Sie sind auf Seite 1von 1

Tatjana Rüegg 4SI

Die Migros - Informationsblatt

Die Migros ist das grösste Detailhandelsunternehmen der Schweiz das rund 100'000
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt. Es ist ein Grosskonzern, gleichzeitig aber auch
eine Volksfirma, an der etwa 27% der Schweizer Bevölkerung beteiligt ist. Zu ihr gehören
insgesamt neunzig weitere Gesellschaften wie bspw. das Reiseunternehmen „Hotelplan“,
Denner, Migros-Bank oder Tankstellen Migrol. Sie sind alle Tochterunternehmen der Migros.
Der orange Riese ist hierzulande nicht mehr wegzudenken.

Geschichte:
Der junge Kaufmann Gottlieb Duttweiler bemerkte, dass die Lebensmittelpreise in der
Schweiz sehr hoch waren und der Lebensmittelhandel grosse Gewinne erzielte. Er wollte die
Ware den Kunden direkt anbieten, ohne Zwischenhandel und damit günstiger. Dabei wurde
er auf das System fahrender Läden aufmerksam
(Idee von Henry Ford), entwickelte unverzüglich
einen Plan, den er auch gleich umsetzte.
So wurde 1925 die Migros AG mit 100'000 Franken
Aktienkapital gegründet. Mit fünf Lastwagen
startete er den Verkauf von vorerst wenigen,
günstigen Produkten. Schon bald wurde das
Sortiment aber wegen der grossen Nachfrage
ausgeweitet. Natürlich liess der Unmut der
Fabrikanten und der Konkurrenz nicht lange auf sich
warten. Die Migros wurde mit Lieferboykotten bestraft und ihre Kunden wurden öffentlich
als «Verräter» beschimpft. Doch die Migros war billiger und besser also kamen die Leute
weiterhin und der Umsatz stieg. Aufgrund der Lieferboykotte fing Duttweiler an, diverse
Produkte selbst herzustellen. Dies war der Grundstein für die bis heute erfolgreiche
Eigenproduktion der Firma. Die Migros AG war von da an nicht mehr zu stoppen und fing an
zu expandieren.
Die Migros-Genossenschaft
1941 wandelte Gottlieb Duttweiler die private Migros Aktiengesellschaft, die zu einem
erfolgreichen Millionenunternehmen wurde, in eine Genossenschaft um. Die Anteile der
Migros Genossenschaft wurde somit an Kundinnen und Kunden verschenkt. Duttweiler hat
damit bewiesen, dass ihm das Weiterleben des Unternehmens wichtiger war als der
persönliche Profit. Sein Erfolg sollte allen zugutekommen.
Mit den ersten günstigen Sprachkursen wurden 1944 Klubschulen gegründet, somit machte
er Kultur und Bildung auch ärmeren Schichten zugänglich. Langsam breitete sich der Konzern
in beinahe alle Bereiche des Alltagslebens aus.
Da die Migros bis heute noch eine Genossenschaft blieb, besitzen sie keine Aktien und somit
gibt es auch keinen Aktienkurs.
Zukunftseinschätzung:
Der Migros-Konzern hat seine Marktposition durch zahlreiche Zukäufe in den vergangenen
Jahren ausgebaut. Trotzdem verstärkt sie seit einiger Zeit wieder ihr Kerngeschäft, was
wichtig ist, um genügend Erträge zu erwirtschaften, um das Geschäft weiterhin nachhaltig
betreiben zu können.
Die Migros ist eine Genossenschaft, und somit nicht auf eine Gewinnmaximierung
ausgerichtet, trotzdem denke ich, dass die Migros, auch wenn es zu einem stärkeren
Konkurrenzkampf zB. mit Coop kommen könnte, durch ihren guten Ruf beständig bleibt.