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Brigitte Hamann

Kraftquelle
Aminosäuren
Energie wie noch nie
starkes Immunsystem
gesunde Zellen und fittes Gehirn
Fit und gesund mit
acht Grundbausteinen

Aminosäuren – die Basis des Lebens


Eiweiß steht – nach Wasser – am Anfang allen Lebens, und Eiweiß be-
steht aus Aminosäuren. Mit Aminosäuren sind wir bei den Grundbau-
steinen unseres Körpers angelangt. Etwa 20 Prozent des menschlichen
Körpers bestehen aus Eiweißen, die ohne Aminosäuren nicht aufgebaut
werden könnten. Das ist ein wesentlicher Anteil an der Gesamtsubs-
tanz. Körperstrukturen, Energiegewinnung und viele lebenswichtige
Abläufe bauen auf der biochemischen Kette von Aminosäuren und Ei-
weißen auf. Zellen, Muskeln und Gewebe, Enzyme, Hormone, Botenstof-
fe und das Immunsystem, die Wundheilung und Regeneration, all das
und vieles mehr braucht Eiweiße, die Sie
auch als Proteine kennen. An jedem
Stoffwechselvorgang sind Eiweiße
beteiligt. Sie spielen eine zent-
rale Rolle beim Transport und
der Speicherung sämtlicher
Nährstoffe – von Wasser, Fet-
ten, Kohlenhydraten, Mineral-
stoffen bis zu Vitaminen. Das
»Tüpfelchen auf dem i«: ohne
Aminosäuren gibt es keine
Energie. Fehlen Aminosäuren,
haben wir auch zu wenig Ener-
gie, nicht nur körperlich, sondern
auch geistig und seelisch. Verein-
facht ausgedrückt kann man sagen:
Ohne Aminosäuren würden wir nicht
existieren.

2  
MAP – das »Meister-Aminosäuren-Muster«
Wussten Sie, dass jedes Lebewesen ein einzigarti-
ges Aminosäuren-Muster hat, auch der Mensch? Diese
Entdeckung machten Prof. Dr. Maurizio Lucà-Moretti
und sein Team nach 31 Jahren Forschungsarbeit und leiteten damit
eine Ernährungsrevolution ein. Das spezifische Aminosäuren-Muster
des Menschen erhielt den Namen Master Amino Acid Pattern (MAP, das
Meister-Aminosäuren-Muster). MAP besteht aus den acht essenziellen
Aminosäuren, die unser Körper nicht selbst herstellen kann. Wie alle es-
senziellen Stoffe müssen wir sie mit der Nahrung aufnehmen. Diese acht
Aminosäuren brauchen wir unbedingt, damit unser Körper die Lebens-
grundlagen Eiweiß und Energie produzieren kann. Zwar sind zahlreiche
weitere Stoffe und Prozesse daran beteiligt, aber die acht essenziellen
Aminosäuren sind für unseren Körper wie das ABC für das gesamte Al-
phabet. Sie sind Allrounder, die eine Vielzahl lebenswichtiger Aufgaben
erledigen. Ihr komplexes Zusammenspiel bewirkt, dass die Wirksamkeit
aller Aminosäuren leidet, sobald auch nur eine fehlt oder zu wenig davon
vorhanden ist. Es mag erstaunen, aber ein Aminosäuren-Mangel ist weit
verbreitet. Auch wenn die Eiweißernährung zu stimmen scheint, kann es

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dazu kommen. Wer seinen Status genau ken-
nen will, kann beim Arzt oder Heilpraktiker
ein Aminosäuren-Profil anfertigen lassen.

