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n�4:::: 26.

Jahrgang 1993-1

WISSEN
IM WERDEN
RATIONALE WISSENSCHAFT
MENSCHLICHE VERANTWORTUNG

Herausgeber Gotthard Barth


A 2063 Zwingendorf, Haus Bradley

Sharad Tipnis, Mahad, 1nma.


measures the velocity of
earth around lhe
SUD
1„/ 12. September 1993 ID
•.Haus Bradley
Gotthard BARTH, Zwingendorf

Der Quotient x/t=c


ist eine Naturkonstante

. The Tipnis Experiment


LIGHT is a energetical process, guided by feedback,
between two switchbodies, eartb and aun,
in SPACE AND TIME

P. K. PREIKSCHAT, Bellevue, U.S.A.


KOSMOl.OGY

Karl BULEI, Wien


?

Die U.S.A. Mondlan du ng
-

Mon dgestein aus der Ataeama


WISSEN im Werden
Redaktion Gotthard Barth. A 2063 Zwingendorf Haus Bradley
Tel.: 2527 4445 Österreich
Österr. Postsparkasse Wien Konto 1765629 Barth Zwingend orf

In t-inem Ti:"il der Auflag e. auf dem Titelblatt, ging die Ziffer 1
verlo ren . Die sensationelle Vorführung des TIPNIS·
EXPERIMENTES findet voraussichtlich in der Woche
ab 11. September 1993 statt.

1nhalt

Gottharrl Barth
Die Lichtgeschwindigkeit ist absolut 1
,Larmor 18Q4 Hi
actio in distans 26
Wahrheit 27
Die relative Zeit 31
Mayers Gedankenexperiment 33
v. Laues Testament 34
Tbc Ti pnis - Experiment 36

F. K. Preiks<'hat, Bellevue
Kosmology 39
,· .

·· Sbarad Tipnis. Mabad

The Experiment to determine tba speed of earth 43


Ka rl Bulei, Wien
Betracblung einer Moodfabrt 47

Medieninbaber, Gesamtherstellung, Finan zi e ru ng, Druck:


Gotthard Barth 2063 Zwingendorf
Für rationales Wissen - ethische Verantwortung
Gotthard Banh, Zwingendorf
Die Lichtgeschwindigkeit ist physikalisch a bsolut,
aber nicht mathematisch absolut und k onstant.
Noch vor wenigen Monaten habe ich geschrieben, daß die
Lichtgeschwindigket relativ ist. Alles wirkliche ist re-
lativ. Ich berief m ich auf Plat on: Ein Absolutes können
wir nicht einmal denken. Wenn wir es denken, ist es nicht
mehr absolut , sondern in Beziehung zu uns.
Platon sagt dies etwas anders ("Thaitetos"): Ein an und
für sich Seiendes kann es nicht geben. Wir können es
nicht einmal denken. Denn i ndem wir es denken, ist es
nicht mehr für sich, sondern es ist für uns. Dieser
Schluß ist logisch zwingend und unmittelbar einsichtig.
Bemerkenswert ist, daß Platon, griechisch, diesen Ge­
danken positiv formuliert: "für sich seiend". Die latei­
nischen Scholastiker faßten den gleichen Begriff negat iv:
"absolut", abgelöst, ohne Beziehung, unabhängig von allem
anderen. Sie dachten an das "Absolute Sein", an Got t , der
rür sich ist in alle Ewigkeit. Warum Gott eine Welt ge­
schaffen hat, blieb zu begründen.
Gerade das lateinische Wort absolut , losgelöst, hatte für
meine Überlegungen zum Licht besondere Bedeutung. Das
Licht, eine Wechselwirkung zwischen physikalischen Kör­
pern, das "etwas dazwischen", zwischen Anstoßendem und
Angestoßenem, zwischen Farbe und Auge, wie Platon (wieder
im "Theaitet os") sagt, bleibt (im materiefreien Raum) völ­
lig ohne physikalische Einwirkung von außen. Das Licht
geht, als eine körperlose Wirkensmöglichkeit , als potenti -
elle Wirkung, (wie e s später nach Aristoteles in der Scho­
lastik hieß) durch den Raum. Darüber habe ich i n mei ner
Schrift "Licht aus den Atomen" ausführlich geschrieben.
Das Licht selbst, die energetische Verbindung z wischen
zwei wirklichen physikalischen Körpern, ist von allen an­
deren physikalischen Wirklichkeiten völlig l osgelöst , ab-
solut. Irgendwelche physikalische Einwirkungen, welcher
Art auch im mer, auf das Licht, sind nicht beob achtbar.
M. FARADAY: Der Geisterreigen
elektrischer und magnetischer Kraftlinien
Unsere m odernen Vorstellungen über das Licht stammen
von Faraday. Seine anschaulichen, mechanischen Modelle
nannte E. Mach "naiv genial" ("Die Mechanik"). Elektri-
1
s ehe und m agnetische Kraftlinien umkreisen einander.
Durch die Verkürzung der Kraft fäden entsteht senkrecht
zum Zug ein Druck, im Übertrag4ngsmedium.
Elektrische Ladungen und m agnetische Pole wirken nicht
unvermittelt , in distans, in die Feme, auf einander.
Elektrische und m agnet ische Kräfte werden durch Kraft­
linien, die in elektrischen und magnetischen Feldern
fortschreiten, übertragen.
Faraday war nicht nur ein genialer Experimentator, er
war auch ein gewissenhafter und selbstkritischer Denker.
Diese mechanisch anschaulichen Modelle hatte er sich er­
dacht, um die in seinen Experi menten beobachteten Bezie­
hungen zu verstehen. Ganz ähnlich hatte schon Descartes,
anschaulich geometrisch, die Gravitati on durch Kraftli­
nien zu erklären versucht.
Um den grundlegenden Unterschied zwischen seinen phy­
sikalischen Beobachtungen und den dazu von ihm erfunde­
nen ( mechanichen) M odellen zu beachten, dazu fehlten Fa­
raday die philosophischen Vorausset zungen, wohl auch ein
entsprechendes Interesse.
Als Lebewesen reagieren wir auf mehr oder weniger iso­
lierte Sinneswahrnehmungen. Die leergebliebenen Räume
zwischen den einzelnen Wahrnehmungen ergänzen wir durch
unsere Phantasie. So entstanden, zunächst kaum bewußt,
die Weltbilder unserer Vorfahren. Um den Druck der Um­
welt ertragen zu können, erfanden unsere Vorfahren das
Paradies am Anfang, und den liebenden Vater-Gott. Das
Paradies war, am Beginn der Menschheitsgeschichte wie
heute, nur eine postulierte Erfindung der von den Stär­
keren, von den M ächtigen mißbrauchten Untertanen. In
wenigen fatirtausenden der geschi chtlichen Zeit haben
sich die Menschen, in ihrem Verhalten zu Menschen, nur
um Spuren der "Menschlichkeit " genähert.
N icht nur für einfache Menschen wird die erträumte
Erfüllung von Wünschen wirklich. Auch in der Wissen­
schaft werden postulierte Dinge zu exakt berechneter
Wirklichkeit.
In der gleichen Situation wie Faraday war auch Newt on.
Ihm war es unvorstellbar, daß ein unbelebter, toter Kör­
per wie die Sonne, andere Himmelskörper, die Planeten,
in ihrer Bahn halten könne. In seinem scholastisch-christ-
2
liehen Glauben hatte e r e inen unendlichen Vorrat an Er­
klärungsmöglichkeiten. Newton dachte an eine Mitwirkung
Gottes. Eine unverm ittelte Wirkung durch den leeren Raum
erschien ihm absurd. Gewiß war Newton der Unterschied zwi­
schen physikalischen, beobachtbaren Wirklichkeiten und dem
tradierten und geglaubten religiösen Wissen klar bewußt.
Entscheidend für sein wissenschaftliches Denken war aber
sein im mer wieder ausgesprochener Grundsatz: Hypotheses
non fingo, Hypothesen erfinde ich nicht. Eine "Erkl ärung"
der Gravitation ist ihm, wie er sagte, nicht gelungen.
Faradays beobachtete und gewissenhaft registrierte ex­
perimentelle Ergebnisse sind physikal isch wirklich. Sei-
ne mechanischen Modelle, seine Kraftlinien, die elektri­
schen und m agnetischen Felder im leeren Raum, sind nur
postuliert, erdacht, physikalisch aber irreal. Für Physi-
ker m it hinreichender Phantasie und genügend Vorstellungs­
vermögen sind Fardays mechanische Modelle einleuchtend,
über zeugend, nicht anders vorstel lbar und daher geglaubte
wissensenschaftliche Wahrheit. Faraday erfand Hypothesen.
Maxwell-Hertz: "Ästhetisch schöne Offenbarung" (Laue)
Die mechanisch anschaulichen Modelle von Faraday wurden
von J . C. Maxwell m athematisch anschaulich wiedergegeben.
Auch Maxwell ging z unächst von rein meschanischen Model­
len aus, m it Zug und Druck. Die physikalische Irrealit ät
dieser erdachten Modelle blieb selbstverst ändlich von die-
ser Um formung unberührt. Mathematisch form al benut z t e
Maxwell die eben erst von W . R. Hamilton entwickelten
Quaternionen, vierdimensionale Vektoren. N icht m ehr ge­
dachte Feldlinien wirken funkt ional aufeinander, sondern
(im vierdimensionalen Raum) gedachte gerichtete Strecken.
Descartes' gedachte, m ehrdim ensionale Koordinatensysteme
standen im Hintergrund.
Die physikalische Basis lie ferte Faraday. Der m athema­
tische Formalismus stammt von Hamilton. " J ene geradezu
ästhet isch schöne, sym metrische Gestalt " ( Laue) erhielten
Maxwells Gleichungen erst 1 890 durch H. Hert z.
In meiner grundsätz l ichen, "philosophischen" Kritik , daß
Faraday und Maxwell von gedachten Dingen sprechen, bin ich
wohl allein. Kritik verschiedener Punkte finde ich bei E.
Friebe. Bemerkenswert der Nachweis, daß Newtons 3. Prin­
z ip, Aktion gleich Reaktion, in Maxwells Gleichungen nicht
3
erfüllt ist. Bei wirklichen physika lischen Vorgängen
sind Akti on und Reaktion selbstverst ändlich gleich groß.
In gedachter Physik m ag ein solches Versehen wohl vor­
k om men*). St. Mari nov sagt: "Ein Feld ist keine physika­
lische Größe; denn m an kann ein. Feld physikalisch nicht
feststellen. " Dem muß ich voll zustimmen.
Wechselwirkung von zwei Körpern im leeren Raum
Nach Faradays Ansicht wird das Fortschreiten elektro­
m agnetischer Energien durch die fortschreitende Änderung
der Dielektrizitätskonst ante der Luft, wenn nicht verur­
sacht, so doch begleitet. Das physikalisch reale Vorhan­
densei n von Kraftlinien und Feldern wird durch Probekör­
per nachg ewiesen. Wirken aber Ladungen oder magnetische
Pole direkt, unvermittelt auf andere materielle Körper,
dann beweisen die Änderungen an den Probekörpern allein,
daß es eine Wechselwirkung zwischen materiellen Körpern
gibt. Nur wenn sich ein Probekörper an dieser Stelle des
Raumes befi ndet, gibt es an dieser Stelle des Raumes, wo
sich der materielle Körper befindet , eine physikalische Re­
akt i on. Newt ons Pri nz i p, daß Akt i on und Reakti on einan­
der entgegengesetzt gleich si nd, bringt hier k lare Ver­
hält nisse. Wenn Aktion und Reakti on einander gleich
sind, bringt ein Probekörper als Gegenkörper, sei er groß
oder klei n, eine meßbare Reakti on, mit meßbarer Minderung
der Potentialdifferenz zwischen den beiden auf einander
wirkenden Körpern. In der Rundfunktechnik sind diese Wech­
selwirkungen bekannt. Im Infratest wird die von Rundfunk­
empfängern absorbierte Energie gemessen.
Dagegen bringt eine noch so große Dichte von Kraftli­
nien oder elektrom agnetischen Feldern keinerlei meßbare
Veränderungen, d.h. Verluste. Im vorigen J ahrhundert
hatten die Physiker nur die Strahlung der Sonne. Heute
kennen wir ein unüberschaubares Meer elektrischer Stra­
lungen, die im m ateriefreien Raum nicht im geringsten
auf einander einw irken. Die Mathemat iker berechnen ein­
fachste Fälle der Superposition, der Überlagerung ver­
schiedener Lichtstrahlen. Die physikalische Wirklichkeit
ke nnt diese Probleme nicht: Elektrische Schwingungen im
m ateriefreien Raum wirken nicht auf ei nander. In der
physikalischen Wirklichkeit gibt es nur Wechselwirkungen
zwischen physikalisch wirklichen, materiellen Körpern. ·
*) Dazu "R. Mayers Gedankenexperiment 1 842" S. 33
hysikalisch wirkliche Wechelwirkungen geladener Körper
können wir nicht postulieren, sondern nur beobachten
und messen. Dagegen geschieht in physikalischen oder
mathematischen M odellen, was Theoretiker und Mathema­
tiker ihrer Wirklichkeit vorschreiben.
Faraday: Licht als elektrische Schwingung
Der einmalig geniale Experi m entat or und Beobachter
Faraday hatte bemerkt, daß die Polarisationsebene von
Licht durch elektrische Ladungen gedreht wird. Damit
war eine erste Verbindung zwischen Elektrizität und
Licht gefunden. Faraday suchte vergeblich nach weiteren
Beziehungen. Erst 1 886 gelang Zeemann die Aufspaltung
von Spekrallinien durch Magnete und 1 9 1 3 beobachtete
Stark die Aufspaltung von Spektrallinien "in elektri­
schen Feldern". Faraday fehlte die dazu nötige Technik.
Was wir in der Schule nicht gelernt haben: Alle diese
Effekte beweisen, daß Kraftlinien oder Felder keinerlei
Wirkungen auf das Licht selbst (im materiefreien Rau m )
ausüben können. Alle beobachteten Effekte entstehen i n
materiellen Körpern, in der Lichtquelle z . B Diese un­
••

