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Lichtgeschwindigkeit
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Physikalische Konstante
Name Lichtgeschwindigkeit (im Vakuum)
Formelzeichen {\displaystyle c,\,c_{0}}{\displaystyle c,\,c_{0}}
Größenart Geschwindigkeit
Wert
SI 299 792 458{\displaystyle \;{\frac {\text{m}}{\text{s}}}}{\displaystyle \;
{\frac {\text{m}}{\text{s}}}}
Unsicherheit (rel.) keine
Gauß {\displaystyle 29\,979\,245\,800\;{\frac {\text{cm}}{\text{s}}}}
{\displaystyle 29\,979\,245\,800\;{\frac {\text{cm}}{\text{s}}}}
Planck {\displaystyle 1}1
Bezug zu anderen Konstanten
{\displaystyle c={\frac {1}{\sqrt {\varepsilon _{0}\mu _{0}}}}}{\displaystyle
c={\frac {1}{\sqrt {\varepsilon _{0}\mu _{0}}}}} (in SI und Planck)
{\displaystyle \varepsilon _{0}\,}\varepsilon _{0}\, – Elektrische Feldkonstante
{\displaystyle \mu _{0}\,}\mu _{0}\, – Magnetische Feldkonstante
Quellen und Anmerkungen
Quelle für den SI-Wert: CODATA 2014 (Direktlink)
Unter der Lichtgeschwindigkeit {\displaystyle c}c versteht man meist die
Ausbreitungsgeschwindigkeit von Licht im Vakuum. Neben Licht breiten sich auch alle
anderen elektromagnetischen Wellen wie auch Gravitationswellen mit dieser
Geschwindigkeit aus. Sie ist eine fundamentale Naturkonstante, deren Bedeutung in
der speziellen und allgemeinen Relativitätstheorie weit über die Beschreibung der
elektromagnetischen Wellenausbreitung hinausgeht.

In einem materiellen Medium ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichts meist


kleiner. Will man sich davon klar abgrenzen, spricht man von der
Vakuumlichtgeschwindigkeit, anderenfalls von der Ausbreitungsgeschwindigkeit von
Licht (in einem Medium). In dispersiven Medien unterscheidet man zusätzlich
zwischen der Phasen- und der Gruppengeschwindigkeit.

Nach den Maxwellschen Gleichungen der Elektrodynamik hängt die Lichtgeschwindigkeit


nicht von der Geschwindigkeit der Lichtquelle ab. Aus dieser Feststellung zusammen
mit dem Relativitätsprinzip folgt, dass die Lichtgeschwindigkeit auch nicht vom
Bewegungszustand des zu ihrer Messung verwendeten Empfängers abhängt. Daraus
entwickelte Albert Einstein die Relativitätstheorie. Sie besagt unter anderem, dass
die Vakuumlichtgeschwindigkeit {\displaystyle c}c eine unüberwindbare
Geschwindigkeitsgrenze für die Bewegung von Masse und für die Übertragung von
Energie und Information im Universum darstellt. Teilchen ohne Masse, wie die
Photonen, bewegen sich stets mit dieser Grenzgeschwindigkeit, alle massebehafteten
Teilchen stets langsamer. Als Folge der speziellen Relativitätstheorie (SRT)
verbindet die Naturkonstante {\displaystyle c}c die vorher unabhängigen Konzepte
Energie {\displaystyle E}E und Masse {\displaystyle m}m in der Äquivalenz von Masse
und Energie {\displaystyle E=mc^{2}}E=mc^{2}. Ort und Zeit werden durch
{\displaystyle c}c zur Raumzeit zusammengefasst und durch den Vierervektor
{\displaystyle (ct,x,y,z)}(ct,x,y,z) in einem vierdimensionalen Raum beschrieben.
Seit 1983 wird die Längeneinheit Meter als diejenige Strecke definiert, die das
Licht im Vakuum in {\displaystyle 1/299\,792\,458}1/299\,792\,458 Sekunden
zurücklegt.

Die Lichtgeschwindigkeit ist so hoch, dass man lange Zeit annahm, dass das
Entzünden eines Lichts überall gleichzeitig wahrgenommen werden kann. Im Jahr 1676
stellte Ole Rømer fest, dass die beobachtete Umlaufzeit des Jupitermondes Io je
nach Entfernung des Jupiters zur Erde eine regelmäßige Schwankung zeigt. Daraus
folgerte er korrekt, dass sich Licht mit einer endlichen Geschwindigkeit
ausbreitet. Der von ihm ermittelte Wert hatte schon die richtige Größenordnung,
wich aber noch um 30 Prozent vom tatsächlichen Wert ab. Die Messmethoden zur
Bestimmung der Lichtgeschwindigkeit wurden in der Folgezeit immer genauer.

Das Formelzeichen {\displaystyle c}c verwendet man in vielen Fällen auch für die
abweichende Ausbreitungsgeschwindigkeit in Materialien wie Glas, Luft oder
elektrischen Leitungen. Wenn es sich nicht aus dem Zusammenhang ergibt, wird durch
Wortzusätze deutlich gemacht, ob die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum oder im
Material gemeint ist. Gelegentlich wird der Index 0 für die Lichtgeschwindigkeit im
Vakuum verwendet ({\displaystyle c_{0}}c_{0}).

Inhaltsverzeichnis
1 Wert
2 Natürliche Einheiten
3 Technische Bedeutung
4 Lichtgeschwindigkeit und Elektrodynamik
4.1 Ebene Welle oder Kugelwelle im Vakuum
4.2 Ebene Welle oder Kugelwelle in einem Medium
4.3 Transversal modulierte Welle im Vakuum
5 Lichtgeschwindigkeit in Materie
6 Lichtgeschwindigkeit und Teilchenphysik
7 Überlichtgeschwindigkeit
8 Historische Hintergründe
8.1 Spekulationen über Endlichkeit
8.2 Messung der Lichtgeschwindigkeit
8.3 Zur Konstanz der Lichtgeschwindigkeit
8.3.1 Erste Überlegungen
8.3.2 Michelson-Morley-Experiment
8.3.3 Unabhängigkeit von der Quelle
8.3.4 Variable Lichtgeschwindigkeit und Konstanz im beobachtbaren Universum
9 Siehe auch
10 Literatur
11 Weblinks
12 Einzelnachweise und Anmerkungen
Wert

Zeitgetreue Darstellung eines Lichtstrahls, der von der Erde zum Mond reist; Dauer:
etwa 1,3 Sekunden
Vor 1983 war der Meter als Vielfaches der Wellenlänge eines bestimmten atomaren
Übergangs definiert. Die Lichtgeschwindigkeit war ein Ergebnis von Messungen, das
in der abgeleiteten Einheit Meter pro Sekunde angegeben wurde. Die 17.
Generalkonferenz für Maß und Gewicht hat 1983 das Verhältnis zwischen
Lichtgeschwindigkeit und Meterdefinition umgekehrt. Seitdem wird der Zusammenhang
zwischen der Wellenlänge des Übergangs und dem Meter als Ergebnis von Messungen
betrachtet. Im Gegenzug konnte der Zusammenhang zwischen dem Meter und der
Lichtgeschwindigkeit durch eine Definition, d. h. ohne Messung, festgelegt werden.

