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das podium KOOperATIONSpArTNer: Akademie der Bildenden Künste Wien Ich bin OK Konservatorium Wien privatuniversität
das
podium
KOOperATIONSpArTNer:
Akademie der Bildenden Künste Wien
Ich bin OK
Konservatorium Wien privatuniversität
ernst Krenek Forum
KulturKontakt Austria
Musik zum Anfassen
Technisches Museum Wien
Di, 16. November 2010
Beginn: 19.00 Uhr
Ort: Technisches Museum
14., Mariahilfer Straße 212
Informationen unter: www.mdw.ac.at/das-andere-podium
Anmeldung unter: www.technischesmuseum.at
©soltiz – lama-photography / photocase.com
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musique mécanique

ein Konzert- und Musikvermittlungsprojekt der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

im Rahmen des Förderprogramms art:vision – uni:vision 2 der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien „Das andere Podium – Konzerte an gewöhnlichen und ungewöhnlichen Aufführungsorten“

im

Technischen Museum Wien

am

Dienstag, 16.11.2010

um

19.00 Uhr

Leitung:

Wolfgang Aichinger (Projekt: Das andere Podium | Hellmesberger Institut)

Idee und Konzept

Dietmar Flosdorf (Musik zum Anfassen)

Technisches Museum

Helene Wagner (Projektkoordination) Peter Donhauser, Ingrid Prucha (Inhalte, Vermittlung, Instrumente der Sammlung) Manuel Bachlechner (Veranstaltungsservice)

Konzertablauf:

19.00 Uhr

Präsentation der Musikvermittlungsinitiativen

ca. 20.00 Uhr Konzert des Webern Symphonie Orchester der mdw

ca. 21.00 Uhr Klangparcours durch das Museum mit solistischen und kammermusikalischen Beiträgen

DAS ANDERE PODIUM - eine Konzertreihe an gewöhnlichen und ungewöhnlichen Aufführungsorten im Rahmen des Förderprogramms art:vision – uni:vision 2 Wolfgang Aichinger (Hellmesberger Institut)

Erst die tiefgehende Auseinandersetzung mit Kunstwerken, ihren Schöpfern und deren Lebensbedin- gungen führt uns zu einer von persönlichem Verständnis getragenen und uns auch selbst bereichernden Beziehung zu Kunst. Das Projekt „Das andere Podium“ möchte daher junge MusikerInnen neugierig machen und sie motivie- ren, ihre Phantasie und Kreativität in die Entwicklung, Gestaltung und Durchführung von „Konzerten“ an gewöhnlichen und ungewöhnlichen Aufführungsorten einzubringen. Die Gestaltung jeder Aufführung soll aus einer zentralen Idee heraus entwickelt werden und zugleich die Bedingungen des Aufführungsortes, des Publikums und der Kunstwerke auf stimmige Weise in Einklang bringen. Formale Grenzen sollen durch die Einbindung verschiedener künstlerischer Disziplinen (Musik, Darstellende und Bildende Kunst) überwunden werden. Das angestrebte Aufeinandereingehen von KünstlerInnen und Publikum soll das gemeinsame Erleben von Kunst in den Mittelpunkt der Aufführung stellen. Die Idee und das Konzept der heutigen Veranstaltung „musique mécanique“ stammt von Dietmar Flosdorf. Die Ausstellung „macht musik“ im Technischen Museum vom 29. September 2010 bis zum 26. Juni 2011 bildet ihren Rahmen. Die Museumsobjekte aber ermöglichen uns erst, als KünstlerInnen oder als Publikum in besonderer Weise in eine scheinbar vergangene Welt des Denkens, Fühlens und Erfindens einzutauchen und so Kunst in ihrer Beziehung zum realen Leben zu erleben. Damit ist diese Veranstaltung ein Beispiel des Projektanliegens, Konzerte jenseits etablierter Präsen- tationsschablonen anzuregen und sich den damit verbundenen Herausforderungen immer wieder neu zu stellen - Leitgedanken des Projektes „Das andere Podium – eine Konzertreihe an gewöhnlichen und ungewöhnlichen Aufführungsorten“.

