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GmbH, Stettiner Str.

38, D-33106 Paderborn

Digitaler M-Bus Pegelwandler / Master-Interface

Microcontroller gesteuerte Meter-Bus und SDA-Bus Master-Einheit zur Fernspeisung


und Fernauslesung von bis zu 250 Endgeräten

Interface-Optionen:
1. M-Bus ↔ RS232C Pegelwandler (DR003/4)
2. M-Bus ↔ RS485 Pegelwandler (DR005/6)
3. M-Bus ↔ M-Bus : Repeater zur Netzwerkausdehnung (beliebig erweiterbar) (DR007)
4. Single Board Computer als Master (kompatibel zu 80x86) (DR001/2)

Leistungsmerkmale:
• sämtliche Funktionen werden durch einen Microcontroller gesteuert
• gemeinsamer Betrieb von Meter-Bus und SDA-Bus Geräten
• Zwei Versionen: DR250 → maximal 250 Geräte / Standardlasten (je 1,5 mA)
DR120 → maximal 120 Geräte / Standardlasten (je 1,5 mA)
• Übertragungsgeschwindigkeiten: 300 .. 38400 Bd
• Bit-Recovery (Wiederherstellung der Bitzeiten) : wichtig für Repeater-Funktion
• komplette Busausdehnung nach M-Bus Spezifikation
• automatische Messung der maximal möglichen Baudrate
• Unterdrückung des Echos
• Abschaltung des Busses bei Kurzschluß und Überstrom mit automatischer
Wiederanschaltung nach Ende des Überstromes
• Schutz des Gerätes gegen transiente Überspannungen auf dem M-Bus1
• Schutz gegen Spitzenspannungen (Blitzschutz) auf dem M-Bus1
• Schutz gegen starke elektromagnetische Felder1
• Kollisionserkennung mit Break-Signalisierung
• Anzeigen für Datenverkehr, maximalen Busstrom und Überstrom / Kurzschluß
• Service-Schnittstelle und MODEM-Anschluß
• modularer Aufbau zur Verwendung als Master, Repeater oder Pegelwandler
• Spannungsversorgung mit einem externen 42V Steckernetzteil oder
wandmontierbarem Netzteil
• Diagnose des Bussystems und Statusmeldung zum Master
• das Gerät ist CE-geprüft und trägt das CE-Kennzeichen

Digital Repeater Datenblatt 03.03.98, Version 2.02 1


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Erläuterung der Interface-Optionen


1. RS232: Diese Option bietet die Möglichkeit einen externen Steuerrechner (z.B.
einen PC) mit eigener Software als Master für den M-Bus / SDA-Bus zu betreiben.
Zum Anschluß werden entweder die RS232-Anschlußklemmen oder ein 10-poliger
Wannenstecker mit speziellem Kabel verwendet. Der Anschluß eines MODEM´s statt
des Steuerrechners ist alternativ auch möglich. In dieser Konfiguration arbeitet das
Gerät als Pegelwandler von RS232 auf M-Bus.

2. RS485: Diese Option erlaubt die Verwendung eines Steuerrechners mit RS485-
Schnittstelle als Master. Die RS485-Schnittstelle ermöglicht große Entfernungen und
eine geringe Stör-empfindlichkeit für die Übertragungsstrecke zwischen Master und
Digital-Pegelwandler. In dieser Konfiguration arbeitet das Gerät als Pegelwandler
von RS485 auf M-Bus.

3. Repeater: Diese Option wird zur Zwischenverstärkung und Aufbereitung der


Datensignale auf dem M-Bus eingesetzt,wenn die maximale Anzahl der Geräte oder
die maximale Kabellänge für die Installation überschritten werden. Aufgrund der
automatischen Messung der größtmöglichen Übertragunsgeschwindigkeit und der
Wiederherstellung der Bitzeiten (Bit-Recovery) durch den Digital-Repeater lassen
sich beliebig viele Repeater kaskadieren.

4. CPU-Version: Diese Option beinhaltet einen kompletten M-Bus-Master mit Digital-


Pegelwandler, Single-Board-Computer als Steuerrechner, Tastatur und Display. Die
CPU-Platine beinhaltet 512 kB RAM, ein 512 kB großes FLASH-EEPROM, eine
Echtzeituhr und einen Watchdog. Diese M-Bus-Zentrale liest alle installierten
Endgeräte / Zähler in konfigurierbaren Zeitabständen aus und legt die Daten in dem
nichtflüchtigen Speicher ab. Diese gesammelten Daten können dann per temporär
angeschlossenem Laptop (Service-Schnittstelle) oder mit einem Modem (RS232)
ausgelesen und zur Abrechnungsstelle übertragen werden. Die Daten können
wahlweise als M-Bus-Rohdaten zur eigenen Interpretation oder ausgewertet nach
der Norm EN1434-3 als Excel-Datei abgelegt werden. Zur Anzeige der Daten und
Konfigurierung vor Ort kann die Zentrale mit Hilfe der Tastatur und dem LCD bedient
werden. Die CPU-Version kann auf Wunsch mit einem internen PCMCIA-MODEM
ausgeliefert werden. Die Verwendung eines externen MODEM´s ist ebenfalls
möglich. Die hohe Sicherheit des Systems gegenüber äußeren Einflüssen
(Spannungseinbruch, ESD ...) wird durch den Passwortschutz, den eingebauten
Watchdog und die Speicherung der Daten und des Programms in dem FLASH-
EEPROM gewährleistet. Eine neue Programmversion kann per PC oder MODEM
nachgeladen werden.

