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Aufgabe 024 S1

1. Skizzieren und beschreiben Sie den Ö ltröpfchenversuch von M illikan zur Punkte
Bestimmung der Elementarladung e. Geben Sie eine Formel für die Ladung q des
Öltröpfchens an, welche die im Versuch zu messenden Größen enthält. Geben Sie
die beiden wichtigen Ergebnisse dieses Versuches an. 6
2. Ein Ionenstrahl im Hochvakuum besteht aus einem Gemisch 7 Li+ -Ionen der
Teilchenmasse n^ = 7 u und 6 Li+ -Ionen der Teilchenmasse m2 = 6 u. Für die
spezifischen Ladungen der Ionensorten gilt:

-9 - = l,38-107 ^ bzw. - ^ - = l,6 1 1 0 7 f


m: kg m2 ks
Der Ionenstrahl tritt senkrecht zu den elektrischen Feldlinien in den Platten­
kondensator K ein. In diesem herrscht ein homogenes elektrisches Feld mit der
Stärke E = 1,2 •105 ^ . Das Innere wird zusätzlich von einem homogenen

Magnetfeld Bj durchsetzt, dessen Feldlinien senkrecht zu den elektrischen Feld­


linien gerichtet sind. Dieses „Geschwindigkeitsfilter“ soll nur Ionen mit der Ge­
schwindigkeit v 0 = 1,5 •105 y unabgelenkt passieren lassen. (Siehe Abbildung.)

® ®

lonenstrahl

ö -

2.1 Zeichnen Sie den Kondensator K mit den elektrischen und magnetischen Feld­
linien. Fertigen Sie für das eingezeichnete Ion eine Kräfteskizze an.
Berechnen Sie den Betrag der magnetischen Flussdichte Bi.
2.2 Geben Sie die Richtung an, in die Ionen aus dem Strahl abgelenkt werden, deren
Eintrittsgeschwindigkeit größer ist als v0. Begründen Sie Ihre Antwort. 2
Punkte:
Aufgabe 024 S2

3. Hinter dem Plattenkondensator gelangen die Ionen senkrecht zu den Feldlinien in


ein homogenes Magnetfeld B2 mit B2 = 0,50 T. Dort werden sie um 180° abge­
lenkt und verlassen an den Stellen P bzw. Q das Magnetfeld.
3.1 Geben Sie an, welche Ionensorte bei P das Magnetfeld verlässt. Begründen Sie
Ihre Antwort. 3
3.2Berechnen Sie anhand einer Skizze die Entfernung a = P Q . 3
3.3 Die magnetische Flussdichte schwankt um den Mittelwert B2 = 0,50 T. Sie liegt
zwischen ( B2 + AB ) und ( B2 - A B ). Dadurch treffen die Ionen in Bereichen
oberhalb und unterhalb der Stellen P bzw. Q auf. Zur sicheren Trennung der
Ionensorten dürfen sich diese Bereiche nicht überlappen, höchstens gerade noch
berühren.
3.3.1 Zeigen Sie allgemein durch Rechnung, dass sich die Bereiche berühren für:

AB = m l _; m 2 B2
TD 6
rri] + m 2
3.3.2 Berechnen Sie AB für die Versuchsanordnung. 1

4. Nun wird mit einem verschiebbaren Detektor die Stromstärke des Ionenstrahls
bei P und Q gemessen. Dabei ergibt sich bei P die Stromstärke IP = 0,40 • 10"9A
und bei Q die Stromstärke I q = 4,6 • 10'9A .
4.1 Erklären Sie in Worten, weshalb trotz gleicher Ionenladung unterschiedliche
Stromstärken festgestellt werden. 1
4.2 Berechnen Sie die Anzahl der 7Li+ -Ionen bzw. der 6Li+ -Ionen, die in einer
Sekunde in den Detektor am Punkt P bzw. Punkt Q gelangen.
Geben Sie den prozentualen Anteil der Ionensorten im Teilchenstrahl an. 4

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Aufgabe 024 S3

Punkte:
l. Im Zwischenraum eines Plattenkondensators wird Öl zerstäubt. Nach dem An­
legen einer elektrischen Spannung stellt man im Feld bei einzelnen Tröpfchen
unter dem Mikroskop ein Absinken, bei anderen eine Aufwärtsbewegung in Luft
fest. Die Tröpfchen sind demnach elektrisch geladen. Durch passendes Einstellen
der Spannung kann ein Öltröpfchen zum Schweben gebracht werden. An ihm
besteht dann Kräftegleichgewicht:
rel rG Skizze 2

q y =m g ik k

Tröpfchenladung : Fel ' E u


d) q ) 7 G
m gd
q U
ir i, r i' '

Die Tröpfchenmasse kann aus der Sinkgeschwindigkeit in Luft bei


abgeschaltetem Feld bestimmt werden.
Ergebnisse:. Es wurden immer nur ganzzahlige Vielfache einer kleinsten

Ladungsmenge gefunden.
Die kleinste Ladungsmenge hat den Wert e = 1,6 • 1 0 19C.

2.1 Kräftegleichgewicht für Ion im


Kondensator: Skizze
If=Fel 2
E qvo-Bj =q-E
(8) 8)
v0 F l I E
Bi = —
8) Fel| ® B vo
r ’ r 1r
1,2-105—
:0,80^=0,80T
’ m2 ’ = B,1 2
Bi = 1,5-Kr
^

2.2 v > v 0 => F l > F el Ablenkung nach oben 2


3.1 Für Kreisbahn gilt:

FZ = F L => ———^— = q • v 0 • B => r = ——



m B z’
2

Da - 3 - < -3 - rl > r2 d.h. ^ Li + - Ionen treffen bei P auf


m1 m2
Aufgabe 024 S4

3.2 Abstand a:
f 's f \
1 1 - o . 1,5 *105— 1 1
a = 2 (r1- r 2) = 2-- v0 S
b 2 _q_ q 0,50T 1,38 107^ 1,6M 07^
“ 2, ^ kg kg )
a = 6,2mm
i-! wird kleiner bei Feldstärkezunahme
2 r2 wird größer bei Feldstärkeabnahme

vo v0
ri =
¿ ( b 2+A B )
mL ( B 2 -A B )
Grenzfall: h =D
v0 v0 ,^ m. - m 2 ^
AB = —-------
¿ ( B 2 + AB) ¿ - ( B j -A B ) mj + m 2

3.3.2 AB = — •0,50T = 38,5mT


13 — ------
Für AB < 38,5 mT ergibt sich eine eindeutige Trennung der Ionen.

4-1 Für die elektrische Stromstärke gilt:i = ^ . Die verschiedenen


At
Stromstärken ergeben sich aus verschiedenen Anteilen der Ionensorten am
Ionenstrahl.
4.2 Für die Stromstärke gilt:
I= ^ => Die Teilchenzahl N ergibt sich d an n : N =
At At

Nq =N 7 = = 4 ,6 ' 10 ^ ' ls = 2,875 •IO10 7 L i-T eilchen


1,6-K T19 C
, T ,, Ip •At 0,4'10•>—9 A •ls 9 5 .
N P = N 6 = --------= -----------— ---- = 2 ,5 1 0 y "Li -T eilchen
1,6-10“ 19C
N ges 3,125 -IO10 Teilchen

N, 7 t :+
= 0,92 Li - Ionen haben einen Anteil von 92%
N ges

6Li+ - Ionen haben einen Anteil von 8%


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