Ein Meter ist die Strecke, die Licht im Vakuum während der Zeit von {\displaystyle
1/299\,792\,458}{\displaystyle 1/299\,792\,458} Sekunden zurücklegt.[1]
Nach dieser Festsetzung beträgt die Geschwindigkeit des Lichts im Vakuum exakt

{\displaystyle c=299\,792\,458\ {\frac {\text{m}}{\text{s}}},}{\displaystyle


c=299\,792\,458\ {\frac {\text{m}}{\text{s}}},}
also etwa {\displaystyle 300\,000\;{\text{km/s}}}{\displaystyle 300\,000\;
{\text{km/s}}} oder etwas mehr als eine Milliarde Kilometer pro Stunde.

Der genaue Zahlenwert wurde so gewählt, dass er mit dem besten damaligen
Messergebnis übereinstimmte. Er wird auch dann gültig bleiben, wenn genauere
Geschwindigkeitsmessungen möglich sind. Solche Messungen ergeben dann eine genauere
Bestimmung für die Länge eines Meters.

Natürliche Einheiten
Viele Darstellungen der relativistischen Physik geben Längen durch Lichtlaufzeiten
an oder umgekehrt Zeiten durch die Länge des Weges, den Licht während dieser Zeit
durchläuft. Ein Lichtjahr heißt dann kürzer ein Jahr. In diesen Maßeinheiten (siehe
Planck-Einheiten) gilt

{\displaystyle 1{\text{ Lichtsekunde}}=299\,792\,458{\text{ Meter}}}{\displaystyle


1{\text{ Lichtsekunde}}=299\,792\,458{\text{ Meter}}}
und Licht hat die dimensionslose Geschwindigkeit einer Sekunde pro Sekunde

{\displaystyle c=1}c=1.
Das Formelbild physikalischer Zusammenhänge vereinfacht sich durch diese
Einheitenwahl, beispielsweise lautet der Zusammenhang von Energie {\displaystyle
E}E und Impuls {\displaystyle {\vec {p}}}{\vec {p}} eines Teilchens der Masse
{\displaystyle m}m dann nicht mehr {\displaystyle E^{2}=m^{2}c^{4}+{\vec
{p}}^{\,2}c^{2}}E^{2}=m^{2}c^{4}+{\vec {p}}^{\,2}c^{2}, sondern {\displaystyle
E^{2}=m^{2}+{\vec {p}}^{\,2}}E^{2}=m^{2}+{\vec {p}}^{\,2}.

Wer aus einer Gleichung in natürlichen Einheiten die Gleichung im Internationalen


Einheitensystem (SI) zurückgewinnen will, muss jeden Summanden mit so vielen
Faktoren {\displaystyle c}c multiplizieren, dass beide Seiten der Gleichung und
jeder Summand gleiche SI-Einheiten haben. Beispielsweise hat im SI die Energie die
Maßeinheit einer Masse mal dem Quadrat einer Geschwindigkeit und ein Impuls die
Maßeinheit einer Masse mal einer Geschwindigkeit. Damit in der Formel
{\displaystyle E^{2}=m^{2}+{\vec {p}}^{\,2}}E^{2}=m^{2}+{\vec {p}}^{\,2} auf der
rechten Seite im SI Größen von derselben Maßeinheit, Energie mal Energie, stehen
wie auf der linken, muss daher das Massenquadrat mit {\displaystyle c^{4}}c^{4} und
das Impulsquadrat mit {\displaystyle c^{2}}c^{2} multipliziert werden. So erhält
man die im SI gültige Gleichung {\displaystyle E^{2}=m^{2}\,c^{4}+{\vec
{p}}^{\,2}\,c^{2}.}E^{2}=m^{2}\,c^{4}+{\vec {p}}^{\,2}\,c^{2}.

Technische Bedeutung
Informationen in Telekommunikationsanlagen breiten sich mit 70 Prozent (Glasfasern)
bis 100 Prozent (Vakuum, Weltraum, praktisch auch Luft) der Lichtgeschwindigkeit
aus. Dadurch entstehen Verzögerungszeiten, die sich nicht vermeiden lassen. Entlang
der Erdoberfläche beträgt der maximale Abstand zweier Orte etwa {\displaystyle
20\,000\;{\text{km}}}{\displaystyle 20\,000\;{\text{km}}}. Dies entspräche bei
Vakuum-Lichtgeschwindigkeit {\displaystyle 67\;{\text{ms}}}{\displaystyle 67\;
{\text{ms}}} Laufzeit. Die tatsächliche Übertragungszeit ist stets länger. Bei
atmosphärischer Übertragung wird die Welle in den verschiedenen Schichten der
Atmosphäre und am Erdboden reflektiert und hat so einen längeren Weg zurückzulegen.

Mikroprozessoren arbeiten heute mit Taktfrequenzen in der Größenordnung von 1 bis 4


GHz. Während eines Taktes legen elektrische Signale in Schaltkreisen mit Low-k-
Dielektrikum zwischen {\displaystyle 5\;{\text{cm}}}{\displaystyle 5\;{\text{cm}}}
und {\displaystyle 20\;{\text{cm}}}{\displaystyle 20\;{\text{cm}}} zurück. Beim
Entwerfen von Schaltkreisen sind diese Laufzeiten nicht vernachlässigbar.

Geostationäre Satelliten befinden sich {\displaystyle 35\,786\;{\text{km}}}


{\displaystyle 35\,786\;{\text{km}}} über dem Äquator. Um auf Telefon- oder
Fernsehsignale auf diesem Weg eine Antwort zu erhalten, muss das Signal mindestens
{\displaystyle 144\,000\;{\text{km}}}{\displaystyle 144\,000\;{\text{km}}}
zurückgelegt haben: vom Sender zum Satelliten, dann zum Empfänger, anschließend den
gleichen Weg zurück. Diese Laufzeit beträgt etwa {\displaystyle 480\;{\text{ms}}}
{\displaystyle 480\;{\text{ms}}}.
Raumsonden befinden sich an ihren Zielorten oft viele Millionen oder Milliarden
Kilometer von der Erde entfernt. Selbst mit Lichtgeschwindigkeit sind die
Funksignale mehrere Minuten bis Stunden zu ihnen unterwegs. Die Antwort zurück zur
Erde braucht noch einmal die gleiche Zeit. Extraterrestrische Fahrzeuge wie zum
Beispiel der Mars-Rover Opportunity müssen daher selbsttätig steuern und Gefahren
erkennen können, denn die Bodenstation kann erst Minuten später auf Zwischenfälle
reagieren.

Lichtgeschwindigkeit und Elektrodynamik


Aus den Maxwell-Gleichungen folgt, dass elektrische und magnetische Felder
schwingen können und dabei Energie durch den leeren Raum transportieren. Dabei
gehorchen die Felder einer Wellengleichung, ähnlich der für mechanische Wellen und
für Wasserwellen. Die elektromagnetischen Wellen übertragen Energie und
Information, was in technischen Anwendungen für Radio, Radar oder Laser genutzt
wird.

Ebene Welle oder Kugelwelle im Vakuum


Die Geschwindigkeit von ebenen oder kugelförmigen elektromagnetischen Wellen im
Vakuum ist den Maxwell-Gleichungen zufolge der Kehrwert der Wurzel des Produkts der
elektrischen Feldkonstanten {\displaystyle \varepsilon _{0}}\varepsilon _{0} und
der magnetischen Feldkonstanten {\displaystyle \mu _{0}:}\mu _{0}:

{\displaystyle c={\frac {1}{\sqrt {\varepsilon _{0}\,\mu _{0}}}}}{\displaystyle


c={\frac {1}{\sqrt {\varepsilon _{0}\,\mu _{0}}}}}
Daraus berechnete Maxwell 1865 mit den damals bekannten Werten für
{\displaystyle \varepsilon _{0}}\varepsilon _{0} und {\displaystyle \mu _{0}}\mu
_{0} den Wert von {\displaystyle 310\,740\;{\text{km/s}}}{\displaystyle 310\,740\;
{\text{km/s}}} und folgerte:

„Diese Geschwindigkeit ist so nahe an der Lichtgeschwindigkeit, sodass wir einen


starken Grund zu der Annahme haben, dass das Licht selbst (einschließlich
Wärmestrahlung und anderer Strahlung, falls es sie gibt), eine elektromagnetische
Welle ist.“

Maxwells Annahme ist in allen Beobachtungen an elektromagnetischer Strahlung


bestätigt worden.

