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Schriften 757

06/08

Bremsen im Betrieb bedienen und prüfen

– Bremsvorschrift – BreVo –

Gesamtbearbeitung:
Bremsausschuss
Ausschuss für Eisenbahnbetrieb (AEB) des VDV
Ausschuss für Eisenbahnfahrzeuge (AEF) des VDV

Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV)


Kamekestraße 37 - 39, 50672 Köln, Tel.: 02 21/5 79 79-0, Fax: 51 42 72
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Geschäftsführende Stelle für diese VDV-Schrift:

Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV)


Fachbereich E – Eisenbahn- und Maschinentechnik, Eisenbahnbetrieb
Dipl.-Ing. Jürgen Mallikat
Kamekestraße 37-39
50672 Köln
Tel. 0221 57979 117
Fax 0221 57979 8 117
mallikat@vdv.de

Format
Die VDV-Schrift 757 wird in folgenden Formaten herausgegeben:

- Papierform DIN A 4 geheftet (nur Teil A)


- Papierform DIN A 5 Loseblattsammlung
- Elektronisch (pdf)

Vertrieb
Die VDV-Schrift 757 setzt sich aus den Teilen A und B zusammen. Teil B der VDV-
Schrift 757 ist wortgleich mit der Richtlinie 91501 (modular) „Bremsen im Betrieb be-
dienen und prüfen“ der DB AG in der jeweils gültigen Fassung.

Die VDV-Schrift 757, Teil B wird aus organisatorischen Gründen ausschließlich ver-
trieben über:
DB Kommunikationstechnik GmbH Kundenservice
Medien und Kommunikationsdienste Telefon 0721 938 5965
Logistikcenter Telefax 0721 938 3079
Kriegsstraße 136 dzd-bestellservice@bahn.de
76133 Karlsruhe
www.db.de

Das vorliegende Regelwerk ist urheberrechtlich geschützt.

Jegliche Formen der Vervielfältigung und Weitergabe bedürfen der vorherigen Zu-
stimmung der Deutschen Bahn AG und des Verbandes Deutscher Verkehrsunter-
nehmen e.V. (Dieser Hinweis ersetzt den bisherigen Urheberrechtsvermerk auf Sei-
te I der Richtlinie 91501).
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Verzeichnis der Mitglieder:

Bremsausschuss der DB AG
Dipl.-Ing. Olaf Gröpler DB AG, Vorsitzender Bremsausschuss
Matthias Kölling DB AG, Geschäftsführer Bremsausschuss
Dipl.-Ing. Jürgen Mallikat Fachbereichleiter E, VDV e.V.
Winfried Sievert entsandt vom Ausschuss für
Eisenbahnbetrieb des VDV e. V.

sowie Vertreter der


- DB Fernverkehr AG
- DB Netz AG
- DB Regio AG
- DB Systemtechnik
- Railion Deutschland AG

Ausschuss für Eisenbahnbetrieb des VDV (AEB)

Dr.-Ing. Klaus Franke, Kaltenkirchen, Vorsitzender des AEB


Dipl.-Ing. Jörg Bauer, Wernigerode
Dr.-Ing. Jochen Brandau, Frankfurt am Main
Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. Jan Fischer, Duisburg
Dipl.-Ing. (FH) Mirko Froß, Annaberg-Buchholz
Dr.-Ing. Carsten Hein, Uelzen
Dipl.-Ing. Frank Hennig, Erfurt
Dipl.-Ing. Konrad Kiel, Spremberg
Dipl.-Ing. Jörg Machert, Mainz
Gunter Mackinger, Salzburg
Reiner Maier, Lippstadt
Dipl.-Ing. Dirk Menne, Frankfurt am Main
Dipl.-Ing. André Pianowski, Köln
Dipl.-Verw.wirt Reinhard Rothfuß, Ettlingen
Winfried Sievert, Hildesheim
Dipl.-Ing. (FH) Annett Schulze, Berlin
Dipl.-Ing. Bernhard Strobel, Hechingen
Dipl.-Ing. Jürgen Völzke, Berlin
Dipl.-Volksw. Götz Walther, Berlin
Dipl.-Ing. Dieter Zils, Gladbeck
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Matthias Zimmermann, Bremen

Unterausschuss Eisenbahnbetriebsvorschriften des VDV (UA EBV)


