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STRASSENVERKEHRSORDNUNG
Eigener Wirkungsbereich der Gemeinde

STRASSENVERKEHRSORDNUNG
Eigener Wirkungsbereich der Gemeinde ............................................................................1
§ 20. Fahrgeschwindigkeit...................................................................................................1
§ 24. Halte- und Parkverbote...............................................................................................2
§ 25. Kurzparkzonen............................................................................................................4
§ 29a. Kinder .......................................................................................................................5
§ 30. Wirtschaftsfuhren........................................................................................................5
§ 33. Einrichtungen auf benachbarten Grundstücken zur Regelung und Sicherung des
Verkehrs................................................................................................................................6
§ 35. Vermeidung von Verkehrsbeeinträchtigungen.............................................................6
§ 43. Verkehrsverbote, Verkehrserleichterungen und Hinweise..........................................7
§ 45. Ausnahmen in Einzelfällen..........................................................................................9
§ 62. Ladetätigkeit..............................................................................................................10
§ 76a. Fußgängerzone........................................................................................................11
§ 76b. Wohnstraße..............................................................................................................12
X. ABSCHNITT. BENÜTZUNG VON STRASSEN ZU VERKEHRSFREMDEN ZWECKEN.............................12
§ 82. Bewilligungspflicht....................................................................................................12
§ 83. Prüfung des Vorhabens.............................................................................................13
§ 85. Ausübung von Erwerbstätigkeiten.............................................................................14
§ 86. Umzüge......................................................................................................................14
§ 87. Wintersport auf Straßen............................................................................................14
§ 88. Spielen auf Straßen...................................................................................................14
§ 88a. Rollschuhfahren......................................................................................................15
§ 89a. Entfernung von Hindernissen. ................................................................................15
§ 90. Arbeiten auf oder neben der Straße. ........................................................................17
§ 92. Verunreinigung der Straße. ......................................................................................17
§ 93. Pflichten der Anrainer. .............................................................................................18
§ 94d. Eigener Wirkungsbereich der Gemeinde................................................................19
§ 94f. Mitwirkung...............................................................................................................19
§ 95. Bundespolizeibehörden. ...........................................................................................20
§ 96. Besondere Rechte und Pflichten der Behörde. .........................................................21
§ 97a. Sicherung des Schulweges. ....................................................................................22
§ 98. Besondere Rechte und Pflichten des Straßenerhalters ............................................22

§ 20. Fahrgeschwindigkeit. auch nicht ohne zwingenden Grund so


(1) Der Lenker eines Fahrzeuges hat die langsam fahren, daß er den übrigen Verkehr
Fahrgeschwindigkeit den gegebenen oder behindert.
durch Straßenverkehrszeichen (2) Sofern die Behörde nicht gemäß § 43
angekündigten Umständen, insbesondere eine geringere Höchstgeschwindigkeit erläßt
den Straßen-, Verkehrs- und oder eine höhere Geschwindigkeit erlaubt,
Sichtverhältnissen, sowie den Eigenschaften darf der Lenker eines Fahrzeuges im
von Fahrzeug und Ladung anzupassen. Er Ortsgebiet nicht schneller als 50 km/h, auf
darf auch nicht so schnell fahren, daß er Autobahnen nicht schneller als 130 km/h
andere Straßenbenützer oder an der Straße und auf den übrigen Freilandstraßen nicht
gelegene Sachen beschmutzt oder Vieh schneller als 100 km/h fahren.
verletzt, wenn dies vermeidbar ist. Er darf
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(2a) Die Behörde kann, abgesehen von den der Behörde oder vom Straßenerhalter in
in § 43 geregelten Fällen, durch Verordnung Auftrag gegeben wird.
für ein gesamtes Ortsgebiet eine geringere (4) Die Bestimmungen des Abs. 1 werden
als die nach Abs. 2 zulässige durch die Regelungen nach Abs. 2 bis 3
Höchstgeschwindigkeit festlegen, sofern nicht berührt.
dies auf Grund der örtlichen oder § 24. Halte- und Parkverbote.
verkehrsmäßigen Gegebenheiten nach dem
Stand der Wissenschaft zur Erhöhung der (1) Das Halten und das Parken ist verboten:
Verkehrssicherheit oder zur Fernhaltung von a) im Bereich des Vorschriftszeichens
Gefahren oder Belästigungen, insbesondere "Halten und Parken verboten" nach
durch Lärm, Geruch oder Schadstoffe und Maßgabe der Bestimmungen des § 52 Z.
zum Schutz der Bevölkerung oder der 13b,
Umwelt oder aus anderen wichtigen b) auf engen Stellen der Fahrbahn, im
Gründen geeignet erscheint. Sofern dadurch Bereich von Fahrbahnkuppen oder von
der beabsichtigte Zweck der Verordnung unübersichtlichen Kurven sowie auf
nicht gefährdet wird, sind einzelne Straßen, Brücken, in Unterführungen und in
Straßenabschnitte oder Straßenarten vom Straßentunnels,
Geltungsbereich der Verordnung c) auf Schutzwegen und
auszunehmen. Radfahrerüberfahrten und, wenn deren
(3) Für Zeiten, während derer eine Benützung nicht durch Lichtzeichen
besondere Verkehrsdichte zu erwarten ist, geregelt ist, 5 m vor dem Schutzweg
oder zur Durchführung wissenschaftlicher oder der Radfahrerüberfahrt aus der
Untersuchungen unter den im Abs. 3a Sicht des ankommenden Verkehrs,
genannten Voraussetzungen kann der d) im Bereich von weniger als 5 m vom
Bundesminister für Wissenschaft und nächsten Schnittpunkt einander
Verkehr durch Verordnung für alle oder kreuzender Fahrbahnränder,
bestimmte Straßen bestimmen, daß die e) im Haltestellenbereich eines
Lenker aller oder bestimmter Fahrzeugarten Massenbeförderungsmittels, das ist der
für die Dauer der besonderen Verkehrsdichte Bereich innerhalb von 15 m vor und
oder der Untersuchungen nicht schneller als nach den Haltestellentafeln, während der
mit einer unter Bedachtnahme auf die Betriebszeiten des
Verkehrssicherheit oder nach dem Zweck Massenbeförderungsmittels,
der Maßnahme bestimmten f) auf Hauptfahrbahnen in Ortsgebieten,
Fahrgeschwindigkeit fahren dürfen. Zur wenn das Fahrzeug auf einer
Durchführung wissenschaftlicher Nebenfahrbahn aufgestellt werden kann,
Untersuchungen dürfen solche ohne daß hiedurch der Verkehr behindert
Geschwindigkeitsbeschränkungen nur im wird,
unbedingt nötigen Ausmaß und höchstens g) wenn durch das haltende oder parkende
für die Dauer eines Jahres verordnet, und es Fahrzeug der Lenker eines anderen
dürfen für den gleichen Zweck solche Fahrzeuges gehindert wird,
Untersuchungen nicht vor Ablauf von fünf Einrichtungen zur Regelung und
Jahren wiederholt werden. Sicherung des Verkehrs rechtzeitig
(3a) Zur Durchführung wissenschaftlicher wahrzunehmen,
Untersuchungen darf eine Verordnung nach h) auf Vorrangstraßen außerhalb des
Abs. 3 nur erlassen werden, wenn die Ortsgebietes bei starkem Nebel oder
Untersuchung im überwiegenden Interesse sonstiger erheblicher Sichtbehinderung,
des Straßenverkehrs gelegen ist, wie ausgenommen auf Straßenteilen, die für
insbesondere Untersuchungen über die das Abstellen von Fahrzeugen bestimmt
Ursachen von Straßenverkehrsunfällen und sind (wie etwa Abstellstreifen, Vorplätze
Untersuchungen über die Lärm- und von Häusern u. dgl.),
Schadstoffemissionen auf Straßen, und von i) in Fußgängerzonen.
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1. Während der Zeit, in der eine sowie auf Straßenstellen, die mit einer
Ladetätigkeit vorgenommen werden Zickzacklinie gekennzeichnet sind,
darf, ist das Halten für die Dauer einer b) vor Haus- und Grundstückseinfahrten,
solchen Ladetätigkeit erlaubt. c) auf Gleisen von Schienenfahrzeugen und
2. Während der Zeit, in der das Befahren auf Fahrstreifen für Omnibusse,
der Fußgängerzone mit Fahrzeugen des d) auf Fahrbahnen mit Gegenverkehr, wenn
Taxi-, Mietwagen- oder Gästewagen- nicht mindestens zwei Fahrstreifen für
Gewerbes oder Fiakern jeweils erlaubt den fließenden Verkehr freibleiben,
ist, ist das Halten mit solchen e) auf der linken Seite von Einbahnstraßen,
Fahrzeugen im Zusammenhang mit dem wenn nicht mindestens ein Fahrstreifen
Aus- und Einsteigenlassen der Fahrgäste für den fließenden Verkehr freibleibt,
erlaubt. f) in der Zeit des Fahrverbotes gemäß § 42
3. Mit Fahrzeugen, die nach § 76a Abs. 2 Z Abs. 1 sowie sonst von 22 Uhr bis 6 Uhr
3 und 4 und Abs. 5 die Fußgängerzone im Ortsgebiet weniger als 25 m von
befahren dürfen, ist das Halten und Häusern entfernt, die ausschließlich oder
Parken für die Dauer der Tätigkeit in der vorwiegend Wohnzwecken dienen oder
Fußgängerzone erlaubt. die Krankenanstalten, Kuranstalten oder
j) auf Straßen für Omnibusse, Altersheime sind, mit Lastkraftwagen,
k) auf Radfahrstreifen, Radwegen und Rad- Anhängern und Sattelzugfahrzeugen mit
und Gehwegen, einem höchsten zulässigen
l) vor Behindertenrampen, Gesamtgewicht von jeweils mehr als 3,5
m) auf Sperrflächen, t,
n) auf Straßenstellen, die nur durch g) während der Dunkelheit auf
Verletzen eines gesetzlichen Verbots (zB Vorrangstraßen außerhalb des
nach § 7 Abs. 4 oder nach § 52 Z 1) Ortsgebietes, ausgenommen auf
erreicht werden können, Straßenteilen, die für das Parken von
o) wenn Fußgänger, insbesondere auch Fahrzeugen bestimmt sind,
Personen mit Kinderwagen oder h) vor Tankstellen, sofern diese nicht durch
Behinderte mit Rollstuhl, an der bauliche Einrichtungen von der
Benützung eines Gehsteiges, eines Fahrbahn getrennt sind,
Gehweges oder eines Geh- und i) in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr im
Radweges gehindert sind. Ortsgebiet weniger als 25 m von
(2) Die im Abs. 1 lit. b bis n angeführten Häusern entfernt, die ausschließlich oder
Verbote gelten nicht, wenn sich aus vorwiegend Wohnzwecken dienen oder
Straßenverkehrszeichen oder die Krankenanstalten, Kuranstalten oder
Bodenmarkierungen etwas anderes ergibt. Altersheime sind, mit Omnibussen mit
(2a) Im Bereich des im Abs. 1 lit. e einem höchsten zulässigen
genannten Halteverbotes sowie im Bereich Gesamtgewicht von mehr als 7,5 t; dies
einer Ladezone (§ 43 Abs. 1 lit. c) oder gilt nicht für das Parken auf Parkstreifen
eines Taxistandplatzes (§ 96 Abs. 4) darf und Parkflächen, die für Omnibusse
zum Aus- oder Einsteigen kurz gehalten bestimmt sind.
werden. (4) Die Bestimmungen der vorstehenden
Absätze gelten nicht für das Halten und
§ 24/3 Parken auf Autobahnen und Autostraßen;
(3) Das Parken ist außer in den im Abs. 1 hiefür sind die Bestimmungen der §§ 46 und
angeführten Fällen noch verboten: 47 maßgebend.
a) Im Bereich der Vorschriftszeichen (5) Ärzte, die zur selbständigen
"Parken verboten" und "Wechselseitiges Berufsausübung berechtigt sind, dürfen bei
Parkverbot" nach Maßgabe der einer Fahrt zur Leistung ärztlicher Hilfe das
Bestimmungen des § 52 Z 13a und 13c von ihnen selbst gelenkte Fahrzeug für die
Dauer der Hilfeleistung auch auf einer
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Straßenstelle, auf der das Halten oder Aufstellung ist das Fahrzeug mit einer Tafel,
Parken verboten ist, abstellen, wenn in der welche die Aufschrift ,,Feuerwehr'' und das
unmittelbaren Nähe des Aufenthaltes des Dienstsiegel des Landesfeuerwehrverbandes
Kranken oder Verletzten kein Platz frei ist, tragen muß, zu kennzeichnen. Außer in
auf dem gehalten oder geparkt werden darf, diesem Falle ist eine solche Kennzeichnung
und durch das Aufstellen des Fahrzeuges die von Fahrzeugen verboten.