Ebene Welle oder Kugelwelle in einem Medium


In einem Medium werden die beiden Feldkonstanten durch das Material geändert, was
durch die Faktoren relative Permittivität {\displaystyle \varepsilon _{\mathrm
{r} }}\varepsilon _{\mathrm {r} } und relative Permeabilität {\displaystyle \mu
_{\mathrm {r} }}\mu _{\mathrm {r} } berücksichtigt wird. Beide hängen von der
Frequenz ab. Die Lichtgeschwindigkeit im Medium ist dementsprechend

{\displaystyle c_{\text{medium}}={\frac {1}{\sqrt {\varepsilon \,\mu }}}={\frac {1}


{\sqrt {\varepsilon _{0}\,\varepsilon _{\mathrm {r} }\,\mu _{0}\,\mu _{\mathrm
{r} }}}}={\frac {c}{\sqrt {\varepsilon _{\mathrm {r} }\,\mu _{\mathrm
{r} }}}}}c_{\text{medium}}={\frac {1}{\sqrt {\varepsilon \,\mu }}}={\frac {1}{\sqrt
{\varepsilon _{0}\,\varepsilon _{\mathrm {r} }\,\mu _{0}\,\mu _{\mathrm
{r} }}}}={\frac {c}{\sqrt {\varepsilon _{\mathrm {r} }\,\mu _{\mathrm {r} }}}}.
Das Verhältnis der Lichtgeschwindigkeit in Vakuum zu der in einem Medium ist der
(frequenzabhängige) Brechungsindex {\displaystyle n}n des Mediums. Der Zusammenhang
des Brechungsindex mit der relativen Permittivität und der relativen Permeabilität
heißt auch maxwellsche Relation:

{\displaystyle n={\frac {c}{c_{\text{medium}}}}={\sqrt {\varepsilon _{\mathrm


{r} }\,\mu _{\mathrm {r} }}}}{\displaystyle n={\frac {c}{c_{\text{medium}}}}={\sqrt
{\varepsilon _{\mathrm {r} }\,\mu _{\mathrm {r} }}}}
Der rote Punkt bewegt sich mit der (mittleren) Phasengeschwindigkeit, die grünen
Punkte mit der Gruppengeschwindigkeit.
Wegen der im Allgemeinen gegebenen Abhängigkeit von {\displaystyle \varepsilon
_{\mathrm {r} }}\varepsilon _{\mathrm {r} } und {\displaystyle \mu _{\mathrm
{r} }}\mu _{\mathrm {r} } von der Frequenz der Welle ist zu beachten, dass
{\displaystyle c_{\mathrm {medium} }}{\displaystyle c_{\mathrm {medium} }} die
Phasengeschwindigkeit im Medium bezeichnet, mit der Punkte gleicher Phase (z. B.
Minima oder Maxima) einer ebenen Welle mit konstanter Amplitude fortschreiten. Die
Hüllkurve eines räumlich begrenzten Wellenpakets pflanzt sich hingegen mit der
Gruppengeschwindigkeit fort. In Medien weichen diese beiden Geschwindigkeiten mehr
oder weniger voneinander ab. Insbesondere bedeutet ein Brechungsindex
{\displaystyle n<1}n<1 lediglich, dass sich die Wellenberge schneller als
{\displaystyle c}c ausbreiten. Wellenpakete, mit denen Information und Energie
transportiert werden, sind weiterhin langsamer als {\displaystyle c}c.[2]

Transversal modulierte Welle im Vakuum


Nach den Maxwell-Gleichungen ergibt sich die von der Wellenlänge unabhängige
Lichtgeschwindigkeit {\displaystyle c=1/{\sqrt {\varepsilon _{0}\,\mu _{0}}}}c=1/
{\sqrt {\varepsilon _{0}\,\mu _{0}}} u. a. für den Fall einer im Vakuum unendlich
ausgedehnten ebenen Welle mit einer wohldefinierten Fortpflanzungsrichtung.
Demgegenüber hat jede praktisch realisierbare Lichtwelle immer ein gewisses
Strahlprofil. Wird dies als Überlagerung von ebenen Wellen mit leicht veränderten
Fortpflanzungsrichtungen dargestellt, haben die einzelnen ebenen Wellen zwar alle
die Vakuumlichtgeschwindigkeit {\displaystyle c}c, jedoch gilt dies nicht notwendig
für die durch die Überlagerung entstehende Welle. Es resultiert eine leicht
verlangsamte Welle. Das konnte an speziell geformten Bessel-Strahlen von
Mikrowellen und sichtbarem Licht auch nachgewiesen werden, sogar für die
Geschwindigkeit einzelner Photonen.[3][4] Bei allen praktisch realisierbaren
Lichtwellen, auch bei scharf gebündelten Laserstrahlen, ist dieser Effekt aber
vernachlässigbar klein.

Lichtgeschwindigkeit in Materie

Tscherenkow-Licht eines Triga-Reaktors


In Materie ist Licht langsamer als im Vakuum, und zwar gilt dort, wie oben
hergeleitet wurde, {\displaystyle c_{\,\mathrm {Medium} }={c}/{n}}{\displaystyle
c_{\,\mathrm {Medium} }={c}/{n}} mit einem Brechungsindex {\displaystyle n}n, der
größer als 1 ist.[5]

In bodennaher Luft ist die Lichtgeschwindigkeit etwa 0,28 ‰ geringer als im Vakuum
(also ca. 299.710 km/s), in Wasser beträgt sie etwa 225.000 km/s (−25 %) und in
Gläsern mit hohem Brechungsindex bis hinab zu 160.000 km/s (−47 %).

In manchen Medien wie Bose-Einstein-Kondensaten oder photonischen Kristallen


herrscht für bestimmte Wellenlängen eine sehr große Dispersion. Licht breitet sich
in ihnen deutlich verlangsamt aus.[6] So konnte die Forschungsgruppe der dänischen
Physikerin Lene Hau im Jahr 1999 Licht auf eine Gruppengeschwindigkeit von ungefähr
17 m/s bringen.[7]

Grenzen zwei durchsichtige Medien aneinander, so bewirkt die unterschiedliche


Lichtgeschwindigkeit in beiden Medien die Brechung des Lichts an der Grenzfläche.
Da die Lichtgeschwindigkeit im Medium auch von der Wellenlänge des Lichtes abhängt,
wird Licht unterschiedlicher Farbe unterschiedlich gebrochen und weißes Licht
spaltet sich in seine unterschiedlichen Farbanteile auf. Dieser Effekt lässt sich
z. B. mit Hilfe eines Prismas direkt beobachten.

In einem Medium können Teilchen schneller sein als das Licht im selben Medium. Wenn
sie elektrisch geladen sind, wie etwa Elektronen oder Protonen, tritt dabei der
Tscherenkow-Effekt auf: Die Teilchen strahlen Licht ab, so wie ein
überschallschnelles Flugzeug den Überschallknall hinter sich her schleppt. Dies ist
beispielsweise in Schwimmbadreaktoren beobachtbar. In ihnen befindet sich Wasser
zwischen den Brennelementen. Die Betastrahlung der Spaltprodukte besteht aus
Elektronen, die schneller sind als die Lichtgeschwindigkeit im Wasser. Das von
ihnen abgegebene Tscherenkow-Licht lässt das Wasser blau leuchten.

