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Kontroversen zur Sprachentwicklung

Prof. Walter Huber


WS 2007/08

Special Lecture

Neurolinguisitsche
Aspekte der
Sprachentwicklung

Abteilung Neurolinguistik an der Neurologische Klinik


Universitätsklinikum der RWTH Aachen

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

• Neurologische und Neuropsychologische


Grundlagen der menschlichen Sprache

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Arbeitsgedächtnis
Aufmerksamkeit
• selektiv • alert
• geteilt • anhaltend

LH RH

Sprache
Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Ab- und aufsteigende Bahnen der


Artikulationsorgane

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Aufsteigende Bahnen des Gehörs

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

© Prof. Walter Huber, RWTH Aachen


motorisches
Rindenfeld

Fasciculus arcuatus

expressives rezeptives primäres


Sprachzentrum Sprachzentrum Sehfeld

primärer
auditorischer
Cortex

Neurologie/Neurolinguistik
Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

© Prof. Walter Huber, RWTH Aachen


motorisches
Rindenfeld

Fasciculus arcuatus

expressives rezeptives primäres


Sprachzentrum Sprachzentrum Sehfeld

primärer
auditorischer
Cortex

Neurologie/Neurolinguistik
Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

© Prof. Walter Huber, RWTH Aachen


motorisches
Rindenfeld
„Schreib-
zentrum“

Fasciculus
arcuatus

primäres
expressives
Sehfeld
Sprachzentrum rezeptives
Sprachzentrum
primärer
auditorischer
Cortex

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

© Prof. Walter Huber, RWTH Aachen


motorisches
expressives Rindenfeld
Gebärdenzentrum

Fasciculus arcuatus
rezeptives
Gebärden-
zentrum

expressives rezeptives primäres


Sprachzentrum Sprachzentrum Sehfeld

primärer
auditorischer
Cortex

Neurologie/Neurolinguistik
Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

© Prof. Walter Huber, RWTH Aachen Wo? Orientierung

Richtung
Arbeitsgedächtnis
(Kriterien, Suche,
Hypothese, Prüfen, Tiefen
Entscheiden) sehen

Linien

Problem lösen

Winkel + Kontur
(Form)
Sprachzentrum Objekt Farbe
(Gesicht , Gegenstand) Sehfeld
Neurologie/Neurolinguistik
Was?
Kontroversen zur Sprachentwicklung

• Entwicklungspsychologische Grundlagen der


menschlichen Sprache

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

smile babble

Lallphase
Beginn der sprachlichen Spezialisierung des Gehirn
Neurologie/Neurolinguistik
Holowka & Pettito, Science, 297 (2003) 1515
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Synthetisch hergestellte Silben /ba/ (oben) und /pa/ (unten)

Lallphase
Beginn der sprachlichen Spezialisierung des Gehirn
Neurologie/Neurolinguistik (nach Abramson und Lisker)
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Lallphase
Beginn der sprachlichen Spezialisierung des Gehirn
Quelle: N. Kiss, Institut für Medizinische Psychologie München
Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Sprechen & Hören

Lallphase (6. – 10. Monat)


• Beginn der universalsprachlichen Sprechmotorik
• Beginn der muttersprachlichen Phonologie

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Interaktion und Kommunikation

Emergenzphase (12. – 36. Monat)


• Beginn von Symbolverständnisses
• Beginn von Kommunikationsfähigkeit
• Beginn von Wortschatz und Lautstrukturen
• Beginn von Satzbau und Grammatik

Neurologie/Neurolinguistik
Kommunikation

nichtsprachlich sprachlich

Körper- Gestik Panto- Lautsprache Schrift-


Gebärdenspr
haltung Mimik mime sprache

real Objekt Objekt mental

Blicke
austauschen Sprache
⇒ ⇒
Motorische Handlung Sprachhandlung
- greifen - beschreiben
- zeigen - bezeichnen
- geben - fragen
- nehmen - antworten

Person Person Person Person


1 2 1 2
Deaf & Sign Language
Research Team
Neurologie/Neurolinguistik Aachen
Einfache Vorstellung von sich und anderen