Sicherheit des Verkehrs nicht beeinträchtigt (6) Ob und inwieweit das Halten und Parken
wird. Während einer solchen Aufstellung ist im Bereich schienengleicher
das Fahrzeug mit einer Tafel, welche die Eisenbahnübergänge verboten ist, richtet
Aufschrift "Arzt im Dienst" und das sich nach den eisenbahnrechtlichen
Amtssiegel der Ärztekammer, welcher der Vorschriften.
Arzt angehört, tragen muß, zu (7) Die Behörde kann, soweit dies unter
kennzeichnen. Außer in diesem Falle ist eine Bedachtnahme auf die Erfordernisse des
solche Kennzeichnung von Fahrzeugen ruhenden Verkehrs oder die beste
verboten. Ausnützung der Parkflächen erforderlich
(5a) Personen, die im diplomierten oder zweckmäßig ist, durch Verordnung das
ambulanten Pflegedienst zur Parken von Fahrzeugen, die vorwiegend der
Hauskrankenpflege eingesetzt sind, dürfen Werbung dienen, auf bestimmten Straßen,
bei einer Fahrt zur Durchführung der Parkflächen oder Teilen eines Ortsgebietes
Hauskrankenpflege das von ihnen selbst entweder dauernd, für eine bestimmte Zeit
gelenkte Fahrzeug für die Dauer der oder über eine bestimmte Dauer hinaus
Pflegeleistung auch auf einer Straßenstelle, verbieten.
auf der das Halten und Parken verboten ist,
abstellen, wenn in der unmittelbaren Nähe § 24/8
des Aufenthaltes der Pflegeperson kein Platz (8) Wenn eine Beeinträchtigung der Umwelt
frei ist, auf dem gehalten oder geparkt nicht gegeben oder zu erwarten ist, kann die
werden darf, und durch das Aufstellen des Behörde allgemein oder für bestimmte
Fahrzeuges die Sicherheit und Flüssigkeit Gebiete Ausnahmen von dem im Abs. 3 lit. f
des Verkehrs nicht beeinträchtigt wird. angeführten Verbot bewilligen. Eine solche
Während einer solchen Aufstellung ist das Entscheidung ist durch Anschlag auf der
Fahrzeug mit einer Tafel, welche die Amtstafel der Behörde kundzumachen.
Aufschrift ,,Mobile Hauskrankenpflege im
Dienst'' und das Amtssiegel der Behörde, die § 25. Kurzparkzonen
diese Tätigkeit genehmigt hat, oder in deren (1) Wenn und insoweit es zu bestimmten
Auftrag diese Tätigkeit durchgeführt wird, Zeiten aus ortsbedingten Gründen (auch im
tragen muß, zu kennzeichnen. Außer in Interesse der Wohnbevölkerung) oder zur
diesem Falle ist eine solche Kennzeichnung Erleichterung der Verkehrslage erforderlich
von Fahrzeugen verboten. ist, kann die Behörde durch Verordnung für
(5b) Kommandanten von bestimmte Straßen oder Straßenstrecken
Feuerwehreinheiten, die vom zuständigen oder für Straßen innerhalb eines bestimmten
Landesfeuerwehrverband hiezu ermächtigt Gebietes das Parken zeitlich beschränken
sind, dürfen bei einer Fahrt zum Einsatz das (Kurzparkzone). Die Kurzparkdauer darf
von ihnen selbst gelenkte Fahrzeug für die nicht weniger als 30 Minuten und nicht
Dauer des Einsatzes auch auf einer mehr als 3 Stunden betragen.
Straßenstelle, auf der das Halten oder (2) Verordnungen nach Abs. 1 sind durch die
Parken verboten ist, abstellen, wenn in der Zeichen nach § 52 Z 13d und 13e
unmittelbaren Nähe des Einsatzortes kein kundzumachen; § 44 Abs. 1 gilt hiefür
Platz frei ist, auf dem gehalten oder geparkt sinngemäß. Zusätzlich können
werden darf, und durch das Aufstellen des Kurzparkzonen mit Bodenmarkierungen in
Fahrzeuges die Sicherheit des Verkehrs nicht blauer Farbe auf der Fahrbahn oder auf dem
beeinträchtigt wird. Während einer solchen Randstein sowie mit blauen
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Markierungsstreifen an den im Bereich einer wollen, so hat er ihnen das unbehinderte und
Kurzparkzone vorhandenen ungefährdete Überqueren der Fahrbahn zu
Anbringungsvorrichtungen für ermöglichen und hat zu diesem Zweck, falls
Straßenverkehrszeichen, erforderlich, anzuhalten. Die Bestimmungen
Beleuchtungsmasten oder dergleichen des § 76 werden dadurch nicht berührt.
gekennzeichnet werden. (2) Wer Kinder beim Überqueren der
(3) Beim Abstellen eines mehrspurigen Fahrbahn beaufsichtigt, insbesondere
Fahrzeuges in einer Kurzparkzone hat der anleitet oder begleitet, darf auf der Fahrbahn
Lenker das zur Überwachung der verweilen, solange sich die Kinder auf der
Kurzparkdauer bestimmte Hilfsmittel Fahrbahn befinden. Die Aufsichtsperson hat
bestimmungsgemäß zu handhaben. darauf zu achten, daß das Überqueren der
(4) Für Kurzparkzonen, die gebührenfrei Fahrbahn nicht unnötig verzögert wird.
benützt werden dürfen, hat der (3) Die Leitung einer Schule kann der
Bundesminister für Wissenschaft und Behörde geeignete Schüler als
Verkehr durch Verordnung die Art der Aufsichtspersonen nach Abs. 2
Überwachung der Kurzparkdauer und das (Schülerlotsen) namhaft machen, die diese
hiefür notwendige Hilfsmittel zu Aufgaben regelmäßig übernehmen. Die
bestimmen; er hat dabei auf den Zweck Behörde hat diesen Schülerlotsen einen
einer zeitlichen Parkbeschränkung sowie auf Ausweis, aus dem ihre Eigenschaft als
eine kostengünstige und einfache Aufsichtsperson hervorgeht, auszufolgen.
Handhabung des Hilfsmittels Bedacht zu (4) Die Schülerlotsen sind mit einem
nehmen. geeigneten Signalstab sowie mit einer gut
(4a) Für Kurzparkzonen, in denen für das wahrnehmbaren Schutzausrüstung
Abstellen eines mehrspurigen Fahrzeuges auszustatten, die sie während der
auf Grund abgabenrechtlicher Vorschriften Aufsichtstätigkeit zu tragen haben. Der
eine Gebühr zu entrichten und für deren Bundesminister für Inneres hat durch
Überwachung in diesen Vorschriften das Verordnung die Ausführung, Beschaffenheit,
Anbringen eines Hilfsmittels am Fahrzeug Farbe und sonstige zur Wahrnehmbarkeit
vorgesehen ist, kann der Bundesminister für erforderlichen Eigenschaften des
Wissenschaft und Verkehr mit Verordnung Signalstabes und der Schutzausrüstung
bestimmen, daß dieses Hilfsmittel zugleich sowie den Inhalt und die Form des
auch als Hilfsmittel für die Überwachung Ausweises zu bestimmen.
der Kurzparkdauer gilt. Wenn für die
genannte Überwachung nicht Automaten als § 30. Wirtschaftsfuhren.
Hilfsmittel vorgesehen sind, kann der
Bundesminister für Wissenschaft und (1) Als Wirtschaftsfuhre gilt die
Verkehr aus Gründen der Einheitlichkeit mit Beförderung von Gütern im Betriebe eines
Verordnung auch die Art, das Aussehen und land- und forstwirtschafltichen
die Handhabung des Hilfsmittels Unternehmens innerhalb seines örtlichen
bestimmen. Bereiches, insbesondere zwischen den zu
(5) Die Behörde hat unter Bedachtnahme diesem Unternehmen gehörenden
auf den Zweck einer nach § 43 Abs. 2a Liegenschaften mit Fahrzeugen eines land-
verordneten Regelung durch Verordnung das und forstwirtschaftlichen Unternehmens.
zur Kontrolle notwendige Hilfsmittel zu (2) Wirtschaftsfuhren mit Zugmaschinen,
bestimmen. Anmerkungen ÜR: Art. II, die auf gerader waagrechter Fahrbahn eine
BGBl. Nr. 275/1982 Geschwindigkeit von 10 km/h nicht zu
überschreiten vermögen, dürfen nur von
§ 29a. Kinder Personen gelenkt werden, die mindestens 16
(1) Vermag der Lenker eines Fahrzeuges zu Jahre alt sind und die erforderliche
erkennen, daß Kinder die Fahrbahn einzeln körperliche und geistige Eignung besitzen.
oder in Gruppen, sei es beaufsichtigt oder (3) Wirtschaftsfuhren mit bespannten
unbeaufsichtigt, überqueren oder überqueren Fahrzeugen dürfen nur von Personen
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gelenkt werden, die mindestens zwölf Jahre (2) Der Eigentümer der Liegenschaft ist,
alt sind und die erforderliche körperliche wenn durch die Anbringung der Einrichtung
und geistige Eignung besitzen. Ist der die bestimmungsgemäße Verwendung der
Lenker noch nicht 16 Jahre alt, so darf er Liegenschaft erheblich beeinträchtigt wird,
nur Straßen benützen, die nicht von demjenigen, der die Kosten der
Vorrangstraßen sind, keine besonders Anbringung zu tragen hat, zu entschädigen.
gefährlichen Stellen aufweisen und lediglich Werden Ersatzansprüche innerhalb von
örtlichen Verkehrsbedürfnissen dienen. sechs Monaten, gerechnet vom Zeitpunkt, in
(4) Die im § 74 (Abs. 4 zweiter Satz) dem der Eigentümer der Liegenschaft von
erhaltene Bestimmung über die der Anbringung Kenntnis erlangt hat, nicht
Beschaffenheit der Zügel bei Fuhrwerken anerkannt, so hat auf seinen Antrag das
gilt nicht für Fuhrwerke für Gericht im Verfahren außer Streitsachen zu
Wirtschaftsfuhren. entscheiden.
(5) Bei Wirtschaftsfuhren dürfen außerhalb § 35. Vermeidung von
von Ortsgebieten auch Wege, die Verkehrsbeeinträchtigungen.
ausschließlich für den Fußgängerverkehr
bestimmt sind, benützt werden, wenn sonst (1) Die Behörde hat, wenn es die Sicherheit
keine für den Verkehr mit Fahrzeugen des Straßenverkehrs erfordert, die
offene Straße vorhanden ist oder wenn die Besitzer vom Gegenständen, die auf der
Erreichung des Zieles nur unter Straße oder auf Liegenschaften in der
Zurücklegung eines unverhältnismäßig Umgebung der Straße angebracht sind
großen Umweges möglich ist. und durch ihre Beschaffenheit oder Lage
(6) Im Betriebe eines land- und oder durch die Art ihrer Anbringung
forstwirtschaftlichen Unternehmens gelten oder ihrer Anordnung geeignet sind, die
für die Beförderung eigener Erzeugnisse mit Sicherheit des Straßenverkehrs zu
eigenen Fahrzeugen bis zur nächsten beeinträchtigen, durch Bescheid zu
Eisenbahn- oder Schiffsstation oder bis zur verpflichten,
nächsten Sammelstelle land- und a) die Lage oder die Art der
forstwirtschaftlicher Erzeugnisse die Anbringung oder die Anordnung des
Bestimmungen der Abs. 2 bis 5 sinngemäß, Gegenstandes so zu ändern, daß die
doch hat die Behörde eine solche Sicherheit des Straßenverkehrs nicht
Beförderung zu verbieten oder im weiter beeinträchtigt wird, oder
erforderlichen Ausmaße einzuschränken, b) wenn eine in lit. a bezeichnete
wenn es aus Gründen der Verkehrssicherheit Änderung nicht ausreicht, die
geboten ist. Gegenstände zu beseitigen.