MUSIQUE MÉCANIQUE Peter Donhauser (Technisches Museum)

Es fällt schwer, eine kurze Zusammenfassung des Begriffs zu geben. Zu vielfältig ist seine Bedeutung. Vordergründing fallen einem natürlich mechanische Musikinstrumente ein, die es seit Jahrhunderten gibt. Flötenuhren, mechanische Singvögel, Serinetten, Spieldosen, Orchestrions, Reproduktionsklaviere und vieles mehr. Sie sind wohl heute aus dem aktiven Musikbetrieb verschwunden, erfreuen sich jedoch in Museen und Privatsammlungen regen Interesses einer kleinen, aber aktiven Liebhabergruppe. Führt man sie einem allgemeinen Publikum vor, erregen sie Reaktionen, die zwischen Staunen und Lächeln über die Kuriositäten liegen. Nun sind diese Apparate tatsächlich von unterschiedlicher musikhisto- rischer Bedeutung, jedenfalls Zeugnisse eines menschlichen Bedürfnisses, jederzeit Musik zu hören, ohne ein Instrument spielen zu können. Einige darunter (insbesondere Flötenuhren und Reproduktion- sklaviere) sind darüber hinaus wertvolle Dokumente für die Interpretationsforschung. Haben sich doch beispielsweise Stücke von Joseph Haydn auf einigen Flötenwerken erhalten, haben damals berühmte Pianisten wie Eugen d’Albert ab 1904 Notenrollen für Klaviere eingespielt.

Mit der Perfektionierung der Schallplatte und des Rundfunks gegen Ende der 1920er Jahre nahte das jähe Ende dieser Automaten, waren die neuen Medien doch wesentlich flexibler und auch billiger als ein Reproduktionsflügel. In dem Sinn sind diese Medien im weiteren Sinn ebenfalls zur „musique mécanique“ zu zählen.

Lässt man seine Gedanken etwas weiter schweifen, trifft man auf Musik, die mechanische Vorgän- ge zum Vorbild nimmt. So findet man bei Haydn eine Symphonie mit Beinamen „Die Uhr“, bei Arthur Honegger den „Pacific 231“, bei George Antheil die „Airplane Sonata“, bei Alexander Mossolow „Die Eisengießerei“ und vieles mehr. Maschinengeräusche und Straßenlärm waren schließlich auch die

Inspirationsquelle für die Futuristen, allen voran Luigi Russolo, der 1913 schreibt: „Wir Futuristen haben

die Musik der großen Meister alle sehr geliebt. [

höherer Genuss aus der idealen Kombination der Geräusche von Straßenbahnen, Verbrennungsmoto-

ren, Automobilen und geschäftigen Massen zuteil, als aus dem Wiederhören beispielsweise der Eroica

]“. [

die zuckenden Blitze und die klirrende Kälte der Violinen in Vivaldis „Quattro stagioni“, Donnergrollen in Beethovens Pastorale oder die programmatischen „Orgelkonzerte“ des Georg Joseph „Abbé“ Vogler mit Orgelgewitter, Seestürmen, dem Einsturz der Mauern von Jericho und ähnlichen Spektakeln. 1926 standen bei den Donaueschinger Kammermusiktage mechanische und elektronische Instrumente auf dem Programm. Hindemith, Toch und Münch notierten Kompositionen direkt auf Notenrolle für ein Welte-Klavier, das „Triadische Ballett“ Hindemiths war für mechanische Orgel gedacht. Toch schreibt dazu in einem Aufsatz: „Soll Musik bei mechanischer Wiedergabe ihre Eigentümlichkeit bewahren, so muss diese Eigentümlichkeit eben gerade darin bestehen, dass die Musik in den Geist des mechani- schen Instruments hineinkomponiert ist. Sie muss objektivierend, im weitesten Sinne unsentimental sein.“

]

Aber jetzt haben wir von ihnen genug. Uns wird viel

Lautmalerei findet sich allerdings schon viel früher, „The cries of London“ von Orlando Gibbons,

Das in Donaueschingen erstmals öffentlich gezeigte „Sphärophon“ Jörg Magers war eines der ersten elektronischen Instrumente, dem bis zum „offiziellen“ Beginn der elektronischen Musik (apostrophiert durch Werner Meyer-Eppler) zu Beginn der 1950er Jahre zahlreiche experimentelle Instrumente folgten. Das kurz davor zur Marktreife entwickelte Tonband und die Technik der Endlosrille bei Schallplatten machten eine neue Form der Musik möglich: die „musique concrète“, die mit Geräuschen aus unter- schiedlichsten Quellen als kompositorische Elemente arbeitet. Daneben entstand in den ersten elek- tronischen Studios die elektronische Musik im engeren Sinn, Musik aus dem Tongenerator, also ohne Interpreten an einem Instrument: davor waren (wie beim Trautonium und beim Neo-Bechstein) nach wie vor Menschen als Spieler am Werk.

