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Lösung Titeldiagramm: PotkinVladimir (2669) - Andreikin Dmitry

(2689) Sochi 2012: 27...exf4! 28.Lxe8 28.Lxa4 De3+ 29.Kg2 (29.Kh1


„Lernen durch Spielen“
Df3+ 30.Kg1 Te2-+; 29.Kf1 De2+ 30.Kg1 f3-+) 29...f3+-+. 28...De3+ Internationale Konferenz zu Schachspiel und Mathematik
29.Kh1 Df3+ 30.Kg1 fxg3! 31.Lxf7+ 31.Tf1 (31.hxg3 Tg4-+; 31.Dxg3 Nach einer Studie des Italienischen Nationalen Instituts für die Bewertung
Tg4-+) 31...gxh2+ 32.Kxh2 Sg4+ 33.Kg1 (33.Dxg4 Dxg4 34.Lxa4 des Bildungssystems INVALSI kann der Schachunterricht in der Schule die
Dxa4-+) 33...Dg3+ 34.Kh1 Dh2 Matt. 31...Kg7! 31...Kxf7? 32.Tf1 gxh2+ Fähigkeit der Schüler, Mathematik zu erlernen, signifikant verbessern. Die
33.Kxh2. 32.Tf1 gxh2+ 33.Kxh2 Sg4+ 34.Kg1 Dg3+ 0:1 Die komplette Studie wurde im Rahmen eines kontrollierten Forschungsprojekts durchge-
Partie (ab Seite 25) finden Sie bei Großmeister Dragan Barlov ausführ- führt, an dem rund 2.000 acht und neun Jahre alte Kinder beteiligt waren, die
lich kommentiert! eine Reihe von Grundschulen in Italien besuchen.
Das SAM Forschungsprojekt ist das jüngste in einer Reihe von Studien zu
Top-Themen des Monats den Vorzügen des Schachspiels in der Bildung, gefördert und durchgeführt
● Schach-WM Anand- Gelfand hat begonnen . . . . 4-7; 30-31 vom Piemonter Regionalen Komitee der Italienischen Schachföderation (im
Unspektakulärer Start des Duells um die Schachkrone zwischen Vorstand geführt durch Dr. Roberto Rivello, finanziert vom Piemonter Re-
Weltmeister Anand und seinem Herausforderer Gelfand. Die gionalrat und der Compania di San Paolo). In dem Forschungsprojekt wur-
ersten vier Partien endeten allesamt remis. Bericht von den die Auswirkungen des Erlernens von Schach auf mathematische Fähig-
Dagobert Kohlmeyer vom Schaupatz in Moskau, keiten untersucht. Entwickelt wurde das Projekt von den Wissenschaftlern
kommentierte Partien von Großmeister Dragan Barlov. Gianluca Argentin (Universität Mailand-Bicocca), Alberto Martini (Universi-
tät von Ost-Piemont) und Barbara Romano (Universität von Pennsylvania).
● 16. Int. Deizisauer Neckar-Open . . . . . . . . . . . . . . . 8-14, 78 Die Ergebnisse des Projekts sind nun gesammelt und publiziert worden von
Mit 764 Teilnehmern konnten die Veranstalter des Turniers der Prof. Roberto Trinchero (Universität Turin). Sie werden Gegenstand einer
Superlative um Cheforganisator Sven Noppes erneut eine neue Konferenz sein, die am 28. Mai 2012 im „Centro Incontri“ der Region Pie-
Rekordmarke setzen. In drei Gruppen hatte ein jeder Teilnehmer mont in Turin stattfindet.
eine faire Chance auf das üppige Preisgeld. Geworben wurde Die Konferenz ist öffentlich und richtet sich hauptsächlich an Lehrer der Pri-
u.a. mit dem Slogan „Wir geben Ihnen die Chance auf 1000 € mar- und Sekundarstufe. Gegenstand von Erörterungen soll auch sein die
Preisgeld!“ Kategorie-A-Teilnehmerbericht von IM Frank kürzlich angenommene Erklärung des Europäischen Parlaments zur Einfüh-
Zeller rung von Schulschach in die Bildungssysteme der Europäischen Union.
● 12. Norderstedt Oster-Open . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15-19 Schach ist nun schon einige Zeit Bestandteil des Lehrplans an Schulen in
Hoch im Norden der Republik im schleswig-holsteinischen Piemont. Ursprünglich nur in der Stadt Turin eingeführt, im Rahmen einer
Norderstedt schickt sich der 62 Mitglieder starke Schachklub Initiative, an deren Spitze sich der angesehene Turiner Schachclub gesetzt
hatte, wurde das Projekt in der Folge ausgedehnt auf die übrige Region. Es
Norderstedt 1975 an, sein Osteropen zu vergrößern, nachdem
war dies eine der positiven Folgen der Schacholympiade 2006 in Turin. Je-
man auch im Bundesliga-Spielbetrieb in der 2. Bundesliga des Jahr nehmen annähernd 20.000 Schüler von staatlichen Schulen im Alter
Gruppe Nord eine überragende Saison absolvierte. von 6 bis 19 Jahren aus mehr als 1.000 Klassen an 300 Schulen an dem Pro-
Großmeister Henrik Teske war vorort und berichtet gramm teil. Instrukteure der Schachföderation erteilen rund 12.000 Stunden
ausführlich. Unterricht während der Schulzeit. Die Lektionen stützen sich auf Lehrproto-
Ständige Rubriken (von A bis Z) kolle, die vom Piemonter Regionalkomitee der Italienischen Schachföderati-
on herausgegeben wurden. Dieses Komitee, das von Alessandro Dominici
Autodidakt - die Schachschule! . . . . . . . (GM Barlov) . . . . . 32-33 koordiniert wird und eng kooperiert mit den zuständigen Gliederungen der
Bei genauerer Betrachtung . . . . . . . . . . . . . . . . (Nikolaiczuk) . . . . 45-46 Italienischen Schachföderation und dem Nationalen Olympischen Komitee
Büchertipp . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70-71 Italiens (CONI), hat außerdem zahlreiche Kurse für Instrukteure und Lehrer
Bundesliga . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (IM Zeller) . . . . . . 64-69 an staatlichen Schulen organisiert und dabei Diplome an 380 neue Föderati-
Deutscher Schachbund. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Kohlstädt). . . . . . . . . . 63 onsinstrukteure und Lehrer ausgegeben. Die Zahlen sind ermutigend, aber
ECU-Nachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Schendel). . . . . . . . . . 23 wir haben noch einen weiten Weg vor uns.
Endspieluniversität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (GM Skembris) . . . 34-36 Vertreter der weltweit wichtigsten Organisationen, die mit der Lehre des
Schachspiels in der Schule befasst sind, werden an der Konferenz teilneh-
Fernschach . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Wedrychowski) . . . . . 24 men, sei es direkt vor Ort, sei es per Video-Konferenz. Die Konferenz wird
Impressum mit Redaktionsschluss! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 live im Internet gesendet, mit Simultanübersetzung ins Englische. Diese Ver-
Kniffelschach . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Krystufek) . . . . . . . . . 24 anstaltung ist konzipiert worden als natürliche Fortsetzung der internationa-
Leser ist am Zug . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (GM Vogt) . . . . . . . . . 40 len Konferenz, die 2009 in Turin unter dem Titel „Chess - a game to grow up
Meine besten Partien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (GM Uhlmann) . . . . . . 44 with“ stattfand. Damals diskutierten Sprecher aus vier Kontinenten die Vor-
Partiekommentare Top-Turniere. . . . . . . . . . . . (GM Barlov) . . . . . 25-31 züge und positiven Auswirkungen der verschiedenen Initiativen und Metho-
den, Schach in der Schule zu lehren.
Problemschach . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Dr. Weißauer). . . . 41-43
Weitere Informationen auf www.piemontescacchi.org
Reinfälle & Irrtümer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Carl) . . . . . . . . . . . . . 36 Adolivio Capece/Übersetzung: Gerald Schendel
ROCHADE International . . . . . . . . . . . (Whiffenpoof) . . . . 47-56 Redaktionsschluss: 07/2012: 18.06.2012; 08/2012: 16.07.2012
Rösselsprung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (FS-SIM Wolfenter) . . 33
Schachspielerbörse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Impressum Rochade Europa
Schweiz-Schach mit Bad Ragaz & Meielisalp . (FM Karl) . . . . . . . 20-21 Offizielles Verkündigungsorgan folgender Verbände im Deutschen Schachbund:
 Bayern  Brandenburg  Hessen  Ruhrgebiet  Saarland  Sachsen  Sach-
Seniorenschach . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Gohde) . . . . . . . . . 57-63 sen-Anhalt  Thüringen  Förderkreis der Senioren im DSB. Offizielles Verkün-
Szenarien im PS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Hoffmann). . . . . . . . . 63 digungsorgan der Schachspieler  Nordrhein-Westfalens  Badens  Bremens 
Norddeutschlands  Niedersachsens  Württembergs  von Rheinland-Pfalz
T e r m i n k a l e n d e r . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72-78 Ausland (keine Scheckzahlungen!):
Herausgeber: Carsten Köhler,
Weiterer Inhalt Postfach 11 54, 99601 Sömmerda Jahresabo 48,00 €
„Lernen durch Spielen“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Capece) . . . . . . . . . . . . 3  03634-603850,  03634-3721159, Einzelheft 4,00 €
E-Mail: ROCHADE@rochadeeuropa.com Österreich: Jahresabo 48,00 €
Gennadi Nesis zum 65. Geburtstag . . . . . . . . . (Kohlmeyer) . . . . . . . . 22 Internet: www.rochadeeuropa.com Einzelheft 4,00 €
Sotschi: Russische Mannschaftsmeisterschaft . (GM Barlov) . . . . . 25-28 Redaktionsteam: Konto: Deutschland: Rochade
Zürich: Match Kramnik - Aronian 3:3 . . . . . . . (GM Barlov) . . . . . 28-30 H. Köhler, W. Gerard, Dr. Weißauer Europa: Postbank Frankfurt 573 33-605
Pavle Bidev (1912-1988) zum Gedenken. . . . . (Meissenburg) . . . . 37-40 Mitarbeiter: GM Barlov D, Battig W, (BLZ 500 100 60); IBAN DE85 5001 0060
Bekemann U, Beyer-von Gablenz F, Brö- 0057 3336 05, BIC PBNKDEFF
1. Int. Senioren-Cup Bad Wiessee . . . . . . . . . . (Fiedler). . . . . . . . . 57-59 mel R, FM Brustkern J, Burghardt M, Carl Zahlungsweise: Wenn Sie noch nicht
Seniorenderby 2012: Eckhard Jeske Sieger . . . (Meiwald) . . . . . . . . . . 59 E, Carstens C, Domaske A, Fleischer J, daran gedacht haben: Bitte nehmen Sie
8. Off. Hess. Senioren-EM: IM Piankov . . . . . (Meiwald) . . . . . . . 60-63 Gohde K, GM Gutman L, Heymann N, am Lastschriftverfahren teil, indem Sie
Hoffmann F, Josten G, FM Karl H, Kohl- den Abbuchungsauftrag auf dem Rech-
Friedberger Burgfräuleins in Gladenbach . . . . (Herwig-Päutz) . . . 68-69 meyer D, Kohlstädt J, FM Konikowski J, nungsformular ausfüllen und einsenden!
Krystufek P, GM Luther T, Dr. Morgentha- Sie brauchen sich fortan nicht mehr um
Der Jahrgang 2011 ler, Nikolaiczuk L, Pachl F, Schendel G, die Zahlung zu kümmern! Das ist weit-
ist bald gefüllt. Der Dr. Schweizer W, GM Skembris S, GM
aus rationeller für Sie als auch für uns.
Teske H, WGM Trabert, B, GM Uhlmann
praktische Rochade- W, GM Vogt L, Wieteck H, FS-SIM Wol-
Bitte vergessen Sie aber nicht, Kontoän-
Jahrgangsordner für fenter F, IM Zeller F, Zickelbein C, Zickel- derungen rechtzeitig zu melden, da
bein EM Rücklastschriften mit hohen Kosten ver-
Rochade-Abonnenten bunden sind. Bitte beachten: Über Spar-
leistet in vielen Bezugspreise (Inland): mtl. 1 Heft frei
Haus: Jahresabo 39,60 €. Das Abonne- konten sind keine Lastschriften möglich!
Vereinsbibliotheken ment verlängert sich jeweils um 1 Jahr, Nachdruck nur mit schriftlicher
gute Dienste. wenn nicht bis 15. Nov. des laufenden Genehmigung
Jahres gekündigt wird. Einzelheft 3,30 € Achtung! Umzieher: Geben Sie uns
Stück 7,50 € Sammelbezug mit Sammelinkasso: so schnell wie möglich Ihre zukünftige
(ab 10 Stück, 2- 9 Exemplare/Monat 3,00 € je Heft neue Anschrift bekannt.
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ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com 3


Dagobert Kohlmeyer:

Schachweltmeisterschaft 2012 in Moskau:


Anand und Gelfand als Maler in der Tretjakowka
Mit dem WM-Finale erlebte die russische Hauptstadt im Mai den
Schachhöhepunkt des Jahres. Bei der Eröffnung des Ereignisses in
der Tretjakow-Galerie betätigten sich Viswanathan Anand (Indien)
und Boris Gelfand (Israel) als Maler. Nachdem sie ihre Kunstwerke
beendet hatten, stand fest: der Titelverteidiger führt im Auftaktspiel
des 12 Partien-Matchs die weißen Steine. Doch ehe wir den Verlauf
der ersten Spiele schildern, wollen wir noch die Vorgeschichte erzäh-
len und beide Seiten zu Wort kommen lassen.

Warten und wulfen


Vor dem Ereignis hatten die Götter auch für den Schachreporter die Mü-
hen der Anreise gesetzt. Selbst wenn er den Luftweg zwischen Berlin und
Moskau schon häufig zurücklegte, gibt es immer wieder neue Erfahrun-
gen. Neben dem Check-In-Schalter in Tegel fiel mir eine Leuchtschrift
auf, die darauf verwies, dass dieser Flughafen am 2. Juni geschlossen und
einen Tag später der Großflughafen im Süden unserer Hauptstadt seinen
Betrieb aufnehmen wird. Doch erstens kommt es anders...
Am Vorabend meiner Abreise hatten die Regierungschefs von Berlin und
Brandenburg, Klaus Wowereit und Matthias Platzeck mit ernsten Mie-
nen verkündet, dass der Eröffnungstermin 3. Juni 2012 für den Groß-
flughafen in Schönefeld nicht eingehalten werden kann. Kleinlaut nann-
ten sie als Grund Probleme mit dem Brandschutz. Wowereit sprach von
keinem guten Tag für Berlin. O-Ton Platzeck: „Ich bin stinksauer.“ Nun Michail Gorbatschow,
soll der neue Airport frühestens im August nach den Schulferien eröffnet Kirsan Iljumschinow, Natalja und Anatoli Karpow
werden. Alle Rundfunk- und Fernsehsender brachten die Blamage als zum zweiten Mal in meinem Reporterleben mit Michail Gorbatschow
Spitzenmeldung, die Zeitungen machten am nächsten Morgen damit auf. sprechen. So etwas ist natürlich ein Highlight für jeden Journalisten. Der
Es ist nicht das erste Mal, dass der Großflughafen nicht durch den TÜV Friedensnobelpreisträger fühlt sich offensichtlich wohl in der Schachsze-
kam. Baubeginn war vor knapp zehn Jahren, zum wiederholten Mal ne. Er unterstützt seit einiger Zeit als Patron auch das Schulschachpro-
wurde die Eröffnung verschoben. Ein Spaßvogel twitterte: „Wir können jekt der FIDE.
alles, außer fliegen.“ Anatoli Karpow gab sich am Eröffnungsabend ebenfalls die Ehre und
Warten auf den Willy-Brandt-Flughafen. Dessen Brandschutzanlage soll kam mit seiner Gattin Natalja. Er favorisiert Anand nur leicht. Das letzte
der Fläche nach die größte der Welt sein bzw. werden. Sicherheit geht WM-Match in Moskau vor 27 Jahren in Moskau spielte Karpow noch
natürlich vor. Auf ihrer ersten Seite erinnerte die „Süddeutsche“ daran, selbst, als er seine Krone an Kasparow verlor. Großmeister Juri Awerbach
dass 1996 bei einem Brand auf dem Düsseldorfer Flughafen 17 Men- kam trotz seiner 90 Jahre mehrmals in die Tretjakow-Galerie, zur Eröff-
schen an Rauchvergiftungen gestorben sind. nung hatte er die Brust voller Orden. Kasparows Mutter Klara sah ich
Man wird den Airport in Tegel also noch nicht so schnell schließen. Dort dort auch. Sie sagte, dass sich ihr Sohn derzeit nicht in Moskau befinde.
ist alles kleiner, aber auch übersichtlicher. Probleme gibt es mitunter Nigel Short war einige Tage in der russischen Hauptstadt und kommen-
doch. Inzwischen war die Reihe am Check-in-Schalter nach vorn ge- tierte WM-Partien. Ich fragte den Engländer im Presseraum nach seiner
rückt. Eine junge Dame prüfte meine Papiere und erklärte freundlich, Prognose. Er wiegte den Kopf hin und her und meinte, wenn er viel Geld
dass die Maschine überbucht sei. Ich verwies darauf, mein Ticket schon hätte, würde er es auf Anand setzen, aber auch Gelfand habe seine Qua-
im März geordert und bezahlt zu haben und dass ich jetzt bitte schön be- litäten. Ein Tiebreak sei nicht von vornherein auszuschließen.
fördert werden möchte. Wer will schon zu spät zur WM-Eröffnung kom- WM-Sponsor Andrej Filatow schenkte der Direktorin der Tretjakow-Ga-
men. Nach einigem Hin und Her sowie einem Telefonat mit dem Adviser lerie Irina Lebedjewa zu Beginn für ihr gastfreundliches Haus ein wert-
sagte sie: „Wir werden sie upgraden“ und stellte mir eine Bordkarte für volles Schachspiel, das aus den Stoßzähnen eines Mammuts gefertigt
die Business Class aus. Ohne Zuzahlung! Ich fühlte mich wie ein kleiner wurde. Wo er das wohl aufgetrieben hat? Den Preis wollte er mir nicht
Christian Wulff, hatte aber kein schlechtes Gewissen. nennen. Es muss eine irrsinnige Summe gekostet habe. Aber der Mäzen
Im Transitraum hieß es dann, der Flug verspäte sich wegen der schlech- ist ja kein armer Mann.
ten Wetterlage in Moskau. Mein Nebenmann sah im ipod nach, im Inter-
net meldete der Flughafen Domodjedowo Sonnenschein und 20 Grad
plus. Wer verulkt hier wen? Nach 30 Minuten war von Wetterkapriolen
keine Rede mehr, wir durften einsteigen. Kein Ruhmesblatt für die Infor-
mationspolitik der Lufthansa.
In der Maschine war es dann netter. Schön, dass man als „Upgrader“ die
Beine während des Flugs richtig ausstrecken kann und eine viel größere
Auswahl an Speise und Trank hat. Es wurden auch diverse Magazine ge-
reicht. „Newsweek“ brachte eine große Geschichte über den russischen
Oppositionspolitiker Garri Kasparow. Der war doch mal ein ziemlich
guter Schachspieler, wenn wir uns recht erinnern. Vielleicht schaut er
beim Match von Anand und Gelfand sogar vorbei.
Von der Verspätung holte unser Pilot einige Minuten auf, und wir lande-
ten bei wirklich tollem Wetter in Moskau. Die Parade zum Tag des Sie-
ges auf dem Roten Platz war vorbei, jetzt konnten sich die Schachwelt
und vor allem die beiden Hauptdarsteller voll auf das Match konzentrie-
ren. Anand und sein Team waren im Hotel „Kempinski“ in den Tagen
zuvor jeden Morgen unsanft durch lautes Gedröhn geweckt worden, weil
das Militär für die Parade probte.

Anand mit weißer Farbe


Zur Eröffnung des WM-Finales sahen wir viele bekannte Gesichter: die
ganze FIDE-Chefetage, eine Menge Journalisten und als Ehrengast Mi-
chail Gorbatschow. Der frühere sowjetische Präsident hat viel für
Schach übrig und besuchte schon mehrere Großereignisse. „Gorbi“ saß Andrej Filatow, Irina Lebedjewa
an diesem Abend in der ersten Reihe. Ich hatte ihn bereits vor 14 Jahren Die feierliche Eröffnungszeremonie mit den Hymnen Russlands, der FI-
beim WM-Finale Karpow-Anand in Lausanne erlebt. Nun konnte ich DE sowie Indiens und Israels fand im Wrubelsaal der Galerie statt. Mi-
4 ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com
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Deep F rit z 1 3
J et zt mit C he s s Ba s e E n g i n e - C l o u d!
Weltpremiere: Die ChessBase Engine-Cloud
Deep Fritz 13 führt die Neuheit „ChessBase Die Vorteile auf einem Blick
Engine-Cloud“ ein und revolutioniert den 1. Optimieren Sie die Analyse.
Umgang mit Systemressourcen. Mit dieser Die Arbeit mit gleichzeitig analysierenden
neuen Funktion ist es erstmals möglich, Engi- Engines macht erstmals richtig Sinn. Gleich-
zeitig laufende Cloud-Engines können ohne
nes mit der Rechenleistung anderer Computer
jeden Leistungsverlust verschiedene Auf-
für die eigene Analyse zu nutzen, ohne dabei
gaben übernehmen. Beispiel: Eine Cloud-
das eigene System zu belasten. Und zwar in
Engine wird im langsameren Mehrvari-
genau derselben Weise, als befänden sie sich antenmodus betrieben, um zu zeigen, wie
auf dem eigenen Rechner: für tiefe Stellungs- scharf die Stellung ist. Eine andere läuft mit
analysen, Fehlersuchen, Engine-Matches usw. nur einer Hauptvariante und erreicht dann

13
usw. Es spielt dabei auch keine Rolle, ob die hohe Tiefen als taktischer Scout.
Engines auf dem Nebentisch im Arbeitszim- 2. Schonen Sie Ihre Ressourcen.
mer laufen, auf dem Computer im Büro oder Wer eine „Deep“-Engine mit einem Note-
in einem Rechenzentrum in Australien. book betreibt, kennt das Heulen des Lüfters,
der um Kühlung des Prozessors kämpft,
High-end für alle! denn eine Schachengine setzt die CPU stets
Wenn Sie über mehre Computer verfügen, unter Volllast und kann einen Notebook-
koppeln Sie Ihre Engines und Rechenleistung Akku schnell leeren. Nutzt man hingegen
auf einem PC oder bieten Sie Ihre Maschine Cloud-Engines, so arbeitet das Gerät leise,
über die „Cloud“ anderen Benutzer an. Das ist kühl und akkuschonend, weil die komplette
DeepFritz13: 60% schneller als Fritz13! besonders für Besitzer von Hochleistungsrech- Rechenleistung an anderer Stelle anfällt.
Schachprogramme sind seit jeher Hochleis- nern oder Clustern eine spannende Sache. Der 3. Sparen Sie sich teure Hardware.
tungsanwendungen. Je höher die Systemleis- Clou: Mieten Sie sich fremde Rechenleistung Ernsthafte Analysen verlangen eine schwere
tung desto größeren Nutzen erbringen sie. an und machen Sie Ihr kleines Notebook oder Maschine. Die ist teuer, braucht Platz und
Bei Multiprozessorsystemen gelingt das aber Ihre „alte Kiste“ auf Knopfdruck zu einem erleidet Wertverlust durch schnelles Veral-
nur mit einer „Deep“-Version, denn nur hier Taktikriesen und Strategiegiganten! ten. Nutzt man bei Bedarf Rechenleistung
kann das Programm mehrere Prozessorkerne aus der Cloud, spart man bares Geld.
gleichzeitig zur Berechnung verwenden. Beim 4. Höchste Leistung in kürzester Zeit.
neuen Deep Fritz 13 ist das nicht anders, Wenn z.B. eine Fernschachpartie an eine
auf einem DualCore-Rechner ist die Engine kritische Stellung kommt, möchte man
kurzfristig die Analyseleistung drastisch stei-
bereits ca. 60 % schneller als der „kleine“
* Zugriff auf „Let’s Check“-Datenbank bis 31.12.2015

gern. Mit der Cloud kann man jetzt selbst


Fritz 13. Und doch bleibt mit Deep Fritz 13
mit dem kleinsten Notebook per Mausklick
nichts so wie es war.
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512 MB RAM oder mehr, 100% DirectX10 kompatible • Let’s Check-Funktion*
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Laufwerk und Internetzugang für Programmaktivie- • Spezialbuch von Alex Kure (über 4 Mio. Stellungen),
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chail Wrubel war ein berühmter russischer Maler. Sein bekanntestes Bild Nein. Richtig ist, dass ich seit langem keine Partie mit normaler Bedenk-
„Der Dämon“ hängt an der Seite im Saal. Würden die beiden WM-Hel- zeit mehr gegen Anand gewonnen habe. Sehr häufig spielten wir remis
den uns dämonisches Schach mit vielen Finessen bieten? Früher war Mi- gegeneinander. Aber jetzt werden die Karten neu gemischt. Wir haben
chail Tal ein wahrer Dämon auf dem Brett. Ihn bezeichnete Anand in der zwölf Partien vor uns und wollen unser bestes Schach zeigen.
Auftakt-Pressekonferenz als sein Idol. Gelfand legte sich auf keinen Na- Wie willst Du vorgehen?
men fest. Er habe von allen Weltmeistern sehr viel gelernt, sagte er. Möglichst abgeklärt, wie es beim Schach auf höchster Ebene notwendig
Die danach folgende Auslosung war sehr originell. Anand und Gelfand ist. Gegen Anand auf Teufel komm raus anzugreifen, kann tödlich sein.
wurden von Hauptschiedsrichter Aschot Bardapetjan (Armenien) auf die Er ist der geborene Taktiker. Aber wenn sich die Gelegenheit bietet, atta-
Bühne gebeten. Dann enthüllte man zwei große Staffeleien, worauf je- ckiere ich ihn natürlich auch.
weils die Fragmente einer Glanzpartie der beiden gegeneinander zu se- Hast Du Schwachstellen im Spiel des Weltmeisters entdeckt?
hen waren. Kurioserweise wurden beide in Biel gespielt. 1993 gewann Sie gibt es tatsächlich, obwohl Vishy ein brillanter, nahezu perfekter
Gelfand dort mit Weiß beim Interzonenturnier gegen Anand, wofür die- Schachspieler ist. Nicht umsonst trägt er seit Jahren den klassischen
ser sich vier Jahre später an gleicher Stelle, ebenfalls mit Weiß, revan- WM-Titel. Aber natürlich werde ich die weniger starken Seiten Anands
chierte. Jeder ging zu seinem eingerahmten Partiegemälde, und es galt hier nicht darlegen. Niemand legt vor einem solchen Match seinen Kar-
jetzt, dieses mit dem Autogramm zu vervollkommnen. Zwei Hostessen ten offen auf den Tisch. Das wäre töricht.
erschienen mit schönen Holzkästen, in denen sich Pinsel und Farbe be- Dennoch. Wie kann man Anand schlagen?
fanden. Anand erwischte die weiße Farbe und pinselte seinen Namens-
zug in die Mitte des Bretts. Gelfands schwarze Farbe war deutlicher zu Nur durch eine perfekte Vorbereitung, herausragende Form und ganz
sehen, er signierte an zwei Stellen der Staffelei. Der Schiedsrichter ver- viel Kampfgeist. Sehr wichtig ist es, mit einem frischen Kopf anzutreten.
kündete sodann, dass Anand im ersten Spiel Aufschlag hat. Zudem benötigt man auch etwas Glück, dass die richtigen Eröffnungen
aufs Brett kommen.
Du rechnest Dir ebenfalls Chancen aus. Worauf gründet sich Dein
Optimismus?
Auf meine große Erfahrung, meine Kampfkraft und meine sehr starke
Motivation. Sie dürfte vielleicht höher als bei Anand sein, denn ich war
noch nie Weltmeister. Das Wichtigste in so einer harten Prüfung ist mei-
ner Meinung nach: Man muss an sich glauben.
Wird bei diesem Match auf Deiner Tischseite neben dem Brett wieder
eine bestimmte Flasche stehen?
Wenn Du Isostar meinst, ja. Ich schwöre seit Jahren auf den Energie-
drink. Er wird doch in vielen Sportarten verwendet. Aber es ist nicht
mein einziges Getränk während einer Partie. Natürlich trinke ich dann
auch Tee oder Kaffee.
Boris, neben dem Schach hast Du noch andere Interessen. Als großer
Fußballfan kennst Du alle Spitzenmannschaften Europas. Was sagst
Du zum Einzug der Bayern ins Finale der Champions League?
Ich habe mich sehr für die Münchner gefreut und drücke ihnen die Dau-
men, dass sie zu Hause gegen Chelsea gewinnen.
Voriges Jahr hast Du ja das Champions-League-Finale in London so-
gar live erlebt.
Nach meinem Sieg im WM-Kandidatenturnier von Kasan haben mir
Freunde eine Karte besorgt, und ich schaffte es tatsächlich noch, nach
London zu fliegen. Dort erlebte ich im Wembley Stadion den 3:1-Sieg
meiner Lieblingsmannschaft FC Barcelona gegen Manchester United.
Mit einer Reise nach München wird es in diesem Jahr aber nicht klap-
pen.
Anand als Maler Da kann man nichts machen. Diesmal liegt das Endspiel mitten in unse-
Der Abend klang mit einem Konzert von russischen Künstlern verschie- rem WM-Kampf. Aber am 19. Mai haben wir Ruhetag in Moskau. So
dener Generationen aus. Nach zwei Kindern, die Geige und Klavier kann ich mir das Fußball-Match gemeinsam mit meinem Trainer-Team
spielten, setzte sich der Weltklassepianist Dennis Mazujew ans Instru- im Fernsehen anschauen.
ment und gab dem Auditorium Proben seines großartigen Könnens.
Nach den Klängen von Rachmaninow erwarteten wir alle gespannt das „Anand wird niemals satt sein!“
Konzert der Figuren, das am nächsten Tag um 15 Uhr Moskauer Zeit be- Gespräch mit Hans-Walter Schmitt
ginnen sollte. Im Team des indischen Titelverteidigers ist er vielleicht der wichtigste
„Ich bin sehr motiviert Mann: Schach-Manager Hans-Walter Schmitt kümmerte sich in Moskau
wie schon bei den vergangenen Weltmeisterschaften in Mexiko, Bonn
und glaube an mich“ und Sofia um all die Dinge, die das Leben für Anand leichter machen:
Hotel, Verpflegung, Transport zur Spielstätte, Begleitung bei wichtigen
Interview mit WM-Herausforderer Boris Gelfand (Israel) Terminen wie Pressekonferenzen usw. „Vishy weiß, dass ich bedin-
In Moskau stand Boris Gelfand vor der größten Herausforderung seiner gungslos an seiner Seite stehe, auch in kritischen Phasen“, betonte der
Schachkarriere. Dagobert Kohlmeyer erkundigte sich bei dem 43-jähri- erfahrene Schach-Organisator schon vor der Abreise.
gen Großmeister aus Israel, welche Gedanken ihn vor dem Wettkampf Wo wohnt Ihr in Moskau?
bewegen und was für eine Match-Strategie er verfolgen wird. Im Hotel Kempinski mit Blick auf den Kreml. Es ist eines der besten
Bist Du zum WM-Finale gut gerüstet? Häuser am Platze und weniger als einen Kilometer von der Tretjakow-
Ich habe die Partien meines Gegners gründlich studiert und hoffe, alles Galerie entfernt.
Nötige für den Kampf um die Schachkrone getan zu haben. Wie ist die Stimmung im Team?
Wie lange dauerte die Vorbereitung? Ausgezeichnet. Anand und seine Standard-Sekundanten haben wochen-
Praktisch begann ich schon vor einem Jahr damit, als feststand, dass ich lang intensiv miteinander gearbeitet. Auch Vishys Trainer sind optimis-
Anands Herausforderer sein werde. Ich habe dann meine ganze Energie tisch und wollen dazu beitragen, dass ihr Chef das Match gewinnt.
investiert, um möglichst gut für das Duell präpariert zu sein. Es ist das In der Schachpresse und im Internet findet man sehr viele Prognosen.
absolute Highlight in meiner Schachkarriere. Die meisten Leute stempeln Anand als klaren WM-Favoriten ab. Wie
Was tatest Du zuletzt in der heißen Phase? siehst du die Sache?
Ich zog mich mit meinem bewährten Trainerteam nach Österreich zu- Alle meinen, sich äußern zu müssen. Die dümmste Frage lautet: Ist das
rück. Dort fanden wir bis vor wenigen Tagen in einem kleinen Ort die Match vielleicht schon nach neun Runden vorbei? Das ist Gelfand ge-
nötige Ruhe zum Arbeiten, aber auch zur Erholung. genüber sehr unfair. Wir müssen anerkennen: Boris hat sich sportlich
Hast Du vielleicht noch neue Sekundanten angeheuert? qualifiziert. Da kann man nicht einfach sagen, es wäre besser, wenn an-
In Moskau unterstützen mich wie schon bei früheren Wettkämpfen die dere Großmeister, wie z.B. Carlsen oder Aronjan, spielen würden. Wir
Großmeister Alexander Huzman und Maxim Rodstein. Andere Trainer- wollen doch sportlich sein. Aber manche großen „Kenner“ der Szene,
Namen möchte ich jetzt vor dem Match nicht nennen. auch Kasparow, meinen, es besser zu wissen.
Deine Bilanz gegen Anand im klassischen Schach ist nicht gerade be- Gelfand hat klug darauf geantwortet: Es interessiert ihn nicht, er will
rauschend. Beunruhigt Dich das? gutes Schach zeigen.
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Das ist die richtige Einstellung. Boris und Vishy kennen sich seit ewigen nete das Spiel wie sein Gegner am Vortage mit dem Damenbauern. Es ist
Zeiten, sind ein Leben lang Schachpartner. Zudem haben sie einjährige ja sein Standardzug. Aufs Brett kam die Meraner Variante des Damen-
Söhne. So etwas verbindet. Die beiden WM-Finalisten können gut mitei- gambits. Im Mittelspiel überlegte Boris eine halbe Stunde an der besten
nander. Das ist noch mal etwas Besonderes, wenn man als Konkurrent Fortsetzung, konnte aber keinen entscheidenden Angriff starten. Wenig
miteinander befreundet ist. später wurden die Damen getauscht, wonach die Situation auf dem Brett
In Moskau ist also kein Streit zu erwarten, aber sicher ein harter sehr übersichtlich wurde. Im 25. Zug schlug Gelfand das Remis vor, wel-
Kampf. Wie wird sich Anand als mehrfacher Champion denn motivie- ches vom Weltmeister sogleich akzeptiert wurde. Der Herausforderer lob-
ren können? Ist der hungrige Gelfand da nicht etwas im Vorteil? te hinterher die präzise Verteidigung Anands, der seine Figuren bis zum
Natürlich hat Anand in seiner Schachkarriere schon alles erreicht, was Ende der Partie geschickt auf aktiven Feldern platziert habe. Auf meine
möglich ist. Er gewann die FIDE-WM im Knockout-System, das WM- Frage, was sie am spielfreien Sonntag tun werden, erwiderten beide WM-
Turnier in Mexiko und auch zwei klassische Matchs. Also, er hat alle Finalisten, dass die Vorbereitung auf das nächste Spiel Vorrang habe.
Formate für sich entschieden, und er ist auch im Schnellschach sehr gut. Nach dem Ruhetag wurde die dritte Partie beim Stand von 1:1 ausgetra-
Aber Dago, ich sag dir eins: Dieser Mann wird niemals satt sein, Schach gen. Anand hatte Aufschlag, und es überraschte keinen, dass Gelfand
zu spielen! Niemals! Dafür liebt er das Spiel zu sehr. wieder seiner neu entdeckten Liebe Grünfeld-Indisch vertraute. Im Pres-
Das ist ja das Schöne, wir alle können Schach bis zu unserem Ende sezentrum kam mir Jan Timman entgegen, der gerade angereist war. Ich
spielen! fragte den holländischen Großmeister nach seiner Meinung. Er sagte,
Mehr oder weniger (lacht). Um sehr gut und erfolgreich zu spielen, muss dass er nachgesehen habe und Gelfand diese Eröffnung seit zehn Jahren
man das Schach lieben und auch etwas besessen davon sein. Dass Vishy nicht mehr gespielt hat. Die interessanteste Frage für den Amsterdamer
ein großer Taktiker ist, wissen wir. Und im Übrigen wird sein großes war indes, in welcher Form sich Anand befindet. Davon hänge ab, ob er
Volk, also ganz Indien, wieder auf ihn schauen. Das ist doch Motivation auch in diesem Match seiner Favoritenrolle gerecht werden könne.
genug. An diesem Tag sahen wir die bis dato am meisten umkämpfte Partie. Der
Können wir bei dem Match theoretische Überraschungen erwarten? Weltmeister entschied sich schon im dritten Zug für eine andere Fortset-
zung. Das Abspiel 3.f3 wird „Anti-Grünfeld“ genannt und soll Schwarz
Das muss man abwarten. Der Schachsport ist in jüngster Zeit schwerer
wohl jeden Elan nehmen. Anand errichtete ein festes Bauernzentrum und
geworden. Fast alle Eröffnungssysteme sind erforscht. Man findet heute
drängte die Figuren seines Gegners zurück. Gelfand opferte im Mittel-
nicht mehr so viele exzellente Neuerungen. Es ist ganz viel ausanaly- spiel seinen e-Bauern, um Angriffslinien zu öffnen. Den leichten mate-
siert. Aber schauen wir mal. riellen Nachteil kompensierte der israelische Großmeister durch aktives
Figurenspiel. Doch Vishy neutralisierte den starken schwarzen Läufer
Spiel auf Augenhöhe auf g7, indem er ihn einfach abtauschte. Nach dem Damentausch und
weiteren Vereinfachungen wollte Anand sein Bauernplus im Endspiel
Schon lange vor Beginn des WM-Matchs füllen sich der Spielsaal und
das Pressezentrum. Eine große Zahl von Fotografen und Fernsehteams gern zur Geltung zu bringen. Aber es reichte nicht ganz. Gelfand brachte
drängt sich vor der Bühne um die besten Plätze. Zwischen Schachtisch beide Türme auf die zweite Reihe und hatte mindestens Dauerschach.
und Zuschauerraum wurde eine Glaswand gezogen, um die Spieler op- „In Zeitnot fand ich wohl nicht die stärkste Fortsetzung“, sagte der Welt-
tisch und akustisch abzuschirmen. Schach ist ein stilles Spiel, kein Laut meister hinterher. Zum ersten Mal in diesem WM-Kampf schien ein Sieg
soll die Gedankengänge und Konzentration der beiden Finalisten stören. greifbar nahe. Nach knapp vier Stunden Spielzeit war im 37. Zug die bis
dahin längste Partie zu Ende.
Jetzt stand es 1,5:1,5, im vierten Spiel führte Gelfand wieder die weißen
Figuren. Sie spielten erneut ein Damengambit, aber im 10. Zug wich Bo-
ris ab und zog seine Dame nach c2. Sechs Züge später bot die Stellung
ein kurioses Bild, als acht Figuren auf der d-Linie standen. So eine totale
Symmetrie sieht man selten. Sie löste sich aber in der Folge wieder gänz-
lich auf. Gelfand verbrauchte in diesem Spiel immer bedeutend mehr Zeit
als Anand, weil er bis zum Ende Angriffsmöglichkeiten suchte. Nach 28
Zügen hatten beide Seiten nur noch je einen Turm, eine Leichtfigur und
fünf Bauern auf dem Brett, das Remis war unausweichlich. Sechs Züge
später wurde der Punkt geteilt. An diesem Tag besuchte die israelische
Botschafterin in Russland, Dorit Golender, das WM-Finale. Sie selbst
komme aus einer Tennis-Familie und spiele kein Schach, erklärte die Di-
plomatin. „Ich bin hier, um meinen Landsmann Boris Gelfand zu sehen
und ihm kräftig die Daumen zu drücken“, sagte Frau Golender.

Stand im Match: 2,0:2,0


Einige Stimmen in der Schachwelt tönten vorher, mit Anand und Gel-
fand würden zwei um den WM-Titel streiten, die in der Rangliste nicht
Erste WM-Partie ganz oben stehen. Gleichwohl war das Interesse vor Ort und im Internet
Als Erster erscheint Gelfand auf der Bühne, nimmt Platz und dreht sich sehr groß, etwa hundert Journalisten aus aller Welt verfolgten das Ge-
auf seinem Sessel hin und her. Er schaut in Richtung Saal und genießt schehen. Fachleute und Fans honorierten sehr wohl, dass beide Figuren-
den Anblick der Reportermeute. Dem einen oder anderen nickt er künstler aufgrund ihrer Leistungen in Moskau am Schachtisch saßen.
freundlich zu. So mancher Schachjournalist begleitet den sympathischen Andere Großmeister schafften es nicht bis dahin oder blieben der WM-
Großmeister schon über zwanzig Jahre auf seinem Weg durch die Tur- Ausscheidung fern. Der Kampf zwischen Anand und seinem selbstbe-
niersäle dieser Welt. Im Hintergrund läuft die Zeit an einer großen Digi- wussten Herausforderer war nach einem Drittel der Distanz beim Stand
taluhr ab. Es verbleiben noch etwa 80 Sekunden bis zum Start, als Anand von 2,0:2,0 völlig offen.
auf die Bühne kommt und seine Figuren zurechtrückt. Punkt 15 Uhr Fortsetzung folgt: Im nächsten Heft berichten wir vom weiteren Verlauf
drückt Hauptschiedsrichter Aschot Bardapetjan aus Armenien die Uhr, des Duells um die Schachkrone und würdigen den Weltmeister 2012. ■
und FIDE-Präsident Kirsan Iljumschinow führt den symbolischen ersten
Zug aus. Er schnappt sich Anands d-Bauern und rückt ihn zwei Felder
nach vorn. Gelfand erwidert blitzschnell 1... Sf6, erhebt sich und lässt
den Weltmeister allein. Wenige Züge später ist klar, dass wir die erste
Überraschung des Matchs erleben. Boris spielt Grünfeld-Indisch, was er
zuvor noch nie auf höchster Ebene angewendet hat. Anand stutzt erst
einmal, überlegt etwas und entscheidet sich dann für den Nebenweg 8.
Lb5+. Später opfert der Weltmeister den Bauern auf a2, im 18. Zug wer-
den die Damen getauscht. Das Spiel mündet dann bei leichter schwarzer
Initiative in den Remishafen. „Nachdem die Damen getauscht waren,
musste ich sehr genaue Züge finden, weil Gelfand noch das Läuferpaar
hatte“, sagte Anand hinterher in der Pressekonferenz. Sein Gegner fügte
hinzu, dass er in keiner Partiephase Probleme hatte. „Mein leichter Stel-
lungsvorteil am Ende war aber nicht ausreichend, um auf Sieg zu spie-
len“, bilanzierte der israelische Großmeister das Auftaktspiel.
Die ersten vier WM-Partien finden Sie bei Großmeister Dragen Bar-
lov mit Anmerkungen auf den Seiten 30-31!
Auch die zweite WM-Partie in Moskau endete mit einer Punkteteilung.
Der Titelverteidiger hatte diesmal die schwarzen Figuren. Gelfand eröff- BL-Wochenende in Bremen März 2012: Anand - Eljanow Foto: Souleidis

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IM Frank Zeller:

16. Int. Deizisauer Neckar-Open


Neue Rekordmarke! Istratescu und Schanawa Co-Sieger
Benno Jäschke Überraschung des Turniers
Beeindruckend sind die Zahlen auch dem erlauchten Kreis der Weltelite
im Hinblick auf die Spielstärke: un- sich der Herausforderung stellen und
ter den Spielern im A-Open befan- sich einem offenen Turnier ausset-
den sich fast 100 Titelträger, darun- zen, ist ohnehin eine Seltenheit. In
ter 21 Großmeister und 23 Interna- Deizisau nun mischt schon seit Jah-
tionale Meister. Und nimmt man ren kein Geringerer als die Deutsche
nochmal die Spitze dieser Gruppe Nummer Eins, Arkadij Naiditsch,
unter die Lupe konnte man feststel- mit. Und wie im Vorjahr konnte er
len, dass die ersten Zehn der Setzlis- seinen Freund, Etienne Bacrot, zum
te einen Schnitt von 2635 Elo auf- Mitmachen bewegen. Dem französi-
wiesen - noch nie war soviel geball- schen Großmeister dürfte die wie-
te Klasse in der Deizisauer Gemein- derholte Teilnahme weitaus schwie-
dehalle anwesend! riger gefallen sein als seinem Team-
kameraden aus Baden-Baden, mit
dem zusammen er auch Buchprojek-
te betreibt. Denn anno 2011 musste
Bacrot einige Federn lassen. Nai-
ditsch dagegen landete einen nie zu-
vor da gewesenen Triumphsieg mit
8,5 aus 9, eine Leistung, die er kaum
Als ich in einer Mittagspause beim beim Ausrichter, zudem eine Ver- „toppen“ konnte.
Kaufland meine Einkäufe erledigte beugung vor der kontinuierlich gu- Weitere sechs Schwergewichte über
bekam ich mit, wie ein Mann einen ten Arbeit und dem Einsatz des rüh- 2600 schlossen sich an, Bacrot hatte
jungen Burschen an der Kasse rigen Schachvereins in Deizisau. mit Andrei Istratescu und Eduard
freundlich anlächelte: „Auch beim Romain zwei weitere starke Lands-
Schachturnier?“ Es entspannte sich männer in seinem Schlepptau mitge-
zwischen Einpacken und Wechsel- zogen.
geld ein kleiner Dialog, der mit dem Desweiteren durfte man auf das Ab-
Wunsch nach einem guten Schlach- schneiden der Georgischen Fraktion
tenglück endete. Wenig später traf mit Tornike Sanikidse, der schon
ich den auffallend gut gelaunten mal das Deizisauer Herbst-Open ge-
Einheimischen beim Bäcker, er un- wann und in der Bundesliga un-
terhielt sich blendend mit den jun- längst für Furore sorgte, sowie Kon-
gen Damen hinter der Theke und Turnierfavorit Nummer Eins: stantine Schanawa gespannt sein,
kam auch ohne Umschweife mit mir Etienne Bacrot die beide auf dem Sprung über die
Fotos Souleidis, Zeller (3)
ins Gespräch über das im Laufen be- 2600er-Marke stehen. Und mit dem
findliche Open. „Und Sie“ gab ich Oben bleiben! Ungarn Richard Rapport wurde ein
das Kompliment zurück, „Spielen Für das breite Mittelfeld des A-Open großes Talent im Deutschen Open-
Sie auch Schach?“ „Ich kann’s hieß es vor allem über 50 % bleiben! Raum vorstellig. Der mittlerweile
schon, aber ich habe es aufgehört, Zwei Impressionen vom Denn wer diese magische Marke 16jährige war eine Weile der jüngste
nachdem ich gegen meinen Arbeits- Kinderturnier an Karfreitag verfehlt, läuft stets „Gefahr“, aus der Großmeister der Welt, bevor ihm
kollegen ständig verloren habe. Aber Die kleine schwäbische Gemeinde Gemeindehalle „verbannt“ zu wer- diesen Titel Ilja Nyschnik streitig
es ist ein sehr schönes Spiel!“ Der östlich von Esslingen wird optisch den. machte. Der Ukrainer ist rund ein
Deizisauer freute sich, dass in seiner geprägt durch das Neckartal und die Zwar bietet auch die Turnhalle viel halbes Jahr jünger.
Heimat schon seit Jahren Hundert- rauchenden Schlote vom EnBW Platz und angenehme Spielbedin-
schaften von Schachanhängern aus Heizkraftwerk, über die Grenzen der gungen, doch will man, wenn man
Internetpräsenz:
aller Herren Länder sich ein Stell- Gemarkung hinaus bekannt ist es al- gewisse Ambitionen pflegt, doch Auch in Punkto Außendarstellung
dichein geben. Er zeigte sich stolz, lerdings nur in der Schachwelt! „bei den Guten“ mitmischen und die versuchen die Ausrichter sich stetig
dass die Veranstaltung gar zu den Gelegenheit nutzen, den Naiditschs zu verbessern und noch einen
größten Schachfestivals weltweit Unter der Lupe und Bacrots über die Schulter zu bli- „draufzusetzen“. Seit Jahren Stan-
zählt. Um die Zahlen nochmal detaillierter cken. dard ist die Live-Übertragung der
Und ein Ende der Superlative aufzudröseln: in der A-Gruppe (min. Spitzenbretter im Internet. Seit letz-
scheint immer noch nicht in Sicht. 1800) starteten 388 Teilnehmer, 302 Die Superstars tem Jahr kam auch eine Internet-Ra-
Etwas bange war Sven Noppes dann meldeten für das B-Turnier, bei dem Womit wir bei den bereits lange im dio-Sendung mit dazu, pro Runde
schon vor dem Start, im Voraus ist die Wertungszahl unter 2000 liegen Voraus angekündigten Superstars, unterhält Pressewart und Moderator
immer schwer abzuschätzen, wie muss. In der C-Sektion für Hobby- den 2700ern, wären. Dass diese aus Georgios Souleidis die Fans am
viel Teilnehmer dem Ruf an den Ne- spieler unter 1400 fanden sich noch
ckar folgen würden. Im hohen Nor- 74 Starter ein.
den raffte sich in diesem Jahr Kon- Zusätzlich findet am Karfreitag ein
kurrenz auf, die Kundschaft über die Jugendschnellschach-Open in 5 Ka-
Feiertage abspenstig zu machen: in tegorien von U8 bis U16 statt, bei
Norderstedt wurde das bisherige dem sich insgesamt weitere 141 Ju-
Kurzturnier zu einem großen, 9-run- gendliche mitmischten. Für diesen
digen Open aufgestockt, gute Preise Event, den die Deizisauer zusam-
und die Aussicht auf zahlreiche Ti- men mit dem Altbacher Schachver-
telträger sollten Profis wie Amateure ein schultern, muss mittlerweile eine
nach Schleswig-Holstein locken. dritte Lokalität herhalten: die am
Die Hürde von 700 Teilnehmern, so Sportzentrum vorhandene Übungs-
Noppes, müsse genommen werden, halle.
nur so könnten die Einnahmen eini- Der Großteil des Festivals ist in der
germaßen die Ausgaben ausglei- Hermann-Ertinger-Sporthalle unter-
chen. Als sich dann alle Teilnehmer gebracht, die Gemeindehalle Deizi-
eingefunden hatten konnten die Or- sau, in der die Erfolgsgeschichte vor
ganisatoren insgesamt auf 764 Teil- 15 Jahren begann (und deren Kapa-
nehmern, verteilt in A-, B- und C- zität in den Anfängen noch ausreich-
Turnier, verweisen. Und das wieder- te) beherbergt traditionell die Creme
um bedeutete eine Steigerung des de la Creme, die ersten knapp 90
bisherigen Teilnehmerrekords vom Bretter des A-Turniers sowie die
Vorjahr, als 753 Starter verzeichnet Bühne mit den absoluten Spitzen- Hannes Rau erhält von Etienne Bacrot eine kostenfreie
wurden. Grund genug zur Freude brettern. „massage royal“ (Klaus Bischoff) auf b6 Foto: Zeller

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17.Sxb5!? Bei 17.axb5 Sc7 18. 24...Sxc4 25.Lxc4 Ld4! 26.Dd2
Dd3 a6! Kann Weiß den Bauern Le5 27.Se2 Tf8 28.Txf8+ Dxf8
nicht halten. 29.b3? Unnötig. Er sollte schleu-
17...Lc6 18.Sd6 Sc7!? Das gieri- nigst versuchen, den Le5 auszuräu-
ge 18...Dxb2 überlässt dem Weißen chern mittels 29.Sd4! Df6 30.Sf3.
die klare Initiative nach 19.Dc1!? Nach 30... Lxa4 (30...Lxb2? 31.
oder 19.Tc1 Ld7 20.Tb1 Da3 21. Dxd6) 31.c3 Lc6 32.De3 (um e4
Tb7! Schutz zu bieten hängt der Abtausch
19.a5?! Hier lässt der Franzose sei- auf e5 mit guten Ausgleichsaussich-
nen Gegner aus dem Würgegriff. ten in der Luft.
Mehr Probleme für Schwarz hätte 29...Df2! 30.Dd3? Hier war die
19.Dc2!, Idee ...Lxd6 20.exd6 Verteidigung für Weiß schon
Se8 21.Dc5 oder 19.b4!? ergeben - schwierig zu führen, der Springer
19...Dxb4? scheitert an 20.Dc2 gefesselt, zudem hing ...h5-h4-h3 in
Db6 21.Tfc1.
19...Da6 20.Dh5?! Genauer er-

der Luft.

scheint 20.Dg4 Lxd6 21.exd6 Se8 + +++


22.Le5 mit Druck auf g7.
20...Lxd6 21.exd6 Se8 22.Tfc1
++++
Sxd6 23.Lf1 Lb5 24.Tc7 Tf8! + ++
Ein unbebrillter Klaus Bischoff hält solide remis gegen einen leicht Und hier zeigte sich, dass Weiß an +++
gelangweilten Junggroßmeister Richard Rapport einem toten Punkt angekommen
war. 25.Lxd6 Dxd6 bringt nichts, ++++
Sendung pro Runde. In mittlerweile

Netz mit einer halbstündigen Live- 10...Sa6 11.e4
auch so lässt sich die Stellung nicht ++Q++
bereits bewährter Manier bespricht + 
 + mehr verstärken. Allein von der ++  
Bauernstruktur gesehen steht mitt-
er mit einem Gaststar die Spitzen-  +  lerweile Schwarz gesünder da. ++++
partien und plaudert darüber hinaus
mit diesem über das Turnier und  ++ 25.Lh3 Se8 26.Te7 Sf6 27.De5 
30...b5! Dieses originelle Motiv ge-
dessen Schachaktivitäten. Videos ++++ Tfe8 28.Tc7 remis
winnt einfach eine Figur. Weiß kann
und unzählige Bilder runden das
kostenlose Rundum-Paket im welt- + + nicht zweimal auf b5 schlagen, denn
nach 31.axb5 axb5 32.Lxb5??
weiten Netz ab, von Jahr zu Jahr ++  Lxb5 scheitert 33.Dxb5 an
wird die mittlerweile überholte In-
ternetseite verbessert und bietet viel-
    ...Df1+!
fältige Informationen auch über die 
+Q+ 31.Sg1 bxc4 32.Dxc4+ Kd8 33.
Sf3 De3 34.h3 Dc1+ 35.Sg1
ersten 15 Auflagen. Für mehr De-  Lf4 36.Dxa6 Le3 37.Da5+ Ke7
tails und die diversen Abschlussta- 12...dxc4!? Damit schlägt Bischoff 38.Dxh5 Dxg1# 0:1
bellen empfehle ich Ihnen den loh- einen positionell anrüchigen Kurs
nenswerte Blick auf die Homepage, ein. Dem Weißen in die Karten spie- Fanfaren
Sie können wählen zwischen len würde allemal 11...dxe4 12. Typisch für Deizisau ist der Einsatz
www.neckar-open.de und Sdxe4 Sxe4 13.Sxe4, Weiß be- von Musik. Vor jeder Runde wird
www.osteropen.de. kommt den schlecht stehenden Sd2 ein bekannter Popsong gespielt und
los und das befreiende 13...c5? ver- zum Halali geblasen: die Jagd auf
Dampfplauderer unter sich bietet sich wegen 14.Sf6+! Lxf6 die Punkte wird eingeläutet und be-
Zweimal konnte Souleidis bei seinen 15.Lxb7; richtig erscheint indes so- ginnt, wenn die letzten Töne erli-
Live-Sendungen Klaus Bischoff be- fortiges 11...c5! mit den taktischen schen.
grüßen. Der zigfache Deutsche Blitz- Pointen 12.cxd5 cxd4!, 12.exd5 Zum Auftakt zur 1. Runde am
meister ist derzeit der Inbegriff für cxd4! (ebenfalls), 12.e5 cxd4! Abend des Gründonnerstages lief
fachkundige Partiekommentierung (nochmal!) 13.exf6 Lxf6 14.Sb5 „Tage wie dieser“, ein ganz neuer
im Deutschen Sprachraum. Und ihm e5! und bei 12.dxc5 d4! In allen Ab- Song von den Toten Hosen. Der Be-
Rahmen der Übertragungen aus Dei- spielen mischt der Schwarze gut mit. Ausgezeichnete Leistung von zug zum Turnier war trefflich ge-
zisau konnte er auch unter Beweis 12.Sxc4 b5!? 13.Se3! Db6 14.a4! IM Eva Moser aus Österreich und wählt wenn man sich manche Zeilen
stellen, warum das so ist, Bischoff Tfd8 15.e5!? Setzt auf die Raum- klarer Sieg in der Damenwertung rauspickt: „ich wart’ seit Wochen
wollte oftmals gar nicht mehr aufhö- überlegenheit am Königsflügel. mit 6,5 Punkten auf diesen Tag und tanz’ vor Freude
ren, zu erzählen, langweilig wird es Auch 15.Le5 kam sehr in Frage, In den Schlussrunden remisierte Bi- über den Asphalt...“
dabei für den Zuhörer nie! wodurch 16.a5 mit Damengewinn schoff zweimal mit Weiß gegen „Durch das Gedränge der Men-
Doch hauptsächlich war der für Ka- droht. Bacrot fürchtete wohl die 2600er und gewann seine Schwarz- schenmenge bahnen wir uns den alt-
ternberg in der Bundesliga spielende Komplikationen nach 15...c5!? 16. partie, auch dort opferte er wieder bekannten Weg. Wo die anderen
Ex-Nationalspieler nicht des Plau- axb5 cxd4. einen Bauern aus positionellen Er- warten um mit uns zu starten...“
derns, sondern des Spielens wegen 15...Sd5 Bei 15...Txd4!? muss wägungen heraus: Und im Refrain heißt es: „An Tagen
im Schwabenland: eine Rarität! Schwarz bereit sein, die Qualität zu ❍ T. Burg/2464 - ● K. Bischoff/2521 wie diesen wünscht man sich Un-
Wenn er selbst in Open auftritt dann geben (16.Df3 Sd5 [oder 16...Sd7
eher in exotischen Gefilden wie 17.Sc2] 17.Sexd5 exd5 18.Le3)

8. Rde, Brett 9 (nach 21...Dc7-d8) endlichkeit, an Tagen wie diesen ha-
ben wir noch ewig Zeit“
Australien oder Neuseeland. Bi- Zu passiv war 15...Se8 16.axb5! +  ++ Mögen wir alle, insbesondere auch
schoff spielte gewohnt solide. Nach Txd4 (16...cxb5 17.d5! und falls
vier Auftaktsiegen, der „Pflicht“, sah ...g5, so 18.d6 gxf4 19.Dg4+ mit
+++ die Deizisauer ewig jung bleiben
und weiterhin in den Genuss kom-
er sich ganz vorne mit den bärigen klarem Vorteil) und nun das aus- + +Q men, ein dermaßen attraktives Open
Gegnern Rapport und Bacrot kon- sichtsreiche Damenopfer 17.Dxd4!! +++ nah unserer Heimat spielen zu dür-
frontiert. Gerade gegen den Franzo- Dxd4 18.bxa6, Idee ...Lc8 19.
sen hatte er seine schwierigste Auf- Lxc6 Tb8 20.Lxe8. ++++ fen!

gabe zu lösen, als Nachziehender 16.Sexd5  +++ Geballte Power


Deizisau steht auch für ein rühriges,
stand er kritisch. Doch er löste die
Bewährungsprobe und festigte sich +
+ +  ++  eingespieltes Team und viel Engage-
in der Spitzengruppe:  +  ++++ ment der Mitglieder. In den Anfän-
gen Ende der 90er bestand Noppes’
❍ Bacrot, Etienne/2706  +++ 
Weiß besitzt einen Mehrbauern, aber Crew hauptsächlich aus Jugendli-
● Bischoff, Klaus/2521
6. Runde, Brett 2 Katalanisch E 09 ++ + Schwarz kann dafür mit dem Läu-
ferpaar (insbesondere der La7 ist
chen oder gar Kinder. Diese Halb-
wüchsigen sind mittlerweile im bes-
1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sf3 b6 4.g3 + + riesig) und einem schönen Springer ten Alter angekommen und im Beruf
Lb4+ 5.Ld2 Le7 6.Lg2 c6 7.
Sc3 Lb7 8.Lf4 0-0 9.0-0 d5 10.
++  auf e5 aufwarten. Zudem ist der
weiße König gefährdeter. Noch ist
stehend, aber für das Neckar-Open
vergessen sie alles andere und hän-
Sd2 Die Stellung wird eigentlich  +   die Stellung wohl im Gleichgewicht, gen sich voll rein. Der Aufbau in
aus dem geschlossenen Katalaner er- 
+Q+ aber es spielt sich schon leichter für den verschiedenen Hallen zieht sich
reicht und nicht über Damenindisch,
bei dieser Zugfolge kann Weiß auf 
16...cxd5! Am besten: Schwarz gibt
den Schwarzen.
22.Sd2 Th8 23.Df4 De7 24.Sc4
über ein paar Tage hin, aus allen
umliegenden Gemeinden werden Ti-
einen Deckungszug des Bc4 wie b3 einen Bauern, um das Zentrum zu Weiß bemüht sich darum, den Zen- sche und Stühle angekarrt. Alles Ge-
verzichten und schnell e4 anstreben. stabilisieren. Bei 16...exd5 17.e6! tralspringer abzutauschen, aber nun rät muss freilich auch nach Ende des
Dafür steht sein Springer auf d2 für droht Weiß 18.a5 mit Damengewinn nimmt der Läufer Besitz vom wich- Festivals wieder aufgeräumt werden.
den Moment nicht ideal. und kommt damit zum Angriff. tigen sizilianischen Felde e5: Und zwischendurch, wenn das Tur-
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es sieht eher so aus, als hätte der Fesselung ist der Grund für die Pro-
Franzose die Hausaufgaben verges- bleme.
sen oder zumindest nicht ordentlich 14...Sfd7 15.Dh5 b5 15...Dg6+
gemacht. Fangen wir nochmal ganz 16.Dxg6 Sxg6 17.Lxc7 ist klar
vorne an: verloren für Schwarz.
❍ K. Schanawa/2586 16.Lxe5 Sxe5 17.Dxe5 Dg6+!?
● E. Bacrot/2706 Schwarz bleibt nur die Wahl zwi-
Italienisch C 50 schen Pest oder Cholera. Das End-
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Lc5 4. spiel mit Minusbauern nach 17...
0-0 Sf6 5.d3 0-0 6.Sbd2 d5!? 7. Dxe5+ 18.Txe5 bxc4 19.dxc4 bie-
exd5 Sxd5 8.Te1 Sf6 Die indi- tet wenig Überlebenschancen.
rekte Deckung des Bauern, ein Zug, 18.Kh2 bxc4 19.dxc4 Dxc2 20.
den gerade Bacrot salonfähig ge- Tac1 Df2 21.Sc5 Dd2?! und da-
macht hat. Drei Partien von ihm aus mit haben wir die Stellung des vor-
2011 finden sich dazu in der Daten- letzten Diagramms erreicht.
bank. Wenn man den gleichen Auf- Ein Dritter hätte gerne noch an der
bau wiederholt spielt läuft man Ge- Spitze gleichgezogen, den Sieg hatte
fahr, vom Gegner auspräpariert zu er mehr als einmal auf dem Brett.
werden, zumal die Runde am Mor- Aber in der womöglich verrücktes-
gen gespielt wurde und der Georgier ten Partie des Neckar-Open war es
die ganze Nacht Zeit zur Vorberei- mehr als unmöglich, die Übersicht
tung hatte. Der Franzose wusste zu behalten:
Gemeinsam-einsame Vorbereitung im Notausgang: prinzipiell um die Harmlosigkeit des ❍ M. Petr/2522
Melanie Ohme und Freund Nikolas Lubbe Foto: Zeller weißen Aufbaus, die Rechner sehen ● J. Solodownitschenko/2615
die Stellung als problemlos für Sizilianisch B 80
nier läuft, ist ohnehin Großkampf jeder, auch die 2700er, mussten mal Schwarz an.
angesagt, wenn es gilt, mehr als 700 hinter sich greifen. Die Entschei- 1.e4 c5 2.Sf3 e6 3.d4 cxd4 4.Sxd4
9.h3 Die Wendung 9.Sxe5 Sxe5 Sc6 5.Sc3 d6 6.Le3 Sf6 7.f4 e5
hungrige Mäuler zu stopfen. Die dung über die ganz großen, vierstel- 10.Txe5 Lxf2+ ist günstig für den
Deizisauer Großküche läuft wie ge- ligen Preise fiel in der 8. Runde. 8.Sf3 exf4!? Üblich ist 8...Sg4
Schwarzen. 9.Lxf4 Db6!? Ich war sehr ver-
schmiert, pausenlos können die Teil- Ganz vorn lagen sieben Großmeister 9...a6 Gegen Radjabov in Khanty-
nehmer auf schmackhaftes Essen zu- mit 6 Punkten, dicht gefolgt von ei- blüfft, als ich feststellte, dass dieser
Mansiysk, 2011, sicherte Bacrot Zug eine Neuerung darstellt! Der
rückgreifen. Am letzten Tag gibt es ner Meute mit 5,5 Punkten. Ein Sieg noch mit 9...Ld6, verlor aber. Da-
schon traditionell die Highlights auf wäre für einen aus der Führungs- Ukrainer spielt meist den Scheve-
raufhin schien er in der Analyse die- ninger, es ist davon auszugehen,
der Speisekarte: das berühmte Chili gruppe viel wert gewesen, doch es ser Partie bemerkt zu haben, dass e5
con Carne für die Fleischfresser, die gelang nur zwei Spielern, sich abzu- dass er auf Hausanalysen vertraut.
nicht gedeckt werden muss und Bauernraubvarianten auf b2 sind
vegetarische Fraktion labt sich an setzen: einer davon war Istratescu, suchte eine aktivere Lösung, die er
Pfannkuchen mit Rahmchampignon. ein anderer wurde in folgender Par- heutzutage mit Computerunterstüt-
im Partiezug fand. Dagegen würden zung en vogue, dennoch habe ich
Nicht zu vergessen die Kuchen! Bei tie ermittelt. 9...Te8 10.Sg5 und 9...h6 10.Lb5 das Gefühl, dass Weiß hier beste An-
Müttern und Großmütter der Ver- Als ich beim Flanieren zum ersten zulassen. In Movsesian - Bacrot, griffschancen besitzen sollte:
einsmitglieder steht über die Oster- Mal am Tisch 1 vorbeikam bot sich Rogaska Slatina 2011, stand
tage der Ofen nicht still. Ein Parade- mir folgendes Bild: 10.Dd2! Dxb2 11.Tb1 Da3 12.
Schwarz nach 10.a3 b5 11.La2 Lc4 Noch bringt 12.Sb5 nichts
beispiel ist Mama Noppes, die, so Lb7 12.Sf1 e4! auch schon leicht
❍ K. Schanawa/2586 wegen ...Dxa2, aber nun droht ne-
wurde mir berichtet, zwei Öfen zu- besser.
● E. Bacrot/2706 ben Sb5 auch Sg5.
hause in Betrieb hat, die niemals 10.Sxe5 Hier „neuerte“ der
8. Runde, Brett 1 (nach 21...Dd2:) 12...Le7 13.Sb5 Dc5!? Die Com-
still stehen. Bis dann am letzten Tur-
niertag die Vorräte zur Neige ge-
 Georgier. Wie nun den Bauern zu- puter halten ...Da4 noch für spiel-
hen... ++ 
+ rückgewinnen? Schwarz muss die
Motive ...Sxe5, ...Lxf2+ und
bar, doch der Sache traue ich nicht
+ + ...Dd4 richtig verbinden, aber an-
recht.

 ++++ scheinend war sich Bacrot nicht
mehr sicher, was er vor ein paar Mo- ++
+ 
+Q+ 
naten analysiert hatte!  +
++++ + 
+ + +
++++ + + +++
 +  +++ +++
+  + ++ ++++

Der große Favorit, der bislang ein ++++ +Q+ 
souveränes Turnier spielte, stand
++++ +++
furchtbar! Die Dame ist die einzig
entwickelte Figur, der Lc8 wird   + 
14.Sc7+? So wie es aussieht führt
vom Sc5 dominiert und kann auf
kein vernünftiges Feld entwickelt
 Q  der offenkundige Zug zu Qualitäts-
gewinn, aber auch zu einer Verlust-
werden. Kein Wunder, dass die Par- 
10...Lxf2+? Die falsche Reihenfol- stellung! Die Rechner plädieren für
tie nicht mehr lange dauerte: ge. Auch 10...Sxe5 11.Txe5 14.Ld5! Sxd5 (sonst ist 15.Le3
22.Tcd1 Db4 23.Td8! Der Turm Lxf2+? 12.Kxf2 Dd4+ 13.Te3 ist sehr unangenehm) 15.exd5 Se5 16.
ist tabu, denn nach 23...Txd8 setzt falsch, wogegen 10...Dd4! der rich- Sxe5 dxe5 17.Le3 Dc4 18.d6!
Co-Sieger Konstantine Schanawa 24.De8+ matt. tige Beginn gewesen wäre. Nun hat Lh4+ 19.g3 und Schwarz ist in der
mit finsterem Konzentrationsblick 23...Lb7 24.Td7! Endlich konnte auf 11.Sxc6 Dxf2+ 12.Kh1 Bredouille, da vor allem 20.d7+
Unter Einsatz aller Kräfte gelingt es (musste!) Schwarz seinen Läufer Schwarz das starke 12...Lg4! zur Lxd7 21.Sd6+ droht. Schwarz
den Deizisauern, allen Teilnehmern entwickeln, schon zeigt sich der Verfügung (12...bxc6 13.De2 über- muss mit 19...0-0 20.gxh4 eine Fi-
einen Wohlfühlrahmen zu schaffen, Nachteil: Weiß setzt sich auf der 7. ließe dem Weißen noch leichten Vor- gur geben und hat durch die Ideen
an dem es an nichts mangelt, das Le- Reihe fest und findet lukrative Ziele teil). Auch 11.De2 Sxe5 12.Sb3 ...Lh3 oder 20...De4 gewisse Kom-
ben sich prall anfühlt. Gestresst wir- (c7/f7). Viel schlimmer ist aber die ist auch nicht angetan, Probleme zu pensation, aber es sollte zu wenig
ken die Helfer dabei fast nie, selbst versteckte Drohung: 25.Se6! droht stellen. Nach ...Dxf2+ 13.Dxf2 sein.
wenn Dutzende Schachspieler die mit baldiger Mattsetzung. Um dies Lxf2+ 14.Kxf2 Sxc4 15.dxc4 14...Kd7! 15.Sxa8 Dxc4 16.e5
Theke bestürmen strahlt einem meist zu verhindern gibt Bacrot eine Figur. Le6 ergeben sich ungleichfarbige Sd5 17.Lg3 b6 Schwarz will den
noch ein Lächeln entgegen, zumin- Augenscheinlich tun sich auch Spit- Läufer und eine große Remisbreite. Eckspringer abholen, danach hätte
dest jedenfalls schimmert durch, zenspieler mit dem Aufgeben Augenscheinlich hatte der Georgier er sogar Mehrmaterial, zudem tut
dass die allesamt von ihrem „Ding“ schwer... die Variante gewählt, um bei mög- sich Weiß schwer, den König aus
beseelt sind. 24...Dxc4 25.Sxb7 Dxa2 26. lichst geringem Risiko das Remis zu dem Zentrum zu bringen.
Txc7 h6 27.Sd6 Tab8 28.Sf5 sichern. Er kann nicht damit gerech- 18.exd6 18.Td1 La6! bringt
Die Sieger Dxb2 29.Tc3 f6 30.Dg3 1:0 net haben, dass Bacrot seine Analy- nichts, da 19.Dxd5 an ...De2#
Bei dieser Konzentration an Spiel- Aber wie konnte er nur nach nur sen vergessen würde, zumal es auch scheitert.
stärke war zu erwarten, dass das rund 20 Zügen in einer so miesen am Brett für einen 2700er eigentlich 18...Lf6! 19.Dd3 Te8+ 20.Kd2
Feld an der Spitze eng beieinander Stellung landen, fragte ich mich. nicht zu schwer zu berechnen war! Lc3+ 21.Kc1 Dxa2! Kein Damen-
bleiben würde. Etliche Remisen er- Hatte Schanawa eine „Eröffnungs- 11.Kxf2 Dd4+ 12.Kg3!? Sxe5 tausch! Der Ukrainer musste hier
gaben sich an den vorderen Brettern, bombe“ gelandet? Nicht unbedingt, 13.Sb3 Dd6 14.Lf4 Diese lästige tief sehen, denn nun rettet Weiß sei-
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nen Springer und bedroht zudem e8: entfernt auf h1 steht. Auch so ist es
22.Sc7 Da3+ 23.Kd1 Se3+ 24. völlig gewonnen, aber es war bei

Ke2 Weitem nicht notwendig, den untäti-
gen Turm auf h1 zu erobern und die
++++ Koordination der eigenen Truppen

 +
zu erschweren. Immer noch war
29...Te6! stark, doch man nimmt


++ nicht gern einen Zug zurück.
++++ 30.Lxb4 Da1+ 31.Kf2 Dxh1 32.
++++ Df3 Kd8? Wirft mit einem schein-
baren Konsolidierungszug den gan-
Q   zen Vorteil weg, den u.a. 32...f6 bei-
+++
 behielt.
33.Ld2? Beide übersehen in der
++++ Zeitnotphase 33.Dc6!, was glatt

24...Sxc2+! Der einzige Zug, der
Matt durch 34.Se6+ usw. droht.
Schwarz ist erstaunlich hilflos, er
nicht verliert, sondern gewinnt! Ein kann nur mit ...Ld7 34.Da8+ Lc8
unglaubliches Durcheinander 35.Dc6 oder ...Tf5+ 34.Kg3
herrscht auf dem Brett, da hatten es Tg5+ 35.Kf2 Tf5+ das Remis for-
die Zuschauer am Internet leichter, cieren.
denen wurde sogleich der beste Zug 33...Tf5 Noch einfacher war 33...
serviert und die Anzeige schwankte Dxh2 und bei 34.Lf4 Dxf4! 35.
in dieser Phase so um die +4 bis +7 Dxf4 Tf5. Die Entscheidung rückt näher: Juri Solodownitschenko
für den Schwarzen! Das wirkt kom- 34.Lf4 Da1 Bloß nicht 34...g5? will Richard Rapport niederringen Foto: Zeller
fortabel, doch wenn man alles am wegen 35.Lxg5+ Txg5 36.Df6+ über das Feld c3 freigibt. Und doch
Brett unter Zeitdruck finden muss
stellt sich das ganz anders dar. Ein 
35.De4 Txf4+ 36.Dxf4 hätte Schwarz nur so den Gewinn
erzwingen können! Die Idee ist, dem
Freund von mir sprach mich nach +++ eigenen König die Route c6-b5-b4
dem Turnier auf diese Partie an und
wunderte sich sehr, wie der starke 
 +
freizulegen. Also 51.Kc3 (51.Sc3
Kc5) 51...Kb5 52.Sb2 a4 53.h5
Ukrainer, der mit etwas mehr 

++ und nun wäre die Partie remis im
Schlachtenglück durchaus das Tur-
nier hätte gewinnen können eine
++++ Fall von 53...Lxh5 54.Sc4 mit
Stellung mit einem satten Bewer- ++Q+ Blockade, etwa ...Lf3 55.Sa3+
Kc5 56.Sc4 Lc6 57.Se3 Lb5 58.
tungsplus von +7 oder gar mehr (im
Endspiel wurde sogar von Houdini
++++ Sc2!, doch Schwarz verfügt über
in einem Moment +12 angezeigt!!) ++
 53...a3! 54.h6 a2!! (54...axb2 55.
Kxb2=) 55.h7 a1D 56.h8D De1+!
nicht gewinnen konnte. Das sei ja +++ und gewinnt, wobei die Ideallösung
wohl überhaupt nicht nachzuvollzie-
hen gewesen. Nun ja, die Stellung 
36...Df6!? Schwarz verschlechtert
hier 57.Kd4 Df2+ 58.Ke4 Lg6+
59.Kd5 Dc5+ 60.Ke6 Lf5+ 61.
ist einfach völlig irrational und der seine Bauernstellung und der Um- Kf7 Dc7+ 62.Kf8 Db8+ 63.Kg7
Gewinn im Endspiel gestaltete sich stand, dass es sich bei dem a-Bauer De5+ 64.Kg8 Le6+ 65.Kh7
dann studienartig, ein Problemzug um den „falschen Randbauern“ han- Dh2+ 66.Kg7 Dxb2+ lautet. Fazit:
hätte „zufällig“ zum Gewinn ge- delt (schwarzes Feld a1 - weißfeldri- 50...b3! hätte forciert in 16. Zügen
führt. Doch sehen Sie selbst: ger Läufer) erschwert die Gewinn- gewonnen, doch war dies in irgend- Großmeister Romain Eduard
25.Kf1 Der Witz ist, dass 25.Sxe8 führung. einer Weise zu sehen? Ich meine: bereichert das Turnier nicht nur
an ...La6 26.Tb5 S2d4+ scheitert. 37.Dxf6+ gxf6 38.Sd5 Kd7 39. nein, kein Weltmeister kann so weit spielerisch, sondern auch mit
25...Da2! Sofortiges 25...Se3+ 26. Sxf6+ Ke6? Will zu exakt spielen! sehen. Nun, es hätte unter Umstän- einem Hauch von
Kg1 Da2 kann mit 27.Lf2 noch Das einfache 39...Kxd6 40.Sxh7 den genügt, die Abwicklung bis 54... Bill-Haley-Fiftieth-Revival
pariert werden. a5 41.Ke3 a4 42.Kd2 a3 43.Kc3 a2! zu finden, um zu sehen, dass Solodownitschenko hatte allen
26.Te1 Ein Versöhnungsopfer in (43.Kc1 Lf5) Le6 44.Sg5 Ld5 sich beste Gewinnaussichten erge- Grund, am Schlusstag zu hadern.
Ermangelung an Besserem. Doch sollte gewinnen, weil auch am Kö- ben. Einfach war freilich auch das Auch im Schlussgang stand er die
damit kommt Schwarz materiell in nigsflügel noch ein schwarzer Bauer nicht...
Vorteil und bleibt zudem im Angriff. ganze Partie über besser, konnte
verbleibt. 51.Sc3+ Ke5 52.Sa4 Kf4 53. aber seinen Vorteil nicht in klingen-
Zu allem Übel spielt auch noch der 40.Sxh7 f6 Will den Springer fan- Kd4 Kf3 Jetzt bemerkt Solo- de Münze umwandeln:
Th1 die Statistenrolle. gen. Doch das funktioniert nicht, downitschenko, dass 53...Kg4 54. Die Partie am 2. Brett war die span-
26...Lxe1 Etwas genauer war 26... kostet nur Zeit und führt zu weite- Sb2 Kxh4 nicht gewinnt, da Weiß nendste auf der Bühne. In der
Sxe1, um Weiß zu 27.Lxe1 zu rem Bauerntausch. Mittlerweile ist nach 55.Kc5 die schwarzen Damen- Schlussphase war der Tisch dauer-
verleiten, denn 27.Sxe1 erlaubt der Gewinn gar nicht mehr klar! flügelbauern aufreibt.
27...Da1! 28.Sxe8 La6. haft von einer dichten Menschen-
41.g4! a5 42.Ke3 b5 43.g5 fxg5 44. 54.Sc3 Kf2 55.Kd3 Ke1 56.Kc2 traube umstellt.
27.Sxe1 Wieder nicht 27.Sxe8 Sxg5+ Kxd6 45.Kd4 Kc6 46.h4 Lg6+ 57.Kb2 Kd2 58.Sd5 Lf7
wegen ...La6. b4 47.Se4 Lg4 48.Sc3! Langsam  ❍ J. Solodownitschenko/2615
● R. Rapport/2559
27...Sxe1 28.Lxe1 Te5 Auch so wird deutlich, wie schwierig der Ge- ++++
ist es völlig verloren, aber exakter
wäre 28...Te6! gewesen.
winn ist. Weiß muss „nur“ seinen
Springer gegen den b-Bauern tau- ++++ 
9. Runde, Brett 2 (nach 54.h5 ):

29.Lc3 Immerhin hat Weiß noch schen, dann ist es remis. ++++ ++++
diesen Läufer behalten, aber es 48...Lh5 49.Sa4 Lf7 50.Kd3?

+ ++ ++


bleibt so gut wie aussichtslos: 50.Sc3! zurück und es ist nicht zu
+

+
++++ 
sehen, wie Schwarz gewinnen soll. 
++

++++ 
+
+

 +
++++ 
++



++ ++++ ++
++++ ++++
+++ ++++ ++++
++++ 
+++ 
59.Sxb4 axb4 60.h5 Kd3 61.h6 Q+++
+Q++ 
++
 Lg8 62.h7 Lxh7 63.Kb3 remis

+++
 ++++ Der hier glücklich überlebende jun- 54...a4! Der junge Ungar war über
die ganze Partiedauer unter Druck.
ge Tschechische Großmeister Martin
++++ ++++ Petr hielt auch noch in der Schluss- Auch zeitlich sah es nicht gut für ihn
 ++++ runde eine schwierige Position ge- aus: er war auf rund 10 Restminuten
29...Sb4!? Nimmt die Chance
wahr, die Qualität zu gewinnen, 
50...Kd5? Da er am Damenflügel
gen Romain Eduard remis und lan-
dete durch seine gute Buchholzzahl
herunter, während seinem Gegner
noch fast 40 Minuten verblieben.
doch verbleibt Weiß noch mit zwei nicht durchdringt (50...Kb5 51. auf dem beachtlichen 4. Platz. Das Doch in dieser schwierigen Phase
agilen Leichtfiguren, die dem eben- Sc3+!) marschiert der schwarze war nicht unverdient, seine Perfor- blieb er cool und fand stets die bes-
falls unsicheren schwarzen König Monarch in andere Regionen. Nicht mancezahl von 2680 war auch eine ten Züge.
zusetzen können, während die in den Sinn kam ihm das kontrain- der besten, die in Deizisau erspielt 55.h6! Bei 55.bxa4 ist die Aussicht
schwarze Dame für einen Moment tuitive 50...b3!, was ja die Kontrolle wurde. auf Ka5 55...Txc4? 56.Df1! verlo-
ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com 11
ckend, doch Schwarz antwortet 55... zur bitteren Neige ausgekostet - oh- auf dem 12. Platz einlief. Sein Buch- des Turmes, der eine Verdopplung
Ka5! und ist außer Gefahr. ne etwas Vorteilhaftes zu finden. holz litt schon am abgegebenen Re- anstreben oder zum Königsflügel
55...gxh6 56.Txf6 Ka5! Und nicht Wenn, dann steht wohl schon eher mis in der 2. Runde gegen einen wechseln kann.
56...a3 wegen 57.Dxe5 der Schwarze besser! Spieler aus Deizisau: 24...h6 24.Tc3 und Blübaum gab
57.Tf8?! Dieser Zug wird dem ❍ Syang Zhou/2230 bereits auf. Den Ärger auf c6 kann
Ukrainer wohl den Schlaf geraubt
Durchwachsenes Turnier er auch nicht mehr lösen, etwa 24...
Ähnlich unzufrieden durfte der tri- ● A. Naiditsch/2702
haben. Er hat ordentlichen Vorteil Sa5 25.f4! Dd8 (oder 25...Dh4 26.
angesammelt, aber um in die Nähe umphale Vorjahressieger Arkadij
Naiditsch gewesen sein.

(nach 21...Dc5-a7!?)
g3 Dh5 27.Se7+) 26.Sc7 mit Ge-
von Gewinnchancen zu kommen
hätte er 57.Tg6! a3 58.Dg1! finden In Runde 6 traf er im Topspiel an ++ ++ winn. 1:0
❍ A. Naiditsch/2702
müssen mit der Idee, auf der 7. Rei- Brett 1 auf den gerade gesehenen 
++
+
 ● O. Kurmann/2458
he einzudringen. Nach 57...Tc5 Richard Rapport. Naiditsch verrech-
nete sich beim Übergang ins End- 
++
++ 
9. Rde, Brett 6 (nach 20...Tc8xc4)
(sonst 59.Tg7 nebst 60.T/Da7+)
59.Tg7 De8 ist 60.Df2 stark, was spiel - plötzlich war Bauer und Par- +++
+ ++ +
den schwarzen a-Freibauern über- tie futsch:  +++ ++


❍ R. Rapport/2559
wacht und gleichzeitig den eigenen
f-Bauern unterstützt. ● A. Naiditsch/2702 +++Q  
+
+
+
6.
Runde, Brett 1 (nach 24.Sd2-b3): ++   ++++
++ +  + ++ + ++
+++

 
22.Lxf5! Fast 500 Punkte trennen Q+++
+
+
++ die Kontrahenten, und doch ist es
der 19jährige Syang Zhou, der das
++  
+
+ Tempo diktiert. +++ 
 +++ 22...Dxf2+ Flüchtet sich in ein 
21.Tb1! Lb5 Bei 21...Sc6 ge-
++ +  knapp haltbares Endspiel. 22...exf5?
führt in den Orkus nach 23.Txd7! winnt 22.Dd3 mindestens die Qua-
+Q+   Kxd7 24.Dd5+ mit blankem Kö- lität, da 22...Ta4 wegen 23.Lxc6
Lxc6 24.Tb8+ oder 24.Dc2 viel
+ +  nig, etwa ...Kc8 25.Dxf5+ Kb8 26.
De5+ Kc8 27.Sd6+ und so weiter. Holz einbüßt.

Hier hat die Deutsche Nummer Eins 23.Dxf2 Sxf2 24.Kxf2 exf5 25. 22.Ld3 Ta4 23.Dxa4! Lxa4 24.
Sd6+ Ke7 26.Sxb7 Tg4 27.Sc5 Txb8+ Lf8 25.Sg5 Kg7 Und der
bereits mit Schwierigkeiten zu schweizer IM gönnt seinem illustren
kämpfen. Sein Springer a4 steht ab- Le8 28.Sd3 Td4 29.Sf4 Te4
30.Tac1 Kf8 31.Sd5 Lb5 32. Gegner das schöne Matt:
seits, in einer optimistischen Ein-
schätzung wollte Naidisch den über Te1 Txe1 33.Txe1 Td8 34.Te5 
26.Lxf8+ Kf6 27.Sxh7# 1:0
b2 ins weiße Lager reiten, aber das
funktionierte taktisch nicht so rich-
Lc4 35.Se3 Td2+ Mittlerweile
stehen die Figuren aktiv genug, um  ++
Ohren zu und durch: nicht der
beste Auftritt von Arkadij Naiditsch tig. Sein Hauptproblem ist der Bc6, aus der Verlustgefahr herauszukom- ++
+
in Deizisau den Weiß mit Sa5 zu attackieren men. Mehr konnte selbst Naiditsch
nicht erwarten.

