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Private Krankenversicherungen im Vergleich 2020

Jeder möchte für sich und seine Familie die optimale Gesundheits- und Unfallversorgung. Oft lohnt sich
dabei der Blick auf die privaten Krankenversicherungen. Im Gegensatz zu gesetzlichen Varianten der
Krankenversicherung können Sie bei privaten Anbietern die Leistungspakete flexibel und individuell auf Ihre
Ansprüche zuschneiden.
Zu den möglichen Vorteilen der PKV gehören beispielsweise die freie Arzt- und Krankenhauswahl, eine
bessere Unterbringung in Krankenhäusern, umfassendere Diagnostik und Vorsorge oder die Erstattung von
Heilpraktikerkosten.
Selbst wenn Sie gesetzlich versichert bleiben möchten oder müssen, ist in vielen Fällen der Abschluss einer
privaten Zusatzversicherung eine Alternative. Um die richtigen Weichen bei der Wahl Ihrer Versicherung zu
stellen, ist oftmals ein Vergleich sinnvoll. Auf Wunsch erstellen wir Ihnen ein kostenloses Angebot.

Vielfältige Leistungspakete entsprechend der persönlichen Ansprüche


Die Leistungen in den jeweiligen Tarifen der privaten Krankenversicherungen sind vielfältig und variieren
in Struktur und Preis.
Wichtig für Sie ist deshalb, sich vorab genau zu überlegen, welche Ansprüche Sie an Ihre
Krankenversicherung haben, und welche Leistungen Sie nutzen möchten. Bei der PKV haben Sie dabei
insbesondere auch die Möglichkeit, für das Alter umfassende Vorsorgevorkehrungen zu treffen.
Auch nach dem Eintritt in die PKV können Leistungen nachträglich an Ihre Wünsche angepasst werden,
allerdings kann die PKV in diesem Fall eine Gesundheitsprüfung verlangen und etwaige Zusatzleistungen
verweigern, wenn bereits eine Vorerkrankung besteht. Es ist daher ratsam, schon beim Eintritt in die PKV
einen Tarif mit all den Leistungen zu wählen, die für Sie als Privatversicherte oder Privatversicherter in den
kommenden Jahrzehnten wichtig werden könnten. Einmal vertraglich vereinbarte Leistungen dürfen im
Nachhinein seitens einer privaten Krankenversicherung nicht gekürzt werden.

Für wen sich ein Wechsel in eine PKV lohnen kann


Ob der Abschluss einer privaten Krankenversicherung für Sie persönlich sinnvoll ist, hängt von Ihren
aktuellen Lebensumständen ab. Wenn eine oder mehrere der folgenden Situationen auf Sie zutreffen, ist es
empfehlenswert, darüber nachzudenken:

Ob der Wechsel in eine PKV sinnvoll ist, hängt von Ihren persönlichen Lebensumständen ab. Insbesondere
für Beamtinnen und Beamte ist der Eintritt in die private Krankenversicherung naheliegend: Derart
Beschäftigte sind beihilfeberechtigt, das heißt, der Arbeitgeber übernimmt für sie und ihre nicht berufstätige
Familienangehörige zwischen 50 % und 80 % der PKV-Heilkosten. Dementsprechend zahlen privat
krankenversicherte Beamtinnen und Beamte für sich und ihre nicht berufstätigen Familienangehörigen nur
eine Restkostenversicherung oder Teilversicherung. Bleiben Verbeamtete freiwillig in der GKV, erhalten sie
vom Arbeitgeber keinen Krankenversicherungszuschuss, lediglich der Pflegeversicherungssatz wird anteilig
übernommen. Das Gleiche gilt für Beamtenanwärterinnen und Beamtenanwärter, Berufsrichterinnen und
Berufsrichter, Soldatinnen und Soldaten und deren Familienangehörige.
Allgemein gilt: Je jünger und gesünder die Versicherungsnehmerin oder der Versicherungsnehmer, desto
niedriger die monatlichen PKV-Beiträge – auch für Leistungen, die weit über die einer GKV hinausgehen.
Für alleinstehende, kinderlose Gutverdienerinnen und Gutverdiener kann der Beitritt zur PKV ebenfalls eine
lohnenswerte Alternative sein – unabhängig davon, ob sie Angestellte sind oder freiberuflich arbeiten: Der
monatliche PKV-Beitrag wird entsprechend des vereinbarten Leistungspakets erhoben, er ist
gehaltsunabhängig – im Gegensatz zu dem der gesetzlichen Krankenversicherungen. Im Unterschied zu
gesetzlichen Krankenkassen können privat versicherte Mitglieder ihre Angehörigen nicht kostenfrei
mitversichern. Eine Familienversicherung gibt es also nicht; einige private Anbieter bieten allerdings
verschiedenartig gestaltete Familientarife an. Auch durch einen Selbstbehalt können die Kosten der PKV
verringert werden.
Halten Sie sich viel im Ausland auf, könnte ein Wechsel für Sie relevant sein: PKV-Mitglieder haben
außerhalb ihres Heimatlandes je nach Tarif meist optimalen Versicherungsschutz. Bei den gesetzlichen
Krankenversicherungen variiert der Schutz im Ausland abhängig vom Urlaubsland und der Art der
Gesundheitsleistung; schlimmstenfalls besteht gar kein Anrecht auf Behandlung, insbesondere außerhalb der
Europäischen Union.
Für Studentinnen und Studenten gibt es ebenfalls besondere PKV-Tarife. Diese fallen je nach Anbieter sehr
unterschiedlich aus, sind aber in der Regel günstiger als reguläre Tarife privater Versicherungsunternehmen.
Ob sich der Wechsel lohnt, muss im Einzelfall entschieden werden.
Ein Wechsel zur PKV ist für Sie in der Regel kostenfrei und dann möglich, wenn bei Ihnen keine
Versicherungspflicht in einer GKV besteht. Dies gilt, wenn Sie verbeamtet, selbstständig oder freiberuflich
beschäftigt sind. Liegt Ihr Jahreseinkommen 2020 bei mehr als 60.750 Euro brutto, können Sie ebenfalls
einer PKV beitreten – auch wenn Sie als Angestellte oder Angestellter tätig sind. Studentinnen und Studenten
können sich für die Dauer ihres Studiums privat versichern, wenn sie dies innerhalb der ersten drei Monate
nach Studienbeginn beantragen oder mindestens 30 Jahre alt sind. Versicherungsanbieter bieten oft
besondere Studententarife an, die je nach Einkommenshöhe und persönlichen Umständen für Studierende
relevant sein könnten.
Ist ein Wechsel zur PKV für Sie ausgeschlossen, können Sie bei Bedarf eine private Zusatzversicherung
abschließen, um so Sonderleistungen privater Krankenversicherungen zu erhalten – etwa für Pflegekosten,
zahnärztliche Behandlungen oder Versorgungsschutz im Ausland. Auch bei diesen Modellen können Sie
durch eine Selbstbeteiligung Kosten senken.

