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Berufsunfähigkeitsversicherung im Vergleich - 2020

Niemand denkt gerne über Krankheit nach. Doch wer in Deutschland nicht privat vorsorgt, ist im Falle der
Berufsunfähigkeit oft von Armut bedroht. Natürlich hofft man, dass man selber gesund bleibt – dennoch ist
es wichtig, Vorkehrungen für den Ernstfall zu treffen. In diesem Zusammenhang sind verschiedene Tarife zu
berücksichtigen.

So funktioniert der kostenlose Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich


Der kostenlose und unverbindliche BU-Vergleich hilft Ihnen dabei, etwaige Möglichkeiten vorzufiltern und
Ihnen die Wahl einer passenden Berufsunfähigkeitsversicherung zu erleichtern.
Kaum eine Versicherung ist so kompliziert wie die Berufsunfähigkeitsversicherung. Sinnvoll ist nur eine
BU-Police, die explizit auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten ist. Der benötigte Zeitaufwand schreckt
dabei viele potentielle Interessenten ab. Der kostenlose Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich hilft Ihnen
deshalb bei der (Vor-)Auswahl. Vor Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist es wichtig, die
vertragsspezifischen Klauseln zu überprüfen. Die verschiedenen Versicherungsgesellschaften und Tarife
unterscheiden sich oft im Detail. Diesbezüglich lohnt sich oft eine Risikovoranfrage und ein detaillierter
Vergleich der Angebote. Für den Fall des Falles könnte sich auch eine sogenannte SBU (selbständige
Berufsunfähigkeitsversicherung lohnen). Bei einer SBU wird das Risiko abgedeckt, überhaupt berufsunfähig
zu werden. Dabei spielt beispielsweise auch das Alter eine Rolle. Wird man während der Laufzeit dieser
Versicherung nicht berufsunfähig, heißt dies vertragsabhängig nicht notwendigerweise, dass man kein Geld
zurückbekommt.
Geben Sie Namen, Anschrift, Alter, Art der Tätigkeit und die gewünschte Rentenhöhe in das Online-
Formular beziehungsweise den Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich ein. Experten erfragen für Sie
anschließend kostenfrei passende Angebote und unterbreiten Ihnen meist schon binnen eines Werktages
unverbindliche Vorschläge entsprechend Ihrer Vorgaben. Bei der soeben erwähnten Risikovoranfrage
werden persönliche Daten wie die Anschrift geschwärzt und ein Versicherungsmakler kontaktiert die
Anbieter. Auf diese Weise haben Sie als Verbraucherin oder Verbraucher die Möglichkeit, entsprechende
Angebote besser miteinander zu vergleichen.

Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung und wann greift sie?


Die private Berufsunfähigkeitsversicherung oder BU-Versicherung zahlt im Falle von Berufsunfähigkeit eine
vorab vereinbarte, monatliche Rentensumme für einen vorab vereinbarten Zeitraum. Meist reicht dieser vom
Eintritt der Berufsunfähigkeit bis zum regulären Rentenalter. Ausgeschüttet wird der Betrag ab einer
attestierten Berufsunfähigkeit von mindestens 50 % – das heißt, wenn das versicherte Individuum aufgrund
von Krankheit dauerhaft nur noch die Hälfte oder weniger der vorab gearbeiteten Wochenstunden leisten
kann. Bevor die Berufsunfähigkeitsversicherung in Kraft tritt, wird in der Regel eine Gesundheitsprüfung
angeordnet.

Für wen lohnt sich eine BU-Versicherung?


Eine BU-Versicherung ist fast ausnahmslos empfehlenswert. Jeder vierte Bundesbürger ist anteilig oder
vollständig berufsunfähig – so die gesetzliche Rentenversicherung. Im Ernstfall sind Betroffene vielfach
nicht staatlich abgesichert und von Armut bedroht. Auch Verbraucherschützer betonen deshalb die
Notwendigkeit zur privaten BU-Vorsorge. Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist also
naheliegend. Dabei gilt jedoch, einzelne Versicherungsangebote sorgfältig zu vergleichen und zu überprüfen.

