Sie sind auf Seite 1von 9

179

Junge Mütter in stationären


Mutter-Kind-Einrichtungen
Eine qualitative Studie zu den Auswirkungen
eigener Bindungserfahrungen auf die
Beziehungsgestaltung zu ihren Kindern
Junge Mütter und ihre Kinder stellen in mehrfacher Hinsicht eine Hoch-
risikogruppe dar. Viele dieser „teenage moms“ haben traumatische Bezie-
hungserfahrungen erlebt, die sich häufig negativ auf die Bindungsqualität
zu ihren eigenen Kindern auswirken. Für die in Mutter-Kind-Einrichtungen
tätigen Sozialpädagoginnen ergeben sich für diese Zielgruppe anspruchs-
volle Herausforderungen.

von

Dana Meier Anne Nobis


Jg. 1988; Studentin der Katho- Jg. 1992; Studentin der Katho-
lischen Hochschule NRW, lischen Hochschule NRW,
Abtl. Aachen, Klinisch- Abtl. Aachen, Klinisch-
Therapeutische Soziale Therapeutische Soziale
Arbeit, Mitarbeiterin in einer Arbeit, Mitarbeiterin in der
Mutter-Kind-Einrichtung stationären Kinder- und
Jugendhilfe

Betül Güclü Prof. Dr. Johannes Jungbauer


Jg. 1992; Studentin der Katho- Jg. 1964; Professor für das Lehrgebiet Psychologie
lischen Hochschule NRW, an der KatHO NRW, Abtl. Aachen, Gründung und
Abtl. Aachen, Klinisch- Leitung des Instituts für Gesundheitsforschung
Therapeutische Soziale und Soziale Psychiatrie (igsp)
Arbeit, Mitarbeiterin in einer
psychiatrischen Praxis für
Kinder und Jugendliche

Die Zahl der minderjährigen und heranwach- doch er bedeutet konkret, dass im Jahr 2016
senden Mütter („teenage moms“) hat in den immerhin noch 12.100 Babys von sehr jungen
letzten Jahren in Deutschland abgenommen; Müttern geboren wurden (Statistisches Bun-
seit 2006 ist der Anteil an allen Geburten von desamt 2017). Entwicklungspsychologisch ge-
2,7 % auf 1,7 % zurückgegangen. Dieser Pro- sehen stellen minderjährige und heranwach-
zentsatz erscheint auf den ersten Blick niedrig, sende Mütter sowie ihre Kinder aufgrund von

unsere jugend, 70. Jg., S. 179 – 187 (2018)  DOI 10.2378/uj2018.art28d  © Ernst Reinhardt Verlag München Basel

PDF bereitgestellt von Reinhardt e-Journals | © 2019 by Ernst Reinhardt Verlag


Persönliche Kopie für Bibliothek Katho-Nrw Köln, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen , Köln
Abonummer: 1106991. Zugriff am 26.07.2019
Alle Rechte vorbehalten. www.reinhardt-verlag.de
180 Junge Mütter in stationären Mutter-Kind-Einrichtungen

multiplen Belastungsfaktoren eine Hochrisiko- Mutter-Kind-Einrichtungen:


gruppe dar. Die jungen Mütter stammen oft Zielsetzungen und Entwicklung
aus sozioökonomisch schwachen und benach-
teiligten Herkunftsfamilien, die ihnen keinen Spezialisierte Mutter-Kind-Einrichtungen ar-
sozialen Rückhalt bieten können. Viele haben beiten in der Regel nach Konzepten, die dieser
in ihren Herkunftsfamilien sehr belastende doppelten Zielsetzung gerecht werden. Sie
Erfahrungen gemacht, z. B. durch dysfunktio- bieten unter den meist schwierigen biografi-
nale Beziehungsmuster, Vernachlässigung und schen und persönlichen Voraussetzungen oft
Misshandlung (Woodward / Fergusson 2001). noch die besten Chancen, um das Kindeswohl
Vor diesem Hintergrund ist es für junge Müt- zu sichern und zugleich die jungen Mütter in
ter doppelt schwer, normative Entwicklungs­ ihrer Erziehungskompetenz und ihrer Persön-
aufgaben der Adoleszenz zu bewältigen, wie lichkeitsentwicklung zu stärken. Die jungen
z. B. Schulabschluss, Persönlichkeitsentwick- Mütter werden insbesondere dabei unter-
lung und Selbständigkeit. Eigene Bedürfnisse
stützt, eine dem Wohl des Kindes entsprechen-
müssen sie aufgrund ihrer Mutterrolle zurück-
de Erziehung und Entwicklung sicherzustellen
stellen (Kölbl 2007). Zudem sind sie mit der
(§ 27 SGBV VIII). Im Mittelpunkt steht die Ent-
Pflege und Betreuung ihres Babys häufig über-
wicklung einer tragfähigen Mutter-Kind-Bezie-
fordert. Erfahrungsgemäß fällt es den jungen
hung mit dem Ziel der Verselbstständigung
Müttern oft schwer, die Signale und Bedürf-
(§ 34 Punkt 3 SGB VIII). Wie groß der Bedarf an
nisse ihrer Kinder feinfühlig zu „lesen“ und ad-
diesen Maßnahmen ist, zeigt die kontinuierli-
äquat darauf einzugehen (Wilkening / Freund / 
che Zunahme von Mutter-Kind Einrichtungen
Martin 2013). Weil hierdurch die Qualität der
(Tabel / Pothmann / Fendrich 2016). So stieg die
Mutter-Kind-Bindung erheblich beeinträchtigt
Zahl dieser Einrichtungen zwischen 2006 und
werden kann, tragen auch die Kinder min­
2010 von 185 auf 329 (Ott et al. 2015). Obwohl
derjähriger und heranwachsender Mütter ein
aktuelle Zahlen über die zahlenmäßige Ent-
erhöhtes Risiko für psychische Fehlentwicklun-
wicklung der Mutter-Kind-Einrichtungen in
gen (Ziegenhain 2007). Somit besteht die Ge-
Deutschland derzeit nicht vorliegen, ist davon
fahr, dass sich dysfunktionale und unsichere
auszugehen, dass die Anzahl der Einrichtun-
Bindungsmuster aus der Kindheit der jungen
gen in den letzten Jahren weiter gestiegen ist.
Mütter bei deren eigenen Kindern wiederho-
Diese Annahme wird auch durch den aktu­
len (Bowlby 2014). Dieses Phänomen wird in
ellen HzE-Bericht 2017 gestützt, nach dem
der Fachliteratur auch als intergenerationale
die finanziellen Aufwendungen für Mutter-
Transmission traumatischer Erfahrungen be-
Kind-Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen
schrieben (Jungbauer 2014). Aus Sicht der Ju-
zwischen 2012 und 2013 um 17 % anstiegen;
gendhilfe stellt die Unterstützung minderjäh-
im Jahr 2016 stiegen die Aufwendungen um
riger und heranwachsender Mütter sowie ihrer
weitere 6 % an.
Kinder in doppelter Hinsicht eine Herausforde-
rung dar: Zum einen geht es darum, im Sinne
des Kindeswohls Maßnahmen zu ergreifen,
die die körperlichen und psychischen Grund- Die Studie: Eine Befragung von
bedürfnisse der Babys und Kleinkinder sicher- jungen Müttern und Betreuerinnen
stellen. Zum anderen sollten die jungen Müt-
ter selbst in ihrer Entwicklung unterstützt Vor diesem Hintergrund entstand die Idee zu
werden, um neben den Anforderungen der der vorliegenden Interviewstudie, die im Rah-
Mutterschaft auch altersentsprechende Ent­ men des Masterstudiengangs „Klinisch-thera-
wick­lungsaufgaben bestmöglich bewältigen peutische Soziale Arbeit“ an der Katholischen
zu können. Hochschule NRW in Aachen durchgeführt wur-

uj
4 | 2018

PDF bereitgestellt von Reinhardt e-Journals | © 2019 by Ernst Reinhardt Verlag


Persönliche Kopie für Bibliothek Katho-Nrw Köln, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen , Köln
Abonummer: 1106991. Zugriff am 26.07.2019
Alle Rechte vorbehalten. www.reinhardt-verlag.de
Junge Mütter in stationären Mutter-Kind-Einrichtungen 181

de. Dabei wurden minderjährige und heran- ➤ Fragen zur aktuellen Mutter-Kind-Bezie-
wachsende Mütter befragt, die gemeinsam hung im Alltag; insbesondere zur Selbst-
mit ihren Kindern in Mutter-Kind-Einrichtun- und Fremdeinschätzung ihrer Rolle und
gen betreut werden. Ziel war es, die per- Kompetenz als Mutter;
sön­lichen Sichtweisen der jungen Mütter aus ➤ Fragen zu möglichen Zusammenhängen
deren subjektiver Perspektive möglichst dif­ zwischen der aktuellen Mutter-Kind-
ferenziert zu rekonstruieren. Komplementär Beziehung und eigenen frühkindlichen
wurden auch die Bezugsbetreuerinnen der Erfahrungen (z. B. Parallelen zu Verhaltens-
Mütter befragt. Um ein möglichst offenes und weisen der eigenen Mutter).
flexibles Vorgehen zu ermöglichen, wurde
eine qualitative Forschungsstrategie gewählt. Sämtliche Interviews wurden aufgezeichnet
In vier verschiedenen Einrichtungen wurden und wörtlich transkribiert. Die Auswertung der
acht leitfadengestützte Interviews mit jungen Interviewtranskripte erfolgte im Sinne der qua-
Müttern zwischen 16 und 21 Jahren durch­ litativen Inhaltsanalyse (Mayring 2015). Die fol-
geführt. Das Durchschnittsalter der Kinder be- gende Ergebnisdarstellung bezieht sich haupt-
trug zum Befragungszeitpunkt 18 Monate. Die sächlich auf die Interviews mit den jungen
Interviews mit den jungen Müttern wurden Müttern, wobei die Expertinneninterviews und
durch acht Expertinneninterviews mit den Be- die Auswertungen des AAS-R als explizierende
zugsbetreuerinnen ergänzt. Bei diesen han­ Daten genutzt wurden. Eigennamen wurden in
delte es sich durchweg um Sozialarbei­terinnen der Darstellung aus Gründen des Datenschut-
und Sozialpädagoginnen. Der qua­litative For- zes verändert.
schungsansatz sollte es ermög­lichen, die jun-
gen Mütter als Expertinnen ihrer Lebenslage
zu behandeln und ihnen im Interview die
Ergebnisse
Möglichkeit einzuräumen, unabhängig von
möglicherweise einengenden Vorannahmen
auch eigene individuelle Schwerpunkte zu set- Beziehungs- und Bindungs-
zen. Gleichwohl wurden die jungen Mütter erfahrungen in der eigenen
gebeten, im Anschluss an die Interviews einen Kindheit
Kurzfragebogen zu früheren und gegenwärti-
gen Beziehungen und Bindungsstilen auszufül- Sechs Klientinnen nannten ihre Mutter, eine
len. Hierfür wurde die Adult Attachment Scale ihren Vater und eine ihre Oma als wichtigste
– Revised (AAS-R) eingesetzt (Schmidt / Mueh­ Bezugsperson in ihrer Kindheit. Die genannten
lan / Brähler 2016). Bezugspersonen zeigten aus Sicht der Studien-
teilnehmerinnen jedoch kaum emotionale Nä­
Bei der Interviewdurchführung wurde ein Inter- he. Vielfach setzten sie auch wenig Grenzen,
viewleitfaden genutzt, der sowohl für die jun- gaben kaum Orientierung und waren wenig
gen Mütter als auch für die Expertinnen vier verlässlich und kongruent.
größere Themenbereiche umfasste:
„Also, wir haben nie so super viel miteinander ge­
➤ Fragen zur Kindheit der jungen Mütter, redet, weil ich nie das Bedürfnis dazu hatte und es
insbesondere zu eigenen frühkind- nie von mir aus gemacht habe, und meine Mutter
lichen Bindungs- und Beziehungs- dementsprechend auch nicht. Also, das war auch
erfahrungen; schon von Geburt an. […] Generell ist sie sehr,
➤ Fragen zu den aktuellen (sozialen) sehr [sparsam] mit Lob umgegangen oder auch
Beziehungen sowie zur Beziehungs­ mit körperlicher Nähe oder auch mit Worten. Sie
gestaltung; war jetzt nicht, dass sie oft gesagt hat: ,Ich habe

