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liulintger geitu
Wr. 145 Tltarburg a. 2>rau Oltontag, 23.3unl 1941 81. Bai^rgano

MOSKAUS VESIttT IN
Das brWsch-bolschewistische Komplott aufgedeckt - Vom Nordkap
bis zum Schwarzen Meer Kampffront gegen den Bolschewismus

Def Führer an das deutsche Volk


itEndllch kann Idh offon sprechon!" — Abrechnung mit den Moskauer Verrätern — Russland
war jederzeh bereit, uns in den RUcken zu fallen — Russische Truppenkonzentrationen und
unerhörte Grenzverletzungen
Der Führer hat folgenden Aufruf an das neuen-deulscJiun'V(jlksstaates zu verhin­ Allein schon 1935 erklärte Churchill gen und dann so wie vor dem Weltkrieg
deutsche Volk erlaseen: dern, das Reich erneut in Ohnmacht und nach Aussagen des amerikanischen Ge­ gegen Deutschland marschieren zu las­
Deutsches Volk! Elend zu stürzen. nerals Wood vor einem Ausschuß des sen.
amerikanischen Repräsentantenhauses, So gelang es England, vom Mai bis
Nationalsozialisten 1 Dreimiclilepairt — ein Altl des ilaß Deutschland wieder zu mächtig; j .August 1939 in die Welt die Bchauptunji;
' Von schwell Sorgen i)efjUi«:kt, zu Selbstscliutzes werde und daher vernichtet wcrde'i zu lancieren, daß
monatelangem Schweigeh verurteilt, ist müsse.
nun die Stunde gekommen, in der''ich Neben uns traf der Haß dieser inter­ Litauen, Estland, Lettland, Finnland,
nationalen Weltverschwörung jene Völ­
endlich offen sprechen kann.
ker, die ebenso vom Glück übersehen,
Einlireisungsfront gegen Deutsclilani! Bessarabien sowohl als d'e Ukraine
Als das Deutsche Reich am 3. SepltMii- im härtesten Daseinskampf das tägliche Im Sommer 1939 schien lingland der von Deutschland direkt bedroht seien,
ber 1939 die englische Kriegserklärung Brot zu verdienen gezwungen waren. Zeitpunkt gekommen, tlie L'rneut beab­ hin Teil der Staaten ließ sich dadurch
erhielt, wiederholte sich aufs ' neue der Vor allem Italien und Japan wurde der sichtigte Vernichtung mit der Wiederho- verleiten, das mit diesen Behauptungen
britische Versuch, jeden Beginn einer Anteil an den Gütern dieser Welt genau hing einer umfassenden Hinkreisungspo- angebotene Garanticversprechen anzu-
Konsolidierung und damit eines Aufstie­ so wie Deutschland bestritten, ja formell litik beginnen zu können. nehmen und ging damit in die neue Ein-
ges Europas durch den Kampf gegen die verboten. Der Zusanmcnschluß dieser Das System der zu dem Zweck veran­ ' kreisungsfront gegen Deutschland ijber.
jeweils stärkste Macht des Kontinents /u Nationen war daher nur ein Akt des stalteten Lügenkampagne bestand darin, ! Unter diesen Umständen glaubte ich es
vereiteln. Selbstschutzes gegenüber der sie bedro­ andere Völker als bedroht zu erklären, vor^ meinem Gewissen und vor der Ge-
henden egoistischen Weltkoalition des sie mit englischen Garantie- und Bei­ I schichte des deutschen Volkes verant-
Englands vurbmlmlsclK Polilili Reichstums und der Macht. standsversprechen erst einmal einzufan- I Worten zu können, nicht nur diesen Län-
So hat England einst in vielen Kriegen ! dem bzw. ihren Regierungen die Unwahr-
Spanien zugrunde gerichtet. j helt der vorgebTachten britischen Be-
So führte es seine Kriege gegen Hol­ I hauptungen zu versichern, sondern dar-
land. I über hinaus die stärkste Macht des
So bekämpfte es mit Hilfe von Europa
später Frankreich.
Und so begann es um die Jahrhundert­
Ersle Rämpie an der russischen Grenze
wende die Einkreisung des damaligen EINFLUGVERSUCH NACH OSTPREUSSEN UNTER SCHWEREN VERLUSTEN
! Ostens noch besonders durch feierliche
Erklärungen über die Grenzen unserer In­
teressen zu beruhigen.

Deutschen Reiches und im Jahr 1914 den FÜR DIE ROTE LUFTWAFFE ABGEWIESEN
Ein schwerer Sciiritt
Weltkrieg.
B e r l i n , 22. Juni. Nationalsozialisten! Ihr habt es einst
Nur durch seine innere Uneinigkeit Ist wohl alle gefühlt, daß dieser Schritt für
Deutschland im Jahre 1918 unterlegen. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
mich ein bitterer und schwerer war. Nie­
Die Folgen waren furchtbar. An der sowjet-russischen Grenze ist es seit den frühen Morgenstunden des mals hat das deutsche Volk gegen die
Nachdem man erst heuchlerisch er­ heutigen Tages zu Kampfhandlungen gekommen. Völkerschaften Rußlands feindseliRe Ge­
klärte, allein gegen den Kaiser und sein Ein Versuch des Feindes, nach Ostpreußen einzufliegen, wurde unter schwe­ fühle gehegt. Allein seit über zwei Jahr­
Regime gekämpft zu haben, begann man ren Verlusten abgewiesen. Deutsche Jäger schössen zahlreiche rote Kampfflug­ zehnten hat sich die jüdisch-bolschewisti­
nach der Waffenniederlegung des deut­ zeuge ah. sche Machtherrschaft von Moskau aus
schen Heeres mit der planmäßigen Ver­ bemüht, nicht nur Deutschland, sondern
nichtung des deutschen Reiches. Im Kampf gegen die britischen Inseln fern abdrehten. In den gestrigen Nach­ ganz Europa in Brand zu stecken. Nicy
bombardierten während der letzten Nacht Deutschland hat jemals versucht, sein^
Die naHonalsozialislische deoische starke deutsche Kampffliegerverbände die mittagsstunden flog eine geringe Zahl nationalsozialistische Weltanschauun«;
britischer Kampfflugzeuge unter starkem nach Rußland zu tragen, sondern die jü-
Einigung Hafenanlagen von Southampton. Ausge­ Jagdschutz die französische Kanalküste
disch-bolschewistischen Machthaber in
Während sich die Prophezeiungen ei­ breitete Brände entstanden in Dockanla- an. In heftigen Luftkämpfen schössen
Moskau haben es unentwegt untemom-
nes französischen Staatsmannes, daß in gen, Lagerhäusern und Ernährungsbetrie­ deutsche Jäger 26 britische Flugzeuge ab. I men, unseren und den anderen europä-
Deutschland 20 Millionen Menschen zu­ ben. Weitere Luftangrife richteten sich Flakartillerie und Marineartillerie brach­ I Ischen Völkern ihre Herrschaft aufzuok-
viel seien, die durch Hunger, Krankheiten gegen Flugplätze in Nordschottland und ten zwei feindliche Flugzeuge zum Ab­ I troyleren, und dies nur nicht geistig, son-
oder Auswanderung beseitigt werden in den Mldlands. Nördlich Sunderland sturz. Oberstleutnant Galland errang bei { dem vor allem auch militärisch-macht-
müßten, scheinbar wörtlich erfüllten, be­ wurde ein großes Frachtschiff durch diesen Kämpfen drei Luftsiege. { mäßig.
gann die nationalsozialistische Bewegung Bombenwurf schwer beschädigt. Der Feind warf in der letzten Nacht Die Folgen der Tätigkeit dieses Regi­
ihr Einigungswerk des deutschen Volkes Bei einem Vorstoß gegen die cngllsche mit schwachen Kräften Spreng- und
mes aber waren in allen Ländern nur das
und damit den Wiederaufstieg des Rei­ Küste kamen zwei deutsche Schnellboote Brandbomben an einigen Orten West­ Chaos. Elend und Hungersnot. Ich habe
ches einzuleiten. in Gefechtsberührung mit drei britischen deutschlands ab, ohne nennenswerte mich demgegenüber seit zwei Jahrzehn­
Diese neue Erhebung unseres Volkes Schnellbooten, die nach mehreren Tref­ Schäden anzurichten. ten bemüht, mit einem Minimum an An­
aus Not, Elend und schmählicher. Miß­ griffen und ohne jede Zerstörung unserer
achtung stand im Zeichen einer rein in­ Produktion zu einer neuen sozialistischen
neren Wiedergeburt. Besonders England
wurde dadurch nicht berührt oder gar Italien an Seite Deutschlands Ordnung in Deutschland zu kommen, die
nicht nur Arbeitslosigkeit beseitigt, son­
bedroht. dern auch den Gewinn der Arbeit stei­
B e r 1 i n, 22. Juni. Deutschland soüdarisch erkläre und sich gend den schaffenden Menschen immer
Trotzdem sotzlc
Der italienische Botschafter Dlno Alfieri ab heute morgen 5.30 Uhr als im Kriegs­ mehr zufließen läßt.
die neue haßerfüllte Einkreisungs- hat heute vormittag den Reichsminister zustand mit der Sowjetunion befindlich
polltik Reffen Deutschland Die Erfolge dieser Politik der wirt­
des Auswärtigen von RIbbentrop aufge- betrachte. schaftlichen und sozialen Neuordnung un­
augenblicklich wieder ein. Innen und au­ ®ucht und ihm im Auftrage seiner Rej^e- Dieser Entschluß der italienischen Re, seres Volkes, die in planmäßiger Über­
ßen kam CS zu jenem uns bekannten rung mitgeteilt, daß Italien sich in der gierung ist heute früh von dem Italieni­ windung von Standes- und Klassengegen-
Komplott zwischen Juden und DcivnVrn- Abwehr djfr Bedrohung Europas, die schen Außenminister Grafen Ciano dem sätzen als letztes Ziel einer wahren Volks­
ten. Bitischi'u isteii und koaUliün'lrcn mit durch den Aufmarsch der roten Armee im sowjetnisslschen Botschafter in Rom rtotl. gemeinschaft ziistrebl, sind in der ganzen
den einzigen Zielen, die Errichtung des Osten entstanden Ist, voll und ganz mit flziert worden. Welt einmalige.
Seite 2 >MnrtMJTger Zeitung« 23. Juni !941 Nummer !44.

