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land
vorarlberg
zeitgenössische baukunst
modern architecture
architektur land vorarlberg
zeitgenössische baukunst in vorarlberg/modern architecture

Der Reisende, der durch die vielfältige Gleich nach der Grenze beginnt abrupt
Landschaft fährt, Berge und Seen eine erstaunliche Allgegenwart von
bewundert, die Gastlichkeit in Dörfern zeitgenössischen Bauten, die ihn durch
und Städten genießt, Lebensart und das ganze Land, bis hinauf in die Berge
Traditionen kennenlernt, bemerkt auch begleiten. Oftmals in Holz und Glas, zu-
eines: Die Architektur des Landes. gleich meist helle, leichte Konstruktio- Travellers journeying through the varied landscape admire the
nen, zeichnen sie sich durch klare Linien mountains and lakes, enjoy the hospitality in the villages and
und raffinierte Einfachheit aus. Aus den towns, become acquainted with the way of life and the traditions –
eigenwilligen Arbeiten einiger Pioniere and they note one other thing: the region's architecture.
hat sich zu Beginn der achtziger Jahre
eine regionale Bewegung formiert, die Once over the border the extraordinary presence of contemporary
unter der Bezeichnung „Vorarlberger buildings makes itself felt immediately and accompanies travellers
Baukünstler“ bekannt wurde. Dahinter through the entire region – even up the mountains. Often made
steht mittlerweile eine breit verankerte of wood and glass, these mostly bright, lightweight structures are
Baukultur, die sich mit ihren hohen characterised by clear lines and a sophisticated simplicity.
Qualitätsmaßstäben ständig weiterent- A regional movement at the beginning of the 1980s, which
wickelt und internationale Anerkennung developed out of the work of a number of pioneers, achieved
genießt. Das Land ist Reiseziel von recognition under the title “Vorarlberger Baukünstler“. By now, it
Fachleuten aus dem In- und Ausland has become a continuously evolving architectural culture that has
geworden. Kulturinteressierten Urlaubs- a broad base and high standards of quality. It enjoys an interna-
gästen eröffnet die moderne Architektur tional reputation and attracts experts from other regions of
einen spannenden Zugang zu einem Austria and abroad. The modern architecture gives visitors with an
innovativen Ferienland, seinen Bewoh- interest in culture an exciting introduction to an innovative holiday
nern und seiner kulturellen Identität. destination, its inhabitants and its cultural identity.
„Schaffa, schaffa, Hüsle baua“ Sei es im Rahmen der Bregenzer Die Bezeichnung „Baukünstler“ entsteht
– ein Vorarlberger Wahlspruch als Lebensprogramm. Festspiele, der Schubertiade oder des erst 1984 aus einer erfolgreich geführten
Bauen ist Teil der Vorarlberger Identität. Die Ursachen liegen Feldkirch Festivals. Ausstellungen Auseinandersetzung mit der Architekten-
vermutlich in einem Selbstverständnis, das schon früh von internationaler Künstler im Kunsthaus kammer.
Selbstbestimmung getragen war. Traditionsverbundenheit Bregenz, über 50 Museen, Brauchtum Im Land selbst konnte das Verständnis
und die Bereitschaft, Neues auf eigenständige Weise zu und Kunst der Zeit sind allein schon für die neue Architektur mit großer
integrieren, zeigen sich schon früh: Sowohl bei den Vorarl- eine Reise wert. Beharrlichkeit vergrößert werden, da
berger Barockbaumeistern als auch zu Zeiten der Industria- sie viele „Vorarlberger Tugenden“ in
lisierung seit dem 19. und des Wohlstandes in der zweiten „Le Vorarlberg est une exception sich vereinte. Das allgemein konstruktive
Hälfte des 20. Jahrhunderts. Internationale Handelsbezie- culturelle . . .“ Gesprächsklima, vor allem auch in der
hungen, Weltoffenheit und Konsensbereitschaft prägen das (d´Architectures, Juin/Juillet 2003) Kooperation mit den Behörden, und ein
besondere Kultur- und Gesellschaftsverständnis des Landes. breiter Qualitätskonsens ermöglichen
Auf dieser Grundlage konnte Architektur in Vorarlberg zu Die Bezeichnung „Vorarlberger Bau- diese heute erstaunliche Dichte an zeit-
einem kulturellen Gesamtphänomen werden. schule“ beschreibt ein Phänomen, das genössischer Architektur.
Anfang der sechziger Jahre um ver- Neue Anforderungen und eine Reihe
Kaum eine geografische Einheit in Europa weist eine solche schiedene Einzelpersonen seinen Aus- von technischen Innovationen haben
landschaftliche Vielfalt auf wie Vorarlberg. Auf nur 2.600 km2 gangspunkt nahm. In der pragmati- die Qualität, aber auch die Ansprüche
schmiegen sich fünf geologische Zonen aneinander und schen Umsetzung einer Vision und der von Bauherren und Öffentlichkeit
schaffen ein abwechslungsreiches Bild. Zwischen Bodensee, Wiederentdeckung regionaler Qualitä- laufend erhöht. Eine zunehmende
Rheintal und dem Walgau leben 67 Prozent der Bevölkerung, ten formte sich schrittweise eine breite Industrialisierung des Bauens oder die
die Hügel des Bregenzerwaldes hingegen und die schroffen Bewegung. Getragen wurde diese Ent- ästhetische Verfeinerung der Gebäude
Gebirgsriesen Arlberg, Silvretta und Rätikon sind dünn wicklung nicht allein von Architekten, sind nur zwei Tendenzen in einer höchst
besiedelt. Es dominieren Grünland, Wald und Fels, Landwirt- sondern auch wesentlich vom Idea- lebendigen Baukultur, deren anfangs
schaft und Tourismus. Eilige Architekturreisende nehmen lismus und der Mitbestimmung der selbstlose Bescheidenheit zunehmend
sich in der Regel zu wenig Zeit für diese vielfältigen Land- Bauherren und -frauen. im internationalen Rampenlicht zurecht