2 03.03.98, Version 2.02 Digital Repeater Datenblatt


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Selbstdiagnose
Die Selbstdiagnose des Digital-Repeaters gibt der steuernden CPU oder PC die
Möglichkeit einige Informationen über die Repeater-Hardware - und Software, sowie
über den Zustand des angeschlossenen M-Bus-Systems zu erfahren.
Nach einem Space (logische 0) von mindenstens 100 ms und höchstens 20 Sekunden
vom Master führt der Microcontroller der Grundplatine eine selbständige Diagnose des
angeschlossenen M-Bus Systems durch. Dabei wird die maximal mögliche
Übertragungsgeschwindigkeit und die Anzahl der Endgeräte in Vielfachen der
Standardlast (1,5 mA) ermittelt (in Vorbereitung). Anschließend werden 12 Status-
Bytes mit den Parametern 38400 Bd, 8 Datenbits, 1 geradem Parity und 1 Stopbit
übertragen:

Byte 1 Byte 2..5 Byte 6 / 7 Byte 8 Byte 9 Byte 10 Byte 11 Byte 12


Software Serien-Nr. Hersteller Max. Slaves Max.Baud Reale Max.Baud reservier
Version (EN1434- (konstruktiv) (konstruktiv) Slaves (real) t
3)
hex. BCD hex. hex. 01 .. 08 hex. 01.. 08 00

Die Felder Serien-Nr. und Hersteller werden beginnend mit dem Byte der niedrigsten
Wertigkeit übertragen. Der Hersteller erhält den festen Inhalt $48AC = „REL“ für
RELAY. Die max. Anzahl Slaves beträgt je nach Version $78 = 120 oder $FA = 250. Die
Messung der real angeschlossenen Slaves ist derzeit nicht implementiert. Daher enthält
das Byte Nr. 10 immer den Wert $00. Die Felder für die maximale Baudrate enthalten
eine 01 für 300 Bd, eine 02 für 600 Bd, eine 03 für 1200 Bd, eine 04 für 2400 Bd, eine
05 für 4800 Bd, eine 06 für 9600 Bd, eine 07 für 19200 Bd oder eine 08 für 38400 Bd.

SDA-Bus Protokoll:
Nach einem Space vom Master von einer Dauer > 20 Sekunden wechselt der
Microcontroller in den SDA-Bus-Modus. Dazu generiert der Repeater den Sync-Zyklus
(20 s Bus aus, 8.1 s
Bus an, 2.1 s Bus aus, 3.1 s Bus an und 2.1 s Bus aus) schaltet danach den Bus ein
und gibt die Daten der SDA-Bus-Geräte konvertiert in UART-Protokoll (38400 Bd, 8
Datenbits, 1 gerades Paritätsbit und 1 Stopbit) zum Master weiter. Den eigentlichen
Daten des SDA-Gerätes wird ein 4 Byte große Zahl (niederwertigstes Byte zuerst)
vorangestellt, die den Zeitpunkt der Übertragung in 10ms-Auflösung und damit die SDA-
Adresse kennzeichnen. Ein Gerät mit der Adresse 1 sendet ca. 60 .. 65 s nach dem
Sync und hat somit einen Zeitstempel von 60000 bis 65000. Die Daten folgen jeweils im
Low-Nibble der weiteren Bytes. Das High-Nibble ist gleich 0000b für Datum OK, 0001b
für Datum OK und letztes Datum oder > 0001b zur Kennzeichnung eines Timing-
Problems bei diesem Datum.

Der Microcontroller bleibt bis zur Wegnahme des Dauer-Space im SDA-Bus-Modus und
wartet auf Daten der SDA-Geräte.

Digital Repeater Datenblatt 03.03.98, Version 2.02 3


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Hinweis: Ein Dauerspace kann durch eine PC-UART erzeugt werden, indem das Bit 6
(Unterbrechung setzen) des Leitungskontrollregister LCR der UART auf 1 gesetzt wird.
Die Rücknahme des Dauerspace erfolgt durch Löschen dieses Bits.

