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BETRIEB UND WARTUNG


OM64GE.499

HYDRAULIK-HAMMER
RAMMER E 64
RAMMER E 64 CITY
RAMMER E 64 CITY-JET
BETRIEB . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Der Hammer schlägt unregelmässig jedoch

1. Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 mit voller Schlagkraft. . . . . . . . . . . . . . 52

Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Der Hammer funktioniert nicht ordnungsge-

Zu diesem Handbuch . . . . . . . . . . . . . . . 4 mäss und der Schlag hat keine Kraft. . . 52

Wichtige Sicherheitshinweise . . . . . . . . . . 5 Die Schlagzahl verringert sich . . . . . . . . 53

Garantie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Das Öl wird zu heiss . . . . . . . . . . . . . . . 53

Bestellung von Ersatzteilen . . . . . . . . . . . 6 Probleme mit der WATER-JET Bedüsung . .

2. Maschinennummer . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 54

Modell und Seriennummer . . . . . . . . . . . 7

3. Einführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
SPEZIFIKATIONEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57
1. Technische Daten des Hammers . . . . . . 58
Überblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Technische Daten E 64, CITY, CITY-JET .
Entfernen aus der Verpackung . . . . . . . . 8
58
Anweisungen zum Heben . . . . . . . . . . . . 8
Hauptabmessungen E 64, CITY, CITY-JET
Hauptteile . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
59
4. Sicherheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
2. Technische Daten der Meißel . . . . . . . . 60
Allgemeine Sicherheitsbestimmungen . . 11
Meißel E 64 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
Sicherheitsanweisungen . . . . . . . . . . . . . 11

5. Optionale Ausrüstung . . . . . . . . . . . . . . 16

Ramlube . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

Bedüsung Water-Jet . . . . . . . . . . . . . . . . 16

6. Betrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

Betriebsanweisungen . . . . . . . . . . . . . . . 17

Montage und Demontage des Hammers 29

Transport . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

Besondere Einsatzbedingungen . . . . . . . 30

Lagerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32

SCHMIERUNG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
1. Schmieren von Hydraulikhämmern . . . . 34

Empfohlene Fette . . . . . . . . . . . . . . . . . 34

Schmieren von Hand . . . . . . . . . . . . . . . 34

Automatische Schmierung . . . . . . . . . . . 35

2. Hydrauliköl des Trägergerätes . . . . . . . 36

Anforderungen an das Hydrauliköl . . . . 36

Ölkühler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38

Ölfilter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39

WARTUNG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
1. Routinewartung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42

Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42

Wartungsintervalle . . . . . . . . . . . . . . . . 42

Wartungsintervalle bei Sondereinsätzen 43

Sonstige Wartungsverfahren . . . . . . . . . 44

2. Ausbau des Meißels . . . . . . . . . . . . . . . 45

Verschleißgrenzwerte und Schmiermittel für

das Ausbauen des Meißels . . . . . . . . . . . 45

Ausbau des Meißels . . . . . . . . . . . . . . . . 45

Einsetzen des Meißels . . . . . . . . . . . . . . 46

3. Untere Meißelbuchse . . . . . . . . . . . . . . . 48

Verschleißgrenzwerte und Schmiermittel für

die untere Meißelbuchse . . . . . . . . . . . . 48

Ausbau der unteren Meißelbuchse . . . . . 48

Einbau der unteren Meißelbuchse . . . . . 49

4. Fehlersuche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51

Der Hammer startet nicht . . . . . . . . . . . 51


BETRIEB

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VORWORT

1. VORWORT

1.1 ALLGEMEINES
Wir gratulieren Ihnen zum Erwerb dieses Produktes. Vorausgesetzt, daß das Gerät
korrekt installiert ist, wird es sich als produktive Maschine erweisen, die lediglich
in regelmäßigen Abständen gewartet werden muß.

1.2 ZU DIESEM HANDBUCH


Dieses Handbuch ist so aufgebaut, daß die Ausrüstung und der sichere Betrieb der
Ausrüstung leicht verständlich sind. Außerdem enthält das Handbuch Informatio-
nen zur Wartung sowie technische Daten. Lesen Sie das Handbuch von Anfang bis
Ende gründlich durch, bevor Sie das Gerät zum ersten Mal installieren, in Betrieb
nehmen oder warten.
Die Maßeinheiten sind in diesem Handbuch als metrische Einheiten angegeben. Ge-
wichte sind z.B. in Kilogramm (kg) aufgeführt. In manchen Fällen ist in Klammern
() dahinter eine weitere Einheit angegeben: z.B. 28 Liter (7,4 US gal).
In diesem Handbuch genannte technische Daten und Ausführungen können jeder-
zeit ohne Vorankündigung geändert werden.

IN DIESEM HANDBUCH VERWENDETE SYMBOLE


Dieses Symbol kennzeichnet wichtige Sicherheitsanmerkungen im Rahmen dieses
Handbuchs. Lesen Sie die auf dieses Symbol folgende Meldung gründlich durch.
Wenn Sie diesen Sicherheitswarnhinweis nicht verstehen oder nicht befolgen, kön-
nen Sie oder andere Personen unter Umständen verletzt bzw. auch die Ausrüstung
beschädigt werden. Siehe Abbildung 1.

Dieses Symbol kennzeichnet verbotene Maßnahmen oder mit Gefahren verbundene


Standorte. Wenn Sie diesen Sicherheitswarnhinweis nicht verstehen oder nicht be-

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VORWORT

folgen, können Sie oder andere Personen unter Umständen verletzt bzw. auch die
Ausrüstung beschädigt werden. Siehe Abbildung 2.

Das nachfolgende Symbol kennzeichnet korrekte und empfohlene Maßnahmen.


Siehe Abbildung 3.

1.3 WICHTIGE SICHERHEITSHINWEISE


In diesem Handbuch sind grundlegende Sicherheitsmaßnahmen im Kapitel "Sicher-
heit" sowie bei der Beschreibung der Arbeiten, bei denen Gefährdungen auftreten,
enthalten. Am Hammer sind darüber hinaus Warnschilder angebracht, die Anwei-
sungen enthalten und auf solche besonderen Gefährdungen hinweisen, die, wenn sie
nicht beachtet werden, Verletzungs- und sogar Lebensgefahr für Sie und andere
Personen bedeuten. Die Gefahrenhinweise im Handbuch und auf den Schildern am
Hammer sind durch das Warnsymbol gekennzeichnet.
Zum korrekten Einsatz des Hammers müssen Sie auch mit dem Trägergerät sach-
gemäß umgehen können. Montieren Sie den Hammer nicht und setzen Sie ihn nicht
ein, wenn Sie mit der Bedienung des Trägergerätes nicht vertraut sind. Der Hammer
ist ein leistungsstarkes Werkzeug. Er kann Schäden verursachen, wenn die Vor-
schriften beim Einsatz nicht eingehalten werden.
Sie dürfen nicht unter Zeitdruck stehen, wenn Sie den Umgang mit dem Hammer
erlernen wollen. Nehmen Sie sich Zeit und gehen Sie vor allem auf Nummer Sicher.
Falls Sie etwas nicht verstehen, sollten Sie nicht raten, sondern Ihren örtlichen
Händler fragen. Er wird Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Die Nichteinhaltung der Vorschriften bei Einsatz, Abschmieren oder Wartung die-
ses Hammers kann gefährlich sein bzw. zu Verletzungen führen.
Setzen Sie den Hammer nicht ein, bevor Sie sich nicht mit den Anweisungen in die-
sem Handbuch vertraut gemacht haben.

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VORWORT

Führen Sie keine Abschmier- und Wartungsarbeiten am Hammer aus, bevor Sie
nicht die Anweisungen in diesem Handbuch gelesen und verstanden haben.

1.4 GARANTIE
Dem Kunden wird ein gesondertes Garantieblatt ausgehändigt, auf dem die Garan-
tiebestimmungen für den Export erläutert sind. Prüfen Sie in jedem Falle, daß Ihnen
dieses Garantieblatt mit dem Hammer übergeben wurde. Sollte es Ihnen nicht vor-
liegen, wenden Sie sich bitte unverzüglich an Ihren Rammer-Händler.

ANMELDEKARTE FÜR DIE GARANTIE


Eine Anmeldekarte für die Garantie wird nach der Montageabnahme von Ihrem
Rammer-Händler ausgefüllt, und eine Kopie wird dem Hersteller zugesandt. Diese
Karte ist ein wichtiger Beleg, da ohne sie keine Garantieansprüche bearbeitet wer-
den können. Stellen Sie also sicher, daß Sie nach der Montageabnahme eine Kopie
der Karte erhalten, und daß sie korrekt ausgefüllt ist.

MONTAGEABNAHME
Nachdem der Hammer auf dem Trägergerät installiert worden ist, muß eine Monta-
geabnahme durchgeführt werden. Bei der Montageabnahme werden bestimmte
technische Daten geprüft (Betriebsdruck, Ölmenge, etc.), um sicherzustellen, daß
sie innerhalb der spezifizierten Grenzwerte liegen.

1.5 BESTELLUNG VON ERSATZTEILEN


Sollten Sie Ersatzteile benötigen oder Fragen hinsichtlich der Wartung des Ham-
mers haben, wenden Sie sich bitte an Ihren örtlichen Rammer-Händler. Vorausset-
zung für eine schnelle Lieferung sind präzise Bestellungen.
Erforderliche Angaben:
1. Name des Kunden, Ansprechpartner
2. Bestellnummer (falls vorhanden)
3. Lieferanschrift
4. Lieferart (Luftpost, etc.)
5. Gewünschter Liefertermin
6. Rechnungsanschrift
7. Modell und Seriennummer des Hammers
8. Bezeichnung, Nummer und erforderliche Anzahl der Ersatzteile

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MASCHINENNUMMER

2. MASCHINENNUMMER

2.1 MODELL UND SERIENNUMMER


Die Seriennummer des Hammers ist in den Ventilkörper eingeschlagen. Modell und
Seriennummer befinden sich außerdem auf dem CE-Markierungsschild. Prüfen Sie,
daß das Modell und die Seriennummer mit den auf dem Deckblatt dieses Hand-
buchs angegebenen Daten übereinstimmen.
Bei der Durchführung von Reparaturen oder der Bestellung von Ersatzteilen ist die
korrekte Angabe der Seriennummer des Hammers wichtig. Nur durch die korrekte
Angabe der Seriennummer ist eine ordnungsgemäße Identifizierung und Beschaf-
fung von Teilen für ein spezifisches Produkt möglich.

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EINFÜHRUNG

3. EINFÜHRUNG

3.1 ÜBERBLICK
Der Hammer ist ein hydraulisch betriebenes Werkzeug. Er kann an jedem Träger-
gerät eingesetzt werden, das die erforderlichen hydraulischen und mechanischen
Montageanforderungen erfüllt. Prinzipiell besteht die Funktion des Hammers in ei-
nem wiederholten hydraulischen Anheben und Heruntertreiben des Schlagkolbens
auf die Schlagfläche eines herausnehmbaren Meißels.
Es sind keine gesonderten Druckspeicher erforderlich, da ein interner Druckspei-
cher die hydraulischen Druckspitzen absorbiert. Die Schlagenergie des Hammers
ist konstant und weitgehend unabhängig von der Hydraulik des Trägergerätes.