Der Tscherenkow-Effekt wird in Teilchendetektoren zum Nachweis schneller geladener


Teilchen verwendet.

Lichtgeschwindigkeit und Teilchenphysik

Die Vakuum-Lichtgeschwindigkeit als Grenzgeschwindigkeit massiver Teilchen: Wenn


deren Geschwindigkeit gegen die Lichtgeschwindigkeit geht, wächst die Energie, also
{\displaystyle E(v)}E(v), über alle Grenzen.
Teilchen ohne Masse bewegen sich immer und in jedem Inertialsystem mit
Lichtgeschwindigkeit. Das bekannteste masselose Teilchen, das diese Eigenschaft
zeigt, ist das Photon. Es vermittelt die elektromagnetische Wechselwirkung, die
einen großen Teil der Physik des Alltags bestimmt. Weitere masselose Teilchen sind
im Standardmodell der Teilchenphysik die Gluonen, die Vermittlerteilchen der
starken Wechselwirkung. Teilchen mit einer von Null abweichenden Masse sind stets
langsamer als das Licht. Wenn man sie beschleunigt, wächst ihre Energie
{\displaystyle E(v)}E(v) wegen der relativistischen Energie-Impuls-Beziehung gemäß

{\displaystyle E(v)={\frac {m\,c^{2}}{\sqrt {1-{v}^{2}/c^{2}}}}.}{\displaystyle


E(v)={\frac {m\,c^{2}}{\sqrt {1-{v}^{2}/c^{2}}}}.}
Dabei ist {\displaystyle v}v die Geschwindigkeit des Teilchens in Bezug auf das
Inertialsystem, das für die Beschreibung des Vorgangs gewählt wird. Je näher der
Betrag der Teilchengeschwindigkeit {\displaystyle v}v an der Lichtgeschwindigkeit
{\displaystyle c}c ist, desto mehr nähert sich der Quotient {\displaystyle
v^{2}/c^{2}}v^{2}/c^{2} dem Wert 1 an und desto kleiner wird die Wurzel im Nenner.
Insgesamt wird die Energie also umso größer, je mehr sich die
Teilchengeschwindigkeit der Lichtgeschwindigkeit nähert. Die zusätzliche Energie
muss für die Beschleunigung aufgebracht werden. Mit endlich hoher Energie kann man
also ein Teilchen zwar beliebig nahe an die Lichtgeschwindigkeit beschleunigen, man
kann diese jedoch nicht erreichen.

Der von der Relativitätstheorie vorhergesagte Zusammenhang von Energie und


Geschwindigkeit wurde in verschiedenen Experimenten belegt.

Er hat u. a. Auswirkungen auf die Technik von Teilchenbeschleunigern. Die


Umlaufzeit eines z. B. in einem Synchrotron kreisenden Pakets von Elektronen ändert
sich bei weiterer Beschleunigung kaum noch; die Synchronisation der einzelnen
beschleunigenden Wechselfelder kann daher konstant sein. Dagegen muss sie bei
schwereren Teilchen, die mit geringerer Geschwindigkeit zugeführt werden, laufend
der zunehmenden Geschwindigkeit angepasst werden.

Überlichtgeschwindigkeit
→ Hauptartikel: Überlichtgeschwindigkeit
Es gibt Spekulationen über Teilchen, die sich schneller als mit
Lichtgeschwindigkeit bewegen. Ein Beispiel sind als Tachyonen bezeichnete
hypothetische Teilchen. Nach der Relativitätstheorie könnten Tachyonen nicht mit
normaler Materie wechselwirken: sonst könnte man nicht, für alle Beobachter gleich,
zwischen Ursache und Wirkung unterscheiden. Die theoretischen Grundlagen des
Tachyonen-Konzepts sind umstritten. Ein experimenteller Nachweis von Tachyonen
gelang bisher nicht.

Darüber hinaus erregten in den vergangenen Jahren Veröffentlichungen besonderes


Aufsehen, in denen die Beobachtung von Überlichtgeschwindigkeit behauptet wurde.
Doch entweder konnte gezeigt werden, dass die scheinbar überlichtschnelle
Signalübermittlung durch eine Fehlinterpretation der Daten entstand
(überlichtschnelle Jets, superluminares Tunneln), oder die Messungen konnten nicht
reproduziert werden und stellten sich schließlich als fehlerhaft heraus (siehe
beispielsweise Messungen der Neutrinogeschwindigkeit).

Historische Hintergründe
Spekulationen über Endlichkeit
Historisch vermutete Höhe der Lichtgeschwindigkeit
Jahr (etwa) Forscher Lichtgeschwindigkeit
450 v. Chr. Empedokles endlich
350 v. Chr. Aristoteles unendlich
100 Heron von Alexandria unendlich
1000 Avicenna/Alhazen endlich
1350 Sayana endlich
1600 Johannes Kepler unendlich
1620 René Descartes unendlich
1620 Galileo Galilei endlich
Die Frage, ob das Licht sich unendlich schnell ausbreitet oder ob es eine endliche
Geschwindigkeit besitzt, war bereits in der Philosophie der Antike von Interesse.
Licht legt einen Kilometer in nur drei Mikrosekunden zurück. Mit den
Beobachtungsmöglichkeiten der Antike ist somit unweigerlich ein Lichtstrahl
scheinbar in dem Moment seines Entstehens gleichzeitig bereits an seinem Ziel.

Trotzdem glaubte bereits Empedokles (um 450 v. Chr.), Licht sei etwas, das sich in
Bewegung befände und daher Zeit brauche, um Entfernungen zurückzulegen. Aristoteles
meinte dagegen, Licht komme von der bloßen Anwesenheit von Objekten her, sei aber
nicht in Bewegung. Er führte an, dass die Geschwindigkeit andernfalls so enorm groß
sein müsse, dass sie jenseits der menschlichen Vorstellungskraft liege. Aufgrund
seines Ansehens und Einflusses fand Aristoteles’ Theorie allgemeine Akzeptanz.

Eine altertümliche Theorie des Sehens ging davon aus, dass das zum Sehen benötigte
Licht vom Auge emittiert wird. Ein Objekt sollte demnach zu sehen sein, wenn die
Lichtstrahlen aus dem Auge darauf träfen. Aufbauend auf dieser Vorstellung
befürwortete auch Heron von Alexandria die aristotelische Theorie. Er führte an,
dass die Lichtgeschwindigkeit unendlich groß sein müsse, da man selbst die weit
entfernten Sterne sehen kann, sobald man die Augen öffnet.

In der orientalischen Welt war dagegen auch die Idee einer endlichen
Lichtgeschwindigkeit verbreitet. Insbesondere glaubten die persischen Philosophen
und Wissenschaftler Avicenna und Alhazen (beide um das Jahr 1000), dass das Licht
eine endliche Geschwindigkeit besitzt. Ihre Unterstützer waren aber gegenüber der
Anhängerschaft der aristotelischen Theorie in der Minderheit.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts glaubte der Astronom Johannes Kepler, dass die
Lichtgeschwindigkeit zumindest im Vakuum unendlich sei, da der leere Raum für Licht
kein Hindernis darstelle. Hier scheint schon die Idee auf, dass die Geschwindigkeit
eines Lichtstrahls vom durchquerten Medium abhängig sein könnte.

