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REPARATURANLEITUNG

mit Leerlaufreduziereinrichtung
für die Getriebe ZF-Ecosplit und ZF-Ecomid

6085 751 022


Änderungen vorbehalten

Copyright by ZF

Die vorliegende Reparaturanleitung ist urheberrechtlich geschützt. Eine Vervielfältigung und Verbreitung in
jeglicher Form – auch als Bearbeitung oder in Auszügen – insbesondere als Nachdruck, photomechanische
oder elektronische Wiedergabe oder in Form der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen oder Daten-
netzen ohne Genehmigung des Rechteinhabers ist untersagt und wird zivil- und strafrechtlich verfolgt.

Printed in Germany

Ausgabe: 04.99

6085 751 022


ZF-Intarder Inhaltsverzeichnis

Seite

Vorwort ................................................................................................................................................. 3
Arbeitssicherheit .................................................................................................................................... 4
Hinweise zur Reparatur ........................................................................................................................ 5
Verbrauchsmaterial ................................................................................................................................ 7
Einstelldaten .......................................................................................................................................... 8
Anziehdrehmomente.............................................................................................................................. 9
Spezialwerkzeuge .................................................................................................................................. 14
Lage des Wärmetauschers: waagrecht ................................................................................................. 19
Getriebedarstellung................................................................................................................................ 20
Getriebeschnitt....................................................................................................................................... 21

1. Demontage
1.1 Ölfilter ausbauen ................................................................................................................................... 1-1
1.2 Wärmetauscher, Magnetventil, Speicher und Temperaturgeber abbauen ............................................. 1-2
1.3 Speicher zerlegen................................................................................................................................... 1-3
1.4 Intarder vom Grundgetriebe abbauen.................................................................................................... 1-4
1.5 Ölpumpe abbauen .................................................................................................................................. 1-5
1.6 Steuergehäuse abbauen; Ventile ausbauen ............................................................................................ 1-7
1.7 Stirnrad abziehen ................................................................................................................................... 1-8
1.8 Stator abziehen ...................................................................................................................................... 1-9
1.9 Rotor ausbauen ...................................................................................................................................... 1-10
1.10 Leerlaufreduzierventil .......................................................................................................................... 1-11
1.11 Vorspannventil abbauen ........................................................................................................................ 1-11

2. Montage
2.1 Leerlaufreduzierventil einbauen ............................................................................................................ 2-1
2.2 Vorspannventil einbauen........................................................................................................................ 2-1
2.3 Rotor einsetzen ...................................................................................................................................... 2-2
2.4 Stator einsetzen...................................................................................................................................... 2-3
2.5 Stator, Kegelrollenlager und Stirnrad montieren................................................................................... 2-4
2.6 Kegelrollenlager am Rotor montieren und Kegelrollenlager einstellen................................................ 2-5
2.7 Ventile montieren und Steuergehäuse anbauen ..................................................................................... 2-6
2.8 Ölpumpe montieren und anbauen.......................................................................................................... 2-8
2.9 Axialspiel ausmessen............................................................................................................................. 2-9
2.10 Speicher zusammenbauen...................................................................................................................... 2-12
2.11 Wärmetauscher, Magnetventil, Speicher und Temperaturgeber anbauen ............................................. 2-13
2.12 Wärmetauscher anbauen........................................................................................................................ 2-14
ZF-Intarder Vorwort

Vorliegende Dokumentation wurde für Fachpersonal


entwickelt, das von der ZF Friedrichshafen AG zu
Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an ZF-Pro-
dukten geschult wurde.

Dokumentiert ist ein ZF Serienprodukt nach


Konstruktionsstand des Ausgabedatums.

Die Instandsetzung des Ihnen vorliegenden Aggregates


kann jedoch aufgrund technischer Weiterentwicklungen
sowohl abweichende Arbeitsgänge als auch abweichen-
de Einstell- und Prüfdaten erfordern.
Deshalb empfehlen wir Ihnen, Ihr ZF-Produkt in die
Hand von Meistern und Monteuren zu geben, deren
praktische und theoretische Ausbildung in unserem
Service-Training-Center ständig aktuell ergänzt wird.

Die von der ZF Friedrichshafen AG weltweit für Sie


eingerichteten Servicestationen bieten Ihnen:

1. Kontinuierlich geschultes Personal

2. Vorgeschriebene Einrichtungen,
z. B: Sonderwerkzeuge

3. Original-ZF-Ersatzteile nach
neuestem Serienstand

Sämtliche Arbeiten werden hier mit größter Sorgfalt


und Gewissenhaftigkeit für Sie vorgenommen.

Gewährleistung:
Die durch die ZF-Servicestationen ausgeführten
Instandsetzungsarbeiten sind im Rahmen der
jeweils gültigen Vertragsbedingungen geregelt.

ZF FRIEDRICHSHAFEN AG Schäden aufgrund unsachgemäß und unfachmännisch


Geschäftsbereich Nkw-/Sonder-Antriebstechnik ausgeführter Arbeiten durch ZF-fremdes Personal und
Service Werk 2 eventuell daraus resultierende Folgekosten sind von
Tel.: (0 75 41) 77-0 dieser vertraglichen Haftung ausgeschlossen.
Fax: (0 75 41) 77-5726 Dies gilt auch bei Verzicht auf Original-Ersatzteile.

Index: 98-01-12 3
Arbeitssicherheit ZF-Intarder

SICHERHEITSHINWEISE AL L G E ME I NE H I NW E I S E

Grundsätzlich sind Instandsetzer von ZF-Aggregaten Bevor mit den Prüfungen und Instandsetzungsarbeiten
für die Arbeitssicherheit selbst verantwortlich. begonnen wird, ist zuerst die vorliegende Anleitung
genau durchzulesen.
Die Beachtung aller geltenden Sicherheitsvorschriften
und gesetzlichen Auflagen ist Voraussetzung, um
Schäden an Personen und am Produkt bei Wartungs- VORSICHT
und Instandsetzungsarbeiten zu vermeiden. Gezeigte Bilder, Zeichnungen und Teile stellen nicht
Instandsetzer haben sich vor Beginn der Arbeiten mit immer das Original dar, es wird der Arbeitsablauf
diesen Vorschriften vertraut zu machen. gezeigt.
Die Bilder, Zeichnungen und Teile sind nicht dem
Die sachgemäße Instandsetzung dieser ZF-Produkte Maßstab entsprechend gezeichnet, es dürfen keine
setzt entsprechend geschultes Fachpersonal voraus. Rückschlüsse auf Größe und Gewicht (auch nicht
Die Pflicht zur Schulung obliegt dem Instandsetzer. innerhalb einer Darstellung) gezogen werden.
Die Arbeiten müssen nach dem beschriebenen Text
durchgeführt werden.