bestreitbare Tatsache übersehen die Feldtheoretiker nur


zu gerne. In allen Fällen m üssen wir feststellen, daß es
keine physikalische Kraft, keine Energie, aber auch kei­
ne sonstige physikalische Ursachen gibt, die i m m aterie­
freien Raum gedachte Felder, Kraftlinien oder schwingen­
de Vektoren auch nur im mindesten beeinflussen können.
Wenn das Licht, das nach der heutigen Theorie eine
gedachte (vielleicht auch annähernd berechnete) Schwin­
gung mathematischer Größen ist, zwar mathematisch, aber
in keiner Weise physikalisch beeinflußt werden kann, kom­
me ich wieder zu m einer Basis zurück: Das Licht ist un­
abhängig, losgelöst von allen irgendwo geschehenden phy­
sikalischen Vorgängen. Damit muß auch die "Bewegung", die
"Geschwindigkeit" der Wechselwirkung zwischen m ateriellen
Körpern von äußeren physikalischen oder s onstigen Einwir­
kungen unabhängig = konstant sein.
Als grundlegendes Prob lem b leibt: Wie wirkt, in Raum
und Zeit, ein materieller Körper auf einen anderen ma­
teriellen Körper, über eine endliche räumliche Dist anz
hinweg, in einer endlichen Zeit ? Nur messende Beobach­
tung kann neue Einsichten bringen.
5
Wec hselwirkungen materieller Körper in Raum und Zeit
Wenn ·eiL.Magier die Zeichnung eines Feindes mit einem
Nagel durchb oh rt und das Opfe r stirbt, dann ist das eine
unvermittelte Wirkung in die Feme.
Selbstverständlich sehe auch ich die N otwendigkeit,
die unverm ittelte Wechselwirkung in Raum und Zeit zu
erklären, verständlich, einsichtig zu machen. Die Sonne
zwingt die Planeten aus einer geradlinigen Trägheitsbe­
wegung in eine elliptische Spiralbahn. Sie sendet Licht
und Wärme auf die Erde. Brauchen wir, wie unsere fernen
V orfahren (und wie Newt on) die Mithilfe eines Gottes?
Der "zerset zende Geist der Griechen" hat die ganze Na­
tur in kleinste, nicht mehr teilbare At ome aufgetrennt.
Es war auch ein griechischer Denker, Plat on, der wie kein
zweiter das Problem der Teilbarkeit, den Übergang vom Sei­
enden zum N ichtseienden, mit einmaligem Scharfsinn, in be­
wundernswerter Tiefe gedacht hat, um zu zeigen, daß es ein
Absolutes, für sich Seiendes nicht gibt und nicht geben
kann. Die Wirklichkeit ist nach Platon Kraft, Vermögen.
Heute wird in aller Welt viel von Ganzheit gesprochen.
Alles steht m i t allem in Beziehung. Daß eine neue Welt­
sicht sich durchsetzt, dazu sind viel Denken, viel Mühe
und viel Zeit nötig. Auch Newt on sprach schon von Wechsel­
wirkung: Zwei Körper sind gegeneinander schwer. Aber seine
Mechanik der Prinzipien (als Gegensatz zur Mechanik der
Hypothesen) baute er ganz auf Einzelkörper und für sich
seiende K räfte auf: "Mutationem m otus proportionalem esse
vi impressae", ist das 2. Axiom oder Gesetz der Bewegung.
Die Änderung der Bewegung (eines Einzelkörpers) ist pro­
porti onal der aufgeprägten Kraft. Die Kraft ist absolut,
Eigenschaft eines für sich seienden Körpers.
"Wenn ich mei nen Arm hebe, erbeben die Meere auf der
Venus". Dieser Sat z ist Symbol eines (nicht atomisierten)
Ganzen. Eine Physik der Wechselwirkungen von Körpern in
Raum und Zei t steht in schroffem Gegensat z zum Feld.
Ist die Natur ein Ganzes, dann haben wir nicht für sich
seiende Einzelkörper, Sonne und Erde, die wir, in Gedan­
ken, künstlich, in Verbindung set zen müssen. Das hat die
Natur vor uns getan: Sonne und Erde sind ein Zweikörper­
system, das wir, weil wir analyt isch, auflösend denken,
aus dem Ganzen der Natur als einen Teil heraustrennen.
6
Diese Teilsysteme müssen wir dann wieder zu höheren
Systemen und schließlich zum All zusam mensetzen.
Verhängnisvoll war Kants subjektiver Idealismus. In
seinen frühen Schriften finden wir einen originellen
Physiker m i t um fassenden Kenntnissen. Dem Brauch seiner
Zeit folgend gab Kant seine Quelle nicht bekannt. In
den Hauptwerken füllt er freiweg geometrisch k onst ru­
ierte Tabellen aus (die bei Prüfungen so gemächlich ab­
zufragen sind). "Der Verstand schöpft seine Gesetze
nicht aus der Natur, s ondern schreibt sie dieser vor. "
Gegen diese selbstherrliche Vorgangsweise hatte schon
Aristoteles von den Pythagoräern gesagt: Sie gebärden
sich, als wären sie Mitschöpfer der Welt.
Nach Kant sind die den Menschen eigenen Anschauungs­
formen Raum und Zeit Voraussetzung für die Existen z von
Raum und Zeit in der Natur. Daß ich noch einmal in die­
se idealiistischen Spiele m it selbst e rfundenen und selbst
definierten Wörtern einsteige, dazu bin ich zu alt.
Im Gegensat z zu Kants geistreichen Sophistereien sahen,
etwa zur gleichen Zeit, die Physiker Newt on (wie sein Leh­
rer Barrow) und Leibniz in Raum und Zeit pysikalische
Wirklichkeiten, ganz unabhängig vom Denken sich selbst
wissender Philosophen. Nach der Unterscheidung von Ari­
stoteles geben Raum und Zeit potentiel les Sein: Der Raum
ist die Möglichkeit zum Nebeneinander physikalisch wirk­
licher Dinge, die Zeit gibt die Möglichkeit zum Nachein­
ander physikalisch wirklicher und von uns (als physisch
reale Menschen) beobachteter und in unserem Denken wirk­
licher Vorgänge. Auch unser Denken geschieht in einer von
uns unabhängigen Zeit.
Im Gegensat z zu Kant sehe ich in Raum und Zeit Grund­
elemente der physikalischen Wirklichkeit. Änderungen an
materiellen Körpern, die durch sich selbst steuernde Pro­
zesse in Raum und Zeit auf einander wirken, sind das ein­
zige, was wir physikalisch beobachten und messen können.
Der Quotient Weg durch Zeit ist Geschwindigkeit
In Fortführung des Faraday-Maxwellschen Modells be­
steht das Licht aus im Feld schwingenden Feldvektoreyi.
Durch immer wiederholte Beobachtung ist bewiesen, daß es
solche postulierte, aber physikalisch nicht faßbare Din-
ge, nicht gibt. Diese nur m athematisch wirklichen Größen
7
können an physikalischen Beobachtungsgeräten keinerlei
Veränderungen hervorrufen. Da sie nur gedacht, nur ma­
thematisch wirklich sind, können sie auch keinerlei phy­
sikalisch wirkliche Einwirkungen der Umwelt aufnehmen;
entsprechend dem Gese t z von Aktion und Reaktion.
Das einzige, das wir beim Licht, ganz so wie bei allen
unvermittelten Wirkungen, beobachten können, sind die Ak­
tion an einem materiellen Körper und die Reaktion an
einem anderen Körper. Direkt meßbar sind bei dieser Wech­
selwirkung der räumliche Abstand und der zeitliche Ab­
stand zwischen Aktion und Reaktion. Der Quotient, das
Verhältnis dieser beiden Größen, Abstand=Lichtweg und
Zei t =Laufzeit des Lichtsignals, hat die Dimension einer
Geschwindigkeit. Dieser Quotient hat in allen gemessenen
Fällen die gleiche Größe c, nicht nur unabhängig von je­
der Bewegung der beiden auf einander wirkenden materiel­
len Körper, sondern, wie schon wiederholt gesagt, unab­
hängig von jedem beliebigen physikalischen Vorgang in der
U mgebung. Die Lichtgeschwindigkeit c=x/t ist pysikalisch
invariant, durch keinerlei physikalische Einwirkungen
veränderlich, im mer gleich groß, konstant.
Daß diese durch m essende Beobachtung erkannte Tatsache
in keinem wie immer gearteten Zusammenhang steht m it den
kühnen Rechenkünsten der Relativisten (seit Larmor), oder
gar mit Einsteins naiv dummen Einfällen, muß nicht gesagt
werden. Weder Einsteins "Postulat ", noch Larmors relative
Zeit können die Lichtgeschwindigkeit konstant machen. Die
Konstanz der Lichtgeschwindigkeit ist eine in Experiment
und Beobachtung im mer wieder bewiesene physikalische Wirk­
l ichkeit. Der Qotient Weg/Zeit ist eine Naturkonstante.
Der Dopplerreffekt beweist: Die Lichtgeschwindigkeit im
leeren Raum ist absolut, physikalisch unabhängig, konstant.
1 842 veröffentlichte Ch. Doppler in Prag die Arbeit:
"Ober das farbige Licht der Doppelsterne", mit dem Dopp­
lerschen Prinz ip: Bewegt sich eine Schallquelle oder eine
Lichtquelle vom Beobachter weg, dann wird die Anzahl der in
einer bestimmten Zeit beim Beobachter eintreffenden Schwin­
gungen kleiner. Nähert sich die Quelle dem Beobachter, wird
die Zahl der eintreffenden Schwingungen größer.
Schon bei diesen ersten Oberlegungen Dopplers ist im­
plizit vorausgeset zt, daß Licht vom sich entfernenden
8
Stern die gleiche Zeit benötigt, um zur Erde zu gelangen,
wie Licht vom anderen Stern, der sich der Erde nähert.
Würde später abgegangenes Licht (mit größerer Geschwin­
digkeit ) früher abgegangenes Licht überholen, dann wäre
(infolge von Überlagerungen) eine präzise Beobachtung der
Dopplerverschiebung unmöglich. Dieser Einwand wurde schon
1 9 1 3 von de Sitter vorgetragen, als Beweis für Einsteins
absolute Konstanz der Lichtgeschwindigkeit.
L Parish geht in seinem Buch "The Logical Flows o f
Einstein's Relativity", i m m er wieder auf d e Sitter ein.
In meiner Besprechung des Buches, voll Bewunderung für
die konsequente Logik des Autors, vertrat ich noch ganz
die Relativität der Lichtgeschwindigkeit, "in conse­
quence of applying the principle of relativity to a
wrong cause", wie Parish zu de Sitter sagt. Jetzt sehe
ich die erstaunliche Gleichrichtung in der Argument ati -
o n des Buches z u meinen vorliegenden Ausführungen: "The
volocity of light in abstract space is constant and will
remain so despite any motion possessed by the source of
light in respect of the same space... ", ist ein "Axiom "
von Parish. Unsere Differenzen sind gering.
Vergebens habe ich mich bemüht, auch nur Spuren einer
Zusam menarbeit der Kritiker zu erreichen.
Ganz erfreuliche Übereinsti m m ung in den Grundlagen
finde ich auch in der letz ten Arbeit von F. K. Preik­
schat. Preikschat ist ein hervorragender Radarfachmann,
der 50 J ahre als Ingenieur Geschwindigkeit und Ort von
Flugzeugen und Raketen bestimmt hat. "Das Universum ist
Raum, Zeit und Materie. " Raum und Zeit sind für sich
nicht beobachtbar. "Der einzige beobachtbare Teil des
Universums ist die Materie. " Ich spreche von physika­
lischen Körpern. Bei beiden, weder beim Rau m , noch bei
der Zeit, können physikalische Kräfte angrei fen.
Preikschat vertritt für die Radarmessung eine Art
Rit z-Theorie, allerdings bezogen auf die Empfangsan­
tenne. Gegen die absolute Lichtgeschwindigkeit bringt er
einen originellen, energetischen Beweis, aus dem ich
allerdings genau das Gegenteil herauslese; in seiner
kleinen Schri ft: "A Critical Look at the Theory of Rela­
tivity", 1 976, Seite 2. Durch den Dopplereffekt ändert
sich die ursprünglich abgegebene Wellenlänge: "Eine
9
Änderung von Wellenlänge und Frequenz ist gleichbedeutend
einer Änderung der Energie, die von irgendwoher kom men
m uß. (Planck's quantum energy h '{)." Preikschat spricht von
einem deus ex m achina oder einem unbekannten Feld.
Preikschat folgt hier der falschen Spur Plancks.
Planck, der erste und mächtigste Propagandam ann Ein­
steins, war auch hier nicht originell. Die Lichtquanten,
die Photonen, hatte Einstein erfunden. Einstein refe­
rierte, wie im mer naiv und von Fachkenntnissen unbela­
stet, was er von den Arbeiten Lenards verstanden hatte.
Lenard hatte 1 899 entdeckt, daß bei elektrischen Spit­
zenentladungen Elektronen abgegeben werden. "Derselbe
Forscher gab 1 902 eine erstaunliche Geset zmäßigkeit für
diesen Effekt an: Die Energie der Elekronen ist abhängig
von der Schwinungszahl '(', aber unabhängig von der Ener­
gie des ausl9senden Lichtes, " schrieb Laue in seiner "Ge­
schichte der Physik". Offensicht l ich ist das ein Reso­
nanzeffekt. Die Quantelung der Energie der ausgestoße­
nen Elektronen folgt aus der Quantelung der Energieträ­
ger. Lenard erhielt den Nobelpreis 1 905. Einstein, am
P atentamt in Bern, war, wie i m mer, am Puls der Zeit.
Plancks Formel ist nicht falsch, aber unvollständig.
Wie Preikschat sagt, hängt die Energie nicht nur von der
Frequenz, sondern auch von der Wellenlänge ab. Die Ener­
gie eines elementaren Oszillators (dazu G. Barth, Wissen
im Werden 4, 64/ 1 u. 24, 9 1 ) nimmt der Frequenz propor­
tional zu: mehr Energieimpulse pro Zeiteinheit. '-fytit wach­
sender Wellenlänge nimmt die Energie ab. Sie bleibt kon­
stant, wenn das Produkt Wellenlänge mal Frequenz konstant
ist. Dieses Produkt ),"r =c ist die Lichtgeschwindigkeit.
Wenn Preikschat sagt, daß die Energie des Radarsignals
im leeren Raum, zwischen den materiellen Antennen, kon­
stant bleibt, beweist er damit, daß auch die Lichtge­
schwindigkeit konstant bleibt. Das Licht selbst, im lee-
ren Raum , übt keinerlei Wirkungen auf Beobachtungsinstru­
mente aus; L icht ist daher auch nicht sichtbar: Wir sehen
nur materielle Körper: die Lichtquelle und beleuchtete Kör­
per. Daher kann auch Licht im leeren Raum durch physikali­
sche Einwirkungen von außen nicht beeinflußt werden. Die
L ichtgeschwindigkeit ist unveränderlich, konstant. Das
zeigt Preikschat durch seine energetischen Überlegungen.
10
De Sitter beweist Einstein?
Zu den zahlreichen Sonderbarkeiten der m odernen m a­
thematischen Theorien gehört auch die Behauptung, daß
de Sitters Doppelsterne Einstein beweisen.
Ein fortschritt der Physik geschieht im allgemeinen
durch die Entdeckung neuer physikalischer Phänomene,
für die dann Erklärungen, Theorien erfunden werden.
Auch bei den einm aligen Experimenten Faradays war dies
so. Faradays mechanische Modelle, von Maxwell in m athe­
matische form gebracht, stießen im Michelsonversuch
(Potsdam 1 88 1 ) an ihre Grenze. In den folgenden hundert
J ahren waren die großen Rechner vollauf damit beschäf­
tigt, ihre schönen Rechnungen gegen die Wirklichkeit
der Natur zu erhalten. De Sitter wies auf die schon vor­
her bekannte Tatsache hin, daß Licht von zwei Doppel­
sternen bis zur Erde die gleiche Zeit benötigt, ohne
Rücksicht auf die Eigenbewegung der Sterne. Das war ein
Beweis gegen die Quellenkonstanz der Lichtgeschwin­
digkeit von Ritz. Ritz sah im Licht Korpuskeln (wie Ein­
stein), die von der Quelle abgeschossen werden wie Pro­
jektile. Selbstverständlich hat eine Bewegung des Ge­
schüt zes Einfluß auf die Bewegung der Projektile. Ob­
wohl es zahlreiche Beweise gegen die Quellenkonstanz
der Lichtgeschwindigkeit gibt, wird diese Theorie bis
in die Gegenwart immer wieder vertreten (W. Kantor).
Aber was hat de Sitter mit Einstein zu tun? Hat das
Licht von Doppelsternen verschiedene Geschwindigkeiten,
die durch die Lorentztransform ation gleich gem acht wer­
den? Beweisen die Doppelsterne, daß ihre Lichtgeschwin­
digkeiten erst durch die "Relat ivierung von Raum und
Zeit" gleich werden? Wir haben eine physikalische Tat ­
sache, die durch relativ einfache astronomische Beobach­
tungen erkannt wurde: Die Lichtgeschwindigkeit wird durch
eine Bewegung der Quelle nicht verändert. Ändert sich der
räum -zeitliche Abstand zwischen Stern und Erde, dann än­
dert sich auch der zeitliche Abstand zwischen Abgang des
Lichtes vom Stern und Eintreffen auf der Erde um den glei­
chen Faktor. Der Quotient dieser raum zeitlichen Größen,
die Lichtgeschwindigkeit , bleibt unverändert, konst ant.
Unser Hauptproblem liegt in einer präzisen Definition
der Geschwindigkeit. Wir denken naiv, unkritisch an
11
mechanische Bewegungen auf der Erde, in einem Medium, in
Wasser oder Luft, oder an die mathematisch-geometrische
Bewegung eines Punktes oder einer Figur im Cartesischen
Bezugssystem. In der physikalischen Wirklichkeit gibt es
aber keine für sich seienden Einzelkörper, sondern immer
nur Wechselwirkungen zwischen zumindest zwei in Raum und
Zeit aufeinander wirkenden Körpern. Physikalisch wirkli-
che Bewegungen (in Raum und Zei t ) werden allein von mate­
riellen Körpern verursacht. Daher können wir Veränderun­
gen in den räumlichen und zeitlichen Relationen sinnvoll
nur auf physikalische Körper beziehen. Der Bezug auf ge­
dachte, geometrische Bezugssysteme oder auf einen mehr
oder weniger stofflich gedachten Welthintergrund, mag der
Veranschaulichung dienen. Physikalisch wirkliche Bezie­
hungen können auf diesem Weg nicht gefunden werden.
Messen können wir beim Licht allein den räumlichen und
den zeitlichen Abstand zwischen Aktion an dem einen Kör­
per und Reaktion an dem anderen Körper. Die dritte Größe,
die Geschwindigkeit, den Quotienten der beiden gemessenen
Größen, können wir nur errechnen.
lJer Dopplereffekt , die Änderung der Schwingungsfre­
quenz, die Verschiebung von Interferenzstreifen, entsteht
durch Ä.nderung des Abstandes von Quel le und Empfänger
(wie schon Doppler argumentierte), oder durch Änderung des
Abstandes von Sende- und Empfangsantenne, wie Preikschat
bei Radarmessungen sagt. Eine Änderung des räumlichen Ab­
standes verursacht notwendig eine entsprechende Änderung
des zeitlichen Abstandes zwischen Aktion und Reaktion.
Für einen längeren Weg braucht das Licht eine längere
Zeit; und umgekehrt. Weg und Zeit sind direkt proportio­
nal; der Quotient Weg durch Zeit, die Geschwindigkeit, ist
konstant. Für eine Änderung der Lichtgeschwindigkeit
(durch eine Änderung des räumlichen Abstandes ohne daraus
folgende Änderung des zeit lichen Abstandes) gibt es keine
physikalisch-energetische Ursache.
Die .Änderung des räum lichen und zeit lichen Abstandes
zwischen Aktion und Reaktion ist die Summe der differen­
tiellen räumlich-zeit ichen Ä.nderungen der Sch,.vingung im
leeren Raum. Wel lenlänge und Frequenz ändern sich umge­
kehrt prortional. Nur die Frequenz, nicht die Energie,
springt beim Vorbei fahren an einer Schallquelle.
12
Auch der Dopplereffekt ist ein Beweis, daß der leere
Raum keinerlei physikalische Wirkung auf die übertragene
Schwingung ausübt. Dies ist kein Postulat, sondern i m m er
wieder gemessene Tatsache. Die Empfangsantenne em pfängt
unverändert die von der Sendeantenne abgegebene Frequenz.
Lichtweg und Laufzeit des Lichtes sind direkt proport i ­
onal. Der Quotient der beiden Größen, die Lichtgeschwin­
digkeit, ist konstant. Wellenlänge und Frequenz sind zu
einander indirekt proportional. Das Produkt, wieder die
Lichtgeschwindigkeit, ist konstant. Dies sind keine Zu­
fälle. Es handelt sich um rein geometrisch.,-kinem at ische
Beziehungen, mit logisch definierten Begriffen; ohne jede
Einwirkung physikalischer Kräfte von wo auch i m m er.
Die Formel des Dopplere ffektes: die Galileitransformation
Die m athematische Physik bringt die Wellengleichung ge­
wöhnlich dreidimensional. Die Mathematiker haben "Räume"
beliebig vieler Dimensionen zur Verfügung. I n der Wirk­
lichkeit der Natur gibt es als einfachsten Fall Beziehun­
gen zwischen zwei aufeinander wirkenden Körpern. Schon
Kepler hat von der Gravitation gesagt, daß sie nur zwi­
schen Sonne und Planeten wirkt und sich nicht nutzlos i m
Raum verliert. Licht wirkt, w i e d i e Gravitation, linear
auf der k ür zesten Verbindungslinie zwischen zwei Körpern.
Die Änderung ihres Abstandes wird mathem atisch durch die
sog. Galileitransformation wiedergegeben. Galilei hat
sich nie mit derartigen Rechnungen befaßt.
Die Galileitransformation addiert Strecken, zurückge­
legte Wege, im besonderen Wege des Lichtes. Zu dem mit
der Lichtgeschwindigkeit c zur ückgelegten Weg et komm t
ein mit der Systemgeschwindigkeit v zurückgelegter Weg
vt. für den Dopplereffekt ist et die (konstante) Ent fer­
nung zwischen Quelle und Em pfänger. vt ist die Änderung
dieser Entfernung in der Zeit t, während das Licht unter­
wegs ist. Mathematisch formal werden diese beiden Längen
einfach aneinander gefügt: ct+vt =t (c+v). Die Rechnung
verwendet eine Oberlichtgeschwindigkeit c+v und eine
Unterlichtgeschwindigkeit c-v. Beide Geschwindigkeiten
gibt es in der physikalischen Wirklichkeit nicht.
Aus den Formeln ist auch nicht ersichtlich, daß die
Zeit t (im Lichtweg et bei konstantem Abstand) nicht
gleich ist der Zeit t, wenn sich der Abstand ändert.
13
Diese Änderungen erfolgen nicht nacheinander, durch Ad­
dition, gesondert auf den Wegen et und vt, sondern
gleichzeitig. J edes Element des größer werdenden Abstan­
des vergrößert jedes Element der zugehörigen Zeit, wie
ich das schon 1 96 2 in meiner "Rationalen Physik" ausge­
führt habe.
Mathem atisch kom men wir der Wirklichkeit näher, wenn
wir die Änderungen durch Multiplikation m i t einem Pro­
porti onalitätsfaktor darstellen, durch Um formen der Ad­
dition in ein Produkt. Schon im 1 6. J ahrhundert wurden
die Beziehungen zwischen arithmetischen Reihen (Addi­
tion) und geometrischen Reihen (Multiplikation) unter­
sucht. Napier, neben Bürgi der zwei te Erfinder der Loga­
rithmen, hatte auch schon an ein Fließen (Fluxion) der
Größen gedacht, wie ich das hier beim Wachsen der Zeit
m i t dem Wachsen des Weges sehe.
Um die Galileitransform ation in ein Produkt um zuformen,
müssen wir das zwei te Glied vt als Funktion von x dar­
.3tellen (mit t==x/c): x+vt=x(l+v/c). Den gleichen Faktor
v/c beim Dopplereffe kt hat Preikschat für die Frequenz:
f+fv/c. Diese einfache Beziehung gibt die Lorentztrans­
form ation, den Larmor-Trick, und die großen Mathematiker
der L ächerlichkei t preis.
Ich fasse zusam men: Der Dopplereffekt ist ein rein ge­
ometrisch-kinem atischer Vorgang in Raum und Zeit. Aus
der Änderung des Abstandes der beiden (auf einander wir­
kenden) Körper folgt eine direkt proportionale Änderung
der zur Überwindung des Abstandes benötigten Zeit. Der
Quotient der beiden al lein meßbaren Größen (Weg durch
Zeit), die Lichtgeschwindigkei t, ist während des ganzen
Vorgangs unverändert gleich, konstant; auch differentiell.
Aus der Änderung des Abstandes x in der Zei t t folgt
eine Änderung der Frequenz der übertragenen Schwingung,
die gleichbedeutend ist mit einer indirekt proportiona-
len Änderung der Wellenlänge. Das Produkt aus Frequenz
und Wellenlänge bleibt daher konstant, gleich der Licht­
geschwindigkeit c. Der Dopplereffek t beweist die Kon­
stanz der Lichtgeschwindigkeit c=x/t.
Noch ein dri ttes Gesetz gehört hierher, das auch nicht
von physikalischen, energetischen Wirkungen abhängt, son­
dern allein vom "Rau m ", von der Entfernung der beiden
14
auf einander wirkenden Körper. Die Wechselwirkung nimmt
linear (nicht quadratisch), indirekt proportional zur
Entfernung der beiden Körper ab: f=m/R+M/r.
Ganz unvorstellbar dumm: die Lorentzt ransformation
Wir multipli zieren die Zahl 5 mit 3 und dividieren
durch 3: Siehe da, oh Wunder, das Ergebnis ist wieder 5.
Durch diese erstaunliche Rechnung ist bewiesen, daß die
Zahl 5 "absolut " konstant ist. Wer soll das glauben?
Dennoch: Auf diesem originellen Weg beweisen geniale
Mathematiker, daß die Lichtgeschwindigkeit absolut kon­
stant ist. Ist es wirklich vorstellbar, daß eine derart
prim itive Sinnlosigkeit in eine "exakte" Wissenschaft
Eingang finden konnte und über hundert J ahre, als Aus­
druck höchster "mathe m atischer Kultur" (Minowski), wei­
tergegeben wurde?
Natürlich multiplizieren die großen Rechner die Licht­
geschwindigkeit nicht einfach mit 3. Es muß schon nach
etwas ausschauen. Aber Großartiges wurde da auch nicht
erfunden. Die gewählten Faktoren kamen aus der Maxwell­
schen Theorie des Michelsonversuchs. Zu voller Schönheit
wurde dieser pri mitive Unsinn erst von späteren Mathema­
tikern erhoben, allen voran von dem prophetischen Mathe­
matiker Minkowski ( Zürich, Göttingen): Von Stund an sol­
len Raum und Zeit für sich nicht mehr bestehen .••

