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AIKONOMIA.
(IIapáprma roö 16 Ap8405 ris Epmuepiëo.)

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DAS SINRAR-WERFAHREN.
(Beilage zu W.” 16. des Regierugsblattes)

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BIBAION IIPQTON.

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Kpárouç öró rs Exxºvov xx évov trpatróueva Traisuar«,
TXYuus).ſPara xai xxxoupYi uxra.
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- Ä6. 2.
Eévot rtuopoövrat év r u.söxtr xxxxrà rod: Syxopiou;
vóu u. ävexa rävév rñ äAXoëatr Troxyhávrov xxxoupymparov
xxi TXYuus) muártov, rörs uévov, örav
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1. Érpaa» raÖta xxrárwo: ÉxXYvoç“


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2. Érpaa» «xxoügymux égyárm: Trgoôosia: xarà ri: Ex


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röv rasov roórov. \

H rgzrat: «ür térs gºo» Yºsrat, ray oéoyo Trapa


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GERSÄTÄZUCNER
UEBER

das araar-vsan anasa.


OTTO
VON GOTTES GNADEN

KOENIG VON GRIECHENLAND.

Wir haben nach Vernehmung Unseres Ministerrathes


beschlossen und verordnen, wie folgt:
ERSTES BUCH.
Gegenstand des Strafverfahrens.
Art. 1.

Alle im Inlande, wenn auch von Fremden begangene


Polizeiübertretungen, Vergehen und Verbrechen sind
Gegenstand des Strafverfahrens.
Art. 2.
Im Auslande von Fremden begangene Verbrechen und
Vergehen werden nur dann im Inlande und nach inlän
dischen Gesetzen bestraft, wenn dieselben: -

1) dergleichen strafbare Handlungen an einem In


länder begangen;
2) gegen das Inland einen Hochverrath begangen, im
Inlande Curs habende Nationalmünzen oder das Staatssie
Äaben.
verfaelscht oder nachgemacht, oder daran Theil gehabt
Diese Betrafung soll jedoch nur dann statthaben, wenn
sie entwederausgeliefert, oder im Inlande arretirt wor
den sind. -

I*
S 4 «S
Ägbp. 3.

EM) vs; &èv trag«öičovra Troré ei; Zéva: Äpyäg oöö vexx
röv év äAXoöxtrº äuotroivov Trpäsóv TC)Y.
fro6áXXovrat öé ei; &ixmv äv rº. jueBar &ä rä v ä\\o-
darf troaybévra xaxovoyuarx xait)muus) u«ra, xai rpo
poÖvrat xxra roög YYopoug vóuou;, &; &v 6e)ov Yiyy évoyot
rotoürov äEvotroivov trpáčetov vrö; roöxpárov;, trXiv róvös«
örgóota gov6xa bexav öpiast iôio; Trep rorov.
Ägg. 4.
Aiiôtatrégov vélov bé\et äropaotoßf xxrà troia; Treptºrróoetz,
xa riv: rgótro, Trpétret và Yivsrat Trapáčoot; Zévoy ei: Eéva;
Ägyá: Evex« röv év äAXoôxtr Trpatrouévov xxxoupYºuarov
xxi t) muus).ru.ärcov.
Äpp. 5.
IIowx &aôxxoia &èv Yivera, x« raſs, av Än Ägytos:
1. Té)eurigavro; roſ «armyogoogévovoi &é x)mpovóuotöèv
ör06ä\\ovra oöôé ei; Ypruarx&: Trorvà; ſ, ºrgógua, oööé ei;
tºv t).rp-ouiv röv öxxçxöv čáčov“
2. Tevouévr; äuyngsiaç“
3. IIapayp«peism; ri; ášorosov trgästo;.
Karà träg«v tñ: ävxxpioso: xaräçaow i Trapaypap trºëre
và ße6xtóverat «ai v& xmpürrera Trapà roö Axxormpiov «öre
Tr«YYéAro;.
- - - - Äphp. 6.
E&v ürágyost» ärattºos; ixavotorſeco;, äronutóges:
xa sóöov Evexa Traiouxrog, Tr)mpusXYuxro; «axoupYi
paro;, Trep roörtov äropagie ärion:, xar'airmaw roſ äôxy
xx6évro;, rö ápuášov IIowxév Axxorgtov ei: rv trotv.cv
«üroG trópxaw.
ÄX)6: Zé, roaÖrx troXerxxi äyoyxi Trapatréurovra ei; rà
äpuòò.« IIo)trix& Axaariga.
Ägp. 7.
Ö eigayxyèv ära roajrºv äYoyiv si; vè äguáčow IIo).r
S- 5 SS
Art. 3. -

Inlaender dürfen nie, auch nicht wegen im Auslande /


begangener strafbarer Handlungen, an auswaertige Be
hoerden ausgeliefert werden.
Dieselben sollen vielmehr auch wegen solcher im Aus
lande begangener Verbrechen und Vergehen im Inlande
zur Untersuchung gezogen, und nach inlaendischen Ge
setzen gerade so bestraft werden, als wenn sie diese straf
baren Handlungen im Inlande begangen haetten, vorbe
haltlich jedoch der Bestimmungen besonderer Staatsver
traege.
Art. 4
In welchen Faellen Fremde wegen im Auslandebegange
ner Verbrechen und Vergehen auswaertigen Behoerden
ausgeliefert werden sollen, und auf welche Weise dieses
zu geschehen hat, wird durch ein besonderes Gesetz be
StImmt.
Art. 5.
Ein Strafverfahren hat nicht statt und hoert auf, wenn
es schon begonnen hatte:
1) beim Tode des Beschuldigten.
Auch Geldstrafen, Geldbussen und Verurtheilungen in
die Kosten der Untersuchung koennen nicht gegen die
Erben ausgesprochen werden.
2) bei ertheilter Amnestie;
3) bei der Verjaehrung der strafbaren Handlung.
Die Verjaehrung ist in jeder Lage der Untersuchung
von Amtswegen zu constatiren und auszusprechen.
Art. 6.
Sind durch eine Polizeiübertretung, durch ein Verge
hen oder Verbrechen privatrechtliche Ansprüche auf
Genugthuung, Schadensersatz und Kostenbegründet wor
den, so soll darüber auf Begehren des Verletzten von
dem zustaendigen Strafgerichte im strafgerichtlichen Ur
theile gleichfalls erkannt werden.
Ausserdem sind solche Civilklagen an die zustaendigen
Civilgerichte zu verweisen.
- Art. 7.
Wer einmal eine solche Klage bei dem zuständigen
S. 6 S :
xèv Ax«orſotov, öèvöóvara TXéow šrstr«, Expoupévmg uóvov
rg vo6svasog röov éYYpápov, v& éupxvto6 vºrtov IIoºvtxoS At
xaormpiov de; Tro\vrixtog éváytov # 64 iôtórm: xar Yopoç.
Ägbp. 8.
käv troXtrx éytoyſ eigayb et; tö äguöôtow IIoXerxöw
AxaGriptov treoroö ägyiam i wº Yivera h Trorvºx &taôxxoix,
äv«6xXxerx: TroAtrix 3ixm uéYpt rfg öptartig TorvtxF; &ro
p&aso;, xxra rods trepi roürou iôtarrégouç öptauob; ri; IIoArt
x: Axovouix.
Ägbe. 9.
IIoXtrx) yoyi ôüvarat «ai usrä 6ävarow roöxxrnYopou
uévov và eigaybt «arx röv xxºpovö.cov aÖroö xai röv &aôóxov
rov öxxtcoucrow roo.
Ägbo. 1o.
e W - - » s- / v.

H Trapaypapà r; troXtrxi; äYoYñ: «pivera karà rö Trot


rxávöixatov.
Äpbe. II.

H trag«irmat; tä: Tro\trix; äYoYf: öèv égro&st rºy &#-


«xXoºbrow ri; ſowxi öxy.
Äpp. 12.
H &boorx #xxrx3xaçxi äröpxot; gro&s. röv Tr«-
Fév
6övra roö va zägy rä; töttorxä; ärarrºſos: rovévéro» roö
IIoArxoö Axxormpov.
BIBAION AEYTEPON.
II sei röv x«r à rv rotvtxiv & «3 x« gi«v traß - -
u. évov äv6 96 trov.
KEJAAAION IIPQTON.
IIeg röv iri ri: ävaxpigeo; öraxXiſcov.
Ägbo 13.
f öreprárn Se,6owa: rº» tragi riv äváxgvav varóxera,
öró rox rº: röv psrów, si; row traß«üroi. Eioaº Yexia er
Tº; Treppepeta, rov.
Ae 7 es
Efvilgerichte anhaengig gemacht hat, kann, mit Ausnah
me der Urkundenfälschung, nachher nicht mehr bei ei
nem Strafgerichte als Civilkläger oder als Privatankläger
auftreten. -

Art. 8.
Wird die Civilklage vor oder waehrend des strafgericht
lichen Verfahrens bei dem zustaendigen Civilgerichte er
hoben, so soll die Verhandlung der Civilsache bis zur
Faellung des strafgerichtlichen Endurtheiles ausgesetzt
werden, nach den näheren Bestimmungen des Gesetzbuches
über das Civilverfahren.
Art. 9.
Die Civilklage kann auch nach dem Tode des Beschul
digten noch gegen dessen Erben und Rechtsnachfolger
angestellt werden.
- Art. Io.
Die Verjährung der Civilklage ist nach Civilrecht zu
beurtheilen. -

Art. 1 1.
Der Verzicht auf die Civilklage hemmt nicht den Lauf
des Strafverfahrens.
Art. 1 2.
Ein Erkenntniss, durch welches die Entbindung
von der Anklage oder eine Verurtheilung ausgesprochen
worden ist, schliesst die Verfolgung der privatrechtlich
en Ansprüche vor dem Civilgerichte nicht aus.
ZWEITES BUCH.

Von den beim Strafverfahren vorkommenden


Personen.
ERSTEs CAPITEL. - f

Von den Untersuchungsbeamten.


Art. 13.

Pie oberste Leitung des Untersuchungswesens unter


der Auctoritaet des Appellationsgerichtes steht dem Ge
neralprocurator am Appellationsgerichte in dem Bezirke
desselben zu.
S- 8 SF

Ägbp. 14.
Tö Axagroov röv Esröv, trMºpe; iv ré Guu6ou)ip sow
sègäov, éxe tö ö «sua:
1. N& Expoärat rä: Trapá rtvo: röv uéÄöv rou Tod: «örô
Yvouéva; unvöge; , v& xxx évérév rou röv Eioxyyé)éx, xai
va értpéry ei: «ürov riv Tpoaváxſtow töv umwo6évrov.
2. N& Knz && Com:, ögäx: xpiwn ävayxaiov, Aéyov rapä
ro eingevo» Eiaayye)élo; Treg r; äpauévr; Tſoavaxgioso:.
Äpp. 15.
Ei; röv trapà roi; Epérat: Eiaayye)éa
1. Avºxst h errig o; trávrov röv ër ris äv«xpiasta;
2. SréX)srat «a6 6ôouéöx traß vágrov röv rapà ro;
IIgoroôixa: Eig«YYe)éo zaráxoyo; röv eigayyXbévrov txnu
"samparov XOL, xxxoupynuarov“
5. 2réXXovv xarà trägay rptumvixy oi Trapà rot; Ilporoôi
X0Atº Eioayyé)ei: exbégét; regt ri; «araçäseo: ri; Torvtxi; &-
xatooüvo; Evrög th: Treppepsia row.
Aörat aixarà rptumviav #xbégs, usrä röv ävayxaiov Trapa
rmgjaetov, Ötro62XXovrat Trapaypua üró röv trapá roi; Epérat;
EgayyeXsov ei; rivér ri: Axxoa vºm; Teauuxreiav.
Ägg. 16.
Exago; rapà roi: IIgoroäixx; Eoxyye)sd: ösv6över rä ri;
äva«pioso: Evrög riç Treppepsix; roG AxxTºpiou töv II) ruts
Xetoôx.»v.
Erouévo; #xst oüro: vrd; tic Treppepeia; roo öox xai é
Trapà rot; Epérat; EgayyeXsig öxxtépara.
frö tiv irremaiv rou öxre)oögwö\ot a évró: rſc Treppe
psia; roo ër ri; ävaxploso; ÖFáXXn)o. Karà trägav é6öouäôx
Exxaro: Ägrová.0: , Amuay xé; Ilägeögo; † Aſuagyo; Tréurs
7rgo: «örö» zará)rov regi töv eigayyeXbévrov traau&rov,
xx xxr& träa-v rpumviav öpeiXou» và géXXouvéxßes» ri: «ara
gäaso; ri; Trépi rx Traiauxrx 3x«tooüvm.
»/

Ä660. 17. -

S. -. - .

iró tiv &eſhuvav ««i xxt& Trap«YysXia» roſ Eig«YYs)io:


Yivsrat troavaxfto:
SD 9 S.
Art. 14. -

Dem Appellationsgerichte steht bei voller Versamm


lung in seiner Rathskammer das Recht zu:
1) die von einem seiner Mitglieder ihm zu machenden
Denunciationen anzuhören, den Generalprocurator vor
zurufen, und ihm die Einleitung der Voruntersuchung
in Ansehung der denuncirten Thatsachen aufzutragen;
2) sich von diesem Beamten über die begonnene Vor
untersuchung, so oft es dasselbe für nöthig findet, münd
lich Rechenschaft ablegen zu lassen.
Art. 15.
Der Generalprocurator hat:
1) die Oberaufsicht über sämmtliche Untersuchungs
beamten; -

2) alle acht Tage ist demselben von jedem Staatspro


curator eine Liste über die zur Anzeige gekommenen
Vergehen und Verbrechen zu übersenden;
3) alle Vierteljahre haben die Staatsprocuratoren über
den Zustand der Strafrechtspflege in ihren Amtsbezirken
zu berichten. -

Diese Quartalberichte sind, mit den nöthigen Bemer


kungen versehen, alsbald dem Justizministerium von
den Generalprocuratoren vorzulegen.
Art. 16.
In jedem Bezirke eines Zuchtpolizeigerichtes steht das
Untersuchungswesen unter der Leitung des Staatsprocu
I'atOrS.

Ihm stehen daher in seinem Bezirke dieselben Rechte,


wie dem Generalprocurator zu.
Unter seiner Oberaufsicht stehen sämmtliche Unter
suchungsbeamten seines Amtsbezirkes; alle acht Tage
hat ihm jeder Polizeicommissär, Adjunct oder Bürger
meister eine Liste über die zur Anzeige gekommenen
Polizeiübertretungen zu übersenden; und alle Viertel
jahre über den Zustand der Polizeistrafrechtspflege zu
berichten.
Art. 17.
Unter der Leitung und auf Antrag des Staatsprocura
tors wird das Vorverfahren vorgenommen, von
S. 16 S&
1. iTö roſ Ävaxproſ“ \

2. frö rö» Eig voäuxöw:


frö roö Anuápyov, Anpapyroſ IIxpéºpov Ägovápsu“
4. Frö röv ätouarxövri; Yopop XaxÄg, kai, örov &ev
eüpioxovrat Sºuarxo, Trapà rövéxst övoxoövrov örattata
ºrtxtöy.

Ägbp. 18.
Eracyo; xx 6 Nouägym: éyoov baaéro: ró 3xaiou« rig
ße6atcóosco: röv Ysvouévorv ätotroivov Trpaetov. 1.

Yow étrouévo; bç Tod; roüro rä &xxtéuara xai rä; öro


Yºsége; rövéritik äyxxgigeo; Ütra)0. Nov xarä va ägga 153,
157 xai 159.
Äg99. 19.
frö tä; &arayà röv ºri r; ävaxpiaso; ÜraXX ſov &a-
"reXoöw oi KAmripeg. -

Exxaro: rêvéri ri; ávaxpisso: er rpogér tö 3.xxioux


v& Knt rºv vorxov öóvauw, «ai iöo: thvytopov)axy x26
óoov beXs xp 67 vxyxaix avvöpour r; Tré; rn» ävºxfaw.
KEqbAAAION AEY TEPON.
- IIeg räv xxrºdtav.
Ä66. 2O.

H xxradio: röv Traguárov, TAYuué)ruärov, xai xx


zovgymuárov Yvara auvito; & Tayyégaro: «ai Tavrors dä
xaryocia; (accusation).
Ä6g. 2 I.

Ai «ürsrayyéxro; Zvövéuar rF: Ku6epraeto: «arrogoJoat


Ägyai eivat: ei; uèyrö Ayagiptov röv Il raggaroöxÖvóAſuag
Yoc, ö Amuagyxó; IIágsôgo: ö Ägovóuo; ei; öé rd röv IA"-
V- - e -0 1. - 9 "

..eXetoðuxóv Q Trap& Tot; IIgaroôixxt; EiaxYYeXeög, xxi siç rä


Axaorgt« röv KxxoupytoöxÖv ó Trapá ſº Axxornpip röv
- % A 1 - » V

Eperöv Eicayyexsü, ö traß«üroſ örtoxxraçabei: Eig«YYexed:


IIpcorcóxöv.
Äg6. 22

Kar aigsaw, ei; rä; Trapa roS IIovxoſ Nóuov traßä\\ov


»óuto» örtö; Öztopéva; Tepttróge; ös» Yvera Torvºx xara“
S. 1 I S.
1) dem Untersuchungsrichter;
2) Friedensrichter; -

3) Bürgermeister, Adjunct oder Polizeicommissär;


4) von den Officieren der Gendarmerie, und an den
Orten, an welchen keine Officiere anwesend sind, von
den dort commandirenden Unterofficieren.
Art. 18.
Ein Recht zur Constatirung begangener strafbarer
Handlungen hat auch der Eparch und Nomarch.
Ihnen stehen dann in so weit die Rechte und Verbind
lichkeiten eines jeden anderen Untersuchungsbeamten
nach Art. 153, 157 und 159 zu.
Art. 19.
Jedem Untersuchungsbeamten stehen die Gerichts
boten zur Verfügung.
Auch hat jeder von ihnen das Recht die bewaffnete
Macht in groesseren oder kleineren Massen, insbesondere
auch die Gendarmerie, zu requiriren, insoferne ihr Bei
stand zum Zwecke einer gerichtlichen Untersuchung für
nothwendig erachtet wird. -

ZWEITES UAPITEL.
Von den Anklagern.
Art. 2o.

Die Verfolgung der Polizeiübertretungen, Vergehen,


und Verbrechen geschieht in der Regel von Amtswegen,
und zwar immer auf dem Wege der Anklage.
Art. 2 I.

Die von Amtswegen im Namen des Staates anklagen


den Behoerden sind beim Polizeigericht der Bürgemeister,
Adjunct oder Polizeicommissaer; beim Zuchtpolizeigericht
der Staatsprocurator; und bei Assisengerichten der Ge
neralprocurator am Appellationsgerichte oder der von
ihm substituirte Staasprocurator. -

Art. 22.
Ausnahmsweise findet in den vom Strafgesetzbuche oder
von anderen Gesetzen ausdrücklich bestimmten Faellen,
die strafgerichtliche Einschreitung durch oeffentliche Be
ZS: 12 S
ôitag «örerayyéXro: Trapà röv öruogiov ör«XX Xov, äA).&
póvov xxr SyxÄmow (plainte) roö äôxydévro.
Ögäxg u6pierx ö& TXmuus)mgºrov h xxxoupymucrov
roö rürou rä äioux auXAóYou rw6:, Evópxou Axxormpiou,
augruaro;, &av öóvara vá Yewſ araôio;, eiun «ar äró
pasov roö ou)XóYou i roſ auorºpato;.
Äpp. 23.
Äpoſ ära ö äôx bei; éppavio ömrivéyxXmow, «arà r&;
si; rö Trponyoögewov ägbºov ävapspouéva; Trépºrtégst, öèv &é-
vara Tr)éov v& iuttoöion tiv troovxiv öxôxxoix» xxi riv rt
zögmow roſ «armyopougévov, ävaxaXöv rhy yx)mat.
Ägbo. 24.
9
Kat& Träg«v repirroaw auYYºopeirat ei; töy äôxm6évra v&
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xm, öro6áXXsrat ei; ö)« rà #oôx xxi räg Empia.
Ev rosoéro oi Eiaxyyé)ei; &üvavrat v& ëExxoxov6 ſooow «ü-
Tstra YYéXro; riv äváxpaw.
KEqPAAAION TP1TON.

Kaemy of 0 u. s vot, gov Yopo: ««i ävrixXm rot (Insi


nuationsbevollmacchtigte). 3/

Ä060. 25.
Katmyopoügevot xa iôtörat zaryopot öpeiXouv v& éu-pavi
ovrat «ürorpogótro; ei; rö äxpoxriptov xxrà riv auñrm3w“
ôüvavrat uoXovroGro v& öopicoat Axmyópov twà Ö; avviyopow
ävr) tropá rov, ölä. va äYopeöy ävºr aüröv xarà tiv ütrep
ägtrtgry.

A.
Mövov iri t)mup.eXmuárov xa tratouérow, öo« &èv rºa
v. / g" «- W v A

poövrat té pu).axtorv, äXXà ué átXFiv Ypnuarxiv trow v | rpö


arpov , avyxopeirat ei; röv xaryopoöpevov va tragigara &&
ouvnyópou äXXà xa ei: rv trepirroaw raürmv rö Ilorvtxöv At
xacriptow yet tºv sougiay và &arán riv rpooor.ch» «üroſ
äupávgw.
ÄS- I 3 «S

amte nicht von Amtswegen, sondern nur auf eine vom


Verletzten erhobene Beschwerde statt.
Bei Beleidigungen der Amtsehre eines Collegiums, Ge
schwornengerichtes, oder einer Corporation durch Press
vergehen oder Pressverbrechen, ist, die zu erhebende
Beschwerde durch einen Beschluss des Collegiums oder
der Koerperschaft bedingt.
Art. 23.
Hat der Verletzte in den im vorigen Artikel angege
benen Fällen eine förmliche Beschwerde übergeben, so
kann er das Strafverfahren und die Bestrafung des Be
schuldigten durch Zurücknahme der Beschwerde nicht
mehr hindern. « -

Art. 24.
In jedem Falle ist der Verletzte berechtigt, das Straf
verfahren selbst einzuleiten und eine Privatanklage bei
Gericht zu erheben. - -

Verzichtet der Privatankläger auf das bereits einge


leitete Verfahren, so hat derselbe sämmtliche Kosten
und Schäden zu tragen.
Dennoch bleibt es den Staatsprocuratoren unbenom
men die Untersuchung von Amtswegen fortzusetzen.
DRITTES CAPITEL.

Beschuldigte, Vertheidiger und Insinuationsbevollmaechtigte.


Art. 25.
Beschuldigte und Privatankläger haben in eigener Per
son bei der Verhandlung in der Audienz zu erscheinen,
koennen jedoch einen Anwalt als Vertheidiger oder Bei
stand aufstellen, welcher bei der Vertheidigung stat
ihrer das Wort führt. -

Nur allein bei Vergehen und Polizeiübertretungen,


welche nicht mit Gefaengniss oder Arrest, sondern mit
blosser Geldstrafe zu belegen sind, ist es dem Beschul
digten gestattet, sich durch einen Anwalt vertreten zu
assen. Das Strafgericht ist jedoch auch in diesem Falle
berechtigt, dessen persoenliches Erscheinen zu verordnen.
S- 1 SE:
Ägbo. 26.
Ei; Sixx; érº xxxougyºu.art Troére é xxryogojuso: w& é/F
éº ava Yxm; ei; riv ouveôpiaaw auviyopov roy« : «« ëav royov
ôe» éyy, ö IIgöeôpo: roÖ Azaormgiou &topie. «ürer«YYéXro
rw.x töv traox rü Axxormpº rourp ôtaréxoövrov AxmYópov.
Äphp. 27.
-/ V - / * A W a» y W
iôörx.
A
xxryopot xai váYovrs, äy &èv xxrotxſöow si; riv
«. 3 -. - - ". / º A

xxjéöga» roG &vxxotr«o za: roſ ſowxoÖ At«aormpioo, SpeiXouv


v& ãogiocoow aöró6 ävrix)mro», zo: Erirporov, Troo; röv öroov
f % » - A
Yvovrat ö).at «i étri räg ôtaôxxoia; auutirrouga &n Aotrotjast:
xx Oä\\x &vaxotvóge. / * * *. § 73/ v. r A

xxrnyoooou.evot EYouv to «üro öx«tota Xopt; va vat


Suto; Trpö; roSro üTröYpeot.
Ägbo. 28.
Äveo &ösix: rſ; Ku6epvissog xº ei; röv StoxmrxTöw üTrax
XYXov ös» soáyer« ei; öixn» ävexa t)mpusXigaro: xaxovº
Yº“.«Tog, äpepèvro; Tiv Ötrºpeciav aüroö.
KEbAAAION TETAPTON.
Ilse ásuoôtormro: röv Ax«armpicov.
Ägbº. 29.
IIgöe uèv rö ävaxpverv eivx áp.680 x« öróxpeot oixarà
Töv:órov, örov auvé6m h troëZ, ävaxprºxo ÖräXXm\o trgº:
Öé ró äropagierv xx xöxáer», oi aöró6. xx6e Speüovrs: Axa
<ai Stri öé Tamu.exfº.ag .x xaxºugyºuas kai oi roö rórou,
éva xarouxs h ôtapsvet Trpostopwºo; Ö xxtryopoóusvog.
Ägbo. 3o. -

Er t) gue) muárov «at «axopyruárov, rparrouévov uèv


èvrº Moðarf, rutopmrécov öé vºr us att, i äguoôörn:
äzoNove röv rórov riç reXevraia; xxroxx; épºtspoo öta
lovis roöxxrmyopou“.évou.
Ägbo 31.
Merazd troXXöv ouver)«6ouévov xx éron: äuoôitov A
xaarmpitov xxi étri tik «vaxige og ÖTaX Xcov Trport ära
7rfº:sfoy waXscasa roy Yxa.ao-t.evov h dar«5xoa rn» puMaxtoo"
aÖroö Ayſ.
- S 15 Sº
Art. 26.
In Verbrechenssachen muss der Angeklagte in der
Audienz einen Vertheidiger haben, daher ist ihm von
dem Gerichtesvorstand einer aus der Zahl der bei dem
selben Gerichte recipirten Anwaelte von Amtswegen zu
setzen, wenn er noch keinen haben sollte.
Art. 27. /

Privatanklaeger und Civilkläger haben am Sitze des Un


tersuchungs-und Strafgerichtes, wenn sie nicht daselbst
wohnhaft sind, einen Bevollmaechtigten aufzustellen, bei
welchem alle waehrend des Verfahrens vorkommende Be
kanntmachungen und sonstigen Mittheilungen zu machen
sind.
Die Beschuldigten haben dasselbe Recht ohne jedoch
dazu verbunden zu seyn.Art. 28. *K -

Ohne Autorisation der Staatsregierung darf kein Ver


waltungsbeamter wegen eines Amtsvergehens oder Ver
brechens vor Gericht gestellt werden.
VIERTES CAPITEL.
Von der Zustaendigkeit der Gerichte.
Art. 29.
Zur Untersuchung sind zustaendig und verpflichtet die
Untersuchungsbeamten, zur Entscheidung und Abur
theilung aber die Gerichte am Orte der begangenen
That, ferner bei Vergehen und Verbrechen noch am Orte
des Domicils oder des momentanen Aufenthaltes des Be
schuldigten.
Art. 3o.
Bei im Auslande begangenen, im Inlande aber zu be
strafenden Vergehen und Verbrechen richtet sich die Zu
ständigkeit nach dem Orte des letzten Domicils oder des
momentanen Aufenthaltes des Beschuldigten.
Art. 31. -

Unter mehreren concurrirenden gleichzuständigen


Untersuchungsbeamten und Gerichten entscheidet die
Prevention durch frühere Bewirkung der Ladung oder
Verhaftung des Beschuldigten.
-
ÄS- 16 «S:

Ä60. 32. e Zu
fach
H &; trod; röv trpcorxirováptoôörm: #xreivera x« är.
trävra; roög ouvevóYou; xai avvariou. (he
Äve, iöxtrépov Aóyov, Tsp &v äropxsovo rà Axxorgt«, seid
8èv Toéret v& Yopierx h trepi trávrov röv ouvevöyov xai Guv und
«tricow #v rſ äxpoarmgip Äváxpuot; xai gurrmag. enehm
Äpºp. 33. Comex
Zuwapà t)mºué) u.arx xx xaxougYuxra ävaxplvovrx xxi ne Nac
éxôxäovrat Trapá toö «üroG Axxormpiou , Eav roüro öèv pépn ersuch
ßX46 v. - -

Tö Axxariptov, örep öxást tregi roö ßxporégov xxxovoyſ Das G


Paro: Tr) muus) juxro;, eivx xar& rñv Trepirroar» raörmv en ist
ápuóôov xai ö öxa rä Xorträ tramulex parx xai Traiauxra. Verg
Ägbp. 34. -

Als co
Ö; auvapf 6sopoövrat rä TXmºus) u«r« ögäxt; trpárrovrat
ichen
ütrö TrcXXöv, rot au)Y9ävo; , i xxi si; ôxpópou: Pèv YP6vou: et, 0d
xxi rórov: , äxXx gera rg yyneoa» auupovia», högäx: Trox ehen 0
A& TAmpus) u.ara éxteXoÖvrat ürö röv «öröv ävpétrov, étri 0deren
uóv ré oxorſ roö và eöxoNov67 ä\\o t)mºué) ua, i Yäpw 0nen h
eöçoYorépa: ExreXéaso; # Ätroxgüsco; «Öroö. ºdern
Ägbp. 35. er Wer
Tó ävapuáčov röv Axagmpiov äropagierat ## rxYYéºux
ro: xx xxrä träg«v xxráorag» ri; &ixm; (en tout état de Der M
cause). zweg
KEqb AAAION . IIEMIITON. ce.
IIse &xxoôogix; &aoóang.
Ägbo. 36. -

iôt&ousav &xxoëogixv youot -

1. Oi gpartortko xai oi Foxritorno üráXXmAo, érrt Fga Enth


rtorixoi: Ä tregi rh» ürmpsºixv trAnºus) 4xs. e
2. Oi äºlzrº º varº, vºrz xz Brººo Tjg
er
vaut tx?gütrmpsaias, étri vsur kog i Trept tiv ürmpsoix» Tºng ?e
usXi4xot“ Wie
3. Oi Nou.ägxx, xxi oi Sü46ovXo kai Toap «rei; ris eM
Erxpareix; eB
4. Oi Etrioxotro, Agyerioxotro (MmrpotroXirat)kai rä ué W lll

Xr ri: Sováôou perä rou taß «ür Baat Axoö Errpótrov, röv *nd (
Ilafeögºv ka-roſ Tretärov Textarée»:
=> 17 Es
Art. 32. -

Die Zustaendigkeit über den Haupturheber erstreckt


sich auch auf sämmtliche Mitschuldige und Theilnehmer.
Ohne besonderen Grund, worüber die Gerichte zu
entscheiden haben, soll die Untersuchung und Verhand
lung in der Audienz über saemmtliche Mitschuldige und
Teilnehmer nicht getrennt werden.
Art. 33.
Connexe Vergehen und Verbrechen sollen, wenn es
ohne Nachtheil geschehen kann, von demselben Gerichte
untersucht und abgeurtheilt werden.
Das Gericht über das schwerste Verbrechen oder Ver
gehen ist in diesem Falle auch competent für alle übri
gen Vergehen und Uebertretungen.
Art. 34.
Als connex sind Vergehen dann zu betrachten, wenn
dieselben von mehreren Personen entweder zu gleicher
Zeit, oder auch zu verschiedener Zeit und an verschie
denen Orten, allein nach vorausgeganger Verabredung,
oder endlich, wenn mehrere Vergehen von denselben Per
sonen begangen worden sind, bloss zur Erleichterung des
andern Vergehens, oder zu dessen besserer Execution
oder Verheimlichung. .
Art. 35.
Der Mangel der Zustaendigkeit der Gerichte ist von
Amtswegen und zwar in jeder Lage der Sache geltend zu
machen.
FUENFTES CAPITEL.
Yon dem besonderen Gerichtsstande.
Art. 36.
Einen besonderen Gerichtsstand haben nur:
I ) die Militaere und Militaerbeamte bei Militär - und
Dienstvergehen;
2) die Marineoffiziere, Matrosen und Marinebeamte
bei Marine - und Dienstvergehen;
3) die Nomarchen, Staatsraethe, und Staatssecretaere;
4) die Bischoefe, Erzbischoefe, und die Mitglieder der
Synode, mit Einschluss des Staatsprocurators, der Bei
sitzer und des ersten Secretaers;
2.
ÄS- 18 «S
5. Ö)o oi Axxorxo Öträ\\r\o ärö röv Axaçngiov röv
IIgoroôxöw «ai Europoôxév «ai ävorégo'
W -

6. Ö IIgósöoo: , ö Bxo). Erirporo;, ö Ävrtrösôpo: roſ


EAsyxrxoö 2weôpiou, «a oi EAsyxrai.

Ägbo. 37.
Ei: r& Trapá röv 2roxroôxöv (conseils de guerre) ruto
syréa orpartotox& Traparróuarx öräYovrat Trävrx rä trai
Guara, r) muue) juxta xxi xxxou Yſuara, ög« Trgärtet gparcor
xó r . ? Foat orxd: ÖTaXXm)o; #v évépysix Öv, öxts)öv trap&
rö Foxritorix «Öroö acóuar sögeöov (en garnison).
Etrouévto: ei; räv ápuoôtérºrx röv raxrxÖv IIowxóv Axa
Freitovavixouot uöva räxorvà xxxoopyfu.arx, Tr) muſexſuara xai
Traiauxr«, rä Foxtróueva örögparcorxöv äróvrov öt äôeia;,
F üró Xetroraxröv.

Äpp. 38.
Ei; rä taxrx& IIorvtx& AxxFox öráyovrat o yopopſ)«-
xe Evexa röv xotvöv xxxoupyYuartov, Tr) muue)ructov ««
- N/ ) / e - - * -

tratou.arov, xai têio: #xeivov, rä öTroTx Trperrouay Evê Evsp


Yoöow sº irayYéXuxro; ó; &xaçx; äçuvouix; öraXXmAo.

Äpp. 39.
Ei; rä tragà röv NarroôxÖv rutogrréx vavrix& Traparré
uarx öráyovrat ö)a r& xaxougyºuxTx , trAYuue) juxta xx.
Traiauxr«, rä Frpä röv 2#toux xöv to varxoS, rêv vxo
rov, xxt töv ÖtraXX Xcov r7, voxvrtxF; ütrºpécix; Svtö; to TXoiou,
ei: Apéva e; vavryov Texrröueva.
Ößev ei; Tiv áspo3 wörmra röv raxrxöv IIowxöv Axxgmpicov
örrayovrat ué« rä xová xxxougyñuara, TXmuus).uxtaxa
Fzººz Trpartóueva Ötró rtvo; vxurxoG attouxrxoS »

vzºrou, F ÖFxXxfxov r; vaurxÄ; örmgeoix; &tróvro; & Feixg,


? Ürd Astroraxtºo».
Se 19 S.
5) sämmtliche Justizbeamten von den Bezirks- und
Handelsgerichten aufwaerts;
- 6) der Praesident, Staatsprocurator, Vicepraesident
und die Räthe des obersten Rechnungshofes.
-Art. 37.
Zu den von Militaergerichten zu bestrafenden Militaer
vergehen gehoeren alle Polizeiübertretungen, Vergehen
und Verbrechen, welche ein Militär oder Militaerbeamter
unter der Fahne, bei seinen Corps oder in seiner Garni
son begangen hat.
Von der Zustaendigkeit der gewoehnlichen Strafgerich
te sind demnach nur die von Militaeren in Urlaub, oder
von Deserteuren begangenen gemeinen Verbrechen, Ver
gehen und Polizeiübertretungen.
Art. 38.

Die Gendarmerie stehet in Ansehung der gemeinen


Verbrechen, Vergehen und Polizeiübertretungen, ins
besondere auch hinsichtlich solcher, welche sie in ihren
Amtsverrichtungen als gerichtliche Hülfspolizeibeamte
begangen hat, unter den gewoehnlichen Strafgerichten.
Art. 39.
Zu den von Marinegerichten zu bestrafenden Marine
vergehen gehoeren alle Verbrechen, Vergehen und Poli
zeiübertretungen, welche ein Marineoffizier, Matrose
oder Marinebeamter am Bord eines Schiffes, in einem
Hafen oder Arsenal begangen hat. -

Von der Zustaendigkeit der gewoehnlichen Strafgerich


te sind demnach nur die von einem Marineoffizier, Ma
trosen oder Marinebeamten im Urlaub, oder von De
serteuren begangenen gemeinen Verbrechen, Vergehen
oder Polizeiübertretungen.
2*
S. 2o S.
Äphe. 4o.
Tà Frxiouxra Xtov röv ei; rö äggov 36 äg6. 3-6 vx
Pepouévtov örraXXtſ)tov ä «xpivovrat xx xôx&ovrat ävexx) -
ro; örö röv IIXmut.exetoöxöv.
Ä68. 41.
Tà tr\ngue) garx röv si; ö ägpoº 36 äg6. 3-6 song
vo» ortz)\\xov vxxpivovra. «xi ixóxxovra ävexx)iro; Trap&
röv Epsröv.
Ei; éxxarov AxxFotov Eperöv ärxreirat warä rhy Trap
Trooy raürmv va Tragevioxtovra révre Axxçai, augtrepiXxg6x
/ V - / W. e * W W e.
Mouévoo xx rou IIgoéôpoo, Q EiaxyY)sº;
-

Toxºuxreb;-
X,TEL O

Ö; Tros; tiv &aôxacia» a/jougºv oi Ysvxo ópo, xxi iôio:


ai öxras; röv ägbpov 248-263, xx 364-4o8.
W Ä%. 42.
Tä Axxg g« röv Éperöv Tgoavaxgirouat rä xxxoupYºuarx
röv ei; rº äozov 36 äg6. 3-6 siempévov ör«X)Xov, ué/gt
rf; ei: Äv öruogixv auveôpias» rapxtrog.trf: rſ: Six, xxi
äropsciouo. Tsp rº; ei; &ixºv eiaxyoyſ;.
Tà 3é Ax«F gu« röv KaxovoYoôxövéxôxäova tiv xvoixv
öttóbsov karx rob; au- 6stg rütrov;.
Ägbo. 43.
Ei; rivxx:à rà tro7 oéusv« äggx 41 xai 42 rpoaváxpcw
ó x« rä xxtg» tragá ri; Epérzt: Eig«YYe Aeb; xt:Ango rä ägyx
toG 7792 ri; Ilcº oöxxt; EaxYYeXéo;, &s IIpósópo: rx roS
ävxxtroG.
Äupórego u)ovroSro youot ró &xaioux v& étrºrpétaat
trg»Ze; rev3; rñ: Troxv«xpas»; ei; ä\\ov; Eig«YYeAsi; Hpto
Toôxóv ävxx?tré;.
Äpbe. 44.
Oi Astro röv x rsöxXipou oi u. ävapepóuevot ei; rö ägbpov
36 áp6. 4 öryovrx ei; rà raxrxx IIoºvtx& Axaorgt«.
Aév é«re)eitz öuto; x«6 öroovëfrore x) mptxoſ oöösui
Toyſ ºri vaxovoygart, Trov stöorovni réo roürov i örse
ZD- 2 1 S.
Art. 4o.
Die Polizeiübertretungen sämmtlicher in Art. 36
N° 3 bis 6, genannten Beamten sind von der Zustaendig
keit der Zuchtpolizeigerichte zur Untersuchung sowohl,
als zur Aburtheilung in erster und letzter Instanz. -

- Art. 41. -

Die Untersuchung von Vergehen der in Art. 36 N°


3 bis 6 genannten Beamten, so wie deren Aburtheilung
in erster und letzter Instanz ist von der Competenz der
Appellationsgerichte. Jedes Appellationsgericht muss in
diesem Falle mit fünf Richtern, den Präsidenten mit ein
geschlossen, mit einem Generalprocurator und Gerichts
schreiber besetzt seyn.
Hinsichtlich des Verfahrens gelten die allgemeinen
Bestimmungen, insbesondere auch die Verfügungen der
Art. 248 bis 263, 364 bis 4o8.
Art. 42.
Bei Verbrechen der in Art. 36 N° 3 bis 6 genann
ten Beamten haben die Appellationsgerichte die ganze
Voruntersuchung bis zur Verweisung der Sache in die
oeffentliche Sitzung, die Erkennung der Anklage mit
einbegriffen.
Die Aburtheilung selbst ist von der Zustaendigkeit der
Assisengerichte in den gewoehnlichen Formen.
Art. 43.
Hinsichtlich der Veruntersuchung hat in den beiden
vorhergehenden Art. 41 und 42 der jedesmalige Ge
meneralprocurator am Appellationsgerichte die Functi
onen des Staatsprocurators, der Präsident aber die eines
Untersuchungsrichters zu versehen.
Beide haben jedoch das Recht, andere Staatsprocura
toren oder Untersuchungsrichter mit einzelnen Acten
der Voruntersuchung zu beauftragen. -

Art. 44.
Die übrigen in Art. 36 N° 4 nicht genannten Geist
lichen stehen unter den gewoehnlichen Strafgerichten.
Es soll jedoch keine Verbrechensstrafe gegen irgend
einen Geistlichen in Vollzug gesetzt werden, ehe der
obersten geistlichen Behoerde die Anzeige gemacht, und
= 22 =
rärm ixx)maxxx Agyi »ai Yvº höxray6 traß aörñ: »«-
aipsatz.
O Tötro;, ka6'öv Yivera i eiôor ima, bºxe öptabſ & iôta
répou ôtatáYuaro;.
H xx)max of Ägy &ävöóvarx. Er oöösuä rpopágs vá
ärrorormſ rivxabaipegov oöôé và rºv peraxepo67 6; uégov
Trpo; «v«6oxiv rñ: ExreXéosco; riç trotvxi: dtrºp&oeto.
Öbsv ró troXd öexx Tévre uépa: u.srä tºv eiôotroma», ««i
iävi x«bagsg; öev Yvy, kre):T:a h trorvtxº ärópaog.
Ägbp. 45.
H épuoôtórm: röv ei; rä ägbp« 4o- 43 sprl.évov Axas rms
W - y % 1.

pitov xxi tr ri; ävaxissco; TraXX Ato» #xrsivsrat xai ei:


öxov; roö; GovevóYou; xai govx rou;.
KEHAAAION EKTON.

Kavov 13 u. Ö; t 7 : á ou. o 3 t örmro : röv étrº rf ; &v«-


x pio e to : ör «XXY XAtov xai róv Atxagrº co v.
Äcbp. 46.
E3v v« äu 6oo: äupto5mrñrat äpuoôtórm; troXXöv
étriom; ápuoôitov %.OL uñ ÖTroxett.évov )Xfxot; Axxotmpitov
šr F: vaxggsco; ÖTraXxſ)tov (b; Trpö; &v «xi tº «öró Traiaua,
Tr) muuéXmu.« # xxxoógympa , # d; Tpo: avvaſ Traiouarx,
T)muu.exig.«ra xx xxxougyºuxra , ö Ägeo; Ilayo; Xavovie
xa rpo3öopie rzürnv xxairma» roöxarmyopovuévov, roë
ävayovros, roö iôtéröoxar"Yópov, ſ ro EazyYe)ét».
Ähg. 47.
H Tsp kavovap.oſ tâ: &puoôtörro; «irma;, Är; Toéret v&
jva ße6atouéym, äreubovsrat trgö öv trapà r Apeip Ilayp
EioayyeXsa, Trapa ro0 öToiou avaxivetat höröheat; GovotrixÖ:,
va zar eig Yma» «üroſ Äropagierat étr öruogix; ouveögtá
geo; roJ Apsisv II&Yoo.
Ägp. 48.
Ka6 aov ôtagxst äváxpo ué/pt ri; öptgxÄ: roö Äpelov
IláYou änoäoso;, T2 xató:epa Axagrip2 xx oi éxi rñ; va
xfioso; ar/ovo Täon: Trapattépo Aaöxacia; TFö; ôé roüro é
S- 23 SE:

von dieser die Degradation vorgenommen oder veranlasst


worden ist.
Die Art und Weise, wie die Anzeige zu machen ist,
wird durch eine besondere Verordnung bestimmt.
Die Degradation darf unter keinem Vorwande verwei
gert werden oder durch Vornahme zur Verzoegerung der
Execution des Strafurtheiles benutzt werden. Daher soll
spaetestens 14 Tage nach geschehener Anzeige, auch wenn
die Degradation noch nicht erfolgt seyn sollte, zum Voll
zug des Strafurtheils geschritten werden.
Art. 45.
Die Zuständigkeit der in Art. 4o bis 43 genannten
Gerichte und Untersuchungsbeamte erstreckt sich auch
auf sämmtliche Mitschuldige und Theilnehmer.
SECHSTES CAPITEL.
Regulirung der Zustaendigkeit der Untersuchungsbeamten und der Gerichte.
Art. 46.
Wenn in Ansehung einer und derselben Polizeiüber
tretung, eines und desselben Vergehens oder Verbre
chens, oder in Ansehung connexer Polizeiübertretun
gen, Vergehen und Verbrechen, die Zuständigkeit meh
rerer nicht im Unterordnungsverhältnisse stehender,
gleich competenter Untersuchungsbeamten oder Gerichte,
zweifelhaft oder streitig ist, so hat das Cassationsgericht
auf Begehren des Beschuldigten, des Civilklägers, des
Privatanklägers oder des Staatsprocurators dieselbe zu
reguliren und zu bestimmen.
Art. 47.
Das Gesuch um Regjaer Zuständigkeit, wel
ches bescheinigt seyn muss, ist bei dem Generalprocu
rator des Cassationsgerichtes einzureichen, von diesem
die Sache summarisch zu instruiren, und dann auf sei
nen Vortrag in der öffentlichen Sitzung des Cassations
gerichtes zu entscheiden.
Art. 48.
Während dieser Untersuchung, bis zur endlichen Ent
scheidung des Cassationsgerichtes haben sich die Unter
gerichte und Untersuchungsbeamten alles weiteren Ver
SS-2/ S.
Trapà ré 'Apeie IIáyo EioxyyeXed; eü6ög uerà räv Trapa)aév
r; «irgeo; eiôotroté tregi roürou rod; érix«6ouévoo: r 3
xy: &vaxprood; öraXxſkov: # Axagá. Ei: ro); teXsutaioug
toéreu; hxsworroimot; Yvsrat && roö IIgoéögov.
3/

Äpe. 49.
Eà» oi rº; 3ixm: Är)a6öuevo Ax«ora # #r r; ävaxglascoe
öräAXy)o, «airo eiôorarbévrs, Tgoy»pös regarrépo, xar«-
Fixsſovro ei: rv t) notopºv Dov röv vrsöbev rposexouévov
mutëv kai éöôov, üro6a Móuevo reogér xai ei; Treßaßxxiv
/
7T0LYYV.

Ägo. 5o.
E&v oi ##xtroóuevo röv xavov.guêv rº; &puoôtórmro:, ers
xaryopoüuevo eiva , sire váyovre;, eire tötörat «aryopot,
äréruyov, üro6xxxovtx &ä ti: «örig äropáosto; ei; Ypnuar
xºv to viv Tsvvixovrx uéxot &axosiov Agaygäv, xai, Sav «i
atz st: rov vat Trapa)oyot, xarxôxxovrst Trposért xxi ei:
xcº Fray utz; uéypt rpöv zuspiov xxi eig riv n)mpoun» Töw
zu öv xa rêvéöôov.
KEqPAAAION EBAOMON.

E : « iſ so t : Atxa g Öv x « Tri ri: áv «xe io e to :


ü r a A A / X (o v.

Äp63. 51.
II&g IIpéeëgo: Figayyexsüz, Axagig, Ilápeôpo;, # Tpauta
?

red: sxxºpévo: ei: to va auvep) or trgd: ºváxpow ? ärópa


a», Jovara va Exceb % aörög äp äavroö ) üró röv &aöl
xcovéav r; röv spru.svtov:
/% e.

1. yy #gusgov ? äussov iëtovoupégoy, äy xxi Tóöß»ße»,


s; rv éx6xow r; örobégsto“
2. Hvat auYYevi vé röv äôx6évr« xºtmyogojusvov ei:
zwövra | »artóra ß26pöv, i uéxg to retäprové FXayou
Ä auursp).ap.6ayouévou Xxi «üroſ, 3 xmöeçi: pixſt roë
soréfooßab“oö, n oüro: äv xai Yºesio
He 25 es
fahrens zu enthalten. Zu dem Ende hat der General
procurator sogleich nach dem Empfang der Bittschrift
den mit der Sache säsirten Untersuchungsbeamten oder
Gerichten, diesen in der Person ihres Vorstandes, Nach
richt davon zu geben.
Art. 49.
Sollten die mit der Sache säsirten Untersuchungsbe
amten oder Gerichte der erhaltenen Nachricht ungeach
tet dennoch weiter verfahren, so sind dieselben in allen
daraus entstandenen Schaden, so wie in die Kosten zu
verurtheilen, und ausserdem noch einer Disciplinar
strafe zu unterwerfen.
Art. 5o.
Unterliegen die Bittsteller mit ihrem Begehren auf
Regulirung der Zuständigkeit, einerlei, ob Beschuldig
te oder Civilkläger oder Privatankläger, so sind sie in
demselben Urtheile in eine Geldstrafe von fünfzig bis
zweihundert Drachmen, bei muthwilligen Gesuchen
auch noch in Arrest von ein bis drei Tagen, ferner in
Schadensersatz und in die Kosten zu verurtheilen.
SIEBENTES CAPITEL.
Recusation einer einzelnen richterlichen Person oder eines Untersuchungs
beamten.

Art. 51.
Jeder bei der Untersuchung oder Entscheidung zur
Mitwirkung berufene Präsident, Staatsprocurator, Rich
ter, Suppleant oder Gerichtsschreiber kann sich entwe
der selbst seiner Amtsfunction entschlagen, oder von
den Partheien abgelehnt werden, wenn ein solches In
dividuum:
1) am Ausgange der Sache ein mittel- oder unmittel
bares, wenn auch nur entferntes Privatinteresse hat;
2) mit dem Beleidigten oder dem Angeschuldigten in
auf- oder absteigender Linie, oder bis zum vierten Grade
der Seitenlinie, einschliesslich verwandt, oder bis zum
zweiten Grade verschwaegert, oder dessen wirklicher
oder geschiedener Ehegatte ist;
FED- 26 «S
W « M A A- A %.

3.fym uer« rou äôxm6évro; ? roS xxrºYopoupévou iôtxt


réox» p)iavi oixstórmra i éybpa»
4. Eywe xarà rv äváxpow #voyo; absuirovusXXºsso; ä)-
An; ä6euirou Trpc.eco;
5. É)«6e usroyiv ? auvérpas» ö: ué\o; äX)ov Axagmpiou
ei; riv äváxptow i ärópagw rñ; «ürf: örošoso;.
Äpp. 52.
H &#xipeo: röv ei: rö Trponyoſue ov ägſgow sig uévo» üxxx
X Xtov#xresºrz trävtors Trpiv tt; #xovaito; Trystian tºv
örpäoraw ri; öxm:, xx xXx rpº, Fágn, äxXn; vçägeto;
xx «örig äxóum rñ: ávexev ºvapuoôörro;.
Aèv auYYooeira &é usrx rxÜ tuj uévov örav 36
W º N rºezra 9 ºrz Favr«, sº goo ora» owza
- eſ. - • - e - -

và äroôeybñ, ört rñ; #xpéaso; h atrix ..é retrëtra ävepön 7


éph«asy sig Yvöow roö Expoövro.

Ä6p. 55.
e/ -/ % 9

Exago; röv ei; rö ä6.gov 51 divxpépouévov örxXAfAtov,


ouverööb; éxurſ «irixvrw& #xpéaso, öpe)s vá rivpavegöay
W v. - / V WM / » -

s; tö öxag köv Sug.6o Xow rö öé SupéoüXov, äxcuoav riv


Yvóumv roſ Eaayyééo;, äropagie, äy Foéry váxäuy ärºxy,
j uñ, röv öruociovépyov rou.
E&v ó #xpoóuevo; va Eig voôxne, ypeogs v&äva6ä\y riy
8xy, vá siôororfay rep toüro ró» rapà roi IIgoroöx«;
Ärº-
uxöv.
xx v& Trepp.siwy rñv ärópaow töw IIamplexeo

Äpe. 54.
Oi XöYo r; éxpéosto troéret vá Trep)au,6ävovrat si: riv
reg aöti; «irmaw a va vx roö).4xgov ße6atolévot EXXet
trövrov öé röv \óyov roürov i r; ävxyxxx: ße6atóreog, h
«irma: äro6XXera warà troéragw roö rapá r ä?uodi A
xag meip Eig«YYe)éag.
Ägdp. 55.
- % - A )

H «irma, reoxepévm; psy apéas»: IIraolarodixo" T


Se 27 Es
3) mit dem Beleidigten oder Angeschuldigten in be
sonderer Freundschaft oder Vertraulichkeit steht, oder
in Streit oder Feindschaft lebt;
4) sich bei der Untersuchung einer unerlaubten Zoe
gerung, oder einer anderen unerlaubten Handlung schul
dig gemacht hat;
5) als Mitglied eines andern Gerichtes an der Unter
suchung oder Entscheidung derselben Sache Antheil ge
nommen oder mitgewirkt hat.
Art. 52.
Die Ablehnung der im vorigen Artikel genannten Be
amten ist allzeit vor der freywilligen Einlassung in die
gerichtliche Handlung geltend zu machen, und zwar vor
jeder anderen Einrede, sogar vor der Einrede der In
competenz.
Spaeterhin ist dieselbe nur noch dann zulaesssig, wenn
bewiesen werden kann, dass der Ablehnungsgrund erst
spaeter entstanden, oder erst spaeter zur Kenntniss des
Ablehnenden gekommen ist.
- Art. 53. -

Jeder der in Art. 51 genannten Beamtem soll es in


der Rathskammer erklaeren, wenn ihm ein seine Person
betreffender Ablehnungsgrund bekannt ist. Die Raths
kammer hat dann nach Vernehmung des Staatsprocura
tors zu entscheiden, ob er sich seiner Amtsverrichtungen
zu enthalten habe oder nicht.
Befindet sich ein Friedensrichter in diesem Falle, so
hat derselbe die Sache auszusetzen, seinen Bericht an den
Staatsprocurator zu machen, und die Entscheidung des
Zuchtpolizeigerichtes abzuwarten.
Art. 54.
Im Ablehnungsgesuch sollen die Verbittungsgründe
enthalten, oder dieselben wenigstens bescheinigt seyn.
Fehlt es an der Angabe der Ablehnungsgründe, oder an
der noethigen Bescheinigung, so ist dasselbe auf den An
trag des Staats-oder Generalprocurators von dem zustän
digen Gerichte zurückzuweisen.
- Art. 55.
Das Gesuch ist wenn von der Verbittung eines Mit
SD 28 S.
vös, trapa&ösrat rpö: röv Trapà roi; II) mp4e)evoôixxt: Eig«Y-
ye)éa öray öé trgêxetra và éxpe6 r; töv IIAmpusXetoôtxöv,
röv Sovéöpcov röv Epsröv Fröv Axagöv xräxrov revè;
orpartorvig dixm, Tréutrera ei; röv rag äxäçp rów Axagº
dicov roörev Eiaayyc).éa.
Ägbp. 56.
H regt ëagégst»; «irma, govrayhsia« xxrà röv rpérovra
rüttpv kai Trapaôeßeig« örou ävºxst, xat& Trpčrov psv xovo
roterx ei; röv &#xpoſuevov öráXXmaov, uéra 3é tabt«, är
uéMeix roö Eioayye)étoç, pégera sº tiv öruóoto» avvéöpiago,
öttov, Spoö &yopeógoov oi &uéðxo, &v ruyöv »at Tragövre, (röv
öttoitow u.o)ovroÜro i rpóox)rot; öév eiv«. ävxyxaia) xa ö
oayyeXeög , Yivera i ärópaog.
“O ëagebeig, äp : gry F, X4Syry xowororo», äréyst
rig éxré)égélo; roy ômpositov äpYtov rou' äxXtoc, xxraſyas
rat si; Torviv trefagyxºv xai ei; riv trXYptop.tv ö\ov Töw
mulöv xxi rövéöôow.
Äg6p. 57.
Bséatouévov övrov röv trepi éapéosto; Xöyov, Yverat Ge
xr éaigeog, xx &txrárrerat ö éapebei; va äréx röv öm
ogiov ägyov roo.
ÄXXog, kara r3: Treptgässig, tot ätro6äXXerat orgt; }.
öarárrsrat ö éapów và pépy äroJele: ««Xyrég«.
Karà träca» trepirroow öéatpöv xaraôxásrat ei: riv
t)mpouñv röv éódov, xai, é&v oi Xóyot rig čapastos jeXov
äroôey67 uh ëyéusvo. Drbei«, si: Yomuarxi» Toyºv exogt
uyet: Exzröv Apaxuſov trapa)óYov öé ojos r; éapéas»,
xxraôxásrat Tgogért ei; x ärmaw lº.ä. Péx? rptčºv i..epôy,
xx si; äröôoaw rñ: ruix.
Ägbp. 58.
Tö Ax«Fetov, ei; rö ö roov ouws&ges ö Zapotºvo;, äro
pagiet Trep ric airioso: ävexx) ro;, u. avvs.de/oto: roS
éapoupévov- ößev Trpö; éxôosty tº TrPoxel.yng ätroassog
Se 29 S.
gliedes eines Polizeigerichtes die Rede ist, beim Staats
procurator des Zuchtpolizeigerichtes, wenn dagegen von
der Verbittung eines Mitgliedes eines Zuchtpolizei-, Assi
sen-, Appellations-,Cassations-, oder eines standrechtlichen
Gerichtes die Rede ist, beim Staats-oder Generalprocu
rator eines jeden dieser Gerichte einzureichen.
Art. 56.
Ist das Verbittungsgesuch in gehoeriger Form und
am gehoerigen Orte eingereicht worden, so wird dassel
be zuerst dem verbetenen Beamten zur Erklärung mitge
theilt, dann auf Betreiben des Staats- oder Generalpro
curators in die Audienz gebracht, und dort nach Ver
nehmung der etwa gegenwaertigen Partheien, deren Vor
ladung jedoch nicht nothwendig ist, und des Staasan
waltes darüber erkannt. -

Von dem Augenblicke der erhaltenen Mittheilung hat


sich der Verbetene aller Amtshandlung zu enthalten, bei
Strafe der Disciplinirung und der Verurtheilung in alle
Schäden und Kosten.
Art. 57.
Sind die Verbittungsgründe bescheinigt, so ist der
Verbittung statt zu gehen und zu verordnen, dass der
Verbetene sich der Amtsverrichtung enthalten solle.
Wo nicht, so ist nach den Umstaenden das Gesuch
abzuweisen, oder besserer Beweis aufzulegen.
In jedem Falle hat der Verbittende die Kosten zu tra
gen, und ist, wenn sich die Verbittungsgründe als un
wahr darstellen sollten, in eine Geldstrafe von zwanzig
bis einhundert Drachmen, bei muthwilliger Verbittung
ausserdem noch in Arrest von ein bis drei Tagen, und
in Schadensersatz zu verurtheilen.
Art. 58.
Das Collegialgericht, bei welchem der Abzulehnende
angestellt ist, hat in erster und letzter Instanz, jedoch
in Abwesenheit des Abzulehnenden, über das Gesuch zu
erkennen. Daher ist zur Schoepfung des desfallsigen Er
ZS- Zo «SF

rgéret và Trapa)46y rö Axaçºpov röv ävat)ºpóoovra, ä» Fev


öxx/ov» ÄXXo. Ex Tov ovyxporoövrov aöró.
Eà» Trpóxetrat trºpi Expéast»: II.ratguarošixou rvög, rö At
xagiptow röv IIaruusXeoöxÖv äropagie ävexx) iro;, xx
ävrauré, z» # #aiga: va ß2apo: xai öèv traßx T)éo 5
avarxxg6atov, Trapattégte Tr» öixm» ri: xugia; örobéost»; si:
äXXo Axagºgov Iltaguaroöxé».
Ägs. 59.
II&; &xaçxè: ôtre XXr)o;, 5 ; Güvoôev éxurſ. «iriav rw&
éxpéostoc, xx Expoü .evo; eve a riv airia» rairmv, xxra
&xcetat Trebap) x@g sº Trpó7ue» sixoa uéYo; éxatóv Apax
Höv, e; riv ärorgiost» xx ei; ri» Trampou.iv röv. Löôov,
Trapsxrd; Ä; usyaxmréga; norm: «xra rä. sv r Ilow.x Nó
tºp toptal.eva.

KEqbAAAION OTAOON.

n-e-Tºr «Trö At». « g m iou si ; A. « «g ſp to v.

Ägbo. 6o.
II«patroutrº ärö Axaçmpiou ei; Axxgriptov ia66abuov xai
óuoetös öuvara va Yvy, örz»
1. FExpÄrx öxöxXmpov AxxFigov h róoa uéAm Axagºpiou
Twº:, öçe rä tró)ota öev Gugt)mpoGa röv xxra vóuov rpo:
aučrnow ri; öixm; ärzttoüusvov pbuöv
2. Aév örágy? öxar& vóuov ärratroſuevo; äptbud; Axagöv
ävexa vócov häÄr: airix;
3 Hvat üttoi« ört xwôuveüet ômpöoto: äopäXet« x rig
ei; dºptgt.évov twa Tótrov aumroso ri: öixm:.

Äpg. 61.

oxarà rö rponyoſuevov ägbpov 6o äph. 1 xai 2 ärx


ro Ä0; äptbuº; bsopeTrax o; uh üTrapybºv, ö3äxt: tóco öxa
“) wº / / - - - -

T« ''fsbmoav, égs v& éretat ävayxaito; ro va am ܺ extoy


S. 3 I -SE:

kenntnisses ein Ergaenzungsrichter beizuziehen, wenn


das Richterpersonal erschoepft seyn sollte.
Wenn das Gesuch aber gegen ein Mitglied eines Poli
zeigerichtes, gerichtet war, so hat das Zuchtpolizeige
richt in erster und letzter Instanz zu entscheiden, und
zu gleicher Zeit die Verhandlung der Hauptsache an ein
anderes Polizeigericht zu verweisen, wenn das Gesuch
gegründet und kein Ergaenzungsrichter mehr vorhanden
seyn sollte.
Art. 59.
Jeder richterlicher Beamte, der sich eines Verbittungs
grundes bewusst ist, und solchen nach vorgebrachter
Verbittung ableugnet, ist auf dem Disciplinarwege in ei
ne Strafe von zwanzig bis einhundert Drachmen, ferner
in Schadensersaz und in die Kosten zu verurtheilen,
vorbehaltlich der groesseren Strafe nach den. Bestim
mungen des Strafgesetzbuches.
- ACHTES CAPITEL.
Verweisung von einem Gerichte an ein anderes.
Art. 6o.
Eine Verweisung von einem Gerichte an ein anderes
von demselben Rang und von derselben Eigenschäft hat
statt, wenn: -

1) ein gesammtes Gericht, oder so viel Mitglieder ei


nes Gerichtes, recusirt worden sind, dass die übrigen
die zur Verhandlung der Sache gesetzlich erforderliche
Anzahl nicht mehr erreichen; -

2) wegen Krankheit oder aus einem anderen Grunde


die gesezlich erforderliche Anzahl von richterlichen Per
sonen nicht mehr vorhanden ist;
3) bei der Verhandlung einer Sache, an einem be
stimmten Orte für die oeffentliche Sicherheit etwa zu be
-

sorgen waere.
Art. 61.
Die im vorigen Art. 6o N” I., und 2 , erwaehnte er
forderliche Anzahl wird als nicht mehr vorhanden be
trachtet, wenn so viele Richter recusirt worden sind,
dass zur vollstaendigen Besetzung des Gerichtes die Mehr
IS- 32 -SS
II«péôpow ä\\ov ävat)mporxöw ör«XX Xtow tö (stov tépot
röv &ux«övrov.

- Ägbo. 62.
Hä: ««rºyopoögewog, tro).rxo váyov, iôtérm: «aryopog
xxi Eigayys\ebs, évév XöYp räg &aôxo: #xe rd öxaiou« va
Amr tv Trapatrourºv, éapovuévm; r; &á ÄöYoug ônuogiou
äop«)eix; Trapatroutrig, Ärg &ävôüvxrat v& Yiv siui uóvov xa
rä &«rayºv ri: Er r; Axatogürm; Teautaveia; &ä roö
Trapà ré Apsip Il&Yp Eiaxºs) sog.
"Obe» xar Thv Treo Trog « :rv (oßp. 6o äpt6. 3) Ypso
goSavoi Eox) Ye ei: vx Téutto v e; rivétri F: Axaioaüvmg
reagzrez z. zrzrias; rev gº, ué rºd, XóYoo; xai #
trgö; örogitt» :oürov átáv ov auwrevovra sYYPapa, eig v
ävºxst v& #xöógy ra? Tsparégt» öatayág. -

P Äbg. 63.

IIsoi tºi Trapatrouºt; äroase ö Äpeto; Iláyo;, xrd: Zäv


xxrz : & äg6px 55 xx. 58 Ärzmir h ärö - vo; Axag ºpiou IIrx
G- «roöxóv ei; äxxo roobrov évsxx éxpéosto; Tapxtrog.trſ.
Ei; Trv Gorn» «parv voü A-soo IIxYou &vatibera | #xri
umgt; röv ei; ro Ägſgow Go xp6. 2 xai 3 d«246avogévoy %-
Yº .7g Fzºo-F: , 7 xxra rº» Ferrºs» toü äggov 6o
ºp6. 1. Fº si, rö ägópov 51 spruévoy Xöyov.
-
- Ähp. 64.
H &txôxacia yivsrat varà ro» aörèv rpöttov x«6 öv xai .
Trei ápp.03 ört ro; róv Axagmpiov xata ra äp6a 47-5o.
Aro) beion rF; Treß Trapattour; «imos«, düwara öa
véoug AóYov; »ÄÄÄs véx airnog.
*" --

'KE AAAIoN ENNAtoN.


ÄYoYi x «t & & txag x . » üt «AX X ov xxi ö trºper öv.
Ägbo. 65.
e "or: vous êzurów iôxmuévov évexx ºpvíoso; örmps3ia,
vexa öó\ov, arxrn; , veyáAn; äue)sis;, # äavyYvöçou Trapa
3eoſ: Kºnjes rºyos, Axarº Teagara Aerováov,
\

=> 33 =
zahl aus Suppleanten oder anderen zur Aushülfe beige
zogenen Beamten gebildet werden müsste.
Art. 62.
Jeder Beshuldigte, Civilklaeger, Privatankkeger,
Staats- und Generalproeurator, kurz jede Parthe ist
berechtigt, die Verweisung zu begehren, mit Ausnah
me der Verweisung aus Gründen der oeffentlichen Sich
erheit, welche nur auf Anordnung des Justizministe
riums durch den Generalprocurator am Cassationsge
richte begehrt werden kann. -

Daher sollen in diesem Falle (Art. 6o, N° 3.) die


Staats- und Generalprocuratoren ihre Reclamationen
sammt Gründen, und allen dieselben unterstützenden
Urkunden an das Justizminister um einsenden, und
diesem die weiteren Anordnungen überlassen.
Art. 63. -

Mit Ausnahme der Polizeigerichte nach Art. 55


und 58, wenn gegen sie eine Vejjaj wegen Re
cusation begehrt worden ist, hat das Cassationsgericht
über die Verweisung zu entscheiden. Seinen weisen
Ermessen ist die naehere Würdigung der in Art 6o,
N° 2 und 3 angegebenen Verweisungsgründe überlas
sen, im Falle des Art. 60, N° 1 siud es aber die
in Art. 51 genannten Gründe.
Art. 64.
derDas Verfahren
Gerichte nachistArt.
dasselbe,
47 bis wie
5o. bei der Regulierung
egali
Wenn das Begehren auf Verweisung abgeschlagen
worden ist, kann aus neuen Gründen ein neues Begeh
ren gestellt werden,
NEUNTES CAPITEH.
Klagen gegen nichterliche Beamte una Diener,
Art. 65.
Wer sich wegen einer Dienstverweigerung, wegen
Arelist, Betrug, grober Nachlaessigkeit oder groben
Versehen eines Gerichtsboea, Gerichtsschreibers, Pºr
Z
FD: 34 S.
Amy ägyov, AmuaßYºxoſ II«péôpou, äwouarxo ri: Xtopopo)a-
xf, Egmvoöxov, 'Avaxerroö, EisaYYéxéco; # AvreoayyeXso: #
Axagoö IIowxoG rwo; Axag miou, i ö\oxxiovIIowxoſ Axa
grpiou, xa öv Ypövov oüro #xrs\oöv trowx& i &xaçois
äguvozia; ägy«, éyet röëxaiou«, é&v Yopi; roörov &ev be
Aev Öropépe rivß\äéry raurºv, và xwon troXtruxiv äYoyºv
éri ärorutége vótrov roö ápuoôiou Axaçngiov, Trapexrs ric
er rebayor äNA roy Tréparég.» «araôtéso;
Ägbe. 66.
Adudôta Axag ſpx eva:
1. Tó röv IIgoroôxóv ei; Äroy xxr& KXmripow, Tgau
uariov röv nraagzroöwöv, ATüvélov, Amuápyov, Amuap
xxºw Mapéºpov, ÄFºuarxöw ri; Xogopv)axi, FenvoôxÖ»,
xxi röv IIapéöpov «üröv“

2. Tà röv Eperöv ei; äyoyà; xar Eia«YYeMéow i 'Avreo


«YYeXov, Tpauuarécov röv II) muusXetoôxav, 'Avaxpuröv xai
äXXov IMAmulexstoôxöv, Äxx6 ö\oxXipov roö Axxºngiov röv
IIX muſs)evoöxèv“
3. “O Äpso; IIáYo; ei: äyoyà; «ará rwo; Axagmpiov röv
2uvéögev, r; orpartort«: 3xm: Ä röv Epsröv Ä rwov At
xxgöv röv Axaormpitov rbürov.
4. Ei; äyoyà; xarà roö Apeiou IIáyou ºrgärrovra rä iv rº
IIoArx Axovozix épouév«.
Äpb. 67.
ſ: rpö; th» & «ôxacia» xa räg kost; papuóowrx rä.
Jä Ä; IIoArxi; Axovouia: &arer«Yuéva.
Ägbp. 68.
Karà röv «öröw rpórow Yvera h&a&xagia ka örav vóuo:
uév r; «mpürr Ötreibovóv reva röv eiç rö ä06gow 65 eigmuévtov
&x«gxÖv üTraXX Xov, örotowôntrov.rsröv aöró6 öa)au,6avo
Pévov Axagºngiov, ei; öé tv trowxiv ärópaar» trapexei 6n
xxrarſpot. -
ID- 35 «Sº

lizeicommissaers, Bürgermeisters oder Adjuncten. Offi


ciers der Gendarmerie, Friedensrichters, Untersuch
ungsrichters, Staatsprocurators oder Substituten,
oder eines sonstigen Mitgliedes eines Strafgerichtes oder
eines ganzen Strafgerichtes selbst in der Ausübung der
strafgerichtlichen oder gerichtspolizeilichenGewalt ver
letzt erachtet, ist, wenn er diesen Schaden oder Ver
lust ohnediess nicht erlitten haben würde, berechtigt,
eine Civilklage auf Entschaedigung bei dem zustaendi
gen Gerichte anzustellen, vorbehaltlich des weiteren
Verfahrens auf dem Disciplinar- oder Strafwege.
Art. 66.
Die zustaendigen Gerichte sind:
1) das Bezirksgericht bei Klagen gegen Gerichts
boten, Polizeigerichtsschreiber, Polizeicommissaere,
Bürgermeister und ihre Adjuncte , Officiere der Gen
darmerie, Friedensrichter und ihre Suppleanten;
2) das Appellationsgericht bei Klagen gegen Staats
procuratoren oder ihre Substitute, Zuchtpolizeigerichts
schreiber, Untersuchungsrichter und andere Mitglieder
eines Zuchtpolizeigerichtes oder gegen das ganze Zucht
polizeigericht selbst; -

3) das Cassationsgericht bei Klagen gegen ein Assi


sen,- standrechtliches -oder Appellationsgericht, oder
gegen einzelne Mitglieder dieser Gerichte;
4) bei Klagen gegen ein Cassationsgericht gelten die
Bestimmungen des Gesetzbuches über das Civilverfah
LEI?»

- Art. 67.
Hinsichtlich des Verfahrens und der Appellatio
nen gelen die Verfügungen des Gesetzbuches über das
Civilverfahren.
Art. 68.
Ganz dasselbe Verfahren tritt auch dann ein, wenn
ein Gesetz einen der im Art. 65 genannten richterlich
en Beamten oder Gerichte für verantwortlich erklärt
und im Strafurtheile die persoenliche Verurtheilung
derselben unterlassen worden ist.
- 3*
ZS. 36 S.
BIBAION TPITON.
A1 a 3 xa oi« eig rot v 1 x à : ö tro6 éo e .
TMHMA IIPQTON.
Tsvtxoi öft auoi Trept trävrov röv II otv tx öv
A 1 xa g mpico v.
A. II go av áx : o . .
Ägbp. 69.
T; rpoavaxpiascog oxotrö; eiva i ouvábpost: ö)m: rg
ÜDrç, r; ärarreira öx va äropagob äy öóvara và Yiyy
äºr. siç öixn». *

"Oev iëow aör; siya öy uövow vä ße6atóoy rö ävrxel


zusvow räg rap«Ségeog Tror» zoö rwog öpov, xai riv trowxhv
iöwörnra rol ävrxequévo» roörou, ä00ä xai và auXxey rä;
Ärrrröeiag và gmpioa tiv xará rwog ávbpétrov öróvoav év
Je exzai äroöeieg.
Äpp. 7o.
Kºrrà räv rporváxpor» Yvera trävö,r 3óvara vä awre
rpög ävaxº Xur» rñg äxxbeia;, äEsraera. za ße6avira
ärxYYéXuxro; öy uévov ävox, XX& xai , ähtoórm: roöxarm
Yapovtlévou. @
Ab 71.
“o römo: x« öYoó»o: F. trg avancioso: zva ä34yopog“
ºrzeitévov và vx xaräxXxxog.
«f

"Obevöövarx.
. Y
«örn »& Yiyy ä» xap voxrs, xxbº; ya rä;
xai räg # //

Ilö: Enyeigmawöuto: röw avvſbo» ävaxpºrxG» ºrgêetov


Tére Exagt; räwémi ri; vxxiose; va yy ºpsé»o» xaré
ormta. -

Äcße. 72.
f rpo«véxeo: Yveva uévérgépos, öy. Sº »g 8xºs»,
äYX er rapousix Svè; 8xxxxoö Teauxrº, Am Fyov,
Ampagyan Ilzpéèpov h 'Agwºoy, ,é» XXss aÖrdö, »é-
mo öÜotoprügtov.
"Osvºrpéra wä awrásser«. Sbss: Eſ réox. »sºfºx
xis Tſaisog. -

Exécºm äßsac rgéra vä ſºwoYggers rx & ro» Feragºs»-


taw fragówrow äuxöinavºxx xPxigo», resſº so sº vis áxx
Ze 37 es
DRITTES BUCH.

Verfahren in Strafsachen.
ERSTE ABTHEILUNG.

Allgemeine Bei allen Arten von Strafgerieten geltende Bestimmungen.


I. Vorverfahren.
- Art. 69. -

Das Vorverfahren hat den Zweck alle Materialien zu


sammeln, welche zur Entscheidung der Frage, ob eine
Anklage statt finden koenne, nothwendig sind.
Dasselbe hat daher nicht nur die Thatsache der Ueber
tretung eines Strafgesetzes, und die strafrechtliche Ei
genschaft dieserThatsache zu constatiren, sondern auch die
Indicien und Beweise zu sammeln, welche Verdacht gegen
eine gewisse Person zu begründen geeignet sind.
Art. 7o.
In dem Vorverfahren soll alles geschehen, was zur
Entdeckung der Wahrheit dienen kann. Daher ist nicht
allein die Schuld des Bcschuldigten, sondern auch dessen
Unschuld von Amtswegen zu erforschenundzuconstatiren.
Art. 71.
Das Vorverfahren ist an Än
Zeit und an keinen Ort.
gebunden, sondern die Zweckmaessigkeit allein entscheidet.
Daher kann es auch zur Nachtzeit, so wie an Sonn
und Festtagen statt haben.
Zur Vornahme der gewoehnlichen Untersuchungshand
lungen soll jedoch jeder Untersuchungsbeamte ein be
stimmtes Local haben.
Art. 72.
Das Vorverfahren hat statt in Gegenwart eines Ge
richtsschreibers, oder eines Bürgermeisters, Adjuncten
oder Polizeicommissaers, oder in dessen Ermangelung in
Gegenwart zweier Zeugen. Es ist nicht oeffentlich, aber
schriftlich. -

Daher soll über jede Untersuchungshandlung ein Pro


tocoll abgefasst werden,
Art. 73,
Jedes Protocoll soll unterschrieben seya, von den ver
nommeenen oder anwesenden Partheien Änd Zeugen, von
S. 38 S
xpioso, xai roö öxagtxoö Toapparéo: Trap Mov x röv
ei; rö ägbpov 72 signaév.» öra\\/\ov, , évéXXsst «ürow,
Trapà röv trgoax Ambévro» taprópov.
Oi uaprupé; o tot trpéret v& éYoav äAuxiav toü\áxgov ôe
xxoxrºérôv, vá vxt äſéevs; «ai vá uy Yoot au, pépov ei: tiv
éx%aotv rig ütrobégeog. -

E&v o 3x3xot öé Sóvavrat öºv (5)«ag vá öroypéoat,


Yivera (veia rourou ei: rv äx6egov.
Äpp. 74.
-
E&v
3.
Exeiry rt #x röv ärxrovuévtov roórtov, äcßegt; &äv
9 N. W. «". Na / / e 9»

ëYet ioydv äroôeisto, »ai träg örgóoto: öráXXm)oc, ögt; &vrt


6avet ei; rä vorépo &arer«Yuéva, üroC&XXera tretbaxxög
eig trpógtuov &éxa uéxp; éxxröv Apax Gv, ei; tiv äroruitogo»
xai ei: ra éoßx.
Ai «ür« Trowai paguöowrx xx örav ei; ävaxerxiv twa
Trpčwäèv ouveryhm exbeg;. -

Móvov év éXXsie &txagixoG Toxuuxréto; # äXXou rvös


ÖTraXX Xoo #x röv ei: rö ägbpov 72 avaepop.évov «xi u«grögow,
i &v öév &üvarat vá köpebögt rotoürot, éys rd öxaioua ö -
ävºxprñº, xxi eivat váMig« öróYpso;, vá guytärry, xxi Övoç.
rou rv äxheory.
Äpbe. 75. 1.