uj
4 | 2018

PDF bereitgestellt von Reinhardt e-Journals | © 2019 by Ernst Reinhardt Verlag


Persönliche Kopie für Bibliothek Katho-Nrw Köln, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen , Köln
Abonummer: 1106991. Zugriff am 26.07.2019
Alle Rechte vorbehalten. www.reinhardt-verlag.de
182 Junge Mütter in stationären Mutter-Kind-Einrichtungen

dich lieb‘ oder ,Ja, nimm mich doch mal in den Soziale Beziehungen, Freundschaften,
Arm‘. Das kam so gut wie gar nicht von ihrer Seite Partnerschaft
aus.“  (Mareike, 17 Jahre, Mutter eines 18 Mona-
te alten Sohns) Bei der Auswertung des eingesetzten Bindungs­
fragebogens (AAS-R) zeigte sich bei allen Klien-
In einigen Fällen hatten die jungen Mütter in tinnen eine geringe Ausprägung in den Skalen
ihrer Kindheit elterliche Trennungen bzw. Schei- Nähe und Vertrauen im Hinblick auf die Gestal-
dungen, Beziehungsabbrüche sowie häufig tung naher sozialer Beziehungen. Dies lässt in
wechselnde Partnerschaften der Mutter erlebt, der Regel auf eine eher distanzierte, vorsichtige
die mit mehreren Wohnortswechseln verbun- oder misstrauische Grundhaltung in Bezug auf
den waren. Einige Studienteilnehmerinnen wa- Partnerschaften und Freundschaften schließen.
ren längere Zeit in stationären Einrichtungen Die meisten Klientinnen hatten außerhalb der
der Kinder- und Jugendhilfe untergebracht und Einrichtung kaum soziale Kontakte zu anderen
wurden zeitweise in der Kinder- und Jugend- Jugendlichen.
psychiatrie behandelt. Die Hälfte der Studien-
teilnehmerinnen hatten Mütter, die selbst noch Im Hinblick auf bisherige partnerschaftliche
minderjährig oder heranwachsend waren, als Beziehungen ließen sich bei der Mehrzahl der
sie schwanger wurden. Klientinnen zahlreiche Beziehungsabbrüche
feststellen. Die Hälfte der Klientinnen war al-
leinerziehend, die andere Hälfte lebte in einer
Die eigene Mutterschaft (neuen) Partnerschaft. Eine große Anzahl der
als „Rettungsanker“ Studienteilnehmerinnen hatte Gewalterfah-
rungen durch den Kindsvater erlebt.
Die Mehrzahl der Klientinnen gab fehlende Zu-
wendung, Vernachlässigung und gravierende
psychische Belastungen während ihrer Kindheit Kontakt zur eigenen Mutter / 
an. Einige dieser jungen Mütter nannten trau- zur primären Bindungsperson
matische familiäre Erlebnisse, wie z. B. Gewalt in
der Partnerschaft der Eltern. Vereinzelt wurde Fast alle der befragten Klientinnen benannten
vom eigenen sexuellen Missbrauch oder von ihre Mutter bzw. die primäre Bindungsperson
Zwangsprostitution berichtet. Häufig wurde ihrer Kindheit auch als aktuell wichtigste Bezugs-
auch jugendliches Risikoverhalten in der Ver- person. Bei der Hälfte der Befragten hatte wäh-
gangenheit geschildert, z. B. Diebstahl oder re- rend der Adoleszenz der Klientinnen ein Kon-
gelmäßiger Drogen- und Alkoholkonsum. Vor taktabbruch zur Mutter stattgefunden. Während
dem Hintergrund ihrer meist als extrem belastet der Schwangerschaft bzw. nach der Geburt des
erlebten Kindheit und Jugend sahen einige der Kindes wurde der Kontakt jedoch in allen Fällen
befragten Klientinnen ihre Schwangerschaft wiederhergestellt und intensiviert. Von einer
und Mutterschaft als eine Art „Selbstrettung“: Mehrzahl der Klientinnen wurde der aktuelle Ein-
fluss ihrer Mutter bzw. die Abhängigkeit von ihr
„Ohne sie [Tochter] weiß ich nicht, wie ich heute als stark eingeschätzt; mehrere Studienteilneh-
wäre. Abgerutscht bestimmt, sehr abgerutscht. merinnen benannten sie als sichere und verläss-
[…] Weil ich damals, wo ich mit dem Kindsvater liche Bindungsperson. Die meisten Klientinnen
zusammen war und Alina noch nicht da war oder fühlten sich verantwortlich für die Beziehungs-
im Bauch war, da habe ich Drogen genommen. gestaltung zu ihrer Mutter; vereinzelt gingen die
Ich habe sehr viele Drogen genommen und Al­ Bemühungen um eine Aufrechterhaltung der
kohol getrunken, war so gesagt asozial.“  (Elena, Beziehung einseitig von den minderjährigen
19 Jahre, Mutter einer 14 Monate alten Tochter) und heranwachsenden Müttern aus.