Die Lorentztransformation geht von der Definition der


Lichtgeschwindigkeit aus: c=x/t, Weg durch Zeit. Der Weg
x im Zähler, wie auch die Zeit t im Nenner, werden mit
zwei gleichen (algebraischen) Größen multipliziert. Das
heißt, die Lichtgeschwindigkeit wird zuerst mit den bei­
den Faktoren (nicht mit 3) multipli ziert, dann wird die
Lichtgeschwindigkei t , der Bruch x/t, durch die gleichen
Faktoren dividiert. (Wir haben 5 m it 3 multipliziert und
durch 3 dividiert. ) In beiden fällen geschieht das glei-
che Wunder: Die ursprünglichen Größen, 5 und x/t , kom men
nach dieser mathematischen Operation wieder ans Tages­
licht. Wer würde einen derartig dummen "Beweis" für mög­
lich halten?
Erfand J. Larmor 1894 die Relative Zeit,
das Prinzip der Lorentztransformation?
Maxwell hatte die Effekte des Welt äthers auf das Licht
vorausberechnet. Michelson konnte 1 88 1 nichts davon beo-
15
bachten. Am Ende des vorigen J ahrhunderts wurde viel ge­
rechnet, um Rechnung und Beobachtung zur Übereinstim­
mung zu bringen. Zwei Formeln sind bis heute geblieben:
die. -Galileitransformat ion, die ich zum Galileifaktor
l+v/c umgeformt habe: x+vt::x{l+v/c). Die zweite Formel
ist die von Bradley 1 728 zur Erklärung der astronomischen
Aberration entwickelte Kosinusfunktion, von den Relati­
visten Lorentz faktor oder relativistische Wurzel genannt.
Da die Lorent ztransform ation die schier unmögliche
Aufgabe hat, zu erklären, warum die Wirkungen eines
n ichtexistierenden Mediums, des Weltäthers, keinen beo­
bachtbaren Einfluß auf das Licht haben, kann die Erklä­
rung der Erklärung auch nicht einfach sein. Ich kenne
nur eine einzige, annähernd so detailierte, mathemati­
sche Darstellung der Theorie des Michelsonversuches, wie
ich sie schon 1 954 im "Antirelativus", ( "Die Geschichten
des Fachllehrers") gegeben habe: von MacRobert in
B,A.S.R.A. (Siehe WISSENiW 20. 1 987)
Der longitudinale Lichtweg hin und zurück in Richtung
des Ätherwindes (im nichtexistierenden Äther) wäre
ct+vt+ct-vt (das arithmetische Mittel), wenn nicht die
Lichtgechwindigkeit im nichtexistierenden Äther, sondern
auf der Erde konst ant wäre. Die genaue Rechnung ( m it
Konstanz der Lichtge schwindigkeit im nicht existierenden
Äther) ergibt aber, daß der Lichtweg auf der Erde um das
Quadrat von Bradleys Kosinus länger ist als der Lichtweg
im Äther (als geometrisches Mittel von c+v und c-v), und
damit noch im mer um den Kosinus länger als der Lichtweg
im (nichtexistierenden) Äther.
Die Galileitransform ation ergibt sich als Summe von
Lichtweg et im (nichtexistierenden) Ather ..:!:. Weg der Erde
vt im (iii�!1texistierenden) Äther. (Die zwei t sind ver­
schiede!l.) Da die gan ze Rechnerei um den postulierten,
nach heuti ger Ansicht der Physiker nicht existierenden
.Ä.ther geht , ist es natürlich gleichgültig, ob der Kosinus
die transversale Aberration erklären soll, oder den Unter­
schied der longitudinalen Lichtwege.
Solche sinnlose physikalische Überlegungen m achte
schließlich Larmor 1894 rein mathematisch formal völlig
überflüssig. Was da auch im mer bei den Längen im Zähler
des Bruches x/t geändert wird, wird durch eine ganz
16
gleiche Änderung bei den Zeiten i m Nenner des Bruches
x/t wieder aufgehoben.
E. Friebe meint, Ritz und Einstein seien die e rsten
Kritiker der Relativitätstheorie gewesen. Dem kann ich
nicht zusti m men. Die Quellenkonstanz der Lichtgeschwin­
digkeit läßt sich gegen die Beobachtung nicht halten.
Einstein hatte keinen Einblick in die Problem atik. Er sah
bei Ritz nur die Ähnlichkeit zu seinen Lichtkorpuskeln.
Der Erfinder der relativen Zeit Larmor
durchschaute den Schwindel
1 894 schlug J . Larmor in einem Vortrag vor, nicht nur
die Längen, sondern auch die Zeiten zu relativieren. War-
um hat Larmor, der später geadelt und ein berühmter Atom­
physiker wurde, diese seine geni a le Entdeckung nicht
schriftlich veröffentlicht und m ehr darüber geschrieben?
Die Relativierung der Zeiten ist das Kernstück der
Relativitätstheorie, ohne die Einst eins Postulat nicht
möglich wäre. Warum kom mt der Name Larmor in der ge­
samten relativistischen Literatur nicht vor? Alles Groß­
artige wird dem einmaligen Supergenie Einstein zuge­
schrieben. Die Relat ivierung der Zeit soll Lorent z er­
funden haben. Richtig ist, daß Lorent z schon im folgen­
den J ahr die relative Zeit von Larmor (als eine vorläu­
fige Notlösung) in seine Elektronentheorie übernah m . Da­
mit begann 1 895 der Siegeszug der Einsteinsehen Theorie.
Abe r warum schwieg der Erfinder der relativen Zei t ?
Wußte e r schon, daß Einsteinkritik das Ende jeder Kar­
riere bedeutet ? Ich denke an E. Gehrcke und die berühm ­
ten Engländer H . Dingle und L. Essen; und viele andere.
Warum hat Lorentz seine Bedenken nicht klar ausgespro­
chen? Hätte er sonst den Nobelpreis 1 902 nicht erhalten?
Der erste Einsteingegner war J . Larmor, noch bevor es
Einsteins Theorien gab. Er hatte seinen eigenen Trick
durchschaut.
Wer versteht die Lorentztransformation?
Nach Michelson ( 1 88 1 ) wurde die Lorent ztransform ation
von verschiedenen Physikern zusa m mengebaste lt und von
Mathematikern verbessert. Schwieriger noch als die
Transformation selbst ist mir die Tatsache zu verstehen,
daß nicht ein einziger der großen Mathem atiker, bis
heute, gesehen hat, daß der ganz e Formelkram einfach
17
durch Kürzen in N ichts zusammen fällt. Durch den großen
Mathematiker Poincare erhielten die Formeln den let zten
Schli ff (von Minkowskis vierdimensionaler Darstellung
abgesehen). Aber auch Poincare hatte Bedenken. 1 904 (ein
J ahr vor Einstein) sagte er in seiner großen Rede auf
der Weltausstellung in St. L ouis, Mo. : Allein wir sind
noch nicht so weit! Die sinnlose Erweiterung des Bru­
ches x/t durch Galileifakt or und Wurzel sah er nicht?
Auch der berühmte Mathem atiker Hilbert befaßte sich
mit diesen Formeln. Obwohl er sich besonders mit Logik
beschäftigte, störte ihn nicht, daß durch die Relativie­
rung der Zeit eine Uhr verschiedene Zeiten (unendlich
viele) z ugleich zeigen muß. Der Ostberliner Relativist
Treder kann sich das vorstellen, wie er unserem Mitar­
beiter C. Juhl, Odense, schrieb. Er will nur nicht, daß
diese seine besondere Begabung allgemein bekannt wird.
Von Hilbert stam m t der Spruch: Die armen Physik �r, für
sie ist die Physik viel zu schwer!. Aber auch für einen
Mathematiker kann die Mathem atik zu schwer sein. Leicht
kann man einen Fehler übersehen, von dem m an in der
Schule nichts gelernt hat. Gauß hätte bei diesem primi­
tiven Unsinn nicht mitgetan.
Daß ein Physiker, der sozusagen mit Einstein aufge­
wachsen ist, vertrauensvoll und blind an seinem Kinder­
glauben festhält, ist verständlich. Schwierig wird es
für m ich, wenn Kritiker diese betrügerisch-dum men For­
m eln beibehalten wollen: Nur wenige Auserwählte "verste­
hen" die L orentztransformation.
Daß die Wurzeln bei den Längen und bei den Zeiten durch
Kürzen wegfallen: x/t=xW/tW, war meine erste Entdeckung.
Die L orentztransformation m ag vielleicht mathematisch "ele­
gant" sein, aber sie ist keinesfalls mathe m at isch-formal ein­
fach; obwoh l so viele berüh m t � Mathematiker dabei mitge­
pfuscht haben. Meine physikalische Folgerung war: Wenn die
Wurzeln wegfallen, können sie (nach dem Kürzen) keinerlei
Bezug zur postulierten K onstanz der Lichtgeschwindigkeit
haben. Bradleys Kosninus, die "Lorent zwurzel", kann selbst­
verständich die Lichtgeschwindigkeit auch nicht "mathema­
tisch " konstant m achen, wie jeder Vernunftige einsehen muß.
Völlig sinnlos-unbegründet wurde schließlich Bradleys Kosi ­
nus, die "Quadratwurzel", zum Markenzeichen für "Einstein".
18
Kom m t in einer Rechnung Bradleys Kosinus vor, die heilige
Wurzel, sei es bei der Masse, bei Längen oder Zeiten, dann
kann selbst der Düm m ste erkennen, daß die Rechnung ortho­
dox, einstein-gläubig und daher richtig ist. Daß die Licht­
geschwindigkeit durch Bradleys Kosinus allein nicht konstant
wird, sondern nur durch die Relativierung der Zeiten nach
Larmor, durch Multiplikation auch der Zeiten m i t dem Gali­
leifaktor, haben auch gescheite Professoren in der Schule
nicht gelernt.
Schwieriger war der zweite Erweiterungsfaktor zu finden,
durch die Um formung der Galileitransform ation in ein Pro­
dukt. Nur Faktoren lassen sich kürzen. Vorher war m i r schon
aufgefallen, daß die Zeit t von dem Quadrat einer Geschwin­
digkeit abhängen soll, noch dazu vom Quadrat eine r konst an­
ten Geschwindigkeit. Diese "sin121 ose Erweiterung" (H. Stras-
ser 1 924) m it x/t =c: tv/c=vx/c hatte schon Lorent z. Wozu?
Erst in letzter Zeit mußte ich erkennen, daß m ei n "Gali­
leifaktor" ein ganz ein facher Algorithmus ist , der auch
sonst in der Physik, vor allem bei m Licht, verwendet wird.
Zu einer gegebenen Größe wird ein best i m mter Teil des Ganzen
hinzugefügt oder vom ihm abge zogen. Als Ganzes scheint i m mer
wieder das im leeren Raum konstante Verhältnis von räum li­
cher Dist anz zu zeitlicher Distanz (von physikalischen Ände­
rungen an m ateriellen Körpern) auf: x/t =c, die Lichtge­
schwindigkeit.
Die Längen, die Wege von Licht und System erhalten wir
als Produkt von Geschwi ndigkeit und Zeit. Die "Galileitrans­
formalion" ist ct+vt =c(l+v/c).
Die Zeittransforma tlgn nach Larmor, 1 894, und Lorentz
1 895: x/c+tv/c=t+vx/c -t(l+v/c).
Die bekännte Formel für die Änderung der Frequenz f bei m
Dopplereffekt ist f'=f(l+v/c).
Erst durch die U m formung der Addition von Längen, durch
die Umformung der Gali i leitransform ation in ein Produkt, und
weiter durch das Kürzen der Zeittransformation vom Larm o r­
Lorenz durch c=x/t wird offensichtlich, daß die Lorent z ­
transformation eine ganz sinnlose Multiplikation der Licht­
geschwindigkeit x/t mit 1 ist: die Multiplikation der Län-
gen (im Zähler) mit dem Galileifaktor wird durch die Multi­
plikation der Zeiten im Nenner mit dem gleichen Galileifak­
tor aufgehoben. Obwohl ohne jede Hoffnung, wiederhole ich
19
diesen unvorstellbar dummen "Beweis"; nicht der einzige
und nicht der letzte Flop, den uns hochberühmte Männer
der Wissenschaft schlicht gläubig als Wahrheit erzählen.
Können Plancks Formeln Quanten erzeugen?
Preikschats energetische Überlegungen zur Konstanz der
Lichtgeschwindigkeit waren m ir Anlaß, mich noch einmal
mit Plancks Quantenthorie zu befassen. Preikschat bringt
seinen Schluß gegen die Konstanz der Lichtgeschwindig-
keit in verschiedener Form. Ändert sich die Geschwindig­
keit zwischen Quelle und Empfänger, so ergibt das einen
Dopplereffekt, eine Änderung der Wellenlänge und der Fre­
quenz; als Folge der Geschwindigkeitsänderung. Eine Ände­
rung der Frequenz bedeutet aber in Plancks Energiequantum
h eine Energieänderung, die von irgendwo her verursacht
sein muß.
In Plancks abstrakt m athe matischer Theorie ist die En­
ergie eines Quants allein als Funktion der Frequenz ge­
setzt. Die Energie des Strahlungsquants bleibt aber, wie
Preikschat voraussetzt, vom Dopplereffekt unberührt kon­
stant: Die Änderung der Frequenz wird durch eine umge­
kehrt proportionale Änderung der Wellenlänge kompensiert:
Das Produkt Wellenlänge mal Frequenz der übertragenen
Schwingung (die Lichtgeschwindigkeit) bleibt, auch beim
Dopplereffekt, konstant.
Niem and kann von Plank eine gründlich durchdachte The­
orie erwarten. Warum sollen wir nicht glauben, was Planck
selbst in seinem Nobelpreisvortrag sagte: "Eine glücklich
erratene Interpolationsformel" (so auch sein Assistent von
L aue) , durch Zusam menfassung der beiden Strahlungsformeln
von W. Wien, 1 896, und von Rayleigh- Jeans, 1 900. Irgend­
welche auch nur einigermaßen k lare physikalische Vorstel­
lungen hatte Planck nicht. Das ersehen wir schon daraus,
daß er zuerst von der gerade modernen "Entropie" ausging,
die Clausius ( Zürich, Bonn) erfunden hatte. Das Produkt
Q*DT, Wärmemenge mal Temperaturdifferenz , ist physikalisch
verst ändlich als eine Energie: Mengenfaktor m al lntensi­
