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Hauptsätze

Einleitung

Hauptsätze sind Sätze, die alleine stehen können. Normalerweise bestehen sie mindestens aus
Subjekt, Verb und Objekt.

Die Wortstellung im Satz ist ein wichtiges Thema in der deutschen Sprache. Dank der Fälle
wissen wir normalerweise, ob ein Nomen/Pronomen in einem Satz als Subjekt oder Objekt
verwendet wird. Deshalb können wir das Objekt auch an den Satzanfang stellen.

Beide Sätze drücken die gleiche Situation aus, auch wenn die Wortstellung
anders ist:

Der Hund fängt den Ball.


Den Ball fängt der Hund.

In Sprachen ohne Fälle (z. B. Englisch, Französisch, Spanisch) ist es nicht


möglich, das Objekt an den Satzanfang zu stellen, denn dann würde man
verstehen:

Der Ball fängt den Hund.


Grundregel

Der Satzbau im Deutschen ist recht flexibel. Als Grundregel sollten wir uns merken:

 Das finite Verb besetzt immer die zweite Position im Satz.


 infinite Verbformen (Infinitiv, Partizip II) stehen am Satzende.
 Das Subjekt steht in vielen Fällen am Satzanfang. Im Deutschen können aber auch andere
Satzglieder (z.B. Objekt, Orts- oder Zeitangabe) am Satzanfang stehen. Wenn das der Fall ist,
rutscht das Subjekt hinter das finite Verb.

In den meisten Fällen ist der Satzbau folgendermaßen korrekt:

finites indirektes direktes infinites


1. Position Subjekt Zeit Ort
Verb Objekt Objekt Verb

dem in der zurück-


Subjekt Der Lehrer hat gestern den Test
Schüler Schule gegeben.
finites indirektes direktes infinites
1. Position Subjekt Zeit Ort
Verb Objekt Objekt Verb

der in der zurück-


ind. Objekt Dem Schüler hat gestern den Test
Lehrer Schule gegeben.

der dem in der zurück-


dir. Objekt Den Test hat gestern
Lehrer Schüler Schule gegeben.

der dem in der zurück-


Zeit Gestern hat den Test
Lehrer Schüler Schule gegeben.

der dem zurück-


Ort In der Schule hat gestern den Test
Lehrer Schüler gegeben.

Merke aber:

Wenn das direkte Objekt ein Pronomen ist, steht es vor dem indirekten Objekt.

Beispiel:

den Test = ihn

Der Lehrer hat ihn dem Schüler gestern in der Schule zurückgegeben.

Für Fortgeschrittene

Neben der Grundregel gibt es im Deutschen aber noch viel mehr Möglichkeiten, wie man die
Satzglieder anordnen kann.

Verbindung zwischen Sätzen

Wenn wir einen Text schreiben, versuchen wir, die Sätze inhaltlich miteinander zu verbinden.
Deshalb steht an erster Position oft ein Satzglied, das diese Verbindung herstellt.

Beispiel:

Wir waren gestern im Museum. Dort war es sehr voll.

Bekanntes vor Neuem

Etwas bereits Erwähntes oder als bekannt Vorausgesetztes steht im Satz weiter vorn.
Unbekanntes oder Neues steht im Satz weiter hinten.

Aus diesem Grund rutscht zum Beispiel das direkte Objekt, wenn es ein Pronomen ist, vor das
indirekte Objekt. Pronomen ersetzen schließlich ein Nomen, das bereits erwähnt wurde oder als
bekannt vorausgesetzt wird.
Beispiel:

Der Lehrer hat ihn (den Test) ihm (dem Schüler) gestern in der Schule zurückgegeben.

Andererseits muss das direkte Objekt, wenn es mit einem unbestimmten Artikel verwendet wird,
immer hinter Zeit und Ort stehen. Den unbestimmten Artikel (ein…) verwenden wir schließlich,
wenn wir etwas zum ersten Mal erwähnen (also für etwas Neues).

Beispiel:

Der Lehrer hat dem Schüler gestern in der Schule einen Test zurückgegeben.

Hervorhebungen am Satzende

Das indirekte Objekt sowie die Angaben von Zeit und Ort sind austauschbar. Wenn wir eines
dieser Satzglieder besonders hervorheben wollen, können wir es hinter das direkte Objekt setzen.

Beispiel:

In der Schule hat der Lehrer gestern den Test einem Schüler zurückgegeben.

Der Lehrer hat dem Schüler den Test gestern in der Schule zurückgegeben.

Beachte aber:

Als Pronomen darf das indirekte Objekt nicht die Position wechseln.

Beispiel:

Der Lehrer hat ihm (dem Schüler) gestern in der Schule den Test zurückgegeben.

(nicht: Der Lehrer hat gestern in der Schule den Test ihm zurückgegeben.)

Die Zeitangabe sollte nur in seltenen Fällen – zur ganz besonderen Betonung und möglichst nur
in der gesprochenen Sprache – hinter der Ortsangabe stehen. Im Schriftlichen wirkt es meist
falsch, weil es im Deutschen üblich ist, die Zeit vor dem Ort zu nennen.

Beispiel:

Der Lehrer hat dem Schüler in der Schule den Test gestern zurückgegeben.
Übungen

Wähle für jedes Feld den richtigen Satzteil aus, sodass in jeder Zeile ein Satz nach dem
Schema Subjekt-Verb-Objekt entsteht. Wenn in ein Feld nichts eingesetzt wird, wähle den
Strich (-).

Subjekt finites Verb indirektes Objekt direktes Objekt infinites Verb

Bilde Sätze mit Subjekt/Objekt/Ort/Zeit an der ersten Position.

1. gestiegen/sind/wir/auf den Aussichtsturm


1. Position: Subjekt →
2. gelernt/habt/ihr/ein neues Lied/in der Schule
1. Position: Ort →
3. gehe/morgen/ich/ins Museum
1. Position: Zeit →
4. schreiben/wird/er/euch/eine SMS
1. Position: indirektes Objekt →
5. vorlesen/darf/sie/ihrem Opa/die Zeitung
1. Position: direktes Objekt →

Rezolvari

Wähle für jedes Feld den richtigen Satzteil aus, sodass in jeder Zeile ein Satz nach dem
Schema Subjekt-Verb-Objekt entsteht. Wenn in ein Feld nichts eingesetzt wird, wähle den
Strich (-).

Subjekt finites Verb indirektes Objekt direktes Objekt infinites Verb


Ein Polizist hat uns den Weg gezeigt.

Sie müssen den Kindern die Jacke zumachen.

Die Kellnerin bringt dem Mann einen Kaffee -.

Ich werde - dich anrufen.

Wir vertrauen der Lehrerin - -.

Bilde Sätze mit Subjekt/Objekt/Ort/Zeit an der ersten Position.

1. gestiegen/sind/wir/auf den Aussichtsturm


1. Position: Subjekt → Wir sind auf den Aussichtsturm gestiegen.
2. gelernt/habt/ihr/ein neues Lied/in der Schule
1. Position: Ort → In der Schule habt ihr ein neues Lied gelernt.
3. gehe/morgen/ich/ins Museum
1. Position: Zeit → Morgen gehe ich ins Museum.
4. schreiben/wird/er/euch/eine SMS
1. Position: indirektes Objekt → Euch wird er eine SMS schreiben.
5. vorlesen/darf/sie/ihrem Opa/die Zeitung
1. Position: direktes Objekt → Die Zeitung darf sie ihrem Opa vorlesen.

Nebensätze
Einleitung
Nebensätze können nicht alleine stehen – sie sind immer einem anderen Teilsatz untergeordnet.
Wir erkennen einen Nebensatz normalerweise daran, dass das finite Verb am Ende des Teilsatzes
steht. Außerdem müssen Nebensätze im Deutschen immer durch ein Komma vom Hauptsatz
getrennt werden.

Beispiel:
Ich weiß nicht, ob er dir hilft.

Steht ein Nebensatz am Satzanfang vor einem Hauptsatz, dann beginnt der Hauptsatz mit dem
finiten Verb (weil der Nebensatz die 1. Position ausfüllt).

Beispiel:
Ob er dir hilft, weiß ich nicht.
Typen von Nebensätzen
Es gibt zwei Kriterien, nach denen wir Nebensätze aufteilen können.

Unterscheiden wir Nebensätze nach ihrer Funktion im Satz, gibt es folgende Nebensatzarten:
Adverbialsatz, Attributsatz, Subjektsatz und Objektsatz.

Unterscheiden wir Nebensätze nach ihrer Verknüpfung mit anderen Satzteilen, gibt es: indirekte
Rede, Infinitivsatz, Konjunktionalsatz, Partizipialsatz und Relativsatz.

Adverbialsätze
Je nachdem, was durch den Adverbialsatz ausgedrückt wird (Gegensatz, Zweck, Grund usw.),
unterscheiden wir zwischen Adversativsatz, Finalsatz, Kausalsatz, Konditionalsatz,
Konsekutivsatz, Konzessivsatz, Lokalsatz, Modalsatz und Temporalsatz.

Beispiel:
Da ich eine Arbeit über Adverbialsätze schreibe, muss ich mir das Thema ansehen.
(Kausalsatz)

Attributsätze
Attributsätze machen nähere Angaben zu einem Subjekt oder Objekt. Attributivsätze erfragen
wir mit „Welcher/Welche/…?“ – es sind also Relativsätze. Mehr gibt es zu den Attributsätzen
nicht zu sagen, deshalb verlinken wir hier gleich auf die Relativsätzen.

Beispiel:
Das ist der Mann, den ich gesehen habe. (Welcher Mann?)
Kaufst du den Hut, der dir so gefällt? (Welchen Hut?)

Objektsätze und Subjektsätze


Wenn anstelle eines Objekts oder Subjekts ein ganzer Teilsatz steht, nennen wir diesen Objekt-
bzw. Subjektsatz. (bzw = beziehungsweise, dupa cum e cazul, mai precis, mai exact, respectiv)

Beispiel:
Ich lese, was dort steht.
(Wen/Was lese ich? → Objektsatz)
Wer fleißig lernt, wird klug.
(Wer/Was wird klug? → Subjektsatz)

Indirekte Fragen
Indirekte Fragen sind Fragen, die wir nicht direkt stellen, sondern in einem anderen Satz
einbauen.