Daraus ergibt sich, dass sich die „musique mécanique“ nicht nur an Musikautomaten festmachen lässt. Im Wesentlichen nützt sie technische Hilfsmittel bzw. Anknüpfungspunkte und trug seit jeher den Cha- rakter des Zukunftweisenden. Ob Flötenuhr oder computergesteuerter Synthesizer, es haftet ihr etwas Exotisches und Faszinierendes an. Die Geräte werden vorzugsweise im Lauf der Zeit zu Museums- objekten, von denen ein ausgesuchter Querschnitt im Technischen Museum zu sehen ist.

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Projekt:

musique fahrradique

Schule

HS/Mittelschule „Am Schöpfwerk“, 1120 Wien

Klasse

2 B, Lehrer: Alexander Wandruszka

Workshopleitung

Dietmar Flosdorf Studierende der Lehrveranstaltung „Musik zum Anfassen“ der mdw

Kooperationspartner

Akademie der bildenden Künste Wien - www.akbild.ac.at Leitung: Marianne Zahel, Michael Herbst

Höhere Bundeslehranstalt für künstlerische Gestaltung Herbststraße 104, 1160 Wien - www.herbststrasse.at Höhere Kunstklasse A - Praktisches Gestalten / Metall Leitung: Birgit Wiesinger, Nikolaus Egger ig-Fahrrad: Westbahnstr. 28, A-1070 Wien - www.ig-fahrrad.org

Westbahnstr. 28, A-1070 Wien - www.ig-fahrrad.org Das Projekt begann für alle Beteiligten mit einer

Das Projekt begann für alle Beteiligten mit einer Veranstaltung, in der Ideen zur Umgestaltung von Fahrrädern in Klangmaschinen gesammelt wurden. Diese waren dann die Grundlage für den Bau von 5 Klangrädern durch die Schülerinnen der Herbststr. und den Studierenden der Akademie. Dabei fanden die unterschiedlichsten Materialien Verwendung. Die entstandenen streichenden, zupfenden, rasselnden und schlagenden Rotationsräder erlauben Spielvarianten in Tempo, Rhythmus, Klangfarbe und Dynamik. Zu Beginn des zweiten Projektteils tauften alle Projektbeteiligten die „Maschinen“ in „Pegasus-, Wasser-, Avatar-, Tronkel- und Herbstrad“. Die SchülerInnen der HS/Mittelschule entwickelten in Diskussion mit den Studierenden der Musikuniversität Spielideen und deren kompositorische Umsetzungen. Themati- siert und in die Auseinandersetzung mit einfließen konnten dabei Werke wie „Moto Perpetuo“ für Violine von N. Paganini, „Continuum“ für Cembalo von G. Ligeti, P. Hindemiths Sonate für Bratsche allein und „Clapping Music“ von S. Reich. Zusätzlich wurde die Möglichkeit geboten in Anlehnung an Spielformen des Jazz, frei improvisierte instrumentale Soloteile in die entwickelte Partitur mit zu integrieren. Inspiriert von C. Chaplins „Modern Times“ gestalten sich die Schüler in einem ergänzenden Workshop ihre Kon- zertkleidung. Der Besuch des Museums und einer Probe des Webern Symphonieorchesters rundeten das Projekt ab.

