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CONTCHAMP

DRD 100-200
LEERCONTAINER-HANDHABUNG

Publ. no 920935.0398 0206


Inhalt
Sicherheitsvorschriften .............................................................. 2
Präsentation .............................................................................. 4
Schilder...................................................................................... 6
Fahrbetrieb .............................................................................. 8
Instrumente und Bedienungselemente............................... 8
ECS .................................................................................... 16
Heizung/Klimaanlage ......................................................... 29
Fahrersitz ........................................................................... 31
Motorvorwärmung .............................................................. 32
Einfahren ............................................................................ 32
Anlassen des Motors .......................................................... 32
Warmfahren........................................................................ 32
Funktionskontrolle .............................................................. 33
Abstellen des Motors, Parken ............................................ 33
Servolenkung ..................................................................... 33
Hubverfahren...................................................................... 34
Spezielle Massnahmen ........................................................... 35
Wartung ................................................................................... 36
Tägliche Wartung ............................................................... 36
Reifen ................................................................................. 37
Kraftstoffanlage .................................................................. 38
Kühlanlage ......................................................................... 38
Motoröl ............................................................................... 39
Kontrolle der hydraulischen Akkumulatoren ....................... 39
Hydraulische Anlage .......................................................... 40
Getriebeöl ........................................................................... 40
Luftfilter............................................................................... 41
Scheibenwaschanlage ....................................................... 41
Elektrische Anlage.............................................................. 42
Schmierplan............................................................................. 44
Technische Daten ................................................................... 48
Öl- und Schmiermittelempfehlungen ....................................... 49

Ausführliche technische Beschreibungen einschl. Verdrahtung,


Wartung, Fehlersuche und Reparaturen siehe Techn. Handbuch.
Wir behalten uns das Recht vor, ohne vorherige Mitteilung
unsere Konstruktions- und Werkstoffspezifikationen
zu ändern.

DRD100-200 1
Sicherheitsvorschriften

Unbedingt zuerst das Handbuch durchlesen! Sicherheitsvorschriften zur Minderung der


Unsachgemäße Handhabung kann zu Personen-, Gefahren von Personen- und Sachschäden
Sach- und/oder Eigentumsschäden führen. Daher vor
der ersten Fahrt mit dem Stapler von Kalmar das Hand- Geplanter Einsatzbereich
buch gründlich durchlesen, das wichtige Einzelheiten z Der Stapler darf nur zweckgemäß eingesetzt wer-
zur Fahrweise, Arbeitssicherheit und tägliche Wartung den, nämlich zum Anheben und Transportieren
enthält, zudem viele wertvolle Tips, die Ihnen die tägli- von Gütern, deren Gewicht die höchstzulässige
che Arbeit erleichtern. Kapazität des Fahrzeugs nicht überschreitet.
Das Handbuch muß sich stets in Maschinennähe befin- z Der Stapler darf ohne Genehmigung von Kalmar
den. Bei Verlust ist es umgehend durch ein neues Ex- nicht leistungs- oder funktionsändernd abgeändert
emplar zu ersetzen. Benutzen Sie eine Maschine nie oder umgebaut werden.
ohne vorhandenes Handbuch. z Der Stapler darf nicht ohne Anpassung an nationa-
Wenden Sie sich an Ihren Vorgesetzten, wenn Ihnen le Verkehrssicherheitsvorschriften im öffentlichen
etwas im Text unverständlich ist oder Sie sonstige Fra- Straßennetz verkehren.
gen haben. Anforderungen an den Fahrer
z Der Stapler darf nur von Fahrern mit Spezialaus-
Das Symbol befindet sich an bestimmten Kal- bildung und Genehmigung der Arbeits-leitung ge-
mar-Produkten und verweist auf wichtige Informatio- fahren werden.
nen im Handbuch. Achten Sie darauf, daß die Warn- z Gesetze und Vorschriften zu Führerschein usw.
und Hinweisschilder am Stapler und seinen Kompo- sind grundsätzlich zu beachten.
nenten immer gut sicht- und lesbar sind. Beschädigte
z Der Fahrer muß alle örtlich geltenden Sicherheits-
oder übermalte Symbole erneuern.
vorschriften kennen und befolgen.
Dieses Handbuch enthält Warnungen, die für Ihre per-
z Es liegt in der Verantwortung des Fahrers, eine
sönliche Sicherheit relevant sind. Die Warnungen gel-
den Vorschriften entsprechende Brandschutzaus-
ten Unfallgefahren, die zu Personenschäden führen
rüstung für die Maschine zu gewährleisten.
können.
Fahrverbot
z Fahrverbot herrscht, wenn Sicherheitskomponen-
ten wie Rückspiegel, Scheinwerfer, Zurücksetzsi-
WARNUNG! gnal (Zusatzausrüstung) nicht funktionieren.
Bei Nichtbeachtung Gefahr von ernsthaften z Fahrverbot herrscht ferner bei Defekten an Brem-
Personenschäden mit evtl. Todesfolge und/oder sen, Lenkung oder Hubvorrichtung.
umfang-reichen Sach- oder Eigentumsschäden. z Fahrverbot herrscht, wenn das Fahrzeug ohne
Genehmigung der Arbeitsleitung repariert, verän-
dert oder neu eingestellt wurde.
Für Warnungen vor Gefahren im technischen Bereich,
z Fahrverbot herrscht, wenn die Fahrzeugreifen
die zu Betriebsausfällen führen können, gilt der Begriff
WICHTIG. nicht von Kalmar zugelassen sind.

WICHTIG! Fortsetzung auf der nächsten Seite


Zum Hinweis auf Umstände u. ä., die zu Sach-
oder Eigentumsschäden führen können.

Auf Informationen, die der Erleichterung des Arbeits-


prozesses oder der Handhabung dienen, wird wie folgt
verwiesen

ACHTUNG! Nützliche Informationen zur Arbeitser-


leichterung besonders beachten!

Notausgang
Wenn sich die Türen in einer Notsituation nicht öffnen
lassen, verlassen Sie das Fahrzeug über das Rückfen-
ster, das als Notausgang geöffnet werden kann.
Das Rückfenster mit Öffnungsmöglichkeit ist eine Stan-
dardausrüstung für alle Maschinen mit hydraulisch vor- KL749

wärts und rückwärts versetzbarer Kabine.


Sonderausstattung für andere Maschinen.

2 DRD100-200
Sicherheitsvorschriften

Fortsetzung von der vorherigen Seite stehen. Vor Eingriffen in die Hydraulikanlage
den Akkumulatorinhalt per Spezialventil in
Fahrvorschriften Tanks entleeren.
z Achten Sie vor dem Start darauf, daß die Ka-
bine mit Hilfe der Splinte (einer auf jeder Sei- z Batterien und Anschlüsse vorsichtig behan-
te) in der hinteren Stellung verriegelt wurde. deln. Batteriepole und -anschlüsse müssen
Die Verriegelung muß mit Sicherungssplinten immer geschützt sein.
arretiert sein. (Nur bei manuell versetzbarer z Defekte und Verschleißerscheinungen, die
Kabine.) Verletzungen verursachen oder Funktion und
z Vor dem Start immer nachsehen, ob sich kei- Lebensdauer des Fahrzeugs beeinträchtigen,
ne Personen im Weg des Fahrzeugs befin- sofort beheben.
den. z Kontakt mit Ölen und Schmiermitteln meiden,
z Darauf achten, daß sich niemand unter ange- ebenso das Einatmen von Abgasen und Öl-
hobenen Gabeln oder Teilen, mit oder ohne dämpfen.
Last, befindet. z Maschine stets mit Hilfe von Leiter und Hand-
z Der Fahrer muß immer in Fahrtrichtung blik- griff besteigen. Nicht von der Maschine sprin-
ken und besonders dort vorsichtig sein, wo gen!
Menschen oder Fahrzeuge auftauchen kön- Um gefährliches Rutschen zu vermeiden, soll-
nen. ten Sie auschließlich rutschfeste Oberflächen
betreten. Bei Abnutzung, Lockerung u.ä.
z Vor der Fahrerkabine oder auf der Last mitfah- Schäden müssen die Oberflächen ausge-
rende Personen sind verboten. In der Kabine tauscht werden.
können Personen nur dann mitfahren, wenn
für sie ein fest montierter Sitz vorhanden ist. z Beim Schweißen auf lackiertem Blech bilden
sich Giftgase. Daher Farbe vorher entfernen
z Personen dürfen nur mit einem zugelassenen und für gute Ventilation sorgen oder Gesichts-
Hebekorb hochgehoben werden. maske mit Chlorfilter tragen.
z Die Ladekapazität darf nicht überschritten z Mobiltelefone müssen in der Kabine fest an
werden, siehe Typenschild und Lastendia- das elektrische System der Maschine mon-
gramm. tiert werden. Dabei sollte die Antenne außen
z Verboten ist Gütertransport in angehobener an der Maschine entsprechend den Herstel-
Position, da der Stapler umkippen kann. lervorgaben befestigt werden. Damit werden
Sämtliche Transporte müssen in Fahrstellung Störungen der elektronischen Funktionen der
erfolgen. Maschine vermieden.
z Die Geschwindigkeit des Fahrzeugs ist an Be- z Die Haltbarkeit der Dachscheibe kann nach-
schaffenheit der Last, Sichtverhältnisse, Stra- haltig durch Substanzen beeinträchtigt wer-
ßenbelag usw. anzupassen. den, die folgende Stoffe enthalten:
z Bremsen oder Beschleunigen bei Kurvenfahr- aromatische Kohlenwasserstoffe, Ketone,
ten ist verboten. In Kurven muß das Tempo Ester und chlorierte Kohlenwasserstoffe.
immer angepaßt werden, um seitliches Überprüfen Sie regelmäßig die Oberfläche
Schleudern oder Umkippen zu vermeiden. der Dachscheibe. Säubern Sie die Scheibe
nur mit Scheibenwischerflüssigkeit oder mil-
z Der Fahrer muß in der Nähe von Stromleitun- den Reinigungsmitteln. Spülen Sie mit reich-
gen, Überführungen, Kanälen, Rampen, To- lich warmen Wasser nach. Das Bearbeiten
ren usw. besonders vorsichtig fahren. der Dachscheibe ist unzulässig. Beschädigte
z Montierte Sicherheitsgurte müssen immer ge- Dachscheiben mit Rissen oder Kratzern sind
tragen werden. Kippt der Stapler um, in der umgehend zu ersetzen.
Kabine bleiben und das Lenkrad festhalten.
Fahren mit Aggregat
Nicht versuchen, herauszuklettern.
z Beim Contrainertransport immer auf die Wind-
z Die Feststellbremse kann auch als NOT- stärke achten. Keine Hub bei Windstärken
BREMSE fungieren. Achtung! Nach einer über 12 m/s.
Notbremsung müssen die Bremsbeläge über-
prüft und bei Bedarf erneuert werden. Mecha- z Immer so vorsichtig fahren, daß das Aggregat
nisch gelöste Feststellbremse immer nicht mit Masten, Leitungen usw. kollidiert.
rückstellen, damit sie wieder Feststellbrems- z Unter “Hubmethodik” weiterlesen.
funktion hat.
Arbeitsunterbrechung, Parken CE-Prüfzeichen
z Immer prüfen, ob der Schalthebel in Neutral-
Alle Stapler und andere Geräte (außer am Stapler
stellung steht, erst dann Schlüssel umdrehen
oder Notstopp rückstellen. befestigte Elemente und Ersatzteile), die von Kal-
mar geliefert werden, sind mit dem CE-Prüfzei-
z Vor Verlassen des Fahrerplatzes immer erst chen versehen. Maschinen und Geräte mit diesem
die Feststellbremse auf EIN stellen. Zeichen wurden entsprechend der EU Maschinen-
z Immer Zündschlüssel abziehen, wenn der sicherheitsdirektive geprüft. Außerdem muß jeder
Stapler unbeaufsichtigt abgestellt wird. Stapler die sogenannte EU-Versicherung zur
Sonstiges Übereinkunft mit sich führen, die juristisch nach-
weist, daß alle Gesundheits- und Sicherheitsmaß-
z Die Hydraulikanlage des Fahrzeugs enthält nahmen erfüllt sind, die in der Maschinen-, EMC-
Hydraulikakkumulatoren mit hohem Druck. (elektromagnetische Kompatibilität) und LVD-Di-
Bei Arbeiten mit dieser Anlage immer sehr rektive (elektrische Ausstattung) sowie im Vibrati-
vorsichtig sein und nicht unnötig in der Nähe onsstandard (Grenzwerte nach PREN13059)
der Hydraulikkomponenten oder Schläuche vorgeschrieben werden.

DRD100-200 3
Präsentation
Kalmar ContChamp Modell DRD100-200 ist eine Spezialmaschi-
ne für Leercontainer-Handhabung.
Insgesamt umfaßt das Programm von Kalmar Stapler, Langholz-
stapler und verschiedene Spezialmaschinen mit Tragfähigkeiten
von 2 bis 90 t.
Die nachstehende Abbildung zeigt die wichtigsten Einzelteile.
Da die Stapler mit unterschiedlicher Ausrüstung geliefert werden,
können kleinere Abweichungen von der Betriebsanleitung vor-
kommen.
Kalmar

Typenbezeichnung

DRD100-52S8
Dieselmotor
Reach Stacker
Generation
Hubkapazität, Dezitonnen
Achsenabstand, Dezimeter
Max Anzahl Container
bei Stapelung

WICHTIG!
VOR DER INBETRIEBNAHME DES STAPLERS
KONTROLLIEREN:

– Motoröl
– Kraftstoff
– Kühlflüssigkeit
– Luftdruck in den Reifen

Nähere Anweisungen siehe Abschnitt Wartung.

4 DRD100-200
Präsentation

1
2

4
DRD100-52S6

KL939C

7 6 5

1. Ausleger. Elektrohydraulisch aus- und einfahrbar 4. Antriebsachse. Mit Nabenvorgelege und ölgekühlter
2. Containerrahmen. Elektrohydraulisch betätigt, hydraulischer Bremsanlage
20–40’ einstellbar mit ±1000 mm Seitenver- 5. Getriebe. Kombiniert mit Drehmomentwandler
scheibung und Rotation +195°/–105° 6. Motor. Sechzylinder Dieselmotor mit Turbo-
3. Fahrerkabine mit Gummiaufhängung, aufladung
in Längsrichtung verschiebbar 7. Lenkachse. Mit Pendelaufhängung und doppelt wir-
kendem Lenkzylinder

DRD100-200 5
Schilder
Die Maschinenschilder können Sie auf der unteren Abbildung se-
hen. Der Fahrer muß die Hinweise und Warnungen auf den Schil-
dern kennen und ihnen folgen. Entfernte, beschädigte und
unlesbare Schilder müssen umgehend ersetzt werden. Die Er-
satzteilnummern sind auf jedem Schild und im Ersatzteilkatalog
angegeben.