Kostenabrechnung und Beitragsrückerstattung in der PKV


PKV-Mitglieder können Allgemeinmediziner und Fachärzte frei wählen und bekommen von diesen die
Rechnungen direkt zugeschickt. Die Rechnungen beziehungsweise Zahlungsbelege legt die
Versicherungsnehmerin oder der Versicherungsnehmer der privaten Krankenversicherung vor – ebenso wie
die Belege über eingelöste Rezepte. Die PKV erstattet anschließend die Kosten – je nach Tarif im vollen
Umfang. Handelt es sich bei der Heilleistung um einen Krankenhausaufenthalt, werden anfallende
Rechnungen in der Regel direkt von der PKV beglichen.
Bei privaten Versicherungsunternehmen gibt es zudem die Option der Beitragsrückerstattung, falls in einem
gewissen Zeitraum keine Leistungen in Anspruch genommen wurden. Das heißt, Versicherungsnehmerinnen
und Versicherungsnehmer bekommen gegebenenfalls einen Teil der eingezahlten PKV-Prämien zurück. Je
nach Höhe dieses Rückerstattungsbetrags lohnt es sich, einzelne, besonders günstige Heilkosten selber zu
tragen, sofern der Rückerstattungsbetrag für den bemessenen Zeitraum höher ist als die Rechnungen selbst.
Je nach Tarif ist bei bestimmten medizinischen Leistungen der PKV ein Selbstbehalt vorgesehen. Im
Gegenzug fällt der monatliche Versicherungsbeitrag geringer aus. Es gibt verschiedene Modelle zur
Berechnung des Selbstbehalts: Sie können entweder einen Fixbetrag oder eine bausteinabhängige
Selbstbeteiligung zahlen. Als dritte Option für einen Selbstbehalt steht die Zahlung eines prozentualen
Anteils zur Auswahl.
Private Krankenversicherung im Angestelltenverhältnis
Auch in einem Angestelltenverhältnis ohne Beihilfeberechtigung zahlt Ihr Arbeitgeber Ihnen die Hälfte der
Zuschüsse zur privaten Krankenversicherung – bis zu einem bestimmten Höchstbetrag, der dem der GKV
entspricht. An der Pflegeversicherung beteiligt sich der Arbeitgeber ebenso. Insbesondere für Personen, die
ein hohes Gehalt beziehen, ergeben sich dadurch Vorteile, denn die private Versicherungsprämie richtet sich
auch bei steigendem Gehalt nicht nach der Höhe des Einkommens.
Gesetzlich Versicherten hingegen wird stets ein proportional gleichbleibender Prozentsatz von ihrem Gehalt
abgezogen und an die GKV überführt – unabhängig davon, wie hoch dieses Gehalt ist. Seit dem 1. Januar
2015 liegt dieser Prozentsatz bei 14,6 % des Bruttogehalts - Arbeitnehmerin beziehungsweise Arbeitnehmer
und Arbeitgeber zahlen davon je 7,3 %. Hinzu kommt seit 2015 außerdem ein von den Kassen erhobener,
einkommensabhängiger Zusatzbetrag, 2019 liegt dessen Höhe bei durchschnittlich 0,9 %.

So errechnen sich Ihre monatlichen Beiträge in der PKV


Im Unterschied zu den gesetzlichen Krankenkassen werden die monatlichen Beiträge in der PKV nicht
prozentual anhand des monatlichen Gehalts berechnet, sondern anhand der persönlichen
Voraussetzungen der Versicherungsnehmer bei Versicherungsbeginn. Neue Mitglieder in der privaten
Krankenversicherung werden entsprechend ihres Alters und Gesundheitszustandes eingestuft. Dabei
gilt: Je jünger und gesünder Sie sind, desto niedriger fallen in der Regel Ihre monatlichen Prämien aus.
Laut einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs müssen dabei seit Beginn des Jahres 2013 aufgrund
der Geschlechtergleichstellung Unisex-Tarife angeboten werden. Vorab lagen die PKV Prämien für
Frauen oft vergleichsweise höher, da Sie eine statistisch längere Lebenserwartung haben und die
Heilkosten während und nach einer Schwangerschaft oft hoch sein können.
Private Krankenversicherungen operieren nach dem Alterungsrückstellungs-Modell, das vermeiden
soll, dass sich die Beiträge für Privatversicherte mit zunehmendem Alter entsprechend der meist
verstärkten Leistungsinanspruchnahme unproportioniert erhöhen. Die Beiträge werden geglättet, indem
bereits jüngere Versicherungsnehmer höhere Beträge zahlen, damit die Prämien auch über einen langen
Zeitraum konstant bleiben.
Die Beitragserhebungen werden dabei maßgeblich durch die Vorschriften des Versicherungs-
Aufsichtsgesetzes (VAG) reguliert. Werden Beiträge erhöht, so werden dabei die
Alterungsrückstellungen angerechnet. Eine Erhöhung der PKV-Beiträge oder Minderung der Leistung
allein auf Basis des Älterwerdens der oder des Versicherten ist somit rechtlich nicht möglich.
Die Beitragshöhe einer privaten Krankenversicherung richtet sich dabei natürlich auch nach Ihren
individuellen Wünschen. Also danach, welchen der zahlreichen, flexiblen Tarife Sie für sich wählen
und welche Leistungen Sie beanspruchen möchten.

