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Hundehaftpflichtversicherung Vergleich

Hunde sind aus dem Leben vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Sie sind treu, liebevoll,
verspielt und manchmal ein wenig übermütig. Klar, dass da auch mal was zu Bruch geht. Und
wenn der Beschützerinstinkt des Vierbeiners überhandnimmt, wird vielleicht sogar jemand
verletzt. Für solche Fälle gibt es die Hundehaftpflichtversicherung. In vielen Bundesländern ist die
Hundeversicherung für einige oder alle Hunderassen gesetzlich vorgegeben, in anderen ist sie
freiwillig. Sinnvoll ist sie so oder so. Die Hundeversicherung ist bereits ab weit unter 100 Euro pro
Jahr erhältlich und bewahrt Sie im Schadenfall möglichweise vor einen finanziellen Fiasko – denn
als Hundehalterin oder Hundehalter haften Sie mit Ihrem gesamten derzeitigen und zukünftigen
Vermögen für die Taten Ihres vierbeinigen Begleiters.

Der Hundehaftpflichtversicherungsvergleich bei Tarifcheck.de ist kostenfrei, unverbindlich und


ermittelt Ihnen binnen Sekunden passende Angebote entsprechend Ihrer Angaben. Alle Tarife
werden Ihnen inklusive aller wichtigen Vertragsdetails und Leistungen aufgelistet. Geben Sie
einfach ein, welche Hunderasse Sie versichern möchten und ob in der Vergangenheit bereits
eine Vorversicherung bestanden hat. Auf Wunsch können Sie die Ergebnisse weiter verfeinern
und beispielsweise die Deckungssummen für verschiedene Arten von Schäden genau festlegen.
Die Versicherung von mehreren Vierbeinern und eine Vorsorgeversicherung für neugeborene
Jungtiere ist ebenfalls eine Option. Haben Sie einen passenden Tarif gefunden, können Sie über
Tarifcheck.de gleich einen Vertrag abschließen, ohne dass dadurch für Sie zusätzliche Kosten
entstehen.

Wer eine Hundehaftpflichtversicherung


abschließen sollte
Test.de bezeichnet die Hundeversicherung als "absolut notwendig". Entsprechend § 833 des
Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) haften Sie für alle Schäden Ihres Hundes. Reißt er im
Straßencafé beispielsweise übermütig einen Tisch um, haften Sie für jegliche Schäden. Auch
wenn er sich von der Leine losreißt und einen Autounfall provoziert oder im Park einen Jogger
beißt, müssen Sie alle Personen-, Sach- und Vermögensschäden begleichen, sofern Sie keine
Hundeversicherung abgeschlossen haben.
Abhängig von Ihrem Wohnort und Ihrem Hund ist die Hundeversicherung freiwillig oder
gesetzliche Pflicht. So müssen in Thüringen beispielsweise alle Vierbeiner eine Hundehaftpflicht
haben, in Bremen ist das von der Rasse abhängig, in Mecklenburg-Vorpommern freiwillig.
Darüber hinaus sind auch die Gemeinden befugt, eigene Hundegesetze bezüglich Versicherung,
Steuern und Haltung zu erlassen. Als Hundebesitzerin oder Besitzer sollten Sie sich informieren,
welche Bestimmungen an Ihrem Wohnort gelten.
Achtung Gefährdungshaftung: Sie haften finanziell für Schäden durch Ihren Hund.
Haben Sie keine Hundeversicherung abgeschlossen, haften Sie im Ernstfall mit Ihrem gesamten
Vermögen – selbst wenn Sie keinerlei Schuld trifft oder Sie zum Schadenzeitpunkt abwesend
waren. Reicht das derzeitige Vermögen nicht aus, müssen auch zukünftige Einnahmen,
Erbschaften und Verdienste zur Schadensbegleichung verwendet werden. Krankenkassen dürfen
Behandlungskosten von den Hundehaltern zurückfordern. Eine Hundehaftpflichtversicherung ist
deshalb absolut empfehlenswert, damit man im Ernstfall nicht vor einem hohen Schuldenberg
steht.