MITWIRKENDE

Schüler Schöpfwerk

Andelko. Aleksander, Bahar, Bayram, Emanuel, Filoreta, Gamze, Klaudia, Kübra Nur, Ioana, Jennifer, Jovica, Lucijan, Malik, Merve, Michael, Muriel, Muzafer, Nasrin, Natasa, Petar, Sabrina, Semanur, Suria, Zorica

Schüler Herbststraße Marlene Großkopf, Tamara Hartmann, Melanie Möhrl, Elisabeth Pessl, Agnes Scharl, Nadja Schreier, Claudia Stadler

Studierende

Athena Giliopoulou/ Cembalo, Eszter Kruchio/ Violine, Yu Shan Li/ Viola

Als Gast

Sabine Hasicka - tap (www.sabinehasicka.com)

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Projekt

tanz

Gehörtes malen wir: Gemaltes tanzen wir

Schule

AHS - Theodor Kramer Str., 1220 Wien

Klasse

2 C, Lehrer: Mike Haberl

Workshopleiterin

Nora Schnabl

Klasse

2 D, Lehrerin: Lea Gschwandtner

Workshopleiterin

Martina Seidl

Musik

Studierende der Abteilung Tanz der Konservatorium Wien Privatuniversität Ernst Krenek: Streichquartett Nr.3, op. 20, 1. Allegro molto vivace (Adamas Quartett/mdw)

Fünfzig Mädchen und Buben der AHS Theodor Kramer Schule Wien, 1220 starteten eine aufregende Reise. Gemeinsam wurden äußere Struktur und innere Bewegung von Ernst Kreneks Streichquartett Nr.3, op.20, durch Tanz, selbstgemalte Bilder, Farben und Formen sichtbar gemacht.

Von den Kindern gemalte Linien wachsen durch Bewegungsimpulse in den Raum und verschränken sich mit spontanen Assoziationen zum Gehörten. Tanzende Körper verflechten gemalte Formen mit gehörten Klängen. Studierende der Studienrichtung Zeitgenössische Tanzpädagogik erarbeiteten in sechs aufeinander folgenden Workshops mit den Schülern eine tänzerische Parallele zu Ernst Kreneks Streichquartett Nr.3, op.20, gespielt vom Adamas Quartett.

MITWIRKENDE Schüler Theodor Kramer Schule

Studierende

Klasse 2c: Albert, Ali, Daniel, Daniel, David, David, Desiree, Hubert, Jasmin, Julia, Jyoti , Kathrin, Lawrence, Lorin, Maria, Mario, Peter, Rafael, Selina, Sandra, Sophie, Tobias, Valentin, Vanessa Klasse 2d: Alexander, Anja, Benedikt, Celine, Clara, Daniel, Elias, Fabian, Friedrich, Gabriel, Jakob, Jasmin, Joram, Julia, Konstantin, Lorenz, Lovely, Moriz, Petra, Philip, Roman, Samuel, Sarah, Sofia, Stefan, Tamara, Theresa Adamas Quartett: Claudia Schwarzl, Martin Reining/ Violinen, Anna Dekan/ Viola, Jakob Gisler/ Violoncello Nora Pider, Hanna Tripolt, Christina Schollenbruch, Mara Losch (Studierende des dritten

Jahrganges der Abteilung Tanz, Zeitgenössische Tanzpädagogik)

Workshop

Ernst Krenek (1900-1991) Veronika Großberger (ernst krenek forum)

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Projekt

Menschen mit besonderen Bedürfnissen

Kultur- und Bildungsverein der Menschen mit und ohne Behinderung „Ich bin O.K.“ Goethestraße 1, 1010 Wien

„Ich bin O.K.“ wurde 1979 von Prof. Dr. Katalin Zanin gegründet und strebt als Organisation das Ziel an, Menschen mit Behinderung in das kulturelle Leben einzubinden. Der Verein, der seit 2009 von Hana und Attila Zanin geleitet wird, besteht heute aus 80 aktiven Mitgliedern und vielen Menschen, die freiwillig mitarbeiten.

Für das Projekt “musique mécanique“ wurde ein Werk für Klavier “Une Tabatiere à Musique“ (Die Spieluhr) von Anatol Liadow ausgewählt. Dabei liegt der Focus auf der Erarbeitung des Mechanisch- Rhythmischen in der Bewegung. So steht die Spieluhr nicht nur als Sinnbild für ein “harmonisches“ Miteinander, sondern auch für das „Hängen bleiben“ – „Ins Stottern kommen“ und somit für ein Symbol der Inklusion, indem ein “Rad in das andere greift“!

