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Außerkörperliche

Erfahrungen
Teil 8
Zwischen Traum und außerkörperlichen
Erfahrungen

Alfred Ballabene
alfred.ballabene@gmx.at
gaurisyogaschule@gmx.de

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Verzeichnis der einzelnen Ausgaben der Serie
"Außerkörperliche Erfahrungen":
Teil 1 Überlieferungen
Teil 2 IBE - Im Körper Erlebnisse
Teil 3 Außerkörperliche Erfahrungen im Ätherkörper
Teil 4 Astralreisen
Teil 5 Astralebenen
Teil 6 Soziale Strukturen
Teil 7 Astralkörper, Plastizität
Teil 8 Zwischen Traum und Astralbewusstsein
Teil 9 Paranormaler Äther (Bioäther) und Ätherkörper
Teil 10 Unbewusste Aussendungen und Seelenteile
Teil 11 Medialität und Geisterkontakte
Teil 12 Jenseitige Wesen nicht-menschlicher Art
Teil 13 Das innere Licht

Inhaltsverzeichnis

 Buchdeckeltext
 War das ein Traum oder eine Astralreise?
 Neuorientierung durch erste Erfahrungen mit dem Seelenkörper
 Postulate und Paradigmen
 Vergleiche zwischen üblichen Träumen und halbbewussten
Traum/Astral-Zuständen
 Beobachtungen von traumartigen Gedankenketten während eines
außerkörperlichen Zustandes (AKE, OBE)
 Beobachtung von Traum überlagerten OBE Zuständen an anderen
Astralreisenden
 Ein Sinn im Unsinn
 Kontakt in unbewussten Astralreisen zu Jenseitigen
 Fallbeispiele von verwaschenen Astral/Traum Zuständen

Buchdeckeltext

Manche Schlaferlebnisse, die wir für Träume halten sind unbewusste Wanderungen
unseres Seelenkörpers. Nach wie vor ist unserer Frontallappen, der für das logische
Denken verantwortlich ist, auf den Schlafmodus herunter gefahren. Dies führt dazu,
dass wir uns der Situationen in ihrer Bedeutung nicht gewahr werden und diese mit
Fantasien überlagern oder durch entsprechende Interpretation in unsere Fantasien
einbauen. Sehr oft glauben wir einfach, dass wir wach sind, wobei wir dann über so
manche Ungereimtheit hinweg sehen.

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"Ein Mann und eine Frau hatten mich begleitet, ich hatte sie jedoch nicht so
richtig beachtet und wahrgenommen.
Die Frau fragte mich: "Träumst Du?"
"Nein", sagte ich, doch dachte ich mir, so sicher kann man sich da nie sein,
weshalb ich hinzu fügte: "aber möglich ist es!"
Die Frau nahm diesen Nachsatz sehr belustigt zur Kenntnis.
Gleich darauf wachte ich auf." (Ballabene)

War das ein Traum oder eine Astralreise?


Viele sind, nachdem sie eine Lektüre über außerkörperliche Erfahrungen und
Astralreisen gelesen haben, von den geschilderten Erlebnissen und den postulierten
Möglichkeiten fasziniert und festen Willens, diese Fähigkeit zu erlernen. Das kann ich
gut nachvollziehen, denn mir ging es einmal so ähnlich. Mittlerweile habe ich dazu
gelernt und festgestellt, dass wir viel öfters mit unserem Astralkörper unterwegs sind,
als wir je gedacht hätten. Nur sind diese Astralreisen so unscheinbar und alltäglich,
dass wir ihnen keine Beachtung schenken. Dazu kommt noch, dass man sie nicht
von Träumen unterscheiden kann. Und wenn man noch keine große Praxis im
Astralreisen hat, so wird man diese "erdnahen" Astralreisen als uninteressante
Träume abtun. Erdnah als Bezeichnung deshalb, weil sich alles in einer Umwelt
abspielt, die unserer Alltagsumwelt entspricht. Solche alltäglichen Traumhandlungen
sind keineswegs das, was sich jemand, der Astralreisen will, erwartet. Es werden ja
fantastische Welten erwartet, irgendwie märchenhaft, mit jenseitigen weisen Lehrern,
die uns mit Wissen beschenken. Oder man erwartet sich mittelalterliche Städte, mit
ihrem bunten Treiben, Magiern und Rittern, wie wir es in Rollenspielen imitieren. Und
wir fliegen über die Landschaften, sprechen mit den Leuten, denen wir unsere
Überlegenheit mit unserem modernen Wissen zeigen können. Nun, das alles findet
sich in Astralreisen kaum. Die Wirklichkeit schaut anders aus, wenn gleich nicht
weniger fantastisch. Doch diese erdnahen Astralausflüge, über die jetzt in der Folge
geschrieben werden soll, die gehören auch dazu, wenngleich übersehen und als
uninteressant bewertet.
Bei allem haben diese erdnahen Astralausflüge auch ihre Eigenheiten: Alle diese
Schlafwandler besonderer Art sind in sich selbst versponnen, hängen ihren
Gedanken und Interpretationen der nur teilweise erlebten "Außenwelt" nach. Im
Detail wird das später noch genau beschrieben.
Zur besseren Vorstellung wie solche Astralträume aussehen (sie sind ja beides,
sowohl Astralausflüge als auch zugleich traumartige Zustände), bringe ich in der
Folge ein Beispiel:

Falsches Geld (das war der emotionelle Inhalt)


Ich fühlte mich als Tourist und suchte eine Trafik auf. Ich öffnete meine
Brieftasche, und nahm zwei zwanzig Euro Noten heraus. Die Scheine hatten
teils keine Beschriftung, teils lösten sich Streifen ab. "Falschgeld!" dachte ich
sofort mit Empörung und hatte auch schon einen Schuldigen, nämlich den
Trafikanten. Der wies allerdings die Beschuldigung ab, was mich noch mehr
empörte. Gerade kamen in die Trafik zwei Personen herein, ein Mann und
eine Frau. Der Mann hatte sich ein Faschings-Obergebiss aus spitzen,
violetten Plastikzähnen zugelegt und war ganz stolz darauf. Sie standen weit
hervor, so dass er den Mund nicht ganz zumachen konnte. Er stellte sich vor
mich, um meine Anerkennung für seine violetten Krokodilzähne zu finden.

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Mich interessierte das jedoch wenig, sondern wollte ihn als Zeugen für mein
Problem haben, was ihn wiederum nicht interessierte. Zum Trafikanten
gesellte sich ein Freund und da ich mit meiner Beschuldigung und Forderung
das Geld zu ersetzen, entfernte er sich wortlos in die hinteren Räume seines
Geschäftes. Ich ging ihm nach und sah auf einem Tisch zwei große
Silbermünzen. Kurz überlegte ich, ob ich sie als Ersatz für den Betrug mit den
zwei Geldscheinen nehmen solle. Irgendwie dachte ich wäre es nicht korrekt,
die Silbermünzen zu nehmen, doch dann dachte ich, dass ich mir eben selbst
Recht verschaffen solle und steckte die zwei Silbermünzen ein. Mein Ärger
war vorbei und ich war zufrieden. Kurz darauf wachte ich auf.

Nun zur Analyse des inhaltlich ereignisarmen Traumes:


Ich merkte unterschwellig, dass ich in einer mir fremden Umgebung war.
Damit der Schlaf fortgesetzt werden kann, wird vom UBW ein alarmierender
Weckeffekt durch eine Scheinerklärung unterbunden. Die fremde Umgebung
wurde in diesem Astraltraum durch das Empfinden ein Tourist zu sein erklärt.
Dadurch war die fremde Umgebung normal und es war kein Anlass mehr
gegeben aufmerksam oder alarmiert zu sein - Beschwichtigungsargument des
UBW.
Tourismus hatte mit mir nie etwas mit Sonnenbad am Meer zu tun, sondern
immer mit "Land und Leute kennen lernen". Insofern war das für das fremde
Ambiente passend.
Ich betrat eine Räumlichkeit, in meinem Astraaltraum die Trafik. In diesem
Raum waren weder Zeitungen noch Tabakwaren. Es war vielleicht ein
Geschäft, weil sich so etwas wie ein Verkaufpult dort befand. Aber ansonsten
war der Raum eher wohnlich eingerichtet und ohne Verkaufsobjekte, sei es
Obst oder Kleidung oder was immer. Jedenfalls hatte das Äußere, die
Umgebung, nichts mit dem zu tun, was sich in meinem Kopf abspielte. Ich
hatte nichts gekauft, nichts bezahlt, kein Geld bekommen, ja nicht einmal mit
dem Mann, der für mich der Verkäufer war auch nur ein Wort gesprochen. Ich
machte meine Brieftasche auf und da stimmte was nicht. Sofort war der
Verkäufer schuld und galt für mich als Betrüger. (Wieder eine Erklärung des
UBW für etwas, das nicht stimmte). Der Mann ging gar nicht auf meine
Argumente ein und kümmerte sich nicht weiter um mich. Wahrscheinlich lebte
er in seiner eigenen Traumwelt und ich passte da gar nicht hinein. Für mich
jedoch war sein Desinteresse ein Zeichen dafür, dass er unwillig war den
Schaden zu begleichen und sich davor drückte. Mit den materialisierten
Silbermünzen wurde mein Erregungspegel wieder herab gefahren, damit die
Ruhephase nicht zu Schaden käme.
Und der Mann mit den violetten Plastikzähnen: Der lebte in seinem eigenen
Traum. Die violetten Zähne waren sein Stolz und alles andere war Kulisse
dazu. Auch ich; ich zählte zur Kulisse "Bewunderer".

