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WISSENSCHAFTLICHES

SCHREIBEN
Auszug aus dem PS Wissenschaftliches Schreiben
Mag. Sonja Unteregger WS 2013/2014
Wissenschaftliches Arbeiten
… Befolgt Kriterien der Wissenschaftlichkeit

… Orientiert sich am Stand der wissenschaftlichen


Diskussion

… Basiert auf vorhandenen wissenschaftlichen


Erkenntnissen und setzt sich kritisch damit
auseinander
i d

… erforscht / hinterfragt

… Legt Ergebnisse dar und fügt sie in den


Ek
Erkenntnisstand
t i t d ein
i
Wissenschaftliche Quellen?!
Indizien für wissenschaftliche
Arbeit Indizien für hohes Niveau

… Korrekte Zitierweise … Anerkannter


A k t Verlag
V l
… Vorwort (gibt Auf-
… Ausführliche schluss über die Ent-
Ent
Quellenangaben stehungsgeschichte)
… Wissenschaftlichkeit … Artikel in einem
der Argumentation Sammelband
namhafter Herausgeber
und Empirie
… Zeitschriftenartikel –
peer review
Leitfaden
Die folgenden Folien stellen einen Leitfaden
für das Verfassen einer Seminararbeit dar.
dar
Weite Teile lassen sich natürlich auf die
Erstellung einer Bachelorarbeit ummünzen.
ummünzen
Aufbau einer Seminararbeit

Titelblatt
Inhaltsverzeichnis
(Abbildungs- und/oder Tabellenverzeichnis)
(Abstract)
Einleitung
Hauptteil
Schluss
Literaturverzeichnis

(Anhang)
Seminararbeit
… Wissen erarbeiten
Wi b it und d ein
i Th
Thema problem-
bl
orientiert darstellen
… Gliederung:
† Einleitung: Hinführung zum Thema, Erörterung
d F
der Fragestellung,
t ll B
Beschreibung
h ib d
des A
Aufbaus
fb d
der
Arbeit
† Hauptteil: Ist der Struktur des bearbeiteten
Themengebiets und der Fragestellung
entsprechend gegliedert
† Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse,
Schlussfolgerungen,
g g Ausblick
Seminararbeit
… Z t l Aspekte:
Zentrale A kt
† Einheitlicher Stil und einheitliches Layout
† Klare inhaltliche Struktur (roter Faden)
† Argumentation und Vorhandensein einer
( i
(wissenschaftlich)
h ftli h) bbegründeten
ü d t eigenen
i M
Meinung
i
† Verwenden und richtiges Zitieren von (Sekundär-)
Literatur

Am Anfang steht das Formulieren einer


konkreten, präzisen Fragestellung, die vorgibt,
wie man das Thema handhaben will.
Die Fragestellung
… Formulieren der Arbeit in einer einzigen Frage
(die dann ggf. in Unterfragen geteilt werden
kann).
… Die g
geplante
p Arbeit g
gibt die Antwort auf die
Frage.
… W-Fragen (Wie?
(Wie?, Was?,
Was? Warum?) eignen sich
besonders.
… Ei gute
Eine t F
Forschungsfrage
h f ist
i t konkret
k k t und d
präzise.
Typen von Fragestellungen
((Karmasin/Ribing
g 2007, S. 21))

Fragetyp Leitfrage Beispiel


Beschreibung Was ist der Fall? Wie ist etwas? Wie hat sich die Arbeitskräftemobilität in der
Wie sieht etwas in der „Realität“ EU seit 2001 verändert?
aus?

Erklärung Warum ist etwas der Fall? Warum hat sich die Arbeitskräftemobilität in
der EU seit 2001 in bestimmter Art und
Weise (nicht) verändert?

Prognose Wie wird etwas künftig aussehen? Wie wird sich die Arbeitskräftemobilität in
Welche Veränderungen werden der EU verändern?
eintreten?

Gestaltung Welche Maßnahmen sind Wie kann die Arbeitskräftemobilität in der


geeignet um ein bestimmtes Ziel
geeignet, EU gefördert werden?
zu erreichen?

