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Leitthema

Unfallchirurg S. F. Baumbach1 · W. C. Prall2 · M. Braunstein1 · W. Böcker2 · S. Polzer3 · H. Polzer1


https://doi.org/10.1007/s00113-018-0507-6 1
Sektion für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie, Klinik für Allgemeine, Unfall- und
Wiederherstellungschirurgie, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität, München, Deutschland
© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von 2
Klinik für Allgemeine, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, LMU München, Ludwig-Maximilians-
Springer Nature 2018
Universität, München, Deutschland
3
Redaktion Praxis für Hand-, Ellenbogen- und Fußchirurgie, ATOS-Klinik Heidelberg, Heidelberg, Deutschland
H. Polzer, München

Frakturen der Metatarsale Fünf


Basis – eine Neubetrachtung

Frakturen der Basis des 5. Mittelfuß- des M. peronaeus brevis setzt fächerför- Im Laufe der Zeit zeigte sich, dass vie-
knochens gehören zu den häufigsten mig im Bereich der lateralen Metaphy- le der MT-V-Basis-Frakturen unter Voll-
Verletzungen im Bereich des Fuß- se des MT V an. Der Zug dieser Seh- belastung schnell und komplikationslos
und Sprunggelenks. Trotz dieser ne soll zu einer sekundären Dislokation heilen, während andere eine verzögerte
Häufigkeit und obwohl mittlerwei- von Frakturen in der Metaphyse führen. Heilung und eine hohe Rate an Pseudar-
le einige Studien zu diesem Thema Dies wird zumindest regelmäßig postu- throsen aufweisen. In der Folge wur-
vorliegen, erfolgt die Behandlung liert, obwohl bisher kein Nachweis für den verschiedene Klassifikationen für die
meist nicht gemäß der verfügbaren diesen Mechanismus vorliegt. Die Me- Brüche der MT-V-Basis eingeführt. Im
Evidenz. Dies liegt an einer unein- taphyse des MT V ist durch den dorsa- Jahr 1960 unterschied Stewart [34] zwi-
heitlichen Terminologie und auch len und plantaren Kapsel-Band-Apparat schen Avulsionsfrakturen der Basis und
daran, dass die vorhandene Evidenz sehr fest mit dem Os cuboideum und dem „Jones Frakturen“ – am distalen Ende der
nicht ausreichende Wahrnehmung MT IV verspannt. Die Diaphyse des MT Artikulation zwischen MT IV und MT V.
findet. Ziel dieser Übersichtsarbeit wirkt dadurch wie ein langer Lastarm.
ist es, die aktuellen Klassifikationen,
die verfügbaren Therapiestudi-
Dies resultiert in hohen mechanischen
Belastungen am Übergang von Meta- zu »metaphysäre
Unterteilung in epi-
und meta-