ICH DU ICH DU

A B

Durch die direkte Wahrnehmung entsteht eine einfache Vorstellung vom Anderen.
Deaf & Sign Language
Research Team
Neurologie/Neurolinguistik Aachen
Wissen über die Vorstellung des Anderen

ICH DU
ICH DU

A
B

DU ICH DU
ICH

EINFÜHLEN

A TÄUSCHEN B
Metavorstellung: Voraussetzung für die kommunikative Erwartung ist eine
Vorstellung vom Wissen des Anderen (Theory of Mind) Deaf & Sign Language
Research Team
Neurologie/Neurolinguistik Aachen
DGS-Grammatik-
Workshop

Kommunikation: Probleme

ICH DU
ICH DU


A
B

ICH ICH DU
DU

A
Formulierung
≠ B
Verstehen
Falsche Metavorstellungen und falsche Formulierungen führen zu Missverständnissen.
Deaf & Sign Language
Research Team
Neurologie/Neurolinguistik Aachen
Ideale Kommunikation:
(„conversational postulates“)

Informativ! Aufrichtig! Zur Sache! Verständlich!


(Quantität) (Qualität) (Relevanz) (Ausdruck)

Ideale Kommunikation

A B

Paul Grice, Amerikanischer Sprachphilosoph, 1975 Deaf & Sign Language


Research Team
Neurologie/Neurolinguistik Aachen
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Spracherwerb

Kritische Phase 1:
bis ca. 6. Lebensjahr
- Basiskompetenz der Lautsprache
- Beginn von sprachlicher Bewußtheit

- Fähigkeit zu Mehrsprachigkeit

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Spracherwerb

Kritische Phase 2:
bis Erreichen der Pubertät
- Volle Kompetenz in Laut- und Schriftsprache
- Erwerb von Sprach- und Kommunikationsfertigkeiten
 Dialekt und Standardsprache.

 Erst- und Zweitsprache

 Kulturelle Stile und Register

 Bewußtes Lernen von Fremdsprachen

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

• Funktionale Architektur der menschlichen Sprache

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

EBENE EBENE
EMOTION / KOGNITION I
I

II II
FORMULIEREN ARBEITS- VERSTEHEN
GEDÄCHTNIS

SPRACH SYSTEM

III III
GRAPHO-MOTOR SPRECH-MOTOR AUDITIVES VISUELLES
SYSTEM SYSTEM SYSTEM SYSTEM

SCHREIBEN SPRECHEN HÖREN LESEN

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Planung von Sprechhandlungen


Mitteilungsabsicht

Proposition / Konzept

Sprachsystem
Syntax Lexikon
Satzstruktur Wortbedeutung

Morphologie Phon. Wortform

Phonologische und
Arbeits- Prosodische Planung
gedächtnis
Sprechmotorisches System Schreiben
Programmierung
Ausführung

Phonation + Ausführung
Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Sprach- und Sprechstörungen


des Kindesalters
Ebene Symptome / Syndrom

Emotion / Kognition
• Mitteilungsplanung • Interaktionsstörung (Autismus)
• Mutismus

Sprachsystem
• Syntax, Grammatik • Dysgrammatismus
• Lexikon • Wortspeicherstörung
• Wortfindungsstörung
• Stereotypien
• Phonologie • phonologische Störung ( universelle Dyslalie )
- Lautinventarstörung
- Lautprozess-Störung
• zentral-auditive Verarbeitungsstörung
• Entwicklungsdyslexie/-dysgraphie

Sprechmotorik
• Redefluss • Stottern, Poltern
• Programmierung, Ausführung • Sprechapraxie, Dysarthrie
• periphere Organe ( Artikulatoren, • isolierte Einzellautstörung ( partielle Dyslalie )
Gehör )

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Ursachen von
Sprachentwicklungsstörungen

- Hörstörungen
- Missbildungen der Artikulationsorgane
( z. B. Gaumenspalte )
- genetische Veranlagung
- minimale zerebrale Dysfunktion ( MCD )
Folge von Schwangerschafts- oder Geburts-
Komplikationen oder einer Erkrankung des ZNS im
frühen Kindesalter