Dipl.-Ing. Bernd-R. Bolesta, Monheim am Rhein
Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Verkehrs-Ing. Michael Engelhardt, Freiberg
Dipl.-Ing. Heinz-Egon John, Salzgitter
Reiner Maier, Lippstadt (Obmann)
Dipl.-Ing. Michael Meinhardt, Bitterfeld
Dipl.-Ing. Claus Mohring, Hechingen
Dipl.-Ing. Manfred Richter, Aschaffenburg
Dipl.-Ing. Harald Uhle, Bremervörde
Ing. Wilhelm Walter, Gladbeck
Dipl.-Volksw. Götz Walther, Berlin
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Ausschuss für Eisenbahnfahrzeuge des VDV (AEF)


Dipl.-Ing. Klaus Meschede, Köln, Vorsitzender des AEF
Dipl.-Ing. Holger Buse, Lippstadt
Dipl.-Ing. Horst Hackenthal, Moers
Dipl.-Ing. Michael Hecht, Erfurt
Dipl.-Ing. Frank Hennig, Erfurt
Dipl.-Ing. Dietmar Gebel, Roosendaal
Dipl.-Ing. (FH) Roland Herfurth, Leuna
Dipl.-Ing. (FH) Matthias Hergt, Chemnitz
Dr.-Ing. Ulrich Hillenbrand, Mainz
Dipl.-Ing. Holger Karpp, Mannheim
Dipl.-Ing. Frank Koske, Duisburg
Dipl.-Ing. Jürgen Mallikat, Köln
Dr.-Ing. Axel Marquardt, Dortmund
Dipl.-Ing. Norbert Möller, Gladbeck
Dipl.-Ing. Christian Pötzsch, Salzgitter
Ing. Hans-Thomas Reichelt, Kurort Oberwiesenthal
Dipl.-Ing. Reiner Ripp, Frechen
Dipl.-Ing. (FH) Thomas Schimrock, Kaltenkirchen,
Dipl.-Ing. Helmut Schoppe, Hannover
Dr.-Ing. Jürgen Sonntag, Merseburg
Dipl.-Ing. Uwe Spillner, Mettmann
Dr.-Ing. Karsten Steinhoff, Frankfurt am Main
Dipl.-Ing. Harald Uhle, Bremervörde
Dipl.-Volksw. Götz Walther, Berlin
Dipl.-Ing. Klaus Zeidler, Wernigerode

Unterausschuss Bremstechnik des VDV (UA Bremstechnik)


Dipl.-Ing. (FH) Jens Fehrenbach, Neu-Ulm
Dipl.-Ing. Horst Hackenthal, Moers
Dipl.-Ing. (FH) Hermann-Josef Kunz, Dortmund
Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Mallikat, Köln
Dipl.-Ing. Klaus Meschede, Köln
Dipl.-Ing. Uwe Spillner, Mettmann
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Inhaltsverzeichnis Seite
Präambel .................................................................................................................... 6
Teil A .......................................................................................................................... 7
Geltungsbereich ......................................................................................................... 7
Übergangsvorschriften ............................................................................................... 7
Teil B .......................................................................................................................... 8
Hinweise zum Teil B ................................................................................................... 8
Verzeichnis der Abkürzungen ................................................................................... 10
Anlage 1 zum Teil A der VDV-Schrift 757: Darstellung der Absperr- und Umstellein-
richtungen der Druckluftbremse (bisher FV-NE, Anlage 21 [zu § 39 (3)]) .................. 12

Teil B der VDV-Schrift 757 entspricht der Richtlinie 91501 der DB AG, siehe hierzu
die Hinweise unter „Vertrieb“ auf Seite 2 dieser VDV-Schrift.

Modul 915.0101 Grundsätze


Modul 915.0102 Begriffserläuterungen zu den Arbeits- und Prüfschritten bei
Bremsproben an lokbespannten Zügen
Modul 915.0103 Volle Bremsprobe
Modul 915.0104 Vereinfachte Bremsprobe
Modul 915.0105 Bremsproben bei Unregelmäßigkeiten
Modul 915.0106 Vorbereitungs- und Abschlussarbeiten an Bremsen von Triebfahr-
zeugen und Steuerwagen (außer ICE) mit selbsttätig wirkender
Druckluftbremse
Modul 915.0107 Bremsbedienung
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Präambel