Infinitivsatz, Konjunktionalsatz, Partizipialsatz und Relativsatz.

Adverbialsätze
Je nachdem, was durch den Adverbialsatz ausgedrückt wird (Gegensatz/opozitie, contrar,
Zweck/scop, Grund, baza, principiu usw.), unterscheiden wir zwischen Adversativsatz,
Finalsatz, Kausalsatz, Konditionalsatz, Konsekutivsatz, Konzessivsatz, Lokalsatz, Modalsatz und
Temporalsatz.

Beispiel:
Da ich eine Arbeit über Adverbialsätze schreibe, muss ich mir das Thema ansehen.
(Kausalsatz)

Attributsätze
Attributsätze machen nähere Angaben zu einem Subjekt oder Objekt. Attributivsätze erfragen
wir mit „Welcher/Welche/…?“ – es sind also Relativsätze. Mehr gibt es zu den Attributsätzen
nicht zu sagen, deshalb verlinken wir hier gleich auf die Relativsätzen.

Beispiel:
Das ist der Mann, den ich gesehen habe. (Welcher Mann?)
Kaufst du den Hut, der dir so gefällt? (Welchen Hut?)

Objektsätze und Subjektsätze


Wenn anstelle eines Objekts oder Subjekts ein ganzer Teilsatz steht, nennen wir diesen Objekt-
bzw. Subjektsatz.

Beispiel:
Ich lese, was dort steht.
(Wen/Was lese ich? → Objektsatz)
Wer fleißig lernt, wird klug.
(Wer/Was wird klug? → Subjektsatz)

Indirekte Fragen
Indirekte Fragen sind Fragen, die wir nicht direkt stellen, sondern in einem anderen Satz
einbauen.

Beispiel:
Er will wissen, wie spät es ist.
Ich weiß nicht, wo mein Handy ist.
Es würde mich interessieren, ob er uns morgen besuchen kommt.

Infinitivsätze
Infinitivsätze mit zu verwenden wir häufig nach bestimmten Wörtern und Wendungen.
Infinitivsätze mit um zu können wir hingegen immer dann verwenden, wenn wir eine Folge
(Wozu?) angeben.

Beispiel:
Ich bin froh, dich zu sehen.
Er hat gelernt, um die Prüfung zu bestehen.

Konjunktionalsätze
Konjunktionalsätze werden mit einer untergeordneten Konjunktion (einer Subjunktion)
eingeleitet. Beispiele haben wir im Thema Sätze mit Konjunktionen unter Subjunktionen
aufgelistet.

Beispiel:
Er spricht gut Deutsch, weil er ein Jahr in Deutschland war.

Partizipialsätze
Partizipialsätze sind Nebensätze mit Partizip I oder Partizip II. Sie beziehen sich immer auf das
Subjekt im Hauptsatz.

Beispiel:
Nervös um sich schauend, stand der Räuber vor der Bank.
Auf dem Land geboren und aufgewachsen, liebt sie die Natur.

Relativsätze
Mit einem Relativsatz können wir zusätzliche Informationen geben, ohne einen neuen Satz zu
beginnen. Im Deutschen stehen Relativsätze immer in Kommas.

Beispiel:
Das ist der Film, den ich mir ansehen will.

Konditionalsätze
Konditionalsätze geben eine Bedingung an, unter der eine Handlung in der Gegenwart/Zukunft
stattfindet oder in der Vergangenheit stattgefunden hätte.
Beispiel:
Wenn ich den Job bekomme, verdiene ich viel Geld.
Wenn ich mich beworben hätte, hätte ich den Job bekommen.

Indirekte Rede
Wenn wir nicht mit den gleichen Worten wiedergeben, was jemand gesagt hat, verwenden wir
die indirekte Rede.

Beispiel:
„Mir geht es gut.“ → Sie sagt, es gehe ihr gut.

Adverbialsätze
Einleitung

Adverbialsätze werden normalerweise mit einer untergeordneten Konjunktion (Subjunktion)


eingeleitet. Wir unterscheiden verschiedene Arten von Adverbialsätzen:

typische
Typ Bedeutung Beispiel
Konjunktion
Ihm fällt Mathe leicht, wohingegen ich keine
Adversativsatz Gegensatz wohingegen
Ahnung von Mathe habe.
Finalsatz Zweck damit Sei ruhig, damit ich schlafen kann.
Kausalsatz Grund da, weil Da er krank war, blieb er zu Hause.
Konditionalsatz Bedingung falls, wenn Wenn du willst, kannst du gehen.
Er hatte so viel gelernt, dass er die Prüfung
Konsekutivsatz Folge dass, sodass
nicht fürchten musste.
etwas Sie gingen baden, obwohl das
Konzessivsatz obwohl
zum Trotz Wasser eiskalt war.
wo, woher, Wo sie ihren Urlaub verbringen, ist es sehr
Lokalsatz Ort
wohin warm.
Art und Er bereitete sich auf den Marathon vor, indem
Modalsatz indem
Weise er täglich trainierte.
nachdem, bevor, Bevor wir sie besuchen, müssen wir noch ein
Temporalsatz Zeit
seit Geschenk kaufen.
Übung

Gib an, um welche Art von Adverbialsatz es sich handelt.

1. Ich bringe Brot mit, falls ich an einem Bäcker vorbeikomme. →


2. Er hat den Wecker gestellt, damit er nicht verschläft. →
3. Wir holten uns Nachschlag, obwohl wir schon satt waren. →
4. Aschenputtels Schwestern gingen zum Ball, wohingegen sie das Haus putzen musste. →
5. Seit wir aus dem Urlaub zurück sind, regnet es ununterbrochen. →

Setze die richtige Subjunktion ein.

1. Kausalsatz:
Ich konnte noch nicht mit ihm sprechen, er keine Zeit hatte.
2. Temporalsatz: Die Kinder putzen sich immer die Zähne, sie schlafen gehen.
3. Konsekutivsatz:
Gestern war es schön warm, wir draußen essen konnten.
4. Modalsatz:
Sie verdunkelten den Raum, sie die Jalousien herunterließen.
5. Lokalsatz:
Er wollte uns nicht verraten, er ging.

Rezolvare:

Übung

Gib an, um welche Art von Adverbialsatz es sich handelt.

1. Ich bringe Brot mit, falls ich an einem Bäcker vorbeikomme. → Konditionalsatz
2. Er hat den Wecker gestellt, damit er nicht verschläft. → Finalsatz
3. Wir holten uns Nachschlag, obwohl wir schon satt waren. → Konzessivsatz
4. Aschenputtels Schwestern gingen zum Ball, wohingegen sie das Haus putzen musste. →
Adversativsatz
5. Seit wir aus dem Urlaub zurück sind, regnet es ununterbrochen. → Temporalsatz

Setze die richtige Subjunktion ein.

1. Kausalsatz:
Ich konnte noch nicht mit ihm sprechen, da er keine Zeit hatte.
2. Temporalsatz:
Die Kinder putzen sich immer die Zähne, bevor sie schlafen gehen.
3. Konsekutivsatz:
Gestern war es schön warm, sodass wir draußen essen konnten.
4. Modalsatz:
Sie verdunkelten den Raum, indem sie die Jalousien herunterließen.
5. Lokalsatz:
Er wollte uns nicht verraten, wohin er ging.

Relativsätze

Einleitung / Introducere

Mit einem Relativsatz können wir zusätzliche Informationen geben, ohne einen neuen Satz zu
beginnen. Im Deutschen stehen Relativsätze immer in Kommas.

Das sind die Freunde, mit denen ich viel Zeit verbringe. Bodo, den ich schon ewig kenne, ist sehr
lustig. Toni, der eine Brille trägt, geht in meine Klasse. Linda, deren Lächeln bezaubernd ist,
kann toll tanzen.

Verwendung

Relativsätze enthalten Zusatzinformationen zu einem Nomen/Pronomen. Normalerweise stehen


sie direkt hinter dem, worauf sie sich beziehen – das kann am Ende des Hauptsatzes oder mitten
im Satz sein.

Nominativ:

Toni, der eine Brille trägt, geht in meine Klasse.

(Toni trägt eine Brille. – Wer?)

Genitiv:
Linda, deren Lächeln bezaubernd ist, kann toll tanzen.

(Lindas Lächeln ist bezaubernd. – Wessen Lächeln?)

Dativ:

Das sind die Freunde, mit denen ich viel Zeit verbringe.

(Mit den Freunden verbringe ich viel Zeit. – Mit wem?)

Akkusativ:

Bodo, den ich schon ewig kenne, ist sehr lustig.

(Bodo kenne ich schon ewig. – Wen?)

Bildung

Relativsätze bilden wir mit Relativpronomen oder Relativadverbien.

Relativpronomen

Relativpronomen werden normalerweise flektiert, das heißt: sie passen sich in Zahl und
Geschlecht dem Nomen an, auf das sie sich beziehen (Ausnahmen: was)

Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ

maskulin (m) der/welcher dessen dem/welchem den/welchen

feminin (f) die/welche deren der/welcher die/welche

neutral (n) das/welches dessen dem/welchem das/welches

Plural (pl) die/welche deren denen/welchen die/welche

Welchen Fall wir verwenden, hängt davon ab, ob das Relativpronomen im Relativsatz ein
Subjekt oder ein Objekt ersetzt. Beachte aber, dass wir im Relativsatz häufig einen anderen Fall
verwenden müssen als im Hauptsatz.

Beispiel:

Bodo, den ich schon ewig kenne, ist sehr lustig.

Bodo ist sehr lustig. (Wer? – Nominativ im Hauptsatz)


Bodo kenne ich schon ewig. (Wen? – Akkusativ im Relativsatz)
Verwendung von Relativpronomen

In der Alltagssprache verwenden wir normalerweise eher die Relativpronomen der/die/das. Für
welcher/welche/welches entscheiden wir uns meist, um Wiederholungen des gleichen Wortes zu
vermeiden.