Entgegen unseren Grundsätzen und Ge­ Ich habe dies schweren Herzens getan.
Die Vereinbarungen mit Moskau bräuchen habe .ich auf eine dringende
Bitte der damaligen, an dieser Entwick,
Vor allem schon deshalb: wenn das Deut­
sche Reich eine Garantie gibt, bedeutet
Ks war daher im August J939 für mich Das Deutsche Reich hat nie die Absicht
lung selbst schuldigen rumänischen Re­ dies, daß es dafür auch einsteht. Wir sind
eine schwere Überwindung, meinen Mi­ gehabt, Litauen zu besetzen und hat auch weder Engländer noch Juden.
gierung, den Rat gegeben, um des Frie.
nister nach Moskau zu schickcn, um dort nicht nur kein derartigeß Ansinnen an die
zu versuchen, der britischen Einkreisungs­ dens wegen der sowjetischen Erpressung So glaubte ich noch in letzter Stunde,
litauische Regierung gestellt, sondern im
politik gegen Deutschland entgegenzu­ nachzugeben und Bessarabien abzutreten. dem Frieden in diesem Gebiete gedient
Gegenteil das Ersuchen der damaligen li­
arbeiten. Ich tat es nur im Verantwor­ tauischen Regierung, nach Litauen in die­ Die rumänische Regierung glaubte dies zu haben, wenn auch unter der Annahme
tungsbewußtsein dem deutschen Volk ge­ sem Sinne deutsche Truppen zu schicken, aber vor ihrem eigenen Volke nur unter einer schweren eigenen Verpflichtung.
genüber, vor allem aber in der Hoffnung, als nicht den Zielen der deutschen Politik der Voraussetzung noch tragen zu kön. Um aber die Probleme endgültig zu lösen
am Ende doch zu einer dauernden Ent­ entsprechend abgelehnt. und über die russische Einstellujig dem
nen, wenn Deutschland und Italien als Reiche gegenüber ebenfalls Klarheit zu
spannung zu kommen und die vielleicht Trotzdem fügte ich mich auch in diese Entschädigng dafür wenigstens eine Ga.
von uns sonst geforderten Opfer vermin­ neue russische Forderung. Es war aber erhalten, sowie unter dem Druck der sich
rantie geben würden, daß an dem noch stetig verstärkenden Mobilisierung an un­
dern zu können. nur
übrigbleibenden Bestand Rumäniens nicht serer Ostgrenze habe ich Herrn Molotow
Indem nun Dciitschlaiul in Moskau fci- der Beginn fortgesetzter neuer Er­ eingeladen, nach Berlin zu kommen.
mehr gerüttelt wird-
crliiti (iiü angeführten Gebiete und Län­ pressungen
der — aiisgcnonimen i.itaucn — als au-
Ijcrhalb aller deutschen politischen Inter­
essen liegcnfi versicherte, wurde noch
die sich seitdem immer wiederholten. Der
Sieg in Polen, der ausschließlich von Des Führers Antworten an Molotow
deutschen Truppen erfochten worden war, Der sowjetrussische Außenminister Vierte Frage Molotows:
eine besondere Vereinharun/j; getroffen
veranlaßte mich, erneut ein Friedensange­ verlangte nun die Klärung bzw. Zustim­
für (Ilmi l all, ilali es England gelingen Sowjetrußland benötige unter allen
bot an die Westmiichte zu richten. Ks ver­ mung Deutschlands in folgenden vier
sollte. Idolen (-itsächlich gegen Deutsch­ Umständen einen freien Durchgang durch
fiel durch die internationalen und jüdi­
land in den Krieg zu hetzen. Aber auch Fragen. die Dardanellen und fordere auch zu sei­
schen Kriegshetzer der Ablehnung.
hier land eine Begrenzung der deutschen Erste Frage Molotows: nem Schutze die Besetzung einiger wich­
Ansprüche statt, die in keinem Verhältnis Der Grund dieser Ablehnung aber lac
schon damals daran, dal.? England iwcji Solle sich die deutsche Garantie für tiger Stützpunkte an den Dardanellen
XU den Leistungen der deutschen Waffen bzw. am Bosporus. Sei Deutschland da­
immer die lioffnung hatte, eine europäi­ Rumänien im Falle eines Angriffes Sow­
stand. mit einverstan(|en oder nicht?
sche Koalition gegen Deutschland mobi­ jetrußland gegen Rumänien auch gegen
Nationalsozialisten! Die l'olgen dieses lisieren zu können unter KinschluB des Sowjetrußland richten. Meine Antwort:
von mir selbst gewünschten und im In­ Haikans und Sowjet-Rußlands.
teresse dos deutschen Volkes abgeschlos­ Meine Antwort: Deutschland sei bereit, jederzeit seine
senen Vertrages waren besonders für die Auitrag für Misfer tripps Die deutsche Garantie ist eine allge­ Zustimmung zu geben zu einer Änderung
in den betroffenen L/Indern lebenden meine und uns unbedingt verpflichtende; des Status von Montreux zugunsten der
So cntschloii man sich in London, als Rußland hab'e uns aber nie erklärt, daß Schwarzen-Meer-Staaten. Deutschland sei
Deutschen sehr schwere. Botschafter IVlister Gripps nach Moskau es außer Bessarabien überhaupt noch in nicht bereit, einzuwilligen In die Besitz­
Deutsches,
Sc!iicks»l
. . . „
in Hussiand1 .4
zu schicken. Er erhielt den klaren Aiif-
i'»^cr a l l e n U m s t ä n d e n d i o B e z i e -
Rumänien Interessen besitze. Schon die nahme russischer Stützpunkte an den
Besetzung der Nordbukowina war ein Meerengen.
Weit mehi als euie halbe Ayihon jmnjTen zwischen England und S^wjet- Verstoß gegen diese Versicherung. Ich
.scher Volksgenossen--alles Kleinbauern,! aufzunehmen und Im
Handwerker und Arbeiter ! englischen Sinne zu entwickeln. Über
glaube daher nicht, daß Rußland jetzt Als Vertreter eoropitsclier Rnlliir
plötzlich noch weitergehende Absichten
über Nacht gezwungen, ihre frühere \|c„ Fortschritt dieser Mission berichtete gegen Rumänien haben könnte. Nationalsozialisten! Ich habe hier jene
niat zu verlassen, um einem neuen Ke-. engü'^che Presse, solang© sie nicht Haltung eingenommen, die ich als verant­
gime zu entgehen, das ihnen ziJsiachst niit j Schweigen veran- Zweite Frage Molotows; wortlicher Führer des Deutschen Reiches,
grenzenlosem Elend, früher oder spater i Rußland fühle sich erneut von Finnland aber auch als verantwortungsbewußter
aber mit der völligen Ausrottung drohte. 'Herbst 1939 und Friihlahr 194(1 bedroht. Rußland sei entschlossen, dies Vertreter der europäischen Kultur und
Trotzdem sind Tausende I^e^'tsche ver-1 tatsächlich schon die nicht zu dulden. Sei Deutschland bereit, Zivilisation einnehmen konnte.
schwunden! Es war iinmntTlich.
F« wnr unmöglich, lenials
jemals ihr Folgen. Während sich l^ußland Finnland keinerlei Beistand zu geben und
Schicksal oder gar ihren Aufenthalt zu anschickte, nicht nur Fmnland, sondern Die Folge war eine Verstärkung der
vor allem die nach Kirkenes zur Ablösung
ermitteln. Unter ihnen befinden sich allein auch die baltischen Staaten militärisch sowjetrussischen gegen das Reich gefich.
durchmarschierenden deutschen Truppen
über IfiO Männer deutscher Reichsange­ zu unterjochen, motivierte es diesen Vor- teten Tätigkeit, vor allem aber der sofor.
sofor? zurückzuziehen?
hörigkeit. tige Beginn der inneren Aushöhlung des
i-^ang plötzlich mit der ebenso verloge­ Meine Antwort: neuen rumänischen Staates und der Ver.
Ich habf y.u drni allen geschwicgcn, nen wie lächerlichcn Reliauplung, diese
Deutschland habe nach wie vor in such, durch Propaganda die bulgarische
weil ich schweigen mußte! IVnn es war Länder vor einer fremden Hedrolnni^
Mnnland keine politischen Interessen. Regierung zu beseitigen.
la mein Wunsch, eine endgültige lÜntspan- scliüt/en b / A v . ihr /uvorkonunen /.u
Ein neuer Krieg Rußlands gegen das Mit Hilfe vciwirrler, unreifer Köpfe der
iiung und wenn UKiglich einen dauernden müssen. Daniii sollte nur DeutNchland
kleine finnische Volk aber könne von der iiimänischcn Legion gelang es, iu Rumä­
Ausgleich mit diesem St.iate herbei/.ufiih- .gemeint sein, nenn eine andere Macht deutschen Reichsregierung als nicht mehr
rcn. konnte überhaupt in die ()stsecKebicte nien einen Staatsstreich zu inszenieren,
tragbar angesehen werden, umsomehr, dessen Ziel es war, den
Schoti wäliienU unseres Vormarsches in weder eindrinj^en noch dort einen Kr'eg als wir an eine Bedrohung Rußlands
Polen aber beanspruchten die sowjeti­ führen. Trotzdem mußte ich scliweiKen. durch Finnland niemals glauben könnten. Staatschef General Antonescu zu
schen Machthaber plötzlich entgegen dem Aber die Maclithaher in Kreml "^in.uen so­ Wir wollten aber überhaupt nicht, daß in stürzen.
Vertrag auch I.itauen. fort weiter. der Ostsee nochmals ein Kriegsgebiet im Lande ein Chaos zu erzeugen, um
entstehe. durch die Beseitigung einer legalen Ge.,
Der russische Aufmarsch beginnt Dritte Frage Molotows: walt die Voraussetzung für das Inkraft­
treten des deutschen Garantieversf)rechen8
nur des deutschen, sondern des wirt­ Sei Deutschland bereit, einzuwilligen,
Während Deutschland im Frühjar l^Mü daß Sowjetrußland seinerseits an Bulga­ zu entfernen.
seine Streitkräfte im Sinne des soge­ schaftlichen Lebens ganz Europas in die
rien eine Garantie gebe und sowjetrussi­ Trotzdem glaubte ich noch immer, am
nannten Freundschaftspaktes weit vx)n Hand zu bekommen oder unter Umstän.
sche Truppen zu diesem Zwecke nach besten mein Schweigen beizubehalten.
der Ostgren/e zurückzog, ja diese Ge­ den wenigstens zu vernichten. Gerade das
Bulgarien schicke, wo'bei er — Molotow Sofort nach dem Scheitern dieses Unter^
biete zum gröLlteii Teil überhaupt von Deutsche Reich aber hat sich seit ilem
— erklären wolle, daß sie nicht die Ab­ nohmens fand eine abermalige
deutschen Truppen entblößte, begaini be­ Jahre 1933 mit unendlicher Geduld be­ sicht hätten, aus diesem Anlaß z. B. den
müht, die südosteuropäischen Staaten als Verstärkung russischer Truppenkon-
reits zu dieser Zeit der Aufmarsch rus­ Kön'g zu beseitigen. zentrationen an der deutschen Ost.
sischer Kräfte in einem Ausmaß, der mir Handelspartner zu gewinnen. Wir l'>e-
saßen deshalb auch das höchste Interesse Meine Antwort: grenze
als eine bewußte Bedrohung Deutsch­
lands aufgefaßt werden konnte. an ihrer inneren staatlichen Konsolidie- Bulgarien sei ein souveräner Staat und statt. Panzerverbände und Fallschirm,
Nach einer damals persönlich abgege­ rung und Ordnung. Der Einbruch Rul^. ich wüßte nicht, daß ähnlich wie Rumä­ t! Upper, wurden in immer steigender Zahl
benen Erklärung Molotows befanden sich lands in Rumänien, die griechische Bin­ nien Deutschland, Bulgarien überhaupt \i\ cin.^ bedrohliche Nähe dci deutschen
schon im Frühjar 1940 22 russische Divi­ dung an England drohten auch diese Ge« Sowjetrußland um eine Garantie gebeten Grenze verlegt. Die deutsche W'^hrni?rht
sionen allein in den baltischen Staaten. biete in kurzer Zeit in einen allgemeinen hätte. AufSerdem müßte ich mich darüber und d'e deiilsche Heimat wisse.i, daß sich
Da die russische Regierung selbst nn- Kriegsschauplatz zu verwandeln. mit meinen Verbündeten besprechen. noch b s vor wenigen Wochen n^cht Line
nicr behauptete, sie sei von der dortigen ehizige deutsche Panzer, oder motori­
Revölkerung gerufen worden, konnte der sierte Division an unserer (Htgrenzfi
Zweck ihres Dortseins mithin nur _eme b'.^'r.nd.
Denuinstration gegen Deutschland sein.
Während nun unsere Soldaten vom
10. Mai 1040 an die französisch-britische
Macht im Westen gebrochen hatten,
wurde der russische Aufmarsch an unse,
Warnung an die Handelsschinahrt Sowjetrussland — Ingoslawten
Wenn es aber eines letzten Beweises
für die trotz aller Ablenkung und Tarnung
B e r l i n , 22. Juni. In der Ostsee inzwischen eingetretene KoaUtion zwi,
rer Ostfront aber in einem allmählich im­
mer bedrohlicheren Ausin.aß fortgesetzt. Amtlich wird bekannt gegeben: ^ sind zur .\bwchr feindlicher Unterneh­ sehen England und Sowjetrußland be­
Infolge der kriegerischen Ereignisse ^st mungen gegen die deutsche Küste in den durft hätte, dann hat sie der jugoslawische
Scholz der deulschen Oslprovinzen ständig mit Kampfhandlungen in den nachfolgenden näher bezeichneten GeMe­ Konflikt erbracht.
nachstehend näher bezeichneten zwei ten mit Ausnahme der drei Seemeilen. Während ich mich bemühte, einen letz­
Vom August 1940 ab glaubte ich da. Seegebieten zu rechnen, jedes Schiff, das Zone längs der schwedischen Küste Minen ten Versuch zur Befriedung des Balkans
iK-r, es im Interesse des Reiches nicht einr dieser beiden damit zu Operations­ gelegt worden. zu unternehmen und in verständnisvoller
mehr verantworten zu können, diesem gebieten gewordenen Seegebiete befährt, 1. Gebiet zwischen Oland und der Zusammenarbeit mit dem Duce Jugosla­
gewaltigen Kräftecufmarsch bolschewisti­ setzt sich der Vernichtung durch Minen wien einlud, dem Dreierpakt beizutreten,
deutsch.Ii tauischen Küste, begrenzt im
scher Divisionen gegenüber unsere ohne. und andere Kriegsmittel aus. Die deutsche Norden durch 56 Grad' 22 Minuten Nord, organisierten in gemeinsamer Arbeit Eng­
hin schon so oft verwüsteten Ostprovinzen Regierung warnt daher dringend vor dem land und Sowjetrußland jenen Hand­
im Süden durch die Verbindungslinien
ungeschützt sein zu lassen. Damit aber Befahren der gefährdeten zwei Gebiete, folgender Punkte: streich, der die damalige verständigungs­
<rat das ein, was die brltisch-sowiet, die wie folgt begrenzt sind: bereite Regierung in -einer Nacht be.
russische ZusammJ^iiarbeit beabsichtigte, Utlaengan—Leuchtfeuer, 55 Grad 30
Im Eismeer: Minuten Nord 18 Grad Ost, iTeutsche seitigte.
nümlich: die Bindung so starker deutscher
Küste auf 55 Grad 30 Minuten Nord. Denn es kann heute dem deutschen
Kräfte im Osten, daß besonders luftpiäßig Von der finnischen Ostgrenze nach Nor­ Volke mitgeteilt werden: der serbische
eine radikale Beendipun"* •' den innerhalb der russischen Hoheits. 2. Gebiet zwischen Bornholm un'd Handstreich gegen Deutschland fand nicht
Westen von der deutschen Führung n!cht iTwässer bis Nyeniet.>ki Kap, von dort schwedischer Küste, begrenzt durch die etwa nur unter englischen, sondern im
mehr vrantwortet we.den könnte. das gesamte Seegebiet Östlich 32 Grad Verbindungslinien Simrisham Leuchtfeuer wesentlichen unter sowjetrussischen Fah.
Dies entsprach aber nicht nur aem Ziel j —Hammer Odee Leuchtfeuer unG* Sand, nen statt. Da wir auch dazu schwiegen,
der britischen, sondern auch der sovvlet- Im Schwarzen Meer: liaminaren Leuchtfeuer—Roenne I.eucht- ghig aber nunmehr die sowjetische Füh­
russisihen Politik. Denn sowohl als Eng­ feuer. rung noch einen Schritt weiter. Sie orga­
land wie Sowiet-Rußland h:iben die Ab­ (lesanites Seegebiet des Schwarzen
Meeres mit Aiisnnhme folgender Küsten. 3. Gebiet zwischen Bornholin und der nisierte nicht nur den Putsch, sondern sie
sicht, diesen Krieg sokinge als möglich hat wenige Tage später mit den Ihr er.
streifen: deutschen Küste, begrenzt durch die Ver-
dauern /u lassen, um ;;an/ Europa Z14 get)cnen neuen Kreaturen das bekannte
vchwächiMi und es in eine immer gi'tißere a) Vom B()sp(n'us nach Osten an der bimiiingslinie Sand Kass Oddc Leucht.
Sii(iküste (U'S Schwarzen Meeres ein zehn feuer RügenwalcJe Leuchtfeuer und Due Freundschaftsabkommen geschlossen, das
OhniiKieh: /u versetzen bestimmt war, die Serben in ihrem Wider­
Seemeilen breiter Streifen bis /ur nis> Odde Leuchtfeer—Funkenhagen Leucht.
I» '- bedr(th'iche Angriff Rußlands sisi'h-tiirkisclu'ii Grenze bei Ratum. feuer. Unter der deutschen Küste bleibt standswillen gegen die Befriedung des
gegei- Rurnänioii b) Vom l'-ospi>rus nach Westen und ein vier Seemeilen breiter Sfreifen, ge­ Balkans zu stärken und gee[en Deutsch-
.-,01110 "1' !•• II11 Uli K'i, it Gruiui'' iiu u.
> jniiiu" iiui ''ird^'n ein /i'hn S'"emi''"n breiter Strri. rechnet von der StratKflinie, für d'ie Schiff­ fanfl au>7ustnchr!n Und dies war keine
Auljj::.bc dl prn. eine v iclil'i;i ll>. .ib nii hl len bis zur russisch-rumänisehen Grenze. fahrt fncL platonische Absicht;
Nummer 144. >MarbiUT]E:er ZeitdUß« 23. Jüni 1041 Seite 3

Vizepräsident des Ministerrates, Prof. dann die großen Verdienste deutschen


Moskau forderte Serbiens Mobilisierung Antonescu, gemeinsam mit dem deutschen
Gesandten, Frciherrn von Killinger, her­
Gesandten in Bukarest, Freiherrn vO!i
Da ich auch jetzt noch glaubte, h'ebcr Killinger, und schloß mit einem Heil auf
ebenso im hohen Norden wie in Rumä­ austrat und die Menge grüßte. Dabei er­
nicht zu reden, Idingen die Machthaber des Deutschland und seinen I'ührer, in d.is
nien. Russische Flieger machen es sich griff Pro!'. Antonescu das Wort zu einer
Kreml noch einen Schritt weiter; • die Metige t>cgcistcrt einstimmte.
zum Vergnügen, unbekümmert diese Ansprache, in der er erklärte;
Die deutsche Reichsregierung besitzt Grenzen einfach zu übersehen, um uns
heute die Unterlagen, aus denen erwiesen wohl dadurch zu beweisen, daß sie sich
Die Slowakei bricht die Be­
Genau so diszipliniert, wie sich Rumä­
nien bis jetzt verhalten habe, werde es
ziehungen zu Rußla nd r b
ist, daß Rußland, um Serbien endgültig inbereits als die Herren dieser Gebiete füh­ auch in diesen Krieg ziehen. Er könne
den Kampf zu bringen, die Zusicherung len. In der Nacht vom 17. zum 18. Juni P r c ß h II r ir, 22. Juni,
nur immer wieder betonen, daß die ru­
gab, über Saloniki Waffen, Flugzeuge, haben wieder russische Patrouillen auf Die Slowakische Republik brach am
mänischen Lebensrechtc beim Führer
Munition und sonstiges Kriegsmaterial deutsches Reichsgebiet vorgefühlt und heutigen Sonnlag die diplomaiischcn Hf.
stets vollstes Verständnis gefunden ha­
gegen Deutschland zu liefern. konnten erst nach längerem Feuergefecht Ziehungen zur Sowjetunion ab
ben. Vizepräsident Antonescu unterstrich
Und das geschah fast im selben Augen­ zurückgetrieben werden. Damit ist aber
blick, als ich selbst noch dem japanischen
nunmehr die Stunde gekommen, in der es
Außenminister Dr. Matsuoka den Rat
gab, mit Rußland eine Entspanung her­
beizuführen, immer in der Hoffnung, da­
mit deni Frieden zu dienen.
notwendig wird, diesem Komplott der jü­
disch - angelsächsischen • Kriegsanstifter
und der ebenso jüdischen Machthaber der
Deutsche 0-Boote versenken 53.000 lirt.
bolschewistischen Moskauer Zentrale ent­ BOMBEN AUF DEN BRITISCHEN FL OTTENSTÜTZPUNKI ALhXANDRlA
Nur der schnelle Durchbruch unserer gegenzutreten.
unvergleichlichen Divisionen nach Skop- Berlin, 2\. Juni den. NachtjUger schössen ein britisches
Ije, sowie die Einnahme von Saloniki
selbst haben die Absichten dieses sowjet­
Vom Nordkap bis znm Schwarzen atlantik sechs feindliche Handelsschitic Kampfflugzeug ab.«
»Unterseeboote versenkten im Nord­