Was die Hundeversicherung leistet


Hunde sind zwar Familienmitglieder und beste Freunde, zuweilen aber auch sehr eigensinnig.
Und wer kann von einem Hund verlangen, dass er begreift, wie teuer ein zerkautes Sofa ist?
Natürlich hilft eine liebevolle, gute Erziehung, aber wenn Jagdtrieb oder Beschützerinstinkt mit
dem Vierbeiner durchgehen, hilft das manchmal auch nicht.
Ähnlich der Haftpflichtversicherung für Menschen leistet eine Tierhalterhaftpflichtversicherung
deshalb für Personen- und Sachschäden, die durch Ihren Vierbeiner verursacht wurden. Kommt
die Hundeversicherung zu dem Schluss, dass kein Anspruch auf Schadenersatz besteht,
übernimmt sie bei einem Rechtsstreit die Anwalts- und Gerichtskosten.
1 Personenschaden
Wenn Ihr Hund auf die Straße rennt und einen Unfall provoziert oder übermütig an einem
Rentner hochspringt und dessen Sturz verursacht, können Sie finanziell zur Verantwortung
gezogen werden. Das gleiche gilt, wenn ein Senior sich durch das Bellen Ihres Hundes
erschreckt und einen Herzanfall erleidet. Fällig sind dann oft nicht nur die Übernahme von
Heilkosten, sondern auch Schmerzensgeld.
2 Sachschaden
Zu den Sachschäden zählen etwa der komplett umgegrabene Ziergarten des Nachbarn oder die
zerkauten Designerschuhe des Gasts. Zusätzlich unterteilt man in Mietsachschäden an etwa
angenagten Türen und Mietsachschäden an beweglichen Objekten wie dem Inventar. Dazu
zählen etwa auch angekaute Tischbeine in Ferienwohnungen und ruinierte Teppiche in Hotels.
3 Vermögensschaden
Auch Vermögensschäden sind abgedeckt – wenn beispielsweise ein Tierarzt von Ihrem Hund
gebissen wird und seiner Tätigkeit aufgrund dieser Bissverletzung nicht mehr nachkommen kann.
In diesem Fall zahlt die Hundeversicherung dem Tierarzt nicht nur die Behandlungskosten,
sondern auch eine finanzielle Entschädigung für den Dienstausfall.
Verursacht Ihr Vierbeiner einen Schaden, ist er nicht nur unter Ihrer persönlichen Obhut
abgesichert, sondern auch in der von Familien- und Haushaltsmitgliedern. Das gleiche gilt für
Personen, die sich in Ihrem Auftrag um den Hund kümmern – wichtig ist in letzterem
Zusammenhang die Klausel des "Fremdhüterrisikos".
Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH)
Wenn ein Hund andere Tiere verletzt, besteht ebenfalls Anspruch auf Schadenersatz – und zwar
nicht entsprechend dem monetären Wert des Tieres, sondern in Höhe der
Heilbehandlungskosten. Oftmals übernimmt auch die Hundeversicherung einen Teil dieser
Ausgaben.

Wann sich ein Wechsel der Hundeversicherung


lohnt
Nicht alle Hundeversicherungen sind gleich gut und günstig. Ein Wechsel kann sich lohnen, wenn Sie mit
den Kosten und / oder dem Tarif unzufrieden sind. Ein Online-Vergleich gibt einen ersten Überblick über
verschiedene Optionen am Markt.
Sie sollten jedoch erst kündigen, wenn Sie eine verbindliche Zusage eines neuen Anbieters haben, denn
nicht alle Hundeversicherer akzeptieren alle Hunderassen. Manche schließen Listenhunde oder
Kampfhunde sowie entsprechende Kreuzungen und Mischlinge aus. Keinesfalls sollten Sie bei einem
Wechsel eine Versicherungslücke riskieren, da Sie dann etwaige Schäden komplett selbst finanzieren
müssen. Auch müssen Sie natürlich die Kündigungsfristen bei Ihrem alten Anbieter beachten.

Kündigungsrecht bei der Hundeversicherung


Wie auch bei anderen Versicherungen haben Sie zum Ende des Versicherungsjahres ein ordentliches
Kündigungsrecht, das Sie zwischen ein und drei Monaten vorher wahrnehmen müssen. Haben Sie eine
Laufzeit über mehrere Jahre vereinbart, können Sie erst zum Ende dieser Frist regulär kündigen. Tun Sie
das nach Ablauf der Laufzeit oder des Versicherungsjahres nicht, wird der Vertrag automatisch um je ein
weiteres Jahr verlängert.
Ordentliche und außerordentliche Kündigungen sollten stets schriftlich per Einschreiben eingereicht
werden, damit Sie bei Bedarf die Einhaltung der Frist belegen können. Machen Sie von einem
außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch, erhalten Sie etwaige, im Voraus gezahlte Beiträge
zurückerstattet.