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente reicht kaum zur Deckung der


Lebenskosten
Wer nach dem 1. Januar 1961 geboren worden ist, hat im Falle der Berufsunfähigkeit nur in den seltensten
Fällen und unter ganz besonderen Umständen Anspruch auf staatliche Unterstützung. Im Folgenden finden
Sie die Bedingungen für einen Bezug von staatlicher Rente.
Diesbezüglich werden auch verschiedene Gesundheitsfragen gestellt und ergründet, ob die betroffene
Versicherungsnehmerin oder der Versicherungsnehmer möglicherweise einen anderen Beruf ausüben
könnte. Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente besteht nicht, wenn eine Person unter anderen Umständen
noch mindestens sechs Stunden täglich arbeiten kann. Die Art der Arbeit ist dabei egal und unabhängig vom
erlernten Beruf. Ist man beispielsweise ein querschnittsgelähmter Physiotherapeut, erhält man keine
Erwerbsminderungsrente, wenn man noch sechs Stunden pro Tag als Telefonist arbeiten könnte.
Anspruch auf staatliche Erwerbsminderungsrente besteht, wenn eine Person gar keine Arbeit für mindestens
sechs Stunden täglich durchführen kann.

 Den vollen Erwerbsminderungsrentensatz erhalten Personen, die pro Woche weniger als drei Stunden
erwerbsfähig sind. Dieser beträgt jedoch weitaus weniger als 50 % des letzten Bruttogehalts.
 Den halben Erwerbsminderungsrentensatz erhalten Personen, die mindestens drei Stunden aber weniger als sechs
Stunden pro Tag erwerbsfähig sind.

Von dieser Rente gehen dann gegebenenfalls noch Steuern und Krankenversicherung ab.

Private Berufsunfähigkeitsversicherung
Bevor Sie mit einem Berufsunfähigkeitsversicherer einen monatlichen Rentenbetrag vereinbaren, sollten Sie
genau überlegen, wieviel Geld Sie für sich und Ihre Familie monatlich benötigen. In jedem Fall müssen die
Lebenshaltungskosten im Krankheitsfall gedeckt werden können. Wenn Sie Kinder haben, sollten Sie dies
in der Kalkulation ebenfalls berücksichtigen. Auch müssen die Rentenbeträge eventuell auch noch in zehn
oder 20 Jahren reichen.
Eine genaue Kostenaufstellung hilft Ihnen bei der Bestimmung der Rentenhöhe. Dazu gehören nicht nur
Wohnkosten und Lebensmittel, sondern auch Gelder für Ihre Krankenversicherung und andere
Versicherungen, für Ihr Auto, für Kredite, Geld für Hobbies, Schule und die Ausbildung etwaiger Kinder.
Weiter unten im Text finden Sie dazu unsere BU-Checkliste.
Der Richtwert für die ausgeschüttete BU-Rentenversicherung liegt zwischen 60 % und 80 % des
Nettoeinkommens, eine hundertprozentige Absicherung ist in der Regel meist nicht möglich. Wichtig ist,
dass die Berufsunfähigkeitsrente gegebenenfalls bis zum Eintritt des regulären Rentenalters ausgezahlt wird,
um etwaige finanzielle Engpässe zu vermeiden. Den Zeitraum der BU-Rente können Sie individuell
bestimmen.
Auch muss beachtet werden, dass auf die vereinbarte Rentensumme Steuern anfallen können, wenn sie über
dem Grundfreibetrag der Einkommensteuer liegt – dieser liegt 2020 beispielsweise bei 9.408 Euro und wird
in der Regel jährlich etwas angehoben.
Berufsunfähigkeitsrente
Die Berufsunfähigkeitsrente gilt im Steuerrecht als 'abgekürzte Leibrente', denn sie ist zeitlich begrenzt.
Entsprechend des Versicherungsvertrags wird sie nur bis zu einem bestimmten Alter ausgeschüttet – meist
ist dies das Rentenalter.
Bei abgekürzten Leibrenten muss nicht der gesamte Betrag sondern nur der Ertragsanteil versteuert werden.
Dieser Ertragsanteil wird entsprechend der Jahre kalkuliert, während derer die Rente ausgezahlt wird. Bezieht
eine Person die Berufsunfähigkeitsrente also nur für wenige Jahre, so müssen wenig Steuern gezahlt werden.
Je länger die BU-Rente bezogen wird, desto höher wird auch die durchschnittliche Versteuerung.
Beispielrechnung: Eine Person bezieht für fünf Jahre eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente von 1.000
Euro. Der zu versteuernde Prozentsatz läge dann bei 5 %. Von der monatlichen Summe müssten
dementsprechend je 50 Euro versteuert werden. Ausgezahlt würden nur 950 Euro von den 1.000 Euro der
Rente.

