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Späte Neuzeit 1800 – 1914

Programm

Dienstag 9. März 2010


Perioden – Regionen – Europa und die Welt

Dienstag 16. März 2010


Quellen – Methoden

Dienstag 23. März 2010


Leitfragen: Produktionsformen und soziale Ordnungen

Dienstag 20. April 2010


Leitfragen: Politische Systeme I

Dienstag 4.Mai 2010


Politische Systeme II

Dienstag 11. Mai


Leitfragen: Technik – Kultur – Mentalität

Dienstag 18. Mai 2010


Chronologischer Überblick (1789-1815)

Dienstag 8. Juni 2010


Chronologischer Überblick (1815-1848)

Dienstag 15. Juni 2010


Chronologischer Überblick (1848-1918)

Dienstag 22. Juni 2010


Der Weg in den Ersten Weltkrieg – der Erste Weltkrieg und seine Folgen

Dienstag 29. Juni 2010


Schriftliche Prüfung

Verpflichtende Lektüre
Vocelka, Karl: Geschichte der Neuzeit 1500-1789 (UTB 3240, Wien-Köln-Weimar 2009) S.
84-94; 125-130; 190-214; 268-274; 490-619
Vorländer, Hans: Demokratie. Geschichte, Formen, Theorien (Beck'sche Reihe ; 2311,
München 2003) S. 1-75
Bergmann, Werner: Geschichte des Antisemitismus (Beck'sche Reihe 2187, München 2.
Auflage 2004) S. 1-70
Osterhammel, Jürgen: Kolonialismus. Geschichte – Formen – Folgen (Beck´sche Reihe 2002,
München 4. Auflage 2003)

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Periodisierung
Frühe Neuzeit bis 1526 - 1800
„Späte Neuzeit“ (Hilfsterminus)
1800 – 1918
1918 - heute

1789 französische Revolution; Wendepunkt in der Geschichte


langes 19. Jh.
1917 russische Oktoberrevolution; langsam entstehende Sowjetunion (bis 1989
Mauerfall) Kriegseintritt der USA in 1. WK; dadurch brachen sie den Monroe
Doktrin von 1832)  USA wird zur Weltmacht; österreichische Arbeiter-
Bewegung wollte in Ö Räterepublik (= Sowjet)
1918 Ende des 1. WK und somit Ende der Habsburgermonarchie; Staat wider Willen da
Deutschösterreich zu D wollte.
1919 Die Großmächte ließen den Anschluss an D nicht zu und festigten dies in den
Friedensverträgen von St. Germain, Versailles und Triamont; weiters wurden auch
die neuen Grenzen des Kleinstaates gezogen. Es gab nun komplett neue Grenzen
und neu Staaten; Kleinstaaten = Nationalstaaten (multikulturell zusammengesetzt)
Tschechoslowakei; Jugoslawien: S H S ; Serbien, Kroatien und Slowenien
(Mazedonien, Serbien-Montenegro usw.  großer Mischstaat); osmanische Reich
wird zum türkischen Nationalstaat
Neue Karte! Neue Grenzen – österreichische Grenzziehung ist so nun bis heute
erhalten.
Neue europäische Ordnung durch Pariser Vororte Frieden

Es gibt für jede Epoche charakteristische Phänomene die klassisch für diese Zeit sind. Diese
haben aber nicht in der Epoche plötzlich angefangen zu existieren – sie entstanden schon
meist viel früher.

Räumliches Eingliedern des behandelnden Zeitraumes sehr wichtig, Eurozentrisches Weltbild


bei uns weit verbreitet, Europa hat einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung der Welt.
Besonders dort, wo Europäer als Kolonialherren vertreten waren. Europäisierung wurde sehr
stark vorangetrieben.
Definition Europas und dessen Regionen ist eine sehr schwierige Frage, Europa nicht nur
geographisch sondern auch kulturell als einheitliches Gebiet, Grenzziehungen schon sehr früh
erfolgt, Wurzeln bis ins Mittelalter vorhanden, Es gibt nicht nur eine, sondern viele
Europäische Identitäten
Klare Differenzen gibt es innerhalb von Europa zwischen Ost und West! Identität hat 2
Seiten: Sich selbst definieren und von anderen abgrenzen. (Ostrom/Westrom, Ost und
Westkirche nach dem großen Schisma, usw.)
Edward Said: Orient als Gegenbild von Europa gesehen,
„Zusammenprall der Kulturen“ ....
Unterschiedliche Räume in Europa – Osteuropa (das alte Russland, orthodoxe Region)
Der Ungar Szücs gründet einen Raum (Leitha, Elbe, Moldau als Grenze) als Grenze von
Ostmitteleuropa
Kein anderer Raum ist so unterschiedlich definiert worden wie Mitteleuropa

3 Hauptphänomene der „späten Neuzeit“

 Industrialisierung

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= wirtschaftlich, soziales Phänomen; die Agrarwirtschaft; Land- und


