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Musterklausur

Vergleichende Werkbetrachtung zum Thema,,Selbstporträt" (in der Grafi k)

AUFGABEN:

TIPP:

Lösungsvorschläge

Zu1: Bei dem Selbstbildnis von Otto Dix ist der Zeichner leicht außer-
Neben einer Frau im Hintergrund auf Rembrandts Grafik schaut mittig und formatfüllend zu sehen. Er sitzt auf einem Hocker; hat
auf beiden Werken jeweils ein Mann direkt aus dem Bild heraus. die Beine überschlagen und hält auf seinem Knie ein Brett als
Als Betrachter kann man dem Blick beider Männer kaum aus- Zeichenunterlage. Dix trägt einen hochgeschlossenen Malerkittel.
weichen. Auch wenn man versuch! andere Details der Arbeiten ln seiner linken Hand hält er einen Zeichenstift, mit der rechten
zu fokussieren, so wandeft der Blick - wie von einem Magneten Hand das Zeichenbrett. Er ist offensichtlich gerade im Begriffi, sich
angezogen - immer wieder zu den Augenpaaren beider. Konzen- selbst zu zeichnen.
triert, durchdringend und intensiv.sind die Augenausdrücke bei- Der Künstler ist bis auf Höhe des Stuhles und der Knie dargestellt.
der Männer. Es handelt sich vom Bildausschnitt daher um ein ,,Kniestück'i
Ganz ähnlich und doch sehr verschieden: Bei dem ersten Werk wobei der Kopf im Dreiviertelprofil gezeigt wird: Vom Betrachter
handelt es sich um eine nur 10,4 x 9,5cm kleine Druckgrafik des ausgehend, ist die linke Gesichtshälfte vollständig zu sehen, die
niederländischen Künstlers Rembrandt van Rijn, die er im Jahre rechte ist verküzt dargestellt.
1636 erstellt hat. Die Radierung trägt den Titel ,.Selbstbildnis zeich- Auch Dix ist mittleren Alters, von schlanker Gestalt, mit kurzen
nend mit Saskia". nach vorne gekämmten Haaren. Seine Augen sind verschattet.
Die zweite Arbeit mit dem Titel ,,Selbstbildnis als Zeichner" aus Über der zeichnenden Hand des Künstlers findet sich sein Mono-
dem Jahre 1933 stammt von dem deutschen Künstler Otto Dix. Die gramm sowie darunter die Jahreszahl 1933.
weitaus größere Zeichnung (58,3 x 47,2cm) wurde mit Silber- und
Bleistift auf weiß grundiertem Papier erstellt. Zu2:
Wie man bereits den Titeln entnehmen kann, handelt es sich bei Beide Künstler setzen Konturlinien ein. So hebt sich bei beiden
beiden Arbeiten um gezeichnete Selbstbildnisse. die linear gezeichnete Zeichenhand von dem durch Schraffuren
verdichteten Körper ab. Die Zeichenhände sind in beiden Fällen
Bei Rembrandts fast quadratischer Arbeit ist im Vordergrund und außerdem wenig ausdifferenziert gezeichnet was mit der Tatsa-
in der rechten Bildhälfte der Künstler selbst zu sehen. Er stellt sich che zusammenhängen könnte, dass sich beim Blick in den Spiegel
als einen Mann mittleren Alters dan die zeichnende Hand logischerweise bewegen muss.
Sein Gesicht ziert ein Oberlippenbart und wird von lockigem Haa4 Mit materialangebenden Linien definieren beide Künstler jeweils
das durch einen breitrandigen Hut bedeckt wird, gerahmt. Der ihre Haare. Sind es bei Rembrandt eher grafische Knäuel, die sich
Künstler trägt ein Hemd mit markantem Kragen. Er sitzt an einem mit dem Schatten des Hutes verbinden, sind es bei Dix parallel
Tisch und hält in seiner Hand einen Stift wahrscheinlich eine Ra- verlaufende Linien, die sich am Hinterkopf zu treffen scheinen,
diernadel. Darunter ist die Radierplatte angedeutet. Einige Linien sich in der Stirn verdichten und wie ffeile auf die Augen weisen.
sind bereits auf der Radierplatte zu erahnen. Es wird also der Pro-
zess des Zeichnens bzw. des Radierens verbildlicht, Beide Künstler beziehen den Hintergrund ein, indem sie diesen
Rembrandt sitzt in diesem Brustbild quer zum Betrachter: Er hat partiell dunkel gestalten. Dadurch können andere - helle Bildbe-
den Kopf scharf zur Seite gedreht und zeigt uns sein Gesicht in reiche - betont werden.
frontaler Ansicht. Aus dem Halbschatten seiner Hutkrempe heraus Rembrandt setzt diese grafische Möglichkeit geschickt ein. Zwi-
trifft uns sein konzentrierter Blick. schen ihm und Saskia ist der Hintergrund mit parallelen Linien
dunkel gestaltet. Die Linien gehen bei Saskia nahtlos in die Haa-
Hinter dem Künstler, links im Bild, ist eine Frau zu sehen (entspre- re über. Bei ihm selbst hebt sich dadurch der helle Kragen seines
chend dem Titel heißt sie Saskia). Sie sitzt Rembrandt gegenüber Hemdes deutlich vom Hintergrund ab und lässt auch seine rechte
am Tisch, ebenfalls auf einem Stuhl, dessen Lehne angedeutet ist, Gesichtshälfte hell erscheinen.
und blickt auch direkt aus dem Bild. Da sie vom Betrachter etwas Bei Dix ist der Hintergrund im linken Bildteil mit einer Kreuzschraf-
weiter entfernt ist ist sie entsprechend kleiner dargestellt. Die fur dunkel angelegt, wodurch sich der helle Malerkittel abhebt.
Frau hat ein rundliches Gesicht und gleichfalls lockiges Haar. Sie ln der rechten Bildhälfe ist der Hintergrund hell und der Maler-
trägt ein hochgeschlossenes Kleid. kittel dunkel gestaltet. Dadurch entsteht eine räumliche Qualität.
ln der linken oberen Ecke des Werkes findet sich die Signatur Die helle Schulter wendet sich so dem Betrachter zu, die dunklere
Rembrandts sowie darunter die Jahreszahl 1636. weicht in den Hintergrund zurück.