russisch-angelsächsischen Komplotts ver­ Meer und einen mit Katapultflugzeug ansgerü- i8.735 Gefangene ^uf Kreta
hindert. Die serbischen Fliegeroffiziere Deutsches Volk! In diesem Augenblick steten Hilfskreuzer mit zusammen S2.90(} Darunter 13.123 Briten
aber flohen nach Rußland und wurden brt. B e r l i n , J l . .Iniii
dort sofort als Verbündete aufgenommen. vollzieht sich ein Aufmarsch, der In Aus­ ^ Kampflu2:zcuKe griffen am ücstriseii
dehnung und Umfang der größte ist, den Tage und in der letzten Naclii mit ;^utcni Die Zahl der bei den Kämpfen .uii
Der Sieg der Achsenmächtc auf dem
Kreta eingebracliten (iefangencii i-i im
Balkan allein hat zunächst den Plan ver­ die Welt bisher gesehen hat. Im Verein Crfolji Schu'fszielc in der l liinibcrniün-
zusammenfassenden Bericht des (^ber-
eitelt, Deutschland in diesem Sommer in mit finnischen Kameraden stehen die dutiij an. Sic versenkten einen Frachter konnnandos der Welimuiclir mii !().7hi.
monatelange Kämpfe im Südosten zu ver­ Kämpfer des Siegers von Narvik am nörd­ von r)Ofll) brt. und bescluldi,iitcii zwei
stricken und unterdessen den Aufmarsch irrolie ManJelsseliiife schwer. Weitere
der sowjetrussischen Armeen immer mehr
zu vollenden, ihre Kriegsbereitschaft zu
verstärken, um dann gemeinsam mit Eng­
lichen Eismeer. Deutsche Divisionen un­ wirksame Luftangriffe richteten sich ge­
ter dem Befehl des Eroberers von Norwe­ gen den wichtigen Versorgnn','sluifen
gen schützen gemeinsam mit den finni­ ürinisby und die thifenanlagcn von
3Ceute mc emem Jxäit
land und unterstützt durch die erhofften Küste bis zur Gironade-Mündung be­
schen Freiheitshelden unter ihrem Mar­ üreat Yarmoutli sowie gegen l'Uigniätze setzt. La f^ochellc und Rocheforf genom-
amerikanischen Lieferungen das Deutsche
schall den finnischen Roden. Von Ost­ in den Middlands und in Ostengland. Bei I men. Vormarsch auf Grenoble und Ch?m-
Reich und Italien ersticken und erdrücken einem Nachtangriff gej;en das grolk
zu können. preußen bis zu den Karpathen reichen die schottische LcichtnietalKverk Tort Wil- bery. Weitere Werke der Alpginot-Ltnie
Damit hat Moskau die Abmachungen Formationen der deutschen Ostfront. An Ha^ni wurden Werkanlagen durch Boui- , genommen.
unseres Freundschaftspaktes nicht nur 1 Deutsche Jäger schießen zwe! britische
den Ufern des Pruth, am Unterlauf der ben.treffer schweren Kaiibers zerstört. Kampfflugzeuge bei Calais ab. Von et.v.i
gebrochen, sondern in erbärmlicher
Donau bis zu den Gestaden des Schwar­ Ein stärkerer Verband deutscher neun britischen Flugzeugen, die am Nach­
.Weise verraten und dies alles, während
die Machthaber des Kremls bis zur letz­ zen Meeres vereinen sich unter dem Kampithigzcugo lyombardlerte in der mittag in die Niederlande einzufliege.i
Nacht zum 31. Juni den britischen Flot­ versuchen, werden sechs durch Jäger und
ten Minute nach außen hin genau wie im Staatschef Antonescu deutsche und rumä­
tenstützpunkt -Mexandrla. - - In Nord- Flakartillerie abgeschossen.
Falle von Finnland und Rumänien Frieden nische Soldaten. airlka zerspre.ngtcn deutsche Zcrstörer-
und Freundschaft heuchelten und schein­ Unterseeboot versenkt lö.OCJO-Toiinon-
Die Aufgabe dieser Front ist daher flug/eu^e in Tiefanjrriffen britische Trup- Tanker.
bar harmlose Dementis verfaßten.
nicht mehr der Schutz einzelner Länder, )>cnansamml(nmen und Kraftiahr/eugko-
Wenn ich aber bisher durch die Um­
stände gezwungen war, immer wiedei zu sondern die Sicherung Europas und da­ lonnen bei Bnj!r-Bu;{. Bei Tobruk setzten
deutsche Kampfflngzeusff) Baracken und Briten und (iriecheri aiigegeb; ii
schweigen, so ist doch jetzt der Augen­ mit die Rettung aller. Treibstofflager durch Bmnbenwürfe in worden.
blick gekommen, wo ein weiteres Zuse­ Ich habe mich deshalb entschlossen, Brand.Branil.
hen nicht nur eine Unterlassungssünde, Inzwischen hat sich die (iefangfinenz!'-
das Schicksal und die Zukunft des Deut­ Der Feind warf in der letzten Nacht fer nach VhschluH der letzten Säi'bf-
sondern ein Verbrechen am deutschen
Volk, ja an ganz Europa wäre. schen Reiches und unseres Volkes wieder mit schwachen Kräiien an einiiicn Orten runtrsak^ioncn Jn den Gebirgen •Krela'^
in die Hand unserer Soldaten zu legen. des norddeutschen Küstengebietes Rrand- noch erhöht. Sie beträgt n^ch endgülti­
Non ist die Stande gekomnen! und Spreijgbninben. Die /Zivilbevölkerung
Möge uns der Herrgott gerade in die­ liatte einige Verluste. In Wohnvierteln gen Feestellungen Insgesamt !8.73,^
iMann. Hierunter beiinden sich 13.12.^
Heute stehen rund 160 russische Divi­ sem Kampfe helfen! entstanden unerhebliche Gebäudescliä- Briten und .S60S (iriechen.
sionen an unserer Grenze. Seit Wochen
B e r l i n , den 22. Juni 1941.
finden dauernde Verletzungen dieser
Grenze statt, nicht nur tiei uns, sondern gez. Adolf Hitler.
stolzer Erisln italienischer ll-Bonte
P n m, 22. Juni. kläii wurde, und westlich davon iM-lcgop''
Rumänen! Vorwärts zum Kampf! Der italienische Wehrmnchlsbericht hat Slellittigeti bezogen. Die kleine Garni-nn,
folgenden Wortlaut: die in Ginima zurückgelassen wurde, h.ii
AUFRUFE GENERAL ANTONESCUS AN DIE RUMÄNISCHE ARMEE UND DAS Das Hauptipiartier der Wehrmacht gilM die Stadt den Engländern übergeben, ti ,•
RUMÄNISCHE VOLK bekannt: ihnen tl*e l'hrc der Waffen zuerlx-Mirilcn.
B u k a r e s t , 22. Juni Wir treten zum Kan»pf an. Im Atlantik haben unsere U-Boote in
In Malta haben unsere Luftverbände in
üencral Antonescu erließ zwei Aufrufe Ich danke im Namen unserer Nation iler Nadir zum 22. Jmii das Arsenal vnn dem im Hc-, resbericht vom 10. Jur" be­
an die rumänische Armee und an das ru­ dem schöpferischen Genius einer neuen Burmul.i bombardiert. reits gemeldeten genie'nsamen Angriff
mänische Voil'k. Welt, dem Führer und Reichskanzler gegen einen großen feindlichen GeleT/ug
In Nordafrika hat die Luftwaffe der | 15 Damper mit zusammen 98.500 brt. ver.
In dem Aufruf an die Armee heißt es Adolf Hitler, daß er mit so viel Gerech­ Achse Depots. Batterien und Befestiguns­ senkt, einen Zerstörer torpedierl UJK I ein
u. a,: tigkeitssinn das unserem Volke zugefügte anlagen von Tobruk angegriffen und im schweres zweimotoriges Flugzeug abg.'.
Soldaten I Seit dem ersten Tage meines Unrecht verstanden hat und dem rumäni­ Abschnitt Bugbug mechanisierte Einheiten schof-sen. Die U-Boote standen utiter clcnj
nationalen Kampfes habe ich Euch ver­ schen Volke die stolze Genugtuung eines und britische Truppenzusammenziehungen Befehl von Korvettenkapitnu ' u'iri Lon.
sprochen, Euch zum Siege zu führen. Ich starken und mutigen Kampfes für die bombardiert.
habe Euch versprochen, den Schandfleck Wiedergewinnung seiner nationalen ganesi Cattani, KorvettenUnplt.n ' M?n lo
aus dem Buche des Volkes zu löschen Rechte gab. In Ostafrika haben unsere Truppen im f^etroni, Korvettenkapitän Guisepn ^ !?o-
und den Schatten der Demütigung von Geeint im Opfer für das Ideal dieser Gebiet von ("ialla und Sidanio (rmtna ge. selli-Lorenzini, Kapifänleutnart M^r ->
Eurer Stirn und Euren Schulterstücken zu neu erstehenden Welt werden die Rumä­ räuntt. lias, um Opfer unter der P.evcilke- Pollina und Kapitänleutnant P;.qurle
entfernen. Heute ist die Stunde des heili­ nen darum zum ehrenvollen Kampfe für rung zu vermeiden, xur offenen Stadt er_ Terra.
gen Kampfes gekommen. die Zivilisation an der Seite des grofien
Soldaten !Ihr werdet Schulter an Schul­ deutschen Volkes antreten.
ter und Herz an Herz mit der stärksten
und ruhmreichsten Armee der Welt kämp­
Rumänen!
Vorwärts zum Kampf!
Volle Übereinstimmung Moskau-f anilon
DAS VERRÄTERISCHE DOPPELSPIEL ZUGLÜEBLN.
fen, Sie kämpft auf dem Boden der Mol­ - AUITI ICHL TASS
dau für unsere Grenzen und für die Ge­ Von der Gerechtigkeit dieses ERKLÄRUNG IM ENGLISCH EN NACHRICHTENDIENST
rechtigkeit der Welt. Erweist Euch der Krieges überzeugt B e r 1 i n. 22. Juni. er auf den F.rnst iler äuU.'Tst
Ehre würdig, die Euch die Geschichte, Der englische Nachrichtendienst ver­ internationalen Lage h ngLwiesen liiiMe.
das Heer des großen Reiches, sein einzig­ Freundscliaftskundgebungen vor der
deutschen Gesandtschaft in Bukarest öffentlicht eine Tass,Erklärung, wor/ach »Dre rote Armee«, so habe Timo.scI'ei k >
artiger Führer. Adolf Hitler, gegeben ha- zwischen der Sowjetunion und England erklärt, »stehe Tag und Nrcht a-if der
ben. B u k a r e s t , 22. Juni
eine volle Übereinstimmung erreicht wo^. Wacht. Er habe die zivile Weh organi-
Soldaten! Vorwärts! Kämpfet für die| Nach den Aufrufen des Staatsführers den ist. ••f^tion aufgefordert, uruntcrbroche.! wa'^h,
Befreiung unserer Brüder in Bessabarien General Antonescu befindet sich ganz Bu­
und im Buchenland. Kämpfet, um Eure karest in gehobener Stimmung. Nach der Diese Londoner .Weidung kommt tiiclr sam zu bleiben, und abs'-hl'eC.jnd cr<.lü: t,
Demütigung und das uns widerfahrene Verbreitung des Aufrufs des Führers an überrasiliend Das ein/ige Bemerkens­ daß man mit allem M()r_lich?n rechnen
Unrecht zu rächen. das deutsche Volk und der Note der werte :in ihr ist, daf^ London hceit " und auf al'e Überr:'.sehijnp'i,'ti vorbere" e*
In dem Aufruf an das rumänische Volk Reichsregierung wird das rumänische einige Stunnen, nachdem der Führer in sein müsse.«
heißt es u. a.; Volk auch über die tieferen Gründe die­ seiner IVoklaiuation da.s ränkevolle Dop_ Wie einwandfrei feststeht, hat Timo-
Rumänen! ses Kampfes aufgeklärt sein. Iis bedarf pelspiel der iudisch_bo|sehewistischen schenko in den letzten Tagen ke'ne Pede
Vor dem üott unserer Väler, der rumä­ aber, wie betont werden muß, gar nicht Machthaber entlarvt hat, die He-^täiigung gehalten. Die Londoner N ie " 'c"
nischen Geschichte und vor dem ewigen logischer Argumente. durch aie amiliche russische Nachrichten­ dienst zitierten Sä'ze st/mtiicn ar- e i n
rumänischen Leben habe ich heute die Ganz Rumänien Ist von der tiefen Ge­ agentur verriffLMitlict unti damit vor all'r Tagesbefehl Tii' oschenkrv.; 7,,,,, 1
Verantwortung übernommen, mit Ehren rechtigkeit dieses Feldzuges überzeugt Welt das verrälerisclu- Koniploli bloß, die rote Armee.
das zurückzugewinnen, was uns durch und leistet dabei Adolf Hitler begeistert stellt I.oiidf)!! bewe's* mit diesei • ii.
Verr.'it gerauht wurde. In der Stunde, in Gefolgschaft. Das kommt Reichsdeutschen scimiig. wio groß -eni Inu^rc an
der die Völker ihre (ieschichtc auf dem gegenüt>er in ergreifender Weise zum Englands Interesse an schamlosen \'err'!»p;.'l .Ji" h
'-:-}ien Heiu'hler ist. /w.- iV'ov;
Sihlnchtleld sehmieden, und das Recht Ausdruck. Es gibt keinen rumänischen
durcli das Opfer erkämpft wird, kann da^ Bekannten, der einem nicht die Hände Russlands Verrat l.ügennu'ldmT; er" S'^M'nMir
runiänisclie Vi)lk nicht tatenlos zusehen. schüttelt und seinen (Hauben an diesen di--' nun -'iir AnsiTiIp'ü' p. d
Lügenmeldung des britischen Nachrich­ IMän.' l>r:!iieh'i'
Run»änen! Am (i. September U)40 hat Sieg ausspricht. Von den Häusern wer­ tendienstes - Schnell aufgedeckter
mir d n s S c l i i c k s ; i l d i e V e r a n t w o r t u n g f ü r den deutsche und rumänische Farben her­ grober Schwinde!
ein ziirri^sones und zerstümmeltes Lan.i abgelassen, und in den Straßen sammein
auferlegt, iih habe geschworen, keinen sich die Menschen und bringen Heil-Rufe S t o (' k h ft 1 m, 22. Juni.
Augenhlkk ili'n heiligen Rechten und der auf Adolf Hitler ans. Am 1-reitag dm 2(1. Juni teilte de;
Fordcrnng rnni.''ni'^(iu'r Würde zu entsa­ Hin solcher Zug vorsamnielU' sich ge­ Londoner N.'clirielitemliens! mit. di-i rns_
gen. gen Mittag vor dem Gebäude der deiii- ^'selie \'o!kskomi'ii-'Mr für L. inle vortei-
Die Sliinile isi m-krniiiK'ti, in ilor ieli schen Gesandtschaft und bildete (Ip'I d'ü,mi!.', TiinoselKiiko habe :ini .WiIwim Ii
meinen Schwur erfüllen k;inn. Sprechchöre, bis der im Hause anwesende eine Rundiiinkansiuaelie gihal'en, in der »Marburgor
Xummer 144.