tätsfaktor. Aber was soll der Quotient, Wärmemenge durch
Temperatur Q/T, bedeuten? Die Formel ist ebenso rätselhaft
bedeutungvoll wie der Name "Entropie", von griechisch:
"hineinfallen". Mit der Entropie kam Planck nicht weit,
wie er uns poetisch berichtet: "Das eigentliche Problem,
20
das nun in seiner ganzen Höhe sich desto steiler auf­
türm te." Als "Theorie" hatte Planck 1 900 nicht einmal
die erst 1 905 von Einstein erfundenen Energiekügelchen.
Plancks Formeln handeln von reiner Wärmestrahlung, eine
Einschränkung, die Planck in seiner Nobelpreisrede nur zu
leicht übersah. Die Strahlung des Schwarzen Körpers war
um die J ahrhundertwende gerade in Berlin von verschiede­
nen Forschern eingehend experi m entell untersucht worden.
Plancks heroische Tat wurde daher auch von E. Gehrcke
(WISSENiW 24. 1 99 1 ) ganz anders und nüchtern beschrieben.
Es war vorauszusehen, daß es zu Widersprüchen kom m en
muß, wenn die Wärmeformel auf Quanten anderer Energiear­
ten angewandt wird. Bei Temperaturstrahlung ist die abge­
gebene Energie direkt kausal von der absoluten Temperatur
abhängig: Von dunkler Strahlung über Rotglut zu Weißglut
nim m t die Frequenz des abgegebenen Lichtes mit der Tem ­
peratur zu. Radarstrahlen aber werden unmittelbar durch
elektrische Energien erzeugt. Die Bedeutung der absoluten
Temperatur t ritt ganz zurück. Dagegen wird, neben der Fre­
quenz, auch die Wellenlänge zu einem best i m m enden Faktor.
Plancks Formeln haben ganz offensichtlich keineswegs
eine so weltum fassende Bedeutung, wie uns das Planck vor­
schwärmt: "Nach Wochen angespanntester Arbeit ••• das
Dunkel sich lichtete ••• eine neue ungeahnte Fernsicht auf­
zudä m mern begann••• etwas ganz Neues .•• bis dahin ganz Un­
erhörtes, berufen, unser physikalisches Denken. .. von
Grund auf um zugestalten. " Ergebnis war eine aus zwei For­
meln zusammengebaute Formel, die in der Berliner Physika­
lischen Gesellschaft 1 900 keinerlei Aufsehen erregte.
Einsteins Photonen und Bohrs Quantensprünge waren noch
nicht erfunden. Von einer Quantentheorie war 1 900 noch
keine Rede. Noch 1 9 1 0 erklärte Planck Einsteins Photonen
für einen Rückschritt um J ah rhunderte.
Der Fach lehrer A. E. , naiv wie i m mer, ohne jede Kennt­
nis des wissenschaftlichen Um feldes, sah die Lichtkü­
gelchen durch den Raum fliegen. Planck aber hatte ein
ordentliches Studium sum m a cum laude abgeschlossen. Er
sah auch die Schwierigkeiten: Wie sollen sich begrenzte
Teilchen unbegrenzt in den leeren Raum ausbreiten ?
Doch die "rastlos vorwärts drängenden Arbeiten derje­
nigen Forscher, welche das Wirkungsquantum in den Dienst
21
ihrer Untersuchungen gezogen haben. " beruhigten Plancks
wissenschaftliches Gewissen. Der Ruhm in Einsteins Schat­
ten gab den Ausschlag. U m gekehrt: ohne Planck, Laue, Ed­
dington wäre Einstein längst vergessen.
I m vorigen J ah rhundert war die Wärmelehre eng mit der
Atomtheorie verbunden. Die Wärmeenergie, insbesondere in
den Gasen, lag in den einzelnen Molekülen und Atomen. Wirk­
liche m aterielle Teilchen können nur begrenzte Energien
aufnehm en und abgeben. Mit Einstein kam eine neue Möglich­
keit hinzu: Die Energie selbst war gequantelt. Planck be­
dauerte, daß er anfangs zu phänom enologisch an die Exi­
stenz eines elektrischen Elementarqantums gedacht hatte.
Für Planck wurde Energie ganz allgemein eine Wesenheit
für sich. Daß Materie in begrenzten Teilen, atomistisch
gegliedert auftritt, wird niemand bezweifeln. Eine Frage
bleibt nur, ob es wirklich in der Natur die identisch
gleichen, ewig unveränderlichen Atom e m it ihren ebenso un­
veränderlichen Teilen gibt. Die Astronomen teilen die Ge­
stirne in Gruppen ein. Aber es besteht kein Zweifel, daß
jeder einzelne H i m m e lskörper ein Individuum für sich ist,
in einer eigenen U m welt, einmalig, mit eigener Geschichte.
Mein Physiklehrer F. Ehrenhaft hatte als junger Doktor
eine Methode gefunden zur Bestim mung der elektrischen
Ele m entarladung. Kleinste '1ltröpfchen werden zwischen
geladenen Kondensatorplatten in Schwebe gehalten.
Schließlich m aß er aber auch Subquanten. Es war zu spät:
Die Arbeit war bereits von der Akadem ie der Wissenschaften
zur Veröffentlichung angeno m m en. Vergebens kämpfte Ehren­
haft sein ganzes Leben lang gegen seine eigene Entdeckung.
Millikan m a ß brav das von der Theorie Gewünschte.
Ich erinnere m ich nicht, daß uns Ehrenhaft eine Erklärung
für die Vielfalt der Quanten vortrug. Mir scheint die Exi­
stenz von Subquanten im Wesen der Natur begründet: Nur in
unseren Gedanken, in den Rechnungen der Theoretiker, gibt
es ewig unveränderliche, absolut gleich große Dinge - als
Postulat schöpferisch freier Forscher.
Der Unterschied zwischen dem Sein m aterieller Dinge und
dem Sein von Relationen zwischen m ateriellen Dingen ist
ein Prblem für Philosophen.
Selbstverständlich sah auch Lenard, der den photoelek­
trischen Effekt untersuchte und damit die Grundlagen für
22
die Quantentheorie schuf, in der Quantelung der m ateriel­
len Ladungsträger den U rsprung der Energiequantelung.
Einstein und Planck teilten direkt die "Energie", ohne
weiter zu fragen, ob es eine für sich exist ierende "En­
ergie" in der physikalischen Wirklichkeit gibt. Wenn ich
Plancks heroische Hym ne auf Einsteins Erfindung lese,
könnte ich fast meinen, er habe das wirklich so geglaubt.
Mit 2 1 J ahren hatte Planck in München sein Doktorat
ge macht, sum m a cum laude. Mit Glück und einiger Hilfe
begann Plancks akademische Karriere. Clausius in Bonn
und Bolt z m ann in München hatten abgesagt, so wurde Planck
Nach folger Kirchhoffs in Berlin. Auf dem Hohepunkt seiner
Schaffenskraft mußte Planck e rkennen, daß ihm der große
Wurf in der Wissenschaft nicht gegönnt war. So wurde e r
Einsteins Minnesänger. Schl ießlich übernahm er noch als
Geschenk von dem Fachlehrer den Stoff seines Nobelprei­
ses - nachdem er sich lange gegen die Energiekügelchen
gest räubt hatte. "J ene Zauberformel", "die Existenz des
Wirkungsqantums", "der lang gesuchte Schlüssel zur Ein­
gangspforte ins Wunderland der Spektroskopie " "erhielt
ihr allerstärkstes Fundament durch die Begründung und
Ausbildung der Atomtheorie von Nils Bohr. " In diesem
Märchenland der k reisenden und springenden Elektronen,
bedarf es da noch einer physikalisch-rationalen Begrün­
dung? "Aber Zahlen entscheiden", sagte Planck in seiner
Nobelpreisrede.
Kritische Naturbeobachtung und freie Schöpfung
Immer wieder lese ich vom m echanistischen Weltbild
Newtons. Eine sehr fragwürdige Aussage. Selbstverständ­
lich galt in Newtons philosopia naturalis (wie bei Gali-
lei) der größte Teil seines Wissens der Mechanik. Aber
weit wichtiger als der Gegenstand war doch die Art seines
Denkens. Weit mechanistischer ist die moderne, m athema­
tisch abstrakte Quantenmechanik, die m an sicher nicht
einer philosophia naturalis zuordnen könnte.
Newton hielt sich streng an die (vor allem im Experi­
ment) beobachtete Natur. Let ztes Kriterium für Wahrheit
war die krit isch prüfende Vernunft. Die großen Theoretiker
halten alles für Wirlichkeit, was ihnen als m öglich ein­
fällt. Mathematische Formeln vollends m achen jede weitere
Überprüfung, sei es durch Experiment oder Beobachtung,
23
oder durch logische Überlegungen , überflüssig. "Zahlen
entscheiden. " Darf ich wieder ein m al sagen: naiv, dum m ?
W ie einfach wäre die Buchhaltung, wenn nur der Saldo
sti m m t. Hat Planck vielleicht doch die Geschichten des
Fachlehrers geglaubt? Was wäre ehrenvioller für Planck?
In dieser Weise wird heute noch, nicht nur Physik, un­
terrichtet. Von Hilbert wird erzählt, er habe bei einer
Prüfung zu dem Studenten gesagt: "Da haben sich so viele
gescheite Leute den Kopf zerbrochen und jetzt kom men Sie
und sagen uns, wie es wirklich ist ". Richtig ist, was der
Professor vorsagt. Der Student muß das Richtige, das er
bei dem Professor gelernt hat, nur nachsagen. An der
Wahrheit der Autorität zu zweifeln, war i m mer gottloser
Frevel. So konnte Hii lbert weiterhin mit der Lorent z­
transformation seine m athematischen Fähigkeiten bewei­
sen. Rechnen ist eine Tätigkeit, die heute Automaten be­
sorgen. "Beim Rechnen darf m an nicht denken", (das ver­
wirrt nur, ) wurde uns in der Vorlesung über Infinitesi­
m alrechnung gesagt.
Ein k au m vorstellbares Beispiel solcher Wissenschaft
ist die Lorent ztransform ation. Wenn m an die Lichtgeschin­
digkeit mit 1 multipliziert, bleibt sie unverändert, kon­
st ant ; nur nicht absolut konstant. Das sagt uns das rich­
tige Resultat nicht. Aber ein wenig Verstand sagt uns, daß
die Rechnung c=c.!.v nicht nur m athematisch falsch ist. Der
blinde Glaube an die Autorität, der Verzicht auf eigenes
Denken, ließ diesen primitiven und naiven Unsinn mehr als
hundert J ahre überdauern.
Noch alter ist das Wundermärchen von der transversalen
Schwingung i m .Ä ther. Dazu schrieb Nikola Tesla (Herald
Tribune 1 1 -09-32 ) : "The assumption of Maxwellian ether
was thought necessary to explain the propagation of light
by transverse vibrations, which can only occur in a solid.
So fascinating was this theory that even at present it has
m any supporters, despite the m ani fest i m posibility of a
m edium , perfectly m obile and tenous to a degree incon­
ceivable and yet extrem ly rigid, like steel. As a result
som e illusionary i deas have been formed and various phe­
nomena erroneously interpreted. "
Meinen nächsten Schritt, das Licht als unvermittelte
Interaktion von z wei m ateriellen Körpern zu verstehen,
24
- nur materielle Körper können Wirkungen an m ateriellen
Körpern verursachen - tat Tesla nicht. Er nahm ein gas­
förm iges Medium an, in dem sich longitudinale Schwin­
gungen ausbreiten. Die Hertzschen Wellen, ("wich are a
myth", ) m it denen e r sich den größten Teil seines Lebens
beschäftigt hatte, erklärte er für eine Art Schall, der
sich m it Lichtgeschwindigkeit im Medium ausbreitet.
Teslas zweite Entdeckung (nach einer dynamischen Gravi­
tationstheorie) war "eine physikalische Wah rheit von größ-
ter Bedeutung": "There is no energy in m atter other than
that received from the environm ent. " Ich sehe darin eine
Analogie zu meiner Zweikörpertheorie: Kein Einzelkörper
kann für sich Energie haben, schon gar nicht ein nur m athe­
matisch konsturiertes Ding wie das Energiequantum. Das my­
steriöse Quantum ist , als Funktion der stetig veränderli-
chen Größen T und Y-, selbst eine stetig veränderliche Grö­
ße und in keiner Weise eine physikalisch für sich existie­
rende Wirklichkeit der Natur, wie uns Planck suggeriert.
Energie ist ein Re lationsbegri ff wie schnell, rechts,
oben. Kein Ding kann für sich allein schnell oder oben
sein. Kein Körper hat für sich Geschwindigkeit oder En­
ergie. Weder logische Beweise, noch physikalische Tatsa­
chen· haben gegen eine m athematisch "richtige " Theorie ir­
gend eine Aussicht auf Beachtu·ng.
Selbstverständlich hält auch Preikschat eine t ranversa-
le Schwingung im Äther, in einem m ateriell leeren Raum,
für ausgeschlossen; wie e r das auch i n seiner Studienzeit
gelernt hat. Mit etwas Gefühl für die m aterielle Wirklich­
keit ist eine t ransversale Schwingung, die Formelast izi-
tät voraussetzt, in Luft oder i m Äther unvorstellbar. Die-
se Theoretiker reden zwar von Physik, aber sie meinen nur
ihre m athematischen Modelle. Diese gedachten Dinge können,
was ihnen die Rechner vorschreiben.
Solche Probleme sind nicht neu. Die Pythagoräer schufen
freiweg originelle Welten. Kant war auch für P lanks Ent­
deckungen und für Einsteins kühne Einfälle Lehrmeister.
Treffend sagte Torricelli von seinen Formeln: "Wenn dann
die Kugeln von Blei, Eisen, Stein sich nicht den aufge­
stellten Gesetzen fügen, schli m m genug für sie, wi r sagen
dann, daß wir nicht von ihnen sprechen. " Für die Hohe Schu­
le, für Prüfungen und Diplome, ist diese Pseudowissenschaft
25
vorzüglich geignet. Warum wollen wir durch. eigenes Den­
1
ken die "fruchtbare" Ruhe der Wissenschaft ' stören? -