uj
4 | 2018

PDF bereitgestellt von Reinhardt e-Journals | © 2019 by Ernst Reinhardt Verlag


Persönliche Kopie für Bibliothek Katho-Nrw Köln, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen , Köln
Abonummer: 1106991. Zugriff am 26.07.2019
Alle Rechte vorbehalten. www.reinhardt-verlag.de
Junge Mütter in stationären Mutter-Kind-Einrichtungen 183

Positive Selbstwahrnehmung ­ ickelns oder Fütterns absichtlich ärgern und


W
und Selbstdarstellung als Mutter beschämen wollte. Bei vielen jungen Müttern
zeigten sich diese Schwierigkeiten vor allem in
Mehr als die Hälfte der Klientinnen stellten sich emotionalen Überforderungssituationen und
im Interview als gute, kompetente Mütter dar in Phasen akuter psychosozialer Belastung.
und berichteten von einer sehr verlässlichen Dies korrespondiert mit dem Ergebnis, dass
und feinfühligen Beziehung zu ihren Kindern. sich viele der jungen Mütter als sehr impulsiv
Zum Teil wurde die eigene mütterliche Kompe- einschätzten und dies auch als Grund dafür
tenz in den Interviews regelrecht idealisiert: nannten, dass sie in manchen Situationen nur
die eigenen Bedürfnisse sehen könnten. Aus
„Ich weiß nicht, wie ich das erklären soll … Ich bin der Sicht der Bezugsbetreuerinnen gab es nur
[wie] Mutter Theresa! So beschreiben mich andere in wenigen Fällen eine hinreichend konstante
Leute, ich bin einfach Mutter Theresa. Ich gucke und verlässliche Beziehung zwischen Mutter
auf jeden Pieps, was mein Kind macht und auch, und Kind, dennoch wurde die Mutter-Kind-Bin-
was andere Leute oder Kinder machen. Achte dung in der Mehrzahl der Fälle zum Zeitpunkt
auch auf jedes einzelne Detail, was bei mir im Um­ der Studie als sicher eingeschätzt.
feld mit Kindern zu tun hat. Und wenn was ist,
springe ich auch direkt, nicht wie die anderen
Mütter und warte und warte und warte. Anders Transgenerationale Muster
kann ich mich selbst nicht beschreiben.“  (Jana,
16 Jahre, Mutter einer 24 Monate alten Tochter) In einigen Fällen sahen die Studienteilneh-
merinnen ihre eigene Mutter als Vorbild für die
In den Interviews zeigten sich bezüglich der Erziehung des eigenen Kindes an. Die Mehrzahl
Selbstdarstellung Ambivalenzen. Die meisten der jungen Mütter äußerten hingegen, dass sie
der Studienteilnehmerinnen berichteten, dass sich bewusst nicht am Erziehungsverhalten ih-
es ihnen schwer fällt, ihre Mutterrolle anzu­ rer Mütter orientieren wollten. Diese Distanzie-
nehmen, und sie sich verstärkt mit ihren Ent- rung wurde in der Regel damit begründet, dass
wicklungsaufgaben auseinandersetzen, insbe- die Klientinnen die Fehler ihrer Mütter bei der
sondere mit jugendspezifischen Themen wie Erziehung ihrer eigenen Kinder vermeiden woll-
Identitätsfindung und der Selbstständigkeit. ten. Nach Einschätzung der Bezugsbetreuerin-
nen gelang es nur wenigen der minderjährigen
und jungen Mütter, dysfunktionale Erziehungs-
Defizite im Hinblick auf muster der eigenen Mutter nicht zu wiederho-
Feinfühligkeit und Responsivität len. Bei den meisten Klientinnen sei hingegen
davon auszugehen, dass sie die ihnen aus der
Der zumeist sehr positiven Selbsteinschätzung eigenen Kindheit bekannten mütter­lichen bzw.
der jungen Mütter stand in etlichen Fällen eine elterlichen Verhaltensweisen ungewollt und
deutlich geringer eingeschätzte Kompetenz zum Teil unbewusst reproduzieren.
von Seiten der Bezugsbetreuerinnen gegen-
über. Bei der Hälfte der Klientinnen wurde eine
mangelnde Responsivität im Hinblick auf die Diskussion
Bedürfnisse ihrer Kinder festgestellt. An einigen
Beispielen wurde deutlich, dass den jungen Bei der Einordnung der vorliegenden Interview­
Müttern die Fähigkeit fehlte, kindliche Signale studie muss berücksichtigt werden, dass nur
differenziert und feinfühlig zu deuten. So hat- eine relativ kleine Stichprobe junger Mütter
ten viele Mütter das Empfinden, dass ihr Baby befragt wurde. Außerdem wurden ausschließ-
sie durch Tritte oder Schläge während des lich Mütter in die Studie einbezogen, die in sta-