(2) Eine Beeinträchtigung der Sicherheit des
§ 33. Einrichtungen auf benachbarten Straßenverkehrs durch die in Abs. 1
Grundstücken zur Regelung und bezeichneten Gegenstände ist insbesondere
Sicherung des Verkehrs. dann anzunehmen, wenn sie die
(1) Ist die Anbringung der Einrichtungen zur Straßenbenützer blenden, die frei Sicht über
Sicherung und Regelung des Verkehrs auf den Verlauf der Straße oder auf
Straßengrund nicht zweckentsprechend oder Einrichtungen zur Regelung oder Sicherung
wegen der Beschaffenheit der Straße oder des Verkehrs behindern oder mit solchen
ihrer Anlage nicht möglich, so sind diese Einrichtungen, insbesondere mit
Einrichtungen unter tunlichster Vermeidung Straßenverkehrszeichen oder mit
von Wirtschaftserschwernissen auf den Lichtzeichen (§ 38), verwechselt werden
Liegenschaften neben der Straße können oder die Wirkung solcher
anzubringen. Die Eigentümer dieser Einrichtungen herabmindern.
Liegenschaften sind, wenn mit ihnen (3) Die Behörde hat auf Antrag dessen, der
hierüber keine Einigung erzielt wurde, von einen im Abs. 1 bezeichneten Gegenstand
der Behörde durch Bescheid zu verpflichten, anzubringen beabsichtigt, durch Bescheid
die Anbringung zu dulden. festzustellen, ob durch die Verwirklichung
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des Vorhabens eine Beeinträchtigung der Straßenstellen für die unbedingt


Sicherheit des Straßenverkehrs im Sinne des notwendige Zeit und Strecke für
Abs. 2 zu erwarten ist. Ladetätigkeiten durch Parkverbote,
wenn jedoch eine Ladetätigkeit unter
§ 43. Verkehrsverbote,
Berücksichtigung der zur Verfügung
Verkehrserleichterungen und
stehenden Abstellflächen und deren
Hinweise.
beste Ausnützung erfahrungsgemäß
(1) Die Behörde hat für bestimmte Straßen durch ein Parkverbot nicht gewährleistet
oder Straßenstrecken oder für Straßen ist, durch Halteverbote freizuhalten
innerhalb eines bestimmten Gebietes (Ladezonen);
durch Verordnung d) für dauernd stark gehbehinderte
a) wenn ein Elementarereignis bereits Personen, die wegen ihrer Behinderung
eingetreten oder nach den örtlich darauf angewiesen sind, das von ihnen
gewonnenen Erfahrungen oder nach selbst gelenkte Kraftfahrzeug oder ein
sonst erheblichen Umständen mit hoher Kraftfahrzeug, das sie als Mitfahrer
Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist, die benützen, in unmittelbarer Nähe ihrer
zum Schutze der Straßenbenützer oder Wohnung oder ihrer Arbeitsstätte oder in
zur Verkehrsabwicklung erforderlichen unmittelbarer Nähe von Gebäuden, die
Verkehrsverbote oder von solchen Personen in der Regel
Verkehrsbeschränkungen zu erlassen; häufig besucht werden, wie etwa
b) wenn und insoweit es die Sicherheit, Invalidenämter, bestimmte
Leichtigkeit oder Flüssigkeit des sich Krankenhäuser oder Ambulatorien,
bewegenden oder die Ordnung des Sozialversicherungseinrichtungen u.
ruhenden Verkehrs, die Lage, Widmung, dgl., oder in unmittelbarer Nähe einer
Pflege, Reinigung oder Beschaffenheit Fußgängerzone abstellen zu können,
der Straße, die Lage, Widmung oder Straßenstellen für die unbedingt
Beschaffenheit eines an der Straße notwendige Zeit und Strecke zum
gelegenen Gebäudes oder Gebietes oder Abstellen der betreffenden
wenn und insoweit es die Sicherheit Kraftfahrzeuge durch ein Halteverbot
eines Gebäudes oder Gebietes und/oder freizuhalten.
der Personen, die sich dort aufhalten, (1a) Sofern es sich nicht um Arbeitsfahrten
erfordert, im Sinne des § 27 Abs. 1 handelt, hat die
1. dauernde oder vorübergehende Behörde zur Durchführung von Arbeiten auf
Verkehrsbeschränkungen oder oder neben einer Straße, die zwar
Verkehrs-verbote, insbesondere die vorhersehbar sind und entsprechend geplant
Erklärung von Straßen zu werden können, bei denen aber die für die
Einbahnstraßen, Maß-, Gewichts- Arbeitsdurchführung erforderlichen
oder Verkehrsregelungen örtlich und/oder zeitlich
Geschwindigkeitsbeschränkungen, nicht genau vorherbestimmbar sind, durch
Halte- oder Parkverbote und Verordnung die aus Gründen der Sicherheit,
dergleichen, zu erlassen, Leichtigkeit oder Flüssigkeit des Verkehrs
2. den Straßenbenützern ein oder zur Sicherheit der mit den Arbeiten
bestimmtes Verhalten beschäftigten Personen erforderlichen
vorzuschreiben, insbesondere Verkehrsbeschränkungen, Verkehrsverbote
bestimmte Gruppen von der und/oder Verkehrsgebote zu erlassen. In
Benützung einer Straße oder eines diesen Fällen sind die Organe des
Straßenteiles auszuschließen oder sie Bauführers ermächtigt, nach Maßgabe der
auf besonders bezeichnete Arbeitsdurchführung den örtlichen und
Straßenteile zu verweisen; zeitlichen Umfang der von der Behörde
c) wenn ein erhebliches wirtschaftliches verordneten Verkehrsmaßnahmen durch die
Interesse von einem oder von mehreren Anbringung oder Sichtbarmachung der
umliegenden Unternehmungen vorliegt,
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betreffenden Straßenverkehrszeichen mit der Verordnung zu bezeichnenden -


Wirkung zu bestimmen, als ob der örtliche nahegelegenen Kurzparkzonen mit
und zeitliche Umfang von der Behörde Kraftwagen mit einem höchsten zulässigen
bestimmt worden wäre. Der Zeitpunkt und Gesamtgewicht von nicht mehr als 3 500 kg
der Ort (Bereich) der Anbringung gemäß § 45 Abs. 4 beantragen können.
(Sichtbarmachung) ist von den Organen des 1. Wenn es in den nach Z 1 bestimmten
Bauführers in einem Aktenvermerk (§ 16 Gebieten auf Grund der örtlichen
AVG 1950) festzuhalten. Gegebenheiten möglich ist und eine
(2) Zur Fernhaltung von Gefahren oder Notwendigkeit dafür besteht, hat die
Belästigungen, insbesondere durch Behörde durch Verordnung zu
Lärm, Geruch oder Schadstoffe, hat die bestimmen, daß auch Angehörige
Behörde, wenn und insoweit es zum bestimmter Personenkreise, die in diesen
Schutz der Bevölkerung oder der Gebieten ständig tätig sind, die Erteilung
Umwelt oder aus anderen wichtigen einer Ausnahmegenehmigung für ein auf
Gründen erforderlich ist, durch das notwendige zeitliche Ausmaß
Verordnung eingeschränktes Parken in den in der
a) für bestimmte Gebiete, Straßen oder Verordnung nach Z 1 bezeichneten
Straßenstrecken für alle oder für nahegelegenen Kurzparkzonen mit
bestimmte Fahrzeugarten oder für Kraftwagen mit einem höchsten
Fahrzeuge mit bestimmten Ladungen zulässigen Gesamtgewicht von nicht
dauernde oder zweitweise mehr als 3 500 kg gemäß § 45 Abs. 4a
Verkehrsbeschränkungen oder beantragen können.
Verkehrsverbote zu erlassen. (2b) Organe der Straßenaufsicht sind
b) zu bestimmen, daß mit bestimmten berechtigt, zur Verhinderung von
Arten von Fahrzeugen oder mit Übertretungen der in Abs. 2 lit. a
Fahrzeugen mit bestimmten Ladungen angeführten Verordnungen, falls
nur bestimmte Straßen oder bestimmte erforderlich, ein für eine Fahrt mit dem
Arten von Straßen befahren werden betreffenden Kraftfahrzeug nötiges
dürfen (Routenbindung) oder Dokument abzunehmen oder eine der im §
c) zu bestimmen, daß in bestimmten 5b angeführten Zwangsmaßnahmen
Gebieten oder auf bestimmten Straßen anzuwenden. Die getroffene Maßnahme ist
Vorrichtungen zur Abgabe von aufzuheben, wenn der Grund für ihre
Schallzeichen nicht betätigt werden Anordnung weggefallen ist.
dürfen, es sei denn, daß ein solches (3) Zum Zweck der Erleichterung oder
Zeichen das einzige Mittel ist, um Beschleunigung des Verkehrs,
Gefahren von Personen abzuwenden insbesondere des Durchzugsverkehrs,
(Hupverbot). Bei der Erlassung solcher hat die Behörde durch Verordnung
Verordnungen ist einerseits auf den a) Bundesstraßen, die das
angestrebten Zweck und andererseits auf Bundestraßengesetz 1971, BGBl. Nr.
die Bedeutung der Verkehrsbeziehungen 286, als Bundesautobahn bezeichnet,
und der Verkehrserfordernisse Bedacht sowie Straßen ohne Überschneidungen
zu nehmen. mit anderen Straßen, sofern sie sich für
(2a) den Schnellverkehr (§ 46 Abs. 1) eignen
Um Erschwernisse für die und besondere Anschlußstellen für die
Wohnbevölkerung auszugleichen, die durch Zu- und Abfahrt vorhanden sind,
Verkehrsbeschränkungen hervorgerufen einschließlich der Zu- und
werden, kann die Behörde durch Abfahrtsstraßen zu Autobahnen zu
Verordnung Gebiete bestimmen, deren erklären,
Bewohner die Erteilung einer b) Straßen, die sich für den Schnellverkehr
Ausnahmegenehmigung für ein zeitlich (§ 46 Abs. 1) eignen und für welche die
uneingeschränktes Parken in - in der in lit. a genannten Voraussetzungen nicht
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zutreffen, zu Autostraßen zu erklären, erhebliche Verkehrsinteressen nicht


sofern dadurch die Verkehrsinteressen entgegenstehen.
der von der Benützung der Autostraße (11) Wenn Bedenken aus Gründen der
ausgeschlossenen Straßenbenützer nicht Sicherheit des Straßenverkehrs nicht
wesentlich beeinträchtigt werden, entgegenstehen, hat die Behörde von einem
c) Straßen zu Vorrangstraßen zu erklären. von ihr erlassenen Halteverbot (Abs. 1) das
(4) Wenn es die Leichtigkeit und Flüssigkeit rasche Auf- oder Abladen geringer
des Verkehrs erfordert und aus Gründen der Warenmengen im Zustell- oder Abholdienst
Sicherheit des Verkehrs keine Bedenken gewerblicher Betriebe sowie das rasche
dagegen bestehen, hat die Behörde durch Einsteigen oder das rasche Aussteigen auf
Verordnung die gemäß § 20 Abs. 2 erlaubten Antrag der gesetzlichen Interessenvertretung
Höchstgeschwindigkeiten zu erhöhen. der in Betracht kommenden
(5) Zur besseren Orientierung der Benützer Gewerbebetriebe allgemein auszunehmen.
von Straßen, insbesondere von Straßen, die § 45. Ausnahmen in Einzelfällen.
dem zwischenstaatlichen Fernverkehr und
dem binnenländischen Durchzugsverkehr (1) Die Behörde kann auf Antrag durch
dienen, hat die Behörde Straßen durch Bescheid die Benützung von Straßen mit
Verordnung mit Buchstaben oder Nummern einem Fahrzeug oder einer Ladung mit
zu bezeichnen. größeren als den zulässigen Maßen und
(6) Außer in den in diesem Bundesgesetz Gewichten bewilligen, wenn das Vorhaben
besonders angeführten Fällen, darf ein im besonderen Interesse der österreichischen
Hinweis auf Gefahren und sonstige Volkswirtschaft liegt, sich anders nicht
verkehrswichtige Umstände nur durchführen läßt und keine erheblichen
unterbleiben, wenn die Gefahr oder der Erschwerungen des Verkehrs und keine
verkehrswichtige Umstand auch ohne einen wesentlichen Überlastungen der Straße
solchen Hinweis leicht erkannt werden verursacht. Antragsberechtigt sind der
kann. Fahrzeugbesitzer oder die Person, für
(7) Ein allgemeines Fahrverbot darf die welche die Beförderung durchgeführt
Behörde nur erlassen (Abs. 1 lit. b Z. 1), werden soll. Liegt bereits eine
wenn dadurch der Verkehr in größeren entsprechende kraftfahrrechtliche
bestehenden Ortsteilen nicht unmöglich Bewilligung vor, so ist eine Bewilligung
wird. Ist ein solches Fahrverbot wegen nach diesem Absatz nicht erforderlich.
besonderer Umstände, z. B. wegen (2) In anderen als in Abs. 1 bezeichneten
Straßenbau oder -erhaltungsarbeiten Fällen kann die Behörde Ausnahmen von
unvermeidbar, so hat die Behörde für die Geboten oder Verboten, die für die
Umleitung und Aufrechterhaltung der Benützung der Straßen gelten, auf Antrag
Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs zu bewilligen, wenn ein erhebliches
sorgen. persönliches (wie zB auch wegen einer
(8) (Anm.: Aufgehoben durch Art I Z. 17 schweren Körperbehinderung) oder
BG, BGBl. Nr. 209/1969.) wirtschaftliches Interesse des Antragstellers
(9) (Anm.: Aufgehoben durch Art I Z. 17 eine solche Ausnahme erfordert, oder wenn
BG, BGBl. Nr. 209/1969.) sich die ihm gesetzlich oder sonst
(10) Dem Antrag eines obliegenden Aufgaben anders nicht oder nur
Eisenbahnunternehmens, das Parken auf mit besonderen Erschwernissen durchführen
Bahnhofvorplätzen oder ließen und weder eine wesentliche
Eisenbahnzufahrtstraßen, und dem Antrag Beeinträchtigung von Sicherheit,
der Post- und Telegraphenverwaltung, das Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs,
Parken im Bereich vor Post- und noch wesentliche schädliche Einwirkungen
Telegraphenämtern durch Verordnung zu auf die Bevölkerung oder die Umwelt durch
beschränken, ist Folge zu geben, wenn Lärm, Geruch oder Schadstoffe zu erwarten
sind.
