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STUDIO SOBEJANO

EXPERIMENTELLES GESTALTEN UND GRUNDLAGEN DES ENTWERFENS

2012/2013
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Lehrstuhl für experimentelles Gestalten
und Grundlagen des Entwerfens

Professor Enrique Sobejano

Wissenschaftliche Mitarbeiter: Dirk Landt und Sigurd Larsen


Tutoren: Corinna Didjurgeit, Paul Greschik, Max Kaldenhoff

Universität der Künste Berlin

Berlin 2013

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INHALT
VORWORT

PROJEKTE Erstes Jahr

01. Siteworks
02. Roofscapes
03. Hollowness
04. Tectonics
05. Horizontal Living
06. Vertical Living

PROJEKTE Hauptstudium

Nizamuddin Basti
Berlin: Turning Point

EXKURSION

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VORWORT
Die Projekte machen das Herz des Studiums aus, sie garantieren die Integration aller weiteren Wis-
sensbereiche. Der Student sollte sich vom ersten Jahr an der Komplexität der entwurflichen Arbeit
stellen und sollte aufmerksam die Umwelt außerhalb seines eigenen Fachgebiets verfolgen. Zum
einen hat unsere Auffassung von Architektur ihren Ursprung im Gedankengut der Moderne mittler-
weile zwar in Frage gestellt, doch ist diese immer noch allgegenwärtig in unserer Sichtweise auf die
Wirklichkeit. Zum anderen befinden wir uns in einer Gegenwart, deren Komplexität ihr vollkommenes
Verständnis verhindert: Wir sind unabdinglich beeinflusst von den neuen digitalen Kommunikations-
medien, den Umweltproblemen, den wissenschaftlichen und technischen Entwicklungen, die einen
kontinuierlichen Einfluss auf unsere Projekte und Ideen nehmen. Letztendlich wird all das durch das,
was wir selbst erlebt, uns vorgestellt, an das wir uns erinnern, durch unser eigenes Gedächtnis und
unsere Erfahrung, durch die persönliche Sichtweise auf die Welt, die uns umgibt, gefiltert.

Entwerfen impliziert, angesichts der Vielzahl von Faktoren, die den Prozess beeinflussen, ein Re-
agieren aus verschiedenen Blickwinkeln: Beobachten, wahrnehmen, analysieren, agieren, zeichnen,
messen, interpretieren, träumen, modellieren, organisieren, argumentieren, verhandeln, arbeiten in
der Gruppe, repräsentieren, überzeugen, kommunizieren … in Beziehung setzen. Wir machen nichts
anderes, als Verbindungen zwischen Notwendigkeiten, Orten, Formen, Materialien und Konzepten
herzustellen, die in einem Augenblick der Eingebung offensichtlich werden und die wir verzweifelt
versuchen einzufangen und zu materialisieren.

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PROJEKTE
ERSTES JAHR

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P01 SPACE/SITEWORKS
BEARBEITUNGSZEITRAUM / 2 Wochen

ZIELSETZUNG / Eine ortsspezifische Intervention auf dem Grat zwischen


städtischer und natürlicher Landschaft unter Verwendung von ortstypischen
Materialien oder in das Gelände überführte künstliche Objekte. Der Eingriff sollte
untersuchen, wie eine bestehende Landschaft erlebt und verstanden wird.

AUFGABE / In Teams von zwei Studenten soll ein Außenraum, als Konsequenz
einer konzeptuellen Intention, unter Benutzung eines vorgefundenen oder an den
Ort transportierten Materials temporär modifiziert werden (Papier, Holz, Steine,
Metall, Textilien …).

ORT / Flughafen Tempelhof, Berlin

Arbeiten von:

Lena Florencia Brandt / Lisa Süßegger


Lukas Eichler / Franziskus Rau / Lara Roth
Joe Goergen / Johannes Wagner
Angeliki Goude / Stefanie Seidel
Christoph Henschel / Alexander Hey
Johannes Ritz / Johannes Stolz
Simon Rütjeroth / Julia Trinkle

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P02 ROOFSCAPES
BEARBEITUNGSZEITRAUM / 3 Wochen

ZIELSETZUNG / Während Dächer in der Vergangenheit eine essentielle Rolle in der


räumlichen und städtischen Definition von Gebäuden gespielt haben, reduzierte
sie die Moderne auf die beinahe dogmatische Verwendung des Flachdaches.
Die Möglichkeiten des “Faltens” als Handlung sollen bei dieser Übung als
konzeptioneller Ansatz untersucht werden.