en und die daraus resultierenden Diaphyse. Darüber hinaus besteht genau
Behandlungsempfehlungen darzu- an diesem Übergang von Meta- zu Dia- diaphysäre Frakturen ist
stellen. physe die Wasserscheide der Blutversor- therapeutisch am sinnvollsten
gung. An der Epi- und Metaphyse er-
Hintergrund folgt die Blutversorgung von proximal
extraossär über ein Netz aus R. perfo- Dameron [7] beschrieb 1975, dass Frak-
Frakturen der Metatarsalia gehören rans Gefäßen (Seitenäste der A. tarsea turen der Tuberositas unter funktionel-
zu den häufigsten Brüchen des Fußes lateralis), während die Diaphyse von in- ler Therapie problemlos heilen, während
mit einer jährlichen Inzidenz von etwa traossär über eine A. nutricia versorgt die Frakturen am Übergang zur Diaphy-
67/100.000 Einwohner [24]. Circa 70 % wird [33]. Die letzten beiden Faktoren se häufig in symptomatische Pseudar-
davon betreffen den 5. Mittelfußkno- können erklären, warum die Knochen- throsen münden. Er bezeichnete fortan
chen, von denen wiederum ca. 80 % an bruchheilung im Bereich des Übergangs die Frakturen der Tuberositas als „Jo-
der Basis lokalisiert sind [4, 24]. In den von Meta- zu Diaphysäre eingeschränkt nes Fraktur“ und verschob somit diese
meisten Fällen ist ein Umknicktrauma ist [18, 33]. Bezeichnung, im Vergleich zu Stewart,
die Ursache [24]; seltener sind Überlas- nach proximal. Holzach et al. [12] führ-
tungsbrüche mit Prodromalsymptomen Klassifikationen ten eine Unterteilung der Brüche nach
beschrieben [16]. der Zahl der Fragmente ein und empfah-
Die Anatomie im Bereich der Basis Frakturen der Basis des Metatarsale V len die operative Therapie für dislozierte
des Metatarsale (MT) V ist sowohl für sind eng mit dem Namen Sir Robert Jo- oder mehrfragmentäre Avulsionsfraktu-
die Klassifikation als auch für die Thera- nes verknüpft. Er war der Erste, der 1902 ren. Im Jahr 1984 erkannten Torg et al.
pie entscheidend. Besondere Bedeutung anhand von 6 Fällen (u. a. seinem eige- [36], dass die Frakturen am Übergang
haben die Insertion der Sehne des M. pe- nen) mithilfe der damals neuen Röntgen- von Meta- zu Diaphyse einer besonderen
ronaeus brevis, der straffe Kapsel-Band- technik nachweisen konnte, dass es durch mechanischen Belastung ausgesetzt sind.
Apparat im Bereich der Metaphyse und Distorsionen des Fußes zu Brüchen der Wie schon Stewart bezeichneten Torg
die Blutversorgung (. Abb. 1). Die Sehne MT-V-Basis kommen kann [14]. et al. diese Frakturen nun wieder als „Jo-