Francis Bacon argumentierte, dass das Licht nicht notwendigerweise unendlich


schnell sein müsse, sondern vielleicht nur schneller als wahrnehmbar.

René Descartes ging von einer unendlich großen Lichtgeschwindigkeit aus. Sonne,
Mond und Erde liegen während einer Sonnenfinsternis in einer Linie. Descartes
argumentierte, dass diese Himmelskörper für einen Beobachter zu diesem Zeitpunkt
scheinbar nicht in Reihe stehen würden, wenn die Lichtgeschwindigkeit endlich sei.
Da ein solcher Effekt nie beobachtet wurde, sah er sich in seiner Annahme
bestätigt. Descartes glaubte derart stark an eine unendlich große
Lichtgeschwindigkeit, dass er überzeugt war, sein Weltbild würde zusammenbrechen,
wenn sie endlich wäre.
Dem stehen um das Jahr 1700 die Theorien von Isaac Newton und Christiaan Huygens
mit endlicher Lichtgeschwindigkeit gegenüber. Newton sah Licht als einen Strom von
Teilchen an, während Huygens Licht als eine Welle deutete. Beide konnten das
Brechungsgesetz erklären, indem sie die Lichtgeschwindigkeit proportional (Newton)
bzw. umgekehrt proportional (Huygens) zum Brechungsindex ansetzten. Newtons
Vorstellung galt als widerlegt, nachdem im 19. Jahrhundert Interferenz und Beugung
beobachtet und die Geschwindigkeit in Medien gemessen werden konnten.

Da es zu Huygens Zeit die erste Messung der Lichtgeschwindigkeit gab, die seiner
Meinung nach viel zu hoch war, als dass Körper mit Masse diese erreichen könnten,
schlug er mit dem Äther ein elastisches (weder sicht- noch messbares)
Hintergrundmedium vor, das die Ausbreitung von Wellen gestatte, ähnlich dem Schall
in der Luft.

Messung der Lichtgeschwindigkeit

Versuchsaufbau des Experiments von Fizeau

Versuchsaufbau des Experiments von Foucault


Galileo Galilei versuchte um 1600 als Erster, die Geschwindigkeit des Lichts mit
wissenschaftlichen Methoden zu messen, indem er sich und einen Gehilfen mit je
einer Signallaterne auf zwei Hügel mit bekannter Entfernung postierte. Der Gehilfe
sollte Galileis Signal unverzüglich zurückgeben. Mit einer vergleichbaren Methode
hatte er bereits erfolgreich die Schallgeschwindigkeit bestimmt. Zu seinem
Erstaunen verblieb nach Abzug der Reaktionszeit des Gehilfen keine wiederholbar
messbare Zeit. Dies änderte sich auch nicht, als die Distanz bis auf maximal
mögliche Sichtweite der Laternen erhöht wurde. Isaac Beeckman schlug 1629 eine
abgewandelte Version des Versuchs vor, bei der das Licht von einem Spiegel
reflektiert werden sollte. Descartes kritisierte solche Experimente als
überflüssig, da bereits exaktere Beobachtungen mit Hilfe von Sonnenfinsternissen
durchgeführt worden seien und ein negatives Ergebnis geliefert hätten. Dennoch
wiederholte die Accademia del Cimento 1667 das Experiment in Florenz. Dabei standen
die Lampen etwa eine Meile voneinander entfernt. Wieder konnte keine Verzögerung
beobachtet werden. Das bestätigte Descartes in seiner Annahme einer unendlich
schnellen Ausbreitung des Lichts. Galilei und Robert Hooke deuteten das Ergebnis
dagegen so, dass die Lichtgeschwindigkeit so hoch ist, dass sie mit diesem
Experiment nicht bestimmt werden konnte.

Der erste Nachweis, dass die Lichtgeschwindigkeit endlich ist, gelang dem dänischen
Astronomen Ole Rømer im Jahr 1676. Er fand jahreszeitlich schwankende Laufzeiten
für Taktsignale vom Jupiter (Eintritt des Jupitermonds Io in Jupiters Schatten),
während diesseitig die Erdrotation als stabile Zeitreferenz diente. Er gab für den
Erdbahndurchmesser eine Laufzeit des Lichtes von 22 min an. Der richtige Wert ist
kürzer (16 min 38 s). Da Rømer den Durchmesser der Erdbahn nicht kannte, hat er für
die Geschwindigkeit des Lichtes keinen Wert angegeben. Dies tat zwei Jahre später
Christiaan Huygens. Er bezog die Laufzeitangabe von Rømer auf den von Cassini 1673
zufällig fast richtig angegebenen Durchmesser der Bahn der Erde um die Sonne (siehe
Sonnenparallaxe für die schrittweise Verbesserung dieses Wertes) und kam auf eine
Lichtgeschwindigkeit von {\displaystyle 213\,000\;{\text{km/s}}}{\displaystyle
213\,000\;{\text{km/s}}}.

James Bradley fand 1728 eine andere astronomische Methode, indem er die
Schwankungen der Sternpositionen um einen Winkel von 20″ während des Umlaufs der
Erde um die Sonne (Aberration) bestimmte. Seine Messungen waren der Versuch, die
Parallaxe von Fixsternen zu beobachten, um damit deren Entfernungen zu bestimmen.
Daraus berechnete Bradley, dass das Licht {\displaystyle 10\,210}{\displaystyle
10\,210}-mal schneller als die Erde bei ihrem Umlauf ist (Messfehler 2 %). Seine
Messung (veröffentlicht im Jahr 1729) wurde damals als weiterer Beweis für eine
endliche Lichtgeschwindigkeit und – gleichzeitig – für das kopernikanische
Weltsystem angesehen. Für die Berechnung der Lichtgeschwindigkeit benötigte er
jedoch ebenfalls den Erdbahnradius.

Die erste irdische Bestimmung der Lichtgeschwindigkeit gelang Armand Fizeau mit der
Zahnradmethode. Er sandte 1849 Licht durch ein rotierendes Zahnrad auf einen
mehrere Kilometer entfernten Spiegel, der es wieder zurück durch das Zahnrad
reflektierte. Je nachdem, wie schnell sich das Zahnrad dreht, fällt das
reflektierte Licht, das auf dem Hinweg eine Lücke des Zahnrads passiert hat,
entweder auf einen Zahn, oder es gelangt wieder durch eine Lücke, und nur dann
sieht man es. Fizeau kam damals auf einen um 5 % zu großen Wert.

Léon Foucault verbesserte 1850 die Methode weiter, indem er mit der
Drehspiegelmethode die Messstrecken deutlich verkürzte. Damit konnte er erstmals
die Materialabhängigkeit der Lichtgeschwindigkeit nachweisen: Licht breitet sich in
anderen Medien langsamer aus als in Luft. Im Experiment fällt Licht auf einen
rotierenden Spiegel. Von diesem wird es auf einen festen Spiegel abgelenkt, wo es
zurück auf den rotierenden Spiegel reflektiert wird. Da sich der Drehspiegel aber
inzwischen weiter gedreht hat, wird der Lichtstrahl nun nicht mehr auf den
Ausgangspunkt reflektiert. Durch Messung der Verschiebung des Punktes ist es bei
bekannter Drehfrequenz und bekannten Abständen möglich, die Lichtgeschwindigkeit zu
bestimmen. Foucault veröffentlichte sein Ergebnis 1862 und gab {\displaystyle c}c
zu {\displaystyle 298\,000}{\displaystyle 298\,000} Kilometern pro Sekunde an.