Das sichere Bedienen und Prüfen der Bremsen von Eisenbahnfahrzeugen im Betrieb
ist eines der Kernelemente bei der Durchführung des sicheren Eisenbahnbetriebs.
Die in § 4 Absatz 1 des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG), § 35 Absatz 7 der
Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) und § 35 Absatz 7 der Eisenbahn-Bau-
und Betriebsordnung für Schmalspurbahnen (ESBO) gemachten Vorgaben beinhal-
ten jedoch keine Handlungsanweisungen zur sicheren Bedienung und Prüfung von
Bremsen. Vielmehr wurden die gesetzlichen Vorgaben bereits bisher durch ein be-
trieblich-technisches Regelwerk der Eisenbahnen untersetzt. Die VDV-Schrift 757
vereinigt nun die bisher unterschiedlichen Regeln zum Bedienen und prüfen von
Bremsen im Betrieb auf öffentlicher Eisenbahninfrastruktur der Eisenbahnen des
Bundes (bisher Ril 91501 der DB AG) und auf öffentlicher Eisenbahninfrastruktur der
nichtbundeseigenen Eisenbahnen (NE) (bisher in der FV-NE) in einem gemeinsam
abgestimmten, einheitlichen Regelwerk.

Die VDV-Schrift 757 – Bremsen im Betrieb bedienen und prüfen – definiert im


Interesse der Einheitlichkeit des Eisenbahnwesens einheitliche Anforderungen und
konkretisiert damit die in § 4 Abs. 1 AEG in Verbindung mit § 35 Abs. 7 der EBO
bzw. § 35 Abs. 7 der ESBO normierten
Verantwortlichkeiten der Eisenbahnen.

Die VDV-Schrift 757 „Bremsen im Betrieb bedienen und prüfen“ ist im Fach-
teil B wortgleich mit der Richtlinie 91501 (modular) „Bremsen im Betrieb be-
dienen und prüfen“ der DB AG in der jeweils gültigen Fassung.

Erforderliche Änderungen für den Fachteil B werden im Bremsausschuss der


DB AG unter Mitwirkung des VDV gemeinsam abgestimmt. Bei den Anwendern vor-
handene – aktuelle – Exemplare der Richtlinie 91501 (modular) können somit weiter-
verwendet werden.

Aus diesem Grund sind Querverweise innerhalb des Teils B der VDV-Schrift 757 nur
mit den „Modulbezeichnungen“ der Richtlinie 91501 versehen, z. B. „siehe auch
Modul 915.0101 Abschnitt 1 Absatz 2“.
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Teil A

Geltungsbereich

Die VDV-Schrift 757 gilt für öffentliche Eisenbahnen in der Bundesrepublik Deutsch-
land.

Der Eisenbahnunternehmer entscheidet in Abstimmung mit dem Eisenbahnbetriebs-


leiter bzw. der im Unternehmen für die Sicherheit zuständigen Stelle, welche Inhalte
der VDV-Schrift 757 (Teil B) im EVU angewendet werden. Er entscheidet dies nach
den konkreten betrieblichen Bedingungen und Anwendungsfällen im Unternehmen.
Beispiel:
Vom EVU werden nur Reisezüge in Bremsstellung P gefahren. Dann werden nur die
für diesen betrieblichen Einsatzfall relevanten Regelungen angewendet.

Übergangsvorschriften

Die bestehenden Berechtigungen der Mitarbeiter des EVU zur Durchführung von
Bremsproben bestehen fort.

Für Züge, die ausschließlich auf öffentlicher Infrastruktur der Nichtbundeseigenen


Eisenbahnen (NE) verkehren, auf den das Bedienen und Prüfen der Bremsen im Be-
trieb bisher nach den in der FV-NE enthaltenen Regeln durchgeführt wurde, kann der
Eisenbahnunternehmer (der Eisenbahnbetriebsleiter) festlegen, dass die Bestim-
mungen der VDV-Schrift 757 erst nach dem Inkrafttreten der Berichtigung 14 zur FV-
NE angewendet werden.
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Teil B

Hinweise zum Teil B

Die VDV-Schrift 757 „Bremsen im Betrieb bedienen und prüfen“ ist im Fach-
teil B wortgleich mit der Richtlinie 91501 (modular) „Bremsen im Betrieb bedie-
nen und prüfen“ der DB AG in der jeweils gültigen Fassung.

Erforderliche Änderungen für den Fachteil B werden im Bremsausschuss der DB AG


unter Mitwirkung des VDV gemeinsam abgestimmt. Bei den Anwendern vorhandene
– aktuelle – Exemplare der Richtlinie 91501 (modular) können somit weiterverwendet
werden. Aus diesem Grund sind Querverweise innerhalb des Teils B der VDV-
Schrift 757 nur mit den „Modulbezeichnungen“ der Richtlinie 91501 versehen, z. B.
„siehe auch Modul 915.0101 Abschnitt 1 Absatz 2“.

