‬ ‫ﻓﻲ ﻫ‬

‫‪1‬‬
‫‪lim‬‬ ‫‪= ∞.‬‬
‫‪x→0 x2‬‬

‫ن ﻣ ﻼً‪:‬‬ ‫ﻞ ﻣ ﺎﺛﻞ ﻟ ﺎ ﺳ‬
96 6 Grenzwerte (Limiten)

1
lim = ∞.
x→3 (x − 3)2

Bemerkung 6.3 Manchmal unterscheiden sich der links- und rechtseitige Grenzwert. Wir
vernachlässigen derartige Fälle jedoch.

6.2 Regeln zur Berechnung von Grenzwerten

Bemerkung 6.4 Im Allgemeinen gilt

lim xn = ∞ für alle n ∈ N,


x→∞
(
n ∞ falls n gerade,
lim x =
x→−∞ −∞ falls n ungerade.

Möchte man den Grenzwert eines Polynoms für x → ±∞ bestimmen, so ist nur das
Verhalten des Terms mit dem höchsten Exponenten ausschlaggebend für den Grenzwert.
Beispiel 6.5
1. Es gilt lim x2 + 2x − 6 = ∞, denn lim x2 = ∞.
x→∞ x→∞
2. Es gilt lim x4 + 3x2 + 6x − 10 = ∞, denn lim x4 = ∞.
x→−∞ x→−∞
3. Es gilt lim −2x3 − 12x + 3 = −∞, denn lim −2x3 = −∞.
x→∞ x→∞

Wir wissen nun, wie man Grenzwerte von Polynomen für x → ±∞ bestimmt. Wie sieht
es aber mit rationalen Funktionen aus?
1
Beispiel 6.6 Für die Funktion f : R \ {0}, f (x) = gilt
x
1
lim = 0,
x
x→∞
1
lim = 0.
x→−∞ x

Die folgende Bemerkung gibt Kriterien für die Bestimmung des Grenzwerts einer ra-
tionalen Funktion.
Bemerkung 6.7 (Grenzwerte von rationalen Funktionen) Für eine rationale Funktion
f unterscheidet man die Folgenden drei Fälle beim Bestimmen von Grenzwerten für x →
±∞.
1. Fall: Der Grad des Polynoms im Zähler ist größer als der Grad des Polynoms im Nen-
ner, d.h.

an xn + an−1 xn−1 + ... + a1 x + a0


f (x) = ,
bm xm + bm−1 xm−1 + ... + b1 x + b0
‫‪ 6‬اﻟ ﻬﺎ ﺎت‬ ‫‪97‬‬

‫‪1‬‬
‫‪lim‬‬ ‫‪= ∞.‬‬
‫‪x→3‬‬ ‫‪(x − 3)2‬‬

‫”‪ ،‬وﻟ ﺎ ﻟ ﻧ رس ﻣ ﻞ ﻫ ﻩ اﻟ ﺎﻻت‪.‬‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪ 6.3‬أﺣ ﺎﻧﺎً ﺗ ﻠﻒ اﻟ ﻬﺎ ﺔ ”ﻣ اﻟ ﺎر” ﻋ اﻟ ﻬﺎ ﺔ ”ﻣ اﻟ‬

‫ﺎب اﻟ ﻬﺎ ﺎت‬ ‫‪ 6.2‬ﻗ اﻋ ﻟ‬

‫ن‪:‬‬ ‫ﻞ ﻋﺎم‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪6.4‬‬

‫∞ = ‪ lim xn‬ﻣ أﺟﻞ ‪n ∈ N‬‬


‫∞→‪x‬‬
‫{‬
‫∞‬ ‫إذا ﻛﺎﻧ ‪ n‬ﻋ د زوﺟﻲ‬
‫= ‪lim xn‬‬
‫∞‪x→−‬‬ ‫∞‪−‬‬ ‫إذا ﻛﺎﻧ ‪ n‬ﻋ د ﻓ د‬

‫د اﻟ ﻬﺎ ﺔ‪.‬‬ ‫ذو اﻷس اﻷﻋﻠﻰ ﻫ ﻓﻘ ﻣ‬ ‫ﻓﺈن اﻟ‬


‫ﺣ ود ﻋ ﻣﺎ ∞‪ّ x → ±‬‬ ‫إذا أردﻧﺎ إ ﺎد ﻧﻬﺎ ﺔ ﻛ‬
‫ﻣ ﺎل ‪6.5‬‬
‫ﻷن ∞ = ‪. lim x‬‬‫‪2‬‬
‫‪lim x + 2x − 6 = ∞ .1‬‬
‫∞→‪ّ x‬‬
‫‪2‬‬
‫∞→‪x‬‬
‫ﻷن ∞ = ‪. lim x‬‬
‫‪4‬‬
‫‪ّ lim x + 3x + 6x − 10 = ∞ .2‬‬
‫‪4‬‬ ‫‪2‬‬
‫∞‪x→−‬‬ ‫∞‪x→−‬‬
‫ﻷن ∞‪. lim −2x3 = −‬‬ ‫‪lim −2x3 − 12x + 3 = −∞ .3‬‬
‫∞→‪ّ x‬‬
‫∞→‪x‬‬

‫ﺔ؟‬ ‫ﺎ ﺗ ﯾ ﻧﻬﺎ ﺔ داﻟﺔ ﻛ‬ ‫ﻛﻒ‬ ‫ﺣ ود ﻋ ﻣﺎ ∞‪ x → ±‬وﻟ‬ ‫ﺎ ﺗ ﯾ ﻧﻬﺎ ﺔ ﻛ‬ ‫ﻧﻌﻠ اﻵن ﻛ ﻒ‬ ‫ﻧ‬


‫‪1‬‬
‫= )‪ f (x‬ﯾ ﻘ ‪:‬‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ 6.6‬ﻣ أﺟﻞ اﻟ اﻟﺔ }‪، f : R \ {0‬‬
‫‪x‬‬
‫‪1‬‬
‫‪lim‬‬ ‫‪=0‬‬
‫∞→‪x‬‬‫‪x‬‬
‫‪1‬‬
‫‪lim = 0‬‬
‫‪x→−∞ x‬‬

‫ﺔ‪.‬‬ ‫ﯾ ﻧﻬﺎ ﺔ داﻟﺔ ﻛ‬ ‫ﺳ ﻌﻬﺎ ﻟ‬ ‫ﻓﻲ اﻟ ﻼﺣ ﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ ﯾ ﺟ ﻣﻌﺎﯾ‬


‫ﺛﻼث‬ ‫ﺑ‬ ‫ﺔ ‪ f‬ﻋ ﻣﺎ ∞‪ .x → ±‬ﯾ ﻐﻲ ﻋﻠ ﺎ اﻟ‬ ‫ﯾ ﻧﻬﺎ ﺔ داﻟﺔ ﻛ‬ ‫ﺔ( ﻟ‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪) 6.7‬ﻧﻬﺎ ﺎت اﻟ ا ﻊ اﻟ‬
‫ﺣﺎﻻت ﻣ ﻠﻔﺔ‪.‬‬
‫ﻣ ﻬﺎ ﻓﻲ اﻟ ﻘﺎم‪ ،‬ﻫ ا ﻌ ﻲ‪:‬‬ ‫أﻛ‬ ‫اﻟ ود ﻓﻲ اﻟ‬ ‫‪ .1‬اﻟ ﺎﻟﺔ اﻷوﻟﻰ‪ :‬درﺟﺔ ﻛ‬

‫‪an xn + an−1 xn−1 + ... + a1 x + a0‬‬


‫= )‪f (x‬‬ ‫‪,‬‬
‫‪bm xm + bm−1 xm−1 + ... + b1 x + b0‬‬
98 6 Grenzwerte (Limiten)

wobei n > m (m, n ∈ N) und an , ..., a0 , bm , ..., b0 ∈ R. In diesem Fall gilt


an
lim f (x) = ∞, falls > 0,
x→∞ bm
an
lim f (x) = −∞, falls < 0,
x→∞ bm
an
lim f (x) = ∞, falls · (−1)(n−m) > 0,
x→−∞ bm
an
lim f (x) = −∞, falls · (−1)(n−m) < 0.
x→−∞ bm
2. Fall: Der Grad des Polynoms im Zähler ist kleiner als der Grad des Polynoms im Nen-
ner, d.h.

an xn + an−1 xn−1 + ... + a1 x + a0


f (x) = ,
bm xm + bm−1 xm−1 + ... + b1 x + b0

wobei n < m (m, n ∈ N) und an , ..., a0 , bm , ..., b0 ∈ R. In diesem Fall gilt

lim f (x) = 0.
x→±∞

3. Fall: Der Grad des Polynoms im Zähler stimmt mit dem Grad des Polynoms im Nenner
überein, d.h.

an xn + an−1 xn−1 + ... + a1 x + a0


f (x) = ,
bn xn + bn−1 xn−1 + ... + b1 x + b0

wobei n ∈ N und an , ..., a0 , bn , ..., b0 ∈ R. In diesem Fall gilt


an
lim f (x) = .
x→±∞ bn
Beispiel 6.8
Es gilt
18x6 − 2x2 − 7
lim = ∞,
x→∞ 6x5 − 2x2 + 8

da der Grad des Polynoms im Zähler größer als der Grad des Polynoms im Nenner ist und
18
> 0 (1. Fall).
6
Es gilt
17x3 + 6x − 12
lim = 0,
x→∞ 13x4 − 18
da der Grad des Polynoms im Zähler kleiner als der Grad des Polynoms im Nenner ist (2.
Fall).
Es gilt
6x4 − 2x2 − 7 6
lim 4 = = 2,
x→∞ 3x + 6x3 − 12 3
‫‪ 6‬اﻟ ﻬﺎ ﺎت‬ ‫‪99‬‬

‫أن ‪ n > m‬و )‪ (m, n ∈ N‬و ‪ .an , ..., a0 , bm , ..., b0 ∈ R‬ﻋ ﺋ ٍ ﯾ ﻘ ‪:‬‬
‫ﻋﻠ ﺎً ّ‬
‫‪an‬‬
‫‪lim f (x) = ∞,‬‬ ‫(‬ ‫‪) ,‬ﻋ ﻣﺎ ‪> 0‬‬
‫∞→‪x‬‬ ‫‪bm‬‬
‫‪an‬‬
‫‪lim f (x) = −∞,‬‬ ‫(‬ ‫‪) ,‬ﻋ ﻣﺎ ‪< 0‬‬
‫∞→‪x‬‬ ‫‪bm‬‬
‫‪an‬‬
‫‪lim f (x) = ∞,‬‬ ‫(‬ ‫‪) ,‬ﻋ ﻣﺎ ‪· (−1)(n−m) > 0‬‬
‫∞‪x→−‬‬ ‫‪bm‬‬
‫‪an‬‬
‫‪lim f (x) = −∞,‬‬ ‫(‬ ‫)ﻋ ﻣﺎ ‪· (−1)(n−m) < 0‬‬
‫∞‪x→−‬‬ ‫‪bm‬‬

‫أﺻﻐ ﻣ ﻬﺎ ﻓﻲ اﻟ ﻘﺎم‪ ،‬ﻫ ا ﻌ ﻲ‪:‬‬ ‫اﻟ ود ﻓﻲ اﻟ‬ ‫‪ .2‬اﻟ ﺎﻟﺔ اﻟ ﺎﻧ ﺔ‪ :‬درﺟﺔ ﻛ‬

‫‪an xn + an−1 xn−1 + ... + a1 x + a0‬‬


‫= )‪f (x‬‬ ‫‪,‬‬
‫‪bm xm + bm−1 xm−1 + ... + b1 x + b0‬‬

‫أن ‪ n < m‬و )‪ (m, n ∈ N‬و ‪ .an , ..., a0 , bm , ..., b0 ∈ R‬ﻋ ﺋ ٍ ﯾ ﻘ ‪:‬‬
‫ّ‬ ‫ﺣ‬

‫‪lim f (x) = 0.‬‬


‫∞‪x→±‬‬

‫واﻟ ﻘﺎم‪ ،‬ﻫ ا ﻌ ﻲ‪:‬‬ ‫اﻟ ود ﻓﻲ اﻟ‬ ‫درﺟﺔ ﻛ‬ ‫‪ .3‬اﻟ ﺎﻟﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪ :‬إذا ﺗ ﺎ ﻘ‬

‫‪an xn + an−1 xn−1 + ... + a1 x + a0‬‬


‫= )‪f (x‬‬ ‫‪,‬‬
‫‪bn xn + bn−1 xn−1 + ... + b1 x + b0‬‬

‫أن ‪ n ∈ N‬و ‪ .an , ..., a0 , bn , ..., b0 ∈ R‬ﻋ ﺋ ٍ ﯾ ﻘ ‪:‬‬


‫ّ‬ ‫ﺣ‬
‫‪an‬‬
‫= )‪lim f (x‬‬
‫∞‪x→±‬‬ ‫‪bn‬‬

‫ﻣ ﺎل ‪6.8‬‬
‫‪ .1‬ﺗ ن‬
‫‪18x6 − 2x2 − 7‬‬
‫‪lim‬‬ ‫‪= ∞,‬‬
‫‪x→∞ 6x5 − 2x2 + 8‬‬

‫‪18‬‬
‫)اﻟ ﺎﻟﺔ اﻷوﻟﻰ(‪.‬‬ ‫أﻛ ﻣ ﻬﺎ ﻓﻲ اﻟ ﻘﺎم و ‪> 0‬‬ ‫اﻟ ود ﻓﻲ اﻟ‬ ‫ﻷن درﺟﺔ ﻛ‬
‫ّ‬
‫‪6‬‬
‫‪ .2‬ﺗ ن‬
‫‪17x3 + 6x − 12‬‬
‫‪lim‬‬ ‫‪= 0,‬‬
‫∞→‪x‬‬ ‫‪13x4 − 18‬‬
‫أﺻﻐ ﻣ ﻬﺎ ﻓﻲ اﻟ ﻘﺎم )اﻟ ﺎﻟﺔ اﻟ ﺎﻧ ﺔ(‪.‬‬ ‫اﻟ ود ﻓﻲ اﻟ‬ ‫ﻷن درﺟﺔ ﻛ‬
‫ّ‬
‫‪ .3‬ﺗ ن‬
‫‪6x4 − 2x2 − 7‬‬ ‫‪6‬‬
‫‪lim‬‬ ‫‪= = 2,‬‬
‫‪x→∞ 3x4 + 6x3 − 12‬‬ ‫‪3‬‬
100 6 Grenzwerte (Limiten)

da der Grad des Polynoms im Zähler gleich dem Grad des Polynoms im Nenner ist (3.
Fall).
Bemerkung 6.9 (Grenzwerte von Exponentialfunktion und Logarithmus) Für die Ex-
ponentialfunktion und den natürlichen Logarithmus gelten die folgenden Aussagen.
1. lim ex = ∞.
x→∞
2. lim ex = 0.
x→−∞
3. lim ln(x) = ∞.
x→∞
4. lim ln(x) = −∞.
x→0

Nun bleibt die Frage offen, wie man den Grenzwert einer Funktion bestimmt, die aus
einem Polynom und der Exponentialfunktion bzw. dem natürlichen Logarithmus zusam-
mengesetzt ist. Im folgenden Beispiel werden Regeln für solche Grenzwertbetrachtungen
formuliert.
Beispiel 6.10 Wir stellen uns die Frage, was der Grenzwert von

ex
x4 + x2 − 6
für x → ∞ ist. Die Frage lässt sich auf den ersten Blick nicht einfach beantworten denn der
Term
1
x4 + x2 − 6
geht für x → ∞ gegen 0, während ex gegen ∞ strebt. In diesem Fall “gewinnt” die Expo-
nentialfunktion gegen die rationale Funktion, d.h. für den Grenzwert für x → ∞ ist nur die
Exponentialfunktion relevant. Es gilt also

ex
lim = ∞.
x→∞ x4 + x2 − 6

Allgemein gilt: “Exponentiale schlagen Potenzen” in der Grenzwertbetrachtung. Mit der-


selben Begründung gilt
lim (x4 + x2 − 6) · e−x = 0.
x→∞

Für den natürlichen Logarithmus sieht es etwas anders aus. Wir betrachten die Funktion

x · ln(x)

für x → 0. Auch hier lässt sich auf den ersten Blick nicht sagen was der Grenzwert ist,
denn der Term x geht für x → 0 gegen 0, während ln(x) für x → 0 gegen −∞ strebt. In
diesem Fall “gewinnt” jedoch der Term x gegen den natürlichen Logarithmus. Es gilt also

lim x · ln(x) = 0.
x→0

Allgemein gilt: “Potenzen schlagen Logarithmen” bei der Grenzwertbetrachtung. Das glei-
che Argument liefert
‫‪ 6‬اﻟ ﻬﺎ ﺎت‬ ‫‪101‬‬

‫اﻟ ود ﻓﻲ اﻟ ﻘﺎم )اﻟ ﺎﻟﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ(‪.‬‬ ‫ﺗ ﺎو درﺟﺔ ﻛ‬ ‫اﻟ ود ﻓﻲ اﻟ‬ ‫ﻷن درﺟﺔ ﻛ‬
‫ّ‬
‫ﻌﻲ ﺗ ﻘ‬ ‫اﻟ‬ ‫اﻷﺳ ﺔ واﻟﻠ ﻏﺎر‬
‫اﻷﺳﻲ واﻟﻠ ﻏﺎر ﻲ( ﻣ أﺟﻞ اﻟ اﻟﺔ ّ‬
‫ﺎﻟ ﺎ ﻊ ّ‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪) 6.9‬ﻧﻬﺎ ﺎت ﻣﻬ ﺔ ﺗ ﻌّﻠ‬
‫اﻟﻌﻼﻗﺎت اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪:‬‬
‫‪lim ex = ∞ .1‬‬
‫∞→‪x‬‬
‫‪lim ex = 0 .2‬‬
‫∞‪x→−‬‬
‫‪lim ln(x) = ∞ .3‬‬
‫∞→‪x‬‬
‫‪lim ln(x) = −∞ .4‬‬
‫‪x→0‬‬

‫ﺣ ود‬ ‫أﺳﻲ أو ﻛ‬
‫ﺎ ﺗ ﯾ ﻧﻬﺎ ﺔ داﻟﺔ ﻣ ﻟﻔﺔ ﻣ ﻛ ﺣ ود وﺗﺎ ﻊ ّ‬ ‫اﻵن ﯾ ﻘﻰ ﻟ ﯾ ﺎ اﻟ ال اﻟ ﺎﻟﻲ‪ :‬ﻛ ﻒ‬
‫ﺞ ﻗ اﻋ ﻟ ﺎب اﻟ ﻬﺎ ﺎت ﻓﻲ ﻫ ﻩ اﻟ ﺎﻻت‪.‬‬ ‫ﻌﻲ‪ .‬ﻓﻲ اﻟ ﺎل اﻟ ﺎﻟﻲ ﺳ‬ ‫وﻟ ﻏﺎر‬
‫ح اﻟ ال اﻟ ﺎﻟﻲ‪ :‬ﻣﺎ ﻫﻲ ﻧﻬﺎ ﺔ اﻟ ﺎ ﻊ اﻟ ﺎﻟﻲ ﻋ ∞ → ‪x‬؟‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ 6.10‬ﻟ‬

‫‪ex‬‬
‫‪x4 + x2 − 6‬‬

‫ﻷن اﻟ‬
‫اﻹﺟﺎ ﺔ ﻋ ﻫ ا اﻟ ال ﺑ ﺎ ﺔ ّ‬ ‫ﻟﻠ ﻫﻠﺔ اﻷوﻟﻰ ﯾ و أﻧﻪ ﻻ‬
‫‪1‬‬
‫‪x4 + x2 − 6‬‬

‫ﯾ ﻬﻲ إﻟﻰ ‪ 0‬ﻋ ﻣﺎ ∞ → ‪ ،x‬ﻓﻲ ﺣ ﯾ ﻬﻲ ‪ e‬إﻟﻰ ∞‪ ،‬ﻓﻲ ﻫ ﻩ اﻟ ﺎﻟﺔ ﯾ ﻔّ ق اﻟ ﺎ ﻊ ّ‬


‫اﻷﺳﻲ ﻋﻠﻰ اﻟ ﺎ ﻊ اﻟ‬ ‫‪x‬‬

‫أن‪:‬‬
‫اﻷﺳ ﺔ‪ .‬أ ّ‬‫أن اﻟ ﻬﺎ ﺔ ﻣ أﺟﻞ ∞ → ‪ x‬ﺗ ﻌّﻠ ﻓﻘ ﺎﻟ اﻟﺔ ّ‬
‫وﻫ ا ﻌ ﻲ ّ‬
‫‪ex‬‬
‫‪lim‬‬ ‫‪= ∞.‬‬
‫‪x→∞ x4 + x2 − 6‬‬

‫ﺎء ﻋﻠﻰ ذﻟ ﯾ ﻘ ‪:‬‬


‫ﺎب اﻟ ﻬﺎ ﺎت‪ .‬و ً‬ ‫ﻓ ﺎ ﯾ ﻌّﻠ‬ ‫ﻣ اﻷﺳ‬ ‫اﻷﺳﻲ أﻗ‬
‫ﺄن اﻟ ﺎ ﻊ ّ‬
‫ﺢ اﻟﻘ ل ّ‬ ‫ﻞ ﻋﺎم‬

‫‪lim (x4 + x2 − 6) · e−x = 0.‬‬


‫∞→‪x‬‬

‫اﻟ ﺎ ﻊ اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬ ‫ﻓﺈن اﻷﻣ ﻣ ﻠﻒ ﻗﻠ ﻼً ﻋ ﻣﺎ ﺳ ‪ .‬ﻟ ﻌ‬


‫ﻌﻲ ّ‬ ‫ﺔ ﻟﻠ ﻏﺎر اﻟ‬ ‫ﺎﻟ‬

‫)‪f (x) = x · ln(x‬‬

‫ﻌﻰ إﻟﻰ ‪ 0‬ﻋ ﻣﺎ ‪،x → 0‬‬ ‫‪x‬‬ ‫ﻷن اﻟ‬


‫ﺎ ﻣ اﻟ ﻫﻠﺔ اﻷوﻟﻰ ﺗ ﯾ ﻧﻬﺎ ﺔ اﻟ ﺎ ﻊ ّ‬ ‫ﻣ أﺟﻞ ‪ ،x → 0‬ﻫ ﺎ أ ﺎً ﻻ‬
‫ﺑ ﺎ ﻌﻰ اﻟ )‪ ln(x‬إﻟﻰ ∞‪ −‬ﻋ ﻣﺎ ‪.x → 0‬‬
‫وﻓﻲ ﻫ ﻩ اﻟ ﺎﻟﺔ ﯾ ﻔّ ق اﻟ ‪ x‬ﻋﻠﻰ اﻟﻠ ﻏﺎر اﻟ ﻌﻲ و ﻘ ‪:‬‬

‫‪lim x · ln(x) = 0.‬‬


‫‪x→0‬‬

‫ﯾ ﻘ ‪:‬‬ ‫ﺎء ﻋﻠﻰ ﻣﺎ ﺳ‬


‫ﺎب اﻟ ﻬﺎ ﺎت‪ .‬ﺑ ً‬ ‫ﻣ اﻟﻠ ﻏﺎر ﻓ ﺎ ﯾ ﻌّﻠ‬ ‫أﻗ‬ ‫ﺄن اﻷﺳ‬
‫اﻟﻘ ل ّ‬ ‫ﻞ ﻋﺎم‬
102 6 Grenzwerte (Limiten)

ln(x)
lim 2 + = 2.
x→∞ x3

6.3 Definitionslücken

In diesem Abschnitt werden wir uns das Verhalten von Funktionen um Definitionslücken
anschauen und Definitionslücken in zwei Typen unterteilen. Wir beginnen dazu wie ge-
wohnt mit einem Beispiel.
1
Beispiel 6.11 Wir betrachten die Funktion f : R \ {1} → R>0 , f (x) = .
(x − 1)2

1
(x − 1)2

x
1

Abb. 6.3: Ein Beispiel für einen Graphen mit Polstelle.