Im vorliegenden Handbuch werden folgende


Sicherheitshinweise verwendet: Nach den Instandsetzungsarbeiten und den Prüfungen
muß sich das Fachpersonal davon überzeugen, daß das
HINWEIS Produkt wieder einwandfrei funktioniert.
Dient als Hinweis auf besondere Arbeitsabläufe,
Methoden, Informationen, Anwendung von Hilfs-
mitteln, usw. ! GEFAHREN FÜR DIE UMWELT !
Schmierstoffe und Reinigungsmittel dürfen nicht in
VORSICHT das Erdreich, Grundwasser oder in die Kanalisation
Wird verwendet, wenn abweichende und nicht gelangen.
fachgerechte Arbeitsweise zu Schäden am • Sicherheitsdatenblätter bei Ihrer zuständigen
Produkt führen kann. Umweltschutzbehörde für die entsprechenden
Produkte anfordern und beachten.
• Altöl in einem ausreichend großen Behälter
! GEFAHR auffangen.
Wird verwendet, wenn mangelnde Sorgfalt zu • Altöl, verschmutzte Filter, Schmierstoffe sowie
Personenschäden oder Lebensgefahr führen Reinigungsmittel nach den Vorschriften der
kann. Umweltschutzverordnungen entsorgen.
• Beim Umgang mit Schmierstoffen und
Reinigungsmitteln jeweils die Vorschriften des
Herstellers beachten.

VORSICHT
Das Getriebe darf NICHT an der Antriebswelle und
NICHT am Abtriebsflansch aufgehängt werden.

4 Index: 98-01-12
ZF-Intarder Hinweise zur Reparatur

Dieses Instandsetzungs-Handbuch beschreibt wie der DICHTUNGEN, SICHERUNGSBLECHE


ZF Intarder instandgesetzt wird.
Beim Zerlegen zwangsläufig beschädigte Teile, wie
Die Struktur des Instandsetzungshandbuches orientiert Dichtungen und Sicherungsbleche, müssen durch neue
sich an den notwendigen Schritten zur kompletten ersetzt werden.
Zerlegung und daran anschließend der Zusammenbau.

Bei Unklarheiten muß Rücksprache mit den


Fachabteilungen des ZF-Kundendienstes gehalten W E L L E NDI CH T RI NG E
werden.
Bei allen Arbeiten am Getriebe ist auf Sauberkeit Wellendichtringe mit rauhen, eingerissenen oder ver-
und fachmännische Ausführung zu achten. Zum härteten Dichtlippen sind auszuwechseln.
Zerlegen und Zusammenbauen des Getriebes sind Dichtringlaufflächen müssen absolut sauber und unbe-
die dafür vorgesehenen Werkzeuge zu verwenden. schädigt sein.

Das ausgebaute Getriebe ist vor dem Öffnen mit geeig-


netem Waschmittel gründlich zu reinigen.
Gehäuse und Deckel sind besonders in den Ecken und NACH ARB E I T E N
Winkeln mit geeignetem Waschmittel zu reinigen.
Nacharbeiten an Dichtringlaufflächen dürfen nur durch
Mit Loctite gefügte Teile sind leichter zu lösen, wenn Einstechschleifen, jedoch niemals mit
sie mit einem Heizfön erwärmt werden. Schmirgelleinwand, durchgeführt werden. Es dürfen
keine Schleifspuren und kein Drall vom Schleifen vor-
handen sein.

TEI LEREI NI GUNG Sind Nacharbeiten an Distanz- bzw. Ausgleichscheiben


und dergleichen aufgrund von Spieleinstellungen erfor-
An allen Dichtflächen die alten Dichtungsrückstände derlich, so ist zu beachten, daß die nachgearbeitete
entfernen. Gratbildungen oder ähnliche Unebenheiten Fläche bezüglich der Ausgangsfläche keinen Stirn-
sind mit einem Ölstein sorgfältig zu entfernen. schlag und die gleiche Oberflächengüte aufweist.

Schmierbohrungen und -nuten müssen frei von


Konservierungsfett und Fremdkörpern sein, der ein-
wandfreie Durchgang muß geprüft werden. ZUSAMMENBAU DES GETRIEBES

Geöffnete Getriebe sind durch sorgfältiges Abdecken Der Zusammenbau ist an einem sauberen Arbeitsplatz
gegen Eindringen von Fremdkörpern zu schützen. vorzunehmen.
Flachdichtungen werden ohne Dichtungsmasse oder
Fett eingebaut. Beim Ausmessen silikonbeschichteter
Dichtungen, Silikonschicht nicht mitmessen.
TEI LEWI EDERVE RWE NDUNG Beim Zusammenbau des Getriebes sind die in der
Reparaturanleitung angegebenen Einstelldaten und
Der Fachmann muß beurteilen, ob Teile, wie z.B. Wälz- Anziehdrehmomente einzuhalten.
lager, Lamellen, Anlaufscheiben usw., nochmals einge-
baut werden dürfen.
Beschädigte und durch Verschleiß zu stark abgenützte
Teile sind durch neue zu ersetzen.

Index: 98-01-12 5
Hinweise zur Reparatur ZF-Intarder

LAGER d) Duo-Wellendichtringe haben zwei


Dichtlippen. Die
Werden Lager warm aufgezogen, sind diese gleich- Staubschutzdichtlippe (X) muß
mäßig zu erwärmen (z.B. Wärmeschrank). nach außen zeigen. X
Die Temperatur soll ca. 85 °C betragen und darf nicht
über 120 °C steigen. Jedes montierte Lager muß nach e) den Zwischenraum zwischen den Dichtlippen zu
der Montage mit Betriebsöl eingeölt werden. 60% mit Fett* füllen (z.B. von Aral – Aralub HL2
oder von Firma DEA – Spectron FO 20).

