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Zielsetzung

Zielsetzung
Dieses Buch wurde speziell für Lehramtsstudierende und Refe-
rendare (LiVs)1 geschrieben. Wir wollen Ihnen zum einen Lern-
und Arbeitsstrategien vermitteln, die Sie selbst für Ihr Studium
oder Ihren Arbeitsalltag heranziehen können. Zum anderen stel-
len wir Methoden (Lehrstrategien) zur Förderung effektiver
Lernstrategien bei Ihren Schülern vor. Somit wird das Buch
insbesondere der Situation der Lehramtsstudierenden und Refe-
rendare gerecht, nämlich einerseits noch zu lernen und anderer-
seits bereits schrittweise die Rolle des Lehrenden zu überneh-
men. Aber auch dann, wenn Sie bereits Erfahrungen im Schulall-
tag gesammelt haben, können Sie von diesem Buch profitieren.
Mit einem hohem Praxisbezug werden die Themen Selbstre-
gulation und Selbstmanagement, Lernstrategien, Vortragstech-
niken, Umgang mit Bewertungsängsten und hinderlichen Gefüh-
len, Planung und Durchführung von Unterricht sowie Bera-
tungsarbeit im Bedingungsfeld Schule thematisiert. Neben der
komprimierten Darstellung wesentlicher theoretischer Grundla-
gen wird Ihnen mittels Übungen und Definitionen (siehe Kästen)
sowie Checklisten (siehe grau hinterlegte Abschnitte) die Umset-
zung der Inhalte im beruflichen Alltag erleichtert und die Aneig-
nung zentraler Schlüsselqualifikationen ermöglicht.

Auf der Homepage www.UTB-mehr-wissen.de finden Sie weite-


zulässig.

re Übungen und Arbeitsblätter, die Ihnen helfen effektive Strate-


gien für den Lehrberuf zu entwickeln.
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1 Zur besseren Lesbarkeit wird bei Personen- und Berufsbezeichnungen die neutrale
oder die männliche Form verwendet. Natürlich sind alle Lehramtsstudentinnen,
Referendarinnen, Lehrerinnen sowie alle anderen Leserinnen gleichermaßen ange-
sprochen.
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Selbstregulation im Beruf und beim Lernen2

Fallbeispiel „Referendariat“

Selbstregulation im Beruf und beim Lernen


Mike sitzt um 23 Uhr am Schreibtisch in seiner WG und bereitet
den Unterricht für den nächsten Tag vor. Er ist seit einem hal-
ben Jahr Referendar an einem Gymnasium und fühlt sich noch
ziemlich überfordert. Die Umstellung vom Leben als Student auf
das eines Lehrers fiel ihm nicht besonders leicht. Nicht nur der
frühe Arbeitsbeginn und die stressigen Arbeitstage belasten ihn.
Als viel anstrengender empfindet er den ständigen Druck, der
ihm förmlich im Nacken sitzt. Nach den Weihnachtsferien ist sein
Stundenplan von sieben auf 16 Stunden die Woche hochge-
schraubt worden. Dabei hatte er schon seine ganze freie Zeit für
die Vorbereitung der sieben Schulstunden aufwenden müssen.
Wieder einmal fragt sich Mike, wie er das alles schaffen soll.
Muss er jetzt auch noch die Nächte durcharbeiten? Er merkt,
dass ihm die Unterrichtsvorbereitung noch nicht viel leichter von
der Hand geht als zu Beginn seines Referendariats. „Wie
auch?“, fragt er sich. Schließlich konnte er an der Uni keine
Praxiserfahrung sammeln und ihm hat niemand beigebracht, wie
er sich die knappe Zeit effektiv einteilt oder mit schwierigen
Schülern zurechtkommt. Mikes Freundin Christine sitzt im
Wohnzimmer und ist sauer. Seit langem haben sie nichts mehr
zulässig.

gemeinsam unternommen, und jedes Mal, wenn sie sich sehen,


ist er mit seinen Gedanken ganz woanders. Er kann eben einfach
nicht abschalten und nimmt die ganze Arbeit gedanklich mit in
die spärliche Freizeit.

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2 Dieses Kapitel entstand unter Mitarbeit von cand. Psych. Anne Roth.