101
101
803
101 801

403 109 302 109 701 403


110 304 110

101 101

101

403 203 803 708 403


111 301
803

711

104

121
107

811

108 112 102

6 DRD100-200
Schilder

10 Fahrgestell, Kabine 113 A32653.0200 Typ, Maschine 70 Hydraulische Anlage


101 423049.0100 Hebepunkt. 701 450203.0100 Nachfüllen,
Befestigungspunkt Hydrauliköl
für die Hubeinrich-
tung beim Stapler-
hub. 708 A30168.0200 Druck Hydraulik
102 A26939.0100 Warnung! Siehe Technisches
Betriebsanleitung Handbuch.
lesen.
MPa MPa MPa MPa MPa MPa

104 A26940.0100 Feststellbremse M = Modell


ON-OFF. S/N = Seriennummer
Q = Die klassifizierte Hubkapazi-
tät des Staplers bei einer
107 A30536.0300 Warnung! Hubhöhe gemäß Norm MPa

Mitfahrer verboten. EN1726-1, EN1551, EN1459 MPa

Mitfahrer sind nur W = Maschinengew. ohne Last


dann in der Kabine L = Abstand zwischen Radvor- 711 A30529.0100 Warnung!
zugelassen, wenn derkante und Lastenschwer- Druck. Vor Eingriffen
ein fest montierter punkt in die Hydraulik stets
Sitz vorhanden ist. H = Klassifizierte Hubhöhe den Druck im Akku-
108 A30770.0100 Warnung! 121 A33607.0100 Typ, Maschine mulator abbauen.
Klimaanlage, Techni-
sches Handbuch le-
sen. 80 Aggregat
Nachfüllen von Kühl- 801 A30533.0100 Warnung!
mittel nur durch auto- Rotierende Teile.
risierte Fachkräfte.
109 A30770.0200 Warnung! M= Modell
Klimaanlage, S/N = Seriennummer
siehe 108. H= Klassifizierte Hubhöhe
L= Abstand zwischen Radvor- 803 A32440.0100 Warnung!
derkante und Lastenschwer- Nicht unter schwe-
punkt benden Lasten auf-
20 Elektrische Anlage halten.
110 A30770.0300 Warnung! 203 A30537.0100 Hauptstromschalter.
Klimaanlage, Bei Pos. 0 ist der
siehe 108. Pluspol der Batterie
abgetrennt.
811 A33852.0100 Typ, Aggregat
30 Motor
301 450202.0100 Nachfüllen,
Kraftstoff.
D
450202.0100

1
2 302 A30530.0100 Warnung! S/N =Seriennummer
3 Rotierendes
Gebläse.
1 = Kühlmittel, Typ
2 = Menge, Kg
3 = Druck, Bar
111 A32441.0100 Warnung! 304 A30532.0100 Warnung!
Betreten verboten. Heiße Oberflächen.

112 A32442.0100 Warnung! 40 Kraftübertragung, Räder


Nicht abspringen. 403 A32049.0100 Luftdruck Reifen,
Stets im Stapler blei- 1,0 MPa
ben und am Lenkrad
festhalten, falls Kipp-
gefahr besteht.

DRD100-200 7
FAHRBETRIEB Instrumente und Bedienungselemente

3 1 4 5 2 6

F
4 3 2 1

L 0
R

R
4 5

KL1406

7 8 9 10 11 12 13

1. Schalthebel VORWÄRTS/NEUTRAL/ .................... 14 6. Bedienungshebel und Schalter für die


RÜCKWÄRTS 1/2/3 hydraulische Anlage................................................ 10
2. Hebel BLINKER/SIGNAL/SCHEIBEN- 7. Elektrische Anlage mit Sicherungen
WASCHANLAGE VORN/SCHEIBEN- und Relais ............................................................... 42
WISCHEER/FERNLICHT ....................................... 14 8. Bremspedale, normale Betriebsbremse.................. 15
3. Instrument................................................................. 9 9. Auskupplung ........................................................... 15
4. Lenkradarmatur ........................................................ 9 10. Gaspedal ................................................................ 15
5. Startschlüssel ......................................................... 13 11. Lenkradeinstellung.................................................. 15
12. Ausschalter, Servokreise ........................................ 11
13. Feststellbremse....................................................... 15

8 DRD100-200
FAHRBETRIEB Instrumente und Bedienungselemente

21 22 23

KL581

37 38 39
35 36
34
33 40 41 42 43 44 45 46 52 53
32
31
30
29
28
27
26
25
24 47 48 49 50 51
54 55 56 60 59
KL582
66

F
4 3 2 1

L 0
R

KL580
R
1 2 3

4 5

57 58 64 61 62 63
21. Druckmesser, Öldruck im Getriebe 40. Reserve
22. Kraftstoffanzeiger 41. Reserve
23. Thermometer, Kühlmitteltemperatur 42. Warnlampe, Ladestrom
24. Schalter, Arbeitsbeleuchtung 43. Warnlampe, niedriger Schmieröldruck, Motor
25. Schalter, Arbeitsbeleuchtung 44. Warnlampe, niedriger Öldruck, Getriebe
26. Schalter, Arbeitsbeleuchtung 45. Warnlampe, niedriger Bremsdruck
27. Schalter, Rundum-Kennleuchte (Akkumulator-druck)
28. Schalter, Warnblinker 46. Warnlampe, niedriger Kühlflüssigkeitsstand
29. Schalter, Fahrlicht 47. Anzeigelampe, Glühkerze, Motor
30. Reserve 48. Warnlampe, hohe Kühlmitteltemperatur
31. Reserve 49. Warnlampe, hohe Öltemperatur im Getriebe
32. Reserve 50. Reserve
33. Reserve 51. Warnlampe, Feststellbremse ANGEZOGEN
34. Schalter, Kompressor-Klimanlage 1) 52. Reserve
35. Schalter, Rezirkulation/Frischluft 53. Reserve
36. Regler, Defroster/Coupé 54. Reserve (Grüne Lampe: TWIST-LOCKS
37. Regler, Ventilator VERRIEGELT) 1)
38. Regler, Heizung 55. Reserve (Orange Lampe ANLIEGEN)
39. Regler, Kühlung 1) 56. Reserve (Rote Lampe: TWIST LOCKS
ENTRIEGELT)
57. Reserve (TWIST LOCKS VER-/ENTRIEGELN)
58. Reserve (LÄNGENEINSTELLUNG 20-40')
59. Anzeigelampe, FERNLICHT
60. Anzeigelampe, BLINKER
61. ECS-Terminal
KL675
62. Schalter, Scheibenwischer hinten
63. Schalter, Scheibenwischer Dach
64. Reserve
65. Sicherungen
66. Betriebsstundenzähler
1)
Zusatzausrüstung

DRD100-200 9
FAHRBETRIEB Instrumente und Bedienungselemente

1 2a 4 Hebelfunktionen
3
1. Neigung 1)
2b 2. a. Verriegelung der dämpfung 1)
b. –
3. Rotation
4. Seitenführung
5. Vertikalhub
6. Ausleger AUS-/EINFAHREN
7. -
5 6 8. Längeneinstellung 20'-40'
9. Lösen der Twist-Locks
10. HEBEN/SENKEN
1)
Zusatzausrüstung

7 8 9 10

Schalterfunktionen
13. Rotationsbegrenzung 1)
15. AUT = Automatische
Verriegelung der Twist-Locks.
Die Feststellbremse muß
ausgeschaltet sein.
MAN = Manuelle Verriegelung
der Twist Locks (rückfedernd),
Entriegeln der Twist-Locks,
siehe Hebelfunktion 1 oben.
17. Stopp bei 30' und 35' 1)
18. Kabinenversetzung
1)
Zusatzausrüstung

Taste 17 zum Ein-/Ausschalten der Anschläge bei ACHTUNG!


Die Türen müssen geschlossen sein
30 und 35 Fuß bzw. die Kabine muß sich in der hinte-
ermöglicht eine Kriechfahrt während des gesamten Auszieh- ren Stellung befinden, andernfalls wer-
und Einziehvorgangs. Um am 30-Fuß-Anschlag vorbeizukommen, den alle Funktionen abgebrochen. (Nur
auf drücken und danach auf . Der nächste Anschlag wird bei hydraulisch versetzbarer Kabine.)
bei 35 Fuß erreicht. Es ist praktisch, erst einzuschalten, nach-
dem 30 Fuß passiert sind.

10 DRD100-200
FAHRBETRIEB Instrumente und Bedienungselemente

Lampentafel am Ausleger A C
Containerhandhabung
A. Twist-Locks verriegelt, grün
B. Anliegen, orange
C. Twist-Locks entriegelt, rot

Lampen, die beim Heben des


Containers leuchten:
A+B
Erlöschen nach dem Heben: B

KL20

WARNUNG!

Überbrückung der Sicher-


heitssysteme kann zu Um-
sturzgefahr führen und Ein- und Ausschalten
geschieht auf eigene Verant- von Servokreisen
wortung.
Überbrückung KL 1407
(Nur in Notsituation)
1. Senken
2. Containerkupplung

DRD100-200 11
FAHRBETRIEB Instrumente und Bedienungselemente
Warnlampen
(Beim ECS-System, Modul 07, fehlen Lampen 43, 44, 46, 48
und 49)
Alle Warnlampen müssen während der Fahrt erloschen sein. Un-
unterbrochenes Aufleuchten bedeutet Warnung.
42 Ladestrom (42)
Wenn diese Lampe aufleuchtet, lädt die Lichtmaschine nicht auf.
Ursache feststellen und Fehler beheben.
NICHT MIT LEUCHTENDER LADESTROM-WARNLAMPE FAHREN!

43 Schmieröldruck im Motor (43)


Die Lampe leuchtet beim Start kurz auf – im Winter etwas länger,
wenn das Öl kalt und zähflüssig ist.
Wenn die Lampe während der Fahrt aufleuchtet, ist der Druck zu
niedrig. Sofort anhalten, die Ursache feststellen und den Fehler
44 beseitigen. Ölstand im Motor? (Siehe Wartung.)

Öldruck im Getriebe (44)


Die Lampe erlischt sofort nach dem Anspringen des Motors.
Wenn die Lampe während der Fahrt aufleuchtet, ist der Öldruck
45 zu niedrig. In diesem Fall sofort den Stapler anhalten und das
Servicepersonal benachrichtigen.

Niedriger Bremsdruck (45)


Die Lampe leuchtet auf, wenn der hydraulische Druck (= Brems-
46 druck) im Akkumulator unter 100 bar absinkt. Nach dem
Aufleuchten der Lampe ist noch Kapazität für einige weitere
Bremsvorgänge vorhanden.
Die Dichtheit der Akkumulatoren gemäß Abschnitt „Wartung”
kontrollieren, wenn der Druck nicht aufgebaut und beibehalten
wird.

47 KL598 Kühlflüssigkeitsstand im Motor (46)


Die Lampe leuchtet beim Start kurz auf. Wenn die Lampe
während des Fahrbetriebs aufleuchtet, ist der Kühlflüssig-
48 keitsstand zu niedrig. Kontrollieren und bei Bedarf auffüllen.

Vorglühung Motor (47)


Die Lampe leuchtet während der Vorglühung des Motors auf.
49
Kühlflüssigkeitstemperatur im Motor (48)
Die Lampe leuchtet auf, falls die Kühlflüssigkeitstemperatur zu
hoch ist. Ursache feststellen und Fehler beheben lassen.

Öltemperatur im Getriebe (49)


50 Die Lampe leuchtet auf, wenn die Öltemperatur im Getriebe auf
über 120°C ansteigt. In diesem Fall den Stapler anhalten und den
Motor im Leerlauf laufen lassen. Ursache feststellen und Fehler
51 beheben lassen.

Reserve (50)

ACHTUNG! Feststellbremse (51)


Stets im ersten Gang anfahren, um Die Lampe leuchtet bei eingeschalteter Feststellbremse auf.
Überhitzung im Getriebe zu vermeiden.

12 DRD100-200
FAHRBETRIEB Instrumente und Bedienungselemente
(Beim ECS-System, Modul 07, fehlen Instrumente
21, 22 und 23)

Druckmesser, Öldruck im Getriebe (21)


21 Der Druckmesser zeigt den Kupplungsdruck an. Richtige Werte:
16,9 – 19,3 bar.
Angezogene Feststellbremse, Leerlaufdrehzahl 400–600 U/min,
Betriebstemperature 82–93°C.

Kraftstoffanzeiger (22)
Wenn der Zeiger 4/4 anzeigt, ist der Tank ganz gefüllt. Wenn der
22 Zeiger senkrecht steht, ist der Tank halbvoll.
BITTE TANKEN SIE, BEVOR DER KRAFTSTOFFANZEIGER
AUF 0 STEHT.
Es besteht sonst die Gefahr, daß Luft in die Kraftstoffanlage ein-
dringt, so daß diese entlüftet werden muß.

Thermometer (23)
23 Das Thermometer zeigt die Kühlflüssigkeitstemperatur des Mo-
tors an, normalerweise ca. 80°C. Diese Temperatur wird nach ca.
5 Minuten Fahrbetrieb erreicht. Die Temperatur kann im Bereich
75–97°C variieren.
KL581 Eine höhere Temperatur kann an zu niedrigem Kühlflüssig-
keitsstand liegen. Kontrollieren und bei Bedarf nachfüllen (siehe
Wartung).
Wenn die Temperatur trotzdem zu hoch ist, muß die Ursache
festgestellt und der Fehler beseitigt werden.
Der Motor darf nicht bei zu hoher Kühlflüssigkeitstemperatur ge-
fahren werden!

Betriebsstundenzähler (66)
Der Betriebsstundenzähler zeigt die Anzahl der Stunden an, die
der Motor in Betrieb gewesen ist. Man kann damit feststellen,
66
wann die nächste Inspektion fällig ist – alle Zeitpunkte im War-
tungsplan basieren auf der Betriebszeit des Staplers in Stunden.

