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Die Aussprache von h

Der Hauchlaut h wird im Silbenbeginn vor vollklingenden Vokalen gesprochen: hier,


daheim, Vergangenheit, Haushalt, Uhu
Alle anderen h sind Dehnungszeichen.
Sowohl vor schwachtonigem e, mindertonigem i und mindertonigem u als auch am Silben-
und Wortende hat h keinen Lautwert:
mähen, Reihe; strohing; Verzeihung; Rehbock, Stroh.

Die Aussprache von ng


Die Buchstabenverbindung ng hat zwei Ausspracheformen:
a) Steht ng am Wortende vor einem Konsonanten, oder ist der folgende Vokal schwachtoniges e,
mindertoniges i oder mindertoniges u, so spricht man ng als ng. Es klingelt kein Verschlußlaut
g oder k an : Gesang, Sprung ; vordringlich ; singen, vorrangig ;
b) Folgt dem ng ein vollklingender Vokal, so spricht man ng, dem man ein [g] anschließt [n g ]
Tango, Kontingent, Angina, fungieren.

Konsonant + Vokal
Schließt in zusammengesetzten oder abgeleiteten Wörtern eine Silbe mit einem
Konsonanten und fängt die nächste Silbe mit einem Vokal an, so setzt im allgemeinen der Vokal
neu ein: Ost / asien, Ur/aufführung, Drei/eck, Vor/urteil
In einem Kompositum wie Textillustration hört man deutlich die beiden Bestandteile: Text
und Illustration. Das i in Illustration wird in der Zusammensetzung ebenso gesprochen wie im
einfachen Wort. Verbände man fälschlicherweise das t mit dem i, hörte man Textil ... , und das
Verständnis wäre gestört.

5. WORTBETONUNG

1. Der Akzent ( die Betonung ) ist das phonetische Mittel, einen Lautkomplex zusätzlich zu
kennzeichnen. Die Laute in Wort und Silbe werden nicht gleichmäßig laut und hoch
gesprochen, sondern durch den Akzent differenziert.
Die Akzentuierung gibt gewisse Hinweise auf Wortstamm und Herkunft (Etymologie) des
Wortes und kann auf Stammsilben, Bildungs- und Endsilben liegen.
August (Vorname), Au gust (Monatsname) ;
'blutarm (arm an Blut), blurarm (sehr arm)
Man unterscheidet im Deutschen:
a) den dynamischen ( auch Intensitäts-, expiratorischen oder Nachdrucks-) Akzent, der sich in
gesteigerter Lautstärke äußert,
betreffenden
b) den melodischen (musikalischen oder tonischen) Akzent, der den
Lautkomplex durch Erhöhung oder Vertiefung der Tonlage kennzeichnet,

c) den temporalen (oder quantitativen) Akzent, der die Zeitdauer des akzentuierten
Lautkomplexes verändert (meist den Laut dehnt).
rt" und „Silbe" sind nicht in erster Linie phonetische, sondern linguisti
2. „Wo sche
Begriffe. Die Silbe ist durch Rhythmus und Intonation bestimmt, d.h. sie •isteinnachStärke,
Dauer und Tonhöhe in sich geschlossenes Glied.
Der deutsche Wortakzent ist durch Tradition an bestimmte Silben gebunden. E r ist im
allgemeinen fixiert, also unabhängig von der Form: ich 'rede, ihr `redet, ihr habt gered et.
Ausnahmen stellen fremde Substantive dar, die für verschiedene Formen wechselnden Akzent
haben können: Charrakter — Charakrtere; 'Rektor — Rekrtoren.