AUFGABE / Eine bestehende Ruinen-Wandstruktur von ca. 15 x 30 m mit


unterschiedlichen Höhen soll überdacht werden und einen Raum für öffentliche
Aktivitäten beherbergen. Das Dach soll das Ergebnis einer gefalteten Struktur sein
und die innenräumliche Qualitäten definieren.

ORT / Petrikirche/Lateinschule, Petriplatz, Berlin

Arbeiten von:

Lena Florencia Brandt Joe Goergen


Angeliki Goude Christoph Henschel
Alexander Hey Franziskus Rau
Johannes Ritz Simon Rütjeroth
Lisa Süßegger Julia Trinkle
Johannes Wagner

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Grundriss

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P03 HOLLOWNESS
BEARBEITUNGSZEITRAUM / 4 Wochen

ZIELSETZUNG / Konstruktion eines Raums als Konsequenz von Leere,


Zwischenräumen und positiven/negativen Gegensätzlichkeiten. Ziel ist es,
die Beziehung zwischen den Grenzen eines bestimmten Objekts und dessen
Umwandlung in einen architektonische Raum durch die Methode des „Heraus-
nehmens“ zu erkunden.

AUFGABE / In einem Kubus aus Eis, mit den Abmessungen 6 m x 6 m x 6m,


soll ein Hotelzimmer, bzw. eine Wohneinheit, bestehend aus einem Gemein-
schaftsbereich und drei Schlafräumen, entworfen werden.

ORT / Rovaniemi, Nordfinnland

Arbeiten von:

Lena Florencia Brandt Joe Goergen


Angeliki Goude Christoph Henschel
Alexander Hey Franziskus Rau
Johannes Ritz Lara Roth
Simon Rütjeroth Lisa Süßegger
Julia Trinkle Johannes Wagner

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P04 TECTONICS
BEARBEITUNGSZEITRAUM / 4 Wochen

ZIELSETZUNG / Mit Hilfe von “Zusammensetzen” einzelner Elemente als


Methode, soll eine leichte Konstruktion mit einem einfachen funktionalen
Programm entworfen werden. Ziel ist es, die Beziehung zwischen Konstruktion
und Design unter der Benutzung lediglich linearer Elemente und deren
Zusammenführung zu einem tektonischen Gefüge zu untersuchen.

AUFGABE / Es soll eine Aussichtsplattform aus Holz entwickelt werden, von


der aus der Park überblickt werden kann. Die Grundfläche soll maximal 4 x
4 m betragen, der Blickpunkt soll knapp über den Baumkronen (12 - 16 m)
positioniert sein. Für die Struktur sollen lediglich lineare Holzelemente mit
quadratischen oder rechteckigen Querschnitt verwendet werden.

ORT / Hasenheide in Berlin-Kreuzberg

Arbeiten von:

Lena Florencia Brandt Joe Goergen


Angeliki Goude Christoph Henschel
Alexander Hey Franziskus Rau
Johannes Ritz Lara Roth
Simon Rütjeroth Lisa Süßegger
Julia Trinkle Johannes Wagner

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P05 HORIZONTAL LIVING
BEARBEITUNGSZEITRAUM / 4 Wochen

ZIELSETZUNG / Erarbeitung eines Konzeptes für ein Wohnhaus unter


Einbeziehung bestimmter Vorgaben für die räumliche Entwicklung (Horizontalität),
die Funktionen (zwei Familien) und das Baumaterial (Beton).

AUFGABE / Es soll ein Haus für zwei Familien (Ein Frau, ihr Mann, dessen Exfrau
und ihr neuer Mann) entworfen werden. Insgesamt haben sie drei Kinder (eins
gehört zum ersten Ehepaar, zwei zur Exfrau und ihrem neuen Mann). Die Kinder
können sich im Haus frei bewegen, die beiden Ehepaare leben getrennt und
betreten das Haus über unterschiedliche Eingänge.