Beispiel:

Das ist die Frau, die die Post austrägt.

besser:

Das ist die Frau, welche die Post austrägt.

Vor dem Relativpronomen kann eine Präposition stehen.

Beispiel:

Das sind die Freunde, mit denen ich viel Zeit verbringe.

Relativpronomen was

Das Relativpronomen was bezieht sich normalerweise auf ein Indefinitpronomen (alles, nichts,
manches, vieles), gilt aber nicht für Personen (jeder, niemand, …).

Beispiel:

Alles, was er sagt, ist wahr.

(aber nicht: Jeder, was ihn kennt …, sondern: Jeder, der ihn kennt …)

Relativadverbien

Relativadverbien ändern ihre Form nicht. Oft beziehen sie sich auf einen ganzen Satz. Zu den
Relativadverbien zählen zum Beispiel: wo, womit, wofür, worüber.

Beispiel:

Ich warte dort, wo wir uns immer treffen.

Dann geschah etwas, womit ich nicht gerechnet hatte.

Christian unterstützte mich, wofür ich ihm sehr dankbar bin.

Sybille besuchte uns, worüber wir uns sehr freuten.


Übungen
Relativsätze - Übungen
Übung

Setze das richtige Relativpronomen ein.

1. Das sind die Kinder, wir eine Geschichte vorgelesen haben.


2. Dort steht der neue Lehrer, Geschichte unterrichtet.
3. Wo ist der Joghurt, ich mir gekauft habe?
4. Wer ist die Frau, Gepäck vor dem Hotel steht?
5. Das ist das Restaurant, in wir gerne essen.

Forme den unterstrichenen Satz in einen Relativsatz um. Verwende Relativpronomen.

1. Das sind die Aufgaben. Wir sollen sie bis morgen lösen.
→ Das sind die Aufgaben,
2. Das ist ein Baum. Den Baum hat mein Opa gepflanzt.
→ Das ist der Baum,
3. Österreich ist ein Land. In dem Land kann man gut Ski fahren.
→ Österreich ist ein Land,
4. Du hast mir von einer Freundin erzählt. Ist sie das?
→ Ist das die Freundin,
5. Ich habe einen Hund. Seine Augen sind blau.
→ Ich habe einen Hund,

Setze das richtige Relativadverb ein.

1. Er hatte viele Flüchtigkeitsfehler im Test, er sich sehr ärgerte.


2. Als Kinder versteckten wir uns immer im Wald, uns keiner suchte.
3. Plötzlich begann es zu regnen, keiner gerechnet hatte.
4. Er will ein guter Fußballer werden, er viel trainiert.
5. Das Paar zog nach München, seine Eltern ursprünglich kamen.

Rezolvare:
Übung

Setze das richtige Relativpronomen ein.

1. Das sind die Kinder, denen wir eine Geschichte vorgelesen haben.
2. Dort steht der neue Lehrer, der Geschichte unterrichtet.
3. Wo ist der Joghurt, den ich mir gekauft habe?
4. Wer ist die Frau, deren Gepäck vor dem Hotel steht?
5. Das ist das Restaurant, in dem wir gerne essen.

Forme den unterstrichenen Satz in einen Relativsatz um. Verwende Relativpronomen.

1. Das sind die Aufgaben. Wir sollen sie bis morgen lösen.
→ Das sind die Aufgaben, die wir bis morgen lösen sollen.
2. Das ist ein Baum. Den Baum hat mein Opa gepflanzt.
→ Das ist der Baum, den mein Opa gepflanzt hat.
3. Österreich ist ein Land. In dem Land kann man gut Ski fahren.
→ Österreich ist ein Land, in dem man gut Ski fahren kann.
4. Du hast mir von einer Freundin erzählt. Ist sie das?
→ Ist das die Freundin, von der du mir erzählt hast?
5. Ich habe einen Hund. Seine Augen sind blau.
→ Ich habe einen Hund, dessen Augen blau sind.

Setze das richtige Relativadverb ein.

1. Er hatte viele Flüchtigkeitsfehler im Test, worüber er sich sehr ärgerte.


2. Als Kinder versteckten wir uns immer im Wald, wo uns keiner suchte.
3. Plötzlich begann es zu regnen, womit keiner gerechnet hatte.
4. Er will ein guter Fußballer werden, wofür er viel trainiert.
5. Das Paar zog nach München, woher seine Eltern ursprünglich kamen.

Attributsätze

Einleitung

Attributsätze machen nähere Angaben zu einem Subjekt oder Objekt. Attributsätze erfragen wir
mit „Welcher/Welche/Welches/Welchen/Welchem?“. Normalerweise handelt es sich hierbei um
Relativsätze.

Beispiel:

Das ist der Mann, den ich gesehen habe. (Welcher Mann?)

Kaufst du den Hut, der dir so gefällt? (Welchen Hut?)

Hilf bitte dem Mädchen, das dort sitzt! (Welchem Mädchen?)

Wir gedenken der Opfer, die gestorben sind. (Welcher Opfer?)

Übungen

Objektsätze

Der Objektsatz ist ein Nebensatz, der ein Objekt (Genitiv-, Dativ- oder Akkusativobjekt) ersetzt.
Objektsätze erfragen wir mit „Wessen/Wem/Wen/Was?“.
Beispiel:

Er ist sich bewusst, dass seine Tat Konsequenzen hat.


(Wessen ist er sich bewusst? – Genitivobjekt)

Ich helfe, wem ich will.


(Wem/Was helfe ich? – Dativobjekt)

Ich sehe nicht, wer da kommt.


(Wen/Was sehe ich nicht? – Akkusativobjekt)

Ich wollte, dass er bleibt.


(Was wollte ich? – Akkusativobjekt)

Subjektsätze

Der Subjektsatz ist ein Nebensatz, der ein Subjekt ersetzt. Subjektsätze erfragen wir mit
„Wer/Was?“.

Beispiel:

Wer fleißig lernt, wird belohnt.


(Wer/Was wird belohnt?)

Es ist doch klar, dass ich dir helfe.


(Wer/Was ist klar?)

Übungen
Objekt-/Subjektsätze - Übungen

 Objektsätze und Subjektsätze – gemischt

Wähle aus, welches Satzglied durch den Nebensatz ersetzt wird.

1. Ich erzähle nur, was ich gehört habe. →


2. Es ist eindeutig, dass diese Lösung falsch ist. →
3. Sie erinnert sich, dass sie als Kind viele Haustiere hatte. →
4. Er dankt nur, wem er zu Dank verpflichtet ist. →
5. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. →

Wandle die unterstrichenen Sätze in Subjekt- bzw. Objektsätze um und wähle im Kästchen
rechts aus, welches Satzglied (das kursive Wort) ersetzt wurde.

1. Du musst lachen – du hast das Spiel verloren.


→ , hat das Spiel verloren.
2. Er hat es diktiert. Sie hat es aufgeschrieben.
→ Sie hat aufgeschrieben,
3. Der Mann hat die Bank ausgeraubt. Er wurde dessen angeklagt.
→ Der Mann wurde angeklagt,
4. Wir kennen ihn. Darum vertrauen wir ihm.
→ Wir vertrauen nur,
5. Daniel ist ein guter Schwimmer. Er brüstet sich dessen.
→ Daniel brüstet sich,

Ce sunt: 1. 2. 3. 4. 5.

Rezolvari

Wähle aus, welches Satzglied durch den Nebensatz ersetzt wird.

1. Ich erzähle nur, was ich gehört habe. → Akkusativobjekt


2. Es ist eindeutig, dass diese Lösung falsch ist. → Subjekt
3. Sie erinnert sich, dass sie als Kind viele Haustiere hatte. → Genitivobjekt
4. Er dankt nur, wem er zu Dank verpflichtet ist. → Dativobjekt
5. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. → Subjekt

Wandle die unterstrichenen Sätze in Subjekt- bzw. Objektsätze um und wähle im Kästchen
rechts aus, welches Satzglied (das kursive Wort) ersetzt wurde.

1. Du musst lachen – du hast das Spiel verloren.


→ Wer lachen muss, hat das Spiel verloren.
2. Er hat es diktiert. Sie hat es aufgeschrieben.
→ Sie hat aufgeschrieben, was er diktiert hat.
3. Der Mann hat die Bank ausgeraubt. Er wurde dessen angeklagt.
→ Der Mann wurde angeklagt, die Bank ausgeraubt zu haben.
4. Wir kennen ihn. Darum vertrauen wir ihm.
→ Wir vertrauen nur, wen wir kennen.
5. Daniel ist ein guter Schwimmer. Er brüstet sich dessen.
→ Daniel brüstet sich, ein guter Schwimmer zu sein.

1. Subjekt
2. Akkusativobjekt
3. Genitivobjekt
4. Dativobjekt
5. Genitivobjekt

Infinitivsätze
Einleitung

Im Deutschen gibt es bestimmte Wendungen, nach denen wir üblicherweise einen Infinitivsatz
verwenden. Mit Infinitivsätzen mit um zu können wir das Ziel einer Handlung ausdrücken.

Ich habe vor, mit dem Tennisspielen zu beginnen. Ich bin gekommen, um mir einen guten
Tennischläger zu kaufen.

Ich bin hier, um Ihnen zu helfen. Ich empfehle Ihnen, einen Schläger für Anfänger zu nehmen.

Aber ich hoffe, bald wie ein Profi spielen zu können.

Sie müssen erst einmal lernen, den Ball zu treffen. Wie ein Profi zu spielen, ist nahezu
unmöglich. Um so gut zu werden, haben die Profis viele Jahre lang jeden Tag trainiert.

Verwendung

Infinitivsätze verwenden wir nach bestimmten Wörtern und Wendungen (siehe Liste).

Beispiel:

vorhaben → Ich habe vor, mit dem Tennisspielen zu beginnen.

Meistens stehen die Infinitivsätze hinter dem Hauptsatz, sie können aber auch am Satzanfang
stehen.

Beispiel:

Wie ein Profi zu spielen, ist nahezu unmöglich.