schaften und die gepflegte Gastlichkeit. Es entstanden außergewöhnlich ökono- kommen muss.
mische und kompakte Lösungen, die
Da haben es die anderen 1,7 Mill. Gäste schon besser, die eigene Ideen und ausgewählte Konzepte „ . . . the most progressive part of the
jährlich – Sommer und Winter – eine breite Palette an Sport- aus dem internationalen Architekturdis- planet, when it comes to new
und Erholungsmöglichkeiten zu einem anerkannt guten kurs mit einfachen und regional verfüg- architecture.“
Preis-Leistungs-Verhältnis nutzen. Dabei ließen sich gerade baren Mitteln realisierten. So kam es (Wallpaper, 08/2000)
die subtile Schönheit und die hohe Gebrauchstauglichkeit zur intensiven Zusammenarbeit mit
von zeitgenössischer Architektur in zahlreichen Beispielen dem Handwerk, insbesondere mit dem
für Kultur- und Gastronomiebauten besonders genießen. heute hoch entwickelten Holzbau.
“Work, work and build a little house“ The other 1.7 million guests are better off: The term “Vorarlberger Bauschule“ describes a phenomenon that
– a Vorarlberg saying that is a motto for life, in both summer and winter they enjoy a emerged in the early 1960s around a number of independent
as house building is part of the Vorarlberg wide range of sport and recreation facilities individuals. The pragmatic application of a vision and the redisco-
identity. The reasons for this lie in the Vor- offering excellent value for money. They very of traditional qualities were gradually combined to shape a
arlbergers view of themselves that is marked could also appreciate the subtle beauty and broad movement. This development was not the product of the
from an early stage by self-reliance. Respect the high degree of functionality of contem- architects alone, the idealism and involvement of the men and
for tradition and a willingness to integrate porary architecture as demonstrated in women who commissioned them also played an important role.
the new are long established characteristics: numerous cultural and tourist buildings, Unusually economic and compact solutions were found that
they were evident in the era of the Vorarlberg whether it be in the context of the Bregenz expressed both the architects' own ideas and concepts from the
Baroque architects, the age of industrialisa- Festival, the Schubertiade or the Feldkirch international discourse, using simple, locally available means.
tion from the 19th century onwards and the Festival. Exhibitions of international artists Intense collaboration with craftspeople, especially in the area of
period of prosperity that began in the second in the Kunsthaus Bregenz, over 50 museums, timber building, was a particular feature.
half of the 20th century. International trade traditional customs and modern art, all make
relations, openness and a readiness to reach a visit well worthwhile. The term “Baukünstler“ (literally: building artist, an alternative
consensus have shaped the culture and term for architect) first arose in 1984 in the context of a success-
society of this region, providing the basis on “Le Vorarlberg est une exception ful confrontation with the chamber of architects. In the region
which architecture in Vorarlberg has develo- culturelle.“ itself it proved possible, using great perseverance, to develop
ped into a general cultural phenomenon. (d´Architectures, Juin/Juillet 2003) understanding for modern architecture as, after all, it combines
many essentially “Vorarlberg“ virtues.
Hardly any other geographic unit in Europe A constructive climate for discussions, above all in cooperation
has such a diverse landscape as Vorarlberg, with the authorities, and a broad consensus on quality have
where five geological zones meet on an area allowed an amazing density of good contemporary architecture.
of only 2 600 km2 to create a rich variety of New requirements and a series of technical innovations have
scenery. raised the quality and also the demands of the clients and the
67 percent of the population lives between public. The increasing industrialisation of the building industry
Lake Constance, the Rheintal and the Wal- and the aesthetic refinement of buildings are only two tendencies
gau, whereas the hills of the Bregenzerwald of this lively scene that initially showed a selfless modesty, but
and the craggy mountains Arlberg, Silvretta must now learn to deal with the international limelight.
and Rätikon are thinly settled. Here green
land, woods and rock, farming and tourism “. . . the most progressive part of the planet, when it comes to new
are dominant. Architecture tourists in a architecture.“
hurry generally allow too little time for the (Wallpaper, 08/2000)
varied beauty of the landscape and the cul-
tivated hospitality.
Biomasse-Heizwerk Lech, Hermann Kaufmann
Das Silbergrau der unbehandelten und natürlich gealterten
Holzfassaden verbindet uralte Bregenzerwälder Häuser und
leichte Lärchenholzschirme von heute. Man findet die
feine Struktur des Tannenholzes an Möbeln und Wandver-
kleidungen. Jahrhunderte altes Know-how wurde erfolg-
reich in die zeitgenössische Bauweise übergeführt und
prägt die Vorarlberger Baukultur. Holzbau und Schreiner-
handwerk erleben hier eine Blüte. Die regionale Verfügbar-
keit, die hoch entwickelte Holztechnologie und die rasche
Verarbeitung finden besondere Anerkennung. Heute wer-
den die innovativen, prämierten handwerklichen Leistun-
gen weit über die Landesgrenzen hinaus exportiert.