ORT / Anger, Bayern

Arbeiten von:

Lena Florencia Brandt Joe Goergen


Angeliki Goude Christoph Henschel
Alexander Hey Hyoungmin Kim
Franziskus Rau Johannes Ritz
Lara Roth Simon Rütjeroth
Lisa Süßegger Julia Trinkle
Johannes Wagner

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P06 VERTICAL LIVING
BEARBEITUNGSZEITRAUM / 5 Wochen

ZIELSETZUNG / Erarbeitung eines Konzeptes für ein Wohnhaus unter


Einbeziehung bestimmter Vorgaben für die räumliche Entwicklung (Vertikalität) und
die Funktionen. Der Schnitt durch das Gebäude soll als wichtiges Instrument für die
Raumwirkung verstanden werden.

AUFGABE / Fünf Studenten unterschiedlicher Fachbereiche benötigen, jeweils


auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Räume zum wohnen und arbeiten/studieren.
Die Herausforderung besteht darin, auf einer extrem schmalen Grundfläche
ein architektonisches Konzept zu entwickeln, welches neben den funktionalen
Anforderungen ein spannendes Raumerlebnis in der Vertikalen ermöglicht.

ORT / Altstadt von Pamplona, Spanien

Arbeiten von:

Lena Florencia Brandt Joe Goergen


Angeliki Goude Christoph Henschel
Alexander Hey Hyoungmin Kim
Franziskus Rau Johannes Ritz
Lara Roth Simon Rütjeroth
Lisa Süßegger Julia Trinkle
Johannes Wagner

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LADENLOKAL

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"##'+./""01/
roof terrace

bathroom
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student IV

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PROJEKTE
HAUPTSTUDIUM
WISE 2012

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baoli

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Nizamuddin Basti
BEARBEITUNGSZEITRAUM / 12 Wochen

EINLEITUNG / In Nizamuddin Basti, mit seinen bis zu 700 Jahre alten Denkmälern
einer der ältesten Bezirke im Zentrum Delhis, werden die Widersprüche, welche
die indischen Städte durch die aktuelle Transformation erfahren, deutlich. Die
Modernisierungsprozesse überlagern sich mit traditionellen Lebensgewohnheiten,
während der notwendige Ausbau der Infrastruktur und der öffentlichen Räume
einen offenen architektonischen Ansatz für die Erhaltung der Orte fordert.

AUFGABE / Die Studenten sollen Konzepte für die Entwicklung des öffentlichen
Raums, sozialer und kultureller Programme, der Infrastruktur und der ökologischen
Bedingungen erarbeiten.

PROGRAMM / Kindergarten / Erste-Hilfe-Station / Sportzentrum / Markt /


Werkstätten / Obdachlosenheim

ORT / Nizamuddin Basti, Delhi, Indien

Arbeiten von:

Paula Valenzuela Mamblona


Maria Del Carme Gaura Aulet
Jana Gutge
Sarah Rahmati
Rana Benyahya
Amos Pravettoni

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PROJEKTE
HAUPTSTUDIUM
SOSE 2013

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Berlin: Turning Point
BEARBEITUNGSZEITRAUM / 13 Wochen

EINLEITUNG / Wenige europäische Städte sind und waren gegensätzlicher als


Berlin. Während es von Vielen im Hinblick auf Soziales, Politik, Kultur und Kunst als
Ort der Avantgarde betrachtet wird, wurden Städtebau und Architektur auch immer
wieder in Frage gestellt, als konventionell und konservativ und damit realitätsfern
beurteilt.

AUFGABE / Analyse eines bestimmten, beispielhaften Standorts mit einer


städtisch-politischen Problematik in Berlin / Abbildung von momentan existierenden
Gegebenheiten / Vorschlag für Programme mit gemischten Funktionen / Einen der
vorgeschlagenen Standorte auswählen / Entwerfen eines spezifischen architek-
tonischen Projekts, basierend auf der vorangegangenen Analyse

VORGESCHLAGENE ORTE / ehem. Postfuhramt Köpenicker Straße, Flussufer


Holzmarktstraße, East Side Gallery Mediaspree

Arbeiten von:

Philipp Burst / Camillo Fiorito


Marta Dyachenko
Lukas König / Christoph Schulz / Olga Weber
Marta Martí Dausà
Lena Theresa Wimmer

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S-Bahn Sounds / Iirfan Arda Bakiryol, Mariana Marins Alvares, Marta Marti