uj
4 | 2018

PDF bereitgestellt von Reinhardt e-Journals | © 2019 by Ernst Reinhardt Verlag


Persönliche Kopie für Bibliothek Katho-Nrw Köln, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen , Köln
Abonummer: 1106991. Zugriff am 26.07.2019
Alle Rechte vorbehalten. www.reinhardt-verlag.de
184 Junge Mütter in stationären Mutter-Kind-Einrichtungen

tionären Mutter-Kind-Einrichtungen betreut oft als allein und isoliert, was zu Überforderungs­
wurden. Die berichteten Ergebnisse sind daher gefühlen und einer negativen Abwärtsspi­rale
nicht ohne Weiteres auf alle jugendlichen Müt- des Selbstwertgefühls führen kann (Kluth et al.
ter übertragbar und müssen mit der entspre- 2010; Kölbl 2007). Hinzu kommen Einschränkun­
chenden Vorsicht interpretiert werden. Trotz gen der Autonomie durch die Versorgung des
dieser Einschränkung sind die Ergebnisse sehr Kindes (Nakhla / Doege / Engel-Otto 2012). Und
aufschlussreich und gestatten spannende Ein- auch die Regeln und Strukturen einer Mutter-
blicke in die oft schwierigen Biografien minder- Kind-Einrichtung (Hontschik / Ott 2017) stehen
jähriger und heranwachsender Mütter. Sie ste- oft im Widerspruch zu den jugendlichen Bedürf-
hen im Einklang mit einer Reihe von anderen nissen nach Freiheit und Unabhängigkeit.
Forschungsbefunden. Es wird deutlich, dass
psychosoziale Risikofaktoren, wie z. B. Gewalt­ Interessanterweise präsentierte sich die Mehr-
erfahrungen, Armut und eine elterliche psychi- heit der jungen Mütter in den Interviews als
sche Erkrankung, aber auch dysfunktionale Be- sehr feinfühlig und kompetent in ihrer Mutter-
ziehungsstrukturen sowie die unzureichende rolle. Vermutlich spielte hierbei auch eine Rolle,
Befriedigung kindlicher Bedürfnisse die Entste- dass die Studienteilnehmerinnen trotz der zu-
hung einer frühen Schwangerschaft begünsti- gesicherten Anonymität und Schweigepflicht
gen (Dahmen et al. 2013). Lieblose Beziehungen Sorge hatten, ihr Kind bei einer differenzierte-
und unsichere Bindungen beeinflussen junge ren oder negativen Selbstbeurteilung womög-
Mütter nachhaltig in ihrer Persönlichkeitsent- lich in Obhut geben zu müssen (Hontschik / Ott
wicklung und Beziehungsgestaltung (Dahmen 2017). Allerdings waren die Klientinnen auch
et al. 2013; Hampel et al. 2007). Der Aufbau einer anderweitig darum bemüht, Anerkennung und
sicheren Bindung war in der Kindheit der jun- Bestätigung als Mutter zu bekommen, insbe-
gen Mütter oft nicht möglich, weil ihre kindli- sondere bei ihrer primären Bezugsperson. Sie
chen Grundbedürfnisse nicht verlässlich befrie- schienen beweisen zu wollen, den Herausfor-
digt wurden (Ziegenhain 2007; Guedeney et al. derungen ihrer Mutterschaft trotz aller ungüns-
2008; Petermann / Petermann / Damm 2008). Aus tigen Umstände und vielfältiger gesellschaftli-
diesem Grund konnten sie selbst oft nur unsiche- cher Vorurteile gewachsen zu sein (Ziegenhain / 
re, in der Regel vermeidende Bindungsmuster Derksen / Dreisörner 2004).
aufbauen, die sich nachhaltig und negativ auf
ihre Beziehungsgestaltung und ihre Bindungs- Die meist sehr positive Selbsteinschätzung der
fähigkeit auswirken. Die in der Herkunftsfamilie minderjährigen und heranwachsenden Mütter
erlernten dysfunktionalen Verhaltensmuster konnte von den jeweiligen Bezugsbetreuerin-
stellen darüber hinaus einen erheblichen Risiko- nen nicht immer bestätigt werden. Insgesamt
faktor zur Reproduktion der internalisierten wurde deren Feinfühligkeit und Responsivität
Muster in Beziehungen zu anderen Menschen als unzureichend beurteilt. Trotzdem schätzten
dar (Kluth et al. 2010; Ziegenhain 2004). Dies die Bezugsbetreuerinnen die Mutter-Kind-Bin-
scheint u. a. eine plausible Erklärung dafür zu dung in mehr als der Hälfte der Fälle als sicher
sein, dass die in der vorliegenden Studie befrag- ein. Dies könnte daran liegen, dass die Fähig-
ten jungen Mütter kaum Kontakte außerhalb keit der jungen Mütter, die vitalen Signale ihrer
ihrer Herkunftsfamilie hatten und es als sehr Babys wahrzunehmen und zu deuten, durch
schwierig empfanden, beständige Beziehun- die Unterstützungsmaßnahmen in der Mutter-
gen zu Gleichaltrigen einzugehen. Bei jungen Kind-Einrichtung bereits wirksam gefördert
Müttern, die in stationären Jugendhilfeeinrich- werden konnte. Gleichwohl stellt sich die Frage,
tungen untergebracht sind, zeigen sich diese ob die jungen Mütter auch ohne externe Hilfe-
Probleme besonders deutlich. Trotz der dort stellung und langfristig in der Lage sind, die
erhaltenen Hilfemaßnahmen erleben sie sich Grundbedürfnisse ihrer Kinder verlässlich zu