Eiweiß aus der Nahrung


Nicht nur Vegetarier und Veganer wis-
sen: Eiweiß in der Nahrung ist funda-
mental wichtig. Für eine wirklich gute Ei-
weißversorgung genügt es jedoch nicht,
einfach Nahrungsmittel mit hohem
Proteingehalt auszuwählen. Zum einen
enthalten die meisten Lebensmittel kein
vollständiges Aminosäuren-Profil, das
eine optimale Versorgung bieten könnte.
Die neueren wissenschaftlichen Erkenntnis-
se zeigen außerdem, dass der Nährwert von Nahrungseiweißen neu be-
wertet werden muss. Nicht die Eiweißmenge in einem Nahrungsmittel
zählt, deshalb nützt es wenig, sich darauf zu verlassen, welche Menge
auf den Etiketten der Supermärkte angegeben ist. Diese Angaben sa-
gen schlichtweg nichts darüber aus, wie gut der Nährwert ist. Selbst
die Qualität, also die Bioverfügbarkeit, ist nicht allein ausschlaggebend.
Gut bioverfügbares Eiweiß, also eines, das leicht verdaut wird, ist vor-
zuziehen, aber wirklich entscheidend ist etwas anderes: Die Frage, in
welchem Bereich des Stoffwechsels die Aminosäuren aktiv werden: im
Aufbaustoffwechsel (anabol), der für Zellerneuerung, Muskelaufbau,
Organbildung, Wundheilung, Immunabwehr und mehr verantwortlich
ist, oder im Abbaustoffwechsel (katabol), der für die Energiegewinnung
zuständig ist. Das klingt kompliziert, ist aber im Grunde einfach. Wird
dieser Unterschied berücksichtigt, entsteht eine völlig neue Bewer-
tungsgrundlage für den Nährwert und damit den Nutzen von Eiweißen.
Anhand von drei aussagekräftigen Messwerten lässt sich bestimmen,
wie ein Nahrungseiweiß im Körper wirkt.

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Zwei Stoffwechselwege und der Stickstoffabfall
Nahrungseiweiße bestehen aus einem unverdaubaren Teil, der keinen
Nährwert hat und über den Stuhl ausgeschieden wird, und einem ver-
daubaren Teil. Der verdaubare Teil wird im Dünndarm zu Aminosäuren
aufgespalten. Die freigesetzten Aminosäuren gehen dann entweder den
anabolen, Zellen aufbauenden Stoffwechselweg oder den katabolen, über
den Energie gewonnen wird.

• Aus den anabol wirkenden Aminosäuren baut der Körper die Eiweiße
zusammen, die er braucht, um neue Zellen, Antikörper für das Immun-
system, Radikalfänger, Knochenmasse und vieles mehr zu bilden. Die-

Stickstoffverwertbarkeit (Nährwert) und Stickstoffabfall eines Nahrungs-


mittels im Vergleich zu einem Aminosäuren-Produkt nach dem MAP-Prinzip
100 %

90 %

80 %

70 %

60 %

50 %

40 %

30 %

20 %

10 %

0 %
MAPTM Ganzes Fisch, Andere Amino- Soja Kasein,
Hühnerei Fleisch, säurenformeln, Molke,
Geflügel Eiklar Milch

NNU (Net Nitrogen Utilization) // Stickstoff-Abfall

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ser Vorgang bestimmt den Nährwert von Eiweißen aus der Nahrung.
Es entsteht keine Energie, und es fällt auch kein Stickstoffabfall an, der
entsorgt werden müsste.

• Die katabol wirkenden Aminosäuren werden in Energie umgesetzt. Sie


bilden keine Eiweiße und liefern Stickstoffabfall, der entsorgt werden
muss.

Wie viel Nährwert hat ein Eiweiß aus der Nahrung


wirklich? – Ein wenig Fachchinesisch

Drei Messwerte geben Antwort:


1. die Bioverfügbarkeit, also die Verdaulichkeit der Proteine
2. die Nettostickstoffverwertung (NNU) – Bestimmung
des Nährwertes
3. die Menge des anfallenden Stickstoffabfalls

Bioverfügbarkeit von Eiweißen


1.
Die Bioverfügbarkeit wird mittels der »biologischen Wertigkeit«
bestimmt. Sie misst, wie effizient Eiweiße aus der Nahrung in aufbauen-
de Körpereiweiße umgesetzt werden können. Besonders hochwertig sind
Nahrungsmittel, deren Aminosäuren-Zusammensetzung am meisten de-
nen ähnelt, die der Körper für seine Eiweißsynthese braucht. Daher gelten
alle Lebensmittel mit einem vollständigen Aminosäuren-
Profil aus den acht essenziellen Aminosäuren als be-
sonders hochwertig. Dazu gehören Fleisch, Vollei und
einige pflanzliche Nahrungsmittel. Aus Gründen, die
den Rahmen dieser Broschüre sprengen würden, ist
dieser Maßstab jedoch nicht so zuverlässig wie es
scheint, obwohl er nach wie vor am häufigsten ein-
gesetzt wird.