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(2a) Die Behörde hat Ausnahmen von von höchstens zwei Jahren erteilt werden,
Verkehrsbeschränkungen und wenn der Antragsteller in dem gemäß dieser
Verkehrsverboten (§ 42 Abs. 6 und § 43 Verordnung umschriebenen Gebiet wohnt
Abs. 2 lit. a) nur für Fahrten zu bewilligen, und dort auch den Mittelpunkt seiner
die ausschließlich der Beförderung von Lebensinteressen hat und ein persönliches
Milch, Schlacht- und Stechvieh, leicht Interesse nachweist, in der Nähe dieses
verderblichen Lebensmitteln, von Wohnsitzes zu parken und
periodischen Druckwerken, 1. Zulassungsbesitzer oder Leasingnehmer
unaufschiebbaren Reparaturen an eines Kraftwagens ist, oder
Kühlanlagen oder dem Einsatz von 2. nachweist, daß ihm ein arbeitgebereigener
Fahrzeugen des Straßenerhalters zur Kraftwagen auch zur Privatnutzung
Aufrechterhaltung des Straßenverkehrs überlassen wird.
dienen. In allen anderen Fällen ist eine (4a) Eine Bewilligung kann für die in der
Ausnahmebewilligung nur zu erteilen, wenn Verordnung gemäß § 43 Abs. 2a Z 1
daran ein erhebliches öffentliches Interesse angegebenen Kurzparkzonen auf die Dauer
besteht. Der Antragsteller hat in beiden von höchstens zwei Jahren im notwendigen
Fällen glaubhaft zu machen, daß die Fahrt zeitlichen Ausmaß erteilt werden, wenn der
weder durch organisatorische Maßnahmen Antragsteller zu dem in der Verordnung
noch durch die Wahl eines anderen gemäß § 43 Abs. 2a Z 2 umschriebenen
Verkehrsmittels vermieden werden kann. Personenkreis gehört und
(2b) Eine Bewilligung nach Abs. 2 kann 1. Zulassungsbesitzer oder Leasingnehmer
auch für alle Straßenbenützungen des eines Kraftwagens ist, oder nachweislich
Antragstellers von der annähernd gleichen einen arbeitgebereigenen Kraftwagen
Art für die Dauer von höchstens zwei beruflich benützt, und
Jahren, nach Abs. 2a für die Dauer von 2. entweder die Tätigkeit des Antragstellers
höchstens sechs Monaten, erteilt werden, ohne Bewilligung erheblich erschwert oder
wenn für die Dauer dieser Befristung eine unmöglich wäre, oder die Erteilung der
erhebliche Änderung der Bewilligung im Interesse der
Verkehrsverhältnisse nicht zu erwarten ist. Nahversorgung liegt.
(3) Eine Bewilligung (Abs. 1, 2, 2a oder 4) (5) Behördliche Erledigungen gemäß den
ist, wenn es die Sicherheit, Leichtigkeit und vorstehenden Absätzen können im Wege der
Flüssigkeit des Verkehrs oder der Schutz der automationsunterstützten Datenverarbeitung
Bevölkerung und der Umwelt erfordert, ohne Unterschrift hergestellt und
bedingt, befristet, mit Auflagen oder unter ausgefertigt werden.
Vorschreibung der Benützung eines § 62. Ladetätigkeit.
bestimmten Straßenzuges zu erteilen. Die
Behörde hat im Falle einer Bewilligung (1) Durch eine Ladetätigkeit auf Straßen,
nach Abs. 1 den Ersatz der dem das ist das Beladen oder Entladen von
Straßenerhalter aus Anlaß der Fahrzeugen sowie das Abschlauchen von
ausnahmsweisen Straßenbenützung Flüssigkeiten aus Fahrzeugen oder in
erwachsenden Kosten (z. B. für die Stützung Fahrzeuge, darf die Sicherheit des Verkehrs
von Brücken, für die spätere Beseitigung nicht und die Leichtigkeit des Verkehrs nicht
solcher Vorkehrungen und für die wesentlich beeinträchtigt werden.
Wiederinstandsetzung) und, wenn nötig, (2) Beim Beladen oder Entladen eines
eine vor der ersten ausnahmsweisen Fahrzeuges ist nach Möglichkeit jeder Lärm
Straßenbenützung zu erlegende zu vermeiden; wenn nötig, ist eine
angemessene Sicherheitsleistung schalldämpfende Unterlage zu verwenden
vorzuschreiben. oder zwischen dem Ladegut
(4) Eine Bewilligung kann für die in der schalldämpfendes Material anzubringen.
Verordnung gemäß § 43 Abs. 2a Z 1 (3) Wird ein Fahrzeug auf der Straße für
angegebenen Kurzparkzonen auf die Dauer eine Ladetätigkeit aufgestellt, so muß sie
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unverzüglich begonnen und durchgeführt ist jeglicher Fahrzeugverkehr verboten,


werden. sofern sich aus den folgenden
(4) Für eine Ladetätigkeit auf Straßenstellen, Bestimmungen nichts anderes ergibt; das
wo das Halten verboten ist, ist, sofern sich Schieben eines Fahrrades ist erlaubt. Die
aus den im zweiten und dritten Absatz des § Bestimmungen des § 45 über Ausnahmen in
52 Z 13b bezeichneten Zusatztafeln nichts Einzelfällen bleiben unberührt.
anderes ergibt, eine Bewilligung (2) Sind in einer Fußgängerzone
erforderlich; gleiches gilt für das Aufstellen Ladetätigkeiten erforderlich, so hat die
von Fahrzeugen auf Gehsteigen für Zwecke Behörde in der Verordnung nach Abs. 1
einer Ladetätigkeit, es sei denn, daß auf den nach Maßgabe der Erfordernisse die
in Betracht kommenden Stellen gehalten Zeiträume zu bestimmen, innerhalb deren
werden darf. Insoweit es die Sicherheit, eine Ladetätigkeit vorgenommen werden
Leichtigkeit oder Flüssigkeit des Verkehrs darf. Ferner kann die Behörde in der
erfordert, ist die Bewilligung bedingt, Verordnung nach Abs. 1 nach Maßgabe der
befristet oder mit Auflagen zu erteilen. Erfordernisse und unter Bedachtnahme auf
(5) Eine Bewilligung nach Abs. 4 ist von der die örtlichen Gegebenheiten bestimmen, daß
Behörde zu erteilen, wenn die Ladetätigkeit mit
an einer anderen Stelle besonders 1. Kraftfahrzeugen des Taxi- und
umständlich wäre und weder eine Mietwagen-Gewerbes und Fiakern jeweils
Beschädigung des Gehsteiges oder seiner zum Zubringen oder Abholen von
Einbauten noch eine Beeinträchtigung der Fahrgästen,
Sicherheit oder eine wesentliche 2. Kraftfahrzeugen des Gästewagen-
Behinderung des Verkehrs zu befürchten ist. Gewerbes zum Zubringen oder Abholen von
Auf Grund der Bewilligung dürfen nicht nur Fahrgästen von Beherbergungsbetrieben,
die Ladetätigkeiten des Antragstellers, 3. Fahrrädern und
sondern auch alle anderen im wesentlichen 4. Kraftfahrzeugen mit einem höchsten
gleichartigen Ladetätigkeiten ausgeübt zulässigen Gesamtgewicht bis zu 3 500 kg,
werden. Auch ein Organ der Straßenaufsicht die zur Ausübung der Tätigkeit als
darf eine solche Bewilligung erteilen, jedoch Handelsvertreter dienen und die mit einer
nur dann, wenn es sich um einen dringenden Tafel mit der Aufschrift ,,Bundesgremium
Einzelfall handelt und die sonstigen der Handelsvertreter, Kommissionäre und
Voraussetzungen zur Erteilung vorliegen; Vermittler`` und mit dem Amtssiegel des
das Aufstellen von Fahrzeugen auf Landesgremiums, dem der Handelsvertreter
Gehsteigen darf ein Organ der angehört, gekennzeichnet sind,
Straßenaufsicht jedoch nicht bewilligen. die Fußgängerzone dauernd oder zu
bestimmten Zeiten befahren werden darf.
§ 76a. Fußgängerzone
(3) Für die Kundmachung einer Verordnung
(1) Die Behörde kann, wenn es die nach Abs. 1 gelten die Bestimmungen des §
Sicherheit, Leichtigkeit oder Flüssigkeit des 44 Abs. 1 mit der Maßgabe sinngemäß, daß
Verkehrs, insbesondere des am Anfang und am Ende einer
Fußgängerverkehrs, die Entflechtung des Fußgängerzone die betreffenden
Verkehrs oder die Lage, Widmung oder Hinweiszeichen (§ 53 Z. 9a bzw. 9b)
Beschaffenheit eines Gebäudes oder anzubringen sind.
Gebietes erfordert, durch Verordnung (4) An Stelle einer Zusatztafel können die
Straßenstellen oder Gebiete dauernd oder vorgesehenen Angaben im blauen Feld des
zeitweilig dem Fußgängerverkehr Hinweiszeichens angebracht werden, wenn
vorbehalten (Fußgängerzone). Vor Erlassung dadurch die Erkennbarkeit des Zeichens
einer solchen Verordnung ist die nicht beeinträchtigt wird.
Eisenbahnbehörde anzuhören, wenn auf der (5) Unbeschadet der Bestimmung des Abs. 2
betroffenen Straßenstelle oder in dem dürfen Fußgängerzonen
betroffenen Gebiet Schienenfahrzeuge
verkehren. In einer solchen Fußgängerzone
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a) mit Fahrzeugen des Straßendienstes und (2) In Wohnstraßen ist das Betreten der
der Müllabfuhr sowie gegebenenfalls mit Fahrbahn und das Spielen gestattet. Der
Schienenfahrzeugen und Omnibussen des erlaubte Fahrzeugverkehr darf aber nicht
Kraftfahrlinienverkehrs, mutwillig behindert werden.
b) mit den zur Durchführung einer (3) Die Lenker von Fahrzeugen in
unaufschiebbaren Reparatur eines Wohnstraßen dürfen Fußgänger und
unvorhersehbar aufgetretenen Gebrechens Radfahrer nicht behindern oder gefährden,
notwendigen Fahrzeugen, haben von ortsgebundenen Gegenständen
c) mit Fahrzeugen des öffentlichen oder Einrichtungen einen der
Sicherheitsdienstes und der Feuerwehr in Verkehrssicherheit entsprechenden
Ausübung des Dienstes und seitlichen Abstand einzuhalten und dürfen
d) mit Krankentransportfahrzeugen, sofern nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren. Beim
der Ausgangs- oder Endpunkt des Ausfahren aus einer Wohnstraße ist dem
Krankentransports in der Fußgängerzone außerhalb der Wohnstraße fließenden
liegt, Verkehr Vorrang zu geben.
befahren werden. (4) Die Anbringung von Schwellen, Rillen,
(6) Die Lenker von Fahrzeugen dürfen in Bordsteinen u. dgl. sowie von horizontalen
eine Fußgängerzone nur an den hiefür baulichen Einrichtungen ist in
vorgesehenen Stellen einfahren. Sie haben verkehrsgerechter Gestaltung zulässig, wenn
von ortsgebundenen Gegenständen oder dadurch die Einhaltung der
Einrichtungen (wie Häusern, Brunnen, Schrittgeschwindigkeit nach Abs. 3
Laternen, Bänken, Bäumen u. dgl.) einen gewährleistet wird.
der Verkehrssicherheit entsprechenden (5) Für die Kundmachung einer Verordnung
seitlichen Abstand einzuhalten und dürfen nach Abs. 1 gelten die Bestimmungen des §
nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren. Die 44 Abs. 1 mit der Maßgabe, daß am Anfang
zulässige Höchstgeschwindigkeit für und am Ende einer Wohnstraße die
Schienenfahrzeuge ist nach den betreffenden Hinweiszeichen (§ 53 Abs. 1 Z
eisenbahnrechtlichen Vorschriften 9c bzw. 9d) anzubringen sind.
festzusetzen.