Der Unfallchirurg
Leitthema

Abb. 1 9 Anato-
mie des proxima-
len Metatarsale V.
Darstellung des An-
satzes der Sehne des
M.peronaeus brevis,
der Bandstrukturen
und der Durchblu-
tung. (Adaptiert aus
Polzer et al. [25]; mit
freundl. Genehmi-
gung des Autors
und des Elsevier-
Verlags)

nes-Frakturen“. Sie unterteilten diese me- daher als meta-diaphysäre Frakturen


ta-diaphysären Frakturen, basierend auf abgegrenzt werden (. Abb. 2b).
radiologischen Kriterien, in akute Frak-
turen ohne Sklerosezeichen (Typ I), Frak- Uneinheitliche Terminologie
turen mit verzögerten Heilung (Typ II)
sowie Erweiterung des Frakturspalts, in- Eine große Schwierigkeit bei der Inter-
tramedullärer Sklerose und Pseudarthro- pretation der vorhandenen Studien ist die Abb. 2 8 Einteilung in 3 Zonen gemäß der Klas-
sifikation nach Lawrence und Botte [17] und die
sen (Typ III) mit vollständiger Verlegung uneinheitliche Terminologie. Deswegen
aktuelle Einteilung in 2 Zonen nach Polzer et al.
des intramedullären Kanals. Die 1993 pu- empfiehlt die Weltgesundheitsorganisa- [25]. (Adaptiert aus Polzer et al. [25], mit freundl.
blizierte Klassifikation von Lawrence und tion grundsätzlich den Verzicht von Epo- Genehmigung der Autoren und des Elsevier-
Botte (L&B, . Abb. 2a, [17]) wird nach nymen (Gattungsbezeichnung, die auf Verlags)
wie vor am häufigsten verwendet. Die einen Personennamen zurückgeht) und
Autoren waren die ersten, die 3 Zonen stattdessen die Verwendung allgemein aus Sicht der Autoren der Grund, warum
einführten. Ihre Klassifikationorientierte beschreibender Begriffe. Im Fall der MT- Roche und Calder nicht zu eindeutigen
sich an der Artikulation zwischen MT IV V-Basis-Frakturen stellt v. a. die inkonsis- Ergebnissen bezüglich der Behandlung
und MT V. Frakturen proximal der Arti- tente Nutzung des Begriffs „Jones Frak- von Frakturen am Übergang von Meta-
kulation wurden als „Avulsionsfraktur“ tur“ (. Tab. 1) ein Problem dar. zu Diaphyse kamen. Zusammengefasst
(L&B Typ I), Frakturen auf Höhe der wird der Begriff „Jones Fraktur“ für un-
Artikulation als „Jones Fraktur“ (L&B
Typ II) und Frakturen distal davon als »ist aufgrund
Bezeichnung „Jones Fraktur“
ihrer Unschärfe
terschiedliche Frakturlokalisationen in-
nerhalb des proximalen MT V verwen-
„diaphysäre Stressfraktur“ (L&B Typ III) det. Dementsprechend definiert dieses
bezeichnet. Auf der Grundlage von retro- hinfällig Eponym Frakturen nicht eindeutig. Im
spektiven Fallserien gaben die Autoren Gegenteil, die Verwendung des Begriffs
Behandlungsempfehlungen für die 3 von Ein Beispiel für die daraus resultierenden „Jones Fraktur“ führt zu Verwirrung und
ihnen unterschiedenen Frakturtypen vor. Verwirrungen ist die systematische Lite- sollte daher vermieden werden.
Die Arbeitsgruppe der Autoren des raturarbeit von Roche und Calder [30] zu
vorliegenden Beitrags führte 2012, ba- den Behandlungsergebnissen von „Jones Behandlungsempfehlungen
sierend auf einer systematischen Litera- Frakturen“. Die Autoren interpretierten
turrecherche der neueren Studien, eine die „Jones Fraktur“ als Fraktur am Über- In der aktuellen Literatur finden sich
kritische Reevaluation der Behandlungs- gang von Meta- zu Diaphyse. Ihre Arbeit bisher keine einheitlichen Behandlungs-
empfehlungen von Lawrence und Botte basiert auf 26 Studien. Analysiert man empfehlungen für die verschiedenen
durch. Sie kam zu dem Schluss, dass die Lokalisationen der Frakturen, die in Frakturen der Basis des MT V. Ursäch-
Frakturen der L&B Typen I und II eine den eingeschlossenen Studien untersucht lich hierfür sind das eingeschränkte
vergleichbar gute Prognose aufweisen wurden, nach den L&B Kriterien, zeigt Evidenzniveau und die mäßige Zahl der
und daher als „epi-metaphysäre Frak- sich, dass es sich zwar bei einem Groß- existierenden Studien, die unterschied-
turen“ zusammengefasst werden sollten teil um L&B Typ III Frakturen, daneben lichen Frakturklassifikationen und die
[25]. Dagegen haben Frakturen des L&B aber auch L&B Typ II Frakturen handelt. uneinheitliche Terminologie [6, 7, 17,
Typs III unter konservativer Therapie Allerdings ist bekannt, dass Frakturen 34, 36]. Unter Berücksichtigung die-
eine schlechte Prognose und sollten der L&B Typen II und III eine sehr un- ser Faktoren lassen sich aber dennoch
terschiedliche Prognose haben. Dies ist – wenn auch mit Einschränkungen –

Der Unfallchirurg
Zusammenfassung · Abstract

Empfehlungen aus den vorhandenen Unfallchirurg https://doi.org/10.1007/s00113-018-0507-6