- psychosoziale Vernachlässigung

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Systematik der Sprachstörungen


nach Art der Schädigung
Organische Störungen der Sprache
Periphere Werkzeugstörungen
- Artikulation, Stimme, Gehör
Zentrale Störungen
- Sprechmotorik
- Auditive Sprachwahrnehmung
- Sprachsystematische Fähigkeiten
- Schriftsprache

Psychosoziale Störungen der Sprache


- bei psychischen Erkrankungen
- bei Milieubedingungen
- im Verlauf von organischen Krankheiten
Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Sprach- und Sprechstörungen


des Kindesalters

Multidisziplinäre Diagnostik und Therapie

Differentialdiagnostik
• Multifaktorielle Entwicklungsstörung
• Teilleistungsstörung
(Specific Language Impairment (SLI)

Früherkennung und Prävention


• Verzögerung
• Behinderung

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Therapie von Sprachentwicklungs-


störungen
Bei Verzögerung wird der natürliche Spracher-
werb des Kindes indirekt verstärkt
- kindgerechte Elternsprache (Child Directed Speech)
- indirektes korrektives Feedback
- modellierende Erweiterung
Als nicht förderlich gelten
- direkte sprachliche Korrektur
- Aufforderung zum Nachsprechen

Bei Behinderung
- Aktivieren, Modifizieren, Konsolidieren
- symtpomspezifisch
- orientiert an Modellen der typischen Sprachverarbeitung
Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

SYMPTOMSPEZIFISCHER
AUFBAU UND MODIFIKATION

Lexikon
• Bedeutung, Wortklasse, morphologische und phonologische Form

Syntax
• Phrasenstruktur, Morphologie

Phonologie
• Segmente, Silben, Prosodie

Schriftsprache
• Phonem-Graphem Korrespondenz, Sichtwortschatz

Diskurs und Text


• Kohärenz und Kohäsion, Sprechakte, Sprecherwechsel

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Sprach- und Sprechstörungen


des Kindesalters
Prävalenz (DSM-IV)

• Vorschulkinder (rd. 4.5 Mill in 2003):


- 5% bis 10% SES*
*alle Formen der spezifischen Sprachentwicklungsstörung,
ohne nichtsprachliche Entwicklungsstörungen

• Frühgeborene Kinder
< 37. Schwangerschaftswoche, <2500g

- jährlich rd. 60 Tsd


8% aller Neugeborenen

Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, 1994


Neurologie/Neurolinguistik Statistisches Bundesamt, Wiesbaden, 2004
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Sprach- und Sprechstörungen


des Kindesalters
Schulkinder (6-15 Jahre, rd. 7.6 Mill in 2003):
- 3% Sprachentwicklungsstörung (SES)
- 1% Redeflussstörung (Stottern)

- 5% Lernstörungen
 4% Lese-Schreibstörungen (LRS)
 1% Rechenstörungen

- 1% Geistige Behinderung
- 6 % Störungen der motorischen Fertigkeiten
- 3-5% Aufmerksamkeits- und
Hyperaktivitätsstörung

- Störungen der Sozialverhaltens


 6-16% bei Jungens, 2-9% bei Mädchen

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Sprach- und Sprechstörungen


des Kindesalters

• Migrantenkinder

- rd. 9% aller Vorschulkinder


(rd. 400 Tsd. in 2002)

- rd. 10% aller Schulkinder (6-15 J)


(rd. 810 Tsd. in 2002)

Neurologie/Neurolinguistik Statistisches Bundesamt, Wiesbaden, 2004


Kontroversen zur Sprachentwicklung

Sprachentwicklungstörungen
- Vielfältig:
 Teilleistungsstörung bis multifaktorielles Syndrom
- Symptomenkomplexe:
 linguistisch
 kognitionspsychologisch
 psychosozial
- Benötigen spezifische Förderung:
 Früherkennung
 Eltern
 Schule
 Berufsförderung

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Besten Dank für Ihre


Aufmerksamkeit

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

5 Hintergrundshypothesen

• Spracherwerb des Kindes


• Zweitspracherwerb im Erwachsenenalter

• Modularität
• Netzwerk

• Arbeitsgedächtnis

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Spracherwerb des Kindes

• eng mit der Hirnreifung verknüpft

• parallel zur Entwicklung von Denken und


Weltwissen
• kein bewusstes Lernen

• verläuft in Entwicklungsphasen

• abhängig von reicher und redundanter


Stimulierung durch die Umgebung

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Zweitspracherwerb im
Erwachsenenalter