Die Funktion ist an der Stelle 1 nicht definiert. Daher interessieren wir uns für das Verhal-
ten der Funktion um diese Definitionslücke. Anhand des Graphen (siehe Abbildung 6.3)
können wir sehen, dass die Funktion sowohl rechts, als auch links von der Definitionslücke
immer größer wird, je näher wir an die Stelle 1 kommen. Eine Definitionslücke dieser Art
bezeichnen wir als Polstelle und wir schreiben in diesem Fall limx→1 f (x) = ∞.

Eine Definitionslücke muss jedoch nicht immer eine Polstelle sein, wie das nächste
Beispiel zeigt.
(x − 1)
Beispiel 6.12 Wir betrachten die Funktion f : R \ {1} → R, f (x) = . Man sieht
(x − 1)
schnell ein, dass man den Bruch für alle Werte im Definitionsbereich kürzen kann und
die Funktion daher konstant 1 ist. In diesem Fall ist die Definitionslücke, wie in Abbil-
dung 6.4 zu sehen, nur eine Lücke im Graph und keine Polstelle. Der Graph ist um die
Definitionslücke konstant 1, sodass limx→1 f (x) = 1.
‫‪ 6‬اﻟ ﻬﺎ ﺎت‬ ‫‪103‬‬

‫)‪ln(x‬‬
‫‪lim 2 +‬‬ ‫‪= 2.‬‬
‫∞→‪x‬‬ ‫‪x3‬‬

‫‪ 6.3‬ﻧﻘﺎ ﻋ م اﻟ ﻌ‬
‫ﻣ ﻠﻔ ‪.‬‬ ‫إﻟﻰ ﻧ ﻋ‬ ‫ﻧﻘﺎ ﻋ م اﻟ ﻌ‬ ‫ﻛ ﺎ ﺳﻘ‬ ‫ﺳ رس ﺳﻠ ك اﻟ ا ﻊ ﺣ ل ﻧﻘﺎ ﻋ م اﻟ ﻌ‬ ‫ﻓﻲ ﻫ ا اﻟﻘ‬
‫ﺳ أ اﻵن ﺎﻟ ﺎل اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬
‫‪1‬‬
‫= )‪. f (x‬‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ 6.11‬ﺳ ﻘ م ﺑ راﺳﺔ اﻟ ﺎ ﻊ ‪، f : R \ {1} → R>0‬‬
‫‪(x − 1)2‬‬

‫‪y‬‬

‫‪1‬‬
‫‪(x − 1)2‬‬

‫‪1‬‬
‫‪x‬‬
‫‪1‬‬

‫‪.‬‬ ‫ﻋﻠﻰ ﻗ‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :6.3‬ﻣ ﺎل ﻋﻠﻰ ﺧ ﺑ ﺎﻧﻲ‬

‫ﻫ ﻩ‪.‬‬ ‫إن اﻟ ﺎ ﻊ ﻏ ﻣﻌ ّ ف ﻋ ﻣﺎ ‪ x‬ﺗ ﺎو ‪ ،1‬ﻟ ﻟ ﺳ رس ﺳﻠ ك اﻟ ﺎ ﻊ ﺣ ل ﻧﻘ ﺔ ﻋ م اﻟ ﻌ‬


‫ّ‬
‫ﻟ ﻘ ﺔ ﻋ م اﻟ ﻌ‬ ‫أن ﻗ ﺔ اﻟ اﻟﺔ ﻋﻠﻰ ﻛﻠ ﺎ اﻟ ﻬ اﻟ ﻰ واﻟ‬
‫ﻟﻠ اﻟ ﺎﻧﻲ اﻟ ﺎﺑ )اﻟ ﻞ ‪ ،(6.3‬ﻧﻼﺣ ّ‬ ‫ﺎﻟ‬
‫ﻓﻲ ﻫ ﻩ‬ ‫” وﻧ‬ ‫ﺗ داد ﻛﻠ ﺎ اﻗ ﺎ ﻣ ﻧﻘ ﺔ ﻋ م اﻟ ﻌ )‪ .( x = 1‬ﻧﻘ ﺔ ﻋ م اﻟ ﻌ ﻣ ﻫ ا اﻟ ع ﺗ ﻰ ”ﻗ‬
‫اﻟ ﺎﻟﺔ‪.limx→1 f (x) = ∞ :‬‬

‫ﻓﻲ اﻟ ﺎل اﻟ ﺎﻟﻲ‪.‬‬ ‫ﻗ ﺎً ﻛ ﺎ ﺳ‬ ‫ور أن ﺗ ن ﻛﻞ ﻧﻘ ﺔ ﻋ م ﺗﻌ‬ ‫ﻣ اﻟ‬ ‫ﻟ ّﻪ ﻟ‬


‫)‪(x − 1‬‬
‫ﺎر اﻟ‬ ‫ﺎ اﺧ‬ ‫ّﺄﻧﻪ‬ ‫= )‪ . f (x‬ﺳ ﻌﺎً ﻣﺎ ﻧﻼﺣ‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ 6.12‬ﻟ ﻌ اﻟ ﺎ ﻊ ‪، f : R \ {1} → R‬‬
‫)‪(x − 1‬‬
‫ﻓﺈن اﻟ ﺎ ﻊ ﺛﺎﺑ وﻫ ‪.1‬‬
‫ّ‬ ‫وﻟ ﻟ‬ ‫اﻟ ﺎﺑ وذﻟ ﺎﻟ ﺔ ﻟ ﻊ ﻗ ﻣ ﻋﺔ اﻟ ﻌ‬
‫اﻟ ﺎﻧﻲ‬ ‫ﻗ ﺎً‪ ،‬واﻟ‬ ‫ﻓﺈن ﻧﻘ ﺔ ﻋ م اﻟ ﻌ ﻣ ّ د ” اﻧﻘ ﺎع ﻓﻲ اﻟ اﻟ ﺎﻧﻲ” )اﻟ ﻞ ‪ (6.4‬وﻟ‬‫ﻓﻲ ﻫ ﻩ اﻟ ﺎﻟﺔ ّ‬
‫ن‪.limx→1 f (x) = 1 :‬‬ ‫ﺣ ل ﻧﻘ ﺔ ﻋ م اﻟ ﻌ ﺛﺎﺑ ‪ ،1‬ﻟ ﻟ‬
104 6 Grenzwerte (Limiten)

1
x
1

Abb. 6.4: Ein Beispiel für einen Graphen mit einer Lücke.

Anhand des Graphen kann man stets ablesen, ob eine Definitionslücke eine Polstelle
oder nur eine Lücke im Graph ist. Anhand der Funktionsvorschrift lässt sich dies aber
nicht immer sofort ablesen, wie das nächste Beispiel zeigt.
Beispiel 6.13
1. Die Funktion
x2 − x − 6
f (x) =
x−3
hat an der Stelle 3 eine Lücke im Graph, denn es gilt

x2 − x − 6 (x + 2)(x − 3)
lim = lim = lim (x + 2) = 3 + 2 = 5.
x→3 x−3 x→3 x−3 x→3

2. Die Funktion
x2 − x − 2
g(x) =
x+1
hat an der Stelle −1 eine Lücke im Graph, denn es gilt

x2 − x − 2 (x − 2)(x + 1)
lim = lim = lim (x − 2) = −1 − 2 = −3.
x→−1 x+1 x→−1 x+1 x→−1

3. Die Funktion
x2 + 2x + 1
h(x) =
(x − 1)2
hat an der Stelle 1 eine Polstelle, denn

lim x2 + 2x + 1 = 4
x→1

und
1
lim = ∞,
x→1 (x − 1)2

sodass die Funktion h für Werte nahe bei 1 beliebig groß wird, also

x2 + 2x + 1
lim = ∞.
x→1 (x − 1)2
‫‪ 6‬اﻟ ﻬﺎ ﺎت‬ ‫‪105‬‬

‫‪y‬‬

‫‪1‬‬
‫‪x‬‬
‫‪1‬‬

‫اﻧﻘ ﺎع‪.‬‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :6.4‬ﻣ ﺎل ﻋﻠﻰ ﺧ ﺑ ﺎﻧﻲ‬

‫ﻗ ﺎً أو اﻧﻘ ﺎﻋﺎً ﻓﻘ ‪ .‬ﺑ ﺎ ﺻ ﻐﺔ‬ ‫ﻧﻘ ﺔ ﻋ م اﻟ ﻌ‬ ‫ﺎ داﺋ ﺎً ﻣﻌ ﻓﺔ ﻓ ﺎ إذا ﻛﺎﻧ‬ ‫اﻋ ﺎداً ﻋﻠﻰ اﻟ اﻟ ﺎﻧﻲ‬
‫اﻟ ﺎ ﻊ ﻻ ﺗ ﺢ ﻟ ﺎ دوﻣﺎً ﻣﻌ ﻓﺔ ذﻟ ﻛ ﺎ ﻓﻲ اﻟ ﺎل اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬
‫ﻣ ﺎل ‪6.13‬‬
‫إن ﻟﻠ اﻟﺔ‬
‫‪ّ .1‬‬
‫‪x2 − x − 6‬‬
‫= )‪f (x‬‬
‫‪x−3‬‬
‫ﻷن‬
‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻋ ‪ّ ،3‬‬ ‫اﻧﻘ ﺎﻋﺎً ﻓﻲ اﻟ‬

‫‪x2 − x − 6‬‬ ‫)‪(x + 2)(x − 3‬‬


‫‪lim‬‬ ‫‪= lim‬‬ ‫‪= lim (x + 2) = 3 + 2 = 5.‬‬
‫‪x→3‬‬ ‫‪x−3‬‬ ‫‪x→3‬‬ ‫‪x−3‬‬ ‫‪x→3‬‬

‫إن ﻟﻠ اﻟﺔ‬
‫‪ّ .2‬‬
‫‪x2 − x − 2‬‬
‫= )‪g(x‬‬
‫‪x+1‬‬
‫ﻷن‬
‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻋ ‪ّ ،−1‬‬ ‫اﻧﻘ ﺎﻋﺎً ﻓﻲ اﻟ‬

‫‪x2 − x − 2‬‬ ‫)‪(x − 2)(x + 1‬‬


‫‪lim‬‬ ‫‪= lim‬‬ ‫‪= lim (x − 2) = −1 − 2 = −3.‬‬
‫‪x→−1‬‬ ‫‪x+1‬‬ ‫‪x→−1‬‬ ‫‪x+1‬‬ ‫‪x→−1‬‬

‫إن ﻟﻠ اﻟﺔ‬
‫‪ّ .3‬‬
‫‪x2 + 2x + 1‬‬
‫= )‪h(x‬‬
‫‪(x − 1)2‬‬
‫ﻷن‬
‫ﻗ ﺎً ﻋ اﻟ ﻘ ﺔ ‪ّ ،1‬‬
‫‪lim x2 + 2x + 1 = 4‬‬
‫‪x→1‬‬

‫ﺎً‬ ‫وأ‬
‫‪1‬‬
‫‪lim‬‬ ‫∞=‬
‫‪x→1 (x − 1)2‬‬

‫‪ x‬ﻣ ‪ ،1‬و ن‪:‬‬ ‫ﻓﺈن ﻗ ﺔ اﻟ ﺎ ﻊ ‪ h‬ﺗ داد ﻛﻠ ﺎ اﻗ‬


‫ّ‬ ‫ﻟﻟ‬

‫‪x2 + 2x + 1‬‬
‫‪lim‬‬ ‫∞=‬
‫‪x→1 (x − 1)2‬‬
106 6 Grenzwerte (Limiten)

6.4 Aufgaben

Aufgabe 6.1 Bestimmen Sie den Grenzwert

−3x2 + 17x − 1692


lim .
x→∞ 5x2 − 24x + 1691

Aufgabe 6.2 Bestimmen Sie den Grenzwert

7x5 + 3x + 91
lim .
x→−∞ −5x2 − 2x + 1

Aufgabe 6.3 Bestimmen Sie den Grenzwert

lim 3x · ln(x).
x→0

Aufgabe 6.4 Bestimmen Sie den Grenzwert

lim ln(x) · ex .
x→0

Aufgabe 6.5 Bestimmen Sie den Typ der Definitionslücke (Polstelle oder Lücke im Graph)
der Funktion
x2 + 6x − 27
f (x) = .
x+9
Aufgabe 6.6 Bestimmen Sie den Typ der Definitionslücke (Polstelle oder Lücke im Graph)
der Funktion

f (x) = x ln(x)

an der Stelle x = 0.
‫‪ 6‬اﻟ ﻬﺎ ﺎت‬ ‫‪107‬‬

‫‪ 6.4‬ﺗ ﺎر‬

‫‪ 6.1‬أوﺟ اﻟ ﻬﺎ ﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪.‬‬ ‫ﺗ‬

‫‪−3x2 + 17x − 1692‬‬


‫‪lim‬‬
‫‪x→∞ 5x2 − 24x + 1691‬‬

‫‪ 6.2‬أوﺟ اﻟ ﻬﺎ ﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪.‬‬ ‫ﺗ‬

‫‪7x5 + 3x + 91‬‬
‫‪lim‬‬
‫‪x→−∞ −5x2 − 2x + 1‬‬

‫‪ 6.3‬أوﺟ اﻟ ﻬﺎ ﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪.‬‬ ‫ﺗ‬

‫)‪lim 3x ln(x‬‬
‫‪x→0‬‬

‫‪ 6.4‬أوﺟ اﻟ ﻬﺎ ﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪.‬‬ ‫ﺗ‬

‫‪lim ln(x)ex‬‬
‫‪x→0‬‬

‫اﻟ ﺎﻧﻲ( ﻟﻠ ﺎ ﻊ اﻟ ﺎﻟﻲ‪.‬‬ ‫أو ﻣ د اﻧﻘ ﺎع ﻓﻲ اﻟ‬ ‫)ﻗ‬ ‫‪ 6.5‬ﺣ د ﻧ ع ﻧﻘ ﺔ ﻋ م اﻟ ﻌ‬ ‫ﺗ‬

‫‪x2 + 6x − 27‬‬
‫= )‪f (x‬‬
‫‪x+9‬‬

‫اﻟ ﺎﻧﻲ( ﻟﻠ ﺎ ﻊ اﻟ ﺎﻟﻲ ﻋ ﻣﺎ ‪.x = 0‬‬ ‫أو ﻣ د اﻧﻘ ﺎع ﻓﻲ اﻟ‬ ‫)ﻗ‬ ‫‪ 6.6‬ﺣ د ﻧ ع ﻧﻘ ﺔ ﻋ م اﻟ ﻌ‬ ‫ﺗ‬

‫)‪f (x) = x ln(x‬‬


7 Differentialrechnung

Zusammenfassung Die Differentialrechnung beschäftigt sich mit der Steigung von Funk-
tionen in einem Punkt. Wir werden in diesem Kapitel zunächst die Steigung in einem Punkt
einer Funktion als Grenzwert der durchschnittlichen Steigung einer Funktion zwischen
zwei Punkten definieren. Anschließend werden wir den Begriff der Ableitungsfunktion
definieren und lernen, wie wir die Ableitungsfunktion einiger spezieller Funktionen be-
rechnen. Mithilfe dieser Theorie lassen sich markante Punkte von Funktionen berechnen,
die uns einige qualitative Eigenschaften der zugehörigen Funktionsgraphen liefern.

7.1 Ableitungen

Es sei f : (a, b) → R eine Funktion.

f (x)
f (x0 )

x
x0 x

Abb. 7.1: Die durchschnittliche Steigung eines Graphen zwischen zwei Punkten.

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018 108
M. Weber, Basiswissen Mathematik auf Arabisch und Deutsch –
‫أساسيات في الرياضيات باللغتين العربية واأللمانية‬, https://doi.org/10.1007/978-3-662-58071-4_7
‫ﺣ ﺎب اﻟ ﻔﺎﺿﻞ‬ ‫‪7‬‬

‫اﻟ ﻞ )ﻋ ﻧﻘ ﺔ ﻣﺎ ﻣ‬ ‫ﯾ رس اﻟ ﻔﺎﺿﻞ ﻣ ﻞ اﻟ ا ﻊ ﻓﻲ ﻧﻘ ﺔ ﻣﻌّ ﺔ وﻓﻲ ﻫ ا اﻟﻔ ﻞ ﺳ ﻘ م ﺑ ا ﺔ ﺑ ﻌ‬ ‫ﻣﻠ‬


‫اﻟ ﺎ ﻊ وﻧ ﻌﻠ ﻛ ﻔ ﺔ ﺣ ﺎب‬ ‫‪ .‬ﻌ ذﻟ ﺳ ﻌ ّ ف ﻣ ﻠﺢ ﻣ‬ ‫ﻧﻘﺎ اﻟ ﺎ ﻊ( ﻋﻠﻰ ّأﻧﻪ ﻧﻬﺎ ﺔ ﻣﻌ ّ ل ﺗﻐ اﻟ ﺎ ﻊ ﺑ ﻧﻘ‬
‫ﺎﺋ‬ ‫ﺎ إ ﺎد ﻧﻘﺎ ﻣ ة ﻟﻠ ا ﻊ واﻟ ﻲ ﺑ ورﻫﺎ ﺳ ّ ﻧﺎ‬ ‫ﻣ ّﻘﺎت ﻌ اﻟ ا ﻊ اﻟ ﺎﺻﺔ‪ .‬ﺎﻋ ة ﻫ ﻩ اﻟ ﻘﺎت‬
‫ﻧ ﻋ ﺔ ﻟﻠ ﺳ م اﻟ ﺎﻧ ﺔ ﻟ ﻠ اﻟ ا ﻊ‪.‬‬

‫‪ 7.1‬اﻻﺷ ﻘﺎق‬

‫ﻟ ﯾ ﺎ اﻟ ﺎ ﻊ ‪. f : (a, b) → R‬‬ ‫ﻟ‬

‫‪y‬‬

‫)‪f (x‬‬
‫) ‪f (x0‬‬

‫‪x‬‬
‫‪x0‬‬ ‫‪x‬‬

‫‪.‬‬ ‫ﻧﻘ‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :7.1‬ﻣ ّﺳ ﻣ ﻞ اﻟ ﺎ ﻊ ﺑ‬

‫‪109‬‬
110 7 Differentialrechnung

Wie in Abbildung 7.1 dargestellt, wird durch

f (x) − f (x0 )
x − x0
die durchschnittliche Steigung von f zwischen x0 und x beschrieben. Lässt man nun x0 fest
und x gegen x0 laufen, so erhält man die Steigung von f im Punkt x0 . Falls der Grenzwert

f (x) − f (x0 )
lim =: f 0 (x0 )
x→x0 x − x0

existiert, so nennen wir die Funktion f an der Stelle x0 differenzierbar und nennen f 0 :
(a, b) → R die Ableitung von f .

Bemerkung 7.1
1. Es sei f : R → R, f (x) = c eine konstante Funktion. Dann gilt

f 0 (x) = 0

für alle x ∈ R.
2. Es sei g : R → R, g(x) = m · x + b. Dann gilt

g0 (x) = m

für alle x ∈ R.
3. Es sei h : D → R, h(x) = xα , D ⊆ R. Dann gilt

h0 (x) = α · xα−1

für alle x ∈ D und α ∈ R.

Beispiel 7.2
1
1. Sei g : R \ {0} → R, g(x) = = x−1 . Dann gilt
x
1
g0 (x) = (−1) · x−2 = − .
x2

2. Sei h : R≥0 → R≥0 , h(x) = x = x1/2 . Dann gilt

1 −1/2 1 1
h0 (x) = ·x = = √ .
2 2 · x1/2 2· x

Wir kennen nun Regeln um Potenzen abzuleiten. Doch wie leiten wir Funktionen ab,
die sich nicht als Potenzen darstellen lassen? Die folgende Bemerkung beantwortet diese
Frage in einigen speziellen Fällen.
Bemerkung 7.3 Es gelten die folgenden Aussagen für trigonometrische Funktionen sowie
Exponentialfunktion und den Logarithmus:
‫‪ 7‬ﺣ ﺎب اﻟ ﻔﺎﺿﻞ‬ ‫‪111‬‬

‫‪ x0‬و ‪ x‬ﻣ ﺧﻼل اﻟﻌﻼﻗﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪:‬‬ ‫اﻟ ﻘ‬ ‫ﯾ ﺻﻒ ﻣ ّﺳ ﻣ ﻞ اﻟ ﺎ ﻊ ‪ f‬ﻓﻲ اﻟ ﻞ ‪ 7.1‬ﺑ‬


‫) ‪f (x) − f (x0‬‬
‫‪x − x0‬‬

‫ﻞ ﻋﻠﻰ ﻣ ﻞ اﻟ ﺎ ﻊ ‪ f‬ﻋ اﻟ ﻘ ﺔ ‪ .x0‬إذا وﺟ ت اﻟ ﻬﺎ ﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪:‬‬ ‫‪ x0‬وﺗ ك ‪ x‬ﺗ ﻌﻰ إﻟ ﻬﺎ‪ ،‬ﻧ‬ ‫ﺑ‬

‫) ‪f (x) − f (x0‬‬
‫‪lim‬‬ ‫) ‪=: f ′ (x0‬‬
‫‪x→x0‬‬ ‫‪x − x0‬‬

‫أن اﻟ ﺎ ﻊ ‪ f‬ﻗﺎﺑﻞ ﻟﻼﺷ ﻘﺎق ﻋ اﻟ ﻘ ﺔ ‪ x0‬و ‪ f ′ : (a, b) → R‬ﻫ ”ﻣ ّﻘﻪ”‪.‬‬


‫ﻋ ﻫﺎ ﻧﻘ ل ّ‬
‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪7.1‬‬
‫ن‪:‬‬ ‫‪ f (x) = c ، f : R → R‬ﺗﺎ ﻊ ﺛﺎﺑ ‪ ،‬ﻋ ﺋ ٍ‬ ‫‪ .1‬ﻟ‬

‫‪f ′ (x) = 0‬‬

‫ﻣ أﺟﻞ ﻛﻞ ‪.x ∈ R‬‬


‫ن‪:‬‬ ‫‪ .2‬ﻟ ‪ ،g(x) = m · x + b ،g : R → R‬ﻋ ﺋ ٍ‬

‫‪g′ (x) = m‬‬

‫ﻣ أﺟﻞ ﻛﻞ ‪.x ∈ R‬‬


‫ن‪:‬‬ ‫‪ .3‬ﻟ ‪ ،D ⊆ R ،h(x) = xα ،h : D → R‬ﻋ ﺋ ٍ‬

‫‪h′ (x) = α · xα −1‬‬

‫ﻣ أﺟﻞ ﻛﻞ ﻗ ‪ x ∈ D‬و ‪.α ∈ R‬‬

‫ﻣ ﺎل ‪7.2‬‬
‫‪1‬‬
‫ن‪:‬‬ ‫‪ ،g(x) = = x−1 ،g : R \ {0} → R‬ﻋ ﻫﺎ‬ ‫‪ .1‬ﻟ‬
‫‪x‬‬
‫‪1‬‬
‫‪g′ (x) = (−1) · x−2 = −‬‬ ‫‪.‬‬
‫‪x2‬‬
‫√‬
‫ن‪:‬‬ ‫‪ ،h(x) = x = x1/2 ،h : R≥0 → R≥0‬ﻋ ﻫﺎ‬ ‫‪ .2‬ﻟ‬
‫‪1 −1/2‬‬ ‫‪1‬‬ ‫‪1‬‬
‫= )‪h′ (x‬‬ ‫‪·x‬‬ ‫=‬ ‫‪= √ .‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪2 · x1/2‬‬ ‫‪2· x‬‬

‫ﺎ ﻛ ﺎﺑ ﻬﺎ ﻋﻠﻰ ﺷ ﻞ‬ ‫ﺎ ﺣ ﺎب ﻣ ّﻘﺎت اﻟ ا ﻊ اﻟ ﻲ ﻻ‬ ‫ﻧ ﻧﻌﻠ اﻵن ﻗ اﻋ ﻟ ﺎب ﻣ ﻘﺎت اﻟﻘ وﻟ ﻛ ﻒ‬


‫ﻗ ؟ اﻟ ﻼﺣ ﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ ﺗ ﺎ ﻋﻠﻰ ﻫ ا اﻟ ال ﺎﻟ ﺔ ﻟ ﻌ اﻟ ﺎﻻت اﻟ ﺎﺻﺔ‪.‬‬
‫اﻷﺳ ﺔ واﻟﻠ ﻏﺎر ﺔ‪:‬‬
‫ﻘﺎت ﻟﻠ ا ﻊ اﻟ ﻠ ﺔ و ّ‬ ‫اﻟ‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪ 7.3‬ﻌ‬
112 7 Differentialrechnung

1. sin0 (x) = cos(x)


2. cos0 (x) = − sin(x)
3. (ex )0 = ex
1
4. ln0 (x) =
x

7.2 Rechenregeln für Ableitungen

Wie sieht es nun aber mit Funktionen aus, die als Summe/Produkt/Quotient von Funktio-
nen zusammengesetzt sind? Im Folgenden lernen wir Formeln kennen, mit deren Hilfe wir
solche Funktionen ableiten können.
Bemerkung 7.4 (Linearität) Seien f , g : (a, b) → R differenzierbar. Dann gilt

( f + g)0 (x) = f 0 (x) + g0 (x),


(λ f )0 (x) = λ f 0 (x)

für alle x ∈ (a, b) und λ ∈ R.