++

+
57...a3 58.Dg1 Tc8! 59.Tf6 Das
droht.
36.Kf3 Le2+ 37.Kf4 Td4+ 38. ++++
Eingeständnis, den falschen Plan ge-
wählt zu haben. Womöglich beab-
Kg5 Txb4 39.Tc5 Ld3 40.Sxf5 + ++
Lxf5 41.Kxf5 Kg7 remis
sichtigte Solodownitschenko 59. Beachtlich waren dann noch seine ++++
Txc8 Dxc8 60.Da7+, ehe er 60...
Da6 gewahr wurde. Der ominöse
zwei abschließenden lockeren Weiß- ++  
Freibauer auf a3 erlaubt dem Wei-
siege, die beide einen d-Isolani sa-
hen:
+++ 
ßen kaum Figurentausch.
59...Dc7! 60.Tg6 Dc5! findet ❍ A. Naiditsch/2702 
schnell die richtige Idee: Damen- ● Blübaum, Matthias/2407

tausch anbieten! 
7. Runde, Brett 9 (nach 17...Tfc8):

++++ +++ +
++++ 
+


+
+
 
+
+
 
+ Matthias Blübaum erringt eine IM-
Norm ... und braucht sie gar nicht! ++

+++ 24...Db2? Sucht sein Heil im End- Q+ ++

+++ spiel, doch er muss was übersehen
haben, c6 geht flöten. 24...Txd3!?
 ++
++++ 25.Dxd3 Db2 versprach noch Kon-  +  
+++Q terchancen, die weißen Figuren kle- ++   

In dieser offenkundig kritischen
ben aneinander und nach 26.e5 Lg6
27.De3 Td8 kann die aktive Figu- 
18.Sd7! Lc6!? Schwarz kann sei-
Stellung tauchte Weiß tief ab, seine renaufstellung vielleicht den Verlust ne Probleme auch nicht nach 18...
Zeit verstrich, und verstrich... und von c6 kompensieren. Tc4 19.Sxf6+ Dxf6 20.Db5!
verstrich! Vom zuvor noch satten 25.Txd8+! Txd8 26.Dxb2 Sxb2 vollständig lösen, man sehe: 20...
Zeitpolster blieb nichts mehr übrig. 27.Sa5 Sd3 Passiv mit 27...Tc8 Txd4!? (20...Tac8 21.Lxb7 Sxb7
Immer noch verging Minute um Mi- lässt sich die Basis nach 28.Ta1! h6 22.d5 ist nur minimal besser für Mittlerweile im Berufsleben: die
nute, der Ukrainer machte keine An- (Sxc6 drohte) 29.e5 nicht lange Weiß) 21.Lxb7 Sxb7 22.Dc6 mehrfache Schweizer Meisterin
stalten, zu ziehen. Er schien endlich halten. Txd1 (22...Tb8 23.Sd5!) 23. Monika Seps mit einem guten
doch stark angespannt und nervös zu 28.Sxc6 Hoffte Naidisch auf 28. Txd1 De7!? 24.Td7 Sd8 Turnier und dem 3. Platz in der
sein, zuweilen begleitete ein leichtes Tb1 Sxb4! 29.Txb4 Td1+ 30. (Schwarz kann nur noch mit äußers- Damenwertung. In der Wertung für
Kopfschütteln seinen Denkhabitus. Lf1 Le2? ter Mühe den sofortigen Verlust ab- die geräuschintensivsten Pumps
Er sank auf unter 5 Minuten. Auch 28...Ta8 Bei Turmtausch 28... wenden) 25.Dc7 Df8 26.Sb5 a6 war sie allen eine Fußlänge voraus
unter den Umstehenden machte sich Sxc1 29.Sxd8 Sd3 30.c6 ist der 27.Sd6 und die dominante Stellung Oliver Kurmann präsentierte sich
Unruhe breit, die Zuschauertraube Bauer nicht zu halten und 28...Tc8 der weißen Figuren macht den klei- übrigens in der Radio-Deizisau mit
wurde immer größer. Schließlich erlaubt 29.Se7+. Ob er das überse- nen Bauern mehr als wett. 19.Lxc6 Georgios S. als unterhaltsamer und
brach die letzte Minute an, die Se- hen hat? Sxc6 20.Sxf6+ Dxf6 21.d5! exd5 angenehmer Zeitgenosse, der Einbli-
kunden zerrannen - was war los, war 29.Tb1 Ta2 30.Sd4 Sxf2 31.c6 22.Sxd5! Dg5!? Wohin mit der cke ins Schachgeschehen unserer
er schreckensstarr? Da plötzlich e5 32.c7 Lg4 33.Sf5 1:0 Dame? Die unbefestigte Stellung Nachbarn vermittelte. Näheres über
murmelte er irgendwas, ein Hand- Naiditsch kam zwar noch auf 7 des Springers auf c6 sorgt für Miss- Monika Seps, was das Publikum
schlag wurde ausgeführt, am Formu- Punkte, musste dabei aber ein Remis mut in den schwarzen Reihen. Das vielleicht interessiert hätte, ließ er
lar rumgekritzelt: tatsächlich Unent- erzwungenermaßen abschenken, kommt auch bei 22...Dxb2 23.Tc1 aber auch nicht verlauten und beließ
schieden! Das war also die Lösung: weil ihm der Schiedsrichter das Dd2 24.De4! deutlich zum Aus- es bei der Feststellung: „ich bin
Rapport hatte Remis angeboten und Spielen auf Zeit in völlig toter Stel- druck. Schwarz ist an Händen und exakt ein Jahr älter als Monika“ (na-
sein Gegner, frustriert über den aus- lung untersagte. Seine Wertungszahl Füßen gefesselt. türlich auf Schwizerdütsch). Die
gelassenen Vorteil, hatte die Zeit bis war nicht die beste, so dass er nur 23.Te3! Erhöht den Wirkungsgrad Schweizer waren auch zahlenmäßig

12 ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com


stark vertreten, mit mehreren Dut- nicht. Immerhin steht er nun kurz 13.Sxd6+ Lxd6 14.Txd6 0-0-0 19.Td3! Nur das bietet Aussichten
zend Spielern stellte sie das stärkste davor, auf taktische Art mittels f4-f5 15.Td1! Das Beste, ein Abzug des auf Vorteil.
ausländische Kontingent. sich seines Doppelbauern zu entledi- Sc3 liegt in der Luft. Bei 15.Dd2 19...Da1+ 20.Kd2 Dxb2 21.Sxf6
Und bis zur 9. Runde spielte Kur- gen. kommt Schwarz zu ...Se7! Und der gxf6 22.Le2 Db4+?! Hier lässt
mann auch ein ausgezeichnetes Tur- gewünschten Umgruppierung: der sich Rau zu sehr vom Gewinn des
nier - so war er einer der wenigen, Springer soll nach f5, der Läufer Bf4 leiten, doch das erlaubt dem
die dem Turniersieger einen halben nach c6. Dann kann Schwarz zufrie- Weißen die Konsolidierung. Der
Punkt abknöpften: den sein. druck sollte aufrecht erhalten blei-
❍ O. Kurmann/2458 15...Se7? Ein bewusster Versuch, ben mittels ...Tg8!? Oder der Um-
● A. Istratescu/2633 den Gegner zu provozieren? Oder gruppierung 22...Sf5 23.Lf2 Sd6,
4. Runde, Brett 2 einfach ein Fehler? Die Sicherungs- wonach 24.Db1?? an ...Sc4+
Réti/Damenbauer D 00 züge 15...Kb8 oder 15...Dc7 schei- scheitert und dem Weißen immer
1.Sf3 d5 2.g3 c6 3.Lg2 Lg4 4.0-0 nen angebracht, auch wenn der Wei- noch einige Koordinationsprobleme
Sd7 5.d4 e6 6.Sbd2 Sgf6 7.Te1 ße durch das Läuferpaar, vor allem bleiben.
Lf5 8.Sh4 Le7 9.Sxf5 exf5 10. durch seine Dominanz auf den 23.Kc1 Dxf4+?! 24.Dd2! Dc7 25.
c4 Sb6 11.Dc2 g6 12.b3 h5 13. schwarzen Feldern, die besseren Lxf6 Txd3 26.Lxd3 Tc8 27.
Aussichten haben sollte. Lxe7 Dxe7 28.Dxh6 Weiß konnte
Sf3 Se4 14.h4 0-0 15.Td1 Te8
16.Tb1 a5 17.Lf4 Sd7 18.Se5
 ein paar potentielle Angreifer tau-
Sf8 19.Sd3 Se6 20.Le3 Ld6 21. +
+
schen und ein Bauer ist einfach zu
Sc5 De7 22.Lxe4 fxe4 23.Sxe6
Kristyna Havlikova aus Tschechien + +   wenig für die Figur. Das lässt sich
der Großmeister nicht mehr nehmen.
Dxe6 24.Kg2 Dg4 25.c5 Lc7 26.
Dd2 Te6 27.Tbc1 Tf6 28.Tc3 gibt sich sphinxisch  ++  28...Da3+ 29.Kd1 Da1+ 30.Dc1
Te8 29.Th1 Tfe6 30.Te1 Ld8 30...b5!? Eine Radikalkur war zwar +++ Dg7 31.g3 Dg4+ 32.Kd2 e5 33.
De1 Db4+ 34.Kd1 Db1+ 35.
31.Th1 f6 32.Lf4 Df5 33.Le3
Kf7 34.a3 Th8 35.b4 axb4 36.axb4
nicht notwendig, aber beachtlich:
30...f5!? und bei 31.exf6 Lxf6 32. ++ Kd2 Db4+ 36.Kd1 Db1+ 37.
g5 37.Tb3 Dg6 38.b5 gxh4 39. Lxg6 Sxg6 33.Dxg6 Df7, +++ Ke2 Da2 38.Kf3 De6 39.De4
Td8 40.Tb1 Weiß hat die Zeitnot

Txh4 f5 40.Th3 h4 Schwarz steht nicht schlechter. Oder
30...Tc6!?. Nur 30...Th5?? kam
++ geschafft und kontrolliert das ganze
++
gar nicht in Frage wegen 31.Dxh5! +Q+ Brett 1:0
+ ++ + 31.f5! Ein wichtiger Meilenstein, 
16.Sd5! Fürchtet nicht eine gegne-
mit dem Weiß das Spiel komplizie-
+ +
++ ren kann. Bei 31...exf5 32.Lxf5 re- rische Vorbereitung, sondern spielt
+ + + giert das Mattbild auf g8. den starken Zug.
16...Dxa2 16...Dxe1? 17.Sxe7+
+ + 31...h3 32.Th2 exf5 33.Df3 b4
trotz momentan zweier Mehrbauern Kc7 18.Lxe1 Tde8 führte in Ghe-
++ ist nicht mal ein klarer Weg zum orghiu - Behrensen, Mar del Plata
+Q+ Ausgleich zu erkennen: 33...Sb6
34.Txh3 und Weiß droht über die h-
1965 zu gewinnträchtigem weißen
Vorteil nach 19.Lb4 (19.La5+! b6
++++ Linie einzubrechen. 20.Lb4 ist noch strenger!) 19...Kd8

41.bxc6 bxc6 42.Tb7+ Te7 43.
34.Se2 34.Sxd5? Sxe5! wäre 20.Sc6+!? bxc6 21.Lxa6.
17.Sb6+! Die Eröffnungswahl
wünschenswert für Schwarz.
Tb8 Tee8 44.Tb7+ Te7 45.Tb8 34...f6 Schwarz kommt um drasti- Raus war womöglich durch die ein-
Tee8 46.Tb7+ remis sche Maßnahmen nicht herum, bei zige Vorgängerpartie Kopylov - Bla-
Kommen wir nun zum Turniersie- 34...Se6 35.Lxf5! wird der Angriff govidov UdSSR 1962 motiviert, in
ger, zu Andrei Istratescu. Der gebür- heftig nach 35...gxf5 36.Dxh3!! der der schwarze Angriff nach 17.
tige Rumäne lebt seit ein paar Jahren Sf8 37.Lh6! Sxe7+ Kb8 18.De5+ Ka8 19. GM David Baramidse wirkt nur
in Frankreich, für das er als Trainer Ld3 Lb5 20.The1 Td7 21.Lxf6
und Spieler fungiert. Kurmann kennt 
35.exf6 Lxf6 36.Txh3
gxf6 22.Dxf6 Thd8 nicht zu unter-
schläfrig, rechnet aber
messerscharf
ihn aus der Schweiz, wo er auch seit +
+ schätzen war. Nach 23.Te3 Td4 Der Hockenheimer Rau spielte ein
Jahren aktiv ist und früher für Men-
drisio, mittlerweile bei Genf in der ++++
24.Dxf7 Da1+ 25.Kd2 Dxb2 26.
Ke1 Db4+ 27.Td2 Txf4 28.Dh7
gutes Turnier, startete mit 4 aus 4
französischen Schweiz antritt. Hier  ++ + Db1+ 29.Td1 Dxc2! 30.Tf3
und etablierte sich damit in der Spit-
zengruppe. Sein Pech war, dass er
Kostproben seines Könnens: ++ + + Txf3 31.gxf3 Lxd3 32.Txd3 0:1
gelang dem Schwarzen ein effekt-
dreimal mit Schwarz gegen Super-
 ++ voller Sieg. Auch 17.Dc3+ Kb8 18.
großmeister antreten musste (zum
Schluss sogar gegen Bacrot) und al-
+++Q+ De5+ Ka8 ist sehr unübersichtlich,
19.Sb6+ Ka7 20.Lf2 Sg4 21.
le drei verlor. Dafür gewann er alle
++ Sc8+ Ka8 22.Sb6+ Ka7 23.
restlichen 6 Partien und konnte mit
den weißen Steinen auch einen der-
++  Sc8+ führt nur zur Zugwiederho- zeit erfolgsverwöhnten Großmeister
lung und bei 19.Lc4 kann Schwarz

36...Sd6? In Zeitnot verliert Flori- mit 19...Da1+!? 20.Kd2 Dxd1+!?
schlagen:
an Graf den Überblick. Noch war al- (20...Da5+ 21.b4) 21.Txd1 Sexd5 ❍ H. Rau/2464 - ● T. Sanikidze/2549
22.Ke1 The8 ein unklares Damen- 4. Runde, Brett 4 Katalanisch E 02
les offen, der Computer plädiert für
36...Lxd4!? mit der Idee 37.Txh7+ opfer anbringen. Istratescu findet am 1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sf3 Sf6 4.g3
Sxh7 (37...Dxh7 38.Th1) 38. Brett aber einen besseren Weg, die dxc4 5.Da4+ Sbd7 6.Dxc4 a6 7.
Sxd4 Se5. Mehrfigur zu behaupten. Lg2 b5!? Solider sieht ...c5! aus.
Turniersieger Andrei Istratescu 37.Txh7+ Kxh7 38.Dxd5 Se4?? 17...Kb8 17...Kc7? 18.De5+! 8.Dc6! Tb8 9.Lf4 Sd5 10.Lg5
strahlt urwüchsige Kraft aus Läuft ins Matt. Nach 38...De6 steht Kxb6 19.Lf2+ Kc6 20.Dd6#. 
Le7 11.Lxe7 Dxe7 12.Sc3! Sb4
18.Sxd7+! Bei 18.Lxf6 Da1+ 19.
❍ A. Istratescu/2633 - ● F. Graf/2378
Weiß zwar besser (etwa 39.Dh1+
Kg8 40.Lxa6), aber es kann noch Kd2 Lc6+ 20.Ke2 Txd1 21. 
+ +

3.
Runde, Brett 2 (nach 30.Le3-c1) einiges passieren. Le5+ Ka7 22.Df2 sichert +  
+
+ 39.Th1+ 1:0 ...Te1+! 23.Dxe1 Dxe1+ 24.Kxe1
Kxb6 dem Schwarzen den Aus-  +Q+ ++
+ + +

Sein spektakulärster Sieg gelang
Istratescu über Hannes Rau: gleich. + +++
 ++ + + ❍ A. Istratescu/2633 - ● H. Rau/2464
18...Ka8 Und nicht 18...Txd7 19. ++
++ + 5. Runde, Brett 3 Sizilianisch B 67 
Txd7 Sxd7 20.Lxe7.
++
+Q
1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.Sc3 d6 4.d4
cxd4 5.Sxd4 Sf6 6.Lg5 e6 7.
 +
+
+
+++ Dd2 a6 8.0-0-0 Ld7 9.f4 h6 Am + +    ++
++ häufigsten gespielt wird hier 9...b5  ++  
++ 
10.Lxf6 gxf6 mit der ewig jungen
Frage, was mehr wiegt: Läuferpaar ++++ Tornike Sanikidse war in der kürz-
lich beendeten Bundesligasaison der
 oder Bauernstruktur?! ++ Topscorer mit einer Performance
Istratescu hatte etwas leichtfertig
den h-Bauern geopfert. Seine geball-
10.Lh4 Sxe4!? 11.De1! Sf6 12.
Sf5 Da5 Schwarz gibt besser den
++++ von um die 2900. Hier wählt er im
Bemühen, es kompliziert zu spielen,
te Figurenkraft auf der g-Linie im Bauern sofort zurück, bei 12... ++ ein Abspiel, in dem sich Rau aber
Verbund mit dem Läuferpaar wiegt Dc7?! 13.Lxf6 gxf6 14.Sd5 Dd8 +Q+ gut auskennt. Letztlich wird
diesen zwar auf, aber mehr auch 15.De3 wird er eingeschnürt. Schwarz, nachdem sich der ganze

ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com 13
Pulverdampf verziehen wird, auf ei- Kb3 Kc6 50.Ka4 Kb6 51.Ld3 wa Lxb3 15.axb3 Sxe5 16.Tf5 27.Kf2 c5 28.Txe2 Txe2+ 29.
nem glatten Minusbauern sitzen Kc6 52.Lc4 Kb6 53.Le6 Lg4 oder 16.Txa6. Der weiße Mehrbau- Kxe2 g5 30.g3! Ke6 31.Kd3 Kd5
bleiben: 12...Lb7 13.Sxd5 Lxc6 54.h4 gxh4 55.gxh4 Ld1+ 56.Ka3 er wäre zwar kein besonders starker, remis
14.Sxe7 Kxe7 15.Tc1 bietet dem Lc2 57.h5 Kc6 58.Lg8 1:0 aber immerhin ein Mehrbauer. Die jungen niederländischen Titel-
Weißen leichten Vorteil. 13...fxe6 13...exf2+ 14.Kh1 fxe6 träger schienen ihm ganz besonders
13.Dxc7! Sc2+ 14.Kd1! Nur so! Kein Normenregen 15.Sxe6 Lb6 16.Sxd8 Sxd8 zu liegen. Hier seine dramatische
Bei 14.Kd2 Sxa1 15.Se5 hat Für viele Teilnehmer ist Deizisau so sieht auch interessant aus, aber so Partie aus der 8. Runde: er hatte sei-
Schwarz im Unterschied zur Partie attraktiv, weil man die günstige wie es kommt war Jäschke mit sei- nen Gegenüber bereits überspielt,
den Konter ...Db4!, weil er auf b2 Möglichkeit erhält, auf Norm zu ner Idee, den Bauern nach e2 vorzu- das war die eigentliche Leistung, die
mit Schach zu nehmen droht. spielen. Heuer hielten sich die sonst schieben, besser beraten: den Punkt verdiente. Dass ihm zu-
14...Sxa1 Möglich ist auch 14...
Lb7 15.Kxc2 b4, wobei Weiß nach
im Dutzend erzielten Normen sehr
in Grenzen, Großmeisternormen wa-

14.Sxe6 letzt das Schlachtenglück zu Hilfe
kam ist eine normale und häufige
16.Kd2 bxc3+ 17.Dxc3 0-0 18. ren gänzlich Fehlanzeige, die Re- + +  Wendung im Turnierschach:
Thc1 sich konsolidiert und gute
Aussichten erhält, sein Mehrmaterial
nommierten teilten untereinander
das Preisgeld auf.
++ ❍ B. Jäschke/2224 - ● B. Bok/2502
zu verwerten. Und just die aufstrebende Generati- ++++ 8. Rde, Br. 10 Grünfeldindisch D 87
1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 d5 4.cxd5
15.Se5! 0-0 Es gibt nichts Besse- on, die in Massen auftritt und sonst + + Sxd5 5.e4 Sxc3 6.bxc3 Lg7 7.
res. immer Akzente setzt, blieb diesmal
++++ Lc4 c5 8.Se2 Sc6 9.Le3 0-0 10.

16.Sc6 De8 17.Sxb8 b4 erstaunlich blass. Nur Matthias Blü-
baum erzielte von den Jugendlichen +++
0-0 Dc7 11.Tc1 Td8 12.Lf4
Le5 13.Lxe5 Sxe5 14.Lb3 Sg4
 +
+ eine IM-Norm, und der trägt den + 15.g3 Sf6 16.f3 e5 17.Dd3 Db6
+Q+ IM-Titel bereits inoffiziell, auch
wenn er in der FIDE-Liste noch als  + 18.Tb1 Da5 19.d5 Lh3 20.Tf2
++++ FM geführt wird. 
b5 21.c4!

++++ Dafür erreichten zwei „alte Hasen“ 14...e2! Der Kleine wird dem Wei-
ßen noch viel Kopfzerbrechen berei-  + + +
++ das begehrte Normziel: Thomas Mi-
chalczak, spielstarker FM aus Solin- ten. +++
++ gen sowie die Überraschung des 15.Te1 Td1! 16.Lf4 Txa1 17. +++
+ Turniers, Benno Jäschke. Der Sand-
hausener, Jahrgang 1964, seit Jahr-
Txa1 Lb4! Dabei muss Schwarz
schon die Abwicklungen bis zum 24. 
+
+++ zehnten mit einer Zahl um die Zug im Auge gehabt haben! ++++

18.Sxd7 Die schwarze Idee kommt
2200+ und wenig aktiv, spielte das
Turnier seines Lebens!
18.c3 Kf7! Und nicht 18...Ke7 19.
Sxc7 und ...Td8 verbietet sich we- ++Q+ 
nach 18.Se4? Sxb8 19.Dxb8 Dabei startete er verhalten mit ei- gen 20.Lg5+ ++ 
Da4+ zur Geltung, aber da auch der
Eckspringer a1 dem Tode geweiht
nem Remis gegen einen Schwäche-
ren ins Turnier, begann aber mit der
19.Sg5+ Kg6 20.Sf3 Denn bei
20.cxb4 Td8 ist der e2-Bauer nicht
+++
ist kann Weiß verschiedentlich ab- 3. Runde einen unglaublichen Lauf: zu halten. 
21...bxc4!? Hier sieht ...a6 kompak-
wickeln. gegen 5 IM’s und einen GM erzielte 20...Td8 21.Ld2 und nun? Weiß ter aus. Die Stellung ist typisch für
18...bxc3 19.bxc3! Dagegen würde er sage und schreibe 4 Siege und 2 hat einen Bauern mehr, der Lb4 manche Grünfeld-Abspiele,
19.Sc5 Db5! den schwarzen An- Remisen! Dabei schlug er so starke hängt und wenn der zieht holt Te1 Schwarz sucht ein Spiel auf den ge-
griff beflügeln.
19...Lxd7 20.Kd2 e5!? Der weiße
Titelträger wie Oswald Gschnitzer,
Dmitry Steets und Benjamin Bok.

den vorgepreschten Bauern ab: schwächten schwarzen Felder, die
Umgruppierung Sf6-e8-d6 ist sein
König steht noch ungeschickt in der Ein bisschen kam ihm da sicherlich + ++ Masterplan. Aber der gedeckte wei-
Mitte, aber das kann keine zwei
Bauern wert sein. Sanikidse muss
zugute, dass seine Gegner dem Re-
mis auswichen, aber ein Blick auf
++ ße Freibauer d5 ist halt eine Macht.
nun schauen, was am meisten Chan- zwei seiner Partien spricht für seine +++ + Bald zeigt sich, dass die Öffnung
der b-Linie nur dem Weißen nutzt.
cen bietet, ums Remis zu kämpfen.
So konnte er hier mit 20...De7 21.
ausgezeichnete Leistung: +++ 22.Dxc4 Ld7 23.Dc3 Dxc3 24.
Txa1 Da3! einen Bauern zurückge-  +++ Sxc3 Tab8 25.Tfb2 Tb4 26.a3
Td4 27.Ld1! Se8 28.Tb7! Td3
winnen, aber nach 22.Tc1 Dxa2+ +++ 29.Tc1
23.Ke1 konnte Weiß einen harmo-
 
nischen Aufbau einnehmen und hat
immer noch einen Mehrbauern.  ++ + + +
21.Txa1 exd4 22.cxd4 Lg4 23.  + ++
Dc4+- Dd8 24.e3!? Da5+ 25.Dc3 21...Sd4! 22.cxd4 Danach kämpft ++++
Db5 26.Lf1 Df5 27.Ke1 Tc8 28.
Dd2 Dd5 29.Tc1! Der Vorteil: um
Weiß ums Remis. Schlecht ist 22.
Sxd4? Txd4 23.cxd4 Lxd2 mit ++
sich zu entlasten kann er ruhig einen Mehrfigur. Auf den Computervor- ++++
Bauern zurückgeben.
29...Txc1+ 30.Dxc1 Dxa2 31.
schlag 22.Sh4+! Kh5 23.Te1!
kommt man wirklich kaum, nach
 +
Ld3 Da5+ 32.Kf1 Dd5 33.Kg1 23...Kxh4 24.cxb4 Sf3+!? 25.gxf3 +++
a5 34.Db1 g6 35.Le4 Dd6 36. Txd2 26.Kg2 (26.e6?? Td1) 26... + +

Db5 Dc7 37.Lc6 Lh3 Kg5 27.f4+! Kf5 28.Kf3 kann
Weiß zumindest nicht mehr verlie- 
In den letzten Zügen wurde Bok völ-
+++ + ren. lig überspielt. Auf Dauer fallen ein-
+
++ 22...Lxd2 23.Sxd2 Txd4 24.Te1 zwei Bauern am Damenflügel.
++++ Entspannt: Benno Jäschke spielt 
Txd2 25.f4 Txb2 26.a3 29...Lh3 30.Le2 Td2 31.Kf2
Sd6 32.Txa7 f5 33.Ke3 Tb2 34.
Q+++
das Turnier seines Lebens
++++ Sa4 Tb3+ 35.Tc3 Tdb8 36.Ta6
❍ T. Burg/2464 - ● B. Jäschke/2224
+++ 6. Runde, Brett 13 Spanisch C 80 ++ Txc3+ 37.Sxc3 Se8 38.Tc6
Tb3 39.Txc5 Txa3 40.Kd2 Kf8
++  1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4. +++ + 41.Tc6 fxe4 42.Sxe4 Ta2+ 43.
++ La4 Sf6 5.0-0 Sxe4 6.d4 b5 7.
Lb3 d5 8.dxe5 Le6 9.Sbd2 Lc5
+++ Ke3 Ld7 44.Tb6 Ta3+ 45.Kf2
+++ Meist wird 9...Sc5 gespielt. +++ Lf5 46.Sg5 Ta2


38.f4! Sichert das Feld e5 und er-
10.Sxe4 dxe4 11.Dxd8+ Der jun- +++ ++ +
zwingt alsbald Damentausch, wo-
ge Holländer war sicher nicht mit
den Feinheiten des heutzutage selte-  ++ ++++
nach der entfernte Freibauer a5 von nen „Offenen Spaniers“ vertraut. ++   +++
einem Trumpf zur Schwäche mu-
tiert.
Hier ist 11.Sg5 Dxd1 12.Txd1
das Nachhaltigste. 
26...Kf5 Ein „Glück“ für den Hol- ++ 
38...De7 39.Db8+ Df8 Oder 39... 11...Txd8 12.Sg5 e3!? Und hier länder, dass er nachher auf e2 tau- ++++
Kg7 40.De5+ Dxe5 41.fxe5
40.Dxf8+ Kxf8 41.Kf2 Das End-
handelt es sich um eine Neuerung,
12...Ld5 ist eine Empfehlung der
schen und ins Bauernendspiel ein-
lenken darf, das gerade noch so re-
+++
spiel mit Mehrbauern bringt der Ho- Theorie, wobei sich Schwarz dann mis sein sollte, weil beide Parteien  ++
ckenheimer sicher nach Hause:
41...f5 42.Ke2 Ke7 43.Ld5 Kd6
mit den Folgen von 13.e6!? ausken-
nen sollte.
über Freibauern verfügen und die
Könige binden, etwa: 26...c5 27.
++++
44.Lf7 Ke7 45.Lc4 h6 46.Kd2 13.Lxe6!? Hier (und nachher) war Kf2 a5 28.Txe2 Txe2+ 29.Kxe2 
47.Se6+? Führt nur zum Tausch
g5 47.fxg5 hxg5 48.Kc3 Kd6 49. 13.Lxe3 Lxe3 14.fxe3 besser, et- a4 30.Kd3 b4 31.axb4 cxb4 32.g4 Fortsetzung auf Seite 78 

14 ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com


Großmeister Henrik Teske:

12. Norderstedt Oster-Open


Turniersieger Maxim Turov hat die bessere Zweitwertung gegenüber Niclas Huschenbeth
Im nördlichsten deutschen Bundes- 10...Sxg2 11.Dxd8 Txd8 12.
land tut sich was in Sachen Schach. Sxc5 Der Sg2 ist gefangen und
Bereits zum 12. Mal veranstaltete geht verloren.
der SK Norderstedt sein Oster-Open. 12...b6 13.Se4 Lb7 14.f3 1:0
In diesem Jahr ging man neue Wege ❍ Neiksans, Arturs/2524
und versuchte, die Veranstaltung im ● Putzbach, Gerd/2258
Hinblick auf den angepeilten Auf- Sizilianisch B 81
stieg in die 1. Bundesliga, der dank 1.e4 c5 2.Sf3 e6 3.d4 cxd4 4.Sxd4
der eine Woche nach dem Turnier Sf6 5.Sc3 d6 6.g4 a6 Meist stop-
auch tatsächlich gelang, viel größer pen die Nachziehenden den Keres-
und internationaler aufziehen. Ich Angriff mit 6...h6.
hatte die Gelegenheit mit einigen 7.g5 Sfd7 8.Lg2 Ein interessanter
Protagonisten des Aufstiegs des Aufbau, der selten gewählt wird.
Schleswig-Holsteiner Vereins zu 8...Le7 9.0-0 Sc6 9...Lxg5 funk-
sprechen. Nach Auskunft des Vorsit- tioniert nicht wirklich: 10.Sxe6
zenden Rüdiger Schäfer wurde der fxe6 11.Dh5+ g6 12.Dxg5²
Schachklub Norderstedt 1975 ge-
10.Kh1 Sxd4 11.Dxd4 0-0 12.f4
gründet und hat derzeit 62 Mitglie- Der Anziehende kennt nur eine
der, die in 3 Erwachsenen-Mann- Richtung: Vorwärts! Schwarz muss
schaften im Punktspielbetrieb ste- sich entscheiden, wie er den Lc8 ins
hen. Viel Wert wird auf die Jugend- Spiel bringen will.
arbeit gelegt. IM Michael Kopylov
ist der Cheftrainer, der von IM Su- 12...e5!? Das schwächt das Feld d5,
IM Suren Petrosjan (Turnierdirektor), GM Arturs Neiksans (Lettland, 3.) was sich als problematisch erweisen
ren Petrosjan und anderen Vereins- GM Maxim Turov (Russland, 1.), GM Niclas Huschenbeth und wird. Gute Alternativen scheinen
mitgliedern unterstützt wird. Aus SKN-Vorsitzender Rüdiger Schäfer 12...b6 und 12...f6 zu sein. 12...b5
sportlicher Sicht war 2012 schon gefällt mir am besten.
jetzt das erfolgreichste Jahr des Ver- äußerst hartes Programm. Oft wur- len fleißigen Helfern für die kom-
eins. Denn man steht auch im Halb- den Partien erst in der 5. Stunde ent- mende Bundesliga-Saison und das 13.Df2 f6 13...exf4!? hilft Weiß
finale des Deutschen Pokals. Das schieden und auch die Favoriten Oster-Open 2013 gutes Gelingen zu beim Entwickeln. 14.Lxf4 Se5 15.
Aufstiegsrecht will man auf jeden mussten einige Federn lassen. Für wünschen. Henrik Teske Lxe5 Diese direkte Fortsetzung
Fall wahrnehmen. Nun hofft man die meisten bedeutete es eine Um- dürfte am gefährlichsten sein. (15.
stellung, dass nicht mit einer Bonus- Tad1 f6÷) 15...dxe5 16.Tad1 Da5
natürlich auf noch mehr Unterstüt-
zeit pro Zug gespielt wurde, was zu 17.Dg3 Le6 18.Sd5²
zung seitens einheimischer Förderer.
Bisher wird man vor allem von der einigen zusätzlichen Zeitnotschlach- 14.Dg3 fxg5 15.fxg5 Txf1+ 16.
Stadt Norderstedt unterstützt, die ten führte, in denen so manche Par- Lxf1 Sb6 17.Le3 Ein natürlicher
z.B. ihr schmuckes Rathaus kosten- tie hin- und herkippte. Sehr pragma- Entwicklungszug. Programme hal-
los als Spielstätte zur Verfügung tisch agierte der Elo-Favorit GM ten 17.g6 für minimal besser.
stellte. Ob man sich verstärken kann Maxim Turov, der seine Gegner mit 17...Le6 18.Td1
und möchte, ist noch nicht entschie- extrem schnellem Spiel zeitlich un-
den. Man stellt sich auf ein einjähri- ter Druck setzte, sich in zwei Partien r7u5u7z7
ges Abenteuer ein und will auf jeden schnell remis trennte und von einem 7q7u2u1q
kampflosen Punkt profitierte. Nach
Fall Talenten aus der Heimatregion
eine Chance geben. Wijk aan Zee C und Werther min- q3u1w7u7
Auch Turnierdirektor IM Suren Pe- destens schon der dritte Turniersieg 7u7u1uau
für den russischen Vielspieler! Ihm
trosjan stand mir Rede und Antwort.
am nächsten kam der Hamburger
u7u7y7u7
Er erläuterte die neue Konzeption
des Turnieres: Durch die erstmalige GM Niclas Huschenbeth, dem es 7udusugu
Einladung vieler ausländischer Titel- nach der Deutschen Meisterschaft
und der Europa-Meisterschaft etwas
yay7u7ua
träger, denen man eine preisgünstige
Unterkunft zur Verfügung stellte, an Spritzigkeit fehlte. Er zermürbte 7u7v7x7n
wollte man vor allem den einheimi- seine Gegner in einigen technischen Der vorgerückte Bg5 ist ein wenig
schen Spielern Gelegenheit geben, Endspielen, die lange Zeit haltbar anfällig. Nach 18...Lf7 oder 18...
um Normen zu kämpfen. Anders als schienen. Erst in der Sonnenborn- Sc4 ist die Stellung in der Tat völlig
die meisten Turniere habe man eine Berger-Wertung war er dem Turnier- unklar. Hingegen erleidet der Nach-
homogenere Spielstärke-Verteilung sieger unterlegen. Den anderen ziehende mit einem anderen natür-
Spielern mangelte es an Konstanz. GM David Berczes (Ungarn)
angestrebt. Die in der Turnierinfor- lich wirkenden Zug Schiffbruch.
mation angestrebte Teilnehmerzahl, Der lettische GM Arturs Neiksans ❍ Berczes, David/2544 18...Tc8? 19.Lxb6 Dxb6 20.
bei der man die ausgeschriebenen war mehrfach mit Caissa im Bunde, ● Buchenau, Frank/2272 Lh3! Ein Schlag ins Kontor! Plötz-
Preisgelder garantieren wollte, war während der russische GM Evgeny Katalanisch E 01
lich kann Schwarz die hellen Felder
man dann doch ein gutes Stück ent- Vorobiov früh gegen IM Aljoscha 1.d4 e6 2.c4 Sf6 3.g3 d5 4.Sf3 c5 nicht mehr verteidigen.
fernt. Aber mit einem erheblichen Feuerstack strauchelte und sich erst 5.cxd5 Sxd5 6.Lg2 cxd4 7.0-0 20...Lxh3 21.Dxh3 Dd8 21...Te8
Eigenanteil seitens und Privatspen- in den Schlussrunden wieder heran Lc5 8.Sxd4 0-0 9.a3 verliert bereits forciert: 22.Sd5
kämpfte. Entscheidenden Einfluss
den vieler engagierter Vereinsmit-
glieder (insbesondere des Vorsitzen- auf den Stand an der Spitze hatte je- r3w5u4z7 Dc6 23.g6!! h6 (23...hxg6 24.De6+
Kh7 25.Td3 Lg5 (25...Lh4 26.
den und auch seiner eigenen Per- doch nur noch der slowakische FM 1q7u7q1q Dg4 g5 27.Tc3 Db5 28.Sf6+
son!), habe man doch einen recht Karol Mutoz. In Runde 9 stand er
gegen den ungarischen GM Laszlo
u7u7q7u7 gxf6 29.Dh5+ Kg8 30.Dg6+ Kh8
ansehnlichen Preisfonds auf die Bei- 31.Dxf6+ Kg8 32.Tc7+-) 26.
ne stellen können. Langfristig möch- Gonda lange Zeit positionell unter 7u2e7u7u Th3+ Lh6 27.Sf6+ Kh8 28.
te man das Turnier international Druck und hatte auch die schlechte- u7udu7u7 Txh6+ gxh6 29.Df7) 24.Sxe7+!!
etablieren und hoffe auf Rücksicht- re Bedenkzeit. Aber irgendwie Txe7 25.Df5!!+- Schwarz verliert
nahme bei der Planung anderer knickte er nicht ein. Im Zeinotduell au7u7uau angesichts der Drohung 26.Txd6
Schachveranstaltungen im Groß- erwies er sich dann als der Glückli- uau7yaxa Dxd6 27.Dc8+ ersatzlos den Bd6
raum Hamburg und Schleswig-Hol- chere, was die vor ihm Platzierten fusb7vhu und kann sich auch danach nicht be-
stein. Mit dem Teilnehmerfeld an sicher gerne sahen, denn der Ungar freien. 25...Dxc2 26.Tf1+-
der Spitze sei man recht zufrieden hätte mit einem vollen Punkt sogar Nicht viel los in der Stellung. Weiß 22.De6+ Kh8 23.h4 Lf8 23...Df8
gewesen, aber im Bereich um 1900 Turniersieger werden können. ist dank des Drucks in der langen 24.Kg2 Tc7 25.Tf1 Dg8 26.
Elo habe man mit noch mehr Zu- Weitere Informationen zu Verein Diagonale hauchdünn im Vorteil. Dh3± (Auf 26.Dg4± kann Schwarz
spruch gerechnet. und Turnier finden Sie auf 9...Sf4?? 10.Sb3! „Zwischenzüg- 26...d5 27.exd5 La3 versuchen.)
Zum Turnier: 9 Runden in 4,5 Tagen www.sknorderstedt.de liches ist meist Betrübliches!“ reim- 24.Tf1 b5 25.Tf7 Tc7 25...b4
erwiesen sich für die 131 Teilneh- Bleibt noch, den Veranstaltern zu te Kurt Richter. 10.Lxf4 Lxd4 11. hilft nicht: 26.Sd5 Txc2 27.Df5
mer aus knapp 20 Ländern als ein danken und dem Verein und den vie- Sc3² Tc8 28.Sf6!+-
ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com 15
26.Sd5 Txc2 Mehraufwand beim Schlagen einer
Figur die Zeit zu überschreiten.
u7u5u2u6 Noch lange nach der Partie war er
7u7u7v1q untröstlich. 41.Kd2 Da5+ 42.Kd3
Tc6-+
q7u1b7u7 41.Lb3 f2?! Hier gab es tatsächlich
7q7c1uau noch eine eine studienartige Varian-
te, mit der Schwarz im Spiel bleiben
u7u7y7ua konnte, die aber nur extrem abge-
7u7u7u7u brühte Spieler nach einer solchen
Nervenschlacht aufspüren werden.
yar7u7u7 Normalsterblichen hängt der ver-
7u7u7u7n schenkte Sieg in den Knochen und
oft geht beim Nachrechnen ausge-
Nach 26...Txf7 27.Dxf7+- ist lassener dickster Chancen noch
Schwarz lebendig begraben. wertvolle Bedenkzeit und mentale
27.Df5! Kg8 27...Tc8 28.Sf6!+- Kraft verloren, die für eine erfolgrei-
28.Td7 Dc8 29.Sf6+! 1:0 che Fortsetzung des Kampfes bitter
nötig wäre. 41...Tfe6 42.Txf3
Tc8 43.Txd5 Db4 44.Te5 Dd6+
45.Ke2 Dxe5+ 46.Kf1 Dxb5+ 47.
Kg2±
42.Kc2 Te1 43.Lxd5+ Kh8 44.
Leichtes Amtieren für HSR Hugo Schulz Txe1 Dc5+ 45.Tc4 fxe1D 46.
In Betracht kommt auch 18...Ta8 Sc6 27.Dd3 verlassen und die Ant- Dxe1 Tf2+ 46...Dxd5 47.De8+
19.Da1 (Mit 19.Txa8 Txa8÷ kann wort 27...Se5μ verpasst. Kh7 48.De4++-
Weiß kaum um Vorteil kämpfen.) 26...Dc4³ 27.Ta4 Sc6 28.La1 47.Kc3 Da3+ 48.Kd4 Tf4+ 49.
19...Txa6 20.Dxa6 Lxf3 21.gxf3 Lf6 Schwarz möchte dem Sc6 die Le4 Manchmal ist Schach eben
Tb8 22.Da2 Td8² Felder e5 und d4 freikämpfen. doch ein Glücksspiel! 1:0
19.g4! Weiß ist der Fesselung des 29.Ld3 29.Lxf6 Txf6 30.g5 Tff8 ❍ Turov, Maxim/2658
Sf3 überdrüssig und ergreift drasti- (30...Tf4? 31.b5 Sb4 32.Lxg6) ● Svane, Rasmus/2401
sche Maßnahmen. 19.De2 Se6 20. 31.Lxg6 Se5© Damengambit D 35
Tfa1 sieht gut für Weiß aus. Aber 29...Df4 30.b5 Sd4 31.Lxd4 1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sc3 Le7 4.cxd5
wie soll man die schwarze Stellung Lxd4 32.Kg2 Tf6 32...e5÷ exd5 5.Lf4 Sf6 6.e3 Lf5 7.Sge2
nach 20...Tb7 eigentlich knacken? 33.Lxg6² e5 34.Lb1?! Eine wahre Die wilde Variante 7.Db3 Sc6 8.g4
(Nur zu Öffnungen der Stellung a la Zeitnotschlacht, die viele Zuschauer stand bei der Deutschen Meister-
20...f6?? 21.exf6 Lxf6 22.Se5+- in ihren Bann zog. Der Nachziehen- schaft in Osterburg 2012 aufs zwi-
darf sich Schwarz nicht hinreißen de hatte kaum mehr 15 Sekunden schen Daniel Fridman und Rasmus
Schachgöttin Caissa lassen.) auf der Uhr und kreiste bereits mit Svane zur Diskussion, was dem rus-
war oft auf seiner Seite: 19...Lg6 20.e6 fxe6 20...Sxe6 21. der Hand über dem Brett, um beim sischen Vielspieler nicht entgangen
GM Arturs Neiksans (Lettland) Se5 Dc8 22.Da1² Da 22...Td8 an Ziehen so wenig Zeit wie möglich sein dürfte.
23.Sc6 scheitert, gewinnt Weiß den zu verlieren. 34.Dd3 7...0-0 8.Tc1 c6 9.Sg3 Lg6
❍ Neiksans, Arturs/2524 geopferten Bauern mit Vorteil zu-
● Karpatchev, Aleksandr/2443 34...Tbf8 34...Txb5 35.Dd3 Tb2
Spanisch C 84
rück. 36.Ta2 sollte remis enden. 35.f3 r3u5u4z7
21.Se5 Dc8 22.Sxg6 hxg6 23. 1q7u2q1q
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4. Ta2© c5?! Es wurde ohne Bonus u7u7u4z7
La4 Sf6 5.0-0 Le7 6.d3 Nicht pro Zug gespielt und der Russe hatte
7u7u7u1u u7q7u3w7
schlechter als der Hauptzug 6.Te1.
Programme favorisieren unisono 6.
seine Bedenkzeit schon fast aufge-
u7u7u4u7 7u7q7u7u
braucht. Wohl auch deshalb verzich-
Sc3. tete er auf Sicherungsmaßnahmen 7y7q1u7u u7uausu7
6...b5 7.Lb3 d6 8.a4 Tb8 Auf
Kosten der a-Linie hält Schwarz sei-
am Königsflügel und verunsichert
v7u2u5y7 7uduaudu
seinen Gegner mit Erfolg mit einem
ne Stellung kompakt. Etwa gleich- Gegenangriff am Damenflügel. 23... 7u7u7y7y yau7uaya
wertig sind die Züge 8...b4, 8...Ld7, Sf7 24.Dd3 De8 25.Ta7 Sg5 26.
u7u7u7n7 7ufbhx7v
8...Lg4 und 8...Lb7. Lxg5 Lxg5 27.Txc7 Tf6÷ Auf
9.axb5 axb5 10.c3 Kleine Planände- den ersten Blick hat Weiß die gesün- 7x7b7v7u Vorsichtiger ist 9...Le6 10.Ld3
rung. Weiß strebt nun doch nach dere Bauernstellung. Doch Schwarz Te8 11.Db3 Db6 12.Dc2 Sbd7
dem Idealzentrum mit Bauern auf e4 hat ein paar versteckte Ressourcen, 35...e4?! Mutig und schnell! Hat der 13.0-0 g6 14.h3 Lf8 15.Sge2
und d4. wie Lg5-f4 mit Vertreibung des Russe hier geblufft oder die Vertei- Tac8 16.Dd2 Sh5 17.Lh2 Sg7
10...0-0 11.d4 Wegen Lb3-d5 darf Tc7 und De8-f8 mit Druck gegen digung übersehen? 18.g4 Dd8 19.f3 Sb6 20.b3 La3
Schwarz hier und im Folgenden na- den Bf2, der den Tf1 in der Vertei- 36.Txd4 exf3+ 37.Kf2?? 37.Kh1 21.Tc2 remis Kasparov, G. (2740) -
türlich nicht auf e4 zugreifen. digung bindet. Dg3 38.Td2 f2 (38...d4 39.Th2) Karpov, A. (2700)/WM Sevilla 1987.
11...exd4 12.cxd4 Lg4 12...d5 13. 24.Lc2 b4 39.Td3 Tf3 40.Txf3 Txf3 41. 10.h4 h6 11.h5 Lh7 12.Ld3 Te8
e5 Se4 14.Sc3² Hier kann Dxd5++- schlägt den schwarzen Minimal besser könnte 12...Lxd3
Schwarz zwischen 14...Le6, 14... u4u3u4z7 Angriff ab. sein, weil die weiße Dame dann
Sb4 und 14...Sxc3 wählen. nicht so leicht nach g4 gelangt. Auf-
13.Le3 d5 14.e5 Se4 Schwarz hat
7u7t2u1u 37...Dh2+ 38.Ke3 Te8+ 39.Kd3
Db2-+ 40.Lc2 grund der Schwäche des Feldes f5
sich auch ein wichtiges Zentrums- u7u7q7q7 ist die weiße Stellung aber auch
feld gesichert. 7u1q7u7u u7u7r7z7 dann etwas angenehmer. 13.Dxd3
Ld6 (13...Sbd7 14.Sf5) 14.Lxd6
15.h3 Lh5 16.Sc3 Sxc3 Mit 16...
Sb4!? konnte Schwarz seinen Vor- u1uau7y7 7u7u7u1u Dxd6 15.Sf5 De6 16.g4 Sbd7 17.
posten behaupten. 7uausu7y u7u7u4u7 f3²
13.Lxh7+ Sxh7 13...Kxh7 14.
17.bxc3 Dd7 Schwarz verbindet die
v7x7uau7 7y7q7u7u Sf5²
Türme und nimmt den Bh3 ins Vi-
sier. 7u7b7vhu u7ufu7y7 14.Sf5 Sd7 14...Sf6 erweckt we-
18.Ta6 18.De2 18...Sd8
25.cxb4? Weiß revanchiert sich. 25.
7u7n7q7y niger Vertrauen: 15.Df3 Kh8 (15...
Dd7? 16.Lxh6+-; 15...Lf8 16.
u4u3u4z7 Lxg6! sieht sehr gefährlich aus. u5x7u7u7 Dg3 Kh8 17.Ld6 Te6 18.Lxf8
7u1t2q1q
25...Sf7 (25...Tf6 26.Lc2 bxc3 7u7b7v7u Dxf8 19.Dc7²) 16.Dg3 Tg8²
27.g5 Tf5 28.Lxf5 exf5 29.dxc5+- 15.Dg4 Lg5 16.Ld6! Jetzt liegt
v7u7u7u7 ist hoffnungslos für Schwarz.; 25... Inzwischen war auch bei Weiß die 17.f4 in der Luft, was nicht mit
cxd4 26.g5 Sf7 27.Dh5+-) 26.g5 Zeit auf die letzte Sekunde abgelau- Shf6 oder Sdf6 gekontert werden
7q7qau7w Lxg5 27.Lxf7+ Txf7 28.Lxg5 fen... könnte, weil der Lg5 dann kein
u7uau7u7 bxc3± Mehr als Schwindelchancen 40...Da3+?? ...und Caissa lächelt Feld mehr hätte. Bewegen dürfte
hat Schwarz nicht, weil von seiner ihm zu. 40...Dxb5+ führte in weni- sich der Lg5 wegen 18.Sxh6+
7xausc7y Bauernmasse keine reale Gefahr gen Zügen zum Matt. Ich bin mir si- aber auch nicht.
u7u7uay7 ausgeht. cher, dass Alexander Karpatchev 16...Sdf6 16...Kh8 17.f4 Lf6 18.
7u7b7vhu 25...cxd4 26.Lxd4 Vermutlich hatte
der Anziehende sich auf 26.Dxd4
diesen Zug auch gesehen hatte, aber
befürchtete durch den mechanischen
Le5 Tg8± sieht kritisch aus, ob-
wohl nichts Direktes geht.
16 ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com
r7u7r3u7 19...g5 20.Dc4 Lc5 21.Dd3 h2+ r3w5z2u4
22.Kg2 Lxf2-+ 23.Kxf2
1q5u7u1z 1q7u7q1q
u7q7y1ud u6u4u7u4 u7u7q7u7
7u7q7u7y 1q7e7u7u 7u1edu7u
u7u7uau7 u7q7u3u7 u7x7u7u7
7ufuau7b 7u7u5u1u 7uau7u7u
yau7u7y7 y7u7y7u7 yauauaya
7u7uhu7v 7udb7uau fcsbhu7v
25.Df5+!! Auch hier entscheidet
uau7xhu1 7.0-0?! „Rochiere nur, wenn Du
letztlich das Eingreifen des Tc3. fusv7u7u nichts Besseres zu tun hast!“ lautet
25...Kxh6 26.g4 De7 27.Tc2 d4 ein Bonmot eines österreichischen
28.Tg2 Db4+ 28...g5 29.hxg6+ 23...Sc5! Der schnellste Weg zum
Schachlehrers. Den ersten Satzteil
Kg7 30.Dh5 Sxg6 31.f5+- Sieg. Nach 23...h1D 24.Txh1
kann man je nach Lebenslage aus-
29.Kd1 g5 30.hxg6+ Kg7 31.Dh5 Txh1 25.Lxg5 kann Weiß noch ein
tauschen, aber hier hatte Weiß wirk-
Eine glänzende Angriffsleistung des wenig im Trüben fischen.
lich Besseres zu tun... 7.d4! war ge-
russichen Großmeisters der dem jun- 24.Dxd8+ Txd8 25.Txd8+ Kc7 nauer. Schwarz sollte dann vielleicht
gen Lübecker etwas den Nerv zog. Nichts geht mehr! nicht versuchen, zur Partiestellung
1:0 26.Td1 Scxe4+ 27.Sxe4 Sxe4+ zu gelangen: 7...Ld6 8.Dg4! 0-0?!
28.Kf3 g4+ 29.Kxg4 Sf2+ Eine 9.Lh6 Df6?? 10.Lg5+-
❍ Vorobiov, Evgeny/2580 beeidnruckende Leistung des Nor-
Der Marathon-Mann: ● Feuerstack, Aljoscha/2438 derstedters. 0:1
7...Ld6 8.d4 0-0 9.Te1 Dc7 10.
GM Niclas Huschenbeth Damengambit D 12 Sf3 cxd4 11.Dxd4 Sc6 12.De4
1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sf3 Sf6 4.e3 ❍ Feuerstack, Aljoscha/2438 Ld7!? Schwarz ist bereits am Drü-
17.Dh3 Se4 18.Le5!
Lf5 5.Sc3 e6 6.Sh4 Lg6 7.Le2 ● Huschenbeth, Niclas/2509 cker. Rybka will den Bauern mit
r3u5r7z7 Gegenwärtig ist 7.Db3 in Mode. Sizilianisch
Niclas Huschenbeth steckten die
B 22 12...a6 opfern.
7...Sbd7 8.0-0 dxc4 9.Sxg6 Die 13.Lxd5 13.Sa3! war ein gutes
1q7u7q1e ehrgeizigste Fortsetzung. Nach 9. Deutsche Meisterschaft und die Eu- Gegenopfer. Bei Annahme erhält
u7q7u7u1 Lxc4 Lh5 erhält Weiß nicht den ropameisterschaft noch in den Kno- Weiß etwas Kompensation. Eine an-
chen. Die fehlende Spritzigkeit war dere Reaktion auf die Drohung 14.
7u7qsc2y Vorteil des Läuferpaares.
9...hxg6 10.Lxc4 Dc7 11.h3 11.f4 ihm deutlich anzumerken. Aber mit Sb5 kostet Schwarz ein Tempo.
u7uae7u7 schwächt die Diagonale a7-g1. viel Kampfgeist sammelte er in lan- 13...Lxa3 14.bxa3 Sxc3 15.Dd3©
7uduau7b 11...0-0-0! Beim Kampf auf zwei gen Partien wichtige Punkte.
1.e4 c5 2.c3 Sf6 3.e5 Sd5 4.Sf3
13...exd5 14.Dxd5 Tfe8 15.Le3
Flügeln ist der Besitz des Läuferpaa- Da Weiß die schlechtere Königsstel-
yau7uay7 res nicht so wichtig. d6 5.Lc4 dxe5 6.Sxe5 Offensicht- lung hat, sollte er sich durch Ab-
7ufuhu7v 12.Le2 Weiß stellt sich gegen g6- lich war auch Aljoscha hier schon tausch entlasten. 15.Txe8+ Txe8
g5-g4 auf. gesundheitlich indisponiert, denn so 16.Le3 Se5 17.Sbd2 Sg4 (17...
Der Anziehende lässt einfach nicht 12...Kb8 Schwarz entfernt seinen früh bietet er mit Weiß gewöhnlich Lc6 18.Dd4 Sxf3+ 19.Sxf3÷ Da
locker. König aus der halboffenen c-Linie. nicht remis an. So musste Maxim Schwarz das Material ausgeht, wird
18...Lf6 18...f6 nähme dem Lg5 13.a4 Weiß will nach a6 stürmen Turov gegen ihn bis zum blanken es für Weiß nicht gefährlich.) 18.
das letzte betretbare Feld. Nach 19. und die Diagonale h1-a8 schwächen, König spielen, um das Remis zu er- Sf1 Lc6 19. Dc4 Sxe3 20.
Lh2 Db6 20.0-0 liegt 21.f4 in der die er sofort mit Le2-f3 besetzen reichen. 6...e6 Sxe3÷
Luft. 20...Dxb2 21.Sxe4 dxe4 jetzt könnte. Wenn Schwarz selbst a7-a6
ist zwar 22.f4 unterbunden. Aber ein zieht, dürfte es brachial mit b2-b4-
anderes Problem ist nicht mehr be- b5 weitergehen. Denn die Öffnun-
herrschbar: 22.Tb1 Dxa2 23. gen von linien und Diagonalen zum
Txb7+- König ist in solchen Stellungen das
19.f4± Weiß konsolidiert seinen A und O. 13.f4!? war die positionel-
Raumvorteil. Da gelegentlich Dh3- le Alternative. 13...e5
g4 mit Angriff auf den Bg7 droht,
bleibt die Auswahl für Schwarz äu-
ßerst begrenzt.
u6u4u2u4
19...Sxc3 20.Txc3 Lxe5 Dieser 1q5e7q1u
Zug ist im Zusammenhang mit dem u7q7u3q7
nächsten Zug zu sehen, sonst hätte
Rasmus sicher nicht getauscht, son- 7u7u1u7u
dern versucht, den rückständigen y7uau7u7
Be3 auszunutzen. 20...Kh8!? 21. 7uduau7y
Dg4 Tg8 (21...Te6±) 22.0-0±
21.dxe5 f6?! Die Verteidigung hat uau7xay7
Kraft gekostet. Zudem hatte der fusb7vhu
Russe extrem schnell gespielt und
Rasmus befand sich schon in leich- 14.Db3?! Weiß lässt sich auf ein
ter Zeitnot. 21...Kh8± wildes Gemetzel ein. 14.a5!? Sc5
22.Dg4?! Mittels 22.Dg3 Dc7 23. (14...a6?! 15.Db3 (15.Db3 g5 16. Unsere Firma wurde 1972 in Lübeck gegründet, befand sich ab 1975 in
Sxh6+ Kh8 24.Sg4± konnte sich Lxa6 g4 17.Le2 exd4 18.exd4 Düsseldorf und ist seit 1996 in unserem Haus in Dresden-Blasewitz
Weiß bei andauerndem Angriff ei- gxh3 19.g3 Hier ist der weiße An- Wir haben für Sie:
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Txh6 Hier ist entscheidend, dass seinen Lc1 nach f4 bringen. 17.g3! Schachhaus:
Weiß den Tc3 mittels e3-e4 und hätte wenigstens den Königsflügel • Fotos von Schachberühmtheiten
Tc3-h3 in den Angriff werfen kann. geschlossen gehalten. 17...exd4 18. • Schachkunst
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28.e4! Tg6 29.Th5+-) 27.Dg6) 17...Dxe5 18.g3 Lb4!-+ Schwarz
26.Sh4 (26.Dxg6 exf4) 26...Sf8 möchte den Sc3 beseitigen und Schachhaus Mädler (Inhaber Manfred Mädler)
27.f5 gxf5 28.Sxf5 Sh7 29.Sh4 Sf6-e4 folgen lassen, wonach so-
Sf8 30.0-0 e4 (30...Tad8 31.e4+-) wohl h3-h2+ als auch Se4xg3 und
Wägnerstr. 5 – 01309 Dresden-Blasewitz
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15...Se5 16.Sbd2 Lc6 17.Dd4 mit einem Programm gecheckt zu lichkeiten, was ich praktisch aus- zum Leben erwacht. 29...Dc7 30.
Sxf3+ 18.Sxf3 Lxf3 19.gxf3 haben. Irgendwie ist mir das bei nahmslos noch während der laufen- Tc1 Se8 (30...Td7 31.Sb5 Dc6²
Lxh2+ 20.Kg2 Te6! 21.Th1 dem Versuch, die Variante 8.fxg5 den Partie verstand. Mein Gegner Schön ist es nicht, aber Schwarz
Später revidiert Weiß diese Ent- spielbar zu machen, völlig durchge- brachte mich immer wieder ins Spiel spielt noch mit.)
scheidung. Ganz schlecht ist 21.f4? rutscht. In der Tat gibt es keine Ret- zurück bis wir in einem völlig remi- 30.dxc5 Da7?! Die Eventualvarian-
Dc6+! 22.Kf1 (22.Kxh2? Th6+ tung mehr. Die Stärke des weißen sen Turmendspiel landeten, bei dem te 30...Dc7 31.Tc1 Se8 32.Tc4
23.Kg3 Tg6+ 24.Kh4 Df3 25. Angriffs entging den Programmen ich in Zeitnot einfach übersah, wie (32.Db2! f5²) 32...Sdf6?? 33.
Tg1 Th6+ 26.Kg5 Dh5#; 22.f3 nur wegen des mangelnden Rechen- ich seinen letzten verbliebenen Bau- Txg7! hielt mich von einer zäheren
Tg6+-+) 22...Df3-+ 23.Tad1 horizonts, den es in komplexen Stel- ern abholen oder zum Vorziehen Verteidigung ab. Denn nach 32...f5
Tae8 24.Dd5 Te4 25.Td3 Lxf4 lungen noch immer gibt. 8...gxf4 zwingen konnte, was beides zu ei- wäre die Stellung völlig okay gewe-
-+; Aber 21.Tad1! kann kein Fehler (8...dxe5 9.d5 Ld7 10.fxg5±) 9. nem elementaren Remis geführt hät- sen.
sein. gxf5 fxe3 10.e6 Dc8? Das macht es te. Um weitere Schäden bzgl. Elo, 31.Tc1 Tb8?! 31...Td7
21...Le5 22.Dh4 h6 23.Thd1 dem Gegner noch leichter. (Dass Ego und Euro von vornherein auszu- 32.Le4 Se7
10...Lg7 11.Dh5 ganz eng für schließen, wechselte ich nach dieser
r7u7u7z7 Schwarz wird, wusste ich noch. Runde vollständig ins Journalisten- u4u7u4u6
Metier, was ich eigentlich parallel
1q5u7q1u Aber was Besseres gab es nicht.
11...0-0 (11...Tf8 12.Sf3 Sxd4 machen wollte, und tauchte am 5u7u3q1u
u7u7r7u1 13.Sxd4 Lxd4 14.Tg1 Sd7 15. Schlusstag erst kurz vor der Zeitnot- u7udq3u1
7u7u2u7u Tg8 Se5 16.Dxh7+-) 12.Sh3
De8 13.f6 fxe6 14.Dxe8 Tfxe8 15.
phase wieder auf. 1uaugu7u
u7u7u7ug fxg7 Sxd4 16.0-0-0) 11.exf7+ Kd8 y7u7x7u7
7uausy7u 12.Lh3+- Bromberger - Teske, 1:0 7y7u7ufu
1. BL Österreich 2012.
yau7uan7 u7u7u7ya
fu7v7u7u 7ufu7uhu
Planänderung. Weiß möchte lieber 32...Tb4 33.Lxd5 exd5± sieht übel
doch die Türme verbinden. aus. Nur 34.Txg7? sollte sich Weiß
23...Tg6+ 23...Dc6! war besser ge- verkneifen. (34.Kh1±; 34.h3±) 34...
eignet, den weißen Wankelmut zu Kxg7 35.Sf5+ Kg6 36.Se7+
bestrafen. Schwarz möchte den wei- Kg7 37.Sxd5 Da6÷
ßen König auf die h-Linie verfrach- 33.Sb5! Dd7 34.Td3 Sfd5 35.
ten. 24.De4 (24.Dh3 Tg6+ 25. Lxd5 exd5 35...Sxd5 36.c6 Dc8
Kf1 Db5+-+) 24...Db5 (24...Da6) 37.c7+-
25.c4 Da6μ Jetzt hat Schwarz plötz- 36.Dd6! Df5 37.Tf3 Dg5 38.Te1
lich auch noch Druck am Damenflü- Sg6 39.c6 Der weiße c-Bauer ist
gel. nicht mehr zu stoppen.
24.Kf1 a6 24...Te8 25.Da4 39...Tbe8 40.Tef1 Te6 41.Dc5
25.Td5 Lh2? Jetzt leistet der Läu- Zwei GM-Skalps und eine Se7 42.c7 Tc6
fer hier nichts mehr und kann sogar IM-Norm: FM Javier Aguera
in Schwierigkeiten kommen. 25... Naredo(Spanien) u7u7u4u6
4...Lg4 5.Le2 e6 6.0-0 Sd7?! Da
Te8³
steht der Springer etwas zu passiv,
7uau3q1u
26.Ke2?! Hier gerät der weiße Kö-
nig gleich wieder unter Beschuss. was dem Konzept der schwarzen Er- u7r7u7u1
26.Tad1÷ öffnung zuwiderläuft. 6...Le7 ist
der Hauptzug.; 6...Sc6 geht auch.
1cgq7u5u
26...Te8 27.Dd4? Der entschei- y7u7u7u7
dende Fehler. 27.Tad1 Tf6³ (27... IM Christian Mayer 7.c4 S5b6 8.exd6 cxd6 Erst nach-
Lf4!? 28.Td8 Tge6) 3...d6 4.Sf3 Gegen Christian Mayer dem ich diesen Zug ausgeführt hatte, 7y7u7v7u
experimentierte ich nach 4.Lc4 fiel mir eine interessante Alternative
27...Lf4 28.Kd3 Lxe3 29.fxe3
Sb6 5.Lb3 dxe5 6.Dh5 mit 6...g6 ein, das Treiben verrückt zu machen. u7u7u7ya
Dh2 Die sehr aktiven schwarzen
Schwerfiguren bringen den weißen 7.Dxe5 f6 8.De3 (8.De2!?) 8... 8...Lxf3 9.Lxf3 Sxc4 10.dxc7 7u7u7vhu
Wanderkönig nun leicht zur Strecke. Sc6 9.Sf3 Sa5 10.0-0 Lf5 11. Dxc7 11.Sd2² So richtig toll ist
Sa3 Dd7 12.c4 e6 (12...0-0-0!?÷) die schwarze Stellung auch hier 43.De3! Dxe3+ 44.Txe3 Sc8 45.
30.b4 Tg2 31.Kc4 nicht. Tfe1 Kg8 46.Te8 f6 47.Td8 Kf7
13.Ld2 Sxb3 14.axb3 g5 15.d5
48.Td7+ Kg6 49.Txd5 Tf7 50.
u7u7r7z7 r7u7z2u4
9.b3 Le7 10.Sc3 0-0 11.Le3 a5
12.a4 d5 13.c5 Sc8 14.Sb5 Sa7 Td8 Te7 51.Txe7 Sxe7 52.Te8
7q7u7q1u 1q1t7u7q 15.Tc1 Sc6 16.Lf4 Lxf3 Nach Kf7
q7u7u7u1 u3u7q1u7
vorn spielen lässt sich die schwarze
u7u7v7u7
Stellung nicht so richtig und ich
7u7v7u7u 7u7y7w1u fühlte mich total schlapp, deshalb 7uau3z1u
uangu7u7 u7y7u7u7 machte ich ein Friedensangebot.
u7r7u1u1
17.Lxf3 Lg5 18.Dd2 h6 19.Tfd1
7uauay7u dy7ugc7u Df6 20.Le3 Sb4 21.Tc3 1c7u7u7u
y7u7u7r5 uausuaya y7u7u7u7
fu7u7u7u r7u7u4z7
fu7u7vhu 7q7e7q1u 7y7u7u7u
31...Tb2! Es droht 32...b5 nebst
15...Kf7? (Hier missfiel mir 15... u7u7q5u1 u7u7u7ya
33...Dc7 matt. 7u7u7uhu
0-0-0 16.Sb5 a6 (Oder 16...exd5
32.a4 Tc8+ 33.Tc5 De2+ 34.Dd3 17.Txa7± mit der Drohung 18. 1caedu2u
b5+ 35.axb5 axb5+ 0:1 Dxb6.) 17.d6! axb5 18.Dxb6 y7uau7u7 53.Sd6+ Ke6 54.c8D+ Eine über-
❍ Aguera Naredo, Javier/2358 zeugende Leistung des Spaniers, der
● Teske, Henrik/2554
Dxd6 19.Dxb5 was in der Tat et-
was problematisch sein könnte: 19...
7yfusx7u sich völlig verdient eine IM-Norm
Aljechin-Verteidigung B 05 Dc6 20.Lxg5 Dxb5 (20...fxg5 21. u7uguaya erspielte. 1:0
1.e4 Sf6 Auftakt zu einer üblen Al- Se5 Dxb5 22.Ta8#) 21.Ta8+ 7u7v7uhu ❍ Motuz, Karol/2366
jechin-Trilogie meinerseits... Kd7 22.Txd8+ Kxd8 23.Lxf6+ ● Gonda, Laszlo/2536
2.e5 Sd5 3.d4 3.c4 Sb6 4.d4 d6 5. Le7 24.Lxe7+ Kxe7 25.cxb5±) 21...Lxe3 22.fxe3 Eine ehrgeizige Damenindisch E 14
f4 Lf5 6.Sc3 Sc6 7.Le3 g5? Die- 16.Lc3 Lg7 17.dxe6+ Dxe6 18. Fortsetzung. 22.Dxe3² 1.d4 e6 2.c4 b6 3.Sf3 Lb7 4.e3
ser Einfall am Brett war in Bad Wö- Dc5 Kg6 19.Sb5 Le4 20.Sxc7 22...De7 23.e4 dxe4 24.Lxe4 Sf6 Sf6 5.Le2 Der Anziehende entwi-
rishofen noch gut gegangen. Am Tag Dg4 21.Se5+ (Nach 21.h3 hätte 25.Lb1 Tad8 26.Tg3 Kh8 27. ckelt seine Figuren, verzichtet aber
zuvor hatte ich mit 1.Sf3 Sf6 2.c4 ich aufgegeben.) 21...fxe5 22.f3 Sd6 b6 Besser ist vermutlich 27... weitgehend darauf, den Gegner un-
e6 3.Sc3 Lb4 4.g4 gewonnen ... Lxf3 23.Txf3 Tad8 1:0, Mayer, Txd6 28.cxd6 Dxd6² was ich par- ter Druck zu setzen.
und irgendwie war mir nach der C. - Teske, H. Norderstedt 2012. Der tout nicht spielen wollte, weil 5...d5 6.0-0 Ld6 7.b3 0-0 8.Lb2
Wörishofen-Partie die Kneipen- Rest der Partie lief nach dem Muster Schwarz hier keinerlei Gewinnchan- c5 9.cxd5 exd5 10.Sc3 Sbd7 11.
Analyse entfallen. Houdini und Co. meiner Partien in den letzten Wo- cen hat. Tc1 De7 12.Dc2 Tae8 13.Df5
verwarfen 8.g4 zugunsten von 8. chen. Statt nachts schlief ich regel- 28.De2 Sbd5 29.De5 bxc5!? De6 14.Dxe6 fxe6 15.Tfd1 Weiß
fxg5. 8.g4! (8.Sf3 gxf4 9.Lxf4 mäßig am Brett ein und an vielen Auch diesen Zug bedauerte ich so- bleibt seinem Konzept treu und ris-
dxe5÷) Hier konnte ich mich nicht entscheidenden Stellen ging etwas fort nach Ausführung. Schwarz öff- kiert... nichts. 15.Sb5 Lb8 16.
erinnern, diese Variante überhaupt schief. Oft verwarf ich bessere Mög- net die 4. Reihe, wonach der Td1 Se5!?
18 ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com
15...a6 16.dxc5 bxc5 17.Sa4 Lc6 u7u6u7u7
18.Sc3= Alles steht solide.
18...Ta8 19.La3?! Mittels 19.Sg5 7u7u7ufu
Tfe8 20.Sce4! etwas abzutau- u7u7v7u7
schen, hätte angesichts des leichten
Raumnachteils nicht geschadet. 7u7u7u1u
19...Kf7 20.Tc2 Ke7 21.Tdc1 u7u7q7u7
Tfb8³
4u7uauau
u7u1wac7
7u7u2uhu
58.Tb6 58.Tf6 ich bin mir nicht si-
cher, ob Weiß bei bestem Spiel über-
haupt gewinnen kann, weil Schwarz
noch einen Trick hat: 58...Ke8 59.
Tb6 Kf8 60.Th7 Kg8 61.Td7
Ta8 62.Tb1 Lg4 63.Td4 Ta2
64.Sxe1 Tb2! und Weiß kann
nicht gewinnen. 65.Ta1 Ta2 66.
Txd2 Txa1 67.Kf1 Lf3=
58...Kc8 59.Th6 Lxf2+?? Ein
Friedliche Schlussrunde: Turov - Vorobiov, Huschenbeth - Semcesen, Kurzschluss! 59...Td3= 60.Kxf2
Mirumian - Epishin 1:0
Drohung 49...Lh3+ entscheidet.) Jetzt muss Weiß den gegnerischen Endstand: (131 Teilnehmer)
44...hxg5 45.Tc8 Txc8 46.Txc8 König mit geschickten Schachgebo- 1. Turov,M g 2658 rus 7.0
Ta1 47.Kf1 Ld7 48.Th8 Lc3-+ ten an den Brettrand zwingen, wo er 2. Huschenbeth,N g 2509 ger 7.0
Weiß ist an Händen und Füßen ge- ihn ohne Hilfe des eigenen Königs 3. Neiksans,A g 2524 lat 7.0
Glücklicher Sieg in der fesselt. Ein Ausbruch geht nicht: 49. zur Strecke bringen kann. 63.Tg6+ 4. Vorobiov,E g 2580 rus 7.0
f3 exf3 50.Lxf3 g4 51.Le2 Se4-+ 5. Motuz,K f 2366 svk 7.0
Schlussrunde: FM Karol Motuz Kc5 (63...Kd7 64.Ta8+-) 64. 6. Berczes,D g 2544 hun 6.5
Tc8+ Kb5 65.Tg5+ Kb6 (65...
r4u7u7u7 Kb4 66.Tg7+-) 66.Th8+-
7. Semcesen,D
8. Samolins,V
m 2449
m 2392
swe6.5
lat 6.5
7u7e6u1q 55...d3 56.Te6? 56.Sf4 reichte 9. Mirumian,V g 2523 cze 6.5
wahrscheinlich auch noch: 56...d2 10. Epishin,V g 2559 rus 6.5
q7w2q3u7 57.Te7+ Kd6 (57...Kd8 58.Sd5 11. Andersen,M m 2381 den 6.5
7u1q7u7u +-) 58.Te6+ Kd7 59.Tg7+ Kd8 12. Gonda,L g 2536 hun 6.0
13. Smith,A m 2478 swe6.0
u7u7u7u7 60.Th6 Lb5 61.Th8+ Le8 62.
14. Langrock,H m 2374 ger 6.0
Se6+
syduac7u 56...d2?! 56...Lc3 führt laut Rybka
15. Richter,M m 2484 ger 6.0
16. Cuenca Jimenez,J m 2472 esp 6.0
y7v7xaya zum Remis: 57.Tc5+ Kd7 58.Sf4 17. Kopylov,M m 2468 ukr 6.0
7ufu7uhu Lf3 59.Td5+ Kc7 60.Te7+ Kc8
61.Te8+ Dauerschach.
18. Wendt,JD f 2354 ger 6.0
19. Fries-Nielsen,N 2315 den 6.0
Allmählich neigt sich die Waagscha- 57.Tg7+ Kd8 20. Lokander,M 2242 swe6.0
le zu Gunsten des Nachziehenden.
22.Se1?! Weiß verhält sich weiter
Verwaltung und Organisation von
passiv. 22.e4 war notwendig, um die Schachturnieren
schwarze Bauernphalanx im Zen- (geeignet für Windows 2000, XP, Vista, Windows 7)
trum aufzureiben. 22...dxe4 (22...d4 Schweizer-System-Turniere
23.e5!²) 23.Sd2 Se5 24.Sc4 Rundenturniere
Knockout-, Amsterdamer- Keizer und Scheveninger System
Sxc4 25.Lxc4© Weiß hat Kom- Einzel- und Mannschaftsturniere
pensation für den Bauern. Kurz vor dem Ziel gestrauchelt: Version 8 (Liga-Verwaltung mit Einzelspieler-Ergebnissen)
22...a5 23.Sd3 a4 24.Sb1 Vor- GM Laszlo Gonda (Ungarn) Swiss-Chess für Windows ist das komplette Turnierverwaltungsprogramm für alle, die an
*
wärts nimmer?! 44.hxg5 hxg5 45.Lf1 Se7 46.Te2 der Organisation, Verwaltung, Auswertung und Veröffentlichung von
Schachturnieren beteiligt sind. Es ist für die Veranstalter von FIDE- Anerkannt seit
24...axb3 25.axb3 Txb3 Schwarz Lb5?? Ein übler Fehler. Turnieren ebenso geeignet, wie für die Organisatoren von FIDE-Kongreß
löst die Spannung vielleicht etwas 47.Tb2! Plötzlich gewinnt Weiß die Schnellschach-Open oder Bezirks- und Vereinsturnieren. - Paris ‘95 -
zu früh auf. 25...Lb5 26.Tc3 (26. Qualität. * Schweizer-System-Turniere können mit max. 998 Teilnehmern und
25 Runden, Rundenturniere mit max. 80 Teilnehmern und 4 Durchgängen und
Tb2 Lxd3 27.Lxd3 c4 28.Lxd6+ 47...Lxf1 48.Txb8 Amsterdamer-System mit max. 400 Runden durchgeführt werden.
Kxd6 29.Lc2 Tb4) 26...e5μ Mannschaftsturniere (Liga-Verwaltung) lassen sich mit oder ohne Brettspielerverwaltung (bis
*
26.Lxc5 Sxc5 27.Sxc5 Tb6 28. ufu7u7u7 zu 80 Ersatzspieler, Nachmeldungen,...) durchführen. Schweizer-System- und Rundenturniere
können mit mehreren Partien pro Runde gespielt werden. Knockout-Turniere können mit
Sd2 Le8 29.Sf3 e5 30.Sh4 g6
31.Sd3 e4 32.Se1 Weiß steht wie- 7u7u3u7u oder ohne Schweizer-System-Turnier für die Ausgeschiedenen organisiert werden.
Arbeitet nach den neuesten FIDE-Regeln und wird vom Schiedsrichterausschuß des
*
der in der Drei-Reihen-Verteidigung. u7u6u7u7 Deutschen Schachbundes empfohlen.
32...Ld7 33.g3 Ta3 34.Shg2 g5 Ermittelt (inoffizielle) Turnierauswertungen nach DWZ / ELO und FIDE-Titelnormen und
35.Td2 h6 36.h4 Tb8 37.Tdc2 2u7q7u1u * ermöglicht die Datenübergabe für die offizielle Auswertungen durch Verband oder FIDE.