The silvery-grey colour of untreated, naturally weathered wood


facades links the old Bregenzerwald houses to the light-coloured,
modern larch buildings. The fine structure of fir wood is to be
found in furniture and wall cladding. Traditional know-how has
been successfully transferred to contemporary building methods
and shapes Vorarlberg's architecture. Building in wood and the
joiner's craft are blossoming again. Regional availability, highly
developed timber technology and the speed with which timber is
processed have received particular recognition. Today innovative,
prize-winning achievements by craftsmen are exported far beyond
the regional borders.

Kindergarten Radwegbrücke
Rosenlärcherstraße Gaißau
Lustenau Hermann Kaufmann
Dietrich | Untertrifaller

Kulturbühne AMBACH oa-sys


Götzis Alberschwende
Hubert Bischoff Oskar Leo Kaufmann

Lot Holzbau
Feldkirch
Walter Unterrainer
Silvrettahaus Bielerhöhe Gaschurn-Partenen, Dietrich | Untertrifaller, Hörburger, Untertrifaller sen.
Vorarlberg ist mehr als Holz. Stahl, Glas und Beton werden
ebenso in qualitätsvoller Verarbeitung zu präzisen, klaren
Baukörpern geformt. Ihr Charakter wird durch die sensible
Kombination und sorgfältige Verarbeitung der Materialien
bestimmt. In all dem sind sie sowohl einer modernen Archi-
tektursprache als auch den kompakten traditionellen Haus-
typen verwandt. Dies unterstützt ihre Eingliederung in ein
Ensemble und ermöglicht eine kostenbewusste Produktion.
Der Einsatz von großflächigen Verglasungen und Sichtbeton
ist meist Teil überlegter Energiekonzepte. Sie helfen, Wärme
zu speichern und die Raumtemperatur konstant zu halten.