uj
4 | 2018

PDF bereitgestellt von Reinhardt e-Journals | © 2019 by Ernst Reinhardt Verlag


Persönliche Kopie für Bibliothek Katho-Nrw Köln, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen , Köln
Abonummer: 1106991. Zugriff am 26.07.2019
Alle Rechte vorbehalten. www.reinhardt-verlag.de
Junge Mütter in stationären Mutter-Kind-Einrichtungen 185

befriedigen. In vielen der Fälle zeichnete sich anzustreben, zum anderen das Angebot einer
das Risiko einer ungewollten Reproduktion von zugewandten, wertschätzenden und verlässli-
internalisierten Verhaltensmustern ab, die die chen Beziehung zwischen der jungen Mutter
jungen Mütter in ihrer Kindheit selbst erlebt und ihrer jeweiligen Bezugsbetreuerin. In einer
hatten. Obwohl viele erklärten, die Fehler ihrer solchen Beziehung können die Klientinnen am
Mütter bzw. ihrer primären Bindungspersonen ehesten korrigierende Beziehungserfahrungen
auf keinen Fall wiederholen zu wollen, nahmen machen, die ihr Selbstvertrauen und ihre Selbst-
sie oft viele Parallelen zu deren Persönlichkeit wertschätzung stärken und ihre persönliche
und Verhalten wahr. Entwicklung fördern. Deswegen sollten Mut-
ter-Kind-Einrichtungen nicht nur gemeinsame
Interventionen für Mutter und Säugling / Kind
Ausblick und Empfehlungen anbieten, sondern auch Beratungsgespräche
für die Praxis und andere Maßnahmen für die junge Mutter
allein.
Aus den Ergebnissen der vorliegenden Studie
lassen sich eine Reihe von Anregungen und Im Sinne einer bindungsorientierten Sozialar-
Empfehlungen für die praktische Arbeit mit beit erscheinen zunächst Interventionen emp-
minderjährigen und heranwachsenden Müttern fehlenswert, die die mütterliche Feinfühligkeit
ableiten, insbesondere in stationären Mutter- und Responsivität stärken und damit den Auf-
Kind-Einrichtungen. Grundsätzlich kann es als bau einer sicheren Bindung beim Kind begüns-
eine wichtige Herausforderung gelten, transge- tigen. Hierzu zählen insbesondere Beratungs-
nerationale Verhaltens- und Beziehungsmuster und Trainingsmaßnahmen, die unmittelbar
zu durchbrechen, die bei vielen jungen Müttern im Pflege- und Betreuungsalltag ansetzen. An-
zu beobachten sind. Einerseits geht es darum, hand konkreter Pflege- und Interaktionssituatio­
konkrete mütterliche Erziehungskompetenzen nen sollten die jungen Mütter angeregt und
durch gezielte Unterstützungsmaßnahmen zu angeleitet werden, die Signale ihrer Babys und
fördern und dadurch Entwicklungsrisiken der Kleinkinder einfühlsam zu „lesen“ und ange-
Babys und Kleinkinder zu minimieren. Anderer- messen darauf zu reagieren. Dabei können
seits sollten die biografischen Erfahrungen der auch Videoaufnahmen kurzer Alltagssequen-
jungen Mütter stärker als bislang offen thema- zen (z. B. beim Wickeln, Stillen oder Spielen)
tisiert und reflektiert werden, um dysfunktiona- hilfreich sein, um das gezeigte Erziehungsver-
le Muster bewusst zu machen und zu verän- halten gemeinsam zu reflektieren und Verbes-
dern. Im Idealfall können minderjährige und serungsmöglichkeiten zu besprechen (Ziegen-
heranwachsende Mütter in einer Mutter-Kind- hain 2008).
Einrichtung korrigierende Erfahrungen machen,
die zu einer bewussten Auseinan­der­setzung Ferner sollten die jungen Mütter zu regelmäßi-
mit der eigenen Geschichte, einer Stärkung des gen gemeinsamen Alltagsaktivitäten ermutigt
Selbstwertgefühls und einer dauerhaften Ver- werden, die als positiv erlebt werden und die
besserung der Mutter-Kind-Beziehung führen Mutter-Kind-Beziehung stärken. Dazu zählen
(Ziegenhain 2008). beispielsweise Spiel- und Schwimmgruppen
für Eltern und Kinder, Babymassage-Kurse und
Vor diesem Hintergrund sollte die Arbeit in Eltern-Kind-Gruppen nach dem Prager Eltern-
Mutter-Kind-Einrichtungen grundsätzlich bin- Kind-Programm (PEKiP). Die Teilnahme an sol-
dungsorientiert ausgerichtet sein (Trost 2015). chen Gruppen fördert nachgewiesenermaßen
Dabei sind zum einen der Aufbau und die För- die Fähigkeit von Eltern, ihr Kind und dessen Be-
derung einer sicheren Bindungsbeziehung zwi- dürfnisse aufmerksam wahrzunehmen (Jung-
schen den jungen Müttern und ihren Kindern bauer 2017). Darüber hinaus eröffnen sich hier

