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Philosophischer Literaturanzeiger, 59(1):20–26 2006

Rezension zu
ARNO ROS: Materie und Geist – Eine philosophische Untersuchung
(686 S., Mentis, Paderborn 2005, ISBN 3-89785-397-3, Euro 84,-)

Unter den vielen spannenden Fragen, zu deren Beantwortung Menschen Wissenschaft und Phi-
losophie betreiben, ist die Frage nach dem Wesen des Selbstbewußtseins – oder in älterer Ter-
minologie, des Geistes, oder gar der Seele – sicherlich eine der aufregendsten. Das liegt einer-
seits darin begründet, daß Selbstbewußtsein ein hinreichend weit verbreitetes und wohlbekann-
tes Phänomen ist: immerhin verfügt nach der üblichen Sichtweise jeder, der diese Rezension
verstehen oder sich an einer Unterhaltung über sie beteiligen kann, über Selbstbewußtsein. An-
dererseits aber ist so vieles an diesem Begriff derart unsicher, daß eine ganze Reihe ernsthafter
Wissenschaftler und Philosophen davon ausgehen, daß wir letztlich gar nicht in der Lage wären,
überhaupt ein klares Verständnis davon zu erlangen. Fragen nach dem Verhältnis von physikali-
schen und psychischen Vorgängen, nach dem Status des Bewußtseins bei Tieren oder auch von
Computersystemen, nach dem Wesen von Selbstbewußtsein oder der Möglichkeit von Willens-
freiheit erscheinen nach wie vor offen und werden heftig debattiert. Von den Antworten hängen
offensichtlich viele soziale, juristische und politische Institutionen ab, die unser tägliches Leben
strukturieren.

Nicht zuletzt im Lichte neuer empirischer Methoden in der Neurophysiologie erscheint es vielen
Autoren nun möglich, solche Fragen neu – und vor allem mit besserer Hoffnung auf eine ange-
messene Lösung – aufzurollen. „Die modernen nicht-invasiven, das heißt ohne mechanische
Eingriffe in das Gehirn auskommenden Verfahren erlauben es uns, so eine von vielen vertretene
Überzeugung, die mittlerweile gut zweieinhalbtausend Jahre alte Streitfrage nach dem Verhält-
nis zwischen materiellen und psychischen Phänomenen endlich, und zwar zugunsten materiali-
stischer Auffassungen, beantworten zu können.“ (Ros, S. 16)

Leider führt die Tatsache, daß bereits das präzise Formulieren des jeweils betrachteten Problems
aus dem recht umfangreichen Problemkreis „Verhältnis von Materie und Geist“ in der Regel
äußerst schwierig ist, häufig zu Unklarheiten hinsichtlich der Methoden, mit denen man dem
Problem sinnvoll zu Leibe rücken kann: Tatsächlich ist ja nicht jeder Aspekt allein durch Empi-
rie zu klären. Beispielsweise werden gegenwärtig bestimmte neurophysiologische Befunde im
Zusammenhang mit der Möglichkeit von Willensfreiheit heftig debattiert, scheinen sie doch
empirisch nachzuweisen, daß es so etwas wie Willensfreiheit nicht gibt. Empirisch belegt wurde
immerhin vor nicht allzu langer Zeit, daß Nervenbahnen, deren Aktivierung zu gewissen (von
außen beobachtbaren) Verhalten führt, bereits zu einem Zeitpunkt aktiviert werden, der deutlich
vor dem Zeitpunkt liegt, zu dem die Person, um deren Nerven bzw. Verhalten es dabei geht,
frühestens vom Vorliegen eines (nur in ihrem Bewußtsein zugänglichen) Willensaktes zu jenem

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Verhalten berichtet. Diese etwas komplizierte Formulierung wurde mit Bedacht gewählt, um die
tatsächlich hinter dem Befund verborgene Komplexität deutlich werden zu lassen. Was aber
meinen wir eigentlich – oder sollten wir vernünftigerweise meinen –, wenn wir davon sprechen,
daß jemand etwas will, daß jemandem etwas (unmittelbar) bewußt ist, oder daß jemand sein
Verhalten willentlich kontrolliert. Und welche Rolle sollten empirische Befunde aus der Neuro-
physiologie für die psychologischen Begriffe spielen, die wir verwenden?