Infinitivsätze beziehen sich normalerweise auf das Subjekt im Hauptsatz.

Beispiel:
Sie müssen erst einmal lernen, den Ball zu treffen.

Es gibt aber auch Wörter/Wendungen, bei denen sich der Infinitivsatz auf das Objekt bezieht.

Beispiel:

empfehlen → Ich empfehle Ihnen, einen Schläger für Anfänger zu nehmen.

Wollen wir das Ziel einer Handlung ausdrücken, verwenden wir um zu. In diesem Fall bezieht
sich der Infinitivsatz immer auf das Subjekt.

Beispiel:

Ich bin gekommen, um mir einen guten Tennischläger zu kaufen.

Um so gut zu werden, haben die Profis viele Jahre lang jeden Tag trainiert.

Bildung

Wir erweitern den Infinitiv des Verbs mit dem Wort zu und stellen diese beiden Wörter ans Ende
des Infinitivsatzes.

Beispiel:

Ich kann bald wie ein Profi spielen. → Ich hoffe, bald wie ein Profi spielen zu können.

Kaum jemand spielt wie ein Profi. → Wie ein Profi zu spielen, ist nahezu unmöglich.

Verwenden wir um zu, steht um jedoch am Anfang des Infinitivsatzes.

Beispiel:

Ich bin hier, um Ihnen zu helfen.

Beachte

Bei zusammengesetzten Verben, die trennbar sind, steht zu zwischen den beiden Teilen des
Verbs.

Beispiel:

anziehen → anzuziehen

kennenlernen → kennenzulernen

Wörter und Wendungen

Es gibt bestimmte Wörter und Wendungen, nach denen wir sehr oft einen Infinitivsatz
verwenden. Der Infinitivsatz kann sich dabei auf das Subjekt oder Objekt im Hauptsatz beziehen
oder auf eine unpersönliche Wendung.
Infinitivsatz bezieht sich auf das Subjekt

Bezieht sich der Infinitivsatz auf das Subjekt im Hauptsatz, führt das Subjekt auch die Handlung
im Infinitivsatz aus.

Beispiel:

Die Tennisschülerin muss lernen, den Ball zu treffen.

Die Tennisschülerin muss den Ball treffen.

Einfache Verben
Beispiel:

Die Kundin beabsichtigt, mit dem Tennisspielen zu beginnen.

Sie hofft, bald wie ein Profi spielen zu können.


 beabsichtigen
 behaupten
 beschließen
 dazu beitragen
 dazu neigen
 dazu tendieren
 drohen
 geloben
 glauben
 hoffen
 jemandem anbieten
 lernen
 planen
 schwören
 vereinbaren
 vorhaben
 vergessen
 versäumen
 versprechen
 versuchen
 vorhaben
 vortäuschen
 vorziehen
 wagen
 zögern

Reflexive Verben
Beispiel:
Der Verkäufer macht sich daran, die Kundin zu beraten.

Ich kann es mir nicht leisten, bei einem berühmten Tennisspieler zu trainieren.


 sich bereit erklären
 sich daranmachen
 sich entscheiden
 sich erinnern
 sich leisten (Dativ)
 sich sehnen
 sich trauen
 sich verpflichten
 sich wagen (Dativ)
 sich weigern

Adjektive und als Adjektiv verwendete Partizipien


Beispiel:

Die Kundin ist entschlossen, bald wie ein Profi zu spielen.

Der Verkäufer ist überrascht, das zu hören.


 bemüht
 bestrebt
 beunruhigt
 entschlossen
 enttäuscht
 erfreut
 erleichtert
 froh
 traurig
 überrascht

Wendungen mit Nomen


Beispiel:

Ich habe die Absicht, bald so gut wie ein Profi zu spielen.

Sie hat die Neigung, sehr ehrgeizig zu sein.


 die Absicht haben
 das Angebot machen/annehmen
 in Betracht ziehen
 die Drohung aussprechen
 die Entscheidung treffen
 den Entschluss fassen
 die Hoffnung haben
 die Neigung haben
 die Notwendigkeit sehen
 die Vereinbarung treffen
 das Versprechen geben
 den Versuch unternehmen
 Vorbereitungen treffen

Infinitivsatz bezieht sich auf das Objekt

Bezieht sich der Infinitivsatz auf das Objekt, soll das Objekt aus dem Hauptsatz die Handlung im
Infinitivsatz ausführen.

Beispiel:

Der Trainer bringt der Tennisschülerin bei, den Ball zu treffen.

Die Tennisschülerin soll den Ball treffen.

Verben mit Akkusativobjekt


Beispiel:

Die Kundin bittet den Verkäufer, sie zu beraten.

Der Verkäufer hat die Kundin überredet, einen Schläger für Anfänger zu kaufen.


 bitten
 dazu bringen
 einladen
 ermutigen
 erinnern
 lehren
 überreden
 überzeugen
 veranlassen
 warnen
 zwingen

Verben mit Dativobjekt


Beispiel:

Ein Freund will mir beibringen, Tennis zu spielen.

Der Verkäufer rät der Kundin, einen Schläger für Anfänger zu nehmen.


 befehlen
 beibringen
 empfehlen
 ermöglichen
 erlauben
 gelingen
 gestatten
 helfen
 leichtfallen
 raten
 verbieten

Infinitivsatz bezieht sich auf eine unpersönliche Form

Die folgenden Adjektive verwenden wir normalerweise mit der unpersönlichen Form es (im
Sinne von man).

Beispiel:

Es ist nahezu unmöglich, wie ein Profi zu spielen.

Man kann nicht wie ein Profi spielen.


 egoistisch
 gerecht
 klug
 kompliziert
 leicht
 mutig
 schwierig
 sinnlos
 traurig
 unangenehm
 unhöflich
 unmöglich

Übungen
Infinitivsätze - Übungen

 Infinitivsätze – gemischt

Übung

Ergänze die Sätze mit einem Infinitivsatz.

1. Er war überrascht, (hören/von uns)


2. Sie hat darum gebeten, (dürfen/nach Hause gehen)
3. Du hast versprochen, (anrufen/uns)
4. Ich hoffe, (kennenlernen/euch/bald)
5. Wir haben vergessen, (Bescheid sagen/dir)

Ergänze die Sätze mit einem Infinitivsatz mit um zu ….

1. Sie sind hier, (Urlaub machen)


2. Er hat einen Baum gepflanzt, (Schatten haben)
3. Wir sind zur Bank gegangen, (Geld abheben)
4. Ihr seid früh ins Bett gegangen, (ausschlafen können)
5. Ich habe euch gerufen, (zeigen/etwas/euch)

Wandle den unterstrichenen Teil in einen Infinitivsatz um.

1. Wir haben uns vorgenommen, dass wir mehr Sport treiben.


→ Wir haben uns vorgenommen,
2. Er rennt, damit er nicht zu spät kommt.
→ Er rennt,
3. Ich komme, weil ich dich abholen will.
→ Ich komme,
4. Sie machten ein Feuer an, an dem sie sich wärmten.
→ Sie machten ein Feuer an,
5. Er ist erleichtert, weil er seine Tasche wiedergefunden hat.
→ Er ist erleichtert,

Rezolvari

Ergänze die Sätze mit einem Infinitivsatz.

1. Er war überrascht, von uns zu hören.


2. Sie hat darum gebeten, nach Hause gehen zu dürfen.
3. Du hast versprochen, uns anzurufen.
4. Ich hoffe, euch bald kennenzulernen.
5. Wir haben vergessen, dir Bescheid zu sagen.

Ergänze die Sätze mit einem Infinitivsatz mit um zu ….

1. Sie sind hier, um Urlaub zu machen.


2. Er hat einen Baum gepflanzt, um Schatten zu haben.
3. Wir sind zur Bank gegangen, um Geld abzuheben.
4. Ihr seid früh ins Bett gegangen, um ausschlafen zu können.
5. Ich habe euch gerufen, um euch etwas zu zeigen.

Wandle den unterstrichenen Teil in einen Infinitivsatz um.

1. Wir haben uns vorgenommen, dass wir mehr Sport treiben.


→ Wir haben uns vorgenommen, mehr Sport zu treiben.
2. Er rennt, damit er nicht zu spät kommt.
→ Er rennt, um nicht zu spät zu kommen.
3. Ich komme, weil ich dich abholen will.
→ Ich komme, um dich abzuholen.
4. Sie machten ein Feuer an, an dem sie sich wärmten.
→ Sie machten ein Feuer an, um sich zu wärmen.
5. Er ist erleichtert, weil er seine Tasche wiedergefunden hat.
→ Er ist erleichtert, seine Tasche wiedergefunden zu haben.

Indirekte Fragen
Einleitung

Indirekte Fragen sind Fragen, die wir in einem anderen Satz einbauen. Wir ergänzen damit
bestimmte Wendungen, wie zum Beispiel die folgenden.

Beispiele:

Ich weiß nicht, …

Er fragt, …

Ich verstehe nicht, …

Sie möchte wissen, …

Ich sage dir nicht, …

Können Sie mir sagen, …?

Satzbau

Der Satzbau der indirekten Frage unterscheidet sich von der normalen Frage – das finite Verb
steht bei der indirekten Frage am Satzende (Fragewort + Subjekt + Objekt + Verb).

Beispiel:

Wann hat er Zeit? – Ich weiß nicht, wann er Zeit hat.

Was hat sie gesagt? – Ich sage dir nicht, was sie gesagt hat.
Indirekte Fragen mit ob

Gibt es kein Fragewort, verwenden wir in der indirekten Frage ob.

Beispiel:

Kommt sie morgen? – Er fragt, ob sie morgen kommt.

Satzzeichen bei der indirekten Frage

Bei einer indirekten Frage verwenden wir normalerweise einen Punkt und kein Fragezeichen
(siehe Beispiel oben). Das Fragezeichen steht nur, wenn die indirekte Frage Teil einer echten
Frage ist.

Beispiel:

Können Sie mir sagen, wie ich zum Bahnhof komme?

Übungen
Indirekte Fragen - Übungen

 Indirekte Fragen – gemischt

Bilde indirekte Fragen mit Fragewort.