Mit dem PKV-Vergleich finden Sie passende Tarife


Kostenfrei, übersichtlich und eine Hilfestellung bei Ihrer Entscheidung – mit dem private
Krankenversicherung Vergleich finden Sie unter den vielen Angeboten und Tarifen passende
Leistungspakete entsprechend Ihrer Lebensumstände und Wünsche.
Private Krankenversicherungen sind wirtschaftliche Unternehmen. Sie stehen miteinander in Konkurrenz
und haben nicht wie die gesetzlichen Krankenkassen bestimmte Vorgaben zu Leistung und Tarifbildung zu
erfüllen. Dementsprechend unterscheiden sich auch die Angebote der einzelnen Versicherungen. Einige
PKV-Unternehmen bieten beispielsweise besondere Leistungspakete für Familien oder
Studenten/Studentinnen.
Nicht immer ist dabei der billigste Tarif auch der beste – insbesondere langfristig betrachtet. Je mehr
Leistungen Sie schon frühzeitig in Ihren PKV-Tarif einbinden, desto mehr Vorteile haben Sie im Alter –
auch im Falle später diagnostizierter, ernsthafter Erkrankungen. Einige sehr günstige PKV-Tarife sind dabei
etwa nicht deckungsgleich mit denen der GKV. So beinhalten beispielsweise nicht alle billigen Angebote
bestimmter Anbieter die Erstattung von Therapiekosten oder Heilkuren, die etwa von gesetzlichen
Krankenversicherungen übernommen werden.
Auch für Menschen mit heilkostenintensiven Erkrankungen lohnt sich ein PKV-Vergleich, da
unterschiedliche Krankenversicherer in diesen Fällen ebenfalls unterschiedliche Beiträge und
Risikozuschläge errechnen.

Umgehung etwaiger Wartezeiten in der PKV


Möchten Sie die private Krankenversicherung wechseln, ist es wichtig, sich über etwaige Wartezeiten zu
informieren. Bei diesen handelt es sich um festgelegte Zeitspannen zu Beginn des
Versicherungsverhältnisses, in denen noch kein Anspruch auf Leistungen besteht. Private
Krankenversicherer wollen so verhindern, dass gleich zu Vertragsbeginn kostenintensive Heilmaßnahmen in
Anspruch genommen werden. Die allgemeine Wartezeit in der PKV beträgt drei Monate – haben Sie binnen
dieser Zeit jedoch einen Unfall, werden entsprechende Leistungen von der PKV übernommen. Eine
besondere Wartezeit gilt für Leistungen wie zahnärztliche und kieferorthopädische Behandlungen,
Psychotherapie oder Entbindungen. Diese Spanne ist in der Regel mit acht Monaten bemessen.
Man unterscheidet zwischen dem technischen, formellen und materiellen Beginn des
Versicherungsverhältnisses. Der technische Beginn markiert den Anfang der Vertragslaufzeit, ab dem
Prämien gezahlt werden müssen. Die Unterzeichnung des Vertrages ist der rechtlich bindende, formelle
Beginn. Heilkostenerstattungen erfolgen allerdings erst mit dem materiellen Beginn.
Wartezeiten können unter bestimmten Voraussetzungen umgangen werden – wenn Sie etwa nachweisen
können, dass Sie mehr als acht Monate bei einem privaten Krankenversicherer vollversichert waren, kann
bei einem nahtlosen Übergang und Tarifwechsel unter Umständen die dortige Versicherungszeit auf die
Wartezeit angerechnet werden. Liegt ein aktuelles Gesundheitszeugnis vor oder unterzieht man sich einer
Gesundheitsprüfung – deren Kosten man in der Regel selber tragen muss – können die Wartezeiten im
Einzelfall ebenfalls umgangen werden. Wichtig ist, sich über die Wartezeiten der einzelnen privaten
Krankenversicherungen zu informieren, da deren diesbezügliche Geschäftsbedingungen variieren können.
Allgemein gilt: Um zu allen Zeiten Versicherungsschutz zu haben, sollten Sie die bisherige private
Krankenversicherung erst kündigen, wenn Sie von einem anderen Unternehmen angenommen wurden!