Ein vierwöchiges Sonderkündigungsrecht der


Hundeversicherung haben Sie in folgenden Fällen:
 Nach der Regulierung eines Schadenfalls (das Unternehmen hat das gleiche Recht)
 Bei einer Prämienerhöhung trotz gleich bleibender Leistungen

 Bei einer Doppelversicherung ist der später abgeschlossene Vertrag kündbar


 Bei der Abgabe oder dem Versterben des Hundes
Hundeversicherung ohne Wartezeiten
Bei einer Hundeversicherung gibt es keine Wartezeiten oder Karrenzeiten, das heißt, sie gilt nach
Vertragsabschluss genau ab dem Zeitpunkt, an dem Sie die Beiträge gezahlt haben. Kommt es in dem
Zeitraum vor dem Zahlungseingang zu einem Vorfall, dann müssen Sie nachweisen, dass die Zahlung sich
nicht durch Ihr Verschulden verzögert hat.

Wo die Hundeversicherung gesetzliche Pflicht ist


In Deutschland gilt bezüglich der Hundeversicherung und Haltung föderales Recht. Die Gesetzgebungen
einzelner Bundesländer unterscheiden sich also. Müssen in Berlin alle Hundehalterinnen und Hundehalter
eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abschließen, besteht diese Pflicht in Mecklenburg-Vorpommern
nicht. Auch das Strafmaß bei Zuwiderhandlungen variiert in den einzelnen Bundesländern. Zuweilen muss
man mit Bußgeldern im fünfstelligen Bereich rechnen.
Hier finden Sie eine Übersicht darüber, in welchen Ländern Sie welche Tiere wie versichern müssen. Trotz
dieser Auflistung empfehlen wir Ihnen, sich an Ihre Gemeinde zu wenden. Einzelne Gemeinden können
zusätzliche Hundegesetze erlassen und Verordnungen auch kurzfristig erlassen.
Die vorgeschriebenen Deckungssummen für die Hundeversicherungen variieren lokal: In Berlin besteht
eine allgemeine Mindestvorgabe für eine Million Euro, in Nordrhein-Westfalen hingegen müssen nur
'gefährliche' Hunde mit mindestens 500.000 Euro haftpflichtversichert sein. Zudem variiert auch die
Einstufung als Kampfhund oder gefährlicher Hund in den einzelnen Bundesländern.

Hundeversicherungspflicht nach Bundesländern


Versicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunde, dazu gehören dort: American
Staffordshire Terrier Bullterrier, und Pit Bull Terrier (als besonders gefährlich
Baden-
eingestuft), sowie Bordeaux Dogge, Bullmastiff, Dogo Argentino, Fila Brasileiro,
Württemberg:
Mastin Espanol, Mastif, Mastino Napoletano, Staffordshire Bullterrier und Tosa Inu,
falls die Kampfhundeigenschaft sich durch eine amtliche Prüfung bestätigt.

Versicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunde, dazu gehören dort: American
Pit Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Bandog, Stafford Bullterrier und Tosa-
Inu (als besonders gefährlich eingestuft, Kategorie 1), Alano, American Bulldog,
Bayern: Bullmastiff, Bullterrier, Cane Corso, Dog Argentino, Dogo Canario, Dogue de
Bordeaux, Fila Basileiro, Mastiff, Mastin Espanol, Mastino Napoletano, Perro de Presa
Mallorquin und Rottweiler (Kategorie 2, Gefährlichkeit wird vorausgesetzt, bis
anderweitig gewesen).

Berlin: Die Hundeversicherungspflicht gilt für alle Hunde.

Versicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunde, dazu gehören dort: Alano,
Cane Corso, Bullmastiff, Dobermann, Dogo Argentino, Dogue de Bordeaux, Fila
Brandenburg: Brasileiro, Mastiff, Mastin Espańol, Mastino Napoletano, Perro de Presa Canario Perro
de Presa Mallorquin, Rottweiler.
Weitere Sonderregelungen in Brandenburg: Komplett untersagt ist die Haltung von
American Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Stafford Bullterrier
und Tosa Inu. Das Halten von sonstigen Kampfhunden ist in Mehrfamilienhäusern in
Brandenburg generell verboten, dazu gehören Alano, Cane Corso, Bullmastiff,
Dobermann, Dogo Argentino, Dogue de Bordeaux, Fila Brasileiro, Mastiff, Mastin
Espańol, Mastino Napoletano, Perro de Presa Canario Perro de Presa Mallorquin,
Rottweiler.

Versicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunde, dazu gehören dort: American
Bremen: Staffordshire Terrier, Bullterrier, Pit-Bull-Terrier und Stafford Bullterrier, sowie
Hunderassen mit aggressivem Verhalten.

Hamburg: Die Hundeversicherungspflicht gilt für alle Hunde.

Versicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunde, dazu gehören dort: American
Bulldog, American Pitbull Terrier, American Staffordshire-Terrrier, Bullterrier, Dogo
Hessen:
Argentino, Fila Brasileiro, Kangal, Kaukasischer Owtscharka, Pitbull-Terrier,
Staffordshire-Bullterrier, Staffordshire Terrier, Rottweiler.

Mecklenburg-
Es gibt generell keine Hundeversicherungspflicht.
Vorpommern:

Niedersachsen: Die Hundeversicherungspflicht gilt für alle Hunde.

Versicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunde und Hunde ab einer


bestimmten Größe, dazu gehören dort: Hunde mit mindestens 40 Zentimeter
Nordhrein- Schulterhöhe und 20 Kilogramm Gewicht, American Staffordshire Terrier, Bullterrier,
Westfalen: Pitbull Terrier, Staffordshire Bullterrier sowie Mischlinge, die diese Rassen beinhalten,
außerdem Hunde, die aufgrund von aggressiven Verhaltens als gefährlich eingestuft
werden.

Versicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunde, dazu gehören dort: American
Stafford Terrier, Pitbull Terrier und Staffordshire Bulltierrier, sowie entsprechende
Rheinland-Pfalz:
Kreuzungen und Mischlinge und alle Hunde, die durch aggressives Verhalten gegenüber
Tieren und Menschen auffallen.

Versicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunde, dazu gehören dort: American
Saarland:
Staffordshire Terrier, American Pit Bull Terrier und Stafford Bullterrier.

Versicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunde, dazu gehören dort Hunde, bei
Sachsen: denen aufgrund der Züchtung eine erhöhte Aggressivität wahrscheinlich ist, sowie
Hunde, die durch aggressives Verhalten auffallen.

Sachsen-Anhalt: Die Hundeversicherungspflicht gilt für alle Hunde.

Schleswig-
Die Hundeversicherungspflicht gilt für alle Hunde.
Holstein:

Thüringen: Die Hundeversicherungspflicht gilt für alle Hunde.

Quellen: Ministerien und Gesetzestexte der einzelnen Bundesländer


Der Hundeversicherung einen Schaden melden
Im Schadenfall sind Sie zuallererst dazu verpflichtet, den Schaden abzuwehren oder zumindest soweit
möglich zu mindern – beispielsweise durch die Versorgung von Verletzten oder die Alarmierung des
Notdiensts. Wurden Personen verletzt, sollte zudem die Polizei hinzugezogen werden.
Zur Unterrichtung Ihrer Hundeversicherung haben Sie rechtlich gesehen eine Woche Zeit. Ratsam ist
allerdings, die Hundeversicherung sofort und unverzüglich zu informieren und dabei auch die eigene
Versicherungsnummer anzugeben. Schildern Sie den Schaden und die Umstände so genau wie möglich und
fragen Sie nach dem Namen des Sachbearbeiters. Was ist, wann, wo, um welche Uhrzeit unter welchen
Umständen geschehen? Gibt es Zeugen? Wie sind deren Kontaktdaten? Wer wurde auf welche Art und
Weise geschädigt? Kann man schon was über das Schadenausmaß sagen?
Nachdem Sie Ihr Bestmögliches getan haben, um den Schaden gering zu halten, sollten Sie für die
Versicherung Fotos von dem Schaden machen. Behalten Sie zu Ihrer eigenen Absicherung stets eine Kopie
aller schadenrelevanten Dokumente, Korrespondenz und Fotos. Halten Sie Ihren Versicherer über alle
Entwicklungen bezüglich des Schadens auf dem Laufenden.
Wichtig
Erkennen Sie keine Schadenersatzansprüche an, bevor Sie Rücksprache mit Ihrem Versicherer gehalten
haben.