1. Wie heißt er?


→ Ich habe keine Ahnung,
2. Wo hast du das Kleid gekauft?
→ Ich weiß nicht mehr,
3. Wann kommt er uns besuchen?
→ Er hat nicht gesagt,
4. Warum hat sie so schlechte Laune?
→ Ich kann dir nicht sagen,
5. Wer kommt zur Party?
→ Ich verrate dir nicht,

Bilde indirekte Fragen mit ob.

1. Haben die Geschäfte sonntags geöffnet?


→ Ich bin mir nicht sicher,
2. Ist Familie Meyer im Urlaub?
→ Ich weiß nicht,
3. Hat er geraucht?
→ Ich verrate dir nicht,
4. Sprechen sie über uns?
→ Ich verstehe nicht,
5. Ist das gut oder schlecht?
→ Ich möchte nicht darüber urteilen,

Bilde indirekte Fragen.

1. Warum will er plötzlich Judo lernen?


→ Frag mich nicht,
2. Hat sie uns gesehen?
→ Ich weiß nicht,
3. Sind sie schon zurückgekommen?
→ Ich habe noch nicht nachgesehen,
4. Wie soll das funktionieren?
→ Ich weiß auch nicht,
5. Wessen Kinder sind das?
→ Ich habe keine Ahnung,

Rezolvari:

Bilde indirekte Fragen mit Fragewort.

1. Wie heißt er?


→ Ich habe keine Ahnung, wie er heißt.
2. Wo hast du das Kleid gekauft?
→ Ich weiß nicht mehr, wo ich das Kleid gekauft habe.
3. Wann kommt er uns besuchen?
→ Er hat nicht gesagt, wann er uns besuchen kommt.
4. Warum hat sie so schlechte Laune?
→ Ich kann dir nicht sagen, warum sie so schlechte Laune hat.
5. Wer kommt zur Party?
→ Ich verrate dir nicht, wer zur Party kommt.

Bilde indirekte Fragen mit ob.

1. Haben die Geschäfte sonntags geöffnet?


→ Ich bin mir nicht sicher, ob die Geschäfte sonntags geöffnet haben.
2. Ist Familie Meyer im Urlaub?
→ Ich weiß nicht, ob Familie Meyer im Urlaub ist.
3. Hat er geraucht?
→ Ich verrate dir nicht, ob er geraucht hat.
4. Sprechen sie über uns?
→ Ich verstehe nicht, ob sie über uns sprechen.
5. Ist das gut oder schlecht?
→ Ich möchte nicht darüber urteilen, ob das gut oder schlecht ist.

Bilde indirekte Fragen.

1. Warum will er plötzlich Judo lernen?


→ Frag mich nicht, warum er plötzlich Judo lernen will.
2. Hat sie uns gesehen?
→ Ich weiß nicht, ob sie uns gesehen hat.
3. Sind sie schon zurückgekommen?
→ Ich habe noch nicht nachgesehen, ob sie schon zurückgekommen sind.
4. Wie soll das funktionieren?
→ Ich weiß auch nicht, wie das funktionieren soll.
5. Wessen Kinder sind das?
→ Ich habe keine Ahnung, wessen Kinder das sind.

Konjunktionalsätze
Einleitung

Sätze, die mit einer untergeordneten Konjunktion (Subjunktion) eingeleitet werden, nennen wir
Konjunktionalsätze. (siehe Sätze mit Konjunktionen).

Beispiel:

Er spricht gut Deutsch, weil er ein Jahr in Deutschland war.

Übungen
Konjunktionalsätze - Übungen

 Übung Konjunktionalsätze

Übung

Setze die passende Subjunktion ein.

1. Wir bleiben bei ihm, er nicht so alleine ist.


2. Ich habe Klaus nicht mehr gesehen, ich ihn im letzten Jahr besucht habe.
3. Es war schon spät, ich den Fernseher einschaltete.
4. Carola schwimmt gerne, ich lieber faul am Strand liege.
5. Kannst du mir ein paar Flaschen Wasser mitbringen, du an einem Supermarkt vorbeikommst?
Hänge den unterstrichenen Satz als Konjunktionalsatz an. Verwende die in Klammern
stehende Subjunktion.

1. Sie hält sich fit. Sie trainiert täglich eine halbe Stunde. (indem)
Sie hält sich fit,
2. Der Fernseher ist schon kaputt. Er ist ganz neu. (obwohl)
→ Der Fernseher ist schon kaput,
3. Ich kann Ihnen den Weg nicht erklären. Ich kenne mich hier auch nicht aus. (da)
→ Ich kann Ihnen den Weg nicht erklären,
4. Es wird noch zwei Stunden dauern. Dann sind wir am Ziel. (bis)
→ Es wird noch zwei Stunden dauern,
5. Wir sind im Urlaub. Der Nachbar füttert unsere Katzen. (solange)
→ , füttert der Nachbar unsere Katzen.

Verbinde die Sätze mit der Subjunktion in Klammern.


Wandle dabei den unterstrichenen Satz in einen Konjunktionalsatz um.

1. Du hast so viel Sport gemacht. Du wirst morgen Muskelkater haben. (dass)



2. Die Kinder haben aufgegessen. Sie können spielen gehen. (nachdem)

3. Ich trinke zu schnell. Ich bekomme Schluckauf. (wenn)

4. Du musst noch viel lernen. Dann bist du perfekt. (bis)

5. Wir waren sehr spät schlafen gegangen. Wir verschliefen am nächsten Tag. (weil)

Rezolvari:

Übung

Setze die passende Subjunktion ein.

1. Wir bleiben bei ihm, damit er nicht so alleine ist.


2. Ich habe Klaus nicht mehr gesehen, seitdem ich ihn im letzten Jahr besucht habe.
3. Es war schon spät, als ich den Fernseher einschaltete.
4. Carola schwimmt gerne, wohingegen ich lieber faul am Strand liege.
5. Kannst du mir ein paar Flaschen Wasser mitbringen, falls du an einem Supermarkt
vorbeikommst?
Hänge den unterstrichenen Satz als Konjunktionalsatz an. Verwende die in Klammern
stehende Subjunktion.

1. Sie hält sich fit. Sie trainiert täglich eine halbe Stunde. (indem)
Sie hält sich fit, indem sie täglich eine halbe Stunde trainiert.
2. Der Fernseher ist schon kaputt. Er ist ganz neu. (obwohl)
→ Der Fernseher ist schon kaput, obwohl er ganz neu ist.
3. Ich kann Ihnen den Weg nicht erklären. Ich kenne mich hier auch nicht aus. (da)
→ Ich kann Ihnen den Weg nicht erklären, da ich mich hier auch nicht auskenne.
4. Es wird noch zwei Stunden dauern. Dann sind wir am Ziel. (bis)
→ Es wird noch zwei Stunden dauern, bis wir am Ziel sind.
5. Wir sind im Urlaub. Der Nachbar füttert unsere Katzen. (solange)
→ Solange wir im Urlaub sind, füttert der Nachbar unsere Katzen.

Verbinde die Sätze mit der Subjunktion in Klammern.


Wandle dabei den unterstrichenen Satz in einen Konjunktionalsatz um.

1. Du hast so viel Sport gemacht. Du wirst morgen Muskelkater haben. (dass)


→ Du hast so viel Sport gemacht, dass du morgen Muskelkater haben wirst.
2. Die Kinder haben aufgegessen. Sie können spielen gehen. (nachdem)
→ Nachdem die Kinder aufgegessen haben, können sie spielen gehen.
3. Ich trinke zu schnell. Ich bekomme Schluckauf. (wenn)
→ Wenn ich zu schnell trinke, bekomme ich Schluckauf.
4. Du musst noch viel lernen. Dann bist du perfekt. (bis)
→ Du musst noch viel lernen, bis du perfekt bist.
5. Wir waren sehr spät schlafen gegangen. Wir verschliefen am nächsten Tag. (weil)
→ Weil wir sehr spät schlafen gegangen waren, verschliefen wir am nächsten Tag.

Partizipialsätze
Einleitung

Partizipialsätze sind Nebensätze mit Partizip I oder Partizip II. Sie beziehen sich immer auf das
Subjekt des zugehörigen Hauptsatzes.

Die Haare gewaschen, griff Susi zu Föhn und Schere.

Den Föhn in der linken Hand haltend, schnitt Susi sich rechts die Haare ab.

Vom Föhn in eine Richtung geblasen, ließen sich die Haare gut schneiden.
Verwendung

Partizipialsätze sind im Deutschen relativ selten. Wir finden sie am ehesten in Romanen,
Erzählungen, aber auch in Reden.

Wir verwenden Partizipialsätze in Sätzen, bei denen Haupt- und Nebensatz das gleiche Subjekt
haben. Mit Partizipialsätzen können wir lange Nebensätze kürzen und lenken so die
Aufmerksamkeit auf die Aussage im Hauptsatz.

Partizipialsätze können wir mit dem Partizip I und dem Partizip II bilden.

 Mit dem Partizip I drücken wir aus, dass beide Handlungen zur gleichen Zeit stattfinden.

Beispiel:
Den Föhn in der linken Hand haltend, schnitt Susi sich rechts die Haare ab.

Susi hielt den Föhn in der linken Hand und schnitt sich gleichzeitig rechts die Haare ab.

 Mit dem Partizip II drücken wir aus, dass die Handlung im Partizipialsatz vor der Handlung im
Hauptsatz stattfand.

Beispiel:
Die Haare gewaschen, griff Susi zu Föhn und Schere.

Zuerst wusch Susi sich die Haare. Danach griff sie zu Föhn und Schere.

 Das Partizip II verwenden wir auch, wenn wir einen Passivsatz in einen Partizipialsatz
umwandeln.

Beispiel:
Vom Föhn in eine Richtung geblasen, ließen sich die Haare gut schneiden.