Kritik/ Wie ist ein bestimmter Zustand vor Wie sind die Maßnahmen der EU bezüglich
Bewertung dem Hintergrund explizit genannter der Arbeitskräftemobilität im Hinblick auf
Kriterien zu bewerten? Chancengleichheit zu bewerten?
Gliederung
… Die Grobstruktur der Arbeit wird in der Gliederung
festgelegt (einzelne Kapitel).
… Die Gliederung sollte so aufgebaut sein, dass sie den
argumentativen Textaufbau verdeutlicht und
unterstützt.
… Die Feinstruktur besteht aus der Gedankenabfolge in
Absätzen, Sätzen und Formulierungen.

⇒ Grob- und Feinstruktur ergeben den

„ROTEN FADEN“
Das Inhaltsverzeichnis

… Kündigt an, wie der Text aufgebaut ist

… Die Logik der Behandlung des Themas wird


abgebildet.

… Kapitelüberschriften geben eine eindeutige


Vorstellung davon, was in einem Kapitel behandelt
wird
i d => EErmöglicht
ö li h ddem L
Leser nachh IInteresse IInhalte
h l
auszuwählen.

… Die Gliederungspunkte des Themas sollten vollständig


und
u deentsprechend
tsp ec e d ge
gewichtet
c tet abgedec
abgedecktt se
sein.
Das Inhaltsverzeichnis
T il eines
Teile i IInhaltsverzeichnisses:
h lt i h i
… Einleitung
g
… Begriffsbestimmungen, Definitionen
… Literaturanalyse
y zum Thema
… Abhandlung der zentralen Fragestellung
… Darstellung der Ergebnisse
… Diskussion der Ergebnisse
… Schluss, Fazit
… Literaturverzeichnis
Einleitung, Schluss und Literaturverzeichnis haben einen
vorgeschriebenen Platz in der Arbeit. Die anderen Teile können
variieren.
Beinke u. a. 2008, S. 36
Der Hauptteil
… I t gegliedert
Ist li d t in
i mehrere
h Ab
Abschnitte
h itt

… Folgt einer inneren Logik (KEINE bloße


Aneinanderreihung von Teilaspekten)

… Inhaltlich sinnvolle Überleitungen


Ü zwischen
Abschnitten

Eine wissenschaftliche Arbeit ist KEINE Abschreibübungg


von Gelesenem. Das Gelesene ist das Material, das die
eigenen Gedankengänge anreichert, untermauert und hilft,
sie weiterzuentwickeln.
weiterzuentwickeln
Was bisher geschah
geschah…
… Der Z
D Zusammenhang
h zwischen
i h einzelnen
i l K
Kapiteln
it l und
dTTextabschnitten
t b h itt
muss klar erkennbar sein!

… Die Einordnung eines Abschnitts oder Kapitels in den Text muss


logisch und klar erfolgen.

… Überleitungen machen deutlich


deutlich, in welchem Zusammenhang der neu
einsetzende Argumentationsstrang mit der bisherigen Argumentation
steht. Argumentative Überleitungen sind schlichten „Als Nächstes wird
xy erläutert“
lä t t“ jedenfalls
j d f ll vorzuziehen!
i h !

… Kurze Zusammenfassungen der Kernaussagen („Was bisher geschah“)


am Ende
E d eines
i K
Kapitels
it l oder
d V Vorschauen
h zu B
Beginn
i kökönnen d dem
Leser helfen, dem Text besser zu folgen. Aber Vorsicht! Solche
Elemente sparsam einsetzen, sonst wirkt der Text redundant und
langweilig.
Der Hauptteil

… Der Theorieteil

… Der Methodenteil Bei


… Präsentation empirischer empirischen
Ergebnisse
geb sse Arbeiten

… Literaturarbeiten
Der Theorieteil
… Bildet den Bezugsrahmen der Untersuchung

… Welche Ansät
Ansätzee und
nd Theorien dienen als
Grundlage für diese Arbeit?

… Diese werden vorgestellt und zueinander in


Beziehung gesetzt
gesetzt.

… Es muss klar werden, inwieweit die Theorien


Bezugspunkte zum Thema der eigenen Arbeit
liefern.
liefern
Der Methodenteil

… Bei empirischen Arbeiten

… Das methodische Vorgehen wird genau


d k
dokumentiert.
ti t

… Art, Konzeption und Durchführung der


Art
empirischen Untersuchung werden erläutert
und begründet
begründet.
Präsentation empirischer Ergebnisse

… Die E
Di Ergebnisse
b i einer
i empirischen
ii h U Untersuchung
t h
werden dargestellt.