(7) Fußgänger dürfen in Fußgängerzonen
auch die Fahrbahn benützen. Sie dürfen X. ABSCHNITT. Benützung von
dabei aber den erlaubten Fahrzeugverkehr Straßen zu verkehrsfremden
nicht mutwillig behindern. Zwecken.
§ 76b. Wohnstraße § 82. Bewilligungspflicht.
(1) Die Behörde kann, wenn es die (1) Für die Benützung von Straßen
Sicherheit, Leichtigkeit oder Flüssigkeit des einschließlich des darüber befindlichen, für
Verkehrs, insbesondere des die Sicherheit des Straßenverkehrs in
Fußgängerverkehrs, die Entflechtung des Betracht kommenden Luftraumes zu
Verkehrs oder die Lage, Widmung oder anderen Zwecken als zu solchen des
Beschaffenheit eines Gebäudes oder Straßenverkehrs, z. B. zu gewerblichen
Gebietes erfordert, durch Verordnung Tätigkeiten und zur Werbung, ist
Straßenstellen oder Gebiete dauernd oder unbeschadet sonstiger Rechtsvorschriften
zeitweilig zu Wohnstraßen erklären. In einer eine Bewilligung nach diesem Bundesgesetz
solchen Wohnstraße ist der Fahrzeugverkehr erforderlich. Das gleiche gilt für Tätigkeiten,
verboten; ausgenommen davon sind der die geeignet sind, Menschenansammlungen
Fahrradverkehr, das Befahren mit auf der Straße herbeizuführen oder die
Fahrzeugen des Straßendienstes, der Aufmerksamkeit der Lenker von
Müllabfuhr, des öffentlichen Fahrzeugen zu beeinträchtigen.
Sicherheitsdienstes und der Feuerwehr in (2) Eine Bewilligung nach Abs. 1 ist auch
Ausübung des Dienstes sowie das Befahren für das Aufstellen von Kraftfahrzeugen oder
zum Zwecke des Zu- und Abfahrens.
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Anhängern ohne Kennzeichentafeln Leichtigkeit oder Flüssigkeit des Verkehrs


erforderlich. erfordert, ist die Bewilligung bedingt,
(3) Eine Bewilligung nach Abs. 1 ist nicht befristet oder mit Auflagen zu erteilen; die
erforderlich Bewilligung ist zu widerrufen, wenn die
a) für gewerbliche Tätigkeiten auf Voraussetzungen für die Erteilung
Gehsteigen oder Gehwegen ohne feste weggefallen sind.
Standplätze, (6) Die Organe der Straßenaufsicht sind
b) für das Wegschaffen eines befugt, verkehrsfremde Tätigkeiten auf und
betriebsunfähig gewordenen Fahrzeuges an der Straße, auch wenn für sie eine
oder für dessen Instandsetzung, sofern dies Bewilligung nach Abs. 1 vorliegt,
einfacher als das Wegschaffen ist und der vorübergehend zu untersagen, wenn es die
fließende Verkehr dadurch nicht behindert Verkehrssicherheit erfordert.
wird, (7) Das Aufstellen von Kisten, Brettern,
c) für eine gewerbliche Tätigkeit, die ihrem Tafeln u. dgl. auf Parkflächen ist
Wesen nach auf der Straße ausgeübt wird unbeschadet der Bestimmungen des Abs. 1
und deren Betriebsanlage genehmigt ist, bis 6 verboten.
d) für das Aufstellen oder die Lagerung von § 83. Prüfung des Vorhabens.
Sachen, die für Bau, Erhaltung, Pflege und
Reinigung der Straße erforderlich sind, (1) Vor Erteilung einer Bewilligung nach §
e) für das Musizieren bei Umzügen und 82 ist das Vorhaben unter Bedachtnahme auf
dergleichen (§ 86), die gegenwärtigen und zu erwartenden
f) für die Nutzung der Rückseite von Verkehrsverhältnisse zu prüfen. Eine
Verkehrszeichen oder anderen wesentliche, die Erteilung der Bewilligung
Einrichtungen zur Verhinderung von ausschließende Beeinträchtigung der
Falschfahrten im Zuge von Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit des
Autobahnabfahrten zu Werbezwecken, wenn Verkehrs (§ 82 Abs. 5) liegt insbesondere
diese Nutzung nicht der Sicherheit und vor, wenn
Leichtigkeit des Verkehrs entgegensteht und a) die Straße beschädigt wird,
die Behörde, die diese Verkehrszeichen oder b) die Straßenbeleuchtung und die Straßen-
diese Einrichtungen verfügt hat, zustimmt oder Hausbezeichnungstafeln verdeckt
und die Gesamtkosten der Anbringung und werden,
Erhaltung vom Unternehmer getragen c) sich die Gegenstände im Luftraum
werden. oberhalb der Straße nicht mindestens 2.20 m
(4) Eine Bewilligung nach Abs. 1 ist ferner über dem Gehsteig und 4.50 m über der
nicht erforderlich für geringfügige Fahrbahn befinden,
Instandsetzungs- oder d) die Gegenstände seitlich auf Fahrbahn
Instandhaltungsarbeiten an Fahrzeugen, z. den Fußgängerverkehr auf Gehsteigen oder
B. Vergaserreinigung, Reifenwechsel, Straßenbanketten behindern und nicht
Arbeiten an der elektrischen Anlage oder mindestens 60 cm von der Fahrbahn entfernt
dergleichen, vor der Betriebsstätte eines sind.
hiezu befugten Gewerbetreibenden, wenn (2) Wenn in einer Fußgängerzone oder in
dort das Halten und Parken nicht verboten einer Wohnstraße kein Gehsteig vorhanden
ist (§§ 23 und 24). ist, so gilt die Maßangabe nach Abs. 1 lit. c
(5) Die Bewilligung nach Abs. 1 ist zu bezüglich eines Gehsteiges für einen 1,5 m
erteilen, wenn durch diese breiten Streifen entlang der Häuserfronten,
Straßenbenützung die Sicherheit, für den übrigen Teil der Fußgängerzone oder
Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs Wohnstraße gilt die Angabe bezüglich der
nicht wesentlich beeinträchtigt wird oder Fahrbahn.
eine über das gewöhnliche Maß
hinausgehende Lärmentwicklung nicht zu
erwarten ist. Wenn es die Sicherheit,
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§ 85. Ausübung von (2) Eine Verordnung nach Abs. 1 ist durch
Erwerbstätigkeiten. Anschlag auf der Amtstafel der Behörde
(1) Die Ausübung von Erwerbstätigkeiten kundzumachen.
im Umherziehen auf Straßen ist bei starkem (3) Personen, die auf Straßen skifahren,
Verkehr oder wenn sie mit lärmender schlittschuhlaufen oder rodeln, haben auf
Kundenwerbung verbunden ist, in der Nähe andere Straßenbenützer Rücksicht zu
von Krankenhäusern, Schulen, Theatern, nehmen und ihnen auszuweichen.
Kinos, Markthallen, Marktplätzen und § 88. Spielen auf Straßen.
dergleichen während der Betriebszeit sowie (1) Auf der Fahrbahn sind Spiele jeder Art
vor Kirchen während des Gottesdienstes verboten; dies gilt nicht für Wohnstraßen.
verboten. Wenn es das öffentliche Interesse erfordert
(2) Von der Straße aus dürfen Waren in und keine erheblichen Interessen am
Schaufenstern nur in Zeiten schwachen unbehinderten Straßenverkehr
Verkehrs geordnet werden; der Verkehr darf entgegenstehen, kann die Behörde durch
hiedurch nicht behindert werden. Verordnung einzelne Fahrbahnen oder
(3) Inhabern einer Lizenz zur Ausübung der Fahrbahnabschnitte entweder dauernd oder
Bettelmusik ist auf Antrag oder von Amts für bestimmte Zeiten von diesem Verbot
wegen von der Behörde ein geeigneter Platz ausnehmen und für den übrigen Verkehr
zur Ausübung dieser Tätigkeit unter sperren. Eine solche Fahrbahn darf jedoch
Bedachtnahme auf die Sicherheit, mit fahrzeugähnlichem Kinderspielzeug und
Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs ähnlichen Bewegungsmitteln nur befahren
anzuweisen. werden, wenn sie keine oder nur eine
§ 86. Umzüge. geringe Neigung aufweist. Weiters kann die
Sofern eine Benützung der Straße hiefür in Behörde durch Verordnung auf einzelnen
Betracht kommt, sind, unbeschadet sonstiger Fahrbahnen oder Fahrbahnabschnitten
Rechtsvorschriften, Versammlungen unter entweder dauernd oder für bestimmte Zeiten
freiem Himmel, öffentliche oder ortsübliche das Fahren mit Rollschuhen zulassen.
Umzüge, volkstümliche Feste, Prozessionen (1a) Eine Verordnung nach Abs. 1 ist durch
oder dergleichen von den Veranstaltern drei Anschlag auf der Amtstafel der Behörde
Tage, Leichenbegängnisse von der kundzumachen.
Leichenbestattung 24 Stunden vorher der (2) Spiele auf Gehsteigen oder Gehwegen
Behörde anzuzeigen. und deren Befahren mit fahrzeugähnlichem
Kinderspielzeug und ähnlichen
§ 87. Wintersport auf Straßen. Bewegungsmitteln sind verboten, wenn
(1) Auf Straßen im Ortsgebiet, auf Bundes-, hiedurch der Verkehr auf der Fahrbahn oder
Landes- und Vorrangstraßen ist die Fußgänger gefährdet oder behindert werden.
Ausübung von Wintersport verboten, sofern Kinder unter zwölf Jahren müssen beim
eine solche Straße für den Fahrzeugverkehr Befahren von Gehsteigen oder Gehwegen
nicht auf Grund der folgenden Bestimmung mit den genannten Geräten überdies von
gesperrt oder auf Grund der einer Person, die das 16. Lebensjahr
Witterungsverhältnisse unbenützbar ist. vollendet hat, beaufsichtigt werden, wenn
Wenn es das öffentliche Interesse erfordert sie nicht Inhaber eines Radfahrausweises
und keine erheblichen Interessen am gemäß § 65 sind.
unbehinderten Straßenverkehr (3) Es ist verboten, die Ordnung des
entgegenstehen, kann die Behörde durch Straßenverkehrs durch Werfen von Steinen,
Verordnung einzelne Straßen von dem Schießen mit Schleudern, Auslösen von
Verbot der Ausübung von Wintersport Knallpräparaten, Eisschleifen,
ausnehmen und für den übrigen Eisstockschießen, Blenden mit Spiegeln und
Fahrzeugverkehr sperren. ähnlichen Betätigungen zu stören oder
Straßenbenützer auf diese Weise zu
belästigen.
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§ 88a. Rollschuhfahren Entfernung des Fahrzeuges von der


(1) Das Rollschuhfahren ist auf Gehsteigen, Fahrbahn zu sorgen.