Simon Newcomb und Albert A. Michelson bauten wiederum auf Foucaults Apparatur auf
und verbesserten das Prinzip nochmals. 1926 benutzte Michelson in Kalifornien
ebenfalls rotierende Prismenspiegel, um einen Lichtstrahl vom Mount Wilson zum
Mount San Antonio und zurück zu schicken. Er erhielt {\displaystyle 299\,796\;
{\text{km/s}}}{\displaystyle 299\,796\;{\text{km/s}}}, nur 12 ppm über dem heutigen
Wert.

Historische Werte für die Lichtgeschwindigkeit


Jahr Forscher Methode Lichtgeschwindigkeit in km/s
etwa 1620 Galileo Galilei Zeitverzögerung der Beobachtung von Laternen, die mit
der Hand abgedeckt wurden Mindestens mehrere km/s
1676/78 Ole Rømer / Christiaan Huygens Zeitverzögerung bei astronomischen
Beobachtungen {\displaystyle 213\,000}{\displaystyle 213\,000}
1728 James Bradley Aberration {\displaystyle 301\,000}{\displaystyle
301\,000}
etwa 1775 ? Venus-Transit 1769 {\displaystyle 285\,000}{\displaystyle
285\,000}
1834 Charles Wheatstone Drehspiegelmethode zur Messung der Geschwindigkeit
von elektrischem Strom {\displaystyle 402\,336}{\displaystyle 402\,336}
1849 Armand Fizeau Zahnradmethode {\displaystyle 315\,000}{\displaystyle
315\,000}
1851 Léon Foucault Drehspiegelmethode {\displaystyle 298\,000\pm 500}
{\displaystyle 298\,000\pm 500}
1865 James Clerk Maxwell Maxwellgleichungen {\displaystyle 310\,740}
{\displaystyle 310\,740}
1875 Alfred Cornu Drehspiegelmethode {\displaystyle 299\,990}
{\displaystyle 299\,990}
1879 Albert A. Michelson Drehspiegelmethode {\displaystyle 299\,910\pm
50}{\displaystyle 299\,910\pm 50}
1888 Heinrich Hertz Frequenz- und Wellenlängenmessung von stehenden Radiowellen
{\displaystyle 300\,000}{\displaystyle 300\,000}
1926 Albert A. Michelson Drehspiegelmethode {\displaystyle 299\,796\pm 4}
{\displaystyle 299\,796\pm 4}
1947 Louis Essen, Albert Gordon-Smith Elektrischer Hohlraumresonator
{\displaystyle 299\,792\pm 3}{\displaystyle 299\,792\pm 3}
1958 Keith Froome Interferometer {\displaystyle 299\,792{,}5\pm 0{,}1}
{\displaystyle 299\,792{,}5\pm 0{,}1}
1973 Boulder-Gruppe am NBS Lasermessung {\displaystyle 299\,792{,}4574\pm
0{,}001}{\displaystyle 299\,792{,}4574\pm 0{,}001}
1983 Definition der CGPM Festlegung der Lichtgeschwindigkeit durch
Neudefinition des Meters {\displaystyle 299\,792{,}458}{\displaystyle
299\,792{,}458}
Zur Konstanz der Lichtgeschwindigkeit
Erste Überlegungen
James Bradley konnte mit seinen Untersuchungen zur Aberration von 1728 nicht nur
die Lichtgeschwindigkeit selbst bestimmen, sondern auch erstmals Aussagen über ihre
Konstanz treffen. Er beobachtete, dass die Aberration für alle Sterne in der
gleichen Blickrichtung während eines Jahres in identischer Weise variiert. Daraus
schloss er, dass die Geschwindigkeit, mit der Sternenlicht auf der Erde eintrifft,
im Rahmen seiner Messgenauigkeit von etwa einem Prozent für alle Sterne gleich ist.

Um zu klären, ob diese Eintreffgeschwindigkeit davon abhängt, ob sich die Erde auf


ihrem Weg um die Sonne auf einen Stern zu oder von ihm weg bewegt, reichte diese
Messgenauigkeit allerdings nicht aus. Diese Frage untersuchte zuerst François Arago
1810 anhand der Messung des Ablenkwinkels von Sternenlicht in einem Glasprisma.
Nach der damals akzeptierten Korpuskulartheorie des Lichtes erwartete er eine
Veränderung dieses Winkels in einer messbaren Größenordnung, da sich die
Geschwindigkeit des einfallenden Sternenlichts zu der Geschwindigkeit der Erde auf
ihrem Weg um die Sonne addieren sollte. Es zeigten sich jedoch im Jahresverlauf
keine messbaren Schwankungen des Ablenkwinkels. Arago erklärte dieses Ergebnis mit
der These, dass Sternenlicht ein Gemisch aus verschiedenen Geschwindigkeiten sei,
während das menschliche Auge daraus nur eine einzige wahrnehmen könne. Aus heutiger
Sicht kann seine Messung jedoch als erster experimenteller Nachweis der Konstanz
der Lichtgeschwindigkeit betrachtet werden.

Mit dem Aufkommen der Vorstellung von Licht als Wellenphänomen formulierte Augustin
Fresnel 1818 eine andere Interpretation des Arago-Experiments. Danach schloss die
Analogie zwischen mechanischen Wellen und Lichtwellen die Vorstellung ein, dass
sich Lichtwellen in einem gewissen Medium ausbreiten müssen, dem sogenannten Äther,
so wie sich auch Wasserwellen im Wasser ausbreiten. Der Äther sollte dabei den
Bezugspunkt für ein bevorzugtes Inertialsystem darstellen. Fresnel erklärte das
Ergebnis von Arago durch die Annahme, dass dieser Äther im Inneren von Materie
teilweise mitgeführt werde, in diesem Fall im verwendeten Prisma. Dabei würde der
Grad der Mitführung in geeigneter Weise vom Brechungsindex abhängen.

Michelson-Morley-Experiment

Schematischer Aufbau des Michelson-Morley-Experiments


→ Hauptartikel: Michelson-Morley-Experiment und Geschichte der speziellen
Relativitätstheorie
1887 führten Albert A. Michelson und Edward W. Morley ein bedeutsames Experiment
zur Bestimmung der Geschwindigkeit der Erde relativ zu diesem angenommenen Äther
durch. Dazu wurde die Abhängigkeit der Lichtlaufzeiten vom Bewegungszustand des
Äthers untersucht. Das Experiment ergab wider Erwarten stets die gleichen
Laufzeiten. Auch Wiederholungen des Experiments zu verschiedenen Phasen des
Erdumlaufs um die Sonne führten stets zu demselben Ergebnis. Eine Erklärung anhand
einer weiträumigen Äthermitführung durch die Erde als Ganzes scheiterte daran, dass
es in diesem Fall keine Aberration bei Sternen senkrecht zur Bewegungsrichtung der
Erde gäbe.