Es ist vor diesem Hintergrund besonders erfreulich, daß Arno Ros, Professor für Philosophie an
der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, 15 Jahre nach der herausragenden Monographie
zur Theorie des rationalen Argumentierens („Begründung und Begriff“, Verlag Meiner,
1989/90) mit seinem neuen Werk „Materie und Geist – Eine philosophische Untersuchung“ eine
überaus anregende und umfangreiche Analyse des gemeinhin auch als „Leib-Seele-Problem“
bekannten Problemkreises vorlegt. In sechs Teilen beschäftigt er sich ausführlich mit den mögli-
chen Problemausprägungen und den Methoden ihrer Klärung. Der Verweis auf die Expertise des
Autors in Sachen Rationales Argumentieren erfolgt nicht ohne Grund: Nur mit einem guten me-
thodologischen Kompaß dürfte es überhaupt möglich sein, sich im Gewirr der verschiedenen
Teilprobleme und der dazu vorgeschlagenen Teillösungen eine zufriedenstellende Orientierung
zum jeweiligen Verhältnis von Empirie und Begriffsbildung zu erhalten. Die Fragen „müssen so
formuliert sein, daß die Bedeutung dessen, wonach gefragt wird, für alle an dem Problem Inter-
essierten hinreichend klar und in allen wesentlichen Aspekten dieselbe ist; und sie müssen so
formuliert sein, daß man weiß, was man tun muß, um sie beantworten zu können.“ – so der Au-
tor programmatisch auf Seite 20.

Seine argumentationstheoretischen Kenntnisse nutzt Ros denn auch, um im ersten Teil des Bu-
ches zu analysieren, woraus das Geist-Materie-Problem bei methodologisch anspruchsvoller Be-
trachtung eigentlich besteht – d.h. welche der in diesem Rahmen auftretenden Fragestellungen
auf welche Weise präzisiert werden sollten, damit sie sinnvoll (d.h. durch eine rationale Argu-
mentation) bearbeitet werden können. Dazu entfaltet er in Kapitel 2 zunächst die dazu benötig-
ten argumentations- und erkenntnistheoretischen Voraussetzungen. Eine Reihe von Unterschei-
dungen werden zur Sprache gebracht, die man leider in vielen zeitgenössischen Abhandlungen
zum Geist-Materie-Problem vergebens sucht. Die grundlegenden erkenntnistheoretischen Posi-
tionen werden in knapper Form ausgebreitet, wobei vor allem die durch Einrahmung besonders
hervorgehobenen Hauptsätze einen didaktisch übersichtlichen Zugang bieten. Den bekannten
Ansätzen von Idealismus und (naivem) Realismus mit ihren jeweiligen Schwachstellen setzt Ros
schließlich den perspektivischen Realismus gegenüber, der sich unmittelbar aus seiner Arbeit
zur Theorie des rationalen Argumentierens ableitet. Der diese an den späten Wittgenstein ange-
lehnte Position charakterisierende Hauptssatz sei hier kurz wiedergegeben: „Eine Erkenntnis
über einen Teil der Welt ist dann gewonnen worden, wenn es gelungen ist, diesen Teil der Welt
richtigerweise in den Anwendungsbereich einer bestimmten Unterscheidung / eines bestimmten

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Begriffs einzuordnen – vorausgesetzt, diese Unterscheidung bzw. dieser Begriff hält den Stan-
dards einer rationalen Überprüfung stand.“ (S. 42) Die darauf folgende Textpassage führt prä-
gnant aus, was in diesem Zusammenhang unter einer Unterscheidungsfähigkeit, einem Begriff
und den Möglichkeiten, die Sinnhaftigkeit von Begriffen rational zu überprüfen, zu verstehen
ist. Dabei wird insbesondere die Unterscheidung zwischen empirischen und begrifflich-
philosophischen Argumentationen genauer erläutert.