f) Wellendichtring-Bohrung wenn möglich auf 40 bis


ABDICHTEN 50 °C erwärmen (dies erleichtert das Einsetzen).
Wellendichtring mit Aufsatz oder Planscheibe auf
Ist zum Abdichten ein Dichtungsmittel* vorgesehen, so die entsprechende Einbautiefe plan einpressen.
ist die Gebrauchsanweisung der Herstellerfirma zu
beachten. Das Dichtungsmittel ist auf die Flächen dünn
aufzutragen und muß gleichmäßig decken. Ölkanäle
und -bohrungen sind von Dichtungsmittel freizuhalten. SICHERUNGSMITTEL
Bei den Ölübergabekanälen bzw. -bohrungen ist im
Bereich der Dichtflächen das Dichtungsmittel am Sicherungsmittel* darf nur dort verwendet werden, wo
Umfang der Öffnungen so abzustreichen, daß bei es die Stückliste vorschreibt.
Pressung der Teile kein Dichtungsmittel in die Ölzu- Bei Verwendung des Sicherungsmittels (z.B. Loctite)
führungen eindringt. sind unbedingt die Behandlungsrichtlinien der Her-
stellerfirma zu beachten.
Beim Zusammenbau sind alle angegebenen Einstell-
werte, Prüfdaten und Anziehdrehmomente einzuhalten.
W ELLENDI C HT RINGE

a) Wellendichtringe mit «Stahlmantel» am äußeren


Umfang mit Dichtungsmittel* dünn bestreichen. GETRIEBEÖL

b) Wellendichtringe mit «Gummimantel» nie mit Die Getriebe werden nach der Instandsetzung mit
Dichtungsmittel, sondern mit Fett Vaseline 8420 Getriebeöl befüllt. Vorgehensweise und zugelassene
am äußeren Umfang dünn einstreichen oder mit Ölsorten sind der Bedienungsanleitung und der
einem Gleitmittel, wie z.B. einem wasserlöslichen Schmierstoffliste TE-ML (siehe Typenschild) zu ent-
flüssigen Spülmittelkonzentrat (z.B. Pril, Coin, nehmen. Diese Unterlagen erhalten Sie bei allen ZF-
Palmolive) benetzen. Kundendienststellen. Nach der Ölbefüllung sind die
Verschlußschrauben an der Öleinfüllstelle und dem
c) Wellendichtringe mit Stahl- und Gummimantel sind Ölüberlauf mit den vorgeschriebenen Anziehdreh-
am äußeren Umfang des Gummimantels wie momenten festzuziehen.
Wellendichtring (b) zu behandeln.

* siehe Verbrauchsmaterial

6 Index: 98-01-12
ZF-Intarder Verbrauchsmaterial

Nr. Benennung Anwendung Bemerkung

1 Loctite Nr. 574 für Stiftschrauben am Wärmetauscher


für alle Verschlußschrauben am Gewinde auftragen

2 Dichtungsmittel

7
Einstelldaten ZF-Intarder

Benennung Maßangabe Meßgerät Bemerkung

Ölpumpe
Axialspiel-Pumpenrad 0,03 bis 0,05 mm Meßuhr

Stator-Rotor
Axialvorspannung 0,05 bis 0,1 mm Vorrichtung und Vorspannung (Druck)
Kegelrollenlager Fühlerlehre

8
80

Ecomid
Ecosplit
81
79
47
ZF-Intarder

46 74+75
75

76+77
16 S 151 / 16 S 221
9 S 109 / 16 S 109

78
88
89
004 097
82

004 125

86 87 84 85 83

Pos. Nr. Benennung Anzugsmoment Abmessung Bemerkung

46, 47 Zylinderschraube 23 Nm M8x22


75 Sechskantschraube (10.9) 120 Nm M12x60 je nach
Sechskantschraube (8.8) 60 Nm M12x70 Ausführung
78 Verschlußschraube mit Magnet 60 Nm M24x1,5
79, 80, 81 Sechskantschraube 23 Nm M8x60
82, 83, 84, 85 Sechskantschraube 23 Nm M8x18
86 Temperaturgeber 40 Nm M18x1,5
87 Verschlußschraube 35 Nm M18x1,5
88, 89 Sechskantschraube 23 Nm M8x60
Anziehdrehmomente

9
Anziehdrehmomente ZF-Intarder

Verschlußschrauben am Steuergehäuse

6 5

7
3

2
8

10 013 740

Pos. Nr. Benennung Anzugsmoment Abmessung Bemerkung

1 Verschlußschraube 150 Nm M48x1,5 Umschaltventil


2 Verschlußschraube 70 Nm M26x1,5
3 Verschlußschraube 25 Nm M12x1,5 Pumpendruck
4 Verschlußschraube 70 Nm M26x1,5
5 Verschlußschraube 25 Nm M12x1,5 Steuerdruck
6 Verschlußschraube 25 Nm M12x1,5
7 Proportionalmagnet 23 Nm M8
8 Regelventil 70 Nm M26x1,5
10 Verschlußschraube 60 Nm M24x1,5

10
ZF-Intarder Anziehdrehmomente

Befestigungsschrauben am Steuergehäuse

1 11
29
28 12
33
7
27 13
30
32 14
26

25 6

31
10
8
9 5
24 15

23

22
21

004 098

3 20 19 4 18 17 16
004 098

Pos. Nr. Anzugsmoment Abmessung Bemerkung

2 62 Nm M12x115
1, 3, 4 62 Nm M12x120
5 23 Nm M8x115
6, 7, 8, 9, 10 23 Nm M8x30
11 50 Nm M10x215
12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24 23 Nm M8x80
25, 26, 27, 28, 29, 30, 31 23 Nm M8x105
32, 33 23 Nm M8x30

11
Anziehdrehmomente ZF-Intarder

Ecomid

004027

Pos. Nr. Benennung Anzugsmoment Abmessung Bemerkung

11 Sechskantschraube 50 Nm M10x215

49 - 66 Sechskantschraube 50 Nm M10x60

12
ZF-Intarder Anziehdrehmomente

Ecosplit

004026

Pos. Nr. Benennung Anzugsmoment Abmessung Bemerkung

11 Sechskantschraube 50 Nm M10x215
49, 50, 51, 53, 54, 55,
56, 64, 65, 66, 67, 68,
69,70, 71, 72, 73 Sechskantschraube 50 Nm M10x60
58, 59, 60, 61 Sechskantschraube 50 Nm M10x75
62, 63 Sechskantschraube 50 Nm M10x35 mit Scheibe
**52 Sechskantschraube 50 Nm M10x60 mit Bohrung im Kopf

13
14
* 1X56 138 045 1X56 138 049 Dreiarmabzieher Ø 130 * 1X56 138 047 * 1X56 122 292
Spezialwerkzeuge
*dringend empfohlen

mm
1,0 - 0,5

14

12
10

* 1X56 138 046 1X565 137 196

1X56 137 974 1X56 137 124 (Ecosplit)

1X56 137 975 1X56 138 189 (Ecosplit)

1X56 137 575 (110 V)


ZF-Intarder

Selbstanfertig. Pos. 15 Selbstanfertig. Pos. 16 1X56 138 068 1X56 136 513 (220 V) siehe Grundgetriebe 1X56 138 048 (Ecomid)
Spezialwerkzeuge
ZF-Intarder *dringend empfohlen