Beispiel 7.5 Die Funktion h : R → R,

h(x) = 2x2 + 6x

lässt sich schreiben als


h(x) = 2 · f (x) + 6 · g(x),
wobei f (x) = x2 und g(x) = x. Mit der obigen Regel folgt also für die Ableitung von h

h0 (x) = 2 · f 0 (x) + 6 · g0 (x) = 2 · (2x) + 6 · 1 = 4x + 6.

Allgemein erlaubt uns Bemerkung 7.1 und Bemerkung 7.4 die Berechnung von Ablei-
tungen beliebiger Polynome.
Bemerkung 7.6 (Produktregel) Seien f , g : (a, b) → R differenzierbar. Dann gilt

( f · g)0 (x) = f 0 (x) · g(x) + f (x) · g0 (x)

für alle x ∈ (a, b).


Beispiel 7.7 Die Funktion h : R → R,

h(x) = sin(x) · cos(x)

lässt sich schreiben als


h(x) = f (x) · g(x),
wobei f (x) = sin(x) und g(x) = cos(x). Mit der Produktregel folgt also für die Ableitung
von h
‫‪ 7‬ﺣ ﺎب اﻟ ﻔﺎﺿﻞ‬ ‫‪113‬‬

‫)‪sin′ (x) = cos(x‬‬ ‫‪.1‬‬


‫)‪cos′ (x) = − sin(x‬‬ ‫‪.2‬‬
‫‪(ex )′ = ex‬‬ ‫‪.3‬‬
‫‪1‬‬
‫= )‪ln′ (x‬‬ ‫‪.4‬‬
‫‪x‬‬

‫‪ 7.2‬ﻗ اﻋ اﻻﺷ ﻘﺎق‬

‫ﺎﻟ ﺔ ﻟ ا ﻊ ﻣ ﻟﻔﺔ ﻣ ﺟ ﻊ‪ ،‬ﺿ ب‪ ،‬ﻗ ﺔ اﻟﻌ ﯾ ﻣ اﻟ ا ﻊ اﻷﺧ ؟ ﻓﻲ اﻟﻘ‬ ‫ﺎ اﻵن ﺣ ﺎب اﻟ‬ ‫ﻛﻒ‬
‫ﻎ اﻟ ﻲ ﺳ ﺎﻋ ﻧﺎ ﻓﻲ إ ﺎد ﻣ ّﻘﺎت ﺗ ا ﻊ ﻛﻬ ﻩ‪.‬‬ ‫اﻟ‬ ‫اﻟ ﺎﻟﻲ ﺳ ﻌ ّ ف ﻋﻠﻰ ﻌ‬
‫ﻟﻼﺷ ﻘﺎق ﻋ ﻫﺎ ﯾ ﻘ ‪:‬‬ ‫اﻟ ﺎ ﻌﺎن ‪ f , g : (a, b) → R‬ﻗﺎﺑﻠ‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪) 7.4‬اﻟ ّ ﺔ( ﻟ‬
‫)‪( f + g)′ (x) = f ′ (x) + g′ (x‬‬
‫)‪(λ f )′ (x) = λ f ′ (x‬‬

‫ﻣ أﺟﻞ ﺟ ﻊ ﻗ )‪ x ∈ (a, b‬و ‪.λ ∈ R‬‬


‫اﻟ ﺎ ﻊ‪h : R → R :‬‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ 7.5‬ﻟ‬
‫‪h(x) = 2x2 + 6x‬‬
‫ﺎ ﻛ ﺎﺑ ﻪ ﻋﻠﻰ اﻟ ﻞ اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬
‫)‪h(x) = 2 · f (x) + 6 · g(x‬‬
‫اﻟ ﺎ ﻊ ‪ h‬ﻛ ﺎ ﯾﻠﻲ‪:‬‬ ‫ﺎ ﺣ ﺎب ﻣ‬ ‫أن ‪ f (x) = x2‬و‪ ،g(x) = x‬و ﺎﺗ ﺎع اﻟﻘﺎﻋ ة اﻟ ﺎ ﻘﺔ‬
‫ّ‬ ‫ﺣ‬

‫‪h′ (x) = 2 · f ′ (x) + 6 · g′ (x) = 2 · (2x) + 6 · 1 = 4x + 6.‬‬

‫ﺣ ود‪.‬‬ ‫ﻷ ﻛ‬ ‫ﻞ ﻋﺎم ﺗ ﺢ ﻟ ﺎ اﻟ ﻼﺣ ﺔ رﻗ ‪ 7.1‬واﻟ ﻼﺣ ﺔ رﻗ ‪ 7.4‬ﺣ ﺎب اﻟ‬


‫ﻟﻼﺷ ﻘﺎق ﻋ ﻫﺎ ﯾ ﻘ ‪:‬‬ ‫اﻟ ﺎ ﻌﺎن ‪ f , g : (a, b) → R‬ﻗﺎﺑﻠ‬ ‫ب( ﻟ‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪) 7.6‬ﻗﺎﻋ ة اﻟ‬

‫)‪( f · g)′ (x) = f ′ (x) · g(x) + f (x) · g′ (x‬‬

‫ﻣ أﺟﻞ )‪.x ∈ (a, b‬‬


‫اﻟ ﺎ ﻊ‪h : R → R :‬‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ 7.7‬ﻟ‬
‫)‪h(x) = sin(x) · cos(x‬‬
‫ﺎ ﻛ ﺎﺑ ﻪ ﻋﻠﻰ اﻟ ﻞ اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬
‫)‪h(x) = f (x) · g(x‬‬

‫‪ h‬ﻛ ﺎ ﯾﻠﻲ‪:‬‬ ‫ﺎ ﺣ ﺎب ﻣ‬ ‫ب‬ ‫أن )‪ f (x) = sin(x‬و )‪ ،g(x) = cos(x‬ﺎﺗ ﺎع ﻗﺎﻋ ة اﻟ‬
‫ّ‬ ‫ﺣ‬
114 7 Differentialrechnung

h0 (x) = f 0 (x) · g(x) + f (x) · g0 (x)


= cos(x) · cos(x) + sin(x) · (− sin(x))
= sin2 (x) − cos2 (x).

Bemerkung 7.8 (Quotientenregel) Seien f , g : (a, b) → R differenzierbar und g(x) 6= 0


für alle x ∈ (a, b). Dann gilt
 0
f f 0 (x) · g(x) − f (x) · g0 (x)
(x) = .
g g2 (x)

Beispiel 7.9 Die Funktion h : R \ {1} → R,

x2 + 1
h(x) =
x−1
lässt sich schreiben als
f (x)
h(x) = ,
g(x)
wobei f (x) = x2 + 1 und g(x) = x − 1. Mit der Quotientenregel folgt also für die Ableitung
von h
2x · (x − 1) − (x2 + 1) x2 − 2x − 1
h0 (x) = = .
(x − 1)2 (x − 1)2

Bemerkung 7.10 (Kettenregel) Seien f : (c, d) → R und g : (a, b) → (c, d) differenzier-


bar. Dann gilt

( f ◦ g)0 (x) = f 0 (g(x)) · g0 (x)

für alle x ∈ (a, b), wobei

( f ◦ g)(x) := f (g(x)).

Beispiel 7.11 Die Funktion h : R → R,

h(x) = exp(x3 − 1)

lässt sich schreiben als


h(x) = f (g(x)),
wobei f (x) = exp(x) und g(x) = x3 − 1. Mit der Kettenregel folgt also für die Ableitung
von h

h0 (x) = exp(x3 − 1) · 3x2 .


‫‪ 7‬ﺣ ﺎب اﻟ ﻔﺎﺿﻞ‬ ‫‪115‬‬

‫)‪h′ (x) = f ′ (x) · g(x) + f (x) · g′ (x‬‬


‫))‪= cos(x) · cos(x) + sin(x) · (− sin(x‬‬
‫‪= sin2 (x) − cos2 (x).‬‬

‫ﻟﻼﺷ ﻘﺎق و‪ g(x) ̸= 0‬ﻣ أﺟﻞ )‪.x ∈ (a, b‬‬ ‫اﻟ ﺎ ﻌﺎن ‪ f , g : (a, b) → R‬ﻗﺎﺑﻠ‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪) 7.8‬ﻗﺎﻋ ة اﻟﻘ ﺔ( ﻟ‬
‫ﻋ ﻫﺎ ﯾ ﻘ ‪:‬‬
‫‪( )′‬‬
‫‪f‬‬ ‫)‪f ′ (x) · g(x) − f (x) · g′ (x‬‬
‫= )‪(x‬‬
‫‪g‬‬ ‫)‪g2 (x‬‬

‫اﻟ ﺎ ﻊ ‪h : R \ {1} → R‬‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ 7.9‬ﻟ‬

‫‪x2 + 1‬‬
‫= )‪h(x‬‬
‫‪x−1‬‬
‫ﺎ ﻛ ﺎﺑ ﻪ ﻋﻠﻰ اﻟ ﻞ اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬
‫)‪f (x‬‬
‫= )‪h(x‬‬
‫)‪g(x‬‬
‫‪ h‬ﻛ ﺎ ﯾﻠﻲ‪:‬‬ ‫ﺎ ﺣ ﺎب ﻣ‬ ‫أن ‪ ،g(x) = x − 1 ، f (x) = x2 + 1‬ﺎﺗ ﺎع ﻗﺎﻋ ة اﻟﻘ ﺔ‬
‫ّ‬ ‫ﺣ‬

‫)‪2x · (x − 1) − (x2 + 1‬‬ ‫‪x2 − 2x − 1‬‬


‫= )‪h′ (x‬‬ ‫=‬
‫)‪(x − 1‬‬‫‪2‬‬ ‫‪(x − 1)2‬‬

‫ﻟﻼﺷ ﻘﺎق ﻋ ﻫﺎ‬ ‫اﻟ ﺎ ﻌﺎن ‪ f : (c, d) → R‬و )‪ g : (a, b) → (c, d‬ﻗﺎﺑﻠ‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪) 7.10‬ﻗﺎﻋ ة اﻟ ﻠ ﻠﺔ( ﻟ‬
‫ﯾ ﻘ ‪:‬‬
‫)‪( f ◦ g)′ (x) = f ′ (g(x)) · g′ (x‬‬

‫أن‬
‫ّ‬ ‫ﻣ أﺟﻞ )‪ ،x ∈ (a, b‬ﺣ‬
‫))‪( f ◦ g)(x) := f (g(x‬‬

‫اﻟ ﺎ ﻊ ‪h : R → R‬‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ 7.11‬ﻟ‬

‫)‪h(x) = exp(x3 − 1‬‬

‫ﺎ ﻛ ﺎﺑ ﻪ ﻋﻠﻰ اﻟ ﻞ اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬
‫))‪h(x) = f (g(x‬‬
‫اﻟ ﺎ ﻊ ‪ h‬ﻛ ﺎ ﯾﻠﻲ‪:‬‬ ‫ﺎ ﺣ ﺎب ﻣ‬ ‫أن )‪ f (x) = exp(x‬و ‪ g(x) = x3 − 1‬و ﺎﺗ ﺎع ﻗﺎﻋ ة اﻟ ﻠ ﻠﺔ‬
‫ّ‬ ‫ﺣ‬

‫‪h′ (x) = exp(x3 − 1) · 3x2‬‬


116 7 Differentialrechnung

7.3 Bestimmung von Tangenten an einen Graph

In diesem Abschnitt möchten wir für eine differenzierbare Funktion die Tangente in einem
bestimmten Punkt berechnen.

x
x0

Abb. 7.2: Die Tangente an einen Graphen im Punkt x0 .

Sei dazu f : (a, b) → R eine differenzierbare Funktion und x0 ∈ (a, b). Eine Tangente ist
eine Gerade (siehe Abbildung 7.2) und hat daher die Form t(x) = m · x + b. Wir möchten
nun m und b so wählen, dass t eine Tangente an f im Punkt x0 , also eine Gerade ist, die
im Punkte x0 die gleiche Steigung hat wie f . Die gesuchte Tangente erfüllt die Bedingung

m = f 0 (x0 ),

denn die Tangente und die Funktion haben im Punkt x0 die gleiche Steigung. Ferner gilt

t(x0 ) = f (x0 ), (Gl. 7.1)

da die Tangente und die Funktion sich im Punkt x0 berühren. Aus (Gl. 7.1) folgt

m · x0 + b = f (x0 ),

sodass

b = f (x0 ) − f 0 (x0 ) · x0 .

Die Tangente von f im Punkt x0 ist also gegeben durch die Formel

t(x) = f 0 (x0 ) · x + f (x0 ) − f 0 (x0 ) · x0 .



‫‪ 7‬ﺣ ﺎب اﻟ ﻔﺎﺿﻞ‬ ‫‪117‬‬

‫‪ 7.3‬ﺗ ﯾ ﻣ ﺎس ﺧ ﺑ ﺎﻧﻲ‬

‫اﻟ ﺎ ﻊ ‪ f : (a, b) → R‬ﻗﺎﺑﻞ ﻟﻼﺷ ﻘﺎق‬ ‫ﺳ ﻘ م ﺈ ﺎد اﻟ ﺎس ﻋ ﻧﻘ ﺔ ﻣ دة ﻟ اﻟﺔ ﻗﺎﺑﻠﺔ ﻟﻼﺷ ﻘﺎق‪ .‬ﻟ‬ ‫ﻓﻲ ﻫ ا اﻟﻘ‬

‫‪y‬‬

‫‪t‬‬

‫‪f‬‬

‫‪x‬‬
‫‪x0‬‬

‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻋ اﻟ ﻘ ﺔ ‪.x0‬‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :7.2‬اﻟ ﺎس ﻟﻠ‬

‫أن اﻟ ﺎس ﻣ ﻘ ) اﻧ اﻟ ﻞ ‪ ( 7.2‬ﻓﻠﻪ اﻟ ﻐﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪ .t(x) = m · x + b :‬ﻧ اﻵن‬


‫و )‪ ،x0 ∈ (a, b‬ﺎ ّ‬
‫ن اﻟ ﻘ ‪ t‬ﻣ ﺎس ﻟﻠ ﺎ ﻊ ‪ f‬ﻋ اﻟ ﻘ ﺔ ‪ ،x0‬وﻫ اﻟ ﻘ اﻟ ﻣ ﻠﻪ ﻋ اﻟ ﻘ ﺔ ‪x0‬‬ ‫اﺧ ﺎر ﻗ ‪ m‬و ‪b‬‬
‫اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬ ‫ﻋ ﻪ ﻘ اﻟ‬ ‫ﻓﺈن اﻟ ﺎس اﻟ ﻧ‬
‫ّ‬ ‫ﻟ‬ ‫‪ ،f‬ﻟ‬ ‫ﺎو ﻣ‬

‫) ‪m = f ′ (x0‬‬

‫ﻷن ﻟﻠ ﺎس واﻟ ﺎ ﻊ اﻟ ﻞ ﻧﻔ ﻪ ﻋ اﻟ ﻘ ﺔ ‪ .x0‬ﻛ ﻟ‬


‫ّ‬ ‫وذﻟ‬

‫‪t(x0 ) = f (x0 ),‬‬

‫ﻷن اﻟ ﺎس واﻟ ﺎ ﻊ ﯾﻠ ﻘ ﺎن ﻋ اﻟ ﻘ ﺔ ‪ .x0‬ﻣ اﻟﻌﻼﻗﺔ اﻟ ﺎ ﻘﺔ ﯾ ﺞ‪:‬‬


‫ّ‬
‫) ‪m · x0 + b = f (x0‬‬

‫ﯾ ﺞ‪:‬‬ ‫و ﺎﻟ ﻌ‬

‫‪b = f (x0 ) − f ′ (x0 ) · x0‬‬

‫ﻌ ﻰ اﻟ ﺎس ﻟﻠ ﺎ ﻊ ‪ f‬ﻋ اﻟ ﻘ ﺔ ‪ x0‬ﺎﻟﻌﻼﻗﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪:‬‬ ‫ﺎء ﻋﻠﻰ ﻣﺎ ﺳ‬


‫ﺑ ً‬
‫(‬ ‫)‬
‫‪t(x) = f ′ (x0 ) · x + f (x0 ) − f ′ (x0 ) · x0‬‬
118 7 Differentialrechnung

Beispiel 7.12 Wir berechnen die Tangente der Funktion f (x) = 3x3 − 2x2 + x im Punkt
2
x p = . Die Ableitung von f ist gegeben durch
3

f 0 (x) = 9x2 − 4x + 1.

Daher ist  
0 2 7
f = .
3 3
Ferner gilt    
2 0 2 2 8
f −f · =− .
3 3 3 9
Damit ist die Tangente von f im Punkt x p gegeben durch

7 8
t(x) = x − .
3 9

7.4 Minima und Maxima von Funktionen bestimmen

In diesem Abschnitt möchten wir uns mit der Frage nach Extrema von Funktionen
beschäftigen. Was sind Extrema einer Funktion und wie findet man diese? Um diese Frage
zu beantworten schauen wir uns zunächst ein einführendes Beispiel an.

Beispiel 7.13 In Abbildung 7.3 ist der Graph der Funktion f : R → R,


1 3
f (x) = x3 − x2 + 2
2 2
zu sehen. Anhand des Graphen können wir ablesen, dass die Funktion an der Stelle x = 0
ein lokales Maximum bzw. einen Hochpunkt mit Funktionswert 2 hat. Das bedeutet, dass
der Funktionswert 2 in einer Umgebung um die Stelle x = 0 der größte Funktionswert von
f ist. Weiterhin kann man am Graphen ablesen, dass die Funktion an der Stelle x = 2 ein
lokales Minimum bzw. einen Tiefpunkt mit Funktionswert 0 hat. Das bedeutet, dass der
Funktionswert 0 in einer Umgebung um die Stelle x = 2 der kleinste Funktionswert von f
ist.

Extrema sind also Minima (Tiefpunkte) oder Maxima (Hochpunkte) von Funktionen.
Wie findet man aber im Allgemeinen Minima und Maxima einer gegebenen Funktion?
Das folgende Theorem liefert ein Kriterium um solche Stellen zu finden.