wiesen, und zwar insbesondere auf die

Note des Auswärtigen Amtes an die Sowjetregierunc Mitteilung an der Reichsregierung vom
24. Juni 1940, wonach die Sowjetunion
nunmehr entschlossen sei,
die'bessarabische Frage mit Gewalt
Der Reichsaussenminister vor d«r deutschen und ausländischen Presse Wie Russiand die zu lösen
Verträge und Vereinbarungen brach und daß die Sowjetunion auch die Bu­
kowina beanspruche, die niemals zu Ruß­
13 e r 1 i n, 22. Juni. loser Ausbeutung der Rechte der Exterri. Europa sollte bolschewisieit werden land gehört hatte und über die in Moskau
Der Reichsminister des Auswärtigen torialität zu Spionagezwecken zurück. Im dritten Teil der Note wird der Sow­
überhaupt nicht gesprochen worden war,
von Ribbentrop gab am Sonntagmorgen Das Gesamtbild zeigt einwandfrei, daß jetunion nachgewiesen, wie sie auf au­ Deutsche Hinweise auf die Beeinträchti­
um 6 Uhr in Anwesenheit der Vertreter von Sowjetrußland in großem Umfang ßenpolitischem und militärischem Gebiet gung unserer Wirtschaftsinteressen und
der deutschen und ausländischen Presse ^ Jit'gen Deutschland illegale Zersetzung, die dortige starke deutsche Siedlung wur­
seit Abschluß der Verträge sich gegen den von Herrn Molotow damit beantwor­
im Bundesratssaal des Auswärtigen Am-! Sabotage, Terror und kriegsvorbereitende
Deutschland gewendet hat. So hatte man tet, die Angelegenheit dränge, man müsse
tes der Weltöffentlichkeit über den Rund-! Spionage in politischer, militärischer und
funk die Note des Auswärtigen Amtes an wirtschaftlicher Hinsicht getrieben wurde. in Moskau deai Reichsaußenminister er­ eine Stellungnahme innerhalb 24 Stunden
klärt, daß man mit Ausnahme des polni­ erwarten. Trotz dieses brüsken Vorge­
die Sowjetregierung bekannt. Ii- Mi -rwi- t •
Im ersten Teil dir Note wird z u n ä c h s t . " l e s e n i , vor iilleni der Tätigkeit der schen Teiles nicht die Absicht habe, die hens gegen Rumänien hat die Reichsre-
darauf hingewiesen, daß die Reichsregie- l^oniinterii iiewidmcten Ted der in der russischen Interessensphäre lie­ gierung auch dieses Mal wieder zur Er­
wird gezeigt, wie diese Zersetzungsarbeit genden Staaten zu besetzen, zu bolsche- haltung des Friedens und ihrer Freund­
rung, als sie im Sommer 1939 den Ver­
wisieren oder zu annektieren.
such der Verständigung mit der Sowjet­ sich auf fast alle mit Deutschland be_ In Wahrheit ist aber, wie der Verlauf
schaft mit der Sowjetunion zu deren Gun­
union machte, dies unter Zurückstellung freundeten oder von ihm besetzten Staa­ sten eingegriffen und der rumänischen
ten Europas erstreckte. Es werden Bei­ der Ereignisse gezeigt hat, die Politik der Regierung, die um Hilfe gebeten hatte,
schwerwiegender Bedenken tat, Beden­
Sowjetunion in dieser Zeit ausschließlich
ken, die sich aus dem scharfen Gegensatz spiele aus Rumänien, Ungarn, Finnland, zum Nacngeben geraten. Wiederum je­
Frankreich. Belgien, Holland, d'em Gene­ auf ein Ziel gerichtet gewesen, nämlich doch stellten die Sowjets Rumänien ein
der sich diametral gegenüberstehenden
darauf, die militärische Macht Moskaus
Weltauffassungen des Nationalsozialis­ ralgouvernement, Griechenland, Bulgarien in dem Raum zwischen Eismeer und Ultimatum als Antwort für die Bitte, ihm
mus und des Bolschewismus ergaben. Die angeführt und über Unterlagen Mitteilung Zeit zur Räumung dieses Gebietes zu las­
Schwarzem Meer überall, wo es ihr mög­
[Regierung ließ sich hierbei von dem Ge­ gemacht, aus denen hervorgeht, daß im sen, und begannen mit der Annektierung,
November 1940 der sowjetrussische Ge_ lich erschien, nach Westen vorzuschie­ Bolschewisierung und damit der tatsäch­
danken leiten, daß die durch eine Ver­ ben und die Bolschewisierung weiter nach
ständigung zwischen Deutschland und neralstabschef sich zu lichen Ruinierung dieser Gebiete.
Europa hineinzutragen. Den dritten Teil abschließend, wird in
Sowjetrußland bedingte Ausschaltung ei­ Waffenlieferungen an Jugoslawien In der Note werden die einzelnen Etap­
nes Krieges und die damit zu erreichende der Note festgestellt, daß »mit der Beset­
unter der einen Bedingung, nämlich der pen dieser Politik klargelegt, beginnend zung und Bolschewisierung der gesam­
Sicherstellung der realen Lebensbedürf­ mit dem Abschluß der sogenannten Hilfe­
nisse der beiden sich von jeher freund­ Geheimhaltung gegenüber Deutschland, leistungspakte im Spätherbst 1939 mit ten der UdSSR von der Reichsregiening
schaftlich gegenüberstehenden Völker die bereit erklärte. Ais die jugoslawische Re­ in Moskau llberlassenen Interessensphäre
Estland, i.cttland und Litauen, im dann
beste Gewähr gegen eine weitere Aus­ gierung sich später den Achsenmächten folgenden Krieg gegen Finnland, dem im die Sowjetregierung klar und eindeutig
breitung der kommunistischen Doktrinen näherte, begann Moskau die Waffenlicfe_ entgegen den Moskauer Verhandlun­
rungen zu verschleppen. juli 1940 das Vorgehen der Sowjetunion
bieten .würde gegen die baltischen Staaten folgte, die gen gehandelt hat.
So kam es am 23. August 1939 zum Bewussfe Irrefflhrung unter Mißbrauch der mit ihnen abge­ Trotzdem hat Deutschland auch dann
Abschluß des Nichtangriffspaktes und am schlossenen Beistandspakte entgegen den noch eine mehr als loyale Haltung einge­
28, September 1939 zur Unterzeichnung Die unmißverständlichen sowjetrussi­
Moskauer Zusicherungen militärisch be­ nommen, es hat sich völlig zurückgehal­
des Grenz- und Freundschaftsabkommens. schen Erklärungen: sich direkt oder indi- setzt, bolschewislert und nach wenigen ten und Rußland in der bossarabischen
rekt nicht in deutsche Angelegenheiten zu
firössfer ausseniiolitisclier Erfolg mischen, haben ^ich im Verlaufe des V^ochcn tiert
von der Sowjetregierung annek­
wurden. Gleichzeitig erfolgte auf
Frage unterstützt und hat sich »mit den
von der Sowjetregierung geschaffenen
Krieges — so wird in der Note festgestellt
der Sowiefnnion — als eine bewußte Irrefürung und Täu­
dem nördlichen Sektor die erste Massic- Tatsachen, wenn auch schweren Her­
ratsächlicli hat die Reichsregierung schung herausgestellt. Der Abschluß der rung der Roten Armee. zens, abgefunden«.
mit dem Abschluß des Nichtangriffspaktes Freundschaftsverträge mit Deutschland
<iuch sofort eine grundsätzliche Umstel­ war somit für die Sowjetregierung nur Unwiderlefpiche Beweise Der Verral wM lamer deutlicher
lung ihrer Politik gegenüber der UdSSR ein faktisches Manöver. Der Leitgedanke Die Reichsregierung hat unwiderleg­ Zu Beginn des vierten Teiles der Note
durchgeführt, sie hat darüber hinaus der blieb die Schwächung der nichtbolschcwi- liche Beweise dafür, daß trotz der aus­ wird darauf hingewiesen, daß die Sowjet.
Sowjetunion stischen Staaten, um sie leichter zersetjcn drücklichen Vereinbarung, keinerlei politi­ U n i o n , obwohl sie gar nicht betroffen
mit der Niederwerfung Polens und' zur gegebenen Zelt niederschlagen zu sche Agitation über die Interessengrenze war, gegen die von Deutschland und Ita­
können. Mit brutaler Deutlichkeit wird im ehemaligen Polen zu treiben, die Sow­ lien nach dem Schiedsspruch gegebene
/u dem seit ihrem Bestehen größten au­ dies in einem nach der Besetzung Bel­ jetunion schon bald nach der Besetzung Garantie für den noch verbliebenen rumä­
ßenpolitischen Erfolg verhülfen, sodaß grads in der dortigen Sowjetgesandt- eine deutschfeindliche Agitation nach nischen Staat Beschwerde erhob, und' ent­
die Reichsregierung mit Recht glaubte, Schaft aufgefundenen russischen Schrift­ dem Generalgouvernement Polen nicht nur gegen früheren Erklärungen ihr weiteres
annehmen zu dürfen, daß auch die Hal­ stück mit folgenden Worten /um Aus- Lrestattcte, sondern sie gleichlaufend mit Interesse an den Fragen des Balkans mit­
tung der Sowjetunion dem Deutschen einer bolschewistischen Propaganda nach teilte, die zunächst nicht näher definiert
druck gebracht:
Rcich gegenüber eine gleiche sein würde. »Die UdSSR wird erst im gegebenen i dem ^'«"vcrnement untcrstut/tc wurden. Nach dem Wiener Schiedsspruch
In der Note wird weiter hervorgehoben, . ' Moment reagieren. Die Achsenmächtc | hn Zusammenhang mit der (.indrini,! vom 30, August 1940 zeichnet sich die
,lnll von seiteil der Sow.ictrcgicrunR wie-i streWkräfle weiter verzetWt dien cliL-n Reweisrahruim
t^eweisiiimun^ iiber
m"-' die sc>w.ictnis- gegen Deutschland gerichtete Politik
."«"r und deshalb wird die UdSSR plötzlich sischen Ausdehnungsbestrebungen nach Sowjetrußlands immer deutlicher ab.
(<iR die Vertrage die Grundlage für einen| Deutschland losschlatfen.« Westen wird auch auf den Balkan ver­ Die Reichsregierung erhält nunmehr
(lauernden Interessenausgleich bilden u n d ^ ^ konkretere Nachrichten, wonach die be,
daß beide Teile nicht gewillt seien, sich in I reits seit langer Zeit schwebenden Ver,
flie Angelegenheiten des Partners ein- j
'/umischen, um zu einer guten, dauernden;
Nachbarschaft zu kommen. Daß die ^
Reichsregierung sich in dieser Annahme
Der erste luftangrifi gegen Russland -
gründlich getäuscht hat, sollle sich leider i^aMPFFLIEGER ZERSTÖREN ZAHLREICHE FEINDLICHE MASCHINEN AM
..am
handlungen des englischen Botschafters
Gripps in Moskau sich in günstiger Weise
entwickeln, und sie gelangte weiter in den
Besitz von Unterlagen über militärische
Vorbereitungen in Moskau.
schncll herausstellen. BODEN — VOLLTREFFER IN HALLEN, MUNITIONS- UND TANKLAGER DER Ein neuerdings in Belgrad vorgefunde­
ner Bericht des jugoslawischen Militär^
Die Hetze der Komlnlem beginnt RUSSEN
attachees in Moskau vom 17. Dezember
In dem nun folgenden zweiten Teil der Vom Kriegsberichter Karl Heinz Seiß
1940 bestätigt diese militärischen Vorbe,
Note wird auf Grund von umfangreichem PK. Im Juni... liegt massig die Stadt, auf dem anderen reitungen. In ihm heißt es wörtlich u. a.:
A^atcrial nachgewiesen, wie c.'ie Komintern »Nach Angaben aus Sowjetkreisen ist
»er Schlag gegen den Verräter im Hegen mehrere grolle Hallen
scluin bald nacli AbscIiUiß loHt. So uneingeschränkt und au die Aufrüstung der Luftwaffe, der Panzer,
wiedor mil allen Oehieien aktiv «iirde, richtig Deutschland u^utschtand jeden komplete, und am Rand des Rollfeldes, waffe und der Artillerie auf Grund der
jeden Bündnis- ur
Bündnis- und;
wobei sie, um nicht offen gegen ilie Ver. Freundschaftsvertrag hält, so unnacli-' wie zur -Parade ausgerichtet, stehen hau­ Erfahrungen des gegenwärtigen Krieges
träge zu verstoßen, nur die Methoden sichtlich trifft es jeden, der Verrat übt, fenweise sowjetrussische Jagdeinheiten. in vollem Gange und wird in der Haupt«
weclisclte und lMc Tarnung sorgfältiger Intrigen schmiedet und die Faust zum Mit ausgezeichneten Trefferergebnissen sache bis zum August 1941 abgeschlossen
und raffinierter gestaltete. Die starke und Angriff erhebt. rauschen die Bomben unserer Maschinen sein. Dies ist wahrscheinlich auch die
wirksame Abwehrtätigkeit zwang dabei in die Hallen. Volltreffer! Und dann kom-
Das bolschewistische Rußland fühlt äußerste (zeitliche) Grenze, bis zu der
diu Komintern, auf Umwegen über Ein-1 das jetzt unter der ganzen Wucht I men die feindlichen Vögel heran. Feuer- man keine fühlbaren Veränderungen in
i schein blitzt an einigen von ihnen auf und
saizzentren in den Deutschland benach- und Schwere der zerschlagenden I springt im Nu auf die anderen über. Jetzt der sowjetischen Außenpolitik zu erwar­
harien Ländern eine starke Aktivität zu deutschen Waffen. Wie immer, bildet ' brausen unablässig die anderen Besat­ ten braucht«.
entfalten. die Luftwaffe dabei unseres scharfen
Die sowjetrussischen Vertretungen, so Schwertes Spitze.
zungen heran _ in Rotten oder Ketten. Des Reichsanssenminislers Briel
Jetzt wird die Abwehr munter. Flak­
besonders das Generalkonsulat Und unsere Kampfgruppe, die seit der feuer blitzt auf, und auf einem kleineren an Stalin
Prag, leisteten hierbei wertvolle Hilfe, Rheinlandbefreiung, dem Einsatz im Pro­ Nachbarhafen beginnt es zu schwirren Trotz der uiilreundlichcn Haltung der
leistung. tektorat, Österreich, Polen, Westfeldzug wie in einem Hornissennest: russteche Sowjetunion in der Balkanfrage machte
bis zum harten England-Einsatz an jeder Jäger. Aber eine zerfahrene Abwehr. Deutschland einen erneuten Verstänöi-
Mit fuiikteclinisehen Sende, und Emp­
fangsanlagen wurde ein eifriger Nachrich. bedeutenden militärischen Aktion teil­ Der deutsche Schlag ist nicht zu stop- gungsversuch, indem der Reichsaußen«
nahm, ist auch jetzt bei dem entscheiden- l>en. Einwandfrei kflnnen die folgenden minister in einem Brief an Stalin in einer
lendienst unterhalten, der den vollendeten
Hewd" tiirTe ^ das Deldsehe Reich clon Schlag im Osten -ieder dabei, Besatzungen beobachten, daß unten auch umfassenden Darstellung die in keiner
gerichtete Arbeit der KDiiiiatern l'cfert. Die Gruppe startet zum Angritt ge- noch ein Munitionslager hochgegangen Weise gegen Moskau gerichtete Politik
Umfangreiches dokumentarisches Ma_ l gen einen sowjetrussischen Flug­ ist und dichter, dichter Qualm quirlt an des Dreimächtepaktes darlegt und Herrn
'erial liegt über diese Tätigkeit der hafen, einer anderen Stelle empor. Treffer in Molotow nach Berlin einlädt.
Komintern vor, die sogar Sabotage­ über dem die bolschewistischen Macht­ Benzin- oder ölvorräten, und zwar aus­ Nur gegen den Preis eines weiteren
gruppen bildete, die beispielweise auf haber das Blutbanner mit Hammer und gezeichnete Treffer. Vordringens der Sowjetunion
rieht weniger als 16 deutsche Schiff** Sichel errichtet haben. Die Sonne lugt langsam mit ihrer blut­ im Norden und Südosten Europas ist
Anschläge verübten. Langsam sickert die erste fahle Mor­ roten Feuerhaube über den Horizont, als Rußland zu einer freundschaftlichen Zu­
gendämmerung in die Nachtschwärze. der Kampfverband wieder auf dem Hei­ sammenarbeit bereit. Weiter ergibt sich,
Erzwungene Spionage Auf dem Feldflughafen heulen sich die mathafen einfällt. Nur zwei Maschinen
daß Molotow mit Bulgarien einen Bei­
Motoren warm. Und dann braust Ma­ fehlen noch; Von der ersten kommt die
Neben dieser Zersetzungs- und Sab()ta- standspakt abschließen will, verbunden
schine um Maschine um die Startbahn Meldung, daß sie wegen Motorschaden
gearbc'it stand Spionage. Im Zusammen­ und schiebt ihre Schnauze auf* Kurs ge­ diesseits unserer Linien notlanden mußte, mit militärischen Stützpunkten in diesem
hang mit der Rückführung der Deutschen gen Osten. Allmählich rückt die deutsche und die letzte trudelt eben ein. Also alles Land.
;ius Sowjelrußland wird festgestellt, f.'aß Grenze näher. Truppenbewegungen sind wieder da. Und die Verwundung eines
nicht nur Männer, sondern auch Frauen zu erkennen, und da imd dort steigt eine der Bordschützen besteht crincklicher- nusslaRd fordert die DardanelFen
m schamloser Weise zu Vcrpflichtungs. Leuchtkugel hoch Standortsignale der weise auch nur aus leichten Fleischwun- Bei dem Besuch stellt sich weiter her­
('rkiäruny;cn für ilen Dienst der GPU er­ oigenen Truppe. den. Infanteriegeschoß beim Oberfliegen aus, daß die Sowjetunion eine vertrag­
preßt wurden. In mehreren Wellen wird der Angriff einer befestigten Feldstcllunc' des Fein­ liche Abmachung verlangt zum Zweck
Seilest die sowjetrussische Botschaft sygen den Jägerhafen vorgetragen. des. (las an der umpeschnidlten Pistole der Schaffung einer Basis für Land- und
in Berlin letzt - andrücken. Da unten ist der | abnrallfe. Seestreitkräfte am Bosporus und den
Dardanellen, eine Forderung, die Deutsch­
luit dem liot.ii h iiU'i 1 ,,i)iii"\v
o1)uI"\n' ;ni
i'n •]^1' I Platz. Ausgezeichnet ist die Sicht über 1 Der erste Schlag hat gesessen. Die an-
land und Italien unterstützen sollen.
bpitze scheute nicht vor rücksiciilsJ dem Ziel. Auf der einen Seite de* Flusses I deren werden planmäßig folgen.
Nummer 144. »Marburger Zeitn 23. Juni 104!
Seite 5
Schließlich erklärte die Sowjetunion sich 4. indem iHÖtzHch Anfang April der
abermals von Finnland bedroht, forderte Versuch gemacht wird, Rumänien mit ei­ 160 Divisionen aulmnckieil Berlin im Banne der
dessen völlige Preisgabe, was die ^Set­ ner parallel laufenden englisch-amerika- Wenn aber noch die geringsten Zweifel
zung dieses Staates und Ausrottung des
finnischen Volkes bedeutet hätte.
nischen Aktion zum At^fall von Deutsch­ über die Aggressivität dieses Aufmarsches neuen Ereignisse
land zu veranlassen. bestehen könnten, so sind diese durch die Stahlhart entschlossen und wachsam!
Ais Deutschland diese russischen Vor­ Wörtlich heißt es in der Note: »Die Nachrichten, die dem OKW in den letzten
bedingungen selbstverständlich nicht an­ B e r l i n , 22. Juni.
aufmarschierten deutschen Truppen in Tagen zugegangen sind, restlos bestätigt. Morgens 5 Uhr. Berlin erwacht. Aus­
nahm, zeigte sich, so heißt es in der Note Rumänien und Bulgarien sollten also nach Nach Durchführung der russischen Gene, flügler, die nach der Woche schwerer
weiter, eine immer offener gegen Deutsch­ dem englisch_ru8sischen Plan hier ralmobilmachung sind heute nicht weni­ Arbeit Erholung im Freien suchen wollen,
land gerichtete Politik Moskaus und ger als 160 Divisionen gegen Deutschland
von drei Seiten, rüsten zur Fahrt in die Umgebung der
eine immer engere Zusammenarbeit aufmarschiert. Die letzten Beobachtungs­ Reichshauptstadt. Die Zeiger der Uhr
mit England. nämlich aus Bessarabien, aus Thrazien ergebnisse zeigen, daß die Russen zu rücken weiter. Es ist 5.30 Uhr. Die .Musik
und auch Serbien-Griechenland angegrif­ einem aggressiven Vorgehen gegen die aus den Lautsprechern wird unterbro­
Zum ersten Mal kam diese russische Hal­ fen werden. Nur der Loyalität des Ge, deutsche Grenze a]i verschiedenen Stellen
tung auch auf diplomatischem Gebiet chen. Fanfaren und Trommelwirbel er­
nerals Antonescu, der realistischen Ein_ jederzeit in der Lage sind. Zum Schluß klingen und schlagen die Hörer in Bann,
zum Durchbruch, als Deutschland im Ja­ Stellung der türkischen Regierung, vor rwird auf die aus England kommenden
nuar 1941 gegen die Landung britischer die als erste von dem historischen Ge­
allem dem schnellen Zupacken der deut­ Nachrichten über die Verhandlungen schehen Kenntnis erhalten sollen.
Truppen in Griechenland in Bulgarien ge­ schen Armee ist es zuzuschreiben, daß Gripps über eine
wisse Sicherungsmaßnahmen traf und Ein neues Signal leitet die ereignis­
tiieser Plan vereitelt wurde.« schwere Stunde ein. Wenige Takte sind
der russische Botschafter in einer offiziel­ Zum Schluß dieses Abschnittes wird in noch engere Zusammenart>eit zwi.
sehen der politischen und militäri. es nur, aus dem ewigen Kampflied der
len Demarche darauf hinwies, daß Bulga­ der Note darauf hingewiesen, daß die
sehen Leitung Englands und Sowjei- deutschen Erhebung; »Kameraden, die
rien und die beiden Meerengen als Sicher- Sowjetregierung verschiedentlich vergeh,
rußlands Rotfront,..!« Hart hämmern die Trom­
heitszone der UdSSR anzusehen seien lieh versucht hat, die wirklichen Absich­ meln. Fanfaren ertönen, getragen und fei­
und daß aus diesem Grunde die Sowjet- ten ihrer Politik zu verschleiern. Sie hielt
hingewiesen, sowie auf den Aufruf des erlich, weihevolle Klänge aus »Les Pre-
regierung vor dem Erscheinen deutscher den Wirtschaftsverkehr aufrecht und ver. früher sowietfeindlich eingestellten Lord' ludes«, dem unsterblichen Werk Fran?:
Truppen in Bulgarien und dem Gebiet der suchte sogar ein freundschaftliches Ver­ Beaverbrook zur Unterstützung Rußlands Liszts. Und dann:
beiden Meerengen warne. Obwohl die hältnis zu Deutschland vorzutäuschen, in. mit allen zur Verfügung stehenden Kräf. die vertraute Stimme des Reichs­
deutsche Regierung der Sowjetregierung dem sie vor einigen Wochen die norwe. ten in seinem kommenden Kampf und die
erklärte, daß es seine Truppen auf dem ministers Dr. Göbbels,
gischen, belgischen, griechischen und ju­ Aufforderung an die Vereinigten Staaten,
Balkan nach der durch die englische Lan­ goslawischen Gesandten abschob und der sich mit dem Aufruf des Führers an
ein Gleiches zu tun, Vorgänge, die end­
dung in Griechenland notwendig gewor­ durch den britischen Botschafter die bri­ das deutsche Volk wendet. Mit atem­
gültig beweisen, wclches Schicksal man loser Spannung nahmen die ersten Ohren­
denen Operation zurückziehen werde, tische Presse zum Stillschweigen über dem deutschen Volk bereiten möchte. zeugen des geschichtlichen Aktes die Pro­
veröffentlichte die Sowjetregierung nach das deutsch-russische Verhältnis veran.
dem Einmarsch eine an Bulgarien gerich­ Zusammenfassend hat die Reichs, klamation des Führers in sich auL Kurze
laßte, regierung daher folgende Erklärung ab­
tete Adresse, die einen direkt feindseligen Zeit später war ganz Berlin lebendig.
Charakter gegen das Deutsche Reich alles Tarnungsmanöver, gegeben: Telefone schrillten, Fäuste donnerten ge­
hatte. Zu gleicher Zeit verdichteten sich die die Reichsregierung selbstverständlich »Entgegen allen von ihr übernommenen gen die Türen der Nachbarn:
die Nachrichten über eine immer enger nicht irreführen können. Verpflichtungen und in krassem Wider­ »Lautsprecher einschalten!«
werdende Zusammenarbeit zwischen Mos­ spruch zu ihren feierlichen Erklärungen Das war überall die hastige Parole. Ver­
kau und London. Trotzdem hat Deutsch­ Immr UHier an die deabdc Iraue hat die Sowjetregierung sich gegen schlafene Stimmen und Gesichter wur­
land auch hierzu geschwiegen. Der sechste Abschnitt der Note behan­ Deutschland gewandt; Sie hat den nach wenigen Worten der Wissenden
delt die militärischen Maßnahmen der 1. ihre gegen Deutschland und Europa mit einem Schlage hellwach. Kein Laut­
Im fünften Abschnitt der Note wird
sprecher mehr, der nicht sofort in Betrieb
auf die sich immer mehr steigernde ag­ Sowjetregierung, die ihre deutschfeind­ gerichteten Zersetzungsversuche nicht
genommen wurde.
gresive Politik der Sowjetregierung hin­ liche Politik mit >einer ständig zuneh­ nur forisesetzt, sondern seit Kriegsaus­
gewiesen, die im Einvernehmen mit Eng­ menden Konzentrierang der gesamten bruch noch verstärkt; sie hat Draußen auf den Straßen riefen Zei.
land, wie einwandfrei feststeht, den 2. in sich immer st^emden Maße ihre tungshändler
verfügbaren rtfssischen Streitkräfte auf
einer langen Frtwrt von der Ostsee bis Außenpc^Htik gegen Deutschland feindlich die ersten Extrablätter
Belgrader Putsch
zum Schwatzen Meer beglcMet«. eingestellt, utid sie ist aus. Die noch oruckfeuchten Exemplare
gegen den Beitritt Jugoslawiens zum 3. mit ihren gesamten Streitkräften an \vurden ihnen aus den Händen gerissen,
Dreimächtepakt inszenierte. Als dann der Schon während des Westfekizuges,
der deutschen Grenze sprungbereit auf­ ieder wollte die Proklamation d'es Führers
Putsch gelungen war, schließt Rußland als sich im Osten noch ganz geringe marschiert. schwarz aui weiß lesen und sich ein Blatt
am 5. April mit der illegalen serbischen deutsche Truppenteile befanden, wurden zur Erinnerung an diesen Tag sichern,
Regierung Simovic einen Freundschafts­ Damit hat die Sowjetregierung die
systematisch immer größere Truppen­ Vertrftge und Verehibarungen mit dem Gruppen von Männern und Frauen
pakt ab, zu dem Herr Sumner Weltes kontingente von d'en Sowjetrussen an die bildeten sich, die lebhaft die Ereignisse
nach mehreren Besprechungen mit dem Deutschen Reich verraten und gebrochen.
östliche Reichsgrenze verlegt, immer neue besprachen. Stahlharte Entschlossenheit
Sowjetbotschafter in Washington am 6. Divisionen wurden aus Ostasien und dem auf allen Gesichtern.
April erklärt: Kaukasus nach dem Westen gebricht les Pilliren Befahl
»Diesmal haben sie sich verrechnet!
»Der russisch-jugoslawische Pakt könne und, obwohl laut Sowjetregierung das Der Haß des bolschewistischen Mos­
unter Umständen von größter Bedeutung Der Führer kann sich auf uns verlas,
Baltikum nur mit ganz geringen Truppen kau gegen den Nationalsozialismus war
sein, er stoße auf vielseitiges Interesse, sen! Es geht um unsere Existenz!
belegt werden sollte, ist dort eine sich stäricer als die politische Vernunft. In
und es lägen Gründe für die Annahme Wir sind wachsam!«
immer steigernde Konzentration festzu­ Todfeindschaft steht der Bolschewismus
vor, daß es mehr als lediglich ein Freund­ Diese Meinungen und das felsenfeste Ver­
stellen, die heu-te auf 22 Divisionen ge. dem Nationalsozialismus gegenU^r. Das
schafts- und Nichtangriffspakt sei.« schäftzt wird. Die russischen Truppen trauen zu unserer siegerprobten Wehr­
bolschewistische Moskaiu ist im Begriff, macht klangen imtner wieder bei allen
schoben «ich immer näher an die deutsche dem natranalsozialistischen Deutschland
BalkaimUne legen UofschlaMl Grenze heran, obwohl von deutscher Seite Gesprächen auf. Das Vertrauen zum deut.
in seinem Existenzkanupf in den Rücken sehen Soldaten verscheuchte auch sofort
keine Maßnahmen getroffen wurden. SU fallen.
Nun schon im klaren Einvernehmen die hier und dort auftretende Sorge um
mit England versucht die Sowjetunion, Weiter enthält die Norf« u. a. Hinweise Dentschland ist nicht gewillt, dieser das Schicksal unserer im Osten lebenden
wie iJi der Note klar herausgearbeitet auf ernsten Drohung seiner Ostgrenze taten­ Brüdern und Schwestern, denen unsere
wird, Deutschland in den Rücken zu fal­ vermehrte Greosverletnincen seit los zuzusehen. Der Führer hat daher nun­ Gedanken jetzt besondens zugewenri'^t
len, indem es Anfang Aprfl, mehr der deutschen Wehrmacht den Be­ sind.
1. Jugoslawien politisch und Im ge­ fehl erteil, dieser Bedrohung mit allen zur
heimen militärisch unterstützt,
auf zunehmende Überfliegungen von
Reichsgebiet, Das Oberkommando der
Verfügung stehenden Maratmitteln ent-
f^penzutreten. In dem kommenden
Damaskus geräumt
2. die Türkei durch die Zusicherang der Wehrmacht hat die außenpolitische Lei­ Ri«^ ist skh das deutsche Volk be­ G e n f , 22. Juni.
Rückendeckung zu einer aggresiven Hal­ tung des Reiches seit Anfang <?e5 Jahres wußt, daß es nicht nur zum Schutze der Aus Vichy wird güi-uki^'
tung gegen Bulgarien und Deutschland wiederholt auf diese immer mehr zuneh­ Hehnat antritt, sondern daß es dazu be­ Die syrische Hauptstadt Damaskus ist,
bewegen will, mende Bedrohung durch tJie russische ruft ist, die gesamte Kultnrwelt von den wie von zuständiger französischer Stelle
3. selbst eine starke Truppenmacht an Armee hingewiesen und betont, daß die, tödlichen Gefahren des Bolschewismus zu mitgeteilt wird, geräumt worden. Maß.
der rumänischen Grenze in Bessarablen sem Aufmarsch nur aggressive Absichten retten und den Weg für einen wahren gebend hiefür waren sowohl politische
an der Moldau konzentriert und zugrunde liegen könnten. sozialen Aufstieg in Europa freizumachen. auch militärische Gründe.