3.2 ENTFERNEN AUS DER VERPACKUNG


Entfernen Sie alle Stahlbänder von der Verpackung. Öffnen Sie die Verpackung
und entnehmen Sie alle Kunststoffteile, mit denen der Hammer abgedeckt ist. Ent-
sorgen Sie die Stahlbänder und Kunststoffe umweltgerecht. Die Holzrahmen und
Kisten können recycelt werden.
Prüfen Sie, daß sich der Hammer in gutem Zustand befindet und keinen sichtbaren
Schaden aufweist. Prüfen Sie, daß im Lieferumfang des Hammers alle bestellten
Teile und Zubehörteile enthalten sind. Einige optionale Ausrüstungen wie Einbau-
sätze, Schläuche und Anbauplatte können von Ihrem örtlichen Rammer-Händler
geliefert werden.

3.3 ANWEISUNGEN ZUM HEBEN


Zur Vermeidung von Rückenverletzungen ist zum Heben von Komponenten mit ei-
nem Gewicht von 23 kg (50 lb.) und darüber eine Hebevorrichtung zu benutzen.
Überzeugen Sie sich davon, daß sämtliche Ketten, Haken, Gurte usw. in einwand-
freiem Zustand sind und über die korrekte Tragfähigkeit verfügen. Stellen Sie si-
cher, daß Haken vorschriftsmäßig angebracht werden. Die Hubringe dürfen
während des Hebevorgangs nicht seitlich belastet werden. Benutzen Sie die Ham-
mermeißel nicht zum Heben.

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EINFÜHRUNG

Die Hebevorrichtungen müssen das Gewicht des Hammers sicher tragen können.
Siehe “Technische Daten des Hammers” auf Seite 58. Die Ketten oder Gurte zum
Heben des Hammers entsprechend der Abbildung anbringen.

Hinweis: Die Hebeöse muß stets aus dem Hammer entfernt und durch eine Blind-
schraube ersetzt werden, bevor der Hammer in Betrieb genommen wird.

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EINFÜHRUNG

3.4 HAUPTTEILE
Im Folgenden sind die Hauptteile des Hammers dargestellt:

A. Gehäuse
B. Montageflansch
C. Vibrationsdämpfungselemente
D. Anschlüße für Druck- und Rücklaufleitungen, automatische Schmierung und
Druckluft
E. Druckspeicher
F. Sperrachse
G. Befestigungsbolzen für untere Meißelbuchse
H. Hebeöse
I. Schmiernippel

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SICHERHEIT

4. SICHERHEIT

4.1 ALLGEMEINE SICHERHEITSBESTIMMUNGEN


Jede mechanische Ausrüstung stellt eine Gefahrenquelle dar, wenn sie unvorsichtig
oder ohne vorschriftsmäßige Wartung eingesetzt wird. Beim Einsatz und bei der
Wartung von Maschinen entstehen die meisten Unfälle durch die Nichtbeachtung
grundlegender Sicherheitsregeln oder Vorsichtsmaßnahmen. In vielen Fällen kann
ein Unfall dadurch vermieden werden, daß eine potentiell gefährliche Situation
rechtzeitig erkannt wird.
Da es unmöglich ist, jede nur erdenkliche Situation vorherzusehen, die eine poten-
tielle Gefahr mit sich bringen könnte, können die Warnhinweise in diesem Hand-
buch und am Hammer nicht alle Eventualitäten berücksichtigen. Wenn Verfahren,
Werkzeuge, Arbeitsweisen oder Einsatztechniken angewendet werden, die von
Rammer nicht ausdrücklich empfohlen sind, müssen Sie sich selber davon überzeu-
gen, daß Sie und andere dadurch keiner Gefahr ausgesetzt werden. Außerdem müs-
sen Sie sicherstellen, daß der Hammer durch die von Ihnen angewendeten
Arbeitstechniken und Wartungsverfahren nicht beschädigt oder zu einem unsiche-
ren Gerät gemacht wird.
Sicherheit ist jedoch nicht eine Sache der Beachtung von Warnhinweisen. Wenn Sie
mit dem Hammer arbeiten, müssen Sie sich stets bewußt sein, welche potentiellen
Gefahren bestehen und wie Sie diese vermeiden können. Arbeiten Sie nicht mit dem
Hammer, bis Sie sicher sind, daß Sie ihn kontrollieren können. Beginnen Sie keine
Arbeit, bevor Sie sich nicht davon überzeugt haben, daß Sie und andere Personen in
der Umgebung nicht gefährdet sind.

Warnung! Lesen Sie die nachstehenden Warnhinweise aufmerksam durch. Sie


zeigen verschiedene Gefahren auf und weisen darauf hin, wie diese zu vermei-
den sind. Sie und andere Personen können lebensgefährlich verletzt werden,
wenn die vorschriftsmäßigen Sicherheitsmaßnahmen nicht getroffen werden.

4.2 SICHERHEITSANWEISUNGEN

HANDBÜCHER
Lesen Sie dieses Handbuch gründlich durch, bevor Sie den Hammer anbauen, be-
treiben oder warten. Falls Ihnen etwas unklar sein sollte, wenden Sie sich an Ihren
Arbeitgeber oder Ihren örtlichen Rammer-Händler. Halten Sie dieses Handbuch
sauber und in einem guten Zustand.

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SICHERHEIT

Lesen Sie darüber hinaus das Betriebs- und Wartungshandbuch Ihres Trägergerätes
gründlich durch, bevor Sie den Hammer einsetzen.

VORSICHT UND AUFMERKSAMKEIT


Gehen Sie grundsätzlich und immer vorsichtig und aufmerksam vor, wenn Sie mit
dem Hammer arbeiten. Lassen Sie immer äußerste Vorsicht walten. Achten Sie stets
auf potentielle Gefahrenquellen. Die Möglichkeit eines schweren oder sogar tödli-
chen Unfalls ist größer, wenn Sie unter dem Einfluß von Alkohol oder anderweiti-
ger berauschender Mittel stehen.

BEKLEIDUNG
Um Verletzungen zu vermeiden, müssen Sie eine entsprechend geeignete Kleidung
tragen. Lose Kleidungsstücke können sich in der Maschine verfangen. Tragen Sie
eine der Aufgabe entsprechende Schutzkleidung.
Dazu gehören z.B.: Schutzhelm, Sicherheitsschuhe, Schutzbrille, gut passender
Overall, Gehörschutz und Arbeitshandschuhe. Manschetten müssen zugeknöpft
werden. Tragen Sie keinen Schlips oder Schal. Halten Sie langes Haar zusammen-
gebunden.

ÜBUNG
Sowohl Sie als auch andere Personen können einen tödlichen Unfall erleiden oder
verletzt werden, wenn Sie ungewohnte Arbeiten ausführen, die Sie nicht vorher ge-
übt haben. Üben Sie an einem übersichtlichen Ort abseits der Einsatzstelle.
Halten Sie andere Personen fern. Führen Sie keine neuen Arbeiten aus, bevor Sie
nicht sicher sind, daß Sie sie ohne Gefährdung erledigen können.

VORSCHRIFTEN UND GESETZLICHE BESTIMMUNGEN


Alle Gesetze, Baustellen- und anderen örtlichen Vorschriften, die Sie und Ihre Aus-
rüstung betreffen, müssen eingehalten werden.

KOMMUNIKATION
Eine schlechte Kommunikation kann zu Unfällen führen. Unterrichten Sie die Per-
sonen in Ihrer Umgebung darüber, was Sie vorhaben. Falls Sie mit anderen Perso-
nen zusammenarbeiten, müssen Sie sicherstellen, daß diesen alle Handsignale
bekannt sind, die Sie benutzen werden.
Auf Baustellen kann es sehr laut zugehen; verlassen Sie sich nicht auf mündliche
Anweisungen.

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SICHERHEIT

BAUSTELLE
Baustellen können gefährlich sein. Besichtigen Sie die Baustelle, bevor Sie mit den
Arbeiten beginnen.
Prüfen Sie auf Schlaglöcher, nicht tragfähigen Untergrund, verdeckte Felsen usw.
Prüfen Sie auf Versorgungsleitungen (Elektrokabel, Gas- und Wasserleitungen
usw.). Falls Sie die Absicht haben, den Boden aufzubrechen, markieren Sie die
Lage der unterirdischen Kabel und Rohrleitungen.

BÖSCHUNGEN UND GRÄBEN


Aufgeschüttetes Material und Gräben können einstürzen. Arbeiten Sie nicht in der
Nähe von Böschungen und Gräben, wenn Einsturzgefahr besteht.

SICHERHEITSABSPERRUNGEN
Unbewachte Ausrüstungen an allgemein zugänglichen Orten können eine Gefähr-
dung darstellen. Errichten Sie eine Sicherheitsabsperrung um das Gerät, damit Per-
sonen ferngehalten werden.

UMHERFLIEGENDE MATERIALSPLITTER
Schützen Sie sich und Ihre Umgebung vor umherfliegenden Materialsplittern. Set-
zen Sie den Hammer oder das Trägergerät nicht ein, wenn sich jemand in der Nähe
des Hammers befindet.
Halten Sie während des Hammereinsatzes die Fenster und Türen am Fahrerhaus des
Trägergerätes geschlossen. Zum Schutz der Fenster werden Schutzgitter gegen um-
herfliegende Materialsplitter empfohlen.

LEISTUNGSGRENZEN DER AUSRÜSTUNG


Ein Einsatz der Ausrüstung über die konstruktionsbedingten Leistungsgrenzen hin-
aus kann zu Schäden führen. Darüber hinaus kann er auch gefährlich sein. Siehe
“Technische Daten des Hammers” auf Seite 58.
Versuchen Sie nicht, die Leistung der Ausrüstung durch nicht genehmigte Änderun-
gen zu steigern.

HYDRAULIKMEDIUM
Dünne und unter hohem Druck stehende Strahlen von Hydraulikflüssigkeit können
die Haut durchdringen. Prüfen Sie nicht mit den Fingern auf austretende Hydraulik-
flüssigkeit. Bringen Sie Ihr Gesicht nicht in die Nähe einer vermutlich undichten
Stelle. Halten Sie ein Stück Karton nahe an die zu untersuchende Stelle und prüfen
Sie daraufhin den Karton auf Zeichen von Hydraulikmedium. Sollte Hydraulikflüs-
sigkeit in Ihre Haut eingedrungen sein, ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen.

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SICHERHEIT

HYDRAULISCHER DRUCK
Unter Systemdruck stehendes Hydraulikflüssigkeit kann zu Verletzungen führen.
Bevor Sie Hydraulikschläuche lösen oder anschließen, müssen Sie den Motor des
Trägergerätes abschalten und die Steuerungen betätigen, damit der in den Schläu-
chen anstehende Überdruck abgelassen wird. Warten Sie anschließend zehn (10)
Minuten. Halten Sie während dieses Vorgangs Personen von den Hydraulikschläu-
chen fern.
Auch wenn der Hammer vom Trägergerät abgetrennt ist, kann sich unter Umstän-
den noch unter Überdruck stehendes Öl im Hammer befinden. Achten Sie beim Ab-
schmieren und beim Einsetzen oder Entfernen von Meißeln auf mögliche
Leerschläge. Siehe “Ausbau des Meißels” auf Seite 45.