H A. 9 f Ef ee / •» 67 F W. A

trgoaváxpa; ärotrepaiverx örav höróßegg eigay67 Zä v&ou


Ärrb vr) apoarmgip, hôtärwo; 6ovXsügaro: rsö Zu6ouxiou.
B'. At a & x«g ia év ré äxpo «r mfi p.
Ägbp. 76.
Ä xxrmyopyrix &aôoxacia ägyera äpo höróbeg: eiga
X6 ei; rö äxpoat prov.
IIapexrö: rär» v. rf trooavxxios uaprügtov xai ätroëei
Zsóv őüvxvrat vá Trapagabéow iri Fig ömgoaia; owsöstaastas
véo u.ägrupé: «« véxt änoôsie.
Ägbo. 77.
H év ré äxpoarreip Gujrag, augtrep)außxvouévy: ««S
ri; ätzyysXiag tig äropageo, Yivera ônuoga s; ö).« TS
Ioyxx Axag ptx, öbev xai x«beiç äuvata vä taps»ſioxera S.
äxt»Avroç ei; rä; our rosig.
Aem Untersuchungsbeamten und Gerichtsschreiber oder
anderen in Art. 72 genannten Beamten, oder in deren
Ermangelung von den beiden zugezogenen Zeugen.
Diese Zeugen sollen wenigstens achtzehn Jahre alt,
maennlichen Geschlechts und bei dem Ausgang der Sache
nicht betheiligt seyn.
Koennen oder wollen die Partheien oder Zeugen nicht
unterschreiben, so ist im Protocolle davon Erwaelinung
zu thun.
Art. 74.
Fehlt eines dieser Requisite, so hat das Protocoll keine
Beweiskraft, und jeder zuwiderhandelnde Beamte ist auf
dem Disciplinarwege in eine Geldstrafe von zehn bis
zweihundert Drachmen, ferner am Schadensersatz und in
die Kosten zu verurtheilen.
Dieselben Strafen. treten dann ein, wenn über eine
Untersuchungshandlung gar kein Protocoll abgefasst
worden ist. -

Nur in Ermangelung eines Gerichtsschreibers oder


eines andern in Art. 72 genannten Beamten und von
Zeugen, oder wenn es nicht moeglich ist, sich solche zu
verschaffen, ist der Untersuchungsbeamte berechtigt,
und sogar verpflichtet, auch ganz allein zur Abfassung
eines Protokolls zu schreiten.
Art. 75.
Beendigt wird das Vorverfahren durch eine Ladung in
die Audienz oder durch einen Beschluss der Rathskammer.
II. Audienzverfahren.
Art. 76. &-

Mit dem Verfahren, in der Audienz beginnt erst das


Anklageverfahren.
Ausser den schon im Vorverfahren vorgebrachten
Zeugen und Beweisen koennen dort auch noch neue Zeu
gen und andere neue Beweise producirt werden.
Art. 77.
Die Verhandlung in der Audienz, die Verkündung des
Urtheiles mit inbegriffen, ist bei allen Strafgerichten
oeffentlich. Daher soll Niemand von dem Zutritt zu den
Verhandlungen ausgeschlossen werden,
S 4o S
Méro uése: Fºr: övpoauſsete: rſc äropiseexywo
Fér ösaxe: öe» eiva. 3muooix öbev rö Axaçiptow, bé)ow v&
Szczegbi, öúvzra F aörö và äroyepi ärö röv rörow ric
ouvéöpöseog, «arà rä: Treptgäoet va ärotaxpöwy roög
Expazra zai roö. Gaöixoo.
Äpºp. 78.
Örx» h 3xposix Gºryo; bexey siva réMa6h ei: rh»
worvi eöraLiav xx ei; riv Ypygo beta», tö AxagTiptov &üva
ra vs räu»r rivauxrrow, xexXeouévtov räv6upöv, xai v&
ärrataxpvvy êvex« roérou rod. äxpoarág.
Kara riv repirrusow raürn» äuo; Ypstoore rö AxagTiptov,
äpos äxoöoy roog 3xxLouévou; xai röv EigaYYé)éa, h, ä» vat
IItxauxro3xöv Axag ipov, röv Aſuapyov, röv AmuapYxiv
IIzgespov h röv Äguvöpov , v& éx&ógy Trepi roüroo aroMoyn
Hévo»ßo)eutz, xxi và tº ärrayyeixy iri öruogix ouve&gtägs.
KR. Toi. Ärº Pºsºro, oi das er xa oi Eaames:
Exoua ré Saxxioux v& «ärises riv ävaiceov (se pourvoir
en cassation), Yapi; ua)owroüro và proövc6 #vreſbev h Trept
rü; zupix; üwobéostag otºrmag. Aèvöüvarat äuo; Trérors rö
Axagºpov và ärotaxg6vy rod; 3zaouévou; xai roi; ovym
Yägou: ävr) irropa; aÖräv.
ſº Sº ärópas ärrayYéXAera trävrore èr ömuosia: 6 UyS*
Spérale A

Apºe. 79.
f. v riſ zoarze Zaëxasia Yivera 3ä ºan toXow
vivo rére »x owrässera äxhes; reg r; avyrºſseto, xai
i äröeo: «Ör vi ixrbera yYpäpo.
Äpp. 8o.
Tä wapà roS Toaguaréo: roö Axa mov owragoſtea
rpºxrx is ows&pässe; Fºére vá repyo» vºr u», räg
Tºparése sº grºſse röv Ä xa zoº EaayyeAto;,
räg uxprºpix , éx» o .. : Ze» eyo» 4xovsbH ei: rhy
TºpoxNéxgo», ra: Ä. rpoaxovohyrow
öm spºpov Zapopäe, rd rege &uevo» Ä; äropésee, wº
s» rés ör öyovaso» o»Gn, Sapxovo», ri: ove3pésees.
S- 41 S.
Nur die der Publication des Urtheiles vorhergehende
Berathung ist nicht oeffentlich. Daher kann das Gericht
zum Zweck der Berathung aus dem Sitzungslocale selbst
abtreten,“ oder nach Umstaenden die Zuhoerer und Par
theien abtreten lassen.
Art. 78.
Jedes Gericht ist ermächtigt, die Verhandlung bei ver
schlossenen Thüren vorzunehmen, und zu dem Ende die
Zuhoerer zu entfernen, wenn eine oeffentliche Verhand
lung der oeffentlichen Ordnung oder den guten Sitten
Nachtheil bringen würde.
In diesem Falle hat jedoch das Gericht nach Verneh
mung der Partheien und des Staatsprocurators, oder bei
Polizeigerichten des Bürgermeisters, Adjuncten oder Po
lizeicommissärs, einen motivirten Beschluss darüber zu
fassen, und diesen in oeffentlicher Sitzung zu verkündigen.
Gegen einen solchen Beschluss haben Partheien und
Staatsanwaelte das Recht die Cassation zu ergreifen, ohne
dass jedoch dadurch die Verhandlung selbst in der Haupt
sache aufgehalten würde. -

In keinem Falle soll sich jedoch die Entfernung auf


die Partheien selbst, und ihre Vertheidiger oder Rechts
beistände erstrecken. - -

Das Urtheil selbst kann nur in oeffentlicher Sitzung


ausgesprochen werden.
Art. 79.
Das Verfahren in der Audienz ist mündlich.
Dennoch soll über die Verhandlung ein Protocoll und
das Urtheil selbst schriftlich abgefasst werden.
Art. 8o.
Das von dem Gerichtsschreiber zu führende Sitzungs
protocoll hat die Anträge und Requisitionen der Par
theien und des Staatsprocurators, die Aussagen der Zeug
en, wenn diese im Vorverfahren noch nicht vernommen
waeren, ferner die Abweichungen der früher schon vernom
menen Zeugen, den Inhalt des Urtheils, überhaupt jeden
wichtigen Umstand und Vorfall waehrend der Audienz
kurz wieder zu geben,
Sz>- 42 SF
Äp6. 8I. -
ärópag: rgére vá va airtoXoyºuén. «x và.repéxx
rö pxß... *svov ägpov roö vóuo». -

Äpp. 82.
IIžax ärópart; troérst GuyYpóvo; v& áv«pépy énrö: rv ei:
•rä éoôx xxto pow roö vxouévou, «a6 örov taÖra &äv
sº " - ? » / -- 1. N-/ s/ »/ »N. /

Erpoer 6max» é «ria; roG vrtöixou Ä rtvo; äAXoo, äôtapó


po; &v ó vxºs; vx é xxrryozoº.evo, é troArxio; öreübu
e ? TA e » /

voç, ó éváyov H ö iôtérº; kxt yopog.


Ei; riv «ötiv ärópxow #xxaßapowrx rä äEoöa.
Äpp. 83.
E; rh» «örv ärópaaw Trpéret v& ávapéperat örög xx
ei; röv iôox: u.ova äróöoc; röv öatpebévrov ä\\o; ei: röv
pºxs\\ov rñ; &xoYpapix; eöptoxouévov tregmpitov YYeºpov,
xxè; xx öftsuot;, örav «ürmöxtärrera Trspä roy vóutov
Äpbe. 84.
Evr ömuosix Gove&otágst är«YYéXXsrat „exzrzºº
# # äßcôogt;, &ävöóvara äuo; va 5.0 ört &v euroge Tr).éov
và Yev Treparépco xxraôiošg.
Örav ä» ré äxpoarmeitº ärxy Absiax xxra&raçx .
äbotorx ärópao; xar«arah äueräxxºnro; (irrevocable), öèv
ou YYopsira TXéov h ei; ri» Feôtx«Guévny trgärv éträvoôog,
éxpovuévov röv ei; rä ähgow 5o2 Trei irava) so ri; äva
xpioecog öpta6évrov.
Äbg. 85.
Ei; Träax» Trow.xºv ätröpxow äropagiovrat évraur kai
ai iôtoroxi ärarrget;.
Eye &é rd IIowxöw Axxaroov rö &xaioux v& Traparéus
tiv tsp toürou Tréparépo Gujrnow e; rö ápºöov II. Arxöv
Axxotiptov, ä» ai iöorx« ärz rast; &évéexx6«piobra«v,
äAX& Yºſova &evxpwise»: «xi ävarrºso.
Äp. 86. sº e. V. % A

“O xxrayopogevo;, äpo áboto, öóvara, örö röv ei: rd


ZS 43 S.
Art. 81.
Das Urtheil ist mit Entssheidungsgründen zu versehen,
und in demselben der anzuwendende Lesetzesartikel
zu allegiren.
- Art. 82.
In jedem Urtheil ist zu gleicher Zeit die Verurthei
lung der unterliegenden Parthei in die Kosten auszu
sprechen, in so weit diese nicht durch ein Verschulden
des Gegners oder eines Anderen verursacht worden sind,
und zwar ohne Unterschied ob die unterliegende Parthei
der Beschuldigte, der bürgerlich Verantwortliche, der
Civilkläger oder Privatankläger gewesen ist.
In demselben Urtheilsind auch diese Kosten zu liquidiren.
Art. 83. -

In demselben Urtheil soll die Restitution der entwen


deten oder sonst bei den Untersuchungsacten befindlichen
Ueberführungsstücke an den Eigenthümer, so wie die
Confiscation in dem Falle ausgesprochen werden, wenn
eine solche in den Gesetzen angeordnet seyn sollte.
Art. 84:
In der Audienz kann nur verurtheilt oder freigespro
ehen, keineswegs aber bloss erklärt werden, dass keine
weitere Verfolgung statt haben solle.
Jedes in der Audienz ausgesprochene Verdammungs
oder Freisprechungsurtheil ist aber, wenn es rechts
kräftig geworden, in der Art definitiv, dass späterhin
auf die abgeurtheilte That nicht mehr zurückgegangen
werden darf, mit Ausnahme desjenigen, was hinsichtlich
der Wiederaufnahme der Untersuchung im Art. 5o2
bestimmt ist,
. Art. 85.
In jedem Strafurtheil ist zugleich über die angebrach
ten privatrechtlichen Ansprüche zu erkennen.
Das Strafgericht ist jedoch berechtigt, die weitere Ver
handlung darüber an das zuständige Civilgericht zu verwei
sen, wenn die Civilansprüche nicht liquid sind, sondern
eine weitere Eroerterung und Ausführunng erheischen.
- Art. 86. -

Ist der Beschuldigte freigesprochen worden, so kann


-
SED- 44 S#
äpdoow 85 xrsbévra rspuopiapóv, v& Trapaçjoy évérov roſ
Ilo»uxos AxxGropioo räg Trept arro muwégscog, ixxvotrotjaso;
x«i Söôºv iôttorzäg ärrattſget; rou.
Ägbo. 87.
Angdavo. ür DXmAo. «araôuxáowrat ei: äromulosw xxi eig
rä ëZoëa wävov zara rä: Trapà röv vóutov ömrö; öpoºéva:
reprträge; (ägbp. 65 z-68).
Äpp. 88.
Tà rpaxrox& tF: auwe3picineto: «xi ärópagt; &uoſ ué räç
ei; rö réphépov traparmpise; xai usra6o).ä; ütroypápowrxt.
évrög 24äpö trapà trávrov röv ei; rºy guirmaw tapeupehévrov
zai ei; tiv ärópzow avurpxzvrov Axxoröv, xai Trapà roſ
Tºapparée; roö Axagrmpov, äri rpooriupéxardv uéypt &a-
xositov ApayuÖv, éréa\\opévp ei; röv Tpapºuaré« roG Axa
ºrmpio', zai ér treßzpxx Trow xarà röv trapa6xwövrov riv
3ärakºv rašrmv traXXYXow.
H aörſ Torv xxraywóoxera, xa örav Jºv govráootovrat
rpaxrxà, 3évéxribera éyYpzpo; h trotvtx ärópxst.
-- Äpbp. 89.
Oi Eaxyye) ei: Ypso:roöw vá isráoat zzrä träg«v Tour
via» ra Ygapix (greffes) röv ei: hv Trepupépetáv rov Axaçn
pitov, vä ße6atóvoa träoav Trap 6xaw & xéoso;, «ai vx
rpoxxXºos rv r".6pmav.
- Äp%. 9o.
Merä rhy árorspároaw tº; aumraso: xxrxrißavrxt äAxt
« Troºs: Trapà r Teaguars roö Ax«Tmpiou, xxi poNärrow
rat it a zoö. - - -

ſozóro; örpapparab: roſ Axxormpiou Ypstasrat và puNär


Ty rä trpaxrxx röv arvtöptcasov k«r rä rporórurx rèv äro
päeetow, zai »à 33y e; röv Eisayyexx xail: rod; &a8xove
rä mroyex äyrypapx «üröv.
'0 x ro; yx xa pº).x röv e; rö Ax«çºiptow trapaxar«rtr
betéoy äroöezrxów xa ä\\ov rearmptow Yoäptow,
Ä69 91.
K«rà r; 3xtás: rh: Ilº).rx; Axovoziat, wä "paxrwä
wzi rä Timrórur« röw äropatow, Tipirat kar ivo, wºba
FD 45 SH
derselbe vor dem Strafgerichte seine privatrechtlichen
Ansprüche aufSchadensersatz, Genugthuung und Kosten
geltend machen, unter der im Art 85 angegebenen Be
schraenkung.
Art. 87.
Oeffentliche Beamte sind nur in den durch die Ge
setze ausdrücklich bestimmten Fallen (Art. 65 und 68)un
Schadensersatz und Kosten zu verurtheilen.
- Art. 88,
Das Sitzungsprotokoll und das Urtheil sollen nebst
den Ä und Abänderungen binnen vier
und zwanzig Stunden von sämmtlichen Richtern, welche
der Verhandlung beigewohnt, und zum Urtheil mitge
wirkt, so wie von dem Geſichtsschreiber unterschrie
ben werden, bei Strafe von einhundert bis zweihundert
Drachmen gegen den Gerichtsschreiber und der Dis
ciplinirung aller zuwiderhandelnden Beamten.
Dieselbe Strafe tritt dann ein, wenn gar kein Preto
koll, oder kein schriftliches Urtheil abgefasst worden ist.
Art. 89
. Die Staatsprocuratoren haben jedes Vierteljahr in
ihrem Bezirke die Gerichsschreibereien zu untersuchen,
jede Zuwiderhandlung durch ein Protokell zu consta
tien, und die Bestrafung zu veranlassen,
Art, 90, -

Nach Beendigung einr Verhandlung sind sºmmt


liche Acten bei dem Gerichtsschreiber des Geichtes
niederzulegen und von diesem zu bewahren, -

Desgleichen hat der Gerichtsschreiber die Sitzungs


protokolle und die Urschrift der Urteile zu bewahren,
und den Staatsprocura or und den Parteien die bºs
gehten Abschriften davon zu ertheilen, -

Endlich ist derselbe auch der Bewahrer der bei Ge


richt zu deponirenden Beweis- und sonstigen Ueber
führungsstücke,
Art. 91, -

Nach Vorschrift des Gesetzbuches über das Civilver


fahren sollen, wie in Civilsachen, jeden Monat die
S. 46 SE
siç rä: TroArx&; Ötrohéoet, vá auößärrovrat, v& äp64övrät
xx & osxiöag, xxi vá wovoYpxpövrat äXAto, ö Tpauuxreb; roü
Ax«3rmpov eiva öreü6vvo öx rä; mg.iaç, kx rutogeirat «a-
ra tiv öérav roS äobgou 26o roö Axx7xoö ópYavatoG.
TMHMA AEYTEPON.
II spi á troë si sog.
A. Te v .x oi óP 9.
Äp. 92.
Oi Axxara Fév eivºx Hºaxºsuévot v& Trapaxo)ouböa vo
ptxob; Xavóva; äroôe sov, äXX& uáXXov treére va äropag
Zo2 xar iôav Tretrobraw, äxoüovre; trpö; roôro rñv poviv
tä: auwetötas6; rov ka 6ömyoüuevo áró rñv #x röw ount
setov rpoxürroug«v ärpostoró).mrcov xiow trepi rig 4xbsia:
röv ºrgaygºrov, Tsp roG &#vorig-ou töv u«prügtov , xai Trépi
ro #ysyYéou röv \ottröv äröeisov.
peiXoov öé va Ex6éroot roö; Xóyou t: Trérot6 ſoéó; rov
si; rºy ärópaaw.
- - Äphp. 93.
Taxupérég« ärošeisto; koa ei: rv rowxhv &tx&txaca»
eivxt:
1. Evôeist,
2. Axxarxi aöroia,
Ivo odórat; röv Foxygarorvogévo,
EYYsapo.,
. OuoXoyia (aveu) roöxarnyogovuévou,
. Magrupég. *-

Äpo. 94.
Ei; rºy rowochv &aôxxoix» arYytoperativ Yéve träv
eiôo: äroöextty Gºv uéatov.
Expegg to Yevtxoſ xavóvo: Ö; Trpö: rv Trapa&oxÄ» tig
ôté. w.xprügtov äroöslecog töre u.óvov Yivera, örav i Baot; toö
Trraiouxro;, roG TXYuuékºuaro; toö xaxougYºuaro; vxt
iôteorºx rt, öroYpétos;.
Ei; rñv trepittroctv rxörmv &tróôet: rfg iôteoroxf: Ötro
Xpeóaeco;, Är: Troonyeirat ri; äéotovou 7rpaket»: , xpverat
xxx& rä; 3xt«et: ro TroxtrºxoS &««ou troó; äróôeo öé
«ü:ñ: rar; r; xotroivo» Treaks», o»YYºoperat ério m; träv
aroösukrxav uécov.
S. 47 SF
Sitzungsprotocolle und die Originalurtheile geheftet,
paginirt und paraphirt werden.
Bei Versehen haftet der Gerichtsschreiber für Scha
densersatz und ist nach Vorschrift des Art. 26o der Ge
richtsordnung zu bestrafen.
ZWEITE ABTHEILUNG.
Beweis. -

I. Allgemeine Bestimmungen.
- - * * Art. 92. -

Die Gerichte sind an keine gesetzlichen Beweisnor


men gebunden; sie sollen vielmehr nach Ueberzeugung
sprechen, und bei Feststellung dieser Ueberzeugung
bloss der Stimme ihres Gewissens, und der aus den
Verhandlungen geschoepften unpartheiischen Ansicht
über die Wahrheit der Thatsachen, die Glaubwürdig
keit der Zeugen und das Gewicht der übrigen Beweise
folgen.
Änoch sind dieselben gehalten, die Gründe ihrer
Ueberzeugung im Urtheile niederzulegen.
Art. 93.
Die Hauptbeweismittel im Strafverfahren sind:
1) lndicien;
2) richterlicher Augenschein;
3) Gutachten der Sachverstaendigen;
4) Urkunden; -

5) Eingestaendniss des Beschuldigten;


6) Zeugen.
Art. 94.
In der Regel ist jede Art von Beweismittel im Straf
verfahren zulaessig.
Eine Ausnahme findet hinsichtlich der Zulaessigkeit
des Zeugenbeweises dann statt, wenn die Grundlage
der Polizeiübertretung, des Vergehens oder Verbre
chens eine Civilverbindlichkeit ist.
In diesem Falle ist der Beweis der einer strafbaren
Handlung vorangehenden Civilverbindlichkeit nach den
Grundsaetzen des Civilrechtes zu beurtheilen. Für den
Beweis der strafbaren That selbst ist aber wieder jedes
Beweismittel zulaessig.
S> 48 S
B'. Ev & i | e . .
Äphp. 95.
f»Be; eivxt räv 8,7 ſys pvauxiv wépaua» usrá revo:
ávrovov rpáZso, öçe vä europſ r; vrsöhe» vä. ovºrspävy
Aoyx6: rp avis raºrm: rſc rpas», regt roö recaro,
h regi row Xöyov roöxar«Aoyuauoſ tragi ris äoórnro; &v-
bpérov rw6;. -

H äxp6r: wriſmo: rotočrov &&ouive» äp.vsrat sie rAw


xplow roö Axxormpiov.
T'. Aör 0 i«.
Ä6p. 96.
ſ; 3xasrxh aüroix stopeirat träa« Zwarx) Tro&ºu, J.
"; 6 Axx7h: irr T. dvaxiasto driXXmAo treibarx ragt
Tſ; inz5: rwoy Tſay crºw & löix; Grºſso, ärouxä
ÄÄ jva h «shna, 8 : Ywºv i civrönt: «ür.
Äſºp. 97.
H aörola dévara và Ya si ºberous royuarx, sie
7ó ävrxisvov 77 xoMaginou Ä # es éatausfo rosa
Tótrow Tpö; vepsaw roi Yopiou (localité).
Ilsp ſº zürºix: Tzima trävrors và awriagara äxe 6Äs
ua TºpixFix sa; ark rüv vºtuov rürov.
A' IIſ «Yº «royv麺ves.
Äpp 98. -

ky ſ «Öroix änar Yvéas a regas, ſäia & are


wä, /sfºyº Ylva a Traºuaia & Mae, rä äraxe
Axart hi in Fé Giva pºsta; ür NMMNa, es rawüro, den
Yººv sºfº, Tzaaaaaaavrat Táre nara räk weegräge ei:
h a "Msows Teſoryva.
Age 99
Häs in ris vanpissa näAmºs a rd. Ausser «dº
ye tº diaitapa wä dagºy way arYéºwas , wa äaaw &'
ſpºsvz wä dass etwa wagärmaises ää räexaw tatei
Tº dmſgie äußsºéva n«fa th Kuhsavssº.
Ae 49 S.
II. Indicien.
- Art. 95. -
Indicien sind Thatsachen, welche mit einer strafba
ren That in natürlichem Zusammenhang stehen, so
dass davon auf die That selbst, oder auf die Person,
welche dieselbe begangen, oder auf die Gründe der
Zurechnung, oder Ädie Ä einer Person ver
nünftiger Weise geschlossen werden kann. -

Die naehere Würdigung solcher Thatsachen ist dem


Ermessen des Gerichtes überlassen. .

III. Augenschein.
- Art. 96. – -

Als richterlicher Augenschein wird jede gerichtliche


Handlung betrachtet, wodurch der Richter oder Un
tersuchungsbeamte durch eigene sinnliche Wahrneh
mung, und zwar ohne Rücksicht darauf, durch wel
chen Sinn die Wahrnehmung geschehen ist, sich vom
Daseyn gewisser Thatsachen überzeugt.
- Art. o7. -

Der Augenschein kann Feronen oder Sachen,


am Gegenstand der strafbaren That oder zur Ausmittel
ung der Localitaet an gewissen Orten vorgenommen
werden. -

Immer ist über den Augenschein ein genaues und


umfassendes Protokoll in gesetzlicher Form abzufassen.
IV. Sachverstaendige.
Art. 98. - -
Erfordert ein Augenschein Kenntnisse und Erfahrun
gen, insbesondere aerztliche, wundaerztliche, chemische
u d. gl. mehr, welche ein Richter oder Untersuchungs
beamter, als solcher nicht zu besitzen pflegt, so sind nach
Umstaenden ein oder mehrere Kunstverstaendige beizu
ziehen. - -

Art. 99. .
Jeder Untersuchungsbeamte und das Gericht selbst
hat das Recht Sachverstaendige zu ernennen, insofern
nicht vom Staate zu gewissen gerichtlichen Beobach
tungen Sachverstaendige nittelst oeſentlichen Amtes an
gestellt sind.
4
ÄD-5o SE
Ägbo. 1oo.
O reayuzroy»égows; 3ivxvrat và, sagóvra rapà röv
&tx&ixov öá re rob; «Örod; %you; d. oö: «x oi Ä
(ägbo. 114), xa reogér éav Yody Eggsgow äuscow &tor
xèy suppégow, äy xx träééohev, ei: rºyé6agºv r; önobiaso,
Ä &v veçöga xxräçaat: rgê ei; droxy rooxstuévos ävbºtſ
Too , Foºyuxro: razif && Gögtepäéo; aöröv, iöio; dä
&v, 6: ixrpo, éôoxz» ei; röv äróbayövra rºvato r; réyyi:
royßorbstav xrA. -

Ägbo. 101. -

IIgºv o Tozyuaroyégovs; äva). 6toc rä; Epyxcia, öoxiCov


ra vóFow röv öruogov örz%). Nov, Tzpä röv öroitov öopi
abgaavº xzö; ä para bºxiabaay troog #xFXioaw roo
Nové Yov.
Ägbo. 102. : . .
“Oéri r; ävxxoiaso; Ygeogs v& Tgorevy &papévo; ei:
rob; FºxYuxroYvówova; Tä trägara , tsp röv öroitev Tºpó
xerx xvito; v ärxyTaoa , «z. va Tºpog faſgy &ars và là
Trapa6)écoaw oüro uyêev röv trgê: ró Tºyºta attatrou.évov,
xxi và öóoto3w äxp,6i xxi ö\ogXsſ? Yvóunv. -

Aöro &é oöro oi TroxyuaroYvópovs: öèv regsopÄovrat ei; uóva


tà tapà röv iri ri, ävxxpiaso; rporeévra ºrtº, mºrgara,
éav ö; éx ri: réY»n; i irgt n; revvo.toow äa XóYou xxi
äXamt gar«.
Äße. Fo3. . . . . .
fl Yvovačörg; röv rgayuxroyvogóvtov treété, exgouté
vov röv Ex rutaetov, v& vxt airto).0Y7.évn.
Exhérovre; o rot ty Yvóury roy öpei\or và pj Tragewei
- / W. » , / W 9 / A

poa evö# Troyuxrx, vx ärope youv rx: Evrpágst: «xi tä;


9 / - «A - / N. -

äopirov; Expezast; xx äxXx: XXzis;, &uvau.éva; và ösyepo


ary ÖTóvoav TºogoToxx; ävertrôetórmro. .
Ä60. 1o4.
Fävér röv #xtujasoy oi ºrgayparovéowe; &apºvös.
ID-51 EK
Art. Ioo.
Die sachversendigen koennen jedoch von den Par
Äheien aus denselben Gründen wie Zeugen (Art. 114) ver
worfen werden, ausserdemaberauchnoch solche Individu
en, welche am Ausgange der Sache ein mittel- oder unmit
telbares, wenn auch nur entferntes Privatinteresse ha
ben, dann solche Personen, welche bei der Entstehung
des Zustandes, in welchem eine Person oder Sache be
sichtigt wird, insbesondere als Aerzte, welche dem Ver
storbenen aerztliche Hülfe leisteten, und dergleichen
mehr thaetig waren. - - ---

Art. IO1.
Ehe Kunstverstaendige ihre Operationen vornehmen,
sind dieselben von den Beamten, welche sie ernannt
haben, zu beeidigen, sie müssten denn schon ein für
allemal zu solchen Geschaeften beeidigt worden seyn.
- Art, Io2.
Der Untersuchungsbeamte soll den Sachverstaendigen
die Fragen, auf deren Beantwortung es hauptsaehlich
ankommt, bestimmt vorlegen, und dahin wirkenc dass
von ihnen nichts zur Sache Dienliches übersehe, und
ein durchaus gründliches und erschoepfendes Gutacht
en abgegeben werde.
Die Sachverstaendigen selbst sind jedoch an die vom
Untersuchungsbeamten ihnen vorgelegten Fragen nicht
ausschliessend gebunden, wenn sie nach ihrer Kunst
oder Wissenschaft auch andere Fragen für wichtig halten.
Art. 1o3. - - -

Das Gutachten der Sachverstaendigen muss, Schaez


zungen ausgenommen, mit Gründen unterstützt seyn.
Sie haben bei Abfassung desselben alle Einmischung
falscher Thatsachen, alle Widersprüche und Unbé
stimmtheiten, so wie alle andere den Verdacht einer
Partheilichkeit oder Ungeschicklichkeit begründende
Maengel zu vermeiden. -

- - Art. IO4.
Sind bei Schaetzungen die Sachverstaendigen hin
sichtlich der Summe verschiedener Meinung, so wird
4"
W
SS. 52 S.
reot rn» troaörmra, Xaußávera tórs é; ßáo: Dax m ix
rävtrapaöröv trpo6\nbetoöv trocorrov. -

Ägbp. 1o5.
Eàvéxrö: röv xrujasov tro\\o Troxyparoywégows; rpoo
x)rbévre; v& Yvouoôorjooo öév coupovög us ä\\/\oy,
röv trXetévoy ipo; vxz. *. -

ÄXXo; &é, rpog bevrat ei; rod; rpo).xéóvra; xx #XXo öÜo


Tro«YuxroYvóuovs, orve, suvöxaxexuevo psr aÖröv repl
roörpäYuaro; Xai «öb; er äxp6sia, xöičova véa Tsp
roöro Yvouröórmaw.
Ex öé xaixarà riv trepirroaw raſt vöy örtágy TXeto
vormpia örréo rwo; Yvóum: , eiva rórs äroôexréx uäAXov
ötréß roS xxrnycoupévou. •
Ä6g. 106. -

E&v Yvo oöórmag röv ToxYuxroYvouóvov vat ääggo,


ärs) : xai ävatwoXöYmro, TPétrava étrçpap ei; rod; idiou,
&& và ävat)rgégow räg XXeis: raörag -
Ägbp. 1o7.
Eav, ärépag: rº. rpäYuaro: aprära äró rvo: rtf
, aT0;, ei: Aógtv toU öTroiou atrºxtºrstrat ôtarrépa trefox,
vög; iôxoügn: réxyn: ärgºunc, äuopiovrax roö\äygov
ü0 éu-treporéYvat. - -

'Agriou övro; roG ägbuoſ röv ºrgayuxroYvouéwov, iävöèv


& vawrzt và Gºupovágogt Trpö; äXXſ)oug, Trpoçibera trapà röw
öraxX Xtov, otºvé; rod; &ópaay, xxi si; trixpurig- -

Tórs vz# # #po: röw trXstävov, é; &v Äro rspurrö: 6


äſthuö; röv TrooyuxroYvogóvtov.
H ärópagt; Yvouoöórma;, &v ouyetäybmxxrä rob;
ôtarera/uévou; türov;, eiva «ar' äváyxmv äroöexr ei; rä.
AxxTiga, a äroreMe &; trö: röttpoxsiusyov Ärmp« re
Asia» zFºek». - " -

Ägbp. I o8.
Tà épy« röv FoxYuaroyvouévoy, Exrö; ri; ei; rö
ägbpov 197 ävasgouévr; Treptºrróoso, eurogoöw và &ev6
vovra rapà roſ in Ä; ävaxpiasto ei: rv Tspirrogw Fé
tajrºv, i Trep roérov ouvrarrouévm #xbeat; Trpéret và üTroYpá
pera Trap «öroö, tragà roſ Teautaréo; roö Axa gov ? äA
S. 53 «Sº

die geringste unter den verschiedenen der von ihnen


angegebenen Summen zu Grunde gelegt.
- Art. 1o5.
Wenn ausser Schaetzungen mehrere Sachverstaendige
beigezogen waren, und diese verschiedener Meinung
sind, so gibt die Stimmenmehrheit den Ausschlag.
Ausserdem sind den vorigen Sachverstaendigen noch
zwei andere beizuziehen, welche mit jenen gemein
schaftlich die Sache noch einmal auf das Genauste zu
erwaegen, und hierauf ein neues Gutachten zu erstat
ten haben. - - - >

Ist auch dabei keine Stimmenmehrheit für eine Mei


nung zu erzielen, so soll diejenige angenommen wer
den, welche den Angeschuldigten am günstigsten ist.
Art. 1o6. -

Wenn das Gutachten der Sachverstaendigen unbe


stimmt, unvollstaendig, oder nicht mit Gründen verse
hen ist, so muss dasselbe zur Hebung dieses Mangels
eben diesen Sachverstaendigen zurückgegeben werden.
Art. 1o7. -

Haengt die Entscheidung Äsche von einer Frage


ab, zu deren Loesung besondere Erfahrung oder der Be
sitz einer eigenen Kunst oder Wissenschaft nothwendig
ist, so sind wenigstens zwei Kunstverstaendige zu er
nennen. Bei gleicher Anzahl von Sachverstaendigen ist,
wenn sie sich nicht vereinigen koennen, von den Beamten,
welche sie ernannt haben, noch ein Obmann beizugeben.
Dann entscheidet wie bei ungleicher Anzahl der Sach
verstaendigen die Mehrheit der Stimmen. Ihr Urtheil
oder Gutachten ist, wenn es in vorschriftmaessiger Form
abgefasst ist, bindend für die Gerichte, und macht hin
sichtlich der Vorfrage vollstaendigen Beweis.
Art. Io8.
Die Operationender Kunstverstaendigen, mit Ausnahme
des in Art. 198 erwaehnten Falles, koennen vom Un
tersuchungsbeamten geleitet werden.
In diesem Falle ist das darüber abzufassende Proto
koll von ihm nebst dem Gerichtsschreiber oder den an
-
FED 54 S.
Xov rtvös röv ei: rö obgov 6o Baxauß«vouéwow öra)X)e»,
Ä röv &óo "sfröeº» (Epp. 73) xai trap ö\cow röv rpay-a-
roYvozévov. V

Äho. 109.
2ovawése toº är tſ: ävaxpireo; eigropoöw oi ºrgxyuxro«
Yvégows; v. rystpös kx x« zuro.; rä; égy«sia ro».
Tórs öe oi äureporéxyx Ypeoroöw và x6éroao YYeºpo
Äw Yvºoëärmsiv ov, và r» ÖToyopog, «ai v& rh»Faszöl
&oow ei; röv &ogigavra «ürod: civ«ºptrixöw üráXXIXov, ört
iréeëztof ouvróuo; örà rö éYYpapov roöro riv Trapáčoow, rhy
brºkºpe “srä roö Teaguarée; roö Axaneiov »ai rävöſe
Maorépov.
% W / * - - e /

Ei: rv trepirrow ros 1o7 Sº a rg«Yuaroyvézows


ºveFYoöw rävrorexarà roöro» röv gérov.
Ägbp. 11o.
Oi unregoryya, zwää, öóvara vá Yomºpsösöst Guy
Ysée: «« &; uégrups, öèv rpoox2\oövrx au»ſo; si; ró äxgo
«rºvo", ä\\uóvov ävaywéaxerx rse rêvéYav «ürów avy
Taxßeſaa éxeg. - -

K. Ö u. eXoyia. -

Ägbº. 1 1 1.
f vártó rtvo; röv r rº; vaxciasco: vártov raG Axa
orsou aüro5 Yevog.évºn xx uè rv avva trefoxv xa rä; Xot
to: Är. Meist sºg voSa« äuo)oyia ärore Asi r) om äró3st».
Aév Fpérret & vá Ärarirat ömrö; ºffe ei; rw Trpoxváxotav
pºre èv ré äxpoarrgiº äuoMoya ro5 xartyooouuévou, äXXi
uóvov v& ävaxotvövtovra et «öröv raptgäpsyov oi Aóyo rf:
x2 Fryo:iz, xx vá Treoaxx)irat và ätavroy ei; rorou; xxi
v3 #xhsam r; ürspxarasto; rä véga xx r&; Treg roérov äro
ôe e; vé». 369 öev Egérz v öro6áXXerat oüro; ei; ori
sº ºrnrx&; (inquisitorische Befragung).
G. M & pr vß s .
Ägbº. 1 12.
fxago, ävev &«FoXF: räso: xa yyov, üroypsoürx owſ
8e: »roözvo; vá u«p:u: #r Axxg miou rg ravrd: rpäy
garo, roö örolov är)aßero S.à rºy do «rod aicias»
HD 55 SF.
deren in Art. 6o genannten Beamten oder den beiden
Zeugen (Art. 73) und sea.nlichen Kunstversaen
digen zu unterzeichnen.
- Art. 1o9.
Mit Zustimmung des Untersuchungsbeamten koennen
die Sachverstaendigen ihre Operationen auch allein vor
nehmen. Dann haben die Kunstverstaendigen ihr Gut
achten schriftlieh abzufassen, zu unterschreiben und die
ses dem Untersuchungsbeamten, der sie ernannt hat, zu
übergeben, welcher sodann nur kurz unter jener Urkun
de diese Uebergabe bestaettiget, und nebst dem Gerichts
schreiber oder den beiden Zeugen unterschreibt.
Im Falle des Art. 1o7 tritt dieses Verfahren immer ein.
- Art. 1 1 Q.
Kunstverstaendige sind, wenn sie nicht zu gleicher
Zeit als Zeugen dienen koennen, in der Regel nicht in
die Audienz zu laden, sondern die über ihre Operatio
nen abgefassten Protokolle zu verlesen.
Y. Eingestaendniss.
Art. 1 1 1.
Ein vor einem Untersuchungsbeamten oder vor Ge
richt selbst abgelegtes, und mit den sonstigen Erfah
rungen und übrigen Beweisen in Uebereinstimmung ste
hendes Eingeständniss ist vollkommen beweisend.
Indessen soll weder im Vorverfahren noch in der Au
dienz auf das Eingestaendniss des Beschuldigten foerinlich
inquirirt, vielmehr bei seiner Vernehmung, ihm lediglich
die Anschuldigungsgründe mitgeheilt, damit die Auf
forderung zur Erklaerung darüber so wie zur Angabe der
Vertheidigungsmittel und der dessfallsigen Beweise ver
bunden, und sich überhaupt aller inquisitorischen Be
fragung enthalten werden. «

- - - WI. Zeügen. *
Art. I 12. -

In der Regel ist Jedermann ohne Unterschied des


Standes und des Geschlechtes verpflichtet, auf Verlangen
über alles dasjenige, was derselbe mit eigenen Sinnen
wahrgenommen hat, gerichtliches Zeugniss zu geben.
Eagoövrat öov oi ei; ra ägpa 1 13 - 1 15ävapepäusyot.
Äpbo. 1 13. -

IIxgäpcows, uawóuevo, xx ß)ax; 8évésráovrat, ër roy


1. äxuéas», uÄrs sº riy Troxvá.pvatv u.firs v. r äxgoatºpp.
Ägbo. I 14.
Ävóvre: xx xxrvávre; Guyysweiç, ä3expo xai äôeXpa, Tex
rguo, umrevai, «a rpoyovo , évºſ z. Yº": Trevisgö; xxi
W . .“ M. º / - B
Tsv6spä, Yuvaxxôexpo %QL Yuvaxaôéxpa, ävô:4ösApot xai äv
êpaôéxpa, Yapépo: r äôeap à vºur är 23s)pé to «zrm
Yopougévou &évêeräovra sig rñviv ré Xpoarmgip &tx&xa
oiav, xx && roGroöèv rpooxaXoövrat travrar«ow äAX &v oü
rot serásbmaav ävev vavréasco: roſ Eig«Yyexéco«, h roöxarm
Yoouuéyov, ÄroöxoArxö: éváyovro, i roö ö örouxaryópov,
i Öix" öév bsopetrat é: äxupoç.
IIgö: &ao Pago» ti: Tobiaso; oi eigngévot dräovrat ei:
rºy trooaváxototy.
Äpp. 1 15.
Aé» ésräovrat oürs ei: rv rpoaváxptsºv oürs Ev r äxpo
armpip:
1. Oi ix roſ «Xipov é; rpö: #xsiva, rä öroia Yvogov
do; ëx r; éogo\oyitso: -

2 Suviyopot h &xaçxo évriXirrops; &; trºö; Exsiva, rä.


öttoix &tstarsü6msav ei: «ürod: é: govnyópov; xai ävrix irropa:
3. Amuóao örä\\n\ot 6: rpö: rä uugxä r; öruogiov
örpesa; rºov, xaß öaov Ku6épyns; &éy guyYogs tiv égé
r«aty «üröy.
Äphp. 1 16.
Äveu Baa A. auveuôoxſtsa; &v Toogax)oövrat é: päpruge;
ßxa)éraröe, äXA öpxovra wa ésräovrat war oxov, höé
uxgrupia rov ävaywóaxerx, Yevog.évm; Tsp toürov arjaso,
šv ré äxpoarmgip, tr Trow äxupérnro; rñ: 82öxagia.
- Ägbo. 1 17.
-

Fäv ei: rv repirroaw roſ rponyovuévou äg620 1 16 guy


Yoon6 h ëv tſ äxpoarmgip ééragt;, Trgo öopierat eiç ré
«öró BaaN, Aar«Yua xai ö rgöto, «böv o sºlvo ßas
SE> 57 Es /

Ausgenommen sind blos die in Art. 113-115 genann


ten Personen.
Art. 1 13.
Rasende, Wahnsinnige und Bloedsinnige sollen bei
Strafe der Nichtigkeit weder im Vor-noch im Audienz
verfahren vernommen werden.
Art. 1 14.
Ascendenten und Descendenten, Geschwister, Stiefeltern
und Stiefkinder, Mann und Frau, Schwiegerältern, Schwa
ger und Schwaegerin des Beschuldigten sollen im Audienz
verfahren nicht vernommen, und daher gar nicht vor
geladen werden. Sind dieselben aber dennoch vernom
men worden, ohne dass sich weder der Staatsprocurator
noch der Beschuldigte oder die Civilparthei oder der
Privatanklaeger dagegen gesetzt haette, so ist das Verfah
ren keineswegs als nichtig zu betrachten.
Zum Behufe der Instruction der Sache koennen diese
Personen im Vorverfahren vernommen werden.
Art. I 15. -

Weder im Vorverfahren noch in der Audienz sollen


vernommen werden:
1) Geistliche in Ansehung dessen, was ihnen in der
Beichte anvertraut worden ist;
2) Vertheidiger oder gerichtliche Beistaende hinsicht
lich dessen, was ihnen in dieser Eigenschaft anvertraut
worden ist;
3) Staatsbeamte in Beziehung auf Amtsgeheimnisse, in
sofern nicht die Staatsregierung die Vernehmung ge
Stattet. Art. 1 16.
Ohne Koenigliche Genehmigung sollen Koenigliche
Prinzen und Prinzessinen zur Vernehmung als Zeugen
nicht vorgeladen, sondern in ihren Wohnungen beeidigt
und vernommen, bei Strafe der Nichtigkeit des Verfah
rens aber, wenn es begehrt wird, ihre Deposition in der
Audienz vorgelesen werden.
Art. 1 17. -
Wenn im Falle des vorhergehenden Art. 116 die
Genehmigung zur Vernehmung in der Audienz ertheilt
worden ist, so soll in demselben Koeniglichen Decrete das
S. 58 S.

Aératès: rgosx«) üvrx xx éeräovrat vônzosix ows&pässt.


Äpp. 1 18.
Tgauuaré; r; Erxgxreix, Foxrägya (généraux comman
dant en chef), Eisayye) :, Nouägyx xx Ipécés, Ä Yºot
ei; Zéva: «öxx; &n)oarx& To Yuarx érrerpaugévot IIgáxro
; † IIpósvo, Tºgoaxx)oCvrx xx isráovrx xxrà roö; Govº
j vop.ip-ou; rórroug, é&v rpóxeira vx Xm,6 uagruex rov
s; röv 76:rov roG öopatoG rov, Äöttou xx:& repaar» &tx
rgêova.
Ä%. 1 19.
otº:e
rd rººgs» äo» II 8 zappºro
/ »/ 9. /
3gas/

üträXXr).0, #2.v Troxetra va ésragheav ö: uxo:ues: karx rwx


trgo«vºzgºv, Y op.evny éxrö; roö róro) sv xabsôpsöopatv Ä.
xarä a gºttroaty &2:06ouay, Sercovrat é,62 öxrgêova, xxi
- % /

1. Oi uév Teaugars: rſc Erzgarei«;, oi 2:parágya, o.


Egayye Asi: «« Nogºp/a, Trzä. töy tax rxÖv ër ri; äwaxoi
oeko. ür«A Nov roüróToo h ri; Traºxa“
2. O &é IIpéaße;,- ? äX)o &t)toparxo IIgäxrops: xxt
rpſeyo, örö röv éri roörpTapà rñ: Er r; Axxtogévm; Toxº
Parex; 30gopºvov. -

e »*, / M

Ü iérag; Yiwara kata ro); sovizt; vo“ wou: Fürouz, äxx'


švéextoc, xx # #xhsat ri: Es rägsco; Tréu. Terz göz sº rä » A
/ 7 7 «. » /

«aariga h si: ro; Er ig ävaxpiasto öraXNſ)ou;, Tra? Ö"


ÄeXs .ºrmſ.

Ä%. 12a.
Fºx oi ei: td Ägſgow 18 ävapepóuevo &npéro üráXY»)ot
Troixsrat vá israoßsgv é; p props; er ömpooix: Guységé
- / % Y . . . . . / / - A /

seto, Yvouéyn; #xrö; roö rórov v .. xaßeöpejougv # kxrä güt


wroovöx pEouaw,
I. E.; uèv r& Axxg7ägt« röv KaxoupyoôxÖ» TroooxxXbÖv
Tx xz. Z:äovra zarà roö: aovºbst; vouiuou; rötcou: öÜ
vavz ö ...; vá. Ärz) Xaybögt TÄg Suavigs»; &ä Bag). Ax
-- rIn ." -Ä. N. . ºf f » /

TaYaro, Tºrs ôe 7 s)/Yºzg; abray afruſta avaywooxera,


- AB 59 S
Ceremoniel festgesetzt werden, wie jene Personen in
die oeffentliche Sitzung einzuladen und daselbst zu ver
nehmen sind. -

Art. 1 18.
Staatssecretaere, en chef commandirende Generale,
Staats- und Generalprocuratoren, Nomarchen und Ge
sandten, oder andere an fremden Hoefen accreditirte di
plomatische Agenten oder Consuln sollen in den ge
woehnlichen gesetzlichen Formen
- - - -
vorgeladen und ver
nommen werden, wenn die Zeugenvernehmung an den
Orte ihrer Bestimmung, oder wo sie sich Zufaelliger Wei
se aufhalten, vorzunehmen ist. -

- Art. 1 19.
Sollen die im vorigen Art. 1 18 genannten Beamten in
dem Vorverfahren an einem andern Orte, als wo sie
ihren Amtssitz oder ihren zufaelligen Aufenthalt haben,
als Zeugen vernommen werden, so sind sie an ihrem
Aufenthaltsorte zu vernehmen, und zwar:
1) die Staatssecretaere, en chef commandirende Gene
rale, Staats-und Generalprocuratoren und Nomarchen
von den gewoehnlichen Untersuchungsbeamten des Ortes
oder Bezirkes;
2) die Gesandten, oder anderen diplomatischen Agen
ten und Consuln von den durch das Justizministerium
zu bezeichnenden Beamten.
"Die Vernehmung geschieht in den gewoehnlichen ge
setzlichen Formen, aber eidlich, und das Untersuchungs
protokoll ist wohl verwahrt an die requirirenden Ge
richte oder Untersuchungsbeamten zu überschicken.
Art. I 2o.
Sollen die im Art. 118 genannten Beamten an einem
andern Orte, als wo sie ihren Amtssitz oder ihren zu
fälligen Aufenthalt haben, als Zeugen in einer oeffentlichen
Sitzung vernommen werden, so sind dieselben:
1) bei Assisenverhandlungen in den gewoehnliehen
esetzlichen Formen vorzuladen und zu vernehmen.
Ä ein Koenigliches Decret koennen sie jedoch von
dem Erscheinen dispensirt werden. In diesem Falle ist
sodann wenn es begehrt wird, bei Strafe der Nichtigkeit
Yevouévmg tregi roürou alriges;, v. rº öxpoärmig, étri trow,
äxupórmro; rñ; &txôxxoix;"
2. Ei; öxa rä Xora IIow.x& Axxoriot« ôèv Trpoaxx)eöv
rat và up«vc6öow «ürorgosóro, ävaywóoxovrat öé, Yevo
uévm; Trépi roérou airſostog, «i éYYpapot aöröv ſaßrvoix, êrt
trow äxopórnro; rh: öxöxxciaç.
Ägbo. I 2 [.
Oi év r äxpoarmpig eraobmoögevot uáprupé: Ypstoçoiv,
Trpºv i ägyigg h Zéragt;, và öpxoböa öruogico: ri roö Eöxy
Y)iou, ört bé\ouvöu) ſoet äpó6to: xa äraböc, xai ört bé\ovº
sire ö).mv rñv ä) bea» x« uó»my riv ä) bea».
Eävö uápru; Tresoésüy beyoxeixv rwä ävaYvopouévyv trap&
ri; Koéepvjoso;, Äxai uóvov ävexrºv, Trapà r öroix vevóut
G0l. i.shz. iöxitspó, r; roGöpxe36x r2öro;, #xst xſpo;
xx oüro; ei; tiv trovxiv äix v.
Äpp. 122. Y

Ävouori ésräovrat év r äxpoarmpi xai ei: riv Treo


aváxptow:
1. II«iZe; veórepot röv &exareogáptow éröv“
2. Karaôxaouévot évºxx xxxoupy garo: Ä rwo; röv év
"rog ä6pot; 22 xa 23 roS IIowxoſ Nóuov ävapegouévtov
t)muus).ru ärov“ -

3. Oi troXtrxö váyovre.
Eav öuto: oi eigmuávo bexa» öoxabf, umôevº: Svavrov.évo",
-/ A - f »/
Höxötxasia öèv betoßsira bç äxupoç.
Ägbo. I 23.
e / W 66 -/ º /

Oi uéXXowrs; và äxavaßógy &; uáprugs; ei; riv rpo«váxpav,


W t / e -/

Fiôous povov rºy && Ystpai«g örógyeow, örogluvmoxóuevo.


Tsp roö öpxov, röv örcio» béXoov &öse iv r äxpoarmgip. y / A.
y W 3/ W

o er« äge 14 x« 122 äyapspóuevo är«XMärrora


xai ri; && Yspaa; ÖTrooyéoso.
e
-

A
Ägbp. I24.
A. -'
H xarä riv trpoaváxptow #voxo; ééragt; auYytopeirat ka:
éaigsaw, zrd; rêv ei; ä ägbpa 116, 119 xa 120 beglévºy
v A - - % / /

rsperrósov, a öra» rpooé ix tº: va60)7: Trixera iv


öovo; öa ß«psay vögow hôtà rö ßxbö Yºga; rêv (zgrüß",
-".
IS- 61 es
des Verfahrens ihre schriftliche Deposition in der Au
.
dienz zu verlesen; . . . .
2) bei allen übrigen trafgerichten hat ihre persoen
liche Vorladung nicht statt, vielmehr sind auf Begehren
bei Strafe der Nichtigkeit des Verfahrens die schriftlich
en Depositionen zu verlesen. - - - - - - - - - ---
Art. I 2 I.
Die in der Audienz zu vernehmenden Zeugen haben
vor dem Anfange der Befragung effentlich auf das Evan
gelium zu schwoeren: ohne Furcht und Hass reden, die
ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit sagen zu
wollen.
Bekennt sich der Zeuge zu einer vom Staate anerkann
ten oder auch bloss geduldeten Confession, bei welcher
eine besondere Eides-oder Bethehrungsformel gesetz
lich oder hergebracht ist, so gilt diese auch im Straf
werfahren. - - - - - - - - - - - - - *- *-
- .
- Art. 122.
Unbeeidigt sind in der Audienz, wie im Vorverfahren
zu vernehmen: - 5. -

1) Kinder unter vierzehn Jahren; -


2) wegen eines Verbrechens, oder eines der im Art. 22
und 23 des Strafgesetzbuches genannten Vergehen Ver
urtheilte;
3) die Civilparthei.
Sind diese Personen aber dennoch beeidigt worden,
ohne dass sich eine Parthei dagegen gesezt haette, so soll.
das Verfahren nicht als nichtig betrachtet werden."
. - Art. 123.
Die im Vorverfahren zu vernehmenden Zeugen haben
blosses Handgelübde abzulegen, und sind an den in der
Audienz zu leistenden Eid zu erinnern. Bei ÄÄÄt
I 14 und 122 genannten Personen cessirt auch das Ha
gelübde. -
Art. 124. -
Ausnahmsweise ist die eidliche Vernehmung im Vor
verfahren, ausser den im Art. 1 16 und 12o be
stimmten Fällen, auch noch bei solchen Zeugen gestat
tet, bei welchen entweder wegen schwerer Krankheit
FS- 62 &#
- f - - » - - » aº – ---

Göray i ei: rö Expoarotav supxvvot: «üro» vx &vépixrog–


v A % ". - tv. A * */ 4 -.

&x rivé» äXXoðatt öarpéry rºov, & XX« totaÖra xus »

Xbºxta. -
;
! .. ,
Karà rä; reprrréost: raira; ävaywóczera, yeyouéym ist
/ » / sy / º - 9 f
"rojrou ar/Géco;, ' eYYoapo Paprupt« ev rp «xpoarmptp éri
trow äxvpörmro; ri; öxôxasia. -

Ägbo. 125.
Ö uépru, Tºv pxprugſaf, porärat regt roö ö öuxro: xx
roö irovöw.ov, roö rórov r; Ys»v geo;, rº; waruxia: , 7:
WAxix; xaiti; braxsix; rou. -

Ägbº. 126.
1ägrue; êeräÄoyra xabei; Ytop & , xxi et; r» Trpoa
Oi
váxpaw, u. Trapóvro; roS xxtryrouvévou.
Ngairo; xai ö xxrmyopop.evo; Estáerat v ärovaix zöw
W. -

uaprögov, xx xxxx rä é tſ äggo 1 1 1 darsraYuéva.


Aóvxvra & o p. prugs, örav Toiro Hwa ärxgatºrtes ävay
xaiow Teö; röv oxotröv r; &ixne, vä ävreer&ovtx. red; röv
xxxxyopoſºsvoy xx xxtä tiv roaváxpow aütjv.
Äbg. 127.
II«exretarx« sorge, «ab 3: Exrbevrat xXxpéävov
rat &; ä) 6Ä To Yuarx u.ºtto öuc).0Yºhévra Tropé roö Ä
pévou, i prºxér eiguéva trag2 to pºgrogo;, i « Troix öx
. rvörrivaüt Ö» otſ.agiav öovavrat vx Tapery/6a, 3èv trgé
xst uire ei: vöw trpörov iſrs si; row ösérepov v& Trpo6äX.tovrat.
Ähp. I 28. * -

Okpläprupe; zai utretporéyyat, zv rö Ärar sow, ätro


-- - W f - - - -

xarà thv vóutuov öxrigºraw Fix r& éoô« rig


mutovvrat
öottoix, rpopc, kai && riv Yeovo:péry rtov.
Tà troaöv rpomöopſera eöbb; perä tiv #racw tragà röv
3xagrxêv öraxX Xovi Trapà roS Axxgºgiov, örovoi uépru
s; Äsräovrat, äropévto: vpév r rpoavaxgios Tzpº roſ ni
tº: vazzige», vös r äxpoarme rapà roy Traozarºdino»
roſ IIgoé8pov. - - - -
*. HS- 63 S.
oder hohen Alters auf dem Verzuge Gefahr haftet, oder
wegen Aufenthalts im Auslande, oder anderer ähnlicher
Hindernisse das Erscheinen im Audienzverfahren nicht
zu bewirken ist. -

In diesen Fällen soll die schriftliche Deposition auf


Begehren beiverlesen
der Audienz Strafe der Nichtigkeit des Verfahrens
werden. - A
in - .

- - - - -
Art. 125. - - - - -

Ehe ein Zeuge deponirt, ist derselbe nach seinem Vor


und Zunamen, Gebürts-und Wohnort, Alter und Reli
gion zu befragen. -
- - Art. 126. -

Die Zeugen sind immer einzeln, und im Vorverfahren


ausser der Gegenwart des Beschuldigten zu vernehmen.
Ebenso auch der Beschuldigte in Abwesenheit der
Zeugen, und nach Vorschrift des Art. 1 1 .
Wo es der Zweck des Verfahrensumumgänglich erfordert,
dürfen jedoch auch schon im Vorverfahren die Zeugen
mit dem Beschuldigten confrontirt werden. - -
Art. 127. .
Verfängliche Fragen, in welchen eine von dem Be
schuldigten noch nicht eingestandene, oder von dem
Zeugen noch nicht angegebene Thatsache als wahr vor
ausgesetzt oder angenommen wird, oder welche wegen
ihrer doppelsinnigen Bedeutung missverstanden werden
koennen, dürfen an den einen oder anderen nicht gestellt
werden. . . . . .
- - - . -- - - - - - - - *. S

. . . Art. 128. - -
Für Reise-, Zehrungs- und Versaeumnisskosten ist den
Zeugen und Kunstverständigen, wenn sie es begehren,
nach dem gesezlichen Tarif Vergütung zu leisten.
Der Betrag ist sogleich nach der Vernehmung von .
den Gerichtspersonen oder dem Gerichte, wo dieselben
vernommen worden, anzuweisen, also von dem Unter
suchungsbeamten im Vorverfahren, und, wenn von einer
Vernehmung in der Audienz die Rede ist, von dem Po
lizeirichter oder den Praesidenten. -

Die Anweisung ist unter die Ladung zu setzen, wenn


S. 64 S.
» –» - V. - - f W.

H Feg r; Trºpopſ: &aray angewürzt örö rv ºrgóax)y-


g», ä, örtágyy trºësxXma; YYoxos äXXto: dé, ei; Yoggöv
püAXov
Ägbº. 129.
Eáv rç röv xxrºyopoupévoy i uaprégov v«t xopd; ? -
Xaxo, ? xopö: «« äaaxo: vraurº, XXá eigst vá Ygäpy,
róre ei; rs rñv Treoaváxpsw «a ei: tö äxpoxrigtov ö)a ai épo
Tjost; xai äA).at Traparmpige karxYpäpovrat Trapà roſ Tpau
/ - e M 1 / » - I » W.

paréto: roö AxaTºkio», oi öé eignévot änxvrös» si; «örà;


äYYpäpog.
Ei; rö äxpoxripo, Yevouévm; iraso, ävaywóoxovra träv
s« éri trow äxvörtrog ri; öxôxagia. -

Äpp. 13o.
Fà» oix»po ? o. ä.)«No, i di xt»po Evrauré xx xxxo
xar"Yopoügevo, Ä wärºße, va ätspot roſ Ypäpew, öopie
Tat évexa rojrov épºnved, ei; uéy riv Toaváxpaty Trapá rot
ävaxproö, ei: öé ró zºozripow Trag& roö IIgoéðgou To Axx
gmsioo si; &Xa; ôé rä; Trepttrréoss, x«6 &; oi uáprupe: Yße»-
çoöv vá üToYpäptoo, Trérst vá ü7roYoäperat i Exbsat: kai tap&
roö épunvét».
Tö «öröYivsrat xai örav oixxrºyooéuevo xx oi uáprupé:
öè»Hvat Zyxoxrsi; ri: EXAmvtxÄg YAógams. -

Äphp. 1 G1. 4

Oi éeurve; oö.ro öèv rpére, ºr trow äxupérºro, vá vat


éx röv xxr"Yopouvévov, avvnyópov, Paprügtov, # Axxgöv, oööé
va & optowra Gowawoet to «armyopouuévov h roſ Eioay
Ye).éog.
Äpp. 132.
II&; &áöxo;, étropévo; xx ö Eisayyexed, Ye rö 8xatov
và ap röy öopabévra ºpyéa, &ä roü abroö. AóYou, öx
Tod; öroiov; öúvavra vá èzpövra o Troxyarovépaves
(ägbo. 1oo). - - -

IIept ri; éapégeoç rarm; si; (iv rºv trgoxvºxpaw ätro


paoie ö ri r; ävaxpiasto;, vöé r äxpoarmeitº Mov rd
Ax«grºßtov. -
ÄS-65-SE:

eine schriftliche Ladung vorliegt, sonst auf ein eigenes


Blatt. -

Art. 129.
Ist einer der Besehuldigten oder Zeugen taub oder
stumm, oder taubstumm, aber des Schreibens kundig,
so sind sowohl im Vorverfahren als in der Audienz alle
Fragen und sonstigen Bemerkungen von dem Gerichts
schreiber niederzuschreiben, und von dem Tauben oder
Stummen, oder Taubstummen schriftlich zu beantworten.
In der Audienz soll auf Begehren alles bei Strafe der
Nichtigkeit des Verfahrens vorgelesen werden.
Art. 13o.
Sind die tauben oder stummen, oder taubstummen
Beschuldigten oder Zeugen des Schreibens unkundig, so
ist ein Dollmetscher für dieselben zu ernennen, und zwar
im Vorverfahren vom Untersuchungsbeamten und in der
Audienz von dem den Vorsitz führenden Richter. In allen
den Fällen, in welchen die Zeugen zu unterschreiben
haben, ist sodann auch von dem Dollmetscher das Pro
tokoll zu unterzeichnen.

Dasselbe gilt von Beschuldigten und Zeugen, welche


der griechischen Sprache nicht mächtig sind.
Art. 131.

Diese Dollmetscher dürfen bei Strafe der Nichtigkeit


nicht aus den Beschuldigten, Vertheidigern, Zeugen, oder
Richtern genommen werden, sogar nicht mit Zustimmung
des Beschuldigten oder Staatsprocurators.
Art. 132.
Jede Parthei, also auch der Staatsprocurator, hat das
Recht den ernannten Dolmetscher zu recusiren, aus der -
selben Gründen, wesswegen Sachverständige verworfen
werden dürfen. (Art. 1oo.)
Im Vorverfahren hat darüber der Untersuchungsbe
amte zuerkennen, im Audienzverfahren das ganze Gericht.
- - 5
ÄS- 66 «S
Age I 33.
IIeorot ägyiator röépyov rov oi épumve: ÖtroYpsolvrat
rxp& roGötopioavro; «üroöç örxXX Aou v& öpxto6öarv ört 6é
Aouvxäuet tr; vôtspu vejgw.
Z'. E «béo et : « « ä AX a éyyp «p «.
Äp6p. 134.
Ö)« aixarà rod: rpooixovra; türou: auwrerayuva ixbéast:
rèv öraXX ſ\tov, öoot éxouv rö öxaicopa v& ße6atóvoa xaiva
ävxxivoa Tr:«auarx, Tr) muus) juxta, ÄxaxoupYºuxr«, éYouv
d: rpô; tº Treptsyóuevóv rov igyöv äroôeiésto; uéYptg örou äro
Jay6 Tö vawriov.
H äp»ma; röv Trepteyou.évtov &èv apxpe uóvm riv Trep rºv
äróästw gYüv rºov. -

ÄXX« éYYPapa 6scopoövrat é; Äroôeie;, örav Yvmatórm:


rov vat ävaupa6ñrro;.
TMHMA TPITON.
II : 0 a v & xp to . .
KEqHAAAION IIPQTON.
Ilooxxrapxruch váxptat; röv i rayYéºuxro: xarx3toxrécov ätoroivo»
Trpákstov.
A. Tövr r a tºu & ro) v.
1. Avax : 7 xai Aſ Y«i.
Ägſp. I 35.
O äguó&ot Azuvóuo i Aºuayo i Argaxxo IIápsôpot
éyou.at ôxaioux xxi Ypsoçoöv, Ärot aörer«YYéXro; #xxr éy
xxx3w | xaraujvvor», v& vegYoöv rä troö ße6xio7w röv
Trzºsarºw. . /

2. EYYp «po: rpo «y & x?t s ..


- gü0. 1 JO.
Ai vºr rponyouuéve ägpp eigngévat Frvoºxai Axa
&üvxvra, X26oºga uivvatvºrpopogxiv YYeapov, ? zzi
«ürsraYYéro:, vá au\\éyoc. t)mpopopia; rägt rñ; ävaxpréa
Trpasto: xxi Trep roö Trpčavro;, và Éerácoat wáprupa: xxi
xaryopoupévou; aovo Truxö;, vä usra6aivoow ei; rév rórov
&& va Traparmpöow aöroe rà trpäYuara, và xxraxzuſävogt
rä tregripta éYYpapa, vá xáuvoot» Äraxist: «ar oxov, »
ävi Móyp và awabpoos rä; regt ri; rpäeo: xxi roö Teä
Zavro; äv«Yxaia; äroösis;.
Ae 67 S
- Art. 133.
Ehe die Dolmetscher beginnen, sind dieselben zur
getreulichen Uebertragung von dem Beamten, welcher
sie ernannt hat, zu beeidigen.
VII. Protokolle und andere Urkunden.
Art. 134.
Alle in gehoeriger Form abgefasste Protokolle derjeni
gen Beamten, welchen das Recht zusteht, Polizeiüber
tretungen, Vergehen, oder Verbrechen zu constatiren,
und zu untersuchen, haben hinsichtlich ihres Inhaltes
Beweiskraft bis zum Beweise des Gegentheiles.
Das blosse Ablaeugnen des Inhaltes benimmt noch nicht
ihre Beweiskraft. -

Andere Urkunden beweisen nur dann, wenn ihre


Aechtheit ausser Zweifel ist.
DRITTE ABTHEILUNG.
Vorverfahren.
ERSTES CAPITEL.
Vorlaeufige Untersuchung bei den von Amtswegen zu verfolgenden
strafbaren Handlungen.
4) Bei Polizeiübertretungen.
I. Untersuchende Behaerden.
Art. 135.
Die zuständigen Polizeicommissäre oder Bürgermeister
oder Adjuncte sind berechtigt und verpflichtet, entweder
von Amtswegen oder auf Beschwerde oder aufgeschehene
Denunciation hin, Polizeiübertretungen zu constatiren.
II. Schriftliches Vorverfahren.
Art. 136.
Auf erhaltene mündliche oder schriftliche Anzeige
oder auch von Amtswegen koennen die im vorigen Arti
kel genannten Polizeibehoerden über die zu unter
suchende That und den Thäter Erkundigungen einziehen,
Zeugen und Beschuldigte summarisch vernehmen, sich
an Ort und Stelle begeben, um den noethigen Augen
schein einzunehmen, die Ueberführungsstücke in Be
schlag nehmen, Hausvisitationen halten, kurz die erfor
derlichen Beweise hinsichtlich der That und des Thäters
sammeln.
-
5“
S 68 SF
Ilspi trávrov roérov troéret vä ouvrágger« #xbeg; äxpéſg
Äpp. 137.
Eri Trapa6ägelov röv trepi xar«Yojosco; roö rüxov xai ri;
ß. Xtsu Topixg öpov oö Horvtxoö Nóuov, «i ei; ré ägbpov 135
ôtaxau,6xvóuevx &guvouxai Agya Ypeogoöv v& xxr«Xav6á
voa a si; 70 ägbpov 535 iöa. 2 xa ägpov 536 öap. 2
roL IIowxoÖ Nógoo äwapspóueva ävrtxeusya, xx và rä pu).är
root roogopwo;.
H ei; ró ägópov 542 éöxp. 3 roS IIowxoG Nóuoo öareray
uérm trgogogwi traGot; roö ägyoxx6ou pruepiöo: rw.dg h Trepto
ôuxoS duyYpxuuxro; ôtarcaosrat trag aÖroö. TrpoYeiſo.
IIestt).éov Ypsoaroöcw oÖro, karà rvös row roö Treonym
6évro; äggov 136, và goX)éytos rä örtágyovra äroöstrry &
#YYpapa, v& ésrácoat auvorrxó; rob; uºptopa: , öoot öév«v-
rx v& öéoog trºmgopopixg regi roö ysyovózog, «abè»; «a rod:
xaryopovuévou:, k« taÖrx trävrz vá üro6&XXoav ögov ráy
ga ei; röv trapà roi II:xguarošixa: &ºuéatow «x: Yopov,
v& eiaºyoow «üro tv üTröbsat» si; tö öxpo«rigov.

Äpbp. 1 38.
Mágrube: «x xxryogoiſ.evot öév xXx rs owrx étrail.co; eig
riv ºrgo«váxpaw, äXX& xxxoövra uóvov dä cºote.
Méupavögevot öövavra. «« ßxio; vá äyböa.
Ägbg. 139.
Aixxt oxov #peova kx aix«zaºyégst: Zóvayrx và yevö
st uóvov tri Trapo»gix
Toj Eignvoôixo. j roS Anwägyou 7 roS

Anuxgyxoö IIapéºpov, # #XXou trvö; röv Er ri; ävxxpiasco;


j Zé ét roſtp ouvrxggogevm éxegt; GovutroYpäpsrat «xi traf
xÖröv.

Ä66. 14o.
E: traigp«r«, rpogoéusvapéxpátmow, & vavrx và &op
Lea va pº)oxiast: oi Äguvuo, oi Augpyo «a o IIápeöeot
«Ö Öv, x«hèo: xx xxaro: röv irri ri; &vaxgigeo; , ör&» of
Tºgº z»rs; ºux)rphöct» än aöropécts &XX o pvXaxtobévre;
treérs vá isragböa Tapxygipa, xxi perä. sixootréooxcº: Öpx;
tö ToNÖ và etcayböctv ei; rö Axxarooy i vá äroAv6öow é».
rig puXaxis.
4 - SE> 69 S.
Ueber das Ganze ist eingehoeriges Protokoll abzufassen,
Art. 137. -

Bei Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen des


Strafgesetzbuches, den Missbrauch der Presseund des Han
dels mit Schriften betreffend, haben die in Art. 135 ge
nannten Polizeibehoerden, die in Art. 535 Absatz 2, und
Art. 536 Absatz 2 des Strafgesetzbuches bezeichneten Ge
genstände sogleich mit Beschlag zu belegen, und einst
weilen zu verwahren.
Die im Art. 542 Absatz 3 des Strafgesetzbuches
anbefohlene Einstellung des Unternehmens einer Zeitung
oder periodischen Schrift ist von ihnen vorsorglich zu
verfügen. -

Im übrigen haben dieselben nach Vorschrift des vor


igen Art. 136 die vorhandenen Beweisstücke zu sam
meln, die Zeugen, welche über den Vorfäll Aufschluss
geben koennen, so wie die Beschuldigten summarisch zu
vernehmen, und alles dieses dem oeffentlichen Ankläger
bei dem Polizeigericht schleunigst vorzulegen, oder die
Sache selbst in die Audienz zu bringen.
Art. 138.
Zeugen und Beschuldigte werden im Vorverfahren
nicht foermlich geladen, sondern nur mündlich vorgerufen.
Erscheinen sie nicht, so koennen dieselben mit Gewalt
vorgeführt werden. Art. 139.
Hausvisitationen und Beschlagnahmen, sollen nur in
Gegenwart des Friedensrichters oder des Bürgermeisters
oder Adjuncten oder eines andern Untersuchungsbeamten
vorgenommen, und das darüber aufzusetzende Protokoll
auch von ihnen mitunterzeichnet werden.
Art. 140.
Bei Polizeiübertretungen, auf welchen Arreststrafe
steht, koennen Polizeicommissäre, Bürgermeister und ihre
Adjuncte so wie jeder Untersuchungsbeamte auch Ver
haftungen vornehmen, wenn die Thäter auf frischer That
ergriffen werden. Allein die Verhafteten müssen auf der
Stelle verhoert, und nach längstens vier uud zwanzig
Stunden vor Gericht gestellt, oder wieder aus dem Ge
fängniss entlassen werden.
se- 7o Es
Äpóp. 141.
Exrö: ri: regtréaeo: roö TrpomYouuévou äp6pou 14o Jóva
rat «zi ö Epºvoôx; vá &arax rºy rpogopviv xpármoo ei:
rºv trepirrogy röv ä06pov 519-524, 526-528, 663, 664,
666, 673, 688 xa räw ebgow 689,693 xai 699 roö IIo
vtxoö Nóuou, Eav v«t pó60; Evreüsco; ué ä\\ou: auwevóYou;,
äv ÖträgYm via töv ei; rö ägópov 2o8 äpbu. 2-4 äv«pepoué
vov Trepttróosov.
Töre öe trpárrovrat rä v roi; äg6pot; 2o9 xai 236 bptau.é-
va gé uóvrºv rivôtagoXiv, ört rä xei Trep roö Avaxproſ xai
to Toaut.xréco; roö Axagmpiou, Trepi roG Xuu6ouXiov xai roö.
Eig«YysXéto: epmuéva, épapuöLovrat érion; ei; röv Eignvoô
xmv, röv Teauuaréa roö Axaçmpiou röv IIrxguaroöxčov, xa?
röv Trap aüro; öttopouévov ömuóotov xaryopov. -

H ärri Trpostoptvöv äro)öostov trapaxararbeuévm yyémat:


öèv Trpérret e; rotaüra; Trepttrróast; va vat xartorépa "röv
Trevrºxovra Apay Öv.

Ägbe. 142.
Ei; rö; reg Tragpärov öxx; &èv yivsrat Tréparégo ëf
Ypapo: Trpoaváxpog.
ÄXAto: &é, ioyéovov &; troög rºv trpoaváxptaw oi Yevxo pot
reg ri: Er aöropópo trgästo; (äpbp. 168), ri; xar oxov
épe wm, ri; xx:xoyéosto; (Äp60. 169-176), Trep róv Troö: ««-
rätxuaw roö 6upé6ov uérptow (6p. 176, 181 xx 182) xai
Trep Ä; Fpox»axgioso: sw Yévet (ägbº. 69xa 95).
Äpbp. 143.
Kai ävev YYeºpov rpoavaxpioso: #ys rö öxxioua é ápué
30: 'Agovóuo;, Aſuagyo; Am «pyxö; Ilápeôpo: roö và xa).
är söbeix; ei; rö äxpoxriptov roö Axaçngoo Töy IIraquaro
&xÖv rob; xar"Yoguuévov; xai uáprupag.
Toara är sü6sia: xXiat: ei; r&; Trspi tratoparov &ixx:
6stopeirat u.äAga Ö; xavóv.
To «öró Fixatov #ye «ai ö Eaayye).ed:, ä» öév be\s Treo
rige vä Tºoxa).éon Trorepov YYeapov trosaváxpow.
S> 71 E
Art. 141.
Ausser dem Falle des vorhergehenden Art. 14o kann
auch noch der Friedensrichter in den Faellén der Art 51
– 524, 526–528, 663, 664, 666, 673, 688 verbun
den mit 689, 693 und 699 des Strafgesetzbuches, wenn
die Beredung mit anderen Mitschtldigen zu besorgen,
oder einer der in Art. 2o8 N°2 – 4 erwähnten Fälle
vorhanden ist, die provisorische Verhaftung anordnen.
Dann gelten die Bestimmungen des Art 2o9 ff. und
236 ff. nur mit dem Unterschiede, dass was dort von
dem Untersuchungsrichter und dessen Gerichtsschreiber,
von der Rathskammer und dem Staatsprocurator bemerkt
worden ist, in gleicher Art von dem Friedensrichter, Po
lizeigerichtsschreiber, und dort angestellten oeffentlichen
Ankläger gilt.
Die Cautionssumme bei provisorischen Freilassungen
soll in solehen Faellen nicht weniger als fünfzig Drach
men betragen. -

Art. 142.
Ein weiteres schriftliches Vorverfahren hat in Polizei
sachen nicht statt. - - -

Im übrigen gelten hinsichtlich des Vorverfahrens die


allgemeinen Bestimmungen über frische That (Art. 168),
Hausvisitationen, Beschlagnahme (Art. 169 – 176),
über die Polizei bei Ruhestoerungen (Art. 176, 181 und
182), und über die Voruntersuchung überhaupt (Art.
69 ff. 95 ff). Art. 143
- - IT. 14 O.
Auch ohne alles schriftliche Vorverfahren hat der
zustaendige Polizeicommissaer, Adjunct oder Bürger
meister das Recht, Beschuldigte und Zeugen unmittel
bar in die Audienz des Polizeigerichtes vorladen zu
lassen. -

Einesolche directe Vorladung bildet in Polizeisachen


sogar die Regel.
Dasselbe Recht hat auch der Staatsprocurator,
wenn er nicht vorzieht vorher ein schriftliches Vor
verfahren zu veranlassen.
S. 72 Es
Äpe. 144.
- H xXFot; roöxxr"Yopoupévou xx gaprupd; Ysers Zä räv
ropä ro: Einvoôixa: KXyrºpov, ërtue).six roö 'Agov6
po? roö Arp.&exov, roö Amuaßxxoö IIapéögou i roſ EgayYt
Aéöç. -
-

>

Äge. 45.
H xXiat: Yverat éYYeºpo; roö\äygov 24 öpx; rpv tſ:
rpö; sup&vtow ös.auvm; öxxoigou uépa. -

Töx).mristov 60öe u« reéret và ävaggy v Yéve rö Fr«-


oux, vx royo per« trapà roG Agovóuov, Aruãoyou h Angap
yxoö IIagsöpov, * äxXov rvö; röv x«Xovrov, xai và vxt
éoppayouévoy ué tv triomuov oppayiôx «ürm Trpéret và tr«-
zºserz ei; röv trpoox«Aoülevov aöröv, v& äp.vsrat si; riv
Qi)%.0LY TOU).

Ä69. 146.
IIep r: Tragzöóaso; Ypstoors ö Kºnrñg vá 3iöy ctró3st
xrxöv, v | 7 m..stoürzt äxp6ö: «xrá troiav Huépxv xa épa»
Trgö rivx xx troë äYve» trapéöoag. Tö YYoapov roöro rpé
ret v& Ypovo)ofira kx vá üroYpäpsrat rag «üroS.

- Ägbp. 147.
Oi "tpartorxo xXyreſovrat xarà röv si; tö ägbpow 191
ópºuévov rpótrov.
Ägbp. 148.
Kxtryogojusvo: xxi uáprugs; yova troogér rö öxaitou«
v& êp.pxvitovrat «öróx)mro st; rö áxpoxrovov.
B. Tév tr X7 u. U. e X7 u. & r (ov x « . . ax 0 vſ. Yºu & T 9 v.
a. Mm v ü ge . .
y/

Äs69. 1 49.
Ö\x «i ro).rza zx arexrorzai Axxi äveu Expéosto:
/ - » / 1. %. - - º

öpeXovo va ávaxovóvoav äueXXmri ei; röv áogóötov Eiaay


skéa trävö,r. uav6&vovatv äx unvÜostov, # ## iöix; vr). -
o, Ex pfung i war ÄXov rpótrov, Trepi two; rx" geſua
"A e » ". - - - *A W

to; ? xxxougyºu«rog, öoov äpogº r& xxt& tiv räzy # röv


78avr« aöröv. -
SD-73 E
Art. 144. - -

Die Ladung der Beschuldigten und Zeugen geschieht


auf Betreiben des Polizeicommissaers öder Bürger
meisters oder Adjuncten oder Staatsprocurators durch
den Friedensgerichtsboten. -

Art. 145.
Die Ladung ist wenigstens vier und zwanzig Stun
den vor dem zum Erscheinen bestimmten Audienztage
und zwar schriftlich zuzustellen. -

Die Ladungsordonnanz soll die Polizeiübertretung


im Allgemeinen benennen, von dem Polizeicommis
saer, Adjunct oder Bürgermeister, oder von der sons
tigen vorladenden Parthei unterschrieben und mit dem
Amtssiegel versehen seyn. Sie ist dem zu Ladenden in
Person zuzustellen oder in dessen Wohnung zurück
zu lassen. -

Art. 146.
Ueber die Zustellung hat der Gerichtsbote ein Zeug
niss auszustellen, in welchem Tag und Stunde der
Zustellung, ferner die Person, welcher, und der
Ort, wo siegeschehen, genauanzugeben ist. Diese Urkun
de soll von ihm datirt und unterschrieben seyn.
Art. 147.
Militaerpersonen sind auf die im Art. 191 be
stimmte Weise vorzuladen.
- Art. 1 48.
Beschuldigte und Zeugen sind auch berechtigt, ohne
alle Ladung, freiwillig in der Audienz zu erscheinen:
B) Bei Vergehen und Verbrechen.
I. Anzeige. - -

- Art. 149. -

Alle Civil - und Militaerbehoerden ohne Ausnahme


sind verpflichtet, alles dasjenige, was sie über ein be
gangenes Vergehen oder Verbrechen durch Anzeige
oder eigene Wahrnehmung, Gerücht oder auf sonstige
Weise hinsichtlich des Thatbestandes oder des Thaeters
in Erfahrung bringen, dem zustaendigen Staatsprocu
rator unverzüglich mitzuteilen.
---
FED- 74 Es
Ägbo. 15o.
Kai iôtörat rpooért Ypsogoöv, Ma6övre; é iôix; vr)-
eto: Yvöav äuorovov rwö; Fgäso, vá ävayysixtoaw aörñv
äYYpäpto: &x 66m; xxtà öé räg tragà roö Horvtxjö Nóuou
ópouéva; Treptºrróge siva º.äAtara ei: roôro öró/gso ér.
Troºvy.
Äpbo. 151.
Eig r& Trºmpex ſºr« xx xxxougyºuar«, h ävaxáXv:
röv öroitov ôtapépet iôio: rö Kocro;, &üvarx träg étri rF:
ävaxpioeto; örá\\n\o:, Ax6čov tiv äôexy roöér r; Axxiooſ
vm; Tgauparéto;, và trpooxa)ésy är ürooyéost äuo6m; ré
xowöv Tod; ävaxáAuw toü Trpáxvro;.
Ägóp. 152.
Huºvuo; Yivera äuégo: rpö; röv EioxYye)éa, ä\\' iriam
xai ei; roö. Motroö äguodiov; iri ri; ävaxgosto ömaXXIXoo.
Tºve at öé && roö vºmvéowro; «üroſ # ötc. rwo; TrXmpe
avaioo.
Térezow rFig n)mpsoootörmto; xar«Yogierat ei; riv
äxheaw.
Ähg. 1 53.
Tevouévm; Trpopopxñ; unwüost»g, ö Eiaayye)ei: x« äxago:
vöv iv ré ägbpp 17ävapspouévov iri ri; ävaxpiaso; üTr:\\r-
Atov üTroXeoürx, ö &ä tr«pä roi; Epérat: EioxYYeAed; éys rd
öxxioua vá ouvrárry xxrä rob; vouigou; türov; #xbegw regi
rig umvóoso; raürm;.
Ägbo. 154.
Eày Yew huiyuot; /ypºpo, wovoYeapers aörn «arà räv
dó\\ow Trapà roſ ixi rñ; ävaxpiasto;xai avvráogsrx Trep: rg iy
Yepiosé; tm: éxßso, ei; riv öroixv Toogaerära. # äYYeptabs
oa umſvuot; a Fé uerétretta uer26oMai xxi Trpoobixx. öév Yi
vovrat ei; rivu.ivuow aörh», äAX ei; rivéxbsaw.
Äpp. 155.
E&v YYo«po: xxi rpopop:xi u. vus; Yve» ei; ÖräA)"Aov
är räg ävaxpigeo; ä)Xov Trapá röv Eiaayyé)éx, ºrgêtre vé
Treub Trapaxpf.« eiç roy äuéöov EisaYYeMéa.
Se-75 es
Art. 15o.
Auch Privatpersonen haben bei strafbaren Hand- -
lungen, welche sie durch eigene Wahrnehmung in Er
fahrung gebracht haben, schriftlich oder mündlich
Anzeigezumachen,undsindinden vom Strafgesetzbuch
bestimmten Faellen sogar bei Strafe dazu verpflichtet.
Art. 151.
Bei Vergehen und Verbrechen, an deren Entdek
kung dem Staate besonders gelegen ist, kann das Pu
blicum, nach erlangter Autorisation des Justizministeri
ums, von jedem Untersuchungsbeamten zur Entdek
kung des Thaeters oeffentlich mittelst Versprechens ei
ner Belohnung aufgefordert werden.
Art. 152.
Die Anzeige kann unmittelbar bei dem Staatsprocu
rator, aber auch bei den übrigen zustaendigen Unter
suchungsbeamten geschehen.
Sie hat durch die Parthei in Person, oder durch
einen Bevollmaechtigten zu geschehen.
Die Vollmacht ist dem Protokolle beizufügen.
- Art. 153.
Auf geschehene mündliche Anzeige ist der Staats
procurator und jeder in Art. 17 genannte Unter
suchungsbeamte verpflichtet, der Generalprocurator
aber berechtigt, ein Protokoll in gesetzlicher Form da
rüber aufzunehmen. -

Art. 154.
Wurde die Anzeige schriftlich überreicht, so ist die
selbe vom Untersuchungsbeamten auf jedem Blatte zu
araphieren, über die Uebergabe ein Protokoll abzu
assen, und diesem die übergebene Anzeige beizufü
gen. Etwaige Abaenderungen und Zusaetze sind nicht
in der Anzeige selbst zu machen, sondern in das Pro
tokoll aufzunehmen. Art. 55.
Ist die schriftliche oder mündliche Anzeige bei ei
nem anderen Untersuchungsbeamten, als bei dem
Staatsprocurator gemacht worden, so soll dieselbe auf
der Stelle dem zustaendigen Staatsprocurator übersen
det werden.