Die schwanen Pfenle bekommt, LiäLe.« '


»Ich weiß es. loh habe eine Schuld
»Wahrscheinlich, wie einem ist, wenn auf mich geladen.«
man immer auf etwas wartet und es nie Ambros sagt grimmig: »Wie soll es
denn jetzt werden?«
Viv setzt den Reisenden m Flaa ab.
scherzt ein wenig mit Einar; aber als
Einar Wanke Augen bekommt, hört sie
lieber auf und macht sich zur Heimfahrt
Roman von Tarl«! Vstaat
Sie dreht esn Wäschestück zwischen »Sieben Jahre lang war hier von nichts bereit.
(25. Fortsetzung) den Händen. Jetet weiß sie, was kommen anderem die Rede als von Pferden uttd Da bekommt sie eme neue Fuhre. Ein
wird. wieder von Pferden. Die Pferde gehen jui>ger Miann wihisdit einen Wagen. Das
la! Kjell derrkt später immer wieder an »Muß man da nicht so werden wie dir ja doch über alles.« hat der Kutscher gern, eme volle Rück­
dieses Ereignis zurück, und immer ist es ich?« fuhr. Es ist — zummdcst für Viv — wie­
Klcicli schön hell und Wank. Ambros »Was wolltest du von imr, Ambros? »Wie soll es denn jetzt werden?« sagt
der ein fremder Mann. »Der neue Tier­
nimmt ihn mit der einen Hand beim Ich kann dir nicht geben, was ich nicht er wieder und so, daß es sie kaH über­
läuft. arzt«, erzählt die Haiusfrau von Flaa, »er
Kragen und hebt ihn zu sich herauf. habe«! heißt Rolv Gangstad. Er soll irgendwo
»Du bist mir ein netter Bursche«, sagt Sie flüstert: »Denk an Mabb und
Er fragt: nach einem zuscbanden gefahrenen Pferd
er, stellt Kjell wieder auf die Erde, sagt »Du kannst mich nicht gern haben?« Kjell!«
schauen. Er hat sich nebenan ein Haus
sonst kein Wort, sondern nimmt die Fla­ »Nein, ich kann nicht — »Ja, die geraten nach mir, die bekom­
gemietet. Seit einer Woche ist er da. Er
sche und tut sie in den Schrank. Kjell ist, Man sieht es ihm äußerlich nicht an, men jedes ein Pferd; du wirst allein
ist der, auf den du die ganze Zeit ge-
als ob die Dielen Wellen schlügen, er ist wie getroffen er ist, wie es ihm inwendig sein, Llsle.« wartest hast, Viv, sieh ihn dir ein wenig
feuerrot im Gesicht. schwarz wird. Heute spricht sie es end- Sie bricht über der blendend weißen an.« Das alles erzählt sie in eincni
»Was willst du denn, Vater?« hch aus. Wäsche zusanimen, bohrt den Kopl tief Augenblick, wälirend der Fremde ihnen
»Hinauf zur Mutter, du kannst einst­ »Vielleicht hast du es auch nie?« hinein in den weißen Berg. Ainbros den Rücken zukehrt.
weilen dableiben.« Man kann kaum ihre Stimme hören, schwankt die Treppe hinunter, als hätte Dann fahren sie. Viv ist nicht in der
Ja, er wird dableiben. Jetzt, wo ihm aber in Ambros' Dhron klingt es deut- er einen Rausch. Als er Kjell im Flur Stimmung, sich jemand anzusehen, sie
ein solches Zeugnis ausgestellt worden licli und schaurig genug. antrifft, nimmt er sich zusammen, denn denkt an die drei, wie sie heute im Hof
war. wird er überhaupt alles tun, was »Nein, nie. Aber ich habe auch nie ise- Kjells Gesicht springt fast vor Aufre­ gestanden hatten: Vater. LisIc und
man von ihm verlangt, und jetzt geht der sagt, daß ich es tue.« gung. Björnskinn. Sie weiß nicht, wer von den
Vater hinauf zur Mutter und erzählt es Er wird zornig, packt sie bei den »Was hat die Mutter gesagt?« beiden ihr .mehr leid tut, vielleicht
ihr. Schulteni, daß sie gleichsam nachgeben. »Über was denn, Bub?« Björnskinn, der auf die Erde mußte,
Als Ambros aut den Boden kommt, hat »Da frag' ich dich, warum In des Teu ^Natürlich über das Bartwasscr.« weil er Landstreicher geworden war.
I-islc eine Menge Wäsche vor sich auf fels Namen —.« »Will nicht sagen, was die Mutter ge­ Nun ist Lisle bestimmt wieder auf
dem Tisdi ausgebreitet. Ihre Brust ringt nach Atem. sagt hat!« dem Wäscheboden und Kjell ist bei ihr
»Wird liier grolle Ordnung gemacht?« »Mußte, Ambros! Du weißt nicht, wie Kjell ist trotzdem befriedigt. Er weiß, und starrt sie an, er kennt ia den kal­
i ^Ja—a!^< Lisle ist imis Wort verlegen. OS Vater und Mutter ging, daß sie buch­ was die Mutler gesagt liat. ^ hat Vater ten Wind bereits.
Was will er nur. was wird .tetzt kom­ stäblich nichts zu leben hatten, außer CS gesagt. Kjell ist blind in seinem neuen »Ein schönes Pferd«, sagt es nach ge­
men? was du ihnen gabst.« Glück.^ er sieht und hört nur, was er raumer Weile neben ihr.
»Weiüt du. was ich mir auf dieseni »Ich wollte dich nicht kaufen, Ich hatte* will. Er sieht nicht, wie finster der Va­ Als sie den Kopf wendet, begegnet sie
Hin- und Rückweg nach Plaa gedacht dich gefn.f ter ist einem Augen<pjar. das nicht weicht; da
liabeV« »
Sie sagt: weicht sie.