Space Invader / Phillip Burst, Marta Dyachenko, Camillo Fiorito

REDESIGN / Lukas König, Christoph Schulz

Überlagerung / Luise Marter, Olga Weber

Berlin / Lena Theresa Wimmer

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SYmBIOSE
Philipp Burst, Camillo Fiorito

Die verlassene Eisfabrik verkörpert als monumentales Industrieartefakt in Mitten unzähliger Büro-
und Wohnneubauten auf einzigartige Weise die aktuelle Debatte um die Umnutzung des Spreeufers
im Rahmen von “Media-Spree”. Der dualistische Ansatz von Seiten der Stadt Berlin bezüglich alter
und ungenutzter Gebäude (Abriss -> kommerzielle Umnutzung, Vernachlässigung) regte uns zum
Umgang mit dem Bestand an. Neben der Umnutzung der bestehenden Struktur ersuchten wir
durch einen Erweiterungsbau, welcher sich als multiplizierte Grundstücksfläche darstellt, möglichst
viel zusätzliche Nutzfläche zu generieren.

Um Alt- und Neubau zu verbinden, entschieden wir uns für ein vermittelndes Konzept von
Absenz und Präsenz. Die rigide neue Tragstruktur stößt durch den Bestand und erhebt die
Erweiterungsebenen über diesen, während Teile des Bestands durch die neue Struktur stossen.
Physische Fragmente beider Baukörper überlagern sich. In Anlehnung an Gordon Matta-Clark
erstreckt sich ein verbindender Luftraum durch beide Gebäudeteile in welchem die öffentliche
Erschliessung ihren Platz findet. Das Programm sieht eine Mischnutzung aus Wohn- und
Arbeitsflächen vor und ist gleichmäßig innerhalb des Ensembles verteilt, jedoch durch die
Erschliessungswege innerhalb des Kerns räumlich strikt voneinander getrennt. Wohnungseinheiten
des höheren Preissegments gehen eine Symbiose mit einem sozio-kulturellen Zentrum ein, dass
sich als Hub für junge Kreative versteht.

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neue freiflächen
Marta Dyachenko

Der Gedanke den Menschen noch mehr Freiflächen zu bieten aber trotzdem zu einer städtebaulichen
Verdichtung zu führen und die unterschiedlichen Orte mit einander zu verknüpfen hat mich zu meinem
Entwurf inspiriert.
Um den Grundboden nicht voll zu bebauen, stelle ich Stützen, durch die die zusätzlich gebotene
Fläche gehalten wird, in den gegebenen Freiflächen der Stadt auf um wiederum auf ihnen bauen
zu können. Somit ist die Möglichkeit gegeben an unterschiedliche Orte in Berlin anzuknüpfen. Die
bespielbare Ebene befindet sich in einer Höhe von 40 m über der Stadt und kann mit anderen Stützen,
die ebenfalls über eine Ebene verfügen, zusammengeführt werden, um somit noch mehr Fläche in
der Stadt zu gewinnen.
Ein Raster aus Stützen im Abstand von 50 Metern wird über die Stadt verteilt und in der analysierter
Gegend wurde ein Beispiel für die Bewegung einer vorstellbaren Ebene entwickelt.
Die Ebene zieht sich beispielsweise von einer Brache „A“, zu einem Hinterhof, bis hin zum Spreeufer,
über die Spree, über die S-Bahn Gleise bis zu einer anderen Brache „B“.
Somit ergibt sich eine Megastruktur, die öffentlich begehbar ist. Zusätzlich werden Flächen
geboten, die mit allen öffentlichen Ebenen zusammenhängen, die jedoch zu einem bestimmten
Quadratmeterpreis erworben werden können.
Diese mietbaren Flächen können zum Eigennutzes verwendet werden um seinen eigenen Ideen und
Vorstellungen Ausdruck zu verleihen. Der Nutzer kann die Fläche auch als Wohn- und Arbeitsraum
verwenden.