actio in distans
Mein unwiderlegbarer, m athematischer Beweis, daß die
ganze Lorent ztransfor m ation durch einfaches Kürzen ver­
schwindet, ist absolute Wahrheit, unabhängig davon, ob
die Physikprofessoren (auch die Einsteinkritiker) diese
Tatsache anerkennen oder nicht.
Dagegen wird es schwieriger sein, die Physiker wieder für
eine unvermittelte Wechselwirkung, in Raum und Zeit, zwi­
schen m ateriellen Körpern, zu gewinnen. Für Newton war, wie
gesagt, die Vorstellung einer unvermittelten Wirkung in die
Ferne, von der Sonne zu den Planeten ohne Mithilfe Gottes,
schwierig. Anders sein junger Freund und Herausgeber Cotes.
"Wenn er l änger gelebt hätte, wüßten wir mehr", sagte New­
ton von ihm. Um die Mitte des vorigen J ahrhunderts mußte
die durch (gedachte) Kraftl inien und Felder vermittelte
Nahwirkung erst propagiert werden, gegen die allgemeine
Meinung der Physiker. Maxwell rügte das von "Cotes auf­
gestellte Dog m a, wonach die Wirkung in die Ferne eine der
grundlegenden Eigenschaften der Materie sein soll, ver­
ständlicher als sonst eine Annah m e. "
Auch die Lehre von der Elekrizität begann mit actio in
distans. Gauß vertrat die Meinung, daß die Fortpflan zung
der elektrischen Wirkung in der Zeit die wahre Grundlage
der Elektrodynamik bilden muß. Maxwells Theorie konnte sich
nur langsam durchset zen. Vielleicht waren die Experimental­
physiker damals noch zu wenig m athematisch geschult.
1 982 brachte Burniston Brown ein großartiges Buch heraus:
Retarded Action-at-a-Distance. The Change of Force with Mo­
tion. Cortney Publ. "Jede Kraft ist eine Interaktionskraft.
J ede Wirkung ist eine Wechselwirkung. Kraft kann nicht un­
abhängig exstieren, losgelöst von den Partikeln, zwischen
denen sie wirkt. Kräfte wirken nicht auf Kräfte. Daher kann
es keine Gravitationskraft auf Lichtstrahlen geben. Beides
sind Kräfte. "
Was icn über die Unmöglichkeit, die Lichtbewegung im lee­
ren Raum physikalisch zu beeinflussen, gegen Feld und Kraft­
l inien zusammengetragen h abe, wird den Übergang von erdach­
ten mechanischen Modellen zu allein beobachtbaren Änderungen
an m ateriellen Körpern, so hoffe ich, ein wenig beschleunigen.
26
Was ist Wahrheit?
Eine Frage menschlicher Toleran z ?
Eine Frage wertfreier Gleichgültigkeit?
Seit unsere Vor fahren, vor mehr a ls 1 00 000 J ahren, die
ersten dunklen Ahnungen von Göttern fühlten, gab es Prie­
ster und Gläubige, die bereit waren, für ihre Götter zu
sterben - und für sie zu morden.
Aber immer wieder gab es Perioden, wo Götter und Prie­
ster mehr oder weniger friedlich nebeneinander lebten.
Nicht anders war es, als, kaum vor der geschichtlichen
Zeit, zum Götterglauben die Wissenschaft hinzu_ kam. Das
ani m a lische, sagen wir vormenschliche Verhalten unserer
Vorfahren konnte sich in wenigen t ausend J ahren nicht än­
dern. Die Priester der falschen Götter, die sich gegen­
seitig m it dem Bannfluch verdam m t hatten und sich gegen­
seitig verbrannten, wenn sie Macht dazu hatten, sit zen
friedlich in ökumenischer Versa m m lung beisammen und las­
sen sich vom gläubigen Volk bewundern und verehren.
Die totale Machtlosigkeit der Wahrheit
Der Würde der Hohen Wissenschaft entprechend beßauern
Professoren m it Nachsicht die Irrtümer ihrer Kollegen.
Jede Institution, die sich erhalten will, muß U nruhe
stiftende Revolutionäre ausschalten. Höchstes Gut ist die
Macht und das Ansehen der Hohen Wissenschaft; und das
Geld, nicht erst heute im Zeitalter des homo americanus,
in der Zeit der money m aker. Für die Goldmacher hatten
die Fürsten i mmer das Geld des Volkes bereit. Heute gibt
es gigantische Summen für die richtige Wissenschaft, für
die Ato m leute, für Waffen, und für die Fusionsforscher,
die den Fürsten billige Energie versprechen.
Nach diesen großen Werten, nach Geld, Macht, Würde, An­
sehen, kann die Wahrheit nur wenig bedeuten. I m m er wieder
muß ich feststellen, daß das menschliche Verhalten in Re­
ligion und Wissenschaft durchaus identisch ist. Wie soll-
te es auch anders sein? Grundsä t z lich gibt es zwei ver­
schiedene Wahrheiten. Nur die alte, allgemei n anerkannte
Wahrheit ist ehrwürdig , heilig. J ede neue Wahrheit aber,
sei sie richtig oder falsch, ist gottlos, frevlerisch und
deshalb zu verdammen. Das zoon politikon, der Mensch, ist
wie alle Lebewesen, auf Ruhe und Ordnung hin organisiert.
Weder die Religionen, noch die Wissenschaft, suchen neue
27
_ ut t er, neue Wahrheiten. Die großen Weltreligionen brei­
teten ihre Macht über die Erde nicht aus, weil sie rati­
onales Wissen statt der alten Mythen brachten. Neue My­
then ersetz ten die alten Mythen: Pallas Athene war dem
Haupt des Zeus in voller Rüstung entsprungen.
Wahrheit ist kein Wert, groß genug, Schwierigkeiten
auf sich zu nehmen. Nur für ganz wenige ist Wahrheit ein
I m puls, etwas zu tun. Wahrheit erfordert Mut und Kraft.
Die absolute Verantwonungslosigkeit der Macht
"Man m uß das Wahre i m m er wiederholen, weil auch der
Irrtum um uns her i mm er wieder gepredigt wird, und zwar
nicht von einzelnen, sondern von der Masse, in Zeitungen
und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten. über­
all ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohl und be­
haglich im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite
ist . " So sagte Goethe zu Eckerm ann.
Nicht nur der Irrtum steht der Wahrheit entgegen, son­
dern ebenso Haß, Neid und totale Verantwortungslosig­
keit. Denn es geht u m die großen Werte des menschli­
chen Lebens: Geld, Macht, Ehre und Ansehen. Die völlige
Gleichgültigkeit geht in der Physik nicht nur gegen lo­
gische oder m athemat ische Beweise, sondern ebenso, be­
denkenlos, gegen physikalische Beobachtungstatsachen.
Aus unserer biologischen Entwicklung qeraus ist unsere
Anbetung der Macht und unser blindes Vertrauen in die
Wahrheit von oben durchaus verständlich. In der Natur
"herrscht" der Stärkere über den Schwächeren. Gerade bei
Herdentieren, die in Gemeinschaft leben, ist notwendig
das Tun der Schwächeren auf das Wollen der Stärkeren hin
ausgerichtet. Aus diesen natürlich-anim alischen Gegeben­
heiten entst and der Feudalismus, in den Anfängen der ge­
schicht lichen Zeit. Er herrscht bis in die Gegenwart.
Der frühe Mensch hatte, wie ein Tier, nicht die Fähig­
keit, gut und ·böse zu unterscheiden, richtig und falsch.
In Hinblick auf die Macht gab es für ihn nur erlaubt und
verboten. Gut ist, was die Macht, der Gott-König will.
Böse ist, was der König verbietet. Die Macht aber, der
Fürst selbst, stand und steht über dem Recht, jenseits
von gut und böse.
Der Untertan, der Sklave, k ann, wie ein Kind, nicht
unterscheiden, was gut und was böse ist. Diese Unter-
28
scheidung steht nur der Macht zu, Gott, oder der dele­
gierten Macht, dem König. Adam wurde aus dem Pardies
vertrieben, denn "er ist worden wie unsereiner, wissend
gut uns böse. "
Wahr und falsch, Wahrheit und Betrug unterschei det für
die Religion die höchste Macht, Gott selbst, durch die
Priester. Als aus dem Glauben Wissenschaft wurde, ent­
schieden die Professoren, was richtig und was falsch ist.
Alles Wirkliche hat seinen Sinn in sich. Diese Erkennt­
nis von Aristoteles war Beobachtung der Wirklichkeit. Im
Feudalismus war dies nur ein Program m für die nächsten
J ahrtausende. Der wichtigste Schritt weg vom Tier zum
Menschen war nicht der aufrechte Gang und der Gebrauch
des Feuers. Der Mensch erfand der Natur einen neuen Sinn.
Das ganze Sein des Menschen wurde auf die Macht ausge­
richtet, auf den Gott-König, auf von Menschen erdachte
Götter. Gut und böse, wahr und falsch bestimmte die Ge­
walt des Stärkeren. Erst vor zweieinhalb J ahrtausenden
begannen einzelne, wenige, ihren Sinn in sich zu suchen;
nicht mehr heteronom, von außen, von der Macht best mmt.
Seit Anbeginn war unseren Vorfahren die Unterscheidung
von gut und böse, von wahr und falsch, durch die M acht
vorgegeben. So wird es verständlich, daß die Frage: wah­
rer oder falscher Glaube, die Menschen zwar zu unmensch­
lichsten Verbrechen veranlaßt, aber die hohen Priester im
Inneren kaum bewegt; wie auch wissenschaftliche Gegner
friedlich neben einander an der gleichen Schule ihre
"falschen" Lehren lehren. Richtig oder falsch ist wich-
tig für Ruhm und Karriere, für Macht und Geld.
Richtig ist allein der Wille der Götter, der Wille der
Macht. Die Menschen vertreten nicht ihre Wahrheit. Sie
vertreten, mit mehr oder weniger Emotion, was ihnen als
Wahrheit vorgesagt wurde. Wenn ich feststelle, daß Profes­
soren nicht i mstande sind, zu beurteilen, ob ein neuer Ge­
danke richtig oder falsch, oder wenigstens möglich ist,
verlange ich zu viel. Aufgabe der Professoren ist es, bei
Prüfungen zu beurteilen, ob die Antwort des Schülers mit
der erlernten und anerkannten Wahrheit der Schule über­
einstimmt. Wer am besten nachsagt, was der Professor vor­
sagt, macht sein Diplom sum m a cum laude und wird selbst
Professor, wie Planck. Planck war ein Musterschüler.
29
Die relative Wahrheit für die "Wissenschaft",
für Berufungen und Prüfungen;
die absolute Wahrheit für Raumfahrt und Astronomie
Die Erforschung unseres Sonnensystems hat in den let z­
ten J ah rzehnten, vor allem durch die künstlichen Satelli­
ten und durch die Radioastronomie, unvorstellbare Fort­
schritte gemacht. Durch die Radartechnik, mit Hilfe des
Dopplereffektes, wurde eine Genauigkeit der Meßergebnisse
erreicht, die früher niemand für möglich gehalten hätte.
Die Oberfläche der Venus ist durch eine dichte, kilome­
terdicke Atmosphäre optisch nicht faßbar. Radarsignale, von
der Erde aus, aber auch von Raumsonden, werden an der
Venusoberfläche reflektiert. Mit m ehreren riesigen Anten­
nen auf der Erde, die hunderte Kilometer von einander
ent fernt sein können, werden die an der Venusoberfläche
reflektierten Signale e mpfangen und zur Interferenz ge­
bracht. Aus den Interferenzbildern der verschiedenen Sig­
nale können Hohenunterschiede, weit unter hundert Metern,
registriert werden. Diese Oberflächenkarten der Planeten
sind Wunder höchster Präz ision der Meßtechnik.
Seföstverständlich sind solche Berechnungen nur mit
einer entprechend präzisen Zeitmessung möglich. Gangdiffe­
ferenzen bei Atomuhren dürfen eine Sekunde in 300 J ahren
nicht überschreiten. Ebenso selbstverständlich gelten al-
le diese Zeiten absolut: Es kann keine Abhängigkeiten von
Ent fernungen oder von Geschwindigkeiten geben, wie dies
Larmor 1 894 vorgeschlagen hat. In dem weltweiten Zeitsy­
stem, im "ti m e keeping" der Raum fahrt (L. Essen, WISSEN im
Werden 1 2, 1 976/ 1 ,2 ) gibt es nur absolute Zeiten. Mit un­
best i m m t variablen Zeiten wäre die geradezu vollkom mene
Präzision der Satellitentechnik und der Radarastronomie
völlig unmöglich.
Auch theoretische Physiker lesen gelegentlich etwas, das
ihren Fachbereich überschreitet. Aber die akademische Frei­
heit erlaubt ihnen, ohne irgendwelchen Schaden auch längst
überholten und widerlegten Unsinn zu lehren; sofern er von
der Gilde als Wissenschaft anerkannt ist. An der gelehrten
Wahrheit zu zweifeln, ist für den Professor nicht minder
verhängnisvoll als für den Schüler. So werden alte ''Wahr­
heiten" neben neuen "Wahrheiten" als Wissenschaft gelehrt,
ohne Rücksicht auf offensichtliche Widersprüche.
30
Die relative Zeit,
bewiesen durch eine kindisch dumme "Mathematik".
Die absolute Zeit, bewiesen durch Raum fahrt, durch
Vernunft und messende Beobachtung der Wirklichkeit
Der berühmte englische Astronom F. Hoyle hat in der
let zten Zeit zahlreiche astronomische Beobachtungstat­
sachen zusam mengetragen, mit denen die Urknaltheorie
nicht vereinbar ist. Der Big Bang wurde vor etwa 50 J ah­
ren von dem russischen Emigranten G. Gamow erfunden.
Hoyle hatte schon vor J ahrzehnten nachgewiesen, daß es
weder auf der Sonne, noch auf anderen Sternen Kernfusion
geben kann: Das Verhältnis Wasserstoff zu Helium sti m m t
bei keinem Stern m it den Berechnungen der Kernphysiker
überein. Nirgends finden sich Folgeprodukte der Kernfu­
sion. Es gibt reine Heliumsterne.
Der überwiegende Teil der Astronomen hat diese Beobach­
tungstatsachen angenom men. Die Fusionsphysiker dagegen
halten unbekümmert um astronomische Wahrheit weiterhin an
ihren vom Staat so großzügig bezahlten "wissenschaftli-
chen" Versprechungen fest.
Die Raumfahrt, ebenso wie die Radioastronomie rechnen
seit J ahrzehnten allein mit der klassischen absoluten
Zeit, die völlig unabhängig ist von den Bewegungen ir­
gendwelcher Körper. Die Inhaber der Lehrkanzeln rechnen
weiterhin die interessanten Rechnungen, die sie von ihren
Professoren (und die wieder von ihren Profesoren) erlernt
haben. Sie alle waren berühmte und bewunderte Männer, in
gehobener Position, ohne m aterielle Sorgen. Was ist Wahr­
heit? Daß ihre so schwierigen Rechnungen zum indest formal
mathematisch richt ig sind, hat keiner bezwei felt. Sie be­
sit zen die Wahrheit. Die Übereinstimmung m it allen ande­
ren geprüften und anerkannten Autoritäten beweist hin­
reichend die absolute Richtigkeit der Lehre.
Eine Wissenschaft, die allein nach Erkenntnis der Wahr­
heit strebt, bleibt Utopie künft iger Zeiten. Die höchsten
Güter der Wissenschaft sind noch i m m er Macht, Ruhm, Geld
und Bewunderung des Volkes. Nur wenige einzelne fühlen in
sich den Drang, im i m m mer wieder erfolglosen Kampf gegen
die geheiligte Überlieferung neue Wahrheiten zu suchen.
Die Mathemat ische Physik hat ihre Zeit längst über­
schritten.
31
Literaturhinweise
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Verschiedene Beiträge in WISSEN im Werden
Wurde die Welt betrogen? raum & zeit 28/78
Einsteins Theorien bewähren sich täglich. r&z 1 2/84
Wenn Wärme nicht als minderwertige Energie angesehen
würde. Sonnenenergie 8/86
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Newton und der liebe Gott. Neues Zeit alter 44/89
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Preikschat f. K.
A Critical Look at the Theory of Relativity,
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Ergänz. zu Electronic 7 /77 "Glauben Sie noch an
Einstein? 1 978
Rudakov N. (P.O. Box 723, Geelong, Vic. 3220)
fiction Stranger than Truth, Geelong, Australia,s 1 98 1
Schlögl Reinhard
"Einstein widerlegt" A&W Wien 1 1 /85
Außenseiter der Wissenschaft. Diss. 1 992
Schneider Kawi
Die vielen Märchen der orthodoxen Physik. r8tz 49/9 1
Tipnis Sharad (Natekhind, Mahad, Maharashtra India 402 30 1
Einstein's Relativity the Greatest fallacy, Mahad, 1 985
Einstein A. Briefe an Solovine. Gauthier-Villars Paris 1 956
32
Mayers Gedankenexperiment 1842