Satz 7.14 Es sei f : (a, b) → R eine zweimal differenzierbare Funktion und x0 ∈ (a, b) ein
Punkt mit der Eigenschaft
f 0 (x0 ) = 0.
Falls
f 00 (x0 ) > 0,
‫‪ 7‬ﺣ ﺎب اﻟ ﻔﺎﺿﻞ‬ ‫‪119‬‬

‫‪2‬‬
‫اﻟ ﺎ ﻊ ‪ f‬ﻣﻌ ﻰ‬ ‫أن ﻣ‬
‫ﻣ ﺎل ‪ 7.12‬ﻟ ﺟ ﻣ ﺎس اﻟ ﺎ ﻊ ‪ f (x) = 3x − 2x + x‬ﻋ اﻟ ﻘ ﺔ ‪ .x p = 3‬ﻋﻠ ﺎً ّ‬
‫‪3‬‬ ‫‪2‬‬

‫ﺎﻟﻌﻼﻗﺔ‪:‬‬

‫‪f ′ (x) = 9x2 − 4x + 1‬‬

‫) (‬ ‫ﻓﺈن‬
‫ّ‬ ‫ﻟﻟ‬
‫‪′‬‬ ‫‪2‬‬ ‫‪7‬‬
‫‪f‬‬ ‫=‬
‫‪3‬‬ ‫‪3‬‬

‫) (‬ ‫) (‬ ‫أن‬
‫ﻛﺎ ّ‬
‫‪2‬‬ ‫‪′ 2‬‬ ‫‪2‬‬ ‫‪8‬‬
‫‪f‬‬ ‫‪−f‬‬ ‫‪· =−‬‬
‫‪3‬‬ ‫‪3‬‬ ‫‪3‬‬ ‫‪9‬‬
‫ﻌ ﻰ ﻣ ﺎس اﻟ ﺎ ﻊ ‪ f‬ﻋ اﻟ ﻘ ﺔ ‪ x p‬ﺎﻟﻌﻼﻗﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪:‬‬ ‫و ﻟ‬

‫‪7‬‬ ‫‪8‬‬
‫‪t(x) = x −‬‬
‫‪3‬‬ ‫‪9‬‬

‫ﻟﻠ ا ﻊ‬ ‫واﻟ‬ ‫‪ 7.4‬ﺗ ﯾ اﻟﻘ اﻟ ﻐ‬


‫إ ﺎدﻫﺎ؟ ﻟﻺﺟﺎ ﺔ ﻋﻠﻰ ﻫ ا اﻟ ال‬ ‫ﻓﻲ ﻫ ا اﻟﻘ ﺳ ﻌﺎﻣﻞ ﻣﻊ اﻟﻘ اﻟ ّﺔ ﻟﻠ ا ﻊ‪ ،‬ﻣﺎ ﻫﻲ اﻟﻘ اﻟ ّﺔ و ﻒ‬
‫ﺳ أ ﺎﻟ ﺎل اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬
‫اﻟ ﻞ ‪: f : R → R ( 7.3‬‬ ‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ اﻟﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ )اﻧ‬ ‫اﻟ‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ 7.13‬ﻟ ﻌ‬

‫‪1‬‬ ‫‪3‬‬
‫‪f (x) = x3 − x2 + 2.‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪2‬‬
‫أن ﻗ ﺔ‬‫أن ﻟﻠ ﺎ ﻊ ﻋ اﻟ ﻘ ﺔ ‪ x = 0‬ﻗ ﺔ ﻛ ﻣ ﻠ ﺎً وأن ﻗ ﻪ ﻫﻲ ‪ .2‬ﻫ ا ﻌ ﻲ ّ‬ ‫ّ‬ ‫إﻟﻰ اﻟ اﻟ ﺎﻧﻲ ﻧ‬ ‫ﺎﻟ‬
‫ﺎ رؤ ﺔ ّأﻧﻪ ﻟﻠ ﺎ ﻊ ﻋ اﻟ ﻘ ﺔ ‪x = 2‬‬ ‫اﻟ ﺎ ﻊ ‪ 2‬ﻓﻲ ﺟ ار اﻟ ﻘ ﺔ ‪ x = 0‬ﻫﻲ اﻟﻘ ﺔ اﻷﻛ ﻟﻠ ﺎ ﻊ ‪ . f‬ﺎﻹﺿﺎﻓﺔ ﻟ ﻟ‬
‫أن ﻗ ﺔ اﻟ ﺎ ﻊ ‪ 0‬ﻓﻲ ﺟ ار اﻟ ﻘ ﺔ ‪ x = 2‬ﻫﻲ اﻟﻘ ﺔ اﻷﺻﻐ ﻟﻠ ﺎ ﻊ‬‫ﻗ ﺔ ﺻﻐ ﻣ ﻠ ﺎً وأن ﻗ ﻪ ﻫﻲ ‪ .0‬ﻫ ا ﻌ ﻲ ّ‬
‫‪.f‬‬
‫ﺎ إ ﺎد ﻫ ﻩ اﻟﻘ ﻟ ﺎ ﻊ ﻣﺎ؟ ﺳ ﻌ ف ﻓﻲ‬ ‫ﻛﻒ‬ ‫ﻟﻠ ا ﻊ‪ .‬ﻟ‬ ‫اﻟﻘ اﻟ ّﺔ ﻫﻲ إذاً اﻟﻘ اﻟ ﻐ أو اﻟﻘ اﻟ‬
‫اﻟ ﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ ﻋﻠﻰ ﻘﺔ إ ﺎد ﻫ ﻩ اﻟﻘ ‪.‬‬

‫و )‪ x0 ∈ (a, b‬ﻧﻘ ﺔ ﻟﻬﺎ اﻟ ﺎﺻ ﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪:‬‬ ‫‪ f : (a, b) → R‬ﺗﺎ ﻌﺎً ﻗﺎ ﻼً ﻟﻼﺷ ﻘﺎق ﻣ ﺗ‬ ‫ﺔ ‪ 7.14‬ﻟ‬ ‫ﻧ‬

‫‪f ′ (x0 ) = 0‬‬

‫ﻓﻲ ﺣﺎل‪:‬‬
‫‪f ′′ (x0 ) > 0‬‬
120 7 Differentialrechnung

f
2

x
−1 1 2 3

Abb. 7.3: Der Graph der Funktion f .

so ist x0 ein lokaler Minimierer und f (x0 ) ein lokales Minimum von f . Ist

f 00 (x0 ) < 0,

so ist x0 ein lokaler Maximierer und f (x0 ) ein lokales Maximum von f . Im Fall

f 00 (x0 ) = 0

lässt sich im Allgemeinen keine Aussage treffen.

Wir haben nun also ein Verfahren um lokale Minima und Maxima einer differenzier-
baren Funktion f zu bestimmen. Dabei sucht man zunächst einen Punkt x0 mit der Ei-
genschaft f 0 (x0 ) = 0. Anschließend berechnet man die zweite Ableitung f 00 und wertet
diese im Punkt x0 aus um zu entscheiden ob f (x0 ) ein lokales Minimum oder ein lokales
Maximum ist.

Bemerkung 7.15 In manchen Fällen ist es umständlich die zweite Ableitung zu berech-
nen. Statt diese zu berechnen und auszuwerten, kann man auch Untersuchen, wie sich die
erste Ableitung um die gefundene Nullstelle verhält. Falls die erste Ableitung f 0 in x0
einen Vorzeichenwechsel von ‘+’ zu ‘−‘ hat, so ist x0 ein lokaler Maximierer. Falls f 0 in
x0 einen Vorzeichenwechsel von ‘−’ zu ‘+‘ hat, so ist x0 ein lokaler Minimierer.

Beispiel 7.16 Wir suchen lokale Extrema von f : (0, 5) → R,

f (x) = 4x3 − 15x2 + 12x.

Dazu berechnen wir zunächst die Ableitung von f . Es gilt

f 0 (x) = 12x2 − 30x + 12.

Wir suchen nun alle x0 ∈ (0, 5) mit der Eigenschaft f 0 (x0 ) = 0, also:
‫‪ 7‬ﺣ ﺎب اﻟ ﻔﺎﺿﻞ‬ ‫‪121‬‬

‫‪y‬‬

‫‪f‬‬
‫‪2‬‬

‫‪1‬‬

‫‪x‬‬
‫‪−1‬‬ ‫‪1‬‬ ‫‪2‬‬ ‫‪3‬‬

‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ ‪. f‬‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :7.3‬اﻟ‬

‫ﻣ ﻠ ﺎً ) ‪ . f (x0‬وﻓﻲ ﺣﺎل ﻛﺎن‪:‬‬ ‫ن ﻟﻠ ﺎ ﻊ ‪ f‬ﻋ اﻟ ﻘ ﺔ ‪ x0‬ﻗ ﺔ ﺻﻐ‬

‫‪f ′′ (x0 ) < 0‬‬


‫ﻣ ﻠ ﺎً ) ‪. f (x0‬‬ ‫ن ﻟﻠ ﺎ ﻊ ‪ f‬ﻋ اﻟ ﻘ ﺔ ‪ x0‬ﻗ ﺔ ﻛ‬

‫ﺗﺄﻛ وﺟ د ﻗ ﺣ ﺔ ﻣ ﻠ ﺎً ﻣ ﻋ ﻣﻪ إذا ﻛﺎن‪:‬‬ ‫ﻻ‬ ‫وﻟ‬


‫‪f ′′ (x0 ) = 0‬‬

‫ﻣ ﻠ ﺎً ﻟ ﺎ ﻊ ‪ f‬ﻗﺎﺑﻞ ﻟﻼﺷ ﻘﺎق وذﻟ ﻣ ﺧﻼل إ ﺎد اﻟ ﻘ ﺔ ‪ ،x0‬واﻟ ﻲ‬ ‫ﻟ ﯾ ﺎ اﻵن ﻘﺔ ﻟ ﯾ اﻟﻘ اﻟ ﻐ واﻟ‬


‫اﻟ ﺎﻧﻲ ‪ f ′′‬وﻧﻌ ض ﻗ ﺔ ‪ x0‬ﻓ ﻪ ﻟ ﻌ ﻓﺔ ﻓ ﺎ إذا ﻛﺎن ) ‪ f (x0‬ﻗ ﺔ‬ ‫اﻟ‬ ‫ﺗ ﻘ ‪ f ′ (x0 ) = 0‬وﻣ ﺛ ﻧ‬
‫ﺻﻐ أو ﻛ ﻣ ﻠ ﺎً‪.‬‬
‫اﻷول‬ ‫ﻋ ذﻟ ﺑ راﺳﺔ ﺳﻠ ك اﻟ‬ ‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻣﻌﻘ ة ﻟ ﻟ ﻧ ﻌ‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪ 7.15‬أﺣ ﺎﻧﺎً ﺗ ن ﻋ ﻠ ﺔ ﺣ ﺎب اﻟ‬
‫اﻷول ‪ f‬إﺷﺎرﺗﻪ ﻋ اﻟ ﻘ ﺔ ‪ x0‬ﻣ‬
‫‪′‬‬ ‫ﺎﻟﻘ ب ﻣ ﻧﻘﺎ اﻟ ر )اﻟ ﻘﺎ اﻟ ﻲ ﯾ ﻌ م ﻋ ﻫﺎ اﻟ ﺎ ﻊ(‪ .‬ﻓﻲ ﺣﺎل ﻏّ اﻟ‬
‫‘‪ ’+‬إﻟﻰ ‘‪ ،’−‬ﻋ ﻫﺎ ﺗ ن ‪ x0‬ﻗ ﺔ ﻛ ﻣ ﻠ ﺎً‪ .‬أﻣﺎ إذا ﺗﻐ ت إﺷﺎرة ‪ f ′‬ﻣ ‘‪ ’−‬إﻟﻰ ‘‪ ،’+‬ﻋ ﻫﺎ ﺗ ن ‪ x0‬ﻗ ﺔ‬
‫ﺻﻐ ﻣ ﻠ ﺎً‪.‬‬
‫ﺔ ﻣ ﻠ ﺎً ﻟﻠ ﺎ ﻊ ‪f : (0, 5) → R‬‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ 7.16‬ﻟ ﺟ اﻟﻘ اﻟ‬

‫‪f (x) = 4x3 − 15x2 + 12x.‬‬

‫اﻷول ﻟﻠ ﺎ ﻊ ‪. f‬‬ ‫ﻹ ﺎد اﻟﻘ اﻟ ﻠ ﺔ ﻋﻠ ﺎ أوﻻً ﺣ ﺎب اﻟ‬

‫‪f ′ (x) = 12x2 − 30x + 12.‬‬

‫ﻋ )‪ x0 ∈ (0, 5‬اﻟ ﻲ ﺗ ﻘ اﻟﻌﻼﻗﺔ ‪f ′ (x0 ) = 0‬‬ ‫واﻵن ﻧ‬


122 7 Differentialrechnung

12x02 − 30x0 + 12 = 0 | : 12
5
⇔ x02 − x0 + 1 = 0 |−1
2
 2
5 5
⇔ x02 − x0 = −1 |+
2 4
 2  2
2 5 5 5
⇔ x0 − x0 + = −1 +
2 4 4
 2
5 9 √
⇔ x0 − = |
4 16
5 3 5
⇒ x0 − = ± |+
4 4 4
1
⇒ x0 = 2 oder x0 =
2

1
Wir prüfen nun ob 2 oder 2 Minimierer oder Maximierer sind. Dazu berechnen wir die
zweite Ableitung. Es gilt
f 00 (x) = 24x − 30.
1
Wir werten die zweite Ableitung nun in den Punkten 2 und 2 aus. Es gilt

f 00 (2) = 18 > 0,

sodass 2 ein lokaler Minimierer ist. Damit ist ein lokales Minimum von f gegeben durch
f (2) = −4. Weiterhin gilt  
00 1
f = −18 < 0,
2
sodass 12 ein lokaler Maximierer ist. Damit ist ein lokales Maximum von f gegeben durch
f 12 = 11

4 .

7.5 Aufgaben

Aufgabe 7.1 Berechnen Sie die Ableitung der Funktion

f (x) = 7 · x2 + 2 · x + 3 + 6 · x−2 .

Aufgabe 7.2 Berechnen Sie die Ableitung der Funktion

f (x) = (sin(cos(x)))2 .

Aufgabe 7.3 Bestimmen Sie die Tangente an den Graphen von


‫‪ 7‬ﺣ ﺎب اﻟ ﻔﺎﺿﻞ‬ ‫‪123‬‬

‫‪12x02 − 30x0 + 12 = 0‬‬ ‫‪| : 12‬‬


‫‪5‬‬
‫⇔‬ ‫‪x02 − x0 + 1 = 0‬‬ ‫‪|−1‬‬
‫‪2‬‬
‫‪( )2‬‬
‫‪5‬‬ ‫‪5‬‬
‫⇔‬ ‫‪x02 − x0 = −1‬‬ ‫‪|+‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪4‬‬
‫‪( )2‬‬ ‫‪( )2‬‬
‫‪5‬‬ ‫‪5‬‬ ‫‪5‬‬
‫⇔‬ ‫‪x0 − x0 +‬‬
‫‪2‬‬
‫‪= −1 +‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪4‬‬ ‫‪4‬‬
‫(‬ ‫‪)2‬‬
‫‪5‬‬ ‫‪9‬‬ ‫√‬
‫⇔‬ ‫‪x0 −‬‬ ‫=‬ ‫|‬
‫‪4‬‬ ‫‪16‬‬
‫‪5‬‬ ‫‪3‬‬ ‫‪5‬‬
‫⇒‬ ‫‪x0 − = ±‬‬ ‫‪|+‬‬
‫‪4‬‬ ‫‪4‬‬ ‫‪4‬‬
‫‪1‬‬
‫⇒‬ ‫= ‪ x0‬أو ‪x0 = 2‬‬
‫‪2‬‬

‫ﻣ ﻠ ﺎً‪.‬‬ ‫أو ﻛ‬ ‫اﻟ ﻘﺎ اﻟ ﺎ ﻘﺔ ﻗ ﺻﻐ‬ ‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟ ﺄﻛ ﻓ ﺎ إذا ﻛﺎﻧ‬ ‫ﻋﻠ ﺎ اﻵن ﺣ ﺎب اﻟ‬

‫‪f ′′ (x) = 24x − 30‬‬


‫اﻟ ﺎﻧﻲ‪.‬‬ ‫ﻓﻲ اﻟ‬ ‫‪1‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪2‬و‬ ‫واﻵن ﻧﻌّ ض ﻛﻠ ﺎ اﻟ ﻘ‬

‫‪f ′′ (2) = 18 > 0‬‬

‫ﻣ ﻠ ﺎً ﻋ اﻟ ﻘ ﺔ ‪ x = 2‬ﻣﻌ ﺎة ﺎﻟﻌﻼﻗﺔ ‪. f (2) = −4‬‬ ‫ﻓﺈن ﻟﻠ ﺎ ﻊ ‪ f‬ﻗ ﺔ ﺻﻐ‬


‫ّ‬ ‫ﺎء ﻋﻠﻰ ذﻟ‬
‫ﺑ ً‬

‫) (‬
‫‪′′‬‬‫‪1‬‬
‫‪f‬‬ ‫‪= −18 < 0‬‬
‫‪2‬‬
‫= ) ‪. f ( 12‬‬ ‫‪11‬‬
‫‪4‬‬ ‫= ‪ x‬ﻣﻌ ﺎة ﺎﻟﻌﻼﻗﺔ‬ ‫‪1‬‬
‫‪2‬‬ ‫ﻣ ﻠ ﺎً ﻋ اﻟ ﻘ ﺔ‬ ‫ﻓﺈن ﻟﻠ ﺎ ﻊ ‪ f‬ﻗ ﺔ ﻛ‬
‫ّ‬ ‫ﺎء ﻋﻠﻰ ذﻟ‬
‫ﺑ ً‬

‫‪ 7.5‬ﺗ ﺎر‬

‫اﻟ ﺎ ﻊ اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬ ‫ﻣ‬ ‫‪ 7.1‬اﺣ‬ ‫ﺗ‬

‫‪f (x) = 7 · x2 + 2 · x + 3 + 6 · x−2‬‬

‫اﻟ ﺎ ﻊ اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬ ‫ﻣ‬ ‫‪ 7.2‬اﺣ‬ ‫ﺗ‬

‫‪f (x) = (sin(cos(x)))2‬‬

‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬ ‫‪ 7.3‬أوﺟ ﻣ ﺎس اﻟ‬ ‫ﺗ‬


124 7 Differentialrechnung

f (x) = 3 · x7 + 12 · x + 6

im Punkt x p = 1.

Aufgabe 7.4 Bestimmen Sie die Extrema der Funktion


1 3 1 2
f (x) = · x + · x − 2 · x.
3 2
Aufgabe 7.5 Bestimmen Sie die Extrema der Funktion
1 2
f (x) = · x · exp(2x).
4
‫‪ 7‬ﺣ ﺎب اﻟ ﻔﺎﺿﻞ‬ ‫‪125‬‬

‫‪f (x) = 3 · x7 + 12 · x + 6‬‬

‫ﻋ اﻟ ﻘ ﺔ ‪.x p = 1‬‬
‫‪ 7.4‬أوﺟ اﻟﻘ اﻟ ّﺔ ﻣ ﻠ ﺎً ﻟﻠ ﺎ ﻊ اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬ ‫ﺗ‬

‫‪1 3 1 2‬‬
‫= )‪f (x‬‬ ‫‪·x + ·x −2·x‬‬
‫‪3‬‬ ‫‪2‬‬
‫‪ 7.5‬أوﺟ اﻟﻘ اﻟ ّﺔ ﻣ ﻠ ﺎً ﻟﻠ ﺎ ﻊ اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬ ‫ﺗ‬

‫‪1 2‬‬
‫= )‪f (x‬‬ ‫)‪· x · exp(2x‬‬
‫‪4‬‬
8 Integralrechnung

Zusammenfassung Die Integralrechnung beschäftigt sich mit der Berechnung von Flächen,
die von Graphen eingeschlossen werden. Wir werden in diesem Kapitel Verfahren kennen-
lernen, mit deren Hilfe wir das Maß der Fläche bestimmen können, die von zwei Graphen
eingeschlossen werden. Als Werkzeug dient uns dazu der Hauptsatz der Differential- und
Integralrechnung, der einen Zusammenhang zwischen Integralen und der Differentialrech-
nung darstellt.

8.1 Stammfunktion

Wir beginnen mit der Definition einer Stammfunktion.


Definition 8.1 Für eine gegebene Funktion f : (a, b) → R nennen wir eine differenzierbare
Funktion F : (a, b) → R mit der Eigenschaft

F 0 (x) = f (x)

für alle x ∈ (a, b) eine Stammfunktion von f . Wir schreiben dafür auch (etwas informell)
Z
F(x) = f (x) dx.

Beispiel 8.2
1. Es gilt
1 n+1
Z
xn dx =
x +c
n+1
für alle n 6= −1, wobei c ∈ R beliebig ist, denn für
1 n+1
F(x) = x +c
n+1
ist

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018 126
M. Weber, Basiswissen Mathematik auf Arabisch und Deutsch –
‫أساسيات في الرياضيات باللغتين العربية واأللمانية‬, https://doi.org/10.1007/978-3-662-58071-4_8
‫ﺣ ﺎب اﻟ ﺎﻣﻞ‬ ‫‪8‬‬

‫رة ﺑ اﻟ ﺳ م اﻟ ﺎﻧ ﺔ‪ ،‬وﻓﻲ ﻫ ﻩ اﻟﻔ ﻞ ﺳ ﻌ ف ﻋﻠﻰ اﻟ ق‬ ‫م اﻟ ﺎﻣﻞ ﻟ ﺎب اﻟ ﺎﺣﺎت اﻟ‬ ‫ﻣﻠ‬


‫رة ﺑ رﺳ ﺑ ﺎﻧ ‪ .‬ﺳ ﻌ ﻓﻲ ذﻟ ﻋﻠﻰ ”اﻟ ﺔ اﻷﺳﺎﺳ ﺔ ﻟﻠ ﻔﺎﺿﻞ‬ ‫اﻟ ﻲ ﺳ ﺎﻋ ﻧﺎ ﻋﻠﻰ ﻗ ﺎس اﻟ ﺎﺣﺔ اﻟ‬
‫واﻟ ﺎﻣﻞ” واﻟ ﻲ ﺗ ﺑ ﻋ ﻠ ﻲ اﻟ ﻔﺎﺿﻞ واﻟ ﺎﻣﻞ‪.‬‬

‫‪ 8.1‬اﻟ ﺎ ﻊ اﻷﺻﻠﻲ‬

‫”اﻟ ﺎ ﻊ اﻷﺻﻠﻲ”‪.‬‬ ‫ﺳ أﺑﻌ‬

‫ﻘ اﻟﻌﻼﻗﺔ‪:‬‬ ‫‪ 8.1‬ﻣ أﺟﻞ داﻟﺔ ﻣﻌ ﺎة ‪ f : (a, b) → R‬ﻧ ﻲ أ ﺗﺎ ﻊ ‪F : (a, b) → R‬‬ ‫ﺗﻌ‬

‫)‪F ′ (x) = f (x‬‬

‫)ﺗ ﺎو اًز(‪:‬‬ ‫ﻣ أﺟﻞ ﻛﻞ ﻗ )‪ x ∈ (a, b‬ﺗﺎ ﻊ أﺻﻠﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ ‪ ، f‬ﻛ ﺎ ﻧ‬


‫∫‬
‫= )‪F(x‬‬ ‫‪f (x) dx.‬‬

‫ﻣ ﺎل ‪8.2‬‬

‫∫‬ ‫‪ .1‬ﺗ ﻘ اﻟﻌﻼﻗﺔ‪:‬‬


‫‪n‬‬ ‫‪1 n+1‬‬
‫= ‪x dx‬‬ ‫‪x‬‬ ‫‪+c‬‬
‫‪n+1‬‬
‫اﻟ ﺎ ﻊ‬ ‫ﻷن ﻣ‬
‫ّ‬ ‫ﺣﻘ ﻘﻲ‪ ،‬وذﻟ‬ ‫أن ‪ c ∈ R‬ﺛﺎﺑ‬
‫ّ‬ ‫ﻣ أﺟﻞ ‪ n ̸= −1‬ﺣ‬
‫‪1 n+1‬‬
‫= )‪F(x‬‬ ‫‪x‬‬ ‫‪+c‬‬
‫‪n+1‬‬
‫ﻫ‬

‫‪127‬‬
128 8 Integralrechnung

F 0 (x) = xn
(siehe Bemerkung 7.1).
2. Es gilt
1
Z
dx = ln(|x|) + c,
x
wobei c ∈ R beliebig ist, denn für

F(x) = ln(|x|) + c

ist
1
F 0 (x) = .
x
3. Es gilt Z
ex dx = ex + c,

wobei c ∈ R beliebig ist, denn für

F(x) = ex + c

ist
F 0 (x) = ex .

Bemerkung 8.3 (Rechenregeln für Stammfunktionen) Für integrierbare Funktionen


f , g : [a, b] → R und λ ∈ R gilt
Z Z Z
f (x) + g(x) dx = f (x) dx + g(x) dx
Z Z
λ f (x) dx = λ f (x) dx.

Um nun Flächeninhalte berechnen zu können, die von Graphen von Funktionen einge-
schlossen werden, benötigen wir den folgenden Hauptsatz der Differential- und Integral-
rechnung.

Satz 8.4 (Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung) Ist f : [a, b] → R eine ste-
tige Funktion und F : [a, b] → R eine Stammfunktion, so gilt
Z b
f (x) dx = F(b) − F(a).
a
Rb
Wir nennen dann a f (x) dx das Integral über f (x) von a bis b.

Bemerkung 8.5 Üblicherweise benutzt man die Schreibweise

[F(x)]ba := F(b) − F(a).