Studien ableiten. Die folgende Darstel- © Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018
lung der Therapieergebnisse orientiert
sich an der am häufigsten genutzten L&B S. F. Baumbach · W. C. Prall · M. Braunstein · W. Böcker · S. Polzer · H. Polzer
Klassifikation [17]. Frakturen der Metatarsale Fünf Basis – eine Neubetrachtung
Zusammenfassung
Typ I Frakturen nach Lawrence und
Frakturen der Basis des 5. Mittelfußknochens schmerzabhängiger Vollbelastung erfolgreich
Botte gehören zu den häufigsten Verletzungen des zur Ausheilung gebracht werden. Diese
Fußes und des Sprunggelenks. Trotz dieser Unterscheidung scheint daher nicht sinnvoll.
Studienergebnisse Häufigkeit und obwohl mittlerweile einige Vielmehr sollten Frakturen der L&B Typen I
In der vorhandenen Literatur herrscht Studien zu diesem Thema vorliegen, erfolgt und II als epi-metaphysäre Frakturen
weitestgehend Einigkeit, dass extraarti- die Behandlung oft nicht entsprechend der zusammengefasst werden. Auch dislozierte,
kuläre, nichtdislozierte Frakturen vom verfügbaren Evidenz. Dies liegt an einer intraartikuläre und mehrfragmentäre
uneinheitlichen Terminologie und daran, dass Frakturen in diesem Bereich lassen sich
L&B Typ I konservativ behandelt wer- die vorhandene Evidenz nicht ausreichend funktionell mit guten Ergebnissen behandeln.
den sollten (. Abb. 3; [1, 5, 11, 31, 32, 38, wahrgenommen wird. Ziel dieser Übersichts- Die Frakturen am Übergang von Meta- zu
39]). Allerdings variieren die empfohle- arbeit ist es, die aktuellen Klassifikationen, die Diaphyse (L&B Typ III, am distalen Ende
nen konservativen Behandlungskonzep- verfügbaren Therapiestudien und die daraus der Artikulation von Metatarsale IV und V)
te von frühfunktioneller Therapie mit resultierenden Behandlungsempfehlungen weisen nach konservativer Therapie eine
darzustellen. Als „Jones Fraktur“ werden hohe Rate an schmerzhaften Pseudarthrosen
Vollbelastung bis hin zu Immobilisation unterschiedliche Frakturentitäten bezeichnet; auf. Sie sollten primär operativ mittels ge-
im Unterschenkelgips/-walker und voll- der Begriff sollte daher nicht mehr benutzt schlossener Repositino und intramedullärer
ständiger Entlastung [22, 25]. werden. Meist erfolgt die Einteilung nach Schraubenosteosynthese versorgt werden.
Lawrence und Botte (L&B) in 3 Zonen. Die

» Therapie des L&B Typs I in


Form schmerzabhängiger Voll-
verfügbaren Studien zeigen aber, dass sich
Frakturen der L&B Typen I und II bezüglich
ihrer Prognose nicht unterscheiden. Beide
Schlüsselwörter
Mittelfuß · Terminologie · Frakturfixation ·
Avulsionsfrakturen · Intramedulläre
können unter funktioneller Therapie mit Frakturosteosynthese
belastung ohne Immobilisation
wird favorisiert
Fractures of the base of the V metatarsal bone—current concepts
revised
Insgesamt favorisiert die überwiegende
Mehrheit der vorhandenen Studien die Abstract
Fractures of the base of the fifth metatarsal treatment with weightbearing as tolerated.
schmerzabhängige Vollbelastung ohne
bone are one of the most frequent fractures Consequently, a differentiation between these
Immobilisation. Dies soll exemplarisch to the foot and ankle. Despite the high two zones does not seem to be meaningful.
an den folgenden beiden prospektiven frequency and although a number of studies Therefore, they should be summarized as epi-
randomisierten Studien gezeigt werden. are now available, treatment frequently does metaphyseal fractures. Even dislocated, intra-
Wiener et al. [38] verglichen die Voll- not follow the available evidence. Among the articular, and multifragmentary fractures in
reasons is the inconsistent terminology used this region can be functionally treated with
belastung im Unterschenkelgips (n = 30)
and that the studies available are neglected. good results. Fractures in the meta-diaphyseal
gegen die Vollbelastung mit elastischem The aim of this review is to present the current region (Lawrence and Botte type III, distal
Kompressionsverband (n = 30). Gray classifications, the available treatment studies to the IV and V intermetatarsal articulation)
et al. [11] behandelten alle ihre Patien- and to derive evidence-based treatment demonstrate a high rate of symptomatic
ten frühfunktionell, entweder in einem recommendations. The term “Jones fracture” non-unions after conservative treatment.
has been used inconsistently for different Therefore, these fractures should be primarily
Gipsschuh (n = 20) oder einem Kom-
fracture entities and should, therefore, not be treated operatively by closed reduction and
pressionsstrumpf (n = 17) mit sofortiger used anymore. Fractures are mostly classified intramedullary screw fixation.
Vollbelastung. Beide Studien konnten according to Lawrence and Botte into
signifikant bessere Ergebnisse für die three zones. However, the available studies Keywords
Gruppen ohne Immobilisation zeigen. demonstrate that type I and type II fractures Metatarsus · Terminology · Fracture fixation ·
according to Lawrence and Botte do not differ Fractures, avulsion · Intramedullary, fracture,
with respect to the prognosis. Both fractures osteosynthesis
Fazit can be successfully healed by functional
Entsprechend der verfügbaren Evidenz
empfehlen die Autoren des vorliegenden
Beitrags die frühfunktionelle konserva-
tive Therapie mit Vollbelastung für Frak-
turen vom L&B Typ I.