KL1307

Zündschlüssel (5)
P –
0 Alle Funktionen sind ausgeschaltet, und der Schlüssel läßt
sich herausziehen.
I Betriebslage. Alle elektrischen Funktionen erhalten Strom.
Diese Lage empfiehlt sich z. B., wenn man die Beleuchtung
anschalten will, ohne daß der Motor läuft.
II Glühlage wird durch Lampe 47 angezeigt.
Wenn der Motor warm ist, den Schlüssel direkt in Lage III
stellen.
III Betätigung des Anlassers.
Der Stapler hat eine elektrische Startsperre, die den Anlas-
ser bei laufendem Motor schützt.

WARNUNG!

Zur Erleichterung des Starts niemals Startspray ver-


wenden – Explosionsgefahr

DRD100-200 13
FAHRBETRIEB Instrumente und Bedienungselemente
Schalthebel – vorwärts/neutral/rückwärts (1)
– 1/2/3
Das Schalten erfolgt elektrisch, und das Getriebe wird über
Magnetventile betätigt.
F – VORWÄRTS
2 3 F N – NEUTRAL
1 4
R – RÜCKWÄRTS
DREHEN, Griffe 1, 2, 3
21

Der Schalthebel muß beim Start in Neutrallage stehen - sonst ist


das Anlassen der Motors nicht möglich.
4 3

Der Stapler muß vor dem Schalten zwischen Vorwärts und Rück-
wärts ganz still stehen, damit zu hohe Beanspruchungen von Ge-
KL676
triebe und Kraftübertragung vermeiden werden.
R z Motor im Leerlauf laufen lassen, Fahrtrichtung mit dem
Schalthebel wählen und den 1. Gang mit dem Drehgriff ein-
legen. Ein Anfahren mit einem höheren Gang ist nicht zuläs-
sig, da dies zu Überhitzung führen kann.
z Feststellbremse lösen, vorsichtig Gas geben und langsam
losfahren.
z Zum Heraufschalten den Drehgriff auf den 2. Gang drehen,
Gas wegnehmen, wobei der 2. Gang eingelegt wird, wieder
Gas geben usw.
WICHTIG!
Der Stapler muß vor dem Schalten z Zum Herunterschalten entsprechend vorgehen. Vor Einle-
zwischen Vorwärts und Rückwärts gen des niedrigeren Ganges mehr Gas geben, da sonst eine
stillstehen, da sonst die Kraftüber- starke Motorbremswirkung entsteht.
tragung beschädigt werden kann.

Hebel Blinker/Fernlicht/Signal (2)


NACH VORN/HINTEN – Blinker
NACH OBEN – Lichthupe
NACH UNTEN – Fernlicht
NACH INNEN, Druckknopf – Hupe
NACH INNEN, Griff – Scheibenwaschanlage
DREHEN – Scheibenwischer vorn
0 = Aus/
J = Wischen in Intervallen/
I = Fortlaufendes Wischen/II = –
0 J

KL677

14 DRD100-200
FAHRBETRIEB Instrumente und Bedienungselemente
Bremspedale und Auskupplungspedal (8 und 9)
Die Bremspedale sind hydraulisch und über Akkumulatoren an
die hydraulische Anlage des Staplers angeschlossen. Die Akku-
mulatoren sorgen stets für Bremsdruck, auch wenn der Motor
vorübergehend stehenbleiben sollte. Wenn der Akkumulator-
druck unter einen bestimmten Wert absinkt, leuchtet Lampe 45
am Armaturenbrett auf.
F
4 3 2 1

L 0
R

Die Bremspedale 8 werden wie normale Betriebsbremsen ange-


4
R
3
wendet.
Das linke Bremspedal ist mit einem separaten Auskupplungspe-
dal 9 kombiniert. Wenn man Bremspedal und Auskopplungspe-
dal gleichzeitig betätigt, wird das Getriebe bei einem bestimmten
Bremsdruck ausgekoppelt. Die Auskupplung muß betätigt wer-
KL597
den, wenn man hydraulische Funktionen bei eingelegtem Gang
benötigt.

8 9 10
Gaspedal (10)
Das Gaspedal arbeitet mechanisch und ist durch einen Drahtzug
mit der Einspritzpumpe verbunden.
Bei bestimmten Staplern wird das Gaspedal hydraulisch oder
elektrisch gesteuert.

Lenkradeinstellung (11)
Neigung und Höhe von Lenkrad und Instrumentenpaneel können
in die gewünschte Fahrposition gebracht werden.
11 Oberer Hebel nach oben: Lenkradhöhe
Oberer Hebel nach unten: Lenkradwinkel
Unterer Hebel: Winkel der Lenkradsäule Hebel
lösen, gewünschte Pos. einstellen.
Danach Hebel wieder fest einstellen.

KL588

Feststellbremse (13)
Die Feststellbremse wird von kräftigen Federn angesetzt.
Die Bremse wird hydraulisch mit Hebel 13 betätigt.
13 Damit man das Anziehen der Feststellbremse nicht vergißt, wenn
man den Stapler verläßt, ertönt ein Signal, wenn man vom Sitz
aufsteht, ohne daß die Feststellbremse angezogen ist.
Warnlampe 51 leuchtet ununterbrochen, wenn die Feststellbrem-
se angezogen ist.
Wenn der Akkumulatordruck unter einen bestimmten Wert ab-
sinkt, leuchtet Warnlampe 45 auf. Zuletzt wird die Feststell-brem-
se von der Feder automatisch angezogen.
Wenn der Stapler bewegt werden muß, ist die Bremse mecha-
KL596 nisch zu lösen, siehe Seite 35.
Bei Bedarf kann die Feststellbremse auch als NOTBREMSE fun-
gieren.

WARNUNG!

Niemals den Fahrerplatz ohne Betäti-


gung der Feststellbremse verlassen!

DRD100-200 15
FAHRBETRIEB ECS
Das Kalmar ECS - Electronic Control System - ist ein auf Modu-
len aufgebautes Steuer- und Überwachungssystem für optimale
Betriebssicherheit bei niedrigen Gesamtkosten. Die verschiede-
nen Module des Systems können unterschiedlich miteinander
kombiniert werden.
Alle essentiellen Punkte der unterschiedlichen Fahrzeugsysteme
sind an einen oder zwei zentrale Computereinheiten (ECU) an-
geschlossen. Ein Terminal am Fahrerplatz zeigt die aktuellen
Werte an und löst Alarm aus, wenn die Werte die Toleranzgrenze
überschreiten.
z ECU 1 wird für verschiedene Zusatzmodule wie 01 Automa-
tikgetriebe, 04 Hebelsteuerung, 06 Minilenkrad und 07 Über-
wachung eingesetzt.
z ECU 5 ist obligatorisch und wird zur Kontrolle der Elektroser-
vokreise eingesetzt. ECU 5 kontrolliert außerdem den Über-
lastschutz.
z ECU 9 wird für Modul 56 Kabinenversetzung und verschie-
dene Zusatzmodule eingesetzt.

ECU 1 1) ECU 5 ECU 9 1)

01 Automatik- Elektroservo (standard) 56 Kabinen-


getriebe 1) 53 Verriegelung der versetzung
04 Hebelsteuerung 1) dämpfung 1)
06 Minilenkrad 1) 54 Neigung 1)
07 Überwachung 1) 58 Containerzähler 1)
70 PC/Drucker 1)
80 Überlastschutz
1)
Zusatzausrüstung

Das ECS-System:
– sorgt für momentgesteuerte Automatikschaltung
(Modul 01)
– sorgt für elektrohydraulische Hebelsteuerung mit oder
ohne Rückkopplung (Modul 04)
– stellt sicher, daß Motor und Getriebe in geeigneten
Arbeitsbereichen arbeiten (Modul 06)
– stellt sicher, daß die Systemkomponenten funktionieren,
DRD100-52S6

z. B. Sensor (Modul 07)


– unterbricht die Hydraulikfunktionen bei Überlast und
Überlastung der Lenkachse (modul 80)
KL942C
– steuert Vertikalhub und Waage (Standard Elektroservo)
– paßt die Bewegungsgeschwindigkeit von AUSLEGER
AUSFAHREN an die Last und die Bewegungsgesschwin-
digkeit SENKEN an das Ausfahren und die Last an (Stan-
dard Elektroservo)
Bei einem Fehler:
– blinkt die rote Warnlampe des Terminals.
– erscheint eine Fehlermeldung auf dem Terminaldisplay.
– schränkt das ECS-System die Staplerfunktionen je nach
Schwere des Fehlers ein. Manche Funktionen werden auf
2 Stufen überwacht. Auf der 2. Stufe werden die Stapler-
funktionen eingeschränkt. Siehe folgende Seiten, Fehler-
meldungen.

16 DRD100-200
FAHRBETRIEB ECS
Funktionen des Terminals
8 7 1. Pfeil links, zum Blättern zwischen den Menüs.
2. Pfeil rechts, zum Blättern zwischen den Menüs.
3. R, zur Rückstellung eines Fehlers. Mit Hilfe dieser Taste
können alle Fehler, außer Fehler in Stufe 2, zurückgestellt
werden. Die rote Lampe erlischt. Die Lampe beginnt nach 3-
10 Min. erneut zu blinken, falls der Fehler nicht behoben
wurde.
F

N
4. - zum Senken des Wertes
R
5. + zum Erhöhen des Wertes
KL580B
R 6. ENTER, um in die Service-Menüs zu gelangen und um neue
1 2 3
Werte bei Setup oder Kalibrierung zu speichern.
4 5
Um in Service-Menüs zu gelangen, ist ein Code erforderlich,
der von Kalmar separat vergeben wird.
7. Rote Warnlampe, blinkt bei Fehler, erlischt durch Rückstel-
lung mit Taste 3.
R
1 2 3
8. Display, 4 Zeilen mit jeweils 20 Zeichen. Graphische Darstel-
lung von Betriebsmenüs und Fehlermeldungen.
4 5

Menüs, Strukturen
6 Es gibt drei Arten von Menüs:
1. Betriebsmenüs
Der Fahrer hat Zugriff auf die Betriebsmenüs. Welche Me-
nüs zur Verfügung stehen, hängt von der Ausrüstung der
Maschine ab und wird im SETUP festgelegt. Alle Betriebs-
menüs sind auf einer Schleife angeordnet. Mit dem Pfeil
RECHTS/LINKS gelangt man von einem Menü zum näch-
sten. Auf der Schleife befindet sich auch die
Überlastanzeige
2. Fehlermeldung
Wird automatisch angezeigt, hat stets vor anderen Menüs
Vorrang.
3. Servicemenüs
Auf der Betriebsmenü-Schleife befindet sich stets auch das
Hauptmenü KALMAR INDUSTRIES SERVICE. Die darunter
liegenden Servicemenüs sind nur durch Codes zugänglich,
die bei Kalmar besonders verzeichnet sind. Wurde unbeab-
sichtigt ENTER im Servicemenü eingegeben und ist man
zum Menü CODE EINGEBEN gelangt, mit ENTER zurück
zum Betriebsmenü.
1.
1. 1.

1.

KL1414
1.

Enter
2.
3.

3.

DRD100-200 17
FAHRBETRIEB ECS
Betriebsmenüs
Welche Menüs auf dem Display angezeigt werden, hängt von der
Modulausstattung des ECS-Systems des Staplers ab. Die unten
aufgeführte Übersicht zeigt Kombinationsmöglichkeiten. Mit Pfeil
01 Automatikgetriebe RECHTS/LINKS von Menü zu Menü gehen. Alle Betriebsmenüs
07 Überwachung liegen auf einer rundlaufenden Schleife.
80 Elektronischer Überlastschutz
Anm.: Bei Wahl von mehr Modulen oder bei an Kunden ange-
paßten Ausführungen kann es weitere Menüs geben.

80

2 1
4

01.80

3 1
4

07.80
01.07.80 8
9 7

1 6

5
3 4

KL1413

Erläuterungen, s. nächste Seite

Betriebsmenüs mit elektronischem Überlastschutz, Modul 80

18 DRD100-200
FAHRBETRIEB ECS
Betriebsmenüs, Modul 80
Modul 80 Überlastschutz funktioniert im Normalfall als Waage
und zeigt ständig Größe und Position der Ladung an.
1 1. Hauptmenü KALMAR INDUSTRIES SERVICE

2. Normale Fahrlage, Modul 80.


a. 1750 U/min Motordrehzahl (in Umdrehungen/Minute)
c. 3,0 m L-TP. Abstand zwischen der Vorderkante
des Rades und dem Schwerpunkt der
Ladung.
a d. 25,5 t Aktuelle Ladung (in Tonnen)
2 c e. Anzeige der Lenkachsenbelastung, nimmt nach links zu
d (95–100 % der zulässigen Belastung). Bei voller Lastenan-
zeige unterbricht das System wegen Überlast der Lenk-
e achse. Rote Lampe blinkt. Das Umschalten auf andere
f Menüs ist nicht möglich, solange die Überlast besteht.
f. Lastenanzeige, nimmt nach rechts zu (0-100 % Belas-
a tung). Bei voller Anzeige unterbricht das System wegen
3 Überlast nach vorn. Die rote Lampe leuchtet ununterbro-
b
c chen. Das Umschalten auf andere Menüs ist nicht möglich,
solange die Überlast besteht.
d
3. Normale Fahrlage, Modul 80 + Modul 01 + Modul 07
e a. 1750 U/min Motordrehzahl (in Umdrehungen/Minute)
f b. F3 Aktueller Gang
c. 3,0 m L-TP. Abstand zwischen der Vorderkante
a des Rades und dem Schwerpunkt der
4 Ladung.
b
c d. 25,5 t Aktuelle Ladung (in Tonnen)
e. f. Siehe Punkt 2 oben.
d
4. a. 10,38 t Aktuelle Ladung (in Tonnen)
b. 1,07 m Auslegerauszug
a c. 3,08 m Lastschwerpunktabstand. Abstand zwischen
5 b dem Zentrum der Antriebsachse und dem
c Lastenschwerpunkt.
d d. 23,0 ° Auslegerwinkel

5. a. 1750 U/min Motordrehzahl (in Umdrehungen/Minute)


a b. F3 Aktueller Gang
6 c. 14 km/h Aktuelle Geschwindigkeit
d. Kraftstoffmenge. Tank ist voll, wenn Anzeige rechts voll
ist.
b
6. a. 75 °C Temperatur der Kühlflüssigkeit im Motor
a b. 3,8 Bar Öldruck im Motor
7
7. a. 75 °C Öltemperatur im Getriebe
b b. 3,8 Bar Öldruck im Getriebe

8 a

b 8. a. 24.5 V Batteriespannung
b. 75 °C Temperatur Hydrauliköl

a
9
9. a. 28756:21.54 h. Gesamtbetriebszeit
b (in Stunden:Minuten.Sekunden)
b. 130 h Zeit bis zur nächsten Wartung (in Stunden)

DRD100-200 19
FAHRBETRIEB ECS
Fehlermeldungen
Nach Priorität geordnet. Bei zwei gleichzeitig auftauchenden
Fehlern erscheint der Fehler mit höchster Priorität auf dem Dis-
play. Fehlermitteilungen haben immer höhere Priorität als norma-
le Menüs.
Alle Fehler mit STOP sind Stufe 2-Fehler und können erst rück-
gestellt werden, wenn der Fehler behoben ist.
Die Zahlen links neben der jeweiligen Abbildung geben das Mo-
dul der Fehlermeldung an. (Sind nicht auf dem Display zu se-
hen.)
01 = Automatikgetriebe
04 = Hebelsteuerung
06 = Minilenkrad
07 = Überwachung
80 = Elektronischer Überlastschutz
01, 07 01

01. Batteriespannung sehr niedrig/hoch.


Umgehend anhalten und Service benachrichtigen.