Beispiel 8.6 Wir möchten das Integral


‫‪ 8‬ﺣ ﺎب اﻟ ﺎﻣﻞ‬ ‫‪129‬‬

‫‪F ′ (x) = xn‬‬


‫)اﻧ اﻟ ﻼﺣ ﺔ ‪.(7.1‬‬
‫∫‬ ‫‪ .2‬ﺗ ﻘ اﻟﻌﻼﻗﺔ‪:‬‬
‫‪1‬‬
‫‪dx = ln(|x|) + c‬‬
‫‪x‬‬
‫اﻟ ﺎ ﻊ‬ ‫ﻷن ﻣ‬
‫ّ‬ ‫ﺣﻘ ﻘﻲ‪ ،‬وذﻟ‬ ‫أن ‪ c ∈ R‬ﺛﺎﺑ‬
‫ّ‬ ‫ﺣ‬

‫‪F(x) = ln(|x|) + c‬‬

‫ﻫ‬
‫‪′‬‬ ‫‪1‬‬
‫= )‪F (x‬‬
‫‪x‬‬
‫∫‬ ‫‪ .3‬ﺗ ﻘ اﻟﻌﻼﻗﺔ‪:‬‬
‫‪ex dx = ex + c‬‬

‫اﻟ ﺎ ﻊ‬ ‫ﻷن ﻣ‬
‫ّ‬ ‫ﺣﻘ ﻘﻲ‪ ،‬وذﻟ‬ ‫أن ‪ c ∈ R‬ﺛﺎﺑ‬
‫ّ‬ ‫ﺣ‬

‫‪F(x) = ex + c‬‬

‫ﻫ‬
‫‪F ′ (x) = ex‬‬
‫ﺎب اﻟ ﺎ ﻊ اﻷﺻﻠﻲ( ﻟﻠ ا ﻊ اﻟﻘﺎﺑﻠﺔ ﻟﻠ ﺎﻣﻞ ‪ f , g : [a, b] → R‬و ‪ λ ∈ R‬ﺗ ّﻘ اﻟ اص‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪) 8.3‬ﻗ اﻋ ﻟ‬
‫اﻵﺗ ﺔ‪:‬‬
‫∫‬ ‫∫‬ ‫∫‬
‫= ‪f (x) + g(x) dx‬‬ ‫‪f (x) dx +‬‬ ‫‪g(x) dx‬‬
‫∫‬ ‫∫‬
‫‪λ f (x) dx = λ‬‬ ‫‪f (x) dx‬‬

‫ﺔ اﻷﺳﺎﺳ ﺔ ﻟﻠ ﻔﺎﺿﻞ واﻟ ﺎﻣﻞ”‪.‬‬ ‫ﺎج إﻟﻰ ”اﻟ‬ ‫اﻟ ﺎﻧ ﺔ ﻟﻠ ا ﻊ ﺳ‬ ‫اﻟ‬ ‫رة ﺑ‬ ‫ح اﻟ‬ ‫ﺎب ﻣ ﺎﺣﺔ اﻟ‬ ‫ﻟ‬

‫ﺔ ‪) 8.4‬اﻟ ﺔ اﻷﺳﺎﺳ ﺔ ﻟﻠ ﻔﺎﺿﻞ واﻟ ﺎﻣﻞ(‬ ‫ﻧ‬


‫و ‪ F : [a, b] → R‬ﺗﺎ ﻊ أﺻﻠﻲ ﻟﻪ‪ ،‬ﻋ ﻫﺎ ﯾ ﻘ ‪:‬‬ ‫ﻟ ‪ f : [a, b] → R‬ﺗﺎ ﻊ ﻣ‬
‫‪∫ b‬‬
‫)‪f (x) dx = F(b) − F(a‬‬
‫‪a‬‬
‫‪∫b‬‬
‫ﺗ ﺎﻣﻞ اﻟ ﺎ ﻊ )‪ f (x‬ﻣ ‪ a‬إﻟﻰ ‪.b‬‬ ‫‪a‬‬ ‫ﻋ ﻫﺎ ﻧ ّ ﻲ ‪f (x) dx‬‬

‫ﻘﺔ اﻟ ﺎ ﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪:‬‬ ‫ام‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪ 8.5‬ﻣ اﻟ ﻌ ﺎد اﺳ‬

‫)‪[F(x)]ba := F(b) − F(a‬‬

‫ﻣ ﺎل ‪ 8.6‬ﻹ ﺎد اﻟ ﺎﻣﻞ اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬


130 8 Integralrechnung
Z 3
(6x2 − 4x + 2) dx
−2

auswerten. Zunächst bemerken wir, dass

F(x) = 2x3 − 2x2 + 2x

eine Stammfunktion von


f (x) = 6x2 − 4x + 2
ist, denn F 0 (x) = f (x). Mit dem Hauptsatz können wir nun das Integral auswerten und wir
erhalten
Z 3
(6x2 − 4x + 2) dx = F(3) − F(−2) = 42 − (−28) = 70.
−2

Bemerkung 8.7 Für eine stetige Funktion f : [a, b] → R und c ∈ (a, b) gilt
Z b Z c Z b
f (x) dx = f (x) dx + f (x) dx.
a a c

8.2 Flächenberechnung

Wir interessieren uns im Folgenden für den Flächeninhalt von Flächen, die vom Graph
einer Funktion f mit der x-Achse eingeschlossen werden.

Abb. 8.1: Die Fläche(n), die ein Graph mit der x-Achse einschließt.

Solche Flächeninhalte lassen sich mithilfe von Integralen berechnen, wie wir im nächsten
Beispiel sehen werden.
Beispiel 8.8 Wir möchten den Flächeninhalt der Fläche berechnen, die der Graph von

f (x) = −x2 + 1

mit der x-Achse einschließt.


‫‪ 8‬ﺣ ﺎب اﻟ ﺎﻣﻞ‬ ‫‪131‬‬

‫‪∫ 3‬‬
‫‪(6x2 − 4x + 2) dx‬‬
‫‪−2‬‬

‫أن اﻟ ﺎ ﻊ‬
‫ﻧﻼﺣ أوﻻً ّ‬
‫‪F(x) = 2x3 − 2x2 + 2x‬‬
‫ﻫ ﺗﺎ ﻊ أﺻﻠﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ‬
‫‪f (x) = 6x2 − 4x + 2‬‬
‫ﺣ ﺎب ﻫ ا اﻟ ﺎﻣﻞ ﻛ ﺎ ﯾﻠﻲ‪:‬‬ ‫ﺔ اﻷﺳﺎﺳ ﺔ اﻟ ﺎ ﻘﺔ‬ ‫اﻟ‬ ‫ﻷن )‪ F ′ (x) = f (x‬و‬
‫ّ‬ ‫وذﻟ‬
‫‪∫ 3‬‬
‫‪(6x2 − 4x + 2) dx = F(3) − F(−2) = 42 − (−28) = 70.‬‬
‫‪−2‬‬

‫‪ f : [a, b] → R‬و )‪ c ∈ (a, b‬ﯾ ﻘ ‪:‬‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪ 8.7‬ﻣ أﺟﻞ ﺗﺎ ﻊ ﻣ‬


‫‪∫ b‬‬ ‫‪∫ c‬‬ ‫‪∫ b‬‬
‫= ‪f (x) dx‬‬ ‫‪f (x) dx +‬‬ ‫‪f (x) dx‬‬
‫‪a‬‬ ‫‪a‬‬ ‫‪c‬‬

‫ﺎﺣﺎت‬ ‫‪ 8.2‬ﺣ ﺎب اﻟ‬

‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟ ﺎ ﻊ ‪ f‬وﻣ ر اﻹﺣ اﺛ ﺎت ‪.x‬‬ ‫اﻟ‬ ‫رﺑ‬ ‫ﺢ اﻟ‬ ‫ﻓ ﺎ ﯾﻠﻲ ﺳ ﻌﻠ ﻛ ﻔ ﺔ ﺣ ﺎب ﻣ ﺎﺣﺔ اﻟ‬

‫‪y‬‬

‫‪f‬‬

‫‪x‬‬

‫ر‪.x‬‬ ‫ﺧ ﺑ ﺎﻧﻲ واﻟ‬ ‫رة ﺑ‬ ‫ح اﻟ‬ ‫ﺢ أو اﻟ‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :8.1‬اﻟ‬

‫ﻓﻲ اﻟ ﺎل اﻟ ﺎﻟﻲ‪.‬‬ ‫ﺎب اﻟ ﺎﻣﻞ ﻛ ﺎ ﺳ‬ ‫إ ﺎدﻫﺎ‬ ‫ﻫ ﻩ اﻟ ﺎﺣﺔ‬


‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬ ‫اﻟ‬ ‫رﺑ‬ ‫ﺢ اﻟ‬ ‫اﻵن ﺣ ﺎب ﻣ ﺎﺣﺔ اﻟ‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ 8.8‬ﻧ‬

‫‪f (x) = −x2 + 1‬‬

‫وﻣ ر اﻹﺣ اﺛ ﺎت ‪.x‬‬


132 8 Integralrechnung

x
−1 1

Abb. 8.2: Die Fläche, die der Graph von f mit der x-Achse einschließt.

Offenbar schließt der Graph von f im Intervall [−1, 1] eine Fläche mit der x-Achse ein.
Der Flächeninhalt ist in diesem Fall gegeben durch
Z 1  1
= − 1 x3 + x
2
4 4
(−x + 1) dx = = .
−1 3 −1
3 3

Der Flächeninhalt einer Fläche, die ein Graph mit der x-Achse einschließt, lässt sich
jedoch nicht immer so berechnen, wie das folgende Beispiel zeigt.

Beispiel 8.9 Wir möchten den Flächeninhalt der Fläche berechnen, die der Graph der
Funktion f (x) = x3 im Intervall [−1, 1] mit der x-Achse einschließt.

x
−1 1

Abb. 8.3: Die Fläche, die der Graph von f mit der x-Achse einschließt.

Versuchen wir nun die Fläche mit dem gleichen Ansatz wie oben zu berechnen, so
erhalten wir
Z 1  1
1
x3 dx = x4 = 0.
−1 4 −1
‫‪ 8‬ﺣ ﺎب اﻟ ﺎﻣﻞ‬ ‫‪133‬‬

‫‪y‬‬

‫‪1‬‬

‫‪x‬‬
‫‪−1‬‬ ‫‪1‬‬

‫اﻟ ﺎ ﻊ ‪ f‬وﻣ ر اﻹﺣ اﺛ ﺎت ‪.x‬‬ ‫رﺑ‬ ‫ﺢ اﻟ‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :8.2‬ﻣ ﺎﺣﺔ اﻟ‬

‫ﺎ ﺣ ﺎب ﻣ ﺎﺣﺔ‬ ‫ر ‪ x‬ﻓﻲ اﻟ ﺎل ]‪ [−1, 1‬و‬ ‫ﺎً ﻣﻊ اﻟ‬ ‫ﺳ‬ ‫أن اﻟ ﺳ اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ ‪f‬‬
‫ﻣ اﻟ اﺿﺢ ّ‬
‫ﻫ ا اﻟ ﺢ ﻛﺎﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬

‫‪ ∫ 1‬‬ ‫[ ‬ ‫‪]1‬‬ ‫ ‬
‫‪ 4 4‬‬
‫ ‬ ‫ ‬
‫‪ (−x2 + 1) dx = − 1 x3 + x‬‬ ‫ ‬
‫‪ = = .‬‬
‫‪ −1‬‬ ‫ ‬ ‫‪3‬‬ ‫ ‪−1‬‬ ‫‪3‬‬ ‫‪3‬‬

‫ر‪x‬‬ ‫ﺧ ﺑ ﺎﻧﻲ واﻟ‬ ‫رﺑ‬ ‫ﺢ اﻟ‬ ‫ﺎ داﺋ ﺎً ﻣ ﺣ ﺎب ﻣ ﺎﺣﺔ اﻟ‬ ‫ﻘﺔ ﻻ ﺗ‬ ‫أن ﻫ ﻩ اﻟ‬
‫ّ‬ ‫ﻣ اﻟ ﯾ ﺎﻟ‬
‫ﻛ ﺎ ﺳ ﻓﻲ اﻟ ﺎل اﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬

‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ ‪ f (x) = x3‬وﻣ ر اﻹﺣ اﺛ ﺎت ‪ x‬ﻋﻠﻰ‬ ‫اﻟ‬ ‫رﺑ‬ ‫ﺢ اﻟ‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ 8.9‬ﻧ ﺣ ﺎب ﻣ ﺎﺣﺔ اﻟ‬
‫اﻟ ﺎل ]‪.[−1, 1‬‬

‫‪y‬‬

‫‪1‬‬

‫‪x‬‬
‫‪−1‬‬ ‫‪1‬‬

‫اﻟ ﺳ اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ ‪ f‬وﻣ ر اﻹﺣ اﺛ ﺎت ‪.x‬‬ ‫رة ﺑ‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :8.3‬اﻟ ﺎﺣﺔ اﻟ‬

‫ﻞ ﻋﻠﻰ‪:‬‬ ‫ﻘﺔ اﻟ ﻌﺔ ﻓﻲ اﻟ ﺎل اﻟ ﺎﺑ ‪ ،‬ﻋ ﺋ ٍ ﻧ‬ ‫اﻟ‬ ‫ﻟ ﺎول اﻵن ﺣ ﺎب اﻟ ﺎﺣﺔ ﺑ ﻔ‬


‫‪∫ 1‬‬ ‫[‬ ‫‪]1‬‬
‫‪1 4‬‬
‫= ‪x3 dx‬‬ ‫‪x‬‬ ‫‪=0‬‬
‫‪−1‬‬ ‫‪4‬‬ ‫‪−1‬‬
134 8 Integralrechnung

Obwohl der Graph eine Fläche einschließt, erhalten wir beim Auswerten des Integrals
0. Das Problem hier ist die Tatsache, dass ein Teil der Fläche über und ein Teil der Fläche
unter der x-Achse liegen. Dieses Problem lässt sich beheben indem man nur “zusam-
menhängende” Flächeninhalte auf diese Weise berechnet und anschließend die Beträge
der Ergebnisse addiert. Wir berechnen also

1 4 0
Z 0  
3 1
x dx = x =− ,
−1 4 −1 4
Z 1  1
1 1
x3 dx = x4 = .
0 4 0 4

Nun ist die Fläche, die der Graph von f im Intervall [−1, 1] mit der x-Achse einschließt
gegeben durch

1 1 1
A = − + = .

4 4 2

Bemerkung 8.10 Möchte man den Flächeninhalt der Fläche berechnen, die eine gegebe-
ne Funktion f auf einem Intervall [a, b] mit der x-Achse einschließt, so bestimmt man
zunächst alle Nullstellen von f in [a, b]. Anschließend integriert man die Funktion f auf
den Teilintervallen, die durch die Nullstellen getrennt sind. Die Fläche ist dann gegeben
durch die Summe der Beträge der berechneten Integrale.

Wir wissen nun wie man im Allgemeinen den Flächeninhalt einer Fläche berechnet, die
eine Funktion mit der x-Achse einschließt. Im Folgenden interessieren wir uns für Flächen,
die von Graphen von zwei Funktionen eingeschlossen werden.

Beispiel 8.11 Wir möchten den Flächeninhalt der Fläche berechnen, die von den Graphen
der Funktionen

f (x) := x2
g(x) := 2x + 3

eingeschlossen wird, wobei f (−1) = g(−1) und f (3) = g(3) (siehe Abbildung 8.4).
Um diese Fläche zu berechnen definieren wir uns die Differenzfunktion

h(x) := f (x) − g(x) = x2 − 2x − 3.

Diese Funktion gibt uns in jedem Punkt x genau den Abstand der Graphen von f und
g in y-Richtung. Der Flächeninhalt der eingeschlossenen Fläche ist nun der Betrag des
Integrals von h im Intervall [−1, 3]. Der Flächeninhalt ist also
Z 3 Z 3  3
2
1 3 32 32
= x − x2 − 3x

h(x) dx = x − 2x − 3 dx 3
= − = .
3
−1 −1
−1 3
‫‪ 8‬ﺣ ﺎب اﻟ ﺎﻣﻞ‬ ‫‪135‬‬

‫ﺎب اﻟ ﺎﻣﻞ ﻧ ﻞ ﻋﻠﻰ ‪.0‬‬ ‫رة ﺑ اﻟ ﺳ اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ واﻟ ر ‪ x‬وﻟ‬ ‫ﻋﻠﻰ اﻟ ﻏ ﻣ وﺟ د ﻣ ﺎﺣﺔ ﻣ‬
‫ﺗﻔﺎد‬ ‫ر ﻘﻊ ﻓ ق ﻣ ر اﻹﺣ اﺛ ﺎت ‪ x‬واﻟ ء اﻟ ﺎﻧﻲ ﺗ ﻪ‪ ،‬وﻟ‬ ‫ﺢ اﻟ‬ ‫أن ﺟ ء ﻣ اﻟ‬ ‫اﻟ ﻠﺔ ﻫ ﺎ ﻫﻲ ّ‬
‫ام ﻘﺔ اﻟ ﻞ اﻟ ﺎ ﻘﺔ وﻟ ﻟ ﺎب ﻣ ﺎﺣﺔ ﻛﻞ ﻣ اﻷﺳ ﺢ اﻟ ا ﺔ ﻋﻠﻰ ﺣ ا‪،‬‬ ‫ﻫ ﻩ اﻟ ﻠﺔ وذﻟ ﻣ ﺧﻼل اﺳ‬
‫ﺋ ﺔ اﻟ ﻲ ﺣ ﻠ ﺎ ﻋﻠ ﻬﺎ ﻛﺎﻟ ﺎﻟﻲ‪:‬‬ ‫و ﻌ ذﻟ ﻧﻘ م ﻊ اﻟ ﺎﺋﺞ اﻟ‬
‫‪∫ 0‬‬ ‫[‬ ‫‪]0‬‬
‫‪1 4‬‬ ‫‪1‬‬
‫= ‪x3 dx‬‬ ‫‪x‬‬ ‫‪=−‬‬
‫‪−1‬‬ ‫‪4‬‬ ‫‪−1‬‬ ‫‪4‬‬
‫‪∫ 1‬‬ ‫[‬ ‫‪]1‬‬
‫‪1‬‬ ‫‪1‬‬
‫‪x3 dx = x4‬‬ ‫=‬
‫‪0‬‬ ‫‪4‬‬ ‫‪0‬‬ ‫‪4‬‬

‫ر ‪ x‬ﻋﻠﻰ اﻟ ﺎل ]‪ [−1, 1‬ﻫﻲ‪:‬‬ ‫اﻟ ﺳ اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ واﻟ‬ ‫رة ﺑ‬ ‫أن اﻟ ﺎﺣﺔ اﻟ‬
‫ّ‬ ‫و ﻟ ﻧ‬
‫ ‬ ‫ ‬
‫‪ 1 1 1‬‬
‫= ‪A = − +‬‬
‫ ‬
‫‪4‬‬ ‫‪4‬‬ ‫‪2‬‬

‫ر ﺑ ﺗﺎ ﻊ ﻣﻌ ‪ f‬وﻣ ر اﻹﺣ اﺛ ﺎت ‪ x‬ﻋﻠﻰ اﻟ ﺎل ]‪[a, b‬‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪ 8.10‬إذا أردﻧﺎ ﺣ ﺎب ﻣ ﺎﺣﺔ اﻟ ﺢ اﻟ‬
‫ﻧﻘ م ﺑ ا ﺔ ﺑ ﯾ ﺟ ور اﻟ ﺎ ﻊ ‪) f‬اﻟ ﻘﺎ اﻟ ﻲ ﺗﻌ ﻣﻪ( ﻓﻲ اﻟ ﺎل ]‪ .[a, b‬ﻌ ذﻟ ﻧ ﺎﻣﻞ اﻟ ﺎ ﻊ ‪ f‬ﻋﻠﻰ ﻛﻞ ﻣ ﻣ ﺎﻻت‬
‫ﺔ‪.‬‬ ‫اﻟ ﺋ ﺔ اﻟ ﻲ ﻔ ﻞ ﺑ ﻬﺎ ﺟ ور اﻟ ﺎ ﻊ‪ .‬ﻋ ﺋ ٍ ﺗﻌ ﻰ ﻣ ﺎﺣﺔ اﻟ ﺢ اﻟ ﻠﻲ ﻊ ﻗ اﻟ ﺎﻣﻼت اﻟ‬ ‫اﻟ ﻌ‬
‫ر ﺑ اﻟ اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟ ﺎ ﻊ وﻣ ر اﻹﺣ اﺛ ﺎت ‪ ،x‬واﻵن ﺳ ﻌﻠ ﻛ ﻔ ﺔ‬ ‫ﻧﻌﻠ اﻵن ﻛ ﻔ ﺔ ﺣ ﺎب ﻣ ﺎﺣﺔ اﻟ ﺢ اﻟ‬
‫ر ﺑ ﺧ ّ ﺑ ﺎﻧ ﻟ ﺎ ﻌ ‪.‬‬ ‫ﺣ ﺎب ﻣ ﺎﺣﺔ اﻟ ﺢ اﻟ‬
‫‪:‬‬ ‫اﻟ ﺎﻟ‬ ‫ﻟﻠ ﺎ ﻌ‬ ‫اﻟ ﺎﻧ‬ ‫اﻟ‬ ‫رﺑ‬ ‫ﺢ اﻟ‬ ‫ﺣ ﺎب ﻣ ﺎﺣﺔ اﻟ‬ ‫ﻣ ﺎل ‪ 8.11‬ﻧ‬

‫‪f (x) := x2‬‬


‫‪g(x) := 2x + 3‬‬

‫اﻟ ﻞ ‪.(8.4‬‬ ‫أن )‪ f (−1) = g(−1‬و )‪) f (3) = g(3‬اﻧ‬ ‫ّ‬ ‫ﺣ‬
‫ﻟ ﺎب ﻫ ﻩ اﻟ ﺎﺣﺔ ﺳ ﻌ ّ ف ”داﻟﺔ اﻟﻔ ق”‪:‬‬

‫‪h(x) := f (x) − g(x) = x2 − 2x − 3‬‬

‫ر ‪ .y‬ﻣ ﺎﺣﺔ‬ ‫اﻟ ﺎﻧ ﻟﻠ ﺎ ﻌ ‪ f‬و ‪ g‬ﻋ ﻛﻞ ﻧﻘ ﺔ ‪ x‬ﺎﺗ ﺎﻩ اﻟ‬ ‫ﺑ اﻟ‬ ‫ﺎ اﻟ ﻌ اﻟ ﻗ‬ ‫ﻫ ا اﻟ ﺎ ﻊ ﻌ‬


‫ﻫﻲ ﻣﻘ ار ﺗ ﺎﻣﻞ اﻟ ﺎ ﻊ ‪ h‬ﻋﻠﻰ اﻟ ﺎل ]‪ [−1, 3‬و ﺎو ‪:‬‬ ‫اﻟ ﺎﻧ‬ ‫ر ﺑ اﻟ ﺳ‬ ‫اﻟ ﺢ اﻟ‬

‫‪ ∫ 3‬‬ ‫‪ ∫ 3‬‬ ‫[ ‬ ‫‪]3‬‬ ‫ ‬


‫‪ 32 32‬‬
‫ ‬ ‫ ‬ ‫‪ 1 3‬‬ ‫ ‬
‫ ‬ ‫ ‬ ‫ ‬ ‫ ‬ ‫= ‪ = −‬‬
‫‪ −1 h(x) dx = −1 x − 2x − 3 dx = 3 x − x − 3x‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪2‬‬
‫ ‪−1‬‬ ‫‪3‬‬ ‫‪3‬‬
136 8 Integralrechnung

x
−1 1 2 3

Abb. 8.4: Die Fläche, die die Graphen von f und g einschließen.

Bemerkung 8.12 Der Flächeninhalt einer Fläche die von zwei Funktionen eingeschlossen
wird lässt sich stets mithilfe der Differenzfunktion berechnen. Auch hier integriert man
die Differenzfunktion wieder “von Nullstelle zu Nullstelle”.

8.3 Aufgaben

Aufgabe 8.1 Bestimmen Sie


Z
3x2 + 12x + 3 dx.