Eine mit der maxwellschen Elektrodynamik verträgliche Lösung wurde mit der von
George FitzGerald und Hendrik Lorentz vorgeschlagenen Längenkontraktion erreicht.
Lorentz und Henri Poincaré entwickelten diese Hypothese durch Einführung der
Zeitdilatation weiter, wobei sie dies jedoch mit der Annahme eines hypothetischen
Äthers kombinierten, dessen Bewegungszustand prinzipiell nicht ermittelbar gewesen
wäre. Das bedeutet, dass in dieser Theorie die Lichtgeschwindigkeit „real“ nur im
Äthersystem konstant ist, unabhängig von der Bewegung der Quelle und des
Beobachters. Das heißt unter anderem, dass die maxwellschen Gleichungen nur im
Äthersystem die gewohnte Form annehmen sollten. Dies wurde von Lorentz und Poincaré
jedoch durch die Einführung der Lorentz-Transformation so berücksichtigt, dass die
„scheinbare“ Lichtgeschwindigkeit auch in allen anderen Bezugssystemen konstant ist
und somit jeder von sich behaupten kann, im Äther zu ruhen. (Die Lorentz-
Transformation wurde also nur als mathematische Konstruktion interpretiert, während
Einstein (1905) auf ihrer Grundlage alle bisherigen Vorstellungen über die Struktur
der Raumzeit revolutionieren sollte, siehe unten). Poincaré stellte noch 1904 fest,
das Hauptmerkmal der lorentzschen Theorie sei die Unüberschreitbarkeit der
Lichtgeschwindigkeit für alle Beobachter, unabhängig von ihrem Bewegungszustand
relativ zum Äther (siehe lorentzsche Äthertheorie). Das bedeutet, auch für Poincaré
existierte der Äther.

Jedoch war eine Theorie, in der das Äthersystem zwar als existent angenommen wurde,
aber unentdeckbar blieb, sehr unbefriedigend. Eine Lösung des Dilemmas fand
Einstein (1905) mit der Speziellen Relativitätstheorie, indem er die
konventionellen Vorstellungen von Raum und Zeit aufgab und durch das
Relativitätsprinzip und die Lichtkonstanz als Ausgangspunkte bzw. Postulate seiner
Theorie ersetzte. Diese Lösung war formal identisch mit der Theorie von H. A.
Lorentz, jedoch kam sie wie bei einer Emissionstheorie ganz ohne „Äther“ aus. Die
Lichtkonstanz entnahm er dem lorentzschen Äther, wie er 1910 ausführte, wobei er im
Gegensatz zu Poincaré und Lorentz erklärte, dass gerade wegen der
Gleichberechtigung der Bezugssysteme und damit der Unentdeckbarkeit des Äthers der
Ätherbegriff überhaupt sinnlos sei.[8] 1912 fasste er dies so zusammen:[9]

„Es ist allgemein bekannt, dass auf das Relativitätsprinzip allein eine Theorie der
Transformationsgesetze von Raum und Zeit nicht gegründet werden kann. Es hängt dies
bekanntlich mit der Relativität der Begriffe ‚Gleichzeitigkeit‘ und ‚Gestalt
bewegter Körper’ zusammen. Um diese Lücke auszufüllen, führte ich das der H. A.
Lorentzschen Theorie des ruhenden Lichtäthers entlehnte Prinzip der Konstanz der
Lichtgeschwindigkeit ein, das ebenso wie das Relativitätsprinzip eine physikalische
Voraussetzung enthält, die nur durch die einschlägigen Erfahrungen gerechtfertigt
erschien (Versuche von Fizeau, Rowland usw.).“

Die Unabhängigkeit der Lichtgeschwindigkeit von der Geschwindigkeit des


gleichförmig bewegten Beobachters ist also Grundlage der Relativitätstheorie. Diese
Theorie ist seit Jahrzehnten aufgrund vieler sehr genauer Experimente allgemein
akzeptiert.

Unabhängigkeit von der Quelle


→ Hauptartikel: Emissionstheorie
Mit dem Michelson-Morley-Experiment wurde zwar die Konstanz der
Lichtgeschwindigkeit für einen mit der Lichtquelle mitbewegten Beobachter
bestätigt, jedoch keineswegs für einen nicht mit der Quelle mitbewegten Beobachter.
Denn das Experiment kann auch mit einer Emissionstheorie erklärt werden, wonach die
Lichtgeschwindigkeit in allen Bezugssystemen lediglich konstant relativ zur
Emissionsquelle ist (das heißt, in Systemen, wo sich die Quelle mit ±v bewegt,
würde sich das Licht folglich mit c ± v ausbreiten). Auch Albert Einstein zog vor
1905 eine solche Hypothese kurz in Betracht,[10] was auch der Grund war, dass er in
seinen Schriften das MM-Experiment zwar immer als Bestätigung des
Relativitätsprinzips, aber nicht als Bestätigung der Lichtkonstanz verwendete.[11]

Jedoch würde eine Emissionstheorie eine völlige Reformulierung der Elektrodynamik


erfordern, wogegen der große Erfolg von Maxwells Theorie sprach. Die
Emissionstheorie wurde auch experimentell widerlegt. Beispielsweise müssten die von
der Erde aus beobachteten Bahnen von Doppelsternen bei unterschiedlichen
Lichtgeschwindigkeiten verzerrt ausfallen, was jedoch nicht beobachtet wurde. Beim
Zerfall von sich mit annähernd {\displaystyle c}c bewegenden π0-Mesonen hätten die
dabei entstehenden Photonen die Geschwindigkeit der Mesonen übernehmen und sich
annähernd mit doppelter Lichtgeschwindigkeit bewegen sollen, was jedoch nicht der
Fall war. Auch der Sagnac-Effekt demonstriert die Unabhängigkeit der
Lichtgeschwindigkeit von der Bewegung der Quelle. Alle diese Experimente finden
ihre Erklärung in der Speziellen Relativitätstheorie, die u. a. aussagt: Licht
überholt nicht Licht.

Variable Lichtgeschwindigkeit und Konstanz im beobachtbaren Universum


Obwohl die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit experimentell nachgewiesen wurde, gibt
es bis jetzt keine ausreichend überzeugende Erklärung für ihre Konstanz und ihren
speziellen Wert. Die Schleifenquantengravitation beispielsweise diktiert, dass die
Geschwindigkeit eines Photons nicht als Konstante definiert werden kann, sondern
dass ihr Wert von der Photonfrequenz abhängt.[12] Tatsächlich gibt es Theorien,
dass die Lichtgeschwindigkeit sich mit dem Alter des Universums ändert und dass sie
im frühen Universum nicht konstant war. Albrecht und Magueijo[13] zeigen, dass die
kosmologischen Evolutionsgleichungen zusammen mit einer variablen
Lichtgeschwindigkeit die Probleme des Horizonts, der Flachheit und der
kosmologische Konstante lösen können. Die Annahme einer Raumzeit mit drei Raum- und
zwei Zeitdimensionen gibt eine natürliche Erklärung für die Konstanz der
Lichtgeschwindigkeit im beobachtbaren Universum und auch dafür, dass die
Lichtgeschwindigkeit im frühen Universum variierte.[14]

Siehe auch
Einweg-Lichtgeschwindigkeit
Scharnhorst-Effekt
Literatur
Historische Arbeiten