Vorarlberg is more than wood. Steel, glass and concrete are also
expertly handled to create precise, clear buildings. Their character
is determined by the sensitive combination and the careful
detailing of the materials. They are related both to the modern
language of architecture and to the compact, traditional house
types. This aids their integration in the existing ensembles and also
allows cost-conscious production. The use of large areas of glazing
combined with fair-faced concrete cores generally forms part of a
well thought-out energy concept. They help to store heat and
maintain a constant temperature.

Hafengebäude Rohner Terminal V


Fußach Lauterach
Baumschlager & Eberle Hugo Dworzak

SIE-Zentrale Saeco-Verwaltungsgebäude
Lustenau Lustenau
Marte.Marte Baumschlager & Eberle

Rotkreuz-Zentrale Vorarlberg Blum-Hauptverwaltung


Feldkirch Höchst
Cukrowicz.Nachbaur Arno Bereiter
Inatura Dornbirn, Dietrich | Untertrifaller, Kaufmann, Lenz
Gebäude bilden die kulturelle Identität eines Ortes und
werden zu beredten Zeitzeugen der Baugeschichte, wenn
„Alt“ und „Neu“ sich mit Respekt begegnen. Zeitgemäße
Ergänzungen sichern ihre Nutzbarkeit und sorgfältige
Renovierung auch scheinbar alltäglicher Gebäude – eines
Bauernhauses, eines Gasthofs aus dem 17. Jahrhundert
oder eines Kaufhauses aus den fünfziger Jahren – verleihen
einem Ort unweigerlich historische Tiefe und Geschichte.
Wer sich auf akribische Details oder alte Handwerkstechniken
einlässt, erschließt so Qualitäten aus allen Epochen und
bestärkt immer mehr Nutzer, alte Strukturen in die Gegen-
wart zu übersetzen. Diese Bemühungen werden intensiv in
der Wohnbauförderung der Vorarlberger Landesregierung
unterstützt.

Schule Unterfeld, Erweiterung Fuchshaus


Lauterach Rankweil
Elmar Ludescher Wolfgang Ritsch

Bürohaus Frick FH Vorarlberg, Dornbirn


Röthis Dietrich, Kaufmann, Lenz,
Reinhard Drexel Ritsch

Buildings form the cultural identity of a place and become eloquent witnesses of building
history when “old“ and “new“ encounter each other with respect.
Contemporary modifications ensure their continued usability and the careful renovation of
apparently “ordinary“ buildings – a farmhouse, a 17th century inn or a department store
from the 1950s – inevitably lends a place depth and a sense of history.
Whoever examines the meticulous details or the old handcrafts discovers qualities from
other eras and encourages increasing numbers of users to translate old structures into the
present-day. These efforts are intensively supported by the housing subsidies of the
Vorarlberg State government.
Öko-Hauptschule Mäder, Baumschlager & Eberle
Das lang gepflegte Bewusstsein für natürliche Baustoffe
und der nachhaltige Umgang mit Ressourcen konnten sich
mit der zeitgenössischen Architektur eng verbinden.
In Vorarlberg entsprechen bereits 80 % aller neu errichteten
Wohngebäude den Kriterien der ökologischen Wohnbauför-
derung. Das Land unterstützt damit die Optimierung auf nie-
drigen Energieverbrauch, den Einsatz erneuerbarer Energie-
träger sowie die Verwendung ökologisch verträglicher Bau-
produkte. Zusätzlich erreichen immer mehr Gebäude den
sehr anspruchsvollen Passivhausstandard. Derzeit sind in
Vorarlberg mehr als 90.000 m 2 thermische Sonnenkollektoren
und 76.000 m2 Photovoltaikanlagen installiert – mehr als
20 % der Heizenergie stammen aus Biomasse.