Das klassische Beispiel für die heilige Ehrfurcht, mit


der in der Wissenschaft selbst primitivster Unsinn durch
J ahrhunderte weitergegeben wird, ist Robert Mayers Gedan­
kenexperiment von 1 842. Mayer nahm - in Gedanken - l kg
Luft in einem 9efäß, abgzschlossen m it einem beweglichen
Kolben von l m = 1 0000cm Fläche, mit einer Tem peratur von
°
273 K. Wird die Luft um 1 Grad erwärmt, so vergrößert
sich das Volumen der erwärm ten Luft, der abschließende
Kolben bewegt sich um 2 , 8 m m . "Arbeit ist Hebung einer
Last", sagte Planck. Das Produkt Kolbenoberfläche mal
äußerer Luftrdruck mal Kolbenverschiebunng ergibt eine
Arbeit von 28,9mkg. Daraus errechnete Mayer ein m echa­
nisches Wärmeäquvalent von 367mkg. Das Ergebnis der Rech­
nung ist annähernd richtig. Richtig sind 427mkg. "Zahlen
entscheiden", hatte Planck gesagt. Physikalisch ist May-
ers Rechnung ein totaler Unsinn. Mayer vergaß - in Ge­
danken -, daß der abschließende Kolben zwei Seiten hat:
Auf beiden Seiten drückt am Beginn der Erwärmung der
gleiche Druck von 1 0000 At mosphären.
Wenn die Hausfrau den Tisch hebt , weii der Teppich ver­
rutscht ist, hebt sie nicht 1 0000 Kilo, sondern nu � das
Gewicht des Tisches. Ob m an eine Platte von 1 m Fläche
senkrecht oder waagrecht bewegt, i m mer hat man das glei­
che Gewicht zu heben. Hätte der Arzt Mayer nur ein einzi­
ges Mal den Kolben in einem einseitig geschlossenen Gefäß
bewegt (oder den Schlauch einer Fahrradpumpe zugehalten,
hätte er seine geniale Rechnung nicht erfinden können.
Ganz besonders bemerkenswert ist , daß 1 8 J ahre vor May­
er der französische Dampfm aschinenfachmann Sadi Carnot
in seiner berühmten Schrift "Über die bewegende Kraft des
Feuers" das gleiche Gedankenexperiment wie Mayer berech­
net hat, selbstverständlich mit Berücksichtigung des Ge­
gendruckes auf der anderen Seite des Kolbens. Bei Kol­
benmaschinen leistet allein der Drucküberschuß auf einer
Seite des Kolbens Arbeit. Der berüh mte Chemiker und En­
ergetiker Wilhelm Ostwald hat beide Arbeiten, von Carnot
und Mayer, herausgegeben. Den Widerspruch in den beiden
Rechnungen bemerkte er nicht. •