Forstwirtschaft gingen stark zurück; der % Satz im sekundären Sektor stieg
unglaublich an! Luxusgüter stiegen; es wurden viele Fabriken gebaut und all
seine Folge-Entwicklungen. Industrialisierung endet mit der Fließbandarbeit
1913 Henry Ford
Gekoppelt an die Industrialisierung hat sich auch die Gesellschaft in 2 Klassen
geteilt:
 Bürgertum – Bourgeoisie
(arbeiten in Banken, Versicherungen, Fabrikbesitzer…)
 Arbeiter - Proletariats
(arbeiten bei schlimmen Verhältnissen in der Fabriken)
Vorreiter: aus 17 JH die Manufakturen in der Protoindustrialisierung
 Nationalismus
Gemeinsamkeiten wie gleiche Sprache, gleiche Herkunft
Vorläufer: Protonationalismus
Identifikationen: sozial; Ständegefühl; I mit derselben Gruppe; religiöse I,
jüngste I = NATIONALISMUS
Amerika: the american way of life
Europa: Sprache + Kultur
(hatten von Beginn an unterschiedliche Literatur; Kinderbücher etc.)
Rassenbegriff: dt. Rasse  hat 19/20 JH stark beeinflusst
Theorie von Charles Darwin: Rassenbegriff
 Afrikaner; Asiaten; später: Juden, Roma und Sinti, und Serben sind niedere
Rassen und daher weniger wert.
Nationale Parteien:
„Meine Nation ist besser als alle anderen Nationen…“
Daher kam es Außenpolitisch zu Reibereien, weil alle Statten so
dachten.
Bürde des weißen Mannes – Christianisierung; Unterwerfung und
Kolonialisierung
 Kolonialismus
Hat mit den „Entdeckungen N-Amerikas der S und P eine lange Vorgeschichte.
Handelsstützpunkte (z.B. Indien); schafften Siedungskolonien.
1. Anti-Kolonialisierungsbewegungen im 17 JH
(Sezessionskrieg; Unabhängigkeitskrieg der USA)
Imperialismus im 19 JH
2 große koloniale Fragen:
 Wettlauf um Afrika
o Am Ende waren nur noch Äthiopien und Liberia die einzigen 2
freien und unabhängigen Staaten Afrikas
 Kampf um Asien
o Persien, Iran, Afghanistan…
o Es ging um Reichtum und Erdöl
o Handelsstraßen
Meisten Kolonien hatte E; darauf F
Transfer von Waren, Gütern und MENSCHEN
Auswanderungen
Reisen
Entdeckungen
= Zeit der Einbindung Europas in globale Kultur

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Europa ist Zentrum des Geschichtsbilds = Eurozentrierung = Eurozentrismus. Meinung:


Europäer sind höher als alle anderen Völker. Bürde des weißen Mannes – zwangen den
Ureinwohnern der Kolonien das Christentum auf, nahmen ihnen ihre Rohstoffe weg,
versklavten sie, beuteten sie aus und zerstörten ihr Land; bauten Siedlungen und Straßen.
(z.B. die christlich europäische Zeitrechung hat sich weltweit durchgesetzt.)
Internationalisierung = seid dem 16 JH Europäisierung! Die weltweiten Mächte waren die
europäischen Kolonialmächte.
Biologissmen und Rassismen; Völkerschau: Buffalo Bill – Zirkus, „Zoo“ wilde Tiere und
wilde Menschen!

Die positiven Einflüsse des „Auslands“ auf die europäischen Großmächte

Exotismus mode
1683 Abstieg des osmanischen Reiches; Alles war türkisch ist, ist interessant!!
China: Protzelan; Import von Protzelan oder Nachahmungen in Europa
19 JH: Ägypten-Hype durch Napoleon
Japonismus: Japan-Hype beeinflusste den Impressionismus und Expressionismus

Endeckungsfahrten in der frühen Neuzeit – viel koloniale waren: Cafe, Zucker, Rum –
angeschrieben auf Schildern in den Läden; Beginn der Globalisierung.
16 JH Heißgetränkerevolution
Kaukau – heiße Schokolade
17 JH Cafe; 1. Cafehaus in Istanbul
19 JH Tee
Tabak:
Vorher in ländlichen Gegenden: Schnupf- Kautabak 18 JH
19 JH Pfeife
Zigarren
Zigaretten (!)

Sklaverei:
Schon im frühen 19 JH Verbote
Zuerst Sklavenhandel; später Sklaverei ganz
Brasilien bis 1888

Quellen und Methoden


Quellen

Leichter da es ab 1918 nur deutschsprachige gab; vorher unterschiedlichste Sprachen 


Problem der Mehrsprachlichkeit
Maschinengeschriebene Quellen – leichter lesbar als handgeschriebene, die oft schwer zu
entziffern waren.
Quellenmaterial ist unglaublich angestiegen!
Personalakten
Aktenmaterial in österreichischen Bibliotheken
Vieles er/nachforschen
Archivsperren in der 2. Republik
Personenschutz zu deren Lebzeiten
Hohe Dichte an Infos
Problematik mit der Auswahl:

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Umstritten warum genau diese Gruppe; Kritik an Auswahl…


Zeitungen
Qualität; Quellen…
Vor 1918: audiovisuelle Quellen
1. Tonaufnahmen (Wachszylinder)
1. Film (Dokumentation)
große Zeit der Medien ab 1918
Bilder
manipuliert; gestellt
Propaganda
Was wird gefilmt/fotografiert – und was NICHT?
Auswahl der Bildmotive
Zeitzeugeninterviews:
subjektiv; ältere Personen, Übertreibung, dazuerfinden und ausschmücken;
Lücken in Erzählung, emotional, oft nicht sachlich, voreingenommen; viel
Alltagsgeschichte; Zeitzeugeninfo wird oft überschätzt  PROBLEMATIK!