Gehwegen und Schutzwegen erlaubt. Das (2) Wird durch einen Gegenstand auf der
Befahren der Fahrbahn mit Rollschuhen in Straße, insbesondere durch ein stehendes
der Längsrichtung ist verboten; Fahrzeug, mag es betriebsfähig oder nicht
ausgenommen von diesem Verbot sind: betriebsfähig sein, durch Schutt,
1. Radfahranlagen, nicht jedoch Baumaterial, Hausrat und dergleichen der
Radfahrstreifen außerhalb des Ortsgebietes, Verkehr beeinträchtigt, so hat die Behörde
2. Wohnstraßen und Fußgängerzonen, die Entfernung des Gegenstandes ohne
3. Fahrbahnen, die gemäß § 88 Abs. 1 vom weiteres Verfahren zu veranlassen
Verbot des Spielens auf der Fahrbahn a) bei einem Gegenstand, bei dem zu
ausgenommen wurden und vermuten ist, daß sich dessen der
4. Fahrbahnen, auf denen durch Verordnung Inhaber entledigen wollte, sowie bei
der zuständigen Behörde das Fahren mit einem ohne Kennzeichentafeln
Rollschuhen zugelassen wurde. abgestellten Kraftfahrzeug oder
(2) Bei der Benützung von Radfahranlagen Anhänger und
haben Rollschuhfahrer die gemäß § 8a b) bei einem Gegenstand (Fahrzeug,
vorgeschriebene Fahrtrichtung einzuhalten Container u. dgl.), der im Bereich eines
und die für Radfahrer geltenden Halte- und Parkverbotes abgestellt ist,
Verhaltensvorschriften zu beachten. das aus Gründen der Sicherheit erlassen
(3) Rollschuhfahrer haben sich so zu worden und durch das
verhalten, daß andere Verkehrsteilnehmer Vorschriftszeichen nach § 52 Z 13b mit
weder gefährdet noch behindert werden; einer Zusatztafel ,,Abschleppzone'' (§
insbesondere haben sie ihre 54 Abs. 5 lit. j) kundgemacht ist.
Geschwindigkeit auf Gehsteigen, (2a) Eine Verkehrsbeeinträchtigung im
Gehwegen, Schutzwegen, in Sinne des Abs. 2 ist insbesondere gegeben,
Fußgängerzonen und in Wohnstraßen dem a) wenn Schienenfahrzeuge nicht
Fußgängerverkehr anzupassen. Abgesehen unbehindert fahren können,
von Abs. 2 haben Rollschuhfahrer die für b) wenn der Lenker eines Omnibusses des
Fußgänger geltenden Verhaltensvorschriften Kraftfahrlinienverkehrs am
zu beachten. Vorbeifahren oder Wegfahren, am
(4) Kinder unter zwölf Jahren dürfen auf Zufahren zu einer Haltestelle oder zu
Straßen mit öffentlichem Verkehr, außer in einer Garage oder am Befahren eines
Wohnstraßen, nur unter Aufsicht einer Fahrstreifens für Omnibusse gehindert
Person, die das 16. Lebensjahr vollendet hat, ist,
rollschuhfahren, wenn sie nicht Inhaber c) wenn der Lenker eines sonstigen
eines Radfahrausweises gemäß § 65 sind. Fahrzeuges am Vorbeifahren oder
Wegfahren oder am Zufahren zu einer
Ladezone oder zu einer Garagen- oder
§ 89a. Entfernung von Hindernissen. Grundstückseinfahrt gehindert ist,
(1) Die Lenker von Fahrzeugen haben dafür d) wenn ein Fahrzeug, bei dem kein
zu sorgen, daß Steine oder andere Ausweis im Sinne des § 29b Abs. 4
Gegenstände, die unter die Räder des angebracht ist, auf einem gemäß § 43
Fahrzeuges gelegt worden sind, um das Abs. 1 lit. d freigehaltenen Abstellplatz
Abrollen zu verhindern, vor der Weiterfahrt abgestellt ist oder wenn der Inhaber
von der Straße entfernt werden. Kann mit eines Ausweises nach § 29b Abs. 1 oder
einem Fahrzeug wegen einer 5 am Zufahren zu einem solchen
Betriebsstörung die Fahrt nicht fortgesetzt Abstellplatz gehindert ist,
werden, so hat der Lenker, wenn das e) wenn Fußgänger, insbesondere auch
Fahrzeug ein Hindernis bildet, für die eheste Personen mit Kinderwagen oder
Behinderte mit Rollstuhl, an der
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Benützung eines Gehsteiges, eines eigenen Handen (§ 24 AVG 1950)


Gehweges oder eines Geh- und aufzufordern, den Gegenstand innerhalb
Radweges gehindert sind, einer Frist von sechs Monaten, einen im
f) wenn Radfahrer an der Benützung eines letzten Satz des Abs. 2 genannten
Radfahrstreifens, eines Radweges oder Gegenstand aber innerhalb einer Frist von
eines Geh- und Radweges gehindert zwei Monaten, gerechnet vom Tage der
sind, Zustellung, zu übernehmen. Die
g) wenn ein Fahrzeug auf einem Bestimmung des § 29 AVG 1950 über die
Schutzweg, auf einer Zustellung an Personen, deren Wohnung
Radfahrerüberfahrt oder vor einer unbekannt ist, gilt in diesem Falle
Behindertenrampe abgestellt ist oder sinngemäß, wenn die Person, an welche die
h) wenn ein Fahrzeug, das nicht ein Aufforderung zu richten wäre, nicht
Omnibus ist, auf einer für Omnibusse festgestellt werden kann.
vorbehaltenen Fläche (,,Buszone'') (6) Nach erfolglosem Ablauf der gemäß
abgestellt ist. Abs. 5 gesetzten Frist geht das Eigentum am
i) wenn der Lenker eines Taxifahrzeuges entfernten Gegenstand auf den Erhalter
oder einer Fiakerkutsche am Zufahren jener Straße über, von der der Gegenstand
zum Standplatz gehindert ist. entfernt worden ist. Dieser
(3) Im Falle der Unaufschiebbarkeit sind Eigentumsübergang findet jedoch nicht statt,
auch die Organe der Straßenaufsicht, des wenn
Straßenerhalters, der Feuerwehr oder eines a) der Gegenstand zu einem Zeitpunkt
Kraftfahrlinien- oder aufgestellt oder gelagert worden ist, zu
Eisenbahnunternehmens berechtigt, unter dem die Voraussetzungen zur
den im Abs. 2 genannten Voraussetzungen Entfernung nach Abs. 2 oder 3 noch
die dort bezeichneten Gegenstände zu nicht vorlagen und dem Inhaber des
entfernen oder entfernen zu lassen. Dies gilt Gegenstandes der bevorstehende Eintritt
insbesondere auch bei Vorliegen der der Voraussetzungen nicht bekannt war
Voraussetzungen für unaufschiebbare und
Verkehrsbeschränkungen nach § 44b Abs. 1. b) die Aufstellung oder Lagerung nicht
(4) Von der Entfernung des Gegenstandes schon von Anbeginn gesetzwidrig war.
nach Abs. 2 und von dem Ort der (7) Das Entfernen und Aufbewahren des
Verbringung ist sowohl die dem Orte der Gegenstandes erfolgt auf Kosten desjenigen,
bisherigen Aufstellung oder Lagerung am der im Zeitpunkt des Aufstellens oder
nächsten gelegene als auch die hiefür örtlich Lagerns des Gegenstandes dessen Inhaber,
zuständige Polizei- oder bei zum Verkehr zugelassenen
Gendarmeriedienststelle unverzüglich zu Kraftfahrzeugen oder Anhängern dessen
verständigen. Von einer Entfernung des Zulassungsbesitzer war. Die Kosten sind
Gegenstandes nach Abs. 3. ist darüber vom Inhaber, bei zum Verkehr zugelassenen
hinaus die Behörde unverzüglich zu Kraftfahrzeugen oder Anhängern vom
verständigen. Die Polizei- bzw. Zulassungsbesitzer oder deren
Gendarmeriedienststelle hat alle die Erfüllungsgehilfen (Beauftragten) bei der
Verbringung betreffenden Auskünfte zu Übernahme des Gegenstandes zu bezahlen.
erteilen. Wird der Gegenstand innerhalb der gemäß
(5) Sofern der Gegenstand noch nicht Abs. 5 festgesetzten Frist nicht übernommen
übernommen worden ist, hat die Behörde oder die Bezahlung der Kosten verweigert,
innerhalb einer Frist von einer Woche nach so sind die Kosten dem Inhaber des
dem Entfernen des Gegenstandes den entfernten Gegenstandes, bei zum Verkehr
Eigentümer, im Falle des Entfernen eines zugelassenen Kraftfahrzeugen dem
zum Verkehr zugelassenen Kraftfahrzeuges Zulassungsbesitzer mit Bescheid
oder Anhängers jedoch den vorzuschreiben. Ist der Gegenstand
Zulassungsbesitzer, durch Zustellung zu widerrechtlich entzogen worden, so sind die
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Kosten demjenigen vorzuschreiben, der den § 90. Arbeiten auf oder neben der
Gegenstand entzogen hat. Ist der Straße.
Gegenstand jedoch zu einem Zeitpunkt (1) Wird durch Arbeiten auf oder neben der
aufgestellt oder gelagert worden, zu dem die Straße der Straßenverkehr beeinträchtigt, so
Voraussetzungen zur Entfernung nach Abs. ist hiefür unbeschadet sonstiger
2 oder 3 noch nicht vorlagen, so sind die Rechtsvorschriften eine Bewilligung der
Kosten für die Entfernung, Aufbewahrung Behörde erforderlich. Die Bewilligung ist
und Übernahme des Gegenstandes und die auf Antrag des Bauführers zu erteilen, wenn
Gefahr der Entfernung und Aufbewahrung die Beeinträchtigung nicht wesentlich ist
von dem Rechtsträger zu tragen, dessen oder wenn es möglich ist, für die
Organ die Entfernung veranlaßt hat, es sei Aufrechterhaltung oder Sicherheit,
denn, daß dem Inhaber der bevorstehende Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs in
Eintritt der Voraussetzung bekannt war oder anderer Weise zu sorgen.
daß die Aufstellung oder Lagerung von (2) Die Bestimmungen des Abs. 1 finden
Anbeginn gesetzwidrig war. Eine keine Anwendung auf verkehrsfremde
Kostenvorschreibung nach Ablauf von drei Tätigkeiten, für die gemäß § 82 eine
Jahren nach Entfernung des Gegenstandes Bewilligung erforderlich ist, sowie für
ist unzulässig. Arbeiten zur Erhaltung, Pflege und
(7a) Die Höhe der zu bezahlenden Kosten Reinigung der Straßen, für
(Abs. 7) kann durch Verordnung in Vermessungsarbeiten und für nur
Bauschbeträgen (Tarifen) gestaffelt bei kurzfristige dringende Reparaturen an
Fahrzeugen nach der Art, sonst nach Größe öffentlichen Einrichtungen. Solche Arbeiten
oder Gewicht der Gegenstände auf Grund sind, sofern dies die Verkehrssicherheit
einer Ausschreibung nach dem erfordert, durch das Gefahrenzeichen
kostengünstigsten Angebot festgesetzt "Baustelle" anzuzeigen. Für Personen, die
werden. Die Festsetzung ist derart mit Vermessungsarbeiten oder den
vorzunehmen, daß die notwendigen, der dringenden Reparaturen an öffentlichen
Behörde aus der Entfernung und Einrichtungen beschäftigt sind, gelten die
Aufbewahrung der Gegenstände tatsächlich Bestimmungen des § 98 Abs. 2 sinngemäß.
erwachsenden durchschnittlichen Kosten (3) Die Bewilligung ist unter
gedeckt sind. Hiezu gehören insbesondere Berücksichtigung der Art und des Umfanges
die Kosten des Einsatzes der der Bauführung und der Verkehrsbedeutung
Transportfahrzeuge, der Entlohnung des für der Straße zur Wahrung der Sicherheit,
das Entfernen benötigten Personals, der Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs
Amortisation der Geräte sowie der bedingt, befristet oder mit Auflagen (z. B.
Errichtung, des Betriebes, der Erhaltung, der Absperrung mit rot-weiß gestreiften
Sicherung und der Bewachung des Ortes der Schranken) zu erteilen.
Aufbewahrung, wobei jedoch jene Kosten Geschwindigkeitsbeschränkungen aus Anlaß
unberücksichtigt zu bleiben haben, die die von Arbeiten auf oder neben der Straße
Behörde aus dem allgemeinen Aufwand zu dürfen nur von der Behörde und nur im
tragen hat. Die für die Aufbewahrung der unbedingt notwendigen Ausmaß und nur für
Gegenstände zu entrichteten Bauschbeträge die unbedingt notwendige Strecke
sind nach der Dauer der Verwahrung zu angeordnet werden.
bestimmen.