La4 38.Td2 Le5 39.Ld1 Ld7 u7u7q7u7 * Das schnelle Erfassen der Teilnehmerdaten wird durch die Verwendung von
Hintergrunddateien (DSB- oder FIDE-Spielerdaten, OESB- und SSB-Daten), die auch aus
40.Le2 Lc3 41.Tdc2 La5 42. dem Internet geladen oder selbst erstellt werden können, deutlich vereinfacht.
Kf1 Kd6 43.Kg1 4u7uauau * In Rundenturnieren ist die direkte Ergebniseingabe mittels Kreuztabellen möglich.

u4u7u7u7 u7u7uac7 * Die Erstellung von Partiesammlungen oder Bulletins wird durch die Ausgabe der
Partiedaten in das PGN-Format deutlich vereinfacht. Es entfallen die zeitaufwendigen

7u7w7u7u 7ufudwhu Routinearbeiten und mit Datenbanken wie ChessBase, usw. brauchen nur noch die Züge
eingegeben zu werden.
* Das Programm kann mehrfach gestartet werden, um eine schnelle Umschaltung bei
u7u6u3u1 48...Le2 49.Ta8 Sc6 50.Tg8 verschiedenen Turniergruppen zu ermöglichen.
Se5 51.Txg5 Da Weiß gedrückt * Sehr komfortabel und flexibel sind die Erstellungen aller notwendigen Listen und
2u7q7u1u steht, ist der Materialvorteil gar Formulare. Diese können sehr einfach nach individuellen Erfordernissen geändert werden
(Schriftart, Seitenorientierung, Seitenränder). Tabellenspalten können in ihrer Breite,
u7u7q7ua nicht so kleicht umzusetzen. Und die Ausrichtung und Position (Ausgabeunterdrückung) festlegt werden.
Zeitnot tut ein Übriges.
4u7uauau 51...Ld2 52.Tb1 d4! Es ist sowie-
* Es kann angegeben werden, ob alle Daten einer Liste oder nur Teile davon auf den Drucker,
in eine Textdatei, als HTML-Datei, in die Zwischenablage oder als Seitenvorschau auf dem
u7v7xac7 so schon alles egal.
Bildschirm ausgeben werden.
Schnelle Veröffentlichung von Ergebnissen / Tabellen im Internet über schachlinks.com.
*
7ufuduhu 53.Tb6+ Kc7 54.Te6 Lxe1 55.
Texe5 55.Sxe1! gewann. Aber * Zusätzlich ist ein Listengenerator für individuelle Tabellen und Formulare vorhanden, mit
dem sich auch eigene Grafiken (Vereinslogo, Flaggen, Fotos,...) einbinden lassen. Diese
lassen sich auch in verschiedenen Formaten (Html, PDF, Excel, Rtf,...) zur direkten
43...Sg8 Gut möglich, dass Weiß muss noch ein paar genaue Weiterverarbeitung mit Office-Programmen oder zur Veröffentlichung im Internet
Schwarz hier einen Gewinn ausge- Züge finden: 55...Ta1 (55...d3 56. exportieren. Und vieles mehr...
lassen hat: 43...La4 44.hxg5 Um Tg7+ Sd7 57.Txe4 d2 58.Txd7+ Preis: 135,- € (inkl. MwSt. plus Versand: 3,- € / Ausland 7,- € / CD-Lieferung)
diesen Zug kommt Weiß nicht he- Kxd7 59.Td4+ Ke7 60.Txd2+-) Dipl.-Ing. Franz - Josef Weber Tel.: 02104 / 44 94 56
rum. (44.Tc8 Txc8 45.Txc8 Ta1 56.Texe5 Txe1+ 57.Kh2 Lf3 58. Willbecker Str. 97, 40699 Erkrath Fax.: 02104 / 45 9 67
46.Kf1 (46.hxg5) 46...Lxe1 47. g4 d3 59.Tg7+ Kd6 60.Te8 Weitere Infos, Demoversion und Kontakt im Internet unter: www.swiss-chess.de
Sxe1 Ld7 48.Td8 Ke7 und die Th1+ 61.Kg3 Tg1+ 62.Kf4 Tg2
ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com 19
7. Intern. Open Bad Ragaz (SUI) 2012: 18...Tfc8 19.g4 hxg4 20.hxg4 Sh6
21.Lh3! Auf g2 ist keine aktive Zu-
Solo-Sieg von IM Branko Filipovic (SUI) kunft mehr für den wLäufer.
Von FM Hans Karl 21...Dd7 22.Dd2 Lb5 23.Tfe1
Txc1 24.Txc1 Tc8 25.Txc8+
Dxc8 26.b3! Verhindert gewisse
Einbruchsfelder des Nachziehenden
am weißen Damenflügel.
26...a5 27.Le3 Lf8 28.f5


++ +
+ + ++ 
  ++
++ 
 +  ++
++ !"+!#
$+ %Q + +& GM Thomas Pähtz 2. Rang mit
'+ + + () * tollen Kombinationen
,-./012345 ❍ IM Habibi, A./ger, 2290
28...exf5 Vorteil für Weiß gibt es ● GM Pähtz, T./ger, 2436
Sieger-Trio v.l.: Organisator A. Baumberger, GM T. Pähtz 2., IM B. auch nach 28...Lb4 29.Dc1 Dxc1+ Königsindisch E 66
Filipovic 1., IM M. Kuijf 3. 30.Lxc1 Kh7 31.fxe6 fxe6 32. 1.g3 g6 2.Lg2 Lg7 3.c4 Sf6 4.
Sg5+. Sc3 d6 5.d4 0-0 6.Sf3 Sc6 7.0-0
a6 8.d5 Sa5 9.Sd2 c5 10.e4 Tb8
11.a4 e6 12.Te1 exd5 13.cxd5 b5
14.axb5 axb5 15.Lf1 Ld7! [15...
c4 16.Sa2]
16.f4?! b4 17.Sa4 Te8 18.h3 c4!
19.e5 Zieht Weiß 19.Sxc4 Sxc4
20.Lxc4 Txe4 21.Txe4 Sxe4 22.
De1 De8 23.Ld3 (23.Lb3 Ta8
mit Vorteil für Schwarz.) 23...f5.
19...dxe5 20.fxe5 Sh5 21.g4


67 %7++
+ ++
 + + ++
 + +
"+ ++
Turniersieger IM Branko Filipovic + + + +#
29.Lxh6 fxg4 Darauf vertraute
Schwarz. $  " + +&
30.Lxf8 Kxf8 31.Lf1! Eine der '68 !Q68!() *
Die Schlussrunde: 1. Brett vorne GM T. Pähtz - IM M. Kuijf remis, 2. Brett
IM B. Filipovic - W. Just 1:0
starken Ideen - musste oder sollte
aber schon voraus gesehen werden.
,-./012345
21...Lxe5!! Oder 21...Sg3 22.Df3
Nicht nur die Bäderthermen in Gedanken, sondern auch einige Niederschlä- 
Sxf1 23.Txf1 De7 und Schwarz
ge in Schneeform boten sich den angereisten Schachspielern an. Letztlich be-
schäftigten sich die Schächer jedoch mit ihrer Lieblingsbeschäftigung -dem
++ ( + steht minim besser: Der wLc1 ist
Schach nämlich! + + ++  noch nicht aktiv.
22.Txe5 Zwei gute Möglichkeiten
102 Teilnehmer (etwas mehr waren gemeldet) nahmen die 1. Runde am   + ++ bieten sich:
Gründonnerstagabend in Angriff: 7 Runden an 5 Tagen! Die Veranstalter mit
Organisator Albert Baumberger und Stephan Hofer als Turnierleiter in Bad + +  A) 22.Sf3 Ld6 23.gxh5 Sb3 24.
Ragaz 2012, durften zufrieden sein, hatten diese im Vorfeld wohl etwas we-  +  ++ hxg6 hxg6 25.Ta2 Sxc1 26.Dxc1
Ta8 und Schwarz steht auch besser.
niger erwartet: Ein gutes Zeichen für weitere Auflagen des auch schon früher
sehr beliebten Oster-Turniers an der Tamina (auch eine berühmte Schlucht)
++ +"+ # B) 22.gxh5 Dg5+ 23.Kh1 Lxh3!
und dem Rhein. Und für kleine Osterüberraschungen sowie Speise und $+ %Q + +& 24.Lxh3 Dg3 25.Sf3 Dxh3+ 26.
Kg1 Sb3 27.Sxe5 Dg3+ 28.Kh1
Trank, in der grosszügigen Mehrzweckhalle der Gemeinde, gab es nur sehr
kurze Wege.
'+ + +!() * Txe5 29.Txe5 Dxe5 30.Ta2
Die Sponsoren unter der Führung von „Bad Ragaz Tourismus“, boten mit der ,-./012345 De4+ 31.Kh2 Db1.
31...Lxf1 32.Dh6+! Ke7 33. 22...Txe5 23.Sf3 Lxa4! 24.Dxa4
„Förderstiftung Casino Bad Ragaz“, der „banklinth“ und der „Ferienregion [24.Txa4 Txd5].
Heidiland“, dem Schachsport einiges und waren sehr gewogen. Dh4+ Ke8 Besser sah aus oder
möglich war: 33...g5! 34.Dxg5+ 24...Txd5 25.gxh5 Sb3 26.Lf4
Als Favoriten galten natürlich in erster Linie GM Thomas Pähtz aus Erfurt Kaum besser war: 26.Lxc4 Sxa1
Kf8!.
und die IM Branko Filipovic, IM Marinus Kuijf und IM Ali Habibi (siehe 27.Dxa1 Tf5.
34.Dh8+ Kd7
Rangliste). Diese Spieler waren es auch, die die besten und spannendsten 
26...Ta5!
Partien im Turnier beisteuerten, zwei davon sollen hier folgen.
++ + %Q 

❍ IM Filipovic, B./sui, 2383
● Just, W./ger, 2190
sche Springerzug soll nicht „Tempo-
verlust“ einbringen, wenn Schwarz + +++  67 % ++
Französisch C 00 später im Zentrum mit seinen Bau-   + ++ + + ++
Die 7. und letzte Runde: „Das war ern vorrücken sollte.  + +   + + ++
meine beste Partie“, als „hk“ den 8...d5 9.e5 a6 Vorteil für Weiß wäre:
Turniersieger 2012 von Bad Ragaz 9...d4? 10.Sc4! mit dem Ziel auf  +  ++ 67 + + +
IM Branko Filipovic (er ist auch d6. ++ +"+ # Q+ ! +
Schachlehrer in Birsfelden bei Ba- 10.c3 Sbc6 11.Sc2 Dc7 12.Le3
$+ + + +& ++ +"+#
sel) wegen Partien anfragte. Sf5 13.Lf2 h5 Verhindert das so-
1.e4 e6 2.d3 Nein, keine sofortige fortige g4, aber nicht auf Dauer! '+ + +() * $  + + +&
offene Schlacht, auch wenn es um 14.d4 cxd4 Ergibt einen Tempover- ,-./012345 '68 + +!() *
sehr viel ging - zuerst die positionel- lust in einer weitgehend geschlosse- Das folgende Bauernopfer forciert ,-./012345
le Einschätzung beider Kontrahen- nen Stellung - später auf der c-Linie. den Gewinn: Jetzt hat Schwarz entscheidenden
ten! 15.Scxd4 Scxd4 16.cxd4 0-0 17. 35.e6+! fxe6 36.Se5+ Kc7 37. Vorteil.
2...b6 3.g3 Lb7 4.Lg2 Se7 5.f4 Tc1 Lc6 18.h3! Und jetzt der Dxc8+ Kxc8 38.Kxf1 Und der al- 27.hxg6 hxg6 Schwächer war noch
g6 6.Sf3 Lg7 7.0-0 c5 8.Sa3!? wirksame Hebel gegen den Springer leinige Turniersieg war Tatsache! 27...Txa4 28.gxf7+ Kxf7 29.
Etwas eigenwillig, aber dieser ra- f5. 1:0 Lxc4+ Kf6 30.Lg5+ Kg7.
20 ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com
28.Dc6 Sd4 29.Dc7 Oder 29. 45 Novkovic Julia wf 2084 AUT 3½ ❍ Stockert, Laudris/ger, 1678
Sxd4 Dxd4+ 30.Kg2 Txa1 31. 46 Martin T Milan 2073 SVK 3½ ● Cantone, Giovanni/sui, 1783
Lxb8 Dxb2+ 32.Kg1 Dd4+ 33. 47 Plieger Josef 1970 AUT 3½ Pirc B 09
Kg2 Dd2+ 34.Kg1 De3+ 35.Kg2 48 Giacometto Mario 1990 ITA 3½
49 Remensberger Paul 2059 SUI 3½ Eine junge Nachwuchshoffnung, mit
Dg5+ mit Gewinn. 50 Guller Andras c 2109 LIE 3½ Weiß LaudrisStockert, aus dem
29...Sxf3+ 30.Kf2 Dxc7 31.Lxc7 51 Lusti Reto 1892 SUI 3½ Schachklub Brombach -ebenfalls in
Txa1 32.Lxb8 c3! 33.bxc3 Txf1+ 52 Hofer Emilian 1891 AUT 3½ voller Aktion.
undder b-Bauer geht zur Dame! Ei- 53 Bussa Paolo 1863 ITA 3½ 1.e4 d6 2.d4 Sf6 3.Sc3 g6 4.f4
ne Super-Kombinationspartie des 54 Jelic Dejan 1958 CRO 3½ Lg7 5.Sf3 0-0 6.e5 dxe5 7.fxe5
deutschen Grossmeisters - unter Ver- 55 Schwery Bernhard 1860 SUI 3½ Sd5 8.Lc4 Sxc3 9.bxc3 e6? das
wendung von Varianten mit GM 56 Leitgeber Roland 1806 AUT 3½
57 Bahl Felix 1869 AUT 3½ ergibt klaren Vorteil für Weiß, doch
Thomas Pähtz. 0:1 58 Bischofberger Dario 1764 SUI 3½ besser und genauer wären 9...Sd7
Endstand 59 Gassner Mathias 1948 AUT 3½ oder 9...Sc6.
1 Filipovic Branko i 2383 CRO 6,0 60 Hehle Bernhard 1893 AUT 3½ 10.0-0 Sd7 11.Lg5 De8 12.Dd2
2 Pähtz Thomas g 2436 GER 5½ 61 Penna Tommaso 1821 ITA 3½ Sb6 13.Ld3 Ld7 14.c4 c5 15.c3
3 Kuijf Marinus i 2415 NED 5½ 62 Binggeli Christian 2031 SUI 3,0 Tc8 16.Tac1 cxd4? Entdoppelt die
4 Kiese Matthias Prof Dr 2222 GER 5½ 63 Busch Michael 1503 GER 3,0 weißen Bauern. Es half etwas besser
5 Habibi Ali i 2290 GER 5,0 64 Rauscher Joachim 1854 GER 3,0
65 Ruescher Christian 2025 AUT 3,0
16...Lc6!
6 Just Wolfgang 2190 GER 5,0
7 Barletta Mauro c 2224 ITA 5,0 66 Strobl Helmut 1810 GER 3,0 17.cxd4 Lc6 18.Lf6 Lxf3? Der
8 Kelecevic Nedeljko i 2255 SUI 5,0 67 Michel Andreas 1891 SUI 3,0 Textzug assistiert wieder dem Wei-
9 Perman Sergey 2159 SUI 5,0 68 Kuhn Michael 1656 AUT 3,0 ßen.
10 Schneuwly Achim 2118 SUI 5,0 69 Zoller Patrik 1853 SUI 3,0 19.Txf3 Sd7 20.Tcf1 Sb6? Das
11 Srienz Christian 2266 AUT 5,0 70 Proyer Enno 1851 AUT 3,0 Ross geht auf eine unergiebige Wei-
12 Goldstern Filip f 2329 NED 5,0 71 Schwander Lukas 1685 SUI 3,0 Die Preisträger v. l.: Oben: Frank de. 21.Th3! h5
13
14
Vilerte Tamara
Legky Nikolay A
wg
g
2155
2423
LAT
FRA
5,0

72 Buechel Samuel
73 Frei Gustav
1792
1575
SUI
SUI
3,0
3,0
Weidt 3., Gregor Haag 1., FM Hans 

15 Prill Daniel 2153 GER 4½ 74 Heinzelmann Herbert-E. 1862 GER 3,0
Karl 2.; mitte: Org. IM Ali Habibi;
unten: Lutz Müller 5., Moritz + +) +
16
17
Medunova Vera
Hohlbein Michael
wi 2084
2056
CZE
GER


75 Perman Denis
76 Zahn Alina
1862
1861
SUI
GER
3,0
3,0 Vollenweider 4., Reto Marti 6. ++
18 Kummle Thomas Dr 2082 GER 4½ 77 Forster Markus 1914 SUI 3,0 ❍ Haag, Gregor/ger, 2197 &+"+
78 Ruzicka Tomas 1789 CZE 3,0 ● Arend, Michael/sui, 1911
19
20
Karl Hans
Maurer Fritz
f 2165
2165
SUI
SUI

4½ 79 Stadelmann Markus 1817 AUT 3,0 Grünfeld D 94 +++
21
22
Duebon Pierre
Schmitz Andreas Arn. c
2140
2082
GER
GER


80 Unterluggauer Adrian 1730
81 Halwachs Siegfried 1920
AUT
AUT
3,0
3,0
Der Jungmeister und Turniersieger +++
23 Meduna Eduard 2011 CZE 4½ 82 Schmid Jakob 1849 SUI 3,0 Gregor Haag (aus GER SC Brom-
bach) zeigte seine guten Qualitäten
!++"++*$
24
25
Bluhm Sonja Maria
Speck Hans
1935
2024
GER
SUI


83 Reust Erika 1841
84 Priamo Pierre-Andre 1830
SUI
SUI

2½ in allen Partiebereichen. %+Q+'
26
27
Naef Thomas
Sperzel Bernd
2103
1971
SUI
SUI


85 Brandl Lea Maria
86 Paliwoda Felix
1646
1696
GER
SUI


1.Sf3 d5 2.c4 c6 3.e3 Sf6 4.d4 g6 (+++*,-.
5.Sc3 Lg7 6.Ld3 0-0 7.0-0 dxc4
28 Siegel Adrian Dr 2005 SUI 4,0 87 Fuerst Alexander 1521 AUT 2½ 8.Lxc4 Sbd7 9.e4 b5 10.Ld3 b4 /012345678
29 Ammann Stephan 1604 AUT 4,0 88 Studer Kurt 1824 LIE 2,0 11.Se2 Auch 11.Sa4 war positi- 22.Txh5! Sxc4 23.Dh6 Lxh6 24.
30 Leitgeber Christian 1901 AUT 4,0 89 Britschgi-Zwimpfer Mi. 1676 SUI 2,0
onsgerecht. Txh6 Sb2 25.Th8# 1:0
31 Kurz Stefan 1905 SUI 4,0 90 Lachat Martin 1693 SUI 2,0 FM Hans Karl
32 Zuest Leonard 1963 SUI 4,0 91 Gruber Juerg 1652 SUI 2,0 11...e5 12.Dc2 Db6 13.h3 Weiß
33 Keller Andreas 2069 SUI 4,0 92 Lincke Paul 1543 SUI 2,0 will Le3 spielen, deshalb der Vor-
34 Zindel Ernst 1967 SUI 4,0 93 Grünert Robert 1471 SUI 2,0 sorgezug.
35 Just Joachim 2030 GER 4,0 94 Emmott Steven 1896 SUI 2,0 13...exd4 14.Sexd4 c5?! [14...
36 Kock Hans-Uwe f 2113 LIE 4,0 95 Meister Juerg 1808 SUI 1½ Sc5! mit Angriff auf die Positionen
37 Migliorini Matteo 1970 ITA 4,0 96 Novovic Momcilo 1787 AUT 1½ d3 und e4 war nachhaltiger].
38 Nguyen Nam-Khang 1822 SUI 4,0 97 Kirschenhofer Sabine 1299 AUT 1½
39 Schmidt Maurin 1964 SUI 4,0 98 Hofer Heinz 1729 SUI 1½ 15.Sb3 Lb7 16.Le3 Tfc8 [16...
40 Lehnert Michael 2030 GER 4,0 99 Ingold Willi 1747 SUI 1½ Tac8 war etwas präziser].
41 Schmitz Manuela wf 2044 GER 3½ 100Thurnheer Peter 1685 SUI 1,0 17.Tac1 Lf8 Der Nachziehende
42 Wurster Axel 2026 GER 3½ 101Gerold Alexander 1323 AUT 1,0 zeigt an, dass er sich leicht in der
43 Ernst Heinz 2021 SUI 3½ 102Odermatt Christoph 1478 SUI 0,0 Defensive befindet.
44 Prill Gerhard 2083 GER 3½ 103Laske Erich 2081 AUT 0,0 18.Tfd1 a5 19.Sbd2! a4 20.Lf4
9. Meielisalp-Open 2012 Te8 21.e5 Genauer scheint 21.
Te1.
Jungmeister Gregor Haag (GER) mit Solo-Sieg 21...Sd5 22.Lg3 b3 23.axb3


++ +
++++
+++
++
++++ Grace Schwander (*13.05.2003)
!++"+#"$ ein Multitalent!? Sie ist
vielsprachig, spielt Querflöte.
%Q&#+' nimmt Ballettunterricht - und spielt
(+)**+,-. seit einem halben Jahr Schach!
/012345678 Endtabelle nach 5 Runden
23...Sb4! 24.Db1 Sxd3?! [24... 1 Haag Gregor 2197 GER 4.5 15.0
axb3 und der Springer steht ganz 2 FM Karl Hans 2160 SUI 4.0 15.5
3 Weidt Frank 1999 GER 3.5 15.0
gut]. 4 Vollenweider Moritz 1857 SUI 3.5 14.0
25.Dxd3 Tad8 26.Dc4 La6 27. 5 Müller Lutz 2100 GER 3.0 14.0
Die Teilnehmer in frischer Bergluft Dxa4? Es sieht jetzt ganz nach 6 Marti Reto 1932 SUI 3.0 14.0
Im Frühjahr und Herbst findet es statt: Das schon zur 9. Austragung gekom- Mangel an schwarzen Bauern aus. 7 StockertLaurids 1678 GER 3.0 13.5
mene Amateurturnier ob Leissigen und dem Thunersee im Berner Oberland. 27...Le2 28.Te1 Lb5 29.Dh4 8 Nohl Hansjörg 1839 SUI 3.0 13.5
Es wies diesmal 30 Teilnehmer aus - davon 6 Kinder bzw. Jugendliche mit Lg7 30.Tcd1 Sf8 31.Se4? Kla- 9 Schaerer Marc 1746 SUI 3.0 13.0
eigener Austragung. Das Wochenend-Turnier (zweieinhalb Tage für 5 Run- 10 Arend Michal 1911 SUI 2.5 14.5
rer wird der weiße Vorteil nach 31. 11 Reich Erwin 1848 SUI 2.5 14.0
den), in landschaftlich reizvoller Feriengegend, wird gesponsert vom Hotel Sc4! Lxc4 32.Txd8 Txd8 33. 12 Wallmüller Peter 1775 SUI 2.5 13.0
Meielisalp durch die Familie Bettler. Der Schachklub Brombach aus Inzlin- bxc4. 13 Florin Jon 1756 SUI 2.5 12.5
gen (in der südwestlichen Dreiländereckebzw. Südschwarzwald 31...Txd1 32.Txd1 Ta8? Zu lang- 14 Wallmüller Jörg 1840 SUI 2.5 12.0
liegend), zeichnet mit IM Ali Habibi und Markus Haag, dem 1. Vorsitzenden sam, aktiver wäre 32...Le2! gewe- 15 Schwander Lukas 1685 SUI 2.5 9.5
des dortigen Klubs, sich aus mit einer bewährten und guten Organisation. sen, aber auch möglich z.B.: 32... 16 Catone Giovanni 1783 SUI 2.0 12.0
Ungefährdet und mit 4,5 Punkten aus 5 Runden meisterte der junge Gregor Le2 33.Td6 Dxb3 34.Sf6+ Lxf6 17 Geiger Joachim 1763 GER 2.0 11.0
18 Baumann W. Jun. 1530 SUI 1.5 11.5
Haag aus Inzlimgen (er gewann auch das Blitzturnier) seine Kontrahenten 35.exf6 h5 36.Dg5! 19 Muller Daniel 1729 SUI 1.5 10.0
vor FM Hans Karl und Frank Weidt. Es gab sechs Preise in Form von Hotel- 33.De7 Ta7 34.Dxc5 Dxc5 35. 20 Baumann W. Sen. 1341 SUI 1.5 9.0
gutscheinen. Eine weitere Auflage dieses Wochenendturniers sollte wieder Sxc5 Le2 36.Td8 und Schwarz 21 Moser Miriana 1200 SUI 1.0 9.5
im Herbst 2012 stattfinden. strich die Segel! 1:0 22 Pichler Andreas 1200 SUI 0.0 9.0
ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com 21
Zum 65. Geburtstag von die bessere Feinwertung sprach für Baumbach, der Nesis im direkten Ver-
gleich auch besiegt hatte. Zu diesem Spiel gibt es eine kuriose Geschichte,
an die sich Baumbach noch heute gern erinnert: „Die Partie gegen Nesis war

Gennadi Nesis die wichtigste meines Lebens und verursachte mir unterwegs viel Aufregung.
Es war kurz vor Weihnachten, als ich meine Antwort für den 13. Zug in den
Briefkasten warf“, erzählt Baumbach. „Aber nachts kamen mir Zweifel, ob
ich die richtige Fortsetzung gewählt hatte. Am Morgen lauerte ich deshalb
Der bekannte russische Schachspieler und Trainer Gennadi Nesis feierte am dem Briefträger auf. Dieser war so freundlich und gab mir die Karte auch
22. Mai seinen 65. Geburtstag. Rochade Europa gratuliert ihrem langjährigen ohne Bestechung wieder heraus. Ich hatte vorsorglich etwas Geld einge-
Autor, der aus Leningrad stammt. Mit sieben Jahren hat Nesis das Schach- steckt, um ihn zu überzeugen, was aber nicht nötig war. So konnte ich mei-
spiel von seiner Mutter erlernt, die Großmutter hingegen las ihm in jener Zeit nen Zug nochmal überdenken.“
lieber Verse von Der Name Gennadi Nesis ist auch eng mit dem eines Weltmeisters im Nah-
Puschkin vor. Erst mit schach verbunden. Es handelt sich um den früheren FIDE-Champion Ale-
13 Jahren kam Genna- xander Khalifman. Gennadis berühmtester Schüler aus St. Petersburg holte
di dann zum aktiven 1999 im amerikanischen Spielerparadies Las Vegas den WM-Titel. Nachdem
We t t k a m p f s c h a c h .
Khalifman in dem K.-o.-Turnier das Halbfinale erreicht hatte, flog Nesis
Sein erster Trainer war
der bekannte Schach- über den Atlantik und stand seinem Zögling von da an sowie im Finale gegen
pädagoge Andrej Batu- den Armenier Wladimir Akopjan zur Seite. Aber Gennadi hatte früher auch
jew, der einst auch andere Koryphäen wie die Großmeister Gata Kamsky, Wladimir Jepischin
Viktor Kortschnoi be- oder Konstantin Sakajew unter seinen Fittichen. Ende der 90er Jahre ent-
treute. Nesis ist bis deckte der Schachpädagoge den kleinen Iwan Somow aus dem Petersburger
zum heutigen Tag auf Gebiet. Wanja hatte viel Talent und reiste mit seinem väterlichen Freund Ne-
vielen Feldern aktiv, sis schon früh in der Schachwelt umher, nicht nur zu Welt- und Europameis-
was es schwierig terschaften seiner Altersklasse. So war er 1999 mit in Las Vegas und erlebte
macht, alle lückenlos dort Khalifmans Triumph, er kam mit Nesis mehrmals zu Schachevents nach
aufzuzählen. Versu- Budapest und auch zum Dortmunder Chess Meeting. Im Sommer 2002 be-
chen wir es: suchte Wanja das WM-Kandidatenturnier in der Westfalenhalle und setzte im
Gennadi Nesis ist Open selbst die Figuren. Es sollte sein letztes Turnier sein. Kurz darauf kam
Doktor der Pädagogi- der aufgeweckte und stets fröhliche Junge mit 12 Jahren zu Hause bei einem
schen Wissenschaften tragischen Verkehrsunfall ums Leben.
und promovierte an
der Universität in St.
Petersburg zum The-
ma Schach. Er ist Se-
niortrainer der FIDE
und hat sich auch seit
langem als Buchau-
tor einen Namen ge-
macht. Allein in Genadi Nesis
Deutschland erschien mehr als ein Dutzend Schachbücher aus seiner Fe-
der, vor allem im Beyer Verlag. Zu den bekanntesten zählen „Die Kunst
der Vereinfachung“ und „Übergang ins Endspiel“ sowie „Khalifman - Life
and Games“, das in mehreren Sprachen herauskam, aber auch Eröffnungsbü-
cher. Zuletzt hatte ich das Vergnügen, das instruktive Buch „Königsindische
Verteidigung – richtig gespielt“ von ihm zu übersetzen. Gemeinsam mit sei-
ner Ehefrau Swetlana lebt der Jubilar in Saarbrücken, wo er sich ebenfalls
um die Popularisierung des Schachs bemüht, Nachwuchstalente trainiert und
Turniere organisiert. Der unermüdliche Schachautor, -trainer und -organisa-
tor fährt jedes Jahr mehrmals in seine Heimatstadt St. Petersburg, wo ein re-
ges Schachleben herrscht und ohne ihn undenkbar ist.

Züge per Post und WM-Trainer Mit Wanja Somow in Dortmund


Seither organisiert Gennadi Nesis in Kirishi in der Nähe von St. Petersburg
das Wanja-Somow-Gedenkturnier, mit dem an seinen Zögling erinnert wird
und wo junge hochbegabte Spieler gefördert werden. In den vergangenen
Jahren trugen sich dort solche Nachwuchsstars und heutige Supergroßmeister
wie Sergej Karjakin oder Jan Nepomniatschi in die Siegerliste ein. Vor weni-
gen Tagen (nach Redaktionsschluss) ging gerade das 10. Somow-Memorial
zu Ende. Die Tradition wird fortgesetzt.
Obwohl Gennadi Nesis nun das Rentenalter erreicht hat, steckt er noch voller
Pläne. So arbeitet er zum Beispiel am zweiten Teil einer Autobiographie.
Sein Buch „Rückkehr ins gelebte Leben“ wurde in der Heimat bereits mit
großem Interesse aufgenommen. Darin schuf der Autor, der einen brillanten
Erzählstil hat, zwei Generationen der Leningrader Intelligenz ein bleibendes
Denkmal. Besonders gelobt wurde das Buch von Gennadis Freund Wladimir
Altschuler, einem bekannten Dirigenten der St. Petersburger Philharmonie.
„Die literarische Arbeit von Nesis ist sehr wichtig für das bessere Verständ-
nis unserer Geistesgeschichte. Sie spricht ältere Generationen, aber auch die
Jugend an“, betonte der Kapellmeister. - Sicher können wir auch in Zukunft
vom Multitalent Gennadi Nesis in der Schachszene und darüber hinaus noch
viel Neues und Interessantes erwarten. Dagobert Kohlmeyer
❍ G. Nesis - ● R. Tischbierek Ke7 32.Tg3 Kf7 33.Tb3 Ke7 34.
Teleschach-Olympiade1990 g4 e5 remis
Slawisch D 17 

Mit Alexander Khalifman
1.d4 d5 2.Sf3 Sf6 3.c4 c6 4.Sc3  + + +
Die größten sportlichen Erfolge erzielte Gennadi Nesis im Fernschach. In
dxc4 5.a4 Lf5 6.Se5 e6 7.f3 Lb4
8.e4 Lxe4 9.fxe4 Sxe4 10.Ld2
    
seinem ersten Fernturnier 1971 qualifizierte er sich für die 12. Fernschach-
meisterschaft der Sowjetunion, wo er 1975/76 den zweiten Rang belegte. Dxd4 11.Sxe4 Dxe4+ 12.De2  + +  
Diese Platzierung erreichte er auch bei der 13. UdSSR-Meisterschaft Lxd2+ 13.Kxd2 Dd5+ 14.Kc2  + 
1977/78. Mit dem Team von Leningrad gewann er die 5. Mannschaftsmeis- Sa6 15.Sxc4 0-0 16.De5 Tfd8
17.Le2 f6 18.Dxd5 cxd5 19.Sa5
+ + ++
terschaft des Landes. Ebenso siegte Gennadi Nesis mit der Sowjetunion in
der 1. Europa-Mannschaftsmeisterschaft. 1983 beendete er das Weltpokaltur- Tdc8+ 20.Kb1 Sc5 21.Tc1 b6 + + + + !
nier und auch das Keres-Memorial als Gewinner. Im gleichen Jahr verlieh 22.b4! bxa5 23.bxc5 Tab8+ 24. "#+ + + $
ihm der Weltfernschachverband ICCF den Titel Internationaler Fernschach-
meister. Im Finale der 11. Weltmeisterschaft belegte er 1989 hinter dem Ber-
Ka2 Tc7 25.La6 Tc6 26.Lb5
Tc7 27.Tab1 Kf7 28.Tb3 Ke7 %+  + + &
liner Fritz Baumbach den zweiten Platz. Beide erreichten 10,5 Punkte, aber 29.Th3 h6 30.Tg3 Kf7 31.Tb3 '()*,-./01
22 ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com
Aus der Europäischen Von Cardiff aus reiste Danailov weiter nach Edinburgh (Schottland), wo er
am 29. April zum ECU-Schulschach-Programm ein Treffen mit dem Präsi-
Schachunion (ECU) denten der Schottischen Schachföderation Michael Hanley, dem Delegierten
Andy Howie und dem Internationalen Schiedsrichter Alex McFarlane hatte.
Bis zum 15. Mai 2012 konnten bei der ECU Vorschläge zur Änderung der Auch hier wurde Danailov wieder von Veselin Topalov begleitet. Im zweitäl-
Turnierordnung eingereicht werden. Berechtigt hierzu waren alle Mit- testen Schachklub der Welt, dem 1822 gegründeten Edinburgh Schachklub,
gliedsföderationen der ECU, die Zonenpräsidenten, ECU-Vorstandsmitglie- spielte Topalov simultan gegen 20 örtliche Spieler und verlor bei einem Ge-
der und Mitglieder einer Kommission, die bei der ECU-Generalversamm- samtergebnis von 16,5:3,5 nur eine Partie, die nämlich gegen den schotti-
lung bestimmt wurde. Alle Vorschläge zur Änderung der Turnierordnung sol- schen Meister 2010, IM Andrew Greet.
len auf der ECU-Website veröffentlicht werden, um vollständige Transpa- Auf den Faröer Inseln (30. April – 1. Mai) unterhielt sich ECU-Präsident
renz herzustellen. Die endgültige Fassung der Änderungen in der ECU-Tur- Silvio Danailov mit dem Premierminister des Landes Kaj Leo Johannesen
nierordnung wird von dieser Kommission niedergeschrieben. Nach der An- über die weitere Entwicklung des Schachspiels auf den Faröer Inseln und
nahme durch den ECU-Vorstand wird sie Bestandteil der Agenda für die über die ECU-Vision, den so genannten „kleinen Nationen“ bei der Entwick-
nächste Generalversammlung im Rahmen der von den ECU-Statuten vorge- lung des Schachs zu helfen.
sehenen Fristen.
Ende April 2012 brach ECU-Präsident Silvio Danailov zu einer Promotion-
Tour für das ECU-Schulschach-Programm auf. Erste Station war Wien
(Österreich), wo Danailov am 27. April ein Seminar eröffnete mit dem The-
ma „Übertragung politischer Unterstützung in Finanzierung von Projekten
und Verbesserung bestehender Programme“. Danailov selbst sprach zu dem
Thema „Was Politiker über Schach in Schulen denken“. Weitere Sprecher
waren Jan Callewaert (Präsident der Kasparov Chess Foundation Europe),
Hermann Zemlicka (Präsident des Landesverbandes Oberösterreich), Mal-
colm Pein (Schach in Schulen und Kommunen/London) und Stanislav Vlcek
(Schulschach-Koordinator der Slowakischen Schachföderation für die west-
liche Slowakei. Die Veranstaltung wurde organisiert von Stefan Löffler für
die Organisation „Spielend Schlauer“, deren Ziel es ist, Schach in die Grund-
schulen zu bringen. Veranstaltungsort war das Museum Albertina. Ein sport-
liches Highlight bot mit einem Uhrensimultan der frühere Weltmeister Vese-
lin Topalov gegen Top-U-18-Spieler aus Österreich, Ungarn, der Slowakei
und der Tschechischen Republik.

Premierminister Johannesen, früher Torwart der Fußball-Nationalmann-


schaft der Faröer Inseln, ist ein großer Liebhaber des Schachs. Foto: ECU
Der ECU-Präsident hatte auch ein Treffen mit dem Minister für Bildung,
Forschung und Kultur, Bjørn Kalsø, und mit dem Präsidenten sowie dem
Vorstand der nationalen Schachföderation der Faröer Inseln.
Den Abschluss seiner Promotion-Tour bildete am 2.-3. Mai ein Besuch in
Oslo (Norwegen). Hier traf sich der ECU-Präsident mit dem Präsidenten der
Norwegischen Schachföderation Jøran Aulin-Jansson und der Generalsekre-
tärin Liv Mette Harboe.
Zum Thema Schulschach äußerte sich in einem Interview für den ECU-
Newsletter Leo Battesti, Vizepräsident der Französischen Schachföderation
und Verbands-Präsident auf Korsika. Nach dem Nutzen des Schachspiels be-
fragt, meinte Battesti: „Die sozialen und erzieherischen Werte des Schach-
spiels sind beträchtlich und besonders bemerkenswert im Kontext der gegen-
Von links: Veselin Topalov, Robert Zsifkovits (Vizepräsident Österrei- wärtigen globalen Krise. Dieser Sport lehrt insbesondere den Respekt vor
chische Schachföderation) und EXCU-Präsident Silvio Danailov. Foto: ECU Regeln und den Respekt voreinander. Das Schachspiel lehrt auch, zu denken,
Nächste Station der Schulschach-Promotion-Tour von Silvio Danailov war bevor man handelt und dass man sich mit seiner eigenen Verantwortung be-
Cardiff (Wales) am 28. April. Dort betonte Danailov: „Schach ist mehr als fassen muss. Die weitere Entwicklung des Programms sehe ich sehr optimis-
ein Sport!“ Er verwies auf die kulturellen Auswirkungen, die das Schachspiel tisch.“
in der Gesellschaft haben kann, indem es die Möglichkeit bietet, Generatio- Nehmen Sie als Beispiel Korsika, wo
nen zu verbinden über ethnische Gruppen und ökonomische Unterschiede ich Verbandspräsident bin. Vor 15 Jah-
hinweg. Schach als Sport wirke ausgleichend und die Organisationskosten ren gab es dort 120 registrierte Spieler.
dabei relativ niedrig. Im Schach brauche man außerdem keine großen Sta- Jetzt sind es 5.500, und das bei einer
dien oder Golfplätze, modisches Schuhwerk oder teure Ausstattung. Bevölkerung von 300.000 Einwohnern.
Während seiner Tour erhielt der Präsident immer wieder positives Feedback Ein Weltrekord. Wir haben viel Basis-
zum sozialen Nutzen, den Schach zum Beispiel bei Kindern mit Lernschwie- Arbeit geleistet, die Lehre des Schach-
rigkeiten und körperlichen Behinderungen haben kann, und wie wunderbar spiels während der Schulzeit entwi-
es ist, dass Jungen und Mädchen diese internationale Sprache für das Leben ckelt und vor allem, das ist eine uner-
lernen können. lässliche Bedingung, im Zusammen-
wirken mit den Schachvereinen. Wir
profitieren nun von den positiven Aus-
wirkungen einer Politik, die sich von
der desaströsen Elite-Konzeption ent-
fernt. Nach Europa werden andere Leo Battesti
Kontinente folgen. Viele Länder sind bereits diesem Beispiel gefolgt. Der äl-
teste Sport der Welt ist zugleich der modernste. Die Entwicklung an der Ba-
sis, bei der Masse, wird sich auch auf das internationale Schachsystem aus-
wirken, man wird zum Beispiel schneller spielen, und indem wir die Basis
der Pyramide in großem Maßstab verbreitern, werden auch die professionel-
len Spieler mehr Gelegenheiten haben, in Würde von ihrem Talent zu leben.“
Gerald Schendel

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Biete  Aus Platzmangel an Liebhaber abzugeben! Schachtisch aus Naturholz
mit gewundenen Säulen (Meisterstück von Holzdrechsler von etwa 1948-50),
Simultan im Edinburgh Schachklub. Foto: ECU restaurierungsbedürftig, Preis nach Vereinbarung. Außerdem biete ich noch Zeit-
Danailov wurde auf seiner Reise begleitet von dem Weltmeister des Jahres schriften an! „Schach“ Jahrgänge 1962-91, „Schach-Report“ 1991-96, Schach-
2005, dem bulgarischen Großmeister Veselin Topalov. Dieser spielte in Car- Kalender (Edition Marco) 1990.2004, gleichfalls zu VP. Anfragen Bitte an Wolf-
diff simultan gegen 25 örtliche Spieler. gang Ehnert, Neuer Weg 31, 09526 Olbernhau,  037360-692872
ROCHADE EUROPA Nr. 5 Mai 2012 www.rochadeeuropa.com 23
BdF: Deutscher In meinem letzten Artikel habe ich bereits versucht, mit dem Vorurteil aufzu-
räumen, dass der Engineeinsatz ein Übel sei, welches dem eigenem Spiel
schadet und nicht förderlich für die Entwicklung des Schachs sei. Und sollte
Fernschachbund es immer noch einige unter Ihnen geben, die trotz dieser vielen Vorteile ein-
mal Abstand von computerunterstützten Partien brauchen, dem lege ich die
Turniere in die eigenen vier Wände bringen enginefreien Turniere ans Herz. Hierbei sind Engineunterstützungen strengs-
Während zurzeit die Schachfans rund um den Globus nach Moskau blicken, tens verboten und werden mit Turnierausschluß geahndet. Eine sehr interes-
wo sich zwei Kontrahenten um die Schachkrone prügeln, steht der Turnie- sante Möglichkeit für viele sich weiterhin ausschließlich auf Ihr eigenes
ralltag anderorts selbstverständlich nicht still. Zahllose Turniere finden paral- Können zu verlassen.
lel zur Schachweltmeisterschaft 2012 statt und die Frage, die sich dem ambi- Es gibt noch so viele verschiedene Angebote, doch all diese zu nennen würde
tionierten Denksportler stellt, ist, ob man beides irgendwie effektiv koppeln den Rahmen sprengen. Erkundigen Sie sich einfach auf unserer Seite (s. En-
kann? de des Artikels) und schnuppern Sie zunächst mal, bevor Sie ihre Fern-
Schach ist bekanntlich ein Spiel, welches mehrere Stunden dauern kann und schachkarriere beginnen. Und wer diesen Schritt wagt, wird sicherlich bald
das folglich sehr an den Energiereserven zapft. Nicht einmal bloß kam es die ersten Erfolge einheimsen.
vor, dass große Spieler in einem Turnier an Ausdauer und Tempo einbüßten, Titeljagd
weil sie nach den ersten Runden völlig brach waren. Doch nach dem Spiel ist Träumen sie auch davon, sich irgendwann einen Titel zu krallen? Einmal sa-
vor dem Spiel ist die Devise eines jeden Turnierspielers. Just nach der Partie gen zu können, ich bin FM/IM/GM Mustermann, das hätte schon was. Doch
geht es bereits an die Vorbereitungen für die zweite Runde und jeder ist froh, wie genau kann man gegen die Flut an Jugendlichen ankommen, die so am-
wenn er trotz Vorbereitung jene kleine Zeitfenster erhaschen kann, in denen bitioniert und energisch im Nahschach darum kämpfen, Titel und Normen zu
er sich kurz durchstrecken und einmal neue Luft einatmen kann, bevor die erspielen? Schreiben Sie sie nicht ab, es gibt immer Alternativwege. Einer
Analyse weitergeht. davon ist das Fernschach. Denn wie im Nahschach gibt es auch hier die
Arbeiten von zu Hause aus Möglichkeit, offizielle Titel zu erhaschen.
Wäre es denn nicht schön, wenn man sich trotz der stressigen Vorbereitung Selbiges ist natürlich mit einem gewissen Leistungsaufwand verbunden,
gemütlich auf das Sofa lümmeln könnte, die Füße hochlegen und sich ge- denn nichts ist kostenlos. Doch für all jene, die ihre Zenit im Nahschach be-
mütlich an den Grimassen Gelfands oder dem müden Blick Anands während reits erreicht sehen und einen Fortschritt nur schwer vorstellbar scheint, der
ihren Wettkampfpartien ergötzen könnte? Doch dafür bleibt, mit eventueller kann seinen Weg über das Fernschach gehen. Beweisen Sie hier Ihre Fähig-
Ausnahme der Ruhetage, kaum Zeit. keiten und ergattern Sie sich die Titel, was im Nahschach irreal scheint ist im
Und sollten Sie auch zu jener Kategorie Spieler gehören, die durch den Tur- Fernschach immer noch real.
nieralltag manchmal gestresst sind und sich auf die Finger beißen könnten, Der BdF und die ICCF bieten Normturniere an, bei denen Sie sich mit vorhe-
dass ihr langersehntes Turnier zufällig die Datierung mit einem großen Er- riger Qualifikation beweisen können. Wer jedoch nach Perfektion und dem
eignis (in diesem Fall die Schach-WM 2012) kreuzt, dann habe ich hier eine ultimativem Triumph strebt, der steckt seine Ziele bekanntlich höher: Welt-
gute Medizin (garantiert nicht rezeptpflichtig): Fernschach! meister werden!
Hier haben sie kein Zeitfenster von zwei bis vier Stunden, in denen Sie ihre Auch dies ist beim Fernschach gegeben und wird regelmäßig ausgetragen.
Partie gespielt haben müssen, sondern sind mit einem Zeitreglement geseg- Diese Partien bieten immer eine Fülle von spannungsgeladenen Partien und
net worden, welches mehrere Tage bzw. Wochen bis zur ersten Zeitkontrolle sind ein Genuss für jeden Schachfreund. Vielleicht steckt in Ihnen ja der
(i.d.R. nach je zehn Zügen, danach wird die Zeit erhöht) vorsieht. Hier gibt nächste Fernschachweltmeister!
es reichlich Zeit, sich mit den eigenen Stellungen zu befassen und dennoch So viele sagen, man bekäme im Leben keine zweite Chance… doch hier ist
die süßen Freuden des Lebens zu genießen. sie!! Ergreifen Sie sie und nutzen Sie diese Gelegenheit, ihrem Spiel neues
Leben zu verleihen und sich noch einmal auf die (inter-)nationale Turnier-
Fernschach hat seine eigene Uhr und die begünstigt vor allem die Arbeiten- bühne zu begeben und um Titel, Trophäen und Prestige zu kämpfen! Der ers-
den unter uns oder jene, die keine Zeit/Kraft/Möglichkeit haben, aus ihren te Schritt kann über den Deutschen Fernschachbund (BdF) laufen, indem Sie
Wänden herauszubrechen und sich auf Nahschachturnieren mit gleichgesinn- sich auf unserer Seite als offizieller Fernschachspieler registrieren und bin-
ten um Wertungspunkte und Prestige zu raufen. nen paar Tage bereits loslegen können. Wem der nationale Erfolg nicht reicht
Man erfährt einen geringeren Stressfaktor, als wenn man mit einer vor sich kann sich selbstverständlich auch auf internationaler Bühne austoben. Begin-
stehenden, tickenden Uhr spielt und kann sich die Zeit frei einteilen. So ist nen Sie noch heute Ihre Laufbahn, die viele eingeschlagen haben und sicher-
man frei zu entscheiden, ob man sich nach einem anstrengenden Tag vor den lich nur wenige bereut haben.
Rechner setzt und die Turnierentscheidende Partie analysiert. Es gibt so viele Sollte ihre Neugier geweckt und ihre Ambitionen für das Fernschach ent-
Talente hier bei uns und ein Großteil von Ihnen hängt ihre Schachfiguren an facht worden sein, so würden wir uns freuen, wenn wir sie bald auf Turnier-
den Nagel, weil sie einfach nicht die Möglichkeit haben, sich aktiv am Tur- ebene antreffen könnten. Hierbei wenden Sie sich bitte an unsere Homepage,
niergeschehen zu beteiligen. Dies resultiert in einer eventuellen Frustration wo ausführliche Auskünfte zu finden sind.
und letztlich zur geringeren Begeisterung für das Spiel. Und das möchte ich Der Deutsche Fernschachbund e.V. (BdF) im Internet:
Ihnen ersparen! Genießen Sie das Spiel in seinen vollen Zügen; es bietet so
viele Möglichkeiten, nicht nur für den sportlichen Aspekt, sondern auch für www.bdf-fernschachbund.de.
das Leben. Infos gibt es kostenlos auch schriftlich auf Anforderung von Harry Gromot-
ka, Bertha-von-Suttner-Ring 37, 25436 Tornesch, Fax 04122-54007,
Den Turnierkalender füllen E-Mail: schatzmeister@fernschachbund.com. Wedrychowski Lukas
Ich weiß nicht genau wie es Ihnen geht. Doch hier auf dem Lande, außerhalb
der Metropolen, wo reichliche Angebote für den begeisterten Schachspröss- PETER KRYSTUFEK
ling bestehen, hat man ohne fahrbaren Untersatz leider einige Probleme, re- KNIFFEL-SCHACH
gelmäßig auf Turniere zu fahren. Selbstverständlich gibt es hier auch welche,
doch was wenn man mehr will als nur ein bis zwei Mal im Jahr, abgesehen 8 u7u7u7u7 8
von den Mannschaftskämpfen, Turniererfahrung zu sammeln? 7 7u7u7u7u 7
Keine Sorge, ein schwatze Ihnen keinesfalls irgendeine Wohnung an und
überrede sie zum Umzug. Was ich Ihnen jedoch nicht vorenthalten kann ist, 6 u7u7u7u7 6
dass es dennoch zahlreiche Möglichkeiten gibt, seinen Turnierkalender zu 5 7u7u7u7u 5
füllen trotz mangelnden fahrbaren Untersatzes, unabhängig von Tages-, Mo-
nats- oder Jahreszeit und mit moderatem Nenngeld. So veranstaltet u.a. der 4 u7u7u7u7 4
haben. Hierzu musste aber der
BdF (Deutscher Fernschachbund) und das internationale Organ, die ICCF 3 7u7u7u7u 3 schwarze b-Bauer zuerst die b-Linie
(International Correspondence Chess Federation) zahlreiche (Dauer-)Tur-
niere, für die man sich anmelden kann und gemütlich spielen kann. 2 u7u7u7u7 2 öffnen (schlug entweder einen wS,
Zu den begehrtesten gehören zweifelsohne die Aufstiegsturniere (national 1 7u7u7u7u 1 wT oder wD). Anschließend wan-
wie auch international). Bestehend aus drei Klassen, der offenen, der Haupt- delte der weiße a-Bauer auf b8 um
A B C D E F G H in diejenige Figur, die der schwarze
und der Meisterklasse, geht es darum sich in jeder Sektion zu beweisen und
um den Aufstieg in die nächsthöhere Klasse zu kämpfen. Beginnend in der Wer sind die fünf Unbekannten b-Bauer zuvor auf c6 geschlagen
offenen Klasse ist das Ziel vieler Fernschachbegeisterter den Einzug in die auf b1, c2, c4, d1 und g5? hatte. Zuletzt wurde der sL geschla-
höchste Gruppe, der Meisterklasse. Dort widerum kann man sich durch Er- Bitte Postkarten oder Fax (07152- gen (wTxsLe8+). Die restliche Fi-
folge für die Vorrunde der Deutschen Fernschachmeisterschaft qualifizieren. 27170) an Peter Krystufek, Post- guren-Reihenfolge lautet also
fach 1505, 71205 Leonberg. schwarzer b-Bauer, weißer f-Bau-
Der Titel des Deutschen Fernschachmeisters ist begehrt und daher hat man er, weißer Turm auf Reihe 8.
mit einigem Widerstand zu rechnen. Doch die Erfahrungen die man dabei Verlost werden 6 Preise:
mitnimmt, sind unbezahlbar auch für das eigene Nahschach. 6x Soduko-Schachkarten Buchpreise:
Neben den Aufstiegsturnieren stehen dem ambitionierten Spieler auch weiter Einsendeschluss bis X.VI.MMXII
Möglichkeiten offen, sich vom Sofa aus aktiv am Turnierleben zu beteiligen. Auflösung Mai-Kniffel: Soduko-Schach
So gibt es zahlreiche weitere Turniere, wie etwa die Pyramide, wo man sich Der weiße a-Bauer konnte als Erster Angela Städter, 15537 Grünheide
von der Basis aus gegen Kontrahenten an die Spitze spielt. nur einen sS geschlagen haben (ein Karl Roscher, 69151 Neckargemünd
Aber auch Mannschaftsfreunde kommen nicht zu kurz. Schach ist bekanntlich anderer Schwarzer stand zu diesem Herbert Oberfichtner,
auch ein Mannschaftssport. Hierbei lassen sich im Turnierkalender auch Zeitpunkt für den ersten Schlagfall 91555 Feuchtwangen
Mannschafts-KO.-Turniere oder aber reguläre Ländervergleiche finden. Und nicht zum Schlagen zur Verfügung). Jürgen Berthel, 70597 Stuttgart
ganz ehrlich, wer hätte nicht mal Lust repräsentativ für sein Land an den Start Der weiße f-Bauer konnte nur einen Frank May, 55543 Bad Kreuznach
zu gehen und seine Flagge im Kampf mit anderen Nationen zu verteidigen? (schwarzfeldrigen) sT geschlagen Bernd Steiger, 07426 Königsee
24 ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com
vermag keinen nützlichen Zug zu übliche Antwort, wenn Weiß et-
Großmeister Dragan finden, während Weiß viele zur
Verbesserung seiner Stellung be-
was vom Feld e4 wegschaut.
4.g3 Lb7 5.Lg2 c5 Scheint et-
Barlov kommentiert: sitzt. Eine ziemlich gefährliche
Stellung für Schwarz, da die wei-
was riskant - üblicher ist 5.Le7.
6.d5 Diese aggressive Fortsetzung
ßen Figuren, im Gegensatz zu den wurde in seinen Tagen durch Aki-
schwarzen, sehr gut koordiniert ba Rubinstein empfohlen. Gegen
Russische Mannschaftsmeisterschaft sind. diesen Plan braucht man eine groß
Sotschi 08.-16.04.2012 
18...Dc7 19.e6!! Genauigkeit in der Verteidigung
seitens des Schwarzen: Er ist ver-
Die russischen Mannschaftsmeisterschaften (8.-16. April) fanden in die- +++
 pflichtet, den Bauern zu nehmen,
sem Jahr erneut in der Nähe von Sotschi statt. Während sie in den ver-
gangenen Jahren im Format Jeder-gegen-Jeden ausgetragen wurden,   + um Schwierigkeiten mit der Ent-
wählte man diesmal als Modus das Schweizer-System bei 18 teilneh-  + ++ wicklung seiner Kräfte am Da-
menflügel vermeiden zu können,
menden Teams. Die Meisterschaften waren erneut stark besetzt. Die
Top-Teams ShSM-64 Moscow, Economist-SGSEU Saratov, St. Peters-
+ + + Q aber das führt zu einer unbeque-
burg Chess Federation, Tomsk - 400 oder Ugra, Khanty-Mansiysk wie-  +  +  men Fesselung des Bauern d5.
Weiß wird diese Tatasache benut-
sen allesamt einen Schnitt von 2700 und mehr auf und hatten neben rus-  + + zen, um in der Zukunft eine
sischen Spitzenspielern auch einige Gastspieler aus dem Ausland im
Aufgebot. Parallel fanden auch die Meisterschaften der Frauen statt, al-
 + + + Grundlage für seine Steine auf d5
lerdings nur mit sieben Mannschaften. Quelle: ChessBase 
 + + zu schaffen. Die ganze Variante
führt zu einem spitzen und ge-
❍ Morozevich, Alexander/2765 La3 Tb8 18.Lxd5 exd5 19.e6 
Erlaubt die Aktivierung der wei- spannten Kampf, in dem der erste
● Jakovenko, Dmitry/2729 g6 20.exf7+ Dxf7 21.Tfe1+, 1:0, ßen Kräfte. Vielleicht schätzte Figurentausch nach 11 Zügen ver-
2. Runde Damengambit D 16 Morozevich - Khairullin/Jurmala Dmitry diese Stellung als leicht wirklicht wird.
1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sf3 Sf6 2012. haltbar ein, aber das sollte etwas 6...exd5 7.Sh4 g6 8.Sc3 Lg7
Schwarz spielt die slawische Ver- 16.0-0 Weiß besitzt für zwei geop- optimistisch sein. Dank des unro- 9.Lg5! Wir tauchen ein bisschen
teidigung, die Dmitry gerne gegen ferte Bauern die Initiative und hat chierten Königs stehen die weißen in die Geschichte ein! In der Partie
d4, c4 spielt. den gegnerischen Königsflügel Aktien sehr hoch. Alejechin - Capablanca/New
4.Sc3 dxc4 5.a4 e6 Beliebter ist gelähmt. Obwohl es nicht ersicht- 19...Lxe6 19...Sxe6 scheitert an York. 1927 geschah 9.0-0 0-0 10.
5...Lf5, oder 5...Lg4. lich ist, wie Weiß den Angriff fort- 20.Tfe1 g6 21.Sxe6 Lxe6 22. Lf4 d6 11.cxd5 Sh5 12.Ld2
6.e4 Weiß expandiert im Zentrum setzen kann, sieht die schwarze Dxd5+-, mit entscheidendem Vor- Sd7 13.f4 14.Lf3 Shf6 15.a4 c4
und nimmt insbesondere das Feld Entwicklung schlecht aus. teil. 16.Le3 Dc7 17.g4 Sc5 18.g5
Sfd7 19.f5? Aljechin war zu die-
Springer auf f6 in seiner Wirksam- 
d5 unter Kontrolle, sodass der 16...h6N 20.Sxe6 Jetzt geht 20.Tfe1? we-
gen 20...0-0-0! nicht. ser Zeit Weltmeister und vielleicht
keit stark eingeschränkt wird. An- +++
 20...Sxe6 21.Dxd5 Td8 21... gerade deswegen übertrieben ner-
spruchsloser ist die Fortsetzung
6...e3, z.B. 6...c5 7.Lxc4 Sc6 8.
 +  Tc8 würde keine große Freude vös, das kann vielleicht sein Spiel
erklären. Die Bedingungen eines
0-0 cxd4 9.exd4 Le7 10.Lg5 0-0  + + + bereiten: 22.Tab1 c2 23.Tb7
c1D 24.Lxc1! (24.Txc1 Dxc1+ Spielers und sein Charakter haben
11.Te1 Ld7 12.Dd2 Sb4 13. + +  Q 25.Lxc1 Txc1+ 26.Kh2 0-0 27. eine Verbindung mit dem Stil und
der Qualität seines Spiels. Nach
Se5 Lc6= mit gleichem Spiel,
Sakaev - Vitiugov/Khanty-Mansi-  + +  Txa7± bot noch stets Rettungs-
19...Tfe8μ hatte Schwarz eine
aussichten) 24...Dd8 25.Db5+
ysk 2009 + + + Kf8 26.Txa7 Kg8 27.Lb2+- ge- Gewinnstellung und Aljechin gab
6...Lb4 7.e5 Sd5 8.Ld2 b5 9.
axb5 Lxc3 10.bxc3 cxb5 11.
 + + + nügt nicht zur Rettung der Partie. die Partie im 42. Zug auf.
9...0-0 Nach 9...h6 10.Lxf6 Lxf6
Sg5 Einer der prinzipiellen Pläne 
   +  22.Db3 h5 Man muss etwas Ma-
terial zurückgeben, um den Druck 11.Sb5! Le7 (11...Le5 12.f4
gegen den schwarzen Aufbau: die  zu vermindern. Aber wie? Die Lc7 13.0-0 a6 14.Sc3 Df6 15.
umgehende Überführung des Dies ist eine neue Idee aber damit Idee ist, den passiven Turm h8 zu Sxd5 Lxd5 16.cxd5 d6 17.e4
Springers nach d6 via e4. Die erreicht Schwarz nichts. 16... Dxb2 18.Tb1 Dd4+ 19.Dxd4
aktivieren, aber leider zu spät.
hiernach entstehenden Möglich- Dc7?! bietet dem Schwarzen kei- 23.Tfe1 Th6 24.Db4! Jetzt
cxd4 20.Tfc1 Ta7 21.Sf3 Sd7
keiten sichern Schwarz offenbar ne erfreuliche Perspektive: 17. droht Weiß auf die Diagonale a3-
22.Sxd4 0-0 23.Sc6± und Weiß
ein gleiches Spiel. Doch er muss Td1 g6 18.Dg4 Sc6 19.La3 f8 einzudringen (es droht 25.
erhielt deutlichen Vorteil in der
weiterhin sehr vorsichtig spielen, Sxe5 20.Lb5+ Ld7 21.Sxe6! Df8+). Die schwarze Stellung ist
Partie Eljanov - Socko/Moskau
da in jedem Fall das weiße Läufer- Db7 22.Lxd7+ Dxd7 23. hoffnungslos.
2012) 12.Lxd5 Lxd5 13.Dxd5
paar ihm ernste Probleme machen Sg7++- mit entscheidendem Vor- Sc6 14.0-0-0 a6 15.Sc3 Ta7 16.
kann. teil, Gupta - Sumets/Visakhapat- 24...Kd7 24...Th8 25.Tad1+- De4² würde Weiß einen kleinen
nam 2011. Die Stellung ist nicht (25.Tac1+-) bietet dem Schwar- Vorteil behalten Nisipeanu - Hu-
11...Sc6 11...h6 kommt in Be- ganz klar, aber ich glaube die Fol- zen auch keine erfreuliche Per-
tracht. Interessant und vielleicht gen sind zugunsten von Weiß, weil schenbeth/Plovdiv 2012.
spektive.
kritisch für die Bewertung von Schwarz sich sehr hartnäckig ver-
11...h6 ist 12.Dh5 0-0 13.Se4 teidigen muss. 25.Tac1 Tb8 26.Da4+ Kc8 
10.Dd2 Sa6!?N

Sc6 14.h4 f5 15.Sd6 Ld7 16. 26...Dc6 führt zum Matt: 27. + 
+
Th3 Le8 17.Dd1 De7 18.g4 17.Lxd5! Nach etwa 30-minüti- Ted1+ Kc7 28.Txc3!! Dxc3
29.Dd7+ Kb6 30.Td6+ Ka5 31.  + + 
Td8 19.g5 f4 20.gxh6 gxh6 21. ger Denkzeit fand Alexander Mo-
Sxb5 Sxe5 22.Txa7 Df6 23. rozevich die stärkste Antwort. Dxa7+ Kb5 32.Da6 matt.  +  +
Sa3 Sd3+³ mit schwarzem Vor- 17...exd518.La3!

27.Lb4 + + 
teil, Matlakov - Bologan/Plovdiv
2012. +++
 
+ + +  ++ + 
12.Dh5 De7 13.h4! Die Idee des  +    + +  + 
Zuges besteht darin, den Turm h1  + + +  + ++
   Q  
an den Sturmangriff durch h3 an-
zuschließen. Die Unterstützung + +  Q + + + + 
 +  +
des Springers g5 kann auch nütz-  +  +  Q + +  
Eine vorbereitete Neuerung ge-
lich sein. 13.Le2 ist nämlich für
Schwarz viel angenehmer als die
 + + + + + genüber der Partie Gelfand - Gas-
himov/Wijk aan Zee 2012, die mit
Partiefortsetzung: 13...b4 14.0-0  + + +  + + + 10...De8 11.Lxf6 Lxf6 12.
bxc3 15.Le3 Scb4 16.Se4 0-0 
 + + +

  Sxd5 Lxd5 13.Lxd5 Sc6 14.
17.Lg5 f6 18.exf6 Sxf6 19.
Lxc4 Df7 20.Dxf7+ Txf7 21. Aus 
praktischer Sicht ist die weiße 
Schwarz verliert nun Haus und
Sf3 Tb8 15.Tc1 Sb4 16.b3
Sxd5 17.Dxd5 De6 18.Td1 b5
Sxf6+ gxf6 22.Lf4 a5 23.Tfc1 Entscheidung korrekt: Der wie im- Hof und gerade deswegen gab er 19.cxb5 Txb5 20.0-0 Dxe2 21.
c2³, sieht nicht vertrauenserwe- mer unrochierte König trägt böse die Partie auf. 1:0 Td2² weitergegangen war. Es
ckend für Weiß aus, Shabalov - Konsequenzen mit sich. Schwarz ❍ Potkin, Vladimir/2669 war aber klar, dass Weiß bei richti-
Volokitin/Moskau 2010 bleibt mit Materialvorteil aber es ● Andreikin, Dmitry/2689 ger schwarzer Spielweise auch in
13...b4 14.Lxc4 bxc3 15.Lc1 war sehr schwer für ihn, das 4. Runde Damenindisch E 15 diesem Fall mit keinem Vorteil
Sxd4 15...Scb4 16.0-0 a5 17. Schlimmste ist überstanden. Ich 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sf3 b6 Die rechnen darf.
ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com 25
11.Sxd5 Lxd5 12.Lxd5 Tb8 oder weniger intuitiv, denn er dem Weißen gutes Spiel ver- vorteil genießt. Nach diesem star-
Die Stellung liegt im Bereich des spielte nach nur etwa 10 Minuten spricht. Nach 14.Scxb4 (14.g3 ken Zug gelingt es dem Nachzie-
Gleichgewichts, aber wieder ist es Bedenkzeit! Lg5 15.h4 Lh6 16.Lh3 Le6 17. henden nicht mehr, den wün-
Schwarz, der darum bemüht ist, 28.Lxe8 28.Lxa4 rettet den Kf1 Da5 18.Kg2 Dc5 19.Dd3 schenswerten Bauerntausch zu
den richtigen Weg zu finden. Ziel Schwarzen auch nicht: 28...De3+ a5 20.Thf1 Ta7 21.b3 Lxd5 22. verwirklichen, denn nun gelingt es
Nummer eins für Schwarz lautet 29.Kg2 (29.Kh1 Df3+ 30.Kg1 Dxd5 Td8 23.Tfd1 Db6 24. Weiß, das Zentrum unter günsti-
aber Läufertausch (Läufer g5). Te2-+; 29.Kf1 De2+ 30.Kg1 Db5 Dc7 25.Da4 g6² hat der gen Umständen zu öffnen. Und
13.0-0 Sc7 14.Lg2 Se6! Genau f3-+) 29...f3+-+ und Schwarz ge- Weiße einigen Vorteil, Popov - noch etwas ist sehr wichtig: Wie
so! Gegen Lg5 gerichtet. winnt. Caruana/Plovdiv 2012) nach 14... in den nächsten Zügen klar wird,
15.Lh6 Lxh6 16.Dxh6 b5! Bei 28...De3+ 29.Kh1 Df3+ 30. Sxb4 15.Sxb4 Db6 16.Sd5 ist die Stabilität des Springers auf
Dxb2 17.Ld3 Ld8 18.0-0 Le6 d5 garantiert. Nun behält Weiß in
einer solchen Bauernstruktur be-
kommt Schwarz gute Perspektiven 
Kg1 fxg3!
19.Db3 Dxb3 20.axb3 Tb8 21. allen Fällen ein klares Überge-
am Damenflügel. Dafür muss na- +++ +
Tfb1 Lxd5 22.cxd5 a5 23.Ta4 wicht und die Frage ist, wie kann
türlich der Vorstoß b5 kommen. +++ +
Lb6 24.b4 axb4 25.Taxb4 La7
26.Txb8 Txb8 27.Txb8+
Schwarz die gegnerische Initiative
in Grenzen halten?
17.cxb5 Txb5 18.b3 a5! Wahr-
scheinlich ein guter Zug: Der Bau- ++ +
Lxb8= entsteht eine ausgegliche- 
23...Lxh3 24.Kxh3 exf4
er kann später vielleicht auf a4 + + Q
ne Stellung, Anand - Radjabov/
Bilbao 2008.  + +

kommen, um Druck gegen den


weißen Damenflügel auszuüben.
++++
14...Tb8 15.b3 Le7 16.g3 Le6 +++ 

19.Tfd1 Tb4 20.Sf3 De7 21. +++  



17.Lg2 Tb7N  ++

Sg5 a4! Während Weiß vergeb- +++


+  +
 +++

lich versucht, die Steine zu akti-


vieren, baut Schwarz ruhig seine ++
++ 
 + 

Initiative auf. 


Der einzige, aber ausreichende  + ++
++Q+

22.bxa4 Txa4 23.e4 d6 Es


scheint mir, dass Weiß die Konse-
Zug. Schwarz steht auf Gewinn. ++ +
++++

quenzen von 18...a5 schlecht ein-


31.Lxf7+ Nicht sehr gut, aber es
ist schwer etwas Besseres zu fin-  ++
++++

geschätzt hatte und nun muss er


äußerst genau spielen, um nicht
den: 31.Tf1 (31.hxg3 Tg4-+; 31. +++

Schwarz sollte vermutlich auf f4
überrannt zu werden.
Dxg3 Tg4-+) 31...gxh2+ 32.
Kxh2 Sg4+ 33.Kg1 (33.Dxg4
+++
schlagen, auch wenn der weiße


24.f4?! Dxg4 34.Lxa4 Dxa4-+) 33... +Q+
Vorteil in diesem Fall ebenfalls
klar wäre. 24...Lc5? 25.f5! (es
++ +
Dg3+ 34.Kh1 Dh2 matt. 
Dies ist ein neuer Zug. In der Vor- führen bereits mehrere Wege nach
31...Kg7! Die Fortsetzung 31... Rom, aber dieser Zug ist thema-
++ +
Kxf7? 32.Tf1 gxh2+ 33.Kxh2
gängerpartie geschah: 17...Dd7
18.0-0 Ld8 19.Dd2 a5 20.Tad1 tisch, um weitere Raumfelder zu
+  Q
führt zu einem völlig befriedigen- a4 21.Kh2 Sa5 22.De3 Dc8 23. befreien) sieht ungesund für
den Spiel für Weiß.
+ +
32.Tf1 gxh2+ 33.Kxh2 Sg4+
Td3 Kh8 24.Scxb4 axb3 25.
axb3 f5 26.f4! fxe4 27.Lxe4±
Schwarz aus und überlässt dem
Weißen einen dauerhaften positio-
+++
34.Kg1 Dg3+ Gross - Kostic/Österreich 2011. Es nellen Vorteil. Nach 25.f5! be-
+++
Weiß gab auf. 0:1 gibt keinen großen Unterschied kommt Weiß die Möglichkeit, den
Königsflügel nach Wunsch zu zer-
+++
❍ Caruana, Fabiano/2767
● Tregubov, Pavel/2599
zwischen den beiden Zügen; Weiß
steht besser. sprengen (wie z.B. g4-g5) und in
++
5. Runde Sizilianisch B 33 18.0-0 Db8 19.Dd3 Ld8 20. einer solchen Stellung war es nicht

Aber dieser Zug ist verdächtig,
1.e4 c5 2.Sf3 e6 3.d4 cxd4 4. Tad1 Td7!? Dieses Manöver ist einfach, eine richtige Koordinati-
on der schwarzen Kräfte zu errei-
Sxd4 Sc6 5.Sc3 Sf6 6.Sdb5 sehr interessant. Es ist wichtig zu
denn Schwarz kann sich nicht oh- d6 7.Lf4 e5 Diese Stellung ist aus bemerken, dass dem Schwarzen chen.
ne den Verlust des Bauern auf e4 guten Gründen strategisch nicht hier die Möglichkeit zu f7-f5 mit 25.gxf4 Lc5 26.Sce3 Kh8 27.f5
befreien. Auch hier ist es schwer, „gesund“. In der schwarzen Stel- Druckspiel gegen den Bauern auf De8 Schwarz möchte offenbar das
etwas Besseres anzugeben. Viel- lung bilden sich organische e4 fehlt. Jetzt entsteht ein offener Feld e5 unter Kontrolle nehmen.
leicht war 24.Td2 (nach 24.Sxe6 Schwächen (zuerst das schwache Kampf; vielleicht steht Weiß et- Auch nach dem Textzug bleibt die
Dxe6 25.Dd2 Sxe4 26.Lxe4 Feld d5), die nicht leicht zu vertei- was bequemer, aber im Augen- Königsstellung des Schwarzen un-
Txe4 27.Dxd6 Te1!+-+ müsste digen sind, wie schon vor langer blick hat Schwarz nichts zu be- befriedigend geschützt. Nicht aus-
Weiß aufgeben) am besten, die Zeit Ex-Weltmeister Tigran Pe- fürchten. sichtsreicher für Schwarz ist 27...
Stellung ist besser für Schwarz trosjan sagte. Doch Spieler wie Te8 28.Sg4 Se5 29.Sxe5
aber Weiß wehrt sich noch so gut 21.Kh2 a5 22.Lh3 Lb6?! Mit
Vladimir Kramnik, Alexej Schi- 22...Ta7! (dieser Zug bietet bes- Txe5 30.Df3 De8 31.Tde11±
wie möglich. row, Peter Leko und Teimour Rad- mit gewaltigem Druck.
sere Kampfaussichten) konnte
24...Sxg5 25.Dxg5 Te8 Die La- jabow wenden das System regel- Schwarz ein völlig befriedigendes 28.Sg4 Se5 Der Springerab-
ge hat sich völlig geändert: Posi- mäßig mit außerordentlich gutem Spiel erreichen, z.B. 23.f4 (wie in tausch ist für den Anziehenden im
tionell steht Schwarz besser. Der Score an. Und sie haben Recht! der Partie) 23...exf4 24.Sxf4 (24. Prinzip wünschenswert. Insbeson-
weiße Bauer e4 ist jetzt schwach. Allerdings muss Weiß, um seinen gxf4 Lxh4 25.Lxe6 fxe6 26. dere hier, da später der weiße
26.e5 Jetzt hängt der Bauer e4, so- Vorteil zur Geltung zu bringen, Dh3 exd5 27.cxd5 Tf6 28.dxc6 Springer d5 die Stellung dominie-
dass der natürliche Zug 26.Tad2 sehr genau spielen. De8μ) 24...Lxh3 25.Kxh3 ren wird.
unmöglich ist: 26...Sxe4! 27. 8.Lg5 a6 9.Sa3 b5 10.Sd5 Lb6!, und 26.Dxd6? geht wegen 29.Dg3 f6 Die Aufstellung des
Dxe7 Txe7 28.Lxe4 Texe4 29. Heutzutage ziehen die Weißen ge- 26...Dc8+ 27.Kh2 Td8-+ nicht. Schwarzen mutet unharmonsich
Txd6 Te2 -+ Schwarz hat eine wöhnlich 10.Lf6 vor, um nach Die Frage muss nun lauten, wie an, weil nun das Feld e6 schwach
Gewinnstellung erreicht. 10...gf6 11.Sd5 f5 12.Ld3 gegen die Lage nach 23.f4 zu bewerten sein wird. Doch meiner Meinung
26...dxe5 27.Lc6 Weiß hat kaum die schwarzen f-Doppelbauern zu ist. nach ist es sehr schwer, etwas
noch eine vernünftige andere Wahl. spielen, aber auch gegen das 
23.f4! Besseres zu finden. Die Stellung,

27...exf4! schwarze Läuferpaar. Offenkundig
dreht sich in diesem System alles  + +

die nun entsteht, ist für Schwarz


äußerst ungünstig, aber die Folge
+++ +
um die Kontrolle des Feldes d5. +++ 
29...Sc6? 30.Sdf6!! gxf6 31.
++ +
10...Le7 11.Lxf6 Lxf6 12.c4!?
 ++
Df4 De7 32.Dh6 Tg8 33.Sxf6
++ +
Üblicher ist 12.c3, aber wie ich er-
wartete versucht Fabiano von An-  + +

Tg7 34.Tg1 Lxg1 35.Txg1


Df8 36.Tg5 Td8 37.Th5 Tg3+
+ + Q
fang an sehr ursprünglich zu spie-  +
38.Kxg3 Dxh6 39.Txh6 Kg7
++ +
len. Das Ziel dieses Zugs, genauso
++Q+

40.Sg4 Se5 41.f6+ Kg8 42.


Th5 Sxg4 43.Kxg4 Te8 44.
+++
wie nach 12.c3, besteht darin, den
Springer von a3 auf c2 und später +++
Txa5 Txe4+ 45.Kf5 Te8 46.
+++
auf e3 zu stellen. Doch er hat ei- ++++
Tb5+- ist ganz hoffnungslos für
++
nen Nachteil, weil das Fels d4
schwach wird. 
Das sichert dem Anziehenden ei-
ihn.
30.Sf4! Richtung e6!

Schwarz beginnt ein geniales tak- 12...b4 13.Sc2 0-0 14.h4!? Dies nen klaren Vorteil: Ihm gehört das 30...Te7 31.Sxe5 Txe5 32.
tisches Feuerwerk. Und dies mehr ist eine solide Fortsetzung, die Zentrum, weshalb er auch Raum- Tfe1 Tg8 32...Txe4?? (es ist
26 ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com
nicht der richtige Zeitpunkt für ak- sie war ungefähr ein halbes Jahr- Kampf um eine offene Stellung ist Dieser Vorteil müsste meines Er-
tives Spiel) 33.Se6+- mit ent- hundert lang sehr gebräuchlich. es empfehlenswert, die Figuren, achtens bei präziser Spielführung
scheidendem Vorteil. Heutzutage ist man aber der Mei- die diese Öffnung unterstützen, zum Sieg ausreichen.
nung, dass die Systeme mit 3...a6 abzutauschen (die Idee ist 15.Lg5
33.Se6 g6 Eine notwendige Maß-
nahme, um den Raumnachteil zu viel elastischer sind. Doch in je- und dann eventuell g2-g4). 14. 
23.Txd7!!

kompensieren. Diese logische und dem Fall ist dieser Zug, den man Se2 scheint nicht ganz auszurei- +
++
zwingende Fortsetzung führt zu die „Berliner Verteidigung“ nennt,
eine vollwertige Entgegnung auf
chen: 14...a5 15.a4 c5 16.Sf4
Lc6 17.Sd5 Kb7 18.c4 Tae8
+ + 
einer Stellung, in welcher Schwarz
einige genaue Züge finden muss, den spanischen Läuferzug. 19.Td3 Ld8 20.Tfd1 Kc8 21.  + +
um den Ausgleich zu erzielen. 4.0-0 Sxe4 Heutzutage ist die Se1 Sh4 22.Tg3 Thg8 23.Te3 ++ 

34.Df3 g5? Berliner Verteidigung der Stein
des Anstoßes für viele Liebhaber
g5 24.Sd3 g4 25.hxg4 Txg4³
mit schwarzer Initiative, Rasulov - ++++
+++
der spanischen Eröffnung. Die Va- Harikrishna/Cappelle la Grande + ++
++++ riante wurde dank Vladimir Kram-
nik modern, der sie im Weltmeis-
2012. ++ +
14...a5 15.Lg5 Lb4 16.Se2 a4
+  + terschaftskampf gegen Garri Kas- Dies ist die natürliche Reaktion +++ 
   parow (London 2000) erfolgreich (das Gegenspiel am Damenflügel). 
Sehr starkes Qualitätsopfer. Ser-
verwendet hat.
 ++  5.d4 Sd6 6.Lxc6 dxc6 7.dxe5
Als nicht besser erwies sich 16...
Le6 17.c3 La3 18.Sf4 a4 19.
gej’s Partien stechen durch uner-
wartete Pointen hervor: Eine ande-
+++Q+ Sf5 8.Dxd8+ Kxd8 Das be- Td2 axb3 20.Sxe6 fxe6 21.axb3 re Möglichkeit ist nicht gegeben,
++++ kannte Berliner Endspiel. In die-
sem Endspiel hat Weiß eine gute
Kb7 22.Ta1 Lc5 23.Tda2
Txa2 24.Txa2± und Schwarz hat
um die Qualität zu opfern und die
+++ Bauernstruktur und die Möglich- erhebliche Schwierigkeiten, die
Initiave zu erobern.
23...Kxd7 24.gxf5 fxg5 Der freie

Dies scheint mir eine falsche stra-
keit, die arme Lage des schwarzen Partie zu retten. Nach dem Text- e-Bauer wird eines guten Tages
Königs zu nutzen. Dagegen rech- zug dürfte Schwarz das Gleichge- dem Weißen zum Sieg verhelfen.
tegische Entscheidung zu sein. Ob- net Leko mit dem Läuferpaar und wicht wahren können.
wohl die Stellung nun leicht aus- Gegen den Vormarsch 25.e6+
das macht es für Movsesian 17.c3 Le7 18.Sf4 axb3 19.axb3 nach 26.e7 gibt es keinen Wider-
sieht und Schwarz die meisten Pro- schwer, Angriffsziele in der
bleme gelöst hat, erweist sich die- Weiß hat alles, was sich ein posi- stand.
schwarzen Stellung zu treffen. tioneller Schachspieler wünschen 25.e6+ Kc8 25...Kd6 26.Td1+
ser Zug als ein Fehler. Richtig war 9.Sc3 Ld7 Eine relativ neue
34...gxf5 35.exf5 Ld4!!, mit der kann: Kc5 27.e7 Lxe7 28.Sxe7 Tgd8
Idee, die wir schon während des - zwei Springer koordinieren viel 29.Sd4+- Weiß hat eine positio-
Idee 36.Txe5 Lxe5 und Schwarz Spiels Kasparow - Kramnik/Lon-
hat ein sorgenfreies Leben. besser als zwei Läufer nelle Gewinnstellung.
don 2000 analysiert haben. Der - der weiße Springer hat eine 26.e7 Entscheidend!
35.hxg5 fxg5 36.Kg2 g4 37.Dg3 schwarze König sucht schnell Zu-
Dies ist eine Folge des 34. Zuges Idealstellung auf f4, von der er 26...Kb7 27.Te1 Te8 28.
flucht auf dem Damenflügel. An- nicht verdrängt werden kann
von Schwarz: Jetzt hat er einen
schweren Stand. Der weiße Sprin-
dere Möglichkeiten sind 9... h6;
- der schwarze König steht 
exd8S+!

ger e6 ist sehr stark, der schwarze


9...Ke8 und 9...Se7.
10.h3 Der Zug 10.Td1 ist sehr in-
schlecht und darum sind die Tür- +++
König steht zu unsicher. Die Stel- teressant, z.B. 10...Kc8 11.Sg5!?
me unverbunden. +
+ 
lung ist auf jeden Fall gewonnen
für Weiß; Schwarz hat keine Mög-
11...Le8 12.b3 b6 13.Lb2 Le7
19...f6 Anders kann Schwarz die
Drohung 20.Lxe7 Sxe7 21.Sg5  +++
lichkeit, dem Hauptmangel seiner
14.Sge4 Kb7 15.Td3 Td8 16.
Tad1 Txd3 17.Txd3 h5 18.
nicht abwehren. Die Einschaltung +++ 
Stellung abzuhelfen: Seiner offe-
nen Königsstellung. Es scheint
Lc1!². Weiß erreicht die Kontrol-
von 19...Ta3 verbessert die Lage
des Schwarzen nicht: 20.Ta1
++++
mir, dass Schwarz nicht mehr lan-
le über g5, ein gewöhnliches Pro-
blem für den Schwarzen in der
Txa1 21.Txa1 Kb7 22.Lxe7 + ++
ge leben wird. Berliner Verteidigung wenn sie h5
Sxe7 23.Sg5 f6 24.exf6 gxf6 25. ++ +
37...Txe6 Das Qualitätsopfer bie-
tet die besten Aussichten, weil
spielen, Leko - Kramnik/Budapest
Se4 Th6 26.Sxh5! Txh5 27.
Sxf6 Td5 28.Sxd5 Sxd5 29. ++ 
Weiß mit 38.Sxc5 droht, eine Ge-
2001. In London wurde 10.b3 ge-
spielt.
c4+- und Weiß gewinnt mühelos. 
Und wer hat gesagt, dass wenn der
winnstellung zu erreichen. Sehen 20.Sg6! Weiß nutzt aus, dass Bauer auf die vorletzte Reihe
10...b6 11.b3 11.a4!? a5 12.g4
wir es uns an: 37...De7 (jetzt hat Schwarz die Kontrolle einiger kommt, man ihn in die Dame ver-
Se7 13.Sg5 Le8 14.f4 h6 15.
Weiß entscheidenden Vorteil, denn weißer Felder aufgegeben hat. wandeln soll? Nach 28.exd8D?!
Sf3 g6 16.b3 Kc8 17.Lb2 Lg7
sein Bauernzentrum entfaltet be-
achtliche Kraft, sein Turm d1 ist
18.Se4 c5 19.Sg3 Tg8 20.Kh2 
20...Tg8 21.g4!! Txe1+ 29.Sxe1 Txd8 dürfte
Schwarz weiterkämpfen können.
agil und die schwarzen Felder in
Ld7 21.c4² mit kleinem Raum-
vorteil für Weiß, Karjakin - Kram-
+
+++ Gerade deswegen war es sehr
der Stellung des Nachziehenden nik/Moskau 2011. +   wichtig für Weiß, mit dem Turm
sind löchrig) 38.Sxc5! dxc5 (38...
Txc5 39.Dxd6+-) 39.Td7! De8
11...Kc8 12.Lb2 h5 13.Tad1  + + weiterzuspielen.
28...Texd8 28...Taxd8 29.Txe8
(39...Dxd7 40.Dxe5++-; 39...
Le7 Schwarz hat eine passive,
aber solide Stellung. Weiß steht ++  Txe8 30.Sxg5 Td8 31.Se6
Df6 40.Tf7 Dxf7 41.Dxe5++-)
40.Td8! Dxd8 (40...De7 41.
positionell zweifellos durch den ++++ Td3 32.Sxg7 Txc3 33.Kg2
(33.f6 Tf3) 33...Td3 34.f6 Td6
Txg8+ Kxg8 42.Dxg4++-) 41.
Entwicklungsvorteil besser und
muss das Spiel öffnen, um die bes-
+ ++ 35.Se8 Td7 36.Se5+- Schwarz
Dxe5++- und es ist nicht ersicht-
sere Stellung seiner Figuren aus- ++ + ist hilflos.
lich, wie Schwarz die Bauernwal-
ze des Weißen im Zentrum aufhal-
nutzen zu können. Aber wie? +++  29.Te7 Schwarz steht auf verlo-
ten kann. 
14.Lc1!N 
Ein überraschender Zug, dem fol-
renem Posten. Sein schwacher
Bauer auf g7 und die passiven
38.fxe6 Weiß erobert die Qualität, +
++ gender Gedanke zugrundeliegt: Türme sprechen eine deutliche
wonach die Aufgabe nicht mehr
schwierig ist.
    Da der Springer f5 den Läufer e7 Sprache.
29...Td5 30.Sfe5! Ta1+ 31.
38...Dxe6 39.e5! Diese taktische  +++ verteidigt, ist es sicher erstrebens-
wert, ihn anzugreifen. Hier konnte Kg2 Te1 Was sonst?
Fortsetzung bringt die Partie zu ++ + Weiß mit 21.Sxe7+ einen Bauern 32.c4 Weiß wählt einen positionel-
Ende.
39...Df5 39...dxe5 40.Dxe5+
++++ gewinnen, es ist jedoch fraglich, len Weg. 32.Txg7!? hier gibt es
auch nicht viele Überlebenschan-
ob das zum Sieg ausgereicht hätte:
Dxe5 41.Txe5+- Schwarz kann +++ 21...Sxe7 22.exf6 gxf6 23.Lxf6 cen: 32...Tdxe5 33.Sxe5 Txe5
auf die Dauer nicht überleben. ++ + Sd5!, mit schwarzem Gegenspiel 34.Txg5 Kc8 35.f4+-, der weiße
40.exd6 Dc2+ 41.Kh1 Tg5 42.
Td5! Schwarz gab auf, weil seine ++  (23...Lxh3? 24.Sg5 Sd5 25.
Txd5 cxd5 26.Sxh3+-).
Vorteil sieht übermächtig aus.
32...Tdd1 32...Ta5 scheitert an
Lage bereits hoffnungslos ist. 1:0 
Diese starke Neuerung sieht an 21...hxg4 22.hxg4 Ld8 22... 33.c5! bxc5 34.Txg7 c4 35.Sxc4
❍ Movsesian, Sergej/2702 dieser Stelle natürlich aus; ich sag- fxg5?! 23.gxf5 Lc5 (23...Ld8?? Txf5 36.Sd6++-.
● Leko, Peter/2720 te schon, dass ein gewöhnliches 24.e6 Le8 25.e7+-) 24.e6 Le8 33.Txg7 g4 34.Sxg4 Tg1+ 35.
7. Runde Spanisch C 67 Problem für den Schwarzen in der 25.Ta1+-. Nun hat Weiß für das Kf3 Td3+ 36.Se3 Schwarz gab
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 Sf6 Berliner Verteidigung dass Feld g5 Endspiel gewaltigen Vorteil er- auf. Nach 36...Txb3 gewinnt 37.
Das ist eine alte Verteidigung und ist, immer wenn sie h5 spielen. Im langt (verteidigter Freibauer e6). f6 leicht. 1:0
ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com 27
TABELLE nach 7 Runden 8. GMKhairullin Ildar 2626 - Muzychuk/Gaziantep 2012, die setzung 21.Da4?! führt zu nichts
1. Tomsk - 400 11 Punkte 3. ShSM-64 10 zu unübersichtlichen Verwicklun- Gutem: 21...Tad8 (21...f5? 22.
1. GM Karjakin Sergey 2766 1. GM Caruana Fabiano 2767 gen führt. Bisher sah man in einer Sxe5! Lxe5 23.Txe5 Dxe5 24.
2. GM Ponomariov Ruslan 2727 2. GM Wang Hao 2733 Partie (natürlich zwischen zwei Dxd7 Dxb2 25.Te1±) 22.Tae1
3. GM Inarkiev Ernesto 2695 3. GM Leko Peter 2720 Männern!): 14.h3 Sc5 15.De2 a5 f5!, mit einer unerfreulichen Stel-
4. GM Motylev Alexander 2683 4. GM Giri Anish 2717 16.a4 Lf8 17.Ted1 Ld7 18. lung für Weiß, denn 23.Sxe5??
5. GM Bologan Viktor 2687 5. GM Riazantsev Alexander 2710 Td2 Le8 19.Tad1 Tab8 20. geht nicht wegen 23...Lxe5 24.
6. GM Khismatullin Denis 2656 6. GM Grachev Boris 2705 La2 cxd5 21.Sxd5 Dg7=, was Txe5 Dxe5! 25.Txe5 Td1+-+.
7. GM Areshchenko Alex. 2688 7. GMPotkin Vladimir 2669 eine ungefähr ausgeglichene Stel- 21...Txd5 Naturlich verspricht
8. GM Kurnosov Igor 2657 8. GM Najer Evgeniy 2640 lung ergab, Grigoryan - Ter Saha- auch diese Stellung dem Weißen
2. St. Petersburg Chess Fed. 11 4. Economist-SGSEU 10 kyan/Martuni 2011. keine Freude und es ist die Frage,
1. GM Svidler Peter 2744 5. Ugra 9 Also, nach diesem „Deja Vu“ ob er auf die Dauer überleben
2. GM Vitiugov Nikita 2709 6. Chigorin Chess Club 9 (schon gesehen), kommt eine sehr kann. Weiß hat die Hauptsorge des
3. GM Dominguez Perez 2730 7. Polytechnik 8 logische Frage: Ist es tatsächlich Druckes auf der Diagonale h8-a1
4. GM Movsesian Sergej 2702 8. Navigator 7 so gut, die Frauenpartien zu kopie- (nach f7-f5 und e5-e4) und das
5. GMEfimenko Zahar 2695 9. University 7 ren, oder nicht?! Hauptanliegen des Weißen ist es,
6. GMZvjaginsev Vadim 2683 10. Orienta 7 14...b5 15.dxc6 15...bxc4 16.Sd5 sich zur Verteidigung gegen die-
sen Vorstoß zu rüsten. Wahr-
7. GMMatlakov Maxim 2632 ...bis zu 18 Manschaften

De6!!N
scheinlich ist dies nicht so ein-
Vladimir Kramnik - Levon Aronian 3:3 + +
+ fach! Also, Schwarz erhält einen

Zürich 21.-28.04.2012  ++  klaren Vorteil.


22.Tae1 Te8 23.g4! Meines Er-
Am 21.04. begann das erste große Match im Züricher Hotel Savoy Baur
 +++ achtens ermöglicht nur dieser Zug
en Ville zwischen der Nummer Zwei der Weltrangliste, Levon Aronian + + + Gegenwehr: Weiß kämpft noch
und der Nummer Drei, Vladimir Kramnik. Gespielt wurden sechs Par-  + ++ + keineswegs für eine verlorene Sa-
che. 23.T3e2?! f5! mit großem
tien mit klassischer Bedenkzeit. Organisator war die SG Zürich, die das
Match auf sehr repräsentative Weise vor Ort und im Internet mit Video- + + + Vorteil für Schwarz.
stream und Livekommentaren in Szene setzte. Es war übrigens nicht das   +   23...Kh7! Schwarz arbeitet an
seiner Konsolidierung und dies ist
erste Match der Schachgeschichte mit zwei Spielern über 2800, denn
Kramnik und Kasparov wiesen beim Wettkampf zum Botvinnik-Memo-
 +Q+  die richtige Fortsetzung. 23...f5?!
rial 2001 ebenfalls beide über 2800 Elo aufn, aber es ist der erste Wett- 
Diese naheliegende Idee ist, so-
liegt nicht im Interesse des Nach-
kampf zweier solcher Spieler seit bemerkenswert langer Zeit. In knapp ziehenden: 24.Sh4! fxg4 (was
weit ich sehe, noch nicht ernsthaft sonst?) 25.Sxg6 Kh7 26.Sh4=,
drei Wochen steigen dann Anand und Gelfand in Moskau zum WM- erprobt worden, und hat folgende
Kampf in den Ring. Quelle: ChessBase für Weiß scheint keine Verlustge-
Absicht: Schwarz will die d-Linie fahr zu bestehen, die schwarze
❍ Kramnik, Vladimir/2801 10.0-0 Lg7 11.Te1 11.e4 kommt offen halten, um den Springer auf zentrale Bauernstruktur und der
● Aronian, Levon/2820 auch in Betracht (Weiß verbessert d5 möglichst bald zu befragen. Läufer auf g7 sind tot; Weiß hat
1. Partie Damengambit D 43 seine Stellung thematisch durch Als Folge von 16...Dd6 hätte die nichts zu fürchten.
„schwarze Frau“ enorme Schwie-
Ich glaube, es ist wichtig zu be-
merken, dass Kramnik und Aroni-
Raumvorteil), z.B. 11...0-0 12.e5
De7 13.De2 b5 14.Ld3 Lb7 15. rigkeiten: 17.cxd7 Lxd7 18.Sd2 
24.g5
an bis jetzt 39 Partien mit den fol- Le4 Tfd8 16.Tac1 Tab8 17. Lb5 19.Dc2 Tab8 20.Tc3 Da6  + ++ +
genden Ergebnissen gespielt ha- Tfd1 a6 18.h4 La8 19.Tc2 21.a4 Lf8 22.Sf1 Lc5 23.Dc1
Lc6 24.Sf6+ Kg7 25.Sg4 g5
 + + 

ben: Kramnik hat 13 Partien ge-
wonnen, Aronian hat 7 gewonnen
Tdc8 20.Tdc1², Carlsen - Topa-
lov/Sofia 2009. 26.Txc4+- mit entscheidendem  + + +
und 19 endeten mit Remis. Die 11...0-0 12.e4 e5 13.d5 Td8!? Vorteil, Gunina - Muzychuk/Gazi- + + 
einzige Partie die Vladimir als
Weiß verlor war in Yerevan 2007
Meines Erachtens die richtige Ant- antep 2012.
17.cxd7 17.Sc7?? scheitert an
 + + + +
(Englische Eröffnung A30).
wort: Weiß hat Raumvorteil, aber
die schwarze Stellung ist sehr 17...Dxc6 18.Sxa8 Dxa8-+ mit + + +
1.Sf3 d5 2.d4 Sf6 3.c4 c6 4. elastisch. Die Chancen sind unge- Gewinnstellung für Schwarz.   +  
Sc3 e6 5.Lg5 Die am meisten
prinzipielle und für beide Seiten
fähr gleich. Nach 13...Sb6 14.
Lb3 Td8 15.Te3 Ld7 16.De2
17...Txd7! Eine Schlüsselstel-
lung: Schwarz wird sehr schnell + +  
gefährliche Fortsetzung. Zu ande- Le8 17.Td1 Lf8 18.h4 Kg7 19. den Druck gegen den Springer d5 
Es ist nicht überraschend, dass
ren Varianten führt 5.e3. h5 Lc5 20.Ted3 Td6 21.dxc6 organisieren. Weiß kommt einfach Weiß in dieser Stellung Probleme
5...h6 Neue Mode in dieser Vari- Txd3 22.Txd3 Lxc6 23.a4 a5 nicht dazu, den Gegner zum Bau- hat. Die vielleicht genaueste Zug-
ante: Damit wird die Moskauer 24.Sd5 Lxd5 25.exd5 Te8 26. ernschutz (der Bauer c4) zu bin- folge beginnt mit 24.Kg2!?, z.B.
Variante eingeleitet. Die Hauptva- hxg6 fxg6 27.Tc3 Lb4 28.Te3 den, wie wir schon in der Partie 24...f5 25.gxf5 gxf5 26.Sh4 e4
riante (Botvinnik-Variante) ent- Lc5 29.Db5!± ist Weiß positio- Gunina - Muzychuk gesehen ha- 27.f3 Tb8 (27...Td2+ 28.T1e2)
steht nach 5...dc 6.e4 b5 7.e5 h6 8. nell überspielt und hat bis zum bit- ben. Meines Erachtens steht 28.b3 Lf6! 29.fxe4 fxe4 30.Txe4
Lh4 g5 9.Sg5 hg 10.Lg5 Sbd7 teren Ende nur noch zwang Züge, Schwarz aufgrund seiner aktiven Td2+ 31.Kh3 Txa2 32.T1e3
11.ef Lb7 12.g3 c5 13.d5 Db6, Romanov - Sitnikov/Sochi 2012. Figurenstellung etwas angeneh- Ta3 33.Tc4! Taxb3 34.Tc7+
mit sehr scharfem Spiel. 14.Te3 mer. Dies sollte jedoch angesichts Kg8 (34...Kh8 35.Sg6+ Kg8
6.Lxf6 6.Lh4 Es ist das Bauern-  der latenten Vereinfachungsten- 36.Txb3 Txb3+ 37.Kg4 a5 38.
opfer ähnlich einer einzigen Chan- + +
+ denz nicht ins Gewicht fallen. Ta7 Weiß kann sich noch weh-
18.Da4 Lb7! Danach erwacht ren) 35.Tg3+ Txg3+ 36.hxg3
ce der Weißen auf das Erhalten des
Übergewichtes. In der einstigen  ++  der Damenläufer wieder zum Le- Ta8 37.Sf5 Lg5 38.Tg7+ Kh8
Hauptfortsetzung 6.Lf6 wird jetzt  + +  ben; dennoch dürfte die gute Zen- 39.Tg6 a5 40.Sxh6 Ld2 (40...
die Krise der Ideen beobachtet. + + + trumskontrolle dem Schwarzen ei-
nen Vorteil sichern. Die Stellung
Lxh6 41.Txh6+ Kg7 42.Tb6
a4 43.Kg4 a3 44.Tb1 a2 45.Ta1
6...Dxf6 7.e3 Sd7 8.Ld3 dxc4
9.Lxc4 g6!? Diese Variante sieht  +++ + sieht ungünstig für Weiß aus. Kf6 46.Kf4 Ta4+ 47.Ke3=) 41.
sehr gut für den Nachzhiehenden +  + 19.Dxc4 Lxd5 20.exd5 Dxd5!? Sf7+ Kh7 42.Td6 Lb4 43.
aus, weil die alte Fortsetzung 9...
Ld6 für Schwarz keinen klaren
  +   Dieser Versuch kommt in Betracht
und ist sicher nicht zu widerlegen:
Tb6, die weiße Stellung ist nicht
rosig, aber auch nicht hoffnungs-
Ausgleich gibt: 9...Ld6 10.0-0  +Q+  Aronian ist mit kleinem Vorteil im los. Nach dem Textzug hat
De7 (10...0-0 11.Se4 De7 12.  künftigen Endspiel befriedigt. Der
Läufer wird im Kampf auf zwei
Schwarz einen deutlichen und
dauerhaften Vorteil.
Sxd6 Dxd6 13.Tc1 b6 14.De2 Ohne Zweifel ein historischer Au-
Lb7 15.Tfd1 Tfd8 16.La6 genblick: Fast immer waren die Flanken stärker als der weiße 24...hxg5 25.Sxg5+ Kg8 Die
Lxa6 17.Dxa6², Moiseenko - Partien der Männer Beispiele für Springer sein. Besonders wenn es Aufgabe von Weiß scheint mir
Shirov/Saratov 2011) 11.e4 e5 12. Frauen wie man gut Schach spielt, Schwarz gelingt, f7-f5 und e3-e4 noch nicht einfach zu sein und er
d5 Sb6 13.Lb3 0-0 14.dxc6 aber schon ist der Augenblick ge- einzuleiten. Zum komplizierteren hat ohne jede materielle Kompen-
bxc6 15.Sh4 Df6 16.Sf5 Lc5 kommen, wo die Frauenpartien Kampf führte 20...Txd5 21.Tc1, sation noch viel größere Unbe-
17.Df3 Ld4 18.Sxd4 exd4 19. die Beispiele für uns Männer sind! usw... quemlichkeiten.
Dxf6 gxf6 20.Sa4², Kramnik - Also eine relativ neue und seltene 21.Dxd5 Was sonst? Der Textzug 26.f4?! Weiß hat keine konstrukti-
Anand/Moskau 2011. Fortsetzung aus der Partie Gunina sieht verständlicher aus. Die Fort- ven Züge; er muss daher zu de-
28 ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com
struktiven greifen. Also, in einer Tc3 a5 41.Sf3 Lb4 42.Tb3 ren des Anziehenden, sehr gefähr- Dxf4 Sxd4+ 19.Ka1 (19.Kc1??
etwas unbequemen Stellung ver- Kc8 (42...Tc6) Schwarz steht auf lich ist. Tac8+-+) 19...Sc2+ 20.Kb1
liert Weiß die Geduld und strebt
einer falschen Idee nach, bei der
Gewinn.
40...g5! 41.Sg6 41.Sg2 Ta1+-+.