Infos kritisieren und hinterfragen.


Um der Wahrheit am nächsten zu kommen sollte man die richtigen Quellen nehmen und alles
genau hinterfragen und recherchieren.
Quellen oft mit politischen Hintergrund (Literatur aus 2. WK.) – kein Problem solang dem
Leser dies bewusst ist!

1. Leitfrage - Produktionsformen und soziale Ordnung

Industrielles Zeitalter… Industrialisierung; Zeit der Modere. Solche Übergänge passieren


nicht gleichzeitig in Europa und nicht plötzlich; und auch alte Formen (wie z.B.
Agrarwirtschaft) wurden nicht komplett vom sek. Sektor ersetzt; sowie es immer noch Land-
und Forstwirtschaft gibt und Handwerker. Also die Strukturen vor der Industrialisierung
reichen noch lange in Späte Neuzeit hinein.
Feudale Strukturen existieren immer noch: Abhängigkeit an Grundherrn; Grundherrschaft
(Mitteleuropa) Grund und Boden gehört dem Grundherrn und gibt diesen Grund an abhängige
Bauern; diese sollen aber Leistungen erbringen = Abgaben; zahlen eine bestimmte Summe;
Naturalabgaben, Materialabgaben etc.
Neben Abgaben auch Leistungen: Robortleistung; Grundherrn: die Eigenwirtschaft wird mehr
in der Späten Neuzeit.

Unterschiedliche Strukturen in Europa

O = wenig urbanisiert, wenig große Städte  und in gr. Städte waren die Zentren der
Industrialisierung;
O = agrarisch dominiert; W = industrialisiert
W / O Gefälle in Europa
W entwickelter als Mitte/ auch viel früher industrialisiert als O und Mitte
Mittel entwickelter als O
Im R dauerte die Leibeigenschaft noch viel länger!

Im 19 JH waren viel der Länder Europas kaum und wenig Industrialisierung.


W: E F D starke Industrialisierung.

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Es gab auch unterschiede in den Ländern selber – in/um Städte war Industrialisierung
fortgeschritten.

Grundherr – Bauern

Bauern: lebten im Feudalsystem


Gut gestellte Bauern mit Erbrecht, hatten das Gefühl ich bewirtschafte meinen Hof (der Hof
gehörte dem Grundherrn) und vererbe den Hof meinen Kindern; auch schlimme Verhältnisse:
Leibeigenschaft der Bauern.
Das feudale System beginnt mit der franz. Revolution im langen 19 JH zu verschwinden.
1848 wird die Grundherrschaft von Habsburger aufgehoben; kompliziert: durch Schätzwert
1/3 Grundherr 1/3 Bauer 1/3 Staat
Grundherrn bekommen durch Aufhebung des Systems – große Summen der Bauern und
Staates fließen zum Grundherrn.

Geschäfte machen ist einem Adeligen nicht würdig – viel machten es trotzdem (Fabriken,
Banken etc gegründet)
Daher hatten Adelige viel flüssiges Geld zur Verfügung; sie hatten daher immer genug Geld
um ihren teil des 1/3 zu bezahlen. Bauern hatten dies oft nicht und mussten daher hungern, in
die Stadt gehen und Höfe verkaufen.

Befreiung der Bauern von Grundherrschaftlichen Zwängen – Bauer konnte dadurch viel mehr
gewinne machen; aber er war nicht mehr so vom Grundherrn geschützt; im 19 JH setzt aber
auch die Großproduktion von Getreide an – Monokulturen – tragisch für die Bauern!!

Wirtschaftliche Entwicklung: Monokulturen und schwungvoller Handel

Modernisierung

Ende des JH Einsatz des Verbrennungsmotors


Modernisierung beginnt sehr langsam; zieht sich durch das ganze JH
Mitte des JH Dampfpflüge
Maschine: Dreschmaschinen

Agrarrevolution

= Da hier in einer rel. Kurzer Zeit sehr vieler Maßnahmen geschahen die, die europäische LW
erheblich gesteigert haben! (Futter, Nahrungsmittel)
Dünger:
Tierhaltung: Wald/Weide – Wirtschaft
Dung war auf falschen Platz (Weide) – man ging zur Stallwirtschaft über – Dung auf Felder
gebracht – Steigerung des Ertrages erheblich!