Ergänzende Hinweise
Zum Fachteil B (entspricht Richtlinie 91501 DB AG) werden folgende ergänzende
bzw. klarstellende Hinweise gegeben:

Wenn im Fachteil B auf die Richtlinie 408 „Züge fahren und Rangieren“ der DB AG
verwiesen wird, sind auf öffentlichen Infrastrukturen, auf denen die FV-NE gilt, die
entsprechenden Bestimmungen der FV-NE bzw. die für den jeweiligen Anwendungs-
fall gegebenen Weisungen gemeint.

Der Begriff “Örtliche Richtlinien” bezeichnet im Fachteil B


- Die Örtlichen Richtlinien zur Ril 408 der DB AG
oder
- örtliche Bestimmungen, die in der Sammlung betrieblicher Vorschriften (SbV)
enthalten sind.
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zu Modul 915.0101 7 (1):


Auf Steilstrecken, die nicht von der DB AG betrieben werden, gelten anstelle der Ko-
Ril 465 „Betrieb auf Steilstrecken“ jeweils besonders erlassenen örtlichen Vorschrif-
ten.

zu Modul 915.0107 5 (15):


Neben der KoRil 492 „Triebfahrzeuge führen“ der DB AG enthält für die NE auch die
DAT-Eisenbahn Bestimmungen über das Führen von Triebfahrzeugen.

zu Modul 915.0107 6 (3):


Zusätzlich zur Ril 408 „Züge fahren und Rangieren“ der DB AG können die EVU hier
besondere Anweisungen erlassen.

zu Modul 915.0107A04:
Die Anlage 1 zum Teil A der VDV-Schrift 757 ergänzt dieses Modul.
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Verzeichnis der Abkürzungen

AFB Automatische Fahr- und Bremssteuerung


BR Baureihe
bzw. beziehungsweise
ca. cirka
DAT Dienstanweisung für die Triebfahrzeugbediensteten der Nichtbundeseigenen Eisen-
bahnen
DB AG Deutsche Bahn Aktiengesellschaft
DS/DV eisenbahnbetriebliches Regelwerk der DB AG
EBL Eisenbahnbetriebsleiter
EBO Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung
E-Bremse generatorische Bremse
EIU Eisenbahninfrastrukturunternehmen
ep-Bremse Elektro-pneumatische Bremse
ESBO Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung für Schmalspurbahnen
ff fortfolgende
FV-NE Fahrdienstvorschrift für Nichtbundeseigene Eisenbahnen
ggf. gegebenenfalls
GM Geschäftliche Mitteilungen der DB AG
Gz Güterzug/Güterzüge
H-Bremse hydrodynamische Bremse
HBL Hauptluftbehälterleitung
HL Hauptluftleitung
ICE Intercity-Express der DB AG
km Kilometer
km/h Kilometer pro Stunde
kN Kilonewton
KoRil Konzern-Richtlinie der DB AG; eisenbahnbetriebliches Regelwerk der DB AG
LZB Linienzugbeeinflussung
m Meter
max maximal
MFA Modulare Führerraumanzeige
Mg Magnetschienenbremse
mm Millimeter
MTD Maschinentechnisches Display
NBÜ Notbremsüberbrückung
NE Nichtbundeseigene Eisenbahn(en)
Nr. Nummer
ÖRil örtliche Richtlinien
Ril Richtlinie der DB AG; eisenbahnbetriebliches Regelwerk der DB AG
Rz Reisezug/Reisezüge
SbV Sammlung betrieblicher Vorschriften
sek Sekunde(n)
t Tonne(n)
UIC Union Internationale des chemins de fer – Internationaler Eisenbahnverband
VDV Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V., Köln
vgl. vergleiche
VMZ Größte zulässige Geschwindigkeit des Zuges
WA-Bremse Westinghouse-Autobremse
WB Wirbelstrombremse
z. B. zum Beispiel

Bei der Bezeichnung der Bremsstellung werden die Kennbuchstaben G, P, R ver-


wendet, diese stellen keine Abkürzug dar.
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Abkürzungen im Modul 915.0103 sind dort erläutert.

Abkürzungen im Modul 915.0104 sind dort erläutert.

Bei der Kurzbezeichnung von Bremsen bzw. Bremsbauarten verwendete Abkürzun-


gen sind im Modul 915.0107A04 erläutert.