Bildung

 Im Partizipialsatz gibt es kein Subjekt. Das Subjekt im Hauptsatz ist gleichzeitig auch das Subjekt
für den Partizipialsatz.
 Das Vollverb wird in ein Partizip umgewandelt und steht am Ende des Partizipialsatzes.
 Konjunktionen und Hilfsverben, welche die zeitlichen Zusammenhänge verdeutlichen sollen,
entfallen im Partizipialsatz. Wir erkennen ja am Partizip, ob die Handlung vor (Partizip II) oder
zeitgleich (Partizip I) mit der Handlung im Hauptsatz stattfindet oder es sich um eine
Passivkonstruktion (Partizip II) handelt.

Beispiel:
Während Susi den Föhn in der linken Hand hielt, schnitt sie sich rechts die Haare ab.
→ Den Föhn in der linken Hand haltend, schnitt Susi sich rechts die Haare ab.

Gleichzeitigkeit → Partizip I

Nachdem sie die Haare gewaschen hatte, griff Susi zu Föhn und Schere.
→ Die Haare gewaschen, griff Susi zu Föhn und Schere.

Vorzeitigkeit → Partizip II

Die Haare wurden vom Föhn in eine Richtung geblasen und ließen sich gut schneiden.
→ Vom Föhn in eine Richtung geblasen, ließen sich die Haare gut schneiden.

Passiv → Partizip II

Bildung Partizip I

Das Partizip I bilden wir, indem wir an den Infinitiv den Buchstaben d anhängen.

Beispiel:

föhnen → föhnend

Einzige Ausnahme ist das Verb sein, bei dem wir außerdem noch ein e einschieben.

Beispiel:

sein → seiend

Bildung Partizip II

Das Partizip II bilden wir bei den regelmäßigen Verben mit ge…t und bei den meisten
unregelmäßigen Verben mit ge…en (siehe Liste der unregelmäßigen Verben).

Beispiel:

föhnen → geföhnt

waschen → gewaschen

Besonderheiten bei der Bildung


 Viele starke und gemischte Verben ändern im Partizip II den Stamm. (siehe Liste der starken und
gemischten Verben)

Beispiel:
gehen – gegangen

bringen – gebracht

 Endet der Wortstamm auf d/t, hängen wir bei schwachen/gemischten Verben et an.

Beispiel:
warten – gewartet

 Verben mit der Endung ieren bilden das Partizip II ohne ge.

Beispiel:
studieren – studiert

 Nicht trennbare Verben bilden das Partizip II ohne ge. (siehe trennbare und nicht trennbare
Verben)

Beispiel:
verstehen – verstanden

 Bei trennbaren Verben steht ge hinter dem Präfix. (siehe trennbare und nicht trennbare Verben)

Beispiel:
ankommen – angekommen

Übungen
Partizipialsätze - Übungen

Setze das Verb im Partizip I ein.

1. Nach ihren Handschuhen (suchen) , durchwühlte sie den ganzen Schrank.


2. Ein Liedchen (pfeifen) , tanzte sie mit dem Wischmopp durchs Haus.
3. Im Schatten (sitzen) , aßen wir Kuchen und tranken Kaffee.
4. Zur Bushaltestelle (rennen) , verlor sie ihren Schuh.
5. Ein Bild (malen) , saß das Kind am Schreibtisch.

Setze das Verb im Partizip II ein.

1. Das Auto (parken) , suchten wir nach dem Parkscheinautomaten.


2. Einen Liter Wasser (trinken) , musste sie ganz dringend auf die Toilette.
3. Zu früh von der Party (gehen) , konnten wir das Feuerwerk nicht mehr
sehen.
4. Gerade erst (reparieren) , ist die Waschmaschine schon wieder kaputt.
5. Zehn Kilo (abnehmen) , passte Annegret endlich wieder in ihr
Lieblingskleid.

Wandle den unterstrichenen Satzteil in einen Partizipialsatz um.

1. Wir liegen in der Sonne und genießen das Leben.


→ , genießen wir das Leben.
2. Der Junge hatte die Zähne schon geputzt und durfte noch ein paar Minuten fernsehen.
→ , durfte der Junge noch ein paar Minuten fernsehen.
3. Die Kinder saßen auf den Betten und beobachteten das Gewitter.
→ , beobachteten die Kinder das Gewitter.
4. Sie wurden von einem Unwetter überrascht und mussten unter einem Baum Schutz
suchen.
→ , mussten sie unter einem Baum Schutz suchen.
5. Nachdem ich die Tür geschlossen hatte, merkte ich, dass der Schlüssel von innen steckte.
→ , merkte ich, dass der Schlüssel von innen steckte.

Rezolvare:

Setze das Verb im Partizip I ein.

1. Nach ihren Handschuhen suchend, durchwühlte sie den ganzen Schrank.


2. Ein Liedchen pfeifend, tanzte sie mit dem Wischmopp durchs Haus.
3. Im Schatten sitzend, aßen wir Kuchen und tranken Kaffee.
4. Zur Bushaltestelle rennend, verlor sie ihren Schuh.
5. Ein Bild malend, saß das Kind am Schreibtisch.

Setze das Verb im Partizip II ein.

1. Das Auto geparkt, suchten wir nach dem Parkscheinautomaten.


2. Einen Liter Wasser getrunken, musste sie ganz dringend auf die Toilette.
3. Zu früh von der Party gegangen, konnten wir das Feuerwerk nicht mehr sehen.
4. Gerade erst repariert, ist die Waschmaschine schon wieder kaputt.
5. Zehn Kilo abgenommen, passte Annegret endlich wieder in ihr Lieblingskleid.

Wandle den unterstrichenen Satzteil in einen Partizipialsatz um.


1. Wir liegen in der Sonne und genießen das Leben.
→ In der Sonne liegend, genießen wir das Leben.
2. Der Junge hatte die Zähne schon geputzt und durfte noch ein paar Minuten fernsehen.
→ Die Zähne schon geputzt, durfte der Junge noch ein paar Minuten fernsehen.
3. Die Kinder saßen auf den Betten und beobachteten das Gewitter.
→ Auf den Betten sitzend, beobachteten die Kinder das Gewitter.
4. Sie wurden von einem Unwetter überrascht und mussten unter einem Baum Schutz
suchen.
→ Von einem Unwetter überrascht, mussten sie unter einem Baum Schutz suchen.
5. Nachdem ich die Tür geschlossen hatte, merkte ich, dass der Schlüssel von innen steckte.
→ Die Tür geschlossen, merkte ich, dass der Schlüssel von innen steckte.

Konditionalsätze
Einleitung

Konditionalsatz = Bedingungssatz

Konditionalsätze drücken aus, dass eine Handlung nur unter einer bestimmten Bedingung
stattfindet.

Mutter: „Markus, ich will heute Nachmittag einen Kuchen


backen. Kannst du mir helfen?“

Markus: „Wenn ich heute Nachmittag Zeit habe, helfe ich


dir.“

Mutter: „Markus, kannst du mir beim Kuchenbacken


helfen?“

Markus: „Wenn ich Zeit hätte, würde ich dir helfen. Aber ich
muss noch Hausaufgaben machen.“

Mutter: „Jetzt ist der Kuchen fertig. Du wolltest mir doch


helfen!?“

Markus: „Wenn ich Zeit gehabt hätte, hätte ich dir geholfen.
Aber meine Hausaufgaben …“
Reale Bedingung

Hier beschreiben wir eine Bedingung, von der wir denken, dass sie erfüllbar ist (Vielleicht habe
ich später Zeit.). In beiden Satzteilen verwenden wir Präsens.

Beispiel:

Wenn ich Zeit habe, helfe ich dir.

Irreale Bedingung (Gegenwart)

Hier beschreiben wir eine Bedingung, die in der Gegenwart nicht erfüllt ist (Ich habe keine
Zeit.). In beiden Satzteilen verwenden wir Konjunktiv II für Situationen in der Gegenwart (oder
die würde-Form).

Beispiel:

Wenn ich Zeit hätte, würde ich dir helfen.

Wenn ich Zeit hätte, hülfe/hälfe ich dir.

Irreale Bedingung (Vergangenheit)

Hier beschreiben wir eine Bedingung, die in der Vergangenheit nicht erfüllt wurde (Ich hatte
keine Zeit.). In beiden Satzteilen verwenden wir Konjunktiv II für Situationen in der
Vergangenheit.

Beispiel:

Wenn ich Zeit gehabt hätte, hätte ich dir geholfen.

Anmerkungen zum Satzbau

Die Bedingung (Zeit haben) steht im Nebensatz und beginnt mit wenn. Wenn ist eine
Subjunktion – das finite Verb muss am Ende des Teilsatzes stehen. (siehe Liste Konjunktionen
und Satzbau)

Beispiel:

Wenn ich Zeit habe, …

Wenn ich Zeit hätte, …

Wenn ich Zeit gehabt hätte, …

Die von der Bedingung abhängige Handlung (helfen) steht im Hauptsatz. Wenn ein Satz mit
einer Bedingung (Nebensatz) beginnt, steht das Subjekt des Hauptsatzes hinter dem finiten Verb.

Beispiel:
Ich helfe dir, wenn ich Zeit habe.

→ Wenn ich Zeit habe, helfe ich dir.

Übungen
Konditionalsätze - Übungen

 Konditionalsätze – gemischt

Reale Bedingung
Vervollständige die Sätze.

1. Wenn (ich/haben/Zeit) , lese ich gerne Zeitschriften.


2. Wenn ihr mich besuchen kommt, (ich/backen/Kuchen)
3. Er möchte nicht gestört werden, wenn (er/lernen/für die Prüfung)
4. (ich/können/abholen/dich) , wenn du den Weg nicht kennst.
5. Wenn es regnet, (wir/bleiben/zu Hause)

Irreale Bedingung (Gegenwart)


Vervollständige die Sätze.

1. Wenn (ich/sein/reich) , würde ich eine Weltreise machen.


2. Wenn du vor den Tests besser lernen würdest, (du/müssen/keine Angst
haben)
3. Wenn ich einen Kompass hätte, (ich/geben/euch/ihn)
4. Ich wäre euch sehr dankbar, wenn (ihr/helfen können/mir)
5. (die Kinder/spielen/draußen) , wenn das Wetter besser wäre.

Irreale Bedingung (Vergangenheit)


Vervollständige die Sätze.