uj
4 | 2018

PDF bereitgestellt von Reinhardt e-Journals | © 2019 by Ernst Reinhardt Verlag


Persönliche Kopie für Bibliothek Katho-Nrw Köln, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen , Köln
Abonummer: 1106991. Zugriff am 26.07.2019
Alle Rechte vorbehalten. www.reinhardt-verlag.de
186 Junge Mütter in stationären Mutter-Kind-Einrichtungen

auch Gelegenheiten für die jungen Mütter, grafiearbeit (z. B. Genogramm, Zeitstrahl, Pano-
­andere Eltern kennenzulernen, emotionale Un- ramatechniken) sinnvoll einzusetzen. Dass ein
terstützung zu erfahren und ihre Isolation zu solches Angebot auf große Akzeptanz bei den
überwinden. jungen Müttern treffen würde, zeigte sich
auch in der durchgeführten Studie: Alle be-
Weiterhin erscheinen Interventionen empfeh- fragten Studienteilnehmerinnen erlebten es als
lenswert, in denen die jungen Mütter angeregt sehr positiv, einer interessierten und verständ-
werden, über ihre eigene Lebens- und Bezie- nisvollen Interviewerin ausführlich über sich
hungsgeschichte zu erzählen und zu reflek­ selbst, ihr Leben und ihren Alltag zu erzäh-
tieren. Durch wiederholtes erzählendes Re­ len. Viele äußerten abschließend den Wunsch,
flektieren ist es im günstigsten Falle möglich, dass solche Gespräche häufiger in einem ge-
traumatische Erfahrungen aufzuarbeiten, mehr schützten Rahmen, am besten innerhalb der
emotionale Distanz zu gewinnen und sich eige- Mutter-Kind-Einrichtung, stattfinden sollten.
ner dysfunktionaler Verhaltensmuster bewuss- Auch regelmäßigen Gruppengesprächen ge-
ter zu werden. Im Rahmen von individueller meinsam mit den anderen Müttern („Erzähl-
Biografiearbeit besteht somit eine vielverspre- Cafés“) standen sie grundsätzlich positiv ge-
chende Chance, transgenerationale Muster und genüber.
„Wiederholungszwänge“ zu durchbrechen. An
dieser Stelle wird deutlich, dass Biografiearbeit
für junge Mütter sozialtherapeutischen Charak- Korrespondenzadresse der Erstautorin:
ter hat (Lammel / Pauls 2017). Aus diesem Grund Dana Meier, M. A.
sollten die Bezugsbetreuerinnen eine entspre- Welkenrather Str. 118 F
chende Fortbildung absolviert haben und in 52074 Aachen
der Lage sein, spezifische Methoden der Bio- E-Mail: danakameier@gmx.de

Literatur
Bowlby, J. (2014): Bindung als sichere Basis. Grundla- Hontschik, A., Ott, M. (2017): Die stationäre Mutter-
gen und Anwendung der Bindungstheorie. 3. Aufl. Kind-Einrichtung als pädagogisch institutionalisierter
Ernst Reinhardt, München Wohnraum. In: Meuth, M. (Hrsg.): Wohn-Räume und
Dahmen, B., Firk, C., Konrad, K., Herpertz-Dahlmann, B. pädagogische Orte. Erziehungswissenschaftliche Zu-
(2013): Adoleszente Mutterschaft. Entwicklungsrisi- gänge zum Wohnen. Springer, Wiesbaden, 123 – 149,
ken für die Mutter-Kind Dyade. Zeitschrift für Kinder- https://doi.org/10.1007/978-3-658-15805-7_5
und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, 41, 407 –  Jungbauer, J. (2014): Familienpsychologie kompakt.
418, https://doi.org/10.1024/1422-4917/a000257 2. überarbeitete und erweiterte Aufl. Beltz, Wein-
Guedeney, A., Foucault, C., Bougen, E., Larroque, B., heim
Mentré, F. (2008): Screening for risk factors of relatio- Jungbauer, J. (2017): Entwicklungspsychologie des
nal withdrawal behaviour in infants aged 14 – 18 Kindes- und Jugendalters. Ein Lehrbuch für Studium
months. European Psychiatry 23, 150 – 155, https:// und Praxis sozialer Berufe. Juventa, Weinheim
doi.org/10.1016/j.eurpsy.2007.07.008 Kluth, S., Stern, K., Trebes, J., Freyberger, H.-J. (2010):
Hampel, P., Kropf, V., Dikicic, S., König, L., Gloger-Tippelt, Psychisch kranke jugendliche und erwachsene Müt-
G., Petermann, F. (2007): Kognitive Entwicklung und ter im Vergleich. Erste Ergebnisse aus dem Modell-
sozial- emotionale Kompetenzen bei Frühgeborenen projekt „Chancen für Kinder psychisch kranker und / 
unterschiedlicher Bindungsrepräsentationen. Kind- oder suchtbelasteter Eltern“. Bundesgesundheits-
heit und Entwicklung 16, 220 – 228, https://doi.org/ blatt 53, 1119 – 1125, https://doi.org/10.1007/s001
10.1026/0942-5403.16.4.220 03-010-1149-1

