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Vorwort

Das schützt nicht nur vor dem Verlust, sondern sorgt auch dafür, dass diese Daten nicht
manipuliert werden können, denn die Blockchain sorgt dafür, dass die Daten
untereinander bei jeder Änderung verifiziert werden.
Banken, Versicherungen, die Industrie – sie alle sind dran an dieser revolutionären
Technologie
1 Einleitung
1.1 Bitcoin ermöglicht Überweisungen ohne Bank
Nakamoto berichtet sachlich über ein neues elektronisches Zahlungssystem, welches
vollständig auf einem dezentralen System und auf gleichberechtigten Rechner-zu-
Rechner-Verbindungen beruht und keine Moderation seitens eines vertrauenswürdigen
Dritten erfordert
2 Vom Tausch zur digitalen Münze
2.7 Kryptowährungen
Wenn also eine Person einer anderen einen Bitcoin transferiert, wird diese Transaktion
auf den Computern aller an der Blockchain Beteiligten hinterlegt und dokumentiert. So
entsteht nach und nach eine Kette von Datenblöcken, an denen nachträglich nichts
gelöscht oder geändert werden kann. Dabei wird die Blockchain nicht von einer Bank
verwaltet und überprüft, sondern gleichzeitig von allen Computern, die die Bitcoin-
Software installiert haben. Man kann sich die Blockchain wie ein öffentlich einsehbares
Grundbuch vorstellen, in welchem die Bitcoins und die hieran bestehenden
Eigentumsverhältnisse und jeweiligen Transaktionen verzeichnet sind.
Vertrauen ist die Basis einer realen Währung, Akzeptanz die Voraussetzung ihrer
Verbreitung.
3 Zukunftswährung Bitcoin
3.2 Vertrauen
3.2.1 Vertrauen als Grundlage einer Währung
Durch ein dezentrales Konzept, das darauf basiert, dass sich die Teilnehmer
gegenseitig vertrauen und überprüfen – ohne, dass dazu eine Kontrollinstanz benötigt
wird.
3.3 Das Bitcoin-Konzept
3.3.1 Digital und dezentral
Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde definiert in einer Stellungnahme
Kryptowährungen wie folgt:
Kryptowährungen sind eine digitale Abbildung von Wert, der nicht von einer Zentralbank
oder Behörde geschaffen wird und auch keine Verbindung zu gesetzlichen
Zahlungsmitteln haben muss. Kryptowährungen werden von natürlichen und
juristischen Personen als Tauschmittel verwendet und können elektronisch übertragen,
verwahrt oder gehandelt werden.
Dezentralisierung bedeutet zunächst, dass identische Aufgaben an mehreren Orten
gelöst werden. Im Falle von Bitcoin bedeutet Dezentralisierung, dass alle, die sich die
Bitcoin-Software herunterladen und damit zu einem Teil des Bitcoin- Ökosystems
werden, die Kryptowährung zum Leben erwecken und Transaktionen validieren. Alle
Teilnehmer gemeinsam bilden das Bitcoin-Netzwerk und je mehr Leute sich beteiligen,
desto sicherer funktioniert dieses System.
Doch die Dezentralität birgt auch Probleme. Wie können in einem dezentralen System
die Besitzansprüche an einer digitalen Münze eindeutig geklärt werden und wie kann
sichergestellt werden, dass es diese Münze nur einmal gibt und sie nicht doppelt
ausgegeben werden kann? Das Fehlen einer zentralen Instanz macht es schwierig, hier
die Kontrolle zu behalten, denn theoretisch könnte in einem dezentralen System
dieselbe Münze an unterschiedlichen Stellen gleichzeitig erzeugt werden. Um dies zu
verhindern und gleichzeitig die Historie sämtlicher Transaktionen von Bitcoins zu
verwalten, hat Nakamoto die Blockchain erfunden.
3.3.2 Bitcoins technische Basis heißt Blockchain
Die Blockchain ist im Grunde eine endlose Liste aller Blöcke, die wiederum einzelne,
bestätigte Transaktionen bündeln. Jeder Block, der neu erzeugt wird, wird dieser Liste
hinzugefügt. Die Bitcoin-Blockchain enthält somit Einträge sämtlicher jemals getätigter
Transaktionen. Die Blockchain ist für jedermann einsehbar. Wer die Transaktion
namentlich vorgenommen hat, kann der Blockchain jedoch nicht entnommen werden.
Bitcoin ist somit transparent und nahezu anonym.