Eine weitere Mischform zwischen Astralreise und Traum:

Flugreise:
Im Traum befand ich mich auf einem "Flughafen". Zunächst war ich in einem
Warteraum und stellte mich in einer Menschenschlange vor einem Schalter
an. Ich stand da und wartete. Teilweise wechselten die Leute und stellten sich
weitere Leute hinter mir an. Ich machte für meine Begleiterin, die ich nicht
gesehen habe und die anscheinend nur in meiner Vorstellung existierte,

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immer wieder Platz in der Warteschlange, damit sie an meiner Seite warten
könne. Sie reihte sich jedoch nicht ein (sie existierte ja nicht) und statt dessen
andere Leute. Ohne je den Schalter erreicht zu haben, verließ ich den
Warteraum, weil es schon knapp an der Zeit war und das Flugzeug jederzeit
abfliegen konnte. Ich suchte das Flugzeug. Es stand an einer Straße als wäre
es ein Autobus. Andere Flugzeuge sah ich nicht, weder landen, noch abfliegen
oder stehen. Ich stieg ein. Das Flugzeug hob nicht ab, schien aber durch die
Gegend gefahren zu sein, wiederum gleich einem Autobus. Wir gelangten zu
einer Art Haltestelle, als die Stewardess zu mir kam. Wir stellten beide fest,
dass ich ein falsches Flugzeug genommen hatte und ich stieg aus.
Ich war dann in einer Stadt mit prachtvollen Kirchen und weiteren Gebäuden
mit prachtvollen Fassaden. Die Fassaden waren voll Verzierungen und
Figuren, in einer Üppigkeit, wie man sie nur bei indischen Tempeln vorfindet.
Ich betrachtete die Gebäude jedoch nur oberflächlich und wurde nicht luzid
wie sonst üblich in solchen Städten, weil ich noch immer die Flugreise im Kopf
hatte. Ich ging zu einem Passanten der verloren am Gehweg stand und sagte
zu ihm: "Halten sie mich bitte nicht für verrückt, aber ich möchte sie gerne
fragen, in welchem Land ich mich befinde". Ohne emotionell auf die seltsame
Frage zu reagieren und etwas geistesabwesend gab er mir die konfuse
Antwort wie DDR und DT, was eine überregionale, europäische Bezeichnung
für Deutschland sein sollte, wie ich seinen Gedanken entnahm.

ich dachte nach in welcher Stadt ich diesen Dom wohl schon gesehen haben
könnte

Kommentar:
Dieser Traum könnte eine Astralreise in einer erdnahen Gegend gewesen
sein, wobei die Wahrnehmung des Umfeldes von traumartigen Vorstellungen
überlagert war. Typisch etwa die Begleiterin, die es in Wirklichkeit nicht gab.

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Oder dass ich unbedingt wissen wollte, in welchem Land ich war. Solche wohl
für eine Astralebene unangepassten Gedanken, verschleiern eine klare
Wahrnehmung und bestimmen den Verlauf des Geschehens.

Es gab durchaus entsprechende Kulissen wie etwa den Warteraum, wobei


nicht einsichtlich war, worauf die anderen warteten, ob vor einem Amt oder
Verkaufspult. Alle waren in sich gekehrt, es gab keine Gespräche, kein
Lachen, nicht einmal Ärger über das Warten. Alle waren etwas apathisch und
nur bestrebt möglichst bald beim Schalter zu sein. Was das Flugzeug
anbelangt weiß ich nicht, ob ich es in meiner Vorstellung einer existenten
kollektiven Autobus-Kulisse durch ein inneres Bild überlagert hatte oder ob
tatsächlich eine Schein-Flugzeug dort war. Im Prinzip waren meine
Vorstellungen und meine Gedanken dominanter als das Umfeld und waren für
den Handlungsverlauf beziehungsweise für die Interpretation des Geschehens
bestimmend.

Für manche mögen meine Erklärungen tendenziös und nicht stichhaltig sein; ich
werde in den späteren Kapiteln versuchen meine Ansichten genauer zu begründen.
Aber selbstverständlich sind dies nur Postulate und gibt es keine stichhaltigen
Beweise für meine Interpretation. Hier nur kurz gesagt ohne weitere Erklärung: In
diesen Zuständen wandern wir mit unserem Astralkörper in erdnahen Ebenen. Unser
Gehirn jedoch arbeitet so wie im Traumschlaf, fernab von der tagwachen Fähigkeit
des logischen Denkens, wie wir es vom Klartraum oder dem einer Astralreise nach
Standard Definition kennen. Unsere Gedanken, Interpretationen und gefilterten
Wahrnehmungen schaffen in unserem Kopf ein Bewusstsein, das eindeutig einem
Traumbewusstsein entspricht. Allerdings unterscheidet sich meistens sowohl die
Handlung als auch die Umgebung von den Handlungen und Umgebungen der
Träume. Auch laufen diese Astralträume kontinuierlich ab und es gibt keine
Szenenwechsel und Umgebungssprünge wie in Träumen.
Gehen wir nun die Sache in den folgenden Kapiteln systematisch an....

Neuorientierung durch erste Erfahrungen mit einem


Seelenkörper

Der materielle Leib des Menschen ist von feinstofflichen Substanzen oder Energien
durchdrungen. Feinstofflich ist in dem Sinne gemeint, dass diese Art von Substanz
oder Energie physikalisch nicht nachweisbar ist. Aus dieser feinstofflichen Substanz
formen wir eine Nachbildung von uns und versetzen diese in eine astrale Umgebung
(eine andere nicht physikalische Dimension), die aus gleicher feinstofflicher Substanz
aufgebaut ist. Das ist der Vorgang des Astralreisens.

In den ersten bewussten Reise-Versuchen bleiben wir in der Regel in der Nähe des
materiellen Leibes.

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Erste Erfahrungen in einem Astralleib

Haben wir durch wiederholtes Erleben dieses Zustandes eventuelle Ängste abgebaut
und sind wir innerlich freier geworden, dann sind die Gitter unseres Leib-Käfigs
durchbrochen. Wir identifizieren uns nicht mehr mit unserem materiellen Leib, die
Seele wird freier und geht ab nun auf Reisen. Meistens sind wir uns dessen nicht
bewusst. Manchmal schon; das sind die großen Lichtblicke - wir hatten eine
spontane Astralreise. Leider sind es nicht Lichtblicke für alle Menschen - viele haben
Angst, weil sie den instinktiven Glauben haben mit ihrem materiellen Körper auch ihr
Leben zu verlieren, selbst dann, wenn diese Erfahrung nur ein vorübergehendes
Geschehen war.
Das Gebiet um Astralreisen ist in den letzten Jahren zu einem breiteren Publikum
durchgedrungen, was natürlich auch zur Folge hat, dass sich viele unterschiedliche
Bezeichnungen, je nach dem speziellen Forschungsgebiet oder der esoterischen
Richtung, etabliert haben. Die wichtigsten Begriffe sind: AKE = außerkörperliche
Erfahrungen, OBE, OOBE = out of body experience, LT = luzider Traum, LD = lucid
dream, AP = astral projection und etliche Begriffe mehr.

Wenn das Unterbewusstsein akzeptiert hat, dass wir mit unserem Seelenkörper
reisen können, die inneren Ängste abgebaut sind, dann erfolgen anscheinend häufig
unbewusste Astralreisen während des Schlafes. Aber auch dann, wenn jemand noch
nie eine Astralreise gemacht hat und somit keine Angstblockade gegen eine solche
aufgebaut hat, erfolgen solche Reisen oft spontan. Sofern sich jemand überhaupt
daran erinnert, werden solche Astralreisen meist als Träume klassifiziert. Hier ein
wenig Aufklärung zu schaffen, soll die Aufgabe von dieser Broschüre sein.

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Frei geworden

Gelegentlich können unbewusste Astralreisen auch tagsüber erfolgen. Meist sind


solche Phänomene eine Eigenschaft von sehr medialen Menschen. In der
Parapsychologie haben solche spontanen Seelenreisen während des Tages die
Bezeichnung "Doppelgänger" oder "Vorbote".
Im Prinzip sind wesentlich mehr Menschen mit ihrem Subtilkörper unterwegs als
man glauben würde.

Astralreisen (Astralprojektionen) sind üblicher Weise so definiert, dass wir uns mit
einem Subtilkörper auf einer Astralebene befinden und hierbei ein tagklares
Bewusstsein haben, was und freie Entscheidungen, Beobachtungen und Versuche
erlaubt. Allerdings läuft es nicht immer so. Sehr häufig, sogar wesentlich öfters als
mit tagklarem Bewusstsein, sind wir mit einem getrübten Bewusstsein unterwegs. Wir
sind dann teilbewusst und damit ist das Geschehen weniger plastisch und emotionell
mitreißend. In der Folge verblasst die Erinnerung an diese Exkursion ebenfalls und
ist nach dem Aufwachen kaum oder nur nebulos vorhanden.
Solche Astralreisen werden zumeist übersehen, nicht erinnert oder mit Träumen
verwechselt. Erst sehr genaue Aufzeichnungen und Vergleiche mit üblichen Träumen
lassen Unterschiede erkennen. Man muss für genaue Untersuchungen und ein
tieferes Verständnis alles notieren und auch Traumaufzeichnungen und
Traumanalysen machen. Das ist viel Arbeit, aber es lohnt sich. Letztlich ist dies ein
sehr spannendes Gebiet. Wenn man sich zu dergleichen Aufzeichnungen und
eigenständigen Forschungen aufmacht, muss man leider erkennen, dass man
ziemlich allein gelassen ist und in der Literatur oder im Internet kaum Erfahrungen,
Ausarbeitungen oder sonstige Hilfen findet. Das hat einen logischen und einsichtigen
Grund - denn darüber zu schreiben kommt einerseits nicht gut beim Publikum an,
das eher auf der Suche nach Sensationen aus ist und andererseits bietet man damit

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Skeptikern eine Schwachseite, denn diese haben nun Tür und Tor geöffnet, um all
die verschwommenen Eindrücke als Träume und Phantasien abzutun.

Postulate und Paradigmen

In den Grenzgebieten des menschlichen Seins werden anders Denkende gerne mit
dem Argument der "wissenschaftlichen Objektivität" mundtot gemacht.
Wissenschaftliche Objektivität gibt es in den Naturwissenschaften, in welchen genau
definiert ist, wie objektives Forschen durchgeführt und überprüft werden soll. Für
psychische und transzendente Forschungsrichtungen lassen sich diese Kriterien
nicht oder nur teilweise anwenden.
Auf jeden Fall ist die Behauptung "was nicht nachgewiesen werden kann, das gibt es
nicht" wissenschaftlich nicht zulässig. Auch in den Naturwissenschaften ist dies nicht
zulässig. Dort gibt es die Übereinkunft, dass nur dort geforscht werden soll, wo
Nachweismethoden möglich sind. Natürlich darf man mathematisch extrapolieren.
Alles was außerhalb der Nachweisbarkeit ist, ist Spekulation. Allerdings ist
Spekulation erlaubt, weil auf solchen Postulaten aufbauend Versuchsanordnungen
konstruiert werden können, um Beweise oder Gegenbeweise zu ermöglichen. Es
dauert oft Jahrzehnte, bis man wieder ein Schrittchen in manch ungewissen
physikalischen, biologischen oder chemischen Gebieten weiter gekommen ist. Etwas
nicht zu wissen, und Beobachtungen durch Postulate zu erklären und sich zu
bemühen durch weitere Beobachtungen oder unerwartet neue
Untersuchungsmethoden wieder ein Schrittchen weiter zu kommen, ist in der
Wissenschaft üblich. Bestrebungen außerkörperliche Phänomene zu beobachten
und zu verstehen und Erklärungsmodelle zu schaffen sind also durchaus anerkannte
wissenschaftliche Vorgangsweisen. Das wird jedoch den Vertretern und Forschern
auf diesem Gebiet von den Skeptikern, die sich gerne wissenschaftlich geben, nicht
zugestanden. Warum? Weil die Ergebnisse der außerkörperlichen Erfahrungen nicht
in ihr Weltbild passen.