Was sind die häufigsten Gründe für Berufsunfähigkeit?


Depression und Burnout – "Psychische oder Nervenerkrankungen" sind in der Bundesrepublik mittlerweile
mit 32,52 % die Hauptursache für Berufsunfähigkeit – das ergibt jedenfalls eine Studie von Statista (Stand
2018).
Probleme mit dem "Skelett- und Bewegungsapparat" machen mit 21,02 % etwas über ein Fünftel der
Ursachen für Berufsunfähigkeit aus – typische Büroerkrankungen von Rücken, Gelenken, Bandscheiben,
Sehnen und Muskeln sollten also weiterhin nicht unterschätzt und wenn möglich zeitig therapiert werden.
Kurz hinter sonstigen Erkrankungen mit 15,66 % rangieren "Krebs und andere bösartige Geschwüre" mit
15,48 % auf Platz 4. "Herz-/Kreislauferkrankungen" bilden mit 7,34 % das Schlusslicht der Platzierungen.
Knapp unter ein Zehntel (8,98 %) aller Betroffenen konnten aufgrund eines Unfalls ihrer Tätigkeit nicht mehr
nachkommen. Benötigen Sie Informationen zu den Risiken verschiedener Erkrankungen, kann Ihnen auch
Ihr Arzt entsprechende Gesundheitsfragen beantworten.

Welche Berufsgruppen sind besonders gefährdet?


Allgemein besteht bei Berufen, die vorwiegend auf körperlicher Tätigkeit basieren, ein höheres
Berufsunfähigkeitsrisiko. Dachdecker, Schweißer, Holzfäller, Fleischwarenhersteller oder Maurer sind im
Alltag einer sehr hohen körperlichen Belastung ausgesetzt, hantieren mit gefährlichen Geräten und sind in
manchen Fällen giftigen Substanzen oder Dämpfen ausgesetzt.
Dabei nicht berücksichtigt werden allerdings psychische Ursachen, und die sind mittlerweile der Hauptgrund
für Berufsunfähigkeit. Burnout, Stress, Depressionen und Überlastung findet man auch bei den
Berufsgruppen, die nicht oder wenig auf körperlicher Tätigkeit basieren. So etwa bei Lehrern, Managern,
Ingenieuren oder Bürokräften. Auch Rückenprobleme als Folge einer Schreibtischtätigkeit ist weiterhin oft
eine Ursache für Berufsunfähigkeit. Statistiken sind dabei für Betroffene natürlich nicht hilfreich – selbst
wenn für ein Individuum ein bestimmtes Risiko besonders groß oder klein ist, kann es im Einzelfall ganz
anders kommen. Wichtig ist, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Aus diesem Grund lohnt sich auch
für diese Berufsgruppen ein Vergleich von verschiedenen Tarifen für eine Berufsunfähigkeitsversicherung.
Zu welchem Zeitpunkt sollte ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung
abschließen?
Eine BU-Versicherung kann schon ab dem 15. Lebensjahr abgeschlossen werden. Empfehlenswert ist dies
aber nur dann, wenn Sie planen, in Zukunft eine körperliche Tätigkeit aufzunehmen – wie etwa Handwerke
als Dachdeckerin oder Dachdecker, Bauarbeiterin oder Bauarbeiter, denn das Arbeitsunfall- und
Berufsunfähigkeitsrisiko ist höher als bei etwa kaufmännischen Tätigkeiten oder Bürojobs. Aus diesem
Grund profitiert auch die klassische Ingenieurin oder der Ingenieur von dem Vergleich der verschiedenen
Tarife von Versicherungsgesellschaften.
Naheliegend ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu Beginn einer Ausbildung oder eines
Studiums, wenn denn die Vertragsmodalitäten stimmen. Je älter man ist, desto teurer wird die BU-
Versicherung, da mit zunehmendem Alter auch vermehrt Gesundheitsrisiken und Erkrankungen auftreten
können. Dennoch ist die Berufsunfähigkeitsversicherung in der Regel auch dann sinnvoll, wenn Sie bereits
ein oder mehrere Jahrzehnte im Berufsleben stehen.
Generell gilt
Je früher, desto besser, und desto günstiger sind die monatlichen Nettobeiträge. Wenn man als Jugendlicher
unter den richtigen Konditionen versichert ist, dann muss man auch bei später hinzukommenden Berufs- oder
Gesundheitsrisiken keine Versicherungsaufschläge zahlen.