… Es erfolgt eine Interpretation in Hinblick auf die


Forschungsfrage
g g und ggggf. aufgestellter
g
Hypothesen.

… Zur Unterstützung dienen Tabellen und Grafiken


bzw. Zitate aus Interviews.

… Tabellen und Grafiken sprechen nicht für sich


alleine, sie müssen interpretiert werden.
Die Literaturarbeit
… Verschiedene Quellen sollen in Hinblick auf
die eigene Fragestellung zu einem eigenen
Text verarbeitet werden.

… Es geht
E ht um die
di kkritische
iti h A
Auseinandersetzung
i d t
mit den Quellen. Positionen sollen gegenüber-
gestellt
t llt bzw.
b kkritisch
iti h eingeordnet
i d t werden.
d

… KEINE bloße Zusammenfassung einer Quelle!


Einleitung
… Hi füh
Hinführung zum Th
Thema: Welcher
W l h EiEinstieg
ti bibietet
t t sich
i h an?
?
… Gegenstand/Fragestellung der Arbeit: Welche Fragen, Probleme,
Hypothesen werden bearbeitet?
… Zielsetzung der Arbeit: Was soll mit der Arbeit erreicht werden?
… Abgrenzung/Eingrenzung des Themas: Welche inhaltlichen
Schwerpunkte werden behandelt?
… Theoretischer Ansatz der Arbeit/Methoden: Welcher theoretische
Ansatz/Methode wird benutzt?
… Aufbau der Arbeit: Wie folgen die Themenschwerpunkte aufeinander?
Klä
Klärung d
des llogischen
i h Z Zusammenhangs
h d
der K
Kapitel.
it l

Diese Elemente können in der Einleitung aufgegriffen werden


werden.
Jedenfalls muss in das Thema eingeführt werden.
Beinke u.a. 2008, S. 45
Beinke u.a. 2008, S. 46
Beinke u.a. 2008, S. 47
Schluss
… Die Arbeit zusammenfassen:
f Welche Ergebnisse wurden
erzielt?

… Ein Fazit/eine Schlussfolgerung ziehen: Wie lassen sich die


Ergebnisse in den wissenschaftlichen Diskurs einordnen?
Welche Konsequenzen könnten die Ergebnisse haben?

… Problematische Aspekte reflektieren/Methodenkritik: Auf


welche Fragen konnte eine Antwort gegeben werden?

… Einen Ausblick formulieren: Wie können die Ergebnisse der


Arbeit für eine weiterführende Fragestellung genutzt werden?
Welche Anwendungsfelder ergeben sich für die Praxis?
Beinke u.a. 2008, S. 52
Verbindung von Einleitung und Schluss: Den Kreis schließen

Beinke u.a. 2008, S. 53


Beinke u.a. 2008, S. 54
Abschließen der Arbeit:

Beinke u.a. 2008, S. 55


Textqualität 1

… Einfachheit, Verständlichkeit: Einfache


Darstellung,
g, geläufige
g g Wörter,, konkret und
anschaulich dargestellt

… Gliederung, Ordnung: Gegliederte


Darstellung, folgerichtig aufgebaut,
übersichtlich, sichtbarer roter Faden

… Kürze, Prägnanz:
Kü Pä A f Wesentliche
Aufs W tli h
beschränkt.
Textqualität 2

… Die Regeln der Grammatik, der Rechtschreibung


und der Zeichensetzung
g sind zu beachten.

… Korrekt: KEINE Modewörter oder


umgangssprachlichen
hli h FFormulierungen
li

… Sachlich und emotionsfrei

… Möglichst
g objektiv
j und „„ich-frei“

… Anregend, interessant und abwechslungsreich


Textqualität 3
flü i kurz,
flüssig, k klar
kl und
d anschaulich:
h li h

… Die Sätze sollten sich aufeinander beziehen.

… Vermeiden Sie Schachtelsätze! Wenn ein Satz zu lang wird, ist es besser
daraus zwei kurze zu machen. Lange Sätze ermüden und sind schwerer zu
verstehen.

… Vermeiden Sie (Wort-) Wiederholungen. Streichen Sie irrelevante Textteile.

… Verwenden Sie Wörter, die dem Leser geläufig sind. Wenn Sie Fach- oder
Fremdwörter verwenden, erklären Sie diese.