Wenn wir uns in der Dunkelheit befinden und unbekanntes Gebiet vor uns haben,
gibt es zwei Verhaltensmöglichkeiten:
 nicht rühren und dort bleiben wo man ist - das ist eine gängige Einstellung, die
man auch ängstlichen Menschen gegenüber respektieren sollte.
 wenn jemand neugierig ist, sollte er sich Schritt für Schritt vorwagen. Natürlich
macht sich dieser Mensch von dem erkundeten Gelände eine (innere)
Landkarte. Sie verhilft ihm zur Orientierung, auch wenn diese innere
Landkarte (= Postulate) in vielem falsch sein möge.

Als Jugendlicher lebte ich in einem Haus, das mitten im Wald stand. Eine von mir
sehr geliebte Tätigkeit war Pilze suchen. Es dauerte immer eine gewisse Zeit, sagen
wir so ungefähr eine viertel Sunde, bis ich mich "eingeschaut" hatte. Vorher fand ich
kaum Pilze, wenn ich aber den Blick für die Pilze geschärft hatte, war ich zufrieden
stellend fündig. Eines habe ich aus der damaligen Zeit gelernt: man findet das, was
man sucht. Das gilt auf dem Gebiet der AKEs sowohl für die Befürworter als auch für
die Gegner. Hoffen wir, dass die Befürworter "Pilze" gefunden haben also etwas von
Wert.

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Da der Wunsch gerade bei diesem Grenzgebiet "der Vater der Dinge ist", werden
materiell orientierte Menschen Bestätigungen für ihr Weltbild finden. Umgekehrt
werden Jenseitsgläubige auch ihrerseits Bestätigungen für ihr Weltbild finden.
Ich habe durch einige Zeit im Internet die heftigen Diskussionen zwischen Skeptikern
und Befürworten von Astralreisen (OBE, AKE) verfolgt. Sobald Teilnehmer, die schon
länger in dem entsprechendem Forum waren, von den Diskussionen ermüdet, nicht
mehr reagiert hatten, kam neuer Nachwuchs nach, der sich wieder wild in die
Diskussionen stürzte. Eine Klärung der Situation haben die gegenseitigen
Beschuldigungen und Bekämpfungen nicht gebracht. Es ist besser von derlei
Diskussionen abzusehen und an Stelle dessen zu versuchen sachlich zu bleiben und
echte Argumente der Gegenseite als Fragezeichen in das eigene Weltbild
einzubauen. Selbstverständlich wenn es sich um eine würdige Gegenseite handelt.
Zur Gegenseite gehören unter anderem die Vertreter der Traumforschung. Die Ärzte,
welche obige Geschehnisse als luzide Träume (LD) bewerten, verfügen über gut
ausgerüstete Schlaflabors und Geldmittel, welche ihre Forschung unterstützen. Auf
Grund ihrer Möglichkeiten, sind ihre Forschungen fundiert und gut belegt, wenngleich
die Geräteaufzeichnungen nur über den Gehirnstatus jedoch nicht über ein
Paradigma entscheiden können. Es wurden sehr gute Methoden entwickelt, um die
Häufigkeit luzider Träume zu erhöhen. Leider lassen sich solche Anordnungen mit
Elektroden (EEG - Gehirn und OEG - Bewegung der Augäpfel) und einer
kommunizierenden Kontrollperson zu Hause im Privatbereich nicht nachvollziehen.

Die Verfechter beider Richtungen sind zumeist ideologische Puristen. Für sie gibt es
nur ein entweder oder. Ich bin der Ansicht, dass es beides gibt, sowohl luzide
Träume als auch Astralreisen. Und es gibt noch etwas, das kaum je erwähnt wird:
Astralreisen mit traumartigen Überlagerungen - man ist wo, ist jedoch nicht klar bei
Bewusstsein, sondern träumt und überlagert die unterschwellig wahrgenommene
Umgebung mit fabulierenden Gedanken. Diese Zustände sind schwer von einem
Puristen zu verteidigen, weshalb sie nicht zur Kenntnis genommen werden. Der
größte Teil unserer Astralreisen jedoch besteht aus solchen überlagerten Zuständen.
Sie verdienen es sich damit genauer zu befassen.

Es gibt noch eine weitere Vermischung zwischen Astralreisen und Träumen als jener
von getrübtem Denken und Fehlinterpretationen. Es ist ein Fluktuieren - eine
Astralreise, die von einer Traumsequenz abgelöst wird (Verlieren der
Bewusstseinsklarheit und Abdriften in einen Traum). Hierüber wird in dieser Schrift
nicht berichtet.

Vergleiche zwischen üblichen Träumen und halbbewussten


Träumen/Astralreisen

Teilbewusste AKE-Zustände im Vergleich zu üblichen Träumen


 Halbbewusste Astral-Zustände enthalten keine Absurditäten, sondern haben
einen logischen und gewohnten Ablauf wie im Tagesgeschehen.
 Man glaubt logisch zu denken wobei diese Logik allerdings getrübt ist. (Im
Traum denkt man meist überhaupt nicht über eine Gegebenheit nach, sondern
wird von einer Handlung getrieben). Man behält seine Persönlichkeitsidentität
und sein normales Wissen, falls man darauf zurück greifen will.

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Ereignisse, die einen Bruch zum Alltagsgeschehen darstellen:

 Personen: Oft träume ich, dass ich in Begleitung von meiner Ehefrau bin.
Meist machen wir irgend einen Ausflug oder gehen irgendwo in einer Stadt
herum. Es geschieht dann praktisch immer, dass meine Frau auf einmal
verschwunden ist. Ich suche sie dann verzweifelt, ohne sie zu finden. Das
irritiert mich zumeist sehr.
Ich erkläre mir das folgendermaßen: ihr Astralkörper ist in den physischen
Körper zurückgekehrt (etwa beim Aufwachen) und deshalb nicht mehr
präsent.
 Objekte wie Fahrrad oder Koffer verschwinden. Oft rede ich mir dann ein, dass
sie gestohlen wurden. Speziell für mein Fahrrad gilt das, und weil ich mich in
diesem Zustand an ähnliche Situationen früherer Träume erinnere, habe ich
immer schon ein mulmiges Gefühl, wenn ich mein Fahrrad irgendwo abstelle.
Erklärung: Es handelt sich hierbei um selbstgeschaffene Objekte, die sich
auflösen sobald man sie nicht mehr beachtet (es handelt sich um
Objektpsychogone = Nachbildungen von Objekten innerhalb der astralen Aura
– von C.W. Leadbeater in seinem Werk "Gedankenformen" beschrieben und
abgebildet. Derlei Gebilde sind sehr häufig im nahen Umfeld auf einer
Astralebene).
 Besondere Fähigkeiten: Aus der Erinnerung her verfüge ich über besondere
"parapsychischen" Fähigkeiten wie Telekinese, das Durchdringen von
Objekten, Fähigkeit zu schweben. Ich erinnere mich hierbei in den
teilbewussten Astralzuständen an frühere Ereignisse ähnlicher Art, in denen
ich die relevanten Fähigkeiten erlernt und trainiert habe.

Beobachtungen von traumartigen Gedankenketten


während eines teilbewussten außerkörperlichen Zustandes
(AKE, OBE)

Eine "jenseitige" Schichte, die unserer irdischen Welt sehr nahe ist, diese überlagert
und durchdringt, wird hier als "erdnahe Astralebene" bezeichnet. Diese Schichte wird
unbewusst von Menschen aufgesucht, die sich mit ihrem Astralkörper vom
materiellen Leib lösen, um dort auf Reisen zu gehen. Meist haben jene Menschen
ein getrübtes Bewusstsein (herabgesetzte Frontalhirn-Tätigkeit des schlaf-ruhenden
Körpers) und verhalten sich in dieser Ebene irrational - sie nehmen die Umwelt nur
gefiltert und beschränkt wahr, sind introvertiert und weben die wahrgenommenen
Eindrücke in eine innere Fantasiewelt ein.

Ein Beispiel:
Die nicht existente Raubkatze
Ich hatte kurz vor dem Schlafengehen in meine Mailbox geschaut und dort
einen Brief von einem guten Freund vorgefunden. In diesem schrieb mir
dieser, dass er nun wieder einen Kater hätte und zwar einen Balinesen von 9
kg, also ein beeindruckend großer Kater. Er schickte mir auch ein Bild von ihm
und der charaktervolle Ausdruck des Katers beeindruckte mich. Dies zur
Erklärung der späteren Gedankengänge während irgendwelcher Wachphasen

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in der Nacht. Ich ließ da zur inneren Unterhaltung meine Fantasien spielen
und stellte mir vor, wie ich in Begleitung eines schwarzen Panthers wäre, der
nicht von meiner Seite weichen würde.

Gegen Morgen, in einem teilbewussten OBE-Traumzustand, reihte ich mich in


eine Warteschlange von Menschen ein. Ich war hierbei überzeugt von meinem
schwarzen Panter begleitet zu werden. Ich blickte zu meiner Seite, wo er
meiner Fantasie zufolge sein müsste, um ihn zu streicheln, aber da war kein
Panther, sondern ein leerer Platz. Sofort wurde diese Diskrepanz zwischen
Wahrnehmung und Fantasie durch eine neuerliche Vorstellung erklärt. Ich war
mir gewiss, dass der Panther nachkommen würde. Als ich dann kurz darauf
am Einlass war, vor dem sich die Warteschlange gebildet hatte, erklärte ich
der Person dort, dass ein schwarzer Panther nachkommen würde und dieser
zu mir gehören würde. Man möge dies bei den Plätzen berücksichtigen. Kurz
darauf wachte ich auf.

Ein weiteres Beispiel:


Der Schwebeflug
Heute schwebte ich den Gehweg entlang. Es war für mich ein großartiges
Gefühl in Brusthöhe gleichsam in der Luft zu sitzen und in einem flotten
Gleiten mich fort zu bewegen. Da stand auf dem breiten Gehweg ein
Zeitungskiosk mit offenem Eingang und Ausgang in meiner Richtung. Ich
konnte mir nicht den Spass entsagen durch den Kiosk durchzugleiten. Aus
Höflichkeit entschuldigte ich mich hierbei beim Kioskbesitzer und einem
Kunden für meine Handlungsweise - es sei eben so schön, meinte ich. Die
zwei hatten hierfür durchaus Verständnis und meinten bedauernd, dass sie
selber zu sehr angewurzelt wären, um schweben zu können. Während sie
dies sagten sah ich als innere Vorstellung ein Wurzelwerk vor mir. Die
Vorstellung war kurzfristig so plastisch, dass sie die Wahrnehmung der
Außenwelt ausblendete.