/
Seile 6 >JV,arburger Zeltung« 23. Juni '041 Nummer 144.

AUS STADT UND LAND


dich selbst, erkenne dem Volk* l.">cr
Glaube, der Berge versetzen kann, hat
den tiefen Abgrund vor uns mit felsenfe­
stem Vertrauen aufgefüllt. Und auf die­
mmmmniiinmmiiiimniiiimiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiifiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii^ sem gi<lt es, wie bisher jederzeit ztmi
Kampfe bereit, das neue Haus zu bauen.

Meldepllicht für Slaatsangehörige der DdSSK


Eine Mitteilung des Reichsführers SS und Chefs der deutschen Polizei
soll vom Betrieb ja nicht für eine ein­
seitige Betriebsarbeit durch eine einma­
lige Untersuchung gemustert werden.
W^ir sind in Cilli zwar die Ortsgruppe
Nr. -1. der Einsatzbereitschaft und Lei­
stung nach aber wollen wir stets an er­
Gesundheitliche Scliädigungen durch ster Stelle mar.schieren! Der Redner
B e r l i n , 22. Juni.
Im Protekorat Böhmen und Mähren hat neue Einflüsse des Berufslebens sollen wendet sich namentlich an die Blocl^-
die persönliche Meldung bei der Orts­ vielmehr durch regelmäßige Unter­ führer, die der wichtigste Bestandteil der
Der Rcidisfiiiircr der SS und Chef der
fltutschen Polizei im Rcichsministerium polizeibehörde der Protektoratsverwal­ suchungen frühzeitig erkannt werden. Oruanisation seien Sie seien politisc'ic
des Inneren teilt mit: tung zu erfolgen. Gleichzeitig ist jedoch Der Grund-Siitz, daß vorbeugen besser ArheMer, die ihren BlockanKchöri'.ini
eine schriftliche Meldung an den zustän­ ist als heilen, bestimmt übriKens die enic politische rjesinnung beizubr n'.'cii
Auf Grund der Verordnung über die Be­
handlung der Ausländer vom 5. 9. 1939, digen Oberlandrat zu erstatten. Gesundheitsfülirung der deutschen Ju­ haben. Dem Erfolge der neuen Auibw"-
gend, So lassen sich die Leibesübungen arbeit im Steirischen Heim:itbund. dP"!
(R^. BI. I .S 1667) werden allc sich im Deutsche Staatsangehörige und Ange­ der berufstätigen Jugend innerhalb der deutschen Vaterland und dem Führer
(iebiet des Großdeutschen Reichcs auf­ hörige des Protektorats Böhmen und Mäh­ Arbeitszeit auch niemals von einer durch­ galt das begeistert aufgenommene »Siei-'
haltenden, über fünfzehn Jahre alten ren, die gleichzeitig die Staatsangehörig­ greifenden Gesundheitsfülirung trennen. FleiU des Ortsgruppenleiters.
Slaatsangchörißcn der UdSSR aufgefor­ keit der UdSSR besitzen und das fünf­ In 39 Betrieben werden die Jugendlichen
dert, sich innerhalb 24 Stunden der näch­
sten Ortspolizeibehörde persönlich zu
zehnte Lebensjahr vollendet haben, haben Erzieherinnen — Trägerinnen im Rahmen von Sportstunden körperlich
die Kreispolizeibehörde — im Protektorat ertüchtigt.
melden. Innerhalb derselben Trist sind Böhmen und Mähren den Oberlandrat —,
des Aufbauwerkes
allc unter fünfzehn Jahre alten Staatsan­ Daneben ErziehuwR zur Hausfrau und
Unter der Leitung der Untergauführcrin
in deren Bezirk sie sich aufhalten, dies Mutter
gehörigen der UdSSR durch ihren gesetz­ innerhalb 24 Stunden anzuzeigen, Pür von Marburg..Land fand kürzlich m Go-
lichen Vertreter der für den Aufenthalts­ Personen unter fünfzehn Jahren ist der Die Betreuung, Erzichuns: und Weiter­ nobitz eine Arbeitstagung aller lirziehrrin-
ort zuständigen Ortspolizeibehörde
gesetzliche Vertreter anzeigepflichtig. bildung der weiblichen Jugendlichen "en des politischen Bereiches Gonohitz
schriftlich oder mündlich anzumelden. geht jedoch über das Fkrufsleben hinaus. statt.
Der gleichen persönlichen und schriftli­ Alle Staatsangehörigen der UdSSR, fer­ In 52 hauswirtschaftlichen Arbeitsgc- Der Politische Kommissar E b e r h a r d
chen Meldepflicht unterliegen auch Staa­ ner die erwähnten Staatenlosen dürfen nieinscliaftcn wurde den Mädchen Ge­ und Schulrat D u k a r betonten, wie we­
tenlose, die vor dem Eintritt der Staats- den Ort, an dem sie sich bei der Ver­ legenheit.gegel>en, sich auf ihre eigentli­ sentlich es ist, nicht nur Erzieherin der
lo.sigkeit zuletzt die Staatsangehörigkeit öffentlichung dieser Bekanntmachung auf­ chen Lebensaufgaben Hausfrau und anvertrauten Schuljugend zu sein, son.
der UdSSR oder die litauische, lettische halten, nur mit Genehmigung der für ih­ Mutter zu sein — vorzubereiten. Neben dem über die.s hinaus die Gesanitcr-
oder estnische Staatsangehörigkeit beses­ ren Aufenthaltsort zuständigen Kreispoli- den Arbeitsgemeinschaften »Hatiswirt- ziehung der deutschen Jugend im Unter.,
sen haben, und solche Personen, bei de­ zeibehörde — im Protektorat Böhmen und schaftliches. Nälicn« und »Gesundheits­ land im Auge zu behalten. Die Erziehf^r
Mähren dem Oberlandrat — verlassen. führung«, herrschte besonderes Interesse der Untersteiermark s'nd die wesentUclu
nen es zweifelhaft ist, ob sie diese Staats-
.'ingehörigkcit besitzen. Als Staatenlose Die für weitere Teile des Reichsgebiets für die Arbeitsgemeinschaften »Kochen«. sten Träger des großen Aufbauwerkiv:
im Sinne dieser Anordnungen gelten erteilte Aufenthaltserlaubnis erlischt mit Alle Malinahinen. die im übrigen in eng­ Kameradschaft, vorbildliche Haltung und
solche Personen nicht ,die im Besitze ei­ der Veröffentlichung dieser Bekanntma­ ster Verbindung mit dem BDM-Werk erfolgreiches .Arbeiten sind bereits rler
nes deutschen Umsiedleraiisweises sind. chung. »(ilaube und Schönheit« durch'gefülirt tatsächliche Beweis ihres Einsatzwillen:^.
werden — stehen unter der Leitung er­ Nun aber tritt auch d'e Erziehungsarbeit
fahrener Fachkräfte, wnc Ärztinnen. aller Mädeln bis zu 21 lahren im Rahmen
lugendarbeit der DAF in Steiermark Schneiderinnen und Hausfrauen. der Deutschen Jugend im Steirischen Hei­
Um den Jugendlichen auch in ihrer matbund an sie heran und für diese Arbe t
Freizeit üelegcnlicit zur Weiterbildung erhielten die Lehrerinnen, die zum größ­
Erziehung und Weiterbildung über das Berufsieben hinaus
zu geben, stehen ihnen insgesamt \4 ten Teil Mädelführerinnen sind die ein
Die Tatsache, daß KCgenwärtiR die im abteilungcii und beide schaffen an einer Büclicreien mit 1650 Büchern zur Ver­ heitliche Ausrichtung,
Solde der PJiitokraten stehenden eriKli- Aufgabe. In nicht wemger als fast 'JOOO fügung.
scheu »Arbeiterführer« künftige soziale Jugendbetriebsap-pellen wurde den .lun- All diese Aufgäben koimte die Gaii- Ferdinand Raimund-Abend
Maßnahmen für die Schaffenden in Kn- gen und Mädeln das politische (ie- jugcndabteilung aber nur mit einem ge­
isMaiid verkünden, ist wieder iiiciits an­ schehen unserer Tage näher gebracht. In schulten Mitarbeiterstab erledigen. Ne­ in Ciili
deres als ein echt britischer Gimpelfang. 767 Jugcndbetriebsabcnden hörten sie ben 5 W ochciiendsch'ulungcn wurden in Am 16. Juni veranstaltete das Volks­
Dinge, die bei uns zu eniem festen Be­ von-der Geschichte ihres I3t;triebcs, vom 28 W'ochencndlehrgängen und 30 Abend- bildungsamt im Steirischen Heimatbund
standteil der untrennbaren Wirtschafts- Wert ihres Einsatzes und von ihrer schulungen die Grundlagen für diese seinen vierten Abend für die Wehrmacht
und Sozialpolitik geworden sind, sollen Verpflichtung, täglich an sich selbst zu Arbeit gelegt und die Voraussetzungen im Stadttheater, einen Ferdinand Rai-
dort nun erst nach dem Krieg in ihr An­ arbeiten, damit sie als vollwertige Fach­ zu einheitlichem Streben geschaffen, mund-Abend, Um es gleich zu sagen: es
fangsstadium treten. arbeiter nach der Ausbildung ihren Mann war der beste der bisherigen Abende,
In Deutschland braclite nicht einmal zu stehen vermögen. Aber auch der Ju­ rvlännerappell der Ortsgruppe Vom Anfang an verstand es Dr. B e r v:-
der Krieg eine Stockung der in Angriff gendliche aus dem Kleinbetrieb wurde a u e r, ein echter Wiener voll Geist und
Forstwald Gemüt, und das heißt voll Humor, die
genommenen imd im Ausbau befindli­ geschult und innerhalb der Ortswaltun-
chen Soziahnaßnahmen. Nachstehend gibt gen in insgesamt 204 Jugendberufs­ Unter starker Beteiligung wurde kürz­ Zuschauer in seinen Bann z-u schlagen
die Jugendatbteilimg der DAF in (iau abenden erfaßt. Im Gau Steiermark lich der erste Männerappell der Orts- I und sie zweieinhalb Stunden lang nicht
Steiermark eine Leistungsbericht über stehen bereits heute 30 Appellplätze und griipix; Forstwald des St-eirischen Hei­ einen Augenblick mehr freizugeben, .Mit
das bisher (icschaffene, obwohl rund 75 23 Gcmeinschaftsräume den Jugendli­ matbundes in üilli, abgehalten. Umge­ sparsamen Worten, aber hoher Charak-
V . H. der Mitarbeiter aus den Betrieben chen in den Betrieben zur Verfügung. ben von HakenkrcuÄtahnentüchern, terisicrimgskunst führte er die Hörer
und Kreisen heute den grauen Rock Vortoeujcen besser als heilen grülitc von der ehien Stirnseite des Sit­ durch das Leben und die Werke Rai­
tragen. zungszimmers das Bild des Führers. Ehe munds und üel! dtirch die geschickt ge­
Nach den Worten des Rcichsleitcrs man zur Erledigung einer Reihe von in- wählten und eindrucksvoll vorgetrage­
Insgesamt 160 Betriebsjugendwaiter Baldur von Schiracli hat die deutsche lernen Fragen schritt, sprach Ortsgrup-
nen Proben schier Kunst seine Bedeu­
lind -walteriimcn stehen heute in den Jugend die Pflicht, gesund zu sein, Sn p e i i l c i t c r I n g , E d m u n d U n g e r - U l l -
Betrieben des üaues, um durch im Wirt­ ließen im letzten Berichtsjahr bereits 29 tung ^jils eines wahrhaft aus dem Volk
m a n n zu der versammelten Männcr-
schaftsleben zu ermöglichen, fm Vorder­ Betriebe die Jugendlichen vor dem Be­ schaft, die sich aus den Amtswaltern zu- schaffenden Künstlers überzeugend er­
grund jeglicher Arbeit stand die (le- rufsantritt durch einen Arzt untersuchen stehen, Die Worte über den Künstler und
sanimensctzte. Was heil.it Nationa'Isozia-
incinschaftscrziehinig des schaffenden und in weiteren 28 Betrieben wird diese lisnms? fragte der Ortsgruppenleiter und .sein Schaffen waren innner nur Ein- »nui
.Iiigendlichen. Der Betrieb ist eine ärztlichc Betreuung in regelmäßigen Ab­ Überleitung zu des Dichters eignen Wor­
p b die Antwort darauf ungefähr mit ten. Und da verstand es Dr. Bergauer
Kinheit und die vorderste Linie der ständen wiederholt. Gerade diese regel­ folgenden W'orten: Unter den Begriffen
lleiniatfront. Hier steht der Jugendliche mäßige Betreuung mul.i ein fester Be­ »national« und »sozial«, die beide zusam- ohne Schminke und Maske, einfach durch
von der Werksbaiik neben dem Jugend­ standteil der Jugendarbeit in den Be­ mengcliören. luiben wir uns wieder des seine vollendete Schauspiel- und Sprc.'h-
lichen der kaufmünnischen Betriebs- trieben werden. Denn der Jugendliche alten (iriindsatzcs erinnert: »Erkenne kunst seine Zuhörer durch alle Höhen
und Tiefen mensohlichen Empfindens zu