10.exd5N Sd4+ mit Dauerschach) 17...
Sxg2 18.Dxf4 Sxf4 19.Lxe8
er einen Bauern einbüßt. Doch 41...Ld6! Weiß gab auf, weil er ++ +
Txe8³] 17...Sxg2 18.Lxf7+
nach anderen Zügen als 26.f4 steht keine Möglichkeiten hat, um  +
Kxf7 19.Dxf4 Sxf4 20.Sxf5
Weiß natürlich auch schlecht, z.B.
26.Ta3 Te7 27.Te2 Td4 28.f3
Springerverlust und Matt zu ver-
meiden. Also, nach 42.Se7 ent-
 ++
und Weiß hat offensichtlich Vorteil
(einen Mehrbauern im Endspiel),
Lh6 29.Se4 f5 30.Sc3 Lf4 31. scheidet 42...Lxh2+ 43.Kh1 ++++
wenn auch Schwarz sich vermut-
Ta6 Kg7 32.Sb5 Tdd7μ und es
ist nicht einfach, einen nützlichen
Tf1+ matt. 0:1 +++
lich halten kann.
16.Lxc6 Sc4 17.Dd4 Le6 18.
Zug für ihn zu finden.
Kramnik ist nicht in Bestform + +

zum Wettkampf gekommen. Im


 Q+ 

Lxa8 Lb6 19.Dd3 Txa8

26...Tb8! übrigen, bleiben noch fünf Par-
+++ +

++ +
tien... +++

❍ Aronian, Levon/2820   ++

 ++ 
● Kramnik, Vladimir/2801 Für diesen Zug habe ich kein Vor-
 +++

bild gefunden. Die Fortsetzung 10.


+++ +
2. Partie Spanisch, Berliner C 67
Sxc6 bxc6 11.Lxb6 axb6 12. ++++

++ 
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 Sf6
4.0-0 Sxe4 5.d4 Sd6 6.Lxc6 Lc4 Le6 13.exd5 Sxd5 14. ++++

++ +
dxc6 7.dxe5 Sf5 8.Dxd8+ Kxd8 Sxd5 Lxd5 15.Lxd5 cxd5 16.
Dxd5 Dxd5 17.Txd5 Txa2 18. ++Q++

+++
9.Sc3 Le6 10.Td1+ Ke8 11.
Sg5 Lc8 12.h3 Le7 13.Lf4 Thd1= führt zu einer völlig aus-  ++ 

 ++ 
Sh4 14.e6 f6 15.Sf7 Tg8 16. geglichenen Stellung, Hrvacic -
+++

++
Lxc7 Lxe6 17.Sd6+ Lxd6 18. Berebora/Split 1998.

 Lxd6 Kf7 19.f3 Sf5 20.Lc5 b6 
10...Sxd5 11.Lg5! Sxc3?! Nach den Änderungen ist Weiß
Offensichtlich hat Vladimir mit 21.Lf2 Tgd8 22.a4 Se7 23.a5 ++ +
mit einer Dame und zwei Bauern
gegen drei Leichtfiguren geblie-
diesem einfachen Zug nicht ge- c5 24.Sb5 Sc6 25.Txd8 Txd8
rechnet. Schwarz drückt auf den 26.axb6 axb6 27.Ta6 Td1+ 28.  +
ben. Wie können wir diese Stel-
Punkt d4 und droht, auf f4 zu Kh2 Td2 29.Txb6 Txc2 30.  +++
lung bewerten? Die weiße Dame
schlagen. Es ist schwierig für
Weiß, einen fruchtbaren Plan zu
Sd6+ Ke7 31.Se4 Sd4 32.
Tb7+ Kf8 33.Tc7 Txb2 34.
+++ 
steht sehr aktiv und mit Vorrücken
des b- und c-Bauerns kann Weiß
ersinnen. Txc5 Sf5 35.Sg3 Txf2 36. +++
den schwarzen Figuren Probleme
27.fxe5 27.b3? sieht hoffnungslos Sxf5 Lxf5 37.Txf5 Ta2 remis +++
bereiten. Infolgedessen können
wir sagen, dass Weiß klar besser
für Weiß aus: 27...exf4 28.Te8+
Txe8 29.Txe8+ Lf8 30.h4 f6
❍ Kramnik, Vladimir/2801
● Aronian, Levon/2820
 Q+ 
steht und dass Schwarz große Mü-
31.Se4 (31.Se6 Kf7 32.Txf8+ 3. Partie +++
he hat, um Ausgelich zu erreichen.
Kxe6-+) 31...Kf7 32.Ta8 Ta5 Schottisches Vierspringerspiel C 47 
Schwarz steht schlechter, troztdem
20.Te1 Td8 21.De4 g5 Als Fol-
ge von ungenauem Spiel hat Le-
33.a4 g5-+, und Schwarz muss auf 1.e4 Eine Überraschung! In der
die Dauer gewinnen. spielt er zu optimistisch: Er wählt von enorme Schwierigkeiten. Nun
ersten Partie führte 1.d4 zu einer die Komplikationen und entschei-
27...Txb2 28.Sf3 Vladimir ver- Niederlage, und genau deswegen kann nämlich Weiß mit g2-g3 und
det sich, die Dame zu opfern. Al- f3-f4 am Königsflügel vorgehen,
sucht nun, die Stellung zu ver- nahm Kramnik die Gelegenheit so, in einer etwas unbequemen
komplizieren, um sein Heil in tak- gern wahr, 1.e4 noch einmal zu ohne dass Schwarz Gegenspiel
Stellung verliert Schwarz die Ge- hat.
tischen Verwicklungen zu suchen. testen. Also bei einem Match kei- duld und strebt eine gewaltsame
Dies war wohl auch das richtige ne schlechte Strategie. Sonst spiel- 22.c3 Lc5 23.Te2 h6 24.g3! Mit
Lösung an, die für ihn ungünstig der Idee f4 und f5, um den Läufer,
Mittel, da die Stellung mit norma- te Vladimir das letzte Mal 1.e4 ge- endet. Schwarz sollte eine sichere
len Mitteln kaum zu halten ist. 28. gen Radjabov in Baku 2009. der den Springer c4 unterstützt, zu
Fortsetzung wählen, z.B. 11...f6!? belästigen.
a3 Lf8! (28...Lh6!?) sieht nicht 1...e5 2.Sf3 Sc6 3.Sc3 Sf6 4. (oder 11...Sde7 12.Sxc6 Dxd2+
erfreulich für Weiß aus, weil 28... d4 Diese Variante sieht man nicht 13.Lxd2 Sxc6 14.Sd5² mit 24...a5 25.f4 Erst jetzt, da die
Lf8! beträchtliche Schwächen auf oft in den wichtigen Turnieren leichtem Vorteil für Weiß) 12.Lc4 schwarzen Figuren so schlecht wie
den schwarzen Feldern schafft und (besonders zwischen Großmeis- Sxd4 13.Sxd5 Le6 14.Lxf6 möglich am Damenflügel plaziert
in Verbindung mit der Drohung tern), da Schwarz die Möglichkeit gxf6 15.Sxb6 axb6 16.Dxd4 sind, erfolgt der thematische Vor-
29...Lc5 entscheidende Wirkung hat, ohne Risiko einen Ausgleich Dxd4 17.Lxe6+ Txe6 18.Txd4 stoß.
hat. zu erlangen. Txa2 19.Kb1 Ta5² Schwarz er- 25...a4 26.f5 Ld5 27.Dd3 Lb6
28...Txa2 29.e6 Meines Erach- 4...exd4 5.Sxd4 Lc5 Die allge- reicht keinen bequemen Aus- 28.b3 axb3 29.axb3 Sa5 Auf den
tens am besten. Nun muss meinste Fortsetzung ist 5...Lb4!?, gleich, aber offensichtlich hätte ersten Blick sieht die schwarze
Schwarz noch hart arbeiten, um was von der Theorie für das Halt- 11...f6!? dem Schwarzen viel bes- Stellung gut aus, weil er auf b3 zu
den Sieg zu erringen. barste für den Schwarzen gehalten sere Remisaussichten gewährt. schlagen droht...
29...fxe6 30.Txe6 Tf5! 31.Sh4
Tf4! 32.T6e4 Die Folge 32.
wird. Meines Erachtens gibt diese
aktive Fortsetzung ausgeglichene
12.Lxd8 Sxd1 13.Lxc7! Die 
30.Te8+!

Sxg6?? Ld4+ 33.Kh1 Tff2-+ Möglichkeiten, z.B. 6.Sxc6 bxc6


Partie scheint zu zeigen, dass die-
ser Zug gut spielbar ist und jeden- ++ +

führt zu einer Verluststellung für 7.Ld3 d5 8.exd5 cxd5 9.0-0 0-0 falls zum Erreichen eines Vorteils +++ +

Weiß.
32...Tf6 Nach 32...Txe4 33.
10.Lg5 c6 11.Df3 Ld6=.
6.Le3 Lb6 7.Dd2!? Kramnik
aussreicht. 13.Lh4 kommt für
Weiß nicht in Betracht, z.B. 13...
 ++

Txe4 Kf7-+ hat der Läufer des spielt eine sehr interessante Linie. Sxd4 14.Dxd1 Sf5 15.Lg5 h6 ++ 

Schwarzen zusammen mit dem a-


Bauern entscheidende Wirksam-
Die weiße Aufbau ist dem „Engli- 16.Ld2 Se3 17.Lxe3 Lxe3+ ++++

keit. Meines Erachtens führte die-


schen Angriff“ der Sizilianischen
Verteidigung ähnlich: Weiß will
18.Kb1 Lf5 19.Ld3 Tad8= und
ich sehe keine Gefahren für + Q+ 

ser Plan einfacher zum Gewinn. die lange Rochade machen, um Schwarz. +++ 

33.Tg4 Kf7 34.Tc1 Lh6 35.


Tc7+ Ke8 36.Te4+ 36.Txg6??
dann mit f2-f3 und g2-g4 am Kö-
nigsflügel aktiv zu spielen. Andere
13...Lxc7 14.Sxc6 Se3 15. +++

bietet direkten Weg zum Gewinn: Alternativen sind: 7.Sxc6, 7.Le2


Lb5! Dies scheint mir die genau-
este Fortsetzung zu sein; Weiß ak- 
Aber auf den zweiten Blick stellt
36...Le3+ 37.Kh1 Tf1+ nebst und 7.g3. tiviert den Läufer und lässt ihn am sich heraus, dass Weiß die gewich-
Matt. 7...0-0 8.0-0-0 Te8 9.f3 d5!? Das Kampf teilnehmen. 15.Sb4?! tigeren Argumente besitzt: Seiner
36...Kd8 37.Th7 Lf8 Die Dro- ist die kritische Stellung der Eröff- sieht nicht besonders günstig für positionellen Überlegenheit kann
hung 38...Lf6 in Verbindung mit nung: Schwarz hat alles erreicht, Weiß aus: 15...Lf4! 16.Sd3 Lh6 Weiß mit diesem taktischen
der Drohung 39...Tf1+ hat ent- was in dieser Variante gewünscht 17.f4 Lf5 und Schwarz entfaltet Schlag Nachdruck verleihen.
scheidende Wirkung. wird. Die Alternative ist 9...d6 eine Initiative. Dann werden seine Bauern am
38.Td4+ Kc8 39.Tc4+ Kb8 40. aber nach 10.g4 Sxd4 11.Lxd4 15...bxc6 Meines Erachtens sollte Damenflügel zwei tödliche Waffen
Td7 Danach ist Weiß sofort ver- Le6 12.h4² ist der weiße Plan Schwarz 15...Lf5! versuchen, sein.
loren, doch andere Züge helfen klar: Spiel am Königsflügel, wo was ein wertvolles Tempo gewon- 30...Txe8 31.Dxd5 Innerhalb
auch nicht, stellen dem Schwarzen die weiße Bauernmehrheit, unter- nen hätte: 16.Sd4 Lf4 17.Lxe8 von drei Zügen hat Weiß eine
aber eine schwerere Aufgabe: 40. stützt von den gut plazierten Figu- [17.Sxf5 (17.Kb1 Sxc2 18. überlegene Stellung erreicht und
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steht klar auf Gewinn. Es ist nicht Se4 b6 17.Lf4 Kc8 18.Seg5 mich der „komplettere“ Spieler zu sein. Aber hier geht es nicht um eine
überraschend, dass Schwarz in Lxg5 19.Lxg5 Ld5 20.Sh2 c5 Partie, sondern es ist ein Wettkampf über einige Runden. Die mentale
dieser Stellung Probleme hat, weil 21.Td1 Lc6 22.c3 a5 23.Sg4 Verfassung ist also nicht zu unterschätzen und wer mit „Druck“ besser
er große Mühe hat, seine Figuren Ld7 24.f3 a4 25.Kf2 remis umgehen kann, hat hier Vorteile. Anand hat im Gegensatz zum Heraus-
zu koordinieren. Weiß droht 32.b4 ❍ Kramnik, Vladimir/2801 forderer bereits Erfahrung in solchen Momenten. Allerdings hat auch
mit entscheidendem Vorteil. ● Aronian, Levon/2820 Gelfand bereits kleinere Wettkämpfe bestritten. Hier könnnte auch das
31...Td8 31...Tb8 ist nicht bes- 5. Partie Damengambit D 43 Alter eine Rolle spielen - Vorteil Gelfand. Die Vorbereitung ist natürlich
ser, weil nach 32.b4 Sb7 33.c4+- 1.Sf3 d5 2.d4 Sf6 3.c4 c6 4. nicht zu unterschätzen und man wird sehen welche Arbeit die Sekundan-
die Freibauern des Weißen schon Sc3 e6 5.Lg5 h6 6.Lxf6 Dxf6 ten geleistet haben. Gelingt es Gelfand, dem Weltmeister die eine oder
bald gefährlich werden können. 7.e3 Sd7 8.Le2 Dd8 9.0-0 Le7 andere Überraschung zu präsentieren, ist in diesen Partien alles offen.
32.Db5 Td6 33.Kc2 33.De5! 10.Dc2 0-0 11.a3 b6 12.Tfd1 Die Lage vor dem Wettkampf scheint für mich daher vielleicht nicht
sollte auch zum Sieg genügen. Lb7 13.Tac1 Db8 14.cxd5 cxd5 ganz so klar zu sein, wie es die meistens wohl vermuten würden.
Quelle: Internet
33...Kg7?! Dieser Zug hat keinen 15.Da4 Sf6 16.La6 Lxa6 17.
Sinn und er führt nur zu Tempo- Dxa6 Dc8 18.Dxc8 Tfxc8 19. ❍ Viswanathan Anand/2791
verlust. Daher sollte der Nachzie- Se5 Ld6 20.Sd3 Se8 21.Kf1 ● Boris Gelfand/2727
hende 33...Ld8!? versuchen, z.B. Kf8 22.Ke2 Ke7 23.h3 Tc4 24. 1. Partie Grünfeldindisch D 85
34.De8+ Kg7 35.b4 Sb7 36.c4 b3 Tcc8 25.a4 La3 26.Tc2 Tc7 1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 d5 Eine
Td4! (Schwarz atmet noch!) und 27.Ta1 Ld6 28.Kd2 a5 29. Überraschung: Boris hat nie Grün-
37.Kb3 scheitert an 37...Txc4 Tcc1 Tac8 30.f3 f5 31.g4 g6 32. feldindisch gespielt.
38.Kxc4 Sd6+. So oder so hat Se2 Txc1 33.Sexc1 Sf6 34. 4.Sf3 Lg7 5.cxd5 Sxd5 6.e4
der Nachziehende eine hilflose Se2 Sh7 35.Se5 Sg5 36.Sf4 Sxc3 7.bxc3 c5 8.Lb5+ Vishy
Stellung. Lb4+ 37.Kd1 Tc3 38.Tc1 wählt eine interessante Fortset-
34.b4 Sb7 35.c4 Die weißen Txe3 39.Tc7+ Kd8 40.Tg7 zung. Dies ist nur scheinbar siche-
Bauern wirken wie vorrückende Kc8 41.Tg8+ Kb7 42.Tg7+ rer als die schärferen Alternativen
Kampfpanzer. Kc8 43.Tg8+ Kb7 remis 8.Tb1 oder 8.Le3.
35...Tf6 36.g4! Der schwarze ❍ Aronian, Levon/2820 8...Sc6 9.d5 Selten gespielt! 9.
Turm kann nicht viel Kraft entfal- ● Kramnik, Vladimir/2801 0-0 cxd4 10.cxd4 0-0 11.Le3
ten. 6. Partie Spanisch C 65 Lg4 12.Lxc6 bxc6 13.Tc1 Da5
36...Sd8 37.c5 Lc7 38.Dd7 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 Sf6 14.Dd2 (14.Txc6!) 14...Dxd2
Sc6 39.b5 Entscheidend, der 4.d3 Lc5 5.Sbd2 d6 6.c3 0-0 7. 15.Sxd2 Tfd8 16.Sb3 a5 17.
Schaden ist schon nicht mehr zu 0-0 Se7 8.h3 Sg6 9.Te1 c6 10. Txc6 a4 18.Sc5 Lxd4 19.Lxd4
reparieren. La4 Te8 11.d4 Lb6 12.Lc2 h6 Txd4=, Gustafsson - Kramnik/
39...Sa7 40.Dxc7 Sxb5 41.De5 13.a4 Le6 14.Sf1 exd4 15.Sxd4 Dortmund 2008.
Sa7 42.Kd3 Schwarz gab auf. Ld7 16.f4 d5 17.e5 Se4 18. 9...Da5 10.Tb1 a6 10...Lxc3+ Literaturempfehlungen:
Der weiße Gewinnplan ist einfach, Lxe4 dxe4 19.a5 Lxa5 20.Sg3 11.Ld2 a6 12.Lxc6+ bxc6 13. Zur Schachweltmeisterschaft
z.B. 42...Sc6 43.Da1 und dann Lb6 21.Kh2 c5 22.Sdf5 Lxf5 dxc6 Le6 14.Tc1÷ mit unklarem gehören die besten Partien
Kc4-Kb5. 1:0 23.Sxf5 Dxd1 24.Txd1 Tad8 Spiel. des legendären Garri
❍ Aronian, Levon/2820 25.Le3 Td3 26.Te1 f6 27.exf6 11.Lxc6+ 11.La4 b5 12.dxc6 Kasparow einfach dazu!
● Kramnik, Vladimir/2801 gxf6 28.Sxh6+ Kf8 29.Ta4 Lxc3+ 13.Ld2 Lxd2+ 14.Dxd2 Igor Stohl:
4. Partie Spanisch C 67 Td5 30.c4 Td3 31.b4 Txe3 32. Dxa4 15.0-0 Dxe4 16.Tbd1 0-0 GARRI KASPAROWS
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 Sf6 Txe3 cxb4 33.Tg3 e3 34.Txg6 17.Tfe1 Dxc6 18.Dh6 Df6-+ BESTE SCHACHPARTIEN
4.0-0 Sxe4 5.d4 Sd6 6.Lxc6 e2 35.Ta1 Lf2 36.Tg8+ Ke7 Martic - Brkic/Zlatni Rat 2011. BAND 1 und 2
dxc6 7.dxe5 Sf5 8.Dxd8+ Kxd8 37.Tg7+ Kd6 38.Txb7 e1D 39. 11...bxc6 12.0-0 Dxa2 13. (Rezensionen in 02/2006,
9.h3 Ke8 10.Sc3 h5 11.Lg5
Le6 12.b3 Le7 13.Tad1 h4 14.
Txe1 Lxe1 40.Sf5+ Kc5 41.
Tb5+ Kc6 42.Sd4+ Kc7 43.

Tb2!?N 04/2006, 09/2007, 11/2007)
Beide Bände sind erhältlich
Tfe1 Td8 15.Txd8+ Kxd8 16. Tc5+ remis +++
 bei ROCHADE EUROPA!
+ +  25.exf6 Te8 26.Td6 Le6 27.
Weltmeisterschafts-Kampf  + + + +
+ + +
Sd2 Tb8μ.
19...Tb7 19...Tc6!? 20.Se5 (20.
e5 0-0 21.h3 Td8 22.Sd2 h6 23.
Viswanathan Anand - Boris Gelfand  + ++ + Se4 Td5 24.Te1 g5 25.Lg3
Moskau 11.-31.05.2012 +  ++ Kh7=) 20...Te6 21.Sd3 c4 22.
Sc5 Tc6 23.Sa4 0-0 24.Td1
Am 11. Mai begann in Moskau das Schachereignis des Jahres - der Israeli 
 +   f5.
Boris Gelfand (der Sieger des Kandidatenturniers) gegen den Inder und
Titelverteidiger Viswanathan Anand, ein Zweikampf über zwölf Runden + Q+ 20.Tc2 20.Ta2 0-0 21.e5 (21.
um zweieinhalb Millionen Dollar und den Titel des Weltmeisters. 
Neu und überraschend, aber nicht
Txa6 Lxc3=) 21...Tb3 (21...
Te8 22.Txa6 Lg4 23.Te1
Bei der feierlichen Eröffnung der WM in Moskaus Tretjakow-Galerie, besonders überzeugend. 13.Le3 Lxf3 24.gxf3 Tbe7=) 22.Tc1
einer Schatzkammer der russischen Kunst, herrschte am Donnerstag- cxd5 14.exd5 0-0 15.Lxc5 Td8 Te8 23.Sd2 Tb5=.
abend ein Auftrieb und eine Atmosphäre, wie sie im sonst üblichen 16.Lxe7 Txd5 17.Sd4 Ld7³ 20...0-0 21.Ld6 Te8 22.Sd2
Turnhallen-Schach nicht anzutreffen ist. Sergej Rachmaninow wurde ge- Niederwieser - Kratschmer/Aus- f5!? 22...Ld7! 23.Lxc5 Tc8 24.
spielt. Michail Gorbatschow saß in der ersten Reihe. Ex-Weltmeister tria 2006. Le3 (24.Lb4?? Txb4-+) 24...
Anatoli Karpow war da. 13...Da5 14.d6 Ta7! 14...Dd8?! Txc3 25.Txc3 Lxc3μ.
Bei Gleichstand nach zwölf Partien wird am 30. Mai (ab 10 Uhr) ein 15.Lf4! [15.dxe7 Dxe7 (15... 23.f3 23.Lxc5! Tc7 24.Lb4
Stichkampf mit verkürzter Bedenkzeit gespielt: zunächst vier Partien mit Dxd1 16.Txd1 Kxe7 17.Le3±) fxe4 25.Te1 Lf5 26.Ta2 Te6
25 Minuten plus 10 Sekunden/Zug. Bei Gleichstand nach den Schnell- 16.Lf4 Lg4 17.Ld6 Lxf3 18. 27.Ta3 mit der Idee 28.Sf1-e3=.
schachpartien folgt ein weiterer Stichkampf mit zwei Blitzpartien mit 5 gxf3 Dg5+ 19.Kh1 Td8 20.e5²). 23...fxe4 Etwas langsam gespielt,
Minuten plus 3 Sekunden/Zug Bedenkzeit. Bei weiterem Gleichstand 15.Lg5 15.Lf4!? Td7 [15...0-0 Weiß bekommt nun genug Zeit,
werden bis zur Entscheidung maximal vier weitere Blitzrunden à zwei 16.Se5 Lxe5 17.Lxe5 Te8 18. um seinen Figurenknoten zu lö-
Partien gespielt. Steht der Wettkampf dann immer noch gleich, folgt eine Tb8 (18.dxe7 Taxe7 19.f4 sen. Energischer war 23...Ld7!,
Entscheidungspartie, in der Weiß 5 Minuten erhält und gewinnen muss, Txe5!? 20.fxe5 Dxc3÷) 18...f6 Schwarz konnte seine Stellung
Schwarz mit einer Bedenkzeit von 4 Minuten ein Remis zum Gewinn 19.Lf4 Da2!=) 16.Td2 Lxc3 konsolidieren und nun kommt sein
des Wettkampfes genügt. Preisfonds ist 2,55 Millionen US-Dollar. Der 17.Td3 exd6 18.Txd6 Dd8 19. Läuferpaar zur Geltung. Meines
Sieger erhält 60% (1,530,000 US$), der Verlierer 40% 1,020,000 (US$). Txd7 Dxd7 20.Dc2². Erachtens hat Weiß Probleme das
Am 10. Mai 2012 fand die Eröffnungszeremonie statt. Die erste Partie 15...exd6 16.Dxd6 Td7 17. Gleichgewicht aufrecht zu erhal-
wurde am 11. Mai ausgetragen, zu der FIDE-Präsident Kirsan Iljumschi- Dxc6 Dc7 18.Dxc7 Txc7= 19. ten, z.B. 24.Ta1 (24.Te1 La4
now symbolisch für Weltmeister Anand den ersten Zug ausführte. Lf4 19.e5?! (19.Tb6 0-0 20.Lf4 25.Ta2 Lxc3 26.Txa4 Lxd2
Tb7 21.Txa6 Lxc3 22.Ld6 27.Te2 fxe4³; 24.Lxc5 Tc8 25.
Wie geht der Wettkampf aus? Td7! 23.Tb6 La5 24.Tb5 Le3 Lxc3 26.Tfc1 Tbc7 27.
Sb1 La5 28.Txc7 Txc7 29.
Bisherige Bilanz in 36 Partien mit langer Bedenkzeit: 6:5 für Anand (bei Txd6 25.Txa5 c4 26.Tc5³) 19...
25 Remisen). Betrachte ich die reine Spielstärke der beiden Kontrahen- 0-0 20.Tb6 h6 21.Lf6 a5 22. Txc7 Lxc7μ) 24...Lb5μ.
ten scheint Anand wohl etwas stärker zu sein. Auch scheint Anand für Ta1 Ta7 23.h3 a4 24.Ta3 Lxf6 24.Sxe4 Lf5= remis
30 ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com
❍ Boris Gelfand/2739 ❍ Viswanathan Anand/2799 19.Sxe4 Dxd2 20.Sxf6+ 20. La5 Lc7 19.Lxb6 Lxb6 20.
● Viswanathan Anand/2799 ● Boris Gelfand/2739 Txd2 Sxe4 21.fxe4 Sc5=. Sf5² Yevseev - Dzhakaev/St. Pe-
2. Partie Damengambit D 45 3. Partie Grünfeldindisch D 70 20...Txf6! 20...Lxf6?! 21.Txd2 tersburg 2001) 16...Sxd5 17.
1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sc3 Sf6 4.e3 1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.f3 d5 4.cxd5 Lxd4 22.Txd4 Tc2 23.b3 Sb6 Dxd4 Le6 18.Lb1 Tc8 19.Dd3
e6 5.Sf3 a6!? 6.b3 Lb4 7.Ld2 Sxd5 5.e4 Die Grünfeld-Verteidi- 24.Sg3±. Sf6 20.Sd4 Ld7= Timoscenko -
Sbd7 8.Ld3 0-0 9.0-0 Ld6 10. gung halte ich nach 3.f3 für weni- 21.Txd2 Tf5 22.Lxg7 Kxg7 Godena/Padova 1999] 15...Lg4
Tc1 10.Dc2 Te8 (10...h6 11. ger angebracht, weil der Sd5 23.d6!² Weiß hat Vorteil, aber es 16.Dxd4 Lxf3 17.gxf3 Sxd5 18.
Se2 Te8 12.Sg3 e5 13.cxd5 nach dem Textzug kein Abtausch- gibt noch Kampf. Kh1 Sf6 19.Lc3 Le7 20.Tad1
Sxd5 14.Tad1 exd4 15.Sxd4 objekt auf c3 vorfindet und unter 23...Tfc5?! ¹23...Sb6 mit der Dxd4 21.Lxd4 Tfd8 22.Le5
Sb4 16.Lh7+ Kh8 17.Db1 Tempoverlust weiterziehen muss. Idee 24.Sc3 Td5!!= dürfte Kf8 23.Tfe1 Tac8 24.Lf5
Sd5 18.Lf5 Dc7 19.Tfe1 S7f6 5...Sb6 6.Sc3 Lg7 7.Le3 0-0 Schwarz das Gleichgewicht wah- Txd1 25.Txd1 Tc5= Avrukh -
20.e4² Gelfand - I. Sokolov/ Wijk 8.Dd2 e5 8...Sc6 9.0-0-0 Dd6 ren können. Wang Hao/Dagomys 2008.
aan Zee 2006) 11.Tfe1 h6 12.h3
e5 13.cxd5 cxd5 14.e4 dxe4 15.
(9...f5! 10.e5 Sb4 11.Sh3 Le6
12.Kb1 Dd7 13.Sf4 Lf7 14.a3
24.Td1± Es ist schwierig für 
15...Ld7 16.Tad1 Te8!?N
Sxe4 Sxe4 16.Lxe4 exd4 17. a5! 15.d5 Lxe5 16.axb4 axb4 17.
Schwarz, einen fruchtbaren Plan
zu ersinnen. +
 + +
Lh7+ Kh8 18.Txe8+ Dxe8 19.
Te1 Dd8 20.Lf5² Gelfand -
Sb5 Ta5 18.Lxb6 cxb6 19. 24...a5 25.Th4! Tc2 26.b3 Sb2 +++
Dxb4 Tfa8‚, Motylev - Svidler/
Dreev/Khanty-Mansiysk 2005. Wijk aan Zee 2007) 10.Kb1 Td8
27.Tb1 Sd3 28.Sd4 Td2™
28...Sb4? 29.Sxc2 Txc2 30.
+


+
10...e5 11.cxd5 cxd5 12.e4! 12. 11.Sb5 Dd7 12.d5 Se5 13.Dc2 Te1 (30.Tb2 Tc1+ 31.Tb1 +
++
+

dxe5 Sxe5 13.Sxe5 Lxe5 14.
Se2 Se4 15.Lxe4 dxe4 16.Lc3
c6 14.Sxa7 Txa7 15.Lxb6+-
Anand - Mamedyarov/Bastia 2011.
Tc2) 30...Txa2+ 31.Kb1 Lf5+ 
+

+
+
Lg4 17.Lxe5 Dxd1 18.Tfxd1 9.d5 c6 10.h4!? cxd5 10...h5!? 11.
32.Kc1+-
29.Lxd3! Txd3 30.Te1 Td2
++++
Lxe2 19.Td7 Tac8 20.Tdc7 Le2 cxd5 12.exd5 S8d7 13.d6 30...Kf6 31.Txh7 Txd4 32. +Q
+
Txc7 21.Txc7 f6! 22.Ld4 Tf7=
Khismatullin - Jakovenko/Moskau
Sf6 14.Lg5 Te8 15.Td1 Le6
16.Sh3 Sc4 17.Lxc4 Lxc4 18.
Txd7 Tc2 33.Tc7 Txg2 34.d7 +
++

2010 b3 La6 19.Sd5 e4 20.Sxf6+
Tgd2 (34...Tdd2?? 35.Tc2!!+-)
35.Txb7 Txd7 36.Txd7 Txd7 
Dies ist ein neuer Zug. In der Par-
12...dxe4 12...exd4 13.Sxd5 Lxf6 21.d7 Db6!! 22.dxe8D+ 37.Te8±. tie Levin - Martynov/St. Peters-
Sxd5 14.exd5 h6 15.Sxd4 Sf6 Txe8 23.De3 Lxg5 24.Dxb6 31.Kb1 Lf5+ 32.Sxf5+ gxf5 33. burg 2012 folgte 16...Tc8 17.
16.Sf5 Lxf5 17.Lxf5 La3 18. Lxh4+ 25.Kd2 axb6-+, Kramnik Db1 (17.Db2 Db6 18.Dxd4
Tc4 Dxd5 19.Dc2² Shankland - - Shirov/Cazorla 1998. 
Te7+ Kg6 34.Tc7?
Dxd4 19.Sxd4 Lc5 20.Sf3
Erenburg/Philadelphia 2012. 11.exd5 S8d7 12.h5 Sf6 13. 
++
+
+ Sxd5 21.Le4 Lc6 22.Se5²

13.Sxe4 Sxe4 14.Lxe4 Sf6!?N hxg6 fxg6! 13...hxg6? 14.Lh6‚.
14.0-0-0² 14.d6!? - Laznicka -
++

+ überlässt Weiß einigen Vorteil,
Galanov - Boldysh/corr. 2008)
+
 + Areshchenko/Moskau 2007. 
+

+ + 17...Tc5 18.Lg5 h6 19.Lh4 g5
++
+ 14...Ld7 15.Kb1 Tc8 16.Ka1 
+
++
20.Lg3 Lxg3 21.fxg3 Sxd5 22.
Lh7+ Kg7 23.Txd4 Db6÷ mit
+


+ 16.d6! Sc4 (16...Lf5+ 17.Ka1
e4 18.Lh6 e3 19.Lxe3 Sfd5 20. 
+
+
+
 unklarer Lage, Levin - Marty-
+
+

+
Sxd5! Tc2 21.Se7+! Dxe7 22. ++
++
nov/St. Petersburg 2012.

+
+
+ Dxc2 Dxe3 23.Db3+ Dxb3 24. +

++ 17.Sxd4 Tc8 18.Db1 h6 19.
++
++

axb3 Lc2 25.Td2 Lxb3 26.
Sh3+- Postny - A. Greenfeld/Tel ++
+
+

Sf5

+

 Aviv 2001) 17.Lxc4+ Txc4 18. 
Dies ist ein krasser Urteils- oder

+ + +
+
Q+
Sge2 Le6 (18...Lf5+ 19.Ka1 Rechenfehler nach dem Schwarz +++


Le6 20.Lg5 Dd7 21.Lxf6
Lxf6 22.Se4 Ld8 23.S2c3±
ziemlich mühelos Remis hält. Gu- +



14...exd4 15.Tc4! Sf6 [15...Sc5
16.Lg5 f6 17.Ld5+ (17. Nielsen - Tazbir/Helsingor 2009)
te Gewinnaussichten bot meines
Erachtens 34.d7!, z.B. 34...Tcc2 +
+++

Lxh7+!? Kxh7 18.Txd4 fxg5 19.Lh6 Dd7 20.Lxg7 Kxg7 21.
De3 b5 22.b3! Tcc8+- Postny -
35.Tc4 (35.d8D? Tb2+ mit Re- 
+
+
+
+
19.Txd6ƒ) 17...Kh8 18.Lc1
Lxh2+ 19.Sxh2 Dxd5 20.Txd4 Mikhalevski/Givataim 2000.
mis) 35...Txc4 (35...Tb2+ 36.
Kc1 Txa2 37.Tc8 Tf2 38.
+++
+
Df7 21.La3 b6 22.Td6 Tb8 23. 
16...e4!?N Te6+ Kh5 (38...Kf7 39.Tf6+ +

+
Txb6 Txb6 24.Lxc5 Te6 25.

+
 + Kg7 40.Tg8++- muss auch zum +Q++

Lxf8 Dxf8= Riazantsev - Anto-
niewski/Warschau 2011] 16.Lb1 ++

Gewinn genügen) 39.g4+ fxg4 40.
Tc5+ Kh4 41.d8D++-) 36.bxc4 
Danach kann Schwarz ohne
Lg4 17.Lg5 h6 18.Lh4 Lxf3
19.Dxf3 g5 20.Lg3 Lxg3 21.


+
+ h5 37.Kc1 Td4 38.Kb2 Kf6 39.
Th7 Kg6 40.Kc3 Td1 41.d8D
Schwierigkeiten ausgleichen.
Ich stelle kurz einige Alternativen
fxg3 Kg7 22.Dxb7± Riazantsev - +
++
+
Txd8 42.Txb7+- und Weiß muss zusammen:
Matlakov/St. Petersburg 2011. 
+
++
+ auf die Dauer gewinnen. - 19.Sf3 Sxd5 (19...Dc7?! Dies
15.dxe5 Dieser Zug sieht an dieser
Stelle nicht natürlich aus und
+

+
34...Te8 35.Th1 Tee2 36.d7
Tb2+ 37.Kc1 Txa2 remis
schenkt dem Weißen den nützli-
chen Zug 20.Lc1!±) 20.Lh7+!?
scheint nicht ganz auszureichen. 
Q
++ ❍ Boris Gelfand/2739 Kh8 21.Le4 Lc6 22.Sd4². Na-
Natürlich ist nicht ohne weiteres 
++ ● Viswanathan Anand/2799 türlich ist dies alles wenig über-
zeugend; Schwarz muss um Aus-
zu verstehen, warum Boris auf 15.
Lg5! verzichtet. Die Fortsetzung 
16...Sa4 17.Sge2 e4 18.d6 Te8
4. Partie Damengambit D 45
1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sc3 Sf6 4.e3 gleich kämpfen.
15...exd4 (15...h6 16.Lxf6 Dxf6 19.Tc1 Da5 20.Sxa4 Txc1+ e6 5.Sf3 a6 6.b3 Lb4 7.Ld2 - 19.Tfe1 Txe1+ 20.Lxe1 De7
17.dxe5 Lxe5 18.Sxe5 Dxe5 21.Dxc1 Dxa4 22.Sc3 Db4 23. Sbd7 8.Ld3 0-0 9.0-0 Ld6 10. 21.Sf5 Lxf5 22.Lxf5 Tc5 23.
19.Te1±) 16.Tc4!? h6 17.Lxf6 Sxe4 Tc8 (23...Sxe4? 24.Lc4+ Dc2 In der zweiten Partie ge- g3² führt zu besserem Spiel für
(17.Txd4 hxg5 18.Txd6 De7 +-) 24.Lc5± Hillarp Persson - schah 10.Tc1. Es gibt keinen gro- Weiß.
19.Lb1 Lg4=) 17...Dxf6 18. Aberg/Stockholm 2002 ßen Unterschied zwischen den 19...Lxf5 20.Lxf5 Tc5 21.Tfe1
Dxd4 Dxd4 (18...De7 19.Te1²) 17.Ld4! 17.fxe4?? (17.Sxe4? beiden Zügen; die Stellung ist in Txd5 22.Lc3 Txe1+ 23.Txe1
19.Txd4 Lc5 20.Tc4² schlägt La4!-+) führt sofort zu einer Ver- etwa ausgeglichen. Lc5= 24.Dc2 24.Lxf6 gxf6
zum kleinen Vorteil von Weiß aus. luststellung: 17...Txc3!! 18.Dxc3 10...e5 11.cxd5 cxd5 12.e4 12. (24...Dxf6?? 25.Te8+ Lf8 26.
15...Sxe4 16.exd6 Dxd6 17.Le3 (18.bxc3?? Sxe4-+) 18...Sxe4 dxe5 Sxe5 13.Sxe5 Lxe5 14. Lh7+ Kh8 27.Txf8 matt) führt
Lf5 18.Dxd6 Sxd6 19.Sd4 19.De1 (19.Dc2 Sg3-+) 19... Tad1 Lg4 15.f3 Ld7 16.Se2 zu einer etwa ausgeglichenen Stel-
¹19.Tfd1 Tfd8 20.Sd4 Lg6 Sa4 20.Ld4 Sxb2 21.Lxb2 (21. Tc8 17.Db1 Db6=, A. Braun - lung.
21.Tc7 Tac8 22.Sc6 Txc7 Lxg7 Sxd1 22.Lxf8 Df6+ -+) Vitiugov/Kallithea 2008. 24...Ld4 25.Lxd4 Txd4 26.
(22...bxc6? 23.Txd6±) 23.Sxd8 21...Lxb2+ 22.Kxb2 Db6+ -+ 12...exd4 12...dxe4 13.Sxe4 Dc8 g6 27.Lg4 h5 27...Sxg4??
Se8 24.Lb6 Te7 25.f3². 17...Sa4 18.Sge2 18.Sxe4 Sxe4 14.Lxe4 h6 15.Lc3²‰. 28.Te8++-.
19...Tfe8 Jetzt erreicht Schwarz Sxe4 19.fxe4 Lxd4 20.Dxd4 13.Sxd5 13.Sxd4 dxe4 14.Sxe4 28.Dxd8+ Txd8 29.Lf3 b6 30.
Ausgleich. Dg5 21.Se2 Tc2 22.Tb1 Sxe4 15.Lxe4 Sf6=. Tc1 Td6! 30...a5?? 31.Tc6!±.
20.Sxf5 Sxf5 21.Lc5 h5 22. Tfc8©. 13...Sxd5 14.exd5 Sf6 15.h3 15. 31.Kf1 a5 32.Ke2 Sd5 33.g3
Tfd1 Tac8 23.Kf1 f6 24.Lb4 18...Da5 18...exf3 19.gxf3 Da5 Dc4 [15.Tae1 h6 16.Dc4 (16. 33.Lxd5 Txd5=.
Kh7 25.Tc5 remis 20.Sxa4±. Sxd4!? Sxd5 17.Lc4 Sb6 18. 33...Se7 34.Le4 Kg7 remis ■
ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com 31
theoretischen Systeme geworden. Dame und Läufer auf d3 verfügt

AUTODIDAKT Ich bin ziemlich sicher, dass das


heutzutage die populärste Fortset-
zung in der Najdorf-Variante ist.
6...Sg4 Das Kasparow-System:
Weiß über eine gefährliche An-
griffsstellung. Die schwarze Stel-
lung erweist sich als ziemlich
freudlos.
Die Schachschule Ein von Garri eröffneter Weg, um 20.De2 S4e5 21.Lf2 Dc7 22.
„Ich will lernen um zu wissen, ALSO BIN ICH!“ alle Komplikationen des sehr De4 22.Txh5? geht nicht wegen
scharfen Perenyi-Angriff nach 6... 22...Sf4.
2. Schuljahr, 19. Sitzung Von Großmeister Barlov e6 7.g4 e5 8.Sf5!? g6 9.g5 zu 22...Lg7 23.Ld4
des Königs in der Mitte schlechte vermeiden. Also, diese Variante
Der Angriff auf den König (für beide Farben!) hat Magnus
Folgen bringt, und auch werden
Der Angriff (Aktion gegen den wir die grundlegenden Methoden Carlsen von Garri Kasparow ge-
gegnerischen König) als eine sehr für die Entwicklung des Angriffs erbt. Dies ist wahrscheinlich sehr
allgemeine strategische Form ver- lernen. logisch, weil Garri Kasparow sein
dient heute unsere besondere Auf- Beim Schachspiel bezeichnet man Schachvater ist, nicht wahr!?
merksamkeit und wir stellen eine die Felder d4, e4, d5, e5 als das 7.Lg5 h6 8.Lh4 g5 9.Lg3 Lg7
spezielle Strategie vor, in der die Zentrum (die Mitte). Es gelang bisher selten, aus der
Taktik ein bedeutende Rolle hat. Das bedeutet, dass wenn wir vom zweifellos etwas geschwächten
Eine mit einem erfolgreichen An- Angriff auf den König in der Mitte schwarzen Stellung am Königsflü-
griff beendete Partie analysierend, sprechen, die Lage des Königs gel Nutzen zu ziehen.
können wir drei wichtige Berichte nicht genau auf diesen vier Zen- 10.Dd2 Dieser Zug taucht in der-
überprüfen: trumsfeldern sein muss, sondern artigen Stellungen typisch auf. Ei-
1) Die Figurenentwicklung und auf der d- oder e-Linie. ne in den letzten Jahren sehr dis-
Kampf um die Initiative kutierte Linie ist: 10.h3 Se5 11. Wie die Ergebnisse zeigen, hat es
Normalerweise erweist sich diese
2) Die Entwicklung der Initiative Sf5 Lxf5 12.exf5 Sbc6 13.Sd5 Schwarz in dieser ziemlich aktuel-
Stellung des Königs am Beginn
3) Der Angriff auf den König e6 14.fxe6 fxe6 15.Se3 Da5+ 16. len Variante nicht leicht. Aus zwei
des Mittelspiels als mangelhaft
c3 Sf3+!? (ein schönes Figurop- prinzipiellen Gründen sollte Weiß
Diese Daten wissend, können wir und manchmal auch, wenn die
fer) 17.Dxf3 Lxc3+ 18.Kd1 in derartigen Stellungen auf klaren
sagen: der Angriff ist eine lang- Entwicklung beendet ist.
Da4+ 19.Sc2 Lxb2 20.Tc1 Vorteil rechnen. Zum einen steht
fristige Initiative bei der die Kraft
1) Der Angriff auf den König Tc8!, mit komplizierter Stellung, der schwarze König weitaus expo-
der eigenen Steine verstärkt wird,
natürlich in Verbindung mit der in Zentrum Karjakin - Grischuk/Moskau 2010. nierter als sein weißer Kollege,
Schmälerung der Kraft der gegne- 10...Sc6 11.Sb3 Le6 12.h4 zum anderen kommt gerade im
Sehr oft ist die Lage des Königs in gxh4 13.Lxh4 13.Txh4 kam Mittelspiel das weiße Läuferpaar
rischen Steine und Bauern - mit der Mitte schlecht und der König
nur einem Ziel: den gegnerischen auch in Frage, aber meines Erach- besonders gut zur Geltung. Weiß
verwundbar, und wenn das der tens verliert das nur Zeit und es ist entwickelt mit relativ einfachen
König anzugreifen. Fall ist, ist es nötig sich im direk- nicht profitabler für Weiß: 13...h5 Mitteln eine gefährliche positio-
In unseren Tagen belegt der An- ten Angriff auf ihn zu stürzen. 14.f3 Sge5 15.f4 Sc4 16.Lxc4 nelle Initiative.
griff mit vollem Recht den bedeu- Auch folgt aus dem oben Erwähn-
tenden Platz, den er sich verdient. Lxc4 17.0-0-0 a5 18.Kb1 a4 19. 23...Lf6 24.Le2 Sd7 25.Ld3
ten, dass die schwierigen Stellun- Sc1 Da5! ist gut spielbar für Le5 26.Df5 Sf4 27.Lxe5 dxe5
In den Eröffnungen gibt es ganze gen (Folge der Stellung des Kö-
Systeme, Schemen und Varianten Schwarz, Frolov - Genov/Berlin 28.g3 Sxd3 29.Dxd3 Dc4 30.
nigs in der Mitte) nicht immer 1993. Dd2 Weiß hält die Damen auf
deren grundlegende Idee genau leicht erkannt werden können, und
der Angriff ist (zum Beispiel wie 13...Db6 14.0-0-0 Tc8 Machen dem Brett, um gegen den schwar-
deshalb fehleingeschätzt werden wir Bilanz: Weiß hat die bessere zen König der in Zentrum geblie-
die Drachen-Variante in der Sizi- können. Bevor wir eine konkrete
lianischen Verteidigung). Also ist Bauernstruktur, was ihm langfris- ben ist zu kämpfen.
Analyse beginnen, werden wir vor tig Vorteil gibt. Schwarz hat auf 30...b6 31.Th4! Sehr stark ge-
es sehr wichtig, die Initiative zu einer Reihe von allgemeinen Be-
haben. Wie kann man dieses sehr die Rochade verzichtet, weil er spielt: Schwarz bekommt nun
trachtungen verweilen: versuchen muss, ein aktives Spiel nicht genug Zeit, um seinen Figu-
wichtige Werkzeug erreichen?
- Wenn der König schlecht gele- am Damenflügel zu erreichen. Die renknoten zu lösen. Weiß übt star-
Gut, ich nehme an, dass wir die gen in der Mitte ist, muss der
Antwort schon wissen - wer das Stellung ist unklar. ken Figurendruck auf das schwar-
Angreifer versuchen, ihn dort 15.Kb1N Für diesen Zug habe ich ze Zentrum aus (f3-f4), und am
Zentrum besitzt, kann die Initiati-
so lange wie möglich festzuhal- kein Vorbild gefunden. Magnus Königsflügel auch (g3-g4). Die
ve auch besitzen. Das ergibt sich
ten. verbessert jetzt deutlich eine alte schwarze Stellung ist immer mehr
aus der Schachbeschaffenheit:
vom Zentrum aus kann eine Figur - Wenn die Aktivität der Steine Partie Leko - Topalov und hofft verzweifelt.
sich schnell in jeden anderen Sek- sich vergrößert, nachdem die mit diesem Zug in Vorteil zu kom- 31...Dc7 32.f4 f6 Schwarz deckt
tor des Brettes verschieben und Linien oder Diagonalen geöff- men. Nach 15.f3 Lxc3 16.Dxc3 das Feld e5, aber jetzt kommt das
sowohl an der Verteidigung als net wurden, muss der Angreifer Sce5 17.Dd4 Dxd4 18.Sxd4 andere Problem auf der h-Linie,
auch am Angriff teilnehmen. Da- dazu neigen, das Spiel maximal Se3 19.Te1 Sxf1 20.Texf1 weil der Bauer auf h5 anfällig ist
durch ist die Logik des Schach- zu öffnen. Unter diesen Um- Ld7 21.b3 f6= hat Schwarz die und dauernden Schutzes bedarf.
kampfes ganz klar: das Zentrum ständen wird die Lage des Kö- Stellung die er haben will. Einfach ausgedrückt: die schwarze
zu beherrschen ist die erste Etappe nigs noch verschlechtert. Schwarz hat keine Probleme, aber Stellung ist löchriger als der
des eventuellen Angriffs in dieser - Je mehr Figuren an einem An- Weiß auch nicht, Leko - Topalov/ schweizer Käse! Nach 32...exf4??
Zone. Die Gegenoffensive im griff teilnehmen, desto besser ist Cap d’Agde 1994. 33.d6!+- sieht die schwarze Stel-
Zentrum bildet schon seit je her es, da eine Verteidigung für den 15...h5 Nach 15...Lxc3 16.Dxc3 lung hoffnungslos aus.
einen Faktor von höchster Ord- Gegner viel schwererer zu orga- Sce5 (16...Tg8!?) 17.Dd4 33.g4 Manchmal denke ich, das
nung in der Schachstrategie, wie nisieren ist und er gezwungen Dxd4 18.Sxd4 sehen wir den Schachspiel ist ein sehr einfaches
es die bekannte Regel gut aus- wird, alle bestehenden Reserven Hauptunterschied mit der Partie Spiel: Sehen Sie, zwei Bauernzü-
drückt: „Der Angriff auf einem in den Kampf einzuführen. Leko - Topalov: der weiße Bauer ge am Königsflügel und der Scha-
Flügel hat nur Erfolgsaussichten, - Wenn der König in der Mitte steht auf f2 (und nicht auf f3), und den ist schon nicht mehr zu repa-
wenn der Angreifer das Zentrum steht, existiert keine Koordinati- Schwarz hat keinen Zug Se3. In rieren. In 40 oder 50 Jahren wird
beherrscht“. on zwischen den Türmen, was dieser Stellung hat Weiß einen so- man sagen: So spielte das Wun-
Der Angriff ist ein sehr großer Teil natürlich die Verteidigung er- liden Vorteil (bessere Bauernstruk- derkind aus Norwegen, Magnus
der allgemeinen Schachstrategie, schwert. tur, zwei Läufer). Carlsen!
und wir werden gegenüber drei Gut, werden wir jetzt ein moder- 16.Sd5 Lxd5 17.exd5 Sce5 18. 33...a5 34.Txh5 Tg8 35.g5 a4
wichtigere Formen ansehen: nes und sehr „frisches“ Beispiel Te1! Weiß wird durch die e-Linie 36.Sc1 a3 37.gxf6! Hiernach ge-
1) Der Angriff auf den König im sehen: drücken, und bereitet außerdem rät Schwarz in Gefahr und dies ist
Zentrum ❍ Carlsen Magnus/2815 f3, Lf2-d4 vor, seine Steine ver- die richtige Reaktion: Das Ziel der
2) Der Angriff mit Rochaden auf ● Grischuk Alexander/2747 bessernd. Weißen ist der schwarze König.
derselben Seite Monaco 2001 Sizilianisch B 90 18...Sg6 19.f3 Lh6 19...Sxh4? Ab hier ist jeder weiße Zug ein
3) Der Angriff mit heterogenen 1.e4 c5 2.Sc3 d6 3.Sf3 a6 4.d4 ist keine nachahmenswerte Idee: Hammerschlag. 37.b3 ist anschei-
Rochaden cxd4 5.Sxd4 Sf6 6.Le3 Der 20.fxg4 hxg4 (20...Sg6 21.gxh5) nend nicht genügend: 37...Dc3!
In dieser Lektion werden wir jene englische Angriff ist eine der am 21.Dg5 Sg6 22.Ld3 Txh1 23. 38.Dxc3 Txc3, Schwarz hat ei-
Stellungen studieren, wo die Lage meisten analysierten modernen Txh1 Lf6 24.Dxg4. Mit aktiver nen Bauern weniger im Endspiel,
32 ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com
aber es gibt keinen Mattangriff ge- 3) 7) dern. Und wenn 4...Txc6 dann
gen seinen König. Das entstande- folgt 5.Tb8 matt.
ne Endspiel bot meines Erachtens TEST 2
einige Überlebensaussichten für 1.Th8! 1.Kg6?! Tb6+ 2.Kf5
Schwarz. Tb8 3.Ke6 Tb6+ 4.Kd5 Tf6=.
37...exf6 38.fxe5 fxe5 39.Sd3 In 1...Tc8 2.Kg8! Td8 3.Tc7!
diesem Augenblick könnte Zugwang! 3...Ta8 4.Tf7 Le7 5.
Schwarz ohne Gewissensbisse Kg7+ 1:0
aufgeben. Jetzt ist die Stellung des
Nachziehenden positionell hoff- TEST 3
nungslos. Seine schwarzfeldrige 1...f2+! 2.Kh1 2.Kf1 g2 matt.
Schwäche auf e5 ist tödlich. Wie- 2...g2+ 3.Kh2 g1D+ 4.Txg1
der hilft 39.b3? Dc3! dem Weiß ist am Zug Sf3+!! 0:1
Schwarzen. TEST 3 Weiß ist am Zug TEST 4
39...axb2 40.Sxe5 Sxe5 41.d6! Nach 21...a5 es ist offensichtlich, TEST 7 1.Tg7+ Kf6 2.g5+ hxg5
Noch ein Hammerschlag! 41. dass der weiße Angriff sehr stark Es scheint, dass man ohne Damen 2...Kf5 3.Te5 matt.
Thxe5+ gewinnt auch, aber es ist, während das schwarze Gegen- auch angreifen kann. Wie krönte 3.Tgf7+ Kg6 4.f5+ Kh6 5.Th7
scheint, dass Magnus von seinem spiel (22...a4) auf sich warten Weiß hier seinen Angrif? matt.
Schachvater Garri Kasparow eine lässt. Wie kann Weiß sehr schnell Und für das Ende dieser Lektion
sehr wichtige psyhologische Sa- gewinnen? TEST 5
gebe ich eine Süßigkeit!
che lernte: den Gegner besiegt 4) 1...Tgxg2+ 2.Kf1 2.Kh1 Txh2+
8)
man nicht, sondern man „zerstört“ 3.Kg1 Tcg2+ 4.Kf1 f3-+.
ihn!! 2...Tcf2+ 3.Ke1 Ta2 4.Kf1 f3
41...Dd7 42.Dd5 Die Zerstörung (HELFER!) 5.Tb3 Txh2 6.
geht weiter! Ehrlich gesagt, ich Kg1 Tag2+ 7.Kf1 Th1 matt.
habe schon lange keine solch’ TEST 6
elende Schachstellung gesehen! 1...d3!! 2.ed3
42...Kf8 43.Dxe5 Tc5 44.Tf1+ 2.Te7 Txe7 3.Txe7 Ta1+ 4.
Schwarz gab auf. 1:0 Kg2-+ d2;
Fazit: 2.Txf7 dxe2+ 3.Kg2 Tf3! 4.
Nie den König in der Mitte lassen: Tg7+ Kf8 5.Txh7 Txf2+! 6.
Das Schachspiel ist ein wunderba- Kxf2 e1D+-+;
res Spiel, und es gibt einen Zug, 2.e3 Ta1+ 3.Kg2 d2 4.Txf7
der es dem König erlaubt, von sei- Schwarz ist am Zug Weiß ist am Zug Tg1+! 5.Kxg1 d1D+ 6.Kg2
ner ziemlich unsichren Burg (in TEST 4 TEST 8 Dc2-+;
der Mitte) in eine andere viel si- Mit seinem letzten Zug 24.Dxb7 Diese Stellung enstand nach 20... 2...Ta1+ 3.Kg2 Tee1 mit unver-
cherere Burg zu fliehen, und die- zeigt Weiß, dass er keine Angst g6. Der schwarze König sieht teidigtem matt.
ser Zug wird Rochade genannt! wegen seinem in der Mitte aufge- schon etwas verlassen aus. Wie
stellten König hat. Aber wissen TEST 7
Wenn Sie Schach gut spielen wol- setzte Weiß den Angriff fort? 36.Sf6! Tgf8
len, es ist wichtig, diesen Satz nie Sie, „die Angst soll immer große
Augen haben“! Der nächste Zug Lösungen aus Heft 05/2012 36...gxf6 37.Th7 matt; 36...Tgc8
zu vergessen!!
entschied die Partie. Was spielte 37.Txg7 Txc7 38.Txc7+-.
HAUSAUFGABEN Schwarz? TEST 1 37.Txg7 Txf6 38.Ke5!!
5) 1.Sa6+ Ka8 2.Sxc7+ Kb8 Der wesentliche Augenblick der
1) 2...Txc7 3.Td8++-. Kombination!
3.Sa6+ Ka8 4.Tb7!! Schwarz gab auf, weil Weiß nach
Schlüsselzug, Weiß gewinnt weil 38...Taf8 (38...Tff8 39.Th7+
es unmöglich ist, die Drohung Kg8 40.Tcg7 matt) gewinnt: 39.
Tb8+ und Sc7+ matt zu verhin- Th7+ Kg8 40.Tcg7 matt. 1:0 ■

Rösselsprung Nr. 54 den Sie unter www.wolfenter.de/ro-


esselsprung.htm .
E I T Z S E K M Löser und Auflösung von Nr. 52
Fünf richtige Lösungen erreichte
Z E F L E E U A zum 10. Mal Herbert Klemt, zum
3. Mal Andreas Krakow.
T I D F N N A R Weitere richtige Lösungen kamen
Weiß ist am Zug
TEST 5 N U S E L A L A von: Hans Pfister, Bernd Steiger,
Johanna Kretzmann, Peter Thier-
Der schwarze König steht in der
Weiß ist am Zug Mitte in einer gefährlichen Lage, G H T E N S S N felder, Werner Heilig, Ulrich Pott-
TEST 1 gießer, Jürgen Fischer, Karl-Heinz
außerdem ohne Ausweichfelder. H R E R E O E G Meyer, Karl-Heinz Steiger, Katha-
Wie setzte Weiß in dieser Stellung Wie kann dieser Umstand genutzt rina Wende, Ralf Krätschmer,
fort? werden? E E I A V O L C Manfred Schreck, Dr. Karl-Heinz
2) 6) Siehndel, Andreas Pucknus, Mar-
D C M L A H E T kus Stoll, Beate Schumacher. (Na-
Gesucht wird ein Schach-Aphoris- men in der Reihenfolge des Lö-
mus von Hartwig Knabe. sungseingangs)
Startfeld ist C1. Auf seiner Wande- Der ausgeloste Preis ging an Man-
rung betritt der Springer in der ihm fred Schreck.
eigenen Gangart jedes Feld nur ein- Der Schach-Ausspruch von Dr.
mal. Unterstrichener Buchstabe = Siegbert Tarrasch lautet: Wie die
Wortbeginn. Liebe und Musik, hat Schach die
Lösungseinsendungen bis zum 25. Kraft, die Menschen glücklich zu
des Monats an Friedrich Wolfenter, machen. (Text leicht abgeändert)
Dettenhäuser Str.15, 70597 Stutt- Unter den Einsendern richtiger Lö-
gart, per E-Mail an friedrich@wol- sungen wird wieder eine Schach-
fenter.de. Postkartenserie ausgelost.
Weiß ist am Zug Den aktuellen Stand der Löserliste Ausarbeitung des Rätsels:
TEST 6 sowie das Rösselsprungarchiv fin- FS-SIM Friedrich Wolfenter
Schwarz ist am Zug Obwohl die Stellung des schwar-
TEST 2 zen Königs nicht so ist, wie im vo- Ich bewundere Kasparovs Angriffssiege aus den Achtzigern und Neunzi-
Scheinbar ist bei Weiß alles abge- rigen Beispiel, kann Weiß unmit- gern, aber wenn man sie mit dem Computer überprüft, nimmt der Compu-
sichert (eine Mehrfigur), doch der telbaren Nutzen von ihr ziehen. ter in jeder zweiten Partie die Opfer an, verteidigt sich und gewinnt.
Eindruck täuscht. Warum? Wie soll er spielen? V. Kramnik
ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com 33
Die Endspieluniversität von GM Spyridon Skembris und WGM Bettina Trabert
Die uneinnehmbare Festung
Festungsmotive gehören zu den 59...f5+! Schwarz nutzt die Gele- 64...Ke6 65.Sg5+ Kf6 66.Kxa3
Zu diesem Artikel empfehlen
wichtigsten Elementen in Endspie-
len. Auch wenn die stärkere Seite wir als vertiefende Literatur:
genheit, die Sache am Königsflügel
zu klären, und gibt seine beiden

Kg6 67.h7 Kg7 68.Kb3

deutliche materielle und positionelle 1) Nunn: Nunn’s Chess Bauern für den potentiell gefährli- ++++
Vorteile aufweisen kann, sind viele
Festungen nicht zu überwinden, und
Endings Volume 1 + 2
(Rezensionen in 08,09,10/2010)
cheren weißen h-Bauern.
60.Kxg5 Txh3 61.Le6+ Kb8 62.
+++

manch eine schlechtere Stellung ist 2) Nunn: Understanding Chess Lxf5 Tb3! Schwarz hat die richti- ++++
zu retten, indem man rechtzeitig die
Idee findet und sich in einer Festung
Endgames (Rezensionen in
1/10, 02/10, 03/10)
ge Idee schon im Sinn.
63.Kf6 Die folgende Abwicklung
+ +
verschanzt. Interessanterweise gehö- 3) Müller/Lamprecht: ist nicht zu vermeiden, denn 63.Lf2 ++++
ren solche Ideen immer noch zu den
Motiven, die Computer schwer fas-
Grundlagen der
Schach-Endspiele
Tb5 64.Le1 b6 würde die Sache ++++
nur vereinfachen.
sen können: Mit reinem Rechnen ist (Rezensionen in 10+12/03, 63...Txb6+! Noch nicht erzwungen, ++++
schwer zu beweisen, dass eine Fes-
tung trotz des bleibenden Material-
05/2010) aber am klarsten. ++++
vorteils auch auf Dauer nicht zu
4) Müller/Pajeken:
Schachendspiele in der Praxis
64.axb6 Ein wichtiges theoretisches
Remis. Ähnlich wie in der Stellung  !
knacken ist... Diese Folge unserer (Rezensionen in 06/09, 07/09, mit dem Randbauern kann der 68...c4+ Wirft den letzten unnötigen
Endspielkolumne soll helfen, den 12/09) schwarze König hier nicht aus der Ballast ab, denn die Eckfestung ist
Blick für solche Motive zu schärfen. 5) Giddins: 101 Enspieltipps Ecke vertrieben, sondern höchstens nicht mehr zu knacken.
Hier ist ein Beispiel zur Einstim- (Rezensionen in 4/08, 5/08, dort patt gesetzt werden. 69.Kxc4 Kh8 70.Kd5 Kg7 71.
mung: 7/11) 64...Ka8 65.Ke7 Kb8 66.Kd7 Ke6 Kh8 Mehr als patt setzen kann
❍ Bischoff/2555
● Gustafsson/2616
6) Marovic: Geheimnisse der 
Ka8 67.Le4 Kb8 68.Lf3 Ka8 Weiß seinen Gegner nicht. remis
Wenn Sie die Beispiele bis hierher
Deutsche Meisterschaft
Bauernführung im Schach
(Rezensionen in 3/03, 3/12) 
++++ verfolgt haben, werden Sie den bes-

Altenkirchen 2005 Alle sieben Bücher sind erhältlich + +++ ten Zug für Schwarz in der folgen-
den Diagrammstellung sicher leicht
++++
bei ROCHADE EUROPA!
+++ finden:
++
+ Stellung remis. Dass dies auch star- ++++ ❍ Lobron/2585 - ● Blatny/2490
++  + ke Spieler manchmal vergessen kön- ++++ 
Olympiade, Jerewan 1996

+  ++
nen, beweist die folgende Partie.
Was würden Sie dem Weißen in der +++"+ ++++
+ ++ Diagrammstellung vorschlagen? ++++  +++
+++ ❍ Gershon/2460
● Thorhalsson/2499
++++ 
++
+++ 
Bermudas 1999  ! ++++
++++ ++++ 69.Lc6 Der letzte Versuch. ++++
 ! +
++
69...Kb8™ Nein danke! 69...bxc6??
70.Kc7+- wäre natürlich Selbst- ++++
Die Lage sieht ziemlich hoffnungs- ++++ mord. ++# +
los für Weiß aus, aber sie ist es
nicht, wenn man die rettende Idee ++++
70.Kd6 bxc6 Die letzte Klippe:
Jetzt muss Schwarz schlagen, denn ++++
hat, eine Festung aufzubauen: ++"    nach 70...Ka8?? 71.Kc7 bxc6 72.  !
46.Se2! f5 47.Kd4 Kf6 48.Sf4 b7+ geht der Bauer durch. 1...Lxb6! 1...axb6? 2.Kb5 wäre fa-
Das ist die richtige Aufstellung. ++++ 71.Kxc6 Ka8 72.Kb5 Oder 72. tal, während 1...Kc6 2.b7 Lg3
Schwarz kann zwar noch den Bau-
ern f2 abholen, aber den weißen
++ + b7+ Kb8 73.Kb6 patt.
72...Kb8 remis
zwar ebenfalls remis hält, aber nicht
so klar und einfach wie der Textzug,
Aufbau kann er nicht zerstören, da ++++ Die Ecken sind immer vertrackt, der daher vorzuziehen ist.
der Springer nicht in Zugzwang zu
bringen ist.
 ! wenn es um Festungen geht, und
manchmal kann auch der gelenkige-
2.Sxb6 Kc7! Das war die Idee.
Natürlich nicht 2...axb6? 3.a7, und
56.h3?? Das sicher nicht! 56.Kg5
48...Kg5 49.Sh3+ Kg4 50.Sf4 h3 57.g3 nebst Lf5 hätte einfach re Springer nichts daran ändern, dass es ist aus.
Kf3 51.Sh5 Kxf2 52.Sf4 Kf3 gewonnen. Offenbar dachte Weiß, sich der Gegner dort verschanzen 3.Sd5+ Kb8 4.Kb5 Ka8 5.Kc6
53.Sh5 Lc8 54.Sf4 Lb7 55.Sh5
Lc6 56.Sf4 f6 57.Se6 Le8 58.
dass der Textzug hier auch gewinnt. kann.
❍ Tikkanen/2550

Kb8

Sf4 Lf7 Schwarz hat dem Springer


56...gxh3 57.gxh3 La6 58.Kg5
Lxb7 59.Lxb7 Kd7! Vermutlich ● Spraggett/2575 
+++
fast alle Felder genommen, aber ei-
nes hat er noch - und das reicht.
hatte Weiß hier nur das Rückschla- 
Cappelle la Grande 2011  +++
Trotz der drei Mehrbauern ist die
gen 59...Kxb7 berechnet - ein be-
liebter Fehler... Aber der weiße Läu- ++++ ++++
schwarzfeldrige Blockade nicht aus
den Angeln zu heben: Das ist das
fer ist uninteressant, denn nach 60. ++++  ++++
ewige Problem des Läufers, der nur
Kxh4 gelangt der schwarze König
rechtzeitig in die Ecke, und wenn ++ ++++

eine Farbe beherrscht! Weiß den König abdrängt, bleibt der +  + ++++
++++ schwarze h-Bauer auf dem Brett, so
dass das Remis ebenfalls nicht zu 
+++ ++++
+++ + vermeiden ist. remis  +++ ++++
++ + Eine etwas andere, aber verwandte
Festung kommt in der nächsten Par-
++++  !
++ + + tie aufs Brett: ++++ Und hier haben wir noch eine typi-
sche Festungsposition in der Ecke:
+  + ❍ Skembris/2525 - ● Jurtajew/2530  ! Weiß kann seinen Gegner zwar auf
++
+ 
Olympiade, Moskau 1994 60...e4! Dieser Zug zeigt, dass vielfältige Weise patt setzen, aber
++++ +
+++ Schwarz die Übersicht über das Ge-
schehen auf dem Brett hat und das
nicht aus der Ecke vertreiben.
6.Sb6 6.Sc7 Kc8 führt zu nichts,
++++ + ++ + spätere Festungsmotiv erkennt. An- denn nach 7.Sb5 Kb8 kehrt der
 ! #"+++ dere Züge würden ihn in mehr oder
weniger große Schwierigkeiten brin-
schwarze König in sein Stübchen
zurück.
59.Sh3 Kg3 60.Sf4 Kf3 remis +"+  gen. 6...axb6 7.Kxb6 Ka8 8.a7 Eric be-
Zu den bekanntesten Festungen ge-
hört die Stellung mit Randbauer und
++++ 61.Sxe4 Kxc4 62.Sf6 Kd4 63.
Sxh7 Ke5 Der schwarze König
hält das letzte Wort. Am Ergebnis
ändert das nichts. remis
„falschem“ Läufer - das heißt dem $%+++ macht sich gerade rechtzeitig auf Bleiben wir noch ein wenig beim
Läufer, der das Umwandlungsfeld
des Bauern nicht beherrscht. Sobald
++++ den Weg.
64.Kb3 Der weiße König muss zu-
Springer, der als Verteidiger auf be-
grenztem Raum oft besser kämpft
der verteidigende König vor dem ++++ nächst einmal die schwarzen Bauern als der Läufer. Bei jeweils einem
Bauern in der Ecke ankommt, ist die  ! entschärfen. Bauern am gleichen Flügel kann er
34 ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com
gegen den Turm oft Remis halten, Von großer praktischer Bedeutung f4, während der weiße König hinter die Segel streicht, sollte man immer
wenn er die richtige Aufstellung er- sind auch Festungen mit Turm und dem Bauern bleiben kann. Sehen wir noch einmal nach versteckten Re-
reichen kann. Schauen Sie sich das Bauer gegen Dame. Manche Stel- zwei Beispiele, die zeigen, was pas- misideen suchen, und da spielen
nächste Diagramm (mit Schwarz am lungen sind remis, manche verloren. siert, wenn der weiße König nach auch besagte Festungsmotive eine
Zug) an: Wohin gehören die weißen Mit den modernen Tablebases lässt vorne getrieben wird und der wichtige Rolle. In der nächsten Dia-
Figuren im Optimalfall? sich das schnell herausfinden, aber schwarze König von hinten angrei- grammstellung gab Schwarz kurzer-
❍ Schirow/2615 - ● Fishbein/2465 in der praktischen Partie nutzt das fen kann: Richtig war 84...Dd2! 85. hand auf. Vielleicht haben Sie eine
wenig. Daher wollen wir mit Hilfe Te2 Dd5 86.Kf2 Dh5 87.Te4 bessere Idee für ihn?

Kerteminde 1991
des folgenden Beispieles die wich- Dc5+, und nun: ❍ Keres - ● Lengyel
++++ tigsten Regeln und Motive darstel- a) 88.Ke2 Dg1 89.Tf4 Dg2+ 90.

Luhacovice 1969
++++ len, die man kennen oder zumindest
einmal gesehen haben sollte.
Tf2 De4+ 91.Kf1 Dh1+! 92.Ke2
Kc2! 93.Ke3+ Kd1 94.Td2+ ++++
+++
 ❍ Minasjan/2563 Ke1 95.Te2+ Kf1 96.Tf2+ Kg1
+ ++
+++ + ● Kotanjian/2519 97.Te2 Dh5 98.Td2 Dh6+ 99.
Kd3 Kf1 100.Tb2 Dg6+-+ +&'++
++
Armenische Meisterschaft
Jerewan 2011 b) 88.Kf3 Dg1 89.Tf4 Kd2 90. ++ +
++
+ ++++
Kg4 Ke2 91.Kh4 Dh2+ 92.Kg4
Dh6 93.Tf5 Dg6+ 94.Kf4 Kf2 +++ +
+++ +#+++ 95.g4 Dd6+ 96.Kg5+ Kg3 97. ++(
+
++++ ++++
Kh5 De7!-+, und der Bauer fällt.
85.Te2+ Kd3 86.Tf2™ Endlich ist ++++
 !"
+++$ das rettende Feld f4 in Sicht. ++++
1...Th3+? Ein Fehler, der nicht auf
den ersten Blick ersichtlich ist. ++++
86...Ke3 87.Tf4 Dd2 88.Kg1 Mit
einem Mittelbauern wäre diese Stel-  !"
Richtig war 1...Kg6 (Karsten Mül-
ler), z.B. 2.Sc6 (etwas hartnäckiger
++++ lung verloren, da der schwarze Kö-
nig schon weit vorgedrungen ist.
1:0?? Die Aufgabe verdient zwei
Fragezeichen, denn tatsächlich ist
ist 2.Kf3 Ta2 3.Ke3 Ta3+ 4. ++++ Wichtig ist hier, dass der weiße Kö- die Stellung remis! Offenbar dachte
Ke2, aber nach 4...Tc3 ist Weiß
dennoch in einer Art Zugzwang) 2...
+++
 nig sich nicht von seiner Position Schwarz, dass seine beiden Bauern
dem Untergang geweiht sind und
hinter seinem Bauern vertreiben
Kh5 3.Kf3 Th3+ 4.Kg2 Tc3 5.  !" lässt. sah keine Hoffnung mehr. Keres
Se5 Kh4 6.Kf2 Kh3, und der Wie ist die Stellung einzuschätzen? 88...Dd1+ 89.Kh2 Dd5 90.Kg1 selbst zeigte die richtige Verteidi-
schwarze König dringt ein. Worum Weiß hat einen Springerbauern, was Db7 91.Kh2 Dh7+ 92.Kg2™ Der gungsidee: Schwarz zwingt den wei-
geht es in diesen Varianten? Weiß in diesem Endspiel günstig ist: Die König muss das Feld h3 überdecken. ßen g-Bauern nach g3 und stellt so-
möchte seinen Springer nach e3 Dame kann nur von einer Seite an- 92...Dh5 93.Tf2 Dd5+ 94.Kg1 dann den Springer nach f3, bzw.
überführen, was ihm eine Remisstel- greifen. Steht der Bauer in der Mitte, Db5 95.Tf4 Ke2 96.Kg2 Dd5+ wenn nötig nach h2, um g4 zu de-
lung sichern würde, da immer eine hat die Dame meist bessere Gewinn- 97.Kg1 Dd3 98.Kg2 Ke1 99. cken. Konkret sähe das so aus:
schwarze Figur den Bauern f5 über- chancen. Der weiße König steht ge- Kh2 De2+ 100.Kg1 De3+ 101. 58...Se1 Am einfachsten. Aber so-
decken müsste. Und Schwarz muss nau richtig hinter dem Bauern - Kg2 Ke2 102.Kh2 De8 103.Kg2 gar 58...Sf4 59.g3 Se6 war noch
diese Aufstellung natürlich vermei- wenn er vor seinem Bauern stünde, Dh5 104.Tf2+ Ke3 105.Tf4 okay, denn nach 60.Lxe5 (oder 60.
den. wäre die Position grundsätzlich viel Dh7 106.Tf3+ Ke4 107.Tf2 Ke5 Ke4 Sd4) 60...Sg5 61.Kf4 Sf3
2.Kf2 Kg6 3.Ke2? Auch der da- anfälliger. Wenn Weiß hier seinen 108.Tf4 Die weiße Aufstellung ist 62.Ld6 Sh2 (Dworetski) schafft
mals 19-jährige Schirow greift fehl. Turm nach f3 bringen könnte, wäre nicht zu knacken. Schwarz ebenfalls die richtige Auf-
Der Turm steht auf der h-Linie un- er dem Remis schon sehr viel näher. 108...Dc2+ 109.Kg1 De2 110. stellung.
günstig, und wie Karsten Müller 77.Tb1! Das direkte 77.Tb3 Kh1 Dh5+ 111.Kg2 Dh7 59.g3 Auch 59.Kf2 Sd3+ führt
zeigte, hätte Weiß das ausnutzen Dd1+ geht natürlich nicht.  nicht weiter, denn entweder be-
können, um den Springer nach e3 zu
überführen, und zwar mit 3.Sf3!
77...Dc5+ 78.Kh1 Dc4 79.Kg1
Dd4+ 80.Kh1 Dd3 81.Te1 Kb4
++++ kommt Schwarz nach 60.Kf1 Kc8
61.g3 Kd7 62.Ke2 e4 63.Ke3 Se1
Th7 (oder 3...Kh5 4.Kg2 Kg4 5. Der schwarze König nähert sich. ++++$ doch die angestrebte Springerstel-
Se5+ Kxf4 6.Sg6+ Kg4 7.Se5+
mit Remis durch Zugwiederholung)
Grundsätzlich sind die Gewinnideen
damit verbunden, dass der angrei-
++++ lung oder der schwarze e-Bauer
bleibt am Leben und sichert so das
4.Se1 Kh5 5.Kf3 Tc7 6.Sg2 fende König hinter die Linie des ++
+ Remis: 60.Kg3 e4 61.Kxg4 e3 62.
Tc3+ 7.Se3=, und diese Stellung
kann Schwarz nicht gewinnen.
Bauern vordringt - und das ist auch
der Grund, warum man mit dem
++#+ Kf3 Se1+ 63.Kg3 e2 64.Kf2
Sxg2=.
3...Ta3 4.Sc2 Ein Versuch, doch Vorziehen des Bauern vorsichtig +++ 59...Sf3 Der schwarze Springer
noch nach e3 zu kommen. Nach 4.
Kf2 Td3 5.Sf3 Kh5 dringt der
sein sollte. Je weiter hinten er steht,
desto leichter ist die Stellung meist
++++ steht schon richtig.
60.Ke4 Kc8 61.Lxe5 Kd7 62.
schwarze König auf g4 ein (wobei zu verteidigen. (Es sein denn, dass ++++ 
Kf4 Sh2= (Keres)
natürlich erst der noch Turm weg-
ziehen muss, um die Gabel Se5+ zu
der Bauer schon Richtung Verwand-
lung geht, dann kann er natürlich ei-
 !" ++++
112.Tf2 Ganz richtig pendelt der
vermeiden). ne große Kraft darstellen).
weiße Turm zwischen f4 und f2. + ++

4...Ta2 5.Kd3 Ta4 6.Ke3 82.Kg1? Ein Fehler, der durch Zug-
zwangmotive zu erklären ist. Der
Hier sind zwei Beispiele, wie man ++++
++++ Computer sagt nun lapidar: Matt in
diese Stellung verlieren könnte:
++&'+
a) 112.Th4? Dc2+ 113.Kg1
++++ 50 Zügen. Richtig war 82.Tc1, und
alles bleibt im Lot. Dd1+ 114.Kf2 Dd2+ 115.Kg1 ++
 +
+++ + 82...Dd4+ 83.Kf1 Jetzt kann der De1+ 116.Kg2 De2+ 117.Kg1
+++
+++ + König nicht mehr auf die h-Linie ge- Df3 118.Kh2 Df2+ 119.Kh3
Dg1-+, und der weiße König wird +++(
+++ hen, aber hier steht er ungünstig, wie
sich gleich zeigt. vor seinen Bauern getrieben.
++++
++
+ 83...Kc3 84.g3 Dem Weißen gehen b) 112.Kg1 Dh3-+ 113.Kf2 Dh2+
114.Kf3 Dg1 (Weiß ist in Zug-  !"
++++ die guten Züge aus, aber jeder
Schritt des Bauern macht die Vertei- zwang) 115.Kg4 Dh1 (noch einmal Diese Position verdient noch einmal
++++ 
digung ein wenig schwerer. Zugzwang, und jetzt muss auch der
weiße Turm weichen) 116.Tf5+
ein Diagramm: Schwarz ist nicht in
Zugzwang zu bringen, da er einfach
 !" ++++ Ke4 117.Tf4+ Ke3 118.Tf5 mit seinem König zwischen c8 und
De4+ 119.Tf4 Dh7 120.Tf3+
6...Tc4! Ein wichtiger Zug, der den
weißen Springer von seinem Traum- ++++ Ke2 121.Tf4 Dh6 122.Tf5 Dg6+
d7 pendelt, und die einzige Möglich-
keit, den Springer anzugreifen, wäre
feld abdrängt. 6...Kh5 7.Kf3 Tc4 ++++ 123.Kf4 Kf2 124.g4 Dd6+ 125.
Kg5+ Kg3-+.
Lg1, wonach ...Sf3 aber immer ein
8.Se3 wäre dagegen im weißen
Sinne. ++++ 112...Db7+ 113.Kh2 Ke4 114.
Tempo durch Angriff auf den Läufer
gewinnt.
7.Sd4 Tc3+ 8.Ke2 Tc5 Der +%$++ Tf4+ Ke3 Der schwarze König In Läuferendspielen - vor allem mit
Turm deckt kurzzeitig den Bauern
f5, damit der König nach vorne mar- +
+ kommt zwar hinter die Turmlinie,
aber solange der weiße König auf
ungleichfarbigen Läufern - spielen
Festungsmotive eine große Rolle. Es
schieren kann. ++++ seinem Posten bleibt, kann er sich kommt nicht selten vor, dass die
9.Sf3 Kh5 10.Se5 Tc3 11.Kf2
Kh4 12.Kg2 Tb3 Zugzwang: Das
++#+ halten.
115.Kg1 Dd5 116.Kh2 Ke2 117.
stärkere Seite trotz mehrerer Mehr-
bauern nicht gewinnen kann, wenn
weitere Eindringen des schwarzen  !" Kg1 Dh5 118.Kg2 Ke3 remis der Gegner die andere Farbe blo-
Königs ist nicht mehr zu vermeiden. 84...Kd2? Danach erreicht der Nicht alle Festungen sind auf den ckiert. Das folgende Beispiel zeigt
0:1 Turm seinen wichtigen Posten auf ersten Blick ersichtlich. Bevor man einige typische Motive:
ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com 35
❍ Gelfand/2733 - ● Schirow/2745 erst Kg7 oder Kh7 spielt, greift indem er sich auf c7 aufhält. Und Jetzt wird die Idee klar: Auf 7...Tc1

Bazna 2009 Schwarz den g-Bauern mit ...Lc2
oder ...Ld3 an. remis
das Läuferopfer Lh6 muss Schwarz
nicht annehmen: Sofern der Läufer
oder 7...Tg1 kann Weiß Patt rekla-
mieren. Auch die Turmopferversu-
++++ Mit sehr vielen Bauern auf dem nicht auf f8 steht, zieht er ihn ein- che führen zu nichts: 7...Th3 8.
+++
+ Brett gibt es auch die Möglichkeit,
dass die Bauern eine Barriere errich-
fach nach f8 zurück. remis
Zum Abschluss noch ein wunderba-
Ke1 führt nicht weiter (aber 8.
gxh3?? Kh4 muss Weiß natürlich
+

+ ten, die der Gegner nicht überwin- re Studie, die das Festungsthema vermeiden) und 7...Th2 8.Kf1
++ den kann. Was eine Bauernbarriere
ist, könnte nicht besser demonstriert
trefflich darstellt. Finden Sie die
Rettungsidee für Weiß?
Txg2 9.Kxg2 Kh4 10.Kg1 Kh3
11.Kh1 g2+ 12.Kg1 führt ebenfalls
++
+++
werden als mit der folgenden Partie,
die in dieser Sammlung nicht fehlen J. Hašek, 1973 zum Remis.
Kehren wir daher noch einmal zum
darf: &++++ ersten Zug zurück: Kann Schwarz
++++ ❍ Petrosjan, A. - ● Hazai ++++ nicht mit 1...Th8 ein Tempo gewin-
++++  Belgien 1970
++%(+ 
nen?
 ! ++++ 
+
+ +++%&
Das Durchkommen ist hier nicht
leicht, und es ist klar, dass Weiß auf "#
++ 


+ ++++
die eine oder andere Weise Material +
++ +
+
 ++%(+
opfern muss, um die Festung des
Gegners aufzubrechen. 