BÜHNENTANZGRUPPE II Die Bühnentanzgruppe II besteht aus jungen erwachsenen Tänzerinnen und Tänzern im Alter zwischen 19 und 40 Jahren. Der Schwerpunkt liegt in der Erarbeitung von Choreographien unter Einbeziehung der Rhythmisch-musikalischen Erziehung als wichtiges Element und Mittel. Die dafür ausgewählten Musikstücke reichen von traditionellen Tänzen bis hin zu aktuellen Pop-Songs. In der künstlerischen Arbeit legen wir besonderen Wert auf eigene Ideenfindung und individuelle Bewegungsmöglichkeiten der Tänzerinnen und Tänzer.

MITWIRKENDE

TänzerInnen

Marcel Butschek, Laura Kautny, Jakob Kraus, Mathias Mehrwald, Severin Neira,

Dozentinnen

Victoria Ringl, Sandra Scepka, Nora Schwarz, Nicole Wolfgruber Sandra Fürthauer, Kathi Hofkofler

Klavier

Elisabeth Ziegelhofer

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Projekt

Lehrlinge

Berufsschule für Maschinen-, Fertigungstechnik und Elektronik Apollogasse 1, 1070 Wien, Leitung: Ing. Oliver Schleicher

Klasse

2 Y

Firma

Siemens

Lehrer

Karl Kubaczek, Alexander Seebacher

Workshopleitung

Cordula Bösze

Dolmetscherin

Tanja Gaugusch

Werkstatt

Christian Holzer

Integrationsprojektklasse 2Y der Berufsschule Apollogasse DIE TROMMELFELLTERRORISTEN

Z P F Z(angen) P(umpen) F(rösche) beschäftigt sich mit dem Arbeitsumfeld der Jugendlichen, mit den Klängen, von denen sie in der Werkstatt umgeben sind. Zuerst wurden mit einigen Übungen im Klassenraum (Stimme, Bodypercussion) die Eigenschaften von Klang herausgearbeitet (lang/kurz, laut/leise, hoch/ tief) und ein gemeinsames Vokabular für bestimmte Klangqualitäten entwickelt (schabend, knirschend, metallisch etc…). In der Lehrwerkstatt aufgenommene Klänge wurden mithilfe dieses Vokabulars kata- logisiert und probehalber im Computer übereinander gelegt. Im nächsten Schritt erlebte die Klasse bei einer Sonderführung im Technischen Museum auch die optische Darstellung von Klang („analoges Oszilloskop“), und die physisch erfahrbare Schwingung – besonders interessant für die Gehörlosen Lehrlinge aus dieser Gruppe. Außerdem konnten sie in der Ausstellung „macht musik“ Streichinstrumente ausprobieren und eine Aufnahme mit E-Gitarren und Schlagzeug im dortigen Tonstudio machen. Anhand verschiedener Zahlenreihen (Geburtsmonate, Anzahl der gelöteten Gitter) wurde dann mit Werkzeugen, Klangerzeugern, die im Technischen Museum erfahren worden sind, den Aufnahmen aus der Lehrwerkstatt und aus der Sonderausstellung eine Abfolge für das Zusammenspiel festgelegt. Darin enthalten sind sowohl Klänge, die „gut zusammenpassen“ als auch bewußt gesetzte starke dynamische und klangliche Gegensätze.

MITWIRKENDE

Lehrlinge

Bianca, Elvis, Harun, Katharina, Kristina, Markus, Markus, Markus, Mario, Maximilian, Melanie, Michael, Nicki, Patrick, Peter, Rene, Sonja

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Musik zum Anfassen

als Projektidee zur Musikvermittlung möchte auf Musik aller Stilrichtungen und deren vielfältige Instrumentarien neugierig machen und dabei Schwellenängste abbauen. Konzept- grundlage ist eine didaktisch und inhaltlich aufeinander aufbauende Workshopreihe. Durch die persönliche Begegnung mit professionellen Musikern und Künstlern werden dabei die Teilnehmer erlebnisorientiert in künstlerische Prozesse eingebunden. Jeder Workshop enthält dabei sowohl rezeptive, Konzertatmosphäre vermittelnde und widerspiegelnde Elemente, als auch aktive, das musikalische Gestalten der Teilnehmer einfordernde Anteile. Die Workshop- reihe schließt mit einer öffentlichen Präsentation - Werkstattergebnis der gemeinsamen Arbeit.