.
S> 76 Es
5. II poeta a YoY x« Ya g « . röv é tr | r | : äv «x pi
6 so g ö Tr «X.X X (o v.

Ägóp. 156.
Oi Eicayye AsF; Äro xxrä uſvuºw | x« a rerxyyé)ro;
éyouot rdöxxtoux xx öps).007 vx öeubüvoa rä; 2.vxyx ix;
TºooxXiaet; Treo Tod: Envoôix«;, Anuxgy ve, Angap/xod;
IIxpéögou; # 'Azuvóuov; rñ; öx; 2örd» # #v: Treppseil, h
xx roog rod; ätouxrxod; rº; Xtop po).a»F, .» Tro8; & Aug
Eig«YYe)si; Trpog ß:6xiooy töy xxra : hv Tät» xx Trºeg
ouXA0Yiv röv Trep roörpáčavro; äroôesto».
O EaxYYs)ei; youot trpooér rö öxxioua v% xáuvor war
Apégo; Seräge; iöix, xx trpo: roÖrova ärystpoa rä, sig rä
äße« 136-138, 157 xxi 159 ävapsgou.éva; Trezeg.
Ägbo. I 57.
Exv éx r; v«60): TrpoéYsrat xivôovo;, i Exvö xxxoup
yºta: govs) pm ér' «öropópp, ÜroyesoÖvrat róre Trävre; oi
&ºuéöto: ri ri; ävxxoisso; öráXXmAo, oi ei; rd ä6gov 17
äxpepóuevo, zößb; uer& th» ei, º Egayye)éx yevolévy» u
A J . A

vva», «a Yog;
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vá rpoagévos» äXXn» regt roro" trefox)nay,
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v& Tryspöo rä; ei; rà ägga 136-38 xai 159 musvx;
/ / W. A W »

rezst, j, öopovre; po).xxx, Äxxr äYNov reſtro» vá äsa


Xiºcoat r» Äviyyeugwri; TrpčZso; xai roö Tro4éxvro.
Eav örágyoo unvöge: rspi Baiou bzwárov, Tºnyóoso; j
ä\\m; örotagóñtors ßX«ém; v6pótrov i troxYuarov, ö Avaxpº
r; öexe vx augtrapa).4éſ ixrpod;, Yegoüeyoo, Yuxod; ai
äAXou; Trpoopópou; rexYuxroYvéuova;.
H trägt rojrov au»:erayuévy xsa; Tréutrerat Trapaxf7x
ei; röv Eiaz/Yexéx.
Äße. 158.
Fà» ro)Yo röv ei; rö äg6gow 17 vzpeopévov ºr rſ
ävaxeigeo; ör«X) Xo» »a «lor; äruöövt, was «öröv
EFX«u avera 17; Zerásso;, xx r3 xxra rö ächzov 31 rex
ºfo» (prévention) äropagie ri; Tréret va axoNov6 ist
- SD-77 E
II. Vorlaeufiges Verfahren der Untersuchungs
Beamten.
Art. 1 56. .
Aufgeschehene Anzeige oder auch von Amtswegen
sind Staatsprocuratoren berechtigt und verpflichtet,
zur Constatirung des Phatbestandes und zur Sammlung
- der Beweise hinsichtlich des Thaeters die erforderlichen
Requisitionen an die Friedensrichter, Bürgermeister,
Adjuncte oder Polizeicommissaere ihres oder eines frem
den Bezirkes, oder auch än die Offiziere der Gendar
merie und an andere Staatsprocuratoren zu erlassen.
Auch sind die Saatsprocuratoren befugt eigene un
mittelbare Nachforschungen zu machen und in dieser
Beziehung die in Art. 136 – 138, 157 und 159 ge
nannten Acte vorzunehmen. -

- Art. 157. - -

Ist Gefahr beim Verzug, oder wurde der Verbrecher


auf frischer That ergriffen, so sind saemmtliche in
Art. 17 genannten zustaendigen Untersuchungsbeam
ten verpflichtet, sogleich nach an den Staatsprocurator -
gemachter Anzeige und ohne eine weitere Requisition
von demselben abzuwarten, die in Art. 136–138 und
759 erwaehnten Acte vorzunehmen, oder auch durch
Bestellung von Wachen oder auf sonstige Weise die
Erhebung der Spuren der That und des Thaeters zu
sichern. -

Ergeben sich Anzeigen eines gewaltsamen Todes,


einer Verwundung oder einer sonstigen Verletzung
von Personen oder Sachen, so hat der Untersuchungs
beamte Aerzte, Wundaerzte, Chemiker oder andere
geeignete Sachverstaendige beizuziehen.
Die darüber abgefassten Protokolle sind auf der
Stelle dem Staasprocurator zu übersenden. -

Art. 158.
Sind mehrere im Art. 17 genannte Untersuchungs
beamte gleich zustaendig, so soll jeder von ihnen Hand
anlegen, und die Prevention (Art. 3 1) entscheidet, wer
die vorlaeufige Untersuchung fortzusetzen hat, es müss
W
Ze 78 Es
rºv rpostºxytoyxºv äáxparv, ixro; &v ö Eidayye Asè: Saráy
ä\\o;, h äva)aby «ürd: rv pgovriöa.
Äpbp. 159.
Fr röv t) muſs Amuärov xx xaxoupymuärov ö\ot oi eiç rà
ägbpa 15-18 sie nuévot örxXXmAo: Youa td öxxitou« và puXa
xioo rov trgäavrx, äävoüro; Xip6m ér «öropépp vrö: &ä
sixoarsaságov dpóvöpvXaxabei: rpogäYsrat si: rdv Eioxy
ye).éa, öst; röv rzgarrt rayga verä röv trxparmgjosév
rou ei; röv Avxxpr», vèv äroXüet.
Äp6g. 16o.
H Trpostgaytoyx váxpat, r; Trävrore siva auvorrxi,
ärotregaivera pepouévm; ri; &ixn; är' eöbei«: ei; rö äxpoxt
fwov, # ºvapegouévou roG EtaayysXéco: Ärot trpoç röv Avxxºtiv
i Trpö: ró &xaguxövXuu6oüXov.
Y. KX F a . .
Äg. 161.
Ö EiaayysXsö: róre uóvovéxet &uxxioua và «xXi äuéoto:
si; ró äxpoxriptov, örav:
1. Ö xxtryopoéuevo; vat tapóv xai
2. Tö Tr) muué\nua h rö Traiaux Ötröxstrat ei: roö.: II) mt
teXsoðixx.
Ägbp. 162.

Tºx)rrorov béarau« troéret và ävapépy rö tr\mºué)mu«


xa röv xaryopouevov, và pépy tºv iriamuov appayiô«, xsi
tv üTroypaiv roö Eiaayyé).éco.
Ägbº. 163.
H Trap-8oog Yivera &; ei; riv trepirtroow röv äppcov 19o
xai 192, xai ei; uèv röv xarmyopoóuevov roö\äygov rpei; Äué
paç, ei; &é rod; uáprupx; roöXºygov eixootréogapa; ópa; Trpiv
r: vaür r trpoox) set troö supávary ógtouévm: öxasiuov
it.épaç.
Eà» xaryopoéuevo xa u.ägtupe; «aroxógv ei: ä Mov rö
trov trapà rivxabéöpav roö Axxormpiov, róre trpoçibsrat via
iga Ä träaav äróçaow rsgaapov (vpolérºoy.
SD 79 S.
te denn der Staatsprocurator anders verfügt, oder die
Besorgung selbst übernommen haben.
- Art. 1 59. -

Bei Vergehen und Verbrechen sind alle in Art. 15


bis 18 genannten Beamten berechtigt den Thaeter zu
verhaften, wenn derselbe auf frischer That ergriffen
wird. Binnen vier und zwanzig Stunden ist der Ver
haftete aber dem zustaendigen Staatsprocurator vor
zuführen, und von diesem nebst seinem Antrageschleu
nigst dem Untersuchungsriehter. zu übergeben, oder
frei zu lassen.
Art. 16o.
Die vorlaeufige Untersuchung, welche immer nur
eine summarische ist, wird beendigt durch eine un
mittelbare Ladung in die Audienz, oder durch einen
Antrag des Staatsprocurators entweder an den Unter
suchungsrichter oder an die Rathskammer.
II1. Vorladung. "-

Art. 161.
Das Recht der unmittelbaren Ladung in die Audienz
hat der Staatsprocurator nur dann, wenn:
1) der Beschuldigte anwesend; und ausserdem noch,
2) das Vergehen oder die Uebertretung von der
Competenz der Zuchtpolizeigerichte ist. -

Art. 162.
Die Ladungsordonnanz soll das Vergehen und den
Beschuldigten benennen, mit dem Amtssiegel versehen
und vom Staatsprocurator unterschrieben seyn.
Art. 163.
Die Zustellung geschieht wie im Falle des Art. 19o
und 192, und zwar dem Beschuldigten wenigstens drei
Tage, den Zeugen aber wenigstens vier und zwanzig
Stunden vor dem zum Erscheinen in der Ladung festge
setzten Audienztage.
Wohnen Beschuldigte oder Zeugen an einem an
deren Orte als an jenem der Sitzung, so ist je für vier
Myriameter der Entfernung ein weiterer Tag hinzu
zufügen.
SS. So <SE:

Ägbo. 164.
Fäv «irrspi rº: rpobsopix; Garáče: roſ Trpomyovuévou
äggo, öspoxx/jöst, róre uávov äx»goSrx &txôxacia, örav
öxxryogoöpevo, ui uay abe, do sbm xar égiumv.
Tó oüró Yivs at za örav öx2 Tºyogojuevo upavaßs; &s-
ux zu: 6m xarx ri; Fegzrée» öx3xxgia; , xai woXovroSro
so Xaarn.

& Ko votroi mg t; r 5» syYp pov.


Äpp. 165.
Äp j: gyuf; Yvy »Xgt:, avyyogeTra: sig röv xarmyogoö
uevov ? ei: ro» gov Yogóv ro» v3 xx6 Yvögev röv trep th»
äváxstav FyYexpov, Tropóvto; öuto: xx évo; 3xaçxoö öra)-
Ar\ov, xx, Yasia; xxX Üorm; , v& X36 avriyp2px iôix öxtrav,
ôtx vá Tgostou 3% rev änoXoyixv ro».

é. M &p rugs: ÖTrépro Ü x a rm Yopov u.évou.


Ägbo. 166.
E&v öxaryopoüuevo.; ö zuvryogó: rou süpiaxy ävayxxiav
tiv 5éragºv vécov p«prügtov Tsp ri: xxraôoxousvm; äéotto
vov trgästo; † regi ri; tro) so: roG xarnyogo uévov. 3éva
rx và Trapagrigº rob; uáprua; roürou; & öiov öôov ei:
rñvömgogia» auvéöpixar, vä vapsg. Tsp toüro & #YYoº
pou airºsso; trgö röv EaxyysXéa, éxérov év aörſ t& & #xº
goo u.äptupo: Äroôeybºaégsva.
Ö Eigayyé)ed, ää» pgow rivééragw röv rpoés6) muévov
paprögov ouvreXsarxiv Tod; ävax&Auw r; évoy?: ri; &bo
irmro; Tö; étruéromay ri: Trot»f, öpeiXet vá roö: ««Xian
aörstraYYéXTco; äXX.co; Zé, vá Toxa)égy riv xXºrsugv roy
& ##öôov röw xxrºyogouvévoy, xarà rövé ro; ägbpo; 256
xai 257 detºuévo» röTov.
g'. Äva 6o X. rf : Six m ;.
Äpbg. 167.
Egayye) eb; xx 6 xxtmyopoéuevo: #yruv rö 3xxioua,
Ö, rs
örayóvrov oöooööw Xóyov, và rporsivoa rºy ei; äAxºv adv
sóriasºv ävačoxiv rä; auºrtioso.
AS 81 S
Art. 164.
Auf der Nichteinhaltung der im vorigen Artikel be
stimmten Termine steht nur dann die Nullitaet des
Verfahrens, wenn der Beschuldigte nicht erschienen,
und dennoch gegen denselben in contumaciam ver
fahren worden ist. -

Dasselbe gilt dann, wenn der Beschuldigte erschie


nen ist, gegen das weitere Verfahren protestirt hat,
und dennoch gegen denselben verfahren worden ist.
IV. Einsicht der Acten.
Art. 165.
Von dem Momente der geschehenen Vorladung an
steht es dem Beschuldigten oder seinem Vertheidiger
frei,vonden Untersuchungsacten,jedoch nurim Beiseyn
einer Gerichtsperson, Einsicht zu nehmen, und noe
thigen Falls sich auf eigene Kosten Abschriften zu
nehmen, um seine Vertheidigung vorzubereiten.
s Y. Entlastungszeugen.
- - Art. 166.
Findet der Beschuldigte oder dessen Vertheidiger die
Vernehmung neuer Zeugen über die in Untersuchung
befindliche strafbare Handlung oder über den Leumund
des Beschuldigten nothwendig, so kann er diese Zeu
gen auf eigene Kosten mit in die Sitzung bringen, oder
sich desshalb mit einem schriftlichen Gesuch an den
Staatsprocurator wenden, und darin die durch jeden Zeu
gen zu erweisenden Thatsachen angeben.
Der Staatsprocurator hat die vorgeschlagenen Zeu
gen, wenn er ihre Vernehmung für die Ermittelung der
Schuld oder Nichtschuld, oder für die Ausmessung
der Strafe für erheblich haelt, von Amtswegen vorladen
zu lassen, ausserdem aber ihre Vorladung auf Kosten
des Beschuldigten zu veranlassen, in der durch Art.
256 und 257 bestimmten Form. -

YI. Vertagung der Sache.


Art. 167.
Sowohl der Staatsprocurator als der Beschuldigte
sind berechtigt, bei dem Daseyn erheblicher Gründe
G
- PS. 82 Sk

E&v rpóragt: «ür Yivy xgd rñc vºr. Expoarmgiº sow


eögässt», hairma; perä röv ärratrouvévtov äroôeisov YYet
pierat ei; röv EloayysXéa xai, xar ixbeov aöroö, ##eraobjo
röv rapóvrov &txöxtow, Yivsrat ävorsp6éro: Trepi roévou aró
pagt: #v tº ov/6ovXiº. *

Ä» & i air.at; Treoanvéxby xarà rpörov si; rºy vrſ äxpo


atypiº ouvsögiaow, rd Axagriptov, äxoüaay röv Eioxyye Ä«
»xi tob: Xorod: Trapóvra; &aôixov, äropa ist rpd rñ; aun
rjaso; Z: Öroßéostoç.

fl trpóragt; eiva ärragáčexro; &v ën Ägyaev i au Lºrna.


Exvi Trap riv tracáčoaw ri; «irjasº; ßgaôürm: rpoépy.eraer
é airix: roö rgorevxvro:, oüro; xaraôuxásrat ei; rivr)n-
W - - - / 1 */ A
pouhv röv &txi ßpaôürnrö; rov rpokeynbévrov ió&ov, äw
xx à «irma: Zyxg6j. -

. Er «üropépp rp & Etc.


- Äpp. 168.
Er «öropépp ºrgä5; öſtäYet ör«v -

1. Töxaxoépyyua i tramptéxmºa vat iv rº; rpärradat


# rpaybm äprio:
2. Ö xxrayopeóusve: eöpé6n vxapé ri: xoMasipov rpá
Zso: yyd: roſ rórau, örov «ürm reXobn, ergäYuara, gya
Asia, ör)a xai äXXa regiga öeiyuara
3. Ö xaryogojusvo; xarsôtéx6m ölä &nogiov xpavric
(clameur publique).
» Kat oixov pevva, x«t á «Yes : xai «örola.
Äpe. 169.
A xxt oxov pewa rórs uévov Ylverat, öravusrä Aóyov öſ
vara vá ürorebº, ört ße6xicoat; ri: Troxéco, i ävaxáxot:
# # änóös; rö vóyov, i ré\o: äroxaragaot; ri: rgos
vºbeisn: Knui«; & «üroö toü zaov eigroßei vä xarobo6 .
va söxoXov6.
- 83 er
den Antrag zu stellen, dass die Verhandlung auf eine
spaetere Sitzung verschoben werde.
Wird dieser Antrag noch vor der Audienz gestellt,
so ist das Gesuch mit den erforderlichen Bescheinigun
gen dem Staatsprocurator zu übergeben, und auf des
sen Vortrag nach Vernehmung der anwesenden Par
theien in der Rathskammer unverzüglich darüber zu
entscheiden. - - A

Wurde das Begehren aber erst in der Audienz vor


gebracht, so ist darüber vor der Verhandlung der
Sache von dem Gerichte nach Vernehmung das Staats
Procurators und der übrigen anwesenden Partheien zu
erkennen.
Unzulaessig ist der Antrag, wenn die Verhandlung
schon begonnen hatte.
Bei schuldhafter Verspaetung des Anbringens ist der
Antragsteller, auch wenn sein Begehren zugesprochen
wird, in die durch seine Zoegerung verursachten Ko
sten zu verurtheilen. -

VII. Frische That.


Art. 168.
Frische That ist dann vorhanden, wenn :
1) das Vergehen oder Verbrechen im Begehen ist,
oder eben erst begangen; oder
2) der Beschuldigte mit Effecten, Werkzeugen, Waf
fen oder anderen Ueberführungsstücken zur Zeit der
strafbaren That in der Naehe des Ortes der That gefun
den; oder
3) der Beschuldigte mittelst oeffentl hon Geschreis
(Nacheile, Gerüfte) verfolgt worden ist.
YIII. Hausvisitation. Beschlagnachme und
Augenschein.
Art. 169. --

Die Haussuchung findet nr dann statt, wenn sich


mit Grund vermuthen laesst, dass die Herstellung oder
Ueberweisung des oder der Schuldigen, oder der
Ersatz des verursachten Schadens dadurch zu bewir
ken oder zu erleichtern sey. . . .“
6*
-

ÄD 84 SE:
Ägbo. 17o.
üträpyogt rä ei; rö Trooyoºp.evov ä6pov 169 etont.éva,
Öray
siurope Xar oixov épevva v& Yivy ei; iôtoröv oixia;:
1. Eàv rö ärrar öxároxo; rñ; oxia;'
2. Eävöxeroxo: vat éséxico; ürorro: ávö: röv ei; rä äg6px
535x. étr., 673, 693,7o1, xai 7o2 roſ IIowxoſ Nóuou
ópolévoy Traauarov ärwo: TXmplex paro; «axougyºu.aro:
3. Eáv ö örrorroç, xarc re röv Yapaxräpa xai rºv &ayto
/ / / W - r e W V -

rº beopoüuevo, öövara và voulob &; ixa»d: và rpay


TQLQUTÖTL"

4. E&v trpóxstrat AóYo; Yavxi: psávn; ei; ö\oxx pou; ró


trov, TróXet; Ytopia, sire Xmpbévro; Tsp roürov Yevtxo uérgoo
Trapà ri: Ägvvouiaç, sire Zwört örola xo\xaiuou'rwö; Trpá
Zso: öév är06Xsret ägsuévov rtvá, äXX vYévet xároxov raſ
Yia; rórov rtvó; -

5. Eav öráoy &ptquévm üTroia, ört xpürrovrat ei; xarot


xiav rwx ürortot a puyáöe; ä»bporo i ürotra ºrgäYuara.
Äg6p. 171.
Et: Zsvoôoysix xx ä\\ou; öruegiov; oxou; ou YYºoperati
eiaoöo; ei; rod; iri ri; ävaxpiaeto; Ev Tavrixafp.
Ä60. 172.
Eäv, Yvouévm; rñ: xxr oxovésüvm., eöpe6ögwürorra trgäY
uara, rurtouéva # YepóYpapa éYYpapa, ä0govra raxa:ä rw
Träzy, öováp.eva va Yonatueögouv ei: #xsyév, Gnºsioövrat
taÖra äxp6ö; x« auMau,6ävovrat.
- - " . W. /

KexXetauva &oysia ävoiyovrat, Ypsia: xaxoſom, xa lé Piay,


«a, ört ürotroy y toüro;söpeb, auNXa6ávera baairos.
Ägbp. 173.
IIept ri: «ar oxow geüwn: «ai ri: «araoxioso: oºräº
- - - / J º A

gsrat «ara Tou: vo ...oo: rotrous é«begg äxpº6);, ét; TV


öroiav po»soévsrat nairia, ir; sôox“ vóto» apoſtives
Totaurm» pevy«v.
S- 85 S

- Art. 17o.
Unter den Voraussetzungen des vorhergehenden Art.
169 kann die Haussuchung in Privatwohnungen statt
finden:
1) wenn es der Bewohner des Hauses begehrt;
2) wenn der Bewohner einer in Art. 535 ff 673,
693,7o1 und 7o2 des Strafgesetzbuchs bezeichneten
Polizeiübertretung oder eines Vergehens, oder Verbre
chens bestimmt verdaechtig ist; oder -

3) eine solche Person ist, welche nach ihrem Cha


rakter und Lebenswandel einer solchen That für faehig
gehalten werden kann;
4) wenn von einer allgemeinen Nachsuchung in
ganzen Districten, Staedten oder Doerfern zufolge einer
allgemein angeordneten Polizeimassregel, oder weil
der Verdacht einer strafbaren That keine bestimmte Per
son, sondern einen Bewohner eines Districtes oder Or
tes überhaupt trifft, die Rede ist;
5) wenn bestimmter Verdacht vorhanden ist, dass in
einer Wohnung verdaechtige und flüchtige Personen
oder Sachen verborgen sind.
f

Art. 171.
In Gast-und anderen oeffentlichen Haeusern steht der
Eintritt den Untersuchungsbeamten zu jeder Zeit offen.
- Art. 172. -
Finden sich bei Gelegenheit der Hausdurchsuchung
verdaechtige Gegenstaende, gedruckte oder geschrie
bene Schriften, welche zum Thatbestand gehoeren,
oder zur Ueberführung dienen koennen, so sind diesel
bengenau zu verzeichnen und mit Beschlag zu belegen.
Verschlossene Behaeltnisse dürfen noetligenfalls so
gar mit Gewalt gegeffnet, und was verdaechtig ist,
gleichfalls mit Beschlag belegt werden.
- - Art. 173. - - -

Ueber die Hausdurchsuchung und Beschlagnahme


ist ein genaues Protokoll in gesetzlicher Form aufzu
nehmen, und darin allzeit die gesetzliche Veranlassung
dazu anzugeben.
-
FS-86 TS

Oi ei; rä äghoa 15-18 äyapseéevot öráX) Not Trapa)az


6ävoogt ueb'éavrov, éxrd: Töw si: rd ä6pov 73 signpévov, xxi
ä\\ow twà röv ei: ró ägbpov 17 ävapegºuévov ävaxpºrtwöw ör
«XAſtov. orve: auworoYpäpougºv óuoö rivéxßsow.
Kºrrà Träsav trepirroow oi ürotro: «a Xoro &äôuxor 36
v«vra và rpooéXootv Seubépok, TrooszaXoövrat ér roürg vá
Trapeupe6ösw # «örorpooéro; i öá röv ävrxXirow «röv
(#iP 27), x2, aviva pvXºxquévot, trgosäyowrar av öe ra-,
pe»9éörsav ei; ?v ºrgäv, üroYpäpovv xai «üroi érian: rivéx
beo», i angewÖrat ö Móyo, äu& rov önoiov &äv ütteycºpmoav.
X

Abe. 174.
Karaºyeévra ygäguxra, Yyg«pa | äY)« xwºrä rpáyuxta
rbsvrat er trage ca (o» ei: r äggov 172 vapepouévov ei:
Treptx&uuua * ei; 3xxxa» h eiç öroovºrtor- äxxo öoxstov, «xi
opcayovrat ué Tiv iranuov app«Yiôx auY/toeirut ös si:
rod; yovra; Gugpégov vä awer éatos tivida» aöräv opex
Yiöa ävro ºrgow. -

ſ äroappäyto: Yiverxt är. razºsis röv «örö, äXX époö.


éroôeyb tö äxjuavrov röv oßayidov.
W. e 9 / - 9 A" - e P / --- A"

Eävoi sipmuévot xto\ücovrat, ävapéperxt i «irix ric xoxº


ost»; raürm ei: rv trept ärospe«Yiaso: éxßaow.

Ägbo- 175. - * -

IIeg aÖroix:,,trea YuxroYvo ávtov, égoéas»: uagrigow «r).


ipzplöovra rä regi reoavaxeiss». »Yévs. dpaſsa (äebe.
69-75, 93- 134).
Ägbº. 176.
Tovouévy: xar' oxow peºwn:, xxr«ayégso: aöroix, öpe
Xet Exxaro: röv Sv roT: ähgot; 13-16 ävapepouévovér rf:
ävaxpo.o; ürz\\ſ\ov và öogy puMaxà;, vá xMein ö\ox). -
po: «aroxix: upo: aöröv, và Xapéävº äYa ºrgóapopa
rea, Öz vá Äörzgäs, arašx.basw öxessºr
ze. 87 es
Die in Art. 15–18 genannten Beamten haben, aus
ser den in Art. 73 bestimmten Personen, auch noch
einen der in Art. 17 erwaehnten Untersuchungsbeam
ten beizuziehen, und das Protokoll mit unterschreiben
zu lassen. -

In jedem Falle haben auch dié Werdaechtigen und


übrigen Partheien Zutritt, sind desswegen in Person
oder bei ihren Insinuationsbevollmaechtigten (Art. 27)
zum Beiwohnen aufzufordern, und wenn sie verhaſet
sind, vorzuführen. Haben sie dem Acte beigewºhnt,
so ist auch von ihnen das Protokoll zu unterzeichnen,
oder der Grund, warum es nicht geschehen, anzugeben.
- Art. 174.
Mit Beschlag belegte Briefe, Schriften oder andere
bewegliche Sachen sollen in Gegenwart saemmt cier
in Art. 172 genannten Personen unter ein Couvert oder
in einen Sack oder sonstigen Behaelter gelegt, und mit
dem Amtssiegel versiegelt werden. Dem Betheiligen
ist auf Verlangen zu gestalten, scin eigenes Siegel bei
zudrücken.
In Gegenwart derselben Personen hat die Entsiegel
ung, jedoch erst nach Ä Anerkennung
des unverletzten Siegels, zu geschehen. -

Sind dieselben verhindert, so soll der Verhinderungs


grund im Entsiegelungsprotokoll angegeben werden.
– Art. 175. -

Ueber Augenschein, Kunstverstaendige, Vernehmung


von Zeugen und Beschuldigten u. s. w. gelten die
allgemeinen Bestimmungen über die Voruntersuchung
(Art. 69–75, 93–134),
Art. 176.
Bei Vornahme einer Hausdurchsuchung, einer Be
schlagnahme oder eines Augenscheines, hat jeder der
in Art. 13–16 genannten Untersuchungsbeamten
durch Bestellung von Wachen, durch Sperrung von
ganzen Wohnungen oder einzelnen Theilen derselben,
oder durch andere zweckmaessige Anstalten zu verhin
dern, dass Gegenstände irgend einer Art unterdrückt,
veraendert oder hinweggeschalt, eder verdaecºuge Per
- X (? --
S. 88 SE

ävrxeiuewa önotooö rors eiôou;, pmöé và ärouaxßwböaw ? ..


örexpóyoo rä peüv« rou ä»bporo üTrottret.
Kar& räg Trap26caet; röv rotoürov Staráčetov Trpárrera.
ört xai ei; roè; 60p 6ou; xarà rx &ä töv ägbpov 181 xai 182
doptguévx. - - -

6. K« t & GYe a . : Tag«vée» YY &p ov.


3/

Äpóp. 177. -

E3v öEis«YYéXed; eögs si; riv äváyxºv và xäuy &nuosiav


xaryopia», ärot aörerayyé)ro; #xar éyx)nºw roößXa6évro,
Trspi tr\mutzexiu.aro: xxxoupYºuxro; ápopövro; röv rórov,
Ätzrärret ävvtrep6éro: riv ötx röv étri rñ: ävaxpissto; ür«)-
Aſ\ov «aráoYeatv roS & Trapavóuou üro)au,6avogévou YYpäpou.
Ö trpö: roüro Trpooxx 6e: ri rñ; ävxxpicso; öráXXm).0;
ópeiXet và éxre)éoy äveu áva60XF; rñv öxrayh», xai v& átroçei
Am rñv rep roërou ouvraybroouéyn» #xbssw ei; röv Eig«Yye
Aéa évrög eixostreogäptow ápöv.
Äpp. 178.
. E&v ó xarmyopmbei: «Xyreußi äuéaoç, zarágyeat; &apxst
róre uóvov uéypt rñ; ärotreparóoso: rfg vörtow roö IIowxoſ
Axxgmpioo tragi rñ: xarmyopia; Gumrſgeog, örav rötsrad
tñ: Tsp xxragYégsto: Sarayig xaiti: éväpso: ri v rſ
äxpoarmgip öixm; &tägnu« öèv örep6aivy räg régaapa ä6öo
uá8a. Et; träcav äXAmy trepirroav äropaget rö oup.6o Alov
roö äváxpivovro: Axxormgiou, xar armaw roö Eis«YYexico,
Trepi ri; Traparáosog i traügecº: rf: «araoyéaeto.
Äpp. 179.
Eàv traÖai; ri; xxra"Yégeto; ôteráy6m &ä öx«groſ:
äusra6Xirou äropasco, Eav reparépo áváxpo: Euroô
obm, öpeiXet ó Egayys) ºd: và eiôororfay évrög eixooreogäpow
ögóv rºy &taráčagarv karágyeaw'Ayºv, xai ixaräoyes;
Traüet ävureg6éro.
Ägſp. 18o.
Ev vrög reagégow #6öouéöow öèv öreé) ſbm ei: riv&txrä
Kagay tº «aráoysaw ävaxpurzchv Apx?v äroöst; ört äY
Se-89 sº -

sonen entfernt oder seinen Nachforschungen entzogen


werden. . . . -

Bei Zuwiderhandlungen gegen dergleichen Anord


nungen wird verfahren wie bei Ruhestoerungen nach
den Bestimmungen der Art. 18 und 182.
IX. Beschlagnahme gesetzwidriger Schriften.
Art. 177. - -
Wenn der Staatsprocurator hinsichtlich eines Press
vergehens oder Pressverbrechens oeffentliche Anklage
entweder von Amtswegen oder auf Beschwerde des Belei
digten zu erheben sich veranlasst findet, so hat derselbe
unverzüglich die zustaendigen Untersuchungsbeamten"
zur Beschlagnahme der gesetzwidrig erachteten Schrift
auſzufordern. - -

Der requirirte Untersuchunngsbeamte hat der Auffor


derung ohne Aufschub zu entsprechen und das darü
ber abzuhaltende Protokoll dem Staatsprocurator bin
nen 24 Stunden zuzusenden.
Art. 178.
Wird der Beschuldigte unmittelbar vorgeladen, so
hat die Beschlagnahme nur dann bis nach beendig
ter Verhandlung der Anklage vor dem Strafgerichte
fortzubestehen, wenn dieselbe nicht laenger als vier
Wochen vor Eroeffnung der Audienz verfügt worden
ist; in jedem andern Fäſtenu auf Antrag des Staats
procurators die Rathskammer des Untersuchungsge
richtes über die Fortsetzung oder Aufhebung des Be
schlages erkennen. Art. 179.
Ist die Aufhebung des Beschlages durch ein rechts
kraeftiges richterliches Erkenntniss angeordnet, oder
die weitere Untersuchung eingestellt worden, so hat
auch im Fall des Art. 297 der Staatsprocurator am Un
tersuchunsgerichte derjenigen Behoerde, welche die
Beschlagnahme verfügt hat, binnen 24 Stunden Nach
richt davon zu geben und es ist sodann der Beschlag
unverzüglich wieder aufzuheben.
Art. 18o.
Wenn der Untersuchungsbehoerde, welche den Be
schlag verfügt hat, binnen 4 Wochen die Nachwei
S 9o es
vs «arà rä . r äpßpp 178 vöx).au6avéuewa äueso: rod
xar"Yopovuévdb x) reva: in si; 3.xmv eioaytoYi «üroſ, B ört
ivsxspiobm airma reü và Exxºpt»6 trapà roö AxxFixed
ZouéouXiovi Yevouévm xaräaysa, äxupoÜrat . är«YyéAparoç
darax beisa waräaysa, Kai rä xxragYsdivia TrpäYuxra ärra
&iöovra sl röv üpow aöröv iri ivox äromºtáasa: «ai
Trºmptoºſ: röv Foôov.
eópv60 x« vºr: #ss «.
Ägbp. 181.
Eà» ei; rórov, örov vaºptrixó: rt: ráXAm).0; iryeg ri
Gmuóv rwx troëw r; örgsaix;, ei; r)evrepot ävboono.
raparrouv ka6 étroovöſrore rpórov tiv guyia» xx r» eöra
Kay, , vavroövrx si; Tä Xmpévra uérp«, ée ö iri rñ: äva
xpiasto: rd öxaioux &txray rñv ri eixostréaaapa; ópag

ei, «pärmov är«YoYiv roö bopv6oövro; † roſ ävrirte rrowro;.
IIegi rorov ix3iôera vra)p.« puXxxiaso, tregt roö öroios
Yivsrat uysia ei; th» ixbesºv ris ävax.asos.
Ägbo. I 82.

'Exvö 6öpuéo: évavriost Guwošeier«t ärè ä\\ag ßt«to


Tºpayix, pepoéox; Yapºxrea Traiauaro-, TXmºué) garo; h*
xxxolºgy u.aro;, ße6atoövrat raÖr« trävrx & é«béaso;, Ärg
Trapatréursrat usrä roſ pvXaxisbévro; ei: röv raga r äst"-
&ip Axagºgie röv IIraauxroëxóv iſlampºexzioöxö» ört -
otov xat Yopo.
-

KEqH AAAION AEYTEPON.

Atx3xxsia vértov räv 'Avaxströv.

Ä. 2 vºr«?«A«6i Axarxoſ Teaguaré».


Äpºp. 183.
Xogs vä Guurasa)4éy Axxxxöv Toxuuaré« Troogmxövrak
éºxsuésov, öevêvara ö Avaxprº; va éryspray xéupia»
évaxerxiv trpärv. - - -
ze. 91 es
sung über die unter der in Art. 178 angegebenen Be
dingung geschehene unmttelbare Vorladung des Be
schuldigten, oder Stellung desselben vor Gericht, oder
über die Stellung eines Antrages auf gerichtliche Be
staetigung der Beschlagnahme, Ä die Rathskammer
nicht vorgelegt worden ist, so ritt die verfügte Be
schlagnahme von Rechtswegen ausser Wirkung und
es sind die mit Beschlag belegten Gegenstaende den vori
gen Inhaber sogleich, bei Haftung für Schaden und
Kosten, zurückzustellen.
X Ruhestaerungen und Widersetzlichkeiten.
Art. 181.
Wenn an einem Orte, an welchem ein Unter
suchungsbeamter eine Amtshandlung vornimmt, ein
oder einige Individuen die Ruhe und Ordnung auf ir
gend eine Weise zu stoeren, oder sich den getroffenen
Anordnungen zu widersetzen erlauben, so ist der Un
tersuchungsbeamte befugt, den Ruhestorrer oder den
Zuwiderhandelnden auf vier und zwanzig Stunden in
Arrest abführen zu lassen - -
Es ist darüber ein schriftlicher Haftbefehl auszufer
tigen, und im Untersuchungsprotokoll davon Erwach
nung zu thun.
Art. 182.
Hst dieStoerung der Ordnung oder die Widersetzlichkeit
noch mit anderen Thathandlungen begleitet, welche
die Merkmale einer Polizeiübertretung eines Vergehens
oder Verbrechens an sich tragen, so sind dieselben in
einem Protokolle zu constatiren und dann dieses mit
dem verhafteten Thaeter dem zustaendigen oeffent
lichen Anklaeger am Polizei- oder Zuchtpolizeigerichte
zu überliefern. .

ZWEITES CAPITEL.
Verfahren vor dem Untersuchungsrichter.
I. Zuziehung eines Gerichtsschreibers.
Art. 183.
Ohne Zuziehung eines gehoerig vereideten Gerich
schreibers darf der Untersuchungsrichter keine Unter
suchungshandkung vornehmen.
B 92 SE
Ö\xt «i xbégs: xai r& Morà ävaxerrixx éYYpap« üroypé
powrx. Trap äuporégov.éri r öà roö ä06pov 74 öotouévy
Trotvj.
B'. Kara & o t; Yvou.évm «örstrayYé Aro; #x «r & *
-

tr P ö r «ot v. - *

Äpp. 184.
'Exrè: röw ei: rà ägg« 153, 155, 157 x« 159 öx).«p-
6avouévov Treptºrréosov, öövôövxrat é 'Avaxprºs väévspY «ö-
retr«YYéxro;, &XX& 16vov xar& TrapayysXix» roſ EioayYe).éto;.
s/

* A
Ä060.
3 P f 185. A

IIzpayye)ia» Trpö: röv Avaxprºv ôüvara và xäum ö Eiray


ye)sig xxtà träg«» gäow rñ: rpoavaxpigeºog, ätreuévos kai äu«
Aá6y rºv trpórmv araufvuaw.
Äpp. 186.
Totaörm trpóragt; ix uégov; roS Eig«YYexéco; Yiverx:
I. 'E&v eöpioxy räg äuéatoç St& rövér tig ävaxpiasto:
ütr«XXſkov auXXeysicaç äroôeist; u. ägxoéga: Troö. gigée»
xatmyopix; vavriov égauivov äv6pótrov, «ai vouiy Tºpé: röÖ
ro ärratrouuéry rivérés6xioa» töv t)mpopopöv, x«6äo; xa
rñv raxrxiv govábootow röv trgö: 2xpiéogw rüw xxrà riv
Trpčºv xxi Trpöç ävax.xury «ai &#éXs Zwi öxxoXöyngº roS
Trgäavro; öeôouévoy äroôeie«.», «xi réXo: rv raxrxivézéra
orv roöxaryopoupévou
xarmyopoüuevo Troöxerrat và pº).axtod j xxrä.
2. 'E&v ö
rö äpópov. 159 v& xparm6 h v& po)ay6“
3. Er xxxougymuárov (ägbpov 161 ägbu. 2).
T. Aaë x «g ia x «r & traf «YYe Xi «v.
Ägbo. 187.
f / e ? W A / s a- Sº W

Äua X46 ö 'Avaxprº; rñv trapayyéXia», äryepe ö\x: räg


Troö. Exxpi6oaw rävxxrà riv Trpčºv »ai trpöç auvábgogw röv
Trep To trgäavro: äroôeistov ävayxaix: Epyxoa , êeräst
2 3 W / J/ - % / /

xar iôia» Yxptow | xxra TrapayyeXia» roö Eia«YYé)éco; º.ä?-


B 93 S.
Alle Protokolle und sonstigen Untersuchungsacte
müssen von beiden unterschrieben seyn, bei der in
Art. 74 naeher bestimmten Strafe -

II. Einschreitung von Amtsavegen oder au


Antrag.
Art. 184.
Ausser den in Art. 153, 155, 157 und 159 genann
ten Faellen steht es dem Untersuchungsrichter nicht zu
von Amtswegen einzuschreiten, sondern nur auf An
trag des Staatsprocurators.
- Art. 185.
Einen Antrag an den Untersuchungsrichter kann der
Staatsprocurator in jeder Lage der Voruntersuchung,
also auch gleich nach erhaltener erster Anzeige, stellen.
Art. 186. -

In folgenden Faellen soll ein solcher Antrag von dem


Staatsprocura or gestellt werden: -

) wenn derselbe die unmittelbar oder durch die


Untersuchungsbeamten gesammelten Beweise zur Be
gründung einer Anklage gegen eine bestimmte Person
ungenügend findet, und hiefür die Beglaubigung die
ser Erfahrungen, so wie die foermliche Erhebung
der zur Herstellung des Thatbestandes und zur Ermit
telung und Ueberführung oder Entschuldigung des
Thäters gegebenen Beweise, dann die foermliche
Vernehmung des Beschuldigten erforderlich erscheint;
2) wenn gegen den Beschuldigten, ausser dem Falle
des Art. 159 und 21o, ein Vorführungsbefehl, oder
nach Art. 228 ein Verwahrungsbefehl erlassen werden
soll.
3) bei Verbrechen. (Art. 161, N" 2.)
III. Verfuhren nach erhaltenem Antrage.
Art. 187. - -
Unverzüglich nach erhaltenem Antrage hat der Un
tersuchungsrichter alle zur Herstellung des Thatbe
standes und zur Erhebung der Beweise hinsichtlich
des Thaeters erforderlichen Handlungen vorzunehmen,
ze- 94 SE
ruga: ««ixaryopoupévou, iruswärret ei; rà ägysia ö)a rä
Epopövra riv äváxptow Gro&euxrix& YYo«pa, "xai Trpö: roSro
xáuwst rä; ávaYxaia; xar vixov ips waç, xarasYos: xai «üro
ia.

Äpp. 188.
-

" .
"O 'Avaxprº. #xst ö ßáow rä rpo).aéövra äYYPapa, xai
érouévo; róre wóvov tryepsi éx véoo rä; Äôm Yevouéva; äva
xpvrtx&; ºrpáče;, örx» «örat va NXetrei: öèv goveräxby
sav xava roö. Trpooxovra; röttouç.

- - Ägbe. 189.
Eiç rä; xar' oixov psóvax, ei; rä: xxrasyései, «üroiaç,
äEeräast: röv uaprügtov xai töv xar"Yopoulévov «ai äMag
rpºet; rñ: rpoavaxglasco, paß!öovrat rä iv rok ägbpo:
9x. är., 95 x T xa 169x, är. &gtouéva, xx iöio: tä
tregt röv uérpov röv Troö. xxtäravaw töv avurrróvrov 60
Fü6ov (äpóp. 181 x-i 182).
Exrö: roüroo ö’Avaxprti: #yet rö&uxaioua và xa)éry är
out»; «ai vä isräsy tod: tägrupa: «ai rod warnyogow
Aévous.

A. KA? o t .

- * Äpbe. 19o.
xXFot; Fert »? Yale s Yévst rºv ei; äwäxpiaw Fºº
weitévny xo).äolov troär», và pépy .tv ºrismuov opga iö«,
xai v& vat troosnxóvro; üroYeypauuévm (äp6p. 183).
Kar' «irnow roö Eia«Yye)éo: yxspiLera i «X7a; Tr«gä
KAmteo, Yºopop Xaxo: äAXoo rwöç x r; vótt)ou &uvá
/

Pºst»: eire et; röv «Anrevóuevov aöröv eire xar oixov «üroſ
ei: rwa röv auwoixov h Yetrówov eixotréaoapa; roöMäygow
Öpa: Trei» ris Trös spävtsw dpapévy giga,
As 95 Es v

nach eigenem Ermessen, oder auf Antrag des Staats


Procurators Zeugen und Beschuldigte foe mlich zu ver
nehmen, alle die Untersuchung betreffenden Beweis
stücke zu den Acten zu bringen, und zu diesem Ende
zu den noethigen H usdurchsuchungen, Beschlagnah
muen und Augenscheinen zu schreiten.
Art. I 88.
Der Untersuchungsrichter hat die Voracten zu Grund
zu legen, und daher die schon vorgenommenen Unter
suchungshandlungen nur dann neuerdings vorzuneh
men, wenn dieselben mangelhaft oder nicht in gehoeri
ger Form vorliegen.
Art. 189. -

Hinsichtlich der Vornahme von Hausdurchsuchun


gen, Beschlagnahmen, Augenscheinen, Vernehmun
gen von Zeugen und Beschuldigten, so wie von ande
rén Handlungen der Voruntersuchung gelten die allge
meinen Bestimmungen,(Art “9 ff., 95 fi, 169 ff.), na
mentlich auch hinsichtlich der Polizei bei Ä.
gen (Art. 181 und 182).
Ausserdem hat noch der Untersuchungsrichter das
Recht, Zeugen und Beschuldigte ſoermlich vorladen zu
lassen und zu vernehmen.
IV. Vorladungen.
Art. 1ao. -

Die Ladungsordonnanz oij strafbare That, welche


in Untersuchung ist, im Allgemeinen benennen, mit
dem Amtssiegel versehen und gehoerig unterschrieben
seyn. (Art. 183.)
Sie ist auf Requisition des Staatsprocurators von ei
nem Gesichtsboten, einem Gendarmen, oder anderen
Individuum der bewaffneten Gewalt entweder dem zu
Ladenden in Person, oder in dessen Wohnung einem
der Hausgenossen oder Nachbarn wenigstens vier und
zwanzig Stunden vor dem zum Erscheinen festgesetz
ten Tage, zuzustellen. : "

Bei groesserer Entfernung ist diese Frist nach der


Bestimmung des Art. 163 weiter zu verlängern.
se- 96 S.
Ägbe. 191. -

IIeg ri: yyepioso: &iös ö KXmrig, öYogopüXa häYX0:


rºv xXia» erreroxupévo;, äroôexrxèv Trap «ÖroSYoovoxo
Ynuivov xai öroysypauuévoy, v | angeoGra. Exg6ö; ſ, äuéga
xai épa rñe trapaôögeo;, ö ävbootrog rgö öv, xai ö róro; va
ivsystpioöm.
Ägbo. I92.
H xXyreuo; &coparxoö. Fpartörxoö öra)))ou xai Fpa
riérov iv urngsgx Yvstat & YYgapou arſaeto; roö Elgay
YeXto: rpö; röv &oxtrºv roſ rórov r; épeöpsix.
H xXigt; &#touxrixöv, orpartorvöv öra Oſtov, «ai gpa
ºrttorövéri Traolov rvö; eöptaxouévo», xado; xai v«urxöv
äEtouarxöv, vavräv, xxi vavrtxÖv traXX Xtov Yvsrat «ar&
töv «üröv rpótrov öt& FpooxXiost»; ºrpö; röv tr\oiaºxov röv
torrormpmrv rou.
A

Atouarxo, arpartóra, vaörat, i orgartorixo i v«ort


xo örxXAm Mo., & Zeiaç ärövrs;, xXmrsöovrat xx6d: «ai oi
Xottro u.ägrupé; xai xxr"Yopoóusvot oi éx r; ráčeto; röv tro
Atröv.

Ägbe. 193.
W
Örav öxaryopoöus o;, uh Öv örorrº: "Y: , #vat ätröv
-- f - - / y y -

xai äYvoñrat ö róro; ti; &auovÄg rou, Exõiôerat 2xr «örsö,


éay xarä rö äggov 2o7 öèv öövara và auxXmp6, xXnretov
énixpa.
Äpbe. 194.
Tö xXmriptov ärixgt.« Troéret và ävapépy, xafè»; xx träg«
ä\\m xNot, röv xatmyogoütevov xa ré &öxnua, và va trpo
am övro; Öroyzypauuévov, xai vá Treptx? tºv ôarayiv "roj
º upavc6 öxÄmrevóuevo ávrö: rpöw.nvóv vóriov roö.
Avaxptroö.
Tö irixppa roüro royoxoXMära & ärueAsia; roë Eioxy
Ye\écoç ei; rs rºv rexeur«av x«toxi«v roſ xxrºyopovuévou
Xai ei: rv x«béöea» roö Avaxproö xarä röv &ä rä;önuosiov:
ze- 97 sº
- Art. 19I.
Ueber die Zustellung hat der Gerichtsbote, Gendarm,
oder der sonst mit der Ladung Beauftragte ein Zeugniss
auszustellen, in welchem ag und Stunde der Zustel
lung, ferner die Person, welcher, und der Ort, wo sie
gechehen, genau anzugeben, und diese Urkunde von
ihm zu datiren und zu unterschreiben ist.
Art. 192. -

Die Ladung von Officieren, Militaerbeamten und


Soldaten im Dienst, geschieht durch eine schriftliche
Requisition von Seiten 'es Staatsprocurators bei dem
Commandanten des Garnisonsortes. -

Die Ladung von Officieren, Militaerbeamten und


Soldaten an Bord eines Schifles, so wie von Marineof
ficieren, Matrosen und Marinebeamten, geschieht auf
dieselbe Weise bei dem Schiffscapitain oder dessen Stell
VEit I'EUEI".
Befinden sich Officiere, Soldaten, Matrosen, oder
Militar – oder Marinebeamten in Urlaub . so sollen sie
geladen werden, wie andere Zeugen ind Beschuldigte
vom Bürgerstande. Dasselbe gilt von der Gendarmerie.
Art. 193.
Ist der Beschuldigte, ohne der Flucht verdächtig zu
seyn, abwesend, und dessen Aufenthaltsort unbekannt,
so soll gegen ihn, wenn derselben ch Art. 2o7 nicht
verhaftet werden darf, eine Edictalladung erlassen
werden. - -

Art. 194.
Die Edictalladung soll, wie jede Ladung, den Be
schuldigten und das Vergehen angeben, gehoerig un
terschrieben seyn - und ausserdem noch die Aufforde
rung sich binnen drei Monaten vor dem Untersuchungs
richter zu stellen, enthalten. -

- Sie ist auf Betreiben des Staatsprocurators am letzten


Wohnorte des Beschuldigen, und am Sitze des Unter
suchmngsrichters an den für oeffentliche Anschläge be
stimmten Orte oefentlich anzuschlagen. Ausserdem
7
SE> 98 S.
royoxo)Xaet: Troogätoptauivov rórow &övarx &è rotro, äv
3xray rö 2upéo Alov, va xotvororm6 rpoort «ai ö vo,
«ai Medvºovömlosiov püXAtov.
Äge. 195.
“O xXyreuóuevo uápruc, ögt:, Yogi; và &xxoMoyſºn tiv ui,
äupºvtiv rou &a rñ: 8m)6aeo: xai äroôeisto; äropóvrov
Xóyov, äre bei «xi öévéupaviera, xxraôxáZsrat, xar& Yvo
uoôórmaw roö Eig«YYe)éo;, rapà roö Avaxproö ei: rpóggov
Trévre uéypt revrºxovr« Ap«YuÖy xai ei; riv t)mpoujv räv
&ä r; ºf upaviosó; rou rpoev,6évrov ééëov.
Ei; rñv aörv Towv öróxevrat xai oi éupavoévre: u.äv,
äpvoüuevo &é veu vouiuov 2öYou tiv "aprupixv rov, Trpo7ert
puXarrog.évm; xai rF; ëtt weiovo: Trotv7; éxy irgévouw toyu
g"Yvouóvo; ei; riv ägymov , karà rä év rg IIowxº Nóu.9
Copoueva.

Ähg. 196.
'Exv öxarx8xxobei: wäptv: Eup«vo6 Erstr« xai Füvarat
và âtzav Aoyay riv trporépavrov u. äu vow, äroôexvöov
ört eye vóutuov x6\uga kai öèv 3óvaro vxapó và öxato
XeYrb, ävatpeirat i xxraöxm Trap& roö Avaxproö.
Ä6. 197.

Eà» öxarwyogoûgsvo; x)mrs bei; &äv vepavia6m, ix&iôet ö


'Avaxgtric, um Trpoxetu.évr; r7: Trepttrrógeo; roö x Amrºpio
érxpiuaro (äpbo. 194), évraxua auXxiso;, «a öxrät ret tiv
3ä ßia: Trooaayoyſ rov.
Tö äörööövara v& Yir xai rsg. u. eupavsbávrov uapri
stov, u. ävapoupévm: «ai ric ev ré äg6:co 195 Torvi;.
E. Ex6s a : (Procès-verbal).
Äbg. 198.
H tregt ric - raso; uáprocó; rtvo; ? xarmyopouuévou suv
ra-aouvm Esa: Toyoºperat, exrö; röv v rä ägbpp 18I /
9 / A - - W. -

avapºpous»tov 7 X," , Tropa TOU uapropo: X.0L TOU xxt "Yopouu.evov,


# roö) yzow ä2égs-z. v. «ör ö öyo, Jövöe öowſön
sa» iös» béxica» ouro và öroygäoat rivéouoMöY„siv ro».
kann dieselbe, wenn es die Rathskammer verfügt hat,
noch in einem oder mehreren oeffentlichen Blaettern be
kannt gemacht werden. -

- Art. 195.
Ein vorgeladener Zeuge, der ohne sein Ausbleiben
durch die Anzeige und Nachweisung gültiger Entschul
digungsgründe zu rechtfertigen ungehorsam ausbleibt,
ist nach Vernehmung des Staatsprocurators von dem
Untersuchungsricher in eine Geldstrafe von fünf bis
fünfzig Drachmen, und in die durch das Ausbleiben
verursachten Kosten zu verurtheilen. \ -

Derselben Strafe unterliegen die Zeugen, welche


zwar erschienen sind, die Ablegung des Zeugnisses
aber ohne rechtlichen Grund verweigern, vorbehalt
lich der groesseren Strafe im Falle der fortwaehrenden
hartnaeckigen Weigerung nach den Bestimmungen des
Strafgesetzbuches. Art. 196.
Erscheint der verurtheilte Zeuge spaeterhin, und
vermag derselbe sein früheres Ausbleiben durch die
Nachweisung legaler Verhinderung und der Unmoeg
lichkeit rechtzeitiger Entschuldigung zu rechtfertigen,
so ist die Verurtheilung durch den Untersuchungs
richter wieder aufzuheben. -

A Art. 197.
Ist auf die Vorladung der Beschuldigte ausgeblieben,
so hat der Untersuchungsrichter, wenn nicht der Fall
der Edictalladung vorhanden ist (Art. 194), einen Vor
führungsbefehl zu erlassen, und denselben mit Gewalt
vorführen zu lassen.
Dasselbe kann bei ausgebliebenen Zeugen gesche
hen, unbeschadet der im Art. 195. erwaehnten Strafe.
V. Protokolle.
- Art. 198.
Das über die Vernehmung eines Zeugen oder Be
schuldigten abzufassende Protokoll soll ausser den in
Art. 182. genannten Personen, auch noch von den
Zeugen und Beschuldigten unterschrieben oder der
Grund angeführt werden, wesswegen derselbe seine
Deposition nicht unterschreiben konnte oder- wollte.
7 N
D- 1oo S
C. E e r & G s . « «r oix ov.
»/

Äfbe. 199.
Exrö: röv iv ré äppp 1 16 ävasgouévov öpeiXet égaro:
ö Avaxpur: v& örray ei; riv kxroxia» xai travröç äXXoº Se
Taobmaouévov, äray öà r; v.aprupia argoſ j öruosiov rtvog
Apf; ºvat äroôeôeryuévov , ört ö êerasbrgäuevo "Öro; évexx
#xxia, acbeveix; ? áXXov XóYoo äövv«rei và upavabº ei; rö
Axa Tietov (äbs. 124).
Äpe. 2OO.

'Eav äroöey ört & Zer«Lötsvo; 8óvaro v? Eup«vo6,


Trpctrovrat xar «üroö öga xx xarà röv ätsböv uaprögov
xx xxtrYopouuévov, rpogetrpvXarrot.évm; xai rg Tréparégº
xaraôtöse: #vexx Yoſgeto: svöeö; uaprupxoö.
O éxöövre; rö evöé; uapruptkoviarpo xx &ºuéato träx
Xxxot karaöcxovrat «arä rä v tº Ilowx Nóup trepi suöo
/ e /

tafrupt«, optot.eva.
Z'. IIa pxYYe Xia xai tre éox) mot; Tre d; äAAov:
Avaxß trä .
Ä6p. 2o1.
THv Eragºv röv u«grüpov, tiv aöroiav, tiv xar oxov
é uvav, tiv x«tägysow % äXXºv rtvá ävºxpruxiv Tre«v öö
vatat ö Avaxperi; v& értrpéry si; rwa Eignvoöxm» ri; Treft

pepeta; Tov.
Ägbo. 2o2.
Fà» xará gyea , Äxar oxow gewa, i aöroix, &#ragt:
röv u«prügtov, ä007 trä5; ävaxprº Teixera väYv eig
äXAmy reppegstav, rpoaxaXsirx. Er roürov ö áßuöôto: 'Avaxpt
r, öort ys étricm; rö öxaitou« roö và ärrper tö Teä) ſa
ei; Eignvoöxtv rtvá ri; Treppepsi«g TQU). -

Äpbp. 2o3.
Exxoto: rö» «arà rä ägbg« 2o1 xai 2o2 rpooxexxºuévtov
xai rh» äváxpav» errerpaguávtov'Avxxptröv xx EiprvojxÖv
dexst và Trépy th» regt avaxtoso: #xbsow äuéoos tress rºy
äf“öôoy Ayaxftry,
AS Io1 Sº
VI. Vernehmungen in der Wohnung.
- Art. 199.
Ausser den im Art. 1 16. genannten Personen hat
sich der Untersuchungsrichter auch dann in die
Wohnung des zu Vernehmenden zu verfügen, wenn
es durch das Zeugniss eines Arztes oder einer oeffent
lichen Behoerde bewiesen ist, dass sich der zu Ver
nehmende wegen Alter, Krankheit oder aus einem an
deren Grunde in der Unmoeglichkeit befindet, vor
Gericht zu erscheinen (Art. 124).
- Art. 2oo. >
Wenn es sich zeigt, dass der zu Vernehmende sich
keineswegs in der Unmoeglichkeit zu erscheinen befand,
so ist gegen ihn zu verfahren, wie gegen unhehorsame
Zeugen und Beschuldigte, vorbehaltlich der weiteren
Verfolgung wegen Gebrauchs eines falschen Zeugnisses.
Gegen Aerzte und oeffentliche Behoerden, welche das
Zeugniss ausgestellt haben, ist nach den Bestimmungen des
Strafgesetzbuches über falsches Zeugniss einzuschreiten. .
YII. Committirung und Requisition von anderen
Untersuchungsbeamten.
Art. 2o I.
Zur Vornahme eines Zeugenverhoeres, Augenscheines,
einer Hausdurchsuchung, Beschlagnahme, oder einer
anderen einzelnen Untersuchungshandlung kann der Un
tersuchungsrichter einen Friedensrichter seines Bezirkes
beauftragen.
- Art. 2o2.
Ist die Beschlagnahme, Hausvisitation, der Augenschein,
die Zeugenvernehmung oder andere Untersuchungshand
lung in einem anderen Bezirke vorzunehmen, so ist da
zu der zustaendige Untersuchungsrichter zu requiriren,
welcher gleichfalls dasRecht hat, einen Friedensrichter
seines Bezirkes zu dem Ende zu committiren.
Art. 2o3.
Jeder, der nach Art. 2o1 und 2 o2 requirirten und be
auftragten Untersuchungs- und Friedensrichter hat die
aufgenommenen Untersuchungsprotokolle unmittelbar an
den zuständigen Untersuchungsrichter zu übersenden
ÄS- Io2 -S
Ä. IIºosé Asus "ro Ü Eig«YYe Aéoi.
Ägbp. 2o4.
IIeg rärm: äv«xprxi: Trgästo: rpoetôoroteirat 6 EtaaYys
Xed; &ä và &uvm6 va Trapeupebſ ei: «ürñ» , va xäup räru
Yov yxpcbeiga: reparptorporägec.
Karà tiv repirroov roſ äpboov 2O2 ö Trpoox\nbei; 'Ava
xtr; öpeiXet và eiôotrot röv Eig«YYs)éa ri; Treppepeiaç rou.
Äpbb. 2o5.
Ö Etaayye)sd: öóvara vá Trapayyei)y rtvà röv si: rd äp
6pov 17 ävapspouévov iri rñ: äv«xpaeto. ürxXAſ\tov v& Trapeu
pe6 ävºr «üroü ei; ävaxpruxiv rtv« träv.
Exagoç roérov röv irº ris äv«xpaetoç üTraXAſAtov yet rö
&xaioua v& xäuy ragarmpioet;, v& ärroreivy épotſge: trede
rs növ uáprupa xxi rdvxarmyopoóusvov xxi vá xäuy rä ävm
wüax: rporäge; ölä 6am; i YYpäpo. IIepi roürow rävrov
Yivera uveia si: rv éxhsow.
O'. Té Ao: r F: rpo«v «xpia eco.
Ägbp. 2o6.
Toxórm rpoxváxptat: &üvarx vá xmpuy6. Ö; teXettouévm
póvov raga roö auuéouxiov röv ä2uočiov IMAmpusNewöxÖv.
IIpö; roüro rè ré\o: Trapačičovrat ävvrepéro; usrä riv
re).eurxiav ävaxpert«h» rpäEw rà yypapa st; röv Eiaayyexia
öx vá üro6áxy vrö: rptöv huspöv ei; rö aupéoü\ov rpó
raaw Trep trpootoptvñ: äva60XF; rñ; Zuaôxasia; ? Trepi Trapa
Touri: ei; rö äxpoariptov # Trepi äroAóoso roöxaryopoulévou.
KEdbAAAION TPITON.
boxaxai öroëxov.

A. II sp ttr róa st: ri : pu Aax ioso.


Äpp. 2o7.
Öso xxroxoö rax:xö: ivrö: roö Bao)siov xai, #xovre:
ixavz äxivmr« xtñuarx j uerspxóuevo ßtounyavia», eivat kara
Fnºvo vaörſ, puMaxiora vo» in axovºyiar, är &
-- ÄS- Io3-SE:

YIII. Zutritt des Staatsprocurators.


Art. »o4.
Von jeder Untersuchungshandlung ist der Staatspro
curator vorher in Kenntniss zu setzen, damit derselbe
beiwohnen, oder die noethig befundenen weiteren An
träge stellen kann.
Im Falle des Art. 2o2. hat der requirirte Untersuch
ungsrichter dem Staatsprocurator seines Bezirkes die
noethige Kenntniss zu geben.
- Art. 2o5.
Der Staatsprocurator kann, um einer Untersuchungs
handlung statt seiner beizuwohnen, einen der in Art.
17. genannten Untersuchungsbeamten beauftragen.
Jede dieser Untersuchungsbeamten hat dann das Recht
Bemerkungen zu machen, Fragen sowohl an die Zeugen,
als an den Beschuldigten zu richten, und die geeigneten
Antraege mündlich oder schriftlich zu stellen. Von Al
lem ist im Protokoll Erwaehnung zu thun.
IX. Ende dieses Verfahrens.
Art. 2o6. -

Eine solche Voruntersuchung kann nur durch die


Rathskammer des zustaendigen Zuchtpolizeigerichtes für
geschlossen erklärt werden.
Zu dem Ende sind die Acten unverzüglich nach dem
letzten Untersuchungsacte dem Staatsprocurator zuzu
stellen, um binnen drei Tagen an die Rathskammer einen
Antrag auf einstweilige Zurücklegung der Procedur,
oder auf Verweisung in die Audienz, oder auf Freisprech
ung des Beschuldigten zu stellen.
DRITTES CAPITEJ,.
Verhaftungs- und Untersuchungsgefaengnisse.
A. Faelle der Verhaftung.
Art. 2o7.
Personen, welche innerhalb des Königreiches ihren
ordentlichen Wohnsitz haben, und durch hinreichenden
Besitz liegender Güter, oder durch ein Gewerbe ange
sessen sind, sollen während des Vorverfahrens nur im
Falle eines Verbrechens, und bei einem Vergehen nur
#S- 1o4 SE
r)Yuus) gar ei: uóva; r&; sv r ärouévg ägbpp 2o8 öpt
ot.éva: Trepttréaet.
Äpp. 2o8.
Er t)muus) u«st &arárrsrat pu) äxto::
1. Kar äv6pótrov, ortve: xareôxxobmaay ëm ära évex«
Tr) muusXYuaro; # xxxoupYſtaro;“
2. Karà äyupräv -

3. Kxrä Zévoy“
4. Kar ixeivov, orve, ägauévy: rñ: ävaxpiaso, aöro
Yvogóvo: äropaxpövovrat i Treograboöv và äroux»po»60öw:
. Karéxevov, orve: Er xaxougyuar eiva ürotro 6:
orvairo &v xai uövov xarä ßabpd Trºmpus) paro, xab' ösow
eiva pó60; vreſeo: u.srä\\ovauvarriov
- 6. Kara röv örórrov vö; rêvév rot ägópot; 133, 2 12
214, 219, 236, 239, 241, 244, 245, 373, 388, 398, 404,
4o5, 4o7, 41o, 41 2 xai 42 1 roſ IIowxo Nóuou ävapspo
évoy Tºylus)muárov, x26öoov eiva «vöovo: vre so; ver'
äAXou rwög auvariou.

B. Évr «Au « au). Aſ sog.


A26°. 209.
Oö3ä si: rv tregirroa» röv äppcov 2o7 x« 2o8 öövarai
r; vá puMaxto67 Yupi: EvraXua ovXamsog.
Töre uóvov &ev eiva Tod; pu\äxtor» ävayxxiov röévra pa
ri; Gux) soç, örav ö xar"Yoojusvo; -

1. Exip6mär «üropópt», h
2. Suvex.phm psüYo» h trpö: Tö psysw öouéuevo“
3. 2ove) ip6m iri ösxögouñ: &araxeion; Tragé rñ: Äſ
XF, #
4. Eupavisrat ö öo.
Ei; rot«üra; Trépurróoet; yst #xagoç iri rñ: ävaxpioet»:
ütä00m)o: ró öxaitou« va puMaxiy Yogi är«Aua auMist»,
x« va Knrist ën roërov, Ypsia: «xXoöom, thvéon)ow &ü»awº
tö «örööxaioux éys xx xx": ToNirm, äANä uóvov ei; riv
Tspirrooy t: in airopéep Nºys». - -
ÄS. 1o5 S&
in den im folgenden Art. 2o8 bestimmten Fällen verhaf
tet werden. -

Art. 2o8. -

Bei Vergehen findet provisorische Verhaftung statt:


1) gegen solche, welche schon einmahl wegen eines
Vergehens oder Verbrechens bestraft worden sind;
2) gegen Vaganten; -

gegen Auslaender; -
4) gegen solche, welche sich nach angefangener Un
tersuchung eigenmaechtig entfernen oder zu entfernen
versuchen; -

5) gegen diejenigen, welche bei einem Verbrechen der


Mitschuld, wenngleich nur im Vergehensgrade, verdäch
tig sind, sofern die Beredung mit anderen Mitschuldigen
zu besorgen ist; - -

6) gegen solche, welche eines im Strafgesetzbuch Art.


133,2 12–2 14, 219, 236, 239, 241, 244,245, 373,
388, 398, 4o4, 4o5, 4o7, 41o, 412 und 421 bezeich
neten Vergehens verdächtig sind, in sofern die Bere
dung mit anderen Mitschuldigen zu besorgen ist..
II. Vorführungsbefehl.
Art. 26).
Auch im Falle des Art. 2o7 und 2o8 kann in der Re
gel niemand ohne Vorführungsbefehl gefaenglich einge
zogen werden. -

Nur in folgenden Fällen ist zur Verhaftung kein Vor


führungsbefehl noethig, wenn der Beschuldigte:
1) auf frischer That, oder -

2) auf der Flucht ergriffen wird, oder im Begriff


steht zu entfliehen; - -

3) bei einer obrigkeitlich angeordneten Streiferei er


griffen wird; oder -

4) sich selbst stellt. - . . .

In solchen Fällen ist jeder Untersuchungsbeamte be


rechtigt, ohneVorführungsbefehl zu verhaften, und zudem
Ende noethigenfalls die bewaffnete Macht zu requirieren.
- Dasselbe Recht hat jeder andere Staatsbürger, jedoch
nur im Falle der frischen That. . . . . . . d
ÄS- Io6-S
Äpp. 2 IO.

jvra) u« auXXisco; &üvara v& #x806 x"rä. wäv röv ér'


«üropó39 Xau6«youévtov Trapá trxvrög rêvér r; ävaxpioso:
ör«XXmAto», «arä öé Travtö; ä\\ou, uóvoy Tapà roſ Avaxproö.
Örav rpóxera vá puXaxof r;,&apxoöon: rigowsóptäseto,
öroygäpst ré éraXux ri; auXXieto; i rñ, puMaxioso: ö Ilgó
eôpo; *.er& roſ Teauuaréog.
-

Äpp. 21 1.
Ei; rä: Treptºrróost: ««6'äç, xarà rö ä6pov 2o6, öèv auy
Yogeira pvXäx.at, éx&iôerx xxr& roö xarmyopouuévová raf
xxis: «Xyrºpov irixpua ei; wäoavôe ä\\n» trepiarao», v
r«Aua auXxis».
Ägg. 212.
Fävöxarmyopoóuevo, äu« Aa6övrºv xXav, äupavaßf eig
röv 'Avaxotiv, isräerx TrapaYpfua' é&vöé ésöé6n év raNta
auX) so, rö troXö vrö; sixostregoäpov dpöv.
Ei; äuporépa; rä: rspurróse: öóvara usrä rivéirasw
và äro\u0öx«rºyopouvo, , äy öräxy xar aüroö öroia,
v& ixôob évra)ua puMaxissco;. -

Ägbo. 213.
IIáom: rapà roö’Avaxproſ &uarxx6sion: puMaxioso: äro
Aóoso: xar"Yopoupévov rwö: rponysira h Expóaat: roü Etoay
YeXéco;.
Äpbg. 214.
Töévraxua rñ: Gux) so; Trégéxet röövou« riv äxp67
repypapºv roö puMaxtoßmooué ou, pépet rivétriomuov apoa
Yiôaxa tâv üroypapiv roö ixõiöovro; üxaXX Aou xai roö öt
xaarxoö Trauuaréco.
Ägbſ. 2 15.
Évra)ua ouMºſso: puMaxioso:, ix&s&ouivov xarà röv
rpooxovra rürov, eiva «rs)egöv xab'ö)ovro Baoixetov. Ö).at
* TroArxai xai garworxai Agai, xaſ öoov xrsivsrat i ke
XD 1o7 S.
- - Art. 2 I o.
Ein Vorführungsbefehl kann bei frischer That von je
dem Untersuchungsbeamten, ausser dem Falle derfrischen
That aber nur vom Untersuchungsrichter erlassen werden.
Bei während einer Audienznothwendigen Verhaftungen
hat der Gerichtsvorstand nebst dem Gerichsschreiber den
Vorführungs-oder Verwahrungsbefehl zu unterschreiben.
Art. 2 1 1.
In den Faellen, in welchen nach Art. 2o6 keine Verhaf
tung statt hat, ist gegen den Beschuldigten eine blosse
Vorladung oder eine Edictalladung zu erlassen, in jedem
anderen Falle aber ein Verführungsbefehl.
Art. 2 I 2.
Ist der Beschuldigte auf die erlassene Vorladung vor
dem Untersuchungsrichter erschienen, so soll derselbe
auf der Stelle vernommen werden, im Falle eines Vor
führungsbefehles aber spätestens binnen vier und zwan
zig Stunden.
In beiden Faellen kann nach beendigter Vernehmung
der Beschuldigte freigelassen, oder wenn Verdacht gegen
ihn vorliegt, in Gemässheit des Art. 2o7, 2o8 und 228
Verwahrungsbefehl gegen denselben erlassen wer
EIl.

Art. 2 13.
Jeder durch den Untersuchungsrichter veranlassten
Verhaftung oder Freilassung eines Beschuldigten hat die
Vernehmung des Staatsprocurators vorherzugehen.
Art. 2 I 4. -

Der Vorführungsbefehl soll den Namen oder die ge


naue Bezeichnung der Person des zu Verhaftenden ent
halten, mit dem Amtssiegel versehen, und von dem aus
stellenden Beamten nebst seinem Gerichtsschreiber un
terschrieben seyn.
- Art. 2 : 5.
Ein in gehöriger Form ausgefertigter Verwahrungs
oder Vorführungsbefehl ist vollziehbar, im Umfange des
ganzen Königreiches. Alle Civil- und Militärbehörden
sind, so weit ihre Competenz reicht, angewiesen, auf
S- IO8 S.
uoZörn; row, öpexow, äux érôsty6évro; «örai: roö vrá)-
uaro, và tr«péyow äwurégéro; Yºga Bobsix.
Ägbp. 216.
E % "- 9

H éxré).satg Yivera, ärus Xouuévou roG Eiaayye)éo: , &&


- / "A »/ v. -

xXnräpo, YopopüXaxo;, 7 äXAou rvö; äx ri; évón Aou övvateo.


Äpºp. 2 17.
E&v äétouarxoi örö váxpov öxroiGouv ei; rótrow, örou
örágys psöéix, ö partotxö; öoxyrh: Trpoox«Meira Ert
roörov xarà ró ägboov 192, à» xx o &#touarxo oüro xxtà
tä ächox 37 xai 39 ür xstvrat ei; rä auviºn Trovºk& Axa
oriot«.
Ägbo. 218.
E; äravra pu).axabmgäuevov érºßexvésrat rpö ri: pu).axi
geó; rou rö rg goXX so: Evra)ux, xa öiôerat rpó; aöröv
ávriYeapov, áv rö mrjay. -

Äpp. 219.
Eav öxaryogojusvo; &arpéſ e; äXXyv &xxarxh» Trept
péosa», ööw.xrat và gaX ró évraXux rç auMiso; ei; rw«
ävxxpruxöw öráXXIXov roö rórou r; öxrpéſ; rou, xai &«-
rärrera oöro; va rö éxrs)éry, irpºoxaxeirat äuéoto: rpö: roS
ro Yogop Max äXXm évot)o; Sóvau.
Äpp. 22O.
Eav öxaryopoueyo;, évavrio» roö öroiov &üvarat xarà rät
äg6px 2o7 x« 2o8 v& #xô06 GMXX so: vrxXux, va äröv
Äépve, a yoeirat öróTro; Äg öxrp6ñ: rou, xxraôtéxsrat
oüro; Sa Teog).zgsto: rpo, ÄxXa; Ägyá: (ºpbo. 219) 3i pe
vn: «aroixov (äpp. 169) # öx xxxxoyergio» yYeapov.
T. K« ra a y e r | 0 : « .
Ä60. 22 1. -

Tä xaraayeripa isoövvzuoſ» pé rä Tep GuxXſso; vrá)-


Parx. -

Öße» ix8öowrx xar ärávrov wat puyáčov zówow örav v.


Yéyé ovYxofira pvXäxo.
se: 1og &
Vorzeigung dieses Befehles unverzüglich hülfreiche Hand
zu leisten. -

Art. 2 16.
Der Vollzug geschieht auf Betreiben des Staatsprocu
rators durch einen Gerichtsboten, Gendarmen oder
durch ein anderes Individuum der bewaffneten Gewalt.
Art. 2 17.
Halten sich in Untersuchung befindliche Officiere an
einem Garnisonsorte auf, so soll zu ihrer Verhaftung
der Militaercommandantin Gemaessheit des Art. 192 auch
dann requirirt werden, wenn dieselben nach Art. 37
und 39 den gewoehnlichen Strafgerichten unterworfen
sind.
- Art. 2 18. »-

Jedem zu verhaftenden Individuum soll, vor der Ver


haftung, der Vorführungsbefehl vorgezeigt, und auf
Begehren Abschrift davon gegeben werden. -

Art. 2 19.
Haelt sich der Beschuldigte in einem fremden Gerichts
bezirke auf, so kann der Vorführungsbefehl an einen
Untersuchungsbeamten seines Aufenthaltsortes gesen
det, und dieser zur Execution aufgefordert, oder auch
die Gendarmerie oder sonstige bewaffnete Gewalt un
mittelbar zu diesem Ende requirirt werden.
- Art. 22o.
Ist der Beschuldigte, gegen welchen nach Art. 2o7 u.
2o8 ein Vorführungsbefehl erlassen werden kann, abwe
send oder entflohen, und dessen Aufenthalt unbekannt,
so soll derselbe mittelst Requisitionen an andere Behör
den, (Art. 2 19 Hausdurchsuchung, (Art. 169) oder mit
telst Steckbriefe verfolgt werden. - -

111. Steckbriefe.
Art. 22 1.
Steckbriefe sind einem Vorführungsbefehl gleichzu
achten.
Sie sind daher auch gegen Abwesende oder Flüchtige
nur dann zu erlassen, wenn eine Verhaftung überhaupt
zulässig ist. (Art. 2o7 und 2o8.) -
ÄS I Io SE:
Iloéret &é và vat ouvrsrayuév« xa6' & &arárret rd äoßgow
2 14, xai éxrög roórov v& Treptéyouw äxp67 Treprypapiv roö äv«-
Fºuxro, ri: opf:, ri; YAócom:, röö wöuxro: xa ä\\ov
sorepoöv &axpºrtköv grusiov roS puMaxobmaouevo», «al
rpóaxXnow Tod; ä\x: rä; roXerx&: xa Foxrorx5; ÄßYäs
Tsgi re xarxoyéast»; «üroſ, äux xxra).rphévro;, xx tregi Trapa
&aso; ei; rov äxöövra rö xarxoystiptov ävaxprºxèv öráA
Am Aov.

Äg. 222.
Ö&ováusvo: vá x86o ävra) ua auX) so: (ägbp. 21o) ZÖ
vara vá ix3éay xa xaraazerptov.
H Exté)eat; Yvsrat xarà rov aöröv roórow «abè»; x« är.
§vraXparow auXXY»; «ara rä ä6px 2 15 xa 2 I9.
- *. W -

Tà xxraoyeTiga reyoxoXXövrat si; rä &à roS ähpov 194


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dºptouév« uépm. -

Aóvavrat öé raÖrx và ga)oSv äaaéto: ya &à reoôpóuou,


xx, &v &ara Tó öxagrxöv qug.6oüXov, va xovorormoöv
EA / -

ei: evi. «ai Tr)siov« Treptoôxà p XX«.


A'. Eiôo: ri : pv). «xia so.
/

Ägbp. 223.
ºbu) äxot; &èv 3óvara va #xrs) sah in reißxpxx trow
xarà röv v. r)ä6po 2 16 ävapspopévtov öra)). Nov:
1. Karà tiv ispougyix», évrö: oixoôoutuaro; äposttoté
vov sig tiv örgóatov Xarpeiavº
- - %. % W » , ? W. 2 V. e /

2. Evxapº vuxrö; ei; iôtorwx voixix», ixrd: zv öxárot


xo: rfg oixia: r3 mrjam' ömrög, hääv auſ Fagayºf Eipm
f / % - A */.

voôixm:, 6 Aºuacyo:, ö IIapeôgo: «üroſ, ö Äoruvóuo; F &axos


rt; rövér rig avaxpiaeco, ÖTraXXmAtov.
Ägg. 224.
Oi pu).xxiovre; öpeiXouv và rpoopépovrat ué rhv évêeyo
uévry Trpoo vetav Tºp: röv xarmyopoüp.evov, xxi vx gé6ovrat
tv rigºv aör Üöhe» äveu áváyxm: &ev troérst và rpépor ei;
«ür vßix», «x rórs uévoy va röv öévouvörav ärsb h vas
xivôuvo; poY74.
He 1 1 1 es
Sie sollen ferner nach Vorschrift des Art. 2 14 abge
fasst seyn, und ausserdem noch eine genaue Beschrei
bung des zu Verhaftenden nach dessen Gestalt, Gesichts
bildung, Sprache, Kleidung und sonstigen äusseren Kenn
zeichen, so wie eine Aufforderung an alle Civil - und
Militärbehörden enthalten, denselben im Betretungsfalle
zu verhaften und an den im Steckbrief unterschriebenen
Untersuchungsbeamten auszuliefern.
Art. 222.