 ++++ 
+
+
58.a4? Eine interessante Idee, aber $++
+ ++++ 


+
wie sich gleich herausstellt, hat
Weiß sich leider verrechnet. Er hätte ++   ! +
+

seinen größten Trumpf, den a-Bau- "Q+++ Schwarz scheint einfach zu gewin- ++++
ern, behalten und sofort durchbre-
chen müssen: Richtig war die spek- ++++
nen, indem er mit dem Turm über
die h-Linie eindringt und den Bau-
++++
takuläre Opferserie 58.f5! exf5 59.  ! ern g2 verspeist. Der weiße König  !
e6! Lxe6 60.h5 gxh5 61.g6 fxg6 1...Db6! Ein schlauer Zug, der auf scheint viel zu weit weg, um recht- 2.Kc1 Kg7 3.Th6 Txh6 würde
62.Kxe6, denn nach 62...Kd8 63. die Gier des Gegners spekuliert... zeitig zur Verteidigung zu kommen. jetzt genauso wenig reichen wie 2.
Kd5! Kc8 64.Kc6! erreicht der Aber Weiß kann auf die folgende Th6+ Kxh6 3.Kc1 Kg5. Aber
schwarze König die sichere Ecke 2.Sxb6+? ...und Recht behält! Der
richtige Plan wäre, die Dame ein- Art Zeit gewinnen: hier hat Weiß ein anderes Turmop-
nicht. 1.Kb1! Kg7 2.Th6!! Der Tempo- fer:
fach zu ignorieren und mit 2.Dd2
58...Lxa4 59.f5 Das war die Idee, nebst Kb3, Sb2, Ka4 und Sd3- gewinn ist mehr wert als der ganze 2.Tf8!! Txf8 3.Kc1 Und wieder
und es scheint so, als ob Schwarz c1-b3 fortzusetzen, wonach der a- Turm! hat Weiß das entscheidende Tempo
auch hier vor einem unlösbaren Di- Bauer fällt. 2...Kxh6 3.Kc1 Kg5 4.Kd1 Th8 gewonnen und erreicht die oben be-

lemma stünde.
2...cxb6 3.h4 Ansonsten riegelt 5.Ke2 Th2 6.Kf1 Th1+ 7.Ke2! sprochene Remisstellung. remis ■
++++ Schwarz mit 3...h4 alles ab.
Erich Carl: Reinfälle und Irrtümer
+++
+ 
3...gxh4 4.Dd2

+

+ ++++ Wie würden Sie entscheiden?
++ ++++


++  Safranska - Zelcic/Aosta 2000  Franco - Paunovic/Saragossa 1991
+++
++++ 


+
 r7u7u7z7 r7w7u7r7
++++ ++

 7u3u7u1q 7q7u7u7z
++++ ++  u7q7q1u7 q7u1u7u7
 ! +"Q++ fu7u7u7u au7y1u5u
59...Lc2! Eine erstaunliche Rettung ++++ uguau7u7 ugu7y2u1
- alle anderen Züge verlieren. Der g-
Bauer darf natürlich sowieso nicht  ! 7u7u7yau 7u7u7ysu
nehmen, aber auch nach 59...exf5? 4...h3! Das letzte Mauseloch wird
60.e6 Lb3 61.exf7+ Lxf7 62.Kg7 geschlossen.
5.gxh3 h4 remis
t7usuhua uau7uhy7
gerät Schwarz in Zugzwang und
verliert sowohl nach 62...Kd7 63. Allerdings braucht man nicht unbe- 7u7u7u7u fu7cfx7u
Kxf7 Kxd6 64.h5! als auch 62...f4 dingt alle acht Bauern, um eine aus- Was halten Sie von der Partiefolge 1...Lxg3+? führte zwar zu Quali-
63.Lxf4 Ke7 64.Ld6+ Ke6 65. reichende Barriere zu errichten. Ha- 1...Txa5 2.Dxa5 Dxa5 3.Lxa5? täts-, nicht aber zum Partiegewinn.
Kf8!. Vermutlich hatte sich Gelfand ben Sie eine Idee, wie Schwarz sich Wo wäre der Hebel anzusetzen?
durch diese Bilder zu dem Zug a4 in der nächsten Diagrammstellung  Schneider - Thirion/Belgien 1999/2000
verleiten lassen. verteidigen kann?  Marini - Bolbochan/Buenos Aires 1946
60.fxe6 fxe6 61.Kxe6 Lb3+ 62. ❍ Paulic - ● Vasovic u7u4u6u7
7x7u3w1q r7u7r7z7
Kf6 Lc2 63.e6 Ld3 64.Lg3 Lc2
65.h5 gxh5 66.g6 Ld3 67.Lh4 
Jugoslawien 1976
7u1u7q7q
Oder 67.g7 Lh7, und der schwarze + + q7u4u1u7
Läufer ist aus seinem Eckchen nicht
%&+'+
 7q7u7u7u u1u1y7q7
zu vertreiben.
67...Kf8 68.e7+ Ke8 69.Kg7 Lc2 


+ uausu7y7 1u7y2y7u

70.Kh6 Lb3 71.Kxh5 ++
+ au7u7uhy u7u7u7y7
++++ (+++ u7ufu7u7 7y5esu7y
+++ ++ + 7u7v7u7u y7u7ugx7
++++ + +++ Schwarz steht auf Gewinn, sofern er
7u7vfu7n
++++ ++++ statt der Partiefortsetzung 1...T8d7?
Weiß unterschätzte seine Möglich-
+++   ! den richtigen Lösungsansatz findet.
keiten und spielte 1.Txd3? Wie hät-
te er statt dessen gewinnen können?
++++ 1...Sc5! Eine ebenso verblüffende
wie starke Idee, auf die ein Compu- Lösungen
++++ ter so bald nicht kommen wird. Aber
 Hoffentlich nichts, denn 1...Txa5?? war wegen 2.Db8+! Kf7 3.
++++ wenn man sich die entstehende Stel-
lung genau anschaut, ist die Idee ei- Dxc7+ nebst 4.Dxa5 ein grober Fehler.
 ! gentlich nicht schwer zu verstehen:  Nach 1...Ld2! wären nacheinander Läufer und Turm gefallen, worauf-
Die schwarze Festung ist nicht zu 2.Txa7 Kxa7 3.bxc5 dxc5 Wie hin Weiß vermutlich die Waffen gestreckt hätte.
sprengen. Er lässt den Läufer auf der kann Weiß weiterkommen? Ein Ein-  1...Lb3! 2.Tb1 La4! und die Fesselung auf der d-Linie entscheidet.
Diagonale a2-g8 und beantwortet dringen am Damenflügel kann der  Durch einfaches 1.exf7+ Kxf7 2.fxg6+ Kxg6 3.Le4+ bzw. 1...Kg7
g6-g7 mit ...Lg8. Wenn Weiß zu- schwarze König leicht verhindern, 2.fxe8S+ Txe8 3.Txd3 mit Figurenplus.

36 ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com


Pavle Bidev
22.06.1912 YU-Prijepolje -- †17.01.1988 YU-Igalo
In ehrendem Gedenken an den mazedonischen Schachhistoriker und -forscher
zu seinem 100. Geburtstag
Pavle Bidev war diplomierter sung als „das Lebenswerk des maze-
Schachmeister, Urschachforscher, donischen Schachpublizisten und -
Philosoph und Schachphilosoph so- meisters“. Machgielis Euwe hatte
wie Schachmathematiker. für diese Fassung ein in das Serbo-
Im Frühjahr 1943 diplomierte Pavle kroatische übersetztes Vorwort ver-
Bidev - seinen Vornamen erklärte er faßt; der Sinologe Joseph Needham,
zum Verständnis gern & lächelnd in 1900-1995, Cambridge, UK, gestat-
dem Sprachspiel „Paul, Maul, faul“ tete den Teil-Abdruck seiner
- in Sofia, wo er Vorlesungen über Schachdarstellung aus „Science and
Philosophie und Indologie belegt Civilisation in China“, Teil IV/1,
hatte. 1947 errang er im III. Cham- 1962 (²1972, ³1977). Für „Šah sim-
pionat Jugoslawiens zu Ljubljana, in bol kosmosa“ wurde Pavle Bidev
dem sich Trifunović und Gligorić 1973 der staatliche Preis „Oktober
die ersten beiden Plätze teilten, mit 1973“ als Würdigung einer heraus-
+5=8-4 als erster Mazedonier den ragenden wissenschaftlichen Leis-
Titel eines Schachmeisters der FNRJ tung verliehen.
- „nacionalni majstor“. Diesem Titel 1972 mochten die beiden Bücher
hatte er stets große Bedeutung bei- durchaus zutreffend als „Lebens-
gemessen. Für seine 17 Partien (die werk“ Bidevs bezeichnet werden. In
Gewinnpartie gegen V. Pirć, Sla- den späten Abendstunden seines
wisch, in 67 Zügen ist 1947 seine schachgeschichtlich mit großer Ini-
wohl wichtigste gewesen) ist der In- Prof. Pavle Bidev mit seiner jungen Gattin tiative und Aktivität ge- und erfüll-
ternetzugriff noch am 20.04.2012 nung gekauft. In Igalo war er aller- bzw. einen Steinwurf weit dicht an ten Lebens hatte Pavle Bidev den
möglich gewesen, sie sind auch im dings von der Welt der Wissenschaft einem kleineren fränkischen Fluß Plan gefaßt, seine unselbständig er-
Turnier-Bulletin des Championats auf direktem Wege abgeschnitten, warten müssen. schienenen Arbeiten in Buchform
verzeichnet, wo von ihm auch eine nach Skopje war es weit. So war er Allerdings wird sich wohl kaum in zusammenzubringen - ein Unterneh-
nette Kari-Zeichnung zu finden ist. auf briefliche Kontakte mit Wissen- allen Einzelheiten das Werden und men, das gewaltigen Aufwand erfor-
1956 nahm er an der Meisterschaft schaftlern, anderen Schachge- der totale Abbruch der ins Auge ge- derte. Nicht nur waren die vielen
von Mazedonien teil und errang dort schichtsforschern bzw. den einfach fassten deutschsprachigen „Inaugu- verstreut erschienenen Arbeiten zu-
den ersten Preis mit 12 aus 14. so an der Schachgeschichte Interes- ral“dissertation klären lassen, deren sammenzutragen, sondern auch
Durch das schwere Erdbeben am 26. sierten angewiesen und pflegte sie Idee bei dem Amsterdamer Mathe- durch Kopien auf das Format seines
Juli 1963 um 05.17 Uhr in Skopje, auch. Es war noch nicht die Zeit, wo matiker Professor Dr. Evert Marie Buches zu bringen, das dann mit
der Hauptstadt Mazedoniens, verlor sich die Schachgeschichtsforscher Bruins (1909-1990) mit dessen vie- Hilfe seiner Ehefrau und mancher
Pavle Bidev seine Wohnung. Der zu Symposien trafen [weder Bidev len sorglich betreuenden Hinweisen Korrespondenz und Fahrten nach
Niederländer Dr. M. Niemeijer, noch Needham sind, wie im www weit vor 1979 ihren Anfang machte Skopje nach mehr als einjähriger Ar-
Wassenaar, veranlaßte die Überfüh- zu lesen, Mitglieder der Initiativ- oder machen sollte und in endlicher, beit in einer Auflage von 100 Exem-
rung eines Zeltes nach Skopje. Von gruppe Königstein gewesen] oder aber erfolgloser Korrespondenz zwi- plaren erscheinen konnte: Schach
1957 bis zu seiner Verabschiedung auch mal zum Telefonhörer griffen. schen Igalo und Amsterdam 1981 aus Indien oder China? Schach –
in den Altersruhestand im Jahre Der einzige Besucher aus dem west- dann wegen „unheilbarer“ Mei- seine Urgeschichte. Schachmagische
1972 war Bidev Fachmitarbeiter am lichen Ausland in Igalo ist Tihomir nungsverschiedenheiten zu Ende Mathematik. Schachmystische Phi-
Institut für Nationale Geschichte, Glowatzky gewesen, der heute in ging. Nach einem Fragment aus dem losophie. Gesammelte deutsche und
Skopje, Fakultät für Philosophisch- Bamberg als Studiendirektor u.a. das Jahre 1979 veröffentlichte Pavle Bi- englische Aufsätze aus mehr als 3
Historische Wissenschaften. Eine Fach Russisch unterrichtet und als dev mit Der panmagische Torus 8×8 Jahrzehnten. Mit Texten von Joseph
solche Tätigkeit entsprach nicht sei- vereidigter Übersetzer für die serbi- und die panmagische Ebene 8×8 : Needham [...]. - YU[-] Igalo: Selbst-
nen Fähigkeiten. Die venia legendi sche und die kroatische Sprache Wer verdient den Vorzug für schach- verlag 1986, 304 S. m. Diagrammen
für öffentliche Vorlesungen erhielt er auch für das Landgericht Nürnberg magischquadratische Analysen? Ei- u. Abbildungen, 88 S. m. Diagram-
nicht. Der Grund hierfür ist bislang tätig ist. Sein mitfühlender Nachruf ne theoretische Auseinandersetzung men, Umschlagtitel: Pavle Bidev:
wenig geklärt; Pavle Bidev hatte mir auf Pavle Bidev steht in Rochade mit Prof. E.M. Bruins, Amsterdam, Stammt Schach aus Altindien oder
gegenüber hierfür seine Argumenta- Europa 2/1988 (mit Foto Bidev aus Igalo ca. 1981, Bibliotheksbestand China? Teil I Deutsch. Teil II Eng-
tion niedergelegt. Die „Makedonska 1987). Mit ihm hatte sich Pavle Bi- KBH, eine Art Abgesang - und man lisch (der englische Textteil mit neu-
enciklopedija“, 1, Skopje 2009, dev als Solist und Meister der Gitar- erkennt nicht nur die Genese des em Titel: Pavle Bidev: Did chess
kurzzeilig www, ehrt seinen Namen re gezeigt, auch bei der Präsentation Schachspiels aus dem panmagischen originate in China or India. Chess
mit „professor po filosofija“ und klassischer Gitarrenwerke. Ich be- Quadrat als schwierige Materie. Für and Magic Squares). Überlegungen
nennt ihn einen „poliglot“. Tatsäch- dauere es nicht nur, daß ich in den die Beziehung zwischen Doktorva- zu der zeitlichen Entstehung der Ar-
lich beherrschte Pavle Bidev nicht 1970er Jahren oder später, wenn- ter und Dissertant, selber Professor, beiten und kritische Bemerkungen
nur die Sprachen seines Heimatlan- gleich noch im Beruf stehend und war „Polemos ist Vater aller Dinge“ zu schachgeschichtlichen Mitstrei-
des wie Serbisch, Kroatisch und Ma- auch aus anderen Erwägungen, nicht noch weniger geeignet als „Krieg ist tern ergänzten die Textnachdrucke.
zedonisch - wahrscheinlich auch den Weg nach Skopje bzw. Igalo auf Aller Vater“, beides Zitatformen Eine Rezension hatte ich für
Russisch & dann Englisch, Franzö- mich genommen habe, sondern auch nach Heraklit, die erste von Pavle EUROPA ROCHADE, 1987, N° 1,
sisch, Latein und natürlich Deutsch. sehr, daß ich meinerseits im persön- Bidev benutzt. Seiten 26-27, geschrieben. Ich halte
Seinem Gebrauch gerade dieser lichen - brieflichen - Umgang mit Aus Anlaß der Skopjer Schacholym- diese Rezension auch heute noch
Sprache merkte man kaum an, daß dieser interessanten schachgelehrten piade 1972 verfaßte Pavle Bidev vom Inhalt her für eine meiner bes-
sie nicht seine „zweite“ Mutterspra- Persönlichkeit nicht immer die rich- zwei inhaltlich keineswegs überein- seren schachgeschichtlichen Rezen-
che war (die beiden längeren Arbei- tige verstehende Weise des Verhal- stimmende Fassungen zur frühen sionen - bei den meisten meiner Ar-
ten in „Živa Antika“, Skopje, 1962 tens gewählt habe. Das geschriebene Schachgeschichte, für die ihn das beiten gerade dieses Genres hielt
& 1969, waren sowohl in Deutsch Wort ersetzt kaum gerecht oder rich- Organisationskomitee als Autor hat- und halte ich es nicht für notwendig,
konzipiert wie auch gedruckt wor- tig die Eindrücke aus einem persön- te gewinnen können. In serbischer Änderungen zu akzeptieren - bei der
den). Aber auch, als er 1977 eine Ar- lichen Treffen. So ist eine überhaupt Sprache: „Šah simbol kosmosa“ Arbeit von Pavle Bidev aus 1986
beit über einen mittelpersischen umfassende Biographie, in deren [Schach als Symbol des Kosmos / hätte die Art (nicht der Umfang) der
Text↓ veröffentliche, analysierte er wenigen Zeilen hier keineswegs alle auf etwa 25 Seiten der deutschspra- fachlichen Kritik vielleicht doch
bei dem Material in dieser toten Fragen (z.B. Institutstätigkeit in chige Text: Das Schachspiel als wohl eine andere sein können.
Sprache die richtige Bedeutung ei- Skopje) beantwortet oder als gar ge- Weltsymbol. Die Genese des In Stammt Schach aus Altindien
nes Wortes. Temperamentvoll konn- klärt angesehen werden konnten, Schachs von chinesischer Astrologie oder China? konnten die beiden be-
te er von einer Sprache in die andere noch nicht geschrieben - zudem: bis zur indischen Mystik] - in maze- deutenden Arbeiten aus ŽIVA ANTI-
wechseln. Seinen Wohnsitz hatte er Manches handschriftliche Material donischer Sprache mit dem engli- KA Ist das altindische Brettspiel As-
aus gesundheitlichen Gründen wohl ist verloren gegangen oder wird sche Teil The Game of chess - A tapada identisch mit Petteia. Zur
nach 1972 in Igalo, einem Ort von noch die 58 Jahre bis zur Freigabe Symbol of the Universe. The Genesis Verteidigung des indischen Ur-
knapp 4.000 Einwohnern, jetzt in aus zwei umfangreicheren privaten of Chess from Chinese Astrology till sprungs von Schachbrett und
Montenegro, genommen. Dort hatte Schachbibliotheken an einem größe- [!] Hindu Mystics. Der Klappentext Schachspiel (1986 ... Zur Verteidi-
er sich eine kleine Eigentumswoh- ren blauen dort nichtdeutschen Fluß bezeichnete die erstgenannte Fas- gung des indischen Ursprungs von
ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com 37
Schachbrett und Caturanga) sowie 1912-1988“ einloggt, wird bei Hin- ren unterstützt durch den Verleger den 100. Geburtstag des Urschach-
Divinatorische Herkunft und kosmi- weisen auf „28 works in 29 publica- Heinz Köhler, schachgeschichtliche forschers Pavle Bidev, des Verfas-
sche Symbolik des Schachs und da- tions in 4 languages and 33 library Arbeiten erscheinen, die inhaltlich sers zahlreicher Arbeiten auch in
mit verwandter Spiele eingebracht holdings“ fündig. Die Königliche bei weitem über das hinausgegangen ROCHADE und RE, nicht einfach
werden, ebenfalls die drei Arbeiten Bibliothek in den Haag verzeichnet sind, was der Schachspielpraktiker vorbeigehen zu lassen, sondern, un-
in der in Prag erschienenen Zeit- 31 Arbeiten von Bidev und 2 Brief- von einer Schachzeitung erwartete ter Berücksichtigung eines fortge-
schrift FIDE aus den Jahren 1963 konvolute. In den „Papers of Joseph oder gar verlangte. An der generel- schrittenen Forschungsstandes, in ei-
bis 1965. Auch viele der in den frü- Needham as a historian of Chinese len Konzeption der ROCHADE ner Schachzeitschrift, wenn auch in
heren Regionalteilen der ROCHA- science“, www, ist die „Correspon- EUROPA hat sich in den 35 Jahren einem Kurz-Text, an eine seiner
DE und später in der EUROPA RO- dence of Pavle Bidev on the Chinese nach 1977 Entscheidendes nicht ge- schachgeschichtlichen Ideen zu erin-
CHADE gedruckten Arbeiten wur- origin of chess“ aus dem Nachlaß ändert. So habe ich es auch für not- nern und zugleich anzuknüpfen.
den auf diese Weise vor einem To- von Joseph Needham von 1971 bis wendig und angemessen erachtet, Egbert Meissenburg [[21.04.2012]]
tal-Vergessen gerettet. Mit seiner 25. Februar 1986 bibliographisch
Arbeit 50 Jahre der falschen
Schachknochen vom Venafro-Fried-
aufgeführt. In den Schachlexika der
Jahre 1971 bis 1993 sind für Pavle
Die Datierung des mittelpersischen
hof, 1984, kam er argumentativ dem
Ergebnis der in Italien veranlaßten
Bidev Eintragungen feststellbar.
Auch wer Pavle Bidevs schachge-
Textes Čatrang-namak
Radio-Carbon-Untersuchung aus schichtlichen Darlegungen im Er- In der altindischen Literatur lassen •• V. 19-36 Es folgt der das sasani-
dem Jahre 1994 zutreffend zuvor. gebnis nicht zu folgen vermochte sich im ersten nachchristlichen Jahr- dische Backgammon - Nard - betref-
Pavle Bidev hatte sich, im Wesentli- oder den schachlichen Bezug seiner tausend - als zuerst reine Worter- fende Teil des Textes: Vazurgmihr
chen in ROCHADE, kritisch mit den schachmagischen Arbeiten (Die in- wähnungen - kaum mehr als vier erfindet ein neues Spiel, das Nev-
schachgeschichtlichen Auffassungen dischen magische[n] Quadrate des Termini zu caturanga feststellen: Ba- Artachšer. Er reist nach „Indien“ mit
seiner Zeitgenossen befaßt und aus- Typus Nâsik als mathematische na (um 620), Ratnakara (um 850), der Aufforderung dort an Devaśarm,
einandergesetzt. Das betraf Arbeiten Grundlage des Schachspiels. - Rudrata, Halayudha. das Prinzip dieses Spiels zu lösen.
von Adriano Chicco (Ad occidente Skopje [1965] oder Die magischen In Pehlevi, der mittelpersischen Spra- Das gelingt diesem und seinen Wei-
niente [sic - statt Chiccos ‚qualco- Quadrate von 3×3 und 8×8 Zellen che, sind drei undatierte Handschrif- sen nicht und hat die Tributpflichtig-
sa’] di nuovo, zu den abstrakten als Erklärung des Tschaturanga aus ten und eine verlorene HS für die keit des Devaśarm an Khusrau zur
Venafro-Figuren des arabisch-isla- dem Hsiang chi, 1971) nicht nachzu- Schach- & Spielgeschichte von Be- Folge.
mischen Stils, angeblich aus dem 2. vollziehen bereit war, konnte - und deutung - mit dem Schach, mit Nard ••• V. 37-38 Der wieder zum
nachchristlichen Jahrhundert), durfte - seine sprühende, tief grei- (Backgammon) und mit Haštpay: Schachspiel mit schachlichen Weis-
A.S.M. Dickins, Helmut Faust, fende Phantasie, das verantwor- Das verloren gegangene Ayen namak heitslehren - attempt at explaining
Isaak M. Linder (Das Geheimnis der tungsvolle, kenntnisreiche, von ho- (Schach → s.u.), Karnamak-i Artach- the meaning of the ‚Chatrang’ - füh-
Schachentstehung. Bedenken gegen hem Ethos bestimmte Ringen um ser-i Papakan (Polo, Reiten, Čatrang, rende „Appendix“ mit den Versen
die Thesen von I.M. Linder. 3 Teile die schachgeschichtliche Wahrheit, Jagen als Mittel der Erziehung für 37/38 ist - wahrscheinlich - ein Aus-
1977/1978), Joachim Petzold (Sach- die Konsequenz seiner Darstellun- junge Adlige und deren körperliche zug aus dem im Original nicht erhal-
fehler und Lücken. Rezensionsbe- gen, die vollständige Beherrschung Ertüchtigung), Xusraw ud Redak ten gebliebenen mittelpersischen
merkungen zu Teilaspekten aus Pet- des Gegenstandes in allen seinen ge- (Čatrang, Nard und Haštpayi) und Ayen namak („Book of Manners“ |
zold, Joachim: Schach. Eine Kultur- schichtlichen und philosophischen schließlich, als Gegenstand dieser „Buch der Vorschriften“).
geschichte [...]. - In: Europa-Rocha- Facetten sowie seine scharfsinnigen Arbeit, ein ~820 Worte umfassender Nur unter Außerachtlassung der An-
de Februar 1988), Helmut Rosen- Deduktionen stets von neuem zur nicht religiöser Text Čatrang-namak nahme, CT zeige einen bekannten
feld. Fritz Siebert (†1982) ermög- Kenntnis nehmen, wohl auch gebüh- (Čatrang und Nard). Märchentypus, nämlich Könige ge-
lichte in seinem Buch mit dem Titel rend beachten. Durch die Art und Čatrang namak [= CT] nennt erst- ben einander Rätsel auf, der Gewin-
„Skizzen und Studien zur Schach- Weise, Widerspruch herauszufor- mals in der Literatur verdeutlichend ner erhält Land oder macht sich den
philosophie“, 1977, eine verstehen- dern, hatte sich Pavle Bidev im das Spiel čatrang2 als „Kriegsähn- anderen tributpflichtig, wird man
de schachphilosophische Diskussion schachliterarischen Bereich das Le- lichkeitsspiel“ („ähnlich dem [Krieg] sich der Annahme nicht verschließen
durch und mit Pavle Bidevs Beitrag ben mit seiner Umwelt gelegentlich zweier Oberherrn gemacht“3 / „made können, auch ([wohl] schon bekann-
Die Siebertsche und meine Philoso- selbst nicht immer am allerleichtes- this čatrang on purpose like a battle- te) Spiele seien in den Austausch
phie des Schachs: eine vergleichen- ten gemacht. In Hochachtung: Seine field“4) und - insoweit noch ohne oder die „Verpflanzung“ von Kultur-
de Darstellung und kritische Wer- Urschacharbeiten breitete er - auch schachspielspezifische und termino- erzeugnissen (aus) einer geographi-
tung. als „Chess Drama and Trauma“ be- logisch erklärende Einzelheiten für schen Region mit der Bezeichnung
Mit der muttersprachlichen Arbeit zeichnet, so der Titel seiner Arbeit in Regelwerk und Spielziel - die Figu- „Indien“ in die/mit der geographi-
Шахот е роден 569 вo кина како BCM 1987 - mit bunter Palette in ren des Spiels vollständig, nämlich5
immer neuen Details und Varianten schen Region des Sasanidenreichs
астролoска концепция. - In: den König [šah - Sanskrit raja] ähn- einbezogen.
Македонски Шах, Skopje, god. 2, aus. Sie beherrschten keineswegs zu lich dem Herzen des Heeres,
N° 3 (4), Mai/Juni 1971, S. 5-11, be- Unrecht zumindest ab 1971/72 bis Brunner7 vermutet, das mittelpersi-
den Streitwagen [raxu = rahv - Sans- sche Schachbuch - „Explanation of
gann für Pavle Bidev ein neuer For- zu seinem Tode sein Spezialgebiet,
das er vornehmlich von den Fächern krit ratha] ähnlich der rechten und Chess and Invention of Backgam-
schungsabschnitt, die „Abkehr von linken Flanke,
dem indischen Schachzauber“, wie Indologie, Sinologie, Philosophie mon“ - sei wahrscheinlich (erst) im
er ihn nannte. Diesen „Schachzau- und Vergleichende Kulturgeschichte den Ratgeber [frazen - Sanskrit 9. Jahrhundert schriftlich niederge-
ber“ hatte er zuvor, „sehenden Au- her - als Vorbild für künftige mantrin] ähnlich dem Hauptmann legt worden. Als zuerst immer wei-
ges“, auch bei seiner Besprechung Schachforscher-Generationen - zu der Wagenkämpfer, ter mündlich tradierte Schilderung
von Needham’s „Science“, 1962, für bearbeiten wußte. den Elefanten [pil - Sanskrit hastin] höfischen Lebens - „Es wird berich-
zutreffend erachtet. Daß Schach 569 Die Renaissance seiner Ergebnisse ähnlich dem Hauptmann der Nach- tet“ - a „courtly tale“ - könne es be-
in China als astrologische Konzepti- zur Urschach-Problematik begann hut, reits in der Zeit des Sasanidenkönigs
on entstanden sei, vertrat er von im August 1991, als sich auf der ers- das Pferd [asp - Sanskrit aśva] ähn- Chusrau I (reg. 531-579) existiert
1971 an bis zu seinem Tode unver- ten Seminar-Tagung der Schachhis- lich dem Hauptmann der Kavallerie, haben, deren Kultur in die Erzäh-
ändert trotz Widerspruchs seiner toriker in Königstein/Taunus gleich die Fußsoldaten [payadag - Sanskrit lung eingeflossen sei.
Fachkollegen mit als solcher bewun- zwei Forscher zu den von ihm ver- padati] ähnlich vielen von der Infan- Die existenten oder existent gewese-
dernswerten Konsequenz. Die deut- tretenen Ideen und Ergebnissen be- terie in der Vorhut [= in der ersten nen Handschriften geben als solche
sche Fassung der mazedonischen kannten. Auch Bidevs Art des sach- Linie] des Kampfes. für die Textdatierung nichts her;
Arbeit erschien in Nr. 1/1972 der methodischen Herangehens an die Die Gliederung des Textes von CT6 dem steht ein Zeitablauf von
DEUTSCHEN SCHACHZEITUNG frühe Schachgeschichte hat sicher- in Zusammenfassung schlichtweg mindestens fünf Jahr-
mit dem Titel Das Schachspiel lich nicht nur einem Forschenden • V. 1-18 Es wird erzählt: Zur Zeit hunderten zwischen Textentstehung
stammt aus China. Sie wurde unver- die Befassung mit dieser Materie er- der Herrschaft des Chusrau Anusir- und dessen überkommener Ver-
ändert nachgedruckt in: The Anato- leichtert oder gar ermöglicht. wan sendet Sacidharman [als andere schriftlichung entgegen. Die einma-
my of Chess. Überlegungen zur Her- Mein nachfolgender schachge- Lesarten dieses Namens aus dem lige=einzige Erwähnung eines ‚Ray
kunft des Schachspiels. - Pfullingen schichtlicher Beitrag ist veranlaßt Pehlevi werden genannt unter ande- von Kanauj’ bei Firdausi und dort
1998, Seiten 35-36. durch die Arbeit von Pavle Bidev rem Devaśarm{an} / Devasharman / weiter die eines Königs von „Hend“
Mit seinem letztverfaßten Typo- aus dem Jahre 1977 in „Rochade“ - Devidarman / Yaśodharman {allein sind der Chronologie schwerlich
skript-Beitrag Zum angeblichen al- vgl. ↓Fn 14. Inhaltlich sind für das dieser Name ist - ablehnend - ge- dienlich; zudem: Nicht nur im Alter-
tindischen Würfelvierschach, ge- von Bidev bearbeitete Thema zum klärt!}], ein indischer König, das tum waren die geographischen Fest-
druckt EUROPA ROCHADE im indischen und mittelpersischen Schachspiel (čatrang) zusammen mit stellungen zur Lage von
April 1988, versiegte die beachtliche Schach Geschliffenheit, Originalität anderen kostbaren Geschenken und „Hend“/„Hind“ unklar und vielfäl-
Zahl der schachgeschichtlichen Ar- und Überzeugungskraft nicht in Ab- dem Tachtaritus | t’tlytws’ zu Chus- tig.
beiten von Pavle Bidev; es war ihm rede zu nehmen. Ich will für dieses rau und fordert diesen auf, entweder Die von Panaino vertretene Annah-
nicht mehr vergönnt gewesen, hier Statement in zeitlichem Abstand nur Wesen und Regeln des Spiels zu er- me eines hohen literarischen Wertes
die Korrekturfahnen zu lesen. Wer rein vorsorglich auf folgendes hin- klären oder Tribut zu zahlen. Va- des mittelpersischen Textes und des-
sich bei WorldCat*Identities im weisen: Bereits vor 35 Jahren konn- zurgmihr, der Wesir des Chusrau, sen Ausfluß als Teil einer höfischen
www einmal unter „Bidev, Pavle, ten in der ROCHADE, in vielen Jah- löst diese Aufgabe. Kultur des Sasanidenreichs ist nicht
38 ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com
unbedingt ein zwingendes Argument wäre mit einer analogen Überlegung = demoniaco - sei es wahrscheinlich, namen beizuordnen, dessen Tribut-
für oder gegen eine frühe oder späte- zu begegnen, nämlich: Die Benut- daß der Name des indischen Königs forderung abzuwehren und ihn zu-
re Entstehung des Textes CT. zung des Lateinischen noch im 20./ von persischer Seite als ein aus šarm dem selber tributpflichtig zu ma-
Das Mittelpersische diente im Sasa- 21. Jahrhundert führt nicht zu An- (Scham) und dev (mit der Bedeu- chen, ist, selbst wenn man die man-
nidenreich (224-651 n. Chr.) als nahme einer Text-Entstehung in der tung „onta, confusione dei demoni“) gelnde Historizität von CT außer
Amts- und Verkehrssprache; sie Zeit der klassischen Latinität. Ge- zusammengesetztes Wort entstanden Betracht läßt, ein deutliches erzähle-
blieb nach der Islamisierung bis zum langt man zu der Annahme, daß par- sei.16 Pagliaro liest den Namen des risches Zeichen der sasanidischen
8./9. nachchristlichen Jahrhundert - thische Lehnwörter noch im Mittel- Raja Dévisaram, E.W. West und E. Herrschaftsideologie mit zeitlicher
lassen sich genauere Daten feststel- persischen des 9. Jahrhunderts in Herzfeld lesen Dévasarm, Sanjana Konkretisierung der Entstehung von
len oder entwickeln? - als lebendige Gebrauch gewesen sind, erübrigt Devsaram, J.C. Tarapore Divsaram, CT vor 651CE. Verschiedene von
Sprache erhalten, bis der Übergang sich das vorgehend genannte Argu- A. Christensen Déwsarm, I. Orbeli Panaino 1999 vorgelegte Gesichts-
in das frühe Neupersisch (oder das ment ohnehin wohl kaum: Lehnwör- und K. Trever sowie J. Darmesteter punkte ordnen sich diesem Argu-
Arabische) erfolgte. Eine Renais- ter sind eben Bestandteil des neuen Devsarm [[& Devaçarma – EM]], ment, es ergänzend und bekräfti-
sance des Mittelpersischen wird in Sprachmaterials geworden. Th. Nöldeke schreibt Spesarm, R. gend, zu.
die beiden nachchristlichen Jahrhun- In diesem Zusammenhange wären Wieber Sačidarm bzw. Divsaram.“ Folgerung: Eine konkretere zeitliche
derte IX und X gelegt. auch Überlegungen anzustellen, die „[...] meine ich, daß Devsarm eher Einordnung für CT kann für die Jah-
Soweit ich sehe, sind sprachliche den geographischen Bereich der ein Spottname für feindselige Könige re 580 bis 650 CE (die Jahre nach
Überlegungen für Čatrang-namak Entstehung von Čatrang-namak - denn als Eigenname irgendeines indi- dem Tode von Chusrau und vor dem
bislang (noch?) nicht verdeutlichend Hof von Ktesiphon? - zu betreffen schen Raja gewesen sein könnte.“ Untergang des sasanischen Großrei-
in die Diskussion eingeflossen. Can- hätten. Denn: Nicht nur etymologi- „Die mit dev- und deva- beginnen- ches) angenommen werden.19 Gele-
tera spricht in seiner überragenden sche Überlegungen für eine frühe den Lesungen dürften Sanskrit genheit für die Veranlassung, CT
Rezension des Werkes von Panaino Datierung setzen voraus, daß Ča- devašarman entsprechen. Dieser Na- schriftlich niederzulegen, könnte, ei-
1999 bei einer von ihm vorgeschla- trang-namak tatsächlich im Sasani- me dürfte mit Dewsarm in der Fa- ne Hypothese, die Vernichtung des
genen, von Panaino abweichenden den-Reich, das mit dem heutigen belsammlung Kalila wa Dimna Hephthalitenreiches auch durch
Lesung von einem „richtigen, klassi- Iran geographisch nicht identisch identisch sein, wie man den indi- Chusrau gewesen sein.
schen Pahlavi“. Stellungnahmen der gewesen ist10, entstanden sei - eine schen König hieß, für welchen der Das Schachbrett bedeutet die Fesse-
Wissenschaft zu einem etwaigen Überlegung, der jedenfalls an dieser Weise Bidpay die genannte Samm- lung des Denkens durch die Be-
Früh-Pehlevi haben sich jedenfalls Stelle nachzugehen nicht beabsich- lung verfaßt hatte.“ schränkung auf ein Planogramm; die
für Čatrang-namak nicht feststellen tigt ist. Als (vielleicht schwaches) Mit der von Panaino 1999 vertrete- Figuren bewegen sich nur in diesem
lassen. Murray 1913:151 - unter Be- Hilfsargument könnte gelten, daß nen Auffassung, der im mittelpersi- beschränkten Raum. Die Sasaniden
rufung auf die Übersetzung von Sa- die unter MK tradierte mp. Hand- schen Čatrang-namak genannte in- haben, Handschrift CT Verse 37/38,
lemann 1887 ins Deutsche - über- schrift im 13. Jahrhundert in Indien dische „König“ Devišarm (Lesung Überlegungen zu einem spieltechni-
rascht allerdings mit der Angabe von von dort befindlichem Material Panaino) sei keine reale Person, und schen Bezug, nämlich dem Verstan-
„Husvarish terms“ für šah/shah und (erstmals) abgeschrieben worden ist. der auf Pagliaro 1951 & Bidev 1977 desspiel čatrang vollständige Auf-
asp. Die mit diesem Spiel Nev-Ardaxšir & 198217 beruhenden Etymologie, merksamkeit zuwenden, die eigenen
Warum der schachspezifische, die verbundenen Schöpfungs- und Auf- seine Bezeichnung sei nichts ande- Figuren zu schützen, früher und
Etymologie des Wortes „Schach“ be- erstehungsvorstellungen des Zoroa- res als ein Spott- oder Schimpfname, konkreter erkannt schließlich nieder-
treffende Hinweis Murrays aus dem strismus (Gheiby 2006), anderweitig jedenfalls ein Name mit abwerten- gelegt als die „Inder“ in der Sprache
Jahre 19138 von den Fachiranisten auch als kosmologische Symbolik dem Sinn, vermochte sich R. Syed: des Sanskrit. Die islamisierten Ara-
(noch) nicht aufgegriffen worden ist, bezeichnet, könnten in der Tat einem Kanauj 2001:63-74 wegen der Auf- ber haben für Spiel und Spielsymbo-
ermangelt in der Sache des argumen- Hinweis auf eine Entstehung des rechterhaltung ihrer eigenen Hypo- lik die wahre Brettspielmeisterschaft
tativen Nachvollzuges. Murray ver- mittelpersischen Čatrang-namak these argumentativ durchaus nicht in nur wenigen Jahrhunderten entwi-
gleicht dabei die zeitliche Abfolge nach 650 entgegenstehen. Sie dürf- befreunden. So wird Pagliaro 1951, ckelt und weitergegeben
der Termini des älteren čatrang und ten jedoch zusätzliche Klärungen dessen Etymologie bis heute (cf. En- Egbert Meissenburg
des jüngeren arabischen shatranj - nichtschachlicher Art erfordern und cyclopaedia Iranica II/1, 30-31) zum 1
entsprechend seinem Kenntnisstand darüber hinaus ein konkretes Einge- selbstverständlichen Rüstzeug der Unvala (1918) mit Astapad, „Name
von 1913 (siehe jedoch Utas in: En- hen auf die frühe (noch immer durch europäischen Iranistik gehört, siehe eines Brettspiels“, übersetzt „Acht-
cyclopaedia Iranica V, fasc. 4, 393ff. wohl gravierende Unklarheiten in aber auch Tarapore 1932, hier Fn. fuß”. Die Herleitung und Bedeutung
[Internet-Fassung updated Oct. 14, zeitlicher und geographischer Hin- 16, in ihrem Literaturverzeichnis un- des mittelpersischen Terminus Asta-
2011], der für das Persische šatrang, sicht geprägte) Geschichte des genannt gelassen. Stattdessen erklärt pad = Haštpay als (Brett-)Spiel aus
šatranj oder saţranj angibt). Die Ver- Nard11 bedingen12. Syed dann [Kanauj 2001:70], einen dem Sanskritischen astapada ist klä-
drängung des Wortes čatrang sei Auch und gerade aus der Darstel- „König“ namens Devaśarman, von rungsbedürftig: Spiel? Spielbrett?
spätestens um 1.000 (Firdausi) voll- lung der durch einen Weisen/Bera- Gott beschützt, habe es im 6. nach- Oder? Wann? In den Sanskrit-Quel-
ständig beendet gewesen. Diese Ent- ter/Minister des sasanidischen Šahan christlichen Jahrhundert ihres Wis- len ist astapada in der terminologi-
wicklung müsse jedoch schon früher Šah Chusrau Anuschirwan erfolgten sens nicht gegeben - das wird indo- schen Bedeutung Spielbrett, aber
- etwa 200 Jahre nach der arabischen Schachspiellösung und der geschil- logischerseits nicht in Abrede ge- auch Spiel verwendet worden. Dazu
Eroberung des Sasanidenreichs - ab- derten Erfindung eines anderen nommen. „Könige“ wurden, Syed aus indologischer Sicht Bock-Ra-
geschlossen gewesen sein, da die Brettspiels läßt sich die von Panaino weiter, in „Indien“ „in der Regel“ ming, Andreas: The Gaming Board
arabischen Grammatiker den Begriff 1999:245 so genannte „Sasanian im- [in Sanskrit - EM] mit dem Titel de- in Indian Chess and Related Board
des Wortes čatrang [ab wann?] nicht perialistic ideology“ die Überlegen- va, „Gott“, angesprochen. Auch das Games. A Terminological Investiga-
mehr benutzt hätten. Es darf aller- heit sasanidischer Weisheit gegen- mag insoweit zutreffend erscheinen, tion. - In: Working-Papers „Indian
dings nicht unberücksichtigt bleiben, über fremden Völkern13 herleiten. ist aber für den Pehlevi-Text CT ar- Views“. A Collection of Papers. -
daß Murray damit lediglich eine Die sasanidische Herrschaftsideolo- gumentativ entscheidend unbeacht- Kelkheim 2001, S. 47-58 [v.a. 51,
Festlegung auf einen terminus ante gie als Bestandteil der Staatsräson lich: In der mittelpersischen Sprache 58] [[Erstdruck Leiden 1999]]. Bei
quem herbeigeführt hat, ohne sich je- der Großmacht - auch gegenüber des sasanidischen Großreiches hatte Bana (~620) hat astapada nur die
doch mit der Bestimmung eines ter- „Indien“ - kann dabei als aus wis- kein Anlaß bestanden, für einen „in- Bedeutung von Spielbrett.
2
minus post quem zu befassen9. Der senschaftlicher Sicht als gefestigt dischen König“ eine Herrschaftsbe- Das mittelpersische Wort čatrang
britische Schachhistoriker hatte sich zugrunde gelegt werden - ebenso zeichnung zu wählen, die allein dem ist ein Lehnwort aus dem Sanskrit:
1913 zudem auf Th. Nöldeke 1892 wie die Annahme, daß mit dem En- sasanidischen Herrscher zugestan- Bossong, Georg: Semantik der Ter-
bezogen, der von einer Entstehung de des Sasanidenreiches, das als Hö- den und die in der Sprache eines minologie. Zur Vorgeschichte der
des CT in den ersten islamischen hepunkt des alten Persien angesehen fremden Volkes ihren Ursprung Alfonsinischen Schachterminologie.
Jahrhunderten ausgegangen war. werden kann, diese Ideologie zu ih- hat[te]. Jedenfalls hatte der Verfasser - In: Zeitschrift für romanische Phi-
Nach Panaino 1999 folgt aus dem rem Ende gekommen ist. von CT die Hoheitsbezeichnung sei- lologie, Tübingen, 94, 1978, S. 48-
Umstand der relativ korrekten Ver- Ich werde nachfolgend einen schon nes eigenen Herrschers mit „König 68 [55].
wendung von Sprache und Gramma- vor Jahrzehnten angesprochenen der Könige“ und „für uns König der Für die mittelpersische Terminologie
tik - allerdings für einen im 13./14. Gesichtspunkt14 eigentlich wiederho- Könige“ in dem (nach Hansen der Schach-Figuren dürfte die Ver-
Jahrhundert abgeschriebenen Text - lend erörtern, aus dem sich - aus 1935:14 allerdings nicht „authenti- mittlungssprache bis zum Arabi-
die Entstehung in der späten Sasani- meiner Sicht überzeugend - die schen“) Begleitbrief an Chusrau an- schen das Sanskrit gewesen sein.
den-Zeit. Dieser Art einer vorab zum Schrift-Entstehung von CT in die gegeben. Die Untersuchung von Ein Beispiel: Sanskrit ratha - mittel-
Ausdruck kommenden petitio prin- Zeit vor das Ende der Sasaniden- „persischen“ und „indischen“ Quel- persisch rahv - persisch roh, Turm
cipii wäre allerdings nur dann Erfolg Dynastie herleiten läßt. len - welchen eigentlich? - habe, Sy- im Schachspiel – arabisch ruhh - Ta-
beschieden, wenn ein gereinigter BIDEV 1977/2007: „Deva Śarma ist ed 2001 indes weiter & insoweit oh- zi, Raja: Arabismen im Deutschen :
überprüfter kritischer Text vorgele- kein eigentlicher Name für einen be- ne Schriftbeweis in den Sprachen Lexikalische Transferenzen vom
gen hätte oder vorliegen würde (sie- stimmten indischen König, sondern Sanskrit und Pehlevi, ergeben, der Arabischen ins Deutsche. - Berlin
he bereits Nöldeke 1892 sowie Han- ein Spottname für einen beliebigen „indische“ König - welcher? wann? 1998, S. 43.
sen 1935 & Cantera 2000 und letzt- indischen Herrscher. Pagliaro15 hatte - sei vielmehr mit „ehrenden Titeln“ Sollte ein enger Bezug zu der Termi-
lich Gheiby 2006). zutreffend bemerkt, wegen der ver- belegt worden.18 nologie von Bestandteilen des irani-
Der Verwendung eines parthischen schlimmernden Bedeutung des dév Einem indischen König allein in der schen Heeres erkennbar erscheinen
Wortes in dem mittelpersischen Text im Iranischen - er verweist auf devik Sprache des CT-Textes einen Spott- oder vermutbar sein, wird künftig
ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com 39
ergänzend eine eingehende Prüfung 1952, Kethuboth, vol. I, 1936, S.
von kriegstheoretischen Fakten aus
der Sasanidenzeit nicht zu umgehen
sein.
368 (zitiert nach Victor Keats:
Chess, Jews and History. I. - Oxford
1994, S. 74).
Der Leser ist am Zug
Redakteur: GM Lothar Vogt, Fritz-Seger-Str. 25
04155 Leipzig,  0341-5861388
3
Bijan Gheiby: Die Geschichte vom 13
Ein gutes Beispiel hierfür bildet
Schachspiel. - In: Meissenburg, E.: die Wandmalerei aus Panjikent/
Der mittelpersische Text Čatrang na- Pjandžikent, 7. (?) Jahrhundert, mit
mak. [...] Mit den Textübersetzungen zwei Spielern vor einem Spielbrett u7u7u7u7 u7u7u7u7
von Bijan Gheiby (2006) ins Deut-
sche und Peshutan Behramji Sanja-
wohl für Nard, der eine in charakte-
ristischer Kleidung des Inders und
7u7u7u7u 7u7u7u7u
na (1885) ins Englische. - Seevetal der andere mit einer ebenso charak- u7u7u7u7 u7u7u7u7
2006, S. 19-21 [Vers 9, Seite 19]. teristischen Gestik des Sasaniden als 7u7u7u7u 7u7u7u7u
Die Übersetzung des mp.Textes CT Sieger (eine Nachzeichnung steht
ins Deutsche durch Bijan Gheiby ist bei Panaino 1999:92, eine Farbab- u7u7u7u7 u7u7u7u7
erstveröffentlicht worden in: bildung bei Busagli, Mario: Die Ma- 7u7u7u7u 7u7u7u7u
VIII. Symposium der Initiativgruppe lereien in Zentralasien. - Genève u7u7u7u7 u7u7u7u7
Königstein | Berlin [...] 2005 | Col- 1963, S. 46 mit Text S. 48).
lected Papers | Herausgegeben von 14
Pavle Bidev: Die Einführung des ❍ 7u7u7u7u 7u7u7u7u ❍
Egbert Meissenburg | Band I | - See- Chaturanga nach Iran und einige
vetal 2006. Dort Bijan Gheiby: Das Bemerkungen zu Chatrang-namak. - 1513) Weiß am Zug 1516) Weiß am Zug
Brett- und Würfelspiel in Persien. In: Rochade, Maintal, 11. Jg., 1977, Wie sind die weißen Die Disharmonie der schwarzen
Eine Quellenuntersuchung, Seiten 5- N° 152, März 1977, Seiten [66]- Angriffschancen einzuschätzen? Position sticht ins Auge.
12 - Appendix: Geschichte vom [69]. Ein Sonderdruck von [4] Blatt
Schachspiel, Seiten 10-12 - Seite 10: ist in Koninklijke Bibliotheek, Den u7u7u7u7 u7u7u7u7
Der Text scheint aus der späten Sa-
sanidenzeit zu stammen (etwa 7.
Haag, feststellbar. Unveränderter
Nachdruck in Pavle Bidev: Schach
7u7u7u7u 7u7u7u7u
Jahrhundert). aus Indien oder China? [...] Gesam- u7u7u7u7 u7u7u7u7
4
Antonio Panaino: La novella degli melte deutsche und englische Auf- 7u7u7u7u 7u7u7u7u
scacchi e della tavola reale. - Mila- sätze. - Igalo: Selbstverlag 1986, S.
no 1999, S. 250, ebenfalls zu Vers 9. 57-68. Weiterer Nachdruck im Neu- u7u7u7u7 u7u7u7u7
5
Nach Gheiby, a.a.O., 2006, S. 20. satz in: Pavle Bidev†: Die Einfüh- 7u7u7u7u 7u7u7u7u
Die Nennung einiger Schachfiguren- rung des Chaturanga nach Iran und u7u7u7u7 u7u7u7u7
Namen ist in Sanskrit erst etwa zwei einige Bemerkungen zu Chatrang-
Jahrhunderte nach CT durch Ratna- Namak. Drei Aufsätze. Herausgege- ❍ 7u7u7u7u 7u7u7u7u ❍
kara literarisch belegt. ben [...] von Egbert Meissenburg. -
6
Der mittelpersische Text hat keinen Seevetal 2007, S. 5-12. 1514) Weiß am Zug 1517) Weiß am Zug gewinnt/
Titel in modernem Sinne. Es werden Die Reihung der Sätze habe ich zum Sehr unübersichtlich, oder!? Studie
als „Titel“ genannt: Wizarisn i ča- - nach meinem Dafürhalten - besse-
trang ud nihisn i new-ardachsir | ren Verständnis hier geändert. ● u7u7u7u7 u7u7u7u7
Čatrang-namak [CT] | Madigan i 15
Pagliaro 1951:99. Panaino 7u7u7u7u 7u7u7u7u
čatrang. Das erste Mal dürfte eine 1999:93/94.
Titel-Benennung der neuzeitlichen 16
J.C. Tarapore (Bombay 1932: 23; u7u7u7u7 u7u7u7u7
Art im Jahre 1887 durch Salemann auch: http://www.avesta.org/pahla- 7u7u7u7u 7u7u7u7u
erfolgt sein.
7
The Middle Persian Explanation of
vi/chatrang.htm [Zugriff
03.04.2012]) kommentiert für das
u7u7u7u7 u7u7u7u7
Chess and Invention of Backgam- Namens-Wort „Devisaram”: This 7u7u7u7u 7u7u7u7u
mon. - In: Journal of the Ancient Ne- name must be formed of two parts u7u7u7u7 u7u7u7u7
ar East Society of Columbia Univer- Div and Sáram. Div was the general
sity, New York, vol. X, 1978, publis- application prefixed to the names of 7u7u7u7u 7u7u7u7u ❍
hed 1979, S. [43]-51 [43]. all alien kings and warriors, against 1515) Schwarz am Zug 1518) Weiß am Zug gewinnt/
8
Murray, H.J.R.: A History of Chess. the Iranians wages wars. [...]. Es Studie
- Oxford 1913, S. 150-151. folgt ein Hinweis auf Firdausi & bei Auf ein drohendes Endspiel
9
Das hat Murray einige Jahrzehnte Sáram ein Hinweis auf einen Eigen- sollte sich Schwarz nicht
namen. einlassen. Einsendeschluss: 30. Juni 2012
später nachgeholt: Murray, H.J.R.: A
History of Board-Games other than Die Römer z.B. nannten die nichtrö- Liebe Leser, 1502) Timman - Mortensen, Plov-
Chess. - Oxford 1952, S. 114: „writ- mischen Völker „Barbaren”. Den Jahrgangsordner gewinnt der diw 1983
17
ten between 650 and 850”. In seiner Arbeit König-Philosoph Schachfreund mit der Kundennum- Nein! 1.Lf4+ Ka8 2.Txd8+ Lxd8
10
Die Forschungsergebnisse der wis- Harsha und sein Hofdichter Bana. mer 101953. 3.Txe8 Dxe8 4.Dxb7+ Kxb7 5.
senschaftlichen historischen Karto- Neues zur Einfuhr des Schach[s] Gewinnspiel Sd6+ und Weiß gewinnt. 2 Punkte.
graphie (Kettenhofen) sind nicht un- aus Indien nach Iran, Europa Ro- 1503) Ratner - Podgorny, Moskau
chade, Juni 1982, S. 2-4 [[Note EM: ROCHADE EUROPA-Abonnenten
berücksichtigt zu lassen. erhalten die Chance, einen Jahr- 1946
11
Wird von einem „indischen“ Ur- ER ist seinerzeit der Regionalteil der 1.Lb2 Dxb2 2.Txh6+ oder 1...
gangsordner zu gewinnen. Geben
sprung des „Backgammon“ ausge- „Rochade“ gewesen]], hat Pavle Bi- Dg6 2.Lh5 gewinnt für Weiß. 2
Sie dazu bei Einreichung der Lö-
gangen, so verbleibt keine andere dev seine Auffassung noch einmal Punkte.
sung einfach ihre Kundennummer
Schlußfolgerung als die: „In the face deutlich bekräftigt. Auszug: „[...] Al-
an. Unter diesen Lösern wird der 1504) Kraus - Costin, Schweiz 1938
of this evidence [[altindische Quel- lerdings steht in der Pehlevi-Legen- Jahrgangsordner ausgelost. Wer die
de des Schachs nicht Desharsh, son- 1.b4 Dc6 2.Lb5 Dxb5 2.Sc7+
len aus dem 2. vor- bis 6. nachchrist- Kundennummer schon einmal mit-
dern Devsharm. Die verschlimmern- sollte bekannt sein. 2 Punkte.
lichen Jahrhundert - EM]], we may geteilt und noch nichts gewonnen
doubt the Persian sources stating de Bedeutung des Wortes deva (im 1505) Benkö 1999
hat, bleibt im Lostopf, auch ohne 1.Da1+ Kb6 (1...Da2/Ta2 2.
that backgammon (so called Nard by Altpersischen heißt es Dämon oder nochmalige Mitteilung. Der Rechts-
the Persians) was a Persian inventi- Feind, im Altindischen [[i.e. Sans- Dc3+ Ka6 3.Th6+ +-) 2.Db1+
weg ist ausgeschlossen. Ka5 (2...Ka6 3.Th6+ Tf6 4.
on and came to India from Persia“ - krit]] dagegen göttliches Wesen)
Syed, Renate: On the Indian origin wollten die Perser durch das Wort Aufgabenlösung 04/12 Df1+, 2...Kc6 3.Th6+ Tf6 4.
of backgammon – Internet sharm noch mehr erhöhen, denn 1501) Mikhailov - Klovans, Riga De4+ Kb6 5.Df5 +-) 3.De1+
http://www.boardgamesstudies.org/c sharm bedeutet Scham. [...] Die Per- 1974 Kb6 4.Th6+ Tf6 5.Df2 1:0. 3
olloquium/abstracts.shtml [Zugriff ser haben bei der Übernahme des Der schwarze König hat sich zu weit Punkte.
13.12.2006 - ohne Zugriff am Schachs aus Indien [...] den Namen herausgewagt. 1.f5 Kxf5 2.e6 Dd8 1506) Kubbel 1923
23.03.2012]. Cf. Daryaee 2006: 88: des Gabengebers zuerst in Devharsh 3.exf7 Kf6 4.De8 Dd2+ 5.Kh3 1.Ld6+ Kf5 2.f7 Dd2+ 3.Kh7
Die Sanskrit-Ersterwähnung des verkürzt und dann in Devsharm ver- aus. 2 Punkte. Dxd6 4.f8D+ Dxf8 patt. 3 Punkte.
„Backgammon“ sei in einem Text schlechtert. [...]“.
aus dem späten 6./frühen 7. nach- 18
Benennungen von Namens-Ver-
Löserliste 04/12 (Es konnten 14 Punkte erreicht werden.)
1.-20. 14 Punkte: A. Kuck/Essen; R. Sieberg/Wetter; Dr. G. Auerswald/Dingelstädt; E. Kuh-
christlichen Jahrhundert erfolgt. schreibungen in arabischen Quellen nert/Cottbus; Dr. K.-H. Siehndel/Berlin; W. Klug/Schwerte; P. Niehoff/Niederzier; Dr. E. Mö-
12
Nach Keats sei das Wort „nard- bis zum 13. Jahrhundert hat Syed ckel/Beckingen; F. May/Bad Kreuznach; U. Rehfeld/Walpertskirchen; K. Ziegler/Vettelschoß; G.
shir“ - also das arabische nardshir - 2001:71-73 wiedergegeben. Weber/Schwarmstedt; S. Fuchs/Pfreimd; T. Engert/Meerane; A. Krakow/Görlitz; H. Bräunig/Kre-
19 feld; M. P. Niesel/Wesseling; H. Reimann/Kretzschau; V. Ptitsyn/Merseburg; Dr. J. Kuhnle/Her-
im babylonischen Talmud erwähnt - In Arbeiten aus 1996 und 2004 mannsburg
Kethuboth 61b. Keats bezieht sich hatte ich noch gemeint, die Entste- 21.-25. 11 Punkte: W. Spaar/Espelkamp; W. Hille/Leipzig; D. Krüger/Hoyerswerda; M. Tsir-
dafür auf The Babylonian Talmud, hung von CT in sasanidischer Zeit kin/Berlin; S. Scherf/Egeln
ed. Isidore Epstein, London 1935- ausschließen zu können. ■ 26. 10 Punkte: W. Schloth/Dresden

40 ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com


Stein ihre Plätze; kommt ein Bauer dung, schöne weiße Turm-Hinter-
Dr. Hermann Weißauer, Alwin-Mittasch-Platz 6, 67063 Ludwigshafen dabei auf eine Grundreihe, hat er stellung“ gelungen.
 0621-694783 keine Zug- und Wirkungsmöglich- 2908 Wolfgang A. Bruder 6# (4

Problemschach
Halbjahres-, Dauerturniere: Dr. Morgenthaler, Borsigstraße 11
keit, bis er wieder durch einen
Schlag auf die Umwandlungsreihe
gelangt; kommt ein Bauer durch
Schlag auf die Umwandlungsreihe,
Pkte): Weiß-Schwarzes Duell mit
Rückkehrmotiv und Keller parado-
xem Thema zeigt die vorliegende
Aufgabe: 1.De6! (2.De3#) Se5 2.
67063 Ludwigshafen,  0621-693499, morgeh@gmx.de muss er im selben Zug umgewandelt De6+ Ke4 3.Kg2 (4.Sf2#) Sxg4
Hilfsmatt/Selbstmatt/: Franz Pachl, Ungsteiner Str. 12 werden. Viel Spaß beim Lösen. 4.Sf2+ Sxf2 5.De6+ Kd4 6.
Märchenschach 67067 Ludwigshafen, fpa.levinho@web.de De3#; 3...Tf7 4.gxf7 (5.Sf2#)
Auflösungen aus Sxg4 5.Lh7+ g6 6.Lxg6#; 3...
1. Halbjahresturnier der ROCHADE EUROPA 2012 dem Februar-Heft Df8 4.Dd5+ cxd5 5.Lxd5+ Kd4
6.Sb5#. Bernd Horstmann bedauert
Der Zweifel ist die stärkste Triebfeder des Fortschritts. Cuvier die „Überlastung des armen schwar-
2903 Z. Janevski 2# (2 Pkte): Zu
2927 Michael Barth 2928 Peter Heyl 2929 Zivko Janevski beachten sind die Satzspiele: 1... zen Ackergauls f3“. Dr. Karl-Heinz
2# Oelsnitz 2# Eisenach 3# MAK-Gevgelija Sd5(x) 2.Dg6#(A); 1...Dxh5 2. Siehndel erinnert sich „an die besten
u7u7u7u7 u7u7u7u7 u7u7u7u7 Zeiten der altdeutschen Schule ge-
mYUY Y Y YeY N Y SeYUVMY Dh5#(B); Verführung: 1.Se2? (2.
gen Ende des 19. Jahrhunderts: Op-
7u7u7u7u
FeY YuY 7u7u7u7u
Y YCY Y 7u7u7u7u
Y YuY Y Sd4#) Dd5!; 1...Sd5(x) 2.Sg3#
(C). Die Lösung: 1.Se6! (2.Sd4#) fer der weißen Dame, drei Verzwei-
u7u7u7u7
YCv Y n u7u7u7u7
cYCY Y Y u7u7u7u7
Y YTY Y gungen im 3. Weißen Zug, effekt-
7u7u7u7u 7u7u7u7u 7u7u7u7u Sd5(x) 2.Sg7#; 1...Dxe6/ Kxe6/
Y D S Yl Y Y YCY Y Y NLDc Lb6 2.Dh5(B)/Lg4/Txe5#. voller 3.Kg2, prima“! Auch Jürgen
YcYLYcY
u7u7u7u7 cVLY Y Y
u7u7u7u7 uY Y DtY
u7u7u7u7
Dr. Karl-Heinz Siehndel stellt lo- Gurowitz ist zufrieden: ein bunter
Y dtY D
7u7u7u7u ntYuY Y
7u7u7u7u s YCY Dc
7u7u7u7u
bend fest: Dreiphasenmattwechsel Strauß erstklassiger Varianten, schö-
YcY YcY
u7u7u7u7 Y dlY Y
u7u7u7u7 mY YcY Y
u7u7u7u7 auf Sd5 zwischen Satzspiel, Ver- ne Widmung.
Y YUY S
7u7u7u7u Y Y Y Y
7u7u7u7u YlY Y Y
7u7u7u7u führung und Lösung, dazu Opfer-
schlüsselzug, gefällt. Jürgen Guro-
Lösungen zu
2930 Petrasin Petrasinovic 2931 Dr. Herm. Weißauer 2932 Wolfgang A. Bruder „Problemschach speziell“
4# SRB-Belgrad 4# Ludwigshafen 5# Dossenheim witz meint: gut gelungen. Und Wolf-
gang A. Bruder stellt fest: schöne Nr. 374, Februar 2012
u7u7u7u7
f Y Y Y u7u7u7u7
YTY S v u7u7u7u7
Y Y Y Y Darstellung des Rudenko-Thema. 2612 Hans-Jürgen Gurowitz: h#2
7u7u7u7u
Y Y Y n 7u7u7u7u
Y YeYck 7u7u7u7u
YuY Y Yl 2904 N. Dimitrov/Dr. H. Weißauer (2 Punkte)
u7u7u7u7
YCs Y Y u7u7u7u7
Y YCYCY u7u7u7u7
Y Y YmY 3# (3+2 Pkte): 1.Da4! (2.Sc6+ 1.Kxg5 Lxe5 2.Kh4 Lf6#; 1.
7u7u7u7u
Y YLY Y 7u7u7u7u
Y Y d K 7u7u7u7u
Y D Y Y Sxc6 3.Sb3#); 2...Kxc5 3.Da5#) Kxg7 Txe5 2.Kh8 Te8#; 1.Lxd4
d Y Y Y
u7u7u7u7 Y Y DcD
u7u7u7u7 YLY Y Y
u7u7u7u7 dxc5 2.Da6!! (2.Dc6? cxb4!) cxb4/ Tf3+ 2.Ke5 Sf7#. Eine solide
Y Y YCY
7u7u7u7u NMY YuYc
7u7u7u7u Y s Y Y
7u7u7u7u Sxa6/ ~ 3.Dxa7/Sc6/Df6#; 1... Premiere, auch wenn sich die Be-
Y Y k Y
u7u7u7u7 Y Y Y Y
u7u7u7u7 Y d Y Y
u7u7u7u7 Kxc5 2.Da5+ Kd4 3.Dxa7# und geisterung der Löser in Grenzen
Y Y Y Y
7u7u7u7u YUV Y Y
7u7u7u7u Y Y Y Y
7u7u7u7u leider auch 2.Dxa7+ (Dual) Kb5, hielt. Dreifacher Schlag weißer Fi-
xb4 3.Tb7#; 1...Lxb4 2.Sb3+ cxb guren, der sTe1 ist allerdings nur ein
Was gibt es Neues? Fesselungswechsel (2927), Themenmix (2928), Fesse- 3.Dxb4#; es scheitert 1.Sca6? Cookstopper (WS). Drei zusammen-
lungsmatts (2929), Königsfluchten (2930), Auswahl (2931) und schwarz- Le4! 2.Sxb8 e3! Peter Hähnel hanglose Mattbilder. Ein verbinden-
weißes Duell (2932). Viel Spaß beim Lösen wünscht H.W. schreibt humorvoll: eine schwierige des Thema ist weit und breit nicht zu
Einsendungen für das Halbjahresturnier bis spätestens Ende Juli 2012 an Lösung löst einen schachlichen sehen (Dr. KHS). Die 3. Lösung ist
Dr. Helmuth Morgenthaler, aber bitte die Lösungen 2927- 2932 und spe- Dschungelkrieg aus. doch etwas anders (PM). Man frisst
ziell 2636-2641 auf getrennten Blättern. 2905 Arich Grinblat 3# (3 Pkte): sich so durch (BH). Schwarz nimmt
Erinnert wird an das nächste Treffen der Pfälzischen Problemfreunde Zu beachten ist die Verführung: 1. alles, was nicht niet- und nagelfest
am Sonntag, 10. Juni 2012 ab 10.00 Uhr in der Luitpoldschule, Ludwigs- Sce3? (2.Sf6+(A) Lxf6 3.Ld5#) ist. Darum fehlt mir irgendwie noch
hafen-Friesenheim, Luitpoldstr. 37. fxe3 2.Sxc3+(B) Sxc3 3.Te5#; eine Variante nach Txe3 (AM).
Preisrichter für 2012/2013: 2# Andreas Witt (Finnentrop), 3# Udo Degener sie scheitert na 1...Txa5! In der Lö- 2613 Bert Kölske: h#2,5 (3 Pkte)
(Potsdam), n# Dr. Helmuth Morgenthaler (Ludwigshafen), h# Steve Dowd sung geht: 1.Se1! (2.f3+ Lxf3 3. 1...Sxe5 2.Ld4 c3+ 3.Kxxe5
(USA), s# Volker Gülke (Lübeck) und Märchenschach Michael Barth (Oels- exf3#) g4 2.Sf6+(A) Lxf6 3. cxd4#; 1...Sxe6 2.Ld5 c4+ 3.
nitz). Ld5#; 1...f3 2.Sxc3+(B) Sxc3 3. Kxe6 cxd5#. Bert Kölske ist in der
Problemschach speziell Nr. 378 Juni 2012 Te5#. Jürgen Gurowitz stellt fest: Hilfsmattszene inzwischen kein Un-
Linienöffnungen, Feldfreiräumun- bekannter mehr und auch diese Auf-
2636 Andrej Dikusarov & 2637 Manfred Schreck 2638 Peter Heyl gen, nicht schlecht! gabe beweist sein Talent. Gut nach-
Ivan Antipin Viernheim Eisenach Und Bernhard Thomeczek ergänzt: vollziehbare Analogie (WS). Auf
RUS-Novosibirsk/
RUS-Krasnodar
u7u7u7u7 u7u7u7u7 sehr schön wie nach Vorarbeit der dem Diagramm mutet die Stellung
7u7u7u7u 7u7u7u7u weißen Springer plötzlich die wei- plump und überladen an, die Lösun-
u7u7u7u7 u7u7u7u7 u7u7u7u7 ßen Läufer und Türme sehr aktiv gen sind aber hochelegant. Ohne die
7u7u7u7u 7u7u7u7u 7u7u7u7u werden. drei schwarzen Schwerfiguren geht
u7u7u7u7 u7u7u7u7 u7u7u7u7 2906 Nikolay Dimitrov 4# (4 es allerdings nicht; der Preis, der
7u7u7u7u Pkte): Satz: 1...Lxb3? 2.Sh5#; die gezahlt werden muss (HJG). Herrli-
7u7u7u7u 7u7u7u7u che Bauern-Schlagmatts, um eine
u7u7u7u7 Lösung: 1.Txb6! (2.Tb7#) La4+
u7u7u7u7 u7u7u7u7 2.Tb5!! Lxb5+ 3.Kc7! Le2 4. Reihe nach oben verschoben (Dr.
7u7u7u7u 7u7u7u7u 7u7u7u7u
u7u7u7u7 Sxe6#; 1.Kd7? Te4? 2.Ke8 KHS). Der frei laufende sK findet
h#3 2.1... h#4 Weiß beginnt Txf4 3.Le5+!; 1...Sb5! 2.Txb5 sein Ruhebett im Kohlehaufen:
7u7u7u7u Te4 3. ? Peter Heyl sieht ein schön synchron. In Zwillingsform
h#2 3.1... „Turmopfer mit Schachprovokati- könnte ein nachtwächternder sL ein-
2639 Bernd Horstmann 2640 Miroslav Coufal 2641 Peter Sickinger on“. Wolfgang A. Bruder ist zufrie- gespart werden (BH).
Limburg Nauheim Frohburg den: nette Schachprovokation be- 2614 Sven Trommler & Franz
u7u7u7u7 u7u7u7u7 u7u7u7u7 kannt im Keller-Paradoxon-Thema. Pachl: h#2 Take&Make-Schach (2
7u7u7u7u 7u7u7u7u 7u7u7u7u Und auch Bernhard Thomeczek Punkte)
lobt: sehr geschickte Opferlenkung, 1.Z1f4 nGIxe4-h1+ 2.nROe4
u7u7u7u7 u7u7u7u7 u7u7u7u7 die dem Sf4 zum entscheidenden nZxe4-c3#; 1.Z7f4 nROxe4-h7+ 2.
7u7u7u7u 7u7u7u7u 7u7u7u7u Schlag verhilft. Bernd Horstmann nZe4 nGIxe4-g1#; 1.GIf4 nZxe4-
u7u7u7u7 u7u7u7u7 u7u7u7u7 freut sich: seit langem mal wieder e8+ 2.nGIe4 nROxe4-a3#. Die von
7u7u7u7u 7u7u7u7u 7u7u7u7u ein immer noch gern gesehener Len- Hartmut Laue erfundene Märchen-
u7u7u7u7 u7u7u7u7 u7u7u7u7 kungs-Römer. schachbedingung Take&Make hat
7u7u7u7u 7u7u7u7u 7u7u7u7u 2907 Dr. Hermann Weißauer 6# (4 sich in der Problemschachwelt
ser.-h#5 2.1... ser.=14 b) ±e8->b5 s#3 Pkte): Es scheitert 1.Kc2? (2. durchgesetzt, weil sie immense
Elch h4, d5; Hamster c4 Platzwechselcirce Td1#) d3+ 2.Kc3 an d4+!; und 1. Möglichkeiten bietet. Die Kombina-
Te1? an d3! Bei Lösung geht: 1. tion mit neutralen Steinen erwies
Hallo liebe Löser! Den Auftakt beim chen, der Hamster ist ein Grashüpfer Sb5! (ZZ) d3 2.Sc3 d4 3.Td5! sich als sehr fruchtbar, wie auch die-
Sechserblock bilden drei nicht allzu mit 180°-Knick, er zieht auf das dxc3 4.Dxc3 d2+ 5.Kc2 d1D+ 6. se Aufgabe demonstriert. Mit Ab-
schwierige Hilfsmatts. Zu den bei- Feld vor einer Hürde, daher kann er Txd1# (Hinterstellung). Peter Heyl stand die heftbeste Aufgabe (WS).
den Märchenschachaufgaben sind nicht schlagen und auch keinen findet die Aufgabe „opferreich und Eine Super-Widmungsaufgabe. Her-
Erläuterungen notwendig. Nr. 2639: Nullzug ausführen. Der Hamster c4 rätselhaft“ und Dr. Karl-Heinz vorragend, wie in allen 3 Lösungen
Der Elch ist Grashüpfer mit 45°- könnte z.B. nach g4 ziehen. Nr. Siehndel sieht ein „nettes Schachrät- jeweils zunächst die schwarze Giraf-
Knick, der Elch d5 könnte über den 2640: Beim Platzwechselcirce tau- sel“. Jürgen Gurowitz die Details fe bzw. die beiden Zebras das Feld
Bock g2 die Felder h2 und g1 errei- schen schlagender und geschlagener der Motive „Zugzwang, Pattvermei- f4 besetzen, bevor die neutralen Fi-
ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com 41
guren die verbleibenden Züge je- sohle! Da habe ich nur eine Lösung beim Empfang der Stadt für die Teilnehmer voll des Lobes für die Schach-
weils über das Schlüsselfeld e4 ab- gefunden (BH). problemlöser mit Turnierleiter Axel Steinbrink vom Veranstalter, der deut-
wickeln und hierbei die Take&Ma- 2616 Jorma Pitkänen & Alek- schen Problemschachvereinigung„Die Schwalbe“ (gegründet 1924). Bürger-
ke-Bedingung sehr geschickt ausnut- sandr Èistjakov: s#6 (4 Punkte) meister Sandro Bauer erwähnte, dass Turnierleiter Axel Steinbrink wie die
zen (BT). Ein märchenhaftes Figur- 1.c4! bxc4 2.0-0-0 c3 3.Td3 c2 4. deutschen Exweltmeister Boris Tummes, Arno Zude und Dr. Michael Pfann-
enzyklus-Trio auf dem Themafeld Da5+ Sxa5 5.Tc3+ Sc4 6.Tb2 kuche sowie einige weitere Teilnehmer nach 1993 und 1997 zum dritten Ma-
e4! T&M sorgt für die Varianten axb2#. Bei der Publikation wurde le in der Grenzstadt weilen. Nicht minder herzlich wurden die anwesenden
(BH). Ein Feuerwerk der Schlagfäl- der Co-Autor A. Èistjakov über dem Spitzenlöser aus Russland, Lettland, Slowenien, der Slowakei und den deut-
le auf dem Themafeld e4 (Dr. KHS). Diagramm vergessen, wir bitten schen Nachbarländern Belgien, Niederlande und Tschechien begrüßt.
Großartiger zyklischer Zilahi, eine vielmals um Entschuldigung. Nach Sackmann erinnerte in seinem Grußwort an seinen Großvater Franz Sack-
Demonstration, die überzeugend die dem Löse-Schwergewicht 2615 nun mann und dankte für die seit 1988 bestehende mehrmals bewährte Schach-
Take&Make-Schach-Bedingung dar- ein Leichtgewicht. Kein Thema er- verbindung mit den oberpfälzischen Schachfreunden seit dem Gedenkturnier
stellt. Zwei Könner am Werk (WAB). kennbar, ein sehr schwaches Stück anlässlich des 100. Geburtstages von Franz Sackmann. Gerne habe er die
2615 Miroslav Coufal: h=5 Köko (WS). Fesselungswechsel der sSc6. Schirmherrschaft übernommen. Die Veranstaltung selber wurde noch aufge-
(4 Punkte) Der Schlüsselzug ist aber wegen des wertet durch den Besuch des Präsidenten des Bayerischen Landessportver-
1.Kg3 Nxa4 2.Kg2 Kxa5 3.f1=L Zugzwangs von Schwarz augenfällig bandes, Günther Lommer. Den Bayerischen Schachbund vertrat der bayeri-
Kxb4 4.Kh1 Kxa3 5.Lg2 Kxa2=; (Dr. KHS). Ein hübsches Leichtge- sche Problemschachwart und dreifache deutscher Meister der
1.Kg4 Nf4 2.Kg5 Kb5 3.Lg6 wicht zum Genießen in der sonst oft Senioren(Mannschaft), Georg Böller (Hirschau). Bei der Siegerehrung über-
Nxg6 4.Kh6 Nxa3 5.bxa3 Kxa4=. schwerblütigen Selbstmatt-Arena reichte Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier nicht nur die Pokale, sondern
Diese Pattaufgabe war ein schwieri- (BH). Zugzwang und eine mögliche sprach auch unter Hinweis auf die Veranstaltung davon, dass die Region seit
ger Lösebrocken, vielleicht auch Rochade waren der Auslöser, dass der Grenzöffnung in der Mitte Europas stehe.Er lud den Turniersieger Zude
weil beide Lösungen sehr unter- ich mich an dem Selbstmatt-Sechser nach Berlin ein.
schiedlich sind. Zwei vollständig un- versucht habe, vor allem, wenn die Diese 36. Internationale Deutsche Lösemeisterschaft war gleichzeitig ein
terschiedliche Lösungen. Während Schlussstellung schon halbwegs klar Qualifikationsturnier für die Weltmeisterschaft 2012 im September in
einmal allein die Köko-Bedingung ist. Der Zug 3.Td3! will aber auch Kobe/Japan. Daher passte der vor gut zehn Jahren geschaffene Japanische
die Zugunfähigkeit von Schwarz be- erst noch gefunden sein (AM). Garten mit den beiden Drachen bestens in den Veranstaltungsrahmen, das
wirkt, blockiert der weiße Nachtrei- 2617 Peter Heyl: s#6 (4 Punkte) u.a. den Besuch des 1. Deutschen Drachenmuseums vorsah. Vorstand Max
ter in der anderen Lösung das ver- 1.Lxd3! (2.Txc4 Lxc4 3.Da6+ Riedl vom Ausrichter Schachclub Furth im Wald/Waldmünchen 1971 e.V.
bleibende Fluchtfeld des schwarzen Lxa6 4.Lb5+ Lxb5#) 1...Txd3 2. betonte, dass man 2009 von der deutschen Problemschachvereinigung in Er-
Königs. Hat mir sehr gut gefallen cxd3 Sf7 3.a3 Sg5 4.b4 Sxe4 5. innerung an die gut ausgerichteten Löseturniere in den 90er Jahren um die
(BT). Die Lösungen wirken rein zu- dxe4 g3,h3 6.b5+ Lxb5#. Verwen- Ausrichtung gebeten worden sei und man sie dann so terminiert habe, dass
fällig und haben leider keinen Zu- dung einer Weißauer-Bahnung in der mit dieser Veranstaltung 90 Jahre organisiertes Schach in der Grenzstadt ge-
sammenhang (WS). Sauschwer zu Drohung eines Selbstmatt-Mehrzü- feiert werden könne. In Staatssekretär und MdL Markus Sackmann habe man
lösen, weil die Diagrammstellung gers. Schwarz hat nur wenige Mög- den idealen Schirmherrn für diese Veranstaltung gefunden. Sackmanns Groß-
überhaupt keinen Hinweis gibt. Ein lichkeiten, das Läufermatt zu verzö- vater als bis zu seinem frühen Grippetod sehr starker Problemschachkompo-
Lob dem Komponisten (Dr. KHS). gern, aber verhindern kann er es nist in den Zwanziger Jahren sei auch heute noch den ausländischen Schach-
Geschickt wird die Köko-Bedingung nicht (BT). Ein sehr gefälliges neu- spielern ein Begriff, da seine Schachprobleme weiterhin nicht nur in Russ-
ausgenutzt und in der zweiten Lö- deutsches S# vom Typ Willmers mit land und Deutschland nachgedruckt würden. Für Pokalspenden sei man auch
sung der Nachtreiter als Block ge- angedrohter Weißauer-Bahnung Landrat und Bezirkstagspräsidenten Franz Löffler, MdB Marianne Schieder,
nutzt. Unterschiedlicher können (BH). Also muss der schwarze Turm MdB Karl Holmeier sowie Bürgermeister Sandro Bauer zu Dank verpflich-
zwei Lösungen nicht sein (WAB). schlagrömisch nach d3 gelenkt und tet. Riedl dankte den Further Banken, den Stadtwerken und dem Tourismus-
Was wie ein leichter Köko-Appetit- das neue Fluchtfeld a3 des weißen büro für die Unterstützung dieser Meisterschaft. Bereits am Freitag beim ge-
happen daherkommt (man braucht Königs auch noch vorher selbstge- selligen Beisammensein in Sichtweite des Japanischen Gartens ehrte Riedl
ja „nur“ einige Figuren kaltmachen blockt werden. Allerhand Inhalt für den Further Problemschächer Manfred Macht mit einem Buchgeschenk für
bzw. köko-kaltstellen), erwies sich ein hübsches neudeutsch-logisches die nachhaltige Initiative„Problemschach“ vor zwanzig Jahren, die in der
beim Lösen als ziemlich zähe Schuh- Selbstmatt (Dr. KHS). ■ Vereinszeitung bis heute fortgesetzt würde. .
Am Samstag und am Sonntag standen jeweils drei Stunden lang insgesamt
36. Internationale Deutsche 18 Probleme zur Lösung an, die Turnierwart Axel Steinbrink (Dinslaken)
ausgesucht hatte und die unter Zeitdruck in sechs verschiedenen Disziplinen
Schach-Lösemeisterschaft anzupacken waren. Die Zweizügerabteilung gewann Arno Zude (Darmstadt);
die schwere Dreizügerwertung ging an Titelverteidiger Boris Tumes (Moers)
vom 4.-6. Mai 2012 in Furth im Wald und die Wertung bei den hochkomplizierte Studien sah gemeinsam den Bel-
Ein Schachsportereignis der besonderen Art mit Teilnehmern aus acht gier Marcel Van Herck und Zude vorne. Am Sonntag kamen mit der vierten
Ländern von Moskau bis Antwerpen/36. Internationale Deutsche Löse- Runde die Selbstmatts an die Reihe, in denen Weiß den Schwarzen zwingt,
meisterschaft im ATT ging zum 15. Male an den Hofheimer Bundesliga- Weiß matt zu setzen. Diese Disziplin ging an den Moskauer Selivanov sowie
spieler und Ex- Löseweltmeister Arno Zude/Nur drei Deutsche unter Zude. In der vorletzten Runde folgten Mehrzüger mit Mattstellungen von 4
den ersten neun Lösern bis 7 Zügen. Hier schnitten Selianov und der Niederländer Dolf Wissmann
Furth im Wald Internationaler und auch kaum stärker kann zumindest in Furth am besten ab. Den Schluss bildeten Hilfsmatts, bei dem Weiß und Schwarz
im Wald ein Sportereignis kaum sein als die 36. Internationale Deutsche zusammen helfen, um den schwarzen König möglichst rasch matt zu setzen.
Meisterschaft im Lösen von Schachproblemen mit Teilnehmern aus acht Län- Hier war der Tscheche Michal Dragoun am erfolgreichsten. Insgesamt war
dern (neue Rekordzahl für diese Meisterschaften) im mit Europafahne ge- der Wettkampf hart umkämpft. Lediglich eineinhalb Punkte trennten Platz 1
schmückten Bürgermeister-Reinhold-Macho-Haus. Die Teilnehmer kamen und 5. Maximilian Riedl
aus Moskau oder Riga, Ant-
36. Deutsche Lösemeisterschaft 5.-6.5.2012 Furth im Wald
werpen oder Bratislava, inner- 2# 2#
01.04.2012 3# 3# e.g. e.g. s# s# n# n# h# h# Total Total
halb Deutschlands bis von Lü- Platz Name Land Titel Rating Rang Pte. Zeit Pte. Zeit Pte. Zeit Pte. Zeit Pte. Zeit Pte. Zeit Pte. Zeit Platz Name
beck - und Furth im Wald war 1 Zude, Arno GER GM 2619 11 15,0 11 10,0 60 13,0 100 15,0 28 15,0 54 7,5 50 75,5 303 1 Zude, Arno
der Austragungsort der Denk- 2 Dragoun, Michal CZE GM 2521 27 15,0 19 11,5 60 6,0 100 15,0 33 15,0 63 12,5 50 75,0 325 2 Dragoun, Michal
sportart Schach, genauer der 3 Tummes, Boris GER GM 2636 9 15,0 17 14,0 60 10,0 100 15,0 37 13,0 71 7,5 50 74,5 335 3 Tummes, Boris
4 Viktorov, Evgeni RUS IM 2480 35 15,0 20 11,0 60 11,0 100 15,0 50 15,0 76 7,5 50 74,5 356 4 Viktorov, Evgeni
Abteilung Löseturnier im Pro-
5 Wissmann, Dolf NED GM 2455 44 15,0 19 13,5 60 8,0 99 15,0 32 15,0 50 7,5 50 74,0 310 5 Wissmann, Dolf
blemschach. Turniersieger 6 Selivanov, Andrey RUS GM 2516 31 15,0 20 10,0 60 4,0 100 15,0 28 15,0 50 7,5 50 66,5 308 6 Selivanov, Andrey
wurde zum 15. Male Exwelt- 7 Sivic, Klemen SLO FM 2402 61 10,0 20 10,0 60 9,0 100 15,0 33 15,0 76 5,0 50 64,0 339 7 Sivic, Klemen
meister Arno Zude vor Michal 8 Kolcak, Marek SVK FM 2387 66 15,0 18 5,0 60 11,0 100 15,0 45 10,0 80 7,5 50 63,5 353 8 Kolcak, Marek
Dragoun (Prag/CZ), Titelver- 9 Pfannkuche, Michael GER GM 2538 23 15,0 20 4,0 60 10,0 100 15,0 35 10,0 80 5,0 50 59,0 345 9 Pfannkuche, Michael
teidiger Boris Tummes (Mo- 10 Czeremin, Claus GER 2199 150 10,0 20 9,0 60 7,0 100 10,0 50 15,0 70 7,5 50 58,5 350 10 Czeremin, Claus
ers), Evgeni Viktorov (Tver/ 11 Gülke, Volker GER 2332 88 10,0 20 8,5 60 8,0 100 15,0 42 10,0 80 5,0 50 56,5 352 11 Gülke, Volker
Russland) und Dolf Wissmann 12 Schäfer, Ronald GER FM 2260 115 10,0 17 8,5 60 9,0 100 13,0 50 13,0 75 2,5 50 56,0 352 12 Schäfer, Ronald
(Leeuwarden/Niederlande). 13 Mihalco, Oto SVK 2135 179 15,0 15 3,5 60 9,0 90 10,0 50 10,0 80 7,5 50 55,0 345 13 Mihalco, Oto
14 Ahmels, Christian GER 2267 112 15,0 20 7,0 60 7,0 100 9,0 50 10,0 80 5,0 50 53,0 360 14 Ahmels, Christian
Deutschland werden bei der 15 Van Herck, Marcel BEL 2217 137 10,0 20 7,0 60 12,0 100 9,0 50 5,0 80 7,5 50 50,5 360 15 Van Herck, Marcel
Weltmeisterschaft im Septem- 16 Siran, Lubomir SVK FM 2252 122 10,0 20 8,0 60 4,0 100 9,0 50 10,0 80 7,5 50 48,5 360 16 Siran, Lubomir
ber in Kobe (Japan) drei Ex- 17 Walther, Thomas GER 2098 197 10,0 20 6,0 60 2,0 100 9,0 50 13,0 78 5,0 50 45,0 358 17 Walther, Thomas
weltmeister vertreten: Zude, 18 Schulze, Eberhard GER - 15,0 18 3,0 60 2,0 100 8,0 50 11,5 80 5,0 50 44,5 358 18 Schulze, Eberhard
Tummes und Dr. Michael 19 Henrych, Miroslav CZE 1957 292 15,0 20 2,0 60 6,0 100 8,0 50 6,5 80 5,0 50 42,5 360 19 Henrych, Miroslav
Pfannkuche, der Neunter wur- 20 Neef, Wilfried GER FM 2173 159 10,0 20 6,0 60 1,0 100 5,0 50 10,0 80 5,0 50 37,0 360 20 Neef, Wilfried
de. 21 Banaszek, Marcin GER 2111 190 0,0 20 5,0 60 10,0 100 5,0 50 0,0 80 7,5 50 27,5 360 21 Banaszek, Marcin
22 Söllig, Martin GER - 5,0 20 3,0 60 8,0 100 5,0 50 0,0 80 0,0 50 21,0 360 22 Söllig, Martin
Schirmherr Staatssekretär 23 Kalinin, Andrej LAT 1780 421 0,0 20 0,0 60 4,0 100 5,0 50 0,0 80 0,0 50 9,0 360 23 Kalinin, Andrej
MdL Markus Sackmann und
Bürgermeister Sandro Bauer Durchschnitt 2302 118 11,5 18,9 7,2 60,0 7,4 99,5 11,1 44,0 10,3 74,0 6,0 50,0 53,5 346,5 12 Durchschnitt
2# 2# 3# 3# e.g. e.g. s# s# n# n# h# h# Total Total
waren am Samstagvormittag Land Titel Rating Rang Pte. Zeit Pte. Zeit Pte. Zeit Pte. Zeit Pte. Zeit Pte. Zeit Pte. Zeit Platz

42 ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com


Gruppenbild mit fünf Exweltmeistern beim Empfang der Stadt Furth im Wald: Boris Tumes, Arno Zude, Max Riedl (1. Vorstand
des Schachclubs Furth im Wald/Waldmünchen) , Dr. Michael Pfannkuche, Axel Steinbrink, Staatssekretär MdL Markus Sack-
mann, Bürgermeister Sandro Bauer, Norbert Tauer (2. Vorstand des SC Furth im Wald/Waldmünchen 1971 e.V.), Georg Böller
(Bayerischer Problemschachwart), Andrey Selivanov (Moskau/Russland). Fotos: Riedl

Siegerehrung vor dem Japanischen Garten: (von links) Turniervierter Evgeni Viktorov (Russland), Turnierzweiter Michal Dra-
goun (Tschechien), Turnierfünfter Dolf Wissmann (Niederlande), Dritter Boris Tummes (Moers), Sieger Arno Zude (Hofheim),
Schachvorstand Max Riedl, Turnierleiter Axel Steinbrink (Dinslaken); Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier.

