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Herr Müller und Herr Schulz

Ach, Herr Schulz - das Leben kann so schön sein.


- Was meinen Sie, Herr Müller?
Meine Tochter Lena...
- Wie alt ist Ihre Tochter denn?
Sie ist 13 Jahre alt.
- Oh, Herr Müller. Mit 13 sind Kinder oft schwierig.
Ja, sehr schwierig. Aber vor ein paar Tagen...
- Was war vor ein paar Tagen?
Lena ist ohne Protest pünktlich um 7 Uhr aufgestanden.
- Ohne Protest und so früh – toll, Herr Müller!
Ja, Herr Schulz. Sie hat geduscht und sich ordentlich angezogen.
- Sehr gut!
Danach hat sie gefrühstückt: Milch, Müsli und Obst.
- Enorm gesund – wirklich!
Und nicht nur das, Herr Schulz! Wir haben zusammen gefrühstückt, über viele Sachen
gesprochen und viel gelacht.
- Sehr gut, Herr Müller! Ein Frühstück, viel Humor und Kommunikation zwischen Vater und
Tochter sind sehr wichtig.
Stimmt, Herr Schulz! Dann hat Lena die Zähne geputzt. Danach hat sie gelacht, mich geküsst,
ihren Rucksack genommen und ist in die Schule gegangen.
- Das ist toll Herr Müller, wirklich!
Ja, Herr Schulz. Direkt nach der Schule ist sie sofort nach Hause gekommen und hat ohne
Protest Gemüse und Fisch gegessen.
- Super! Vitamine und Proteine sind sehr wichtig.
Direkt nach dem Essen hat sie nicht mit ihren Freundinnen telefoniert und nicht am Computer
gespielt. Sie hat eine Stunde Mittagschlaf gemacht.
- Das ist gut für Kopf und Körper.
Direkt nach der Siesta hat sie Tee getrunken und Gymnastik gemacht.
- Und dann, Herr Müller?
Lena hat gelernt. Sie hat die Hausaufgaben gemacht. Drei Stunden hat sie geschrieben,
gelesen, gerechnet, gezeichnet, Klavier geübt.
- Ein super Mädchen – Ihre Lena.
Auch danach ist sie nicht mit ihren Freundinnen weggegangen. Und sie hat nicht telefoniert.
- Und hat sie gechattet, gesimst oder getwittert?
Nein, Herr Schulz. Auch nicht.
- Und gemailt oder bei Facebook geschaut oder gepostet?
Nein, Herr Schulz. Sie hat keine E-Mails geschrieben und hat nicht bei Facebook geschaut oder
gepostet.
- Hat sie Selfies gemacht?
Nein, sie hat keine Selfies gemacht.
- Und am Abend, Herr Müller?
Am Abend haben wir zusammen Tomatensuppe gegessen und Apfelsaft getrunken. Sie hat
nicht mit dem Handy gespielt, keine Musik gehört und nicht ferngesehen. Sie hat von der
Schule, von ihren Freundinnen und von ihren Plänen gesprochen.
- Wunderbar!
Danach hat sie ohne Protest die Küche aufgeräumt.
- Und dann, Herr Müller?
Das weiß ich nicht, Herr Schulz. Dann bin ich aufgewacht.