Wer einen Vorführungsbefehl (Art. 21o)erlassen kann,


kann auch einen Steckbrief erlassen. 1

Der Vollzug geschieht auf dieselbe Weise, wie bei


Vorführungsbefehlen nach Art. 2 15 und 219.
Steckbriefe sind an den im Art. 194 bestimmten Orten
anzuschlagen. Auch können sie durch Eilboten versen
det, und, wenn es die Rathskammer verfügt hat, in ei
nem oder mehreren öffentlichen Blättern bekannt ge
macht werden.
I/V. Art der Verhaftung.
Art. 223.

Eine Verhaftung soll, bei Disciplinarstrafe gegen die


im Art. 2 16 genannten Beamten, nicht vorgenommen
werden:
1) während des Gottesdienstes in einem zum Gottes
dienste bestimmten Gebäude; -

2) zur Nachtszeit in einer Privatwohnung, es müsste


denn vom Hausbewohner ausdrücklich begehrt, oder
der Friedensrichter, Bürgermeister, Adjunct, Polizei
commissär oder ein anderer Untersuchungsbeamter
beigezogen worden seyn.
Art. 224.
Bei jeder Verhaftung ist mit moeglichster Schonung
der Person und der Ehre des Beschuldigten zu verfah
ren. Daher soll ohne Noth keine Gewalt gegen ihn ge
braucht, und derselbe nur im Falle des Ungehorsams oder
der Gefahr der Flucht gefesselt werden. - -

/
=> 1 12 º.
Ägbo. 225.
Apégo: u.srä rh» po).&gtow pépéra ö pvXaxisbei: véré»
rwo; röv ei; ö ippov 17 vxpepogévtov ävxxprxöw ÜTraxx
Atov roö rótrov, éporära traß züroſ rep roö /póvov, rótrouxxi,
rpórou ri; p Xaxisso; irakoreira. Er trapovaix «üroſ, Zsóx
oörx ſ roö ei; po).äxav Tooxsuévou usrä roö Äön pº).axabév
ro; raürórm;, xx Govrággsrat Trégi roórov ärávrov éxhsatz.
E&v h raörórm; öév eigroſ v& Äroôeyſ # #xv rö évrxXux
ri: goX) so: öévésöó6 xzrä röv ärz-rojus»ov rüttov (ägbo.
2 I 4), ö puMaxtabsi; ätroXösrat Tapaypñux.
Karà trägay äXXºv trepirroat» trégtrerat ö pu).xxtobei: perä
tſ; Exbégsto; ei; tiv airoöcav Ägyºv.
Äpp. 226.
Öxa rä rapà ró pº).xxobévr eögehévra ürotrra TºpäYuara
äpapoövrº är «üroſ, xxi Trapačičovrat uerà r; xbéoso: ««.
Toö puMaxobevro; ei; röv ápuáčov Eis«YYs).é« ? Avaxetrºv.
Ägp. 227.
Ö pu).axabei; rtr peirat év t puXax rö» öroëxow
xarx ra; Trepgasst; vºr iöix «roſ oxix, aXX& Tórs ö iöiov
éöôov, uéxe ris exööss»: roö rep puMaxisst»; vráxt.aro:
(ägbp. 228).
E. Evra Xp. « pu X axia e to;.
Äghp. 228.
Móvov ö 'Avaxger: #xôiôe xxra roſ auXAmphévroç évra)pa
pº).xoso; (ipp. 212, Xai 227), äxoüsa: rporov rd.» Eig-Y-
--- - M. N. »A e - -ſ - / * *

rºz ers öe aöxpopov, zy öxartyoovusvo; éArpón Ära


TopǼft 7 0%.
Ä69. 229.
Tö Trep pvXaxiaso; Ära Aux éu-Treptéyet, ixTö; rêvév r.
ägópp 2 14 engsvov rºrov, xai #xp6i Gmueitoav roS Fsſ sº
ó MáYo; 7) muué) aro; j xaxovºyit.xro; xa r; &aräso:
Toö IIowxo Nóº.oo.
FS-1 1 3 S.
- Art. 225. -

Sogleich nach der Verhaftung ist der Verhaftete vor


einen der in Art. 17 genannten Untersuchungsbeamten
des Ortes zu führen, von diesem über Zeit und Ort
der Verhaftung zu vernehmen, in seiner Gegenwart
sorgfältig zu wisitiren, die Indentitaet der Person des zu
Verhaftenden mit dem wirklich Verhafteten zu constatie
ren und über das Ganze ein Protokoll abzufassen.
Kann die Identitaet nicht hergestellt werden, oder ist
der Vorführungsbefehl nicht in gehoeriger Form (Art. 2 14),
so soll der Verhaftete auf der Stelle wieder in Freiheit
gesetzt werden. -

In jedem anderen Fall ist der Verhaftete mit dem Pro


tokoll an die requirierende Behoerde zu überliefern.
- Art. 226.
Alle bei dem Verhafteten gefundenen verdächtigen
Sachen sollen ihm abgenommen und nebst dem darüber
abzufassenden Protokoll und dem Verhafteten selbst an
den zustaendigen Staatsprocurator oder Untersuchungs
richter überliefert werden. -

Art. 227.
Der Verhaftete ist in dem Untersuchungsgefängnisse
oder nach Umstaenden auch in seiner eigenen Wohnung,
in diesem Falle aber auf Kosten des Beschuldigten, zu
bewachen bis zum Erlassen eines Verwahrungsbefehles
(Art. 228).
Y. Yeravahrungsbefehl.
Art, 228.
Ein Verwahrungsbefehl (Art. 212 und 227) kann ge
gen den Verhafteten nur vom Untersuchungsrichter, und
zwar erst nach Vernehmung des Staatsprocurators, er
lassen werden, einerlei, ob der Beschuldigte auf frischer
That ergriffen worden ist oder nicht. -

Art. 229.
Ein Verwahrungsbefehl soll ausser den in Art. 2 14 ge
nannten Foernlichkeiten, auch noch eine genaue Angabe
des in Frage stehenden Vergehens oder Verbrechens und
des zur Anwendung kommenden Strafgesetzes enthalten.
8
X> 1 1 4 S.
H éxréXegt; Yvetx xarà ro); óptauo; rcſ ägópou 215 xai
223 x är. TrueAsia roſ Eig«YYs)éo: &ä roö rgosay«yövro:
röv warnyogº gewow, & öFotoööirore xre)soö Syraxarow
auXA sto; (ägbpov 2 16).

C. froö ixov pv) ax« i.


Ägbº. 23o.
X&pw röw ésrágsto 6é\oov xxraoxeuxg6 iôtairspat pu\x-
xai troö. Öroôoxiv trávrov, öso s vrá) ara; au)Xſso; i
pu).axioso; eiva puXax géo.
Äphp. 231.
Ö &acuopixa öpsiAs, Eröeybévro; «örp Evtä\uaro; 30X
Aſso: pu).axgeto, va Tapa&sy6 röv auXAmpévra.
Ilspi ri: Trapx&ox; éyst ört) oöv ß6xiov, SyYpäpov sie uèv
rö év rä r; GuxXyto: vráAgar«, si: &é rè äAXo ra ri; pu
Xaxigeto, kai ße6atöv üroxärotiv trapaôoav roö auMAmphévro.
Äpp. 232.
Fävxxrá two, trapa)rphévro; ei: pvXaxiv & évráXparo;
au)X so;, ix306 verä aira évra Aua puXxxioso;, &aypé
pera ö pv).axaße; ärö roöß6Xiou ri; au)0 sº: kai uera
Y94pzrx s; rö ß:5Xio» ri: vºxxisso;, höé ätrodoYº roë aux
Xºbévro; ßséxoSrx xx év rxürp r Treptºróost ötö roö ös
auorüXazo; y tº rº; po).axige»; 66Xip.
Ägg. 233.
A
Etat: «« öraw & Gº)0 pei; Zé)by tº pvXaxi, Zsóata
z- .. % - , A « » A- 7 % t /

ty éZoöov aÖroö ö troXiao» aÖro» # é äräYov aüröv trofforsſo.

Ähp. 234.
Kºvec, xrö; röw irrerpappévoy riv sör«Fixv röv pvXaxóv
ürxXX Awv, öevöövarat vá rpoo)dy ei; row ür äváxpus är
º - r- - A -s

övra poxx aussov, eigA uávo 8 äésia: rs Avaxerré tº


Eaayys).éo;, xx tr Tragovoix éva; röv érara:öv.
He 115 Ss
Der Vollzug geschieht nach den Bestimmungen des
Art. 215 und ff, auf Betreiben des Staatsprocurators
durch denjenigen, der den Beschuldigten vorgeführt,
oder durch sonst jemanden, welcher auch Vorführungs
befehle zu vollziehen hat (Art. 2 16).
VI. Untersuchungsgefaengnisse.
Art. 23o.
Zum Behufe der Untersuchungen sollen eigene Unter
suchungsgefängnisse zur Aufnahme aller Individuen,
welche in Gemässheit eines Vorführungs- oder Verwah
rungsbefehles festzuhalten sind, errichtet werden.
Art. 231.
Der Geſengnisswaerter ist verbunden auf Vorzeigung
eines Vorführungs-oder Verwahrungsbefehles den Ver
hafteten aufzunehmen. -

Ueber die Aufnahme soll ein deppeltes Register geführt,


in das Eine alle Vorführungsbefehle, in das Andere aber
alle Verwahrungsbefehle eingeschrieben, und daruntervon
Seiten des Gefängnissaufsehers die Ueberlieferung des
Gefangenen bescheinigt werden.
Art. 232. .
Ist gegen Jemanden, der auf einen Vorführungsbefehl
aufgenommen, ein Verwahrungsbefehl erlassen worden,
so ist derselbe vom Verhaftsregister ab-, und auf das
Verwahrungsregister umzuschreiben. Die Uebernahme
des Gefangenen ist auch in diesem Falle von Seiten des
Gefängnisswärters in dem Verwahrungsregister zu be
scheinigen.
Art. 233.
Gleiche Bescheinigung hat bei dem Austritte des Ver
hafteten von Seiten desjenigen zu geschehen, der den
Arrestanten in Freiheit zu setzen, oder weiter zu trans
portiren hat.
Art. 234.
Der Zutritt zu einem noch in Untersuchung stehen
den Arrestanten ist, ausser den mit der Polizei über die
Gefängnisse beauftragten Beamten, niemand, ausgenom
men mit Erlaubniss des Untersuchungsrichtersoder Staats
Procurators und in Gegenwart eines Aufsehers gestattet.
8*
SED- I 16 F:
v A 3/ / - V \ – s» «- «... e.
Karà rä ä))« rpárrovra kai Tsp röv puMaxöv röv öro
&ixto öox öpie rö ägbpov 552 x. ér.
f. /> - -» - -

Z. Ila 92 54 a s « : Övr spi t Ä; auXX | e « : « «i pu


Xaxia e to : 3 x T x 5 s ov.
- Agßp. 235.
II&7x Trapá5xot; röv Treo r; auXxiso; xxi puXxxioso:
xaTºyopoup.évou rvö; &a sraYuévtov au eTrupépst xxrayvoov ei;
árompioav Xai r)mgouhy roy &#8e», oi & Trapa6cra üTräx
Anxo rut»poÖvra tretbagyxô;, étroXarrouévm r; ßapots.ag
- % »/ / A / - -

trow: sx» ruxov syrve Trapá6xot; ôtarascó; Two; Toü Ilotytx0ö


Nou.ov. -

KEdb AAAION TETAPTON.


IIgoaogvi & SYYoioso: äróuot; (mise en liberté).
Ä. Il so a r | 3 s . .

Abo. 236.
H Troooºoow äróXua; öé» GUYYºoperat:
1. Er xaxo gy« v“ -

2. Er äYugröv h äAXo; äyvóçov, i b: #x roö ßiouxai


roG /xpaxripo Erxtv Füvov ei: rivxorviv ägpäAstav v6.6rov,
xx öxtrégo; ä»bgóro» zarzóxxgbévrov jr vexa ßapéov
TXYup.exmgärov xx xxxov: Yuxrov
3. Er vdpórov, Crys, Ertru/évre; Trpčrsov #xm; ätro
Aóa cog, u.sreyepio6max» xxxö: «ürf».
- 4. frä/ovro; xvöóvov ausvvoñoso; (Collusion):
5. irg/9öom: ßxaigou Toi«; , ör, «a ay2p.evo: rv
éXeosgixv zoo, sXs. #xpx»iss: rx /ym rh; xoxx: 0.00 T32Ze»,
b:Xst hége. Sº gégou rä; äroösis; &ugxo).suge i ...arztéast
tºv váxpaw.
A-6p. 237.
Kxr& Tä7av XXYv Trºp.gx3w ró auu6oóXtov rö» II).ru.us)eto
öxav. «xrx ºrna» roö auXXpbzºto: xx äxobar rev Yvóum»
t - Eaxyyexéco., ôüvarx, év óToxóñrrºrs 22rag xas ris Troo
«vº Pasº;, va &«rzy rºv & zo/gsoo yyviae»: Tooºoºvy
& - Xootv.

1 :sg.Fºtov (sauf-conduit) ävev YYvñast»; da» avyy"-


sº rx. - -
S 117 E /

Im übrigen gelten auch hinsichtlich der Untersuch


ungsgefängnisse die Bestimmungen des Art. 552 ff.
VII. Zuayiderhandlungen gegen die Vorschriften
der Verhaftung und Vera'ahrung.
Art. 235.

Jede Zuwiderhandlung gegen die Vorschriften hin


sichtlich der Verhaftung und Bewahrung eines Beschul
digten zieht die Verurtheilung in Schadensersatz und
in die Kosten nach sich, und soll vorbehaltlich der
grösseren Strafe im Falle der Uebertretung eines Strafge
setzes mit Disciplinarstrafe gegen die zuwiderhandelnden
Beamten geahndet werden.
VIERTES CAPITEL.
Provisorische Freilassung gegen Caution.
I. Faelle.
Art. 236.
Eine provisorische Freilassung hat nicht statt:
1) bei Verbrechen;
2) bei Landstreichern, oder sonst unbekannten oder
nach Lebensart und Charakter der Rechtssicherheit be
sondersgefaehrlichen Menschen, insbesondere bei solchen,
die schon einmal wegen schwerer Vergehen oder Ver
brechen bestraft worden sind; -

3) bei Individuen, welche eine früher erlangte proviso


rische Freilassung missbraucht haben; -

4) bei Gefahr der Collusion;


5) wenn mit Grund zu befürchten ist, dass er seine
Freiheit zur Vertilgung der Spuren der strafbaren That,
oder zur Entfernung der Beweise, oder zur Erschwerung
oder Vereitlung der Untersuchung missbrauchen werde.
Art. 237.
In jedem anderen Falle kann auf Begehren des Verhaf
teten und nach Vernehmung des Staatsprocurators die
Rathskammer des Zuchtpolzeigerichtes gegen Leistung
hinreichender Sicherheit, in jeder Lage der Vorun
tersuchung, die provisorische Freilassung verfügen.
Ein sicheres Geleit ohne Caution ist unzulaessig.
ÄS- I I8 S.

B.Sxo Tö: ri : YYvº se 9:.


Ap6p. 238.
2xorö; tº yYuſoso: eiva vä ßečatóo ört ö äroAuéuevo:
6éXet r«pzga6n év travri xap ei; ró Axag gov xai 6éXet Ötro
6xXet éavrºv ei; rñv ärópxatv.
Oxarmyopoöusvo; öóvarx và äro\u0 xai Ütrö rivaoupo
via» ört áveu áösix; roS vaxpros öèv 6éXet arouaxpu»F änó
rövölä ßo)sºgaro; roö aug.6ooXiov rpooôoggävra röttov.
r'. EYYéy a .
A66p. 239.
H &apáMea Siösrat «zraéºogº: ri; Taybeisn: YYum
rxi: Togórmro; si; Yojuat« ei; ºrpaypara Ypmuärov ävrá
&«, ö öroßfam; äoxgou, i éi éYYoſgeo; &;origov ä»ópé
Trov évrög roö Bag)sio, xxböoupévoy.
A. A «ö xxa a re p | #YYvoëogi«.
A69. 240.
Tö uéys90; ris Tod; yyünow &öop.évºs Togärmro; ai rö
äétéxpeov F: Trpoapspopévr yyuſgea; Gorreira usrad roë
xaryopoupévouxx roö Etaayyexo;, xai, &apovia; 0örn,
äropagierat Trapà roö aug.6ou Aiov.
TH uéyebo; ri: yyumasco; t.sreira xopic»: «xrà 96Yov roſ
- A" A. *)
psyéboo; r; ei; Ty rpooxtrop.evºv xo Assuov trgäéry étr6a).-
Xoué»m: Tor»f; Xau,6ävovrat öuo; GuyXpóvo; ör öw Ärs rooö
rm: tä: öobmaouévy: &roºgºtágso: xai rä évösxusya öxx
gxää oö.2. -

oöšrrors & rö rosöw r; yyojaso; eiv« äAarro» röv re


\

rpxxogicov Apa/učov. -

Abſ. 241.
S- * " - - "v / A/

H é/y nat; čičer« Tag & rº Tauuxrs roſ AxxoTriov röv


IAggs soôxÖ»: corärrerz öé éxbso: rg zºri, öFºrſa
-- % F:
pouérº Trap& taÖ karyopovyčvov, roS Eis«YysXio; x« roS
TºxuuxTélog. -
AD 1 19 e.
II. Zaveck der Cantion,
Art. 238. -

Die Sicherheit ist darüber zu bestellen, dass der zu


Entlassende sich dem Gerichte zu jeder Zeit stellen, und
dem Urtheil unterwerfen werde.
Die Freilassung kann demselben auch unter der be
schraenkenden Bedingung gestattet werden, dass er sich
ohne besondere Erlaubniss des Untersuchungsrichters
von einem in dem Erkenntniss der Rathskammer bestimm
ten Orte nicht entfernen werde.
III. Caution.
Art. 239.
Die Sicherheit kann durch Hinterlegung der festgesetz
ten Cautionssumme in baarem Gelde oder in geldwerthen
Sachen, durch annehmbare Hypotkek oder durch Bürg
schaft im Koenigreiche angesessener tüchtiger Bürgen
geleistet werden.
IV. Verfahren bei der Cautionsleistung.
Art. 24o.
Die Groesse der Cautionssumme und die Hinlaenglich
keit der angebotenen Caution wird zwischen dem Be
schuldigten und dem Staatsprocurator discutirt, und im
Falle der Nichtvereinigung von der Rathskammer ent
schieden.
Die Groesse ist zu bemessen hauptsaechlich nach Ver
haeltniss der Groesse der Strafe, mit welcher die ange
schuldigte strafbare That bedroht ist; jedoch ist zugleich
auf die Groesse des zu leistenden Schadensersatzes, so wie
der wahrscheinlich erlaufenden Processkosten Rücksicht
zu nehmen.
In keinem Falle soll die Cautionssumme weniger als
vierhundert Drachmen betragen.
- Art. 24 I. -

Die Bestellung der Caution geschieht bei dem Gerichts


schreiber des Zuchtpolizeigerichtes. Es soll darüber ein
Protokoll aufgenommen werden, welches vom Beschul
digten, Staatsprocurator und Gerichtsschreiber zu un
terzeichnen ist,
&S 12o FF
E. Arp. evo 3 ri: éYYv ſo e o.

Apºp. 242.
Favó xxtryogoóuevoç, Sparersjaa, Sévéupavtoß7 xèv «Ü6;
é rö; rptöv unvö», % öé» éravayay aöröv ö yyumri: évrö; tñ9
«ört; troobsguix, rö Trogóv ri; #YYojaso, äpapoulévov röv
tº: vaxcioso: jöov, rº: Ypnp.arxi; Trowſ: xx r; äror
uéaeto;. &vixs aördôxaito; si; riy Ku6épyrotv.
Mi éapxoügm; öé rg šyYufgeto ei; éxrow ri; Youarxñ;
trowſ; a ätromutóostoç, Trpčrrovrat ra sv rp IIowx) Nóup
(ä6p. 31) 6ptquéva.
Ägbo. 243.
T& ararehéyra Toyöv êvé/vga xa rä évsyugachévra äxi
vºra Extbevrat, ei; rivtregig«ar. roſ ägópou 242, Örö roſ At
xag teiou sig Tr).stFrptxop.ov, ö ôé éx ri; tro) geko; TrNeovaaav
érg gépsrat si; röv xxTºyopo u.evov % äYYortiv.

Äge. 244.
Amusubeign; TF: yyof sog, ö #yyumr; Toype-Fra vá Tr)y-
pés rh» Togorra ri; yyofasco, äveu r»é; 8xzg»F: 12
x-myopix; érpu) ärrera öé si: «Öröv rö Fxx.touo roö v& svár
rév xxtryogojus»ov † Tod; xxºpovóuou; rou. -

C. Ts Xo: ri tr ſooo vi; & T 0Xöge (o; xx syYuja e (o.


Ä69. 245. -

Öxaryogoéuevo; &pageIrx rv trposopviv «üroG Xeube


Pxy z2 p, Xaxis a éx véou: -

r. Exv ávsu eö).óYo» xoxou roy, .xbgóvrov rivép.pº


vgi» rou &ôüvarov, öev äupaviera. «Xyrs bei;, i psüYº hög
bzrx Tepè; rö peóys», i Äx» Trap26aiv rºy éréX76efoxv si;
«Özöv aoupovixv roö v& p.h xarxXT örtó» rtvx tóToy &auo
vñg ä»su ri; & Feix: roö Avaxgroß
2. Ex» vax, xar aÖroövéa, GóXX.tv Er Youga, öroi«
xzzougºuxro: FXngue)fuxro;, s; tö öriov öev exrsive a
j öostox SyYimºr:
Exvoi év ré ggo 2 36 96. 5 ävapspouévy öToix
Feyzigerz #x véro eö)óYo;'
4. Ka6 hv FYuzvxoyotroeirat hxxraôxaarx ärópass.
SD- I 2 I SE:
V. Verfallen der Caution.
Art. 242. -

Wenn der Beschuldigte die Flucht ergreift, und nicht


innerhalb dreier Monate sich freiwillig stellt, oder in der
selben Frist von seinem Bürgen zurückgebracht wird, so
ist die Cautionssumme nach Abzug der Untersuchungs
kosten, Geldstrafen und des Schadensersatzes dem Staate
von Rechtswegen verfallen. Reicht die Caution zur Til
gung der Geldstrafe und Entschaedigung nicht hin, so tre
ten die Bestimmungen des Strafgesetzbuches (Art. 31) ein.
Art. 243.
Die hinterlegten Pfänder und die verpfändeten Im
mobilien sollen im Falle des Art. 242 gerichtlich verstei
gert, der Mehrerloessaber dem Beschuldigten oder Bürgen
herausgegeben werden. - -

Art. 244.
Der Bürge soll, wenn die Caution verfallen ist, zur
Zahlung der Cautionssumme ohne Gestattung irgend ei
ner Einrede oder gerichtlichen Weitlaeufigkeit durch Ex
ecution angehalten werden, vorbehaltlich des Rückan
spruches gegen den Angeschuldigten und dessen Erben.
YI. Ende der provisorischen Freiheit und Burgsc/a/t.
Art. 245. -

Die provisorische Freiheit wird dem Beschuldigten entzo


gen und derselbe ist wiedergefenglich einzuziehen, wenn er:
I) ohne unverschuldete Hindernisse, welche das lr
scheinen unmöglich machen, auf eine gerichtliche La
dung ausbleibt, oder die Flucht ergriffen, oder zur Flucht
Anstalten getroffen hat, oder wenn er die ihm gemachten
besonderen Bedingungen, einen bestimmten Aufenthalts
ort ohne Erlaubniss des Untersuchungsrichters nicht zu
verlassen, nicht erfüllt;
; 2) wenn sich gegen denselben ein neuer zur Verhaf
tung geeigneter Verdacht eines anderen Verbrechens oder
Vergehens ergibt, worauf sich die geleistete Sicherheit
nicht erstreckt;
3) wenn sich die im Art. 236 N° 5, bemerkte Besorg
miss aufs Neue begründet;
4) in dem Augenblick der Publication des Strafurtheiles.
SP- 122 -SS
Ägbp. 246. V

H rocór; r; Yyriaso: ««higarzt Exeo6éga ka ö yyumr:


ärt«XXärrera ri: Öro) peóaso;, örav öxarmyopoóuevo: pvXa
xc6 x véov, xarà ró ägbpov 245, rpogerpjMarrouévoy vro
gour» za röv öx roG ägbaou 242 6ptauvov.
KEqPAAAION TIEMIITON.
Äropäge roö Axaorvoü Evučovxiov.
Ä. 2öv6 e a : ro3 Ax«orm ov.
Ägbp. 247. ">.

Ax và äYoov xÖgo; ai äropäge; roſ öxag koG Gop.6ou)iou,


ärzreirat | Traceugw. rgöv §xaçöw, Treo Axp,6avouévo roſ
IIpoéôpov kai roö Awaxproſ, xx i roſ Eiaayye)éco: ««i roö ö
xxçxoÜ Toxºuxtéco;.
B. Ata 3 x« gia.

Äbg. 248.
Ai gove&otº:e; öè» eiva ömuéoto, äXX ö iôtéry: «xtºyo
po; eiséXetat ei: «öré; 88 xx troéret và eiôottoir« eixoot
réggapa; roö) äygov épa; Tö ri: ouveôotágsto;.
ſ eičoroima; «örn öóvara vá Yvº Tgopofºxſo; # SYYpäpo:
&& KXn Figo: kx, ä» ué, ö öór; xxt. Yogo; va Tapéove:
th» zahéözy roö Axagºgiou, Tpö: «öröv roÖrov, äÄto: öé,
Teö; töv Trxß aÖ:0ö Eysxx rotorov karvotrottaetov e; röv róttov
töy avvs gäatov öostatvov T)meoösov.
Fä» 6 iôtérn: «aryopo: Je» Stépge trampeoégov, öèv eva
avayxaix h Feöoxx.at; (ä60. 291).
Ägbº. 249.
Ai äropäge; roö &xagtxoö gut 6ovXio XEYovra Bou) e ü
U. a ta.
Ex&iôovra öé Zá r; ºpo» röv t)eövtov xa trävrove
uetá riv äxpóagtv roö Etaa)YeXéto: xai roG Trapóvro; iôtórou
xxt"Yópov, ärroyograavrov öut»; aöröv.
T. A ?g 03 ö rn; roſ Evu 6ou Xiou.
c. Ev Y év e .
Äg. 25o.:
» Ar - * V. /

T? Sag.60ö) vo» xarà Fedraow ros Eisare)éo;, roö ä6ro»


PS- I 23 «Sº
Art. 246.
Die Versicherungssumme wird frei, und der Bürge
seiner Verbindlichkeit entledigt, wenn der Beschuldigte
nach Art. 245 wieder zur Haft gebracht worden ist, vor
behaltlich jedoch der Bestimmungen des Art. 242.
FUENFTES CAPITEL.
Beschlusse der Rathskammer.

J. Gerichtsbesetzung.
Art. 247.
Zur Gültigkeit eines Beschlusses der Rathskammerge
hoert die Gegenwart von drei Richtern, den Präsidenten
und Untersuchungsrichter miteinbegriffen, ferner die
Anwesenheit des Staatsprocurators und Gerichtsschrei
bers.
II. Verfahren.
Art. 248.
Die Sitzungen sind nicht oeffentlich. Dennoch hat der
Privatankläger Zutritt, und soll daher wenigstens vier
und zwanzig Stunden vor der Sitzung davon in Kennt
miss gesetzt werden.
Die Benachrichtigung kann mündlich oder schriftlich
durch einen Gerichtsboten geschehen, und zwar an die
Person selbst, wenn dieselbe an dem Orte des Gerichtes
anwesend ist, oder an den von ihr für dergleichen Be
kanntmachungen am Sitzungsorte bestellten Bevollmäch
tigten.
Hat der Privatanklaeger keinen solchen Bevollmaech
tigten bestellt, so ist keine weitere Einladung nothwen
dig. (Art. 291.)
Art. 249.
Die Erkenntnisse der Rathskammerheissen Ordonnanzen.
Sie sind nach Mehrheit der Stimmen und immer erst
nach Vernehmung des Staatsporcurators und des anwe
senden Privatanklägers, jedoch in Abwesenheit jener
Partheien zu fällen.
III. Zustaendigkeit der Rathskammer.
1. Im Allgemeiuen. -

Art. 25o.
Die Rathskammer hat auf den Antrag des Staatspro
S. 124 Sº
xxrryópov, roſ ««rºyopougévru, roö tro) rxó; #yx«Xoövro; r
xx xxr «imo» to Avaxproö, äropagie:
1. Öray ó avaxprº; vou? ört dé» Trpérst v& évêész sig
"reva TPétaat» röv spruevtovº
2. Orav tröxetra vá xavovaß ôöox Xöv r. vrtxeizevov év
ti Toxvaxgioet tr. Y. »arxgysat: «TX.
3. IIsei öxtov töv ueraÖ röv öxõixow v r? Trooavaxiget
&xpopöv W - 1. / A Z -

4. Ilsp rñ; ÄTotsparóaso; ? ExxoMoobiasto: ri; Toava


xpiast»;. A

Ä6g. 2 - I.

TÖ Sup,6oxtov Zóvarxt:
2. / ef W e / 9 W Wº

1. N2 áTop«ivsrat ör öév ürágye «popum Tºpo; xxrº


Yoºxv / A / , -
-

2. Nx Traür riv regxtrégo xxraôie v“


3. Nx öxtár- ſ tiv tregat:éo äváxav“
4. N& Toas ty e; ró 2x arglov ro aüroS :
eXXou Axxçnsiou zvxTouTiv r; 3ixm;.
6' ef A v. K / » V W

ATöpava ; ört ö & » ÖT &ºy s . ä.poſt. Trºög


x x T m Y of 2 v.
»/

Ägbp. 252.
Tö Souéoó)tov äropaivera r Zév Toéret v& Yvº xxtryo
pia, say ÖTrººyoov köYot vxpoºvts; rh» Trorviv, éxy öév örag
Yo» Travrátrzar» vôsiZet; xxt& ro5 xxrnopovuévou, i éx» ró
W 1. f »%- « - AM ) »/M. /

YºY».: öé» éursgyº &#67rovov Tg2rv, i éav Äön traße/gxp."


xr). (äpºp 5).
- A r + -
/

Av 6 xxrºyopogevo: :ov puXxxquévo;, Äro) erz. Tapa


Ypſila, äpoö TragéX6m h Trep ri; ávxxotti; Tosalia.
/ A - - 1.

Y. II goo oß vºn TraÖG v. r | 3 ävaxgios (9.


»/

Ägbp. 253.
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uóvov vx xar«ötto)6i Ex véou Evexx ri: «ü7; Tºast», OT0N,
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S- I 25 E-,
eurators, des Privatanklagers, des Beschuldigten, des
Civilklaegers, oder auch auf Begehren des Untersuch
ungsrichters zu entscheiden:
1) wenn der Untersuchungsrichter irgend einem An
trage der genannten Personen nicht statt geben zu sollen
glaubt; -

2) wenn ein schwieriger Punkt im Vorverfahren, unter


anderem eine Beschlagnahme u. s. w. zu regulieren ist;
3) alle Streitigkeiten unter den verschiedenen Parthei
en im Vorverfahren;
4) über die Beendigung oder weitere Fortsetzung der
Voruntersuchung.
Art. 251.
Die Ratshkammer kann:
1) erklären, dass keine Anklage statt haben solle;
2) die weitere Verfolgung einstweilen einstellen;
3) eine weitere Untersuchung anordnen;
4) die Verweisung in die Audienz desselben oder eines
anderen Gerichts aussprechen.
2. Erklaerung, dass eine Anklage statt habe.
Art. 252.
Eine Erklaerung, dass keine Anklage statt haben solle,
erfolgt, wenn Strafaufhebungsgründe vorliegen; wenn
es an allen Indicien gegen den Beschuldigten fehlt; oder
die That keine strafbare Handlung enthaelt, oder schon
verjaehrt ist u. s. w. (Art. 5). -

War der Beschuldigte verhaftet, so ist derselbe nach


Ablauf der Oppositionsfrist auf der Stelle in Freiheit zu
SetZEHl.

3. Einsta'eilige Einstellung der Untersuchung.


Art. 253. -

Die weitere Verfolgung ist einstweilen einzustellen,


und der Verhaftete provisorisch in Freiheit zu setzen, wenn
zwar Beweise vorhanden, diese aber nicht hinreichend
sind, um noch zur Zeit eine Anklage darauf bauen zu
koennen. - -

In diesem Falle kann der Beschuldigte wegen der näm


lichen That nur dann aufs Neue verfolgt werden, wenn
der gegen ihn bestandene, aber ungenügend befundene
FD- 126 S.
» war «üroſ üTräpag« äAX& ui ixxvi odeira ſtroia voYu
6 öà véov äroôeistov uh rpºüro656Argêve» si; riv öox
uxca» roö Axxormpiov.
"O Eig«YYeMed; äuo; Cºexe v2 öF06äxy Tgoroſ rä; véa;
ärošsie; ei; ró Supéoö\ov «a vá repévy uéxgt; örou äro
pxaion aÖro &v irrpérsrat treparépo xxra oß.
ö. Aara Yi trºö. Tregat répo äváx potv.
Ägg. 254.
'Exy &sräybm Trpč; äraprop.dv rñ: rpoôxacia; Tsgarrégº»
äváxpot, Trapačičovrat rä éYYpap« Evursp6éro; ei: rd.» Ävx
xpvrºv.
é. 'Ev ätrovoix roſ «armyopou uévou.
Ägbº. 255. -

'Eav öxaryopoöpevo; vat ärèov h puyäç, xai h») hat; öèv


&övara vx SyYºgab ei; «ürö», ärotreparabeigm; rñ: rpoôxa
oiaç, ró aup6o Xov, xarà ri» xaräças» tig ävaxfioso,
Traxxéurs ri» öxav ei; rö äxpoarñgo» i riv äv26äXAst trgo
goptvö; uéxp; Groo xxraçaº öuvar Tspxtrépo xxradio
Z; rñg xarnyocia;. -

Ataraxßsion; &é revo: xaraoyécsog, td Xuu6o Xtov äropa


oet regt ri; öarmpraso; «ürf;.
g'. Äv a rouTi ei; II 0 : » xèv Axa g pov.
Ä6g. 256. -

E&v höix Trapatrºubi si rd Axaçºptow röv Kxxougyo


&xºv, äxer« h reparégo &aôxxsixxarà to pbo.264.
Äge. 257.
Avatreutrouévm; ôixm: rtvé; si; tö Axagºgtov röv II) muus
Xeto3xÖv, ÄxXia; Yivera irrtus)eix roö EisayysXéo; xar&
rä ä6px 162 x.ér., xx oixarmyopouevo usrà röv guvnyó
gov «öröv #xouv äró th: ..épx; ri; ävatrourf: r& év r äpdgo
I65 dopto'ºva öxxtégara.
Ägbo. 258.
Ilxpatreupósion; 8xm; revö; ei; äXºo ápuöôov AxxFotov
II) muusXstoó xöy % si; Axagripwo IIratauxroSixõv, Tréu
Towrx äwurspbéro; rà riv avaxgow äpopövra éYYoxpa Trap&
"roö Eiaayyexko; Trpčg röv &pgöôov Eio«YYs).éx Agovówov,
Aixºxoy, Am 2%xov Ilápsöoov,
D- 127 F:
Verdacht, durch neue, der Prüfung des Gerichts früher
nicht vorgelegte Beweise verstaerkt wird.
Der Staatsprocurator hat aber vorher die neuen Be
weise der Rathskammer vorzulegen, und deren Erkennt
miss über die Zulaessigkeit einer weiteren Verfolgung ab
ZUWarteIl. -

4. Anordnung einer weiteren Untersuchung.


Art. 254. -

Ist zur Ergaenzung des Vorverfahrens eine weitere Un


tersuchung angeordnet worden, so sind die Acten unver
züglich dem Untersuchungsrichter zuzustellen.
5. Im Falle der Abwesenheit des Beschuldigten.
Art. 255.
Wenn der Beschuldigte abwesend oder flüchtig ist,
und die Ladung demselben nicht zugestellt werden kann,
so hat nach Erschoepfung der Voruntersuchung die Raths
kammer nach Lage der Untersuchung die Sache in die
Audienz zu verweisen, oder einstweilen, bis die Anklage
weiter verfolgt werden kann, zurückzulegen.
Wenn eine Beschlagnahme verfügt worden ist, so hat
die Rathskammer über das Fortbestehen derselben zu
entscheiden. -

6. Veraweisung vor ein Strafgericht.


Art. 2 56.
Wurde die Sache vor das Assisengericht verwiesen, so
tritt dann das weitere Verfahren nach Art. 264 ein.
Art. »57.
Bei einer Verweisung an das Zuchtpolizeigericht ist
von dem Staatsprocurator nach Art. 62 ff. die Vorla
dung zu betreiben, und Beschuldigte nebst ihren Ver
theidigern haben vom Tage der Verweisung an die im
Art. 165 bestimmten Rechte.
Art. »58.
Bei einer Verweisung an ein anderes zustaendiges Zucht
polizeigericht oder an ein Polizeigericht, sind die Unter
suchungsacten von dem Staatsproeurator unverzüglich an
den zustaendigen Staatsprocurator oder Polizeicommissär,
Adjunct oder Bürgermeister zu überschicken.
S. 128 S.
. AtréX vo: roS x at myopovuévou.
Ägbo. 250.
'E&v 5 xxryogoóuevoç vx puaaxtouévoç, Toére và äropa
ver: ró AxxFigov guyy9óvo; «.xi Trépi r; troXögeo: «üroö
3A -, / - / A W %

7 Fr; Trépatspo
3/ f
&txxsix; r; poxxxioso;, xxrä rä év rſ
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'Ex» höxm trageruhm ei: AxaFiptov IIrasparoöxöv,


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au,évtov Treptºrrógecov.
A'. 'Av «xor.

Äphp. 26'o.
- O Eaayye) si; , o Zºto: xo xxrjy"pot, o xxtmyopoüuevo,
xa di TroArzögévxyovre; /ouv ei; rºv trepittrogov roë äpbpou
251 xg6 1, 2 xa 4 to &-aioux vá vaxórroov rä ßau) eö
uxra ro Sul,60UXiov, eits Txceugebévre; si; Tiv guirmaw,
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ſtov (opov törig #xöóosco: roö ßo Asóvarog ei; röv Teauſ«-
téx ToD Axagºngiov röv IIxp.us) soöxčov.
H :-gi roözov ouvraybroogévm Exbeat; irgéret và trepéyſ
Tod. 5 v; rº: Äxxotti: «ai va va rosygapuéym äro ro»
ºvaxörrovtx xx röv Tpauuaréx roG Axag npoo.

Ägbo. 261.
'Exy Fºx roö ßov)ejuxro; &erxym
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Yoovyºvov, öapéve düro; e; rhypoxaxy da zoügt: tf


Teo; ävxxotiv Toobesuiag.
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Äbg. 262.
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H &vxxotti éyst Züvay.tv zvggéXoora», «ai ösubivera trös


ri Suu oö) v» to Axagºgiou rêv + péröv.
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E; ré Sºg.60) v» «öró Trgété va Trapeugiaxtovrat är torp


F-» F: Axx7a, quº. Tsp)au,6avouévov roö IIgoéöpov, ö EgayYs
As»: xx 6 Tg zuuxrsö,
ſ 2 Fºxºx va poix r Tapà tº Sup,6ouxit röv IXmº
easodºxov (äe. 248–259). -
Ae 149 S.
7. Freilassung des Beschuldigten.
- Art. 259. -

War der Beschuldigte gefaenglich eingezogen, so soll


zu gleicher Zeit auch über die Freilassung desselben oder
über die Fortdauer der Haft erkannt werden, nach den
Bestimmungen des Art. 2o7 ff. -

Wurde die Sache vor ein Polizeigericht verwiesen, so


ist der Verhaftete, die im Art. 242 bestimmten Faelle aus
genommen, in Freiheit zu setzen.
IY. Opposition.
Art. 26o. -

Die Staatsprocuratoren, Privatankläger, Beschuldigte


und Civilklaeger haben im Falle des Art. 252 N° 1, 2
und 4 das Recht, gegen die Rathskammer zu opponiren,
gleichviel ob dieselben der Verhandlung beigewohnt
haben oder nicht. -

Die Opposition ist binnen einer Frist von vier und


zwanzig Stunden vom Tage der Ordonnanz bei dem Ge
richtsschreiber des Zuchtpolizeigerichtes einzulegen.
Das darüber abzufassende Protokoll soll die Gründe
der Opposition enthalten, und von dem Opponenten und
Gerichtsschreiber unterschrieben werden.

Art. 26.
Wurde durch die Ordonnanz die Setzung in Freiheit
angeordnet, so ist der Beschuldigte waehrend der Oppo
sitionsfrist im Gefängniss zu bewahren.
Art. 262.

Die Opposition ist suspensiv und geht an die Raths


kammer des Appellationsgerichtes.
Diese soll mit Einschluss des Präsidenten aus fünf Rich
tern, dem Generalprocurator und Gerichtsschreiber be
bestehen.
Das Verfahen ist dasselbe, wie bei der Rathskammer
des Zuchtpolizeigerichtes nach Art. 248 – 259.
9
ÄS. 13o SE

E. 'Avaio so t; (Cassation).
Äpbp. 263.
Oi év ré ägópp 26o ävapsgóuevo &ä3xočávavrat v& mºr
sow rºy ävages» roö ßouxsparo: roö 2016ouxiou, XMäuóvo:
1. Evexa li trooomxoom; ouv6éasto: roö 2uu,6ovXiaoxar&
kä ägga 247 xx 262 -

2. Évexx uh Yevouévm; Trapabégsto; roö ävºxowro: ägbpov


roG IIowxoſ Nóuovº
3. Évex« suôoÖ: äsurveia; † suð6ö; papuoyſ: roö Nöuov.
H Trpö; ävaipsaw trgobeagia &xpxe exootrégo«pa; öga:, äp
Youévm, «xra uèv riv repirroow roG äp6pov 26o ärö ri; Trape
Xsüosto; räg Troö; ävaxoTrºv trpobsºulia;, xxr& öé rñv roS
ägópou 262 ärö rñ; éx3óoso; roö ßo)süuxro;.
KEqp AAAION EKTON.
KarnYveia «« rapº3.oot; aörſe.
Ä. K. « r . Y opia.
á. SY & ovro Ü Ei o «YY - A 4 o.
Ägbo. 264.
Avatsupósion: &ixm: rwö; ärö roG Xuu6ouxiou röv ITYu
ſº AsoöxÖv si; rö AxxTºptow röv KaxougYoôxöv, gxsöáe
ö Eis«YYe)sd: èvrö: révre ſuspöv rhy xar"Yopiav xx vatréu
Tret aöriv “erä röv YYpäpov rpö: rov trapà ro; Epérat:
Eig«YYe)éx.
6. II e 6 : sx äus vov ri: xxrm Yopia.
Äpbp. 265. -

H xaryopix rpéret vá repéxx:


1. Tö övou« »a riv xp 6 Treprygaph» roö. x«rºyopeouévou'
2. Tºv öſAtoav roſxxxovoyuaro, évexa roö öToiou Yivsrat
j warnyopia, ä»apspot.évou guyYpóvo; «ai roö ärixovro: ägbaº»
roº Ilow.xo Nóuovº
3. SovoTruxav äxbesov röv xupttorégov Trºptgarxöv (facta
relevantia):
4. Tnvairmaw ro5 v& xmpuy6 évoyo: ó xxtmyopoóuevoç.
Y. 'Ava6 sépm 3 : 5 trö ro Ü Trap & roT; Epéra 4
Eio a y Ye X é (o 4.
266.
O Trapà rot: Epirat; Ecayye Med; rbsogéi rºv xxrºyopia»
évrö: rptºw gezöw perä rñvºrxga)26iv röv YYpäpto», i riv
sovtärre: Ex véou, rñv öToYpäpst xxi &ararre tiv ei; röv
IS- I 31 «S
V. Cassation.
Art. 263. -

Die in Art. 26o genannten Partheien koennen gegen die


Ordonnanz der Rathskammer Casation suchen, jedoch
nur : .

1) wegen nicht gehoeriger Besetzung der Rathskammer


nach Art. 247 und 262;
2) wegen unterlassener Anführung des Strafgesetzes
in der Ordonnanz; -

3) wegen falscher Auslegung oder falscher Anwendung


des Strafgesetzes. -

Die Cassationsfrist ist 24 Stunde, im Falle des Art.


26o seit Ablauf der Oppositionfrist, und im Falle des
262 vom Tage der Ordonnanz. >.

SFCHSTES CAPITEL.
Anklageact und dessen Zustellung
I. Anklageact.
1) Entwurf des Staatsprocurators.
/ Art. 264.
Ist von der Rathskammer des Zuchtpolizeigerichtes
eine Sache vor das Assisengericht verwiesen worden, so
hat der Staatsprocurator binnen einer Frist von fünf Ta
gen die Anklageacte zu entwerfen, und nebst den Acten
an den Generalprocurator zu übersenden.
2) Inhalt der Anklageacte.
Art. 265.
Die Anklageacte soll enthalten: -

1) die Benennung und genaue Bezeichnung des An


geklagten; -

2) die Benennung des Verbrechens, wesswegen Anklage


erhoben wird, nebst Anführung des Strafgesetzes;
3) eine kurze Angabe der relevanten Thatumstaende;
4) einen Antrag auf Schuldigerklärung.
3) Revision des Generalprocurators.
/ - Art. 266.
Der Generalprocurators hat binnen drei Tagen nach
Empfang der Acten die Anklageacte zu revidiren, oder
- 9"

–-
ÄS- 132 SF
xxryogoſuevo Exeipow «örñ; rs xai roſ rep ävatour:
ßouxsüv.aro;. -

Ägp. 267.
'E&v ö tragà rot: Epérat; Ei7ayyexed: sücy ört &èv örásyst
xxxoögymu«, ört ró xaxoögynua #yaoxxrmpion Trpoomzóv
ro, hört xxrºyopix 8év eiva äXAto: ßxop.o;, Sév ärsôei
Y6r eigér xarà roöéov, pépst rñv Ötröbes» vrög rñ: «örf;
rotmuépov trpobeguia; ei; rö Suu,6oüXtov roö Axagºgiou röv
peröv.
B'. A «ôx a gia évétrov roſ Sou. SovX ov roö
A. « a g * P i ou röv E ps t öv.
Ägbp. 268.
E: Thy Güv6sov roG2uu6ovXiou roürou ép«pudovrx. r& #»
rä äg699 262 épouéva , ei: öé rñv ötzöxagia» rä év roi;
ägópot; 248-259 xxi 263 rsrayuéva.
Äße. 269.
'E&v ró 2 uéo)tov éravas Troosoptvö: riv xxr& roö xxrm
Yopougévou öaôxasiav, &rs varo ört &év rpéret vá Yvº
xxr aÖro xxrºyopa, äro) era oözo; ayuregbér»g.
Ä69. 27o.
IIaparsup6évro: roö rpäYuato; &; ároö T)rup.exfuxro;
# ö; áTXoö Tr«iGuard; ei: td Axx figuov röv IIArtu.exetoôt
xöv ? röv IIrxiºuxro3xöv, ex» n Guy rººt: dév 3óvarx v&
Yiv 26xa6ö: évérov roS Axagmpiou röv II.Amgºe)soöxöv j
IIratauxroöxÖv, trpärst va amuetoGrat äxp6Ö: ô2 roö 2öroſ
ßo Asuxto; rö AxxFotov, Trpö: rö örroſo Trapstréup6m, xx
xarà trägav Tspirrooy và &&:ärroyra rä öéovra Trpo; äró
Avay roö karmyopoupévov.
Äsp. 271.
AxTxyheion; rº; Tréparépo Trpoavaxpios», Trépetrowrx. äv
vTegbéro; rä éYYoxp« öró roö Traga ro; E. a: FixYYs
Aéoc si; röv äguóöovért ris Evaxpiastos üTraXXmAov, # ei; röv
év rößooXeºart &axau,6avóuevov.
Äpºp. 272.
'Eav öräfyow äroYpöca ärodsize: rpö örogipty war"
IS. 133 SF
auch neu zu redigiren, zu unterschreiben und kann nebst
der Verweisungsordonnanz dem Angeklagten zusteilen zu
lassen.
Art. 267.
Findet der Generalprocurator, dass gar kein Verbre
chen vorliegt, oder das Verbrechen nicht gehoerig qua
lificirt worden, oder die Alklage sonst unbegründet,
oder noch nicht gehoerig erwiesen ist, so hat derselbe
binnen derselben Frist von drei Tagen die Sache mit dem
geeigneten Antrage an die Rathskammer des Appellations
gerichtes zu bringen.
II. Verfahren bei der Rathskammer des Appellations
gerichtes.
Art. 268.
In Beziehung auf die Bildung der Rathskammergelten
die Bestimmungen des Art. 262, und hinsichtlich des Ver
fahrens die Bestimmungen der Art. 248–259 und 263.
Art. 269.
Wurde von der Rathskammer das Verfahren gegen
den Beschuldigten einstweilen eingestellt, oder erklärt,
dass keine Anklage gegen ihn statt haben solle, so ist
derselbe unverzüglich in Freiheit zu setzen.
Art. 27o.
Ist die Sache als blosses Vergehen, oder gar als blos
ser Polizeifrevel an das Zuchtpolizei- oder Polizeigericht
verwiesen worden, so soll wenn die Verhandlung ohne
Nachtheil nicht vor dem zustaendigen Zuchtpolizei-oder
Polizeigerichte statt haben kann, das Gericht, an wel
ches die Sache verwiesen worden ist, in derselben Or
donnanz genau bezeichnet, und in jedem Falle das Ge
eignete hinsichtlich der Freilassung des Beschuldigten
verfügt werden. Art. 271.
Wurde eine weitere Voruntersuchung angeordnet, so
sind die Acten von dem Generalprocurator unverzüg
lich an den zuständigen oder sonst in der Ordonnanz
bezeichneten Untersuchungsbeamten zu überschicken.
- - Art. 272.
Sind hinreichende Beweise vorhanden, um darauf
S. 134 Ss
pixe Twö: xai troéxerz waxoügymu« äroxpóvrosyapaxrnet
óuevo», ärxugoôra rößov)euu« roö 2uu6ovXiov röv ID muus
XetoôxÖv, xai Yivera ävurs,6éro: ôtaraybea« éYYelplatz.
'Eav öé rö xxxoüpyru« iro uóvo» suðö; Yapaxrºptquévov,
Yapaxrºg erst roÖro öp6ö: ei; rd ix306mauevo ßoüXeuu«,
avatréursrat höróbest; #x véov ei; rö Axagiptov röv Kaxoup
Yoôxów, 3ä và 30p66 xar «öró éx všov vrö: rpöw hue
plöv ärö rg ypovokoyix: roö ßouxsüuaro; karyopia, r;
éryepiera Trooarxövro: ei; röv xaryopoüuevov perä roö
repi ävatroutef; ßo Asüuxto:. -

T. Kovoro im 3 : röv éyye pov.


Äpp. 273.
Äuéoo; uer& riv Trapéôoow tic xarmyopix; öxar"Yopoóue
vo; xx ö au» Yogó; rou yoy rö öxxioua và Xau,6avouw Yvö
ow :öw YYoxpov xxtà rx v rſ äppp 165 épauéva, xai
Guyxovovös» #xsv6égo; ust &XXfxtow.
IIgo; TaÖto ö II:öeôpo: "roj AxxFrpiou röv Kxxoupytoôxöv
s# 3eviyopov s; röv xxtryopoóusvov xxr «irmaw «üroö
é érzysXuxro;
A'.II ap & Go 3 : 3 r? ; xx rm Yopix :, ro Ü Trep i va Trot
Tri : 3ou X s ü4 x r 0 ; x x . r | 4 x X | 3 s (o.
Ägbo. 274. -

H traf Zoot: ei: «xtryopix uera roö Trept ävxtroutrºs BouAeü


paro: xx 7 xXro; roöxarmyopop.évou xx rövuxprégov Yverxt
étrºp.e).six oö ttzpx roic Epérat: Eioxyyé)éco; i roö traß «öroö
üroxxrx726évro; Eazyys)éo; IIgo oôxov, xxr& rob; iv rot;
äpôpot; 162 xx 190-192 &ptquévou; rütrouz. -

- Ägg. 275.
H év rö rponyou.év9 ägbop vapsgouévm Trapáôos: «xt
xXist, öx v& Yº vóu wov xpárog, troéret v& yyº Trpö; röv
xxrnyogojusvov öx: (o roö\äygov Äpa Trpó rñ; ei; Guirnow
ri; örrobégsto; Öztagsvm; öxxaiuou Äg.épac.
Karà ra Aorà Épapuóovrat rä év rs ä6pp 163 ägtouéva.
Äpbg. 276.
H; Trpö; roö. ÖTrép roö xxtryopovuévou ucoruga: xxi rºv
Fregt av«60XF; th, aumjosto; Trºöragºv épaß“dovra «ai är
S. I 35 -SS

eine Anklage bauen zu koennen, und liegt ein gehoe


rig qualificiertes Verbrechen vor, so ist die Ordonnanz
der Rathskammer des Zuchtpolizeigerichts zu bestae
tigen, und unverzüglich die vorgeschriebene Zustellung
zu machen. - -

War aber das Verbrechen nur falsch qualificiert, so


ist dasselbe in der zu erlassenden Ordonnanz richtig zu
qualificieren, die Sache von Neuem vor das Assisen
gericht zu verweisen, dem gemaess binnen einer Frist
von drei Tagen vom Datum der Ordonnanz die Ankla
gacte abzuaendern, und diese nebst Verweisungsordon
manz dem Angeklagten gehoerig zuzustellen.
IHI. Einsicht der Acten.
Art. 273. -

Unmittelbar nach geschehener Zustellung der An


klageacte hat der Angeklagte und dessen Vertheidiger
das Recht zur Einsicht der Acten nach den Bestim
mungen des Art. 165undzur freien Communication mit
einander.
Auf Begehren ist dem Angeklagten zu diesem Ende
ein Vertheidiger von Amtswegen durch den Vorstand
des Assisengerichtes zu ernennen.
IY. Zustellung der Anklageacte, der Veraveisungs
ordonnanz und der Ladung.
Art. 274.
Die Zustellung der Anklageacte nebst der Verwei
sungsordonnanz, so wie die Ladung der Angeklagten
und Zeugen geschieht auf Anstehen des Generalprocu
rators oder des von ihm substituirten Staatsprocurators
in den in Art. 162 und 190–192 bestimmten Formen.
Art. 275.
Zur rechtlichen Wirksamkeit der im vorigen Art. 274
erwähnten Zustellung und Ladung ist erforderlich, dass
dieselbe dem Angeklagten wenigstens acht Tage vor dem
zur Verhandlung der Sache bestimmten Audienztage
zugestellt werde.
Im Uebrigen gelten die Bestimmungen des Art. 163.
Art. 276.
Hinsichtlich der Entlastungszeugen und des Antrages
SD- 136 S.
röv Axarºciov röv Kxxoupytoöxöv rä év roi; ägboot; 166
kx 167 épouéva.
E. M er «YoYº rêv x«rm Yopoul vov, xai us raxög. -
a : rſöw Trs ové YYp & Pov.
äge. 277.
“O xxtmyopoéuevoç, äuéato; uerà riv Trpč: Trapáčoow
«öröv
r: xarmyopa; xai oö Treo Trapatroutri; Bou)süuxrog ärzye
tat si; puMaxiv étrus)ex raÖ Eiaayyé).éto: Evrºſ róre röv
ovsöovostov roG Ax«g mpioo röv Kaxovoytoöxóv. .
SvYpóvo; Tréprovrat rx & Foôexrx& xx tregioux éYoxp«
ei; Töy Trapa rot: Kaxougyvoäixa Toautaréa äobo. 90).
KEdbAAAION EBAOMON.
II?oxvºxgtat: xxr& T&; & iy«ºise»: xaraôttoxouéva; xoMaoiuovº TrpáZeig.
x a xouſ Y 7 u. t (av xai TX 7 u. U. e Am P & T ov.
Ä. Eri
Ägbo. 278.
'Ex» ó ä8x16et: 6é) v3 éyxx)éry ärgſuo; troö: «xraôto
Fry TAYuu.e) garo; # xxxoveYºuaro, Trapaôiôet tiv éYxXmaw
ei; röv äuööov E3xyyeAé«. 3/ A

-- Äpóp. 279.
o Eisarºs Basar irtueXö: rivXmpbegov ëyxXmaw,
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Troibmat;, sióotosi Trepi rorov ävursp6éro; é Eig«YYexzös röv
ºyzxxoövra. -

Ägbp. 28o.
“O #yxa)övée rö öxxioux và trgoap Yy ei: röv Trapä
ro; Ä Etoayys)éx xxrä roö 6ou)süuato; roö Trapa roſs
Ilporoäixa: Eig«YYe)élo;.
Kará träga» régirroow uéve ei: röv ëyx«).0övra röôxaia
la va Trapagab? Ö; tötórm: «aryopo. -

Ägbo. 28.
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zai rórs, rav xxxx rx ägbpa 22 xx 23 Yiwsrx eioxYoY ei:
äixn» uôwov war Yango,
- SED 137 E
auf Verschiebung der Verhandlung gelten auch bei As
ssengerichten die Bestimmungen des Art. 166 und 167.
V. Transport des Angeklagten und der Ueberfüh
rungsstücke.
Art. 277.
Unmittelbar nach der Zustellung der Anklageacte
und der Verweisungsordonnanz an den Angeklagten ist
derselbe in das Gefaengniss am Orte des Assisengerichtes
auf Betreiben des Staatsprocurators abführen zu lassen.
Zu gleicher Zeit sind die Beweis-und Ueberführungs
stücke an den Gerichtschreiber beim Assisengerichte
einzusenden. (Art. 9o.)
SIEBENTFS CAPITEL.
Yorverfahren bei den auf Beschwerde zu verfolgenden strafbaren
Handlungen.
I. Bei Vergehen und Verbrechen.
- Art. 278.
Wenn der Verletzte eine foermliche Beschwerde äuf
Verfolgung eines Vergehens oder Verbrechens erheben
will, so ist dieselbe dem zustaendigen Staatsprocurator
zu übergeben. Art. 279.
Der Staatsprocurator hat die erhaltene Beschwerde
sorgfältig zu prüfen, und, wenn er dieselbe in den Ge
setzen gegründet erachtet, nach Art. 156 ff. einzuschrei
ten. -

Geht aus der Prüfung der Beschwerde die entgegen


gesetzte Ueberzeugung hervor, so hat der Staatsprocu
rator den Beschwerdeführer dävon unverzüglich in
Kenntniss zu setzen.
Art. 28o.
Der Beschwerdeführer ist befugt, gegen den Beschluss
des Staatsprocurators den Rekurs an den Generalprocu
rator beim Appellationsgerichte zu Ä
In jedem Falle bleibt dem Beschwerdeführer das Recht,
als Privatanklaeger aufzutreten.
Art. 281.
Die Bestimmungen des Art. 278–28o gelten nament
lich auch dann, wenn nach Art. 22 und «3 nur aufer
hobene Beschwerde eingeschritten werden darf,
ÄS- 188 -SE: -

B'. Etri trrat Gu & rov.


Äg66. 282.
Oi öoo oüro Spaguáovrat zzi ei; rä Traiouxra xai iôio;
s; #xey«, rä öTrox xxraôtéxovra uávov xxr ärmow roö 6\x-
6évro. »

H éy«).ya; Yverx rórs tragà ré Aguvóup ä\\g traga


roig IIrxguaroôixxt; ömposito xxrmYópp.
Oüro; seráe riv Yx)now, höé xar «üroſ TroopvYi
ötsoböver« Tö; röv rxpà rö: IIgoroôxx; Eis«YYºsa.
KEq'AAAION OTAOON.

IIpozäxºtst; Stri iôtortxöv xxrºroptöv.

Ä. EYYoo & o al«.


Ägg. 283.
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rórs uévoy to öxxioux, örav éYYunji vá rampéoy Tºgá: re rè
Kpro; xx troö; röv xaryopousvov ä\x tä éZoô« xx rag m
pix;, &v äroßpôt hxxrºyogix. -

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xripxr«, öév veréexovra. Fröeuuär, höév eiva ei: 3m
uöotov örmegiay, öpeiXoov wä öósouv Trpč; roÖro äröYºstov Y
Yómow, -

Äpbs. 284.
Tö äYYoxpov, öx roS öroioo ö 6é\ov và xáuy Ypñow roS&-
xxtógaro: rf; iôtorx.; Ä
6-6xtóve, ört áv«Aauf -
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Äphp. 285. -

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Yvñaeo: Tosérmro; ei; Xpruar« si; Xpmuárov ävrät« Trpay
SE> 139 Es
II. Bei Polizeiübertretungen.
Art. 282.
Auch kommen diese Bestimmungen bei Polizeiüber
tretungen insbesondere bei denen, welehe nur auf Ver
langen des Beleidigten verfolgt werden dürfen, zur An
wendung.
Die Beschwerde ist dann beim Polizeicommissaer oder
sonstigen oeffentlichen Anklaeger beim Polizeigerichte
anzubringen.
Dieser hat sie zu prüfen, und der Recurs gegen ihn
geht an den Staatsprocurator. - - -

AUHTES CAPITEL.
Yorverfahren bei Privatanklagen.
I. Cautionsleistung.
- Art. 283.

Zur Privatanklage (Art. 24 und 28o) ist der Verletzte


nur dann berechtigt, wenn derselbe die Haftung für
saemmtliche Kosten und Schäden sowohl gegen den
Staat, als gegen den Beschuldigten für den Fall der Ab
weisung übernimmt.
Auslaender und Personen, welche weder durch den
Besitz hinreichender liegender Güter, noch durch ein
Gewerbe, noch durch Anstellung im Staate angesessen
sind, haben hiefür hinreichende Sicherheit zu stellen.
Art. 284.
Die Erklaerung wegen Uebernahme aller Schaeden und
Kosten ist von demjenigen, welcher von dem Rechte der
Privatanklage Gebrauch machen will, bei dem Friedens
gerichte seines Aufenthaltsortes abzugeben, und das
darüber abzufassende Protokoll von ihm, dem Friedens
richter und Gerichtschreiber zu unterzeichnen.
In eben diesem Protokolle soll constatiert werden, ob
derselbe zu den nach dem vorhergehenden Artikel von
der Caution befreiten Personen gehoert oder nicht.
- Art. 285.
Die Sicherheit kann durch Hinterlegung der festge
setzten Cautionssumme in baarem Gelde oder in geldwer
then Sachen, durch annehmbare Hypothek, oder durch
FED- 14o S.
»/ ? » - A. e / A M 7 % / » - /

par«, ere ô &#oygéou üTobi«m;, & YYuſgelo; äorigov


ävbpérov Evto: roö Bao Xsiou xxböeuuévov.

Ägp. 286.
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H YYéra; &ôerat, war r&; évértov roſ Axaçºpiou röv


IIrxguaroöxöv iôtort«&; xatmyopix, Trapà rl Tgauuare
roS Egmvoôixoo. To uéyé6 : ri; Toö: YYümar» Troaörmro; xxi
rô 2öypso» ri; Tgospépouévm; YYumaso: aumreira róre
- * M. - A - «A -

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AmuagyxoÖ Ilaféögou, 4xi, vöxtovix, äropxas Trºgi «üroſ
é Eipmvodixm.
Ägp. 287.
Eriôtorki; xarmyopia: vºxx x)muus) uxro; xxxoºpyºux
ro;öiösrat héſöna; Tzpa rg Tauuxreiroſ äguo Kiou Atºxgngou.
Töy IIArup.exe oö. «öv, äpoö Yévy i tregi rä; TrpögéYYumorv Tro
oórro: «ai roö äo/péou th: rpossveybeiam: YYuſgeto; out
ºrmat: u.sraZÖ roö Eaxyye)é»; «a roö iöórou xarnyópou:
éx» Zé oüro öxpovögw, ärºpagie regi roérou ró Suu 6oüato»
roö Axxg miou röv II)nueNeoöxÖ.
Ägbo. 288.

IIepi r; &oßsir: Yujaso: govrággsrat äxbeat, Ärt; troé


ret éxxgors vx ÖToYpxpera Tapó. Too Toauuxréto: xx Trapä
voö iôtó:oo xxi roö öruoaio, »arry goo, roö. Äguvóuou i An
fxov h Angafxxo- II«köou i toº Eiga YYs).ét».
Ägg. 289.
Tº uéYehog räg Troö. #yyima» trotármro: u.srpeirat xxrº
Xöyov ri; Torvi; «ai röv évös/04.évtov # 36» xxi nutöv:
oöôérore öe h troaörm; «ürm eivat Axagov röv treyrºxowrx
Apax“.Gv.
Ähe. 29o.
iF W / % - %. p / V.

tort». «xrryopia érttpétrsrat ei; uóvov röv &uváusvov và.


äroôein Trios wévro;, ört 6éXet éxtrXméoet rä; év ro; äg
6:0; 283-289 beguéva; avlºpovia.
FD- 141 FE -

Bürgschaft im Koenigreiche angesessener tüchtiger Bür


gen geleistet werden.
Art. 286.
Die Bestellung der Caution geschieht bei Privatankla
gen an einem Polizeigerichte, bei dem Gerichtschreiber
des Friedensgerichtes. Die Groesse der Cautionssumme
und die Hinlaenglichkeit der angebotenen Caution wird
dann zwischen dem Privatanklaeger und dem Polizei
commissaer oder Bürgermeister oder Adjunct discutiret,
und im Falle der Nichtvereinigung von dem Friedens
richter darüber entschieden.

Art. 287.
Bei einer Privatanklage wegen Vergehen oder Verbrech
en geschieht die Bestellung bei dem Gerichtsschreiber
des zustaendigen Zuchtpolizeigerichtes, nach vorherge
gangener Discussion der Cautionssumme sowie der Hin
fäÄcke der angebotenen Caution zwischen dem Staats
procurator und dem Privatanklaeger. Koennen beide sich
nicht vereinigen, so hat die Rathskammer des Zucht
polizeigerichtes darüber zu erkennen.
Art. 288.
Ueber die geschehene Bestellung ist ein Protokoll ab
zufassen, welches jedesmahl ausser dem Gerichtsschrei
ber auch noch von dem Privat-und oeffentlichen Ankläger,
Polizeicommissaer , Adjunct oder Bürgermeister oder
Staatsprocurator unterschrieben seyn muss.
- Art. 289.
Die Groesse der Cautionssumme ist nach Veraeltniss
der Groesse der Strafe und dem muthmasslichen Belaufe
der Kosten und Schaeden zu bemessen.
In keinem Falle soll sie weniger als fünfzig Drachmen
betragen.
Art. 29o.
- Nur derjenige, welcher sich durch den Nachweis der
in Art. 283–289 festgesezten Bedingungen gehoerig
legitimiren kann, ist zur Stellung einer Privatanklage
zuzulassen.
ÄD 142 SF
B'. II e pi &v t tx Xir ov.
Äbg. 29.
Exrd; roürov trgéret va & opiay rposér ö iôtéry: xxFºyo
po; ävrixAmrov e; tiv xxéôp7v ToG ápºoôiov vaxpºrtxo re
xx troºvtxoö Axagnetou, éxro; &v xxrox «örög éxei (äg60. 27
xxi 248). “ -

Ö ui &ogtauÖg ävrx) irov Fav pépst ä\\mvß).46mv siuſ ört


éx ri; uh Yyepioso: syYpäpov rtvčºv, xai éx rñg u. Trpoox). -
aso; ei: rva; Troxet ösv trapáyovrx örêp roG iôtéro. «arm
/ / /

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T. iôtor x xxrmyopia Trapà roT: IIT a top a ro &ixa.


Abſ. 292.
ef f * W. «- e. * W W 3
Ö évexx Trxiouxrog iëtorxÖ; xaryopöv, éâv 6é)y v& veg
Yºon rd &xxioua ri; är sü0sia: «Xroso:, Züvarat và troën - -
warz T Ego» 143 0LYSU) rezº Fzººzº:
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vagyov &ºuagyxèv IIápsôpov ei; rö vá. «ápow tiv guvorrxiv
Toxváxpaw (ä06. 155-1 42).
Ap60. 293.
H x)fs: roö karyopoupévou xai röv u«prégow yverat
étrus)eix xxi öxtrzy. roG iôtérou xarmyágov öbev töxXxrprov
évra Aua Gysöáetat kai üTroygäperat Trapà roö iôtérov xxrn
Yópou, Yiverx ôé éxrsXsardv uóvov ôtà rig auvutoYoaº F: rcſ
Agováuov, Amuägyo» iömuagyxoS IIapéöpov kxi öx ri; är
béosto; ri: Ertangou appxyôo;.
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Karà ra Xoxà pacuéovra rä öà röv ä6pov 145-147
/ % W. e * V. W / V *) -

ºesges, ex o. öxöxot öev Tgoru soo và upavabºsov


S×00G (dg.

A. i3.orx xxt myopia rapà roT; II.Am up. eXetočixat.


- Aß60. 294. -

Ö vexa Tºmup.s) paro; i3.o-txo: xaryopöv, éav 6éy vá


x&u? ür eöbeix; TrpöaxXmaw, Trpooxx)ei rob; äguoôiov: Erm
voôxa: «ai Aarwópou:, Arzägyou; &ngagy wod; IIapsöoov;
Frpóg éxréXsar» r; suvorrix; Tſoavaxpost», «ai ustä todro
S 143 S.
II. Insinuationsbevollmaechtigter.
Art. 291.
Ausserdem hat der Privatanklaeger noch einen In
sinuationsbevollmaechtigten am Orte des zuständigen
Untersuchungs-und Strafgerichtes aufzustellen, er müss
te denn selbst dort wohnen. (Art. 27 und 248.)
Die Nichtbestellung eines solchen Insinuationsbevoll
maechtigten hat keinen anderen Nachtheil, als dass aus
der Nichtzustellung mancher Acte und aus der Nichtzu
ziehung zu anderen Handlungen keine rechtlichen Fol
gen gezogen werden dürfen.
III. Privatanklage bei Polizeigerichten.
Art. 292.
Will der Privatankläger bei Polizeiübertretungen die
Befugniss der unmittelbaren Vorladung ausüben, so ist
derselbe berechtigt, nach Art. 143 ohne alles schriftli
che Vorverfahren einzuschreiten. Er kann jedoch auch
vorher den zustaendigen Polizeicommissär oder Bürger
meister oder Adjunct zur Vornahme der summarischen
Voruntersuchung requiriren. (Art. 135–142.)
Art. 293.
Die Ladung der Beschuldigten und Zeugen geschieht
auf Anstehen und Kosten des Privatanklägers, daher ist
die Ladungsordonnanz vom Privatanklager zu entwer
fen und zu unterzeichnen. Executorisch wird dieselbe
aber erst durch die Mitunterschrift des Polizeicommis
saers, Adjuncten oder Bürgermeisters und durch Bei
drückung des Amtssiegels. Im Uebrigen gelten die Be
stimmungen der Art. 145–147, wenn die Partheien
und Zeugen nicht vorziehen sollten, freiwillig zu er
scheinen.

IY. Privatanklage bei Zuchtpolizeigerichten.


Art. 294.
Will der Privatanklaeger bei Vergehen eine unmittel
bare Vorladung vornehmen, so hat derselbe die zustän
digen Friedensrichter und Polizeicommissäre, Adjuncte
oder Bürgermeister zur Vornahme der summarischen
Voruntersuchung zu requiriren, und dabei alle Rechte
S. 144 &
évegyeT öxa rä &xattara roö Eaayye).éto: xarà rä ägóg«
156-161 äAXà rä öxatóuarx roG iôtérov xarnyópou Trepto
pičovra ei; ätnä; airſse.
Abg. 295.
H xXiat; röv Yxa)ouuévov xx Paprépov Yvsrat étrus
Xeix xxt öxtravy roö 36rov xxrnyópov, öst; ópeiXst vá oysö -
&y x« öroYpäpy róx)mºrgtovéYYoxoov, rd éroov (6vov öá
r: SuvoroYpapi; roG Eioayyé)éo; xxi ri; étribéaeco; r7; ért
Giuov oppxYiäog xxigarzt ExreAegóv.
Karà rä äxXx étapuóovrx rä v ro; äpboot; 162 xai
163 ép3péy«.
Ag. 296. A

E&v á 3érº; arYogo: rporuſ tö và sicayáyy trpörov


tiv öixnv ei; rö» Avaxprºv, xxi rouro, Er kaxougymuárov xai
uxaxissov, Tpérs zará r ägpov 186 vx Yivera trävrore,
éyé. «x xarà raürrv ra» trooxvºxstar» öa« xxrx rä ägbpa 185
263 ée xxi ö EiaayYéX-D: öxxtóuxrx xx xx6áxo»ra, ué uávrºv
ºrv öxpooxv ört revopovrat rx r« ei; átraä; Troorags; xxi
«rſoetg.
A860. 297.
Öart: Er t)mulex.pérov » Traguárov, äpogávrov röv
Tórov, béXs vx arx 5% é; iótórm: xat Yogo: rtv ««tägyear»
Fzzo sºrezzo » sozys Ä Tä; Fºtojº
«irige; rou ei; ró Avaxotiv xx r&; üroS&XXet es tiv xp
ow roſ öxxxo, Sº. 6ou)iov.
Ö Avxxpºrn; 3.xrärrat riv xxrºsysav Trooooptvöç, iàv eiv)
aörivaſufovov ué röv vóuov, «ai avapéps Évrö; öxtčo äuspöv
Treo ToD To Yuaro; ei; oö.xxxxºv Svg.6o Xvov, töótroſov ärc
page. Feg tº Eaxoxovbras»; «ört:.
App. 298.
E&v &év 6e) ſay ö Avaxprº; äXXo: ër eſ ävxxoigstag örá)-
Am\o: va éxrsXégy riv trepi xxragYécso: , aÖroia: xa têov
roourov «i:now roö iöcó:ou xxry-ou, äropxas tregt roürou
xar «irnow röv &txöixtov rö auu6oüatov roö Axas retou röv
Ilanz.eXsoôxčºv. -
*D- 145 S.
des Staatsproeurators nach Art. 256–262 auszuüben.
Die Rechte des Privatanklägers sind jedoch auf blosse
Requisitionen beschraenkt. -

. " Art. 295. -

Die Ladung der Beschuldigten und Zeugen geschieht


auf Anstehen und auf Kosten des Privatanklägers.
Dieser hat daher die Ladungsordonnanz zu entwerfen,
und zu unterzeichnen, aber erst durch die Mitunter
schrift des Staatsprocurators und durch die Beifügung
des Amtssiegels wird dieselbe executorisch. Im Uebrigen
gelten die Bestimmungen der Art. 262 und 263.
Art. 2 6.
Wenn der Privatanklaeger vorzieht, die Sache vorerst
an den Untersuchungsrichter zu bringen, was bei Ver
brechen und Verhaftungen nach Art. 286 immer gesche
hen muss, so hat er auch bei diesem Vorverfahren die
selben Rechte und Verbindlichkeiten, wie der Staats
procurator nach Art. 185–263, nur mit dem Unter
schiede, dass dieselben auf blesse Anträge und Requisi
tionen beschraenkt sind. 1.

- Art. 297.
Wer bei Pressvergehen oder Pressverbrechen als Pri
vatanklaeger die Beschlagnahme gesetzwidriger Schriften
verlangen will, hat jederzeit seine desfallsigen Antraege
an den Untersuchungsrichter zu bringen, und dem Er
kenntnisse der Rathskammer zu untergeben.
Der Untersuchungsrichter wird, wenn er die Beschlag
nahme den Gesetzen angemessen erachtet, dieselbe pro
visorisch verfügen und darüber binnen acht Tagen in der
Rathskammer Vortrag erstatten, welche sodann über die
Fortsetzung zu erkennen hat.
Art. 298.
Wollte der Untersuchungsrichter oder sonstige Un
tersuchungsbeamte einem Artrage des Privatanklaegers
auf Beschlagnahme. Augenschein und dergl. mehr nicht
Folge leisten, so hat darüber auf Begehren des einen
oder des anderen Theiles die Rathskammer des Zuchtpo
lizeigerichtes zu entscheiden.
IQ.
Ze 146 Es
Agbº. 299 -

Eà» Fixm Trap-tréup6m ärö roſ aug.6ou)iou ei; rö Axagºgtow


"röv IIraoglaroôxſov j II) mu/eMetoöxóv, Yi/srat h »Xigt; ToG
xar"Yog vºévov xai röv uapruſov kara rä év ro; ä.bpo; 293
xxi 395 óptquéva.
E. iöorx x«rm Yogi« Tragé rot: Kaxov Yo3 x« .
Agg. 3oo.
Avareupósion: rf: örrobégeo; ei; rö Axagºpow röv Kaxoup
Yoôxóv, GX e3 aet ö 3.6rm; xaryopo; rºv xxtmyopixy xai
rpárre öga rä ägg« 264-276 är64XXooow ei; röv Eaxy
Y)éa, ui Trapa6Xstrouévtov röv &uxaiov roö Tapà rot; Epérat
Eigayyé)éco;. -

Exro; &é roörou, Yivovra rue).six xx &arávy roö tötéro,


xxrmyºpou ai ötxrerxYuévat xotvorrorſast; xx xX fast, ragöttoia:
rpoaroxiverx kre)sgäç ö tragà ro; Epérat: ExxYeXeü: h
é trx. «üro öroxxragrabei; EioayysXed; xxrä rá èv rp ä6pp
295 ävapspó eva. -

«. - - 2. - º

G. Aväx) mo t; ri; i3 t er. Ä; x a r? Yoß : « :.


Agbp. 3o1.
Ö iôtórm; xxrºgo Zóvara, Tºpogerpo).arrouévov röv xxrä
rö ägpov 24 ei; röv Eiaº YY-)éa zykörov öxxopäro», vx
Trxpatria'ſ rn. Ära Yevouévº» tºß ör Ü «a:7Yºglav uéxf; o.
Yvy xXia; Merärgörg váxx.at; &év auYYopsira.
Ö iôtérº; xx: Yogo: ösiXet, Yevouéyr; yxxipo; ri; ävg
x) aso, vá 7). 6a, 16va rx; darx 2 xa rä; Ärgia, ögat
éYva» uéyp r | Trépi ri: vxxxmaso; äyysXia;.
ord: öxrnge: Toogér ró 3.xxioux roö vx uerayspa6
rºv tragà ré ággo89 Egayy)ei épxmaw (gp. 278-282),
Exté, éay, Lemgauevo; Äön «Drº, är-ruys.
KEqHAAAION ENNATON.

Igºëxxoix éri ro).rvi: äYoY:.


- Äg. 3o2.
Ö ruttoße; &övara év Tzay reporäge r; ävaxpiasto; vá
Tragiarxra & Fo). «Ö. váyov ävexx töv iôtoriköv «öro
Äratmoso» («pp. oxx 85).
s
SD- 147 SF
Art. 299.
Wurde von der Rathskammer die Sache vor das Po
lizei-oder Zuchtpolizeigericht gewiesen, so geschieht die
Vorladung der Beschuldigten und Zeugen nach Vor
schrift der Art. 293 und 295.
Y. Privatanklage bei Assisengerichten.
Art. 3oo.
Wurde die Sache an das Assisengericht gewiesen, so
hat dann der Privatanklaeger die Anklage.acte zu ent
werfen, und alles dasjenige zu thun, was nach Art. 264
276 dem Staatsprocurator obliegt, unbeschadet der
Rechte des Generalprocurators. s -

Auch sind die vorgeschriebenen Zustellungen und La- -

dungen auf Anstehen und auf Kosten des Privatanklae


gers vorzunehmen, dieselben aber zuvor durch den Ge
neralprocurator oder den von demselben substituirten
Staatsprocurator nach der Bestimmung des Art. 295 für
executorisch zu erklären. -

YI. Zurücknahme der Privatanklºge.


- 3o1.
Die erhobene Privatanklage kann, vorbehaltlich der
dem Staatsprocurator nach Art. 24 zustehenden Rechte
bis zur erfolgten Ladung wieder aufgegeben werden. Spä
ter findet die Zurücknahme nicht mehr statt.
Der Privatanklaeger hat im Falle rechtzeitiger Zurück
nahme der Anklage nur die bis zur Anmeldung des Rück
trittes verursachten Schaeden und Kosten zutragen.
Demselben bleibt unbenommen, in diesem Falle den
Weg der Beschwerde bei dem zuständigen. Staatsprocu
rator noch zu betreten (Art. 278–282), sofern er nicht
auf demselben bereits abgewiesen worden ist.
- NEUNTES CAPI : EL.
Vorverfahren bei einer Civilklage.
Art. 3o 2.
Der Verletzte ist berechtigt, in jeder Lage der Vor
untersuchung zur Verfolgung seiner privatrechtlichen
Ansprüche als Civilkläger aufzutreten (Art. 6 und 85).
Io“
S- 148 GM :
Tö yypapow öuto: röv ärarrſaetov rorov trpéré vá iyye
es ei; röv armyopoütevov roö\äxgow xarä tiv trox vric
eiç rö äxpoxriptow «Aſoscog.
Eiç rñvoövray xai Trapáčoow roſ iyypápou roürov Spaß
uóLovra rä év r IIo) roch Axovoui« &arsrayuéva.
Iläoa ärairma, uh Yevouévm xxr «üröv röv rpórow, Sav Xau
6áverat ör örv rapà roſ trowxoſ Ax«ormpiou.
“Oöptauög oüro; &avioXüet öxto: é; Trpó, räç vavriov roſ
iôtérouxarnyópovi roſ «araumvvroſ roArxa ärratrjoeg roü
xaryopoulºévou (äpóp. 86).
Äpbo. 3o3.
Äg %; oryuſ ö äÄx6e: Trapezähm d; troAtrixè; &äôxoç,
éxe ö öxaioux va Trapsupioxsrat ei; är«ga» karáoYsow, YYu
oöooix» h äXAmvavaxprºxºv trgäv, äapoupévy: r isrássog
röv taprüpov xxi röv xxrmyopout.évov, ötà và xäuy räg rporä
ost kai Traparmpiast; rou.
Öbev Guutrapa)au,6ávsrat öro).rwÖ: évéyov ei; rä; rotara:
ävaxpºrtka; Treaks.
Ägbp. 3o4.
Er roörp &ogie ö TroAirxö; éváyov ei; riv xabéðgay roö
ävaxprºxoS xai Trovooſ AxaFrpov (ä6p. 27) ävrix Amrov, roS
öroovöuto öp öop.sud, öé» Erpépe äXXnvß).46n» Trapà ört
éx ri: uh YYetpioso: ävxxotrixoö rtvo: éYYpäpou | #x rü; uh
TrpooxXſostoç öév Trapáysrat xávèv vóuttov ärroréXeou«.

