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Pronomen

In der deutschen Sprache gibt’s die folgenden Arte von Pronomen:


 Personalpronomen
 Reflexivpronomen
 Possessivpronomen
 Indefinitpronomen
 Fragepronomen
 Relativpronomen
Pronomen sind Stellvertreter der Nomen
1) Personalpronomen
Singular Plural
1. 2. 3. 1. 2. 3. formell
Nominativ ich du er sie es wir ihr sie Sie
Akkusativ mich dich ihn sie es uns euch sie Sie
Dativ mir dir ihm ihr ihm uns euch ihnen Ihnen

Man kann alle Nomen durch ein Personalpronomen ersetzen,


auch Nomen, die keine Personen sind.
Zum Beispiel: Der Baum = er · die Masterarbeit = sie · das
Mädchen = es
Das Auto ist kaputt.
Es ist kaputt.

Personal –
Pronomen
Ich hole dich von dem Bahnhof ab.
Bei Ergänzungen mit einem Pronomen und einem Nomen
steht das Pronomen vor dem Nomen.
Ich schreibe ihr einen Brief.
Wenn beide Ergänzungen Pronomen sind, steht der Akkusativ
vor dem Dativ.
Ich schreibe ihn (der Brief) ihm.
2) Reflexivpronomen
Singular Plural
1. 2. 3. 1. 2. 3. formell
Akkusativ mich dich sich sich sich uns euch sich sich
Dativ mir dir sich sich sich uns euch sich sich

Die Reflexivpronomen in der 1. und 2. Person Singular und


Plural entsprechen den Personalpronomen.
In der 3. Person Singular und Plural ist das Reflexivpronomen
im Dativ und Akkusativ immer sich.
Unterschiedliche Formen zwischen Akkusativ und Dativ gibt
es nur in der 1. Und 2. Person Singular: mich – mir, dich – dir.
Zum Beispiel: Ich wasche mich. (Wen wasche ich?)
Ich wasche mir die Zähne (Wem wasche ich die
Zähne?)
3) Possessivpronomen
Singular Plural
Kasus maskulin feminin neutral
Nominativ meiner meine mein(e)s meine
Genitiv meines meiner meines meiner
Dativ meinem meiner meinem meinen
Akkusativ meinen meine mein(e)s meine
Possessivpronomen sind wie alle Pronomen Stellvertreter des
Nomens. Ihre Deklination unterscheidet sich im Nominativ
maskulin und neutral und im Akkusativ neutral von der
Deklination des Possessivartikels:
Zum Beispiel: mein Computer – meiner · mein Auto – mein(e)s
Ist das dein Auto?
Ja, es ist mein Auto. Ja, es ist meins.
4) Indefinitpronomen
Singular Plural
Kasus maskulin feminin neutral
Nominativ einer keiner eine keine ein(e)s kein(e)s keine
Genitiv eines keines einer keiner eines keines keiner
Dativ einem keinem einer keiner einem keinem keinen
Akkusativ einen keinen eine keine ein(e)s kein(e)s keine

Die Deklination der Indefinitpronomen unterscheidet sich im


Nominativ maskulin und neutral und im Akkusativ neutral von
der Deklination des unbestimmten und negativen Artikels:
Zum Beispiel:
ein Computer – einer / keiner · ein Auto – ein(e)s / kein(e)s
□ Martha, ich brauche noch ein Ei.
° Ich habe kein Ei mehr Ich habe keiner mehr.

□ Martha, ich brauche noch einen Topf.


° Im Schrank steht noch ein Topf. Im Schrank steht noch
einer.
Jemand, niemand, alle, etwas, nichts, alles

Kasus etwas nichts jemand niemand alle alles


Nominativ jemand niemand alle alles
Akkusativ etwas nichts jemand(en) niemand(en)
Dativ jemand(em) niemand(em) allen alle(m)

Etwas und nichts werden nicht dekliniert. Bei jemand und


niemand sind die Endungen im Akkusativ und Dativ nicht
obligatorisch. Alle und alles werden wie bestimmte Artikel
dekliniert.

5) Fragepronomen
Kasus Wer? Was?
Nominativ wer was
Genitiv wessen wessen
Dativ wem (was)
Akkusativ wen was

Die Fragepronomen wer, wen, wem können sich auf weibliche


oder männliche Personen beziehen.
Das Fragepronomen was bezieht sich auf eine Sache.
Zum Beispiel:
Herr Roth fotografiert den Sonnenuntergang.
Wer hat diesen wunderbaren Sonnenuntergang fotografiert?
Was hat Herr Roth fotografiert?
Die Deklination des Fragepronomens was für ein / eine /
ein(e)s ist identisch mit der Deklination der
Indefinitpronomen:
Zum Beispiel:
Was für ein Bier möchten Sie?
Was für eins möchten Sie?
Die Deklination des Fragepronomens welcher / welche /
welches ist identisch mit der Deklination der Frageartikel:
Zum Beispiel:
Welchen Obstkuchen meinen Sie?
Welchen meinen Sie?
Pflaumenkuchen oder Kirschkuchen?
6) Relativpronomen
Singular Plural
Kasus maskulin feminin neutral
Nominativ der die das die
Akkusativ den die das die
Dativ dem der dem denen

Das Relativpronomen leitet einen Relativsatz ein. Mit einem


Relativsatz beschreibt man Personen oder Sachen näher.
Das Relativpronomen richtet sich in Genus und Numerus nach
dem Bezugswort im Hauptsatz, im Kasus nach der Stellung im
Relativsatz.
Der Relativsatz ist ein Nebensatz. Er steht rechts vom Nomen.
Das konjugierte Verb steht im Relativsatz an letzter Stelle.
Zum Beispiel:
Das ist der Koch, der jetzt eine Kochshow im Fernseher
macht.
Das ist der Koch, dem das Restaurant „Lecker“ gehört.
Das ist der Koch, über den ich etwas in einer Zeitschrift
gelesen habe.