… A ht Sie
Achten Si d
darauf,
f ddass d
der Si
Sinn eines
i S
Satzes
t kl
klar wird.
id

… Verwenden Sie Beispiele zur Klärung abstrakter Sachverhalte.

… Wenn passend, Grafiken und Tabellen einfügen.


Tipp
Lassen Sie jede Arbeit von jemand anderem Korrektur lesen. Das
muss nicht unbedingt ein/e Mitstudierende/r sein, auch Außen-
stehende erkennen Fehler in Satzbau,
S G
Grammatik, Ausdruck etc.
Auch eine inhaltlich gute Arbeit leidet unter mangelnder Textqualität.
Was ist ein Plagiat?
1. „Die
Di wörtliche
ö tli h Üb
Übernahme
h einer
i oder
d mehrerer
h T
Textpassagen
t ohne
h
entsprechende Quellenangabe (Textplagiat).

2. Die Wi
Di Wiedergabe
d b bbzw. P
Paraphrasierung
h i eines
i G
Gedankengangs,
d k wobei
b i
Wörter und Satzbau des Originals so verändert werden, dass der Ursprung
des Gedankens verwischt wird (Ideenplagiat).

3. Die Übersetzung von Ideen und Textpassagen aus einem fremdsprachigen


Werk, wiederum ohne Quellenangabe.

4. Die Übernahme von Metaphern, Idiomen oder eleganten sprachlichen


Schöpfungen ohne Quellenangabe.

5. Die Verwendung von Zitaten, die man in einem Werk der Sekundärliteratur
angetroffen hat, zur Stützung eines eigenen Arguments, wobei zwar die
Zitate selbst dokumentiert werden,
werden nicht aber die verwendete
Sekundärliteratur (Zitatsplagiat).“ (Karmasin/Ribing 2007, S. 82)
Wann werden Quellen genannt?
1. Bei direkten, wörtlichen Zitaten

2. Bei
e de
der indirekten
d e te Übe
Übernahme
a e von
o Ideen,
dee , Argumenten,
gu e te ,
Meinungen anderer Autor/innen

3. Bei Sachverhalten
Sachverhalten, die von anderen Autor/innen erarbeitet
wurden und die nicht als gedankliches Allgemeingut gelten
können ((Bsp. Ergebnisse
g von Studien))

Alle Q
All Quellen,
ll di
die Si
Sie b
benutzen,
t müssen
ü Si
Sie iim Fli
Fließtext
ßt t als
l
solche kennzeichnen und im Literaturverzeichnis angeben.
Citation Style,
Style Zitierweisen
Es gibt verschiedenste Zitierweisen. Wenn es
keine Angaben gibt, wie Sie zitieren sollen,
können Sie einen Stil wählen, der in
Sozialwissenschaften gängig ist.

… Achten Sie darauf, alle relevanten


Informationen anzugeben.
… Wichtig ist,
ist dass Sie einheitlich zitieren
zitieren, d
d.h.
h
einen Stil „durchhalten“.
(Otte/Baur 2008
2008,
S. 93)

Otte, G./Baur, N. (2008): Urbanism as a Way of Life? Räumliche


Variationen der Lebensführung in Deutschland. In: Zeitschrift für
Soziologie. Jg. 37. H.2. S. 93-116.
Arten von Zitaten
Primärzitat
Immer unter Anführungszeichen und mit Angabe der
Autorin, des Autors, Erscheinungsjahr und Seitenzahl

Längere Zitate (etwa ab 4 Zeilen) können besonders


gekennzeichnet werden: eingerückt
eingerückt, einzeiliger
Zeilenabstand, kleinere Schriftgröße.

Es kommt zu einer „rush hour“ des Lebens, die Lothaller definiert:

„…als den bestimmten Lebensabschnitt zwischen den Mittzwanzigern und den späten Dreißigern,
in dem Personen beiderlei Geschlechts, die gerade ihre (höhere) Ausbildung beendet haben,
sowohl ins Berufsleben einsteigen als auch eine Familie gründen und daher gleichzeitig die
Anforderungen von Beruf/Karriere und Familie bewältigen müssen, und der in verschiedener
Hinsicht eine entscheidende Rolle für den Rest des Lebens spielt.“
spielt. (Lothaller 2008, S. 4)
Primärzitat (komplett)
Wörtlich übernommen, ohne Auslassungen oder
Ergänzungen, also buchstaben- und zeichengetreu

„Wörtliche Zitate sind nur dann gerechtfertigt, wenn bewusst das wörtliche
Zitat aufgrund seiner Aussagekraft gewählt wird,
wird weil sonst zwangsläufig
Sinnverluste eintreten würden oder weil der Gedanke besonders prägnant
bzw. originell formuliert wurde.“ (Karmasin/Ribing 2007, S. 83f.)
Das f. für Folgende zeigt an, dass das Zitat auf Seite 83 beginnt und auf der nächsten
Seite endet.