Turnierteilnehmer unter der Europafahne vor den Further Tagungslokal


ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com 43
Großmeister Wolfgang Uhlmann kommentiert: u7w7e4z7 ter über f4 ins Spiel gebracht wer-
den.
Die besten Partien 7t7u7q7q 7...Le7 8.f4 Sc6 9.0-0 0-0 10.Kh1
e7u7q7q7 Ein vorbeugender Zug, um einem
aus meiner 50-jährigen 7q7qdudu möglichen Schach auf der Diagonale
g1-b7 vorzubeugen.
Schachkarriere (Folge 96) u2uau7ua 10...Tb8 11.a3 exf4 Damit kommt
Liebe Schachfreunde, 1y7b7uau Schwarz den Wünschen von Weiß
entgegen. Besser war 11.Ld7.
das Jahr 1958 war für mich insofern von Bedeutung weil ich versuchte, mit y7usyax7 12.Sxf4 Se6 13.Tb1 Sxf4?
ausgezeichneten Resultaten auf den Titel Großmeister Aufmerksamkeit zu
erzeugen. Damals gab es eine Kommission bestehend aus den Großmeistern 7u7u7vhu Auch dieser Zug ist zu tadeln, weil
der Bauer c5 nach Tausch der Läufer
Gligoric, Najdorf, Auerbach und Golombek die nur Turniersieger oder be- Folgende Abspiele hätten sich nach auf d6 sofort zum Angriffsobjekt
deutende Ergebnisse aus den Schacholympiaden bewerteten, um den Titel 20...f6 ergeben. 21.Sxh7! fxe5 22. wird. Den Vorzug verdiente wieder
Großmeister zu verleihen. Daraus resultierte, dass es auf der Welt ungefähr Dxg6+ Sg7 23.Dxe5 Tf7 24.h5 13...Ld7, um den Springer c6 ge-
nur 50 Spieler gab, welche den Titel besaßen. Für mich kam somit in die mit Gewinn. Oder 21.Sxh7 Kxh7 deckt zu halten. Diese kleinen Feh-
Wertung mein erster internationaler Turniersieg von Erfurt 1955, sowie mein 22.Dxg6+ Kh8 23.Sf7+ Txf7 24. ler sind schon ausschlaggebend für
gutes Resultat von der Schacholympiade in Moskau 1956. Der souveräne Dxf7 Sd6 25.Dh5+ Kg8 26. die Schwierigkeiten von Schwarz,
Turniersieg von Kienbaum 1958, wo ich mit 3,5 Punkten Vorsprung den 1. Dg6+ Kh8 27.Lh6 Sf5 (27...Ld8 um kein Material zu verlieren.
Platz belegte und natürlich der erste Platz des traditionellen Turniers von 28.Tc1 Dh7 29.Dxh7+ Kxh7 30.
Hastings 1958/59, der eine wesentliche Rolle gespielt hat. Somit wurde mir 14.Lxf4 Ld6 15.Se4! Lxf4 16.
Lf4 mit Figurengewinn) 28.Tc1 Txf4 Nun zahlt es sich aus, dass
1959 in Luxemburg der Titel Großmeister verliehen. Ld7 29.Lh3 Sxh6 30.Dxh6+
Heute möchte ich Ihnen aus dem Turnier von Kienbaum, einer Sportschule jetzt 17.Sxc5 droht, weil der weiße
Kg8 31.Dg6+ Kh8 32.Df7 mit der König auf h1 steht. Ansonsten wür-
bei Berlin, berichten, wo sich unter anderem auch die Leichtathleten auf die tödlichen Drohung 33.Df8+, oder
Weltmeisterschaft vorbereiten. Es waren 11 Teilnehmer am Start und ich ge- de es wegen 17...Dd4+ scheitern.
auch 33.Lxe6 mit Gewinn. Auf 16...De7 Natürlich nicht 16...b6 we-
wann souverän mit 9 Punkten. Der Abstand zu dem 2.-4. Antoschin, Fuchs 31...Kf8 folgt einfach 32.h5 Ld7
und Nejkirch betrug 3,5 Punkte. Aber nicht nur der Sieg war von Bedeutung, gen 17.Sf6+ gxf6 18.Lxc6 und die
33.Dh7 Lc8 34.Dh8+ Ke7 35.h6 Bauernstruktur am Königsflügel wä-
sondern die vorzüglich gespielten Partien. Gegen Honfi (Ungarn) kam die und der Bauer ist nicht mehr aufzu-
Katalanische Verteidigung zur Anwendung. Schwarz wählte ein älteres Sys- re zerstört.
halten. Einmal mehr ist der unbe- 17.Tc1 Te8 Eine Notlösung, wel-
tem und kam nach der Linienöffnung auf der c-Linie schon im 10. Zug mit- wegliche Springer am Rande Aus-
tels cxb5 in Bedrängnis. Sie wissen, dass mein Steckenpferd die offene Linie che den Punkt f7 entscheidend
gangspunkt des Verlustes. schwächt.
ist, mit der ich viele wertvolle Siege erringen konnte. Siehe auch mein Buch 21.Lxb4 Sxb4 22.Dd2 Sc6 23.
„Offene Linien“ im Olms-Verlag. Schwarz spielt im 14. Zug unaufmerksam 18.Sxc5 Dxe2 19.Db3 Sd8 20.
Sxc6 Dxc6 24.Tc1 Danach ist der Sa6! Diese Feinheit hatte Schwarz
a3 und 15...Db6, wonach er nach der Antwort 16.Sg5 Probleme am Kö- Springer zwar wieder im Spielge-
nigsflügel bekam. Nach 19...Se8 wird die Raumnot immer größer. Er hat übersehen. Da 20...Ta8 wegen 21.
schehen. Jetzt hingegen hat sich die Sc7 scheitert, kann Schwarz nur
neben dem Nachteil auf der c-Linie noch ein unangenehmes weißes Sprin- Strategie insofern geändert, dass die
gerpärchen auf e5 und g5, wo ständig Opferdrohungen auf h7, f7, e6 und g6 mit 20...Le6 Schadensbegrenzung
offene e-Linie und die geschwächten
zu beachten sind. Ein weiterer gravierender Nachteil war wiederum der versuchen.
schwarzen Felder das Eindringen
schwarze passive Springer auf a6. Nach 25.Db4! Droht zum ersten Mal der weißen Dame auf b4 mit der 21.Db5 Die präziseste Fortsetzung.
Bauerngewinn mittels 26.Sxh7, was nur noch mit einer weiteren Bauern- Drohung 25.Sxh7 großen Vorteil Jetzt ergeben sich andere taktische
schwächung 25...f6 abgewehrt werden kann. Der Höhepunkt war das feine ergibt. Motive.
Springeropfere 28.Sxd5. Danach können die schlecht postierten Figuren 24...Da6 25.Db4! f6 Auch 25... 21...Ld7 22.Dxd7 bxa6 23.Le4!
den Angriff im Zentrum und am Königsflügel nicht mehr verteidigen. Nach Sd6 bringt keine Erleichterung. Tf8 24.b4 Se6
dem 40. Zug Dc3! findet ein feines Dreiecksmanöver mit der Dame statt, Nach 26.Tc7 Db6 27.Dc5 Dxc5
wonach Figurenverlust nicht mehr zu vermeiden ist. Das ist gleichbedeutend 28.Dxc5 Sf5 gewinnt am einfachs- u4u7u4z7
mit einem Sieg, der im 41. Zug mit der Aufgabe stattfindet.
Die zweite Partie gegen Kostro ist gekennzeichnet durch einen originellen
ten 29.e4! dxe4 30.Lxe4, oder 1u7b7q1q
Sxe4 und der Freibauer auf der c- q7u7e7u7
Partieaufbau. Mir gelingt mit 7.Sh3 und später 12.Sf4 eine Leichtfigurendo- Linie ist nur unter Figurenverlust
minanz im Zentrum zu erzielen. Einige kleine Unaufmerksamkeiten wie 13... aufzuhalten. 7u7u7u7u
Sxf4 statt 13...Ld7 ermöglichen eine Attacke auf dem Damenflügel. Der
schwarze Bauer c5 wird mit 15.Se4 ins Visier genommen, wonach nur noch
26.Sh3 Tf7 27.Sf4 Ta7 28. uau7xfu7
Sxd5! Dieses schöne Figurenopfer
Zwangszüge möglich sind, um Materialverlust zu vermeiden. Der unterent- beschleunigt den Untergang der au7y7uau
wickelte schwarze Damenflügel erlaubt es, den Druck gegen den Punkt f7
und c5 zu vergrößern. Mit dem feinen Zug 20.Sa6 droht Qualitätsgewinn.
schwarzen Verteidigung. u7u7t7ua
28...exd5 29.Lxd5+ Kg7 Nicht
Auch der letzte Rettungsanker 21...Ld7 hilft nur wenig. Nach 23.Le4! hat
möglich war 29...Le6 30.Tc6! 7ufu7u7n
Schwarz keinen vernünftigen Zug mehr, um Materialverlust zu verhindern.
Die schwarze Dame ist abgeschnitten und die Verbindung der schwarzen Lxd5 31.Txa6 Txa6 32.Dxb5 Betrachtet man das Stellungsbild so
Türme auf der achten Reihe unterbrochen. Nach dem Verteidigungszug 24... Sc7 33.Db8+ mit Figurengewinn. fällt auf, dass Weiß eine Position
Se6 entscheidet die prächtige Kombination 25.Txf7!, wonach Kreuzfesse- 30.Tc6 Db7 31.Dc5 Wie ein Mag- einnimmt, in der alle Figuren eine
lungen auf den weißen Feldern entstehen. Nach 28.Dxf7+ entsteht eine Ab- net zieht sich die Schlinge um den maximale Wirkung haben. Die Fel-
wicklung in ein Bauernendspiel, wo der schwarzen Hals zusammen. Die un- derschwäche c7 mit einem eventuel-
Mehrbauer auf der d-Linie partieentscheidend ist. Schwarz gab auf. geordneten Figuren können gegen len Eindringen des Turmes auf c7
die Dame und die zwei Freibauern und den schwachen Punkten f7 und
❍ Uhlmann - ● Honfi 19.Tab1 De7 20.Db5 mit Bauern- keinen Widerstand mehr leisten. e7.Daraus resultiert, dass Schwarz
Kienbaum 1958 Katalanisch E 01 gewinn. Nach dem Textzug ist die 31...Lf5 32.e4 Lg4 33.Txf6! Ein fast keinen vernünftigen Verteidi-
1.c4 e6 2.g3 d5 3.Lg2 Sf6 4.Sf3 offene c-Linie günstiger für Weiß, weiterer Kraftzug, welcher 34.Df8 gungszug mehr zur Verfügung hat.
Le7 5.0-0 0-0 6.d4 c6 7.Sb-d2 b5 zumal die Bauern b5 und a3 zur Matt droht. Auf 24...f6 gewinnt 25.Th4 (oder
Ein Zug, der in den fünfziger Jahren Schwäche neigen. 33...Sxf6 34.Lxb7 Txb7 35.e5 Dxa4) h6 26.Df5, oder 24...g6 25.
aktuell war. Se8 36.Dc6 Te7 37.d5! Die Frei- Tcf1. Auch hier gibt es keine Ver-
8.b3 a5 9.Dc2 a4 Besser erscheint Sie leiden an Langeweile! bauern sind nicht mehr aufzuhalten. teidigung mehr. Auf 25...Kg7 folgt
9...La6, um die Spannung am Da- Die beste Arznei ist ein 37...Lf3 37...Txe5 scheitert an 38. 26.Dxa7 Tc8 27.T4f2 nebst 28.

Abonnement
menflügel aufrecht zu erhalten. De3 Kf6 39.f4. Dxa6 mit Gewinn. Am besten war
10.cxb5 cxb5 11.Se5 Ld7?! Nach 38.Kh2 Pariert die Drohung 38... noch 24...De3 30.Tcf1 Db6 31.
11...Db6 12.Sdf3 Lb7 13.Lg5 Tc7 nebst 39...Tc1+. Tf6!! Db5!? (31...Dxf6? 32.Txf6
Tc8 14.Dd3 hätte Schwarz das
auf unsere Zeitung. 38...Kg8 39.e6 Sc7 40.Dc3! gxf6 33.Dg4+ Kh8 34.Df5 nebst
Problem, um den Punkt d7 und c6 Durch dieses schöne Dreiecksmanö- Matt) 32.Dxb5 axb5 34.Ta6 nebst
zu kontrollieren. Weiß hätte die et- 15.Tac1 Db6? Hier musste unbe- ver, das den Läufer zwingt auf d5 zu 34.Txa7 mit klarem Vorteil.
was bessere Position. dingt 15...h6 geschehen, um das Ma- schlagen, wird die Partie entschie- 25.Txf7! Die Kreuzfesselungen
12.Sdf3 Sa6 13.Ld2 Tc8 Noch növer 16.Sg5 zu verhindern. den, da Figurenverlust nicht zu ver- läuten das Finale ein.
eine kleine Ungenauigkeit. Besser 16.Sg5! Db7 Nach 16...g6 könnte hindern ist. 25...Txf7 26.Dxe6 Df2 Es drohte
war 13...Sb4 14.Lxb4 Lxb4 15. Weiß den Angriff mit 16.Txc8 40...Lxd5 41.Df6! Schwarz gab auch 27.Lxh7+ mit Damengewinn.
Dd3 mit geringfügigem Vorteil. Der Lxc8 17.Tc1 Ld7 18.h4 verstär- auf, da nach 41...Txe6 42.Dd8+ 27.Ld5 Tf8 28.Dxf7+! Die letzte
kleine Unterschied zur Textvariante ken. Kg7 43.Dxc7+ entscheidentes Ma- Feinheit.
besteht darin, dass der schwarze 17.Sg4 g6 18.Txc8 Lxc8 19.Se5 terial verloren geht. 28...Dxf7 29.Lxf7+. Schwarz gab
Turm den Bauer auf a4 überwacht. Se8 Es ist bereits schwer, eine gute ❍ Uhlmann - ● Kostro auf, da nach 28...Kxf7 30.Tf1+
14.Dd3 a3?! Jetzt wäre die Ab- Verteidigung für Schwarz zu finden. Kienbaum 1958 Englisch A 15 nebst Turmtausch und auf 29...Txf7
wicklung 14...Sb4 nicht so gut we- Auf 19...Sd7 folgt 20.h4 und die 1.c4 Sf6 2.g3 c5 3.Lg2 d5 4.exd5 30.Tc8 ebenfalls mit Turmtausch
gen 15.Lxb4 Lxb4 16.Sxd7 Drohung h5 ist kaum abzuwehren. Sxd5 5.Sc3 Sc7 6.d3 e5 7.Sh3 geschieht. Das Bauernendspiel ist
Dxd7 17.Se5 Db7 18.bxa4 bxa4 20.h4! Lb4 Über Umwege soll der Springer spä- leicht für Weiß gewonnen. ■

44 ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com


Lothar Nikolaiczuk Version würde das Beharren auf
Zu diesem Artikel empfehlen schachlicher Unsterblichkeit noch
Bei genauerer wir als vertiefende Literatur:
1) Ashley: The Most Valuable
weniger von Erfolg gekrönt - 3.e6?
(3.0-0? Sb6! -+) 3...Dxa1+ 4.Kd2
Betrachtung Skills in Chess (Rezensionen in
11/09, 03/10, 08/10)
2) Hansen: Improve Your Chess
Db2 5.Sc7+ (5.exd7+ Kxd7) 5...
Kd8 6.Sxa8 (6.exd7 Tb8) 6...
Lxe6 7.Dxe6 Dxd4+ -+ 3...Kd8
Fehlentscheidungen auf der Spur
(Rezensionen in 11/09, 08/10) 4.Sxa8 4.0-0? Sgxe5 o.ä. -+ 4...
zum Phänomen diesem Kieseritzky ja misslungen 3) Wolokitin/Grabinski: Dxa1+
war. 2...Sb6? 3.Sbc7+ Kd7 4.e6+ Perfektionieren Sie Ihr Schach
Fehlkombination Kc8 5.Sxb6+ axb6 6.Sxa8 +- (Rezensionen in 12/08, 1+4/10)
❍ Scho - ● Muizarais 4) Bojkov/Georgiev: A Course
Münster 1991 in Chess Tactics (Rezensionen in
(Weiß am Zug) 05/10)
Alle 4 Bücher sind erhältlich bei
ROCHADE EUROPA!
dem durchaus legalen Zug 4.0-0!
zum Scheitern verurteilt - und zwar
mehr oder weniger trickreich.

A) Auch nach 5.Kd2 Db2 erwischt


die schwarze Dame den König frü-
B) Nach 2...cxd5? hätte Weiß tak- her oder später für einen entschei-
tisch aus dem Vollen schöpfen kön- denden Tempogewinn.
nen - und wie häufig in solchen Fäl- 1) 6.e6 Lxe6 7.Dxe6 Dxd4+ -+
Kleine Vorrede: Beide Protagonisten len - die Sache auch noch verder- 2) 6.Dc7+ Ke8 … 7.Dc8+ Kf7 8.
tragen zwar originelle, aber in der ben! Ld5+ Kg7 -+
Schachwelt eher unbekannte Na- 1) 3.Sc7+? Kf7 4.Lxd5+ 4. 3) 6.Ld5 Sb6 7.Dc7+ Ke8 -+
men. Dass ich ihrem überaus kom- Dxd5+ Kg7 5.Se6+! Lxe6 6. z.B. 8.Db8+ Sc8 9.Sc7+ Kd7 10.
pliziert-komplexen Ringen diesmal Dxe6 h5 7.Tf1 +/= … Lxb7 4... Le6+ Lxe6 10.Sxe6 Lh6
die komplette Sektion ‘Fehlkombi- Kg7 5.Le4!? 5.Sxa8 Dxa8 … B) 5.Ke2 Db2 6.Dc7+ 6.e6?
nation’ einräume, hat dennoch einen A) 4...Sb6? 4...Kxc7?? 5.Txb7+!
Sb6; h6 etc. ÷ Kd8 6.e6! +- 5.Txb6! axb6 6. Lxe6 -+ 6...Ke8 7.Ld5 Db5+ 7...
guten Grund. Schließlich ist eigent- Dxc2+? 8.Dxc2 Lxc2 9.Sc7+
lich jedem Spieler der Wunsch ver- Sxa8 Le4! 6...h6? 7.Db4 +-; 6...
Ld3? 7.De6 +- 7.De2 Dxe2 8. Kd8 10.Se6+ Kc8?? 11.Tc1 +-;
traut, wenigstens einmal im Leben 10...Ke8 11.Sc7 Dauerschach 8.
seine eigene kleine ‘Unsterbliche’ Sxe2 Ld3 10.Te1 +/-
B) 4...h6 5.Txb7! hxg5 6.Se6+ … Lc4 8.c4? Db2+ 8...Dc6 9.Dxc6
hinzukriegen. Es wird aber auch bxc6 10.Sc7+ Kd8 11.Se6+
schnell klar, dass das nur selten ‘aus 6...Lxe6?? 7.Dxe6 +- 6...Ke8 7.
Sc7 Dauerschach 1) 11...Kc8 12.La6+ Kb8 13.
dem Bauch heraus’ gelingt - und Sxf8 Txf8 13...Sxf8? 14.Tb1
dass statt dessen jede Menge exakter C) 4...Tb8 5.Tbc1 5.Se6+ Lxe6
6.Dxe6 Dxc3 7.Dxg4 mit Kom- Dauerschach 14.Txh7 Te8 15.
Berechnungen gemeistert werden Lxe7 Kc7 Schwarz wird bei nächs-
müssen. pensation
1) 5...Dd3 6.Se6+ Kc8 7.Sb5! ter Gelegenheit auf e5 Material zu-
Und damit hin zu dieser fast un- rückgeben - und sich im Endspiel
sterblichen Partie, wo Weiß nach führt wohl zu Dauerschach - etwa
7...Ta8 8.Dd5! Sgxe5 9.Sxf8 9. mit einem freien Mehrbauern und
ebenso stürmischer wie zweifelhaf- 5...Dc8! 5...Sb6!? 6.Se6+ Kg8! -/+ begnügen.
ter Eröffnungsbehandlung quasi ge- dxe5 Dxd5 10.Lxd5 ÷ 9...Txf8
7.Db3 Dc8! ÷ Weiß hat keinen ge- 10.Lxe7 De3+ 11.Kh1 Dh6+ 2) 11...Lxe6 12.Lxe6 Sgxe5 13.
nau das Maß an Sorgen hat, das er fährlichen Abzug - und eine Figur dxe5 Kc7 … Lg7; Sxe5 -/+ Nicht
eigentlich für seinen Gegner vorge- 2) Dito 5...Db2 6.Se6+, denn die
darf Schwarz ja unbesehen zurück- Flucht davor führt zum Untergang. jedoch 13...Sxe5? 14.Ke3!!
sehen hatte. Dabei machen die Ka- geben! 6.Lxf5 6.Se6+? Lxe6 7. Schwäche Se5 14...Lg7 15.Ke4
priolen 1...Se3 und 1...Sdxe5 nur a) 6...Lxe6?? 7.Dxe6 +- … Dxg4;
Dxe6 Sdf6!! - so was war gemeint … Txf8! Tf8 15...Ke8 16.Tb1! ÷) 16.Lf4
die Spitze des Eisberges aus, denn - z.B. 8.exf6+ exf6 9.Dxc8 Txc8 … mit nach wie vor gefährlicher Kom-
auch 1...Dxb2 und 1...h6 muss be- b) 6...Kc8?? 7.Sxf8 Txf8 8.Sa4
fxg5; … Te8 -+ 6...gxf5 pensation,
achtet werden. Und wird zu maßlos (Schwäche Db2!) 8...Sgxe5 9.
a) 7.Se6+ (7.0-0-0!? mit Kompen- Sxb2 Sxc4 10.Sxc4 Zwar ist eine
abgetauscht, geht Schwarz schlicht
sation) 7...Kf7! ÷; 7...Kg8? 8.Db3 Handvoll Bauern für eine Figur gut
mit verbundenen Freibauern ins
Endspiel. tendenziell +/- … Sc7+; 7...Kg6?? und schön - aber alle weißen Figu-
8.Sf4+! Kxg5 9.Th5+ Kxf4 10. ren greifen massiv an!
Vernünftig wäre nun der geordnete Df1+ Ke4 11.Dxf5+ +-
Rückzug 1.Sd1 h6 mit Abspielen D) 4...Le4!? 5.Se6+ Kc8 5...Ke8
wie 2.Sd3 Lg7 3.Ld2 0-0-0 oder b) 7.e6 Sdf6 (7...Sb6?? 8.Dc5 +-) 6.Sc7 Dauerschach 6.Sf4
2...0-0-0 3.Dc3 Tg8 bzw. 2.Se2 8.Dc5 +/= wegen der Schwäche
Lg7 3.Ld2 0-0-0 - in allen Fällen Kg7!
mit kräftig =/+, aber Weiß könnte 2) Richtig natürlich 3.Lxd5 Lg7 4.
sich noch zäh und giftig zur Wehr Sc7+ Kf8 5.Tf1 +- mit übermäch-
setzen. Allerdings stand ‘sich zur tigen Drohungen.
Wehr setzen’ für Weiß wahrschein- C) Geringe Rettungschancen bot
einzig die schräge Materialverschie- Denn solange die Diagonale h2-b8
lich nie zur Debatte, denn er ent- noch von keinem Bauern versperrt
korkte wohlgemut 1.Sfxd5? Bei bung 2...Tc8! 3.Sd6+ exd6 4.
Lxd8 Kxd8 5.Sf4! ist, zappelt der schwarze König in
dieser weniger geordneten Flucht einem latenten Mattnetz! - Und gibt
nach vorn träumt Weiß zweifellos Schwarz auf f4 eine Qualität, so ste-
von allerlei Mattmotiven im Stil von hen seine Freibauern noch ziemlich
Anderssen - Kieseritzky, schließlich weit hinten.
kommt auch der vergessene Lg2 zu 1) 6...Se3?? 7.Df7! … De8+ 7...
Wort. Allerdings sollten die schwar- Lh6 8.Lxe4 Dxc3 9.Se2 +- z.B. verschenkte Halbe
zen Gegenchancen bei richtigem 9...Dd2 10.Lxc6!! bxc6 11.De6 ❍ Garcia Martinez - ● Marchioli
Spiel doch zu üppig und mannigfal- 2) 6...Lxg2 7.Lxg2 … h6?? besser Krakau 1964
tig sein. 7...h5; 7...Lg7 ÷ 8.Tbc1 Db2 9. (Schwarz am Zug)
I) In der Partie verzichtete Schwarz Sa4 Da3 9...Sgxe5 10.dxe5
mit 1...Dd8? auf seinen ‘Kieseritz- Dxe5 11.Lf4 Dg7 12.De4 +- …
ky-Anteil’ (womöglich in dumpfer Txc6+ 10.Tc3 Dxc3 11.Sxc3
Erinnerung, dass der ja bekanntlich hxg5 12.De6 +-
verloren hatte) und gestattete seinem Überdeckt c2/g2 und macht somit III) 1...cxd5 Gesunder Pragmatis-
Gegner somit die verschärfte - weil die Dame beweglicher (5.Sb4?! mus: Eine geschlagene Figur kann
gegenspiellose ‘Anderssen-Attacke’ Se3? 6.De2 +/-; 5...dxe5 mit Kom- den König (bzw. die Dame) nicht
2.Sd5! pensation) z.B. 5...dxe5 6.Se6+ mehr belästigen. Tatsächlich wären
A) Diese demoralisierte Schwarz bzw. 5...Se3 6.Df7! … e6; … Le4! sonst schon deutlichere Anklänge an
derart, dass er seine Verteidigungsar- +/- das berühmt-berüchtigte Vorbild zu
beit darauf beschränkte, nicht matt- II) Auch das beherztere 1...Dxb2? hören - bzw. zu sehen gewesen.
gesetzt zu werden, was wiederum 2.Sc7+ Kd8 3.Tb1 Dxc2 ist nach 2.Sxd5 Dxb2 3.Sc7+ In anderer
ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com 45
Offenbar ist Weiß hier am Drücker, die leicht mal zu vergessende Ge- 11.Kd5! Ke7 12.Kc5 e3 13.Kb6 ❍ Bilek - ● Ghitescu
aber solange nur die Dame den geg- gendrohung Ld6+. 5...Tfe8 5... e2 14.Kc7 e1D 15.d8D+ Kf7 16. Hamburg 1965
nerischen König erreichen kann, ist Tae8 6.Ta7+ 6.Txa8 Kb6 Dd5+ +- (Weiß am Zug)
der Druck schwerlich zu erhöhen, ❍ Andersson - ● Aurell
zumal Te2 der Fürsorge bedarf und Schweden 1964
auch die eigene Grundreihe nach (Schwarz am Zug)
Tf1 zur Mattfalle werden könnte.
Dennoch führt präzises Spiel zum
Erfolg - und zwar 1...Ke8 Nach 1...
Kc7? 2.De6 +- bricht Weiß sofort
ein - und nach 1...Kd8? darf 2.
Lxg5 +- geschehen. 2.Dh5+ Dies
gewinnt das entscheidende Tempo,
um später effektiv weiter ins gegne-
rische Lager eindringen zu können
(siehe 5. Zug). Diese letzte Einladung, doch bitte Wie überaus ärgerlich, dass weder
1) 2...Kd8 Nach 2...Tf7 geht so- schön Ld6+ zu vergessen, wird am Turm noch Springer ausreichend
wohl 3.Tax6 als auch 3.Ta1!? elegantesten mit der Gegeneinla- rasch in den Königsangriff eingrei-
Dxa1 4.Tf2 +-. 3.Lxg5 Nun bleibt dung 7.Tb8+! Txb8 8.Dxe7 fen können, so dass man mit einem
Und à propos Bauernendspiel - bei
Schwarz nichts als der Amoklauf 3... Dxe2 9.Dd6+ bzw. 7...Kc6 8.Lf4! Turm weniger von Glück sagen
abgelehnt. dieser kleinen Unterlassungssünde
Tf1 mit der durchweg erzwungenen ist nur erwähnenswert, dass nicht et- kann, wenigstens noch Remis zu er-
Folge 4.Lxe7+ Kc7 5.Txc5+ ❍ Bonham - ● Mickelait wa Ulf Andersson am Start war. Al- reichen. Der Knackpunkt bei obiger
Kb7 6.Lxh4 Th1+ 7.Kg3 Österreich 1964 Aussage liegt bei einer genaueren
lerdings - obwohl der seinerzeit erst
Dxd3+ 8.Df3 Tg8+ (Weiß am Zug) Definition, was denn hier ‘ausrei-
dreizehn Jahre alt und noch kein chend rasch’ überhaupt zu bedeuten
Großmeister war, hätte er bestimmt hat. Nach der einfachen Kursnahme
im Nulla Komma Nix gesehen, dass auf die Schwäche f6 mit 1.Tf3! wä-
Schwarz zwangsläufig und eigent- re auf jeden Fall genug Zeit geblie-
lich höchst simpel gewinnt. 1...Kf3 ben, um die schwarze Stellung in al-
2.Kc3 Kxg3 3.Kxc4 Kxf4 4.b4 ler Ruhe zu demontieren.
1) 1...Le6 1...Lg4/1...g4 2.Txf6 2.
Sxf6 2.g4!? Lxg4 3.Txf6 2...
Txf6 3.Txf6 Dg8 4.Dh5+ Dh7
5.Th6
2) Und auf 1...De8 folgt höchst pro-
fan 2.Dh6+ Kg8 3.Sxf6+ Txf6 4.
Und jetzt erzwingt das weise Rück- Txf6 +-
opfer 9.Lg5!! nach 9...Txg5+ 10. Hatte hier etwa jemand seine Haus- ❍ Bobby Fischer - ● Neustädter
Kh4 Dxf3 11.gxf3 Damentausch aufgaben im Bauernendspiel nicht USA 1964
und somit die Abwicklung zum gemacht? Denn nach 1.Txc8+ (Weiß am Zug)
technisch gewonnenen Doppelturm- Kxc8 2.c6 kommen die schwarzen
endspiel - etwa 11...Tf5 11...Tg8 Bauern zunächst nicht über die 4. Und jetzt eben nicht 4...axb4?? 5.a5
12.Txd5 12.Kg3 Denn nach dem Reihe hinaus - und so muss Weiß oder 4...g5?? 5.bxa5 +-, sondern
ungenaueren 12.Kg4 Tf8 13.f4 nach adäquaten Tempomanövern nur pointiert 4...Kxe5! … Kd6 … 5.Kc5
Tf1 14.Txd5 T1xf4+ verschwin- noch den richtigen Moment abpas- axb4 -+.
det der wohl wichtigere f-Bauer. sen, wann der König zu seinen Frei-
12...Th5 12...d4 13.Te4 o.ä. 13. bauern laufen darf. Von den zahllo- ❍ Balcerowski - ● Gromek
Txd5 sen Varianten und Zugumstellungen Polen 1960
beschränke ich mich auf zwei we- (Weiß am Zug)
sentliche, die das prinzipielle Ge-
schehen verdeutlichen.
1) Am schnellsten kommt der ent-
scheidende Moment nach 2...e4 3. Hand aufs Herz! - Wer hätte nicht
Ke3 f5 4.c7 Kd7 4...g5 5.g4; 4...h5 gern einmal den leibhaftigen Robert
5.h4 5.Kd4 Kc8 James Fischer mattgesetzt - wenn-
gleich nur im Simultan? - Jedenfalls
gehörte Mister Roger Neustädter
nicht zu diesem Personenkreis, wohl
weil der junge Bobby ihm hier mit
einigem Nachdruck Remis angebo-
Nach 13...T1xh3+/13...T5xh3+ ten haben wird. Hier die unaus-
14.Kf4 reduziert der symbiotische Hier sah Schwarz trotz bereits gege- weichliche Mattmechanik - 1.Kg4
Schutz zwischen dem König und benem Freibauern keinen Gewinn- h5+! 2.Kxh5 2.Kg5 Df3 2...Df3+
seinen Freibauern die Gewinnfüh- weg, wohl weil ihm nicht klar war, 3.g4 Df4 4.Dd6 Kh7
rung zum reinen Geduldsspiel. wie man nach 1.Th7 die 7. Reihe
2) Und nach der Rückkehr 2...Kd7 unter Kontrolle bekommen könnte,
stellt 3.Txa6 nunmehr andere als ohne den König passiv zurückzu-
nur Damenschachs in Aussicht, wo- 6.Kc5! Kb7 6...Kd7 7.Kb6 7. nehmen. Die verblüffende Antwort
nach die Folge wieder komplett er- Kd5! e3 8.Ke6 e2 9.Kd7 e1D 10. lautet: Durch deren Preisgabe mit
zwungen ist - nämlich 3...Ta8 4. c8D+ +- 1...f6! 2.Txe7+ Kxd5 und der
e6+ Zwingt den König zum Verbleib 2) Und nach 2...f5 kommt das Mal- plausiblen Folge 3.Te6 Ta4! 4.
auf der 7.Reihe - allerdings unter heur nur geringfügig später und Txf6 Wenig ändert 4.Kg3 c4 bzw.
Zurücklassung losen Materials. 4... diesmal von der anderen Seite - etwa 4.Kf3 Tf4+ usw. 4...Txg4
Kc7 3.Ke3 g5 4.Kd3 h5 5.Kc4 e4 6.
Kd4 h4 7.a4 a5 8.Ke3 Kd8 9.d7
Kc7 10.Kd4 Kd8
nebst 5...f6 … Dh6 matt.
Literaturempfehlungen:
1) Nunn: Großmeisterschach
Zug um Zug (Rezensionen in
07/06, 08/10)
2) Watson: Geheimnisse der
modernen Schachstrategie (Re-
zensionen in 10/02, 02/03, 08/10)
5.Ke3 5.Tf8 Tf4+ 6.Ke3 c4 5... Beide Bücher sind erhältlich bei
5.Dh7! Der oben angekündigte Tf4 6.Tf8 c4 -+ z.B. 7.Kd2 Ke4! ROCHADE EUROPA!
Schlüsselzug kümmert sich u.a. um 7...g4 8.Tc8 Kf3; 8...Kxf5
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Liebe Schachfreunde, 2001). Ein besonderes Highlight war
auch der April bot uns wieder reich- natürlich die Anwesenheit des WM-
lich Gelegenheit, im internationalen Kamdidaten von 1959 und 1962,
Schachgeschehen zu stöbern und ei- GM Pal Benkö. Im Mittelpunkt des
nige schöne Partien und interessante Schachgeschehens standen einmal
Nachrichten für Sie zu präsentieren. mehr das GM- und das IM-Turnier.
Herzlichst grüßt Sie Bedingt durch die Geburt ihres Soh-
Ihr C.J. Whiffenpoof nes Andrej Waclav (21 Monate) trat
die Siegerin des GM-Turniers,
WGM Iweta Rajlich aus Polen, eini-
ge Zeit schachlich etwas kürzer. Mit
dem Gewinn dieses Rundenturniers
war auch die Erfüllung ihrer zweiten
GM-Norm verbunden. Die erste
Norm errang Iweta Rajlich ebenfalls
bei einem First Saturday-Turnier,
seinerzeit im Jahr 2006. Mit einem
ganzen Punkt Rückstand belegte
GM Hrair Simonian den zweiten
Platz vor FM Tamas Fodor junior.
Aus Deutschland nahm FM Matthias
Bach vom Hamburger SK am GM-
Turnier, sowie Wolfgang Schmidt
(Schachfreunde Beelen 1984) am B-
Turnier der Fidemeister teil.
GM-Turnier
1. Rajlich,I. m pol 2422 7.0
2. Simonian,H. g arm 2469 6.0
3. Fodor,T.jr. f hun 2482 5.5
Ungarn, 7.-16.4.2012 4. Cebalo,M. g cro 2442 5.0
5. Varga,Z. g hun 2440 5.0
Für die April-Ausgabe der ebenso 6. Szabo,B. hun 2317 4.5
berühmten wie beliebten „First Sa- 7. Rodriguez Lopez,R. m esp 2266 4.0
turday“-Turniere in Budapest konnte 8. Flumbort,A. g hun 2530 3.5 GM Pal Benkö
der Organisator Laszlo Nagy wieder 9. Estrada Nieto,J. m mex 2306 3.5
ein illustres Teilnehmerfeld zusam- 10. Bach,M. f ger 2315 1.0
men stellen. Besonders stolz war er Auch im IM-Turnier spielte jeder
auf die Teilnahme zweier ehemali- gegen jeden und am Ende gab es ei-
ger Weltmeister: GM Miso Cebalo, nen ungarischen Doppelsieg durch
Weltmeister der Senioren in Condi- die IM Adam Szeberenyi und Mik-
no 2009 und FM Tamas Fodor jr. (U los Galyas. Platz 3 sicherte sich IM
10-Weltmeister in Oropesa del Mar Erik Andrew Kislik aus den USA.

GM Miso Cebalo
IM-Turnier ❍ Rodriguez Lopez, R./2266
1. Szeberenyi,A. m hun 2305 6.5 ● Rajlich, I./2422
2. Galyas,M. m hun 2445 6.0 Französisch C 16
3. Kislik,E.A. m usa 2403 5.5
4. Padhya,S. ind 2187 5.0 1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3 Lb4 4.e5
5. Szalanczy,E. m hun 2249 5.0 Se7 5.a3 Lxc3+ 6.bxc3 b6 7.Dg4
6. Melkonyan,V. arm 2230 4.5 Sf5 8.Ld3 0-0 9.Lg5 De8 10.
7. Eperjesi,L. m hun 2206 4.0 Lf6 Sd7
8. Lengyel,B. m hun 2257 4.0
9. Farago,S. m hun 2296 3.0 r7w7t4z7
10. Vrhovnik,D. cro 2124 1.5 1u1e7q1q
Gespielt wurde übrigens in den erst
kürzlich renovierten Räumen des u1u7qsu7
Medosz Hotels in Budapest, die hell 7u7qae7u
und klimatisiert gute Spielmöglich-
keiten boten.
u7uau7b7
Wir sehen eine äußerst spannende auax7u7u
Partie, in der zunächst jeder Zug u7y7uaya
ganz genau bedacht sein will. Ein
IM Iweta Rajlich Fehltritt und es ist vorbei. fu7uhudv
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Spielraum

❍ Szeberenyi, A./2305 gleichen die Qualität weniger aus.