StadUheatee MwAutg, Höhepunkt bildete die Szene mit dem Pa­


stor, in der hrau Alving die Hüllen von
der Vergangenheit zieht, das ausschwei­
Kindes immer v.deder nach der Sonne be­
gehrt, in einem geradezu beklemmenden MaäUäUdtiil
Ibsens »0espc ns te r< Zustand tiefster seelischer Erschütterung.
fende Leben ihres Mannes aufdeckt und Ein meisterlicher Darsteller war Oskar \ an Käthe von Jezewski
Um es gleich zu Beginn zu sagen: dem das furchtbare Leid offenbart, das sie von X y I a n d e r in der von Ibsen mit
Steirjschen l.andestheater (iraz und sei­ sich selbst durch die Trennung von ihrem Der spätere berühmte Burentührer
unerhörter Ironie geschaffenen Rolle des Louis Bothe — ein Nachkomme des
nem Intendanten Dr. Oskar von X y I a n- Kinde auferlegte, um dieses von den Pastors Manders. Regines Scheinvater,
li e r, die uns einen der bedeutsamsten schädlichen Einflüssen des Vaters fern­ deutschen Süldaten Friedrich Both .'»ns
dem Tischler Engstrand verlieh Walter W'angcnheim in Thüringen, \yurde KV)2
Dramatiker, Henrik Ibsen, in einer vor- zuhalten. Die Erkenntnis, daß all ihr stil­ Sini m e r l glaubhaft echte Züge mit ei­
biidlichen Aufführung nahebrachten, ge­ les Heldentum umsonst gewesen und un­ als munteres Kind unter dreizehn (ic-
nem leichten Zusatz von erheiternder Ko­ schwistern geboren. Wiewohl er schon
bührt besonderer Dank. erbittliches Schicksal sich am Sohne erfül­ mik: durchtrieben, brutal, scheinheilig,
in Ibsen ist ein Ankläger voll ethischer len mußte, verstand Germüine Rumovi im zu der bevorzugten (ieneration von
versteht er es, den kindhaft gutgläubigen
Wucht erstanden, ein unermüdlicher letzten Akt zu mitreißender Größe zu Burenkindern gehörte, die einen regcl-
Pastor immer wieder für sich zu gewinrven.
Streiter gegen die Korruption des Beam- steigern. mäßiseren Unterricht genossen, wuchs
Regine Engstrand, des verstorbenen .Al­
lenstandes, die Heuchelei der Geistlich­ Nicht minder ergreifend war Herbert er doch in goldenster Freiheit auf. Bei­
ving natürliche Tochter wurde von Gerda
keit, gegen die Verstmipfung und Verrol­ K ö c h I i n g als eben aus Paris heimge­ zeiten lernte er »farnicn« und lebte viel
B u n d e s m a n n verkörpert, die in ein­
lung der (iesellschaft, tlie an ihren veral­ kehrter Sohn Oskar Alving, über dem eine draullen auf den Viehweiden und in Gc-
zelnen Szenen starke Akzente fand. Das
teten, überlebten Anschauungen und Ideen innere Unruhe lastet, der Schatten des sellschaft von Eingeborenen, deren
Spiel stand unter der vortefflichen Insze­
klebte. So wurde er zum Wegbereiter ei­ drohendem Endes, das ihm ein Kr/A vor­ Sprache ihm völlig vertraut war.
nierung von Oskar von Xylander, Mit der
ner Zeit, liie, über dem Schutt einer zer­ ausgesagt hatte. In steter Steigerung wird gutbürgcrlichen Stube jener Zeit schuf Noch ehe er fünfzehn Jahre alt war.
lallenden Welt, die neuen Wertsetzungen dieses grausige lünde vom Dichter vorbe­ Karl B r o u s e k ein vollendetes Bühnen­ bekam er von seinem Vater den Auftrag,
von heute errang. reitet: Die freudige Iirregung der Heim­ bild. die elterliche Viehherde durch die
Das l'aniiliendraina »Gespenster«, 1881 kehr, das erwachende Verlangen nach Re- Beireisterter Beifall dankte den Grazern Schluchten der Drakensberge zur W'iu-
in Florenz geschaffen, behandelt das Pro­ gine, die als natürliche Tochter ihres ei­ für diese über alles Lob erhabene Vorfüh­ terweide nach Osten in s Suiuland zu
blem der Lrbkrankheit. Von einem Vor­ genen Mannes von Frau Alving ins Haus rung. Wiederholt mußte iler Vorhang führen, was er nun 4 Jahre laug tat. Aus
mittag bis zum nächsten Morgengrauen genommen wurde, der Brand des Asyls, nach Schluß des letzten Aufzuges hoch­ dieser Zeit erzählt man sich ein (ie-
ifillt das Geschehen des Strickes vor uns das eben — als Schlußstein eines from­ gehen. Leider waren iene, die nicht ka­ schichtchen von dem noch nicht Aolil-
;ib. über dessen erschütternder Tragik die men Betruges — eingeweiht werden men. wieder in der Ijberzahl! Ihnen sei zehnjährigen. das auch in dem Werke
iniausweichliche l'(>rderung steht: Verant­ sollte, ilie Erkenntnis, daß Regine seine gesagt, daß sie sieh um einen hohen -Südafrika« von B, Williams (übersetz!
wortung des Linzeliicn für die Gesmulheit Schwester und daß der von Oswald als Kunstgenuß gebracht haben. von Marielies Mank) zur Charakteri­
der kommenden Geschlechter. Idealbild verehrte Vater der wahre Urhe­ Marianne v. Vesteneck. sierung des von Freund wie Feind ge­
Trau Helene .Alving, die eigentliche ber seines Leidens ist. Voll aufrüttelnder achteten Bothe angeführt wird:
lirjdin des Dramas, deren Kampf gegen j Ausdruckskraft durchdringt Herbert Gedankenverloren saß der junge
die sozialen Verhältnisse mit grandioser Köehling den dramatischen Aufbau jener Mensch eines Tajies mitten unter seiner
Kraft gezeichnet ist, fanil in Germaine Szenen und entläßt uns zuletzt, als mit Verlanget Uberall dio großen Herde auf der Dcichsci seines
u m o V i eine Gcstalterin, die Ibsens den Strahlen der aiifgeheiiden Snmie die „MARBURGER ZEiTUNG" Ocheipvagens — der einzi.'ic \*'eißc in
nu'isicj-hafk' DialuMführung in ^^el•ener (Geisteskrankheit bei Oswald Alving au^- I I I M••UliII I liir rrmnn I—rir-tonr--T-i T- I •ii.ieik'if'vei.leu Umkreis. I)-' ;"''i'/lich sieht
Präijn.'inz zum Ausdruc|> brachte. Linen I bricht und er mit dem blöden Lallen cincti LT si(.li umrin:;t von cjiciii iivu'.n Aiii-
Nlumtner 145. »Marburger Zeitung« -23. Jim« 1041

führen. Er konnte ebenso ergreiiend wie


Xwerchfelierschütlernd, beglückend und
zu Tränen rührend sein. Wieviel echte
Lebensweisheit, wieviel tiefes Gemüt
Historische Junitage Fußballsieg der Marburger
Wehrmachtelf
Die Marburger Wehrniacht_FußbalL
Der Sommer steht auf der Höhe seiner strahlenden Junitag, der für das Schick­
steckt doch in diesem Dichter, der mit mannschaft stellte sich heute wieder mit
reifen Pracht. Nur wenige Stunden der sal der Welt entscheidend wurde. Sor­
Nestro.y die Wiener Seele in ihrer volks­ einem schönen Sieg ein. Diesmal gab die
Nacht trennen den sinkenden Abend von genlos und heiter war der 28. Juni 1914
tümlichsten Uestalt verkörpert. Es war dem ersten Dännnern des neuen Mor­ Fußballauswahl der Sportgemeinschaft
das Musterbeispiel eines Abends, der angebrochen und die Menschen freuten
gens. Im wogenden Getreide leuchtet der sich des Sonntages, den der Sonnenschein Cilli den Gegner ab, die unseren Soldaten
ohne Zugeständnisse an Sentimentalität rote Mohn und durch das hohe Gras im Marburger Rapid-Stadion einen recht
«der Plattheit, Derbheiten oder andre des Hochsommers vergoldete. Da traf sie
blitzt der Schwung der Sense. Das Leben wie ein Blitz aus heiterem Himmel die flott geführten Kampf lieferte und sich
Zweifelhaftiffkeiten scli'liciite und an­ des Jahres hat seine hohe Zeit erreicht erst nach tapferer Gegenwehr mit 4:5
spruchsvolle Menschen in gleicher Weise Schreckensnachricht von dem Mord in
und die Blütenträume des Frühlings nei­ Sarajewo. Auch jene Bomben und Re­ (2:3) geschlagen gab. Die Wehrniachtelf
ohne eine einzige tote Stelle zu fesseln gen sich glückhafter Erfüllung zu. ging gleich von Anfang an aufs Ganze und
vermochte. volver, die damals in Bosniens Haupt­
All das Sonimerglück der Natur klingt stadt als furchtbarer Auftakt zum Welt­ führte rasch mit ü'rei Treffern, dennoch
Dr. Bergauer war an diesem Abend, auch in den Herzen der Menschen mit. krieg krachten, waren in Rußland gela­ vermochten die Gäste gleichzuziehen und
dem 20. und letzten einer ganzen Reihe, Jung und alt freut sich an diesen Tagen, den worden, das seine unselige Hand den sogar mit 4:3 in Führung zu gehen. Die
von ausgesprochenem Pech und beson­ in denen es eine Lust ist zu leben. Verschwörern am Balkan geliehen hatte, letzten zehn Minuten brachten der Wehr,
derem Glück begleitet. Seine Sängerin Niemand ahnte, welch schicksals­ damals wie heute. machtelf zwei weitere Treffer, die auch
und Spielpartnerin mußte vor CiHi we­ schwere Nachrichten die ersten Stunden Betäubend wirkte die Kunde auf die für den Sieg, der vollends verdient war.
gen eines Krankheitsfalles in der Familie des gestrigen Sonntags bringen sollten. Deutschen des damaligen Österreich. Man genügten,
•zurückkehren. 24 Stunden vor dem Auf­ Und dann horte man aus dem Äther die fühlte die furchtbare Bedeutung des Ge­
treten mußte ein Ersatz beschafft wer­ wohlbekannte Stinnne des Propaganda­ schehens, aber die Gefühle, die es aus­ Strassenrennen Im Reich
den. Und das Wagnis gelang. In Prau ministers, der die Kundgebung verlas, mit löste, waren recht verschieden. Wut und
Maria H o t k o ans Cilli fand Dr. Berg­ Empörung flammten auf und der leiden­ Im gesamten Reichsgebiet gelangten
der der Führer sich an sein Volk wandte, am Sonntag zahlreiche Amateur-Stra­
auer eine Partnerin von solcher musi­ um ihm zu sagen, wie er in historischem schaftliche Ruf nach Rache. Anderseits
kalischen Begabung, raschem Auffas- fragte man sich aber besorgt nach der ßenrennen zur Austragung. Das Rennen
Pflichtbewußtsein über Deutschlands und rund um den Petersberg in Halle gewann
suwgs- und Anpassungsvermögen, daß er Europas Wohl gewacht habe, wie er er­ Macht, die diese Vergeltung üben sollte.
das ganze reiche Programm mit ilir Das Vertrauen in die Stärke der Habs­ der Chemnitzer Schultze. In Wiesbaden
kannt habe, daß nun die weise Geduld siegte Noß beim Rund-um-den-Neroberg.
durchführen konnte: die verschiedenen ein Ende haben müsse und daß der Ap­ burger-Monarchie war bei allen Einsich­
Duette, wie das entzückende und er­ tigen längst geschwunden und die Deut­ Rennen. In Nürnberg gewann Kittsteiner
pell an die Waffen das Gebot der Stunde das 185 km lange Rennen um die Jura-
greifende Brüderlein fein. Dazu sang sei. schen dieses Staates hatten schmerzvoll
Erau Hotko noch als Zugaben Hugo genug erkennen müssen, daß ihr Wohl Berge in 5:4.50. Das Rennen rund durch
Und sein Volk hielt den Atem an und den Schw^rzwald sah Keßler in 4:59.20
Wo'lfs »Verschwiegene Liebe«, Snppc's fühlte den Flügelschlag der Zeit. Es längst nicht mehr die Sorge von Dynastie
und Regierung war. So fühlten sie die erfolgreich. Den rechtsrheinischen Stra­
»Sclienk mir nur deine Liebe« und -ein stimmte ein in die Bitte, mit denen der
düstere Größe des Augenblicks und hat­ ßenpreis in Köln gewann Heuser. Der Be-
ganz feines Lied von Dr. Bersaucr selbst Führer seine Kundgebung schloß, der
ten für ihre Sorge kein Vertrauen, für ihr reiclismeister der Nordmark in Hamburg
voll echtester Wiener Stimmung. Auch Hergott möge uns in diesem Kampf bei­
wurde der Titelverteidiger Rütte.
T)r. Bergauer gab einige alte Wiener Lie­ stehen, es hörte aus den klaren Worten böses Ahnen keine Hoffnung, um sich
der drauf, darunter die schaurig schöne aber aucli das Vertrauen seines Führers daran aufzurichten. *
Moritat mit der zerbrochenen DreiKiTgel- in die gerechte Sache und an die Schärfe Heute sagt uns der Führer in klarer : Grazer Fußball. In Graz schlug Sturm
Begleitung. Mit feinstem Einfühlungsver­ des Schwertes, das er geschmiedet. Eindeutigkeit, was geschehen ist und den Villacher Sportverein mit 5 : 3. Das
mögen begleitete Erau . Professor Und dieses Vertrauen beseelte alle und was seine Weisheit vorgesorgt hat für Spiel zwischen dem Grazer Sportklub und
S c h e n n e r am Klavier. das Leben ging weiter den Weg, den uns Deutschlands Wohl und Deutschlands Traisen schloß 4 : 4 unentschieden. Dir
das Schicksal vorgezeichnet hat. Ehre. Sein Volk hört ihn und fühlt sich GAK wurde in Agram von der Concor-
Die Wehnnacht war das dankbar dank­ geborgen. Der Führer hat immer recht.
barste Publikum; die BeifallSÄtürme, die Man erinnert sich an einen anderen dia mit 4 : 1 besiegt.
immer wieder aufrauschten, wo:llten kein : Berlin gewann Dreistädte-Achter.
Ende nehmen und erzwangen Zugabe um Die große Grünauer Ruderregatta er­
Zugabe. Es war ein Abend, an den man reichte mit dem Dreistädte-Achter Berlin
mit Freude zurückdenkt.
*
TURNEN UND SPORT Wien—Budapest ihren Höhepunkt. Als
Sieger ging Berlin hervor. Es folgten die
iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiNiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiii Mannschaften von Wien und Budapest.
ni, Todesfälle, In Marburg, Lessing- : Die besten deutschen Wurftauben-
straße 0, verschied am 21. d. die Private
Margarete S t a m p f e r im Alter von 7l)
Rapid grossdeutscher Fussballmeister Schützen beteiligten sieh am Wettbe­
werb um den großen Preis von Hambuf^.
Jahren. Im Marburger Gaukrankenhaus SCHALKE NACH EINER 3:0-FÜHRUNG MIT 4:3 GESCHLAGEN S S S t u b a f . Finkc g e w a n n mit 0 2 T r e f f e r n
ist am 21. d. der 51'jährige Pächter Simon den Preis.
V e r 0 n i k und der 45-jährige Geno'ar. Das Endspiel um die großdcutsche Das Spiel der Wiener wird flüsi-iger,
Fußballmeisterschaft endete am Sonntag aber dennoch sind die Westfalen einem : Wiener Fußball. WaiHer Wien—-
nierienieister Jakob S c h ni i d gestorben.
vor'90.000 Zuschauern im Olympiastadion dritten Tor sehr nahe, doch Raftl verei­ VfB Stuttgart 5:1. Vienna—BC .\ng-bii;g
Ferner starb am selben Tage in Marburg, 2:0. FC Wien—Linzer ASK 6:4,
Burggasse 40, der Gemeindearme Peter zu Berlin mit einem 4:3-Sieg von Rapid- telt im letzten Augenblick den schon si­
Wien, nachdem der Titelverteidiger cher scheinenden Erfolg. Einen Angriff
S r e b r e im Alter von 81 Jahren. : Ein reichsoffenes 15-km-Gehe#
Schalke 04 zur Pause schon mit 3:0 ge­ Rapids unterbricht der sehr ruppige Ti­
bulski, aber Binder kann auch diesen wurde gestern in Berlin bestritten. Fritf
m Vortrag Prof. Dr. Srbiks in Graz. führt hatte. Hinz und Eppenhof hatten Schwab wurde in 1:11,40 Lrster.
Der Wiener Gelehrte und große Vertre­ die beiden ersten Treffer erzielt, nach Freistoß nicht verwandeln. In der 40.
ter der deutschen Geschichtsforschung ihnen reihte Hinz rasch ein drittes Tor Minute scheint Rapid dem Anschlußtor : Der erste Endkampf zur Mann­
Univ. Prof. Dr. Heinrich Ritter von an und nun begann Schalke im Gefühl nahe zu sein. Eppenhof drängt im Schal­ schafts-Meisterschaft im Ringen sah den
Srbik sprach kürzlich in der Aula der seines sicheren Sieges etwas leichtfertig ker Strafraum Binder regelwidrig vom deutschen Meister Siegfried-Ludwigsh;i-
Grazer Universität über den schicksal­ zu werden. Aber Rapid war noch nicht Ball. Reinhardt zeigt auf den F.Umetcr- fen gegen TV Stuttgart-Münster mit 5:2
haften Werdegang deutscher Geschichtc. geschlagen. Zunächst schoß Schors das punkt, aber Binder bekonnnt es fertig, siegreich.
erste Gegentor, dann reihte Binder in selbst diese Gelegenheit auszulassen.
m. Ab Montag für einige Tage Feld- Kurz vor iler Pause wird Tibulski ver­ : Die Wiener Soidaten-Fußbaiieli wird
kurzen Zeitabständen drei weitere Tref­
postsperrc. Ab Montag tritt für den Feld- fer an, wobei er zwei Freistöße und einen warnt. Als Gcsamteindruck der ersten am 20. .Ulli in Paris gegen eine dortige
postvcrkehr Heimat—Front für einige Strafstoß verwandelte, die Tibulski bzw. Spielhälfte ist zu sagen, daß Schalke kla­ Wehrmachtmannschatt spielen.
Tage Feldpostsperre ein. Feldpostsen­ Gellesch verschuldet hatten. Wohl kam rer und zusamnienhangvoller spielte. Ra­ : Tennisberatung in Rom. Aus AnlaÜ
dungen jeder Art, die in der Anschrift Schalke in den letzten zehn Minuten noch pid brauchte eine Viertelstunde Anlauf der soinitägigen 'renniskämpfe iu Rom
eine Feldpostnummer tragen, werden von einmal stark auf, aber nun stießen sie auf und in dieser schwachen Zeit nujßten treffen sich dort die Tennisabgeordneten
der Deutschen Reichspost weder ange­ eine eiserne Abwehr der Wiener, die schon zwei Verlusttore genonnnen wer­ Deutschlands, Italiens. Kroatiens und
nommen noch befördert. Die Aufhebung sich ihren Erfolg nicht mehr entreißen den. Ungarns, uin aktuelle Fragen zu bespre­
der Feldpostsperre wird durch Presse und ließen. Es war ein schöner, abwechs­ Rapid beginnt den zweiten Spielab­ chen. U. a. wird bei dieser Gelegenheit
Rundfunk bekanntgegeben. lungsreicher Kampf, der ungeachtet des schnitt mit heftigen Angriffen. Noch ei­ auch die Gestaltung des Dreiländer-
Krieges auf einer hohen sportlichen Stufe nige Zeit kann Tibulski gegen Binder be­ kanipfes Deutschland—-Italien—.lapan
stehen, aber im weiteren Verlauf setzt festgelegt werden. Deutschland wird
stand.
gebot von Schwarzen, die der Häuptling sich dann doch der riesige Wiener gegen
Der Spielverlauf bei diesen Besprechungen durch den
anführt. Gerade hatten die Eingeborenen den weitaus kleineren Schalker Mittelläu­
Generalsekretär des Reichsfachamtes
einen Überfall gcmacht und. einen Beide Mannschaften nahmen in den fer erfolgreich durch. Rapid ringt verbis­
Temiis im NSRL Gerdcs vertreten sein.
Missionar ermordet. Erregt bedrohten sie gemeldeten nachstehende^ .^ufslellungen sen um den kleinsten Vorteil, während
nun den jungen Botha und forderten die den Kampf miteinander auf. Schalke spielt, und zwar bringen es die : Der dänische Hanc*jallverband hat
Überlassung seiner ganzen wertvollen S c h a l k e 04: Klodt; Bornemann, Westfalen zu den schiinstcn IJickten, beschlossen, in Zukunft- alle Spiele nach
Herde. Linen einzigen Schuß hatte er Schweißfurth: Füller, Tibulski, Gellesch; ohne dabei einen wirklich nennenswerten den internationalen Regeln durchzuführen.
noch in dem Gewehr, das über i>cincn Hurdensky, Szepan, Eppenhof, Kuzorra, Druck zu entwickeln. Aber in der 12. Mi­
Knien lag. Kein Mensch war in der nute kommt Sehalke noch zu einem drit­ : Zum Vertreter Portugals im Interna­
Hinz. tionalen olympischen Komitee wurde Dr.
Nähe, der die Schwarzen hätte hindern R a p i d : Raftl; Wagner 2, Spcrkyr; ten Tor. Wundervolles Zusammenspiel
von Hinz und Szepan krönt Eppenhoff Pontes ernannt.
können, ihn niederzumachen, wenn sie Wagner l, Gernhardt, Skoumal; Fitz,
Lust dazu hatten — keiner, der ihre Erre­ Schors, Binder, Dworacek, Pesser. mit einem Schuft aus spitzem Winkel. : Popescu will wieder Meister werden.
gung durch Zuspruch hätte sänftigen Das Spiel beginnt mit einem .'Xngrifl Die Wiener besitzen eiserne Nerven, Der ruu'iänischc Federgew'ehtler Popescu
können. von Schalke, denen sofort ein Freistoß sind auch durch diesen Verlust nicht er­ trachtet nach seiner Niederlage durch
S ) griff denn Botha — ohne auch nur zufällt, wobei Raftl einige AAühe hat, den schüttert, und sie erzwingen auch in der Ernst Weiß danach, seinen Huropatitel
einen Blick auf sehi Gewehr zu werfen, Ball abzuwehren. Einen Gegenstoß Ra- 17. Minute den Anschlußtreffer. Schors zurückzuerobern. Nachdem er schon
ruhig nach dem Tabakbeutel, setzte seine pids hemmt Binder durch Handspiel, Ku­ ist es, tler mit kraftvollem Schuß einsen­ Weiß 7u einem Rüi'kkampf eingeladen
Pfeife in Brand und erkundigte sich in zorra erzwingt gegen Wagner 11 den er­ det. Tibulski verwirkt an Binder einen halte, will sich Popescu be' i.er IHU als
der Sprache der Zulus seelenruhig bei sten F:ckball für den Meister, der in der Freistoß. Diesmal zielt Bimbo richtig und Herausforderer bewerben und mit ^'em
dem Häuptling, wie er denn dazu käme, sechsten Minute bereits überraschend nun liegt Schalke nur noch mit einem Sieger des am 2. Juli in Wien stattfinden-
dieses merkwürdige Ansinnen an ihn zu früh in Führung geht. Ein Freistoß nn Tor voran. Der Meister ist ziemlich den Meislerschaftskampfes /.wischen
stellen. Erstaunlich war die Wirkun« Mittelfeld, den Schors verschuldete, gibt durcheinander, und in der 20. Minute legt Weiß und dem Italiener Bondavalli no.
dieser überlegenen Haltung Der Häupt­ Füller Gelegenheit, den Ball weit nach Gellesch den nicht zu haltenden Schors .\en.
ling ließ sich auf eine längere Unter­ vorn zu schlagen. Der Linksaußen Hinz im Strafraum um. Klodt streckte sich ver­
geblich nach dem von Binder getretenen Japaner nach Deutschland unter,
handlung ein und zog mit einem Schaf, ist nach innen gelaufen und schießt kurz wegs. Goro Fujikara und Jiro Kuma-
das ihm der junge Botha groJimütig entschlossen für Raftl unhaltbar ein. Be­ Elfmeter. Rapid hat den Gleichstand er­
reicht und hat nun die A^assen auf seiner maru, die beiden Tennisspieler der Ka'o,
überlief], samt seinen Schwarzen zu­ vor die Wiener wieder ganz zusanmien Universität in Tok'o. haben ihre Lanocs-
frieden ab! sind, hat Schalke schon einen Vorsprung Seite. Eine weitere Bombe Bimbos kann
Klodt nur zur I-:cke abschlagen. Wieder liauptstadt am Donnerstag mittag vcr»as,
von zwei Toren und eine sichere Rük-
kendeckung für die erste Spijlhälfte ge­ ist es Gellesch, der Binder regelwidrig an­ sen, um sich nach Deutschland zu bege­
Die Entschädigun« ben. Die beiden Japaner wercen sVh am
»Wieviel Scluidenersat' hast du ei­ wonnen. Aus einem schönen überlegten geht. Den l'reistoß verwandelt dieser mit
Angriff heraus, mit blitzschnellem Flügel- unnachahmlicher Sicherheit. Aus einer Oreiländerkampf Oeutschland '^aTen
gentlich für den Schädelbruch bekom­ Japan in Herlin beteiligen und .;ieli im .\n~
wechsel, kann h'ppenhof mit prächtigem schon mit .'LO geschlagenen AAannschalt
men, den du dir damals bei dem Unfall sthhiß daran nach Italien b.';;e'.H'n. !)es
Schuß Raftl ein zweites Mal überwinden. ist nach 27 .Miiniten der zw'eiten Spiel­
gelullt hast?« hälfte eine mit 4:3 führende Elf von Ra- weiten n sind Gastspiele .n A'^riim und
dreitausend Mark.- Rapid antwortet mit einem energischen
Vorstoß, der die erste Lckc einbringt, piil entstanden. Der Schlul^» des Kampfes Bu.kiprst geplant. Die Ankuivt < • r Japa
>>Bloir.-' Das ist d o c h ü b e r h a u p t d a s ner iH Berlin ist für den HV I'ili '•,)r<re'^''.
aber der in der Abwehr ausliellendi- Sze­ steht noch im Zeichen verbissener An­
erste Held, d a s du durch deinen Kopi heil.
pan (!) kann die Gefahr bannen. griffe des entthronten Meisters.
verdient hastU
Seite 8 i^AAarburger Zeitung« 23. juni i941 Nummer 145.