MUSIK ZUM ANFASSEN wurde vor mehr als 25 Jahren von Dietmar Flosdorf initiiert und seit- dem konstant weiterentwickelt. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Nikolaus Harnoncourt und ist auch Lehrangebot an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Im Wiener Mozartjahr 2006 war Musik zum Anfassen Konzeptgrundlage und maß- geblicher Teil des Projektes Pùnkitititi - Mozart für Kinder, ein Musikvermittlungsprojekt mit abschließendem Festival für und mit Kindern der Siedlungen am Nordrand Wiens. Musik zum Anfassen ist unter dem Titel Das Orchester zum Anfassen für die Vermittlungs- aktivitäten der Wiener Symphoniker tätig und führte unter dem Titel Oper zum Anfassen u.a. Projekte im Theater an der Wien durch.

MUSIK ZUM ANFASSEN engagiert sich sehr für die Vernetzung von Kunst- und Kulturver- mittlungsaktivitäten und realisiert immer wieder Projekte mit unterschiedlichsten Koopera- tionspartnern wie der Akademie der bildenden Künste Wien oder der Konservatorium Wien Privatuniversität. Besonderes Anliegen sind hierbei die Einbindung sozialer und gesellschaftli- cher Randgruppen.

2010/11 ist Musik zum Anfassen Teil des EU-Projektes „Artists in Creative Education“ mit Partnern aus Großbritannien, den Niederlanden, Österreich und Schweden unter Beteiligung der Länder Südosteuropas.

MUSIK ZUM ANFASSEN war 2007 Preisträger des „junge-ohren-wettbewerb“ - dem „Oscar“ der Musikvermittlung - und 2009 der IRIDA - Kulturvermittlung in Neuen Sozialen Kontexten

Programm

Joseph Haydn

Symphonie Nr. 101 „Die Uhr“

(1732-1809)

2. Satz: Andante

Steve Reich

Triple Quartet (1998)

(1936)

First Movement

Arthur Honegger

Pacific 231 (1923)

(1892-1955)

Mouvement Symphonique

Theodor Berger

Werkstattgeräusche

(1905-1992)

aus „Impressionen“ op.8

Heitor Villa Lobos

„O Trenzinho do Caipira“

(1887-1959)

aus Bachiana Brasileira Nr.2

Sergej Prokofieff

Le pas d´acier, Suite op.41b

(1891-1953)

2.Satz: Train des paysans-ravitalleurs

Alexander Mossolow

Die Eisengiesserei

(1900-1973)

aus dem Ballett „Stahl“ op.19

Webern Symphonie Orchester der mdw Dirigent: Ernst Kovacic

ERNST KOVACIC

Dirigent

ERNST KOVACIC Dirigent Wien mit seinem starken Spannungsfeld zwischen Tradition und innovativen Kräften prägte Ernst

Wien mit seinem starken Spannungsfeld zwischen Tradition und innovativen Kräften prägte Ernst Kovacic nachhaltig. Dieser Einfluss ist in seinem Formbewusstsein, seiner musikalischen Ausdeutungsweise und seiner Klangvision spürbar.

Als Geiger, Dirigent, Kammermusiker und Lehrer, aber auch als Programm- und Festivaldesigner zeigt er, wie die traditionellen Tugenden des Musizierens sinnvoll durch Spieltechniken und Klangmöglichkeiten der Neuen Musik ergänzt und bereichert werden können. Sein Repertoire reicht vom Barock bis zur Avantgarde.

Bedeutende Komponisten wie Krenek, Cerha, Gruber, Schwertsik, Furrer, Holloway, Staud, Haas, Sari- aaho, Neuwirth u. v. a. haben für Ernst Kovacic geschrieben.

Zur Zeit ist er auch künstlerischer Leiter des Kammerorchesters „Leopoldinum“ in Breslau und Mitglied des „ Trio Zebra“ mit Anssi Karttunen und Steve Dann.