● Melkonyan, V./2230 27...Dc6 28.Kh2 (28.Lxe5 Dh1+
Damengambit D 46 29.Kf2 Dg2+ 30.Ke3 Txe5+ 31.
1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sf3 Sf6 4.Sc3 Kd3 Dd5+ 32.Kc3 Dd4+ 33.Kb3
c6 5.e3 Sbd7 6.Dc2 Ld6 7.Ld3 Ld5+ 34.Dc4 Dxc4#) 28...Lxf4
dxc4 8.Lxc4 e5 9.0-0 0-0 10.Td1 29.gxf4 Tc8 30.Te3 Dh6 31.Df2
Dc7 11.g3 b5 12.Le2 Lb7 13.a3 f5 32.Td1 Le4 33.Dg3 1:0 Scha-
a6 14.e4 Tfe8 15.Lg5 exd4 16. de. Ein bisschen zu früh.
Sxd4 Le5 17.Sf5 c5 18.Sd5 Irland, 5.-9.4.2012
Sxd5 19.exd5 Die Organisation „e2e4.org“, unter
der Federführung von Sean Hewitt,
r7u7r7z7 macht seit einigen Jahren durch gut
Saumil Padhya 7w5e7q1q organisierte Schachturniere auf den
britischen Inseln auf sich aufmerk-
11.Lxf5 IM Rafael Rodriguez Lo- der anderen Bretthälfte irgendwie q7u7u7u7 sam. In der irischen Hauptstadt Dub-
pez nimmt den Fehdehandschuh auf greifbarer. 14...Te8 15.Df3 Dxf6 7q1y2csu lin wurde im Brennan Green Isle
und geht aufs Ganze. 11.Se2 Sxf6 16.Se2 Dh6+ 17.Sf4 Te4 18.
12.exf6 g6 13.Df4 Dd8 14.g4 Sh4 Tae1 Lb7 Völlig daneben wäre u7u7u7u7 Hotel das „e2e4 Dublin Internatio-
nal“ über Ostern durchgeführt. Der
15.0-0-0 h6 16.g5 Sf5 17.gxh6 natürlich der Griff nach f4. 18... au7u7uau englische GM Mark Hebden siegte
Dxf6 18.h4 Und in dieser spannen- Dxf4+ 19.Dxf4 c5 20.f3 Txe1 21.
den Stellung dürfte der Anziehende Txe1 Le6 22.dxc5 bxc5 23.Tb1
uab7xaua vor seinen GM-Kollegen Simon
Williams (ebenfalls Engländer) und
die etwas besseren Aussichten ha- Das ist schon aufgabereif. 19.g3 c5 fu7v7uhu dem Spanier Alfonso Romero Hol-
ben. 11...Sxf6 12.exf6 exf5+ 13. 20.Txe4 dxe4 21.De3 Td8 Eine mes.
De2 Dc6 14.Kd2 Alternativ konn- weitere gute Möglichkeit bestand in 19...Sb6
1. Hebden,M.L. g eng 2514 7.5
te der König auch versuchen lang zu 21...cxd4 22.cxd4 Tc8 23.Tb1 a) 19...c4 20.a4 Sf6 21.axb5 axb5
2. Williams,S. g eng 2506 7.0
rochieren. 14.0-0-0 Dxf6 15.Sf3 Dxh2 24.Tb3 Dh1. 22.Kc1 g5 23. 22.Txa8 Lxa8 Die gegenseitigen 3. Romero Holmes,A. g esp 2501 6.5
Dc6 16. Dd3 Te8 17.Tde1 Le6 Se2 La6 24.dxc5 Lxe2 25.Dxe2 Drohungen bewahren das Gleichge- 4. Valeanu,E.-A. rou 2461 6.5
18.Kb2 f6 Auch wenn sich bald der bxc5 26.Td1 g4+ 27.De3 Dxe3+ wicht. 5. Astaneh Lopez,A. m irl 2400 6.5
weiße h-Bauer in Bewegung setzt, 28.fxe3 Txd1+ 29.Kxd1 f4 30. b) 19...f6 20.Le3 g6 21.Sh6+ Kg7 6. Ernst,S. g ned 2578 6.0
sind die schwarzen Drohungen auf exf4 f5 0:1 22.Sg4 Ld6 23.Lh6+ Kf7 24.a4 7. Gormally,D.W. g eng 2520 6.0
c4 25.axb5 axb5 26.Txa8 Lxa8 27. 8. Bae,T. m nor 2413 6.0
Se3 Sc5 28.Sf5 Lb7 29.Sxd6+ 9. Csonka,A.I. m hun 2384 6.0
Dxd6 30.Lf4 Dd7 31.Le3 Sd3 10. Eggleston,D.J. f eng 2327 6.0
32.Lxd3 cxd3 33.Txd3 Te5 34.d6 11. Kvisvik,B. f nor 2304 6.0
Td5 35.Txd5 Lxd5 36.Dc7 re- 12. Daly,C. f irl 2285 6.0
mis, Khalifman - Anand, Groningen 13. Nemeth,M. m hun 2452 5.5
- WM-Schnellpartie 1997 14. Collins,S.E. m irl 2439 5.5
20.Lf3 Sc4 21.d6 Sxd6 22.Sxd6 15. Sowray,P.J. f eng 2375 5.5
Näher am Ausgleich ist Weiß mit 22. 16. Wall,G. m irl 2330 5.5
Lxb7 Sxb7 23.Td5 f6 24.Le3 17. Quinn,M. m irl 2398 5.0
Tad8 25.Tad1 Txd5 26.Txd5 18. Brady,S. f irl 2383 5.0
19. Gourlay,I. f sco 2351 5.0
Kh8. 22...Lxf3 23.Sxe8 Txe8 24. 20. Rudd,J. m eng 2303 5.0
Te1 Der Turm geht zur e-Linie. Gut
so. Besser für Schwarz ist eine ande- 68 Teilnehmer
re Variante: 24.Td2 Dc8 25.Dd3 ❍ Williams, S./2506
Lc6 26.Le3 c4 27.De2 Dh3 28.f3 ● Nemeth, M./2452
c3 29.bxc3 Lxc3 30.Tf1 Lxd2 31. Damenindisch E 15
Dxd2 Df5. 24...Lb7 25.f3 Lxf3 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sf3 b6 4.g3
Noch größere Aussichten hat der ti- La6 5.Dc2 c5 6.d5 exd5 7.cxd5
tellose Vardan Melkonyan aus Ar- Lb7 8.Lg2 Sxd5 9.0-0 Le7 10.
menien mit der Fortsetzung 25... De4 Dc7 Zum Ausgleich genügt
Dc6 26.Dg2 h6 27.Ld2 b4 28. 10...Sa6 11.Sh4 0-0 12.Sf5 Tb8
Txe5 Txe5 29.Lf4 Te6 30.axb4 13.Da4 b5 14.Dxb5 Sac7 15.Da5
cxb4. 26.Lf4 Lb7 Auch nicht Se6 16.Dxd8 Lxd8. 11.Sh4 Lc6
mehr als Ausgleich bringt 26... 12.Lg5 GM Simon Williams ver-
Ld4+ 27.Kf1 Dd7 28.Txe8+ schmäht die gute Möglichkeit 12.
Dxe8 29.Te1 Dd8 ein. 27.h4 Bes- Sf5 d6 13.Td1 Sf6 14.Sxg7+
ser greift IM Adam Szeberenyi auf Kd8 15.Dc4 Lxg2 16.Kxg2
e5 zu. 27.Txe5 Txe5 28.Lxe5 Db7+ 17.f3. 12...Kd8 Der König
Dxe5 29.Td1 Lc6 30.Td8+ Le8 verlässt seinen angestammten Platz,
IM Adam Szeberenyi Die beiden schwarzen Bauern mehr was aber nicht nötig war. 12...Sf6
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13.De3 Lxg2 14.Lxf6 gxf6 15. ❍ Omtvedt, P./2100 weiße Stellung nicht so schnell. 27. 7...h5 8.c3 La7 9.d4 Sce7 10.Dd3
Kxg2 Dc6+ 16.Df3 Dxf3+ 17. ● Hebden, M./2514 f3 Lf5 28.Se4 Te6 29.Lf2 h5 30. c6 11.Sxe7 Dxe7 12.Le3 Td8
Sxf3 Sa6 ergibt eine gleiche Stel- Spanisch C 89 Lg3 Lxg3 31.hxg3 g5. 27...Lf5 Angesagt war eher die Entwicklung
lung. 13.Sc3 Sf6 Einen verhältnis- 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4. 28.Le2 Le6 29.Ld3 Ld5+ 30.f3 der letzten Leichtfigur. 12...Sf6 13.
mäßig kleinen Vorteil erhält Weiß La4 Sf6 5.0-0 Le7 6.Te1 b5 7. Txe3 Hübsch, aber nicht sonderlich Lg5 0-0-0 14.0-0 Dd7 15.h4 Lg4
nach 13...Lxg5 14.Sxd5 Dd6 15. Lb3 0-0 8.c3 d5 9.exd5 Sxd5 10. effektiv. 30...Te6 31.h4 Lf4 32. 16.Tfd1 Dc7 Eine unklare Positi-
Dg4 h6 16.Sf5 De6 17.f4 Lf6 18. Sxe5 Sxe5 11.Txe5 c6 12.d4 Se4 Th6 33.Lxf4 Txf4 34.Sg5 on. 13.0-0 Sh6 14.Tad1 Lb6 15.
Sxf6 Dxf6 19.Tad1. 14.Df5 Ld6 13.Te1 Dh4 14.g3 Dh3 15. g6 35.Te8+ Kg7 36.Te7+ Kf6 c4 0-0 16.Sc3 f5 Auch in dieser
Le3 Le6 16.Df3 37.Txh7 Txh7 38.Sxh7+ Ke7 Stellung war das schon angespro-
r3u6u7u4 Die Kraft des schwarzen Turms chene f7-f5 die schlechtere Wahl.
1u5q2q1q r7u7u4z7 würde Per Omtvedt wenig Aussich-
ten auf ein Remis lassen. 31.Txe3
16...exd4 17.Lxd4 Lxd4 18.Dxd4
h4 19.g4 f6 20.a4 Dc7. 17.d5 Auf
u1w7u3u7 7u7u7q1q Lf4 32.Te2 Lxd2 33.Txd2 Txf3 eine bessere Position darf WGM Yi-
7u1u7bsu q7q2w7u7 34.Kg1 g5 35.Lf1 Tf4 36.h3 Tf3 xin Ding hoffen, wenn sich die d-Li-
37.Th2 Kg7 38.Le2 Tf4 39.Lg4 nie öffnet. 17.dxe5 Lc7 18.exd6
u7u7u7ud 7q7e7u7u Lc4 40.Ld7 Tf1+ 41.Kg2 Tf6 Lxd6 19.De2 h4 20.exf5 Sxf5 21.
7udu7uau u7uau7u7 42.Kg3 Ld5 43.Te2 h5 44.Lc8 Lg5 Dxg5 22.Dxe6+ Tf7 23.
Mehr Aussichten auf einen halben Se4 De7 24.Dxe7 Lxe7 25.
yau7yaxa 7xausbat Punkt bietet die Variante 44.Te7+ Txd8+ Lxd8 26.Td1 Lc7 27.g4.
fu7u7vhu yau7uaua Kg6 45.Le8+ Kh6 46.Kh2 Tf2+ 17...Lxe3 18.Dxe3 f4 19.Df3
14...Dd6 IM Miklos Nemeth lässt fc7ufuhu 47.Kg1 Txb2 48.Lxc6 Lxc6 49.
Te6+ Kg7 50.Txc6 Tb3. 44... u7u4u4z7
den Ausgleich nach 14...Lxg2 15.
Sxg2 Sc6 16.Tad1 Sd4 17.Dd3 Vor Jahren hatte GM Mark Hebden h4+ 45.Kh2 Tf1 0:1 7q7u5u1u
diese Stellung schon einmal auf dem
Dc6 18.Le3 Se6 ungenutzt. 15.
Brett und setzte seinerzeit anders
China, 9.-19.04.2012 q7q1w7u3
Tfd1 De6 16.Dd3 h6 17.Le3 Zwei Ausländerinnen komplettierten
Ebenfalls gleich steht es bei der fort. 16...a5 Eine Klärung der Lage das Teilnehmerfeld eines internatio- 7u7y1u7q
Fortsetzung 17.Lxf6 Lxf6 18.Sd5 auf e3 ist weniger in schwarzem
Sinne. 16...Sxe3 17.Txe3 c5 18.
nalen WGM-Turniers in Wuxi in der u7y7y1u7
Lxb2 19.Sf4 De8 20.Tab1 Le5. chinesischen Provinz Jiangsu. Die 7udu7bay
17...Lxg2 18.Sxg2 g5 19.b4 c4 Sd2 cxd4 19.cxd4 Tac8 20.Db7 10 Frauen spielten ein Rundentur-
Vorbeiziehen, oder schlagen? Eine Lxb3 21.axb3 Die schwarze Dame nier, das mit einem Preisfonds von yau7uax7
kommt nicht recht weiter, während
Frage, die sich in vielen Partien
stellt. 19...cxb4 20.Sb5 Sc6 21. die Präsenz ihres Pendants lästig ist.
umgerechnet etwa 34.000 US$ gut
dotiert war. Platz 1 belegte Xue
7u7v7vhu
Tac1 Tc8 22.Txc6 Txc6 23.Sd4 In der schon angesprochenen Partie Zhao vor Bela Kotenashvili und der 19...Lg4 Ein Zug, der für schwar-
Dd5 24.Sxc6+ Dxc6 mit Aus- folgte ein Turmzug: 16...Tae8 17. Elofavoritin Wenjun Ju. zen Nachteil sorgt. Besser war statt-
gleich. 20.Dc2 Sc6 21.b5 Sa5 Sd2 Lg4 18.Dg2 Dh5 19.a4 Te6 1. Zhao,Xue g chn 2543 6.5 dessen der Tausch auf g3. 19...fxg3
Nicht viel besser wäre für diesen 20.axb5 axb5 21.Sf1 Tfe8 22.Ld1 2. Khotenashvili,B. m geo 2490 6.0 20.Dxg3 Ld7 21.b4 Sf7 22.h4
Springer die Einnahme der Zen- Lxd1 23.Taxd1 Df5 24.Tc1 h5 3. Ju,Wenjun wg chn 2557 5.0 Kh7 23.Td3 Tg8 Beide Seiten
trumsposition gewesen: 21...Se5 25.h4 Te4 26.Ld2 Txe1 27.Lxe1 4. Tan,Zhongyi wg chn 2438 5.0 kommen nicht so recht weiter. 20.
22.Ld4 Lc5 23.Lxc5 bxc5 24. Te2 28.b3 La3 29.Ta1 Lb2 30. 5. Zhang,Xiaowen wg chn 2354 4.5 hxg4 hxg4 21.Dd3 f3 22.dxc6 bxc6
Se3 h5 25.Scd5 Sxd5 26.Txd5. Ta8+ Kh7 31.Ld2 b4 32.cxb4 6. Huang,Qian wg chn 2399 4.5 GM Xue Zhao sollte sich lieber den
22.Td2 Dh3 23.f3 Tc8 24.Tad1 Lxd4 0:1, Paramos Dominguez - 7. Muzychuk,M. m ukr 2490 4.0 Läufer holen: 22...fxg2 23.Kxg2
Hebden, Cork 2005 17.Ld1 Die 8. Ding,Yixin wg chn 2350 4.0
Te8 Eine gute Idee war die vorü- 9. Gu,Xiaobing wg chn 2257 3.0 bxc6 24.c5 dxc5 25.Dxa6 Tb8 26.
bergehende Rücknahme der Dame. Remisbreite überschreitet auch 17. Sa4 Df7 27.Dxc6 Dxa2 28.Td7
Sa3 a4 18.Lc2 Lxa3 19.bxa3 10. Shen,Yang wg chn 2440 2.5
24...De6 25.Ld4 Lc5 26.e4 h5 27. ❍ Ding, Y./2350 Die weißen Drohungen sind etwas
Lxc5 Txc5 28.f4 Dh3 29.fxg5 Sxc3 20.Dg2 Dxg2+ 21.Kxg2 realer. 23.c5 fxg2 24.Kxg2 dxc5 25.
Txg5 30.Db2 Thg8 Der schwarze Tfe8 nicht. 17...a4 Der Zentral- ● Zhao, X./2543 Dxa6 De6 26.Da5 Tb8 27.b3 c4
Druck gegen den weißen Monarchen springer kann sich ebenfalls als Op- Wiener Partie C 25 28.bxc4 Gleichstand durch Auf-
bindet genügend Kräfte. 25.g4 Lc5 fer anbieten. 17...Sb4 18.Dg2 (18. 1.e4 e5 2.Sc3 Sc6 3.g3 Lc5 4. rechterhaltung der Spannung ver-
Zieht der Läufer ein Feld weiter, cxb4 Weiß spielt mit dem Feuer. Lg2 a6 5.Sge2 d6 6.h3 spricht 28.Dc5 cxb3 29.Td6 Df7
verringert sich die Qualität der wei- Wegen der Mattdrohung auf g2 hat 30.axb3 Df3+ 31.Kh2 Sf7 32.
ßen Stellung. 25...Lb4 26.Sd5 c3 die Dame keinen Handlungsspiel- r7w5z7e4 Txc6 Txb3. 28...Sf7 29.Dc5
27.Sxf6 cxd2 28.Dd3 Te7 29. raum. 18...Ld5 19.Sd2 Lxf3 20.
Lxf3 Dd7 So ganz verloren ist die
7q1u7q1q Df6 30.Td3 Auf der dritten Reihe
Lxd2 Lxd2 30.Dxd2. 26.Df5 würde auch die Dame gut stehen.
Te6 27.Se4 c3 Stellung für Weiß, trotz des mate- q7e1u7u7 30.De3 Sg5 31.Tb1 Tbd8 32.a4
riellen Nachteils, allerdings noch 7u2u1u7u Dh6 33.Th1 Sh3 34.Tb2 Dg6
u7r6u7u7 nicht.) 18...Dxg2+ 19.Kxg2 Sd3
u7u7y7u7 Mit Tf8-f3 hat Schwarz eine gute
20.Te2 Tfe8 21.b3 Lf5 Die weiße
1u7q7q7u Stellung ist natürlich beengter. 18.a3 7udu7uay
Möglichkeit zur Erweiterung des
Vorteils. 30...Sg5 31.De3 Tb2
u1u7r3u1 f5 Das Springermanöver d5-b4-d3
yayacax7
3y2u7b1u kennen wir schon und es ist auch an u7u7u4z7
dieser Stellung unangenehm für fusbhu7v 7u7u7u1u
u7u7c7y7 Weiß. 18...Sb4 19.Dg2 Dxg2+ 20.
7u1usy7t Kxg2 Ld5+ 21.Kg1 Sd3. 19. 6...Le6 Das scheinbar aktivere f7-
f5 genügt nur zum Gleichstand. 6...
u7q7u5u7
y7ufy7ca Dg2 f4 20.Dxh3 Lxh3 21.gxf4
Sxf4 22.Lc2 Auf die Entwicklung f5 7.0-0 Sf6 8.d3 0-0 9.Le3 Lxe3 7u7u1u3u
7u7v7uhu der letzten weißen Leichtfigur setzt 10.fxe3 Se7 11.Dd2 Le6. 7.Sd5 u7y7y7q7
(7.0-0
28.Dxf6+ Eine weitere gute Mög-
22.Sd2. Doch auch hier genießen
a) 7...h5 8.Sd5 Dd7 9.Kh2 Sh6 7udvguau
die schwarzen Figuren die größere
lichkeit, den weißen Vorteil zu ver- Bewegungsfreiheit. 22...Sd3 23. 10.c3 La7 11.d4 Lxd5 12.exd5 y4u7uan7
größern, bestand in 28.Sxc5 bxc5
29.Td6 c2 30.Dxc2 Txd6 31.
Te2 Tae8 24.f3 h6 25.Tb1 Tf6. Se7 13.f4 exd4 14.Sxd4 0-0-0 15.
Le3 Kb8 16.Db3 Ka8 17.Tfe1
7u7u7v7u
22...Sg2 23.Te2 Lg4 24.Kxg2
Txd6 Sxg4 32.fxg4 Dxg4 33. Lxe2 25.Sd2 Tae8 26.Te1 Lg4 Shf5 18.Sxf5 Sxf5 19.Lxa7 32.a4 Anstatt auf weit in der Ferne
Txh6 Sc4 34.Th8+ Kc7 35. Kxa7 20.Te4 The8 21.Tae1 h4 liegende Bauernumwandlungspläne
Txc8+ Kxc8 36.Lxc5 d5 37. u7u7r4z7 22.g4 remis, Ujhazi - Paramentic, zu schauen, war die Deckung des
Lxa7 Kd8 38.a4. 28...Txf6 29. Nis 1995 Bauern f2 durch einen Springerzug
Txd7+ Ke8 30.Sxf6+ Kf8 31. 7u7u7u1q b) 7...Dd7 8.Kh2 Sge7 9.f4 f5 10. sehr viel wichtiger. 32.Sd1 Txa2
Lxc5+ Txc5 Das baldige Matt um- u7q2u7u7 d3 0-0-0 11.a3 h5 12.b4 Lb6 13. 33.Th1 Sxe4 34.Tf1 (34.Dxe4
schifft die Variante 31...bxc5 32. Sd5 h4 14.Sxb6+ cxb6 15.g4 fxg4 Txf2+ 35.Kg1 Tf1+ 36.Kg2
Se4 Sc4 33.Sf2 Se5 34.Sxh3
7q7u7u7u 16.f5 g3+ 17.Kh1 Lf7 18.c4 Lh5 Df2+ 37.Sxf2 T8xf2#) 34...Dg6
Sxd7 35.Se3. Jedoch ohne einen q7uau7w7 19.Le3 Sd4 20.Lxd4 exd4 21. 35.Te1 Sxf2 36.Td2 Txd2
erheblichen weißen Vorteil geht es
auch hier nicht. 32.Td8+ Kg7 33.
auausu7u Dc2 Lxe2 22.Dxe2 Sc6 23.Db2
Kc7 24.Tab1 Se5 25.Dxd4 Da4
37.Dxd2 Sd3 Die beiden schwar-
zen Mehrbauern sprechen für sich.
T1d6 h5 (33...Dxh2+ 34.Kxh2 h5 uaxduana 26.Dc3 Tde8 27.c5 dxc5 28.bxc5 Doch bis diese Partieentscheidend
35.Tg8+ Kh6 36.Sxh5+ Kh7 37. 7u7ufu7u b5 29.Tb4 Da5 30.d4 Sc6 31.d5 werden, dauert es noch einige Zeit.
Tg7+ Kh8 38.Td8#) 34.Tg8+ Se5 32.a4 bxa4 33.Txb7+ 1:0, Ko- 32...Dh6 33.Dc1 Dh3+ 34.Kg1
Kh6 35.Sxh5+ 1:0 (35...Kh7 36. 27.Ld3 Nach der Befragung des beshavidze - Boyard, Tiflis - Euro- Sf3+ 0:1 (34...Sf3+ 35.Txf3 gxf3
Tg7+ Kh8 37.Th6#) Läufers g4 verschlechtert sich die pameisterschaft 2011) 36.Dxb2 Dg2#)
ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com 49
ROCHADE International µ± ROCHADE International ²²² ROCHADE International
❍ Khotenashvili, B./2490 Lc4+ Txc4 31.Sxc4 Lxc3 32. Da5 15.Lb2 c4 16.Lc2 0-0-0 17. a) 29.bxc5 gxf2+ 30.Kxf2 Lxc5+
● Muzychuk, M./2490 bxc3 Tg8 33.Dxh6 Ld5 34.Df4 Df4 Thg8 mit verteilten Chancen. 31.Le3 Td2+ 32.Kg3 Ld6+ 33.
Damengambit D 45 bot für die Nachziehende nur noch 10...0-0-0 11.dxc5 Kg4 Txh2 34.Lxa7 Tg2+ 35.
1.d4 d5 2.c4 c6 3.e3 Sf6 4.Sc3 e6 wenig Rettungsmöglichkeiten. 25. Kf5 Tg5+ 36.Kf6 Lc7 Schwarz
5.Sf3 Sbd7 6.Dc2 Ld6 7.g4 h6 Txd7 Sxd7 26.Lxb5+ Dxb5 27. u7z4u2u4 hat mehr vom Spiel, was jedoch
Man kann den provozierenden Bau- Sxb5 Lc8 28.Sbc7+ (28.Sc5+
Kb6 29.Sxd7+ Kb7 30.Sxe5
1q5w7q7u nicht bedeutet den Sieg in der Ta-
sche zu haben.
ern g4 auch durch Wegnahme be-
strafen. Was jedoch kein Garant für Ld7 31.Td1 Thc8 32.Txd7+ u7e7q3u1 b) 29.Dxc5 Lxc5+ 30.Le3 Td2
eine vorteilhafte Stellung ist. 7... Ka6 33.Tc7 Tcb8 34.Dxc6+ 7uaq7u1u 31.hxg3 Lxe3+ 32.Txe3 f2+ 33.
Tb6 35.Txa7+ Txa7 36.Dxb6#) Kf1 Lb5+ 34.Te2 Txe2 35.c4
Sxg4 8.Tg1 Df6 9.Txg4 Dxf3
28...Kb7 29.Sxa8 1:0 u7u7u7u7 Lxc4 36.Kg2 Ld5+ 37.Kf1 Tc2
10.Txg7 Sf6 11.h3 Ld7 12.Tg5
Dh1 13.Ld2 0-0-0 14.0-0-0 Tdg8 Thailand, 13.-19.04.2012 auaxacau 38.Te1 Lg2+ 39.Kxg2 fxe1D+
15.f4 h6 16.Txg8+ Txg8 17.cxd5 uaudbaua 40.Kh3 De6+ 41.g4 h5 42.Kh4
Beim „12th Bangkok Chess Club Dxg4#
exd5 18.Sb5 Lb8 19.Dc5 Tg1
20.Le2 Txd1+ 21.Lxd1 b6 22.
Open 2012“ in der thailändischen
Hauptstadt Bangkok stand an einem
fusu7vhu 29...Dh5 30.Lf4 Dh3 31.Tad1
Df8+ Se8 23.Sc3 Dxh3 24.Dxf7 Le7 32.Txd8+ Lxd8 33.c4 Lb6
Tag nicht der Turniersieger GM Ni- 11...e5 Der GM will den Druck er-
Ld6 25.e4 dxe4 26.Sxe4 Lc7 27. An der besseren weißen Stellung än-
gel Short im Mittelpunkt, oder etwa höhen, während 11...Lxc5 12.b4 dert auch die Variante 33...a6 34.
d5 Dd3 28.Sc3 Sd6 29.Df8+ die teilnehmende Weltmeisterin GM Le7 13.c4 dxc4 14.Sxc4 e5 15.b5
Kb7 30.dxc6+ Lxc6 31.Dxh6 Td1 Le7 35.Df1 Dh5 36.Td2 a5
Yifan Hou, sondern Yingluck Shina- e4 16.Lxe4 Sxe4 17.bxc6 Lxc6 37.Th2 f2+ 38.Dxf2 Dd1+ 39.
Sc4 32.Dh2 Dd4 33.Kc2 Le4+ watra. Die Premierministerin Thai- remisverdächtig ist. 12.e4 dxe4 13.
34.Sxe4 Dxe4+ 35.Kc3 b5 36.a3 Df1 Dd4+ 40.Tf2 nichts. 34.c5
lands nahm nämlich an einer Simul- Sxe4 Sxe4 14.Lxe4 Natürlich Ld8 35.Td1 Le7 36.Td2 h5 37.
Sxd2 37.Dxd2 Dc4# Sidiropoulos tanvorstellung der Weltmeisterin nicht 14.Dxe4 f5 15.Dd5 e4. 14...
- Mladenov, Eretria 2011 8.Tg1 Df1 De6 38.Kh2 h4 39.Dh3
teil. Im Turnier wurde GM Farrukh f5 Nicht immer ist die Attacke eine hxg3+ 40.Kxg3 Dxh3+ 41.Kxh3
dxc4 9.Lxc4 b5 10.Le2 Lb7 11. Amonatov aus Tadschikistan zweiter gute Idee. 14...Lxc5 15.b4 Ld6 16.
e4 e5 12.Le3 exd4 13.Sxd4 Lxh2 Lf6 42.Kg3 Lc3 43.Td1 a5 44.
hinter GM Nigel Short und vor IM Lb2 Lg4 17.Tfe1 Thf8 18.c4 f5 Ld2 Weiß setzt auf Remis und lässt
14.Th1 Dc7 15.g5 Nguyen Duc Hoa (Vietnam). Beson- 19.Lxc6 e4 20.Ld5 Lxf3 21.De3 die bessere Möglichkeit 44.bxa5
ders erfreulich aus deutscher Sicht Kb8 Obwohl der schwarze Läufer
r7u7z7u4 die besten Platzierungen unserer auf f3 bedrohlich wirkt, kommt der
Lxa5 45.Lg5 Lc7+ 46.Kf2 Le5
47.Td2 ungenutzt. 44...La4 45.
1w5e7q1u Landsleute: 9. GM Jan Gustafsson schwarze Ansturm nicht recht vom Lxc3 Lxd1 46.bxa5 Kd7 47.Kf2
(OSG Baden-Baden), 12. GM Ger- Fleck. 15.Lxc6 Lxc6 16.Dxe5
u7q7u3u1 hard Schebler (Schachverein Mül- Df7 17.Sd4 Diesmal war es ein
remis
7q7u7uau heim-Nord 1931), 21. IM Markus Turm, der vergiftet ist. 17.Dxh8
Lammers (MSA Zugzwang 82), 26. Dd5 18.Df6 Dxf3 19.De6+ Kc7
u7udy7u7 FM Martin Voigt (SC Diogenes), 56. 20.Dxc6+ Kxc6 21.b4 f4 Auf den
7udusu7u Ralf Steinbrecht (ohne Verein), 81. schwarzen Angriff hat Weiß wenig
yab7xau2 Michael Faika (Hamburger SK von zum erwidern. 17...Txd4 18.Dxd4
1830), 112. Norbert Jennewein (SC Lg7 19.Dd3 Td8 20.De2 Der ti-
fu7uhu7v Fehrbach), 113. Andreas Trinkl (SV tellose Sander Severino von den
1947 Walldorf), 105. Adrian Debbe- Philippinen hält den kleinen Vorteil
15...Sh7 Warum nicht h6xg5 und ler (SK Wildeshausen). fest. 20.Dc2 Dd5 21.f3 f4 22.b4
der weiße Vorteil hält sich in Gren- 1. Short,N.D. g eng 2697 8.0 fxg3 23.hxg3 Tf8 24.De2 g4 25.
zen. 15...hxg5 16.Sd5 De5 17. 2. Amonatov,F. g tjk 2604 7.0 Dd2 Dc4 Und der schwarze An-
Sxf6+ Sxf6 18.Sf3 Dc7 19.e5 3. Nguyen,D.H. m vie 2453 7.0 griff hat sich festgefahren. 20...Te8
Sg4 20.0-0-0. 16.g6 fxg6 17.e5 Vereinigte Arabische Emira-
4. Sriram,J. g ind 2406 7.0 21.Dd1 Dc4 22.f3 Ratsamer war
Lxe5 18.Dxg6+ Ke7 19.Sf5+ 5. Liu Qingnan m chn 2461 6.5
te, 14.-24.4.2012
die Befragung der Dame durch den Das „14th Dubai Open 2012“ in der
Die weißen Aussichten erhöhen sich 6. Venkatesh,M.R. m ind 2509 6.5 b-Bauern. 22.b3 Dxc3 23.Ta2
durch 19.0-0-0 noch mehr. 19... 7. Saptarshi,R. m ind 2384 6.5 Hauptstadt Dubai wies eine qualita-
Dxc5 24.Tc2 De7 25.Dd5 Kb8 tiv starke Besetzung auf und auch
Tag8 20.Se6 Dc8 21.Txd7+ 8. Wan Yunguo chn 2441 6.5 26.Txc6 bxc6 27.Dxc6 Der weiße
Dxd7 22.Td1 Sf6 (22...Dc8 23. 9. Gustafsson,J. g ger 2642 6.5 die Gesamtteilnehmerzahl kann sich
Bauer mehr lässt Weiß wenigstens sehen lassen. Nach 9 Runden waren
Lc5+ Ld6 24.Lxd6+ Kd7 25. 10. Liu Chang chn 2262 6.5 von einem Remis träumen. Wenn
Df7#) 23.Txd7+ Sxd7 24.Lh5 11. Nguyen,V.H. m vie 2485 6.5 gleich 5 Spieler punktgleich, sodass
nicht gar mehr. 22...f4 23.Te1 hier die Wertung den Ausschlag gab
Weiß fährt auf der Siegerstraße. 12. Schebler,G. g ger 2449 6.5
13. Neelotpal,D. g ind 2462 6.5 Dxc5+ 24.Kg2 Td8 25.De2 g4 für den chinesischen GM Ni Hua.
19...Kd8 20.Sxg7 Da5 21.0-0-0 26.Df2 gxf3+ GM Nigel Short er-
Shf6 22.Lg5 Ein anderer Läufer- 14. Hou Yifan g chn 2639 6.0 Der wertzahlbeste Teilnehmer GM
15. Severino,S. phi 2344 6.0 kannte, dass der Griff zum Läufer Baadur Jobava aus Georgien wurde
zug war besser: 22.Lg4 Kc7 23. schlecht wäre. 26...Lxf3+ 27.Kg1
16. Ghane,S. g iri 2339 6.0 zweiter vor seinem Landsmann GM
Lxd7 Tad8 24.Df5 Sxd7 25. 17. Xiu Deshun g chn 2492 6.0 Dxf2+ 28.Kxf2 fxg3+ 29.Kxg3
Txd7+ Txd7 26.Se6+ Kc8 27. Mikheil Mchedlishvili. Rang 4 be-
18. Contin,D. m ita 2331 6.0 Td3 30.Lf4 Die weißen Möglich- legte der lettische GM Normunds
Dxe5 Für Schwarz wird die Lage 19. Mohammad N.S. ind 2119 6.0 keiten sind vielversprechender. 27.
immer übler. 22...Kc7 23.Se6+ Miezis vor GM Chanda Sandipan
20. Myo Naing m mya 2321 6.0 Kg1 Lf8 aus Indien.
21. Lammers,M. m ger 2384 6.0
r7u7u7u4 135 Teilnehmer u7z4u2u7 1. Ni Hua
2. Jobava,B.
g
g
chn 2637
geo 2706
7.0
7.0
1w6e7u7u Wie besteht man gegen einen über- 1q7u7u7u 3. Mchedlishvili,M. g geo 2626 7.0
u7q7c3b1 mächtigen Gegner? Eine Frage, die
wir uns in Vereinsturnieren genauso u7w7u7u1 4. Miezis,N.
5. Sandipan,C.
g
g
lat 2557
ind 2595
7.0
7.0
5q7u2usu stellen wie auf Meisterebene. Eine 7u5u7u7u 6. Akopian,V. g arm 2684 6.5
7. Petrosian,T.L. g arm 2643 6.5
u7u7u7u7 mögliche Antwort ist Wahl einer
eher ausgefallenen Eröffnung, bezie-
u7u7u1u7 8. Miroshnichenko,E. g ukr 2624 6.5
7udu7u7u hungsweise eines selten angewand- auau7qau 9. Andriasian,Z. g arm 2616 6.5
10. Gupta,A. g ind 2643 6.5
yau7xau7 ten Partieanfangs. Auch wenn sich uau7ugua 11. Hovhannisyan,R. g arm 2600 6.5
(leider) meistens der bessere Spieler
7uhv7u7v durchsetzt, es gibt Ausnahmen. Von fusufuhu 12. Volkov,S. g rus 2623 6.5
13. Zhou Weiqi g chn 2628 6.5
23...Kb6 Sicherer steht der König einer solchen Ausnahme wollen wir 28.b4 Klugerweise umschifft Weiß 14. Shyam Sundar,M. m ind 2474 6.5
auf der Grundreihe. 23...Kb8 24. hier berichten. die kleine Falle mit dem Läuferzug 15. Sokolov,I. g ned 2653 6.5
Sc5 Lc8 25.Sxd7+ Sxd7 26. ❍ Severino, S./2344 nach f4. 28.Lxf4 Dxf2+ 29.Kxf2 16. Kuzubov,Y. g ukr 2615 6.0
Dxc6 Db6 (26...hxg5? 27.Txh8 ● Short, N./2697 Lc5+ 30.Te3 Td2+ 31.Ke1 17. Baklan,V. g ukr 2612 6.0
Lxh8 28.Lf3 Lxc3 29.Txd7 Colle-System D 05 Txb2 Die Kraft des schwarzen Läu- 18. Shyam,N.P. m ind 2490 6.0
Lxb2+ 30.Kb1 De1+ 31.Td1 1.d4 e6 2.Sf3 c5 3.c3 Sf6 4.e3 ferpaars in Verbindung mit dem läs- 19. Negi,P. g ind 2639 6.0
Dxd1+ 32.Lxd1 Bald ist es für Sc6 5.Ld3 d5 6.Sbd2 Dc7 7.0-0 tigen Bauern f3 sorgen bald für die 20. Iordachescu,V. g mda 2644 6.0
Schwarz aus und vorbei.) 27.Txh6 Ld7 8.De2 h6 9.a3 g5 GM Nigel schwarze Eins in der Turniertabelle. 163 Teilnehmer
Txh6 28.Dxh6 a6 29.Dxb6+ Short versucht die Lage zu verwi- 28...fxg3 Dieses Druck machen ist ❍ Abdumalik, Z./2137
Sxb6 30.f4 Bekommt Schwarz den ckeln. 9...Le7 10.dxc5 Lxc5 11.b4 wichtig. 28...Dxc3 29.Lxf4 Lg7 ● Andriasian, Z./2616
f4-Bauern unter Kontrolle, ist das Ld6 12.c4 Se5 13.cxd5 Sxd3 14. 30.Tad1 Td3 31.Le3 a6 32.Lb6 Moderne Verteidigung B 06
Remis erreichbar. 24.Le3+ Ka6 Dxd3 exd5 15.Lb2 Der weiße Vor- Dc4 33.h4 Die weiße Qualität mehr 1.e4 d6 2.d4 g6 3.Sc3 Lg7 4.Le3
Auch 24...c5 25.Txd7 Lxh1 26. teil ist nur minimal. 10.g3 Gleich- ist eindeutig. 29.hxg3 Einen Schritt a6 5.a4 Sc6 6.h3 e5 7.Sge2 Die
Sxc5 Thc8 27.Sb3+ Kc6 28. wertig ist 10.b4 g4 11.b5 gxf3 12. vom Remispfad erlaubt sich Weiß Zentrumssituation bleibt erst einmal
Sxa5+ Kxd7 29.Lxb5+ Ke6 30. Dxf3 Lg7 13.bxc6 Lxc6 14.a4 nicht. ungeklärt. 7.d5 Sb4 8.a5 f5 9.Sf3
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Sf6 10.Ta4 f4 11.Lc1 c5 12.dxc6 gespannt und schon mehr vom Spiel. hat Weiß mehr vom Spiel. 25.Te3 ❍ Schlosser, P./2593
Sxc6 Die Zentrumssituation ist erst 13...dxe4 14.Lc4 Weniger bringt Db7 26.Kh2 Tdd8 27.Sxf7 ● Polzin, R./2460
einmal geklärt und Schwarz über- Weiß die Variante 14.Lb5 cxd4 15. Kxf7 Die Bedrohung der Dame Grünfeld-Verteidigung D 73
nimmt nach und nach die Initiative. Lxd4 Sf5 16.Tad1 De7 17.b4 durch den Läufer löst auch keine 1.Sf3 Sf6 2.g3 g6 3.Lg2 Lg7 4.
7...Sf6 8.g3 Ld7 9.Lg2 Dc8 10. Tfd8 18.c3 f6 19.Sg4 Sxd4 20. Probleme. 27...Le4 28.Txe4 Txd4 c4 c5 5.d4 0-0 6.0-0 cxd4 7.Sxd4
g4 0-0 11.0-0 exd4 12.Sxd4 Te8 cxd4 h5 21.Sf2 Tc3 ein. 14...cxd4 29.Tdxd4 Sxe4 30.Txe4 Kxf7 d5 8.Sa3 Sc6 9.cxd5 Sxd5 10.
13.Te1 h5 14.f3 Tb8 15.Dd2 15.exd4 Sf5 16.a4 Lxe5 17.dxe5 31.Txe6 Db8 (31...Kxe6 32.Df5+ Sxc6 bxc6
Se5 16.b3 b5 17.axb5 axb5 18.f4 Dc7 18.La3 Tfd8 19.Tad1 h6 Kd6 33.De5+ Kd7 34.Lf5+ Kc6
Die Besetzung der siebenten Reihe 20.c3 a6 21.Lb4 Langsam brenzlig 35.De6+ Ld6 36.Dxe8+ Kc5 37.
b4+ Kc4 38.De2+ Kxc3 39.Dd3+
r7w5u4z7
mit einem Turm sieht schön aus, kann es für den weißen König bei
bringt Zhansaya Abdumalik jedoch der Fortsetzung 21.Lxa6 Lxa6 22. Kxb4 40.Dxd6+ Kc3 41.Da3+ 1u7u1q2q
auch nicht mehr als ein gleiches Dxa6 Txd1 23.Txd1 Dxc3 24. Kc4 42.Db3+ Kc5 43.Dc3+ Kd5 u7q7u7q7
Spiel. 18.Ta7 b4 19.Sd5 Sxd5 20. Lb4 De3+ 25.Kh1 Tc2 werden. 44.Df3+ Kc4 45.Dxb7 Schwarz ist
exd5 hxg4 21.fxg4 c5 22.dxc6 21...Dc6 22.Txd8+ Txd8 23.Td1 verloren.) 32.De2 Dxf4+ 33.g3 7u7e7u7u
Sxc6 23.Sxc6 Lxc6. 18...hxg4 Txd1+ 24.Dxd1 e3 25.Dc2 Sh4 Dg5 34.h4 Dg4 35.Lg6+ Dxg6 u7u7u7u7
19.fxe5 dxe5 26.Lf1 Dd5 27.Dd3 a5 Gleich- 36.Txg6 Kxg6 37.De6+ Auch hier
wertig remisverdächtig ist auch 27... hat Schwarz keine guten Schachkar- du7u7uau
u4t7r7z7 Dxb3 28.Dxe3 a5 29.Dxb6 axb4 ten mehr. 28.Dg6+ Kf8 29.Tg3 yau7yaxa
Ld6 30.Lxf6 Td7 31.Dh7 1:0 fusb7vhu
7u1w7q2u 30.Dxb7 Dxc3 31.Db6 Kh7. 28.
Dxd5 Lxd5 29.Le7 Sg6 30.Ld8 (31.Dh7 e5 32.Dh8+ Lg8 33.Lh7
u7u7u3q7 Sxf4 31.Lb5 Dd5 34.Lxg7+ Kf7 35.Lg6+ 11.Dc2 (11.Da4 Db6
7q7u1u7u u7usu7z7
Ke6 36.f5+ Ke7 37.Lf6+ Kf8 38.
Dh6+ Tg7 39.Dxg7#)
a) 12.e4 Db4 13.Dxc6 Sb6 14.
Sc2 Da5 15.e5 La6 16.Td1
u7udy7q7 7u7u7q1u Österreich, 19.-22.4.2012 Tac8 17.De4 Dxe5 18.Dxe5
7ydusu7y u1u7q7u1 Die letzten 4 Runden der österrei- Lxe5 19.Sb4 Lb5 20.Le3 Lxb2
u7ygu7x7 chischen Mannschaftsmeisterschaft 21.Tab1 Lf6 22.Lxb6 axb6 23.
1x7wau7u wurden in Jenbach ausgetragen. Es Sd5 Lc4 24.Sxb6 Lxa2 25.
fu7ufuhu y7u7u3u7 siegte die Mannschaft „SK Advisory Sxc8 Lxb1 26.Sxe7+ Lxe7 27.
Invest Baden“, die den bisherigen Txb1 Td8 28.Tb2 h5 29.h4 Td7
20.Sde2 Der Griff nach b5 erweist 7yau1u7u 30.Lc6 Tc7 31.Tb7 Txb7 32.
sich als unvorteilhafter. 20.Sdxb5 Tabellenführer „SK Sparkasse Jen-
Lxb7 Kg7 33.Kg2 Lc5 34.Lc6
Lxb5 21.Sxb5 gxh3 22.Sxc7 u7u7u7ya bach“ in den Schlussrunden noch
Lb6 35.Lb5 La7 36.Lc6 Ld4
abfangen und auf Platz 2 verweisen
Dxc7 23.Lxh3 Tbd8 24.De2
Sxe4 25.Lg2 Sc3 Weiß muss erst
7u7u7uhu konnte. Dritter wurde ASVÖ Wulka- 37.Lb5 Lc5 38.Lc6 Lb6 39.Lb5
prodersdorf. La7 40.Lc6 Ld4 remis, Bartel -
einmal diesen lästigen Springer auf 31...Lxb3 Schlägt Schwarz auf g2 Macieja, Warschau 2012
c3 wieder los werden. 20...gxh3 21. zu, schöpfen die weißen Figuren 1. SK Advisory Invest Baden 18 45.5
2. SK Sparkasse Jenbach 18 43.0 b) 12.Tb1 Da6 13.Dxa6 Lxa6 14.
Lh1 Lc6 22.Sg3 b4 23.Sd5 wieder etwas Hoffnung. 31...Sxg2 Te1 Tab8 15.Kf1 Tfd8 16.Lf3
Lxd5 24.exd5 Dg4 25.Lf2 e4 26. 32.Lxb6 Sh4 33.Kf1 Lxb3 34. 3. ASVÖ Wulkaprodersdorf 13 35.0
4. SK Sparkasse Fürstenfeld 12 34.0 c5 17.Td1 e6 18.Lg5 Te8 19.
Kh2 Langsam kommt der Weiß- Ke2 f5 35.exf6 gxf6 36.Lxa5 Die Td2 h6 20.Le3 Sxe3+ 21.fxe3 c4
spieler in die Situation, in der er nur weiße Bauernmacht am Damenflü- 5. SK MPÖ Maria Saal 12 33.0
22.Td6 Tb6 23.Txb6 axb6 24.
noch die Wahl zwischen mehreren gel dürfte gefährlicher sein. 32. 6. SK Hohenems 11 35.0 Lc6 Td8 25.Lb5 Lxb5 26.Sxb5
Übeln hat. 26.Ta6 Sh5 27.Te3 Lxb6 Sg6 Nach der Kontrolle der 7. SK Zwettl 11 31.0 Td5 27.a4 h5 28.b3 cxb3 29.Txb3
Dg5 28.De1 Lc3 29.Txc3 bxc3 Diagonale a8-h1 durch den Läufer 8. ASVÖ Signum Druck St. Veit/Glan 10 31.0 Lf8 30.Sc3 Tc5 31.Se4 Tc6 re-
30.Kh2 Sxg3 31.Lxg3 Tb5 Ein könnte es mit 32...Ld5 33.c4 e2 34. 9. SV Raika Rapid Feffernitz 9 33.0 mis, Ruck - Polzin, Bundesliga
schöner weißer Vorteil sieht anders Lxa5 Lxg2 35.c5 Le4 36.Kf2 10. SIR Bernhard Glatz 9 30.0 2012)
aus. Hier sehen wir das Gegenteil. und weißem Vorteil weitergehen. 33. 11. ASVÖ Pöchlarn/Mauerbach 8 26.5 11...Db6 12.Sc4 Da6 13.Ld2
26...Tb5 27.Tad1 Wie schon in Lxa5 Sxe5 34.Lb6 Sc4 35.a5 f5 12. SpGem. Kufstein Wörgl 1 19.0 Tb8 (13...Le6 14.Sa5 Tab8 15.
der Variante zuvor bringt der Turm- 36.Lc7 Sa3 37.Le2 Ld5 Aus- Die Aufstellung des Siegerteams: Tab1 Tfc8 16.Tfe1 Sb4 17.
zug nach a6 auch nicht die Befrei- sichtsreicher im Hinblick auf eine GM Baadur Jobava, GM Csaba Ba- Lxb4 Txb4 18.Sxc6 Tc4 19.
ung. 27.Ta6 Txd5 28.De3 Dd7 Punkteteilung war 37...Sb1 38.c4 logh, GM Bartosz Socko, GM Ma- Sxe7+ Kf8 20.Db3 Kxe7 21.
29.Txf6 Lxf6 30.Sxe4 Le5+ 31. Sc3 39.Ld3 La4 40.Lb6 f4 41. teusz Bartel, GM Alexander Beliav- Lb7 Db6 22.Da3+ T8c5 23.b4
Kg1 Kg7 Das weiße Problem sind Ld4 Sa2 42.Le4 Sb4 43.Lb7 sky, GM Alojzije Jankovic, GM Ro- Tc7 24.b5+ Dc5 25.Da6 h5 26.a4
natürlich auch die drei Bauern, die Kf7. Natürlich müsste GM Surya bert Ruck, GM David Shengelia, Lc3 27.Ted1 Db6 28.Dxb6 axb6
die Gegenseite mehr hat. 27...Txd5 Shekhar Ganguly noch um den hal- GM Sebastian Siebrecht, IM Rein- 29.Lc6 Ld7 30.Ld5 Txa4 31.
28.De2 Tg5 29.Sxe4 Df4+ 30. ben Punkt kämpfen. 38.a6 Sc4 39. hard Lendwai, WGM Veronika Td3 Ta1 32.Txa1 Lxa1 33.
Lg3 Txg3 31.Sxf6+ Lxf6 32. Lf3 1:0 Schneider. In neun von zwölf Teams Te3+ Le6 34.Lc6 Ld4 35.Td3
Dxe8+ Kg7 0:1 (32...Kg7 33. ❍ Baklan, V./2612 sind auch deutsche Spieler dabei ge- 0:1, Bogosavljevic - Grigorian, Her-
Dxf7+ Kh6 34.Dh7+ Kxh7 35. ● Tania, S./2414 wesen: SK Advisory Invest Baden: ceg Novi - Jugend-Europameister-
Td7+ Kh6 36.Th7+ Kxh7 37. Französisch C 10 GM Sebastian Siebrecht; SK Spar- schaft 2006) 14.Tfc1 Le6 15.a3
Te7+ Lxe7 38.Lb7 Txb3+ 39. 1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sd2 dxe4 4. kasse Jenbach: GM Jan Gustafsson, Tfc8 16.Le1 Ebenso gut ist 16.e4
Kg1 Tb1#) Sxe4 Sd7 5.Sf3 Sgf6 6.Ld3 GM Philipp Schlosser, GM Klaus Sb6 17.Sa5 c5 18.Lf1 c4 19.
❍ Sandipan, C./2595 Sxe4 7.Lxe4 Sf6 8.Lg5 Le7 9. Bischoff, GM Uwe Bönsch, IM Tab1 Le5 20.Lb4 h5 und auch
● Ganguly, S.S./2633 Ld3 h6 10.Lh4 0-0 11.De2 c5 12. Thomas Reich; ASVÖ Wulkapro- hier wird die Remisbreite nicht
Colle-System D 05 dxc5 Da5+ 13.c3 Dxc5 14.0-0 dersdorf: IM Martin Kraemer, GM überschritten. 16...c5 17.Tab1 Sc3
1.d4 e6 2.Sf3 Sf6 3.e3 d5 4.Ld3 Td8 15.Se5 b6 16.Kh1 Lb7 Rainer Polzin, IM Ilja Schneider, IM 18.Lxc3 Dxc4 19.Dd2 Lxc3 20.
c5 5.b3 Sc6 6.0-0 Ld6 7.Lb2 0-0 Lars Thiede, Dennes Abel; SK Spar- Txc3 Da2 21.Dc1 Lf5 22.e4
8.Sbd2 b6 9.a3 Lb7 10.De2 Tc8 r7u4u7z7 kasse Fürstenfeld: IM Andreas Le6 23.h4 c4 24.Lf3
Schenk; SK MPÖ Maria Saal: GM
11.Se5 Se7 12.f4 Se4 1w7u2q1u Rainer Buhmann; SK Hohenems: u4r7u7z7
u7r5u4z7 u1u7q3u1 GM David Baramidze, GM Alexan-
1u7u1q7q
1w7u3q1q 7u5udu7u der Naumann, GM Falko Bindrich,
GM Michael Bezold, FM Marco u7u7w7q7
u1u2q7u7 u7u7u7us Baldauf; SIR Bernhard Glatz: IM 7u7u7u7u
7u1qdu7u 7uax7u7u Niclas Huschenbeth, GM Michael
Prusikin, IM Stefan Bromberger, IM u7q7y7ua
u7uaeau7 yau7baya Lorenz Drabke, FM Julian Geske, aufu7xau
ay7xau7u fu7u7v7n IM Gregory Pitl, FM Christian
tau7uau7
Schramm, FM Leon Mons, Reiner
usydb7ya 17.f4 Einen guten Remisweg schlägt Huch; ASVÖ Pöchlarn/Mauerbach: 7vgu7uhu
fu7u7vhu die Fortsetzung 17.Tad1 Td6 18.f4 IM Elisabeth Pähtz, IM Hagen
Tad8 19.Lf2 Dc7 20.Ld4 h5 21. Pötsch, Graf Felix; SpGem. Kufstein 24...Tb3 Dies erweist sich als etwas
13.Sxe4 Beide Seiten haben ihre f5 exf5 22.Lxf5 Lc8 ein. 17...Td6 Wörgl: GM Vitaly Kunin, GM Ge- zu optimistisch. 24...Td8 25.Ld1
Truppen aufgebaut und nun kommt 18.Lf2 Dc7 19.Ld4 Tad8 20. rald Hertneck, GM Henrik Teske, Td3 26.Lc2 Txc3 27.bxc3 Tb6
es zu ersten Zusammenstößen. 13. Tad1 Dc8 21.Tfe1 Ld5 22.Lb1 IM Patrick Zelbel, IM Christian Ko- 28.Txb6 axb6 Alles läuft auf eine
Lxe4 dxe4 14.dxc5 Lxc5 15.Tad1 Kf8 23.h3 Te8 24.Dc2 h5 Auch epke, FM Maximilian Berchtenbrei- Teilung der Punkte hinaus. 25.Ld1
Sf5 16.Sdc4 Ld5 Schwarz hat nach 24...Ted8 25.Kh2 Db7 26.g4 ter, Jochen Maurer, Johannes Ru- Tbb8 26.h5 Td8 27.Lc2 Tb6 Ei-
den Schutzschirm vor der Dame auf- Dc7 27.g5 hxg5 28.fxg5 Se4 29.h4 sche, FM Claus Pitschka. ne Einladung zur Vergrößerung des
ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com 51
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weißen Vorteils. 27...f6 28.a4 Td3 c6 14.dxc6 bxc6 15.0-0-0 hoffen. 12.Lh3 h5 13.f6 Db8 14.Sge2 ❍ Stefansson, H./2531
29.Lxd3 cxd3 30.Txd3 Dxa4 31. 9...Dc5 10.f4 Sg6 11.f5 Sf4 12. Lh6 Auf dem Feld h6 wäre auch ● Thorfinnsson, B./2421
Dc7 Db4 32.Dxa7 gxh5 33.Td4 Lxf4 Lxf4 13.Sh3 Le3 14.fxe6 für den Turm Platz gewesen. 14... Damenindisch E 12
Neben der weißen Qualität mehr ist 0-0 15.Dc4 Das Angebot zum Da- Th6 15.Sf4 Txf6 16.Se6+ Txe6 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 4.
es der b2-Freibauer, der den Unter- mentausch war die etwas schlechtere 17.Lxe6 Sb4 18.a3 Sa6 19.Dxh5 Sf3 b6 5.Lg5 Lb7 6.Sd2 Lxc3
schied ausmacht. 28.hxg6 Auf noch Wahl. 15.Td1 fxe6 16.dxe6 Kh8 Wobei die schwarze Lage auch nicht 7.bxc3 d6 8.f3 Sbd7 9.e4 e5 10.
mehr Vorteil darf Weiß bei 28.a4 17.Td3 Lc1 18.Kd1 Lxb2 19. gerade rosig ist. 15.Tg1 exf6 16. Le2 De7 11.Sf1 h6 12.Lh4 g5
Td3 29.Lxd3 cxd3 30.Txd3 Tb8 Sa4 Da3 20.Sxb2 Dxb2 21.Te1 Tg8+ Ke7 17.Txb8 Taxb8 18.c5 13.Lf2
31.h6 f5 32.Td2 Tc8 33.Tc2 Der weiße König ist ausreichend ge- 1:0
Txc2 34.Dxc2 hoffen. 28...hxg6 schützt. Sorgen sollte sich eher sein Island, 13-23.4.2012 r7u7z7u4
Schwarz kann auch ohne Öffnung Gegenüber machen. 15...fxe6 16.
der h-Linie auskommen. 28...fxg6 Dxc5 Lxc5 17.dxe6 Auch wenn
„Kleine Bucht des Seehundjungen“ 1w1e5q7u
lautet die Übersetzung des Namens
29.a4 Td3 30.Lxd3 cxd3 31.Txd3 sich ein ähnliches Stellungsbild er-
Kopavogur, der Gemeinde, in der u1u1u3u1
Tb8 32.Ta3 Dc4 33.Dxc4 Lxc4 gibt, kann Weiß der Remisfortset-
34.Tc1 Auch hier steht Weiß ein- zung 17.Sg5 exd5 18.Sxd5 Sxd5
die isländische Meisterschaft durch- 7u7u1u1u
geführt wurde. Die 12 Teilnehmer
fach besser. 29.Kg2 Tdb8 Den 19.Lxd5+ Kh8 20.Sf7+ Kg8 21.
spielten ein Rundenturnier, in dem u7yay7u7
weißen Vorteil dämmt eher die Fort- 0-0-0 c6 22.Lb3 h6 folgen. 17... 7uau7y7u
IM Bragi Thorfinnsson und GM
setzung 29...Kg7 30.a4 Td3 31. Te8 18.Sg5 h6 19.e7+ Kh8 20.
Lxd3 cxd3 32.Txd3 Dxa4 33. Sf7+ Kh7 21.0-0-0 Ebenso sorgt
Throstur Thorhallsson gemeinsam
den ersten Platz belegten. Gemäß
y7u7xsya
De3 f6 34.Ta3 Dd7 35.Th1 ein.
30.Dh6 Dxb1 (30...Txb2 31.Th1
21.Kd2 für die weiße Königssicher-
heit. 21...Lf5 22.Tae1 Lxe7 23.
dem Reglement findet im Mai 2012 fu7bhc7v
ein Stichkampf zwischen beiden
Lh3+ 32.Txh3 f6 33.Dxg6+ Kf8 Sb5 Lb4+ 24.c3 La5 25.Thf1 13...Sh5 Ebenfalls mit besseren
statt. IM Dagur Arngrimsson und
34.Th8#) 31.Lxb1 Txb2 32.Lc2 Lg6. 21...Txe7 Schwächer ist das weißen Chancen endet die Variante
GM Hendrik Danielsen sind auf den
Nehmen mit dem Läufer. 21...Lxe7 13...g4 14.d5 0-0-0 15.Se3 Tdg8
u4u7u7z7 22.Sb5 Lg4 23.Sxc7 Lxd1 24.
weiteren Plätzen zu finden.
1. Thorfinnsson,Bragi m 2421 7.5 16.Sf5 De8 17.0-0 Kb8 18.a4. 14.
1u7u1q7u Txd1 Tac8 25.Sxe8 Txe8 26.c3
Der weiße Springer kann sich be-
2. Thorhallsson,Throstur g 2398 7.5 Se3 Sf4 15.Lf1 0-0-0 16.Da4
Die Besetzung dieses Feldes mit
u7u7w7qg freien und versuchen mitzuhelfen,
3. Arngrimsson,Dagur
4. Danielsen,Henrik
m
g
2361
2504
7.0
7.0 dem Bauern ist auch nicht viel bes-
7u7u7u7u dass durch den weißen Mehrbauern 5. Kjartansson,David f 2305 5.5 ser. 16.a4 exd4 17.cxd4 The8 18.g3
begründete Plus zu verwerten. 22. 6. Stefansson,Hannes g 2531 5.5 Lxe4 19.fxe4 Dxe4 20.Tg1 c5 21.
u7q7y7u7 Td8 b6 23.Thd1 Lb7 24.g3 7. Kristjansson,Stefan g 2500 5.5 gxf4 cxd4 Beide Könige stehen
aufu7uau 8. Kjartansson,Gudmundur m 2357 5.0 nicht gerade sehr sicher, was eine
u4x7uan7 r7ufu7u7 9. Bjornsson,Sigurbjorn f 2393 4.5 Einschätzung der Lage schwierig
7u7u7u7u 1w1u4c1z 10. Thorfinnsson,Bjorn
11. Gislason,Gudmundur
m 2416
2346
4.0
3.5
macht. 16...a5 17.g3 Se6 18.Sd5
Df8 19.Lh3 h5 20.Lf5 g4 21.fxg4
u1u7u3u1 12. Jensson,Einar Hjalti 2245 3.5 hxg4 22.0-0-0 Der weiße Monarch
32...Ta2 Noch schlechter ist 32...
7u2u7u7u ❍ Danielsen, H./2504 kann auch erst einmal gern in der
T8b5 33.Dh4 Kg7 34.Dxe7 Tb7 ● Thorfinnsson, B./2416 Mitte bleiben. 22.Dd1 Kb8 23.
35.Dc5 für Schwarz. 33.Dc1 GM u7u7u7u7 Slawisch D 18 Lxg4 Dg7 24.Tb1 exd4 25.Lxd4
Philipp Schlosser hätte auch die an- 7xdu7uau 1.c4 Sf6 2.Sc3 c6 3.d4 d5 4.Sf3 Sxd4 26.cxd4 Lxd5 27.cxd5 Sf6
dere gute Fortsetzung 33.g4 Tb5 dxc4 5.a4 Lf5 6.e3 e6 7.Lxc4 28.Lf3 Tde8 29.e5 dxe5 30.d6 e4
34.Lb1 Tb3 (34...Txb1 35.Th3 yay7u7ua Lb4 8.0-0 Sbd7 9.De2 Lg6 10. 31.dxc7+ Kb7 32.Le2 Txh2 33.
Txf2+ 36.Kxf2 Tb2+ 37.Ke1
Tb1+ 38.Kd2 c3+ 39.Kd3 Td1+
7uhv7u7u e4 Lh5 11.Td1 De7 12.h3 e5 13. Txb6+ Kxb6 34.Db3+ Kxc7 35.
g4 Sxg4 14.hxg4 Lxg4 15.d5 Dc3+ Kb8 36.Txh2 Die Lage ist
40.Kxc3 Tc1+ 41.Kb2 Tb1+ 42. 24...a6 Für Schwarz aktiver gestaltet ausgeglichen. 22...Kb8 23.Lxg4
Kxb1 La2+ 43.Kxa2 f6 44.
Dxg6+ Kf8 45.Th8#) 35.Tc1
sich die Partie, wenn sich der eigene
König stärker einmischt. 24...Kg6
r7u7z7u4 Dg7 24.Lf5 Ohne Hoffnung auf ei-
Taxa3 36.Td1 wählen können. 25.Txa8 Lxa8 26.Sd8 Sg4 27. 1q7e5q1q ne Verbesserung der beiderseitigen
Möglichkeiten endet die Variante
33...Tbb2 Am voraussichtlichen Se6 Le3+ 28.Kb1 Sxh2. 25.a3 u7q7u7u7 24.h3 c6 25.Se3 exd4 26.cxd4
weißen Gewinn ändert auch 33...a6 Te8 26.Txa8 Lxa8 27.Sd8 Lf3
34.g4 Tb5 35.Dd1 Txc2 36.Dd8+ 28.Td3 Lg4 29.h4 Lf2 30.Sd5 7u7y1u7u Sxd4 27.Sd5 Sc5 28.Da3
Sdb3+ 29.axb3 cxd5 30.cxd5
Kg7 37.Txc2 nichts. 34.Kg1 Tb6 Führt geradewegs ins Matt. 30.Kb1 y2x7y7w7 Sxe4 31.Ld4 Dg5+ 32.Kb2 f5.
35.Kg2 Tbb2 36.Kf3 Kg7 37. Sd7 31.Se6 Txe6 32.Lxe6 Lxe6
Ke3 f6 38.f4 Lf7 39.g4 Tb8 40. 33.Se4 Lg1 Auf Schwarz wartet
7udu7c7u 24...c6 25.Da3 Die schwarze Initia-
tive wächst auch bei 25.Le3 cxd5
Kf3 Tbb2 41.g5 Tb8 Auch nicht bis zu seinem Partiegewinn noch ei- uau7bau7 26.cxd5 exd4 27.cxd4 Sf6 28.dxe6
viel besser wäre 41...Kf8 42.f5
Kg7 43.Kg4 a6 44.Th3 gxf5+ 45.
niges an Arbeit. 30...Te1+ 31.Kd2
Se4#
fusv7uhu fxe6 29.Lxe6 Sxe4. 25...cxd5
exf5 Txc2 46.gxf6+ Kxf6 47. ❍ Bromberger, S./2513 15...f5 Eine spannungsgeladene u6u4u7u4
Dg5+ Ke5 48.Dxe7+. 42.Kg3 ● Teske, H./2554 Stellung, die dieser Bauernzug über-
Tbb2 43.Kg4 Tb5 44.f5 Tbb2 Aljechin-Verteidigung B 03 reizt. 15...Df6 16.Kg2 0-0 17.Ld2 7w7e7q5u
Genauso unvorteilhaft ist 44...Lg8 1.e4 Sf6 2.e5 Sd5 3.c4 Sb6 4.d4 h5 18.Th1 Tac8 19.dxc6 bxc6 20. u1u1e7u7
45.Th3 Tb6 46.gxf6+ Txf6 47. Tag1 Sb6 21.Lb3 Tfd8 Die bei-
Db1 gxf5+ 48.exf5. 45.gxf6+ exf6
d6 5.f4 Lf5 6.Sc3 Sc6 7.Le3 g5
derseitigen Angriffsbemühungen
1u7q1x7u
8.g4 gxf4 9.gxf5 fxe3 10.e6
46.fxg6 1:0 halten sich die Waage. 16.dxc6 bxc6 u7yay7u7
❍ Neuschmied, S./2308 r7u5z2u4 17.exf5 Lxc3 18.bxc3 e4 Der Bau- guau7uau
● Schramm, C./2371 ernzug möchte ein bisschen die Ge-
Skandinavisch B 01 1q1u1q7q genseite ärgern, erreicht jedoch das y7u7usua
1.e4 d5 2.exd5 Dxd5 3.Sc3 Da5 u3e1y7u7 Gegenteil. 18...Sc5 19.De3 e4 20. 7uhv7u7v
Sg5 h6 21.f3 Lxf5 22.Sxe4
Einmal nicht die Modevariante mit 7u7u7y7u Lxe4 23.fxe4 Weiß ist mit einer 26.Dxd6+ Lässt Weiß den Bauern
Dd6. 4.d4 Sf6 5.Lc4 Sc6 6.d5
Se5 7.Lb3 e6 8.De2 Ld6 u7yau7u7 Leichtfigur mehr natürlich im Vor- d6 einfach wo er ist, steht Schwarz
7udu1u7u teil. 19.Txd7 Eine jeder Situationen nur geringfügig besser. 26.cxd5
r7w7z7u4 yau7u7ua
im Turnierschachleben, wo man so Dh6+ 27.Td2 Sg7 28.Lxd7
richtig baff erstaunt ist, wie schnell Txd7 29.Db2 Tc8 30.dxe5 dxe5.
1q1u7q1q fu7bhxdv es bergab gehen kann. 19...Kxd7 26...Ka7 27.c5 Damit wird der Ge-
u7u2q3u7 (19...Dxd7 20.Dxe4+ Kd8 21. genseite nur völlig unnötig in die
10...Dc8 Die Dame macht für den Lg5+ Kc7 22.De5+ Dd6 23. Hände gespielt. 27.cxd5 Sdc5 28.
5u7y3u7u Gemahl Platz. 10...Lg7 11.Dh5 0-0 Dxg7+ Dd7 24.Lf4+ Kc8 25. dxc5 Txd6 29.cxd6 Dh6+ 30.Kb2
u7u7u7u7 12.Sh3 De8 13.f6 fxe6 14.Dxe8 Dxh8+ Dd8 26.La6+ Kd7 27. Sg7 31.Lg4 Dxd6 Die Kraft und
7xdu7u7u Taxe8 15.fxg7 Kxg7 Der schwarze Td1+ Ke7 28.Lg5+ Kf7 29. Wirkung der schwarzen Figuren ent-
König kann sich ausreichend vertei- Se5#) 20.Le6+ 1:0 (20...Kd8 21. faltet sich weiter; zum weißen Leid-
yay7baya digen. 11.exf7+ Kd8 Ebenfalls un- Lg5 Lxf3 22.Dd2+ Ke8 23. wesen. 27...Sdxc5 0:1 (28.dxc5
fusuhudv gemütlich wird die schwarze Kö- Lxe7 Kxe7 24.Dg5+ Kd6 25. Dh6+ 29.Kb2 Txd6 30.cxd6 dxe4
31.The1 Df6 So sehr sich GM
nigslage, wenn der schachbietende Ta2 Le2 26.Dg3+ Kc5 27.De3+
9.Ld2 Auf einen kleinen Vorteil Bauer genommen wird. 11...Kxf7 Kd6 28.Dd4+ Ke7 29.Dxg7+ Hannes Stefansson auch bemüht, die
darf Weiß nach 9.f4 Seg4 10.Ld2 12.Dh5+ Kg8 13.c5 Sxd4 14.cxb6 Kd6 30.Td2+ Ld3 31.Txd3+ Kraft der schwarzen Dame über-
0-0 11.h3 Sh6 12.g4 Se8 13.Sf3 cxb6 15.Sh3. exd3 32.Dd7+ Kc5 33.Dd4#) wiegt.)
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Frankreich, 28./29.4.2012 Sxg5 bxc3 27.bxc3 Dxg5 28.Df2 3.0 aus 3, GM Igor Efimov (2405 12.a3 Te8 13.Sc3 c6 und Schwarz
In Nancy wurde die Schnellschach- De7 29.Se4 Weiß hat eine kleine mnc) 1.5 aus 2, GM Hikaru Naka- hat bereits die größeren Aussichten.
Grand Prix-Serie des französischen Druckstellung aufgebaut. 24.Txf3 mura (2771 usa) 2.0 aus 3, GM Mi- 9...h6 10.a4 Lb7 11.axb5 axb5 12.
Verbandes (Grand-Prix Fédération Th8 Ungünstig für Schwarz entwi- chele Godena (2508 ita) 2.5 aus 5, Txa8 Dxa8 13.Sc3 b4 14.Sb5
Francaise des Échecs) fortgesetzt. ckelt sich die Lage auch, wenn ein IM Fabio Bellini (2509 ita) 3.0 aus Da5 Eher zum Gleichstand neigt
Und wie schon beim ersten Durch- weiterer Bauer die sechste Reihe be- 5. Scavolini Datagest Pesaro (Elo- die Variante 14...0-0 15.Sxc7 Da5
gang in Paris gewann GM Maxime tritt. 24...f6 25.Sh5+ gxh5 26. Durchschnitt: 2512, Kapitän: Denis 16.Lf4 Sxd5 17.Sxd5 f5 18.Se5
Vachier-Lagrave erneut. Zunächst Tg3+ Lg4 27.hxg4 h4 28.Th3 Rombaldoni): GM Emil Sutovsky fxe4 19.Sxc6 Lxc6 20.Se7+ Kh7
wurde ein Open (9 Runden - Be- Sa4 29.Tb1. 25.Tef1 Le8 26.e5 (2700 isr) 2.5 aus 4, GM Sabino 21.Dg4 Dh5 22.Dxh5 gxh5 23.
denkzeit: 15 Minuten plus 3 Sekun- dxe5 27.dxe5 Brunello (2587 ita) 3.5 aus 5, IM Sxc6 Txf4 24.Se5 d6 25.Sc6
den pro Zug) durchgeführt, an dem Denis Rombaldoni (2520 ita) 4.5 aus Tf8. 15.Lc4 d6 16.Sd2 Weniger
auch 19 GM teilnahmen. Die besten r7u7w7u4 6, GM Daniele Vocaturo (2537 ita) zaghaft und in diesem Falle auch
7 qualifizierten sich für das Finale 1u7u5q6u 4.5 aus 6, GM Mihail Marin (2539 besser war 16.d5 Se5 17.Sxe5
Lxe5 18.Le3 g5 19.Ld4 Sg6 20.
im K.O.-Modus am Folgetag. Dies rou) 2.0 aus 2, IM Axel Rombaldoni
waren die GM Maxime Vachier-La-
u3u7u7q1 (2464 ita) 3.5 aus 5. Chieti (Elo- b3 La6 21.Sxc7+ Dxc7 22.Lxa6.
grave, Tigran Gharamian, Vladislav 7q7uau7u Durchschnitt: 2301, Kapitän: Giulio 16...Db6 17.Sb3 Sa5 18.Sxa5
Borgo): GM Gawain C.B. Jones Dxa5 19.Db3 0-0 20.Ld2 Db6
Tkachiev, Laurent Fressinet, Andrei
Istratescu, Etienne Bacrot und Se-
u7q7ugu7 (2635 eng) 3.0 aus 7, GM Carlos Ausgleich verspricht 20...Lc6 21.
bastien Feller. Als Vertreter des Aus- 7uau7vdy Garcia Palermo (2479 ita) 2.0 aus 5, Lxb4 Db6 22.La3 Tb8 23.Df3
d5 24.exd5 Lxb5 25.Lxb5 Dxb5
richters kam noch GM Christian yax7u7y7 IM Carlo D’Amore (2493 ita) 2.5
aus 5, IM Andrea Stella (2439 ita) 26.Lxe7 Lxd4. 21.Dxb4 Lxe4
Bauer hinzu. Gespielt wurden Zwei-
kämpfe über 2 Partien mit der glei- 7u7u7v7n 3.5 aus 5, IM Roberto Mogranzini 22.Te1 Sc6 23.Db3 Lf5 Gleich-
chen Bedenkzeit wie im Open. Bei (2461 ita) 3.5 aus 4, IM Giulio Bor- wertig im Remissinne war auch 23...
27...Td8 Der seit geraumer Zeit in- d5 24.Lxd5 Lxd5 25.Dxd5 Tb8
Gleichstand ging es im Tiebreak mit go (2397 ita) 2.0 aus 2.
aktive Springer b6 kann auch in das 26.Tc1 Dxb5 27.Dxb5 Txb5 28.
2 Blitzpartien (3 Minuten plus 2 Se- Geschehen eingreifen. 27...Sd5 28. Auch die Frauen spielten ihre Meis-
kunden pro Zug) weiter. Der Sieger terschaft (5 Campionato Italiano a Txc6 Txb2 29.Lc1 Tb1 30.g3
Dg4 h5 29.Sf5+ Kf8 30.Dd4 Lxd4 31.Kg2 Lb6. 24.Lxf7+
GM Maxime Vachier-Lagrave setzte Klugerweise weicht die Dame dem Squadre Femminile serie Master)
sich im Viertelfinale gegen GM Vla- aus. Es beteiligten sich 6 Dreier- Kh7 25.Lc4 Sa5 Die Variante
Tauschangebot aus. (30.Sxe7 hxg4 25...Ld7 26.Lc3 Sa5 27.Lxa5
dimir Tkachiev mit 1,5:0,5 durch 31.Txf7+ Lxf7 32.Sxd5 Kg7 33. teams, die in Arvier ein Rundentur-
und war auch im Halbfinale durch nier vom 28.4. bis 1.5.2012 austru- Dxa5 28.Dc3 Dxc3 29.Sxc3 Tf4
e6 Lxe6 34.Sc7 Ld7 35.Sxa8 30.Se2 Te4 endet ohne Sieger. 26.
GM Etienne Bacrot nicht zu stoppen gxh3 36.Sc7 hxg2+ 37.Kxg2 gen. Es siegte das Team aus Chieti.
(2:0). Im Finale musste er gegen 1. Chieti 10 13.0 Lxa5 Dxa5 27.Dc3 Db6 28.Te7
Lh3+ 38.Kg1 Lxf1 39.Kxf1 Th2 d5 29.Lxd5
GM Laurent Fressinet nach einem Wenn überhaupt, hat Schwarz hier 2. Scacchisti.it 8 12.0
1:1 in die Verlängerung und gewann
mit 2:0.
die besseren Aussichten.) 30...gxf5 3. Vitinia
4. Accademia Milanese
6 9.5
3 3.5
u7u7u4u7
31.e6 Sf6 32.Txf5 Td8 33.Dxf6
Endstand Open (Die Wertzahl be- Dxf6 34.Txf6 Der weiße Turm- 5. SS Torinese 2 4.5 7u1ufu2z
zieht sich auf Schnellschach).
1. Vachier-Lagrave,M. g fra 2840 7.5
druck in der f-Linie ist äußerst unan- 6. Chieti U16 1 2.5 u5u7u7q1
genehm. 28.Se4 Sd5 29.Dg3 Tf8 Aus Deutschland war IM Ketino
2. Gharamian,T. g fra 2740 7.5 Auch gut für Weiß ist die Fortset- Kachiani-Gersinska für das Team
7c7x7w7u
3. Tkachiev,V.
4. Fressinet,L.
g
g
fra
fra
2570
2750
7.0
7.0
zung 29...g5 30.Sd6 Kf8 31.Tf5 Scacchisti.it angereist; sie gab nur in u7uau7u7
Sf4 32.T1xf4 gxf4 33.Dxf4. 30. der vorletzten Runde einen halben 7ugu7u7u
5. Istratescu,A. g fra 2820 7.0 Sd6 Dg5 31.Df2 f5 Dies sollte die Punkt gegen IM Olga Zimina ab.
6. Bacrot,E.
7. Feller,S.
g
g
fra
fra
2740
2590
7.0
7.0
Befreiung bringen. 31...Dxe5 32. Die Aufstellungen der drei Erstplat- uau7uaya
8. Sanikidze,T. g geo 2490 7.0 Sxf7 Txf7 33.Txf7+ Lxf7 34.
Dxf7+ Kh8 35.Td1 Das wird
zierten: Chieti (Elo-Durchschnitt: 7u7u7uhu
9. Jankovic,A. g cro 2540 7.0 2406): IM Martha L. Fierro Baquero
10. Nikolic,P. g bih 2670 7.0 Schwarz wohl verlieren. 32.Tg3 (2380 ecu) 3.5 aus 4, IM Olga Zimi- 29...Dxb5 Optimismus in allen Eh-
11. Andersson,U. g swe 2540 7.0 Dh5 Hier wird die Dame nicht na (2327 ita) 4.5 aus 5, WFM Ma- ren. Doch hier war er fehl am Platz.
12. Milliet,S. m fra 2470 7.0 glücklich. Sie hätte nach e7 zurück riagrazia De Rosa (2091 ita) 3.0 aus 29...Df6 30.Te2 Lg4 31.Tc2
13. Agrest,E. g swe 2540 7.0 gehen müssen, was an der schlechte- 4, Eugenia Di Primio (1972 ita) 2.0 Lf5 32.Td2 Te8 33.Td1 Te2 34.
14. Donchenko,A. f ger 2500 7.0 ren schwarzen Stellung jedoch auch aus 2. Scacchisti.it (Elo-Durch- Lf3 Tc2 35.De3 Der weiße Mehr-
15. Naiditsch,A. g ger 2720 6.5 nichts ändert. 33.Ld1 1:0 schnitt: 2221): IM Elena Sedina bauer ist noch kein Siegesgarant. 30.
16. Shchekachev,A. g fra 2620 6.5 Italien, 27.4.-1.5.2012 (2353 ita) 4.5 aus 5, IM Ketino Ka- Dxc7 Kh8 (30...Dxd5 31.Txg7+
17. Wirig,A. g fra 2530 6.5 chiani-Gersinska (2319 ger) 4.5 aus Kh8 32.Th7+ Kg8 33.Dg7#, oder
18. Ider,B. f fra 2570 6.5 In der Gemeinde Arvier im Aostatal
fanden die italienischen Mann- 5, Sabrina Reginato (1991 ita) 1.0 30...Ld7 31.De5 Tf6 32.Dxf6
19. Weber,T. f lux 2290 6.5 aus 3, Alessia C. Santeramo (1824 Df1+ 33.Kxf1 Lb5+ 34.Ke1 Le8
20. Budisin,S. sui 2090 6.5 schaftsmeisterschaften statt. Es be-
teiligten sich bei den Männern 14 ita) 2.0 aus 2. Vitinia (Elo-Durch- 35.Dxg7#. Möglich war noch 30...
194 Teilnehmer schnitt: 2006): Fiammetta Panella Dd7 31.Txd7 Lxd7 32.Dxd7,
Neben FM Alexander Donchenko Mannschaften, die 7 Runden im
Schweizer System absolvierten. Ge- (2013 ita) 3.0 aus 5, Roberta Messi- was aber das Ende der schwarzen
(14.) und GM Arkadij Naiditsch na (1957 ita) 2.0 aus 5, Laura Cos- Hoffnungen nur hinaus zögert. 31.
(15.) traten unter Schwarz-Rot-Gold spielt wurde an 4 Brettern. Am Ende
hatte das Team aus Padua (italie- tantini (2049 ita) 4.5 aus 5. Txg7 g5 (31...Ld7 32.Txd7
noch Hussain Chaltchi (SG Caissa ❍ Caprio, G./2398 Dxd7 33.Dxd7 h5 34.De6 Td8
Rochade Kuppenheim) als 76. und nisch Padova) die Nase vorn beim
„44 Campionato Italiano a Squadre ● D’Amore, C./2493 35.Df6+ Kh7 36.Dxd8 Kh6 37.f4
Robert Baskin (Schachabteilung Spanisch C 60 g5 38.Dh8+ Kg6 39.Dg8+ Kf5
TuS Makkabi Frankfurt/Main / 78.) serie Master“.
40.Dxg5#) 32.Th7+ 1:0 (32...
an. 1. Ob. Risarcimento Padova 13 19.0 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 Sge7 4. Lxh7 33.De5+ Tf6 34.Dxf6#)
❍ Tkachiev, V./2641 2. Scavolini Datagest Pesaro 12 20.5 0-0 g6 5.c3 a6 6.Lc4 Lg7 7.d4 b5 Nachfolgende Partie gehört in die
● Istratescu, A./2633 3. Chieti 9 16.5 Rubrik „Aufgeben in Gewinn-/Re-
Moderne Verteidigung B 06 4. Libertas Nereto 8 16.5 r7w5z7u4 misstellung“.
1.d4 g6 2.e4 Lg7 3.Sc3 c6 4.Sf3
5. Centro Studi Test Palermo 7 15.5 7u1q3q2q ❍ Maggi, F./2132
6. SS Triestina 7 14.0 ● Salvetti, A./2210
d6 5.Le3 Db6 6.Tb1 Dc7 7.Dd2
7. Latina 7 13.5 q7e7u7q7
b5 8.Ld3 Sd7 9.0-0 Sgf6 10.h3 Englisch A 25
0-0 11.Se2 c5 12.c3 c4 13.Lc2 8. Acc. Scacch. Italiana Bologna 7 13.5 7q7u1u7u 1.c4 e5 2.Sc3 Sc6 3.e3 g6 4.Sf3
Sb6 Die mit dem Fianchetto einge- 9. SS Milanese 6 12.5 u7xay7u7 Lg7 5.d4 d6 6.Le2 Ld7 7.0-0 f5
10. L’Arrocco A di Roma 6 12.0
leitete Variante verheißt auch nur
Ausgleich. 13...Lb7 14.Sg3 Tfe8 11. CPS Banca Nuova 6 11.5 7uau7c7u 8.dxe5 dxe5 9.Sd5 Sf6 10.Tb1
Von einer besseren weißen Stellung
15.Lh6 e5 16.Tfe1 d5 17.exd5 12. Pizzato Elettr. Scacchi Marostica 4 10.5 yau7uaya ist auch die Fortsetzung 10.Db3 e4
Sxd5 18.Lxg7 Kxg7. 14.Lh6 e5 13. SS Eporediese Ivrea 3 10.5 fcsb7vhu 11.Sd4 Sxd4 12.exd4 c6 13.
15.Sg3 Te8 16.Lxg7 Kxg7 17. 14. CSKB Torveca Caffè Vigevano 3 10.0 Sxf6+ Lxf6 entfernt. 10...0-0 11.
Tbd1 h6 18.Sh4 De7 19.f4 Sh7 Deutsche Spieler wurden nicht auf- 8.Ld5 Die Kontrahenten betreten b4 e4 12.Sd4 Warum nicht 12.Sg5
20.Sf3 exf4 21.Dxf4 Sg5 22.Kh1 geboten. Die Aufstellungen der drei Neuland. 8.Lb3 exd4 9.cxd4 0-0 h6 13.Sh3 g5 14.b5 Se5 15.Lb2
Ld7 23.Tde1 Sxf3 Der Springer Erstplatzierten: Ob. Risarcimento 10.d5 Sa5 11.Sc3 Lb7 12.Le3 Te8 16.Sxf6+ Dxf6 17.Sf4 gxf4
g5 tauscht sich auf f3 ab. Doch auch Padova (Elo-Durchschnitt: 2589, Tc8 13.Ld4 c5 14.Lxg7 Kxg7 18.exf4 De6 und in dieser spannen-
wenn Schwarz darauf verzichtet, Kapitän: Gaetano Quaranta): GM 15.Dd2 lässt eher das weiße Herz den Stellung haben beide Seiten ihre
muss ständig mit dem Durchsetzen Fabiano Caruana (2767 ita) 4.0 aus höher schlagen. 8...exd4 9.cxd4 Ei- Möglichkeiten. 12...Sxd5 13.cxd5
von e4-e5 gerechnet werden. 23... 6, GM Kiril Georgiev (2671 bul) 3.0 ne bessere Entscheidung als 9.Sxd4 Sxd4 14.exd4 f4 15.f3 Diese Einla-
Tab8 24.e5 Sd5 25.Dd2 b4 26. aus 4, IM Duilio Collutiis (2493 ita) Sxd5 10.exd5 Sxd4 11.cxd4 0-0 dung zum Vergrößern der eigenen
ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com 53
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Chancen nimmt FM Alec Salvetti 1. Vaibhav,S. m ind 2485 7.5 Doch letztlich ist die Auswirkung April 2012, jedoch begannen die
gern an. 15.Lc4 Dg5 16.g3 e3 17. 2. Vorobiov,E.E. g rus 2581 7.0 gering. Weiß steht einfach auf Ge- Männer ihr Turnier 2 Tage früher
fxe3 fxg3 18.Tb2 b5 19.Le2 Lh3 3. Degraeve,J.-M. g fra 2569 7.0 winn. 29...Te8 30.Lb1 cxb3 31. und spielten auch 2 Runden mehr.
20.Lxb5 c6 21.Lc4 gxh2+ 22. 4. Sumets,A. g ukr 2599 6.5 Sxb3 Txc3 32.Lxa2 Tc4 33. Beide Championate wurden im Run-
Kxh2 Lxf1 23.Lxf1 cxd5 Und 5. Manolache,M. g rou 2545 6.5 Lb1. 30.Kc2 Eine kleine Falle ist densystem ausgetragen. Landes-
Schwarz hat die größeren Aussich- 6. Arizmendi Martinez,J.L. g esp 2564 6.5 mit dem Läuferopferangebot auf d3 meister wurden GM Ivan Chepari-
ten. 15...e3 16.Lb2 Dg5 17.Kh1 7. Handke,F. g ger 2549 6.5 verbunden. 30.Ld3 Kh6 (30...cxd3 nov, bzw. WGM Iva Videnova.
Dh4 Eine weitere Stellungsverbes- 8. Maze,S. g fra 2594 6.5
9. Demuth,A. m fra 2423 6.5
31.Se6+ +-) 31.Lxc4 Sb4 32. Männer
serung nimmt Schwarz nicht wahr: 10. Vassallo Barroche,M. m esp 2432 6.5 cxb4 Txd4+ 33.Kc3 Txd1 34. 1. Cheparinov,Ivan g 2664 10.0
17...Dxd5 18.Tc1 Dd6 19.Db3+ 11. Song,J. f fra 2346 6.5 Txd1 axb4+ 35.Kxb4 Tf5 36. 2. Rusev,Krasimir g 2516 8.5
Le6 20.Lc4 Lxc4 21.Txc4 Tf7. 12. Zhigalko,A. g blr 2596 6.5 Td2 Lässt Schwarz wenig bis gar 3. Spasov,Vasil g 2571 7.5
18.De1 Dh6 19.Ld3 Lf6 20.g3 13. Pap,M. g srb 2504 6.5 keine Chance. 30...Te8 31.Lc6 4. Nikolov,Momchil g 2550 7.0
Le7 21.d6 cxd6 22.Le4 Tac8 23. 14. Colovic,A. m mkd 2433 6.5 Txc6 32.Sxc6 Te2+ 33.Td2 5. Petkov,Vladimir g 2509 6.0
Lxb7 Wesentlich mehr kämpfen 15. Korneev,O. g esp 2586 6.0 cxb3+ 34.Kd3 Txd2+ 35.Kxd2 6. Radulski,Julian g 2552 5.5
muss die dunkle Seite nach 23.gxf4 16. Lagarde,M. m fra 2506 6.0 bxc6 36.Tb1 1:0 7. Delchev,Aleksander g 2622 5.0
8. Arnaudov,G.Petar m 2476 4.5
Dxf4 24.Lc1 Lg5 25.Dg3 Tfe8 17. Flear,G.C. g eng 2470 6.0 ❍ Faure, S./2114 9. Milchev,Nikolay m 2421 4.0
26.Dxf4 Lxf4. 23...Tc2 24.Ld5+ 18. Turov,M. g rus 2667 6.0 ● Handke, F./2525
(24.Df2 exf2 25.Lc1 Txc1 26.a4 19. Gozzoli,Y. g fra 2551 6.0 10. Enchev,Ivajlo m 2432 4.0
Slawisch D 13 11. Marholev,Dimitar m 2383 2.0
fxg3 27.Ld5+ Kh8 28.h4 Dxh4+ 20. Debray,C. m fra 2395 6.0
29.Kg2 Dh3#) 24...Kh8 25.h4 (25. 1.d4 d5 2.Sf3 c6 3.c4 Sf6 4.cxd5 12. Janev,Evgeni g 2484 2.0
187 Teilnehmer
cxd5 5.Sc3 Sc6 6.Lf4 a6 7.e3 Frauen
Df2 exf2 26.La1 fxg3 27.Txf2 ❍ Vaibhav, S./2494 Lg4 8.h3 Lxf3 9.Dxf3 Db6 10. 1. Videnova,Iva wg 2301 8.0
Txf2 28.h4 Dxh4+ 29.Kg1 Dh2#) ● Manolache, M./2561 De2 Auch die Deckung des Bauern 2. Raeva,Elitsa wm 2292 7.5
25...Lxh4 26.gxh4 Tf5 27.Lf7 Pirc-Ufimzew-Verteidigung B 08 3. Galunova,Tsveta 2046 5.5
Fabrizio Maggi steht schon mächtig b2 durch den Turm ändert nichts am
1.e4 g6 2.d4 Lg7 3.Sc3 d6 4.Le3 Gleichgewicht der Kräfte. 10.Tb1 4. Nikolova,Adriana wg 2293 5.5
unter Druck. Versucht werden konn- a6 5.a4 Sf6 6.h3 0-0 7.Sf3 Sc6 8. 5. Genova,Lyubka wm 2259 5.0
te noch 27.Le4 Th5 28.d5+ (28. e6 11.Le2 Le7 12.0-0 0-0 13.Tfc1
Dd2 a5 9.0-0-0 Sb4 10.e5 Sfd5 Tfc8 14.b4 Sxb4 15.a3 Se4 16. 6. Voiska,Margarita wg 2316 4.5
Lxc2 Txh4+ 29.Dxh4 Dxh4+ 30. 11.Sxd5 Sxd5 12.Lh6 Lf5 13. 7. Chilingirova,Pavlina wm 2109 4.0
Kg1 Lh3 31.Kh1 Lxf1+ 32.Kg1 Sxe4 Txc1+ 17.Txc1 dxe4 18.
h4 Gut war auch die Vorwärtsbewe- 8. Yordanova,Svetla wm 2116 3.0
Df2+ 33.Kh1 Dg2#) 28...Txb2 Dxe4 Sd5. 10...Se4 11.f3 Sxc3 9. Ivanova,Simoneta 1963 1.5
gung des g-Bauern. 13.g4 Le4 14. 12.bxc3 e5 13.dxe5 Lc5 14.Dd3
29.Txb2 Txh4+ 30.Dxh4 Dxh4+ Lxg7 Lxf3 15.Lxf8 Dxf8 16. 10. Tsekova,Viktoria 1876 0.5
31.Kg1 Lb5, was dem Gegenüber 0-0 15.Tb1 Da7 16.e4 Die Öff- ❍ Nikolova, A./2293
Lc4 Sb6 17.Lb3 d5 Noch ist nung der Diagonale bis g1 eröffnet
dennoch riesengroße Gewinnchan- nicht abzusehen, wessen Aktivitäten Schwarz gute Möglichkeiten. 16. ● Videnova, I./2301
cen einräumt. 27...Th5 0:1 erfolgversprechender sind. 13...dxe5 Sizilianisch B 22
Kf2 Tae8 17.Dxd5 g5 18.e6 gxf4
14.Lxg7 Kxg7 15.dxe5 Sb4 16. 1.e4 c5 2.c3 d5 3.exd5 Dxd5 4.d4
u7u7u7u6 Sd4 Dd7 17.Lb5 c6 18.Lc4
19.Dg5+ Kh8 20.Df6+ Kg8 21.
g6 5.Sf3 Lg7 6.Sa3 Sf6 7.Lc4
Dg5+ Kh8 22.Df6+ Kg8 23.
1u7w7x7q Ld3 19.Sf3 c5 Eher dazu geeignet, Dg5+ Remis durch dreifache Stel- De4+ 8.Le3 0-0 9.0-0 cxd4 10.
u7u1u7q5 den weißen Vorteil etwas zu verrin-
gern, war 19...Tad8 20.e6 Dc8 21.
lungswiederholung. 16...Tfe8 cxd4 Ein neuer Versuch gegenüber
dem etablierten Läuferzug nach d4.
7u7u7u7r Dc3+ f6 22.cxd3 b5 23.Lb3 bxa4 r7u7r7z7 10...a6 11.Se5 Sg4 12.Ld3 Sxe3
uauau1ua 24.Lc4 Sd5 25.Da3 Dxe6 26.h5.
5q7u7q1q 13.Lxe4 Sxd1 14.Tfxd1 Ta7 15.
20.b3 Schwächer wäre eine Klärung Sac4 b5 16.Sa5 Le6 17.Tac1
7u7u1y7u der Verhältnisse rund um diesen q7e7u7u7 Te8 Der Läufer widersteht der Ver-
ysr7u7u7 schwarzen Läufer d3. 20.Lxd3
7u2qau7u suchung und schlägt nicht auf a2
Dxa4 21.c3 Tfd8 22.cxb4 Da1+ rein. 17...Lxa2 18.b3 Td8 19.f4 g5
7v7ugv7n 23.Kc2 Da4+ 24.Kb1 axb4 25. u7u7ysu7 20.g3 gxf4 21.gxf4 Lxe5 22.fxe5
Wirklich. Weiß gab auf. Der Schlüs- De2 c4 26.Lxc4 Tdc8 Zwar
kommt der schwarze Angriff auf der
7uab7y7y Auch der abgeschnittene Läufer a2
verschwindet bald von der Bildflä-
selzug war für beide Seiten kurioser-
weise Bauer d5. Hier zur Rettung, a-Linie auch nicht so recht weiter, y7u7u7y7 che. 18.f4 f6 Hier war ebenfalls der
dort zur Mattvariante. 28.d5+ war jedoch haben sich die weißen Ambi- 7v7uhx7v Läufereinschlag auf a2 ungeeignet.
der weiße Rettungszug! (28.Kg1 d5 tionen ebenfalls verflüchtigt. 20...h5 18...Lxa2 19.b3 f6 20.Sf3 f5 21.
29.b5 Txh4 30.Dxh4 Dxh4 31. 21.Lxd3 c4 22.Le4 Wird der Bau- 17.Dxd5 Man muss doch nun nicht Lc2 Sd7 22.Ta1 Sb6 23.Txa2.
Tfd1 Df2+ 32.Kh1 Dh2#) 28... er auf c4 genommen, verstärken sich jeden angebotenen Bauern nehmen. 19.Sec6 Sxc6 20.Lxc6 Td8 21.
Txb2 29.Dc3+ Dg7 30.Dxb2 die weißen Gewinnaussichten noch 17.Lg3 Tad8 18.f4 g5 19.Df3 Sb7 Tb8 22.Sc5 Lf7 23.d5 f5
Txh4+ 31.Kg1 Lf5 32.Le6 mehr. 22.Lxc4 Df5 23.c3 Sc6 24. dxe4 20.Dxe4 gxf4 21.Lxf4 Lf2+ 24.b3 Lb2 25.Tc2 La3 26.Se6
Lxb1 33.Dxg7+ Kxg7 34.Txb1 De3 Dg4 25.e6 f6 26.Td7. 22... 22.Ke2 Dc5 Im Verteidigungsmo- Ld6
Th5 Das dürfte Remis werden. Dc7 Sehr entgegenkommend. Wäh- dus hält das Weiß noch eine Weile
Wenn man gelenkig genug wäre, rend 22...Sa2+ 23.Kb1 Dxd2 24. aus. 17...Tad8 18.Db3 Le3 19. u4u7u7z7
könnte man sich als Weißer sonstwo Sxd2 Sc3+ 25.Kb2 Sxd1+ 26.
Txd1 cxb3 27.Sxb3 Tac8 28.
Dxb7 Das Wegnehmen des Bauern
b7 war ja nicht schlecht. Doch sollte
4u7u1w7q
hinbeißen.
Nehmen wir an, Schwarz lässt das Lxb7 Tc4 29.g3 Schwarz noch ein zuvor die schwarze Turmkraft auf q7x2c7q7
mit dem Turmzug nach h5 (der paar Hoffnungen ließ. 23.Dd7 Dc5 der Grundreihe beseitigt werden. 19. 7q7y7q7u
24.Dd4 Tac8 25.Dxc5 Txc5 26. e6 Txe6 20.Dxb7 Lxf4 21.Dxa7
Turm steht wieder auf f5.) und zieht
stattdessen 27...d5. Führt zum wei- Kd2 f5 Sxa7 22.Td1 Txd1+ 23.Kxd1 u7u7uau7
ßen Partieverlust! 28.Tc1 (28. Td6+ 24.Kc2 Td2+ 25.Kb3 Td1 7y7u7u7u
Lxd5 Th5 29.Kg1 Txh4 30. u7u7u4u7 Weiß hat zwei Bauern für den Sprin- y7v7u7ya
Dxh4 Dxh4 31.Tfc1 Df2+ 32. 7q7u1u6u ger und kann noch einige Zeit gegen
halten. 19...Tb8 Natürlich stärker 7u7v7uhu
Kh1 Dh2#) 28...Txb2 29.Tg1
Th5 30.Tc8+ Lxc8 31.Tg4 u7u7u7q7 als der Läufergewinn auf f4. 19...
27.g3 Remisverdächtig ist die Vari-
Lxg4 32.Kg1 Txh4 33.Df2 1u4uaq7q Lxf4 20.Dxa7 Sxa7 21.Lxa6
ante 27.Tdd2 Lxe6 28.dxe6 Lxf4
Th1+ 34.Kg2 Dh3# Txe5 22.0-0 Kf8 23.Tb3 Tg5
y3q7x7ua Die schwarzen Partiegewinnbemü- 29.Td7 Tc7 30.Txc7 Lxc7. 27...
Frankreich, 23.-29.4.2012 7y7u7c7u hungen dürfen wieder von neuem Lxe6 28.dxe6 Tc7 29.Tdc1 Nicht
In Lille, nahe der belgischen Gren- beginnen. 20.Dxb8 Txb8 21. immer ist eine Turmverdoppelung
ze, wurde das neunrundige „3e LU- u7yhuay7 Txb8+ Sxb8 22.Lg3 Letztlich ist die beste Entscheidung. 29.a4 bxa4
COPEN“ durchgeführt. Nebem GM 7u7v7u7v auch die Variante 22.g3 g5 23.Lxe3 30.bxa4 Tbc8 31.Tdc1 La3 32.
Ta1 Txc6 33.Txc6 Txc6 34.
Florian Handke, der einen hervorra- Dxe3+ 24.Le2 Sd7 25.e6 Se5
genden siebenten Platz belegte, wa- 27.exf6+ In schwarzer Königsnähe nicht besser. 22...Dc5 23.f4 Dxc3+ Txa3 Txe6 Ein kleiner Vorteil ver-
ren aus Deutschland noch Dr. Bernd spielt die Schachmusik. Nicht auf 24.Ke2 Sc6 25.Kf3 h5 26.Lh4 bleibt Schwarz. 29...Tbc8 30.b4
Skutta (45., Klub Kölner Schach- dem weit entfernten Feld b7. 27. (26.Ld3 Dxd3 27.Lf2 Lc5+ 28. (30.a4 La3 31.Lxb5 Txc2 32.
freunde 1967), Götz Richter (58., Lxb7 cxb3 28.cxb3 Tc7 29.Sd4 Le3 Dxe3#) 26...Sd4+ 27.Kg3 Txc2 Txc2 33.Lxa6 Ta2 Ein
Klub Kölner Schachfreunde 1967), Txb7 30.Se6+ Kf7 31.Sxf8 Lg1+ 28.Ld3 Dxd3# Turm mit schwarzer Lackierung ist
Horst Rosenauer (96., Bergische Kxf8 32.Tc1 Weiß hat die Qualität mehr auf dem Brett.) 30...Lxb4 31.
Schachfreunde 1923 Bergisch Gl.) mehr und darf noch erheblich länger Bulgarien, 18./20.-28.4.2012 Tb1 Am schwarzen Gewinnpunkt
dabei. Ganz vorn gingen durchs Ziel um den Gewinnpunkt kämpfen. 27... Etwa 100 km östlich der Hauptstadt ändert auch 31.Le4 Lc5+ 32.Txc5
IM Suri Vaibhav, GM Evgeny E. exf6 28.c3 Sa2 29.Sd4 Td8 Die- Sofia, in Panagyurishte, wurden die Txc5 33.Txc5 Txc5 34.Lb7
Vorobiov und GM Jean-Marc De- ser Turm kann auch ein Feld vorher diesjährigen Landesmeisterschaften Tc1+ 35.Kf2 Tc2+ 36.Ke3 Txa2
graeve. abstoppen. ausgetragen. Beide endeten am 28. nichts mehr. 31...Ld6 0:1
54 ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com
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❍ Cheparinov, I./2664 als nötig entgegen. Hingegen ist 30. Aserbaidschan,27.4.-7.5.2012 39.Tc1 Te4 40.Lb2 Dd7) 37.
● Janev, E./2484 Sxb7 Sxc4 31.Tc1 Tf4 32.h3 h6 Die A-Gruppe des Opens in Nakchi- Sxe6 Dxe6 38.Td8+ Kh7 39.
Philidor-Verteidigung C 41 33.Te6 Tc8 stark remisverdächtig. van war stark besetzt. Die Medail- Dc2+ Le4 40.Dxc4 Lxg2 41.
1.d4 d6 2.e4 Sf6 3.Sc3 e5 4.Sf3 30...Tae8 31.Tde1 Tf6 32.c5 h6 lenränge besetzten die GM Voirel Dxe6 Sxe6 42.Td7 Lh3 Plötzlich
Sbd7 5.Lc4 Le7 6.0-0 0-0 7.a4 33.g3 Sc4 34.Kg2 b5 35.axb5 Iordachescu, Sergei Zhigalko und hat Schwarz wieder das Heft in der
exd4 Die Aufhebung der Zentrums- cxb5 36.c6 Tc8 37.c7 a4 Das Eltaj Safarli. Hand. 33...Sxe5
spannung wird nur selten ange- schwarze Freibauerpärchen sieht ge- 1. Iordachescu,V. g mda 2644 6.5
wandt. Wesentlich beliebter ist der fährlicher aus als es ist. 37...b4 38. 2. Zhigalko,S. g blr 2649 6.5 u7u5r7z7
Bauernzug nach c6. 8.Dxd4 Sb6 9. Td1 Txe6 39.Td8+ Kh7 40.
Txe6 Txc7 41.Tb8 Sd2. 38.Td1
3. Safarli,E.
4. Guseinov,G.
g
g
aze 2645
aze 2616
6.5
6.0
7w7u7q7u
Le2 (9.La2 Lg4 10.Dd3 Sbd7 u1r7u7u1
11.Sd4 Se5 12.De3 c5 13.Sde2 Kf7 Bisher war alles im grünen Be- 5. Tiviakov,S. g ned 2673 6.0
Sc6 14.Sf4 Sb4 15.Dd2 Sxa2 reich. Mit diesem Königszug macht
der bulgarische GM alle zuvor so er-
6. Grachev,B.
7. Mamedov,R.
g
g
rus 2705
aze 2624
5.5
5.5
1c7u3u3u
16.Txa2 Dd7 17.f3 Le6 18.Ta1
Tfd8 19.Td1 Dc6 20.De2 Td7 folgreichen Bemühungen zunichte. 8. Mirzoev,A. g aze 2560 5.5 y7q7u7u7
21.Sfd5 Se8 22.Lf4 Lf6 23.Db5 38...Txe6 39.Td8+ Kh7 40.Txe6 9. Esen,B.
10. Shanava,K.
g
g
tur 2555
geo 2586
5.5
5.5
su7u7uau
Txc7 41.Tb8 Tc5 Die weiße Qua-
Ld4+ 24.Kf1 Kf8 25.Le3 Lxc3
lität mehr genügt zur Kompensation 11. Khalifman,A. g rus 2649 5.5 udu7ugxa
26.Sxc3 Tad8 27.Dxc6 bxc6 28.
e5 c4 29.exd6 Sxd6 30.Lc5 Ke8 der beiden schwarzen Mehrbauern. 12. Iskandarov,M.
13. Filippov,A. g
aze 2305
uzb 2637
5.5
5.5
7ufufuhu
31.Lxd6 Txd6 32.Txd6 Txd6 33. 39.Td7+ Kg6 40.Txg7+ Ganz
verkehrt wäre 40.Sxg7 Tf7 41. 14. Durarbayli,V. g aze 2543 5.5 34.Ted1 Richtiges Feld. Falscher
Td1 Ld5 34.b4 cxb3 35.cxb3 Ke7 15. Guliev,S. g aze 2498 5.5 Turm. 34.Tcd1 Db8 35.Df1 Tce6
36.b4 Td7 37.Kf2 Ke6 38.Ke3 a6 Txf7 Kxf7 42.Sf5 Txc7 im wei- 16. Rasulov,V. g aze 2526 5.0
ßen Sinne und die schwarzen Figu- 36.Sd4 Lxg2 37.Dxg2 Sef3+ 38.
39.Se4 Ta7 40.Sc5+ Kd6 41. 17. Azaladze,S. m geo 2419 5.0 Sxf3 Sxf3+ 39.Dxf3 Txe1+ 40.
Kd4 Ta8 42.a5 Ta7 43.Te1 Le6 ren spielen wieder mit. 40...Kh5 41. 18. Mammadov,Z. m aze 2378 5.0
Kh3 1:0 (41...Tf3 42.Te4 Txg3+ Txe1 Txe1+ 41.Kf2 De8 Der
44.h4 Ta8 45.h5 h6 46.f4 Ta7 47. 19. Aleksandrov,A. g blr 2604 5.0
43.Kxg3 Txc7 44.Sf4#) 20. Mammadov,A. m aze 2404 5.0 Springer holt sich noch den einsa-
Te5 Ld5 48.g3 Lf3 49.f5 Lxh5
50.f6 g5 51.Se4+ Kc7 52.Te7+ ❍ Janev, E./2484 47 Teilnehmer
men c-Bauern und damit hält sich
● Rusev, K./2516 die Stellung im Gleichgewicht. 34...
Kb8 53.Sd6 Lg6 54.Kc5 Txe7 Das B-Turnier mit 63 Teilnehmern Da8 35.Df5 GM Sarhan Guliev
55.fxe7 f6 56.e8D+ Lxe8 57.Sxe8 Sizilianisch B 22 gewann Ulvi Sadikhov vor Azer Ab-
1.e4 c5 2.c3 d5 3.exd5 Dxd5 4.Sf3 verpasst die Chance zur Punktetei-
f5 58.Kd4 h5 59.Sg7 h4 60.gxh4 dullayev und FM Aryan Gholami. lung. 35.Td5 Tce6 36.Sc7 Lxd5
gxh4 61.Ke3 Kc7 62.Se6+ Kb7 Sc6 5.Sa3 Lf5 6.d4 cxd4 7.Sb5 Noch 5 Mitspieler mehr gab es in
Es gibt ein paar Vorgängerpartien, in 37.Sxd5 Da7 38.Kh1 Sg4 39.
63.Sc5+ Ka7 64.Kf4 Ka8 65. Gruppe C. Hier siegte Jeyhun Hu- Df1 b5 40.axb5 Sf2+ 41.Kg1
Sxa6 Kb7 66.Sc5+ Ka7 67.Kf3 denen sich dieser Zug nicht bewähr- seynzada. Platz 2 sicherte sich Ka-
te. Während 7.Sxd4 0-0-0 8.Le3 Sfh3+ 42.Kh1 Sf2+ 43.Kg1
Ka8 68.Se6 Kb7 69.Sd4 Kc7 mil Rzayev vor Vuqar Manafov. Sfh3+ 44.Kh1 Sf2+ Remis durch
70.Sxf5 c5 71.b5 h3 72.Ke4 1:0, Sf6 9.Da4 e6 10.Sab5 Sg4 11. ❍ Guliev, S./2498 dreifache Stellungswiederholung.
Nuber - Krauß, Regensburg 2011) Sxc6 Sxe3 12.Scxa7+ Kb8 13. ● Iordachescu, V./2644
Df4+ e5 14.Dxe3 Lc5 15.c4 35...Tf6 36.Lxb7 Dxb7 37.Sd6
9...a5 10.b3 Sfd7 11.Le3 Sc5 12. Nimzoindisch E 46 (37.Dxf6 Sef3+ 38.Kf2 Sh3+ 39.
Tad1 Le6 13.Dd2 c6 14.Sd4 Lxe3 16.cxd5 Lxa7 eine spielbare
Ausgleichsalternative ist. 7...0-0-0 8. 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 4.e3 Kg2 Sfg5+ 40.Dc6 Dxc6+ 41.
Dc8 15.f4 f5 16.Lf3 fxe4 17.Sxe4 0-0 5.Sge2 d5 6.a3 Le7 7.cxd5 Td5 Dxd5+ 42.Kf1 Df3#) 37...
Ld5 18.Sg3 Lxf3 19.Sxf3 Sd5 cxd4 e5 9.Sc3 Auch das Angebot
zum Damenabtasuch mildert die he- exd5 8.g3 Sbd7 9.Lg2 Sb6 10. Sef3+ 38.Kh1 0:1 (38...Txf5 39.
20.Lxc5 Im Vorteilssinne auch 0-0 a5 11.a4 Te8 12.b3 Lb4 13.f3 Td5 Dxd5 40.Sxe8 Sxh2+ 41.
nicht wesentlich besser war der Ver- raufziehenden weißen Probleme in
keinster Weise. 9.Db3 Lb4+ 10. In den wenigen Partiebeispielen zu Kg1 Sh3+ 42.Kxh2 Tf2+ 43.
such, das Spiel mehr zum Königs- dieser Fortsetzung dient sie einzig Kxh3 Dh5#)
flügel hin zu verlagern. 20.f5 Sxe3 Ld2 Dxb3 11.axb3 Lxd2+ 12.
21.Dxe3 Dc7 22.Df4 Tac8 23. Kxd2 a6 13.Sc3 e4. Keine Alterna- dazu, den Nachbarbauern nach g4 ❍ Mammadov, Z./2378
Sh5 d5 24.Dg4 Lf6 25.Sxf6+ tive ist 9.Da4 exd4 10.Ld2 De4+ ziehen zu können. 13...h6 14.Dd3 ● Guseinov, G./2616
11.Kd1 a6 12.Tc1 Kb8 13.Sg5 Sbd7 15.Sf4 b6 16.Dc2 Lb7 17. Pirc-Ufimzew-Verteidigung B 07
Txf6. 20...dxc5 21.Se5 Dc7 22. Sd3 Lf8 18.Df2 c5 19.Lb2 Tc8
Dd3 axb5 14.Dxb5 Td5 15.Db3 Lg4+ 1.e4 d6 2.d4 Sf6 3.Ld3 g6 4.Sf3
16.f3 Txg5 17.Lxg5 Lb4 18. 20.Tfd1 Zum Ausgleich genügt Lg7 5.0-0 0-0 6.h3 Sc6 7.c3 e5 8.
r7u7u4z7 Txc6 d3 19.Dxd3 Dxc6 20.fxg4 auch 20.Tac1 La6 21.Sb5 Lxb5 dxe5 dxe5 9.Sa3 h6 Ein neuer Zug.
Sf6 21.Le2 Se4 22.Le3 La5 23. 22.axb5 Ld6 23.Lh3 Tc7. 20... Bisher wurde 9...a6, 9...De7 und 9...
7q5u2u1q Dc4 Dd7+ 24.Dd3 0:1, Kristjans- Ld6 21.Sb5 Lb8 22.Lh3 Tc6 Le6 gespielt. 10.Sc4 Sh5 11.Lc2
u7q7u7u7 son - Jones, Reykjavik 2011 9...Da5 23.Tac1 De7 Etwas forscher ist
der Vorstoß des c-Bauern. 23...c4
Df6 12.La4 Td8 13.De2 De7 14.
1u1edu7u (9...Lb4 10.Ld2 Lxc3 11.bxc3
Sge7 12.Le3 exd4 13.cxd4 Le4 24.bxc4 Txc4 25.Sc3 Lc6 26.
Te1 Ld7 15.Lxc6 Lxc6 16.Sa5
De8 17.Sxc6 Dxc6 18.Dc2 Td6
y7u7uau7 14.Le2 g5 15.Sxg5 Lxg2 16.Tg1 Ta1 Ld6 27.Lf1 De7 Die beider- 19.Le3 Tad8 20.Tad1 (20.
seitigen Chancen gleichen sich aus.
7y7b7udu f6 17.Lg4+ f5 18.Lf3 Lxf3 19.
Sxf3 f4 20.Ld2 Sxd4 21.Sxd4 24.Te1 c4 25.La3 Dd8 26.bxc4
Lxa7? 20...b6) 20...Txd1 21.
Txd1 Txd1+ 22.Dxd1 Dxe4 23.
u7y7u7ya Dxd4 22.Dg4+ Td7 23.Tc1+ dxc4 27.Sb2 g5 GM Viorel Iorda- Dd8+ Kh7 24.Dxc7 f5 25.Sd2
7u7v7vhu Sc6 24.Dxf4 Te8+ 0:1, Pacher - chescu ergreift am Königsflügel die Dc2
Istratescu, Plovdiv 2012) 10.Le3 Initiative. Oder versucht es wenigs-
22...Lf6 GM Evgeni Janev bleibt Sf6 Der bulgarische GM Krasimir tens. 27...c3 28.Sxc3 Dc8 29.
Sbd1 Sh7 30.e4 Sg5 31.Lg2 Das
u7u7u7u7
konsequent bei seiner Remislinie Rusev hält die Spannung aufrecht.
und widersteht den Verlockungen 10...exd4 11.Sxd4 De5 12.Scb5 weiße Bauernzentrum wird noch 1qgu7u2z
auf f4. 22...Txf4 23.Txf4 Dxe5 Lb4+ 13.Ke2 Sge7 14.f4 Dxb5+ zum schwarzen Problem. 28.e4 Aus- u7u7u7q1
24.Te4 Dc7 25.Sf5 Lf8 26.c4 sichtsreicher für Weiß ist 28.Sxc4
Sf6 27.Te6 und auch 22...Sxf4
15.Sxb5 Lg4+ 16.Kf2 Lxd1 Und
Schwarz hat eine Figur mehr auf Sf8 29.Lg2 Sd5 30.e4 Sb4 31. 7u7u1q7e
23.Dc4+ Sd5 24.Txd5 cxd5 25. dem Brett. 11.Lb5 exd4 12.Sxd4 Dd2 Sd7 32.Ted1. 28...g4 29. u7u7u7u7
Dxd5+ Kh8 26.Sf7+ Txf7 27. Weiß kann auch den Läufer in die Lg2 Den weißen Vorteil hält auch 7uausu7y
Txf7 sichern Weiß das etwas besse- Hand nehmen, was an der sich ab- 29.d5 Tc8 30.Lxg4 Sxg4 31.fxg4
re Spiel. 23.Dc4 Lxe5 24.fxe5 zeichnenden Niederlage wenig än- Sf6 32.Tf1 Txe4 33.d6 c3 34. yatduay7
Dxe5 25.Tfe1 Dc3 Auch das Feld dert. 12.Lxd4 Sxd4 13.Sxd4 Lc5 Sd1 fest. 29...gxf3 30.Lxf3
Schwächer ist das Nehmen mit der
7u7u7uhu
f4 versprach Aussichten auf eine 14.Sxf5 Txd1+ 15.Txd1 Se4.
Punkteteilung. Ein Angebot zum 12...Sxd4 13.Lxd4 Db4 14.Le5 Dame. 30.Dxf3 Tce6 31.Lh3 26.Sc4 Dieser Springer sollte lieber
Damentausch ist auf beiden Feldern Probiert werden konnte noch die re- Sxe4 32.Lxe6 Txe6 33.Sxc4 den König beschützen. 26.Sf3 De4
(f4, c3) gegeben. 25...Df4 26.Dxc5 lative Königssicherheit mittels Ro- Dg5 Schwarz hat wieder ausgegli- 27.Kh2 Sf4 28.c4 a6 29.b3 b5 30.
Tae8 27.Txe8 Txe8 28.Tf1 (28. chade: 14.0-0 Txd4 15.Df3 g6 16. chen. 30...Sh7 Auch der Wechsel a4 bxa4 31.bxa4 Sxg2 32.Kxg2 g5
Dxa5 De3+ 29.Kh1 Df2 30.Tf1 a3 Dd6 17.Le2 a6 Wenn wir den des Turms auf die e-Linie ändert we- 33.Lxg5 hxg5 34.Df7 Kh6 Die
Dxc2 Weiß hat ein paar Schwierig- schwarzen Läufer mehr und die nig am weißen Vorteil. 30...Tce6 Stellung ist nahe am Ausgleich. 26...
keiten mehr.) 28...De3+ 29.Dxe3 schwarze Initiative ignorieren, steht 31.Tf1 Sxe4 32.Lxe4 Lxe4 33. f4 27.Lxa7 Die Stellung ist nahe
Sxe3 30.Te1 Kf7. 26.Se4 Dxc4 Weiß gar nicht so übel. 14...Txd1+ Dxf7+ Kh8 34.Sxc4. 31.e5 Stark am Abgrund. 27.Dxb7 De2 28.g3
27.bxc4 Sb4 28.Sxc5 Sxc2 29. 15.Txd1 a6 16.Le2 Lc5 17.0-0 ist auch 31.Lg2 Tf6 32.Dc2 c3 Sxg3 29.fxg3 fxe3 30.Sxe5 Df2+
Te2 Gleichwertig, im Sinne von Te8 18.Lg3 Am weißen Dilemma 33.Sc4 Sg5 34.Te3 Tfe6 35. 31.Kh1 Dxg3 32.Sf3 Dxh3+ 33.
Gleichstand, war auch 29.Te7 Tf7 ändert auch 18.Sd5 Da5 19.Lc3 Scd6. 31...Sg5 32.Lg2 Lxe5 33. Kg1 Dg3+ 34.Kh1 e2 Nach eini-
30.Txf7 Kxf7 31.Sxb7 Se3 32. Dxa2 20.Lf3 Se4 21.Lxg7 Sg5 dxe5 Nur so! 33.Txe5 Sxe5 34. ger Zeit wird Weiß wohl verlieren.
Td4 Tb8 33.Sxa5 Tb2 34.g4 c5 nichts mehr. 18...Dxb2 19.Sa4 dxe5 Txe5 35.Td1 De8 36.Sd4 27...Dc1+ 28.Kh2 Sg3 0:1 (29.
35.Tf4+ Kg6. 29...Sa3 30.Se6 Dxe2 20.Sxc5 b6 21.Sa4 Kb7 Tce6 (36...Tg6 ist remisverdäch- Dxg7+ Kxg7 30.fxg3 fxg3+ 31.
Dies kommt Schwarz etwas mehr 22.Td6 Te6 23.Td8 Ld3 0:1 tig. 37.Sxc4 Lxg2 38.Dxg2 Dxa4 Kxg3 Df4#)
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Norwegen, 28.4.-4.5.2012 Druck dadurch auch nicht abgemil- Lxd5 24.cxd5 Sba6 25.Sg3 Tfc7 5. Jovic,S. srb 2262 6.5
Bereits zum zweiten Mal wurde das dert. 24.Sxa7 Dxa7 25.Dxe5 Ta8 26.Dxa5 Sd3 27.Txc7 Sf4+ 28. 6. Draganic,V. mne 2274 6.5
Norsk Sjakkfestival durchgeführt. In 26.Db2 Se4) 24.Td2 Sd5 25. Lxf4 exf4 29.Thc1 Weiß hat einen 7. Dimitrijevic,A. wf bih 2274 6.0
Fagernes konnte der norwegische Txd5 exd5 26.Dc1 Da5 Der schönen Druck entwickelt. 23.Tad1 8. Banduka,Z. svk 2170 6.0
Schiedsrichter, Organisator und Au- schwarze Sieg ist nur eine Zeitfrage. Tc6 24.Sxe7+ Dxe7 25.Dxa5 9. Hadzovic,A. bih 2189 6.0
23...Da3 24.Ld4 So wird wenigs- Ta6 10. Petrovic,M. wmsrb 2189 6.0
tor Hans-Olav Lahlum ein starkes 11. Hadzi-Manev,L. f mkd 2079 6.0
Teilnehmerfeld begrüßen. Gespielt tens eine kleine Drohung gegen den
wurde im Quality Hotel & Resort Springer e5 aufgestellt. 24.Td2 u3u7u7z7 12. Kacakovski,D.
13. Sadikovic,S.
f mkd 2122
srb 2101
6.0
5.5
Fagernes. Die A-Gruppe absolvierte Lb4 25.Dc1 Txa7 26.Lxa7 Dxa7
27.c3 Se4 28.Ta2 Dc5 Der Zu-
7q7w5r7q 14. Pestek,E. bih 1996 5.5
9 Runden und gleich 6 Mitspieler
hatten 6,5 Punkte zum Schluss auf- sammenbruch der weißen Stellung r7u1u1ua 15. Avdic,A.A.
16. Zlobec,S.
bih 2089
bih 2085
5.5
5.5
zuweisen. Die Feinwertung gab den steht bevor. 24...Txa7 25.Lxa7 gu3u1u1c 17. Cosovic,A. bih 1990 5.0
Ausschlag für GM Vladimir Geor- Sc6 26.Ld4 Sb4 27.Td2 Da2+
giev vor GM Ramil Hasangatin und 28.Kc1 Txc2+ 29.Kd1 Se4 0:1 u7y7y7y7 18. Pantic,B.
19. Tucakovic,M.
bih 2099
bih 2031
5.0
5.0
GM Yuri Solodovnichenko. (30.Dxe4 Txd2+ 31.Ke1 Txd4 7u7usy7u 20. Colpa,H. bih 1944 5.0
32.Dxd4 Sc2+ 33.Ke2 Sxd4+ 34.
1. Georgiev,V.
2. Hasangatin,R.
g
g
mkd 2531
rus 2498
6.5
6.5 Ke3 Sf5+ 35.Kf3 Dxb3+ 36.Ld3
yau7x7n7 60 Teilnehmer
❍ Erdos, V./2624
3. Solodovnichenko,Y. g ukr 2615 6.5 Dxd3+ 37.Kf4 De3+ 38.Kg4 h5+ 7u7v7u7v ● Kovacevic, A./2557
4. Galinskyi,T. m ukr 2415 6.5 39.Kxh5 Dg5#) Benoni A 62
5. Gabriel,S. g esp 2533 6.5 ❍ Georgiev, V./2531 26.Dc7 Scheinbar sehr aktiv, genügt
6. Narciso Dublan,M. g esp 2534 6.5 jedoch nur zu einer gleichen Positi- 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.g3 c5 4.d5 d6 5.
● Gullaksen, E./2387 Sc3 exd5 6.cxd5 g6 7.Lg2 Lg7 8.
7. Johannessen,L.E. g nor 2503 6.0 on. Während 26.Dd2 Kh8 27.b4
Königsindisch E 71 Sf3 0-0 9.0-0 Te8 10.Lf4 Sh5
8. Miezis,N. g lat 2557 6.0 Se6 28.c5 dxc5 29.Lxa6 Sxa6 30.
9. Ernst,S. g ned 2578 6.0 1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 bxc5 an den besseren weißen Mög- 11.Lg5 Dd7 12.Db3 h6 13.Ld2
10. Rozentalis,E. g ltu 2601 6.0 d6 5.h3 0-0 6.Lg5 De8 7.Ld3 e5 lichkeiten festhält. 26...Tc6 Und Sa6 14.Tfe1 Sc7 15.a4 Tb8 16.
11. Smith,A. m swe 2478 5.5 8.d5 a5 Gern wird hier auch 8... was macht Schwarz? Geht an der Dc2 a6 17.a5 b5 18.axb6 Txb6
12. Dolzhikova,O. wg ukr 2259 5.5 Sa6, oder 8...Sh5 gespielt. Der unerwarteten Möglichkeit einfach 19.e4 Dd8 20.Tad1 Deutlicher am
13. Gullaksen,E. m nor 2387 5.5 Partiezug ist eine relativ neue Fort- vorbei. 26...Df8 27.Sxf6+ Txf6 weißen Vorteil hält die Variante 20.
14. Gandrud,V.K. nor 2200 5.5 setzung. 9.Sge2 Sa6 10.g4 Sd7 28.Lxc5 dxc5 29.Th5 Tg6 30. Sa4 Tb8 21.La5 De7 22.Sb6
15. Sadiku,B. m alb 2289 5.5 11.Sg3 Sdc5 12.Le2 Ld7 13.h4 Txd7 Sxd7 31.Dxd7 Txa2 32. Sb5 23.Dd2 Lb7 24.Ta4 fest.
16. Kasparov,S. g blr 2503 5.5 c6 Der lästige Läufer g5 kann auch Dxb7 Dd8 Sieht alles stark nach 20...Lg4 Es geht auch etwas verhal-
17. Mashinskaya,I. m rus 2293 5.5 erst befragt werden. 13...h6 14.Le3 tener mit diesem Läufer. 20...Ld7
18. Haugli,P. m nor 2303 5.0
Remis aus. 27.Dxb8+ Tf8 28.Da7
Sb4 15.Sb5 Tc8 16.Dd2 Dd8 Noch mehr weißen Vorteil ver- 21.h3 Db8 22.Dc1 Txb2 23.Lxh6
19. Rausis,I. g cze 2481 5.0 17.h5 (17.Lxh6 gibt Schwarz zu Db3 24.Lxg7 Tc2 25.Da1 Sxg7
20. Frisk,E. wf swe 2181 5.0 spricht 28.Dxd6 Txd6 29.Lxc5
viel Spielraum. 17...Lxh6 18.Dxh6 Txd1 30.Lxe7 Txh1 31.Kxh1 26.Tc1 Sb5 27.Txc2 Dxc2 28.
58 Teilnehmer Sbd3+ 19.Lxd3 Sxd3+ 20.Ke2 Tc1 Db3 29.Sxb5 axb5 30.Df6
Es gab auch eine B-Gruppe mit 32 Ta8 32.Lxf6 Le8 33.a3. 28...Ta6
Sf4+ 21.Kf3 Df6) 17...De7 18. 29.Lxc5 Txa7 30.Lxa7 Ta8 31. Durch den letzten Zug gelingt es der
Teilnehmern. Hier waren die Nor- Lxc5 dxc5 19.Sxc7 Tfd8 (19... weißen Seite, wieder etwas Druck
weger fast unter sich. Es siegte Tore Le3 Stark ist auch 31.Lc5 Le8
Txc7 ändert auch nichts daran, dass (31...dxc5? 32.Txd7 Dxd7 33. auszuüben. Ansonsten sehen die ver-
Garberg vor Helge E. Theting und Weiß besser steht. 20.d6 Sc2+ 21. bundenen schwarzen Bauern b5 und
Joran Sten Pettersen. In Gruppe C Sxf6+ +-) 32.Lxd6 De6 33.Sg7
Kd1 De6 22.Kxc2 Tc6 23.Tad1) Dc8 34.Sf5 De6 35.La3. 31... c5 schon beeindruckend aus. 21.h3
waren 36 Mitspieler am Start. Vorn 20.a3 Sc2+ 21.Dxc2 Txc7 22. Lxf3 22.Lxf3 Sf6 23.Sa4 Tb8
lagen Andreas G. Tryggestad, Sander Txa2 32.Td2 Le6 33.Thd1 Kf7
0-0-0 Die weiße Stellung ist am Da- 34.Sg7 Kg6 35.Sxe6 Dxe6 36. 24.La5 Dd7 25.e5 Txe5 Die wei-
Sunde Bernhus und August Bernt- menflügel stabil, in der d-Linie und ße Initiative wird durch 25...dxe5
sen-Oybo. Die B- und C-Gruppe Txd6 De7 37.Td7 Db4 38.Tg7+
am Königsflügel angriffsbereit. 14. 1:0 (38...Kxh6 39.Tg8 Ta1 40. 26.Lxc7 Dxc7 27.d6 Da5 28.Te2
spielte 7 Runden vom 28.4.-2.5.12. h5 f6 15.Le3 Tf7 16.Dd2 cxd5 c4 praktisch auf Null zurück gefah-
Txa1 De1 41.Txe1 f5 42.Lxg5#)
❍ Stets, D./2425 17.Sxd5 Dd8 Die weiße Initiative ren. 26.Txe5 dxe5 27.Sxc5 Dc8
● Smith, A./2483 lässt sich mit 17...a4 18.Lh6 Lh8 Bosnien und Herzegowina, 28.Lxc7 Dxc7 29.d6 Db6 30.d7
Sizilianisch B 80 19.Sb6 Td8 20.Sxd7 Tfxd7 21. 5.-11.5.2012
1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4. Le3 Se6 22.0-0-0 a3 23.b3 besser Das „42nd International Tournament u4u7u7z7
eindämmen. 18.f3 Attacke war an- Bosna 2012“ fand in der Hauptstadt
Sxd4 Sf6 5.Sc3 a6 6.Le3 e6 7.
Dd2 b5 8.f3 b4 9.Sa4 Sbd7 10. gesagt: 18.g5 fxg5 19.Lxg5 Df8 Sarajevo in 2 Gruppen statt. Gespielt
7u7y7q2u
0-0-0 Da5 11.b3 Lb7 12.a3 Dc7 20.Sb6 Te8 21.Sxd7 Txd7 22. wurden jeweils 9 Runden. Die Grup- q5u7u3q1
13.axb4 d5 14.Kb1 dxe4 15.b5 hxg6 hxg6 23.Le3 Se6 24.0-0-0
Nun kann der schwarze Springer e6
pe A gewann GM Viktor Erdos vor
IM Mikhail Al. Antipov und GM
7udu1u7u
Le7
zwar auf das schöne Feld d4 wech- Viktor Postny. u7u7u7u7
r7u7z7u4 seln, was jedoch an den guten wei- Gruppe A 7u7u7xay
7w5e2q1q ßen Angriffsaussichten wenig än-
dert. 18...Tc8 Mit einem kleinen
1. Erdos,V.
2. Antipov,M.A.
g
m
hun 2624
rus 2433
6.5
6.5 uab7uau7
q7u7q3u7 schwarzen Minus versehen ist auch 3. Postny,E. g isr 2651 6.5 7u7v7uhu
4. Ipatov,A. g tur 2561 6.0
7y7u7u7u die Fortsetzung 18...Sb4 19.Sxb4
5. Beliavsky,A.G. g slo 2613 6.0 30...e4 Der schwarze Versuch, noch
axb4 20.Dxb4 (20.Dxd6 leitet eine
c7udq7u7 Remisvariante ein. 20...Lf8 21. 6. Melkumyan,H. g arm 2642 5.5 irgendwie ein Gegenspiel zu organi-
7. Cvitan,O. g cro 2541 5.5
7y7usy7u Dd5 De8 22.Kf2 Lc6 23.Dd2
8. Nabaty,T. g isr 2553 5.5
sieren, erreicht das Gegenteil und
vergrößert seine Probleme noch.
Td7) 20...Dc7 21.b3 Se6 22.Dd2.
u7ygu7ya 19.Kf2
9. Yilmaz.M. m tur 2536 5.5 30...Dc7 31.b4 Td8 32.Da4 Lf8
10. Palac,M. g cro 2604 5.5
7n7v7x7v 11. Kozul,Z. g cro 2593 5.5
33.Sxa6 Da7 34.Lc6 Für die
u7r5u7z7 12. Kurajica,B. g bih 2556 5.5
schwarze Seite konzentriert sich
16.bxa6 Für etwas mehr schwarzen jetzt alles auf den weißen Bauern
Kummer sorgt 16.b6 Sxb6 17. 7q7w7r2q 13. Dizdarevic,E. g bih 2462 5.5
d7. Dies gibt seinem Bruderbauern
14. Djukic,N. g mne 2515 5.0
Sxe6 fxe6 18.Lxb6 (18.Sxb6 e7u1u1q7 15. Brkic,A. g cro 2569 5.0 auf b4 Gelegenheit zum Vorstoß. 31.
Td8 19.De1 exf3 20.Txd8+ Sxe4 Sxe4 Langsamer verschlech-
Lxd8 21.Tg1 Sg4 22.Sc4 0-0 1u3c1u7y 16. Savic,M.R. g srb 2515 5.0
tern sich die schwarzen Aussichten
17. Predojevic,B. g bih 2637 5.0
Diese Variante tendiert eher zum Re- u7y7y7y7 18. Jankovic,A. g cro 2564 5.0 nach 31...Dd8 32.Sc5 Dc7 33.b4
mis.) 18...Dd7 19.De1 Dc6 20.
Lc4 0-0 21.Tf1. 16...Lxa6 17.
7u7usydu 19. Stojanovic,D.
20. Lajthajm,B.
m
g
bih 2485
srb 2493
4.5
4.5
Td8 (33...Txb4 34.d8D+ +-) 34.
Da4 Lf8 35.Lc6. 32.Dc8+ Kh7
Sb5 Db7 18.Sac3 0-0 19.fxe4 yaugxhu7 40 Teilnehmer 33.Lxe4 Lf6 34.De8 Db3 Schon
Noch mehr weiße Unruhe ist nach fu7u7u7v Auch in der B-Gruppe waren einige unerheblich ist die mögliche Fortset-
19.Sd6 Dc6 20.Lc4 exf3 21.gxf3 Titelträger dabei. Doch hatten diese zung 34...Txe8 35.dxe8D De6 36.
Tfb8 22.Thg1 Lxd6 23.Dxd6 19...g5 Schwarz hat es etwas leich- im Rennen um den Turniersieg nicht Dxe6 fxe6 37.b3, weil die Stellung
Dxd6 24.Txd6 Lxc4 zu erwarten. ter, wenn die Spannung am Königs- die Nase vorn. Die ersten 3 Plätze für Weiß einfach gewonnen ist. 35.
19...Tfc8 20.e5 Sxe5 21.De1 flügel aufrecht erhalten bleibt. 19... gingen an Nihad Hodzic, Muamer Td5 (35.Td6 Kg7 36.Ld5 Dd1+
Lxb5 22.Sxb5 Da6 23.Sa7 Die- Lc6 20.b3 Lxd5 21.cxd5 Db6 22. Mrndjic und Muris Konjicanin aus 37.Kg2 Dxd5+ 38.Txd5 Txe8 39.
se Unterbrechung der schwarzen Kg2 Db4 23.Db2 Der weiße Vor- Bosnien und Herzegowina. dxe8D Ld4 40.Td7 h5 41.Dxf7+
Kraft in der a-Linie verschafft der teil bleibt klein. 20.h6 Lf8 21. Kg2 1. Hodzic,N. bih 2263 7.0 Kh6 42.Df4+ g5 43.Dd6+ Lf6
weißen Seite nur eine kurzfristige Sb8 22.Sh5 Le7 Es ist auch mög- 2. Mrndjic,M. bih 2232 7.0 44.Dxf6#) 35...Kg7 36.d8D Lxd8
Atempause. 23.La7 Sc6 (23... lich, sich zunächst um den Springer 3. Konjicanin,M. bih 2236 7.0 37.Txd8 Txd8 38.Dxd8 Dxb2
Txa7 Letztlich wird der schwarze d5 zu kümmern. 22...Le6 23.Tac1 4. Veleski,R. mkd 2262 6.5 39.Da5 1:0
56 ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com
dung und Einschreibung in die Starterliste, 14.30 Uhr Begrüßung, 15.15 Uhr
Seniorenschach 1. Runde (Ende der Runde max. 20.15 Uhr, Auslosung der 2. Runde bis spä-
testens 21.00 Uhr. 19. März (Di.) 9.00 Uhr 2. Runde Ende der jeweiligen
Referent für Seniorenschach im DSB: Helmut Escher, Gerhart-Hauptmann-Straße 7 Runde max. 14.00 Uhr (Auslosung der folgenden Runde bis spätestens 16.00
61440 Oberursel,  06171-24217, 2 -926405,  0170-3802564, h.escher@gmx.de Uhr), 20. März (Mi) 9.00 Uhr 3. Runde 21. März (Do) 9.00 Uhr 4. Runde
Förderkreis der Senioren im DSB e. V.: 19.00. Uhr Mitgliederversammlung, 22. März (Fr) 9.00 Uhr 5. Runde 16
Uhr Schnellturnier Runde 1-4, 23. März (Sa) 9.00 Uhr 6. Runde 16 Uhr
An die Mitglieder und Freunde Schnellturnier Runde 5-9, 24. März (So) 9.00 Uhr 7. Runde 15.45 Uhr
Blitzturn. CH-Syst. 9 R. Ende 18.45 h, 25. März (Mo) 9.00 Uhr 8. Runde,
vom Förderkreis der Senioren im DSB 26. März (Di) 8.30 Uhr 9. Runde 15.30 Uhr Siegerehrung u. Abschied
Hiermit lade ich satzungsgemäß ein zur Ordentlichen Mitgliederver- Rahmenveranstaltungen: Schnellschachturnier 9 R. CH-System 2 x 15
sammlung des Vereins Förderkreis der Senioren im DSB e. V. Min. , s. oben, Blitzturnier, Tagesprobleme, s.oben, Galaabend (Abend der
zum Montag, den 13. August 2012 19.00 Uhr Spieler). Weiteres wird geplant, z. B. Besichtigungen, Spezielle Restaurant-
anlässlich der 24. Deutschen Senioren-Einzelmeisterschaft in Dresden besuche für Gourmets, Oper- u. Theaterbesuche, Klavierabend, Vorträge,
ins RAMADA-Hotel, Wilhelm Franke-Str. 90 , 01219 Dresden Filmabende mit Kultfilmen von Curt Götz, etc. etc.
Tagesordnung: Ca. 10 Tage (kurz nach Nennungsschluss erhalten die Teilnehmer eine
1. Begrüßung und Feststellung der Anwesenheit Teilnehmerliste. Wir erwarten im Gegenzug die Freundlichkeit, bei Ver-
2. Wahl des Protokollführers hinderung ausdrücklich abzusagen und den Turnierleiter nicht vergeb-
3. Genehmigung des Protokolls vom 10.8.2011/ lich warten zu lassen. Das ist bei uns so üblich und führt u. a. dazu, daß
wir pünktlich beginnen können.
Halle siehe Rochade-Europa 11/2011 S.38
PS. Wir haben unser Jubiläumsturnier den Namen Uta Röchling gegeben in
4. Berichte der Präsidiumsmitglieder und Kassenbericht
dankbarer Erinnerung an Frau Uta Röchling, die unseren Verein durch eine
5. Bericht der Kassenprüfer 9. Wahl eines Ersatzkassenprüfers testamentarische Zuwendung von DM 30.000.- im Jahre 2001 in die Lage
6. Aussprache zu Top 4 und 5 10. Haushaltsplan 2012/2013 versetzt hat, mit Zustimmung des Finanzamtes diesen Betrag in eine Rückla-
7. Entlastung des Schatzmeisters 11. Anträge ge zu packen, während wir ja sonst verpflichtet sind, unsere Einnahmen aus
8. Entlastung des Präsidiums 12. Verschiedenes Beiträgen und Spenden jährlich voll und ganz dem Satzungszweck zuzufüh-
Anträge sind bis zum 15. Juli einzureichen an Adresse ren, so dass daraus kein Rücklagenpolster gebildet werden kann. Diese Fi-
Peter Jürgens, Schöneberger Str. 11, 37085 Göttingen. nanzreserve - unser Sparbuch - ist eine große Hilfe und bietet uns große Si-
Göttingen, im Mai 2012 gez. Peter Jürgens, Präsident cherheit. Und deshalb erinnern wir uns so gern an Frau Uta Röchling.
AUSSCHREIBUNG Förderkreis der Senioren im DSB e.V. Klaus Gohde, Turnierdirektor