Aufgabe 8.2 Berechnen Sie


Z 1
5x4 + 12x3 − x2 + 3 dx.
0

Aufgabe 8.3 Berechnen Sie zunächst die Schnittpunkte der Funktionen

f (x) = x2 − 1,
g(x) = −x2 + 1.

Was ist der Flächeninhalt der Fläche, die die beiden Funktionen zwischen diesen Punkten
einschließen?

Aufgabe 8.4 Berechnen Sie den Flächeninhalt der Fläche, die von den Funktionen
‫‪ 8‬ﺣ ﺎب اﻟ ﺎﻣﻞ‬ ‫‪137‬‬

‫‪y‬‬

‫‪x‬‬
‫‪−1‬‬ ‫‪1‬‬ ‫‪2‬‬ ‫‪3‬‬

‫‪ f‬و ‪.g‬‬ ‫ﻟﻠ ﺎ ﻌ‬ ‫اﻟ ﺎﻧ‬ ‫اﻟ‬ ‫رﺑ‬ ‫ﺢ اﻟ‬ ‫ﺷ ﻞ ‪ :8.4‬اﻟ‬

‫ﺎً‬ ‫ﺎﻻﻋ ﺎد ﻋﻠﻰ داﻟﺔ اﻟﻔ ق‪ .‬ﻫ ﺎ أ‬ ‫وذﻟ‬ ‫ﺗﺎ ﻌ‬ ‫رﺑ‬ ‫ﺎ داﺋ ﺎً ﺣ ﺎب ﻣ ﺎﺣﺔ اﻟ ﺢ اﻟ‬ ‫ﻣﻼﺣ ﺔ ‪8.12‬‬
‫ﻧ ﺎﻣﻞ ﺗﺎ ﻊ اﻟﻔ ق ”ﻣ ﻧﻘ ﺔ ﺟ ر إﻟﻰ ﻧﻘ ﺔ اﻟ ر اﻟ ﺎﻟ ﺔ”‪.‬‬

‫‪ 8.3‬ﺗ ﺎر‬
‫اﻟ ﺎﻣﻞ اﻟ ﺎﻟﻲ‪.‬‬ ‫‪ 8.1‬اﺣ‬ ‫ﺗ‬
‫∫‬
‫‪3x2 + 12x + 3 dx‬‬

‫اﻟ ﺎﻣﻞ اﻟ ﺎﻟﻲ‪.‬‬ ‫‪ 8.2‬اﺣ‬ ‫ﺗ‬


‫‪∫ 1‬‬
‫‪5x4 + 12x3 − x2 + 3 dx‬‬
‫‪0‬‬

‫‪.‬‬ ‫اﻟ ﺎﻟ‬ ‫‪ 8.3‬أوﺟ ﻧﻘﺎ ﺗﻘﺎ ﻊ اﻟ ﺎ ﻌ‬ ‫ﺗ‬

‫‪f (x) = x2 − 1‬‬


‫‪g(x) = −x2 + 1‬‬

‫ﻧﻘﺎ ﺗﻘﺎ ﻌﻬ ﺎ‪.‬‬ ‫ﺑ‬ ‫ﻟﻠ ﺎ ﻌ‬ ‫اﻟ ﺎﻧ‬ ‫اﻟ‬ ‫رﺑ‬ ‫ﺢ اﻟ‬ ‫ﻣ ﺎﺣﺔ اﻟ‬ ‫ﺛ اﺣ‬
‫‪.‬‬ ‫اﻟ ﺎﻟ‬ ‫ﻟﻠ ﺎ ﻌ‬ ‫اﻟ ﺎﻧ‬ ‫اﻟ‬ ‫رﺑ‬ ‫ﺢ اﻟ‬ ‫ﻣ ﺎﺣﺔ اﻟ‬ ‫‪ 8.4‬اﺣ‬ ‫ﺗ‬
138 8 Integralrechnung

2
f (x) = ,
x
g(x) = −x + 3.

eingeschlossen wird.
‫‪ 8‬ﺣ ﺎب اﻟ ﺎﻣﻞ‬ ‫‪139‬‬

‫‪2‬‬
‫= )‪f (x‬‬
‫‪x‬‬
‫‪g(x) = −x + 3‬‬
Lösungen zu den Aufgaben

Kapitel 1

1.1
1. Die Nullstellen des Polynoms sind x1 = −2 und x2 = −7. Die Faktorisierung lautet
daher
x2 + 9x + 14 = (x + 2)(x + 7).
1
2. Die Nullstellen des Polynoms sind x1 = −2 und x2 = 2 und daher lautet die Faktorisie-
rung
1
2x2 + 3x − 2 = 2(x + 2)(x − ).
2
Die 2 vor den Linearfaktoren entsteht dadurch, dass das Polynom nicht normiert ist,
sondern der Leitkoeffizient den Wert 2 hat.
3. Dieses Polynom hat nur die Nullstelle x1 = 5, allerdings mit der Vielfachheit 2. Daher
ist
x2 − 10x + 25 = (x − 5)2 .
4. Dieses Polynom hat keine reellen Nullstellen und liegt daher bereits in der (reellen)
Faktorisierung vor.
5. Dieses Polynom hat nur die reelle Nullstelle x1 = 0 von der Vielfachheit 1 und daher
ist die (reelle) Faktorisierung

x3 + x2 + x = x(x2 + x + 1).

6. Das Polynom hat die Nullstellen x1 = −2, x2 = − 12 und x3 = 1


2 und den Leitkoeffizien-
ten 4. Die Faktorisierung ist daher
1 1
4x3 + 8x2 − x − 2 = 4(x + 2)(x + )(x − ).
2 2
7. Die Nullstellen berechnen sich zu x1,2 = ±1 und x3,4 = ±2. Die Faktorisierung lautet
daher:

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018 140
M. Weber, Basiswissen Mathematik auf Arabisch und Deutsch –
‫أساسيات في الرياضيات باللغتين العربية واأللمانية‬, https://doi.org/10.1007/978-3-662-58071-4_9
‫ﺣﻠ ل اﻟ ﺎر‬

‫اﻷول‬
‫اﻟﻔ ﻞ ّ‬

‫‪1.1‬‬
‫ﻛ ﺎﺑ ﻬﺎ ﻋﻠﻰ اﻟ ﻞ‪:‬‬ ‫ة اﻟ ود اﻟ ر ‪ x1 = −2‬و ‪ .x2 = −7‬ﺎﻟ ﺎﻟﻲ‬ ‫‪ .1‬ﻟ‬

‫‪x2 + 9x + 14 = (x + 2)(x + 7).‬‬

‫ﻛ ﺎﺑ ﻬﺎ ﻋﻠﻰ اﻟ ﻞ‪:‬‬ ‫= ‪ .x2‬ﺎﻟ ﺎﻟﻲ‬ ‫‪1‬‬


‫‪2‬‬ ‫ة اﻟ ود اﻟ ر ‪ x1 = −2‬و‬ ‫‪ .2‬ﻟ‬

‫‪1‬‬
‫‪2x2 + 3x − 2 = 2(x + 2)(x − ).‬‬
‫‪2‬‬
‫ﻞ اﻟﻘ ﺔ ‪.2‬‬ ‫ﻣ ﻧ ﺑﻞ ﻣﻌﺎﻣﻠﻬﺎ اﻟ ﺋ ﻲ‬ ‫ﻷن ﻛ ة اﻟ ود ﻟ‬
‫ّ‬ ‫ﻧﻼﺣ وﺟ د اﻟ ﻗ ‪ 2‬وذﻟ‬
‫‪ .3‬ﻟ ة اﻟ ود ﻫ ﻩ اﻟ ر اﻟ ﺣ ‪ x1 = 5‬وﻟ ﻟﻪ اﻟ ﻌ د ﺔ ‪ ،2‬ﻟ ﻟ ﺗ ن‪:‬‬

‫‪x2 − 10x + 25 = (x − 5)2 .‬‬

‫ﺗ ﺋ ﻬﺎ أﻛ ‪.‬‬ ‫‪ .4‬ﻛ ة اﻟ ود ﻫ ﻩ ﻻ ﺗ ﻠ ﺟ و اًر ﺣﻘ ﻘ ﺔ‪ ،‬و ﺎﻟ ﺎﻟﻲ ﻻ‬


‫‪ .5‬ﻟ ة اﻟ ود ﻫ ﻩ اﻟ ر اﻟ ﺣ ‪ x1 = 0‬ذو اﻟ ﻌ د ﺔ ‪ .1‬ﺎﻟ ﺎﻟﻲ ﺗ ن‪:‬‬

‫‪x3 + x2 + x = x(x2 + x + 1).‬‬

‫= ‪ ،x3‬ﻛ ﺎ ﻟﻬﺎ اﻟ ﻌﺎﻣﻞ اﻟ ﺋ ﻲ ‪ .4‬ﺎﻟ ﺎﻟﻲ ﺗ ن‪:‬‬ ‫‪1‬‬


‫‪2‬‬ ‫ة اﻟ ود ﻫ ﻩ اﻟ ور ‪ x2 = − 12 ،x1 = −2‬و‬ ‫‪ .6‬ﻟ‬

‫‪1‬‬ ‫‪1‬‬
‫‪4x3 + 8x2 − x − 2 = 4(x + 2)(x + )(x − ).‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪2‬‬
‫ﺋﺔ‪:‬‬ ‫‪ .7‬اﻟ ور ﻫﻲ ‪ x1,2 = ±1‬و ‪ .x3,4 = ±2‬ﺎﻟ ﺎﻟﻲ ﺗ ن اﻟ‬

‫‪141‬‬
142 Lösungen zu den Aufgaben

x4 − 5x2 + 4 = (x + 1)(x − 1)(x + 2)(x − 2).


8. Die fünf reellen Nullstellen des Polynoms lauten x1 = 0, x2,3 = ±1 und x4,5 = ±4. Die
Faktorisierung ist daher

2x5 − 34x3 + 32x = 2x(x − 1)(x + 1)(x − 4)(x + 4)

1.2 √ √ √
(x − 1)(x − 2)2 = x3 − (2 2 + 1)x2 + (2 2 + 2)x − 2
und √ √
2(x3 − (2 2 + 1)x2 + (2 2 + 2)x − 2)
erfüllen die Voraussetzungen.

Kapitel 2

2.1
1. x1 = −1, x2 = −4, x3 = 3
2. x = 2, y = 1, z = 12
3. x1 = 2, x2 = 3, x3 = −1
2.2
1. Die Determinante der Matrix beträgt −819, das dazugehörige Gleichungssystem ist
also eindeutig lösbar für alle Wahlen der bi .
2. Die Determinante der Matrix beträgt 0, das Gleichungssystem ist also nicht eindeutig
lösbar. Für b1 = b2 = b3 = 0 hat das LGS die Lösung x1 = x2 = x3 = 0 und damit auch
unendlich viele Lösungen, da sie nicht eindeutig sein kann.
3. Auch diese Matrix hat Determinante 0. Mit der gleichen Argumentation wie in 2. hat
das LGS für b1 = b2 = b3 = 0 unendlich viele Lösungen.

Kapitel 3

3.1
     
8 7 −7
1.  92  4.  2 , −2
13 −5 5
2. Beide Skalarprodukte ergeben 9. 5. 0
3. √387 ≈ 0, 3216
‫ﺣﻠ ل اﻟ ﺎر‬ ‫‪143‬‬

‫‪x4 − 5x2 + 4 = (x + 1)(x − 1)(x + 2)(x − 2).‬‬


‫‪ .8‬اﻟ ور ﻫﻲ ‪ x2,3 = ±1 ،x1 = 0‬و ‪ .x4,5 = ±4‬ﺎﻟ ﺎﻟﻲ ﺗ ن‪:‬‬

‫)‪2x5 − 34x3 + 32x = x(x − 1)(x + 1)(x − 4)(x + 4‬‬

‫√‬ ‫√‬ ‫√‬ ‫‪1.2‬‬


‫‪(x − 1)(x − 2)2 = x3 − (2 2 + 1)x2 + (2 2 + 2)x − 2‬‬

‫√‬ ‫√‬ ‫و‬


‫)‪2(x3 − (2 2 + 1)x2 + (2 2 + 2)x − 2‬‬
‫‪.‬‬ ‫ﺗ ﻘﻘﺎن ﻫ ا اﻟ‬

‫اﻟﻔ ﻞ اﻟ ﺎﻧﻲ‬

‫‪2.1‬‬
‫‪x1 = −1, x2 = −4, x3 = 3 .1‬‬
‫‪x = 2, y = 1, z = 12 .2‬‬
‫‪x1 = 2, x2 = 3, x3 = −1 .3‬‬
‫‪2.2‬‬
‫ن ﻧ ﺎم اﻟ ﻌﺎدﻻت اﻟ ﺔ اﻟ ّﻞ ﺎﻟ ﻔ ﻓﺔ واﺿﺢ اﻟ ﻞ ﻷ ّ ‪.bi‬‬ ‫ﻓﺔ ﻫ ‪ ،−819‬ﻟ ﻟ‬ ‫ّ د اﻟ ﻔ‬ ‫‪ .1‬ﻣ‬
‫ﻓﺔ ﻫ ‪ ،0‬ﻟ ﻟ ﻟ ﻟ ﺎم اﻟ ﻌﺎدﻻت ﺣﻼً واﺿ ﺎً‪ .‬ﻣ أﺟﻞ ‪ b1 = b2 = b3 = 0‬ن ﻟ ﺎم‬ ‫ّ د اﻟ ﻔ‬ ‫‪ .2‬ﻣ‬
‫ﻞ ‪ x3 = x2 = x1 = 0‬وﻏ ﻩ أ ﺎً ﻋ د ﻻﻧﻬﺎﺋﻲ ﻣ اﻟ ﻠ ل ﻟﻌ م إﻣ ﺎﻧ ﺔ وﺟ د ﺣﻞ وﺣ واﺿﺢ‪.‬‬ ‫ﻌﺎدﻻت اﻟ‬ ‫اﻟ‬
‫ﻔ ﻓﺔ ﻟﻬﺎ اﻟ ّ د ‪ ،0‬وﻟ ﺎم اﻟ ﻌﺎدﻻت ﻛ ﺎ ﻓﻲ ‪ ٢‬وﻣ أﺟﻞ ‪ b3 = b2 = b1 = 0‬ﻋ د ﻻ ﻧﻬﺎﺋﻲ‬ ‫ﺎً ﻫ ﻩ اﻟ‬ ‫‪ .3‬أ‬
‫اﻟ ﻠ ل‪.‬‬ ‫ﻣ‬

‫اﻟﻔ ﻞ اﻟ ﺎﻟ‬

‫‪3.1‬‬
‫‪ ‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬ ‫‪‬‬
‫‪−7‬‬ ‫‪7‬‬ ‫‪8‬‬
‫‪−2‬‬ ‫‪, 2  .4‬‬ ‫‪ .1‬‬
‫‪‬‬ ‫‪9‬‬
‫‪2‬‬
‫‪5‬‬ ‫‪−5‬‬ ‫‪13‬‬
‫‪0 .5‬‬ ‫‪.‬‬ ‫‪ .2‬ﺣﺎﺻﻞ اﻟ ب اﻟﻘ ﺎﺳﻲ ﻫ ‪ 9‬ﻓﻲ اﻟ ﺎﻟ‬
‫‪√3 ≈ 0, 3216 .3‬‬
‫‪87‬‬
144 Lösungen zu den Aufgaben

3.2
       
−7 −3 −1 −15
1.
2 3.  2  ×  3  =  −5 
−7
 
0 5 0
2. −2
1

3.3

 
7
Der rotmarkierte Vektor 2(x + y) = hat die Länge 85.
6

Kapitel 4

4.1
1. 2 − π2
2. 6
3. 3π
4.2
9
1. 2
4
2. 3π

Kapitel 5

5.1 Der Graph der Funktion


f (x) = −(−x3 )
sieht wie in Abbildung 9.1 aus.
‫ﺣﻠ ل اﻟ ﺎر‬ ‫‪145‬‬

‫‪3.2‬‬
‫‪    ‬‬ ‫‪‬‬ ‫(‬ ‫)‬
‫‪−3‬‬ ‫‪−1‬‬ ‫‪−15‬‬ ‫‪−7‬‬
‫‪ 2  ×  3  =  −5  .3‬‬ ‫‪.1‬‬
‫‪2‬‬
‫‪ ‬‬
‫‪5‬‬ ‫‪0‬‬ ‫‪−7‬‬ ‫‪0‬‬
‫‪−2 .2‬‬
‫‪1‬‬

‫) (‬ ‫‪3.3‬‬
‫√‬ ‫‪7‬‬
‫= )‪ 2(x + y‬اﻟ ل ‪. 85‬‬ ‫ﻟﻠ ﻌﺎع اﻟ ﻠّ ن ﺎﻷﺣ‬
‫‪6‬‬

‫اﻟﻔ ﻞ اﻟ ا ﻊ‬

‫‪4.1‬‬
‫‪2−‬‬ ‫‪π‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪.1‬‬
‫‪6 .2‬‬
‫‪3π .3‬‬
‫‪4.2‬‬
‫‪9‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪.1‬‬
‫‪3π‬‬
‫‪4‬‬
‫‪.2‬‬

‫اﻟﻔ ﻞ اﻟ ﺎﻣ‬

‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ‬ ‫‪ 5.1‬اﻟ‬


‫) ‪f (x) = −(−x3‬‬
‫ﯾ ﺳ ﻛ ﺎ ﻓﻲ اﻟ ﻞ ‪.9.1‬‬
146 Lösungen zu den Aufgaben

x
1

Abb. 9.1

Es gilt nämlich
−(−x3 ) = x3 ,
d.h. die Spiegelung von x3 entlang der x-Achse bewirkt das Gleiche, wie die Spiegelung
entlang der y-Achse.
5.2 Der Graph der Funktion
1
f (x) = − + 3.
(x − 3)2

sieht wie in Abbildung 9.2 aus.

1
x
1 2 3 4 5 6 7

Abb. 9.2
‫ﺣﻠ ل اﻟ ﺎر‬ ‫‪147‬‬

‫‪y‬‬

‫‪1‬‬

‫‪x‬‬
‫‪1‬‬

‫ﺷ ﻞ ‪:9.1‬‬

‫أن‬
‫ّ‬ ‫ﺣ‬
‫‪−(−x3 ) = x3‬‬
‫ر ‪.y‬‬ ‫ﺔ ﻟﻠ‬ ‫اﻻﻧﻌ ﺎس ﺎﻟ‬ ‫ﺗﺄﺛ‬ ‫ر ‪ x‬ﻟﻪ ﻧﻔ‬ ‫ﺔ ﻟﻠ‬ ‫أن اﻧﻌ ﺎس اﻟ ﺎ ﻊ ‪ x3‬ﺎﻟ‬
‫أ ّ‬
‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ‬ ‫‪ 5.2‬اﻟ‬

‫‪1‬‬
‫‪f (x) = −‬‬ ‫‪+3‬‬
‫‪(x − 3)2‬‬

‫ﯾ ﺳ ﻛ ﺎ ﻓﻲ اﻟ ﻞ ‪.9.2‬‬

‫‪y‬‬

‫‪8‬‬
‫‪7‬‬
‫‪6‬‬
‫‪5‬‬
‫‪4‬‬
‫‪3‬‬
‫‪2‬‬
‫‪1‬‬
‫‪x‬‬
‫‪1‬‬ ‫‪2‬‬ ‫‪3‬‬ ‫‪4‬‬ ‫‪5‬‬ ‫‪6‬‬ ‫‪7‬‬

‫ﺷ ﻞ ‪:9.2‬‬
148 Lösungen zu den Aufgaben

Der größtmögliche Definitionsbereich ist R \ {3}, denn die einzige Zahl, die wir nicht
in die Formel einsetzen können ist die 3.
5.3 Zunächst einmal schreiben wir die Funktion um und sehen, dass

f (x) = x2 − 4x + 2 = (x − 2)2 − 2.

Daher sieht der Graph wie in Abbildung 9.3 aus.

x
1 2 3

−1

−2

Abb. 9.3

5.4 Zunächst einmal schreiben wir die Funktion um und sehen, dass
q
f (x) = − (−x + 1)2 + 1 = −(−x + 1) + 1) = x.

Daher sieht der Graph wie in Abbildung 9.4 aus.


‫ﺣﻠ ل اﻟ ﺎر‬ ‫‪149‬‬

‫ﺎ ﺣ ﺎب ﻗ ﺔ‬ ‫ﻻ‬ ‫ﻷن اﻟ ﻗ ‪ 3‬ﻫ اﻟ ﻗ اﻟ ﺣ اﻟ‬


‫ّ‬ ‫ﻟﻠ ﺎ ﻊ ﻫﻲ }‪ ،R \ {3‬وذﻟ‬ ‫اﻷﻛ‬ ‫وﻣ ﻋﺔ اﻟ ﻌ‬
‫اﻟ ﺎ ﻊ ﻋ ﻩ‪.‬‬
‫ﻐﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪:‬‬ ‫‪ 5.3‬ﺑ ا ﺔ ﺳ ﻌ ﻛ ﺎ ﺔ اﻟ ﺎ ﻊ ﺎﻟ‬

‫‪f (x) = x2 − 4x + 2 = (x − 2)2 − 2‬‬

‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ ﻛ ﺎ ﻫ ﻣ ّ ﻓﻲ اﻟ ﻞ ‪.9.3‬‬ ‫ﺎ رﺳ اﻟ‬ ‫ﻟﻟ‬

‫‪y‬‬

‫‪2‬‬

‫‪1‬‬

‫‪x‬‬
‫‪1‬‬ ‫‪2‬‬ ‫‪3‬‬

‫‪−1‬‬

‫‪−2‬‬

‫ﺷ ﻞ ‪:9.3‬‬

‫ﻐﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪:‬‬ ‫‪ 5.4‬ﺑ ا ﺔ ﺳ ﻌ ﻛ ﺎ ﺔ اﻟ ﺎ ﻊ ﺎﻟ‬


‫√‬
‫‪f (x) = − (−x + 1)2 + 1 = −(−x + 1) + 1) = x‬‬

‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ ﻛ ﺎ ﻫ ﻣ ّ ﻓﻲ ‪.9.4‬‬ ‫ﺎ رﺳ اﻟ‬ ‫ﻟﻟ‬


150 Lösungen zu den Aufgaben

x
1

Abb. 9.4

5.5 Der Graph der Funktion


π
f (x) = 3 sin(x − ) + 1.
2
sieht wie in Abbildung 9.5 aus.

f (x)

x
−π − π2 π π 3π 2π 5π 3π
2 2 2
−1

−2

Abb. 9.5

5.6 Mithilfe der Potenz- und Logarithmusgesetze erhalten wir


‫ﺣﻠ ل اﻟ ﺎر‬ ‫‪151‬‬

‫‪y‬‬

‫‪1‬‬

‫‪x‬‬
‫‪1‬‬

‫ﺷ ﻞ ‪:9.4‬‬

‫اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟﻠ ﺎ ﻊ‬ ‫‪ 5.5‬اﻟ‬


‫‪π‬‬
‫‪f (x) = 3 sin(x −‬‬ ‫‪)+1‬‬
‫‪2‬‬
‫ﯾ ﺳ ﻛ ﺎ ﻓﻲ اﻟ ﻞ ‪.9.5‬‬

‫)‪f (x‬‬
‫‪4‬‬
‫‪3‬‬
‫‪2‬‬
‫‪1‬‬
‫‪x‬‬
‫‪−π‬‬ ‫‪− π2‬‬ ‫‪π‬‬ ‫‪π‬‬ ‫‪3π‬‬ ‫‪2π‬‬ ‫‪5π‬‬ ‫‪3π‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪2‬‬ ‫‪2‬‬
‫‪−1‬‬
‫‪−2‬‬

‫ﺷ ﻞ ‪:9.5‬‬

‫ﻞ ﻋﻠﻰ‪:‬‬ ‫ﻧ‬ ‫اﻟﻠ ﻏﺎر واﻷﺳ‬ ‫ﺎﻋ ة ﻗ اﻧ‬ ‫‪5.6‬‬


152 Lösungen zu den Aufgaben

e1
e1−ln(3) − ln(e2 ) − ln(e17 ) = − 2 − 17
eln(3)
e
= − 19.
3

Kapitel 6

6.1 Da der Grad des Polynoms im Zähler mit dem Grad des Polynoms im Nenner
übereinstimmt, gilt

−3x2 + 17x − 1692 3


lim =− .
x→∞ 5x2 − 24x + 1691 5
6.2 Da der Grad des Polynoms im Zähler größer ist, als der Grad des Polynoms im Nenner,
gilt

7x5 + 3x + 91
lim = ∞,
x→−∞ −5x2 − 2x + 1

denn
7 7
· (−1)5−2 = > 0.
−5 5
6.3 Es gilt

lim 3x · ln(x) = 0,
x→0

denn “Potenzen schlagen Logarithmen” bei der Grenzwertbetrachtung.