Anschlussklemmen:

M-BUS (+),(-) 4 Klemmenpaare für M-Bus-Endgeräte

RS485 RxTx+,RxTx- Anschluss für RS485

RS232 CTS,RTS,TXD,RXD, Anschluss für RS232 / Modem


DSR,DTR,DCD,GND

Relais S1A, S1B Relaiskontakt 1


S2A, S2B Relaiskontakt 2

TSS (+),(-) Anschluß M-Bus Eingang für


Repeaterfunktion

Service Anschluss für Service-Schnittstelle (RS232)


für CPU-Betrieb

Erde E42V Erdanschluss für 42V-Netzteil

42V (+),(-) Netzteil 42V- (650 mA Ausgangsstrom)

4 03.03.98, Version 2.02 Digital Repeater Datenblatt


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LED-Anzeigen: Netzteil:
ON (grün): on → Master sendet Mark Eingang: 230V~, 50Hz, 300 mA
off → Master sendet Space Ausgang: 42V DC, 650 mA
SLAVE (gelb): on → Slave sendet Space Sicherung: 630 mA
off → Slave sendet Mark Schutzklasse: IP40
MAX (gelb): on → normaler Betriebsbusstrom Leistungsaufnahme: max. 25VA
überschritten Adern: braun → 42V -
SHORT (rot): Blinken mit 2 Hz → Überstrom blau → 42V +
on → SDA-Bus Sync (UBUS = 0V) gelb/grün → Erde

Technische Daten:

Spannungsversorgung Spannung 42 V DC (± 5 %)
Strombedarf max. 630 mA
Leistungsaufnahme max. 30 W

Gehäuse Abmessungen H x B x T = (85 x 200 x 240) mm


Schutzart IP 52 nach EN60529
Material ABS Kunststoff
Farbe anthrazit, ähnlich RAL7024

Gewicht DR003 .. DR007 ca. 1,1 Kg


DR001.. DR002 ca. 1,5 Kg

Umgebungsbedingungen Temperatur Betrieb 0 bis 55 °C


Temperatur Lagerung -20 bis 60 °C

EMV-Daten Emission DIN EN 50081-1


EN 55022 Klasse B
EN 60555
Immunität DIN EN 50082-2
ENV50140
ENV50204
EN61000-4-2

Digital Repeater Datenblatt 03.03.98, Version 2.02 5


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M-Bus-Spezifikationen:

PARAMETER DIGREP2502 DIGREP1203 EINHEIT

min. typ. max. min. typ. max.

max. Anzahl Geräte 250 120


(Standardlasten je 1,5 mA)
normaler Betriebsbusstrom 0 375 0 180 mA

Anzeige Warnstrom 385 410 435 195 210 225 mA

Überstromabschaltung 470 500 530 235 250 265 mA

Busspannung Mark (für 36,0 42,5 39,0 42,5 V


normalen Betriebsstrom)
Busspannung Space (für 24,0 30,0 26,0 31,0 V
normalen Betriebsstrom)
Bitschwelle 5,5 7,0 8,5 5,5 7,0 8,5 mA
Slave → Master
Kollisionsschwelle (Break- 45 48 51 45 48 51 mA
signal: 50 ms Space)
maximale gesamte Kabel- 1000 1000 m
länge (JYSTY n x 2 x 0.8)
max. Entfernung zum Slave 350 350 m
(JYSTY n x 2 x 0.8)

Die maximale Entfernung zum Slave und die gesamte Kabellänge hängt in jedem
Einzelfall von der Netztopologie, der Anzahl der angeschlossenen Geräte, dem
Querschnitt des verwendeten Kabels und der gewünschten
Übertragungsgeschwindigkeit ab. Eine Beschreibung von Untersuchungen zu diversen
Netzinstallationen mit dem Digital-Repeater kann bei der Relay GmbH angefordert
werden („ Der M-Bus: Ausdehnung des Netzes bei unterschiedlichen Baudraten“).

6 03.03.98, Version 2.02 Digital Repeater Datenblatt


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Bestellinformationen:

DR001 M-Bus-Master mit integriertem Steuerrechner für 250 Endgeräte


DR002 M-Bus-Master mit integriertem Steuerrechner für 120 Endgeräte
DR003 M-Bus ↔ RS232CMaster-Pegelwandler für 250 Endgeräte
DR004 M-Bus ↔ RS232CMaster-Pegelwandler für 120 Endgeräte
DR005 M-Bus ↔ RS485 Master-Pegelwandler für 250 Endgeräte
DR006 M-Bus ↔ RS485 Master-Pegelwandler für 120 Endgeräte
DR007 M-Bus ↔ M-Bus Repeater zur Netzwerkausdehnung für 250 Endgeräte

Digital Repeater Datenblatt 03.03.98, Version 2.02 7


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1
Durch starke elektromagnetische Felder (HF-Felder) oder statische Entladungen erzeugte Störungen der
Datenübertragung werden aufgrund der Sicherungsmechanismen des M-Bus-Protokolls (Hamming-Distanz
=4) mit großer Sicherheit als Fehler erkannt.
2
Abkürzung für die Version für 250 Endgeräte
3
Abkürzung für die Version für 120 Endgeräte

8 03.03.98, Version 2.02 Digital Repeater Datenblatt