Es war typisch für diesen Mischzustand, dass es ein äußeres Erleben gab, das ich
optisch klar wahr nahm und sich diesem Gedanken und innere Vorstellungsbilder
derart überlagerten, dass sie für Augenblicke "realer" wurden. Meist jedoch sind
diese den Traum begleitenden Vorstellungen keine kurzfristigen Bildgedanken,
sondern arten in Grübeleien und tagtraumartige Fantasien aus, die das

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"Außenerleben" zur Gänze überlagern oder diesem zumindest einen anderen und zu
den Fantasien passenden Sinn verleiht.

Ich kann mich an eine traumgetrübte Astralreise erinnern, in der ich sehr absurde
Ideen entwickelte und die ich hier nachfolgend als Beispiel bringen möchte. Gerade
wegen der Absurdität meiner Assoziationen habe ich mir dieses Traum/OBE
Geschehen nach dem Aufwachen besonders gut merken können.

Auf der Suche nach einer Arbeitsstelle


Ich befand mich in Begleitung einer Frau in einer Altstadt und bewunderte die
Fresken und Skulpturen der Gebäude. Immer wieder wies ich die Begleiterin
auf diese Pracht hin. Es waren ausnehmend schöne Fassaden und die
Gebäude in einem merkwürdig individuellen Stil gebaut. Ähnlich einem
Jugendstil unter Betonung von abgerundeten Formen und Skulpturen. Diese
baulichen Schönheiten begeistern mich immer wieder und machen mich bei
solchen Reisen wach. Doch sobald ich in einen weniger schönen Stadtteil
komme, mit üblichen Häusern, sinkt meine Begeisterung und damit mein
Wachmacher ab und mein Bewusstsein beginnt sich zu trüben. So auch hier
in diesem Astraltraum. Aus einem unerfindlichen Grund bildete ich mir ein mir
eine Arbeitsstelle suchen zu müssen. Als ich einem Mann begegnete, es war
ein gut aussehender Intellektueller, schlug ich ihm auf die Schulter und fragte
ihn, ob er eine Arbeitsstelle für mich hätte. Er verneinte und blickte
missbilligend auf seine Schulter, auf die ich ihm soeben einen kollegialen
Schlag versetzt hatte.

Meine Wanderung durch die Altstadt führte mich dann zu einem Kaffeehaus.
Es war gut besucht und nur wenige Tische waren frei. Ich war nach wie vor in
Begleitung. Noch immer hatte ich das Empfinden durch eine Arbeitsstelle für
meinen Lebensunterhalt sorgen zu müssen. Ich stand von meinem Sitzplatz
auf und ging einige Tische weiter, wo auf dem Boden ein Kugelschreiber lag.
Hierbei bildete ich mir ein, dass der Kugelschreiber der Chef des Lokales
wäre. Ich tupfte mit einem Finger vor dem Kugelschreiber auf den Boden, um
Kontakt aufzunehmen. Da kam ein Hund vorbei im Glauben, dass ich
Stöckchen werfen wolle, nahm den Kugelschreiber in sein Maul und
verschwand damit.

Meist haben Träume dieser Kategorie folgende Kennzeichen:


Die Umgebung ist nicht auffallend und von keinem Unterhaltungswert. Es gibt keine
Kontakte zu anderen Personen. Es wird zwar oft eine Begleitung registriert, diese
aber nicht gesehen oder nicht beachtet. Allerdings werden in die Gespräche andere
Personen oft miteinbezogen, wobei ich nicht weiß, ob diese "Personen" eingebildet
sind oder real-astral. Man erzählt dieser Person, was man sieht, in einer ähnlicher
Weise als würde man ein Selbstgespräch führen.
Fast immer besitzt diese Traumkategorie keine mitreißende Traumhandlung. Die
Szenen, die ich in diesen Zuständen erlebte, waren eher kurz, wurden blasser,
schienen nur noch als Fantasie zu existieren und verdichteten sich wieder zu einer
visuell erlebten Umgebung. Es erweckte den Eindruck als hätte ich zwischen
sinnierendem "Wachen" und Schlafen gependelt.

Ich könnte mir vorstellen, dass in diesen Zuständen die nur schwach
wahrgenommene Umgebung ohne besondere Handlung langweilig ist, weshalb sich

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die Aufmerksamkeit vom Außen abwendet und nach innen richtet. Hierbei dauert es
nicht lange, bis aus den inneren Tiefen eine Idee auftaucht, welche für das Weitere
zur Leitidee wird und bestimmt wie die Dinge interpretiert werden müssen. Die
unterhaltenden Fantasien haben im Gegensatz zu der fluktuierenden Wahrnehmung
der Umgebung eine größere Dominanz. Sie setzen sich in den nachfolgenden
Kurzträumen ungebrochen fort, ohne allzu viel Rücksicht auf die dumpf
wahrgenommene und sich während der Wanderung sich veränderten Umgebung zu
nehmen. Da ich gelegentlich eine, wenngleich minimale, Wahrnehmungsfähigkeit
hatte, konnte ich mir bisweilen sowohl die Fantasien als auch die Details der
Umgebung nach dem Aufwachen merken.

In der Folge ein Beispiel von solch einem Astraltraum. Jeder, mit dem ich Kontakt
aufnahm, lebte in seiner eigenen Gedankenwelt und hatte sich auch eine dazu
passende Umgebung ausgesucht. Die Umgebung selbst war nicht auffallend,
Stadtumgebung wie sonst auch, die Personen waren ebenfalls nicht auffallend,
normal gekleidet und ihren Beschäftigungen nachgehend.

Stadtspaziergang
Ich saß als Beifahrer im Auto, von jemandem, der bei uns auf Besuch war
(willkürliche Interpretation). Wir waren in der Innenstadt und der Fahrer wollte
einparken. Zwei Parkplätze waren leer, doch jedes mal wenn wir hinsteuerten,
kam ein anderes Auto und besetzte den Parkplatz. Schließlich fuhren wir aus
den engeren Gassen raus zu einem breiten Boulevard, wo der Fahrer stehen
blieb und mich aussteigen ließ. Er wollte in der Nähe einen Parkplatz suchen,
was länger dauern könne. Er gab mir einen mit Geldscheinen gefüllten
Plastikkoffer, den er nicht im Auto lassen wollte. Auf dem Boulevard streunten
eine Menge Leute herum, wie gemütliche Spaziergänger. Jemand in ulkiger
Kleidung zeigte seine Kunststücke.

Ich verließ den Boulevard und bog in eine enge Seitengasse ein. Sie war nicht
breiter als vielleicht 3 Meter und wirkte durch die hohen Häuser wie ein
dunkler Schacht. Ich ging die Straße entlang und war überrascht und erfreut,
als ich eine Eidechse sah, die vor mir davon huschte und sich an einer
Hauswand hinter dunklem Laub oder was immer es gewesen sein mochte
versteckte. Ich ging weiter und sah noch eine Eidechse. Dann war die enge
Gasse zu Ende und es waren wieder breitere Straßen zu sehen. Gleich an der
Ecke jedoch war das Labor, wo ich hin wollte, weil ich dort tätig war.

Ich öffnete die Türe und trat ein. Ich befand mich in einem Vorzimmer mit der
Garderobe. Diese hatte mit keinem mir bekannten Raum eine Ähnlichkeit,
dennoch fühlte ich mich hier zu Hause. Ich legte den Koffer mit dem Geld ab
und betrat den nächsten Raum. Dort saß jemand an einem Tisch und hatte
einen großen, bunten Bücherprospekt vor sich. Der Prospekt hatte eine
schmale linke Spalte, dicht beschrieben. Dort las dieser Mann, offenbar ein
Bibliothekar und suchte das jeweils gelesene Wort im rechten Teil des
Prospektes, auf dem man viele Regale sah, auf denen Bücher dicht an dicht
gereiht waren. Offenbar suchte der Mann die jeweils in der linken Spalte
zitierten Autoren auf den Buchrücken des rechten Prospektteiles. Er war in
dieser Tätigkeit voll vertieft.
Ich verließ den Raum und betrat den nächsten. Dieser Raum war sehr groß,
heller und war der Kundenraum einer Bank. Es war ein großer Pult, dahinter

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der Direktor, der gerade mit einer Kundschaft sprach. Als er mich sah
begrüßte er mich als reiche Kundschaft und sprach darüber, dass ich der
Besitzer von etlichen Weinbergen aus dem südlichen Burgenland wäre. Ich
war etwas erstaunt, denn ich war mir nicht bewusst, dass ich etwas mit
Weinbergen zu tun hätte. Ich machte mir jedoch keine weiteren Gedanken und
hörte den weiteren Worten des Direktors zu. Der sprach zu mir gewandt in
lockerem Gespräch über das Wetter weiter und die heutige Temperatur. Ich
hörte dem zu ohne ein Wort zu sagen und kehrte wieder in den vorherigen
Raum zurück. Jetzt schaute der Bibliothekar auf und beklagte sich bei mir,
dass die Rubrik so schwer zu lesen sei, weil es keine Wortrennung gab und
nicht einmal Beistriche dazwischen waren. Ich gab ihm zur Antwort, dass ich
es auch unverständlich fände in der heutigen Zeit eine solche Schrift zu
produzieren, welche durch die fehlende Worttrennung keine Leseautomatik
durch Computer erlaube.
Danach verließ ich den Raum und war wieder auf der Straße. Gegenüber war
eine sehr große Auslage mit Antiquitäten. Interessiert sah ich mir die Objekte
an, doch diese waren nur von mittlerer Qualität und es waren nur wenige, die
zwischen Teppichen und Leerstellen standen.