Änderungen der Hundeversicherung umgehend


mitteilen
Damit der Versicherungsschutz nicht gefährdet wird, ist es wichtig, dem Unternehmen etwaige
Änderungen der Lebensumstände möglichst schnell mitzuteilen – beispielsweise wenn Sie neue Vierbeiner
in Ihren Haushalt aufnehmen, Ihre Hündin trächtig ist oder Welpen bekommen hat. Einige Versicherungen
gelten kurzfristig zwar auch für neue vierbeinige Familienmitglieder, allerdings je nach Anbieter nur einige
Wochen bis hin zu mehreren Monaten.
Gibt es bei Ihnen persönlich Änderungen, sollten Sie die Versicherung ebenfalls kontaktieren, etwa bei
einem Wohnsitzwechsel oder einer Veränderung der Bankverbindung.

Wann die Hundeversicherung nicht zuständig ist


Nicht immer ist die Hundehaftpflichtversicherung zuständig. In folgenden Fällen können Sie nicht mit
Leistungen rechnen:

 Die Versicherung ist nicht verantwortlich, wenn Ihr Hund einen Schaden verursacht, den Sie nicht versichert
haben.
 Die Hundehaftpflicht ist nicht zuständig, wenn Ihr Hund bei Ihnen oder Mitgliedern Ihres eigenen Haushalts
einen Schaden verursacht, wenn es sich also um Eigenschäden handelt. Wie die allgemeine
Haftpflichtversicherung leistet sie nur, wenn Dritte geschädigt werden. Auch Angehörige, eingetragene
Partner(innen) und gesetzliche Betreuer erhalten je nach Versicherer im Schadenfall keine Leistungen. Wird ein
Mitglied des Haushalts durch den Familienhund verletzt, leistet unter Umständen die Unfallversicherung.
 Gewerblich genutzte Tiere und Jagdhunde benötigen eine Jagd-Haftpflichtversicherung beziehungsweise eine
Versicherung für gewerblich genutzte Tiere.
 Nicht versichert sind Schäden, die fremde Hunde unter Ihrer Aufsicht verursachen. Die Versicherung gilt nur für
den von Ihnen angemeldeten Vierbeiner.

 Kommt es zu einer Bissverletzung, weil der Hund in einem maulkorbpflichtigen oder leinenpflichtigen Gebiet
keine Leine / Maulkorb getragen hat, kann die Versicherung die Leistungen verweigern.
 Auch für die Begleichung von Bußgeldern ist die Hundeversicherung nicht zuständig, da es sich dabei um
Ordnungswidrigkeiten beziehungsweise Straftaten handelt. Mancherorts besteht beispielsweise Leinen- oder
Maulkorbzwang oder die Pflicht, Hundekot zu beseitigen. Zuwiderhandlungen können gemeindeabhängig mit
hohen Bußgeldern geahndet werden.
 Auch wenn ein Hund nachweislich vorsätzlich auf einen anderen Menschen gehetzt wurde, leistet die
Versicherung nicht, denn dabei handelt es sich um eine Straftat.
 Informieren Sie Ihre Versicherung erst über eine Woche nach dem Vorfall, kann sie die Leistungen verweigern.

Hundehüter im Ehrenamt – was zu beachten ist


Beauftragen Sie Dritte mit dem Hüten Ihres Vierbeiners, sind diese durch Ihre Hundeversicherung
abgesichert, sofern Ihr Vertrag die Klausel des Fremdhüterrisikos beinhaltet. Sind Sie selbst allerdings
zusätzlich ehrenamtlich tätig, passen auf fremde Hunde auf oder führen andere Vierbeiner Gassi, dann gilt
die Hundeversicherung nicht. Sie ist nur für den eigenen Hund ausgelegt. Kümmern Sie sich ehrenamtlich
um fremde Hunde, sollten Sie deshalb bei Ihrer regulären Haftpflichtversicherung die Zusatzklausel
"Schutz im Ehrenamt / Tierheim" wählen. Der Hintergrund: Nicht immer sind Sie automatisch über das
Tierheim oder die Tierschutzorganisation abgesichert.