Teile von Sätzen:


Solche Zitate sollten nicht zu lang sein, „im Allgemeinen nicht länger als
zwei bis vier Sätze.“ (Karmasin/Ribing 2007, S. 84)
Primärzitat (Kennzeichnung von Druckfehlern
oder altertümlichen Schreibwesen)

Die K
Di Kennzeichnung
i h erfolgt
f l tddurch
h Ei
Einfügung
fü von sic!
i ! ((=>
so, wirklich so) in eckigen Klammern.

Alte und neue Rechtschreibung gelten allerdings parallel


– nicht jedes Mal [sic!] einfügen
einfügen.

„Die
Die Definition von Max Wehber [sic!] wird hier
modifiziert.“ (Moser 1992, S. 12)

„Die Wissenschaft und die freyen [sic!] Künste bringen


einem Volke Ehre und Nutzen.“ (Rosenius 1740, S. 23)
Primärzitat
(Kennzeichnung von Auslassungen)

Die Kennzeichnung von Auslassungen erfolgt durch drei


Punkte.

„Übernommenes Gedankengut ist in jedem Fall … als solches


kenntlich zu machen
machen.“ (Karmasin/Ribing 2007,
2007 SS. 82)

„Ein
Ein Plagiat ist … auch ein sinngemäßes indirektes Zitat
Zitat, daß
den Anschein erweckt, es sei aus eigenen Erkenntnissen
entstanden.“ (Karmasin/Ribing 2007, S. 82)
Primärzitat
(Kennzeichnung von Ergänzungen)

Die Kennzeichnung von Ergänzungen erfolgt in eckigen


Klammern und wird als solche kenntlich gemacht.

„… muss darauf hin überprüft werden, ob es [das Zitat,


Anmerkung des Verfassers] – aus dem Zusammenhang
gerissen – noch den vom Autor ursprünglich intendierten
Sinn behält
behält.“ (Karmasin/Ribing 2007,
2007 SS. 83)

„In
I diesem
di JJahr
h [2003
[2003, E
Ergänzung
ä d
des V
Verfassers]
f ] verstarb
t b
auch der Sohn.“ (Meyer 2004, S. 12)
Primärzitat
(Kennzeichnung von Hervorhebungen)

Die Kennzeichnung von Hervorhebungen erfolgt


in eckigen Klammern.

„Wir fügen aber sofort hinzu, dass es genauso wenig


wissenschaftlich ist, ganze Abschnitte oder gar Kapitel
[Hervorhebung durch den Verfasser] abzuschreiben, auch
wenn die Quelle angegeben wird.“ (Karmasin/Ribing 2007,
S. 82)
Primärzitat (Zitat im Zitat)
Enthält das Zitat selbst ein Zitat oder Anführungszeichen, so
wird dieses nur in einfache Anführungszeichen gesetzt.

„Stellen Sie also sicher, dass sie nicht Behauptungen mit Zitaten
unterstützen,, die nach dem ‚State
‚ of the Art‘ Allgemeinplätze
g p sind.“
(Karmasin/Ribing 2007, S. 83)

„Verstehen wir Sozialforschung als, … systematische Erfassung und


Deutung sozialer Tatbestände …‘ (Atteslander 2000, S. 3), so zeigt
sich ein Unterschied zur Auffassung
g von Huber.“ ((Zopp
pp 2003,, S. 12))
Sekundärzitat
Die Original(Primär-)quelle ist nicht einsehbar.
Das Zitat wird aus der Sekundärquelle
übernommen, ohne die Primärquelle zu
konsultieren.
konsultieren

„Da die Kategorien die Substanz der Untersuchung


enthalten, kann eine Inhaltsanalyse nicht besser sein als
ih K
ihre Kategorien.“
i “ (B(Berelson
l 19 1 S
1971, S. 14
147, zitiert
i i nachh
Atteslander 2000, S. 211)
Indirektes Zitat
Der Text, die Textstelle wird nicht wörtlich übernommen,
sondern mit eigenen Worten sinngemäß wiedergegeben. Die
Wiedergabe erfolgt ohne Anführungszeichen
Anführungszeichen, jedoch
unbedingt unter Angabe der Quelle.