Ich wendete mich der Quergasse zu, in welche die schmale Gasse von vorhin
mündete. Nach kurzem Fußmarsch gelangte ich an einen Platz, von dem aus
eine breite Straße mit hellen weißen Gebäuden zum Zentrum der Innenstadt
führte. Interessiert sah ich mir die schönen Gebäude an und wachte dann auf.
(Ballabene)

Gelegentlich finden wir in unserer Alltagswelt Menschen die in ihrer Gedankenwelt


eingesponnen sind. Meist wirken sie nur ein wenig abwesend. An manchen erkennt
man an den Mundbewegungen oder halblautem Gemurmel, dass sie in ihrer
Aufmerksamkeit von Denkvorgängen absorbiert werden. Früher war das eindeutig,
gegenwärtig telefonieren meist die Personen, die aussehen als ob sie
Selbstgespräche führen würden. Jedenfalls jene, welche Selbstgespräche führen,
verhalten sich ähnlich wie ich mich während des Schlafes in diesen seltsamen Astral-
Traum-Zuständen verhalten hatte. Im Gegensatz zu dem Verhalten auf der
Traumebene, können Straßenpassanten mit Selbstgesprächen schnell umschalten
und sind in ihrer Aufmerksamkeit innerhalb von Sekundenbruchteilen präsent. In
Astralträumen lässt sich jemand nicht so leicht aus seinen Phantasien reißen.

Es scheint so als ob bei teilbewussten Astralreisen mit einer traumartigen


Überlagerung von Gedanken und Vorstellungen zwei innere Instanzen um die
Vorherrschaft kämpfen würden. Da ist einerseits eine innere kritische Wachheit und
auf der anderen Seite eine vom Unbewussten gelenkte Traum-Schlaf erhaltende
Instanz. Es ist allerdings so, dass ich diese beobachtende Wachheit im Yoga trainiert
habe. Für meine Freunde und Freundinnen, die ebenfalls Yoga betreiben, gilt das
ebenfalls. Das macht diesen Bericht etwas einseitig. Mir fehlen Beiträge von Leuten
ohne diesem Wachheits/Beobachtungs-Training. Aber vielleicht sind dann ohne
diesem Training auch weniger teilbewusste Astralreisen. Ich weiß es nicht. Jedenfalls
besteht auf diesem Gebiet zumindest für mich noch eine große Lücke an Beiträgen
unterschiedlicher Personen.

Einfluss der Gefühlstiefe auf die Bewusstheit

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Durch lange Zeit war mir unklar, ob die starken Gefühle, die sehr häufig in einer
Euphorie gipfelten die Folge der anwachsenden Bewusstheit in den Astralreisen war,
oder ob jene dadurch ausgelöst wurden. Ich glaube beides ist der Fall. Auf jeden Fall
schaukelt sich beides hoch - die Gefühlsintensität steigert die Bewusstheit in Traum
oder Astralreise und die bewusste Wahrnehmung steigert die Gefühlsintensität.

In mäßig bewussten Zuständen scheint es eine innere Instanz zu geben, die eine
Schlaf- und Traumerhaltung anstrebt und eine Bewusstwerdung verhindern möchte.
Beispiel:

Stadtwanderung
Ich ging durch eine mir (traum-) bekannte Stadt in einem äußeren Bezirk. Ich
wusste im Traum, dass ich in der Altstadt wegen der schönen Gebäude, die
ich dort vorfinde schon häufig luzid wurde. Deshalb schlug ich meinen Weg in
Richtung Altstadt ein, um wieder eine Luzidität herbeiführen zu können. Kaum
hatte ich die Richtung eingeschlagen als meine Mutter (die ich nicht sah) mich
bat die Hügelkette am Stadtrand aufzusuchen. Sie hätte dort eigens für mich
Verschönerungen machen lassen. Unwillig und um sie nicht zu enttäuschen
änderte ich meinen Weg und stieg in eine Straßenbahn mit dieser Richtung
ein. Dort angekommen befand ich mich in einer uninteressanten Umgebung,
wanderte desinteressiert und ohne der Umgebung sonderliche Beachtung zu
schenken dahin und dorthin, um dann wieder zurück zu fahren. Auf der
Rückfahrt wachte ich dann auf.

Anscheinend wollte eine innere Instanz, die sich der Muttervorstellung als Autorität
bediente, mich daran hindern bewusst zu werden. Vielleicht hat der Traumschlaf
einen biologischen Sinn, der durch einen luziden Traum nicht erfüllt wird. Ich weiß es
nicht.

Beobachtung von traumartig überlagerten OBE Zuständen


an anderen Astralreisenden
In etlichen Fällen war ich bei Reisen in eine erdnahe Ebene tagesbewusst und
konnte das Geschehen um mich genau beobachten. Ich habe das Folgende in einer
Seite meines Archivs beschrieben, die sich dort in dem Kapitel "Traumebene"
befindet. "Traumebene" ist vielleicht eine unglückliche Bezeichnung, denn es ist/war
nicht gemeint, dass sich normale Träume auf dieser astralen Ebene abspielen.

Nun zu den Beobachtungen, die ich aufmerksam und bis ins kleinste Detail genau
machte:
Die Menschen gingen, meinen Beobachtungen zufolge, dort scheinbar beruflichen
Tätigkeiten oder diversen Heimarbeiten oder Hobbys nach, oder sie bewegten sich
ziellos auf den Straßen. In allem ohne logisch determinierter Absicht. Es schien ein
Automatismus zu sein, der die Handlungen setzte. Die mangelnde geistige Präsenz
ließ mich vermuten, dass es sich um Träumende handeln musste. Sie agierten in
einer Weise, welche dem Sinnieren und den unkontrollierten Gedankenfolgen
unserer täglichen Gedankenleerläufe nahe kommt.

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"Die Autofreunde"
Ich saß im Lehnstuhl und übte. Ich schlief ein und "erwachte" im Zustand des
Falschen-Aufwachens. Nachdem ich aus dem Stuhl aufgestanden war (bzw.
aus meinem materiellen Körper stieg), war ich mir meines Zustandes
vollbewusst und tagklar. Das Zimmer war dem Schlafzimmer, in dem ich mich
zum Üben gesetzt hatte ähnlich, jedoch wesentlich größer und mit zwei
Fenstern an der Außenfront an Stelle der Terrassentüre. A. war ebenfalls
anwesend und ich versuchte mit ihr telepathischen Kontakt aufzunehmen. Sie
reagierte nicht.

Ich ging nun zum rechten Fenster und sah die Straße hinunter. Es war eine
Straße, umsäumt mit mehrstöckigen Mietshäusern. Ich befand mich ebenfalls
in einem Mietshaus, obwohl unser real-physisches Haus ein Gartenhaus war,
ringsum von Bäumen umgeben. Draußen war es taghell, etwa so um die
Mittagszeit. Interessiert schaute ich dem Treiben der Menschen zu. Irgendwie
schien ein jeder mit sich selbst beschäftigt zu sein und kümmerte sich nicht
um die anderen. Teils war das Geschehen unauffällig. Manche Szenen waren
aber so absurd, dass sich mir das Geschehen tief einprägte. Es sind Szenen,
an die ich mich jetzt nach mehreren Jahren noch immer deutlich erinnern
kann. Noch immer kann ich aus der Erinnerung heraus viele Details ablesen,
die in meiner ausführlichen und sofort erstellten Notiz nicht enthalten sind:
Von links kam ein Auto die Straße entlang, erhob sich in die Luft, flog zu
einem offenen Fenster im zweiten Stock eines Hauses schräg gegenüber und
in das Fenster hinein. Es erweckt den Eindruck, als ob der Besitzer des Autos
dieses zu sich ins Bett nehmen wollte und es als Teil seiner Selbst
betrachtete.
Ein anderes Auto erhob sich zu einem Fenster, um dort zu parken und war
dann kurz darauf nicht mehr zu sehen. Es hatte sich einfach aufgelöst. Ich
dachte mir, wahrscheinlich hatten sich die Interessen seines Besitzers nun
anderen Dingen zugewendet, oder er war aus dem Schlaf aufgewacht.

Nur etwa zwei Meter neben mir, beim Nachbarhaus, kletterte ein Mann an
einem Seil in ein höheres Stockwerk. Ich weiß nicht welche Absicht er hatte,
irgendwie sah es für mich absurd aus.

All dies lief ruhig und ohne Eile ab. Fasziniert schaute ich allem zu und
bemühte mich mir jedes Detail einzuprägen.

Von rechts kam ein rotes Auto, das auf der Vorderseite weiß übersprüht
worden war. Das Auffallende war, dass die weiße Farbe teilweise bis zu ca. 1
m auch um die Autovorderfront auf den Boden gesprüht worden war und sich
dieser Fleck mit dem Auto mitbewegte.
Während ich noch so am Fenster stand, kam plötzlich ein Installateur ins
Zimmer. Er betrachtete das Heizungsrohr und wandte sich an mich mit der
Feststellung, dass eines der Heizungsrohre leck sei. Tröstlich meinte er, dass
der Schaden noch in die Garantiefrist fallen würde und die Firma für die
Kosten aufkommen würde. Ohne eine Antwort von mir abzuwarten, ging er
entlang dem Heizungsrohr weiter und verließ das Zimmer auf der linken Seite
durch eine Türe, die sich plötzlich gebildet hatte und auch gleich darauf wieder
verschwunden war.

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Obwohl die Szenen so absurd waren wie die Welt in Alices Wunderland,
verlief alles friedlich und wie selbstverständlich. Es gab weder
Interessenskollisionen noch ein Chaos.

Ich sah einige male solche Szenen. Die meisten Beobachtungen in Traumebenen
waren jedoch unscheinbarer. Die Menschen waren dort in sich selbst eingesponnen
und wenig kommunikativ. Die Handlungen, die sie setzten waren auch weniger
kurios. Sie gingen entweder teilnahmslos eine Straße entlang oder saßen irgendwo
in sich versunken.

Gelegentlich hatte ich Gespräche mit unbewussten Astralreisenden, wo sich mir die
Situation infolge der unlogischen Antworten eingeprägt hatte.
Wenn ich mit diesen Personen zu sprechen versucht hatte, so haben diese schwach
reagiert und hatten teils sinnlose Antworten gegeben, die zumeist zu völlig anderen
Dingen Bezug nahmen. Es erweckte den Eindruck als ob diese Personen in eine
eigene Gedankenwelt verstrickt waren, aus der sie sich nicht lösen konnten und in
die sie alle Eindrücke, die sie von außen empfingen einbauten.

Die rotbraune Taube


.....Zu meiner rechten Seite suchte ein Schwarm Tauben auf der Erde
irgendwelche Krümel. Darunter war eine Taube mit rotbraunen und
dunkelorange gefärbten Federn, durchaus so wie es in der Natur noch

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vorkommen mag. Mir gefiel die Taube. Als ich eine Frau den Weg herauf
kommen sah, sprach ich sie, sobald sie mir nahe war, diesbezüglich an, indem
ich auf die rötliche Färbung dieser Taube hinwies. Ich war auch neugierig, was
das Gespräch ergeben würde. Die Frau jedoch erfasste nur den Hinweis auf
die rote Farbe und gab eine Antwort, die sich um eine gerötete Entzündung
handelte. Einige Augenblicke später wachte ich auf.