6  
NNU – die Nettostickstoffverwertung
2.
Hier wird es wirklich interessant. Die NNU (Net Nitrogen Utilizati-
on) gibt an, wie hoch die reale Stickstoffverwertung eines Proteins ist. Mit
diesem Wert lässt sich exakt bestimmen, wie viel Nährwert ein Nahrungs-
eiweiß wirklich liefert. Die NNU ergibt sich aus der Differenz des verwert-
baren Stickstoffs für den Zellaufbau und dem anfallenden Stickstoffabfall.
Je höher der NNU, desto hochwertiger das Eiweiß.

Untersuchungen haben ergeben, dass ein


Vollei 58 Prozent NNU liefert, Fisch, Fleisch
und Geflügel zwischen 68 – 72 Prozent, Soja
17 Prozent und Casein, Molke und Milch bil-
den das Schlusslicht mit 16 Prozent NNU.
Ein hochwertiges, nach den Entdeckungen
von Prof. Lucà-Moretti hergestelltes Amino-
säuren-Produkt liefert dagegen 99 Prozent
NNU! Außerdem werden die Aminosäuren im
Schnitt in etwa 23 Minuten aufgenommen,
denn die Nahrungseiweiße müssen ja nicht
mehr aufgespalten werden. Das macht die
Aufnahme sechs- bis zwölfmal schneller als
bei Eiweißen aus Lebensmitteln und normalen Eiweißergänzungsmitteln.
Voraussetzung ist, dass die Aminosäuren als Presslinge, nicht in Kapsel-
form vorliegen.

Belastung des Körpers durch Stickstoffabfall


3.
Diese Zahlen sind besonders bedeutungsvoll, weil sich aus dem
übrigen Prozentsatz ergibt, wie viel Stickstoffabfall ein Nahrungseiweiß
produziert. Bei Vollei sind das ganze 42 Prozent Stickstoffabfall, der zu
entsorgen ist, bei Fisch, Fleisch und Geflügel zwischen 28 – 32 Prozent, bei
Soja 83 Prozent und bei Casein, Molke und Milch 84 Prozent. Bei einem
optimal abgestimmten Aminosäuren-Produkt muss lediglich 1 Prozent

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Stickstoffabfall ausgeschieden werden. Der Körper wird optimal versorgt
und entlastet. Die Bioverfügbarkeit liegt bei 100 Prozent.

Verwertungsstörungen im Darm verschlechtern den Nährwert zusätzlich


Die heute so häufigen Verwertungsstörungen im Darm verschlechtern die
Nährwertbilanz aus Nahrungseiweiß zusätzlich. Denn die Eiweiße aus der
Nahrung müssen ja zunächst im Darm in Aminosäuren zerlegt und aufge-
nommen werden, um dann im nächsten Schritt zu den benötigten Eiwei-
ßen zusammengesetzt zu werden. Eine gestörte
Darmflora, Verdauungsprobleme aller Art, Leaky
Gut und chronisch-entzündliche Darmerkrankun-
gen sind heute weit verbreitet und mit ihnen die
Aufnahmestörungen von Nährstoffen im Darm, also
auch der Nahrungseiweiße.

Dank Professor Lucà-Moretti kann nun ein perfekt aus-


gewogenes Aminosäuren-Produkt hergestellt und
eingenommen werden. Die Einnahme dieses »Meis-
ter-Aminosäuren-Musters« wertet unsere tägliche
Nahrung auf und kann während einer Diät oder Ent-
schlackungskur sogar als vollwertiger Eiweißersatz
eingesetzt werden.