Mit diesem Rüstzeug ausgestattet beendet Ros den ersten Teil seiner Monographie damit, empi-
rische und begrifflich-philosophische Varianten des Geist-Materie-Problems zu differenzieren,
sowie auf einige Fragestellungen hinzuweisen, die sich in dieser Hinsicht nicht klar einordnen –
und daher auch nicht klar beantworten lassen. Zu letzteren zählt, so Ros, etwa die Frage „Gibt es
psychische Phänomene?“. Die Darstellung der wichtigen Unterscheidungen zwischen in einem
anspruchsvollen Sinn verstandenen Erklärungen mit Wirk-, Stoff- oder Zweckursachen, zwi-
schen Substanzen und Attributen, und zwischen Ganzheiten und Teilen führt letztlich zu den
beiden für den Autor zentralen Fragen der begrifflich-philosophischen Fassung des Geist-
Materie-Problems: 1) „Was sind wesentliche Merkmale des Begriffs, der uns befähigt, bestimm-
te Phänomene als solche psychischer, und andere als solche nicht-psychischer, beispielsweise
und insbesondere als solche materieller Natur einzuordnen?“ (S. 89); und 2) „Gibt es eine ratio-
nal nachvollziehbare Erklärung dafür, wie man zu dem so und so zu beschreibenden Begriff der
psychischen Phänomene kommen kann?“ (S. 94).

Der zweite Teil der Monographie widmet sich der Beantwortung der ersten Hauptfrage und
stellt die charakteristischen Merkmale der Begriffe zusammen, mit deren Hilfe wir psychische
Phänomene von anderen Phänomenen abgrenzen. Dabei geht Ros insbesondere auf die Unmit-
telbarkeit des Zugangs, den Handlungsbezug und die Intentionalität näher ein, die drei Eigen-
schaften also, die psychischen Phänomenen häufig als typisch zugeschrieben werden. Daß hier-
bei noch vieles eher abstrakt klingt, hat einen guten Grund; denn noch bleibt die Frage offen, ob
die so näher bestimmten Begriffe sich tatsächlich auf rational nachvollziehbare Weise einführen
lassen.

Eine kritische Sichtung vorliegender Lösungsversuche jener zweiten Hauptfrage folgt in Teil III.
Dazu zählen neben dem eliminativen Materialismus – für dessen Proponenten sich nur Begriffe
für Materielles überhaupt sinnvoll begründen lassen – unter anderen die Identitätstheorie und
der psychophysische Interaktionismus. Während letzterer als Vertreter einer substanzpluralisti-
schen Antwort mit den dafür charakteristischen Schwachstellen erläutert wird, stellt die Identi-
tätstheorie eine, wenngleich im Detail noch näher zu bestimmende Möglichkeit für einen nicht-
eliminativen Materialismus dar. Insbesondere ist dabei, so Ros, zu klären, was denn genau be-
hauptet wird, wenn eine Identitätsbehauptung – etwa zwischen dieser Art von Hirnaktivität und
jenem Typ von psychischem Phänomen – aufgestellt wird.