1. Sie wären zur Feier gekommen, wenn (sie (pl)/nicht verpassen/den Zug)
2. Wenn du nicht so viel gegessen hättest, (du/bekommen/keine
Bauchschmerzen)
3. Wenn ihr mitgemacht hättet, (wir/fertig werden/schneller)
4. (er/teilnehmen/am Marathonlauf) , wenn er nicht krank geworden wäre.
5. Ich hätte mich früher bei dir gemeldet, wenn (ich/finden/deine
Telefonnummer)
Rezolvare:

Reale Bedingung
Vervollständige die Sätze.

1. Wenn ich Zeit habe, lese ich gerne Zeitschriften.


2. Wenn ihr mich besuchen kommt, backe ich Kuchen.
3. Er möchte nicht gestört werden, wenn er für die Prüfung lernt.
4. Ich kann dich abholen, wenn du den Weg nicht kennst.
5. Wenn es regnet, bleiben wir zu Hause.

Irreale Bedingung (Gegenwart)


Vervollständige die Sätze.

1. Wenn ich reich wäre, würde ich eine Weltreise machen.


2. Wenn du vor den Tests besser lernen würdest, müsstest du keine Angst haben.
3. Wenn ich einen Kompass hätte, gäbe ich ihn euch.
4. Ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir helfen könntet.
5. Die Kinder würden draußen spielen, wenn das Wetter besser wäre.

Irreale Bedingung (Vergangenheit)


Vervollständige die Sätze.

1. Sie wären zur Feier gekommen, wenn (sie (pl)/nicht verpassen/den Zug)sie den Zug nicht
verpasst hätten.
2. Wenn du nicht so viel gegessen hättest, hättest du keine Bauchschmerzen bekommen.
3. Wenn ihr mitgemacht hättet, wären wir schneller fertig geworden.
4. Er hätte am Marathonlauf teilgenommen, wenn er nicht krank geworden wäre.
5. Ich hätte mich früher bei dir gemeldet, wenn ich deine Telefonnummer gefunden hätte.

Indirekte Rede
Einleitung

Wenn wir berichten, was jemand gesagt hat, verwenden wir meist nicht den originalen Wortlaut
(wörtliche Rede), sondern geben den Inhalt nur sinngemäß wieder – wir verwenden die indirekte
Rede.

Die indirekte Rede wird durch Wendungen eingeleitet.

Beispiele:
Er sagt(e), …
Sie meint(e), …
Er behauptet(e), …
Sie gibt/gab an, …
Er erklärt(e), …
Sie erzählt(e), …
Er stellt(e) fest, …
Sie fragt(e), …
Er berichtet(e), …

Mandy sitzt im Café, in dem Jan arbeitet. Er erzählt ihr Folgendes:


„Ich habe eine Fernsehmoderatorin gesehen. Sie war gestern hier
und hat ein Eis gegessen.“

Eine Woche später telefoniert Mandy mit einer Freundin: „Ich


habe Jan neulich im Café getroffen. Er sagte, er habe eine
Fernsehmoderatorin gesehen. Sie sei am Tag zuvor dort gewesen
und habe ein Eis gegessen.“

Umwandlung – direkte in indirekte Rede

Beim Umwandeln von der direkten in die indirekte Rede müssen wir folgende Punkte beachten:

 Änderung der Pronomen

Beispiel:
Er sagte: „Ich habe eine Fernsehmoderatorin gesehen.“
→ Er sagte, er habe eine Fernsehmoderatorin gesehen.

 Änderung der Verbform (meist im Konjunktiv)

Beispiel:
Er sagte: „Sie hat ein Eis gegessen.“
→ Er sagte, sie habe ein Eis gegessen.

 wenn nötig, Änderung der Orts- und Zeitangaben


Beispiel:
Er sagte: „Sie war gestern hier.“
→ Er sagte, sie sei am Tag zuvor dort gewesen.

Aussagesätze

Aussagesätze in der indirekten Rede können wir ohne Konjunktion oder mit dass an den
Einleitungssatz anhängen.

Beispiel:

Er sagte: „Ich habe eine Fernsehmoderatorin gesehen.“


→ Er sagte, er habe/hat eine Fernsehmoderatorin gesehen.
→ Er sagte, dass er eine Fernsehmoderatorin gesehen habe/hat.

Fragesätze

Ergänzungsfragen leiten wir in der indirekten Rede mit dem Fragewort ein.

Beispiel:

Ich fragte: „Wie sah sie aus?“


→ Ich fragte, wie sie ausgesehen habe/aussah.

Bei Entscheidungsfragen (Fragen ohne Fragewort) beginnen wir die indirekte Rede mit ob.

Beispiel:

Ich fragte: „Hat sie dir Trinkgeld gegeben?“


→ Ich fragte, ob sie ihm Trinkgeld gegeben habe/hat.

(siehe auch indirekte Fragen)

Aufforderungen/Bitten

Bei Aufforderungen in der indirekten Rede verwenden wir normalerweise das Modalverb sollen.
Wollen wir besonders höflich klingen, nehmen wir mögen (hauptsächlich gehobene Sprache).

Beispiel:

Er sagte zu mir: „Sei nicht so neugierig!“


→ Er sagte, ich solle/soll nicht so neugierig sein.

Er sagte dem Gast: „Kommen Sie doch bitte etwas später wieder.“
→ Er sagte, der Gast möge doch bitte etwas später wiederkommen.

Wir können Aufforderungen und Bitten jedoch auch mit einem Infinitivsatz ausdrücken.
Eventuell müssen wir dafür aber einen anderen Einleitungssatz wählen.
Beispiel:

Er forderte mich auf, nicht so neugierig zu sein.


→ Er bat den Gast, doch bitte etwas später wiederzukommen.

Indikativ oder Konjunktiv

Die indirekte Rede können wir im Indikativ und im Konjunktiv wiedergeben. In der
gesprochenen Alltagssprache verwenden wir sehr häufig den Indikativ. In der geschriebenen
Sprache bevorzugen wir normalerweise den Konjunktiv.

 Verwenden wir Indikativ, könnte man daraus schließen, dass wir dem Original-Sprecher glauben
bzw. zustimmen.

Beispiel:
Walter sagt, dass er krank ist.

Walter sagt, er ist krank.

 Verwenden wir Konjunktiv, wird deutlich, dass wir nur wiederholen, was der Original-Sprecher
gesagt hat (egal, ob wir ihm glauben oder nicht). Der Konjunktiv ist also eine neutrale Form.
Deshalb wird in Nachrichten und Zeitungsartikeln die indirekte Rede immer im Konjunktiv
wiedergegeben.

Beispiel:
Walter sagt, dass er krank sei.

Walter sagt, er sei krank.

Wiedergabe der Zeiten im Konjunktiv

Geben wir die indirekte Rede im Konjunktiv wieder, verwenden wir normalerweise die Formen
von Konjunktiv I (es sei denn, diese stimmt mit dem Indikativ überein, siehe Verwendung von
Konjunktiv II und würde unten).

direkte Rede indirekte Rede

„Ich gehe.“ Er sagt(e), er gehe.


Präsens
„Ich lese.“ Er sagt/sagte, er lese.

„Ich bin gegangen.“


Perfekt
„Ich habe gelesen.“ Er sagt, er sei gegangen.
„Ich ging.“ Er sagt, er habe gelesen.
Präteritum
„Ich las.“
direkte Rede indirekte Rede

„Ich war gegangen.“


Plusquamperfekt
„Ich hatte gelesen.“

„Ich werde gehen.“ Er sagt, er werde gehen.


Futur I
„Ich werde lesen.“ Er sagt, er werde lesen.

„Ich werde gegangen sein.“ Er sagt, er werde gegangen sein.


Futur II
„Ich werde gelesen haben.“ Er sagt, er werde gelesen haben.

Verwendung von Konjunktiv II und „würde“

Stimmt eine Form des Konjunktivs mit dem Indikativ überein, müssen wir auf andere Formen
ausweichen, um deutlich zu machen, dass alle Formen konjunktivisch sind.

 Stimmt die Form von Konjunktiv I mit dem Indikativ überein, nehmen wir den Konjunktiv II. Dies
ist vor allem der Fall bei der 1. Person Singular (ich) sowie der 1. und 3. Person Plural (wir, sie).
Oft bevorzugen wir auch in der 2. Person (du, ihr) den Konjunktiv II.

Beispiel:
Er sagte: „Sie haben auf uns gewartet.“

Er sagte, dass sie auf uns gewartet hätten.


(statt: Er sagte, dass sie auf uns gewartet haben.)

 Stimmt die Form von Konjunktiv II wiederum mit dem Präteritum des Indikativs überein,
verwenden wir die Umschreibung mit würde.

Beispiel:
Er sagte: „Sie lachen viel.“

Er sagte, dass sie viel lachen würden.


(statt: Er sagte, dass sie viel lachten.)

Info

Verwenden wir in der indirekten Rede Konjunktiv II, obwohl Konjunktiv I möglich wäre, könnte
man daraus schließen, dass wir an der Wahrheit der Aussage zweifeln.

Beispiel:

Walter sagt, er sei krank. (neutral)

Walter sagt, er wäre krank. (Zweifel, ob es stimmt)


Übungen
Indirekte Rede - Übungen
Übung

Schreibe die folgenden Sätze in der indirekten Rede. Verwende den Konjunktiv.

1. Er sagte: „Ich wohne in Frankfurt.“


→ Er sagte,
2. Sie behauptet: „Ich bin die Beste für den Job.“
→ Sie behauptet,
3. Der Minister meint: „Die Krise wird bald überwunden sein.“
→ Der Minister meint,
4. Die Reitlehrerin erzählt: „Bei mir ist noch niemand vom Pferd gefallen.“
→ Die Reitlehrerin erzählt,
5. Der Firmenchef erklärte: „Meine Mitarbeiter haben noch nie Überstunden machen müssen.“
→ Der Firmenchef erklärte,

Gib die Fragesätze in der indirekten Rede wieder. Du kannst Konjunktiv oder Indikativ
verwenden.