Die acht essenziellen Aminosäuren


Unter der Vielzahl an Aminosäuren haben zwanzig eine
besondere Bedeutung: Sie sind die »Proteinfabriken« des
Körpers. Unter diesen zwanzig sind acht essenziell, das
heißt, der Körper kann sie nicht selbst herstellen. Wir
müssen sie mit der Nahrung oder einem Nahrungser-
gänzungsmittel zuführen. Aus diesen acht essenziellen
Aminosäuren stellt unser Körper die nicht essenziellen
Aminosäuren her:

8  
Das »L« vor den einzelnen Bezeichnungen
L-Isoleucin
weist im Unterschied zu D-Aminosäuren
L-Leucin
L-Lysin auf den räumlichen Aufbau dieser Amino-
L-Methionin säuren hin. In unserer Nahrung sind nur
L-Phenylalanin L-Aminosäuren enthalten und nur diese
L-Threonin sind im Körper biologisch aktiv. Verkürzt
L-Tryptophan spricht man einfach von Isoleucin, Lysin
L-Valin usw.

Das sind die positiven Folgen von genügend Eiweiß im Körper:


ein starkes Immunsystem Wohlbefinden, bessere
gesunde Zellen und Stimmung, gute Laune
Mitochondrien ein fittes Gehirn
größere Leistungsfähigkeit gesunde Knochen, Haare,
und Durchhaltevermögen Haut und Nägel
mehr Muskelkraft und Straffung von Haut und
weniger Fett Bindegewebe
mehr Motivation und innerer Anti-Aging: Alterungsprozesse
Antrieb laufen langsamer ab
Stressabbau … und vieles mehr

Ein Mangel dagegen bewirkt:


Müdigkeit, Leistungsabfall, Schwäche, Muskelabbau
schnelle Erschöpfung schlechte Wundheilung,
Konzentrations- und längere Regenerationszeit
Gedächtnisstörungen nach Krankheit
schwaches Immunsystem: Stoffwechselstörungen aller
Anfälligkeit für Infekte und Zellen und der Leber
chronische Erkrankungen geringere Bildung von
Muskelschwäche, körperliche Verdauungsenzymen

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Verdauungsstörungen wie schnelleres Altern, »Alters-
Blähungen, Durchfall oder flecken« auf der Haut
Verstopfung Augenringe und Faltenbildung
Funktionsstörungen der Organe Wachstumsstörungen bei
Entgiftungsstörungen Kindern
Stimmungsschwankungen geringere Libido und
Haarausfall, schlechte Samenbildung
Haarqualität, frühes Ergrauen Störungen bei der Menstruati-
Haare und Nägel wachsen on bis zur Unfruchtbarkeit
langsamer Niacinmangel (Vitamin B3)
ungewollter Gewichtsverlust ... und vieles mehr

Die acht essenziellen Aminosäuren


im Portrait

L-Isoleucin: baut Muskeln auf, mildert Stresssymptome,


ist wichtig für das Immunsystem
Unter Sportlern ist Isoleucin bestens bekannt. Die Aminosäure baut die
Muskeln auf, schützt und kräftigt sie. Gleichzeitig unterstützt Isoleucin
die Energieproduktion. Beides braucht jeder Mensch, nicht nur für Trai-

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ningserfolge, sondern um sich körperlich und seelisch wohlzufühlen. Fehlt
Isoleucin, sinkt die Leistungsfähigkeit und es können
Hormonstörungen auftreten. Isoleucin stärkt das Im-
munsystem und unterstützt die Bildung von neuem
Gewebe. Ist zu wenig vorhanden, erhöht sich die
Anfälligkeit für Krankheiten und Wunden heilen
schlechter. Isoleucin, Leucin und Valin gehören
zu den BCAAs, den branched-chain-amino-acids
(verzweigtkettige Aminosäuren), die besonders aus
dem Leistungssport bekannt sind.