uj
4 | 2018

PDF bereitgestellt von Reinhardt e-Journals | © 2019 by Ernst Reinhardt Verlag


Persönliche Kopie für Bibliothek Katho-Nrw Köln, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen , Köln
Abonummer: 1106991. Zugriff am 26.07.2019
Alle Rechte vorbehalten. www.reinhardt-verlag.de
Junge Mütter in stationären Mutter-Kind-Einrichtungen 187

Kölbl, D. (2007): Zwischen Schule, Disko und Ba- Pressemitteilungen/2016/12/PD16_428_126.html,


bywindeln – Wenn Mädchen zu Müttern werden. 12. 6. 2017
Eine so­zialpädagogische Betrachtung. Tectum, Mar- Tabel, A., Pothmann, J., Fendrich, S. (2016): Entwicklun-
burg gen bei der Inanspruchnahme und den Ausgaben
Lammel, U. A., Pauls, H. (Hrsg.) (2017): Sozialtherapie: erzieherischer Hilfen in Nordrhein-Westfalen. HzE
Sozialtherapeutische Interventionen als dritte Säule Bericht 2016. Erste Ergebnisse Datenbank 2014. In:
der Gesundheitsversorgung. vml verlag modernes www.lwl.org/@@afiles/43773703/hze_bericht_2016_
lernen, Dortmund erste_ergebnisse.pdf; 12. 6. 2017
Mayring, P. (2015): Qualitative Inhaltsanalyse. Grund- Trost, A. (2015): Bindungsorientierung in der Klinisch-
lagen und Techniken. 12. Aufl. Beltz, Weinheim therapeutischen Sozialen Arbeit. In: Lammel, U. A.,
Nakhla, D., Doege, D., Engel-Otto, M. (2012): Teenager- Jungbauer, J., Trost, A. (Hrsg.): Klinisch-therapeuti-
schwangerschaften. In: Cierpka, M. (Hrsg.): Frühe sche Soziale Arbeit. Grundpositionen – Forschungs-
Kindheit 0 – 3. Springer, Berlin/ Heidelberg, 334 – 344, befunde – Praxiskonzepte. vml verlag modernes
http://dx.doi.org/10.1007/978-3-642-20296-4_ lernen, Dortmund, 45 – 62
Ott, M., Hontschik, A., Albracht, J. (2015): (Gute) Mutter­ Wilkening, F., Freund, A. M., Martin, M. (2013): Entwick-
schaft und Kinderschutz in stationären Mutter-Kind- lungspsychologie. 2. Aufl. Beltz, Weinheim
Einrichtungen. In: Fegter, S., Heite, C., Mierendorff, J., Woodward, L., Fergusson, D. M., Horwood, L. J. (2001):
Richter, M. (Hrsg.): Neue Aufmerksamkeiten für Fami- Journal of Marriage and the Family, 49, Willey-Black-
lie. Diskurse, Bilder und Adressierungen in der Sozia- well, 257 – 270
len Arbeit. Neue Praxis. Zeitschrift für Sozialarbeit, Ziegenhain, U. (2008): Erziehungs- und Entwicklungs-
Sozialpädagogik und Sozialpolitik. Sonderheft 12, beratung für die frühe Kindheit. In: Petermann, F.,
137 – 148 Schneider, W. (Hrsg.): Angewandte Entwicklungspsy-
Petermann, U., Petermann, F., Damm, F. (2008): Entwick- chologie. Hoegrefe, Göttingen,163 – 193
lungspsychopathologie der ersten Lebensjahre. Zeit- Ziegenhain, U. (2007): Stärkung elterlicher Beziehungs-
schrift für Psychiatrie, Psychologie und Psychothera- und Erziehungskompetenzen – Chance für präventi-
pie 56, 243–253, https://doi.org/10.1024/1661-4747. ve Hilfen im Kinderschutz. In: Ziegenhain, U., Fegert,
56.4.243 J. M. (Hrsg.): Kindeswohlgefährdung und Vernachläs-
Schmidt, S., Muehlan, H., Brähler, E. (2016): AAS-R. Re- sigung. Ernst Reinhardt, München / Basel, 119 – 128
vised Adult Attachment Scale. Hogrefe, Göttingen Ziegenhain, U., Derksen, B., Dreisörner, R. (2004): Frühe
Statistisches Bundesamt (2016): Mütter im Teen- Förderung von Resilienz bei jungen Müttern und ih-
ager-Alter in Deutschland und der EU immer selte- ren Säuglingen. Kindheit und Entwicklung 13, 226 – 
ner. In: www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/ 234, https://doi.org/10.1026/0942-5403.13.4.226

uj
4 | 2018

PDF bereitgestellt von Reinhardt e-Journals | © 2019 by Ernst Reinhardt Verlag


Persönliche Kopie für Bibliothek Katho-Nrw Köln, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen , Köln
Abonummer: 1106991. Zugriff am 26.07.2019
Alle Rechte vorbehalten. www.reinhardt-verlag.de

Das könnte Ihnen auch gefallen