Bild Abbildung Bestell-Nr. Anwendung Stück- Bemerkung


Nr. zahl

* 1X56 122 292 eventuell


Hydraulik - Spindel Spindel M 40
zum Herauspressen von Rotor und vom Flansch-
Stator (in Verbindung mit 1X56 138 abzieher des
1 047) Werkstätten mit Hydraulik- 1 Grundgetriebes
werkzeug „siehe Anlage beim Werk- verwenden.
zeug“ benötigen die Hydraulik-
Spindel 1X56 122 292 nicht

* 1X56 138 045

Zentrierscheibe
2 zur Führung beim Einsetzen von 1
Stator und Rotor

* 1X56 138 046

Einstellvorrichtung
3 für Kegelrollenlager vom Stator und 1
Rotor

* 1X56 138 047 unbedingt


erforderlich,
Auspressvorrichtung wenn keine
4 zum Stator und Rotor herauspressen 1 Hydraulik oder
(in Verbindung mit 1X56 122 292 Spindelpresse
oder mit Universal Hydraulik - bis 15t vorhan-
Werkzeug siehe Anlage) den ist

1P01 137 096 handelsüblich

Fühlerlehre
5 mm
1,0 - 0,
5 14
zum Ausmessen der 1
12 Kegelrollenlager (in Verbindung mit
10

1X56 138 046) Meßblätter der


Fühlerlehre mit 0,02 mm Abstufung

15
Spezialwerkzeuge ZF-Intarder

Bild Abbildung Bestell-Nr. Anwendung Stück- Bemerkung


Nr. zahl

1X56 137 124


siehe Werkzeug
Aufsatz Grundgetriebe
6 für Wellendichtring 105x130 1 eventuell be-
reits vorhanden
(in Verbindung mit Ring (siehe Ecosplit)
1X56 138 189)

1X56 137 974

Aufsatz
7 zum Eintreiben vom 1
Kegelrollenlager-Innenring

1X56 137 975

Aufsatz
8 zum Einsetzen der Nadelhülse im 1
Steuer und Pumpengehäuse

1X56 138 189

Ring
9 für Wellendichtring 105x130 1

(in Verbindung mit Aufsatz


1X56 137 124)

1X56 138 049 unbedingt


erforderlich
Ring wenn
10 zum Stator und Rotor mit Spindel- 1 1X56 138 047
oder Hydraulikpresse herauspressen nicht verwendet
wird

16
ZF-Intarder Spezialwerkzeuge

Bild Abbildung Bestell-Nr. Anwendung Stück- Bemerkung


Nr. zahl

Werkzeug siehe
Aufsatz Grundgetriebe
zum Auftreiben des
11 Sicherungsbleches am 1
Abtriebsflansch

1X56 136 513 (220 V) oder zur Auswahl


1X56 137 575 (110 V)
Heizfön
12 zum Erwärmen des Intardergehäuses 1

handelsüblich
Dreiarmabzieher Spannweite
zum Stirnrad und Stator abziehen ca. Ø 140 mm
13 1

004106

Selbstanferti-
Druckstück gung Stahl
für verschiedene Auspressvorgänge Außen
14 1 Ø 30 mm und
4 bis 5 mm
dick
004116

Selbstanferti-
Platte gung Stahl
zum Schutz des Wellendichtringes Ø 140 mm
15 beim Erwärmen des 1 ca. 4 bis 5 mm
Intardergehäuses dick
(wenn kein Wärmeschrank verwen-
004101
det wird)

17
Spezialwerkzeuge ZF-Intarder

Bild Abbildung Bestell-Nr. Anwendung Stück- Bemerkung


Nr. zahl

1X56 138 068

Meßstopfen
16 (M24X1,5 x M12X1,5) 1
Verwendung am Intardergehäuse /
Steuergehäuse für Intarderaustritts-
druck bzw. Intardertemperatur

1P01 138 069

Prüfgerät
17 für Prüflauf am Prüfstand 1

(Prüfanweisung wird mit dem


Prüfgerät ausgeliefert)

1P01 138 070

Prüfgerät
18 für E-Tacho 1

(Prüfanweisung wird mit dem


Prüfgerät ausgeliefert)

18
ZF-Intarder Getriebedarstellung

Lage des Wärmetauschers: Waagrecht

009 552

19
Getriebedarstellung ZF-Intarder

001 288

20
ZF-Intarder Getriebeschnitt

013 934

21
ZF-Intarder Demontage

1 Demontage

1.1 Ölfilter ausbauen

1 Öl ablassen entsprechend der Betriebsanleitung


des Getriebes

2 Befestigungsschraube M8x20 (1) mit Scheibe


abbauen.

000529

3 Filterdeckel und Filter am Filterdeckelsteg mit einer


Zange zur Hälfte herausziehen. Ölfilterdeckel vom
Filter abnehmen und beide Teile entfernen.
Ausfließendes Öl mit geeignetem Behälter
auffangen.

VORSICHT
Filter nicht reinigen, Filter muß erneuert werden.

3 = Filterdeckel
8 = O-Ring Filterdeckel
7 = O-Ring Filter
6 = Filter
5 = Magnet-Scheibe

4 HINWEIS
Magnetscheibe (5) von der ausgebauten 3 8 7 6 5
Filterpatrone abnehmen und für den späteren
Anbau an der neuen Filterpatrone bereitlegen.

004467

1-1
Demontage ZF-Intarder

013 736

1 = Mutter (M12) (SW 18) 7 = O-Ring


2 = Sechskantschraube (M8) 8 = Sechskantschraube (M8x30) mit Dichtung
3 = Sechskantschraube (M8) 8a = Sechskantschraube (M8x55) mit Dichtung
4 = O-Ringe 9 = O-Ringe
5 = Sechskantschraube 10 = Temperaturgeber (10) mit Dichtung
6 = Magnetventil 11 = Ablaßstopfen mit Dichtring

1.2 Wärmetauscher, Magnetventil, Speicher und 6 Zwei Sechskantschrauben (5) am Magnetventil


Temperaturgeber abbauen (6) entfernen. Ventil abnehmen. O-Ring (7)
entfernen.
VORSICHT
7 2 Schrauben M8x30 (8) und 3 Schrauben M8x55
Bei nachfolgendem Arbeitsgang fließt Öl aus dem
(8a) entfernen. Speicher abnehmen.
Wärmetauscher. Öl auffangen. Wärmetauscher
gegen herunterfallen sichern. 8 Zwei 0-Ringe (9) entfernen.
9 Temperaturgeber (10) mit Dichtung aus
1 Zwei Muttern (1) entfernen.
Wärmetauscher herausschrauben.
2 Zwei Schrauben (2) entfernen.
10 Ablaßstopfen mit Dichtung (11) herausschrauben.
3 Schraube (3) entfernen.
4 Wärmetauscher mit Speicher abnehmen.
5 Zwei O-Ringe (4) für die Ölkanäle entfernen.