01, 07 02
02. Falsches Signal vom Gaspedalsensor.
Drehzahlreduktion.
Umgehend anhalten und Service benachrichtigen.

01, 07 03
03. Falsches Signal vom Sensor am Stellmotor der
Einspritzpumpe.
Drehzahlreduktion.
Umgehend anhalten und Service benachrichtigen.

01, 07 04
04. Schalthebel außer Funktion
Drehzahlreduktion.
Umgehend anhalten und Service benachrichtigen.

07 05
05. Öldruck im Motor sehr niedrig.
Drehzahlreduktion.
Umgehend anhalten und Service benachrichtigen.

07 06
06. Temperatur der Kühlflüssigkeit im Motor sehr hoch.
Drehzahlreduktion.
Umgehend anhalten und Service benachrichtigen.

07 07

07. Öldruck im Getriebe sehr niedrig.


Drehzahlreduktion.
Umgehend anhalten und Service benachrichtigen.

07 08
08. Öltemperatur im Getriebe sehr hoch.
Drehzahlreduktion.
Umgehend anhalten und Service benachrichtigen.

20 DRD100-200
FAHRBETRIEB ECS

01, 07 09 09. Falsches Signal vom Drehzahlsensor im Motor.


Drehzahlreduktion.
Umgehend anhalten und Service benachrichtigen.

07 10 10. Niedriger Öldruck im Motor.


Ölstand überprüfen und bei Bedarf Öl nachfüllen.

07 11 11. Hohe Temperatur der Kühlflüssigkeit.


Stand der Kühlflüssigkleit überprüfen und bei Bedarf nach-
füllen.

07 12
12. Niedriger Öldruck im Getriebe.
Ölstand überprüfen und bei Bedarf Öl nachfüllen.

07 13 13. Hohe Öltemperatur im Getriebe.


Ölstand überprüfen und bei Bedarf Öl nachfüllen.

07 14 14. Kraftstoffstand sehr niedrig.


Kraftstoff nachfüllen, damit keine Luft ins System gelangt.

15. Niedriger Kühlflüssigkeitsstand.


07 15
Kühlflüssigkeit nachfüllen.

16. Hohe Hydrauliköltemperatur.


07 16 Fahren möglich.
Service benachrichtigen.

07 17 17. Falsches Signal vom Kraftstoffstandsensor.


Fahren möglich.
Service benachrichtigen.

07 18
18. Falsches Signal vom Öldrucksensor im Getriebe.
Fahren möglich.
Service benachrichtigen.

DRD100-200 21
FAHRBETRIEB ECS

07 19 19. Falsches Signal vom Öldrucksensor im Motor.


Fahren möglich.
Service benachrichtigen.

07 20 20. Falsches Signal vom Sensor für Kühlwassertemperatur.


Fahren möglich.
Service benachrichtigen.

21 21. Falsches Signal vom Sensor für Hydrauliköltemperatur.


07
Fahren möglich.
Service benachrichtigen.

07 22
22. Falsches Signal vom Öltemperatursensor im Getriebe.
Fahren möglich.
Service benachrichtigen.

23 23. Wartungsintervall überschritten.


07
Service umgehend benachrichtigen.

24. Falsches Signal vom Kardanwellensensor.


01, 07 24
Drehzahlreduktion.
Umgehend anhalten und Service benachrichtigen.

04 25 25. Fehler am Schalthebel.


Hebelsteuerung ausschalten.
Service umgehend benachrichtigen.

26. Falsches Signal vom Hebelsteuerungssensor.


04 26 Hebelsteuerung ausschalten.
Service umgehend benachrichtigen.

06 27 27. Falsches Signal vom Mikrolenkungssensor.


Mikrolenksystem ausschalten.
Service umgehend benachrichtigen.

07 28
28. Vorsicht! Niedriger Bremsdruck.
Service umgehend benachrichtigen.

22 DRD100-200
FAHRBETRIEB ECS

- 31 31. Systemfehler ECU 1.


Service umgehend benachrichtigen.

- 35 35. Systemfehler ECU 5.


Service umgehend benachrichtigen.

50 50. Batteriespannung sehr niedrig oder sehr hoch.


- Service umgehend benachrichtigen.

- 52
52. Kommunikation mit ECU 1 unterbrochen.
Versuchen Sie, den Motor abzuschalten und erneut anzulas-
sen.
Kann der Fehler nicht behoben werden, benachrichtigen Sie
umgehend den Service.

80 53
53. Falsches Signal vom Winkelsensor.
Umgehend anhalten und Service benachrichtigen.

80 54
54. Falsches Signal vom Längensensor.
Umgehend anhalten und den Längensensorzug kontrollie-
ren.
Bei Fehler Service benachrichtigen.
80 55
55. Falsches Signal vom Drucksensor, Rücklauf für linke und
rechte Hubzylinder. Die Waage stimmt nicht.
Umgehend anhalten und Service benachrichtigen.

80 56
56. Falsches Signal vom Drucksensor, Speisung für linken Hub-
zylinder.
Umgehend anhalten und Service benachrichtigen.

80 57 57. Falsches Signal vom Drucksensor, Speisung für rechten


Hubzylinder.
Umgehend anhalten und Service benachrichtigen.

80 58
58. Falsches analoges Signal vom Bedienungshebel.
Alle Auslegerfunktionen werden abgebrochen.
Umgehend anhalten und Service benachrichtigen.

DRD100-200 23
FAHRBETRIEB ECS

60 60. Falsches Signal vom Twist-Locks-Sensor.


80 Gilt für verriegelten und entriegelten Zustand.
Umgehend anhalten und Service benachrichtigen.

62. Modul 80-Fehler 53, 54, 56, 57 aktiviert Menü 62


80 62 Bei aktiviertem Fehlermenü 62:
Die Warnleuchte am ECS-Terminal leuchtet auf.

Bei Betätigung von RESET:


Menü 62 fängt zu blinken an, 5 Sekunden ein und 5 Sekun-
den aus.
Die Hydraulikfunktionen HUB/SENKEN und AUSLEGER
EIN-/AUSFAHREN funktionieren, jedoch mit geringerer Ge-
schwindigkeit.

24 DRD100-200
FAHRBETRIEB ECS
Modul 01, Automatikgetriebe
Automatikgetriebe wurde für Getriebe mit Momentwandler konzi-
piert. Das System steuert das Schalten, vereinfacht den Fahrbe-
trieb und verlängert die Lebensdauer der Antriebsteile.
Das ECS-System
z verhindert das Einlegen eines Gangs, wenn die Motordreh-
zahl höher ist als 1100 U/min,
z verhindert Schalten zwischen Vorwärts- und Rückwärts-
gang, wenn die Geschwindigkeit 3 km/h überschreitet (Um-
schaltsperre),
z senkt die Motordrehzahl beim Schalten auf einen höheren
2 3 F Gang, damit die neue Motordrehzahl dem Stapler unverän-
1 4 derte Geschwindigkeit verleiht,
z kuppelt das Getriebe aus, wenn der Fahrer bremst und die
Geschwindigkeit unter 3 km/h liegt,
21

z liefert die gewünschte Motordrehzahl entsprechend der Po-


sition des Gaspedals,
4 3

z zeigt ständig den aktuellen Gang am Display des ECS-Ter-


minals an
KL676
Funktion
R Die Schaltpunkte sind optimal auf die Antriebseinheit des Stap-
lers ausgelegt. Der Schaltvorgang wird vom Moment im Momen-
tumwandler ausgelöst. Das System schaltet auf einen niedriger
Gang, wenn das Moment höher ist als ein vorab programmierter
Wert und umgekehrt.
Der Fahrer kan das Schalten dadurch begrenzen, daß er den
Drehschalter von Gang 3 auf 2 oder 1 stellt. Wenn der Schalter
z.B. auf 2 steht, schaltet das System automatisch zwischen 1.
und 2. Gang.

Modul 04, Hebelsteuerung


Das Modul Hebelsteuerung ist ein elektrisches System zur
Steuerung des Staplers mit einem linearem Steuerhebel. Der
Ausschlag ist antiproportional zur Fahrtgeschwindigkeit, d.h. gro-
4ab 5 ßer Radeinschlag bei niedriger Geschwindigkeit und umgekehrt.
Das System steht in zwei verschiedenen Versionen zur Verfü-
gung:
2 z Standard: Ohne Rückkopplung der Radposition, d. h. wenn
3 der Steuerhebel in der Mittelstellung freigegeben wird, blei-
ben die Räder unverändert.
z Zubehör: Mit Rückkopplung der Radposition, d. h. wenn der
1 Steuerhebel in der Mittelstellung freigegeben wird, kehren
die Räder in die Mittelstellung zurück.
Das Standardlenkrad ist mit Sensoren ausgestattet, die eventu-
elle Lenkradbewegungen in einer Notsituation steuern. Sobald
6 die Steuerung mit dem Standardlenkrad erfolgt, wird die Hebel-
steuerung abgetrennt, und die Lampe im Schalter 2 erlischt, sie-
he unten.
1. Steuerhebel
2. Fahrtrichtungswählschalter F/N/R. Die Lampe im Schalter
leuchtet sobald die Hebelsteurung aktiviert ist
Schalter nach vorn = F
Mittelstellung = N
Schalter nach hinten = R
3. Signal
4. Druckschalter für Schaltvorgang. a = AUF b= AB
(entfällt, wenn der Stapler mit Modul 01, Automatikschaltung,
ausgestattet ist). Zum Aufschalten 1-2-3, 4a drücken (jeweils
einmal für jede Stufe), zum Abschalten 4b drücken. Der
Schaltvorgang beginnt immer mit 1 beim Start oder wenn der
Fahrtrichtungswählschalter N passiert hat.
5. Schalter, Aktivierung der Hebelsteuerung
Voraussetzung: Die Geschwindigkeit muß unter 3 km/h liegen.
KL1405 Wenn die Geschwindigkeit über 3 km/h liegt, kann die Hebel-
steuerung nicht aktiviert werden. Die Lampe im Schalter 2 leuch-
tet ununterbrochen, sobald die Hebelsteuerung aktiviert ist.
6. Extra Funktion

DRD100-200 25
FAHRBETRIEB ECS
Modul 06, Minilenkrad
Das Modul Minilenkrad ist ein elektrohydraulisches Steuersy-
stem, bei dem der Arm die ganze Zeit bequem auf der Armlehne
3 6 liegen bleibt. Die Räder folgen stets der Position des Minilenk-
rads, wenn es freigegeben wird, verbleiben sowohl Lenkrad als
auch Räder in der jeweiligen Stellung.
Das Standardlenkrad ist mit Sensoren ausgestattet, die eventu-
elle Lenkradbewegungen in einer Notsituation steuern. Sobald
2
die Steuerung mit dem Standardlenkrad erfolgt, wird das Mini-
b lenkrad deaktiviert, und die Lampe im Schalter 2 erlischt, siehe
1 4 unten.
a
1. Minilenkrad
2. Fahrtrichtungswählschalter F/N/R. Die Lampe im Schalter
leuchtet sobald die Hebelsteurung aktiviert ist.
5 Schalter nach vorn = F
Mittelstellung = N
Schalter nach hinten = R
3. Signal
4. Druckschalter für Schaltvorgang. a = AUF b= AB
(entfällt, wenn der Stapler mit Modul 01, Automatikschal-
tung, ausgestattet ist). Zum Aufschalten 1-2-3, 4a drücken
(jeweils einmal für jede Stufe), zum Abschalten 4b drücken.
Der Schaltvorgang beginnt immer mit 1 beim Start oder
wenn der Fahrtrichtungswählschalter N passiert hat.
5. Schalter, Aktivierung des Minilenkrads
Voraussetzung: Die Geschwindigkeit muß unter 3 km/h lie-
gen. Wenn die Geschwindigkeit über 3 km/h liegt, kann das
Minilenkrad nicht aktiviert werden. Die Lampe im Schalter 2
leuchtet ununterbrochen, sobald das Minilenkrad aktiviert
KL1404 ist.
6. Extra Funktion

Folgende Signale werden überwacht: Modul 07, Überwachung


Das Modul Überwachung kontrolliert, ob Motor und Getriebe in
1. Batteriespannung, min. <14,4 Volt sinnvollen Bereichen arbeiten und verhindert so Zwischenfälle.
2. Öldruck Motor, min. Stufe 1 <1,0 bar Außerdem überwacht es die Systemkomponenten, z. B. die
3. Öldruck Motor, min. Stufe 2 <0,5 bar Funktion der Senoren.
4. Temperatur Kühlflüssigkeit, max. Stufe 1
Parameter, die für zur Vermeidung von Verschleiß und Zwischen-
>98°C
5. Temperatur Kühlflüssigkeit max. Stufe 2 fällen wichtig sind, z.B. Öldruck und Temperatur, werden auf 2
>103°C Stufen überwacht. Das System meldet Fehler durch eine rote
6. Öldruck Getriebe, min. Stufe 1 Lampe und durch Klartextmeldungen auf dem Display.
<12-15 bar (je nach gewähltem Datensatz Siehe Fehlermeldungen.
Kraftübertragung) Wird ein Fehler nicht behoben, werden die Staplerfunktionen ein-
7. Öldruck Getriebe, min. Stufe 2 <10 bar geschränkt. Schwere Fehler führen zu Motordrehzahlreduzie-
8. Öltemperatur Getriebe, max. Stufe 1 rung.
>130°C
9. Öltemperatur Getriebe, max. Stufe 2
>134°C
10. Kraftstoffpegel, min.
11. Temperatur Hydrauliköl, max. >100°C
12. Pegel Kühlflüssigkeit, min.
13. Betriebszeit, max. Intervallzeit, informiert
über die Zeit bis zum nächsten Service und
löst ein Warnsignal aus, wenn die Betriebs-
zeit überschritten wurde.
14. Bremsdruck