DRUCKSPEICHER
Abhängig von dem jeweiligen Modell ist der Hammer mit einem oder zwei Druck-
speichern ausgestattet. Die Druckspeicher werden auch dann unter inneren Über-
druck gesetzt, wenn kein hydraulischer Druck am Hammer ansteht. Ein Versuch,
die Druckspeicher zu zerlegen, ohne den inneren Überdruck zuvor abzubauen, kann
zu Verletzungen und tödlichen Unfällen führen. Versuchen Sie nicht, die Druck-
speicher zu demontieren, sondern setzen Sie sich vorher mit Ihrem örtlichen Ram-
mer-Händler in Verbindung.

HEBEVORRICHTUNG
Sie können verletzt werden, wenn Sie eine fehlerhafte Hebevorrichtung benutzen.
Überzeugen Sie sich davon, daß sich die Hebevorrichtung in einem guten Zustand
befindet. Stellen Sie sicher, daß die Hebevorrichtung alle geltenden Vorschriften er-
füllt und für die Aufgabe geeignet ist. Überzeugen Sie sich davon, daß die Hebevor-
richtung über eine ausreichende Tragkraft für die Aufgabe verfügt und daß Sie mit
der Bedienung vertraut sind.
Verwenden Sie weder den Hammer noch irgendwelche seiner Bestandteile zum He-
ben. Siehe “Anweisungen zum Heben” auf Seite 8. Um herauszufinden, wie mit Ih-
rem Trägergerät gehoben wird, wenden Sie sich bitte an den Händler Ihres
Trägergerätes.

ERSATZTEILE
Verwenden Sie ausschließlich Originalersatzteile. Verwenden Sie bei den Hydrau-
lik-Hämmern ausschließlich Originalmeißel. Durch die Verwendung anderweitiger
Ersatzteile oder Meißeltypen kann der Hammer beschädigt werden.

ZUSTAND DER AUSRÜSTUNG


Durch eine defekte Ausrüstung können Sie und andere Personen verletzt werden.
Verwenden sie keine Ausrüstung, die defekt ist oder bei der Teile fehlen.

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SICHERHEIT

Überzeugen Sie sich davon, daß die in diesem Handbuch beschriebenen Wartungs-
anweisungen abgeschlossen sind, bevor Sie die Ausrüstung einsetzen.

REPARATUREN UND WARTUNG


Unternehmen Sie keine Reparaturen oder irgendwelche anderen Wartungsarbeiten,
mit denen Sie nicht vertraut sind.

ÄNDERUNGEN UND SCHWEISSARBEITEN


Nicht genehmigte Änderungen können zu Verletzungen und Schäden führen. Wen-
den Sie sich an Ihren örtlichen Rammer-Händler, bevor Sie Änderungen am Ham-
mer vornehmen. Vor Durchführung von Schweißarbeiten am Hammer sind der
Generator und die Batterie des Trägergerätes abzuklemmen, wenn der Hammer am
Trägergerät eingebaut ist. Beachten Sie bitte, daß die Meißel unbrauchbar werden,
wenn an ihnen geschweißt wird. Durch derartige Schweißarbeiten wird die Garantie
daher ungültig.

METALLSPLITTER
Sie können durch umherfliegende Metallsplitter verletzt werden, wenn Sie Stahl-
bolzen ein- oder austreiben. Benutzen Sie zum Einsetzen und Entfernen von Stahl-
bolzen, wie z.B. Sperrachsen, einen weich bestückten Hammer oder einen
Schlagschrauber. Tragen Sie stets eine Schutzbrille.

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OPTIONALE AUSRÜSTUNG

5. OPTIONALE AUSRÜSTUNG

5.1 RAMLUBE
Die Schmierung des Meißels und der Hammer-Meißelbuchsen kann automatisch
erfolgen, indem das Trägergerät mit einer Schmierpumpe ausgestattet wird. Die
Meißelpaste wird über einen Schlauch von der Pumpe in den Hammer gefördert.
Das automatische Schmiersystem bietet folgende Vorteile: Längere Lebensdauer
bei Verschleißteilen und höhere Nutzungsrate des Hammers.
Die neuen Hammermodelle sind mit einem integrierten Anschlußpunkt für ein au-
tomatisches Schmiersystem ausgestattet, über den die Meißelpaste in einem inter-
nen Kanal zu der Meißelbuchse und dem Meißelschaft geführt wird. Siehe
“Ramlube-Betrieb” auf Seite 28.

5.2 BEDÜSUNG WATER-JET

Die Hammermodelle City Pro und Jet können auf die Verwendung eines Wasser-
spritzsystems umgerüstet werden. Bei Hämmern mit Wasserspritzung wird unter
Druck stehendes Wasser durch einen eingebauten Kanal zu den Düsen im Hammer-
gehäuse geführt. Dieser Wasserstrahl verhindert Staubablagerungen.
In geschlossenen Räumen wie Tunneln und Gebäuden können durch den Betrieb ei-
nes Hammers große Staubmengen anfallen, wodurch der Betrieb sowohl des Trä-
gergerätes als auch des Hammers schwieriger wird, was eine Verschlechterung der
Produktivität zur Folge hat. Siehe “Betrieb mit Water-Jet Bedüsung” auf Seite 28.

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BETRIEB

6. BETRIEB

6.1 BETRIEBSANWEISUNGEN

EMPFOHLENER VERWENDUNGSZWECK
Der Hammer ist für den Einsatz beim Brechen von Beton, Straßendecken oder As-
phalt sowie bei hartem oder gefrorenem Boden bestimmt. Der Hammer kann auch
zum Brechen mittelgroßer Gesteinsblöcke sowie zum Abreißen von Stahlbaukon-
struktionen sowie für größere Ausschachtungs- und Räumarbeiten verwendet wer-
den. Ihr örtlicher Rammer-Händler ist gerne bereit, Ihnen weitere Informationen
vorzulegen.

BETRIEBSBEDINGUNGEN
Einbauprinzip
Für den Betrieb der Hämmer sind fast alle Trägergeräte geeignet, die den mechani-
schen und hydraulischen Anforderungen entsprechen. Siehe “Technische Daten des
Hammers” auf Seite 58.
Der Hammer wird an dem Trägergerät praktisch in der gleichen Weise montiert,
wie ein Baggerlöffel oder eine andere Ausrüstung. Für ein am Löffelstiel montiertes
Gerät ist auch eine separate Anbauplatte erforderlich.
Das Gerät ist über einen Installationssatz an den Hydraulikkreis des Trägergerätes
angeschlossen. Wenn das Trägergerät bereits mit einem Installationssatz ausgestat-
tet ist, sind für den Einbau nur noch geeignete Schläuche und Armaturen erforder-
lich. Wenn das Trägergerät keine derartige geeignete Ausrüstung aufweist, muß
eine solche Vorrichtung montiert werden. Hierfür sind unter Umständen umfangrei-
che Installationsarbeiten erforderlich einschließlich neuer Rohrleitungen und zu-
sätzlicher Ventile, wie z.B. einem Durchflußregelventil oder einem
Druckbegrenzungsventil.
Geeignete Installationssätze sind vom Hersteller, den örtlichen Händlern, von den
Herstellern des Trägergerätes und deren Händlern erhältlich.
Hydrauliköl
Im allgemeinen kann das ursprünglich für das Trägergerät vorgesehene Hydrauliköl
in diesem Hammer verwendet werden. Siehe “Anforderungen an das Hydrauliköl”
auf Seite 36.
Betriebstemperatur
Die Betriebstemperatur liegt zwischen -20° C und +80° C (-4° F bis +176° F). Zur
Vermeidung von Bruchschäden an den Membranen der Druckspeicher und am Mei-
ßel sind Hammer und Meißel vor dem Einsatz anzuwärmen, wenn die Temperatur

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BETRIEB

unter -20° C (-4°F) liegt. Während des Einsatzes behalten die Teile eine ausreichen-
de Temperatur bei.
Hinweis: Die Temperatur des Hydrauliköles muß überwacht werden. Vergewissern
Sie, daß Ölqualität und überwachte Öltemperatur zusammen die richtige Ölviskosi-
tät garantieren. Siehe “Ölspezifikation” auf Seite 36.
Lärmdämpfung
Wenn der Hammer in der Nähe von Wohngebieten und anderen lärmempfindlichen
Bereichen eingesetzt wird, kann es zu Lärmbelästigung kommen. Zur Vermeidung
unnötigen Lärms befolgen Sie bitte die nachstehenden Grundregeln:
1. Halten Sie den Meißel während des Hammerbetriebs des in einem Ansatzwin-
kel von 90° zum Material und halten Sie die Andruckkraft in einer Linie mit
dem Meißel
2. Ersetzen oder reparieren Sie alle verschlissenen, beschädigten oder losen Teile.
Sie schonen dadurch nicht nur den Hammer, sondern reduzieren auch den
Lärmpegel.

Für das Brechen in Wohngebieten sind die schallgedämpften CITY-Modelle ganz


besonders geeignet.

GRUNDREGELN DES BRECHENS


Zur Verlängerung der Lebensdauer des Hammers sind der vorschriftsmäßigen Ar-
beitsmethode und der Auswahl des für die Aufgabe geeigneten Meißels besondere
Aufmerksamkeit zu schenken. Man unterscheidet prinzipiell zwischen zwei Arten
des Brechens mit einem Hydraulik-Hammer:
Penetrierendes Brechen
Bei dieser Form des Brechens wird ein Spitz- oder ein Flachmeißel in das Material
geschlagen. Diese Methode ist in weichem, geschichtetem oder plastischem und
wenig abrasivem Material am wirkungsvollsten. Wegen ihrer hohen Schlagzahl
sind die kleineren Hämmer für das penetrierende, d.h. eindringende Brechen beson-
ders geeignet.
Schlagbrechen
Beim Schlagbrechen wird das Material durch sehr starke mechanische Spannungs-
wellen gebrochen, die vom Werkzeug in das zu brechende Material übertragen wer-
den. Die optimale Energieübertragung zwischen dem Meißel und dem Arbeitsstück
wird mit einem stumpfen Meißel erzielt. Schlagbrechen wird bei hartem, sprödem

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BETRIEB

und stark abrasivem Material am wirkungsvollsten eingesetzt. Der Einsatz von


Flachmeißeln in hartem Material führt zu einem sehr starken Verschleiß an der
Schneide. Wegen ihrer hohen Schlagkraft sind die großen Hämmer die idealen
Werkzeuge für das Schlagbrechen.

WAHL DES MEIßELS


Rammer bietet eine Auswahl an Standard- und Spezialmeißeln, mit denen sich alle
Einsatzbereiche abdecken lassen. Der korrekte Meißel ist so zu wählen, daß optima-
le Arbeitsergebnisse bei möglichst langer Standzeit des Meißels erzielt werden. Un-
ter Umständen müssen Sie einige Tests durchführen, um den optimalen Meißeltyp
für eine spezifische Anwendung zu finden; setzen Sie sich bitte mit Ihrem Rammer-
Händler in Verbindung. Siehe “Technische Daten der Meißel” auf Seite 60.
Flach- und Spitzmeißel
■ Für Sedimentgestein (z.B. Sandstein) und schwach metamorphes Gestein, in
das der Meißel eindringt
■ Beton
■ Graben- und Böschungsbau
Stumpfmeißel
■ Für Eruptivgestein (z.B. Granit) und hartes, metamorphes Gestein (z.B. Gneis),
in das der Meißel nicht eindringt
■ Beton
■ Brechen von Gesteinsblöcken
Superstumpfmeißel
■ Bei extremem Meißelverschleiß in Eruptivgestein (z.B. Granit) und hartem,
metamorphen Gestein (z.B. Gneis), in das der Meißel nicht eindringt
■ Brechen von Gesteinsblöcken (extrem abrasives Gestein)
■ Nicht für penetrierendes Brechen oder in nicht-abrasivem Gestein ver-
wenden!