• baut auf dem primären Sprachwissen auf

• interferiert damit

• erfordert Stimulierung und gezielte Korrektur


durch die Umgebung
• erfordert bewusstes Lernen

• führt zu kontrollierter Sprachverwendung

• vollständig automatisiertes Beherrschen nur


schwer zu erreichen

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Modularitäts-Hypothese

Sprachwissen ist

• hochspezialisiert

• nicht bewusst kontrollierbar

• eingekapselt

• sofort und rapide abrufbar

• sequentiell organisiert

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Netzwerk-Hypothese

• sprachliche Funktionen sind


• mehrfach und
• parallel aktivierbar
• beeinflussen sich gegenseitig

• sprachliche Teilsysteme:
• sind parallel organisiert
• haben mehrfache Interaktionen

• sprachliches Lernen erfordert:


• Stimulierung und Fehlermeldung

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Arbeitsgedächtnis-Hypothese
• Kurzzeitgedächtnisspeicher für
• sprachakustische
• schriftsprachliche
• wortsemantische Informationen

• Zentrales Exekutivsystem
• Abruf von KZG-Informationen
• Abruf von Sprachwissen und anderen kognitiven
Inhalten des Langzeitgedächtnisses
• Problemlösen:
Integration von Einzelinformationen
Hypothesenbildung
Plausibilitätsüberprüfung
• sprachliche Verstehens- und Produktionsstrategien

• Kapazitätsproblem
Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

SENSORY WORKING PERMANENT


STORES MEMORY MEMORY
Environmental
Stimuli visual current goals knowledge
auditory consciousness skills
etc. etc. beliefs, etc.

CONTROL PROCESSES

plans, strategies, etc.

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Arbeitsgedächtnis
Aufmerksamkeit
• selektiv • alert
• geteilt • anhaltend

LH RH

Sprache
Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Konzepte der Sprachentwicklung

• Hören

• Sprechen

• Interaktion

• Wortschatz

• Syntax und Grammatik


• Schrift

• Hemisphärendominanz

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Sprechen & Hören

Die Lallphasen Kontroverse

A - Beginn der muttersprachlichen


Phonologie

B - Beginn der universalsprachlichen


Sprechmotorik

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Sprechen

• Motorische Kontrolle

• Mirror Neurons

• Lallphase: „syllable frames“

MacNeilage, 1998; Corballis, 2003

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

smile babble

Holowka & Pettito, Science, 297 (2003) 1515

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Phonologisches Morpho-
Wort /mama/
phonologische
Enkodierung
Syllaba-
rium ..
ma:
..
Phonetische
ma Enkodierung
..

Artikulationsgesten/ ma ma
gestische Partitur

Artikulation

Dressel, 2003, nach: Levelt et al., 1999; Levelt, 2001

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Sprechen

• Motorische Kontrolle

• Mirror Neurons

• Lallphase: „syllable frames“

• Apraxie-Hypothese

MacNeilage, 1998; Corballis, 2003

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Ab- und aufsteigende Bahnen der


Artikulationsorgane

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung
Word form retrieval Word form lexicon

Segmental spellout Metrical spellout


ω
/d/ /i/ /m/ /¤/ /n/ /d/ /i/ ω
/t/
σ σ΄
Phonological word formation
σ
ω
σ σ΄ σ
Segment-to-frame association
ω
σ σ΄ σ
/d i m ¤ n d i t/ (phonologisches Wort)
Retrieval of syllabic gestural scores syllabary

[di-m ¤n-dit] (phonetisches


Wort)
Articulatory network Akustisches Signal

Quelle: Corsten, 2003


Neurologie/Neurolinguistik Nach Levelt et al, 1994
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Hören

• Lallphase: „babbling drift“

• kategoriale Lautwahrnehmung

Eimas, et al., 1971; Jusczyk, 1995; Merzenich et al., 1996; Tallal et al., 1996

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Synthetisch hergestellte Silben /ba/ (oben) und /pa/ (unten)

(nach Abramson und Lisker)