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POINTS ON A LINE
Olga Weber, Christoph Schulz, Lukas König

Das Gebiet um die East-Side-Gallery wird durch eine Abfolge von


Grenzen dominiert und charakterisiert: Die natürliche Grenze des
Flusses, der ehemalige Todesstreifen, die Mauer, die stark befahrene
Mühlenstr und die Gleise erschweren die Bewegungsachse in
Nord-Süd-Richtung. Bei den Überlegungen städtebaulicher
Interventionen, steht die Idee zusätzlicher Verbindungsachsen von
Friedrichshain und Kreuzberg daher im Vordergrund. Durch das
Verlegen der momentan bestehenden Hauptstraße entlang der East-
Side-Gallery zu den nördlich gelegenen Bahngleisen, sollen Barrieren
zusammengefasst und der Uferbereich fußgängerfreundlich
freigelegt werden. Die im Masterplan der Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung und Umwelt geplante „Media-Spree“ soll ebenfalls
an den Gleise angelegt werden und so ein neues „Media-S-Bahn“
Areal bilden. Ein Park mit intergierten öffentlichen Funktionen, wie
einem Markt, einer Galerie und einem Treff- und Knotenpunkt, soll
ein neues Zentrum für die bestehenden Bezirksstrukturen bilden,
dass durch zwei zusätzliche Brücken über die Spree und eine über
die Gleise und Strasse neu erschlossen werden kann.

Der formale Charakter des Entwurfes entsteht aus den gewünschten


Bewegungsrichtungen der Passanten. Entgegen der bestehenden
linearen Bewegungsachse entlang der East-Side-Gallery, sollen
die Fußgänger zwischen den beiden Bezirken zirkulieren. Gezielt
gesetzte Aufenthaltspunkte entlang der Mauer, sollen die Linearität
brechen und die Bewegung umlenken. Die architektonischen
Eingriffe im Park sollen daher von keiner Richtung bestimmt werden.
Die runde Form der neuen Bauwerke bricht mit der Linearität,
schafft Anziehungs- und Knotenpunkte, in welche die Passanten
hinein gezogen werden und leitet diese um. Dies wird durch die
Wegeführung unterstützt. Die Wiederholung der runden Form
generiert einen hohen Wiedererkennungswert innerhalb des neuen
Areals und distanziert sich sowohl formal als auch funktional von der
bestehenden Bebauung.

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CROSSING POINT

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GALLERIE MARKTPLATZ

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SPREE KIEZ
Marta Marti

It started by settling a path, all along the river, and connecting


both sides with a pedestrian bridge that allowed to walk easily
from the new “green village” proposed at Holzmarkstrasse, to
the free plots in the southern shore.

Taking advantage of a plot on the border of the potential


neighbourhoods of the city, why don’t to create a new hot spot,
a kiez that connects, somehow, the life spots at both sides of
the river?

So following the communitarian kind of living of the actual


inhabitants, this proposal betted for a modular structure,
with different sizes, that, combined on an organic way, could
be settled on the riverside path creating this new kiez. For its
low height (groundfloor +2) the total construction has a townie
aspect.
The modules will be shaped forming a serpentine filling all the
free spaces in between and under the buildings for the ones with
free groundfloor. The function inside the modules will be mixed.
Shops, cafés and offices mostly on the ground floor, and more
housing the more upper you get, will bring an alive community
at different daily and weekly times. A kita and a music school
would complete the program in the kiez platz, the main area in
the center and intersection of the bridge and the riverside.

So this is it, a riverside + neighborhood project combined. For


its architectural “simplicity” (in terms of construction and social
understanding) once the first it’s ready, the second could be
handled by the same local community that plans to settle there,
being possible a construction by phases (splited in both, height
or length) that would allow a low budget.

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HORIZONTAL LIVING HIGH RISE
Lena Theresa Wimmer

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EXKURSION

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DELHI
Freitag, 08.02.2013
New Delhi, India Gate, Regierungsgebäude, Museen
Lodi Gardens

Samstag, 09.02.2013
Purana Qila
Old Delhi
Jama Masjid

Sonntag, 10.02.2013
Red Fort
Jantar Mantar

Montag, 11.02.2013
Nizamuddin Basti
Humayuns Tomb und Botanischer Garten
Präsentation der Studentenprojekte, Aga Khan Trust for Culture

Dienstag, 12.04.2013
Architecture University of Delhi

Mittwoch, 13.04.2013
Qutb Minar
Haus Khas Village

Donnerstag, 14.02.2013
Agra
Taj Mahal
Fatehpur Sikri

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SCHLUSSPRÄSENTATIONEN

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