DAS WEBERN SYMPHONIE ORCHESTER Der große Klangkörper der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Das Orchester der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ist fast so alt wie die Institution selbst. Seit der Gründung im Jahr 1812 (als „Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde“) wird hier der typische Wiener Musizier- und Klangstil gepflegt. Die jungen Musikerinnen und Musiker werden aber nicht nur darin von unseren erfahrenen Professoren unterrichtet, sie müssen auch zeitgenössische Partituren realisieren können.

Die Studierenden unseres Hauses profitierten in der Vergangenheit von der Zusammenarbeit mit so prominenten Gast-Dirigenten wie Riccardo Muti, Pierre Boulez, Sir Colin Davis, Bertrand de Billy, Ralf Weikert, Claudio Abbado, Mstislav Rostropovich, Zubin Metha und vielen mehr.

Die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sieht sich als „Zukunftsuniversität aus Tradition“ – das WSO ist die künstlerische Summe dieses Mottos: Eine zukunftsorientierte Ausbildung gepaart mit dem Wissen um historisch gewachsene, typisch wienerische und weltweit geschätzte Klangkultur.

Licht: Gerhard Fischer (Max Reinhardt Seminar)

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György Ligeti (1923-2006)

Poeme Symphonique für 100 Metronome

Ligeti (1923-2006) Poeme Symphonique für 100 Metronome ein „Mitmachprojekt“. Teilnahmeberechtigt sind alle, die

ein „Mitmachprojekt“. Teilnahmeberechtigt sind alle, die sich und ein mechanisches Metronom unter www.musikzumanfassen.at online angemeldet hatten.

Der/ Die BesitzerIn des Metronoms, das als letztes spielend bei der Aufführung übrig bleibt, erhält als „Sieger“ einen Überraschungspreis! Organisation: Zentrum für Musikvermittlung Wien14

Klangpacour

Beginnzeiten und Standorte nach Ansage

Johannes Brahms (1833-97)

Sonate für Violine u. Klavier Nr. 1 G-Dur op. 78, 3. Satz Charlotte Fonchin/ Violine; Weltereproduktionsflügel - aus den Beständen des TMW (Musikeinspielung: Hans Haass, 1927)

Paul Hindemith (1895-1963)

Sonate für Bratsche allein op. 25, Nr.1, 4.Satz: „Rasendes Zeitmaß. Wild. Tonschönheit ist Nebensache“ Yu Shan Li/ Viola

Paul Hindemith (1895-1963)

Toccata für ein selbstspielendes Klavier op. 40, 1926

Ernst Krenek (1900-1991)

Streichquartett Nr 3, op. 20; Adamas Quartett Claudia Schwarzl, Martin Reining/ Violinen, Anna Dekan/ Viola, Jakob Gisler/ Violoncello

György Ligeti (1923–2006)

“Continuum” für Cembalo Solo; Athena Giliopoulou/ Cembalo

W.A.Mozart (1756-1791)

Andante F- Dur KV 616 „Ein Stück für eine Walze in eine kleine Orgel“ gesetzt für 4 Flöten; Bettina Dokter, Elisabeth Stix, Dori Arpas, Ilona Hennen/ Flöte

Niccolo Paganini (1782-1840)

„Moto Perpetuo“ Eszter Kruchio/ Violine, Barbara Sattler/Klavier

Steve Reich (geb. 1936)

„music for pieces of wood“ Studierende der Studienrichtung Musik- und Bewegungspädagogik/Rhythmik. Einstudierung: Klaus Göhr

Dustin und Derek Schletzer

„Googlyelmo’s Quest for Glory“ Sebastian Siakala/ pipe drum (Studierender von Josef Gumpinger, Konservatorium Wien Privatuniversität)

Axel Seidelmann (geb. 1954)

„Sirenen“ Esther Auch/ Flöte, Srebra Geleva/ Klavier

Dampfmaschinengalerie (1780-1930)

„Sound of steam“

Wir danken unseren Kooperationspartner und Unterstützern:

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IMPRESSUM Herausgeber und Medieninhaber: Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Redaktion: Wolfgang Aichinger, Peter Andritsch, Dietmar Flosdorf Fotos: Peter Andritsch, Nancy Horowitz (Webern Symphonie Orchester), Lucas Rajchert (Ernst Kovacic) Grafikdesign: Peter Andritsch, Dorit Soltiz