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I0 i Scltwerpunkt: tdentität

Winter zol4, -t*,..t r.ilritrtr ll

r*eimat ist mehr ars ein geograftscher ort,

I{:ru*T-.,"#;i:r,",:..,"
geogratischer Orl, in clen Ä4enschen
hineingeboren r,verclen orier in ciem
sie cine Phase ihres I_ebens verbrin_
gen. Heinat ist zug;1eich ein sozialer
Ort, in dem Famiiie, Freuncle oder
eine soziale Cruppe, mit der man
sich identifiziert, mehrireitlich leben.
Ileimar lst damit immer auch ein
eilotionaler Ori, der meisrens
positiv belegt st, mancirmal aber
j

auch mit Sehnsucht und Enttät-l_


schung. Schließ1ich isr Heimar
ein höchst privater Ort. Welche
fulenschen ocler Landschaften
clnotionale Bedeutung haben, ist
eine persönliche Frage. Zvletzt
ist Heimat nicht im Singularzu
clenl<en. Menscheir l<önnen mehrere
Ileinaten haben, insbesonCere dann, wenn sie ihr ist österreich längst neue F{eimat geworden.
Leben an unterschiecllich.en Orten verbringen.
Die tvährend die emor jr..rnale \/erbindung zur
sogcnannte Fremde l<ann zur Heimat werden, aiten
die fortbesteht. Das er.gibt sicjr eben n,,.h, ,n,.n"
Ori I der I(irrdheit oclet.Jugenci können demnacn
man mehrere Fleimaten rrrit sicir trägr.
Flcimar bleiben.
Welche Rolle kommt dabei der politik
Wie stark Zuwanderer österreich als Heimat zu?
Soll sie für die emotionale \zerbundenheit
empfi nclen, r,ersuchen Umfragen zu beantrvotten. mit cier
geografischen und sozialen Heimat
Dabei sagen 55 prozent der Befragten, dass sorgen, kann
sie sich sie das iiberhaupt? Fest steht: Die pcliril<
rn osterreich heimisch füirlen. prozent l<ann uncl
35 antworten soll Rahrnenbeclingi-rngen bereitstel jen, clie
,,chlr heimisch,, rind nur 10 prozent geben an, sich Ver_
trauen schaffen und e s ermögliciren, dass
rt enig oder i_iberhaupt nicht heimisch sich
zr,r fr_ihlen. die Büiger eines landes wohlfühlen und
Cef::agt r,vird auch, welchem Staat, österreici_r Chancen
oder für sich und ihre l(incler sehen. Die poiiril< kann
dem Flerkr-inftslancl il-rrer Familie, sicir
Zur,aranderer aber nicht dafür sorgen, Cass das Lancl für
eher zugehörig fuhlen. Hier entscheiclen
sich die Zuwanderer zur neuen, zn eiten odeL
69 irrozent für öste.rre ich, B prozent ersten
fürs Herkunfts_ Heimat rvird. Das bleibt in einer pluraiistischen
iand und 10 prozent antworten
,,beide,," Dle Ereeb_ und liberalen Einwanderungsgeseilsciraft eine
ni-qse zeigen: Für die Mehrireit rier Zugen,anr'ierten
individuelle und persönliche Frage.