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Der Blonde Eckbert

-Werk der Romantik-


Die Romantik ist eine Strömung, die im Jahr 1793 entstanden ist und ganz
Europa beeinflusste, in Bereiche wie Literatur, Philosophie, bildende Kunst und
Musik. Im alltäglichen Sinn, heißt romantisch „unsachlich, weltfremd,
überschwänglich” aber auch „romanhaft, unwirklich, phantasievoll, ideal”.
Das Werk „Der blonde Eckbert” geschrieben von Ludwig Tieck gehört der
Strömung der Romantik, da sie mehrere typische Merkmale enthält.
Die Entwurzelung ist eine der ersten Merkmale und hatte als Voraussetzung die
französische Revolution. Die Revolution hatte nicht umbedingt das erwünschte
Ergebnis, und deshalb waren die meißten davon enttäuscht. Diese Enttäuschung
breitet sich aus und so entsteht die Antibürgerlichkeit;die Romantiker sehen einen
Gegensatz zwischen sich und den Spießburgern. Da die reale Welt ihnen nicht mehr
passt, versuchen sie aus der Wirklichkeit zu flüchten und sich in das Phantastische zu
verbergen. Die Hauptgestalten des Textes, Eckbert und Bertha, sind typisch
romantisch, da sie trotz ihren hohen Ranges in der Gesellschaft, in Einsamkeit leben,
in ihre eigene Welt, weit weg von der Unruhe der Gesellschaft. Berthas streben nach
Einsamkeit und nach einen anderen Leben, in einer Phantasiewelt, ist eine Folge
seiner schlechten Erfahrung in der Wirklichkeit, weil sie als Kleinkind schlecht in der
Familie behandelt wurde, sodass sie entschieden hat, wegzufliehen. Ihr Wegfliehen
war nicht nur von zu Hause, sondern auch aus der Wirklichkeit, da sie zu unheimlich
für sie war. Sie leidet an der Wiklichkeit und deshalb geht sie ganz selten in den Dorf,
weil sie nichts mehr mit der realen Welt zu tun haben will. Den letzen Kontakt der
beiden mit der Außenwelt ist noch der Freund von Eckbert, Walter, der sie noch ab
und zu besucht. Nachdem er stirbt, beginnt alles schief zu laufen, weil sie keine
Beziehung zu der Realität mehr haben,etwas, dass sie ihnen Gleichgewicht im Leben
gibt. Obwohl romantische Gestalten eher in ihre eigene Phantasiewelten leben,
müssen sie noch immer eine Minimale Beziehung zu der Wirklichkeit haben. Wenn
eine Pflanze total entwurzelt ist, stirbt sie. Total entwurzelt hat man keinen Stand und
keine Kontrolle auf sein eigenes Leben, und dieser ist der Grund der Katastrophen,
die nach dem Tod Walthers passiert haben, also Berthas Tod und Eckberts
Selbstmord, weil obwohl er versuchte,sich wieder in der Wiklichkeit zu integrieren,
es zu hart für ihn war.
Die Verwurzelung im Idealismus ist auch etwas typisch romantisches. Sie hatte
als Voraussetzung die idealistische Philosophie. Dieses Merkmal kommt auch in
diesen Werk vor, da die Gestalten vor die Probleme aus der Wirklichkeit fliehen und
nach den Idealen streben, in dem sie ihre eigene Welt schaffen, irgendwo so isoliert,
sodass keiner sie es zerstören kann. Sie leben zwischen 2 Welten, wegen des Vogels,
die Bertha aus einer Phantasiewelt mitgenommen hat. So wird die Grenze zwischen
der Realität und der irealen Welt gehoben, sodass man sie schwer unterscheiden kann.
Das Menschenbild der Romantik entspricht auch der Gestalten des Märchens,
da die beiden einen Ausnahmemensch, eine Aussenseiter. Da sie in einer irrealen
welt Leben,lassen sie sich nicht von Rationalismus und Vernunft leiten, sondern nach
den Gefühle, sie sind innerlich orientiert und erforschen nicht die Außenwelt, sondern
die Seele. Berthas Stehlen des Vogels und die Ermordung Walthers sind nicht ethisch
und rational gedacht, sondern von starke Gefühle geleitet und vielleicht sogar
übernatürliche Kräfte. Wenn solchen Menschen die irreale Welt untergeht und zerstört
wird und die Realität sowieso zu demonisch für sie ist, können sie sich den Platz in
der Welt nicht mehr finden, sodass Eckberts Selbstmord damit argumentiert werden
kann. Sie sind von nichts abhängig und haben keine Verantwortlichkeiten, sodass sie
frei in ihrer Phantasiewelt schweben, von nichts und niemanden gestört. In der
Waldeinsamkeit müssen sie keine Regeln einhalten und haben eine totale Freiheit.
Schlussfolgernd kann man behaupten, dass der Werk zu der Romantik gehört
und die zwei Gestalten auch nach romantische Normen gebaut wurden. Ich finde die
Idee des Romantismus, des Erheben der Grenzen zwischen den zwei Welten
einzigartig und gibt einer Geschichte eine geheimnissvolle Stimmung.