26 DRD100-200
FAHRBETRIEB ECS
Modul 58, Containerzähler
Modul 58 Containerzähler umfaßt zwei separate Zähler, C1 und
C2. C1 eignet sich für kürzere Arbeitseinheiten, z. B. wenn ein-
mal stündlich der Fahrer gewechselt wird. C2 ist ein Gesamtzäh-
ler, der sich z. B. für wochenweise oder auftragsweise Einsätze
etc. eignet.
Voraussetzungen für die Registrierung des Containerhubs:
z Twist-Locks verriegelt
z Container so weit heben, bis die Lampe ANLIEGEN erlischt
z Twist-Locks nicht unter 10 Sek. lösen
ENTER

Rückstellen des Zählers auf Null


Zähler C1:
RESET C1 1. ENTER drücken, wenn Hauptmenü CONTAINERZÄHLER
ENTER angezeigt wird.
2. Mit Pfeil rechts/links zu Menü RESET C1 gehen.
3. ENTER betätigen, C1 wird jetzt auf Null rückgestellt.
RESET C2
Zähler C2:
ENTER 4 SEC
1. ENTER betätigen, wenn das Hauptmenü CONTAINERZÄH-
LER angezeigt wird.
2. Mit Pfeil rechts/links zu Menü RESET C2.
RETURN TO MENU 3. ENTER mind. 4 Sekunde gedrückt halten, C2 wird jetzt auf
Null rückgestellt.
ENTER

Zurück
1. Mit Pfeil rechts/links zu RETURN TO MAIN MENU.
ENTER
2. ENTER betätigen, um zurück zum Hauptmenü CONTAI-
NERZÄHLER zu kommen.
3. Mit Pfeil rechts weiter in den Betriebsmenüs.

DRD100-200 27
FAHRBETRIEB ECS
Drucker, Modul 70
Modul 70 Drucker besteht aus drei Menüs, siehe Abb.
A = AUSDRUCKEN GEWICHT – ist das Hauptmenü und er-
scheint gemeinsam mit den normalen Betriebsmenüs.
B = GEWICHT SPEICHERN
C
C = AUSDRUCKEN DER LETZTEN XX GEWICHTE

Aktuelles Gewicht speichern


1. Minuszeichen (-) drücken, um zum Menü GEWICHT SPEI-
CHERN zu kommen.
(-)
(+) 2. ENTER drücken, um das aktuelle Gewicht zu speichern.
Das Zeichen vor dem Wort ENTER füllt sich und bestätigt so,
daß der Befehl ausgeführt wurde.
A 3. Pluszeichen (+) drücken, um zurück zum Hauptmenü AUS-
DRUCKEN zu kommen.
Ausdrucken des aktuellen Gewichts
1. ENTER drücken, das Zeichen vor dem Wort ENTER füllt
sich und bestätigt so, daß der Befehl ausgeführt wurde.
(-)
(+) Ausdrucken der letzten Gewichte
1. Pluszeichen (+) drücken, um zum Menü AUSDRUCKEN
DER LETZTEN XX GEWICHTE zu kommen.
B 2. Mit Plus/Minuszeichen (+/-) die gewünschte Anzahl der letz-
ten Gewichte bestimmen. Das System berechnet zudem das
Gesamtgewicht.
3. ENTER drücken, Zeichen vor ENTER füllt sich und bestätigt
so, daß der Befehl ausgeführt wurde.
4. Minuszeichen (-) drücken, um zurück zum Hauptmenü
DRUCKEN GEWICHT zu kommen.
Zurück zu den Betriebsmenüs
KALMAR Aus allen drei Druckmenüs kann man mit Hilfe des Pfeils rechts/
links direkt zu den Betriebsmenüs gelangen.
WEIGHT IS 28,5T

Beispiel zu AUSDRUCKEN GEWICHT

KALMAR

1. 10,5T
2. 9,5T
3. 1,0T
4. 5,0T
5, 8,0T Beispiel zu AUSDRUCK DER 5 LETZTEN GEWICHTE
TOTAL WEIGHT 48,0T mit Angabe des Gesamtgewichts.

28 DRD100-200
FAHRBETRIEB Heizung/Klimaanlage
Heizung/Klimaanlage
Ein Stapler mit Standardausrüstung hat nur Heizung/Defroster.
Die Heizung ist mit der Kühlanlage des Motors verbunden und
gibt Wärme ab, wenn der Motor warm geworden ist.
Das Luftgebläse wird mit Schalter 37 in den Schritten 0-I-II-III be-
34 tätigt. Die Klimaanlage wird mit Schalter 34 ein- und ausgeschal-
tet.
35
Anm. Die Klimaanlage ist nicht serienmäßig.

34. Schalter, Kompressor-Klimaanlage


35. Schalter REZIRKULATION (RECIRK AIR)
Geschlossen – 100% Außenluft
36 39
Offen – 20% Außenluft
KL599 37 36. Regler, Defroster/Coupé
37. Schalter, VENTILATOR
38
38. Regler HEIZUNG
39. Regler KÜHLUNG (EXTRA)

Einstellung der Heizung


z Den Rezirkulationsregler 35 schließen. Bei sehr kaltem Wet-
ter öffnen.
z Klimaanlage mit Schalter 34 ausschalten.
z Heizungsregler 38 und Gebläse 37 nach Wunsch einstellen.

Im Herbst und Vorwinter bei hoher Luftleuchtigkeit und


beschlagenen Scheiben
z Klimaanlage mit Schalter 34 einschalten.
z Den Rezirkulationsregler 35 öffnen.
z Max. Kühlung mit Regler 39 einstellen.
z Die Heizung bei Bedarf mit 38 höherstellen.
z Das Gebläse mit 37 auf Höchstgeschwindigkeit einstellen.
z Wenn die Scheiben frei sind, den Regler für Kühlung 39 so
einstellen, daß der Kühlthermostat in regelmäßigen Interval-
len zum Enteisen des Kühlaggregates unterbricht.
KL1452

z Die Rezirkulation mit 35 abstellen.


Beachten Sie, daß die Kühlfunktion also auch zum Entfeuchten
der Kabinenluft verwendet wird.
A A

Einstellung der Klimaanlage


z Den Rezirkulationsregler 35 schließen, bei sehr warmem
Wetter und bei hoher Luftfeuchtigkeit öffnen.
z Heizungsregler 38 in Lage „SVALT” (KÜHL) stellen.
z Klimaanlage mit Schalter 34 einschalten.
z Regler für Kühlung 39 nach Wunsch einstellen.
z Paneeldüsen A zur Decke öffnen.

DRD100-200 29
FAHRBETRIEB Heizung/Klimaanlage
Thermostatgesteuerte AC - Klimaanlage
Als Sonderausstattung ist ein thermostatgesteuertes Klimaanla-
gensystem mit Kühlung, Entfeuchtung und Heizung erhältlich.
Das System ist mit Gebern ausgestattet, die Innen- und Außen-
temperatur messen und die Temperatur automatisch mit Hilfe der
Heiz- oder Kühlfunktion auf einen eingestellten Wert bringen.
33 33. Schalter ENTFEUCHTERFUNKTION.
34. Schalter KÜHLFUNKTION AUS.
34 35. Schalter REZIRKULATION.
35 Schalter nach vorn - Luft von draußen.
Schalter nach hinten - Luft von innen.
36. Regler ENTFROSTER/KABINE.
37. Regler GEBLÄSE. Stufenlose Einstellung der Gebläsege-
schwindigkeit.
38. Regler TEMPERATUR. Stufenlose Einstellung der Kabinen-
36 39 temperatur zwischen 16 und 26 °C.
KL599A Regleranschlag im Uhrzeigersinn: Max. Wärme = Heizventil
37 ständig offen.
Regleranschlag im Gegenuhrzeigersinn: Max. Kälte = Kühl-
38 funktion läuft ständig.
Beachten, daß keine Temperaturregelung geschieht, wenn
die Regler bis zum Anschlag gedreht sind.
39. Verschlußdeckel. Der Entfrosterthermostat sitzt unter dem
Verschlußdeckel und muß stets auf Max. (Uhrzeigersinn)
stehen.
Normaler Betrieb
ACHTUNG! Kompressor für 1. Regler 37 GEBLÄSE und 38 TEMPERATUR auf die ge-
Schmierung und lange Lebensdau- wünschte Gebläsegeschwindigkeit und Temperatur einstel-
er auch im Winter ab und zu an-
len. Das Gebläse muß in Betrieb sein, damit die Kühlfunktion
schalten.
arbeiten kann. (Wenn das Gebläse abgestellt wird, bleiben
Kompressor und Kondensator stehen.)
ACHTUNG! Die Kühlfunktion ist bei
2. Das System arbeitet dann automatisch gemäß folgendem:
– Heizung wird benötigt:
Das System arbeitet in Zyklen von 10 Sek. Das Wasser-
ventil öffnet zum Aufwärmen in Intervallen von 0 Sek., die
auf 4 Sek. verlängert werden. Dann ist das Ventil für dau-
erhafte Heizfunktion offen.
– Kühlung wird benötigt:
Das System arbeitet in Zyklen von 2 Min. Der Kompressor
arbeitet in Intervallen von 30 Sek., die auf Dauerbetrieb
verlängert werden. Der Kondensator arbeitet so lange, bis
keine Kühlung mehr erforderlich ist.
Entfeuchten der Kabinenluft
1. Diese Funktion wird bei beschlagenen Scheiben eingesetzt.
2. Die Entfeuchterfunktion mit Schalter 33 starten.
Das Gebläse läuft dann 3 Min. lang mit max. Drehzahl. Kom-
pressor und Kondensator laufen kontinuierlich. Die Lampe
im Schalter leuchtet. Beachten, daß die Kühlfunktion zum
Entfeuchten der Kabinenluft angewendet wird.
3. Nach 3 Min. geht die Gebläsedrehzahl automatisch zurück
auf die eingestellte Drehzahl. Es ist möglich, zu jedem belie-
bigen Zeitpunkt eine niedrigere Gebläsedrehzahl mit Regler
37 einzustellen.
4. Die Entfeuchterfunktion durch erneutes Betätigen von
Schalter 33 abschalten. Die Lampe im Schalter erlischt.
Betrieb ohne automatische Kühlung
1. Schalter 34 auf AUS stellen. Kompressor und Kondensator
bleiben stehen. Die Lampe in Schalter 34 geht an. Die Kühl-
funktion ist nun in allen Betriebsbereichen deaktiviert und
startet nicht, wenn Regler 38 TEMPERATUR auf MIN ge-
dreht wird.
2. Regler 38 auf die gewünschte Temperatur stellen.

30 DRD100-200
FAHRBETRIEB Fahrersitz
Fahrersitz, Einstellung
Der Fahrersitz ist mit folgenden Einstellmöglichkeiten versehen:

A Abstand zu den Pedalen


Den Sitz mit Hilfe des Bügels ausrasten und nach vorn oder
nach hinten schieben.
B Höhenlage der Sitzfläche
Den Drehgriff drehen, bis die gewünschte Höhenlage er-
reicht ist. Die Federung entspricht automatisch dem Körper-
gewicht des Fahrers.
C Neigung der Rückenlehne
Den Drehgriff drehen.
D Neigung der Armlehne
E Neigung – Gleichzeitige Neigung von Fahrersitz und
Rückenlehne.
F Einstellung des Federungsweges in drei Stufen.
1. Normalstellung – Hebel herausgezogen. Wird bei norma-
ler Fahrt benutzt.
2. Federungsweg auf 25 mm begrenzt – Hebel in Mittelstel-
lung. Wird beim Fahren auf ungleichmäßiger Unterlage be-
nutzt.
3. Federung verriegelt – der Hebel ist völlig eingedrückt.
Wird benutzt, wenn keine Federung gewünscht wird.

DRD100-200 31
FAHRBETRIEB Motorvorwärmer, Einfahren, Anlassen, Warmfahren
Motorvorwärmer
Der Stapler kann zur Starterleichterung bei Temperaturen unter
0°C mit einem Motorvorwärmer versehen werden.
Der Motorvorwärmer besteht aus einer Heizpatrone im Motor-
block, die die Kühlflüssigkeit des Motors erwärmt.
Der Motorvorwärmer muß an eine geerdete 220-V-Steckdose an-
geschlossen werden.

Einfahren
Ein neuer Motor muß stets vorsichtig behandelt werden – er
braucht eine bestimmte Einfahrzeit. Während dieser Zeit erhalten
Zylinderlaufbuchsen, Zahnräder und Lager harte, blanke Ober-
flächen, die dem Motor eine lange Lebensdauer sichern.
Vermeiden Sie daher, den Motor in den ersten 50 Stunden mit
voller Belastung zu fahren. Danach können Sie die Belastung all-
mählich erhöhen.
Möglichst die Einfahrzeit auf 200 Betriebsstunden ausdehnen -
es lohnt sich auf lange Sicht immer, denn man kann mit weniger
Betriebsstörungen rechnen.

Anlassen

WARNUNG!
WICHTIG!
WENN DER MOTOR NICHT Niemals Startspray als Starthilfe benutzen
ANSPRINGT – Explosionsgefahr!

Nach 15–20 Sekunden einen neuen


Startversuch machen.
z Den Schalthebel in Lage NEUTRAL stellen.
Anlasser bei jedem Startversuch nicht
z Zündschlüssel direkt in Lage II drehen und danach:
länger als 10 Sekunden laufen lassen.
– UNTER +5°C
Wenn der Motor auch dann nicht an- Schlüssel ca. 50 Sekunden in Lage II, Glühlage, lassen.
springt, liegt ein Fehler vor. Schlüssel in Lage III, Startlage, drehen und loslassen,
sobald der Motor angesprungen ist.
Ursache feststellen und Fehler beseiti- ÜBER +5°C
gen. Schlüssel direkt in Lage III, Startlage, drehen und loslassen,
sobald der Motor angesprungen ist.
Luft in der Kraftstoffanlage?
– Seite 38.