Karmasin und Ribing führen fünf Formen des Plagiats in wissenschaftlichen


Texten an (vgl. Karmasin/Ribing 2007, S. 82).

Karmasin und Ribing (2007, S. 82) führen fünf Formen des Plagiats in
wissenschaftlichen Texten an.

Es gibt empirische Evidenz für die Gültigkeit der Polarisierungsthese, wonach


generatives Verhalten und das Aufschieben von Fertilitätsentscheidungen
zwischen sozialen Gruppen variiert (vgl
(vgl. Sobotka 2004,
2004 S S. 41)
41).
www Zitat
… Zitate aus einer Internetquelle folgen den selben
Regeln (Autor/in Jahr, S.). Häufig gibt es bei
I
Internetquellen
ll kkeine
i S Seitenangabe,
i b didiese IInformation
f i
kann also weggelassen werden. Wird nicht gesondert
ein
i JJahr
h angegeben,
b verwenden
d Si Sie das
d Jahr,
J h in i d
dem
Sie die Quelle abgerufen haben.

Daraus wird gefolgert, dass sich Bildung gerade auch in der


Krise lohne und Österreich von der weiteren Erhöhung der
Akademikerquote profitieren würde (vgl. OECD 2009).
Seitenangaben
(W b 1972,
(Weber 1972 S
S. 24) Der V
D Verweisi b
bezieht
i ht sich
i h auff eine
i
Textstelle auf S. 24
(Weber 1972
1972, S
S. 24f
24f.)) Der Verweis bezieht sich auf eine
Textstelle auf S. 24 und 25
((Weber
ebe 1972,
9 ,S S. 24ff.)) Der
e Verweis
e e s be
bezieht
e ssich
c au
auf e
eine
e
Textstelle auf S. 24-26
(Weber 1972, S. 24-29) Bei einem Verweis auf Textstellen
auf mehr als 3 Seiten.
(Weber 1972, S. 24 und 29) Der Verweis bezieht sich auf
Textstellen auf S
S. 24 und 29
29.
Mehrere Autoren
I t ein
Ist i Text
T t von mehreren
h Autor/innen,
A t /i so werden:
d

… bis zu zweii A
bi Autor/innen
t /i mitit S
Schrägstrich
hä ti h
voneinander getrennt angegeben.
(Karmasin/Ribing 2007,
2007 SS. 83)

… bei mehr als zwei Autor/innen wird nur der Name


der/des Ersten genannt und „u.a.“ (und andere)
oder „et
et al
al.“ (lat.
(lat et alii = und andere) angegeben.
angegeben
(Bünting et al. 2000, S. 45)
Das Literaturverzeichnis
Eine komplette bibliographische Angabe im
Literaturverzeichnis enthält folgende
Komponenten:

… Nachname, Vorname (Verfasser/in und/oder


Herausgeber/in)
… Erscheinungsjahr
… Titel und ggf. Untertitel
… Erscheinungsort(e)
g ( )
Literaturverzeichnis
… EINHEITLICH!!!
… Alphabetisch nach Nachnamen (ohne Unterscheidung
nach Textsorte)
… Mehrere Titel eines Autors: chronologisch, aufsteigend
… Mehrere Titel eines Autors in einem Jahr: 2010a
2010a,
2010b,…
… Erscheinungsort unbekannt: o.O.
o O (ohne Ort)
… Erscheinungsjahr unbekannt: o.J. (ohne Jahr)
… Verlagsangabe und Auflage können angegeben
werden – muss aber nicht sein
… Vornamen können ausgeschrieben
g oder abgekürzt
g
werden
Monographien
Monographien sind selbständige Veröffentlichungen.
ff Es handelt
sich dabei um Bücher von einer/m Autor/in oder mehreren
Autor/innen. Bei mehreren werden alle genannt (in der
Reihenfolge wie auf dem Buch), sind es mehr als drei kann mit
u.a. (und andere) abgekürzt werden.

Franck, Norbert (2007): Handbuch wissenschaftliches Arbeiten.