1-2
ZF-Intarder Demontage

7
6

4
Dichtring

Stützring

5 Dichtring

1
013 737

1.3 Speicher zerlegen

1 Bei folgendem Vorgang kann Öl ausfließen,


dies ist in geeignetem Behälter aufzufangen

2 Sechskantschrauben (1) entfernen.

3 Deckel (2) vom Zylinder (4) abnehmen.

4 O-Ring (3) entfernen.

5 Demontagehilfe:
Am Deckel (7) vorsichtig Luft (siehe Pfeil)
einblasen, Kolben (5) aufnehmen.

6 Sechskantschrauben (8) entfernen.

7 Deckel (7) vom Zylinder (4) abnehmen.

8 O-Ring (6) entfernen.

1-3
Demontage ZF-Intarder

A = Dichtfläche Intardergehäuse
B = Anlagefläche für Abtriebswellenkugellager
C = Anlagefläche Stator
014 020

0.1 = Sechskantmutter 11 = Sechskantschraube (M10x75/ 8.8)


0.2 = Sechskantschraube 12 = Sechskantschraube (M10x75/ 8.8)
0.4 = Bügel 13 = Sechskantschraube (M10x215)
1 = Sicherungsblech 14 = Sechskantschrauben für Kardanwelle (je nach
2 = Sechskantschraube Ausführung)
3 = Scheibe 15 = * Sechskantschraube (M10x60)
4 = O-Ring (68x4) (Kopf mit Bohrung für Drahtsicherung)
5 = Abtriebsflansch 16 = Sechskantschraube (M10x60)
7 = Wellendichtring 17 = Sechskantschraube (M10x60)
8 = Sechskantschraube (M10x35/ 8.8) 18 = Scheibe, (Dicke 1,6 bis 0,9 mm, 0,1 mm abgestuft)
9 = Sechskantschraube (M10x75/ 8.8) 19 = Scheibe, (Dicke 0,6; 0,5; 0,4; 0,3; 0,2 mm)
10 = Sechskantschraube (M10x75/ 8.8) 20 = Dichtung

1.4 Intarder vom Grundgetriebe abbauen Dichtring (7) ausbauen.


VORSICHT
1 Sicherungsblech (1) entfernen. Schrauben (2)
Beim nachfolgenden Arbeitsgang wird der Intarder
ausdrehen und Scheibe (3) mit O-Ring (4)
frei und kann herunterfallen.
abbauen. Flansch (5) mit Zweiarmabzieher
Intarder gegen herunterfallen sichern.
abziehen.
3 Sechskantschrauben (8, 9, 10, 11, 12, 13, 15, 16,
2 Schrauben (14) entnehmen.
und 17) vom Intarder abbauen, Intarder abnehmen.
HINWEIS
4 Dichtung (20) und Scheiben (18 und 19) ab-
Schraube (13) hat je nach Ausführung außer
nehmen. Muttern (0.1) und Schrauben (0.2) ent-
dem Einschraubgewinde im Gehäuse 3 noch ein
fernen. Bügel (0.4) entfernen.
Durchgangsgewinde im Intardergehäuse.

1-4
ZF-Intarder Demontage

6
5

10
1

11

11
001227

1 = O-Ring 7 = Pumpengehäuse
2 = Hohlrad 8 = Sechskantschraube 4 Stk. (M8x80)
3 = Welle 9 = Sechskantschraube 1 Stk. (M8x30)
5 = Nadelhülse 10 = Zylinderstift (2 Stk.)
6 = O-Ring 11 = Punkt auf Hohlrad (Montage-Erleichterung)

1.5 Ölpumpe abbauen 4 Welle (3) und Hohlrad (2) aus Pumpengehäuse
(7) herausnehmen.
1 Schrauben (8 und 9) herausschrauben.
5 Nadelhülse (5) mit Innenauszieher ausbauen.
2 Pumpe abnehmen, eventuell mit Montierhebel
abdrücken, bis Zylinderstifte (10) frei werden.
3 O-Ring (1 und 6) aus Steuergehäuse heraus-
nehmen.

1-5
Demontage ZF-Intarder

0.2
0.4

0.1

2
6
5

3 11
1
4 7

9 8

12 10

013 735

6 5

7
3

2
8

10 013 740

1-6
ZF-Intarder Demontage

1 = Kühlerumschaltventil 7 = Proportionalmagnet mit Steuerkolben


1.1 = Verschlußschraube (M48) mit Dichtring 7.1 = Zylinderschraube
1.2 = Druckfeder z.B. 0732 042 402 7.2 = O-Ring
1.3 = Kolben 7.3 = Steuerkolben

2 = Druckbegrenzungsventil (12 bar) 8 = Regelventil


2.1 = Verschlußschraube (M26) mit Dichtring 8.1 = Verschlußdeckel
2.2 = Kolben 8.2 = Stellschraube
2.3 = Druckfeder z.B. 0732 042 470 8.3 = Kolben
2.4 = Druckfeder z.B. 0732 042 471 8.4 = Druckfeder
2.5 = Kolben 8.5 = Kolben

3 = Sicherheitsventil (14,5 bar) 9 = Sechskantschrauben


3.1 = Verschlußschraube M12x1,5 mit Dichtring
3.2 = Druckfeder z.B. 0732 041 247 10 = Verschlußschraube (M24x1,5) mit Dichtring
3.3 = Kugel (Prüfstelle Intarderdruck)

4 = Verschlußschraube M26 mit Dichtring 11 = Nadelhülse und V-Ring (für Pumpenwelle)

5 = Verschlußschraube M12 (Pumpendruck) mit 12 = Dichtung (Blech, nicht knicken)


Dichtring

6 = Verschlußschraube M12 (Steuerdruck) mit


Dichtring

1.6 Steuerghäuse abbauen; Ventile ausbauen 4 Gewinde der Verschlußschrauben und die Gewinde
für die Verschlußschrauben von Loctite-Resten
1 Steuergehäuse abbauen. M8x80 (20x) ausdrehen. reinigen.
Steuergehäuse abnehmen
VORSICHT
2 Dichtung (12) abnehmen. Proportionalmagnet (7) darf nicht mit 24 V
beaufschlagt werden.
3 Ventile ausbauen siehe Reihenfolge oben.