Kartoffel:
Zunächst als Gartenzierpflanze
18 JH Kartoffelanbau Förderung (in Frankreich gab es Maßnahmen Kartoffeln anzubauen;
Willhelm auch an deut. Bauern)
 so wurde der Nahrungsmittelspielraum erhöht.
Neu Rinderrassen eingekreuzt. (früher klein, unfruchtbar und mager)
 Milchkuh, Mastkuh
 Milchertrag wurde höher

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 Fütterung der Säuglinge  Säuglingssterblichkeit wurde weniger weil diese ernährt


werden konnten (neben Muttermilch)!

Bevölkerungswachstum

Frauen waren besser ernährt weil mehr Nahrungsspielraum da war. Frauen waren nicht mehr
unterernährt und schwach – bekamen weniger Fehlgeburten  großes
Bevölkerungswachstum
früher: große Kindersterblichkeit
Langsam: Medizinischer Fortschritt
Reduktion der Seuchen: Im 18 JH keine Pest mehr  keine großen Pest-Epidemien mehr in
Europa.
Pocken waren weitgehend ausgestorben (eine der frühesten Fälle: Impfung)
Bevölkerungsanstieg: zurückgehende Säuglingssterblichkeit, d.h. mehr Menschen überleben –
mehr Fortpflanzung – schnelles Wachstum!

Heirat

Eheliche Fortpflanzung = legal


Aber Realität: sehr viel uneheliche Kinder
Heiratsverbote: Mägde durften nicht heiraten, Handwerker durften nur wenn sie Meister sind
heiraten; Gesellen durften gar nicht

• Osten: frühe Heirat; da alleine nicht Familie gründen; es geht immer um die
Frau (die mit 16 – 18 Jahre heiraten) Fortpflanzung und Familienerhalt war
wichtig. Jungfräulichkeit ist sehr wichtig!!!
• Westen: viel später heiraten; höheres Heiratsalter 23 – 25 Jahre; es Heiraten
nicht alle Menschen, da nur die heiraten dürfen die Geld haben. Man zieht mit
Heirat aus dem Familienhaus aus. So darf man sich auf legitime Art
Fortpflanzung. Hier ist Jungfräulichkeit nicht so wichtig bei der Heirat –
voreheliche Sexualität kommt vor – viele uneheliche Kinde 
Empfängnisverhütung, Abtreibungsversuche
Kinder hergeben

Agrarische Revolution
Mehr Produktion, Essen, Nahrung, höhere Erträge
Demographische Revolution
Mehr Menschen – mehr Arbeitskräfte – Futter und kräftiger und gesünder – Fabriken – Arbeit
steigt – Industrie steig!

O um 1850 Βevölkerungswachstum
W um 1750 Bevölkerungswachstum

F… die Bevölkerungsentwicklung ist langsam 36 – 49 Mio.


Andere europäische Städte haben sich die zahlen mehr als verdoppelt

Das ländliche und städtische Handwerk

Manufakturen mit Arbeitsteilung. So konnten auch nicht eingeschultes Personal (Frauen und
Kinder) arbeiten  Kinderarbeit!
Schneider – Arbeitsteilung: Zuschneiden, Zusammennähen etc. geteilt

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Langzeitentwicklung – Ende des Zeitalters ist 1913 durch Henry Ford: Fließbandarbeit
Handwerk: geht bis ins Mittelalter von Produktion zurück: ZUNFT
Ist ein kontrolliertes Handwerk von Stadt und meister. Soll vernünftiges Geld beziehen aus
diesem Handwerk, bestimmte Stunden arbeiten, Gesellen und Lehrlinge haben, und bestimme
Anzahl an Materialien kaufen etc. alles festgelegt.
Es kam zur Gewerbefreiheit – jeder darf OHNE Beschränkungen ein solches Geschäft
eröffnen! (USA: Menschenrechtserklärung von 1767: ist heute noch in Amerika zu finden)
Die Zünfte wurden aufgelöst!
Man sah – dass jem. der das Handwerk nicht beherrscht, schlecht neue Lehrlinge erziehen
kann.  Es kam im laufe des JH wieder zur Aufhebung der Gewerbefreiheit!

Führt in 2.Hälfte des JH zu Probleme: Handwerk ist teurer als Massenproduktion in der
Fabrik – Konkurrenz zw. Handwerker mit Industrialisierung  große Ängste um Job und
Existenz.
Antisemitismus keimt auf: Angst des Kleinbürgertums vor Industrialisierung (viele Juden
waren Fabrikanten).
Es kam zum großen Handwerkersterben in dieser Zeit (Schuster, Schneider)
Trick: Änderungsschneiderei, Flickschuster; und Spezialisierung auf ganz bestimmte Dinge
(z.B. handgemachte, genagelte Bergschuhe)

Bürokratie

Bürgertum (mittleres) vermehrt – Bürokratisierung nahm zu.