(8) Durch Bestimmungen der Abs. 2 und 7 § 92. Verunreinigung der Straße.
werden Rechtsvorschriften über gefundene (1) Jede gröbliche oder die Sicherheit der
oder vom Eigentümer preisgegebene Sachen Straßenbenützer gefährdende
nicht berührt. Schlagwörter Halteverbot, Verunreinigung der Straße durch feste oder
Garageneinfahrt, flüssige Stoffe, insbesondere durch Schutt,
Kraftfahrtlinienunternehmen, Kehricht, Abfälle und Unrat aller Art, sowie
Polizeidienststelle das Ausgießen von Flüssigkeiten bei Gefahr
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einer Glatteisbildung ist verboten. Haften an darauf Bedacht zu nehmen, daß der Abfluß
einem Fahrzeug, insbesondere auf seinen des Wassers von der Straße nicht behindert,
Rädern, größere Erdmengen, so hat sie der Wasserablaufgitter und Rinnsale nicht
Lenker vor dem Einfahren auf eine verlegt, Sachen, insbesondere
staubfreie Straße zu entfernen. Leitungsdrähte, Oberleitungs- und
(2) Die Besitzer oder Verwahrer von Beleuchtungsanlagen nicht beschädigt und
Hunden haben dafür zu sorgen, daß diese Anlagen für den Betrieb von Eisenbahnen,
Gehsteige und Gehwege sowie insbesondere von Straßenbahnen oder
Fußgängerzonen und Wohnstraßen nicht Oberleitungsomnibussen in ihrem Betrieb
verunreinigen. nicht gestört werden.
(3) Personen, die den Vorschriften der (4) Nach Maßgabe des Erfordernisses des
vorhergehenden Absätze zuwiderhandeln, Fußgängerverkehrs, sowie der Sicherheit,
können, abgesehen von den Straffolgen, zur Leichtigkeit oder Flüssigkeit des übrigen
Entfernung, Reinigung oder zur Verkehrs hat die Behörde, sofern im
Kostentragung für die Entfernung oder Einzelfall unter den gleichen
Reinigung verhalten werden. Voraussetzungen auf Antrag des nach Abs. 1
oder 5 Verpflichteten nicht die Erlassung
§ 93. Pflichten der Anrainer.
eines Bescheides in Betracht kommt, durch
(1) Die Eigentümer von Liegenschaften in Verordnung
Ortsgebieten, ausgenommen die Eigentümer a) die in Abs. 1 bezeichneten Zeiten, in
von unverbauten, land- und denen die dort genannten
forstwirtschaftlich genutzten Verkehrsflächen von Schnee oder
Liegenschaften, haben dafür zu sorgen, daß Verunreinigungen gesäubert oder
die entlang der Liegenschaft in einer bestreut sein müssen, einzuschränken;
Entfernung von nicht mehr als 3 m b) die in Abs. 1 bezeichneten Verrichtungen
vorhandenen, dem öffentlichen Verkehr auf bestimmte Straßenteile,
dienenden Gehsteige und Gehwege insbesondere auf eine bestimmte Breite
einschließlich der in ihrem Zuge des Gehsteiges (Gehweges) oder der
befindlichen Stiegenanlagen entlang der Straße einzuschränken;
ganzen Liegenschaft in der Zeit von 6 bis 22 c) zu bestimmen, daß auf gewissen Straßen
Uhr von Schnee und Verunreinigungen oder Straßenteilen nicht alle in Abs. 1
gesäubert sowie bei Schnee und Glatteis genannten Verrichtungen vorgenommen
bestreut sind. Ist ein Gehsteig (Gehweg) werden müssen;
nicht vorhanden, so ist der Straßenrand in d) die Vorsichtsmaßregeln näher zu
der Breite von 1 m zu säubern und zu bestimmen, unter denen die in Abs. 1
bestreuen. Die gleiche Verpflichtung trifft und 2 bezeichneten Verrichtungen
die Eigentümer von Verkaufshütten. durchzuführen sind.
(1a) In einer Fußgängerzone oder (5) Andere Rechtsvorschriften, insbesondere
Wohnstraße ohne Gehsteige gilt die das Hausbesorgergesetz, BGBl. Nr. 16/1970,
Verpflichtung nach Abs. 1 für einen 1 m werden durch die Abs. 1 bis 4 nicht berührt.
breiten Streifen entlang der Häuserfronten. Wird durch ein Rechtsgeschäft eine
(2) Die in Abs. 1 genannten Personen haben Verpflichtung nach Abs. 1 bis 3 übertragen,
ferner dafür zu sorgen, daß Schneewächten so tritt in einem solchen Falle der durch das
oder Eisbildungen von den Dächern ihrer an Rechtsgeschäfte Verpflichtete an die Stelle
der Straße gelegenen Gebäude bzw. des Eigentümers.
Verkaufshütten entfernt werden. (6) Zum Ablagern von Schnee aus Häusern
(3) Durch die in den Abs. 1 und 2 genannten oder Grundstücken auf die Straße ist eine
Verrichtungen dürfen Straßenbenützer nicht Bewilligung der Behörde erforderlich. Die
gefährdet oder behindert werden; wenn Bewilligung ist zu erteilen, wenn das
nötig, sind die gefährdeten Straßenstellen Vorhaben die Sicherheit, Leichtigkeit und
abzuschranken oder sonst in geeigneter Flüssigkeit des Verkehrs nicht
Weise zu kennzeichnen. Bei den Arbeiten ist
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beeinträchtigt. Schlagwörter 8. die Bestimmung von Fußgängerzonen


Oberleitungsanlage und die Bewilligung von Ausnahmen für
Fußgängerzonen (§ 76a),
§ 94d. Eigener Wirkungsbereich der
8a. die Bestimmung von Wohnstraßen (§
Gemeinde
76b)
Sofern der Akt der Vollziehung nur für das 9. die Bewilligung nach § 82,
Gebiet der betreffenden Gemeinde wirksam 10. die Bewilligung von Werbungen und
werden und sich auf Straßen, die nach den Ankündigungen (§ 84 Abs. 3)
Rechtsvorschriften weder als Autobahnen, 11. die Anweisung eines Platzes zur
Autostraßen, Bundesstraßen oder Ausübung der Bettelmusik (§ 85 Abs. 3),
Landesstraßen gelten noch diesen Straßen 12. die Entgegennahme der Anzeigen von
gleichzuhalten sind, beziehen soll, sind Umzügen (§ 86), sofern sich nicht aus § 95
folgende Angelegenheiten von der die Zuständigkeit der Bundespolizeibehörde
Gemeinde im eigenen Wirkungsbereich zu ergibt,
besorgen: 13. die Erlassung von Verordnungen nach §
1. die Erlassung von Verordnungen nach § 87 Abs. 1 (Wintersport auf Straßen),
20 Abs. 2a, 14. die Erlassung von Verordnungen nach §
1a. die Bewilligung von Ausnahmen nach § 88 Abs. 1 (Spielen auf Straßen,
24 Abs. 8, Rollschuhfahren auf Fahrbahnen),
1b. die Bestimmung von Kurzparkzonen (§ 15. die Entfernung von Hindernissen (§
25), 89a),
1c. die Erlassung einer Verordnung nach § 15a. Die Erlassung von Verordnungen nach
25 Abs. 5, § 89a Abs. 7a (Tariffestsetzung für die
2. das Verbot oder die Einschränkung von Entfernung und Aufbewahrung von
Wirtschaftsfuhren (§ 30 Abs. 6), Hindernissen),
3. die Verpflichtung eines Anrainers, die 16. die Bewilligung von Arbeiten (§ 90)
Anbringung von Einrichtungen zur einschließlich der Erlassung der durch diese
Regelung und Sicherung des Verkehrs zu Arbeiten erforderlichen Verkehrsverbote und
dulden (§ 33 Abs. 1), Verkehrsbeschränkungen,
3a. die Erlassung von Bescheiden betreffend 17. die Verpflichtung,
Vermeidung von Straßenverunreinigungen zu beseitigen bzw.
Verkehrsbeeinträchtigungen (§ 35), die Kosten hiefür zu tragen (§ 92 Abs. 3),
4. die Erlassung von Verordnungen nach § 18. die Erlassung von Verordnungen und
43, mit denen Bescheiden nach § 93 Abs. 4 und 6
a) Beschränkungen für das Halten und (Pflichten der Anrainer),
Parken, 19. die Handhabung der Bestimmungen des
b) ein Hupverbot, § 96 Abs. 4,
c) ein Benützungsverbot für Radfahranlagen 20. die Sicherung des Schulweges (§§ 29a
durch Rollschuhfahrer oder und 97a).
d) Geschwindigkeitsbeschränkungen
erlassen werden, § 94f. Mitwirkung
4a. die Erlassung von Verordnungen nach § (1) Vor Erlassung einer Verordnung ist,
43 Abs. 2a, außer bei Gefahr im Verzuge, anzuhören:
5. Hinweise auf Gefahren und sonstige a) von der Landesregierung und von der
verkehrswichtige Umstände, unbeschadet Bezirksverwaltungsbehörde:
des diesbezüglichen Rechtes des 1. die betroffene Gemeinde,
Straßenerhalters nach § 98 Abs. 3, 2. wenn sich der Geltungsbereich einer
6. die Bewilligung von Ausnahmen (§ 45) Verordnung auch auf den örtlichen
von den erlassenen Beschränkungen und Wirkungsbereich einer
Verboten, Bundespolizeibehörde erstrecken soll, diese
7. die Bewilligung der Ladetätigkeit nach § Behörde,
62 Abs. 4 und 5,
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3. wenn Interessen von Mitgliedern einer Übertretungen der Bestimmungen über


Berufsgruppe berührt werden, die die Benützung der Straße zu
gesetzliche Interessenvertretung dieser verkehrsfremden Zwecken (X.
Berufsgruppe; Abschnitt),
b) von der Gemeinde (§ 94c und d): c) die Anordnung der Teilnahme am
1. wenn sich der Geltungsbereich einer Verkehrsunterricht und die
Verordnung auch auf den örtlichen Durchführung des Verkehrsunterrichts (§
Wirkungsbereich einer 101),
Bundespolizeibehörde erstrecken soll, diese d) die Schulung und Ermächtigung von
Behörde, Organen der Straßenaufsicht zur
2. wenn Interessen von Mitgliedern einer Prüfung der Atemluft auf Alkoholgehalt
Berufsgruppe berührt werden, die sowie überhaupt die Handhabung der §§
gesetzliche Interessenvertretung dieser 5, 5a und 5b,
Berufsgruppe. e) das Verbot des Lenkens von Fahrzeugen
(2) Die Landesregierung und die (§ 59),
Bezirksverwaltungsbehörde haben, außer f) die Bewilligung sportlicher
bei Gefahr im Verzuge, vor Erlassung eines Veranstaltungen (§ 64),
Bescheides in Angelegenheiten, die den g) die Entgegennahme der Anzeigen von
örtlichen Wirkungsbereich einer Umzügen (§ 86),
Bundespolizeibehörde oder das Gebiet nur h) die Sicherung des Schulweges (§§ 29a
einer Gemeinde berühren, die und 97a), sofern sich nicht die
Bundespolizeibehörde bzw. die Gemeinde Zuständigkeit der Gemeinde (§ 94d)
anzuhören. Dies gilt jedoch nicht für ergibt.
Strafverfügungen oder Straferkenntnisse (1a) Im örtlichen Wirkungsbereich der
wegen Übertretungen nach § 99 und für die Bundespolizeidirektion Wien obliegen
Anordnung der Teilnahme am dieser die in Abs. 1 lit. a bis h genannten
Verkehrsunterricht (§ 101). Die Gemeinde Aufgaben, ausgenommen die Ausübung des
(§ 94c und d) hat, außer bei Gefahr im Verwaltungsstrafrechtes hinsichtlich
Verzuge, vor Erlassung eines Bescheides in Übertretungen der §§ 8 Abs. 4, 9 Abs. 7, 23
Angelegenheiten, die den örtlichen bis 25 und 26a Abs. 3 sowie der
Wirkungsbereich einer Kurzparkzonen-Überwachungsverordnung.