Aber auch therm isch sind Mayers Gedanken grundsät z lich


falsch. Bei konstantem Volumen soll die zugeführte Wärme
Fortsetzung Seite 36
33
WISSENSC HAFTSMAFIA
Ende der mathematischen
Physik - heute ?
Laues Testament geheim
Wenn ich unwiderlegbar und m athe m at isch exakt beweise
(seit 1 98 2 ) , daß die berüh m t e Loren t z t ransform at ion, die
m athe m at i sche Formulierung der Relativitätstheorie, ein
m at h e m a tisch verbr ä m ter, k i ndisch dum m er F lopp ist , be­
rührt das die Schulwissenschaft nicht. Die Lorent z trans­
form at i on, e i ne m athem at ische Leerformel ohne jede physi­
kal ische oder m athem at ische Aussage, beweist nur, daß die
Lich t geschwindigkeit m it sich selbst i dent isch ist: c==c* l .
Die Alternat ive, die m e in Beweis schafft, i s t nicht ver
lockend: Du m mh ei t oder wissentlicher Betrug.
Die Professoren wählten die dritte Möglichkei t : Sie
schweigen. I m Schut z der gewal t igen Macht der Wissen­
schaft , i n der überw ält igenden Mehrheit aller gleich dum­
m en oder vera11 t wortungslosen Autorit äten fühlen sie sich
sicher: N i e m and wird es wagen, von Dum m heit und Betrug
in den gehe i l igten Hal len der Wissenschaft zu sprechen.
In den let z ten J ahren m ußten wir einiges d a z ulernen. Daß
auch hohe christliche Organisationen Geld neh m en, wo es
zu holen ist, wissen wir seit den Enthül lungen über die
Loge P2. Auch höchste Pol i t i ker, vom Volk bewundert und
gel i eb t , hat ten m i t Mord und Mordanst i ft ung zu t un.
Noch weit gefährl icher als die Gier nach Geld ist aber
die Angst vor Schande. Wer ohne F l uchtweg, m it de m Rücken
zur Wand steht, ist z u jeder Tat fähig.
A l l e "falschen" Verdäch t i gungen, alle Ank lagen und al­
le o ffenkundigen Beweise konnten gegen die von höchster
Macht geschüt z t e n Herren der Mafia nicht s ausrichten.
Selbst reu i ge Sünder, die ihre Brüder verrieten, konnten
keine Wende b r ingen. Niem and wol l t e ihnen gl auben.
Für die Wissenschaftsm afia der Mathe m at ischen Physik ist
endlich d i e Stunde geko m m en.
34
"Der wahre Schuldige war Einstein", sagte Nobelpreisträ­
ger F. Soddy 1954 auf der Tagung in Lindau. Irrtümlich.
Einstein hat widerrufen. Zu seinem 70. Geburtstag schrieb
er an seinen J ugendfreund Solovine: "Da ist kein einziger
Begriff, von dem ich überzeugt wäre, daß er standhalten
wird. " Einstein war ein k leiner Schwärmer, der da und dort
halb Verstandenes abschrieb: Gerber, Poincare, Clifford,
Lenard••• Die "wahren Schuldigen" waren Max Planck und sein
Assistent Max Laue. Einer, v. Laue, hielt dem Druck seines
Gewissens nicht stand. Nur einer? L aue schrieb 1 9 1 1 "Das
Relativitätsprinzip". Einsteins Name kommt im Vorwort, aber
weder im Inhalts-, noch im Namensverzeichnis vor. Laue
starb 1 960 in Berlin bei einem Autounfall.
Laues wissenschaftliches Testament wurde vom zuständigen
Einsteininstitut in Princeton zurückgewiesen. Schließlich
kam es an die Akademie der Wissenschaften in Ostberlin.
Unser Mitarbeiter A. C. J uhl, Odense, ging dieser sonderba­
ren Sache nach. Nach Auskunft der Akademie bleibt das Do­
kument geheim, bis die let zten darin genannten Nobelpreis­
träger gestorben sind. Der Redaktion von raum&zeit wurde
mitgeteilt, daß ein solches Dokum ent nicht vorhanden sei.
Wurde das Testament beseitigt ? Wem zum Vorteil wird ein so
wichtiges, wissenschaftliches Testamemt 33 J ahre, lange
nach Glasnost, geheimgehalten?
Warum sind Einsteins Briefe noch immer nicht veröffent­
licht? Z.B. Einsteins Briefwechsel mit seinem freund Ehren­
fest, Leiden, der ihm 1 922 die raffiniert dum me Mathematik
("Galileitransformation") für die "Princetoner Vorlesungen"
schrieb? Bis zu Einsteins Tod, 33 J ahre, waren diese Vor­
lesungen verschollen. Nach Einsteins Tod kam J ahr für J ahr
eine neue Auflage dieses künstlichen U nsinns heraus.
"Der gigantische Betrug mit Einstein" hat weltweit kata­
strophale Folgen, nicht nur für die Mathem at ische Physik. Die
Beteiligten müssen alles tun, um die Aufdeckung des Betruges
zu verhindern. Mit brutaler Arroganz traten Professoren dafür
auf, daß mit t'>t zi, dem Mann i m Eis, kein Betrug geschehen
sei. Wissenschaft darf und kann nicht irren.
Professoren mussen der Schulwahrheit ihren Treueeid schwo­
ren. Sie wollen Überleben.
Ein gewaltiges Ding für mut ige J ournalisten, m athem atisch
und physikalisch unwiderlegbar fundiert.
� tthard Barth
nicht in m echanische Arbeit verwandelt werden, zur "He­
bung einer Last ". Das entspricht ganz der gleichzeitigen
Theorie von R. Clausius (Erfinder der Entropie), der im
Laufe seiner Rechnung einfach die Druckänderung der Gase
verliert. Nur Volumsänderungen, "Hebung einer "Last", be­
deuten m echanische Arbeit. Die großen Maschinenbauer an
der ETH in Zürich hatten keinen Einfluß auf ihren großen
Theoretiker. Noch heute werden Druckänderungen nach em ­
pirisch erstellten Tabellen berücksichtigt.
R. Mayer war ein origineler Arzt und Naturbeobachter,
weder Physiker noch Mathematiker. Daß diese groben Feh­
ler "in Gedanken" durch 1 50 J ahre als exakte Wissen­
schaft an den hohen Schulen weitergegeben wurden, wen
wundert das?
Der Mensch ist ein Herdentier. Der wissenschaftliche
Glaube an erlernte Wahrheit von oben ist nur mit religi­
ösem Glauben zu vergleichen. Der Stam mesgott der J uden
J ahwe m achte einer Menschenfrau, einer J ungfrau, einen
Sohn, um durch dessen Opfertod seinen eigenen Zorn über
den Ungehorsam der von ihm erschaffenen Menschen zu ver­
söhnen. (G. Barth, Die Erlösungstheorie des Paulus, WIS­
SENiW 23. 1 990/ 1 , 2 ) Der unendlich liebende und alles ver­
zeihende Gott wurde erst von späteren, menschlicheren
Priestern erfunden.
J ede neue Wahrheit macht eine alte Wahrheit zur Un­
wahrheit. So wird sie zum Frevel am Göttlichen. Kann ich
erwarten, daß berühmte Professoren, oder noch göttli­
cher: Nobelpreisträger, zugeben, daß sie ein physikali­
sches und mathematisches Nichts (das einfach durch Kür­
zen aus der Rechnung wegfällt,) angebetet haben?
Gotthard Barth
Gott hard Barth, Zwingendorf
THE TIPNIS EXPERIMENT
1 88 1 attempted A. A. Michelson (Potsdam ) the velocity
of earth in the resting ether to measure. The result of
the experiment was negativ. Michelson did not know, that
the motion of light in empty space is absolut and is not
changeable by any physical action.
1 98 5 Sharad Tipnis invented a genial methode to measure
the speed of earth around the sun in a closed laboratory.
36
S'i-:arad D. Tipnis m ade known his experiment 1 985 in his
excellent critique "Einsteins Relativity the Greatest Fal­
lacy of the Century". A beam of laser is splitted in two
parts. The one beam is going through air: the other through
a tube filled with water. The interference strings of the
com posed beams are moving twice a day at morning and at
afternoon.
In the last month Tipnis has many time transformed and
improved his arrangement. Of course the Einstein-bel ieving
universities shows no interest in the Tipnis experiment,
which stands in conflict with established truth. The moving
strings were in the last time produced in the Shivaja Uni­
versity and in the university of Bombay,
The t arget of Tipnis experiment is to measure the velo­
city of earth in resting ether. Tipnis presents a modi fied
Rit z-theory: constance of light velocity in relation to the
receptor.
As shown in the first part of this issue I had to adapt my
own theory as well. The mechanistic theory from Faraday-Max·
well is neither physicaly nor mathemat icaly thought over. I
try to say in short sentences, how 1 see the problem. The
whole nature consists of by feedback conducted processes bet­
ween switch bodies, between m aterial bodies (which ar acting,
"living " processes) in space and time. Processes in empty
space can not act themselves together. Light is neither a
physical substance nor a material body, also not an undula­
tion of such realities. Our ancesters could invent only en­
tities similar to ourself, gosts and gods. For the physicist
today there are only small ball s thinkable realities.
Light is a energetical, physical real relation between two
physically real bodies. This energetical relation is not a
human invention as the electromagnetic field by Faraday­
Maxwell. A relation is changing in space and time, but not
wandering from body to body, from the sun to the earth.
Relations, energy, light, gravitation are no bodies, but
also no qualities of a single body. Two bodies are heavy to­
gether, said Newton. No one single body can be heavy or light
for it sel f, without relation to an other body. Just so light
is not a singular action of one body, the source. Light is a
process, the change o f real interaction of two bodies, source
and receiver. This energetical relation is, as said, a physi-
37
cal reality in space and time. The space o f this energe­
tical relation is the shortest connection between the
two bodies. Therefore in Bradleys aberration the infal­
l ing light goes directly through the axis of telescop.
from the star to the earth. We observ not the tangens,
but the cosine of the aberration triangel.
As observed and measured the time between action. emis­
sion on the one body, is linear proportional to the spa-
tial distance to the reaction, the reception on the other
body. The numerical quotient of spatial distance and the
distance of time is in opticaly empty space in all measured
cases the same c, with the dimension of a velocity.
If any trnsmitting m at ter intervent between the two bo­
dies, the direct interaction of the two bodies one with the
other is interrupted. The energetical action goes from par­
ticle to particle. Every singular transformation on every
particle needs time. The time distance between source and
receiver becomes greater, the quotient way by time x/t=c,
the velocity of energetical interaction becomes smaller.
Only in a material m edium the velocity of light can be de­
m inished, retarted, can become smaller than in a optical
empty space, in air for instance.
Therefore in the Tipnis experiment only in water the
speed of l ight can be influenced by the motion of the earth
around the sun. Only in a material medium the speed of
light can become greater than in a medium at rest (if light
and m edium ar moving in the same direction) and it can
become slower. if light and water moves in opposit direc­
tions. The light is not transported by the moving medium.
Light is less retarted, the medium becomes less dense. The
speed of l ight in a material medium is allways smaller than
the absolut=constant speed of light in empty space. Only in
a physical real medium the speed of light is changeable.
The speed becomes smaller, if light moves opposit to the
m otion of medium. The m edium becomes optically denser. With
the number of interacting particles the number of energeti­
cal interactions increases too. This daily change - the
same directions or opposite directions - causes the daily
movement of the interference strings.
My problem was to explain, why in Tipnis experiment the
fringes moves. Light moves in different directions to mo­
ving water. There is no any relation to a not necessery
medium: ether.
38 Gotthard Barth
F. K. Preikschat, Bellevue, Wash� U.S.A.
Cosmology
Cosmology today is a hodge-podge of century old theories
wich never have been verified completely and of new fin­
dings wich often enough do not jibe with the theories.
Century old theories like:
The Space-Time Continuum (Minkowski)
The absolute constancy of the speed of light (Poincare)
The Lorent z transform at ion: contraction (wich should have
been dropped when the ether as light carrier was duscarded).
are accepted as tenets _j ust because they were conceived that
long ago by people whose scientific standing is that of apo­
stles.
In t hese iconoclastic times it m ay be worth-while to t ake
an agnostic look at those cherished theories.
Item:
Quasar 3C275. 1 (and others) has shed a cloud of radiating
gas, which has moved away from the center a distance of 25
light years between 1 977 and 1 980. That is at 8 t imes the
speed of light. At this t ime the findings are disregarded
as "apparent". Conclusion: either Hubbles law is flawed or
the speed of light as the m aximum possible speed is wrong
or both are wrong.
Item:
In t he Scientific American, August 92, Stephen G. Brush
stated: "The discovery of the cosm ic microwave background
in the 1 960s established the big bang theory and m ade cos­
mology into an empirical science. ".
Reason: The discovery of the back$:!:round radiation of the
universe at 3, 5 deg. K, wich is interpreted as residual a f­
terglow from the big bang, and with the universe in this
case acting as "Black Body".
Well, i f the universe is a black body then it will have
to absorb and reradiate any energy, even today.
In 1 92 6 A. S. Eddington pointed out, that all visible
radiation from all stars were converted to average it
would yield 3.2 deg. K. Add the invisible radiation above
und below, and you m ay end up at 3, 5 deg or thereabouts.
For being honest, one would have to regard all findings
and weigh them. So far Sc. AM. has not reacted to my ob­
jection.
39
Tue universe consists of space, time and m atter
.

Space is a dark, empty nothingness, extending into any


direction without l i mits.
Time runs from the past trough now to the future again
without limits.
Matter is the only component of the universe that alows
us to observe its behavior and it is not infinite.
The observable m anifestations of matter are: mass, gra­
vity and inertia, electromagnetic fields and radiation.
· Space and time to not have any way to attach hooks or
screws or fields or any thing to distort or warp them.
Yardstick and clock are m an m ade im ages of space and
time. Like photos you can distort them to grimaces but
that does not mean that original is distorted as well.
Therefore one will have to say that our knowledge about
space and time is plain old conjecture without any experi­
m ental observation at all.
Hubbles law.
He found that one could relate the red shift of the
spectrum from far away galaxies to their distance. As re­
sul t cosmologists derived from this (red shift
= doppler­
shift= velocity), that the universe is exploding and
therefore must have been a single incrediible dense mass
wich was creeated and blew apart some 20 billion years ago
and is expanding ever since.
Well, if the universe is a black body and contains about
99% of its matter as cold and invisible dust and gasses
than light, as a chain of interlinked electrical and mag­
netical fields does lose energy by passing by and j iggling
those ato:ns on the way.
Plancks quantum h !t" gets smaller hence, the wavelength
longer.
lt is already well known, that electromagnetic radiation
(wich i ncludes ligh t ) can be influenced by gravitational
fields. ( Pound & Rebka: "Gravitational doppler-shift";
gravitational lenses). lt is also allready accepted, that
a black hole has such a strong gravitational pull that it
can stopp light from propagating.
Now, what happens i m m edialy above the event horizon?
Is the speed of light going from zero to 'c 'in zero
tirve or is there a transit area? lt appears to me, that a
40
neutron star (quasar) with a gravitational field close to
that of a black hole could very weil cause a "gravit atio­
nal dopplershift" of the spectrum, ergo, it may be at a
distance much closer to us than presently assumed,
Doppler speed measurment.
A space vehicle transmits a radio wave o f frequency r ,
0
which is emitted at a wavelength where 'c' is
A.. =c/f
the speed of the em itted wave 0 0 the transmit­
relafive tö
ting antenna,
If the (relative) speed differenc� betwen two vehicles
is v then the speed difference between the e rni tted wave
immediately after leaving the antenna and the other ve­
hicle must be c+v. Upon reception at the other vehicle we
get a frequency f ....l = f + f v/c, t he last part is re­
=c+v/ o o o
lating to the i
dopp1ershift.
Normaly we use a two way t ransmission because the fre­
quency difference is extremly small and in this case the
transm itted frequency r0 can be subtracted from the re­
turn and leaves as an extremely accurate measure
2 f v/c
for the relative 0 between the two vehicles.
111 ve1ocity
e to the two way transmission a square component
2
f v /c is introduced, which in other cases is t aken as
0
proof of t he Theory of Relativity.
According to the 'theory' however, the velocity of the
·