72 I 73 Abiturtrainer: Musterklausur
73.{ Rembrandt van Rijn: Selbstbildnis zeichnend mit Saskia,
1636, Radierun g, 10,4 x 9,5 cm,
Graphische Sammlung, Städel Museum, Frankfutt/Main

73.2 Otto Dix: Selbstbildnis als Zeichner, 1933,


Silber- und Bleistifi auf Papier (weiß grundiert), 58,3 x 47,2 cm,
Kupferstichkabinett, Staadiche Museen zu Berlin
Die Licht-/Schattensituation auf den vorgelegten Werken belegt,
dass eine starke Lichtquelle eingesetzt wurde. Sie befindet sich
jeweils links.
Bei Rembrandt kann sie auf Höhe seiner rechten Wange verortet
werden, sodass seine linke Gesichtshälfte stark verschattet ist.
Saskia wird auch von dieser Lichtquelle illuminiert. Es wirkt bei-
nahe so, als wäre sie die Lichtquelle, die auf Rembrandt scheint.
Bei Dix ist die Lichtquelle nicht klar zu verorten. Da seine rech-
te Körperseite beleuchtet ist und die linke verschattet, lässt sich
der Schluss ziehen, dass sich die Lichtquelle ungefähr auf Schul-
terhöhe - neben dem Spiegel - befinden mag. Nicht stimmig ist
MW. . hierbei allerdings, dass die Augen verschattet sind. Es lässt den
Schluss zu, dass Dix die Lichtquelle nutzt, um eine eindeutige
KR
Licht-/Schattensituation zu erreichen, er aber den wichtigsten
Punkt im Bild - die Augen - bewusst anders wiedergib! als sie
tatsächlich aussehen. Für den Betrachter ist dies zunächst nicht
ganz stimmig.

Weiterhin fällt auf dass beide Kunstwerke von extremen Helldun-


kelkontrasten dom iniert werden.
Der Hintergrund und Saskia sind bei Rembrandt weitgehend hell
und luftig gestaltet während der Künstler selbs! bis auf seine
rechte Gesichtshälfte und einige Lichtreflexe auf seinem Hemd
und seiner Hand, extrem dunkel ausformuliert ist.
Auch bei Dix flndet sich ein Rhythmus von dunkel - hell - dunkel,
74.1 Kompositionsskizze zu Rembrandt
der sich in den großen Bildbereichen (dunkler Hintergrund - be-
MS leuchteter Malerkittel - verschatteter Bereich beim Knie) ebenso
manifestiert wie in der Gestaltung des Faltenwurfes seines Ma-
lerkittels.

Gemeinsam ist den Arbeiten außerdem, dass bestimmte Bildbe-


reiche - wie die Gesichter - detailliert ausformuliert sind. Andere
Bereiche werden bewusst offen gehalten oder wenig detailliert
dargestellt. So ist beispielsweise der Oberkörper Saskias mit nur
wenigen suchenden Linien vage beschrieben.
Bei Dix fällt auf, dass die Linien im Gesicht sehr kleinteilig gesetzt
sind. lm unteren Bilddrittel hingegen wirken die Linien viel offener
schraffiert. Auch hier finden sich nur vage angedeutete Bereiche
wie seine linke Zeichenhand.

ln beiden Fällen befindet man sich als Betrachter des Werkes auf
der Augenhöhe des Zeichnenden.
Bei Rembrandt ist man allerdings,,dichter dran" als bei Dix. So ent-
steht der Eindruc( dass man mit Rembrandt an einem Tisch sitz!
gegenüber von Saskia.
Bei Dix entstehg auch verstärkt durch das überschlagene Bein, et-
was mehr Abstand zum Betrachter: Hier glaubt man eher; ihm auf
einem Hocker etwas distanziert gegenüber zu sitzen.