Beamten mit Pensionssystem (Altenversorgung)
Bauernpension ende des JH
Es kam zur Ausdehnung der Altenvorsorge

Bürokratie im 18. Jhdt sehr aufschlussreich, detailliert und aufwendig, Aktenmaterial für
Historiker sehr angenehm, neues Bürgertum in Europa nicht nur Kapitalisten (Banken,
Versicherungen, Fabriken), sondern auch das Bildungsbürgertum
Armee (umstrittener Teil des neuen Bürgertums): stehende Heere, früher musste man im
Kriegsfalle Söldner und Co rekrutieren, stehende Heere sind allzeit bereit, 1793 wurde die
allgemeine Wehrpflicht in Frankreich eingeführt und von vielen anderen europ. Staaten
eingeführt, erst 1868 in Habsburger- Monarchie

Lohnabhängige Arbeiter – Proletariat – wächst stark an


Hoch Bourgeoisie – kleine Zahl; Motor der Industrialisierung und neue kapitalistische Welt;
gut verdienen; viel Geld

Der Unternehmer investiert seine Gewinne: Arbeiter produzieren mehr Wert als sie verdienen
und Gewinne werden neu investiert! Unternehmer macht hohe Profite (aber die Löhne werden
nicht erhöht)
Unternehmer reinvestiert: neu Fabrik, etc.
Adel: verschwendet das Geld/Profite.
Kapitalistische Wirtschaft gelingt durch Anreiz der Profite.

Kinder und Frauenarbeit

In Manufakturen
Am Bauernhof
Es gab dies Arbeit immer – war aber nicht sichtbar!

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Keiner sah es weil Arbeit im Haus war


Getrennten Wohn und getrennten Arbeitsbereich. Passiert im 18.JH, langsam sichtbar zu
werden, d.h. Trennung des Wohnhauses und der Arbeitsstätte

So sah man die Kinderarbeit – verboten (in europäischen Ländern natürlich)


Frauenarbeit wurde legitimiert: Nachtarbeit wurde für Frauen verboten – jedoch schlecht für
sie, da man in der Nacht mehr verdiente als am Tag; aber positiv: Mutterschutz,
Arbeiterschutz, Krankenstand, Urlaub etc.

Ausbeutung im 19 JH: kranker Arbeiter: Krankenstand: Arbeitsplatzverlust  da genügend


Nachschub an Arbeiter da war.  Soziale Folgen für lohnabhängige Arbeiter!
Arbeiter mussten unter schlimmen Bedingungen in Fabrik arbeiten

Hauptunterschied in Protoindustrialisierung und Industrialisierung

In Manufakturen: Handarbeit
Industrialisierung: Maschineneinsatz
 Dampfmaschinen: Energieerzeugung!
Früher: Wind-, Wassermühle; Hammerwerk

Textilindustrie/Bekleidungsindustrie war der größte Anteil. Wolle, Hanf verspinnen,


mechanischer Webstuhl; preisgünstig

Kohle und Stahlindustrie

16/17 JH: Gold, Silber, Quecksilber, Kupfer


d.h. Buntmetall abgebaut; man wurde davon reich
(Quecksilber wurde gebraucht um Silber aus Erz zu lösen – höchst giftig – viele Tote!)

Eisen, Stahl und Kohle ist für Industrialisierung sehr wichtig


Stahl – Waffenindustrie
19 Jh. war große Militärisierung in ganz Europa
große Bauten (Stahl)
Bubble-Verfahren: flüssige Eisen + Luft; C verbrennt und Fe wird hochwertig!!!
(früher musste man es herausschmieden)

Dampfmaschine war unabhängige Energiequelle, daher wurde sie für unterschiedliche Dinge
einsetzen: Lokomotive (E, USA sehr früh); Schiffe (Raddampfer auf Fluss; Meer funktioniert
nicht sehr gut wegen Wellen  Kombi aus Raddampfer und Segelschiff);
Schiffsschraube entwickelt

Stahl für Schiffbau (löst Holz ab)

Eisenbahn – wer mehr Eisenbahnlinien hat ist stärker industrialisiert = Gradbesser dieses
langen 19 JH

Lebensmittelindustrie

Bierbrauerei
Viel kleine Brauereinen die lokal Bier erzeugten (Bier war anfangs nicht sehr lange haltbar);
Lagerbier erfunden – Bierexport

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Wasser, Hopfen und Malz (Malz wurde von Bauern produziert); Hopfen wurde von
Grundherren in Eigenproduktion erzeugt.

Zucker
War ursprünglich etwas Exotisches; Zuckermelasse = Sirup aus Zuckerrohrsaft  Wird dort
raffiniert; 19 Jh. Entdeckung der Zuckerrübe – Zuckerindustrie - Zucker wird erschwinglich
für Jedermann.