Äpp. 3o5.
Ai évérow roi Torvºxoſ Axzorngiov Barxa ärarise: roſ
éyxa\oövro: (äcbp. 278), roö tötéro xxrayópov (ägbo. 283)
eiva Exrö: rſ: Treptgäoeto; roſ ägbpou 7, xai rére äxóum ärx
páčexrot, örav ai Trporoast rou Trégogiovrat si; riv eigaytoYiv
xaixaraôitory rig ömuosiou xxrºyopia.
Äphp. 3o6.
"O TroArxö iváyov öövara karä träcay gäow rñ: 3
* 9 -
Die Ausführung dieser Ansprüche ist aber dem Be
schuldigten spätestens zur Zeit der Vorladung in die Au
dienz zustellen zu lassen.
Ueber die Abfassung und Zustellung dieser Klageschrift
gelten die Verfügungen des Gesetzbuchs über das Civil
verfahren.
Jede nicht auf solche Weise angebrachte Forderun
soll bei dem Strafgerichte unberücksichtiget bleiben.
Diese Bestimmung gilt jedoch nicht hinsichtlich der
Civilansprüche des Beschuldigten (Art. 86) gegen den
Privatanklaeger oder den Denuncianten.
Art. 3o3.
Von der Zeit an, wo der Verletzte als Civilparthei
aufgetreten ist, hat derselbe das Recht einer jeden Be
schlagnahme, Cautionsleistung oder anderen Untersu
chungshandlung, Zeugenverhoere und Vernehmungen
der Beschuldigten ausgenommen, beizuwohnen, um seine
Antraege und Bemerkungen zu machen.
Daher ist der Civilklaeger zu solchen Untersuchungs
handlungen beizuziehen.
Art. 3O4.
Zum Zwecke der Beiziehung soll der Civilanklaeger
einen Insinuationsbevollmächtigten am Sitze des Unter
suchungs- und Strafgerichtes bestellen (Art. 97), dessen
Nichtbestellung aber keinen anderen Nachtheil hat,
als dass aus dem Mangel der Zustellung eines Untersu
chungsaetes oder der Beiziehung zu solchen Untersu
chungshandlungen keine rechtlichen Folgen gezogen wer
den dürfen.
- Art. 3o5.
Von der Geltendmachung seiner privatrechtlichen
Forderungen vor einem Strafgerichte ist der Beschwer
deführer (Art. 278), oder Privatankläger (Art. 283) aus
ser dem Falle des Art. 7 auch dann ausgeschlossen, wenn
derselbe seine Anträge auf die Erhebung und Verſogung
der oeffentlichen Anklage beschränkt hat.
- Art. 3o6. -

Der Civilklaeger kann in jeder Lage des Verfahrens,


S> 15o S
knç, p6ävet uávov và vx rpo t« ärrayyeXia; TF: äropcase»,
vö 260. 1 1 ). :
« za rñom sº rºyY asºr zº sº 11) W. ---

AXA2 róre örroypso tat si; th» t) notop. hv röv uéyp F: Tspi
rñ: Trapatrjoso; YYs)ix: Yevouévtov mutöv xx ééöov.
KEqPAAAION AEKATON.

IIgoaváxpo: iri ri: ärgêeieo: rñ: rpopogxé; i YYpäpa: &aôtöop.évm: rge


- oxsco; mröv Trpäecov.
A. II spi guxo «vria.
Ägbo. 3o7. - -

ó -, „ A 9 ſº 3/ W , „
ort: Tuxopavre rpopoptxö; # #YYpäpto; ä\\ov rtvà, troogä
Trov ei: «örêvév Yvóost »z suðÖ; xxxoögYºu«, 7)Yºuéxnux
? Frxis. 2, 3 varat, z» eiça/bſ zr' 2örgö 3) of Trep Guxo
Ä và ratſam öºre v3 u. scay6 si; Rixºv trov á -o-
eyſ öº ri: Trapà rp ácuoëlo AxxFrpio Yavnaoué,7; ava
xpo zo, ört Y-v .evm rpºga : zivx auſ g.
H Trapa)23pf öxxörrea kara rh» &zexstav :7; Avaxiaeto;
txürº;.

B. Er ä XX« v | u 2 3 e «v t Ä; r . u. i ..
Ähg. 3O8.

Frv rt:, Extö; r; Trspurróasto: roö troºmyuuévoo ä962ou,


xxrº op. rtva Evexx émric Tga so:, Ärg, S&v rov &Xmhig, Äs
Xev éxhéost aÖröv si: rov sutaryu.ov, ró viao;, F tiv Tsotpçóvy
a» roL xotyoS, h Svavrov roürou xx: & Ysvorévmv éyxXmow
xxi r Tag #v rot; ätrouévot, äpópot avapspot.évx auºpovia:
zz:2&to; äv262XXsrat Troooo2wöç, örx» ö rev rotxórv Trgäw
Trojaxtrov 6éX7, k«6 öoov roÖro épeTrx xxtx roö. Üou; roë
IIovxoö Nóuov, và äroôeZ tiv äAſsa».
Ähp. 3o9.
oxxrrymooſuevo: xxra tiv reparaav roS Tooyoºp.évou
ä6poo ös)st v& #yyepior Evro; öxtè uégöv verä rñv rapº
ö,7» Ä; xxjaso; ſ, 3» xxrsöxzon éi mv Evexx uh upzvi
osto;, u.erz rºhv Yevouévm» xvºxxotiv, eig röv Trapà rp äuodo
Axxarr-i9 röv IIgoroRxFrv EaxYYexéa AsTrouegt amusioaw
Föy Treasov, tö öToto ä.axa“Save rºy änºde", äyry?«?«
SE> 151 er
wenn es nur noch vor dem Ausspruch des Urtheiles
geschehen ist, seine Klage wieder aufgeben. (Art. 1 )
Derselbe hat aber dann die bis zur Anmeldung des
Verzichtes veranlassten Schäden und Kosten zu tragen.
ZEHNTES CAPI I'EL.
Yorverfahren bei dem Beweise der mündlich oder durch Schriften verbrei
- teten Anschuldigung bestummter Thatsachen.
1. Bei Verlaeumdungen.
Art.. o7.
Wer einen anderen durch wissentliche und fälsch
liche Andichtung eines Vergehens, Verbrechens
oder einer Polizeiüber retung mündlich oder schrift
lich verläumdet haben soll, kann, wenn eine Verläum
dungsklage gegen ihn erhoben wird, begehren, dass
erst dann gegen ihn eingeschritten werde, wenn durch
die bei dem zuständigen Gerichte einzuleitende Unter
suchung die gemachte Anschuldigung unwahr gefun
den worden ist.
II. Bei anderen Ehrenverletzungen.
- Art. 3o8. - -

Wer ausser dem Falle des vorigen Artikels einen An


deren einer bestimmten Thatsacle beschuldigt, welche,
wenn sie wahr wäre, denselben dem oeffentlichen
Spotte, Hasse oder der Verachtung aussetzen würde,
gegen den ist auf erhobene Beschwerde und unter den
in den folgenden Artikeln angegebenen Bedingungen,
die Einschreitung in dem Falle einstweilen zu sistiren,
wenn derselbe, wo es nach den Bestimmungen des
Strafgesetzbuchs zulaessig ist, die Wahrheit der That
sachen beweisen will. -

Art. Po9.
Der Beschuldigte ist im Falle des vorhergehenden
Artikels verbunden, innerhalb acht Tagen von der Zu
steilung der Ladung, oder wenn derselbe wegen Nicht
erscheinens in cuntumaciam verurtheilt worden, in- .
nerhalb acht Tagen vom Tage der eingelegten Opposi
ton dem zustaendigen Staatsprocurator eine genaue
Bezeichnung der Thatsachen, deren Beweis er über
nimmt, sammt einer Abschrift der darüber vorzule
XP 15e SE
-

röv regt « röv xzburoé!»réov yyopov, a #xpé öopagixv


töv stachmaºuécov uaprºpov, ä.op tov évrau: &vrxXyrow
ei, Tiv xahéoav toü Ax«ormptou , ää» á iöw; &èv jvat Trapéry
«öró6t. -

Ä969. 31o.
IIxos)6éon; r; v vß Tporougévp ä609 öots6efon: öxra
»io Trpobeau«;, #xtry o6évrov röv 3aysygaupévov
xxbºxóvrov, eivat & Yºu ärz 978-xxo; h äróôe:.
H sipmg.évy Fe bestia ös» &ovara va raparab är oööeut&
Trpopxost.
Äpp. 3. I.

'o EtaayyeXsd; öxrärret äuégo; rñv Trpö; röv Zyx») oövrx


ëyysparvtº: re ävapoeä; roſ warnyogovuévov xai tövérou
vm..évtov éſeapov. *

Ägbg. 312.
“o yx«Aöw Ypstoret äwursp6éro: vröç öxrè Huepöw ärè ri;
iyyepioso: rg ävapopä; ögaöttog éri trotv. äroëo): Ä; év
orce6; rou, v&üro6äAy si; röv trapa ros IIotoroöixa: Eioxy
j exiaóv uéXXe
&vriypxpx röy yYpäptow «xi rä övóuarx röv uaprügtov,
v& äroösin röévavriov.
E rov xarny-foºgevov Yvera tregi roürov ävvrebéro: «ot
voTrotºmotg.
Äpbe. 3 I 3.

F&v airpogarróuevx trocêet; var rot«Ürat, öçe vá avverrä


Yovy xarx röv vóuov rotviv, Yvera Tept roörov xxra rö ä6pov
3o7 iôxtrécx xváxplo; kai, ué pt ri; Ätrotreparógeó; rm, ava
sXAera i saxoxoöbmot; ri: «arryoga.
Ä6g. 314.
Eav «i Treo7xrróueva troës: Zsvpégow röv ei; rö rponyoö
ewov ägbov ävapspóuevov Yap-x. Äpa, eiaxyeta 7 xxryopix
si; rö äxzoarisov. -

Oi reö; ärzös.» TF:xxrnoga uéo:uge; trpooxx) Övat


ärueAsia toö öruosi u ä62. 162 - 164. ? ro iöör" (x p.
295 xz"Yécov, si de ro; ärdostw «a avranodez" tº y
- Ae 153 et
genden Urkunden, und der genauen Benennung der
zu vernehmenden Zeugen zu überreichen, und dabei,
wenn er dort nicht selbst anwesend. einen Insinuations
bevollmaechtigten an Sitzungsorte des Gerichtes zu be
stellen.
Art. 31 o.
Die Versaeumung der im vorigen Artikel festgesetz
ten achttaegigen Fris oder die Nichte füllung der vor
gezeichneten Obliegenheiten hat die Ausschliessung des
vorbehaltenen Beweises zur unmittelbaren und unaus
weichlichen Folge
Die erwaehnte Frist darf unter keinem Vorwandever
laengert werden.
Art. 3 I 1.
Der Staatsprocurator hat dem Beschwerdeführer so
fort die Ä des Beschuldigten sammt ihren Beila
gen zustellen zu lassen.
Art. 312.
Der Beschwerdeführer ist gehalten, innerhalb der
unerstrecklichen Frist von acht Tagen von der Zustel
lung der Eingabe an, gleichfalls bei Strafe der Aus
schliessung Ä Staatsprocurator Abschriften der Ur
kunden und die Namen der Zeugen vorzulegen, durch
welche er den Gegenbeweis zu führen gedenkt.
Dem Beschuldigten spll hievon ohne Verzug Mitthei
lung gemacht werden. -

Art. 31 3. -

Sind die angeschuldigten Thatsachen so geartet,


dass dieselben nach dem Gesetze Strafe zur ha
ben, so ist darüber nach Art. 3o7 besondere Unter
suchung einzuleiten, und bis zum Ausgange derselben
die Verfolgung der Anklage einzustellen.
Art. 31 4.
Wenn die beschuldigten Thatsachen die im vorigen
Artikel bemerkte Eigenschaft nicht an sich tragen, so
ist die Anklage in die Audienz zu bringen.'
Die Zeugen zum Beweise der Anklage sind auf Be
treiben es oeffentlichen- (Art. 162 – 16, oder Privat
anklaegers (Art. 195), die Zeugen zum Beweise und Ge
Se 154 Es
roT: ä6pot: 3o8 x. étr. vxpegouévtov trpášetov trpooxa\oövrat
xxra ra év rä ä6pp 166 öarerayué«.
r'. Máprus: r sei t Ä; 6 x 7 : 3 a yoyÄg.
Äphp. 315.
“O yx«Möv ävexa évégosto ri; ruñº, Yevouéym vömuorizA
govaßgoge, ävömuositorórp, Trapóvrov troXXöv á 6pérov, #
& yyoäpov &txösöouévou si: tdxorvöv, ö ä\\m: rtvg trö:
ró örtóatov xorvotro oecog, éye röôxaioux v& Trattis "ºv.
ééragw uxprügtov Trépi rh: 76xi; &xYoYig tou Ex roö § 2v
riou de öévérrgérrsrat ei: röv xxryopoóusvov vx pés uapru
ſag Trpö; äróôew rü; xxxÄ; & «YoYi; roö YxaMoövro.
KEHAAAION ENAEKATON.

IIgoaváxpo: ri voßsöoeo: iygäpo».


A96p. 316.
Örx» treáxstra và xxraôoy vösuo; &nuosiou i Bort
xoſ typäpooxxr eigayyeNav äyx)maw, i ö iôtoryi: «x-m-
Yopix; h - rayYéXparo;, uraypºpsrx trgörov xai u00Yze
ra ro b; ev3é; Traptgäuevo» éYYpapov Trapx roſ «ataumvöo- 9:
# iyxxxoövro;, trapà roö ömuogiou † iôtérov xxrmyópou, Trap&
roö Avaxproö, xarà &ä riy rpórmv ériöséw roö YYpäpou xx
Trapá roö xxrmyopoulºévoo.
Ap6p. 317.
Exxßspi; &ixm éyova« ávrxsiusvov röéYYoxpov roüro ävx
6&XXerx troö. Öpay, Exrd: Eav, xxrà rö öoxoOv rº Troxroſſ.
Axagmoip, ró äYYpapov öèv va ävay«giov trfs Töpxaw ris
Troxrixi öixt.
App. 318.
Ei; rv Saôxasia» pacudovrat ai Yevxai Trep &aôxa
sia; äYai.
T& xuptórsp« äroôeiso; uég« eva , äxrd: ?: öo)ofs:
x)r., pägrupé; oi öroio éléo ró Yºgapo» owrarº"
auvoréjaa. «örd, xai & gregorsyvöw av Tzexfo). Fot
iyygäpoo ºrgö; ä\\« ävauptoëärmr« Ye«?« rou auro" *".
* 0LX.TOU,
Ae 155 S.,
genbeweise der im Art. 3o8 ff. erwaehnten Thatsachen
aber nach Vorschrift des Art. 166 vorzuladen.
III. Zeugen über das sittliche Betragen.
Art. 315.
Wer wegen einer ihm in oeffentlicher Versammlung
oder an einem oeffentlichen Orte in Anwesenheit meh
rerer Personen, oder in oeffentlich verbreitete Schrift,
oder in einer sonstigen Mittheilung an das Publicum
zugefügten Ehrenverletzung Beschwerde geführt hat,
Ä , die Vernehmung von Zeugen über sein sitt
liches Betragen zu verlangen. Dem Beklagten dagegen
ist nicht gestattet, Zeugen zum Beweise der üblen Auf
führung des Beschwerdeführers vorzuführen.
EILFTES CAPITEL.
Vorverfahren bei Urkundenverfaelschungen.
Art. 316.
Eine auf Anzeige oder Beschwerde, oder auf Privat
anklage oder von Amtswegen in Untersuchung genom
mene Verſaelschung einer oeffentlichen- oder Privatur
kunde beginnt damit, dass die als falsch bezeichnete
Urkunde von dem Denuncianten oder Beschwerdefüh
rer, ferner von dem oeffentlichen-oder Privatanklaeger,
von dem Untersuchungsrichter, und bei der ersten
Vorzeigung der Urkunde auch vom Beschuldigten un
terzeichnet und paraphirt wird.
Art. 317.
Ein über dieselbe Urkunde anhaengiger Civilprocess
ist einstweilen auszusetzen, es müsste denn nach
dem Ermessen des Civilgerichtes die Urkunde zur Ent
scheidung der Civilsache nicht nothwendig seyn.
Art. 3 I 8.
Hinsichtlich des Verfahrens gelten die allgemeinen
Grundsaetze über das Verfahren überhaupt.
Die Hauptbeweismittel sind, ausser Gestaendniss
u s: w., Zeugen, welche die Verfertigung der Ur
kunde gesehen, oder als Urkundspersonen mit un
terzeichnet haben, und Vergleichung der Schrift mit
anderen unbezweifelten Urkunden desselben Verfassers
durch Kunstverstaendige.
IS. I 56 «Sº

A969. 319.
Tà rpö: gºuragaéo).Hv épycap« rposéſora &ä roſ i36
700 Äönuosi. «arayópov, ö gewm: «ar oxov, &ä xxraoyé
ost»: «Xtr., «x, éav &av eöpioxcova totaÖr«, ÜroxpeoGrat 6 xx
r"Yopoüusvo; và Ypäy rt vótrov roſ Avaxproö, trpö: td öroiov
auutrapa6äXXerx ro rpoxsuevov YYeapov.
Kai rä rpó: ovutrapa6oxy éYYpapa uovoypxpoövratx« Öko
Ypäpovra Trapà rövév rſ äpdge 316 ävapépouévov. -

Karà rä ä\\x épapwovra vraiba aixarà rö äggow 99


r, Tree to rpörav roü rgärrew röv gregorsxyöw Yevxai
afxat.
App. 32o.
'Eav, 3xoxoom: rſ: Trowxñ: &aôxxoix, rposéxx6 Yypa
póv rt év tragó39 64 FXxar»Ygapmuévov (de faux incident),
Yvsrat Trepi roérou öárxe: Evétrov roö «üroU trow.xoG Axa
çngiou xarà röv aöröv Teórov, xx6 öv xai ei: TroAtrixx: öxaç.
Abp. 32 1.
Eà» pxvöor» si: rºy trapeutirrousav r«ürmvöxmv vôeitete
xarà émröv ävßpérov, éxôiôerat Trap«You« xarà räwürórroy
évraXux au)Xisco; Xa Yivera xar «örtov äváxpot.
Karà rñv trepirroov raürmv xupix &aôxxoia va6äYXs
rat i öy xa öoov rö yypapov roöro eiva, xarà rö öoxoöv r.
Axaornpip, ävayxxiov trpó; ärópxow ri: xugia: Ötrobéosto;.
KEqb AAAION AQAEKATON.

IIgoaváxptot; röv Trapa röv &ovemrixé» öTraXXiºtov rspi rivürmesia» troarra


uévoy trAm-teamu irov xx xaxcup Ymu.artov.
Apºp. 322.
IIgºv Ko67 tritt)muus) muärov xx xaxovoYºu ärov tregt r".
örmpegiav Trar-ou-vov xarx rö äp6pov 28 ävxyxxia äôex,
Ötro64XXerat ö xar"Yopoéusvo; &oxmrixö ö räXXmAo; ei; &o-
xmrxiv trpoavá«ptow.
App. 323. -

Tiv &oxyrºxºw raürn» Trooaváxpaw &óvara và ägyloy wai


V0/ dex-Yº " roC xarmyopovº.évov ütraXA Aou Trpoiarat vºm
Ägyi. - - -
za» 157 sº
Art. 319.
Die Vergleichungsschriften sind durch den Privat
oder oeffentlichen Anklaeger, durch Hausvisitation, Be
schlagnahme u. s. w. herbeizuschaffen, und wenn kei
ne aufzufinden, soll etwas vom Beschuldigten vor dem
Untersuchungsrichter geschrieben werden, womit die
Vergleichung zu geschehen hat.
Auch die Vergleichungsschriften sollen von den in
Art. 316 genannten Personen paraphirt und unter
schrieben werden.
Im übrigen gelten dabei die allgemeinen Grundsätze
ĺ Verfahren der Kunstverstaendigen, nach Art.
99 ff.
Art. 32o.
Wenn im Laufe eines Strafverfahrens eine Urkunde
incidenter als falsch angegriffen wird, so soll darü
ber von demselben Strafgericht ganz auf dieselbe Wei
se wie in Civilsachen verhandelt werden. -

Art. 32 1.
Zeigen sich im Laufe dieses Zwischenverfahrens In
dicien gegen bestimmte Personen, so ist gegen die
Verdaechtigen auf der Stelle ein vÄ ZUL

erassen, und eine Untersuchung gegen dieselben ein


zuleiten. Ob in diesem Falle das Hauptverfahren aus
gesetzt werden solle oder nicht, haengt von der
Nothwendigkeit dieser Urkunde zur Entscheidung der
Hauptsache nach dem weiteren Ermessen des Strafge
richtes ab.
- ZWOELFTES CAPITEL.
Ververfahren bei Amtsvergehen und Verbrechen von Verwaltungsbeamten.
- Art. 322. -

Ehe bei Amtsvergehen und Verbrechen die nach Art.


28 nothwendige Autorisation ertheilt wird, ist der be
schuldigte Verwaltungsbeamte einer administrativen
Voruntersuchung zu unterwerfen.
Art. 323.
Diese administrative Voruntersuchung kann nur von
der dem beschuldigten Beamten vorgesetzten Amtsbe
hoerde eroeffnet und geführt werden.
Se 158 «es
ößev ö).xt aixarà rö ägpov 149 x är. Amphetaxt yye\ia.
kat SyxXYoe; Tré“.trovrat ävvtrep6éro; si; tiv Afyiv raürmv.
A660. 324.
E3vöoxmrxó: rt; öráXXmAo; träysrat ei: TXeiova; Ägy3,
i3.oxmrix 7rpoavxxpuot; «vixe si; Exeivmv riv Apyºv, ei; ri:
öttoi2; Tiv üTºpsata» vºysrat rd trexxev tXmuuéxmºx i «a-
xoöpymºa.
Er t)muus)muárov ? xxxoupyruárov tregi rñv örmpsaiav
trºarouevov tragá Suuéoöxtov »« Tgapuarétov rñ: Erxparsa,
é Baoixed; béxe öroße Fo; roöro Axºv rwx.
A269. 325.
H &oxmrixi troo«váxpa; Yiverx: «arà tà év rot; ägbpo:
156 x. ér. éptau.évx.
Hxarà rà äg6px 3»3 xx 324 ápuoôia Ägyñ éZeräst rºv
trgävxx röv rpáxtra, xa öoev roGro eiva ävayxaiov ºrgö:
ütrogripw rñ: xxtºyo ix, j roö\xygov trpö; éxôoarv Evráx
ua:0; ouxX sog i pvXaxoso»: , étrouvátrtet ei; r& éYYpap«
ra; ärratrouzéva äroôeist, auXXéyst rä: ávmxoüg«; srts uo»:
Tºººoººº, Yesix: ruy üan, Zeräst ºdexo: xx uáprupa:
gº, j Ötá º év rot; äphpot: 17 äp6. 3. xz 4. dv3pegoué
vov étri rñg ávxxpaeco; ÖTaXX Xtov, xx xxous tiv Trpoxxraf
xt.txiv äroXoyix» To5 xxrm Yogoouévou.

App. 326.

E&v #x r; xa-à rö g6go* 325 Yevopévm; Trpoavaxpiasto:


Trpoxür ätroypôax broix trod: #xôoav Svra)uaro; auXA so:
i puXxxioso: xx trgö: Ötto: „Zw xxrrypix;, sitäyerx: 0 xx
/ t / 9 v

rºyopout.evo; öoxºrx0; ÖräAXm Mo; si; ro AxaGripov.

App. 327.
W. a- *) f e- 9 / A. % / 9 - 9

II:g Ä; #xFössto; rñ; äôeia ri: ei; 8xyv eiaayoy; äro


pxaist:
1. Er Eroyo» xa Xov ävorépov ? icoßaßuito» aüro:
&oxmrvöwür«Äſatov, ro froveYuköv SuléoóAtovº
Fe 159 Es
Daher sind alle nach Art. 149 ff. erhaltenen Anzei
gen oder Beschwerden unverzüglich an diese Behoerde
zu übersenden.
Art. 324.
Wenn ein Verwaltungsbeamter mehreren Stelle
untergeordnet ist, so kommt die administrative Vor
untersuchung derjenigen zu, in deren Geschaeftskreis
das begangene Amtsvergehen oder Verbrechen ein
schlaegt.
Bei Amtsvergehen oder Verbrechen von Staatsraethen
und Staatssecreaeren wird der Koenig eine Behoerde zu
diesen Ende bezeichnen. -

- Art. 325.
Die administrative Voruntersuchung richtet sich nach
den Bestimmungen des Art. 156 ff. -

Die nach Art. 323 und 324 zustaendige Behoerde hat


daher die That und den Thaeter, soweit es zur Begrün
dung einer Anklage, oder wenigstens zur Rechtferti
gung eines Vorführungs- oder Verwahrungsbefehles
noethig ist, zu erforschen, die erforderlichen Belege
und Ueberführungsmittel zu den Acen zu bringen,
die Ä amtlichen Erkundigungen einzuziehen,
noethgenfalls auch Zeugen eidlich zu vernehmen, oder
durch die in Art. 17, N” 3 und 4 erwaehnten Unter
suchungsbeamten vernehmen zu lassen, und den Be
schuldigten selbst mit seiner vorlaeufigen Verantwor
"tung zu hoeren. -

- Art. 326.
Ergiebt sich aus der nach Art. 325 geführten ad
ministrativen Untersuchung hinreichender Verdacht
zur Rechtfertigung eines Vorführungs- oder Verwah
rungsbefehles, oder zur Begründung einer Anklage
selbst, so ist der beschuldigte Verwaltungsbeamte vor
Gericht zu stellen,
, Art. 327.
Ob die Autorisation zur sang vor Gericht gege
Ä
EIl
werden solle, oder nicht, darüber hat zu entschei

1) bei Eparchen und anderen hoeheren, oder ihnen


SED 16o S.
2. Er broºssFécevövoxmrxö öraXAſ)ov, rpoixauvm
Texuuarei« ri; Erxexrei«.
Ö6ev Tréurovrat rä rñ; &oxmrxi: ävaxpiasco; YYpapa, gerät
tiv ätrotrepärcoaw Fi; rpoavaxeigeo;, ei; riv Trpočotauévºmv
Toxpuarsix», ei: rv öroia» irritrerat ösayºy tº re
Patrépo ölaôxxoia.
Apbe. 328.
H xarà rod; öootº: roö ägbpov 327 &öouéºn äôex étrºpépet:
1. Tiv öxxorºv i; ürmeeoix; xx roö u.oboö roö xxrn
Yopougévour
A F/ & z V. - A 9 A

2. Tiv Tréparépto öxagtxiv xxraöioZv xxrà rä év roi;


ä60; 36 x. étr. 161 x. är., xai 183 x. är. (dpa/va,
A6p. 329
Tà év ro; äppo; 322 328 épauéva &äv pºpuáLovrat:
1 Et; avv.6m Tr)mºuéxiuxra h kaxovoYºuara
2. Ei: TXyppexuar« ? xaxovsyſtarx repirºv Srnassia»
xparróueva 77px rwog Amuägyov, Ampagyxo IIapéópou, Agu
vówov, ixreXoövrov xx6 xovra étri ri; avaxpice»; TraXX Xtov“
3. Et; 7. ArtueXYuxra #xxxcupy gara Trepi riv örpsaiav
7rparröteva Trzpà röv am 29yovi ürobrºxoYpzpov.
Ei; räg recº räge raüra; Yive at höxxarxi karaôito:
xarà rod; Yevxob: Ötguod to Trapóvro; vóuov.
AXX oi är ri; äva"gaeto; örxXxxxot, äux äpapévm: ti:
évavriov rwö; &oxrrux ü öraXX Xov »zraäuésta, ópeiXouv v&
siôoroögt Trei roörourºv Trpoigau.évrºv aüroſ AFL"v.

TMHMA TETAPTON.

Aa 8x «6 a év ré äxpo« rr P 9.
KEqb AAAION I PANTON.
IIapa ro; Iratau.arcôxatz.
/ A

Ä. 2üv6 e 6 : roü Axa g me i0u.


Abp. 33o.
Aà vá gy x.po: & Tw Axazºlº IIratauxroö.xöw &ä-
AG. 161 Sº
im Range gleichstehenden Verwaltungsbeamten der
iMinst rrath; -

2) bei niederern Verwaltungsbeamten das vorgesetz


te Staatsminsterium.
Daher sind die administrativen Untersuchungs
akten, nach geschlossene Wo untersuchung, dem vor
gesetzten Staatsministerium zu übersenden, und diesem
die Einleitung des weiteren Verfahrens zu überlassen.
- Art. 3 8.
Die nach den Bestimmungen des Art. 327 erheilte
Autorisation hat zur Folge:
1) die Suspension des beschuldigten Verwaltungs
beamten von seinem Amte und Gehalle:
2) die weitere gerichtliche Einschreitung nach den
Bestimmungen des Art. 36 ff., 161 ff. und 183 ff.
Art. 329.
Die im Art. 322–3»8 enthaltenen Bestimmungen
kommen nicht in Anwendung:
1) bei gemeinen Vergehen oder Verbrechen;
2) bei Amtsvergehen oder Werbeclien eines Bürger
meisters. Adjuncten oder Polizeicommissaers in seiner
Eigenschaft als Untersuchungsbeamter;
3) bei Anusvergehen oder Verbrechen eines Civil
standsbeamten oder Hypothekenbewahrers.
In diesen Fellen hä vie mehr die gerichtliche Ein
schreitung nach den allgemeinen Bestimmungen gegen
waertigen Gesetzes statt. Dennoch sind die Untersu
chungsbeamten verbunden, gleich bei der ersten Ein
schreitung gegen einen Vewaltungsbeamten die vor
gesetzte Amtsbehoerde desselben davon in Kennuniss zu
setzen.

VIERTE ABTHEILUNG.
Schlussverfahren in der Audienz.
ERSTES CAPITEL.
Bei Polizeigerichten.
• . . I. Gerichtsbesetzung.
- Art. 33o.
Zur Gültigkeit der Verhandlung eines Polizeigerichtes
J I
ÄD- 162 S
ke: ârareira i Traouaix Eignvoöixov, Teauuaréo; xx
&mposiou xarnyópou. /

B. K« rºyo 0 :.
Apºp. 33I.

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292), 6 xxrº r& ächz« 29 x. är. x«i 135 &ouéôto: Äguvuo;
# AruapYo; # Aruzey zö; II sópo: xx ö ápuéðuo; Elaxyye).sug.
O iöcórm; xxTºyopo; #ys xxx x Tiv öxaxer» r& «ür&
3xx 6pxra xx xxxxovrx ox, xxrà rä ägbºx 334–337 xx
344, xxi öônuóoto: xxtryopo;.
ÄXX& trov ärrayye)h árópag; Trép revo: iôortxf; xx
rºyopia, Troétre trporYougévo; vx ézough ó ônuéato; xxt yo
poç Tod; ró guupépov roö vóuov.
Kai öxo\rxÖ; Evºyov éys r& Ev ro: gbpo; 336 xai
337 ävxpspóusvx öxxtéuxrx xx xxbºxoyra.
Äg. 332.
E&v «i év ré Trooyovuév9 ägbpe äv«pspóueva Ägyx xo
Xücovrat vouiu.co; roſ vx #xteXög rä xxbºxo»r ro», éxt)790T
rä roſ »armyágov ö v r xx)éðox roö Ayaçngiov röv Ilta
gu«-oôxóv Agovóuo;, Afº.ag).0; Ä AmuaßYx3; IIágsôpo;.
Ei; riv rspirroow radrºv r& #YYpapa Féu-Towrx sixoat
régaxpx; roö\äy.gov öex; us & rev torspxrogºv r; Toa
vaxgaso: Troög tov öruó7ov xaryopov dä va xzu. r&; vxY
xx x; x) fast;.
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äggo 331 äv«psgouévov ör«X) Ato», Tréu-Towrx rä éYYpxpx
uer& r; xX joso;, izoaréagaga roö\syToy öpx; Troö rñ: iv
rſ äxeoxrngº govsöxaso;, rpº: rtv zarnyogojazy Af/jv.
T'. Ägy oö. 67 m ;.

Ägb2.335.
Ei; rñv zuo Suárºrx röv Ax27mgiov röv IIrxguaroôxÖv
Tºyovrx. Fx r. Tzzauxra r& Texyévra vro; ri; Treppe
siz; ro0 Einwoöxsio".
FD- 163 -SE:
gehoert die Anwesenheit eines Friedensrichters, Frie
densgerichtschreibers und eines oeffentlichen Anklägers.

II. Anklaeger.
Art. 331.
Zur Anklage berechtigt ist ausser dem Verletzten
(Art. 292) der nach Art. 29 ff. und 135 zuständige Poli
zeicommissaer oder Bürgermeister oder Adjunct, ferner
der zuständige Staatsprocurator.
Der Privatankläger hat waehrend der Verhandlung
dieselben Rechte und Obliegenheiten, wie der oeffentlicle
Anlaeger nach Art. 334–337 und 344
Ehe jedoch auf eine Privatanklage ein Urtheil gespro
chen wird, soll vorher der oeffentliche Anklaeger im In
teresse des Gesetzes vernommen werden. -

Auch dem Civilkläger liegen die im Art. 336 und 357


erwaehnten Rechte und Verbindlichkeiten ob. * -

- - Art. 332. -

- Sind die im vorigen Artikel genannten Behoerden auf


- legale Weise verhindert, ihre Obliegenheiten zu erfül
len, so hat der Polizeicommissaer oder Bürgermeister
oder Adjunct am Sitze des Polizeigerichtes den Anklä
ger zu machen. - .

In diesem Falle sind dem oeffentlichen Anklaeger spä


testens vier und zwanzig Stunden nach beendigtem Vor
verfahren die Acten zu überschicken, um die noethigen
Vorladungen zu machen. -

Wenn aber die Vorladungen von den in Art. 331 ge


nannten Beamten schon erlassen worden waren, so sind
die Acten nebst der Ladungsurkunde wenigstens vier und
zwanzig Stunden vor der Audienz der anklagenden Be
hoerde zu überschicken.
- - - - III. Z ustaendigkeit.
Art. 333. -

Von der Competenz der Polizeigerichte sind alle Poli


zeiübertretungen, welche in dem friedensrichterlichen
Districte begangen worden sind. -

I I*
B 164 S.
A. M ävvºr.
á. Töv u. a pr üf (»v.
Ägbp. 334.
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ob , öro6áXXerat «ara Yvopoöórror» roö ömuosiou »arryópou
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Pouhv röv êtä r; u. Äupaviaetó; ro- troevbévrov éöôov.
Ei; tv «ötiv trotviv üTro6xXXovtxt xx oi éupavtadévre:
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öpxow uáprupec, er puXarrouvm; «airi; ueya)rrépa; rotv: #v
t Treptºrróge roö ägbpov 267 rod IIovtxo Nóuov.
o Eipºvcôxm; öövara rosér và öxräy riv &ä ßix;
Trporaytoyiv roS tº upavabévro.
Ägp. 335.
“Oxxra&xaobei; uapru; &üvarat, vrö: rpobesuia; &axx
regoäptov ſuspöv ärö ri: ei; a & Eyyepioso: ti: «araôxa
A 9 A. W. / » W "A W 1. «- */

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ow, Yivera öexr ävaxth, Exouobsyro; roſ &nuogiouxxrn
Yógou, «ai xxrayeira Tap& roſ Eip voöixoo i Yevolévm xa
rxäxm.
6. To Exa rm Yopoug &v ov.
1. Ev Yéve .
Ägbo. 336.
'Eáv öxaryogoö syo; xXxteubai; Sévéupavaßf oüre aÖro
Trpooótro: oöze, karà rºv trepirrooy roö ägbpou 25, ö är
rpórau x röv öxmyópov, öxxer« kar' sºg. v.
Oi Páprus: ésrºovt«, ai )ottai droôeitet: «aburo6«X-
Aovrat, xai, äxooabsiam: r; xarmyopia: , ÄrayYéXXerat 7.
xxr ägiumv äxópagt.
Ägbo. 337.
Ai irrt. Asia; roöxatryópou ö KXmrp iYYepst ei; rövxxra
PS- 65 S.
IV. Ausbleiben.
1. Der Zeugen.
- Art. 334.
Ist auf die geschehene Vorladung (Art. 144 ff.) einer
der Zeugen ausgeblieben, so soll derselbe nach Verneh
mung des oeffentlichen Anklaegers, in eine Geldbusse von
fünf bis fünfzig Drachmen undin die durch sein Ausbleiben
verursachten Kosten des Verfahrens verurtheilt werden.
Derselben Strafe unterliegen Zeugen, welche zwar
erschienen sind, allein ohne rechtlichen Grund die Ab
legung des Zeugnisses oder die Leistung des Eides ver
weigern, vorbehaltlich der groesseren Strafe im Falle des
Art. 267 des Strafgesetzbuchs. Auch kann der Friedens
richter den Ausgebliebenen mit Gewalt vorführen lassen.
Art. 335
Der verurtheilte Zeuge ist befugt, innerhalb einer
Nothfrist von 14 Tagen seit Zustellung des verurtheilen
den Erkenntnisses an den verurtheilten Zeugen nach
Vorschrift des Art. 337, Opposition gegen dasselbe zu
machen. Vermag derselbe sein früheres Ausbleiben nach
den näheren Bestimmungen des Art. 196 gehörig zu
rechtfertigen, so ist, nach Vernehmung des oeffentlichen
Anklaegers, die Opposition anzunehmen und durch den
Friedensrichter die Verurtheilung wieder aufzuheben.
2. Ausbleiben des Beschuldigten.
a. im Allgemeinen.
Art. 336. -

Ist auf die geschehene Vorladung der Beschuldigte


weder in Person, noch im Falle des Art. 25 durch einen
bevollmächtigten Anwalt erschienen, so wird gegen den
selben in contumaciam verfahren.
Die Zeugen werden vernommen, die sonstigen Be
weise vorgelegt, und dann nach vernommener Anklage,
das Contumacialurtheil gegen denselben ausgesprochen.
Art. 337. -

Das Contumacialurtheil ist dem Verurtheilten auf


S. 166 SF
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F.-A. S 2-.-.-?---- % - W 3 » ,
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Aeirat.

2. Ata & xx gi« » «t & rºh vá vaxoT v.


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- Ägbo. 338. -

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Trévre uepöw ärö r; trag«öóoso.
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Ähp. 339. -

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3.
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Äp. 34o.
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Ähe. 341.
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Äpp. 342.
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xxt& Toxór; jury #xÄsöopév: äTopas»; eva ärragá


3exto:. -
S> 167 E
Betreiben des Anklaegers durch den Gerichtsboten in
Person zuzustellen, oder in dessen Wohnung zurückzu
lassen, und, wenn dieser keine Opposition dagegen
macht, zu vollziehen.
b. Oppositionsverfahren.
Art. 3 8.
Die Opposition kann bei Gelegenheit der Zustellung
des Contumacialurtheiles oder auch später noch bin
nen fünf Tagen vom Tage der Zustellung bei dem Ge
richtsschreiber gemacht werden. -

Art. 339.
Auf die eingelegte Opposition soll in der naechstfol
genden Audienz zur contradictorischen Verhandlung
der Sache geschritten werden. Daher tritt das Contuma
cialurtheil ausser Kraft, mit Ausnahme der Kosten des
Contumacialverfahrens, welche dem Opponenten zur Last
bleiben.
Art. 54o.
- Neue Zeugen dürfen immer, die alten Zeugen aber
nur dann gehoert werden, wenn es das Gericht auf Be
gehren einer Parthei oder auch von Amtswegen verfügt.
Daher sollen die Zeugenprotokolle, bei Strafe der Nich
tigkeit des Verfahrens, in der Audienz verlesen und be
rücksichtigt werden.
Art. 341.
Bleibt auch in dieser Audienz wieder der Oppenent
ungehorsam aus, so soll ohne weitere Verhand
lung die Opposition verworfen, und dadurch das Con
tumacialurtheil wieder hergestellt werden.
Eine weitere Opposition ist unzulaessig.
3. Ausbleiben des Pivatanklaegers und des Civil
anklaegers.
Art. 342. -

Ist in der Audienz der Privatankläger oder Civilan


kläger ausgeblieben, so soll derselbe in contumaciam
mit seiner anklage und Klage abgewiesen und in die
Kosten verurtheilt werden. -- - -
S. 168 S.
“O váy«vöóvara và xág. «xi usrä taÖr« rä3 rö).vrtx&:
är«trost; rov évérov töv trotrixov Axa ſtov.
Ägp. 343.
“O &nuóato: xxryogo: yet ei; tiv Tspirroaw roſ rponyou
pévou ähgau 342 ro öxaioux v3 á«X26 «ü7 strzyyéArt»:
revxarmy.pixv. Äro auéato; #F r «ür auw:öptässt ei; Öçégaw
revx auveôpiaorv rpooö.00 66'm ouévyv iri toro. Ajvarºt à
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Irgosér, Eav «ob vxyx Cov, vº ösxyzym ºrgê r . .» : #xpo


&:yfy our geto; xai iX/mv YYao, Trpoxvxt vorv.

E. At a & xx g « «r &v r u. «oXia v.


Ägbe. 344.
kupavsbávrov röv &«Bixtov xai röv u«prügtov, ászera º
xar av:p.toix» gut mat. -

AvaYvöoxovrat ai ixßsast:, xaduro6é)o»rat a )otrai


äroôeet: «« éZerävrx oi gerue; «ai oixarmyo oö so,
us. 6 iTayyéXXet U.zvé xx: Yogo; Tºv xaryoziav tou , ö Tro
Atrixto: Ä rºv äytoyiv rou xx 6 x«."Yopougsvo; rivaro
A0Yav rau, Tera de n arö za;.
Ägbp. 345.
Ei: rv iv r ägt«rºpp özöxasia (Äg. 76-88) x«ä
iôio: ei: rev «touoo av, Tiv zeraav xai Saipsaev rörv pa
töse vágo. 1 12-133), ei; riv scéraaw rcü x»rºy popévou
(ä69. 1 1 1) xai ei; riv aróäerv v Yévet (äpbp. 92–1 34)
épaouoovrat oi Yevtxo öp zuo.
Ö3ajro; Gov:ä67st «ai Toyoipe: Tºoom«óvro: 5 &xaçxö:
ITpau.ua au: T: f. Tatm: rf: é rö) á coxrmeito Trpc.o2 ko; Ye
vop.svm; our aso. «sav, v | azustoſtat awortuxö röts
pte/5usvo» ri: ««rr Ypx: xa r; YoY: «« röv éoºoºoyi
asov röv u2prégo» «xt Tov xa ty-ſovº.évov xa:ära év roſig
äleo; 79, 8o xai 88 beguévx.
G. Ä tr dpa s . .
- Äh. 346.
Karaôxachévro; &booévro; rö xxrºyoßoupésov, äropa
Ae 169 et
Eine Opposition gegen ein solches Contumacialurtheil
ist unzulaessig. -

Der Civilankläger ist jedoch berechtigt, seine Civil


ansprüche auch nachher noch vor den Civilgerichten
geltend zu machen.
- Art. 343.
Dem oeffentlichen Ankläger ist es im Falle des vorher
gehenden Art. 342 vorbehalten, die Anklage von Amts
wegen zu übernehmen, entweder gleich in derselben,
oder in einer spaeteren dazu anzuberaumenden Sitzung.
Auch ist derselbe berechtigt, wenn es nothwendig er
scheint, vor der Audienz ein schriftliches Vorverahren
einzuleiten.
V. Contra .ictorisches Verfahren.
Art. 344
Sind die Partheien und Zeugen erschienen, so wird
zur contradictorischen Verhandlung geschritten.
Es werden die Protokolle verlesen, die sonstigen Be
weise vorgelegt, die Zeugen und Beschuldigten verion
men. Hierauf trägt der Anklaeger seine Anklage, der Ci
vilklaeger seine Klage, und der Beschuldigte seine Ver
theidigung vor. Dann erfolgt das Urtheil.
- Art. 345.
Ueher das Verfahren in der Audienz (Art. 76 – 88),
namentlich über die Vereidigung, Vernehmung und Re
cusationen der Zeugen (1 12 – 133), über die Verneh
mung des Besehuldigten (Art. 1 1 ). und über den Beweis
überhaupt (Art. 92 – 134) gelten die allgemeinen Be
stiminungen. -

Desgleichen soll nach Vorschrift der Art. 79, 8o und


88. der Gerichtsschreiber über die ganzeoeffentlich münd
liche Verhandlung ein Protokoll abfassen, in welchem
der Inhalt der Anklage und Klage, der Aussagen der Zen
gen und Beschuldigten kurz zu notiren, und das Ganze
gehoerig zu unterschreiben ist.
Y/. Urtheil.
2 Art. 346. - - -

Wird der Beschuldigte verurtheilt oder freigesprochen,


SD- 17o S
ger« róre xxrà rob; Yevxod; ögguod; ö rép räv ééëov
(ägbp. 82-86), Ti; &Troöógeog, rº; &nueögeo; xx röv ro) -
ruxöv &tratrasov.
Td zöró troarrerx xxi örav Trost; Ärsöeybº uèv, öé»
vx öé xox&quo;, xx xxr «örñ» tiv regig«Gwäro)ösrat ö
xxrº Yogoöw.svog, «ai, Yevouévrg arjoeco:, éxôiôera. ««r& rö äß
6pov 86 Äröpagt; Trée röv TroXtrxöv &tratrjoscov. -

- Äpp. 347. »

E&v tagsgán &ewñ Feä; & är).0öv Traiaua, rö Axagº


gov röv IIraquaroèvöw äropaivera äxurö vaggöôov, «ai
ávaréure th» örábsow ei; róváeuöôov trapà ro; IIgoroö
xx; Eig«YYs)éx. »/

Äphp. 348.
E&v röttraigua &v wa: rpogmxóvro; äroôeôerYuévov, öé
varat ö Eignvoôixm; v& ôxräé. tiv Trapaarxor» vélov ätro
ösiscov.
Ägbo. 349.
Ei; rv Góvray xx rx ärore)éauxra ris ärop&gso, xa
6ëo; xx eiç tºv trapaxar&saw räv éYYpäpo», épzpuòovrat T&
év ro; ägbºot; 81, 84 xx 88-91 évyévat épouév«.
Z'. A 2 X e | f | g . g ri; év rot : A . . a g'm pio t; e ü r « x .
Äphe. 35o.

Oi év r äxpo«typico aug.6aivovre; 6ög96o, èxy pégoo an


usix Traiauxro; # Tr) muus) u.xro;, ß26atoÖvrat aovorrzög
Trapaypua, köx&owrx, xx Trepi rcÜrov ärópagt; Extexe
rx Tapeubüç. * - -

Karà rà X2Fä «suéowrx r& #v ro; ächoo 181 xai


182 optquév«.
H. Ex ré Xs . . .
3/

Ägbp. 351.
Iläga xxraôxxçx ärópao;, &v xx ésöó6m xar ätor
xiv äYoYºv, Ts).scióxo; xarxçäg«, äxreXetrat, ärtus).six Toö.
'Agovóuov, Amu pyou j Amu x8/xoÖ IIapéðgov ró &é ToXtrxöv
«ürf; uégo;, 6; Ev raig TroXtrexxi; öixa, értueAsia ToG TroXt
TxoS &aôixgv.
ÄD 171 Ss
so ist dann nach den allgemeinen Bestimmungen (Art.
82 – 86) über den Kostenpunkt, über die Restitution,
Confiscation und die Civilansprüche zu erkennen.
Dasselbe gilt dann, wenn die That zwar erwiesen ist,
aber keine strafbare Handlung vorliegt. Auch in diesem
Falle ist der Beschuldigte freizusprechen und auf Begeh
ren nach Art. 86 über die Civilansprüche zu erkennen.
- Art. 347.
Liegt eineschwerere That, als eine blosse Polizeiübertre
tung vor, so hat sich das Polizeigericht für incompe
tent zu erklaeren, und die Sache an den zuständigen
Staatsprocurator zu verweisen. F
Art. 348.
Ist die Polizeiübertretung nicht gehoerig erwiesen,
so kann der Friedensrichter die Beibringung neuer Be
weise verordnen.
Art. 349.
Ueber die Abfassung und Wirkungen eines Urtheiles,
so wie über die Deponirung der Acten gelten die all
gemeinen Bestimmungen der Art. 81, 84, und 88–91.
VII. Gerichtspolizei. -

Art. 35o. -

In der Audienz vorgefallene Ruhestoerungen sind,


wenn sie die Merkmale einer Polizeiübertretung oder
eines Vergehens an sich tragen, auf der Stelle summa
ºrisch zu constatiren, abzuurtheilen und das Urtheil
sogleich zu vollziehen. -

Im übrigen gelten die Bestimmungen des Art. 181


und 182.
/III. Wollzug. - -

Art. 351. «.

Jedes Strafurtheil, auch wenn es auf Privatanklage


erlassen wurde, ist, wenn es rechtskraeftig geworden,
auf Betreiben des Polizeicommissaers, des Adjuncten
oder Bürgermeisters zu vollziehen, der civilrechtliche
Theil aber, wie in Civilsachen, auf Betreiben der
Givilparthei.
SP 172 es.
G. Evêtka p | q «.
á. Ev 7» - .
Ägp. 352.
'Exrº: rf: ävxxor: (#gbo. 337-341) öráFXet «ai töévès
xov uésov r7: péoso: xx ri; ävagégéo;.
6. Eps a . .
Äbg. Z53.
H épso; arYogeirat róre uövov äävxxreyvéaßn:
1. IIovi xºx ſassg“
Apx/uöv xx éré«ewa.
2. IIpoquav öéxx -

E; träaav äY) v treginroow äropaivera vexx)Äro; r8


Axxg vov röv ilraouxroôxÖv.
Ägbo. 354.
f #pest: 3ävarx v& Joh Tag? ro5 xxrx Kxxchévroe, ra? to
Ärovóuov, roS Ampägyou hyngagyxoS (Izgéögou, évyée Trag&
Travré; &aôxco (Ägg. 331 xz 357), Fgogér öe xai örö roö
Tag? ro; MXmzuexeodixx: Eoxyye)éto;, éx» oöro; öèv Ärov
ôtéôxo;.
Äpp. 355.
H Tsg kaso; «irma; Yisrat rapºrſ Texauxrs roſ E
Fºodoso, évrö; Trévts Fºsºv Äró ri; &nuoatsvaso; ri; ätro
pxas(ag.
IIspi r; «iraso; rarm; xx. Tsp röv öyov rñ: péoso:
dovrágasrat éxbsg; ÖTroYPapoué»m Tex9ärs roſ Toaºuaréto: xai
Texp& co Exxxxoèvroç, xxi, év oüro; öèvöóvar« và Ypx?, Eva
ºpépsrat ri, rooGrov Ev «Ör.
Msr& ri; éxbégeo; raörm. Trévre ö Tozuuxred; "roj Eipm
voöxso» «zi r& York ëYp2px ºrgö; röv rapà ro; nºtorodi
%.0L EiaxyyeXéx.
Aphp. 356.
Móvo; 5 EioxY/s)sd:, xx égov oüro; &év iro Tragöw ei: rw
- * / N / */ W WM . / ". M /
év r Expoarmpi auvéöpiagov, Yst rö öixaiou« vá Trapaöóoy,
Ae 173 s.
IX Rechtsmittel.
1. Im Allgemeinen.
Art. 352.
Ausser der Opposition (Art. 337–341)findet auch
noch das Rechtsmittel der Appellation und Cassation
Statt.

- 2) Appellation.
Art. 353.
Die Appellation ist nur dann zulaessig, wenn er
kannt worden ist: - *

1) eine Arreststrafe; -

2) eine Geldbusse von zehn und mehr Drachmen.


In jedem anderen Falle spricht das Polizeigericht
in erster und letzter Instanz. - -

Art. 354.
Die Appellation kann vom Verurtheilten, vom Po
lizeicommissaer, Adjunct oder Bürgermeister, über
haupt von jeder Parthei (Art. 331 und 357), und auch
vom Staatsprocurator am Zuchtpolizeigerichte in dem
Falle eingelegt werden, wenn er nicht Parthei gewe
Sen ist.
- Art. 355.
Die Appellationserklaerung hat binnen fünf Tagen
seit Publication des Urtheiles bei dem Friedensge
richtsschreiber zu geschehen.
Ueber diese Erklaerung und über die Gründe der
Appellation wird ein Protokoll abgefasst, welches
ausser dem Gerichtsschreiber auch noch von dem AD
pellanten unterschrieben, und wenn derselbe ſ
schreiben kann, davon Erwaehnung gethan werden
IYlUISS. -

Mit diesem Protokoll hat der Friedensgerichtsschrei


berunverzüglich auch die übrigen Acten an den Staats
Procurator am Bezirksgerichte einzusenden. -

Art. 356.
Nur der Staatsprocurator hat, insofern derselbe in
der Audienz nicht zugegen war, das Recht binnen
SD- 174 S.
Evrö: rptáxowrx äuscÖv ärè rñ: &ºuogsügel»: ric ätrop&ceto,
Tàv äxx\maiv rou ei; röv Tgautº.xréa ros Axagmpiou röv ID nu
teXetoôxov.
Öbey ö'Agovágo;, ä\x0; Trag& ro; IIraauxroôixa; &npé
go: xxryºgo;, treété và öFoExXx xxrä trävav ä6šováša si;
röv tragà ro; IIgoroSixx: Eiaxyyé)é« güvor» röv xxra räv
re).euraiav ä6öoux3x éxôoheadov Äropastov röv IIratauxro
êxöv.

Agg. 357.
H #xxºnat; & so vara Foö ö Axxgiotov töy II) nupéXeo
öxov xa ys ävaFéXXouga» ôüvaut». - -

H xXtrsua: röv xarxôxag6évrov, roö öéto «zrºyópou,


To5 To).rxÖ; Eváyovro: x2 rêr u«grügtov, Yivsrat Etrus).six
roö Trap& ro; IIgoroôixa: Eig«YYé).éo; xata Tob; §v ro;
äge" 162 xx 163 ögau.évoo: türoog, kai erpéset rä; Sv
ro.: co. 379-382, 4o3 x» 4o4 wapsoué z; auvereiz.
o "ga. xxrf) 0:0; ôé» «Atréjetzt, o)X 6 Eig«YYé) sº:
Txpº may avrov,
Agbº. 358.
H auºrmat; ägyst«,ärxYYéXXovro; évº: röv Axxgöv éxis
av Smyuávrºv ix rêv #/Yoºpov.
Oi uáprupé; öévéZerºovrat zu örav ö Eigxfexsü: Ä r;
röv öxôixtov tö trag ósv avaywówkovrat xx Xap6ävova.
ür Zev v. rſ äxpoarmeito ai röv agruÖv xbégé & AA»,
öxôxxaix eva äxugo;.
Esrxadévrov töv u«grügov xx tro6xneigöv röv Xoxo»
äroôeistov, äosüst rgêrov ö #xxxxÖv, «zi ösürsgow ä karx
roö ö rooo Yvez # #xx.xma, , ätrov roºro eira (Äg. 25),
é érirpaTö; rou. -

3/
Eav ö Eaxye)sd; öév vx aörd; oüro; ôtäôxo;, äYoges
»

soYaro; Tzvrov.
Karx tà Xoºr& Yvsrat # auftrat, «a & öco.at rx ägbox
363-4o8.
Y. a»zess:
Aßbe. 359
ixago; röv 8x8xo» (ägbo, 357) étropivo: «x é Egayys
Se 175 E
dreisig Tagen seit Publication des Urtheiles seine Ap
pellation zu erklaeren, und zwar bei dem Gerichts
schreiber des Zuchtpolizeigerichtes
Daher soll der Polizeicommissaer oder sonstige oef
fentliche Anklager am Polizeigerichte dem Staatspro
curator alle acht Tage eine Uebersicht über die in den
letzten acht Tagen abgeurtheilten Polizeiurtheile vor
legen. -

Art. 357.
Die Appellation geht an das Zuchtpolizeigericht
und ist suspensiv.
Die Ä der Verurtheilten, Privatanklager
und Zeugen geschieht auf Betreiben des Staatsprocu
rators in der in Art. 162 und 163 bestimmten Form
und mit den in Art. 379 – 382, 4o5 und 404 an
gegebenen Wirkungen. -

Der oeffentliche Anklaeger soll nicht vorgeladen,


vielmehr durch den Staatsprocurator selbst vertreten
werden. -

- - - Art. 558.
Die Verhandlung beginnt mit dem Berichte eines
Richters aus den Acten. -

Zeugen werden erst dann vernommen, wenn es der


Staatsprocurator oder eine der Partheien begehrt.
Daher sollen die Zeugenprotokolle, bei Strafe der
Nichtigkeit des Verfahrens, in der Audienz verlesen
und berücksichtiget werden.
Sind die Zeugen vernommen und die übrigen Be
weise vorgelegt worden, so hat dann der Appellant
und nach ihm der Appellat, oder, wo es gestattet ist
(Art. 25), dessen Bevollmaechtigter, das Wort. -

War der Staatsprocurator nicht selbst Parthei, so


ist ihm ganz zuletzt das Wort zu gestatten.
Im übrigen wird verhandelt nach den Bestimmun
gen der Art. 363 – 4o8.
3) Cassation. -

Art. 359. - - -

Jede Parthei (Art. 357), also auch der Staatsprocu


Ae 176 Es
Aeg ée tö &xxioux vx Trooap yy rgd; ävxiosovº kxtà trºisie
äropx7eco;, Ex3oßeiam: é7rt rtraguxr ävºxx ró: Trapà roö t
xaFmpiºv rö Ilex auxroôx v h II) pus Astoôxäv, ivrd; Trevºrs
Äussſov äno F. .«ööosto; a Fi; ró a rö öxaioux évri ric
aörſ; trobeala ys xx ö rgärſ Apsip Iläyp Ei «YYs)s;.
Apºp. 36o.
f, iayuos Trpó ävxips stv XóYo stopoövvrat uávo oi éi::
1. Tö ävapuó Kov xarà rd ä6gov 3 3.
2 H u. Tooo wovox Güvbeat; roS Axxarmpiou xarà rd
äe 33o: -

3 H vario» räv v ro; ä.600; 77 xai 78 Zararayué


vov rap«XYpsira örunot rm; r; &aôxxoix -

4. flapáčas rêvéri row äxugörmto: dars«Ypévov regt


rºv 3x3x27ia» töttov'
5. Hé» r karxèxxorzi äropárs Yevouéºn TrapáMeth:
r: raoabégeo; roS ävºxovro. äggov roS IIowxos Nóuovº
6. Pau) h; épunve« i éaa) vºm Epx?p.oYi roS IIowxoſ
Négºv. - - -

IIäox XXn Trapyxºva i räv &ayypauuévtov r; &tx&uxx


gix: rrov äúvaa vá rpoxy wºvov » t Goveögläos röv
* avauxro㺻 , vºx« piasids, Tzpa tº Axagree tº
Ilaygue) sèxÖv.
App. 36. -

Htregi vagé so: «irma; Yverx traox riſ Toauux7st rot


A««Fngov röv Iraauxro3xöv, röv II wgge stoôx ov, , éxv
é rapx ré Ageia Ilye Eis«Yye)sd: Exaus yºfsov roö ö & ros
äghpou 359 ôtépévov si: «ürèv öxxtógxro;, Trapà rö Tau
uars roö Ape ou IláYou «xrà röv «örv türov xx6öv xxt .
Tsp péas»; air":: xat réutret« warx röv «Öröv rgótrow rpo
vöv rapà r Apsie näyp Eis«YysXé« (äebe. 355).
A6p. 362.
H riv trºp ävatpéas»; «irraw äpopöax o.Ärma: Yivera
xarà roö; rüttoo: rod; &a roy Ägeo» IIáYov Trpogätogoſévous
fäpbe. 476 x. iF).
* 177 S.
rator, hat das Recht Cassation gegen ein in letzter Hn
stanz vom Polizei - oder vom Zuchtpolizeigerichte ge
sprochenes polizeiliches Urtheil zu ergreifen, und zwar
binnen fünf Tagen von Publication des Urthei es.
Dasselbe Recht hat der Generalprocurator beim
Cassationsgerichte binnen der clben Frist.
Art. 36o.

Als gültiger Cassationsgrund ist zu betrachten, nur:


1) Incompetenz nach Art. 33,
2) nicht gehoerige Besetzung des Gerichtes nach
Art. 33o,
3) Mangel der Oeffentlichkeit des Verfahrens gegen
die Bestimmungen des Art. 77 und 78. -

4) Verletzung einer bei Strafe der Nichtigkeit vor


geschriebenen Form des Verfahrens;
5) unterlassene Anführung des Strafgesetzes im
Strafurtheile;
6) falche Auslegung oder falsche Anwendung des
Strafgesetzes. - -

Jede andere Abweichung von den vorgeschriebenen


Formen des Verfahrens kann nur in der Sitzung des Po
lizeigerichtes selbst, oder auf Appel vor dem Zuchtpo
lizeigerichte geltend gemacht werden.
Art. 361.

Die Cassationserklaerung hat statt beim Gerichtsschrei


ber desPolizei-Zuchtpolizei- oder, wenn der General
procurator am Cassationsgerichte von dem im Art. 359
gegebenen Rechte Gebrauch gemacht hat, des Cassa
tionsgerichtes in derselben Form. wie die Appellations
erklaerung, und ist auf gleiche Weise an den Generl
Procurator am Cassationsgerichte einzusenden. (Art355)
Art. 362.

Ueber das Cassationsgesuch wird in den beim Cas


sationsgerichte vorgeschriebenen Formen verhandelt
(Ar.t_476 ff.).
I2
Se 173 EL
KEdbAAAION AEYTEPON.
Ataôxxoia v riſ äxpoarmgi» röv II muus)eto3xóv.
Ä. zóv be a ro G Axxg mp ou.
Ä69. 563.
Atà v& #xy xGoo; ärópas; ärarreirat trapouaix Trévre
Axa.oröv, auuTsp)au,6avouévtov roö. re IIgoéôpou xai roö Ava
xproö, ögg xarà rñv Trepigaow raürmv ouvsópást érom; xai
nopops.
At& va #xy Zé xÜpo: Gurrmag, evat Exrö: toérov ävxy
xxia xai trapougia roö EioxyysXéto: xai roG Toautº.xréog.

B'. Axa tóu «r « » «ixa 6 x ovra.


º. Toö II poé & p ov.
1. Ev Yéve .
Ägp. 364.
O IIgóságo;, ó; Toogäu.evo; roG Axag ºpiou, &te,ß vet rñv
ö) mv &aôxagiav, ôiôet si; Tod; ßou X ou. évou g . Yoos öe tv tiv
éri roéro äôetav, éeräst rod; uáprupx; xai roö; xarmyopov
uévou:, xxi ömuogsüet är réXov: tiv ätröpxor».
Äg. 365.
“o IIgóségo: öpei\s v. «arx64)Xy trägx» otto „Fiv rpö; &va
xá\ow ri; äArbeix; ers xxrà ers träg roö karmyopouuévoo,
staystoóuevo Trpč; roS-0 öxx rx Trapà roS EazyysXéo; ?
roS xxrmyopovuéyou tro06xXXóusvx uéox avyypóvo; Ypst»ge và
ärgêörr öxx; r&; rgotágst:, arºvs, u. Zuváusvat và Trapa
YºYou» xºvév XöYou &ov ärroréXsGux Troö; röv oxotröv ri; öi
xm;, eutropoöv uévov và ärégo» ävopsxF Trapárasºv röv Go
mrasov.
Ä» öé ö Trporeivov &èv eöyxg76, Äropagiet ró Axxarſ
ſtow.
2. Q; Trºö riv & tx«g tx?v Äg uvou «v.
Ägbp. 366.
Kabixov roſ IIoné3ooo eiva Footér xx &aysiotat: rſ:
º» rº ax90xrrgo sorxx. Karà roGro éYst ra ôxatóuar« TOF
Ae 179 sº
ZWEITES CAPITEL.
Audienz bei Zuchtpolizeigerichten.
I. Gerichtsbesetzung.
Art. 363.
Zur Gültigkeit des Urtheiles gehoert die Gegenwart
von fünf Richtern, den Präsidenten und Untersuchungs
richter, welcher dabei ebenfalls Sitz und Stimme hat,
mit einbegriffen. -

Zur Gültigkeit der Verhandlung ist ausserdem noch


die Anwesenheit eines Staatsprocurators und Gerichts
schreibers nothwendig.
II. Rechte und Obliegenheiten.
1) Des Praesidenten.
a) im Allgemeinen.
Art. 364.
Der Präsident hat als Vorstand des Gerichtes das
ganze Verfahren zu leiten; denjenigen, welche dabei
zu sprechen wünschen, das Wort zu ertheilen; die
Zeuen und Beschuldigten zu vernehmen, und am
Ende das Urtheil zu publiciren.
Art. 365.
Der Vorstand ist verpflichtet, alle seine Bemühungen
auf die Enthüllung der Wahrheit sowohl zum Nach
theil als zum Voetheil der Beschuldigten zu richten,
und zu diesem Ende von allen durch den Staatsprocu
rator oder den Beschuldigten beantragten Mitteln Ge
brauch zu machen. Ä hat derselbe alle Anträge
zurückzuweisen, welche nur eine unnütze Verlaengerung
der Verhandlungen zur Folge haben koennten, ohne dass
davon ein für den Zweck des Verfahrens erspriessliches
Ereigniss erwartet werden dürfte.
Beruhigt sich der Ansteller dabei nicht, so hat das
Gericht zu entscheiden.
b) hinsichtlich der Gerichtspolizei.
Art. 366.
Dem Praesidenten liegt auch die Handhabung der Po
lizei in der Audienz ob. In dieser Beziehung stehen ihm
die Rechte eines Untersuchungsrichters nach Art. 181,
12“
S- 18o S
Avaxpros warà rä äobox 181, 182 xai 189, xxi ävapépet r&
Yevögeva s. rx Trºx«rt«z r; Gove oxseto,.
Ägbo. 367.
E&» ºr roö bog 60, F rñ; ävrorásso: aupéöat «a ä\\x
"rtvz é. vrx Yxpaxrfa Tr:xiauxro; j TrAmpus Aſtaro;, ßs6xt
oövrz Trapayºux auorrºſo, Exóxaovra, a éxrsaera
v 3 /

Yevous m trow km atropagt.


Ä6p. 568.
Ex» rö iv r äxpoxrnpip Troxybèv pépy "uefa xxxoupyi
z:0, 6:6avoö.at u.ev «üré, Föé Trspi rou:ov exbs 7 xx ö Tºpä
ög; auX)au,6xvera expayoux, Trapx&iôovrx ei; rêv rapä
tº &Pºoóp Axxarneip röv IIgoroôxov EgayYeaéx.
Aphp. 369.
T& #v ré trgoryovuév9 ä-ge 6:3u.éva Tošrrovrat xai érav,
öxpxovan: ri avrºsso, ôtsysºb ört i2 x2 & rovo; uev röv
ux rügto. Ö. sº o .x v o; xx: ä «Xoo je ösquévov äv6-ÖToo
ó; Tr).«gopapo» (äpp. 3 2 1) äx» «arà rx n» rºv tritt roao»
h «vox öx 3 x7x troérº vz vx6km) , ö/ roGro Zagrä «t
év Ysvs. Är ri» vxyxn» röv u. zg 26» Ä ro" éYYeapo", Trépi
"rºs ör ix; «p.vs ro II vxèv Axag gov. *

Äpp. 37o.
Ex» ö «i-to: roö 602 500 To A «nyºgo;. Kºmro, i ä00; iv
rº z«poxrngito äxrsX vºrgóax xx6 «ovrx, öóvarx ö roto Fos,
xxxx ró do«oövrº Axxºmgito, Ex:0; ró» évrº ä„99 365
x. T. ivzveouévov Trorvöv, vá ör,6xºr sigér xxi ei, Treog
Kapow Tra-aw rñ; örnsäix; évö; uéYº; 8 unvöv.

6. To G Trapà roT: IIpor oö ix« : Eig «YYs Aéo;.


Ägbo. 371.
“O Tap roº: IIgoroôxxt: Ei3ayye)ed: Trapeuploxsrat á&a-
Asirro; si; Tav Er roö 4xpoxrngio 323xxgia», ei:ayyé Ast
iv aÖr rñv öruo.aixv xar"Yopixv, xauvet ra; Tred: Ötarrtar»
rº vo...» «2 xaxi«zw toº agoros ri; «armyoga, «ai
IS. 181 SF

182 und 189 zu, und von dem Geschehenen hat der
selbe im Sitzungsprotocolle Erwaehnung zu thun.
Art. 367. -

War die Stoerung der Ruhe oder die Widersetzlich


keit noch mit anderen Thathandlungen begleitet,
welche die Merkmale einer Polizeiübertretung oder
eines Vergehens an sich tragen, so sind«dieselben auf
der Stelle summarisch zu constatiren. abzuurtheilen und
das gefällte Urtheil sogleich zu vollziehen.
Art. 368.
Wenn die in der Audienz begangene That die Merk
male eines Verbrechens an sich traegt, so soll dieselbe
zwar constatirt, sodann aber das Protocoll mit dem
auf der Stelle zu verhaftenden Thaeter dem zustaendigen
Staatsprocurator überliefert werden.
Art. 369.
Was im vorigen Artikel bestimmt worden ist, gilt
auch dann, wenn im Laufe der Verhandlung ein Zeu
# des falschen Zeugnisses, oder eine bestimmte Person
er Urkundenverfaelchung (Art. 32 1) verdächtig ist. Ob
in diesem Falle des Hauptstrafverfahren ausgesetzt
werden solle oder nicht, dies laengt im Ganzen, nach dem
Ermessen des Srafgerichtes, von der Nothwendigkeit des
Zeugen oder der Urkunde ab.
- Art. 37o.
War der Ruhestoerer ein Anwalt, Gerichtsbote oder ein
anderes in der Sitzung functionirendes Individuum, so
kann dasselbe nach dem Ermessen des Gerichtes ausser
den in Art. 355 ff. erwaehnten Strafen, auch noch von
ein bis sechs Monate suspendiert werden.
2) Rechte und Verbindlichkeiten des Staatsprocurators.
Art. 371.
Der Staatsprocurator hat dem Audienzverfahren un
ausgesetzt beizuwohnen, im Verlaufe desselben die oef
fentliche Anklage vorzubringen, die zur Aufreshthaltung
der Gesetze und zur Erfüllung des Zweckes der Anklage
noethig erachteten Antraege, namentlich auch auf An
ÄS- 182 SF
iëo: rpd: ipapuoyiv rñ; vouiuov Trorvi; ävxyxxia; Trporáoste,
xxi Trapeupioxsrat siç tºr» ärrayYeXiav ri: äropáost».

Ägbp. 372.
Tö AxaFiptov röv II)auue AstoöxÖv 3xoxérrera ka äro
pxcie Trep öxtov röy Trè roö trag. «ür Eioxyys).éco; YYpá
pos; iYYspiouévoy % ei; #xhsgºw xxray optquévoy «irjasov.
Ätroëx begö öé röv «irasov, oöre hauvéex r; iv ré.
Äxpoxrnpip &aôxxoix; &axórrera , oüre h ärópao: «xi
öruogie st: «ürñ; äva6áXAsrat uéve
- W. A t.
- /öé trävrore rö öuxaio
A. A 2.

u« rñ. us tä tiv är«YYexiav ri; äropágsto; troö; ävxigsaw


TrFoopvYi.
W. T. Äp ( oö . 6 t m ;.
Äpºp. 373.
Ö)a rà xxr äussow «Xiav H x Trapatrour: eisaybér«
ei: 8xmv Tr) muué) u.arx xai Traiaux:a ütäYovra sº: rtv äp
uôvºrra tö Axaçngiov röv II.AmpusXetoöxÖv, 3xxovro:
a & vexxairo;. -

E&v Trpät; pégy Gmueix xxxoupYºuaroç, ävatréursrat si;


rd AxxFiptov röv KaxougYvoôxºv.
A. Fva 6 : rig & Tri roÖ äxpo« r mp ov & xy .
Ägbg. 374.
Ägyou.évr; rñ: our rasco, o re xaryogoöpevo xai oi avvº
Yogo avröv, oi iôtörat xxryogot oi ºváyovre: , xxi oi toi
rov äyr Airrope: hérirporo (ägg. 25) Ö; xai oix.xmreu
bivre; uáerups, xara)au,6ävoov rä; ei; «Örod; Trooö.toptauv«:
éöpx;.
Öso röw xxrºyopovuévov eögiaxovra v pvXaxi, Taigavrat
äveu áXöostov, pvXartóuevo ár)ög.
Ägsp. 375.
“O IIgöeögo: Sporä röv xartyopoéuevov Trégi roöövóuxro:
xx roö ärovºpourov, regt tic Axia, rñ: 6praxsix;, roÖ Ye
vshio róttou, röv Yovéov, rig räso;, roſ érrmöeüuxro; xat
tä; xaroxia: rou, xai röv traçayyéXXet vá trpooéx? eig rivxa
rºyopia» xai riv Trepi «ürñg auºrnow.
Ägg. 376.
“O IIpósöpo: Sv6uuiet äxroç roërou rod; Guy"Yópov: ört
-
S- 183 SF
wendung der gesetzlichen Strafe zu stellen, und der Ver
kündung des Urtheiles beizuwohnen.
Art. 372.
Das Zuchtpolizeigericht hat alle von dem Staatsprocu
rator schriftlich übergebenen oder zu Protocoll gestell
ten Requisitionen in Berathung zu ziehen, und darüber
zu erkennen.
Es darf jedoch im Falle der Abweisung weder die Fort
setzung des Audienzverfahrens unterbrochen, noch die
Aburtheilung und Publication des Urtheiles aufgescho
ben werden, vorbehaltlich des Rechtes des Cassations
begehrens nach gesprochenem Urtheile.
III. Zustaendigkeit.
Art. 373.
Alle auf unmittelbare Vorladung oder durch ein Ver
weisungsurtheil vor Gericht gebrachten Vergehen und
Polizeiübertretungen sind von der Competenz des Zucht
polizeigerichtes, und zwar in erster und letzter Instanz.
Wenn die That Merkmale eines Verbrechens an sich
trägt, ist die Verweisung vor das Assisengericht auszu
sprechen.
IY. Eraeffnung der Audienz.
Art. 374.
Bei dem Beginnen der Verhandlung haben die Be
schuldigten und deren Vertheidiger, dann die Privatan
kläger oder Kläger und deren Rechtsbeistaende oder Ver
treter (Art. 25), ferner die vorgerufenen Zeugen die den
selben bestimmten Sitze einzunehmen.
Verhaftete Beschuldigte erscheinen frei von Fesseln
und sind bloss zu bewachen.
Art. 375.
Der Gerichtsvorstand hat den Beschuldigten um sei
nen Vor- und Zunamen, Alter, Religion, Geburtsort,
Aeltern, Stand, Gewerbe und Wohnort zu befragen, und
denselben zur Aufmerksamkeit auf die Anklage und die
Verhandlung darüber aufzufordern.
Art. 376.
Der Vorstand hat ferner die Vertheidiger zu erinnern,
#G 184 ES
xgeood» vä uſ yooir ávréavºv ei: rºv auvelºrab rev
xa ei; rö rpö rög vouous êpet)öuevov oé6a: xa va pu\ärro
ot rn» Troooººousav xoa"tärmra xai “srevórnr« röv ixpässtov.
Äphp. 377.
Erovévos ärrayyiXºst & Egayye\ed: rºv évvotav rç xory
Yoiz; ué auvorrxiv axpiéstav. xai éY/stpietsie töv Ipéeëgo»
ºrdvxa:äAoyov röv »Owtsubév «ov uafruttov, orve, kaXovvat.
rórs «ar övou« rafä roù KXyro;.
E. E :« : 1: «es fe».
Äcbp. 378.
«OIIpósôpo; rpooôopie rv rx5w x«6 v. rpétret và 5era
oßëaw oixarà l'égo: u.äptupe, «ai va ü ro6x76öow ai Aotat
äro3e Zeg.
“O «örög rpooye true)ó; Öge &à r; rpoo&oga6 goué
gap.mvc6 a. karà rö öuwaröv tà rspi riv tä
vºr: rä5-co; vg
Evxai öa rä rivxarryooia» h tiv ürspaaraw ävo:övra
repgarxà, và 3xo e Saab träax aſyXuz: «xivà rpoxiº Esfaix
éri 6agiptov äroôesov ägyptYuéyn Terrora; Tee röv öxa
abmoosvov rpastov.
Äpp. 379.
K)yreubévro: uägrupó: rwo; xai ui äupav 6évro, rd Axa
Fipov Zövatat, Tporeivavro; roö EigayyeXto: Proö xx: my pou
uévou, Söopäev éZeräc6 soért ö rgêro; u2pru, vä &va2axy
tiv our rmstv ti: xaryºpa; ei: ügépav Trva ouvsöpi«ow.
Ägbp. 38o.
Ärºpagaßeism: r; v«60X:, rö Axxxiptov xxrx3xáet röv
tº ºupavabévra uáorvox ei: rrv nºmpouñv 6\ov rövéx r”:
ßaaôurro; Yevop.evtov éZööov xxi öatárret rivôtà 3xaçux :
ßia: rposaytoyiv, av oüro; öévéðxxoXöynge riv uj upºv
siy rou & Yxaigou ön\égso; ka äroösiso: vogigay A0Yov.
S- 185 «SF

dass sie verpflichtet sind, nichts was dem Gewissen und


der den Gesetzen gebührenden Achtung widerstreitet,
zu sagen, und in ihren Vorträgen die geziemende Schick
liclkeit und Mässigung der Ausdrücke zu beobachten.
Art. 37.
Hieraufträgt der Staatsprocurator den Inhalt der An
klage in bündiger Kürze vor, und übergibt dem Ge
rictsvorstand die Liste der vorgeladenen Zeugen, wel
che sodann durch den Gerichtsboten mit Namen aufge
rufen werden.
Y. Zeugenverhaer.
Art. 378.
Die Ordnung, in welcher die einzelnen Zeugen ver
nommen, und die sonstigen Beweisstücke vorgelegt wer
den sollen, hat der Vorstand zu bestimmen.
Derselbe wird dabei sein Augenmerk dahin richten,
dass durch die zu bestimmende Ordnung die möglichste
Aufhellung des Thatbestandes und aller einzelnen, auf
die Anschuldigung oder Vertheidigung bezüglicher That
umstände bewirkt, jede Verwirrung beseitiget, und eine
klare auf gründlichen Beweis gestützte Ueberzeugung in
Ansehung der zu beurtheilenden Thatsachen erzielt werde,
Art. 379.
Wenn ein Zeuge auf die ergangene Vorladung nicht
erschienen ist, so kann das Gericht auf den Antrag des
Staatsprocurators oder des Beschuldigten, so lange noch
nicht die Vernehmung des ersten Zeugen statt gefunden
hat, die Verhandlung der Anklage bis zu einer spaeteren
Sitzung vertagen.
Art. 38o.
Wird die Vertagung beschlossen, so hat das Gericht
den ausgebliebenen Zeugen, in sofern derselbe nicht sein
Ä durch die rechtzeitige Anzeige und Nach
weisung gesetzlicher Entschuldigungsgründe gerecht
fertigt hat, in sämmtliche durch die Verzoegerung ver
ursachten Kosten zu verurtheilen, und die Vorführung
durch Gerichtszwang zu verlügen. -
ÄS- I86 SE
Ägbp. 38I.