Vom Sinn im Unsinn

Vieles, das uns unsinnig erscheint hat einen verborgenen Sinn. Oft sind es nicht die
Worte auf die es ankommt und ob diese logisch und sinnvoll sind. Wir legen viel zu
viel Wert auf den Intellekt, aber es gibt noch anderes, das wichtig ist.

Besuch in Holland (Ballabene)


Ich kam in ein Vorzimmer mit voller Garderobe. Nur mit Mühe fand ich einen
Haken für mein Übergewand. Ich dachte bei Mevrouw Mejer zu sein, die mir
vor vielen Jahren Unterkunft gegeben hatte, und ging ins Wohnzimmer. Dort
waren eine Menge Leute, anscheinend alle aus der Umgebung. Was mich
verwunderte war der Holzfußboden und der Perserteppich auf dem Boden.
Dergleichen gibt es in Holland nicht. Vorallem aber passte es nicht zu
Mevrouw Mejer, weshalb der Wohnungsinhaber demnach reich sein müsste.
Deshalb dachte ich in der Folge in der Wohnung meines ehemaligen Chefs zu
sein.
Ich setzte mich auf ein Chaise-long und streckte meine Beine darauf aus, was
ich sehr gemütlich fand. Ich sah mir die Leute an, alle waren mir unbekannt,
und begann mit den einzelnen Gästen zu plaudern. Ich kann mich an die
Inhalte noch genau erinnern. Es war lauter Unsinn. Ich sprach, dass man bei
uns nicht die Schuhe ausziehen würde, sondern die Schuhe in der Wohnung
anlasse. Auch dass man bei einem Besuch sich so viele Kekse zum Kaffee
oder Tee nehmen könne als man wolle und in dieser Art mehr.
Da hörte ich wie sich im Nachbarraum ein zirka 18 jähriges Mädchen beklagte,
dass ich bislang überhaupt nicht mir ihr gesprochen hätte. Ich ging rüber und
sagte dem Mädchen, wenn es mit mir plaudern wolle, müsse sie als erstes die
Initiative ergreifen und mich ansprechen. Aber das Mädchen war zu
schüchtern hierzu. Bald darauf wachte ich auf.

Nach dem Aufwachen dachte ich: "welch ein Unsinn, den ich da geträumt
hatte. Wohl war es anscheinend ein Astraltraum in erdnaher Umgebung, aber
mit solchen Inhalten kann man nichts anfangen und auch nichts daraus
lernen."
Bevor ich den Traum nieder schreiben konnte, sammelte ich im Garten
Marillen (Aprikosen) auf, entkernte sie und schnitt angefaulte Stellen aus.
Barbara war mit Kochen beschäftigt und wollte aus den von mir
ausgeschnittenen Marillen anschließend Marmelade (Konfitüre) machen.
Astrid war auch dabei. Es war eine gemütliche Atmosphäre und wir alberten
dahin und waren gut aufgelegt. Da fiel mir wieder der Traum ein. Wir witzeln ja
auch hier lauter sinnloses Zeug daher, dachte ich, und sind bestens gelaunt.
Wieso das? Und da fiel mir die Lösung ein. In einer Astralwelt, wird mit jedem
(gedachten) Wort auch die gesamte Emotion und der innere Zustand in dem
man sich gerade befindet, dem Gesprächspartner übertragen. Und worauf die

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vielen Gäste in "Holland" Wert legten, waren nicht meine sinnlosen Worte,
sondern die Aufmerksamkeit, die ich ihnen schenkte und vor allem meine
Liebe und der innere Friede, den ich dabei vermittelte. Es war für sie schön
mich zu erspüren. Das Gehörte war dabei unwichtig.

Kontakt in unbewussten Astralreisen zu Jenseitigen


Auf der erdnahen Ebene (bisweilen nenne ich sie Traumebene, weil sich dort viele
unbewusste Astralträumer finden), findet sich ein durchaus gemischtes Publikum,
nämlich diesseitig und jenseitig. Das wurde mir in folgender Situation bewusst:

Hinweis zur Wachheit


Ich befand mich in einem großen Raum und es standen eine Menge Leute
herum. Irgendwie fühlte ich mich allein und hätte gerne Gesellschaft gehabt.
Da empfing ich folgende Botschaft: "Die Art wie man beachtet wird oder ob
man beachtet wird hängt vom Blick ab. Wenn man in Gedanken in sich
verstrickt ist und die Aufmerksamkeit introvertiert nach innen gerichtet ist,
dann ist der Blick stumpf. Eine Person, die bewusst nach außen blickt und die
Menschen um sich anschaut, wird sofort beachtet."
Noch im selben Traum hatte ich Gelegenheit dies auszuprobieren und konnte
hierbei auf Grund der Reaktionen den Hinweis der Botschaft verifizieren.

Wie ich aus schon früheren Eindrücken bei solchen unbewussten Reisen auf der
"Traumebene" entnommen hatte, sind wir hierbei durchaus von interessierten
Jenseitigen aller gut/schlecht Schattierungen umgeben. Durch den Hinweis im
heutigen halbbewussten Zustand (2011) wurde mir einiges klarer: Mit einem
Menschen, der teilnahmslos wie ein Zombie herum läuft, können sie nicht viel
anfangen. Sobald ein Traumwandler jedoch seinen Blick bewusster nach außen
richtet, strahlt er stärker aus. Es kann dies von den Jenseitigen deutlich gefühlt
werden. Das ganze Wesen eines solches Menschen wird in der Ausstrahlung stärker
und speziell die Strahlkraft der Augen (sofern die Augen das dominante
Wahrnehmungsorgan sind). Sofort umgeben sie dann einen solchen Menschen und
beginnen mit ihm ein belangloses Gespräch. Zumindest testen sie zunächst aus, ob
der betreffende Mensch in der Argumentation logisch reagieren kann.
Interessanterweise gibt es kein direktes, deutliches Gespräch im Sinne etwa wie "ich
bin Dein Helfer und will Dir diesen und jenen Hinweis geben". Ich weiß nicht weshalb
sie das nicht tun. Sie testen lieber den Charakter und die Reaktionsweise ab. Das
heißt, sie sind lieber darauf aus Informationen zu erhalten als Informationen zu
geben, was ich sehr bedauere.

Eine gute Bekannte, der ich gelegentlich in teilbewussten Astralreisen begegne

Das Astralreisen in erdnahen Ebenen kann zu Begegnungen mit Intelligenzen


verschiedenster Art führen. Gemeint sind Traumwandler wie schon beschrieben,
jedoch können es auch Jenseitige sein, die beobachten oder gelegentlich aktiv in
Kontakt treten, ohne sich zu erkennen zu geben. Unter den unbewusst risenden
Astralwanderern sind es meist für mich fremde Menschen, mit denen ich plaudere,
Ausflüge mache oder Lokale besuche. Die Hemmschwelle zu einer offenen Plauderei
mit Fremden ist wesentlich geringer als in der irdischen Welt. Manchmal begegne ich

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auch Bekannten, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Wir umarmen und
begrüßen uns dann. Gelegentlich habe ich auch Begegnungen mit einer "Präsenz",
die ich nicht zuordnen kann. Über diese will ich hier ausführlicher schreiben. Diese
Person ist mir zu eigenständig und selbstbewusst, um als Astralträumer
meinesgleichen eingeordnet zu werden. Was sie kennzeichnet ist ein engagierter
Zugang zu Tieren, speziell zu Katzenartigen.

Sehr oft begegne ich in letzter Zeit in Träumen außerordentlich schönen Tieren,
bisweilen sind es auch gewohnte Haustiere. Hierbei habe ich den Eindruck, dass ich
unter Beobachtung einer Frau (Präsenz) stehe, eben diese oben erwähnte "Person",
welcher Tiere und speziell Katzen sehr am Herzen liegen. Ich nenne diese Frau
"Bastet".

Als Beispiel hierzu ein halbbewusster Astral-Traumzustand:

"Danke für das Spiel"


Ich saß im Zug und hatte eine junge, einige Wochen alte, schwarz-weiß
gefleckte Katze eines Freundes mit mir. Sie war mir zur Betreuung übergeben
worden. Die kleine Katze war verspielt, quirlig und nicht zu halten. Ich hatte
die Katze lieb und gönnte ihr etwas Freiheit und so tollte sie im Zug herum. Als
sie auf dem Gang des Abteiles eine Hutschachtel rollte, die dreimal so groß
war wie die Katze selbst, dachte ich, dass sie mit dem Spielen übertreiben
würde und sich die Mitfahrer belästigt fühlen könnten. So nahm ich die Katze
zu mir auf den Schoß.

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Spiel mit einer Hutschachtel

Ich stieg in einer ländlichen Kleinstadt aus und ehe ich es mich versah, war
die Katze auf der Straße und lief mir davon. Ich suchte sie und sie lief in einen
offenen, gemauerten Schuppen. Da versteckte sie sich hinter allerlei Tand.
Bisweilen konnte ich ihren Kopf hervorlugen sehen, bisweilen sah ich sie von
einem Platz zum anderen huschen.

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Hallo, hier bin ich...

Ich war immer hinter ihr her, um sie zu fangen. Endlich glaubte ich ihr Versteck
gefunden zu haben, aber es war eine andere Katze, die zum Vorschein kam.
Die Suche wurde komplizierter, denn es versteckten sich noch zwei weitere
Katzen im Raum, kamen hervor und verschwanden wieder hinter den
bäuerlichen Objekten im Schuppen. Gelegentlich sah ich auch meine
schwarz-weiße Katze auftauchen und wieder verschwinden.

Kuckuck, da bin ich....

Ich war noch mit dem Versteckspielen der Katze beschäftigt, da kam eine
junge Frau in den Schuppen. Sie hatte ein sehr edles Gesicht und ungemein
strahlende Augen. Als ich sie ansah sprach sie: "Danke für das Spiel". Im
nächsten Augenblick war ich aus dem Traum erwacht.

Rausschmiss
Ich befand mich in meiner großen Traum-Wohnung auf dem Berg. Das ist eine
meiner Traum-Wohnungen, in denen ich häufig halb oder ganz luzid werde.