Der Unfallchirurg
Leitthema

Tab. 1 Verwendung des Begriffs „Jones Fraktur“ in der Literatur entsprechend der Frakturklas- Fazit
sifikation nach Lawrence und Botte (L&B, [17]) Basierend auf der vorhandenen Evidenz
L&B Typ I L&B Typ II L&B Typ III empfehlen die Autoren des vorliegen-
den Beitrags, Frakturen der L&B Typen I
und auch II konservativ, frühfunktio-
nell mithilfe schmerzadaptierter Vollbe-
lastung ohne Immobilisierung zu behan-
deln. Da sich in den vorhandenen Studien
keine Unterschiede für die beiden Frak-
turtypen zeigten, erscheint eine Differen-
zierung der beiden Zonen nicht sinnvoll
[25]. Es wird daher empfohlen, Frakturen
der L&B Typen I und II als „epi-meta-
physäre Frakturen“ zusammenzufassen.

Einfluss von Dislokation, artikulärer


Beteiligung und Fragmentzahl
Avulsionsfraktur Jones Fraktur
(Stewart et al. [34]) (Stewart et al. [34]) Studienergebnisse
Jones Fraktur Proximale Schaftfraktur In der Literatur wird intensiv über den
(Dameron [7]) (Dameron [7]) Einfluss verschiedener Frakturcharakte-
Tuberositasabrissfraktur Jones Fraktur Diaphysäre Stressfraktur ristika bei L&B Typ I und L&B Typ II
(Lawrence et al. [17]) (Lawrence et al. [17]) (Lawrence et al. [17]) Frakturen diskutiert. Häufig wird postu-
Tuberositasabrissfraktur Pseudo Jones Fraktur Wahre Jones Fraktur liert, dass dislozierte (>2 mm), intraarti-
(Quill et al. [27]) (Ding et al. [8]) (Mologne et al. [20]) kuläre (>30 % der Gelenkfläche zum Os
cuboideum) und mehrfragmentäre Frak-
turen operativ behandelt werden sollten
Typ II Frakturen nach Lawrence vative Therapie nicht standardisiert war, [10, 17, 31, 40]. Allerdings handelt es sich
und Botte zeigten sich nach einem, 4 und 12 Mona- um Expertenmeinungen und nicht um
ten keine signifikanten Unterschiede für studienbasierte Empfehlungen [27–29].
Studienergebnisse die beiden Frakturtypen im Foot Func- Bisher haben lediglich 3 Studien den
Die Therapie für L&B Typ II Frakturen tion Index (FFI) und in der Short Form Einfluss dieser Frakturcharakteristika
(. Abb. 4) wird nach wie vor kontro- 36 (SF-36). Konkel et al. [15] berichte- auf das Behandlungsergebnis untersucht
vers diskutiert. Obwohl einige Autoren ten über die Ergebnisse nach konserva- [2, 9, 35]. Egol et al. [9] publizierten
über vielversprechende Behandlungser- tiver Behandlung von 35 L&B Typ I und die frühfunktionellen Behandlungser-
gebnisse nach frühfunktioneller Therapie 10 L&B Typ II Frakturen. Auch in dieser gebnisse von 52 L&B Typ I Frakturen.
berichtet haben, argumentieren Andere Arbeit wurde keine einheitliche konser- Es waren 50 % der Frakturen intraar-
für eine operative Versorgung [3, 23, 30, vative Therapie durchgeführt. Trotzdem tikulär und 32 % um mehr als 2 mm
37]. Ein entscheidender Punkt in die- waren alle Patienten mit der Behand- disloziert. Insgesamt berichteten die Au-
ser Diskussion ist die bereits ausgeführte lung zufrieden und konnten wieder zur toren über sehr gute Ergebnisse. Weder
uneinheitliche Verwendung des Begriffs Arbeit zurückkehren. Zwei Arbeiten ver- die intraartikuläre Beteiligung noch die
„Jones Fraktur“ (. Tab. 1). glichen die Behandlungsergebnisse einer Dislokation hatten Einfluss auf das Be-
standardisierten, frühfunktionellen The- handlungsergebnis. Im Gegensatz dazu