Hundeversicherung im Ausland
Oft gilt die Hundehaftpflicht auch auf Reisen im Ausland. Es ist jedoch ratsam, vorab den Anbieter nach
dem genauen Umfang von einzelnen Leistungen im Reiseland zu fragen. Bei einigen
Hundehaftpflichtversicherern gibt es Unterschiede, ob und wie lange der Schutz in einzelnen Ländern
innerhalb und außerhalb von Europa gültig ist. Zudem sind die Deckungssummen bei dort auftretenden
Schäden oft auf einen gewissen Betrag beschränkt. Damit Sie Leistungsansprüche haben, wenn Ihr sich
Hund im Hotelzimmer oder der Ferienwohnung austobt, sollten Sie auf die Vertragsbestandteile
"Deckungssumme bei Mietversicherungsschäden" und "Deckungssumme bei Mietversicherungsschäden
bei beweglichen Objekten" achten.
Darüber hinaus haben verschiedene Staaten unterschiedliche Gesetzgebungen bezüglich der Hundehaltung.
Es könnte deswegen sinnvoll sein, sich vor Reiseantritt in der Botschaft des Reiselandes zu erkundigen,
welche Regelungen im Einzelnen gelten.
Achtung: unterschiedliche Hundegesetze in einzelnen Kommunen
Einzelne Kommunen können in Deutschland selbst entscheiden, ob und welche Hundegesetze sie
einführen. So gilt mancherorts generelle Leinenpflicht, anderenorts muss man den Hundekot beseitigen, an
einigen öffentlichen Orten, wie Parks oder Spielplätzen besteht ein allgemeines Hundeverbot.
Verstößt man versehentlich gegen lokale Vorschriften, weil man sie nicht kennt, gilt das trotzdem als
Ordnungswidrigkeit und wird mit Bußgeldern bestraft. Diese liegen je nach Ort sogar im fünfstelligen
Bereich und werden von der Hundeversicherung nicht übernommen.

Hundeversicherung von der Steuer absetzen


Hundeversicherungen können steuerlich als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Nutzen Sie Ihren
Hund gewerblich, können die Beiträge bei Ihrer Steuererklärung auch als Betriebsausgaben
berücksichtigen, benötigen allerdings eine gewerbliche Hundehaftpflichtversicherung, sofern es sich nicht
nur um einen Nebenverdienst von bis zu 17.500 Euro brutto handelt.

Hund und Hundesteuer


Die Hundesteuer wird weder auf staatlicher, noch auf Länderebene festgelegt, vielmehr entscheiden die
Gemeinden selbst über die Höhe der Hundesteuer. Dabei haben einzelne Gemeinden unterschiedliche
Steuersätze für den ersten Hund, weitere Tiere und / oder verschiedene Hunderassen festgelegt. In der
Regel ist die Hundesteuer für Listenhunde oder als Kampfhund eingestufte Tiere sehr viel teurer als für
andere Rassen und Mischlinge. Auch bei Zuwiderhandlungen gegen lokale Vorschriften bezüglich der
Hundehaltung variieren Strafmaß und Geldbußen, je nach Gemeinde können sie sogar im fünftstelligen
Bereich liegen. Im Folgenden finden Sie einige Beispiele für verschiedene Steuersätze (Stand 2019):

Hundesteuer in
90 Euro pro Hund und Jahr, 600 Euro pro Kampfhund und Jahr.
Hamburg

Hundesteuer in 108 Euro für den ersten Hund, 132 Euro für den zweiten, 156 Euro für jeden weiteren.
Erfurt Für jeden als gefährlich eingestuften Hund fallen 564 Euro an.

Hundesteuer in
100 Euro pro Hund, 800 Euro pro Kampfhund.
München

Hundesteuer in 108 Euro für den ersten Hund, 200 Euro für den zweiten, 350 Euro für alle weiteren.
Schwerin Für einen 'gefährlichen' Hund zahlt man 700 Euro, für jeden weiteren 1.000 Euro.

Wesenstest für den Vierbeiner


In den einzelnen Bundesländern unterscheiden sich die Gesetzgebungen bezüglich verschiedener
Listenhunde, die als gefährlich oder potenziell gefährlich gelten. In manchen Fällen können Sie als Halterin
oder Halter jedoch einen Wesenstest für Ihren Hund beantragen. Dieser wird von den örtlichen Behörden
durchgeführt. Im Idealfall können Sie so nachweisen, dass von Ihrem Hund eine geminderte oder keine
Gefahr ausgeht. Dieses Gutachten wird mancherorts auch als Negativzeugnis bezeichnet.
Als Konsequenz gelten für Ihr Tier dann mancherorts weniger strenge Auflagen oder Sie haben finanzielle
Vorteile. In Nürnberg beträgt die Hundesteuer bei potentieller Kampfhundeigenschaft und Negativzeugnis
264 Euro pro Tier, ohne dieses Negativzeugnis liegt sie bei 1.056 Euro.

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