The traditional feeling for natural building materials and


sustainable handling of resources has been successfully combined
with contemporary architecture.
In Vorarlberg 80 % of all newly built apartment buildings meet
the criteria for ecological housing subsidies. The region thus
encourages low energy consumption, the use of renewable
energy sources as well as ecological, environmentally friendly
building products. Additionally, an increasing number of
buildings reach the high standard of the passive energy house.
Today there are more than 90.000 m2 of thermal solar collectors
and 76.000 m2 of photovoltaic systems in Vorarlberg – and
more than 20 % of heating energy is derived from biomass.

Omicron Development Center Kindergarten In der Braike


Klaus Bregenz, Gnaiger, Gruber
Nägele & Waibel, Ritsch
Vetterhof
Vorarlberger Ökohaus GmbH Lustenau, Roland Gnaiger
Ludesch, Christian Walch
Friedhoferweiterung Batschuns
element , Bürogebäude ZIMA Zwischenwasser
Dornbirn, Wolfgang Ritsch Marte.Marte
Kunsthaus Bregenz, Peter Zumthor
Der hohe, kulturell verankerte Qualitäts-
anspruch der Vorarlberger Bevölkerung
findet sein Abbild auch in den neu
gestalteten Kultur- und Tourismusbau-
ten des Landes. Das Engagement von
„Gestaltungsbeiräten“ in vielen kleinen
Gemeinden hat der Architektur ihre
Präsenz auch abseits der Zentren
gebracht. Das ausgeprägte Naturbe-
wusstsein und lebendige Traditionen
haben das Land vor Kulissen bewahrt,
und die Besucher schätzen das
moderne, authentische Ambiente fern
üblicher alpenländischer Klischees.

High demands in terms of quality are a


part of Vorarlberg's cultural tradition
reflected in the region's new culture and
tourism buildings. The involvement of Skihütte Schneggarei Golmerbahn
“design advisory councils“ in many small Lech Vandans - Tschagguns
communities has given architecture a pre- Lutz, Polletin, Schneider Leopold Kaufmann
sence outside the larger centres. A strong Hotel Martinspark
feeling for nature and living traditions has Dornbirn
preserved the region from buildings that Baumschlager & Eberle
resemble folksy “stage-sets“. Visitors appre-
Festspiel- und Kongresshaus,
ciate the modern, genuine ambiance, far Erweiterung, Bregenz
removed from any Alpine clichés. Dietrich | Untertrifaller
Feuerwehr- und Kulturhaus Hittisau, Cukrowicz.Nachbaur, Wäger
Die Dörfer des Bregenzerwaldes sind geprägt durch ihre
traditionelle Siedlungsstruktur der Weiler, natürlich einge-
bettet in die Topographie. Ein feinsinniger Umgang mit
Material und Maßstab macht die historischen Gebäude so
reizvoll. Genau darum bemühen sich auch heute Planer und
Ausführende, wenn sie den Typus des kompakten Einzel-
baukörpers fortführen. Diese Verbundenheit macht das neue
Bauen zum authentischen Ausdruck und erreicht in seiner
Selbstverständlichkeit mittlerweile auch bei öffentlichen
Gebäuden und Gewerbebauten bemerkenswerte Beispiele.
In der gemeinsamen Entwicklung von Möbeln und
Gebrauchsgütern setzt sich dieser hohe gestalterische
Anspruch fort, und das Handwerk ist dabei ein wichtiger
Prüfstein für die neue Architektur.

The villages of the Bregenzerwald are characterised by the


traditional settlement pattern of the small hamlet naturally inte-
grated in its surroundings. Their sensitive handling of materials
and scale is what makes the historic buildings so delightful.
Planners and builders today attempt to achieve the same qualities
in compact freestanding buildings. This link to tradition is what
makes the new architecture an authentic expression and its
natural quality has led to several remarkable examples, also in the
area of public and commercial buildings. The joint development
of furniture and everyday objects is a further continuation of
these ambitious design goals; handcraft here acts as an important
touchstone for the new architecture.