1. Sie fragte: „Was hat er gesagt?"


→ Sie fragte,
2. Er fragte sie: „Willst du tanzen?“
→ Er fragte sie,
3. Ich fragte ihn: „Wie alt bist du?“
→ Ich fragte ihn,
4. Die Touristen fragten mich: „Können Sie uns den Weg zeigen?“
→ Die Touristen fragten mich,
5. Die Verkäuferin fragt den Kunden: „Welche Jacke gefällt Ihnen besser?“
→ Die Verkäuferin fragte den Kunden,

Schreibe die Aufforderungen/Bitten in der indirekten Rede.

1. Die Mutter sagte ihrem Sohn: „Sei nicht so laut!“


→ Sie sagte ihrem Sohn,
2. Der Polizist sagte uns: „Gehen Sie bitte weiter!“
→ Der Polizist sagte uns,
3. Sie sagte mir: „Mach dir keine Sorgen!“
→ Sie sagte mir,
4. Der Tierpfleger im Zoo sagte den Kindern: „Füttert die Tiere nicht!“
→ Der Tierpfleger sagte den Kindern,
5. Der Fahrgast sagte dem Taxifahrer: „Fahren Sie mich bitte zum Bahnhof.“
→ Der Fahrgast sagte dem Taxifahrer,

Rezolvare:

Übung

Schreibe die folgenden Sätze in der indirekten Rede. Verwende den Konjunktiv.

1. Er sagte: „Ich wohne in Frankfurt.“


→ Er sagte, er wohne in Frankfurt.
2. Sie behauptet: „Ich bin die Beste für den Job.“
→ Sie behauptet, sie sei die Beste für den Job.
3. Der Minister meint: „Die Krise wird bald überwunden sein.“
→ Der Minister meint, die Krise werde bald überwunden sein.
4. Die Reitlehrerin erzählt: „Bei mir ist noch niemand vom Pferd gefallen.“
→ Die Reitlehrerin erzählt, bei ihr sei noch niemand vom Pferd gefallen.
5. Der Firmenchef erklärte: „Meine Mitarbeiter haben noch nie Überstunden machen müssen.“
→ Der Firmenchef erklärte, seine Mitarbeiter hätten noch nie Überstunden machen müssen.

Gib die Fragesätze in der indirekten Rede wieder. Du kannst Konjunktiv oder Indikativ
verwenden.

1. Sie fragte: „Was hat er gesagt?"


→ Sie fragte, was er gesagt habe.
2. Er fragte sie: „Willst du tanzen?“
→ Er fragte sie, ob sie tanzen wolle.
3. Ich fragte ihn: „Wie alt bist du?“
→ Ich fragte ihn, wie alt er sei.
4. Die Touristen fragten mich: „Können Sie uns den Weg zeigen?“
→ Die Touristen fragten mich, ob ich ihnen den Weg zeigen könne.
5. Die Verkäuferin fragt den Kunden: „Welche Jacke gefällt Ihnen besser?“
→ Die Verkäuferin fragte den Kunden, welche Jacke ihm besser gefalle.

Schreibe die Aufforderungen/Bitten in der indirekten Rede.

1. Die Mutter sagte ihrem Sohn: „Sei nicht so laut!“


→ Sie sagte ihrem Sohn, er solle nicht so laut sein.
2. Der Polizist sagte uns: „Gehen Sie bitte weiter!“
→ Der Polizist sagte uns, wir sollten weitergehen.
3. Sie sagte mir: „Mach dir keine Sorgen!“
→ Sie sagte mir, ich solle mir keine Sorgen machen.
4. Der Tierpfleger im Zoo sagte den Kindern: „Füttert die Tiere nicht!“
→ Der Tierpfleger sagte den Kindern, sie sollten die Tiere nicht füttern.
5. Der Fahrgast sagte dem Taxifahrer: „Fahren Sie mich bitte zum Bahnhof.“
→ Der Fahrgast sagte dem Taxifahrer, er solle ihn zum Bahnhof fahren.

Aufregung im Restaurant /Agitatie-enervare-vanzoleala in restaurant

Im Restaurant

1. der Kellner (die Kellner)


weiblich: die Kellnerin (die Kellnerinnen)
2. der Koch (die Köche)
weiblich: die Köchin (die Köchinnen)
3. der Gast (die Gäste)
4. die Speisekarte (die Speisekarten)
5. das Tablett (die Tabletts/Tablette)
6. das Essen (die Essen)
7. die Schürze (die Schürzen)
8. die Rechnung (die Rechnungen)
9. das Getränk (die Getränke)
10. die Kasse (die Kassen)

Max ist in den Ferien bei den Großeltern zu Besuch, die ein kleines Restaurant besitzen. Das ist
toll, denn Max kann jeden Tag im Restaurant essen und von der Speisekarte wählen, was ihm
gefällt. Heute hat er sich für Hühnchen mit Kartoffeln entschieden. Als Getränk hat er Limonade
bestellt. Und als Dessert gibt es eine große Portion Eis.

Mittags ist im Restaurant seiner Großeltern noch nicht viel los. Es gibt nur wenige Gäste. Außer
Max befindet sich nur ein weiterer Gast im Restaurant – eine ältere Dame. Sie hat eben die
Rechnung bestellt und trinkt noch ihren Kaffee. Max‘ Großvater, der Kellner ist, hat die
Rechnung schon an der Kasse ausgedruckt und auf das Tablett gelegt, auf dem auch ein Eis als
Dessert für Max steht.

Plötzlich hört man aus der Küche ein lautes Geschrei. Erst rennt eine Katze durch das
Restaurant, dann der Koch. Oh nein! Die Katze hat sich in der Küche einen Fisch gestohlen und
flitzt damit zur Tür. Der Koch, der den Fisch gerade noch zubereiten wollte, rennt wütend
hinterher.

„Gut, dass die Katze heute Appetit auf Fisch hatte und nicht auf Hühnchen,“ denkt sich Max,
nimmt Messer und Gabel und beginnt zu essen.

Erholung im Park/ Destindere-recreere in park

Im Park

1. der Weg (die Wege)


2. die Bank (die Bänke)
3. der Baum (die Bäume)
4. der Strauch/der Busch (die Sträucher/Büsche)
5. der Teich (die Teiche)
6. der Springbrunnen (die Springbrunnen)
7. die Wiese (die Wiesen)
8. die Ente (die Enten)
9. der Fisch (die Fische)
10. die Taube (die Tauben)

„Was für ein schöner Tag!“ denkt Frau Meyer. „Die Sonne scheint und die Vögel zwitschern.
Das Wetter ist viel zu schön, um zu Hause zu bleiben.“

Frau Meyer ist Rentnerin und lebt in einer großen Stadt. Sie wohnt in einem Hochhaus an einer
Hauptstraße. Das gefällt ihr nicht so besonders, weil das Leben hier sehr anonym ist. Aber es
befindet sich ein Park in der Nähe. Dorthin geht Frau Meyer immer, wenn das Wetter schön ist.
So wie heute.

Im Park ist immer etwas los. Hier trifft man Jogger, Hundebesitzer, Radfahrer und Familien mit
Kindern. Diese machen oft ein kleines Picknick auf der Wiese am Teich. Da Frau Meyer sehr
kontaktfreudig ist, lernt sie immer wieder neue Leute kennen und trifft alte Bekannte, mit denen
sie sich unterhalten kann.

An den Wegen stehen Parkbänke. Einige Bänke stehen in der Sonne zwischen Sträuchern,
andere im Schatten von Bäumen. Da es nicht zu heiß ist, setzt sich Frau Meyer heute auf eine
Bank in der Sonne. Von hier aus kann sie die Enten und Fische im Teich beobachten. Außerdem
liebt sie das Plätschern des Springbrunnens.

Sie hat sich gerade hingesetzt, als ein paar Tauben angeflogen kommen. Ja, auch sie kennen Frau
Meyer schon und wissen, dass sie ihnen immer etwas mitbringt.

„Da seid ihr ja!“ sagt Frau Meyer lachend und stellt eine Tüte neben sich auf die Parkbank.
Natürlich hat sie auch heute wieder an ihre gefiederten Freunde gedacht.

Der Kopf

1. das Haar (die Haare)


2. die Stirn (die Stirnen)
3. das Auge (die Augen)
4. die Wange (die Wangen)
5. der Mund (die Münder)
6. die Nase (die Nasen)
7. das Ohr (die Ohren)
8. das Grübchen (die Grübchen)
9. das Kinn (die Kinne)
10. der Bart (die Bärte)
11. Haar oder Haare

Das Haar hat im Deutschen zwei Bedeutungen: Es kann ein einzelnes Haar gemeint sein
oder die gesamten Haare auf dem Kopf. Die Pluralform die Haare bezeichnet entweder
ebenfalls die gesamten Haare auf dem Kopf oder mehrere einzelne Haare.

Beispiel: In meiner Suppe schwimmt ein Haar. Nein, es sind sogar zwei Haare.
Katrin hat langes dunkles Haar. = Katrin hat lange dunkle Haare.

Das Gesicht

Letzte Woche haben wir uns im Park getroffen. Leider weiß ich nicht, wie du heißt, aber ich
kann mich noch gut an dein Gesicht erinnern. Die Grübchen auf deinen Wangen und deinem
Kinn kann man nicht so schnell vergessen – sie machen dein Gesicht einzigartig.
Wir waren mit unseren Hunden im Park spazieren und die beiden spielten miteinander. Das
Lächeln auf deinem Mund war bezaubernd, und auf deiner Nase bildeten sich dabei kleine
Fältchen. Weil deine langen roten Haare dir immer in die Stirn fielen, hast du sie schließlich
hinter die Ohren geklemmt. Und dann sah ich in deine tiefblauen Augen. Dein Blick nahm mich
gefangen und erscheint mir seit Tagen in meinen Gedanken, ja sogar in meinen Träumen.

Vielleicht kannst du dich auch an mich erinnern. Ich bin der Mann mit dem dunklen Bart und
den krausen Haaren. Wenn du auch an mich gedacht hast, ruf mich bitte an. Ich würde dich gern
wiedersehen.