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Quelle: N. Kiss, Institut für Medizinische Psychologie München

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Hören

• Lallphase: „babbling drift“

• kategoriale Lautwahrnehmung

• „Basic sensory deficit“-Hypothese

Eimas, et al., 1971; Jusczyk, 1995; Merzenich et al., 1996; Tallal et al., 1996

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Interaktion & Wortschatz

Die Emergenz Debatte

Language Acquisition Device

Cognitive Bootstraping

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Aufsteigende Bahnen des Gehörs

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Interaktion

• Triangulärer Blickkontakt

• Gestik, Prosodie

• Sprechakt

Neurologie/Neurolinguistik
Kommunikation

nichtsprachlich sprachlich

Körper- Gestik Panto- Lautsprache Schrift-


Gebärdenspr
haltung Mimik mime sprache

real Objekt Objekt mental

Blicke
austauschen Sprache
⇒ ⇒
Motorische Handlung Sprachhandlung
- greifen - beschreiben
- zeigen - bezeichnen
- geben - fragen
- nehmen - antworten

Person Person Person Person


1 2 1 2
Deaf & Sign Language
Research Team
Neurologie/Neurolinguistik Aachen
Einfache Vorstellung von sich und anderen

ICH DU ICH DU

A B

Durch die direkte Wahrnehmung entsteht eine einfache Vorstellung vom Anderen.
Deaf & Sign Language
Research Team
Neurologie/Neurolinguistik Aachen
Wissen über die Vorstellung des Anderen

ICH DU
ICH DU

A
B

DU ICH DU
ICH

EINFÜHLEN

A TÄUSCHEN B
Metavorstellung: Voraussetzung für die kommunikative Erwartung ist eine
Vorstellung vom Wissen des Anderen (Theory of Mind) Deaf & Sign Language
Research Team
Neurologie/Neurolinguistik Aachen
DGS-Grammatik-
Workshop

Kommunikation: Probleme

ICH DU
ICH DU


A
B

ICH ICH DU
DU

A
Formulierung
≠ B
Verstehen
Falsche Metavorstellungen und falsche Formulierungen führen zu Missverständnissen.
Deaf & Sign Language
Research Team
Neurologie/Neurolinguistik Aachen
DGS-Grammatik-
Kommunikation Workshop

Kommunikation: Probleme
Grundannahmen
2.1.3 Erwartungen III

Alternative ICH DU
ICH DU
zu voriger
Folie:


A
B

ICH DU
ICH DU

A
Formulierung
≠ B
Verstehen
Falsche Metavorstellungen und falsche Formulierungen führen zuDeaf & Sign Language
Kommunikationsproblemen und Missverständnissen.
Neurologie/Neurolinguistik
Research Team
Aachen
Ideale Kommunikation:
(„conversational postulates“)

Informativ! Aufrichtig! Zur Sache! Verständlich!


(Quantität) (Qualität) (Relevanz) (Ausdruck)

Ideale Kommunikation

A B

Paul Grice, Amerikanischer Sprachphilosoph, 1975 Deaf & Sign Language


Research Team
Neurologie/Neurolinguistik Aachen
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Interaktion

• Triangulärer Blickkontakt

• Gestik, Prosodie

• Sprechakt

• „Late Talker“- Hypothese

• „Theory of Mind“- Hypothese

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Wortschatz

• Zeigen
• Benennen
• Konzeptuelle Archetypen
• sprachspezifische Kategorien
• Wortbedeutung
• Kognitions-Hypothese

Langacker, 1991; Clark, 1993


Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung
Kognitives Entwicklungsmodell nach PIAGET
Holistischer Erklärungsansatz: Sprache als Epiphänomen der Kognition
(Gegensatz zur These der „tabula rasa“)

Annahme von vier verschiedenen Stadien innerhalb der kognitiven Genese:


• Stadium der sensorischen Intelligenz: (bis zum 18. Lebensmonat)
¾ Differenzierung und Koordinierung globaler Handlungsschemata
¾ Gegenstände werden noch nicht als permanente Objekte erfasst
¾ Objektpermanenz entwickelt sich zwischen dem 9. und 12. Monat
• Stufe des präoperationalen Denkens: (ca. 2.-6. Lebensjahr)
¾ Erwerb konzeptueller Schemata
¾ Konzept der Invarianz noch nicht vorhanden
• Stufe der konkreten Operationen: (ca. 7.-11. Lebensjahr)
¾ Erwerb der Invarianz, Seriation, usw.
• Stufe der formalen Operationen: (ca. 11.-15. Lebensjahr)
¾ Fähigkeit, von konkreten Manifestationen zu abstrahieren
¾ logische Relationen mentaler Struktureinheiten werden berechnet
¾ Fähigkeit, über eigenes Denken nachzudenken
¾ Kritikfähigkeit
Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Gebärdenlexeme
Gedankliches
Konzept

Merkmal
Merkmal

Transparenz
Merkmal

Merkmal
Bedeutung Merkmal

Form
Merkmal

Lexem

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Beispiele
transparenter vs. nicht-transparenter
Gebärdenlexeme

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Beispiele
transparenter vs. nicht-transparenter
Gebärdenlexeme

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Hypothesen

• Transparente Gebärdenzeichen aktivieren vor allem das


semantisch-konzeptuelle Netzwerk
(Wort- bzw. Gebärdenbedeutung).

• Nicht-transparente Gebärdenzeichen aktivieren stärker


Areale des lexikalischen Verarbeitens
(Wort- bzw. Gebärdenform).

Neurologie/Neurolinguistik
H: Nicht-transparente Gebärdenlexeme
R L

p=0,0005, Clustergröße: ab 9 Voxel

cluster p corrected x y z
108 0,000 48 -32 4
68 0,000 -59 -37 16
37 0,000 -33 -38 49
26 0,000 -18 -77 34
H: Transparente Gebärdenlexeme
R L

p=0,0005, Clustergröße: ab 9 Voxel

cluster p corrected x y z
312 0,000 36 -35 49

109 0,000 -62 -40 19


81 0,000 48 5 47
45 0,000 6 -32 1
43 0,000 12 -17 9
GL: Transparente Gebärdenlexeme
R L

p=0,0005, Clustergröße: ab 9 Voxel

cluster p corrected x y z
135 0,000 50 - 3 47
118 0,000 6 -92 21
112 0,000 -39 -70 1
61 0,000 53 -52 5
59 0,000 - 3 2 41
55 0,000 -59 -23 7
51 0,000 50 -20 -1
19 0,000 -50 6 -5
19 0,000 -53 -40 21
GL: Nicht-transparente Gebärdenlexeme
R L

p=0,0005, Clustergröße: ab 9 Voxel

cluster p corrected x y z
22 0,000 -62 -20 12
9 0,000 - 9 7 27
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Am Ende des
typischen Wortschatzerwerbs
• Wortformen sind arbiträr
• Wörter sind Ettiketten
• Wörter bezeichnen Klassen und Typen

Aber:
• Wie bei Sprachentwicklungsstörung?

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung
Leipziger Lerntest
begriffsanaloges
Klassifizieren (DP-BAK)

Beispielaufgabe

Analogaufgabe

Wolschke, Willmes, Huber, & Guthke (1995)


Neurologie/Neurolinguistik
Heilpädagogische Forschung, 21, 97-110.
Kontroversen zur Sprachentwicklung
Leipziger Lerntest
begriffsanaloges
Klassifizieren (DP-BAK)

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung
Leipziger Lerntest Schultyp:
• Regelschule
begriffsanaloges
Klassifizieren (DP-BAK) • Sprachheilschule
• Lernbehindertenschule

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Am Ende des
typischen Wortschatzerwerbs
• Wortformen sind arbiträr
• Wörter sind Ettiketten
• Wörter bezeichnen Klassen und Typen

Aber:
• Wie bei Sprechentwicklungsstörung?

• Bei welchen Kindern und wieso


bleibt semantisches Klassifizieren
und in der Folge konzeptuell-lexikalisches mapping
schwierig?