Wie errechnen sich die Beiträge der Berufsunfähigkeitsversicherung?


Berufsunfähigkeitsversicherungen werden individuell auf Kundinnen und Kunden zugeschnitten. Einzelne
Faktoren werden von den verschiedenen Anbietern dabei unterschiedlich bewertet und resultieren in
individuellen Nettobeiträgen. Dementsprechend ist es auch nicht möglich, beispielsweise einen
Pauschalvertrag für bestimmte Berufsgruppen zu erstellen.
Wichtige Kriterien sind in jedem Fall Alter, Beruf, Hobbies, Gesundheitszustand und Vorerkrankungen.
Entscheidend ist natürlich auch, welche Höhe der monatliche BU-Rentenbetrag haben und bis zu welchem
Lebensjahr er ausgezahlt werden soll. Eine Todesfallsumme kann ebenfalls vereinbart werden und wirkt sich
dementsprechend auf die Tarifbildung aus. Seit 2013 gibt es aufgrund eines Urteils des Europäischen
Gerichtshofs bei der Prämienkalkulation von Versicherungen keine Geschlechterunterschiede mehr.

Tariftendenzen
Eine genaue Auskunft erhält man nur durch eine BU-Versicherung Anfrage. Die einzelnen Anbieter bewerten
unterschiedliche Kriterien scheinbar sehr unterschiedlich und verwenden unterschiedliche Fragebögen für
potentielle Kundinnen und Kunden. Das verwirrt viele Verbraucherinnen und Verbraucher, die nach
Gemeinsamkeiten zwischen den Dokumenten suchen. Allgemein gilt: Je jünger und gesünder Sie bei dem
Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind, desto günstiger fällt Ihr Beitrag aus.
Tendenzen gibt es bei folgenden Kriterien:

 Individuen, deren Berufe auf körperlicher Arbeit basieren (z. B. Handwerker), zahlen höhere Prämien als
Menschen, die vorwiegend geistige Tätigkeiten ausführen (z. B. Bürokräfte).
 Bei Hobbies mit erhöhter Unfallgefahr steigt das Versicherungsrisiko und damit auch die BU-Prämie –
Beispiele sind etwa Reiten, Skifahren oder Tauchen.
 Bestehen physische oder psychische Vorerkrankungen, werden ebenfalls Risikozuschläge berechnet.

Um die Prämien einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu senken, können einige Erkrankungen im BU-


Vertrag ausgeschlossen werden. Dies ist aber in der Regel nicht empfehlenswert. Der Sinn der
Berufsunfähigkeitsversicherung ist ja gerade der umfassende Schutz im Falle der Berufsunfähigkeit.
Klammern BU-Versicherte in ihrem Vertrag beispielsweise einzelne Krankheiten oder Ereignisse aus – wie
etwa einen Herzinfarkt oder ein Krebsleiden – so erhalten sie keine BU-Rente, wenn ihre Berufsunfähigkeit
durch einen Herzinfarkt oder ein Krebsleiden verursacht wird.

Kostenloser Vergleich aller Anbieter von Berufsunfähigkeitsversicherungen in Deutschland