6.4 Es gilt

lim ln(x) · ex = −∞,


x→0

denn
lim ln(x) = −∞
x→0

und
lim ex = 1.
x→0

6.5 Die Funktion


x2 + 6x − 27
f (x) =
x+9
hat eine Definitionslücke im Punkt −9. Um den Typ der Definitionslücke zu bestimmen,
schreiben wir den Term zunächst um
‫ﺣﻠ ل اﻟ ﺎر‬ ‫‪153‬‬

‫‪e1‬‬
‫= ) ‪e1−ln(3) − ln(e2 ) − ln(e17‬‬ ‫‪− 2 − 17‬‬
‫)‪eln(3‬‬
‫‪e‬‬
‫‪= − 19‬‬
‫‪3‬‬

‫اﻟﻔ ﻞ اﻟ ﺎدس‬

‫ن‪:‬‬ ‫ﻣ ﺎو ﺔ ﻟﻬﺎ ﻓﻲ اﻟ ﻘﺎم‬ ‫اﻟ ود ﻓﻲ اﻟ‬ ‫أن درﺟﺔ ﻛ‬


‫ﺎ ّ‬ ‫‪6.1‬‬

‫‪−3x2 + 17x − 1692‬‬ ‫‪3‬‬


‫‪lim‬‬ ‫‪=−‬‬
‫‪x→∞ 5x2 − 24x + 1691‬‬ ‫‪5‬‬

‫ن‪:‬‬ ‫ﻣ ﻬﺎ ﻓﻲ اﻟ ﻘﺎم‬ ‫أﻛ‬ ‫اﻟ ود ﻓﻲ اﻟ‬ ‫أن درﺟﺔ ﻛ‬


‫ﺎ ّ‬ ‫‪6.2‬‬

‫‪7x5 + 3x + 91‬‬
‫‪lim‬‬ ‫∞=‬
‫‪x→−∞ −5x2 − 2x + 1‬‬

‫ﻷن‬
‫ّ‬ ‫وذﻟ‬
‫‪7‬‬ ‫‪7‬‬
‫‪· (−1)5−2 = > 0‬‬
‫‪−5‬‬ ‫‪5‬‬
‫ﺎب اﻟ ﻬﺎ ﺎت‪.‬‬ ‫ﻣ اﻟﻠ ﻏﺎر ﻓ ﺎ ﯾ ﻌّﻠ‬ ‫أﻗ‬ ‫ﻷن اﻷﺳ‬
‫ّ‬ ‫‪ 6.3‬اﻟ ﻬﺎ ﺔ اﻟ ﺎﻟ ﺔ ﻣ ﺎو ﺔ ﻟﻠ ﻔ وذﻟ‬

‫‪lim 3x · ln(x) = 0‬‬


‫‪x→0‬‬

‫‪ 6.4‬ﻫ ﻩ اﻟ ﻬﺎ ﺔ ﺗ ﺎو‬

‫∞‪lim ln(x) · ex = −‬‬


‫‪x→0‬‬

‫ﻷن‬
‫ّ‬ ‫وذﻟ‬
‫∞‪lim ln(x) = −‬‬
‫‪x→0‬‬

‫أن‬
‫ﻛﺎ ّ‬
‫‪lim ex = 1.‬‬
‫‪x→0‬‬

‫‪ 6.5‬ﺑ راﺳﺔ اﻟ ﺎ ﻊ اﻟ ﺎﻟﻲ‬

‫‪x2 + 6x − 27‬‬
‫= )‪f (x‬‬
‫‪x+9‬‬

‫ﻛ ﺎ ﯾﻠﻲ‪:‬‬ ‫ﻐﺔ أﺧ‬ ‫‪ −9‬وﻟ ﻌ ﻓﺔ ﻧ ع ﻫ ﻩ اﻟ ﻘ ﺔ ﻧﻌ ﻛ ﺎ ﺔ اﻟ ﺎ ﻊ‬ ‫ﻋ‬ ‫ﯾ ّ ﻟ ﺎ وﺟ د ﻧﻘ ﺔ ﻋ م ﺗﻌ‬


154 Lösungen zu den Aufgaben

x2 + 6x − 27 (x − 3)(x + 9)
= = x − 3.
x+9 x+9
Nun gilt also

lim f (x) = lim x − 3 = −12,


x→−9 x→−9

sodass −9 eine Lücke im Graph ist.


6.6 Es gilt

lim x · ln(x) = 0,
x→0

denn Potenzen schlagen Logarithmen. Damit ist die Definitionslücke in 0 eine Lücke im
Graph.

Kapitel 7

7.1 Es gilt

f 0 (x) = 7 · 2 · x + 2 + 6 · (−2) · x−3


12
= 14 · x + 2 − 3 .
x
7.2 Wir benutzen zwei Mal die Kettenregel und erhalten

f 0 (x) = 2 · sin(cos(x)) · (sin(cos(x)))0


= −2 · sin(cos(x)) · cos(cos(x)) · sin(x).

7.3 Es gilt

f 0 (x) = 21 · x6 + 12.

Die Tangente an den Graphen von f im Punkt x p = 1 ist gegeben durch

t(x) = f 0 (1) · x + ( f (1) − f 0 (1) · 1)


= 33 · x − 12.

7.4 Es gilt zunächst

f 0 (x) = x2 + x − 2.

Wir suchen nun die Nullstellen der ersten Ableitung. Es gilt


‫ﺣﻠ ل اﻟ ﺎر‬ ‫‪155‬‬

‫)‪x2 + 6x − 27 (x − 3)(x + 9‬‬


‫=‬ ‫‪= x−3‬‬
‫‪x+9‬‬ ‫‪x+9‬‬

‫إذاً‬

‫‪lim f (x) = lim x − 3 = −12‬‬


‫‪x→−9‬‬ ‫‪x→−9‬‬

‫اﻟ ﺎﻧﻲ‪.‬‬ ‫أن ‪ −9‬ﻫﻲ اﻧﻘ ﺎع ﻓﻲ اﻟ‬


‫ﺞ ّ‬ ‫ﻧ‬
‫‪ 0‬ﺗ ﺎو‬ ‫‪ 6.6‬ﻧﻬﺎ ﺔ اﻟ ﺎ ﻊ ﻋ‬

‫‪lim x · ln(x) = 0‬‬


‫‪x→0‬‬

‫ﻫ ﻩ ﻋ ﺎرة ﻋ اﻧﻘ ﺎع‬ ‫ﺎب اﻟ ﻬﺎ ﺎت و ﻟ ﺗ ن ﻧﻘ ﺔ ﻋ م اﻟ ﻌ‬ ‫ﻣ اﻟﻠ ﻏﺎر ﻓ ﺎ ﯾ ﻌﻠ‬ ‫ﻷن اﻷﺳ أﻗ‬‫ّ‬ ‫وذﻟ‬
‫ﻓﻲ اﻟ اﻟ ﺎﻧﻲ ﻓﻘ ‪.‬‬

‫اﻟﻔ ﻞ اﻟ ﺎ ﻊ‬

‫ﺎو‬ ‫اﻟ ﺎ ﻊ‬ ‫‪ 7.1‬ﻣ‬

‫‪f ′ (x) = 7 · 2 · x + 2 + 6 · (−2) · x−3‬‬


‫‪12‬‬
‫‪= 14 · x + 2 − 3‬‬
‫‪x‬‬
‫ﯾ ﺞ‬ ‫ﻣ ﺎﻟ‬ ‫ام ﻗﺎﻋ ة اﻟ ﻠ ﻠﺔ ﻟ ﺗ‬ ‫‪ 7.2‬ﺎﺳ‬

‫‪f ′ (x) = 2 · sin(cos(x)) · (sin(cos(x)))′‬‬


‫)‪= 2 · sin(cos(x)) · cos(cos(x)) · sin(x‬‬

‫ﺎو‬ ‫اﻟ ﺎ ﻊ‬ ‫‪ 7.3‬ﻣ‬

‫‪f ′ (x) = 21 · x6 + 12‬‬

‫ﻣﻌﺎدﻟﺔ ﻣ ﺎس اﻟ ﺎ ﻊ ‪ f‬ﻋ اﻟ ﻘ ﺔ ‪ x p = 1‬ﺗﻌ ﻰ ﺎﻟﻌﻼﻗﺔ‬

‫)‪t(x) = f ′ (1) · x + ( f (1) − f ′ (1) · 1‬‬


‫‪= 33 · x − 12‬‬

‫اﻟ ﺎ ﻊ‬ ‫ﻣ‬ ‫‪ 7.4‬ﺑ ا ًﺔ ﻧ‬

‫‪f ′ (x) = x2 + x − 2‬‬

‫اﻷول‬
‫ّ‬ ‫واﻵن ﻋﻠ ﺎ إ ﺎد ﺟ ور اﻟ‬
156 Lösungen zu den Aufgaben

x2 + x − 2 = 0
⇔ (x − 1) · (x + 2) = 0
⇒ x=1 oder x = −2.

Um die gefundenen Stellen zu klassifizieren, setzen wir diese in die zweite Ableitung ein.
Es gilt

f 00 (x) = 2 · x + 1,

7
also f 00 (1) = 3 > 0 und f 00 (−2) = −3 < 0. Damit ist f (1) = − ein lokales Minimum
6
10
und f (−2) = ein lokales Maximum von f .
3
7.5 Es gilt zunächst mit der Produktregel
1 1
f 0 (x) = · x · exp(2x) + · x2 · exp(2x)
2 2
exp(2x)
= · (x + x2 ).
2
Wir suchen nun die Nullstellen der ersten Ableitung. Es gilt

exp(2x)
· (x + x2 ) = 0
2
⇔ x + x2 = 0 (da exp(2x) > 0)
⇒ x=0 oder x = −1.

Um die gefundenen Stellen zu klassifizieren, setzen wir diese in die zweite Ableitung ein.
Es gilt

exp(2x)
f 00 (x) = exp(2x) · (x2 + x) + · (2 · x + 1)
2
1
= exp(2x) · (x2 + 2 · x + ),
2
1 1
also f 00 (0) =
> 0 und f 00 (−1) = − < 0. Damit ist f (0) = 0 ein lokales Mini-
2 2 · exp(2)
1
mum und f (−1) = ein lokales Maximum von f .
4 · exp(2)
‫ﺣﻠ ل اﻟ ﺎر‬ ‫‪157‬‬

‫‪x2 + x − 2 = 0‬‬
‫⇔‬ ‫‪(x − 1) · (x + 2) = 0‬‬
‫⇒‬ ‫‪x=1‬‬ ‫أو‬ ‫‪x = −2.‬‬

‫اﻟ ﺎﻧﻲ‬ ‫ﺔ ﻋ ﻧﻘﺎ اﻟ ر ﻧﻌّ ض ﻫ ﻩ اﻟ ﻘﺎ ﻓﻲ اﻟ‬ ‫وﻟ ﻌ ﻓﺔ ﻧ ع اﻟﻘ اﻟ‬

‫‪f ′′ (x) = 2 · x + 1‬‬

‫‪7‬‬
‫ﻣ ﻠ ﺎً وﺗ ن‬ ‫‪ f (1) = −‬ﻗ ﺔ ﺻﻐ‬ ‫أن ‪ . f ′′ (−2) = −3 < 0‬ﺑ ﻟ ﺗ ن‬‫أن ‪ f (1) = 3 > 0‬و ّ‬
‫‪′′‬‬
‫ّ‬ ‫ﻋ ﻫﺎ ﻧ‬
‫‪6‬‬
‫‪10‬‬
‫= )‪ f (−2‬ﻗ ﺔ ﻛ ﻣ ﻠ ﺎً ﻟﻠ ﺎ ﻊ ‪. f‬‬
‫‪3‬‬
‫اﻷول‬
‫ّ‬ ‫اﻟ‬ ‫بﻧ‬ ‫ﺎﻋ ة ﻗﺎﻋ ة اﻟ‬ ‫‪7.5‬‬
‫‪1‬‬ ‫‪1‬‬
‫= )‪f ′ (x‬‬ ‫)‪· x · exp(2x) + · x2 · exp(2x‬‬
‫‪2‬‬ ‫‪2‬‬
‫)‪exp(2x‬‬
‫=‬ ‫‪· (x + x ).‬‬
‫‪2‬‬
‫‪2‬‬
‫اﻷول‬
‫ّ‬ ‫واﻵن ﻋﻠ ﺎ إ ﺎد ﺟ ور اﻟ‬

‫)‪exp(2x‬‬
‫‪· (x + x2 ) = 0‬‬
‫‪2‬‬
‫⇔‬ ‫‪x + x2 = 0‬‬ ‫)ﻷن ‪(exp(2x) > 0‬‬
‫ّ‬
‫⇒‬ ‫‪x=0‬‬ ‫‪oder‬‬ ‫‪x = −1.‬‬

‫اﻟ ﺎﻧﻲ‬ ‫وﻟ ﻌ ﻓﺔ ﻧ ع اﻟﻘ اﻟ ّﺔ ﻋ ﻧﻘﺎ اﻟ ر ﻧﻌّ ض ﻫ ﻩ اﻟ ﻘﺎ ﻓﻲ اﻟ‬

‫)‪exp(2x‬‬
‫‪f ′′ (x) = exp(2x) · (x2 + x) +‬‬ ‫)‪· (2 · x + 1‬‬
‫‪2‬‬
‫‪1‬‬
‫‪= exp(2x) · (x2 + 2 · x + ),‬‬
‫‪2‬‬
‫‪1‬‬ ‫‪1‬‬
‫‪ . f ′′ (−1) = −‬ﺑ ﻟ ﺗ ن ‪ f (0) = 0‬ﻗ ﺔ ﺻﻐ‬ ‫أن ‪< 0‬‬
‫ّ‬ ‫أن ‪ f ′′ (0) = > 0‬و‬ ‫ّ‬ ‫ﻋ ﻫﺎ ﻧ‬
‫)‪2 · exp(2‬‬ ‫‪2‬‬
‫‪1‬‬
‫= )‪ f (−1‬ﻗ ﺔ ﻛ ﻣ ﻠ ﺎً ﻟﻠ ﺎ ﻊ ‪. f‬‬ ‫ﻣ ﻠ ﺎً وﺗ ن‬
‫)‪4 · exp(2‬‬
158 Lösungen zu den Aufgaben

Kapitel 8

8.1 Es gilt
Z
3x2 + 12x + 3 dx = x3 + 6x2 + 3x.

8.2 Es gilt
Z 1  1
1
5x4 + 12x3 − x2 + 3 dx = x5 + 3x4 − x3 + 3x
0 3 0
20
=
3
8.3 Wir bilden zunächst die Differenzfunktion

h(x) = (x2 − 1) − (−x2 + 1) = 2x2 − 2.

Die Schnittpunkte von f und g sind genau die Nullstellen der Differenzfunktion h. Es gilt

2x2 − 2 = 0 |+2
2
⇔ 2x = 2 |:2
2 √
⇔ x =1 |
⇒ x=1 oder x = −1

Zwischen −1 und 1 schließen f und g also eine Fläche ein. Der Flächeninhalt dieser Fläche
ist gegeben durch
Z 1 Z 1
h(x) dx = 2x2 − 2 dx


−1 −1
 1
2 3
= x − 2x

3 −1

8
= .
3
8.4 Wir bilden zunächst die Differenzfunktion
2 2
h(x) = − (−x + 3) = + x − 3.
x x
Die Schnittpunkte von f und g sind genau die Nullstellen der Differenzfunktion h. Es gilt
‫ﺣﻠ ل اﻟ ﺎر‬ ‫‪159‬‬

‫اﻟﻔ ﻞ اﻟ ﺎﻣ‬

‫ﻞ ﻋﻠﻰ‬ ‫‪ 8.1‬ﻋ ﻣ ﺎﻣﻠﺔ اﻟ ﺎ ﻊ ﻧ‬


‫∫‬
‫‪3x2 + 12x + 3 dx = x3 + 6x2 + 3x‬‬

‫ﻞ ﻋﻠﻰ‬ ‫‪ 8.2‬ﻋ ﻣ ﺎﻣﻠﺔ اﻟ ﺎ ﻊ ﻧ‬


‫‪∫ 1‬‬ ‫[‬ ‫‪]1‬‬
‫‪1‬‬
‫‪5x + 12x − x + 3 dx = x + 3x − x3 + 3x‬‬
‫‪4‬‬ ‫‪3‬‬ ‫‪2‬‬ ‫‪5‬‬ ‫‪4‬‬
‫‪0‬‬ ‫‪3‬‬ ‫‪0‬‬
‫‪20‬‬
‫=‬
‫‪3‬‬
‫داﻟﺔ اﻟﻔ ق‬ ‫‪ 8.3‬ﺑ ا ﺔ ﻧ‬

‫‪h(x) = (x2 − 1) − (−x2 + 1) = 2x2 − 2‬‬

‫ﻧﻘﺎ ﺗﻘﺎ ﻊ ‪ f‬و ‪ g‬ﻫﻲ ﻧﻔ ﻬﺎ ﺟ ور داﻟﺔ اﻟﻔ ق ‪.h‬‬

‫‪2x2 − 2 = 0‬‬ ‫‪|+2‬‬


‫⇔‬ ‫‪2‬‬
‫‪2x = 2‬‬ ‫‪|:2‬‬
‫√‬
‫⇔‬ ‫‪2‬‬
‫‪x =1‬‬ ‫|‬
‫⇒‬ ‫‪x=1‬‬ ‫أو‬ ‫‪x = −1‬‬

‫ﻛ ﺎ ﯾﻠﻲ‪:‬‬ ‫‪ −1‬و ‪ 1‬وﺗ‬ ‫اﻟ ﻘ‬ ‫‪ f‬و ‪ g‬ﺗﻘﻊ ﺑ‬ ‫اﻟ ﺎ ﻌ‬ ‫رة ﺑ‬ ‫اﻟ ﺎﺣﺔ اﻟ‬

‫∫ ‬ ‫‪ ∫ 1‬‬ ‫ ‬
‫ ‬ ‫‪1‬‬
‫ ‬ ‫ ‬
‫ ‬ ‫ = ‪h(x) dx‬‬ ‫ ‪2x2 − 2 dx‬‬
‫‪−1‬‬ ‫‪−1‬‬
‫[ ‬ ‫ ‪]1‬‬
‫‪ 2‬‬ ‫ ‬
‫‪= x3 − 2x‬‬ ‫ ‬
‫ ‬
‫‪3‬‬ ‫‪−1‬‬
‫‪8‬‬
‫=‬
‫‪3‬‬
‫داﻟﺔ اﻟﻔ ق‬ ‫‪ 8.4‬ﺑ ا ﺔ ﻧ‬
‫‪2‬‬ ‫‪2‬‬
‫= )‪h(x‬‬ ‫‪− (−x + 3) = + x − 3‬‬
‫‪x‬‬ ‫‪x‬‬
‫ﻧﻘﺎ ﺗﻘﺎ ﻊ ‪ f‬و ‪ g‬ﻫﻲ ﻧﻔ ﻬﺎ ﺟ ور داﻟﺔ اﻟﻔ ق ‪.h‬‬
160 Lösungen zu den Aufgaben

2
+x−3 = 0 |·x
x
⇔ x2 − 3x + 2 = 0
⇔ (x − 1)(x − 2) = 0
⇒ x=1 oder x=2

Zwischen 1 und 2 schließen f und g also eine Fläche ein. Der Flächeninhalt dieser Fläche
ist gegeben durch
Z 2 Z 2 2

h(x) dx = + x − 3 dx


1 1 x
 2
1
= 2 ln(x) + x2 − 3x

2 1

1
= 2 ln(x) + 2 − 6 − (2 ln(1) + − 3)
2

3
= 2 ln(2) − .
2
‫ﺣﻠ ل اﻟ ﺎر‬ ‫‪161‬‬

‫‪2‬‬
‫‪+x−3 = 0‬‬ ‫‪|·x‬‬
‫‪x‬‬
‫⇔‬ ‫= ‪x2 − 3x + 2‬‬
‫⇔‬ ‫‪(x − 1)(x − 2) = 0‬‬
‫⇒‬ ‫‪x=1‬‬ ‫أو‬ ‫‪x=2‬‬

‫ﻛ ﺎ ﯾﻠﻲ‪:‬‬ ‫‪ 1‬و ‪ 2‬وﺗ‬ ‫اﻟ ﻘ‬ ‫‪ f‬و ‪ g‬ﺗﻘﻊ ﺑ‬ ‫اﻟ ﺎ ﻌ‬ ‫رة ﺑ‬ ‫اﻟ ﺎﺣﺔ اﻟ‬

‫‪ ∫ 2‬‬ ‫∫ ‬ ‫ ‬
‫ ‬
‫ ‬ ‫ ‬ ‫‪2‬‬ ‫‪2‬‬
‫ ‬ ‫ = ‪h(x) dx‬‬ ‫ ‪+ x − 3 dx‬‬
‫‪1‬‬ ‫‪1‬‬ ‫‪x‬‬
‫[ ‬ ‫ ‪]2‬‬
‫ ‬ ‫‪1 2‬‬ ‫ ‬
‫ ‪= 2 ln(x) + x − 3x‬‬
‫ ‬
‫‪2‬‬
‫ ‬ ‫‪1‬‬
‫ ‬
‫ ‬ ‫‪1‬‬ ‫ ‬
‫ )‪= 2 ln(x) + 2 − 6 − (2 ln(1) + − 3‬‬
‫ ‬
‫‪2‬‬
‫ ‬ ‫ ‬
‫ ‬ ‫‪3‬‬ ‫ ‬
‫ ‪= 2 ln(2) −‬‬
‫‪2‬‬
Weiterführende Literatur

Wie bereits im Vorwort erwähnt, kann und soll dieses Buch weder den gesamten Wissens-
stand auf dem Abiturniveau eines Grundkurses abdecken noch als abschließende Lektüre
zur Vorbereitung auf ein MINT-Studium dienen. Im Gegenteil, Ziel dieses Buches ist es,
das Mathematikwissen aus dem Abitur aufzufrischen und einen ersten Überblick über die
Grundlagen für ein MINT-Studium zu liefern. Zur intensiveren Beschäftigung mit dem
Stoff eines Mathematik-Abiturs in Deutschland sowie dem vertiefenden Einstieg in ein
MINT-Studium empfehlen wir folgende Quellen:
• Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife1 , Kultus-
ministerkonferenz vom 18.10.20122 – offizielle Richtlinien für das Mathematikabitur
in Deutschland inkl. Definition der Themen und Beispielaufgaben
• IQB Bildungsserver3 – gemeinsamer Aufgabenpool der Bundesländer zum Mathema-
tikabitur inkl. vieler Beispielaufgaben und erklärender Hinweise
• Niedersächsischer Bildungsserver4 – ergänzend zu IQB und teilweise ausführlicher
• Baden-Württembergischer Bildungsserver5 – ergänzend zu IQB und teilweise
ausführlicher
• Klaus Fritzsche, Mathematik für Einsteiger, Springer Spektrum, 2015
• Wolfgang Pavel, Ralf Winkler, Mathematik für Naturwissenschaftler, Pearson Studium,
2007
• Josef Hainzl, Mathematik für Naturwissenschaftler, Springer Vieweg, 1981.
• Ernst-Albrecht Reinsch, Mathematik für Chemiker, Springer Vieweg, 2004.