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BETRIEB

Spatenmeißel
■ Bei gefrorenem oder dichtem Boden
■ Asphalt
Stampfplatte
■ Zur Bodenverdichtung
■ Zum Einschlagen vom Pfählen
Es ist wichtig, daß Sie einen Meißel wählen, der für Ihren Hammer und die von Ih-
nen geplante Anwendung geeignet ist. Die zur Verfügung stehende Auswahl an
Meißeln ist abhängig vom Hammermodell. Siehe “Technische Daten der Meißel”
auf Seite 60.

ALLTÄGLICHER EINSATZ

Warnung! Schützen Sie sich und Ihre Umgebung gegen umherfliegende Ge-
steinssplitter. Setzen Sie den Hammer oder das Trägergerät nicht ein, wenn
sich jemand in der Nähe des Hammers befindet.

Die Standardausführung des Hammers darf nicht bei Unterwasserarbeiten


eingesetzt werden. Wenn Wasser in den Raum eindringt, in dem der Kolben
auf den Meißel schlägt, wird eine starke Druckwelle erzeugt, und der Hammer
kann beschädigt werden.
1. Bereiten Sie das Trägergerät für normale Tiefbauarbeiten vor. Bringen Sie das
Trägergerät in die erforderliche Stellung und schalten Sie das Fahrgetriebe auf
Neutral.

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BETRIEB

2. Stellen Sie den Motor auf die empfohlene Drehzahl.


3. Stellen Sie die Regler des Trägergerätes vorsichtig so ein, daß sich Hammer
und Ausleger in Brechposition befinden. Durch schnelle und unvorsichtige
Auslegerbewegungen kann der Hammer beschädigt werden.

4. Drücken Sie den Hammer mit Hilfe des Baggerauslegers fest an das Arbeits-
stück an. Den Hammer nicht mit dem Ausleger anhebeln. Drücken Sie mit dem
Ausleger nicht zu stark und nicht zu wenig. Die Andruckkraft ist korrekt, wenn
die Ketten des Fahrwerks sich gerade eben vom Boden abzuheben beginnen.

5. Setzen Sie den Meißel in einem Winkel von 90° am Arbeitsstück an. Vermei-
den Sie kleinere Unregelmäßigkeiten als Ansatzstelle am Arbeitsstück, da diese

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BETRIEB

leicht brechen und dadurch entweder Leerschläge oder einen falschen Ansatz-
winkel verursachen.

 
,
,


 

6. Beim Abreißen vertikaler Konstruktionen (z.B. gemauerten Wänden) den Mei-
ßel in einem Winkel von 90° zur Wand ansetzen.

 
 7. Starten Sie den Hammer.

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BETRIEB

8. Zum Schutz des Bedieners gegen umherfliegende Stücke wird ein Schutz-
schirm empfohlen. Halten Sie die Fenster und Türen des Fahrerhauses während
des Betriebs geschlossen.

9. Hinweis: Achten Sie beim Schlagen auf das Geräusch des Hammers. Wenn das
Schlaggeräusch dünner wird und die Schlagleistung nachläßt, ist der Meißel
nicht vorschriftsmäßig am Arbeitsstück angesetzt und/oder der Meißel wird
nicht stark genug angedrückt. Setzen Sie den Meißel korrekt an und drücken Sie
ihn fest gegen das Material.
10. Schlagen Sie nicht länger als 15 Sekunden an der gleichen Stelle. Schalten Sie
den Hammer ab und ändern Sie die Stellung des Meißels, falls das Arbeitsstück
nicht bricht oder der Meißel nicht eindringt. Übermäßig langes Schlagen an ei-
nem Punkt erzeugt Steinstaub unter dem Meißel. Durch den Staub wird die
Schlagwirkung gedämpft und Wärme erzeugt.

11. Lassen Sie den Meißel nicht aus dem Hammer wandern, wenn er tiefer ein-
dringt. Halten Sie die Andruckkraft auf den Hammer beim Brechen aufrecht.

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BETRIEB

12. Der Hammer wird beim Brechen großer Gesteinsbrocken am wirkungsvollsten


eingesetzt, wenn Sie in kleinen Schritten von der äußeren Kante zur Mitte vor-
gehen.

13. Arbeiten Sie auf hartem oder gefrorenem Boden nach der Abstechmethode. Be-
ginnen Sie damit, daß Sie einen kleinen Bereich von der Kante abarbeiten. Set-
zen Sie dann das Brechen von Material zum offenen Bereich fort.
14. Schalten Sie den Hammer schnell ab. Lassen Sie den Hammer nicht durchfallen
und vermeiden Sie Leerschläge, wenn das Arbeitsstück bricht. Häufige Leer-
schläge haben eine nachteilige Wirkung auf den Hammer. Das Gehäuse ver-
schleißt schneller, wenn der Hammer durchfällt.

15. Schlagen und hebeln Sie niemals gleichzeitig, wenn Sie Beton bzw. hartes oder
gefrorenes Erdreich brechen. Der Meißel kann dabei abbrechen. Steine in har-
tem oder gefrorenem Erdreich können eine Verbiegung verursachen. Gehen Sie

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BETRIEB

vorsichtig vor und schalten Sie den Hammer ab, wenn Sie einen plötzlichen Wi-
derstand unter dem Meißel bemerken.

16. Halten Sie den Meißel immer in einem Winkel von 90°. Sollte sich das Arbeits-
stück bewegen oder die Oberfläche brechen, müssen Sie den Ansatzwinkel so-
fort korrigieren. Halten Sie die Kraft und den Meißel auf einer Linie.
17. Der Hammer darf nicht zum Bewegen von Felsbrocken verwendet werden. Für
diesen Zweck sind die Steinklauen vorgesehen.

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BETRIEB

18. Verwenden Sie den Hammer nicht, um Bruchstücke vom Boden wegzuräumen.
Hierdurch könnte der Hammer beschädigt werden und das Gehäuse verschleißt
schneller.

19. Vergewissern Sie sich, daß der Hammer während des Betriebs nicht den Aus-
leger des Trägergerätes oder die Hydraulikleitungen berührt.

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BETRIEB

20. Setzen Sie den Hammer nicht ein, wenn sich der Stiel- oder der Löffelkippzy-
linder des Trägergeräts an einem Ende seines Hubs befindet (entweder voll ein-
oder ausgefahren). Das Trägergerät kann dadurch beschädigt werden.

21. Verwenden Sie den Hammer oder die Meißel nicht zum Anheben. Die Hebe-
ösen am Hammer dienen nur zur Lagerung und zu Wartungszwecken.

22. Der Meißelschaft muß während des Betriebs gut geschmiert werden. Regelmä-
ßige Sichtprüfungen während des Betriebs sind empfohlen. Wenn der Meißel-
schaft kein Schmierfett aufweist, müssen die Abschmierintervalle verkürzt

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BETRIEB

werden. Wenn der Meißelschaft zu stark mit Schmierfett bedeckt ist, müssen
die Abschmierintervalle verlängert werden.

RAMLUBE-BETRIEB
Die Schmierung des Meißels und der Hammer-Meißelbuchsen kann automatisch
erfolgen, indem das Trägergerät mit einer Schmierpumpe ausgestattet wird. Das
Meißelschmierfett wird über einen Schlauch von der Pumpe in den Hammer geför-
dert. Während des Betriebs muß der Fettbehalter mit einem geeigneten Werkzeug-
fett gefüllt sein. Die Pumpenleistung ist den Betriebsbedingungen anzupassen.
Das automatische Schmiersystem bietet folgende Vorteile:
■ Längere Lebensdauer bei Verschleißteilen
■ Höhere Nutzungsrate des Hammers
Die neuesten Hammermodelle sind mit einem integrierten Anschlußpunkt für ein
automatisches Schmiersystem ausgestattet, über den die Meißelpaste in einem in-
ternen Kanal zu der Meißelbuchse und dem Meißelschaft geführt wird.

BETRIEB MIT WATER-JET BEDÜSUNG


Die Pro-Modelle von Rammer sind mit einem eingebauten Bedüsungssystem aus-
gerüstet, das sich im Hammergehäuse befindet. Die Wassereintrittsleitung ist mit R
1/2"-Verschraubungen im Gehäuse an den Hammer angeschlossen. Die inneren
Rohre führen unter die Steinwälzklauen, und das Wasser wird durch die Düsen auf
das zu brechende Material und den Meißel gesprüht.
Das Bedüsungssystem dient dem Zweck, Staub, der beim Brechen entsteht, zu re-
duzieren. Dies wird durch den Wasserstrahl in wirkungsvoller Weise erreicht. Der

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BETRIEB

Einsatz des Bedüsungssystems eignet sich daher insbesondere für Tunnel- und Ab-
brucharbeiten.

Düsentyp Druck Wasserdurchfluß pro Düse


Feines Sprühen (mit 3 - 5 bar 2.5 - 5 l/min
Standarddüsen)
Starkes Sprühen (ohne 5 - 8 bar 10 - 20 l/min
Düsen)

6.2 MONTAGE UND DEMONTAGE DES HAMMERS

DEMONTAGE VOM TRÄGERGERÄT

Warnung! Der Hammer ist gegen Umkippen zu sichern, sobald er vom Träger-
gerät abgenommen ist. Setzen Sie ausschließlich erfahrenes Bedienungsperso-
nal ein, um das Trägergerät zur Demontage des Hammers in Stellung zu
bringen!

Warnung! Der Hydraulikdruck im Hammer muß unbedingt abgebaut wer-


den, bevor Sie die Schlauchanschlüsse öffnen!
1. Legen Sie den Hammer waagerecht auf den Boden und entfernen Sie den Mei-
ßel.
2. Schalten Sie den Motor des Trägergerätes ab. Benutzen Sie die Ausleger- und
Hammer-Steuerelemente, um den noch in den Schläuchen vorhandenen Rest-
druck abzubauen. Warten Sie zehn Minuten, bis der Öldruck gefallen ist.
3. Schließen Sie die Eintritts- und Austrittsleitungen des Hammers. Wenn
Schnellkupplungen verwendet werden, werden die Hammerleitungen durch das
Lösen automatisch geschlossen. Wenn in der Hammerleitung Absperrventile
eingebaut sind, müssen Sie sich vergewissern, daß diese geschlossen sind.
4. Nehmen Sie die Schläuche ab. Verschließen Sie die Schläuche sowie die Ein-
tritts- und Austrittsöffnungen des Hammers mit Stopfen.
5. Entfernen Sie die Löffelbolzen und andere Teile.

Seite 29 - BETRIEB © 1999 SANDVIK TAMROCK CORP.