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Schließlich macht Ros einen neuen, eigenen Vorschlag: Es handelt sich um eine Variante der
nicht-eliminativen materialistischen Ansätze, den er „synthetischer Materialismus“ nennt. Aus-
gehend vom Hauptsatz des perspektivischen Realismus, daß wir Erkenntnisse immer nur relativ
zu entsprechenden den Zugang zur Realität strukturierenden Bezugspunkten gewinnen können,
daß Erkenntnisse also stets von der jeweils gewählten Betrachtungsweise abhängen, führt der
Autor aus, daß insbesondere unsere Einstellungen zu unterschiedlich weit gefaßten raumzeitli-
chen Bezugsrahmen für den Zusammenhang der Bezugspunkte „Geist“ und „Materie“ ins Auge
fallen. Indem man die Begriffe „Materie“, „Lebewesen“, „Handlungssubjekt“ (dem man psychi-
sche Phänomene zuschreiben kann) und „Person“ (der man Selbstbewußtsein zuschreiben kann)
verwendet, können sukzessive immer komplexere raumzeitliche Zusammenhänge als systema-
tisch zu entsprechenden Wesen gehörig zur Sprache gebracht werden (Grundthese des syntheti-
schen Materialismus, S. 255). Das betrifft vor allem die Relationen zu Vergangenheit und Zu-
kunft des betrachteten Phänomens. Für den rationalen Übergang zwischen den
Beschreibungsebenen „Materie“ und „Geist“ greift der Autor also neben den titelgebenden
Extremen auf die beiden erwähnten Zwischenstufen „Lebewesen“ und „Handlungssubjekt“
zurück.
In den folgenden Teilen IV bis VI führt Ros vor, wie sich im Einzelnen die komplexeren Be-
schreibungsstufen von den jeweils einfacheren unterscheiden (also nicht auf jene zurückgeführt
werden können) und auf welche Weise sich ein methodisch-wissenschaftlich nachvollziehbarer
Übergang zwischen den vorgeschlagenen Betrachtungsweisen vollziehen läßt. Die Unterschiede
treten insbesondere daran zutage, wie sich ein entsprechender Gegenstand zu seinen eigenen
Aktivitäten, zu sich selbst und zu anderen Gegenständen stellen kann.

In diesem Zusammenhang gibt der Autor einen spannenden und sehr klar geschriebenen Ein-
blick in den aktuellen Stand der Diskussion in der Biologe zur Begriffsbestimmung von „Lebe-
wesen“ und dem Status teleologischer und insbesondere teleonomischer Erklärungen für die
Biologie: die Darstellung dessen, was es genau heißt, wenn wir von Lebewesen (legitimer Wei-
se) sagen, daß sie sich zielgerichtet verhalten, sei insbesondere jedem ans Herz gelegt, der durch
die Scheinargumente des „intelligent design“ verwirrt wurde. Ros arbeitet ebenfalls deutlich
heraus, was es eigentlich heißt, daß materielle Gegenstände nur Körper sind während Lebewe-
sen Körper haben. Für die Frage nach dem Psychischen scheinen diese Charakterisierungen zu-
nächst nicht unmittelbar relevant, doch zeigt sich in der Folge, daß sie für das klare Verständnis
der meisten Eigenschaften der komplexeren Stufen unverzichtbar sind.

Während für Lebewesen, die keine Handlungssubjekte sind, gilt, daß sie zu ihrer Umwelt ledig-
lich in der Form von Reizen Zugang haben, auf die sie reagieren, zeichnet sich die Betrachtung
von Handlungssubjekten dadurch aus, daß diese ihre Umgebung auch in Form von Objekten
wahrnehmen können, denen gegenüber sie sich nach Maßgabe ihrer Absichten und Überzeu-

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gungen einzurichten versuchen. Dabei gilt es gerade auch, die Fähigkeit, Handlungen um eines
Zieles willen selbst – also willentlich – hervorzubringen, rational abzuleiten. Um die Beschrei-
bungsebene „Handlungssubjekte“ gegenüber der für einfache Lebewesen weiter abzugrenzen,
gibt Ros in Teil V von „Materie und Geist“ u. a. einen ausgezeichneten Überblick über ver-
schiedene Typen der Verhaltensänderungen und des Lernens. Großen Raum nimmt auch die
Diskussion ein, inwiefern Handlungssubjekte unmittelbar von sich selbst wissen können.