Warmfahren
Einen kalten Motor niemals hochdrehen. Motor mit 1400–1500
U/min laufen lassen, bis er warm wird. Das Motoröl muß unbe-
dingt erwärmt sein und gut zirkulieren, bevor der Turbolader bei
hohen Drehzahlen zu arbeiten beginnt. Den Motor auch nicht mit
extrem niedrigen Drehzahlen fahren.
Mit dem Stapler erst arbeiten, wenn die normale Betriebstempe-
ratur erreicht ist, d. h. wenn das Thermometer am Armaturenbrett
ca. 80°C anzeigt.

32 DRD100-200
FAHRBETRIEB Funktionskontrolle, Abstellen des Motors, Lenkung
Funktionskontrolle
Machen Sie es sich zur Gewohnheit, beim Start und auch sonst
gelegentlich zu kontrollieren,
WARNUNG!
z ob das Thermometer ca. 80°C anzeigt
Wenn die Funktionskontrolle nicht
zufriedenstellend ausfällt, sofort die z ob der Kraftstoffanzeiger genügend über 0 steht
Arbeitsleitung benachrichtigen. WICHTIG! Der Kraftstoffstand darf nie auf 0 absinken.
z ob sämtliche Warnlampen erlöschen
z ob Signal, Beleuchtung, Bremslicht und Blinker funktionieren
z ob sämtliche Hydraulikfunktionen richtig arbeiten.
z ob die Anzeigelampen für Twist-Locks und Anliegen funktio-
nieren
z ob sich die Kontaktstifte an den Twist-Locks leicht nach oben
WARNUNG! und unten bewegen lassen. Wenn ein Stift in der oberen
Lage schwergängig ist, zeigt er Anliegen an, auch wenn der
Bei der Verwendung von Sichthilfs- Rahmen nicht am Container anliegt.
mitteln, wie z.B. Spiegeln oder Fern-
sehkameras, muß die Geschwindig- z ob die Verriegelung der Twist-Locks funktioniet. Eine leeren
keit den begrenzten Sichtverhältnis- ANLIEGEN erlischt. In diesem Fall muß eine Entriegelung
sen angepaßt werden. der Twist-Locks unmöglich sein.

Abstellen des Motors, Parken


z Feststellbremse anziehen.
z Den Ausleger einfahren und in seine niedrigste Lage herab-
senken.
z Schalthebel in Neutrallage (N) stellen.
z Motor eine Zeitlang im Leerlauf laufen lassen und dann ab-
stellen.
z Zum Abstellen des Motors den Zündschlüssel in Lage 0
drehen.
z Bei längerer Betriebsunterbrechung den Hauptschalter in
Lage AUS stellen.

WICHTIG!
Nie bei laufendem Motor Hauptschalter auf AUS stellen
- Spannungsregler kann beschädigt werden.

Servolenkung
Der Stapler ist nur mit einer Servolenkung versehen, d. h. es gibt
keine mechanische Verbindung zwischen Lenksäule und den ge-
WICHTIG! lenkten Rädern. Die Lenkradbewegungen werden auf
Nicht die tägliche Wartung hydraulischem Wege an die Räder übertragen.
vergessen!

Siehe Seite 36. Bei abschüssiger Fahrt den Motor nicht abstellen, da in diesem
Fall kein hydraulischer Druck vorhanden ist und sich der Stapler
kaum lenken läßt.

DRD100-200 33
FAHRBETRIEB Hubmethodik
Hubmethodik Container
Bei allen Hebearbeiten daran denken, daß die max. Tragfähigkeit
WARNUNG! nicht überschritten wird, siehe Abbildung unten.
Bei jeglichem Fahrbetrieb auf die große Breite und Höhe achten,
Der Hubrahmen muß mit allen vier Ek- damit der Ausleger oder Hubrahmen nicht mit Masten, Leitungen
ken am Container anliegen, wenn die usw. zusammenstößt.
Twistlocks ver- bzw. entriegelt werden
sollen. Beim Entriegeln muß der Con- 1. Längeneinstellung der jeweiligen Containerlänge anpassen.
tainer außerdem mit allen vier Ecken si- 2. In beliebigem Winkel auf den Container zufahren und Fein-
cher auf der Unterlage stehen. einstellung mit Drehen, Seitenverschiebung und Ausleger
höhe vornehmen. Rahmen auf den Container herabsenken.
Schwere Ladungen dürfen nich in ho-
her Position transportiert werden, da 3. Die Twistlocks in die entsprechenden Öffnungen im Contai-
dies zum Umkippen des Staplers füh- ner einpassen.
ren kann. 4. Kontrollieren, daß die orange Lampe ANLIEGEN aufleuch-
tet. Sie zeigt an, daß alle vier Twistlocks in die Verriege-
lungs-öffnungen des Containers eingedrungen sind.
5. Die Twistlocks mit Schalter 15 (Seite 10) verriegeln.
Schalter 15 in Lage AUT = Automatische Verriegelung
6. Kontrollieren, daß die Grüne Lampe TWISTLOCKS VER-
Fahrstellung RIEGELT aufleuchtet.
7. Hebebereit
Wenn der Container angehoben werden soll, muß die Lam-
pe ANLIEGEN erlöschen.

WARNUNG!

Container immer vorsichtig drehen. Darauf achten, daß


der Container nicht mit dem Ausleger oder Fahrgestell
kollidiert.
KL1103

WARNUNG!
WARNUNG!
Bei Transport muß die Kabine sich
unbedingt in der hinteren Stellung Wenn die Anzeigelampen für das Sicherheitssystem des
befinden. Hubrahmens nicht funktionieren, muß das System un-
mittelbar repariert werden. Der Betrieb des Staplers mit
defekten Lampen kann die Sicherheit beeinträchtigen.

Siehe Typen- Heben ist nicht zulässig, wenn die Lampe TWISTLOCKS
schild der jewei- UNVERRIEGELT (rot) leuchtet oder wenn eine der Lam-
pen TWISTLOCKS VERRIEGELT (grün) oder ANLIEGEN
ligen (orange) erloschen ist.
Maschine! Die Lampe ANLIEGEN erlischt nach dem Heben.

Arbeiten in der Nähe von Luftleitungen für Starkstrom


Bei allen Arbeiten in der Nähe von Luftleitungen für Starkstrom
müssen die Reichweiten von Ausleger und Aggregat eingehalten
werden.

WARNUNG!

Bleiben Sie bei Kontakt von Maschine und Starkstromlei-


DRD100-52S6
tung sitzen, und rufen Sie Hilfe! Das Verlassen der Kabi-
ne ist lebensgefährlich, da Sie beim Aussteigen den
Boden berühren (Erdungsgefahr!).

34 DRD100-200
SPEZIELLE MASSNAHMEN
Abschleppen
WARNUNG! Das Abschleppen sollte möglichst bei laufendem Motor erfolgen,
damit Bremsen und Lenkung funktionieren. Bei abgeschaltetem
Kann ein Abschleppen nicht bei laufen- Motor funktioniert die Lenkung eingeschränkt, weil kein Hydrau-
dem Motor erfolgen, muß die Zugstan- likdruck vorhanden ist. Das Getriebe wird nur unzureichend ge-
ge verwendet werden. schmiert.
z Das Abschleppen darf nur auf kurzen Strecken erfolgen.
Vor und nach dem Abschleppen muß z Das Verwenden der Zugstange hat entsprechend der hinten
die Feststellbremse angezogen und die angebrachten Kupplungs-/Zuganordnung auf der Maschine
Räder blockiert werden, um ein unbe-
absichtigtes Rollen der Maschine zu zu erfolgen.
verhindern. Dabei ist größte Vorsicht z Bremsen funktionieren nur bei ausreichendem Druck im Ak-
geboten, damit Personenschäden ver- kumulator. Danach funktioniert die Motorbremse nicht mehr
mieden werden. und die Feststellbremse wird automatisch angezogen. Bei
anschließendem Bewegen/Abschleppen des Staplers muß
die Feststellbremse mechanisch gelöst werden (Hinweise
siehe unten)
WICHTIG! z Abschleppende Fahrzeuge oder Maschinen müssen minde-
Der Stapler kann nicht ange- stens genauso schwer wie die abzuschleppede Maschine
schleppt werden! sein. Motor- und Bremskapazitäten müssen ausreichen.
Versuche, den Motor auf diese
z Bei längerem Abschleppen bzw. bei höheren Geschwindig-
Weise in Gang zu setzen, führen
unweigerlich zu Schäden an der keiten als 10 km/h muß die Kardanachse demontiert wer-
Kraftübertragung! den.
Mechanisches Lösen der Feststellbremse

WARNUNG!

Räder vor dem Lösen der Feststellbremsen blockieren.

Bei der Feststellbremse handelt es sich um eine Scheibenbrem-


se, die an der Antriebsseite der Antriebsachse sitzt.
Die Feststellbremse wird automatisch von einer Feder aktiviert,
falls der Druck im Hydraulikakkumulator unter einen bestimmten
Wert sinkt. Falls die Maschine bewegt werden muß:
1. Position der Mutter (B) auf der Schraube notieren und Splint
B entfernen, der die Mutter hält.
2. Mutter (B) einschrauben, dies preßt die Bremsfedern zu-
sammen. Solange schrauben, bis sich die Bremsklötze von
der Bremsscheibe lösen.
3. Wenn der Fehler behoben ist, die Feststellbremsenfunktio-
nen wieder herstellen. Dazu Mutter (B) losschrauben, bis sie
gemäß Punkt 1 sitzt.

WARNUNG!

Wenn die Feststellbremse mechanisch gelöst sind, muß


sie unbedingt rückgestellt werden um die Feststell-
bremsfunktion wieder zu aktivieren.
KL1102

Brandschutz
Bei Ausstattung mit einem Feuerlöscher sollte das Modell ABE
entsprechend EN 3 Teil 1, 2, 4 und 5 verwendet werden. Mit die-
sem Feuerlöscher können sowohl feste organische als auch flüs-
sige Materialien gelöscht werden. Das in diesem Modell
verwendete Löschmedium ist nicht elektrisch leitfähig. Geeignete
Feuerlöscher können über Kalmar bezogen werden.

WARNUNG!

Bei Verwendung der Maschine in einer besonders brand-


gefährdeten Umgebung, z.B. in hochexplosiven Berei-
chen, ist eine Konstruktion und Ausstattung in
Übereinstimmung mit EN 1755 erforderlich.

DRD100-200 35
WARTUNG Tägliche Wartung
Wartung
WICHTIG! Man unterscheidet zwischen:
Außer der täglichen und fortlaufen-
z TÄGLICHER WARTUNG – wird vom Fahrer ausgeführt
den Wartung sind folgende Arbeiten
durchzuführen: z FORTLAUFENDER WARTUNG – wird von speziell ausge-
Inspektion während der Einfahrzeit bildetem Servicepersonal ausgeführt.
z Nach den ersten 8, 16 und 24 Be-
triebsstunden – Nachziehen der Richtige Wartung trägt weitgehend dazu bei, daß der Stapler ein
Radmuttern. Anzugsdrehmoment sicherer Arbeitsplatz bleibt.
siehe Technisches Handbuch. Die Die fortlaufende Wartung wird im Technischen Handbuch be-
Muttern im Zick-Zack-Muster anzie- schrieben. Der Fahrer hat dafür Sorge zu tragen, daß der Stapler
hen. Nach jedem Radwechsel sind alle 200 Betriebsstunden gewartet wird.
die Muttern auf die gleiche Art anzu-
ziehen. Alle Zeitangaben beziehen sich auf die Betriebszeit, d. h. die vom
Betriebsstundenzähler am Armaturenbrett angezeigte Zeit.
Garantieinspektion nach
50 Betriebsstunden.
Die Garantieinspektion wird von Kalmar
oder von Vertragspersonal durchgeführt
und ist Teil der Garantieverplichtung von WARNUNG!
Kalmar.
Diese Garantieinspektion ist auch eine Es dürfen nur Kalmar Originalersatzteile verwendet wer-
Voraussetzung für die weitere Gültigkeit den. Für Reserve- und Austauschreifen muß ein von Kal-
der Garantie. mar anerkanntes Fabrikat verwendet werden.

Oder beim Nachfüllen bei Nähere Anweisung


TÄGLICHE WARTUNG Kontrolle
Tanken Bedarf auf Seite
Bremsen Funktion
Lenkung Funktion
Sämtliche Instrumente: Funktion
Blinker, Bremslicht, Signal
Schweinwerfer, Rückstrahler
Ausleger: Schäden
Aufhängungspunkte, Gleitplat-
ten
Hubaggregat und Rotator Funktion
Twist-Locks Bei Schäden unmittelbar
Twist-Locks kontrollieren
Alle Hydraulikfunktionen Alle Funktionen in
Endlage zum Fetten
des Inneren des
Zylinderrohres
bringen
Motor, Getriebe, Antriebswelle, Störgeräusch?
Hydraulikschläuche Ölleckage?
Kraftstoff Menge
Der Kraftstoffanzei- • 38
ger dard niemals
auf 0 stehen
Motoröl Ölstand • 39
Kühlflüssigkeit • Flüssigkeitsstand • 38
Getriebe • Ölstand • 40
Hydrauliköl • Ölstand • 40
Scheibenwaschanlage • Flüssigkeitsstand • 41
Räder • Luftdruck 1,0 MPa

36 DRD100-200
WARTUNG Reifen
Reifen

Überprüfung
1. Überprüfen Sie die Reifen regelmäßig, nach Möglichkeit täg-
lich.
WARNUNG! 2. Entfernen Sie eingedrungene Gegenstände wie Glasscher-
ben, Holzsplitter, Metallspäne o.ä.
Verwenden Sie ausschließlich von
Kalmar empfohlene Ersatz- und 3. Untersuchen Sie die Reifen auf ungleichmäßigen und ra-
Wechselreifen. schen Verschleiß. Dieser wird durch mechanische Fehler
hervorgerufen, z.B. fehlerhaft justierte Bremsen. Beheben
Sie eventuelle Fehler umgehend.