1 https://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen beschluesse/2012/2012 10 18-Bildungsstandards-


Mathe-Abi.pdf
2 https://www.kmk.org/dokumentation-statistik/beschluesse-und-veroeffentlichungen/bildung-schule/all

gemeine-bildung.html#c1284
3 https://www.iqb.hu-berlin.de/abitur
4 nibis.de
5
http://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/mathematisch-naturwissenschaftliche-faecher/mathem
atik

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018 162
M. Weber, Basiswissen Mathematik auf Arabisch und Deutsch –
‫أساسيات في الرياضيات باللغتين العربية واأللمانية‬, https://doi.org/10.1007/978-3-662-58071-4
‫ﻣ اﺟﻊ إﺿﺎﻓ ﺔ ﻣﻘ ﺣﺔ‬

‫اﻟ ﻌ ﻓﺔ اﻟ اردة ﻓﻲ اﻟ ﺣﻠﺔ اﻟ ﺎﻧ ﺔ‪ ،‬ﻛ ﺎ ﻻ ﻌ ّ ﻣ اًر ﻧﻬﺎﺋ ﺎً‬ ‫ﻛ ﺎ ذ ﻧﺎ ﻓﻲ اﻟ ﻘ ﻣﺔ‪ ،‬ﻻ ﻐ ّ ﻲ ﻫ ا اﻟ ﺎب ﻣ‬


‫ﻓﺈن اﻟﻬ ف ﻣ ﻫ ا اﻟ ﺎب ﺗ ّ اﻟ ﻌﺎرف اﻟ ﺎﺿ ﺔ ﻣ اﻟ ﺣﻠﺔ‬ ‫ّ‬ ‫‪،‬‬ ‫ﻟ راﺳﺔ أﺣ أﻓ ع اﻟـ ‪ .MINT‬ﻋﻠﻰ اﻟﻌ‬ ‫ﻟﻠ‬
‫اﻟ ﺎﻧ ﺔ وﻟﻘﺎء ﻧ ة ﻋﻠﻰ أﺳﺎﺳ ﺎت اﻟ ﺎﺿ ﺎت ﻟﻔ وع اﻟـ ‪ .MINT‬ﻟﻠ ﻌ ّ أﻛ ﻓﻲ ﻣﻘ ّ ر ﻣﺎدة اﻟ ﺎﺿ ﺎت ﻟﻠ ﻬﺎدة اﻟ ﺎﻧ ﺔ‬
‫اﻟ ّﻒ ﻷﺣ أﻓ ع اﻟـ ‪ MINT‬ﻧ ﺢ اﺟﻌﺔ اﻟ ﺎدر اﻟ ﺎﻟ ﺔ‪:‬‬ ‫اﻷﻟ ﺎﻧ ﺔ أو ﻟﻠ‬
‫‪1‬‬ ‫اﻟ ﻌﻠ ﻟ ﺎدة اﻟ ﺎﺿ ﺎت ﻓﻲ اﻟ ﺣﻠﺔ اﻟ ﺎﻧ ﺔ اﻟﻌﺎﻣﺔ‬ ‫ﻣ‬ ‫•‬
‫ﻣ ﺗ و ازرة اﻟ ﻘﺎﻓﺔ ﺑ ﺎرﺦ ‪ 2 18.10.2012‬اﻟ ﺟ ﻬﺎت اﻟ ﺳ ﺔ ﻟ ﻬﺎج اﻟ ﺎﺿ ﺎت ﻓﻲ اﻟ ﻬﺎدة اﻟ ﺎﻧ ﺔ ﻓﻲ‬
‫ﺔ ﺗ ﯾ اﻟ اﺿ ﻊ واﻟ ﺎر ‪.‬‬ ‫أﻟ ﺎﻧ ﺎ ﻣ‬
‫ﺟ دة اﻷﻧ ﺔ اﻟ ﻌﻠ ﺔ )‪ 3 (IQB‬ﻧ ﺎذج أﺳ ﻠﺔ وﺗ ﺎر ﻟ ﻬﺎدة اﻟ ﺎﻧ ﺔ ﻣ‬ ‫ﺗ‬ ‫اﻟ ﻗﻊ اﻹﻟ وﻧﻲ ﻟ‬ ‫•‬
‫ﻣ اﻟ ﺎر واﻟ ﻼﺣ ﺎت اﻟ ﺿ ﺔ‪.‬‬ ‫ﻣ ﻠﻒ اﻟ ﻘﺎ ﻌﺎت اﻷﻟ ﺎﻧ ﺔ‪ ،‬ﺎ ﻓﻲ ذﻟ اﻟ‬
‫‪4‬‬
‫اﻟ ﻗﻊ اﻹﻟ وﻧﻲ اﻟ ﻌﻠ ﻲ ﻟ ﻻ ﺔ ﺳ ﻧ ﺎ ﻣ ّ ﻞ ﻟـ )‪ (IQB‬وأﻛ ﺗﻔ ﻼً ﻧ ﻋﺎً ﻣﺎ‪.‬‬ ‫•‬
‫اﻟ ﻗﻊ اﻹﻟ وﻧﻲ اﻟ ﻌﻠ ﻲ ﻟ ﻻ ﺔ ﺎدن‪-‬ﻓ رﺗ غ ‪ – 5‬ﻣ ّ ﻞ ﻟـ )‪ (IQB‬وأﻛ ﺗﻔ ﻼً ﻧ ﻋﺎً ﻣﺎ‪.‬‬ ‫•‬
‫ﻛ ﺎب اﻟ ﺎﺿ ﺎت ﻟﻠ ﺋ ”‪”Mathematik für Einsteiger‬‬ ‫•‬
‫‪.2015 ،Springer Spektrum‬‬ ‫ﺗﺄﻟ ﻒ ‪ Klaus Fritzsche‬دار اﻟ‬
‫اﻟ ﺎﺿ ﺎت ﻟﻌﻠ ﺎء اﻟ ﻌﺔ ”‪ ”Mathematik für Naturwissenschaftler‬ﻟﻠ ّﻟﻔ ‪،Wolfgang Pavel‬‬ ‫•‬
‫‪.Pearson Studium، 2007‬‬ ‫‪ Ralf Winkler‬دار اﻟ‬
‫اﻟ ﺎﺿ ﺎت ﻟﻌﻠ ﺎء اﻟ ﻌﺔ ”‪ ”Mathematik für Naturwissenschaftler‬ﻟﻠ ّﻟﻒ ‪Josef Hainzl‬‬ ‫•‬
‫‪.Springer Vieweg, 1981‬‬ ‫دار اﻟ‬
‫اﻟ ﺎﺿ ﺎت ﻟﻠ ﺎﺋ ”‪ ”Mathematik für Chemiker‬ﺗﺄﻟ ﻒ ‪Ernst-Albrecht Reinsch‬‬ ‫•‬
‫‪.Springer Vieweg, 2004‬‬ ‫دار اﻟ‬

‫‪https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/veroeffentlichungen_beschluesse/2012/2012_10_18-Bildungs 1‬‬
‫‪standards-Mathe-Abi.pdf‬‬
‫‪https://www.kmk.org/dokumentation-statistik/beschluesse-und-veroeffentlichungen/bildung-schule/al 2‬‬
‫‪lgemeine-bildung.html#c1284‬‬
‫‪https://www.iqb.hu-berlin.de/abitur 3‬‬
‫‪www.nibis.de 4‬‬
‫‪http://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/mathematisch-naturwissenschaftliche-faecher/mat 5‬‬
‫‪hematik‬‬

‫‪163‬‬
Sachverzeichnis

Ableitungen, 110 Konstante Funktion, 2, 68, 110


Kettenregel, 114 Logarithmus, 86
Produktregel, 112 Polynom, 70
Quotientenregel, 114 rationale Funktion, 70, 96
Amplitude, 84 trigonometrische Funktionen, 80, 110
Kosinus, 80
Definitionsbereich, 68 Sinus, 80
Definitionslücken, 102 Tangens, 80
Lücke im Graph, 102 Umkehrfunktion, 78
Polstelle, 102
Determinante, 30 Gauß-Algorithmus, 24
Differenzfunktion, 134 Gerade im Vektorraum, 44
Dreieck, 54 Graphen, 72
Durchmesser, 58 Grenzwert, 94
Grenzwerte von Exponentialfunktion und
Logarithmus, 100
Ebene im Vektorraum, 44
Grenzwerte von Polynomen, 96
Elementare Zeilen- und Spaltenumformungen, 24
Grenzwerte von rationalen Funktionen, 96
Exponentialfunktion, 86, 100, 110
Potenzgesetze, 86
Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung,
Extrema, 118
128
lokales Maximum (Hochpunkt), 118
Hochpunkt: siehe Extrema, 118
lokales Minimum (Tiefpunkt), 118
Integral, 128
Faktorisierung, 16
Flächeninhalt Kegel, 64
Dreieck, 54 Komplexe Zahlen, 4
Kreis, 58 Kosinus, 80
Parallelogramm, 52 Kreuzprodukt, 48
Quadrat, 52 Kugel, 64
Rechteck, 52
zwischen Achsen, 130 Lineares Gleichungssystem, 20
zwischen Funktionen, 134 Lösbarkeit, 28
Frequenz, 84 Lösung, 20
Fundamentalsatz der Algebra, 18 LGS, 20
Funktion, 68 Linearfaktoren, 16
affin lineare Funktion, 6, 68, 110 Logarithmus, 86, 100, 110
Exponentialfunktion, 86 Logarithmusgesetze, 88

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018 164
M. Weber, Basiswissen Mathematik auf Arabisch und Deutsch –
‫أساسيات في الرياضيات باللغتين العربية واأللمانية‬, https://doi.org/10.1007/978-3-662-58071-4
‫اﻟﻔﻬ س‬

‫اﻟ ا ﻊ‬ ‫‪81 ،Cos‬‬


‫اﻟ ﺎ ﻊ اﻟ ﺂﻟﻔﻲ‪7 ,‬‬
‫اﻟ ا ﻊ اﻟ ﻠ ﺔ‬ ‫‪81 ،Sin‬‬
‫‪81 ،Tan‬‬
‫اﻟ ر‪81 ,3 ,‬‬ ‫‪81 ،tan‬‬
‫اﻟ ﻌ د ﺔ‪17 ,‬‬
‫اﻷﺣ ﺎم‬
‫اﻟ ﺎﻧ ﺔ‪73 ,‬‬ ‫اﻟ‬
‫اﻷﺳ اﻧﺔ‪63 ,‬‬
‫اﻟ اﺋ ة‪59 ,‬‬
‫اﻟ ة‪67 ,‬‬
‫اﻟ اﻟﺔ‬
‫اﻟ و ‪65 ,‬‬
‫اﻟ اﻟﺔ اﻟﻌ ّﺔ‪79 ,‬‬
‫اﻟﻬ م‪65 ,‬‬
‫داﻟﺔ ﺛﺎﺑ ﺔ‪3 ,‬‬
‫ﻼت‪61 ,‬‬ ‫ﻣ از اﻟ‬
‫اﻟ اﻟﺔ اﻟﻌ ّﺔ‪79 ,‬‬
‫اﻷﺳ اﻧﺔ‪63 ,‬‬
‫اﻟ ﻌﺔ‪85 ,‬‬
‫اﻷﻋ اد اﻟ ﻘ ﻘ ﺔ‪35 ,‬‬
‫اﻟ ﻌﺎع‪35 ,‬‬
‫اﻷﻋ اد اﻟﻌﻘ ّﺔ‪5 ,‬‬
‫اﻟ او ﺔ‪41 ,‬‬
‫اﻻﺷ ﻘﺎق‪111 ,‬‬
‫اﻟ ب اﻟﻘ ﺎﺳﻲ‪39 ,‬‬
‫ﻗﺎﻋ ة اﻟ ﻠ ﻠﺔ‪115 ,‬‬
‫اﻟ ل‪41 ,‬‬
‫ﻗﺎﻋ ة اﻟ ب‪113 ,‬‬
‫ﺟ ﻊ اﻷﺷﻌﺔ‪39 ,‬‬
‫ﻗﺎﻋ ة اﻟﻘ ﺔ‪115 ,‬‬
‫ﺷﻌﺎع اﻟ ﺣ ة‪41 ,‬‬
‫اﻟ ﺎ ﻊ‪69 ,‬‬
‫ﺷﻌﺎع ﺗ ﺟ ﻪ‪37 ,‬‬
‫اﻷﺳﻲ‪87 ,‬‬
‫اﻟ ﺎ ﻊ ّ‬
‫اﻟ ﻐﺔ اﻟ ﻌّﺔ‪11 ,‬‬
‫اﻟ ﺎ ﻊ اﻟ ﺂﻟﻔﻲ‪111 ,69 ,‬‬
‫اﻟ ب اﻟ ﻘﺎ ﻌﻲ‪49 ,‬‬
‫اﻟ ﺎ ﻊ اﻟ ﺎﺑ ‪111 ,69 ,‬‬
‫اﻟ ب اﻟﻘ ﺎﺳﻲ‪41 ,‬‬
‫‪71 ,‬‬ ‫اﻟ ﺎ ﻊ اﻟ‬
‫اﻟﻘ ‪59 ,‬‬
‫اﻟ ﺎ ﻊ اﻟﻠ ﻏﺎر ﻲ ‪87 ,‬‬
‫اﻟﻘ اﻟ ّﺔ ﻣ ﻠّﺎً‪119 ,‬‬
‫اﻟ ﺎ ﻊ اﻟ ﻠ ﻲ‪81 ,‬‬
‫ﻗ ﺔ ﺻﻐ ﻣ ﻠ ﺎً‪119 ,‬‬
‫‪81 ،Cos‬‬
‫ﻗ ﺔ ﻛ ﻣ ﻠ ﺎً‪119 ,‬‬
‫‪81 ،Sin‬‬
‫اﻟ ة‪67 ,‬‬
‫اﻟ ا ﻊ اﻟ ﻠ ﺔ‪111 ,‬‬
‫اﻟ ﻫ ﺔ اﻷﺳﺎﺳّﺔ ﻓﻲ اﻟ ‪19 ,‬‬
‫اﻟ اﻟﺔ اﻟ ﺔ‪97 ,‬‬
‫اﻟ ﻠ ‪55 ,‬‬
‫ﻛ اﻟ ود‪71 ,‬‬
‫اﻟ ّ د‪31 ,‬‬
‫اﻷﺳﻲ‪111 ,87 ,‬‬ ‫اﻟ ﺎ ﻊ ّ‬
‫اﻟ و ‪65 ,‬‬
‫ﻗ اﻧ اﻟﻘ ‪87 ,‬‬
‫اﻟ ّﻊ‪53 ,‬‬
‫اﻷﺳﻲ ‪101 ,‬‬ ‫اﻟ ﺎ ﻊ ّ‬
‫اﻟ ﺎﺣﺔ‬
‫اﻟ ﺎ ﻊ اﻷﺻﻠﻲ‪127 ,‬‬
‫اﻟ اﺋ ة‪59 ,‬‬
‫اﻟ ﺎ ﻊ اﻟﻠ ﻏﺎر ﻲ‪111 ,‬‬
‫اﻟ ﻠ ‪55 ,‬‬
‫ﻗ اﻧ اﻟﻠ ﻏﺎر ‪89 ,‬‬
‫اﻟ ّﻊ‪53 ,‬‬
‫اﻟ ﺎ ﻊ اﻟﻠ ﻏﺎر ﻲ ‪101 ,87 ,‬‬
‫ﻞ‪53 ,‬‬ ‫اﻟ‬
‫اﻟ دد‪85 ,‬‬
‫ﻣ از اﻷﺿﻼع‪53 ,‬‬
‫اﻟ ﻌﺎﻣ ‪43 ,‬‬
‫ﻞ‪53 ,‬‬ ‫اﻟ‬
‫اﻟ ﺎﻣﻞ‪129 ,‬‬

‫‪165‬‬
166 Sachverzeichnis

Matrix, 22 Sarrus-Regel, 30
Mitternachtsformel, 10 Satz des Pythagoras, 38, 56, 60
Monom, 4 Sinus, 80
Multiplikation von Vektoren Skalarprodukt, 40
Kreuzprodukt, 48 Spiegelung von Graphen, 74
skalare, 40 Stammfunktion, 126
Steigung, 70
Nullstelle, 2, 8, 80 Streckung eines Graphen, 84
Vielfachheit, 16
Tangens, 80
orthgonal, 42 Tangente an einen Graphen, 116
Ortsvektor, 36 Tiefpunkt: siehe Extrema, 118

Umkehrfunktion, 78
p-q-Formel, 8
Parallelogramm, 52
Vektor, 34
Pi, 58
Länge, 40
Polstelle, 92
normiert, 40
Polynom, 2, 70, 96, 112
Normierung, 40
Grad, 2 Ortsvektor, 36
Leitkoeffizient, 2 skalare Multiplikation, 38
linear, 6 Vektoraddition, 38
normiert, 2, 4 Winkel, 40
quadratisch, 6 Vektorraum, 38
Zerlegung in Linearfaktoren, 16 Verschiebung von Graphen, 76
Polynomdivision, 12 Viereck, 52
Prinzip von Cavalieri, 54, 62 Vieta, Satz von, 18
Pyramide, 64 Volumen
Kegel, 64
Quader, 60 Kugel, 64
Quadrat, 52 Pyramide, 64
Quader, 60
Radius, 58 Zylinder, 62
Rechteck, 52
Reelle Zahlen, 34 Zylinder, 62
‫اﻟﻔﻬ س‬ ‫‪167‬‬

‫ﻼت‪61 ,‬‬ ‫ﻣ از اﻟ‬ ‫اﻟ ﻘ ﻓﻲ اﻟﻔ ﺎء اﻟ ﻌﺎﻋﻲ‪45 ,‬‬


‫ﻣ ﻋﺔ اﻟ ﻌ ‪69 ,‬‬ ‫ﻓﻲ اﻟﻔ ﺎء اﻟ ﻌﺎﻋﻲ‪45 ,‬‬ ‫اﻟ‬
‫ﻧ ﻒ اﻟﻘ ‪59 ,‬‬ ‫اﻟ ﻔ ﻓﺔ‪23 ,‬‬
‫ﻧ ﺎم ﻣﻌﺎدﻻت ﺧ ّﺔ‪21 ,‬‬ ‫اﻟ ﺎس ﻟﻠ اﻟ ﺎﻧﻲ ﻟ ﺎ ﻊ‪117 ,‬‬
‫اﻟ ﻞ‪21 ,‬‬ ‫اﻟ ﻞ‪71 ,‬‬
‫ﻗﺎﺑﻠ ﺔ اﻟ ﻞ‪29 ,‬‬ ‫اﻟ ﺔ اﻷﺳﺎﺳ ﺔ ﻟﻠ ﻔﺎﺿﻞ واﻟ ﺎﻣﻞ‪129 ,‬‬
‫ﻧ ﺔ ﻓ ﺎﻏ رث‪61 ,57 ,39 ,‬‬ ‫اﻟ ﻬﺎ ﺔ‪95 ,‬‬
‫ﻧ ّﺔ ﻓ ﺎ‪19 ,‬‬ ‫اﻷﺳﻲ واﻟﻠ ﻏﺎر ﻲ‪101 ,‬‬
‫ّ‬ ‫ﻊ‬ ‫ﺎ‬ ‫اﻟ‬ ‫ﻧﻬﺎ ﺎت‬
‫ﻧﻘﺎ ﻋ م اﻟ ﻌ ‪103 ,‬‬ ‫ﻧﻬﺎ ﺔ ﺗﺎ ﻊ ﻛ ‪97 ,‬‬
‫اﻧﻘ ﺎع ﻓﻲ اﻟ اﻟ ﺎﻧﻲ‪103 ,‬‬ ‫ﻧﻬﺎ ﺔ ﻛ ة ﺣ ود‪97 ,‬‬
‫ﻗ ‪103 ,‬‬ ‫اﻟﻬ م‪65 ,‬‬
‫اﻧ ﺎب اﻟ اﻟ ﺎﻧﻲ‪77 ,‬‬
‫اﻧﻌ ﺎس اﻟ اﻟ ﺎﻧﻲ‪75 ,‬‬
‫ﺎ ‪59 ,‬‬
‫ﺗ ﻠ ﻞ ﻛ ات اﻟ ود‪17 ,‬‬
‫ﺗ ﻼت اﻷﺳ اﻷﺳﺎﺳ ﺔ‪25 ,‬‬
‫ﺗ ﯾ ﺧ ﺑ ﺎﻧﻲ‪85 ,‬‬
‫ﺣ ﺎب اﻟ ﺎﺣﺔ‬
‫ﺑ ﺗﺎ ﻊ وﺧ ﺑ ﺎﻧﻲ‪131 ,‬‬
‫ﺑ ﺧ ّ ﺑ ﺎﻧ ﻟ ﺎ ﻌ ‪135 ,‬‬
‫ﺧ ارزﻣ ﺔ ﻏﺎوس‪25 ,‬‬
‫داﻟﺔ اﻟﻔ ق‪135 ,‬‬
‫رﺎﻋ ﺎت اﻷﺿﻼع‪53 ,‬‬
‫ﺷﻌﺎع ﺗ ﺟ ﻪ‪37 ,‬‬
‫ﺿ ب اﻷﺷﻌﺔ‬
‫اﻟ ﻘﺎ ﻌﻲ‪49 ,‬‬
‫اﻟﻘ ﺎﺳﻲ‪41 ,‬‬
‫ﻋ اﻣﻞ ﺧ ّﺔ‪17 ,‬‬

‫ﻓ ﺎء ﺷﻌﺎﻋﻲ‪39 ,‬‬
‫ﻗﺎﻋ ة ﺳﺎروس‪31 ,‬‬
‫ﻗﺎﻧ ن ‪9 ,p-q‬‬
‫ﻗ ﺔ ﻛ ات اﻟ ود‪13 ,‬‬
‫ﻗ ‪93 ,‬‬
‫ﻗ ﺔ ﺻﻐ ﻣ ﻠ ﺎً‪119 ,‬‬
‫ﻗ ﺔ ﻛ ﻣ ﻠ ﺎً‪119 ,‬‬
‫ﻛ ة اﻟ ود‪71 ,‬‬
‫ﻛ ة ﺣ ود‪113 ,97 ,3 ,‬‬
‫اﻟ رﺟﺔ‪3 ,‬‬
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A14445 | Image: Tashatuvango/iStock