Karà räoav Trepirroovy xx ä» # #vaßo) höèv vexpi6m


xxrà rö ägſgow 38o, xxraôxáer« tragà roö Axaçnpiou röv
IIAmpueXetoôxöv ó é ärrebsia; vºm äupavabei; º.äoru, wov
obévro; xai roö Eig«YYs)éo;, ei; Yomuarxiv trovi» öéxx ué
Ypt &axogitov Apayuſov, «ai ei: rv t) poujv röy #x rh; uh
éupaviosó; rou trpoševnbévrov 56öov rñ; &aôxacia;.
Ei; riv «öriv Trorviv xaraôxerx xx ö uxpro;, öart; ävev.
vouiuou airia; ägveirat rv uaprugia» i riv ópxoôogia», étt-,
puXxrrouévm; xai ri; Trepatrégo xxra36so; vötto» roö
IIowxoö Axarºgiou, Say éyws trag«6xa; roö äggov 267 toſ
IIowtxoö Nóuou.
Aóvarat jrposér rö Axagiptov röv IIxºppe\etoôxóv vá.
Trpoo«YäY öà r; ßia; röv äro)tróuevo».
Äpp. 382.
Eav öxaraôxxgbei: u.äpru; é«ausv ävaxorh» xx Zuvßm
v& &xxoxoyjoy rºv trporépay roo u. äupávar» kora täé» rſ
ägbg» 196 6ptquéya, ró Axagºgtow räv. IMºup.) soôx«w,
äxodoav xai röv Eioayye)é«, ävatpéret tiv xat«öxxarxiv.
/

atropactv.
Ägbº. 383.

IIgiv ägyioy ééragt: röv uxprópov, ö IIpóeôpo: šrtr&rret


roö. ucprvox; và ätro/opſcoav ei; rö ö aötoö. Trapeoxeux
auévov öopérow, «a, ä» xpb äv«Yxaio", "rºbi Trapà roö
Eiaayye).éoç, rpö xaryopovuévou # roG Guvnyópov «üroſ, ôta
tärre rä trpó: ärpuyiv ä6euirov évreisto; Trpóopopa reſu
Aax:xà uérpa. -

Äp66. 384.
SO IIgóeô90; xaXet rob; u.ägrupx; äv& éva xx rob; öpxet
&& 6om:.
Ai év r rgoavaxploet Xmphetaxt taprucia Zév ävaywóoxov
ra vr äxpoxrºgio zrd: röv s» ro; ägbºot: 1 16, 20,
124 xai 129 ävapepouévoy Treptºrrócelov.
A IG- 187 «S

Art. 381.
L In jedem Falle, sogar wenn die Vertagung nach Art.
38o nicht bewilligt worden, ist der ungehorsam ausge
bliebene Zeuge nach Vernehmung des Staatsprocurators
von dem Zuchtpolizeigerichte in eine Geldstrafe von o
bis 2oo Drachmen und in die durch sein Ausbleiben ver
ursachten Kosten des Verfahrens zu verurtheilen.
Desgleichen der Zeuge, welcher ohne rechtlichen
Grund die Ablegung des Zeugnisses oder die Leistung
des Eides verweigern sollte, vorbehaltlich der weiteren
strafgerichtlichen Einschreitung bei Zuwiderhandlungen
gegen den Art. 267 des Strafgesetzbuches.
Auch kann das Zuchtpolizeigericht den Ausgebliebe
nen mit Gewalt vorführen lassen.
Art. 582.

Macht der verurtheilte Zeuge in der in Art. 335 be


stimmten Zeit und Form Opposition und vermag dersel
be sodann sein früheres Ausbleiben nach den Bestim
mungen des Art. 196 gehörig zu rechtfertigen, so hat
das Zuchtpolizeigericht nach Vernehmung des Staatspro
curators, die Verurtheilung wieder aufzuheben.
Art. 383.

Ehe das Zeugenverhoer beginnt, hat der Vorstand


die Zeugen in das für sie bereitete Zimmer abtreten
zu lassen, und, wenn es für noethig erachtet, oder vom
Staatsprocurator, Beschuldigten oder dessen Verthei
diger Ä wird, die zur Verhütung unzulässiger
Verabredungen geeigneten Vorsichtsmassregeln anzu
ordnen. -

Art. 384.
Die Zeugen sind einzeln vorzurufen, und mündlich
durch den Vorstand zu vernehmen.
Die Vorlesung der im Vorverfahren aufgenommenen
Zeugenaussagen findet in der Audienz nicht statt, mit
Ausnahme der in Art. 1 16, 12o, 124 und 129 genann
ten Faelle.
ÄS- 188 S.
Ägbo. 385. -

Oi uáprupec &èv trpéret và ëaxórrºovrat ei: r&g u«pruoia:


rov, oöös avyytopeirat si: «ürob va xxºvovv atočaito; Trapa
tmetaet; si: ra; 4xprupia: tov. - -

Kara träaxy uaprugia» éporä ö Ilpóeôpo: d» xaryopoüue


vovi röv auw.yopó» rou av #xouvrt v& Trafarmfroovy vá
ütrouvjoovy xar aörig.
App. 386 :
“Oxorm Yopoéu.eve: xa ö auviſyopó: rou Yoov rö öxxioga:
1. Nz 2trzyye Atos xxra roö uaprupo aüroſ ixa:à föv
Papruptöv rau Trav 5,rt &üvarat v& pion äxp6égepov rö &#tó
Trigov xürov xai auv:sivst Trpö ö repxotroiv rou'
2. Nx ärroreivoxtv är eSßsa; Trºö; töw tägrupa ö)ag räg
Trpö; röv oxorov ävxyxxx: épa rigst;.
Äcße. 387.
Éäv warà rºv regirroaw roö rgoryouuévou ägbpºv äußpt
ob ö 4äpru: rpooap6äor» ei: «üröv rpxst: uhövvá ex:
vá aroöst)6ögt Trap Ypfwa, xar«öxxera & # oyoç, xxr «irm
otv roö u.xprupo; Äroö FioxYYs).éo; #xai é, étayYéXuaro,
ei: xpárnow u.ä. Pºyſ: öxtè - egöw, «a, av vat Äön ei:
puMaxiv, ei: «öorpo:épav xpatrotv.
H rapà roS Axxormpiou xxrayvahelax trotr Exre Astrx.
Trapaypfux érus)eix roö Eiczysée» , -tpvXarrouévm; xxi
ºrf; TréparépoxaraôtéZeto: tpc: pau" h» i. «ara ö"
IIow.xóv Nóºo» , röv Zuxxgxöv Ö Yav346vºn 6xmréa; ruxóv.
Trotvg.
Ä6p. 388.
“O IIpóségo; yet tö 8xxioua xai tv üroypéogºv vä ärra
Tjay äró röv u.ägrupa ö)a; rä; &tagapnoe: raç öroix; Poove.
ävayxaix: xx öps)iuou; troö; Epervx» «a öxgå mao» ris axy
6eia;.
Tó «örè &xxioux youvé Eis«YysXsb;, oi Axagra , ö
iôtérº; xaryopoç, «ai ö troXtrxÖ; váYov.
Ägbp. 389.
“O Ilpóeögo, ö EiaayyeXsd; xai oi Axaça &üvavrat, xarä
ze. 189 S.
Art. 385. \

Der Zeuge darf in seinen Aussagen nicht unterbro


chen werden. Auch ist nicht zu gestatten, dass die
Zeugen R. merkungen über ihre Aussagen wechseln.
Nach jeder Aussage hat der Vorstand den Beschul
digten oder dessen Verheidiger zu fragen, ob sie etwas
dagegen zu bemerken oder zu erinnern haben.
Art. 386.
Der Beschuldigte und dessen Wertheidiger sind be
rechtigt.
1) gegen den Zeugen selbst, und die von demselben
gemachen Aussagen Alles vorzutragen, was zur naehe
ren Bestimmung der Glaubwürdigkeit und zur Werthei
digung dienen kºnn;
2) an den Zeugen alle sachdienlich erachteten Fra
gen unmittelbar zu stellen.
Art. 387.
We den im Fille des vorigen Artikels Beleidigungen,
oder nicht augenblicklich zu erweisende Beschuldigun
gen gegen den Zeugen vorgebracht - so ist auf Antrg
des Zeugen oder des Staatsprocurators oder auch von
Amts wegen der Schuldige in Arrest von ein bis zu acht
Tagen, und wenn er sich schon in Haft befindet, in
geschaerften Arrest zu verurtheilen.
Die von dem Gerichte ausgesprochene Strafe ist auf
Betreiben des Staatsprocurators auf der Stelle zu voll
ziehen, vorbehaltlich der weiteren Einschreitung, hin
sichtlich der etwa sonst noch nach dem Strafgesetzbu
che oder der Gerichtsordnung verwirkten Strafe.
Art. 388.
Der Gerichtsvorstand ist berechtigt unſ verpflichtet,
von dem Zeugen alle Aufklaerungen zu fordern, welche
ihm zur Erforschung und Erlaeuterung der Wahrleit
nothwendig und nützlich zu seyn scheinen. Die elbe
Befugniss steht dem Staatsprocrator, den Richten,
den Privatanklaeger und Civilklaeger zu.
Art. 389.
Auch von den Beschuldigen koennen der Gerichts
SD 19o E.
mäaav xar&g«ow ri; Gumroso, vá mroöv xai äró rdvxar
Yopoéuevo" rä; ävayxxia; ävxxovóoet; Tréei röv airtºissov rov
regt öroix; MöYo» a röv YºYovórov, «ai vá äroteivovv är.
roürov porºſos: Trpö; «Üróv.
'o Störm: xxt yogo: «ai ö tro\trixö váytow öèv &óvavrat
v& xäuovº Trpö: roSro ät süßsix; Sporñgeg, äXX& wóvo» &äz
ToÜ Agoéögov.
Ä69. 39o.
kävoi yx2)oéuevot oi u.ägrups; er abmaay &n vºr
rºoavaxise rép voÖ zº Ärzstuvor, nä3 : Trpoox«XeT
rav rpogo v aöröw ei, rä; Traoxrmptbeiga; äguupovia; xx?
&vrtpáos;, xxi mts trägt roérov Stºxgapixet:.
IIpö; roSro ávayovágxorrat « röv Troxxrxöv ri; äv«xpi
aso; rx sº ró Trpoxsiusvov avxyóusvx Yºpix xxi éntöexyüow
tat si; «üroö;.
Äpbe. 391.
Eig rñv tregatrégo éZér«ow röv uxºrüpov épapuöovrat r&
év roi; ägbgot; 11o-132 bpouéva. -

Äpg. 392.
Éxago: uápru; ösuéve verä riv re\eioav ri; Seráoso:
uéy ot rod réXoo; röv aumrosov ei; rö Äxpoxvigov.
o IIpósópo; óu.tag éyét ró &aiºz, xar airmat» ros Eisay
YeXéco, roö xartyopougévou Ä rüÜ Guvnyópou rou i xai xüre
/ v / A «W * /

TrayYé\ro;, vx öxráč vá ärroyopſconi rwe; * ö\ot of 44gru


- %. v "A Y.

geg, «ai và ésragböaw Ex všov Ärot xxra göva: iri rapougia


äAXtov u«prügtov.
Exv ö IIgösôgo; &çäy vá exréXay rv «irraw, äropagist
Trégi roürov rö Axxgriptov.
G. ÄXX « : 4 troë si e ..
Ap60. 393.
Eyypapa äröexrxà ävaywéaxovva z« öroßáx)ovrat, ºb
-. »/ 2. % * W

xa träg« äAm äróöst, ei; röv xxrºyopoöuevov Ja và rä


19 / A v »?“ - 2 -

awayvopioy h vá ènym.6 Tsp aöröv.


Re 191 E
vorstand, Staatsprocurator und Richter in jedem Mo
mente der Verhandlung, die aothwendig erachteten Er
klärungen über die vorkommenden Beschuldigungen,
Verdachtsgründe und Thatsachen verlangen, und zu
dem Ende Fragen an denselben stellen.
Der Privatanklaeger und Civilklaeger dürfen zu die
sem Ende an den Beschuldigten keine unmittelbaren
Fragen richten, sondern haben darum den Vorstand zu
ersuchen. -

Art. 39o. -

Sind Beschuldigte oder Zeugen schon im Vorverfah


ren über denselben Gegenstand vernommen worden, so
hat der Vorstand dieselben auf die wahrgenommenen
Abweichungen oder Widersprüche aufmerksam zu ma
chen, und darüber Erläuterung zu verlangen.
Zu diesem Ende dürfen aus den Untersuchungsproto
kollen die betreffenden Stellen vorgelesen und densel
ben vorgehalten werden.
Art. 391.
Ueder die weitere Vernehmung der Zeugen und Be
schuldigten gelten die Bestimmungen der Art. 1 1o–132.
Art. 392.
Jeder Zeuge hat nach beendigter Vernehmung bis
zum Schlusse der Verhandlungen in dem Sitzungsaale
zu verbeiben.
Dem Vorstande steht jedoch die Befugniss zu, auf
Antrag des Staatsprocurators, des Beschuldigten oder
seines Wertheidigers, oder auch von Amtswegen zu
verfügen, dass einzelne oder alle Zeugen wieder ent
fernt und aufs Neue entweder allein oder in Gegenwart
anderer Zeugen vernommen werden. Findet der Vor
stand Bedenken, dem Antrage stattzugeben, so hat
darüber das Gericht zu entscheiden.
WI. Andere Beaveise.
Art. 393.
Beweisurkunden sollen vorgelesen, und wie jedes
andere Beweisstück, dem Beschuldigten zur Anerken
Ae 192 S.
käy va vxyxxoy và ävay»opiam re röv papréotow rd #y-
Ä rñv äróöew, ö ngoeöpo; röexvje rzÜra ei; «üröv
ta vá émy 6.
Z'. TéX o; rñ: 3 x 3 xa a ia: kai ärópa 7 tg.
Ä60. 394.
negatoesn: rñ; trºpi riv äróZeuw Fºx3xxoix, xx xau
«bévre: roö xaryopoupévov, varriagovv, ö usw Eig»Yys) d;
rivxxryopixv, Zé troXtrxÖ: êvéyov rºr» 4yoyſ» roo, ärray
Yé\\ovre; -a ºx ri; Trei tiv ärôe Ev 32 Zoxga; arryp. va
xai trod, Örog ist» r; xa my.pix; xxi äYoYi; revovra tropi
ouxra, xxi étayovv r&; «irige; rov.
Merx raÖr« ärera Äro)oyia roſ Syxx)ovuivov # roS
avvm/ópou tou. -

Eav & ö Eaayyexed: ö trotrixG: évyov 6 xy v3 ärav


vºr, ovyytopeitz roöro ei: «ütév, éye öuto: rörs öxarryogo
.evo: xx ö ouvryopó, rov rö 3 xxioux v& xYogeög' « vév.
IIsotrégo» vºrruêt; &èv o-YYop-Trat, ÄXA outrag
waöst z &ayvéaxsrat i ärºpagt.
Äg6p. 395.
Ai ärop get: Yvovrat && rº: rpov röv t) etévov x« träv
"rore p'G ró Axzgipvv äxoösº trgêrov röv Eaxyy)éa xxi
W » yº W. 9 / N,

Ä A

roö. v ro; üpópot; 394 xxi 4o ävapspoe.évou: Zua


htxLUS.

Ägbo. 396.
IIpörow yivera mpopopix regt röv äE7; troé) uárov: à»
& armYopouevo: v«t ävoyo; toö rangp.) uxTo; * ö aÖrop
Yd: j ö; auvairo: &v jvat évoyo; roG reteX-ouévou Tr\ruus) -
(aro: º r; ärroreiga; «öroS Xt).
Örav )ivera rpopopig regt rêv rapà roſ IIgoöpa v ré
2uu6ou)ito tro62Xouévov nºrmuárow, öpsiaet ë.aço &xa7.:
wº Xy, voy o; % äóo «.
T; "popopix: raürm; Yivera uveia iv r éxhéos.
*D 193 S.
nung oder Erklaerung vorgelegt werden. Ist die An
erkennung durch einen Zeugen nothwendig. so hat
de: Vorstand diesen die Urkunde oder das Beweisstück
zur Erklaerung vorzulegen. -

/ 11. Schlussverfahren und Urtheil.


Art. 394.
Nach Beendigung des Beweisverfahrens und der
Vernehmung des Beschuldigten hat der Saatsprocura
tor die Anklage, der Civilkaeger aber seine Cvilklage
zu entwickeln, die zu deren Bgründung aus dem Be
weisverfahren hervorgegngenen Ergebnisse vorzu
tragen, und hiernach seine Antraege zu stellen.
Hierauf folgt die Wertheidigung des Beschuldigten
oder seines Wertheidigers
Will der Staatsprocurator oder Civilklaeger repliciren,
so ist dieses zu gestalten, es sieht aber in diesem Falle
dem Beschuldigten und seinem Vertheidiger das Recht
zu, noch einmal das Wort zu nehmen.
Eine weitere Eroerterung ist nicht zu gestatten, viel
mehr die Verhandlung zu schliessen, und zur Findung
des Urtheils zu schreiten.
Art. 395.
Die Urtheile sind nach Mehrheit der Stimmen, und
immer erst nach Vernehmung des Staatsprocurators
und saemmtlicher in Art. 394 und 4o 1 genannter Par
theien zu faellen.
Art. 396.
Zuerst ist über die Fragen abzustimmen, ob der
Beschuldigte des Vergehens als Urheber oder als Theil
nehmer oder Gehülfe, ob des vollendeten Vergehens
oder des Versuches u. s. w. schuldig sey.
Bei der Abstimmung über die vom Praesidenten in
der Rathskammer zu setzenden Fragen, hat jeder Rich
ter immer nur mit: schuldig oder: nicht schul
dig zu votiren. " -

Ueber diese Abstimmung ist im Protokoll Erwaeh


nung zu thun.
13
*D 194 S.
sº 397
H &aywogber« ärópagt; troëre vá tregtéyy xarà ré äg6gov
92 ra; airia: «x va 3nuoate era v. rp äxpoarmpio: ax
öxac6évro; öé roG Yx«Novuévou, Yveta duégo; uerz rxörx
xarä tñv «ürñv övveôoixgºv quirms: «arà rx év ro; äp
beo: 449 xai 45o bpvggsv« Tsg r; épacuogéa; Torvig
“O EaxYYeaed; «auvet Trpčöro; ra; Trporágs; rou, us ö 35
varat öxar Yopo: ö Gornyopö; rou và ävxpépou» rä; Trapan
pfge: «« air sei; roy, Xai “srä raÖrx ärz/YéXXerx h äró
p&ot;. Ägbp. 398.

Kai ai botorºxxi «ürx äropas; ärrayyéYovrx ävorsp


6éro: v. rg äxpoarmgip XX Exrex-Üvrat uöyov karx rx év ré
äpp» 542 Ögguiva.
Ache. 399.
Ileo rF; #v ä äxpoxrºpp tregatrégo &aôxxcria:, tregt ri:
ätroösiso;, Trep ti; ötx/vóosto; xx auvráZso: röv ÄTop
osov, Trep röv SéZov, r; tre3óoso:, r; ônusésso, r; Tra
paxxtxbégo; xx zuxx so: röv é/Yožpto», épxoudovrat r&
év o; äg'go; 76-134, 345, 346, 348 xxi 349 öag.év«.
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H. II a peu. T in ro» rz m rig. « r«.


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Ö)... . . »z- rºv v. r. änzrºele öx3xxaixv rpoxóxv
rs: & ga Yuo xx x aöró6. Yevóuevxt us rä auvoTrixmv Tor
tº » Tporáss; ÄFopxaiowrx. Fx3x/gºux örtö roS AxxTºpioo
Tuºv IIArgusAstoöxév Äro. öggxÖ: %, ex» ruy» zirpó; -oº
ro &vxyxxx & toös -; öevötz/o», uévoy Tºo3x2 gxo;.
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“O 86rm: ««rºyogo; #yst rx «örà 3xxtóuxrxxx r&; «ör&;


öroypeógst; da, wº ö Eazyys)sö; warä & #bpa 365, 371,
372 37, 379 581-383, 392. 394. 397 xxi 4oo.
IIgiv ö...»: é.000? cropxot; Trép ött»rxi: rtvo; xxtmYo
Ze 195 S.
Art. 397.
Das gefundene Urtheil soll nach Art. 92 die Motive
enthalten, in der Audienz publicirt, und im Falle der
Verurtheilung unmittelbar nachher noch in derselben
Sitzung zur Verhandlung über die anzuwendende Strafe
nach Vorschrift des Art. 449 und 45o geschritten wer
den. >

Der Staatsprocurator hat zuerst seine Antraege zu


machen; darauf kann der Verurthelte oder dessen
Wertheidiger seine Bemerkungen und Anträge vortragen,
worauf das Strafurtheil gefällt wird.
Art. 398.
Auch Freisprechungsurheile sind unverzüglich in
der Audienz zu verkünden, allein nur nach den Be
stimmungen des Art. 542 zu vollziehen.
Art. 399,
Ueber das weitere Verfahren in der Audienz, über
den Beweiss. über die Findung und Abfassung der
Urtheile, über den Kostenpunkt, Restitution, Confis
cation, über die Deponirung und Bewahrung der Ac
ten u. s. w. gelten die Bestimmungen der Art. 76--134,
345, 346, 348 und 349. -

VIII. Incidentpunkte.
Art. 4 o.
Alle waehrend der Verhandlung in der Audienz ent
standenen Anstaende und gestellte Antraege sind nach
vorhergegangener summarischer Verhandlung von dem
Zuchtpolizeigerichte auf der Stelle zu entscheiden, ent
weder definitiv, oder, wenn es insbesondere an dem
noethigen Beweise fehlen sollte, bloss interlocutorisch.
IX. Rechte und Obliegenheiten des Privatanklaegers.
Art. 4o I.
Der Privatanklaeger hat dieselben Rechte und Ver
bindlichkeiten, wie der Staatsprocurror nach Art. 365,
371, 372, 377, 379, 381-383, 392, 394, 397 und 4oo.
Ehe jedoch auf eine Privatanklage ein Urtheil ge
I3*
Me 196 &#
gia, porära # Yvéun röö Eig«YYexio; örèg roö vóuov.
f. Atxa 6 u.a ta xai x x 6 ſxov r« ro G TroA xö
év & Yovre;.
Ägbo. 4o2.
Kx 5 TorrºxG: ºv4yov #ye rx 8x röv äcßgov 365, 372,
379 383 39» xx 4oo ei; röv Eig«YYeXé« ávarsbetuév« ö
xatt».ara xx. xx6mxov rx.

IÄ. Eſ & x m.
Ägbo. 4o3.
F&v 5 xxtryo2ouevo: xXmreubei: &èv évepavithm oüre «öro
Trao76Tro: oürs xxr& rñv Trsai rrºoav roö äg6pov 25 S är
ºrgötto « röv 3xry 2», 3xzer« »a war«öx&srat oüro:
ºrium» #x . «Xhat. Eyvs xarx od; vouiuov: 7órroug.
Forum; örm; ri: dixn, äropagie :a. vr 2ör äropaet
- troëZ; xx n ?guo;sz Tow. «x rä ös à ä\\a Yivera m
popogix ka:é rä. v. rg äg 26 395 bztauva.
Ei; rev Trºgi tövégºu.mv Yevouévoy ärºpéosov auºrraw
x« rºv xxr 2öröv ävxxotrºv paßudovra rä év rei, p
boot; 336-341 öptau.éva.
Äpo. 4o4.
Ei; rñv p: Eupévaw roG iôtérou xxrnyóooo Proö roXrt
xÖ: SväYovro; paßudovra räév ro; ä6.0; 342 xa 343
éöptau.éva.
IB. Ex ré X so t .
Äpp. 4o5.
H Trorvtxº ärópxot: «« ävöévéeë66m xar iôtortcºv xarm
yociav ixrexeirat, äu« xxrxçaß re)saiôxog, értu.eXst« roſ
Eaa YYexico: , rd. 3é troXtrxov aöric uéso; #xrs)eirat, «xhè»;
xai ei; rä; TroArxx; 8xx, étrue).six roö troAtrixoJ öxöixov.
IT. Ava i p e 6 t g.
Ägp. 4o6.
kxrö; r; ävaxorf (äbe. 4o3 xxi 4o4) #yst «x & Foxºr
=> 197 Sº
sprochen wird, soll vorher der Staatsprocurator im In
teresse des Gesetzes vernommen werden.
X. Rechte und Obliegenheiten des Civilklaegers.
Art. 4o2.
Auch dem Civilklaeger stehen die im Art. 365, 372,
379, 383, 392 und 4oo dem Staatsprocurator einge
raeumten Rechte und Verbindlichkeiten zu.
XI. Contumacialverfahren.
Art. 4o 5.
Ist auf die geschehene Vorladung der Beschuldigte
weder in Person, noch im Falle des Art. 25 durch ei
ne bevollmaechtigten Anwalt erschienen, so soll, wenn
die Ladungsurkunde in gesetzlicher Form vorliegt, ge
gen denselben in contumaciam verfahren, und dersel
be in contum ciam verutheilt werden. -

Bei Contumaci.lurt heilen ist in demselben Urtheile


über die That und die anzuwendende Stafe zu erken
nen, im Uebrigen jedoch nach Vorschrift des Art. 395
abzustimmen. -

Hinsichtlich der Verhandlung und Opposition ge


gen das Contumacialurtheil gelten die Bestimmungen
der Art. 536–341.
Art. 404.
In Beziehung auf das Ausbleiben des Privatanklaegers
oder des Civilklegers gelten die Bestimmungen des Art.
342 und 343.
- XII. Tollzug.
Art. 4o5.
Das Strafurtheil soll, auch wenn es auf Privatan
klage erlassen worden ist, nach beschrittener Rechts
kaft auf Betreiben des Staatsprocurators, der civil
rechtliche Theil dagegen, wie in Civilsachen, auf Be
treiben der Civilparthei vollzogen werden.
XIII. Cassation.
Art. 406.
Ausser der Opposition At. 4o3 und 404) findet
B 198 Es
kö; éväyov xx? rö vôxow Tºpogér uégov rñg ävatgégso:.
H Trep vapéoso; «irmat; & varx v& Yevi Trap& Trávrov
röw iv ro; äggo; 357 xx 359 ävapspouévov Zwaöixov,
xarx räg #v ro; ägpo; 355 359 xx 361 bpauéva; &«zu
Tróºst: «zi trooſsauix: , traga tº Toxpuxrei roG Axaçngiov
vöv II musXeoôxovi roö Äpsiou II&You.
Ägho. 4o7.
H: "Yugo MöYo: rgd: waige 7w eva uávov:
1) H &vxpoôörz (äcbp. 373):
2 H uh richo: rö so rx: «X-jaet: rpo6sagtöv xxr&
rivépf um öxn» (Äphe. 163, 164,257, 295,299 xa 4o3)
3) M: rpooxovox Güvßsog roö Axagºgiou (äp68. 363):
4) Karxöi»Z: ## #T3%yéxxxro;, öro, wºvov xar éY«Xrav
&üvxra vá Yew za:2öio;
5) Mi öruogorº: ri Saôxxoix; (ägg. 77 xai 78)
6) H u. oxai: rvo; röv év rê äxpox ngig ser«oßévrov
# roö\äygo» xxra ö 360. 384 ür öo X.pbévro» xx xxrä.
rä äh-a 1 16, 121-124ögxgéov u»grügtov
) E&v Svavrov röv év ro; ägbgo; 13oxx 131 optqué
vo» öev öén ö rpoa fixtov &sgumved; si: rtvx xopov , äxaXov
# auYY2 vo; xop3).axov i ui sióñuovx rig EXXºvx; Y)éa
an, 3ór ué, öé» égxia6 öuto: rpogmxóvro; (ibp. 33)
8) E3v &év #366 xarà vóuo» zgóag; ei; röv Eisa YYs)éx,
et; röv iôtérºv xaryopov, Eg töv roXtrxög éváYovra, ei; röv
xarnyogoju vo» ? ei; röv avvöYogóv ro» (gbp. 394, 395
xxi 4o1)
9) IIap 6xo: rétrov rrvö: Tsp rh» &tx&xagixv étr Trorviſ
äxv-örmr; &ars rayuévou ä6p. 116, 120, 124, 129, 151
34oxx 4o3):
Io) Ilagº)ert; r; év tj ôxaçxi äropágst Trapabégeo:
toG ävºxovro; äpgou roö IIowxoſ Nóuov (äp6p. 81, 397
xa 399):
1 1 ) Eopa) uéym épx?uoYh i euöig épunvei« ToG IIotvtxoG
Nóuov.
SD- 199 E
auch für den Civilkläger nur noch das Rechtsmittel
der Cassation statt.
Cassation kann eingelegt werden von allen in Art.
357 und 359 genannten Partheien in der in Art. 355,
359 und 36 bestimmten Form und Fris bei dem
Gerichtsschreiber des Zuchtpolizeigerichtes oder des
Cassationsgerichtes.
Art. 4o7.
Als gültiger Cassationsgrund ist nur zu betrachten:
1) Incompetenz (Art, 373); &
2) Nichteinhaltung der Ladungstermine beim Con
tum:cialverfahren (Art. 163, 64, 257,290, 299 und
403);
3) nicht gehoerige Besetzung desGerichtes (Art 363);
4 Enscheung von Amtswegen in Faellen, in de
nen nur auf Beschwerde eingeschritten werden darf;
5) Mangel der Oeffentlichkeit des Verfahrens (Art.
7 und 78;
6) Nichtbeeidigung eines in der Audienz vernom
menen, oder wenigstens nach Art. 384 berücksichtig
ten, nach Art. 1 16, 1 2 1 – 124 zu beedigenden Zeu
en;
8 7) wenn gegen die Vorschrift des Art. 13o und 131
einem Tauben, Stummen, Tambstummen oder einem
der griechischen Sprache Unkundigen kein gehoeriger
Dollmetscher gegeben, oder der gegebene nicht gehoe
rig beeidigt worden ist (Art. 133);
8) wenn dem Staatsprocurator, Privatankläger, Ci
vilklaeger, Beschuldigten oder dessen Wertheidiger das
rechtliche Gehoer verweigert worden ist (Art. 394, 395
und 4o I);
9) Verletzung einer bei Strafe der Nichtigkeit vor
geschriebenen Form des Verfahrens (Art. 1 16, 12o, 124,
129, 131, 34o, Mo3);
o) Unterlassene Anführung des Strafgesetzes im Straf
urtheile (Art. 81 , 397 und 399);
1 1) falsche Anwendung oder Auslegung des Straf
gesetzes. -
ISD- 2oo SE

II&ax» #xºn» rap46x7w, räv 3xrerxygévtov r: 3x3xx


alx: rurtov è vx rx ö öxôxo: va usraxepo6 b; #3 xov
uéoov uávov xx -à rivér roö Axa: mpiou röv IIXmut.eXswoö
xóv auf:mav (oßp. 4oo).
Ä69. 4o3.
f hv valpeov popôaa 3x8xacia Yvsrat xarà tà v rº
äpºrtp 476 «. . . dpa/sva.
KEqPAAAION TPITON.

Ax3xxxia irri roS äxpczrmeiou röv Kaxcupy FºxÄr".


Ä. 2 v6e a . . roſ Atxa : n p ou róv Kaxov Yoëx öv
Äg69. 4o9.
E; rºv regtpostav ixÄrzoo Axxºrmpioo Epsröv avyxporei
rat z«: a raga pturvtav Axaarmprov KxxovßYoôxčºv.
H xosa; roöxavó0; toürov ivra:
1. Orzvös» 7:zpyou» guo T6: xpiow «armyopia
2. OT 7 v 0 20 vo; j ö Troö.»iov Fov Trpoxsué»tov x.atºm
Yootöv &T « : Extaxtov abve eiaar» të Kaxo»gyoôxčºvº
3. O: «» # exa r; x72 gso: i: Tespe a roö Axagºn
piou röv Ere: 6.v vat Avay«aia i güarao; xxi aXxou Axagºn
eio Kakov Yoôxo». " -

Äpº \41 o.
Tö At»«orſotov röv Kayouyvöxóv auvéeyerat et: rv xx
bé39xv A.«»o: rpou rtvo; IXmp u)sto3- ov, rpogóuoporo»
Trapx rF; KuZep»masco: && 3ruogiou ör\otrotz so: ««r airnow
t; er tr; Axavoovy; Toxuuxtax;.
Aö-arat öe Ku6ep yºt; &a Groušaiou: \öYou; và Trpog&o-
pia äXXov rórov abvsópässto: x« vá rov änMotors ön
togº
Äße. 41 1.
H géo«, x«6 v ägyera au»sôoiarç roö Ax«ºrmpiou röv
Kaxwpywoôtxév, Trpooöopterat Trapà rod Ilposópov röv Epstov
roö).xxarov régaapx; éßôouxôa: rpórspo», xai ör\otroteirat
ömuggio: xarà rév » Toi ägbo, 55 xa 36 toö öo.«çwoü
Öryavtsov dºes“.éov rörov.
S-2o1 Sº

Jede andere Abweichung von den vorgeschriebenen


Formen des Verfahrens kann nur waehrend der Ver
handlung vor dem Zuchtpolizeigerichte selbst geltend
gemacht werden (Art. 4 o).
Art. 4o8.
Das Verfahren in Cassationssº hen richtet sich nach
den Bestimmungen de Art. 476 ff.
IDR ITIFS - Ai"I FI„.
Audienz bei Asisengerichten.
I. Bituung der Assisengerichte.
Art. 4o).
In dem Bezirke eines jeden Appellationsgerichtes soll
von drei zu d ei Mºnaten ein Assisenze cht gehalten
w- den. -

Eine Ausnahme findet nur dann statt, wenn :


1) keine zu Ab rh um reite Anklagen vorliegen;
2) die Zh od. r Wehgkeit der vorliegenden An
klagen e ne ausserorleutliche Assl engerichtssitzung
erheischet;
5) wegen Ansd. hnnng des Bezirkes des Appellations
gerichtes die Niedersetzung eines zweiten Assisenge
richtes nothwendig ist.
Art. 41 o.
Das Assisengeiht hat sich an dem Size eines af
Antrag des Justizministeriums durch. oeſentliche Aus
schreibung von der Staatsregierung zu bestimmenden
Zu htpolizeigerichtes zu versammeln.
Aus wichtigen Gründen kann jedoch auch ein ande
r r Sitzungsort von der Staatsregierung bestimmt und
durch Oellentliche Ausschreibung bekannt gemacht
werden.
Art. 41 I.
Der Tag, an welchem die Sitzung des Assisengerich
tese oeffnet werden soll, ist von dem Praesidenten des
Appellationsgerichtes wenigstens 4 Wochen vorher fest
zusetzen, und auf die im Alt. 35 und 36 der Gerichts
ordnung bestimmte Weise oeffentlich bekanntzumachen
S-2o2 S.,
Ägbo. 4 I 2.
Karà rx Xorà govrber«rö Axagroov röv Fvóoxov xx?
töy Xovéôpt kx6' & piet ö öxxarxó; Ö-Yavoué.
ov
M. -. %. A- --

B'. A. « ö tx a gia 7 g 8 T mg év o; t 7 :
au vs & & 3 e to .
Ägbp. 413. / /
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A
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o «grºoyo: ro». znºve»
/ -
-

s: uaprupov reggera
ºrdv Yxx).0ögevov rest; roöAáyarov jué93; Tod r; ômgogixo
owsöpxaso; örö roö traga tot: Kaxogy.o3xx; Eta2%ys
- ". "A - - /

Xéco; Trapä ToÖ iôtórou xxrryópou ä roö troXtrxö; évayovro;,


éav Tragegräbnaay rooGrot. -

- Ärg. 4 14.
Evrö; r; «ürñ; trooſsagia; troéret vá èyyegierx ö
xaráxoYog oöro; ei; röv IIgósôpo» röv Kaxoogyvoöxſºv, xa avy
XPóvoç GruetoGra, éavoi uáprugs; ôé» setzarmaa» eigézt v
T Foxyaxige, ró d'évo; #x2Grou aöröv äroôe/braduevov.
T. 2 üv6 so t ; r oö Atxa grm p ou.
Äphp. 415.
Ax và / xÖpo: Gurma: zx h ärépxag, ärztsrat:
1. Atoôexxus)é; Evópxov Axxaroov
2. Axxorgtov Sovéôpov auYxsuevov #x Trévrs Axxoröv, Trs
pts/04.évou roö IIpoéôpov, éi é»ö; FiaxyysXéco; Epsrov, # #vo:
Trxg aöroö ö toxxraor«bévro; Eiaayye) sog Iporoô xÖ, xx évö;
Teauuxréo;.
Ägóp. 416.
Öar: «ark rx äg63x 247, 262 xx 268 avvsôixxas regt
"rig v6trov röv KxxoupYo3xöv Trapatrourig roG xxrmyopou
vévov, Zev &üvara và goveôption wäre b; IIgösópo: u.firs ö;
AxxFñ; ävrº rpó; éparxiv xpiaw ri: «öti: TrorvtxF; önobé
oso: Guyxpormbraouév» Axxormgip rüv Suvéðgov.
To «üró épaßudera xa ei; röv Avaxprºjv.
- - f

A. A x x 6 x r« x « . . «6 Äxov r« ro Ü II 9 oé & P ov.


Äphp. 417.
“O Ilösôpo: roö Ax«ormpiou röv Sowéöptov trgö r; Sväf
FS- 2o3 «Sé
Art. 4 I 2.
Die weitere Bildung des Geschwornengerichtes und
des Assisenhofes erfolgt nach den Bestimmungen der
Gerichtsordnung.
II. Verfahren vor Eroeffnung der Sitzung.
Art. 41 3.
Wenigstens drei Tage vor der oeffentlichen Sitzur
soll dem Angeklagten die Lste der vorgeladenen Zeu
gen von dem Generalprocurator, oder, wenn ein Pri
vatanklager oder Civilklaeger aufgetreten ist, von die
sem zugestellt werden -

Art. 41 4.
In derselben Frist soll dese Zeugenliste auch dem
Präsidenten des Assisengerichtes zugestellt, und zu
gleiche Zeit, in sofern die Zeugen im Vorve fahren
noch nicht vernommen worden sind, die d.rch.einen
jeden zu beweisende Thatsache kurz angegeben werden.
III. Gerichtsbesetzung.
Art. 4 15.
Zur Gültigkeit der Verhandlung und des Urth iles
gehoert:
1) Ein aus zwoelf Geschwornen bestehendes Ge
schwornengericht:
2) ein Assisenhof, bestehend aus fünf Richtern, den
Praesidenten mit eingeschlossen, ferner aus einem Ge
neralproeurator oder einem von ihm subsiuirten Staats
procurator, und aus einem Gerichtsschreiber.
Art. 4 16.
Wer nach Art. 247.262 und 268 an der Verweisung
des Beschuldigten vor das Assisengericht Antheil ge
nommen hat, kann nicht als Praesident oder Rath an
den zur endlichen Abºrtheilung derselben Strafsache
niedergesetzten Assisenhof einreten.
Dasselbe gilt von dem Untersuchungsrichter.
J/Y. Rechte und Obliegenheiten des Praesidenten.
- Art. 4 17.
Der Praesident des Assisenhofes hat vor Eroelinung
AS. 9o4 S.
Eso: röv auºrrasov #xys ix rñ; xXmporiôo:, «arà rä v
rº 3xaçxº ÖgYavs" besuéva, ta öóuara rêvévögxtov, xx?
ögxist aüroü;.
Karà rä Aorträ, xai iôito; &; Trpč: roö; 6opó6ov: «at räg
ävrçägst;, veßYoövra rä &ä roy ägbetov 363-369 öxrs
/

taYusva.
E. Axx 6 x r« x xi x «6 x ovr « roö rapà rot:
K« xovº Y oö x « : Eig «YY eXé (az.
Ägbo. 418.
“O tapà ros KakoogYvöixa: Eiaayye)sd: Erxygvºrvet troö.:
exg6i öxrºgnow röv raga roſ vóuov öarer«Yuévoy xxi
Möio; röv év ro; äpôpot: 45-8o roö öx«arxoö. ÖgyavauoG
detagévov, xabvro6xXXet, äux Traparmgrbeam: rapa6ässé:
rtvoç, trgotágst; Guu (6vou: ué röv vóuov, xx #xreXs é; Trpč:
Tiv zigsaw vöpxov rºvov rä #v r äxas rxp Ög Yavoup öta
Y92 uswa 3x2 6uxr«.
Karx rä äAxa rgärrovrat rä év ro: gbpo: 371 xa 372
32 stayuéva.
Tevouéy; örtort»Ä; xxtryepix;, ée ö iôtor kö; xxtºyoeog
r& Trºpä roö öxxorxoS Ögyavauo» (#960. 69, 71, 72, 74
xa 77) ei: röv Trapà tsi; Kaxovgytoöixa: EgaYYeAka Stóó
Pºeva duxatóuarx.
C. Äg u 0 S : 6 t n .. -

Ägp. 419.
Ei: rv ápro&örmrx roö Axxarmolov röv Suvéöpcov öräYow
ta avexx Anto; öxa tá xxxovºymulara.
Äpbp. 42o.
Tö AxaGrotow röv Evógxov äropagie tregt roſ ºrgayuart
xoS uépou, ri: «xtmyopia: , Trep öé ti: SpaßuoYıç roö ä6gou
toG Ilorvtxoſ Nópou ro Axxotipov röv Zuvéögtov xara r& Ev
Toi; ä6pot: 436-456 äx 6éotspov &ptau.év«.
Tö AxaGriptov röv Zuwéöpcov äropagiet rpooév »ai trºpi
ö\ov röv xxra rv Gurrmaw Trpoxurróvrov öorayuöv xai
Tapsutrttróvrov m:ruºrov xx öo: xxra tiv Treptoragºv röv
äggow 365, 367, 569, 37o, 372, 379-382, 387, 392
xx 400.
S. 2o5 SE:

der Verhandlungen nach Vorschrift der Gerichtsord


nung die Namen der Geschwornen aus der Urne zu
ziehen, und die Geschwornen zu beeidigen.
Im Uebrigen, insbesondere auch hinsichtlich der Ru
hestoerungen und Widersetzlichkeiten, gelten die Ver
fügungen der Art. 363–369
W. Rechte und Obliegenheiten des Generalpro
CLAY'allO/S. -

Art. 418.
Ber Generalprocurator hat bei Bildung des Ge
schwornengerichtes für die genaue Beobachtung der
gesetzlichen Vorschriften, insbesondere der Bestimmun
Ä des Art. 45–8o der Gerichtsordnung zu wachen,
ei wahrgenommenen Abweichungen die den Gesetzen,
entsprechenden Anraege sogleich zu stellen, und hin
sichtlich der Verwerfung einzelner Geschwornen die
in der Gerichtsordnung bezeichneten Rechte auszuüben.
lau Uebrigen gelten die Verfügungen des Art. 371
und 372.
Im Falle einer Privatanklage stehen auch dem Pri
vatanklaeger die dem Generalprocuratorin der Gerichts
ordnung Art. 69, 71, 72, 74 und 77 eingeraeumten
Rechte zu.
9. VI. Zustaendigkeit.
Art. 4 19.
Von der Zustaendigkeit der Assisengerichte sind alle
Verbrechen, und zwar in erster und letzter Instanz.
Art. 42o.
Das Geschwornengericht hat über den factischen Theil
der Anklage zu erkennen, über die Anwendung des
Stafgesetzes aber der Assisenhof, nach den naeheren
Bestammungen der Art. 436–456. -

Auch hat der Assisenhof alle waehrend der Verhand


lung entstandenen Anstaende und Incidentpuncte, ins
besondere auch im Falle der Art. 365, 367. 369, 37o,
372, 379-382, 387, 392 und 4oo zu entscheiden.
S-2o6 GT:
Ei; Xa; r&: Trag& roG Axxarºgiov röv SovéÄgov #x&&oué
va; äropässt; ºpzegºovrz rä év rº ä699 395 dpa.éva.
Äbg. 4. 1.
“O Track ro; Kaxoogy.0öxxt: Egayye Med; &év 36xe Ev6
- «. / % - A

trov roö Axzorn2oo rºov Suvéögov oöösuav äXXY» xxtryo


pix» suh ri» v : º Tep ri; Tag«touri;
- *) - % S N.
ßooXeluxr xxi é» / */ e

rº ZyxXºrg 9 YYPºpº 3a)au,6x»ouén» (äpp. 264 x. étr.).


Hé» aörſ #x stuévn Tä; -óxásrat oöôev irrov &v
xx Äe s» soxybi si; ré äxpoxrigov &; är\oöv Tºmuſ. Anga
j Traiaga.
? A -

Z'. A. « & x x 3 x é Tri roſ 4 x ? o «r 6 o v.


Äpp. 422.
Oi évogxo, äu» ºrgoa&ogtsböa 3ä roG ») igov sº öoxabÖ
at, xx6mvra révavt roö xaryopopuévov xxra tiv da r;
xx,26aso; rgoaôo aheax» rx5 v.
Ai éöga roy ei»z: Tooorxövro: Yogausvx ärö tä: röv
&2öxto» xx. uxprópov xx. ärö ro öx ro); 2002rä; Toogëtto
es sº ſ". / - v » r. 3/

Karx rä äXX« rpárrora r& #v to; ägbgot; 374-376


ópausva.
Ägbp. 423.
Eav ö Zyxxxop.evo: &av äyº esär auvºYopov. ö IIgósôgo,
xoi év të axpoxrip oö.n: r örrobsostoc, öope: Eva E ray
Yépx0;.
Erouévo: ö raga ro; K3xougyoôx7; Eiaayyé)sº: 36
r; xx Yopo: «xrx ta év t äJ29 377 &gt; uéva trzyyéXXe
rö Trspsyógsvov r; xxrºyoix; xx Trapaôöe röv xxräxcYo»
rov (.x ruſov.
Ägº. 424.
Merz raſra ávxyvögxs ö Tºxugarsd; Ysyovoz t po»
ºrd Trégt Traparout; 3oºº suux xx. rd ExXm: sovéYYoapov.
Toüro, Yevouéov, ö IIgeögo; oxrºvs ué au orrxrv äxpi
6stav T&; xxr aÖzoº Ysvog.éva; aircast: (chefs d'accusation)
xa darárrs rº» évaer» ri; our rigº;.
Se-2o7 Es
Bei allen von dem Assisenhofe zu faellenden Urtheilen
gelten die Verfügungen des Art. 395.
Art. 4 ? 1.
Der Generalprocurator darf vor dem Assisengerichte
keine andere Anklage verfolgen, als die in der Verwei
sungsordonnanz und in der Anklage.acte enthalten ist.
(Art. 264 ff.)
Wenn sich die darin enthaltene Thatsache aber in
der Audienz als ein blosses Vergehen oder gar als eine
blosse Polizeiübertreteng darstellt, so ist sie dennoch
abzuurtheilen.
VII. Verfahren avaehrend der Audienz.
Art. 422.
Sobald die Geschwornen durch das Loos bestimmt
und beeidig sind, haben dieselben in der durch die
Ziehung festgesetzten Ordnung den Angeklagten ge
genüber Platz zu nehmen.
Ihre Sitze sind von jenen der Partheien und Zeugen
und von dem für die Zuhoe er anzuweisenden Raum
gehoerig zu trennen.
Im I brigen gelten die Bestimmungen der Art.
374–37ö.
Art. 423.
Wenn der Angeklagte noch keinen Vertheidiger ha
ben sollte, so ist dem selben auch in der Audienz noch
ein solcher von dem Praesidenten von Amtswegen zu
ETI EIlIEN.

Dann regt der Generalprocurator oder Privatanklae


ger nach Vorschrift des Art. 377 den Inhalt der An
kage vor, und übergiebt die Zeugenliste.
Art. 42 4.
Hierauf hat der Geichsschreiber die Verweisungs
ordonnanz, und die Anklage.acte mit lauter Stimme
vorzulesen. -

Nachdem dieses geschehen ist, wird der Praesident


den Angeklagten über die Anschuldigu.gspuncte in
bündiger Kürze verstaendigen, und sofort die Verhand
lung eroeffnen.
S. 2o8 Es
Äphp 425.
nsº rF: Tearég» aurroso: ivspyoövra rä iv ro: Äg
00: 378-393 599-4o2 xx 4o4 ä. 7usva.
Tx & % # poº 388 xx 389 e; tob; Axaçz; öôóueva
öxx 6 3 a é/ov: «x oi a vego 2 oi voexot. -

H 22 m : . . . . u. s rz rot é Xo: ri ; Trepirºv tró3 s . . »


& a & « «a i « : u. # Y. f | r | 4 x T 0 : 3 v a s (o: r Cºv é vöſ x ov
Ägp 426.“
Te) stoßsirm; rº: rs v r ös;w 3x3xxaix:, v«Tréa
se, ö ué» traßx T i; Kaxove Yoot«zt; EisaYYsAsö, ö ö 6rm;
xºr Yopo; # 6 ro)tr. 6»: zvxyto» rav x2rmy gtxv. . Ös xx-myo
Poº4evo; % 6 auf Yopó, rou rmv atrix").av «x & ra év rp äp
6rp 594 &#ass
K3 örterou öé xxTºyopoSvro;, auYytoperat ei; röv trapá.
ro; Kxxou Yvoôxa; Esa/Yeaéx v« äY geöſ. »/
-

Ä-60 427. -

Käv, 3xrmpovuévtov röv * rº ägt» 394 äxp6ézepovögabév


rov, ö x« rºyo oup.evo; ös» #y“ và päpſ : rasov örréo äxuroS,
ö Ilsösópo: xmpörret rh» auf mºv reXettouévrºv, usra r«Gra W
évaxsp«Xavo iv gv-öst rivaumtmaw ka iôit»: ra; örêp «al
x« & roöx«rry goouévou aroôeist;, ävau.tuwirket Tod; Evög
xov; tä xx6 fxovra :ov xai r6mat rä. Änri“sra Trépi rov
örraiov uéÄXoov và öó79a ri» póv roy. »/

V º -
Äpp 428.
- 1.

Kä» Trapa ro; Kaxoogy«öxa: EioxYYs)ei, öôtérº: xar


Y00;, ö roAt: «ö; Svayev % ö «armYºpou.evo; % ö au» Yogó:
"rou kau.toot rsparmpnaiv rw« kara ri; Ehsaeto; 7övm nux
rov, ärop«ge Tree roörov rö Axxorpov röv 2oveôpov.
Ägbo. 4.-9.
Tó xéotov Ärga erarmeera s rºv v rä ir)öyp roG
èyxxºn riou YYoxpo Trporxor», «x repéyet rº» görra» ä» ö
xxTryopopu.evo; vat évoyo: t Ä; &ä ro ignuºvo, éYYpäpov
Trpooxtrog.évr; ei: «örö rg Zeco; öro rä; iv «ür ävapefo“-
% - A - /

va; Trézgovoga; Axpouvouga; Trézage.


Äg69. 43o.
Eäv iri ris Gurriaso; ävaayös karà roſ «arryoſovº
-
FD- 2o9 E
Art. 425. -

Hinsichtlich der weiteren Verhandlung gelten dieBe


stimmungen der Art. 378-394, 399, 4o2 und 4 o.
Die im Art. 388 und 389 den Richtern eingeraeumte
Befugniss steht auch den Assisengerichtsräthen und den
Geschwornen zu.
W 111. Verhandlung nach beendigtem Beweisverfah
ren bis zum Wahrspruch der Geschawornen.
Art. 426. -

Nach Beendigung des Beweisverfahrens hat dar Gene


ralprocurator, oder der Privatanklager, oder der Civil
klarger die Anklage, und der Angeklagte oder dessen
Wertheidger seine Wertheidigung zu entwickeln nach
Vorschrift des Art. 394.
Auch im Falle einer Privatanklage ist dem General
procurator das Wort zu gestatten.
- - Art. 427. -

Hat der Angeklagte unter Einhaltung der näheren Be


simmungeu des Art. 394 nichts mehr zu seiner Ver
theidigung vorzubringen, so erklaert der Praesident die
Eroerterung für geschlossen. -

Er hat hierauf die Verhandlung, insbesondere die


Beweise für und gegen den Angeklagten kurz zu resu
miren, sodann die Geschwornen an ihre Obliegenhei
ten zu erinnern, und die Fragen zu stellen, über welche
sie ihr Urtheil abzugeben haben.
Art. 428.
Wird von Seite des Generalprocurators, Privatanklä
gers, Civilklaegers, oder des Angeklagten, oder seines
Verheidigers gegen die Fragenstellung etwas erinnert,
so hat der Assisenhof darüber zu entscheiden.
Art. 429.
Die Hauptfrage ist auf den Schlussantrag in der An
klºgeacte zu gründen, und dahin zu stellen, ob der An
geklagte, der ihm daselbst angeschuldigten That unter
den dabei etwa angegebenen erschwerenden oder mil
dernden Umstaenden schuldig sey.
- Art. 43o.
Haben sich im Verlaufe der Eroerterung erschwer
14
G-2 Io &

sov réapöwovoa Treptoráoet;, äa» ö yx«Aoöuevo ávépsze


rspi éxvroö troxYuat«, rä öTroix xarx rä; darée: reü vó
uou You» intööoy ei; röv xxraxoYouöv x ei; riy irgêrom
etv ti; Trotvi, Yvovrat xai trepi rourou ióairsp« Emriſara.

Äpóp. 431.
Tä mrſparx ouvrbevrat iyypápo: «ai iyystpºovrat ei;
röv Ilgöespov röv évópxov perä to yxºrmpov xx Xcov röv
iyypapov, ix röv öroitov ö...» apoö.rat ai év rj rpoava
xcioet YYapto: Yavó“.evot ée tase; Laptºpw.véxrög tövév toi:
äppo; 1 16, 120, 124 xai 1-9 öaMa6avouév-v reg
TT (0680)V.

Tovogévov röv mrmu.ärov, ö II2ósôo: rév 2»éðgtov trooxa


Xe riv rpoooyiv röv Evópx»v e; -& ev rei; aggo; 441 x«t
458 ofbu. I 2 xx 13 dare:«Yuéva.
Äb. 432. -

Fxre6évrov röv mruärtov si: rod; Evéexou, äro/ºopei ö


xary goºgºo e ro zzo« gov.
Oi Evooxo ÖTräYoov e; rö ö aÖro); Trxp.saxevaausvov &o-
tº tov öá va &aºxe6öo.
Aev äroyopoög öe ixebev Trpö roö résu; ri; &asxésto.
Ägbp. 433
Axoxerrouévov röv Evögxtov, oöösi; eigépysrat ei; rö Trpč:
özoxst» sºgz o», ä X 6öe rov E6xtor; öºvara v&
é).07 s»eibe äveu zöeia; Foö Ax«Triov rêv Kaxou Yvöx-v.
Karx röv 2ö:ov x3 póv ärzYugeosta boaúo ei; roö;
'Evapzov: öTotaönTrors avaxoivogt; Tºpog FPirov rtvc.
IIgº; da rm rat rº: &tray geögeoç raürm. sig«rat pvXaxi
Trafa riv böſav to Trpč; ötaaxer» &olarov.
A-60. 434.
fvogxo ávrºßaivovre; ei: rñv ön spruávrºv Fayópeugwr
P.»goºvrat Trapa roÖ Axagm-iou röv Kaxov Yoöxtov uº Yen
tarxiv Trorviv 1o-2oo Aga/PÖv.
ÄX)ot öé trag« rob; vggau, traß«6aivovre; tiv rouajrmv
ärxyógsvarº, »abčo: x« % vöX2 6 GoYYtopöv rev Trapa6aav
raurmv, rt“.«-foov.at wé tº mov exoo reag«pov dpöv.
AG. 2 1 1 &

rende Umstaende gegen den Angeklagten ergeben, oder


hat derselbe Thatsachen für sich angeführt, die nach
gesetzlicher Vorschrift auf die Zurechnung oder Straf
zumessung von Einfluss sind, so sollen auch auf diese
besondere Fragen gestellt werden.
Art. 431.
Die Fragen sind schriftlich aufzusetzen und dem
Vorstand der Geschwornen mit der Anklageacte und
saemmtlichen Acten, von denen jedºch die in dem Vor
verfahren schriftlich aufgenommenen Zeugenverhoere,
mit Ausnahme der in den Art. 1 16, 12o, 124 und 29
vorgesehenen Fälle, vorher zu entfernen sind, zuzu
stellen.
Bei Zustellung der Fragen hat der Praesident des
Assisenhofes die Geschwornen auf die Verfügungen der
Art. 441 und 458 N° 12 und 3 aufmerksam zu machen.
Art. 432.
Sobald die Fragen den Geschwornen zugestellt sind,
wird der Angeklagte aus dem Sitzungssaale entfernt
Die Geschwornen begeben sich in das für sie bereitete
Zimmer, um dort in Berathschlagung zu treten.
Sie dürfen dasselbe vor beendigter Berathung nicht
verlassen.
Art. 433. -

Niemand darf waehrend der Dauer der Berathung in


das Berathungszimmer eintreten; kein Geschworner
darf aus demselben ohne Erlaubniss des Assisenpraesi
denten herausgehen.
Auch ist den Geschwornen waehrend dieser Zeit jedes
Benehmen mit Dritten untersagt.
Zur Handhabung dieses Vebotes ist an der Thüre
des Berathungszimmers eine Wache aufzustellen.
Art. 434.
Geschworne, welche dem eben erwaehnten Verbote
entgegenhandeln, sind von dem Assisenhole an Geld
von 1o bis 2oo Drachmen, Dritte aber, welche dasselbe
übertreten, dann die aufgestellte Wache, welche die Ueber
tretung zulässt, mit Arrest von 24 Stunden zu bestrafen.
14"
PD- 212 S.
Apép. 435.

E» r rpö ödoxew &ouxrio ö rgogäuevo: röv Evóoxow


éx6éret ëvórov travrov ei; «örod; eöxpovö: xxi «üro) sei r&
é;:

«Ör 6é\ouvßxoxvige südovsöóro: th» xxrºyopixv xx & &


» rñ; 6xacºvou raürm;, &#öYo; &é &' érusXoG; arabuissog rñ:
» éri trapouoix «Öröv Yevouévm; ömgogia; &aoxéso;, röv
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xxr «üriv éouoXoyſostov xxi roö Treptsyouévou töv x«butto
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6-6Xmpévoy ruyèv äXXov äroôeistov, 6éXoov gymparige kai
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Y) Y„sv« trpäYuarx xx Tsºgarxx, oöôéTore öé t& vóutu.«
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érore)éazarz 4x x, da ri; äropägelo; Strx/rºaouévx; ruyèv
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Y) TOtv0L, xal 0T, 8% TQU avavrtou , 7. teXavraix au r7 oxs:

20 avrºßxive e; ta évoxá rov kadºxevrx, xx6ór ö vóuo; öév


» érérossv ei: «Örod; tov rpogôopiapóv ri; Towä;, &XXà uá
» voy rºv Xügty toü Änrºuxro;, ä, ö xxrºyopoég.evo; vx évo
» Yo; ri; Toogatrouévy; eig «Öröv Tºxst»;, höY».
AvriruTroy rig öör Yix; raürm; royoxoXXär« si; rö öopä
rov riſ: öxoxésto.
Ägbp. 436.

9 fvogxo 3aaxérrovrat ºrgörov Tsp roö xopiou mr


AS 213 SE
Art. 435.
In dem Berathungszimmer hat der Vorstand der Ge
schwornen diesen vor allem deutlich und woertlich zu
eroeffnen:
«dass sie die Anklage und die darin als strafbar be
«zeichneten Thatsachen gewissenhaft zu prüfen, und
«durch diese Prüfung, vorzüglich aber durch eine
«sorgfaeltige Erwaegung der in ihrer Gegenwart ge
«pflogenen oeffentlichen Verhandlung und der dabei
« vernommenen Aussagen, dann des Inhalts der etwa
«vorgelegten sonstigen Beweisstücke ihre persoenliche
«Ueberzeugung zu bilden, und zu befestigen haben,
« dass das Gesetz über die Gründe, auf welche ihre
«Ueberzeugung sich stützt, keine Rechenschaft von
«ihnen fordert, jedoch ihnen zur heiligen Pflicht
« macht, bei der Feststellung dieser Ueberzeugung der
« Stimme ihres Gewissens, und der aus den Verhand
«lungen geschoepften unpartheiischen Ansicht über
«die Begründung der Anklage, die Wahrheit der That
«sachen, die Glaubwürdigkeit der Zeugen, und das
«Gewicht der Beweise zu Ä dass sie insbeson
«dere nicht aus dem Auge zu verlieren haben, wie
«ihre Berathschlagung sich nur auf die Anklage, und
«auf die derselben zu Grunde liegenden und mit ihr
«zusammenhaengenden Thatsachen und hatumstän
«de beziehen, niemals aber die rechtlichen Folgen
« und die durch ihren Ausspruch etwa herbeizufüh
« renden Strafen berücksichtigen dürfe, dass viel
« mehr eine solche Rücksichtsnahme ihre beschwor
«nen Pflichten verletzen würde, da das Gesetz sie
«nicht mit der Bestimmung der Strafe, sondern ein
«zig und allein mit der Entsheidung der Frage: ob
«der Angeklagte der angeschuldigten That schuldig
«sey, oder nicht, beauftragt habe.»
Ein Abdruck dieser Instruction soll in dem Berathungs
zimmer angeheftet werden.
Art. 436.
Die Geschwornen haben zuerst die Hauptfrage und
ISD- 214 «Sº

aro, Kai Ereira Tree röv trapeutrTr:övrtow ruyèv Kºrngärow.


Äoßp. 437.
Ö rpio räuºvº: röv fvögxtov auMéye regi ixárov röw n
rmuttov ta, ºpov: kx6 h» i:ayinoav rasa toö Ilpoéópou
Gstpav. -

H metopia au»irarat uóvov st; -iv ét: 3 ſ)toaw: Eàw &


v2. évºx0; ſ, si; aÖ:ö» Trooaatoºivm; trox
x« r7Yopoºl“.evo
st», höxr
Eav va évoyo; r; trºësto; «ar aör» # #xsiv.» ry re
paraaw, % öx. - -

Äg. 458.
Karà röv si; rè TpoºYou.evov äggov trpoa&optouévov rpó
rov Yvero ca. i «ara vé Pog atroºvt mot; TP0; éxagov Töov Ämrn
zarov, röv apopeóvtov & Tap& roÖ war Yopoupé»ou ávaps -
W W W - «A A %. /

tºva resrata, ta Fe. ro xataX"You.ev , iv int".étrºmow


TM, Trav7.
- Äpa. 430.
»arà roſ xaryopoupévou Tug.wyopix (verdict) ro3 Axa
ermoiou röov Evopxtov eutropei vá Yiv wävov ô ätzta toüXxygow
nov tro: révre.
Ägbe. 44o.
Kxraprobeitm: rF: ruumyopa, Erarpépoov ci voexot s; rö
expo«Tiptov xa kataXapóavo-v r&; öga tov.
Kata Trapayye)ix» roW Ipoéópou rêv 2 wéôpov, yeperat é
Trootatou eva; tdov Evöxtov, xxi éxpuovet .à arotéXssºa ?; sta
oxs-to, é. ei:
«Tutto: xa vauveröéro: ). a, 3r ärupyYopia röv Fvóp
» xtov eiva aü: »: Nxi ö «armyopoſuevo ei-x #oyo;, &; ixTexé
W - s- »/ t

» ga: th» rpä% v (ue rà & T x Treptºra:«a), i, OY ö xxtryo


* ovue»o: dev siyxt ä0/0; x: A. ».
Ä6p. 441.
f -uumyopix röv Ev/oxov rpärs vá va yypépto: ouwre
vºlksv. a. üroye feat.syn arro row reogätevov abrºw.
AD-2 I 5 &

dann die etwaigen Nebenfragen in Berathung zu neh


MEIN.

Art. 437.
Der Vorstand der Geschwornen wird die Abstimmun
über jede einzelne Frage nach der Reihenfolge, in wel
cher diese Fragen von dem Praesidenten aufgestellt wor
den sind, einholen.
Die Abstimmung soll lediglich in der Erklaerung be
stehen: -

«ob der Angeklagte der angeschuldigten Thoat shul


«dig sey, oder nicht; »
«ob er der That mit diesem oder jenem Umstande
«schuldig sey, oder nicht.»
Art. 438.
Auf die im vorigen Artikel bestimmte Weise sind auch
die einzelnen Fragen über die von dem Angeklagten an
geführten Thatumstaende, hinsichtlich der Zurechnung
oder Strafausmessung besonders zu beantwortcn.
Art. 439.
Der Wahrspruch des Geschwornengerichts kann ge
gen den Angeklagten nur mit einer Mehrheit von we
nigstens sieben Stimmen gebildet werden.
Art. 449. *

Nach Schoepfung des Wahrspruches werden die Ge


schwornen in den Verhandlungssaal zurückkehren und
ihre Sitze wieder einnehmen.
Auf die Aufforderung des Praesidenten, hat der Vor
stand der Geschwornen sich zu erheben, und das Er
gebniss der Berathungin folgender Weise auszusprechen:
«auf Ehre und Gewissen, die Erklaerung der Ge
«schwornen ist diese: Ja, der Angeklagte ist schul
«dig, die That begangen zu haben, (mit diesen oder
«jenen Thatumstaenden begangen zu haben; oder:
«Nein, der Angeklagte ist nicht sehuldig u. sw.»
Art. 44 I.
Der Wahrspruch der Geschwornen muss schriftlich
abgefasst und von dem Vorstande der Geschwornen un
terzeichnet seyn.
ÄCD- 2 16 SE
Aürm, éâv öxxrmyopoüusvo: xmeu) 6 ävoyoç, 3-6atöve, örz
ÜTägys i xxrä ró äpfgov 459 tratoupévm Tr)ewovormpia, Yo
g; öuo; và p2vspów Toré röv äpbºdy räv Ötreß i xxrä mpo
/

Poproxvrov.

Hérvumyopia ävaywóoxera. Er rapovaix röv Evöpxtov, kai


rapaö ösrat ei: röv Hposópov rºy 2 wéöeov.
Aphp. 442.
H ruuryopix röv Evópxov, Trapaôodega ei; röv mgósögow,
üro)9äºrz Tapárs «üroöxxi Trapá roG Toapparé».
Ä60. 443.
Karà ri: irupyYoaix; röv 'Evóxov &èv örtágyst äxxo vêt
7 » V . . "

xov uégov, sp. z ºvatpeot;.

F&v é xxryogo aºvo: xmpuy67 -oyo: , xa ö)o oi zºségo


vxt óuopóvo; TreTretouévot, ör érug.ryopix TrooñAbev sº 2r
"rº;, éyst ro Atxagico» rö. Suvéôpov td Ä v& áva6c)p
tv ätayyeXia» ri; tropzoso, xai vá Trapatré.' riv x«rm
opixv Tpo; StraveXmºuévyv guirmaweig rºv rpoos)f ovvs
Ä oö Axx7msiv röv Evögxtov, ei; ró öttoiov 7öre öév
eiaéXerx oüôei; rêv guveögxsävrov re trgêrov.
Msrä ri» éroumyopia» roö ösurépov Axaormpio» röv Eé
xtov, är«YYs Mera . äröpxo, äveo Treparépº va6oXi, «ai
&v roÖro bexs» étravaXx6st rºv éroumyopiav roö trórou.

Ägg. 445.
Äpoſ &trag ägyaº j Sºéragt; roS xaryopoupévou xxi hév
të zx-o-Trip to AxxTºpiou röv Suvéöptov aufirma. Saxo
) vho v. ä.eu SaxoTr: xai áveu #oßey GoYxowcovia, uéYP T
ärxYYeXa ri; äruynyoia.
O IIgósôpo: roö Axxarmgiou röv 2ovéôpov &èv eip Tropei vºx
&ax, - tv stagv roö xxtmyopovºvou xai riv Guitar»,
ettº vövov xara va rgo, ävaujv röv Axasröv, töy Evde
SED 2 17 EE
Derselbe hat, wenn der Angeklagte dadurch schul
dig erklaert wird, das Daseyn der nach Art. 439 erfor
derlichen Mehrheit zu bestaetigen, ohne jedoch jemals
die Zahl der Stimmen, welche für oder wider die Schuld
sich ausgesprochen haben, anzugeben.
Er ist in Geg nwart der Geschwornen abzulesen, und
dem Praesidenten zu übergeben.
Art. 442.
Der Wahrspruch der Geschwornen ist nach erfolgter
Uebe gabe auch von dem Praesidenten und dem Gerichts
schreiber zu unterzeichnen. -

Art. 443.
Gegen den Wahrspruch der Geschwornen findet kein
Rechtsmittel, als jenes der Cassation, statt.
Art. 444.
Wenn der Angeklagte schuldig erklaert worden ist,
und alle Mitglieder des Assisenhofes sich einst mmig
überzeugt finden, dass dem Wahrspruche ein Irrthum
zu Grunde liege, so soll dem Assisenhofe das Recht
zustehen, die Vekündung des Urtheils zu vertagen, und
die Anklage zur wiederholten Verhandlung an die naech
ste Sitzung des Geschwornengerichtes zu verweisen, in
welches sodann keiner der Geschwornen, der an dem
ersten Wahrspruch Theil genommen hat, eintreten darf.
Nach dem Wahrspruche des zweiten Geschwornenge
richtes ist, auch wenn dieses die Erklaerung des ersten
wiederholt, das Urtheil ohne weiteren Ä AUSZUl
sprechen.
Art. 445.
Nachdem die Befragung des Angeklagten, und die
Verhandlung in der Sitzung des Assisenhofes einmal be
gonnen haben, müssen sie ohne Unterbrechung und
ohne irgend eine Art von Mittheilung von Aussen her,
bis zur Eroeffnung des Wahrspruches der Geschwor
nen einschlüssig fortgesetzt werden,
Der Praesident des Assisenhofes kann sie nicht aus
setzen, als waehrend der Zwischenraeume, welche zur
FED- 218 S.

xtov, röv u«prégov xai röv xar"Yopoulévov äwayxaix &a).eu


tata. -

O. Am zooie vo . : r ruu myopix: x «i Trs. « trépo


ov iſt 6 : 4 x 9 : r . . äropáo ee».
Äpbp. 446.
Aus Trapaôéaouvoi Evoexot riv ärupyyogix» rov, trpooxaNet
Tat «Ü6t; ö xarmYopoulevo; ei; ró äxpoxräptov, xxi ö Tpau
Parsd; tiv xowotrote ei: «öröv, ävay vóoxcov «örmw Yeyovuiq
r pov. s/

Äp60. 447.
?- W. W
Es 9 xxrºyosovºs d» inſzy ºxº, Tºrºvers ó
e / % / s/ 9 /

Ilpósópo: viv ex t: ««tmyopia; ähéooiv rou, xa, &v irov j


Aaxtauvo;, öxrarret riv äró\ugiv rou, Say puXxxta; öäu
- 7rpét? va äxoxou6joy xxrä vöuov öa äAXov; MöYou.
Äpp 448.
Kar' «irrºrv roG bot»6évroç, rö Axxg ſpiov röv Zuvéögtov,
äxoSax» ä porégou; roD: &txôxov, 3xäe, xarà rä örö roö.
äpeou 86 öxratróp.eva, ra; Trépi äromu.cßosto;, ixx»orror
geo; Xa TXyptoph Zööov iôorxx; ärztrios: «öroö.
Ägbo. 449.
Ä» ö xzrºyogoûuevo: xmºuy &oyſ: && rñ: iruuryopia: röv.
'Evópxov, ö uév tapà rot, K3xoogyoöixa: Etaayye Aeb: «äuvet.
r&; Trépi pzeuoff: roſ xxraxar,6évro; ä06pou roö IlowxoS
Nóuou rporáceiç, ö öè troXtrxö väYov , vöTrägYy rooºros,
Tpogér xxi ra; Trep ärôxaoso: ri: ároutéseco;, rñ; ötto
rxñ: ikavottoriasco, »ai ri: TXrgtouiç rêvéö&ov air ge: rov,
xxbógow, ««ra rº gbpov 3o2 x ir, Yvev äYoYi regi aöröv.
O iôtérn: «aryopoç, äy örägyy rotaÖro, yet «xra rojro
rx &xatóux a roö rapà ro; Kakoupyrodixx: EtzayYs)éok“
ºrgvög«oixô06 änöp«o: rspi iôtorix: rwo; Xarmyopia,
&Yopsüst ö Eia«YYeAed; öreproö vóuov.
Ap69. 45o.
O xxroyopoéuevo j ó avvſyopó; rov, ôtarárrowro; roö.
S 219 S.
Erholung des Gerichtes, der Geschwornen, der Zeugen
und der Angeklagten nothwendig sind.
IX. Publication des Wahrspruchs und aveitere
Verhandlung bis zum Urtheul.
Art. 446.
Sobald die Geschwo nen ihren Wahrspruch überge
ben haben, ist der Angeklagte wieder in den Sitzungs
saal vorzurufen, und es hat der Gerichtsschreiber dem
seiben den Wahrspruch durch Verlesung mit lauter
Stimme zu eroeffnen.
Art. / 47. -

Wenn der Angeklagte nicht schuldig erklaert worden


ist, so hat der Praesident sofort dessen Freisprechung
von der Anklage auszusprechen und, wenn er verhaf
tet war, die Stellung auf freien Fuss zu vergen, wenn
nicht die Haft aus anderen Gründen gesetzlich fortbe
stehen muss.
Art. 448.-
/

Auf Antrag des Freigesprochenen hat der Assisenhof


nach Vorschrift des Art. 86 über die privar chtlichen
Ansprüche desselben auf Schadensersatz, Genughnung
und Kosten nach Anhoerung beider Theile zu erkennen.
Art. 449.
Wenn der Angeklgte durch den Wahrspruch der
Geschwornen schuldig klaert worden ist, so hat der
Generalprocurator seine Anurage auf Anwendung des
übertretenen Strafgesetzes, der etwa vorhandene Civil
klager aber ausserdem auch sein Gesuch auf die Zuer
kenneng des Schadensersatzes. der Pivagenughnung
und der Kosten, sofern hierauf nach Art. 3o2 ff. ge
klagt worden ist, zu stellen.
Der etwa vorlandene P.ivatklaeger hat in dieser Be
A ziehung die Rechte des Generalprocurators Ehe jedoch
auf eine Privatankl. ge ein Urtheil gesprochen wird, ist
vorher der Generalprocurator im Interesse des Gesetzes
zu vernehmen. -

- Art. 45o.
Der Angeklagte oder dessen Vertheidiger werden so
SS- 22o S

Mgoéðgov, är«YYéXXst ri» ÄroMoyiav rov. H äro)oyix aörn


Trpétre u.ävov:
1. Na rpoo6 007 rö pacuogéov r; Trapà roſ Eigayye)éo:
röv Kaxoopyoôxöw , , roG ötórov xxtºyópoo 7epore6eism:
Trorvic, rö uéyso; «öri:, xx v& ütrogmpº roö; Trapà röv
?- -
Evópxov ävayvogtabévrx; vouiuov; auYYvóum; XóYou;
2. Nà trpo36#xx rö Äroôexvöv röv iëworxöv ärattºostov
toÖ troArxÖ; SväYovro;, xxi ró uéyé60; röv Enroup.évoy TOGG
rºſtov.
Äg6%. 451.
Tö Axag pov röv 2ovéôpov, 3xoSaxv tiv äroMojix», äray
yéX)st rhy Trorvtxh» ätröpxory, wará rö rap& röv vöxtov ter«y-
uévoy u.érgov.
Ägg. 452.
Tó Ax«g prov, äxoScav roög &tx&ixov;, äropaget guyYpó
vo; Ev r trotvx äropágs kai Trep röv Yavoué ov tötotxöv
är«trasov, xxra tä trapà roö ägópou 85 öxterayu.ev«.
Äpp. 453.
Ei; rºy räéry rF; äropágsto: xx röv toxxrxöv ri; Gove
&gtágstoc, rñv si: rv TXeou?» röv 3xxgxöv éöão» xxxx
öixn» xr). épapgöovrat rä si; rä ägbox 79-91 beguéva.
Ä0p. 454.
"O IIpésögo; ävaywéaxe Ysyovvix t povſ, vöruosix
Govsögzos: «« ºr trapovaix Toö xxrmyopoup.évou, tv Yevoué
vmv trotvxiv ärrópx3.v, äpoörpörov ävapéo rivérug.myopixv
voö Axxçngoo röv Evögxov, xa äyxpvógy xxra Méw tod:
vóuou;, er röv öroit», Freista # strópxot; «ürn.
Äpp. 455.
ÄrxYYs)6eam: rñ: tropáoso;, ö IIpósópo: Ötsv6vuiet röv
xxrx3xxchévra , ört é/et rö ôxxioux v& mroy, Evre: rig
xar& vóuou; Trpobsguia, ävzigsaw ti; éxôosion; äropägeco;.
Ei; röv «öröv Ä g«pö; öga ärraroövrat && º.ä.
Pvat äroôexröv töévöxo» roüro uégov. -
FD- 22 I SE
fort auf die desshalb von dem Präsidenten an sie zu stel
lende Aufforderung ihre Vertheidigungsmittel vortragen.
Die Vertheidigung darf nur noch gerichtet werden:
1) gegen die Statthaftigkeit oder Grösse der von dem
Generalprocurator oder Privatankläger beantragten Stra
fe, und auf die Geltendmachung der von den Geschwor
nen anerkannten gesetzlichen Entschuldigungsgründe;
2) gegen die Statthaftigkeit der privatrechtlichen For
derungen des Civilklägers, und die Grösse der geforder
ten Summen. - -

Art. 451.
Nach angehörter Vertheidigung hat der Assisenhof
das Strafurtheil nach Maasgabe der Gesetzeauszusprechen.
Art. 452.
In dem Strafurtheile ist zugleich über die angebrach
ten privatrechtlichen Ansprüche, nach Vorschrift des Art.
85 und nach Vernehmung der Partheien zu erkennen.
Art. 453.
Hinsichtlich der Abfassung des Urtheiles und des
Sitzungsprotokolles, der Verurtheilung in die Kosten,
der Confiscation u. dgl. mehr gelten die Bestimmungen
der Art. 79–91.
Art. 454.
Das gefundene Straferkenntniss ist von dem Präsiden
ten in öffentlicher Sitzung und in Gegenwart des Ange
klagten mit lauter Stimme zu verkünden, nachdem er
vorher den Wahrspruch des Geschwornengerichtes an
geführt, und die Gesetze, worauf dasselbe sich gründet
wörtlich abgelesen haben wird.
Art. 455.
Nach Verkündung des Urtheiles hat der Präsident den
Verurtheilten aufmerksam zu machen, dass ihm gestat
tet ist, innerhalb der gesetzlichen Nothfrist Cassation
gegen das erlassene Erkenntniss einzulegen.
Derselbe ist dabei über die Voraussetzungen, durch
welche die Zulässigkeit dieses Rechtsmittels bedingt ist,
deutlich zu belehren. -


PS 222 S.

Äphp. 456. -
'Eºv vour rö AxxFigov, ört h vóutuo; trowheva roXXà
«öçmpa é: rpó: rmv eiôxiv iôórmr« ri; Trpoxsuévm: Trept
Faso, Yst ró öxxioux xai riv örroypécoav vá käuy aöre
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Ägbo. 457.
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Ä969. 458.
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xxi 417.
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3. E&v ré Axxg fotov öèv ro rpoanzövro; ouvrebeuévoy
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5. Fà Yve xxradio: # #rayyé)u«ro ei; Tsirrosiv
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6. Eav öév örñox: auw yogo; (ä,62. 26 xa 423)
7. 'E&, vavriov röv &2 röv äg6gov 394, 395, 4oI,
42o, 425, 448-452 3xrstaYusvov, oi Axaça öev déxºsa»
y« Jogov» axfé«gov
ZS- 223 S.
Art. 456.
Glaubt das Gericht, dass die gesetzliche Strafe hin
sichtlich der eigenthümlichen Beschaffenheit des speci
ellen Falles zu streng sei, so ist dasselbe berechtigt und
verpflichtet, von Amtswegen einen Antrag auf Strafmil
derung, oder nach Umstaenden auf gänzliche Begnadi
gung zu machen.
X. Cassation.