BETRIEB

6. Das Trägergerät kann jetzt beiseite gefahren werden.

MONTAGE
1. Bringen Sie den Hammer auf die gleiche Weise an, wie ein Löffel montiert
wird. Setzen Sie die Löffelbolzen ein.
2. Schließen Sie die Schläuche an. Der Druckanschluß des Hammers am Ventil-
körper ist mit "IN" und der Rücklaufanschluß mit "OUT" gekennzeichnet.
3. Die Eintritts- und Austrittsleitungen zum Hammer öffnen.

6.3 TRANSPORT
Die Transport- und Parkstellungen sind nachfolgend dargestellt. Wenn Sie das Trä-
gergerät mit eingesetztem Hammer bewegen, müssen sie sich vergewissern, daß
sich der Hammer nicht zu dicht vor dem Trägergerät befindet und nicht gegen das
Fenster des Fahrerhauses gerichtet ist.

6.4 BESONDERE EINSATZBEDINGUNGEN


Unter Umständen muß der Hammer auch unter Bedingungen eingesetzt werden, die
sich von normalen Brech- oder Abbrucharbeiten unterscheiden, wie z.B.:

Seite 30 - BETRIEB © 1999 SANDVIK TAMROCK CORP.


BETRIEB

■ Hammer-Tunnelbau
■ Gießerei-Säuberungsarbeiten
■ Unterwasserbetrieb
■ Betrieb bei extrem niedrigen oder hohen Temperaturen
■ Verwendung von speziellen Hydraulikmedien
■ Hammerbetrieb mit Spezial-Trägergeräten (besonders langer Ausleger etc.)
■ andere besonderen Einsatzbedingungen
Für den Einsatz von Hämmern unter besonderen Bedingungen sind unter Umstän-
den Änderungen an dem Gerät erforderlich, besondere Betriebstechniken, häufigere
Wartungsarbeiten oder spezielle Verschleißteile.
Bei speziellen Anwendungsfällen wenden Sie sich bitte bezüglich entsprechender
Anweisungen an Ihren Händler.

UNTERWASSERBETRIEB
Die neuesten Hammermodelle können für kurzzeitigen Unterwasserbetrieb umge-
rüstet werden. Das Funktionsprinzip beim Einsatz eines Hammers unter Wasser be-
steht darin, daß Druckluft durch einen eingebauten Kanal in die Räume über und
unter dem Kolben geführt wird. Die Druckluft verhindert, daß Wasser in den Ham-
mer eintritt. Die Standardausführung des Hammers darf nicht bei Unterwasserarbei-
ten eingesetzt werden. Wenn Wasser in den Raum eindringt, in dem der Kolben auf
den Meißel schlägt, wird eine starke Druckwelle erzeugt, und der Hammer kann be-
schädigt werden.
Die Verschleißfestigkeit der Hammerteile ist unter Wasser wesentlich geringer als
bei normalem Einsatz. Dies ist auf Korrosion zurückzuführen und auf die abrasive
Wirkung von Schlamm im Wasser. Nach dem Beginn von Unterwasserarbeiten
muß der Hammer regelmäßig inspiziert werden, z.B. nach jeweils halbstündigem
Betrieb. Die Inspektionshäufigkeit ist an die Arbeitsbedingungen anzupassen. Siehe
“Wartungsintervalle bei Unterwassereinsätzen” auf Seite 43.
Beim Unterwassereinsatz ist die Leitungsfähigkeit eines Hydraulikhammers we-
sentlich geringer als bei normalen Arbeiten. Dies ist auf folgende Ursachen zurück-
zuführen:
1. Das zu bearbeitende Material ist für den Bediener nicht sichtbar. Dies führt zu
fehlerhafter Ausrichtung zwischen dem Meißel und dem Material und dadurch
bedingten unnötigen Leerschlägen.
2. Der Hammer muß häufiger inspiziert und geschmiert werden als in normalen
Situationen.
3. Der Hammer muß nach Arbeiten mit Unterwassereinsatz stets einem komplet-
ten Service unterzogen werden.

Seite 31 - BETRIEB © 1999 SANDVIK TAMROCK CORP.


BETRIEB

Die Standardausführung des Hammers darf nicht bei Unterwasserarbeiten


eingesetzt werden. Wenn Wasser in den Raum eindringt, in dem der Kolben
auf den Meißel schlägt, wird eine starke Druckwelle erzeugt, und der Hammer
kann beschädigt werden.

6.5 LAGERUNG

LANGFRISTIGE LAGERUNG
Beachten Sie die nachstehenden Punkte bei der Lagerung des Hammers. Auf diese
Weise werden sämtliche wichtigen Teile des Hammers vor Rost geschützt, und der
Hammer ist jederzeit einsatzbereit.
1. Der Lagerbereich muß trocken sein.
2. Bei Hydraulik-Hämmern muß der Meißel entfernt werden.
3. Das untere Ende des Kolbens, der Meißel und die Meißelbuchsen müssen bei
allen Hydraulik-Hämmern gut mit Fett geschützt werden.
4. Die Kupplungen müssen mit sauberen Stopfen verschlossen werden, um das
Austreten von Öl sowie das Eindringen von Schmutz in die Kupplungen zu ver-
meiden.
5. Der Hammer muß in aufrechter Stellung gelagert werden.
6. Vergewissern Sie sich, daß der Hammer nicht umfallen kann.

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SCHMIERUNG

© 1999 SANDVIK TAMROCK CORP. SCHMIERUNG - Seite 33


SCHMIEREN VON HYDRAULIKHÄMMERN

1. SCHMIEREN VON HYDRAULIKHÄMMERN

1.1 EMPFOHLENE FETTE


■ RAMMER KUPFERPASTE, Teile Nr. 851360
■ RAMMER MEISSELPASTE, Teile Nr. 902045
■ ESSO EOL 232, Teile Nr. 90203
■ WYNNS GS80
■ SHELL Kuggfett
■ SHELL Extrema MDS
■ KLÜBER Crafloscon C-SG 0 Ultra
■ LE 3751/3752

1.2 SCHMIEREN VON HAND

SCHMIERINTERVALL
1. Der Meißelschaft muß vor dem Einsetzen des Meißels gut geschmiert werden.
2. 5-10 Hübe aus der Fettpresse in regelmäßigen Abständen für die Meißelbuch-
sen und den Meißel.
3. Schmierintervall und Schmierstoffmenge müssen dem Meißelverschleiß und
den Arbeitsbedingungen angepaßt werden. Die zeitlichen Abstände können
zwischen zwei Stunden und einmal täglich liegen, je nach dem zu brechenden
Material (Gestein/Beton). Siehe “Empfohlene Fette” auf Seite 34.
Ungenügendes Schmieren oder auch ungeeignete Schmierstoffe können die Ursa-
che sein für:
■ anomalen Verschleiß der Meißelbuchsen und des Meißels
■ Bruch des Meißels

SCHMIERSTELLUNG
Beim Schmieren muß der Hammer aufrecht stehen und auf dem Meißel ruhen, um
sicherzustellen, daß das Fett zwischen Meißel und Buchse eindringt.

Seite 34 - SCHMIERUNG © 1999 SANDVIK TAMROCK CORP.


SCHMIEREN VON HYDRAULIKHÄMMERN

Den Raum zwischen Kolben und Meißel nicht mit Fett füllen. Die untere Kolben-
dichtung könnte dadurch beschädigt werden, so daß der Hammer Öl verliert.

SCHMIERSTELLEN
Die Schmierstellen des Hammers sind durch folgenden Aufkleber gekennzeichnet.

1.3 AUTOMATISCHE SCHMIERUNG


Der Hammer kann mit einer automatischen Schmieranlage ausgerüstet werden. Fra-
gen Sie hierzu Ihren Rammer-Händler. Siehe “Ramlube” auf Seite 16.

© 1999 SANDVIK TAMROCK CORP. SCHMIERUNG - Seite 35


HYDRAULIKÖL DES TRÄGERGERÄTES

2. HYDRAULIKÖL DES TRÄGERGERÄTES

2.1 ANFORDERUNGEN AN DAS HYDRAULIKÖL

ALLGEMEINE ERFORDERNISSE
Im allgemeinen kann das ursprünglich für das Trägergerät vorgesehene Hydrauliköl
für dieses Produkt verwendet werden. Da sich hierbei das Öl jedoch stärker erhitzt
als bei üblichen Baggerarbeiten, muß die Öltemperatur überwacht werden.
Sollte die Temperatur des Hydrauliköls +80°C (+176°F) überschreiten, ist ein
Hilfsölkühler erforderlich. Die Viskosität des Öles muß bei Verwendung der Befe-
stigung zwischen 1000-20 cSt. liegen.
Bei dauerhaftem Einsatz des Produktes normalisiert sich die Temperatur des Hy-
drauliköls ab einem bestimmten Niveau entsprechend den Bedingungen und dem
verwendeten Trägergerät. Die Temperatur im Behälter darf den max. zulässigen
Wert nicht überschreiten.
Der Hammer darf nicht verwendet werden, wenn die Umgebungstemperatur unter
dem Gefrierpunkt liegt und das Öl sehr dickflüssig ist. Die Maschine muß warmge-
fahren werden, um die Öltemperatur über 0°C (32°F) zu bringen, bevor die Ham-
merarbeit beginnen kann (Viskosität 1000 cSt oder 131°E).

ÖLSPEZIFIKATION
Die nachstehende Tabelle zeigt die für die Verwendung mit dem Hammer empfoh-
lenen Hydrauliköle. Die am besten geeignete Ölsorte ist so auszusuchen, daß die

Seite 36 - SCHMIERUNG © 1999 SANDVIK TAMROCK CORP.


HYDRAULIKÖL DES TRÄGERGERÄTES

Temperatur des Hydrauliköls im Dauerbetrieb im idealen Bereich des Diagramms


liegt und das Hydrauliksystem so verwendet wird, wie es am vorteilhaftesten ist.

Probleme, die sich aus einer falschen Viskosität des Hydrauliköls im Hammer erge-
ben:
Zu dickflüssiges Öl
■ Schwieriges Anfahren
■ Überhöhter Betriebsdruck
■ Der Hammer schlägt langsam
■ Gefahr der Kavitationserosion in den Pumpen und im Hydraulik-Hammer
■ Schwergängige Ventile
■ Der Filterbypass öffnet und die Verunreinigungen des Öls werden nicht ausge-
schieden
Zu dünnflüssiges Öl
■ Wirkungsgradverluste (innere Leckagen)
■ Beschädigung der Dichtungen, Leckagen
■ Schneller Verschleiß der Bauteile durch geringere Schmierfähigkeit
■ Der Hammer schlägt langsam und unregelmäßig
■ Gefahr der Kavitationserosion in den Pumpen und im Hydraulik-Hammer

© 1999 SANDVIK TAMROCK CORP. SCHMIERUNG - Seite 37


HYDRAULIKÖL DES TRÄGERGERÄTES

Achtung: Wir empfehlen unbedingt, für Sommer- und Winterbetrieb bei durch-
schnittlichen Temperaturdifferenzen von mehr als 35°C (63°F) unterschiedliche
Hydrauliköle zu verwenden, um die richtige Viskosität sicherzustellen.