Jubiläumsturnier „Uta Röchling“


Festliches Seniorenturnier aus Anlass des
1. Int. Senioren-Cup
20-jährigen Bestehen des Vereins
18.-26. März 2013 in Berlin-Spandau
St. Johannesstift, Schönwalder Allee 26/3
in Bad Wiessee 2012
Turnierpräsidium: Peter Jürgens, Präsident, Göttingen
Hans-Peter Kluger, Vizepräsident, Gifhorn
Klaus Gohde, Vizepräsident, Buchholz/Nordheide und Turnierdirektor
Veranstalter: Förderkreis der Senioren im DSB e.V.
Stewards Roland Töpfer (Computer))
Gerhard Meiwald, Schiedsrichter, Albrecht Beer, Schiedsrichter
Spielmodus: 9 Runden Schweizer System, Bedenkzeit: 40 Züge 2 Stunden
pro Spieler, zusätzlich 30 Minuten pro Spieler für den Rest der Partie. Für
die Platzierung (auch Turniersieg) entscheidet bei Punktgleichheit die Wer-
tung in folgender Reihenfolge: Buchholzwertung (schwächste Wertung wird
gestrichen), Buchholzsummenwertung, Zahl der Siegpartien. Auslosung nor-
mal nach FIDE-Regeln, aber Startrangliste nach DWZ. Bei den DWZ-Zahlen
wird die letzte vom DSB veröffentlichte DWZ-Liste, die zugleich Hilfspro-
gramm des SWISS-CHESS-Programms ist, zugrunde gelegt. Das Turnier
wird für die ELO-Auswertung angemeldet.
Computerprogr.: SWISS-CHESS, (Winswiss) Version 8.71
Teilnahmeberechtigung: Für Mitglieder, Förderer und Freunde des Vereins
Förderkreis der Senioren e.V. (Spielberechtigung beim DSB nicht erforder-
lich). Für Damen, die vor dem 1.1.1958 bei den Herren vor dem 1.1.1953 ge-
boren sind. Ausnahmegenehmigungen bleiben vorbehalten.
Preise: Goldmünzen (offizielle Zahlungsmittel) und/oder Geld im Wert von
mind. ca. € 300,-.-, 2. ca. € 180,- 3. ca. € 150,- 4. ca. € 100,- 5. ca. € 80,- 6.
ca. € 40.- 7. ca. € 30,-. 8. ca. € 25,-; Nestoren-Wertung 1. ca. € 160.-, 2. ca. €
100,-, 3. ca. € 60,-, Damen-Wertung 1. ca. € 100.-, 2. ca. € 80,- , 3. ca. € 40.-;
Weitere Preise im Wert von insgesamt ca. € 380,- für die beste DWZ -Ver-
besserung nach neuer (inoffizieller) DWZ-Auswertung bis 1499, 1500 -
1599, 1600 - 1699, 1700 - 1799, 1800- 1899, 1900 -1999, 2000 - 2099, so- Siegerfoto von rechts: P. Rie (Eventmanager TTT); Hermann Krieger (1.
wie Platzpreise. Keine Doppelpreise. Dieser Preisspiegel ist für eine Teilneh- Sieger); FM Rahls (2. Sieger); FM Fr. Röder (3. Sieger); W. Fiedler
merzahl von 100 Spielern kalkuliert, wird aber auch bei niedrigerer Spieler- (Organisator und Schiedsrichter)
zahl garantiert. Erhöhung der Geldpreise auf Grund einer höheren Teilneh-
merzahl bleibt vorbehalten. Hermann Krieger aus Ludwigshafen zeigt allen Titelträgern und Verfolgern
Startgeld: € 50,- sind bis zum Meldeschluß zu überweisen auf das Konto, wie man gewinnt und ist der erste Sieger im Senioren Cup in Bad Wiessee.
Klaus Gohde Schachturnier Nr. 9551600 bei der Volksbank Uelzen-Salzwe- 92 Spieler aus 6 Ländern mit 6 Titelträgern darunter zwei GM und ein IM
del BLZ 258 622 92 durften Organisator W. Fiedler und natürlich die Tegernseer Tal Tourismus
Meldeschluß: 25. Februar 2013 Gmbh begrüßen. Es gab spannende Partien und auch das Rahmenprogramm
Meldeadresse: Klaus Gohde, Steinbecker Mühlenweg 24, 21244 Buchholz/ wurde von den Senioren und Seniorinnen gut angenommen. Das tolle Am-
Nordheide,  04181-6161,  04181-6561,  Klaus.Gohde@arcor.de biente , spielen im lichtdurchfluteten „Postsaal“, und genießen der Luft, der
Berge und natürlich der Tegernsee ist für viele ein Garant im nächsten Jahr
Quartiernachweis: Das VCH-Christophorus, Im Johannesstift, Schönwalder
wieder zu kommen. Die Neuauflage, der 2. Internationale Senioren-Cup fin-
Allee 26/3, 13587 Berlin  030-336060,  030-33606-114,  christopho-
det vom 04.04. bis 12.04.2013 statt.
rus.berlin@t-online.de  www.hotel-johannesstift.de hält für Teilnehmer bis
zum 17.2. 45 Einzelzimmer mit Dusche/WC/Telefon/TV Preis € 53,- Im Detail die Rundenberichte:
p.P.u.Nacht*) und 45 Doppelzimmer mit Dusche/WC/Telefon/TV Preis € 43.- Kurzbericht Runde 1: 92 schachspielende Senioren kamen zum 1. Interna-
p.P. u. Nacht*) bereit. *) incl. reichhaltigem Frühstücksbuffet. Kostenlose tionalen Senioren Cup nach Bad Wiessee. So durften die Veranstalter sogar
Nutzung des Hallenbades und der Sauna werden garantiert. Um den schönen drei spielfreudige Damen aus Russland begrüßen. Die Verständigung über
Plenarsaal im Großen Festsaal (Gesamtkosten € 6000) günstiger bis zu ohne gebrochenes Englisch und Deutsch scheint bisher erfolgreich zu verlaufen.
Kosten zu bekommen, müssen wir gewisse Gesamtübernachtungszahlen er- Ansonsten gaben sich die Favoriten keine Blöße., Lediglich der an 9 gesetzte
reichen. Dieses ist der alleinige Grund, dass wir Sie bitten, uns Ihre Über- Peter Pasedag aus dem Frankenland kommend wie das Schiedsrichterge-
nachtungswünsche im Christophorus-Hotel aufzugeben. Es bleibt Ihnen völ- spann Wolfgang Fiedler und Herbert Ganslmayer verlor an den vorderen
lig unbenommen, auch in anderen Hotels Ihre Buchungen vorzunehmen. Brettern. Man darf gespannt sein wie es weiter geht.
Vorläufiger Zeitplan: 18. März (Mo) bis 13.00 Uhr Persönliche Anmel- Kurzbericht Runde 2: Arbeitslos war heute GM Joachim Hecht am Spit-
ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com 57
zenbrett. Durch den Ausfall (krankheitsbedingt) seines Gegners ein kampflo- 1. Schach-Senioren-Cup Bad Wiessee 2012 (21.4. - 29.4.2012)
ser Sieg. Relativ schnell gewann IM Klaus Klundt am Brett 2. Am Brett 3 Endstand nach der 9. Runde:
wurde GM Wolfgang Uhlmann stellenweise umlagert von Kiebitzen. Nach Rg Teilnehmer TitelTWZ Verein/Ort Land SRV Pu.GegW 3-P.
langem Kampf gewann er seine Partie. Alle Spieler waren überrascht über 1. Krieger,Hermann 2067 Ludwigshafen 19 GER 540 7.0 2073 19.0
das vorliegende Bulletin und freuen sich auf die Fortsetzung. Leider spielt 2. Rahls,Peter FM 2149 Berlin Zehlendo GER 621 7.0 2020 20.0
das Wetter nicht so mit, aber langsam kämpft sich die Sonne durch. 3. Röder,Frank FM 2152 Altensittenbach GER 540 7.0 1991 19.0
4. Röder,Gerd,Dr. FM 2074 Altensittenbach GER 450 6.5 2051 17.0
5. Urankar,Hans-Pete 2125 Unterhaching SC GER 531 6.5 2007 18.0
6. Hecht,Hans-Joachi GM 2367 Fürstenfeldbruc GER 450 6.5 2006 17.0
7. Uhlmann,Wolfg. GM 2276 Dresden TU USV GER 522 6.0 2007 17.0
8. Kelchner,Hans 2091 Ludwigshafen 19 GER 441 6.0 2000 16.0
9. Klundt,Klaus IM 2301 Heusenstamm SC GER 522 6.0 1973 17.0
10. Hülsmann,Josef 2117 Langenfelder Sf GER 441 6.0 1964 16.0
11. Geisensetter,Fran 1982 Sonneberg SG GER 441 6.0 1942 16.0
12. Koller,Hubert 2083 AUT/Ybbs a/d Do AUT 441 6.0 1893 16.0
13. Kripp,Wolfgang 1970 Dietzenbach SG GER 441 6.0 1887 16.0
14. Pasedag,Peter 2116 Fürth 1951 SF GER 522 6.0 1853 17.0
15. Mack,Thomas,Dr. 1900 SC Tarrasch 45 GER 441 6.0 1710 16.0
16. Nelson,Wayne 1911 Bad Tölz SF GER 513 5.5 1929 16.0
17. Nordby,Bernt 2150 NOR (Norwegen NOR 432 5.5 1918 15.0
18. Schurig,Wilhelm 1893 Thiersheim SV GER 432 5.5 1891 15.0
19. Dürr,Rainer,Dr. 1945 Prien SC GER 432 5.5 1818 15.0
20. Weidlich,Günter 2098 Dresden-Leuben GER 513 5.5 1813 16.0
21. Willin,Bernhard 1988 SUI (Schweiz) GER 432 5.5 1779 15.0
22. Teichmeister,Sven 2039 AUT/SK Austria AUT 351 5.5 1769 14.0
23. Byhan,Gert 1882 Ebersbach/SA. S GER 432 5.5 1755 15.0
24. Hagermann,Hermann 1841 Erkenschwick SV GER 351 5.5 1720 14.0
An Brett 4 fixierte SF Krieger (li.) seinen Sieg gegen Hülsmann 25. Reitinger,Erich 1883 Geretsried TuS GER 513 5.5 1716 16.0
in einer „wilden“ Partie 26. Savinova,Yulia 1759 RUS (Rußland) RUS 432 5.5 1713 15.0
27. Krylova,Marina 1250 RUS (Rußland) RUS 342 5.0 1907 13.0
28. Bischof,Rainer 1849 Grossenbaum ESV GER 342 5.0 1885 13.0
29. Zschorsch,Peter 1810 Karlsruher SF GER 423 5.0 1860 14.0
30. Forgach,Andreas,D 1835 Kasseler SK 187 GER 342 5.0 1837 13.0
31. Lieber,Helmut,Dr. 1721 München Tarrasc GER 261 5.0 1766 12.0
32. Schneider,Johanne 1901 Mainz-Mombach S GER 423 5.0 1762 14.0
33. Leckner,Horst 1904 Tegernsee TV GER 423 5.0 1755 14.0
34. Wicklund-Hansen,R 1823 NOR/Oslo Schaks NOR 423 5.0 1717 14.0
35. Schnaitmann,Herbe 1835 Grunbach SC GER 261 5.0 1710 12.0
36. Müller,Gerhard 1765 Mainz-Mombach S GER 342 5.0 1702 13.0
37. Eichinger,Günther 1818 Ilmmünster SV GER 423 5.0 1672 14.0
38. Gervinskas-Wagner 1758 Freising SK GER 342 5.0 1671 13.0
39. Gerhards,Walter 1805 Ratinger SK GER 414 4.5 1841 13.0
40. Schönfelder,Heinr 1678 München Tarrasc GER 333 4.5 1828 12.0
41. Klein,Gereon 1840 Kerpen 64 SK GER 333 4.5 1827 12.0
42. Reinke,Kurt 1808 Benrath SG GER 414 4.5 1817 13.0
43. Thieme,Wolfgang 1793 Uerdingen Bayer GER 252 4.5 1810 11.0
44. Baumgartner,Andre 1652 Grassau J'Adoub GER 333 4.5 1791 12.0
45. Semmler,Guenter 1826 Hamburg 1934 SF GER 332 4.5 1776 12.0
An Brett 3 gewann FM F. Röder noch mit Schwarz gegen Kelchner 46. Metzen,Hans-Peter 1661 Münchener SC 18 GER 333 4.5 1771 12.0
und verdrängte seinen Zwillingsbruder auf Platz 4 47. Gebuhr,Günter 1750 Weimar Vimaria GER 333 4.5 1766 12.0
Kurzbericht Runde 3: Der Spieltag mit Paukenschlägen. Machte GM 48. Klein,Reinhard 1753 München RTA SC GER 414 4.5 1753 13.0
Hecht noch ein schnelles remis am Spitzenbrett, so musste sich IM Klundt 49. Roth,Karlheinz 1490 Prien SC GER 414 4.5 1741 13.0
am Brett 2 verloren geben. GM Uhlmann an Brett 3 gab Dauerschach zum 50. Winter,Bernd 1782 München Siemens GER 252 4.5 1722 11.0
„remislichen“ Ende. Durch seinen Sieg übernimmt Hubert Koller erst einmal 51. Reichenauer,Otto 1722 Geretsried TuS GER 414 4.5 1696 13.0
52. Dombrowe,Eckehard 1607 Nettetal SG GER 333 4.5 1658 12.0
die Führung. Noch drei Spieler haben eine weiße Weste. Doch es folgen ja 53. Bardin,Christian 1774 FRA (Frankreich FRA 333 4.5 1625 12.0
noch 6 Runden. 54. Paulsen,Eckart 1609 Neustadt Post S GER 414 4.5 1602 13.0
Kurzbericht Runde 4: Da waren nur noch zwei. Während am Spitzenbrett 55. Schnell,Franz 1733 Trossingen SV GER 333 4.5 1564 12.0
FM Rahls gewann, holte sich an Brett 2 H. Krieger einen „GM Skalp“ und 56. Alefs,Heinz 1669 Eichenau SC GER 333 4.5 1554 12.0
nun führen beide alleine die Tabelle an. Nach langem Kampf streckte H. 57. Kalkmann,Hans 1801 St.Tönis Spring GER 324 4.0 1837 11.0
Leckner an Brett 3 die Waffen gegen GM Hecht. Die Verfolger des Spitzen- 58. Wawrinsky,Ludwig 1694 Neuperlach SK GER 405 4.0 1763 12.0
duos haben je 3,5 und sind: GM Hecht, FM G. Röder, FM F. Röder und H. 59. Heil,Rudolf 1538 Starnberg Sc GER 242 4.0 1762 10.0
Kelchner. 60. Helbig,Dieter 1802 Weilheim SK GER 324 4.0 1744 11.0
Kurzbericht Runde 5: Schnelle „remisen“ an den Brettern 1,3 und 4. Harte 61. Sikorsky,Reinhard 1632 Gunzenhausen FC GER 243 4.0 1740 10.0
Kämpfe an Brett 2 und 5. An Brett 10 will sich GM Uhlmann wieder nach 62. Aufmwasser,Günter 1563 Hilden SV GER 243 4.0 1725 10.0
63. Niedermaier,Peter 1701 Ebersberg-Grafi GER 243 4.0 1708 10.0
Vorne kämpfen und schafft es durch einen Sieg. Brett 2 ebenfalls remis und 64. Sanna,Giuseppe 1691 Ulm Post-SV GER 324 4.0 1615 11.0
an Brett 5 gewinnt B. Nordby. Somit bleiben FM Rahls und H. Krieger an 65. Simmon,Norbert 1677 SG Schwabing Mü GER 404 4.0 1573 12.0
der Spitze mit 0,5 Punkten Vorsprung. Doch jetzt wird es Ernst. Was wird der 66. Achen,Denis 1717 BEL (Belgien) BEL 243 4.0 1536 10.0
morgige Tag bringen? Wer bekommt die „Poleposition“, wer steht in der ers- 67. Englert,Fred 1678 Klingenberg SK GER 324 4.0 1506 11.0
ten Reihe? 68. Walther,Margareta 1320 Bessenbach SC GER 315 3.5 1748 10.0
Kurzbericht Runde 6: - Tag der Zwillinge Schnelle Siege an den Verfol- 69. Brückner,Ewald 1529 Hainstädter SC GER 234 3.5 1719 9.0
gerbrettern durch GM Uhlmann und IM Klundt. Die FM Röder holten sich 70. Schmitt,Gerhard 1317 Ebersberg-Grafi GER 234 3.5 1697 9.0
heute 2 Punkte und haben dadurch zur Spitze aufgeschlossen. So konnte sich 71. Rosskopf,Max 1510 Denzlingen SK GER 315 3.5 1693 10.0
FM F. Röder durch eine sehenswerte Angriffspartie am Spitzenbrett durch- 72. Brett,Digby 1548 Oberammergau TS GER 153 3.5 1682 8.0
setzen. Damit vier Schachfreunde mit 5 Punkten an der Spitzer. Es wird 73. Bungter,Hans 1592 Rheydter SV GER 315 3.5 1679 10.0
spannend an Brett 1 und 2. Dahinter weitere 8 Schachfreunde mit 4,5 Punk- 74. Wichmann,Bernhard 1200 GER/BdF FWZ 240 AUT 234 3.5 1675 9.0
ten. Wir erwarten eine sehr spannende Runde 7. 75. Flockerzi,Armin 1655 Koblenz VfR-SC GER 315 3.5 1519 10.0
76. Scheuerlein,Gerha 1583 Schwabach 1907 GER 306 3.0 1740 9.0
Kurzbericht Runde 7: - Aufholjagd teilweise erfolgreich GM Uhlmann 77. Komeinda,Josef 1444 Brandenburger L GER 306 3.0 1650 9.0
mit (3/3) wieder vorne dabei und GM Hecht mit (2/3) wieder an den Spitzen- 78. Roth,Willi 1445 Weilheim SK GER 225 3.0 1614 8.0
brettern. Insgesamt 8 Schachfreunde mit 5,5 Punkten an der Spitze. Diese 79. Schrüfer,Johann 1326 Mainaschaff SK GER 225 3.0 1552 8.0
sollten den Sieger unter sich ausmachen. 80. Krivoborodov,Vasi 1740 GER (Deutschlan GER 225 3.0 1501 8.0
Kurzbericht Runde 8: - FM Rahls auf der „Poleposition“ FM Rahls (6,5) 81. Thonig,Manfred 1553 Starnberg SC GER 144 3.0 1494 7.0
führt mit 0,5 Punkten Vorsprung und spielt morgen mit schwarz gegen SF 82. Chernyak,Nataliya 1739 RUS (Rußland) RUS 225 3.0 1490 8.0
Urankar (6). Die Bretter 2,3 und 4 folgen mit auch jeweils 6 Punkten. Am 83. Riegler,Markus 1624 Mannheim-Linden GER 135 2.5 1680 6.0
Brett 5 schon etwas abgeschlagen GM Uhlmann und IM Klundt mit je 5,5 84. Schwenke,Norbert 1368 Dahlenwarsleben GER 216 2.5 1632 7.0
Punkten. 85. Kirchhof,Manfred 1260 Unterhaching SC GER 135 2.5 1608 6.0
86. Bentz,Rüdiger 1415 Starnberg SC GER 135 2.5 1603 6.0
Kurzbericht Runde 9: - remis am Spitzenbrett, das reichte nicht, trotz 7 87. Rabinovych,Myron 1604 Schach-Union Mü GER 215 2.5 1553 7.0
Punkten So irrte FM Rahls am Spitzenbrett mit einem schnellen remis ist al- 88. Rohloff, Fritz 1200 GER/Hobby Spiel GER 216 2.5 1520 7.0
les klar. Doch dem war nicht so. Am Brett 4 wurde der Titel entschieden und 89. Klein,Alfred 1449 Bad Kissingen T GER 215 2.5 1515 7.0
ging an SF Hermann Krieger, der auf die stärkste Gegnerschaft verweisen 90. Jurgan,Brigitte 1239 Bad Reichenhall GER 126 2.0 1527 5.0
konnte. Danach folgte FM Rahls und FM F. Röder. 91. Lessmann,Friedric 1062 München Tarrasc GER 117 1.5 1613 4.0
Mehr: www.schach-senioren-cup.de Wolfgang Fiedler, FIDE-SR 92. Ries,Berthold 1833 Ebersberg-Grafi GER 103 1.0 1753 3.0

58 ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com


❍ Kelchner, Hans/2091 Direkt zum Ziel. 41.Tc8+ Kh7 42.
● Röder, Frank/2152 Kf7 Tb2 43.Tc7 Tg2 44.Td1
Damenbauernspiel D 02 Tg6 45.h5 Tf6+ 46.Ke8 e5 47.
1.d4 d5 2.Lf4 Sf6 3.e3 c5 4.c3 Tf7 exf4+ 48.Kf8 Txf7+ 49.Kxf7
Sc6 5.Sf3 Db6 6.Db3 c4 7.Dc2 Tg3 50.Tf1 f3 51.Tf2 Th3 0:1
Lf5 8.Dc1 e6 9.h3 Le7 10.Sbd2 ❍ Hülsmann, Josef/2117
0-0 11.Le2 Tfc8 12.0-0 Dd8 13. ● Krieger, Hermann/2067
Sh4 Le4 14.Shf3 Lg6 15.Sh4 Holländische Verteidigung A 82
Le4 16.Shf3 b5 17.Sxe4 Sxe4 1.d4 f5 2.e4 fxe4 3.Sc3 Sf6 4.g4
18.Sd2 Sxd2 19.Dxd2 Ld6 20. 3 4
Lxd6 Dxd6

56 76 # 

+ + + +  
 + +  + + 5 +
 ++ + + + + + 
+++ +   + ++
 + + + + 58 + + 
+   + +  !
 Q +! "#$ 7 Q%& 58$' Seniorenderbysieger 2012 v. l. n. r. Reinhard Blodig,
"#$ + +$%& ' ()*,-./012 Eckhard Jeske, FM Hans-Werner Ackermann, Klaus Gohde
Schon frech und ungenau. 4...h6 5.f3 Mit 6.0Punkten konnte sich FM Hans Werner Ackermann den zweiten
()*,-./012 d5 6.g5 hxg5 7.Lxg5 Sc6 8.fxe4 Platz sichern. Reinhard Blodig konnte sich mit dem Remis gegen FM
Noch alles o.k. = 21.f3 b4 22.e4 dxe4 9.d5 Sb4 10.Lxf6 exf6 11.a3 Ackermann mit 5,5Punkten den 3.Platz erspielen.
Tab8 23.exd5 Dxd5 24.f4 Se7 25. Sa6 12.Lb5+ Die Ratingpreise in der DWZ Gruppe 1775-1999 gingen an Dieter Hilbig
cxb4 Sc6 26.a3 Dxd4+ 27.Dxd4 3 4 (ESV Gera), Helmut Kracht (SK Kaltenkirchen) und Manfred Tietze (SC
Sxd4 28.Kf2 a5 29.Tac1 Sxe2
30.Kxe2 axb4 31.axb4 Jetzt kommt
+6 76 #  Tempo Göttingen).
Schwarz in Vorteil.  +   In der DWZ Gruppe 1600-1774 an Siegfried Künstler (SF Ravensburg) und
3 4 + +  +
Eberhard Geike (SV Empor Schenkenberg).
In der DWZ Gruppe bis 1599 DWZ an Fred Duchrow (SV Sangerhausen)

# + + + + ++ +  und Ljubisav Topalovic (SC Weiße Dame Ulm).
+ + +  + ++ +
Zum Abschluss des Turniers bedankte sich Turniersieger Eckhard Jeske im
 + ++ +  58 + + 
Namen aller Teilnehmer beim Turnierleiter Klaus Gohde für ein hervorra-
gend und liebevoll organisiertes Turnier, sowie die überaus gute Versorgung
+ + + +   + + ! und Betreuung bei den Wirtsleuten des Gastgebenden Hotels Heidekrug.
 +  + "#$ +Q%& 58$'
Gerhard Meiwald, Pressereferent der Seniorenkommission des DSB
+ + + + ()*,-./012
Endstand nach der 7. Runde
Rg Teilnehmer Tit TWZ Verein/Ort S RV Pu Buch
  +&++! Schwarz schon klar im Vorwärts- 1. Jeske,Eckhard 2125 SSC Rostock 07 610 6.5 28.0
"+ #$ +$+ ' gang –+ 12...Kf7 13.Sxe4 Sc5 14.
Sg3 Ld6 15.S1e2 De7 16.Kd2
2. Ackermann,Hans WernerFM2243
3. Blodig,Reinhard 2096
SC Hansa Dortmund e.V.
SC 1947 Beilngries
520
511
6.0 29.0
5.5 28.5
()*,-./012 a6 17.Lc4 b5 18.Ld3 Lg4 19.Df1 4. Hilbig,Dieter 1858 ESV Gera 502 5.0 27.0
31...Txb4 32.Tc2 Tcb8 33.Kf3 3 4 5. Künstler,Siegfried
6. Herold,Andreas,Dr.
1735
1852
SF Ravensburg
Siebenlehner SV
421
340
5.0 25.5
5.0 24.5
Tb3+ 34.Tc3 Txb2 35.Txc4
T8b3+ 36.Ke4 f5+ 37.Ke5 Te3+
+ + + #  7. Voigt,Detlev 1856 SK Union Eimsbuettel eV 421 5.0 21.5
38.Kd6 Txg2 39.Ke7 h6 40.h4 +     8. Sonnhalter,Walter
9. Kracht,Helmut
1952
1874
SC Reti Heusweiler
SK Kaltenkirchen
412
331
4.5 28.5
4.5 28.0
Th2
3 4 + 76  + 10. Buß,Heiko
11. Tietze,Manfred
1750
1820
Freibauer Wedemark
SC Tempo Göttingen
250
412
4.5 26.0
4.5 25.5

+ + + + +5+ +  12. Schubert,Joachim 1763 SC Friesen Lichtenberg e.V. 412 4.5 23.5

+ + %&    + + +6+ 13. Piske,Thomas


14. Müller,Gerold
1820
1777
ASV Grün-Weiß Wismar
HSV Eintracht Seiffen
322
322
4.0 25.5
4.0 25.0
 + ++   + + 58  15. Wolf,Hans-Josef
16. Geike,Eberhard
1740
1655
SK Köln-Worringen 1972
SV Empor Schenkenberg 1928
241
322
4.0 25.0
4.0 25.0
+ + ++   %&8+ ! 17. Jamrosik,Rainer 1765 Düsseldorfer SK 14/25 e. 403 4.0 24.5

 +$+   "#$ + +Q+$' 18. Braun,Erhard


19. Schmidt,Hans-Gerd
1825
1793
SC Reti Heusweiler
TuS Coswig 1920
322
241
4.0 24.0
4.0 24.0
+ + # +  ()*,-./012 20. Cuno,Hans-Joachim 1670 Freibauer Wedemark 322 4.0 23.5
Der weiße Monarch steht schlechter 21. Steingrobe,Udo 1866 Schachfüchse Kempen 1986 e.V. 322 4.0 23.5
 + + + # ! und es geht zu Ende –+ 19...Tae8 22. Baatz,Karl-Heinz
23. Kutscha,Rainer
1786
1818
SF Friedrichshagen
USG Chemnitz
322
403
4.0 23.5
4.0 23.0
"+ + +$+ ' 20.Df2 De5 21.Sd4 Dg5+ 22.
Kc3 Sa4+ 23.Kb3 Dxd5+ 24.c4 24. Duchrow,Fred 1506 SV Sangerhausen e. V. 322 4.0 23.0
()*,-./012 Sc5+ 25.Kc3 Sxd3 0:1
25. Füllborn,Dietrich
26. Schneider,Alexander
1802
1981
SK Ochtrup 61 e.V.
Wilhelmshavener SF
322
313
4.0 22.5
3.5 29.0
27. Schulz,Gerhard 1685 TSG Gadebusch 313 3.5 24.5
Eckhard Jeske vom SSC Rostock 07 28. Griechen,Harry
29. Haufe,Reinhard
1556
1790
SV Jenapharm Jena
SF Schwedt 2000 e.V.
151
232
3.5 23.5
3.5 21.5
gewinnt Seniorenderby 2012 29. Hiby,Harald
31. Fauth,Frank
1767
1754
SV Bayer Dormagen 47
SV Jenapharm Jena
232
151
3.5 21.5
3.5 20.5
Mit 55 Teilnehmern hatte Turnierleiter und Organisator Klaus Gohde im 32. Oehler,Manfred 1514 SF Graben-Neudorf 232 3.5 19.5
kleinen schön gelegenen Heidedörfchen Wesel-Undeloh wieder einmal eine 33. Bauchmüller,Franz-Josef 1608 SV Düren 13 Deric 313 3.5 18.5
optimale Besetzung an die Bretter gebracht. 34. Warnecke,Joachim 1636 MTV Dannenberg 313 3.5 18.0
35. Watermann,Bernd 1732 SF Barsinghausen 304 3.0 25.5
Die 11. Auflage des Deutschen Seniorenderbys vom 03.-06.Mai 2012 wurde 36. Naumann,Peter 1614 SK Fortuna Leipzig e.V. 142 3.0 24.0
eine klare Angelegenheit für den Sieger Eckhard Jeske. Mit 6,5Punkten aus 37. Gilgenbach,Klaus 1710 DJK Kleinenbroich 1951 e.V. 304 3.0 22.0
7 Partien kann er sich alleine an die Spitze des Turniers setzen. 38. Schmitz,Karl-Heinz 1661 SK Zewen 1975 304 3.0 22.0
In der 4. Runde trafen die beiden absoluten Favoriten Eckhard Jeske und 39. Hotze,Kurt 1583 Niendorfer TSV 1919 SAbt 223 3.0 21.5
Hans Werner Ackermann (SC Hansa Dortmund) aufeinander und trennten 40. Röttcher,Wolfgang 1650 SK Königsspringer Emden 304 3.0 20.0
sich fast erwartungsgemäß mit Remis. Da sich beide in den folgenden zwei 41. Topalovic,Ljubisav 1444 SC Weisse Dame Ulm e.V. 304 3.0 20.0
42. Grube,Bernd 1313 Hamburger SK von 1830 eV 223 3.0 16.5
Runden keinen Fehltritt erlaubten drohte schon wieder einmal die, im Falle 43. Ziemann,Manfred 1497 SC 81 Schneverdingen 133 2.5 21.5
des Turniersieges nicht besonders beliebte Buchholzwertung den Ausschlag 44. Dening,Olaf 1451 SK Fortuna Leipzig e.V. 214 2.5 18.5
zu geben. 45. Ebert,Ingo 1219 SG Bochum 1931 214 2.5 18.0
In der letzten Runde bekam es FM Hans Werner Ackermann jedoch mit 46. Prause,Dieter 1466 TuS Elsen 214 2.5 17.5
Reinhard Blodig (SC 1947 Beilngries) zu tun, der sowohl als Nr. 3 der Setz- 47. Grunwald,Günther 1567 SV Schwarz-Weiß Oberha 133 2.5 17.0
liste als auch in der Turnierwertung durchaus an der Spitze mitmischte. 48. Hayen,Gerhard 1236 SK Lister Turm 214 2.5 17.0
Nachdem sich beide mit verbleibenden 15 Minuten für den Rest der Partie in 49. Probst,Wolfgang 1304 SV Mendig-Mayen e.V. 124 2.0 21.0
50. Seibel,Wilhelm 1770 DJK Stuttgart-Süd 205 2.0 19.5
einem Turmendspiel mit gleichen Bauern wieder fanden, versuchte FM 51. Schulze,Klaus-Dieter 1549 Kropper SC von 1981 205 2.0 18.0
Hans Werner Ackermann sein leichtes Übergewicht am Damenflügel ge- 52. Barth,Richard 1340 SV Blau-Weiß Grevesmühlen 124 2.0 17.0
winnbringend zu verwerten. 53. Specht,Horst 1590 SG Arnstadt-Stadtilm 124 2.0 16.5
Reinhard Blodig behielt die Nerven und konnte mit sauberer Endspieltech- 54. Rutsch,Manfred 1337 SF 1982 Baiertal-Schatthausen 034 1.5 19.0
nik seinem leicht favorisierten Gegner ein Remis abnehmen. 55. Böhme,Roland 1181 VfL 1990 Gera 115 1.5 15.5
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Der Ukrainische IM Evgenij Piankov telambitionen anmelden durften. Da-
runter Ad van den Berg (Philidor Lei-
siegt bei der 8. Offenen Senioreneinzelmeisterschaft von Hessen 2012 den), Pim Ghijsen (VAS Amsterdam),
Jan Joost Lindner (DD Den Haag)
Am 14.04.2012 eröffnete der Hauptturnierleiter und Seniorenreferent des DSB Ben van Geffen (Messemaker 1847)
Helmut Escher die 8. offene Senioreneinzelmeisterschaft von Hessen, die bis und Peter Holscher (Caissa Hoorn).
zum 22.04.2012 im schönen Spielsaal des Bad Sooden-Allendorfer Kurhauses
stattfand. Er freute sich über den wieder einmal großen Zuspruch der über 210 Unter den deutschen Teilnehmern mit
Teilnehmer und wünschte allen einen erfolgreichen Turnierverlauf. Titelambitionen natürlich der Vorjah-
resmeister FM Juri Ljubarskij (SK
Hannover 96), Vitaly Ugolyk (SC Ful-
da), FM Eduard Bakhmatov (SV
Hattingen), IM Heinz Liebert (USV
Volksbank Halle), FM Georg Haubt
(SV Oberursel), FM Dr. Reinhard
Zunker (SV 1920 Hoffenheim, Hel-
mut Hassenrück (SG Gladbeck) Dr.
Matthias Kierzek (SC Fulda) und FM
Gottfried Schumacher (SC Bad Neu-
enahr-Ahrweiler).
Ganz weit angereist war die Nummer 1
der Setzliste IM Evgenij Piankov aus
der Ukraine der sich natürlich auch bei
der Titelvergabe einiges ausrechnen
durfte.
Um pünktlich 16.00 Uhr konnte Haupt-
schiedsrichter Jürgen Kehr nach sei-
nen Turnierinstruktionen an die Teilneh-
mer die Bretter zur 1. Runde freigeben. Damensiegerin Miloca Schneider
Neben den erwarteten Startrundensie-
gen der Favoriten konnten Christov Papapostolou (SK Bad Sooden-Allen-
Hessischer Seniorenmeister FM Georg Haubt, Michael Jung dorf) gegen Pim Ghijsen (VAS Amsterdam), Wolfgang Kalix (SVG Kon-
stanz) gegen Jan Joost Lindner(DD Den Haag), Johann Schwertel (SV
Koblenz) gegen FM Gottfried Schumacher (SC Bad Neuenahr-Ahrweiler)
und Franz Schlag (SK Turm Bad Hersfeld) gegen Ben van Geffen (Messe-
maker 1847) mit Remisen ihren favorisierten Gegnern schon einmal zeigen,
dass die Trauben in diesem Jahr auch etwas höher hingen.
In der 2. Runde kam es an den Spitzenbrettern durch ein verkürztes Auslo-
sungsverfahren durchaus schon zu Begegnungen auf Augenhöhe. Insbeson-
dere der große Turnierfavorit IM Evgenij Piankov aus der Ukraine musste
sich dem stark aufspielenden Niek Oud (Amstelveen) in einer Partie, die
nach Turnierschluß mit dem Schönheitspreis ausgezeichnet wurde, geschla-
gen geben.Aber auch die Nummer 5 der Setzrangliste Ad van den Berg
(Philidor Leiden) gegen Dr. Helmut Biller (Sfr.Frankfurt) und IM Heinz
Liebert (USV Volksbank Halle) gegen Dr. Peter Kropp (SV 1920 Hofheim)
mussten sich mit Remisen begnügen. Nicht besser erging es den FM Gott-
fried Schumacher (SC Bad Neuenahr-Ahrweiler) gegen Christov Papapos-
tolou (SK Bad Sooden-Allendorf) und FM Dr. Reinhard Zunker (SV 1920
Hofheim) gegen Helmut Schumacher (DJK Aufwärts).
In der dritten Runde gab es in den 7 Begegnungen der noch Verlustpunktfrei-
en Spieler überwiegend klare Entscheidungen. Lediglich FM Eduard
Bakhmatov (SV Hattingen) musste sich gegen den großartig aufspielenden
Niek Oud (Amstelveen) mit einem Remis begnügen. Zu klaren Favoritensie-
gen kamen Vitaliy Ugolyk (SC Fulda), FM Georg Haubt (SV Oberursel),
Nestorenpreisträger v. l. n. r. Michael Jung, Vitaliy Ugolyk, Jürgen Kehr FM Juri Ljubarskij (SK Hannover 96) Helmut Hassenrück (SG Glad-
beck), Dr. Matthias Kierzek (SC Fulda) und Peter Holscher (Caissa
Hoorn). Die größte Überraschung der Runde gelang Reinhard Geisler (SK
Werther) mit einem Sieg gegen die Nummer 8 der Setzliste Pim Ghijsen
(VAS Amsterdam). Bemerkenswert auch die Remisergebnisse von Horst
Klüver (Itzehoer SV) gegen Ferdinand Niebling (SC Frankfurt West) und
Gerhard Preiß (SK Steinhagen) gegen Dr. Helmut Biller (Sfr.Frankfurt).
An den Spitzenbrettern der 4. Runde kam es zu durchweg hart ausgekämpf-
ten Partien. An Brett 1 trennten sich Vitaliy Ugolyk (SC Fulda) und Helmut
Hassenrück (SG Gladbeck) verdienter Maßen mit Remis. Nachdem zu-
nächst Helmut Hassenrück mit leichten Vorteilen ins Mittelspiel einzog,
konnte er beim Übergang vom Mittel ins Endspiel von etwas Glück sagen,
dass Vitaliy Ugolyk in einem Turm/Bauernendspiel nicht den richtigen und
vielleicht gewinnbringenden Plan verfolgte. Ein Glanzstück vollbrachte wie-
der einmal FM Georg Haubt (SV Oberursel) gegen seinen hessischen
Landsmann Dr. Matthias Kierzek (SC Fulda). Nachdem er im Mittelspiel
einen Qualitätsverlust hinnehmen musste konnte er mit seiner meisterhaften
Beherrschung des Läuferpaares nach der Eroberung eines Bauern die Partie
doch noch zu seinen Gunsten entscheiden. In den Verfolgerduellen der Spit-
zengruppe gab es überwiegend Remisentscheidungen. Lediglich Joachim
Knaak (SV Dresden-Leuben) mit einem Sieg gegen Niek Oud (Amstel-
veen) und Werner Szenetra (SC Rastatt) mit einem Sieg gegen Horst
Nietsch (SG Weißensee 49) konnten sich weiter an die Spitze heranarbeiten.
Titelträger 2012 v. l. n. r. Michael Jung, IM Evgenij Piankov, Dass sein Vorrundensieg keine Eintagsfliege blieb bestätigte die Nummer
FM Juri Ljubarskij, Jürgen Kehr 121 der Setzliste Reinhard Geisler (SK Werther) gegen die Nummer 24
Die Grüße der gastgebenden Stadt Bad Sooden-Allendorf überbrachte Bür- Dietmar Krebs (Kölner SK Dr. Lasker) mit einem Remis. Einen weiteren
germeister Frank Hix und wünschte allen Teilnehmern eine angenehmen Rückschlag bei seinem Bemühen Anschluss an die Spitze herzustellen erlitt
Aufenthalt im schönen Bad Sooden-Allendorf. Michael Jung der Vorsitzen- FM Gottfried Schumacher (SC Bad Neuenahr-Ahrweiler) mit einer emp-
de des gastgebenden Schachclubs freute sich viele bekannte, aber auch neue findlichen Niederlage gegen Dr. Manfred Schmidt (SV Springe).
Schachfreunde begrüßen zu können, insbesondere die 94 Teilnehmer die be- Am Spitzenbrett der 5. Runde kam es zwischen den einzig verbliebenen ver-
reits das Nestorenalter überschritten haben. Selbstverständlich freute er sich lustpunktfreien Spielern FM Juri Ljubarskij (SK Hannover 96) und Georg
auch über den mit 20 Teilnehmerinnen großen Anteil der Schachspielenden Haubt (SV Oberursel) zu einem schiedlich friedlichen Remis. Ein Husaren-
Seniorinnen. streich gelang Werner Szenetra (SC Rastatt) der gegen den favorisierten Vi-
Im großen Teilnehmerfeld waren wie schon in den vergangenen Jahren viele taliy Ugolyk (SC Fulda) gewinnen konnte und damit zu den beiden führen-
Niederländische Schachfreunde mit einigen Meisterspielern die durchaus Ti- den FM Juri Ljubarskij und Georg Haubt aufschloss. Im übrigen Verfol-
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gerfeld an den Brettern 3 bis 7 kam es zu keinen Durchbrüchen so dass die 7.0Punkten einen großartigen 4.Platz. Mit 6,5Punkten und der besten Fein-
Entscheidungen auf die kommenden Runden vertagt wurden. Bemerkens- wertung unter seinen punktgleichen Mitstreitern auf Gesamtplatz 5 konnte
wert blieben die Remisergebnisse von Siegfried Limberg (Sfr.Taunus Kö- sich FM Georg Haubt wie bereits im Vorjahr den Titel des Hessischen Se-
nigstein) gegen die Nummer 1 der Setzrangliste IM Evgenij Piankov nioreneinzelmeisters 2012 erspielen. Mit ebenfalls 6,5 Punkten aber der et-
(Ukraine), Horst Peleikis (SK Lister Turm) gegen FM Eduard Bakhmatov was schlechteren Bucholzwertung kamen die Vereinskollegen des SC Fulda
(SV Hattingen) und Helmut Haselhorst (SK Ostbevern/Westbevern) gegen Vitaliy Ugolyk und Dr. Matthias Kierzek auf den Plätzen 6 und 7 (bzw. 2
IM Heinz Liebert (USV Volksbank Halle). Einen schönen Erfolg konnte und 3 im Hessischen Wettbewerb)ein. Auf Rang 14 konnte sich Dr. Helmut
auch Erich Weyrauch (SV Letmathe) mit seinem Sieg gegen Peter Hol- Biller (Spfr. Frankfurt 1921) mit ebenfalls 6,5 Punkten über ein sehr gutes
scher (Caissa Hoorn) verbuchen. An der Spitze lagen gemeinsam mit je Turnierergebnis freuen, war er doch vom Ranglistenplatz 41 ins Rennen ge-
4,5Punkten die FM Georg Haubt und Juri Ljubarskij sowie Werner Sze- gangen. Auf den Plätzen 19 und 20 befanden sich mit Altmeister FM Dr.
netra. Im Verfolgerfeld das mit jeweils 4 Punkten noch große Aussichten auf Reinhard Zunker (SV Hofheim) und Siegfried Limberg mit jeweils 6.0
einen Spitzenplatz hegte tummelten sich 12 Spieler darunter inzwischen auch Punkten zwei weitere sicherlich zufriedene Hessen, die mit ihren Turnierleis-
der hessische Meisterspieler FM Dr. Reinhard Zunker (SV 1920 Hofheim). tungen immerhin auch deutliche DWZ Zuwächse erspielen konnten. Bester
In der 6. Runde kam es am Spitzenbrett zwischen FM Georg Haubt (SV Niederländischer Teilnehmer wurde auf Rang 10 Jan Joost Lindner (DD
Oberursel) und Werner Szenetra (SC Rastatt) nur zu einem kurzen Schlag- Den Haag) mit 6,5 Punkten. Den Damenpreis konnte doch noch die Favoritin
abtausch. Nach einem Qualitätseinsteller von FM Georg Haubt, ohne die Miloca Schneider 4,5 Pkt. (SG Witten) mit einem Schlussrundensieg gegen
geringste Kompensation, gratulierte er seinem Gegner zu seinem schnellen Eva-Maria Wilfert 4.0 Pkt. (PTSV SK Hof) erspielen, die sie auf den 2.
Sieg. Sehr viel länger dauerte es am 2. Brett zwischen Joachim Knaak (SV Platz verdrängte. Die ebenfalls noch um den Damentitel spielende Ursula
Dresden-Leuben) und FM Juri Ljubarskij (SK Hannover 96). Nachdem Schumacher 4.0 Pkt. (SC Bad Neuenahr-Ahrweiler) musste sich nach ihrer
sich Joachim Knaak Vorteile erspielte verpasste er es in der Zeitnotphase Schlussrundenniederlage mit Platz 3 begnügen. Den Titel des Nestorenmeis-
den entscheidenden Gewinnweg zu finden und musste sich dann nach Gene- ters sicherte sich FM Juri Ljubarskij vor FM Eduard Bakhmatov und
ralabtausch bei ungleichen Läufern und nur wenigen Bauern am Königsflü- Werner Szenetra.
gel mit einem Remis zufrieden geben. Eine ausgesprochen spannende Partie
lieferten am 3. Brett Rudolf Frank (SC Ellwangen) und Helmut Hassen-
rück (SG Gladbeck) ab, in der sich Rudolf Frank mit einer sehenswerten
Schlussoffensive den ganzen Punkt sichern konnte. Die Partie war sicher
auch ein Kandidat im Wettbewerb um die schönste Partie. Im Verfolgerfeld
trennten sich FM Dr. Reinhard Zunker (SV 1920 Hofheim) und Dr. Mat-
thias Kierzek (SC Fulda) sowie Erich Weyrauch (SV Letmathe) und Jan
Joost Lindner (DD Den Haag) mit Remis. Etwas weiter nach vorne rücken
konnten Ferdinand Lang (Blau Turm Bad Wimpfen) mit einem Sieg gegen
Luis Ripoll (SK Lister Turm) und Bernd Rädeker (Stuttgarter SF) mit ei-
nem Sieg gegen Wolfgang Lenk (USV TU Dresden). Langsam wieder in
Schlagdistanz zur Spitze die drei heiß gehandelte Favoriten IM Evgenij Pi-
ankov (Ukraine), Vitaliy Ugolyk (SC Fulda) und FM Eduard Bakhmatov
(SV Hattingen) mit ihren Siegen. Endgültig Abschied genommen von einer
vorderen Platzierung hatte FM Gottfried Schumacher (SC Bad Neuen-
ahr/Ahrweiler) nach seinem Remis gegen Willi Kempen (Rheydter SV). Be-
merkenswert die Leistung von Horst Peleikis (SK Lister Turm) mit seinem
Remis gegen IM Heinz Liebert (USV Volksbank Halle). Den Fairnißpreis
des Tages (wenn nicht des Turniers) verdiente sich CM Manfred Pape (SK
Bad Harzburg) gegen Dr. Klaus Reinhold (SC Gronau) als er bei nur noch
8Sec.Restbedenkzeit von Reinhold in ein vermeintliches Remis einwilligte.
In der 7. Runde leistete sich der bisher allein führende Werner Szenetra (SC
Rastatt) gegen Bernd Rädeker (Stuttgarter SF) sein zweites Remis. Da sich V. l. n. r. FM Dr Reinhard Zunker - Dr. Matthias Kierzek
aber im Verfolgerfeld außer dem Remis von FM Dr. Reinhard Zunker (SV Wegen der üblichen Regelung keine Doppelpreise zu vergeben gingen die
1920 Hofheim) gegen Vitaliy Ugolyk (SC Fulda) alle anderen Titelaspiran- Nestorenpreise an (6.) Vitaliy Ugolyk (SC Fulda), (8.) Rudolf Frank (SC
ten keine Blöße gaben und jeweils einen vollen Punkt einsammelten, durfte 1875 Ellwangen) und (11.) Dr. Hans Petzold (USV TU Dresden) alle 6,5
eine Vorentscheidung für den Turniersieger bereits gefallen sein. An der Spit- Punkte.
ze lagen punktgleich Werner Szenetra und FM Juri Ljubarskij (SK Han- Die höchste Ratinggruppe zwischen 1751-1950 DWZ konnte auf Platz 21
nover 96) mit 6.0Punkten. Mit jeweils 5,5 Punkten folgten FM Georg Christos Papapostolou (SK Bad Sooden Allendorf) vor (26.) Alexander
Haubt (SV Oberursel), Dr. Matthias Kierzek (SC Fulda), Bernd Rädeker Noble (SC Bad Nauheim) und (27.) Dr. Jürgen Mentel (Greidswalder SV)
(Stuttgarter SF), FM Eduard Bakhmatov (SV Hattingen),IM Evgenij Pi- für sich entscheiden, alle 6.0 Punkte.
ankov (Ukraine) und Jan Joost Lindner (DD Den Haag). Es war stark zu Die Ratinggruppe 1551-1750 DWZ gewann auf Rang 69 Erich Hoffmann
vermuten, dass unter diesen acht Spielern in den letzten beiden Runden der (DJK Wacker-Bergeborbeck) vor (71.) Horst Klüver (Itzehoer SV) und (75.)
kommende Titelträger ermittelt wurde. Adalbert Wulf (SV Ennigerloh) alle 5.0 Punkte.
Wie erwartet kam es in der 8. Runde an den ersten Brettern zu harten Ausei- Die Ratinggruppe 500-1550 gewann auf Platz 106 Eugen Bill (SV Lahn -
nandersetzungen die lediglich am Spitzenbrett von einem Remisschluss ge-
Limburg) vor (108.) Hans Knaak (Forster SC) und (109.) Klaus Hielscher
krönt waren. Werner Szenetra (SC Rastatt) erzwang gegen den sicher favo-
(Braunschweiger SF) alle 4,5Punkte.
risierten Vorjahressieger FM Juri Ljubarskij (SK Hannover 96) ein Remis.
Am 2. Brett hatte der Topgesetzte Favorit Evgenij Piankov (Ukraine) erst- Im Rahmenprogramm wurden natürlich auch ein Blitz- und ein Schnell-
mals die Chance mit einem Sieg auch Punktemäßig ganz zur Spitze aufzu- schachturnier ausgerichtet. Das Blitzturnier wurde mit 13 Runden und einer
schließen, die er auch mit einem Weißsieg gegen Dr. Matthias Kierzek (SC Bedenkzeit von 5 Minuten als Offene Hessische Seniorenblitzeinzelmeister-
Fulda) nutzte. An Brett 3 konnte FM Eduard Bakhmatov (SV Hattingen) schaft 2012 ausgetragen und fand mit 32 Teilnehmern eine ansprechende Be-
gegen den einzigen im Spitzenfeld befindlichen Niederländischen Meister- teiligung.
spieler Jan Joost Lindner (DD Den Haag) den ganzen Punkt erspielen. An Gewinnen konnte FM Juri Ljubarskij 10,5 Pkt. vor Helmut Haselhorst
Brett 4 musste sich der Württemberger Bernd Rädeker (SF Stuttgart) gegen (SK Westbevern/Ostbevern) 10,0 Pkt. und FM Gottfried Schumacher (SC
den hessischen Vorjahresmeister FM Georg Haubt (SV Oberursel) geschla- Bad Neuenahr-Ahrweiler) 9,5 Pkt. Den Titel des hessischen Seniorenblitz-
gen geben. Bei der Entscheidung über die beste weibliche Teilnehmerin soll- einzelmeisters sicherte sich FM Dr. Reinhard Zunker auf Rang 11 mit 7.0
te es auch auf die Ergebnisse der letzten Runde ankommen. Beste Aussichten Pkt. vor seinem Vereinskollegen Dr. Peter Kopp auf Rang 15 mit 6,5 Pkt.
hatten Eva Maria Wilfert (PTSV SK Hof) und Ursula Schumacher (SC (SV 1920 Hofheim).
Bad Neuenahr/Ahrweiler) die jeweils 4.0Punkte aufwiesen. Das Schnellschachturnier wurde als offenes Turnier mit 7 Runden und einer
In der 9. Runde hatte es der haushohe Favorit IM Piankov doch noch selbst Bedenkzeit von 20 Minuten ausgetragen und unterlag keinen Altersbeschrän-
in der Hand den kaum noch erwarteten Turniersieg zu seinen Gunsten zu ent- kungen. Mit 38 Teilnehmern war die Beteiligung ebenfalls zufrieden stel-
scheiden. Nachdem er bereits in der 2. Runde gegen den stark startenden lend. Den Sieg konnte IM Evgenij Piankov (Ukraine) mit 6,5 Pkt. erringen.
Niek Oud (Amstelveen) verlor und in der 5. Runde gegen Siegfried Lim- Auf den weiteren Plätzen Alexander Schmidt (SK Bad Sooden-Allendorf)
berg (Sfr.Taunus Königstein) ein Remis abgab sah es zunächst nicht nach ei- 6.0Pkt., Ferdinand Niebling (SC Frankfurt West) 5.0 Pkt., Peter Heinzel
nem Turniersieg aus. Aber ein starker Schlussspurt mit 4 Siegen in Folge ge- (SK Mülheim) und FM Gottfried Schumacher (SC Bad Neuenahr-Ahrwei-
gen seine Konkurrenten um die Meisterschale sicherten ihm dann doch den ler) 5.0 Pkt. Einen Achtungserfolg konnte in diesem Turnier der Seniorenre-
Meistertitel der 8.Offenen Hessischen Senioreneinzelmeisterschaft 2012 in ferent des DSB Helmut Escher (SV Oberursel) mit 4,5 Pkt. auf Rang 7 er-
Bad Sooden-Allendorf. zielen.
In der Schlussrunde gab er am Spitzenbrett FM Georg Haubt (SV Oberur- Eine weitere interessante Rahmenveranstaltung hatte der Veranstalter organi-
sel) das Nachsehen und konnte sich mit 7,5 Punkten aus 9 Partien den Meis- siert mit einem Vortrag über die Schachnovelle von Stefan Zweig. Als Refe-
tertitel sichern. Durch ein Remis am 2. Brett konnte sich Vorjahrestitelträger rent hatte der kenntnisreiche Sammler Siegfried Schoenle viele anschauliche
FM Juri Ljubarskij (SK Hannover 96) gegen FM Eduard Bakhmatov Exponate aus seiner privaten Sammlung mitgebracht und spannte einen inte-
(SV Hattingen) mit 7.0Punkten und der besseren Feinwertung den 2.Platz ressanten Bogen über das literarische Werk der Schachnovelle und seine
vor seinem punktgleichen Gegner sichern. Mit ebenfalls einem Remis gegen zahlreichen weltweiten Veröffentlichungen. Die Teilnehmer waren begeistert
Rudolf Frank (SC Ellwangen) sicherte sich Werner Szenetra(SC Rastatt) über diesen Ausflug in eine andere Art der Schachliteratur, einmal etwas ab-
nach einem ungeschlagenen Turnierverlauf mit 5Siegen und 4 Remisen und seits von Eröffnungen und Endspielkünsten.
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Nach der Siegerehrung bedankte sich der Hauptturnierleiter und Seniorenre- 47. Gudat, Alfons 1876 SK Union Oldenburg 432 5.5 41.5
ferent des DSB Helmut Escher bei seinen Mitstreitern Michael Jung,Vor- 48. Oldach, Ehrenfried 1881 SF Ostsee Warnemünde 4 3 2 5.5 41.0
sitzender des gastgebenden SK Bad Sooden-Allendorf, Walter Rammen- 49. Klein, Klaus 1816 SF Heidelberg 432 5.5 41.0
stein, der sich neben der Organisation im Turniersaal auch wie immer um 50. Mertens, Gottfried 1842 SK Weinheim 1911 e.V. 4 3 2 5.5 41.0
den gesamten fiskalischen Bereich kümmerte, bei seinem Hauptschiedsrich- 51. Kotlar, Alfred 1885 SK Recklinghausen Altsta 4 3 2 5.5 40.5
ter Jürgen Kehr, der nicht nur jederzeit den Turniersaal befriedete sondern 52. Kahn, Peter 1976 Siebenlehner SV 270 5.5 40.5
53. Heinzel, Peter 1947 SC Mülheim 08/25 e.V. 432 5.5 40.0
auch in der Turnierorganisation für einen reibungslosen Ablauf, eine zügige 54. van Geffen, Ben 2108 Messemaker 1847 351 5.5 39.5
Rundenauslosung und gemeinsam mit Gerhard Meiwald für eine schnelle 55. Causevic, Ismet 1854 SF Forst 1971 432 5.5 38.5
und umfassende Berichterstattung auf der Homepage der hessischen Senio- 56. Piastowski, Kurt 1770 SC Turm Lüneburg e.V. 4 3 2 5.5 37.0
ren sorgte. Er bedankte sich bei Eberhard Rubruck das er die gastronomi- 57. Rychlik, Kurt 1929 SV Berenbostel 423 5.0 44.5
sche Betreuung aller Teilnehmer wieder einmal ausgesprochen zufrieden 58. Busic, Nedjeljko 1861 SC Bad Nauheim 423 5.0 44.5
stellend organisierte, unterstützend an seiner Seite Frank Liebert. Nicht zu- 59. Kempen, Willi 1846 Rheydter Schachverein 342 5.0 43.5
letzt bedankte er sich auch bei seiner Frau Ursel die wie immer im Hinter- 60. Schirmer, Werner 1924 Hamburger SK von 1830 4 2 3 5.0 43.5
grund der Turnierorganisation für alles zuständig war „was sonst noch so zu 61. Ripoll, Luis 1780 SK Lister Turm 423 5.0 42.5
erledigen war“ und ihm den Rücken freihielt. Er bedankte sich bei allen Teil- 62. Kalix, Wolfgang 1873 SVG Konstanz 342 5.0 42.5
nehmern für einen absolut reibungslosen und konfliktfreien Turnierverlauf. 63. Nagorni, Walter 1936 SK Lister Turm 423 5.0 42.0
Er freute sich bereits auf das 25 jährige Jubiläumsturnier in 2013 und hoffte 64. Höllger, Herbert 1837 SK Turm Bad Hersfeld 342 5.0 42.0
dass sich alle Teilnehmer dazu gesund und munter an den Brettern „die für 65. van Dongen, Rob 1847 VAS Amsterdam 342 5.0 42.0
uns die Welt bedeuten“ hier im schönen Kursaal von Bad Sooden-Allendorf 66. Voermans, Adri 1830 DD Den Haag 423 5.0 42.0
wiedersehen. 67. Schwertel, Johann 1871 SV Koblenz 03/25 341 5.0 42.0
68. Krotofil, Kurt 1882 Niendorfer TSV 1919 342 5.0 41.5
69. Hoffmann, Erich 1707 DJK Wacker Bergeborbeck 2 6 1 5.0 41.5
70. Kaufmann, Helmut 1913 SK Eutingen 423 5.0 41.0
71. Klüver, Horst 1612 Itzehoer SV von 1923 342 5.0 40.5
72. Hampel, Johannes 1980 SV Dresden-Leuben 261 5.0 40.0
73. Kluger, Hans-Peter 1786 SF Fallersleben 423 5.0 40.0
74. Schumacher, Helmut 1845 DJK Aufwärts Aachen 19 2 6 1 5.0 39.5
75. Arp, Frans 1980 Haarlem 423 5.0 39.0
76. Wulf, Adalbert 1747 SV Ennigerloh-Oelde 504 5.0 39.0
77. Rehder, Frank 1713 SC Zugzwang 95 e.V. 423 5.0 39.0
78. Smits, Oswald 1735 Sfr. Taunus Königstein/S. 4 2 3 5.0 38.5
79. Pajcin, Jovan 1745 Philidor Leiden 423 5.0 38.5
80. Matrisch, Gerd 1709 SV Unser Fritz Wanne-E 3 4 2 5.0 38.0
81. Zwanepol, Johan 1857 SC Groningen 423 5.0 38.0
81. Blosze,Winfried 1697 SV KS 1929 Großauheim 4 2 3 5.0 38.0
83. Türtmann, Dieter 1846 ESV 1949 Eberswalde e.V. 2 6 1 5.0 38.0
84. Brandt, Fred 1679 SV Königsjäger Süd-West 2 6 1 5.0 36.0
85. Schlag, Franz 1871 SK Turm Bad Hersfeld 423 5.0 36.0
86. Brahn, Helmut 1553 SG Springer Burghaun 342 5.0 36.0
87. Viererbe, Hartmut 1610 SC 51 Nordhausen 342 5.0 35.5
88. Romanow, Werner 1957 SV Merseburg e. V. 413 4.5 43.5
89. Nietsch, Horst 1832 SG Weißensee 49 e.V. 333 4.5 43.0
V. l. n. r. FM Eduard Bakhmatov - Niek Oud 90. Rollwitz, Jürgen 1765 SG Wedding e.V. 171 4.5 41.5
Über alle weiteren Details zum Turnierablauf kann man sich auf der Home- 91. Josting, Friedel 1786 SG Bünde 1945 252 4.5 41.5
page der hessischen Senioren informieren. (www.Seniorenschach-Hessen. 92. Böhme, Erich 1737 SK Stadtallendorf 333 4.5 41.0
de) Gerhard Meiwald, Pressereferent der Seniorenkommission des DSB 93. Mayeres, Hans-Christian 1648 SK Recklinghausen Altsta 3 3 3 4.5 39.5
94. Wieprecht, Gerhard 1724 SV CAISSA e. V. Kassel 4 1 4 4.5 39.5
Endstand nach der 9. Runde 95. Rüggeberg, Wilhelm 1697 Sfr.Saarburg-Trier 333 4.5 39.5
Rg Teilnehmer TitelTWZ Verein/Ort S RV Pu Buch 96. Johannsen, Ingbert 1801 SG Witten 333 4.5 39.0
1. Piankov, Evgenij IM 2362 711 7.5 45.5 97. Heimberg, Günter 1613 SK Wennigsen 333 4.5 38.5
2. Ljubarskij, Juri FM 2139 SK Hannover 96 540 7.0 49.0 98. Reimann, Günther 1795 SC Magstadt 252 4.5 38.5
3. Bakhmatov, Eduard FM 2192 SV Hattingen e.V. 540 7.0 47.5 99. von Janta, Lothar 1699 SV Berenbostel 333 4.5 38.5
4. Szenetra, Werner 2047 SC Rastatt 540 7.0 47.0 100.Merettig, Georg 1719 SV Caissa Wolfenbüttel 4 1 4 4.5 38.0
5. Haubt, Georg FM 2147 SV Oberursel 612 6.5 51.5 101.Grasmeyer, Klaus-Peter 1629 SK Villingen 333 4.5 38.0
6. Ugolyk, Vitaliy 2220 SC Fulda 531 6.5 49.5 102.Willms, Willi 1689 Rheydter SV 1920 414 4.5 38.0
7. Kierzek, Dr. Matthias 2130 SC Fulda 612 6.5 47.5 103.Just, Joachim 1931 SV Motor Zeitz 331 4.5 37.5
8. Franck, Rudolf 2042 SC 1875 Ellwangen 531 6.5 47.0 104.Berger, Eduard 1654 SK Stadtallendorf 414 4.5 37.0
9. Hassenrück, Helmut 2135 SG-Gladbeck 19/2 531 6.5 46.0 105.Schneider, Miloca 1733 SG Witten 414 4.5 37.0
10. Pape, Manfred CM 2072 SK Bad Harzburg 530 6.5 45.0 106.Huhn, Ulrich 1802 SF Siemensstadt 333 4.5 37.0
11. Lindner, Jan Joost 2119 531 6.5 44.0 107.Bill, Eugen 1465 SV Lahn Limburg 252 4.5 36.0
12. Petzold, Dr. Hans 1974 USV TU Dresden 531 6.5 43.5 108.Knaak, Hans 1517 Forster SC 95 333 4.5 35.5
13. Lenk, Wolfgang 1993 USV TU Dresden 531 6.5 43.5 109.Hielscher, Klaus 1506 Braunschweiger SF 414 4.5 35.0
14. Biller, Dr. Helmut 1954 Sfr. Frankfurt 1921 450 6.5 41.0 110.Roth, Reinhard 1659 Sfr. Taunus Königstein/S. 3 3 3 4.5 35.0
15. Papenbrock, Volker 2034 SK Union Eimsbuettel eV 531 6.5 39.0 111.Daebel, Dr. Hasso 1412 SG Drewer 54 e.V 414 4.5 34.5
16. Oud, Niek 1958 Amstelveen 522 6.0 48.0 112.Gelzinnus, Siegfried 1615 Sfr. Anderssen Wetzlar 333 4.5 34.5
17. Knaak, Joachim 2101 SV Dresden-Leuben 441 6.0 48.0 113.Schiller, Hans 1602 SF Bad Lausick 333 4.5 34.0
18. Rädeker, Bernd 2055 Stuttgarter SF 1879 441 6.0 46.5 114.Bendisch, Dr. Jürgen 1715 SV Hennef 1927 e.V. 252 4.5 34.0
19. Zunker, Dr. Reinhard FM 2016 SV 1920 Hofheim 360 6.0 46.0 115.Otto, Klaus 1577 Thüringer SV Triebes 252 4.5 33.5
20. Limberg, Siegfried 1953 Sfr. Taunus Königstein/S. 441 6.0 45.0 116.Draxler, Gottfried 1751 Sfr. Neuberg 333 4.5 33.5
21. Papapostolou, Christo 1900 SK Bad Sooden-Allendorf 441 6.0 44.0 117.Auerswald, Dr. Gottfried 1428 SK Dingelstädt 1921 333 4.5 33.5
22. Liebert, Heinz IM 2177 USV Volksbank Halle e.V. 360 6.0 43.5 118.Straschnej, Paul 1519 Sfr. Bad Emstal 1993 414 4.5 32.5
23. Schumacher, Gottfried FM 2108 SC Bad Neuenahr/Aw. 441 6.0 42.5 119.Schütze, Manfred 1664 VfL Gräfenhainichen 252 4.5 32.5
24. Thieme,Hans 1962 SV Oberursel 522 6.0 42.0 120.Geisler, Reinhard 1678 SK Werther 1949 e.V. 324 4.0 42.0
25. Niebling, Ferdinand 2008 SC Frankfurt-West 441 6.0 41.5 121.Berger, Volkmar 1608 SC Senioren Cottbus 324 4.0 41.5
26. Noblé, Alexander 1904 SC Bad Nauheim 522 6.0 40.0 122.Kienel, Norbert 1696 SV Osnabrück 405 4.0 40.0
27. Mentel, Dr. Jürgen 1866 Greifswalder SV 522 6.0 37.5 123.Micheel, Peter 1697 SSC Graal-Müritz 242 4.0 39.5
28. Etzold, Walter 2025 Schachzirkel Elstertal L. 522 6.0 36.0 124.Claus, Joachim 1672 SG Witten 324 4.0 38.5
29. Peleikis, Horst 1946 SK Lister Turm 351 5.5 46.0 125.Janzen, Christian 1599 TSV Marienfelde 1890 243 4.0 38.0
30. van den Berg, Ad 2211 Philidor Leiden 351 5.5 45.5 126.Fromme, Werner 1654 SG Witten 162 4.0 37.0
31. Weyrauch, Erich 1946 SV Letmathe 1933 e.V. 431 5.5 45.0 127.Wilfert, Eva-Maria 1398 PTSV SK Hof 1892 243 4.0 37.0
32. Lang,Ferdinand 2059 Blau.Turm Bad Wimpfen 432 5.5 45.0 128.Aepfler, Gerhard 1716 TSG Apolda 243 4.0 37.0
33. Reinhold, Dr. Klaus 1942 SC Gronau 1920 e.V. 432 5.5 45.0 129.Papenkordt, Karl-Hermann 1659 SG Witten 324 4.0 36.0
34. Niebuhr, Gerd 1962 Freibauer Wedemark 432 5.5 44.5 130.Fuchs, Manfred 1516 SC en Passant Düsseldorf 3 2 4 4.0 36.0
35. Kopp, Dr. Peter 1947 SV 1920 Hofheim 432 5.5 43.5 131.Briesemeister, Klaus 1555 SV Lingen 242 4.0 36.0
36. Schmidt, Dr. Manfred 1850 SV Springe 432 5.5 43.5 132.Hegner, Peter 1578 SC Bad Soden 324 4.0 35.5
37. Haselhorst, Helmut 1959 SK Ostbevern/Westbevern 351 5.5 43.0 133.Strozewski, Günter 1552 SV Erkenschwick 1923 e 4 0 5 4.0 35.5
38. Ghijsen,Pim 2164 VAS Amsterdam 351 5.5 43.0 134.Pastowski, Werner 1448 SV Schmalkalden 04 162 4.0 35.0
39. Lippmann, Ulrich 1901 SC Papenburg 432 5.5 43.0 135.Burckhardt, Karl 1774 SC Fulda 324 4.0 35.0
40. Achenbach, Manfred 2002 SC Mülheim 08/25 e.V. 432 5.5 43.0 136.Schwichtenberg, Jürgen 1541 SV 1920 Hofheim 243 4.0 34.5
41. Bachmann, Rolf 1915 Schachvereinigung Hamm 432 5.5 43.0 137.Fuhlrott, Heinz 1479 MTV Fichte Winsen 243 4.0 34.5
42. Gousseinov, Aguif 1979 Paris 351 5.5 42.5 138.van Vorselen, Theo 1587 DD Den Haag 323 4.0 34.5
43. Schneider, Alexander 1981 Wilhelmshavener SF 513 5.5 42.5 139.Ludwig, Richard 1443 SV Irxleben von 1919 162 4.0 34.5
44. Holscher, Peter 2087 Caissa Hoorn 513 5.5 42.0 140.Schumacher, Ursula 1432 SC Bad Neuenahr/Aw. 324 4.0 34.0
45. Gerhardt, Peter-Michael 1923 SC Vahr 351 5.5 42.0 141.Schmieder, Wolfgang 1545 SAbt SVH Kassel 323 4.0 34.0
46. Krebs, Dietmar 2031 Kölner SK Dr. Lasker 270 5.5 41.5 142.Meyer, Walter 1582 SV Hennef 1927 e.V. 243 4.0 33.5
62 ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com
143.Scholze, Roland 1692 SV Lok Dresden 243 4.0 33.5 Mit freundlichen Grüßen Nunmehr soll es an 35 Minuten ver-
144.Kleist, Werner 1900 Berlin 243 4.0 33.5 Wilfried Hilgert, SG Porz späteter Antwort ankommen.
145.Paulin, Dieter 1492 SK Dingelstädt 1921 405 4.0 32.0 From: „Glueckstaedter Immobilien“ Leider antworten Sie nicht auf mei-
146.Hopp, Dr. Barbara 1388 SV Oberursel 324 4.0 32.0 <webmaster@Glueckstaedter-Immobilien.de>
ne Frage über Ihr persönliches Inte-
147.Narr, Irmgard 1566 SC Mühlhof-Reichelsdorf 3 2 4 4.0 32.0 To: <thomas.wiedmann@kabelbw.de>
148.Ludwig, Siegfried 1472 GSV Hemmingen 324 4.0 31.0 Subject: Deutsche Pokalmeisterschaft resse – persönliche Vorteile.
149.Köhler, Marianne 1386 SG 2011 Sennewit 405 4.0 28.0 Date: Fri, 11 May 2012 12:41:08 +0200 Am 30.04. wurden uns von Herrn
150.Jobski, Werner 1558 SF Schwerte 1951 243 4.0 28.0 Sehr geehrter Herr Alt, Schäfer zwei weitere Hotels be-
151.Scholz, Werner 1471 ESV 1949 Eberswalde e.V. 3 1 3 3.5 42.5 in Ihrem Schreiben vom 02. des Mo- nannt, die in Bad Bramstedt liegen,
152.Fleischer, Martin 1791 SV Einheit Schwerin 315 3.5 40.0 nats fordern Sie eine Entschuldigung also weit entfernt. Im Hotel Balla-
153.Lüders, Dr. Günther 1698 TSV 1883 Benshausen 312 3.5 40.0 dins hatten wir vorher schon ange-
154.Husser, Oskar 1662 SC Caissa Falkensee e.V. 3 1 5 3.5 39.5 von mir gegenüber Herrn Thomas
Wiedmann. fragt und es wurden uns Preise pro
155.Jung, Prof. Michael 1628 SV Osnabrück 234 3.5 38.5 Einzelzimmer von 77,50 € genannt,
156.Preiß, Gerhard 1544 SK Steinhagen 152 3.5 38.5 Wenn sich jemand zu entschuldigen
157.Zoll, Theo 1542 ESV Rot-Weiß Göttingen 3 1 5 3.5 37.5 hat sind es Sie oder Herr Wiedmann! dies haben wir schriftlich. Nachdem
158.Graffenberger, Wilhelm 1466 Hamburger SK von 1830 2 3 4 3.5 34.5 Zu Ihrer Forderung empfehle ich Ih- wir nunmehr in Bezug auf die
159.Knobling, Rolf 1349 USV Erfurt Abt. Schach 3 1 5 3.5 34.5 nen sich juristisch beraten zu lassen. Schachveranstaltung angefragt ha-
160.Barlo, Werner 1637 SK Zehlendorf e.V. 315 3.5 34.0 Richtig zu stellen ist auch, dass der ben, erklärte uns eine Frau Schröder,
161.Tomas, Johann 1609 SK Bad Sooden-Allendorf 3 1 5 3.5 34.0 Verteiler, den Sie gegenüber Herrn dass sie noch 5 Einzelzimmer frei
162.Wauer, Klaus 1302 SC 51 Nordhausen 153 3.5 34.0 Köhler von der Rochade Europa zi- hat, diese kosten nunmehr 105,00 €.
163.Krüger, Bernhard 1542 SC Grunbach 315 3.5 34.0 tiert haben, nicht von mir, sondern Das Hotel Mercure ist völlig ausge-
164.Rollwitz, Inge 1203 SG Wedding e.V. 153 3.5 33.0 vorher von Herrn Wiedmann bucht für den Zeitraum.
165.Schneider, Hans 1469 SV Schwarz-Weiß Oberha 1 5 3 3.5 32.5 Anbei Kopie Schreiben 10. April,
166.Hespers, Rolf 1460 TuS Osterburg Weida 315 3.5 32.0 stammt. Ich habe den Eindruck, dass
167.Burkardt, Robert 1565 SV 1926 Fechenheim 234 3.5 32.0 es Ihnen peinlich ist, wenn die Pres- dass Ihnen angeblich nicht vorliegt,
168.Borkenhagen, Bernd 1358 Hamelner SV 234 3.5 31.5 se tätig wird. woraus ersichtlich ist, dass der
169.Stratmann, Alois 1368 SV Ahlen 1954 e.V. 234 3.5 31.0 Mit freundlichen Grüßen Schachklub Norderstedt abgesagt
170.Wernitz, Armin 1309 PostSV Brandenburg e.V. 2 3 4 3.5 31.0 W. Hilgert hat.
171.Hartlaub, Marianne 1286 SK 1982 Klingenberg/M. 3 1 5 3.5 28.5 From: „Glueckstaedter Immobilien“ Ist Ihr Posten als Turnierleiter nur
172.Stark, Werner 1075 Sfr. Taunus Königstein/S. 2 3 4 3.5 26.0 <webmaster@Glueckstaedter-Immobilien.de> dazu da persönliche Vorteile zu er-
173.Winkler, Werner SK Bad Sooden-Allendorf 3 0 5 3.0 35.0 To: <schach.muenchen@t-online.de>
Subject: Deutsche Pokal-Mannschaftsmeis- zielen? Sie sollten sich, wenn Sie so
174.Neumann, Dr. Peter 1452 SF Ostsee Warnemünde 2 2 5 3.0 34.0 terschaft einen Posten übernehmen, um den
175.Kirchberg, Hans-Georg 1582 SK Dingelstädt 1921 305 3.0 34.0 Date: Mon, 7 May 2012 11:31:16 +0200 Schachsport kümmern!
176.Dinius, Helmut 1519 vereinslos 225 3.0 33.5
177.Preiß, Lore 1536 SK Steinhagen 224 3.0 33.0 Sehr geehrter Herr Wiedmann, Mit freundlichen Grüßen
178.Britz, Helmut 144 3.0 32.5 mit Ihrer Antwort, Datum 30. April W. Hilgert
179.Kage, August 1338 ESV Rot-Weiß Göttingen 2 2 5 3.0 32.0 12:43 Uhr, auf mein Schreiben vom From: „Glueckstaedter Immobilien“
180.Grüneschild, Hildegard 1414 Schach-Union München 2 2 5 3.0 29.0 <webmaster@Glueckstaedter-Immobilien.de>
30.04. 12:10 Uhr kann ich nur fest- To: <thomas.wiedmann@kabelbw.de>
181.Semisch, Helga 1271 SV Schmalkalden 04 144 3.0 28.5 stellen, Sie machen sich gelinde aus- Subject:
182.Helm, Irmgard 1333 TSG Oberschöneweide 144 3.0 28.0 gedrückt lächerlich. Date: Wed, 2 May 2012 12:11:08 +0200
183.Lübbers, Dr. Doris 1336 Sfr. Taunus Königstein/S. 1 4 4 3.0 27.5
184.van Houten, Henk
185.Fister, Horst-Lothar
186.Graffenberger, Marianne
187.Girod, Gudrun
1514
1310
1205
1342
SC Gronau 1920 e.V.
SK Werther 1949 e.V.
143
225
Hamburger SK von 1830 3 0 6
SK Hannover 96 144
3.0
3.0
3.0
3.0
27.5
27.5
27.0
26.5
Alle vier Ecken!
Szenarien im PS von Fritz Hoffmann
188.Hilbig, Klaus 1597 Ahrensburger TSV 216 2.5 34.0
189.Klose, Hans-Peter 1437 ESV Rot-Weiß Göttingen 1 3 4 2.5 33.5 Thema- Turniere (TT) als Veranstaltungsmodus im Problemschach haben ei-
190.Mittelstaedt, Ewald 1409 SC Tarrasch 45 München 2 1 6 2.5 31.5 ne ereignisreiche Geschichte geschrieben, die schon im 19. Jahrhundert be-
191.Maczollek, Helmut 1485 SK Turm Lage 1926 135 2.5 29.5 gonnen hat. Ihre Resultate verwelken nicht etwa am Rande der Schachwelt.
192.Freerksen, Uwe 1273 SK Königsspringer Emden 0 5 4 2.5 29.0 Oft sind sie ja zu bedeutenden Anlässen ausgeschrieben gewesen: zur Be-
193.Gröner, Marga 1337 Freibauer Wedemark 135 2.5 28.5 gleitung von Schach-Olympiaden, bei nationalen Meisterschaften, zur Feier
194.Marinoni, Rainer 1149 SC Eschwege 054 2.5 26.5 von Jubiläen besonderer Schachpatente und ihrer Autoren...
195.Nols, Uwe 1150 Itzehoer SV von 1923 216 2.5 26.0 Mit dem Glanzstück aus dem TT der russischen „Schachrundschau“ vor 111
196.Brahn, Roswitha 995 SG Springer Burghaun 216 2.5 25.5 Jahren erinnern wir an die glorreiche Karriere des tschechischen Meisters
197.Fritsch, Wolfgang 1634 SV Emp. Bad Langensalza 1 2 2 2.0 38.0 Jan DOBRUSKY (1853-1907), der ein Star der Böhmischen Schule war. Der
198.Stuiber, WIlhelm 1683 SK Turm Euskirchen 65 1 2 4 2.0 36.0
199.Richter, Hildegard 1690 SV Empor West Zwickau 1 2 4 2.0 35.5 in der Ausschreibung geforderte Damenrundlauf über alle vier Ecken des
200.Wolff, Heinz 1386 SV Emp. Bad Langensalza 1 2 5 2.0 33.0 Schachbretts ist hier geradezu vorbildlich inszeniert worden. Dabei führt die
201.Geibel, Henning 1275 SV Bargteheide 207 2.0 32.0 Hauptvariante die Rundreise der Themafigur im Uhrzeigersinn vor: 1.Da8!
202.Goepfart, Dietrich 1464 SSV Vimaria 91 Weimar 1 2 3 2.0 31.0 Se6 2.Dh8+ Sg7 3.Dh1 L:d5 4.Da1 matt! - Die diversen Nebenvarian-
203.Bartl, Birgit 1116 USV Erfurt Abt. Schach 1 2 6 2.0 29.5 ten seien dem Spürsinn des aufinexksarnen Publikums überlassen.
204.Ludwig, Egbert 1183 Turn- u. SpV Eichholz-R. 2 0 7 2.0 27.5 Wer die Kurzgeschichte des Zweizügers dem langatmigen Roman des Mehr-
205.Stuiber, Ingeborg 949 SK Turm Euskirchen 65 1 2 5 2.0 26.5 zügers vorzieht, kann auch die Vier- Ecken- Dame erleben, allerdings ohne
206.Lichtenberg, Friedrich 1591 SV Hennef 1927 e.V. 112 1.5 38.5 Rundlauf. Dazu muss das Zwei-Phasen- Spiel moderner Prägung (mit einer
207.Geist, Wolfgang 1390 SSV 90 Artern 036 1.5 33.0 Verführung zur Lösung) aufgeboten werden. Das haben die Briten aber
208.Haase, Wolfgang 1931 SV CAISSA e. V. Kassel 0 1 1 0.5 36.0 schon im 19. Jahrhundert eindrucksvoll demonstriert. Bei dem hier gezeigten
209.Mewes, Hans-Dieter 1733 TV Meckelfeld 013 0.5 28.5 Beispiel geht das Planspiel so über die Bühne:
210.Fritsche, Rainer 1372 Kasseler SK 1876 014 0.5 26.0 1.Dh8? (2.Da1#) L:d7 2.D:a8# - aber cb4! (Verführung)
211.Czech, Ludwig 1972 VSG 1880 Offenbach 001 0.0 36.0
212.Grabitz, Dr. Georg 1903 Plesse Bovenden 003 0.0 33.5 1.Dh1! (2.Lb7#) cb4 2.Lb1# u.a.m. (Lösung)
Ist das nicht ein hübsches Versteckspiel?! Sicher war es schwerer als erwar-
tet, die Geschichte mit dieser Leichtigkeit auf die Karos zu bringen. Kein
Deutscher Wunder, dass nach dem ersten Urdruck ein Korrektor helfend nachgebessert
hat. Die Urfassung ist von Mr. Barnes 1976 nicht mit in seiner 200- Aufga-
ben- Sammlung notiert worden. Aber bei solchen Zitaten hat die Nennung
Schachbund
Beginn Mitteilungen des Deutschen Schachbundes (DSB)
des ersten Autors Vorrang, der Korrektor tritt bescheiden in die Klammern
zurück.
Deutscher Schachbund: Geschäftsstelle: Hanns-Braun-Str., Friesenhaus I, 14053 Berlin,  030-30007814
Jan DOBRUSKY J. KEEBLE
Schachmatnoje obosrenije (Version: F. B. FEAST)
Bundesnachrichten des Deutschen Schachbundes TT 1901 - 1. Preis Leeds Mercury 1888
Deutsche Pokal-Meisterschaft für u7u7u7u7 r7u7w7u7
Mannschaften 2011/2012 in Norderstedt 7u7x7u7u 7u7c7u7u
Halbfinale Krämer - Meier 0:1
SK Porz - SK Norderstedt 0:4kl Wendt - Döttling 0:1 uhu1u7u7 zsu1u7ug
SF Berlin - OSG Baden Baden 0,5:3,5 Nogly - Gustafsson 0:1 7u1c6u7u 7u1u7u7u
Polzin - Naiditsch 1/2 Jürgen Kohlstädt, Spielleiter u7w3u2u7 ufu7u7u7
Ende Mitteilungen des Deutschen Schachbundes (DSB)
Sehr geehrter Herr Wiedmann, wird die SG Porz nicht antreten.
7u7q7u7u 7u7u7u7u
trotz großer Aufwendungen ist es Die uns entstandenen vermeidbaren u7u7udu7 u7u7u7x7
nicht gelungen für die SG Porz ein Kosten Flugreisen etc., die nicht gu7u7u7u 7u7u7uhu
Hotel in vertretbarer Nähe des Spiel- mehr rückgängig zu machen sind,
lokals zu finden. Aus diesem Grunde werden wir in Kürze geltend machen. Matt in vier Zügen Matt in zwei Zügen
ROCHADE EUROPA Nr. 6 Juni 2012 www.rochadeeuropa.com 63
und lässt die verdoppelten Türme bundene Freibauern, doch die sehen
Bundesliganachschlag scheinbar alt aussehen. Und wenn
die Springer auch noch getauscht
allesamt blockiert aus. Der Namens-
geber des Systems, Daniel Note-
sind, kann man dem Schwarzen boom, war ein großes, aber tragi-
Saison 2011/12 kaum mehr beikommen. Doch...
25.Sc4! dxc4 Sonst setzt sich der
Springer mit großem Hallo auf d6
sches holländisches Talent. Beim
Hastinger Traditionsturnier über den
Jahreswechsel 1931/32 spielte er
Von IM Frank Zeller, Tübingen fest. noch im „B-Turnier“, zog sich eine
26.bxc4 Tc7 27.cxb5 axb5 28.Ta6 Lungenentzündung zu und starb bin-
Das Ziel ist erreicht: Weiß konnte nen weniger Tage, kurz vor seinem
Bremen vor Neustrukturierung seine Verdopplung auf der a-Linie 22. Geburtstag.
Juristisches Nachspiel über Aufstiegsplatz ausnutzen, um das schwarze Hinter- 25.Sb3! Statt nach 25.Tec1 Sc5
Die Bundesligasaison 2011/2012 ist beendet; in der Mai-Ausgabe konnten land zu attackieren. mit Befestigung zu erlauben gibt
Sie bereits die Ergebnisse des letzten Doppelwochenendes nachlesen und die 28...Tec8 29.e4 e5!? Noch ein letz- Nyback den Bauern, da seine
Abschlusstabelle studieren, über das Wichtigste haben wir Sie, in dem Re- tes beachtliches Aufbäumen. Leichtfiguren von der kommenden
daktionsschluss bedingter Kürze, bereits informiert. Heute wollen wir noch- 30.exf5 exd4 31.Dxd4 Sxc5? Öffnung profitieren.
mal Bilanz ziehen und Ihnen Partien und Informatives zur Saison sowie ei- Nach 31...Dxc5 muss Weiß noch 25...Dxc4 Er muss, denn 25...Sc5
nen kurzen Ausblick nachreichen.
Der Dauermeister lief zuletzt doch unbedrängt ins Ziel, die großen Überra-

Hindernisse aus dem Weg räumen. 26.Sxc5 Dxc5 scheitert an 27.
Lxe5.
schungen blieben zumindest in der oberen Tabellenregion aus. Spannend ++++ 26.Dxc4 Txc4 27.Lb5!? Pocht
blieb es vor allem im Keller der Liga, ganz zum Schluss gab es doch noch
ein Herzschlagfinale um den vakanten Abstiegsplatz beim Fernduell des Tra-
+ + auf das Läuferpaar. Bei 27.Lxd7
Sxd7 28.Sxa5 Tc2 29.Sxb7
ditionsklubs HSK gegen den letzten verbliebenen Ostverein aus Dresden. + +++ Tb8 bietet der b-Bauer dem
Wir wollen die Teams in der Reihenfolge ihrer Endplatzierung betrachten: + 
+  Schwarzen Gegenspiel.
1. Baden-Baden + Q++ 27...Tc2 28.Teb1 h4? Nur mit
28...a4! ließ sich Widerstand formie-
Der Meister zeigte besonders zu Beginn Nerven, was der Spannung in der
Liga zuträglich war. Ihre ganz großen Aushängeschilder kamen wenig zum
+++ ren. Die Idee ist 29.Txa4 Txa4 30.
Einsatz: völlige Fehlanzeige bei Carlsen, Anand gab sich in den letzten vier ++ Lxa4 La6! und der Läufer findet
sich auf einer schönen Diagonale
Spieltagen die Ehre, konnte dabei aber nicht überzeugen (wir berichteten).
Den WM-Kampf gegen Boris Gelfand vor der Nase, gelang es ihm nicht,
++