HINWEIS
Beim Ausbau der Ventile, muß darauf geachtet
werden, daß die ausgebauten Kolben und die Technische Daten - Proportionalmagnet (7)
Kolbenführungen nicht beschädigt werden. Hub mm 2+2
Grenzstrom A 0,5
Wiederstand bei 20 °C Ω 25,0 ± 6%
Einschaltdauer % 100

1-7
Demontage ZF-Intarder

013 731

1 = Spezialsechskantschraube
2 = Scheibe
3 = Dreiarmabzieher / Zweiarmabzieher
4 =Druckstück
5 = Stirnrad

1.7 Stirnrad abziehen

Sechskantschrauben (1) und Scheibe (2)


entfernen.

Stirnrad (5) mit Dreiarmabzieher (3) und


Druckstück (4) abziehen.

1-8
ZF-Intarder Demontage

013 750

1 = Dreiarmabzieher 6 = O-Ring
2 = Druckstück 7 = Zylinderstift
3 = Kegelrollenlager-Innenring 8 = Stauscheiben
4 = Stator 9 = Unterlagen
5 = Kegelrollenlager-Außenring

1.8 Stator abziehen 4 Kegelrollenlager-Innenring (3) abnehmen.

1 Gehäuse auf Unterlagen legen, Druckstück (2) 5 Kegelrollenlager-Außenring (5) ausbauen.


auf Rotorwelle legen und Dreiarmabzieher (1)
aufsetzen. 6 O-Ring (6) aus Stator entfernen.

! GEFAHR 7 Zylinderstift (7) ziehen.


VERBRENNUNGSGEFAHR!
8 Stauscheiben (8) entfernen.
2 Intardergehäuse mit Fön gleichmäßig am Umfang
auf max. 70 °C erwärmen.

3 Stator (4) abziehen.

1-9
Demontage ZF-Intarder

1
2

4 9
5

013 733

1 = Sicherungsring 6 = Rotor
2 = Geteilten Ring 7 = Ring 1X56 138 049
3 = Spindel 1X56 122 292 8 = Rechtecktring
4 = Auspressvorrichtung 1X56 138 047
5 = Druckstück (Eigenfertigung siehe Werkzl. Pos. 15)

1.9 Rotor ausbauen 4 Bei Verwendung einer Presse muß Pos. 7 (Ring)
1X56 138 049 verwendet werden.
1 Sicherungsring (1) entfernen Wird keinRing verwendet kann Gehäuseverzug
oder Beschädigungen am Gehäuse entstehen.
2 Geteilten Ring (2) ausbauen.
5 Welle und Rotor aus dem Gehäuse herauspressen.
3 Auspressvorrichtung (4) mit Spindel (3) und
Druckstück (5) anbauen. 6 Lagerinnenring (9) entnehmen.
HINWEIS 7 Zwei Rechteckringe (8) von Rotorwelle
Bei Verwendung der Vorrichtung (4) mit Spindel entnehmen.
(3) kann an Stelle von Pos. 7 (Ring) eine ent-
sprechend hohe Unterlage verwendet werden.

1-10
ZF-Intarder Demontage

Vorspannventil (1,5 bar) Leerlaufreduzierventil

014 009

1 = Verschlußschraube mit Dichtring 6 = Verschlußschraube (1,5 bar) M26x1,5 mit


2 = Druckfeder Dichtring
3 = Kolben 7 = Druckfeder z.B. 0732 042 403
4 = Kolben 8 = Kolben
5 = Druckfeder

1.10 Leerlaufreduzierventil 1.11 Vorspannventil abbauen

1 Verschlußschraube ( 1) mit Dichtring entfernen. 1 Verschlußschraube ( 6) mit Dichtring entfernen.


2 Druckfeder (2) entfernen. 2 Druckfeder (7) entfernen.
3 Kolben (3) entfernen. 3 Kolben (8) entfernen.
4 Kolben (4) entfernen.
5 Druckfeder (5) entfernen.

1-11
ZF-Intarder Montage

Vorspannventil (1,5 bar) Leerlaufreduzierventil

014 009

1 = Verschlußschraube mit Dichtring 6 = Verschlußschraube (1,5 bar) M26x1,5 mit


2 = Druckfeder Dichtring
3 = Kolben 7 = Druckfeder
4 = Kolben 8 = Kolben
5 = Druckfeder

2.1 Leerlaufreduzierventil einbauen 2.2 Vorspannventil einbauen

1 Druckfeder (5) einschieben.


1 Kolben (8) einschieben.

2 Zwei Kolben (4 + 3) einschieben.


2 Druckfeder (7) einschieben.

3 Druckfeder (2) einschieben.


3 Verschlußschraube (6) mit Dichtring einschrauben.
Anzugsmoment = 70 Nm.
4 Verschlußschraube ( 1) mit Dichtring einschrauben.
Anzugsmoment = 50 Nm.

2-1
Montage ZF-Intarder

4
3

013 738

1 = Zentrierscheibe 1X56 138 045


2 = Rechteckringe
3 = Stauscheiben
4 = Bolzen
5 = Rotor

2.3 Rotor einsetzen

1 Zentrierscheibe (1) anschrauben.


2 Zwei Rechteckringe (2) auf Rotorwelle setzen.
Rotor (5) in Gehäuse einsetzen.
3 Stauscheiben (3) einlegen und Bolzen (4)
einsetzen.

2-2
ZF-Intarder Montage

013 958

1 = Kegelrollenlager-Außenring
2 = Stator
3 = O-Ring

2.4 Stator einsetzen

1 Bohrung für Kegelrollenlager-Außenring auf


ca. 80 °C erwärmen (siehe Pfeile) und
Kegelrollenlager-Außenring (1) seitenrichtig in
Stator (2) einsetzen.
2 O-Ring (3) in Statorumfang einsetzen und dünn
mit Fett bestreichen.

2-3
Montage ZF-Intarder

013 732

1= Sechskantschraube M12x80 Powerlock (95 Nm)


2= Scheibe
3= Stirnrad
4= Kegelrollenlager-Innenring

2.5 Stator, Kegelrollenlager und Stirnrad 3 Kegelrollenlager-Innenring (4) auf ca. 80 °C


montieren. erwärmen und seitenrichtig auf Rotor-Welle
aufstreifen. Kegelrollenlager-Innenring einölen.
1 Intardergehäuse mit Fön (siehe Pfeile) auf
4 Stirnrad (3) auf ca. 85 °C erwärmen und
ca. 80°C erwärmen.
seitenrichtig auf Rotor aufsetzen.
2 Stator aufsetzen und zur Anlage bringen.
5 Scheibe (2) auflegen.
HINWEIS
6 Sechskantschraube (1) einschrauben und
Pfeile auf Gehäuse und Stator müssen zueinander
vorläufig festziehen. Nach Erkalten mit 95 Nm
zeigen.
festziehen.
Bei richtiger Montage muß der Stator tiefer
sitzen, als die Eindrehung an der Dichtfläche.