Kompressor zum Aufpumpen der Reifen


1. In der Zuführung des Kompressors sollte ein Luftfilter mit
Wasserabscheider installiert sein.
Ein Wasserfilter verringert die Rostgefahr an den Felgen.
2. Leeren Sie den Wasserabscheider regelmäßig.

Reifen aufpumpen
1. Überprüfen Sie vor dem Aufpumpen, daß der Felgensiche-
rungsring ordnungsgemäß anliegt (siehe Abbildung).
Hinweis: Wenn sämtliche Luft aus dem Reifen entwi-
chen ist, muß die Felge demontiert und auf eventuelle
Beschädigungen untersucht werden.
2. Befestigen Sie den Kompressorschlauch mit einem Klem-
mendstück am Reifenventil.
3. Treten Sie zur Seite, und halten Sie sich während des ge-
samten Pumpvorgangs außerhalb des Reifenbereichs auf.
KL1469
4. Pumpen Sie den Reifen bis zum vorgeschriebenen Druck
auf (siehe Technische Daten).
Beim Wechsel von Reifen- oder Felgenmodellen können an-
Sicherungsring dere Luftdruckwerte gelten. Wenden Sie sich in diesem Fall
an KALMAR.

WARNUNG!

Betreten Sie während des Pumpvorgangs nicht den Be-


reich vor einem Reifen.

Überschreiten Sie nicht den vorgeschriebenen Luftdruck


(siehe Technische Daten).

Beim Wechsel von Reifen- oder Felgenmodellen können


andere Luftdruckwerte gelten. Wenden Sie sich in diesem
Fall an KALMAR.
Befolgen Sie stets die Anweisungen zum Aufpumpen von
Reifen, um Unfälle zu vermeiden.

Lesen Sie bei der Reifenmontage die "Sicherheitsvor-


schriften für Arbeiten an der Bereifung" im Technischen
Handbuch.

KL1470RS

Aufpumpen der Reifen

DRD100-200 37
WARTUNG Kraftstoffanlage, Entlüftung, Kühlanlage
Kraftstoffanlage
Stets normales Dieselöl tanken.
Niemals dem Dieselöl Zusätze beigeben.
Im Winter sofort nach Fahrbetrieb tanken - dadurch vermeidet
man, daß sich Kondenswasser im Kraftstofftank bildet.
Dem Kraftstoff niemals kondenswasserabsorbierende Mittel, z.B.
Spiritus, beigeben!
Füllmenge des Kraftstofftanks, siehe Technische Daten.
Der Einfüllstutzen sitzt an der linken Seite des Staplers.
Beim Tanken darauf achten, daß rund um den Tankenverschluß
KL949A Sauberkeit herrscht.

Entlüftung der Kraftstoffanlage


Wenn der Kraftstoff bis zum letzten Tropfen verbraucht wird,
kommt Luft in die Kraftstoffanlage. Es genügt dann nicht, nur
Kraftstoff einzufüllen, sondern die gesamte Kraftstoffanlage muß
auch enlüftet werden.
z Die Entlüftungsschraube A am Kraftstoffilter eine 1/2 Um-
drehung öffnen.
z Den Pumpengriff B durch Drehen entgegen dem Uhrzeiger-
sinn lösen.
A z Mit der Handpumpe B pumpen, bis blasenfreier Kraftstoff an
der Entlüftungsschraube austritt. Beim weiteren Pumpen
Schraube A anziehen.
z Pumpengriff festschrauben.
z Anlasser in 20–30-Sekunden-Intervallen mit jeweils ein paar
Sekunden Pause betätigen. Nach 2–3 Minuten springt der
Motor an.
A Entlüftungsschraube
B Handpumpe
Normalerweise ist keine weitere Entlüftung erforderlich. Wenn
der Motor trotz obiger Entlüftung nicht anspringt oder nach
einigen Sekunden stehenbleibt, muß die Kraftstoffanlage weiter
entlüftet werden. Zu diesem Zweck das Kraftstoffrohr an zwei be-
liebigen Düsenhaltern lösen und den Anlasser betätigen, bis bla-
senfreier Kraftstoff herausspritzt. Die Verschraubung direkt
wieder anziehen und einen neuen Startversuch machen.

Kühlanlage
Kühlflüssigkeit wird in den Expansionsbehälter der Kühlanlage
eingefüllt, der sich unter der Kabinebefindet.

WARNUNG!

Den Deckel am Einfüllstutzen bei warmem Motor sehr


vorsichtig öffnen, Dampf oder heiße Flüssigkeit kann
herausspritzen und Verbrennungen verursachen.
Bei Bedarf Wasser (im Winter mit mindestens 40% Glykol-Zu-
satz) einfüllen. Wenn kein Glykol verwendet wird, muß immer ein
Antikorrosionsmittel hinzugefügt werden. Antikorrosionsmittel
enthalten aber kein Frostschutzmittel und dürfen daher nur ver-
wendet werden, wenn die Außentemperatur immer über 0°C
liegt.
Bei zu niedrigem Kühlflüssigkeitsstand leuchtet Warnlampe 46
am Armaturenbrett auf.
WICHTIG!
Zu niedriger Kühlflüssigkeitsstand kann dazu führen,
daß die Flüssigkeit kocht und Motorschäden verursacht.

38 DRD100-200
WARTUNG Motoröl, Akkumulatoren
Motoröl
Der Ölmeßstab B des Motors befindet sich unter der Serviceklap-
pe vor der Kabine. Er hat zwei Markierungen, MAX. und MIN.,
zwischen diesen beiden Markierungen muß der Ölstand liegen.
Den Ölmeßstab vor der Kontrolle abtrocknen.
Bei Bedarf Motoröl nachfüllen – wenn der Motor warm und das
Öl leichtflüssig ist. Öl einfüllen – etwas warten – den Ölstand mit
B dem Meßstab kontrollieren.

A Öleinfüllstutzen
B Ölmeßstab

A
KL950A

Kontrolle der hydraulischen Akkumulatoren


Die hydraulischen Akkumulatoren sind mit Stickstoff vorgeladen.
Die Dichtheit ist gemäß den folgenden Punkten zu kontrollieren,
wenn die Lampe 45 für zu niedrigen Bremsdruck aufleuchtet.

1. Motor starten und laufen lassen, bis die hydraulischen Akku-


mulatoren gefüllt sind.
2. Motor abstellen und den Startschlüssel in Stellung I stellen.
3. Bremspedal mit langen, pumpenden Bremsbewegungen
herunterdrücken, zwischen jeder Bremsung eine kurze Pau-
se machen.
4. Es sollte möglich sein, mindestens sechs Bremsungen zu
machen, bevor die Lampe 45 aufleuchtet.
5. Motor starten, die Akkumulatoren aufladen und die Brems-
probe mehrmals wiederholen.
A 6. Wenn es nicht möglich ist, sechmal zu bremsen, bevor die
Lampe 45 aufleuchtet, liegt eine Störung in den Akkumulato-
ren vor. In diesem Falle muß der Fehler sofort beseitigt und
die Akkumulatoren mit Stickstoff gefüllt werden. Die Akku-
mulatoren sind mit geprüfter Ausrüstung von einem autori-
sierten Fachmann zu füllen.

WARNUNG!
KL951A

B Das Füllen muß mit geprüfter Ausrüstung von einem au-


torisierten Fachmann erfolgen.

A. Schnellentleerungsventil, Akkumulatoren.
B. Reservedruckventil der Servoanlage

WARNUNG!

Die Akkumulatoren des Bremssystems haben


einen Innendruck von 210 bar. Daher bei Arbeiten an die-
ser Anlage vor dem Lösen von Komponenten immer den
Druck ablassen, dazu das Schnellentleerungsventil A bei
den Akkumulatoren benutzen. Auch Ventil B öffnen.

DRD100-200 39
WARTUNG Hydraulische Anlage, Getriebeöl
Hydraulische Anlage
Der Behälter für das Hydrauliköl befindet sich an der rechten
Seite des Staplers.

A Einfüllöffnung
B Schauglas

A Der Ölstand muß in der Mitte des Schauglases liegen, wenn sich
sämtliche Hydraulikkolben in eingeschobener Stellung befinden.
B Das Hydrauliköl muß immer mit einem Zusatz von 6%
LUBRIZOL gemischt werden, um eine einwandfreie Funktion der
ölgekühlten Bremsanlage zu gewährleisten.
Der Zusatz wird im Normalbetrieb nicht verbraucht, und muß
deshalb nur bei einem Ölwechsel oder beim Nachfüllen von
Hydrauliköl zugesetzt werden.
KL952A LUBRIZOL kann bei der Ersatzteilabteilung von Kalmar bestellt
werden.

WARNUNG!

Längeren Hautkontakt mit Hydrauliköl, das LUBRIZOL


enhält, vermeiden. Dieses Mittel ist gesundheitsschäd-
lich.

Getriebeöl
Öleinfüllstutzen und Ölmeßstab des Getriebes befinden sich un-
ter der Serviceklappe vor der Kabine.

A Öleinfüllstutzen
B B Ölmeßstab
Ölstand kontrollieren, wenn der Motor im Leerlauf läuft.

KL950B

40 DRD100-200
WARTUNG Luftfilter, Scheibenwaschanlage
Luftfilter
Der Staubbehälter wird automatisch entleert.
Das Filter wird vom Servicepersonal bei der laufenden Wartung
ausgewechselt. Beim Einsatz des Staplers in Luft mit hohem
Staubgehalt kann es vorkommen, daß das Filter in verhältnismä-
ßig kurzer Zeit verstopft.
Im Ansaugsystem zwichen Motor und Luftfilter sitzt ein Anzeiger,
der mit einem roten Signal anzeigt, wenn das Luftfilter verstopft
ist.
Deshalb den Anzeiger regelmäßig kontrollieren und das Service-
personal verständigen, sobald der Anzeiger ein rotes Signal
zeigt.

KL949B

WICHTIG!
Schlecht gereinigte Ansaugluft kann schnell zu ernsten
Motorschäden führen

Zeit für
Filterwechsel

Scheibenwaschanlage
Kontrollieren, daß der Behälter genügend Flüssigkeit enthält. Bei
Bedarf nachfüllen. Im Winter frostbeständige Flüssigkeit verwen-
den, z. B. Spiritus oder spezielle Scheibenwasch-flüssigkeit.

KL950C

DRD100-200 41
WARTUNG Elektrische Anlage
Elektrische Anlage
ACHTUNG! Die mitgelieferten Startbat- Die elektrische Anlage arbeitet mit 24 V Spannung. Die Span-
terien sind wartungsfrei, d. h. es nungsquelle besteht aus zwei 12-Volt-Batterien, die von einer
braucht niemals Flüssigkeit nachge- Drehstromlichtmaschine aufgeladen werden. Der Minuspol ist
füllt zu werden. am Fahrgestell angeschlossen. Der Pluspol ist an den Haupt-
Wir empfehlen allerdings trotzdem
eine Kontrolle des Elektrolytstandes schalter A angeschlossen. Bei Arbeiten an der elektrischen An-
ein- oder zweimal pro Jahr. Bei Bedarf lage, bei Schweißarbeiten am Stapler und bei längerem
entionisiertes Wasser nachfüllen. Abstellen des Staplers stets den Strom abschalten.
Kontrolle des Elektrolytstandes in den Batterien
Die Batterien sitzen hinter einer Klappe an der Treppe auf der lin-
ken Seite des Staplers. Der Flüssigkeitsstand muß 10 mm über
S1-6 7-12 13-18 19-24 den Platten liegen – bei Bedarf entionisiertes Wasser nachfüllen.
Batterien enthalten gesundheits- und umweltschädigende Stoffe.
Ausrangierte Batterien müssen den landesüblich geltenden Be-
stimmungen entsprechend entsorgt werden.

WARNUNG!

Die Batteriefüllsäure enthält ätzende Schwefelsäure.


Mögliche Füllsäurespritzer auf der Haut sind sofort zu
B
entfernen. Verwenden Sie dabei reichlich Wasser und
Seife. Sollte Füllsäure in die Augen gelangt sein, spülen
WARNUNG! Sie sofort mit viel Wasser nach, und begeben Sie sich
unmittelbar zum Arzt.
Verwenden Sie nie Sicherungen mit
einer höheren Amperestärke als auf
dem Schild auf dem Deckel angegeben. Relaiskasten in der Fahrerkabine – Sicherungen
Schäden und Brände können so
vermieden werden. Sicherung Abgesicherter Kreis Größe A
Nr
S1 Wischermotor vorn, Blinker, Sitzsummer, .............. 10
Geber Feststellbremse
B S2 Zündschlüssel, Vorglühung, Anlasser,
Innenbeleuchtung Kabine
(Extra: Klimaanlage 25 A) ...................................... 15
S3 Containerhub, Sicherheitsblockierung ................... 15
S4 Elektroschaltung....................................................... 5
S5 Warnlampen, Instrumentenbeleuchtung ................. 5
Relais, Kühlflüssigkeitsstand
S6 Bremslicht, Rückfahrscheinwerfer, Rückfahralarm 15
S7 Gebläse (Extra: Klimaanlage) 1) ............................. 25
S8 Reserve (Extra: Arbeitsbeleuchtung Container)..... 15
A KL593A
S9 Arbeitsbeleuchtung (15 A bei 4 Lampen) 1)
Rundum-Kennleuchte ............................................ 10
S10 Arbeitsbeleuchtung, Standard
(15 A bei 4 Lampen)1) ............................................ 10
S11 Signal, Motor der Scheibenwaschanlage,
Wischer hinten+Dach, Wischer vorn, Intervallrelais10
2 4 6 8 10 12 14 16 19
S12 Fahrlicht (Hauptsicherung),
Rücklicht (Hauptsicherung), Standlicht .................. 15
1 3 7 9 11 13 15
S13 Fernlicht, rechts ...................................................... 5
S14 Fernlicht, links .......................................................... 5
S15 Abblendlicht, rechts ................................................ 5
S16 Abblendlicht, links ................................................... 5
S17 Rücklicht, links ....................................................... 5
C S18
S19
Rücklicht, rechts...................................................... 5
ECU11) ................................................................... 10
KL728A S20 ECU5...................................................................... 10
S21 Spannungsumwandler 24V/12V............................... 5
S22-S24 Extra ......................................................................... –
1)
Sonderausstattung
Sonstige Sicherungen
A Hauptschalter
B Hauptsicherung, Ausleger (1×25 A)
D C Sicherung Containerhub (2×10 A),
sitzt in der Elektrozentrale des Containerhubs
D Hauptsicherung für Elektrosystem, sitzt auf Motor 2×50 A