Metzler Käse Molke Juppenwerkstatt


Egg, Metzler, Ohneberg Riefensberg
Gerhard Gruber
Impulszentrum Bregenzerwald
Egg, Hermann Kaufmann

Gemeindehaus Gasthof Adler


Andelsbuch Schwarzenberg
Ennulat, Felder, Geser Hermann Kaufmann
Architektur-Exkursionen in Vorarlberg / Urlaubsinformationen
Architecture excursions in Vorarlberg / holiday information

Werte Reisende, architektur INFORM und architekturkontakt haben sich auf die Organisation und Durch-
die auszugsweise dargestellten Objekte aus dem aktuellen führung von Exkursionen zu zeitgenössischer Vorarlberger Architektur spezialisiert.
Architekturgeschehen in Vorarlberg sind nicht alle öffent- Das Programm wird in Absprache mit dem Kunden individuell zusammengestellt.
lich zugänglich. Für eine optimale Abwicklung ihrer Archi- architektur INFORM and architekturkontakt specialise in organising and leading trips to
tektur-Exkursionen stehen ihnen professionelle Partner vor contemporary architecture in Vorarlberg.
Ort zur Verfügung. The programme of each outing is individually developed in talks with the client.
Bitte achten Sie beim Besuch von einzelnen Objekten auf
die Privatsphäre der Bewohner. architektur INFORM architekturkontakt
Frau Brigitte Jussel Frau Dipl.-Ing. Petra Brunner
Dear travellers
Anton-Schneider-Straße 1 Am Steinenbach 18
Not all of the illustrated buildings selected from the range of
A-6900 Bregenz A-6900 Bregenz
current architecture in Vorarlberg are open to the public. Local
T +43-5574-58520 T/F +43-5574-54806
professional partners are available to ensure the successful
F +43-5574-58521 M +43-699-10721237
planning of your architecture trip.
M +43-664-2301643 E office@architekturkontakt.at
Please respect the privacy of the users when visiting individual
E brigitte.jussel@aon.at www.architekturkontakt.at
buildings.
www.architekturinform.com

Die Austria Guides (Vermittlung Guideservice Doris Zucalli) informieren über die
zeitgenössische Architektur in Vorarlberg, erarbeiten Routenvorschläge, begleiten
Urlaubsinformationen und Prospekte zu den einzelnen Objekten und organisieren Gebäudebesichtigungen.
Holiday information and brochures
The Austria Guides/Guide service Doris Zucalli provide information about
contemporary architecture, work out suggestions for itineraries, accompany
Vorarlberg Tourismus
visitors to the individual buildings and arrange the viewings.
Bahnhofstraße 14/4
Postfach 302 Guideservice Doris Zucalli
A-6901 Bregenz Im Äuele 27
T +43-5574-42525 A-6850 Dornbirn
F +43-5574-42525-5 M +43-676-6344744 (Mo - Fr, 14 - 17 Uhr)
E info@vtour.at F +43-5572-372894
www.vorarlberg-tourism.at E guideservice.zucalli@vol.at
Vorarlberg

Vorarlberg:

Lage: im Zentrum Europas; an der Grenze zu Deutschland, zur


Schweiz und zum Fürstentum Liechtenstein, am nordwestlichen
Ausklang der österreichischen Alpen.
Fläche: 2.601 km2, Einwohner: 355.341 (2002)

Location: at the heart of Europe, with borders to Germany, Switzerland


and to the Principality of Liechtenstein, on the northwestern slopes of
the Austrian Alps.
Total area: 2.601 km 2 , Inhabitants: 355.341 (2002)
Literatur