»Behandlung
Ergebnis frühfunktioneller
des L&B Typs II ist
rapie zwischen L&B Typ I und L&B Typ II
Frakturen [2, 37]. Beide bestätigten sehr
untersuchten Tahririan et al. [35] das
Therapieergebnis von 143 proximalen
gute Ergebnisse für das Wiedererlangen MT-V Frakturen (L&B Typen I–III)
vergleichbar mit unverletzter der Arbeitsfähigkeit bei beiden Fraktur- nach Immobilisierung im Gips. Basie-
Normalbevölkerung typen. Darüber hinaus wies in einer eige- rend auf dem American Orthopedic
nen Arbeit [2] die Funktion (Visual Ana- Foot and Ankle Society Score (AOFAS),
log Skala Fuß und Sprunggelenk [VAS- ergab eine Multivarianzanalyse, dass
Den Autoren sind nur 4 Studien be- FA]) nach 22 ± 10 Monaten keinen signi- dislozierte Frakturen, hohes Patienten-
kannt, die explizit die Behandlungser- fikanten Unterschied zwischen den bei- gewicht, weibliches Geschlecht, Diabetes
gebnisse von L&B Typ II Frakturen be- den Gruppen auf. Vielmehr war das Out- mellitus und das Vorliegen einer L&B
schreiben. Bigsby et al. [3] behandelten come für beide Frakturtypen vergleich- Typ III Fraktur mit einem schlechteren
62 L&B Typ I und 26 L&B Typ II Frak- bar mit der unverletzten Normalbevöl- AOFAS vergesellschaftet waren. Aller-
turen konservativ. Obwohl die konser- kerung. dings präsentierten die Autoren nicht

Der Unfallchirurg
Abb. 3 8 a Initiale schräge Röntgenaufnahme Abb. 4 8 a Initiale schräge Röntgenaufnah- Abb. 5 8 a Präoperative schräge Röntgenauf-
einerL&BTypIFraktur;bRöntgenkontrolle6Wo- me einer epi-metaphysären Fraktur (L&B Typ II); nahme einer L&B Typ III Fraktur, b postoperative
chen nach dem Trauma; der Patient war nach ei- b Röntgenkontrolle 6 Wochen nach dem Trau- Röntgenaufnahme nach 6 Wochen
nem Tag arbeitsfähig, nach 33 Monaten zeigte ma; nach 37 Monaten zeigte sich ein VAS Score
sich ein VAS-Score von 97 Punkten.VAS visuelle von 97 Punkten.VAS visuelle Analogskala
Analogskala