42 DRD100-200
WARTUNG Elektrische Anlage
Relais
305 Rücklicht
314 Feststellbremse, Auskupplung
315 Höchstleistung (Startschlüssel)
316 Wischermotor vorn
320 Elektrostopp (ECS 07) 1)
322-1 Kühlflüssigkeitsstand
322-2 Kühlflüssigkeitsstand (ECS 07) 1)
323 Impulsrelais Blinker
328 Gangschaltung (ECS 01) 1)
330 Startsperre
331 Getriebe, vorwärts
332 Getriebe, rückwärts
334 Auskuppeln bei Automatikgetriebe (ECS 01) 1)
367 Hebellenkung (ECS 04) 1)
399 Reserve 1)

Sonstiges
321-1 Intervallrelais Wischer vorn
321-2 Intervallrelais Wischer hinten 1)
960 Umkehrsperre1)
1)
Zusatzausrüstung

Glühlampen
Leistung
Bezeichnung Watt ................................Sockel
Instrumente 3........................................ BA7s
Kontrollampen 1,2............................... W2x4,6d
Innenbeleuchtung 10....................................... S8,5
Rücklicht, rot 5......................................BA15s
Bremslicht 21....................................BA15s
Blinker 21....................................BA15s
Positionslampen 5.......................................SV8,5
Fahrlicht 75/70.............................P43t-38
(bei Fern- und Abblendlicht)
Rückfahrscheinwerfer, weiß 70.................................... Pk22s
Arbeitsbeleuchtung 70.................................... Pk22s
Rundum-Kennleuchte 70.................................... Pk22s

Start mit Hilfsbatterie


z Kontrollieren, daß die Hilfsbatterien in Reihe geschaltet sind,
so daß die Gesamtspannung 24 V beträgt.
A Nicht die normalen Kabel zur Staplerbatterie abklemmen.
z Den Anschluß in nachstehender Reihenfolge vornehmen:
1. Rotes Starthilfekabel (+) an Hilfsbatterie.
2. Rotes Starthilfekabel (+) an entladene Batterie.
3. Schwarzes Starthilfekabel (–) an Hilfsbatterie.
4. Schwarzes Starthilfekabel an eine Stelle, die ein Stück
von der entladenen Batterie entfernt ist, beispielsweise
am Anschluß des Minuskabels an das Fahrgestell.
WARNUNG!
z Motor anlassen.
Die Anschlüsse während des Startversuches
Batterien enthalten äußerst explo-
sives Knallgas. Ein Funken, der bei nicht bewegen – Gefahr von Funkenbildung! Nicht über eine
fehlerhaftem Anschluß der Starthilfe- der Batterien beugen.
kabel entstehen kann, reicht aus, um z Kabel in genau umgekehrter Reihenfolge wie beim
die Batterie zur Explosion zu brin- Anschließen wieder abnehmen.
gen, was schwere Folgeschäden
nach sich ziehen kann.

DRD100-200 43
SCHMIERPLAN

1 24 3 4 5 6

DRD100-52S6

KL940C

Einfüllstutzen
Bremse
Planeten-
getriebe

Schau-
glas

44 DRD100-200
SCHMIERPLAN
Pos Bezeichnung Intervall Anzahl Anm
Nr. 200 600 1000 Schmier-
punkte
1 Auslegeraufhängung S 2
3 Gleitplatten S Fett manuell mit Pinsel auftragen, dabei
Ausleger max. ausgefahren.
Triplex-Ausleger: Beim Schmieren des In-
nenauslegers muß der Zwischenausleger
eingefahren sein. Beim Schmieren des Zwi-
schenauslegers muß der Innenausleger
eingefahren sein.
4 Rotatoraufhängung S 2
5 Neigung S 4
6 Rotatorgetriebe (Bremse und x K xx 4 Flüssigkeitsstandkontrolle, bis zu rotem
Planetengetriebe) Punkt am Schauglas nachfüllen.2)
x) Ölwechsel bei Garantiservice
xx) Ölwechsel alle 1000 Stunden.
7 Rotatorlagerung S 4 2 Nippel auf jeder Seite.
8 Ritzel und Zahnkranz S 3 Mit Fett einpinseln.
9 Steuerarme S 4
10 Lendradlager 2 Ausbauen, reinigen, kontrollieren und alle
4000 Stunden einfetten.
11 Achsschenkelbolzenlager 4 Ausbauen, reinigen, kontrollieren und alle
4000 Stunden einfetten.
12 Motor, Öl x x) Ölwechsel alle 200 Stunden1)
13 Motor, Ölfilter x 2 x) Filterwechsel alle 400 Stunden
14 Getriebe, Öl K x 1 x) Ölwechsel. Ölstandkontrolle bei Leerlauf.
15 Getriebe, Filter x 1 x) Filterwechsel
16 Filter, Servoanlage x 1 x) Filterwechsel
17 Kühlölfilter, wet disc-Bremsen x 1 x) Filterwechsel
18 Hydraulikölfilter x 2 x) Filterwechsel
19 Kardanwelle S 3
20 Antriebsachse K x 3 x) Ölwechsel
21 Atmungsfilter, Hydrauliktank x 1 Filterwechsel alle 2000 Stunden
22 Hydrauliköl K x Ölwechsel alle 2000 Stunden
23 Scharniere, Türen und Klappen
24 Bremspedale KS 2 Sicherungsschrauben an den Pedalachsen
kontrollieren und festziehen.
Achsnippel schmieren
1) Das Wechselintervall hängt stark von der Kraftstoffqualität,
der Schmiermittelqualität und den Betriebsbedingungen ab.
Wenn längere Wechselintervalle als 200 Stunden ge-
wünscht werden, muß der Zustand des Öls vom Ölfabrikan-
ten durch regelmäßige Schmierölproben kontrolliert werden.
2)
Achtung! Unterschiedliches Öl für Bremse und Getriebe.
(Volumen Bremse: 0,2 l. Volumen Getriebe: 2,2 l)
Füllmengen, siehe Technische Daten.
Schmiermittelqualität, siehe Öl- und Schmiermittelempfehlun-
gen.
S=Schmieren
K=Kontrollieren
WICHTIG!
Wenn der Stapler unbenutzt im Freien steht und Nach einer Fahrzeugwäsche mit Entfettungs-
die Kolbenstangen ausgefahren sind, müssen mittel müssen die Kolben mehrere Male vor- und
sämtliche Kolbenstangen zur Vorbeugung von zurückgefahren werden, damit sich erneut ein
Rostbildung eingefettet werden. schützender Ölfilm bildet.

DRD100-200 45
SCHMIERPLAN, CONTAINERAGGREGAT

1 2 2 1

3 3

46 DRD100-200
SCHMIERPLAN, CONTAINERAGGREGAT
Pos Bezeichnung Intervall Anzahl Anm
Nr. Schmier-
200 600 1000 punkte
1 Gleitflächen, Längeneinstellung S Mit Pinsel alle Gleitflächen fetten, wobeider
Rahmen max. ausgefahren sein muß.
2 Gleitflächen, Seitenverschiebung S Mit Pinsel alle Gleitflächen fetten, wobei
der Rahmen in beiden Richtungen max.
seitlich verschoben sein muß.
3 Seitenverschiebungszylinder S 2
4 Zylinder, Längeneinstellung S 4
5 Verriegelungszylinder K 4 Kontrollieren, daß die Geber fettfrei sind.
6 Drehkopplung des Hubzapfens K x 4 Einfetten.
Kontrollieren, daß die Geber fettfrei sind.
7 Twist-Lock-Welle K x 4 Twist-Lock alle 2000 Stunden ausbauen.
Twist-Lock auf Verschleiß überprüfen. Bei
Bedarf Einzelteil auswechseln. Reinigen
und einfetten. Bei Verdacht auf
Beschädigung ist die gleiche Kontrolle
durchzuführen. Kontrollieren, daß die
Geber fettfrei sind.
8 Kontaktstift K 4 Einfetten.
Kontrollieren, daß die Geber fettfrei sind.

S=Schmieren
K=Kontrollieren

DRD100-200 47
TECHNISCHE DATEN
Motor
Hersteller – Typenbezeichnung Volvo – TWD 731 VE
Treibstoff – Arbeitsweise des Motors Diesel – 4-Takter
Leistung ISO 3046 1) – bei Drehzahl kW -r/m 167 – 2200
Drehmoment ISO 3046 – bei Drehzahl Nm-r/m 893 – 1300
Anzahl Zylinder – Verdichtungsverhältnis 17.7:1
Lichtmaschine, Typ – Leistung Drehstrom – 1920 W
Startbatterie, Spannung – Kapazität V-Ah 2x12 – 140

Kraftübertragung
Getriebe, Hersteller – Typenbezeichnung Clark – 13,7 32335-2
Kupplung, Typ Drehmomentwandler
Getriebe, Prinzip Powershift
Anzahl Gänge, vorwärts – rückwärts 3–3
Antriebsachse, Typ Doppelt vorgelegtes
Planetengetriebe, Nabe

Räder
Reifentyp, vorn und hinten2) Pneumatisch
Größe, vorn und hinten Siehe Datenblatt
Luftdruck, vorn und hinten MPa 1,0

Lenkung und Bremsanlage


Lenkung Hydraulische Servolenkung
Betriebsbremsanlage, Typ – gebremste Räder Hydraulisch – Antriebsräder
Feststellbremsanlage, Typ – gebremste Räder Federspeicherbremse – Antriebsräder

Bewerteter Mittelungsschallpegel
in der Fahrerkabine
Gemäß Maschinenrichtlinie. Grenzwert 70 dB(A)
mit Standardmotor Max 71 dB(A)
mit Satz für Schalldämmung 69 dB(A)

Füllmengen
Treibstoff L 400
Kühlanlage L 31
Hydrauliköl L 400
Antriebsachse (einschl. Nabenvorgelege) L 25
Getriebe L 21
Motoröl L 29

Die Maße und die Gewichte des Staplers hängen von der Ausrü-
stung ab. Die Werte gehen im einzelnen aus der Produktspezifi-
kation und dem Datenblatt für den betreffenden Stapler hervor.

1) ISO 3046 = Nettoleistung.


2)
Das Fabrikat von Reserve- und Austauschreifen muß von
Kalmar zugelassen sein.

48 DRD100-200
Öl- und Schmiermittelempfehlungen
Motoröl
Qualität: API-CD Öl für Turbomotoren von einer
bekannten Mineralölgesellschaft.
Viskosität: Siehe nachstehende Abbildung.

*) Die Anwendung dieser Öle bei Temperaturen über


+15°C bzw. +30°C kann zu erhöhtem
Motorverschleiß führen.
**) Bezieht sich auf synthetisches bzw. halbsynthetisches Öl.
ACHTUNG! Es darf nur SAE 5W/30 verwendet werden.

Antriebsachsenöl
Qualität: API GL-5
Viskosität: SAE 80 W-140

Öl in Rotatorgetriebe
Bremse
Qualität: Hydrauliköl ohne Zusatz, siehe unten

Planetengetriebe
Qualität: API GL-5
Viskosität: SAE 80 W-140
Über +30°C oder
schwerer Betrieb: SAE 320

Hydrauliköl
Qualität: Das Hydrauliköl muß von einer bekannten
Mineralölgesellschaft bezogen werden.
Das Öl soll der Norm ISO 6743-4 entsprechen.
Viskosität: Klasse HV, ISO VG 46 bei normaler
Betriebstemperatur
Klasse HM, ISO VG 68 bei tropischem Klima
Klasse HV, ISO VG 32 bei extremer Kälte
WICHTIG! Zusatz: 6% LUBRIZOL LZ 9990A
Eventuelle Abweichungen von dieser
Tabelle sind nur mit schriftlicher Geneh-
migung von Kalmar Service gestattet. Schmierfett
Ein Universalfett vom Typ EP mit 3–5% Molybdändisulfidzusatz
für alle Schmierpunkte, einschl. Radlager, verwenden. Das Fett
muß die Forderungen gemäß NLGI-Grade 2 erfüllen.

DRD100-200 49
Öl- und Schmiermittelqualitäten
Getriebeöl

WICHTIG!
Bei Lieferung von Kalmar ist das Getriebe mit API-CD-
Motoröl SAE 10W/30 gefüllt.
Das Getriebe darf nicht erneut mit ATF-Öl gefüllt werden.
Wenn Sie sich für ein anderes empfohlenes Öl entschei-
den, muß das Getriebe vollständig entleert werden, be-
vor neues Öl eingefüllt wird.

Aktuelle Umgebungstemperatur
Temperaturbereich Empfohlenes Öl
1 (a) C-2 SAE Grad 30
(b) C-3 SAE Grad 30
(c) Motoröl, SAE Grad 30 API-CD/SE
oder CD/SF
(d) MIL-L-2104C-SAE Grad 30
(e) MIL-L-2104D-SAE Grad 30
2 (a) MIL-L-2104C-SAE Grad 10
(b) MIL-L-2104D-SAE Grad 10
(c) C-2 SAE Grad 10
(d) C-3 SAE Grad 10
(e) Motoröl, SAE Grad 10 API-CD/SE
oder CD/SF
(f) Quintolubric 822-220 (Phosphatfreier
Ester, feuerbeständige Flüssigkeit)
3 (a) *Dexron
(b) *Dexron II D – siehe Information unten
4 (a) MIL-L-46167
(b) MIL-L-46167 A
5 (a) Conoco Polor Start DN-600 Fluid

WICHTIG!
Die für die Temperaturbereiche 2 und 3 empfohlenen
Schmierstoffe können auch bei niedrigerer Umgebungs-
temperatur verwendet werden, wenn das Getriebegehäu-
se vorgewärmt wird.

Schmierstoffe für den Temperaturbereich 4 sollten nur


innerhalb der angegebenen Temperaturgrenzen verwen-
det werden.

WICHTIG!
Dexron II D ist mit graphitischem Friktionsmaterial nicht
WICHTIG! vereinbar, wenn die Kupplungsscheiben NICHT DEN C3
Eventuelle Abweichungen von dieser - PRÜFNORMEN ENTSPRECHEN.
Tabelle sind nur mit schriftlicher Geneh-
migung von Kalmar Service gestattet.

50 DRD100-200
Kalmar Industries Sverige
Torggatan 3 SE-340 10 Lidhult, Sweden
Tel: +46 372 260 10. Fax: +46 372 259 77.
www.kalmarind.com