SPEZIALÖLE
In einigen Fällen eignen sich Spezialöle (z.B. biologische Öle und nicht brennbare
Öle) für den Einsatz mit hydraulischen Hämmern. Bei der Verwendung solcher
Spezialöle sind allerdings folgende Aspekte zu beachten:
■ Die Viskosität des Spezialöls muß dem angegebenen Bereich (20-1000 cSt)
entsprechen
■ Die Schmiereigenschaften müssen ausreichend sein
■ Die Korrosionsfestigkeitseigenschaften müssen ausreichend sein
Achtung: Obwohl Spezialöle im Trägergerät verwendet werden können, muß im-
mer die Eignung für den Hammerbetrieb wegen der hohen Kolbengeschwindigkeit
der Hämmer geprüft werden. Weitere Informationen zu den Spezialölen können Sie
vom Hersteller des Öles bzw. bei Ihrem örtlichen Händler erhalten.

2.2 ÖLKÜHLER
Die richtige Stelle für den Anschluß der Hammerrücklaufleitung liegt zwischen
dem Ölkühler und den Hauptfiltern. Die Hammerrücklaufleitung darf normalerwei-
se nicht vor dem Ölkühler angeschlossen werden. Durch den Rücklauf vom Ham-
mer durch den Kühler könnten entweder der Kühler infolge der pulsierenden
Strömung oder der Hammer infolge des stärkeren Gegendrucks beschädigt werden.
Das Hydrauliksystem des Trägergerätes muß in der Lage sein, die Temperatur wäh-
rend des Hammerbetriebs in annehmbaren Grenzen zu halten. Die Gründe hierfür
sind.
1. Dichtungen, Abstreifer, Membrane und andere aus entsprechenden Werkstoffen
gefertigte Teile widerstehen normalerweise Temperaturen bis zu 80°C.
2. Je höher die Temperatur, um so geringer wird die Viskosität des Öles, so daß es
möglicherweise seine Schmierfähigkeit verliert.
Ein Standard-Trägergerät mit einem geeigneten Hammerkreislauf entspricht den
Anforderungen an die erforderliche Kühlleistung. Wenn die Öltemperatur während
des Hammerbetriebs aber dazu neigt, zu hoch zu werden, muß folgendes geprüft
werden:
■ Das Druckbegrenzungsventil des Hammerkreislaufs ist während des Hammer-
betriebs nicht geöffnet.
■ Der Druckabfall im Hammerkreislauf ist angemessen, d.h. weniger als 10 bar
in der Druckleitung und weniger als 5 bar in der Rücklaufleitung.

Seite 38 - SCHMIERUNG © 1999 SANDVIK TAMROCK CORP.


HYDRAULIKÖL DES TRÄGERGERÄTES

■ Hydraulikpumpen, Ventile, Zylinder, Motoren usw. und der Hammer dürfen


keine internen Leckstellen aufweisen.
Wenn alle diese Punkte zutreffen und die Temperatur des Hydrauliköls trotzdem
dazu neigt, zu stark anzusteigen, muß eine zusätzliche Kühlung vorgesehen werden.
Konsultieren Sie in diesem Zusammenhang den Hersteller des Trägergerätes bzw.
den Händler.

2.3 ÖLFILTER
Das Ölfilter hat die Aufgabe, Unreinheiten aus dem Hydrauliköl auszuscheiden.
Auch Luft und Wasser gelten als Verunreinigungen des Öls. Nicht alle Verunreini-
gungen können mit dem bloßen Auge erkannt werden.
Verunreinigungen gelangen in das Hydrauliksystem:
■ während der Ölwechsel und der Nachfüllvorgänge.
■ bei Reparaturen oder Servicearbeiten an Komponenten.
■ beim Aufbau des Hammers auf der Tragvorrichtung.
■ durch Verschleiß der Komponenten.
Normalerweise werden die Hauptölfilter des Trägergerätes als Rücklauffilter für
den Hammerkreislauf verwendet. Angaben über die Intervalle der Filterwechsel er-
fahren Sie vom Hersteller der Tragvorrichtung oder von Ihrem örtlichen Händler.
Beim Betrieb des Hydraulik-Hammers muß das Ölfilter des Trägergerätes folgen-
den Spezifikationen gerecht werden:
■ Das Ölfilter muß für eine max. Partikelgröße von 25 Mikron (0,025 mm) aus-
gelegt sein.
■ Das Ölfiltermaterial muß Kunstfasergewebe oder feinstmaschiges Metallgewe-
be sein, das den Druckschwankungen standhalten kann.
■ Das Ölfilter muß eine nominelle Durchlaufleistung haben, die wenigstens zwei-
mal dem max. Durchlauf des Hammers entspricht.
Im allgemeinen gewährleisten die Ölfirmen bei neuen Ölen eine max. Partikelgröße
von 40 Mikron. Beim Auffüllen des Behälters muß das Öl gefiltert werden.
Durch Verunreinigungen des Hydrauliköls in den Kreisläufen des Trägergerätes
und des Hammers können folgende Schäden auftreten:
1. Die Lebensdauer der Pumpen und anderer Komponenten wird wesentlich ver-
kürzt.
■ Schneller Verschleiß der Teile.
■ Kavitationserosion.
2. Verschleiß der Zylinder und Dichtungen.
3. Verringerte Hammerleistung.

Seite 39 - SCHMIERUNG © 1999 SANDVIK TAMROCK CORP.


HYDRAULIKÖL DES TRÄGERGERÄTES

■ Schnellerer Verschleiß der beweglichen Teile und der Dichtungen.


■ Gefahr des Festfressens vom Schlagkolben.
■ Ölleckstellen.
4. Verkürzte Verwendungszeit und verringerte Schmierleistung des Öls.
■ Das Öl wird überhitzt.
■ Die Ölgüte verschlechtert sich.
■ Das Hydrauliköl erleidet elektrochemische Veränderungen.
5. Die Ventile arbeiten nicht einwandfrei.
■ Spulen blockieren.
■ Teile verschleißen schnell.
■ Kleine Bohrungen verstopfen.
Achtung: Die Beschädigung von Komponenten ist lediglich ein Symptom. Die Stö-
rung wird nicht dadurch behoben, daß man das Symptom beseitigt. Nach einer Be-
schädigung von Komponenten durch Verunreinigungen im Öl muß das gesamte
Hydrauliksystem gereinigt werden. Hierzu den Hammer auseinanderbauen, reini-
gen und wieder zusammenbauen und das Hydrauliköl wechseln.

Seite 40 - SCHMIERUNG © 1999 SANDVIK TAMROCK CORP.


WARTUNG

© 1999 SANDVIK TAMROCK CORP. WARTUNG - Seite 41


ROUTINEWARTUNG

1. ROUTINEWARTUNG

1.1 ÜBERSICHT
Der Hydraulik-Hammer ist ein mit hoher Präzision gefertigtes hydraulisches Gerät.
Absolute Sauberkeit und äußerste Sorgfalt sind grundlegende und wesentliche Vor-
aussetzungen bei der Handhabung aller hydraulischen Komponenten. Verunreini-
gungen sind der schlimmste Feind einer Hydraulikanlage.
Behandeln Sie die Teile des Hammers sorgfältig und vergessen Sie nicht, gereinigte
und getrocknete Teile mit einem flusenfreien Lappen abzudecken. Verwenden Sie
zum Reinigen von Hydraulikteilen ausschließlich speziell für diesen Zweck vorge-
sehene Mittel.
Benutzen Sie unter keinen Umständen Wasser, Verdünner oder Tetrachlorkohlen-
stoff. Komponenten und Dichtungen der Hydraulikanlage sind vor dem Einbau mit
sauberem Hydrauliköl zu ölen.

1.2 WARTUNGSINTERVALLE
Hinweis: Die angegebenen Zeiten beziehen sich auf die Betriebsstunden mit einge-
bautem Hammer.

ERSTE INSPEKTION NACH 50 H


Es wird empfohlen, die erste Inspektion nach 50 bis 100 Betriebsstunden durch Ih-
ren örtlichen Rammer-Händler ausführen zu lassen. Nähere Informationen über die-
se erste 50-Stunden-Inspektion erhalten Sie von Ihrem Rammer-Händler.

NACH JEWEILS ZWEI STUNDEN


1. Fetten Sie den Meißelschaft und die Meißelbuchsen ein.
2. Achten Sie auf die Temperatur des Hydrauliköls, sämtliche Leitungen und
Kupplungen sowie auf die Schlagleistung und die Gleichmäßigkeit des Be-
triebs.
3. Ziehen Sie lose Kupplungen fest.

NACH JEWEILS 10 STUNDEN ODER MINDESTENS EINMAL WÖCHENTLICH


1. Entfernen Sie den Haltestift und den Meißel und prüfen Sie deren Zustand. Gra-
te bei Bedarf abschleifen. Siehe “Ausbau des Meißels” auf Seite 45.
2. Prüfen Sie, daß der Meißel ausreichend gefettet ist. Bei Bedarf häufiger fetten.

Seite 42 - WARTUNG © 1999 SANDVIK TAMROCK CORP.


ROUTINEWARTUNG

NACH JEWEILS 50 STUNDEN ODER MINDESTENS EINMAL MONATLICH


1. Prüfen Sie den Meißelschaft und die Meißelbuchsen auf Verschleiß. Siehe
“Ausbau des Meißels” auf Seite 45. Siehe “Untere Meißelbuchse” auf Seite 48.
2. Prüfen Sie die Hydraulikschläuche und tauschen Sie diese bei Bedarf aus. Ver-
meiden Sie das Eindringen von Verunreinigungen in den Hammer und die
Schläuche.
3. Prüfen Sie, daß sich der Hammer normal im Gehäuse bewegt und daß sich die
Dämpfungselemente in gutem Zustand befinden.
4. Prüfen Sie den Zustand der Verschleißplatten, indem Sie den Hammer mit einer
Brechstange im Gehäuse von einer Seite zur anderen bewegen. Das maximal
zulässige Spiel beträgt + -10 mm.

NACH JEWEILS 600 STUNDEN ODER EINMAL IM JAHR


Es wird empfohlen, diese Servicearbeiten nach 600 Betriebsstunden durch Ihren
Rammer-Händler ausführen zu lassen. Wenn Sie es versäumen, diese Jahresinspek-
tion durchführen zu lassen, können schwere Schäden am Hammer verursacht wer-
den.
Ihr Rammer-Händler dichtet den Hammer neu ab und tauscht bei Bedarf die Mem-
branen des Druckspeichers sowie die Sicherheitsaufkleber aus. Nähere Informatio-
nen über die jährlichen Servicearbeiten erhalten Sie von Ihrem Rammer-Händler.
1. Prüfen Sie alle Hydraulikkupplungen.
2. Prüfen Sie, daß die Hydraulikschläuche an keiner Stelle und in keiner Stellung
des Auslegers/Stiels scheuern.
3. Prüfen Sie die Hydraulikölfilter des Trägergerätes und tauschen Sie sie aus.

1.3 WARTUNGSINTERVALLE BEI SONDEREINSÄTZEN


Bei Sondereinsätzen wie z.B. Tunnelbau im Hammer-Vortrieb, Entzundern, Gieße-
rei-Einsätze und Unterwassereinsatz etc. sind die Wartungsintervalle erheblich kür-
zer. Wenden Sie sich bezüglich der korrekten Wartungsintervalle an Ihren örtlichen
Rammer-Händler.