Architekturführer mit Gebäuden aus den Jahren 1980 bis 1997 und Einführung in Vollständige Darstellung von Kunst und Bau in Vorarlberg ab 1945
die Vorarlberger Architekturbewegung Comprehensive description of art and architecture in Vorarlberg from 1945
Architecture guide to buildings from 1980 to 1997 and introduction to the
Vorarlberg architecture movement Susanne Fink (Red.): Kunst und Bau in Vorarlberg ab 1945
Vorarlberger Landesmuseum (Hrsg.), Bregenz 2003, ISBN 3901802150
Otto Kapfinger: Baukunst in Vorarlberg seit 1980
Hatje Verlag, Ostfildern 1998, 3. Auflage 2003, ISBN 3775707638 (deutsch),
ISBN 3775711287 (English) Leistungen und Positionen einzelner Baukünstler und Architekturbüros aus
Vorarlberg
The achievements and approaches of individual “Baukünstler” and architects practices
Entwicklung und Wesen der Vorarlberger Bauschule – Hintergrundinformationen from Vorarlberg
für zwei Wanderausstellungen
The nature and the development of the “Vorarlberger Bauschule” – background Liesbeth Waechter-Böhm (Hrsg.):
information to two travelling exhibitions Baumschlager und Eberle: Bauten und Projekte , 1996-2002
Springer Verlag, Wien 2003, ISBN 3211838228
Vorarlberger Architekturinstitut (Hrsg.):
Konstruktive Provokation – Neues Bauen in Vorarlberg Roland Gnaiger, Adolph Stiller: Möbel für Alle
Verlag Anton Pustet, Salzburg 2003, ISBN 3702504745 (deutsch), Verlag Anton Pustet, Salzburg 2002, ISBN 30250446x
ISBN 3702504761 (français), ISBN 3702504753 (English)
Walter Zschokke: Architektur und Struktur: Hermann Kaufmann, Christian Lenz
Liesbeth Waechter-Böhm (Hrsg.): Springer Verlag, Wien 2002, ISBN 3211833099
Austria West - Tirol, Vorarlberg, Neue Architektur
Verlag Birkhäuser Basel, Boston, Berlin 2003, ISBN 3764306807 Ernst Hiesmayr: Eine neue Tradition
Vorarlberger Verlagsanstalt, Dornbirn 1995, 2. Auflage 2002, ISBN 3854302355

Führer zu Bauten bis 1980 Otto Kapfinger, Martin Rauch: rammed earth - Lehm und Architektur
Guide to buildings up to 1980 Verlag Birkhäuser Basel, Boston, Berlin 2001, ISBN 3764364610

Friedrich Achleitner: Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert, Band 1 Walter Zschokke:


Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Architektur, Städtebau, Design: Helmut Dietrich, Much Untertrifaller
Residenz-Verlag, Salzburg 1980 (vergriffen) Springer Verlag, Wien 2001, ISBN 3211833080

Liesbeth Waechter-Böhm (Hrsg.):