Art. 457.
Hinsichtlich der Cassation gelten die Bestimmun
gen des Art. 4o6 und 4o8. Sie kann eingelegt werden
von dem Generalprocurator oder Staatsprocurator. Pri
vatanklaeger, Civilkläger und Verrutheilten bei dem Ge
richtsschreiber des Assisengerichtes, oder vom General
procurator am Cassationsgerichte beim Gerichtsschreiber
des Cassationsgerichtes. - W

Art. 458.
Als Cassationsgrund ist bloss zulaessig:
1) die Verurtheilung des Angeklagten wegen eines an
deren, als in der Anklagacte und Verweisungsordonnanz
bezeichneten Verbrechens nach den Bestimmungen des
Art. 42 1. Hinsichtlich der in der Audienz begangenen
Vergehen und Polizeiühertretungen bleibt es bei der
Regel des Art. 367 und 417; -

2) Nichteinhaltung der in Art. 274, 275 und 413


bestimmten Fristen;
3) nicht gehoerige Besetzung des Gerichtes (Art. 415);
4) Theilnahme von Richtern, welche beim Strafver
fahren mitgewirkt hatten, an den Verhandlungen des
Assisenhofes, gegen die Bestimmungen des Art. 416;
5) Einschreitung von Amtswegen, wenn nach Art. 22.
nur auf Beschwerde eingeschritten werden darf;
6) Mangel eines Vertheidigers (Art. 26 und 423);
7) Verweigerung des rechtlichen Gehoers gegen die
Vorschrift der Art. 394,395, 4o 1,42o, 425 ,48 -452;
S. 224 S. - d

8. 'Exv, 3- vavria, Övöz röv ägbpov 77, 78, 446 xxi


4543.xxsrayévo», i Radzagix Zev Yve örgociog
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9. Ex» Jev boxanaa» öxo oi Evooxo, xax 3x7ärret &


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1o. E3", Ysvogévy: #vx60); Torvtxñ: rve: 3xm; si; XXmv
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11. E r; röv 'Évoxov öé» Trapsugé6m x26 ö\m» tiv »


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12. E&v h rup.nyoga roS Axxçnpoo röv 'Evóoxov &èv


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15. Eav, Svavrio» röv && röv äggov 13oxx 131 öxterxy
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16. Eà» öé» Tagugénazy öo: o Ax«7x z2 ö Texpa


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17. Eav Yvs Trze 6x7; rüFou revó: Tºg Özöxxox;, étri
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18. Ex» Tapé)siºn év r . Fotvx ärop &ast i Trapabeat;
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19. 'Evêneuöar zuÖÖ: , éputysü6m éapaXuéve»; ö
IIovxég Nóuo;.
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röv Kaxbuyoãxºv aunrisst».
- e- 225 S -

8) Mangel der Oeffentlichkeit des Verfahrens gegen


die Verfügung des Art. 77, 78, 446 und 454;
9) Nichtbeeidigung aller Geschwornen nach Vor
schrift der Gerichtsordnung;
1o) wenn bei erfolgter Vertagung einer Strafsache zu
einer anderen Sitzung das Geschwornengericht nicht neu
gebildet worden ist;
11) wenn Einer oder der Andere der Geschwornen
nicht dem ganzen Audienzverfahren beigewohnt hat;
12) wenn der Wahrspruch des Geschwornengerichtes
nicht schriftlich und nicht mit der Unterschrift des Vor
standes der Geschwornen versehen dem Assisenhofe über
geben worden ist;
13) wenn der Wahrspruch im Falle der Schuldiger
klaerung nicht angibt, dass er mit der erforderlichen
Stimmenmehrheit geschöpft worden ist;
14) Nichtbeeidigung eines in der Audienz vernomme
nen oder wenigstens nach Art. 383 berücksichtigten und
nach Art. 1 16 und 121 – 124 zu beeidigenden Zeugen;
15) wenn gegen die Vorschrift des Art. : 3o und 131
einem Tauben oder Stummen oder Taubstummen oder
einem der griechischen Sprache Unkundigen gar kein
Dollmetscher oder kein gehöriger gegeben, oder dersel
be nicht gehoerig beeidigt worden ist (Art 133);
16.) wenn nicht alle Richter und der Gerichtsschreiber
den saemmtlichen Verhandlungen im Audienzverfahren
ununterbrochen beigewohnt haben;
17) die Verletzung einer bei Strafe der Nichtigkeit
vorgeschriebenen Form des Verfahrens;
18) die unterlassene Anführung des Strafgesetzes im
Strafurtheile;
19) falsche Anwendung oder falche Auslegung des
Strafgesetzes. -

Jede andere Abweichung von den vorgeschriebenen


Formen des Verfahrens kann nun während der Verhand
lung vor dem Assisenhofe selbst geltend gemacht werden.
15
S. 226 SE -

HÄ. Ex t é X so t ..
Ägbp. 459.
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H #xréXeot; Yivera, zaßëog xx ei; riv Tspirroow roſ äp
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Toc 'Epéra Eig« /yé)éco, # rod Trap aÖroö öroxaragradévro:
Egayyé).éco; IIporoöxöv b; trçö; to tro)trixóv öé P.époç, étrº
uéXex roG troXrzö: EváYovro;.
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Ä. E = X u. U. s X 7 u. ä. t (o v.
Äphp. 46o.
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Feezzzeige örs sº zzsh o éx306évro; xxr «ÖroG xXx
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Xovroöro Tragstrégy , «xra rö gboov 255, e; to Ax«Tiptov
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Xéo, roö iôtéro xzrºyógov. -
Ägºp. 461.
TöxXºrºgo» rix tux Téret, xabčo: xx träg« x).Fot;, và
ävapée örtö ö ).ºpusXux xxi rdv xar Yopoöuevo», xxi v&
vx. Toogmxóvro; 392 Y7gsvov xxi ÖTroysygap.uévov.
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öxóv, x«, éxrö; roüro, ômvogtsösrx. ei; y | xx trXsiova ör
wóca üXX«.
3. V. e A
Ägbp. 462.
•) / V. y A - /

E&v öxxryopopsvo;, ix306évro; Troö: «öröv roöxXmrngiou


*D- 227 Es
XI Vollzug.
Art. 459. \
Jedes von dem Assisengericht erlassene Strafurtheil
ist, wenn keine Cassation nachgesucht worden, nach
Ablauf der gesetzlichen Nothfrist sogleich, wenn aber die
ses Rechtsmittelergriffen worden, binnen vier und zwan
zig Stunden nach Verkündung des abweisenden Erkennt
nisses zu vollziehen.
Der Vollzug selbst geschieht, wie im Falle des Art.
4o5 auf Betreiben des Generalprocurators oder des
von ihm substituirten Staatsprocurators hinsichtlich des
strafrechtlichen, und auf Betreibendes Cilvilklägers rück
sichtlich des civilrechtlichen Theiles.
VIERTES CAPITEL.
Verfahren gegen flüchtige und abwesende Beschuldigte.
I. Bei Vergehen.
Art. 46o.
Wer eines Vergehens beschuldigt, aber abwesend und
dessen Aufenthaltort unbekannt, und daher im Vorver
fahren weder verhaftet, noch auf die gegen ihn erlassene
Edictalladung (Art. 193 und 194) erschienen, aber den
noch nach Art. 255 vor das Zuchtpolizeigericht verwie
sen worden ist, gegen den soll eine neue Edictalladung
auf Betreiben des Staatsprocurators oder Privatanklaegers
erlassen werden.
Art. 461.
Die Edictalladung soll, wie jede Ladung das Vergehen
und den Beschuldigten nennen, ferner gehoerig gesiegelt
und unterschrieben seyn.
Sie ist wenigstens drei Monate vor dem zum Erschei
nen in der Ladung festgesetzten Audienztage am letzten
Wohnorte des Beschuldigten und am Sitze des Zuchtpoli
zeigerichtes oeffentlich anzuschlagen, und ausserdem noch
in einem oder mehreren öffentlichen Blaettern bekannt zu
machen.
Art. 462.
Erscheint auf diese Edictalvorladung der Beschuldigte
nicht, so wird dann in contumaciam gegen denselben
I5*
/ AS- 228 «SF

Er piparo;, &èv éup«vo6), Skásrat épſumv, xxrä r& y ro?


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H xxr épuyv ärópxst; royoxoMärx xx &muoresrat ei;
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äg6pov 4o5.
Ei; riv äyxxotiv paguáLowrx rä év ro; ägbpo; 337-341
xai 4o3 ópouéva, Exrög rF: Äön trpooöopabeam: Troobéguix:
B. é trix xxoupYºu & T (»v.
Ägp. 463.
Eáv rç, xarà ri» trepirrooy roS ägópoo 46o, xxtryoomb
évzxx xxxoup.yºuxro, troärrovra Tórov trepi «üroſ rä &ta
röy ägpov 264 x är. xa 3oo öarrayuéva, xx gerä rxSra
éxôiösrat, xxrà rö äg6pov 46o xxi 461 xXmripov étrixpvg«, rö
öttočov royoxoXXärx xx öruogtsüsra eig rs roö; &v rp äp639
461 ößtouévoo: rórou; xai ei; rñv x«béôpxy roS Axxormpiov
röv KaxovoYoôxöv.
Ägbo. 464.
E&v öxxtmyopopsvo;, Exôoßévro; troö: «öröv. «Amrmpov Ert
xpiuxro;, öévévépxvia6m, öxásrat xxr épium», ävso sug-Tex
Eeo: roö Axxçngiov röv Evócxov, Trapà roö töv Suvéôpov, ör
Axôi ävxyvéoxsrat, «xrà rö ägbgov 424, tº regi TrapatrouTF:
ßo).euux usr& roö Y«Amrmpioo éyyoººoo, xx éretta äßxsrat
: our mag, karà r& ex 377-396 x 398-4o4.
Ähe. 465.
F; rèv révra Sév Fiösrat . érayyéXparo; avvyogo; eva.
ôex rö: g.6.; Äxxgo, ög; tragigarx öa vx öxxoMoyñTy «Öröv,
ö2 º. äroôei vóutux xoxév.ara , xxTag Gavra äôüvarov
tiv upavaiv rov.
Äroôeybeior; vouigou zo\éasoe, 38et ró Axagipwov véav
Trpč: upavar» Troosguay trageXboügt; &: «ört; &vopsxco,
öx&et war punv.
Äg. /66.
H xxr' é unv äróxa; ToyoxoxMär«: «xi ömuoseüsrat ei:
SED- 229 SE -,

verahren, nach Vorschrift des Art. 336–341 und 4o3.


Das Contumacialurtheil ist an den im vorigen Artikel
genannten Orten anzuschlagen und bekannt zu machen,
und, wenn der Abwesende nicht binnen drei Monaten
vom Tage der Bekanntmachung Opposition dagegen
macht, auf Betreiben des Staatsprocurators und des
Civilklägers, wie es der Art. 4o5 bestimmt, zu vollziehen.
Hinsichtlich der Opposition gelten die Bestimmungen
der Art. 337–341, und 4o3 mit Ausnahme der soeben
festgesetzten Nothfrist.
W II. Bei Verbrechen.
Art. 463.
Wer im Falle des Art. 46o eines Verbrechens beschul
digt ist, gegen den soll zunächst in Gemaessheit der Art.
264 ff. und 3oo verfahren, und dann nach Art. 46o und
46 eine Edictalladung erlassen und diese ausser den in
Art. 461 bestimmten Orten noch am Sitze des Assisen
gerichtes angeschlagen und bekannt gemacht werden.
Art. 464.
Ist der Angeklagte auf diese Edictalladung nicht er
schienen, so soll ohne Mitwirkung des Geschwornenge
richtes von dem Assisenhof gegen ihn in contumaciam
verfahren, nämlich in Gemaessheit des Art. 424 die
Verweisungsordonnanz nebst der Anklageaete verlesen,
k und dann zur Verhandlung nach Art. 377–396 und
398–4o4 geschritten werden.
7. Art. 465.
Von Amtswegen soll dem Abwesenden kein Verthei
diger gegeben, dennoch aber jedermann zur Vertheidi
„gung oder zum Beweise gesetzlicher Hindernisse, welche
z, dessen Erscheinen unmoeglich gemacht haben, zugelassen
werden.
Im Falle des Nachweises gesetzlicher Verhinderung ist
vom Gerichte ein neuer Termin zum Erscheinen zu ge
z, ben, nach dessen fruchtlosem Ablaufe aber in contuma
ciam weiter zu verfahren. * -

Art. 466.
Das Contumacialurtheil ist an den in Art. 463 ge
.
SS- 23o -SE:

tod: #v r; ägbg6 463 ávxpegouévou; róroo; «ai ä, ö gun»


xxraëx«abei: öév xäuy ávaxstrºv Evrd; ? unvöv ärö ri; ué
px; ris &nuoatejaso, Extexeira, «arà rdägºgov 459, ixtus
Asix roſ trapà ro; Epérat; Eig«YYé)éco, # roö Trap «öroSütro
xxraçabévro; Eioayys)éo; Ä xxi roö TroAtrixö; Eva
Yovro, xa6ögov äpopº áxárepov «üröv.
Äpp. 467.
20YYpóvto: becopeirat ö égiumv xxraëxxche; Ö; äpavro,
xxi ötaystpera i Treptougix rou (b; Treptoucia rooürov.
IIapeX6övrov Trévre érôv ärd rç uépaç, xa6 v . xxrº ºp
Umv ärgs, grar 9 zzrº ró égº 466 Tºsºvº
? y

Fzg-yºgºrz T. im se Y Tºsia arº es rou: „gº


uov; rou rpö; Txxgrixv: u.srä &é trapéXeugvöéxa sigérévöv,
- öiôsrat ei; rob; «üroög ávsu šyyuñgsto; 6: iôoxrmaia, šrpu
%arrot.évtov räv tregt äpávrov ögau öv roſ troXtrxoö öxxiou.
Ägp. 468.
E&v º Ev r war ägyumv äropäge ärrayyéX6eoa Trorvi err
pégy röv roAtrixèv 6xvarov, rä ärorexéguarx toſ ro) trixoS
Torov 6avárov u6xivo» si; évépyex» uéra Trévre ärm ärö vÄ;
Äuéox,xaß'iv h ärsp«g; «xrésrn, xxr& rö ä96pov 466, reXe
siôxo;.
H #y rä ägbpp 467 ävapspopéym &aysiogg Treptoucia; &a-
rärrera trpe ri; Trape) eüosto; ri; Tro06eguia; rxürm;.
Äpp. 469.
Kx vſ öé &ayepiera Treptovaix xxrà rä. v. ro; äp690;
467 xai 468 ëars raygéva, yougov boxüro: ci vôesi; Yovs;
Toö äróvro, i Trép)\Touévm güro; x«i r& réxva «üroſ &-
xxiºux ötxrpoi:.
Ilspi ri; vôeix; xx roö uérgov röv trgö; &argophy &odrao
uévov äropagiouy tä tro).rx& Axagip«.
Abp. 47o.
E?v ö guy xxraôx«abei:, Fpv rñ; vºr 69 466 Trgê:
avxxotiv trpooëttopau.évy: Tro06eguiag, xx 6px&ürºgov ué»,
dX ärgö ri; Traºexsüoso roſ Ypóvov ti: Trap«YpxpÄ; (äe65.
55o), ? upavabº äxoucio: au))rphº, Ägyerat, xxi äp' o.
trageXboow a y Toi; äpbgot; 467 xa 468 avayépóleº« Treo
ZS- 23I -SE:

nannten Orten anzuschlagen und bekannt zu machen,


und, wenn der in contumaciam Verurtheilte nicht bin
nen sechs Monaten vom Tage der Publication Oppositi
on dagegen macht, auf Betreiben des Generalproeurators
oder des von ihm substituirten Staatsprocurators und
des Civilklaegers, in so weit es einen jeden angeht, nach
Art. 459 zu vollziehen.
- Art. 467.
Zu gleicher Zeit ist der in contumaciam Verurtheilte
als verschollen zu betrachten, und sein Vermoegen wie
das eines Verschollenen zu verwalten. W

Nach Ablauf von fünf Jahren vom Tage des nach Art.
466 rechtskraeftig gewordenen Contumacialurtheiles soll
das Vermoegen seinen Erben gegen Caution zum Niess
brauch, nach Ablauf von weiteren zehn Jahren aber ohne
Caution als Eigenthum ausgeliefert werden, vorbehalt
lich der privatrechtlichen Bestimmungen über Verschol
lenheit.
Art 468.
Wenn die im Contumacialurtheil ausgesprochene Stra
fe den bürgerlichen Tod zur Folge hat, so treten die Fol
gen des bürgerlichen Todes erst fünf Jahre vom Tage des
nach Art. 466 rechtskraeftig gewordenen Urtheiles ein.
Schon vor Ablauf dieser Zeit ist jedoch die im Art.
467 erwaehnte Vermoegensverwaltung anzuordnen.
Art. 469.
Auch während der nach Art. 467 und 468 anzu
ordnenden Vermoegensverwaltung haben die dürftigen
Aeltern des Abwesenden oder dessen zurückgebliebene
Ehefrau und Kinder ein Recht auf Alimente.
Ueber die Dürftigkeit und das Maass der zu reichen
den Alimente haben die Civilgerichte zu entscheiden.
- Art. 47o.
Stellt sich der in contumaciam Verurtheilte noch vor
Äblauf der im Art. 466 bestimmten Oppositionsfrist,
oder auch später noch, jedoch vor Ablauf der Verjähr
ungszeit (Art. 55o) entweder freiwillig, oder wird der
selbe ergriffen, so ist in einer vom Präsidenten des As-
AS-232 S.
esuix, hxxr& rod sowjet; rüttov; vérov roſ Axxxºpiou
röv Evögxov war ärpo)ixv auſfirmat; ris örrohéaso;, ei;rºv
Tagà roö fgoéöeo» ro Axaçmpiou röv Kaxougyoôxëw ºrgosö
opvgbmaouérmv avvsägiaow. Néo uápröps: sräowra trävrors.
o Zé TrxXxto rörs uóvov, örx» rö Axag pov, «ar airmaiv rwo:
röv &tx&ixow aöreTayyxro, rö Zaráčy. Öbsv ävaywó
oxovra v rſ äxpoxrngip « TgoX26oGax röv uapruptów éxbé
geg, äri trow äxupórnro; ri; 32öxxoia.
Afóp. 47 1.
Exvºxx 6 xxtmyopoüusvog, ustä rivxar ävrtuoxiav su -
rmgo», «araôxaobº ei: zxporépay Torriv, hábo66 svrexſo;,
uévouvuoXovroGrotá èZoôx ri: «ar grumvö.aöx«gia; ei:
ßágo; rou, xxi ai «arx rz ägbpa 467 xxi 468 rpoxüxax ou
vérez ióttorxóv öxatouérow darmpoöv tdxöpó, ro» é; Trpöç
ro TraosX6óv.
Ä Jé rö uéXXov, Xau6ävet Trºw öxar"Yognbei: rºy &o-
xtroix» xxt rºv ôxyspow r; Treptougia; Too, xaitiv Trxien
aróxzvov röv ro).rxov rou ö«atouérov.
A:09. 472.
Exv, xxr& rºy Trepirrogy roö Tonyougéyou ägbpoo, - iëo
xrnaix ragsöóbº 3m xxtà rö ä6pov 467 ei; rod: «Ampovóuouz,
j Tsotougia rou értorgêperx ei; aöróv si; rotxürmv xaráot«av
xx xarà roooüro», «26aov eöpioxsrat eigér ei; rñv öaxaro/mv
Tóv xXmpovóc.cov too.
A669. 473.
Evayrlo» ri; xxr ävrgoXiav är«YYsAbsist; äropägelo; ôö
varx öxxTaöxxobei; v& Pérayspa67 ró évöxov rñ; ävatgé
aso; g.égo», wará rä äy toi, äggo: 406-4o8, 457 xai 458
ôtzt stayuévx évavrio» öé ri; xxr Äpfun» ätrop&asco; usrx
yzgiovra ró uégov roüro uövo oi v roi äg6pot: 4o6 xxi 457
2»apsgóp.evot Eira/YeXsº:, ö iôtór; «ar Yogo; »ai ö TroArº;
ôzöxo, xx uóov ei; rä; s, toi, äggo; 4o7 xai 458
äeb. 1-5, 7, 8, 14-19 öxXxpéavouéyx; Tsp tröse.
App. 474.
1 erovcia xxrnYopoupéou Twö; &ävéuroöie rivxar ävrt
ſoNav gvºrmaw, o; Troö rob; Trapóvrx; ouvevóYou: xai 6U)Y0LL
SS- 233 SE
sisengerichtes zu bestimmenden Sitzung, auch nach
Ablauf der in Art. 467 und 468 erwähnten Fristen noch
zur contradictorischen Verhandlung der Sache in den
gewoehnlichen Formen vor dem Geschwornengerichte
zu schreiten. Neue Zeugen dürfen immer, die alten Zeu
gen aber nur dann gehoert werden, wenn es das Gericht
auf Begehren einer Parthei oder von Amtswegen verfügt.
Daher sind die früheren Zeugenprotokolle in der Au
dienz bei Strafe der Nichtigkeit des Verfahrens zu ver
lesen. -

Art. 471.
Wird der Beschuldigte nach der contradictorischen
Verhandlung in eine geringere Strafe verurtheilt oder
ganz freigesprochen, so bleiben ihm die Kosten des Con
tumacialverfahrens dennoch zur Last, und die privat
rechtlichen Wirkungen, welche nach Art. 467 und 468
entstanden, für die Vergangenheit bei Kraft.
Nur für die Zukunft erhält derselbe wieder das Ei
genthum und die Verwaltung seines Vermoegens, so wie
den vollen Genuss seiner bürgerlichen Rechte.
Art. 472. -

War im Falle des vorigen Artikels das Eigenthum


nach Art. 467 schon den Erben übergeben, so ist die
Substanz seines Vermoegens nur in seweit und in dem
Zustande zurückzugeben, als es sich noch im Besitze sei
ner Erben vorfindet.
Art. 473.
Gegen das auf contradictorische Verhandlung ge
sprochene Strafurtheil kann das Rechtsmittel der Cassa
tion nach Vorschrift der Art. Mo6-4o8, 457 und 458 er
griffen werden. Gegen ein Contumacialurtheil aber bloss
von den in Art. 4o6 und 457 genannten Staats-und Ge
neralprocuratoren, dem Privatankläger und der Civil
parthei, und nur in den in Art. 4o7 und 458 N°1–5,
7, 8, 14–19 angegebenen Faellen.
Art. 474.
Die Abwesenheit eines Beschuldigten hinder cht
die contradictorische Verhandlung hinsichtlich der an»
S. 234 SF
riovç (gbp. 32). Ei; riv Trepirrosw raürmv, &óvara, xxr «i-
ºrmar» röv &tx&ixtov, v& öaray6 örtö; Ev. r äropágst ñ ei:
ro» iöoxrirmv ärööög röv uerakö röv YYpäpov eüpoxou
vov Tretornpicov (ä60. 83).
TMHMA IIEMIITON.
Evö .xx u. & o ..
KEbAAAION IIPaTeN.
Ew Yévet.
Äphp. 75. -

Exrö: r: ävaxorf: (#60. 4o6, 462, 466 xx 47o), 3äv


örágys xarà röv äropécécov röv Atxagºgiov röv IIXmuus).st
oë köv xai KºxoueywoôxÖv XXo v3xo uégov euj hävai
gest; xai i Äraváxxt; tſ: ávaxpigeo;.
KEq»AAAION AEYTEPON.
'Avaipsatz.
A'. 2öv6e st: roö Ax«Frpiou.
Ägbo. 476.
Aà vä #x xÜpo; Gujrmot; xx ärópagt, ärrat reira vée
jva Trasſvre; ärrä Axagra, guutreg)au,6avouévov xa rot
IIgo&gov, ö Elgayyexeö: «ai ö r«uuareö.
A 6Yo . trg 0 ; & va ipe a tv.
Ägbo. 477.
I äuoôtórig ro5 Äpciou IIáyou xxvovisrat, xarà rà Év ro:
ägbpo: 41, 46, 55, 63, 263, 263, 36o, 4o7, 458 xx 475
dºpouéva“
'Exrö; rövéxe & xXa:6avouévtov, Üträp/ovy xai oi éſ; trod:
äxügtoaw XöYot:
1. frégéaot; röv x«hrwövrov ris ü7mgesix: Trapà rä év
ré ägbpo 6 botauéva, ävaeuoöórm; iöio: öé öré6as röv
xaßnxóvrov xxi ávxogoëérn; röv Foxroôxöv xai vxvroôxÖv
Trasa rä &ä röv äggov 36-39öarer«Ypéva
2. frégéao: ««hmkávrov, Yevouvm rapà öoxmrixÖv AF
Yöv, éxv aöra , ré6«Now ºr yevxöv äguvouxöv ôtarásov
Trorv&; Trep ávrºxetuévov äguYYogirov xx uñ örayouévtov eig
rà «xhixovrá rºov, ? reiXmgav äovYYog ſrov; Trorvà; étri auY
Yºßmröv ávrxstuévtov.
Appörspot öé oi ºrgö; ävaipkow Aóyot rpo6ä\\ovrat löoov
S-235 -SE:
wesenden Mitschuldigen oder Theilhaber (Art. 32). Auch
kann in diesem Falle auf Begehren der Partheien die
Restitution der bei den Acten befindlichen Ueberfüh
rungsstücke (Art. 83) an den Eigenthümer in dem Ur
theile ausgesprochen werden.
FUENFTE ABTHEILUNG.
Rechtsmittel.
ERSTES CAPITEL.
Im Allgemeinen.
Art. 475.
Ausser der Opposition (Art. 4o6, 462, 466 und 47o)
gibt es gegen Zuchtpolizei-und Assisengerichtsurtheile
kein anderes Rechtsmittel, als die Cassation und die
Wiederaufnahme der Untersuchung.
ZWEITES CAPITEL.
Cassation. s

I. Gerichtsbesetzung.
Art. 476.
Zur Gültigkeit der Verhandlung und des Urtheiles
gehoert die Anwesenheit von sieben Richtern, den Prae
sidenten mit einbegriffen, eines Generalprocurators und
eines Gerichtsschreibers.
II. Cassationsgründe.
Art. 477.
Die Zustaendigkeit des Cassationsgerichtes richtet sich
nach den Bestimmungen der Art. 41, 46, 55, 63, 265,
268, 36o, 46o, 4o7, 458, und 473.
Weitere Cassationsgründe sind:
1) Amtsüberschreitungen gegen die Bestimmungen
des Art. 6 oder wegen Incompetenz, insbesondere auch
Amtsüberschreitungen und Incompetenz von Militär
º Marinegerichten gegen die Verfügungen der Art.
36–39; -

2) Änºrdringen von Administrativbehoerden,


wenn dieselben in allgemeinen polizeilichen Anordnungen
über unbefugte nicht zu ihrem Amtskreise gehoerige
Gegenstaende Strafen, oder bei befugten Gegenstaenden
- unbefugte Strafen angedroht haben.
Beide Cassationsgründe koennen jedoch bloss vom Ge
S- 236 «S
ürö roö Trapà r Ägeio IIáyo Eiaayye)éo;, xx uóvov «ark
treóragov «örod ävago.vra XöYp ävapuoôtörmto: ai rotaurat
örsp6äge.
- r. Ö «ir Övrºv &v «ideo v.
Ägbo. 478.
Eig rivx trºrgérsrat ſ Trep &vagégso; airma, ópouvrà
äppx 46, 51, 62, 263,267, 359, 4o6, 457 xa 473.
A. Atrop & a e . :, x«r & röv 67 0 ov Yver «. airma t:
Trepi ä va t péo e to .
f Ägg. 479.
IIep ävxpéoelog «irma; &üvarat và Yvy uóvoy xarà ävex
xXirov xxi rsMeadixou trorvtx; äropäoso, Ärt; &èv eiva tri
o. äröexrx oürs Exxxioso: (#gbp. 352 x är. xx 359),
oöre ävaxorf: Exrö: öé roérouxx ei; rºv Tspirroov röv äp
6pov 41,263 xai 268, xxrä ßovXejuato; roG Guu6ooxiou.
Äpp. 48o.
Kxr &boorxñ: äropägelo; au/Yogaira i reg ävapéas»;
«rmat; u.évoy:
1. Etrue).six roö rapà ro; IIgoroôixxt: ro: Epérzt:
Eig«YYsAéo, roö &érouxxrºyópou, éav xarà X460;, &; uh.
üträpyovro; &bevöpo. rtvo: roſ IIorvtxoſ Nóuºv, Yvev h äbó
«og, vº Tzºyet é rooÖzog öo;
2. EtrusX-3 roS noXtruxé; váyovro;, év oörog, usrà th»
abóogy roöxx mYopougévou, xxrsöxágón, vara ro ä6pov 86,
sig ärorpioa» zzi t)mpog.iv röv éöôov.
E. IIpo 6 : 3 p. « . trg 3: ä va ipe G v.
A60. 481.
Eig riy Troöç ävaipeow Trºosapia» épapuóLovrat r& év rot:
äpbgot; 41,263 268, 359. 4o6, 457 xxi 473 époſéva.
AXAa kai uetá rñv TragéXeu:tv röv Tro06sautöv roüroy, yet
äxéum ö rapà tº Aſsip Ilºyd Eis«YYeAed: rö öxxiou« roö
vá mrjoy ävxipsaw:
1. 'Er örep6äasto: röv xabmxóvrov ri; örnpsaia; ei:
äuporépag r&; év rº) äg699 457 ävxpepouéva; Treptºrróse: ««i
2. Eç träaav äXXmv öróbegºv, äXX& uóvov ürèp roö vötov,
# öxtypovuévºy är«pxuetórov
A00Y.
rävöxattoparov rºy &a-
* -
•S-237 S.
meralprocurotor am Cassationsgerichte geltend gemacht,
und nur auf seinen Antrag dergleichen Amtsüberschrei
tungen als incompetent cassirt werden.
III. Cassationsklaeger. A

Art. 478. - -

Wer Cassation einlegen darf, ist in Art. 46, 51, 62


263, 267, 359, 4o6, 457 und 473 bestimmt.
IV. Urtheile, gegen avelche Cassation eingelegt
averden kann.
Art. 479. -

Ein Cassationsgesuch kann nur gegen ein in letzter


Instanz gesprochenes rechtskraeftiges Strafurtheil, gegen
welches weder Appellation (Art. 352 ff. und 359) noch
Opposition mehr zulässig ist, und ausserdem noch im
Falle des Art. 41, 263 und 268 gegen eine Ordonnanz
der Rathskammer ergriffen werden.
- Art. 48o. -

Gegen ein Freisprechungsurtleil ist nur dann Cassa


tion zulässig:
1) auf Betreiben des Staatsprocurators, Generalprocu
rators oder Privatanklägers, wenn irrthümlich wegen
Nichtexistenz eines Strafgesetzes freigesprochen wurde,
während dennoch ein solches vorhanden ist; -

2) auf Betreiben des Civilklaegers, wenn derselbe nach


der Freisprechung des Beschuldigten in Gemässheit des
Art. 86 in Schadensersatz und Kosten verurtheilt worden
ist. -

Y. Cassationsfrist.
Art. 481.
Hinsichtlich der Cassationsfrist gelten die Bestimmun
gen der Art. 41, 263, 268, 359, 4o6, 457 und 473.
Allein auch nach Ablauf jener Fristen noch hat der
Generalprocurator am Cassationsgerichte das Recht, Cas
sation nachzusuchen:
1) bei Amtsüberschreitungen in den beiden in Art. 477
angegebenen Fällen; und
2) in jeder anderen Sache, dieses jedoch bloss im Interesse
des Gesetzes, und unbeschadet der Rechte der Partheien. -
S. 238 SE •
G. Airma:: äv« géo e o.
- Ägbp. 482.
H rep ävxpéoso: arno:, ä» uèv ö «iröv vx é &muógog
H ö iôtérn: xxrºyopo;, i öxaraôxxobei:, Yvera tragà rg
Toxpuxrei roö Ax«ormpio", ri: ärop&gso: roö öroiou rpó
xerx v& mºrmſ &vaiosa; X» öé ö airöv v« ö trapà rg
Ageio IIáyp Eia«YYeXed:,,Yivera Trapà tº ToauuareT roë
Axxorgiou roürov (ägbo.263,268,361, 4o6, 457 xai 473).
Ägbp. 483.
TF: airñasco: rašrn: «x röv trod; ävaigsaw Móyov ouvráo
8srat éxhsatg, ÜToYpxpouévm Trapá rs roö Toxuu«réo: roG A
xaormpiou xx roS airoövro; rñv ävaipeow“ av &é «örd; &äv
jeüpy v& Yoxº, Yiverx uvsix roéro» si: tiv #xbsaw. -
Thv äxheor» tajrºv perá re röv \otröv ävaxpºrtwöv é/Ypá
pov xx évö: vrtypapou rñ: rpo36xXXouévm: äropägelo; ? röv
Troxxrxöv r; Goveôotásso:, réurst ö Teautarsd: ei; röv.Trap&
Tºp Ageip IIáyp EioxYYs)éa.
Ä\\a éYYp2px troö; ZuxxoMoyia» r; arbeiom; ävxpéast»:
elva uy öexrx, äÄx , regt aörów öxrávºn Yivsrat erzgä roö
Supxviovro;. /

Äpp. 484.
Et; rñv regt ävatgécso: arnow roſ ro) trixög éváYovroç,
xa ri; Traoxöóoso; aötig, paßt.éovrat rä äy r Aoxtrx A
xovouix ópouév«.
Z'. Tó tr xp «3s öv rñ: äv« géa e o.
Äphp. 485.
H reg ävatpéoso: «Ärmag eivxt rörs uóvov &exth, örav:
1. Ö iôtérm; xaryopoç, ö TroXtruxö ö äôxo: # öxaraô
xxobel;, &v «iröcy oüro rñv ävaipsar», Trapaxxrabégoa, GºY
Ypóvo Pä tiv Teg ävagégéta; «irmaw, zaröy Apaxlä: , &tx
rºv vôsyspérºv Fra», rapà ré &ä roſ 482 ägbgoo deausv»
&xasrxé Fpauuxrei
2. Eáv r;, xxrx3xxobei; ei; Trorviv pº).axige», Äroôein
suYYºévo; &ä tzgroºtkoö roö ösauopÜXaxo;, ört ebeaxsra
Äör si; pox.xsw.
Ae 239 S T -

VI. Cassationserklaerung.
Art. 482. -

Die Cassationserklärung des effentlichen - oder Pri


vatanklägers oder des Verurtheilten geschieht bei dem
Gerichtsschreiber desjenigen Gerichtes, gegen dessen Ur
theil Cassation nachgesucht werden soll, und wenn der
Generalprocurator am Cassationsgerichte dieselbe nach
sucht, beim Gerichtsschreiber dieses Gerichtes (Art. 263,
268, 361, 4o6, 457 und 473).
Art. 483.
Ueber diese Cassationserklärung und die Cassations
gründe ist ein Protokollabzufassen, und dieses ausser dem
Gerichtsschreiber noch von dem Cassationsklaeger zu un
terschreiben, oder wenn derselbe nicht schreiben kann,
davon Erwachnung zu thun.
Dieses Protokoll hat der Gerichtsschreiber unverzüg
lich nebst den übrigen Untersuchungsacten und einer
Abschrift des angegriffenen Urtheiles oder Sitzungspro
tokolles an den Generalprocurator am Cassationsgerichte
einzusenden.
Weitere Schriften zur Rechtfertigung der eingelegten
Cassation sind zwar zulaessig, allein immer nur auf Ko
sten desjenigen, deiselbe einreicht.
- Art. 484.
Hinsichtlich des Cassationsgesuches des Civilklaegers
und der Zustellung desselben gelten die Bestimmungen
des Gesetzbuchs über das Civilverfahren.
Y11. Zulaessigkeit der Cassation.
Art. 485. -

Das Cassationsgesuch ist nur dann zulaessig:


1) wenn der Privatankläger, die Civilparthei oder
der Verurtheilte, im Falle dass sie die Cassationskläger
sind, zu gleicher Zeit mit der Cassationserklärung
einhundert Drachmen für den Fall des Unterliegens bei
dem im Art. 482 bestimmten Gerichtsschreiber hinter
legt hat; -

2) wenn ein zu einer Gefängnissstrafe Verurtheilter


zu gleicher Zeit durch ein Zeugniss des Gefängnisswär
ers nachweist, dass er bereits in Verhaft ist.
D- 24o SF
Apóp. 486.
Tñ: v. rº e”.
ägbpº 485 ägh. 1 öxterayuéºn
Yongxrofi: TragFarxbéaso; eiva ärm\\«Yuvo uóvo o. ä.::
1. Öso karsöxáobnox» es trow v ºr zaxoogYuar
2. Öoo , äro&siavre; && u«pruexoS roö Anwägyov ri:
xxroxix; roºv, étrºxopt» voo Tag& roö EträgYou, ört h Treptovaix
xxi h troöooöó; roy &ev Expxe , égs vá trapaxarxreb i trooó
rm: «ürm, yogi; v& Tréctopaböo rä trpö; oäpxstav «öröv xx.
ti; oxoyeveia row straparro: Svayxxx, 3sſacógouv «örö
roÖro évóoxo; «. évéro» roö Eignvoôixoo roſ Ävxxproſ roö.
rórou ri; 32.roß; rov.
-- -- } e

S„ */ *". , , / A-.. .. » A. »
Häxeo: r; Evóoxou raürm; ße 6atógstag Stavyärrera eig
riv Trep ävatpéost»; «irraw. -

H. a« ex«--
- - Ap. 487.
Eav h Treo vagégéto: argt; pavi, xxrà rä äp6px 481,
485 xai 486, ärzpäôexroç, sicáyera äwurépéro; ü766egt;,
Ers)eia roö Trapa rg Äpeit» II 79 Eiaayye)éo;, ei; rö äxpo
«Tiptov roöAxxormgio» Toürov, örrou, äxousbeiom; rig äxbégato;
Äpstorayirou rwö; xxi roö EioxyysXéo, ätroëöitererx hairma,
xa ö irrnbei; iôtérm: kxryopo;, troXtrxö; Eváyov h «ara
&xagué o;, ör06äXXerx ei; ºrgóggov äxarov Apxxlöw xx ei:
tv txxgouiſv röv éöôov. -

Age 488.
Eàv Trept ävxpéso; arg pa» , «arà rä äpbox 481,
485 xai 486, trapaôexti, oi xxraôxxg6évres, oi iôtörat xar
Yopot xxi oi toxxrixö; év4yovre; xXmrs ovrat ävvreg6éro;, är
pex.six roö Trapà ré Ageld IIáy6 Eiaayys)éoç, si: rd äxpoar
pov, «xra row iv rot: ä6go; 162, 163 xxi 19o - 192 ºpt
ouévov türov. - -

A66ß. 489. --

Ax và yy xÖgo; + xXia;, Tpéret và Yystpaſ usr ävr


Yeäpo» ré» Teö, ävascrv MöYov (äpp. 483 ) si; rob; v re
D 241 e;
Art. 486. -

Von der im vorigen Art. 485 N” 1, angeordneten


Hinterlegung der Strafgelder sind nur diejenigen frei,
welche:
1) zu einer Verbrechensstrafe verurtheilt worden
sind;
2) durch ein vom Eparchen bescheinigtes Zeugniss
des Bürgermeisters ihres Wohnortes nachweisen, dass
ihr Vermoegen und Erwerb nicht hinreicht, um ohne
Beschränkung ihres und ihrer Familie nothdürftigsten
Lebensunterhaltes diese Summe zu erlegen, und dieses
auch noch vor dem Friedensrichter oder Untersuchungs
richter ihres Aufenthaltsortes eidlich erhärten. -

Das über die eidliche Erhaertung aufzusetzende Proto


koll ist der Cassationserklaerung beizufügen.
YIII. Verfahren.
- Art. 487.
Erscheint das Cassationsgesuch nach Art. 481, 485
und 486 unzulässig, so ist die Sache ohne weiteres auf
Betreiben des Generalprocurators in die „Audienz des
Cassationsgerichtes zu bringen, und dort, nach Anhör
ung des Berichtes eines Cassationsrathes und des Gene
ralprocurators zu verwerfen, und der unterliegende
Privatankläger, Civilklaeger oder Verurtheilte in eine
Geldstrafe von einhundert Drachmen und in die Kosten
zu verurtheilen.
Art. 488. -

Erscheint das Cassationsgesuch nach Art. 481, 485


und 486 als zulässig, so sind die Verurtheilten, die Pri
vatanklaeger und Civilkläger unverzüglich auf Anstehen
des Generalprocurators in der in Art. 162, 163 und 19o
–92 bestimmten Form in die Audienz zu laden.
Die oeffentlichen Ankläger sollen nicht vorgeladen,
vielmehr durch den Generalprocurator selbst vertreten
werden. -

Art. 489.
Zur Gültigkeit der Ladung ist erforderlich, dass die
selbe den im vorigen Art. 488 genannten Partheien we
"», 16
X> 242 SF
Treo Yovuév ä699 488 vapssouéve»: 3x8xou, roö).yor
öxrè» uépx; Trpiv rñ: Trö; upävor» aöröv Tºpogëttegativn:
öxasiuou iépa, étrºpoXartouévm; ri: xxrä AóYov roö äro-iſ
ſ«ro; Traparäseo: rſ: rpobeguia; r«ürm: (ägbp. 163).
Ägbo. 490.
H év rº äxpoxrmpio avºirmot; ägysrat ävaywóoxowro; #x-
6sow ävög röv Äpeorxytröv.
Erstra äYopsüet ö rñv ävaipsaw airöv # ö érirpoTó; rou,
xxi uer aÖröv 6 xarà roö örolov mreirat ävaipsat; # öéri
tpotrog «üroö.
Exrög rñ; avratroxg7ix: xx rñ: ErxyrxToXoyix;, &èv är
rpétrerat äXAm ävºrru;.
Eà» ö Trapá rº Äpsi» IIáyº Eaayyé)eb; öé» Ärov aöró: oö
ros &äôxo, äYogsie ägyxro; trávrov, ps & #rsrat i äró
pxot;.

Ägg. 49.
Ei; rod; 60pü6ou; pagºdovrx rä év ro; ägpa; 366-37o
égouév« si; öé tiv auñrmat «öry, rä &à röv äppcov 399
4o2 öxrer«Yºéva.
Ä%. 492.
Ä» xai r; röv xxrà rö ä6gov 488 x)mreußévrov &ux&ixtov
öèv vepaviobm, ägyerx uo}owroGro auſtma, ävxyvöoxoy
ro; #xhscr» ävö; töy Ägstoraytröv.
Miº Eupay:ävro; roö rn» äxópoow zoºvro: i roſ ärrpó
rev züros, sº AxxTigov, äxoſsa» töv EaayyeXL«, äroöéirrst
rºv airnov, «ai xzt. 3. - röv irrºhévr« ei; Tpóguovéxaröv
Apaxgöw xx es rºy TX.poujºv röv éöôov.
F?» öé öxx oö Yverz: Trept ävatpéaso; «irma; &évéve
avigº, aumrs ró AxxTigov, 6: vºx eiyov éupavc67 ö\o oi
d,4öxot.
Kar äuporéga: r&; Treptoráas; ôäſsiva ärdexri i äya
xor rF; xar ée unv ärop&asog.
E>. Ärópa o t;.
Ägbo. 493
Eav tregi &aupéaso; airma;, äxrö; ri: rspTróoso: roö
3-D- 243 S.

migstens acht Tage vor dem zu deren Erscheinen be


stimmten Audienztage, vorbehaltlich der Vermehrun
nach Verhältniss der Entfernung (Art. 163); und zuglei
cher Zeit eine Abschrift der Cassationsgründe (Art. 483)
zugestellt werde.
Art. 49o. -

Die Audienz beginnt mit dem Berichte eines Cas


sationsrathes.
Dann hat der Cassationskläger oder dessen Bevoll
mächtigter das Wort. - ".

Ausser der Replik und Duplik ist keine weitere Erör


terung zu gestatten.
War der Generalprocurator nicht selbst Parthei, so
ist ihm ganz zuletzt das Wort zu gestatten, worauf so
dann das Urtheil erfolgt.
Art. 491.
Hinsichtlich der Ruhestoerungen gelten die Bestim
mungen der Art. 366–37o, in Beziehung auf die Ver
handlung selbst aber die Verfügungen der Art. 399–
4o2. - -

Art. 492.
Wenn auf die Vorladung eine der nach Art. 488 vor
geladenen Partheien nicht erscheint, so ist nach dem
Berichte eines Cassationsrathes dennoch zur Verhand
lung zu schreiten. -

Beim Ausbleiben des Cassationsklaegers oder seines Be


vollmächtigten soll nach Anhoerung des Generalprocura
tors das Gesuch verworfen, und der Unterliegende in
eine Geldstrafe von einhundert Drachmen und in die
Kosten verurtheilt werden.
Beim Ausbleiben des Cassationsbeklagten wird über
die Zulässigkeit und über den Grund der Sache verhan
delt, wie beim Erscheinen saemmtlicher Partheien.
In beiden Faellen ist gegen das Contumacialurtheil
keine Opposition mehr zulaessig.
IX. Urtheil.
Art. 493. -

Wird das Cassationsgesuch ausser dem Falle des Art,


16“
-
AD- 244 G.
ägboºp 487, äroßpº 6: rapzöexro: ävurorexro;, «arx
»* e t 9 A / W /

öx&era ö rr bei iötórm: «xt yogo: xx ro)urt.d: &äôxo:


ei; re ró éxarov Ap«Yuſºv ºrgóGruov, xt si; Tr)mptown» äxxröv
eigér Apaxtºy Tgo; ätrompioow roö vxigavro; &aôixou.
Oi &é irrmbévre: xxtryogoéuevo, Exrö: röv tri xxxoupyſ
luxr. xxrxôxxg6évrov, ör06ä\\ovra ei; uóvov ró Trpörtuov röv
éxxröv Ap«Yvöv.
Äebe. 494. A

Amuöovot ÖTräxXmAot, ääv Trapioravrat dç retoüro ei: rö Axx


giptov trgö; ävxipsaw, mrouuévaveire traß «üröv, sire xar «ö-
röv, öév xxraôxáovrai trors ei: rpóortuov, oöö röxásrat
Yºgo «üróvárompicoat.
Äpp. 495.
'E&» , regt ävxpéaso; «irma; äxoßp6 ö: ärxpáčexro;
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Grv r; «örig äropägelog.
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Äßb. 496.
'Eà» öé Treo vagéseo: arms: «p6 6ägtuo; xai äropa
so äv3 ges;, äroôtöovrat rä xatá rö ägbpov 485 Trapx
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Ähg. 497.
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Ähp. 498.
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(ägg. 77 vx 78), yºxx röy y Toi: ägbeo: 263 ägb. 1,


268, 36o ä26. 2-4, rä ägbet» 4o7 ägd. 2-9, häebe»
458 p6. 1 - 17, äggº 473 öxXxp6xvouévov Tserréos",
AD 245 SF
487 als unzulaessig oder als ungegründet verworfen, so
ist der unterliegende Privatankläger und die unterlie
gende Civilparthei ausser der Geldstrafe von 1oo Drach
men noch in einen Schadensersatz von wenigstens ein
hundert Drachmen zu Gunsten der obsiegenden Par
thei zu verurtheilen.
Die unterliegenden Beschuldigten, mit Ausnahme der
zu einer Verbrechensstrafe Verurtheilten, sollen jedoch
nur in die Geldstrafe von einhundert Drachmen verur
theilt werden.
Art. 494.
Oeffentliche Beamte, wenn sie in dieser Eigenschaft
als Cassationskläger oder Cassationsbeklagte aufgetreten
sind, sollen nie in Geldstrafe verurtheilt, und auch zu ihren
Gunsten kein Schadensersatz ausgesprochen werden.
Art. 495.
Ist ein Cassationsgesuch als unzulässig oder unge
gründet verworfen worden, so darf gegen dasselbe Ur
theil keine Cassation mehr nachgesucht werden.
Art. 496.
Wurde das Cassationsgesuch für begründet gefunden,
und die Cassation wirklich ausgesprochen, so sind die
nach Art. 485 hinterlegten Strafgelder auch dann zu
rückzugeben, wenn die Zurückgabe auszusprechen im
Urtheile vergessen worden seyn sollte.
Hinsichtlich einer neuerdings angeordneten Verhand
lung gelten die Bestimmungen des Art. 51o.
Art. 497.
Wurde wegen Incompetenz des Gerichtes cassirt, so
ist zu gleicher Zeit die Verweisung an das competente
Gericht auszusprechen, dieses im Urtheile genau zu be
zeichnen, und der unterliegende Theil in die Kosten zu
verurtheilen.
Art. 498.
Wenn wegen Mangel der Oeffentlichkeit (Art. 77 und
78) oder wegen der im Art. 263 N° 1,268, 36o N°2-4,
oder im Art. 407 N” 2 – 9 einschliesslich, oder Art.
458 N” –17 einschliesslich, oder Art. 473 vorher
AS-246 S.
6 Äpeto: IIáyo; äropavera uóvov rñv ävxipsaw, garaôx&et
röv irrmbévra ei; riv Trºmpoujºy röv ééöov, xai Trapatrépret
érstra tiv 8xmv, rpö; véxv goºſtmow, ei: öuoetöé; xx igo6:0-
utov Axxg prov IIraquaroôxÖv, II).ruv.exetoôxöv j Kaxoop
yoôxſov, ä\\0, traßéxeivo, roö öroiou ävypéby ärópas.
Äpºe. 499.
Tö Axxg pov, ó &xx xö örá\\n\0, ix r; äguyYvégoo
Trapaôpopf; roö örolov rpof Abev h äxupérn, europe váxarx
xxg67 sv rſ «ör äropágst si; Äronuitogov, st: tv Tr\ngto
uñv röv Zöôov, éxrd; öé roörou, «ara tä; reggäoe;, kai ei:
rejayya; «xi ä\\x; trowäg.
Ägbp. 5oo.
'Ev, vex« Trapx).stoßsion; Trapaßéreo: roš vixovro; ä6poo
roG IIovxo Nóuov, xarx tiv trºpirroow röv ägbpov 41, 263
äg6. 2, 268, 36o äg6. 5, 4o7 #ph. 1 o, xai 458 äp6. 18,
évéxsv ša.«)uévm; épapuoYi; . ev Foög égumvsia; roö IIorvtxoſ
Nóuou, xxtà rä ägbp. 41, 263 äp6. 3,268, 36o äp6. 6, 4o7
ä6. - 1 xxi 458 ä06, 19, éYvey ävagsg;, &év äropaivera ö
Äpsto: IIxyo, Tºv rapatrouTiv, &XX' épapp.de: # Traparibmatv
ög6ö; «öro; oöro; tö äp6pov roG IIovxoÖ Nóuou' kai, ixv ôäv
üträgyy xoMäquo; Tpät, äroXüe äyreXö: rov waroôxagbévra.
'Exv ei; rñv reXeurxiav Trépixrooy karà rd ägbpov 86öttºo
yovv ToXtrxx ärxtrast;, äropage: «xi Trepi xöröv ö Ägsvo:
IIxYo;.
f. Ex ré As a . .
Ägo. o1.
f, rag& roſ 'Apsiod Häyou Exôobeica ärópagt: réu Fera ävu
regbéro; Fó roö Tr»ß «Ör Eig«YYs)éo; si; roy Eig«YYs)éx
roö äguoôiov Axagºgiou röv Eperſöw IIgoroëxöv, Foo; äus
gov &mgogieuar» kri Extéxegv.
'Exrd; roürov, ärraga &trópxot; roö. Ageiou IIáYoo, xxray
vó3xova« ävziosa» , örgoasusrz öx roö türo öxtravy rai
irrmbévroç, va Ypäpsta sig rd Trep6ópov roG Trpororuttov r.
êvxpebsion; «trop&asco. -
Ze 247 SE
sehenen Fälle cassirt worden ist, so hat das Cassations
gericht bloss die Cassation auszusprechen, den unterlie
genden Theil in die Kosten zu verurtheilen, und dann
die Sache zur neuen Verhandlung an ein anderes Polizei-,
Zuchtpolizei-oder Assisengericht von demselben Rang
und derselben Eigenschaft, als dasjenige war, dessen
Urtheil cassirt worden ist, zu verweisen.
Art. 499.
Dasjenige Gericht, oder derjenige richterliche Beamte,
welcher durch grobes Versehen die Nullität veranlasst
hat, kann in demselben Urtheile persoenlich in Schadens
ersatz, in die Kosten, und ausserdem noch nach Um
ständen in Disciplinar-oder andere Strafen verurtheilt
werden.
Art. 5oo.
Wurde wegen unterlassener Anführung des Strafge
setzes im Falle des Art. 41, 263 N” 2, 268, 36o N”
5, 4o7 N" 1o und 458 N" 18; oder wegen falscher
Auslegung oder falscher Anwendung eines Strafgesetzes
nach Art. 4 , 263 N”, 3, 268, 36o N" 6, 4o7 N"
11, und 458 N” 19 cassirt, so ist keine Verweisung
auszusprechen, sondern das Cassationsgericht hat selbst
das richtige Gesetz anzuwenden oder anzuführen, und
im Falle, dass keine strafbare Handlung vorliegt, ganz
freizusprechen. -

Sollten im letzten Falle nach Art. 86 privatrechtliche


Ansprüche geltend gemacht werden, so hat auch darüber
das Cassationsgericht zu erkennen.
X. Wollzug.
Art. 5o1.
Das vom Cassationsgerichte erlassene Urtheil ist vom
Generalprocurator unverzüglich an den Staats-oder Ge
neralprocurator des zustaendigen Gerichtes zur unge
säumten Publication und Execution zu überschicken. -
Auch soll jedes Urtheil des Cassationsgerichtes, wenn
Cassation ausgesprochen worden ist, auf Kosten des
unterliegenden Theils gedruckt und am Rande des Ori
ginals des cassirten Urtheiles eingeschrieben werden.
FED 248 «Sº
KEPAAAION TPITON.

Erayáxmt; rñ; ávaxpiasco.


Ä. II : ? trt 66 et 3 rig & Trav «X ſe o;.
Äphp. 5o2.
'Eav öxarnyogoſpevo; ärre) ü6m (äpp. 84), öèv Ä TrXé
ow étavo Xmt; rig ävaxpissto, Ög rpö; rñv tra&#tv, i hv Syévéro
j &trö)uot;.
Ägbo. 5o3.
'Eav öxarnyogoóuevo x«rešovácbm, eiurope và Ärmbº. A
A& uévoy Trpčg ró ovupépov «ÖroG, héravº XY; TF: äv«xpi
osco;, sire Taſ «ÖroG roö öiou sirs Trapz roſ Elgayye)éco; roS
&ºuoôiou Axagºgiou töy 'Eperöv h röv IIgoroöxöv, si; Uóva;
rä; éi; Trspurróost;:
1. 'E&v &ü0 äv6ptotro , Svexx roſ «Öroö tt).ruus) garo: Ä
xxxoupyruaroç, xxrsöxágómoav ôtà öÜo Zapópov étropáostov, xxi
Yivsrat äv«u 6óAto; öf)ov éx rñ; ovyxpioso; &uporépcov , ört
ó ei; röv &óo eivox &6öog“
2. Eav r; xxrsöxágón vexx póvov, xx ö öße» povsubs;
&# Är.“

3. Eà» ei: Än)siove: 4 prue, orweg u«prügmaav y rä


&xpoarmgip xarx roö «rºyopoupévov, bre6) ſing«v ei; öixmv
ävexa soôouagroix, # épu).axia6max» Äön, i roö\áxgov ée«
öóbn xar «üröv évra) ua GUXX ſeto.
B. A zö tx «g «.
Ägdg. 5o4.
H regt érava so: rfg ävaxgigeo; «irma; Yiver«. Trapk
ré Egayyé)ei roö Ageiou IläYoo.
Ägbo. 5o5.
Ö Äpeto: IIáyog, Evörlogix goveôgtäger, rgorsivovro; ros
raß aörp EoxYYXo;: - - *)

1. Evr reprrécs roS ä6gºv 5o3 äg6. 1, ävatgefäp


porés«; rä; ätropáset; , xx Trapatréutret tiv öxtv ei; ö..oe.de:
» A- V t - »

x 5066. ov Azaorépov äA).0, traf #x-Fºx, rä öroix ärreſh


vavro r&; ööe ävrtpaaxoüax; &tro?&ºes“
D 249 Es
DRITTES CAPITEL.
Wiederaufnahme der Untersuchung.
I. Faelle der Wiederaufnahme.
Art. 5o2. -;"-

Wurde der Beschuldigte freigesprochen (Art. 84), so


findet hinsichtlich der That, wesswegen, die Freisprech
ung erfolgte, keine Wiederaufnahme der Untersuchung
mehr statt.
Art. 5o3.
Wurde der Beschuldigte verurtheilt, so kann, indes
sen blos zu seinem Vortheile, die Wiederaufnahme der
Untersuchung von ihm selbst oder von dem zustaendigen
Staats-oder Generalprocurator, jedoch nur in folgenden
Faellen, nachgesucht werden:
) wenn zwei Individuen Wegen desselben Vergehens
oder Verbrechens durch zwei verschiedene Erkenntnisse
verurtheilt werden sind, und aus der Vergleichung bei
der die Unschuld. Eines dieser Individuen unbezweifelt
hervorgeht; - -

2) wenn jemand wegen Mord verurtheilt worden ist,


und der angeblich Ermordete sich noh am Leben be
findet; - -

3) wenn ein oder mehrere Zeugen, welche in der Au


dienz gegen den Beschuldigten ausgesagt hºhen, wegen
falschen Zeugnisses in Untersuchung gezogen und be
reits verhaftet oder wenigstens ein Vorführungsbefehl
gegen sie erlassen worden ist.
II. Verfahren.
Art. 504. -

Die Wiederaufnahme der Untersuchung ist bei dem


Generalprocurator am Cassationsgerichte nachzusuchen.
Art. 5o5.
Das Cassationsgericht hat in oeffentlicher Sitzung auf
den Antrag des Generalprocurators:
1) im Falle des Art. 5o3 N° 1, die beiden Urtheile
zu cassiren, und die Sache zur neuen Verhandlung vor
ein anderes Gericht von demselben Rang und derselben
Eigenschaft, als diejenigen waren, Ä die beiden
widersprechenden Urtheile gefällt haben, zu verweisen;
FS- 25o SE

2. Ev. r Treptºrróge roö ägbpoo 5o3 äpb. 2 xai 5 vx


créXXe rivéxréXsarv ti; ätropactsbeiom; Fowig, éav «ürmöév
Exre)écbm eigér, xx étrouévo, Sv r Treptºrróost roſ ägbpov 5o3
&gt6. 2, Trpooôtope tö AxaFiptov röv IIgoroöxóy , évérov
roö öroio Tºpétret vä ße6ato6 raörórm: roö r övro; xxi
Fßey powev6éro, xai v& ávayvogtabº & äropcost».
Evöé r; Treptºrróge roö ägpoo 5o3 äpb. 3, ö EgayYeMed;
ëxeivou roö Axagmpiou röv Eperöv ? Ilpooôxöv , ró öroov
Trpózetta va ixõxágſ rivévex« euôgaprupia: eloaxbeigav
äváxpow, trag«YéXXsra v2 xovororº ei: ro» Äpetow II«Yov
tiv vxapó éxôobmaouévmv ärtópaar
Ägbp. 506.
Koworornbeirº: rs ävrſ ä929 505 ägb. 2 ävapegouéºn:
Trep raörörmro; ärop&aso;, Yafº Ägso: IIayo; rºy trot»-
xiv ärópag», xai Trapatrégºe Ty öixn», rpö; véay guirnov,
ei: äXXo Trapz rö ärzYyeTº tiv ätrópaary AxxTiptov Kaxovº
Yoôxöv.
Äphp. 5o7.
'Eav ö ävéx« evºuzgruez; es äváxpaw ör06Xrbei; uápru:
ävayvog:cº iyaº, Azaºxas. #zei Fessu«.
XOLL, 7

Äpso; IIáYo; rº «opas", vez zn: Fox ºrs erarz


Xº.; r; yºfasco , ötarárrst véav Gojraw rñ; trotv
x Sixn «fa rg äuoôip Axagºgito, örov röre o. ävexx e
öouagrº* xxraôxxg6évre; u.ägrupé; öév öuvavrat tXéov và
éZero Jöogy.
Abp. 5o8.
Exy ö ei; äváxpow üTro6x76ei; u.ärv; &év x«rsöxágón,
Großsirrera trapa roö 'Apeiou IhäYou, xxrx rpórxow to traß
«örg Eis«YYs)éto;, trepi irava) so: r ävaxpaeo: airma,
xa öxrärrera ex véou héxtéXsst; ri; Trowic, ääv «ürm siyev
ävagax, xarà rö ägpov 5o5 p6. 2.
Agbº. 5o9.
Tiv év ro; ä6pot: 5o5-5o7 ävxpepouérºv äv«gegv ätro
Paivstat ó Äpero: IIáYo; äxóum xai örav:
1. A ävatpe6mgäueva äropäoet; örs6) 6maa» ei; tiv
irrixºgy to Apelov IIáyov k« äröipm | ävageg; «öröv.-
S-251 S
*-

2) im Falle des Art. 5o3 N" 2, und 3, den Vollzug


der erkannten Strafe einzustellen, wenn dieselbe nh
nicht vollzogen, und dann im Falle des Art. 5o3”
2, ein Bezirksgericht zu bezeichnen, vor welchem die
Identitaet des noch Lebenden angeblich Ermordeten zu
constantiren, und durch ein Urtheil anzuerkennen ist.
Im Falle des Art. 5o3 N” 3, aber soll dem Staats
oder Generalprocurator desjenigen Gerichtes, bei wel
chem die wegen falschen Zeugnisses eingeleitete Unter
suchung abzuurtheilen ist, die Vorlage des seiner Zeit
zu erlassenden Erkenntnisses aufgetragen werden.
Art. 5o6. -

Auf die Vorlegung des im Art. 5o5 N” 2, erwaehnten


Identitaets-Urtheiles hat das Cassationsgericht das Straf
urtheil zu cassuren, und die Sache zur neuen Verhand
lung vor ein anderes Assisengericht, als dasjenige war,
welches das Urtheil gesprochen, zu verweisen.
Art. 5o7.
Wird der wegen falschen Zeugnisses in Untersuchung
gezogene Zeuge schuldig erkannt, und verurtheilt, so
hat das Cassationsgericht sofort das Urtheil, wesswe
gen die Wiederaufnahme der Untersuchung nachge
sucht worden ist aufzuheben, und eine neue Verhand
lung des Straffalles bei dem zuständigen Gerichte anzu
ordnen, wo sodann die wegen falschen Zeugnisses verur
theilten Zeugen nicht mehr vernommen werden dürfen.
Art. 5o8. «.

Wurde der in Untersuchung gezogene Zeuge nicht


verurtheilt, so ist das Gesuch um Wiederaufnahme der
Untersuchung auf Antrag des Generalprocurators von
dem Cassationsgerichte abzuweisen, und der Vollzug
der Strafe, wenn derselbe nach Art. 5o5 N” 2, einge
stellt worden, wieder anzuordnen.
Art. 5o9.
Die in Art. 5o5–5o7 erwaehnte Cassation ist sogar
dann auszusprechen, wenn: -

1) die zu cassirenden Urtheile früher schon der Beur


theilung des Cassationsgerichtes unterlegen, und die
Cassation verworfen worden ist;
S- 252 S.

2. Ö ºrgórepov xxraôxacbei; dév t)éov. Ei; tiv repi


troow raürmv ôtopier« sº érayyéXuxto: ei; róv ätro6xvóvrx
ouw Yopog, ög tg öre«orist T& auupépovrá rov xarà riv &tx
öxagiav.
Ap60. 51o.
'Eà» ei: rw«, xarà rà ägbox 5o5-5o7, #x véov öxrayßeTax»
syÄrmaw, öèv vat &uvaröv vá rposay6ägt Tr).éov oi trpórspov
šZer«obévre; uáprupe: , ävaywóoxovrat ««i Xapéävovrat ör'
öw v r äxpoarmpip, är trow äxugórnro; ri; &aöxasia,
«i röv g«prüpcov Ex6éssig.
TMHMA EKTON.

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2 rpar or tx? 3 x m.
- - -

A. IIs ttt 6o e . : ri g par or tx? ; 3 x m.


Ägp. 51 1.
H Fßartort«h öixn öarärrera #vexa röv ää; xxxoupYº
º.ärov: er / " W. e/ ? / W / 3 /

1. Evex« gráostoc, x» aürm Estáhm xai xxrégm äriuovo:


êr rosoÖrov, égé, Trö: äroxxrägtao» ri; Guyix; xxi äopa
Aex, eivx &v4yxm Exräxrov pérgov“
e? A

2. Evex« pévov, Xygeia:, Trstpareix: xx trugtro) geo:, Ex»


t& xxxougyºuxra r«Ür« müEnoxv oüro, öge ra guy 67 Ba
Fxx uéox ôé» expxoöv TrXéov ei; ärroxxragaow r; havXx:.
/ –“

4- B. 2u vé Tret & t.

Ägbo. 51 2.
A vóu...ot ouvéreat ti; Egartorož: ôixm; evxt:
1. Ört h raxrx Trorvtx? ôxxoôogix trxée & Exeva; r&;
xxxove Yix xx év éxeva; rxis êtrzº/ix;, ôta rä; öroia:
ôtsräybn änrö; † Foxrorx Sixn
2. Ör o xxragávre; évoyo Xaxopgyºuaró: rwo, örrayo
P.évou ei; riv gpartorxy Fixn», Zuwäovra vrög exooreogä
pov 62öv &poö Troog Ybra«v ei; rö Foxrttor göv öxxarowo»
Tö; Erxgw, xx öév GuyyogeTra si; aÖrod; vöxóvr ués»
# ºsz: Yzero, ErvXatrouévoy röv iv rº äch?» 537 Ög
Guevov.
AD 253 E
2) der früher Verurtheilte nicht mehr am Leben seyn
sollte. In diesem Falle ist demselben ein Vertheidiger
von Amtswegen zu geben, welcher das Interesse des
Verstorbenen bei dem Verfahren zu wahren hat. -

- Art. 51 o.
Koennen bei einer nach Art. 5o5–5o7 neuerdings
angeordneten Verhandlung die früher vernommenen
Zeugen nicht mehr vorgeführt werden, so sind die Zeu
genprotokolle, bei Strafe der Nichtigkeit des Verfahrens,
in der Audienz zu verlesen und zu berücksichtigen.
SECHSTE ABTHEILUNG.
Standrecht.
I. Faelle des Standrechtes.
Art. 51 1.
Das Standrecht kann wegen folgender Verbrechen an
geordnet werden: -

1) wegen Aufruhrs, wenn dieser an Umfang und


Hartnäckigkeit so weit gediehen ist, dass ausserordentli
che Massregeln zur Herstellung der Ruhe und Sicherheit
nothwendig sind; -

2) wegen Mord, Raub, Seeräuberei und Brandlegung,


wenn diese Verbrechen in der Art überhandgenommen
haben, dass die ordentlichen Zwangsmittel zur Wieder
herstellung der Ruhe nicht mehr genügen.
II. // irkungen.
Art. 512. -

Die rechtlichen Wirkungen des Standrechtes sind:


1) die ordentliche Strafgerichtsbarkeit tritt in Anseh--
ung derjenigen Verbrechen, und innerhalb derjenigen
Bezirke, für welche das Standrecht namentlich angeord
net ist, ausser Wirksamkeit;
2) über diejenigen, welche sich eines dem Standrech
te unterworfenen Verbrechens schuldig gemacht haben,
soll innerhalb vier und zwanzig Stunden nachdem sie
zum Verhör vor das Standrecht gestellt worden sind, ge
richtet werden, und zwar ohne Zulassung eines Rechts
mittels oder Gnadengesuches, vorbehaltlich der Bestim
mungen des Art. 537; -
S-254 S.
3. Ör öso in AyY6maay i goXóyngay, ört, äpoö Sexngſ
Y6m i garttorrº öixm, xarégmoav évoyot # ouvévoyo xxxoop
uxroç, üTrayouévou ei; rä öl exräxtov geartcorxñ; 3ixm:
««äueva, ört zöoxav ßo betäv riva, rtuogoövrat ué 6ävx
rov, sire ößxbuö, »e öv ärgaavoüro ró xaxoügymua, ruto
peirat Äöm v rp IIowx Nóup &ä ri; trowä; roö 6avarov,
sits ui, xai umö ö\to: Xau,6avouévov ör ör» röv #xappvvou
aÖv treetgágeo», «i étroia ºdexow govre)ége ruyèv évérov roº.
raxrxoſ Axagmpiou örêp roö xxxoupy gavroç.
4. H ápuoôörm: roſ geart«rgoſ Axagºgio, Exreivera:
avsagéro; p är«vra; roö; aÖroupYoèg xai ouvariouç, xx6è»;
xa épätxvra;, öoot xaß' öroovöñrore rpórov auveréXsca» ei:
ró xaxoógymu«, trapéºyov ºr toüroßoſexy.
T. Axa i ou. « roö ö «t & a 6 e v riv g par or tx?»
& i x . v.
»/

e --
Äpbe. 51 3. / --

Móvo; ö Bag)sö; #yst rôöxaioux roſ öxtágasw r» ggx


ritorixiv öixmv.
- v » - " ,
/ W / W / - S
OéXet &é axoüst trävrore
/
regi roérov tiv Yvóuºv roö rroug
. V

Yxoſ Souéouxiou. *
Kar aigsaw éuo;, &av #x #: ßpaôürnro: rpoxérry rgo
pxvi; xvöuvoç, öövara ö Nou.ag/n, Guve»vooüuevo ver& roſ
IIgoéôpov roD ävixoyro; AxxTºpiou röv ITAYuu.eXsoôtxöv, và
/ " »/ - - /

&axmgör rºy vxer» ri; Farorx : 3ixm:.


A'. Ä. u. o 3 : 6 r . . 3/

Ä6p. 51 4.
- H &ouoãºrm: roö Exräxtou Fear.corxoJ Axagmpiou éxreive
rat ép äravra; rob; örmxöov; roö Bag).éto:
/ e/ 2
, xai ëtt ëxsivova
* »

Fposér, orwe:, xxtá rö ä6pov 36, yow iôtéovoav &xato


&ogav.
E. S ü v6 s a . : r o ÖA 1 x «g m p | 0 v.3/

W W. »/ -- f
Ägo. 515.
%- V » / - /

Ax vx éyouw «ögo: « auImraet; xai äropäoet: roö éxrä


xro» gpartorxoö Axaormio», ärxtrerat re güutrpau; Trévre
Axacº, gregºzpéºoººº TO) neoºººº za ro» Aaº
- / - / A - -

roö, xxi h Trapovoix évo; Eig«YYe Xé»: IIgoroöxiov xoxt sv0.

Tpatºuaréco,.
PS- 155 S.

3) alle diejenigen, welche überwiesen oder gestaendig


sind, sich nach verkündetem Standrechte eines zur
standrechtlichen Behandlung geeigneten Verbrechens
schuldig oder mitschuldig gemacht, oder auch nur Hülfe
dabei geleistet zu haben, werden mit dem Tode bestraft,
ohne Unterschied, ob der von ihnen verschuldete Grad
des Verbrechens schon im Strafgesetzbuche mit der To
desstrafe bedroht ist oder nicht, und ohne Rücksicht auf
mildernde Umstaende, welche dem Verbrecher allenfalls
vor dem ordentlichen Richter zu statten kommen dürften;
4) die Zustaendigkeit des standrechtlichen Gerichtes
erstreckt sich über alle Urheber und Theilnehmer, so
wie über alle, welche zu dem Verbrechen auf irgend eine
Weise mitgewirkt, oder dabei Hülfe geleistet haben,
ohne irgend eine Ausnahme.
II1. Recht zu dessen Anordnung.
Art. 513.
Die Anordnung des Standrechtes steht nur dem
Koenige zu. -

Derselbe wird hierüber jederzeit den Ministerrath


vernehmen.
Ausnahmsweise soll jedoch, wenn augenscheinliche
Gefahr auf dem Verzuge haftet, der Nomarch des Krei
ses im Einverständnisse mit dem Praesidenten des zu
staendigen Zuchtpolizeigerichtes befugt seyn, den Ein
tritt des Standrechtes zu verfügen.
I/Y. Zustaendigkeit.
Art. 51 4. -

Die Zustaendigkeit des Standrechtes erstreckt sich über


alle Unterthanen, auch über die welche nach Art. 36.
einen besonderen Gerichtsstand haben.
Y. Gerichtspersonal.
Art. 515.
Zur Gültigkeit einer standrechtlichen Verhandlung
und Aburtheilung gehoert die Mitwirkung von fünf Rich
tern, den Praesidenten und Untersuchungsrichter mit
einbegriffen, ferner die Anwesenheit eines Staatsprocu
rators und eines Gerichtsschreibers.
PS-256 Sé
Ägbo. 516.
To5 xrºxrov arpartorixoſ Axagmpiou 6és trgoigaaba i á
nössgo; Axxormpiou Twö; Eperſöw h IDmpus) soôxöv, Är:
röv Eperöv, h rövérreXöv roö. Bao Xxoöggaroö.
-
Oi Axxçai Mauéávovrat xxtà uèv rö utºu
Ä /W. / W. § ix röv Axa
f- A -

göv IIapéöpdv Axaçmeiou rwö; II) muusXetoöxÖv Eperöv,


xxrº öé rö äXXo g.tou éx röv ävorépov áZeuarxÖv "roj Baz
viXxoö kara mpavi «atà 6äAxogav Grparoö. W

'o Egayye)sd: Xau6ävarx éx röv trapa roi; Ax«Fmpio:


roö Kpároo; öopouévtov Eicayye)iov AvregayyeXcov Z
oi Zé Tpaul.«rsi; éx röv #3m &ootouévtov öxaçxöw Teau
paréov.
T& xx6xxovrºx roS Avaxproö Ext)moet ëxeivo: röv äüo
II)rup.exetoôxöv h Eperöv, róv öroſov Äbe)s öopige iri ros
«eou é IIpósö f0;.

Äg6g. 517.
Ei; rà x«6xxowrx röv év riſ Tromyovuévp ä6pp ävapspo
uévov üTraXX Nov épaßudovrat r& év ré Trapóvrt vóup #v Yéve«
óptau.év«.
lôito; &é:
1. “O IIgöeögo; yet amv ſpo» ué ro); XYou; Axaçä;, 3
eu6óve riv guirmaw, éporä xxr& Gep&v rºv Yvóumv röv A
xxFöw, ou XXéYet rä: rpov; xxi ärrayyéXXet t&; äropäge:
2. “O EigxYYs)eb; auXXéyst xai üro6äXXet ei; rö Axagº
etov räç Evavriov roS x«Tmyopoog.évou ä roôeisig, usb öéräyet
"rºv xxt"Yogix» xarx rö ärroré Asgua r; évétrov töv avvyYué
vov Axagöv Yevouévm; ävxxpiasto; , étrºpépst räg évér NöY9
Trporäge; roo xx. Pgovre Tsp ri; éxrs Aéast»; r; Torvºxi:
dropaastog“
3. O Ävaxpuri;sºyet Tiv ävoxſtar», éZeräst rod: uäß
F
rupa: xx röv xxrmyopoüusvov, avXXéye rä; Aorträg äroösis,
xx xõõe rä ävay«xx Trep auNXieto: h puMaxiaso; vrä)-
,AT0L"

4. “O Tzparad; aovráoge tä troaxrxx röv covsözä


SE 257 F
Art. 516.
Der Vorsitz soll entweder dem Praesidenten eines Ap
pellations - oder Zuchtpolizeigerichtes, oder einem Ap
pellationsrathe, oder einem Staabsoffiziere des Koenig
lichen Heeres übertragen werden.
Die Richter sind zur einen Haelfte aus den Richtern
oder Suppleanten eines Zuchtpolizei -- oder Appel
lationsgerichtes, und zur andern Haelfte aus den Ober
offizieren des Koeniglichen Landheeres oder der Marine
zu ernennen.
Der Staatsprocurator wird aus den bei den Gerichten
des Reiches angestellten Staats- oder Generalprocurato
ren oder deren Substituten, desgleichen der Gerichts
schreiber aus den bereits angestellten Gerichtsschrei
bern genommen.
Die Functionen des Untersuchungsrichters sind von
demjenigen der beiden Zuchtpolizeirichter oder Ap
pellationsraethe zu versehen, welchen der Präsident da
für bezeichnen wird.
Art. 517.
Die Amtsverrichtungen der im vorigen Artikel genann
ten Beamten richten sich nach den allgemeinen Besim
mungen gegenwärtigen Gesetzes. Insbesondere hat:
1) der Präsident mit den anderen Richtern gleiches
Stimmrecht, er hat die Leitung der Verhandlung, haelt
die Umfrage, sammelt die Stimmen und verkündet die
Urtheile;
2) der Staatsprocurator hat die Beweise gegen den
Beschuldigten zu sammeln, und dem Gerichte vorzule
gen, dann nach dem Ergebnisse der vor versammeltem
Gerichte verhandelten Untersuchung die Anklage zu
machen, die Schlussantraege zu stellen, und den Voll
zug des Strafurtheiles zu bewerkstelligen;
3) dem Untersuchungsrichter stehet die Führung der
Untersuchung, die Abhoerung der Zeugen, die Verneh
mung des Beschuldigten, die Sammlung der sonstigen
Beweise, und die Erlassung der noethigen Vorführungs
oder Verwahrungsbefehle zu;
4) der Gerichtsschreiber hat ausser der Führung der
17
S. 258 S.
W A º/ » - W º / / v /

asov xa rä; ä\\ag ävaxotry&; éxhéoet;, ppovriſe vá Yway


ra wa rä orträ ävxyxxia éYYpapa, xxi pu)ärre räg räs;
xx rä tregiota éYYoap«.
»/

Ägo. 518.
&O &ogtaud: röv trpö; güvbsay roS éxtäxtou Foxttorzoº
Axxgmpioo äv«Yxxiov ört«XXfxxov Yvsrat öx Bao Xix; äro
/

pxgeog
Ei: öé rñ» Trépiteroov roö äpbpou 513 éöxp. 3, Yvsrat
«ür Trze roö Nouägxov, guys»vooupévov perä FoS IIgoögov
röv II)YuusXetoôxöv.
Ägbp. 519.
Ögg Trooox)m6 troög güçxgy roö Exrºxrou geart»ttxoS
Axagºngiov, öpeiXe, ºr tº «xtà rñ; ägyſosto; rñg örmgsgia;
xxrampouévy Trow (ägg. 481 roS IIowxoS Nóuov), vá rx
psupeh ei; röv Fpogótoptquévov rórov xx Ypóvov, Trap«Xetrov
Träg«v ä\\"v Ötró6egtv.
“O róro; xai ö Ypóvoç ti; avvöôoo rpooë opera avYYfövcos
ué rè öoptquöv röv Axxgöv.
Äg. 52o.
Ö\o oi Axxça, öoo öévéöoxa» sigér röv öxx7xèv óp
x», ögxiovr«, trov ärt ägyigouv # ägyagix: roy, Guy Yu.évo
roLéxrax rougpartor» oö Axxgmpiou, vótroy To Amuxo/oo.
Ägbo. 52 1.
Ko\uouévou roſ IIgoéögov, Toogarx ö xxrà röv ß26uèv
ter aörèv äueoog Ax«gig X(o)uou.évoo öé AxagoG Ttvog,
óTrotocôrrors Axxg 4 % II psôgo; ToD SYYurégo. Axzgrºtou
Töv IIngusXetoôxÖr xx ré).0;, xtoXoouévou roG Eig«YysXeoog,

é trag& ré t).masgégt? AxxTºpio röv II) muus) soöxſov Eig«Y-


sXsö i Avreta«YYe) eb; , Säv eig öxa; raöra; ra; regt Fréaet;
ôèv ôter&ym äXXo T xxrä tiv Ero/y roº öopauoö.
KoXoouévou toö Tea“.27étº, XxuS&vet ró Axxg fºto» tiv
Tsp rorov Foövox», «« ögxis rä, öopaëv:a.
G. II go traf «Ex evai FF ö "7 - r 7 6 t y r 7
g? «t : ó x 7 g.
Äß69. 5 -2.
H Foxrorx &ix Guyxporstrat ei; reva Tö» sº: «örh» ÖTzo
B 259 S.
Sitzungs- und anderen Untersuchungsprotokolle auch
noch die übrigen nothwendigen Schreibereien zu besor
gen, und die Actenund Ueberführungsstücke zu bewahren. -“

Art. 518,
Die Ernennung der zur Besetzung des Standrechtes
noethigen Personen erfolgt durch Koenigl. Entschliessung.
Im Falle des Art. 513 Abs. 3 steht dieselbejedoch aus
nahmsweise dem Nomarchen des Kreises, im Benehmen
mit dem Zuchtpolizeigerichtspräsidenten zu.
- Art. 519
Jeder der zur Besetzung des Standrechtes berufen
wird, hat sich bei Strafe der Amtsverweigerung (Straf
gesetzbuch Art. 481) mit Beiseitesetzung aller anderen Ge
schäfte zur bestimmten Zeit und am bestimmten Orte
einzufinden.
Der Ort und die Zeit des Zusammentrittes sind gleich
zeitig mit der Ernennung zu bestimmen.
Art. 52o.
Sämmtliche Gerichtsmitglieder, welche den Richter
eid noch nicht geleistet hahen, sollen denselben, ehe sie
ihre Functionen antreten, bei versammeltem Standrech
te in die Haende des Nomarchen ablegen. *

Art. 52 1.
Im Verhinderungsfalle des Praesidenten hat der im
Rang nach ihm folgende Richter den Vorsitz zu führen,
im Falle der Verhinderung eines Richters aber ein Rich
ter oder Suppleant des naechsten Zuchtpolizeigerichtes,
und bei einer Verhinderung des Staatsprocurators der
Staatsprocurator des naechsten Zuchtpolizeigerichtes
oder dessen Substitut, wenn für alle diese Fälle bei Ge
legenheit der Ernennung nichts Anderes angeordnet
worden ist. -

Im Verhinderungsfalle des Gerichtsschreibers ist vom


Gerichte selbst die noethige Vorkehrung zu treffen, und
der Ernannte zu beeidigen.
YI. Vorbereitung zur Eraffnung des Standrechtes.
Art. 522.
Das Standrecht ist an einem dem Standrechte unter
.

17
ÄS- 26o S
Youévov róttov & osio, xai örö rivoxérºv ároypéan; v5
TrXou ôováue».
Öbev, äu.« dzsaxßes: r; g.partorxÄ; ôxt;, Tréuttowrx.
- e 7 - » - -

Trapaxßfu« o Trpč; Trepppoögmay «ürf; ävazaio geartöra.


E&v ó Nou.äp/m; öxrän Tiv geartcorxiv öixºv, vvs»voe
tat ué röv Atoxmtiv roS éYYurésov partorzo5 géuxro;, &gt;
Yoeogs v& öcócy äTrapattirog tv äv«Yxaix» ßoffsav.
Ägbp. 523.
“O Nouägym; xx ö FFxgyo; roG rórov, „z avyxporsira.
röéxraxrov gpartorxèv Axxgriptov, öpeiXooy và X46oov tá/-
ça ra ävºxovr« uéro«, öá va éroux36ös rä öx riv ÜType
g«» ävxyxxx oixiuxra xx träy ör äAXo Erarreira öà r»
auvéô piaaw roö Axagºgiou.
Z'. Atax : T 7 : 3 x T x T 0 0 g par or tx H ö ixx z.
Äg. 524.
Äu« Yevouévoy röv äyzyxaito &ogaulöw xx treorapx
g«euÖv, xmgórrsrat Svéeysx ri; #xtáxrov geartcorx; Sixng,
öx ruutzvov ) gaſtrºyov, ei; röv róxov, öà töv öroTov
FtsräY6n.