die Auswertung des AOFAS, sondern Wie oben beschrieben, werden an der ten erzielen (. Abb. 5, [30]). Dies trifft
lediglich die Ergebnisse der Multiva- Klinik der Autoren alle L&B Typ I und sowohl für akuten Frakturen (Typ I in
rianzanalyse. Im Mittel erreichten alle L&B Typ II Frakturen, unabhängig von der Torg-Klassifikation) als auch für Torg
Patienten nach 20 Wochen einen AOFAS den Frakturcharakteristika, frühfunktio- Typ II (verzögert heilende Frakturen)
von 93 Punkten. Besonders bemerkens- nell behandelt. Das heißt, dass der Pa- und Torg Typ III Frakturen(Pseudarthro-
wert ist das 95 %-Konfidenzintervall von tient den verletzten Fuß schmerzabhän- sen) zu [36]. In der einzigen randomi-
92 bis 94 Punkten. Betrachtet man das gig sofort voll belasten darf. Radiologi- sierten kontrollierten Studie verglichen
hervorragende Ergebnis des AOFAS und sche Verlaufskontrollen werden nicht ge- Mologne et al. [20] die konservative Be-
das erstaunlich enge 95 %-Konfidenzin- plant, sondern nur bei Schmerzpersis- handlung im Unterschenkelgips mit Ent-
tervall, erscheint es fragwürdig, ob die tenz über 6 Wochen durchgeführt, da lastung für 8 Wochen (n = 18) und die
möglichen Gruppenunterschiede eine selbst im Fall einer asymptomatischen operative Therapie mithilfe der geschlos-
klinische Relevanz haben. Bisher hat Pseudarthrose nicht von der Notwen- senen Schraubenosteosynthese und Voll-
nur eine Arbeit den Einfluss aller oben digkeit einer Therapieänderung ausge- belastung ab Woche 3 (n = 18) für akute
beschriebenen Frakturcharakteristika gangen wird. Entscheidend für die er- L&B Typ III Frakturen. Im Nachuntersu-
auf die Arbeits-/Sportfähigkeit und das folgreiche funktionelle Therapie sind die chungszeitraum (25 Monate) zeigten sich
funktionelle Ergebnis unter funktionel- ausführliche Aufklärung und eine gute für die operative Therapie lediglich 5 %
ler Therapie (VAS-FA) für L&B Typ I Patientenführung. Therapieversager, verglichen mit 44 % in
und L&B Typ II Frakturen untersucht. der konservativen Gruppe. Die Patien-
Keines der Frakturmerkmale (Disloka- Typ III Frakturen nach Lawrence ten mit regelrechter Knochenbruchhei-
tion, artikuläre Beteiligung, Anzahl der und Botte lung benötigen unter konservativer The-
Fragmente) hatte einen signifikanten rapie im Mittel 15 Wochen zur Rückkehr
Einfluss auf das Behandlungsergebnis Studienergebnis zum Sport, verglichen mit 8 Wochen un-
[2]. Bisher liegt nur eine prospektive rando- ter operativer Therapie.
misierte Studie vor, die die operative und
Fazit die konservative Therapie für diese Frak- Fazit
Auf Grundlage der dargestellten Studi- turen verglichen hat [20]. Auch ist ein Basierend auf dieser Evidenz empfeh-
en sollten, nach der Überzeugung der eindeutiger Trend in den übrigen pro- len die Autoren die operative Therapie
Autoren des vorliegenden Beitrags, alle spektiven und retrospektiven Kohorten- für alle Frakturen am meta-diaphysären
L&B Typ I und L&B Typ II Frakturen, studien erkennbar. Unter der konserva- Übergang (L&B Typ III), unabhängig von
unabhängig vom Grad der Dislokation, tiven Therapie von L&B Typ III Fraktu- der Torg-Klassifikation. Die intramedul-
der intraartikulären Beteiligung und der ren – mit und ohne Entlastung – kommt läre Schraubenosteosynthese stellt der-
Anzahl der Frakturfragmente, frühfunk- es überproportional häufig zu Pseudar- zeit den Goldstandard zur Behandlung
tionell mithilfe schmerzabhängiger Voll- throsen [30]. Durch die intramedulläre von L&B Typ III Frakturen dar (. Abb. 5;
belastung behandelt werden. Schraubenosteosynthese lassen sich hin- [13, 20, 21, 25]). In der Literatur variieren
gegen reproduzierbar gute Heilungsra-

Der Unfallchirurg
Leitthema

die verwendeten Schraubendurchmesser 13. Huh J, Glisson RR, Matsumoto T et al (2015)