! GEFAHR
VERBRENNUNGSGEFAHR!

2-4
ZF-Intarder Montage

013 751

1= Sicherungsring 7 = Durchdrehmoment 2±0,5 Nm


2= Geteilter Ring 8 = Fühlerlehre
3= Einstellvorrichtung 1X56 138 046 A = Abstand (bei Durchdrehm. 2±0,5 Nm messen)
4= Kegelrollenlager-Innenring Kegelrollenlager muß 0,05 bis 0,1 mm
6= Unterlage Vorspannung haben).

2.6 Kegelrollenlager am Rotor montieren und 6 Mit Fühlerlehre (8) Abstand “A” messen und Maß
Kegelrollenlager einstellen notieren.
7 Geteilter Ring wird von 2,9 bis 3,7 mm in
1 Zentrierscheibe 1X56 138 045 abbauen.
0,05 mm Abstufung geliefert.
2 Intarder auf Unterlagen (6) auflegen. Kegelrollenlager muß 0,05 bis 0,1 mm Vor-
spannung haben und wird erreicht, wenn der
3 Kegelrollenlager-Innenring (4) auf ca. 85 °C er-
geteilte Ring mit einer Dicke von Abstand “A”
wärmen und seitenrichtig auf Rotorwelle
eingebaut wird.
montieren.
Bei einem Durchdrehmoment von 2 Nm kann der
4 Kegelrollenlager-Innenring (4) leicht einölen. nächst größere geteilte Ring nach Stückliste
eingebaut werden.
5 Einstellvorrichtung (3) anbauen und Kegelrollen-
lager-Innenring so vorspannen, daß das 8 Sicherungsring (1) montieren, und 3x120°
Durchdrehmoment 2± 0,5 Nm beträgt. versetzt an der Unterkante einstemmen.

2-5
Montage ZF-Intarder

2.7 Ventile montieren und Steuergehäuse anbauen

014 018

HINWEIS
6 5
Bewegliche Teile dünn einölen.
Die Kolben in jedem Fall auf Leichtgängigkeit in
den Kolbenbohrung prüfen.
7
1 Kolben und Druckfedern nach Text
3
nachfolgender Seite in das Steuer-Gehäuse
einsetzen.
2
8 Verschlußschrauben am Gewinde mit Loctite 574
dünn bestreichen und mit neuem Dichtring
4 einschrauben. Mit entsprechendem
Anziehdrehmoment von nächster Seite
festziehen.
2 Steuerung mit Dichtung (12) anbauen.
3 Befestigungsschrauben mit Anziehdrehmoment
1 von nächster Seite festziehen.

10
013 740

2-6
ZF-Intarder Montage

1 = Kühlerumschaltventil 8 = Regelventil
1.1 = Verschlußschraube (M48) mit Dichtring 8.1 = Verschlußdeckel
1.2 = Druckfeder z.B. 0732 042 402 8.2 = Stellschraube
1.3 = Kolben 8.3 = Kolben
8.4 = Druckfeder
2 = Druckbegrenzungsventil (12 bar) 8.5 = Kolben
2.1 = Verschlußschraube (M26) mit Dichtring
2.2 = Kolben 9 = Sechskantschrauben
2.3 = Druckfeder z.B. 0732 042 470
2.4 = Druckfeder z.B. 0732 042 471 10 = Verschlußschraube (M24x1,5) mit Dichtring
2.5 = Kolben (Prüfstelle Intarderdruck)

3 = Sicherheitsventil (14,5 bar) 11 = Nadelhülse und V-Ring (für Pumpenwelle)


3.1 = Verschlußschraube M12x1,5 mit Dichtring (Nadelhülse so einsetzen, daß dicker Bund
3.2 = Druckfeder z.B. 0732 041 247 zur Einpresseite zeigt)
3.3 = Kugel
12 = Dichtung (Blech, nicht knicken)
4 = Verschlußschraube M26 mit Dichtring

5 = Verschlußschraube M12 (Pumpendruck) mit


Dichtring

6 = Verschlußschraube M12 (Steuerdruck) mit


Dichtring

7 = Proportionalmagnet mit Kolben


7.1 = Zylinderschrauben
7.2 = O-Ring
7.3 = Steuerkolben

Technische Daten - Proportionalmagnet (7)


Hub mm 2+2
Grenzstrom A 0,5
Wiederstand bei 20 °C Ω 25,0 ± 6%
Einschaltdauer % 100

Intardergehäuse Pos. 35 bis 47 (Anzugsmomente)

Pos. Nr. Anzugsmoment Abmessung Pos. Nr. Anzugsmoment Abmessung


1 150 Nm M48x1,5 7 23 Nm M8x22
2 70 Nm M26x1,5 8 70 Nm M26x1,5
3 25 Nm M12x1,5 9 23 Nm M8
4 70 Nm M26x1,5 10 60 Nm M24x1,5
5 25 Nm M12x1,5
6 25 Nm M12x1,5

2-7
Montage ZF-Intarder

6
5

10
1

11

11

001 227

1 = O-Ring 7 = Pumpengehäuse
2 = Hohlrad 8 = Sechskantschraube 4 Stk. (M8x80) TA = 23 Nm
3 = Welle mit Innenrotor 9 = Sechskantschraube 1 Stk. (M8x30) TA = 23 Nm
5 = Nadelhülse 10 = Zylinderstift (2 Stk.)
6 = O-Ring 11 = Punkt auf Hohlrad (Montage-Erleichterung)

2.8 Ölpumpe montieren und anbauen 3 Welle (3) mit Innenrotor, Hohlrad (2), in
Pumpengehäuse einsetzen.
HINWEIS O-Ring (6 und 1) in Steuergehäuse einsetzen.
Bewegliche Teile einölen.
4 Zylinderstifte (10) eintreiben.
1 Ist die Nadelhülse aus dem Pumpengehäuse 5 Pumpengehäuse anbauen, hierbei den Antriebs-
ausgebaut, Gehäuse auf ca. 40°C erwärmen und zapfen der Welle (3) nicht beschädigen.
Nadelhülse mit Aufsatz 1X56 137 975 Schrauben nach Anziehdrehmoment festziehen.
seitenrichtig (dicker Bund zum Aufsatz)
einsetzen. Prüfen:
Axialspiel Hohlrad 0,03 bis 0,05 mm.
2 Beim Hohlrad beachten, daß die Hohlradkenn-
Hohlrad, Welle und Hohlradbohrung im Gehäuse
zeichnung (Punkt) (11) nach oben zeigt.
dürfen keine Riefen aufweisen.