L-Leucin: baut Muskeln auf, mildert Stresssymptome,


ist wichtig für das Immunsystem
Auch Leucin ist ein wichtiger Baustein für den Aufbau und Erhalt der
Muskulatur. Muskeln brauchen nicht nur Sportler, denn unser körperli-
ches Wohlbefinden ist eng mit einer gesunden und kräftigen Muskulatur
verbunden. Nur so erhält unser Körper Kraft, Stütze und Beweglichkeit.
Leucin wird für die Energieproduktion und das Immunsystem gebraucht,
es unterstützt die Heilung und schützt die Leber. Wie immer, wenn es-
senzielle Aminosäuren fehlen, ist man schneller erschöpft, die Muskeln
wachsen trotz Training nicht, Wunden heilen schlechter und meist nimmt
der Fettanteil des Körpers zu. Leberschäden treten schneller auf und die
Immunabwehr sinkt.

L-Valin: baut Muskeln auf, mildert Stresssymptome,


ist wichtig für das Immunsystem
Wachstum, körperliche Entwicklung und Muskulatur brauchen die es-
senzielle Aminosäure Valin. Das gilt besonders für die Entwicklung der
Brustdrüsen und Eierstöcke bei Mädchen. Valin ist an vielen Vorgängen
im Körper beteiligt, unter anderem an der Energiegewinnung, am Auf-
bau und Schutz der Muskeln, im Immunsystem, bei der Regulierung des
Hormonhaushaltes und der Bildung bestimmter Enzyme. Im Zentralner-

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vensystem bildet Valin eine wichtige Vorstufe der Botenstoffe, die Informa-
tionen zwischen den Nervenzellen übertragen. Besonders viel Valin ist in
den Muskeln enthalten.

L-Lysin: aktiv gegen Viren, wirkt gegen Herpes,


ist wichtig bei Stress
Lysin hemmt das Wachstum und die Vermehrung von Viren. Im Immunsys-
tem baut die Aminosäure Antikörper auf. Zahlreiche Stoffwechselvorgänge
brauchen Lysin. Hormone, Enzyme, Muskeln und Bindegewebe enthalten
besonders viel Lysin, daher ist die Aminosäure für ein fittes und stabiles
Bindegewebe ein absolutes Muss. Bei Stress wird besonders viel Lysin ver-
braucht. Als Gegenspieler der semi-essenziellen Aminosäure Arginin, die
das Herpesvirus fördert, bremst Lysin den Ausbruch und die Verbreitung
des Virus. Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Infektionen, Haarausfall
und gerötete Augen können ein Hinweis auf Lysinmangel sein.

L-Methionin: entgiftet, erhöht die Stressresistenz,


hellt die Stimmung auf
Methionin ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die für die Entgiftungsfä-
higkeit der Zellen und für die Abwehrkraft wichtig ist. Allergien, Leberstö-
rungen, Harnwegsinfekte und Ausleitungsmaßnahmen steigern den Ver-

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brauch. Die Aminosäure wirkt
antioxidativ und schützt so die
Zellen vor freien Radikalen. Untersu-
chungen haben gezeigt, dass Methi-
onin Entzündungen hemmt und sich
hilfreich bei Osteoarthritis erweist. Ein Mangel kann die Ausscheidung
von Urin stören, wodurch sich Wasser einlagert und Ödeme entstehen
können. Zahlreiche Stoffe werden unter Mitwirkung von Methionin gebil-
det, unter anderem L-Carnitin für die Energiegewinnung und Stressresis-
tenz, das Stresshormon Adrenalin, das Schlafhormon Melatonin und der
essenzielle Nährstoff Cholin. Durch die Mitwirkung am Stoffwechsel des
Gehirns hellt Methionin die Stimmung auf und wirkt gegen Depressionen
und Schlafstörungen.