wave arriving at ( and relat ive to ) the receiving antenna


is the same 'c' as at (and relative to) the transm itting
antenna despite the fact that there is a speed difference
between the antennas.
You can not have somethlng travelling at two speeds si­
multaneously. That would be m agic, and we are engineers
and not magicans.
Where has the speed changed and what caused the change
of the speed and of the received wavelength? There is a
very convoluted 'm ath. proof' using differences o f phas�
and group velocity to come to t he same result at wich an
engineer arrives with simple high-school arithmetics. By
the way, as radio engineer you learn that in high vacu1m
phase and group velocity are the same.
Michelson's rnoving mirror experiment.
In 1 9 1 3 Michelson conducted an experiment with moving
mirrors. He came to the conclusion, that the speed o f
41
light between the moving m irrors is the same. But he
forgot to account for the dopplershi ft, wich accompanies
every relative motion, and that is a foregone conclusion
today. Doing so one comes to the opposite result, that
the speed of light is added to the speed of the source
(Rit z ' ballistic theory of light propagation). In repea­
t ing his math. please calculate for wavenumbers, which
is what an interf erence pattern actually shows.
The extinction theorem.
In 1 9 1 4 Ewald & Oseen wrote a thesis according to
which, a lightwave is absorbed and exstinguished at a
glass surface and passed trough by oscillation of mole­
cular dipoles in the glass, This seems to be true when
one regards the effects o f polarisation, total reflec­
tion. Brewster angle and refraction, which solely de­
pend on the act ion of molecular dipoles in the glass.
Conclusion:
All speed measurements done with optical and other me­
chanical means (at radio waves) m ust probably yielded
only local v�locity wich had no relation to the velocity
of any incident radiation from the outside.
What do we know about the propagation velocity in
ou-ter space? Not much.
lves & Stillwell.
-
In order to prove the sqare shi ft Ives & Sti llwell in
1 938 conducted a test with a high speed beam of ionized
hydrogen gas in a vacuurrt tübe wich yielded the expected
result. The light from the com!ng and from the going
beam via m irror and from the' gas at rest was passed
through a window and projected to a spectrometer,
Convert the light at velocit ies c, c+v and c-v in the
vacuum tube by the window to local velocity c and you
get the sqare shi ft by this conversion.
The velocity of light as absolute max. speed limit.
Theory says that a particl e .· can not be accelerated be­
yond the speed of l ight because its mass becomes infinite.
All our experi m ents to accellerate particles use elec­
tromagnetic fiel ds as the only m eans to get anywhere into
that speed range.
Electromagnetic fields themselves can only move with the
velocity of light. Therefore, not the particle becomes too
42
heavy, but the accelerating force becomes zero at the
speed of light.
The particle does gain some m ass with the increase of
its kinetic energy but by far not close to infiite. The
atomic clock actually went slower on the flight around
the globe because the m ass of the atoms was somewhat
!arger, but did time go slower? If you put weight on a
pendulum and it goes slower, you do not expect, that time
follow your clock.
About 30 years ago Wallace Kantor tried to repeat Mi­
chelsons tests and thought, that he had seen some effects
in the expected direction but had to return the equipment
befor he could obtain conclusive results.
With todays laser and optical equipment it should be
possible to come to conclusive results. 1 am putting
equipment together to do that.
To m ake this article as short as possible l have omit­
ted all math. formulation. These are contained in a book­
let written in 1 976. ( "A Critical Look at the Theory o f
Relativity", Bellevue, U.S.A. W A 98009 P.O. Box 1 44 2 )
Now this a l l looks l i ke frivolous heresy: Heresy: yes.
Frivolous: no. 1 have spend 50 years reading, comparing,
test ing and thinking about the consequences of the dif­
ferent findings etc. and these are the resul ts.
Nov. 1 5. 1 992. F.K. Preikschat
Sharad Tipnis, Mahad, India
THE EXPERIMENT TO DETECT AND DETERMINE
THE SPEED OF THE EARTH TROUGH SPACE
Assumptions of the Experiment
1 ) The celestion frame of stars is at absolute rest. lt
is filled · with luminiferous medium essential for propaga­
tion of waves of light - so called Ether.
2)The velocity of light, emitted from source of light at
absolut rest in ether is isotropic i.e. same in all di­
rections in space.
3) The velocity of light is independent of the velocity
of its source through space (ether). Therefore velocity
of light emitted from a source moving through ether is
i.e. di fferent in different directions in
anisptropic
space.
43
Fig . 1

4 ) The most important assumption is that the velocity of


propagation of waves of light traveling through coloum of
liquid is not affected by the velocity o f the liquid co­
loum through space (ether). A crit ical anallysis of this
experim ent and correct conclusion drawn from its nega­
tive result is given in the book "Einstein's Relativity
a greatest Fallacy in the 20th Century" by Sharad Tipnis.
A beam of monochromatic light travelling parallel to the
direction o f light from the <fole star, falls on a beam
splitter BS , inclined at 4 5 to it. This beam split- ter
1
acts as a new source of light moving with velocity v,
the velocity of the earth. Since propagation of waves
emitted from a moving source of light is
Anistropic,
waves of light emitted in the direction of motion are
affected, while those emitted (or passing through the
beam splitter) in direction perpendicular to the direction
of motion are not affected by the motion of the earth.
The unaffected waves, passing through the beam split­
ter, enter in water through glas window W , fall on a
1
m i rror M in water. The m i rror is also kept . inclined at
1
4 5° to the direction of propagation of waves. This mirror
44
waves emitted in the direction of motion of the water co­
loum are not affected. These unaffected waves, propaga­
ting through water coloum, reflected by a mirror M at
the other end come out through the glass window W22, pass
through the beam splitter BS2 and interfer with a ffected
waves travelling through space (air) and reflected by the
beam splitter BS
WdRKING OF THE APPARATUS

The interference strings, produced by waves of light,


(i) Affected due to motion of the earth and (ii) not af­
fected by the motion, remain steady as long as the appa­
ratus is moving through space (ether) with uniform ve-
locity without any change in its orientation. On rotating
the apparatus, velocity o f waves travelling through air
(space) changes. While velocity of waves travelling through
water remains same. Thus the number of waves covering the
distance between two beam splitters varies while the num -
ber of waves between two m irrors in water rem ains the same.
As a result frings produced are shi fted.
CALCULATIONS FOR DETERMINING THE SHIFT
IN NUMBER OF FRINGS
lt is quite clear from the working of apparatus that
the number of waves travelling through water is not af­
fected by motion of the apparatus trough space (ether)
and shift in number of fringes is only due to variation
in number of waves in a beam of light betwen two beam
splitters. Hence we shal l find out t his variation i.e.
change in number of waves on rotating the apparatus
through 90°.
Consider that the apparatus on the earth is at equator
and kept in East - West direction as shown in fig. 2.
The earth is moving along Y-axis with velocity of
30km/sec. A HeNe Laser light is kept parallel to the
light com m ing from the pole-star (i.e. in direction per­
pendicular to the plane of this paper). Hence wave in
this are not affected by the divectin motion of the
earth. In fig. 2 position of the apparatus is shown at A.
The distance betw�en the beam splitter is 60c m m and
the wave-length of HeNe Laser light is 628,8 NW.
At 06,00 hours direction of propagation of light beam
from beam splitter BS 1 to ss
2 is perpendicular t o t he
45
direction of motion of earth hence waves in this beam
are not affected by the motion of the earth and there­
fore total number of waves c <tver �4�3 distance between
beam splitter is 0,80/628.8* 1 0= waves.
At 1 2 00 hours, due to rotation of the earth the appa­
ratus comes in position B and therefore velocity of light
between two beam splitter becom mes collinear with the ve­
locity of the earth and resultant velocity of light along
the apparatus becomes c-v. As a result wave-length of light
is reduced from c to c( l -v/c) and total number of waves
required for covering the dist ance between two beam split­
ter become 955508. Thus 95 extra waves are required to co­
ver the same distance. As a result during this six hours 95
fringes shift. At 1 8. 00 hours the apparatus becomes perpen­
dicular to the direction of m otion and fringes stop moving.
but afterwards direction of motion of apparatus changed
hence fringes change the direction of motion.

[f·-·- . - - -�\]
/.- - - - · ).
-

·� �-.
u�

Fig . 2

In consequence of the long way of post a correction by the


author was impossible, a cla�i fication of little di fficul-
ties also. At the demonstration of the sensationel l expe­
riment in Zwingendorf, September 1 993, we will speak with
Mr. Tipnis. He measures the velicity of earth around the
sun in a clo�erl. r.oom counting the shifted strings of a
laser. A gran-::1., nearby incredible invention.
G 8arth
46

X (1 + VfC) V1 v2/c2
- = e­
t (t + v/c) �1 -v'2/c2
-

Karl Bulei, Wien


Betrachtung einer Mondfahrt
Die 1 969, also vor 24 J ahren weltweit im Fernsehen über­
tragene und so ungeheuer erfolgreiche Landung zweier
Astronauten auf dem Mond hat auf der ganzen Erde Erstaunen
und Begeisterung ausgelöst. Jegliche Bedenken oder Zwei fel
an der Echtheit des via Bildschirm Erlelbten wurden von
Laien und Wissenschaftlern vehement abgelehnt.
Doch jet zt, fast ein Vierteljahrhundert danach, ist die
Begeisterung ziemlich abgeklungen und es t auchen hie und
da möglicherweise berechtigte Zwei fel an der Echtheit der
via Bildschirm erlebten Mondlandung auf. Eine Wiederholung
im Fernsehen gäbe vielen Menschen die Möglichkeit , den
ganzen Vorgang mit kritischen Augen zu betrachten.
Der Start der Rakete,. einer dreistufigen SATURN 5, er­
folgt durch Zündung der 1 . Stufe, die nach 2 , 5 Minuten
Brenndauer bei - einer Gechwindigkeit von 2700 Meter pro Se­
kunde abgeworfen wird. Durch die 3. Stufe wird die Rakete
auf eine Satellitenbahn um die Erde gebracht mit einer
Geschwindigkeit von 7800m/s.
Die Rakete besteht schließlich aus der Mondfähre, die
1 5m hoch ist. In der Spitze ist die Komm andokapsel mit
Plat z für 3 Astronauten. Bei Annährung der Raum fähre an
den Mond m üssen die Bremsraketen gezündet werden, um die
Geschwindigkeit von 7800m /s auf 1 680 m /s zu verringern.
Mit dieser Geschwindigkeit umkreist die Mondfähre den Mond
in etwa 1 OOOm Höhe. Zwei Astronauten steigen in die Lande­
fähre und zünden die Bremsraketen, um die Geschwindigkeit
von 1 680 m /s auf null zu reduzieren, um eine sanfte Lan­
dung zu ermöglichen.
Die 2 Astronauten steigen in ihren Rau m anzügen aus, um
den Mond zu explorieren. N ach e i nigen Stunden besteigen
sie die · Landefähre zum Rückflug. Sie zünden die Antriebs­
raketen für den Flug zur Komm andokapsel. Mit einer Ge­
schwindigkeit von 1 680m/s wird die Ankoppelung durchge­
führt. Die 2 Astronauten steigen um in die K o m mandokapsel
zur Heimreise. Die Antriebsraketen werden gezündet und die
47
Geschwi ndigkeit erhöht, u m sich von der Mondanziehung zu
lösen. Nach einigen Tagen erfolgt die Landung auf der Erde.
In der Theorie ist es durchaus möglich, daß alles so ab­
läuft wie geplant. Einige der m öglichen Risiken seien hier
angeführt.
Risiko 1 : Die enorme Gefahr bei Annäherung an den Mond den
Zeitpunkt der Zündung der Raketen zu verpassen. Zwei Sa­
turnraketen sind auf dem Mond zerschellt und fünf weite­
re am Mond vorbeigeschossen ins Unbekannte.
Risiko 2: Die Treibstoffmenge, die genau dosiert ist, kann
durch irgendwelche nötige Zündungen bei Kurskorrekturen
vorzeitig verbraucht werden und die Kommandokapsel muß
als Satellit auf dem m ond bleiben, sogar für ewig„ da es
keine At mospäre gibt, die ihn abbremsen könnte.
Risiko 3: Das Versagen einer Zündung beim Start der Lande­
fähre zur Kom m andokapsel oder Verpassen des richtigen
Zeitpunktes (timing).
Risiko 4: Das Ankoppeln der L andefähre an die hermetisch
abgeschlossene Kommandokapsel. Im März 1 993 benötigten 3
Raum fahrer von der Raum führe ENDEAVUR ganze 4 Tage zu
Ankopellung an einen Satelliten.
Beweis: Beim Aussteigen der Astronauten nach der Landung
auf dem Mond war zu · erwarten, daß sie die enorme Ge­
wichtsverminderung auf 1 /6 ihres Gewichtes auf der Erde
mit riesigen Sprüngen von 5-6m Höhe und 1 5-20m Weite de­
m onstrieren würden. Statt dessen bewegten sie sich knapp
über dem Mondboden dahin wie Dauerläufer in Zeitlupe. Als
vergleichbar sei ein Jugendfilm . erwähnt, den der ORF im
Frühjahr 1 993 im Fernsehen zeigte. Es handelte sich um
eihe Mondlandung, die nur von Kindern dargestellt wurde.
Sie bewegten sich genau so wie die Astronauten, waren aber
besti m m t nicht auf dem Mond.
W ieso die Russen keine Mondlandung unternahmen, obwohl
sie den Amerikanern in Sachen Raum fahrt immer um eine Na­
senlänge voraus waren, läßt vermuten, daß sie sich der
Schwierigkeiten dieses Unternehrne�s bewußt waren.
Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wird fast jedes
Ereignis vorher geprobt. Mit Sicherheit hat die ganze Welt
eine Probe der Mondlandung, die auf der Erde statt fand,
für echt gehalten.
Mai 1 993
48
Das LI•Cht Wechselwirkungen
ist ein Teil der energetischen
zwischen phy­
sikalisch wirklichen Körpern. Der Quotient Weg durch
Zeit. x/t = c, das Verhältnis des räumlichen Abstan­
des zum zeitlichen Abstand zwischen Aktion an dem
einen Körper und Reaktion an dem anderen Körper
ist - im leeren Ranm - eine durch keinerlei physikali·
sehe Einwirkung verämlerliche Naturkonstante. Der
zeitliche Abstand zwischen Aktion und Reaktion ist
direkt proportional dem räumlichen Abstand zwi·
•eben Aktion und Reaktion - in Raum und Zeit.

Die Lorentztransformation
ist eine Schande für
Jahrhunderte