Wechsel der privaten Krankenversicherung

Wann sich ein PKV-Wechsel lohnt


Berücksichtigen Sie neben der monatlichen Beitragshöhe auch den Leistungsumfang, damit sich eine
Tarifoptimierung langfristig rentiert. Um Ihren individuellen Bedürfnissen auch in Zukunft gerecht zu
werden, sollte der neue, günstigere Tarif eine vergleichbare Absicherung bieten. Dies ist meist jedoch nicht
der Fall.
Vorrangig ältere Versicherte, die aus finanziellen Gründen einen günstigeren Tarif benötigen, wechseln
zuweilen in sogenannte Sozialtarife. Die Leistungen des Standard- bzw. Basistarifs sind mit denen der GKV
vergleichbar.
Allen langjährig privat Krankenversicherten, die vor dem 1. Oktober 2009 einen Vertrag abgeschlossen
haben, seit mindestens zehn Jahren einer PKV angehören und mindestens 65 Jahre alt sind, steht der
Standardtarif offen. Wer nach dem 31. Dezember 2008 erstmals einer privaten Krankenversicherung
beigetreten ist und das 55. Lebensjahr vollendet hat, kann in den vergleichbaren Basistarif wechseln. In
Ausnahmefällen, wie dem Bezug oder der Beantragung von Rente bzw. Pension, kann man bereits in früheren
Lebensjahren in einen Sozialtarif wechseln. In der Regel sind die Standard- und Basistarife jedoch teurer als
vergleichbare Angebote der gesetzlichen Krankenkassen. Der Höchstbetrag liegt 2019 bei 703,32 Euro
monatlich.

Die Risiken eines Tarifwechsels


Meist können Sie innerhalb Ihrer Versicherungsgesellschaft in einen günstigeren Tarif wechseln. Sollte der
neue Vertrag höhere Leistungen bieten, müssen Sie sich hinsichtlich dieser Mehrleistungen internen
Gesundheitsfragen stellen. Bei Feststellung eines erhöhten Risikos aufgrund bestimmter Krankheiten oder
Vorerkrankungen können die Versicherer Risikozuschläge erheben oder bestimmte Leistungen ausschließen.
Wer sich für einen Sozialtarif entscheidet, sollte sicher sein, dass die Leistungen dauerhaft den
gesundheitlichen Anforderungen entsprechen. Möchten Sie zurück in Ihren alten Tarif mit besseren
Leistungen, so ist eine erneute Gesundheitsprüfung fällig und Ihr alter Tarif wird höchstwahrscheinlich
teurer, da Sie entsprechend Ihres derzeitigen Alters eingestuft werden.

 Prüfen Sie das Kosten-Leistungs-Verhältnis des neuen Tarifs.


 Umfasst Ihr neuer Tarif Mehrleistungen, ist eine erneue Gesundheitsprüfung fällig und Sie müssen mit
Mehrkosten rechnen.
 Haben Sie die Leistungen zugunsten eines günstigeren Tarifs aufgegeben und möchten nach einer Pause doch
zurück in Ihren alten Tarif, wird auch Ihr alter Tarif teurer werden. Sie werden dann entsprechend Ihres aktuellen
Alters und der erneuten Gesundheitsprüfung eingestuft.

