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Humboldt-Universität zu Berlin

ZE Sprachenzentrum / DaF
Präsentieren und Debattieren im Studium – Konversationskurs C 1
„– Humor, Satire – und ihre Grenzen…“
Humberto Villanueva
15.05.2019
1) Satirisches Verfahren als literaturwissenschaftliches Problem und als
rechtswissenschaftliche Frage 1
a) „Satirische Aggression“: Gleichsetzung zwischen einer sozial konditionierten
Fehlerhaftigkeit und einer sichtbaren Eigenschaft einer Person, die durch das von einem
Publikum zustimmende Verlachen verletzt oder ged________________gt wird.
b) „Normbezug“ oder schuldlose Unverantwortlichkeit: normativer Charakter der Kritik,
die niemals durch eine deutliche Formulierung ausgedrückt wird. “Das satirische Ideal kann
demnach sehr allgemein und vage bleiben“. (Gärtner, 2009, S. 25).
c) „Indirektheit der Form: „Die Satire gewinnt ihr ästhetisches Moment erst über die
Indirektheit des Angriffs“.
d) „Satire im Konflikt mit Rechtsgütern Dritter“ (Gärdner, 167). Die Literaturwissenschaft
kann selber nicht entscheiden, welche möglichen Delikte durch die Verwendung einer Satire
entstehen können. Die Klärung, in welchem Falle die Satire eine kriminelle Auswirkung hat,
ist aber eine notwendige Aufgabe der Rechtswissenschaft. „Der Ta______________d schaffe
Klarheit darüber, welche R______________ter vor Angriffen geschützt seien.“ (Gärtner, 190)
In diesem Fall spricht die Rechtswissenschaft über „E________________nde“. Inwieweit ist
dann die Satire grenzwertig?

2) Satire und Medien im Kontext der gegenwärtigen Presse- und Meinungsfreiheit


a) Zum Begriff “user-generated (UG) political satire“: Das „Fake Accounts“-Phänomen
als neue Mediengestaltung der Satire.
b) Journalismus und Satire als „Infotainment“ - Die „Daily Show“ in den USA:
Im Gegensatz zu dem gewaltsamen Gebrauch der Satire, ist die „user generated political
satire“ eine Form des politischen A__________________ns bzw. Engagements für soziale
Themen, für die die Jugendlichen üblicherweise kein Interesse gehabt haben. Es ist zu
bemerken, dass bei diesem Gebrauch die Ü______________ng und Z______________ng, die
die Satire als Gattung bestimmen, zugunsten der Kreativität und der kritischen Einstellung
verwendet werden.

1
(alle Zitate stammen aus Was Satire Darf. Eine Gesamtbetrachtung zu den rechtlichen
Grenzen einer Kunstform, Sebastian Gärtner, Duncker Und Humboldt, Berlin, 2009).
LÜCKEN-LÖSUNGSblatt

Teil 1

a) „Satirische Aggression“: Gleichsetzung zwischen einer sozial konditionierten


Fehlerhaftigkeit und einer sichtbaren Eigenschaft einer Person, die durch das von einem
Publikum zustimmende Verlachen verletzt oder gedemütigt wird.
d) „Satire im Konflikt mit Rechtsgütern Dritter“ (Gärdner, 167). Die Literaturwissenschaft
kann selber nicht entscheiden, welche möglichen Delikte durch die Verwendung einer Satire
entstehen können. Die Klärung, in welchem Falle die Satire eine kriminelle Auswirkung hat,
ist aber eine notwendige Aufgabe der Rechtswissenschaft. „Der Tatbestand schaffe Klarheit
darüber, welche Rechtsgüter vor Angriffen geschützt seien.“ (Gärtner, 190) In diesem Fall
spricht die Rechtswissenschaft über „Ehrensschutztatbestände“. Inwieweit ist dann die Satire
grenzwertig?

Teil 2
Im Gegensatz zu dem gewaltsamen Gebrauch der Satire, ist die „user generated political
satire“ eine Form des politischen Aufwachens bzw. Engagements für soziale Themen, für die
die Jugendlichen üblicherweise kein Interesse gehabt haben. Es ist zu bemerken, dass bei
diesem Gebrauch die Übetreibung und Zuspitzung, die die Satire als Gattung bestimmen,
zugunsten der Kreativität und der kritischen Einstellung verwendet werden.

Im Gegensatz zu dem gewaltsamen Gebrauch der Satire, ist die „user generated political
satire“ eine Form des politischen Aufwachens bzw. Engagements in soziale Themen, für die
sich die Jugendlichen üblicherweise kein Interesse gehabt haben. Es ist zu bemerken, dass bei
diesem Gebrauch die Übetreibung und Zuspitzung, die die Satire als Gattung bestimmen,
werden zugünsten der Kreativität und der kritischen Einstellung verwendet.