2-8
ZF-Intarder Montage

E
D

A
A
C
B

013 957

D-E = Abstand von Dichtfläche Grundgetriebe bis A-C = Abstand von Dichtfläche Intarder-Gehäuse bis
Stirnseite Rillenkugellager Anlagefläche Stator
A-B = Abstand von Dichtfläche Intarder-Gehäuse bis Abstand muß 0 ± 0,05 mm betragen
Anlagefläche für Rillenkugellager muß 0 bis F = Impulsgeber
0,1 mm größer sein als Maß “D-E”

2.9 Axialspiel ausmessen Beispiel: Maß A-B 10,5 mm


minus Abstand D-E -10,0 mm
HINWEIS Differenz = 0,5 mm
Stahlblechdichtung mit Sicke. Beim Ausmessen minus Axialspiel - 0,1 mm
nur die Blechdicke (ohne Sicke) messen. Ergebnis: Scheibendicke (19) =0,4 mm
zulässige Scheibendicke bis 0,5 mm
Bestimmen der Scheibendicke von Scheibe 19:
Bestimmen der Scheibendicke von Scheibe 18:
1 Messen von:
Dichtfläche A bis Lagerfläche B z.B.: 10,5 mm.
1 Messen von:
2 Messen von: Dichtfläche A bis Anlagefläche C z.B.: 1,1 mm.
Kugellager-Außenring D bis
Dichtfläche Grundgetriebe E z.B.: 10,0 mm. Beispiel: Maß A-C 1,10 mm
plus/minus Toleranz ±0,05 mm
Ergebnis:Scheibendicke (18) = X mm

2-9
Montage ZF-Intarder

014 020

0.1 = Mutter 17 = Sechskantschraube M10x (je nach Stückliste)


0.2 = Schraube 18 = Scheibe, (Dicke 1,6 bis 0,9 mm, 0,1 mm
0.4 = Bügel abgestuft)
1 = Sicherungsblech
2 = Sechskantschraube (je nach Ausführung) 19 = Scheibe, (Dicke 0,6; 0,5; 0,4; 0,3; 0,2 mm)
3 = Scheibe 20 = Dichtung
4 = O-Ring (68x4)
5 = Abtriebsflansch A = Dichtfläche Intardergehäuse
7 = Wellendichtring B = Anlagefläche für Abtriebswellenkugellager
8 = Sechskantschraube (M10x35/ 8.8) C = Anlagefläche Stator
9 = Sechskantschraube M10x (je nach Stückliste)
10 = Sechskantschraube M10x (je nach Stückliste)
11 = Sechskantschraube M10x (je nach Stückliste) Hinweis:
12 = Sechskantschraube M10x (je nach Stückliste) Schrauben Pos 1+2 (Bügel) wird erst nach Montage
13 = * Sechskantschraube (M10x215) TA = 50 Nm des Speichers festgezogen.
14 = Sechskantschrauben für Kardanwelle
15 = * Sechskantschraube (Kopf mit Bohrung für * Je nach Ausführung hat Pos.13 ein
Drahtsicherung, zur Sicherung mit Impulsgeber) Durchgangsgewinde im Intardergehäuse
16 = Sechskantschraube M 10 x (je nach Stückliste)

2-10
ZF-Intarder Montage

1 Dichtung (20) an das Grundgetriebe ansetzen.

2 Die Dichtung fixieren, durch Stecken von


möglichst vielen Sechskantschrauben am
Grundgetriebe und durch einschrauben von
entsprechend langen Stiftschrauben. Die
Stiftschrauben dienen gleichzeitig als
Führungsschrauben beim Anbau des Intarders.

HINWEIS
Schraube (13) M10x215 hat je nach Ausführung
ein Durchgangsgewinde im Intardergehäuse

3 Intarder vorsichtig an das Grundgetriebe anbauen


und festschrauben. Anzugsdrehmomente beachten.

4 Befestigungsschrauben für Kardanwelle


seitenrichtig in Abtriebsflansch einsetzen
(Schrauben können bei aufgeschobenem Flansch
nicht gesteckt werden).
5 Abtriebsflansch (5) ohne Erwärmung montieren.
6 O-Ring (4) und Scheibe (3) montieren.

7 Sechskantschrauben (2) einschrauben, nach


Anziehdrehmoment festziehen und mit
Sicherungsblech (1) mittels Aufsatz (siehe
Grundgetriebe) sichern.

2-11
Montage ZF-Intarder

7
6

4
Dichtring

Stützring

5 Dichtring

1
013 737

2.10 Speicher zusammenbauen

1 O-Ring (3) in Deckel (2) einlegen.


2 Zylinder (4) auf Deckel (2) aufsetzen und
Sechskantschrauben (1) einschrauben.
Anzugsmoment = 25 Nm.
3 Kolben (5) in Zylinder (4) einsetzen.
4 Deckel (7) vom Zylinder (4) abnehmen.
5 O-Ring (6) in Deckel (7) einlegen und auf
Zylinder (4) aufsetzen.
6 Sechskantschrauben (8) einschrauben.
Anzugsmoment = 25 Nm.

2-12
ZF-Intarder Montage

013 736

2.11 Wärmetauscher, Magnetventil, Speicher und


Temperaturgeber anbauen

1 Anlageflächen müssen sauber sein!


2 Neuen O-Ring (7) in Ringnut des Magnetventils
(6) einsetzen.
3 Magnetventil (6) mit zwei Sechskantschrauben
(5) an Speicher schrauben.
4 Neue O-Ringe (9) in Ringnuten des Speichers
einsetzen.
5 Speicher mit fünf Schrauben (8) 3 M8x55 und
2 M8x30 auf Wärmetauscher schrauben.
6 Temperaturgeber (10) in Wärmetauscher
schrauben.
Anziehdrehmoment (M 18x1,5) max 40 Nm. Technische Daten - Temperaturgeber (0501 311 232)
bei + 20 °C ca.50 000 Ω
7 Zwei Stiftschrauben (1) seitenrichtig in bei + 91 °C ca. 2380 Ω
Wärmetauscher einschrauben. bei + 100 °C ca. 1830 Ω
bei + 110 °C ca. 1340 Ω
bei + 140 °C ca. 573 Ω

2-13
Montage ZF-Intarder

2 10

014 019

2.12 Wärmetauscher anbauen

1 Zwei neue O-Ringe (3) in die Ringnuten der


Ölkanäle des Wärmetauschers einsetzen.

Wärmetauscher mit Speicher an Intardergehäuse


ansetzen und mit den zwei Muttern (1)
festschrauben.

2 Schraube (10) M8x115 einschrauben.

3 Zwei Schrauben (2) durch Bügel (4) ein-


schrauben.

4 Beide Schrauben (2) mit Muttern (1) festziehen.

2-14