Eà» Coxrºtoxx öix ösräybn ö ö öx)ngo Erayiav,


& ö)óxºngo» vouöv # öx tXsiovas vovo :, Ä Yve
ra «arà röv Äöm éxrebstuévoy rpótro» uóvo» e; Tiv Tgcore öoo
ox» ri; Traºyia, 7, äy va TroxX«, öxtov röv étag) töv roS vo
wo i röv öxpópo» vouöv zig &é rob; äXXou; öñoo; éxtsXsT
ra, xarä rö öovaröy, öà öruoglov royoxoxx aso;-
Ägbp. 525.
z-
H ei; rö rgonYoſus»ov ägbov ävapsouéym Z xxipu; Exôös -

tat, év óvóuxt roö BxatX5a, Tap& ro Nozºeyoo.


Äux öé Yevegévy; Ä; &axng so, ü037x e; Th» xx6öx
ro, Axag ºpiou, étr. ômgogiou Tvö: TXarex, zugä am 2.x,
W
# :, pu)xrrouévm örrd r; ävayxxx; évóttXov ôováuso;, v.svst
- - -

äxe uéyot ri: Trotrega régéto: rſ: #x:xxrav Textte»Txf; 3xm;.


S- 261 S.

worfenen Orte, oeffentlich und unter hinreichender Be


deckung der bewaffneten Macht zu halten.
Daher soll bei Anordnung des Standrechtes die zu
dessen Bedeckung erforderliche Militaermannschaft so
gleich entsendet werden.
Geht die Anordnung des Standrechtes von dem No
marchen aus, so hat sich derselbe desfalls mit dem näch
sten Militaercommandanten zu benehmen, welcher die
noethige Beihülfe unweigerlich zu leisten hat.
Art. 523.
Der Nomarch oder Eparch des Ortes, wo das Stand
recht gehalten werden soll, ist verbunden, schleunigst
die geeigneten Anstalten zu treffen, damit die noethigen
Amtslocalitaeten, und sonstigen Erfordernisse zur Ge
richtssitzung bereit seyen.
WII. Dessen Verkündung.
Art. 524.
Sobald die noethigen Ernennungen und Vorbereitung
en geschehen sind, wird an dem Orte, für welchen das
Standrecht angeordnet worden ist, unter Trommelschlag
oder Trompetenschall die eingetretene Wirksamkeit des
Standrechtes verkündet.
Wird das Standrecht für eine ganze Eparchie oder
einen ganzen Kreis, oder mehrere Kreise angeordnet,
so ist die Verkündung in der eben bezeichneten Weise
nur am Hauptorte der einzelnen Eparchie, und bezieh
ungsweise der saemmtlichen Eparchien des einen Krei
ses oder der verschiedenen Kreise, in den übrigen Ge
meinden aber nach Moegligkeit durch oeffentlichen An
schlag zu vollziehen.
Art. 525.
Die im vorigen Artikel erwähnte Verkündung wird
im Namen des Koenigs von dem Nomarchen erlassen.
Unmittelbar nach derselben soll an dem zum Gerichts
sitze bestimmten Orte auf einem oeffentlichen Platze eine
rothe Fahne aufgerichtet werden, und unter noethiger
Bewachung bis zur Beendigung des Standrechtes aufge
richtet bleiben. -
ÄS- 262 F:

R
Ägbp. 526.
H &ºxjoué; troérs: v, sº -- A/

1. Nx Treoty? tö siôo; roſ #xºrzzro, ôtà röóriov


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3. N& ä=s)j, ört rä:, F:, 32xmgo/beiam: rº; Extáxtou
Fazrtorti; öixm, Team - 3xogynua, i éruevy e; arö,
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Ägbo. 5-7.
Merakö r; &aôxagia; ro5 #xräxrov gpartorkoG Ax«-
griov xx tig auváboo; &tx Ftxagia; ört«PYou» ai éi oögté
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eſheiac, Erge) sº roö Eaayys)éo;, p.:06 ägyºra ävvrégbé
ro;, svérov roö Axagºgiou govsöstx ro;, i au ira, Öz
xoMax uéyp réXov; &vso öxxoti; ös»:
2. Aèv Yvera Tópagt; Tsp ri; ei: Zixmv sig«YoY7;, aÖäé
gov:2ggsrat äyxXyrºpov Ä
3. Hôta öxzga Fégogi srat ei: éxe vo uóvo» ró zxxoópyr
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4. Aèv Foérst vá ºva6xXsrat höxôxaca && ri: Exxo
Y: goºyócav ös» ö lösópo; roSéxráxtou Foxro7xoG A
xagºpov Jogie - Tºyºyé)uxro; avryogov, é&v ó xxTºyogo -
psvo; # #svÄra zºv Exxoyºv, ExXéyº auf Yogov. ögt; &ev sz
Tosi vx u: «Teupi Yos: avačoſ ris Özöxxa2:
5. fl ävzzotat: regoes tat si; Exevx u.évoy Ta o 3.6ôm Trs
W - / ,»- - - t A f

grarze: rrg Trooaarrous»m; Texgste: , ex rov oFoto» Yvs Tx.


ôºov, ö: «ür eiz 7:25; zo) zaga, ÖFaouérn ei; Thv
32.0öé:/tx to Ezrzzroo Fßartorix,5 Azagºgiov'
6. H ävºxgat; 2x: ? ºtszºo a r: 270össto; Ös» #xoXoo
6é r&; Trag& ro; rxxrz EA Fazio; Jºzyzxx: öxrvTésetz
xxi &ro trouvrx, Tº; Tºy xxtartptow r; Tor 2, Töox U.6vov,
FS- 263 S.

Art. 52ö.
Die Verkündung soll enthalten:
1) die Benennung des Verbrechens, für welches das
Standrecht angeordnet worden;
2) den Refehl von diesem Verbrechen oder dessen
Fortsetzung abzustehen;
3) die Drohung, dass jeder, welcher nach verkünde
tem Standrechte, ein solches Verbrechen begehe, oder
dabei beharre, oder zu solchem auf irgend eine Weise
Hülfe leiste oder anreize, unnachsichtlich mit dem Tode
bestraft werden solle. -

VIII. Verfahren.
Art. 527.
Das standrechtliche Verfahren unterscheidet sich von
dem ordentlichen in folgenden wesentlichen Puncten:
1) ein schriftliches Vorverfahren hat in der Regel nicht
statt, vielmehr soll der Beschuldigte verhaftet, die Zeu
gen auf Betreiben des Staatsprocurators direct vorgela
den, und sodann unverzüglich zur Verhandlung vor ver
sammeltem Gerichte vom Anfange bis zum Ende ohne
Unterbrechung geschritten werden; daher wird:
2) nicht auf Versetzung in den Anklagestand erkannt,
und keine Anklageacte aufgesetzt;
3) das Verfahren ist bloss auf dasjenige Verbrechen zu
beschränken, für welches das Standrecht angeordnet ist;
4) durch die Wahl eines Vertheidigers darf das Ver
fahren niemals aufgehalten werden; es hat daher der
Paesident des Standrechtes einen Vertheidiger von Amts
wegen zu ernennen, wenn der Beschuldigte entweder
die Wahl verweigert, oder einen Vertheidiger waellt,
der nicht ohne Vertagung des Verfahrens herbeigerufen
werden koennte;
5) die Untersuchung selbst erstreckt sich nur auf die
jenigen wesentlichen Umstaende der angeschuldigten That,
aus welchen sich ergiebt, dass sie eine zur Competenz
des Standrechtes gehörige strafrechtliche Handlung sey;
6) die Untersuchung und Beweisführung ist an die
Foermlichkeiten des Verfahrens bei ordentlichen Gerich
ten nicht gebunden, und es wird zum Strafurtheile nur
SD- 264-GH
e 5. I -.. F V A T _ __ 2 / K

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xxg miou Trapg«2évoo.
Ägo. 528.
Ex», xxr #xigsaw, xgissrat ä2Yzaix éYYexpo; Trooxsäxpº
Gº - Yºrz 2öz. auvorrxórata , «ai áxoXoobei ev Ysvet r&
Trép r; vxxpiaso; 69 ausvx.
Ägb. 5 29.
Ö)o: o Trapà rl; IIotoroôxx; Eigxyys)ei: «ai oi v rä5
äg629 17 ävxpeoóusvot ÖFáXX Xo: 6eopoövra: 6; Trep th» ävº
xpav» Borbo To Taga ro éxrºxrp orpartorx Axxarnsig»
EoxYYskéo, xx éyo» zv févst rä ôxx6uara xx à; ÖFo
Yßstösst, tö» Er t; avaxcioso; ÖTraXX Xov.
Ägbo. 53o.
Oi sy tº Tgoryouuév6 äg629 xxpegóuevo , x26ëo: xx Xo:
o Öngöato TexXX7)o xx örmpérx, Ypsogoöv vz #xte). Öv - -
Yºga Tag «irgs: zx. Tx-«YYexix; roö Eig«YYEAsco;, to5 A 2
xproö xx zoö Exxxxrou ToxrottxoG Axzgºgoo.
Töggxrortzöv Axxarptow ôüvxrx vá ruogja? Trehzgy
×äog Toög ßpxôüvovra; ué Yonusrxiv tro viv exoa vsys. ötz
xogicov ôea/t Gºv, x« ué x&tmaw ôüo éco; ösxx753a gov z
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óTroixv, xarx Tod; xx{sgrörx; Foy»ob; vópoo; , EFéau.92» ei;
Ex-05.

Ägbo. 531.
H é» ré äxgozzºgiº Saôxxox eva Gºworrx, xa Yivsrat
év Yéyé. «xrx rä év Toi: p690; 364-4oo xxi 4o3 Ögausvz,
sº Töy v ré ächzt» 527 regisyouévov rporoXoyöw.
Exrög zorov. ö)o o é» r6 äxcoxroto Yvópevo 6ógoSo,
xz &» gégov» g/gsz zxxov Yºuzro; , ßséatovra kai öxao
Tz. 7:292/gr/2.

- ", A V. v.
Äg. 532. * ar» - r.
Ö Avºxx77. X t. TO éxroxrow geartcorx9" Axxçffto» e/0".
ZE- 265 SF

so viel erfordert, als noethig ist, die Richter in ihrem


Gewissen zu überzeugen, dass die That geschehen, und
dass sie von dem vor Gericht stehenden begangen worden
sey.
Art. 528.
Wenn ausnahmsweise ein schriftliches Vorverfahren
für noethig erachtet wird, so ist dasselbe sehr sturma
risch und richtet sich im Ganzen nach den Vorschriften
über das Vorverfahren überhaupt.
Art. 529.
Alle Staatsprocuratoren und saemmtliche in Art. 17
genannten Beamten sind als Hülfsuntersuchungsbeamte
des Staatsprocurators am Standrechte zu betrachten,
mit den Rechten und Verbindlichkeiten der Untersu
chungsbeamten überhaupt.
Art. 53o. -

Die im vorigen Artikel genannten, so wie alle übri


gen oeffentlichen Beamten und Diener, sind verpflichtet,
den Requisitionen und Auftraegen des Staatsprocurators,
so wie des Untersuchungsrichters, und des standrechtli
chen Gerichtes auf das schleunigste zu entsprechen.
Das Standrecht ist befugt, die Saeumigen im Discipli
narwege an Geld von zwanzig bis zweihundert Drach
men und mit Arrest von zwei bis vierzehn Tagen zu
bestrafen, und, wenn ihr Ungehorsam einen schwereren
Character an sich trägt, das standrechtliche Verfahren
gegen sie zu eroeffnen, und die nach den bestehenden
Strafgesetzen verwirkte Strafe gegen sie zum Vollzuge
zu bringen.
- Art. 53-.
Das Verfahren in der Audienz ist summarisch, und
riehtet sich im Ganzen nach den Bestimmungen der Art.
364–4oo und 403 unter den in Art 527 enthaltenen
Beschraenkungen.
Auch sind alle Ruhestoerungen während der Audienz
sogar wenn sie Merkmale eines Verbrechens an sich tra
gen, auf der Stelle zu constatiren und abzuurtheilen.
Art. 532.
Der Untersuchungsrichter und das Standrecht sind
FS. 266 Sº
rd &xaicopa v& Trpooxx)oÖv trapaygåga ö2 Topogxſöw &arx
Yüv rob; &vayxaiou: u.ägtugz; , örzoo & Foré z2 &v öºry oöro
évêä &trebeiz, v% Ötzrärroov rv & º Gia; Trpo7xytoYñv rºov,
xx v& coog xporoövép öoov Yçó»ov xpvsrat 3 xyzzow.
Ägp. 533.
TeXeo6eiang 7; #» tº 2xfoxrnpip öxôxaoia, Yivsrat ºn
popofia Teg rov éZig º zzº:
1. Ä» tö xxxoüYºu«, ép 9 xxTmyopera öéYxxxoéuevo,
Fva rooGrov, Ögs v& öövatx, xzrx ri» Ysvogérº» 3xxipušºv,
v& öxáerx: Tzoz roö Extáxxo, orgartort«oö Axxg rptoo, xx,
äropagabévro; Öz TXsovoºpix; roö n:äuxro; Toötou xxt«-
27xto,
2. Ex» ö éza Xoügsvo; Äux évoyo; Too »axovº fu.aro;
óg zÜro-Fö; % govaito;.
Ägg. 534.
Twoué : rpoox; 7:sº roöév to Tgoryoupévo ä0699
&aAzußzvouévou ösurégov mruxra , éxzgo; röv Axagöv
Siös rºy ipóv Tov, Xéov: évoy 0 ; i, u. ävo/o .
Tö Axagroov äToyopé Xara tiv rpopopia» ei; ró Tºö.
ôtácxzv ôotºrov.
Ägbº. 535.
'E2» ö 2xtryogojuevo;Expbºn voyo; Jä ri; Äpov röv r).e-
Sve», rö Axzgiptov &tägo; (..::& Th» öruogie av "F; Tsp Evo
X; & Fop aso; ei; Tiv «ötiv guyeöexcy , &xoögxv t&; Trépi
Ti; Sp2p.ogréx; Trowig Fporäge ro) EaxYYexSto: xxi roGau
vºyópov, ätroxyarx ty Fow.xiv 2Fépxa.v.
Äho. 536.
H Trze & ros Exräxzoo crearterroS Axagºgoo ärzYYssia
rw.x #rpac; äyxºëX)zrcº Tºzz/F.a e röv xxraëxx
gévrz zz Exx5).ET:z äveu ávx60Xg.
Ex» ärts«Gian troºvi 6xváro», ägte) Tra «ür Sö öÜo
6996.
Ä F. 537. -

i ézré)sa; ri; Treo bzvarov äropäge»: zvx64 Xsrat uövov


öra» ré Axagiptov ppow, ör 7:äre vá ºrja vörera/YéXrºs
rr. Weg» räg toö arcóxxg05.70;.
sD- 267 Es
berechtigt, die noethigen Zengen, wer diese auch immer
seyn moegen. augenblicklich durch mündliche Befehle
vorrufen, und im Falle der Weigerung mit Gewalt vor
sich bringen zu lassen, auch so iange zurückzubehalten,
als für noethig erachtet wird.
Art. 533.
Nach geendigtem Audienzverfahren wird über folgen
-
»
de Fragen besonders abgestimmt:
1) ob das Verbrechen, dessen der Angeklagte beschel
digt ist, ein solches sey, worüber in Folge der ergange
nen Verkündung standrechtlich gerichtet werden darf?
–und, wenn diese Frage bejahend durch Stimmenmehr
heit entschieden worden ist; -

2) ob der Angeklagte des Verbrechens als Urheber


oder als Theilnehmer oder Gehülfe schuldig sey?
Art. 534.
Bei der Abstimmung über die im vorhergehenden Ar
tikel festgesetzte zweite Frage hat jeder Richter seine
Stimme mit schuldig oder nicht schuldig, abzugeben.
Das Gericht zieht sich bei Abstimmung in das Berath
ungszimmer zurück. -

Art. 535.
Hat die Mehrheit der Stimmen die Schuld des Ange
klagten angenommen, so wird unmittelbar nach der
Publication des Urtheiles noch in derselben Sitzung,
nach Anhoerung der Antriege des Staatsprocurators
und des Vertheidigers, über die anzuwendende Strafe
das Strafurtheil ausgesprochen.
Art. 536.
Das von dem Standrechte gesprochene Strafurtheil
ist dem Verurtheilten sogleich zu verkünden, und oh
ne Aufschub zu vollziehen.
Is auf Todesstrafe erkannt worden, so hat der Voll
zug binnen zwei Stunden einzutreten.
- Art. 537.
Der Vollzug eines Todesurheiles ist nur dann auf
zuschieben, wenn das Gericht von Amtswegen auf Be
gnadigung des Verurtheilten antragen zu solengaubt.
S. 268 SZ
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Äg. 54o.
Tº Axxxioo öpsas vá 64). Äg všov rr Texrorx 8
F>- 269 S.
In solchem Falle ist das Urtheil sammt dem Audienz
protokolle binnen vier und zwanzig Stunden dem Jus
tizministerium vorzulegen, welches die Entschlies
sung des Koenigs über etwaige Begnadigung oder Straf
milderung einholen wird.
Art. 538.
Ueber die standrechtlichen Verhandlungen in der
Audienz soll ein Protokoll geführt werden.
Darin ist jedoch nur das Wesentliche, besonders was
die Beschaffenheit der That und die Beweise wider den
Beschuldigten angeht, sammt den bei der Berathung
abgegebenen Stimmen, dem Urtheil und dessen Voll
streckung einzutragen. s

Dieses Audienzprotokoll ist von allen Richtern, wel


che dem Standrechte beigewohnt haben, zu unterzeich
nen, und binnen drei Tagen nach geendigtem Stand
rechte an das Ministerium der Justiz einzusenden. Zu
gleich hat der Staatsprocurator über die Verhandlun
gen des Standrechtes einen umstaendlichen Bericht an
das Justizministerium zu erstatten, welches denselben
dem Koenige vorlegen wird.
IX. Ende des Verfahrens.
Art. 539.
Das Standrecht besteht so lange, bis dasselbe von
dem Koenig auf den Bericht des Gerichtes für aufgeho
ben erklaert wird.
Wenn jedoch die Hauptschuldigen ergriffen sind, und
standrechtlich gerichtet worden, und mit Grund zu er
warten ist, dass diese abschreckenden Beispiele ihren
Zweck erreicht haben, so kann das standrechtliche Ge
richt selbst einstweilen, bis zu eingeholter Entschlies
sung des Koenigs, sein Verfahren einstellen, wozu je
doch von Seite des Gerichts, nebst der Zustimmung
des Staatsprocurators, eine Mehrheit von vier Stimmen
gegen eine erforderlich ist. -

Es ist in diesem Falle von dem Staatsprocurator so


gleich an das Justizministerium Anzeige zu erstatten.
Art. 54o.
Sollten sich die Umstaende, welche eine Suspension
See 27o SE
3 . - 2 A f A" Z ", W e / K/ Sº

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Ägo. 541.
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- KE«p AAAION IIP QTON.
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Äghe. 542.
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si; Tºy 7:22/ 12 Föxua».
B. II spi röv Ötr Äg uvou tx?v é Tr: rigº a y & x
7 s Xo vT (o v.

Ähg. 543.
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35o,érus)eiz roÖ Äg»óuov, Aruägyov, º SºuagyxoSmzpéögov.
-
S> 271 Es
veranlasst haben, in der Zwischenzeit bis zum Eintref
fen der Entschliessung des Koenigs wieder aendern, und
sollte es durch eine Mehrheit von vier Stimmen, mit
Zustimmung des Staatsprocurators für noethig erkannt
werden, so ist das Gericht verbunden, das standrecht
liche Verfahren wieder in Wirksamkeit treten zu lassen.
Der Staatsprocurator hat auch in diesem Falle dem
Ministerium der Justiz Anzeige zu erstatten.
Art. 541.
Von der wirklich geschehenen Aufhebung des Stand
rechtes hat der Staatsprocurato, an demselben die zu
staendigen Staatsprocuratoren an den ordentlichen
Strafgerichten unverzüchlich in Kenntniss zu setzen.
WIERTES BUCH.
Ende des Strafverfahrens und der Strafen überhaupt.
ERSTES CAPITEL.
Im Allgemeinen.
I. Bei Freisprechungen.
Art. 542. •
Ein Freisprechungsurtheil kann erst nach Ablauf
der Oppositions-, und im Falle des Art. 48o nach Ab
lauf der Cassationsfrist in Vollzug gesetzt werden, es
müsste denn die Gegenparthei und der Staatsprocura
tor in die unverzügliche Freilassung einwilligen.
II. Bei unter Polizei Gestellten. -

Art. 543.
Ein nach überstandener Strafe unter polizeiliche Auf
sicht. Gestellter, ist erst dann in Freiheit zu setzen,
wenn nach Vorschrift des Strafgesetzbuches Art. 34-36.
das Noethige angeordnet worden ist. -

III. Executionsbeamte.
4. Art. 544.
Strafurtheile sind auf Betreiben des Staatsprocura
tors, und einfache Polizeiurtheile nach Art. 35o auf Be
treiben des Polizeicommissaers, Adjuncten oder Bür
germeisters zu vollziehen. . . "
/ SD 272 Ss
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Äg. 545.
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xxraôtxxg6évro; Fzzöogt; Trag& roö Ergárou roö rórou TF:
roy;. Ü 326aicoa; «ür Ärau»ºrre ex ci; röv pxxs).xov röv
äYY &pov.
IIse. ôé rñ; #xre).égso; TF; 6x»zrzig TorvÄ; ouvreagovrzt
Txp& roS Texp.ux éo; Texrvá, xx érouvarrovrat st; 7ov
DäxeMov rºoy SyYPºpov.
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Ähp. 546.
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Alzeyov Öngxs/ «ſº lagé8:20 Fee Fraguárov, i Fak
to Eaz/Y)so Feg FXu...sx uárov xx. xxxovſynºxrov, rö
ös Txx rou ärg 2 rou ri; Trottº: pvXxxi.

E; éxxas» rö ß5Xio» zoézav Ypäpovra öxat aixatz


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rov, ustá -7; ärzYYs)bsiar; Tor»F; xxi räg YoovoAoyia: Tig
ts si: tä» puXxxiv isóôou xx Ä; är 2ört; &ööou. H u.épa
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Strçz rou ri: pvXaxi;.
E. Avz Zoº. r | | #xt sº, as o.
Ache. 547.
'Ex:é; r; Trégtróosto: Toö ächçou 537 xx 548 ph. 2,
äv25&XXerz h Extésat; t Fowig zzi ei; r&; éſ; Tgogér.
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1. Er bavarxÖv Torvöv, ëYxóou Lºv oücm; tig xxraôt
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oö #xxir : Favórm; roG uaxoS hxygrou
2. Er trowöv TreptogouaÖv 77v äAeusplay, éxy öxxTx
ôxacbei: sºgaxsrat ei; rotürm» xaräzaar», öe 2xrà riv Yv6
PYv äuteteorºxvöv # #xréAsa; ÄßeMe péps 3Mä6mv ävºxsory
se- 273 es
IV. Bei Freiheitsstrafen.“
Art. 545.

Bei Freiheitsstrafen ist die geschehene Ablieferung
des Verurtheilten vom Aufseher des Strafortes zu be
i
% in
scheinigen, und diese Bescheinigung zu den Acten zu
legen.
Üeber den Vollzug einer Todesstrafe ist aber durch
:: den Gerichtsschreiber ein Protokoll aufzusetzen und
z; 7 dieses den Acten beizufügen. -

Art. 546.
Ueber die Executionen von Freiheitsstrafen sollen
zwei Bücher, eines von dem Polizeicommissaer, Ad
junct oder Bürgermeister für Polizeisachen, oder vom
Staatsprocurator in Zuchtpolizei- und Assisensachen,
und das zweite von dem Aufseher des Strafgefaengnisses
geführt werden. -

In jedes dieser Bücher sollen alle Strafurtheile mit


zatz der ausgesprochenen Strafe und dem Datum desUrthei
za i; les, ferner Vor- und Zunahme der Verurtheilten, nebst
zsºr dem Datum des Ein- und Austrittes aus dem Gefäng
1; 7; niss eingeschrieben werden. Der Tag des Ein- und
º. Austrittes aus dem Gefaengniss muss eigenhaendig
e; lº im ersten Buche von dem Polizeicommissaer, Adjunct
zº oder Bürgermeister, oder Staatsprocurator, im zweiten
z aber von den Gefaengnissaufseher eingetragen werden.
V. Aufschub des Vollzuges.
Art. 547.
Ausser dem Falle des Art. 537 und 548 Nr. 22 ist
nur in folgenden Faellen der Vollzug der Strafe aufzu
schieben: -

1) bei Todesstrafen, wenn die Verurtheilte schwang


er ist, bis nach deren Entbindung, und bei toºdtlich
Kranken, bis die Wahrscheinlichkeit eines natürlichen
Todes verschwunden ist;
2) bei Freiheitsstrafen, wenn der Verurtheilte sich
3:1 in einem solchen Zustande befindet, dass die Vollziehung
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"
einen unersetzlichen Verlust an seiner Gesundheit oder
z:7. seinen Gliedern, nach dem Gutachten von Kunstver“
18
SB 274 SF
si: tiv üysia» h ei: rä uéXm rov, uéxp; o rapéby ö xièvrºs
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3. Er trapapgooövm; »ai uavia; roS xarxôxxg6évro;,


ke; örou &apxcÜv rä trä6m raſra -- --

- 4. 'Eavix ri: xré)égsto; &üwara và trgoxöſ öxräpa


E; r; xow avya, i ä, ö xowév augpépov änarr & #x-
Aou; AéYou; tiv totajrºy äva6o) v.
- G. TéXo; rö» Trorvöv.
ä. Gávaro: x «i Y & P g.
- Ä6p. 548.
Hxarayvoceica row ävagsira. Evre)ö;:
1. Atä roſ 6xvx rou roSxaraôxxg6évro; ei; -óvny Férºrv
Tºrgtoujv röv (övro; ért «üroS xarerpapévov) gmp.arxöw
Towöv, Fpoorigov xx &xaçxöw &öôow öroYpsoövra o xAn
Povóuot“
2. At& Bas Atx7; Yápro;, xx6 öoov roëro ärmYYéX6n &tx
roö Treg Yápro; &aräYuxro. -

Airmot; Trep Xcotrog äv46&XXst rórs uóvov tiv éxré).éotv rç


trowſk, öray rä ápuéöx Axagºg« ? oi äguéôo Eig«YY)ei:
ütrootmelow th» airnow, aörerayyéXro: xéuo» trºëragw
Tsp Yäptro:“ - -

3. Ax Trapayapf: ti: rowx; äropäost».


6. II«f «Yapi röy T c | v .x 5v ä tro & a e (ov.
- Ä6e. 549. -

A ävexré)so towxx äro4seröv uèv Kaxovgyodºxº


Trap«Ypäpovrat verä sixocº» rn, rö» öé Irrupéxeoöxöw
tsrä öxx, xa räy IIraauxroöxÖ gerä &éo irn, ä0öxa
Taaraböat reXssiôxot.
Äpdo. 55o.
Kai ai Trapaypapesa äropäge; ZargoSow #r rà 5Äs
ärrorexéguara: -

1. ÖAo oi trixxxovoYºu«r ei: Trorviv xaraôxxg6évre,


xxi rws; riöw är Tr\nute) tagt xar«Zuwachévelow, öars:
Aoöv, zarà rä ägbpa 34-37 roö IIowxoſ Nóuov, örö ägwoº
xiv Ertromary' - -

2. Oi guny x«raôxachévre; xxxoögyo gegoövra roö


ºxaiºuxro roſ và äraraoov via» xarävrpoia» auſ irn
av (äcßp. 47o). - - - - -

3. Eà» igno; äçoxövrway 3xattauärov war avyérex


ºd- 275 er
KÄR staendigen besorgen lässt, bis nach dem Verschwinden
dieser Besorgniss;
diz, 3) bei dem Wahnsinn oder der Raserei des Verur
A
0 124
theilten, so lange sie dauern; -

Ä) wenn eine Stoerung der oeffentlichen Sicherheit


1 i. dabei zu besorgen waere, oder das oeffentliche Wohl
aus einem anderen Grunde den Aufschub erheischt.
YH. Ende der Strafen.
1. Ted und Gnade.
Art. 548.
.
m in Ganz aufgehoben wird die erkannte Strafe:
7utºſ 1) durch den Tod des Verurtheilten; nur die beides
z. sen Leben schon ausgesprochenen Geldstrafen, Geld
bussen und Untersuchungskosten koennen auch gegen
ſk die Erben vollzogen werden;
2) durch Koenigliche Gnade, so weit als dieses durch
): f; das Begnadigungsrescript ausgesprochen ist,
ºrwä
Äg Ein Begnadigungsgesuch begründet aber nur dann
7:4 den Aufschub des Strafvollzuges, wenn die zustaendi
gen Gerichte oder Staatsanwaelte dasselbe unterstützen,
oder von Amtswegen auf Gnade antragen.
CY. 3) durch Verjaehrung des Strafurtheiles.
w
2. Verjaehrung der Strafurtheile.
gºº Art. 549.
jo Nicht vollzogene Criminalurtheile verjaehren zwan
iñº zig Jahre,Zuchtpolizeiurtheile zehn, und Polizeiurtheile
zwei Jahre nachrecktskraeftig gewordenem Strafurtheile.
- Art. 55o.
«
rº Auch verjaehrte Strafurtheile behalten noch folgende
Wirkungen:
gä7,
1) alle zu Verbrechensstrafe und manche zu Zucht
, ſº
Ägyº
Ä Verurtheilte stehen nach dem Strafgesetz
uche Art. 34–37 unter Aufsicht der Polizei;
2) in contumaciam verurheilte Verbrecher sind aus
ca di geschlossen von dem Rechte eine neue contradictorische
alt Verhandlung zu begehren (Art. 47o);
ſº
3) wenn der Verlust einzelner bürgerlichen Rechte
18*
AS 276 es
rie Trovic, # Trowſ «ürm uevet xai usra rw FaxYpativ
(äp60. 467-469).
Äpdp. 551.
Ai vºr rowºi tropéos arayyeX6efoxt troArx« öro
Ypsóge; pivovrat, xarà rivév rai; troXtrxxi; öixxt: laxpo
rig«v Trep Trapaygapf: rpobeguia». -

KEHAAAION AEYTEPON.
IIorvtxai puXaxai, Ärot röv xara&ixov
Ärp. 552.
IIapà rai puMaxai; rêv Toôixtov, «5xoptqué.« Sº är'aº
Töv, üpiçavrat, trgö: Exré Aegºv röv Treptop ouaöv rivéXsubs
gia» rowav, iösrega Foxx« pixaxai.
Ö).at rpérst vx vx äopaXÖ; japaXtauäva, dXA& GuyX96
voç xx6apa xai üYew«i.
Äpdp. 553.
Oi ärgárat röv puXxxÖ röw ütroôixov &ogiovrat Trap&
tig är ri; AxatoGüvm; Tpautarsiaç oi öé töv roºvtxöv pu
Axxöv, trap& roL Bao Xéog. -

Tà tragà roö rgárov ri: puXxxñ: ouvrarróueva ß6Xi«.


(äpóp. 231 xai 546), rpv Yvy Yoigt: «üröv, uovoypapoöv
rat épéxág m: geaièo;, xai üroyoapowrx év ré Aet ra uèv röv
ôx rod; üroôixou: pvXaxÖv Tagà roö Avaxgroſ, ra &é röv
ô2 roö: xaraôixov: Trapà roſ Nouxoxov.
Ägdg. 554.
Oi uèv ärg&rat riöw puXxxäv röv örroôixov öè» &övayrak
v& Trapaôeyboöw rwa ei: puXaxiv, äve" vräAſaro; auXA
so: Ä puMaxigeo; oiös ºrtara vöv rowxöv poMaxöv, äveu.
ärooräguaro Ex rñg rorvºxic äropéoso äXXo, üroëäAXov
rat ei: riv évexs» aÖroyvéuovo: puMaxioso: Trovſv.
Ägbe. 555.
Ö)o oi et: pvXcºxtow, örep6aivovo«v rêv uiv«, xxraôxas
odévrec, üroYpsouvrat ei; ägyoxiav Sv rſ trorvx pvXax xai
•i uèv in rºupe) u«gt warx8x«abévre;, sie iMappäv äoxo
Xia», ot &é ér «axovpyruaow, st: 6apurépav.
Ei: r& #x rñ: ipyasia; ro» Trpoxürrovra xépôm ép«euéov
'r rä. v. r ä6p 27 roſ IIowxoö Nöuao Ögustév«.
ze. 277 ex
eine Folge der Strafe ist, so bleibt auch diese Folge der
verjaehrten Strafe (Art. 467–469).
Art. 551. -

Die im Strafurtheile ausgesprochenen Civilverbind


lichkeiten sind nach der laengeren Werjaehrungsfrist in
Civilsachen zu beurtheilen.
zwEITES CAPITEL.
Strafgefaengnisse.
Art. 552.
Neben den Untersuchungsgefaengnissen und getrennt
r: von ihnen, sollen zum Vollzuge der Freiheitsstrafen ei
ei, gene Strafgefaengnisse bestehen.
Sie sollen saemmtlich wohl verwahrt, zu gleicher
ºr Zeit aber reinlich und gesund seyn. -
-

. . . Art. 553.
Die Aufseher der Untersuchungsgefaengnisse sind von
dem Justizministerium, die Aufseher der Strafgefaeng
nisse aber von dem Koenig zu ernennen. -

Die vom Gefaengnissaufseher zu führenden Register


(Art. 231 und 546) sollen vor ihrem Gebrauche auf
jeder Seite paraphirt und am Ende unterzeichnet seyn,
und zwar die beiden Register der Untersuchungsgefaeng
nisse von dem Untersuchungsrichter, die Strafregister
aber vom Nomarchen. " -
Art. 554. -

N7
Ohne Vorführungs- oder Verwahrungsbefehl. darf
)). kein Aufseher eines Untersuchungsgefaengnisses und
z» ohne Auszug des Strafurtheiles kein Aufseher, eines
gy Strafgefaengnisses einen Gefangenen aufnehmen, bei
Strafe der willkührlichen Verhaftung. - - -

- Art. 555. - - --

Alle, zu mehr als ein monatlicher Gefängnissstrafe


Verurtheilte sind im Strafgefängnisse zu beschäftigen:
# die zu blosser Zuchtpolizeistrafe Verurtheilten mit
leichter, die Criminalsträflinge dagegen mit schwerer
Arbeit. Hinsichtlich ihres Ä die Be
stimmungen des Strafgesetzbuches (Art. 27). - - -
ze. 278 Eh
Äpbp. 556.
kroopſ röw puMaxtouévaw Treiwe và va öyew) «al
éexoöaa.
Ka6 ösow iv r pvXax räE: rd nirpéra, 8öwxra va
&od ei: rod örošikov, Beic rod: ei: ärXiv ºr wraiauxr
r\mpusXiuart Trovviv xaraôxasuévov., xx Amrépa trepidaXg
&R iöia; a rºw Jarävm. -

Ägdp. 557.
H &ayeipto: rº: iv rai: puMaxai: eörakix: ävarberat xv
pia; s, rh» warà térow äguvoviz», örö rv rtriemsw rä
av Ecayys)éow Jä räçuxaxx: röv öroöixtov, röv &é
träxov «a Nouagyöw ää wä; p Maxä; rêv üroöxtov.
Ö6evoi Etayye Aet: Erapxot xai Nouäpxat irisxérrowrat
äröxazèv ei: «Äpo» rà p)axès, igewäa rivxxräçxaw ad
räw xxi row rgöttov, 26 ö oi ºrgarat peopépowrx rgök
vod; puXaxtauévou ouvrárrow übeaw räy Yevolévov traßx
raprasov, «a, «ara rä: rptgäoet, Poovtſouv Tree rº dyn
xoöon: rºeiz. -

Äddp. 558.
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wöw röv troëöxtov, öpei\ow. o EaayyXei: vk avvráogoa wai
xowomotiöcrv äuxrrépa: öörſia: rd aürö 6éXouv rpárre oi
Notáxat Trepi röv puMaxov rüv xaraôixov.
Äpºp. 559.
Fläox wapà vöw ärgaröv riöw pvXxxöw Yovouéon rapá6xat:
röv vr rpomYouté»g äpôpp wapspot.éveov öôwuöw «ai X
Aoy &txrºzov röv Nouaoxöw xxi Eioayye Aéow, B vöw vouſ
(ºw öptsºv, rutopsira ué wowv reb«PY xiv, «ai, Xpeia
waAoóom, ué ärt ßapurépay. -
H rebaggui trow «arxywoxsrat, iri r rooräre roſ
äpwo3io EdayYexico, rapä oö. Gut 6ooMiou roö Axagºgiou
tev IIxmute)swoö.«öv: «at rpö roüro, Tréursrat ei: röv Etaay
Y)éa i warä rä ägbpa 557 xai 563 avvraxria äxßesig. ?

Äpbp. 56o.
'Evrº vxaxtauivox ragesrpärm ei: drei Mäx, Moëogix
ßia» vorwäÄNov FuMaxvºuyou, toi irgäveo ſº pvXaxie
As 279 S.
Acße. 556.
Die Gefangenenkost soll gesund und genügend seym.
So weit es die Ordnung im Ä gestattet, darf
den noch in Untersuchung befindlichen, oder zu blos
ser Polizei- oder Zuchtpolizeistrafe Verurtheilten auf
eigene Kosten eine bessere Verpflegung gereicht werden.
Ari. 557. -

Die Polizei in den Gefängnissen steht zunächst der


Ortspolizei zu, unter der Oberaufsicht der Staatsprocu
ratoren bei Untersuchungs- und der Eparchen und No
marchen bei Strafgefängnissen. - -
Die Staatsprocuratoren, Eparchen und Nomarchen
haben daher von Zeit zu Zeit die Gefängnisse, de
ren Beschaffenheit, so wie die Behandlung der Gefan--
genen zu untersuchen, über den Befund ein Protokoll:
abzufassen, und nach Umständen die gebührende Be
strafung zu veranlassen: -

- Art: 558: - -

Ueber die innere Einrichtung und Verwaltung haben


die Staatsprocuratoren für die Untersuchungsgefängnisse,
und die Nomarchen für die Strafgefängnisse eigene
Instructionen zu entwerfën und bekaunt zu umacben.
Art. 559. - - - - -
Jede Zuwiderhandlung der Geſengnissaufseher gegen
die im vorhergehenden Artikel erwähnten Instructionen
und sonstigen Anordnungen der Nomiarchen und Staats
procuratoren, oder gegen gesetzliche Bestimmungen ist
mit Disciplinarstrafe zu ahnden, eintretenden Falls aneh
mit noch schwererer Strafe. - - - - - - - - - --
Die Disciplinarstrafe ist auf Antrag des zuständigen
Staatsprocurators von der Rathskammer des Zuchtpoli--
zeigerichtes zu erkennen; landº.desshalb das nach Art.
557 und 563 zu entwerfende Protokoll dem Staatspro
curator zu übersenden. -- -- - - - - -
Art. 56o.
r Wenn ein Geſangener durch Drohungen, Schmaehr
ungen oder Gewalt sich gegen einen uaderen Gear-,
SD- 28o SE
4 - y -
# rwog rºv popeia» ri: pu)xxÄc érrerpaupévo -

u öraXX Aou, h %.

xarég“m üTrotrroç ôparere geo;, ó rotbüro; rutopeirat, y uèv


rxiç puMaxaic röv ütroôixtov, ü7ö roö Trapà roi: IIporoöixat:
EioxYYe)éoc, Ev &è rai; röv xarx&ikov, Trapà roö Erägyou
Nouäpxov & Darróoso: rF: tpopig, # & «öçmporépa; xx6
/ %. A" - -, / - K) -

eipZeco, ärpuXarrep.vm: «« ri; Ert Trapa6äge röw év r IIot


vx Nóup öptau.évov, rus)eix roſ Eig«YYe\étoç, äréxn
"réaç Trorvñg. -

h / y «) / -- - - V.

Aöroywóutovßi« roö ärgároutig pu).axic rp.opeia, xxrät


rö ägópov 559, ué Treß«pyxºv trorviv, xa6 öoov öèv Ärov
äv«Yxaix Trpöç ärrorporñy rxetuévou xwôüvov.

Apbp. 561.
'E&v r; xxraxparir«t eiç rórov, u. Trpoo&copapévoy Trpč:
puMaxiv, Äxai si; pu).axiv uèv, äXXà xarà rpöttov u. vóut
kov, örräye éxei rpoox«Xoüuevo: xörerayYé)ro; Äxagog
Eig«YYeXsº, i äXXo: röv iv ré äg6pp 17 ävxpegouévov ºri
ris vaxpiasto ür«XXYAovº Xeubepovet Trapaypñua röv «öro
Yvolóvo: Trapavóuto; puMaxtabérra, h, kar& rä; Treptgäse,
röv trapx&iös ei; róvápuéöov öráXXm)ow ä\\o, rutopsirat
ué riv trorviv, rºv äréaXXouévm.» si; ro); auvariou; aöroYv6
tovo: pvXaxioso.

App. 562.
'Eà» á èrzärm: Ä; pu).axi: ärrorornbi tövk érôein pu
Xaxtouévoy rwä, ró évra). « rig suXAſso; h puMaxioso, F,
rä ß6Xi« rñ; pu).ax, ei; töw ärrerpauuévov tiv poeia»
röv pvXaxöv öráxx)ov, rutopeirat in roört» a Pös vexe"
«öroYvóuovoç puXxxioetoç.
Apbº. 563.

nep trägt; & rtv po).ax ävaxa Aupheion: EXAsso; reg!


A / d / - 2/ V.

ºrºv räEv, j Trapa6äoso, ouvrarrerat Trapayºmua éxbeat, xai


/ W A A/
A % . W A-

Tréursrat, xxra ra: regt «se, et: rov trapa ro; IIgorošixat:
/ % » A /
Eis«YYéXé«, % eiç röv Érapov # Nou.äßYºv.
e. 281 =
genen, oder gegen den Gefengnissaufseher, oder ge
gen einen mit der Aufsicht über das Gefängniss beaf
tragten Beamten verfehlt hat, oder sich der Flucht
verdaechtig macht, so soll derselbe bei Untersuchungs
gefängnissen von dem Staatsprocurator, bei Straf
gefaengnissen aber von dem Eparchen oder Nomar
chen durch Schmaelerung der Kost oder mit Ver
schaerfung des Gefaengnisses bestraft werden, vorbe
haltlich der groesseren Strafe auf Betreiben des Staats
procurators bei Zuwiderhandlungen gegen die Bestim
mungen des Strafgesetzbuches. "

Eigenmaechtige Gewalt des Gefaengnissaufsehers ist


nach Art. 559 mit Disciplinarstrafe zu bestrafen, in
sofern dieselbe nicht zur Abwendung augenblickli
eher Gefahr nothwendig war.
Art. 561.
Wird jemand an einem nicht zum Gefaengniss be
stimmten Orte, oder auch in einem Gefaengnisse auf
nicht gesetzliche Weise festgehalten, so hat auf Be
gehren oder auch von Amtswegen jeder Staatsprocu
rator oder andere im Art. 17 genannte Untersuchungs
beamte sich dahin zu begeben, den willkührlich oder
gesetzwidrig Verhafteten auf der Stelle in Freiheit zu
setzen oder nach Umstaenden an den zustaendigen
Beamten zu überliefern, bei Strafe der Theilnahme
an einer willkührlichen Verhaftung.
Art. 562.
Verweigert der Gefaengnissaufseher einem mit der
Aufsicht über die Gefaengnisse beauftragten Beamten
die Vorzeigung eines Gefangenen, des Vorführungs
oder Verwahrungsbefehles, oder der Gefaengnissre
gister, so ist derselbe schon desshalb wegen willkühr
licher Verhaftung zu bestrafen.
Art. 563.
Ueber jede in einem Gefengmiss entdeckte Unregel
maessigkeit oder Zuwiderhandlung ist auf der Stelle
ein Protokoll abzufassen, und dieses nach Umstaen
den an den Staatsprocurator oder an den Eparchen
oder Nomarchen einzusenden.
S. 282 S.
KEqÖAAAION T PTON.

'Atroxaräoraaue.

App. 564.
H xréXeo: tſ: Trowſ: &èv ävage ö\x: rä: Guversia: «5-
Tig, xai iôio: tiv gépyar» röv Troatrixöv öxztouärov xat
iôtaripov ruöv -

Móvov &à ri; äroxarxçägeco; Traſoov ö).x ra ärore)éguarx.

Abp. 565.
H äroxaräzao; &v Yivsrat, eig. Trévre ärm gerä riv auu
TXiptogºv ? rº» traß«gapiv rº: Trowſ: , xa gävov exy Öträp
Yov äroôex7xà röv xxrä róFo». ApyFy, Erxugogéva ragº.
roö 'Erágyov, rep r; xxrä rd &ägnua roÖro xx)7; &ayto
Yig eigäYera ei; rö ásué3ov AxxTipov töv Eps:öv“ zi,
xarä Yvopoôórmar» Toö SupéouXiao t?; Erxpxrsix; xxi äva
pop&v ri; éri r7: Axxoaürn; Tpx/tarsix;, ärovép.srat traf &
Toö Baot)éco;.

AG 566
H airma, pégouda rä; ävayxxix; äroôeiz:, (ägbp. 565),
SYYstpisrat sº: röv Trapà ro; Epérx: EoxYYs)éa, xx öruo
otsüera v Treptºr: Tag «Öroö, woooxxxoövro; avyypóvto: röv
ßouxéuevo» và xäuſ ävciéémov, v& #upzvob ºr toürº vrö;
ºrgö unvöv. Kará röögg nux roüro öpsiAouvo re Trap2 rot:
IIgorošixa: Eioayyzxes, «ai o Xoro üTäxx Xo, va xovo
Trotroovv ei; röw trapa roºg 'Epérat; EtaxYYeXa ört Yvóoxouv
xarx roö ävapepot.évou. -

Äpp. 567.
Merà riv trapéNeuorv rF: Ev rº rpomyovuévº äcßg» ägtaué
vºm: rpobsauix;, öxot oi ävr)éYo»rs, Sao vsoxvichnax» Äön,
«a)oövrat si; rv &ngooia» avvsöoizow, z26'?". So ſo
peócouvö,re Trapà rot: 'Epérz: Eazys) sº: x
vohyrs; &äôxo, xai Amp0öov ör ör» öXa ai X66Üaat a»z-
=> 283 Sº
DRITTES CAPITEL.
Rehabilitation.
Art. 564.
Der Vollzug der Strafe hebt nicht alle Folgen der
selben auf, namentlich nicht den Verlust der bürger
lichen Rechte und der besonderen Ehrenvorzüge.
Erst mit der Rehabilitation hoeren auch diese Wir
kungen auf
Art. 565.
Die Rehabilitation ist erst fünf Jahre nach ausge
standener oder verjaehrter Strafe, und nur beim Da
seyn von vom Eparchen bescheinigten Zeugnissen des
Wohlverhaltens waehrend dieses ganzen Zeitraumes
von Seiten der Ortsbehoerden, zulässig; sie wird beim
zustaendigen Appellationsgerichte nach der in den fol
genden Artikeln bestimmten Form instruirt, und
nach Vernehmung des Staatsrathes auf den Vortrag
des Justizministeriums vom Koenig ertheilt.
Art. 566.
Das Gesuch ist, mit den noethigen Belegen versehen
(Art. 565), beim Generalprocurator am Appellations
gerichte einzureichen, und von diesem im Auszuge
mit der Einladung oeffentlich bekannt zu machen,
dass jeder, der einen Einwand vorzubringen, sich zu
dem Ende binnen drei Monaten zu melden habe.
Waehrend dieser Frist sind auch die Staatsprocurato
ren und übrigen Beamten gehalten, was sie Nach
theiliges von dem Bittsteller wissen, dem General
procurator mitzutheilen.
Art. 567.
Nach Ablauf der im vorigen Artikel bestimmten
Frist sind auf Betreiben des Generalprocurators alle
Opponenten, die sich gemeldet, in die oeffentliche
Sitzung vorzuladen, in welcher nach Vernehmung des
Generalprocurators und der erschienenen Partheien und
unter Berücksichtigung der eingelaufenen amtlichen Be
S. 284 S.
?opa röv Ägyöv, äropaget Teſorov rö Axxg prov, &v «T-
Tma: va Tzpaôexr, «arà ró äggo» 565, xa ärstr« Yva
uoôore, äy va ßzguog.
Äg60. 568.
H ürêp rig äroxxragácso: yvouoôórmot; Öro6&YXerx rd
roi Trapà roi; 'Epérat; Eicxyyexéco; ei; rivér TF: Axxoa
-/ A ? » /> . .?
-
– R- A 1. A

vnç Toxu a reix», xai rxp. «örñº, trºërov uév ei: rö ZouéoüXtoo
ri; 'Erkpxreix: Tod; Yvouoôörnow, érstr« öé trpo: rdv Bºxat
Aé« Trpö; ätröpxotv.
A.
Hôobea« äroxarágart; öruogtsüsra, ärgê).six roS rap&
2. „> / A / W / -

ro: Epéraç Eisare», xa Ypäpsrat eig rö traßcôptow toS


/ - - * . "

7rpororºrov ri; xxraëxaçxis atop&astog.


Äp 6 % a á x p o re X e ü r . «.
Äg6p. 569.
V / * / » % / A R A.
Ö Trapov vo!.0;égéxivet SLS evépyetav ôexaréaoaps: 7..epa
usrä röv v. rſ ipºusciêt r?; Ku6spw.geo: &muoatev6 oöuevov
axnuxrtsuöv röv Axxgmpicov, xxi ätrö rñ: uéga; raürm: xx
rapyoövra ö).at ai ävr6aivovcat ei; aöröv trpo).a6oſsat &tx
täée: «« oi vóutuo. öptspoi. ÖAxt «i uéypt; éxeivm: rñ: étro
YFic pi ix3xacbeisa ér ävaxgisst; 6éXow xp 6 xxra röv ra
fövr« vóuov.
Äg60. 57o.
Ei; röv Huérepov ër r; Axxogávm: Tauuxréx ävariôe
rx H xréXsa: ««? öruogievot; roſ rapóvro; Nóuov.
'Esöó6n v Naur)it» r 1o (22) Mapriou 1834.
EN ONOMATI TOY BAXIAEQX

H ANTIBAXIAEIA

Ö Kóum: APMANXIIEPT IIpósöço:, MAOYPEP, EAEK.


Oi roau“.«rei; ri; Erxgareia, A. MAYPOKOPAATO2 IIpéeëoo,
K. A. EXINAZ, N. T. GEOXAPH2, I. KMAETTHX, Xp. 2MAATE.
HS. 285 S.
. .
W.
richte, zuerst über die Zulässigkeit des Gesuches nach
Vorschrift des Art. 565 zu entscheiden, und dann über
die Begründung desselben ein Gutachten abzugeben ist.
Art. 568.
:1 F.
Ein der Rehabilitation günstiges Gutachten ist von
x4º
dem Generalprocurator dem Justizministerium und von
Zoº. diesem zuerst dem Staatsrath zum Gutachten, und
B17.
dann dem Koenig zur Entscheidung vorzulegen.
Die ertheilte Rehabilitation ist auf Betreiben des
§ 11. Generalprocurators öffentlich bekannt zu machen, und
wo
am Rande des Originals des Strafurtheiles einschreiben
zu lassen.
Schlussartikel.
Art. 569.
iéº Gegenwärtiges Gesetz tritt vierzehn Tage nach der
cºº im Regierungsblatt bekannt zu machenden Gerichts
7; 4 formation in Wirksamkeit, und von demselben Tage an
M
A Öl
sind alle entgegenstehenden früheren Verordnungen und
; irr gesetzlichen Bestimmungen aufgehoben. -

ſy 13
Alle bis dahin noch nicht abgeurtheilten Untersu
chungen sind nach gegenwärtigem Gesetze zu beurthei
len. -

al Art. 57o.
Das Justizministerium ist mit dem
Bekanntmachung beauftragt.
Vollzuge und
A
der

Gegeben zu Nauplia, den 1o (22) März 1834.


IM NAMEN DES KOENIGS
DIE REGENTSCHAFT

GRAF v.ARMANSPERGPRDT. v.MAURERv. HEIDECK.


Die Staatssecretaere: A. MAvRocoRDATos Prdt.
4, C. D. Schinas. N. G. TheochARis. J. Kolerrrs.
AT, v. SCHMALTz.
- - -
II INA E
Tóv év t IIorvtx? Axovouia Treptsyouévoy.
- 9 -----

BIBAIoN HPaToN. "Y. & ôntooia 㺠Tropoptx;


Kvrxspsve» ri; Trevui Axovoui 7 2“
«g, ä69. 1–12. * 3 xdias, 12–74
B!BAION AEYTEPON. é. téog, 75. .
Oixar riv Troºvtx? » Ataô B. Ax8xasia vr äxpoarmgiº:
# arrºgnri Aa3xe, 76
' agiav raga räuevo. S. 3rtooia, 77, 78: -
KEPAAAION A. • 7 Treopoexi äxä usr' xbas
Kni is áva gias»; dräxxxxot, äobe. «9, 79,8o. 88
12–19. '. Ätrópagt:, 81, 88
KEbAAAION B. - 3xaorvá eöa, äröôes: «z
Kari Yoga, äg69. 2o–24. 3äuevo, 82,83 -
I. oovéweta röv äropeasºv, 84
KEPAAAION r".
Karmeeoügevot, Yuvrect Xai äri 2. - Tournai ärztrios:,85, 86.
x Amro, ä969. 25–28. -
T. Eü0övm röv äuxzarxäv draXXi
- KEPAAAION A'. - Xav, 87–91. -

äer ºder töy Axaormpia», ä69. A'. iroxºsége; rcü &xaortkcü Yozu
29–35. Parét»,88, 9o, 91. - -

s KEDAAAION E. TMHMIA AEYTEPON.


iös ausz öxxo3.oia , äp63. 36–45.
KEPAAAION g. A. revxc éegºoi, äg09. 92–94.
".
Atró3s.
Kawºvou ri; äucôärmro: röv ºri BEvôeis: 95. - -
TFs äwaxpioso:öraxx Xtow «« räv -

Axxormpiov, ä360. 46–5o. T. Adroix, 96,97. -


KEPAAAION Z'. A'?«Yºgrºmvöovs;, 98–11o.
Ezioso: «ará uéºos &xzTröv xai Eri E. Öuociat, 1 11. -, -

ri; ävaxgioso -ötxXxfov, ä6. T. Magrups, 11–133,


Z' Exßge: «a äxz éreagz, 134.
51–59.
- KEDAAAION. H. TMHMA TPITON.
II«?arcuri ärd Axzorgiev ei; Aka Hoaváxpa.
- oristov, ä96. 6o–64. - KEPAAAION A.
KEHAAAION G'.
ÄTori *arä &uxorxöy öraxxxo» 9xx«exrxh äváxpa: iri rºso
érez Yéxuaza: xxra&oxréco» ä
xxi ü7tmosröv, 65–68. . orovov trgäsav.
Ä. Eri Tratau ärov:
BIBAION TPITON. * á. ävax?trixi äox, ägde. 135
Aa3 xacia ei: trotv. «á: 6. Yeapo: rgoasexgtai, 136
ütro6éos g. – 1 42 -

TMHMA IIPQTK)N. "Y. «Fiat, 143–148.


B'. Er Trºmºsºngarº»v xx xaxove
Tevtxo óptauoi papuoöusvot U.ATG)y:
9
ei: Tévra rä eiôm röv -
A 3/ W. » --

r ävayréia, 149–155
- TOlyºxö-, Axxçmpiov. -, 6. FºxÄrzpxrº öxôoxacia räv
A. IIgoavixoto: éri ri; ävaxeigeog ü7raXX Xcov,
I 56–1 6o
, oxºfo: aör, zog. 69, 7o' ''. xXiat:, 161–164“
* * 8 zeóvo: xx tro: 3' erryvost; röv äYYeºpov 165.
A
- (/2),
º. är«)Xax ruxo ua ruge; (té äpeepi rob: ««rweek«, 252“
moins à décharge), 166“ Y'. rporogwi raso; ris ava
g'. ávo EcXi ti; Zix., 67“ -- »oiasco: 253
Ä'. r" zürc6 2 rpät, 168 3“. Zarat; Treparipo ávaxoioe
». «xr' cixc» éesova, xxräaxéöt; co, 254“
xx aörcia, 169–176“ s'. iv ärovaix roöxarwººpºvºvou,
6'. xarcoYest; r«gavóutav FyYgä 255
pov, 177–18o ... ... ävarour ei: IIervºxöv Abe«-
i. 6öpv6cºiävroráost:, 181, 182. aristºv, 256–258
KEqbAAAION B'. º.ätrövat roT armyopout" vor,
Atadoxaoix ivtörev roö ávaxourcó. 259,
. Suurrapaxaéi &xxaruxcü Yeauta A'. Ävaxor, 26o–262.
rico, ä969. 183. E. åvaiges, 263.
h'. Katašiat ſºwouvm i irari KEHAAAION O'.
Paro i xxrk redraet», 184–186. Karregnrügt.» Yºgapº» ai ériðodt:
T. Ax&uxacia tara ri» trafa Yskia», A OLL OU.

187–189. -
A. Kzrºyosnr.gov "garo":
A'. KXioaç, 19o–197. ä. gxs&ovrcü Eioaº Y., ägóp.264“
xhºote, 198. 3 . » 6'. rb regtsduevo», 265 ,
T“. Eiraat war oxo», 199, 2oo. * Y. ävaßsóp. brö roö Traparo: Epi.
z. IIapamyxia at rºdoxxrot: rpº rzt: Eioarexico:, 266,267.
äAX«u; äwaxpur&;, 2o1–2o3. B'. Ax3x«ax vºë aouécoXite roü
z. Dpooxsuot; roö EioxyTaxi»:, 2o4, Axaarmpiawrºw Epsröv,268–272.
2o5.
T'. Eriyvoat; röv YY9äpav, 273.
S'. Tixoç ri: 3x3xxoia: raürm;,2o6. A'. Ä roöxarragmrnpicu, roö
KEDAAAION T'. Tag ävancpni;ßauxsüpxro: xairi:
bu) äxto: xai örcôixtov po).axai. xx aeco;, 274–276.
A

A'. IIgurtróost; ti; vXaxioso, äpbg: E. Merxe»Y reüxxrwYogavuécu «a


207, 2o8. pstaxóuta: röv xstorngiov Tºpa
B'. Fraºua avXXheto:, 2o9–22o.
Ptow, 277.
T'. Karaoxerigt«, 22 1, 222. KEPAAAON Z'.
A'. Eiôo ri; puMaxiaso;, 223–227. IIpaavexºtst: xxrà r&; &' ip)ises:
ºvtx?ta pv).axiazó;, 228, 229. „xxraëttoxolºéva: ätorovov: rpäſst:-
F. kroöökovoaxai, 23o–23 Ä. Er truus) muárov xa axcup
2. IIaa6äot töv regiri: aoxxs Yºuérav, ägdp. 278–281.
to: «xi puXaxiast»: &xresov, 235. B. Er trratayarov, 282;
KEbAAAION A. KE bAAAION H.
IIoaow & äYYu oeco; ärévot. IIpoavixºto: ri iöcarvèv armyo
IIertróost;, äg63.236, 2 37. . (XY. .

B. zzard: rñ: éYYojaso;, 238. A. EYYo: &aia, äg6.283–29o.


T" Ä 239. B'. ÄrixÄnro;, 29 1.
h'. Ataôtxxola Er rig iyYuo&aia;, r“. Sto:v. «arrogi« rzoá reis
24o, 241. ſlratsparošixa, 292, 293.
É. Aueva; ri: iYYurioso;, 242– A'. iôortkºm xarmegia Trapà ro:
244. fIArgusºstoðixxt:,294-299.
/

S“. Téxo: rñ: Trºcaogwi; äroöozo: E. II«gart; Kaxcup.cºxxt: 3oo.


xai ri: iYYuissco: 245, 246. T'. Ä»äzma: ti: iöorx; xxrms
KEcoAAAlON E'. gix, 3o1.
BooXeöuxra roö Axzart«oü 2246eu leu. KECHAAAION O'
A 2ö begt; rcü Axzarmgicu, Ä69.247. IIgo&txasi« r Troxtroxi: Erofis, ä6e:
B. Atz&ºxaia, 248, 249. 3o2–3o6. A -

T“. Au& Tr: zcü auuéauxicu: - KEMPAAAION H.


2. - 7»st, 25o. »5. nº2xvºxgtº: ri rä: äno&e=", ſº
* 6. Ärºpawat; ört &äy ünapst Trºpcoixó: Ä iyYeapo: &taôtôo
- (3)
Ayy'
*

a»-
Isvm. Fººſpaziº
/ 3iºn, 374–377. - - - -
Trºxetov. E., 5är«o: «grögov, 378–3ga.
K. kn soxsgasrös, äpſt. 307. « idiº;: - - -
zºse B. Er ä. av äuêeisetov ti; Tuº;, Ä. i wºvo: röv u«prügov,
3o8–314.
ux,
4 T'. Märugs: tregi rä 6xñ: &apo
"Y, 315. - Ä”
Ä
6 '. küêta; 4xerügtov, 387.
- -

kEaAAAoN . Z. Tesorxi öx3xasi« k« äré.


IIgo«väx?tot; ärri vaßsäge.»g äYYfäeov, paot;:
Pºir, ägóp. 316–321. - ä. ovárnºt «sirépast: v7
KEqHAAAION IB". vst, 394, 395,399 -
Ilgpzváxgar rö» tragärä» &oxmºr-, 6. auºrna: «« ändpxa regt -
xöw Apxſov Trºgiri» örngeaia» Text ric Treaso:, 394, 396–399
Touévov TA ºts.Ayu.ärov xx xxxoup 7. auZirnst: xai ändpaa; regt,
"Ymºrov, äg6. 322–329. rüvcºn.cü nrwarç, 397
399. tº
TMHMA TETAPTON.
FIapsuttitrovra, 4oo.:
TeXetorix &iaôxasia év ré G Atzzäuzra xx xaßixorra roö i3
- äxpoarmgip. «ärou xzrmöpov, 4o1.
– EHAAAION A. f At«atáuata xxi xaßnxovra roö ro
IIxp& ei: IIrawauxroëxxt;. Atrix o; éväYovro:, 4o2. . . . .
A. Löv6-t; r«ö Axzarmgiou, ä69.33o. Iá. Koign &ön, 403,4o4. .
B. Karyepec, 331, 332. IB'. ExréAeatç, 4o5. . . .
T Aeugèörm:, 333. - IT". Ä»aissat, Ao6–-4e8. -
A'. Mi u.pºvide: KEbAAAION T.
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rºy zerégov, 334, 335 z Aa3xxoix ér toü äxpoxrmpiou röv
E'. rcü xºrrooupéveo: * - Kxxsopºtoètkov.
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1) , Yve, 336, 337 - Ä. 2ögraa; roö At«zornpiou rêv Ka


- - 2) &zöxxoi« xxra T.» Gºa "gToºoºwäge. 4o –42.
xormv, 338–341“ B', Aa3exxai« rpo rñ: vºipeo: rſ:
7. Toö Rórouxarwysoooxaircü ove&gtéas», 43, 444...
Ärzä; évyevrº, 342, 343. - T. Xövßsa: TaÖ Axxorgiou, 45, 416.
K. Azôxx«r ärra«aia», 344,345. A. Axatölzr« zixaioovra roſ
F krépass, 346–349. 3 IIgoéðgoo, 417.
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Z'. Ataxsignor; rñº veroi; Aexaorm E.. Axa töyara «aixabrizort roö Ei
pia; eörakus, 35o a Ysaº:, 418. - - -

Ik ExréXeot;, 351, . . . . . I Q'. Äpºoëtörns, 419–42 E- :


e. E3« p.gas. Z'. Aaäzaaia in rcü äxgoarmgiou,
-

c. vºrve, 35a- A. 422 – 425. * - . . . s


6“ pse., 353–358- A K. Eoirmotº usrä ö rºo: ri weg!
7'. ävxpas, 359–362 r" ärdőav 3x3xaciaç uégt rñ:
KEPAAAION B'. êrºmepia: röv ºdexo»,426–445.
Ataôxxoix év rä– äxpcarnºid röv. e'. Amudaievot; ri: Eruptrºpix: xxi
& IIXmpuestoôxöv. rsparég» o»Zir.at; ºsx?t ris äro
Ä. 2öv6so: roü Axxarmpiou, ä960. 363 pässto, 446–456.
B'. Axxtéparxxx xx6ñxovra: “: f. vagsot;, 457, 458.
ä. röö IIgoéêpeo: IÄ. Exrixso;, 459.
KEDAAAION A'.
1) y Yvet, 364, 365
2) o: rpó: tiv 3xxeigtav ri: Aa3.xxoix kara guyočixtoy ua äröv
év rä Axaormpico eöraia , rov arm Yogouuécov.
366–37o K. Er typººn.., ägbo. 46o–462.
6'. roü Eiagrexico, 371, 372. B'. Er xxxoup Ymuirov:
r“. Ague&örm«, 373. á. iv isst, 463–466
A. Evak ris in roü äxpoarmgiov 6. sovireta rix«r' spipwäro
- (4)
erº, 467–469- TMHMA, EKTON.
7. xotti; Yeyouéçry:
tra: obévro
vé« ou† éupavt rcö &va-
pu- fxraxro; org«rottki &ixt. - /

Yoºxcv, 466, 470–472: - MeetFrºgs: Ä; ex äxrou arear


- ô“. Avaipsatz, 473. ºrx. &ixm:, ä969. 51 1.
.

T". Xu Ermat; xxr" d.vrtue»Xiav ſo; Trpö: º Fºwinetz, 5I 2. -

tcü: Trapévra; ouvevóyov, 474. T. Axxioux roö &txtcoast» rivéxrz


TMHMA IIEMIITON. - *** *Pºrtorºxiv 3xr», 513.
Evê A A. Agug&örm:, 514.
voxx usoa. E. Kö»bso; roü Axa.orgiou, 515–
KEMPAAAION A. 52 1. - -

'E» Yévet, äg69. 475. F., IIgorragaoxso« rgê; vzeit» ri:


KEPAAAioN B'. ºtºxrau orgarteorºxi; &xy;, 522,
A. Avaipsat;. - 523. - -

Ä: Sövßsatz TaÖAxvormpiov, Äg60.476. z'. Ataxipoét: «ör: 524–526.


º, Ärº reº zzies», 477. H. Aadºxoix. 527–538.
T. Ö airövri» ävºssow.478. O' Tºo: ri; 3iaëtzzaix, 539–541.
Äropä: ast:
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ä. ui oöom: Trop«Jexr: rñ: &vat- A er Tºöst", ä62. 52. /

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6. oöom: Tragaôexrñ: «örñc, 488, &tarsXoövrov, 543.
486. - T'. Er ri: xresoso; öráXXmAct, 544.
7'. «ar" ävrtuoxiaw ourirma; , A'. Erri ,trotvöv Treptop LouTäºv Tivéasv
49o. r 6spiav 545, 546. -

3'. 0éguéo, 491. - E. Ävačoxi rücéxreAsaeto, 547.


é. Staëox«ala war guy", 492 F. Txo: röv Trawöv: -
S. Äräpaa, 493–5oo. - davaro: xaixégt, 548 .
réXsatç, 5o1. 6. Trapaypapi röv travºxó» ärz
KEPAAAION T'. päteov,549-551. .
'Etravºxxt: ri: ávaxgioeco. KEPAAAION B“.
IItorróost; rä irawa so: IIervtxa pvXaxx, ä869.552–563,
ä. iri äroxögecov, Äg6p. 5o2- KEqPAAAION I''.
6. étrixar«3x asov,5o3. Äroxaräaraa, ä86p. 564–568.
B. Ataôxxaia, 5e4–51o. Äp6pa äxporexeürº, 569. 57o. -

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INHALTs ANZEIGE
- - - - DES
G E SE T ZBU C H ES -

- verra Das

STRAFVERFAHREN.

ERSTES BUCH. 4) Protokolle 72 – 74


n 5) Ende 75.
Gegenstand des - II. Audienzverfahren.
Strafverfahrens. 1) Anklageverfahren 76.
Art. 1 – 12. 2) öffentlich 77, 78.
F TT TT“ 3) mündlich, jedoch Sitzungs
ZWEITES BUCH “ÄÄg,
Beim Strafverfahren vor- A) Urtheil 81, 88. - -
Kommende Personen. 5) Processkosten, Restitution
jcÄj" „ÄConfºoºººº... -
Üutersuchungsheumte. 12 – 1 6) Wirkungen der Urtheile 84.
z

)W. - ZWÄöÄFire“
Ankka 5er 2o – 24. - mr11. Hanung
Än. der ricntcruenen Be
amten 87 – gr.
IV. verjäÄ Gericht
Af" ". " " / A F
DRITTES CAPITEL.
. Beschuldigte, Vertheidiger und Insi
- - - - hreihers 88, ao. o 1
muationsbevolmarchtigte. 25–28. sºr. Ä..?-
(y
vÄTsöÄjej zwEITE Aºrtung -

Zustaendigkeit der Gerichte 29–35., v“ ::
- -
J44.
is".
FüENFÄFrTÄrººs.
–45. iii Än 96, 97
Besonderer Gerichtsstand
SECHSTES CAPITEL. IV. Saëverständige g8–1 o.
Regulirung der Zustaendigkeit - « - .
tº dº tºnageter
Untersuchungsbeamten und der
z. Eingestaendnis r 1.
-

» . *
Geriche. 46 – 56. - VI.
v. rr
Zeugen.
D..
1 12 –
– 133. -

:- späÄrgêºrie
Recntation einer einzelnen richterli
V "Ä "
* - chen Person oder eines A " DRITTE ABTHEILUNG.
Yorverfahren -

-563, Üntersuchungsbeamten.
ACHTLS CAPHTFL. -
5 – 59. - FR STI
ERSTES CAPITEL.
Tr,
Yerweisung von einem Gerichte an ein Forlarnfige
-
Unte stetig 5et
oe1.n-rsuchung bei den NO/? -

568. - -- anderes. 6o – 64. Amtswegen zu ve: ºlgenden straf


NEUNTES GAPITEL. „baen Handlungen
Ä
Klage ge en rieheriehe Beamte
65 – 68. H7? und A. Bei Polizeiübertretungen.
I. Untersuchende Behörde 1 35.
BUCH.
IDR ITTES II. Schriftliches Vorverfahren 36
42. - «-
*.
Verfahren in Strafsachen. In Vorladung 3 – 43
ERSTE ABTHEILUNG. B. Bei Vergehen und Verbrechen.
Allgemeine bei allen Arten von Straf. J Anzeige 9 – 155. --

I.gerichten geltende Bemmj


Vorverfalren: O 1. Vorauſges Verfahren
ersüchungsbeamten der Un
156–16o
1) Zweck desselben 69, 7o. . Yorladung 16 – 164.
2) Zeit und Ort 71: IV. Einsicht der Acten 165.
3) nicht öffentlich aber münd- Y. Entlastungszeugen 166. -
ich 72. - VI. Vertagung der Sache 167. A
)
VI. Friscle That 168. I, Gerichtsbesetzung 247.
VII1. Hausvisitation, Beschlagnahme H. Verfahren 248,249. -

und Augenschein 169 – 176.III. Zuständigkeit der Rathskammer:


IX. Beschlagnahme gesetzwidriger 1) im Allgemeinen 25o, 251.
Schriften 177 – 18o: 2) - Erklärung dass keine An
X. Ruhestoerungen und Widersetz- - - klage statt habe 252.
lichkeiten 1 81, 182. -
3) Einstweilige Einstellung der
ZWEITES CAPITEL. Untersuchung 253.
Yerhahren vor dem Untersuchungs 4) Anordnung einer weiteren
richter. Untersuchung 254.
I. Zuziehung eines Gerichtsschrei 5) Im Falle der Abwesenheit
bers 183. des Beschuldigten 255.
II. Einschreitung von Amtswegen 6) verweisung vor ein Strafge
oder auf Antrag . 84 – 186. richt 256–258.
III. Verfahre, nach erhaltenen An 7) Freilassung des Beschuldig
trag 187 – 189. ten 259.
IV. Vorladungen 19o – 197. rv Opposition 26o – 262.
V. Protokoll 98. - V. Cassation 263
V. Vernehmungen in der Wohn SECHTES CAPITEIA.
un5 I 99, 2.OO. - Auñageace und dessen Znstellung.
VII Comºtirung und Requisition I. A )klageact:
von anderen Untersuchungsbe 1)-Entwurf des Staatprocura
amten 2o t – 2o3. * . . . tors 264. -
VII. Zutritt des Staatsprocurätors 2) Inhalt 265,
2o., 2o5. 3) Revision des Generalprocu
XI. E.de dieses Verfahrens 2o6. radors 266, 267. -

Dß 1 TES CAPITEL. . . II. verſahren bei der Rathskammer.


Verhaftung und Untersuchungsge- des Appellationsgerichtes 268-272.
gefängnisse. , III. Einsicht der Acten 273.
I Felle der Verhaftung 2o7–2o8. Iy, Zustellung der Anklageacte, der
1. Vorführungsbefehl 2o9–22o. Verveisordonanz und der La
II!. Steckbriefe 221, 222. dung 274 – 276.
IV. Art der Verhaftung 223–227 v. Transport des Angeklagten und
V. Verwahrungsb fel 228, 229 der Üéierführungsstücke 277.
VI. Untersuchungsgefängnisse 23o SIEBENTES CAPITEL. *
– 234. - Vºrverfahren bei den auf Beschwerde
VII. Zewiierhandlungen gegen die zu verfolgendenstrafbaren Handlungen«
Voschriften der verhaftung I. Bei vergeben und verbrechen
und verwahrung 235. - 278. – 28 . . . -

VIERTES CA ITEL. II. Bei Polizeiübertretungen 282.


Provisorische Freilassung gegen ACHTESCAPITEL
Caution. Vorverfahren bei Privatauklagen:
I. Faelle 236, 237. - 1. Cautionsleistung 283 – 29o.
II. Zweck der Caution 238. II. iisinuationsbevollmächtigter29.
III. Caution 239. - III- Privatanklage bei Polizeigerich
Iv. verfahren bei Cautionsleitung ten 292,293.
24 O – I 4 r. IV. Privatanklage bei Zuchtpolizei
V. - Verfallen der Caution 242 gerichten 294 – 299.
- 244. v. Bei Assisengerichten 3oo.
vI Ende der provisorischen Frei- VI. Zurücknahme der Privatankla
heit und der Bürgschaft 245, e 3o1.
246. - - NEUNTFS CA PITEL.
FUENFTES CAPITEL., vorverfahren bei einer Civilklage.
Besehlüsse der Rathskammer. 3o2 – 3 o6. * .
( 7)
zEHNTES CAPTEL. 1) Ausbleiben der Zeugen 379
Vorverfahren bei dem Beweise münd 382- ..
:,
Elmer:
25.
lich oder dnnch Schriften verbreiteten 2) Beleidigungen gegen Zeu
le An
Anschuldigung bestimmter Thatsachen gen 387 ,,, , -

I. Bei Veräumdungen 3o7. VI. Andere Beweise 393.,


-

M. Bei anderen Ehrenverletzungen VII. Schlussverfahren und Urtheit


ng der 308 – 314. 1) Verhandlung und Urtheil
m. Zeugen über das sittliche Be überhaupt 394, 395, 399.
eiteren
tragen 315. 2) Verhandlung und Ürtheil
EILFTES CAPITEL. über die That 394, 396 399.
esruck
55.
Ä ren bei Urkunden 3) Verlaudleng und Urthek
verfaelschungen. 316 – 32 1. über den Rechtspunct 397-399.
Sºz. zwoELFTES CAPITEL. VIII. Incidentpuncie 4oo.
Vorverfahren bei Amtsvergehen und - IX. Rechte nnd Obliegenheiten des
cus Verbrechen von Verwaltungsbeamten _ _ Privatklägers 4o, -
322 – 32g . . X. Rechte und Obliegenheiten des
V1ERTE ABTHEILUNG. - Civilklaegers 4o2 , -
Schlussverfahren in der Audienz. X! Cantamacialverfahrrn 4o3,404.
L. ERSES CAPITEL. XII. Vollzug 495.
ein; bei Polizeigerichten. XIII. Cassation 4o6- ſo8.
1. Gerichtsbesetzung 33o. 1 DRITTES CAPITEL. -
Proc!- 1i. Ankläger 331, 332. - Audienz bei Assisengerichten.
* -

1u. Zuständigkeit 333. I. Bildung der Assisengerichte Art.


IV. Ausbleiben: .. „4%9. 42 : . . .
alpoº ) der Zeugen 334, 335., II. Verfahren vor Eroeffnung der
2) der Beschuldigten: __ Sitzung 413, 414
kamme, a. Im Allgemeinen 336, 337. III. Gerichtsbesetzung 415, 416.
68-17. b. Oppositionsverfahren IV. Rechte und Obliegenheiten des
* - 338–341. - Praesidenten 417. .
cle, der
3) der Privatankläger und C N. Rechte und Obliegenheiten des
der L vilklaeger 342, 343. Generalprocurators 418.
s
v. Condratietorisches verfahren VI, Zustaendigkeit 419-421.
en und
34, 35., VII. Ä der An Ä.- -

ke . vI. Urtheit 346 – 349, - -


- dienz 422 - 425
EL. vII Gerichtspolizei 35o VIII. Verhandlung nach beendigtem
chwer vIII. Voll ug 351. Beweisverfahren bis zum Wahr
anng IX. Rechtsmittel : spruch derGeschwernen426-445
brecht, 1) im Allgemeinen 352' IX. Publication des Wahrspruchs,
2) Appellation 353 – 358. und weitere Verhandlung bis
l 28. 3) Cassation 359 – 362. zum Urtheil 446-456
L ZWEITES CÄPITEL. X. Cassation 457, 458.
klage" Audienz bei Zuchtpolzeigerichten. XI. Vollzung 459.
Gerichtsbesetzung. 363. VIERTES CAPITEL.
00.
ger, II. Rechte und Obſiegenheiten: Yerfahren gegen flüchtige und ab
1) des Praesidenten: wesende Beschuldigte.
gerich a. im Allgemeinen 364, 365. I. bei Vergehen 46o - 462.
b. hinsichtlich der Gerichts II. bei Verbrechen:
ſpots polizei 366 – 37o 1) im Allgemeinen 463-466.
-

0,
2) des Staatsprocurators 371, 2) Wirkungen des Contumacial
2.
atoll“ urtheils 467 - 469.
III. zÄrage 373. 3) neue Verhandluugen im Falle
FI, IV.Eroeffnungder Audienz 374-377. der Opposition, oder wenn der
iſt? V. Zeugenverhoer 378–392. Contumaz sich stellt 466,47e
insbesondere: 472.
( 8)
4) Cassation 473. 2) bei Veruntheilungen 5o3
III Contradictorische Verhandlung II. Verfahren. 5og - 51o
hinsichtlich der anwesenden SEC 1STE ABTHEILUNG
litscbuldigen 474. - Standrecht.
FUENFTE ABTHEILUNG. I Faelle des Standichtes 51 1.
Rechtsmittel
II. Wirkungen 512.
ERSTES CAPITEL. III. Rechtzu dessen Anordnung513.
Im Allgemeineu 475. IV, Zustaendigkeit 51 4.
ZWEITES CAPITEL.
V. Gerichtspersonal 515-52 1.
Cassation. VI. Vorbereitting zur Eroeffnung
I. Gerichtsbesetzung 476. des Standrechtes 522, 523.
II. Cassationsgründe 477. VII. dessen Verkündung 524-526.
-

1I1. Cassationskläger 478. VIII. Verſabren 527 - 538. -

IV. Uruheile, gegen welche Cassa IX. Ende


VIER Verfahr
desTES ens 539-54 t.
tion eingelegt werden kann A BUCH.
479, 48o.
V. Cassationsfrist 481.
- -

Ende des Strafverfahhens


VI. Cassationserklaerung 482 - 484. und der Swafen.
VII. Zulaessigkeit der Cassation. ERSTES CAPITEL.
485, 486. - Im Allgemeinen.
VIII. Verfahren:
I. bei Freisprechungen 542.
1) bei Unzulaenglichkeit der Cas II. bei unter Polizei Gestelluen 543.
sation 487. III. Executionsbeamte 544.
2) bei der Zulaessigkeit 488, 489 IV, bei Freiheitsstrafen 545, 546.
3) contradictorische Verland V. Aufschub des Vollzuges 547.
lung 49o. VI. Ende der Strafen:
4) Ruhestoerungen 491. 1) Tod und Gnade 548.
5) Contumacialverfahren 492. 2) Verjaehrung der Strafurtheil
IX. Urtheil 493 - 5oo. 549-551.
X. Vollzug 5o1. ZWEITES CAPITEL.
DRITTES CAPITEL.
* Strafgeft ngnisse 552 3563.
Wiederaufnahme der Untersuchung. DRITTES CAPITEL.
I. Faelle der Wiederaufnahme: Rehabilitation 564 - 568.
*) bei Freisprechungen. 5o2. Schlussartikel 569, 57o.

-
l