Die Komposition ist bei Rembrandts Arbeit (Bild 741) genau in


der Mitte vertikal durch eine Mittelsenkrechte geteilt. lm rechten
Bildteil befindet sich Rembrandt und im linken Bildteil befindet
sich Saskia. Deckt man die beiden Bereiche ab, so entsteht ein
vollkommen unterschiedlicher Eindruck.
74.2 Kompositionsskizze zu Dix v' {bezogen
G§ \uE auf Gesamtbreite)

Legende

-
Mittelwaagerechte MWMittelsenkrechte MS
Goldener Schnitt G§
o Kreiskomposition KR

- Schräge A Dreieckskomposition DR
-

74175 Abiturtrainer:Musterktausur
erleuchteten Saskia und der Rembrandtwar,alserdieRadierungschuibereitseinangesehe-
Die linke Bildhälfte wird von der hell zahlreichen Mitarbei-
Bildhälfte vom verschat- ner Künstler, der eine eigene Werkstatt mit
Hand Rembrandts bestimmt, die rechte Leben führen konnte' Seine
leitet kompositorisch von tern betrieb und ein wohlhabendes
teten Rembrandt. Der Arm Rembrandts international anerkannt'
damit eine Verbin- Arbeiten erzielten hohe Preise und er war
a", r.".t''rtun zur linken Bildseite über und stellt Das vorliegende Bild erst6{t&rder Künstler zwei iahre nach der
man die Linie' die
Jung zwischen beiden Bildteilen her' Verfolgt Hochzeit mit Saskia.
sowie den Umriss
,l.f.t"arr.h die Hand und den Arm Rembrandts
ein Kreis ab'
seines Hutes ergibt, so zeichnet sich verbundene Konfrontati-
und der Kreis (als Der Blick in den Spiegel und die damit
i, sina demnach die teilende Mittelsenkrechte
dominieren' on des Künstlers mit seinem Spiegelbild
war für Rembrandt in
vollkommene Form), welche die Komposition wieder eine große künstlerische
des Künstlers über den Arm in das allen Schaffensphasen immer
Unser Blick wird von der Hand sich Rembrandt in über einhun-
Hutkrempe weiter zu Saskia Herausforderung. So verewigte
äesicfrt Rembrandts geführt, über die tn vielen Arbeiten studierte er in physiogno-
Die BlicKührung J"n s"tortportäts.
,nO uon dort wieder in das Gesicht Rembrandts' Mimik' ln anderen Arbeiten
Spirale' miscf,en Studien die Anatomie seiner
erinnert somit an eine sich nach links drehende die Rolle
inrr"niu,t" er sich, indem er, v'a' in Historienbildern'
ebenfalls durch eine Mittel- berühmterPersoneneinnahm(z.B.Paulus).lnseinenSelbstpor-
Bei Dix ist die Komposition (Bild 74'2) und die Lebensfüh-
ein symmetrischer Bildaufbau träts werden nicht nur die Gestalt, das Alter
senkrechte definiert, wodurch sich und das lnnenleben für den
gleichschenkliges Dreieck' Die Ba- r.ung, ,onaurn auch die Befindlichkeit
CrrnOf .ge ist hier ein fast
"rgiOt. die Spitze etwas rechts Betrachter sPürbar.
sis"befindet sich auf der unteren Bildkante'
wird durch das Zeichenbrett' das
versetzt vom Kopf. Eine Schräge von dreißig Jahren er-
die Hand und den Arm lm Selbstporträt von 1636, das er im Alter
erhöht auf dem überschlagenen Knie liegt' Er stellt sich
aus dem Zent- .t"ttt", *iro seine vorliebe für lnszenierung deutlich'
g"OifA",. Es entsteht eine itabile, wenn auch etwas Künstler daq der
eingebaut hat' ui, *ot''lthun"nden, selbstbewussten und stolzen
ium gerücl«e Bildkonstruktion, in die sich Dix offensichtlich seine Frau als Lichtquelle
wahrnimmt' Der Betrach-
Werk von links kom-
oer ätlct des Betrachters wird bei diesem ter wird durch die Komposition in das Bild
und damit in das Leben
zu den Augen geführt'
mend über die helle Partie des Malerkittels Der Künstler vermittelt mit seiner Arbeit
über den rechten Arm zurück Rembrandts eingeführt'
dann zum Zeichenbrett, um von dort von sich'
Künstlers gelenkt zu werden' ein geschlossenes und stimmiges Bild
zu den verschatteten Augen des
im Jahre 1933' im Alter
und das leicht Otto Dix erstellte die vorgelegte Zeichnung