Korrespondenzadresse Biomechanical comparison of Intramedullary
zwischen 4,5 mm und 6,5 mm [19, 26]. screw versus low-profile plate fixation of a jones
Ziel ist das Erreichen einer ausrei- PD Dr. H. Polzer fracture. Foot Ankle Int 37:411–418
chenden Kompression, ohne eine iatro- Sektion für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie, 14. Jones R (1902) I. Fracture of the base of the fifth
Klinik für Allgemeine, Unfall- und metatarsal bone by indirect violence. Ann Surg
gene Schaftfraktur zu verursachen. Der Wiederherstellungschirurgie, Klinikum der 35:697–700
Schraubendurchmesser wird so groß wie Ludwig-Maximilians-Universität 15. Konkel KF, Menger AG, Retzlaff SA (2005)
möglich und die Drittelgewindeschrau- Nußbaumstr. 20, 80336 München, Deutschland Nonoperative treatment of fifth metatarsal
fractures in an orthopaedic suburban private
be so kurz wie möglich gewählt. Be- Hans.Polzer@med.uni-muenchen.de multispecialitypractice. FootAnkleInt26:704–707
stimmt wird dies anhand der intraopera- 16. Landorf KB (1999) Clarifying proximal diaphyseal
tiven Röntgenbilder durch Auflegen der fifth metatarsal fractures. The acute fracture versus
the stress fracture. J Am Podiatr Med Assoc
Schraube. Um Implantatirritationen zu Einhaltung ethischer Richtlinien 89:398–404
vermeiden, wird der Schraubenkopf ver- 17. Lawrence SJ, Botte MJ (1993) Jones’ fractures and
senkt. Während der ersten beiden post- related fractures of the proximal fifth metatarsal.
Interessenkonflikt. S.F. Baumbach, W.C. Prall, Foot Ankle 14:358–365
operativen Wochen erfolgt eine Teilbe- M. Braunstein, W. Böcker, S. Polzer und H. Polzer geben 18. Mckeon KE, Johnson JE, Mccormick JJ et al (2013)
lastung mit 20 kg. Ab der 3. Woche ist an, dass kein Interessenkonflikt besteht. Theintraosseousandextraosseousvascularsupply
die schmerzabhängige Vollbelastung, im of the fifth metatarsal: implications for fifth
Dieser Beitrag beinhaltet keine von den Autoren metatarsal osteotomy. Foot Ankle Int 34:117–123
Schuh mit steifer Sohle, erlaubt. durchgeführten Studien an Menschen oder Tieren. 19. Metzl J, Olson K, Davis WH et al (2013) A clinical and
radiographiccomparisonoftwohardwaresystems
used to treat jones fracture of the fifth metatarsal.
Fazit für die Praxis Foot Ankle Int 34:956–961
Literatur 20. Mologne TS, Lundeen JM, Clapper MF et al
4 Die Bezeichnung „Jones Fraktur“ (2005) Early screw fixation versus casting in the
dient in der Literatur für unter- 1. Akimau PI, Cawthron KL, Dakin WM et al (2016) treatment of acute Jones fractures. Am J Sports
Symptomatic treatment or cast immobilisation Med 33:970–975
schiedliche Lokalisationen und sollte for avulsion fractures of the base of the fifth 21. Nagao M, Saita Y, Kameda S et al (2012) Headless
deshalb nicht mehr verwendet wer- metatarsal: a prospective, randomised, single- compression screw fixation of jones fractures: an
den. blindednon-inferioritycontrolledtrial. BoneJointJ outcomes study in Japanese athletes. Am J Sports
98-B:806–811 Med 40:2578–2582
4 Frakturen der L&B Typen I und II soll- 2. Baumbach S, Prall WC, Kramer M et al (2017) 22. Nagar M, Forrest N, Maceachern CF (2014) Utility of
ten als epi-metaphysäre Frakturen Functional treatment for fractures to the base of follow-up radiographs in conservatively managed
zusammengefasst und sämtlich kon- the 5th metatarsal – influence of fracture location acute fifth metatarsal fractures. Foot (Edinb)
and fracture characteristics. BMC Musculoskelet 24:17–20
servativ frühfunktionell behandelt Disord 18:534 23. O’Malley M, Desandis B, Allen A et al (2016)
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4 Dislokation (>2 mm), intraartikuläre Functional outcome of fifth metatarsal fractures. fractures (zones II and III) in the NBA. Foot Ankle Int
Injury 45:2009–2012 37:488–500
Beteiligung oder Fragmentzahl der 4. Cakir H, Van Vliet-Koppert ST, Van Lieshout EMM 24. Petrisor BA, Ekrol I, Court-Brown C (2006) The
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Der Unfallchirurg