Die Kündigungsfristen bei der privaten Krankenversicherung


Sie können Ihre private Krankenversicherung zum Ende jedes Versicherungsjahres mit einer Frist von drei
Monaten regulär kündigen. Bei einer Erhöhung Ihrer Versicherungsbeiträge haben Sie ein
Sonderkündigungsrecht. Dieses besteht für zwei Monate ab Erhalt der Änderungsmitteilung.
Vor Abschluss eines neuen Vertrages sollten Sie das vielfältige Leistungsangebot der einzelnen
Versicherungsgesellschaften sorgfältig vergleichen. Prüfen Sie, ob eine Tarifoptimierung innerhalb der
gegenwärtigen Versicherungsgesellschaft genügt oder gar ein Anbieterwechsel sinnvoll ist.
Achtung: Beachten Sie, dass kein privater Anbieter verpflichtet ist, Sie in der gewünschten Tarifgemeinschaft
aufzunehmen. Um über durchgängigen Versicherungsschutz zu verfügen, sollten Sie Ihre laufende PKV erst
kündigen, wenn Sie einen neuen Vertrag abgeschlossen haben.
PKV und private Pflege-Pflichtversicherung
Sind Sie privat krankenversichert, gehören Sie der privaten Pflege-Pflichtversicherung an. Sind Sie
angestellt, übernimmt der Arbeitgeber einen Teil der Kosten. Der Beitrag wird anhand der persönlichen
Gegebenheiten bei Versicherungsbeginn bestimmt – je älter ein neues Mitglied ist, desto höher ist
dementsprechend auch der Betrag. Allerdings gibt es hier andere gesetzliche Bestimmungen als bei der
Berechnung der monatlichen privaten Krankenkassenbeiträge: Bereits pflegebedürftige Individuen dürfen
nicht ausgeschlossen werden, und Kinder müssen beitragsfrei mitversichert werden.
Die private Pflegeversicherung wurde am 1. Januar 1995 eingeführt. In der Beitragserhebung gibt es dabei
Unterschiede zwischen Personen, die seit und erst nach diesem Datum einer privaten Pflegeversicherung
angehören. Besteht eine diesbezügliche Mitgliedschaft ununterbrochen seit dem Einführungstermin, ist der
Beitrag auf den Höchstbetrag der sozialen Pflegeversicherung begrenzt; ist die Ehepartnerin oder der
Ehepartner geringfügig beschäftigt oder ohne Einkommen, darf der Betrag für beide Partner nicht mehr als
150 % des Höchstbetrags der sozialen Pflegeversicherung betragen. Sind Sie erst später beigetreten, so gibt
es für Ehepartnerinnen und Ehepartner keine Vergünstigungen, allerdings darf nach einer fünfjährigen
Mitgliedschaft der Beitrag nicht mehr betragen als der Höchstbetrag der sozialen Pflegeversicherung.

Private Krankenversicherung für die ganze Familie


Privat Krankenversicherte können Angehörige nicht kostenlos mitversichern, es gibt also keine
Familienversicherung und für jedes Mitglied fällt ein gesonderter Betrag an. Einige PKV-Unternehmen
bieten dabei besondere Familientarife an. Angehörige von Beamten und Beamtinnen erhalten entsprechend
der Beihilfeverordnung zudem Heilkostenzuschläge zwischen 50 % und 80 %.
Für Kinder gelten ebenfalls Aufnahmekriterien: Sind Erziehungsberechtigte verbeamtet, kann auch das Kind
privat versichert werden. Ist eines der Elternteile privat krankenversichert, kann auch das Kind PKV-Mitglied
werden. Ist das besserverdienende Elternteil privat versichert, hat ein Gehalt oberhalb der
Beitragsbemessungsgrenze und sind die Eltern nicht geschieden, kann das Kind privatversichert werden; die
Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse wäre jedoch kostenpflichtig. Sind die Eltern nicht
verheiratet, aber die Umstände sind sonst identisch, kann das Kind entweder bei der PKV oder kostenlos in
der Familienversicherung der GKV versichert werden. War das besserverdienende Elternteil drei Monate vor
Geburt des Kindes privat versichert, kann dabei auch das Kind ohne Gesundheitsprüfung privat versichert
werden. Es muss jedoch binnen zwei Monate nach seiner Geburt bei der PKV angemeldet werden. Sind beide
Eltern gesetzlich krankenversichert, muss auch das Kind gesetzlich krankenversichert werden. Die
beitragsfreie Mitversicherung von Kindern in der privaten Pflegeversicherung ist gesetzlich vorgegeben.