Bundespolizeibehörde berühren, diese (1b) Im örtlichen Wirkungsbereich der
Behörde anzuhören. Bundespolizeidirektion Linz obliegen dieser
(3) Die Anhörung der Gemeinde nach den die in Abs. 1 lit. a bis h genannten
Abs. 1 und 2 hat zu entfallen, wenn die Aufgaben, ausgenommen die Ausübung des
Gemeinde Straßenerhalter ist. In diesem Verwaltungsstrafrechtes hinsichtlich
Falle gilt § 98 Abs. 1. Übertretungen der §§ 8 Abs. 4, 9 Abs. 7, 23
bis 25 und 26a Abs. 3 sowie der
§ 95. Bundespolizeibehörden.
Kurparkzonen-Überwachungsverordnung,
(1) Im örtlichen Wirkungsbereich einer BGBl. Nr. 857/1994.
Bundespolizeibehörde obliegt dieser, (1c) Im örtlichen Wirkungsbereich der
soweit in den folgenden Absätzen nichts Bundespolizeidirektion Graz obliegen dieser
anderes bestimmt ist, die in Abs. 1 lit. a bis h genannten
a) die Handhabung der Verkehrspolizei (§ Aufgaben, ausgenommen die Ausübung des
94b lit. a), jedoch nicht auf der Verwaltungsstrafrechtes hinsichtlich
Autobahn, Übertretungen der §§ 8 Abs. 4, 9 Abs. 7, 23
b) die Ausübung des bis 25 und 26a Abs. 3 sowie der
Verwaltungsstrafrechts (§§ 99 und 100) Kurzparkzonen-Überwachungsverordnung,
einschließlich der Führung des BGBl. Nr. 857/1994.
Verzeichnisses von Bestrafungen (§ 96),
jedoch nicht die Ausübung des
Verwaltungsstrafrechts hinsichtlich
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(2) Die Bundespolizeibehörden dürfen die 3. deren Verwirklichung oder die Gründe,
ihnen obliegenden Angelegenheiten nicht die der betreffenden Maßnahme
auf die Gemeinde (§ 94 Abs. 3) übertragen. entgegenstehen. Spätestens zwei Jahre
(3) Die Bundespolizeibehörden haben bei nach Verwirklichung einer Maßnahme
Amtshandlungen nach Abs. 1 lit. f und g den ist auch über ihre Auswirkungen zu
Ortsgemeinden Gelegenheit zur berichten.
Stellungnahme zu geben. (2) Die Behörde hat alle zwei Jahre unter
Beiziehung des Straßenerhalters alle
§ 96. Besondere Rechte und Pflichten
angebrachten Einrichtungen zur Regelung
der Behörde.
und Sicherung des Verkehrs daraufhin zu
(1) Ereignen sich an einer Straßenstelle oder überprüfen, ob sie noch erforderlich sind.
-strecke wiederholt Unfälle mit Personen- Nicht mehr erforderliche Einrichtungen
oder Sachschaden, so hat die Behörde dieser Art sind zu entfernen.
unverzüglich - insbesondere auf Grund von (3) Die Behörde hat bei Kreuzungen von
Berichten der Dienststellen von Organen der zwei Vorrangstraßen durch Anbringen der
Straßenaufsicht oder sonstiger geeigneter Straßenverkehrszeichen ,,Ende der
Stellen, unter Durchführung eines Vorrangstraße'' und ,,Vorrang geben'' oder
Lokalaugenscheins, Einholung von ,,Halt'' zu bestimmen, welcher
Sachverständigengutachten, Auswertung Fahrzeuglenker auf einer solchen Kreuzung
von Unfallverzeichnissen u. dgl. - den Vorrang hat.
festzustellen, welche Maßnahmen zur (4) Die Behörde hat unter Bedachtnahme
Verhütung weiterer Unfälle ergriffen werden auf die Sicherheit, Leichtigkeit und
können; hiebei ist auf den jeweiligen Stand Flüssigkeit des Verkehrs von Amts wegen
der Wissenschaft und Forschung Bedacht zu oder auf Antrag der gesetzlichen
nehmen. Das Ergebnis dieser Feststellungen Interessenvertretung die Standplätze für
ist demjenigen, der für die Ergreifung der Fahrzeuge des Platzfuhrwerks-Gewerbes
jeweiligen Maßnahme zuständig ist, und der (Taxi-Gewerbes) sowie des Ausflugswagen-
Landesregierung mitzuteilen. (Stadtrundfahrten-)Gewerbes festzusetzen.
(1a) Als unfallverhütend festgestellte Dabei hat sie unter Berücksichtigung der zur
Maßnahmen sind unverzüglich zu Verfügung stehenden Abstellflächen und
verwirklichen; ist das nicht möglich, so hat deren beste Ausnützung für diese
die Stelle, die für die Ergreifung der Standplätze entweder nur das Parken oder
Maßnahme zuständig ist, der feststellenden für den ganzen Bereich des Standplatzes
Behörde und der Landesregierung die oder nur für einen Teil desselben auch das
Umstände mitzuteilen, die diesen Halten zu verbieten. Die Standplätze sind
Maßnahmen entgegenstehen. Ist jedoch die durch die Vorschriftszeichen nach § 52 Z
Landesregierung oder der Bundesminister 13a bzw. 13b mit den entsprechenden
für Wissenschaft und Verkehr für die Zusatztafeln, zum Beispiel mit der
Ergreifung der Maßnahme zuständig, so Aufschrift ,,AUSGENOMMEN ... TAXI'',
sind die der Maßnahme entgegenstehenden zu kennzeichnen. Die Vorschriften dieses
Umstände in einem Aktenvermerk (§ 16 Absatzes gelten sinngemäß auch für die
AVG) festzuhalten. Standplätze des mit Pferden betriebenen
(1b) Die Landesregierung hat jährlich dem Platzfuhrwerks-Gewerbes mit der Maßgabe,
Bundesminister für Wissenschaft und daß an Stelle des Ausdruckes ,,TAXI'' der
Verkehr, sofern dieser nicht selbst für die Ausdruck ,,FIAKER'' zu verwenden ist.
Ergreifung der Maßnahme zuständig ist, zu (5) Wird durch eine Haltestelle des
berichten, Kraftlinienverkehrs die Sicherheit,
1. an welchen Straßenstellen Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs
Unfallhäufungsstellen (Abs. 1) beeinträchtigt, so hat die Behörde die
aufgetreten sind, Verlegung der Haltestelle zu verfügen. Das
2. die jeweils als unfallverhütend Recht der Konzessionsbehörde zur
festgestellten Maßnahmen sowie
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bedarfsmäßigen Festsetzung der Haltestellen sowie den Inhalt und die Form des
von Kraftfahrlinien nach den hiefür Ausweises zu bestimmen.
geltenden Rechtsvorschriften bleibt (2) Die betrauten Personen dürfen durch
unberührt. Das gleiche gilt für Haltestellen deutlich erkennbare Zeichen mit dem
von Straßenbahnen. Signalstab die Lenker von Fahrzeugen zum
(6) Sofern es die Sicherheit, Leichtigkeit Anhalten auffordern, um Kindern das
und Flüssigkeit des Straßenverkehrs Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen.
erfordert, hat die Behörde zu verfügen, daß Die betrauten Personen dürfen diese
bestimmte Arten der Straßenbenützung, Verkehrsregelung nur an Straßenstellen, an
insbesondere solche, für die eine denen der Verkehr nicht durch Lichtzeichen
behördliche Bewilligung erforderlich ist, geregelt wird, und nur ausüben
von Organen der Straßenaufsicht besonders a) in der unmittelbaren Umgebung von
zu überwachen sind. Die Behörde hat in Gebäuden, in denen Schulen, die von
regelmäßigen Abständen den Einsatz von Kindern unter 15 Jahren besucht werden,
Organen der Straßenaufsicht zur besonderen oder Kindergärten untergebracht sind,
Überwachung der Bestimmungen des § 42 aber nur auf Fahrbahnstellen, die von
anzuordnen. Kindern in der Regel auf dem Schulweg
(7) Die Behörde hat ein Verzeichnis aller (Weg zum oder vom Kindergarten)
Personen zu führen, die in ihrem örtlichen überquert werden, oder
Wirkungsbereich den Hauptwohnsitz haben b) als Begleitung von geschlossenen
und innerhalb der letzten fünf Jahre wegen Kindergruppen.
einer Übertretung nach § 99 Abs. 1 bis 2 (4) Den Anordnungen (Abs. 3) der betrauten
oder § 37a FSG bestraft worden sind. Hat Personen ist Folge zu leisten.
eine Person ihren Hauptwohnsitz nicht § 98. Besondere Rechte und Pflichten
innerhalb des örtlichen Wirkungsbereiches des Straßenerhalters
der Behörde, die das Strafverfahren
durchführt, so hat diese die Bestrafung nach (1) Der Straßenerhalter ist in jedem nach
Rechtskraft der Behörde des den Bestimmungen dieses Bundesgesetzes
Hauptwohnsitzes bekanntzugeben. durchzuführenden Verfahren Partei im Sinne
(8) (Anm.: aufgehoben durch BGBl. Nr. des § 8 des Allgemeinen
518/1994) Anmerkungen ÜR: Art. IV, Verwaltungsverfahrensgesetzes 1950; dies
BGBl. Nr. 274/1971 gilt jedoch nicht für Verfahren nach § 59
über das Verbot des Lenkens von
§ 97a. Sicherung des Schulweges. Fahrzeugen, nach § 65 über die Bewilligung
(1) Die Behörde kann auf Vorschlag oder der Benützung von Fahrrädern durch
nach Anhörung der Leitung eines Personen unter 12 Jahren, nach § 99 über
Kindergartens oder einer Schule geeignete die Bestrafung von Übertretungen
Personen mit der Regelung des Verkehrs straßenpolizeilicher Vorschriften, es sei
nach Maßgabe des Abs. 3 betrauen; sie hat denn, daß auch über privatrechtliche
den betrauten Personen einen Ausweis, aus Ansprüche des Straßenerhalters zu
dem die Betrauung hervorgeht, auszufolgen. entscheiden ist (§ 100 Abs. 6) und nach §
(2) Die betrauten Personen sind mit einem 101 über die Verpflichtung zur Teilnahme
geeigneten Signalstab sowie mit einer gut am Verkehrsunterricht. Vor Erlassung einer
wahrnehmbaren Schutzausrüstung Verordnung auf Grund dieses
auszustatten, die sie während der Bundesgesetzes hat die Behörde den
Verkehrsregelung zu tragen haben. Der Straßenerhalter anzuhören, es sei denn, daß
Bundesminister für Inneres hat durch Gefahr im Verzuge ist und er nicht
Verordnung die Ausführung, Beschaffenheit, rechtzeitig beteiligt werden kann. Von Inhalt
Farbe und sonstige zur Wahrnehmbarkeit der Verordnung ist er in jedem Falle in
erforderlichen Eigenschaften des Kenntnis zu setzen.
Signalstabes und der Schutzausrüstung (2) Der Straßenerhalter hat seine Organe, die
mit der Erhaltung, Pflege und Reinigung der
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Straßen beauftragt sind, mit einer


auffallenden Schutzausrüstung auszustatten
und sie anzuweisen, diese Ausrüstung
während der Dauer der Arbeitsverrichtungen
zu tragen. Die Schutzausrüstung braucht auf
Straßenstellen, die durch das
Gefahrenzeichen "Baustelle" (§ 50 Z. 9)
gekennzeichnet sind, nicht getragen zu
werden.
(3) Der Straßenerhalter darf auch ohne
behördlichen Auftrag Einrichtungen zur
Regelung und Sicherung des Verkehrs (§ 31
Abs. 1) anbringen; dies gilt unbeschadet der
Bestimmungen über unaufschiebbare
Verkehrsbeschränkungen (§ 44b), jedoch
nicht für die in § 44 Abs. 1 genannten
Straßenverkehrszeichen und
Bodenmarkierungen. Die Behörde kann ihm
jedoch, wenn es die Sicherheit, Leichtigkeit
oder Flüssigkeit des Verkehrs erfordert,
vorschreiben, Einrichtungen zur Regelung
und Sicherung des Verkehrs zu entfernen
oder an den von ihr zu bestimmenden
Stellen anzubringen. Die Entfernung der
genannten Einrichtungen kann die Behörde
insbesondere verlangen, wenn ihre
Anbringung gesetzwidrig oder sachlich
unrichtig ist.
(4) Der Straßenerhalter hat der Behörde
Umstände, die in der Anlage oder
Beschaffenheit der Straße begründet sind
und für die Erlassung einer Verordnung nach
§ 43 maßgebend sein können,
bekanntzugeben.