Frankfurt: Fischer
Fischer.

Stary, Joachim/Kretschmer, Horst (2007): Umgang mit


wissenschaftlicher Literatur
Literatur. Eine Arbeitshilfe für das sozial
sozial- und
geisteswissenschaftliche Studium. Berlin: Cornelsen Scriptor.

Beinke, Christiane u
Beinke u.a.
a (2008): Die Seminararbeit
Seminararbeit. Schreiben für den
Leser. Konstanz: UVK.
Sammelbände / Beiträge in
S
Sammelbänden
lbä d
In Sammelwerken
S oder SSammelbänden werden Beiträge
verschiedener Autorinnen/Autoren gesammelt und von einem
oder mehreren Herausgeber/innen oder einer Institution
herausgegeben.
Franck, Norbert/Stary,
Franck Norbert/Stary Joachim (Hg
(Hg.)) (2011): Die Technik
wissenschaftlichen Arbeitens. Eine praktische Anleitung. Paderborn
u.a.: Schöningh.

Cramme, Stefan/Ritzi, Christian (2011): Literatur ermitteln. In: Franck,


Norbert/Stary, Joachim (Hg.): Die Technik wissenschaftlichen
Arbeitens Eine praktische Anleitung
Arbeitens. Anleitung. Paderborn u u.a.:
a : Schöningh
Schöningh. SS.
33-70.

Bei mehr als zwei Verlagsorten kann ebenso mit u.a.


u a abgekürzt werden
werden.
Beiträge in Fachzeitschriften
Zuerst wird der Beitrag genannt, dann die
Fachzeitschrift, Jahrgang, Heftnummer und
Seiten (die erste und letzte des Beitrags).

Haak, Carroll/Rasner, Anika (2009): Search (f)or Work. Der


Übergang
g g vom Studium in den Beruf. In: Kölner Zeitschrift
für Soziologie und Sozialpsychologie. Jg. 61. H. 2. S. 235-
258.

Hier wird kein Erscheinungsort


g angegeben.
g g
Diplomarbeiten Dissertationen
Diplomarbeiten,
Wie eine Monographie, nach Nennung des Titels
ergänzend:

Diplomarbeit. Universität Salzburg


Diplomarbeit Salzburg.
Dissertation. Universität Salzburg.

((Anstelle von Erscheinungsort


g und Verlag.)
g)
WWW - Dokumente
Am Anschluss an die üblichen Angaben müssen
noch die Internetadresse und das Datum der
Abfrage angegeben werden.

Statistik Austria (2010): Bevölkerung.


www statistik at/web de/statistiken/bevoelkerung/i
www.statistik.at/web_de/statistiken/bevoelkerung/i
ndex.html (abgerufen am 23.08.2011)
Angaben auf dem Titelblatt
… U i
Universität
ität
… Fachbereich/Abteilung
g
… Lehrveranstaltung
(Art Titel
(Art, Titel, Nummer
Nummer, Semester
Semester, Leiter/in)
… Art der Arbeit, Titel, Untertitel
… Verfasser/in(nen)
inkl. Matrikelnummer
at e u e uund
d Emailadresse
a ad esse
… Abgabedatum
Universität Salzburg
Fachbereich Politikwissenschaft und Soziologie
Abteil ng Soziologie
Abteilung So iologie und
nd K
Kulturwissenschaft
lt r issenschaft

PS: Wissenschaftliches Schreiben


LV-Nr. 122.211 - WS 2012/2013
LV-Leiterin: Mag. Sonja Unteregger

Proseminararbeit

Venus und Mars?


Geschlechterrollen im 21. Jahrhundert

vorgelegt von:
Maria Muster, Matrikelnummer: 1234567
maria muster@stud sbg ac at
maria.muster@stud.sbg.ac.at
abgegeben am: 15.2.2013
Universität Salzburg
Fachbereich Politikwissenschaft und Soziologie
Abteilung Soziologie und Kulturwissenschaft
_____________________________________________________________________________________________________________________________________

PS: Wissenschaftliches Schreiben


LV-Nr. 122.211 - WS 2012/2013
LV-Leiterin: Mag. Sonja Unteregger

Proseminararbeit
zum Thema

Venus und Mars?