Private Krankenversicherung während der Schwangerschaft


Es ist empfehlenswert, sich bereits vor Bestehen einer Schwangerschaft privat zu versichern. Ist eine neue
Versicherungsnehmerin schwanger, kann die PKV besondere, im Tarif vereinbarte Leistungen entsprechend
der Wartezeiten ausklammern. Dies liegt daran, dass Schwangere in Unterschied zu anderen
Versicherungsnehmern besondere ärztliche Betreuung benötigen und im Einzelfall Komplikationen auftreten
können. Die einzelnen PKV haben dabei unterschiedliche Angebote und Richtlinien. Diese sollten im
Rahmen eines Vergleichs bei Bedarf genauer unter die Lupe genommen werden. Zu beachten ist auch, dass
Sie in dem Zeitraum, in dem Sie gegebenenfalls Elterngeld beziehen, weiterhin PKV-Beiträge abführen
müssen.
Prognose - das Gesundheitswesen in Zukunft
Aufgrund des demographischen Wandels der Gesellschaft – also durch die zunehmende Alterung der
Gesellschaft und damit verbundene Mehrausgaben an Heilmitteln und Personal steigen allgemein die Kosten
des Gesundheitswesens. Durch medizinische Neuerungen und höhere Löhne für Ärzte ergeben sich weitere
Verteuerungen. Diese schlagen sich in den Beiträgen gesetzlicher und privater Krankenversicherungen
nieder. Auch die Leistungsangebote wandeln sich entsprechend. Durch das Versicherungs-Aufsichtsgesetz
(VAG) sind private Krankenversicherungen im Gegensatz zu gesetzlichen Krankenversicherungen jedoch
dazu verpflichtet, einmal vertraglich festgelegte Leistungsvorgaben einzuhalten, sie dürfen nicht gekürzt oder
verändert werden. GKV-Leistungen können hingegen durch Gesetzesänderungen neu bestimmt werden.

Private und gesetzliche Krankenversicherungen erheben ihre Beiträge


aufgrund unterschiedlicher Prinzipien
Private Krankenversicherungen kalkulieren ihre Tarife entsprechend des individuellen Gesundheitsrisikos
der Versicherungsnehmerin oder des Versicherungsnehmers. Diese Tarife beinhalten bereits die
Alterungsrückstellungen. PKV sind zudem nicht in allen Fällen gesetzlich verpflichtet, neue Kunden
anzunehmen. Bei einem Tarifwechsel von einer PKV zu einer anderen können Leistungen zudem gekürzt
werden.
In der gesetzlichen Krankenversicherung ist der zu zahlende Beitrag durch die Höhe des Gehalts vorgegeben.
Die Beitragseinnahmen finanzieren dabei die Gesundheitsausgaben. Die Mehrkosten für Leistungen werden
auf alle Versicherten verteilt, es handelt sich hierbei also um ein Umlageverfahren. Sind bisherige Standards
trotz staatlicher Zuschüsse nicht zu halten, können per Gesetzesbeschluss die Policen geändert werden.
2016 trat das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz in Kraft. Dieses soll unter anderem den zunehmenden
Ärztemangel in ländlichen Regionen und die damit verbundenen langen Wartezeiten in der Arztpraxis
insbesondere für GKV-Versicherte verbessern. Sogenannte Terminservicestellen der Kassenärztlichen
Vereinigungen sollen garantieren, dass Verbraucher binnen vier Wochen Facharzttermine erhalten. Der
Gesetzgeber soll verstärkten Einfluss darauf haben, wo sich Ärzte in Zukunft niederlassen dürfen; auch soll
die ambulante Versorgung im Bedarfsfall von Krankenhäusern und Hochschulambulanzen übernommen
werden.

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