L-Phenylalanin: lindert Schmerzen,


verbessert die Stimmung
Phenylalanin ist ein wichtiger Baustein für
die Bildung von Hormonen und Botenstof-
fen. Dazu zählen das Bauchspeicheldrüsen-
hormon Insulin und das Schilddrüsenhor-
mon Thyroxin, die Botenstoffe Adrenalin und
Noradrenalin sowie die »Glückshormone«
Dopamin und Serotonin. Untersuchungen
ergaben eine schmerzlindernde und stim-
mungsaufhellende Wirkung. Ebenso wie
die anderen essenziellen Aminosäuren übt
Phenylalanin weitere wichtige Funktionen
im Körper aus. Ein Mangel zeigt sich in Pig-
mentstörungen der Haut, Empfindlichkeit
gegen Sonnenlicht, sinkender Leistungsfä-
higkeit und Stressresistenz sowie weniger
Appetit.

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L-Threonin: stärkt
das Immunsystem
Threonin wird für eine starke
Abwehrkraft, viele Stoffwechsel­
­
vorgänge, die Energiegewinnung
und den Muskelaufbau benötigt.
Kollagen, die Aufbausubstanz von
Bindegewebe, Knochen, Zähnen,
Sehnen und Bändern wird unter
anderem mit Threonin gebildet,
ebenso die Antikörper des Immun-
systems. Threonin aktiviert
bzw. deaktiviert die
Umwandlungsfunktion von Enzymen. Im Zentralnervensys-
tem, im Herz und in den Muskeln findet sich besonders viel
Threonin. Die Aminosäure kann die Nahrungsverwertung
im Darm verbessern, ist an der Verstoffwechslung von Fett
beteiligt und wirkt sich positiv auf erhöhten Blutzucker aus.

L-Tryptophan: fördert Ruhe, Gelassenheit und den Schlaf


Gut schlafen dank Tryptophan – zusammen mit Magnesium und
den Vitaminen B3 und B6 wird aus Tryptophan zunächst 5-HTP (5-Hydro-
xytryptophan) gebildet, und daraus das Glückshormon Serotonin. Dann
wirken Serotonin, Alpha-Liponsäure, Folsäure, Pantothensäure (B5) und
die Vitamine B6 und B12 zusammen, um das Schlafhormon Melatonin zu
bilden. Unser Körper ist eine ausgeklügelte und erstaunliche Chemiefab-
rik! Allein wegen des Einflusses auf die Serotoninbildung ist Tryptophan

14  
eine sehr wichtige Amino-
säure. Obwohl der Botenstoff
Serotonin viele Aufgaben hat,
beispielsweise bei der Blutgerin-
nung, dem Blutdruck und bei Verdau-
ungsvorgängen, ist er den meisten Men-
schen bekannt, weil er gute Stimmung,
Gelassenheit, Ruhe und Zufriedenheit mit sich bringt. Ein Mangel macht
sich dagegen in depressiven Verstimmungen, Reizbarkeit und Nervosität
bemerkbar. Untersuchungen haben gezeigt, dass chronischer Stress ei-
nen Tryptophanmangel mit sich bringt.

Fazit
Denken Sie neu, wenn es um Ihre Eiweißernährung geht. Viele ge-
hypte Lebensmittel, die das lebensnotwendige Eiweiß liefern sollen,
erweisen sich oftmals als viel weniger nützlich als behauptet. Um
die optimale Menge Eiweiß aus der Nahrung zu gewinnen, muss
man sich ausführlich mit dem tatsächlichen Nährwert der einzelnen
Lebensmittel beschäftigen. Dann bleibt immer noch die Frage des
Stickstoffabfalls, den der Körper entsorgen muss. Ein nach dem
Meister-Aminosäuren-Muster zusammengestelltes Produkt schließt
alle diese Hürden von vornherein aus. Es wertet die tägliche Nahrung
bei Gesunden auf und kann Kranken helfen, zu regenerieren.

Nicht nur Menschen, die sich mehr Energie, Kraft und Ausdauer wün-
schen, berichten von einer deutlichen Verbesserung, wenn sie sich
bei ihrer Eiweißversorgung nicht nur auf die tägliche Nahrung verlas-
sen. Auch viele, die sich bereits fit fühlen und eine gute Immunab-
wehr haben, berichten: »Noch besser geht immer!«

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