Gegenüber Handlungssubjekten, von denen man durchaus schon sagen kann, daß sie über men-
tale Phänomene wie Absichten und Überzeugungen verfügen, also bewußt sind, treten mit der
Beschreibungsebene der Personen Entitäten auf, die von zumindest einigen ihrer psychischen
Zustände und Aktivitäten selbst wiederum unmittelbar wissen, die also (Selbst-) Bewußtsein
haben. Zudem lassen sich die Aktivitäten von Personen oft durch den Hinweis darauf erklären,
daß jene Person versucht, sich an gewissen Regeln und Normen zu orientieren. In diesem Kon-
text stellt Ros in Teil VI sehr prägnant verschiedene Ebenen unterschiedlich komplexen Zei-
chengebrauchs einander gegenüber und arbeitet daran einerseits aus, welche Arten von Regel-
gebrauch sich entsprechend ergeben (bzw. vorausgesetzt sind), und andererseits, welche Mög-
lichkeiten des unmittelbaren Zugangs zu den eigenen psychischen Phänomenen mit den jeweili-
gen Zeichenhandlungen verbunden sind.

Aus diesem Zusammenhang wird dann auch klar, warum unsere Begriffe für psychische Phä-
nomene normalerweise eine doppelte Funktion haben: Sie dienen nicht nur dazu, die eine oder
andere Einstellung zu Teilen der Welt zu beschreiben, die ein Individuum in seinen Verhaltens-
weisen und Handlungen zu erkennen gibt; mit ihnen kann auch zu verstehen gegeben werden,
welche Einstellung man selbst gegenüber der so beschriebenen Einstellung jenes Individuums
einnimmt, insbesondere ob man die mit jener Einstellung verbundenen Annahmen über Gegen-
stände teilen, sie verwerfen oder ihnen neutral gegenüberstehen möchte.

Die Antwort auf die Frage „Was ist kennzeichnend für den vernünftig verstanden Begriff psy-
chischer Phänomene?“ hängt, das führt der Autor sehr überzeugend und detailreich vor, ent-
scheidend ab von der Beantwortung der Frage: „Gibt es eine rational nachvollziehbare Erklä-
rung dafür, wie man – womöglich über eine Reihe von Zwischenstufen – vom Begriff materiel-
ler Phänomene zu dem Begriff für psychische Phänomene, und umgekehrt, kommen kann?“ (S.
635) Erst die begriffsgenetische Betrachtung läßt deutlich hervortreten, welchen Stellenwert die
einzelnen Bestimmungen der Begriffe für psychische Phänomene aus dem zweiten Teil haben,
wie sie zusammenwirken und wo sie jeweils an ihre Grenzen kommen. Dies gilt für die Unmit-
telbarkeit des Zugangs zu den eigenen psychischen Phänomenen ebenso, wie für die nur teilwei-
se anwendbare Eigenschaft der Intentionalität oder für den Zusammenhang zwischen Privatheit
und Handlungsbezug.

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Der kurze Abriß dieser Rezension kann selbstverständlich nur eine äußerst grobe Zusammenfas-
sung bieten. Die klare Gliederung und übersichtliche Argumentation lassen den rund 650 Seiten
starken, beim Mentis-Verlag (Paderborn) erschienenen Text sicher zu einer idealen Grundlage
für entsprechende Studienseminare, etwa in Philosophie oder Kognitionswissenschaft, werden.
Die konzise Zusammenfassung und die ausführlichen Sach- und Personenregister erleichtern
gegebenenfalls die Suche nach speziellen Themen. Aber auch für jeden anderen, der über das
Geist-Materie-Problem nachdenkt oder schreibt, sollte dieses hoch-aktuelle Buch ein absolutes
Muß sein. Eine ernsthafte Abhandlung zu dem Problemkreis, die den von Arno Ros gesetzten
Argumentationsstandard nicht berücksichtigt, müßte sich dem massiven Vorwurf der Ignoranz
aussetzen.

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