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Syntax und Grammatik

• Protosprache

• kritische Periode
• Erwerb von Regeln

• Rekursivität

• „specific
language impairment (SLI) –
Hypothese

Bickerton, 2002; Locke, 1997; Hauser, Chomsky & Fitch, 2002

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

CHRONISCHER AGRAMMATISMUS
Herr A.B., r-h, 38 J., linker Mediainfarkt, 7 J. nach
Ereignis
u: ja . und wie geht's Ihnen jetzt

p: [gut gut]

u: was machen Sie denn so zur Zeit

p: tja . [wischen {lachen}] äh [Staubsauger]

u: sie sind 'n richtiger Hausmann

p: [klar] [Gina äh arbeiten] [das ist äh Pascal] .

[sieben Jahre] .. äh . [halbes Schuljahr . Schule] ne

u: ist jetzt noch in der ersten Klasse

p: ja [nee jetzt] . [halbes Jahr . Schule . Anfang]

u: ach er fängt in nem halben Jahr an. Und ist er schon


aufgeregt?

p: nö nö

u: wird es ihm Spaß machen?

p: [mal gucken] [mal gucken]

Neurologie/Neurolinguistik Grande, Springer, Huber (in preparation)


Kontroversen zur Sprachentwicklung

CHRONISCHER AGRAMMATISMUS
Herr A.B., r-h,, 38 J., linker Mediainfarkt, 7 J. nach
Ereignis
u: ja . und wie geht's Ihnen jetzt

p: [gut gut]

u: was machen Sie denn so zur Zeit

p: tja . [wischen {lachen}] äh [Staubsauger]

u: sie sind 'n richtiger Hausmann

p: [klar] [Gina äh arbeiten] [das ist äh Pascal] .

[sieben Jahre] .. äh . [halbes Schuljahr . Schule] ne

u: ist jetzt noch in der ersten Klasse

p: ja [nee jetzt] . [halbes Jahr . Schule . Anfang]

u: ach er fängt in nem halben Jahr an. Und ist er schon


aufgeregt?

p: nö nö

u: wird es ihm Spaß machen?

p: [mal gucken] [mal gucken]

Neurologie/Neurolinguistik Grande, Springer, Huber (in preparation)


Kontroversen zur Sprachentwicklung

CHRONISCHER AGRAMMATISMUS
Entstehung von Grammatik
1. Repetitive Antworten
automatisierte Einzelwörter, Fragmente stereotyper Floskeln

2. Labelling
1-Wort Äußerungen: Nonem >> Adjektive, Verben
3. Koordination, Kontrast und Negation
X – und – X, X - aber - X, nicht - X
4a. Spezifizierung
NP-Bildung: Det, A - N (A => Numerale, Quantor)
4b. Prädiktation
VP-Bildung: V, A, P - N

5. Parameter Setting
Konstituentenabfolge (OV [-fin] => S – VO [+fin]
Morphologie (S-V Übereinstimmung, Kasus Markierung)

Neurologie/Neurolinguistik
Entwicklung der Schriftsprache
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Stufenmodell
• präliterarisch-symbolische Phase
• Bilderbetrachtung
• komplexe Nachahmung
• graphisches Gestalten
• logographemische Phase
• Lesen
• Schreiben
• Wörter werden aufgrund charakteristischer Merkmale identifiziert
• alphabetische Phase
• Erlernen der Graphem-Phonem-Korrespondenzregeln
• vielfach phonetische Schreibweise von Wörtern
• Lesen: visuelle als auch phonologische Analyse
• orthographische Phase
• Anwendung intuitiver linguistischer Wortbildungsregeln
• häufige Buchstabenfolgen bilden zu verarbeitende Grundeinheiten
• integrativ-automatisierte Phase
• Verinnerlichung und Automatisierung
Lit.: Günther, 1995; Frith, 1985
Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Schrift

• Ideogramm

• Alphabet

• Orthographie

• Phonologische Bewusstheit

• Routen-Hypothese

Frith, 1995; Baddeley, 1997; Coltheart et al, 2001

Neurologie/Neurolinguistik
visuelle Analyse
lexikalische Strategie sublexikalische Strategie

vis.-graphematisches
vis. Arbeitsgedächtnis
Netzwerk

Semantisches
Netzwerk
G-P-K
phonologisches Netzwerk

phonol. Arbeitsgedächtnis
Neurologie/Neurolinguistik
Anamnese

z Im Alter von 6;3 Jahren postoperativ


Mediaterritorialinfarkt
z drohende Einklemmung bei progredientem
linksseitigem Hirnödem
z Kalottenresektion temporoparietal und
subtotale Resektion des Temporallappens
links