Rolle der Frau

Küche, Kirche (caritative Zwecke), Kinder


Lebensunwertes Leben: Rolle der Behinderten? Geistig und körperlich (Randexistenz und
Verspottung)

Sehr viele Randgruppen prägten das Bild im 18. Und 19. Jhdt. Sie wurden von einigen
Räuberbanden kriminalisiert oder ausgeraubt (Vorbild Robin Hood)
Auch der Wilderer ist eine Figur die mit bäuerlichem Notstand und Widerstand verbunden
wird, Monopolisierung der Jagd, Grundherren haben mehr Rechte, da sie mit ihren Urkunden
vieles eindeutiger belegen konnten,
Darwin’sche Evolutionstheorie nimmt hintergründig eine Randordnung an, die von ihm gar
nicht gewollt war: eine Wurzel der „Rassentheorie“

Leitfragen: Politische Systeme

Politische Strukturen, großer Einschnitt im 18 Jhdt. Wesentlicher Aspekt durch neue


Strukturen die in der Politik entstehen, Ideen der Menschenrechte, Revolutionen,
Verfassungsfragen, Entstehung vieler Verfassungen, Religiöse Toleranz als klassisches
Thema der Aufklärung, allgemeine Toleranz bildet sich weit aus, Konstitutionen bilden sich
aus der Aufklärung

Frankreich

Oftmaliges Schwanken zwischen demokratischen und monarchischen Regierungsformen


Nation ist ein Konstrukt, das nicht rein biologisch entstanden ist
Standardisierung der Sprache gab es in vielen Staaten schon sehr früh (Deutsch bis ins
Mittelalter/ Bibelübersetzung Luthers), in anderen Staaten passiert dies erst spät (19 Jhdt. in
Slowenien und Slowakai),
Nationalismus in einigen Ländern, weiters gibt es eine übernationale Tendenz: Pan-
Slawismus, Russland als DER orthodoxe Staat,

Liberale Parteien

Liberale Parteien entstehen im 18 Jhdt. Grundsätzlich liberale Einstellung prägte dieses Bild,
Kirche spielt nicht mehr die zentrale Rolle, die sie noch in den Jahrhunderten davor gehabt
hat. Katholisch soziale Bewegungen (Kolping),

Marxismus, Leninismus
Revolution ist ein natürliches Ereignis, das sich aus der Bevölkerungssituation heraus ergeben
hat.

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Marx/Engels
grundsätzlich gegen große Bankiers, Eindruck des Antisemitismus, weit verbreitetes
Phänomen in ganz Europa (nicht nur Deutschland), bis 1975 Glaubenslehre der Verschuldung
der Ermordung Christi an den Juden, Jude ist nicht mehr jemand der gläubig ist, sondern auch
durch Vorfahren geprägt, spielen auch noch im Nationalsozialismus eine Rolle, Österreich:
Schönerer und Lueger („guter/schlechter“ Antisemitismus)

Technik- und Wissenschaftsentwicklung


Technikgeschichte hatte einen wesentlichen Anteil an den Veränderungen der Lebenswelt der
Menschen
Wissenschaftsgeschichte: Mehrere Entwicklungsschübe
Einer davon war sicher der Humanismus hat seine Nachwirkungen bis in die Frühe Neuzeit,
weg vom Totalitarismus,
Renaissance: Beginn der Quellenmethode
Barock: Scientific Revolution (Kepler, Galilei,...) Naturwissenschaften entwickeln sich im 17.
Jhdt extrem weiter, vor allem an den Höfen, Alchemie (Vorläufer der Chemie) sehr bedeutend
am Hofe

Aufklärung: Nächster Teil der Vernaturwissenschaftlichung (Newton, 1687: Natural


Philosophy), Medizinische Bedeutung der botanischen Gärten sehr hoch, direkt bei der med.
Fakultät,
riesiges Unternehmen prägt eine ganze Generation an Menschen durch di Enzyklopädie
(Diderot oder d’Alembert)
Unglaublicher Vorsprung Englands in der Industrie (Dampfmaschine, mech. Webstuhl)
werden als geheim gehalten, da man nicht wollte, dass alles kopiert wird
Technische Hochschule führt einen Wertigkeitskampf mit den Universitäten
Zentrale Rolle in der Entwicklung: 2 große Modelle (nebeneinander),
1. das Experiment oder 2. Theoretische und mathematische Berechnungen (Mathematik
immer wichtiger werdend), Physik: Atomtheorie, Wärmelehre
Bergbau, chemische Kenntnisse von großer Wichtigkeit (Metalle), Zusammensetzung der
Luft, In Folge dessen entsteht 1869 das Periodensystem (unabhängig voneinander ein Russe
und ein Deutscher),

Erfindung von synthetischem Kautschuk, Revolution der Verkehrssituation, Erfindung des


Morsealphabets: nun konnte man auch komplizierte Nachrichten schnell übermitteln,

4 Körperflüssigkeiten: Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle – lange Zeit die
beherrschende Theorie der Medizin
Infrastrukturelle Maßnahmen: Abwasserentsorgung, Trinkwasserverbesserung, täglich
waschen wird normal, Friedhöfe an den Stadtrand (hygienische Maßnahmen)
Jean Baptist de Lamarche: erworbene Eigenschaften der Eltern werden an die Kinder
weitergegeben
Eugenik: „Schlechtere Rassen“ werden ausgeschaltet, nicht nur in den Ideen des
Nationalsozialismus verbreitet sondern auch bei vielen anderen Gruppierungen vorhanden,
Anwendung des „Bawinismus“: Bewertung der menschlichen „Rassen“ mit der Folge eine
Rassentheorie – Äußerlichkeiten
Karl Meinhoff: sprachwissenschaftliche Theorie (höher und niederwertige Sprachen)
Anwendung in den Kolonien

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Psychologie: Reihe von Leuten, die sich mit psychologsichen Phänomenen beschäftigen,
Psychologische Schulen bilden sich,
Behaviorismus: menschliches Verhalten wird zunehmend analysiert!