Subhash Kak: The Speed of Light and Puranic Cosmology. Annals Bhandarkar Oriental
Research Institute 80, 1999, S. 113–123, arxiv:physics/9804020.
Ole Rømer: Démonstration touchant le mouvement de la lumière. In: Journal des
Sçavans. de Boccard, Paris 1676 (PDF – Engl. Version (Memento vom 21. Dezember 2008
im Internet Archive)).
S. Débarbat, C. Wilson: The galilean satellites of Jupiter from Galileo to Cassini,
Römer and Bradley. In: René Taton (Hrsg.): Planetary astronomy from the Renaissance
to the rise of astrophysics. Part A: Tycho Brahe to Newton. Univ. Press, Cambridge
1989, ISBN 0-521-24254-1, S. 144–157.
G. Sarton: Discovery of the aberration of light (with facsimile of Bradley’s letter
to Halley 1729). In: Isis. Band 16, Nr. 2. Univ. Press, November 1931, ISSN 0021-
1753, S. 233–248.
Edmund Halley: Monsieur Cassini, his New and Exact Tables for the Eclipses of the
First Satellite of Jupiter, reduced to the Julian Stile and Meridian of London. In:
Philosophical Transactions. Band 18. London 1694, S. 237–256 (archive.org).
H. L. Fizeau: Sur une expérience relative à la vitesse de propagation de la
lumière. In: Comptes rendus de l’Académie des sciences. Band 29. Gauthier-Villars,
Paris 1849 (academie-sciences.fr [PDF]).
J. L. Foucault: Détermination expérimentale de la vitesse de la lumière, parallaxe
du Soleil. In: Comptes Rendus. Band 55. Gauthier-Villars, 1862, ISSN 0001-4036.
A. A. Michelson: Experimental Determination of the Velocity of Light. In:
Proceedings of the American Association for the Advancement of Science.
Philadelphia 1878 (Projekt Gutenberg).
Simon Newcomb: The Velocity of Light. In: Nature. London 13. Mai 1886.
Joseph Perrotin: Sur la vitesse de la lumière. In: Comptes Rendus. Nr. 131.
Gauthier-Villars, 1900, ISSN 0001-4036.
A. A. Michelson, F. G. Pease, F. Pearson: Measurement of the Velocity of Light In a
Partial Vacuum. In: Astrophysical Journal. Band 81. Univ. Press, 1935, ISSN 0004-
637X, S. 100–101.
Moderne Arbeiten

George F.R. Ellis, Jean-Philippe Uzan: ‘c’ is the speed of light, isn’t it? In: Am
J Phys. 73, 2005, S. 240–247, doi:10.1119/1.1819929, arxiv:gr-qc/0305099.
Jürgen Bortfeldt: Units and fundamental constants in physics and chemistry,
Subvolume B. In: B. Kramer, Werner Martienssen (Hrsg.): Numerical data and
functional relationships in science and technology. Band 1. Springer, Berlin 1992,
ISBN 3-540-54258-2.
Weblinks
WiktionaryWiktionary: Lichtgeschwindigkeit – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft,
Synonyme, Übersetzungen
Commons: Lichtgeschwindigkeit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Simulation eines Flugs mit nahezu Lichtgeschwindigkeit durch das Stonehenge.
Fast lichtschnell durch die Stadt. Eine Spritztour durch die Tübinger Altstadt bei
simulierter Beinahe-Lichtgeschwindigkeit.
Gibt es Überlichtgeschwindigkeit? aus der Fernseh-Sendereihe alpha-Centauri (ca. 15
Minuten). Erstmals ausgestrahlt am 7. Juli 2004.
Kann man mit Lichtgeschwindigkeit reisen? aus der Fernseh-Sendereihe alpha-Centauri
(ca. 15 Minuten). Erstmals ausgestrahlt am 5. Jan. 2005.
Einzelnachweise und Anmerkungen
Resolution zur Definition des Meters als Ergebnis der 17th CGPM-Tagung. „The metre
is the length of the path travelled by light in vacuum during a time interval of
{\displaystyle 1/299\,792\,458}{\displaystyle 1/299\,792\,458} of a second.“
Die Beziehungen für die Phasengeschwindigkeit bzw. die Gruppengeschwindigkeit
werden mathematisch besonders einfach, wenn man statt der Frequenz {\displaystyle
f}f die Kreisfrequenz {\displaystyle \omega =2\pi f}\omega =2\pi f und statt der
Wellenlänge {\displaystyle \lambda }\lambda die reziproke Größe {\displaystyle
k:=2\pi \lambda }{\displaystyle k:=2\pi \lambda } benutzt, die sogenannte
„Wellenzahl“: Dann ist die Phasengeschwindigkeit durch den Quotienten
{\displaystyle v_{P}=\omega k}{\displaystyle v_{P}=\omega k} gegeben, die
Gruppengeschwindigkeit {\displaystyle v_{G}=\mathrm {d} \omega /\mathrm {d} k}
{\displaystyle v_{G}=\mathrm {d} \omega /\mathrm {d} k} durch die Ableitung der
Funktion {\displaystyle \omega (k).}{\displaystyle \omega (k).}
D. Giovannini u. a.: Spatially structured photons that travel in free space slower
than the speed of light. Auf: sciencemag.org. 22. Januar 2015.
doi:10.1126/science.aaa3035.
Lichtquanten trödeln im Vakuum. Auf: pro-physik.de. 22. Januar 2015.
Genau genommen wird dabei vorausgesetzt, dass Einschwingvorgänge bereits
abgeklungen sind und man es mit stationären Verhältnissen zu tun hat.
Interessanterweise gelten jedenfalls in Materie analoge Formeln für die sog.
retardierten Potential- und Vektorpotentiale wie im Vakuum, d. h., auch dort
erfolgt die Retardierung mit der Vakuum-Lichtgeschwindigkeit: Die
Polarisationseffekte der Materie stecken nur in den zweiten Termen der zu
retardierenden effektiven Ladungs- und Stromdichten {\displaystyle \rho _{E}\,\,
(=\mathrm {div} \,\,(\mathbf {D-P} ))}\rho _{E}\,\,(=\mathrm {div} \,\,(\mathbf {D-
P} )) und {\displaystyle \mathbf {j} _{B}\,\,(=\mathrm {rot\,\,} (\mathbf
{H+M} )).}{\displaystyle \mathbf {j} _{B}\,\,(=\mathrm {rot\,\,} (\mathbf
{H+M} )).} Dies entspricht präzise dem folgenden Text.
Langsames Licht in photonischen Resonanzen.
Light speed reduction to 17 metres per second in an ultracold atomic gas. Artikel
in Nature zur Verlangsamung von Licht in einem Bose-Einstein-Kondensat.
A. Einstein: Über die Entwicklung unserer Anschauungen über das Wesen und die
Konstitution der Strahlung. In: Physikalische Zeitschrift. Band 10, Nr. 22, 1909,
S. 817–825 (WikiSource (englisch), PDF (deutsch)).
A. Einstein: Relativität und Gravitation. Erwiderung auf eine Bemerkung von M.
Abraham. In: Annalen der Physik. Band 38, 1912, S. 1059–1064,
doi:10.1002/andp.19123431014 (PDF (deutsch)).
J. D. Norton: Einstein’s Investigations of Galilean Covariant Electrodynamics
prior to 1905. In: Archive for History of Exact Sciences. Band 59, 2004, S. 45–105,
doi:10.1007/s00407-004-0085-6 (pitt.edu).
J. Stachel: Einstein and Michelson: the Context of Discovery and Context of
Justification. In: Astronomische Nachrichten. Band 303, Nr. 1, 1982, S. 47–53,
doi:10.1002/asna.2103030110.
G. Amelino-Camelia, John Ellis, N. E. Mavromatos, D. V. Nanopoulos, Subir Sarkar:
Potential Sensitivity of Gamma-Ray Burster Observations to Wave Dispersion in
Vacuo. In: Nature. Band 393, 1998, S. 763–765 (englisch, Online [PDF; 247 kB;
abgerufen am 29. September 2018]).
Andreas Albrecht, Joao Magueijo: A Time Varying Speed of Light as a Solution to
Cosmological Puzzles. In: Physical Review D. Band 59, Nr. 4, 1999,
doi:10.1103/PhysRevD.59.043516.
Christoph Köhn: The Planck Length and the Constancy of the Speed of Light in Five
Dimensional Spacetime Parametrized with Two Time Coordinates. In: J. High Energy
Phys., Grav and Cosm. Band 3, Nr. 4, 2017, S. 635–650, arxiv:1612.01832 [abs]
(englisch).
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