Konrad, Fiori, Herpertz-Dahlmann, Huber (eingereicht)

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„Bekannt“ minus Baseline

Neurologie/Neurolinguistik
Natak – ituma – rosoti – matoru – towami - emak
Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

verstäckt

fersteckt

versteckt

verstekt

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Kontroversen zur Sprachentwicklung

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Kontroversen zur Sprachentwicklung

Neurologie/Neurolinguistik
Kontroversen zur Sprachentwicklung

Hemisphärendominanz

• Supramodalität der Sprache


• Assymmetrie
¾ cortikal

Leischner, 1936; Poizner, Klima, Bellugi, 1987; Geschwind & Galaburda, 1985;
Holowka & Petitto, 2002, Lai et al. 2001, Watkins et al. 2002; Enard et al, 2002

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Kontroversen zur Sprachentwicklung

ASYMMETRIE DER HEMISPHÄREN


- PLANUM TEMPORALE -

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Kontroversen zur Sprachentwicklung

Hemisphärendominanz

• Supramodalität der Sprache


• Assymmetrie
¾ cortikal
¾ buccofacial

• Sprach-Gen: FOXP2
• sensitive Periode

Leischner, 1936; Poizner, Klima, Bellugi, 1987; Geschwind & Galaburda, 1985;
Holowka & Petitto, 2002, Lai et al. 2001, Watkins et al. 2002; Enard et al, 2002

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Kontroversen zur Sprachentwicklung

The Faculty of Language:


What is it, Who has it, and how did it evolve?
Hauser, Chomsky , Fitch, Science, 298 (2002) 1569-1579

• Mögliche Antworten
- Sprechmotorische Kontrolle
- Auditiv-phonetische Analyse
- Meta-kommunikative Analyse
- Konzeptuell-lexikalisches Mapping
- Rekursive Verkettung
- Graphische Codierung

• Genetische Disposition

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Kontroversen zur Sprachentwicklung

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Kontroversen zur Sprachentwicklung

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Kontroversen zur Sprachentwicklung
Kognitives Entwicklungsmodell nach PIAGET
Holistischer Erklärungsansatz: Sprache als Epiphänomen der Kognition
(Gegensatz zur These der „tabula rasa“)

Annahme von vier verschiedenen Stadien innerhalb der kognitiven Genese:


• Stadium der sensorischen Intelligenz: (bis zum 18. Lebensmonat)
¾ Differenzierung und Koordinierung globaler Handlungsschemata
¾ Gegenstände werden noch nicht als permanente Objekte erfasst
¾ Objektpermanenz entwickelt sich zwischen dem 9. und 12. Monat
• Stufe des präoperationalen Denkens: (ca. 2.-6. Lebensjahr)
¾ Erwerb konzeptueller Schemata
¾ Konzept der Invarianz noch nicht vorhanden
• Stufe der konkreten Operationen: (ca. 7.-11. Lebensjahr)
¾ Erwerb der Invarianz, Seriation, usw.
• Stufe der formalen Operationen: (ca. 11.-15. Lebensjahr)
¾ Fähigkeit, von konkreten Manifestationen zu abstrahieren
¾ logische Relationen mentaler Struktureinheiten werden berechnet
¾ Fähigkeit, über eigenes Denken nachzudenken
¾ Kritikfähigkeit
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Kontroversen zur Sprachentwicklung

Kognitives Entwicklungsmodell nach PIAGET

Entwicklung des kindlichen Sprechens in drei Stufen:

• Lautsprache (kommunikative Sprache)


• alle sprachlichen Äußerungen

• egozentrische Sprache
• Beginn: Ende 2. / 3. Lebensjahr
• Höhepunkt: im 6. Lebensjahr
• Ende: Schuleintrittsalter
• Begleiter der kindlichen Aktivität
(wenn die vor sich gehende Tätigkeit auf ein Hindernis stößt)
• dient nicht der Kommunikation
• dient u.a. der Bewusstwerdung des eigenen Ichs

• innere Sprache

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