Der Kreis als bilddominante Form bei Rembrandt die Nationalsozialisten in
unterstreichen die beiden von 42 .lahren. Es war das Jah1 in dem
aus der Mittelachse verrückte Dreieck war bis1933 Professor an der
Bei Rembrandt wird Deutschland die Macht ergiiffen' Dix
stabilen und harmonischen Bildsysteme' Kunstakademie in Dresdei und einer der
bedeutendsten Künstler
bei Dix gerät das Drei-
Harmonie und Geschlossenheit vermittelt; bis dato Arbeiten' in denen
stellt somit einen leicht instabilen der Neuen Sachlichkeit' Bekannt sind
eck aus der Mittelachse und pofi gesellschaftliche
und Missstände aufzeigt und seine
die außermittige Dreiecks-
Zustand dar. Durch die schräge verliert "r. 't.f'"," schonungslos darstellt' Sein künstlerisches Credo
dürfte auch die innereVerfas- Zeitgenossen
konstruktion zusätzlich an HJt' Dies im Außeren sichtbar
widerspiegeln' tautäte, dass er das ln-nere des Menschen
sung von Dix in subtiler Weise Charaktereigenschaften und Befind-
machen möchte. Spezifische
und manchmal bis
lichkeiten wurden also von ihm übezeichnet
Zu3t zur Karikatur verzerft wiedergegeben'
er{olgreichen Mann mit
Rembrandt zeigt sich als wohlhabenden'
prächtigem HuL der selbstbewusst und mit bestechendem Blick
der von den National-
Dix war einer der ersten Kunstprofessoren'
erhielt'
seineTatkraftundseinensozialenStandzeigt.Saskiaundersind
die aber bildnerisch zu sozialisten entlassen wurde und Ausstellungsverbot
zwar zwei eigenständige Persönlichkeiten' in die äußere Emigration gingen und
nicht nur die "besse- WaflrunO andere Künstler
einer Einheit verschmälzen' Saskia scheint auswanderten, begab sich Otto Dix in die
innere Emigration und
reHälfte,,imBildzusein,sieistauchdiejenige,diedendunkler schufKunstwerkemitunverfänglichenreligiösenThemenund
Die Situation
g"t''lut,"n"n Rembrandt wie eine Sonne beleuchtet' Schnittstelle ent-
Landschaften. Genau an dieser historischen
wirktwieeineMomentaufnahme,dieeinenglücklichenZustand Dix die grafischen Mittel
stand das Selbstporträt' So stehen bei
in einer stabilen Beziehung darstellt' Er setzt sich zwar
und der Ausdruck im Widerspruch zueinander:
Wenn auch außermittig,
auch - wie Rembrandt - selbstbewusst,
Rembrandt gilt als wichtigster Künstler der niederländischen
und Mimik wirken-jedoch unsicher'
einer weltoffe- a, g'fa, seine Körperhaltung
f,lutur"i im rz. Jahrhundert' Er lebte in Amsterdam' Die verschatteten Augenhöhlen las-
der Handel florierte und verkniffen und voller Sorgen'
nun S,ua, uniZentrum der Kunst, in der Dix mit Problemen zu kämpfen hat'
sodass sie auch in Kunst inves- sen vermuten, dass
J're Mens.h"n wohlhabend waren, der stabilen Bildkomposi-
Prinzip Die ermittelte Unstimmigkeit zwischen
ii".t"n. Der Kunstmarkt basierte auf dem wirtschaftlichen dem tion und dem verkniffenän Gesicht lässt sich im Rahmen des his-
W.erke he[ mit
,on Äng"Oot und Nachfrage' Künstler stellten torischen Hintergrundes als biografische
Krise deuten' Dix ist sich
spezialisierten sich viele
ZLt, RÄnzfraftige Käufer zu finden' So bewusst' ebenso spürt er
Rembrandt jedoch nicht; i*u, ,uin"r künitlerischen Fähigkeiten
Künstler auf bestimmte Bildgattungen. - die einschneidenden
f"ä".Ä - *i" eine dunkle Wolke
Land-
aufziehend
Einzel- und Selbstporträts'
sein CEuvre umfasst Cruppen-, Veränderungen nahen' Genau diese Spannung
wird in der Arbeit
und Stillleben'
schaftsmalereien, Historienbilde/, lnterieurs
deutlich.

Schlaglichter zweier
Zwei Arbeiten, die völlig unterschiedliche
Werke, die v.a. historische. aber auch
religiöse und literarische Themen und doch verschieden'
1 Lebenskontexte verbildlichen: ganz ähnlich
verbildlichen