Kultur- und Mentalitätsentwicklung


Letzte Leitfrage: Kultur und Mentalitäten

Immer größer werdende Museumskultur, gewachsene Sammlungen einer Dynastie (Familie/


Louvre, Venedig, brit. Naturmuseum)
Viele Traditionen und Brauchtümer (Kirtage, Namenstage, „Sonntagsessen“ oder
„Sonntagsgewänder“), Reduzierung der Feiertage (Völlerei, Fest, Unzucht,...)
Reihe von pol. Festtagen, Eigenes Fest der Arbeiter (1. Mai 1890), Getreideprodukte bringen
Kalorien (Brot, Bier und Brei), Mais, Reis, türkisches Korn, Kartoffel boomen im 19. Jhdt.,
alle diese Dinge hängen mit sozialen Dingen zusammen, sozialer Randanzeiger (Zucker),
große Wichtigkeit des Fastens im Katholischen Raums, vor allem Fleischprodukte nicht
erlaubt, durch Fischgerichte ersetzt

„Schmutziger Balken“, dabei war es dort viel reinlicher als in Europa zu dieser Zeit, oft
dachte man, man müsste den Körper vor Wasser schützen, eindringen von Krankheiten, selbst
der Kaiser Franz Joseph hatte kein Badezimmer, noch im 19. Jhdt ein extremer Luxus, alle
Formen von Ungeziefer hatte man ständig in der Umgebung, Grundsatz des Bürgertums war
es „sauber“ zu sein, Unterschicht galt als schmutzig, dieses Gedankenbild entwickelte sich
allerdings erst sehr sehr spät,

Arbeiter und Bauern hatten 2 Gewänder (Arbeit und Festtag), zunehmend kommt im 19 Jhdt
die Mode hinzu, vor allem für die Frauen, Männer hatten zu 99,9% Uniformen an, zu Hof
geht man eben in Uniform, Männermode wird schlichter, weniger färbig und unauffälliger,
zunehmend maschinell hergestellte Gewänder,

Briefromane, gegenseitiges Vorlesen, Skandinavien und vor allem England sehr bedeutend,
Analphabethenrate war hoch, vom mehrmaligen Lesen eines Stückes ging die Entwicklung
zum „Einmal-lesen“, Romane und Tageszeitungen trugen dazu bei,

Sexualität: sehr freizügig gehaltene Art, „Galantes Zeitalter“, Zeit in der die großen Figuren,
die mit Sexualität verbunden werden, lebten alle in diesem Zeitalter (Don Juan, Casanova),
erst pornographisches Werk, das lange 19. Jahrhundert ist hingegen sehr prüde, wesentliches
Thema der Sexualität ist das Risiko der Schwangerschaft, erst im 19. Jhdt gibt es ein
verbreitetes Wissen über Verhütung, Familienplanung (Coitus Interruptus), 2 Typen des

Sexualverhalten

Nur in einer Ehe zur Fortpflanzung (von der kathl. Kirche geprägt) und Lustbetont, Erotisch
und Unehelicher Verkehr. Sehr häufiger Delikt war der Kindsmord, Gebäranstalten werden
geschaffen, Homsexualität ein sehr lange totgeschwiegenes Thema (1868 erste Erwähnung),
untersucht wurde das Sexualverhalten der Menschen, bei Männern als diskriminierender
gesehen als bei Frauen, Abartigkeit,

Frage von Transsexualität, heute ein sehr beschäftigendes Thema,

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Chronologischer Überblick (1789-1815)


18. Jhdt, Kernzeit mit großen Veränderungen, große Kontinuitäten kommen jedoch auch vor,
Reformen im Zeichen des Absolutismus oder der Aufklärung prägen dieses Zeitalter, zuerst
außerhalb Europas (Nordamerika), dann die bedeutende französische Revolution,

Amerika hat eine lange Vorgeschichte als Kolonialgebiet, reines Siedlergebiet, keine
Vermischung wie in Südamerika, Süden wird sehr stark von Spaniern geprägt, auch
Franzosen bis heute sehr stark vertreten, Niederländer (New Amsterdam – heute New York),
viele Kriege prägten das Zeitalter des Absolutismus, zB: Amerikanischer Unabhänigkeitkrieg
– erste Menschenrechtserklärung folgte,