Dort saß ich in meinem Stuhl und träumte, dass ich dort dahin döste. Die
Beine hatte ich von mir gestreckt. Da biss mich im Traum unser Kater
Schnurrli in die große Zehe. Unwillig schüttelte ich ihn ab und warf ihm noch
einen Hausschuh nach. Jedenfalls war durch diesen Umstand das Traum-
Dösen vorbei und ich war im Traum tagwach (der Traum wechselte somit in
einen luziden Traum – LD). Ich stand auf und ging Richtung zentrales
Wohnzimmer, von dem etliche Türen zu anderen Zimmern führen. Eine dieser
Türen jedoch ist eine Außentüre, die zu einem Bergweg sich öffnet, der als
solcher eigens für meine Wohnung angelegt wurde. Der Weg führt an einem

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felsigen Hang mit wunderschöner Aussicht zu einer darunter liegenden Stadt
gemächlich bergab.
Ich stand noch im zentralen Wohnzimmer, da sah ich eine junge Katze, die
fremd war. Mein Kater Schnurrli mag keine fremden Katzen. Früher, als er
noch jung war, hat er jede Katze ob jung oder alt aus seinem Revier
vertrieben. Das kann er jetzt nicht mehr, dazu ist er zu alt. Wenn eine fremde
Katze die Wohnung betritt und Schnurrli dadurch die Ruhe raubt, ist es meine
Pflicht als sein Beschützer die Katze davon zu jagen. So auch hier. Ich öffnete
ein Seitenfenster zum Bergweg und gab der Katze durch eine Geste zu
verstehen, dass sie verschwinden solle. Gleich darauf sah ich eine
Mutterkatze mit einem weiteren Jungen. Auch der machte ich klar, dass sie
hier unerwünscht sei und öffnete abermals das Fenster. Kaum war das
geschehen, da kam eine weißblonde Frau zu mir mit einem breiten, sehr
Pigment armen, hellem Gesicht. Ich sah mir ihr Gesicht genau an, was meist
in solchen halbbewussten Traumzuständen nicht der Fall ist.

Sie hatte eine blasse Gesichtsfarbe und weißblonde Haare

Die Frau war mir fremd und hatte in meiner Wohnung nichts zu suchen. Meine
Wohnung ist meine Privatsphäre, auch im Traum. Ich mag es nicht, wenn in
ihr fremde Leute ein- und ausgehen.
"Ich bin gerade beim Hinauswerfen fremder, ungeladener Gäste", sagte ich zu
ihr.

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"Ja, zum Beispiel Katzen", gab sie zur Antwort.
Dann kam sie mit ihrem Gesicht auf eine Handspanne nahe heran, abwartend,
leicht kühl und doch zugleich für mich erotisch.
Ich fragte sie: "Kennen wir uns?"
"Ja", gab sie zur Antwort und nach einigem Zögern: "aus Prag."
Das schien mir sehr erfunden. Wohl war ich schon zweimal in Prag gewesen,
aber ich hatte dort niemanden näher kennen gelernt. Das gab ich auch zu
verstehen.
"Ich bin die Tochter von Robert Frank", sagte sie, wobei sie Frank englisch
aussprach.
"Kenne ich nicht", meinte ich.
Sie sagte nichts, wartete ab und ließ mich in meinen Erinnerungen nach
einem eventuellen Frank grübeln. Das Grübeln brachte mich jedoch aus
meinem wachen Zustand heraus und mein Bewusstsein wurde immer dumpfer
und Schlaf ähnlicher.
Bald war ich mir nicht mehr klar, ob es nicht doch einen Frank gäbe und ihre
Angaben stimmen könnten. .... "Ja, einen Frank kenne ich doch", dachte ich
zuletzt, "aber deutsch ausgesprochen" und dachte grübelnd weiter: "Hätte sie
den Namen gleich deutsch ausgesprochen, wäre er mir leichter eingefallen."
Dann wachte ich auf.

Es ist sicherlich ein Unterschied, ob man etwas erlebt oder liest. Nach den von mir
gebrachten Schilderungen wird man sich fragen, welche Erkenntnis ich daraus
gewonnen hätte, oder welch tieferen Sinn diese zwei halbluziden Astralträume
überhaupt hätten. Sie hatten für mich in erster Linie die Bedeutung der Bestätigung
einer im Alltag oft erfühlten Präsenz. Ein Beispiel:

Innere Verbindung zu "Bastet" (im Taggeschehen)


Schnurrli unser Kater wollte wieder einmal hinaus. Das ist sein Spiel:
hinausgehen und gleich darauf wieder herein zu wollen. Oder auch hinaus zu
gehen und nicht wieder herein zu wollen. Wir rufen und stehen Ängste aus,
dass er sich verkühlen könne.
Wieder steht Schnurrli vor der Türe und will hinaus. Dabei hatten wir ihn vor
kurzem erst herein gelassen. Empört rufe ich aus: "der terrorisiert uns ja
regelrecht!"
Da höre ich über meinen inneren Sinn ein Lachen. Es war so deutlich, dass es
nicht wirklicher sein konnte.

Solche Beispiele gäbe es etliche. Für mich die Bestätigung einer unsichtbaren
Präsenz speziell in Bezug zu unseren zwei Katern.
Sowohl der soeben geschilderte Vorfall als auch die zwei halbbewussten
Astralträume haben für mich eine praktische Bedeutung. Sie vertiefen meine
Beziehung zu einer sich kundgebenden Präsenz, an die ich mich bewusst in
kritischen Katzensituationen wende. Etwa: Schnurrli will spät abends bei
Regenwetter nicht hinein. Ich kann ihn zwar draußen sehen, aber er läuft mir davon.
Normalerweise, bei Schönwetter würde ich schlafen gehen und ihn irgendwann in der
Nacht herein lassen. Doch in dem einen Fall, an den ich mich klar erinnere, hatte ich
Grippe und auch meine Frau und wir konnten uns kaum auf den Beinen halten. An
ein längeres Aufbleiben war nicht zu denken. Meine Frau hatte schon einige
vergebliche Versuche unternommen ihn herein zu holen. In diesem Fall half "Bastet".
Ich schilderte ihr die Situation, ging zur Außentüre, rief einmal und Schnurrli kam

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herbei. Ein Zufall, könnte man sagen, wenn es in ähnlicher Weise nicht öfter
geschehen wäre, immer knapp danach, nachdem ich mich mit Bastet sie bittend
verbunden hatte.

Ein weiterer Traum von der Katzenfrau "Bastet", diesmal mit einem Löwen:
"Mizilein"
Ich befand mich auf einem gepflasterten Platz so von mittlerer Größe.
Rundherum waren Stockhäuser im Stil der Gründerzeit. Es war also mitten in
der Stadt, wo ich mich befand. Es waren eine Menge Leute dort, in kleinen
Gruppen und einzeln dahin schlendernd. Ich sah mir alles interessiert an. Da
kam ein größeres Auto, es war ein Lieferwagen, und blieb an dem von mir
gegenüberliegenden Rand des Platzes stehen. Zu meiner Überraschung stieg
ein großer Löwe mit goldener Mähne aus und ging zwischen den erstaunten
und erschrockenen Leuten durch in meine Richtung. Diesmal hatte ich keine
Angst. Vielleicht hatte ich auf meine Angst vergessen, weil die Situation so
unerwartet und bizarr war. Ich schaute einfach zu, wie der Löwe dort wo er
ausgestiegen war zufrieden zwischen den Leuten herum ging. Inzwischen
schien das Auto außen herum gefahren zu sein. Jedenfalls kam es links von
mir bei einer Seitengasse herein und blieb etwa 10 Meter von mir entfernt
stehen. Eine blonde Frau stieg aus und rief laut "Miezchen". Der Löwe kam
sofort folgsam herbei. Die Frau öffnete ihm die Autotüre und er stieg eine
Stufe hinauf, um rückwärts im Auto Platz zu nehmen. Ich weiß nicht, ob mich
die Frau überhaupt beachtet hatte, denn meine Aufmerksamkeit war fasziniert
auf das Geschehen gerichtet.

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"Mizilein, komm steig ins Auto rein"

Im Nachhinein gefiel mir der Humor in dem gesamten Geschehen mit der
Verniedlichung des Löwen, den die Frau mit Miezchen herbei rief. Ich konnte nicht
umhin dann nachträglich die Situation mit ein paar Stabreimen festzuhalten:

Es geschah in einem Traum:


Ein Platz von alten Häusern umgeben,
Leute drängten sich, es war voll Leben.
Plötzlich ward es ruhig und alle hielten still,
Alle Aufmerksamkeit auf einen Löwen fiel.
Der ging ruhig und gelassen durch die Menge,
Lücken öffneten sich im Gedränge.
Auf einmal hörte man einen Ruf: "Mizilein",
"komm her und steig ins Auto rein!"

Perkussionseffekte

Perkussion:
Übertragungen von Empfindungen oder Verletzungen vom physischen Körper auf
den Astralkörper.

Reperkussion:
Übertragungen von Empfindungen oder Verletzungen vom Astralkörper auf den
physischen Körper.

Beispiel für eine Perkussion:


Hier ein Beispiel einer Übertragung eines Zustandes des physischen Körpers auf den
Astralkörper:

Traum: ...Beim zweiten guten Freund ist mir aufgefallen, dass er mir nicht in
die Augen schauen konnte, sie flackerten immer hin und her. Ich sagte zu ihm,
"warum kannst du mir nicht richtig in die Augen schauen?" Er bemühte sich,
aber es klappte nicht....

Antwort: dieses Augenflackern ist nicht psychologisch auszudeuten im Sinne


eines Traumsymbols. Es handelt sich um Augenbewegungen wie sie beim
REM-Schlaf sein können, die sich auf den Astralkörper übertragen haben. Es
hat sich hier also um eine unbewusste astrale Aussendung von Deinem
Freund gehandelt, wobei er mit den Augen nicht genau schauen konnte, weil
sich die Augenbewegungen des materiellen Körpers (Perkussion) auf den
Astral übertragen hatten. – Dies ist ein seltenes und wunderschönes
Lehrbeispiel!

Fallbeispiele von verwaschenen Traum/Astral Zuständen

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Auf dem Campus
Ich befand mich auf dem freien Parkgelände vor der Universität. Ich hatte so
an die vier bis sechs Bücher bei mir, alle sehr schön gebunden, und etliche
Zettel. Auf einem der Zettel hatte ich ein Zitat, das ich aus einem der Bücher
heraussuchen wollte. Da kam ein junger Dozent vorbei und meinte: "sicher ein
Sehrgut gehabt!" Ich sagte darauf "Nein". Leicht besorgt fragte er:
"Durchgefallen?" Ich antwortete wiederum mit einem Nein. "Dann ist ja alles in
Ordnung", meinte er und ging weiter. Ich suchte weiter nach dem Zitat, das ich
nicht fand.

Kommentar:
Die Handlung mit den Büchern und der Suche nach dem Zitat ist eine
Nachwirkung von einer Google Suche, die ich kurz vor dem neuerlichen Schlaf
um 5 Uhr morgens durchgeführt hatte, auf der Suche nach einem
Medikament. Die Fragen des Dozenten stehen in keinerlei Bezug zu meiner
Lebenssituation.