Geschlechterrollen im 21. Jahrhundert

______________________________________________________________________________________________________________________________________

vorgelegt von:
M i M
Mario Muster,
t Matrikelnummer:
M t ik l 1234567
mario.muster@stud.sbg.ac.at
abgegeben am: 15.2.2013
Layout
Kapitelüberschrift 14er Schrift fett
p
Unterkapitelüberschrift 12er Schrift fett
Text 12er Schrift
F ß t
Fußnoten 10 S
10er Schrift
h ift
Zeilenabstand Text 1,5 zeilig
Zeilenabstand Fußnoten 1 zeilig
N hK
Nach Kapitelüberschriften
it lüb h ift 2L
Leerzeilen
il
Nach Unterkapitelüberschriften 1 Leerzeile
Blocksatz
Geschlechtergerechte Sprache
http://www.bmukk.gv.at/medienpool/7108/P
DFzuPubID403 pdf
DFzuPubID403.pdf
Anhang
„Material“, das in der Arbeit verwendet wurde.

… Fragebogen
… Briefe
… Gesprächsprotokolle
… Statistische Daten
… Geographische Karten
… etc.
Checkliste
… Korrekturlesen lassen!!!

… Ist die Zitierweise


Zitier eise einheitlich?

… Ist die zitierte Literatur vollständig im


Literaturverzeichnis enthalten?

… Stimmen die Seitenangaben im


Inhaltsverzeichnis?
Templates
… Vorgaben der LV-Leitung zur Erstellung einer
Arbeit
… Selbständigkeitserklärung: Sie unterschreiben
damit,, dass Sie die Arbeit eigenständig
g g
verfasst haben und Quellen ordnungsgemäß
zitieren.

HALTEN SIE SICH GENAU AN DIE ANGABEN!


Literaturempfehlungen 1
Bänsch, A./Alewell, D. (2009): Wissenschaftliches Arbeiten. München:
Oldenburg.

Beinke, C. u.a. (2008): Die Seminararbeit. Schreiben für den Leser.


Konstanz: UVK.

Brink, A. (2013): Anfertigung wissenschaftlicher Arbeiten. Ein


prozessorientierter Leitfaden zur Erstellung von Bachelor-. Master-
und Diplomarbeiten. Wiesbaden: Springer.

Bünting, K./Bitterlich, A./Pospiech, U. (2009): Schreiben im Studium:


Mit Erfolg.
Erfolg Ein Leitfaden
Leitfaden. Berlin: Cornelsen.
Cornelsen Schreibtrainer unter:
http://www.uni-due.de/schreibwerkstatt/trainer/index.html
Literaturempfehlungen 2
Esselborn-Krumbiegel, H. (2008): Von der Idee zum Text. Eine Anleitung zum
wissenschaftlichen Schreiben. Paderborn u.a.: UTB.

Franck, N. (2007): Handbuch wissenschaftliches Arbeiten. Frankfurt: Fischer.

Franck, N./Stary, J. (Hg.) (2011): Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens.


Eine praktische Anleitung. Paderborn u.a.: UTB.

Karmasin,, M./Ribing,
g, R. (2007):
( ) Die Gestaltung
g wissenschaftlicher Arbeiten.
Ein Leitfaden für Haus- und Seminararbeiten, Magisterarbeiten,
Diplomarbeiten und Dissertationen. Wien: WUV.

Karmasin, M./Ribing, R. (2012): Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten.


Ein Leitfaden für Seminararbeiten, Bachelor-, Master- und Magisterarbeiten
sowie Dissertationen. Wien: Facultas.
Literaturempfehlungen 3
Kruse, O. (2007): Keine Angst vor dem leeren Blatt. Ohne
Schreibblockaden durchs Studium. Frankfurt/New York: Campus.

Langer, I./Schulz von Thun, F./Tausch, R. (2011): Sich verständlich


ausdrücken. München/Basel: Reinhardt.

Rossig, W. E./Prätsch, J. (2010): Wissenschaftliche Arbeiten. Ein


L itf d fü
Leitfaden für H
Haus- und
dSSeminararbeiten,
i b it B
Bachelor-
h l und
d
Masterthesis, Diplom- und Magisterarbeiten, Dissertationen.
Weyhe: Teamdruck
Teamdruck.

Stary, J./Kretschmer, H. (2007): Umgang mit wissenschaftlicher


Literatur. Eine Arbeitshilfe für das sozial- und
geisteswissenschaftliche Studium. Berlin: Cornelsen Scriptor.