Canina-Sorten geschaffen, so daß aus


WIRTSCHAFT »deutscher f^rovenienz« Saatgut genug
Vor Jahren ließ sie einen 28 Meter hohen
langgestreckten Aschenberg, der im
setzen, so daß der Eisberg nun seiner­
seits eine Art »Schiff« wurde, das sicjh
vorhanden ist. Mit der Wildrose ist die chbild der Stadt bisher als Schand­
Vitamin C wird angepflanzt Reihe der hohen Vitaminträger unter den fleck dalag, zu einem botanischen Lehr-
ziemlich gut manövrieren Heß. Die
Schiffbrüchigen fuhren durch die Be­
In einem Eilaß des Reichsforstnieisters j Rosen nicht erschöpft. Da ist noch Rosa unti SciiLilgaik'ii. verbunden mit einem ringstrasse und konnten auf der Halb­
liieß es kürzlich: »Der Hagebutte als' rugosa, die Kartoffelrose, die in zahlrei­ Erholungspark der Stadt, umwandeln.
Trägerin des lebenswichtigen Wirkstoffes insel Kamtschatka laden. Nach drei
chen Züchtungen vorhanden ist und ?ine Heute ist die Anlage mit vielen Rosen Tagen wurden sie in dieser Einöde von
V^itainin C kommt ein so überragender noch größere Fruchtbildung zeigt wie die schon herangewachsen. Und nun faßte
gesundheitlicher Wert zu, daß ihr ver­ einer Ficherbarko bemerkt, die sie nach
WÜdiosr. Oder man nehme Rosa rubi- die Stadt Straßfurt vor kurzem den Be­ Wladiwostok brachte, von wo sie in ihre
stärkter Anbau im Interesse der Volks- gino'^3 die schottische Zaunrose, die vor schluß, 50.000 Rosen im Stadtbild überall
gcsundheit liegt. Daneben ist die Erzeu­ japanische Heimat zurückkehren konnten.
allen» als Hcckenpflanzung geeignet ist. anpflanzen zu lassen, um so beizutragen
gung von Hagebutten aus devisenpoliti­ a. Der Ring in der Konservenbüchse.
Man sieht, an Material fehlt es nicht. zur Verwirklichung der Forderung, Vita­
schen Gründen erwünscht, weil die Hage­ Bliebt die Frage: Wohin mit den Rosen? In einer Konservenfabrik verlor unlängst
mine aus Hagebutten zu schaffen. eine Arbeiterin während ihrer Tätljjkelt
butte durch ihren hohen Vitamingehalt in In dem Erlaß des Reichsforstmeisters
der Lage ist, in dieser Hinsicht auslän­ werden allerlei Pflanzniöglichkeiten an- ihren Trauring. Sie suchte danach, denn
es war -der Ring ihres Mannes, der im
dische Vitaminträger zu ersetzen. Der
Anbau der wilden Rosenarten liegt wei­
gci'fbcn. Ein Beispiel aus der Praxis sei
hier mitgeteMt Mitteldeutschland ist das
AUS ALLER WELT Felde stand und sie war tief betrübt
terhin auch im forstlichen Interesse, weil klassische Land der Schutthalden aus sei­ a. Der Eisberg als »Segelschilf«. Ein über den Verlust. Kürzlich fand nun eine
die Wildrosenarten sich besonders zum nem Bergbau. Sie liegen unschön in der reichlich merkwürdiges Abenteuer wollen Hausfrau ni einer anderen Stadt beim
Schutz offener Wald- und Bestandes- Landsrhap (iberall da, wn die Braunkohle 80 japanische Fischer erlebt haben, die Ausschütten einer Konservenbüchse den
icinder gegen Ausbaggerung und Ver­ herausgeholt wird oder wo Salzschächte mit einem Walfischfänger in die iPolar- Trauring, der ein eingraviertes Mono­
wehung, zur Anlage von Vogelschutz­ sind oder Kupferschiefer abgebaut wird. z'One verstiesscTi. Hier wurde das Schiff gramm trug. Da die Konservenbüchse
hecken, zur Befestigung von Wegebö­ Längst sind die Forscher daran gegangen von einem Eisberg gerammt und zer­ den Namen der Fabrik aufwies, sandte
schungen, zum Anbau alter Kies- und und haben diese Schutthalden mit Posen trümmert, so daß die Besatzung es ver­ sie den Ring dorthin zurück, der auf
Sandgruben usw. eignen. Iis muß daher bepflanzt, zunächst um Erfahrungen zu lassen niuüte. Der Kapitän des Schiffes diesem Unweg wieder der beglückten
erreicht werden, daß die Erzeugung von sammeln. Sie liegen jetzt vor, und man befahl nuTi, ausser den erforderlichen Besitzerin zugestellt werden konnte.
Hagebutten so weit gesteigert wird, daß weiß, wie man auf Schutthalden Rosen Eßvorräten auch zwei Segel mitzu­ Anspruchsvoll
der einheimische Bedarf gedeckt ist.« pflanzen muß, sei es auf Kalkboden oder nehmen, sich ins Meer zu werfen und
Die Menge des Vitamins C der Hage­ »Hier habe ich ein Paar alte Socken für
schweren Böden, Im Bitterfelder Gebiet den Eisberg schwimmend zu erreichen,
butte beträgt das Zehnfache der Meng'; der Braunkohlen und im Bernburger Salz­ da er die einzige Rettungsmöglichkeit Sie, sie müßten nur noch etwas gestopft
dieses Vitamins in Zitronen und Apfel­ gebiet wurden diese Versuche mit großem darstellte. Nachdem fast alle Schiff­ werden«.
sinen. Die Gärtner haben längst aus der Erfolge durchgeführt. Die alte Salzstadt brüchigen glücklich den Eisberg erreicht »Zu gütig, Hiebe Frau , , . so lange war.
Wildrose durch Höherzüchtung die Edel- Staßfiirt muß besonders erwähnt werden. hatten, ließ der Kapitän die zwei Segel te ich natürlich gerne noch!«

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Krankheit plötzlich gestorben. kommt eine weitere Sekretärstelle sofort zur Neube­
setzung,
Er war ein Beamter treuester Pflicht­
erfüllung, nur bis 17 Uhr Ernstliche Bewerber mögen sich beim hiesigen Ge­
meindeamt anmelden,
Wir werden ihm ein gutes .Andenken St. Veit bei Pettau, den 14. 6. 1941.
bewahren. entgegengenom men. Der Bürgermeister:
M a r b u r g a. d. Drau, 20, Juni I94I, 3940 R. Scheichenbauer
„Marburgor Zeitung"
Kommandeur der Gendarmerie
Anittigen-Abtellung leder Untersteirer liest
die „Marburger Zeitung!"
HauBtschrifticiter Aston GeriCiiAPki SteUvfirtr^lender Haußtschriftleitcr Udo Kasper — Druck der „Mai'burger Druckerei"