Doch wie bringt man die Teilnehmer des Bitcoin-Netzwerks dazu, gemeinsam an einer
Sache zu arbeiten, wenn es keine zentrale Kontrollinstanz gibt? Wie kann man
verhindern, dass Teilnehmer des Netzwerks das System zu ihren Gunsten
manipulieren? In der Blockchain werden sämtliche Transaktionen in chronologisch
geordneten Blöcken registriert und schlussendlich verifiziert. Ist die Verifizierung
erfolgreich, erzeugt das System den nächsten Block und verkettet ihn mit dem zuvor als
gültig anerkannten Block. Dieser Prozess der Überprüfung und Aneinanderreihung von
Blöcken als Grundlage für weitere Blöcke stellt eine Übereinkunft über die Authentizität
der Transaktionen dar. Somit ist es nicht möglich, eine der digitalen Münzen doppelt
auszugeben. Das Fälschen der Kryptowährung Bitcoin ist somit faktisch nicht möglich.
3.3.3 Wie entstehen Bitcoins
In dem Moment, indem eine Transaktion, also eine Bitcoin-Überweisung, von A nach B
transferiert wird, verschickt die Software, die der Nutzer verwendet, die Transaktion im
Hintergrund an alle Nodes, die der Software zu diesem Zeitpunkt bekannt sind. Die
sogenannten Nodes sind die Knotenpunkte des Netzwerks. Sie überprüfen und
verifizieren die Transaktion, in der unter anderem die Bitcoin-Adresse des Versenders,
die des Empfängers und natürlich die Höhe zu versendenden Betrags hinterlegt ist, und
senden sie anschließend an alle Nodes die wiederum ihnen bekannt sind bzw. mit
denen sie zu diesem Zeitpunkt verknüpft sind. Auf diese Art breitet sich die Transaktion
nach und nach über das gesamte Bitcoin-Netzwerk aus, bis sie schlussendlich allen
Nodes des Netzwerks bekannt ist.
An dieser Stelle kommen die Miner ins Spiel. Sie sind für die Überwachung der
Transaktionen und deren Einmaligkeit zuständig. Ihre Aufgabe besteht darin, aus vielen
Transaktionen einzelne Blöcke zu generieren und diese der Blockchain hinzuzufügen.
Dieser Vorgang ist durch eine Proof-of-Work genannte, kryptografisch-mathematische
Berechnung, die dem Miner gewissermaßen als Einstiegshürde abverlangt wird, sehr
rechenintensiv und verlangt nach spezieller Hardware und jeder Menge Strom. Nur
durchschnittlich alle 10 Minuten wird eine dieser komplexen Berechnungen im Netzwerk
gelöst. Ein neuer Block wird erst dann in die Blockchain, das Bitcoin-Grundbuch,
geschrieben, wenn er von einer definierten Menge anderer Miner überprüft wurde. Der
erzeugte Block macht die Versuche der übrigen Miner dadurch hinfällig. Sie
übernehmen die Daten des neu erzeugten Blocks.
Im Gegenzug erhält der Miner, der einen gültigen Block erzeugt und der Blockchain
hinzufügt, als Belohnung die geschöpften Bitcoins und Gebühren aus den im Block
enthaltenen Transaktionen. Derzeit werden mit jedem neu erzeugten Block 12,5
Bitcoins erzeugt und dem Miner gutgeschrieben. Nach dem Hinzufügen des Blocks wird
die aktualisierte Blockchain über das Netzwerk verbreitet und dort wiederum von den
Nodes auf Gültigkeit überprüft. Es gilt das Mehrheitsprinzip, die Nodes vertrauen sich
grundsätzlich untereinander nicht. Die Anzahl der Bitcoins, die ein Miner für jeden
verifizierten Block erhält, halbiert sich übrigens alle 4 Jahre. Bis 2012 wurden ganze 50
Bitcoins, bis 2016 dann 25 und seitdem 12,5 Bitcoins mit jedem neuen Block an den
Miner ausgeschüttet (Abb. 3.2).
Da ein Miner einen Bitcoin scheinbar selbst erzeugt, liest man über Bitcoin oftmals auch
als digitales Gold. Und obwohl der Vergleich etwas hinkt, da Gold aktiv geschürft wird,
Bitcoin aber eine passive Entlohnung für die Mining-Leistung darstellt, ist der Vergleich
dennoch gerechtfertigt. Denn genau wie Bitcoin unterliegt auch das Erzeugen von Gold,
in diesem Fall das Schürfen, keiner globalen oder zentralen Kontrolle. Wo immer man
Gold findet, kann man es zu einer Münze verarbeiten und in den Umlauf bringen.
Vorausgesetzt, man findet jemanden, der Gold als Zahlungsmittel akzeptiert. Denn der
Wert der Goldmünze ist nur schwer zu bestimmen. Gewicht und Reinheit machen eine
schnelle Bewertung unmöglich und selbst die Kenntnis von Legierung und Feingehalt
lässt nur eine grobe Schätzung zu. Fundierte Informationen liefert hier erst die
Röntgenfluoreszenzanalyse. Und versuchen Sie mal, eine Goldmünze über das Internet
zu transferieren …