Baumschlager & Eberle: Über Wohnbau - House-ing
Springer Verlag, Wien 2000, ISBN 3211832289
Vorarlberger Architekturinstitut (Hrsg.): Weitere Bücher über die Vorarlberger Architektur
...Über das Glück in Vorarlberg zu wohnen. Further literature on Vorarlberg architecture
Momentaufnahme einer Baukultur
Eigenverlag, Dornbirn 1999, ISBN 3950119302 Herlinde Löhr: Die Vorarlberger Barockbaumeister: neue Forschung
Lindau Eigenverlag 2002
Wratzfeld, Kopf: Kindergarten Koblach
Werkdokumente – archiv kunst architektur Helmut Krapmeier, Eckart Drössler:
Hatje Verlag, Ostfildern 1999, ISBN 3775708804 CEPHEUS – Wohnkomfort ohne Heizung
Springer Verlag, Wien 2001, ISBN 3211837213
Hugo Dworzak: works [91/97]
T6 Ed., Pamplona 1998, ISBN 8489713162 Amber Sayah: Neue Architektur in Vorarlberg
Edition Baumeister, Callway Verlag, München 1997,
Wolfgang Kos: Panoramablicke: Die Golmerbahn im Montafon ISBN 3766712748
Architektur, Technik, Kunst
Hatje Verlag, Ostfildern 1996, ISBN 3775706526 Oliver Benvenuti: Altes Handwerk in Vorarlberg
Eigenverlag, Feldkirch 1993, ISBN 39000851220
Liesbeth Waechter-Böhm (Hrsg.): Carlo Baumschlager - Dietmar Eberle
Springer Verlag, Wien 1996, ISBN 3211827250 Arnulf Benzer, Reinhold Bernhard, Kunrich Gehrer,
Rudolf und Katleen Sagmeister-Fox: Vorarlberg – Ein Kulturprofil
Roland Gnaiger: Schule in Warth Vorarlberger Verlagsanstalt, Dornbirn 1987, ISBN 3854300743
Werkdokumente – archiv kunst architektur
Hatje Verlag, Ostfildern 1993, ISBN 3775704469
Weitere Informationen
Ernst Hiesmayr (Hrsg.): Einfache Häuser Further information
Löcker, Wien 1991, ISBN 3854091958
Vorarlberger Architekturinstitut: www.v-a-i.at
Bernhard Purin: Architektur in Vorarlberg seit 1960 Architektur Archiv Austria: www.nextroom.at
Verlag Eugen Ruß, Bregenz 1991, ISBN 3852580277 Magazin zur Architektur im Raum Vorarlberg: www.ausfahrten.com
Vorarlberger Holzbaukunst: www.holzbau-kunst.at
Rudolf Sagmeister: Holzbaukunst in Vorarlberg Kunsthaus Bregenz: www.kunsthaus-bregenz.at
Verlag Eugen Ruß, Bregenz 1988, ISBN 3852580064

Wolfgang Häusler (Red.):


Gemeinsam Bauen. Beispiele verdichteter Bauweise in Vorarlberg
Dornbirn 1985
Impressum Fotografie

Adolf Bereuter: Ignacio Martinez:


oa-sys, Alberschwende Biomasse-Heizwerk Lech
Silvrettahaus Bielerhöhe, Partenen Radwegbrücke Gaißau
Gasthof Adler, Schwarzenberg Kindergarten In der Braike, Bregenz
Kindergarten Rosenlärcherstr., Lustenau
Jens Ellensohn: Blum-Hauptverwaltung, Höchst
Kulturbühne AMBACH, Götzis Saeco-Verwaltungsgebäude, Lustenau
Vorarlberger Ökohaus GmbH, Ludesch
www.felder-images.com: Öko-Hauptschule Mäder
Metzler Käse Molke, Egg Vetterhof, Lustenau
Inatura, Dornbirn
Robert Fessler: FH-Vorarlberg, Dornbirn
Skihütte Schneggarei, Lech Impulszentrum Bregenzerwald, Egg
Hotel Martinspark, Dornbirn
Gemeinde Andelsbuch:
Gemeindehaus Andelsbuch Hanspeter Schiess:
Rotkreuz-Zentrale Vorarlberg, Feldkirch
Florian Holzherr: Feuerwehr- und Kulturhaus Hittisau
Bürohaus Frick, Röthis
SFH:
Eduard Hueber: Kunsthaus Bregenz
Hafengebäude Rohner, Fußach
Terminal V:
Bruno Klomfar: Terminal V, Lauterach
Friedhoferweiterung Batschuns
Herausgeber: Vorarlberg Tourismus, 6900 Bregenz und
Omicron Development Center, Klaus Atelier Unterrainer:
Vorarlberger Architekturinstitut, 6850 Dornbirn
Fuchshaus, Rankweil Lot Holzbau, Feldkirch
Schule Unterfeld, Lauterach
SIE-Zentrale, Lustenau Nikolaus Walter:
Texte: Robert Fabach
Juppenwerkstatt Riefensberg
Übersetzungen: Roderick O´Donovan
Klomfar & Sengmüller:
Grafische Gestaltung: Frank Broger, Grafik | Design, 6863 Egg
Festspiel- und Kongresshaus, Bregenz Vorarlberger Illwerke AG:
Druck: Lohs GmbH International, 6960 Wolfurt
Golmerbahn, Vandans–Tschagguns
Günther Laznia:
element, Bürogebäude ZIMA, Dornbirn
Mit freundlicher Unterstützung der Vorarlberger Holzbaukunst