Der Markt mit den gespendeten Trödlerwaren


Jemand ließ mich auf seinem Motorrad hinten aufsitzen und fuhr mit mir durch
eine Stadt. Eigentlich wollte er mit mir ins Grüne fahren, aber mir kam in den
Kopf, dass ich meine Wohnung in der "Mariahilferstraße", eine meiner astralen
Wohnungen, schon lange nicht aufgesucht hätte und bat ihn dort hin zu
fahren. Auf dem Weg dort hin kamen wir an einer Seitengasse vorbei, in
welcher Trödlerwaren zum Verkauf ausgestellt waren. So etwas interessiert
mich immer und wir hielten an. Mein Begleiter stellte sein Motorrad direkt
neben den Trödlerwaren ab. Ich machte ihn darauf aufmerksam, dass man
sein Motorrad für ein Verkaufsobjekt halten könne und er es dann los wäre. Zu
meinem Erstaunen begrub er es unter Gummistiefeln, die dort waren, so dass
man das Motorrad nicht mehr sah. Dann machten wir uns auf den Weg die
ausgestellten Waren anzusehen. Es waren dort keine einzelnen
Verkaufsbuden, sondern die Objekte waren in der Mitte der Straße und an
deren Rändern in langer Reihe Stück an Stück ausgestellt.
Der Mittelstreifen der Verkaufsobjekte begann mit zwei großen Sturmlampen,
wie man sie im Garten oder beim Grillen aufstellt. Dann kam ein großer Stapel
mit Ölgemälden. Diese hatten alle einen angedunkelten Firnis, so dass ich die
Bilder kaum ausmachen konnte. Es waren Landschaftsbilder, die auf mich
keinen Eindruck machten und wir gingen weiter. Wir wechselten zur seitlichen
Reihe, wo Küchen und Zimmerschränke aneinandergereiht standen. In den
Kastenläden waren allerlei Objekte angeboten und ich sah sie mir
aufmerksam an, fand aber nichts, was mein Interesse weckte. In einem
Kasten etwa waren Schachteln und Schüsseln aus lackiertem Holzflechtwerk.
Am liebsten hätte ich Figuren gefunden, alles andere interessierte mich wenig.
Ich meinte zu meinem Begleiter, dass die schöneren Objekte anscheinend
bereits von Besuchern aufgekauft wären und wir etwas zu spät dran seien. Es
wäre nur noch die Hoffnung, dass wir in den ganz oberen Kastenläden
vielleicht noch etwas finden könnten, weil diese Läden schlecht einsehbar
wären und hierdurch vielleicht das eine oder andere übersehen worden war.
So nahm ich eine der obersten Laden heraus und tatsächlich fand ich hierin
zwei goldene Halsketten, allerdings sehr filigran und aus dünnem Golddraht.
Mein Begleiter sah sich eine solche Halskette an und legte sie wieder zurück.

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Ich hatte Interesse daran und meinte ich würde sie um 50 Euro kaufen und
dann an eine Freundin weiter schenken. Mein Begleiter holte einen Verkäufer
und beide waren in kurzer Zeit wieder zurück. Ich öffnete meine Brieftasche
und fand darin einen sehr dicken Stapel von 10 Euroscheinen. Ich nahm 5
davon und übergab sie dem Verkäufer. Allerdings änderten einige Scheine
ihren Wert in seinen Händen ihren Wert auf 5 Euro, was mich irritierte. Ich
besserte die Zahlung nach und es passte wieder nicht, weil sich einige
Scheine in gelbe 4 Euroscheine verwandelten. So gab ich ihm einen 50
Euroschein, der entfaltet sehr groß war und sich als ein Druckmodell
herausstellte. Während ich darüber noch rätselte wachte ich auf.

Kommentar:
Ich hatte zwar das Empfinden astral unterwegs zu sein, etwa als ich nach
meiner dortigen Wohnung Ausschau hielt, aber ein bloßes Empfinden ist kein
Unterscheidungskriterium. Alles in allem haben wir hier wiederum etwas vor
uns, das sich in keiner Weise eindeutig als Traum oder Astralreise
identifizieren lässt.

Die gepfiffenen Melodien


Ich ging durch die Straßen einer Stadt und pfiff vor mir dahin, wobei mir sehr
schöne Melodien gelangen. Bald hatte ich einen Mann im Alter von zirka 30
Jahren als Begleiter, der in meine Melodien mit ein stimmte. Ich wollte zu
meiner Wohnung gehen, wobei ich die Richtung zu kennen glaubte.
Unterwegs kamen wir bei einer Kirche vorbei, in die ich sofort eintrat. Kirchen
haben für mich eine besondere Anziehungskraft. In der Kirche schien ich
etwas verwirrt zu sein. Ich hatte auf einmal die Ansicht, dass ich die Melodien
mit Hilfe eines Tuches erzeugte. Ich hielt auch augenblicklich ein Tuch in der
Hand. Ich entfaltete es und es war ein großes Stück Brokat in Rotorange mit
goldgelber Musterung. Ich beschloss den Brokat in zwei Hälften zu zerreißen,
damit mein Begleiter mit seinem Tuch in die Melodien gut einspielen könne.
Nachdem das Tuch geteilt war, gingen wir wieder weiter in Richtung der
Hauptstraße wo meine Wohnung zu sein schien. Seltsamer Weise hatte ich
auf dem nunmehrigen Weg vergessen meine Melodien zu pfeifen.

Als Tourist in einer südlichen Stadt


Ich hatte eine Stadt mit südlichem Flair aufgesucht. Alles war etwas
unordentlich. Das Leben spielte sich hauptsächlich auf der Straße und im
Hausflur ab. Ich begab mich eine enge Wendeltreppe hoch in den ersten
Stock eines Miethauses. Dort am Gang liefen Kinder zwischen geschäftigen
Frauen herum. Man konnte gar nicht feststellen welches Kind zu welcher
Familie gehörte. Es wurden auch im Flur kleine Handspeisen gegessen, für
die man keine Teller benötigte. Freizügig wurde verteilt an jedem, der etwas
haben wollte. Auf dem Flur konnte man in geselliger Weise mit anderen
zusammen sein und somit war dieser der bevorzugte Lebensraum und nicht
die eigene Wohnung.
Auf der Straße war geschäftiges Treiben. Eine Musikergruppe spielte auf und
es wurden Schwanklieder dargeboten, nicht gerade ein hohes Niveau, aber
etlichen Leuten machte es Spass.
Ich sah mir alles aufmerksam an, ohne etwas zu wollen oder zu suchen.
Niemand sprach mich an, alle schienen mich zu meiden, obwohl sie mir nicht
auswichen. Ich hörte einige Leute tuscheln, dass ich einen hypnotischen Blick

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hätte. Eindeutig war ich ein Fremder, der hier nicht hierher gehörte. Von
Touristen, die es hier auch gab und die flüchtig ihren Weg suchten,
unterschied ich mich durch den aufmerksamen und beobachtenden Blick.

Die Handkarre
Ich ging auf dem Gehweg entlang der breiten Hauptstraße, die vom Vorort zur
Stadtmitte führte. Diesen Weg kannte ich von früheren Träumen schon. Für
eine kurze Weile hatte ich eine Handkarre bei mir. Unterwegs, am Rand der
Innenstadt, teilte sich die Straße vor dem Rathaus. Vor dem Rathaus blieb ich
stehen, um die vielen Fassadenfiguren zu bestaunen, die das Gebäude
verzierten. Ich liebe solche Fassaden. Durch das Staunen und Bewundern der
Fassade wurde ich ein klein wenig bewusster, war jedoch nicht vollbewusst.
Ich ging oder schwebte dann weiter und kam zu einer Stelle wo auf einer
Rampe eine Handkarre stand. Ich war der Ansicht, dass mir diese Handkarre
von dem Mann, der neben ihr stand entwendet wurde. Kurz besah ich mir
noch die Handkarre, die etwas anders aussah als jene, die ich hatte. Über
diesen Widerspruch machte ich mir noch kurz Gedanken, beschloss dann
jedoch, dass es dennoch meine Karre sein müsse. Auf der Handkarre war
etwas Gerümpel, das ich besah. Ich wendete mich an den Mann und sagte
ihm, dass es meine Handkarre sei, die er mir entwendet habe. Er könne sie
aber behalten, solange er die Rosenstöcke geladen habe, weil diese, wenn er
sie ablade und lagere, an den Wurzeln vertrocknen würden und kaputt gehen
könnten. Ich habe jedoch meine optischen Eindrücke noch genau in
Erinnerung. Da waren keine Rosenstöcke, nicht ein einziger. Dennoch bildete
ich mir ein, dass die Handkarre damit voll beladen war. Während ich dem
Mann gärtnerische Details über die Lagerung von Rosenstöcken erklärte,
hörte dieser schweigend zu.
Anschließend, nachdem ich mit dem Mann gesprochen hatte, sah ich auf einer
niederen Betonmauer einiges Essen, das ich mit ihm teilte. Es war eine Art
Versöhnungsessen. Anschließend ging ich meinen Weg weiter und erwachte
bald darauf.

Kommentar:
Das Bemerkenswerte war, dass ich mich an das, was ich gesehen hatte noch
genau erinnern konnte. Ebenfalls erinnerte ich mich an meine Gedanken
während des Traumes. Vorstellungen und Erschautes waren unterschiedlich.
Aus diesem Grund schätze ich, dass es sich hierbei um eine unbewusste
Astralreise in einer Traumebene gehandelt hat und ich die astralen
Wahrnehmungen von inneren Vorstellungen überlagert hatte und in dieser
Weise das Geschehen interpretiert hatte. Das ist typisch für solche Träume.
Traumebene nenne ich diese Ebene deshalb, weil sie vornehmlich von
anderen Schlafenden, die unbewusst astral Reisen aufgesucht wird.
Traumebene heißt also nicht, dass es sich hierbei um einen Traum handelt.
Man befindet sich meiner Meinung nach auf einer erdnahen Ebene.

Rechtshinweise
Erstausgabe 2012, Wien. Überarbeitet 2016
Urheber- und Publikationsrechte aller Bilder wie Fotos und Zeichnungen von Alfred
Ballabene. Texte von Alfred Ballabene, weiters Texte aus Zuschriften, die auf

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Wunsch der Korrespondenzpartner anonym gehalten werden. Literaturstellen sind
mit genauem Zitat versehen.
Nach GNU Richtlinien frei gegeben.

Ich bedanke mich für Ihren Besuch

Alfred Ballabene

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