WARTUNGSINTERVALLE BEI UNTERWASSEREINSÄTZEN


Nach jeweils halbstündigem Betrieb
■ Schmieren Sie den Meißelschaft und die Meißelbuchsen durch die Schmiernip-
pel.
■ Prüfen Sie, daß sich der Hammer normal im Gehäuse bewegt und daß die
Dämpfer in gutem Zustand sind.
■ Prüfen Sie alle Schläuche und Kupplungen.

© 1999 SANDVIK TAMROCK CORP. WARTUNG - Seite 43


ROUTINEWARTUNG

■ Prüfen Sie die Funktion des Luftdruckschalters.


Tägliche Wartung
■ Entfernen Sie den Haltestift und den Meißel zur Inspektion. Schleifen Sie vor-
handene Grate ab, falls dies erforderlich ist.
■ Prüfen Sie, daß der Meißel ausreichend geschmiert ist.
■ Warten Sie den Hammer nach Unterwassereinsätzen.
Nach Unterwasserarbeiten muß der Hammer vollständig zerlegt und gewartet wer-
den.
Wenn Sie es versäumen, den Hammer nach einem Unterwassereinsatz zu warten,
können schwere Schäden am Hammer verursacht werden.

Die Standardausführung des Hammers darf nicht bei Unterwasserarbeiten


eingesetzt werden. Wenn Wasser in den Raum eindringt, in dem der Kolben
auf den Meißel schlägt, wird eine starke Druckwelle erzeugt, und der Hammer
kann beschädigt werden.

1.4 SONSTIGE WARTUNGSVERFAHREN

WASCHEN DES GERÄTES


Nach dem Arbeiten mit dem Gerät und Ausbauen aus dem Trägergerät, kann sich
Schmutz (Schlamm, Steinstaub etc.) festgesetzt haben. Der Hammer muß mit einem
Dampfreiniger gewaschen werden, bevor er in die Werkstatt geschickt wird. Wenn
dies versäumt wird, können unter Umständen bei der Demontage und Montage
durch Schmutz Schwierigkeiten entstehen.
VORSICHT! Die Druck- und Rücklaufleitung vor dem Waschen des Hammers
durch Stopfen verschließen, da sonst Schmutz eindringen und Schäden an den Bau-
teilen verursachen kann.

Seite 44 - WARTUNG © 1999 SANDVIK TAMROCK CORP.


AUSBAU DES MEIßELS

2. AUSBAU DES MEIßELS

VERSCHLEIßGRENZWERTE UND SCHMIERMITTEL FÜR DAS AUSBAUEN DES MEIßELS

Position Verschleißgrenzwert
Meißeldurchmesser (verschlissen) 104 mm (4.09 in)

Position Schmiermittel
Meißel und Meißel-Haltebolzen Meißelpaste

AUSBAU DES MEIßELS


1. Stellen Sie den Hammer auf ebenem Boden ab.
2. Überzeugen Sie sich davon, daß das Fahrgetriebe des Trägergerätes auf neutral
gestellt und die Feststellbremse angezogen ist.
3. Schalten Sie den Motor ab.
4. Schieben Sie die Gummiplatte nach oben, so daß die Stiftlöcher zugänglich
werden.
5. Entfernen Sie die Gummistopfen.
6. Schieben Sie den Sicherungsstift soweit, daß sich der Haltestift entfernen läßt.
7. Entfernen Sie den Haltestift.

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AUSBAU DES MEIßELS

8. Entfernen Sie die MeißelHaltebolzen.


9. Entfernen Sie den Meißel. Verwenden Sie bei Bedarf die Hebevorrichtung. Sie-
he “Technische Daten der Meißel” auf Seite 60.

Hinweis: Falls sich der Hammer noch am Trägergerät befindet, kann es unter Um-
ständen einfacher sein, den Meißel in den Boden zu drücken und den Hammer vom
Meißel abzuheben. Stellen Sie sicher, daß der Meißel nicht umfallen kann.

EINSETZEN DES MEIßELS


1. Reinigen Sie alle Teile sorgfältig.
2. Messen Sie den Meißeldurchmesser (mit X markiert) von dem in der Abbildung
markierten Bereich. Ersetzen Sie den Meißel bei Bedarf.
3. Prüfen Sie die untere Meißelbuchse auf Verschleiß. Siehe “Untere Meißelbuch-
se” auf Seite 48.
4. Prüfen Sie die Meißeldichtung. Bei Bedarf ersetzen.

5. Reinigen Sie den Meißel und die Haltebolzen und schmieren Sie sie mit Fett ab.
6. Setzen Sie den Meißel ein und richten Sie die Nute in dem Meißel zu den Stift-
bohrungen aus.
7. Installieren Sie die Haltebolzen.
8. Schieben Sie den Sicherungsstift soweit, daß sich der Stift einsetzen läßt.
9. Setzen Sie den Stift ein.
10. Prüfen Sie, daß der Stift von dem Sicherungsstift gehalten wird.

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AUSBAU DES MEIßELS

11. Installieren Sie die Gummistopfen an den dafür vorgesehenen Stellen.


12. Schieben Sie die Gummiplatte zurück in die ursprüngliche Stellung.

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UNTERE MEIßELBUCHSE

3. UNTERE MEIßELBUCHSE

VERSCHLEIßGRENZWERTE UND SCHMIERMITTEL FÜR DIE UNTERE MEIßELBUCHSE

Position Verschleißgrenzwert
Meißelbuchse: Prüfen Sie die Größe Die erste Nut ist verschlissen, aber die
des Bereiches, in dem die Nuten ver- zweite Nut ist sichtbar. Die Buchse
schlissen sind. kann wieder eingebaut werden. Dre-
hen Sie dabei die Buchse um 90°, da-
mit die nicht verschlissene
Buchsenfläche verwendet wird. (Die
Buchse hat zwei Nuten für die Halte-
bolzen.)
Meißelbuchse (verschlissen) Sowohl die erste als auch die zweite
Nut sind verschlissen. Die Buchse
muß ersetzt werden.

Position Schmiermittel
Kontaktflächen zwischen unterer Meißelpaste
Meißelbuchse und Vorderzylinder

AUSBAU DER UNTEREN MEIßELBUCHSE


1. Entfernen Sie den Meißel.
2. Entfernen Sie den Splint und den Haltestift.

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UNTERE MEIßELBUCHSE

3. Entfernen Sie die untere Meißelbuchse.

EINBAU DER UNTEREN MEIßELBUCHSE


1. Reinigen Sie alle Teile sorgfältig.
2. Messen Sie die Länge des (mit Y markierten) Bereiches, von dem an die
Schmiernuten verschlissen sind. Die Buchse bei Bedarf drehen oder ersetzen.
3. Setzen Sie die Dichtung ein.
4. Setzen Sie den O-Ring ein.

5. Prüfen Sie den Zustand der Dichtung im Gehäuse. Bei Bedarf ersetzen.

6. Schmieren Sie die Kontaktflächen der unteren Meißelbuchse und des Vorder-
zylinders.
7. Installieren Sie die untere Meißelbuchse. Richten Sie die Nut in der unteren
Meißelbuchse zu der Bohrung im Vorderzylinder aus.

© 1999 SANDVIK TAMROCK CORP. WARTUNG - Seite 49


UNTERE MEIßELBUCHSE

8. Setzen Sie den Haltebolzen ein.


9. Setzen Sie den Splint ein.
10. Bauen Sie den Meißel ein.

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FEHLERSUCHE

4. FEHLERSUCHE

4.1 DER HAMMER STARTET NICHT


DRUCK- ODER RÜCKAUFLEITUNGEN GESCHLOSSEN
Prüfen Sie die Funktion der Schnellkupplungen in der Hammerleitung. Falls die
Absperrhähne in der Hammerleitung geschlossen sind, müssen sie geöffnet werden.
DRUCK- UND RÜCKLAUFSCHLÄUCHE VERKEHRT ANGESCHLOSSEN.
Die Druck- und Rücklaufschläuche umwechseln.
DER KOLBEN BEFINDET SICH IN SEINER UNTEREN HYDRAULISCHEN BREMSE.
Schalten Sie den Hammer ein und drücken Sie den Meißel gegen das Material. Der
Meißelkopf drückt dadurch den Kolben aus seinem Bremsbereich. Siehe “Betriebs-
anweisungen” auf Seite 17.
FETT ZWISCHEN DEM KOLBEN UND DER KONTAKTFLÄCHE DES MEIßELS.
Entfernen Sie den Meißel und wischen Sie das überschüssige Fett ab. Siehe
“Schmieren von Hand” auf Seite 34.
DAS REGULIERVENTIL DES HAMMERS ÖFFNET SICH NICHT.
Prüfen Sie während der Betätigung des Hammer-Ventils, daß die Druckleitung pul-
siert (dies weist auf das Öffnen des Regulierventils des Hammers hin). Sollte das
Ventil nicht ansprechen, prüfen Sie die Bedienungseinrichtungen: mechanische An-
schlüsse, Steuerdruck oder Steuerelektrik.
DAS DRUCKBEGRENZUNGSVENTIL IN DER HYDRAULIKANLAGE ÖFFNET BEI ZU NIEDRIGEM
DRUCK. DER HAMMER ERREICHT NICHT DEN BETRIEBSDRUCK.
Prüfen Sie die Anlage. Prüfen Sie die Funktion des Druckbegrenzungsventils. Ju-
stieren Sie das Druckbegrenzungsventil in der Hydraulikanlage. Messen Sie den
Druck in der Hammer-Druckleitung.
ÜBERMÄSSIG HOHER DRUCK IN DER RÜCKLAUFLEITUNG.
Prüfen Sie die Anlage. Prüfen Sie die Größe der Rücklaufleitung.
ÖLAUSTRITT VON DER DRUCKSEITE ZUR RÜCKLAUFSEITE IN DER HYDRAULIK DES TRÄGER-
GERÄTES.
Prüfen Sie die Anlage. Prüfen Sie die Pumpe und die anderen Komponenten der Hy-
draulik.
FUNKTIONSAUSFALL DES HAMMERVENTILS.
Der Hammer muß in einer autorisierten Rammer-Service-Werkstatt gewartet wer-
den.
KOLBENAUSFALL
Der Hammer muß in einer autorisierten Rammer-Service-Werkstatt gewartet wer-
den.

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FEHLERSUCHE

4.2 DER HAMMER SCHLÄGT UNREGELMÄSSIG JEDOCH MIT VOLLER


SCHLAGKRAFT.
KEIN AUSREICHENDER DRUCK VOM TRÄGERGERÄT.
Siehe vorschriftsmäßige Arbeitsmethoden. Siehe “Betriebsanweisungen” auf Seite
17.
DAS DRUCKBEGRENZUNGSVENTIL IN DER HYDRAULIK ÖFFNET BEI ZU NIEDRIGEM DRUCK.
DER HAMMER ERREICHT NICHT DEN BETRIEBSDRUCK.
Prüfen Sie die Anlage. Prüfen Sie die Funktion des Druckbegrenzungsventils. Ju-
stieren Sie das Druckbegrenzungsventil in der Hydraulikanlage. Messen Sie den ho-
hen Druck in der Hammer-Eintrittsleitung.
FUNKTIONSAUSFALL DES HAMMERVENTILS.
Der Hammer muß in einer autorisierten Rammer-Service-Werkstatt gewartet wer-
den.