1787 endgültige Verfassung der Vereinigten Staaten ausgearbeitet, im Großen und Ganzen bis
heute gültig (Amendments),
1781 – katastrophale Finanzlage in Frankreich, Adel und Grundbesitzer zahlten keine Steuern,
Reihe von schlechten Ernten, Brot (Hauptnahrungmittel) wird somit sehr teuer, große
Bedeutung hatte die pornographische Szene,

Große Auseinandersetzungen beginnen immer in großen Städten und breiten sich dann aufs
Land aus, der Ärger richtete sich vor allem gegen den Adel und den Klerus, 1789
Feudalherrschaft wird aufgehoben, Adel verlässt zu guten Teil das Land, Erklärung der
Menschenrechte (Pressefreiheit, Eigentumsrecht, usw....), erstmals auf europäischem Boden,
1791 auch Rechte für Frauen festgelegt (Gouges),
König versucht schließlich zu fliehen, wird entdeckt und gefangen genommen (Ludwig XVI),
Einführung des Dezimalsystems während der französischen Revolution, Staatsfeiertag,
Tricolore, Verbindung zwischen König und dem Volk,

Aufstieg von Napoleon, in dieser politisch schwachen Zeit suchte man einen starken Mann, in
allen Schlachten gegen die Habsburger ragte einer hervor, eben Napoleon, ein typischer
Karrieremensch, Verließ seine Truppe um seine Macht in Paris zu sichern, die damaligen
„Räte“ hatten keine demokratische Struktur, sondern mehr beratende Kraft, Napoleon wird
zum ersten Konsul, schließt Frieden mit den Migranten, fand Ausgleich mit der Kirche, auch
wirtschaftliche Probleme löste er, die franz. Bank brachte das Ende der Inflation, Straßenbau,
Napoleon führte Sklaverei in Überseekolonien wieder ein, zog sich zurück als Kolonialmacht
in Nordamerika, überall wo Franzosen hinkamen brachten sie ihre Überzeugungen mit, Code
Civil (Ganze Reihe von Rechten beschlossen und verkündet), in einer Volksabtimmung wird
er zum Konsul auf Lebenszeit, 1804 kurze Zeit später zum Kaiser der Franzosen gekrönt,
viele seiner Familienmitglieder werden Herrscher (Franz, Paulina), er heiratete die
Habsburgerin Marie-Louise (Wilde Habsburgerin)

Ende Napoleons ist auch das Ende der Koalitionskriege, Völkerschlacht bei Leipzig endgültig
besiegt, Verbannt auf Elba, während der Wiener Kongresses gab es die Herrschaft der 100
Tage, doch bei Waterloo wird er gefangen genommen und nach St. Helena verbannt wo er
1821 stirbt, bald darauf wird sein Leichnam nach Frankreich geholt und beeindruckend
begraben (Invalidendom),

Folgen der Koalitionskriege:

Italien wird geeinigt, Problem der Entschädigungen, 1803: Reichsdeputationshauptschluss –


regelte Fragen der Entschädigungen (1806 Ende der Reiches) Bistümer wurden ausgelöst und
Terretorial verändert. Säkularisierung und Mediatisierung......

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Chronologischer Überblick (1815-1848)


Wiener Kongress, Ende der napoleonischen Zeit, man wollte Restauration, Zustand vor
Napoleons wiederherstellen, Eroberungszeit: vieles fällt unter den Besitz der Franzosen, viele
französische Bräuche und Arten verbreiten sich,

industrielle Revolution, Agrarrevolution = ökonomische, Demographische Revolution,


Hl. Römisches Reich wird zum „Deutschen Bund“, Einigung aller deutschen Staaten unter der
Führung der Habsburger, großDeutsche (Habsburger, katholisch) vs kleinDeutsche Lösung
(Hohenzoller, Protestanten), schließlich setzten sich die Hohenzollern durch mit ihrer
Kleindeutschen Lösung, Deutscher Bund endet an der Leitha

Bestimmende Person dieser Zeit rund um den Wiener Kongress ist nicht etwa ein Kaiser
sondern Fürst Metternich, sein Gegenspieler war der starke russische Zar, Habsburger
Monarchie hat alles zurückbekommen, was man verloren und gewonnen hatte, jedoch hatte
man gezielt die Österreichische Niederlande und die Vorlande abgegeben,

Italienische Frage: Einigung im 19. Jhdt,


Nationalbewegungen im 19. Jhdt, eingebettet in das Zeitalter in der Romantik,
Liberalismus: Freihandel, Gewerbefreiheit, Staat soll kurz gehalten werden, keine Wirtschafts
und Sozialgesetzgebung,

Heilige Allianz: preußischer protestantischer König, orthodoxer Zar und katholischer Kaiser
sollen gemeinsam handeln,

Begeisterung bricht in Deutschland durch diese Befreiungskriege aus, Turnvater Jahn, Die
Deutschen bewegten sich auf Sportplätzen und sollten sich gegen Napoleon stählen,
Probleme in Irland: Soziale Situation, Katholiken von öffentlichen Berufen ausgeschlossen,
Missernten und Hungersnöte prägten Irland,
Schweiz: 3 Ur-Cantone, Sonderbund wird gebildet, sehr konservativ

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