4.3 DER HAMMER FUNKTIONIERT NICHT ORDNUNGSGEMÄSS UND


DER SCHLAG HAT KEINE KRAFT.
DIE ARBEITSWEISE IST NICHT VORSCHRIFTSMÄSSIG.
Siehe vorschriftsmäßige Arbeitsmethoden. Siehe “Betriebsanweisungen” auf Seite
17.
DAS DRUCKBEGRENZUNGSVENTIL IN DER HYDRAULIK ÖFFNET BEI ZU NIEDRIGEM DRUCK.
DER HAMMER ERREICHT NICHT DEN BETRIEBSDRUCK.
Prüfen Sie die Anlage. Prüfen Sie die Funktion des Druckbegrenzungsventils. Ju-
stieren Sie das Druckbegrenzungsventil in der Hydraulikanlage. Messen Sie den ho-
hen Druck in der Hammer-Eintrittsleitung.
DIE EINSTELLUNG DES DRUCKREGELVENTILS IST NICHT RICHTIG.
Der Hammer muß in einer autorisierten Rammer-Service-Werkstatt gewartet wer-
den.
DRUCKVERLUST IM DRUCKSPEICHER.
Der Hammer muß in einer autorisierten Rammer-Service-Werkstatt gewartet wer-
den.
FUNKTIONSAUSFALL DES HAMMERVENTILS.
Der Hammer muß in einer autorisierten Rammer-Service-Werkstatt gewartet wer-
den.

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FEHLERSUCHE

4.4 DIE SCHLAGZAHL VERRINGERT SICH


DAS ÖL IST ÜBERHITZT WORDEN (ÜBER +80° C/+176° F).
Prüfen Sie auf einen Fehler in der Ölkühlung oder auf einen Ölaustritt im Inneren
des Hammers. Prüfen Sie die Hydraulikanlage des Trägergerätes. Prüfen Sie das Si-
cherheitsventil des Trägergeräts.. Prüfen Sie das Leitungsmaß.. Installieren Sie ei-
nen zusätzlichen Ölkühler.
DIE VISKOSITÄT DES HYDRAULIKÖLS IST ZU NIEDRIG.
Prüfen Sie das Hydrauliköl. Siehe “Anforderungen an das Hydrauliköl” auf Seite
36.
ÜBERMÄSSIG HOHER DRUCK IN DER RÜCKLAUFLEITUNG.
Prüfen Sie die Anlage. Prüfen Sie die Größe der Rücklaufleitung.
DAS DRUCKBEGRENZUNGSVENTIL IN DER HYDRAULIK ÖFFNET BEI ZU NIEDRIGEM DRUCK.
DER HAMMER ERREICHT NICHT DEN BETRIEBSDRUCK.
Prüfen Sie die Anlage. Prüfen Sie die Funktion des Druckbegrenzungsventils. Ju-
stieren Sie das Druckbegrenzungsventil in der Hydraulikanlage. Messen Sie den ho-
hen Druck in der Hammer-Eintrittsleitung.
ÖLAUSTRITT VON DER DRUCKSEITE ZUR RÜCKLAUFSEITE IN DER HYDRAULIK DES TRÄGER-
GERÄTES.
Prüfen Sie die Anlage. Prüfen Sie die Pumpe und die anderen Komponenten der Hy-
draulik.
DRUCKVERLUST IM DRUCKSPEICHER.
Der Hammer muß in einer autorisierten Rammer-Service-Werkstatt gewartet wer-
den.
FUNKTIONSAUSFALL DES HAMMERVENTILS.
Der Hammer muß in einer autorisierten Rammer-Service-Werkstatt gewartet wer-
den.

4.5 DAS ÖL WIRD ZU HEISS


DER HAMMER IST FÜR DIESEN EINSATZ NICHT GEEIGNET.
Siehe empfohlene Verwendung und korrekte Arbeitsmethoden. Siehe “Betriebsan-
weisungen” auf Seite 17.
DIE KÜHLLEISTUNG DES STANDARD-ÖLKÜHLERS IST ZU GERING.
Installieren Sie einen zusätzlichen Ölkühler.
DAS DRUCKBEGRENZUNGSVENTIL IN DER HYDRAULIK ÖFFNET BEI ZU NIEDRIGEM DRUCK.

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FEHLERSUCHE

DER HAMMER ERREICHT NICHT DEN BETRIEBSDRUCK.


Prüfen Sie die Anlage. Prüfen Sie die Funktion des Druckbegrenzungsventils. Ju-
stieren Sie das Druckbegrenzungsventil in der Hydraulikanlage. Messen Sie den ho-
hen Druck in der Hammer-Eintrittsleitung.
DIE VISKOSITÄT DES HYDRAULIKÖLS IST ZU NIEDRIG.
Prüfen Sie das Hydrauliköl. Siehe “Anforderungen an das Hydrauliköl” auf Seite
36.
ÖLAUSTRITT VON DER DRUCKSEITE ZUR RÜCKLAUFSEITE IN DER HYDRAULIK DES TRÄGER-
GERÄTES.
Prüfen Sie die Anlage. Prüfen Sie die Pumpe und die anderen Komponenten der Hy-
draulik.
INTERNE ÖLLECKAGE IM HAMMER.
Der Hammer muß in einer autorisierten Rammer-Service-Werkstatt gewartet wer-
den.

4.6 PROBLEME MIT DER WATER-JET BEDÜSUNG


ES KOMMT KEIN WASSER DURCH DIE STRAHLPUMPE
■ Zu wenig oder kein Wasser in der Wasseransaugleitung. Anschlüsse der An-
saugleitung prüfen. Kontrollieren, daß im Behälter oder an der Wasserversor-
gung genügend Wasser vorhanden ist.
■ Wasseransaugfilter verstopft. Filter prüfen und Verschmutzungen beseitigen.
■ Saughöhe zu groß. Saughöhe verringern.
■ Pumpe läuft nicht mehr (keine Vibration bei Betätigung). Hydraulikanlage und
Elektroanschlüsse des Pumpensteuerungsventils prüfen.
■ Mechanische Beschädigung im Hydraulikkolben der Pumpe. Die Strahlpumpe
muß in einer autorisierten Servicewerkstatt von Rammer repariert werden.
WASSERDRUCK ZU NIEDRIG
■ Der Öldruck der Wasserpumpe ist zu niedrig. Einstellung des Druckentla-
stungsventils im Hydrauliksystem prüfen und bei Bedarf justieren.
■ Die Wasserdüse ist zu groß oder fehlt. Eine kleinere Düse einsetzen. Hinweis:
Wenn der verfügbare Hydrauliköldruck zu niedrig ist, kleinere Wassersdüsen
verwenden, um einen ausreichenden Wasserdruck zu erzielen.
WASSERDURCHFLUSS ZU GERING
■ Die Durchflußmenge an Hydrauliköl ist zu gering. Hydrauliksystem kontrollie-
ren.
■ Die Wasserdüse ist blockiert oder zu klein und bewirkt dadurch einen zu hohen
Druck. Düsen prüfen.

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FEHLERSUCHE

■ Die Wasseransaugleitung ist zu lang oder der Durchmesser dieser Leitung zu


klein. Durch eine Wasserleitung der richtigen Größe ersetzen.
■ Die Wasserventile sind undicht. Die Strahlpumpe muß in einer autorisierten
Servicewerkstatt von Rammer repariert werden.
■ Die Wasserventile sind falsch installiert (pulsierender Wasserdurchfluß). Die
Strahlpumpe muß in einer autorisierten Servicewerkstatt von Rammer repariert
werden.
LECKAGEN
■ Hydraulikölleckage aus den Ablaufbohrungen (Hinweis: Mehr als 10 Tropfen
pro Minute). Die Strahlpumpe muß in einer autorisierten Servicewerkstatt von
Rammer repariert werden.
■ Wasserleckage aus den Ablaufbohrungen (Hinweis: Mehr als 10 Tropfen pro
Minute). Die Strahlpumpe muß in einer autorisierten Servicewerkstatt von
Rammer repariert werden.

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FEHLERSUCHE

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SPEZIFIKATIONEN

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TECHNISCHE DATEN DES HAMMERS

1. TECHNISCHE DATEN DES HAMMERS

1.1 TECHNISCHE DATEN E 64, CITY, CITY-JET

Arbeitsgewicht a 1040 kg (2300 lb)


Schlagenergie b 1481 J
Schlagfrequenz c 400-700 bpm
Betriebsdruck d 135-145 bar (1960-2100 psi)
Druckbegrenzung, min e 185 bar (2685 psi)
Druckbegrenzung, max 220 bar (3190 psi)
Öldurchfluß 70-130 l/min (18-35 gal/min)
Gegendruck, max 10 bar (145 psi)
Leistungsaufnahme 31 kW (42 HP)
Werkzeugdurchmesser 106 mm (4.17 in)
Druckleitung (IN) SAE 6000 psi 1"
Rücklaufleitung (OUT) SAE 6000 psi 1"
Schmieranschluß (G) BSP-internal 1/4"
Luftanschluß (A) BSP-internal 1/4"
Anschluß für Water-Jet, CITY-JET BSP-internal 1/2"
Druckleitungsmaße, Innendurchmesser, 26 mm (1 in)
min
Rücklaufleitungsmaße, Innendurchmes- 26 mm (1 in)
ser, min
Optimale Öltemperatur +40 - +60°C (+104 - +140°F)
Öltemperaturbereich, max -20 - +80°C (-4 - +176°F)
Optimale Ölviskosität auf Betriebstem- 30-60 cSt
peratur
Ölviskositätbereich, max 20-1000 cSt
Gewicht des Trägergerätes f 12-20 ton (27000-44000 lb)
Lärmpegel E 64 85 dB(A)/22-34 m (70-110 ft)
Lärmpegel E 64 CITY, CITY-JET 85 dB(A)/10-18 m (33-60 ft)
a. Einschließlich normaler Montageteile und mit Standardmeißel.
b. Gemäß CIMA-Ausmessungsverfahren für Schlagenergie.
c. Die effektive Schlagfrequenz hängt von Öldurchfluß, -viskosität, Temperatur und dem zu
brechenden Material ab.
d. Der effektive Druck hängt von Öldurchfluß, -viskosität, Temperatur, dem zu brechenden
Material und dem Gegendruck der Rücklaufleitung ab.
e. Minimaleinstellung = Effektiver Betriebsdruck + 50 Bar (730 psi).
f. Lassen Sie sich die Tragfähigkeit des Trägergerätes vom Hersteller bestätigen.

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TECHNISCHE DATEN DES HAMMERS

1.2 HAUPTABMESSUNGEN E 64, CITY, CITY-JET

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TECHNISCHE DATEN DER MEIßEL

2. TECHNISCHE DATEN DER MEIßEL

2.1 MEIßEL E 64

Teile-
Meißel Länge Gewicht Durchmesser
Nr.
Flachmeißel (A) 641 1050 mm (41.3 68 kg (150 lb) 106 mm (4.17
in) in)
Spitzmeißel (B) 643 1050 mm (41.3 68 kg (150 lb) 106 mm (4.17
in) in)
Stumpfmeißel 644 850 mm (33.5 in) 55 kg (121 lb) 106 mm (4.17
(C) in)

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Breakers Lahti
Taivalkatu 8, P.O. Box 165, FIN-15101 Lahti, Finland
Phone Int. +358 205 44 161, Telefax Int. +358 205 44 160,
Internet http://www.rammer.com